brschM mm z mal. GM- AvettdcrnsMve. "WSW Vewrellelfle ZeltMg Mm. ßrpeditio«: «riü» «nd -Lammsttatze-Eckr büchst Laiie rstr. u Marktplatz. Drte>« od. Telegr^Adresse laut» nicht aui Namen, sondern: .BadilSr Dresse". Karlsruhe. t» Karlsruher 'Jin Berlage abgeholt: Monatlich 60 Pfg. Frei ins Haus geliesert: Vierteljährlich Mk. 2.26 «uSwärts: bei Abholung am Postichalter Mt. l.80. Durch den Briefträger täglich 2mal ms Haus gebracht m 2.52 Sseitlge Nummern 5 Pfg. Größere Nummern 10 Psg. Anzeige«: XUe Nolonelzeile 25 Pfst., di- Reklamszeile 70 Äfft- General-Anzeiger Ser AeflSenzftaSt LkarlsruHe unv Ses Grstzherzoatums Baveid- Unabhängige und gelefenste Tageszeitung in Karlsruhe. *“W1 M * jä „ Wöchentlich 2 Nummern „Karlsruher Unterhaltungsdialt-. monatlich 2 Nummern ..Courier". litSAZrilliUkil * Anzeiger für Landwirtschaft, Garten-, Obst- und Weinbau, 1 Sommer- «nd 1 Winter»Fahk- _ . planbuch und l illustrierter Wandkalender, sowie viele sonstige Beilage». BOF' Täqlich 16 bis 40 Seiten. Weitaus größte Abonnentenzahl aller in Karlsruhe erscheinenden Zeitungen. Eigentum und Verlag vor» ft. Thiergarten. Chefredakteur: Albert Herzog Verantwortlich für Politik und allgemeinen Teil: AutlM Rudolph, verantwortlich für den gesamten badischen Teil: Alfred Meißner und für den Anzeigeteil: A. Rrnderspachkö sämtlich in Karlsruhe Berliner Bureau r Ber lin W. 10. Gesamt-Anffage: 33000 «tpl. geruckt aus 3 Zwillings» Rotationsmas chinen. Ln Karlsruhe und nSchsteri Umgebung über 21 OOO Abonnenten Nr. 599. Karlsruhe, Montag de« 23. Dezember 1912. Telephou-Nr. »a. 28. Jahrgang. a0F~ Unsere heutige Mittagausgabe Nr. 5S8 umfasst 12 Leiten; die Abendausgabe Rr. SSS umfaßt 8 Seiten; zusammen Auch ein ..wunder" deutsch-englischer Freundschaft. Von unserer Berliner Redaktion. □ Berlin, 23. Dez. Der deutschfeindliche „Daily Expreß" verbreitet hämisch die Meldung, es fei England endlich gelungen, durch ein Ablommen mit Belgien sich die Möglichkeit der Vollendung der Kap-Kairo-Bahn trotz des Widerstrebens Deutschlands zu sichern. Belgien trete im Winkel des Eduard Albert- und Kiwu-Sees von dem Territorium des Kongostaates in Stück ab, das es England ermögliche, die Kap-Kairo-Bahn jott Nord Rhodesien bis zum Kiwusee durchzuführen und damit von Norden und Süden her Anschluß an die Seenplatte Tenganika- und Kiwusee zu erhalten. Die Ränke der Deutschen, das ist der Sinn der Meldung oes Londoner Blattes, die solange die Vollendung des gewaltigen Nordsüdschienenweges gehindert, sind besiegt, England oarf einen neuen afrikanischen Erfolg buchen, Deutschland verliert einen weiteren Stein im Spiel um Zentralafrika. „Daily Expreß" gibt seiner Meldung so präzise Fasiung, daß sie auf den ersten Blick wirklich wie der Bericht über eine Tatsache anmutet. Man weiß, daß England schon 1894 die Fortführung der Kap-Kairo-Bahn zum Kiwusee durch die „Pachtung" des jetzt angeblich erworbenen Landstückes von dem König der Belgier versuchte, der Plan aber an dem mit der Neutralität des Kongostaates begründeten Einspruch Deutschlands und Frankreichs scheint«. Nun soll gelungen sein, was sich damals als undurchführbar erwies? Das ist die erste Ueberlegung, die gegen die Meldung des „Daily Expreß" mißtrauisch machen muß. Der Kongostaat hat inzwischen allerdings den Souverän gewechselt, ist dabei aber doch Kolonie eines neutralen Staates geworden. Er muß also, wenn er bei dem Wechsel der Souveränität nicht ausdrücklich seiner Neutralität entkleidet wurde, eigentlich nur um so mehr neutral sein, und es kann von seinem Gebiet nach wie vor nichts verpachtet, geschweige denn verkauft werden, vorausgesetzt, daß die Signatarmächte der Kongoakte nicht aus besonderen Gründen darein gewilligt haben. Das allerdings ist nun möglich. Jene auffällige Erklärung Churchills, die Balkanwirren hätten England und Deutschlano „das freudige Ereignis eines Wunders" beschert, daß man die nämlichen Ziele loyal gemeinsam und nur auf verschiedenen Wegen verfolge, hatte sehr konkreten Hintergrund. Es wird nämlich in unterrichteten Kreisen behauptet, die Bemühungen um eine deutsch-englische Verständigung seien keineswegs als fruchtlos eingestellt, sondern hätten inzwischen eine reale Basis in aussichtsreichen Verhandlungen über eine große Eeneral- revision derBefitzverhältnisfe Zentralafrikas gefunden. Näheres darüber anzudeuten, wäre unklug, weil es wichtige Entwicklungen stören könnte. Wenn indessen die Gerüchte, welche über die Neugestaltung