Karlsruher Jeitiuz. 82 . Tienftag. 22. März. BorauSbezabluug: Expedition: Karl-FriedrichS-Straße Nr. 14,j woselbst auch die Anzeigen io Empfang genommen werden. vierteljährlich 3 M. 80 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingerechnet» S M. Sb EinrückungSgebühr: die gespaltene Petit,eile oder deren Raum 20 Pfennige Briese und Gelder frei. ^ 1892 Nichtamtlicher Theil. Karlsruhe, d en 21. März. D,c Krisis im preußischen Staatsministcrium hat ihren Ztand bis jetzt nicht verändert. Daß entscheidende Ent- ichlüffe des Monarchen bevorstehen, läßt sich aus der schon heute Vormittag mitgetheilken Nachricht schließen, der zufolge Reichskanzler Graf Csprivi auf telegraphische Berufung zu Seiner Majestät dem Kaiser nach Hubertusstock gereist ist. Die große Mehrzahl der Blätter hält an der Meinung fest, daß ein Rücktritt des preußischen Kultusministers Graf Zedlitz die Stellung des Reichskanzlers nicht berühren werde. Die „Nationalzeitung" schreibt: „Die Entscheidung der Krisis bleibt zunächst vertagt, doch bestehen über ihren wahrscheinlichen Ausgang kaum noch Meinungsverschiedenheiten. Auch die ^.Kreuzzeitung". welche die Nachricht verzeichnet, der Kaiser habe in einem an den Kultusminister gerichteten gnädigen Handschreiben dessen Entlassungsgesuch ablehnend beantwortet, fügt doch hinzu: „Man glaubt indessen nicht, daß Graf Zedlitz sich zum Verbleiben im Amte bereit finden lassen werde." Was den Grafen Caprivi angeht, so wird nach wie vor fast allgemein angenommen, daß -hm gegenüber der Kaiser auf dem Verbleiben in seinen Stellung«'» als Reichskanzler und Ministerpräsident begehen, und daß Graf Caprivi sich dazu bereit erklären werde. Die Vermuthungrn über den Nachfolger des Grafen Zedlitz sind unter den obwaltenden Umständen ziemlich bedeutungslos; mit einiger Bestimmtheit wird nur per Kabinetschef des Kaisers, Herr v. Lucanus, genannt, bekanntlich früher Unterstaatssekretär im Kultusministerium." Angesichts des Mangels an positiven neuen Meldungen über den Stand der Angelegenheit ergehen Sie meisten Blätter sich in allgemeinen Betrachtungen über die Bedeutung der eingetretenen Krisis. Wirtheilen Einiges ans diesen Betrachtungen unter „Zeitungsstimmen" mit. Ueber die Vorgänge im Kronrath, die das Ent- (asiungsgesuch des Kultusministers veranlaßt haben sollen, fehlt heute eine zuverlässige Darstellung noch eben so vollständig, wie am Samstag; die „Nordd. Allgem. Ztg." ist sogar bestrebt, die in den Blättern enthaltenen Berichte über den Kronrath als werthlose Vermuthungen hinzustellen. Sie sagt: „Die in den Blättern auftauchenden Mitlheilungen über den am Donnerstag abgehaltenen Kronrath entbehren jeder Zuverlässigkeit und müssen derselben entbehren, weil die Verhandlungen des Kronraths durch die jedem Theilnehmer obliegende Pflicht des Amtsgeheimnisses vor der Möglichkeit der Veröffentlichung geschützt sind. Alles, was die Blätter hierüber sagen, beruht daher auf Kombinationen, die zum größten Theil weder geschickt noch glücklich sind." In Belgien finden alljährlich größere Arbeitcrausstände statt, welche das Land in Unruhe versetzen. Die Angriffe auf die Arbeitssreiheit spielen dabei eine große Rolle und sie belgischen Gerichte Pflegen diese Angriffe, für welche SaS Gesetz vier Wochen bis ein Jahr Gefängnißstrase festsetzt, hart zu bestrafen. Auf Anvringen der Staatsanwälte hat der Justizminister jetzt einen Gesetzentwurf eingebracht, welcher nicht nur die Strafen für die Angriffe auf die Arbeitsfreiheit verdoppelt, sondern auch zahlreiche neue Straffälle feststellt. Obwohl die Arbeiterpresse über dieses den Ausständen und ihren Ausschreitungen entgegemretende Gesetz gewaltig Lärm schlug, stimmten die Kammerabtheilungen dem Gesetze zu sind überwiesen es einem Ausschüsse zur Vorberathung. Aus dem jetzt erstatteten Bericht geht hervor, daß der Ausschuß die Regierungsvorlage noch verschärft hat. Das Gesetz, welches zweifellos Annahme finden wird, bestimmt, daß derjenige mit acht Tagen bis zwei Jahren Gefäng- niß und mit 50 bis 1000 Frcs. Geldstrafe belegt wird, welcher, um Erhöhung oder Kürzung der Löhne zu erzwingen oder um die freie Ausübung der Industrie oder der Arbeit anzutasten, Gewaltthaten begangen, Beschimpfungen oder Drohungen ausgestoßen, Strafen, Verbote, Untersagungen oder irgend eine Aechtung gegen Arbeiter oder Arbeitgeber ausgesprochen hat. Die gleiche Strafe trifft diejenigen, welche die Arbeitsfreiheit der Arbeitgeber oder Arbeiter angetastet haben durch Zusammenrottungen bei Werkstätten, in denen gearbeitet wird, oder bei der Wohnung derer, die sie leiten, sei es, daß sie zur Arbeit gehende oder von ihr heimkehrende Arbeiter einschüchtern, sei es, daß sie Explosionen bei den industriellen Werken oder bei von Arbeitern bewohnten Lokalitäten Hervorrufen, sei es, daß sie Einfriedigungen industrieller Werke zerstören oder für die Arbeit erforderliche Werkzeuge, Geräthe u. s. w. unbrauchbar machen oder zerstören. Vrutschland. * Berlin, 20. März. Ueber die Rückkehr Seiner Majestät desKaisers aus Hubertusstock ist hier nichts bekannt. Seine Königliche Hoheit der Prinz Heinrich, welcher sich nach seiner Rückkehr von den Beisetzungsfeierlichkeiten in Darmstadt gestern sosort zum Kaiser nach Hubertusstock begeben hatte, traf am heutigen Nachmittage von dort hier wieder ein. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, der gegenwärtig in Cannes weilt, hat gestern, am 19. März, seinen Geburtstag gefeiert. Zum Geburtstag des Großherzogs schreibt die „Rostvcker Zeitung": „Wir dürfen uns der Zuversicht hingebcn, daß der Großherzog, sobald auch in unserem Norden der Sommer cingezogen ist, sein Land wird aufsuchen können, um in demselben wenigstens die milde Jahreszeit zu verleben. Am heutigen Tage aber senden alle Mecklenburger ihre Glückwünsche nach Cannes, sie hoffen, daß der Landesherr im besten Wohlergehen im Kreise der Großherzvglichen Familie seinen Geburtstag in ungetrübtester Weise begehen werde, sie wünschen, daß Allerhöchstdemselben jetzt und immerdar Glück und Segen erblühen möge, und der höchste Wunsch ist, daß cs Seiner Königlichen Hoheit über kurz oder lang ermöglicht werde, dauernden Aufenthalt in der Heimath zu nehmen. Mögen unserem Landesherrn viele glückliche Jahre beschieocn sein." — Seine Königl. Hoheit der Großherog von Luxemburg ist am nächsten Dienstag fünfzig Jahre Chef des westfälischen Ulanenregiments Nr. 5. Der Großherzog Adolf von Luxemburg nimmt persönlich an der Feier dieses Jubiläums von Seiten des Regiments in Düsseldorf theil. Höchstdcrselbe trifft heute aus Hohenburg in Luxemburg ein, von wo er am Montag Nachmittag nach Düsseldorf reist. Das „Militärwochenblatt" widmet dem Jubiläum des Großherzogs folgende Worte: „Fünfzig Jahre lind am 22. März d. I. verflossen, seit Seine Majestät König Friedrick Wilhelm IV. den Herzog Adolf zu Naffau Hoheit zum Cbes des westfälischen Ulanenregiments Nr- S ernannten. Großes hat in diesem halben Jahrhundert unser Vaterland ederlebt. und unentwegt erhielt der hohe Chef Höchst-' sein gnädiges Wohlwollen seinen Ulanen. Möge der Armee, deren ältester General Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Luxemburg ist, möge dem Regiment der erlauchte Chef noch lange erhalten bleiben. Die Worte Seiner Königlichen Hoheit, mit denen der Glückwunsch zum 7Siährigen Jubiläum des Regiments schließt, wird letzteres stets in hoben Ehren ballen: „Seinen alten Traditionen gemäß bis in die spätesten Zeiten getreu zu bleiben für König und Vaterland". Dank and Verehrung aber gegen den erlauchten ritterlichen Herrn «erden eine bleibend« Stätte in den Herzen der alten und jungen fünften Ulanen finden. — Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte in dritter Lesung den Etat. Der Kultusminister Graf Zedlitz war auch bei der Berathung des Kultusetals nicht anwesend. Morgen kommt