Karlsruher Zkitilnz. .HA 83. Montag, 2S Februar. Vorausbezahlung: Expedition: Karl-Fried richs-Straße Nr. 14, Woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. vierteljährlich S M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltuug, BrieftrLgrrgebühr eingerechnet, SM.« EinrückungSgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. Pf. 1882 . Nichtamtlicher Thril. Karlsruhe. den 22. Februar. Eine» .Tag der Betrogenen« hat der „Temps" den Donnerstag genannt, an welchem das Kabmct Freycmet gestürzt wurde, und die Wahrheit dieses Wortes muffen namentlich die Radikalen empfinden. ES rst ihnen zwar qelunge», durch eine Koalition mit den Gegnern der Republik da« Ministerium zu Fall zu bnngen, aber es fehlt viel, daß sie sich nun selbst an dem Tische nieder- lassen könnten, von dem aufzustehen sie d,e Herren Frey- cinet und Genossen gezwungen haben. Nur Wenige denke» an die Bildung eines radikalen Sabmets und die daran denken, thun es nicht au« Wohlwollen, sondern au« einem für die radikale Partei recht wenig schmeichelhaften Grund. ES soll in der Umgebung de« Präsidenten Earnot Leute geben, die der Idee einer radikalen KabinetS- bildong geneigt sind,- sie gehen aber dabei von der Ansicht au«, daß eine radikale Regierung in wenigen Monaten abgewirthschaftet haben unh daß dann auf dem Wege der natürlichen Reaktion wieder ein gemäßigtes Ministerium an die Reihe kommen würde, dem die Aufgabe zusiele, die im nächsten Jahr stattfindenden Wahlen zu leiten. In der That würde ein radikales Ministerium nur eine geringe Lebensdauer verheißen, weil die Monarchisten zwar die Radikalen unterstützen, wenn e« sich um den Sturz, nicht aber, wenn e« sich um die Erhaltung eines Ministeriums handelt. Allein eine Lösung der Kabinetskrisis unter der Voraussetzung, daß in wenigen Wochen dieselbe Krisis wiederkehrt, wäre eben keine Lösung und deßhalb dürfte der erwähnte Gedanke eines radikalen Uebergangsministeriums schwerlich im Elysee Boden gewinnen. In dem für die Radikalen günstigsten Falle könnte wieder ein Koalitionsministerium, ein Kabinet der Versöhnung und Vermittlung zwischen den republikanischen Schattirungen zu Stande kommen, und das wäre nichts anderes als das Ministerium Freycinet es war. In dem Augenblick, da wir dies schreiben, gilt in Frankreich die Bildung eines KabinetS Ribot unter Beibehaltung der Herren Freycinet, Rouvier und Develle als das Wahrscheinlichste; in dem Augenblick, in dem das Geschriebene gedruckt wird, ist diese Wahrscheinlichkeit aber vielleicht schon zur Unwahrscheinlichkeit geworden; denn bei Ministerkrisen in Frankreich ändert sich oft eine Kombination, ehe noch die Tinte trocken geworden ist, mit der sie in der Zeitung besprochen wurde. Der Verlauf der neu begonnenen Woche wird wohl den AuSgang der Krisis bringen. _ Deutschland. * Berlin, 21. Febr. Seine Majestät der Kaiser nahm am Freitag Abend an einem Herrenabend beim preußischen Finanzminister Miquel Theil. Der Kaiser erschien mit dem Prinzen Heinrich gegen 9 Uhr und blieb bis gegen 1 Uhr. Anwesend waren zwischen 20 und 30 Herren, unter ihnen die Staatssekretäre v. Stephan und v. Boetticher, der preußische Kultusminister Graf Zedlitz. Mitglieder beider Häuser des preußischen Landtags Die Unterhaltung nahm einen lebhaften Verlauf, ließ aber, wie man hört, politische Gegenstände unberührt. — Ueber den Inhalt des beim BundeSrath ei'n- gegangenen Auswanderungsgesetzes liegen in der Presse bereits eingehende Mittheilungen vor. Wir stellen dieselben in Folgendem zusammen: Bei dem anerkannten Grundsätze der AuSwanderungSfreibeit ist mit der Auswanderung als einer gegebenen Tbatsache zu rechnen. Das Gesetz will nur bewirken, daß Derjenige, welcher den Entschluß zur Auswanderung gefaßt» ihn unter deu ver- hältmßmäßig günstigsten Bedingungen auSführen kann. Andererseits will das Gesetz dem Geschäftsbetriebe der Unternehmer und Agenten nicht bloß eine stetige Aufmerksamkeit zugewendet sehen, sondern trifft auch Vorkehrungen, um zu verhüten, daß der Entschluß zur Auswanderung in der Bevölkerung durch Agitationen in leichtfertiger Weise hervorgerufen wird. Ein besonderer Abschnitt des Gesetzes sichert die Anwendbarkeit derjenigen in der allgemeinen Gesetzgebung vorgesehenen Rechtsmittel, welche geeignet sind, zu bewirken, daß die Auswanderer vorher die ihnen »bliegendeu öffentlickrechtlickeu und privatrechtlichen Verpflichtungen erfüllen. Hierbei ist auch die Frage der Auswanderung von Wehrpflichtigen im Alter vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 25. Lebensjahre geregelt. In dem Gesetzentwürfe sind die bisher getroffenen landesgesetzlichen Bestimmungen, namentlich auch das für Hamburg erlassene AuSwanderergesetz vom 14. Januar 1887, vielfach berücksichtigt worden. — Die „Nordd. Allg. Ztg.