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" Unabhängige «nd gelesenste Tageszeitung in Karlsruhe. f Wöchentlich 2 Nummern „Karlsruher Ilnterhaltungsblatt", monatlich 2 9 Iflnpji Anzeiger für Landwirtschaft, Garten-, Obst- und Weinbau, 1 Sommer- u. I W ^ * und 1 schöner Wandkalender mit Schwarzwald - Krachteubitdern, sowie vieb Täglich \2 bis 56 Seite«. Weitaus größte Aboimeittenzahl aller in ttarlsruhe erscheinenden Zeitungen. Eigentum und Verlag da« K. Thiergarten. Verantwortlich für den politischen, unterhaltenden und lokalen Teil Albert Herzog» für den Anzeigen- Teil A. Rinderspacher» sämtlich in Karlsruhe. Auffage: 32000 M gedruckt auf 2 Zwillings- Rotationsmaschinen. In Karlsruhe und nächster Umgebung über I« 0 OO Abonnenten. Karlsruhe, Sonntag den 24. September 1905. Telephon-Nr. 86. 21. Jahrgang. i -§LA Misere verehrlichen iS- P^tabonncntcn ^ bitten wir höflichst, die Bestellung auf die „Badische Presse" für das IV. Qttartal 1905 (Oktober, November «. Dezember) gefälligst sofort bei dem nächsten Postamt aufgeben zu wollen. Nur iu diesem Falle kann die prompte Lieferung durch die Post vom 1. Oktober ab erfolge,,. Nach eine postalischen Bestittimuiig sind bei Bestelliiugeu, welche »ach dem 26. September erfolgen, für die Nachbestellung 10 Pfg. extra zu vergüten. Wir bitte» deshalb um recht baldige Erneuerung der Poftbestellttttft. Sämmtliche Briefträger nehme» ebenfalls Bestellungen au und sind von der Postbehörde befugt, in der Zeit vom 15. bis zum 25 . im letzten Monat des Vierteljahres die Zahlung des Zeitungsgeldes für das nächste Quartal anzunehinen und rechtsgültig zu quittiren. Unsere heutige Mittagansgabe umfaßt ein 1. und 2. Blatt, zusammen 16 Seite«. Eine amtliche Darstellung der Unruhen in Deutsch-Gstasrika. --^Berlin. 22. Sept. (Tel.) Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: lieber die Entwickelung der Unruhen unter den Eingeborenen im südlichen Teil des cstafrikanischen Schutzgebietes ist einem Bericht des Gouvernements aus Dar-es-Salaam »vom 26. August folgendes zu entnehmen: , Der Bezirk Kilwa wurde nach der Abreise des Bezirksamtmanns von Rohde von dem Bezirksamtssekretär Gruse verwaltet, bis dieser am 22. Juni infolge eines Unfalles dienstunfähig wurde. Mit der Führung der Bezirksamtgeschäfte wurde dann der Stabsarzt Lott beauftragt. Die Bewohner der Matumbiberge sind von alters her als trunksüchtig, diebisch, widersetzlich und rauflustig bekannt, seit der 1898 ausgeführten Strafexpedition des Premierleutnants von Beringe waren sie gefügiger. Schon Mitte Juli führte der Aktde von Kibatta Klage, daß ein Zauberer im Mohorobezirke die Eingeborenen aufhetze. Dieser Zauberer wurde verhaftet, kriegsgerichtlich zum Tode verurteilt und gehängt. Ende Juli bedrohten Bergbewohner den Banmwollpflanzer Hopser in Mtumbet. Dieser wurde auf der Flucht nach Kilwa in der Nacht dom 1. aus den 2. August ermordet. Am 31. Juli wurde der Akide in Kibatta überfallen. Der Ueberfall wurde abgewiesen. Am 1. und 2. August wurde Samanga von den Aufständischen angegriffen. Der erste Angriff wurde von dem Baumwollpflanzer Stein- hagcn und den Arabern, der zweite von einer Abteilung Polizeiaskari aus Mwa unter dem Feldwebel Hoenicke mit erheblichen Verlusten rurückgeschlagen. Auf unserer Seite sind zwei Eingeborene gefallen. Die in Samanga wohnhaften Inder sind auf einer Dhau geflüchtet. Ihre Häuser wurden von den Aufständischen verbrannt. Die Bergbewohner längen in zwei mit Vorderladern bewaffneten Horden vor, eine gegen die Baumwollpflanzungen bei Witeja und Mfurru, die andere gegen Samanga und Mohoro. Die Telegraphenlinie zwischen Kilwa und Dar-es- Ealaam ist zerstört. Als die Nachricht vom Aufstand am Nachmittag des 1. August in Dar-es-Salaam anlangte, gingen am selben Abend 7 Mann der 5. Kompanie unter Hauptmann Merker mit dem Gouvernementsdampfer »ach Samanga ab. Als auf Grund weiterer Nachrichten die Lage ernster erschien, gingen am 3. August mit dem „Bussard" weitere 120 Mann ner 8. Kompanie unter Major Johannes nach Kilwa. Das Bezirksamt Keircltskandidaten. kine Geschichte in neun Kapiteln von G. v. Stokmans (Germanis). (23. Fortsetzung.) VI. X.chdruck »erboten.) rer. Er und sie. . . Herr von Ebeling war sehr guter Laune. Er hatte wieder Glück gehabt. Seine Felder trugen trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse gut, die Getreidepreise stiegen, und) er hatte noch einen großen Posten Hafer zu verkaufen. Da er nie ^Elo brauchte, konnte er den richtigen Augenblick abwarten. Auch Papiere, in denen er seine Ersparnisse angelegt hatte, gingen j? die Höhe, und seine älteste Tochter hatte sich ganz nach seinem Herzen soeben verlobt. Der junge Bräutigam war ein solider, "etter, etwas vermögender Mensch, und die jungen Leute wollten heiraten. s. Das war ihm ganz recht, behielt er doch die Käthe, sein jüng- «?? den Wildfang, wie er sie nannte —- noch bei sich, als die ^ne Schmeichlerin ihm bei ihrer Rückkehr aus Berlin gleich bei ersten Begrüßung zuflüsterte, sie habe sich schon lange, lange •T 7 ihm gesehnt, und wolle ihn nie wieder verlassen, glaubte er ^äwar nicht ganz, aber ihre Zärtlichkeit tat seinem Vater- Wohl und er freute sich ihrer endlichen Heimkehr. Käthe war von jeher sein Liebling gewesen. Ihr geweckter ihr lebhaftes Temperament, der große Liebreiz, der ihr . jj® n war, und nicht zum wenigsten ihre stets gute Laune machten - Nr einer angenehmen Gefährtin, und dabei besaß sie so viel Kilwa hatte inzwischen die 3. Kompanie aus Lindi in der Stärke von 60 Mann mit dem Gouvernementsdampfer herangezogen. Milte August griff die Aufregung nach Westen in der Richtung auf die Tehrteberge über; acht Araber sollten ermordet und der arabische Akida in Madabe bedroht sein. Bald darauf traf die Nachricht von der Ausdehnung der Unruhen auf das Donde-Liwalde-Land und von der Ermordung des Bischofs Spieß ein. Der Bischof war mit zwei Schwestern und zwei Laienbrüdern abgereist, um eine neue Station, vermutlich Rwiba zwffchen Alt- und Ncu-Utengule im Bezirk Jringa, auszustatten. Er wollte über Kilwa- Liwale ans Songea marschieren, um dort den Abt des Benediktinerordens Meder noch anzutreffen. In Kilwa engagierte er Wangoniträger des Millionärs Nanhaus von der Berliner Missions-Gesellschaft I. Der Bischof hörte weder aus die Warnung des Majors Johannes noch seiner Träger, seine Reise zu verschieben, sondern brach am 5. August von Kilwa nach Liwale auf und wurde am 14. August, ehe er Liwale erreichte, mit seiner Begleitung von den Aufständischen ermordet. Weitere Eingeborenennachrichten machen es wahrscheinlich, daß der Polizeiposten zu Liwale von den aufftändischen Wadonde und Wangindo genommen worden ist. Im Liwalebezirk befanden sich Feldwebel Faupel mit 8 Polizeiaskari und 2500 Patronen, der Kautschukaufläufer Aimer vori der Firma Traun u. Stürken in Hamburg, und Landwirt Pfüller. Die Tötung Faupels und der Polizeiaskarts scheint sicher; Pfüller ist anscheinend nach Sfongea geflüchtet. Das Schicksal Aimers ist noch ungewiß. Die Aufregung steckte auch die Landschaften südwestlich von Kilwa- Kiwindjr an, sowie nördliche Teile des Bezirkes Lindi. Bezirksamtmann Ewerbek befindet sich auf einer Dienstreise im äußersten Westen des Bezirkes und bietet die Wayao vom Rovum als Hilfsvölker gegen die Wadonde im Lindibezirk auf. Ter Kommandant des „Bussard" beruhigte und sicherte die Küstenstationen im Süden durch Ausschiffung von Matrosen und Maschinengewehren. Zur Zeit liegen in Mikindani 1 Maschinist, 8 Mann und 1 Maschinengewehr, in Lindi 1 Offizier, 12 Mann und 1 Maschinengewehr, in Mahoro 2 Offiziere, 34 Manch und 1. Maschinengewehr. Oberleutnant Paasche schlug Haufen Aufständischer bei Kipokwa und Ssassale so empfindlich, daß bis auf Weiteres ein Umsichgreifen der Bewegung nach Osten und Norden nicht mehr zu befürchten ist. Im Dar-eS-Salaamer Bezirke sind die Unruhen nur auf die Gegend südlich von der Missionsstation Maneromango beschränkt. Tort wurden dieselben durch die Sultanin Kibasira in Kisangire hervorgerufen. Auf die Bitte der Missionare in Maneromango und Kisserawe begab sich Ncgierungsrat Böber dorthin mit einer Abteilung Polizeiaskari. Als der arabische Dolmetscher des Bezirksamts die aufgeregten Jumben zum Schauri entbot, wurde er von den Eingeborenen erschaffen. Zur sofortigen Bestrafung wurde Hauptmann Fonek mit 50 Askari und einem Maschinengewehr dorthin entsandt. Aus anderen Landesteilen liegen keine sorgenerregende Nachrichten vor. (Telegramm.) Berlin» 22. Sept. (Tel.) Nach einer Meldung des Gouvernements von Deutsch-Ostafrika hat Hauptmann Merker die Aufständischen zwischen dem 7. und dem 18. September in mehreren Gefechte« in den Kitschi-Bergen nordwestlich von dein Ma- tumbi-Berge im Hinterlande von Kilwa geschlagen. Ter Gegner erlitt große Berlnstc. Diesseits wurde nur ein Farbiger verwundet. Dreißig Mann Marineinfanterie sollten mit der Verstärkung für Morogoro unter Hauptmann Frhr. von Wangenheim am 21. September mit dem „Bussard" nach Bajamojo gehen, um dann nach Morogoro zu marschieren. Zur Beendigung der Pazifizierung von Morogoro stehen nach dem Eintreffen dieser Verstärkung dem Hauptmann Frhrn. von Wangenheim über 160 Askaris außer der Marineinfanterie zur Verfügung. Dreißig Mann Marineinfanterie