die Welfenvorlage zur Berathung. — Nach einer Mittheilung des Auswärtigen Amtes ist der Präsident der Republik Brasilien, Marschall Florians Peixoto, und der Präsident des Freistaats Chile, Admiral Don Jorge Montt, von Seiner Majestät dem Kaiser als im Besitze der Regierungsgewalt befindlich anerkannt worden. (In Chile und in Brasilien hat sich bekanntlich der Regierungswechsel auf dem Wege einer Empörung gegen die vormaligen Präsidenten dieser Republiken vollzogen. Montt wurde an Stelle des Generals Balmaceda in Chile und Peixoto an Stelle des Marschalls Fonseca in Brasilien Präsident.) — Aus Madrid läßt das Wolffsche Telegraphenbureau sich berichten: „Dem Vernehmen nach sollen hier vorläufige Besprechungen über den Abschluß eines neuen französisch-spanischen Handelsvertrages eingeleitet worden sein". — Das deutsche Panzerschiff „Baden", welches nach einer Meldung aus Kopenhagen leicht aufgefahren war, ist wieder flott gebracht und mit Hilfe des Panzerschiffe- „Bayern" und zweier Schleppdampfer nach Kiel abgegangen. . , i, . - —L »» p c u t t. u V UL Len von 25. und 26. Februar zu beschäftigen. Don den de Theilnahme an den Krawallen Angeschuldigten wurde, acht wegen Lanfriedensbruchs zu 15 bis 38 Monat Ge fängniß, die übrigen wegen Betheiligung an Auflauf un Widerstands zu 2 bis 12 Monat Gcsängniß, einer wegei Im Reirhsdirnste vor 44 Jahren. Za den „vielseitigsten" Mitgliedern des Deuischcn Reichstags gehört der Kommcrzienrath Wilhelm Occkelhäuser- Er ist Großindustrieller gewesen und stützt als Generaldirekor an der Stütze der Deutschen Kontinentalgasgesellschaft in Dessau; er Lat fick einen Namen erworben als Handels- und sozialpolitischer Schriftsteller; dabei zählt er zu den hervorragendsten Shalspeare- Kennern, gehörte zu den Begründern der Deutschen Shakspeare- Geseüschaft und bat anerkannt vortreffliche Bühnenhearbeitungrn Sbaksveare's geliefert, die auch unlängst bei der Aufführung »er Königsdramen in unserer Siadt benützt worden sind. Daß er im Kvmmnnaldicnste gestanden hat. nämlich als Bürgermeister m Mülheim a. d. Ruhr von 1852 bis 1856. ist vielleicht be. k-nnter» als daß er auch einmal im Reichsdienste war; freilich ist das letztere noch längere Zeit her und Oechelhäuser hatte damals nicht gerade viel Gelegenheit zu politischen Großtbaten. Die Erinnerung an Occhelhäusers Thätigkeit als Assessor des Reichshandelsministeriums vom Jahr 1848 und der Central- dundeskvmmission in Frankfurt a. M. wird aber wieder aufge» frischt durch die soeben erschienenen LebcnSerinnccungen des jetzt 72jährigen Herrn. Die „Erinnerungen aus den Jahren 1843 bis 1850" von Wilhelm Oecheldäuser, die im Verlag von Julius Springer zu Berlin erschienen find, cnhalten neben vielen ernsten Erinnerungen manche heitere Episode aus jener bewegten Zeit. Namentlich das Debüt des Siebenundzwanzigjährigen im Dienste des Deutschen Reiches als „Reichshandelsministerialsekcctär" wird die Leser ergötzen. „Die Märztage des Jahres 1848" — so beginnt Oechelhäuser seine Erinnerungen — „waren über Europa dabin gebraust. Sie hatten den Freiheitsdrang des deutschen Volkes entfesselt, in ihren Ausbrüchen aber zunächst seine wirtb- schaftlichen Kräfte total gelähmt. Handel und Verkehr stockten, in der allgemeinen Krisis gingen auck für mich die Aussichten auf Begründung eines eigenen Geschäftes unter. So verließ ich denn — ich stand in meinem 28. Lebensjahr — am 4. April 1843 meine Heimatb in den westfälischen Bergen, um mir einen neuen Wirkungskreis, womöglich im Staatsdienste, zu suchen .... Ich richtete mein Augenmerk aus eine Anstellung im Reichsdienst in Frankfurt. Von einem älteren Freunde aus meiner Vaterstadt erhielt ich ein Empfehlungsschreiben un den Bremer Großlauf- i mann Senator Duckwitz, von dessen Hause er seit Jahr- ! zehnten die Wildhäute für seine Gerberei bezog und den die öffentliche Meinung damals schon als den künftigen Reichshandelsminister bcznchnrle. So tras ich denn kurz vor dem am II. Juli erfolgenden Einzug des Reichsverwesers Erzherzog Johann in meiner neuen Schicksalsstadt Frankfurt ein. Es war Ende Sempkembec, als Duckwitz mich „zur Probe" in seinem Ministerium anstellte und, nach bestandener Probe, am 23. Dezember 1848, meine Ernennung zum „Reichsministcrial- Sekcetär" mit 1 500 Gulden (857 Tkaler) Gehalt Unterzeichnete. Das Neichsbaudelsministerium befand sich bei meinem Dienstantritt noch so recht in statu vsscunäi. Reichsminister Duckwitz, Unterstaalssekretär Fallati,. ei» Ministerialrath Schneider — früher Bremischer Konsul und Kaufmann in Kalkutta —, Mi- nifterialrath Hclferich — bis tahin, wie Fallati» Professor der Staatswiffenschasten in Tübingen —. zwei kommissarisch von Preußen und Sachsen entsandte Finanz- und Zollbeamte, ein gleich mir als Ministerialsekrctär angestellter preußischer Regierungsreferendar, ein expedirender Sekretär, drei oder vier Kanzlei- und Registraturbeamte und, nicht zu vergessen, ein Portier und rin Bote, — das war das Gesammtpersonal des Reichs- Handelsministeriums, von dem sich Deutschland, in unbestimmtem Erwartungsdrang, so große Dinge versprach. Bei dem Fortbestehen des Zollvereins und des Hannover und Oldenburg umfassenden Steuervereias, konnte das Ministerium selbstverständlich noch keii>erl-i verwaltende Thätigkeit auf dem Gebiet der Zollpolitik und Lolkswirtdschaft ausüben; es handelte sich also nur um Vorbereitungen für Gesetze und Organisationen. In diesen Anfangs- und Evtwicklungsschwierigkriren ist denn auch _ ,—... uatcliic LYUIigrell brachte mich meinem Chef Duckwitz persönlich immer näher, und ich wurde bald von ihm als offiziöser Korrespordent beschäftigt. Fast alle Artikel, in weichen damals in der „Frankfurter Ober- postamlszeirung" und den Bremer Zeitungen die Duckwitz'schen Absichten und Grundsätze gegen die freihändlerischen Hamburger Blätter vertheidigt wurden, stammten aus meiner Feder. Nach dem Rücktritt des Ministeriums Gagern am 10. Mai 1849 ernannte der Reichsverwcser zu Nachfolgern des doch unstreitig aus bedeutenden und patriotischen Männern zusammengesetzt gewesenen ersten Ministeriums ein Kollegium von Nullitäten und Intriganten, welches einem Hohn auf das ganze deutsche Einigungswerk gleichkum, Männer, wir Graevell, Detmold, Merk, Jochmus u. s. m. Die Seele des neuen Ministeriums und seine einzige geistige Kraft war Detmold, der frivole hannsvcr'sche Advokat, der die Parlamentsoufgabm nur als Witzesüdung betrüb und erst kurz vorder die „Thaten und Meinungen des Herrn P.cpmeier" veröffentlicht hatte» die das Parlament und rnsbesondere die Bestrebungen der preußischest Partei verhöhnten. Detmold wurde nun mein Cbes, während er aus seinem Höcker — er war von Figur sehr klein und sehr bucklig — noch zwei weitere Ministerien, des Inneren und der Justiz. mit Leichtigkeit trug." Nach einem Kommissorium als deutscher Ausüellungsdelegirter bei der Pariser Industrieausstellung von 1849 erhielt Oechelhäuser ein Patent als „Reichsministerialassefsor", daS einzige Exemplar dieser Species, welches die deutsche Centralgewalt gezüchtet hat. Eine Gehaltserhöhung war hiermit allerdings nicht verbunden; denn die Reicksministcrien > da die meisten Bundesstaaten keine Matrikularbeiträge mehr zahlten, befanden sich stets in der größten Geldklemme, welche das Finanzgenie Mercks nur dadurch mühsam zu beseitigen wußte, daß er einen ehemaligen Abgeordneten der Paulskirche gegen Provisionsvergütung bei den Staaten herumschicktr, umBei» träge zu erbetteln. Majestätsbeleidigung und Beleidigung der Schutzmannschaft z« 2 Jahren Gefängniß verurtheilt. Dessau, 20. März. Der Landtag hat in zweiter Lesung das ErbschaftS- und das Urkundenstempelgesetz, resp. die Novellen zu diesen Gesetzen Herathen. Die Aenderungen berücksichtigen bei Berechnung des Kapitalwerths der Renten den umgestalteten Zinsfuß. Defraudationen sollen mit Entrichtung des zehnfachen Werthes der hinterzogenen Summe geahndet werden. Hauptgrundsatz für die Erbschaftssteuer ist die Steuerpflichtigkeit in allen Fällen, wo der Erblasier seinen Wohnsitz in Anhalt gehabt hat. Inländischer Grundbesitz unterliegt der Steuer auch dann, wenn der Erblasser auswärts gewohnt hat. Hat letzterer mehrfachen Wohnsitz, so wird sein beweg- licher Besitz mit der Erbschaftssteuer nur dann belegt, wenn er anhaltischer Staatsangehöriger war. Dresden. 