Karlsruher Münz. 138. Donnerstag. IS. Mai ------E- .. j ., , Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14 (TelephonanichlußsNr. 154), woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Vorausbezahlung: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltnng. BrieftrSgergebühr eingerechnet, 3 M. 65 Pf. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. 18SS. Amtlicher Theil. Durch Entschließung des Großh. Ministeriums der Jkstiz, des Kultus und Unterrichts vom 16. Mai 1892 wurde die Notarsstelle Furtwangen dem Großh. Notar Johann Reichert, bisher Notar von St. Blasien, und die Notars? stelle St. Blasien dem Großh. Notar I)r. Ludwig Mai daselbst, bisher Inhaber der Notarsstelle Furtwangen, übertragen. Nichtamtlicher Theil. Karlsruhe, den 18. Mai. Es ist nicht zu bezweifeln, daß bei den griechischen Kammerwahlen vom vorigen Sonntag die Anhänger des Herrn Delyannis auf der ganzen Linie von den Trikupisten geschlagen worden sind und daß das Wahlresultat sich als ein Protest der öffentlichen Meinung gegen die antidynastische Haltung der Delyannisten während der letzten Monate darstellt. Nach diesem Wahlresultat ist von Griechenland die Gefahr eines schweren inneren Konflikts abgewandt, denn da die letzte Ministerkrisis dadurch herbeigeführt wurde, daß der König selbst das Kabinet Delyannis zum Rücktritt drängte, wäre mit der Wahl einer Delyannistischen Kammermehrheit eine heikle Situation geschaffen worden. Die leidenschaftliche Agitation der Delyannisten scheint nicht einmal bei den unteren Wählermassen, auf die sie vorzugsweise berechnet war, verfangen zu haben; vor allem aber hat die geistig selbständige und politisch reife Bevölkerung sich offenbar auf die Seite der Trikupisten gestellt. Es geht dies aus einer Meldung der „Nativnalzeitung" hervor, welche besagt: „Die Trikupisten siegten in allen geistigen und . wirthschaftlichen Centre», m Attika, Thessalien, Achaia, Korinth, Messenien, Syra, Zante und Cephalonia; sie eroberten die Stammsitze der Gegner." Die ziffermäßigen Angaben über den Wahlsieg der Trikupisten sind aus den schon am Montag an dieser Stelle angeführten Gründen etwas unsicher; in jedem Falle läßt aber die telegraphische Mttheilung aus Athen, nach welcher Delyannis heute ^iach Paris abzureisen gedenkt, ziemlich zuverlässig darauf schließen, daß der Oppositionsführer selber das Spiel verloren gibt. Trikupis hat bereits das Programm der neuen Kammermehrheit bezeichnet. Er hielt ui^ter dem Eindrücke des Wahlsieges seiner Partei vorgrstern in Athen bei einer Wählerversamm- lung eine Uogrammrede, in welcher er erklärte, die Hauptsorge der neuen Kammermehrheit werde die Neuordnung de. griechischen Finanzen und die Hebung des VolksschuluLterrichts sein. Die „Magdeburger Zeitung" läßt sich cus Athen telegraphiren, König Georg habe nach dem Hekanntwerden des Wahlergebnisses sich selbst in die Wol nung des Herrn Trikupis begeben und diesen zu dem WMerfolge beglückwünscht, wobei der Monarch von der Bevölkerung stürmisch begrüßt worden sei. Die Bildung emes neuen Kabinets unter dem Vorsitze des Herrn Trikupis wird als sicher betrachtet, doch dürfte dieses Ersigniß nicht schon in der allernächsten Zeit und jedenfalls 'nicht vor dem Zusammentritte der neuen Kammer und ,er Vollendung der Wahlprüfungen eintreten. Das Ministerium Konstantopulos hat nämlich nach einer Depesche aus Athen angesichts des Wahlergebnisses seine Entlassung eingereicht, aver vom König den Auftrag erhellen, bis zur Rückkehr der Königlichen Familie aus Kop nhagen im Amte zu bleiben. Die Abreise des Königs ind der Königlichen Familie nach Kopenhagen soll heuh erfolgen. Wie s«s,n mitgrthcilt, hat der Bundesrath sich mit einem Entwurf vo», Bestimmungen beschäftigt, die Erleichterungen für die ZollbehaiKiung des Reisegepäcks im durchgehenden Verkehr bezwecken. , Wie man weiter hört, sind, um den Umfang des in Frage idhenden Verkerbs festzustellen. Erhebungen veranstaltet wordendie zu recht interessanten Ergebnissen geführt haben. Aus ibl^n kann man Anhaltspunkte für die Beurthcilung der Frage Qwinnen, in welchem Maße Deutschland als Durch- gau-slch,d für die Reisenden aus anderen Ländern benutzt wird. Nach dessen statistischen Erhebungen wurden durchschnittlich in einem Ähre bei dem Durchgangsverkehr durch Deutschland zwilchen Fialien, der Schweiz und Oesterreich über die Schweiz einerseiN und den Niederlanden, Belgien, Frankreich und England anderersrils 919 5 !3 KZ Reisegepäck abgesertigt, im Verkehr zwischen England, Frankreich und Belgien einerseits und Oester- reich-Ur'garn und Donauländer andererseits 318166 kg, im Verkehr zwischen Dänemark, Schweden und Norwegen einerseits und Oesterrssch-Ungarn andererseits 813 KZ, im Verkehr zwischen Rußland einerseits und Belgien und Frankreich andererseits 191 716 KZ und iut Verkehr zwischen Schweden und Dänemark einerseits und Belgier,, Frankreich und England andererseits durchschnittlich im Jahre M 316 KZ Reisegepäck. Wie sehr der Paßzwang seinerzeit auf diesen Verkehr von und nach Frankreich eingewirkt hat, geht aus der durch diese Statistik festgestellten Tbatsacke hervor, daß im Juli 1887: 161287 KZ Reiseaepäck mehr als im gleichen Monat des Jahres 1888 befördert wurden Die Entwickelung der deutsche» Handelsbeziehungen nach Klcinasicn weist unserm Vatcrlande jetzt, mit einer Jahresziffer von 13 Millionen, die vierte Stelle an. Ihm voraus gehen Oesterreich mit 17 Millionen, wovon indessen ein nicht ganz unerheblicher Bruchtheil noch aus die deutsche Produktion, soweit diese über Oesterreich geht, entfallen dürfte, dann Frankreich mit 24 Millionen und endlich Großbritannien, das mit seinem 96 Millionen betragenden Jahresumsatz freilich all seinen Konkurrenten zusammen genommen weit voraus ist. Am Ausgange des Mittelalters hatte die französische Flagge den Handel nach der Levante sozusagen monopolisirt, und noch vor 100 Jahren betrug er 42 Prozent deS gesammten kleinasiatischen Handelsverkehrs. Deutschland ist der allerjüngste Mitbewerber um den levantischen Markt : es erscheint dort erst seit Anfang der 60r Jahre, und in Ansehung dieses kurzen Zeitraumes ist die von ihm errungene Stellung immerhin ansehnlich genug, zumal da der deutsche Einssaß in jenen Gegenden noch fortwährend in überaus raschem Anwachsen begriffen ist, während der Handel Frankreichs fast von dem Augenblicke des Eintretens der deutschen Konkurrenz zurückzugehen begann und alle Mühe bat, nur seinen derzeitigen Besitzstand zu behaupten. Wie wir einem Berichte des französischen Generalkonsuls in Smyrna entnehmen, besteht die Einfuhr Frankreichs nach der Levante zur Zeit in der Hauptsache aus Seidenzeugcn, Merinos, reinleinen Geweben, Apo- lbekerwaaren und Sohlenleder; in diesen Artikeln steht das französische Uebergewicht noch unerschüttert, während eine ganze Reihe anderer Artiel, die früher ausschließlich? aus Frankreich bezogen wurden, mehr und mehr in deutsche Hände geratben, so z. Band- und Kurzwaaren, Posamentierwaaren, Zucker, Papier» Glas und Porzellan, Uhren -c. Veuklrkland. * Berlin, 17. Mai. Aus Danzig werden über den Besuch Seiner Majestät des Kaisers noch folgende Einzelheiten berichtet: Bei dem gestrigen Festmahle im Landeshause war für den Kaiser ein Ehrenplatz unter einem kunstvoll hergcstellten Baldachin errichtet. Frau Landesdirektor Jäckel überreichte dem Kaiser, als Aller- höchstderselbe das Landeshaus betrat, ein Rosenbouquct. Nach dem vierten Gange des Festmahls hielt der Vorsitzende des Provinziallandtags eine Ansprache, in welcher er auf die Geschichte Westpreußens, insbesondere die Eroberung des Landes durch den deutschen Ritterorden einging, im Namen der Provinz für den Besuch dankte und das Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Der Kaiser erhob sich sofort und sprach seinen Dank aus für den jubelnden Empfang. Beim Anblick der herrlichen Stadt schweife der Blick zurück zu den Tagen, wo sein hochseliger Großvater und sein unvergeßlicher Vater schöne Feste in Danzig feierten. Unter seines Vaters Leitung und persönlicher Anweisung sei es ihm beschieden gewesen, diese ihm so besonders nahe am Herzen liegende Stadt in allen ihren Theilen kennen zu lernen, die Schätze der Kunst und die Denkmäler der Geschichte, die sie birgt, aus seinem erfahrenen Munde erläutern zu hören. Die Erinnerungen aus jener Zeit seien in seiner Brust stets lebendig geblieben. Er sei dem Rufe der Provinz gern gefolgt, einige Tage in ihrer Mitte zu weilen. Die Aufgabe seiner Negierung werde sein, in steter Sorge um diese Provinz deren Wohlergehen zu fördern. Er habe das feste Vertrauen, daß dieses kernige Volk der Westpreußen, welches schon so viel hervorragende Eigenschaften des Fleißes, der Arbeitsamkeit und der Hingabe besitzt, sich in Geduld darin ergebe, was uns der Himmel schickt, und vertrauend erwarte, was im Laufe arbeitsamer Jahre zu thun ihm gelingen werde. Der Kaiser leerte das Glas auf das Wohl der Prvvinz Westpreußen. Bald nach 9 Uhr wurde das Diner aufgehoben. Der Kaiser ließ sich die Vertreter der Stadt und der Provinz vorstellen, pflog längere Unterhaltung mit ihnen und nahm dann eine Serenade der Danziger Militärkapellen entgegen. Heute Vormittag erschien der Kaiser, nachdem Allerhöchstder- selbe der Schichau'schen Werft nochmals einen Besuch abgestattet, um 10 Uhr auf dem Paradefeld, wo die ge- sammte Garnison mit der Generalität in zwei Treffen aufgestellt war. Im ersten Treffen standen die Danziger Jnfanteriebrigade, im zweiten das Regiment der Leibhusaren mit dem neu verliehenen Todtenkopf auf der Lanzenflagge und die in Danzig garnisonirenden Abtheilungen des Feldartillerieregiments Nr. 16. Die Parade kommandirte Divisionskommandeur v. Heister in zweimaligem Vorbeimarsch. Der Kaiser sprach sich sehr anerkennend über den Verlauf der Parade aus und verlieh auf dem Paradefelde dem komandirenden General Lentze den Rothen Adlerordeu 1. Klaffe, den Generalmajors Metzler, Grafen Wartensleben und Ulrich den Rothen Adlerorden 2. Klasse, den Obersten v. Heydebreck und v. Graberg den Kronencrden 2. Klasse, dem Oberst v. Heydebreck und Major v. Schmidt-Osten den Rothen Adlerorden 3. Klasse mit Schleife, sowie 7 anderen Offizieren den Rothen Adler- bezw. den Kronenorden 4. Klaffe. Der Kaiser ritt alsdann an der Spitze der Fahnenkompagnie nach der Stadt zurückt, überall jubelnd begrüßt, und nahm beim kommandirenden General Lentze ein Gabelfrühstück. Nachmittags 4 Uhr wohnte der Kaiser auf der kaiserlichen Werft der Taufe des neuen Kreuzers in Gegenwart des gesammten Offiziercorps bei. Die Taufe vollzog im Auftrag des Kaisers Oberwerftdirektor Aschmann ; er taufte das Schiff „Kormoran". Zwanzig reichbeflaggte Dampfer mit Passagieren lagen vor der Werft. Abends war die Stadt festlich erleuchtet. Bei einer Umfahrt des Kaisers in der Stadt loderten auf den Thürmen mächtige Magnesiumsackeln, auch der Wasserweg des Kaisers zur „Hohenzollern" war festlich erleuchtet. Jllu- minirte Dampfer gaben dem Monarchen nach der Dacht „Hohenzollern" das Geleit. — Nach Meiningen ist die Nachricht gelangt, daß Se. Hoheit der Herzog, Höchstwelcher in Cannes an einer Venenentzündung am linken Fuße erkrankt war, sich auf dem Wege der Besserung befinde. — Der „Reichsanzeiger" meldet, daß Se. Königliche Hoheit der Erbgroßherzog von Baden. Kommandeur der 4. Gardeinfanteriebrigade, sich in das Manövergelünde begeben hat. — Auf Grund des Artikels 6 der Reichsverfaffung ist von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Reuß jüngerer Linie der Staatsminister I)r. Bollert zum Bevollmächtigten zum Bundesrath ernannt worden. — Ein Korrespondent der Münchener „Mg. Ztg." erklärt die von der „Kreuzztg." gebrachte Nachricht von dem angeblich bevorstehenden Rücktritt des Generals von Schweinitz vom Botschafterposten in St. Petersburg und seiner Ersetzung durch Graf Wedel für unbegründet. General v. Schweinitz verbleibe in seiner Stellung. — Heute ist hier im 60. Lebensjahre der Generallieutenant z. D. Karl v. d. Hude gestorben. Er hat lange Jahre der Gardeartillerie und dem Generalstabe angehört, war von 1877 bis 1881 Kommandeur des 2. Rheinischen Feldartillerieregiments Nr. 23 in Köln, war vom November 1881 bis Dezember 1883 Chef des Stabes der Generalinspektion der Artillerie und seitdem Kommandeur der 6. und später der 2. Feld-Artillerie- Brigade. Infolge seiner Erkrankung mußte er im August 1889 sein Abschiedsgesuch einreichcn. — Die Verhandlungen der Börsen-Enq netekom - mission mit den Experten nehmen, wie man der „Nationalzeitung" berichtet, einen großen Umfang an; es ist schwer, die Zeit der Beendigung der Enquete abzusehen. Vom 9. Mai bis zum 14. wurden nur wenige der ein- berufenen Personen gehört, von den Berliner Experten sind bisher nur die Herren Kopetzki und Benary zu Ende vernommen. Gestern fanden Vernehmungen statt mit den Bankdirekoren Russell, Kämpf, Or. Siemens undWinter- feldt, ferner mit dem Kammergerichtsrath Keyßner, den Herren Sigismund Samuel und Julius Alexander von hier, den Bankiers Wolde aus Bremen und Arnold aus Dresden. Neu zugezogen werden behufs späterer Vernehmung Max v. Guaita, Präsident der Handelskammer von Frankfurt a. M. . Rudolf Kramen aus Müllrose (Mühlenindustrie), Jvstizrath v. Simson, Justizrath Lesse, Geh. Juftizrath v. Wilmowski, ferner noch zwei Mitglieder des Kammergerichts und des Landgerichts. — Die „Nordd. Allg. Ztg." kommt abermals auf die falsche Nachricht von einer Erkrankung des Sultans zurück. Gestern hatte sie gesagt, nach ihren Informationen sei die ganze Jntrigue klargestellt und mit allen Details zur Kenntniß des Sultans gebracht worden. Heute berichtet das Blatt. Staatssekretär Frhr. v. Marschall und der türkische Botschafter hätten in den letzten Tagen wiederholt Besprechungen wegen des falschen Telegramms über die Gesundheit des Sultans gepflogen. Es sei begreiflich, daß die deutsche Regierung nicht gleich- giltig bleiben konnte bei der Wahrnehmung, von Berlin aus in raffinirter Weise Nachrichten verbreitet zu sehen, welche außer Berlin auch Wien als Herd der für den Sultan und die türkische Regierung nachtheiligen Gerüchte erscheine. Es seien bereits Maßregel» ergriffen, um eine Wiederholung ähnlicher Manöver unmöglich zu machen. — Die Wahlprüfungskommission des Abgeordnetenhauses beschäftigte sich heute nochmals mit der Wahl des Abg. Grimm (natlb. II. Wiesbaden). Diese Wahl war von der Kommission früher für ungiltig erklärt worden, weil bei der Ergänzung des Wahlmännercorps Unregelmäßigkeiten vorgekommen seien. Das Plenum hatte die Angelegenheit an die Kommission zurückverwiesen, um die Frage wegen Kasstrung von Wahlmännerwahlen entgiltig entscheiden zu lassen. Die Kommission hat heute ihren früheren Beschluß, die Ungiltigkeit der Wahl vorzuschlagen, wiederholt. — In Zusammenhang mit der falschen Nachricht von der Erkrankung des türkischen Sultans scheint die heute erfolgte Ausweisung eines russischen Journalisten aus Berlin zn stehen. Der „Kölnischen Zeitung" berichtet man von hier: „Der russische Schriftsteller Wesselitzki Bogdanowitsch, ber mehrere Jahre an der Allgemeinen Reichskorrespondenz mitgearbeitet hat, wurde heute Mittag aus Berlin ausgewiesen, und zwar weil festgestellt worden ist, daß er die vollständig erfundenen Nachrichten über das Befinden des Sultans verbreitet hat. die namentlich in englischen Blättern Aufnahme gefunden und unter gewissem diplomatischem Nachhelfen nicht verfehlt