Karlsruher Zeitung. Samstag, 21. Oktober. ^S2SV. Expedition: Sarl-Friedrich-Stratze Nr. 14 (Telephonanschluß-Nx. 154), woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werben. vora«»bezahlung: vierteljährlich S M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingerechnet, 3 M. 65 Pf. EinrückungSgebühr: die aespaltene Petitzetle oder deren Raum 25 Pf. Briefe und Gelder frei. Unverlangte Drucksachen und Korrespondenzen jeder Art, sowie Rezensionsexemplare werden nicht zurückgesandt und übernimmt die Redaktion dadurch keinerlei Verpflichtung zu irgendwelcher Vergütung. wvs. Amtlicher Teil. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben Stch unter dem 14. Oktober d. I. gnädigst bewogen gefunden, dem resignierten Pfarrer Blasius Holtz- mann in Pfassenweiler das Ritterkreuz erster Klasse Höchstihres Ordens vom Zähringer Löwen zu verleihen. Mit Entschließung Großh. Generaldirektion der Staats- eisenbahnen vom 13. Oktober d. I. wurde Betriebsassistent Philipp Kallenbach von Kirchheim b. H. nach Mannheim versetzt. Nicht-Nmtttcher Teil. Die badische« Landtagswahleu. Nach einer Wahlbewegung, wie sie in so ausdauernder und alle Kreise der Bevölkerung erfassender Weise noch niemals in Baden stattgefunden hat, sind nunmehr die Abgeordnetenwahlen zur Zweiten Kammer der Landstän-de vollzogen worden. Daß nur ein Teil der Wahlen endgültige Ergebnisse zeitigen werde, war vorausgesehen worden, und es kann daher in keinem der politischen Parteilager überraschen, wenn in fast einem Drittel der Wahlkreise die Wähler nochmals den Gang zur Urne werden machen müssen. Es wird dieser Stichwahlkampf unzweifelhaft noch erregter sich gestalten, als das vorausgegangene Ringen in der Hauptwahl, weil die Erfolgaussichten einzelner in die Stichwahl gelangenden Kandidaten teilweise nur von geringen Stimmendifferenzen abhängig sind. Die Sachlage dürste Versuche zu Parteiverbindungen zeitigen, über deren mögliche oder voraussichtliche Gestaltung wir uns begreiflicherweise jeder Aeußerung enthalten. Man wird immerhin sagen können, daß, wie der Hauptwahlkampf Parteien in engere Kampfverbindung zusammenführte, die sich bis vor kurzer Zeit noch in grundsätzlichen Fragen schieden, die Stichwahl vielleicht zu Kompromissen Veranlassung geben könnte, deren Möglichkeit seither vielfach ausgeschlossen erschien. Doch, darüber mögen die Parteien entscheiden. Außerhalb der Parteiverbände wird man nur den Wunsch haben, daß die Art der Belehrung — oder wenn man will, Bearbeitung — der Wähler nicht noch eine stärkere Verschärfung der Gegensätze und durch sie eine weitere Vergröberung der politischen Schlagworte herbeiführen möchte. Tenn es ist nach dieser Richtung schon jetzt vielfach über das Maß des Zulässigen hinausgegangen worden, und die Befürchtung ist nicht abzuweisen, daß es, selbst bei allseitigem guten Willen, wieder in die Bahnen ruhigerer Erörterung öffentlicher und allgemein-politischer Angelegenheiten einzulenken, geraumer Zeit bedürfen wird, bevor manch bitteres und erregendes Wort, das gesprochen und gedruckt worden ist, verziehen und vergessen sein wird. Es ist insbesondere — trotz des auf seiten des Blocks und des Zentrums immer wieder betonten kirchenpolitischen Friedensbedürfnisses — zu oft und zu sehr auf dem konfessionellen Gebiete zu Auseinandersetzungen gekommen, die selbst in der Erregung des Wahlkampfes besser wären vermieden worden. Das endgültige Ergebnis der Hauptwahlen läßt voraussehen, daß in der Zweiten Kammer des zukünftigen Landtags keine Partei über die ausschlaggebende Mehrheit wird verfügen können. Es sind bis jetzt 16 Kandidaten des liberalen Blocks, 28 Zentrumsabgeordnete, 5 Sozialdemokraten und 1 Konservativer gewählt. Von den insgesamt abgegebenen 382188 Stimmen entfallen 126 201 (42,7 Proz.) auf das Zentrum, 106182 (35 8 Proz.) auf die Blockparteien, 50 342 (17 Proz.) auf die Sozialdemokratie, 11131 (3,7 Proz.) auf Konservative und Bund der Landwirte, und 2542 Stimmen (0,8 Proz.) aus Parteilose. Schon jetzt kann man mit aufrichtigem Bedauern vermerken, daß bisherige verdiente Abgeordnete nicht wiesferkehren werden. Gern möchten wir dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck geben, daß es den Bemühungen der Anhänger der Kandidatur des Badener Oberbürgermeisters Or. Gönner gelingen möchte, den früheren Präsidenten der Zweiten Kammer wieder in dieselbe zu entsenden, zu deren hervorragendsten Mitgliedern er während einer langen, ehrenvollen und erfolgreichen parlamentarischen Tätigkeit gezählt hat. Neue Männer haben die Bürde des Abgeordnetenmandats auf sich genommen; es ist zu erwarten, daß sie, erfüllt von der Bedeutung des ihnen durch ihre Wähler überantworteten Amtes und entgegengebrachten Vertrauens, bemüht sein werden, an der fortschreitenden geistigen und wirtschaftlichen Entwicklung unseres Heimatlandes tatkräftig und ohne Vorurteil mitzuarbeiten. Wie wir es uns versagt haben, publizistisch in die Wahlbewegung einzugreifen, so möchten wir es auch unterlassen, auf Einzelheiten des Wahlergebnisses einzugehen. Nur eines möchten wir besonders hervorheben: Es ist das erste Mal, daß die badischen Wähler in ihrer Gesamtheit auf der Grundlage des ihnen durch den hochherzigen Entschluß Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs gewährten unmittelbaren Wahlverfahrens ihr Stimmrecht ausübten. Es hat diese Probe bestanden; sie hat. die Unrichtigkeit der Befürchtung erwiesen, es werde die Einfügung des unmittelbaren Wahlverfahrens in ein an sich schon schrankenloses freies und gleiches Wahlrecht die Machtverhältnisse der Sozialdemokratie in der Zweiten Kammer unverhältnismäßig steigern und damit ihren letzten Endes doch umstürz- lerischen Tendenzen Vorschub leisten. Das direkte Wahlrecht hat Mannheim, die wirtschaftliche Metropole des deutschen Südens, von der ausschließlichen Vertretung ihrer Interessen durch die Sozialdemokratie befreit. So darf man hoffen, daß sich die Erwartungen erfüllen, denen der Landesfürst am 20. Juli 1904 in seiner Ansprache an die Landstände mit folgenden Worten Ausdruck gab: „Was die Staatsbürger und die Körperschaften durch diese Erweiterung des ihnen auf die Bildung der Volksvertretung zustehenden Einflusses gewinnen, das wird auch fürs Ganze ein Gewinn sein, wenn die neuen Rechte in einem auf das Gesamtwohl gerichteten Geiste geübt werden. Möge auch in den neuen Formen der alte gute Geist erhalten bleiben. Möge dieser Geist zurückdrängen, was im Kampfe der Interessen und Meinungen trennt, umsomehr aber hervortreten lassen, was dem Ganzen dienlich ist ünd Alle in der gemeinsamen Liebe zum Vaterland einigt." Die Untersuchungen über die Beziehungen j zwischen der Menschen- und der Tiertuberknlose, die in den Jahren 1902 bis 1905 im Kaiserlichen Gesundheitsamt ausgeführt wurden, sind zu einem vorläufigen Abschluß gelangt. In einer im Kaiserlichen Gesundheitsamt anberaumten Sitzung des Unterausschusses für Tuberkulose des Reichsgesundheitsrats wurden von den Herren Dr. H. Kossel, ordentlicher Professor an der Universität und Direktor des hygienischen Instituts zu Gießen (vordem im Kaiserlichen Gesundheitsamt), und Dr. A. Weber, Regierungsrat und Mitglied des Kaiserlichen Gesundheitsamts, Zusammenstellungen - der wissenschaftlichen Ergebnisse der bisher im Kaiserlichen Gesundheitsamt angestellten vergleichenden Untersuchungen über Tuberkelbazillen verschiedener Herkunft und der Praktischen Ergebnisse der neueren Forschungen über die Beziehungen zwischen der Menschen- und Tiertuberkulose vorgelegt. Tie Verantwortung für die wissenschaftlichen Ergebnisse wurde den Verfassern überlassen, die Zusammenstellung der praktischen Ergebnisse wurde durchberaten und in der unten mitgeteilten Fassung angenommen. Tie Zusammenstellungen haben folgenden Wortlaut: Wissenschaftliche Ergebnisse der bisher im Kaiserlichen Gesundheitsamt angestellten vergleichenden Untersuchungen über Tuberkelbazillen verschiedener Herkunft. 