Keik»ge ;u Kr. 346 der Karlsruher Zeitung. Tamstag, LV. Dezember 1908. Grotzherzogtum Vaden. Zur Lage des Arbeitsmarktes im Großherzogtnm Baden im November 1905. LH..-V Die Vermittlungstärigkeit der badischen Arbeitsnach- weise war im November, wie alljährlich, eine geringere als in den vorhergegan-genen Herbst- und Sommermonaten. Gegenüber dem Monat Oktober d. I. wurden in der männlichen Abteilung 1232 offene Stellen weniger angeboten und 822 wenigen besetzt. Dagegen hat sich, wie immer bei Beginn der Winterverpflegung, die Zahl der Arbeitsuchenden (und zwar um 737) erhöht. Vergleicht man indessen die diesjährigen Novemberergebnisse mit denjenigen des Jahre 1904, so ist die Zahl der angebotenen offenen Stellen im lausenden Jahr um 2040 oder mehr als SO Proz., und die der Stellenbesetzungen um 1307 oder rund 40 Proz. größer, die der Arbeitsuchenden aber um 229S oder IS Proz. geringer, woraus auf eine ganz erhebliche Besserung des Verhältnisses zwischen Angebot und Nachstage an Arbeitskräften geschlossen werden darf. In der weiblichen Abteilung weist die Geschäftstätigkeit der Verbandsanstalten besondere Verschiebungen nicht aus. Von den einzelnen Nachweisen wird Wer die Lage des Ar- beitsmarktes im Berichtsmonat folgendes berichtet: In Freiburg war die Arbeitsgelegenheit für Blechner, Schlosser, Schmiede immer noch gut; weniger gut dagegen, zum Teil sehr ungünstig, war sie für Schreiner, Tapeziere, Sattler, Maurer, Zimmerleute und besonders Maler. Als ein Zeichen der Zeit kann es betrachtet werden, daß die Metzgerinnung den Geschäftsgang als flau bezeichnet und von 40 stellensuchenden Metzgerburschen nur 5 untergebracht werden konnten. Die Buchbindergehilfen leiteten eine Lohnbewegung ein, die bis jetzt, soviel bekannt, noch keinen endgültigen Abschluß gefunden hat. Im Geschäftsbereich des Arbeitsamtes Konstanz konnte die infolge der Fertigstellung der Bahnlinie Mimmenhausen— Frickingen beschäftigungslos gewordene größere Anzahl von Arbeitern fast ausnahmslos, dank der günstigen Witterung, bei Neubauten, bei Ausführung von Wasserleitungen und sonstigen Erdarbeiten leicht untergebracht werden. Die Ziegeleien in Konstanz und Umgebung sind voll beschäftigt; beim Schreinergewerbe herrscht Mangel an tüchtigen Arbeitern. Die Lohnbewegung im Schmiede- und Wagnergewerbe ist beendet; die Arbeiter erzielten eine Arbeitsverkürzung von einer halben Stunde (von 11 auf 10(4 Stunden). In Karlsruhe und Lörrach hat die Nachfrage nach Arbeitskräften bei den Baugewerben nachgelassen, so daß in diesen Berufen das Angebot die Nachfrage nicht unwesentlich übersteigt. In Offenburg ist dagegen für Taglöhner und Erdarbeiter vorausficchlich für längere Zeit noch Arbeitsgelegenheit. Auch die Anstalt in Mullheim meldet verstärkten Zuzug von wandernden Taglöhnern und Erdarbeitern, was auf den in Angriff genommenen Kasernenbau in dieser Stadt zurückgeführt wird. Während für die Landwirtschaft hier, wie auch sonst fast überall, genügend Arbeitskräfte zur Verfügung standen, war den ganzen Monat über Mangel an Schreinern. Die Pforzheim« Schmuckwarenindustrie war auch im abgelaufenen Monat immer noch sehr Mt beschäftigt, und es wurde allenthalben mit Ueberstunden gearbeitet; gut eingelernte Arbeiter und Arbeiterinnen waren immer sehr gesucht, aber schwer zu bekommen. Dagegen scheint bei den Baugewerben aller Art das Geschäft nachzulassen; ebenso waren Schneider wenig verlangt, während jüngere Schuhmacher stets sehr gesucht wurden. Für ungelernte Arbeiter war bisher genügend