haben, auch in Konstantinopel ein gewisses Aufsehen zu erregen. Es sollte damit offenbar im panslawistischen Interesse der Sultan gegen Deutschland aufgebracht werden, eine Absicht, deren Aussichtslosigkeit gewissen panslawistischen Kreisen noch immer nicht einleuchtet. Wesselitzki ist, wenn wir nicht sehr irren, im Jahre 1875 bekannt geworden, als er damals als Vertreter der panslawistischen Vereine von Odessa aus zu den Aufständischen in der Herzegowina entsandt worden war." Im Einklänge mit diesen Angaben über Herrn Bogdanowitsch steht auch eine Mittheilung des Wiener „Fremdenblattes". Das Wiener Blatt nimmt Notiz von der gestrigen Meldung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", daß die „Allgemeine Reichskorrespondenz" es gewesen sei, welche zuerst die falsche Nachricht in Gestalt eines Wiener Telegramms brachte, und fügt sodann hinzu: „Der Herausgeber dieses publizistischen Unternehmens ist, wie wir erwähnen wollen, ein rühriger panslawistischer Agitator, ein Herr Bozidarovic Wesseliczky, dessen eifrige Thätigkeit hinlänglich bekannt ist. Damit ist erklärt, welchen Zweck jene Meldung verfolgte, die, obwohl in Wien von der angeblichen Erkrankung des Sultans nie die Rede gewesen war, als aus Wien kommend bezeichnet und von Berlin aus weiterverbreitet wurde." — Der „Kreuzztg." zufolge wird mit dem am 25. Mai von Hamburg «bgehenden Psstdampfer „Reichstag" der für die Borchert'sche Expedition bestimmte Dampfer „Carl Peters" nach Ostafrika abgesandt. — Für das Verhalten der Karawanenführer in Ostafrika stellt ein Erlaß des Kaiserlichen Gouverneurs bemerkenswerthe Grundsätze auf. Der Erlaß ist an die Vorsteher der Stationen im Binnenland gerichtet und schärft ihnen folgendes ein: Sie sollen den Führern der durchziehenden Karawanen zur strengsten Pflicht machen, sich jeglichen Regierungsaktes, sowie überhaupt jeder politischen Einmischung zu enthalten und friedlich, ohne die Pläne und Absichten der Kaiserlichen Regierung zu durchkreuzen, dem Ziel ihrer Reise entgegen zu ziehen. Nur im Falle der Noth wehr haben sie das Recht, von den Waffen Gebrauch zu machen. „Tribut" zu fordern und Lebensmittel zu „re quirir en" wird streng untersagt. Lebensmittel sollen gekauft werden, und damit auf beiden Seiten keine Uebervortheilung stattfindet, die an der Karawanenstraße wohnenden Eingeborenen angewiesen werden, Lebensmittel herbeizuschaffen oder bereit zu halten nach ein- für allemal mit,den Dorfältesten vereinbarten Preisen. Ebenso wird den Häuptlingen verboten, im Schutzgebiet Durchzugsgeld, den „Hongo" zu erheben. Der Schluß der Verfügung lautet: „Auf den wichtigsten, zur Zeit schon mit genügenden Militärstationen besetzten Karawanenstraßen, wie Bagamoyo, Mpapua, Ugogo, Tabora, Bukoba, erscheint dies Verfahren bereits jetzt durchführbar; in Gegenden, wo eine militärische Besetzung bisher noch gar nicht oder doch nur in sehr weitläufiger Weise möglich war, wird den Führern der Expeditionen bis auf weiteres nach wie vor ein größeres Maß von Selbständigkeit einzuräumen sein. Es ist aber darauf zu achten, daß auch hierbei möglichst nach den oben angegebenen Gesichtspunkten verfahren wird." Danzig, 17. Mai. Seine Majestät der Kaiser verlieh (außer den unter „Berlin" aufgeführten Auszeichnungen) dem Kommandanten von Danzig, General Malofki, den Rothen Adlerorden II. Klasse und dem Oberst Wödtke (Gendarmerie) den Rothen Adlerorden lil. Klasse, Oberst Kämpfer sowie die Oberstlieutenants v. Fransecki und Körber erhielten den Kronenorden II. resp. Itl. Klasse und 4 Hauptleuten den Rothen Adlerorden tV. Klasse. Der Kaiser verlieh ferner dem LandgerichtMrektor Mix in Danzig den Titel Geheimer Justizrath, dem Direktor der hiesigen Reichsbankhauptstelle Sauerhering den Titel Geheimer Regierungsrath, sowie dem Oberbürgermeister Elditt-Elbing, dem Landrath Zander-Marienberg und dem Gutsbesitzer Vollerthun-Fustenau Ordensverleihungen. Mönchen, 17. Mai. Die Kammer nahm mit allen gegen 13 Stimmen den Ausschußantrag an, die Forderung der Regierung von 1 100 000 M. als erste Rate für den Neubau eines Nationalmuseums zu bewilligen. Der Kultusminister vr. v. Müller berechnet die ge- sammten Baukosten ohne den Bauplatz auf 4 800 000 M. und die Bauzeit auf 4 bis 5 Jahre. Oesterreich-Ungarn. Wien, 17. Mai. Das „Fremdenblatt" erfährt, der Deutsche Kaiser habe dem österreichischen Handelsminister Marquis Bacquehem das Großkreuz des Rothen Adlerordens als Anerkennung seiner großen Verdienste um die Handelsverträge verliehen. Andere Beamte erhielten den Kronenorden. — Ihre Majestät die Kaiserin besuchte heute die Musik- und Theaterausstellung, wo ihr der Präsident des Deutschen Reichsausschusses und der Vertreter des Berliner Jnstrumentenmuseums vorgestellt wurden. Besonders eingehend nahm die Kaiserin die Einzelheiten des Weimarer Theaters in Augenschein. — Bo» den Parteien des Abgeordnetenhauses ist die Erörterung der Währungsvorlagen begonnen worden. So sympathisch die Vorlagen der Regierung im allgemeinen geprüft worden sind, fehlt es doch in den Parteien nicht an Bedenken gegen Einzelheiten der Regierungspläne, und diese Bedenken kamen in den Fraktionsberathungen zum Ausdruck. Im Klub der deutschen Linken kritisirten die Abgeordneten Süß und Neuwirth die Vorlagen; auch Herr v. Plener brachte Bedenken vor. Dem Finanzminister Steinbach fällt die Aufgabe zu, diese Bedenken zu zerstreuen. Er erschien heute Abend zunächst im Polenklub, um nähere Aufklärungen über die Absichten der Regierung zu geben. Er beantwortete eine größere Reihe von Fragen zur Zufriedenheit des Klubs. — Das österreichische Abgeordnetenhaus nahm heute unverändert den Artikel 1 der Vorlagen über die Wiener Verkehrsanlagen mit großer Majorität an, darunter die angefochtenen Punkte bezüglich der Sammelkanäle und des Winterhafens in namentlicher Abstimmung mit 189 gegen 71 Stimmen. Die Opposition setzte sich aus Czechen und einem großen Theile der Konservativen zusammen. Frankreich. Paris, 17. Mai. Nach einer Ferienzeit von mehr als vier Wochen sind heute die Kammern wieder zusammengetreten. Der Senat hat sich zunächst mit der neuen Organisation des Kolonialamts zu beschäftigen. Der Ausschuß des Senats befürwortet eine Vereinigung des Kolonialamts mit dem Marineministerium, während die Deputirtenkammer die Errichtung eines eigenen Kolonialministeriums wünscht. Die Regierung theilt den Standpunkt der Deputirtenkammer und hat dem Senats- ausschusse mitgetheilt, daß sie durch einen Gegenantrag zu dem Vorschläge des Senats die Errichtung eines besonderen Ministeriums für die Kolonien fordern wird. Der Deputirtenkammer liegt vor allem die Berathung des Budgets ob. Für das Budget sind seit Beginn der Ferien die Forderungen des Marineministeriums, zum Bau von Kriegsschiffen, bedeutend gestiegen. Ferner sind von der Kammer die Vorlagen über die Entschädigung von Personen, welche durch verbrecherische Attentate gelitten haben, und über die Vermehrung und bessere Bezahlung der Pariser Polizei zu erledigen. Außerdem fehlt es aber nicht an Interpellationen, von denen drei schon in der heutigen Sitzung angezeigt wurden. Die Verhandlung der Interpellation Lavy über die Anarchistenverhaftungen wurde auf Samstag, die der Interpellation Ba'chaut über die tunesischen Eisenbahnen auf Donnerstag festgesetzt. Die Interpellation Soubeyran über die Münzfrage ist auf Ersuche« des Finanzministers um 14 Tage verschoben worden. Ihren eigentlichen Beginn werden die parlamentarischen Verhandlungen am Donnerstag nehmen. — Durch den letzten Brief des Papstes an die französischen Kardinale scheint der passive Widerstand, den ein Theil des französischen Klerus der Encyklika noch entgegensetzte, gebrochen zu sein. Nicht