und zwei Kompanien Farbige werden Mitte Oktober in Mwa zum Vorgehen auf Liwalc-Songea bereit sein. klaren praktischen Sinn, so viel Interesse und Verständnis für die Landwirtschaft, daß Herr von Ebeling gewöhnt war, manches Geschäftliche mit ihr zu besprechen. Gleich den ersten Tag nach ihrer Ankunft fuhr er mit Käthe auf dem Felde herum, zeigte verschiedene Neuerungen, die er inzwischen gemacht hatte, und nahm den Rückweg durch Wiebenstein, vor dessen Toren sein Gut ja gelegen war. Das junge Mädchen saß neben ihm auf dem Bock, und als sie nun in Wiebenstein über den Markt fuhren, fiihlte er seinen Arm plötzlich erfaßt. „Wer ist der große Herr dort mit dem Dollbart und dem grauen Hut?" fragte sie erregt, „jetzt grüßt er einen Herrn, der an ihm vorübergeht." Herr von Ebeling zog die Leinen etwas straffer und wandte sich dann an seine Tochter. „Unser neuer Landrat", bemerkte er kurz. „Warum fragst Du denn, fällt er Dir irgendwie auf?" , »Nein, stotterte sie, „gar nicht. Es ist nur — ich kenne doch sonst hier jeden Menschen, und ich fand ihn so elegant, so vornehm äussehend." „Ist er auch", bestätigte der Vater, „aber sonst, na, je weniger Tu Dich mit ihm beschäftigst, um so besser wird es sein. Wir sind nicht gerade die besten Freunde, wir beide." „Verkehrt er denn nicht bei uns?" meinte sie neugierig. „O doch, ich kann dem Landrat meines Kreises nicht das Haus verbieten, wenn ich nun andere einlade, lade ich ihn auch ein; er kommt, selten, und das ist ganz gut." Im Bezirke Lindi steht Hauptmann Seyfried mit 30 Mann Marineinfanterie und 100 Askaris. Elftere sollen eine feste Stellung bet der Wffionsstation besetzen. Der Benediktinerabt Norbert traf mit den flüchtenden Misiionaren aus Kigonsera und Peramiho am Niaffa-See ein. Der Telegraph nach Tabora ist in Ordnung. Von Mahenge und Sengen liegen keine Nachrichten vor. Hauptmann Nigmann hatte mit der Kompanie von Jringa Mitte September ein siegreiches Gefecht auf der Grenze der Bezirks Mahenge und Jringa gegen Wahehe und Wabunga. Auf deutscher Seite wurden drei Farbige getötet und vier verwundet. Der Feind hatte schwere Verluste und zog sich in der Richtung auf Jfakara zurück. Nigmann verfolgt ihn und sucht mit Mahenge Verbindung. Sozialdemokratischer Parteitag. (Nachdr. verb. IX. 8. & H. Jena» 21. Sept. (Schluß des vierten Tages.) Zu Beginn der Nachmittagssitzung wurde dem Parteitage von dem Abg. Bebel folgende interessante , Resolution zum politischen Maffenstreik unterbreitet: „1. Bei dem Bestreben der herrschenden Klassen und Gewalten, der Arbeiterklasse einen legitimen Einfluß auf die öffentliche Ordnung der Dinge in den Gemeinwesen vorzuenthalten oder, soweit sie durch ihre Vertreter in den parlamentarischen Vertretungskörpern einen solchen bereits erlangten, diesen zu rauben und so die Arbeiterklasse politisch und wirtschaftlich rechtlos und ohnmächtig zu machen, erachtet es der Parteitag für geboten, auszusprechen, daß es die gebieterische Pflicht der gesamten Arbeiterklasse ist, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln jedem Anschlag auf ihre Menschen- und Staatsbürgerrechte entgegen zu treten und immer wieder die volle Gleichberechtigung zu fordern. Insbesondere hat die Erfahrung gelehrt, daß die herrschenden Parteien bis ttef in die bürgerliche Linke hinein Gegner des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts sind, daß sie dasselbe nur dulden, aber sofott abzuschaffen oder zu verschlechtern trachten, sobald sie glauben, daß durch dasselbe ihre Herrschaft in Gefahr komme. Daher ihr Widerstand gegen eine Ausdehnung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts auf die Einzelstaaten (Preußen usw.) und selbst die Verschlechterung bestehender rückständiger Wahlgesetze aus Angst vor einem noch so genügen Einfluß der Arbeiterklasse in den parlamentarischen Vertretungskörpern. Beispiele hierfür sind die Wahlräubereien durch eine herrschgierige und maßlos feige Bourgoisie und ein borniertes Kleinbürgertum in Sachsen und in den sog. Republiken Hamburg und Lübeck und di« Gemeindewahlverschlechterungen in den verschiedenen deutschen Staaten (Baden, Sachsen, Sachsen-Meiningen) uiü> Orten (Kiel, Dresden, Fürth, Chemnitz usw.) durch die Vertreter der verschiedenen bürgerlichen Parteien. In Erwägung aber, daß namentlich das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht, die Voraussetzung für eine normale politische Fortentwicklung der Gemeinwesen ist, wie es die dolle Koalitionsfreiheit für die wirtschaftliche Hebung der Arbeiterklasse ist in weiterer Erwägung, daß die Arbeiterklasse durch ihre stetig wachsende Zahl, ihre Intelligenz und ihre Arbeit für das wirtschaftliche und soziale Leben des ganzen Volkes, sowie durch die materiellen und physischen Opfer, die sie für die militärische Verteidigung des Landes zu tragen hat, den Hauptfaftor in der modernen Gesellschaft bildet, muß sie nicht nur die Erhaltung, sondern auch die Erweiterung des 'allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts für alle Vertretungskörper irrt Sinne des sozialdemo- krattschen Programms und die Sicherung der vollen Koalitionsfreiheit fordern. Demgemäß erklärt der Patteitag, daß es namentlich im Falle eines Anschlages auf das allgemeine, gleiche direkte und geheime Wahlrecht oder das Koalitionsrecht die Pflicht der gesamten Arbeiterklaffe ist, jedes geeignet erscheinende Mittel zur Abwehr nachdrücklich anzuwenden. „Wie merkwürdig", dachte Käthe, aber sie wagte nichts mehr zu sagen; ihr ganzes Innere kam in hefttge Erregung und sie wußte tatsächlich nicht, war es Schrecken oder Freude, was sie bewegte. Dieser große, hübsche junge Mann, der hier in nächster Nähe ihres väterlichen Hauses wohnte, dem sie jeden Tag wieder begegnen konnte, war ja derselbe, welcher als Stellvertreter seines Freundes zum Stelldichein in die Ausstellung gekommen war und sich so lange mit ihr unterhalten hatte. Er würde, er mußte sie wiedererkennen — und was dann? Wenn er wirklich ein Feind ihres Vaters war, war er doppelt zu fürchten, aber andererseits, sie konnte ihm nichts Schlimmes zutrauen, er war keiner niederen Tat und Rache fähig. Im Gegenteil, alles, was gut und edel war, traute sie ihm zu, und wenn sie sich auch ganz entsetzlich vor ihm schämte — es war doch schön, ihn wiederzusehen! Nein, was die Folgen auch sein mochten, sie konnte nicht bereuen, auf jenes Inserat geantwortet zu haben — sie hatte seitdem oft an ihn gedacht, hatte überlegt, wer er wohl sein möge, und leise, ganz leise gehofft, daß er sein Versprechen einlösen, sie doch noch einmal auffinden werde. Dann schreckte sie wieder der Gedanke, daß er vielleicht schon gebunden sei. Die Sache war jedenfalls sehr wichtig und sehr interessant, und um zu wissen, wie sie ihm bei einem direkten Zusammentreffen begegnen sollte, mußte sie vor allem genau unterrichtet sein. Sie eilte also, kaum daß sie zu Hause üngelangt war, zu Toska, und beschwor sie, ihr alles über den Landrat mitzuteilen. (Fortsetzung folgt.) Sette 2. ein« der wirksamsten Kampfmittel um ein solches politisches Verbrechen an der Arbeiterklasse abzuwchren oder um sich ein wichtiges Gnrndrecht für ihre Befreiung zu erobern, betrachtet gegebenen Falles der Parteitag „die umfassendste Anwendung der Massen- Arbeitseinstellung". Damit aber die Anwendung dieses Kampfmittels ermöglicht und möglichst Wirksam wird, ist die größte Ausdehnung der politischen und gewerkschaftlichen Organisation der Arbeiterklasse und die unausgesetzte Belehrung mtb Aufklärung der Massen durch die Arbeiterpresse und die mündliche und schriftliche Agitation unumgänglich notwendig. Diese Agitation muß die Wichtigkeit und Notwendigkeit der politischen Recht« der Arbeiterklasse, insbesondere des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts und der vollen Koalitionsfreiheit darlegen, mit Hinweis auf den Klassencharakter des Staates und der Gesellschaft und den täglichen Mißbrauch, welchen die herrschenden Klaffen und Gewalten durch den ausschließlichen Besitz der politischen Macht an der^Avbeiterklasse verüben. Jeder Parteigenosse ist verpflichtet, wenn für seinen Beruf eine gewerkschaftliche Organisation vorhanden ist oder gegründet werden kann, einer solchen beizutreten und die Ziele und Zwecke der Gewerkschaften zu unterstützen. Aber jedes klassenbewußte Mitglied einer Gewerkschaft hat auch die Pflicht, sich der politischen Organisation seiner Klaffe — der Sozialdemokratie — anzuschließen und für die Verbreitung der sozialdemokratischen Preffe zu wirken. 