1. Bei den Erregern der Tuberkulose der Warmblüter ist zu unterscheiden zwischen Bazillen der Hühnertuberkulose und Bazillen der Säugetiertuberkulose. 2. Bei den Bazillen der Säugetiertuberkulose lassen sich zwei Typen unterscheiden, die zweckmäßig als Typus humanus und Typus bovinus zu bezeichnen sind. Diese beiden Typen weisen sowohl morphologisch als auch kulturell und hinsichtlich ihrer Virulenz für - Kaninchen und Rind charakteristische Unterschiede auf. 8. Eine Umwandlung der Bazillen der Hühnertuberkulose in solche der Säugetiertuberkulose konnte selbst bei längerem Aufenthalt (bis zu zwei Jahren) der elfteren im Säugetierkörper (Meerschweinchen, Maus, Kaninchen, Rind) nicht beobachtet werden. 4. Eine Umwandlung der Bazillen des Typus humanus in solche des Typus bovinus konnte nach Uebertragung auf Kaninchen, Ziege und Rind selbst nach längerem Aufenthalt (bis zu mehr als einem Jahr) in den Körpern dieser Tiere nicht beobachtet werden. 5. Die bei Hühnern beobachtete Tuberkulose war in allen 11 untersuchten Fällen durch den Hühnertuberkulosebazillus erzeugt. Für den Typus humanus und bovinus erwiese» sich Hühner als unempfänglich. Das Verhalten der Hühner den verschiedenen Typen von Tuberkulosebazillen gegenüber darf nicht ohne weiteres auf alle anderen Vogelarten übertragen werden; bei zwei tuberkulösen Papageien wurden Bazillen des Typus humanus gefunden. 8. Aus 11 verschiedenen Fällen von Tuberkulose des Rindes wurden ausnahmslos Tuberkelbazillen des Typus bovinus gezüchtet. Mit den Bazillen des Typus humanus ließ sich eine fortschreitende Tuberkulose beim Rinde nicht erzeugen, mochte die Uebertragung durch Impfung (Reinkulturen und zerriebene Organteile), Fütterung (Reinkulturen und tuberkulöser Auswurf) oder Einatmung (Reinkulturen) erfolgt sein. 7. In 7 Fällen von Tuberkulose des Schweines fanden sich Bazillen des Typus bovinus. In llebereinstimmung hiermit ließen sich Ferkel durch Uebertragung von Bazillen des Typus bovinus (Reinkulturen) mittels Fütterung ausnahmslos infizieren. Beiveise für die Annahme, daß unter natürlichen Verhältnissen eine Ansteckung von Schweinen mit Tuberkelbazillen des Typus humanus vorkommt, haben die Untersuchungen zwar bis jetzt nicht ergeben. Indes haben Fütterungsversuche, die allerdings mit großen Mengen von Bazillen (Reinkulturen) bei Ferkeln angestellt wurden, gezeigt, daß die Bazillen des Typus humanus beim Schweine eine langsam verlaufende allgemeine Tuberkulose Hervorrufen können. In einew Falle wurde bei einem drei Monate alten Schwein, das sonst keine Zeichen von Tuberkulose aufwies, in den verkästen Mesenterialdrüsen Hühnertuberkulosebazillen gefunden. 8. In einem Falle von allgemeiner Tuberkulose beim Schaf fanden sich Tuberkelbazillen des Typus bovinus. Fernen ließen sich Schafe und Ziegen durch Impfung mit Tuberkelbazillen des Typus bovinus (Reinkulturen) infizieren. 9. Unter 67 verschiedenen Fällen von Tuberkulose des Menschen, deren Auswahl allerdings überwiegend von dem Bestreben geleitet wurde, möglichst Fälle des Typus bovinus zu finden, ließen sich in 66 Fällen die Bazillen des Typus humanus allein, in 9 Fällen die Bazillen des Typus bovinus allein, in 2 Fällen beide Typen bei derselben Person gleichzeitig Nachweisen. 10. Unter den 66 Fällen menschlicher Tuberkulose, in denen Bazillen des Typus humanus allein nachgewiesen wurden, fanden sich Fälle von Tuberkulose der Lungen, der Drüsen, der Knochen und Gelenke, des Darmes bzw. der Mesenterialdrüsen, des Urogenitalapparats, des Bauchfells sowie von allgemeiner Miliartuberkulose und von Lupus. Die Bazillen des Typus humanus ließen sich Nachweisen in Auswurf, Halsdrüsen, Bronchialdrüsen, Axillardrüsen, Lungentuberkeln, Hirnhauttuberkeln, tuberkulöser Tubenschleimhaut, Peritonealtuberkeln, tuberkulöser Darmschleimhaut und Ge- krösdrüsen, tuberkulösen Hautstückchen, Knochen- und Gelenkteilen, Harn. Die Tuberkulösen gehörten verschiedenen Lebensaltern an. 11. Die 9 Fälle von menschlicher Tuberkulose, bei denen sich Bazillen des Typus bovinus allein fanden, betrafen ausschließlich Kinder im Alter bis zu 8 Jahren und boten in 6 Fällen Erscheinungen dar, welche mit Sicherheit den Schluß gestatten, daß die Ansteckung durch Eindringen der Tuberkel- bazillen vom Darm aus erfolgt tvar; bei 2 dieser Fälle lag allgemeine Miliartuberkulose vor. In einem dritten Falle von Miliartuberkulose war die Entscheidung über die Eintrittspforte nicht nröglich. In 2 Fällen handelte es sich um Tuberkulose der Halsdrüsen. In der Mehrzahl dieser Fälle wurden die Bazillen des Typus bovinus an der Eintrittspforte oder den zugehörigen Drüsen (Darm, Mesenterialdrüsen, Halsdrüsen) nachgewiesen, in einem Falle von Miliartuberkulose in der Lunge, welche allein untersucht werden konnte, in einem zweiten Falle von Miliartuberkulose im Gehirn, den Bronchialdrüsen, der Leber und in den Mesenterialdrüsen. 12. Die zwei Fälle, bei denen sich beide Typen von Tuberkelbazillen gleichzeitig vorfanden, betrafen eine 30jährige Frau, bei der sich in den Gekrösdrüsen Tuberkelbazillen des Typus bovinus neben solchen des Typus humanus, und ein oV-jähriges Kind, bei dem sich in den Gekrösdrüsen Tuberkelbazillen des Typus bovinus, in der Milz solche des Tvpus humanus vor- sanden. 13. Im ganzen kamen zur Untersuchung bei Kindern unter 10 Jahren 12 Fälle von Tuberkulose, bei denen augenscheinlich der Darm die Eintrittspforte gebildet hatte. Von diesen 12 Fällen beruhten 5 auf Infektion mit Bazillen des Typus humanus allein, 0 aus Infektion mit Bazillen des Typus bovinus allein, 1 Kall auf Infektion mit Bazillen beider Typen. Unter den 12 Fällen finden sich 4 Fälle, in denen die Tuberkulose auf die Mesenterialdrüsen beschränkt war; von diesen beruhten 3 auf Infektion mit Bazillen des Typus bovinus, 1 auf Infektion mit Bazillen des Typus humanus. In 2 weiteren Fällen lagen außer der Mescnterialdrüsen- erkrankung tuberkulöse Darmgeschwüre vor, einer davon beruhte auf Infektion mit Bazillen des Typus bovinus, der andere mit solchen des Typus humanus. In den übrigen 6 Fällen fanden sich auch sonst tuberkulöse Veränderungen im Körper. In o dieser Fälle handelte es sich um allgemeine Miliartuberkulose, die augenscheinlich vom Darm ausgegangcn ivar; 3 davon beruhten auf Infektion mir Bazillen des Typus humanus, 2 auf Infektion mit Bazillen des Typus bovinus. In einem Fall wurden aus den Mcfcn- terialdrüsen Bazillen des Typus bovinus, auH der Milz Bazillen des Typus humanus gezüchtet. 14. Tie aus dem menschlichen Körper gezüchteten Bazillen des Typus bovinus ließen sich weder morphologisch, nach kulturell, noch hinsichtlich ihrer Virulenz für das Rind von den direkt aus dem Rinde gezüchteten Bazillen des Typus bovinus unterscheiden. Praktische Ergebnisse der neueren Forschungen über die Beziehungen zwischen der Menschen und der Tiertuberkulose. I. Tuberkulose der Haustiere. Tuberkulose des Rindes. 1. Die Tuberkulose des Rindes wird durch Tuberkelbazillen des Typus bovinus hervorgerufcn. Sic entsteht durch die Ansteckung mit Tuberkelbazilleu, welche von kranken Tieren bei gewissen Formen der Tuberkulose ausgeschieden werden. 2. Als Quelle für die Ansteckung des Rindviehs kommen fast ausschließlich Rinder in Betracht, welche an Tuberkulose des Euters, des Darms, der Gebärmutter oder der Lunge leiden und mit der Milch, dem Tarminhalt, den Absonderungen der Gebärmutter oder der Lufttvcge Tuberkelbazilleu ausscheiden. 