nur das monarchische Comitö für das christliche Frankreich, sondern auch die „Christliche Union" selbst ist aufgelöst worden. Wie es heißt, darf diese auf keinerlei neuer Grundlage wieder errichtet werden. Belgien. Brüssel, 17. Mai. Der belgische Senat eröffnen heute die Debatte über die Revision der Verfassung. Drei neue Anträge sind dem Hause zugegangen: erstens zum 8 57 (Diätenlosigkeit); zweitens zu Artikel 27, welcher der Kammer allein die Initiative zu Finanzgesetzen zuerkennt; drittens zu Artikel 55 (Dauer des Senatorenmandats). Die drei Anträge wurden berücksichtigt. Sonst bot die Debatte nichts Interessantes. Da die Zustimmung des Senates zu der von der Deputirtenkammer beschlossenen Berfassungsrevision als unzweifelhaft betrachtet wird, so hat die Agitation für die Wahlen zur Konstituante bereits ihren Anfang genommen. Die „Nordd. Allg. Zeitg." gibt über den Anfang der Wahlbewegung folgenden Stimmungsbericht: Die Liberalen werden den Wahlkampf in allen Bezirken auf- nebmen, selbst da, ws ihre Aussichten nur gering sind. Dagegen haben die Klerikalen den Wahlkampf schon jetzt in dem wichtigen Wahlbezirk Cbarleroi, welcher 8 Abgeordnete und 4 Senatoren entsendet, aufgcgeben und werden dieses Beispiel wohl noch in anderen Bezirken nachahmen. In Brüssel, wo 18 Kammer- und 9 Senatssitze in Frage kommen, und wo daher die Hauptschlacht galtfindet, werden die Liberalen znm erstenmale seit 8 Jahren in geschloffenen Reihen an die Wahlurne treten. In Antwerpen, Gent und Löwen stehen die liberalen Wahlaussichten ebenfalls aut, da die beiden Fraktionen sich auf gemeinsame Kandidaten einigen. Nur in Brüssel ist eine Einigung nicht gelungen, da der greise Frsre-Orban als geschworener Feind des allgemeinen Stimmrechts jeder Verständigung mit den Progressisten widerstrebt. Daß die Konstituante schließlich genötbigt sein werde, dem sulkraZs uuiverssl zuzustimmen, wird jetzt ziemlich allgemein angenommen. Das Kapazitälswahisvstem Fröre-Orbans zählt 'm gegenwärtigen Parlament nur etwa 2V Anbänger, und es ist nicht der geringste Grund zu der Annahme vorhanden, daß ihre Zahl in der konstituirenden Versammlung größer sein werde. Mehr Aussicht bat das von der Regierung vorgeschlagcne Wahlrecht aus Grund eines bestimmten Miethzinses. Mit ganz wenigen Ausnahmen ist die klerikale Partei mit diesem Wahlsystem einverstanden, aber die liberale Partei bekämpft es so heftig» daß sie ihm selbst das volle allgemeine Stimmrecht vorziehen würde. Könnten nun die Ultrawontanen bei den für den 14. Juni festgesetzten allgemeinen Parlamentswablen die Zweidrittelmehrheit erlangen, so wäre der Sieg des Okku- vationssystems entschieden. Allein eine derartige Annahme ist wohl mit Rücksicht auf die liberale Einigkeit in Brüssel ausgeschlossen. Das Okkupationssystem wird also voraussichtlich ebenfalls abgelehnt werden. Somit bleibt nur, da jetzt ein Rückzug unmöglich und die Revision unvermeidlich ist, das allgemeine Stimmrecht übrig, welches mit mehr oder minder wichtigen Beschränkungen eine Zweidrittelmehrheit in der Konstituante finden dürste. Wenigstens wird von unbefangenen Beurtbeilern augenblicklich ein solcher Ausgang als der wahrscheinlichste betrachtet. Großbritannien. London. 17. Mai. Tie baldige Auflösung des englischen Parlaments wird mit wachsender Bestimmtheit angekündigt; der „Manchester Guardian" veröffentlicht ein Schreiben, welches ein Konservativer in West Hartle- pool von einem hervorragenden konservativen Parlaments- abgeordneten erhalten hat. Darnach wäre als Datum der Auflösung des Parlaments der 7. oder 8. Juli festgesetzt worden. Es fragt sich nun allerdings, ob der betreffende Parlamentsabgeordnete selbst über die Absichten der Regierung genau unterrichtet gewesen ist; denn selbst in dem konservativen Parteilager hat man noch keine zuverlässige Kenntniß über die Entschlüsse der Regierung. Die Meinung, daß man einer Parlamentsauflösung in naher Zeit entgegensetzen muß, gewinnt aber rasch an Boden und ist heute ziemlich allgemein verbreitet. Was den am Montag von uns besprochenen Parlamentsbeschluß betrifft, durch welchen die Bestimmungen der Ballot-Akte hinsichtlich des Stimmrechts der Jlliteraten, d. h. derjenigen, die weder lesen noch schreiben können, aufgehoben werden sollen, so wird jetzt hervorgehoben, daß das »Unterhaus mit dem Beschlüsse nur einen Wunsch ausgesprochen hat. Zu einer Aenderung des Wahlgesetzes in dem Sinne des Parlamentsbeschlusses ist nicht mehr die Zeit vorhanden. Wohl aber dürfte eine solche Aenderung Sache des neu zu wählenden Parlaments sein. Nach einer Aufstellung haben sich unter 86 470 Stimmen, welche von 1886 bis 1891 in England bei Ersatzwahlen abgegeben wurden, 870 Wähler befunden, welche weder lesen noch schreiben konnten. In Schottland waren von 5 141 Wählern, die bei den Ersatzwahlen stimmten, nur 29 Jlliteraten; in Irland dagegen hätten von 9 972 Wählern 2 173 nicht schreiben und lesen können. Die Regierung beabsichtigt, wie man hört, nicht, die Jlliteraten ihrer Stimme zu berauben, sie möchte aber ein System Vorschlägen, nach welchem die Stimmzettel sich leichter ausfüllen ließen. Früher soll die Einschüchterung der Wühler niemals so stark betrieben worden sein, als gegenwärtig unter dem Jlliteratenparagraphen des Wahlgesetzes. — Der Jahresbericht der Britischen Ostafrikanischen Gesellschaft wird im Ganzen als befriedigend angesehen. Infolge des mit Deutschland und Italien getroffenen Abkommens beträgt das Gebiet der Gesellschaft jetzt 750 000 engl. Quadratmeilen. Es ist somit dreimal so groß wie Frankreich. Der Küstensaum hat 400 engl. Meilen. Schließlich hat der Sultan von Sansibar die Rechte, welche er der Gesellschaft zuerst auf 50 Jahre verliehen hatte, zu dauernden gemacht und die wichtigen Häfen Lamu und Kismayu abgetreten. Die Direktoren erklären in ihrem Bericht, daß im allgemeinen ein Gefühl der Sicherheit im ganzen Gebiet der Gesellschaft besteht. Die Stämme, welche 300 engl. Meilen landeinwärts wohnen, kommen jetzt an die Küste nach Mombasa, während sie vor drei Jahren aus Furcht, von den Sklavenhändlern abgefangen zn werden, sich nicht getrauten, auch nur ihre Dörfer zu verlassen. Die Einwanderung von Indien ist von größter Wichtigkeit für die Gebiete der Gesellschaft, und die Direktoren sind sanguinisch genug, an die Zeit zu denken, wo Afrika für die Bevölkerung Indiens das werden wird, was Amerika und die britischen Kolonien für England und Europa gewesen sind. —- In Persien hat der englische Einfluß einen Erfolg zu verzeichnen. Die „Times" melden, daß Persien mit der Jmperialbank of Persia die Bedingungen einer Anleihe -von 500 OM Pfund Sterling vereinbart habe, welche Aur Zahlung einer Entschädigung an die Englische TabaksHesellschaft in Persien dienen solle. Die Anleihe solle auf d?;m Londoner Markte aufgelegt werden und in 40 Jahren;, rückzahlbar sein. Als Garantie sollten die Zölle des südlich en Persiens und des persischen Golfes dienen. Die „Time s" sprechen in ihrem Leitartikel große Befriedigung darüber aus, daß das Geld nicht von Rußland geliehen werde. Für den diplomatischen Einfluß Rußlands in Persien ist man in England bekanntlich besonders empfindlich. Rußland. >i St. Petersburg, 17. Mai. Der Kaiser hat der Witwe desPetersburgerStädthauptmanns, desGenerals^Gresser, ein Geschenk von 50 000 Rubel gemacht, aus; denen die Kosten der Beisetzung Gresser's bestritten wcrdden sollen. Das Geschenk bringt die Erkenntlichkeit des Kaisers für die Dienste, die Gresser als Polizeiminister für'' die persönliche Sicherheit des Czaren geleistet hat, zum ^Ausdruck. — Wie es heißt, ist der Generalgouverneur vssvn,Kiew, Alexis Jgnatiew, bei der Regierung für die Mufhebung des Ausfuhrverbots auf