2 ' Der Parteitag beauftragt den Parteivorstand, eine Broschüre Herstellen zu lassen, in der die in der vorstehenden Resolution gestellten Forderungen begründet werden. Für dies« Broschüre ist die Maffenver- breitung in der gesamten deutschen Arbeiterklasse zu organisieren." Der Andrang de? Publikums zu den Nachmittagsverhandlungen war infolge der am Vormittag zu tage getretenen Differenzen und überaus heftigen Auseinandersetzungen ein ganz enormer. Von der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion sind weiterhin erschienen: Schmalseldt- Bremerhaven, Reißhaus-Erfurt, Tr. Lindcmann-Ttuttgart, dein die Partei ihr in Bremen angenommenes Kommunalprogramm verdankt, Abg. Lipinski-Leipgig, ein Mitarbeiter der „Leipziger Volkszeitring", Lindc- «ann-Dresden, Stiicklen-Altenburg, Tutzauer-Berlin, Horn-Dresden, Grenz-Leipzig, Goldstein.Zwickau, Edmund Fischer-Briesnitz, Eichhorn- Pforzheim, Dreesbach-Mannheim, Bock-Gotha, Albrecht-Halle und der in den Ruhstrat-Prozesse« vielgenannte oldenburgische Landtagsabgeordnete Hah-Bant. Ebenso find noch mehrere Frauen als Delegierte hinzugekommen. Die Frauen Altonas werden durch ein Fräulein Linchen Baumann vertreten. Auch die anderen Damen, die zumeist im vorgerückten Alter stehen, haben solche neckisch klingende Vornamen, wie Loni, Lenchen, Jett- chen u. s. w. Rosa Luxemburg hat ihrem Namen in der Präsenzliste den „Dr." vorangesetzt. Sie vertritt diesmal gleich zwei Kreise: Posen und Bromberg. Als Wohnsitz gibt sie Friedenau an. Unter den sonstigen Teilnehmern bemerkt man noch den aus dem großen Plötzensee-Prozeß her bekannten Redakteur Karl Schmidt und den Schriftsteller Kaul Kampfmeyer. In der fortgesetzten Debatte über die Maifeier sprach zunächst Sil- berfchmidt-Berlin. Er führte auS: Aus der Maifeier-Debatte sei eine Debatte über Partei und Gewerkschafte« geworden. Die Taktik der Gewerkschaften, durch die sie groß und mächtig geworden sind, stehe nicht in Widerspruch mit der parteioffiziösen Auffassung. Die Auffassung der Gewerkschaften in der Kassenftage, bezüglich der Neutralität, der Tarifverträge werde offiziell von der Parteileitung gebilligt. Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Bewegungen bestehen nicht. Wohl gibt es abweichende Auffassungen über die eine oder die andere Frage sowohl irach rechts und links hin, und sowohl in der Partei als auch innerhalb der Gewerkschaften. Allerdings ist eine Auffassung, wie sie heute Simon,^der Vorsitzende des Schuhmacherverbandes, anführte, in der Partei im schwinden, daß die Gewerkschaften die Rekrutenschulen der Partei zu sein haben. Aber ich frage die Genossen, ob nicht di« Gewerkschaften immer und überall den puren Klaffenkampscharakter der Bewegung betont haben. (Zustimmung.). Die Gewerkschaften sind es gewesen, welche bis ins letzte Dorf den Samen des Sozialismus getragen haben, sie waren es, die die Brücke zur Partei geschlagen hallen, ihnen dankt man es, wenn wir bei den Wahlen so oft umerwartet neue Freunde bekommen haben. (Zuruf: Bergleute!) Zur Maifeier habe er zu erklären, daß die gesamten schlesischen Organisationen gegen die Arbeitsruhe sind. (Hört, hört! Unruhe.) ReichStagsabgeordneter Legten, Vorsitzender der Generakkommission der Gewerkschaften Deutschlands. Die Gewerkschaften könnten keine größere Dummheit begehen, als wenn-sie den Unternehmungen den Zeitpunkt zum Angriff überlassen wollten. Das würde aber der Fall sein, wenn sie Arbeitsruh« dekretieren wollten. Die Halbheit in den heutigen Beschlüssen sei damit zu erklären, daß man etwas gern durchführen möchte, wozu man sich nicht im stände fühlt, daher sucht man zur Prinzipienfrage zu machen, was nur eine Frage der Taktik ist. Hering-Flensburg: Es sei ein Trauerspiel, wie gewisse Kreise angesichts der Zuspitzung zwischen Kapital und Arbeit mit Geschick und Ueberlegung für eine schlechte Sache eintreten. Tie Neutralitätsfrage er- weist sich als der Fluch der bösen Tat. ReichStagsabgeordneter v. Elm-Hamburg: Er sei der Ansicht, daß die Gewerkschaftsbewegung ein vollberechtigter Teil der Klaffenbewegung sei und kein Palliativmittelchen. Die Neutralität der Gewerkschaften wolle er nur so aufgestrßt sehen, daß die Parteipolitik lerngehalten werden solle, nicht das sozialpolitische Wirken. Er habe beobachtet, daß die Arbeiter dort, wo sie die Arbeitsruhe einmal durchgesetzt haben, mit Begeisterung daran festhalten. (Beifall.) Mit der Aufgabe der Arbeitsruhe würde man der Maifeier den Klaffencharakter nehmen. (Stürmisches Bravo.)' Man halte an beiden fest, Arbeitsruhe, wo es möglich ist, und Abendversamnrlungen für die anderen. Man solle die Gewerkschaften in der Partei voll anerkennen und sie mehr zur sozialpolitischen Mitarbeit in der Partei heranziehen. Damit veugt man Gegensätzen vor, die sonst zum Unheil der Arbeiterbewegung unvermeidlich sein würden. (Lebhafter Beifall.) Es erhält dann zum zweitenmale das Wort in der Debatte Genossin Rosa Luxemburg: Die Masse der Gewerkschaftsmitglieder steht auf unserer Seite. Tie Masse hat das Gefühl, daß die Gewerkschaftsbewegung von demselben Geist des Klaffenkampfes getauft sein muß, wie die der Sozialdemokratie; aber nicht etwa von dem kleinlichen Geist des Augenbkicksurteils. Für beide soll der Satz gelten: Es ist ein Feind, vor dem wir alle zittern, und eine Freiheit nur macht uns ftei. Ihre Ausführungen ernten stürmischen Beifall. Ein Schlußantrag findet darauf Annahme. Abg. Fischer führt im Schlußwort aus: Er hoffe, daß die Debatte beitragen werde zur gegenseitigen Verständigung. Im Wahlkampf dürften wohl auch von den Gegnern Aussprüche von der anderen Seite ausgenutzt worden sein. Er bestreite, daß er als Geschäftsführer der „Vorwärts"-Buchhandlung gegen den Buchdruckerverband voreingenommen sei. ES sei nicht richtig, daß er unorganisiert gewesen sei. Im Gegen, teil, bis zu seiner Uebersiedelung von Zürich nach Baden habe er im Buchdruckerverband sogar vielfach Ehrenstellen begleitet. Allerdings sei er nach der Rückkehr nach Berlin nicht mehr Mitglied geworden aus dem einfachen Grunde, weil er für zwei Jahre Beiträge nachzahlen sollte. Das habe er für unberechtigt gehalten und halte es noch. Uebrigens erkenne er für sich weder als Parteisekretär noch als Geschäftsführer eine Verpflicht, ung zur gewerkschaftlichen Organisation an. Sonst müßte Bebel Mitglied des Drechflerverbandes sein und Singer Mitglied des Vereins jugendlicher Kaufleute. (Stürmische Heiterkeit.) Ueberhaupt halte er es für falsch, daß dem Buchdruckerverband Prinzipale und Faktoren, die ganz andere Interessen haben, angehören. (Sehr richtig.) Fischer polemisiert dann gegen die Ausführungen Schmidt und schließt: Wenn Sie nichts weiter aus der Maifeier-Debatte ziehen sollten als die Ueberzeugung, daß not tue: Einheit der Auffassung, Gemeinsamkeit im Kampf; dann könnten Sie mit dein Resultat zuftieden sein. (Stürmischer Beifall.) Zur Abstimmung bittet Fischer, alle Anträge, die eine Spitze gegen die Gewerkschaften, den Kölner Kongreß und die Generalkommission enthalten, abzulehnen. (Zustimmung.) Sadif 67 e Dresse. Mittngblatt. Sonntag den 24. Setzt. 1905. Nr. 224. Die Maifeier-Resolution Fischers wird einstimmig angrnvmmen. > (Lebhaftes Bravo.) Der späten Nachmittagsstunde wegen wird das Referat Bebeks zum Generalstreik aus morgen früh verschoben. Heute werden nur noch die Anträge zur Agitation vorgenommen. Gin« Debatte entspinnt sich zu dem Amrage, eine systematische Agitation zur Gewinnung der proletarischen Jngend und Forderung der Organisationen jugendlicher Arbeiter. Rechtsanwalt Dr. Liebknecht beantragt, die Anträge dem Parteivor- stande zur Berücksichtigung zu überweisen. Es werde nötig sein, daß fick der nächste Parteitag mit der Frage der Jugenderziichung beschäftige. Parteisekretär Abg. Pfannkuck-Berltn hält die Anregung der Förderung der Jugenderziehung für sehr sympathisch, wendet sich aber gegen die Herausgabe einer Zeitschrift als verfrüht. Frau Zetkin: Die Parrci werde über die Jugenderziehungsfrage hcrumkommen, schon angesichts der konzentrierten Bemühungen der Klerikalen, die Jugeird in ihrem Sinne zu beeinflussen. Es wäre Selbstmord, wenn die Partei nicht suchen wollte, diesen Bemühungen zuvorzukom- men. Das solle nicht in ausdringlicher Weise geschehen. Sie wollten nicht den Dreikäsehoch mit Politik vollpftopfen, sondern das SHnb soll in dem richtigen proletarischen Geist erzogen werden. Es liege dafür ein Bedürfnis vor. Sie hoffe sicher, daß sich schon der nächste Parteitag mit einer gründlichen Erörterung der Jugenderziehung befassen werde. ReichstagSaogeordneter Ad. Hofftnann-Berlin (Zechi-Gebote-Hoff- mann) empfiehlt die Jugcndbcilage der „Gleichheit" der Partciprcffe beizulcgen, denn es sei ein Skandal, daß es noch PartMlätter gebe, die Witzblätter ans bürgerlichem Berlage als Gratisbeilage haben. Frau Kuhn-Essen: 'Sorgen wir rechtzeitig für die Aufklärung der Kinder, dann wird es uns nicht so schwer werden, um sic heute dev Partei zuzusühren sobald sie das 17. Lebensjahr erreicht haben, darum schaffe man mehr Jugendliteratur. (Beifall.) Frau Klara Zetkin: Wenn wir erst dafür gesorgt haben^ daß die Kinder unserer Genossen sozialistische Mütter haben, die wissen, wie der innere Feind steht, dann brauchen wir nicht besorgt zu sein, daß unsere Kinder der Reaktion airheimfallen. Kolb-Karlsruhe: Er freue sich, daß Frau Zetkin bestätigt habe, daß das Zentrum gezwungen sei, sich mit dieser Frage praktisch zu befassen. Etwas anderes habe er auch nicht tu seinem angefeindeten Artikel geschrieben. (Abg. Bebel sehr erregt aufspringend: Das ist eine Verleumdung! Hier handelt es sich nur darum, daß das Zentrum die Kirche in der Hand hat. Das ist eine alte Institution.) Man mutz doch nicht mit zweierlei Maß messen. Den einen herunterreitzen und den anderen loben, der dasselbe gesagt hat. Das ist eine Ungerechtigkeit. (Sehr wahr!) Frau Wagner-Ehemniitz: Wenn man sieht, wie den Kindern die Religion in die Köpfe eingepaukt wird, mutz man dafür eintreten, daß die Religion Privatsache