Beschäftigung an Neubauten, sowie als Erdarbeiter vorhanden. Schopfheim und Waldshut melden übereinstimmend das Nachlassen der Arbeitsgelegenheit und die Zunahme der Passanten, insbesondere der ungelernten und der Saisonarbeiter. Bei letzterer Anstalt war Mangel an Dienstknechten auf Jahreslohn, ferner an Pferdeknechten, sowie an Bauschreinern und Schneidern. In der weiblichen Abteilung mehren sich nach dem Bericht der Freiburger Anstalt die Gesuche der verheirateten Frauen, die Arbeit als Putz- oder Waschfrauen suchen. Im übrigen ist hier der Mängel an weiblichem Dienstpersonal weniger fühlbar. Auch von den übrigen Anstalten verzeichnen diesmal nur Offenburg und Waldshut Mangel an landwirtschaftlichen Dienstmägden auf Jahreslohn bzw. an häuslichen Dienstboten. Im ganzen wurden bei den 13 badischen Verbaudscmstalten im November IMS gemeldet: Verlangte Arbeitskräfte (offene MSnnl. Weibl. Aff- Stellen). 6 049 1651 7 700 Arbeitsuchende (etcischl. Passanten) 12 826 1938 14 764 Darunter eingetragene . . Eingestellte Personen (vermittelte 7 982 1630 9 612 Stellen). 4 610 1240 5 850 Es kamen sonach auf je 100 offene Stellen für männliche und weibliche Personen 132,0 bzw. 68,7 eingetragene Arbeitsuchende, von je 100 eingetragenen männlichen und weiblichen Arbeitsuchenden wurden 87 8 bzw. 76,1 eingestellt und von je 100 offenen Stellen für männliche und weibliche Personen wurden 76,2 bzw. 7S,1 durch die Verbandsanstalten besetzt. Ferner wurden von den Arbeilsnachweiseinrichtungen von S Bäckerinnungen (Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Pforzheim), 4 Metzgerinuungen (Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim), 3 Barbier-, Friseur- und Perückenmacherinnungen (Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim) und 1 Schneidermeistervereinigung (Mannheim) im ganzen für männliches Personal gemelder: 279 offene Stellen, 532 Arbeitsuchende und 226 besetzte Stellen. Die Stellenbermittlungseinrichtungen für weibliche Personen von 17 gemeinnützigen und konfessionellen Wohltätigkeitsanstal,- ren (2 in Baden, 1 in Bruchsal, 2 in Freiburg, 2 in Heidelberg, 5 in Karlsruhe, 1 in Konstanz, 3 in Mmnheim und 1 in Pforzheim) verzeichneten im November insgesamt 1329 offene Stellen, 1122 Arbeitsuchende u:id S13 Stellenbesetzungen. » (Personalnachrichten aus dem Ober-Postdirektionsbezirk Karlsruhe.) Angenommen: als Telegraphengehilftnnen: Kara- line Denscher in Mannheim, Johanna Rähse in Karlsruhe. Ernannt: zum Telegraphenaffistenten: der Postassistent Karl Rippmann in Karlsruhe. Versetzt: die Postassistenten: Albert Bauer von Bühl (B.) nach Mannheim, Otto Dörr von Mannheim nach Karlsruhe, Georg Frey von Karlsruhe nach Dnrlach, Rudolf Kohl von Mannheim nach Schwetzingen, Ludwig Merz von Karlsruhe nach Durmersheim, Heinrich Sauer von Mannheim nach Karlsruhe. In den Ruhestand tritt: der Postsekretär Georg Gleißte in Malsch (Amt Ettlingen). Freiwillig ausgeschieden: die Telegraphengehilfinnen: Frieda Amcmn in Heidelberg, Johanna Laule in Pforzheim, Klara Reese in Mannheim. ! Zur schnellen Abwicklung des Postschaltcrver- kehrs während der Weihnachtszeit kann das Publikum selbst wesentlich beitragen. Die Einlieserung der Weih- nachtspäckereien sollte nicht lediglich oder vorwiegend bis zu den Abendstunden verschoben, namentlich müßten Fa- milicnsendungen tunlichst an den Vormittagen ausgcgebeu werden. Selbstfrankierung der einzuliefernden Weihnachtspakete durch Postwertzeichen sollte die Regel bilden. Mit seinem Bedarf an Postwertzeichen müßte sich ein jeder schon vor dem 19. Dezember versehen. Zeitungsbestelluugen dürften nicht in den Tagen vom 19. bis 24. Dezember am Schalter der Postanstalten angebracht werden. Für die am Postschalter zu leistenden Zahlungen sollte der Auflieferer das Geld abgezählt bereit halten. Die Befolgung dieser Ratschläge würde der Post und dem Publikum gleichmäßig zum Nutzen gereichen. 