20. März. Ihre Majestät die Königin gedenkt zur Kräftigung Ihrer Gesundheit einen mehrwöchigen Aufenthalt in Mentone zu nehmen und wird am nächsten Donnerstag über Frankfurt a. M.. Luzern und Genua nach Mentone abreisen. — Se. Großherzogliche Hoheit der Prinz Max von Baden ist gestern Vormittag von Berlin hier eingetroffen und im König!. Residenzschlosse abgetreten. — Den Kammern ist ein Gesetzentwurf vorgelegt worden über die Aufnahme einer 3proz. Rentenanleihe. Beabsichtigt wird die Ausgabe von Schuldverschreibungen im Nennwerth von 60 Millionen Mark in Abschnitten zu 200, 300, 500. 1000, 3000 und 5000 Mk. Die Anleihe ist zur Deckung der außerordentlichen Bedürfnisse der Finanzperiode 1888 89, rl890M nnd 1892/93 bestimmt, soweit die Uebcrschüffe rüherer Jahre nicht ausreichen. Gotha, 20. März. In einer der letzten Sitzungen des Gothaischen Landtags hatte sich bei der Abstimmung über den Gesetzentwurf wegen Einführung der Gebäudesteuer Stimmengleichheit ergeben. Nach der Ge- schäftsordnung muß eine solche Abstimmung in der folgenden Sitzung ohne jede Diskussion wiederholt werden. Da sich gestern nun abermals Stimmengleichheit herausstellte, so ist die Vorlage abgelehnt. Frankreich. Paris, 19. März. Das Aabinet Loubet hat die Präfekten in einem Rundschreiben angewiesen, das Gesetz und die Verfertigung und Aufbewahrung von Sprengstoffen streng durchzuführen. Die Untersuchung gegen die verhafteten Anarchisten wird lebhaft fortgesetzt. Einer der neuerdings Verhafteten ist stark verdächtig, den Anschlag auf dem Boulevard Saint-Germain verübt zu haben. Heute wurde auch der Anarchist Dupont, Redakteur eines revolutionären Blattes, verhaftet, bei dem man eine Art elektrischer Zündvorrichtung fand. Der 18. März ist nicht nur in Paris, sondern auch in der Provinz ruhig verlaufen. Belgien. Brüssel, 20. März. Gestern Nachmittag fand im Schlosse zu Laekeu eine Gasexplosion statt, bei welcher ein Arbeiter verletzt und einige Fensterscheiben zertrümmert wurden. Der Vorfall verhinderte nicht, daß Ihre Majestäten der König und die Königin gestern Abend die Mitglieder des Artistischen Klubs in den Räumen des Schlosses empfingen. (Das Schloß Lacken ist, wie man sich erinnert, erst vor nicht langer Zeit von einer Feuersbrunst heimgesucht worden Was die Gasexplosion vom Samstag betrifft, so ist ihre Ursache noch nicht genauer bekannt. Bei den neuerdings auf belgischem Boden wiederholt vorgekommenen anarchistischen Dynamitanschlägen wird wohl der Argwohn nicht aus- bleiben, daß man es mit einem Werke der Anarchisten zu thun habe; bis jetzt liegen aber für eine solche Ver- muthung keine Gründe vor. Der Umstand. daß ein Arbeiter bei der Explosion verletzt wurde, läßt wohl im Gegentheil darauf schließen, daß der Unfall gelegentlich von Reparaturarbeiten an der Gasleitung erfolgt ist.) „Im früheren Geleise weiter arbeitend, war allmählich die im österreichischen Interesse vom Reichsvecweser und Detmold fest- gchaltene Form der Reichsministerien fast zur Posse geworden. Im Handelsministerium nahm Mimsteriairatb Schneider im Herbst 1849 seinen Abschied und ging in eine kaufmännische Stellung nach Bremen zurück. Der expedirende Sekretär fing in Ruhrort einen Kohlenhandel an und von den Kanzlisten wurde einer anderweit durch den unermüdlichen Marinerath Jordan beschäftigt. Selbstverständlich hatten sich die preußischen und sächsischen Kommissare, ferner Professor Helferich und auch mein Kollege, der Regierungsrcferendar, schon gleichzeitig mit Duckwitz entfernt. So sah ich mich denn von Ende November ab an der Spitze d:s gesammten Beamtenpersonals des deutschen Reichshandelsministeriums, das außer mir nur noch aus einem Kanzieibeamten, einem Schreiber, und — nicht zu vergessen — einem Portier bestand. Dieser Portier» der allmählich aus seinem Posten so fett geworden war, daß er kaum mehr aus den Augen sehen konnte, und dessen amtliche Beschäftigung hauptsächlich nur »och darin bestand» zweimal täglich bei meinem Kommen die j Tbüre aufzureißen, verursachte indeß beim Eintritt des Winters eine große Beunruhigung im Reichsministerium. So lange Duckwitz das Handels- und Marineministerium zugleich verwaltete, die im ersten und zweiten Stock desselben Gebäudes ^ütergcdracht waren, hatte der Portier, obgleich vom Handelsministerium salarirt, zugleich die Oefen des Marineminifteriums Heizen müssen. Nun wurde er aber aus den Etat letzteren Ministeriums übernommen und weigerte sich entschieden, ferner die Oefen seines srübern Refforts zu besorgen. Ziemlich acht Tage lang mußte ich wegen grimmiger Kälte den Besuch meines Bureaus gänzlich einstellen; dann schloffen , nach sehr gereizter Korrespondenz zwischen den beiden „hohen Ministerien , Excellenz Detmold und Excellenz Jochmus einen denkwürdigen Frieden und der dicke Portier mußte zu seinem großen Verdruß wieder beide Ministerien beheizen, — ein kleines Sathrspiel, welches auf ein weltgeschichtliches Drama folgte. Diesem idyllische» Beamteuleben machte dir von Preußen und Großbritannien. London, 20. März. Ihre Majestät die Königin ist gestern mit dem Prinzen und der Prinzessin von Battenberg über Portsmouth nach Cherbourg abgereist, um sich von dort nach HyöreS zu begeben. — Die englischen Radikalen scheinen nach ihrem jüngsten Erfolg bei den Londoner Grafschaftswahlen ihre Ungeduld, das Parlament aufgelöst zu sehen und bei den Neuwahlen die Aussicht auf eine Regierung nach ihrem Sinne zu gewinnen, kaum noch bemeistern zu können. Ihr Führer, Herr Labouchere, glaubt in dieser Hinsicht der Regierung ernstlich auf den Zahn fühlen zu sollen. Während der Berathung verschiedener Etats für den Staatsdienst beantragte das genannte Parlamentsmitglied die Erörterung auszusetzen, bis die Regierung sich über den Zeitpunkt für die Auslösung des Parlamente geäußert habe. Darauf erwiderte als Vertreter der Regierung Herr Balfour, er vermöge über den Zeitpunkt der Auflösung ebenso wenig Aufschluß zu geben, wie Labonchvre selber; die Regierung habe dem Hause der Gemeinen ein gesetzgeberisches Programm vorgelegt, welches sie für nützlich und heilbringend halte und welches sich nach ihrem Ermessen dem Volke Englands empfehle. Er erblicke keine» Grund, warum dieses Programm nicht ausgeführt werden sollte. Aus der kühlen Erwiderung Balfours wird von einigen Blättern der Schluß gezogen, das Kabinet beabsichtige, das im nächsten Jahre eintretende natürliche Ende der Session abzuwarten. Indessen ist nicht zu verkennen, daß hierzu selbst innerhalb der konservativen Partei keineswegs allgemeine Geneigtheit obwaltet. Eigentlich sind es nur die durch die Wahlen in den Grafschaftsrath erschreckten Londoner Konservativen, welche derartige Wünsche hegen, da sie hoffen, irgendwelche arbeiterfreundliche Vorlage könnte in dem so gewonnenen Zeitraum eine den Konservativen günstige Stimmungsänderung unter den Arbeitern bewirken. In den nächsten Wochen freilich ist keine Parlametsauflösung zn erwarten, da die hervorragendsten Politiker sich für die Frühlingsferien gerüstet haben. Zeitrmgsöimmen. Die politische Lage, welche 'durch das Entlassnngsgesuch deS preußischen Kultusministers Grafen Zedlitz geschaffen worden ist, liefert der Tagesorefse überreichen D!skusstonskoff. Wir müssen uns aus Gründen des Ranmmanaels darauf beschränken, ein paar Preßstimmen anzuführen. Die „Post" beginnt einen „Die Wendung" überschricbenen