Karlsruher Mauz. Sonntag, 23. Juni. .-n 171. Expedition: Karl-Friedrich-Straße Nr. 14 (Telefonanschluß Nr. 154), woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Vorausbezahlung: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.- durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergcbühr eingerechnet, 3 M. 65 Pf. Etnrückungsgrbühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Briefe und Gelder frei. Unverlangte Drucksachen und Korrespondenzen jeder Art, sowie Rezensionsexemplare werden nicht zurückgesandt und übernimmt die Redaktion dadurch keinerlei Verpflichtung zu irgendwelcher Vergütung. Die „Karlsruher Zeitung", die als erstes Organ die Hosberichte und die amtlichcn Veröffentlichungen der Großh. Regierung bekannt gibt, ist aus kein Fraktionsprogramm verpflichtet und steht somit vorurteilslos den öffentlichen Fragen gegenüber, deren Lösung sie, unabhängig von Schlagworten, im Sinne des Allgemeinwohls herbeizuführen bemüht ist. Auf dem Boden unbedingter Treue zu Kaiser und Reich, für Fürst und Vaterland wirkend, tritt sie ein für die Fortrrhalkung und den vrrnunftgemätzen Ausbau unserer verfassungsrechtlichen Einrichtungen in gemäßigt-liberalem Sinne. Unterstützt von einer Reihe gutunterrichteter Mitarbeiter im Reiche wie im engeren Heimatlande vermag die „Karlsruher Zeitung" ihren Lesern ein wahrheitsgetreues Bild der Wichtigsten Begebenheiten auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens rasch zu bieten. Durch ihre gleichmäßige Verbreitung in den kaufkräftigen Kreisen des Großherzogtums eignet sich die „Karlsruher Zeitung" für Anzeigen aller Art. Der Abonnrmentsxreis der „Karlsruher Zeitung" beträgt für das Vierteljahr 3 Mark 50 Pfg., bei Bezug durch die Post im Gebiete der deutschen Post- oerwaltung einschließlich der Zustellungsgebühr 3 M. 65 Pfg. Beim bevorstehenden Vierteljahreswechsel laden wir zum Abonnement auf die „Karlsruher Zeitung" Höst lichst ein. Redaktion und Nrrlag der „Karlsruher Zeitung". NrnMcher Teil. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben unterm 16. Juni 1905 gnädigst geruht, den Privatdozenten der theologischen Fakultät der Universität Freiburg, vr. Josef Sauer aus Unzhurst, den Titel außerordentlicher Professor zu verleihen. Mit Entschließung Großh. Generaldirektion der Staats- eisenbahnen vom 15. Juni d. I. wurden versetzt: die Güterexpeditoren Philipp Leibrecht in Jagstseld nach Basel, Oskar Heiland in Mühlacker nach Basel und Josef A m b e r g in Sigmaringen nach Freiburg. Nüht-Nrnüicher Teil. Zur württembergischen Verfafsuugsrevision. — Stuttgart, 21. Juni. Prüft man den neuen Verfassungsentwurf auf die Punkte, die seinem Zustandekommen günstig oder gefährlich sein können, so wird man vor allem feststellen dürfen, daß bei diesem zweiten Versuch einer Verfassungsrevision auf den Grundlagen von 1897 die Budgetrechtsfrage in den Hintergrund tritt. Diejenigen Politiker und Parteien, die sich seinerzeit nur schwer entschließen konnten, der budgetrechtlichen Bestimmung im neuen Einkommensteuergesetz zuzustimmen, dürfen jetzt wenigstens die Genugtuung empfinden, daß sie damit der Verfassungsrevision vorgearbeitet haben. Nachdem die Erste Kammer infolge jenes Zugeständnisses nunmehr bezüglich der wichtigsten direkten Steuer und mittelbar auch bezüglich der Ertragssteuern und der indirekten Steuern die Gleichberechtigung mit der Zweiten Kammer besitzt, nachdem diese bedeutende Erweiterung ihrer Rechte hinzugetreten ist zu der schon vorher bestandenen Gleichstellung bezüglich der anderen Deckungsmittel, insbesondere der Kreditgesetze, ist in der Tat eine erhöhte Berücksichtigung ihrer Einzelbeschlüsse zum Budget eigentlich der einzige Punkt, in dem sie billigerweise noch Wünsche haben kann. Die Art, wie jetzt die Zweite Kammer auf Grund ihres Budgetvorrechts über abweichende Beschlüsse der Ersten Kammer zu den Einzelpositionen des Etats kurzerhand zur Tagesordnung übergeht, hat unleugbar etwas Un- höfliches, Verletzendes an sich und es ist bei dreser Uebung manche berechtigte Erwägung, die bei der Etatsberatung in der Ersten Kammer hervortrat, nur deshalb in der Zweiten Kammer unbeachtet geblieben, weil es nun ein. mal Tradition war, auf solche Etatsbeschlusse der Ersten Kammer sachlich nicht näher einzugehen. Wenn sich das nach dem Vorschlag des neuen Entwurfs jetzt ändern soll, so wird man den Nachteil, den diese Neuerung allerdings mit sich bringt, mit in den Kauf nehmen können. Andrerseits wird sich die Erste Kammer darüber nicht Wohl beklagen können, daß das letzte, entscheidende Wort der Zweiten Kammer verbleibt. Es ist das begründet in dem ganzen geschichtlichen und verfassungsmäßigen Verhältnis der beiden Kammern. Alles in allem ist bezüglich des ^ Budgetrechts die Lage für die Erste Kammer derart, daß , von diesem Boden aus die Verfassungsrevision nur schwer ! sich wird bekämpfen lassen. — Was sodann die Zusammensetzung der Ersten Kammer betrifft, so fällt die Bestimmung, daß neue erbliche Mitglieder nicht mehr sollen ernannt werden können, praktisch so gut wie gar nicht ins Gewicht. Familien des Hochadels, die für eine solche Ernennung in Betracht kommen könnten, sind (abgesehen etwa von den Nebenlinien des königl. Hauses) nicht vorhanden, soweit sich die Verhältnisse überblicken lassen; der ritterschaftliche Adel aber wird ja jetzt der Ersten Kammer zugeführt und seine Ergänzung und damit auch die Aufnahme neuer Familien in das Landstandschaftsrecht ist, wenn sie einmal erforderlich werden sollte, jederzeit möglich. Auch die neue Bestimmung, daß zum Eintritt in die Ständeversammlung, also auch für die Mitglieder der Ersten Kammer, ein Wohnsitz im Königreich erfordert wird, ist wohl mehr von dekorativer als von praktischer Bedeutung. Nach der beigegebenen Interpretation wird dabei nicht mehr verlangt, als die dauernde Beibehaltung einer im Lande gelegenen