3. Tic Erkrankung von Rindern infolge der Aufnahme von Tuberkelbazillen des Typus bovinus, welche bei tuberkulösen Erkrankungen von anderen Haussäugctieren, z. B. Schafen, Ziegen und Schweinen, ausgeschicden lvcrden, ist -möglich. 4. Der tuberkulöse Mensch bietet für das Rind in den seltenen Fällen, in welchen er Tubcrkelbazillen des Typus bovinus ausscheidct, eine Gefahr. 5. Tie Tuberkulose der Hühner scheint für das Rind unter natürlichen Verhältnissen kaum eine Gefahr zu bieten. 6. Zur Bekämpfung der Tuberkulose bei den Rindern ist in erster Linie die Uebertragung der Ansteckungskeime von tuberkulösen Rindern auf gesunde zu verhindern. 8. Tuberkulose des Schweins. 1. Bei tuberkulösen Schweinen finden sich in den Krankheitsherden fast ausnahmslos Tuberkelbazillen des Typus bovinus. 2. Die Tuberkulose des Schweines hat ihren Ursprung vorzugsweise in der Tuberkulose des Rindes, daneben kommt Uebertragung der Tuberkulose von einem Schweine auf das andere vor. Auch ist nicht ausgeschlossen, daß die Tuberkulose anderer Haussäu-getieve und der Hühner auf Schweine übertragen wird. 3. Der tuberkulöse Mensch kann die Tuberkulose auf das Schwein übertragen und zwar gleichviel, welchen Ursprungs seine eigene Erkrankung ist. 4. Als Quelle der Ansteckung kommen hauptsächlich Absonderungen und Körperteile kranker Säugetiere in Betracht, in welchen lebende Tuberkelbazillcn enthalten sind. Die größte Gefahr bietet die Verfütterung vor, Zentrasugenschlamm aus Molkereien an Schweine. L. Tuberkulose der übrigen Haussäu. geliere. 1. Die Trtberkulose der übrigen Haussäugetiere leitet sich irr den meisten Fällen von der Tuberkulose des Rindes ab. 2. Es ist zu erwarten, daß die Bekämpfung der Tuberkulose bei den Rindern zu einer Abnahme der Tuberkulose bei dsn Schweinen und den übrigen Haussäugetieren führen wird. v. Tuberkulose des Hausgeflügels. 1. Di« Tuberkulose des Hausgeflügels (Hühner, Taubem, Emen, Gänse) wird in der Regel durch den Hühnertuberkulose- bazillus erzeugt und verbreitet.*) 2. Als Quelle der Ansteckung sind in erster Linie Tuberkel» bazillen enthaltende Darmauslcerungen und tuberkulös veränderte Körperbestairdteile von krarrkem Geflügel zu betrachten. *) Bei tuberkulösen Papageien sind jedoch auch Bazillen des Typus humanus gefunden worden. ll. Tuberkulose des Menschen. 1. In tuberkulös verchrderten Körperteilen von Menschen finden sich meist Tuberkelbazillen des Typus humanus. 2. Es mag angenommen werden, daß hier die Ansteckung mir Tuberkulose in erster Linie durch unmittelbare oder mittelbare Uebertragung der Tuberkelbazillcn von Mensch zu Mensch erfolgt. 3. Dementsprechend haben die zur Bekämpfung der Tuberkulose bestimmten Maßnahmen sich Vorzugslveise gegen die unmittelbare oder mittelbare Uebertragung des Ansteckungskeims von tuberkulösen Menschen auf Gesunde Au richten. 4. Außerdem ist mir der Möglichkeit zu rechnen, daß mir dem Fleisch tuberkulöser Schweine Tuberkelbazillen des Typus humanus aus den Menschen übertragen werden. 6. Tie Tatsache, daß in einer Anzahl von Fällen in tuberkulös veränderten Körperteilen bei Menschen Tubcrkelbazillen des Tupus bovinus nachgcwiy'en worden sind, zeigt, daß der menschliche Körper zur Aufnahme der Ansteckungskeime aus mücrkelbazillcnhalttgen Ausscheidungen (z. B. Milch) oder tuberkulös verändertem Fleisch der Haussäugetter« befähigt ist. 0. Tie durch Tnbcrkelbazillen des Typus bovinus bei Menschen hervorgcrufenen Gewebsveränderungen beschränken sich in einer bemerkenswerten Zahl von Fällen auf die Eintrittspforte der Keime und die zugehörigen Drüsen oder aus letztere allein, jedoch sind Tuberkelbazillen des Typus bovinus auch in solchen Fällen von Tuberkulose gefunden worden, bei ivelchen die Erkrankung von der Eintrittspforte aus auf entferntere Körperteile Lbergegriffen und den Tod der betreffenden Person herbci- geführt hatte. 7. Daher ist der Genuß von Nahrungsmitteln, welche von tuberkulösen Tieren stammen und lebende Tuberkelbazilleu des Typus bovinus enthalten, für die Gesundheit des Menschen, namentlich im Kindesalter, nicht als unbedenklich zu betrachten. 8. Eine gewissenhaft durchgeführte Fleischbeschau bietet einen erheblichen Schutz gegen die Uebertragung der Tuberkelbazilleu mit dem Fleisch auf den Menschen; außerdem besteht ein Schutz in der geeigneten Zubereitung des Fleisches (gründliches Turchkochcn oder Durchbraten). 0. Tie Möglichkeit der Uebertragung von Tuberkelbazilleu mit der Milch und den Milchprodukten aus den Menschen wird durch wirksame Bckärnpfnng der Tuberkulose unter dem Rindvieh erheblich verringert. Die in der Milch enthaltenen Tuber» kclbazillen können durch zweckentsprechende Erhitzung abgetötet werden. 10. Die Tuberkulose des nutzbaren Hausgeflügels scheint für die Verbreitung der Tuberkulose unter den Menschen keine Rolle zu spielen. Marokko. (Telegramme.) * Paris, 20. Okt. Dem „Petit Parisien" wird gemeldet, daß die Kuriere der deutschen und der französischen Gesandtschaft in Fez auf dem Wege nach Tanger bei Eiksar überfallen und vollständig ausge- ranbt wurden. * Tanger, 19. Okt. Briefe, die bei hiesigen Kaufleuten aus Tetuan eingetroffen sind, berichten, daß Balte nie außer der Freilassung seines Bruders eine hohe Entschädigung und die Einsetzung als Gouverneur des Grenzgebietes von Ceute verlangt habe. Tie letzte Forderung wird, wenn sie sich als wahr eriveisen sollte, wahrscheinlich Verwicklungen mit Spanien Hervorrufen, weil Valiente zahlreiche Morde an der Grenze zur Last gelegt werden, und er die Einbringung von Nahrungsmitteln nach Ceuta verhindert hat. * Tanger, 20. Okt. . Das englische Kriegsschiff „Pathsieda" ist hier cingetrosfen und wird in der Nacht oder morgen früh nach Ceuta gehen. An Bord befindet sich der Sekretär von Torres, der Depeschen von Torres an die englische Gesandschaft und den Gouverneur von Angera nberbringt. Die Instruktionen des Schiffes gehen dahin, zu ermitteln, was geschehen sei, ob die Freilassung der gefangenen Offizier« erfolgt sei und sic hierher zu bringen. Zar Loge m Rußland. (Telegramme.) * St. Petersburg, 20. Okt. Wie „Stm Lteceswa" er- ährt, steht dieBildung des Ministcrkabinetts im Zusammenhänge mit der Frage über die Revision des Reichsdumagesetzes und dessen Umarbeitung auf ireuer Grundlage bevor. Wie die „Nowoje Wremja" meldet, ist die Bildung des Kabinetts noch eine offene Frage. - Durch kaiserlichen Erlaß wird der Gebrauch des Polnischen und des Littauische» als Unterrichtssprache in den Privatschulen des Zarentums Polen für vorläufig zulässig erklärt; nur für den Unterricht in Geschichte und Geographie ist das Russische obligatorisch. Riga, 20. Okt. Das Polytechnikum wurde- wegen Anwesenheit fremder Elemente bei einer Versammlung von Studierenden geschlossen. " Minsk, 20. Okt. Etwa 800 Arbeiter, die sich auf der Straße z u s a m m e n r o t t c te n, wurden von Kosaken auseinandergetrieben. * Jckaterinodar, 20. Okt. Bei der Beerdigung der Opfer der jüngsten Unruhen veranstaltete die Bevölkerung gestern eine Kundgebung, worauf eine lärmende Volksmenge Reservisten nach dem Bahnhof geleitete, hier wurden die Büffets geplündert. Kosaken verwundeten mehrere Personen. In den Schulen wird kein Unterricht erteilt. Tie Straßenbahn wird von dsn Manifestanten am Betrieb gehindert. Die Unruhen wiederholen und häufen sich, der Laden eines Wasfenhänd- lers wurde geplündert. An den Kundgebungen beteiligen sich Reservisten, die von Agitatoren geführt werden ; die Truppen, die die Manifestanten zerstreuen sollten, hatten drei Verwundete, darunter zwei schwer. Ein Kommissär und ein Polizist wurden durchgeprügelt. Grotzherrogtum Baden. Karlsruhe, 20. Oktober. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog hörte gestern vormittag in Schloß Baden den Vortrag des Präsidenten des Finanzministeriums, Geheimerats Becker. Nach 7 Uhr abends begab Sich Seine Königliche Hoheit der Großherzog an den Bahnhof, uni Sich von Seiner Hoheit deni Herzog von Anhalt zu verabschieden, ioelcher noch Dessau zurückkehrte. Hierauf fand ein Diner statt, zu dem Ihre Durchlauchten der Reichskanzler Fürst von Bülow und die Fürstin von Bülow geladen waren. Heute morgen nahni Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Vortrag des Majors von Mutrus entgegen. Von 12 Uhr an meldeten sich: Generalmajor z. T. Anheuser, Kommandeur des Gendarmeriekorps, Oberst a. D. Freiherr von Bodnian, bisher Kommandant des II. Gendarmeriedistrikts in Freiburg, Major Freiherr von Gemmingen-Guttenberg, aggregiert dem 5. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 94 Großherzog von Sachsen, sowie Hauptmann Böttlin und Oberleutnant Graf von Kageneck, beide in der Schntztruppe für Deutsch- Südwestafrita. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog von Sachsen verließ heute nachmittag Baden und reiste mit Automobil nach Frankfurt, um von da nach Weimar zurückzukehren. ** Der Präsident des Finanzministeriums, Geh. Rat Becker, beglbr sich henke zur Teilnahme an den Beratungen der Bnndesratsausschüsse über die Rcichsfinanzvefarm für einige Tage nach Berlin. ** Tie zu erleichterten Beförderungsbedingungen aus der» badischen Staatseisenbahnen zugelassene regelmäßige Beförderung von Arzneimitteln nach Stationsorten ohne Apotheke ist nunmehr auch im Verkehr Müschen Stationen der badischen Staatsbahnen und solchen der badischen Lokal- unid Nebenbahnen im Privatbetrieb zugelassen. Englands Seeheld. Zum Gedächtnis des 100. Todestages Lord Nelsons, 21. Oktober. Von Robert Berudt. (Schluß.) Wiederholt während dieser seiner Laufbahn kehrte Nelson total gebrochen in die Heimat zurück; wiederholt dauerte es monatelang, ehe er den Gebrauch seiner Glieder wledersand, und dazu kam, daß sich die Admiralität in London durchaus nicht entschließen konnte, ihm das Maß von Anerkennung zu zollen, auf das der junge Kommandant rechnen zu dürfen Aaubte. Fünf Jahre lang, von 1788 bis 1793, hat er dann sogar einmal außerhalb des Dienstes in völliger Zurückgezogenheit gelebt; allein, als der Krieg von neuem ausbrach, duldete es ihn doch nicht; er nahm wiederum ein Kommando in der Flotte an und führte sein Schiff „Agamemnon" im Mittelmeere von einer ruhmreichen Leistung zur anderen. In der Schlacht von Saint Vincent war er es, der wahrnahm, daß die Spanier eine Umgehungsbewegung begonnen hatten. Ans eigene Verantwortlichkeit verließ er die ihm angewiesene Stelle in der Schlachtreihe, steuerte mit seinem „Captain" dem Umgehungsgeschwader entgegen, ließ sich in einen Kampf mit dem spanischen Admiralsschiffe, der „Santissima Trinidad", damals dem grüßten Schiffe der Erde, ein und führte durch diese entschlossene Maßregel, man darf wohl sagen, den englische» Sieg herbei. Von diesem Tage an beginnt eigentlich sein Ruhm. Er wurde Admiral, und Englands Volk und Regierung wußten seit damals, was sie an Nelson hatten, und was sie von ihm erwarten dursten. Doch lange dauerte es, es dauerte in Wahrheit bis gegen das Ende seines Lebens, ehe man ihn mit einem durchaus unbeschränkten und selbständigen Kommando betraute. Wieder einmal kehrte er von diesem Feldzuge als Krüppel heim, und wieder ließ er es sich nicht nehmen, schon 1798 von neuem das Mittelmeer aufzusuchen. Damals lag die französische Flotte in Toulon, und Nelsons Aufgabe war, sie, wenn sie auslief, zu vernichten. Cs war das berühmte Jahr der ägyptischen Expedition. Den Franzosen gelang es, ihm zu entschlüpfen. Von Ost nach West und West nach Ost suchte er das ganze Mittelmeer nach der fränkischen Flotte ab, bis er sie, vor Ungeduld fast außer- sich, endlich fand — fand an der Mündung des Nils. Der Tag seiner ersten weltgeschichtlichen Ruhmestat war gekommen; er schlug und gewann die große Seeschlacht von Abukir, die Bonapartes Flotte vernichtete. Es würde zu weit führen, Nelsons Taktik in seinen großen Seeschlachten und deren Verlauf hier zu entwickeln. Wir haben ja darüber jetzt ein, man darf wohl sagen, mustergültiges Buch, das kein Freund der Geschichte der Seekämpfe ungekannt lassen darf; wir meinen A. T. Dlahans „Einfluß der Seemacht auf die Geschichte", das bei E. S. Mittler in Berlin in trefflicher deutscher Ausgabe erschienen ist. Was Abukir im besonderen betrifft, so verdankt Nelson diesen Sieg nicht nur seinem Plane, der im Verlauf der Schlacht zum Teil hinfällig ward, sondern einer Reihe von besonderen Umständen. Es war eine Schlacht, die in einem großartigen Momente gipfelte: jenem Momente, als das riesige französische Admiralsschiff „L'Orient" in Flammen aufging und explodierte, ein weithin leuchtendes Riesenfanal des englischen Sieges. Das war die entscheidende Wendung in Nelsons Ruhmeslaufbahn, und kurz daraus sollte die entscheidende Wendung auch in seinem inneren Leben stattfindcn. Krank, halb gebrochen kam er nach Neapel. Er hatte dem neapolitanischen Königspaare durch die Vernichtung der französischen Flotte das Reich gerettet. Me zweite große Etappe seiner Ruhmeslaufbahn war der bereits erwähnte Seesieg vor Kopenhagen, den er unter höchst schwierigen Umständen unter Admiral Sir Hyde Parker erfocht. Es hat ihn immer gewurmt, daß der Sieg vor Kopenhagen, dessen Schwierigkeit er selbst am besten kannte, nie die Anerkennung finden wollte, die ihm nach seiner Ansicht gebührte; und als die City von London in einer Dankadresse einmal diesen Sieg unter seinen übrigen Ruhmestaten ausließ, gab er den Huldigern unzweideutig zu verstehen, daß er diese Auslassung auf das peinlicbste empfand. Allein „Nels" eigentlicher Platz war nun einmal nicht das Baltische Meer, sondern das Mittelmeer. Wie ein Magnet zog ihn diese Stätte seiner ersten Triumphe an. Freilich hatte er dort auch Fehlschläge. Im Kriege von 1803 lag er ein und ein halbes Jahr, um den Hafen von Toulon zu blockieren; wieder suchte er die französische Flotte von Italien bis Westindien. diesmal jedoch, ohne sie zu finden, und unverrichteter Sache mußte er heimkehren. So kam das Jahr 1805 — es brachte ihm die höchste Kundgebung des Vertrauens, die seine Nation ihm erweisen konnte: das Kommando im Mittelmeer mit unbeschränkten Vollmachten. Sein Ziel war ihm damit sofort gegeben: den Feind aufzusuchen und zu vernichten. Er eilte nach Cadix, er lief dem Feinde nach — am 21. Oktober traf er ihn unfern des Kaps Trafalgar an der spanischen Küste. Me vereinigte französisch-spanische Flotte stand ihm gegenüber; sein Plan war, in zwei parallelen Geschwadern ans sie zu stoßen, sie zu durchbrechen und so in Verwirrung zu bringen. Das war der Tag, da er als letztes Signal an seine Flotte das weltberühmte: „England erwartet, daß jedermann seine Pflicht tut!" richtete, — ein Signal, das mit begeisterten Beifallsrufen von allen Schiffen beantwortet wurde. Denn Nelson hatte es verstanden, seine Flotte auch während der Friedenszeiten in beständiger Uebung, Bewegung und Hingabe an den Dienst zu erhalten. „Unser Nel ist tapfer wie ein Löwe und sanft wie ein Lamm", pflegten seine Mannschaften von ihm zu sagen, und sie hingen mit blinder Begeisterung an ihm. Solcher Mannschaft bedurfte freilich ein Admiral, der das äußerste zu wagen unternahm. Der Ausgang der Schlacht von Trafalgar ist bekannt. Me Schlacht war noch unentschieden, als Nelson durch eine Musketenkugel das Rückgrat zerbrochen wurde. Nach wenigen Stunden verschied er. Doch während seines qualvollen Todeskampfes noch kündigten ihm donnernde Hurras seiner Mannschaften an, daß ein feindliches Schiff nach dem anderen sich übergab. Man antwortete ihm auf seine Frage, wenigstens vierzehn Schiffe seien bereits genommen. „Ich hatte aus zwanzig gerechnet", erwiderte der Sterbende. Als die Schlackt zu Ende war, waren zwanzig Schiffe der französisch-spanischen Flotte von den Engländern genommen. Aber die Siegesstimmung war bei den Briten gedämpft. Auf dem Admiral- (Landragswahlen.) Kn der heute Mitrag mir der Post ycriarickren «sndcransgabc der „Kartsr. Zig." fehlten nocki die Ergebnisse aus dem 10., 22., 24. und 31. Wahlkreise. Wir rragen die Wahlrcsnliarc hiermit .nach. 16. Wahlkreis. B r c i sach - Emmendi u ge n: Kandidat ixr Blockparteien, Privatier Kenne, Bischoffingen (rttl.). ,556 Sttmmen, Kandidat de» Zentrums, Frhr. v. Gleichen- stein, Rorhtveil, 2652 Stimmen, Kandidat der Sozialdemo-, tratic, Sägcnfeiler Kräuter, Frciburg, 133 Stimmen. Somit Frhr. v. Gleichciisrein «xeivählt. 