Artikel mit den Worten: „Der Beschluß, das Volksschulgesetz in der laufenden Session mehr zum Abschluß zu bringen, zeigt, daß die Staatsregierung mit der vollen Erkenntnis der durch die Einbringung derselben geschaffenen mißlichen politischen Lage auch den raschen Entschluß gefunden hat. ven Anforderungen derselben gerecht zu werden, ohne sich von sachlich nicht begründeten Dekorumsei Wägungen davon abhatten zu lassen. Welcher Weg zur Durchführung des Abschluffes gewählt werden wird, scheint noch nicht festzustehen und wird wohl wesentlich davon abhängen, ob unk welche Per- sonalveränderungen im Staatsministerium der Entschluß der Staatsregieruri« nach sich ziehen wird." Das Blatt schließt diesen Artikel mit den Bemerkungen: „Die Namen, welche in der Presse als vermutbliche Nachfolger des Grafe» Zedlitz genannt werden, beruhen naturgemäß auf reiner Vermuthung: daß kür den Fall des Rücktritts des Grafen Zedlitz Herr v. Bennigsen oder Frhr. v Zedlitz, deren Namen u. A. in der Presse genannt werden, zu seinem Nachfolger ausersehcn werden sollte, halten wir schon aus dem Grunde für ausgeschlossen, weil man sicher vermeiden wird, die Wirkung der Srstirung des Bolts- schulges-tzcs durch die Ernennung eines cnischicdenen Gegners desselben zum Unterrichtsminister zu verstärken. Die hoffentlich nun bald abgeschlossene Episode des Volksschulgesctzes bildet noch leder Richtung eine der unerfreulichsten Erscheinungen auf drm Gebiete der Staatsleitung: aus ihr können wir nur lernen, wie man, sachlich, wie in der Form, die Sacke nicht machen darf. Aus ihr kann man aber auf der andern Seite wieder deutlich erkennen, welche Kraft der energischen überzcugungStreuen parlamentarischen Aktion auch der Minderheit beiwohnt, zumal wenn sie von der öffentlichen Meinung im Lande unterstützt wird. Daß dem entschiedenen Austreten der freikonservativen Partei und ihrer parlamentarischen Vertretung in erster Linie der Erfolg zu danken ist, wird nickt zu bestreiten sein." Oesterreich einocsetzle IntcrimSbundeskommission am L0. Dezcm- , der 1849 ein Ende. „Mein schönes Bureau mußte ick räumen; ! im übrigen aber blieb ich, fast noch ein ganzes Javr lang. von der Jnterimsbehörde vollständig unbehelligt. Man nah», von j mir, sowie von den wenigen Beamten gleicher Kategorie ans Len ! anderen Ministeriell, absolut keine Notiz, und wie unter dem ^ Ministerium Detmold, bestand auch mein ganzer geschäftlicher > und amtlicher Zusammenhang mit der Jnterimskommission ledig- j lieh in dem Austausch von Gehalt und Quittung am Schluß ! jeden Monats. In stiller Bescheidenheit gab ich auch keinerlei ! Anlaß, an «eine Existenz zu erinnern. und so konnte ich die s vollkommen freie Zeit zur gewissenhafte» Fortsetzung von Studien benutzen, die mir später im Leben von größtem Nutzen geworden sind." Im Februar 1850 übernahm Oechelbäuser von der vreußiscken Negierung eine politische und handelspolitische Mission in die Schweiz, nach deren Erledigung er wieder in sein Beamtenver- bältniß zur Bundeskommission in Frankfurt eintrat. „Wir fuhren fort, gegenseitig keine Notiz von einander zu nehmen." Da kamen die Tage von Bronzell, Oechelbäuser wurde als Landwekr- osfnier einberufen und schildert die damalige Preußische Landwehr ! wie folgt: „In dem Ofsiziercorps herrschte ein guter Geist und cs ent- wickelte sich bald ein sehr reges kameradschaftliches Leben in dem rasch eingerichteten Ofsizierkasino der Karthaufe, wobei mir die Leitung der Weinkommission zufiel Als jcdcch der Ernstfall immer näher rückte und man die Schlagsertigkeit der Landwehr mit anderen Augen anzusehen begann als bei den Landwehrübungen, da mußte man sich in der Thal ernsten Besorgnissen hingeben. Abgesehen von der Bewaffnung mit schlechten Gewehren, war zunächst die Führung der Landwehrkompagnien höchst zweifelhafter Natur. Es war in der langen Friedenszcit allgemeine Uebung geworden, die Hauptmannsstellen, wegen des damit verbundenen Serviszuschuffes von etwa 250 Thalern, als Ruheposten für alte Subatlerndeamte, Oberförster, Bürgermeister u. bergt, zu betrachten und deren Felddienstfähigkeit außer aller Die „Weser-Zeitung" hat geäußert: „DieMeldung, haß der Kaiser da» Schulgesetz nicht ohne die Zustimmung der Mittel- Parteien b-be genehmigen wollen, klingt kehr wahrscheinlich. Bestätigt sie sich, so sind wir ihm zu warmem Dank verpflichtet, mit dem wir «in so weniger znrückhalteu wollen, als wir anderen persönlichen Kundgebungen des Kaisers nicht beipflichten konnten. Der Nachfolger des großen Friedrich hat die Macht erkannt, die dem höheren Bürgertbum als dem vornehmlichsten Träger der Bildung und Geistesfreiheit innewohnt. Ein so lebhaftes Urtheil des Bürgerthums, wie eS sich gegen das Schulgesetz kundgegebc» bat, konnte der Monarch nicht unterschätzen. Die geistige uvh sittliche Kraft dieser gesellschaftlichen und politischen Schickt konnte und wollte er sich in den heutigen ernsten Zeitläuften nickt entfremden. Das gereicht dem Kaiser zur Ehre und verspricht Günstiges für die Zukunft." Zu diesen Bemerkungen der „Weser-Zeitung" sagt die „Natio- ualzeitring": „In die Kategorie der „persönlichen Kundgebungen", welche in den letzten Monate» so viel Erregung becvorriefen, möchten wir die Stellungnahme deS Kaisers zum Schulgesetz überhaupt nicht einreihen. Hier handelt es sich um das Eingreifen der Krone als eines der berufenen Faktoren der Gesetzgebung. Es ist aller Grund zu der Annahme Vorhände«, daß der Kaiser sich schon vor zwei Monaten ebenso »um Bolks- schulgesetz gestellt hätte, wenn von Seiten des SlaatsministermmS die Tragweite des Entwurfs richtig erkannt und der Krone zutreffend dargestellt worden wäre. Die unabhängige Gesinnung und die politische Entschlossenheit der bürgerlichen Klaffen hat durch Opposition gegen die verderbliche Vorlage ersetzt, was das Staatsmmisterium verabsäumt hatte. Die Erfahrung, was solcher politischer Math vermag, wird unverloren sein. gleichviel, »b die KrisiS den Ausgang nimmt, den wir hoffen, oder ob noch ein Rückschlag eintritt. Mit diesen Kämpfen um daS Volksschulgesetz hat eine neue Periode politischer Bethätigung der liberal,esiunten bürgerlichen Klaffen begonnen." Badischer Landtag. » Karlsruhe, 21. März. 51. öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer. Tagesordnung auf Dienstag den 22. März, Vormittags 9 Uhr: 1. Anzeige neuer Eingaben. 2. Berathung des Berichts der Budgetkommission über das Budget der Eisenbahnbetriebsverwaltung, der Boden- see-Dampfschifffahrlsverwaltung, über den Antheil am Reinertrag der Main-Neckar-Eisenbahn für die Jabre 1892 und 1893; Berichterstatter: Abg. Wilckens. In dem Berichte über die 49. Sitzung der Zweiten Kammer vom 18. März d. I. (Nr. 80 vom 20. März d. I. Hauprblatt) ist in Spalte 2 Zeile 31 von oben statt Freiburg Triberg zu lesen. Grohherzogthrrm Baden. Karlsruhe, den 21. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog war gestern durch Unwohlsein verhindert, die Reise nach Donau- eschingen zu unternehmen; die in Folge einer Erkältung eingetretene Unpäßlichkeit des Großherzogs nöthigte Höchstdenselben , auch heute noch das Belt zu hüten. Ihre Königlichen Hoheiten die Großherzogin und der Erbgroßherzog gedenken heute Abend um 7 Uhr in Karlsruhe wieder einzutreffen. "(Spende.) Für die bungernden deutschen Kolonisten an der Wolga bat Ihre Königliche Hoheit die Großberzogin Herrn Stadlpsarrer Brückner einen Bitrag von 100 M. übergeben. "(ZurFragr des „Zonentarifs") schreibt die „Badische Korrespondenz": lieber den Zonentarif hat die Großh- Regierung in der Budgetkommission sich dabin geäußert, daß sich gegen denselben bei den Verhandlungen über die Reform der Persomntarife lämmtliche Vertreter der deutschen Staatsbahnverwaltungen ablebnend verhalten haben. Die badische Verwaltung bat dcßbalb keine Veranlassung gehabt, dieser Frage für sich allein näher zu treten, und zwar um so weniger als eine Vergleichung der ungarischen und österreichischen Zonentarife mit den badischen Taxen ergeben bat, daß mit den erstercn keineswegs eine allgemeine Verbilligung eintreten würde, indem die badischen Rückfahrttaxen für nähere Entfernungen, also für den wichtigsten Theil des internen Verkehrs vielfach billiger sind, als die ungarischen und österreichischen. Was die Erfahrungen anbelangt, welche in Oesterreich-Ungarn mit dem Zonentarif gemacht wurden, so ig , Beachtung zu lassen. Von unseren vier alten Houpllcuten war ! höchstens einer den Anstrengungen eines Feldzuges gewachsen, l noch weniger aber sicherlich ibre Pferde: ich glaube nicht» daß ^ eines derselben über SO Thalcr gekostet hatte und in Galopp zu ! setzen gewesen wäre, selbst wenn der Reiter eine solch- Kraftprobe beabsichtigt und lestanden hätte. Den trübseligsten Einblick in ! die Schlagsertigkeit der preußischen Landwehr erhielten wir aber i beim Eintreffen der Wehrleute des 2. Aufgebots. Falstaffs Kom- ! pagnie bei Coveritrh kann keinen wesentlich traurigeren Eindruck ! gemacht haben, als der Einzug unserer alten Kameraden in j Koblenz. In den Montirungskammern waren für rbre Ausrüstung die abgelegten Uniformen des ersten Aufgebots aufbe- wahit worden, von denen, bei dem stärkeren Leibesumfang der älteren Leute, von zehn kaum eine passend war. Die Meisten mußten ihre Waffcnröcke vorn mit Bindfaden zuschnüren. DaS Leder- und Schuhzeug war in gleich erbärmlichem Zustand; noch acht TVge nach dem Eintreffen in Koblenz standen Landwehrleute 2. Aufgebots in Schaben mit Holzsohlen auf Wache. Dabei war von Disziplin keine Rede, überhaupt nur eine ganz ungenügende Zadl alter, meist dienstunsäbiger Ossiziere vorhanden. Die Be- ! waffnung mit alten unbrauchbaren Musketen war geradezu erbärmlich: für den Kriegsfall waren diese Mannschaften nur Kanonenfutter. Es war kein Wunder, wenn diese älteren Leute, welche, meist verheiratbet, Haus und Hof verlassen hatten und sicherlich den ersten Anspruch auf eine sie nicht der Lächerlichkeit und den Unbilden der Witterung preisgebende Ausstattung machen konnten, sich höchst unzufrieden äußerten und darnach betrugen. Die Mobilmachung der Linie batte sich dagegen zufriedenstellend entwickelt; Moltke klagt in Briefen aus jener Zeit über die zaghafte Schwäche der Politik bei einem solchen Rückhalt an tüchtigen und gut gerüsteten Truppen." .... Auf dem Marsche erhielt Oechelbäuser einen Feldpostbrief. der seine längsterwartete Entlassung aus den Dienstea der Bundescentralkommission enthielt. Damit endete, Neujahr 1851, sein 2 /2 jähriges Debüt in Diensten deS damaligen Deutsche« Reiches. E bekannt, baß er eine Erhöhung des Verkehrs und der R»b- «»nähme zur Folge gehabt hat. DaS finanzielle Ergebmb kennt dagegen die Großh. Regierung nicht, da über die durch Einführung des Zonentarifs erwachsenen Mehrausgaben (Beschaffung »oa Fahrmaterial und Betriebskosten) amtliche Mitteilungen von den ungarischen und österreichischen Babnverwaltungen bis -egt nickt zn erlangen gewesen sind. In Betreff der Zunahme des Verkehrs muß aber berücksichtigt werden, daß in Ungarn wie auch in Oesterreich die VcrkehrSverhältniffe lauge nicht so entwickelt find, wie bei uns. Die BerkehrSdichtigkeit ist in de» Jahren 1882/88 auf der badischen Staatsbahn ungefähr dreimal so stark, als auf der ungarischen und ungefähr dovvelt als auf der österreichischen Staatsbahn gewesen. Wenn daher die Einführung des Zonentarifs in diesen Ländern eine Hebung des wenig dichten Verkehrs bewirkt hat» so läßt fick hieraus nicht der Schluß ziehen, daß das Gleiche auch bei unS eintreten werde. Die Budgetkowmisfion nimmt der Erklärung der Regierung gegenüber den Standpunkt ein, daß jedenfalls von einer Einführung deS Zonentarifs bei uns zur Zeit keine Rede sein kann. Diese Frage ist offenbar noch nickt spruchreif, und es dürfte unter allen Umständen außer Zweifel sein, daß die badische Eisenbahnverwaltung auf diesem Gebiete nicht einseitig oorgehen kann. Auch zu einer Herabsetzung der Personentarne will dir Blidgetkoumiissioa die Großh. Regierung nicht drängen. * (Beim Reichstag) find nach dem neuesten PetitionS- vcrzeichniß zwei Petitionen aus Mannheim eingegaogen. Kail Gelbausen von dort bittet um Anstellung im Ciwldienst eventmll um Bewilligung der Entschädigung für Nichtbenutzung de» Cl- oilversorgungsscheines, und der dortige Verein deutscher Oel- sabriken bittet um Revision des Zolltarifs bezüglich der Sperse- Waaten und des Baumwsllsaatöls. * (Ueber dir Betheiligung deS heimischen Kunstgewerbes) an der Weltausstellung in Chicago hat in der letzten Monatsvrrsammlung des Badischen Kunst» gewerbevereins der Vorfitzende dieses Vereins, Herr Direktor Götz, interessante Aufschlüsse ertheilt. Der Vorstand des Bei eins hatte in der letzten Zeit nach dieser Richtung eine rege Thätigkeit entfaltet, die zu dem Ecgebniß führte, daß Baden mit 70 Ausstellern nach Preußen und Bayern wohl dre stärkste Betheiligung aufzuweisen hat. Besonders zahlreich wird die Uhrcnindustrie und die Mufikwerkfahrikation des Schwarzwaldes, sowie die heimische Glasmalerei vertreten sein. Die Pforzhcimer Bijouteriefabrikation hat ihre Betheiligung abgrlehnt. Außer den genannten Gebieten wird noch vertreten sein: die Möbel- fobrikation, Holzschnitzereien und Intarsien, Arbeiten in Silber« Email» Zinn, Kunstguß, Leder- und sonstige Tapeten, Buckbinderarbeiten, Elfenbeinschnitzereien, Kunststickereien, Paramente, Arbeiten der kirchlichen Kunst u. s. w. Es ist zu erwarten» daß die Anmeldungen in der nächsten Zeit durch weitere Betheiligung noch eine Steigerung erfahren. Herr Ministerialratb Braun machte in derselben Sitzung Mittheilungen über die namhaften Beiträge des Reiches» die jene der anderen betheiligten Staaten übersteigen und die Gewähr bieten, daß die deutsche Abtheilung eine würdige und künstlerisch geschmackvolle Ausstattung erhält. Er dankte dem Verein und insbesondere dem Vorstände für seine Bemühungen und gab unter Beifall Kenntniß von dem Betrage der Großhcrzoglicken Regierung zum Besuche der Ausstellung. * (Im Kunstgewerbemuseum) waren gestern zum «rstenmale die 80 von dem Maler Fritz Gciges in Freiburg hcrgestellteo Entwürfe zu ausgeführten Glasgemälden ausgestellt. Der Künstler hat diese hervorragenden Arbeiten für die Münster in Bonn und Konstanz, den Dom zu Eichstätt, die Kirchen zu Laach und Haslach, sowie für Schloß Heiligenderg, ferner für Berlin (Ihre Majestät Kaiserin Friedrich) und Wiesbaden entworfen und ausgeführt. Sie sind vorwiegend im romanischen und srühgothischen Stile gehalten und stellen der Tüchtigkeit unseres heimischen Meisters ein glänzendes Zeugniß auS. Sicher dürfen wir uns freuen, in unserem Lande ein so hervorragendes und leistungsfähiges Institut für Glasmalerei zu besitzen, welches m verhältnismäßig lurzer Zeit Bedeutendes geschaffen hat und auch für die Zukunft zu den glänzendsten Erwartungen berechtigt. * (Einen Goethe-Abend) gedenkt Herr De. Gustav Manz morgen Abend 8 Uhr im großen Rathhaussaal als vierte Volksvorlesung zu veranstalten. Die fünfte und letzte Vorlesung soll Anfang April statlfinden * (Auf der Drahtseilbahn Durlach-Thurmbera) wurde mit dem gestrigen Tage der ständige Betrieb wieder ausgenommen. Es herrscht dort schon ein recht reger Verkehr. » (Der Frühling) hat gestern nach dem Kalender seinen Anfang genommen. Die Kalenderangabrn über den Beginn der Jahreszeiten find freilich einigermaßen in Mißkredit gekommen, da die Witterung sich so oft in Widerspruch zu ihnen setzt; aber gestern wehte wirklich eine Frühlinasluft, die den ängstlicksicn Egoisten veranlassen mußte, seinen U-bcrrock auszuknöpfen. Die Sonne schien so warm, als wollte st- den Menschen die tröstliche Zuversicht einreden, daß jetzt keine Tücke des Winters ihnen etwas mehr anhaben könne, und wo noch ein kleiner Schneehaufen halb- vcrgcssen hinter einer Gartenmauer lag. da erschien er so grämlicd- grauschwarz, als wüßte er, daß er aus den Aussterbeetat gesetzt ist. Tie Menschen sind freilich Lurch schlimme Erfahrungen vorsichtig gemacht und sie lassen sich nicht davon überraschen, wenn auch in der Nähe des Osterfestes das Sviel der we.