ML L- Moniag» A. Mai. Z^ 128 . Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14 (Telephonanschluß Nr. 154), woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Vorausbezahlung: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postvcrwaltnng. Briefträgergebühr eingerechnet, 3 M. 65 Pf. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. 18 S 2 . Nichtamtlicher Theil. Karlsruhe, den 9. Mai. Die Bermuthungen über den Ausgang der italienischen Ministerkrists stehen einstweilen auf sehr unsicherem Boden. König Humbert hat in den letzten Tagen eine Reihe namhafter italienischer Politiker empfangen; ob er aber nur die Ansichten derselben zu hören wünschte oder ob er schon dem einen oder dem anderen dieser Politiker einen Auftrag zur Neubildung des Ministeriums ertheilte, ist nicht bekannt. Die „Opinione" verzeichnet das Gerücht, daß die Bildung eines Ministeriums mit Giolitti und Saracco versucht werden solle, während von anderer Seite gemeldet wird, daß die äußerste Linke bereits darüber einig sei, gegen ein Ministerium Giolitti sofort den Kampf zu eröffnen. Giolitti kommt aber insofern zunächst in Frage, als er einen Haupttheil der Verantwortung für die Kabinetskrisis trägt; der Umstand, daß er in der entscheidenden Sitzung der Deputirtenkammer gegen die Finanzpolitik der Mgierung auftrat, obgleich man eher das Gegentheil von ihm erwartete, hat offenbar dazu beigetragen, die bis dahin noch unschlüssig gewesenen Kammermitglieder auf die oppositionelle Seite hinüberzuzichen. Giolitti, der ehemalige Schatzminister, hat. übrigens' an der Finanzpolitik des Kabinets Rudini scharfe Kritik geübt, allein nichts über sein positives Programm angeführt. Bemerkenswerth ist nur, daß auch Giolitti oaS Militärbudget dem Sreite der Parteien entzogen wissen wollte, da das Ansehen der Armee durch diese Streitigkeiten geschädigt werde. Giolitti würde hiernach im Gegensätze zu denjenigen Politikern, welche die Zahl der Armeecorps herabgesetzt oder andere Ersparnisse großen Stils in der Armee durchgeführt sehen möchten, auf dem Standpunkt stehen, daß an der Wehrkraft Italiens nicht gerüttelt werden darf. Es läßt sich aber schwer absehen, wie die Finanzlage des Landes eine Besserung erfahren soll, wenn Giolitti alle bisher vorgeschlagenen Maßregeln verwirft, insbesondere sich auch gegen neue Steuern wendet. König Humbert hat nach einer Depesche aus Rom auch den Wunsch ausgedrückt, mit Zanardelli und Crispi, die augenblicklich von der Hauptstadt abwesend sind, zu konferiren. Crispi hat sich während der entscheidenden Kammerdebatte im Hintergründe gehalten, weil er befürchten mußte, daß seine Kritik der Finanzpolitik des Kabinets Rudini-Luzzatti zu Vorwürfen wegen seiner eigenen afrikanischen Politik Anlaß bieten könnte. Ein unter den Auspizien Crispi's gebildetes Ministerium würde jedenfalls nicht minder heftiger Opposition begegnen als das bisherige. Jmbriani kündigte denn auch diesen Kampf bereits bei den jüngsten parlamentarischen Debatten an. Von seinem franzofen- sreundlichen Standpunkt aus erklärte er, daß die „Ueber- treibung" der militärischen Aufgaben die unvermeidliche Folge des Dreibundes sei, und fügte in seiner agitatorischen Weise hinzu: „Der Ruin Italiens geht aus zwei Ursachen hervor: der Tripelallianz und der afrikanischen Politik". Dem bisherigen Ministerpräsidenten gebührt jedenfalls das Verdienst, daß er in loyaler Weise an den von Italien durch die Bündnisverträge übernommenen Verpflichtungen festgehalten, wie er denn auch jeden