der Zentralafrikanischen Dinge im Schwange Herrn Heinrich Hartmanns Weihnachtsmärchen. Eine Erzählung von Ernst Zahn. l Schluß.) Nachdruck verv. Hartmann schritt hinter Franzli den Kirchgang hinan. Er, der eben noch mit scharfem Verstände und nüchterner Pflichttreue seinen Berufsarbeiten obgelegen und dazwischen wohl einen Gedanken in die eigene, einer sauberen Rechnung zu vergleichende Zukunft hatte gehen lassen, ging in einer dumpfen, wohligen Betäubung. Es war aber nicht mehr nur das lleberwältigende rn der Schönheit der Nacht, was ihm den Sinn benahm, auch das Mädchen, das vor ihm schritt, verwirrte ihm den Gedanken. Er spürte wieder jene eigentümliche Wärme in der Brust und über seinen in allen Wettern und Anstrengungen gestählten Körper fiel eine Schlappheit und Lässigkeit, der er sich mit unbewußtem Behagen überließ. Sie kamen im Gefolge vieler in die Kirche und auf die Empore, wo die Orgel stand. Hier war ein Flüstern und ein, an der Klarheit des Mondes draußen gemessen, armseliges rotes Licht, an welches die Augen sich erst gewöhnen mußten. Die Glocken hörten auf zu tönen. Der Lehrer setzte sich vor die kleine Orgel und ein paar Mädchen sammelten sich um ihn. Dann begann die Messe. Vorn am Altar war die Krippe aufgerichtet. Weihrauchduft erfüllte die Kirche. Franzli stand in Hartmanns Nähe hinter dem Lehrer. Sie hatte das Tuch abgenommen und war mit einem anmutigen Ernst bei ihrer Aufgabe. Sie hatte eine liebliche Sopranstimme, die sich über die der anderen erhob. Hartmann beobachtete sie, wie die Töne sich von ihren Lippen lösten und wie die feinen Lider auf und nieder spielten, während ste die Noten las oder über das Blatt, das sie in Händen hielt, hinaus ins Leere sah. Zuweilen, wenn sie innehielt, schaute sie zu ihm hinüber und lächelte. Das war ein fast unmerklicher Wechsel in ihren Zügen, gerade wie das kaum sichtbare Rot, das jedesmal in ihre Wangen flog, aber Hartmanns Herz klopfte, wenn er es sah, und es lag eine unbewußte Antwort in seinem Gesicht, so daß ein stummes Reden sind, nur einigermaßen auf Tatsachen beruhen, dann ist entweder das Gegenteil der Meldung des „Daily Erpreß" wahr, oder irgend ein Gewährsmann des Blattes hat die Einzelheit eines Komplexes von Borfchlägen erlauscht, die in ihrer Gesamtheit erheblich andere Tendenz haben, als „Daily Expreß" glauben machen will. Unter diesen Umständen bedarf die Meldung des „Daily Expreß" eigentlich eines offiziösen Kommentars, denn es ist für die deutsche Presse natürlich von wesentlicher Bedeutung, zu wissen, wie sie sich zu der immerhin wichtigen Nachricht verhalten soll. Sie hat von gewissen Verhandlungen zwischen England und Deutschland über Zentralafrika vielleicht mehr Kenntnis als unserem Auswärtigen Amt bewußt ist. Entspricht die Meldung des „Daily Expreß" den Tatsachen, würde das ungefähr das Scheitern jener weitschichtigeren Verhandlungen vor- aussetzen, würde beweisen, daß der Keim deutsch-englischer Verständigung bereits wieder vom Frost der — Eeschäftstüchtigkeit Englands zerstört ist. Darum zu glauben, möchte man sich sträuben, und eine Aeutzerung des Auswärtigen Amts über die Sachlage wäre außerordentlich zu begrüßen. Einstweilen bleiben Presse und öffentliche Meinung jedoch wieder einmal ihrem eigenen Instinkt überlassen. Ans der Rejrden?. Karlsruhe, 23. Dezember. # Keine Einziehung der 25 Pfennig-Stücke. Der Umstand, daß die Reichsregierung einstweilen von der weiteren Ausprägung der 25 Pfennig-Stücke Abstand genommen hat, hat zu der Annahme geführt, daß eine Einziehung der bereits ausgeprägten Stücke beabsichtigt fei. Diese Ansicht ist jedoch unzutreffend. Es ist auch- keineswegs die Ausprägung der 25 Pfennig-Stücke grundsätzlich aufgegeben. Vielmehr wird vorläufig von der durch den Bundesrat bereits erteilten Ermächtigung zur Ausprägung weiterer Stücke im Werte von 2Vs Millionen Mark Abstand genommen, weil sich aus den Beständen der Reichsbank an der neuen Münze ergeben hat, daß der Verkehr einstweilen kein Bedürfnis nach weiteren 25 Pfennig-Stücken hat. Im Umlauf befinden sich gegenwärtig 25 Pfennig-Stücke im Werte von 7% Millionen Mark. An anderen Nickelmünzen werden im laufenden Etatsjahr 10 Pfennig-Stücke im Werte von 5 Millionen Mark ausgeprägt. - Die Feuerbestattung der verw. Prinzessin Agnes zu Salm-Salm fand heute nachmittag im hiesigen Krematorium, dem Wunsche der Verstorbenen entsprechend, im engeren Freundeskreise und in schlichter Weise