Wohnung, also für diejenigen standesherrlichen Familien, die außerhalb Landes residieren, ein gewisses pekuniäres Anstandsopfer; nach dem Wortlaut der gedachten Bestimmung würde die dauernde Belegung eines Hotelzimmers genügen. Immerhin kann die Bestimmung dazu führen, daß die eine oder andere standesherrliche Familie, insbesondere wenn sie bisher ihr Landstandschaftsrecht nur noch durch Stimmübertragung ausgeübt hat, nunmehr vollends ganz ausscheidet. Ob und in welchem Umfang ein solches Ausscheiden tatsächlich sich vollziehen wird, läßt sich im voraus in keiner Weise erkennen und insofern hat diese neue Bestimmung die erwünschte Nebenwirkung, daß sie dem Spähen nach dem konfessionellen Bestand der künftigen Ersten Kammer einen Strich durch die Rechnung macht. Was die Zweite Kammer betrifft, so kann von großer Bedeutung die Bestimmung der Vorlage werden, daß von einem „Ersatz" für die ausscheidenden Privilegierten abgesehen werden soll. Die Gründe, die gegen die im Entwurf von 1897 vorgeschlagenen „Zusatzabgeordneten" geltend gemacht werden, sind durchaus stichhaltig; dieser Konstruktionsteil des früheren Entwurfs ist sehr rasch veraltet und seine Bedeutung wird vielleicht am besten dadurch ans Licht gestellt, daß sich heute die Presse verschiedener Parteien darüber streitet, ob ein solcher Zusatz ein konservatives oder aber ein demokratisches Element abgeben würde. Ist somit das Fallenlassen des „Zusatzes" an sich in keiner Weise zu bedauern, so beginnen die Schwierigkeiten mit der dadurch bedingten starken Verschiebung des Zahlenverhältnisses zwischen beiden Kammern. Daß die Erste Kammer quan- titativ und qualitativ verstärkt und gleichzeitig die Zweite Kammer quantitativ und, wie man vielleicht mehr fühlen als offen zugeben mag, bis zu einem gewissen Grad doch auch qualitativ vermindert wird, das ist eine Sache, die, wie zu besorgen steht, der Zweiten Kammer nicht leicht hinuntergehen wird. Würde sich nun aber — wies das in der Presse zum Teil jetzt schon hervortritt — das Bestreben darauf richten, durch Hinzufügung weiterer Städteabgeordneter nachzuhelfen, so wäre sofort der Gegensatz von Stadt und Land da, ganz abgesehen davon, daß eine Anzahl solcher neuer Städtewahlkreise mit Sicherheit der Sozialdemokratie anheimfallen würde, während Wohl auf keiner Seite Neigung besteht, das nach Vorgängen wie der Eßlinger Ersatzwahl ohnehin bedenkliche Anschwellen der sozialdemokratischen Stimmen noch absichtlich zu be- günstigen. Auf manchen Seiten wird man schon die Stuttgart zuerkannte Zahl von sechs Abgeordneten sehr reichlich finden, es ist dabei aber zu beachten, daß diese Zahl aufs Wachsen der Wählerschaft eingerichtet ist, das sich bei einer so großen Stadt ziemlich rasch vollzieht und möglicherweise durch neue Eingemeindungen noch beschleunigt wird. Bei sorgsamer Abwägung aller Gesichtspunkte wird man nur raten können, sich auch hinsichtlich der Zusammensetzung der Zweiten Kammer bei dem Vor- (Mit einer Beilage.) icycag oes Entwurfs zu bescheiden. Jede denkbare Abweichung kann Komplikationen herbeiführen, die dem Gelingen des ganzen Werkes vielleicht verhängnisvoll werden. Was aber die Arbeitsfähigkeit der Zweiten Kammer in der verringerten Gestalt betrifft, so zeigen die bisherigen Erfahrungen immerhin, daß, die Mitarbeit der Privilegierten in allen Ehren, die großen Referate doch überwiegend von gewählten Abgeordneten geleistet wurden. Und trotz des Ausfalls der Ersatzwahl in Wangen, wo selbst eine so disziplinierte Partei wie das Zentrum ihren als juristische Arbeitskraft ausgewählten offiziellen Kandidaten gegen die nach einem „Bezirksangehörigen" verlangende Wählerschaft nicht durchzusetzen vermochte, wird man auch an der Zuversicht sesshaften dürfen, daß die „Kirchtumspolitik" auch ihre Schranken findet, 'und daß es der Zweiten Kammer, wie bisher schon innerhalb der Zahl der Volksabgeordneten, niemals an Männern fehlen wird, die ihr das erforderliche Niveau zu erhalten wissen. Die ungarische Krise. * Budapest, 23. Juni. Das Kabinett Fejer- vary reichte sein eEntlas jung ein. die aber nicht angenommen wurde. Das Entlassungsgesuch des Ministeriums Fejervarh war vorauszusehen. Schon vor der Ernennung des Ministeriums schrieben wir in der Ausgabe der „Karlsr. Ztg." vom 15. Juni: .Nimmt das Ministerium (nach der sicher zu erwartenden Mißtrauenserklärung des Abgeordnetenhauses) seine Entlassung, so entsteht die Verlegenheit, wo die Nachfolger zu finden sind, welche in der militärischen Sprachenfrage den Willen der Krone berücksichtigen und zugleich das Vertrauen der Majorität haben sollen. Dann wird die Krone wieder gezwungen sein, die entlassenen Mini st er mit der Führung der Geschäfte zu betrauen, un d so wären nur die Namen gewechselt, und was früher Kabinett Tisza im Zustande der Demission hieß, wäre jetzt das Kabinett Fejervarh. . . ." Die gegenwärtige Situation in Ungarn wird am besten und schärfsten charakterisiert durch die Worte, mit welchen der Präsident, Herr v. Justh, die Annahme des Antrages des Frhrn. v. Banffy verkündete. Er sagte, es werde beschlußweise ausgesprochen, die Vertagung des Reichstages sei v erfassungswidrig. „Das Haus erklärt ferner durch seinen Beschluß, daß auch das Verbleiben der Regierung im Amte verfassungswidrig sei. Als weitere Konsequenz dieses Beschlusses erklärt der Präsident, daß auch die Steuern gar nicht eingehoben und die Rekruten nicht gestellt werden dürfen. Der Versassungs- kqnflikt entsteht hiernach nicht durch die Handlungen des Kabinets Fejervarh, sondern schon durch seine Existenz. Das Hans erklärt, das Ministerium Fejervarh müsse demissionieren, weil es schon durch seinen Bestand die Verfassung bricht." In erster Reihe handelt es sich bei der Beurteilung der Sachlage jetzt um die Kenntnisnahme der Tatsache, daß der Beschluß des Abgeordnetenhauses den Versuch macht, jede Aktion des