22. WerhUreis: Z re i b u r g - E m m e n d in g c n: Kandidat der Blockparteien, Bürgermeister Hiß, Eichsterten (ntl.), 2227 Stimmen, Kandidat des Zentrums, Bürgermeister S ch L» ,er, Ebringen, 2802 Summen, Kandidat der Sozialdemokratie, Schlosser Groß, Freiburg, 186 Stimmen. Sonnt Bürgermeister Schüler gewählt. 24. Wahlkreis: Ettenheim - Emmendingen- Lahr: Kandidat der Blockparteien, Bürgermeister Schmidt, Herbolzheim (nrt.), 1740 Stimmen, Kandidat des Zentrums, LLeramtSrichter Ärmbruster, Freiburg, 2439 Stimmen, Kandidar der Sozialdemokratie, Zimmermann Engler, Frei- durg, 88 Sttumien. Somit Oberamtsrichstr Ärmbruster gewählt. 31. Wahlkreis: Offenburg - Kehl: Kandidat der Blockparteien. Bürgermeister Wiedcmer, Appenweier (ml.), 637 Stimmen, Kandidat des Zentrums, Landwirt Morgen - tHaler, Fmiteubach, 3713 Stimmer», Kandidar der Lozial- demokratie, Buchdruckeveibesitzer Geck, Lffenbuvg, 388 Stimmen. Soinit Landwirt Lllorgenthaler gewählt. * (Grohherzogliches Hoftheater.) Von der Generaldirektion des Großh. Hostheaters wird uns mitgeteilr: Die Kieneral- dircktion hat das Ballet „Frühlingszauber", komponiert von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Joachim Albreckst von Preußen, zur Ausführung erworben. Die Erstaufführung soll am 3. November stattfinden. —> Ferner find zur Aufführung erworben: „Der fahreiche Schüler", komisch-romantisches Spiel in einem Aufzuge, Dichtung und Musik von EdMrr Jstel, und „Das Vaterunser", Ninsikdrama in einem Aufzuge nach dem Französischen des Francois Coppee von Ernst von Possart, Musik von Hugo Röhr. » (Deutscher Städtetag.» Oberbürgermeister Schnetzler wird am 21. Oktober einer Sitzung des Vorstandes des Deutschen Siädtetags in Berlin antvohncn. In der Sitzung soll über das Schreiben, mit welchem der Reichskanzler ein Gesuch des Vorstandes um (Bewährung einer Audienz zur Rücksprache über die gegen die bestehende Flcischteuerung zu ergreifenden Maß-» regeln beantwortet hat, soivie über die weiter in dieser Angelegenheit zu unternehmenden Schritte beraten werden. ' (Im Einverständnis mit Grotzh. Oberschulrat) werden ans 1. November d .I. zu Hauptlehrern bzw. zur Hauptlchrerm an der hiesigen Volksschule ernannt: Otto Kühn, zurzeit Hanpt- lehrer in Hochhausen. Anton Ott, zurzeit Hauptlehrer rn SchtveiHhausen, Paul Nelch> Karl Stark,. Julius Fi schier und Sigmniid Ohnhans, sämtlick)e Unterlchrer hier, und Lina Lntzke, Unterlehrerin hier. * (Das städtische Straßenbahnamt) wird einen Plan und Kostenanschlag für die Fortsetzung der elektrischen Straßenbahn bis zum Westbahnhof und nach Grünwinstl aufstellen. * (GaswerkSinstallatcur Anton Pferrer), der zuerst als Arbeiter und später als Beamter eine 40jährigc tadellose Dienstzeit bei der Stadt zurückgelegt hat, erhielt aus diesem Anlaß eine Ehrengeschenk von 300 M: aus der Sadtkasse. * (Eingemeindung von Rüppurr.) Anläßlich der mit der Gemeinde Rüppurr gepflogenen Verhandlungen wegen Abtretung eines Teils des Rüppurrer Waldes zur Erweiterung des städtischen Wasserwerkes ist von dem Gemeinderat die Vereini- igung Rüppurrs mit der Stadtgemeinde Karlsruhe angeregt worden. Ter Karlsruher Stadtrat erklärt sich geneigt, der Eingemeindung Rüppurrs näher zu treten, und beschließt, entsprechende Unterhandlungen aufzunchmen. * (Ein neuer Marktbrnnnen.) Herr Architekt Professor F. Ratzel legre dem Stadtrat Skizzen für den auf dem Gutenbcrg- platze zu errichtenden Minrktbrunnen vor. Der Stadtrat hat gegen die vorgeschlagene Art der Lösung der Aufgabe Einwendungen nicht zu erheben, ersucht aber den Verfasser zunächst noch, um Fertigung und Einsendung eines Modells für den Brunnen und einer Kostenberechnung. ' (Brockensaulmlun«.) Nachdem der Badische Frauenverein beschlossen har, von Einrichtung einer eigenen sogenannten Brockensammlung (Sammlung von abgängigem Hausgeräte, das hergerichtet und gegen geringes Entgelt wieder veräußert werden soll) für den Fall äbzusehen, daß die Stadtgemeinde eine solche Sammlung errichtet, wird geprüft, ob rmd mit welchen Kosten im Gebäude des neuen Leihhauses Räume für eine Brockensammlung zur Verfügung gestellt werden können. ^ (Stadtgarten.) Der Preis des am Schalter beim neuen Stadtgar reneingaug käuflichen „Führers durch den Stadt- und Tiergarten" ist auf 20 Pf. herabgesetzt. * (Karlsruhes Einwohnerzahl.) Das städtisäse Statistisch« Ami berichtet, daß am 1. Oktober d. I. die fortgeschriebene Einwohnerzahl hiesiger Stadt 107 066 betragen hat. * (Tierschutz.) In den Entwurf des GeureiudeVoranschlags für 1906 werden wieder 100 M. zur Beschaffung von an Volksschüler zu verteilende 4000 Stück Tierschutzkalender ausgenommen. * Wlcsloch, 20. Okt. Nachdem am 18. d. M. die neue Heil- und Pflegeanstalt durch Ihre Exzellenzen den Herrn Staatsmtnister Dr. v. Dusch und den Minister des Innern Dr. Schenkel in Begleitung mehrerer höherer Beamten besichtigt wurde, ist dieselbe am heutigen Tage von den ersten Kranken bezögen worden. Eine eingehende Beschreibung des Baues von sachverständiger Teste bringen wir in einer der nächsten Nummern der „Karlsr. Zeitung". Neueste WachrrcHten urrL Vetegrcurrrn«. Berlin, 20. Okt. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Antrag der Sozialdemokraten, den Magistrat zu ersuchen, Mittel zu ergreifen, um in Zukunft die Beschäftigung von Feuerschiffe lag ihr großer Admiral stumm und bleich. Es war em imposanter Trauerzug, als sein zerschossenes Schiff ihn 'Uvh England führte, als ihn an der Mündung der Themse use Kanonen donnernd empfingen, die Glocken in allen Städten muteten, alle Schiffe ihre Flaggen senkten. In einem Sarge, ^fertigt aus dem Holze des Hauptmastes des „L'Orient", er in der Paulskirche begraben. Nie, so erzählen die Mugraphen, hatte man eine so großartige Totenfeier in Lon- gesehen. In ehrerbietiger Stille drängte sich das Volk Hauptstadt in den Straßen, 20 000 Freiwillige bildeten ^bauer, 10 000 Truppen aller Waffengattungen marschierten v 7 ?chf. Im folgten die Matrosen seines Admiralschiffes mit 5O. "ei Trafalgar zerfetzten Flagge, die königlichen Prinzen Ar "kst Würdenträger des Staates. Do, in der Mitte eines x7.unerhört ruhmreichen Lebens, schied Englands größter ^^hbld von seinem Volke. wehrleuten vei Arbeitskäinpfen, wie bei der Aussperrung in der Elektroindustrie, zu verhindern, mit 89 gegen 27 Stimmen abgelehnt. Tarmstadt, 20. Okt. Tie Erste Kammer beriet in ihrer gesterigen Abendsitzung das Gemeindesteuergesetz weiter und nahm schließlich den Antrag Lippmann an, „die Regierung zu ersuchen, unter Berücksichtigung des Ausschußberichtes