statt. Herr Pfarrer Stöckle aus Münster in Württemberg, der als früherer evang. Pfarrer zu Herrenalb der Dahingeschiedenen nahestand, sprach nach dem Gebet und Friedensworten aus dem Lukas-Evangelium in herzlicher, warm empfundener Weife zum Gedächtnis der Entschlafenen. Sie selbst habe ihm hinsichtlich des Nachrufes an dieser Stelle Schranken gezogen, aber uns allen sei es ja bekannt, was für eine einzigartige Frau wir hier bestatteten. Auch habe in einem Nachrufe aus Freundeshand noch einmal ihr das Echo ihres Lebens, in dem sie Liebe säte und Liebe erntete, nachgeklungen. In heiterem Licht habe ihre Kindheit und Jugend zwischen beiden ging, das für sie Bedeutung hatte. Die Messe war auch viel schneller vorüber, als sie es dachten. Während ste dann inmitten der anderen die dunkle Treppe zum Kirchenschiff hinunterstiegen, nahm Hartmann des Mädchens Hand und hielt sie so lange, als niemand sie sehen konnte. Der Mond stand hoch über ihren Häuptern, als sie aus der Kirche traten. Wieder läuteten die Glocken und wieder war der stumme schwarze Zug der Menschen im weißen Schnee. Sie hielten einen Augenblick an. Die Dörfler sahen neugierig auf den Ingenieur. Ihre Christmette sah außer den Arbeitern wenig fremdes Volk. Hartmann schaute in das Tal hinaus. „Man sollte noch nicht nach Hause," sagte er, „die Nacht ist zu schön dafür." „Wollen wir?" fragte er dann plötzlich die Franzli, die mit den Blicken den jeiuen talein gefolgt war. Sie wußte gleich, was er meinte, war zuerst etwas verlegen und sah sich um, ob niemand seine Frage gehört habe. Dann sagte ste: „Worum nicht?" Sie schritten also ins Dorf zurück, am Haus der Schäfli- wirtin vorüber und durch eine schmale Gasse in den durch Matten gen Westen führenden Weg hinaus. Es war noch kälter geworden. Der Schnee kirschte unter ihren Füßen. „Sie schauen uns nach," sagte Franzli und meinte einzelne der Kirchgänger, die sich über ihre Nachtwanderung wunderten. Es schien ihr unbehaglich zu sein. Aber Hartmann sagte: „Latz sie doch." . Und hinter dem Dorf nahm er, als wäre er ihr Meister, ihre Hand wieder und hielt sie fest, obwohl sie noch immer einzelne Dörfler überholten, deren Hütten entfernter lagen. Dann wurde der Weg einsam. Die leisen Schatten des Zaunes, der ihn begrenzte, lagen im Schnee, und ihre eigenen Schatten gingen mit ihnen. Der Mond hatte einen Glanz wie von goldenem Wasser. Sie redeten nicht viel, aber Hartmann ! legte, ohne zu fragen, den Arm um des Mädchens Hüfte und sie ging, dicht an ihn geschmiegt, halb von dem Arm des großen > Mannes getrage» gestanden, in vollem Sonnenglanz ihr junges Frauenleben. Dann seien gar oft dunkle Wolken vor die Sonne gezogen, aber immer habe sie sich die Heiterkeit und Sicherheit der Seele, den Mut und den Frohmut des Lebens bewahrt, immer sei sie durch ihre. Treue und mitfühlende Sorge und Freude dem Kreis ihrer Freunde wert und lieb gewesen und in Treue werde ihr Angedenken bestehen. Der Tod aber sei ihr als Erlöser von langem Leiden gekommen, als ein Frieden nach schwerem Kampf. Mit Gebet und Segen schloß der Geistliche seine innigen Trost- und Abschiedsworte. Dann ertönte leise die Orgel und gesungen von Herrn Kammersänger Büttner, der gleichfalls dem Freundeskreise der Dahingeschiedenen angehörte, erklang in wundervoll ergreifenden Tönen das Lied „Dein, o Heiland, harret meine Seele" (aus dem Oratorium „Die Zerstörung Jerusalems" von Blumner) durch die Kapelle. Mit der letzten Strophe versank der Sarg und der feierliche Akt hatte ein weihevolles Ende gefunden. Das Andenken der Prinzessin Agnes zu Salm-Salm aber wird weiterleben in den Herzen ihrer Freunde und in der Erinnerung an ihr Leben und Wirken. ft Interessante Ausgrabungen werden zurzeit auf dem Turmberg oorgenommen, wo im Garten der Wirtschaft „Zum Burghof" Mauer« zöge aus alter Zeit, wie es scheint römische, bloßgelegt wurden. 