Karlsruher Zritiag. Sonntag, 4. Juni. »xvrdttton: S«rt-tzrtcdrtch-Str«tze Rr. 14 (Telephonanschkch «r. 1S4), »selbst «ch dt, «kU-t-e» A » «M"« , ! « '« « > « werde». »or»uSbe,ahl«ng: dterteljShrltch » M. SV Pf.; ^trch die Post tm »edtetr de, »rutschen Po std e rw e cktm» ^ Vc1lst« t, «-c«che »».«W Stnrücku«,»>e»»hr: dt« -«spalten« Petttzetlr »der deren Ran« Mi W. Brtefe »ch *eSd«r stwt. S»»erl«qpr Drucksachen nnd Sorrespvndenze» jeder Art, sowie XrzensionSeremptarr werde» nicht »«r»<>ch>Mdt und td» MchMtzm dtchWch keinerki Berpstchtnsg -n irgendwelcher MergtttnnG. LS«S. Amtlicher Teil. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben S i ch unter dem 24. Mai d. I. gnädigst bewogen gefun- j den, dem Archivar der ersten Kammer der Landstände, Oberrechnungsrat Ludwig Bauer in Karlsruhe das Ritterkreuz erster Klasse mit Eichenlaub Höchstihres Ordens vom Zähringer Löwen zu verleihen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben unterm 24. Mai d. I. gnädigst geruht, den Archivar der ersten Kammer der Landstände, Oberrechnungsrat Ludwig Bauer, auf sein untertänigstes Ansuchen unter Anerkennung seiner langjährigen und treuen Dienste aus den 1. Oktober d. I. in den Ruhestand zu versetzen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben unterm 29. Mai d. I. gnädigst geruht, den Regierungsrat Max Herrmann, badisches Mitglied der Königlich Preußischen und Großh. Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz, unter Verleihung des Titels Oberregierungsrat zum Vorstand der Verkehrsabteilung der Großh. Generaldirektion der Staatseisenbahnen zu ernennen. Mit Entschließung des Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten vom 23. Mai 1905 wurde dem Telegraphenassistenten Arthur Ernst in Freiburg i. Br. der Titel Telegraphensekretär verliehen. Nicht-Amtlicher Teil. Zur Vermählung des Deutschen Kronprinzen. (Telegramme.) * Berlin, 3. Juni. Die Herzogin Cecilie ist heute Vormittag hier eingetroffen. Sie hatte um 10 Uhr in Wittenberge in Begleitung des Ministers v. Bassewrtz den mecklenburgischen Sonderzug verlassen und war im Namen Seiner Majestät des Kaisers von dem Hofmarschall Frhrn. v. Reischach empfangen worden. Auf dem Bahnhofe war eine Ehrenkompagnie des Infanterieregiments Großherzog Friedrich Franz mit Fahne und Musik ausgestellt. Die Herzogin bestieg den preußischen Sonderzug und fuhr mit Gefolge nach Berlin. Auf dem Lehrter Bahnhofe wurde die Braut von dem Oberststallmeister und dem Gouverneur von Berlin empfangen. Die Herren geleiteten die Herzogin durch mit Rosen geschmückte Portale zur Galakutsche. Frische Rosen waren der Braut auf den Weg gestreut worden. Die Fahrt ging nach dem Schloß Bellevue. Auf dem Wege dahin wurde die Herzogin von einer ungeheuren Menschenmenge begrüßt und dankte nach allen Seiten. Vor Schloß Bellevue nahm die Leibkompagnie des 1. Garderegiments zu Fuß als Ehrenwache Aufstellung. Die obersten Hofchargen, Minister des Königlichen Hauses, die Generaladjutanten Admirale a la suite hatten sich dort schon seit 11V« llhr versammelt. Nach der Ankunft war Frühstückstafel für die Familien des Hohen Brautpaares * Berlin, 3. Juni. Am Lehrter Bahnhof trafen um 11V« Uhr mittags Ihre Königlichen Hoheiten der Gro ß- herzog und die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin ein, empfangen von Seiner Majestät dem Kaiser, welcher vom Schloß durch die rosengeschmückte Feststraße Unter den Linden fuhr. Eine vieltausendköpfige Menschenmenge bereitete dem Kaiser lebhafte Ovationen. Das Großherzogspaar, welches im Schlosse Wohnung nahm, begab sich zunächst nach Schloß Bellevue. Zu gleicher Zeit traf Prinz und Prinzessin Christian von Dänemark ein, welche ebenfalls im Schlosse Wohnung nahmen. Ter Kaiser begab sich mit seinem Adjutanten gleichfalls nach Schloß Bellevue. * Berlin, 3. Juni. Seine Majestät der Kaiser empfing Vormittags die hier eingetroffenen Missionen der fremden Staaten im Rittersaale des Schlosses. * Berlin, 3. Juni. Der Kaiser verlieh dem Großfürsten Nikolaus Michailowitsch den Söchvarzen Adlerorden. * Berlin, 3. Juni. Gestern trafen Prinz und Prinzessin Karl von Hessen, sowie der Großherzog und die Großherzogin don Hessen hier ein. . * Dresden, 3. Juni. Prinz Johann Georg ist hier eingetroffen. * Wien, 2. Juni. Erzherzog Franz Ferdinand ist nach Berlin abgereist. i * St. Petersburg, 3. Juni. Großfürstin Maria Patvlowna ° ist nach Berlin abgereist. um Eßwaren zu kaufen. Der Krämer bemerkte, daß in Begleitung des Valina ein Individuum zu ihm gekommen sei, das in der Beschreibung auf Ferraz patzt. Valina erklärte, das Attentat hätte sich nicht gegen die Person des Königs, sondern gegen das Königtum überhaupt und die Wirtschaft der Bischöfe gerichtet. Dev Aufstcrnö in SüdwesterfvitVr. (Telegramm.) * Berlin, 3. Juni. Hauptmann Koppe griff am 27. Mai am unteren Fifchfluß eine starke Abteilung des bis Geioes zurückgedrängten Cornelius von Bethanien an. Nach mehrstündigem Gefecht ging der Feind in regelloser Flucht zurück und wandte sich scharf verfolgt nach dem Oranjefluß. Der Gegner verlor 8 Tote, 20 Gewehre, 60 Stück Groß- und 600 Stück Kleinvieh, sowie Wagen und Hausgeräte. Die gefangene Mutter des Cornelius sagt aus, dieser wolle auf englisches Gebiet flüchten. Dev vustrlcH-zcrpcrrriscHe Kvieg. (Telegramme.) Eine Friedensvermittlung. * London, 3. Juni. Der „Standard" meldet aus Washington: Der Botschafter der Vereinigten Staaten in St. Petersburg, v. Lengerke-Meher, sei beauftragt worden, der russischen Regierung die Ansichten des Präsidenten Roosevelt über die Stellung Japans zur Friedensfrage mitzuteilen. * Washington, 3. Juni. Der russische Botschafter, Graf Cassini, hatte heute vormittag eine Unterredung mit dem Präsidenten Roosevelt. Dieselbe war überaus herzlich. Präsident Roosevelt gab der Hoffnung Ausdruck, daß Rußland demnächst Frieden schließen werde. Graf Cassini, der keine Instruktion hatte, erklärte, er für seine Person glaube, daß oie gegenwärtige Absicht Rußlands sei, den Krieg fortzusetzen. Cassini wird die Bemerkung Roose- velts seiner Regierung Mitteilen und wird den Kaiser wissen lassen, daß der Präsident geneigt sei, Rußland jeden Beistand bei den Friedensverhandlungen zu leisten. ^ > i * Washington, 3. Juni. Die Zusammenkunft des Präsidenten Roosevelt mit dem russischen Botschafter, Grafen Cassini, hatte einen persönlichen Charakter. Später faßte Cassini eine Depesche an seine Regierung ab, worin er ihr die Ansicht des Präsidenten Roosevelt und seinen Wunsch, Rußland in seiner jetzigen Krisis zu dienen, mitteilt. Nach Eingang der Antwort wird er eine zweite Zusammenkunft mit dem Präsidenten haben. Die Seeschlacht bei Tsushima. * London, 3. Juni. Me die „Times" aus Tokio meldet, hat der Kaiser von Japan Befehl gegeben, daß Admiral Nebogatoff freigelassen werde, um dem Kaiser von Rußland einen Bericht über die Schlacht und die Verlustliste zu überbringen. * Tokio, 3. Juni. In den letzten 14 Tagen wurden Tausende von Truppen verschifft. Täglich werden in einem Hafenorte SO Meilen nördlich von Gensan Verstärkungen gelandet, die auf Wladiwostok marschieren sollen. * Tokio, 3. Juni. Bei Roschdjestwensky treten keine gefährlichen Krankheitserscheinungen auf. Eine baldige Genesung scheint sicher. Die Offiziere des „Orel" lehnten es ab, ihre Freilassung auf Ehrenwort anzunehmen. Es wurde ihnen ein weiterer Tag zur nochmaligen Ueberlegung gewährt. * San Francisco, 3. Juni. Der russische Hilfskreuzer „Lena", der hier im September v. I. abgetakelt worden war, ist freigelassen worden und geht als Hospitalschiff nach Wladiwostok. Der König von Spanien in Paris. (Telegramme.) * Paris, 3. Juni. Der König von Spanien und Präsident Loubet wohnten gestern abend in Saint Cloud dem