« verbreitet eine Nachricht der „Vossischen Zeitung« weiter, nach welcher der Bun- deSrath sich am 18. d. M. mit einem Gesetzentwurf betr. den Verrath militärischer Geheimnisse beschäftigt habe. Zu der Vorlage sollen drei Anträge der Ausschüsse »orgelegen haben. — Der Plan, ähnlich der preußischen Centralkommisfion eine Reichskommission für Arbeiterstatistik einzusetzen. ist soweit gediehen, daß eine darauf bezügliche Vorlage demnächst den Bundesrath beschäftigen dürfte. ES wird darüber geschrieben: Die Kommission für Arbeiterstatistik würde dem Kaiserlichen Statistischen Amte an die Seite treten. Die Kommission soll ans einem vom Reichskanzler zu ernennenden Vorsitzenden und 12 Mitgliedern bestehen, von welchen letzteren fünf vom Bundesrath und sechs vom Reichstage» sowie eines vom Reichskanzler au« deu Beamten de- Kaiserlichen Statistischen Amtes ernannt werden sollen. Die vom BundeSrath und Reichstag zu wählenden Mitglieder müssen nicht nothwcndig Mitglieder dieser Körperschaft sein. Die Ernennungen erfolgen für 5 Jahre, die Wahlen für die Dauer jeder Legislaturperiode. Die Kommission würde auf Anordnung deS Bundcsraths oder des Reichskanzlers die Vornahme statistischer Erhebungen, ihre Durchführung und Verarbeitung, sowie ihre Ergebnisse zu begutachten und sodann dem Reichskanzler Vorschläge für die Vornahme oder die Durchführung solcher Erhebungen zu unterbreiten haben. Die Kommission müßte befugt werden, Arbeitgeber und Arbeiter in gleicher Zahl zu ihren Sitzungen mit berathender Stimme zuzuziehen, auch Auskunflsprrfonen in Fällen, in denen eine Ergänzung de» statistischen Materials zur Aufklärung der Verhältnisse erforderlich erscheint, zu vernehmen. Die Zuziehung von Arbeitgebern und Arbeitern soll erfolgen müssen, wenn dies vom BundeSrath oder vom Reichskanzler ungeordnet wird. Der Reichskanzler, sowie die Bundesregierungen sollen befugt sein, zu den Kommissions- und Ausschußsitzungen Vertreter zu entsenden, welche jederzeit gehört werde» müssen. Die Kommission soll nur für statistische Erhebungen geschaffen werden, welche sich auf die in Titel VII der Gewerbeordnung behandelten gewerblichen Arbeiter beziehen. Tie Bereinigten Staaten von Nordamerika, Großbritannien und die Schweiz haben bereit« statistische Centralstellen . Frankreich ist gegenwärtig im Begriff, durch Errichtung eines Arbeitsamtes denselben Weg zu beschreiten» und i» Italien und Oesterreich werden ähnliche Pläne erwogen. Deutschland, das auf dem Gebiete der Arbeiterfürsorge mehr getban hat, als die anderen Staaten, wird betreffs der Statistik nicht Zurückbleiben dürfen. — Dir Freie Kommission des Reichstags, welche für die dritte Lesung der Krankenkassennovelle Abänderungen vorbereitete, hat ihre Vorschläge nun einze- bracht. Die weitaus größte Mehrzahl der Anträge ist nur redaktionellen Natur. Bei ihnen ist von dem Grundsätze ausgegangen, daß alle Zitate au« dem Strafgesetz, Unfallversicherungsgesetz, der Gewerbeordnung u. s. w. beseitigt und an deren Stelle die zitirten Bestimmungen selbst eiugefügt sind, so daß die Interessentenkreise in den Stand gesetzt werden, das Gesetz besser zu verstehen. Was die materiellen Vorschläge betrifft, so berühren sie die Hauptfragen wie die der freien Hilfskassen, die Aerzte- wahl u. s. w. nur flüchtig. Die in Aerztekreisen gewünschte Klarstellung- des Begriffes „Arzt« konnte nicht erreicht werden, obschon in der Kommission anerkannt wurde, daß unter „Arzt« nur der in der Gewerbeordnung bezeichnete approbirte Arzt verstanden werden könne. Der Versicherungszwang ist auf die bisher nicht im Gesetz erwähnten, in Baggereibetrieben beschäftigten Personen ausdrücklich ausgedehnt worden, während die Besatzungen von Seeschiffen derselben