'X' Unfall. Als am Samstag nachmittag ein verheirateter 45 Jahre alter Expedient von hier mit seinem Fahrrad vor dem Hause Kaiserstraße 96 kurz vor einem fahrenden Steinwagen umwenden wollte, fuhr ein Automobil heran. Um letzterem auszuweichen, fuhr der Radfahrer zu nahe an den Steinwagen, wurde von diesem erfaßt, und unter den Wagen geworfen. Nur der Geistesgegenwatt des Fuhrmanns, der sein Fuhrwerk sofort anhielt, ist es zu verdanken, daß der Radfahrer nicht überfahren wurde; dagegen wurde das Fahrrad beschädigt. ^ Festgenommen wurde ein lediger Eisendreher aus Kochendorf, den Ms Amtsgericht in Stuttgatt wegen Diebstahls verfolgt, ein 28 Jrkhre alter verholtttteier Schlosser von hier wegen Sittlichkeitsver- bcechens, zwei ledige Zimmerleute aus Westerrohrfeld wegen Hausfriedensbruchs, ein lediger Former aus Muggensturm wegen Beamtenbeleidigung und ein Soldat des 87. Infanterie-Regiments iw Mainz, der hierher beurlaubt war und in der Nacht zum Sonntag mit seinem Seitengewehr in der Hebelstraße einen verheirateten Schlosser schwer verletzte. Der Soldat wurde an die Schloßwache abgeliefert. N erwischtes. = Magdeburg, 23. Dez. (Tel.) In Krautze bei Lüchow erschlug der Gutsbesitzer Busse sein« Ehefrau mit einem Hammer und erhängte sich dann im Gatten. — Hanau. 23. Dez. (Tel.) Die Typhusepidemie beim Eisenbahnregiment hat leider das erste Opfer gefordert. Der Gefreite Feller der 4. Kompagnie ist in der letzten Nacht gestorben. Gegenwärtig liegen noch 222 Soldaten krank, unter ihnen zwölf schwer darnieder. —Die Kaiser Friedrich-Quelle in Offenbach hat dem Regiment 5000 Flaschen Mineralwasser als Geschenk für die Kranken überwiesen. — Paris, 23. Dez. (Tel.) Bisher ist es der französischen Polizei nicht gelungen, irgendwelche zuverlässige Mitteilungen über die Flucht Roche ttes zu erlangen. Sie ist lediglich auf Vermutungen an- »Jetzt sind drunten bei uns in der Stadt die Christbäume ausgelöscht," sagte er und erzählte in spärlichen Sätzen von den Weihnachtsfesten der Städter. Ein kleiner goldener Ring seiner Mutter fiel ihm ein, den er an der Uhrkette trug und er nahm ihn ab und sagte zu Franzli: „Ich möchte ihn Dir schenken." Sie nahm den Ring und er sah ihre Augen leuchten. Dann sagte sie: „Ich habe auch etwas." Und sie gab ihm ein kleines Herz, das sie an einem Bändchen verborgen am Halse trug und das von dünnem, schlechten Golde war. Sie waren beide der Wirklichkeit entrissen. Sie dachten nicht nach, sondern ließen sich einzig von dem wundersamen Wohlgefühl leiten, das jedem von ihnen die Gesellschaft des andern gab, und das gleichsam an den Schönheiten der Nacht, der verhallenden Glocken, des schimmernden Schnees und des bleichen Mondes sich nährte. Dabei waren sie ein seltsames Paar, er weit über Mittelmaß groß, sie noch zart und jung, fast verlegen und doch wieder zärtlich sich an ihn schmiegend. Sie gingen weit ins Tal hinein. Als sie sich umwendeten, ohne daß ste von der Notwendigkeit, nun heimzukehren, gesprochen hatten, beugte Hartmann sich nieder und küßte die Franzli. Von da an drückte sie seine Hand fester und preßte selbst einmal, überwältigt von ihren Gefühlen, die Lippen darauf. Den ganzen, langen Heimweg schwiegen sie. Erst, als sie ins Dorf kamen, in dem kaum mehr ein Licht und alles im Schlaf war, erinnerte Hartmann sich, daß die Mutter der Franzli sie vermißt haben mußte. Er erschrak und lockerte unwillkürlich den Arm, mit welchem er ste noch immer umschlungen hielt.' „Vielleicht hat man Dich erwartet," sagte er. Sie aber war gar nicht erschrocken. ,^Zch sage der Mutter, daß es so schön gewesen ist, und daß wir noch ein Stück weit gegangen find," sagte sie. Er sah dabei ihre Augen; die waren so lauter, daß er darüber staunen mußte. An diesen Blick dachte er noch, als schon viele Jahre vorüber waren. Er war jetzt aber wieder mehr Seite 2' Gewiesen, darunter auf diese, daß der flüchtige Grundstücksspekulant am 19. Dezember «wn Liverpool nach Zeatraksmerik« abgereist sei. ~ Reims, 23. Dez. (Tel.) In dem Dorfe Baullon wurde ^er Bauer Talmon verhaftet, der beschuldigt wird, fünf Mal oen Dexsach gemacht zu haben, aus der Westbahnlinie eine Entgleisung herbeizuführen. Es heißt, dag sich Salmon habe rächen -vollen. weil die Westbahndirektion eines seiner Felde» enteignet habe. _ Unalücksfalle. — Chemnitz, 23. Dez. (Tel.) In der Werkzeugmaschinen» fabrik und Eisengießerei von Hermann und Alfred Escher brach heutk nachmittag gegen 2 Ahr eine zum Transport von Guß- fand dienende gußeiserne Galerie zusammen» und begrub eine Anzahl Arbeiter unter sich. Zwei Kernmacher erlitten Brm- «nd Beinbrüche, während eine Anzahl anderer Arbeiter mit leichteren Verletzungen davon kam. Drei Hilfsarbeiter liegen noch »nter den Trümmern und sind wahrscheinlich tat. = Norddeich. 