ßen Flocken noch einmal versucht wird; aber angesich's des gestrigen herrlichen Frühlingstages darf man sich doch der Hoffnung hingeben, daß bie Macht des Winters gebrochen ist und daß, wenn auch noch einmal ein Rückschlag in der Witterung erfolgt, wir doch unsere Frühlingsbvffaungen nicht unter dem Schnee begraben lassen- Dem Winter werden diesmal nicht viele Tbräncn nachgcweint werden; er war im Allgemeinen ein mürrischer, verdrossener Geselle, der uns von Winterlast viel und von Winterlust wenig gebracht hat. Ei» ehrlicher Winter mit dauerndem heiteren Frost- Wetter. bei dem lustiges Schellengeläute durch die scharfe Luit tönt, bat auch seine angenehmen Seiten; aber eine launenhafte Jahreszeit, wie die nun glücklicher Weise hinter unS lregende, H>ut dem Renomms des Winters entschieden Abbruch und man begrüßt die goldenen Strahlen der Lenzessonne, welche die bunten ErokaS. die anmutbiaen Herolde des Frühlings wackküßt, mit dem Gefühl der Erleichterung, mit dem man einen lästigen Be- incher endlich vom Stuhle aufstehcn und nach der Tbür geben keht. Möchte die Tbür sich recht fest hinter dem ungemüthlichen Herrn schließen, damit er nicht etwa noch einmal znrückkommt. ^ Pforzheim, 2 g. März. (Konzert. — Vortra ^ccuttch Abend fand unter der Leitung des Herrn Musikdirekli ^ ^ohr wieder ein Konzert des .Musikvereins" statt, l «em «onzert wirkten mit die Konzeitsängerin Fräulein Jr> Freiburg, der Violincellik Herr Heinrich Warr s Baden, der Damenchor des Mustkoereins und der Männ aeiangvereiu. Die Sängerin, eine jugendliche sympathische ( scheinuna. besitzt eine weiche, »olle Altstimme und errang sich vollen Beifall und Hervorruf. Herr Warnte» ein ebenfalls noch junger Künstler, beherrscht sein Instrument vortrefflich und wußte demselben prächtige Töne zu entlocken. Auch er errang bei der. zahlreich anwesenden Zuhörerschaft den größten Erfolg. Die Leistungen des Damenchors und des Männergesangvereins stellten sich denen der fremden Künstler würdig zur Seit-. Die vorge» tragenen Chöre zeugten von gewissenbastem Studium. Vollste Anerkennung für das Gelingen der Aufführung gebührt dem Bereinsdirigenteu Herrn Direktor Tb. Mobr. — In der vorigen Woche biekt Herr Superintendent ltr. W. Spinner, bisher Missionar in Japan, hier einen in hohem Grade interessanten Vortrag, wobei der Redner — außer Anderem — an der Hand von Beispielen rin Lebens- und Sittenbild der Japanesen vorführte. ! Theater und Kunll. * (Kunstnotiz.) Mascagni's neue Oper .FreundFritz" ist, nachdem sie zuerst in Frankfurt a. M. gespielt worden ist, nun auch am Berliner Opernhaus: aufgeführt worden. Di« «N. A. Z." berichtet über das Werk: .Die Musiker werden sagen, die Oper sei ein Fortschritt gegen die .Bauernehce". das große Publum wird die fesselnde Handlung vermissen. ES ist fast alles Stimmung in dem neuen Werk, und dieser Stimmung ist oft der entsprechende musikalische Ausdruck gegeben» oft aber wächst die Musik weit über den Text hinaus, und schlichte Land- leute reden die leidenschaftliche Musiksprache reisiger Helden, wodurch zwischen Wort und Ton ein Widerspruch entsteht- Am Schluß konnte Herr Oberregisseur Tktzlaff im Namen des abwesenden Tonsctzers für den freundlichen Erfolg danken. Nach dem ersten Akte war der Beifall ziemlich matt, stärker aber nach dem zweiten." Am meiste» gefiel das Violinspiel des Zigeuners Josef und die Scene des zweiten Aktes zwischen Fritz und Susel. namentlich aber da- Intermezzo. Kapellmeister Weingärtner wird wegen seiner vorzüglichen Leitung deS Werkes allgemein gelobt. Verschiedenes. * Wie«, SO. Mai. (Von der gewaltigen Durchschlagskraft der neuen Geschosse) hat man gestern hier eine erschütternde Probe erhalten. Der Kanonier Schreiner von der 8. Kompagnie des 4. FestungsartillerieregimentS .Kaiser Franz Josef" Nr. 1 beging einen Selbstmord, indem er sich mit seinem Dienstgewehr (Werndl-Gewehr) erschoß. Er beging die Tbat, indem er sich gegen Mitternacht in das Bett legte und die Mündung des Laufes gegen sein Herz richtete. Der Schuß ging los und dem Selbstmörder durch die Lunge. Aber das Projektil setzte seinen Weg fort, schräg gegenüber durch den Kopf deS Kanoniers Trukla, der sofort getödtet wurde» in den Arm eines daneben liegenden dritten Soldaten, der schwer verletzt wurde. Dann prallte die Kugel an einer Mauerkantr ab flog zum Lager des Zugführers und Zimmerkommandanten, wo sie in die Wand einschlug. Es war selbstverständlich sofort alles wach. Der Jnspektionsarzt kam, konstatirte, daß Trukla sofort gestorben war, leistete den beiden anderen Hilfe und ließ sic in's Garnisonsspital Nr. 2 bringen. Schreiner ist drei Stunden darauf gestorben. Der dritte Verletzte schwebt in Lebensgefahr, d, man befürchtet» die Wunde im Arm könne brandig werden. Die Nachricht von dem entsetzlichen Vorfälle verbreitete sich gestern Nachmittags sehr rasch und war das Tagesgespräch. Brüssel, 20. März- (Das Grubenunglück in And erlues), bei dem eine so große Menge von Arbeitern das Leben verloren bat, soll nach einer Meldung des .Patriote" auf den Racheakt eines gegen die Direktion des Bergwerks erbitterten Arbeiters zurückzukühren sein. (Träfe diese Meldung zu, so würde cs sich um ein geradezu teuflisches Verbrechen bandeln; allein es ist wohl wahrscheinlicher, daß das Gerücht seine Entstehung lediglich der Aufregung verdankt, welche durch die Dvnamitverbrechen aus der letzten Zeit hervorgerufen worden ist. Daß man in den Nedaktionsbureaus des .Patriote" aencigt ist» an ein Verbrechen zu glauben, ist psychologiick vielleicht dadurch zu erklären, daß der Direktor dieses Blattes ein Schreiben erhalten bat, in dem ihm angedroht wird, das Bureau seines Journals solle mit Dynamit in die Luft gesprengt werden. Neueste Telegramme. (Nach Schluß der Redaktion eingetroffcn.) Berlin, 21. März. Reichskanzler Graf Caprivi ist gestern Abend um 6 Uhr aus Hubertusstock hierher zurückgekehrt und hat heute Früh 9'/«Uhr eine Konferenz mit dem Staatssekretär v. Boetticher gehabt. Berlin, 21. März. Die gestrige Reise des Reichskanzlers nach Hubertusstock hat die Lösung der Krisis noch nicht gebracht. Sicher bleibt der Rücktritt des Grafen Zedlitz. Berlin, 21. März. Der Reichstag nahm nach unwesentlicher Debatte den Gesetzentwurf über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in dritter Lesung en bloe an. Es folgte dann die zweite Berathung des Gesetzentwurfs über die Unterstützung der Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften. Staatssekretär v. Boetticher erklärte, zu den Kommissionsbe- schlüsscn hätten die verbündeten Regierungen sich noch nicht geäußert, er sei aber überzeugt, daß sie die Beschlüsse ablehnen würden, weil die letzteren eine Erhöhung der auf 275 000 M. veranschlagten finanziellen Last auf zwei Millionen jährlich herbetsühren würden. Nach längerer Debatte wurde Z 1 in der von der Kommission beschlossenen Fassung mit dem von dem Abg. Hahn (konserv.) beantragten Zusatz, wornach in der Zeit der Einberufung das persönliche Diensteinkommen der Reichs-, Staats- und Kommunalbeamten als gesichert vorausgesetzt wird, angenommen. Der Rest des Gesetzes wurde in der Fassung, der Kommission mit der von Di-. Osann beantragten Zusatzbestimmung angenommen, wornach Unterstützungen nicht verpfändet und nicht übertragen werden können, auch der Zwangsvollstreckung nicht unterliegen. Berlin, 21. März. Der heutigen Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses, auf deren Tagesordnung u. a. die