Aufstiege eines Luftballons und im Hippodrom-Longshamps einem Feste des Automobilklubs bei, worauf sie nach Paris zurückkehrten. * Paris, 3. Juni. Der König von Spanien und Präsident Loubet wohnten gestern einer Vorstellung im Theater Fran«ais bei. Nach Mitternacht kehrte der König in das Ministerium des Auswärtigen zurück. Die Kundgebungen der in den Straßen angesammelten Menge waren so stürmisch, daß mehrere Pferde der den König begleitenden Kürassiere scheu wurden und ihre Reiter abwarsen. Die Kürassiere wurden verletzt. * Paris, 3. Juni. Der Untersuchungsrichter Leydet begab sich gestern mit dem Anarchisten Valina nach dem Gehölz von Visroflah, um nach den Bomben zu suchen, welche nach den Aussagen des Anarchisten dort liegen sollten. Man fand jedoch nur einige zerschnittene anarchistische Zeitungen. Valina behauptete, du Bomben müßten fortgeschafst worden sein. Sie seien von Farraz und ihm vergraben worden. Dann wären sie zu einem in der Nähe wohnenden Krämer gegangen, (Mtt «txr Veil«««.) Die norwegische Krise. (Telegramm.) * Christiania, 2. Juni. In der heutigen Sitzung des St orthing gab Staatsminister Michelsen eine offizielle Erklärung ab über den Verlauf des am 27. Mai in Stockholm beim Könige stattgehabten Staatsrates. Auf Vorschlag des Präsidenten des Storthing wurde diese Erklärung einem Sonderkomitee überwiesen, welches sofort zusammentrat. Zur Lage iu Rußland. (Telegramme.) * St. Petersburg, 3. Juni. Bei den letzten Straßenunruhen in Charkow wurden durch die Truppen mehr als ISO Personen verwundet. * St. Petersburg, 2. Juni, nachm. 2V- Uhr. Seit heute früh befinden sich mehrere Fcchriken in verschiedenen Stadtvierteln im Aus stand, so die Waggonbauanstalt, wo Kosaken die angesammelten Arbeiter mit Nagaiken auseinander trieben, die Putilowwerke, wo Kosaken und Infanterie bereitstehen, und die mechanische Fabrik Glebow, woselbst ISO Kosaken postiert sind. Ernstere Zusammenstöße sind bisher nicht vorgekommen. * St. Petersburg, 3. Juni. Wie der Regierungsbote meldet» wird die bereits getroffene Denkschrift über die Grundlagen betreffend die Zuziehung gewählter Volksvertreter zur Gesetzgebung vom Ministerrat geprüft werden. * Moskau, 3. Juni. Im hiesigen Adelshause wird eine nicht offizielle Versammlung von Semstwomitgliedern abgje- halten werden, an der sich 30 Gouvernements beteiligen sollen. Hauptsächlich soll die Frage der Einberufung einer Volksvertretung beraten werden. Auch Vertreter anderer Gesellschaftsklassen sollen aufgefordert werden, sich diesem Vorschlag anzuschließen. * Warschau, 3. Juni. Der Streik ist im Wachsen begriffen. Die Industriellen sandten Deputationen an den Generalgouverneur mit der Bitte um Schutz. Marokko. (Telegramme.) * London, 3. Juni. Dem Reuteubureau wird aus Fez gemeldet, der englische Gesandte Lowther sei dort ein- getroffen. ' * Tanger, 3. Juni. Nach einer Meldung aus Fez vom 29. Mai ließ der Sultan den französischen Gesandten gestern amtlich wissen, er müsse, um den Wünschen des Volkes zu entsprechen, die Antwort auf die französischen Vorschläge verschieben; er verlange Prüfung der Reformen durch eine internationale Konferenz. Der neue englische Vertrag mit Afghanistan. (Telegramm.) * London, 2. Juni. Unterhaus. Lord Newton lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses auf den neuen Vertrag mit Afghani st an, durch den England nicht mehr erreichte, als unter dem früheren. Rußlands schweres Mißgeschick in Ostasien habe seine Stellung in Mittelasien nicht beeinträchtigt. Unterstaatssekretär für Indien, Bath, erklärt, die Regierung befolge dauernd die Politik, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Afghanistans emzumischen. Bath bestätigte von neuem die Erklärung Balfours über den Bau russischer strategischer Bahnen, und fährt fort: MH glaube, wenn wir die Politik fortsetzen, freundliche Beziehungen mit Afghanistan zu unterhalten, ohne diesem Lande unsere Aufmerksamkeiten zu sehr aufzudrängen, werden wir alles erreichen, was wir im Auge haben Nach eingehender Beratung zwischen der britischen und der indischen Regierung erkannte die Regierung des Mutterlandes an. daß das Abkommen gut und ausreichend ist, und die indische Regierung nahm die Entscheidung der britischen an. Eine förmliche Erneuerung und Ratifikation des Abkommens mit dem verstorbenen Emir wurde erreicht. Die Mission zeiate so dem afghanischen Volke und den befreundeten Stämmen, daß. b§ wohl m der Person des Emus ein Wechsel eingetreten ist. doch d« Politik der indischen Regierung sich nicht änderte Wir werden keiner fremden Macht «ine Einmischung gestatten, so lange der Emir unserem Rate folgen will. Die englische Regierung maß dem Vertrage große Wichtigkeit bei. Nach weiterer Debatte ergreift Lord Lansdowne das Wort und fuhrt aus, es sti Nicht richtig, daß die Mission gescheitert sei. das bisherige Abkommen habe in einem viel formelleren Vertrage neue Bestätigung gefunden. Die Hauptpunkte des Abkommens seien, daß England sich nicht in die inneren Angelegenheiten Afghani,tans einmische, ferner daß England dem Emir im Falle eines nicht herausgesor- derten Angriffs Hilfe leiste, endlich daß die auswärrigen Angelegenheiten Afghanistans unter Englands Leitung und Kontrolle stehe n s o l l e n. Er gebe zu, daß die Verhältnisse, wie ste sich unter dem Abkommen entwickelt hätten, nicht in jeder Beziehung befriedigt gewesen seien. Die Vizekönige hätten alle, wie sie einander gefolgt sind, gehofft, an dem Abkommen einige Verbesserungen vorzunehmen, allen aber habe der Gedanke, Afghanistan Reformen aufzuzwingen, ferngclegcn.^ Wenn der Emir keine Eisenbahnen und Telegraphen wünsche, so habe England ihm dock) nicht gut raten können, daß er sie haben müsse, ob er wollte oder nicht. Die englische Regierung habe es für einen glücklichen Erfolg erachtet, daß die Mission in der Lage gewesen sei, einen Vertrag zurückzubringen, durch den das Abkommen erneuert werde, dem die Regierung die größte Wichtigkeit beimesse. Grotzherzogtum Gaden. * Karlsruhe, 3. Juni. Veteranendank. Durch Seine Königliche Hoheit den Großherzog wurde dem Unterzeichneten Präsidium des Badischen Militärvereins-Ver- bandes das Ergebnis der zum 25jährigen Jubiläum Höchstseines Protektorates über den Militärvereins-Verband veranstalteten Veteranendanksammlung im Betrage von 275 000 Mark überwiesen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat dem Unterzeichneten Präsidium den Auftrag erteilt, allen denen, die zu dieser Sammlung beigesteuert haben. Höchstseinen herzlichsten und wärmsten Dank zu übermitteln. Seine Königliche Hoheit gab hierbei Höchstseiner großen Freude und Genugtuung darüber Ausdruck, daß man ihm gerade durch einen Akt der Wohltätigkeit zugunsten der bedürftigen Kriegsveteranen eine so schöne Festfreude bereitet habe, und sprach die Hoffnung und den Wunsch aus, daß der beabsichtigte Zweck, die Unterstützungen seitens des Verbandes in Zukunft recht ausgiebig und wirksam zu gestalten, nach Möglichkeit erreicht werden möchte. Gemäß der Bestimmung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs und dem allgemeinen Wunsche der Spender, soll der gesammelte Fond, welcher den Namen „Großherzog Friedrich Veteranendank - Stiftung" tragen wird, in der Weise seine Verwendung finden, daß nicht nur das Zinsenerträgnis, sondern auch das Kapital selbst in dem Maße zu Unterstützungen verausgabt wird, daß dasselbe in etwa 12 Jahren aufgezehrt ist. Hierdurch wird es möglich, die einzelnen Unterstützungen höher und ausgiebiger zu bemessen. Die Höhe einer Zuwendung, die nur auf Antrag gewährt wird, soll jeweils von dem Grade der Bedürftigkeit abhängen. Die Verwaltung der Stiftung, welche in den Händen des Verwaltungsrates der Unterstützungskassen des Verbandes liegt, untersteht der Aufsicht der Staatsbehörde. Am Schlüsse jeden Kalenderjahres wird über das Jahresergebnis mit Angabe der Zahl und Höhe der gewährten Unterstützungen im Verbandsblatte und in der „Karlsruher Zeitung" Rechenschaft abgelegt werden. Karlsruhe, den 1. Juni 1005. Das Präsidium des Badischen Militärvereins-Verbandes. gez. Fritsch, Generalleutnant z. D. Aerztliche Fortbildungskurse. An den beiden Landesuniversitäten Heidelberg und Freiburg werden im Sommer d. I. Fortbildungskurse für praktische Aerzte abgehalten werden, für welche das folgende Programm aufgestellt wurde: n. An der Universität Heidelberg. Geh. Rat Professor Dr. Czerny, Exzellenz: Chirurgische Klinik, täglich von 9—1014 Uhr (Mittwoch von 9—10 Uhr, Samstag von 9—11 Uhr); bis Ende Juli; von da ab gehalten von Dr. Völker. — Geh. Rat Professor Dr. Arnold: Patholog.