Ministeriums Fejervarh zu unterbinden und jede Tätigkeit der Regierung dadurch zu hindern, daß sie vor dem ganzen Lande als Verfassungsbrnch gebrandmarkt wird. Die Regierung soll also trotz des Ernenpnngsrechtes der Krone nicht im Amte bleiben. Damit erscheint der Verfassungskonflikt in seiner radikalsten Form. Der Beschluß des Abgeordnetenhauses geht noch weiter. Unter dem ex lex wurde früher verstanden, daß die Regierung nicht das Recht hat, gewisse Handlungen der Staatsbürger zu erzwingen, und daß sie gewisse Leistungen ohne parlamentarische Bewilligung außerhalb des Gesetzes auf ihre eigene Verantwortung durchführe. Nach dem Anträge des Frhrn. v. Banffy dürfen jedoch die Steuern überhaupt nicht eingehoben werden. Man faßt das in Ungarn so auf, daß die Behörden, was bisher geschah, auch freiwillig bezahlte Steuern nicht annehmen dürfen, und daß auch freiwillig sich stellende Rekruten nicht eingereiht werden sollen. Man steht jetzt vor einem Rätsel. (Telegramm.) * Wien, 23. Juni Abgeordnetenhaus. In der fortgesetzten Beratung des Budgetprovisoriums sprach unter Andren Schönerer (AWeutsche Vereinigung); er protestierte mr Namen der Alldeutschen gegen die von dem Ministerpräsidenten angekündigte Einführung der inneren tschechischen Amtssprache. Redner besprach sodann das Verhältnis zu Ungarn. Da beide Häuser des ungarischen Reichstages in unzweideutiger Meise zu der Frage des staatsrechtlichen Verhältnisses beider Reichsteile Stellung genommen hätten, so sei es die Pflicht des österreichischen Parlaments, dies auch zu tun Deshalb unterbreite er (Redner) einen Dringlichkeitsantraa. welcher besagt: „Das Abgeordnetenhaus spricht sich für die Aufhebung der bestehende^ Gemeinsamkeit mit Ungarn aus. Die Regierung wird aufgeforderr, die entsprechenden Vorarbeiten hierfür zu unternehmen." Der Redner verlas das alldeutsche Programm, welches in der bundesrechtlichen A.n- gliederung, Deutsch-Oesterreichs an das Deutsche Reich gipfelt, und brachte ein Hoch auf Kaiser Wilhelm aus. Er erklärte, die Alldeutschen seien überzeugte Anhänger Bismarcks, und schloß mit dem Rufe „Heil All- deurschland!". Das Budgerprovisorium wird an einen Budgeiraus- schuß überwiesen. Es folgt die Beratung des Dringlichkeitsantrags des Abg. Schönerer. Nachdem Schönerer seinen Antrag begründet, erklärt Ministerpräsident v. Gautsch: Die Regierung werde sich an der Beratung des Antrags nicht beteiligen. Bei der Abstimmung des Antrags ergibt sich Beschlußuitfähigkeit des Hauses. Marokko. (Telegramm.) * London, 24. Juni. Dem Reuterschen Bureau wird aus Fez unter dem 23. d. M. berichtet: Der Sultan berief gestern eine Versammlnug der Notabein und unterbreitete ihnen einen Vorschlag bezüglich des Baues eines Hafens und einer Telegraphenstation, an dem in der Nähe der algerischen Grenze gelegenen Hasen Borj - saida. Tie Verhandlungen über diesen Plan fanden seit einigen Tagen in größter Verschwiegenheit mit dem Grafen Tattenbach statt. Die Ausführung soll durch eine deutscheFirmaim Aufträge und im Namen der marokkanischen Regierung erfolgen. Ter Vorschlag wurde von der Versammlung natürlich einstimmig gutgeheißen. Der Vertrag wird daher unverzüglich vom Grafen Tattenbach unterzeichnet werden. Die Kosten sollen gedeckt werden aus den unverpfändeten 40 Prozent der Zölle, da der Hafen Eigentum der Regierung ist. Tie Entscheidung des Maghzen ist offenbar die Antwort auf das unfreundliche Vorgehen Frankreichs an der algerischen Grenze, da Borjsaida der Ausgangspunkt der marokkanischen Straße nach Udjda und die Schaffung eines wichtigen militärischen Postens und Hafens dazu berechnet ist, die Franzosen zu beunruhigen, die cs auch übel vermerken müssen, daß diese Arbeit an Deutsche übergeben wurde, und vielleicht lebhaften Einspruch gegen die Schaffung einer telegraphischen Verbindung mit Tanger erheben werden, da die in die Konzession einbegriffene Legung eines Kabels nach Tanger die Notwendigkeit beseitigen würde, das französisch-algerische Kabel zu benützen. Es muß daran erinnert werden, daß Deutschland vor einigen Jahren vergebens versucht hat, eine Kohlenstation zu erlangen. (Hierzu bemerkt das Wolffsche Telegraphenbureau: Die von uns eingezo - genen Erkundigungen bestätigen die vorstehende Meldung in keinem Punkte). Zur Lage i« Rußland. (Telegramme.) * Berlin, 24. Juni. Die Morgenblätter berichten aus Lemberg : Eine Eskadrondes67. russischen Ulanenregiments desertierte mit ihren Offiziere nin voller Ausrüstung nach Oesterrreich, um nicht nach der Mandschurei ausrücken zu müssen. (??) * St. Petersburg, 23. Juni. Die Oberpretzbehörde untersagte den Zeitungen, fernerhin die Reden des Kaisers an die Sem st Woabordnung zu interpretieren. * Warschau, 23. Juni. Heute mittag wurde in allen Fabriken die Arbeit eingestellt wegen der heutigen Prozehverhandlung gegen Okrzeja, der am 26. März bei der Pragaschen Polizeiverwaltung eine Bombe zur Explosion brachte. * Warschau, 24. Juni. In Czenstochau feuerte gestern nachmittag Militär in eine vieltausendköpfige Arbeitermenge hinein. Zwei Personen wurden getütet, zwei schwer verletzt. — Die Bäcker streiken. * Lodz, 24. Juni. Hier kam es gestern zu Straßenkämpfen; Barrikaden wurden errichtet, die vom Militär im Sturm genommen wurden. SO Personen wurden getötet und 200 verwundet. Es herrscht allgemeiner Ausstand. v«Mc^crpcttrif.c. Freiburg, 23. Juni. Der seit Ostern währende Mau rer streik ist beendet. Es wurde eine Lohneinigung bis 1908 erzielt. Von 1. August ab bis 1. Januar 1906 werden 46, von da an 48 Pf. und 1907 SO Pf. Stundenlohn bezahlt. «G« Vom Bodensee, 23. Juni. Ein sehr ergiebiges Erträgnis der Futtergewächse haben die Amtsbezirke Ueberkingen und Stockach geliefert. Beispielsweise war der Heuertvag auf dem Hofgut Nellenburg, dem Lohnerhof und dem Braunenberger Hof, welch letzterer ein Areal von 365 Morgen umfaßt, in diesem Jahre ein ungewöhnlich