Vorlage wegen des Welfenfonds steht, wohnte von den Ministern nur Finanzmmister Miguel bei. Der Minister- Präsident Graf Caprivi ist bis jetzt nicht erschienen. Der Abg. Richter beantragte, daß die Berathung des Gesetzes über die Ruhegehalte der Geistlichen wegen der Ministerkrisis und der Nichtanwesenheit des Kultusminister» vertagt werde. Finanzminister Miguel erklärt dagegen, die Minister blieben so lange im Dienste, bis sie ihre Entlassung erhielten. Ein ministerieller Kommissar sei aber anwesend. Richter beantragt darauf, die Anwesenheit des Kultusministers zu verlangen. Seine Anträge werden jedoch abgelehnt und das Haus erledigt die Vorlage über die Ruhegehalte der Geistlichen in erster Lesung. Bei der Berathung der Vorlage über den Welfen- fond verlangt Richter die Verweisung der Vorlage an eine Kommission. Finanzminister Miguel erklärt, der Herzog von Cumberland erhalte die Revenuen au» dem Fonds sofort, andere Beträge auf den Allodialbesitz de« Welfenhauses in der Höhe von einer Million auch sofort als Kapital. Die Regierung widerspreche einer Kom- missionsberathung an sich nicht, die letztere werde aber die vom Abg. Richter gewünschten Aufschlüsse über die Verwendung des Fonds nicht bringen, dagegen die Angelegenheit in unerwünschter Weise verzögern. Nach längerer Debatte verweist das Haus die Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr: Ems- und Oderkanal. Hamburg, 21. März. Dem „Hamburgischen Correspondenten" zufolge ist Fürst Bismarck bei einem am Samstag in Hamburg abgestatteten Besuche von einem Unwohlsein befallen worden und hat seine für morgen beabsichtigte Reise zum Kreistag in Ratzeburg abgesagt. Köln, 21. März. Die „Kölnische Zeitung" theilt einen ihr zugegangenen Beschluß des Landgericht» mit, nach welchem die von der Staatsanwaltschaft erhobene Anklage wegen Majestätsbeleidigung abgelehnt worden ist. Stuttgart, 21. März. Ihre Majestät die Königin ist aus Schloß Hohenburg hierher zurückgekehrt. Paris, 21. März. In der Kammer wurde die Budgetvorlage heute vertheilt. Die Einnahmen sind mit 3 348 158 622, die Ausgaben mit 3 347 691 488 Franc» eingestellt. «rotzhrrroglichrs tzostheaker. Dienstag, 22. März. 8. Borst, außer Ab. I. Gastspiel der Frau Franziska Ellmenreich. Zum erstenmale: „Fedora", Schauspiel in 4 Akten von Victorien Sardou. Deutsch von Paul Lindau. Fedora: Frau Ellmenrcich als Gast. Anfang V,7Uhr. Donnerstag, 24. März. 41. Ab.-Vorst. 2. Gastspiel der Fra» Ellmenrcich: «Die Journalisten", Lustspiel in 5 Akte» von Gustav Freytag. Adelheid von Runeck: Frau Ellmenrcich als Gast. Anfang '/,7 Uhr. Freitag, L5. März, keine Vorstellung. Samstag, 26. März. 40. Ab.-Vorst. 3. und letztes Gastspiel der Frau Franziska Ellmenreich. Neu einstudirt: „Donna Diana", Lustspiel in 5 Akten von Moretlo, übersetzt von West. Diana: Frau Ellmenreich als Gast. Anfang '/,? Uhr. Sonntag, 27. März. 43. Ab.-Vorst.: «Lohcngri»", große romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Anfang 6 Uhr. Im Theater in Baden : Mittwoch, 23. März. 24. Ab.- Vorst : «Das goldenc Kreuz", Oper in 2 Auszügen nach dem Französischen von H. S. Mosenthal, Musik von Ignaz Brüll. — Zum erstenmale: „Saltarello"» komisches Ballet in einem Akte, einstudirt von Herrn Hofballeimeister Rathner. Anfang -/-7 Uhr. Familirnnachrichten. Todesfälle. 19. März. Babette, Ebefr. von Hermann Hillert, Buchbinder, 24 I. — Wilhelm Löffler, Wwr., Privatier. 7? I. — Katharine, Wwe. von Johann Honecker, Seraeant, 71 I. — 20. März Adalbert, 1M. >9 T, V: Adalbert Gottickammer, Schreiner. — WilLelmine. Ehefrau von Stefan Trauth, Holz- mscher, 59 I — Hugo Weyder, ledig. Professor, 63 I. — 2t. März. Rudolf Bublinger, Ebem., Realledrer, LS I. Witternngsllcodochumgru der Meieorol. Station »arlrrntze. Barom. Tberm. Abssr. Relative Wind. März Frucht. T-uchtig- leit in 19.Nach!s9U. 756 6 -s- 48 32 50 NE 20. Mrgs. 7 U. 755.0 -j- 0.3 35 74 NE 20. Miltgs. 2N. 7561^12.8 4.9 45 NE 20. Nachts 911. 758 Ölst- 71 5.3 70 NE 21-Mrgs. 7 N. ') 760 9,-s- 1.4 43 85 NE 21.Mittgs.2U. 0 Reif. 7601^13 2 47 41 NE Himmel. klar «onnrrna», oes Maxau, 21 . Marz, Mrgs., 8.73 m, gefallen 5 cm. Ueberficht der Witterung vom 2l. März. Das barometrische Maximum, dessen Kern noch nordostioculs von uns, nämlich über der Ostsee uno den russischen Ostseeprovinzen liegt, hat sich seit vorgestern noch weiter westwärts ausgedehnt, so daß nunmehr fast ganz Europa unter keiner Herrschast stebt: das heitere Wetter dauert dementsprechend bei großen Schwankungen der Temperatur so-t. Da das von Nordost gegen Südwest gerichtete Lufidruck-- gefälle ganz wesentlich abgenommen bat (Memel — Paris, vorgestern 16, gestern 20. heute 9mm), s, sind die östlichen Wind- schwächer geworden. Auch heute deutet nichts darauf hin, baß eine Witterungsänderung in Aussicht künde. Frankfurter telegraphische Kursberichte «taa«Sd»rtere. »'/»D.ReichSanleth« St «»/, dt». 106. t«,, Brenz, «onssl ros «'/«Baden tu k- rrz «-/. » « M. l»t Oesterr. Goldrente 9« « Silberrente »s 1'/, Ungar. Goldrente 9t ISSOr Russen 91 ll. Ortentanleid» 6t Italiener comptant 87. Szepter »6 Spanier «7 Zoll. Tüllen 87 6"/, Serben 77. Banke». Nredttaktien 969 DiSlonto Kommudt 177 Basler Bankverein 116 DarnissLdter Bank 19» HandelSgeiellschast 198 Deutsche Banl 16». vom 21. März 1892. i Dresdener Bank rskLJ > 75 LLudrrbank 17t—! sv Pahuaftie«. l Schweiz. Nordostbahn 1 VS. 10 ? «8! Lombardes 72', 48 j Galizier —. ' , 7S>Elbthal IW'/, .-I Hess. SudwigSbah» iv8 8ü! 79, Gotthard iss. - j 40 Wechsel an» Torten. ! sv Wechsel a. Nmfterd 1 SV 8 S io „ , London sa.4i 70 , „ Pari- sr.is 70 , » Wien 171.40 64 NapoleovSd'or 1 b SL vo PrivatdtSkouto 1 '/, Badische Zuckerfabrik 55 So S4 Rrch - iri». 40 Areditaktiev SkS'/, is Diskonlo-Kommmcktt 177 ro so StaatSdahy » 48 ', 70 , Lombarde« ?»'/, ,S 0 i Lenden, rsttL. Verltu. Oesterr. Kredttaktieu » Staatsbahn Lowoardea DiSlouto-Kovruraud. Marienburger Dortmunder Laurabüttr Tendeuz: —. rss.rs LSI so SS so 177 S0 SS so ss.ro 1VV.7S Wirn- Aredttaktiru Mlvckuoteu Uagarn Sraarsbahs Teudeuzr ruhig. Rrrrd. Reute Sdmüer Türken Ottomaoe 807. ss S8 S5 107 S8S.— SS SS 87'/. is rs 588 — Etz ^tL»V»ic I L Spedition, Gütersammelstelle, Vertheilung von Sammelladungen. Uebernahme von Möbeltransporten per Möbel- Waqen ohne Umladung und in gedeckten Eisenbahnwaggons zu festen Preisen-ab jeder Station. Verpackung von Glas, Porzellan rc Aufbewahrung von Möbeln in trockenen Lagerräumen. Zur bevorstehenden Umzngszeit erlaube ich mir speziell auf mein aufmerksam zu machen. Prompte und billige Bedienung sichere ich zu. Karlsruhe, den 21. März 1892. Hochachtungsvoll i» i» i v » > i Todesanzeige. 4 * W Karlsruhe. Heute früh verschied nach schwe- rem Leiden unser wertster Mitarbeiter Herr NeaUehrer Rudolf Luhlinger im Alter von 55 Jahren. Indem wir tiefbewegt von diesem Verluste Kenntniß geben und dem treuen Mann, der 24 Jahre lang der höheren Mädchenbildung in Karlsruhe seine Kraft gewidmet hat, gerne sein stilles Wesen uns seinen versöhnlichen Geist nachrühmen, weihen wir dem Hingeschiedenen in kollegialischer Gesinnung ein ehrendes Andenken. Karlsruhe, den 2l. März 1892. S 206 Für das Lehrerkollegium der Höheren Mädchenschule: vr. Löhkein, Direktor. Deutsch-Italienische !Wein-Import-Hesellschaft vsude, vonnee, Kinen L Lo. Keltereien unter königk. italienisekier Itaatscontrokke in Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, München. Central-Verwaltung: Frankfurt a. M. MLAÜSMISSlill lleclsl. -.90^ -.85 105 1.05 1 .