23. Dez. (Tel.) Auf der hiesigen Funken- siution ist Telegraphenassistent Emil Müller heute nacht infolge Xnttschlusse» durch einen sehr hochgespannten elektrischen Strom getötet worden, -- Pari», 23. Dez. (Tel.) Der hier zu Besuch bei Der- «ondtßn «ingetroffene Professor der französischen Sprache an einem Pudapester Gymnasium, Pichet, hatte sich von einem Um-! { »eksttätssrennde, der Morphinist ist, eine Morphiumein- pritzugg machen lassen. Diese war offenbar zu stark, denn sie hatte den Tod Pichrts zur Folge. Bourgct wurde verhaftet. = Tokio, 33- lT»l,j Auf der Kohlenbergwerk Ulari bei ikopper« ereignete sich eine Explosion. Bon den 2 9 0 in de» K«HlMß»»h» beschäftigten «,heitern sind nur drei g«. 'ettotz wordo». Dt- F-lgon finer Panik im Sfiito. -r- Sillg (Frankreich), ga, 9ty In der hart an der fean- »-fischrn Grenze gelegenen belgische» Ortschaft Münin entstand »lihpenb »ine, non S«> Personen besuchte« K i« » m a t o. geophenvorstelluu, infolge de, Entzündung ein«, Film» und übertriebene« Feurrlärm, ein» furchtbar« Pnnik. Alles stürzte zum Ausgang«. Mehrere Frauen und Kinder sprangen von der Galerie auf die Zuschauer im Pnrterre herab. Zwölf Frauen und Kinder wurden im Gedränge g et ö t« t. über Sgverletzt, darunter mehrere lebensgefährlich. Unter den Verunglückten befinden sich auch einige Be- «ohner der französische« Ortschaft Hall»in. Die Untersuchung ergab, daß «in« wirkliche Gefahr gar nicht bestanden hatte, dah ferner der brennend« Film bald gelöscht und der Kinematographenapparat in eine« ans Eisenbeton erbauten Raume untergehracht war. Ei« neues Erdbeben in Italien, bä R o m, 23. Dez. (Tel.) Gestern vormittag 8 Uhr 20 Mi«, wurde Reggio di Calabria von einem heftige« Erdbeben heimgesucht. Die Erschütterung machte sich sowohl in horizontaler wie in vertikaler Richtung zugleich bemerkbar. T>ie Bevölkerung wurde von einem derartigen Schrecke« ersaht, dah sie unter Geschrei und Wehklagen aus he« Häuser« flüchtete. Menschenleben «arev »i ch t zu beklagen. Aus dem gewerblichen Leben. — Worms, 23. Dez. Der Seniorchef der Weingroßhandlung I. Langenbach & Sohne wurde von Sr. Königlichen Hoheit dem Eroh- herzog von Hessen zum Kommerzienrat ernannt. — Kiel, 23. Dez. (Tel.) Der Aasstand auf der „Sermaniawerft" hat heute eine größere Ausdehnung genommen. Gegenwärtig fehlen etwa 5000 Arbeiter. Letzte Telegramme der „Dadifchen Dresse*. == Wien, 23. Dez. Der ehemalige Handelsminister Dr. Weihkirchner wurde zum Bürgermeister der Stadt Wien gewählt. Von den 155 abgegebenen Stimmen fielen 126 auf Dr. Weißkirchner, 12 auf den liberalen und 7 auf den sozial' demokratischen Kandidaten. 10 Stimmzettel waren leer. ----- Lissabon, 23. Dez. Der Führer der Revolutionspartei, Almeida. ist nach Lissabon zurückgekehrt. Er wurde mit lebhafter Sympathie empfangen und von einer großen Volksmenge nach seiner Wohnung geleitet. Auf. dem Dom Petroer selber und als sie ins Haus traten, machte er ihre llnbefan-1 genheit zu der seinen und sprach laut, daß jedermann um ihre > 'Heimkunft wissen konnte. Nur unmittelbar, ehe die Franzli -ihn vor seiner Zimmertür verließ, hielt er ihre Hand noch fest, zog sie gegen sich und küßte sie noch einmal. Sie ging durch den langen Flur, ihrer Kammer zu und sah sich noch um, ehe er seine Tür schloß. Es war jetzt etwas Wehmütiges in ihrem Blick, und so langsam er die Tür zumachte, war es immer noch, als ob es ihr Leid täte, daß sie schon ins Schloß fiel. HI. Der andere Tag war wie die Alltagstage immer gewesen waren. Obwohl im Dorf noch gefeiert wurde, mutzte Heinrich Hartmann nach dem Tunnel, wo man schon wieder fieberhaft arbeitete. Er sah die Franzli nicht bis an den Abend. Nur die Wirtin redete über dem Essen mit ihm, sprach auch von dem nächtlichen Gang, offen, sogar ein wenig selbstbewußt. Es war ja nichts Böses gewesen, aber im Dorf lästerte man gern und -in Zukunft möge dergleichen lieber unterbleiben. Er sah, daß .sie völlig ruhig war, und, da sie ihn selbst nicht näher kannte und von seinen Verhältnissen nichts wußte, war es ihm klar, daß nur das volle Vertrauen zur Tochter ihr den Gleichmut gab, mit dem ste die Sache im Grunds ansah. Am Abend huschte Franzli an Hartmann vorüber, als er eben heimkam. Er sah sich nach ihr um und es war ihm, als hätte auch sie sich umgeschaut, aber ob er recht gesehen, vermochte er nicht zu sagen. Die Rächt hindurch und die noch folgenden paar Tage nahm ihn die Arbeit so ein, daß er für nichts sonst Gedanken hatte. Als ein rauher, nüchterner, zielbewuhter Schaffer entledigte er stch feiner Wichten. Nur manchmal in ganz seltenen Pausen, in denen sein Geist nicht durch seine Arbeit in Anspruch genommen, war es jedesmal, als ob etwas in ihm rmfblühie, als ob eine