und der gestrigen Verhandlungen eine erneute Bearbeitung des Entwurfes eintreten zu lassen." Stuttgart, 20. Okt. Tie hiesige Handelskam - m e r hat sich mit der Frage der E i s e n b a h u g e m e i n- schaft beschäftigt. Tie jetzige Krisis wurde lebhaft bedauert. Schließlich wurde ipit allen gegen eine Stimme folgende Resolution angenommen: Wir sprechen die Erwartung aus, daß die württembergische Regierung an den Grundzügen ihrer Vorschläge festhält und an der Verwirklichung derselben unentwegt auf dem zuerst ein- geschlagencn Wege im Verein mit Preußen und der badischen Regierung weiterarbeitet. München, 20. Okt. Laut Nachrichten aus Madrid wilde dort die Verlobung des Prinzen Ferdinand Maria von Bayern mit der Infantin Maria Therese von Spanien feierlich proklamiert. Tie Vermählung wird Ende Januar 1906 stattfinden. * Brünn, 20. Okt. Im Landtag kam es bei der Fortsetzung der Debatte über die Dringlichkeitsanträge, betreffend die Brunner Exzesse, zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Tschechen. Im Laufe der Debatte wies der Statthalter den Vorwurf zurück, das; die Regierung durch den Mangel an Voraussicht, den sie bewiesen habe, die Schuld an den Vorgängen trage. Er gab sodann eine Darstellung des Vorganges beim Tode des Tischlergesellen Pawlik am 2. Oktober, und erklärte, die Infanteriekompanie, die mit den Demonstranten zusammenstieß, haste gar nicht die Absicht oder den Befehl, gegen die Menge vorzugehen;. sie hatte nur aus der Kaserne nach dem Platzkommando zu marschieren; da sie aber von der Menge mit Steinwürfcn, Knütteln und Messern angegriffen wurde, wobei Mlitärpersonen verletzt wurden, sei die Kompanie mit gefälltem Bajonett vorgegangen, um sich den Weg zu bahnen. Dabei erhielt Pawlik einen Bajonettstich. * Haag, 20. Okt. Ter Gouverneur von Nieder- ländisch-J-ndien telegraphiert: Während einer Expedition in das Tobaland, im Innern Sumatras, wurde ein Sohn Eisinga Mangaradjas, welcher seit 1878 den Niederländern feindlich gesinnt ist, gefangen genommen. Tie Verfolgung des Vaters wird fortgesetzt. Am Golf von Mc. Einer (Neu-Guinea), wo die Wilden eine Po- lizeistration angrifsen und in Brand setzten, ist die Ruhe wiederhergestellt. * Paris, 20. Okt. Im heutigen Ministerrat Unterzeichnete Präsident Loubet einen Erlaß, durch den das Parlament auf 30. Oktober einberufen wird. Das Abschiedsgesuch des Generals Gallieni, dessen Nachfolger erst nach der Reise des Präsidenten Loubet nach Fez und Portugal ernannt wird, wurde zur Kenntnis genommen. Die Ernennung des Bürgermeisters von Lyon, Augag- neur scheint indessen richtig zu sein. * Paris, 20. Okt. Ter sozialistische Deputierte Rouannet erzählt heute in der „Humanste" aus Grund amtlicher Schriftstücke, daß der Hauptmann Thomasse, Kommandant des Forts Csamiel in Französisch- Congo, in den Wäldern und fern von jedem Verkehrswege sogenannte Geisellager errichtet habe, in welchen die Weiber und Kinder der Neger so lange gefangen gehalten wurden, bis die Männer die ihnen auserlegten Arbeiten und Steuern geleistet hatten. * Paris, 20. Okt. Die kongregatiomstischen Schüler traten heute zu einem Kongreß zusammen, um über ein gemeinsames Vorgehen zur Förderung der katholischen Privatschulen zu beraten. * Briey, 20. Okt. An der belgisch - französischen Grenz« brach zwischen französischen, italienischen und luxemburgischen Arbeitern eine Rauferei aus. Nn Luxemburger wurde gerötet, mehrere italienische imd französische Arbeiter wurden schwer verletzt. * Kopenhagen, 20. Okt. Der Finanzminister erklärte im Folkething, der von dem Ausschuß fertiggestellte Zollgesetzentwurf sei nun seinerseits gewissen notwendigen Aenderungen zu unterziehen. Er bitte ihm für deren Vornahme und für die Ausarbeitung der zur Durchführung des Zollgesetzes erforderlichen Vorschläge genügend Zeit zu lassen. * Stockholm, 20. Okt. „Dagens Nyheter" schreibt: Wenn die Abmachungen zwischen Schweden und Norwegen in nächster Woche unterzeichnet sein werden, ist die Aufgabe des schwedischen Koalitionsministeriums als beendet anzusehen. Es wird dann die Frage eines neuen Ministeriums entstehen, dem die Staatsräte Staaf (ohne Portes.) und Biesert (Finanzen) erklärten, daß sie einem Ministerium nicht mehr angehörigen können, dessen Voraussetzung zu bestehen aufgehört habe. Ferner verlautet, daß auch der Ministerpräsident Lundeberg und der Minister des Aeußern Graf Wachtmeister zurückzutreten beabsichtigen. * Christiania, 20. Okt. Nach zuverlässigen Mittellungen ist die Regierung gegenwärtig mit der Regelung der noch zwischen Norwegen und Schweden schwebenden Fragen beschäftigt. Ehe diese nicht geordnet sind, wird die Frage der Staatsform nicht entschieden werden. * Konstantinopel, 20. Okt. General Feizi Pascha teilt amtlich folgendes mit: Nach einer drei Tage und drei Nächte dauernden Belagerung wurde am 17. Oktober um Mitternacht die für uneinnehmbar gehaltene Festung Zaffer gestürmt. Ein Drittel der 700 Mann starken aufständischen Garnison wurde getötet oder verwundet, der Rest flüchtete. Der Führer Nassir Meimun el Ahm er und zwei andere Führer wur den verwundet. Ta das ganze Vilajet von Trup pen besetzt ist, kehrte Feizi Pascha nach Sana zurück, um den Marsch gegen Tjebel Lchebare und Saadeh vorzu- bereitet. * Konstantinvpel, 20. Okl. Vor dem Strafgerichte fand gestern der Prozeß wegen Ermordung des reichen Armeniers Apik Undjian gegen die angeklagten Komi- tadschis statt. Vartanian, angeblich amerikanischer Staatsbürger, gestand, vom Komitee den Befehl erhalten zu haben, Undjian zu ermorden. Er wurde zum Tode, Afarian zu 1b Jahren Zwangsarbeit und der Anhänger des Komitees Stefan zu lebenslänglicher Festungshaft verurteilt. * Raleigh (Nordcaroltna). 20. Okt. Präsident Roose- velt hielt eine Rede, in der er ausführte, er seiGeguer der Eisen bahn Verstaatlichung, aber er empfehle die Ausübung des Auffichtsrechts seitens der Regierung. Er hoffe, der Kongreß würde einer Verwaltungsbehörde die Macht verleihen, eine billige und gerechte Behandlung aller Güterlader zu sichern. Diese Behörde müßte auch die Macht haben, die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zur praktischen Durchführung zu bringen und den Maximaltarif, den sie für billig halte, zu bestimmen. Ter Tarif müsse so lange in Kraft bleiben, bis die Revision durch gerichtliche Entscheidung erfolgt sei. DevscHisöenes. r Cuxhaven, 20. Okt. (Telegr.) Bei dem stürmischen Ses- gang, der in den letzten zwei Wochen ununterbrochen herrschte, ist eine norwegische Bark der Elsflether Herings-Logger mit seiner ganzen Besatzung untergegangen. Es sind etwa 40 Menschen umgekommen. » t Bromberg, 20. Okt. (Telegr.) Gestern nachmittag sti r - ß e.n auf der Strecke Bromberg—Thorn bei Schirpitz zwei Lokomotiven aufeinaner. Vorn Bahnpersonal wurden drei Personen schwer verletzt ins Thorner Krankenhaus geschafft. Der Materialschaden ist nicht erheblich. f Essen» 20. Oki. (Telegr.) Doppelmord und Selbstmord verübte wegen Familienzwistes die Ehestan des Rech-W nungsführers Dörvel. Sie erhängte ihre beiden Kinder von 7 und 3 Jahren und sich dann selbst. f Paris, 19. Okt. Der internationale Kongreß für Milchwirtschaft wurde heute nachmittag in Gegenwart aller ausländischen Delegierten geschlossen. Der Präsident brachte sodann zur Kenntnis, daß sich Deutschland, Oesterreich und Holland zur Aufnahme des nächsten Kongreßes erboten hätten. Die Versammlung beschloß ein-stimmig, Haag zu wählen. x Kopenhagen, 20. Okt. (Telegr.) Der dänische Polar- forsäier Mylius Erichsen hielt einen Vortrag über seine geplante Expedition nach der Nordostküste von Grönland. Der Vortragende führte aus, daß die