reicher. Die feste Tendenz der Vieh- und Fleischpreise hält stets an. Diese konstante Haltung, welche für den Fleischkonsum weniger erfreulich ist, wird einerseits durch die vermehrte Nachfrage nach Vieh aus Elsaß- Lothringen, andrerseits durch die verminderte Einfuhr von Groß- ustd Kleinvieh aus Bahern und Oesterreich-Pngarn unterstützt. Der Stand derReben ist andauernd günstig, sollte die nahe bevorstehende Blütezeit einen normalen Verlauf nehmen, so dürfte Heuer einem gesegneten Weinjahr entgegengesehen werden. Das Ergebnis der Kirschenernte läßt quantitativ manches zu wünschen übrig. — Das österreichische Eisenbahnministerium hat der Elektrizitätssirma Tenny u. Schindler in Kennelbach die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine schmalspurige Zahnradbahn mit elektrischem Betrieb von Bregenz auf den Pfänder aus die Dauer eines Jahres «steift. — Schüler, Freunde und vormalige Patienten Peter Del t Weilers, des Mitbegründers der modernen Behandlungsweise der Lungentuberkulose, vereinigten sich im vorigen Jahre dazu, ein dauerndes Gedenken an Lettweiler zu begründen. Man kam dahin überein, als Form dafür eine „D e tt w e i l e r - Skif- tung für Heilstättenärzte" zu stiften. Die konstituierende Versammlung der Lettweiler-Stiftung fand am 9. Juni, vor Beginn der Tagung des Deutschen Zentralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke, statt. In dem Sat- zungsentwurse wird als Zweck der Dettweiler-Stistung bezeichnet „erwerbsunfähigen und erwerbsbeschräinkten Tuberkulose- ärzten, sowie deren Witwen und Waisen Unterstützungen zu gewähren". * Kleine Nachrichten aus Baden. Beim Baden im Flohhafen zu Sandhofen bei Mannheim ertrank der Oberprimaner des Realgymnasiums, Zimmermann, Sohn des Lehrers Zimmermann in Steinklingen. Die Leiche wurde alsbald gekündet. — In Mosbach verschied eine stille Wohltäterin der Armen, Frau Susann« Hübner Witwe. — Der in Bruchsal tagende Gautag des Kraichgauverbandes badischer Gewerbe- und Handwerkervereine hat sich gegen den Befähigungsnachweis und für eine Privilegierung des Meistertitelsin der bekannten Weise ausgesprochen. — In Pforzheim brannte das Anwesen des Landwirts Josef Oberle nieder. Der Schaden beträgt etwa 3000 M. Das Feuer wurde durch den vier Jahre alten Sohn des Oberle verursacht, der mit Streichhölzchen spielte. — Tie Vorsteherin des Klosters Lichtenthal, Frau M. Magdalena Kollofrath, begeht heute das 25jährige Jubiläum als Aebtissin. Herr Erzbischof Dr. Nörber traf gestern nachmittag hier ein, um an der Feier teilzunehmen. — In Schönau i- W. beschloß der Bürgerausschuß die Errichtung eines st ä d - tischen Elektrizitätswerkes mit einem Anftvande don 110 000 M. — Nächsten Donnerstag tagen in Freiburg der Verein badischer Lehrerinnen und der Verband selbständiger Kaufleute und Gewerbetreibender. — Die Wasserleitungs- arbeiten für die zum Amtsbezirk Emmendingen gehörigen Gemeinden Otto schwanden und Mutzbach nähern sich allmählich ihrem Abschluß. Tie Wasserversorgung dieser beiden Orte wird dann zu den ausgedehntesten Anlagen dieser Art im ganzen badischen Lande zählen, umfaßt doch das Rohrnetz eine Gesamtlänge von 40 Kilometer. Die Gesamtkosten belaufen sich auf nahezu V. Million Mark, wozu der Landtag seinerzeit rund 80 000 M. bewilligte und dabei die Notlage «r Gemeinden hinsichtlich der Wasserversorgung anerkannte. 7- Das große Bauerngut Thomashof in Kirchzarte» brannte vollständig nieder. Bei einem schweren Unwetter, das auch an Gärten und Fluren Schaden anrichtete, batte der Blitz in das Anwesen eingeschlagen. — In Rhem- Men wurde die Wirtschaft „zur Rheinluft" ern Raub der Kämmen. Es entstand ein Schaden von rund 7000 M. — JE elektrische Bahn Schaffhanse«— Stühlingen durste am tö. IM eröffnet werden. — Die Steinhauer m Konstant sind in den Ausstand getreten. Lw fordern Abschaffung der Akkordarbeit und die Einführung eines M i n i m a l l o h n e s von SS Pf. Karlsruher Kunstvercin. Den großen Oberlichrsaal füllt eine Kollektion des Belgiers Henry Luylon. Es lassen sich zwei — wohl durch zeitlich getrennte Entwicklungsphasen bedingte — Gruppen unterscheiden: die eine umfaßt Werke eines positiveren, grelleren Pleinai- rismns; Motive des Hellen, die Farbengegcnsätze verschärfenden Sonnenlichts. Die räumliche perspektivische Wirkung ist ofr zu einer fast photographischen Greifbarkeit herausgearbeitei, die ztvar eine virtuose Bcherslhuug des Technischen bekundet, der Auffassung aber etwas nüchtern - tatsächliches, der Wirkung etwas hartes verleiht. Die „Backsteinarbeiterinnen" (von 1896) sind dafür besonders charakteristisch. Auch das lebensgroße Format ist für die Richtung der künstlerischem Absichten bezeichnend. Davon unterscheidet sich eine andere Gruppe von ronigerer, gedämpfterer Qualität. Die Farbe ist durch dämmerigere Beleuchtung gemildert, die Gegensätze sind ausMglliche- ner. Auch der Vortrag ist weicher, breiter auf das Herausholen der eigentlichen Tonwirkung berechnet. Schon der „Krabbenfischer" ist dafür bezeichnend, am feinsten dokumentieren diese Richtung aber die beiden kleineren Motiven „Hochwasser" und „Bei Ebbe". Wir gehen Wohl kaum fehl, wenn in diesen Arbeiten die Zeugnisse einer späteren, gereifteren u. geläuterter«! Anschauung des im übrigen die wechselnden Einflüsse des modernen belgischen Naturalismus (Courtens, Baartson usw.) geschickt, aber nicht eben sehr selbständig und persönlich wiedergebenden Künstlers vermuten. Von den beiden Münchner Landschaftern Liebermann und Frobenius lehnt sich der erste ziemlich deutlich an Thoma und Böcklin, der zweite noch viel deutlicher än Herder an. Doch erscheint das, was bei ihren Vorbildern der Ausdruck einer vertieften und persönlichen Naturanschauung ist, bei ihnen als eine ziemlich oberflächliche und nicht sehr überzeugende Nachahmung von Aentzerlichkeiten. Die Blumenstilleben von Helene Stromeyer