schöne Blume leise in ihm aufginge. Dann dachte er an OeoLranzli. Eine solche Weichheit und Fähigkeit, in träumen- »avtfkye preffr. platze sammelten sich dann Gruppen an, die Kundgebungen für und wider die Partei der Revolutionisten veranstalteten. Bsm Prinzregenten Ludstng — München, 23. Dez. Prinzregent Ludwig hat an den Generaladjutanten und Chef der Geheimkanzlei des Prinzregenten Luitpold, Freiherrn von Wiedemann, ein Handschreiben gerichtet, in dem er dessen Entlassnngsgesuch unter Anerkennung des rastlosen Pflichteifers und der aufopfernden Hingebung an den Prinzregenten Luitpold genehmigt und ihm zum Zeichen der persönlichen Dankbarkeit sein Porträt jn künstlerischer Ausführung übersendet. Der Prinzregent hat ferner an das Eefamtminifterrum folgendes Handschreiben erlassen: „Ich habe Mich bewogen gefunden, die Geheimkanzlei «»Fand Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Luitpold von Bayern aufMheben. Alle militärischen Angelegenheiten sind Mir künftig durch den Vortragenden Generaladjutanten zu unterbreiten. Die Bestellung der übrigen Kanzleigeschäfte übertrage Ich fortan Meinem Kabinett, in d»s die Beamten der Geheimkanzlei übernommen werden. Zum Chef des Kabinetts bestimme Ich den Ministerialdirek tor im Staatsministerium der Justiz, Ritter von Dandl. dem Ich zugleich den Titel und Rang eines Staatsrats im außerordentlichen Dienst verleihe. Demnach ist das weitere zu veranlassen." e= München, 23. Dez. Der Prlnzregent hat den Staatsminister a. D. von Brettreich zum Regierungspräsidenten von llnterfranken ernannt._ Die Ereignisse in Marokko. L Tanger, 23. Dez. (Privattel.) Aus Mogador kommt die Rachricht, daß die französischen Truppen gestern nachmittag den Versuch unternahmen, einen wichtigen strategischen Punkt in der Nähe der Asbah einzunehmen. Seitens des Generals Maflontier wird um di« sofortige Entsendung von Hilfstruppen gebeten. Die Einschiffung dieser Hilfstruppen wird mit aller Eile ins Werk gesetzt. Im Hinblick auf diese Entscheidung mutz man annehmen, daß die Lage zurzeit äuherst ernst ist. Man beabsichtigt auch noch drei Kompagnien Jäger und eine Abteilung Kavallerie zu entsenden. Gin Attentat auf den Bizekönig von Indien.~ Delhi» 23. Dez. Während des Einzuges des Bizekönigs in die «eue Hauptstadt Delhi wurde vom Dach eines Hauses eine Bombe geworfen, die den Elefanten des Vizekönigs traf und einen Diener tötete. Der Bizekönig wurde an der Schulter verletzt und ins Spital verbracht. Lady Hardinge, die Gattin des Vizekönigs, blieb unversehrt. ■■= Delhi, 23. Dez. Vizekönig Lord Hardinge hat den Finanzminister Wilson, der ihn beim Galaempfang vertrat, wissen lassen, daß er nur leicht verwundet sei. Als dies der beim Empfang versammelten Gesellschaft mitgeteilt wurde, brach diese, insbesondere die indischen Fürsten, in lebhafte und andauernde Huldigungskundgebyngen für den Vizekönig aus. Die Kriegslage auf dem Kalkan. 3» der Türret. — Konstantinopel, 23. Dez. Die Cholera ist im Abnehmen begriffen, Nach amtlicher Mitteilung sind vom 15. Februar bis 20. Dezember 2098 Erkrankungen und 1922 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Vom griechisch-türkische« Kriegsschauplatz. Athen, 23. Dez. Nach soeben eingetroffenen Nachrichten aus Koriza ist die türkische Armee im Engpaß Tsangoni geschlagen worden und in Unordnung geflohen. Die Griechen »erfolgten ste mehrere Kilometer weit nach Süden auf der Straße nach Janina und erbeuteten drei türkische Geschütze. Zur albanische« Frag«. ---- Rom, 23. Dez. Nach einem Telegramm der „Korrespondenz Wilhelm" hat Prinz Achmed Fuad seine Kandidatur aus den Thron Albaniens der italienischen Regierung offiziell mitgeteilt. In Serbien. = Belgrad, 23. Dez. Der König Unterzeichnete einen Ukas, durch den das Moratorium bis Ende März 1813 verlängert wird. Oesterreich-Ungar« und Serbien. i— Wien, 23. Dez. Kaiser Franz Josef hat den neuernannten serbischen Gesandten Jowanowitsch heute in Bu- I des Sinnen zu versinken, war früher seinem starken Charakter > völlig fremd gewesen. Es blieb aber in ihm, wie eine leise Wunde oder Verwundbarkeit. Er hatte dann keine Gelegenheit mehr, die Franzli allein zu sehen. Ob die Mutter sie gescholten und sie ihn deshalb mied, ob sie durch Zufall irgend etwas davon erfahren hatte, daß im Tal eine andere auf ihn harrte, oder ob sie zu allem von vornherein nicht erwartet hatte, daß jener Abend eine Fortsetzung finde, wußte er nicht. Die Wirtin rief sie