Versuch zurückgewiesen hat, die'Wehrkraft seines Landes zu beeinträchtigen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß, welchen Ausgang die Krisis immer nehmen mag, auch sein Nachfolger diesen Verpflichtungen in vollem Maße entsprechen wird. VeutlÄrlAnd. * Berlin, 8. Mai. Seine Majestät der Kaiser wohnte gestern Vormittag der feierlichen Grundsteinlegung für die Auferstehungskirche bei und that, nachdem Gesang und Festansprache vorüber waren, die ersten drei Hammerschläge. An dem gleichen Vormittag fand die Grundsteinlegung zur Samariterkirche statt, der in Vertretung des Kaisers Seine Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Leopold von Preuße» beiwohnte. — Der „Reichsanzeiger" meldet, daß Seine Majestät der Kaiser dem Kronprinzen den Schwarzen Adler- Orden verliehen habe. Bekanntlich erhalten die Prinzen des Hohenzollern'schen Hauses diesen Orden an ihrem zehnten Geburtstage, an dem sie gleichzeitig in die Armee eintreten. Den Eintritt des Kronprinzen in die Armee gibt das „Militärwochenblatt" in nachstehender Weise bekannt: „Neues Palais, den 6. Mai 1892. Kronprinz des Deutschen Reiches und Kronprinz von Preußen Kaiserliche und Königliche Hoheit, zum Secondelieutenant im 1. Garde-Regiment zu Fuß ernannt; außerdem bei dem 2. Garde-Landwehr-Regiment n In suite zu führen." — Generallieutenant z. D. Friedrich v. Schwartz ist am 3. Mai in Koblenz im 95. Lebensjahre gestorben. Friedrich Schwartz, 1797 in Schlesien geboren, war im Jahre 1814 als Freiwilliger in's 7. Schlesische Landwehr- Jnfanterie-Regiment eingetreten, wurde 1816 Portepee- fähnrich, 1818 Secondelieutenant, 1839 Kapitän, 1846 Major, 1854 Oberst, 1858 Generalmajor und 1862 als Generallieutenant zur Disposition gestellt. Mit ihm ist wohl der älteste Offizier der preußischen Armee dahingegangen, der seit 1862, also noch volle 30 Jahre, im Pensionirtenverhältniß gelebt hat. Stuttgart, 8. Mai. Ihre Majestäten der König und die Königin sind gestern, wie alljährlich um diese Zeit, nach Marienthal übergesiedelt. Der König wird die Regierungsgeschäft theils von dort besorgen, theils im Be- dürfnißfall zu deren Erledigung, insbesondere zur Entgegennahme der Vorträge der Minister und zu Ertheilung von Audienzen, hierher kommen. Oestrrreich-Angarn. Wien, 7. Mai. Seine Majestät der Kaiser eröffnete heute Vormittag die Internationale Musik- und Theaterausstellung in Anwesenheit der hier weilenden Erzherzoge, des diplomatischen Corps, der Minister, zahlreicher Würdenträger und Mitglieder des Parlaments. Auf eine Ansprache des Ausstellungspräsidenten, Grafen Pallaviciui, gab der Kaiser seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß ein so bedeutendes Werk in Wien, der freien Pflegestätte der musikalischen und dramatischen Kunst, dank der Bethciligung des In- und Auslandes zustande gekommen sei. Hierauf unternahm der Kaiser einen Rundgang durch die Räume der Ausstellung und ließ sich die Vertreter der bethciligten Staaten vorstellen. — Der Ausstand der Einspänner- und Fiakerkutscher in dem Augenblicke, in dem er durch den Beginn der Ausstellung doppelt empfindlich wirkt, ist nun doch zur Thalsache geworden. Nachdem das Streikkomitö im Laufe des gestrigen Tages vergeblich versucht hatte, Audienzen bei dem Ministerpräsidenten und dem Statthalter zu erhalten, wurde der Streikbeschluß aufrecht erhalten. Von etwa 3 300 Kutschern haben rund 2 500 die Arbeit eingestellt. Die Großfuhrwerksunternehmer haben sich jedoch vereinigt, durch Aufgebot eines großen Wagenparkes der