23 (Geschworenenliste für das Schwurgericht pro I. Quartal 4906.) 1. Graf Wilhelm Douglas in Gondelsheim. 2. Kaufmann Albert Schober st. in Pforzheim. 3. Kaufmann Heinrich Schweigert jr. in Baden. 4. Müller August Rudolf Kramer in Langenbrücken. S. Hofrat Dr. Heinrich Vierordt in Karlsruhe. 6. Gasthofbesitzer Rudolf Saur in Baden. 7. Kaufmann Heinrich Zutabern I. in Heidelsheim. 8. Landwirt Wilhelm Stein in Zaisenhausen. 9. Fabrikant Otto Wimmer in Pforzheim. 10. Fabrikant Karl Schall jr. in Pforzheim. 11. Kaufmann Ludwig Marx in Bruchsal. 12. Altsonnenwirt Johann Michael Müller in Reichenbach. 13. Privatier Gustav' Nufser in Karlsruhe. 14. Privatier August Ganz in Dax landen. 15. Landwirt Karl Zoller in Durlach. 16. Gemeinderat Leopold Stie- gele in Oberweier. 17. Bürgermeister Hermann Dieringer in Schellbronn. 18. Techniker Friedrich Lachenauer in Kürnbach. 19. Kaufmann Hugo Kramer in Breiten. 20. Gemeinderat Karl Friedrich Dürr IV. in Eggenstein. 21. Rentner Jakob Völker in Baden. 22. Mühlenbesitzer Hermann Lepp in Unter- üwisheim. 23. Sparkassenrechner Ferdinand Ruff in Grünwettersbach. 24. Gemeinderat Johann Clever in Michelbach. 28. Privatier Ludwig Ockenfuß in Dill-Weitzenstein. 26. Kaufmann Max Leipheimer in Karlsruhe. 27. Kaufmann Hermann Aßmns in Pforzheim. 28. Fabrikant Emil König in Pforzheim. 29. Privatier Josef Groß II. in Oestringen. 30. Bierbrauereibesitzer Karl Wagner in Dnrlach. ^ (Aus dem Polizeidericht.) Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wurde ein Dienstknechr aus Heidelberg angezeigt, weil er sich auf einen gefälschten Bestellzettel bei einem Geschasts- manne Waren im Betrag« von 25 M., und ein 17 Jahre alter Hausbursche aus Weingarten, der ans dieselbe Weise sich ein kleines Darlehen erschwftidelte. — In einem israelitischen Betsaale in der Durlacherstraße gerieten zwei galizische Kaufleute miteinander in Streit, wobei der eine dem andern mehrere Faustschläge ans den Kopf versetzte und ihm schließlich noch ein Trinkglas an den Kopf warf, so daß er eine größere, bis auf den Knochen gehende Wunde davon trug. —> Am 11. d. M. wurde ein etwa 13 Jahr« alter, unbekannter Knabe erwischt, während er sich damit beschäftigte, aus einem Briefkasten Briefe zu stehlen und die Marken sich anzueignen. — Verhaftet wurde u. a. «in Schmiedgeselle aus Döggingen, der in ein« Wirtschaft im Stadtteil Mühlburg dabei betreten wurde, als er im Begriffe stand, die Büffetkasse zu plündern. * Kleine Nochrichten ans Badem. An die städtische Handelsschule in Pforzheim soll auch eine weibliche Abheilung angegliedert und deren Besuch für weibliche Handelsbeflissene auf mehrere Jahre obligatorisch gemacht werden. — In Bühlerthal machte sich in einem unbewachten AngerMick das vier Jahre alte Kind des Landwirts Ganter am Ofen zu schaffen, wobei seine Kleider Feuer fingen. Es erlitt so schwere Brandwunden, daß der Tod imch kurzer Zeit eintrat. —> Das Anwesen der Firma Dreysnß u. Co. in Appenweier (Chem. und Rohprodukrengefchäft) wurde ein Raub der Flammen. Tie Brandursache ist unbekannt. Der Schaden ist bedeutend, dürfte aber durch Versicherung gedeckt sein. — Das Badhotel „Zähringer