bekunden, wie immer, die solide Technik und den gewählten Geschmack der beliebten Künstlerin. Das zweite Seitenlichtkabinett enhält eine sehr interessante Kollektion englischer Radierer. Der persönlichste und selbständigste darunter ist Strang, der die stilvolle Einfachheit und Bestimmtheit der Linie mit der malerischen Wirkung klar getrennter Heller und dunkler Massen in sehr eigenartiger Weise verbindet. Robert SPence erreicht mit den Mitteln eines mehr impressionistischen, aus das tonige gerichteten Helldunkels tiefe malerische Stimmungen. Auch John Wrigh wirkt als sehr persönliche Nummer in der Einfachheit seiner Motive und einer, den Eindruck mit wenigen, schlichten Strichen wiedergebenden Darstellung. X. W. Neueste Nachrichten unö Hekegrarnnrs. Die Kieler Woche. * Kiel, 24. Juni. In der gestrigen Regatta nahm Seine Majestät der Kaiser ans dem „Meteor" teil. Zur Teilnahme an der Fahrt waren geladen: Staatssekretär v. Tirpitz, Admiral Graf Baudissin, Botschafter Charlemagne Tower, Lord Bvassy, Mr. Vanderbitt, Dr. Lander und Mr. Marshall. Der „Meteor" ging als erster durchs Ziel. Abends fand an Bord der „Hohenzollern" ein Diner statt. * Kiel, 24. Juni. Seine Majestät der Kaiser besuchte heute vormittag die Jacht „Viktoria Luise" und die Jacht „Lensahn" des Grotzherzogs von Oldenburg und besichtigte sodann eine Reihe von Panzerschiffen. Um 11 Uhr empfing Seine Majestät der Kaiser an Bord der „Hohenzollern" den Generaldirektor Ballin und andere Herren und nahm sodann die Preisverteilung für die Regatta Dower—Helgoland vor. Ws^fchreSenes. -s Berlin, 23. Juni. Tie englische Kommission für das Studium städtischer Einrichtungen im Auslande besuchte heute nachmittag Potsdam ; am Abend folgte sie mit Damen einer Einladung der Stadt Berlin im Festsaale des Zoologischen Gartens. Der Oberbürgermeister von Berlin, Kirschner, sprach die Hoffnung aus dauernde Freundschaft zwischen den beiden großen Schwesternationen aus und schloß mit einem Hoch auf die englischen Gäste. Lord Lyverden dankte für die liebenswürdige Aufnahme und leerte sein Glas auf den Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung Berlins. st Laasphe (i. Wests.), 24. Juni. In Kirchlinde explodierte während der Fronleichnamsprozession ein Feuer- werlskörper, wodurch S Personen zum Teil schwer verletzt wurden. s Hirschberg (i. Hunsrück), 24. Juni. Hier wurden 6 unter einen Baum geflüchtete Personen durch einen einzigen Blitzschlag gelähmt. f Kassel, 24. Juni. Herzog AlbrechtzuMecklenburg besuchte heute die hiesige Ortsgruppe des Kolonialvereins und machte er den Vorschlag, für Miss mann einen Gedenkstein in Dar-es-Salaam zu errichten. Der Vorschlag fand lebhafte Zustimmung. Es wurde sofort eine Sammlung veranstaltet. 1 Mont Lifton, 24. Juni. Der Bankier Moussy wurde wegen Bankerotts verhaftet. Die Passiva betragen über 3 Millionen Francs. s Porsgrund (Norwegen), 24. Juni. Hier brach in einem großen Holzlager Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit verbreitete und erst nach mehreren Stunden auf seinen Herd beschränkt werden konnte. 50 Häuser sind niedergebrannt, 500 Menschen obdachlos. s Jndianopolis, 24. Juni. Als am Schluß des nordamerikanischen Turnfestes die. deutschen Turner Hebungen am Barren vorführten, erhoben sich die gegen 8000 anwesende Zuschauer und brachen in stürmische Beifallrufe aus. Literatur. Im Jnnihrst der „Deutschen Rundschau» äußert Fr. SS. Foerster (Zürich) Bedenken gegen Ellen Keys Ansichten Wer Liebe und Ehe. In einem Aufsatz von Karl Joel wird die Lebensauffassung der griechischen Denker kurz dargestellt; im gleichen Heft untersucht Th. Nöldeke die ganz selbständige, errät«, aber unkirchliche Weltanschauung von „Zwei Wessinischen Deisten". Als Nachklänge zum Schillergedenktage können die Beiträge von Richard Fester und Richard WeißenselS gelten. Friedrich Ratzel gibt eine Skizze aus dem Nachlass Diana van Val-Fresnes (Reminiscenzen an den deutsch-französischen Krieg). Eine Bibliographie verzeichnet die literarischen Neuheiten des letzt«! Monats, über dessen politisch« Ereignisse eine Politische Rundschau einen Ueberblick gibt. . . ^ * Für die Lütticyer Ausstellung ist soeben als Band 99 von Griebens Reiseführer (Verleg Albert Goldschmidt in Berlin IV. 62) ein besonderer Reiseführer: „Lüttich und die Weltausstellung 1905" (Preis 1,20 Ml), erschienen. Der mit zwei sehr übersichtlichen Karten, dem Plan von Lüttich mit dem Ausstellungsterrain und einem Wegweiser durch die Ardennen versehene Griebensche Führer bringt einen übersichtlichen Wegweiser durch die Ausstellung, wie Kapitel über Hotel- und Verkehrswesen, über Unterhaltungen und Sehenswürdigkeiten, endlich auch eine genaue und reichhaltige Zusammenstellung von lohnenden Spaziergängen in der Umgebung von Lüttich und Ausflüge in das Maastal, Ourthe- und Amblevetal, in das Vesdretal, nach Brüssel und ans Meer. * Berlin, 24. Juni. Der Reichskanzler empfing gestern mittag den französischen Botschafter zu einer längeren Besprechung. * Sigmaringen, 24. Juni. Prinz Karl Anton von Hohenzollern ist von Japan hier eingetroffen und wird heute nach Berlin reisen. * Metz, 24. Juni. Seine Majestät der König von Sachsen besichtigte gestern nachmittag die Kaserne des Sächsischen Fußartillerieregiments und fuhr dann nach Fort Mcmteuffel. Geggn 6 Uhr kehrte der König nach der Stadt zurück und nahm den Dom in Augenschein. * München, 24. Juni. Heute vormittag ist in Gegenwart Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten und sämtlicher Prinzen dasDenkmalKaiserLnd- w i g d e s B a i e r n auf dem Kaiser Leopoldsplatz in der Nähe der Theresienwiese feierlich enthüllt worden. Bür- germeister vÄB orscht hielt die Festrede. Das Denkmal ist von dem verstorbenen Matth. Pschorr gestiftet und von Ferdinand v. Miller ausgeführt. * Paris, 24. Juni. Das amerikanische Geschwader, welches anfangs Juli in Cherbourg