Stockung des Verkehrs zu begegnen. Ein vom Direktor der General-Omnibusgesellschaft, Per- cival, an die einzelnen Großsuhrwerksbesitzer versendetes Zirkular fordert dieselben auf, besonders mit Rücksicht auf die Eröffnung der Musik- und Theaterausstellung, kräftig in die Aktion einzugreifen. Man glaubt übrigens in den Kreisen der Eigenthümer nicht, daß der Streik länger als ein paar Tage dauern werde. (Für diese Annahme spricht auch ein Telegramm des Wolff'schen Bureaus, welches besagt, infolge von Verhandlungen der streikenden Kutscher mit der Gewerbebehörde würden voraussichtlich morgen früh bereits etwa 1 000 Fuhrwerke die Fahrten wieder aufnehmen.) Frankreich. Paris, 7. Mai. Der bei der Dynamitexplosion in dem Restaurant Very schwer verletzte und gestern an den Folgen seiner Verwundungen gestorbene Setzer Hamond wird auf Staatskosten beerdigt werden. Die Behandlung Hamonds in dem Krankenhause St. Louis dürfte indessen noch Gegenstand der Erörterung in der Presse sein. Charles Laurent, der Chefredakteur des republikanischen Blattes „Jour", richtet in seinem Blatte nämlich heftige Angriffe gegen die Leitung des genannten Krankenhauses, gegen den Chefarzt vr. Pean und dessen Assistenten, die von ihm beschuldigt werden, durch schlechte Pflege den Tod Hamonds verschuldet zu haben. Laurent ist auch Mitglied des Pariser Gemeinderathes und hat in dem letzteren eine Interpellation über die Zustände im Hospital St. Louis angekündigt. Großbritannien. London, 7. Mai. Obgleich' noch niemand weiß, wann die englischen Parlamentswahlen eigentlich stattfinden werden, drehen sich alle öffentlichen Reden der Parteiführer schon um das Thema der Neuwahlen. Auch der Chef der englischen Regierung, Lord Salisbury, hat gestern eine politische Rede gehalten, die eine Wahlrede in aller Form war. Gestern feierte nämlich der konservative Primelnbund sein Jahresfest in dem Covent Garden-Theater und die Hauptrede wurde von Lord Salisbury gehalten. Der Premierminister sprach sein Bedauern darüber aus, daß in England der Ausfall der Wahlen von einer Anzahl verschiedener Fragen abhänge, wo doch die Einheit des Reiches auf dem Spiele stehe, deenn der Home-Rule-Plan der Opposition würde nicht Dn Frieden, sondern eine Zeit bürgerlicher und religiöser Kämpfe bringen. Die Konservativen und die liberalen Unionisten müßten bei den nächsten Wahlen daher alles zur Bekämpfung von Home-Rule aufbieten, welches Englands Ansehen und Macht in allen Welttheilen schwächen würde. Mit dieser Rede Salisbury's ist der Ton der Konservativen für die bevorstehenden Wahlen angegeben. Rußland. St. Petersburg , 7. Mai. In der polnischen Fabrikstadt Lodz sind im Zusammenhänge mit einem großen Arbeiterstreik antisemitische Unruhen ausgebrochen. Die Zahl der Streikenden wird bis zu 30 000 geschätzt. Arbeiterscharen streiften umher und überfielen jüdische Einwohner. Infanterie und Kavallerie wurde herange- zogen und gestern Abend war die Ordnung wieder hergestellt. Griechenland. Athen, 7. Mai. Bei der Heftigkeit des Wahlkampfes in Griechenland ist es nicht zu verwundern, daß die feindlichen Parteien gelegentlich nicht bloß mit Worten, sondern auch mit Fäusten kämpfen. In der letzten Nacht kam es hier zwischen Delyannisten und Trikupisten zu einer Schlägerei, wobei Militär einschritt. Die Delyannisten richteten infolge dessen eine Erklärung an die Negierung, in welcher sie die Verantwortung für die Folgen des militärischen Einschreitens ablehnen und die Absicht kundgeben, der Gewalt mit Gewalt zu