eilnge r« Ur. 163 i»er Karlsruher Jeitung. Mittwoch, IS. J«m 1892. Badischer Landtag. T Karlsruhe, 13. Juni. 26. öffentliche Sitzung der Ersten Kammer. (Ausführlicher Bericht.) Die Sitzung wird Vormittags 9 Uhr unter dem Vorsitze des I. Vicepräsidenten Frhrn. Franz v. Bodman eröffnet. Von Seiten der Regierungskommission sind anwesend: Staatsminister 0r. Turban und Ministerialpräsident Eisenlohr. Der Vorsitzende gibt als neu eingekommen bekannt folgende Mittheilungen des Präsidiums der Zweiten Kammer: 1. über die Annahme des Gesetzentwurfs, Nachtrag zu dem Gesetze die Feststellung des Staatshaushaltsetats für 1892 und 1893 betr.; 2. über die Annahme des Nachtrags zum Gehalts- und Wohnungsgeldetat der Eisenbahnbetriebsverwaltung für 1892 und 1893; 3. über den gefaßten Beschluß bezüglich des Antrags des Abg. Muser u. Gen., die staatliche Entschädigung außer Verfolgung gesetzter Angeschuldigter und freigesprochener Angeklagter betr. An Petitionen sind eingekommen und werden vom Sekretariat bekannt gegeben die Petitionen derHandels- kammer für die Kreise Karlsruhe und Baden, sowie der Handelskammer für den Amtsbezirk Pforzheim, den Gesetzentwurf die Besteuerung oer Kunstweinfabrikation betr. Auf Vorschlag des Präsidenten tritt das Hohe Haus unter Abänderung der Tagesordnung zunächst ein in die Berathung des Berichts der Kommission für Justiz und Verwaltung, über den Entwurf eines Gesetzes betr. die Ausführung der Krankenversicherung. Der Berichterstatter Präsident l)r. Wielandt bemerkt unter Verweisung auf den gedruckten Kommissionsbericht: Der Gesetzentwurf umfasse drei verschiedene Gruppen von Bestimmungen und bezwecke: a. die Aendcrung des Landesgesetzes vom 24. März 1888, die Ausführung der Unfall- und Krankenversicherung betr. (G.- u. V.-Bl. Nr. IX, S. 189) bezüglich der Krankenversicherung der häuslichen Dienstboten (Art. 1 W 14-18 d. E.); b. Anpassung einzelner Bestimmungen dieses Landesgesetzes an diejenigen des neuen Reichsgesetzes (Art. 1 88 4 u. 15 d. E.); e. zwei Vollzugsbestimmungen zu dem Reichsgesetze (Art. 2 u. 3 d. E.). Die erstgenannte Gruppe von Bestimmungen sei nach Inhalt und Bedeutung die wichtigste; sie erstrebe insbesondere, daß auch die häuslichen Dienstboten kraft Gesetzes ganz ebenso wie die landwirthschaftlichen dem Krankenversicherungszwange unterworfen würden, während seither diese Unterwerfung nur im Wege statutarischen Zwangs ermöglicht gewesen sei. Vielfach, aber nicht überall gleichartig, sei von dieser Befugniß Gebrauch gemacht worden, und es sei dadurch manche Unsicherheit und Ungewißheit hinsichtlich des Versicherungszustandes der betheiligten Personen bedingt gewesen. Der im Entwurf eingeschlagene Weg sei um so unbedenklicher, als auch der Reichstag gelegentlich der Berathung des Entwurfs der Novelle vom 10. April d. I. die landesgesetzliche Ausdehnung der reichsgesetzlichen Krankenversicherung auf pie häuslichen Dienstboten als zulässig anerkannt habe. Inhaltlich seien die bezüglichen Bestimmungen an die reichsgesetzliche Krankenversicherung angeschlossen. Der Inhalt von Artikel 2 beziehe sich nicht bloß auf die Krankenversicherung, sondern sei allgemeiner Natur. Er gehe dahin, zu bestimmen, daß die in den Reichsgesetzen mehrfach vorgesehenen Beschlüsse eines „höheren" oder „weiteren Kommunalverbandes" durch den Bezirksrath zu erlassen sind. Diese Bestimmung, in ähnlicher Weise für den Fall des 8 142 des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886 durch 8 21 des Landesgesetzes vom 24. März 1888 getroffen, sei zweckmäßig und auf die Dauer nicht zu entbehren. Artikel 3 regle sachlich richtig und in dringend noth- wendiger Vereinfachung die Zuständigkeit in Streitfällen aus 8 58 des Krankenversicherungsgesetzes, zwar auf Grund der durch die Novelle vom 10. April d. I. er- theilten Ermächtigung durch Verweisung derselben an den Verwaltungsgerichtshof. Es dürfe in elfterer Beziehung darauf hingewiesen werden, daß die Kreisverbände den Bezirken der badischen Verwaltungsgesetzgebung nicht übergeordnet im Sinne der Reichsgesetze seien, und es kämen in letzterer Richtung in Betracht Streitigkeiten der Verbände unter sich und mit den Versicherten, wobei es sich nicht sowohl um Gewährung einer Nichtigkeitsklage im Sinne des 8 4 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes als um eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in erster und letzter handle, welche sich auf den gesammten Gegenstand des Rechtsstreites beziehe. Er stelle namens der Kommission den Antrag: „Die Hohe Erste Kammer wolle dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Ausführung der Krankenversicherung, in der von der Zweiten Kammer angenommenen Fassung die Zustimmung ertheilen." Die allgemeine und spezielle Diskussion wird eröffnet und geschlossen, ohne daß von irgend einer Seite das Wort gewünscht wird, und demnächst der Kommissionsantrag einstimmig in namentlicher Abstimmung angenommen. (Fortsetzung folgt.) Nekrolog. In Gustav Ekert ist ein Mann aus dem Leben geschieden, der als ein hervorragender Vertreter des Besserungs- vrincips im Strafvollzug weit über die Grenzen seiner Heimatb, ja Deutschlands hinaus bekannt geworden ist. Schon in seinem äußeren Lebensgangc tritt dies wenig- stens in den späteren Jahren hervor, indem ihn derselbe mehrfach zu auswärtigen Beziehungen führte. Am 4. Oktober 1824 als Sohn eines Lehrers in Rastatt geboren, vertauschte er das dortige Lyceum 1843 mit der Heidelberger Hochschule, wo er neben dem juristischen Fachstudium auch der Geschichte und der Mathematik sich gerne bingab. Hatte seine erste Jugend mit manchen Entbehrungen zu kämpfen, so trat bei seiner Aufnahme als Rechlspraktikant 1848 die Prüfung der Bewegungszeit an ihn heran, in welcher er sich als dem Landesfürsten und seinem Dienst getreu bewährte. Bei wiederbergestellter Ordnung nach der Revolution wurde er theils al» Aktuar des allgemeinen Untersuchungsgerichts über hochverräthe- rische Unternehmungen, theils als Gehilfe des Staatsanwalts in Freiburg verwendet. Sodann wurde ihm dir Verwaltung der Staatspolizei daselbst übertragen, welchen Amtsberuf 1854 die Wogen der kirchlich-politischen Wirren daselbst erschwerten. Im Jahre 1858 trat Ekert auf seinen Wunsch in den Gefängnißdienst über und leitete zwanzig Jahre hindurch das Männerzuchtbaus in Bruchsal (daneben auch während einiger Zeit die Hilfsstrafanstalt daselbst), sodann von 1878—1891 das Landesgefängniß in Freiburg, bei besten Bau (nach dem Zellensystem) er auch de- rathend mitwirkte. Das Amt eines Gesängnißvorstandes bringt, je mehr das Leben des einzelnen Sträflings erfaßt wird, desto mebr Aufgaben mit sich und führt von selbst zu einer Vertiefung der Ge- sammtauffaffung der sozialen Schäden und der möglichen Gegenmittel» unter denen die Strafe nicht das beste, sondern nur das äußerste und letzte ist. Die Thätigkeit am Männerzuchthause» daS bei seinem Dienstantritt noch kein volles Jahrzehnt als das mit Moabit ersterbaute Jsolirgefängniß in Deutschland bestand, ebenso die ausgeführten Studienreisen in den Norden Deutschlands, nach Belgien und Holland» nach England und Irland, in die Schweiz und nach Italien, welche ihn mit Männern wie Fr. v. Holtzendorff, Stevens, Crofton, Almquist, Guillaume» Beltrani zusammenführten, erweckten und befestigten stets in Ekert die Ueberzeugung, daß der in d iv i d u a l is i r e n d e Strafvollzug auf der Grundlage der Einzelhaft der richtige sei. Bei dieser woh!begründeten Auffassung mußte er gerade in Baden, wo das Zellensyltem verhältnismäßig am meisten in Deutschland durchgeführt ist, sich im Berufe wohl fühlen, zudem er gleich seinem Bruder Ferdinand, dem Chef der Militärintendantur des badischen Armeecorps (f 1888), mit Wärme an der engeren Heimath hing. Er lehnte daher im Jahre 1871 — demselben, in dem die am Männerzuchthause verübte Brandstiftung ihm die schwersten Sorgen brachte — die ehrenvolle Berufung nach Preußen zur Leitung der neuen Anstalt Plötzensee bei Berlin ab; bald darauf wurde er zluu Geheimen Rathe ernannt. Indessen führte ihn die Berufsthätigkeit einige Jahre später als Mitglied der vom Reichsjustizamte einberufenen Kommission zur Begutachtung des Entwurfs eines Reichsstrafvollzugsgesetzes (1879) in die Reichshauptstadt, und wie er hierdurch Gelegenheit fand, seiner oft bethäligten Auffassung der Gefänarr iß refo rm als einer nationalenFrage nachzuleben, so gereichte es ihm auch zur großen Befriedigung, den Gedanken derVertiefung des G e fä n g n ißü i e nst es aufwissenschaftlichen Fundamenten und der Heranziehung deS Richterstandes zur Kenntniß der Praxis dieses Staatszweiges durch die Leitung der hierfür seit 1888 bei der Freiburger Anstalt eingerichteten Lehrkurse ausführen zu können. Dort hatte er bereits 1883 das Jubiläum Söjähriger Vorstandschaft von Strafanstalten gefeiert, bei welchem ihm die Berufsgenoffen aus ganz Deutschland ein Ehrengeschenk überreichten. In den letzten Jahren war seine Aufgabe daselbst noch durch die Zugabe der Leitung eines Untersuchungsgefängnisses und durch den Neubau eines Weibergefängnisses erhöht worden. Im Jahre 1891, als ein Nervenleiden sich immer mehr steigerte, erbat und erhielt Ekert nach 43 Jahren öffentlichen Dienstes die Versetzung in den Ruhestand, wobei ihm Seine König!. Hoheit der Großherzog, Höchstwelcher ihm bei vielen Anlässen seine gnädige Gesinnung bereits dargethan hatte, unter Anerkennung der langjährigen treuen Dienste das Eichenlaub zum schon seit 1883 innegebabten Kommandeurkreuz des Zähringer Löwenordens verlieh, in dessen niederere Grade Ekert schon 1868 und 1877 eingetreten war. Auch als Pensionär verblieb Ekert in der Hauptstadt des Oberlandes. Wohl hatte er auch in Bruchsal, wo seine Mitbürger ihn 1876 in den Stadtrath wählten, gerne geweilt und g, 1632 Nachdruck verboten. Eine Schwarzwaldgeschichtc von Her minr Pilling er. (Fortsetzung.) 