Gerste und Weizen vorstellig geworden. Auf diese Anregung ist es vielleicht ^zurückzu- führen, daß in den letzten Tagen die Aufhellung des Weizenausfuhrverbotes als bevorstehend angekünbngt worden ist. — Dem „Grashdanin" zufolge sprach ^sich der Ministerrath für den Bau der sibirischen Eisenbahn durch tue Negierung aus. Infolge dessen soll dMs Verkehrsministerium die Errichtung der Strecke Tschellijadinsk- Tomsk sofort beginnen und der durch den Winte^ unterbrochene Bau der Strecke Wladiwstock - Grafsk^ja soll wieder ausgenommen werden. Zu dem Beschleuß des Ministerraths ist zu erwähnen, daß der russischen Regierung mehrere Angebote für den Bau der sibirischen Eisenbahn, namentlich von französischen Finanzgizruppen gemacht worden sind, daß die Regierung aber die, Absicht hegt, die Bahn aus Staatsmitteln herzustellen. ^ Diese Absicht ist jetzt also im Ministerrath zum förmlich;«en Beschluß erhoben worden. — Wie aus Moskauer Berichten hervorgeht, dürste die französische Ausstellui-ng in Moskau zur Belebung der Handelsbeziehungen z>t wischen Rußland und Frankreich wenig beigetragen habend Die Auswahl der nach Moskau geschickten Gegenstände. k> wird als eine zum Theil verfehlte bezeichnet und auch soHxst soll die Angelegenheit von französischer Seite mit ge zringer "ff ^ Umsicht getrieben worden sein. Dagegen stellt die centralasiatische Ausstellung, welche gleichzeitig in Moskau stattfand, einen wirklichen Erfolg dar. Sie brachte den Wohlstand, soweit solcher vorhanden ist, der transkaspischen Besitzungen Rußlands zur Anschauung und gab dem russischen Ausfuhrhandel nach Centralasien werthvolle Aufschlüsse. Als ins Gewicht fallende centralasiatische Erzeugnisse sind zu nennen: Baumwolle, Kameelhaare, Seide, Wolle, Tabak, Getreide, Wein, getrocknete Früchte. Häute, turkestanische Minerale, die durch eine reiche Sammlung vertreten waren, ec. Asdifchrr Landtag. * Karlsruhe, 18. Mai. 79. öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer unter dem Vorsitze des l. Dice- präsidenten v. Buol. Am Regierungstisch: Finanzminister vr. Ellstätter, Ministerialdirektor Seubert und Ministerialrath Göller. Durch das Sekretariat werden nach Eröffnung der Sitzung zwei Einläufe zur Kenntniß des Hauses gebracht und den betreffenden Kommissionen zur Prüfung der Frage, ob dieselben als dringlich zu betrachten und demgemäß noch auf diesem Landtag zur Berathung zu bringen seien, überwiesen. Das Haus tritt sodann in die Fortsetzung der Berathung des Berichts der Kommission über den Gesetzentwurf die Besteuerung der Kunstweinfabrikation betr. An der Generaldebatte betheiligen sich die Abgg. Hug, Klein-Weinheim, Pfefferle als Berichterstatter, Gerber, Wittmer, Blankenborn, Rüdt, Nopp, Schlusser, Keller und von Seiten der Großh. Regierung Ministerialrath Göller. In der Spezialdiskussion ergreifen das Wort zur weiteren Begründung ihrer gestern eingebrachten Anträge die Abgg. Schüler, Schättgen, ferner Abg. Wittmer zur Darlegung seines heute gestellten Antrags auf Erhöhung der in Artikel 15 Absatz 2 des Gesetzentwurfs vorgesehenen Strafen und außerdem die Abgg. Kiefer, Keller, Neumann, Vogelbach, Hug, Hoffmann. Schlusser, Friderich, Dreher, Reichert, Frank und Pfefferle und von Seiten der Großh. Regierung Ministerialrath Göller. Die Anträge der Abgg. Schlusser u. Gen. und der Abgg. Schüler u. Gen. werden abgelehnt, während der Antrag des Abg. Wittmer zurückgezogen wurde. Die einzelnen Artikel des Entwurfs werden in der Fassung der Regierungsvorlage bezw. (Art. 8 und 21) in der von der Kommission vorgeschlagenen Abänderung angenommen und hierauf dem ganzen Gesetzentwurf gegen die Stimmen der Abg. Hoffmann, Rau und Schlusser die Zustimmung ertheilt. Zugleich werden die auf den Entwurf bezüglichen Petitionen für erledigt erklärt. Um 1 Uhr vertagt der Bicepräsident die Sitzung auf morgen Vormittag '9 Uhr. (Ausführlicher Bericht folgt.) y Karlsruhe. 18. Mai. 80. öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer. Tagesordnung auf Donnerstag den 19. Mai, Vormittags 9 Uhr: 1. Anzeige neuer Eingaben. 2. Berathung des Berichts der Budgetkommission über das Budget der Eisenbahnschuldentilgungskasse für die Jahre 1892/93; Berichterstatter: Abg. Friderich. 3. Berathung des Kommisstonsberichts zu dem Gesetzentwurf die Besteuerung für allgemeine kirchliche Bedürfnisse betr.; Berichterstatter: Abg. Fieser. GroMrrzogthum Baden. Karlsruhe, den 18. Mai. Ihre Majestäten die Königin und die Königin-Regentin der Niederlande verblieben gestern von 3 bis 5 Uhr bei den Höchsten Herrschaften im Großherzoglichen Schloß in Baden und kehrten dann nach dem Luftkurort Sand zurück. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großl,erz»gin beabsichtigen, morgen Ihre Majestäten in Sand zu besuchen. Ihre Königliche Hoheit die Kronprinzessin von Schweden und Norwegen ist vorgestern in Rom eingetroffen und hat die Absicht, einige Tage dort zu verweilen. Heute Vormittag nahm Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Vortrag des Legationsraths vr. Freiherrn v,n Babo entgegen, welcher heute Früh in Baden- Baden eingerroffen war und Nachmittags nach Karlsruhe zmückkehrte. _ * (Dis „Gesetzes- und Verordnungsblatt für das Großherzogtbum Baden") Nr. 1t vom heutigen Tage veröffentlich das Gesetz über die Abänderung des Einkommensteuer-, des Gencrbsteuer- und des Kapitalreutensteuergesetzes. In derselben stummer wird das Gesetz über den Nachlatz der Grundsteuer wgen außerordentlicher Unglücksfälle und eine dazu gehörige Verordnung des Finanzministeriums veröffentlicht. § (Perkmeisterpüfung.) Nachgenannle Kandidaten haben de in diesem Jahre abgehaltcne Werkmeisterprüsung ord- nnngsnäßig bestanden und hierdurch gemäß K 8 der landesherrlichen Vrordnung vom 8. Dezember 1883 Las Prädikat „Werk- meist«" erlangt: Wilb.lm Müller von Heidelsheim, Wilhelm Meeß von Karlsrche, Daniel Vvßler von Mannheim, Franz Albrecht von Mengen, Heinrich Rott von Langenbrücken, Hugo Hechinger von Hub bei Ottersweier, Karl Snlter von Opfinen. » (postalisches.) Für die Zeit vom 15. Mai bis Ende Septezber wird in Allerheiligen (Kloster) bei Oppenau, an Stlle der bisherigen Post- und Telcgraphenhifsstelle, eine Postagntur mit Telegraphcnbetrieb eingerrchtet werden. (D Naunheim, 1k. Mai. (Zur Frage des Theaters.) Der hefige Stadtverordnete und Architekt Manchot hat zu den breits bestehenden Bauprojekten dem Stadtrath einen voll- ständg neuen und weittragenden Plön unterbreitet. Der Plan berust aus dem Grundgedanken des sogen. Umdrehungsprojektes. Jedoch soll der neue Zuschauerraum nicht auf den Schiller Platz zu stehen kommen, sondern aus einem entgegengesetzten zu bildenden freien Platz, der durch völlige Niederlegung des Ouadrates 112 gewonnen würde. Dieser neue Platz würde sammt der Straße zwischen U2 und KZ mit dem Schiller-Platz gleichsam einen einzigen großen Platz bilden, in dessen Milte, von Anlagen und Denkmälern umgeben, das veränderte und vergrößerte Theater" gebäude zu stehen käme. Im ganzen müßten zu diesem Behufe 16 Häuser niedergeriffen werden, deren Ankauf eine Ausgabe von 1600002 M. verursachen dürste. Den gesammlen Kostenaufwand für die Ausführung des Projektes veranschlagt Herr Manchot auf 3 /« Millionen Mark. Die gleich hohe Summe würde ein vollständiger Tbeaterneubau erfordern- Die Borthrile seines Projektes skizzirt Herr Mancher folgendermaßen: l. Erstellung eines Logenhaukes, das in jeder Hinsicht den Anforderungen heutiger Zeit entspriäst. 2. Erzielung von mehr Plätzen als im alten Haus 1600 Sitz-und 200 Stehplätze. 3. Erreichung größter Sicherheit für schnelle Entleerung des Hauses durch Anordnung zahlreicher und günstig gelegener Ausgänge und Treppen- 4. Günstig gelegene, geräumige, den Verkehr nicht hemmende Garderobe- und Toiletteanlagen. 