Hof" in Billingen, Besitzer W- Weiler, ging um 144 000 M. an Oberkellner Viktor Kämmerer über. — Nächstes Fahr feiert der Gewerbeverein in Billingen sein SOjähriges Bestehen, womit eine große Bezirksausstellung verbunden werden soll. — In Mösbach (A. Achern) brannten die Oekonomie- gebäude des Landwirts Wendelin Doll nieder. Der Schaden beträgt mehrere 1000 M. Der Eigentümer ist nicht versichert. Der Brand wurde durch ein Kind beursacht, das „Fenerles" spielte. — Ein Unbekannter hat den Armen in Freiburg 2S0V Mark gespendet. — Am Mittwoch fanden in Waldshut die Bürgerausfchutzwahlen der dritten Klasse (Niederstbesteuer- ten) statt. Von 302 Wahlberechtigten stimmten 212 ab. Auf die Zentrnmsliste sielen ISO—,148 Stimmen, auf diejenige der Liberalen S3—-44 Stimmen. Die Mandate befanden sich seither im Besitze des Zentrums. Gestern wählten die Mittelbesteuerten, heute die Höchstbesteuerten. Litevcrkrr. Rudolf Herzog, Die Wskottens. Stuttgart und Berlin. I. G. Eottasche Buchhandlung Nachf. (Preis 4 M„ geb. SM.) Es ist immer ein Ereignis für die Leserwelt, wenn der kraftvolle Lebensbejaher, als der Rudolf Herzog sich in allen seinen Werken bisher konsequent bewährt hat, ein neues Buch hinaussendet. Wie kaum einer hat er die geheime und vielleicht nur aus falscher Scham noch uneingestandene Sehnsucht der Zeit nach Lauterkeit und Reinheit, nach einem erfrischenden geistigen Quellbad, worin man des Alltags Staub von seiner Seele wegspülen kann, erkannt. Und wie kaum einer ist er berufen, mit seiner frischen Lebensliebe diese geheime Sehnsucht zu erfüllen. Nur aufrechte Menschen von Hellem klarem Wesen sind es, die der Dichter für wert hält, vor uns zu erstehen, die er für wert hält, mit Schöpferfreude zu formen, zu vollster Plastik sie herauszuarbeiten. Wenn er je um der künstlerischen Wirkung des Kontrastes willen einen schlechten Kerl herauszustellen gezwungen ist, dann fühlen wir die absichtliche Hast, mit der der Dichter in lapidaren Umrissen über ihn hinweggeht. Und das, so dünkt mich, ist Rudolf Herzogs berechtrgte und liebenswerte Eigenart, das ist — unbeschadet seiner großen Erzählerkunst — das Geheimnis aller hinreißenden Wirkungen, die er auslöst, — das ist die Basis der Kraft, mit welcher Rudolf Herzog die Herzen der Leser an sich reißt. Niemals vorher war mir das so überzeugend, wie jetzt. Diese sechs Brüder Wiskotten, deren persönliche Interessen so weit voneinander flattern, die einzeln wohl einmal vom Wege abirren und straucheln, für das Glück der Familie aber mit unerschütterlichem Trotz eisern zusammenstehen: was sind das für prächtig« Menschen! Nicht einer darunter, der nicht durch die nackte Prosa des kaufmännischen Lebens und Ringens mit erhobenen Händen sein Ideal trüge, ohne doch den Boden unter den Füßen zu verlieren; nicht einer, dem bei dem lauten, oft betäubenden Stampfen und Dröhnen der Maschinen nicht doch unausgesetzt eine geheimnisvolle Melodie im Ohr läge. Ja, mit einem Mal merkt mans und merken es die sechs Wiskotten selbst, daß die gewaltigen Marschtakte der Arbeit am Ende gar das Einzelmitklingen ihrer Seelen- stimmen erweckt haben, —, daß von dieser großen Fabrik, die wie ein riesiger Fels in die Geschicke dieser Wuppertaler hineindroht, den kämpfenden Brüdern nicht Kraft und Will« allein, sondern zugleich auch alles Edle und Milde, mit einem Wärt: alle Poesie ihres Daseins ausströmt. Das wollte Rudolf Herzog. Er wollte zeigen, daß nichts in der Welt, das Trockenste nicht, des Zauberhauchs der Poesie entbehrt, daß sie