begegnen. Sie werden aber wohl den Kürzeren ziehen, wenn sie verblendet genug sein sollten, diese Drohung auszuführen. Grotzherzogthum Waden. Karlsruhe, den 9. Mai. * (Das Freiwillige Krankenträgercorps) des Karlsruher Männerhilfsvereins hielt gestern Vormittag 8 Uhr seine Scklußübung auf dem großen Exerzierplatz ab. Es wohnten der Besichtigung an: von Seiten des Landcshilfsvereins vom Rothen Kren, Herr Geh. Rath Hebting, von Seiten der Stadt die Stadträthe Kautt und Ludwig, von Seiten der Feuerwehr Herr Hauptmann Karch und von Seiten des Männerhilfsvercins der stellvertretende Vorstand Pecher und Oberstabsarzt 0r. Schrickel. Herr Generalarzt vr. Eilert nahm die Besichtigung der Truvpc vor. die unter dem Kommando de« Herrn Hofgärtner Gräbener und der ärztlichen Unterweisung durch Herrn Assistenzarzt vr. Diehl eine gründliche Durchbildung erfuhr. Die Marschübungen waren flott und akkurat, was um so mehr anzuerkennen ist, als ?/, der Mann- schaft nicht Soldaten waren. An die Marschübungen schloffen sich dann die Verbandsübungen, die gleichfalls gut von statten gingen. Erfreulicherweise können wir feststellen, daß die Beteiligung an dem diesmaligen Kurs eine sehr starke war. Es hatten sich 75 Mann gemeldet. S Freiburg, 5. Mai. (Naturforschende Gesellschaft. — Corpshaus.) Gestern Abend hielt die Natur- sorschende Gesellschaft in der Aula der Universität ihr 71. Stiftungsfest in Verbindung mit der Feier des Negierungsjubiläums ihres hohen Protektors, Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Herr Professor vr. Böhm, hielt eine auf diese Doppelfeier bezügliche Ansprache, worauf der Schriftführer, Herr vr. Häcker, über die Tätigkeit des Vereins im vergangenen Jahre Bericht erstattete. Darnach wurden während des Semesters monatlich zwei Vorträge gehalten und zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten kamen in den Berichten der Gesellschaft zur Veröffentlichung. Die Mitgliederzahl beträgt 167, eine Zahl, die früher schon übertrsffen worden ist. Sodann folgte ein Vortrag von Herrn Prof. Böhm „Aus der Vorwelt" mit besonderer Beziehung aus die Erforschung der Versteinerungen. Nach der Sitzung fand sich die zahlreich vertretene Gesellschaft zu einer Vereinigung im oberen Saale der „Alten Burse" zusammen. — Am nächsten Samstag findet die Einweihung des nun fertig gestellten eigenen Hauses des CorpS Rhenania in der Albert-Straße statt. Zu diesem Fest sind zahlreiche Einladungen ergongen und von auswärts werden sich viele „alte Herren" einfinden. Neueste Telegramme. Wien, 9. Mai. Der Kutscherstreik ist beigelegt. In den gestrigen Abendstunden traten zahlreiche Kutscher ihren Dienst wieder an. London, 9. Mai. Im Kohlenbergwerk Castle-Eden, in der Grafschaft Durham, griffen gestern ausständische Arbeiter die Bergwerksbeamten an, als letztere den Schacht verließen. Die Angegriffenen flüchteten in dar Maschinenhaus. Als die Polizei einschritt, wurde sie von der Menge angegriffen. Der Polizeioberst wurde schwer verletzt und das Maschinenhaus zerstört. Erst gegen Mitternacht gelang es den verstärkten Polizeimannschaften, die Menge zu zerstreuen. Großherrogliches Hosthester. Montag den 9. Mai, 10. Borst, außer Ab. Letztes Gastspiel des k. k. Hofburgschausvielers Adolf Sonnenthal: „Wallensteins Tod", Trauerspiel in 5 Akten von Schiller. Anfang '/-7 Uhr. —— Brrarttü örtlicher Redakteur: Wich6w Harder in Karlsruhe. Transatlantische FMrvechlkerMgs-UMm-GeMsMft in Kamknrg. Zwanzigste Iahresrechnung. Berwattungsjahr L 8 » 1 . Einnahmen: Uebcrträge au- 1890: Prämien-Reserve. 