5. Erstellung aller für den Bübnenbetrieb erforderlichen Räume in umfangreicher, günstig gelegener Weise, wie Garderobe, Rcquisitenmagazin u. s. w- 6. Erhaltung des Konzersaales. 7. Möglichkeit, den Ausbau selbst ziemlich weit fertig zu stellen, che der Bübnenbetrieb ünter- krochen zu werden braucht. 8. Belasten des Theaters an der alten liebgewordenen Stelle, sowie Möglichkeit der Einrichtung einer Probebühne und Hinterbühne. Pforzheim, 15. Mai. (Verband der kaufmännischen Vereine.) Heute wurde hier der zweite Verbandstag des Verbandes der kaufmännischen Vereine Badens und der Pfalz abgehalten. Vertreten waren die Vereine Mannheim, Pforzheim, Ludwigshasen, Karlsruhe, Heidelberg, Konstanz, Frankenthal, Labr, Neustadt a. H„ Freiburg i. B., Offcnburg und Rastatt mit zusammen 6 000 Mitgliedern. Außerdem waren erschienen als Vertreter der Großb. badischen Regierung Herr Ministerialrath B r a u n aus Karlsruhe und Herr Oberamtmann Pfisterer aus Pforzheim; als Vertreter der Stadt Pforzheim Herr Oberbürgermeister Hadermehl, sowie der Präsident der Handelskammer Pforzheim, Herr Gesell. Wie aus einer Ansprache des Herrn Ml- nisterialrath Braun hervorging. verfolgt die badische Regierung die Bestrebungen des Verkant cs mit großem Interesse und versichert denselben durch den Mund ihres Vertreters ihrer lebhaften Sympathie. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten des Verbandes und nach erfolgter Wiederwahl des Vorstandes , der sich wie bisher aus den Herren Julius Witzig- m a n n - Mannheim, U eb erle-Heidelberg und Sch unke» Ludwigshafen zusammengesetzt, trat man in die Berathung über das kaufmännische Fortbildungsschulwcsen im Großherzogthum Baden ein. Der Verbandsvorsitzende referirte über diesen Gegenstand, woraus der Entwurf einer Verbandseingabe an den Präsidenten des badischen Unterrichtsministeriums verlesen wurde. An der mehrstündigen Debatte detheiligtcn sich neben fast allen Delegirten Herr Ministerialrath Braun, Herr Oberbürgermeister Habermebl, Herr Handelskammerpräsident Gesell, sowie der auf Einladung des Verbandes anwesende Redakteur des Verbandsorgans „Kaufmännische Presse". Herr vr. Q u a r ck»Frankfurt a. M. Die Eingabe, deren Absendung und Fassung einstimmig gutgeheißen wurde, gibt einen lieberblick über die Entwicklung des kaufmännischen Fortbildungsschul- wcscns in Baden nnd weist nach, daß dasselbe hauptsächlich durch die Thätigkeit der kaufmännischen Vereine bisher mit großen Opfern gefördert worden ist. Es bestehen gegenwärtig zwölf kaufmännische Fortbildungsschulen im Großherzogthum Baden mit etwa 1000 Schülern. Da jedoch mindestens 15 000 fortbil- dungsbedürstige Handelsangestellte vorhanden sind, so macht der Verband dem Kultusministerium in der Eingabe folgende Vorschläge: 1. für die Anerkennung der kaufmännischen Vereinsschulen als Anstalten zu sorgen, die den staatlichen dezw. städtischen Fortbildungsschulen gleichberechtigt sind; 2. die kaufmännischen Bercinsschulen mit einer Summe von staatswegen zu unterstützen, welche mindestens der für gewerbliche Fortbildungsschulen im Budget für 1882/93 ausgeworsenen Summe (23 000 M.) entspricht; 3. den städtischen Handelsschulen die Zuziehung der kaufmännischen Vereinsvorstände in ihre Kuratorien dringend zu empfehlen; 4. Erhebungen über die Tbunlichkeit der Ausdehnung des bereits vorhandenen Fortbildungsschulzwangs für Kaufleute von 2 auf 3 Jahre (der Lehrzeit entsprechend) anzustcllen. Herr Ministerialrath Braun, als Vertreter der Großb. Regierung, der mehrfach in die Debatte eingriff, versprach dem Verbände die wohlwollende Prüfung dieser Vorschläge, deren Berechtigung von ihm in sehr sympathischer Weise anerkannt wurde. Ferner wurde nach einem Referat des Herrn l)r. Quarck-Frank- furt a. Ai. über das Recht der Handlungsgehilfen auf Zeugnisse folgende Resolution einstimmig angenommen: „Der Verbandstag steht dem beim Reichstag eingebrachten Antrag des Abgeordneten Goldschmidt aus gesetzliche Feststellung des Rechtes der Handlungsgehilfen auf Zeugnisse im H.G.B. sympathisch gegenüber, glaubt aber, daß erst durch Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte das Recht der Gehilfen auf Zeugnisse wirksam gesichert wird." Schließlich erstattete Herr Briesemann- Pforzheim, Vorsitzender des dortigen Kaufmännischen Vereins, rin mit großer» Verfall aufgenommenes Referat über die Regelung der kaufmännischen Sonntagsruhe. Die Debatte, an welcher sich Herr Ministerialrath Braun durch Bekanntgabe einer amtlichen Uebersicht über die Berichte der Großh. Bezirksämter betheiligte, endigre mit der einstimmigen Annahme folgender Resolution: „Der Verbandstag begrüßt das Bestreben der Großh. Negierung, den Schluß der Sonntagsarbeit möglichst früh festzusetzen, mit großer Freude und drückt den lebhaften Wunsch ans: 1. daß der Schluß aller Geschäfte möglichst überall auf 1 Uhr bestimmt, 2. daß die Srnntagsarbcit allmählich noch weiter verkürzt und dadurch der Ueberganz zur völligen Sonntagsruhe vorbereitet werde." Damit schloffen die Verhandlungen des Verbandstages, an welche sich ein Festmahl im Saale der Museumsgesellschafl, sowie eine musikalische Abendunterhaltung im Stadtgarten anreihte. GerlchiLdrnrs. * Wien, 17. Mai. (Der Generalintendant der Weimarischen Hofbühne, Bronsart v- Schellen- dorsf)» der sich am 7- ds. Mts. einen Bruch beider linken Unterschenkelknochen zugezogen hat, ist so weit hergrstellt, daß er gestern die Heimreise aatreten konnte. * St. Petersburg, 17. Mai. (Der Erfinder des „B'.talin"), der Ingenieur Gatschkowsky. ist nach einer Meldung der „Times" verhaftet worden. Das .Vitalin' selbst ist nsolge der gegen feinen Erfinder eingeleiteten gerichtlichen Untersuchung seines mystischen Nimbus entkleidet worden. Wie die Petersburger Blätter melden, ist die von Herrn Gatschkowsky als Bestandtheile des Bitalins angegebene Mischung von Borax und Glycerin eine bei den russischen Dorsbadern wohlbekannte Mixtur, welche von ihnen als äußerliche Einreibung gegen rheumatische Leiden angewendet wird. Ihren innerlichen Gebrauch will Gatschkowsky im Kaukasus kennen gelernt haben. Das Neue, was der „Erfinder" hiuzuthat, war dre Vorschrift der subkutanen Einspritzung, offenbar um es dem Tuberkulin gleichzustellen. Gatschkowsky begnügte sich aber nicht, sein „Bitalin" nur gegen Rheumatismus und Schwindsucht zu empfehlen, ssn- dern er pries cs als gebeimnißvolle Panacee. die gegen alle möglichen Krankheiten helfe. In Petersburger Zeitungen ist die Nachricht verbreitet, „ein gelehrter deutscher Arzt, der Professor der Berliner Universität »- Otto Bettdorf", sei nach Petersburg gekommen, um sich van Gatschkowsky Bitalin behufs Anstellung von Experimenten geben zu lassen; da aber das Bitalin gerichtlich beschlagnahmt ist. hatte l»r. Bettdorf unverrichteter Sache nach Berlin zurückkehren müssen. Die „Nat.-Ztg." bemerkt dazu, daß es an der Universität Berlin einen Professor dieses Namens nicht gibt und daß überhaupt ein deutscher Arzt mit diesem oder einem ähnlichen Namen nach Angabe der deutschen Mcdizinalkalender nicht existirt. Neueste Telegramme. Danzig, 18. Mai. Seine Majestät der Kaiser begab sich heute Vormittag auf einem Regierungsdampfer zur Besichtigung der Arbeiten für den Durchstich der Nehrung nach der Siedlersfähre, wo eine neue Weichselmündung angelegt werden soll. Oberbürgermeister Baumbach gab heute Vormittag den kaiserlichen Dank für die in den Kaisertagen bekundete Aufrichtigkeit und Herzlichkeit der Gesinnung der treuen Bürgerschaft Danzigs kund. München, 18. Mai. Der Finanzausschuß der Kammer genehmigte den Militäretat und stellte denselben auf 6? 