aber, als er einige Tage später seinen Koffer verladen hatte und sich verabschieden kam. „Du mußt doch auch noch Ade sagen," sprach die Mutter zu ihr. Da trat sie leise errötend heran und gab ihm die Hand. Er mußte wieder denken, was für ein liebliches Gesicht sie hatte und wie schön das blonde Haar sich an der Stirne ringelte. Es war auch wie damals im Flur, als ob ihre Augen ungern sich aus den seinen lösten. Und sie drückte ihm die Hand sehr fest und war dann sichtlich erschrocken, daß sie es getan hatte. Er entfernte sich. Der Eindruck, den ihm der Abschied gemacht, ging in den kleinen Ereignissen des Reiseantritts und der Reise selbst, noch mehr in dem Trubel der Ankunst in Reußhausen und bei den Pfarrersleuten unter. Herr Heinrich Hartmann heiratete bald nachher und trat sein neues Amt an. Er war eifrig, praktisch, als Fachmann geschätzt und verbrachte die Hälfte seines Lebens damit, sich fleißig, zäh,- ausdauernd i* der Wissenschaft dieses Faches zu vervollkommnen. Einen angemessenen kleinen Teil weiter dieses Lebens gab er dem, was die Alltagsmenschen Sichvergnügen heißen, ging ins Wirtshaus, auf di« Kegelbahn, faß am Spieltisch mit ein paar Freunden. Auch seiner Familie widmete er eine sich gehörende Zeit, hatte einen ganz haltbaren, ein wenig trockenen und langweiligen Frieden im Hause, in dem die Mendökatt. Montag, den 23. Dez. 1812. Nr. 599 dirnz empfangen und sein Beglaubigungsschreiben entgegen genommen. — Das Weihnachtsfest gedenkt Kaiser Fra«, Josef in Schönbrunn zu feiern, woselbst auch die Familie bet Erzherzogs Franz Salvator aus Wallst« eingetroffen ist. S Belgrad, 23. Dez. (Privattel.) Wie verlautet, beabsichtigt Ministerpräsident Pasitsch behufs Einleitung direkter Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn dem Grafen Berchtold in Wien einen Besuch abzustatten. Die Londoner Balkanfriedenokonferenz. — Konstantinöpel, 23. Dez. (Wien. Corr.-Bur.) Amtliche türkische Kreise erklären, daß die in London veröffentlichten Erklärungen über die vorgestrige Sitzung der Friedenskonferenz unrichtig seien. Die Wahrheit sei, daß die ottomanischen Bevollmächtigten als Bedingung für die Verhandlung auch mit den griechische« Delegierten die Verproviantierung Adria, nopels und der anderen belagerten Plätze gefordert hätten. Dir Bevollmächtigten der Balkanstaaten hätten darauf erklärt, daß ihnen der Vorschlag unerwartet käme und sie erst Weisungen bei ihren Regierungen einholen müßten. Die Sitzung sei also Nicht der Türken wegen, die ihre Instruktionen besäßen, sondern der Delegierten der Balkanstaaten wegen vertagt worden. Jn der Sitzung am Montag werden die ottomanischen Bevollmächtigte« auf der Bedingung der Verproviantierung bestehe« und sehr wahrscheinlich sei es, daß sie nicht über den Frieden verhandeln wollen, so lange diese Bedingung nicht angenommen worden sei. Man befürchtet also für Montag den Abbruch der Verhandlungen: Zur Londoner Botschafter-Z «sammenrnnft. — Paris, 23. Dez. Bezüglich der Beschlüsse der Londoner Botschastsversammlung wird in der hiesigen Presse mehrfach der Gedanke ausgesprochen, daß man sich, solange das künftig autonome Albanien nicht abgegrenzt sei, vor allzugrohem Optimismus hüten müsse. Der Londoner Sonderberichterstatter des „Matin" meldet, in den Kreisen der Balkanvertreter sei di« Ansicht verbreitet, daß die Frage der Abgrenzung Albaniens eine vielleicht ernstere Lage herbeiführen könnte als die Frage Adrianopels. Briefkasten. Th. B„ Utzendorf (Schweiz): Die Invalidenversicherung können Sie auch bei der Beschäftigung im Ausland aufrecht erhalten, bezw. freiwillig fortsetzen. Senden Sie Ihre Quittungskarte an das Bürgermeisteramt Ettlingen zur Erneuerung und fügen Sie wenigstens den Betrag für 20 Beitragswochen ä 16 Pfg. ■= 3.20 Mk. portofrei und mit Rückporto versehen bei und richten Sie gleichzeitig an dar Bürgermeisteramt das Ersuchen, in die neue Karte die Marken zu kleben und zu entwerten. Senden Sie mehr Geld ein, werden auch mehr Marken geklebt. Durch die geschilderte Leistung haben Sir alsdann für zwei Jahre Ihre Rechte gewahrt. (717.) E. 190: Die Pfändung des Steinfuhrwerks ist zulässig, beim Eigentumsvorbehalt eines Dritten können Sie dir Reftansprüche desselben auslösen. Mit der Pfändung ist der zuständige Gerichtsvollzieher zu beauftragen, also in D., durch Vermittlung des Amtsgerichts. Im zweiten Fall muffen Sie die Klage beim Amtsgericht des Wohn- orts des Schuldners einreichen und ein