überall zu finden ist und alles —> nicht erträglich allein — nein, liebenswert und verehrungswürdig macht. Es ist ein feiner Zug, daß der Dichter den jungen Ewald, der am vollkommensten eine Künstlernatur ist und von Haus und Familie sich als einziger losrang, um ganz der W^lt des Idealen zuzustreben, — daß er ihn gerade zum Repräsentanten dieser versöhnenden Erkenntnis macht. Und eine Huldigung an die Kunst ist es, daß dieser einzige unpraktische Schwärmer Ewald, dieser reine Tor, durch eine zufällige Offenbarung seines Talents allen den Seinen ein Retter wird. Wie kunstvoll die Fäden der Handlung miteinander verwoben sind, wie der ältest« Wiskotten seine Frau verliert und wieder findet, — wie Schaarwächter, sein Schwiegervater und Konkurrent der Firma, die Wiskotten nahe an den Ruin bringt, um sich ihnen dann selbst auf Gnade und Ungnade zu ergeben; wie Anna Kölsch, des getreuen Werkmeisters herrliches Töchterlein, dem verstoßenen, vom Unglück zertretenen, von ihr aber geliebten Ewald ein guter und schützender Engel ist, — das alles muh man selbst Nachlesen, um den Reiz dieses Buches unmittelbar auf sich wirken zu lassen. Hans Hauptmann. Verantwortlicher Redakteur: Julius Katz in Karlsruhe. Druck und Verlag: G. Braunsche Hofbuchdruckcrei in Karlsruhe Konkursverfahren. W.898. Nr. 8767. Buchen. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Robert Bnhrer m Buchen, Inhabers der-Firma Robert Führer C. W. Reisemann Nachfolger M Buchen, ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags M einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin cmberanmt ans Montag den 8. Januar 1906, vormittags 9 Uhr, bor dem Amtsgerichte hier. Ter Vergleichsvorschlag und die Erklärung des Gläubigerausschusses sind nuf der Gerichtsschreiberei des Kontursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Buchen, den 11. Dezember 1S0S. Wagner, Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Konkurseröffnung. 8.899. Nr. 19 394. Bühl. Ueber Vermögen des Polizeidieners Ignaz Meier in Altschweier wurde heute am 13. Dezember 1905, nachmittags S Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsagent Christ in Bühl wurde zum .Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 24. Januar 1908 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird Termin anberaumt vor dem diesseitigen Gerichte zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in 8 132 der Konkursordnung bezeichne- ten Gegenstände auf Mittwoch den 10. Januar 1906, vormittags 11 Uhr, zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch den 14. Februar 1906, vormittags 10 Uhr. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung austrlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 8. Januar 1906 Anzeige zu machen. Bühl, den 13. Dezember 190S. Großh. Amtsgericht, gez. vr. Engelhardt. Diez veröffentlicht: Der Gerichlsschrciber: Rönninger. Konkursverfahren. W.901. Nr. 13 324. Neustadt. Ueber das Vermögen des Metzgermei- > stcrs Anton Hall in Neustadt wird heute am 14. Dezember 1905, nach-! mittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da derselbe zahlungsunfähig ist. Kaufmann Carl Müller hier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Januar 1906 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird Termin anberaumt vor dem diesseitigen Gerichte zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des er- nannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über dre in 8 182 der Konkursordnung bezeichnet«»! Gegenstände auf Samstag den 13. Januar 1906, vormittags 10 Uhr» und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag den 13. Januar 1906, vormittags 10 Uhr. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur .Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 5. Jannar 1906 Anzeige zu machen. Großh. Amtsgericht Neustadt, gez. Eckhard. Die Ucbereinstimmung mit der Urschrift beurkundet:- Neusüüü, den 14- Dezember 1905. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. Hanagarth. Konkursverfahren. W.902. Nr. 16 495. Mannheim. Das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma A. Kirchgeßner L Sasferling in Mannheim wurde durch Beschluß diesseitigen Gerichts vom 5. d. M. nach Abhaltung des Schlußtermins und erfolgter Schlußverteilung aufgehoben. Mannheim, den 12. Dez. 1905. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts 14: Mohr. Bei der am 6. Dezember LSVS unter amtlicher Aufsicht in Kaiserslautern stattgefundenen Ziehung der ! IV. Pfalz. Gmerk- Ulli! WOie-MkllWs-Meck Kaiserslautern entfielen auf folgende Nummern Gewinne: 4817 4853 4858 4908 4921 5029 5034 357! 5190 375' 5214 478 5330 494 598 673 685 705 707 721 817 853 858 908 921 1002 1029 1034! 119(1 1214 1234 1330 1357 1375! 1478! 1494! 1598' 1662 1673 1685' 1700 1705 1707 1721 1817 1853 1858 1863 1908 1921 2029 2034 2128 2190 2214 2330 2331 2357 2375 2478 2494 2588 2598 2673 2685 2705 2707 2721 2817 2853 2858 2864 2908 2921 3029 3032 3934 3122 3190 3214 3271 3288 3330 3357 3375 3468 3478 3494 3515 3592 3598 3607 3673 3685 3705 3707 3721 3808 3811 5357 5375 5478 5494 5598 5673 5685 5705 5707 5721 5817 5853 5858 5866 5908 5921 5981 5985 6029 6034 6190 6214 6330 6357 6375 6458 6178 6494 6598 6673 6685 6705 6707 6721 6817 6853 6858 1019045190 10200 15203 1021445214 1033015330 10357z 15357 1037515375 1047815434 10494 15478 10598 15494 1067315598 10685! 15673 10705!15685 10707 15705 1072115707 1077215721 1081?! 15817 1085345853 10858 15858 10908 15863 1092115908 11029 11034 11096 11190 11214 11330 11357 11375 11478 11494 11598 11673 15921 15949 16029 16034 16190 16214 16330 16357 llsmsn-IVSsolis in Arösstsr ^iisvabl, einkaok big bookalsAUnt nur AUts tzuaiitLtsn, tackslloss Arbeit ULmmblliSbsi» L Visi» Eigene Wkkvks - ssadi-ilt mit Wasok- unci öligsl -/tnstalt I?t I7l 55598 55611 55668 55673 55685 55705 20214 25190 30330 35214 40214 45598 50673 20330 25194 30357 35330 40275 45673 50685 20357 25214 30375 35357 40330 45676 50705 20375 25330 30376 35375 40357 45685 50707 20409 25347 30478 35378 40375 45705 50721 20478 25357 30494 35478 40478 45707 508(7 20494 25375 30586 35494 40494 45721 50853 20587 25416 30598 35566 40598 45817 50858 20598 25478 30673 35598 40673 45853 50890,55707 20673 25494 30685 35673 40685 45858 50908 55721 20685 25598 30705 35685 40705 45908 50921!55817 20705 25611 30707 35705 40707 45921!51029 55853 20707 25673 30721 35707 40721,45963ch1034!55858 20721 25685 30742 35721 40817 46029,51065 55908 20817 25705 30753 3581V40853 46034 51190,55921 20853 25707 30817 35853 40858 46I90>5121456029 20868 25717 30838 35858 40908 46214!5133056034 20900 25721 30853,35908 40921 46330 51357 56190 55494 60357 65494 70494 75598 80330 85539 90494 95478 ! 