1,450,316 Schaden-Reserve. 453,835 In 1SS1: Prämien-Einnahme (abzüglich Ristorni). Zinsen und Gebühren. 95 Ausgaben: Schaden-Reserve Provision, Coursverlust, Allgemeine Berwaltungs- und Agenturk oken i 6,549,484 43 l 132,502 27 06 885,601 — 4,175,215 72 1,460,000 — 781,109 Johresgewinn 8,586,138 . 65 8,385,889 . 33 200,249 ^ 32 Hiervan: a. zur Abrundung des Jahresgewinns und der Prämien-Reserve für 1892 hinzugefügt K. zur Eapital Reserve (8 21 des Statuts) 10"/, von ^ 200,000.— c. ordentliche Dividende (8 21 des Statuts) 5", auf baar eingezahlte ^ 1,200,000. 0. Tantieme des Aufsichtsrathes und der Direktion (§ 21 des Statuts). e. Superdividende 8V-! *o - -.- t. Special-Reserve.-_^ 249.32 20 , 000 .— 60,000.— 16,800.— 100,000.— 3,200 — Man? pro 31. December 1891. ^ 200,249.32 Wechsel der Actionäre. Wechsel im Portefeuille. Bank. Caffa. Effecten und Depositen. Immobilien (Das Gesellschaftsbaus Alterwall 10 ). Diverse Debitoren. 1^! 4,800.000 j — 527,120 170 167,775 55 2,795 113 3,799,638 27 350,000 1- 1,428,409 59 11,075,739 24 Grund-Capital . Prämien-Reserve Schaden Reserve Capital-Reserve. Special-Reserve. Dividende: unerh. Coupons für 1889 1890 45 324 Diverse Creditoren Gewinn ... 6 , 000,000 ;— 1,460,0^0 1 — 385,601 — 962,359 63 42,960 369 2,024,200 200,249 11,075,739 Hamburg, 30. März 1892. Transatlantische Feuer-Verslcherungs-Äctien-Geseüschast. Der Direktor: I. Wkumöerger. Nachgesehen und mit den Büchern und Belegen übereinstimmend gefunden. Hamburg, den 12. April 1892. T 257. Die Revisoren: Senator Kahler. General-Consul Goedelt.Wm. Kufeke. unter Garantie der Reinheit: ^ 3—, 3 50, 3.80 per ^ Pfd. .. 0.75, 0.90, 1 — ,. .. Theespitzen „/c 180 per ^ Pfd. „ 0.45 „ V 4 ,, Wiederverkäufern hoher Rabatt. Erbprinzenstr.38. Thee-Jmport. Bürgerliche Rechtspflege Oeffentliche Zoltellung. T.2Z3.2. Nr. 3035. Offenburg. Die Firma Engel, Grethelund Berger zu Bühlertbal, vertreten durch Rechtsanwalt Bumiller, klagt gegen Bäcker Wilhelm Geiger von Gengen bach, zur Zeit an unbekannten Orten abwesend, aus Meblkauf und Miethe mit dem Anträge auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 1595 M. 17 Pf. nebst 5 Zins vom 1. Mai 1892 und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer III des Großh. Landgerichts zu Offenburg auf Freitag den 16. September G92, Bormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelafsenen Anwalt zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Offenbar», den 5. Mai G92. Der Gcrichtsschreiber Gr. Landgerichts: Ewald. Verschollcuheitsverfahren. T229 2. Nr-5722. Donaueschin- gen. Großh. Amtsgericht Donau- eschingen hat unterm Heutigen folgenden Vorbescheid erlassen: Nachdem gegen den am 11. Mai 1852 zu Schwenningen geborenen, zuletzt in Oberbaldingen wohnhaften, im Juni 1882 nach Nordamerika, Dunkirk NU, ausgewanderten und seit Oktober 1882 vermißten Bäcker Christian Mautbe die Verschollenheitserklärung beantragt ist, ergeht unter Bestimmung einer Frist von einem Jahre an ihn selbst die Aufforderung, Nachricht von ffch an uns gelangen zu lassen und an Alle, welche Auskunft über Leben oder Too des Vermißten zu ertheilen vermögen, Aufforderung, uns Anzeige hiervon zu erstatten. Donaueschingen, 2. Mai 1892. Der Gerichtsschreiber: G ä ß l c r. Verschollenheitserklärung. T2282. Nr- 4538. Kenzingen- Das Großh. Amtsgericht Kenzingen hat unterm Heutigen verfügt: Der am 11. Dezember 1818 in Forch- heim geborne, im Jahr 1839 nach Amerika ausgewanderte taubstumme Stefan Ritter wird für