Behandlung wie die Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken unterworfen werden. — Da« Preußische Abgeordnetenhaus setzte gestern die Berathung des Eisenbahnetats fort. Auf eine Anfrage des Abg. Lucius gab der Minister Thielen die Zusage, Tarifänderungen, namentlich eine eventuelle Erhöhung. möglichst frühzeitig anzukündigen. Gegenüber der Klage des Abg. v. Puttkamer - Trebbin, daß der Minister zur Beförderung von Saatkorn für Hinterpommern nicht den Tarif herabgesetzt habe, konstatirte der Minister, es habe sich nicht um einen öffentlichen Noth- stand gehandelt. Während Abg. Stengel gegen die Staffeltarife und für Abschaffung des Identitätsnachweises eintrat, befürworteten die Abg. Seer und v. Puttkamer-Plauth die Aufrechthaltung der Staffeltarife. Die Abgg. 1)r. Lieber und Hitze (Centr.) beantragten eine Erweiterung der Sonntagsruhe für die Eisenbahnbeamten. Nach einer langen Erörterung, in welcher Minister Thielen die Absicht mittheilt, eine Kommission zu Bearbeitung dieser Frage einzusetzen, wurde von der Resolution zurückgezogen. — Die Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses zur Berathung des Polizeikssten gesetzeS hat die Vorlage in erster Lesung mit unwesentlichen und überwiegend redaktionellen Aenderungen angenommen. — Begreiflicherweise lassen die Ergebnisse des neuen preußischen Einkommensteuergesetzes sich noch uicht genau übersehen. Doch wird, wie die „Nat.-Lib. Korr.« hört, an maßgebenden Stellen der Mehrertrag, der ganz vorzugsweise aus den großen Städten einkommen wird, auf etwa ein Drittel des bisherigen Aufkommens geschätzt. Das würde ein Plus von etwa 25 Millionen Mark sein. Vrstrrrrich-Angarn. Wien, 20. Febr. Der österreichische Finanzminister Steinbach hat dem Abgeordnetenhause jetzt die bei seinem Amtsantritt verheißene Steuerreform unterbreitet. Seine Vorlage geht von dem Grundgedanken ans, eine gerechtere Ausgleichung der Steuerlast durch Heranziehung der bisher der Besteuerung nicht unterworfenen Elemente, sowie eine Entlastung der bislang überbürdeten und eine bessere Abstufung nach der thalsächlichen Leistungsfähigkeit zu bewirke». Ferner soll die Bestelle- r«ngStechnik verbessert «ud die Bevölkerung zu einer gesunden und vorurtheilsfreien Mitthätigkeit an der Besteuerung erzogen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll neben das System der reformirten Ertragssteuer eine wirkliche, allgemeine und progressive Einkommensteuer treten, die alles, aus welchen Quellen immer den Einzelnen znfließende reine Einkommen treffen soll. Das Mehrerträgniß dieser Steuer soll nicht dem Staate verbleiben, sondern zu einer Herabsetzung der Ertragstellern, speziell der Grund-, Gebäude- und ErwerbSsteser, verwendet werden. In parlamentarischen Kreisen hat die Vorlage eine sehr günstige Aufnahme gefunden und die Vorschläge der Regierung werden daher im Großen und Ganzen wohl zur Verwirklichung kommen. Frankreich. Paris, 21. Febr. Da die kirchenpolitische Frage den äußeren Anstoß zu der plötzlich ausgebrochenen Ministerkrisis in Frankreich gegeben hat, so ist es ein merkwürdiger Zufall, daß gerade mit dieser Krisis eine päpstliche Encyclika an die Katholiken Frankreichs zusammentrifft. Nach den telegraphischen Auszügen aus der Encyclika erklärt der Papst es als eine Pflicht der französischen Katholiken, zwischen der bestehenden Regie- rungSform und der Gesetzgebung zu unterscheiden. Zum Sturz der bestehenden Regierung soll nichts unternommen werden, die Anstrengungen der Katholiken hätten sich darauf zu richten, mit verfassungsmäßigen Mitteln die Jrrthümer der Gesetzgebung zu bekämpfen. Die Encyclika spricht sich gegen eine Trennung des Staates von der Kirche und für die Konkordatspolitik aus. Derjenige Theil des Klerus, der die Opposition gegen die Regierung fortsetzte, ist durch die Encyclika in Verlegenheit gekommen. Einige monarchische Blätter suchen die Sache so hinzustellen, als ob der Papst eigentlich nur gesagt habe, war von ihnen allgemein anerkannt sei, woraus zu entnehmen ist, daß sie ihren passiven Widerstand gegen den Willen des Papstes fortsetzen wollen. Die radikalen Blätter sprechen der Kundgebung eine größere Bedeutung ab und beharren darauf, daß eine antiklerikale Politik betrieben werde. Im Allgemeinen ist die Presse heute etwas zurückhaltend in der Beurthei- lung der Encyclika. Neueste Telegramme. Paris, 22. Febr. Unter den gestern von Präsident Carnot empfangenen Persönlichkeiten befanden sich Bourgeois, der Vicepräsident der Kammer Vielte, Löon Say, Rivet, Meline, Chautemans, Caffagnac und verschiedene andere Deputirte. Bis jetzt ist Niemand mit der Bildung des KabinetS beauftragt. Paris, 22. Febr. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß Präsident Carnot Herrn Ribot mit Bildung des neuen KabinetS nicht beauftragen dürfte, da die Radikalen Herrn Ribot ihre Unterstützung verweigern und ohne die Beihilfe der Radikalen eine republikanische Mehrheit unmöglich ist. Andererseits verlautet, Freycinet und Bourgeois hätten es abgelehnt, den Vorsitz zu übernehmen. Handel und Verkehr. Mannheim, 21. Febr. (Rheinische Hypothekenbank.» Dem Aufsichtsrathe legte die Direktion den Geschäftsbericht für das Jahr 1891 sowie die Bilanz mit Gewinn- und Verlustkonto vor. De: Aufsichlsrath beschloß, die Generalversammlung auf den 19. März zu berufen und die Bertheilung einer Dividende von 7 Proz. vorzuschlagcn. Grotzherzoglichss Hostheslrr. Im Hoftheater Karlsruhe. Dienstag. 23. Febr. S9. Ab.-Vorst. Zum erstenmale wiederholt: „König Heinrich VS.«, historisches Schauspiel in 5 Aufzügen von Sbakspeare nach Schlegels Uebersetzung. Anfang /,7 Uhr. Im Theater in Baden. Mittwoch, 24. Febr. 20. Ab -Vorst.: »Die Hochzeitsreilen- den«, Lustspiel in 1 Akt von Emil Pirazzi. — »Die Puppen- fee«. pantomimisches Balleldiverliffeuient von I. Haßreiter und F. Gaul. Musik von I. Bayer. BeraMwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Frankfurter Kurse vom 20 Februar >882^ Pan- 4-/, Aul. v. 1888 ^ » Ar, — »» » «». — »« » LoL.r — « «ml. « »«, i o><^? , »mr. »« Vk».» M-rk »E«. - - , «r»r. « K,. n ^ 2LS4 StaatS»aviere Baden 4 Obligat. fl. 102.30 .4 . W. 10470 . 4 Obl. v. 1886 M. 107 - Badern 4 Obligat. M. 168.36 Deutsch!. MeichSaol. M. 166.80 . 3-/, . M. 98 70 .3 „ M- 84.- Preußen 4 Tansol» M. 106 SO . S'/, . M. 98 90 .3 . M. 81.- Wtbg.4Obl. v. 1879 M. — . 4 Obl. V. 75/80 M. 104 — Oeflrrrrich 4 Gvldrrntr fl. 95 70 , 4V, Silben, fl. 8110 „ 4V-Papierr. fl. — » SPapierr.v. 1881 88 70 llngarn 4 Goldrente 'fl. 82 80 Italien 5 Rente Fr. 89 80 Ru«Smea 5 Am.-R. Kr. 97, Rußland 6 Goldanl. R. 103 60 » SN Orieutanl. PR. 63 6 1 . blll .PR 63.80 /, »nt. 0 . r«» wr. 40 60 , 3 NuSländ. ..... Serbien 5 Toldrentr Lstr. 77 40 Schweden 4 Oblig. M. 102 50 Svaa. 4 AnSlünd. P. 61.16 Berner 3V, Obligat. Fr. 97 70 Egypten 4 Unif. Obl. Lstr. 95.30 . SV, Privil. Lstr. 89- Argent.53nn.Goldanl. P. 36 Bank-Äktie«. 3V. Deutsche R.-Bank M 4 Badische Bank Thlr. I aelieaoa«»- «zerre». ! 3 V ! Htst-_8udmgS-Baha Thlr. 112 60 4 ^ 5 Basler Bankverein 4 Berlin. HandelSges. 4 Darmstädter Bank 4 Deutsche Bank 4 Deutsche BereinSb. 4 Deutsche Unionbank M. 4 Dis!.-Komm.-A. Thlr- 146- 112 80 123 20 M. 13130 fl. M. 155 80 M. 105 80 68.20 180 40 Jnra-Bera-Ln». hweizer Central 4'/,Pfälz. Max-Bahn fl. 143 30 4 dto. Nordost 85-87 4 Ml». Nordbahn fl. 115 20 5 Siidbahu steuerfrei 4 Äotthardbahn Fr. 136 10 4 dto. 5 Böhm., Westbahn k. >hll ...... 5 Tal. Karl-Lndw.-B. fl. bOest-Ung. St.-B. Fr. 5Oest.SItdbaha(8mb.) fl. 5 Oest. Nordwest fl. 5 „ » lüt- U- fl 6180 166.70 85 - 62 70 r. 100 60 r. 93 - r 111 ia 5 Oe«. Kredit ö. fl. 263V» 4 Rhein. Kreditbank Thlr. 116 40 4D.Effektenb.50°/,Thlr. 108 30 4 D. Hvv.-Bk. Tblr. 50°/. 100 30 fl. M. 3033 dto. Kr. I82V.j5Ocst.-U.Sl.B- 73-71 fl. 349^,'S dto. 1.-VHI. GA. Fr. 76»/. S Livorn. 0. 0. u. 0/2 Kr. 1805 Toscall. Central » .. 198 V-5 Weitste. E.-B. 80 stfr., Eiseubahn-Vrioritäte«. !6 South. Pacif. Cal. 1.0 4 Elisabeth steuerfrei M. 100 60 Pfandbriefe. - ~ " 80-!4Pr.B.-K.-Ä.V!I-IXTHlr.100 50 107.404 Preuß. Eeatr-Bod -Kred. 92.40 G. 85 b 100 Thlr 10l4S 92 — 4 Rh. Hyp. S. 43-49 M. 100.30 69 20 3 /, dto. M. 93 82 20! BerzluSliche lOo 20 3V, Preuy. Prä«. Tblr 159 — -4 Badische PrLm. Thlr 139 55 50 4 Bayrische Präm- Thlr. 143 6-0 163 — 4 Mein. Pr.-Pfb. Thlr 129 — Fr. 96 — ,3 Oldenburger. Thlr. 13150, Kr. 102.814 Oesterr. v. 1854 fl. 123 40 r. 103 60 4 . v. 1860 ft. 124 40 101 - 4 Stuhlw.Raab-Tr Thlr. 103 90 SS 60 Unverzinsliche Loose per stück in M. LnSbach-Tunzenh. fl. 42 60 Augsburger fl. 29.60 Braunschweigrr Thlr. 105 — 5 Mähr. Grenzbah» fl. 5 Oest. Nordwest v. 74 M. 5 « „ lut. /4. fl. 5 „ „ lut. fl- . SRaab-Oed.