- 120 1.3^ 1.25 135 1.55 1.50 150 Narea Itnlia Vino da I>asto 1 VLuo da I^asto 3 Vino da k'asto 4 Die Preise verstehe» sick ohne Glas und Fässer, welche berechnet und zum berechneten Preise zurückgenommen werden. P-212-7 I 8elmlr-Karle«. - Diese durch königl. ital. Staatscontrolle garantirt reinen, augeuehm schmeckende» und wohlbekömmlichcn rothen ital. Naturwcine eignen sich vorzüglich als tägliches Tischgctriiuk für weite Kreise und Übertreffe« nach dem Urthcil kompetenter Weiukenner und Autoritäten wesentlich die sogenannte» Bordeaux-Weine in gleicher Preislage. Auch auf die anerkannt vorzüglichen Tafel- und Dessertweine wie vaslelli komsn! rosso u. bianeo, — Lkianti Lxlrs »svobio — l-uorima vlirwti rosso u. dianoy - Laslol Istombrrurro, — Vino «lolos bisnoo, — Uosoato, Uarssla, — Vermoutti ili lorino und Lognao, sei besonders aufmerksam gemacht und verlange man die ausführlichen Preislisten der Gesellschaft. Zu beziehen m von ! Fritz Neck. Ecke der Rüppurrer- Aug. Leop. Beck, A. »iühn's und Luisenstr. I. Rosenkranz, Kaiserallcc 5l. Ernst Salzer, .Kaiserstr. 69. Angnst Ltcnzcl, Soficnstr. 66. Ernst Zschörnig.Garteustr. 37. In Ni-i»eir8»l von Emil Bopp, Weinbcrgbesttzcr u. Wcinhandlung, Otto Heck, Colonialw.-Handlg. ug. Leop. Beck, A. ttühn's Rachf.. Schützcnstr. 13. I. B. Klingele Nachf.» Ama- licnstr. 71, Ecke d. Leopoldstr- Adolf Körner, Waldstratze. Biet. Merkte, Kaiserstr. 160. H. Müller. Restaurateur, Ritter» straße 18. Hermann Munding, Hcrreu- «nd Kaiserstr. . Ferner Ausschank der Marca Jtalia im Glas in Karlsruhe bei K. Hubaud zur .Taubergründer Weinstube". 7,1»» Kaor'-sit'iinii Die allgemeine Beliebtheit, deren sich vveil/ll lUIIlj. die Marken der Gesellschaft allerwärts zu erfreuen haben, hat zu vielfachen Nachahmungen derselben geführt: man achte daher darauf, daß die Etiquettcn auf den Flaschen der Gesellschaft die obige Schutzmarke und den Namen der Gesellschaft: Deutsch - Ital. Wein - Import - Gesellschaft Taube» Donner, Kinrn >L Co. tragen müssen. Todesanzeige. Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unser geliebter Vater und Großvater, Bartholomäus Marti», Gr. Hofjäger a. D., heute Vormittag 7 Uhr nach längerer Krankheit im Alter von 79 Jahren uns durch den Tod entrissen wurde. Um stillevTheilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen Karlsruhe, Achern, den 21. März 1892. Ma,x Martin, Architekt, Sekretär bei Großh. Baudirektion. SSlv. Erbeiuweisullgkil S 138 2 Nr. 4030. Wi e sl och. andwirth Georg Lam ade I. Witwe/ >arbara, geb Anor in Walldorf, hat m Einweisung in Besitz und Gewähr s Nachlasses ihres t Ehemannes ge- ^ :>cn. Diesem Gesuche wird stattgegeben, enn nicht innerhalb eines Monats ^gründete Einsprache bei Gr Amtswicht Wiesloch dagegen erhoben wirst». Wiesloch. den 15. März 1892. >erGerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Kumvf. l S 167.2. Nr. 3618. Engen. Die Witwe des am lS. Januar 1892 zu Ebingen verstorbenen Zimmermanns Jobann Srraub, Luise, geb. Nätbing, hat um Einweisung in Besitz und Gewahr des Nachlasses ihres verstorbenen Ehemanns gebeten. Etwaige Einwendungen sind binnen 3 Wochen bei Gr. Amtsgerichte dahier gellend zu machen. Dies veröffentlicht: Engen, den IS. März 1892. Die Gerichtsschrciberei: I. Schäffauer. PotizeilerMnim-HM. W.175. Offenburg. Wir beabsich tigen, demnächst einen weiteren Polizeisergeanten mit einem Gehalt von jährlich 1409 Mark bei freier Montur an- zukellen. Bewerber, welcke bereits im Polizei- dienste bewandert sind, wollen sich binnen 14 Tage» unter Vorlage ihrer Dienst- zeugniffe und Beifügung einer Lebensbeschreibung schriftlich bei uns melden. Offenburg, den 16. März 1892. Gcmeinderath. Schweiß. Bürgerliche Rechtspflege. Konkursverfahren. S'190. Nr. 7872. Frei bürg Heber das Vermögen der FirmaMayer- Zivi Co. in Freiburg i. B wurde am 4. März 1892. Vormittags 10 Uhr, das Konkulsverfahren eröffnet. Herr C. F. Montigel dahier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 15. April 1892 schriftlich bei dem Gerichte oder mündlich bei der Gerichts- schreiberei anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl emes anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- , bigcrausschusses und eintretcnden Falls 1 über die in 8 120 der Konkursordnung bezeichucten Gegenstände auf Montag den 1l. April 1892, Vormittags II Uhr, und zur Prüfung der angemcldeten Forderungen aus Montag den 25. April 1892, Vormittags 11 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer 'Nr. 81,'Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegcben, nichts an den Gcmeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten. auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 10. April 1892 Anzeige zu machen. Frriburg, den 15. März 1892. Der Gerichlsschreiber des Großh. bad. Amtsgerichts. Dirrler. S'189. Nr. 8073. F r e i b n r g. lieber das Vermögen des Gärtners > Karl Schongar in Freiburq i. B., > Kirchstraße 12, wird heule, am 16. März l 1892, Nachmittags 5°/« Uhr, das Kon- ! kursverfahren eröffnet. ! Herr Rechtsanwalt Ferd. Kopf dahier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 7. April 1892 schriftlich bei dem Gerichte oder mündlich bei der Gerichls- schreibcrei anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schufses und eintretcnden Falls über die in 8 120 der Konkursordnung bczcichne- ten Gegenstände auf Donnerstag den 7. Avril 1892, Vormittags ll Uhr, und zur Prüfung der angemcldeten Forderungen aus Donnerstag den 2l. April 1892, Vormittags ll Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 4. Termin anberaumt. Allen Personen» welche eine zur Kon- kurSmaffe gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinswuldncr zu verabfolgen oder zu leisten» auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie ans der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 7. April 1892 Anzeige zu machen. Freiburg, den 16. März 1892. Der Gerichtsschreiber des Großh bad. Amtsgerichts. Dirrler. Erbeikweisuuge«. S1I9-3- Nr 3351-Emmendingen. Vom Gr- Amtsgericht Emmendingen wurde heute verfügt: Die Witwe des Taglöhners Georg Jakob Schmidt von Malterdingen, Anna Katharina, geb- Schm dt, hat um Einweisung in den Besitz und die Gewähr der Verlassenschaft ihres Ehemannes gebeten Diesem Gesuch wird entsprochen, sofern nicht innerhalb 6 Wochen hiegegen Einwendungen erhoben werden. Emmendingen, den 12 März 1892- Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: Jäger. S1183- Nr-3632. Emmendingen. Vom Gr. Amtsgericht Emmendingen wurde heute verfügt: Die Landwirlh Johann Jung Witwe, Anna Kaldarina, geborene Brenn, nunmehrige Ehefrau des Landwirlhs Georg Rudishauser von Bötzingen, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres ersten Ehemannes gebeten- Wir wcrdm diesem Gesuche entsprechen, ivenn nicht binnen vier Wochen Einsprachen dag gen erhoben werden. Emmendingen, den 14 März 1892 Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: Jäger. HandelSregisterriutrSge. S'172. Nr. 1244. Bruchsal. In das diesseitige Gescllschafrsreglster wurde eingetragen: Am 16. März 1892 zu O.Z. 199: »Firma A. Fauvclle r. Fürst. Rabbiner ' _ j Bekanntmachung. Heiratbsaussteuer azis der Devora Langenbach Stif- 1 »nng in Mannheim betr. ' Aus der Debora Langenbach Ttif tung hier ist eine HeirathSaussteuer von fl. 600 --- M. 1028 57 Pf. zu vergeben. Die Bewerbungsgesuche sind unter Nachweis des Verwandtschaftsgrades mit der Stiftcrin nebst Gedurts- und Leumundszeugniß und Trauschein bis 30. Äpril d. I. anher zu richten. Mannheim, 25. Januar 1892. Ll'966 3. Tie Pkrrcchunng ser Debora Langenbach-Stiftung. ^_ l»r. Fürst, Rabbiner. _ . Holzversteigerung. ^ S 177.2. Nr. 349. Von Großh. Bc- zirkssorstei Freiburg werden am Montag 28. März 1892, Nachmittags 2 Uhr beginnend, im Gasthaus zur „Sonne" in Oberglottertbat aus dem Domänen- walddistnkt riuuklcrwald mit unverzinslicher Zahlungsfrist versteigert: 95 tannene Sägklötze, 100 Ster buchene- , 52 Ster tanncnes Scheitbolz, 128 Ster buchene, 28 Ster tannene Rollen, 270 Ster buchenes Prügelholz und 1 Loos Abfallrcis. ' Waldhüter Dold in St. Peter ertheilt auf Verlangen nähere Auskunft. Druck und Verlas der tA. Bran H n kb " >s> d r n ck er e i. (Mit einer Bnkaaenl.