wird. Redakteur Schulz-Bremen bedauert, daß die Debatte sich so ausgedehnt habe, verschiedene -Härten große Unklarheit auf diesem GcWete gezeigt, es werde nötig sein, eine theoretische Klärung zu schaffen. Die Anträge zur Jugenderziehung werden dem Parteivovstand zur Berücksichtigung überwiesen. Boeske-Rixdors spricht für folgenden Antrag, der eine Agitation unter den Militärpflichtigen fordert. „In der Erkenntnis, daß der Militarismus und Marinismus der festeste Stützpfeiler der heute herrschenden Klassen ist, daß er ferner durch seine kuliurftindlichen Tendenzen und Bestrebungen jedes freie und rege Leben erstickt, ja die zu seinen Diensten eingezogenen 'Söhne des Volkes zu willenlosen Werkzeugen macht, ist es dringend erforderlich, daß hiergegen eine regelmäßige, planmäßig betriebene Agitation einfetzt. . Ms erste Aufgabe wird betrachtet, in jedem Jahve vor -der Aushebung zum Militär oder zur See öffentliche Versammlungen abzuhalten, wo die jungen Leirte, die eventuell Soldat werden müssen, speziell über ihre sogen. „Rechte" als Soldat aufgeklärt.werden, ferner, daß zu dieser Zeit Flugblätter desselben Inhalts verbreitet lverden und darauf hingewiesen wird, daß sie von dem sogenannten „Beschwerderecht" den ausgiebigsten Gebrauch machen sollen. Durch die Aufklärung in dieser Weise 'würden die jungen Leute erst sehen, wie die Dienstvvrschüiften von den Vorgesetzten geihandhabt werden und einen Abscheu vor dem Militarismus bekommen. Dieser Antrag sei vom vorjährigen Parteitag abgelehnt worden, weil man meinte, diese Agitation könnte Verwirrung anrichten. Man werde aber angesichts der Bedoutung, die die Armee für das herrschende Regiment habe und angesichts der vielen Soldatenmitzhandlungen, endlich etwas zur Aufklärung der jungen Leute geschehen lassen müssen. Schon um sich über ihr Beschwerderecht aufzuklären. Die unaufgeklärten jungen Leute würden ja, wenn das Kommando erfolgen würde auf Vater und Mutter z» schießen, den Befehl befolgen, dann komme.auch noch die Kriegervereinsbewegung Hinzu, die auf dem Lande die Agitation so sehr erschwere. , Pie Leute haben, wenn sie 2 Fähre geschunden und geschuriegelt worden sind, noch nicht genug und schließen sich den Kriegervereinen an. Rechtsanwalt Dr. Liebknecht: Es scheine, daß sich die politische Situation seit dem vorigen Jahrei verändert habe und damit „mit Gottes Fügung" hoffentlich auch die Stimmung der Partei. Die antimilitcrrist- ische Propaganda müsse das Proletariat mehr und mähr beschäftigen. (Sehr rickstig!) Das sind wir unseren Freunden in Rußland, Frankreich, England schuldig. Kein Mensch kann uns hindern. Versammlungen ab. zuhalten. Die Parteigenossen sind geschult genug, um taktvoll die richtigen Grenzen ckinzuhalten. Wenn der Parteitag auf der Höhe der Situation sich befinde, müsse er den Antrag diesmal annehmen. Abg. Bebel: Einen schlechteren Dienst konnte niemand einem von ihm befürworteten Antrag erweisen, als Genosse Liebknecht mit seiner Rede. Hätte Genosse, Liebknecht nicht gesprochen, dann hätten ich und mckne Freunde im Parteivorstand den Antrag vielleicht mit Haut und Haaren verschlungen. Nachdem Liebknecht aber diese große weltpolitische Rede gehalten und enthüllt hat, -welchen politffchen Kern er in den Antrag lege, daß er damit eine antimilitartstische Agitation betreichen wolle, da habe ich mir den Antrag einmal näher angesehen. Genosse Liebknecht mag als Jurist vielleicht im stände sein, den Schlingen des. Par. 112 zu entgehen. Ich erkläre rund 'heraus — mag man es auf meine alten Tage mir als Feigheit auslegchr —, daß ich die Verantwortung für einen solchen Antrag nicht übernehme, der auch mir zur Folge haben würde, daß der Paragraph des Strafgesetzes bei nächster Gelegenheit abgcändert werden würde. Im Interesse der Partei bitte lich den ersten Absatz abzulohnen, den zweiten Satz können wir etwa wie folgt annehmen: Der Parteitag beschließt, der Partechocstand möge dahin wirken, daß in jedem Jahre vor der Aushebung ufw. Nach Annahme des Antrages wurde die Verhandlungen auf Freilag früh vertagt. (Telegramm.) — Jena, 22. Setzt. Der sozialdemokratische Parteitag hat heute nach sehr langer und heftiger Debatte mit allen gegen 10 Stimmen dr« Antrag Bebel angenommen» gegebenenfalls einen politischen Massenstreik vorzunehmen. Ta ges-R und schau. Deutsches Aeich, = Berlin. 22. Sept. Der Kaiser hat bestimmt, daß die Berfuchs- abteilung und die am 1. Oktober zu errichtende Bcrsuchskompagnie der Bcrkchrstruppen die Uniform der Eisenbahntruppen und dazu ein besonderes Abzeichen aus Epaulcttcs, Achselstücken und Achselklappen zu tragen haben. — Berlin. 22. Sept. Der Gouverneur von Samoa Dr. Sols hat in diesev Tagen das Schutzgebiet verlasse». Er wird während seines Urlaubs durch den schon seit mehr als zwei Jahren in Samoa tätigen Ober. richter Dr. Schultz vertreten werden. = Berlin, 28. Sept. (Tel.) Die „Nationalzeitung" meldet: Die Verhandlungen im preußischen Handelsministerium wegen Beteiligung des Staates an der Rheinisch-westfälische» Bergwerksgesellschast nehmen einen befriedigenden Verlauf, so daß ein Abschluß bereits in den ersten Tagen der nächsten Woche erwartet werden dürste. Der Erwerb der „Hibernia" für den Staat und der Eintritt der siskalischen Zeche „Gladbeck" in das Kohlrnshndikat dürften gesichert fein. — Köln, 22. Sept. Zur Berhaftnng des holländischen Anarchisten Rieuwenhuis erfährt die „Rheinische Zeitung", daß dieser gegen § 861 Abs. 3 sich vergangen, also ohne Erlaubnis ein verbotenes Bundesgebiet betreten hat. Vor vielen Jahren sei Rieuwenhuis in Bielefeld ausgewiesen worden. Tie Kölner Polizei habe bereirs zweimal an ven Mini- ster des Innern berichtet. Heute, nach 12 Tagen, befindet sich Rieuwen. huis immer noch in Hast. Lesterreich-Ungarn. Aom iulecnationale» Kibeiterverstchernngskongreß. — Wien, 22. Sept. Zu Ehren der Teflnehmer an dem intern. Arbeitcrvcrsicherungs-Kongreß hatte die niedcröstcrreichische Handelsund Gewcrbekammer einen Empsangsabend veranstaltet, zu dem sämtliche hiesige und ftcmde Delegierte, der Leiter des Handelsministeriums Graf Auersperg und zahlreiche Kongreß-Teilnehmer erschienen. Handelskammer-Präsident von Kink gab der Genugtuung Ausdruck, daß auf dem diesjährigen Kongresse zum ersten Male Vertreter der Arbeitgeber uiü> der Arbeitnehmer zu gemeinsamer Arbeit sich zusammcngefunden haften. Geheimerat Bödiker-Berlin dankte ftir den glänzenden Empfang und die geleistete organisatorische Arbeit. Dubois-Belgien verwies auf den Jahrhunderte alten, innigen Zusammenhang zwischen Oesterreich und Belgien und erklärte, von seiner Regierung beauftragt zu sein, der niederöstcr- reichischen Handelskammer, welche die österreichische Abteilung auf der Lütticher Weltausstellung organisierte, ihren Dank für die schöne Ausstellung zu übermitteln. Graf Skarzynsky-Rußland erklärte, er habe während des Kongresses Gelegenheit gehabt zu beobachten, wie die verschiedenen Nationalitäten und Konfessionen in Niederösterreich wohl, wie überall, ein wenig miteinander streiten, trotzdem aber mustergiltig nebeneinander leben. Der Arbeiterversicherungskongreß wurde heute geschloffen. Als Ort für die nächste Tagung wurde Rom bestimmt. Frankreich. — Paris, 22. Sept. (Tel.) Der maronitische Patriarch von Libanon ist hier eingetroffen. Er gedenkt etwa drei Wochen hier zu bleiben und wird mit Ministerpräsident Rouvier Besprechungen über die Interessen der Maroniten im Orient und die französischen Schutzbefohlenen haben. — Paris, 22. Sept. (Tel.) Heute vormittag wurde in den Gärten des Palais Rohal ein Denkmal Camille Desmoulins enthüllt, dessen Rede am 12. Juki 1789 einst den Anstoß zur Erstürmung der Bastiüe gegeben und der später — mit Danton verhaftet — ebenso wie seine tapfere Gemahlin Lucile, geb. Duplessis das Blutgerüst besteigen mußte. Amerika. — Washington, 22. Sept. (Tel.) Die «Newhork Tribüne" meldet von hier: Lee, der amerikanische Generalkonsul in Panama, berichtete dem Staatsdepartement, daß der Minister des Aenßer» in Panama, de la Guardia bei einem Besuch in Sanjose über ein Einvrrleibungsabkom- men mit Costarica verhandelt habe. Der Vorschlag gehe von Panama aus und, wenn er nicht Bedingungen enthält, die von Costarica als un- annehmbar angesehen würden,, werde er unverzüglich angenommen. Es heißt, kurz nach der Anerkennung der Unabhängigkeit Panamas habe der Gesandte von Costarica in Washington die amerikanische Regierung in Bezug auf die Haltung hinsichtlich der angcdcuteten Verbindung sondiert, aber das Staatsdepartement habe sich nicht darauf eingelaflen. .IHM... — I Amtliche Rachrichte«. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben Sich unter dem 24. August d. I. gnädigst bewogen gefunden, dem Königlich Preußischen Eisenbahn-Stationsvorsteher erster Klasse Krüger in Frankfurt a. M. das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen, dem Königlich Preußischen Eisenbahn- Stationsvorsteher erster Klasse B o r s u m in Kranichstein, sowie dem Königlich Preußischen Eilsenbahnsekretär Sennewqld in Berlin das Ritterkreuz Ii. Klasse des Ordens vom Zähringcr Löwen und dem Kriminalschutzmann Piltz in Berlin die silberne Verdienstmedaille zu verleihen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Sich unter dem 14. September d. I. gnädigst bewogen gefunden, dem Königlich Niederländischen Residenten van Rijn van Alke m a de in Palembang das Kommandeurkreuz II. Klasse Höchstihres Ordens vom Zähringer Löwen und dem Königlich Niederländischen Kontrolleur P r i n § in Talang Betoetoe das Ritterkreuz I. Klasse dieses Ordens zu verleihen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben untenn 14. d. M. gnädigst geruht, den Amtsvorstand Oberamtmann Wilhelm Schupp in Staufen zum Verwaltungsgerichtsrat zu ernennen. Durch Entschließung der Großh. Steuerdirektion wurden Buchhalter Hermann Strack bei dem Finanzamt Buchen w : gleicher Eigenschaft zu jenem in Offenburg, sowie Steuerkomms^ särassistent Wilhelm Mairon bei dem'Großh. Steuerkomm!!- sär für den Bezirk Heidelberg-Stadt in gleicher Eigenschaft zuiu Finanzamt Buchen versetzt und mit der Versehung der Buchhalter- ^ stelle daselbst betraut. _ __ Ernennungen, Verletzungen, Iuruhesetzungen etc. der etatmäßigen Beamte» der Gehaltsklaffen » bis K» Ernennungen» Versetzungen re. von »ichtetatmätzige» Beamte» Aus dem Bereiche des Gr. Minisleriums der Finanzen. — Steuerverwaltung. — Uebertragen wurde: Die Stelle eines Gehilfen 1. Klasse bei dem Großh. Steuern^ ^ missär für den Bezirk Staufen, dem Finanzassistenten Karl j zweiter Gehilfen (1. Gehilfen für seine Person) bei dem Großh. kommiffär für den Bezirk Mannheim-Stadt; di« Stelle eines Geh!^^ zweiter Klasse bei dem Großh. Steuerkommissär für den Bezirk dingen, dem Finanzassistenten Ludwig Bickel, zurzeit Einjährrg-T^l williger Unteroffizier in Freiburg; die Stelle eines Gehilfen 3“* ;| Klaffe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk SinSherrn, Finanzassistenten Karl Richard Heuß, zurzeit Einjährig-FreiwsUV Unteroffizier in Offenburg; die Stelle eines Gehilfen 2. Klaff« der Gr. Steuerkommissär für den Bezirk Pforzheim-«2and II» dem F'Uw assistenten Otto Güntert, zurzeit Einjahrig-Freiwilliger in Freiburg,, Stelle eines Gehilfen 2. Klasse bei dem Großh. Steuerkommissär Bezirk Kandern, dem Finanzassistenten Karl Nägele, zurzeit Emwk Freiwilliger in Konstanz; die Stelle eines Gehilfen 2. Klasse Großh. Steuerkommissär für den Bezirk Baden, dem Finanzassss^ Theodor Rauch, zurzeit Einjährigfreiwilliger Unteroffizier in Rasts^^ Stelle eines Gehilfen 2. Klasse bei dem Großh. Steuerkommissar Bezirk Hornberg, dem Finanzassistenten Johann Kuhn, zurzeit Halter bei der Karlsruher Lebensversicherung auf Gegenseitigken, malS Allgemeine Versorgungsanstalt in Karlsruhe; die Steuer« merei Sulzfeld (Amt Eppingen) dem UMererheber Ludwig Hetz teröwisheim. Zugeteflt: — Finanzassistent Otto Maier, 2. Gehalst (1. Gehilfe für son) bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Freiburg- 9&C. Ö24. Mittagvnttt. Sonntag den 24. Sept. 1905. in gleicher i^enschaft dem Großh. Steuerkommissär für den Bezirk Frei- öurg-Stadt. Versetzt: sämtliche in gleicher Eigenschaft: Finanzassistent Eugen Fanz, 1. Gehilfe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Mannyeim- , Stadt, zu jenem für den Bezirk Bretten, Finanzassistent Philipp Kinzel, 2. Gehilfe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Müllheim, zu jenem für den Bezirk Waldkirch, Finanzassistent Alfons Maier, 2. Gehilfe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Baden, zu jenem für chen Bezirk Freiburg-Land II, Finanzassistent Willibald Drhoff, 2. Gehilfe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Sinsheim, zu jenem für den Bezirk Boxberg, Finanzassistent Leo Frank, 2. Gehilfe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Waldkirch, zu jenem für den Bezirk Müllheim, Finanzassistent Georg Lupperger, zurzeit 1. Gehilfe beim Großh. Finanzamte Ueberlingen, zum Großh. Finanzamt Hornberg; die Steueraufseher: Sebastian Schilling in Hardheim nach I St. Märgen, Philipp Weinkötz in St. Märgen nach Hardheim, Wilhelm , Weißer in Krautheim nach Mühlburg, Friedrich Stephan in Mühlburg . nach Graben, Georg Kaltenmaier in Graben nach Krautheim, German ° Sattler in Offenburg nach Tauberbischofsheim, Xaver Jsenmann in Tauberbischofsheim nach Jestetten, Franz Buß in Jestetten'nach Breisach, Paul Scholl in Breisach nach Freiburg, Friedrich Metzger in Freiburg nach Eppingen und Kaspar Anlicker in Eppingen nach Offenburg. Auf Ansuchen seines Dienstes enthoben zwecks Ableistung seiner Militär- dienstpflicht: 'Finanzassistent Heinrich Heine, zurzeit 2. Gehilfe bei dem Großh. Steuerkommiffär für den Bezirk Tauberbischofsheim. — Zollverwaltung. — Versetzt: Postenführer Sebastian Riedmann in Oberschwörstadt nach Säk- kingen; die Grenzauffeher: Leopold Dietz in Kadelburg nach Meersburg, Karl Friedrich Gerich in Konstanz nach Gottmadingen, Kaspar Grämlich in Wiechs nach Konstanz, Emil Joos in Günzgen nach Oehn- ingen, Friedrich Kästle in Waldshut nach Weijen, Christian Kühlewein in Epfenhofen nach Grimmelshofen, Adolf Metzger in Meersburg nach Konstanz, Theodor Reiß in Günzgen nach Neuhaus, Albert Schmidt in Riedern nach Wiechs und Anton Sch renk in Neuhaus nach Peters Hausen. Des Dienstes enthoben: Finanzassistent Gustav Buckenmayer beim Hauptsteueramte Pforzheim zur Ableistung seiner Militärdienstpflicht. Aus dem Bereiche 'des Schulwesens. 1. Befördert bezw. ernannt: Bender, Heinrich, Schulverwalter in Oberweier, A. Ettlingen, wird Hauptl. in Griesbach, A. Oberkirch. Hofmeier, Meinrad, Unter!, in Worblingen, wird Hauptl. in Häusern, A. St. Blasien. 2. Versetzt: Benz, Joseph, als Unter!, an Realschule Singen. Bißenhofer, Alfred, als Unterlehrer an Realprogymnasium Buchen. Brätsch, Karl, nicht als Schulverwalter nach Hattingen, A. Engen. Burger, Oskar, Realschulkand., von Realschule Ladenburg an erweiterte Volksschule (Bürgerschule) Triberg. Teufel, Adam, als Unterl. an Höhere Mädchenschule Heidelberg. Torsner, German, als Unterl. an Realschule Kehl. Eppel, Otto, Schulkandidat, als Hilfsl. nach Bietigheim, A. Rastatt. Eschle, Albert, Hilfsl. in Altenburg, als Schulverw. nckch Jppingen, A. Donaueschingen. Fortenbacher, Karl, Schulkand., als Unterl. nach Willaringen, A. Säk- kingen. Frey, Georg Friedrich, als Unterl. an Realgymnasium Mannheim. Fritz, Anton, als Hilfsl. nach Dittwar, A. Tauberbischofsheim. Galm, Franz Anton, Schulverw., von Wiechs, A. Engen, nach Hattingen, A. Engen. Gasienmann, Gustav, als Unterl. an Realschule Ladenburg. Grimm, Friedrich, als Unterl. nach Offenburg. » Haupt, Leopold, Musiklehrkandidat, von Realschule Kenzingen an Bert- hold-Gymnasium Freiburg. Heim, Emma, Unter!., von Willaringen nach Haslach, A. Wolfach. Heimgartner, Therese, Unterl., von Haslach, A. Wolfach, nach Allmanns, darf, A. Konstanz. Hofmann, Karl, als Unterl. an Realschule Singen. Kimmelmann, Alois, Schulkandidat, als Unterl. nach Karlsruhe. Kirn, Franz, Unterl., von Gremmelsbach an Blindenanstalt Ilvesheim. Lang, Sofie, Hilfsl. in Seelbach, A. Lahr, wird Unterl. daselbst. Martin, Heinrich, Unterl., von Berthold-Gymnasium Freiburg an Realschule Kenzingen. Martin, Hermann, Unterl. an Blindenanstalt Ilvesheim, als Hilfsl. nach Durlach. Ringwald, Karl, Unterl., von Freiburg an Ghmntrfium Heidelberg. Schreck, Rudolf, als Unterl. nach Heidelberg. Schück, Theodor, Zeichenlehrkand., an Berthold-Gymnasium Freiburg. Sigmann, Ludwig, als Unterl. nach Neustadt. Streit, Arthur, Unterl., von Volksschule Offenburg an Realschule das. 3. In den Ruhestand tritt: Henninger, August, Hauptl. in Helmstadt. 4. Aus dem öffentlichen Schuldienst treten aus: Göbelbecker, Wilhelm, Schulverwalter in Würm. Kamm, Bertha, Unterl. in Linkenheim. Wiedmer, Georg, Unterl. in Opfingen. Badische Chronik. ' Mannheim, 21. Sept. Die Hinrichtung des vom Schwurgericht wegen Mords zum Tode verurteilten Schreiners Georgs Theater, Kunst und Wissenschaft. - Großh. Hoftheater zu Karlsruhe. In der Oper findet am Dienstag den 26. (A 6) eine Aufführung von „Tristan und Isolde'', am Freitag den 28. (6 6) „Fidelio", am Sonntag oen 1. Oktober (O 7) „Die Afrikanerin" statt. In „Fidelio" wird Fräulein Marre Hösl, wie bereits am verflossenen Mittwoch im Theater in Baden, dre Partie der Leonore singen. Fräulein Hösl ist eine Schülerin von Frau Röhr in München nud gehört seit Beginn der Spielzeit dem Opernpersonale an; ste beginnt soeben ihre Bühnenlaufbahn und Karlsruhe ist ihr erstes Engagement. Das Schauspiel bringt am Freitag den 29. (A 7) eine Aufführung vom „Grafen von Charolais", am esamstag den 30. (B 7) den „Bibliothekar". Die Premiere von Albert Geigers Minnedrama „Blanscheflur" ist auf Dienstag den 3. Oktober in Aussicht genommen. — Bamberg, 23. Sept. (Tel.) Der Kongreß für Denkmalspflege sprach sich für Erhaltung des König!. Opernhauses in Berlin aus. Bermischtes. --- Berlin, 23. Sept. (Tel.) Auf der Radrennbahn Treptow ist Sestern beim Training der Dauerfahrer Stellbrink gestürzt. Er erlitt schwere Kopfwunden und einen Bruch beider Arme. Auf der Bahn in Deplitz geriet ein Vlotor in Brand. Der Fahrer erlitt Brandwunden an den Händen. Der Rennfahrer Schultze-Zahlendorf kam zn Fall und brach das Schlüsselbein. hd Thorn, 22. sept. (Tel.) Hier sind mehrere Typhnsfällc vorgekommen. Die betreffenden Häuser sind polizeilich gesperrt worden = Posen, 22. Sept. (Tel.) In Hohensalza wurde der Vorsitzende ft Kredilgcnossrnschaft, Baumeister Theodor Langner, wegen bedeuten- Unterschlagungen verhaftet. Frkft. Ztg. — Anklam, 22. Sept. (Tel.) Bei einem gerichtlichen Lokaltermin schoß, der Schlosser Rohde auf seine Greuznachbarin Fräu- lem Passow und verletzte sic tödlich. Er gab sodann auf das Ehepaar Passow zwei weitere Schüffc ab, die jedoch ihr Ziel ver- »ehlten, und erschoß sich hierauf selbst. _ Kadrsche jjftreffe* _ Becker aus Heidelberg ist wegen der bevorstehenden Niederkunst seiner Frau, die für Mitte Oktober zu erwarten ist, verschöbe» worden. Man will, wie es heißt, die Frau und das zu erwartende Kind schonen, das schon durch den Eintrag in die Standesregister einen Makel erhalten würde. Frkf. Ztg. * Heidelberg, 23. Sept. Die letzte Schloßbelcnchtung in diesem Jahre findet, wie bereits mitgeteilt, heute Samstag, statt. Wie verlautet, soll auf dem Neckar ein großartiges Fcuenvcrk veranstaltet werden, ähnlich wie das im Jubiläumsjahr 1886. -pk. Philippsburg, 23. Sept. Morgen, Sonntag, findet in der Gemeinde Oberhausen die Enthüllung eines Kriegerdenkmals und die zweite Fahnenweihe des dortigen Militärvereins statt. Id Pforzheim, 22. Sept. Dieser Tage wurde an das städt. Elektrizitätswerk hier der 2000. Motor angeschlossen. Die Zahl der Kraftabnehmer beträgt über 600; diese rekrutieren sich vorwiegend aus Kreisen der Bijouterie-Industrie, die besonders viele der kleinsten Motoren zu Polierzwecken verwendet. * Baden-Baden, 22. Sept. Das Großherzogspaar trifft Mittwoch, 4. Oktober, zum Herbstaufenthalt auf Schloß Baden ein. A Baden-Baden, 22. Sept. Das Städt. Kur-Komitee veranstaltet am kommenden Sonntag, den 24. September, abends, ein Garten-Fest mit Italienischer Nacht und Beleuchtung des Konversationshauses. Gleichzeitig findet ein Doppel-Konzert des Städt. Orchesters und der Kapelle des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 30 aus Karlsruhe statt. 5? Triberg, 22. Sept. Die hiesige Bahnhofwirtschaft wurde an den Gasthofbesitzer Sauer von Gutach neu verpachtet; er zahlt das Fünffache des bisherigen Pachtzinses, nämlich 5000 Mark das Jahr. Ä Freiburg, 22. Sept. Im Jesuitenkloster und Lehranstalt „Stella Matutina" in Feldkirch, Vorarlberg, machen gegenwärtig 63 Priester Exerzitien, davon sind Mein 30 aus der Erzdiözese Freiburg. W Frcibnrg, 22. Sept. Vermißt wird der 11 Jahre alte Bolksschüler Friedrich Rese, Sohn des Werkmeisters Rese. Der Knabe hat^sich heimlich aus der elterlichen Wohnung entfernt. ft Säckinge», 22. Sept. Die Leiche der in Laufenburg ertrunkenen Tochter des Zollinspektors Rößler wurde in Basel ge- ländet. Maina», 22. Sept. Gestern nachmittag empfing die Großhcrzogin in Schloß Mainau die Vorstände der Frauenvereinc der Seegegend.. Der Großherzog ließ Sich dann anschließend die erschienenen Beiräte der Vereine vorstellen und sprach längere Zeit mit ihnen. Heute waren der Kommandeur und eine Vertretung der Offiziere des 20. Kgl. Bayerischen Infanterieregiments aus Lindau zur Mittagstafel geladen, während der die Musik des Regiments spielte. Zur bevorstehenden Landtagswahl. Id Heidelberg, 22. Sept. Unsere Stadt zählt 6540 Wahlberechtigte zum Landtag. Es entfallen auf den 64. Kreis (Nord) 3104, auf den 66. (Süd) 3436 Wähler. 4 Aus Baden, 21. Sept. Wahlberechtigte zur Landtagswahl: Schopfheim 736, St. Georgen 886, Donaueschingen 799, Pful- lendorf 455, Waldkirch 976. Aus den Nachbarländer»». = Wörth a. Rh., 21. Sept. Gestern früh wurde dem 30 Jahre alten Rheinbauarbeiter Friedrich Höffler von hier bei einer Verschiebung der Baggermaschine stromabwärts beim Festmachen des Drahtstranges der rechte Fuß unterhalb des Knies förmlich abgerissen. Das Stück Bein fiel in den Rhein und verschwand in den Wellen. Der Schwerverletzte wurde in das Krankenhaus nach Karlsruhe verbracht. — Kaiserslautern, 22. Sept. (Tel.) Zum rechtskundigen Bürgermeister von Kaiserslautern wurde der „Pfälz. Presse" zufolge mit Wirkung vom 1. Januar 1906 Dr. Hans Küfner, zurzeit rechtskundiger Bürgermeister in Weißenburg a. S., gewählt. — Stuttgart, 22. Sept. Der König hat heute, lt. „Schw. Merk.", dem Generalleutnant v. Linck, der einst sein militärischer Erzieher war, zu seinem 80. Geburtstage ein huldvolles Handschreiben nebst einem kostbaren Geschenk übersandt. Aus der Residenz. Karlsruhe, 23. September. * Konsularisches. Am 20. September d. I. ist zu Bremen Herr Magnus Karl August Mausfeldt, Chef des Hauses Mans- feldt uud Stahlkuecht, gestorben, dem seit dem Jahre 1877 der Posten eines Großherzoglichen Konsuls an diesem Platze übertragen war. — Kerr Hverauttinan» Schupp i« Stanke» wurde zum Ver- waltnngsgcrichtsrat ernannt. Schupp war früher Amtmann beim hiesigen Bezirksamt und hat sich als solcher durch feiw — Rostock, 22. Sept. (Tel.) Bei dem Gute Perstohl bei Neubukow stürzte heute vormittag Oberleutnant v. Stockhausen vom Jnf.-Regt. Nr. 76, Hanseatisches, mit seinem Pferde und erlitt einen doppelten Schädelbruch. — München, 22. Sept. (Tel.) Von den aus den Bergen kommenden Flüssen wird als Folge von Gewittern, Wolkenbrüchen und anhaltendem Regen starkes Hochwaffrr gemeldet, das mehrere Bahnunterbrech- ungci: verursachte. — Budapest, 22. Sept. Graf Stephan Tisza, der frühere ungarische Ministerpräsident, stieg bei dem Rennen zu Großwardein in den Sattel und konnte auf seiner Stute „Dora" das Szalkaer Hürdenrennen gewinnen. — Graz, 22. Sept. (Tel.) Der Inhaber einer Feinputzerei, Martin Mayer, welcher am 9. Juni d. I. den Getreidehändler Rudolf Latzer, bei dem er als Magazinsarbeiter bedienstet war, aus Rache durch einen Revolverschuß in den Kopf getötet hatte, wurde heute von den Geschworenen des Mordes schuldig erkannt und vom Gerichtshöfe zum Tode durch den Strang verurteilt.- Znr Fleisch- und Milch»»ot. o Born nördlichen Kaiserstuhl, 22. Sept. Die vielseitigen Klagen über Fleischnot werden in unserer Gegend mit allgemeinem Kopffchütteln ausgenommen. Wie aus Forchheim a. K., so liegt auch aus Weisweil eine ähnlich^ Meldung vor. Tort stehen über 100 Stück Schlachtvieh zu annehmbaren Prcffen zum Verkauf, und die Landwirte wären froh, das Vieh tos zu werden. Darnach scheint die Ursache der Fleischteuerung mehr am Zwischenhandel zu liegen, dem die Metzger durch direkten Einkauf begegnen könnten. _ pf^ Speyer, 21.^Sept. Die Oekonomen und Milchproduzenten der >stadt «peher u. Umgebung hielten bezüglich des Absatzes landwirtschast- lichcr Erzeugnisse am letzten Sonntag eine Versammlung ab, in der folgendes festgeftcllt wurde: Im Schlachtbedarf an Rindern, Kühen und Ochsen, sei durchaus keine Fleischnot zu erkennen. Rindfleisch koste in s-peyer und in der Pfalz durchweg nur 70 Pf. das Pfund. Wenn Schweine beim Bauer zur Zeit 71—73 kosten, so sei dieser Preis mit Rücksicht auf teuere Einsatzschweine und Fütterung gerechtfertigt. Zu 40 bis 44 im vergangenen Jahre sei vom Bauer Geld zugelegt worden, und doch haben die Metzger am Klotz zu 60—64 verkauft. Was die Milch Seite 3 . konziliantes Wesen in weiten Kreise» der Karlsruher Bürgerschaft ein großes Ansehen erworben. D Tie Lcibdragoner und die Artillerie, die mit an den diesjährigen Kaisermanövern teilgenommen haben und den Marsch vom „Schlachtfelde" in ihre Garnison zu Pferde, ohne Benutzung der Eisenbahn zurücklegten, langen heute wieder in ihren Kasernen an. Unsere Garnison ist dann wieder vollzählig beisammen, und wir brauchen im Stra« tzenbilde nicht mehr das zweierlei Tuch zu vermissen, wochenlang hat es in der üblichen Stärke gefehlt. Die Strapazen der Manöver find nun überstanden. Mancher ist froh, nun wieder unter Dach und Fach zu kommen, er denkt an die Biwaktage in der kühlen Septenfiernacht mit einem gewissen Respekt zurück, der andere preist seinen Schöpfer, daß er nach langer Trennung wieder beim Liebchen angekommen ist. Er hatte nicht geschrieben, daß er ihm treu geblieben, das wäre auch wohl nicht ganz der Wahrheit gemäß gewesen, wenn auch so ein Manöder- schätzchen nicht für voll mitgezählt wird. Am meisten freuen sich aber diejenigen, von denen es heißt: „Reserve hat Ruh'". Dies erwünschte Ziel hat ihnen schon Monate lang ständig vor Augen geschwebt, und sie haben dem Sehnen ihres Herzens überall nach Möglichkeit schriftlichen Ausdruck verliehen. Wochen lang haben sie jeden Tag gezählt, und nun ist er da. „Parole 1". Am Montag früh werden auch sie entlasten, die von der Kavallerie und von der braven Arkeley. Dann heißt es scheiden von den Kameraden und von der Liebsten, dann singen sie mit der dem deutschen Soldatenliede eigenen schleppenden Schwermut: „Wir war'n Soldaten, wir waren's gerne, doch jetzt ist uns're Dienstzeit aus!" D Der Herbst nimmt heute, am 23. September, seinen Anfang. Am heutigen Tage sind Tag und Nacht von gleicher Länge. Nach mathematischer Berechnung geht die Sonne abends 6 Uhr unter, sie tritt ick das Zeichen der Wage und kreuzt den Aequator. Vom Herbst sagt die Bauernregel, wenn er warm sei, folge meistens langer Nachwinter. Eine andere Regel lautet: „Ist im Herbst das Wetter hell, so bringt es Wind im Winter schnell." Ein trockener lieblicher Herbst lasse einen guten Frühling erwarten. 