verschollen erklärt und werden demselben die Kosten, des Verfahrens auferlegt. Kenzingen, den 2. Mai 1892. Ter Gerichtsschreiber: Nuß. ErbeinVetsung. T 184.3. Nr. 8726. Lörrach. Die Witwe des Manrers August Ronecker von Wyhlen, Venedikta, geb. Keller, hat um Einweisung in die Gewähr des Nachlasses ihres genannten Ehemannes nachgesucht. Diesem Gesuch wird entsprochen werden, wenn nicht binnen vier Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Lörrach, den 30. April 1892. Großh- bad. Amtsgericht gez. Spiegelhalter. Zur Beglaubigung. Der Gerichtsschreiber: Appel. T'185.3. Nr. 8849. Lörrach. Die Witwe des Eisenbahnarbeiters Liborius Virlin in Hcrtken, Maria, geborene Wolpensinger, hat um Einsetzung in die Gewähr des Nachlasses ihres genannten Ehemannes nachgesucht. Diesem Gesuch wird entsprochen werden, wenn nicht binnen vier Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Lörrach, den 2. Mai 1892. Großh. bad. Amtsgericht, aez. Spiegelhalter. Zur Beglaubigung. Der Gerichtsschreiber: Appel. Handelsregistereinträge. T'225. Nr. 25,223. Heidelberg. Zum diesseitigen Firmenregister — Band II — wurde eingetragen: ». Zu O.Z. 200 — Firma „Jakob Helwerth" in Heidelberg —: Nach dem diesseitigen Urtbcil vom 27. Februar d. I Nr. 11,81 l wurde die Ehefrau des Metzgers Jakob Helwerth, Sophie, geb. Fath hier, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von dem ihres Ehemanns abzusondern. b- Zu O Z. 256 — Firma „Da ecke ch Comp." in Heidelberg —: Obige Firma ist au? Karl Friedrich Daecke ftm., ledigen Chemiker dahier, übergegangen. Karl Friedrich Da.cke » »., Kaufmann hier, wurde zum Prokuristen bestellt. e- Zu O.Z. 328 — Firma „Ludwig Scheu" mit Hauptniederlassung in Frankfurt a./M , Zweigniederlassung in Heidelberg —: Die Zweigniederlassung dahier ist erloschen. Heidelberg, den 2 Mai 1892. Großh. bad- Amtsgericht. Reichardt. T'226. Nr. 3902 Gernsbach. Zu O Z. 2 des diesseitigen Genofsen- schaftsregisters, Borschußverein Gernsbach, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in Gernsbach, wurde heute eingetragen: Rentner Gottlieb Klumpp in Gernsbach ist aus dem Vorstand ausgetreten. In der Sitzung des Aufsichtsrathes vom 25. April d. I. wurde das Mitglied des Aufsichtsrathes Rentner Julias Basinger in Gernsbach bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung zum Stellvertreter von behinderten Mitglieder des Vorstandes ernannt. Durch Beschluß der Generalversammlung vom gleichen Tage wurde 8 14 Absatz 1 des Gesellschastsvcrtrages vom 17. Dezember 1889 dabin abgeändert, daß derselbe mit den Worten beginnt: „Der Vorstand besteht aus zwei Genossen, welche" u. s. w. Gernsbach, den 3. Mai 1892. Großh. bad. Amtsg-richt. Husfschmid. T'227. Nr. 4543. Neustadt. In das Gesellschaftsregister wurde zu O.Z. 46: Firma J.F. Sutter Söhne in Neustadt, eingetragen: Der Gesellschafter Ernst Schlageter hat sich mit Lina Sutter von Freiburg verehelicht. Nach dem Ehrvcrtrag vom 5. März 1592 ist bedungen, daß jeder Tbeil 100 M. zur Gemeinschaft einwirft, während alles übrige, gegenwärtige und künftige, aktive und passive Vermögen eines jeden Thcils von der Gemeinschaft ausgeschloffen und für verliegenschaftet erklärt wird. Neustadt, den 3. Mai 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Guttenbcrg. Strafrechtspflege. Ladungen. T 128.3 Nr. 11,719. Freiburg. 