21. Juni. Ich habe eine entsetzliche Nacht hinter mir; Hermann brachte mir die Schrcckenskunde, daß sich Grotecki mit Bilinski duellire; kein Mensch sollte es erfahren, weil ein solcher Vorfall der Polen Einigkeit in ein schlechtes Licht stellen mußte. Hinter der Karthause sollte das Duell stattfinden, des Abends um acht. Die Unruhe zehrte mich fast auf; die halbe Nacht ging ich, ohne ein Licht anzuzünden, in meiner Stube auf und ab. O, Schwester, Schwester, es ist wahr, ich liebe diesen Menschen mehr als recht ist — dies wurde mir in den Stunden tiefster Seelenangst zur Gewißheit. Ich kniete vor dem offenen Fenster nieder und sandte meine heißen Seufzer und Thränen zu Gott; ich bat und flehte und weinte zu ihm auf, er möge Grotecki mit feiner Gnade umschirmen, ihn retten; ich legte das feierliche Ge- löbniß ab. nie mehr einen Schritt, einen Versuch zu thun, mich ihm zu nähern, ich schwor, mein Herz zu kasteien und auf Leben und Tod den Kampf mit ihm aufzunehmen. Da weckten mich rasche, weitbinschallende Schritte aus meiner Versunkenheit; ich sah einen Menschen über den mondbeschienenen Domplatz eilen, auf unser Haus zu. »Anna!" rief's unter meinem Fenster; ich erkannte Hermanns Stimme und lehnte mich heraus. »Alles gut vorübergegangen," rief er in gedämpftem Ton, «Bilinski leicht, Grotecki gar nicht verwundet — er schickt mich, ks Dir zu sagen — gute Nacht!" Ein Strom von Thränen erleichterte mein Gemüth, meine Seele dankte wortlos ihrem Schöpfer. 17. Juli. Ich schütze alle möglichen Gebrechen vor, um den nicht endenwollenden Festen und Einladungen fern bleiben zu können. Daß Seuchen jetzt ganz ihrem Verlobten und ihrer Aussteuer lebt, kommt mir sehr zu statten. Gott allein weiß, wie unablässig ich bemüht bin, weine auf >^sen Wegen irrende Seele zurückzuholen. Warum hat mir Grotecki noch spät in der Nacht sagen taffen. daß er unversehrt >« — ist's nicht ein Beweis, daß er überzeugt war, ich sorge wich um ihn. Und durfte er eS denn auch nicht sein, sollte er denken, ich sei unmenschlich genug, mir aus dem Ausgang des Duells nichts zu machen? O, mit der Unbefangenheit der Gefühle ist mir auch der innere Halt, die Sicherheit der Unschuld abhanden gekommen — ich weiß nicht mehr, was Recht und was Unrecht ist — was man darf, und was man nicht darf. Wie glücklich seid ihr doch, Männer, denn so, wie ich jetzt nach einer Arbeit lechze, um darüber das eigene Ich zu vergessen, so hat sich noch kein Hungriger nach Brod gesehnt! Welch eine hohe Ruhe liegt auf meines Mannes Stirne, wenn er aus seiner Arbeitsstube tritt, die Hände reibend, ein Scherzwort auf den Lippen! O, Schwester, und ich sollte diesen götterglcichen Frieden mit dem Bekenntniß trüben: du hast rin elendes Weib, in ihr schwankt und wankt alles, und während du sie glücklich wäbnst, möchte sie am liebsten sterben! Nein, ich fürchte mich vor meines Mannes Tugend. ich fürchte mich, sein Vertrauen zu verlieren — aber ich fürchte mich auch, schuldig an des Reinen Seite zu wandeln. „Was ist denn das?" fragte er heute, bei mir eintretend, „es tönt ja gar kein fröhliches Lachen und Schwatzen mehr zu mir herüber, keine Vaterlands- und Freiheitslieder mehr —" „Sage mir doch, lieber Mann," unterbrach ich ihn, „warum du mich eigentlich so gern in der Gesellschaft der Polen siehst?" „Mein Gott, weil es höchst angenehme Menschen sind! Kann man sich etwas Graziöseres denken, als so einen polnischen Handkuß, etwas Poetiicheres, als ihren Patriotismus, ihre Melancholie? Sie sind wie zum Verkehr geschaffen, mit ihrer Leichtigkeit und Geschmeidigkeit, und es muß für euch Frauen ja eine wahre Wohltbat sein, einmal mit Männern zu verkehren, die, was sie denken, auch aussprechen, statt wie wir Deutschen, mit einer Welt von Gedanken, stumm wie die Stockfische, herumzulaufen." „Aber lieber Mann, du preisest mir da an, was du selber so wenig wie möglich aufsuchst." „Kind, ich bin ein trock'ner Geselle, der sich nur an Tbatsachen hält, und deshalb kommen die Herren Polen und ich nicht recht mit einander aus. Es hat mir bis jetzt noch keiner sagen können, was er eigentlich will; sie sprechen stundenlang enthusiastisch von der Frieiheit, nachdem ich aber mit aller Noth herausgebracht» daß sie unter Niedcrdrückung der Freiheit bloß die Beschränkung der Adelsrechte verstehen, halte ich sie für Kinder, die von ihrer Aufgabe keinen Begriff haben. Daß sie ein wenig Abwechslung in den einschläfernden Umgangston uns'rer lieben Freiburger bringen, ist darum kein Unglüik; ich selbst aber finde es überflüssig, ihnen meine kostbare Zeit zu opfern." Wahrlich, Ke kommt mich theuer zu stehen, diese Geschichte der deutschen Handwerker, denn auch für die Frau bleibt kaum eine Stunde vom Tag übrig! 20. Juli. Mein Herz war sehr böse heut; es hat nicht folgen wollen. Ich war in der sieben Uhr Messe, dann besuchte ich das Grab uns'rer Eltern. O, wie war mir zu Muthe, angesichts des eisernen Kreuzes auf dem niedrigen Steinsockel — ich, das Kind so braver, rechtschaffener, grundguter Menschen! Meine Kniee trugen mich nicht mehr, als ich Grotecki nur von weitem sah. 24. Juli. Heute zum erstenmal erklang mir die schrille Stimme der Hofräthin angenehm, als ich sie auf der Treppe: „Regeli, ist jemand zu Haus?" schreien hörte. Jede Zerstreuung, alles, was mich aus meinem Denken reißt, kommt mir gelegen. Aber so aller Contenance beraubt» ist die gute Frau noch nie über uns're Schwelle gekeucht, wie diesmal. Wir Hallen eben zu Mittag gegessen; mein Mann wollte sich entfernen, sie hielt ihn aber am Rvckärmel fest. „Ich muß mich aussprechen, ihr müßt mich anhören — ich bin eine desperate Frau — Kinder, ums Himmels willen, waS ist mir eingefallen, die Gräfin in mein Haus zu laden — sie sitzt auf dem Balkon und raucht, und auf der Gaff' steht ganz Freiburg und gafft, und wie ein Sünder Hab' ich mich zur Hinterthür' 'rausgestohlen — meine Stuben, meine Ordnung» mein ganzer Lebenslauf ist durcheinandergeworfen — kein Kiffen liegt mehr am Platz, kein Stuhl steht am rechten Ort, der Teppich verkrumpelt sie wie einen Waschlappen, wo ich geh und steb. stoß ich auf ein rother Pantoffel — und erst meine Fremdenstube, die ich gehalten wie ein Schmuckkästle — das nenn' ich eine Gräfin! und sag' ich was, anstatt daß sie mich behandeln thät wie eine bonnette alte Dame, fallt sie mir lachend um der Hals» reißt mir die Perück' vom Kopf, wirft sie an der Plafond und verlangt, daß ich ihr zulieb alle Tag die Sonntagsperück' aussctz'. Und die tollen Mannsleut', die der ganz' Tag an- kiopfen — nicht nur Polen, Gott bewahr' — unsre Herren Staatsrätb' und Hofräth'und Gerichtsräth' kommen in dieVisit', in neuen Halsbinden, mit gebürsteten Haaren und spielen der Juvinetter (den Jugendlichen), und sie liegt mit den Füßen auf meinem guten Kanapee und raucht wie ein Soldat und setzt mir der ganz' Tisch voll Aschenhäufle- „So," schloß die Hofräthin, „und jetzt geh ich noch zur Meyer und dann zur Huber, denn ich kann mir nicht genug Luft machen I" — (Fortsetzung folgt) ein freundliches» an Bcrbindmigen reiches Andenken hinterlaffen. Mehr aber war er mit Freiburg verwachsen. Dort hatte er 1854 mit einer Tochter des Amtmanns Neumann, welche ihm vier Söhne gebar, den Ehebund geschloffen» — dort die ersten, wie später besonders arbeitsreiche, aber durch das kollegiale Verhältniß ru seinen Mitbeamten verschönte Jahre des Staatsdienstes verbracht. Er liebte die Anregung aus dem Berkehr mit der Hochschule, welche ihm 1889 als «6s ckisciplina in cuswckiis ob»,-r- V»ll6a s.'1-egis msrito« die hohe Auszeichnung des Ebrendoklorats der Rechte verlieh und damit ein für die richtige Erfassung der Gefängnißkunde, wie für die Stellung der Strafanstaltsbeamten wichtiges Beispiel gab. dem zu Ekerts besonderer Freude die Berliner Universität bald nachher durch die Doktorirung seiner preußischen Amtsgenoffen Wirth und Krohne nachfolgte. Ekert förderte auch in Freiburg, insbesondere als Beiratb des Frauenvereins, gemeinnützige Bestrebungen. Er liebte sodann die Erholung in den Reizen der jene Stadt umgebendenden Schwarzwaldnatur. Aber als treuer Psteger seiner seit Jahren gelähmten Gattin beschränkte er sich hierin; doch steigerte ff» sein eigenes Leiden in der letzten Zeit mit größerer Heftigkeit, bis ihn ein rascher Tod am 9. Mai 1892 aus dem Leben scheiden ließ. Es ist nickt äußerer Zufall, wenn im Jahre 1864 in Bruchsal gerade der Verein der deutschen Strafanstaltsbeamten, in's Leben trat und ebenda 1875 die Internationale Gefängnißkommission ihre Tagung dielt, während deren der amerikanische Reformer Wines der Gast des Ekert'schen Hauses war; es war auch ein wohlbedachter Schritt, wenn die erstgenannte Vereinigung nach Wjährigem Bestände 1889 ihre Festversammlung nach Freiburg berief. Es liegt hierin — wie eine Anerkennung der Bedeutung Badens für die Gefängnißreform — so ein natürlicher und ehrenvoller Anschluß an Ekerts Arbeit und Namen,, welchem auch sonst außerhalb unseres Landes eine