'Großen Wert legt -der Landmann darauf, ob die Bäume ihr Laub lange behalten. Wenn der Eichbaum sein Laub behält, so folgt im Winter sttenge Kalt! Sitzt das Laub noch fest an den Bäumen, so deutet das auf einen strengen Winter. Meibt im Oktober das Laub nahe am Stamm liegen, so folgt ein fruchtbares Jahr. Laubfall am Leodegar >(1. Oktober), kündet an ein fruchtbar Jahr. Bor dam St. Gallentag (16. Oktober) muß alles Gesäme aus der Erde gegraben, in den Keller gerächt, über den Winter da belassen, aber ehe noch der Kuckuck schreit, wieder ins Freie gesetzt werden. Ueberhaupt spielt der Gallustag und die Galluswoche, die dritte im Ottober, für den Landwirt eine große Rolle. In dieser Woche darf kein Roggen gesät werden, auf St. Gallentag muß jeder Apfel in seinen Sack, St. Gallen läßt den Schnee fallen, an dem Tage bleibt die Kuh im Stall, um diesen Tag kann man den Nachsommer erwarten, St. Galliweitt gilt als Bauernwein, ,denn wann St. Gallus den Butten trägt, ist's ein schlecht Weinzeichen. [g] Stadtgarten oder Festhalle. Das morgige, ausgewählte Programm der konzertterenden Leibgrenadierkapelle bringr u. a. zum ersten Mal eine schwedische Fantasie —„Aus Berg und Tal", Volksweisen aus Gestrikland — zur Aufführung, welche Musikdirektor Boettge bei seinem Gastspiel in Stockholm hörte und mitbrachte. Von der eigenartigen Stellung, die gerade die nordischen Volksmelodien ihres ausgeprägt nationalen Charakters wegen einnehmen, entwerfen die einzelnen, in der Anzeige näher bezeichneten Stücke in ihrer Gesamtheit ern lebensvolles Bild. Außerdem kommen beliebte Stücke unserer vaterländischen Komponisten Wagner, Weber, Mozatt, Sttauß u. s. w. zur Aufführung. iO Die große Schaustellung „Indien" der Herren Gebr. Hagenbeck auf dem Meßplatz (hinter dem Stadtgarten) übt andauernd eine große Anziehungskraft auf das Publikum aus. Neben den Umzügen und den Vorstellungen der braunen Leute, die sich als Patterre-Akrobaten und Ba- lanceure, als Schwertschkvcker, Seiltänzer, Schwertfänger, Bärenbändiger, Zauberer, Fakire und Gaukler produzieren, gibt es noch sehr viel Interessantes zu sehen, und die Zuschauer stehen bewundernd vor den Werkstätten der geschickten Leute. Sehr unterhaltend sind auch die Zauberer, die in den Zwischenpausen durch ihre vorzüglichen Leistungen das Publikum amüsieren. Zu vergessen ist nicht der reichhaltige Bazar, irr dem die von den Indiern verfettigten Gegenstände zum Verkaufe ausgestellt sind. Wir können den Besuch dieser sehr interessanten und lehrreichen Schaustellung bestens empfehlen. Für den morgigen Sonntag dürfte sie, da die Truppe nur den einen Sonntag hier bleibt, eine große Anziehungskraft ausüben. § Schwerer Unfall. Ein lediger Maurer aus Daxlanden ist gestern nachmittag 5 Uhr in einem Neubau in der Aorkstraße dadurch verunglückt, daß ihm eine schwere Steinplatte auf das rechte Bein fiel und ihm den Unterschenkel abschlng. Der Verletzte hatte sich einen komplizierten Unterschenkelbruch zugezogen. Nach Anlegung eines Notverbandes durch einen herbeigerufener» Arzt wurde der Verletzte auf einer fahrbaren Tragbahre in das Dinzentiuskrankenhaus überführt. 8 Straßenbahn-Karambolage. Als am Freitag vormittag I/^IO Uhr ein von Beiettheim kommender Wagen der Straßenbahn an einem Kohlensuhrwcrk in der Karlstraße vorbeifuhr, trat das vor den Wagen gespannte Pferd plötzlich einen Schritt seitwärts, wurde von dem Stra- ßenbahnwagen erfaßt und zu Boden geworfen, wobei die Deichsel abbrach. Der Besonnenheit des Straßenbahnwagen-Führer ist es zuzuschreiben, daß das Pferd unverletzt blieb, da er den Wagen zum sofortigen Stehen beachte und hierdurch weiteres Unglück verhütete. Ein Verschulden des Fuhrmanns liegt nicht vor, da er alle Vorsichtsmaßregeln an seinem Fuhrwerk getroffen hatte. betreffe, so sei der seit Jahren gewohnte Preis von 14 Pf. das Liter, verlustbringend. Es wurde ein neuer Verkaufspreis von 16 Pf. das Liter einstimmig festgelegt. Die Händler hätten bisher daS Liter an die Stadtbewohner zu 22 Pf. abgeliefert und den Verdienst den Landwirten entzogen. Zur Durchführung des neuen Milchpreises wurde ein Komitee gewählt. Strenge rheinbayerische Gesetze bilden einen Damm gegen Versuche etwaiger Milchfälschungen. bä Berlin, 22. Sept. (Tel.) Zu der Fleischteuernng haben nun auch die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin Stellung genommen. Wegen der Höhe der Fleischpreise beabsichtigen sie vom Standpunkte der Jndusttie und des Handels Berlins aus, bei den Reichs- und Staatsbehörden darauf zu drängen, daß Maßnahmen ergriffen werden, welche die aus der Fleischnot dem Handel und der Industrie erwachsenden Gefahren zu beseitigen geeignet sind. Zur Choleragefahr. — Berlin, 22. Sept. (Tel.) Der „Staatsanzeiger" meldet: Vom 21. September bis 22. September mittags wurden in Preußen neun choleraverdächtige Erttanknngen, darunter zwei Todesfälle» an Cholera amtlich neu gemeldet. Die Gesamtzahl der Cholerafälle bettägt bis jetzt 236 Erkrankungen, wovon 80 tätlich endigten. Um die Sicherhett der gesundheitlichen Uebevwachung des Schiffahtts- und Flößereiverkehrs zu erhöhen, wurden weitere Sttomüberwachungsstellen eingerichtet. Als Leiter dieser Stellen wurden praktische Aerzte bestellt. = Mattenwerder, 22. Sept. (Tel.) Den „Neuen Weschveutzischen Mitteilungen" zufolge wurde bei einer unter Beobachtung stehenden Arbeiterin in Graudenz amtlich Cholera festgestellt. btt Lodz, 22. Sept. (Tel.) Die bis jetzt an Cholera hier gestorbenen sind sämtlich Frauen und junge Mädchen. Das Hy- gienische Koinitee hat 180 000 Rubel von der Regierung gefordert, um die Epidemie zu bekämpfen. — Wcoclawsk (Warschau), 22. Sept. (Tel.) Vom 15. bis 20. September wurden hier 3 Ch-lerafälle gemeldet; ttne Frau und ihre beide« Kinder sind gestorben. ■ Arbeiterbewegung. = Berlin^ 22. Sept. Der Streik der Arbttter der Elektrizität», firmen, der mangels Materials notwendigerweise die Schließung üeä Eklte 4. § Ein gefährlicher Zecher. Ein Kellner aus Leipzig machte in einer Wirtschaft in der Steinslraße Skandal, leistete der Auf- forderung des Wirts, das Lokal zu verlassen, keine Folge und warf einer Kellnerin ein Bierglas an de» Kopf, so dasz sie erheblich verletzt wurde und sich im Krankenhaus verbinden lassen mutzte. 8 Unehelichkeiten. Ein ftrifcurgeliilfe aus Mülhausen entlief) von einein Kollegen eine goldene Uhr und einen goldenen Ring im Werte von 82 Jt und ging damit flüchtig. Am hiesigen Hauptbohnhos wurde am 17. d. einer Dame das Portemonnaie mit 83 tvhiiiei ve» iHlienio. fltfultuS-Auzeiger. Das Nähere bittet man aus de», J»ser»te»ieil z» ersehe» ■ Samstag den 23. September: Aaiier«.Verein. Vereinsabend im Tvroler. Tußvassverei». Halb 3 Uhr Uebnngsspiel ans dem Sportplatz. Kaiifm. Verein Merkur. 9 Uhr Znsatntnettkunft im Priilz Karl, l. Karkrr. Alhketenkl.Germania. b,9U.Ucbgsabd.i.Lok.z.Rußba>MlsZ LiederKrauz. 9 Uhr Gemütliches Beisnminenscin. .st Marineverein. Halb 9 Uhr Vereinsabend in der Karlsbnrg. r Männerturnverei». 3 .8 Ubr Dameuabteiliing, Zentrallnnchcille? Adenwaldverei». Halb 9 Uhr Zusammenkunft. Rest. Schildbürger.' Nioniervereia. Halb 9 Uhr Vereinsabend im Löwenrachcn. Bheinliluv Allemnnnia. 9 Uhr Klubabend im Hohenzollern. Rnüerverei» Slurmvogek. 9 Uhr Vereinsabend im Palmengarten. Salamander, l. Karls». Anbeisil. 9 U. Klubabend im Klnbh.Rheinh. Verein d. Würkte,»beige». H. 9U. Versannnlung. König von Preußen. Verein ehrm. gelv. Dragoner. */*9 Uhr Znskft. Rest. Lokalbahn. Aer. ' hem. Leib-Dragoner. 1»9 Uhr Bereinsabd. imKönig vonPreußen Vereinigte Wöbespocker. Stiftungsfest. Ritter, Kronenstr. Sonntag den 24. September: Ärbeiteräikdiingsver.' »3 U.Fa>»illenansfl>ig, Rüppurr, Bahnh.-Hotel. Vürgerverein der Mestliadt. ».8 Uhr Ausflug. Liihvallktuö Vkönir. 4 Uhr Engländerplatz. — Vereinsabend. Jufjftnflttemii. Vorm. Tennis-Turnier. 1 Ui Uhr Uebnngsspiel. chd„>.gveren> Madenia. 7 Uhr Familienabend im Cast Nüwack che angver. Arenndschatt. Familienansflng nach Bergbansen. Ab 2 Uhr. chetängverei» Kermani». 7 Uhr Unterhaltung in der Wolffchlncht. Kolosteum. 4 nnd 8 Uhr Varsiellniig. Lieperkranz. Säiisscr-Herbslansflug. Ab 2.25 Uhr nach Berghansen. Mandolinenktnv. Halb 4 Uhr Tanzansstng. Dnrlach, Amalienbad. Männergelangverei». 2 Uhr Tanzansstng. Dnrlach. Festhalle. Männe, turn verein. Fan>ilienansflng. Abfahrt 7 01 Uhr. üchwarzwaldverein, Ansflng. Abfahrt 7.40 Uhr. Albthalbahn. Htadtgarten. 4 Uhr Konzert der Leibgrenadierkapelle. Spielplan des Grotzh. Hoftheaters: In Karlsruhe: Sonntag, 24.: Abll. B. 6 . Ah.-Vorst „Figaros Hochzeit", kom. Oper in 4 A. von Mozart. i/^7— 1 / 2 , 1 0. Dienstag, 26.: Abtl. A. 6 . Ab.-Vorst. „Ttistan und Isolde" in 3 Aufzügen von Richard Wagner. 6 —V 3 II. Donnerstag, 28.: Abtl. 6 . 6 . Ab.-Vorst. „Fidelio", Oper in 2 A., Musik von Beethoven. 7 bis nach 0. Freitag, 29.: Wtl. A. 7. Ab.-Vorst. „Der Graf von Charolais", Trauerspiel in 5 A. v. Rich. Beer-Hofmann. 7 bis nach 10. Samstag, 30.: Wtl. B. 7. Ab.-Vorst. „Der Bibliothekar", Schwant in 4 A, v. G. von Moser. 7 bis gegen ^10. Sonntag, 1. Okt.: Abtl. 6 . „Die Afrikancrin", große Oper mrt Ballet in 5 A. Musik v. M e h e r b e e r. bis nach 10. I n Baden: Mittwoch, 27.: 1. Ab.-Vorst. „Die Herren Töhne", Volksstück in 3 A. von Oskar Walther und Leo Stein. 7—9. SHorp Sonntag de« 24 . ds. bleiben meine Geschäftslokalitäten bis abends geöffnet! Tic Herren Reservisten erhallen große Preisermäßigung. 11 . Bmibartl), Kaiser- n. Ilerrenxtr.-Ecbe. Brässtes. um Platze. 