eintrefsen wird, um die kürzlich in Paris aufgefundenen Ueberreste des Admirals Paul John abzuholen, wird aus vier Panzerkreuzern bestehen. Aus diesem Anlaß werden 40 Offiziere- und 600 Matrosen des amerikanischen Geschwaders nach Paris kommen, wo ihnen zu Ehren mehrere Festlichkeiten stattfinden werden. * Rom, 23. Juni. Deputiertenkammer. Bei der Beratung der Heerescmsgaben beantragt Sacchi die Ernennung einer Kommission, welche die Frage der militärischen Organisation untersuchen und studieren soll. * Stockholm, 24. Juni. Kammerherr Säger fit zum Gesandten am spanischen und portugiesischen Hofe ernannt worden. * Madrid, 23. Juni. Seine Majestät der König hat folgendes Ministerium bestätigt: Präsidium Monte r o R i o s, Inneres GarciaPrieto, Auswärtiges Saint Roman, Finanzen Urzaiz, Krieg Weyler, Marine Villanueva, Ackerbau Romanones, Justiz Pena, Unterricht Mellado. Wetterbericht des Zentralbureaus für Meteorologie und Hhdr vom 24. Juni 1906. Der Luftdruck nimmt heute von einem barometrischen Maximum, das Nordwest- und Nordeuropa bedeckt, bis zu einer Depression jenseits der Alpen aib. Das Wetter ist in Mitteleuropa bei leichten nördlichen Winden meist trüb, vielfach regnerisch und kühler als bisher. Bei wechselnder Bewölkung ist mäßig warmes Wetter zu erwarten. Wetternachrichte« aus dem Süden vom 24. Juni, früh. Lugano bedeckt 14 Grad; Biarritz dunstig 20 Grad; Nizza wolkig 18 Grad; Triest wolkenlos 19 Grad; Florenz Regen 17 Grad; Rom bedeckt 22 Grad; Cagliari wolkenlos 21 Grad: Brindisi wolkenlos 24 Grad. Witter««,«beobacht»»,en der Meteorolog. Statt»« Karlsruhe. Juni ! Nachts 9>°U. i.Mrgs. 7«U. i.Mtttgs. 2-«U. ') Nebel. Barom. Thcrm. Ms-l. FruchtigWM in 0. Frucht. keit m Proz. Wind 754.5 13.1 1O0 99 NW 754.1 12.8 97 89 752.6 17.9 108 71 NE Himmel bedeckt Niederschlagsmenge des 23. Juni: 0.9 mw Wasserstaud des RheiuS. Maxau. 24. Juni: 4.84 w, gefallen 6 vw. Berantwortlicher Redakteur: Juli«» Katz in KarlsruH«^ ikk»ck «ch «erl», : «. »r««nsch« Hosb«chdr»ck«r ri in Karl»r»I^ Kui,8lgvnvpdv-Magarin von klayonL O!? LEekvranten Lurlsrerds Ronäslplats. ' (Grösstes Oa^sr von ttnrns- n. debranobsartiksln in paersllao. lNii-Istall, Si-oare, 0lii-IstokIe-8!Ibei-, penöulsn, tzampsu kür vosollsnke, ^nsstsnern, UStsI- guck ttanssinrioütnnAvn. Lu em. Julius Sli-auss, Xsi- 181 -ukv.LMiul. * Madrid, 24. Juni. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, durch das die Kammer vertagt wird. * Washington, 24. Juni. Der Vorsitzende des Flotten-- ausschusses des Repräsentantenhauses, Foß. wird sich ans eine Studienreise nach dem fernen Osten begeben, um für den Bericht Material zu sammeln, den er dem Ausschüsse bezüglich der beträchtlichen Summe für Flottenzwecke erstatten will, deren Bewilligung beim Kongreß beantragt werden soll. -»»»» Lernen, rrsrren- n. w aiasrr. Bedeutendes Spezialgeschäft in Besatzartikeln, aller Arten Besatz- : stoffen, Paffementrrien, Spitzen, Knöpfen, Weißwaren, Hand I sch uhen, Kravatten, Fächern. Ständ iger Eingang von Neuheiten. l 6.r.0ttoM11er, ,«L,L"L.ÄU. i l-nsugsn'sobeo XunsttSpksnstsi, Lmi-Lmruilrvi- LülisILsrvvi-IxslSitvi». KLi8Vf8lfL88V 144 Aomossrbüll) ! Ilm Asti. Lesielltixnng virä gebeten. Lein Lanksvanx 8ta1t jelisn bssonösnsn ^nreigö. I^aeil lavMill, sLfivvsrsn Iisiäsn ist iieuts Naolit ullssr lieber Vater, LobvieZervater und Orossvatsr Ltzrr Häuarä 6ro88d. Lack. Forstmeister kitior lies ^äkringer t.öi/venoi'liens I. Xlasse. im ^Iter von 63 Zaftrev im 8t. oossxfiskaus m LeiäelberZ versebisäso. NsoiLarbisobotsbeim, den 24. duvi 1905. Medard VVesed üeivrivb >Vv8vd ^8»tde IVesed, Zeb. krz^m und 2 Lukelkmäsr. Die LssräiAUNA kinäst »w nüebstsn Nont»A, n»eb- Vs6 Ildr, von äsr Lriväiiokünxslls in LsiüeldsrA aus st»tt. T315 IIntertertiZter 6. 6. erküllt bieräurob dis traurige ffüiokt, seine liebeu a. 8. a. 8. und i. a. 0. 8. i. a. 6. 8. von dsm am 19. d. Ll. srkolgteu ^.blebeu seines lieben i. a. 6. 8. i. d. 6. Vifs^nv^ kink vsn6. geriemenä in Lenntnis 2 U setzen. llsn 6. 6. liki' kkenania ru fi-sibung. I. : ksdemaodvr. T.313 K»i> MMer 13. Bundestag in Karlsruhe. In den Tagen vom S6. bis 29. Juni findet hier der 13. Bundestag des Bundes Deutscher Gastwirte statt. Es ist hierzu folgendes k*S8l - ^i?ogi*Lirn» festgestellt worden: Montag, de« 26. Junr: Empfang der auswärtigen Gäste im Hotel Lutz, vis-L-vis dem Hauptbahnhof (bei Koll. Baumgart)- daselbst befindet sich das Empfangsbureau, der Wohnungs-Nachweis und die Ausgabe der Festkarten. — Vormittags 11 Ubr: Aufstchtsratsfitzung der Sterbekasse des Bundes Deutscher Gastwirte im Restaurant „Zur goldenen Krone", Amalienstraße 16 (Koll. Ullrich). — Nachmittags 4 Uhr: Gesamtvorstands-Sitzung des Bundes Deutscher Gastwirte, daran anschließend Sitzung der Presse-Verwaltung vom Organ: „Der Deutsche Gastwirt" im „Gasthaus zur Rose", Amaltenstratze 87 (Koll. Matth. Schleicher). — Abends 8 Uhr: Empfangs-Bankett im Koloffeums- faal, Waldstrabe (Koll. Alb in Maier). Dienstag, den 27. Juni: Vormittags '/,10 Uhr: Eröffnung der Jahres - Hauptversammlung des Bundes Deutscher Gastwirte im Koloffeumssaale, Waldstraße 16 (Koll. Albin Mater), bis Schluß. — Nachmittags 7 Uhr: Festesten mit Konzert im großen „Eintracht-Saal", Karl-Friedrichstraße 30 (Koll Knopf). — Später Besuch verschiedener Kollegen beim Bier. Mittwoch, de« 28. Jnni r Vormittags '/,1V Uhr: Generalversammlung der Sterbekaffe im Gartensaal des Cafs Tannhäuser, Kaiserstraße 144 (Koll. Martin). Sodann Mittagessen nach Belieben. - Nachmittags 3 Uhr: Treffpunkt im CafS Erbprinz, Kaiserstraße 92 (Koll. Thiel und Kipfer), von da Besichtigung der „Karls ruher Sehenswürdigkeiten" und Brauereien rc. rc. — Abends 8 Uhr: Großes Gartenfest im festlich dekorierten Stadtqarten mit bengal. Beleuchtung und Sommernachts-Ball. Bet ungünstiger Witterung findet das Konzert im großen Festhallesaal statt (Koll. Wagner). Donnerstag, de« 29. Jnnir