1. Maximilian Ludwig Lindchmer, geboren am 12. Juli 1869 in Fcld- bcrg, zuletzt wohnhaft daselbst, 2. Ernst Karl Friedrich Frey, geboren zur 16. Januar 1869 in Hügelheiw, auletzt wohnhaft daselbst, 3. Mathias Rißmann, geboren am 23. Juni 1869 in Basel, hcimaths- bercchtigt in Hügelheim, zuletzt wohnhaft daselbst, 4. Jakob Friedrich En gier, geboren am 18. Juni 1869. in Müllhelm, zuletzt wohnhaft in Freiburg, 5. Ernst Tbomen, geboren am 10. Juni 1869 in Müllheim, zuletzt wohnhaft daselbst, 6. Max Zivi, geboren am 27. Oktober 1869 in Müllheim, zuletzt wohnhaft daselbst, 7. Karl Friedrich Watzenecker, geb. am 30. Juli 1869 in Niedereggenen, zuletzt wohnhaft in Wyhlen, werden beschuldigt, als Wehrpflichtige in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten zu haben, Vergehen gegen 8 140 Abs. 1 Nr. I des R.Str.G.B. Dieselben werden auf Samstag den 18. Juni 1892, Vormittags 8ßz Uhr, UNä ÜU88tSttUNg8gS8vl>Sft >7. ZVSSS». Hotli«k«r--rnt Seiner ILörükUoksn «oksit «Iss «i-osstisrMßs. Lsr-r-sn-, Dernrsn- «rnek ^8 <71» 114i »1 II» «; L - n 1 nli <- ti 1- «11» xx « »L. 8 Usus Preisliste kür IZsttsn gratis linst krsnco. R- 2288 . inern U.M öoffensee. WssseiAeilsnslsIl — Sanatorium kür Xorvoiiürrmko. — lleilkactoron: Uesawmtes IVssserbeilverkaiu-eu. LIsktricität. blasssgs. Oxmnsstllc. Diät. Rationelle Redens« eise. Dorraio- kurvs^e. Reisende, rudigs Ra^o in grossem seeumspültem Rark. 6rosse Lutmerksawksit desä-l. Verpflegung, Prospekt franco. ^ .Lesitssr null ^Irst: Or. y. VUMLvo, j S.103.4." W (trüber LrMl. Reiter üer Anstalt). vor die II. Strafkammer des Gr. Landgerichts dahier zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem Gr. Bezirksamte zu Müllheim über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. Freiburg. den 29. April 1892. Großh. Staatsanwaltschaft, gez. Geiler. Zur Beglaubigung Der Erste Kanzleibeamte: Ramsperger. T.266 R Nr- 6609. Rastatt. In der Strafsache gegen die Johann und Engelbert Klumpp von Bielhigheim wegen Thätlichkciten wird Johann Klumpp, zur Zeit an unbekannten Orten, auf Anordnung des Gr. Amts gerichts bierselbst, welcher auf die Verfügung des Gr. Bezirksamts Rastatt vom 1. April 1892 Einspruch erhoben hat, zur Hauplvsrbandlung auf Freitag den 27. Mai 1892, Vormittags 10 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht zu Rastatt geladen. Nach 8 231 der Strafprozeßordnung kann auch bei dem Ausbleiben des Angeklagten zur Hauptverhandtung geschritten werden. Rastatt, den 3. Mai 1892. Zirkel. Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. T2302. Nr. 1l. 10.415. Mannheim. I. Der am 20 Dezember 1851 zu Ballenberg geborene Johann Valentin Straßwlinmer, 2. der am 23. August 1861 zu Reichenbach geborene Bierbrauerund Gypser BernhardW ied - mann, 3. der am 20. April 1860 in Ober-Sodow geborene Schneider Paul Peter Loketz, 4. der am 18. Februar 1865 zu Nesigode geborene Fabrikarbeiter Hermann Tritsch, Alle zuletzt hier und zur Zeit unbekannt wo abwesend, werden beschuldigt, und zwar die unter 1., 2. und 3. Genannten als Wehrmänner der Landwehr, der unter 4. Genannte. als beurlaubter Reservist, ohne Erlaubniß ausgewaudert zu sein, Ueberiretung gegen § 360" des Reichs-Strafgesetzbuchs. Dieselben werden auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts Hierselbst auf Dienstag den 28. Juni 1892, Vormittags 8 Uhr, ^ nor das Grrßd. Schöffengericht hieri zur Hauptverhandtung geladen. ! Bei unentschuldigtem Ausbleiben wer-! den dieselben auf Grund der nach § 472 j der Strafprozeßordnung von dem Kgl.! Meldeamt hier ausgestellten Erklärun-j gen vom 4., 17- und 3l- März l- I.! verurtheilt «erden. ! Mannheim, den 5. Mai 1892. j GerichtsschrelbercidesGr.Amtsgerichts. - Ho er st. T.250.1. Nr. 