-Tbenf- ! 4 Rudolf j4 . Salzkgut. flsr. 4 Vorarlberger > 3 Jtal. gar. E.-B. kl. j 4 Gotthard IV- S. fl. M M.' Fr. reiburger urhesstsche Mailänder Meininger Oesterrercher dto. Kredit v. schwedische Ungar, staats fl. 254.30 Wechsel und Torte«. Amsterdam fl. 100 163 55 London Lstr 1 20 Paris Fr. 100 80 Ären fl. 120 172 Fr. 29.80 Thlr. Fr. 10 fl. 27.60 v. 1864 fl. 321.- 1858 fl. 333 43 Thlr. 81 Dollars in Gold 20 Krankea-Stück Engl- Sovereigns Obligationen und «ktie». 3V, Freiburg v. 1888 3 Karlsruhe v.1886 Ettlinger Spinnerei .._ KarlSruh. Mas chiaeuf. M. 139 10 Bad Zuckers. Tagh. fl. 57 — 3 Deutsch Phönix 20'/«E. 210 — 4 Rheinische Hypotheken» Bank 70 V, Tblr. 0 Westeregeln-Alkali-W- 5 Dortmund. Union M- 4 V, Alpine Montau abgest 4 Rom i- G S. 1 Lrre 4 dto Ser- 11-VIII Lire StauveS'«re!. Airlehe». 3V, Solms-Lanbach fl. 93.— Äsend-Buorngcn fl. 10150 senb -Birstein 47 M- 8530 sbaak-Discont 8 /^ M M 86.60 fl. 107.— 125 50 93.— 111.50 93.- 79L0 4-I6j Franks nrt»r Ban'-DiScrnt 3' 7 »OM ^7177° " Todesanzeige. R.5>S0. Gerlachs I heim. Verwandten, Freunden und Bekannten gebe ich die schmerzliche Nachricht, daß unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Großmutter , Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Anna Maria sinkum, gcb. Beisler, heute früh 10 /, Uhr nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Gerlachsheim.21.Febr.1892. Im Namen d. Hinterbliebenen: Sl. Brunner, Gerichtsnotar. Tauberbischofs h cim. ^Todesanzeige. Dem Herrn über Le- I ben und Tod hat es gefallen, unfern guten Gatten, Vater, Schwiegervater und Großvater Frans Jakob Krenter, Fürstlich Leining. Oberförster a. D., Ritter des Zähringer- Löwenordens, gestern Nacht »/,12 Uhr unerwartet schnell im 82. Lebensjahre zu sich zu rufen. R518. Um stille Theilnahme bitten Me tieftranernden Hinterbliebenen Tauberbischofsheim, den 20. Februar 1892. R'414.2. Malsch. Bekanntmachung. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 15. Mär» 1891 wurde die Auflisunc! der Genossenschaft beschlossen nod diese am 25. v. Mts. zu Ge- vossenschaftsreaister vorgemerkt. Etwaige Gläubiger der Genossenschaft werden ausgcfordrrt, sich zu melden. Malick, den 10. Februar 1892. Vorschutzvercin Malsch E. G. mit unbeschr. Haftpflicht. Der Vorstand: Werner. Mttkll k ClMPk! zu verkaufen durch R 485 2. L. Walz Sohn, Karlsruhe . Bürgerliche Rechtspflege. Oeftrxtlichr Znkrllnngru. R'516.1. Civ.Nr.4793. Karlsruhe. Martin Westermann, Schneidermeister >n Karlsruhe, vertreten durch Agent I. Weinheimcr allda, klagt gegen den Friedrich Beck, Schlaffer, früher in Karlsruhe, jetzt an unbekannten Orten abwesend, aus Kauf, mit dem Anträge auf vorläufig vollstreckbare Verurthei- lung des Beklagten zur Zablung von 47 M. nebst 5°, Zins vom 15. Januar 1892, und ladet den Beklagten »ur mündlichen Vrrbandlung des Rechts streits vor das Großh. Amtsgericht »u Karlsrube auf Dienstag den 12. April 1892, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den II. Februar 1892. W. Frank, Gcrichtsschreibcr des Gr. Amtsgerichts. R'478.2. Nr.4719. Freiburg. Der Haferhändler Jakob Huber von Tuttlingen, vertr. durch Rechtsagent Emil Ellenrieder in Neustadt, klagt gegen den Max Benitz» Gastwirth von Büchenbach, z. Zl. unbekannt wo, aus Hafer- kaus vom Jah.e 1891, mit dem Antrag auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 67 M. 68 Pf. und Tra- ^ gung der Kosten, und ladet den Be- > klagten zur mündlichen Verhandlung j des Rechtsstreits vor das Gr. Amts- > geeicht zu Freiburg auf j Montag den 28. März 1S92, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Freiburg, den 16. Februar 1832. Wagner, Gcrichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Urtheil. N.SI7. Nr. 1780 Boundorf. In Sachen des Johann Bücke von Stützungen gegen unbekannte Dritte, Aufforderung betr., erkennt das Größt». Amtsgericht Bonndorf durch den Amtsrichter Rieder für Recht: Die bis jetzt nicht angemeldetc» Ansprüche auf die in dem öffentlichen Ausschreiben vom 11 Dezember 1891 Nr. 10,273 ausgeführten, ans Ge- ma.kung Stichlingen gelegenen Lie genschaflen werden für erloschen erklärt. Stühlingen, den 8. Februar 