Vormittags '/,10 Uhr: Versammlung der Delegierten für unsere Presse: „Der Deutsche Gastwirt" im Restaurant „Landsknecht", Zirkel 31 (Koll. Leonh. Schleicher). Vormittags '/,11 Uhr: Frühschoppen - Konzert im Restaurant „Moninger", Kaiserstraße 142 (Koll. Schuh). — Nachmittags präzis 2 Uhr: Abfahrt nach Baden-Baden, dortselbst Konzert und Gartenfest im Konversationshaus. Nach Rückkunft von Baden-Baden Abschieds- Zusammenkunft im Cafö Erbprinz, Kaiserstraße 92. Für die auswärtigen Damen findet während der Sitzungen Besichtigung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten unter Führung hiesiger Damen statt. Treffpunkt der Damen Cafs Nowack, Festhalleplatz (Kollegin Witwe Kämme r l e). Die verehrl. Einwohnerschaft wird höfl. gebeten, während der Festtage die Häuser zu beflaggen. Wirte-Berei« Karlsruhe. Der Fest AnSschntz. T.310 kdineraldad und i-uttlcurort im dad. Lkinvsi'rvsid. vainisiLtlon Oppensu. — 500 m ü. ä. 81. in vraektvolsr gssekütrtor u. valä- rsieüstsr lledirgslLns. Rüdmiiedst dslnuwts kisva-, ldsgaesls- u diLtronguellsn. vrösstsr Lrkolx dm disgen-, «.«der- u. Merenleiäen, Mutarnuit, iivi-vosiläl uuä krauvastr-aastlisllea. L.usseräsm äiätetlrvde lluron naeb Oe. Vllel. keusiou krosxsüte äureb Laäesrrt vr stierst, sovis äarod Lesitrer I». ttuder. R637 mit M ,1 Mrrdldm üdlMoM Serie I üsr vMiselisll vis »w 1. lluii 1905 källiASQ 2iusirupvns uuä vsrlostvn rudr. Odl!Aktionen vsrcisn vom LüliiKÜsitstuKS »d 2um DnAssüurs kür üurr IVisn in Leriin: bei der kiaiionaldank kür lleutsokiand, in frsnkkurk a. kii.. bei der llresdnsr Lank, in Hamburg: bei dem kanlrkausv i.. öekrens L 8öbne, in iisnnover: bei dem kankkause Lpkraim Kleber L 8okn, in Xar»1si»TrIrs: bei dem kanlrkause Vvil l.. llombUNgkr rvsrirtäxlieb iu äeu VormittLASstuuäou sinAviöst. Luäspost, iw lluui 1905. 1.311 Ungsnisvks l,o>ksieisendsk«ivi>, klieliengesellsettskt. ., llsdsrrasebsnä seiiöuo »w Ostssostrsuä, umsedlossou vou Uoeü- ivalä u LsrAsu. Lübivr Lowwsr. LrkktiAsr ^VsiisusetäkA. Lloiisuvoito staudkroio 8tr»uä- u. 1V»iäprowsu»äou. VorsüZI. Liurieütuuxou kür Lur uuä I7ut«rü»ituuA. Lv. u. k»td, Nottssäioust. 1904 käst 13 000 6Lst«. Vou korliu über Ltsttiu uuä über vueksrovv Iu 4 8t. Illustr. lüürsr ä. äis 8»äsäirsütiou. 8 335.3 ^ Zeun« kille Irsnpsise, äistiu AUÖo, »vaut iustruvtiou, äösirsruit pksssr trols mois ä»us ksmills bouo- r»bl8; p»risr»it kr»uy»is, »ueuu pkvs- msut, Leriro 8»I»äiu, 22, Rus körte äs krsuoe, Vsräun (Vsuss) krauos. Bekann machu -g. Die Stelle d es Bürgermeisteramts- sekretärs ist erledigt und soll auf 16. August d. I. anderweit besetzt werden. Demselben sind insbesondere die Gerichtsschreibereigeschäfte für das Gemeindegericht, Gewerbsgericht und Kaufmannsgericht übertragen. Anstellung nach dem statischen Be- antenstatut. Tarifmäßiger Gehalt 1600 bis 2800 M., Zulage alle 2 Jahre 120 M. Die im Staats- oder einem Gemeindedienst zugebrachten Dienstjahre können angerechnet nnd der Anfanjgsgehalt entsprechend erhöht werden. Gerichtsakture, welche die Gerichts- schreiberprüfung bestanden haben, werden bevorzugt. T.283.2.1. Bewerbungen wollen bis zum 6. Juli eingereicht werden. Konstanz, den 15. Juni 1903. Der Stadtrat. Haulick. Heckmann. vtto klsvksi», SoSIvksi-mal (vorm. I. Stüber), Karlsrnhe, Asiso»-»«,-. >S0, Telephon 270, empfiehlt: Vollständige Bette« jeder Art und Preislage, ganze Wäsche-Ansstener« in vorzüglicher Ausführung. Stklle-Verftkbülig. Die Stelle des Gerichtsschreibers des hiesigen Gewerbe- und Kaufmannsgerichts ist alsbald neu zu besetzen. T.309 Die Anstellung erfolgt nach den Beistimmungen der städtischen Dienst- u. Gehaltsordnung (Gehaltsklasse IV, Anfangsgehalt 2600 M., Höchstgehalt 4000 M.), mit Aussicht auf Ruhegehalt und Hinterblisbenenversorgung. Bewerber, welche die Gerichtsschreiberprüfung abgelegt haben, wollen ihre Gesuche unter Anschluß von Zeugnissen innerhalb 14 Tagen von heute an gerechnet hierher einreichen. Freiburg i. B., den 23. Juni 1905. Das Gewerbegericht. Hilfsarztstelle An der neuen badischen Heil- und Pslegeaustalt bei Wiesloch, in der Nähe von Heidelberg, ist mit derqn Eröffnung im Oktober d. I. die Stelle eines Hilfsarztes zu besetzen. Anfangsgehalt 1500 Mark bar und mehr je nach der Vorbildung; außerdem freie Station. Regelmäßige Gehaltszulagen. T.314.2.1 Bewerbungen mit Lebenslauf und Personalien werden an den Direktor der Anstalt erbeten. Wiesloch, den 20. Juni 1906. Großh. Direktion der Heil- und Pflegeanstalt, vr. Max Fischer. - und Aus den Waldungen der Murg- schifferschast werden am Mittwoch de« 28. Juni d. I. verkauft: s. Im Wege schriftlichen Angebotes aus den Distrikten Schramberghalde, Hornwald, Schönmünz - Langenbach, Stöckberg und Steingrund: 5812 Stück Nadellangholz und zwar 701 Fm. III. Kl,. SS9 Fm. IV. Kl.. 245 Fm. V. KI., 318 Fm. Stummel, 651 Fm. Külpen. Das Holz ist nur zum Teil angerückt. Die schriftlichen Angebote wollen aus besonderen vom Grohh. Forstamt Forbach II erhältlichen Formularen los- und bei gemischten Losen auch klassenweise getrennt für den Festmeter in ganzen und zehntel Mark — und nicht nach Prozenten des Anschlages — verschlossen und portofrei mit der Aufschrift „Snbmissions- angebot" versehen am Steigerungstage längstens bis halb 10 Uhr vormittags im Geschäftszimmer des Forstamtes Forbach II eingeretcht werden. Me Eröffnung findet um 10 Uhr in der „Krone" in Forbach statt. Verzeichnisse über Loseinteilung und Verkaufsbedingungen liegen bei der schifferschaftli- chen Kasse in Gernsbach und beim Forstamt zur Einsicht auf. Auszüge liefert Forstwart Haas in Forbach. d. Im Wege öffentlicher Steigerung das diesjährige Ergebnis an Fichteu- riuden im Horntvald, Schönmüuz-Lan- genbach und Steingrund gefehlt zu 600 Mer in 3 Losen, außerdem aus den gleichen Distrikten und im Ebersloh: 415 Ster Buchen und 52 Ster Nadelholzscheiter, sowie 27 Buchen- und 141 Swr Nadelholzprügel. Die öffentliche Versteigerung findet im Anschluß an die Sulmnssion etwa um 11 Uhr vormittags iu der „Krone" zu Forbach statt. Forbach, den 13. Juni 1905. Stephani, Oberförster. Schreibgehilfenstelle Auf 1. Juli d. I. haben wir sine Schreibgehilfenstelle mit einer Jah- resvergütung von 600 M. und etwa 100 M„ Schreibgebühren zu besetzen. Bewerber wollen sich unter Zeugnisvorlage melden. Inzipienten werden bevorzugt. T.306. Pforzheim, den 23. Juni 1906. Großh. Amtsgericht I. _ Oesterle. _ _ Bereinsregister. Mannheim. T.290. Zum Vereiusregister Band II O.