5838. Wies loch. Der am 22. August 1865 zu L>andhausen geborene, zuletzt in Dielheim wohnhafte Fabrikarbeiter Konrad Honig wird beschuldigt, als Eisatzreservisterster Klaffe ausgewandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der MilitärbehördeAnzcigecrstnttetzubaben, Ueberiretung gegen 8 360 dir. 3 des R.St.G.B- Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts Hierselbst auf Donnerstag den 14. Juli 1892, Vormittags 9 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht WieS- loch (Rathhaussaal) zur Hauptvrrhand- lung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 473 der Strafprozeßordnung von dem König!. Bezirksksmmando zu Heidelberg ausgestellten Erklärung verurtheilt werden.! Wiesloch, den 26. April 1892. ! Kumpf, Gcrichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. ^ T 231.2. Mosbach Hermann Friedrich Kuch, geboren am 2. Oktober 1871 zu Widdern, Oberamt Neckar- fulm, zuletzt in Adelsheim wohnhaft, wird beschuldigt, als Wehrpflichtiger in der Absicht, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten zu haben. Vergehen gegen 8140 Abs. 1 Nr. 1 St.G.B. Derselbe wird auf Donnerstag den 7. Juli 1892, Bormiltags 9^4 Uhr. vor die Strafkammer des Großh. Landgerichts zur Hauvtverhandkung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem Ci- vilvorfitzendcn der Ersatzkommission zu Neckarsulm über die der Anklage zu Grunde liegenden Thalsachen ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. Mosbach, den 4. Mai 1892. Großh. Staatsanwalt: I. V. vr. Kempff. T'99.3 Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Wir verdingen die Lieferung von 650 Tonnen Fettnußkohlen. 120 „ Anthracitnußkohlen, 1300 „ Schmiedekohlen, 8L0 „ Koks. Angebote sind mit der Aufschrift „Kohlen" versehen, schriftlich, versiegelt und portofrei längstens bis Donnerstag den 12. Mai 1. I., Vormittags 11 Uhr, bei uns einzurcichkn. Die Lieferungsbedingungen werden auf portofreie Anfrage von der unterfertigten Stelle abgegeben. Die Zuschlagssriit ist auf den 12. Juni festgesetzt. Karlsruhe, den 28. April 1892. Großh. Hauptverwaltung der Eisen- _bahnmagazine._ T 2601. Karlsruhe. Bersteigerung. Ksmmenden Freitag de» IS. Mai, Borrrnttags lO Uhr, werden im Bauhöfe (Eingang durch den Marstallhof, zunächst der Waldhornstraße) 2 eiserne-Bassins, je 1 Meter breit, 2 Meter lang und 63 Elm hoch, 1 eiserner runder Dampfkocbbottich, 1 Meter im Durchmesser und 95 Cim. koch, sowie einzelne Theile einer abgängigen Waschmaike und einer «schwenk- mafchine, > gegen Bgarzahlung öffentlich versteigert. Karlsruhe, den 7. Mai 1892 Großh. Hofökonomieverwaitung. Nutz- und Brennholz- Berfteigerrrng. T.204.2. Die BezirksforsteiGengen- barh versteigert mit Borgfrist bis 1. November l. I im Gasthaus zum Adler in Gengenbach Donnerstag den 12. Mai, Vorm. IO'/? Uhr, aus den Distrikten Hüttersbach, Gaishut u. Abtswald: 2 Eichen IV. Kl., 2 Nadelholz- stämme, 819 Ster tannenes und buchenes Brennholz, 2093 dcsgl. Prügel- wcllen. Freitag de» 13. Mai, Vormittags 10'/, Uhr, aus den Distrikten Mooswald und Schnaitberg: 199 tann. Sägklötze II Kl., 732 lannene und sicht. Lattenklötze, 260 Rebstecken, 236 Sler fichtenes Rollenholz, 6 Nußbaum- und 3 Kirschbaumklötze, 402 Ster tannenes und buchenes Brennholz, 680 desgl. Prügelwellen. Die Dowänenwaldhüter Wühler in Gengenbach, Bächle in Hai- gerach, Mehle in Nordrach und Lehmann in Fabrik Nordrach zeigen auf Verlangen das Holz vor und fertigen Auszüge. Druck und Verlag der G. Brau «'scheu H s s b u ch d: u ck e 7 :