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Dezember isas. W 911 '7- Rath, Erhebliches zu verdienen, daß , der Beklagte, der imstande sei, mehrere 1000 Mark jährlich zu verdienen, und 100 M monatlich hiervon abgeben Konkursverfahren, könne, gemäß 88 1678, 1601, 1602 W.912. Kehl. Termin zur Prü> B.G.B. verpflichtet sei, seiner geschie- > f^ng der in dem Konkursverfahren über denen Ehefrau und seinem Kinde den , das Vermögen des Fabrikanten C. F. Unterhalt zu gewähren, mit dem Anträge, Urteil zu erlassen: Der Beklagte sei schuldig, an die Klägerin zu ihrem und des Kindes, Hertha Katharina Juliane Rath, Unterhalt den Betrag von 100 Mark monatlich, zahlbar in vierteljährlichen Raten voraus, beginnend am 3. November 1905, zu bezahlen und die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. Das Urteil ist bezüglich der verfallenen Beträge vorläufig vollstreckbar, im übrigen wird dasselbe gegen Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar erklärt. Die Klägerin ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die dritte Zivilkammer des Großh. Landgerichts zu Mannheim auf Freitag den 9. Februar 1906,' vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem > Geiger, wohnhaft in Stadt-Kehl, Jn- > Habers der Firma C. F. Geiger, Sitz: > Dorf-Kehl, nachträglich angemeldeten , Forderung ist auf Freitag den 29. Dezember 1905, nachmittags 3 Uhr vor Gr. Amtsgericht hier — Zimmer Nr. 1 — bestimmt Kehl, den 1l. Dezember 1905. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Maurer. 99375 99478 99494 99503 85034 85190 85214 85330 85357 85375 85456 85474 85478 85494 90034 94867 99908 90137 94908 99921 90190 94921 90214 95029 90330 90357 90373 90375 90448 90478 35034 95190 95214 95330 95357 95375 Gewinnlose sind an die Direktion des Gewerbemuseums Versand der Gewinne unter Nachnahme der Verpackungskosten. 60 Tage nach beendeter Ziehung sind Gewinnlose verfallen. KaiserSlanter« einzusenden und erfolgt der 99357 gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt .zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, den 7. Dez. 1906. Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts. Neubauer. Konkursverfahren. W.900. Nr. 10 249 II. Karlsruhe, lieber das Vermögen des Kaufmanns Karl Hermann Lang, Inhaber der Firma Karl Lang in Karlsruhe, Adlerstraße 36, wurde am 14. Dezember 1906, vormittags 9 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Moritz Mond hier ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 25. Januar 1906 bei dem Gerichte anzumelden. (Es ist zur Beschlußfassung über die Wahl eines andern Verwalters, sowie über die Bestellung eines Glänbiger- ausschustes und eintretendenfalls über die in 8 132 der Konkursordnung be- zeickneten Gegenstände auf Donnerstag den 11. Januar 1906, vormittags halb 12 Uhr, Freiwillige Gerichtsbarkeit. W.881. Karlsruhe. Namensänderung betr. Der am 11. Mai 1857 in Birnbaum geborene Kaufmann Moritz Knopf in Karlsruhe hat um die Ermächtigung nachgesucht, seinen Vornamen in Max zu ändern. Etwaige Einlvendungen gegen die Bewilligung dieses Gesuchs sind binnen drei Wochen dahier geltend zu machen. Karlsruhe, den 11. Dez. 1905. Großh. Ministerium der Justiz, des Kultus und Unterrichts: In Vertretung Hübsch. Or. Umhauer. Die Gemeinde Petersthal vergibt im öffentlichen Angebotsverfahren die Erd- und Eisenarbeiten zur Herstellung einer Wasserleitung, und zwar: ca. 3850 lfd. in Rohrgräben, und ca. 3850 lfd. m Gußrohrleitungen ^ mit Hydranten, Schiebern usw- Angebotsformulare sind von der Unterzeichneten Behörde zu beziehen, daselbst liegen Pläne und Bedingungen I zur Einsicht offen. W.906.2.1- Schriftliche Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift s versehen, längstens bis Mittwoch den 27. Dezember, nawmittags 2 Uhr, bei dem Gemeinderat Perersthal, Amts Heidelberg, einzureichen. Heidelberg, den 14. Dez. 1905. Großh. Kulturinspektion.