-Anatomische Demonstrationen, täglich von 314 bis 4 Uhr. —^ Geh. Rat Professor Dr. Erb: Medizinische Klinik; Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 1014 bis 12 Uhr, Mittwoch von 10—12 Uhr, Samstag von 11—12 Uhr (vom 17.—29. Juli). — Geh. Rat Professor Dr. Leber: Augenklinik; Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 12 bis 1 Uhr. — Geh. Hofrat Professor Dr. Edler von Rost- Horn: Geburtshilflich-Gynäkologische Klinik; Montag bis Freitag von 8—9 Uhr (vom 17.—29. Juli). — Geh. Hofrar Professor Dr. Knaufs: Diagnose und Bekämpfung des Abdominaltyphus, 2 mal wöchentlich 2 Stunden. — Hofrar Professor Dr. Vierordt : Kinderklinik; Mittwoch und Samstag von 9—Ml Uhr. — Professor Dr. Nißl: Psychiatrische Klinik, Mittwoch und Freitag von 4—6 Uhr. — Professor Dr. K ü m m e l: Ohrenklinik; Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9—1014 Uhr. — Geh. Hofrat Professor Dr. Fleiner: Diagnostik und Therapie der Magen- und Darmkrankheiten; 3 mal wöchentlich von 7—8 Uhr morgens (eventuell mehrstündig) . — Professor Dr. Iurasz: Laryngologische-Rhinologische Klinik; 4 mal wöchentlich von 12—1 Uhr. — Professor Dr. Jordan : Ausgewählte Kapitel aus der praktischen Chirurgie mit Demonstrationen, unter besonderer Berücksichtigung der Abdominal-Chirurgie; Montag, Mittwoch und Freitag von 4 bis 5 Uhr. — Professor Dr. von Hippel: Ausgewählte Kapitel aus der Augenheilkunde (Zeit Vorbehalten). — Professor Dr. Petersen: Einübung wichtiger Operationen am Tier; 2 mal wöchentlich 2 Stunden, Montag und Donnerstag von 5—7 Uhr. — Professor Dr. Bettmann: Ausgewählte Kapitel aus der Diagnostik und Therapie der Haut- und Geschlechtskrankheiten, Menstag,, Donnerstag und Freitag von 12 bis 1 Uhr. — Professor Dr. Schmidt: Chirurgie in der Landpraxis unter Berücksichtigung dringlicher Operationen; Dienstag, Donnerstag und Samstag von 4—5 Uhr. — Professor Dr. Vulpius: Orthopädische Chirurgie, einschließlich Massage und Hellgymnastik; 3 mal wöchentlich. — Professor Dr. S t a r ck: Demonstrationen von Krankheiten des Ad- domus mit besonderer Berücksichtigung neuer Untersuchungsmethoden; Dienstag, Donnerstag und Samstag von 5—8 Uhr. — Professor Dr. Hammer: Behandlung und Diagnose der Lungentuberkulose mit besonderer Berücksichtigung der Tuberkulin-Therapie und -Diagnose; 3stündig. — Professor Tr. Schwalbe: Pathologisch-anatomische Demonstrationen über Krankheiten des Zentralnervensystems; Samstag von 2—4 Uhr (17.—29. IM). — Privatdozent Dr. Schäffer: Geburtshilflicher Operationskursus mit ausschließlicher Berücksichtigung der in praxi wichtigen Vorkommnisse und Fragen; 4 mal wöchentlich von 7—8 Uhr morgens. — Privatdozent Dr. Hege- ner: Diagnostik und Therapie der Ohrenerkrankungen; Montag, Mittwoch und Samstag von 9 —10V. Uhr. — Privatdozent Tr. Voelcker: Indikation und Ausführung praktisch wich- j tiger Operationen; Montag, Dienstag, Donnerstag und Frei- , tag von 11—12 Uhr. — Privatdozent Tr. Marschall: In- i fektionskrankheiten mit Einschluß der Lehre von der Jmmuni- - tät; Mittwoch und Freitag von 3—4 Uhr. — Privatdozent Dr. Arnsperger: Ausgewählte Kapitel der Lungenkrankheiten; 3 mal wöchentlich. — Privatdozent Dr. Schönborn: Nieren- und Stoffwechselkrankheiten mit besonderer Berücksichtigung der Therapie; 3 mal wöchentlich. — Privatdozent Dr. Ibrahim : Ernährung und Ernährungsstörungen im Säuglingsalter (mit klinisch-therapeutischen Demonstrationen); 3 bis 4 mal wöchentlich. — Privatdozent Dr. Neumann - Protozoon-Krankheiten (insbesondere Malaria und Trypanosoma-Krankheiten); 2—6ständig wöchentlich. — Dr. H. K a- posi: Propädeutische Chirurgie; Mittwoch und Samstag von 12—1 Uhr in der Chirurg. Ambulanz. — Dr. E. Kehrer. Konservative Gynäkologie; 2 mal wöchentlich von 5—6 Uhr. — Tr. Magnus: Neuere Fortschritte der Arzneimittellehre; 6—8 Stunden. b. An der Universität Freiburg. Professor Dr. Axenfeld: Augenklinik; Montag, Mittwoch und Donnerstag von 7—8 Uhr und Samstag von 8—9 Uhr morgens (Albertstraße 11). — Geh. Rat Professor Dr. Bäum- ler: Medizinische Klinik; Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag von 10V-—>1114! Uhr, Mittwoch 9—11 Uhr (Nervenklinik, Albertstraße 4, Westflügel, 2 Treppen hoch). — Professor Dr. Bloch: Praktische Ohrenheilkunde; Montag, Mittwoch und Freitag 11V-—1214 Uhr (Albertstraße 7). — Professor Dr. Bulius: Geburtshilfliche Operationslehre mit Uebungen am Phantom; Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 4—5 Uhr (Privatklinik Friedrichstraße 12). — Privatdozent Dr. Clemens: Ausgewählte Kapitel der Diagnostik und Therapie innerer Krankheiten (mit besonderer Berücksichtigung der Lungenkrankheiten) mit Krankenvorstellungen; Montag, Dienstag, Donnerstag 5—6 Uhr (Albertstraße 4, Westflügel, 2 Treppen hoch). — Privadozent Dr. Gierke: Pathologischanatomische Demonstrationen, wöchentlich 2 mal je 2 Stunden. Besprechung wegen der Stunden am 17. Juli, 6 Uhr c. t. im pathologischen Institut (Albertstraße 15). — Privatdozent Dr. Herrenknecht: Einführung in die konservierende Zahnheilkunde und Zahnextraktionskurs; Montag bis Freitag 5 bis 614 Uhr (Rheinstraße 18). — Professor Dr. Hoche: Psychiatrische Klinik; Dienstag und Donnerstag 1412—1 Uhr (Hauptstraße 5). — Professor Dr. Jacobi: Diagnose und Therapie der Haut- und Geschlechtskrankheiten; Montag 12—1, Mittwoch 11—12, Donnerstag und Samstag 12—1 Uhr (Mbert- straße 4, Ostflügel, 1 Treppe hoch). — Professor Dr. Killian : Untersuchungsmethoden der Luftwege und oberen Speisewege; Mittwoch und Freitag 5—6 Uhr. (Höchste Teilnehmerzahl 12.) (Albertstraße 9.) — Geh. Hofrat Professor Dr. Kraske: Chirurgische Klinik; Hontag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag 9—1014 Uhr (Albertstraße 11a). — Professor Dr. Krönig: Klinik der Geburtshilfe und Gynäkologie; Montag bis Freitag 8—9 Uhr (Albertstraße 6). — Privatdozent Dr. Link: Unfall- und Jnvaliditätsversicherung mit Krankenvorstellungen und Uebungen im Begutachten von einschlägigen Fällen; Montag 4—5 und Freitag 6—7 Uhr (Albertstraße 4, Westflügel, 2 Treppen hoch). — Privatdozent Dr. Meise! : Kleine Chirurgie, mit Uebungen in der Anwendung lokaler und regionärer Anästhesie; Dienstag und Donnerstag 4—5 Uhr (Albertstraße 4, Ostflügel, 1 Treppe hoch). — Professor Dr. Pfister: Demonstrationen aus dem Gebiete der organischen und funktionellen Erkrankungen des Zentralnervensystems mit besonderer Berücksichtigung der forensischen Psychiatrie; Montag, Menstag, Freitag 6—8 Uhr (Hauptstraße 5). — Professor Dr. Ritschl: Mechanotherapie (Massage, Heilgymnastik); Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 3—4 Uhr (Albertstraße 5). — Professor Tr. Roos: Diagnostische Methoden aus dem Gebiete der inneren Medizin; Dienstag 5—7 Uhr (Münsterplatz 25). — Privatdozent Dr. Schleip: Mikroskopische Blutuntersuchungen zu diagnostischen Zwecken; Mittwoch und Freitag 4—6 Uhr (Albertstraße 4, Westflügel, 2 Treppen hoch). — Hofrat Professor Dr. Schot - telius: Bakteriologisch-Hygienischer Kurs, wöchentlich zweimal 2 Stunden; Besprechung wegen der Wahl der Stunden: Montag den 17. Juli, nachmittags 5 Uhr im Hörsal des Hygien. Instituts (Hebelstraße 42). — Professor Dr. Schüle: Diagnose und Therapie der Magen- und Darmkrankheiten, mit Demonstrationen und Uebungen, einstündig. — Derselbe: Gerichtlich medizinisches Praktikum, dreistündig; Besprechung wegen der Stunden für beide Kurse, Montag den 17. Juli, 1114 Uhr im Hörsaal der Mediz. Klinik (Albertstraße 4, Westflügel, 2 Treppen hoch). — Privatdozent Dr. Stock: Diagnostik und Therapie der Augenkrankheiten; Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 3—4 Uhr (Albertstraße 11). — Hofrat Professor Dr. Thomas: Medizinische Poliklinik; Täglich 1114—12V« Uhr (Münsterplatz 25). — Derselbe: Klinik der Kinderkrankheiten; Samstag 4—6 Uhr (Albertstraße 21). — Derselbe: Ueber neuere Arzneimittel; Dienstag und Freitag 8—9 Uhr (Münsterplatz 25). Hierzu wird folgendes bemerkt: 1. Die Kurse beginnen am Montag den 17. Juli d. I. und endigen am 5. August d. I. 2. Die Festsetzung der Stunden kann als eine endgültige nicht angesehen werden; einzelne Abänderungen bleiben Vorbehalten. Kurse, für welche sich nicht eine gewisse Mindestzahl von Teilnehmern anmelden, kommen in Wegfall. 3. Die Anmeldung zur Teilnahme an den Kursen haben spätestens bis 1. IM 1905 bei den Schriftführern der in den beiden Universitätsstädten gebildeten Lokalkomitees für das ärztliche Fortbildungswesen zu geschehen (für Heidelberg: Professor Dr. Schwalbe, Bergheimerftratze 66; für Freiburg: Privatdozent Dr. Clemens, Friedrichstraße 66). Diese Herren sind auch bereit, weitere Auskunft zu erteilen. Vor Beginn der Kurse wollen sich die Teilnehmer in der von den Lokalkomitees festgesetzten Weise für die einzelnen Kurse anmelden, bzw. in die aufliegende Jnskriptionsliste eintragen. 4. Die im Großherzogtum Baden praktizierenden Aerzte haben für die Kurse kein Honorar zu entrichten, abgesehen von einem Betrag von 20 M., der vor Beginn der Kurse an die Univer- sitätsquästur einzuzahlen ist. 5. Aerzte, die nicht im Großherzogtum Baden praktizieren, können sich — soweit Platz vorhanden ist — ebenfalls an den Kursen beteiligen; sie haben vor Beginn der Kurse — außer den genannten 20 M. — noch für jede von ihnen belegte Kursstunde 1 M. 50 Pf. an die Quästur einzuzahlen. 6. Den Kursteilnehmern steht der gastweise Besuch der für das Sommersemester angekündigten Kliniken und Vorlesungen der medizinischen Fakultät nach vorheriger Anmeldung beim Lokalkomitee frei; Honorar wierd hierfür nicht erhoben. In den Kliniken werden für Aerzte wichtige Themata in fortlaufenden Vorträgen mit geeigneten Demonstrationen zur Behandlung kommen. ** Nachgenannte Kandidaten haben die in diesem Jahre abgehaltene Werkmeisterprüfung für den hochbautechnischen Dienst ordnungsmäßig bestanden und hierdurch gemäß § 8 der landesherrlichen Verordnung vom 8. Dezember 1883 das Prädikat „Werkmeister" erlangt. Friedrich Bansbach, Bernhard Biesdorf, Bl atz, Georg Botz, Georg Brockenaucr, Bernhard Eichler, Franz Fischer, Michael Frischmuth, Gutmann, Sigmund Hansmann, Otto Hechin, ger, Friedrich Heinzmann, August Hobel, (Rnil Jäckle, Ernst Jsele, Karl Isen mann, Gustav Kohrmann, Heinrich Kühlmann. Friedrich Lott Richard Münzer, Friedrich Nagel, Jakob Reidel, Jakob Scheidt, Anton Scherer, Karl Schillinge!, Christian Schnaiter, Guido Schwarzhans, Rudolf Siedler Philipp Ste zelberger, Johann Vierling, ** Am 2. d. M., 10 Uhr abends, überfuhr der von Heidelberg kommende Güterzug Nr. 6180 im Bahnhofe Durlach das Halt zeigende Ausfahrsignal und fuhr dem ausfahrenden Personenzug Nr. 1240 von Pforzheim beim Auer Uebergang in die Seite. Ter Heizer des Güterzugs wurde getötet und der Lokomotivführer dieses Zuges verletzt; ferner wurden zwei Reifende des Personenzugs 1240 und der Wagenwärter dieses Zugs verletzt. Me Ein- und Aussahrgleise von und nach Karlsruhe war«n bis 6 Uhr früh anderen Tags gesperrt. Von diesem Zeitpunkte an kBstnte der Betrieb zwischen Durlach und Karlsruhe eingleisig durchgeführt werden. * (Großherzogliches Hoftheater.) Die erste Wiederholung der Offenbachschen Operette „Orpheus in der Unterwelt" ist auf Dienstag den 6. Juni angesetzt. In der Vorstellung von Verdis „Aida" am Freitag den 9. Juni wird Auguste Müller vom Kgl. Theater in Hannover in der Partie der Amneris gastieren. Die Schillervorstellungen werden Donnerstag den 8. Juni mit „Maria Stuart", und Samstag den 10. Juni mit der „Jungfrau von Orleans" ihren Fortgang nehmen. Die Rolle der Maria Stuart wird Emmy Rem old vom Hoftheater in Stuttgart, die der Johanna in der „Jungfrau von Orleans" zum erstenmal Elfriede Mahn, die der Jsabeau Minna Höcker spielen. Für die beiden Pfingstfeieriage sind „Lohen- grin" und „Wilhelm Dell" in Aussicht genommen. Als nächste Neuigkeit des Schauspiels wird das Lustspiel „Der Familientag" von Gustav Kadelburg vorbereitet. * (Mitteilungen aus der Stadtratssitznng vom 31. Mai 1905.) Nach Beendigung der Gemeindewahlen ist die vorzunehmende Neubildung der städtischen Kommissionen am 31 .Mai vollzogen worden. — Nach: Erlaß Großh. Oberschulrats vom 27. Mai d. I. Nr. 16 904 haben Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog mit Allerhöchster Staatsministerialentschließung vom 17. Mai 1906 Nr. 369 gnädigst geruht, den Herrn Rektor Dr. Ludtmg Gerwig hier zum Rektor der Volksschulen der Stadt Karlsruhe mit der Amtsbezeichnung Stadtschulrat zu ernennen. — Der Verein Volksbildung dankt dem Stadtrat in einem sehr freundlichen Schreiben für die zugunsten des Vereins veranlaßte Wiederholung des Schillerfestaktes in der Festhalle. — Nach einer Berechnung des städtischen Hochbauamts erfordert der zum Zwecke der Unterbringung des städtischen Maschinenbau amts vorzunehmende innere Ausbau des Mansardgeschosses des Verwaltungsgebäudes der elektrischen Straßenbahn einen Aufwand von 6000 M. Der Stadtrat beschließt, beim Bürgerausschuß Antrag aus Bewilligung eines Nachtragskredits in Höhe von 6000 M. aus Anlehens- mitteln zu dem für Vergrößerung des Verwaltungsgebäudes bereits bewilligten Kredit von 60 000 M zu stellen. — Nachdem nunmehr dieUhraufdem Turme der Bernhar- duskirche angebracht ist, wird der im Gemeindevoranschlag vorgesehene Beitrag der Stadt zu den Kosten dieser Uhr in Höhe von 1800 M. zur Auszahlung angewiesen. — Der bei der Versteigerung des Heugrases der Stichkanal- und Hafen- rMgdamme erzielte Erlös von 603 M. wird der Rheinhafenkasse in Einnahme gewiesen. — Dem badischen Verbin für Volkskunde wird zur Abhaltung seiner ersten Lan- desvcrsammlung der große Rathaussaal Sonntag den 25 Juni von Vormittags 10 Uhr ab zur Verfügung gestellt, und Herr Stadtrat Dr. Weil! als Vertreter der Stadt zur Versammlung abgeordnet. . , * 'Tic Handelskammer für die Kreise Karlsruhe und Baden) )chickt ihrem soeben erschienenen Jahresberichte für 1904 eine Einleitung voraus, der wir folgendes entnehmen: „In unserem Kammerbezirke war im Jahre 1904 der Geschäftsgang in der Industrie meistenteils ein lebhafter, was hie und da zur Einlegung von Ueberstunden oder zu einer Vermehrung der Arbeiter- zahl oder auch zu baulichen und maschinellen Vergrößerungen von Fabrikanlagen Veranlassung gab. Ein dieser erfreulichen Steigerung des Beschäftigungsgrades und des Umsatzes entsprechender Nutzen ließ sich freilich meist nicht erzielen. Nach verschiedenen Berichten wurden die Arbeitslöhne mehr oder weniger erhöht; auch wird dann und wann Klage über Mangel an Arbeitern, besonders weiblichen Geschlechts, geführt. Sehr verschiedenartig lauten die über das Handels gew erbe vorliegenden Berichte; die