1892. V. R. W. Großh. Amtsgericht Bonndorf, gez. Rieder. Nr. 1918. Die Uebereinstimmung mit der Urschrift wird beurkundet. Bonndorf, den 10. Februar 1892. Gerichts? chrcibereides Gr. Amtsgerichts. Köhler. Bermögen-absoeiderunze». R.515. Nr. 1595. Karlsruhe. Durch Urtheil des Großh. Landgerichts Karlsruhe, Civilkammer II, vom Heutigen wurde die Ehefrau des Karl Knüller, Wilhelmine, ged. Krauß, in Pforzheim für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondrrn. Dies wird hiermit zur Kenntniß der Gläubiger gebracht. Karlsruhe, den SO. Januar 1892. Der Gcrichtsschreiber Großh. Landgerichts Karlsruhe: Wielandt. R.502. Nr. 2620. Baden. In dem Konkurse des Standgelderhebers Heinrich Reich von Baden hat das Gr. Amtsgericht hier durch Urtheil vom Heutigen erkannt, daß die Ehefrau des Gememschuldners, Joscphinc, geborene Maier, berechtigt lei, ihr Vermögen von demjenigen ihre» Ehemannes abzu sondern. Baden, den 8. Februar 1892. Gerichtsschreiber ei Großh.Amtc gerichts. Lutz. N'506. Nr. 1160. Offen bürg. Die Ehefrau des Uhrmachers Eduard Keller, Karoline, geborene Dold, in Furtwangen hat durch Rechtsanwalt Dr. Rombach gegen ihren genannten Ehemann eine Klage aus Vermögensabson- dcrung bei Gr. Landgericht dahier erhoben und ist Termin zur Verhandlung hierüber vor der Civilkammer 1U auf Freitag den 22. April 1892, Vormittags 9 Uhr, anberaumt, was zur Kenntnißnabme der Gläubiger hiemit veröffentlicht wird. Offrnbnrg, den 18. Februar 1892. Die Gerichtsschrciberei des Großh. bad. Landgerichts. Ewald. R.507. Nr. 841. Osfenburg. Dir Ehefrau des Landwirths Michael Himmelsbach, Mario, geborne Ohnemus, von Steinach wurde durch Urtheil der Civilkammer IH dahier unterm Heuti gen für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzusondern. Dies wird zur Kenntniß der Gläubiger gebracht. Osfenburg, den 5. Februar 1892. Die Gcrichtsschreiberei des Großh. bad. Landgerichts. Ewald. Berstollenheitsverfahreil. R.452.2. Nr. 1611. Baden. Der am 19. Dezember 1852 in Haueneber- stemgeborcneSchreiner Martin Warth, zuletzt in Äußerste! (Schweiz), wird seit 1880 vermißt und ist dessen Verschollenheitserklärung beantragt. Der Vermißte wird aufgefordert, binnen Jahresfrist ! Nachricht von sich an Großh. Amtsgericht hier gelangen zu lasten. Ebenso werden alle Diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod des Vermißten zu ertbeilcn vermögen, aufgefordert, binnen Jahresfrist dem Amtsgerichte Anzeige zu erstatten. Baden, den 11. Februar 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Lie Gcrichtsschreiberei: Lutz. R 477.2. Nr. 1961. Säckingcn. Endbescheid. Der am 24. Juni 1862 zu Herrisch- ! ried geborene Johann Tröndle, zu- ! letzt bis zum Jahre 1830 oder 1881 in j Herrischri.'d wohnhaft, wird für ver- i schollen erklärt. ! Säckingcn, den 16. Februar 1892. ! Großh- bad. Amtsgericht. ! (gez.) Scherer. Die Uebereinstimmung mit der Urschrift beurkundet Der Gerichtsschrcibcr: Fücy. Erbeiawrisimgeu. .R'479.2. Nr. 8428. Heidelberg. Bäcker Johann Gremmelmeier von hier hat als Vormund des minderjäh- rigcn Johann Graf vier um Einweisung seines Mündels in Besitz und Gewähr des Nachlasses dessen Mutter, der ledigen Köchin Margaretha Gras von hier, nachgesucht. Diesem Gesuch wird entsprochen, wenn nickt binnen vier Wochen Einwendungen dagegen vorgetragen werden. , Großh. bad. Amtsgericht, gez. Schott. Dies veröffentlicht Heidelberg, den 13. Februar 1892. Der Gerichtsschreiber: Kabian. R.451.2. Nr. 2188. Wi-Sloch. Landwirtb Alois S t e g erWitwe, Maria Anna, geb. Wirth in St. Leon, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres 4- Ehemannes, Alois Stcgcr von St. Leon, gebeten. Diesem Gesuch wird stattgegeben, wenn nicht innerhalb eines Monats begründete Einsprache bei Großh. Amtsgericht Wiesloch dagegen erhoben wirb. Wiesloch, den 10. Februar 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Kumpf. R.370.3. Nr. 1671. Emmen- dingcn. Vom Großh. Amtsgericht Emmendingen wurde heute verfügt: Rosa Mangold» geborene Sckwaab von hier, Witwe des Chemikers Valentin Mangold, zuletzt wohnhaft dahier, bat bei Großh. Amtsgericht dahier um Einweisung in den Besitz und die Gewähr der Vcrlaffenschaft ihres Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird entsprochen, wenn gegen dasselbe nicht