14444 224. Mittagblatt. Sonntag den 24. Scpk. 4905. Kcrdische Uvesse. Seite 5. flcXoIF Sexauer, Hoflieferant, Karlsruhe Möbelstoffe, Polffermöbel, Dekorationen, 8 - Ueppiche, Gardinen -— : Kaiferlfrafje 213 . Materinnenschule ^ods zu Karlsruhe Unter dem Protefcterat Ihrer Kgl. Hflh. der Grossherzogin Luise von Baden. Xf'j f Beginn des XXI. Studieniahres: ien 2 0kt „ ber 9 Uhr Für die Klassen der Professoren Fehr und Schmld s Montag den 16 . Oktober. 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Septbr. 1905, abend» 9 Uhr: Klub-Abend im Klubhause (am neuen Nheinhafen) HB. Rückfahrt mittest Sonder- wagen der eleltr. Straßenbahn 12 Uhr ab Klubhaus. Der Borstand. Rnderverein Sturmvogel (e. V.). heute Samstag abend präzir 9 Uhr Vereins- Abend im Lokal Herrenstraße. Der Borstand. „Rhtiukl«bAllt«ilMiu" -. ». Heute SamStag 9 Uhr: Klub-Abend im Klublokal „Hohenzollern". Um vollzähliges Erscheinen bittet Der Borstand. Verein der Württemberger. Samstag Abend halb 9 Uhr: Versammlung im Lokal GasthanS „znm König von Preußen", Adleritraßc. Der Borstand. Bayern- rveitz Unter dem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Ludwig von Bayern. Jeden SamStag BereinSabend im Lokal Throler (Hirschbrücke. 100). Landsleute w>'lko»,mcn! Der Borstand. Gas-«. Wasserleitungs- Geschäft 14351.4.1 RarlFr.illexJiiller Karlsruhe Zmalienstr. 7 . Ket 1284 . A Allein-Vertretung de r Gas- Stark-Licht- Lampe „Lukas- licht" mit 150,300, 500 u. 1000 Kerzen Lichtstärke, ohne jede Rebenanlage. Billigste Betriebskosten. 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September: WMN-MmdL^"KL Amalienstr. 49, Lad., Ecke Hirschstr. nach Durlach in die Festhalte. Zusammenkunft bei gutem Wetter um 2 Uhr am Tivoli, bei schlechter Witterung Fahrt per Eisenbahn oder per Elektrischen nach Durlach, direkt in die Fcsthalle. 14291.2.2 Arbeiter - Bildnngs -V er ein Eingetragener Verein — MUHvIrnstvaHe 14. Sonntag den 24. September d. Js.: Fnmlitii Ansstnz mit TaiiMtkrhnltiliig ■■ * ■■■ *■ nach RüPPnrr, Bahnhof »Hotel. Treffpunkt: Bei günstiger Witterung 'A>3 Uhr am Tivoli. Bei ungünstiger Witterung 3 Uhr Bahnhof der Albthalbah». Um zahlreiche Beteiligung laden wir fteundl. ein. 14440 Den Rarlland. Mandoline-Klub Karlsruhe. Sonntag den 24. mittags V-4 Uhr Tanz-Ausflug -- - - - — Stadtgarten oder Festhalle« Sonntag den 24. September 1905, nachmittags 4 Uhr der gesamten Kapelle des Badischen Leib - Grenadier-Regiments. König). Musikdirektor Adolf Rostige. Programm. 1. Hoch! Grossherzog Friedrich! Parademarsch des Leib-Grenadier-Kegiments.Boettge. 2. Ouvertüre zur Operette „Piqu6 Dame“ . . . Suppe. 3. -Jung Werners Abschied a. d. Op. „Der Trompeter von Säckingen“ ......... Nessler. 4. Bei uns z’Haus, Walzer ......... Strauss. 5. Ouvertüre z. Op. „Oberon“ ........ Weber, 6. Divertissement a. d. Op. „Lohengrin“ (I. Akt) . Wagner. 7. Nordisches Bouquet ........... Bach. 8. „Chinesische Fächer“, Polka franrjaise .... Fahrbach. 9. Marsch und Walzer a.d. Op. „Das goldene Kreuz“ Brüll. 10. Küssen ist keine Sünd’, Lied a. d. Operette „Bruder Straubinger“.. Eysler. 11. Aus Berg und Tal, Schwedische Volksweisen . Film. Inhalt: 1, Heimkehr vom Walde. 2. Kirmess- Polka. 3, Bauern tanz aus Upland. 4. Hoch- zeitsreigen. 5. Bauernmarsch, 6. Vieh auf der Weide. 7. Mazurka. 8. Schluss-Reigen. 12. Türkischer Marsch a. d. A-dur-Sonate . . . . . Mozart. ir- * • + / Abonnenten ...... 20 -4 itiintn t. ^ Nichtabonnenten . ... 59 ^ Musikabonnements haben Gültigkeit. Programm 10 4 Die Eintrittskarten berechtigen, nur zum einmaligen Eintritt. nach Durlach, Amalien-Bad. Einführimgsrecht gestattet. 14423 Der Vorstand. ur Heute Samstag den 23. ds. Mts. findet im Saale der Restauration Ritter (Kronenstr. 46) unser diesjähriges Stiftungs-Fest verbunden mit Gesang, Tanz und kölnischen Borträgen tatt, wozu Freunde und Gönner des Vereins sreundlichst eingeladen sind. B27493 Der: Vorstand. Colosseum 1938 1938 Direktion: J. Raimond. Samstag den 23. September 1905: ■ Keine Vorstellung. - Sonntag den 24. September 1905: Zwei Vorstellungen nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr. Zu beiden Vorstellungen Auftreten des beliebten Säehsisetaen Komikers =Hans Girardet= sowie sämtlichen z. Zt. engagierter Artisten. i4bso Sonntag de« 24. September 1905 im »GrotzeirSckoppen' in yißaximiliansau Eintrittskarten berechtigen zur Teilnahme an der GratiS- Berlofung. 7483a Znm Besuche ladet ergebenst ein KmmhkiiBtmck MmmliMii n. Ittngtgcnii. Wy-" Xum Kronenfels. Samstag den 23. 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Mt»., nachmittags von 4—11 Uhr: — Grosse Konzerte s ansgeführt vom Apollo - Orchester unter Mitwirkung eines «rfidelen Ge sangshnmoristen. Hierzu ladet sreundlichst ein E. Müller. , Um den Klagen wegen Sitzgelegenheit wis bisher vorzubeugen, wird gebeten, recht frühzeitig bei Beginn der Konzerte sich einzufinden. Karten im Vorverkauf ü 25 Pfg. find im Büffet erhältlich. 14424 Spöck. 7638» Farren- Versteigerung. GM Nächsten Menlng len 25 . i. M., mchnMigs 3 Uhr, versteigert die Gemeinde Spöck auf dem Rathaufe einen fetten Rind», farre« und einen SchweinSfarre«, wozu Liebhaber eingeladen werden. Spöck, den 22. September 1905, Der Gemeinderat. H o f h e i n z, Bürgermstr. Pension Refined, home for ladies Fran tob Ehr, Bismarckstr.37a. Solptmildgrftrle bei billigster Berechn, lief. »27482 Sleinle Ä Vierttaaler, 2.1 Karlsruhe, Wielandtflraße 16. Heirats-Gesuch. 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Remraele nach schwerem Leiden gestern abend 6 Uhr zu sich zu rufen. Karlsruhe, den 23. Septbr. 1905. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Kflfl Seufert, Finanzbuchhalter Lina Seufcrt. Die Beerdigung findet Montag vormittag */, 10 Uhr von der Friedhaf kapelle aus statt. Trauerhaus: Luisecstrasse 43. 14435 Auf dem Messplatz Karlsmhe, hinter dem Stadlgarten. Unwiderruflich nur vom 19.—28. September er. Gebr. Hagenbecks grosse Scliaiistellniig = Indien Sonntag, 24. Sept, MT ©grosse 13 ala-Vorstellungen —”, ¥»?b"Ti£ II” 75 Personen, Männer, Frauen nnd Kinder 6 Elefanten — 12 Zebus, 2 Mysoreochsen — 10 Zwergesel — 3 Lippenbaren re. Zauberer, Gaukler, Bambnskmistler, Kunsthandwerker, Bajaderen, Tänzerinnen, Bärendresseure, ArbeitSclefanten rc. Volksitefustigungen aller Art — Eiefantenneiften, Zebu-Wettfahren Eselreiten — Indisches Dorf — Schule — Bazar. Staunen erregende Produktionen. ■==■ Kokojsates Wiefenprogramm. Grosse Festumzüge zu Ehren eines indischen Fürsten. 144,8 •V.' Danksagung. Ticfgerührt für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, während der langen Krankheit und bei dem Hinschciden unseres lieben Gatten, Vaters und Bruders Wilhelm WoUniilller insbesondere dem Herrn Stadtvikar Dr. Ott für die trost- reiche Grabrede und der liebevollen Pflege der Diakon iffen- schwestern der Weststadt, sowie für die Blumcnspeuden und das ehrende Geleite zu seiner letzten Ruhestätte sprechen wir hiermit unser» innigsten Dank aus. 14417 Die tieftrauernden Hinterbliebene«! Familie Wolfmüller. Täglich geöffnet von morgens 10 vis avends 0 §Ujr. Entree: 50 Pfg., Reservierter Sitzplatz I Mk., —'"i'-HÄe^— W* Pie Abendvorstellungen finden bei brillanter elektrischer Beleuchtung statt. Berta und Anna Fuchs, Modes erlauben ihre Alte Brauerei Hcepfner. Sonntag den 24. September 1905, abends von Uhr an: Grosses Streich Konzert ausgesührt von einer starken Abteilung 14441 der Ireirvissigen Jeuerweyr-Kapelle Kartsrnlie. Eintritt frei Karl Cütz. Tafeltrautoeii 1 Ps»»d 20 <4%., 5 Ps«»d 90 üfg., 10 Psmch fflf. 1.80 Täieläpfel 1 Pfund 15 Pfg., 5 Pfund 70 Pfg., 10 Pfund Mk. 1.30 Kochbirnen 1 ?funb 10 Psg., 5 Psu»d 45 Psg.. 10 Psu»d 80 Psg. Tafelbirnen 1 Pfund 15 Pfg., 5 Pfund 70 Pfg., 10 Pfund Mk. 1.30 Modellhut-Ausstellung als eröffnet anzuzeigen. Pariser Original, Copien und gutsitzende Capotes. Herrenstrasse 22. • 14389 1 Pfund 15 Pfg., 5 Pfund 70 Pfg., 10 Pfund Mk. 1.30 Tafelzwetsehfjen 1 Pfund 10 Pfg., 5 Pfund 40 Pfg.. 10 Pfund 75 Psg. Nüsse Nüsse 1 Pfund 20 Pfg., 5 Pfund 90 Pfg., 10 Pfund Mk. 1.70 empfiehlt 14438 AA- n. Amskhalle EiMoveil, Wilhelmstratze 34. Schweine-Glück. I Haupttreffer 1 Schwei« der Mainzer Lotterie in meine Kollekte. ö . Empfehle Wohlfahrts-Lose & 3.30 Mk. und Ulmn* ä Mark 3. —. 144 4? J. Heppes, AcrrtsruHe, Lotteriebank, Herrenstratze 25. Todes-Anzeige, Gott dem Allmächtige» hat es gefallen, unseren lieben Gatten, Vater, Sohn, Bruder und | Schwager 14414 €mil Reubelt, Schlosser I nach langem, schwerem Leiden > unerwartet in ein besseres | | Jenseits abzurusen. Im Name« der trauernden | Hinterbliebenen: Frau Theresia Reubelt und Sohn @mil. Die Beerdiguieg findet Sonn- > tag nachmittag 3 Uhr vom | I neuen Friedhof au? statt. Trauerhaus: Amalienstr. 85.! Weißer 827505 Foxterrier ' verlaufen. Abzugebcn gegen Belohnung bei v. Scheffel, Stefcmienstr. 16. Kiarlttruhe Tcb-pi-on 190. SaiMratruM Nr. IflO. I. Annahme von Annoncen k fBr all* Zeitungen t Faokzeitiohrtrten. Grossen Gewinn ! bring. Lizenz eines gesetzl. gesch. I Armee-Artikels (Militär u. Zivil | find Abnehmer) für das ganze Grotzherzogtnm Bade« ist! unter äußerst günstigen Beding- ‘ nngcn zu vergeben. Für Kauf-! I mann mit Kapital gute u. sichere Anlage. Gest. Anfr unter M. 2666 bis zum 28. d. Mt», an ! 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