volle Würdigung zu Theil wurde. Die Souveräne von Preußen, Bayern, Sachsen. Württemberg und Hessen, sowie von Oesterreich haben sie durch Verleihung von Comthur- und Ritterkreuzen, mehrere gelehrte Gesellschaften, so die Howard Association in London, die Luciets gönsrals äss prisonn in Paris, der Schweizerische Verein für Straf- und Gesängnißwescn durch Ernennung Ekerts zum Ehren- oder korrespondirenden Mitglied betbäligt. Auf den internationalen Pönitentiarkongreffen in London und Rom, wie auf einzelnen deutschen Juristentagen erscheinend, nahm er eine angesehene Stellung ein. Seine literarischen Arbeiten bestehen tbeils in Gutachten für solche Tagungen, theils in kritischen Anzeigen; sodann bearbeitete er die Abschnitte bezw. Artikel über Strafvollzug in — l» «mk.. I Aulde» s. W — r Amt., r Franc — so Pfg. v. HoltzendorffS Handbuch des Strafrechts bezw. Rechtslexikon, sowie den Tbeil über «Gefängnißdisciplin und Jndividualisirung" in dem Holtzendorff» Jagemann'schen Handbuch des Gefängniß- wesens. In dem führenden Antbeil jedoch an der Begründung deS Vereins deutscher Strafanftaltsbeamten und in der Leitung desselben wie seiner Zeitschrift (Blätter für Gefängnißkunde) während fast drei Decennien liegt ein ganz besonders herauszubebendes Verdienst Ekerts von hervorragender und bleibender Bedeutung. Die Förderung der einheitlichen Entwickelung in Deutschland auf den Gebieten des Strafrechts und deS GefängnißwesenS, sowie der damit zusammenhängenden Materien, insbesondere der Verbrechensvrophylaxe; die Anregung und Festigung mancher Fortschritte in Bezug auf den Gefängniß- betrieb; der Austausch praksischer Erfahrungen und die Heranbildung eines fachmännischen Gemeingefühls; die Vermittelung von werthvollen Nachrichten aus dem Auslände und die Ansammlung von Bausteinen für zusammenfaffende gefängniß- »iffenschaftliche Arbeiten: sodann die Thätigkeil einer besonderen, 1884 in Berlin unter Ekerts Mitarbeit berufenen Vereinskommission , welche die Normalien für das Zellengesängnihbau- wesen feststellte: — oll' dies sind Leistungen und Folgen jener Vereinsthätigkcit, welche an ihren Leiter in der Herausgabe einer nun zum 27. Band vorgeschrittenen Zeitschrift und in der Vorbereitung von neun Versammlungen der Fachgenoffen aus Deutschland und Oesterreich außerordentliche Anforderungen, zumal neben einem arbeitsreichen Amte, stellten. Die Vereinstagungen in Bruchsal (1864), Dresden (1867), München (187l), Berlin (1874), Stuttgart (1877), Bremen (1880), Wien (l8»3), Frankfurt a. M. (1886) und Freiburg (1889), mit welch' letzterer Versammlung auch die Vertreter prophylaktischer Vereine in Deutschland und der Landesverband badischer Schutzvereine in besonderen Zusammenkünften tagten, schlangen ein nationales Band um die Berufsgenoffen, welches zu erhalten ebenso sehr eine Sache des praktischen Bedürfnisses, wie eine pietätvolle Pflicht gegenüber dem Andenken des so vieljährigen Hauptes ist. Wer aus eigener Anschauung die Gefängnißzustände in den einzelnen Theilen Deutschlands 1864 und 1892 und damit einhergehend die Berufsauffassung, wie die Lage der Fachbeamten selbst vergleichen kann, wird den Fortschritt sicher ermessen und bei Ergründung.seiner Ursachen oftmals auf die treibende Kraft der Ideen gelangen, welche die durch das Vereinsleben zusammengefaßte und stets angeregte Gcsammtheit der Arbeiter im gleichen Weinberg unter dieser Führung geschaffen hat. bl. v. 1. Frankfurter Kurse ovu. t 3 Juni ikE. Handel und Verkehr. Auszug aus der amtliche« Pateutlifte über die in der Zeit vom 3. Juni bis 10 Juni erfolgten badischen Patentanmeldungen und -Erlheilungea. mitgetheilt vom Patentbureau des Civilingenieurs Karl Müller in Freiburg i./B. ^ Anmeldungen. M. 8557. Flaschenzerstäuber für Flüssigkeiten. Metallwiarenfabcik Ettlingen in Ettlingen. 9. Dezember 1891. — R. 7026. Formpreffe (Zusatz zum Patent Nr. 59 727). Karl Reuther in Firma Bopv und Reulher in Mannh.im. 14. Dezember 1891. — 8 Ertheilungen. Nr. 63590. Weichen- verriegelung durch doppelte Drahtzüge. Th. Henning in Bruchsal. Vom 12. Februar 1892 ab H. 11 930. — Nr 63 622. Aus Kohle hergestellter Stromabnehmer für elektrische Maschinen. F. A. Haselwander in Offenburg. Vom 20 Mai 1891 ab. H. II 102. — Nr. 63582. Waagerechte oder senkrecht ausstellbare Pumve mit als Soug bezw Druckwindk ffel dienendem Gestell. C. Reutber in Firma Bovv und Reuther in Mannheim. Vom 1 11. November 1892 ab. R. 6 957. — Nr. 63 569. Verfahren zur Herstellung von blasenfreien Gyvsgegenständen. L. Ernst in Obrigheim a. N. Vom 26. Juli 1891 ab E. 3198. Auszug aus der amtlicheu Gebrauchsmufterfchutzliste über die in der Zeit vom 3. Juri bis 10. Juni erfolgten badischen Musterschutzeintragungen, mitgetheilt vom Patentbureau des Civilingenieurs Karl Müller in Freiburg i B. Nr. 4531. Angähr- avparat mit Gährapparat, für alle Arten Trauben, Ödst und Beerweine u s. w. zur Mehrgewinnung von Saft, Farbe und Bouquet. F. W. Nervel in Bruchsal 20. Avril 1892. N 82. — Nr. 4798. Leiter, welche als freistehende Wand- oder Eck- leitec benutzbar und deren im Scharnier bewegliche Rückenstutze vor unbeabsichtigter rückwärtiger Ausweichung gesichert ist. H. Raible in Karlsruhe, Bismarckstcaße 33. 28 März 1892. R. 224. — Nr. 4728. Gurtroller zum Aufrollen der herabbängenden Gurte eines aufgezogenen Rollladens Karl Wilbelm Fuchs in Pforzheim. 26. März 1892. F, 193 — Nc 4629 Pendelgehänge für Brückenwaagen. Fritz Leitz un» Adolf Bntz in Mannheim. 19. Avril 1892. 8. 259. - Nr. 4875. Briefwaage als Uhrgehänge. F. Bregenzer in Karlsruhe, Kurvenstcaße 16. 30. April 1892. B 476. — Nr. 4738 schlauch wagen für Garten- und Feuerwehrzwecke. Aretz li Orientanl PR 68 40 . «». 69-0 Po«. 49« Aal. v. 1888 M. 34 70 . 3 AuSländ. Lstr. 2410 Serbien 5 Goldrcnte Lstr 83 — Schweden 4 Oblig. M 103 30 Span. 4 AuSländ. P. 6k — Berner 39- Obligat. Fr. 98 20 Egypten 4 Ünif. Obl. Lstr. 98 80 . 39, Priori. Lstr. 93 80 Argent.b Jnn. Goldanl. P. 46 50 Bank-Aktie». 39- Deutsche R.-Bank M 14 950 4 Badische Bank Tblr. N4 50 5 BaSler Bankverein Fr. l2k50 4 Berlin. Handelsges. M. 156 50 4 Darmstäoter Bank fl. . - 4 Deutsche Bank M 168 — 4 Deutsche VereiaSb. M. 108.50 4 Deutsche lluioubank M. 80 - 4 DiSk.-Komm.-A. Tblr. 19810 ö Oest. Kredit ü. fl. 719. 4 Rhein. Kreditbank Tblr. 118 80 4 D. Effektenb. 50°/, Thlr. 116 50 4D. Hvn-M Td'r V> Ilig A, Ot1r«vatz»-Aktie» 3> - Jura-Zern-Luz. Hess. Ludwigs-Bahn Tblr. 116 70 4 schweizer Central "fälz.Max-Bahn z. Nordbah» otthardbahn Fr. hm. Westbahn fl. >l. Karl-8udw.-B. fl. 5 Oest -Ung. It.-B. Ar. 5Oest.Südbahn(8mb.) fl öOest. Nordwest fl 5 « , lüt. 8. fl Gifeabatz»-Pri»rttSt«e 4 Elisabeth steuerfrei M 100 60 5 Mähr. Grenzdaha fl. 5 Oest. Nordwest v. 74 M 5 , . Oit. 4. fl. 5 » » l,ik. ö. 3 Naab-Oed-Ebenf. 4 Rudolf 4 , Salzkgut. itfr. 4 Vorarlberger 3 Jtal. gar. T.-B. kl. 4 Gotthard IV. S. fl. 143 20 4 dto. Nordost 35-87 fl. 114 60 5 Jitdbabn steuerfrei 143 ,1^4 dto. 3029.I3 dto. ! 82°/, 5 Oest.-U.St.-B .73-74 -6i9,3 dto. l.-Vlll. Em. 909, 3 Livorn.o. o. g. 0/2 84 5ToScan. Central 2069.'5 Wests,c.E-'ö. 80stfc. 6 South. Pacif. Cal. l. Bkaa»t>rtek«. 4 Pr.B.-«.-Ä.Vll-lLTHtr 101 4 Preuß. Teatr.-Bod -Kred 30 - 107.30 fl. M. fl. M. fl. Kr. 9l 70 85 L 100 90 80 68 40 82 80 100 80 Thlr 10t 4 Rh. Hyp. s. 43-49 M 100. 39, dto. M. 95. Serzt«»ltche Loose. 39- Preuß. Präm. Thlr - 82 10 4 Badische Präm. Thlr 138 55 7tr4 Bayrische Präm Tblr 112 V3 41« N-in. Pr-«kt, L>>lr t2 81>3 Oldenburger T>lr 127 .501 Oesterr. o 1354 fl 12 > -!1 . v. 1860 st. 127 .50 4 Ituhlw.Raab-Gr Tblr. 101 50 N«ver,t«SliH» Soa« 61 ver Stück in R 1 >> AaSdach-Gnazenb st 42 70 Augsburger fl 29 4>Braunschweiger Thlr 105 . ^Freiburger .80 Kurhessts he 80 Mailänder Meininger Oesterrercher v. 186» st 318 dto. Kredit v. 1858 st 327 Schwedische Thlr. »3 Ungar. Staats st. 256 Wachs«! ,«» Serke». Amsteroam st. 100 168 London Lstr I 2o Pari« Fr 100 80 Wien st loo . 98 — KarlSruh. Mas chrnenf. M. 148 50 Bad Zuckers Bagh. st. M — 3 Deutsch. Phönrr 20 V» L. 214 — 1 Nbeinis he Hypotheken Sank 709. Tl'lr 13153 > Westeregeln-Atkali-W 94 50 5 Dortmund. Union M. 112. - 19- Alpine Montan atmest- b5 70 4 Nom r. G S. - Lr« 4 dto Ser. ll-Vm Are 80 80 Lta«»eS, e«rl. Aule»»«. 3'/^ Solms-Lanbach fl. 39 4 Aseub-Büdiligeu st 10190 90 3 - Aseub-Bicstera 87 M. 85 50 95 Neichsvartt- L,»cont 8 6!FranksB,«k-DiSc n> 3 U 106 Gemeinde Wauge«, AmtsgerichtsbezirkS Pfullendorf. ^tffentliche Aufforderung zur Erneuerung der Einträge von Vorzugs- und Unterpfands» echten. Diejenigen Personen, zu deren Gunsten Einträge von Vorzugs- oder Unter- pfandsrechten länger als 30 Jahre m den Grund- oder Unterpfandsbücherri der Gemeinde Wangen Amtsgerichtsbezirks Pfullendorf» eingeschrieben sind, werden hiermit auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860» die Bereinigung der Unterpfandsbüchcr betr. (Reg.Bl. S. 213), und des Gesetzes vom 28. Januar 1874, die Mahnungen bei diesen Bereinigungen betr. (Ges.- und V.Bl. S. 43), aufgcfordert, die Erneuerung derselben bei dem unterfertigten Gewähr- und Pfandgerichle unter Beobachtung der im 8 20 der Vollzugs- Verordnung vom 31. Januar 1874 (Ges.- und V.-Bl. S. 44) vorgcschriebenen Formen nachzusuchen, falls sie noch Ansprüche aus das Fortbestehen dieser Einträge zu haben glauben, und zwar bei Vermeidung des Rechtsnachtheiles, daß die innerhalb sechs Monaken nach dieser Mahnung nicht erneuerten Einträge werden gestrichen werden. Dabei wird bekannt gemacht, daß ein Verzeichniß der in den Büchern genannter Gemeinde seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge in dem Gemeindehausr zur Einsicht offen liegt und daß diese öffentliche Verkündigung der Mahnung als Zustellung an alle, auch die bekannten Gläubiger gilt. Wangen, den 13. Juni 1892. Das Gewähr- und Mandgericht. Der Bercinigungskommiffär: Bürgern,str. Wächter.Rathschreiber Schönberger. Bürgerliche SlechtSpstege. Oeffeutltchr Zuftelluagea U'62 2. Nr-9264. Mannheim. Der Baumeister Peter Würtzzu Mannheim, vertreten durch Rechtsanwalt li>. Rosenfeld, klagt gegen den August C oll lisch an, früher in Mannheim, z. Zeit an unbekannlen Orten abwesend, aus Mietbe, mit dem Anträge auf Ver urtdeitung des Beklagten unter sammt ve>kindlicher Hastbaikeit mit dem Be klagten Johann genannt Robert Col- lifchan: 1. an Kläger 7598 Mark nebst 57« Zinsen vom Klagiustellungstage an zu dezavlen, und ferner die vom 1 Juni 189- an auflausenden Mielbzinsen im Maßstad von monatlich 1083 M 34 Pf, sowie endlich die vom 1 Juni 1892 an bis zum Tage der Räumung des Cafe Monopole auflaufenden Abgaben für Wafferzins, Kaminkehren und Dung grubenreinigen — Liquidalion Vorbehalten — an Kläaer zu bezahlen, 2 anzuerkennen, daß die von denselben dem Kläaer gemäß 8 13 des Mietbvertiages peNellie Caution von ^000 1>,aik zu Gunsten des Klägers verfall n ist, 3. auf Aus ösuwa des zwischen den Skreiitbeilen abgeschlossenen Miethver- trages vom 2t April 1891 und auf sofortige Räumung der im Cafe §Nö- tropole hier innehabenden Räumlichkeiten, 4. auf Aufrechterhaltung des Arrestbefehls und der einstweiligen Verfügung Gr- Amtsgerichts Mannheim vom 7. Mai 1892, 5. auf Berurtheilung des Beklagten unter sammtverbinblicher Haftbarkeit mit dem Beklagten Johann Collischan, die noslen des Rechtsstreits einschließlich derjenigen des Arrestes und der einstweiligen Verfügung. sowie des Vollzugs der beiden zu tragen, 6. mit dem Anträge, das Urtbeil für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung deS Rechtsstreits vor die II Civilkammer des Großh- Landgerichts zu Mannheim zu dem unter Abkürzung der Einlaffungsfrist auf 2 WoLen auf Mittwoch den 3. August 1892, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Termin, mit der Aufforde- ! rung, einen bei dem gedachten Gerichte ^ zugelasienen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung , wird dieser Auszug der Klage bekannt ! gemacht. l Mannheim, den 2. Juni 1892. ! Weinberg, ! Gerichtsschreibec Großh. Landgerichts. Orfir»tlichr Zustellung. u 110.1. Nr 9708. Mannheim. Der Fabrikarbeiter Johann Binder zu Mannheim, U. 10 Nr. 15, vertreten durch Rechtsanwalt Bräunig, klagt gegen seine Ebefrau, Crescentia, geborne König, zur Zeit an unbekannten Orten, wegen grober Verunglimpfung der Beklagten gegen den Kläger, mit dem Anträge aus Scheidung der zwischen beiden Theilen bestehenden Ehe wegen grober Verunglimpfung des Klägers durch die Beklagte, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 11 Civilkammer des tz)r. Landgerichts zu Mannheim auf Mittwoch den 26- Oktober 1892, Vormittags 9 Uhr. mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, den 10. Juni 1892. Weinberg, Gerichtsschreider des Gr. Landgerichts. U.1281. Nr. 9835- Mannheim. Die Firma PH. Schäferjr. zu Waid- stadt, vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. Helm und I)r Moufang. klagt gegen den Händler Karl Hilbert von Sandhaufen, zur Zeit unbekannten Aufenthalts, aus Waarenlieferung mit dem Anträge auf 1. Berurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 572 M-17 Pf. nebst 5 °o Zinsen vom Klagzustellnngs- tage, sowie Tragung der Kosten einschließlich des Arrestverfabrens bei Großh. Amtsgericht Heidelberg, 2- das Urkheil gegen Sicheiheits- leistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Kammer für Handelssachen des Großh. Landgerichts zu Mannheim aus Freitag den 7. Oktober 1892, Vormittags 9 Uhr, ! mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt > zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage vekannt ! gemacht. Mannheim, den 13. Juni 1892. Schneider, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. U 103.1. Nr. 5435 Konstanz. AnnaObert in Singen, vertreten durch Rechtsanwalt Winlerer in Kon stanz, klagt gegen Wirth Emil Obert von Singen, dessen Ausenthal'sort zur Zeit unbekannt ist, aus einem dem Beklagten am 14. Februar d. Js. hinge gebenen Darlehen, mit dem Anträge auf Berurtheilung desselben zur Zahlung von 3000 M. nebst 4 7» Zins voni 14 April 1892 und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Gr. Landgericht Konstanz — Civilkammer 1 — aus Dienstag den 25. Oktober 1892, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Rechtsanwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Konstanz, den 9. Juni 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts: Bern auer. U23.2 Nr 5586 Freiburg. Der TaglöbnerJohann Medinger zu Frei l bürg, vertreten durch Rechtsanwalt Ruck- mich in Frcrdurg, klagt gegen seine Ehefrau, Amalie Medinger. geborne Schmidt, zur Zen unbekannten Aufenthalts, wegen Ehebruchs der Beklagten und wegen grober Verunglimpfung, mit dem Anträge auf Scheidung der am 14 Februar 1876 zu Fre bürg geschlos senen Ehe und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandln«« des Rechts streits vor die IV. Civilkammer des Großh. Landgerichts zu Freiburg auf Mittwoch den 9. November 1892, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Anwalt zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Freiburg, den 8. Juni 1892 Werrlein, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts- U 99 1. Nr. 6117. Eberbach. Landwirth Phil. Sult er in Schwan- Heim klagt gegen den früheren Rath schreider Philips May von da, z. Zt. an unbekannten Orten abwesend, aus Darlehen, mit dem Anträge auf v»r läufig vollstreckbare Verurtbeilung des selben zur Zahlung von 200 Mk nebst 5"/o Zins vom 8. Januar 1892, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Gr. Amtsgericht Ebeibach aus: Dienstag den 20 . September d. Js., Vorm. 9 Ubr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Eberbach, 9. Juni 1892. Heinrich, Gerichtsschreiber Großh Amtsgerichts. Äonkursverkahrea. U1I7. Nr. 31,343. Mann beim, lieber das Vermögen des Kaufmanns Lud vig Biow bl. 3. 5- dahier wurde beute Vormittag 2,412 Uhr das Kon- kursvelfahren eröffnet. Zum Konkursverwalter ist ernannt: Kaufmann Georg Fischer bl. 2 14 dahier. Konkursforderungcn sind bis zum 12. Juli 1892 bei dem Gerichte an- zumetden und werden daher alle Die- icnigen, welche an die Maffe als Konkursgläubiger Ansprüche machen wollen, hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche mit dem dafür verlangten Vorrechte bis zu genanntem Termins entweder schriftlich einzureichen oder bei der Gerichtsschreiberei zu Protokoll zu geben unter Beifügung der urkundlichen Beweisstücke oder einer Abschrift derselben. Zugleich ist zur Beschlußfassung über die Wahl eines definitiven Verwalters» sowie über die Bestellung eines Gläu- digerausschuffcs und eintrctenden Falls über die in 8 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Dienstag den 28. Juni 1892, Vormittags ',9 Uhr, sowie zur Prüfung der angemeldetea Forderungen aus Dienstag de» 2 August 1892, Vormittags '/-9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Adth. Hl Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinsmuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von deu Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 12. Juli 1892 Anzeige zu machen. Mannheim, den 11. Juni 1892. Der Gerichtsschreider Gr. Amtsgerichts: G a l m. Bürgerliche Rechtspflege. Aufgebot. U'31.1. Nr. 4gig. Ettlingen. Das Großh. Amtsgericht Ettlingen hat heute folgendes Aufgebot erlaffen: Die Pfarrei Burbach und der Heiligenfond Marxzell besitzen aus den Gemarkungen Burbach, Pfaffenroth und Schielberg folgende, in den Grund und Pfandbüchcrn nicht einaetraaene Liegenschaften: >S rr . N Gewann Kulturart dv SlM iegrenznng 2802j44 46> Brückwiescn 952 29 52 I. Liegenschaften der Pfarrei: »-auf Gemarkung Burbach: worauf ». ein zweistöckiges Wohngebäude mit Keller (Pfarrhof), d. Scheuer und Stall, o Waschküche mit Schweinställen und Holzschuppen gebaut ist. Baumgarten hinter dem Pfarrhof. Gemüsegarten vor dem Pfarrhaus; das Ganze neben Julius Rabold, Franz Lorenz, Josef Merklinger, Leop- Becht und Anton Daum. neben Jos-Abend u- Gemeindebrunnenplatz Vizinalweg und Kaspar Axtmann Fr- Anton Axtmann u Leop. Glaser Johann Hücker und Gewannweg Josef Merklinger u. Johann Kunz Erben Alois Eisele und Josef Merklinger Alois Eisele und Josef Weiler Fz Anton Reichert Wwe und Job- Wagner Paulus Artmann und Frz. Anton Axtmann 30 ai- 96 gm> neben Franz Taver Bauer 4 Lr 86 gml und Josef Eisele 65 ai 25 gm« neben Ottilia Hennhöfer u. 5 ai- 76 gml Florian Wipfler neben Valentin Weingärtner und Severin Weiler ung Pfaffenroth: Wiese ses- Heinrich Becht, as Josef Schwab I. LI. Liegenschaften deS Heiligcnfonds Marxzell: » auf Gemarkung Schielberg: 26 585 ! Ortsetler Hosraithe i 10 08 Hausgarten 14 58 " " 125 6 80 247 563 Alle Wiese Wiese 262 671 278 35 46 Zimmerwiesen 694 513 Steinmaueräcker - 797 1123 Grundäcker 890 671 Schättigen- rain Acker 908 22 32 » -- 1359 M^l Inwendige Woltäcker Acker 2002 3582 Junkers- wicsen Wiese Oedung Wiese Oedung 2015 71-01 ! - 668 28^4 Steinmauer- äckcr 6. au Acker Gem^arl großen im Marxzell Friedhof lund Kirche mit Tburm, neben Gr. Ober- I amtsrichter l>r. Sautier und der Pfarrei I Burbach Gemarkung Pfaffenroth: Oedung Ibeiderseits die Gemeinde Pfaffenroth » »u 28951 1 271 Scheuerlis I i I wiesen Auf Antrag des katholischen Stiftungsraths Burbach werden Diejenigen, welche in den Grund' und Unlerpfandsbüchern nicht eingetragene und auch sonst nicht bekannte dingliche oder auf einem Stammguts- oder Familienguts- verbände beruhende Reckte zu haben glauben, aufaefordert, dieselben in dem auf Samstag den 17. September 1892. Vormittags 9 /« Uhr, bestimmten Termine gellend zu machen, widrigenfalls dieselben für erloschen erklärt würden Ettlingen, den 7. Juni 1892. Gut, _Gerichtsschreiber des Großh Amtsgerichts._ Aufgebote. U'100. Nr. 9380. Baden Das Großh. Amtsgericht Baden bat nach Ansicht der 88 823 ff. C.P.O. und 88 99 ff. des bad. Einf.-Geseges zu den R.J G. folgendes Aufgebot erlaffen: Die Gemeinde Sandweier besitzt auf den Gemarkungen Sandweier» Iffezheim und Oos folgende Grundstücke. und zwar: ^ 1. auf Gemarkung Sandweier: 1. Plan I, Nr. 1. 55 Ar 60 m Hausgarlen. Hofraitbe und Weg, worauf die Kirche, das Rathbaus, Sämldaus, Scheuer. Stall und Remise erbaut ist 2. Plan 1. Nr. 93. 32 Ar 52 m Ackerland im Oberfeld, 2 Hektar 16 Ar Weg allda. 3. Plan 1. Nr. 38. 2 Ar 65 m Weg im Orisetter. 4. Plan l, Nr. 50. 10 Ar 62 m Weg im Ortsetter. 5. Plan 1. Nr 77. 18 Ar 38 m Weg im Onsetter. 6. Plan 1, Nr 105. 1 Ar 80 m Weg im Ortsetter. 7. Plan 1, Nr 116. 3 Ar 71 w Weg im Onsetter. 8. Plan 1. Nr 123. 1b Ar 67 in Weg im Onsetter. 9. Plan 2, Nr 16-. 4 Ar 23 i» Weg im Ortsetter. 10. Plan 2, Nr 164. 1 Ar 55 m Weg im Ortsetter. 11. Plan 2. Nr. 189 17 u> Weg im Ortselter 12. Plan 2, Nr. 195. 55 Ar 60 n> Weg im Onsetter. 13. Plan 2, Nr. 210. 6 Ar 67 m Weg im Onsetter. 14. Plan 2, Nr. 224. 12 Ar 12 m Weg im Ortsetter. 15. Plan 2, 3. 4 u 19, Nr. 234. 1 Hektar 14 Ar 81 m Waffer die 16. Plan 2. Nr. 237. . 5 Ar 54 m Hosraithe, worauf ein einstöckiges Wohnhaus erbaut ist. 17. Plan 2, Nr. 252. 3 Ar 51 m Weg im Ortsetter. 18. Plan 3, Nr. 374. 6 Ar 19 m Wiese auf der Äumatt. 19. Plan 4, Nr. 549 a. 8 Hektar 17 Ar 88 m Acker, Wiese, Weg und Oedung, Sandbuckel. 20 Plan 4, Nr. 556. 73 Ar 35 m Acker im Münchweier. , ^ 21. Plan 4. Nr. 584. k Hektar 92 Ar 60 i» Acker, Wiese und Waffer, zwischen der Oos und dem Abzugsgraben. 22. Plan 4. Nr. 646. 22 Ar 23 m Wiesen in der Hangmatt. 23 Plan 5, Nr. 730. 41 Ar 4 m Acker im Uuterfeld. - ^ 24- Plan 6. Nr. 942. 72 Hektar 47 Ar 7 m Wald. Distrikt "'genau. 25. Plan 6, Nr. 943. 2lS Hektar 84 Ar Wald, Weg und Viehtrieb. Distrikt Obeiwald. 26. Plan 6. Nr. 944 L. 196 Hektar 68 Ar 60 « Wald. Distrikt Niederwald. 27. Plan 7, Nr. 945. 6 Hektar 86 Ar 70 m Acker auf dem Plane Ucbtwaid. 28. Plan 7. Nr 946. 19 Hektar 47 Ar 51 m Acker» Wiese und Waffer in der Beh. 29. Plan 7, Nr. 947. 4 Hektar 51 Ar 91 m Acker, Wiese und Waffer in der Ucktwaid. 30. Plan 7, Nr. 947. 46 Hektar 14 Ar 12 m Acker, Wiese und Waffer in der Ucktwaid 3t. Plan 1». Nr. 1335. 17 Ar 99 m Acker im Mittelfeld. 82. Plan 10, Nr. 1338. II Ar 80 m Acker im Mittelfeld. 33. Plan 10. Nr 1389. 4 Ar 67 m Weg im Mittelfeld. 34. Plan N. Nr. 1759. 19 Ar 62 n> Weg im Mittelfeld. 35. Plan N, Nr. 1762. 5 Ae 35 m Acker im Mittelfeld. 36. Plan 12 u. 13 Nr 2092. 13 Ar 55 m Weg im Oberfeld. 37. Plan 13. Nr 2152 > 96 Ar 41 m Acker im Oberseld. 38. Plan 14, Nr. 2453 17 Ar 6S m Ack r im Mittelfeld. 39 Plan 14, Nr 2454. 16 Ar 61 m Acker im Mittelfeld. 40 Plan 14, Nr 2495. 9 Ar 18 m Acker im Mittelfeld. 41. Plan 14, Nr. 2502. I Hektar 26 Ar 53 m Acker im Mittelfeld. 42. Plan 14. Nr. 2527. 20 Ar 61 m Acker im Mittelfeld. 43. Plan 14, Nr. 2638 b. 7 Ar 11 m Acker im Mittelfeld. 44 Plan 1b. Nr. 2900 40 Ar 95 m Acker im Oberfeld. 45 Plan 15, Nr. 2961. 72 Ar 52 m Acker und 7 Ar 74 w Weg im Oberseld. 46. Plan 1', Nr. 3168. 16 Ar 98 m Acker im Oberfeld. 47. Plan >6. Nr. 3185. II Ar 48 «- Acker im Obcifeld. 48. Plan 16, Nr- 3206- 87 Ar 21 m Acker im Oberseld- 49 Plan 17, Nr- 3468. 16 Ar 3 m Acker im Oberseld. 50- Plan 17, Nr. 3469- 84 Ar 24 Acker im Oberseld- 51 Plan 17, Nr- 3470 4 L 25 m Weg im Oberfeld. 52 Plan 18. Nr 3633.1. 19 Ar Weg im Oderseid 53 Plan 18, Nr. 368l. 8 Ar 3 Acker im Oberfeld. 54. Plan 19. Nr. 3943 1 Hektar 28 Ar 25 n> Wiesen, 17 Ar 10 m Weg >n der Heckenwi-se. 55 Plan 19. Nr. 3744 3 Hektar 42 Ar 72 m Acker, Wiese, Weg und Waffer und Hofraitbe, worauf ein einstöckiges WohnbauS steht. 56. Plan 19, Nr- 4745a. 2 Hektar 33 Ar 36 m Acker im Heckenacker. 57. Plan 19, Nr- 4745b. 2 Ar 83 u> Weg im Hcckenacker- 58. Plan 19, Nr 3822. 16 Ar 93 m Acker im Heckenacker. 59. Plan 19, Nr- 3823c. 13 Ar 65 w Acker im Heckenacker. 60. Plan 19. Nr- 3824. 33 Ar 9 w Acker in den kleinen Sümpfen. 61. Plan!l9, Nr- 3844. 1 Ar 32 w Weg in den kleinen Sümpfen. 62- Plan 19, Nr 3905- 26 Ar 77 m Acker in den Sümpfen. 63 Plan 19. Nr. 3972- 9 Ar 50 m Wiesen auf der Erlemnatt- 64- Plan 20, Nr- 4059- 27 Ar 72 rn Acker im Oberseld. 65. Plan 20. Nr- 4181. 26 Ar 82 m Acker im Oberfeld. 66. Plan 20, Nr. 4242 8 Ar 64 in Weg im Oberfeld. 67 Plan 21, Nr 4680 4 Hek ar 58 Ar 73 in Wiesen Bruch. Riedmatt. 68 Plan 21, Nr- 4704 1 Ar 52 IN Weg im Brucheck 69- Plan 22, Nr. 4830 32 Ar 31 in Wiese, 5 Ar 52 in Waffer» 5 Ar 4 m Weg am Bruchrain. ^ 70. Plan 22, Nr- 5305- 8 Ar 55 w Wiese, 2 Ar 34 m Waffer auf der Kohlstatt. 71- Plan 22, Nr. 5317- 20 Ar 88 m Wiese im Bruch Kohlstatt. 72. Plan 22, Nr. 5322- 41 Ar 94 w Wiese im Bruck Kohlstatt. 73- Plan 22, Nr. 5410- . 24 Ar 26 IN Wiese. 3 Ar 96 m Waffer lm Bruch, unten am neuen Graben 74. Plan 23, Nr- 5762?- 17 Ar 46 m Wasser im Bruch. 41 Auf Gemarkung Iffezheim- 1 Plan Nr. 4, Kataster Nr- 406 4 Hektar 48 Ar 16 m Wiese, Ackerland und Weg in den Lebmlöchern, einers. Aufstoßer, anders- die Gemeinde Iffezheim- 2 Plan Nr. 6, Kataster Nr- 465l>. 62 Är 37 w Ackerland im Brückel- feld, neben der Gemeinde Iffezheim und der Gemeinde Sandweier selbst- 3- Plan Nr 10, Kataster Nr- 1468. 18 Hektar 34 Ar 20 m Ackerland» Wiesen, Weg und Waffer aus dem Sckaskopf, einers- Gemarkung Winters- dorf, anders. Gemeinde Jffezbeim 4- Plan Nr. 10, Kataster Nr 1470. 10 Hektar 66 Ar 41 m Ackerland und Weg am O bsengrund, beiderseits die Gemeinde Jffezbeim- 5 Plan Nr. 10. Kataster Nr 1471. 28 Hektar 27 Ar 35 na Faschinen- walo, Wiese und Waffer» einers. die Gemeinde Iffezheim, anders, die Ge- . meinde Beinheim. 6. Plan Nr. 23. Kataster Nr- 5527. ! 2 Hektar 65 Ar 86 m Ackerland im ! Durmersloh, einers. Hermann Himmel ! Ehefrau und Ausstößer, anders. Valentin Huber und Äufstößer- 111. Auf Gemarkung Oos. Plan 9, Lagerbuch Nr 2658. 3 Hektar 10 Ar 59 m Wiesen, — 4 Ar 5 m Graben» 3 Hektar 14 Ar 64 m im Grohthcil- einers. der Krcitdgraben, ands Großh- - Domänenärar. j Da bezüglich dieser Grundstücke der ^ Eigenthuaiserwerb der genannten Ge- ! meinde zum Grundtuche nicht eingetragen ist, werden alle Diejenigen, welche ! in den Grund- und Unlerpfandsbüchern nicht eingetiagene und auch sonst nicht bekannte, dmgli.ve oder auf einem Skammguls oder Familiengulsverdand beruhende Reckte an diesen Liegenschaften ansprechen, aufgesordert, ihre Reckte und Ansprüche spätestens in dem auf Samstag den 17. September 1892, Vormittags 11 Uhr, vor diesseitigem Gerichte anberaumten Termine anzumetden, widrigenfalls die nickt angemeldetcn Ansprüche und Rechte an diesen Liegenschaften für erloschen erklärt werden Baden, den 7 Juni 1892. DerGerrchtsschreiberGr. Amtsgerichts: Lutz. Konkursverfahren. U'1151. Nr. 8009. Radolfzell. Ueber das Vermögen der Gervas Wik- tendorscr Witwe in Güttingen ist beute Nachmittag 5 Uhr das Konkursverfahren eröffnet und Großh. Notar Knecht in Radolfzell zum Konkursverwalter ernannt worden. Anmeldefrist bis 16. Juli 1892, offener Arrest bis ebendahin; Wahltermin und allgemeiner Prüsungsiermin am 27. Juli 1892, Vormittags 8 Uhr. Radolfzell, den 1l. Juni 1892. DerGerichtsschrciber Gr. Amtsgerichts: I. B. Brnttel. U'll9. Nr. 5714. Schönau i. W. Das Konkursverfadren über das Ver mögen >der Landwirth Donat Loritz Witwe pon Wieden wird nach Äeendi aung durch Wchlußverlheilung hiermit aufgehoben. Schönau i. W, 10. Juni 1892. Großh- bad Amtsgericht, aez Schopf. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Grasbcrger. U116. Nr. 30,280. Mannheim. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Ludwig Zahn hier ist Termin zur Abnahme der Schlußrechnung und zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schluß- verzeickniß auf Mittwoch de» 6. Juli 1892, Vormittags 9',? Uhr, vor Gr. Amtsgericht 5 hier bestimmt. Mannheim, den 8. Juni 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: St als. U'118. Triberg. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Andreas Dold von Schonach ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Freitag den 1. Juli 1892, ! Vormittags '/-IO Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte hicrselbst anberaumt. Triberg, den 11. Juni 1892. Roth, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. U I14. Nr. 3777. Pfullendvrf. In dem Konkursverfadren über das Vermögen des Friedrich Keller, Hut- machcrs von Pfullendvrf, ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Dienstag den 28. Juni 1892, Vormittags '-9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst anberaumt. Pfullcndors, den 8. Juni 1892. Eisenträger, Gerichtsschreiber Großh. Amtsgerichts. Bekanntmachung. U I13. Sinsheim. Im Konkurse gegen Krämer Wilhelm Kasper von Zuzcnhausen soll mit Genehmigung des Gerichts die Schlußvertheilung stattfinden Nach dem auf der Gerichls- schreiberei dahier aufgelegten Verzeichnisse beträgt die Summe: L. der bevorrechtigten Forderungen — M. b. der unbevorrechtigten Forderungen 2949.82 M. Summa 2949 82 M. Der verfügbare Maffenbcstand Mark 1273 46 Sinsheim, den 11. Juni 1892. Der Konkursverwalter: Tbeobor Hoffmann. vermögeuSadsonvernngeu. u 19. Nr. 8469. Mannheim. Die Ehefrau des Kesselschmieds Peter Rö mer, Katharina, geborene Müller, in Neckarau, hat gegen ihren Ehemann bei diesseitigem Landgerichte eine Klage mit dem Begehren eingereicht, sie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzusondern. Termin zur Verhandlung hierüber ist auf: Tienstag, 20. September 1892, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Dies wird zur Kenntnißnabme der Gläubiger andurch veröffentlicht. Mannheim, den 7. Juni 1892. Gerichtsschreibcrei Großh. Landgerichts. F e i st. U'16. Nr. 9196. Mannheim. Durch Urlheil des Großh. Landgerichts Mannheim — Civiltammer III — vom 31. Mai 1892 wurde die Ehefrau des Friseurs Eduard Aue. Anna, geborne Travelot in Mannheim, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern, was zur Kenntnißnahine der Gläubiger bekannt gemacht wild. Mannheim, den 31. Mai 1892. Gerichlsschrciberei Großh. Landgerichts F e i st. U82. Nr- 9131. Mannheim Die Ehefrau des Tapeziers Karl August Zügel, Karoline, geborne Zügel in Mannheim, wurde durch Urtheil vom 18 V. 1892 für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzusondern Dies wird zur Kenntniß der Gläubiger gebracht. ! Mannheim, den 2. Juni 1892. ! Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts. Weinberg ! U-61. Nr 9429. Mannheim. Durch Urtheil des Großh. Landgerichts Mannheim — Civilkauimer 1l vom 1. Juni 189? wurde die Ehefrau des Wirlhs Karl Otchenascheck, Sofie, geborene Muih, in Mannheim für berechtigt erklärt, ihr Vermögen vondem- jenigen ihres Ehemannes adzusondern, was zur Kcnnlnißnahme der Gläubiger bekannt gemacht wird. Mannheim, den 4. Juni 1892. Gerichtssckrcibcrei des Gr. Landgerichts- Weinberg. U-127- Nr 5430. Konstanz. Durch Urtheil des Gr- Landgerichts zu Konstanz Clvilkammer II — vom Heutigen wurde die Ehefrau des Acc>sors Lorenz Huber von Vöhrenbach, Friederike, geb. Grcß, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Konstanz, den 2 Juni 1892. Der Gerichtsschrciber Gr Landgerichts: Nothweiler. . - .- ^ ____ u 102 Nr. 5421. Konstanz. Die Hessen Witwe, Katharina, geb. Ehefrau des Bäckers Alois Hirt, Emilie, geb. Läufer in Villingen, wurde ^ durch Urtheil Gr. Landgerichts Konstanz — Civilkauimer 11 — vom Heutigen für berechtigt erklärt, ibr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzuson- l dern. Konstanz, den 9. Juni 1892 Der Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts: von Gulal. BerschÄle-heilSverfahrr,. u 101.1. Nr. 4730. Genarnbach. Das Gr. Amtsgericht hier hat heute ans Kundschaftserhebung erkannt und folgenden Bordes cheid erlaffen: Gegen Mathias Oehler» ledig, geboren am 23. Februar 1854 zu Nordrach und zuletzt wohnhaft daselbst. ist die Verschollenheitserklärung beantragt. Derselbe wird daher ausgefordert, binnen Jahresfrist Nachricht von sich an das diesseitige Amtsgericht gelangen zu lassen. Zugleich werden alle Diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod des Vermißten zu ertbeilen vermögen, aufgefordert, binnen Jahresfrist dem Amtsgerichte dahier Anzeige zu erstatten. Dies veröffentlicht: Gengenbach, den 10. Juni 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgericht-: S t o l l. U 96.1. Nr. 11,688. Lörrach. Vorbescheid. Indem der auf Einleitung des Verschollenheitsverfahrens gerichtete Antrag der Ehefrau und Kinder zugelassen und auf Kundschaftserhebung erkannt wird, wird demgemäß der seit dem Jahr 1870 an unbekannten Orten abwesende, d. h. vermißte, 57 Jahre alte Jakob Friedrich Friedlin von Biansingen aufgefordert, binnen Jahresfrist anher Nachricht von sich gelangen zu lassen, widrigens er für verschollen erklärt würde. Zugleich werden alle Diejenigen, die über sein Leben oder seinen Tod Auskunft geben können, ersucht, binnen 1 Jahre hier Anzeige zu erstatten. Lörrach, den 9. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Nüßle. Zur Beglaubigung. Der Genchtsschreiber: Appel. U302- Nr. 2073. Staufen. Vorbescheid. Der 28 Jahre alte Gärtner Albert Knöbel von Bollschweil, zuletzt daselbst wohnhaft, wird seit dem Jahre 1886 vermißt und ist dessen Verschollenheitserklärung beantragt. Derselbe wird biermit aufgesordert, binnen Jahresfrist Nachricht von sich an diesseitiges Atnts- gericht gelangen zu lassen. Alle Diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod des Vermißten zu ertbeilen vermögen, werden aufgesordert, binnen Jahresfrist dem diesseitigen Gerichte Anzeige zu erstatten- Staufen, den 8. Juni 1892 Großh. bad. Amtsgericht, gez. Diez. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Dufner- TMS 2. Nr. 10,675- WaldShut. Vorbescheid. Gegen die am 24. Februar 1835 itt Bühl geborene, vor etwa 30 Jahren nach Amerika ausgewanderte Katharina Grießer, Witwe des Josef Grießer, welche seit 15 Jahren vermißt wird, ist die Lerschollenerklärung beantragt. Die Vermißte wird ausgesork, binnen Jahresfrist Nachricht von sich an daS Amtsgericht gelangen zu lassen. Zugleich werden alle Diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod der Vermißten zu erthcilen vermögen, aufgefordert, in gleicher Frist dem Amtsgerichte Anzeige zu eistatien. Waldshuk, den 30 Mai 1892. Der Gerichtsschieibe, Gr. Landgerichts: Mohr. Erdemweisungen. U'81.1. Nr. 9762. Mannheim. Elisabeths, geb Mathes, Witwe des dahier verstorbenen Viktualienhändlers Adam Deuschel, hat bei Gr. Amts« ! gericht hier die Einsetzung in die Ge- > währ des Nachlasses ihres genannten s Ehemannes beantragt. > Diesem Antrag wird Gr. Amtsgericht entsprechen, wenn nicht binnen 4 Wochen Einsprache erhoben wird. Mannheim, den 4 Juni 1892. Gerichlsschreiberei Gr. Amtsgericht-: H enn. T 925 8- Nr. 14,394. MoSbach- Großh. Amtsgericht Mosbach hat beute verfügt: Die Johann Herrmann Wlb-, Barbara, geborene Augustin in Mosbach, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres am 5. Mai 1892 zu Mosbach verstorbenen Ehemannes nachgesucht. Diesem Gesuche wird enisvrochen werden, wenn nicht binnen 4 Wochen Einsvracke daf geg-n ei folgt. Mosbach, den 3 Juni 1892- Der Gerichtsschreiber Gr Amtsgerichts: Heber. T9733. Nr. 5596. Sinsheim. Das Großh. Amtsgericht Sinsheim erließ unlcrm Heutigen folgenden Beschluß: Auf Ableben des Schreiners Karl > Friedrich Pflaum von Mickelfeld bat Hisch-r von da, um Einweisung in den Besitz und Gewähr der Berlaffenschaft ihres Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird entsprochen werden, falls nicht binnen vier Wochen Einwendungen dagegen erhoben werden. Sinsh-u», den 30. Mai 1892- Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Häffner. Erbeinweisungr«. U-13-2 Nr-9196. Stocka». Waldhüter Sebastian Schmidt von Beuren a. A. bat nm Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses seiner Ehefrau, Marie, geb- Waibel, nachgesucht. Etwaige Einsprachen sind binnen 4 Wochen bei uns geltend zu machen. Dies veröffentlicht: Stockach, den 3. Juni 1892. Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: Hotz. U12 2. Nr-9165- Stockach. Die Ehefrau des Straßenwarts Johann Baptist Stark von Botkertshausen, Paulina. geb. Wieser, hat um Einwei- sung in Besitz und Gewähr des Nach lasses ihres verstorbenen Ehemannes gebeten. Etwaige Einsprachen sind binnen 4 Wochen bei uns geltend zu machen. Dies veröffentlicht: Stockach. den 3. Juni 1892. Der Gerichtsfchreiber Gr. Amtsgerichts: Hotz. U-112. Nr-9058. Lahr. Die Witwe des Fabrikarbeiters Georg Weber, Rosa, geborne Lösch ron Lahr, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres verstorbenen Ehemannes gebeten. Etwaige Einsprachen sind binnen 4 Wochen dahier geltend zu machen, ansonst dem Gesuche stattgegeben wird. Lahr, den 31. Mai 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez vr. Betzing er. Dies veröffentlicht Der Gerichtsfchreiber Gr Amtsgerichts: E g g l e r. T.974.3. Nr. 6084. Oberkirch. Die Großh. Generalstaatskasse hat den Antrag gestellt, den Fiskus in den Besitz und die Gewähr des Nachlasses des am 3. Juli 1891 verstorbenen Witwers und Taglöhners Ludwig Bogt von Meisenbühl einzuwersen. Etwaige Einwendungen sind binnen vier Wochen hier vorzubringen. Oberkirch, den 7. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Zimpfer. Dies veröffentlicht Der Gerichtsschreiber: Schneider. Handrlsregiftereiuträgr. T'965. Nr. 4524. Kehl. Judas hiesige Handelsregister wurde eingetragen : Zu O.Z 44 des Gesellschaftsregisters: Firma: Gebtüder Wertheimer in Stadt Kehl. Der Gesellschafter Josef Wertheimer ist aus der Gesellschaft ausgeschieden und wird dieselbe von den Gesellschaftern Simon und Abraham Werlheimer allein fortgeführt. Unter O Z. 223 des Firmenregisters: Firma: Josef Wertbeimer 1. in Stadt Kehl. Inhaber der Firma ist der Viehhändler Josef Wertheimer in Stadt Kehl. Derselbe ist verehelicht mit Ernestine, geb. Neumetzer. Laut Eheverirag. 4. <>. Stadt Kehl, den 25. August 1884, wirft jeder Theil 50 M. in die Gemeinschaft ein. schließt aber alles übrige Vermögen, sowie die darauf haftenden Schulden von derselben aus. Unter O-Z- 224. Firma: Marx Wertheiiner in Stadt Kehl. Inhaber der Firma ist der Viehhändler Marx Wertheimer in Stadt Kehl. Derselbe ist verehelicht mit Rosa. geb. Wertbeimer. Laut Edevertrag ä. ä. Stadt Kehl, den 31. Oktober 1875, wirft jeder Theil 50 M. in die Gemeinschaft ein, schließt aber alles übrige Vermögen, sowie die darauf ruhenden Schulden von derselben aus. Unter O.Z. 225 Firma: Frau Lipvmann Roos in Lichtenau. Inhaberin der Firma ist Jette Roos, geb. Bloch, Ebefrau des entmündigten Handelsmanns Lipvmann Roos in Lichtenau; dieselbe ist unterm Heutigen zum Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtlich ermächtigt worden. Mit Ur- theil des Großh. Landgerichts Offerr- hurg vom 8 Juli 1882, Nr. 4496, welches rechtskräftig geworden ist und rechtzeitig vollzogen wurde, ist die Inhaberin für berechtigt erklärt worden, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Kehl, den 3. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Leonhard. T.961. Nr. 11.548. Schwetzingen. In das Firmenregister unter O.Z. 286 wurde eingetragen: Jos. Hartmann, offenes Ladengeschäft in Schwetzingen. Inhaber Josef Hartmann von Schwetzingen, verehelicht mit Constantin Keller Witwe, Maria Theresia Elisabeth«, geborene Merkle von Neudenau. In 8 > des Ebevertrags ü. «I. Mannheim, 13. Mai 1892, wurde bestimmt, daß alles gegenwärtige und zukünftige Vermögen der Eheleute bis auf den Betrag von 100 Mark, den jeder Theil zur Gemeinschaft gibt, sammt den auf dem Vermögen duftenden Schulde» gemäß L R.S. 1500 bis 1504 van der Gemeinschaft ausgeschlossen und für ersatzpflichtig erklärt wurde. Scbwctzingen, den I. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Schmidt. U-26. Nr. 4608- Neckarbischofs- bcim. Zu OZ- 128 de« Firmenregisters - Firma A. Ehrmann in Waid- stadt - wurde heute eingetragen: Der Firmerinbaber Philipp Anton Ehrmann in Waibstadt hat sich am 19. v. M. mit Karoline Luise, geb. Heizman» von da, verehelicht. Der unterm 13. v. M. errichtete Eheverirag besagt in 8 4» daß alles gegenwärtige und zukünftige, aktive und passive Vermögen der beiden Brautleute bis auf deu Betrag von je 50 M., welchen jeder Theil zur Gütergemeinschaft einwirft, davon ausgeschlossen werden und für verlie- genschaftet gelten soll. Neckarbischossheim, 7. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Schredelseker T'930. Nr. 5979. Wertbeim. Zu O.Z. 156 des Firmenregisters .Firma Joh. Pbil. Gütz in Wertheim" wurde eingetragen: .die Firma ist erloschen". Wertbeim, den 25. Mai 1892. Großh bad. Amtsgericht. Bolkert. U27- Nr 10,115. Billingen. In das dieff. Genoffenschaftsrcgister wurde unterm Heutige« zu O.Z. 1 Band II eingetragen: „Ländlicher Credilverein Klengen e. G. mit unbeschränkter Haftpflicht". In der Generalversammlung vom 29. Mai d. I. wurde als neues Vorstandsmitglied an Stelle des -f Kreuzwirths Matbias Zipfel von Klengen Andreas Weißhaar, Landwirth in Klengen, gewählt. Villingen, den 7. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Gut. T986. Nr 10,528u-10.533. Lörrach. Zu O-Z. 165 des Firmenregisters wurde eingetragen: Firma Max Wille, badische Preß- spahn- und Pappensabrik in Kandern. Inhaber Max Will- ist seit 30. April 1892 mit Elise Merz von Besigheim nach L.R.S. 1500 ff. nach dem Geding des Ausschlusses allen aktiven und pas siven Vermögens aus der Gemeinschaft bis auf den jederseitigen Einwurf von 50 Mark verheiratbet Zu O-Z- 71 Firckba Friedrich Däub- lin in Esringen: Der Theilhaber der Firma, Friedrich Däublin in Esringen, ist seit 10. Mai 1892 mit Elise Lil> Svöhel aus New Aork nach dem Geding der L R S 1500 ff. (Ausschluß allen gegenwärtigen und zukünftigen, aktiven und passiven Vermögens dis auf den jederseitigen Einwurf von 100 Mark) verheirathet. Lörrach, den 23. Mai 1892. Großh. bad. Amtsgericht. N ü ß l e. U'56. Mannheim. Zum Handelsregister wurde eingetragen: 1. Zu O.Z. 143 Firm Reg. Bd. III. Firma: „Franz Harz" in Mannheim. Die Firma ist erloschen. 2. Zu O.Z. 175 Firm.Reg. Bd. IV. Firma: „Gustav Balzar" in Mannheim. Die Firma ist erloschen. 3. Zu O.Z 797 Firm Reg. Bd. III- „Mannheimer Schuhwaarenmagazin Ferd. Hahn" in Mannheim. Die Firma ist erloschen. 4. Zu O.Z. 176 Firm.Reg. Bd. IV. Firma: „H. Svorlede." in Mannheim. Inhaber ist Heinrich Sporleder, Kaufmann in Mannheim. 5 . Zu O Z- 516 Firm Reg. Bd. III. Firma: „Carl Bodrmann" in Mannheim. Der am 23. Mai 1892 zwischen Carl Bohrmann und Charlotte Faas m Mannheim errichtete Ebene, trag bestimmt: „Jedes der beiden Brautleute wirft von seinem gegenwärtigen Vermögen die baare Summe von 100 M. in die Gemeinschaft ein. Alles übrige Vermögen, welches die Brautleute zur Z,it des Eheabschlusses besitzen und welches ihnen während der Ehe durch Erbschaft oder Schenkung aniallt, wird vcrliegenschaftel, deßbalb von der Gemeinschaft ausgeschlossen und für Son- dcrgut desjenigen der künftigen Eheleute erklärt, von welchen es herrührk, in Gemäßheit der Bestimmungen der Sätze 1500 bis 1504 des badischen Landrechts " 6. Zu O.Z. 177 Firm.Reg. Bd. IV. Firma: „C. Pfefferkorn" in Mannheim. Diele Firma ist als Einzelsirma erloschen, wird aber als Gesellschaftsfirma weiter geführt. 7. Zn O.Z. 461 Gei'.Nea. Bd. VI. Firma: „C. Pfefferkorn" in Mannheim Offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschafter sind: Heinrich Buri, Kaufmann in Mannheim, und dessen Ehest au Carl Friedrich Pfefferkorn Witwe, Wilhelmine, geb. Lillia daselbst. Die Gesellschaft hat am 28 Mai 1892 begonnen. Der am 25. Mai d. Js. zwischen den genannten Gesellschaftern dahier errichtete Ehevertrag bestimmt: Alles gegenwärtige und zukünftige Vermögen der beiden Braut- und künftigen Eheleute wird bis auf den Betrag von 100 Pt., den jeder Theil zur Gemeinschaft gibt, sammt den auf dem Vermögen etwa haftenden Schulden von der Gemeinschaft ausgeschlossen und für ersatzpflichtig erklärt, in Gemäßheit der Sätze 1500 bis l504 des jetzigen badischen Landrechtes, das überhaupt für die Bcurtheilung der ehelichen Güter- verhältniffe der zukünftigen Eheleute maßgebend ist. Mannheim, den 7. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Stein. Genoffenschaftsrcgister-Eillträge. T.985. Nr. 6486. Wolf ach. Zum dieff eiligenGenoffenschastsregister wurde beute unter O Z. 8 als Fortsetzung zu O Z. 1 „Vorschußvercin und Sparkasse Schiltach, Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" — eingetragen: In der Generalversammlung vom 27. März 1892 wurden die bisherigen Statuten der Genossenschaft dahin abgeändert: Den Gegenstand des Unternehmend bildet der Betrieh eines Bankgeschäfts, um den Genossen auf gemeinschaftlichen Kredit die in Gewerbe und Wirthschaft nöthi- gen Geldmittel zu beschaffen und hierbei Jedermann Gelegenheit zu geben. Ersparnisse sicher und zinstragend anzulegen. 2. Alle Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter deren Firma im „Kinzigthäler" und werden mindestens von 2 Vorstandsmitgliedern oder namens des Aufsichtsraths von dessen Vorsitzenden unterzeichnet. 3. Die Willenserklärungen und Zeichnungen für die Genossenschaft müssen von 2 Vorstandsmitgliedern ausgehen. Die Zeichnung erfolgt durch Beifügung der Unterschrift derselben zur Firma der Genossenschaft oder zu der Benennung des Vorstandes. Wolfach, den 3. Juli 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Seitz. U'47. Nr. 6350. Wies loch. Zu O.Z. 3 des Genossenschaftsregisters - Ländlicher Creditverein Walldorf, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht — wurde eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 13. März 1892 wurde das Statut der Genoffensrbafl abqeändert und neu gefaßt (Registerakten Seite 4lff.). Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Spar- und Darlehensgeschäfts. Der Verein bezweckt insbesondere, seinen Mitgliedern die zu ihrem Geschäfts- oder Wirtbschafts-. betrieb nöthigen Geldmittel unter ge- ^ meinschaftlicher Garantie in verzins-! lichen Darlehen zu beschaffen, sowie die; Anlage unverzinst liegender Gelder zu ^ erleichtern und auf dies: Weise, sowie durch Herbeiführung sonstiger geeigneter Einrichtungen, die Verhältnisse der Mitglieder in jeder Hinsicht zu Hestern. Die Zeichnung für die Genossenschaft durch den Vorstand geschieht rechtskräftig durch Namensunterschrift des Vorstehers (Direktors) oder seines Stellvertreters und eines weiteren Vorstandsmitgliedes unter der Firma des Vereins. Wiesloch, den 4. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Schmidt. Zwangsversteigerungen. U'105. Haslach. II. Liegenschafts-Versteigerung. ;Jn Folge richterlicher Verfügung werden dem Landwirth Georg Schmalz in Fischerbach die nachverzeickneten, auf Gemarkung Fischerbach gelegenen Liegenschaften Dienstag den 28. Juni 1892, Vormittags 9 Ubr, im Rathhause in Fischerbach öffentlich versteigert, wobei der endgiltigeZuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis auch nicht geboten wird: I. Lagerbuch Nr. 536, Plan 23. 60 ar 98 gm Wiesen bei der Stampfe. 2 Lagerb. Nr. 565-,, Plan 24. 1 6a 90 »r 25 gm Ackerland und 6 »r Weg im Hafersbcrg. 3. Laserbuch Nr. 510, Plan 24. 61 »r 68 gm Reutfeld im Lhierwinkel. 4. Lagerduch Nr. 565. Plan 24. 3 6a 33 ur 65 gm Reutfeld im Thierwinkel. 5. Lagerbuch Nr 546, Plan 25. 74 »r 86 gm Wald, 50 »r 55 gm Wiesen, 26 ar 85 gm Reutfeld und 3 »r 39 gm Weg in der Hölle. 6 Lagerb. Nr 570-r, Plan 25. 32 »r 90 gm Wiesen, 12 ->r 42 gm Weg Reutfeld, 3 »r 43 gm Weö in der Hölle. 7 Lagerbuch Nr. 570, Plan 25. 7 6a 88 »r 40 gm Wald, der vordere Wald. 8. Lagerbuch Nr. 568, Plan 25. 3 t ur 35 gm Hofraithe, 2 ->r 30 gm Hausgarten, 2 6a 54 ai- 37 gm Wiesen mit Grasrain, 26 »r 24 gm Ackerland, 1 6a 53 »r 48 gm Reutfeld, 10 »r 86 gm Weg und Rain. Auf der Hofraithe steht ein einstöckiges Wohnhaus mi: Balkenkeller, Scheuer und Lnallung, unter einem Dache, eine Back- und Waschküche, ein Speicherge- däude, eine «schweineitallurig und ein Milchhaus. 9 Lagerb Nr 568«, Plan 25. 1 6a 61 sr Ackerland, 10 »r 7 gm Wiesen, 24 ar 83 gm Reutfeld, 15 »r 85 gm Oedung, Rain und Weg, der Hausacker. 10 Lagerb- Nr- 567 Plan 25- 35 ur 36 gm Ackerland. 5 -er 95 gm Oedung mit Rain, I »r 82 gm Weg am Eckie. II. Lagerbuch Nr. 566, Plan 25. 1 6a 17 ar 18 gm Ackerland, 8 ar 92 gm Oedung, Weg mit Rain am Eckte. 12 Lagerbuch Nr- 567, Plan 25. ! 2 6a 75 ar 86 gm Reutfeld am Hirschfelsen. 13. Lagerbuch Nr. 551, Plan 25. 2 6a 86 ar 2 gm Reutfeld am Hilsch- felseu. 14. Lagerbuch Nr- 558, Plan 26. - 1 6a 45 ar 95 gm Reutfeld am Hin- tcrberg. 15 Lagerbuch Nr. 557, Plan 26- 6 6a 2 ar 35 gm Wald » , 64 ar 93 gm Wald b, 66 ar 43 gm Wiesen, 10 6a lg ar 94 gm Reutfeld, am Hinterberg. 16. Lagerbuch Nr. 555, Plan 26. 1 6a 91 ar 5 gm Wald am Ballen. 17- Lagerduch Nr 553, Plan 26. 2 6a 45 ar 95 gm Wald, am Ballen. 18. Lagerbuch Nr- 569, Plan 27. 71 ar 47 gm Wald, 5 ar 88 gm Weg am Stcinel. 19- Lagerb. Nr. 569», Plan 27. 48 ar 65 gm Ackerland, der Haldenacker. 20. Lagerduch Nr. 550, Plan 25 39 ar 37 gm Reutfeld, 3 ar 38 gm Weg am Zimmerfclscn; dieses Grundstück ist mit Florian Heizmann gemeinschaftlich. Das Ganze ein geschloffenes Hofgut bildend und geschätzt zu . 28,750 M. Der Steigerungspreis ist mit Zins zu 5"/o verzinslich und bis auf weiteres haar zahlbar. Die Steigerungsbediugungen können bei dem Unterzeichneten eingesehen werden und werden Ahschriften derselben auf Kosten des Antragstellers übersendet. Fremde Steigerer bezw. Bürgen haben gemeinderäthlichbealaubigteBermögens- zeugniffe vorzuweisen. Haslach, den 7. Juni 1892. Der Vollstreckungsbeamte: Sckirrmann, Großherzogl. Notar. U.7S. Karlsruhe. Steigerungs Ankündigung. Dienstag de» 28. Juni 1892, Nachmittags 3 Uhr, werden im Hause Hrvelstr. Nr. 7, ebener Erde erste Thüre rechts, in Karlsruhe die nackbeschriebenen, den Heinrich van Benrooy, Kaufmanns Eheleuten hier gehörigen Liegenschafien der Gemarkung Karlsruhe in Folge richterlicher Verfügung einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzl und als Eigenthum endgiltig zugeschlagen, wenn wenigstens der Schätzungspreis erreicht wird. L. R H-B. XX 4320. Das in der Hirschstratze dahier unter Nr. 190, neben Privatmann Jakob Hotz Witwe und in der Roonitraße neben Lit. tt. unten gelegene dreistöckige Eckhaus, sammt aller liegenschaftlicher Zugehörde, einschließlich des in dem unter Grundbuchbeilage Nr. 20 cko 1890 aufbewohrten Situatisnsplan mit e, ä, e, t, g, 6 bezeichnten Grund und Bodens, geschätzt zu... - 58060 M. 6 . R H B Nr. XXIII. 4966. Das in der Roonstraße dahier unter Nr. 2, einerseits neben Lit. oben, anderseits neben Schloffermstr Johann Kunz gelegene vierstöckige WohuhauS sammt aller liegenschaftlicher Zugehörde, einschließlich des in dem oben erwähnten Situationsplan mit », 6, o, ck bezeichnet:« Grund und Bodens, geschätzt zu . - - 34000 M. Die Steigerungsbedingungen können in meinem Amtszimmer, Kaiserstraße Nr. 117 hier, eingesehen werden. Karlsruhe, den 13. Mai 1892. Der Vollstreckungsdeamte: C. Fraeulin, Großherzogl. Notar. U74- Karlsruhe. Steigerungs- Ankündigung. Montag den 27. Juni d. I.» Nachmittag« » Uhr, wird im Hause Hebelstraße Nr. 7, ebener Erde rechts, in Karlsruhe die nachbeschriebene, dem Bäcker Adolf Gärtner hier gehörige Liegenschaft der Gemarkung Karlsruhe in Folge richterlicher Verfügung einer öff ntlichen Versteigerung ausgesetzt und als Eigenthum endgiltig zugeschlagen, wenn wenigstens der Schätzungspreis erreicht wird. R H.B- XVII 3375. Das in der Kurvenstraste dahier unter Nr. 16, einerseits neben Fabrikant Rudolf Linke, anderseits neben Architekt Max Hummel gelegene vierstöckige Wohnhaus mir Seiten und Hiulergebäude», sammt aller liegen- schafllicher Zugehörde, einschließlich des Grund und Bodens, im Klächcngebalt von 246 gm, geschätzt zu - - 45000 M Die Steigerungsbedingungen können in meinem Amtszimmer — Kaiserstraße Nr. 117 hier — eingeseben werden. Karlsruhe, den 20. Mai 1892. Der Vollstreckungsbeamte: C- Fraeulin. Großherzogl. Notar. Strafrechtspflege. Ladungen. U77 1- Nr. 9310- Karlsruhe 1. Jakob Erhardt, geboren am 20. Mai 1863 zu Legelsburst, Amts Kehl, zuletzt in Karlsruhe wohnhaft, Kaufmann, 2. Ludwig Andreas Johann Kist, geb. am 24 Juni 1859 zu Karlsruhe, Amts Karlsruhe, zuletzt in Karlsruhe wohnhaft, Installateur und Maschinenschlosser, 3. Johann Allgaier, geb. am 13. Oktober 1861 zu Heidelberg, Amt Heidelberg, zuletzt in Karlsruhe wohnhaft, Metzger, 4. Albert Stäb, geboren am 3. August 1858 zu Ftehingen, Amt Bretten, zuletzt wohnhaft in Karlsruhe, Schieferdecker, 5. Unteroffizier Leopold Wolf, geb- 10 . am 2. Januar 1859 zu Ottenheim, Amts Lahr, zuletzt in Karlsruhe wohnhaft, Condiror, zuletzt Col- porteur, 6. Karl Friedrich Nagel, geb. am 4. Januar 1861 zu Blankenloch, Amts Karlsruhe, zuletzt in Blankenloch wohnhaft, Schuster, 7. Heinrich Roth, geboren am 28. August 1865 zu Liedolsbeim, Amts Karlsruhe, zuletzt in Liedolsheim wohnhaft, Landwirth, 8. Josef Rothengaß, geb. am 30. Januar 1866 zu Weingarten, Amts Durlach, zuletzt in Karlsruhe wohnhafi, Taglöhner, 9. Karl Hacker, geb. am 19. September 1867 zu Zaisenhauseni Amts Bretten, zuletzt in Karls» ruhe wohnhaft, Bausckloffer, Alois Hellriegel, ged. am 13. September 1868 zu Maltch, Amts Ettlingen, zuletzt in Karlsruhe wohnhaft. Hufschmied, werden beschuldigt» zu Nr. 1 6 als Wehrmänner der Landwehr, und zu Nr. 7 10 als beurlaubte Reservisten ohne Erlaubniß ausgewanderl zu sein, Ueber-reiung gegen 8 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Dieselben werden aus Anordnung des Großh. Amtsgerichts hierselbst auf Samstag den 6. August 1892, Vormittags 8 Uur. nor das Gr. Schöffengericht zu Karlsruhe zur Hauvtoerhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben aus Grund der nach 8 472 der Strafpcszeßordnung von dem Kgl. Bezirkskommando zu Karlsruhe ansgestellten Erklärung verurtheüt werden. Karlsruhe, den 9. Juni 1892. Rittelmann, Gerichlsschreiber Großh. Amtsgerichts. T9823. Nr. 6122. Durlach. Der Jakob Friedrich Kiefer, geb. am 30. September 1862 zu Enkenstein, Amts Schopsheim, zuletzt in Langensteinbach wohnhaft, dessen Aufenthalt unbekannt ist und welchem zur Last gelegt wird, daß er als Landwehrmann ohne Ertaub- nih ausgewandert ist, Uebertrelung des 8 360 Ziff. 3 St G.B., wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts hrer- selbst auf Montag den 25. Juli 1892, Vormittags M9 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Durlach zur Hauplver- handlung geladen. Bei unentschuldig- tem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach ß 472 St.P O. von dem Bezirkskommando zu Karlsruhe ausgestellten Erklärung verurkbeilt werden. Durlach, den 7. Juni 1892. Frank, Gerichtsschreiber Großh Amtsgerichts. T 983.3. Freiburg. Der Küfer Wilhelm Josef Weimbs, geboren am 1. November 1858 in Herhan, Preußen, wird beschuldigt, als Wehrmann der Landwehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein, Uebertrelung gegen 8 360 Nr. 3 deS Strafgesetzbuchs. Derselbe wird aus Anordnung des Großb. Amtsgerichts Hierselbst auf den 26. Julr 1892, Bormilt. 8 Uhr. vor das Großh. Schöffengericht Freiburg zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strasprozeßordnung von dem Königl. Bezirkskommando zu Metz ausgestellte» Erklärung verurtheilt werden. Freidurg, den 7. Juni 1892. Wagner, Gerichtsschreiber des Gr- Amtsgerichts. U98. Breisach. Bekanntmachung. Zur Fortführung der Vermessungswerke und der Lagerbücher nachfolgender Gemarkungen ist im Einverständniß mit den Gcmeiiidcräthen der betheiligten Gemeinden Tagfahrt jeweils aus dem Rathhause der betreff. Gemeinde anbc- raumt, für die Gemarkung: Köuigschaffhauscn: Montag den 20. Juni d I., Vorm. 10 Uhr: Kiechlinsbergen: Mittwoch den 22. Juni d. I , Vorm. 10 Ubr; Niedcrrimfingeu: Freitag den 24. Juni d. I, Vorm. 10 Uhr; Oberrimfiugen: Montag den 27. Juni d I., Vormittags 10 Uhr. Die Grundeigenthümer werden hievon mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt, daß das Berzeichniß der seit der letzten Fortführung eingetretenen, dem Gemeinderath bekannt gewordenen Veränderungen im Grundeigeuthum während 8 Tagen vor dem Fortführungstermin zur Einsicht der Betheiligken auf dem Rathhause ausliegt; etwaige Einwendungen gegen die in dem Berzeichniß vorgemerkten Aenderungen in dem Grund- ergenlhum und deren Beurkundung im Lagerbuch sind dem Fortführungsbeamten in der Tagfahrt vorzutrageu. Die Grundeigeuthümer werden gleichzeitig aufgefordert, die seit der letzte» Fortführung in ihrem Grundeigenthum eingetretenen, aus dem Grundbuch nicht ersichtlichen Veränderungen dem Fortführungsbeamten in der bezeichnte» Tagfahrt anzumelden. Ueber die in der Form der Grundstücke cingetretenen Veränderungen sind die vorgeschriebeneu Handrisse und Meßurkunden vor der Tagfahrt bei dem Gemeinderath oder in derTagfahrt bei dem Fortfübrungsbeam- ten abzugebcn, widrigenfalls dieselbe» auf Kosten der Betheiligten von Amts- wegen beschafft werden müßten. Breifach, den 9. Juni 1892. Der Bezirksgeometer: Wackher. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hokbuchdruck-r-i.