innerhalb 6 Wochen Einwendungen erhoben werden. Emmcndiagen, den 5. Februar 1892. Der Gcrichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Jäger. R.37I.3. Nr. 3311. Waldshut. Das Großh. Amtsgericht hat unterm Heutigen verfügt: Die Ehefrau des am 26. Mai 1891 in Haslehof, Gemeinde Küßnach, verstorbenen Landwirths Johann Wagner, Creszentia, geborene Strittmatter, bat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes nach- gefucht. ZurVernehmlaffungetwaBetheiligter wird eine Frist von drei Wochen bestimmt. WaldShut, den 9- Februar 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Mohr. R.449.2. Nr. 4294 Wald Sh nt. Das Großh. Amtsgericht hier hat heute verfügt: Die Witwe de- Wegwarts Jakob Reichert zu Bühl, Apollonia, geborne Saurer, bat die Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes beantragt. Diesem Gesuch wird statlgegcbcn, wenn nicht Zinnen drei Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Waldickut, den 15. Februar 1892. Gcrichtsschreiber Großh. Amtsgerichts: Mohr. R.503.1. Nr. 683 Staufen. TaS Großh Amtsgericht Sraufen har heute beschlossen: Die Witwe des Fischers Michael FuchS, Katharina, geborene Jmm in Hartheim, hat um Einsetzung in die Gewähr deS Nachlasses ihres verstorbenen Ehemannes gebeten. Diesem Gesuch wird stattgegeben werden, wenn nicht binnen vier Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Staufen, den 18. Februar 1892. Der Gerichtsschreiber: D u f n e r. HaudelSregisterriutrilge. R 474. Nr. 87:0. Heidelberg.- Zu O.Z. 345 Band H deS Firmeure- j gisterS wurde eingetragen: Die Firma „Friedrich Klar" mit Sitz in Heidelberg. Jnbaber derselben ist Kaufmann Friedrich Klar in Heidel- - berg. Verehelicht ist derselbe mit Marie Junker von Obergimpern. Nach Art. 1 des Ehcvertrags, ä- ü Heidelberg, den 19. Dezember 1888 wüst jeder Tbcil 50 M in die Gemeinschaft, während alles übrige, j-tzige und künftige, liegende und fahrende, aktive und passive Vermögen von derselben ausgesckloffen bleibt. Heidelberg, 12. Februar 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Rcichardt. R.347. Nr. 1995. Donaueschingcn. Zu O.Z 29 des diesseitigen Gelcll- schastsregisters wurde unterm Heutigen eingetragen: Firma Engesser L Frey in Donaueschiugen. Tbeilhaber der Gesellschaft sind die ledigen Kaufleutc Albert Engcffer L Albert Frey dahier. Jeder zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt; die Gesellschaft hat am 1. Februar 1892 begonnen. Donauesckingen, den 11. Februar 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Oster. R 408. Nr.2143. Donaueschiugen. Unter O.Z. 217 des diesseitigen Firmenregisters wurde heute eingetragen: Die Firma „Fridolin Hall in Allmendshofen". Jnbaber der Firma ist: Werkführer Fridolin Hall in All- mendShosen, verheirathet mit Hermine, geb. Wunderte, ohne Errichtung eine- EhevertraaS. Donaueschinzen, 15. Februar 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Oster. R'475. Nr.2141. Emmendingen. Zu Ordn.Z. 149 de» Firmenregisters: Firma Benedikt Haas in Emmendingen, wurde eingetragen: Die Firma ist am 1. Oktober 1891 erloschen. Emmendingen, 15. Februar 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Selb. Strafrechtspflege. Ladungen. R.482.2. Nr. 4704. Freiburg. 1. Wilhelm Friedrich Heß, geboren am 30. Oktober 1869 in Egringen, zuletzt daselbst, 2. Johann Friedrich Bühler, geh. am 26. Juni 1869 in Hüsingen, hcnnatbsbcrechtigt in Hägelberg, zuletzt in Steinen, 3. Karl Friedrich Sckeuermann, geb. am 1 Dezember 1869 inJstein, zuletzt daselbst, 4. Isidor Wnnderlin, geb. am 10. Oktober 1869 in Jstein, zuletzt daselbst, 5. Robert Märtin, geb. am 7. Oktober 1869 in Kirchen, zuletzt daselbst. 6. Gustav August Im grabe», geb. am 2. Juli 1869 in Lörrack, zuletzt in Stetten, 7. Karl Albert Maier, geb. am 12. November 1869 in Lörrach, zuletzt daselbst, 8. August Graf, geb. am 13. August 1869 in Oellingen, zuletzt daselbst, 9. Jobann Georg Herbster, geb. am 8. April 1869 in Schallbach, zuletzt in Kandern. 