698 000 M. fest, von welchem Betrag 48 540 513 M. auf das Ordinarium entfallen. Der Gesammtbetrag ist um etwa 8'/z Millionen höher als im vorigen Etatsjahr. Lüttich, 18. Mai. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte die Anarchisten Jamotte und Moineau wegen Aufruhrs am 1. Mai und wegen mit bewaffneter Hand verübter Drohungen zu vier Jahren, resp. drei Jahren Gefäng- niß. sowie zu einer Geldstrafe. Der Anarchist Morhay wurde freigesprochen. London, 18. Mai. Ihre Majestät die Königin hat den Großherzog von Hessen zum Ritter des Hosenbandordens ernannt. Ncw-Dork, 18. Mai. Nach einer Meldung aus Samt- Louis ist dort starkes Hochwasser eingetreten. Der Mississippi ist noch im Steigen begriffen und 400 Quadratmeilen fruchtbaren Landes in der Umgebung von Saint- Louis stehen unter Wasser. Gegen 1500 Familien mußten die Wohnungen verlassen. Aus Omaha in Ne- braska wird heute gemeldet, daß der östliche Kopftheil der großen Brücke der Union-Pacific-Eisenbahn über den Missouri fortgeschwemmt sei. Der Verkehr ist eingestellt worden und die Uferbewohner sind gezwungen, zu flüchten. «srotzherroalichrs Hofthrstrr. Donnerstag, 19. Mai. 69. Ab. Vorst. Neu einstudirt: .Userreich bar", Lustspiel in 1 Akt von Adolf Wilbrandt. — Neu einstudirt: „Der Benusdurchgaug". Lustspiel in 1 Akt von Paul Heyse. - „Das Schwert des Damokles", Schwank in 1 Akt von G. zu Putlitz. Anfang 7 Uhr. FamiUrrmschrichtrn. Geburten. 14. Mai. Frieda Luise, V.: Friedrich Nagel, Schneider. — 17. Mai. Eduard Emil, V.: Emil Krieller, Sattler. — Ludwig Friedrich Wilhelm. V.: Ludwig Brüstlr, Sckloffer. — 18. Mai. Lilli, V.: Ernst Schad, Bäcker. Todesfälle. ,7. Mai. Agnes. 2 I.. V.: Paul Schantze, Schreiner. — 18. Mai. Karoline, Ehesr. von Jakbb Burst. Schmied, 47 I. WiUerungrtwoi-iiÄwagr» der Mrte-r-l. Station Karlsruhe. 17 Nachts9-°tl ! 751.6 I8.Mrgs.7^!i r) 755.4 18. Mittgs.2-«U. Therm. m Lombarden 40 8S , Centraliah» i 28.90! Diskonte.Lammend l» Gotthard iss.so! Lanrahittt« Lombarde» 7, ^ Gelsenkirche» Ungar» ,s 70! Dortmunder Clbthal 2> t.so i Bochnmer Hess. Ludwiggbahn ill SO! Rubeluote» Wechsel ano ««re». > Tendenz! lest Wechsel a. Amsterd 164.»« Wie». 20.41 > Kredttaktie» SI.07! Staat»»-« 170.04. Lombarden IS. 2 t! Ungarn I'/> Marknote» Tendenz! ziemlich sest. PnriS Wechsel a. Amsterd , , London ' -Lk » » «neu RapoleonSd'or PrivcMSkollto X « ch » s » te. SrediLakttea S7S". 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Der Anfangsgebalt ist auf jährlich 1600 M. festgesetzt und die zu leistende Kaution beträgt «00 M. Bewerber um diese Stelle wollen ibre Gesuche unter Anschluß von Zeugnissen über Befähigung und guten Leumund und einer Beschreibung ihres bisberigen Lebensganges innerhalb 14 Tagen anber einreichen. Meersburg, den 10. Mai 1892. Spitalverwaltuug. Vollmar. ISTTTT T SSTSTSTSTSA j/iei-Hrmä8lIillIu; Mläleäer, liald und Aanr K Fslaselit. 6sV88S8l.Sßkl. üiinclie Nril-MilißiilH slrinlzelilili- Vrseli-Üiislrlt. l-Ukiwig Oklll, XtU'l8riiIi6, NL MUlilr-Ualsbincken u. Uesen- j träger aller Systeme. T-192 4< aäellMHaväseduIi«. üäuarä V»ril1>>Ä<;Iltzr'8 größtes Damen-Wäntel Magazin Karlsruhe, Kaiserstrahe 185, zwischen Herren und Waldstratze, empfiehlt in r»LI«rr tlsr 8s480«: ILvKvir-, ^r«u»vn»ÄO- Sk - üUlänt«;!, ZaekON in anliegend vnd lose, OÄpv8, TIindänKv. Sk MantelQl«, ALLÄeli»«;»- und ILinÄirr-AIÄnti;! in billigen, mittel und feinen Genres. S 3io 8 Weste und billigste Wezugsquelle. 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Taubcrbischossheim, 12. Mai 1892. Gerichtsschreiberei Gr. Amtsgerichts. Lederte. ! der Imperial I^ine üompauz^ Iionäoa L 6. uuwr eiZsuer Regie: Rorui, Völv, Lnlls n. 8., I'rnLRtArt n. 2L., Lliüantsr i. W., IVisndnclo« etc. 8pOOtr»I-0«58Ol>Ätt in Portwein, Zfierr^, lVIaäeira, Ü/Ialsga, liilarsala, larragons, Vino kli Venmoutk, lokaler etv. Lanxtctsi>ot in Larlsrnlre: Lnrl Lanrnnnn, Xlradvwivstr. 20; Niederlagen in Larlsrube: 8. 8. Laumaon, RrsurMr. 10; 8. Rritr Nackt., Laiasrstr. 26; 3. Nell, Ooodilor, Kaisers«. 70; 8. Llnadiag,, Kaiserstrasse 104; 8. kotdvreilsr, Krooenstr. 43. T'517.1 Aufgebot. T.528.1. Nr. 8542. Tander- bifchofsbeim. Das Gr. Amtsgericht Hierselbst bat unterm Heutigen folgendes Aufgebot erlaffen: Die Erben der Balthasar Röser, Schneider Ebeleule in Königshofen, Johann Röser, Bahnwarl daselbst, Ottilie Martin, gcb. Röser daselbst, Georg Röser, Bahnwart in Mannheim, und Maria Anna Fürst, geb. Röser in Wölchingen, haben die Einleitung des Aufgeboisverfahrens bezüglich nachbe- schriebenerLiegenschaften der Gemarkung Königshofen beantragt: 1. 3 Ar 70 Meter Acker am hohen Graben, neben Johann Mohr und Johann Gärtner. 2. 3 Ar 70 Meter Acker am Höhelein, neben Friedrich Wertester und Franz Jmhof. 3. 3 Ar 70 Meter Acker am Lichtenstein, neben Balz Michelbach und August Fürst. 4. 6 Ar 14 Meter Weinberg am Ottenberg, neben Peter Schab und Andreas Schab Wtb. 5. 2 Ar 5 Meter Wald am Alstrr- tbal, neben Peter Brennfleck und Georg Wunderlich. 6. 5 Ar 8t Meter Acker am Lieber- tbal, neben Johann Hellinger und Eduard Eckert von Beckstein. 7. 4 Ar 93 Meter Acker am Bal- bacherberg, neben Peter Köhler und Hofmann von Unlerbalbach. 8. 4 Ar 93 Meter Acker am kalten Ber«, neben August Fürst und Aufstößer. 9. 7 Ar 35 Meter Weinberg am Waltersihal. neben Peter Ulfamer Wtb. und Gg. Gärtner Wtb. 10. 2 Ar 41 Meter Garten in der Schütt, neben Joseph Anton Sack und Adam Sack. 11 49 Meter Garten in der Reisgaffe, neben Joseph Bamberger und Peter Brennfleck. 12- 5 Ar 60 Meter Acker im Schlöß- lcin, neben Peter Brennfleck und Anton Jmhof. 13. 7 Ar 35 Meter Acker am Tiefenweg, neben Lorenz Michelbach und Anton Hüaet Wtb. 14- 4 Ar 93 Meter Acker am Kleinberglein, neben Johann Diez und Weg. 15- 4 Ar 93 Meter Acker am Klein- berglein, neben Joseph Schab und Joseph Jmhof. 16- 4 Ar 93 Meter Wald am Kalkenberg, neben Johann Ludwig und Johann Köhler. Es haben hiernach alle Diejenigen, sonst nicht bekannte Rechte an diesen Liegenschaften zustehen, solche spätestens Dienstag den 5. Juli 1892, Bormiltags 9 Uhr, diesseits anzumelden, widrigenfalls diese Rechte für erloschen erklärt werden. Tauberbischofsheim, 12. Mai 1892. Gcrichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts- Lederle. VermIgellSabsonderungell. T-503. Nr. 5327. Karlsruhe. Die Ehefrau deS Gottlob Rü gner in Karlsruhe, Elisabeths, geborne Bender, vertreten durch Rechtsanwalt 8r. Friedberg daselbst, klagt gegen ihren ge- nanmen Ehemann mit dem Anträge, sie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzusondern. Termin zur Verhandlung des Rechtsstreits vor Großh. Landgericht dahier, Civilkammer I, ist bestimmt auf: Dienstag den 20. September 1892, Vormittags 9 Uhr. Dies wird hiermit zur Kenntniß- nahmr der Gläubiger bekannt gemacht. Karlsruhe, den 16 Mai 1892. Gerichtsschreiderci des Großh. bad. Landgerichts. Hott. T.506. Nr. 5023. Karlsruhe. Durch Urtheil des Großh. Landgerichts Karlsruhe, Civilkammer II, vom Heutigen wurde die Ehefrau des Schwanen- wirths Karl Groß, Rosa, geb. Rüdt, in Brötzingen für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Dies wird hiermit zur Kenntnis der Gläubiger gebracht. Karlsruhe, den 30. April 1892. Der Gerichtsschreiber des Großh. Landgerichts Karlsruhe: Wielandl. T'505. Nr. 499l. Karlsruhe. Durch Urtheil des Großh. Landgerichts Karlsruhe, Civilkammer IV, vom Heutigen wurde die Ehefrau des Bäckers Franz Schuh. Johanna, geb. Heinz- ler in Karlsruhe, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Dies wird hiermit zur Kcnntniß der Gläubiger gebracht. Karlsruhe, den 2. Mai 1892. Der Gcrichtsschreiber Großh. Landgerichts Karlsruhe: Sternberg. Verschollenheitserklärung. T 501.1. Nr- 5291 Werth eim. Großh Amtsgericht Werthcim hat heute erlassen: Endbescheid. Der am 10 . August 1845 zu Kembach welchen dingliche oder anfeinem Stamm- geborene, zuletzt in Quensland (Äustra- guls- oder Familiengutsverbande bern- > lien) als Biehtreiber beschäftigte Bordende, in den Grund- und Unterpfands- ^ tbel Nuß wird, nachdem ans angestellte büchern nicht eingetragene und auch Ermittelungen dessen Leben oder Tod > binnen Jahresfrist nicht festgestelli werden konnte, für verschollen erklärt. Derselbe hat die Kosten des Verfahrens zu tragen. Wertbeim, den 10. Mai 1892. Gerichlsschreibcrei des Gr.Amtsgerichts. Keller. T'425.2. Nr. 6043. Engen. Die Berschollcrheitserklä- rung der Geschwister Theresia und Franziska Engesser von Bitlclbrunn belr. Theresia Engesser, geboren am 15. Oktober 1811 zu Bittelbrunn, und Franziska Engesser, geboren am 2» September 1814 zu Bittelbrunn, welche vor etwa zwanzig Jahren nach Amerika ausgewandert find, werden für' verschollen erklärt. Dieselben baden die Kosten des Verfahrens zu tragen. Engen, den 7. Mai 1892. Großh. bad- Amtsgericht, vr. Johns. Erbcinweisuugen. T372 3. Nr. 11,136. Walds Hut. Das Gr- Amtsgericht hier hat unterm Heutigen verfügt: Die Witwe des Taglöhners Joseph Matt von Strittmatt hak um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres 1° Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird stattgegeben, wenn nicht binnen 3 Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Waldshut, den 10. Mai 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Mobr. T 446.2. Nr. 7182. Freiburg. Der Landwirth Wilhelm Thoma in Steig hat gebeten, ihn in den Besitz und Gewähr des Nachlasses seiner am 5. Januar d. I. verstorbenen Ehefrau, Marie, gcb. Scknetz, cinzuweisen. Diesem Gesuche wird stattgegcben werden, falls nicht binnen vier Wochen dem entgegenstehende Anträge vorgebracht werden. Freiburg, den 9. Mai 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Gutmann. T-346.9. Nr. 6195. Radolfzell. Paul Harder, Witwer und Landwirth in Aalen, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlossenschaft seiner Ehefrau, Anna Marie, geb. Gnädinger, gebeten. Etwaige Einwendungen sind binnen 14 Tagen geltend zu machen, indem sonst dem Gesuche stattgegeben wird. Radolfzell, den 11. Mai 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. v. Rüpvlin. Dies veröffentlicht der Gerichtsschreiber: v. Riß. T-445-1. Nr. 6624 Wies loch Schneider Philipp Frohmüller Ww., Katharina, gcb. Hoffman» in Walldorf, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres f Ehemannes gebeten. Diesem Gesuch wird stattgcgeben, wenn nicht innerhalb Lines Monats begründete Einsprache bei Großh. Amtsgericht Wiesloch dagegen erhoben wird. Wiesloch, den 13. Mai 1892. Der Gerichts?cbreiber Gr. Amtsgerichts: Kumpf- T'408.2. Nr. 12,088. Mosbach. Gr. Amtsgericht Mosbach hat heule verfügt: Die Konraü Heim Wtb., Katharina, geb. Schwab in Heinsheim, hat um die Einweisung in Besitz und Gewähr des von ihrem verstorbenen Ehemanne hinterlaffencn Vermögens nach- gesmht. Diesem Gesuche wird ent- svrochen, wenn nicht binnen4Wochcn Einsprache dagegen erhoben wird. Mosbach, den 11. Mai 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Heber. Erbvorladung. T'416.2. Mosbach. An den Nachlaß der am 1. November 1891 verdorbenen Bäcker Mathes Bauhardt ! Witwe, Katharina, geborene Leuthner in Haßmersbcim, ist deren Großneffe Kart Äauhardt, an unbekannten Orten Amerika's sich aufhaltender Schiffbauer, miterbberechtigt. . Derselbe wird hiermit unter Anke- ! raumung einer Frist von drei Mo-! !naten mit dem Bedeuten vorgeladen, j , daß, wenn er sich in der gegebenen Frist . nicht melde, die Erbschaft denen werde zugetheilt werden, welchen sie zukäme, «wenn der Vorgeladene zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Mosbach, den 21. April 1892. Der Großh. Notar: Hochstetter. T524- Karlsruhe. Bekanntmachung. Die gewerbsmäßige Ausübung des Hufbcschlags betreffend. Schmied Otto Gänswein von Riedern, Amt Benndorf, hat den Nachweis der Befähigung zum Husbeschlag- gewerbe erbracht und wird deßhalb zur Ausübung desselben für berechtigt erklärt. Karlsrnbe, den 13. Mai 1892. Großh. Ministerium des Innern. Eisenlohr. _Diehl. T497. Nr. 6337. Karlsruhe. Bekanntmachung. Die Musiklehrcrvrüsung betreffend. Im Monat November d- I. sinder nach Maßgabe der im Gesetzes- und Verordnungsblatt vom 21 . Avril 1891 und im Verordnungsblatt des Oder- schulratbs vom 27. April 1891 veröffentlichten Verordnung des Großh. Ministeriums der Justiz, des Kultus und Unterrichts vom 21 . März 1891. dir Ausbildung und Prüfung von Musiklehrern betr., ein Prüfungstermin statt. Gesuche um Zulassung zur Prüfung wären bis zum 3tt. September d. I-, unter Beifügung der in 8 5 der Verordnung geforderten Nachweise an den Großh. Oderschulrath einzureichen. Zum Vortrag im praktischen T heile der Prüfung gelangen die folgenden Jnstrumentalstückc: s. R. Kreutzer, Etüde für Violine Nr.33 (Nr. 13des zweiten Theils), Ns-äur, 4 / 4 . b. J.Moschcles» Etudefür Klavier Nr. 2 ( 8 a I-sxgereLLa) aus Op. 51» 6 -dur, bis zur Barzeichnung Ks-dur. J.S. Bach, Präludium für Orgel O-ckirr, */4 (Nr. 7 des 3. Bandes der Ausgabe der Orgelkompositio- ncn I. S Bach's von Griepen- kerl und Roitzsch, Edition Peters Nr. 212 ). Karlsruhe, den 13. April 18S2- tSrosth. Oberschulrath. Joos. T.523. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Bekanntmachung. Mit sofortiger Wirkung wird die Zeit, innerhalb welcher bei den Güterabserti- gungsstellen die Ab- und Annahme der Güter zu erfolgen hat, für die Sommermonate bis zum 30. September wie folgt festgesetzt: Die Annahme und Abgabe der Güter findet statt: von 7—12 Uhr Vorm, und 2 -7 Udr Nachm.(Ll K. 2 .). Bei Wagen» ladungsgütern ist das Auf- und Abladen während des ganzen Tages vorr 7 Uhr Vorm, bis 7 Uhr Nachm. (dl.K. 2 .) ohne Beschränkung zngclaffen. An Sonn- und an den gebotenen Feiertagen unterbleibt die Annahme und Abgabe von Eilgütern in der Zeit von 9 -11 Ubr Vorm, und 2—3V- Uhr Nachm. (Lt.iL.2.). Der Adressat ist gehaltM, die in den Stunden von 7 Uhr Vor m, bis 8 Uhr Nachm. (Ll.L. 2 .) ihm zuge führten Güter in Empfang zu nehmen. ^ Für die aus Württembc-rgischem und Schweizerischem Gebiet beflcgcnen Stationen sind dis durch AuHhang an den Schaltern bekannt gegeb enen Dienst- stundcn maßgebend. ' Die gemäß K 12 Ziffer, m an den Schaltern und in den Zug ängen zu den Gükerhallen angebrachten L nschläge sind hiernach alsbatd zu ander 1 : auch sind die Interessenten zu verkä> tdigen. Karlsruhe, den 15 Mai .1892. Gcncraldircktioin der Großh. Bad. Staatseiisenbahnen. T518.1. Nr. 3426. Vi tlingen. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Zur Herstellung eines TÄenstwobn- und Stallgebändes auf Steation Do- naucschingen sollen nachstehende Arbeiten, vorbehaltlich höherer uGenehmi» gung, entweder im Ganzen ^oder nach Arbeitsgatlungen getrennt, .s öffentlich vergeben werden: ifflnschlag 1 . Grab- und Maurer- :> arbeiten. 7054 L 6 78A 9. 358 09 . 383 cjl„ 50 „ 192 . 13952.(^09 K 2. Sleinhauer- Arbeiten 3. Gypser- „ 4. Zimmer- „ 5. Schreiner- „ 6. Glaser- „ 7. Schlosser- „ 8. Blechner- „ 9. Anstreicher- „ 10. Pflästerer- zus. Die Pläne, Voranschläge» Aflnerdie- tungs- und Ausführnngsbedilifigungen liegen im diesseitigen Geschäfts -zinimer zur Einsicht auf. Boranschlä.' ige, in welche die Einzelpreise einzusetz, ,en sind, können daselbst in Empfang gew »ommen werden. Die Angebote sind längstens bn-'s zu der am 28. Mai d. I., Bormitthags A Uhr, stattfindendcn Eröffnungstag gfahrl. verschlossen und mit entsprechende » r Ausschrift versehen, portofrei cinzur^ eichen. Zuschlagsfrist von 4 Woche^H? bleibt Vorbehalten. »l Villingcn, den 16. Mai Der Großh. Bahnt,." ^>r. Druck und Verlag der iraun'schen Hofbuchdruckerei. (Mit einsr V