-Z. 1, „Gesangverein Bavaria" in Mannheim, wurde heute eingetragen: Durch den Beschluß der Mitgliederversammlung vom 19. April 1905 wurde die Satzung des Vereins geändert und neugefaßt. Der VorstaÄ) des Vereins besteht aus einer Person, dem 1. Vorsitzenden; demselben ist der 2. Vorstand als Stellvertreter beigegeben. Mannheim, den 17. Juni 1908. _ Großh. Amtsgericht I. _ Kohlenlieferung. Wir vergeben hier die Lieferung von: 300 Zentner gewaschene und gesiebte Nußkohlein, 1200 Zentner gewaschene und gesiebte Magerwürfelkohlen und 160 Zentner Braunkohlen-Briketts, kleine prismatische Form. Me Bedingungen nebst der Bedarss- liste können bei unserem Handkassenrechner eingesehen oder erhoben werden. Schriftliche Angebote mit Preisangabe für einen Zentner sind bis zum 1. Juli, vormittags 10 Uhr, bei uns eiuzuveicheu. T.230.2.1. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage vom Tag der Eröfsnungsverhandlung an gerechnet. Karlsruhe, den 16. Juni 1906. Großh. Lbcrdirektion des Wasser- und Straßenbaues. Für die Einrichtung der elektrischen Streckenblockiernng aus den Stracken Bruchhausen—Oos und Durmersheim—-Rastatt sollen die Grabarbeiten und das Auslegen der Kabel zur Vergebung gelangen. Lagepläne nnd Bedingmshest werden nach auswärts nicht abgegeben, können aber im Zimmer Nr. 5. Bis- marckstratze 4, eingesehen, sowie Angebotsformulare daselbst in Empfang genommen werden. Mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis längstens Samstag den 1. Juli, nachmittags 4 Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Eröfsnungsverhandlung statt- sindet, kostenfrei an mich einzurerchen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. T.232. Rastatt, den 19. Juni 1905. Der Gr. Bahnbauinspektor. WmtlsöWng Atttsrch. Bahnstation der Murgtalbahn. Tie Gemeinde Obertsrorh vergibt im Wege des öffemlichen Angebois- versahrcns folgende Arbeiten: I. Erd- und Eisenarbeiten mit 6500 Meter Rohrgraben, 5600 Meter Gutzeisenröhren von 40 bis 100 Millimeter Lichtweite, 27 Absperrschieber und 15 Hydranten mir Zubehör. II. Erd- und Zementarbeiten zur Herstellung eines Hochbehälters von 120 Kubikmeter Nutzraum und fünf Schächten. T.308.2.1. Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift „Wasserleitung" versehen bis längstens Samstag den 15. Juli, vormittags 10 Uhr, an den Gemeinderat Obcrtsroth einzureichen, von welchem auch die Angebotsformulare gegen Einsendung von 1,50 M. für I. und 1 M. für II. zu beziehen sind. Pläne liegen im Rathaus zu Obertsroth aus. Karlsruhe, den 23. Juni 1905. _Großh. Knlturinspektion._ T3I8. Karlsruhe. Großh. Bad. Staat-» Eisenbahnen. Ab 15. Juli 1905 gelten für Holzsendungen, welche auf Stationen der Körmend-Nsmetujvarer Lokalbahn mit direkten Frachtbriefen nach süddeutschen Stationen aufgegeben und in Körmend umkartiert werden, ab Kör- mend transtt die in Abschnitt -1 des Holzausnahmetarifs Teil IV Heft 2 (Sette 47—61) enthaltenen Frachtsätze für Körmend, gekürzt nm 3 Pfennig für 100 kg. Karlsruhe, Sen 23. Juni 190S. Gr. Generaldirektion. T.317. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Zum Teil I Abt. ^ für den Güterverkehr zwischen Deutschland einerseits, Dänemark, Schweden uns Norwegen andererseits tritt mit Gültigkeit Vom 1. Juli l Js. der Nachtrag ll in Kraft. Er enthält Acnderung-n und Ergänzungen des Haupttarffs. Karlsruhe, den 21 Juni 19(5. _ Gr. Gene raldtrektion. T.296. Karlsruhe! Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Zu dem auch Frachtsätze für Würzburg Bad. Bahn enthaltenden 1. Heft der bayerisch - schweizerischen Gütertarife ist mit Gültigkeit vom 15. Juni l. I. der I. Nachtrag erschienen. Er enthält eine Anzahl Aenderungen und Ergänzungen des Haupttarifs rmd kann von unserm Verkehrsüureau zum Preise von 60 Pf. bezogen werden. Karlsruhe, den 23. Juni 1905. _ Großh. Generaldireklion. _ T.2S6. Karlsrnhe. Großh. Bad. Staat»- Eisenbahne». Mit 1. August 1905 und insoweit Frachterhöhungen oder Erschwerungen eintveten mit 1. September 1905 tritt zu den Tarifen, Teil I Abteilung Z, vom 1. März 1904, und Teil I Abteilung 8, vom 1. November 1904, für den Verkehr zwischen den österreichischen und ungarischen Eisenbahnen einerseits, den deutschen usw. Eisenbahnen andrerseits je ein Nachtrag I in Wirksamkeit. Dieselben enthalten Aenderungen und Ergänzungen. Karlsruhe, den 23. Juni 1905. _ Großh. Generaldirektion. _ T.2S7. Karlsrnhe. Großh. Bad. Staat»- Menbahnen. Ab 1. Juli 1906 werden die Stationen Radautz und Suczawa der Neuen Bukowinaer Lokalbahnen in den Ausnähmetaris Nr. 4 für Eier des Gütertarifs Teil II Heft 10 für den süddeutsch - österr. - ungarischen Verband einbezogen. Me Höhe der Frachtsätze ist bei de« Verbandsstationen zu erfragen. Karlsruhe, den 21. Juni 1905. _Großh. Generaldirektiou. T.312. Karlsrnhe. Großh. Bad. Staat-- Eisenbahnen. Mit Gültigkeit vom 4. September l. I. sind für die Ueberführung von Zoll- und Wagenladungsgütern die Ueberführgebühren der Station Frech bürg unter OIL Ziffer 2 der Abteilung 1 des badischen Gütertarifs n«r festgesetzt worden. Me seither zur Erhebung gekooch mene Ueberfuhrgebühr zwischen Fre^ bürg Hauptbahnhof und Freiburg- Wiehre kommt hierdurch in Wegschl- Nähere Auskunft erteilt die Gütern Verwaltung Freiburg und unser Ver- kehrsbureau. Karlsrnhe, den 14. Juni 1905. Großh. Generaldirektion.