Expedition, die spätestens Miitte Juni 1906 auf dem Schisst „Dan- mark" aufbrechen werde, ans 21 Mitgliedern bestehe, unter denen sich ein Arzt, ein Zoologe, ein Botaniker, ein Biologe und ein Mäler befinden würden. Außerdem würden 70 Schlitten- Hunde und eini-M Motorboote mitgenommen. Beim 75. Breitengrade soll ein Hafen angelaustn werden, von wo ttn März 1907 zwölf Mann eine Schlittenexpeditiqn nach Norden unternehmen sollen. Dieselben werden im Juli 1907 nach dein Schiffe zurückstyren. Die Expedition begibt sich dann südwärts und wird inner dem 73. Breitengrade überwintern. Wenn sie den Franz-Josefs-Fjord erreicht hat, sollen 12 Mann eine Wanderung über das 'grönländische Inlandeis unternehmen. Im Sommer 1908 wird die Expeditton zurückgekehrt sein. Die Kosten tverden auf 200 000 Kronen veranschlagt. Der Hauptzweck der Expedition ist, die Unbekannten Teile der Nordostküste von Grönland zu kartographieren und die Wanderungswege der Eskimos zu finden. KroßHerzogkiches Kofcheater-. Im Hoftheater Karlsruhe. Samstag, 21. Ott. 2. Vorst, außer Abg. Erstes Gastspiel von Gemma Bellincümi. „Carmen", Oper in 4 Akten von H. Meilhac und L. Halevy, Mlusik von Georges Bizet. Titel- Partie: Gemma Bellineioni als Gast. Anfang 7 Uhr, Ende nach 10 Uhr. Sonntag, 22. Ott. Abt. -O 13. Ab.-Borst. „Kultus Cäsar", Trauerspiel in 5 Men von Shakespeare Anfang ha lb 7 Uhr, Ende gegen halb 10 Uhr. Wetterbericht des Zentralbureaus für Meteorologie nah Hvdr. vom 20. Oktober 1905. Während wie am Vortag ein barometrisches Maximum Nordwesteuropa bedeckt, liegen flache Mnima über der Biscayaste und über der Ostsee; sie verursachen im größten Teile Mitteleuropas trübes und kühles Wetter mit Niederschlägen. In Südbahern und in der Schweiz fällt Schnee. Fortdruer des herrschenden WttternngscharaLers ist zn erwarten. Wrtternachrichten aus dem Süden vom 20. Oktober, früh. Lugano bedeckt 6 Grad; Biarritz Regen 12 Grad; Nizza bedeckt 10 Grad; Triest heiter 7 Grad; Florenz bedeckt 5 Grad; Rom wolkenlos 6 Grad; Cagliari Ivolkeülos 12 Grad; Brindisi wolkenlos 11 Grad. WitteruagSbeobachtungen der Meteor»!,^ Station KarlSrnhe. Oktober 19. Nacht« S-U.! 752.4 2V MrgS. 7«U.l 752.1 20. Mittg«. 2">U. 753.5 ' Regen. 2.3 l 5.3 ! 98 35 5.3 90 - Höchste Temperatur am 19 Oktober. 7.7: niedrigllr m der darauffolgenden Nacht I.K. Niederschlagsmenge des 19. Oktober: 5.0 mm. * WSafferstand des Rheins. Maxau. 20. Oktober 4 94 m, gefallen 17 ow. Verantwortlicher Redakteur: Julius Katz in Karlsruhe. Druck und Verlag: G. Braunfche Hofbuchdruckerei in Karlsruhe. filIeIitL8-llkogerie lelepkvn kir. 37 Ksrlslrnsse 74 vis L vis iler orsuerei Sokrsmpp IMtglieck lies kabmtspsfvki-eias. Ksrlslrnsse 74 vis L vis lier Srauerei Sokrsmpp Mtglieli lies kabmlspsi-vki-eias. voptkilkafte8ls 6erug8quell6 für Vi-Ogvn, rsnken, Vkvmikslivn, SpHnttuvsvn, Kal»nisl«snsn. Osulsebs öolsekafls-^igai'i'v milde angenehme QualitStSmarke. Probezehntel Mk« 5.8V. Mnsterkistcheu gegen Mk. 1.—, auch in Briefmarke«. L. I*. Lllslrs, kk 08 sk. Hoflieferant Ilsrlnnut,«, Kaiserste aste 215. O600.46 G. KrMM MbWruckerei und Was, Karlsruhe. Das Heidelberger Schloß Werden, Zerfall und Zukunft In 12 Vorträgen dargestellt von Adolf Zeller König!. Regierungsbaumetster Prtvatdozent für Baugeschichte und Stillehre an der Technischen Hochschule in Darmstadt. XVI und 144 Seiten nebst 100 Abbildungen im Text und auf 34 Tafeln. Preis gebnnden in Karton 12 Mark. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung an. Karlsruhe (Baden). In der heutigen 53. ordentlichen Generalversammlung waren 1882 Aktien vertreten. V.666 Es wurde beschlossen: ^ 1. Die Verteilung einer Dividende von 8"/, mit M. 56.— für rede Aktie, welche bei unserer Kaffe, sowie bei den Herren Sal. Oppenherm ,r. L Co. CSl«, „ der Direktion der Diskonto-Gesellschaft. Frankfurt a. M.. „ Herrn Beit L. Hamburger, hier, „ der Filiale der Rheinischen Creditbank. hier, ,, den Herren StranS L Co., hier aeaen Rückgabe der betreffenden Coupons sofort erhoben werden kann. 2. Den verbleibenden Rest von M. 23 807,07 auf neue Rechnung vorzutragen. KarlSrnhe» den IS. Oktober 1905. Der Borstand: M Kempf. P. Brunisch. Zu beziehe VerNltWsMNr. Leitfaden zur Vorbereitung auf die Prüfung der Berwaltungsaktuare. Veröffentlicht mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern. Von Geh. Oberregierungsrat Frhr. von Bodman. 2. Auflage durchgesehen — — —- von Oberamtmann Jacob. — — Preis gebunden mit Nachtrag Mark 3.10. n durch jede Buchhandlung. — — Für ein junges Mädchen, Tochter eines höheren Staatsbeamten in einer kleinen Stadt, das den Winter in Karlsruhe zubringen möchte, um sich in Musik, Zeichnen und Handarbeiten weiter auszubilden und in die Gesellschaft eingeführt zu werden, wird von dessen Eltern Pension bei einer Familie aus den besten Kreisen Karlsruhes gesucht, welche gute gesellschaftliche Verbindungen hat und eine gemütvolle Häuslichkeit pflegt. Angebote mit Angabe der Verhältnisse unter 8.1000 an die Expedition dieses Blattes erbeten. V.614.3.2 Jnuger Manu (franz., engl. Korrespondenz, Buchhaltung) sucht Stellung in der Provinz. B.669 Off. „Kaufmann" Berlin IV., Postamt 10. Gegen LVOO M. Gewinne zusammen, darunter 1L 500.— kamen auch in der Ulmer Lotterte in meine Kollekte. Als nächste beste Lose empfehle nun Metzer L 2.50 u. 5.—, Freiburger L 3 30, Münchner ä 2 —, Berliner. Etrastbnrger und verschobene Kaiserslautern L 1.—, bei mehr mit Rabatt. V.689 Hebelstraste 11/15, KarlSrnhe. Ungärpferd, Braun-Wallach, 6j., 172 em hoch, fromm und vertraut, vollständig intakt, nahezu zugerttten, ein- und zweispännig gefahren, auch als Arbeitspferd geeignet, verkauft B 684 Oberförster Ramm, Calmbach b. Wildbad. Stellenlose Kanflente von gewandtem Auftreten können sich durch den Vertrieb leicht verkäuflicher Artikel bedeutendes Einkommen erwerben. Kapital nicht erforder- lich. B'133 Anfragen an H. 4 F. Schaffstein, Köln. Bürgerliche Rechtsstreite. Oeffentliche Zustellung einer Klage. V.676.2.1. Nr. 15 066. Heidelberg. Der Kaufmann Alois Jörger in Heidelberg — Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Or. Schoch daselbst — klagt gegen den Ingenieur Louis Betz und dessen Ehefrau, Sofie geb. Hauer, früher zu Heidelberg, jetzt unbekannten Aufenthalts, unter ttzr Behauptung, daß ihm die Beklagten aus Mete für die Zeit vom 1. April bis 1. Oktober 1905 350 M. und cm Auslagenersatz 3 Ai. schulden, mit dem Anträge auf Verurteilung der Beklagten als Gesamtschuldner zur Zahlung von 363 M. nebst 4 Proz. Zinsen seit 1. Oktober 1905, auch soll das Urteil für vorläufig vollstreckbar erklärt werden. Der Kläger ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreites vor die 1. Zivilkammer des Gr. Landgerichts zu Heidelberg auf Mittwoch den 20. Dezember 1905, vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zngelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Heidelberg, den 18. Oktober 1905. Schneider, Gevichtsschreiber Gr. Landgerichts. Aufgebot. V.677.2.1. Nr. 48 911. Pforzheim. 1. Daniel Maisch, Landwirt in Nen- hausen, und 2. Antonie Maisch, ledig, in Neuhaufen, haben beantragt, den am 26. Juni 1834 zu Neuhausen geborenen, zuletzt dortselbst wohnhaft gewesenen Nikolaus Maisch für tot zu erklären. Der Berschgflene wird aufgefordert, sich spätestens nn Ausgebotstermine zu melden, der auf Dienstag den 29. Mai 1906, vormittags 9 Uhr, vor Großh. Amtsgericht Pforzheim, 2. Stock, Zimmer Nr. 15, festgesetzt ist, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. Alle, die Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu geben vermögen, tverden aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermiire dem Gerichte Anzeige zu machen. Pforzheim, den 14. Oktober 1906. Lohrer, Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Bekanntmachung. B.S70. Buhl. In dem Konkurs-l Verfahren über den Nachlaß der Albert! Rheinschmidt Ehefrau, Mechtilde geb. ^ Scheuerer, in Bühl soll mit gerietst-! sicher Genehmigung die Schlußvcrteilung > erfolgen. Dazu sind 340 M. 65 Pf. l verfügbar. Nach dem auf der Äe- ^ richtsschreiberei niedergelegren Schluß- ^ Verzeichnis sind 900 M. bevorrechtigte Forderungen zu berücksichtigen. Bühl, den 19. Oktober 1905. Konkursverwalter Christ. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinfchuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch Me Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 12. November 1905 Anzeige zu machen. Freiburg, den 18. Oktober 1905. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Freh. Konkursverfahren. V.673. Nr. 5661. Freiburg. In dem Konkursverfahren Wer das Vermögen des Wirts Ludwig Herrling in Freibnrg ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermö- gensftücke der Schlußtermin auf Samstag den 11. November 1905, vormittags halb 11 Uhr, vor dem Großh. »Amtsgericht Hierselbst, Zimmer Nr. 8, bestimmt. Freiburg, den 13. Oktober 1905. Hofmann, Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. 58 qm Hofreite mit darauf steherrdem. dreistöckigem Wohnhaus mit dreistöckigem, linksseitigem Wohnungsanbau, in der Fasanenstraße Nr. 17, amtlich geschätzt zu 29 000 M Neunundzwanzigtausend Mark. Der Versteigerungsvermerk ist am 28. August 1905 in das Grundbuch eingetragen worden. Die Einsicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, sowie der übrigen das Grundstück betreffenden Nachweisungen, insbesondere der Schätzungsurkunde, ist jedermann gestattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, fowmt sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht ersichrlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebotes nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruchs des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Karlsruhe, den 16. Oktober 1905. Großh. Notariat V als Bollstreckungsgericht. .Müller. B. 671. Turlach. Bekanntmachung. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Wirts Friedrich Siedler in Brötzingen betr. Termin zur Abnahme der Schlußrechnung, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die- nicht verirertbaren Vernrögens- stücke wird bestimmt auf: Montag den 13. November 1905, vormittags 9 Uhr. Durlach, den 16. Oktober 1905. Großh. Amtsgericht, gez. Bechtold. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Frank. Konkursverfahren. V.674. Nr. 49 635. Pforzheim, lieber das Vermögen des Spezereihändlers Friedrich Kieß in Pforzheim, Kaiser-Friedrichstratze Nr. 130, wurde heute am 19. OktWer 1906, mittags 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Otto Hugentobler in Pforzheim wurde zum Konkursver- Ivalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 25. November 1905 bei'dem Gerichte anzumelden. Es ist Termin anberaumt vor dem diesseitigen Gerichte, Abt. Vl, Zimmer 25, zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die ^ Wahl eines anderen Verwalters, so- ! wie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls j über die in 8 132 der Konkursordnung! bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf ; Samstag den 9. Dezember 1905, vormittags 11 Uhr. Allen Personen, welche eine zur! Konkursmasse gehörige Sache in Besitz ^ haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinfchuldncr zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 25. Movember 1905 Anzeige zu machen. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Lohrer. Vermischte Bekanntmachungen. V.688. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Mit Gültigkeit vom 15. Oktober sind im norddeutsch - hessisch - südweft- deutschen und sächsisch - südweftdeut- schen Güterverkehr Ausnahmetarife für Getreide und Hülsenfrüchte im Falle der Verwendung als Saatgut eingeführt worden. Auskunft erteilen die Dienststellen. Karlsruhe, den 19. Oktober 1905. Großh. Generaldirektion. Konkurseröffnung. V.672. Nr. 2113. Freiburg, lieber das Vermögen des Wirts Heinrich Mayer, zur „Luisenhöhe", und dessen Ehefrau, Katharina Mayer geborene Jegle, in Horben, wurde beute am 18. Oktober 1905, nachmittags 4 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da das Vermögen überschuldet ist, und ein Hypothekargläubiger den Antrag auf Koirkuriseröffnung gestellt hat, auch die Zahlungsunfähigkeit der Gemeinschuldner offenkundig ist. Der Kaufmann C. Montigel in Freiburg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungcn sind bis zum 12. November 1905 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird Termin anberaumt vor dem diesseitigen Gerichte zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschnsses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag den 7. Dezember 1905, vormittags halb 10 Uhr. Konkursverfahren. B.675. Nr. 18 616. Sückingen. In dem Konkursverfahren Wer das Vermögen des Gustav Friebolin, Schuhhandlung in Säckingcn, ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Berivalters, zur Erhebung von Eig- ivendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nickst vertoertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf: Dienstag den 14. November 1905, vormittags 11 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst bestimmt. Säckingen, den 17. Oktober 1905. Eckert, Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. B.667. Nr. 4778. Karlsruhe. ZMUgsverkeigeruus. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Karlsruhe belegen«, im Grundbuche von Karlsruhe zur Zeit der Eintragung des.Versteigerungs- Vermerkes auf den Namen der Metzger Wilhelm Weihmvller Witwe, Johanna geb. Hollenrieder, dahier eingetragene, nachstehend beschriebene Grundstück am Donnerstag den 14. Dezember 1905, vormittags 9 Uhr, durch das Unterzeichnete Notariat V in dessen Diensträumen in Karlsruhe, Amalienstraße Nr. 19II, versteigert werden: Lgb Nr. 1840, Grundbuch Bd. 92, Heft 8. Best.-Berz. l, Nr. 1. Io V.687. Karlsruhe. Großh. Bav. StaatS- Äsenbahnen. Mit Gültigkeit vom 15. Oktober 1905 wird in das Warenverzeichnis der Ausnahmetarife für Eisenerze usw. zum zolsinländifchen Hochofen- und Bleihüttenbetriebe vom 1. Juni 1901 bzw. 1. Januar 1903 der Artikel „Manganerze" ausgenommen. Karlsruhe, den 19. Oktober 1905. Großh. Generaldirektion. V.686. Karlsruhe. Großh. Bad. StaalS- Eisenbahnen. Unter Hinweis auf die Veröffentlichung vom 21. Septeniber l. I. wird bekanntgegeben, daßj der Ausnahmetarif für Düngemittel und Rohmaterialien der Kunstdüngerfäbrikation mit sofortiger Gültigkeit im gesamte« Geltungsbereich des Tarifs Anwendung findet auf die Frachtgegenstände „Kalkstickstoff, Stickstoffkalk und Kalziumkarbid in Stücken". Karlsruhe, den 19. Oktober 1905. Großh. Generaldirektion. V.686. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Äsenbahnen. Im Transportreglement der schweizerischen Bahnen, das auch für den Verkehr Bafel, Waldshut, Schaffhausen, An gen und Konstanz bad. B.—- Schweiz anwendbar ist, erhalten die Bestimmungen über die Annahme und Beförderung von kleinen Tieren (Schafe, junge Schweine, Ziegen) in Kisten und von Kupfervitriol in Säcken mit sofortiger Gültigkeit eine geänderte Fassung. . Nähere Auskunft erteilen die Dienststellen und unser Verkehrsbnreau. Karlsruhe, den 19. Oktober 1905. Großh. Generaldirektion. V.668. Karlsruhe. Großh. Bad. StaatS- Äsenbahnen. Am 20. Oktober 1905 wird die St^ tion Pratau des DrrektionsbezrrV Halle a. S. in den ost-mittel-südwest- üeutschen Verbandsgütertarif cmfge-