10. Otto Ebner, geb. am 8. März 1869 in Steinen, zuletzt daselbst, 11. August Hodel, geb. am 24. Oktober 1869 in Weil, zuletzt daselbst, 12. Karl Svohn, geb. am 23. Februar 1869 in Weil, zuletzt daselbst, werden beschuldigt, daß sie als Wehrpflichtige in der Absicht» sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubnis entweder das Bundesgebiet verlassen haben oder nach erreichtem mil'- tärpflicktigcm Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufhalten. Vergehen strafbor nach 8 140 Abs. 1 Nr. I deS R.Str.G.B. Diesclbkn werden auf Samstag den 2. April 1892, Vormittags 8V, Uhr, vor die 11 Strafkammer Großh. Landgerichts hierselbit zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach 8 472 der Str.Pr.O. von dem Großh. Bezirksamt Lörrach über die der Anklage zu Grunde liegenden Thalsachen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Freiburg. den 18. Februar 1892. Der Großh. Staatsanwalt: (gez.) Geiler. Zur Beglaubigung. Der Erste Kanzlcibeamte: Ramsperger. R'495.1. Nr. 2055. Meßkirch. Ignaz Säimid, 32 Jab>e alt. Land' wirtü von Sauldorf, zuletzt wshnfafk daselbst, und Franz Kästle, 38 Jabre a(t, Bierbrauer von Schwandorf, zuletzt wohnhaft in Meßkirch, werden beschuldigt, daß sie, und zwar Schmid als Wchrmann der Landweyr ohne Erlaubniß, Kästle als Wehrmann -1l. Aufgebots ohne von der bevorsteben- j den Auswanderung der Mililärbcbücde Anzeige erstattet zu haben, auSgcwan- dert seien — Uebcrlretung gegen 8 360* R.Sl.G.B. - Die Genannten werden auf Anordnung Gr. Amtsgerichts h «selbst aus: Dienstag den 12. April 1892, Vormittags 9 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Meßkirch zur Hauptverhandlung geladen. - > Bn unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach 8 472 Str.P.O. von dem Kgl. Bezirkskommando zu Lörrach ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Meßkirch, den 18. Februar 1892. Der Gcrichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Bender. R 453.3. Nr. 1372. Ettlingen. Georg Gottlieb Feuchter, Küfer, ge- : baren am 3 September 1864 zu Unlcr- steinbach, Oberamt Oehringen. Württemberg, zuletzt wohnhaft in Ettlingen, wird beschuldigt, als Ersatzreservist auSgewandcrt zu sein» ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, Ucbcrtretuna gegen 8 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuches. Derselbe wird auf Anordnung deS Großh. Amtsgerichts hierftlbst auf Donnerstag den 24. März 1892, Vormittags 9 Uhr, vor das Gr- Schöffengericht Ettlingen zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strafprozcßordnung von dem König! Bezirkskommando zu Karlsruhe ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Ettlingen, den 16. Februar 1892. Gut, Gcrichtsschreiber des Gr-Amtsgerichts. Holzversteigerung. N 348.2. Nr. 109 Großb. bad-Be- zirksforstci GernSback versteigert aus Domänenwald Gernsberg mit Borg- seist oder Rabaltbewilligung bei Baar- zahlung am Freitag» 36. Februar L893, früh 9 Uhr beginnend, im Ratshause zu tSeruSbach: Wcganf- hiebsergebniß auS Abtheilung 3. 4, 5 und 6 und Durchforstungsergebniß aus Abth. 16: 29 Eichen HI- und IV. Kl.; 7 Buchen; 10 Lärckenstämmc I, H- u. Ill- Kl.; Tanucnstämme 9 1, 22 H., 51 Hl., 346 IV.. 222 V. Kl.; Tannen- klötze 37 I-, 37 II . 18 Hl. Kl.; 5 eich. Wagnerftangen; tannenc Gerüststangen 150 I. und 95 1l Kl.; tanncne Hopfenstangen 270 I., 290 11-, 390 111, 450 IV. Kl.; 680 tannene Rebpfähle und 430 tann. Bohnenstecken; ferner Scheitholz Ster: 3 buchen, 24 rannen; Prü- gelholz Ster: 3 eichen, 6 buchen, 90 tannen. Vorzeiger des Holzes Domä- nenwaldbüter Zipfe in Gernsbach» der auf Verlangen Auszüge aus den Auf- nahmslisten fertigt. R.342.3. Stratzburg. Reichseisenbahuea i» Elssß- Lothnsgeu. Verdingung der Bauarbeiten zur Herstellung de» Bahnkörpers der 12 Kilometer langen Bahnstrecke von Merzweilcr nach Walburg am Mittwotti 9. März 1893, Bormittags 11 Uhr. im bauiechaischen Bureau der Reichs - Eisenbahnen zu Straßburg Die Ausführung umfaßt u. A. 335000 okw Erdbewegung, veransckl. zu 324200 Mark, 1000 gm Soblen- und Böschungs- pflastcr, 5500 cdm Bruchsteinmauerwerk, 22000 gm Wegebesestigungsarbritcn. Termin für die Fertigstellung: 1. Mai 1893. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Die Zeichnungen, Bedingungen und Berechnungen können im bautecknischen Bürean eingesehen, auch daher — mit Ausvhme der Zeichnungen — gegen Erstattung der Druckkosten bezogen werden. Straßdurg, den 9. Februar 1892. Bautechnifckes Bureau der Reichs- Eisenbahnen. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchdruckerei.