Nr. »7. S. Blatt 28. Mär, 1812 ntiöniljcv Zeituntz - Staaksanzeiaer für das Großherzogtum Baden Der architektonifche Ausbau der badischen Restdenzstadl. Karlsruhes künftige Gestaltung am früheren Ettlingertor, die Bahuhofgeländebcbauung und der Festplatz. Von Regiernngsbaumeister Otto Linde-Karlsruhe. I. Der Zeitpunkt naht, an dein Karlsruhes Gründung zwei volle Jahrhunderte hinter uns liegt. Es ist ein bemerkenswerter Zufall, daß etwa nach Verlauf des ersten Jahrhunderts seit Bestehen unserer Residenz Kalsruhe erstmals den Rahmen des barocken Fürstensitzes und seiner strahlenförmigen Stadtsiedelung zu erweitern gezwungen war. Erfreulicherweise ergriff der Landesfürst, Großherzog. .Karl Friedrich, die Initiative hierzu zu einer Zeit, da der neuerwachte Geschmack ani Klassizismus sich an die Lösung solch bedeutsamer Aufgabe durch die Persönlichkeit des geborenen Karlsruhers Weinbrenner wohl wagen konnte. Seinen von Großzügigkeit und Feingefühl getragenen Plänen wurde seitens des kunstsinnigen Landesherrn vor denen der in fürstlichem Aufträge mit- • projektierenden Ausländer Pedetti, Bürdet und Antoine berechtigterweise und zum Heil unserer Stadt der Vorzug gegeben. Wiederum nach etwa hundert Jahren stehen wir heute vor der Frage, wichtiges, staatliches und städtisches frei werdendes Gelände bei und vor den längst gefallenen und durchbrochenen Schranken des Ettlingörtores planmäßig zu verwerten und nach einer Lösung zu suchen, die den zwei vorangegangenen, den Charakter unserer Stadt voll bestimmenden Plänen und Ausführungen würdig ist. Waren dem Karlsruher die Bilder seines Markt- und Rondellplatzes und der sie umrahmenden Gebäulichkeiten nebst der verbindenden Straße bis vor kurzem nur durch die Gewohnheit und Vertrautheit lieb, so erbrachte die allmähliche Erkenntnis und Vertiefung in die Gesamtwirkung und die sie mitbestimmenden Einzelheiten seif .etwa einem Jahrzehnt jetzt doch auch, wieder die volle Wertung der früher meist nur abfällig be- urieilten Anlage unserer Siadt. -Suchen wir nachrdem Gründen, die die Anlage .Karls-' rnhes .und insbesondere die. .jetzt hundertjährige Schöpfung .Weinbrenners uns als. bedeutende Kttnstleistung auf städtebaulichem Gebiet erscheinen lassem so erkennen' wir als Hauptmvment hierfür die einheitliche Durchführung eines großen Grundgedankens und dessen Übertragung auf die Teile, aus denen sich das Gesamtbild zusammensetzt.. „Einheit ist das Formproblem aller Kunst und dieses Foxmproblem hat. auch eine Anlage wie Karlsruhe bewältigt". . . sagt Brinkmann in seinem Buch über „Deutsche Stadtbaukunst in der Vergangenheit". Hieraus resultierten schon die gewaltigen Wirkungen ägyptischer und griechischer Tempelanlagen wie griechischer und römischer Fora, : deren absolutistische Entstehung ebenso den Grund zu monumentaler Durchbildung Und einheitlicher geschlossener Aussührung bildete wie bei den selbstbewußten Städtegründungen des 18. Jahrhunderts. Was der Hamburger Lichtwark schon vor 20 Jahren in seinen jetzt neu erschienenen reizvollen Betrachtungen: „Deutsche Königsstädte" von Paris als besonderen Vorzug hervorhebt, gilt auch für unsere Residenz. „Wunsch und Wille bei Neuanlagen, große Raumbilder nnt festen Mittelpunkten zu schaffen, für neue Monumente umsichtig Plätze zu suchen und sie nicht irgendwo, wo es gerade bequem ist, gleichgültig unterzubringen, bei neuen Straßenanlagen die bedeutenden Bauwerke in neue Perspektiven zu rücken, stammen aus der Vertrautheit mit den Kunstgesetzen her, nach denen das Zentrum angelegt ist." „Wo in der Anlage einer modernen Bürgerstadt ein großer Zug waltet, da pflegt ein günstiger Zufall mitgewirkt zu haben", fährt Lichtwark fort, ein Satz, dessen Nutzanwendung wir nicht versäumen sollten. Seit dem Wettbewerb des Jahre 1906 über die südliche Stadterweiterung, in welcher die Gestaltung des Ettlingertor und Festplatzes auch inbegriffen war, allerdings ohne daß das heutige Programm dafür damals schon feststand, trat der bautechnische Referent der Eisenbahnabteilung im Großh. Finanzministerium, Herr Professor Moser vor Kurzem als erster mit einem Pro- lekt an die Öffentlichkeit, dessen für eine künstlerische wle praktische Lösung einzuhaltende, auf oben ausge- sührten Fundamentalsätzen gegründete Gesichtspunkte bor kurzem Herr Widmer an dieser Stelle schon behändste, wobei er allerdings absichtlich das Eingehen auf i-lnzelheiten des Entwurfs vermied. Die in der „Landeszeitung" vom 18. d. M. erschienene Kritik nebst Gegenvorschlägen der Moserschen Pläne wacht bei der Wichtigkeit des Falles und dem begreiflichen Allgeineininteresse, das er erheischt, eine eingehendere Behandlung und Gegenüberstellung der Entwürfe und vorgeschlagenen Abänderungen notwendig, um zur Klärung der für uns heut hochwichtigen Frage bei- zutragen. Obwohl die Kritik sich einstweilen mit dem ersten Punkt der konunenden Baufragen, der Aufteilung des frei werdenden Bahnhofgeländes, noch nickst befaßt hat, gehe ich jedoch der Vollständigkeit halber zunächst auch auf die von Herrn Moser hierfür gemachten Vorschläge ein. Für das neue, die Südstadt künftighin nördlich begrenzende Stadtviertel war zunächst maßgebend die notwendige Verbindung der Wilhelm- mit der Ettlinger- und Kriegstraße und die Verlängerung der Marien- straße bis zur Kriegsstraße zuni besseren und innigeren Anschluß der südlichen Neustadt an das Stadtzentrum. Die Frage der Erhaltung des heutigen Bahnhofgebäudes, das mit seiner dem ursprünglichen Bilde absolut nicht mehr entsprechenden Fassade kaum als ein im heutigen Sinne der Denkmalpflege zu schützendes Objekt bezeichnet werden kann, spielt als einstweilen belanglos keine Rolle. Die Kreuzstraße mündet mit gutem Abschluß mitten im Kern der neuen, in seiner Längsrichtung von einer Straße nicht voll durchschnittenen Bauquartiers, dessen allgemeine Anlage nach künstlerischen wie hygienischen Grundsätzen bearbeitet ist. Die bekannte wohltuend wirkende Anlage großer Binnengärten mit anschließ«iden Höfen, die für die drei nordwestlichen Blocks gewählt ist, soll sich, wie Erkundigungen in Berlin ergeben, praktisch zwar nicht bestens bewähren — womit meines Erachtens indes der Beweis, daß die Anordnung sich hier nicht besser als in Berlin bewähren würde, noch nicht erbracht ist —. Mit Leichtigkeit jedoch lassen sich die gemeinsamen Binnengärten zur Vergrößerung der Höfe der einzelnen Häuser verwenden, wofür ein Vorschlag Professor Mosers auch bereits vorliegt. Bei den drei südöstlich und dem einfachen Teil der Altstadt näher belesenen Bauvierteln ist die praktische Anlage niedrigerer Werkstätten in den luftigen und weiträumigen Binnenhöfen angenommen, die in jener Gegend zugleich -einem tatsächlichen Bedürfnis entsprechen wird. ■ • Die Architektur ist tu einfacher,. von Privaten erschwingbarer Durchbildung, angenommen, wobei für die unmittelbar den Ettüngertorplatz - begrenzenden Blöcke selbstredend Rücksicht auf den Charakter dieses Platzes zu nehmen sein würde, für den die Erlassung besonderer Bauvorschriften unerläßlich sein wird. - Der westlichen Partie des neuen nördlichen Bahnhof- ' stadtteiles gegenüber liegt heute die unschöne Umfassungsmauer des die Kriegstxaßp begrenzenden Gartens des früheren Markgräflichen Palais, der durch ein größeres Gebäude verbaut gedacht ist. Durch teilweises Zurückrücken des Neubaues von der Straße wird sich entsprechend den Anlagen des westlichen. Teiles der Kriegstraße. noch Raum für einige gärtnerische Anlagen bieten und gegenüber dem jetzigen Zustand eine zweifellose Verbesserung gewonnen werden können. Das Hauptaugenmerk ist begreiflicherweise auf die Schaffung einer würdigen Fortsetzung der senkrecht zum Schloß führenden Hauptverkehrsader, der Karlfriedrichstraße und deren Hauptkreuzungspunkt mit der Kriegstraße gelegt. Professor Moser geht von der richtigen Erwägung aus, daß seit Abbruch des schönen, den von Weinbrenner wohl berechneten Abschluß der Karlfriedrichstraße bildenden Ettlingertores der Straße ein Abschluß fehlt. Kann dieser in anbetracht des bedeutenden Verkehrsumschwunges nun auch heute nicht mehr durch eine monumentale Toranlage gefunden werden, so ist die Neubildung eines großen geschlossenen Platzes an dieser Stelle entsprechend der Verrückung des Stadtzentrums mehr nach Süden, dem neuen Bahnhof zu wohl ein richtig gefühlter vollwertiger Ersatz und bringt eine Beseitigung der heutigen, durch die große Öde sinnfällig wirkenden Mängel des derzeitigen Ettlingertorplatzes. Der neue Ettlingertorplatz soll in passenden Anklang zur folgenden klassischen Weinbrennerarchitektur gebracht einen Gegenpol zum Schloßplatz und in seiner monumentalen Rechteckform ein der Residenz geziemendes großes Entree bilden, das durch ruhige, dem Platzverhältnis angepaßte Fassadenflächen umschlossen wird. Die beiden an ihren jetzigen Standpunkt sich seit Jahren beelendend vorkommenden Denkmäler am Bahnüber- gang erhalten endlich mit Entstehen der Platzwände den nötigen Hintergrund und das große Loch der Einmündung der Beiertheimerallee und der Kriegstraße wird in glücklicher Weise verschwinden, wobei der spitze Winkel beim Zusammenschnitt dieser beiden Straßen erfolgreich beseitigt wird. Zur weiteren Verbesserung der westlichen Kriegstraßenmündung legt Moser als Warte und Verkaufshäuschen eine kleine Reminiszenz ans Ettlingertor als guten Abschluß vor die Anlagestreifen der Knieg- straße. Zur vorteilhaften Erhöhung der geschlossenen Wirkung des Platzes als eines festen Stützpunktes der Straßenachse sind die östlich und westlich einmündenden Straßen in den Ecken senkrecht zur Längsrichtung des Platzes abgezweigt, so daß außer der notwendigen und natürlichen Fortführung der Karlsriedrichstraße also keine Lücke im Architekturbild des Platzes entsteht. Die Architektur der Fassaden ist durch einheitliche. Durchführung in guten Verhältnissen, gleichem Material, gleicher Hauptgesims und Dachhöhe und durch Formen gekennzeichnet, die nach modernen Grundsätzen und Anforderungen die ruhigen Weinbrennersche» Vorbilder iw neuzeitlicher Weise variieren. Vom heutigen Kriege.* I. Deutschland hat das Glück, eine ganze Anzahl ehemals hochgestellter Generale zu besitzen, die bei früher dienstlicher Muße immer noch belehrend und erziehend für die Nation und für das Heer weiterwirken. So konnte erst kürzlich hier ein lelirreiches Werk des Generals von Blnnie über Strategie besprochen werden. Nun hat General v. Bernhardt, der schon häufig als Militärschriftsteller hervorgetreten und weitesten Kreisen auch als Herausgeber der gedankenvollen Erinnerungen seines Vaters, Theodor v. Bernhardt, bekannt ist, „seinen Freunden" ein Buch vom heutigen Kriege gewidmet. Bernhardt, ein Meister in Sprachformung und scharfer Prägung des Ausdrucks, will ein Werk geben, das „alle Zweige der Kriegswissenschaft zusammenfaßt sind in ihren Wechselbeziehungen darstellt", zugleich aber „die Grundsätze und Lehren entwickeln, die sich aus dem Gebiete der Kriegskunst mit Notwendigkeit aus den Erscheinungen der Neuzeit ergeben". Der erste Band des Werkes behandelt in seinen Hauptabschnitten die Grundlagen der Theorie und die Elemente des modernen Krieges. Das Geheimnis des heutigen Krieges — der ja eigentlich der von morgen ist — glaubt der Verfasser in der Erkenntnis der Frage suchen zu sollen, welche Elemente des Erfolges gerade unter den jetzigen Verhältnissen entscheidend sind. Er fordert daher die starke Rüstung nicht aus jedem, sondern vornehmlich : aus den als entscheidend erkannten Gebieten. Die Mittel, um zu solcher Erkenntnis zu gelangen, sind ihm die s Gesetzmäßigkeit des Geschehens, Kriegserfahrung und ? Spekulation. Erfreulicherweise warnt er selbst.davor, :die ; mannigfache, für die Darlegung der Probleme, detz Krie- ! ges so wichtige Gesetzmäßigkeit in bestimmte Gesetze des Handels, in bindende Regeln für die praktische Kriegführung umprägen zu wollen. Eine andere Gefahr liegt für den vor, der etwa aus der Kriegserfahrung einseitige Schlußfolgerungen zu einem Rezept des Sieges ziehen' wollte. Dessen Rätsel soll durch vorbereitende Spekulation gelöst werden, die aber nur durch richtige Einschätzung des relativen Wertes der Dinge, nur vom Boden der Gegenwart, der Realitäten aus möglich ist. Es gehört zu den großen, unveränderlichen, aber stets von neuem zu betonenden Wahrheiten, daß als eines der entscheidenden Elenrente für den Erfolg im Kriege immer die ethische R ü ft u n g angesehen werden nruß. Ähnlich aber wird sich als aller Weisheit letzter Schluß immer wieder das Wort Moltkes aufdrängen, daß nämlich „von Beginn des Feldzugs an alles unsicher ist, außer was der Feldherr an Mut und Tatkraft in sich selber trägt". Daraus ergeben sich für die Theorie zwei unwägbare Bedingungen: sie sind enthalten in der Psyche der Masse und in der Psyche der Persönlichkeit. Massenheere, Millionen sind es, mit denen die heutigen Kriege geführstwerden. Ihr Wert beschäftigt demgemäß nicht zum wenigsten?en militärischen Denker. Die Möglichkeit ihrer Verwendung ist nun freilich durch verschiedene Umstünde oft ebenso begrenzt wie ihr Zu sammenschrumpfen durch die kriegerischen Ereignisse von selbst gegeben. Von hervorragender Bedeutung erscheint darum das Verhältnis von Kraft, und Zahl im Kriege, welchem in dem Buche Bernhardis ein besonderes Kapitel gewidmet ist. Um große zahlenmäßige Überlegenheit aus- gleichen zu können, muß auf der anderen Seite der gesteigerten Kraft eine überlegene Führung sich gesellen; dann nur wird man nach dem Sieg greifen können, der dabei gewöhnlich in der taktischen Defensive oder in offensiven Teilerfolgen gesucht zu werden pflegt, die aber auch nicht das Gewicht jeder Übermacht aufzuheben vermögen. Be- deutsani ist deshalb die Hervorhebung derjenigen Mo- mente, welche die Führung im Kriege betreffen. Der Wunsch nach Systematik und das Drängen nach Selbständigkeit werden einander gegenübergestellt, und nicht darf die Notwendigkeit von Selbsttätigkeit bei der Trup- pensühruug vergessen werden. Vielleicht hätte noch schärfer ausgesprochen werden können, daß selbständige Be- tätigung sich nur auf dem Boden einer straffen Friedens- ansbildung erziehen läßt, welche möglichst viele an die grundlegenden Forderungen, die Bilder und die Anforderungen des Kampfes, an die Erkenntnis der Kampfzwecke gewöhnt: daß dagegen Systematik imnier der Anker derjenigen Heere sein wird, die über müdes oder * ,.V o m heutigen Kriege" von Friedrich Bern- h a r d i, General der Kavallerie z. D. — Zwei Bände, verlegt bei E. S. Mittler und Sohn. Berlin 1912. rohes Menschenmaterial verfügen, also bei Söldnern oder Milizen. Für den obersten Heerführer verlangt General v. Bernhardt nach wie vor die Anwesenheit auf dem Entscheidungsschlachtfelde. In mehrfacher Polemik wendet er sich gegen einen Aufsatz im Januarheft der „Deutschen Revue" vom Jahre 1909, als dessen Verfasser, wie auch ihm bewußt sein dürfte, Gene- raifeldmarschall Graf Schließen bekannt ist und sich bekannt hat. Dort wird — mit mehr Humor als wissen- < schriftlichem Ernst, wie Bernhardt meint — das Bild des „modernen Alexander" entworfen, der „vonr Lehnstuhl aus die Schlacht lenkt und zündende Worte telephoniert". Nach Bernhardts Meinung ist auch heute noch weder für den Feldherrn der persönliche Eindruck der Lage auf dem Kampfplatze noch für die kämpfende Truppe der persönliche Einfluß des obersten Führers zu entbehren, der ja durch die reichlich vorhandenen Nachrichtenmittel trotzdem dauernd mit der modernen technischen Befehlszentrale in Verbindung bleiben kann. Diese hat sich übrigens unseres Wissens bei den großen Herbstllbungen der letzten Jahre so bewährt, daß die Frage des Erscheinens auf dem Kampffelde selbst wahrscheinlich durch das Temperament des jeweiligen verantwortlichen Führers entschieden werden wird. v. Grossberzogtum Waden. Aus dem soeben erschienenen Jahresbericht des LandeSver- rins für Arbeiterkolonien im Großherzogtum Baden für 1911 entnehmen wir, daß in der Arbeiterkolonie Ankenbuck bei Dürrheim im vergangenen Jahr 280 Wanderer Aufnahme gefunden haben; es sind dies 19 mehr als 1919. Zu Anfang des Jahres waren bereits anwesend 11, so daß sich ein Gesamtbestand von 321 ergibt. Davon haben 232 im Lauf des Jahres die Anstalt wieder verlassen, so daß auf Jahresschluß 89 Pfleglinge vorhanden waren. Die Zahl der Verpflegungstage der 1911 beherbergten Kolonisten beträgt 17 119. Da der Verpflegungstag die Anstalt auf rund 1 Mark zu stehen kommt, kann der Berpflegungsaufwaüd leicht berechnet werden. Dazu kommen aber noch die Aufwendungen für Kleidung, Krankenpflege, Versicherung, Heizung, Beleuchtung sowie der Arbeitsverdienst der Kolonisten, welche mit 6999 M. nicht zu hoch angesetzt sind, so daß mit einem Jahresaufwand von 24- bis 25 999 allein für die Kolonisten gerechnet werden muß. Der Ertrag des Gutes kann zu 19999 M. angenommen werden, wovon aber rund 9999 M. für Abgaben, Unterhaltung der Gebäude und Fahrnisse, Schuldzinse und Vcrwaltungsauf- wand abgehen. In der Hauptsache müssen also die Kosten für Unterhaltung der Kolonisten aus freiwilligen Beiträgen bestritten werden, die dem Verein auch im vergangenen Jahr wieder seitens des Staats, der Kreise, Gemeinden, Bezirksver- einc für Jugendschutz und Gefangenenfürsorge und der Einzelmitglieder in Höhe von rund 29 099 M. zugegangen find. Der Verein richtet deshalb an alle seine Freunde die Bitte, auf Gewinnung weiterer Mitglieder bedacht zu sein und lädt alle Menschenfreunde, Gemeinden und Vereine verwandter Bestrebungen zum Beitritt freundlich ein. Der Mindestbeitrag beträgt nur eine Mark im Jahr. Der Ausschuß des Landesvereins für Arbeiterkolonien in Karlsruhe, dessen sämtliche Mitglieder und alle Vertrauensmänner des Vereins nehmen Beitrittserklärungen stets gerne entgegen. Alle an den Verein bestimmten Zahlungen wollen an die Kasse dcS Landcs- w-reins für Arbeiterkolonien in Karlsruhe, Blumenstraßc 1, geleistet werden. Friedrichsfeld bei Mannheim, 22. März. Bei der heutigen Wahl zur 2. Klasse des Bürgerausschusses auf 6 Jahre entfielen auf die Nationalliberalen 4, das Zentrum 4 und die Sozialdemokrateir 2 Sitze. Schopfheim, 20. März. Bei den Bürgerausschußwahlen in Maulburg gingen die Kandidaten der bürgerlichen Parteien, welche gemeinsam eine Liste aufgestellt hatten, in allen 3 Klassen durch. Die Sozialdemokraten konnten keinen Sitz erringen. B. Freiburg, 26. März. Die diesjährige Kreisversammlung des Kreisverbandes Freiburg findet am 10. und 11. April d. I. statt. In den bereits gedruckt vorliegenden Vorlagen wird im allgemeinen Geschäftsbericht ausgeführt, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse im Kreise Freiburg sich noch nicht günstiger gestaltet haben als im Vorjahre. Die Einnahmen schließen gegen den Voranschlag mit einem Mehr von rund 4600 M., denen in den Ausgaben ein solches von rund 7000 M. gegenübersteht, so daß ein ungedeckter Fehlbetrag von rund 2500 M. verbleibt. Der Landarmenaufwand zeigt immer noch eine steigende Tendenz. Mit Sicherheit ist deshalb für das Jahr 1912 wiederum ein Anwachsen des Landarmenaufwandes zu erwarten, weil die Erhöhung der Pflegesätze in den Irrenanstalten allein schon etwa 5000 M. mehr erfordern. Auch die Ausgaben für die Ortsarmenkinderpflege sind in stetigem Zunehmen begriffen. Weitere größere Überschreitungen weisen auf: Augenkranke, Tuberkulose usw., Obst- und Rebbau, Straßen- und Wegunterhaltung. Demgegenüber werden die Ersparnisse an anderen Ausgabepositionen imnier seltener. Ilm den alten Umlagefuß festzuhalten, wurden nicht nur verschiedene an sich sehr wllnschens- werte Ausgaben verschoben, sondern auch die vorhandenen Reserven eingezehrt. Da die Ausgaben auch künftig wachsen, die Einnahmen aus Vermehrung der Steuerkapitalien immer spärlicher fließen, so wird man, um nicht die ganze, «iS jetzt so segensreiche Tätigkeit des Kreises zu hemmen, zu außerordentlichen Maßnahmen greifen müssen und eine Umlagecrhöhung nicht mehr umgehen können. Die Erhöhung des Umlagefußes von bisher - 2,22 Pf. wird auf 2.6 Pf. nötig fallen. Das Reinvermögen des Kreises betragt 417 607 M. Emmendingen, 22. März. Der Voranschlag der Stadt für 1912 sieht an Gesamtausgaben 332 959 M. vor, denen an Einnahmen 148 530 M. gegenüber stehen. Ter zu deckende Gesamtbetrag beläuft sich auf 193 641 M., zu welchem Zweck Umlagen erhoben werden auf Liegenschaftssteuerwerte und Betriebsvermögen 35 Pfg., auf Kapitalvermögen 16 Pfg. und Einkommensteuer 1,56 M. Die jetzt nahezu 1 Mill. betragende städtische Schuld wird sich im Laufe ds. Js. nahezu verdoppeln, denn z. Zt. ist die Kanalisation der Stadt in Ausführung begriffen, eine demnächst stattfindende Bürgerausschußsitzung wird über den Neubau einer Volks- und Gewerbeschule zu beschließen haben. Engen, 20. März. Für die Brandbeschädigten hier, sind beim Hilfsausschuß etwa 28 000 M. eingegangen. Wie in der Hilfsausschußsitzung beschlossen wurde, wird demnächst an die Brandbeschädigten eine Fahrnisentschädigung von 7700 M. verteilt werden. Die Entschädigung für Gebäudeschaden, wofür der Rest der gesammelten Gelder verwendet wird, können erst später verteilt werden. Jmmendingen, 24. März. Kürzlich war das Freiburger geologische Landesinstitut unter Führung seines Direktors zur Besichtigung der Tonaueversickerungsftellen des Steinbruchs auf der Höwenegg und anderer Partien der Umgegend hier. An der Exkursion beteiligten sich 45 Herren. Konstanz, 25. März. Nach 2 y 2 tägiger Beratung ge- nehmigte der Bürgerausschuß den städt. Voranschlag, welcher eine Umlage von 40 Pf. gegen 42 Pf. im Vor- jahre vorsieht. Zentral-Guterrechts-Regifter für das Grotzherzogtum Bade«. Bonndorf. U.598 In das Güterrechtsregister wurde eingetragen: Landwirt Friedrich Kaiser und dessen Ehefrau Luise geb. Staub in Oberwangen. Vertrag vom 28. Februar 1912. Gütertrennung. Bonndorf, 29. März 1912. Grotzh. Amtsgericht. Brette». U.583 Güterrechtsregistereintrag Band I. Seite 311: Müller, Wilhelm, Bäckermeister in Zaisenhausen, und dessen Ehefrau Katharina geborene Schollenberger. Vertrag vom 21. März 1912. Gütertrennung des B.G.B. Breiten, 23. März 1912. Großh. Amtsgericht. Ettlingen. U.538 In das Güterrcchtsregister wurde Seite 429 eingetragen: Huzel, Wilhelm, Schneidermeister, und Berta geborene Graule, in Ettlingen. Vertrag vom 18. März 1912. Völlige Gütertrennung. Ettlingen, 21. März 1912. Großh. Amtsgericht II. Freiburg. 11.521 Güterrechtregister - Eintrag, Band IV: O.-.Z. 467: Spiegelhalter, Alexander, jung, Gastwirt, Freiburg u. Mina geb. Wolf- sperger. Vertrag vom 11. März 1912. Crrungenschaftsgemeinschast. Freiburg, 21. März 1912. Großh. Amtsgericht. Karlsruhe. U.584 In das Güterrechtsregister wurde zu Band VIII eingetragen: Seite 82: Zimmermann, Vincenz, Maschinenhausarbeiter, Karlsruhe, und Veronika geb. Abendschöu. Der Mann hat das Recht der Frau, innerhalb ihres häuslichen Wirkungskreises seine Geschäfte für ihn zu besorgen und ihn zu vertreten, ausgeschlossen. Seite 83: Gallus» Julius, Schneider, Karlsruhe - Daxlanden, und Anna geb. Füg. Vertrag vom 16. März 1912. Gütertrennung. Seite 84: Schandelwein, Adolf, Geschäftsreisender, Karlsruhe, und Lucie geb. Ziegler. Vertrag vom 11. März 1912. Gütertrennung. Karlsruhe, 25. März 1912. Großh. Amtsgericht B II. Kenzingcn. U.573 Güterrechtsregistereintrag Band I Seite 416: Kaiser, Rudolf, Schreinermeister in Kenzingen, und Josefine geborene Kämmerer. Vertrag vom 8. März 1912. Gütertrennung des B.G.B. Kenzingcn, 18. März 1912. Grotzh. Amtsgericht. Konstanz. U.537 Güterrechtsregistereintrag Bd. II S. 146: Kopitzke, Erwin, Kaufmann in Konstanz, und Elsa Beata geb. Brein- linger. Vertrag vonr 6. März 1912. Gütertrennung unter Aufhebung des seitherigen Güterstandes. Konstanz, 20. März 1912. Großh. Amtsgericht. Rastatt. 11.590 Güterrechtsregistereintrag Band II. Seite 63: Frings, Wilhelm, Versicherungsagent in Rastatt, und Susanna geb. Grünbacher. Vertrag vom 20. März 1912. Gütertrennung gemäß 88 1426 ff. B.G.B. Rastatt, den 21. März 1912. Großh. Amtsgericht II. Säckingen» 11.554 Güterrechtsregister-Eintrag, Band II Seite 20: Roth, Kornelius, Gummiweber in Riederhof, u. Lina geb. Basler. Vertrag vom 27. Februar 1912. Gütertrennung. Band II Seite 21: Kefer, Martin, Fabrikarbeiter in Of- lingen, und Rosa geb. Tränke!. Vertrag vom 27. Februar 1912. Gütertrennung. Säckingen, 16. März 1912. Großh. Amtsgericht I. Schwetzingen. U.534 Güterrechtsregistereintrag Bd. II St. 79: Müller. Georg Michael» Jnvalidenrent- ner in Plankstadt, und Elisa- betha geb. Seitz. Vertrag vom 13. März 1912. Gütertrennung 88 4426 ff. B.G.B. Schwetzingen, 20. März 1912. Großh. Amtsgericht II. Staufen. 11.513 Güterrechtsregister Bd. I, S. 186: Brengartner, Arthur, Schneider in Ehrenstetten, u. Anna Daiger. Vertrag vom 24. Februar 1912. Gütertrennung. Staufen, 2. Februar 1912. Großh. Amtsgericht. St. Blasien. 11.557 Güterrechtsregist er-Eintrag Band I Seite 273: Böhler, Otto, Gerbereigehilfe in Ur- berg-Schwand, und Emma geborene Kaiser. Vertrag vom 20. März 1912. Errungen- sch a ftsgem eins chaft. St. Blasien, 21. März 1912 Großh. Amtsgericht. Waldkirch. 31.53S Güterrechtsregister Band I O.-Z. 812: „Langenbach, Wilhelm, Maurermeister in Buchholz, und Maria geb. Fillinger ebenda. Vertrag vom 14. März 1912. Allgemeine Gütergemeinschaft. Voibehaltsgut ist das im Vertrag näher bezeichnete Ver- niögen. Waldkirch. 18. März 1912. Großh. Amtsgericht. Durchschnittliche Markt- «. Ladenpreise für die Mache vom 17. Mar; dis 33. Marx 1912. (Mitgeteilt vom Großh. Statistischen LandeSamt.) Erhebungsorte 8 Z g g ÖS g CS 03 Q SS Gerste Stroh g Erhebungsorte £ Q U o U < o .4 es ss g 0 ta H Z § VC- 0 s 5 Brot £ £ § Q £ £ 5 U £ £ iQ- 3 @5 £ £ £ os is i£ >» .5 g H'5 © cj CS g •SS Jr# (S) — u g jQ g ö Eier 4T Speise- g o K JS g CO cs o £S CS gangbarste bessere [g ’w 8 ÖS i -S* Ä g g vcr Q N g U L> g ‘g" s 03 Q Sorte 100 Kilogramm 100 Kilogramm 100kg 1 Kilogramm 10 Stück 1 Kilogramm Mk. Mk. ! Mk. Mk. Mk. m. Mk. Mk. Mk. Mk. Pf- Pf- Pf. Pf- Pf. Pf. Pf. Pf. Pf. Pf. Pf. Pf- Pf- Pf Pf- Pf- Pf. Pf. Pf. Engen*) . 23.- — 21.— 20-50 20.- 20.— 7.— 6.— 7.50 Konstanz . 10.50 40 36 30 32 196 192 150 190 200 180 240 180 270 80 70 20 50 56 60 Hilzingen. 23.— —.— -.- -.- 23.— —.— -.- —.- 8.40 Stockach . 7.- 40 34 30 32 180 180 130 180 170 180 240 180 230 120 100 20 50 50 60 Konstanz*). 22.75 —.— 20.— 21.- 19.50 22.10 6.85 6.25 8.10 Überlinaen 9.— 40 32 30 34 180 180 150 190 180 ISO 240 200 230 70 60 20 32 50 60 Radolfzell. 22.89 -.- - 20.— 21.50 ^_ 4.40 8.40 Donaueschinaen 6.50 46 32 28 36 180 180 — 180 180 180 220 200 240 60 — 20 58 57 55 Singen. . 22.70 —.— -.- - - -.- 22.- 6.50 5.80 8.50 Villingen . 8.— 44 40 26 28 180 180 _ 190 170 170 260 180 260 80 70 20 44 56 60 Meßkirch . 22.20 22.88 -.- -.- -.- 21.20 7.20 6.— 7.— Säckingen. 8.40 40 32 28 30 180 180 _ 192 — 180 240 180 260 80 — 22 44 48 60 Pfullcndorf 22.90 22.63 20.55 21.90 -.- 21.72 -.- 4.75 6.75 Waldshut. 7.60 44 30 34 36 170 170 150 190 180 170 240 180 230 80 70 20 48 50 60 Stockach . 23._ 23.04 20.— - - 20.- 6.75 5.75 8.50 Breisach . 9.— 44 40 25 30. 172 172 _ 180 180 160 200 180 290 80 70 20 50 50 56 Überlingen 22.87 22.80 20.- - - 22.50 21.51 6.— 4.50 8-50 Ettenheim. 10.— 40 30 28 180 180 180 ISO — 172 220 200 270 70 60 20 48 48 70 Markdorf. 21.60 22.50 18.— - - 18.- 21.22 7.— 5.80 8-— Freiburq . 9.— 44 38 30 30 180 172 140 180 180 180 240 200 250 80 70 22 44 44 60 Villingen . -.- - -.- - - 24.50 23-33 7.- - 7.50 Lörrach. . 8.40 44 42 32 36* 180 170 130 190 190 190 240 180 280 90 80 22 48 48 50 Bonndorf. -.- —.- - - -.- - -.- - - Müllheim. 7.50 40 30 28 32 180 180 — 180 180 170 240 200 280 70 70 22 44 44 48 Kenzingen - -.- — .- —.- - -.- — .- -.- Kehl . . 9.- 40 34 28 36 188 180 160 192 180 172 240 180 280 80 70 22 44 48 48 Freiburg . 22.50 -.- 1850 —.- 18.— 23.- 6.25 5.25 7.25 Lahr. . . 9.50 44 36 27 31 188 180 164 192 172 172 220 180 280 80 70 24 48 48 54 Staufen . 23.25 -.- 20.- - - 21.— 21 — 6.— 3.60 7.40 Offenbura 9.- 40 38 28* — 190 180 — 190 180 180 240 200 290 90 80 24 46 48 56 Kandern . 22.— —. — - - - 20.— 22.— 6.40 5.60 7-— Baden . . 9.30 48 36 37 — 195 185 — 210 170 170 200 180 290 85 75 24 50 50 50 Müllheim. 24.— — .- -.- 22.— -.- 22.— 7.— 5.80 8.— Rastatt. . 9.60 36 30 29 31 160 160 120 170 180 170 200 200 310 78 — 22 48 48 58 Kehl*) . . 21.88 - 18.25 21.88 17.25 20.88 7.10 5.10 8.90 Bruchsal . 9.- 38 30 28 33 184 180 — 192 192 180 200 200 320 80 70 22 44 46 48 Lahr . . -.- -.- -.- -- - 22.— 6.50 5.40 8.- Durlach . 9.-- 42 32 31 33 192 188 128 200 180 180 240 200 300 65 70 24 42 50 60 Offenburg. -.- -.- 20.50 - - 22.— 23.— 6.50 6.- 9.— Ettlingen. 8.— 32 24 28 35 188 180 — 186 160 176 200 180 300 80 70 24 44 52 50 Wolfach . 25.— -.- 23.- - - 19.50 25.- 5.80 4 — a— Karlsruhe. 9.40 38 34 31 4 42* 188 184 130 196 180 170 230 200 300 90 70 24 42 44 48 Rastatt. . 23.50 -.- 20.75 22.25 -.- 22.80 -- - 7.67 Pforzheim 9.- 42 38 30 34 180 180 — 192 168 168 240 180 300 110 80 24 44 46 44 Bruchsal*).' 23.— 22.75 19.75 22.50 16.75 21.25 6.25 4.75 9.25 Mannheim 10.50 44 40 31 34 190 180 150 190 180 170 200 170 280 120 80 24 40 44 50 Durlach*) . 23.25 23.25 21.75 22.75 19.75 22.— 6.— 5.60 7.60 «chwetzingen 10.— 40 30 25 25 192 192 152 192 192 172 240 200 250 110 90 24 44 48 56 Karlsruhe*) 23.97 23.25 19.98 22.25 17.58 21.47 5.75 5.80 9.— ! Weinheim. 10.— 34 32 30 32 192 192 _ 200 180 180 220 180 340 90 70 24 46 48 60 Mannheim*) 24.13 : 22.50 19.88 22.38 18.13 20.63 6.50 5.50 10.50: Heidelberg 10.— 44 36 28 31 200 192 164 200 200 160 188 188 270 90 75 24 48 50 70 Heidelberg*; 22.— 22._ 19.— 21.50 -.- 21.— 5.50 5.— 8.50. j Wiesloch . 9.— 36 28 28 30 188 188 _ 200 _ 160 200 200 300 90 80 22 40 44 40. Büxberg*). 22.50 21.50 22.80 20.— -.- 19.80 6.— 5.— a—: ; Eberbach . 8.— 40 36 25 28 172 120 180 160 160 200 200 260 80 70 22 48 48 60 Mosbach*). 23.— 22.— 19.50 22.50 19.- 21.50 5.50 4.50 7.— j Mosbach . 10.— 40 36 25 30 180 _ 188 172 240 260 320 90 80 20 48 60 50 Wertheim*) 20.— 20.— 18.50; ; 18.57 IG.- 17.77 5.— 4.— s.-l ! Wertheim. 10.— 40 28 30 32 — 180 140 180 170 150 200 180 250 65 60 18 40 40 1 40 & # Es ist bekannt, dass alle guten Fabrikate recht bald in geringerer Qualität und in möglichst ähnlicher Packung nachgemacht werden. — So ist es auch mit 65 Dr. Oetker’* Backpulver Dr. Oetker’* Puddingpulver Dr. Oetker ’ 8 Vanillin2ucker Ueberall tauchen Nachahmungen davon auf. Die kluge Hausfrau achte beim Einkauf daher darauf, nur die echten Fabrikate zu erhalten mit dem Namen „Dr. Oetker’s“ Ueberall zu haben! etc. etc. B.931 i Päckchen io Pfg. 3 Stück 25 Pfg. König!. Fachingen Ndlittfces?|’|RMijwafcvasaS wirkt belebend und erhaltend Xabitüches auf den Organismus. Jfatürliches MinendwaBcr Flügel u. ‘Pianinos der allerersten Firmen Bechstein Blüthner Grotrian-Steinweg empfiehlt in großer Auswahl der Alleinvertreter für Karlsruhe und Umgebung Ludwig $chweisgut Hoflieferant Karlsruhe, Erbprinzenstraße 4. Wäsche-Ausstattungen für Fahnenjunker u. Einj.-Freiw. in sachgemäßer Ausführung. 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Band der bei uns erscheinenden Ausgaben der neuen Reichsversicherungsgesetze mit den badischen Ausführungsgesetzen. Es werden folgen im Laufe des Jahres: Band II: Landwirtschaftliche Unfallversicherung. Bearbeitet von Oberamtmann Dr. Klotz. Band III: Gewerbliche Unfallversicherung. Bearbeitet von Oberamtmann Dr. Klotz. Band FV: Krankenversicherung. Bearbeitet von Oberrechnungsrat Muser. Au beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt vom Verlag. MelMWinmeWerWeineiMlsttt eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftung Telephon 114 Karlsruhe Gegr. 1883 Amalienstrasse 31 komplette Mut-AusstlltllilWN und Einzel-Möbel Große Partie in Salon-, Wohn-, Herren-, Speise- und Schlafzimmern sowie Vorhängen u. Teppichen mhu mm hMgWm Wen. tu Besichtigung ohne Kaufzwang. C.61 Disconto-Gesellsdwft in Berlin. Der Gewinnanteilschein Nr. 86 unserer Kom- mandit-Anteile wird mit Nlk. 60.— für die Stücke von 600 Mark, SO —] für die Stücke von 1200 Mark n " J mit halber Gewinnberecbtigung für 1911, „120 — für die alten Stücke v. 1200 Mark von heute an 'n Berlin bei unserer Kuponkasse, W, Behrensstraße 42, „ Bremen „ Essen a. R. „ Frankfurt a. M. „ Frankfurt a. O. „ Höchst a. M. „ Homburg v. d. H. „ Mainz „ Offenbach a. M. „ Potsdam „ Saarbrücken „ Wiesbaden „ Hamburg bei der Norddeutschen Bank in Hamburg, unter Einlieferung eines Nummern-Verzeichnisses in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr bezahlt. Die Auszahlung erfolgt ferner von heute bis zum 30. April 1912 auch noch bei folgenden weiteren Stellen: bei unserer Niederlassung, in Aachen bei der Rheinisch-Westfälischen Disconto- Gesellschaft A.-G., ,, Augsburg bei der Bayerischen Disconto- und Wechsel-Bank A.-G., „ Barmen bei dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp., „ Breslau bei dem Schlesischen Bankverein, „ „ Bankhause E. Heimann, „ „ „ G.v. Paehaly's Enkel, „ Cassel bei dem Bankhause L. Pfeiffer, „ Dresden bei der Allgemeinen Deutschen Credit- Anstalt, Abteilung Dresden, „ Elberfeld bei der Bergisch-Märkischen Bank, „ dem Bankhause von der Heydt-Kersten & Söhne, „ Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank, „ Halle a. S. bei dem Halleschen Bank-Verein von Kulisch, Kaempf G- Co., „ Hannover bei der Honnoverschen Bank, „ dem Bankhause Hermann Bartels, „ „ „ Ephraim Meyer & Sohn „ » " A. Spiegelberg, jiall 11.-0. M. K Pn üKarlsmhe i.8. II II II UHHM« <4 »» I in Köln bei dem Bankhause Sat. Oppenheim Jr. & Cie., „ Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Credit- Anstalt und bei deren Abteilung Becker & Co., „ Magdeburg bei dem Magdeburger Bankverein, „ „ Bankhause F. A. Neubauer, „ Mannheim bei der Süddeutschen Disconto-Gesell- sch&f£ ,*G' „ Meiningen bei der* Bank für Tri dringen vormals B. M. Strupp A.-G., „ München bei der Bayerischen Hypotheken- & Wechsel-Bank, bei der Bayerischen Vereinsbank, „ Nürnberg bei der Bayerischen Disconto- und Wechsel-Bank A.-G., „ Stuttgart bei der Stahl & Federer A.-G., „ „ Königlich Württemherrischen Hofbank, G. m. b. H. Berlin, den 26. März 1912. C-399 Directim der Olsconte - “ WMlicheKWsMge. a. Streitige Gerichtsbarkeit. U.581.2. ‘ Heidelberg. Karl Ferdinand Dick Witwe Barbara geb. Böhm in Leimen, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Fürst und Dr. Roth in Heidelberg, klagt gegen Christian Böhm, Zigarrenmachcr vcm Leimen, jetzt an unbekannten Orten, unter der Behauptung, das; die Schuld bezahlt sei, aus kostenfällige' Verurteilung des Beklagten durch vorläufig vollstreckbares Urteil dahin, daß Beklagter darein zu willigen habe, daß die im Grundbuch von Leimen b/H. Band 22 Heft 26 * auf das Grundstück Lgb.-Nr. 98 der Gemarkung Leimen zu seinen Gunsten eingetragene Sicherungshypothek von 390.10 Mark nebst 5 Prozent Zins seit 25. Dezember 1894 gelöscht werde. Zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits wird der Beklagte vor Großh. Amtsgericht II zu Heidelberg Zimmer Nr. 27 auf Freitag den 17. Mai 1912, vormittags 9 Uhr, geladen. Heidelberg, 23. März 1912. Der Gerichtsschreiber Großh. Amtsgerichts 11. U.594. Ettlingen. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Schuhwaren- händlcrs Karl Becker in Ettlingen wird nach rechtskräftig bestätigtem Zwangsvergleich und Abhaltung des Schlußtermins aufgehoben. Ettlingen, 23. März 1913. Gerichtsschreiberei Großh. • Amtsgerichts. ' 11.593. Heidelberg. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Maurermeisters Karl Odenwald zu Heidelberg wurde an Stelle des bisherigen Konkursverwalters, des Rechtsanwalts Emil Schott in Heidelberg, der Rechtsanwalt Franz Ullrich zu Heidelberg zum Konkursverwalter ernannt. Heidelberg, 22. März 1912. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts III. MllWem MMtMchUWIl. Hochbauarbeiten für ein Aufenthalts- und Übernachtgebäude sowie ein elektrotechnisches Dienst- und Dienst- wohngebäude im neuen Personenbahnhof Karlsruhe nach Finanzministerialverordnung vom 3. Januar 1907 öffentlich zu vergeben: Maurer-, Steinhauer- (Granit, rotes, gelbgrünes Material), Eisenbeton-, Zimmer-, Schmiede-, Dachdecker-, Blechner-Arbeiten, Trägerliefcrung, Blitzableitung. Zeichnungen, Beding- nishefte und Arbeitsbeschriebe an Werktagen auf dem Baubureau: Fernheizwerk im neuen Personenbahnhof Karlsruhe, zur Einsicht; dort auch Abdrucke der Angebots- Vordrucke gegen Ersatzgebühr zu beziehen. Kein Versand nach auswärts. Angebote mit Aufschrift, verschlossen, postfrei bis längstens Mittwoch, 17. April 1912, 4 Uhr nachmittags» bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 11.606.2.1 Karlsruhe, 26. März 1912k Großh. Bahnbauinspektion II. 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Juli 1911. 95 000000 — „ Wechsel-Konto. 58 669 582 IC „ Reservefonds-Konto. 13 829 413 — Guthaben bei Banken «nd Bankiers . . 15 557 421 23 „ Reservefonds-Konto II . 3000000 — Lombard-Könto. 30006 567 75 „ Talonsteuer-Reserve. 170 000 — Effekten-Konto. 15 552 697 63 Kreditoren in laufender Rechnung . . 133 825 039 35 n Konsortial-Beteilignng«!. 9 560 73» 31 „ Depositengelder. 36 263 809 87 „ Dauernde Beteiligungen: „ Akzeptations-Konto .. 101120 810 76 bei Bankinstitute« ruck» Banksirmen 10 738 530 — „ Aval-Konto . . .. 27 031 549 50 „ anderen Unternehmungen .... 279 696 75 „ Dividenden-Konto. 5 852 — „ Debitoren tu laufender Rechnung . . . 237 895 502 75 „ Beamten-Unterstützungs- und Pensions- davon durch Sicherheiten gedekt kasse-Fonds. 1000000 — M. 107956 686.88 „ Dispositions-Fonds des Beamten-Unter- Aval-Debitoren .. . 50 stützungsfonds- u. Pensionskasse-Fonds 165 421 15 „ ' Jtnmobilien-Konko: 23 Bankgebäude „ Stiftungen-Konto . . '.. 50000 — (bish. Abschreibungen M. 2 236194.54) 6 883 951 40 „ Gewinn- und Verlust-Konto 10 148 325 32 „ Effekten des Beamten-Unterstützungs- u. Pensionskasse-Fonds . . ... . . - 991 323 35| 421 610 220 951 421 610 220 95 Soll. v Gewi««- und Nertvst-Kon t» per 31 . Dezember 1911 . Haben. An Handlungs-Unkosten: Salair, Gehalt der Direktoren, Porti, Depeschen, Bureaü-Ukensilieu ic. ... . Steuern- . . . . . . ‘. . . . . . j„ Provisions-Konto: von uns im Konto-Korrent- und Esfekten- Ges.chäft bezahlte Provisionen . . . „ Reingewinn . ... "7. . . . - Jk .2 853 082 • 1 082 735 62 669 10 148 325 4 96 Öl 17 32 Per Vortrag von 19-10 . • . . .... „ Wechsel-Konto . . . ...» . . , . . - ,, Effekten-Konto..'. . „ Konsortial-Kontö . . . i . . . '. . ,; Coupons- und Sorten-Konto. . „ Provisions-Konto: . - im Konto-Korrent- und Effekten-Geschäft eingenommene Provffionen . „ Zinsen-Konto . ' . .- . . - . . . . . „ Komiüandit-Erträgnis-Könta. . . . „ vertragsmäßige Vergütung der Pfäl-, , zischen Bank.. . .. .. . . Jk 1000000 1 964 809 1 325 116 ■ 638 434 ,135 787 3155 042 5278 507 148 514 500000' h 47 94 06 21 50 51 77 14146 212 46 1 1 - 14 146 212 46 1 ' .. .. In der heutigen Generalversammlung wurde die Dividende für das Jahr 1911 auf 7% d. i. Mir. 42.- per Aktie v»« Mk. «00.- I Mk. 84 - per Aktie von Mk. 1200.- Mk. Vv - per Aktie v»« Mk. 1000.- | Mk. 35.- per Aktie vv« Mk. 1000.- Emiss. 1911. festgesetzt, welche gegen Einlieferung der mit Firmenstempel zu versehenden Dividendenscheine sofort ausbezahlt iverden bei unserer Baut und ihren sämtlich« Zweigmederlassmige». Mannheim, den 26 März 1912. ' Rheinische Crrditbank. KjlMrliche ReWMe. a. Streitige Gerichtsbarkeit, öffentliche Zustellung einer Klage. U.582.2 ' Nr. 1. Z. 196/12. Schwetzingen. Das uneheliche Kind des ledigen Zimmermädchens Wilhelmine Krummscheidt namens Anna Krummscheidt in Mannheim A. 2. 5, klagt gegen den Schlosser Haus Groeger, zuletzt wohnhaft in Edingen, zurzeit unbekannt wo, unter der Behauptung, daß ihm an den Beklagten, der als Vater' des klag- Kindes in Anspruch genommen.werde, ein Ernährungsanspruch von vierteljährlich 75 M. zustehe, mit dem Anträge auf Verurteilung des Beklagten, dem Kinde von seiner Geburt an, d. i. 14. Oktober 1911 bis zur Vollendung seines sechzehnten Lebensjahres als Unterhalt eine im voraus zu entrichtende Geldrente von vierteljährlich 75 M. und zwar die rückständigen Beträge sofort, die künftig fällig werdenden am 14. Oktober, 14. Januar, 14. April und 14. Juli jedes Jahres zu zahlen und die Achten des Rechtsstreits zu tragen. Zur mündlichen Verharch- lung des Rechtsstreits w.ird der Beklagte vor das Großh. Amtsgericht in Schwetzingen auf Dienstag den 7. Mai 1912, vormittags 8 Uhr, geladen. -Schwetzingen, 22. März 1912. Der Gerichtsschreiber Großh. Amtsgerichts. U.596-Pforzheim. Im Konkursverfahren über den Nach- l,aiß des Fabrikanten Max Engen Reichel in Pforzheim ist Termin zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderung bestimmt auf Mittwoch, den 17. April 1912, vormittags 9 Uhr, vor Großh. Amtsgericht hier, Zimmer Nr. 19. Pforzheim, 23. März 1912. Gcrichtsschreibcrei Großh. Amtsgerichts A IV. MMene KekMlMchMgen. Mgebinig Zu einem Landes-Kriippel- heim in Heidelberg sollen die 1. Grab- und Maurerarbeiten, 2. Eisenbeton- und Cement- arbeiten, 3. Steinhauerarbeiten, a. roter Sandstein, b. grüner Sandstein, c. Granitarbeiten, 4. Zimmerarbeiten, 5. Dachdeckerarbeiten, 6. Blechnerarbeiten, 7. Schmiedearbeiten, im öffentlichen Angebotsver- sahven vergeben werden. Die Unterlagen können, soweit vorrätig, gegen Erstattung der Ansertigungskosten auf dem Bureau des Architekten PH. Thomas, Berghei- merstraße Nr. 26 in Heidelberg erhoben, und die Pläne täglich zwischen 10 u. 12 Uhr cingesehen werden. Die Angebote sind bis Mittwoch, den 3. April d. I., vormittags 11 Uhr, verschlossen und postfrei mit entsprechender Aufschrift versehen, daselbst einzurcichen, woselbst sie in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber eröffnet werden. 11.592.3.2.1 Zuschlagsfrist 14 Tage. Beginn der Arbeiten sofort nach Zuschlagserteilung. MOmg non lolleileitungsaMcn. Die Gemeinde St. Georgen bei Freiburg vergibt im Wege öffentlicher Verdingung auf Grund der Verordnung Gr. Finanzministeriums vom 3. Januar 1907, die Arbeiten zu einer Erweiterung ihrer Wasserleitung, bestehend in Hochbehälterbau und Gußrohrleitungen — 800 m Länge, von 60 und 100 mm Lichtweite — einschließlich Formstücke und Maschinenteile. Die Pläne und Bedingungen können bei Großh. Kulturinspektion Freiburg, die letzteren auch auf dem Rathause in St. Georgen eingesehen werden. Vordrucke zu Angeboten werden, getrennt für Hochbehälterbau und Rohvleitungserweiterung, vom Gemeinderat St. Georgen gegen Einsendung von je 50 Pf. für jede Arbeitsgattung abgegeben. Die ausge- füllten Angebotsvordrucke wollen verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen .bis längstens Dienstag, den 9. April 1912, vormittags 814 Uhr, auf dem Rathause St. Georgen bet Freiburg eingereicht ) werden, woselbst zu genann- ter Zeit die Eröffnung der Angebote stattfindet. 11.591.2.1 Zuschlagsfrist acht Tage. Großh. Kulturinspektion Freiburg. Hochbauarbeiten für Kesselwaschanlage im Maschinenhaus mit Werkstättean- bau in Bruchsal nach Mini- sterialverordnung vom 3. Januar 1907 öffentlich zu vergeben. Beil. 100 cbm Grabarbeit, 90 cbm Bruchsteinmauerwerk, 13 cbm Stampfbeton. Zeichnungen und Be- dingnisheft auf unserem Hochbaubureau; daselbst Abgabe der Angebotsverzcich- nisse. Angebote verschlosien portofrei, mit Aufschrift versehen, bis längstens Diens« tag, den 2. April d. I.» nachmittags 5 Uhr, bei uns einzureichen. U.514.2 , Zuschlagsfrist 2 Wochen. Bruchsal, 20. März 1912. Großh. Bahnbauinspektion. Südbeirtsch-Oesterr. Güterverkehr. Mit Wirkung vom 1. April 1912 wird zum Teil II Heft 3 der Nachtrag II, enthaltend Änderungen u. Ergänzungen, ausgegeben. U.6m Karlsruhe, 26. März 1912. Großh. Generaldirektion der Bad. Staatseisenbahnen. 6