große Mehrzahl klingt aber wieder in einen unbefriedigten Ton aus. Für manche Betriebe lagen die Verhältmsse,ebenso mißlich wie im Jahre 1903, für andere sogar noch ungünstiger. Viel geklagt wird über diejenigen Produ- zentenverernigungen, welche die Preise für ihre Fabrikate derart erhöhten, daß nicht nur der Nutzen des Abnehmers erheblich geschmälert, sondern auch insbesondere der Industrie die Konkurrenz auf dem Weltmärkte immer mehr erschwert wird. Noch mehr als in früheren Jahren wurden aus den Kreisen von Industrie und Handel Klagen laut über die Inanspruchnahme langer Kreditfristen und über das langsame Eingehen der .Ausstände. Durch den russisch-japanischen Krieg wurde her Export nach Rußland mehrfach ungünstig beeinflußt. Me außergewöhnliche Trockenheit des letzten Sommers hatte zur Folge, daß sich die Wasserstands- und Schiffahrtsverhälmisse aus dem Rhein sehr ungünstig gestalteten. Viele Sendungen, die für Karlsruhe-Hafen bestimmt waren, mußten in Mannheim oder Rheinau umgeschlagen werden. Die am 1. Februar 1905 im Reichstage eingebrachten neuen Handelsverträge mit Belgien, Italien, Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Rußland, der Schweiz und Serbien haben in den Kreisen von Deutschlands Industrie und Handel große Enttäuschungen hervorgerufen. Me Hoffnungen, weche die deutsche Geschäftswelt aus eine Reform des Börsen- und des Rcichsstempelgesetzes gefetzt hatte, sind leider noch nicht in Erfüllung gegangen. Me Besorgnis, daß es zur Einführung von Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen Deutschlands kommen könne, hat auch in der Berichtsperiode die Gemüter der hieran interessierten Bevölkerungskreise lebhaft beunruhigt. Wir vertrauen, daß, wenn im Bnn- desrate ein Antrag auf Einführung von Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen Deutschlands eingebracht werden sollte, die Großh. Regierung ihre Stimmen dagegen abgeben wird." ° H (Feuerwehrkreisverband Karlsruhe.) Am Mittwoch fand hier eine Ausschußsitzung des Feuerwehrkreisverbandes Karlsruhe statt, die sich in erster Linie mit der Ausstellung der Tagesordnung für die am 25. Juni in Gondelsheim stattfindende 19 Kreisversammlung der Feuerwehren des Kreises Karlsruhe beschäftigte. Im weiteren wurde dem verdienstvollen früheren A Vorsitzenden des Kreises, Herrn Direktor Bäuerle, unter k entsprechenden Worten ein künstlerisch ausgeführtes Diplom aus Anlaß seiner Ernennung zum Ehrenmitgliede überreicht (Sitzung der Strafkammer II vom 30. Mai.) Vor- ^ sitzender: Landgerichtsdirektor Tr. Eller. Vertreter der Gr Sraatsanwalischasi: Staarsanwalr Baumgartner; später förderlich zu starten; derselbe ist aber andrerseits dazu geneigt, Referendar Scholl. — Ter in Schwetzingen wohnhafte Händ- der Aufwärtsbewegung der Vieh- und Fleifchpreife eine ge- ler Ernst Josef Anderwert aus Emishofen, der sich in der wisse Stabilität zu verleihen. Zeit vom 22. bis 27. Februar bei verschiedenen Personen in * Kleine Nachrichten aus Kaden. Ein sensationeller Vorgang Zaisenhausen Darlehen erschwindelte, wurde wegen Betrugs im spielte sich in Mannheim in der Nähe des Panoramas ab. Der Rückfalle zu 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis, abzüglich 2 Monaten sxit April nach Unterschlagungen von 16 OVO M. flüchtige Pro- Untersuchungshaft, verurteilt. — In den zur Verhandlung kurist des Brauhauses Würzburg, Ludwig Schmitt, hat sich in stehenden Berufungssachen ergingen folgende Urteile: Bau- einem Hause erschossen. Schmitt hatte die Aufmerksamkeit eines Unternehmer Gustav Fahrer aus Grenzach, wohnhaft in Schutzmannes erregt, der in ihm einen steckbrieflich Verfolgten Pforzheim, wegen Uebertretung straßenpolizeilicher Vorschriften vermutete. Als sich zu dem Schutzmann noch- ein anderer in 5 M. Geldstrafe; Handelsmann Karl Weiße rt aus Pforz- Zivil gesellte und diese auf ihn zugingen, ergriff Schmitt die heim wegen Beleidigung und Widerstands 5 Wochen Gefängnis; Flucht uüd ging in das Haus 11 4, 18. Dort brachte er sich Schieferdecker Franz Josef DunF aus Würmersheim wegen zwei Schüsse in den Kopf bei. Er war sofort tot. Außer eini- Diebstahls 1 Woche Gefängnis. — Auf den Hundefang zogen Kleingeld fand sich in seinem Besch noch eine 100 Francsin Pforzheim am Abend des 25. März der Taglöhner Heinrich Note vor. Wo Schmitt sich seither aufgehalten hat, ist noch Gretz aus Pforzheim und der Maurer Wilhelm Kästner weht festgestellt. Er war 33 Jahre alt. — Das Hotel „Metro- aus Bauschlott, zwei vielfach vorbestrafte Menschen, aus. In pole" in Heidelberg ging, lt. „Heidelb. Tgbl.", um den Preis der östlichen Karlfricdrichstratze erwischten sie den dem Pro- von 310 000 M. an den langjährigen Oberkellner des „Park- kuristen Forstner gehörenden Pudelhund im Werte von 100 M. Hotels", Fellmeden, über. — In Hornberg beging das Jakob Sic nahmen das Tier mit sich nach Hause, wo sie es töteten und Blumsche Ehepaar in seltener körperlicher und geistiger das Fleisch desselben verzehrten. Das Gericht erkannte gegen Frische die goldene Hochzeit. Von Seiner Königlichen jeden der Angeklagten wegen Diebstahls unter Anrechnung von Hoheit dem Großherzog traf -ein Gnadengeschenk von 30 M. 1 Monat Untersuchungshaft auf 1 Jahr Zuchthaus und 6 Jahre ein. — Wie die „Stratzb. Post" meldet, kauften in verschiedenen Ehrverlust. — Tic. übrigen Fälle waren ebenfalls Anklagen Orten der Baar Oekonomierat Dr. Feser und Zuchtinspektor wegen Diebstahls. Dieselben fanden durch folgende Entschei- Hochenleiter aus Landshut im Aufträge des Zuchtverbandes düngen ihre Erledigung: Schüler Wilhelm König aus Aale-,, für Fleckvieh in Niederbayern 152 Stück Zuchtkühe, Kal- wohnhaft in Pforzheim,' 4 Wochen Gefängnis; Metzger Otto binnen und Farren. Dies bedeutet einen neuen E r f o l g d e r Götze aus Buttelstadt, wohnhaft in Pforzheim, 7 Monate Ge- Viehzucht in der Baar. In Donaueschingen kamen die fängnis, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft; Taglöhner Jo- Tiere zum Versand. — Bei Mannheim stürzte der Schiffshannes E r n e aus Wiedikon, zuletzt in Dürrn, 6 Monate Ge- junge Franz Bolz ins Wasser und ertrank. — Der 20 Jahre fängnis, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft. - alte verheiratete Taglöhner Fr. Stolm von Ketsch fiel aus ^ (Aus dem Polizeibericht.) In der Nacht zum 1. Juni früh nach 3 Uhr entstand in einem Anwesen der Turlacher Allee und zwar in einem an einen Studenten vermieteten Zimmer ein Brand dadurch, daß der Mieter sich schlafen legte, ohne sein Licht auszulöschen. Vermutlich hat nun der Wind den Vorhang eines offenstehenden Fensters an das Licht geweht, so daß dieser Feuer fing und das Feuer sich auch auf andere Gegenstände übertrug. Außer dem Vorhang brannte noch die Bettstatt und die Thüre. Die Feuerwache wurde allarmiert, brauchte aber beim Eintreffen nicht mehr einzugreifen, da der Brand bereits gelöscht war. 8. Mannheim, 2. Juni. Der Bürgerausschuh bewilligte in seiner heutigen Sitzung 472 000 Mark zur Herstellung der Straßen jm Stadtteil Neckarau. Die Arbeiten werden auf die Jahre 1806/09 verteilt. Ter Bürgerausschuh hat mit Annahme dieser Vorlage ein Versprechen eingelöst, das seiner Zeit schon bei der Einverleibung den Neckarauern gegeben worden ist. Die Straßenverhältnisse in unserm größten Vorort lassen tatsächlich auch viel zu wünschen übrig. Des Weiteren wurde die Anschaffung einer automobilen Tampffeuerspritze mit einem Aufwand von 2b 000 M. beschlossen. Von der Linken wurde bei Besprechung dieser Vorlage die vom Bürgerausschuß vor einigen Fahren befürwortete Gründung einer städtischen Feuerversicherung in Erinnerung gebracht, worauf Herr Bürgermeister Ritter «ntgegnete, er würde es für am zweckmäßigsten halten, wenn sich die Städte mit guten Löscheinrichtungen und baulichen Verhältnissen zu einer Versicherung auf Gegenseitigkeit vereinigten. Einstimmige Annahme fanden ferner zwei Aenderungen des Ortsstatuts über die Verwaltung der Armenpflege in der Stadt Mannheim, von denen diejenige besonders erwähnenswert ist, daß der Armenkomnnsfion künftighin zwei vom Stadtrat zu ernennende, in der Armenpflege erfahrende, Frauen anzugehören haben. Für eine Zeitungshalle am WassUturm, die eine architektonische wirsame Ausgestaltung erfährt, wurden 6800 M. bewilligt. o.c. Heidelberg, 2. Juni. (Telegr.) In Eppelheim brach gestern im Anwesen der Witive Wiegand Feuer aus, das in kurzer Zeit 5 Wohnhäuser und 6 Scheunen ein äscherte. Die Löscharbeiten wurden durch -Wassermangel erheblich gehindert. Die Geschädigten sind versichert. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. * Pforzheim, 30. Mai. Hier fand in diesen Tagen die Hauptversammlung des Deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine statt, der als Vertreter der Grotzh. Regierung Geh. Regierungsrat Braun anwohnte. Der Verband umfaßt 114 Vereine mit 94 964 Mitgliedern. In einer Resolution wurde die Reichsregierung um den Ausbau des Jn- validitätsversicherungsgesetzes, insbesondere aber um die Herbeiführung einer staatlichen Pensiqnsversicherung ersucht. Weitere Resolutionen betrafen die Verurteilung der Bestechung der Angestellten, die Einführung des Achtuhrladenschlusses in den Städten, in denen er noch nicht obligatorisch ist, und die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe im Handelsbetriebe. *.Pforzheim, 2. Juni. In Königsbach brach gestern mittag 12 Uhr in einer Scheune Feuer aus. Aus dem Gebäude hörte man entsetzliches Jammern. Man fand darin die geistesgestörte 19jährige Tochter des Landwirts Schmidt, die sich das Leben nehmen wollte und schon halb verbrannt war. Tie Unglückliche ist gestorben. Das Feuer wurde bald gelöscht. ist Rintheim, 2. Juni. Hier hielt am letzten Mittwoch Abend 8 Uhr in Anwesenheit des Bezirksfeuerlöschinspektors Schlachter die hiesige freiwillige Feuerwehr ihre Frühjahrsprobe ab. Als Uebungsobjekt wurde das Haus des Herrn Schciffele benützt. Zur Verwendung kamen vier Leitern und vier Schlauchleitungen, was für eine kleine Feuerwehr schon etwas bedeutet. Die Uebung verlies unter Leitung des Kommandanten Herrn Burst aufs beste. X Baden, 30. Mai. Im großen Rathaussaale fand heute abend von 6 Uhr ab unter dem Vorsitze des Herrn Stadt- Pfarrer W. Ludwig eine Kirchengemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Baden-Lichtenthal-Oos statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende dem verstorbenen Ktrchengemeinderatsmitglied Herrn L. Müller-Lichtenthal einen warmen Nachruf und die Anwesenden erhoben sich zum ehrenden Gedenken des Heimgegangenen von ihren Sitzen. Me auf der Tagesordnung stehenden Positionen, darunter Kirchenfondsvoranschlag und Ortskirchensteuer- doranschlag für die Jahre 1905 und 1906 wurden genehmigt und ebenso die erste und zweite Rate der Baukosten für die neue Kirche in Lichtenthal bewilligt. Um 8 Uhr wurde die Versammlung geschlossen. Vom Bodenfee, 30. Mai. Im Badhotel zu Ueb ergingen sind jüngst die ersten Kurgäste eingetroffen und wird kür den kommenden Monat einer größeren Zahl von Fremden uns Baden, Württemberg und Bayern entgegen gesehen. Im . Monat Juli finden sich alljährlich viele Familien aus den Rheinlanden, aus Hessen und Norddeutschland in dem schönen Kurort ein. Für die Errichtung einer — therapeutischen Zwecken menenden — Badeanstalt sind die nötigen Vorbereitungen ge- - troffen und die Pläne bewährter Architekten der Behörde unterbreitet worden. Me innere Ausstattung der Kabinette mit den erforderlichen Apparaten wurde der Firma Tiergärtner in Baben übertragen. Dank der Munifizenz eines angesehenen Be- tvohners hat die Stadt Ueberlingen die Anlage neuer Trottoirs der Hauptstraße erhalten, welche aus Granitplatten kon- . strniert sind und sich ebenso sehr durch Sauberkeit, als Solidität ^uszeichnen. — Mit der Mäht der Futtergewächse wurde vielerorts in der Seegegend begonnen und das Ergebnis sehr befriedigend bezeichnet. Der heurige Futterreichtum r «mmt einerseits wohl der Mlchproduktion und Milchwirtschaft Unachtsamkeit, als er auf einem Koffer stehend zum Fenster hinaussehen wollte, durch das Fenster vom 4. Stockwerk herab auf die Straße. Der Verunglückte erlag im Allgemeinen Krankenhause seinen Verletzungen. — Der verheiratete 44 Jahre alte Taglöhner Wilhelm Kühn aus Brötzingen war in der Eisengießerei von Gebr. Benckiser am Aufzuge beschäftigt, wobei er abstürzte. Er war nach kurzer Zeit eine Leiche. — Die Fremdenfrequenzziffer in Baden-Baden har die Zahl von 20 000 überschritten. — Man beabsichtigt eine Automobilverbindungslinie Waibstadt—Sinsheim—Eichtersheim—Oestringen zu errichten. Der Bürgerausschuß von Sinsheim bewilligte einen jährlichen Zuschuß von 3000 M. an eine Leipziger Antomobilgesellschaft. In Ehrsberg (Amt Schönau) brannten am Dienstag vier Wohnhäuser, darunter zwei Doppelhäuser, ab. Die sechs obdachlos gewordenen Familien, von denen eine sieben kleine Kinder besitzt, waren beim Ausbruch der Feuersbrunst auf dem Felde. Der Brand soll durch ein Kind entstanden sein, das mit gefundenen Streichhölzern einen Schweinestall anzündete. — Gestern nacht ereignete sich auf der Straße zwischen Hilzingen und Gottmadingen ein schweres Unglück. Der Landwirt Neidhart von Schienen bei Oehningen fuhr mit seinem Gespann in Begleitung seines 13 Jahre alten Sohnes nach Hause, als plötzlich das Pferd scheute und beide vom Wagen geschleudert wurden. Der Sohn war sofort tot. Ter Vater erlitt schwere innere Verletzungen. — Der am 30. Mai tu Offenburg veranstaltete „Kinderhilfstag" hat einen Reinertrag von 1200 M. ergeben. 8tH Am 31. Mai 1905 waren — soweit Berichte vorliegen — im Großherzogtum durch Schweineseuche 8 Amtsbezirke mit 10 Gemeinden verseucht, und zwar: Amtsbezirk Emmendingen mit 1 Gemeinde, Freiburg (1), Waldkirch (1), Offenburg (1), Achern (1), Pforzheim (1), Eberbach (2) und Mosbach (2). ** Landwirtschaftliche Besprechungen und Versammlungen. Landwirtschaftliche Besprechungen: Am Sonntag den 4. Juni in Sasbachried, Graben, Hornbach und in Muckental, am Sonntag den 18. Juni auf der Eschcck, Gemeinde Fnrtwangen. Generalversammlungen der Kreditvercine usw.: Am Sonntag den 4. Juni in Stiegen, am Montag den 12. Juni M Todtmoos. Generalversammlungen der Orts-, Konsum- und Absatzver- vereine usw.: Am Sonntag den 4. Juni in Stetten bei Meersburg, Jnzlingen und Markelfingen, am Sonntag den 10. Juni in Linkenheim, am Montag den 12. Juni in Kädelburg. Neueste WcrcHriicHLen unö GeLegrcrmrue. * Berlin, 3. Juni. Herrenhaus. Der Antrag des Frhrn. o. Manteuffel, gegen die Einführung einer Reichserbschaftssteuer grundsätzlich Stellung zu nehmen, wird gegen eine sehr kleine Minderheit auf der Linken angenommen. Im Lause der Debatte erklärte der Finanzminister, die Frage einer Reichsfinanzreform habe bisher weder einer Beschlußfassung des preußischen Staatsministeriums noch des Bundesrats Vorgelegen. Er könne nur bemerken, daß er jedenfalls bemüht sein werde, der Rücksicht auf die Erhaltung des Familiengutes Geltung zu verschaffen. * Innsbruck, 3. Juni. Die von den Unternehmern für Montag festgesetzten neuen Arbeitsbedingungen mit einigen Zugeständnissen bewogen die Bauarbeiter, den Ausstand vorläufig einzustellen. * Budapest, 2. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm mit großer Mehrheit einen Antrag Kossuth auf Schaffung eines autonomen ungarischen Zolltarifes an. * Haag. 3. Juni. Me Erste Kammer bewilligte 700 000 Gulden zum Ankauf deA Parkes Zorgvliet, auf dem der Fri e- den spalast errichtet werden soll, und genehmigte die Schiedsgerichtsverträge mit Dänemark, Frankreich und England. * Rom, 3. Juni. Me Kammer genehmigte in geheimer Ah- snrnnmng die Vorlage betr. die Anlage einer neuen Telegra- phenlinie von Genna über Chiasso nach Frankfurt«. M. * Madrid, 3. Juni. Der Minifterrat hat gestern eine Sitzung abgehalten, in der er sich mit der anarchistischen Bewegung beschäftigte, die die Behörden in Barcelona entdeckt haben. * Barcelona, 3. Juni. Vor dem Palais des Militärgouverneurs explodierte gestern nachmittag eine Bombe, welche beträchtlichen Schaden anrichtete. 11 Personen, darunter zwei Italiener, wurden verhaftet. DevstHieosrr««». i Berlin, 2. Juni. Der Juwelenhändler Lewi aus Frankfurt a. M. wurde heute von der Strafkammer des Landgerichts I wegen Mißhandlung des Grafen Pückler zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Graf Pückler wurde als Zeuge vernommen. ff Stettin, 3. Juni. (Telegr.) In Neudorf wurde ein Arbeiter und der 13jährige Sohn desselben durch die Explosion einer Granate getötet. Zwei Kinder wurden schwer verletzt. ff Leipzig, 2. Juni. Ter neuernannte Reichsgerichtspräsident, Frhr. v. Seckendorfs, har heute sein Amt angetreten. ff Könitz (Schwarzenburg-Rudolstadt), 1. Juni. Heule vormittag 11 Uhr entgleisten bei der Einfahrt des Personenzuges Nr. 366 in den Bahnhof Könitz durch vorzeitige Weichenmnstel- lung vier Personenwagen. Ein Schaffner wurde getötet. ff Tübingen, 2. Juni. Der Professor cm der katholischen theologischen Fakultät, Dr. v. Schanz, ist gestern abend im Alter von 64 Jahren gestorben. ff München, 2. Juni. Die neunte Internationale Kunstausstellung im Glaspalast, und die Lenbach-Aus- stellung im Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz wurden gestern durch Seine Königliche Hoheit dou Prinz-Regenten in Gegenwart aller Mitglieder des Kgl. Hauses feierlich eröffnet. ff Graz, 1. Juni. Gestern begannen die auf fünf Tage anberaumten Veranstaltungen der Tonkünstlerversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Unter den Gästen befinden sich Richard Strauß, Max Schillings und Mar- sop. Während der gestrigen Theatervorstellung erhielt Richard Strauß ein Telegramm aus München mit der Meldung, daß sein Vater gestorben sei. Strauß reiste sofort nach München ab. ff Pittsburg, 3. Juni. Gestern vormittag entstand Feuer in einem Hause, das an die Große Oper und an ein anderes Theater grenzt Beide Theater wurden von den Flammen ergriffen und ein geäschert. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. . ff Lizard, 1. Juni. Me Jacht „Thirtle" ist heute nachmittag 12 Uhr 44 Min. hier angekommen. ff Cattaro, 2. Juni. Heute wurden im ganzen Bezirk Erdbeben verspürt, die großen Materialschaden anrichteten. Viele Häuser sind unbewohnbar geworden. Eine Frau wurde schwer verletzt. ff Zara, 2. Juni. Heute früh 6 Uhr 40 Minuten wurde in Sutomore ein 25 Sekunden anhaltendes starkes Erdbeben verspürt. ff Durban, 3. Juni. (Telegr.) Mittwoch Nacht wütete in der ganzen Kolonie ein heftiger Sturm, der großen Schaden anrichtete. In Pinetown ist ein Wasserreservoir geborsten. Ungefähr 200 Indier und Eingeborene sind umgekommen. Bei Umzinto ist das schwedische Schiff „Prichera" wrack geworden. 92 Mann der Besatzung einschließlich des Kapitäns sind umgekommen. ff Cetinje, 2. Juni. Nach hier eingetroffenen Berichten, ist in Skutari gestern ein heftiger Erdstoß verspürt worden. Zahlreiche Häuser sollen eingestürzt und viele beschädigt Fein. Die Zahl der Opfer ist unbekannt, sie soll ziemlich be- oentend sein. Schwache Erdstöße wurden gestern um 3 Uhr nachmittags und 11 Uhr nachts in ganz Montenegro beobaWet. ff Cettinje, 2. Juni. Die ziemlich zahlreichen Erdstöße in Skutari, darunter zwei besonders starke, beschädigten fast sämtliche Häuser derartig, daß sie unbewohnbar geworden sind. Viele Gebäude sind eingestürzt. Das mohammedanische Viertel Bakelik ist vollkommen zerstört. Ms jetzt sind 102 Leichen geborgen worden; 260 Verwundete wurden festgestellt. Die ganze Bevölkerung lebt im Freien, teilweise unter Zelten. ff Tokio, 3. Juni. Im Innern von Japan fand ein heftiges Erdbeben statt. 6 Personen sind ums Leben gekommen, 79 sind verletzt und 30 Häuser zerstört worden. Wetterbericht des Zentralbureaus für Meteorologie und Hydr. vom 3. Juni 1905. Während eine Depression im hohen Norden liegt, zieht sich über Mtteleuropa hinweg hoher Truck in Form eines breiten Bandes; in seinem Bereich- herrscht heiteres und warmes Wetter, das voraussichtlich auch noch weiter enthalten wird. Lokale Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Wetternachrichten ans dem Süden vom 3. Juni, früh. Lugano heiter 19 Grad; Biarritz wolkig 16 Grad; Nizza wolkenlos 23 Grad; Triest wolkenlos 22 Grad; Florenz wolkenlos 22 Grad; Rom halbbedeckt 16 Grad; Cagliari wolkenlos 10 Grad; Brindisi wolkig 18 Grad. Witterungsbeobachtungen der Meteorolog. Station Karlsruhe. Juni Barom. Therm. in 6. Absol. Feucht. Rachrs 9-«U. 755 2 17 3 ! 12 3 3 Mrgs. 7«>U. 755.4 16.2 ! 9 0 Z.Mttgs 2"U. 752.9 261 ! 106 Feuchtig-! Kit m ! Proz. ! 84 ! 65 ^ 43 i Wind ! S ! N E Himmel heiter Höchste Temperatur am 2. Juni: 24 0 niedrigste in der darauffolgenden Nacht 115. Mederschlagsmenge des 2. Juni: 0 0 mm Wafferftand des Rheins. Maxan. 3. Juni: 4.46 w, gefallen 3 ein. Bera-nttvortlicher Redakteur: Juli«» «atz in Karlsruhe. Druck und Verlag: G. Braunsche Hofbuchdruckerei in Karlsruh« > USnlglloli lksiissiseiw StssisUsrlsiilg > GWenMe sed^aers «eisss taebigs in unvergleichlich reicher Auswahl. Immer die neuesten und schönsten. — Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs-Medaillen, 6 Hoslieferanten-Diplome. llsntsoklamls grösstes ZperisI-ZeillangssekSkt Useki. LeiüöiM-Mei'öi Meis L KL Seklili 43 Leipziger Strasse 43 Leks Larkgrakeu-SirLsso. j k»pobsn poetoki-si ! 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Ossin 3. 6c H. silsklrisvlik l-iciit- unä Kraft-üalagen Isntsl-I.smpen /juev-Os l.smpen ktsenst l-smpen mit 50-60 Prozent Ltramersparnis. lntsnsiv - flammenbogen - Rampen neuester 8 > 8 tem«. /^UlOMLti80kl6 Effekt- 80M6 Ik-tzppsn-keleuokiung Vlalästrssse 26 kelsption 1036 Kfunc! L Oktimietien ! S.834. Freiburg im B-eisga» Großh. Bad. Staat«. Eisenbahnen. Vergebung von Bauarbeiten. Die Erd- und Maurerarbeiten, die . Steinhauer-, Zimmer-, Blechner- und > Jnstallationsarbeiten zur Erstellung von drei massive» Abortgebäuden bet der Hallenanlaae des hiesigen neuen Güterbahnhofes sind in öffentlichem Wettbewerbe, getrennt nach Arbeitsgattungen, zu vergeben. i Pläne und Bedingungen liegen auf j dem Hochbaubureau, Zunststraße Nr. g ^ hier, zur Einsicht aus. Angebotsvor- « drucke werden dort abgegeben. Die Angebote sind mit der Aufschrift ! „Arbeitsveraebnng, Abortgebäude" versehen, verschlossen und postfrei bis zu ! der am Donnerstag, den 8. Jnni 1905» vormittags lO Ubr, auf unserem Geschäft?,immer, Dentschordenstr. Nr. 3, Hl. Stock stattfindenden Eröffnungsverhandlung. einzureichen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Frciburg im Breisgau, 31. Mai 1905. Großh. Eisenbahnbauinspeklion. v. Stetten. LSK»UIl1lI»»vKlLI»8> Gemäß § 5 der Anlchensbedingungen wurden heute vor dem Großh. Notar Herrn Julius Ott in Karlsruhe S.865 Ml. 100 000 — der 4°/« Partial-Obligatioueu unserer Gesellschaft vom Jahre 1896 und zwar: St. 86. Obligationen siit. ^ L M. 1000 — Nr. 1, 15, 65, 66, 67, 106. 111, 124, 128, 132, 133, 172, 173, 196, 197, 200, 219, 235, 298, 302, 305, 306, 307, 354, 355, 367, 427, 50 ist. — Bewerber, welche die Aktuarsprüfung bestanden haben, wollen ihre «Gesuche unter Beifügung von Zeugnissen innerhalb 10 Tagen dahier etnreichen. Konstanz, den 2. Juni 1905. Der Stadtrat. Weber. Konkursverfahren. S.776 Nr 4067. Mannheim. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Wagenbauers Bernhard Roth in Mannheim wurde durch Beschluß Gr. Amtsgerichts Mannheim vom Heutigen nach Abhaltung des Schlußtermins und nach Vollzug der Schlußderteilung aufgehoben. Mannheim, 29. Mai 1905. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts III. Mobr. Infolge Konkurs 23°/» billiger (früher grast. Besitzung) «in Gymnasialstadt. Schnellzugstat., — nahe Rieseugeb. — Schloff mit ! Turm, enth. Salons, ca 30 Zimmer, . viel Nebengelaß, Stallg. - Reitbahn, — 11 Morgen herrl. Naturpark — Teich, Gewächshaus usw Jetziger Pr. 135 000 M.» Anz. 50-100 000 M. Näh. Ausk. ert unter Fol 866 Wilh. Hennig L Co.. D-ssa» i. Anh. Die Gesellschaft Kistler L Ullmer. Architektur- n. Baugeschäst, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Freiburg i. B. ist durch Beschluß vom 20. d. Mts. aufgelöst. Als Liquidator ist der Unterfertigte bestellt, bei welchem sich etwaige Gläubiger melden wollen. S.768 Freiburg i. B-, den 29. Mai 1905. Der Liquidator: PH. Ullmer. VW »»INiell. iMmmsokl»«»- mUt katirrsg - ürossürm, AI. ^aeobsokn, ose»» n. r«, Ulmen »te. ir«, llsksraot von kost-, krsum. Staat»- aalt k«od«j,aii- bada- Laamtaavarama, lar- a« Liaaabadavarsuu, vatir-, MIMr-.Liisxervsreiu«^ versenkst kie llsussto keulsek» tioeirarwlxs Singer - KAi- > in«»«»!»« krön« Mr aus ^rtea 8cüne»clsrci, «i, «0, «, «, S0 «k, , 4v0ed«lltUeds krvdaaalt, S 0»dr» c-» tränke. ko» »an»«! billig«. »8SkMlrt,daUet>t. Darren, dkUge?r«l»», Lataloxa, Lnerlreonuixkeo »M. BttMhch-VefiKjgttNllg. Das Gr. Forstamt Gernsbach versteigert am SamStag» de» 10. Juni d. Js., vorm. '/,10 Uhr im Rathaussaale zu Gernsbach aus den Domänenwaldungen Gernsberg Abt. II 1, 2, 6, 7, 8, 9, 11, 14- Schwann Abt. III I, 2, und Rockert Abt. IV 1, 2, 3, 4, 6 10 und 11: 5 Ster Papierholz, 262 Ster buchenes, 10 Ster eichenes, 569 Ster siadel- Scheitholz, 70 Ster buchenes, 1 Srer ^ eichenes, 132 Ster Nadel-Prügelholz, ^ 13 Ster buchene, 46 Ster Nadelholz- > Retsprügel, 1120 buchene und 200, Nadelholz-Normalwellen in der Rockert. Das Holz wird vorgezeigt im Gerns-« berg von Hilfshüter Götz in Oberts- roth, in der Schwann und Rockert von Forstwart Fortenbacher in Obertsroth. Otto Skosalt. HoNlvksrsrlt (vorm. I. Stüber). Karlsruhe, 130 , Telephon 270, empfiehlt: Vollständige Bette« jeder Art und Preislage, ganze Wäsche-Aussteuer« in vorzüglicher Ausführung. Strafrechtspflege. Ladung. S.796.1 Nr. 10851 Freiburg. Der am 19. März 1873 in Konstanz geborene, z. Zt. an unbekannten Orten abwesende ledige Schreiner Josef Neirohr wird beschuldigt, daß er als Wehrmann ohne Erlaubnis ausgewandert sei. Uebertretung strafbar nach § 360° St.G.B. Derselbe wird auf Anordnung des Gr. Amtsgerichts dahier zur Hauptverhandlung auf Mittwoch, den 26. Juli 1905, vormittags 8 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Freiburg, Zimmer Nr. 14, geladen. - Bei »»entschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der von dem Kgl. Bezirkskommando Donaueschingen unterm 22. Mai 1905 ausgestellten Erklärung verurteilt werden. Freiburg, den 27. Mat 1905. Der Gerichtsschretber Gr. Amtsgerichts. B u s e l m e t e r. S.831. Basel. Großh. Bad. Staat«. Eisenbahnen. Für den Neubau des Aufnahmege- bäudes in Lörrach sollen die nachverzeichneten Arbeit:,, in öffentlicher Verdingung vergeben werden. a. Grab- und Maurerarbeiten, d. Steinhauerarbeitcn, 1 Granilstein, 2 rote Steine, e) Zimmerarbeiten, cl) Schmiedearbeiten, v) Elsenlieserung (I-Träger), k) Blechnerarbeiten, 8°) Dachdeckerarbeiten(Falzziegel- u Holzzem ntdach). Pläne, Bedingungen undBerdingungs- anschläge liegen auf meinem Hochbau- ^ bureau, Bahnhofstraße 12 hier, zur j Einsicht aus, woselbst auch die Angebots- > fvrmulare erhoben werden können. Eine Zusendung dieser Unterlagen sowie der Angeboisformulare nach auswärts findet nicht statt. Die Angebote mit ausgerechneten Geldbeträgen find verschlossen und mit der Aufschrift „Angebot auf.Arbeiten für das Aufnahmsgebäude Lör- ' rach" längstens bis zu der am Donnerstag, de« 15. Juni d. I. morgens 10 Uhr stattfindenden Berdingungstag- fahrt portofrei anher einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Wochen. Basel, den 30. Mat 1905. Der Großh. Bahnbauinspektor. S.799. Karlsruhe. Bekanntmachung. Den Bau der Bahnlinie Kappel-Bonndorf bctr. Durch Allerhöchste Staatsmtnisterial- entschließung vom 17. Mat d. Js. Nr. 367 ist auf Grund des Enteignungsgesetzes ausgesprochen worden, daß 1. die Bahnlinie für die zu erbauende Nebenbahn von Kappel nach Bonndorf hinsichtlich der in die Gemarkungen Kappel, Unterlenzktrch, Lenzkirch, Holzschlag, Gündelwangen und Bonndorf fallenden Strecken, wie solche in den vorgelegten Plänen dargestellt und, in der Natur ausgesteckt und profiliert ist, als endgültig festgestellt zu gelten habe, 2. die beteiligten Eigentümer, der in den Gemarkungen Bonndorf, Holzschlag und Unterlenzktrch gelegenen Grundstücke, welche in die Abtretung des Eigentums nicht etngewtlltgt haben, verpflichtet seien, das Eigentum an den in Betracht kommenden, zu den Anlagen der Bahn erforderlichen Grundstücken an die Gr. Staatseisenbahnverwaltung gegen vorherige Entschädigung abzutreten, 3. die Frist für die Einleitung des Entschädigungsverfahrens gemäß Z 31 Abs. 4 des Enteignungsgesetzes auf einen Monat festgesetzt werde, 4. den in den Tagfahrten vom 14. und 15. April d. Js. von den Beteiligten gestellten Anträgen, soweit die Expropriationskommtsston solche als begründet erklärt hat oder der Vertreter der Eisenbahnverwaltung deren Berücksichtigung zugesagt hat, zu entsprechen sei. Karlsruhe, den 22. Mai 1905. Großh. Ministerium des Innern. Schenkel. S.869. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. S.830. Singen. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Vergebung von Asphaltarbeiteu. Die Arbeiten zur Herstellung einer neuen Beton- uno Asphaltdecke auf dem Bahnsteig der Station Erztngen (Strecke Basel-Konstanz) mit einem Flächengehalt von etwa 200 qm sollen öffentlich vergeben werden. Bedingungen liegen in meinem Geschäftszimmer auf und können zu den üblichen Bureaustunden eingesehen werden. Versand nach auswärts findet nicht statt. Angebote wollen mit entsprechender Aufschrift bis 15. Juni d. IS.» vormittags 11 Uhr, portofrei an mich eingesandt werden. Zuschlagsfrtst 14 Tage. Singen, den 30. Mai 1905. Der Großh. Bahnbautnspektor. Rieg g e r. Die Erd-, Maurer- «nd Stein- hanerarbeite« (Granit-, rote u. grüne Steine) und die Walzeisenlieferung zum Neubau des Viktoria-Pensionates im Großh Fasanengarten hier, sollen auf dem Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden. Pläne u. Bedingungen liegen bei Unterzeichneter Stelle (Zirkel 1 L) zur Einsicht auf, woselbst auch die Angebotsformulart zum Einzelpreise erhoben werden können. Die Angebote sind vollständig ausgefüllt/ ausgerechnet und unterschrieben spätestens bis Donnerstag, de» 15. Jnni d. Z-- nakbmittaas 5 Ubr. verschlossen, postfret und mit der Aufschrift : „Angebot für Neuba« des Viktoria-Pensionates", versehen am her etnzuretchen, zu welcher Zelt auch die Eröffnung der eingelaufenen Angebote tm Beisein der etwa erschienenen Werber stattfindet. S.840.1 Karlsruhe» 31. Mai 1905. Groffh. Hosbauamt. Babe«. - g Nr. 13955. Zum Bereinsregister O.-S- 11 „Beteranen-Veretn" in Bade» wurde eingetragen Sette 47/48: In der Generalversammlung vom 27. Februar wurom Z 4 Abs. 2 u. Z 47 der Satzungen ändert. Baden, den 22. Mai 1905 Gr. Amtsgericht Die im Nachtrag II zum Expreßgut- taris badische Staatsbahnen — badische Lokal- und Nebenbahnen enthaltenen Frachtsätze für die Nebenbahn Mosbach—Mudau treten auf 3. Junt d. I. dem Tag der Betriebseröffnung der Nebenbahn, in Kraft. Karlsruhe, den 30. Mat 1905. Generaldirektion