vollstreckbares Urteil erwirken, die Kosten richten sich nach dem in Ihrer Anfrage nicht angegebene» Streitwert. Die Sachen d:r Frau, die sich zu nichts verpflichtet hat, können, für die Schuld des Mannes nicht in Anspruch genommen werden, der vom Mann unterschriebene Schuldschein geht nur diesen an, bei der Länge der Zeit und mit Rücksicht auf die Verhältniffe de» Schuldners ist der geänderte Ehevertrag nicht anfechtbar. Die Bei- feitefchaffung von Vermögensstiicken vor dem Konkurs war strafbar. (719.) tl. B. in M.: Wenn die Kündigung auf die Win-termonate nicht im mündlichen oder schriftlichen Mietvertrag ausgeschloffen ist (und da» scheint nach der Anfrage nicht der Fall zu sein), haben Sie die Kündigung aus April, die spätestens am 3. Januar zu erklären ist. (726) F. B. St. D.: Eingemeindungen erfolgen durch Gesetz. Für die Wirkungen der Eingemeindung in den einzelnen Verhältniffen sind die Bestimmungen des Eingemeindungsvertrvgs und die dort festgesetzten Zeiten maßgebend. (727) Oefsentliche Konzerte, Abendmufike« (K. B., hier): Der Wirt muß öffentliche Konzerte (allgemein zugängliche Konzerte) gemäß § 63 des bad. P.-St.-G.-B. bet der Ortspolizeibehörde (hier Bezirksamt) anmrlden. Jn besonderen Fällen, z. B. bei erheblicher Belästigung der Nachbarschaft durch allzuhäufiges Konzertieren können solche öffentliche Konzerte beschränkt oder ganz untersagt werden. Oeffent- liche Konzerte werden in der Regel bis 11 Uhr gestattet, Ausnahme, nach Ermeffen der Behörde je nach Lage der Verhältniffe. Mindesten« von 10 Uhr ab sollen die Fenster der Konzertlokale geschlossen fein. Musik geschloffener Gesellschaften in Wirtschaften ist nicht anzeige- oder genehmigungspflichtig, kann aber verboten^ werden, sobald Ruhestörungen dadurch entstehen. Die Bestrafung wegen Ruhestörung kann bei besonders schweren Fällen daneben eintreten. Musik i« Privathausern ähnlich wie bei den geschloffenen Gesellschaften. (72t), brave, einfache Gattin eine tadellose Ordnung hielt. Kinder kamen und waren wie andere, keine Muster, aber auch keine abschreckenden Beispiele, manchmal schienen ste ihm ein Reichtum und manchmal ärgerte er sich, daß sie so viel Ansprüche an ihn als den Vater hatten. Seine Feiertage, sagte Heinrich Hartmann, seien diejenigen, an welchen er aus irgend einen Alpengipfel klomm. Er zog in der Nacht aus, verbrachte den Tag in Steigen und Klettern, kam schneeverbrannt mit krebsrotem Gesicht und hundsmüde wieder heim, hatte auch ein Stück schöne Welt von oben gesehen und nannte das Feiertag. Es war aber in dem Leben des nüchternen Herrn Heinrich Hartmann noch etwas, wovon er nicht erzählte. Die kleinen, seltenen Pausen waren noch immer da und blieben, die, in welchen es in seinem Innern aufblühte wie eine Blume. Dann — dachte er an die Franzli. Es wurde in seinen Gedanken weiße Winternacht, so deutlich, daß er ihren Frost verspürte. Und die Glocken läuteten und der Himmel spannte sich sammethast dunkel über den Bergen. Er wußte nicht, daß er da über dem Besten sann, was er im Leben gehabt hatte. Nur einmal, als er in solchen Gedanken war, traf er in einer seiner Stuben ganz allein, in einer Ecke hockend, sein Üei«' stes Mädchen, das im Abenddämmern in einem Buche las. „Was liest Du da?" fragre er unwillkürlich. „Märchen," gab ihm die Kleine zur Antwort. Das Wort klang seltsam in seine Gedanken hinein. ' Er stellte sich ans Fenster und schaute hinaus und sah doch nicht, was draußen war. „Märchen," sagte das Wort:,, „Märchen!" ' Und er hielt die Franzli im Arme. Und die Weihnächte« glocken tönten. Und das Tal lag weit und weiß und — und — „Märchen", sagte das Wort. Zir. 599 Abendblatt. Montag, den 23. Dez. 1812. Karlsruher Agenturen» durch welche die „Badische Presse" außer durch die Haupt Expedition. Larnmstratze 1 . bezogen werden kann, sind: Babnhosbrrchkiandlung am Hauokbehnhof. Boschrrt, Emil, Friseur, Eutschstraße 22 Christ, Th., Zigarrengeschäst, Rheinstr. 69. K.-Mühlburg Shrler. Koronralwaren-GesSäfr. Durlacherstraße 66 Feistenbrrger, E., Zig.-Eeschäft, Neues Wachthaus a. Karlsto Hafner, Emil, Zigarrengeschäft, Werderstr. 55 Hafelwander, Franz, Friseur. Karlstraße 29 Lindenfelser. Fil. d. Lebensbedürfnis-Vereins. Augartenstr. 9' Maier. Karl. Zigarrengeschäst. Ludwig-Wilhelmstraße 20. Meyle. H., Filiale, Zigarrengeschäst. Mühlburgertor Oderwold PnIonialworen-Eek.-bast Fasanenstraße 36 Reis, Fritz, Drogerie. Luisenstraße 68 Sir. Kolonialwaren Geschäft Marienftraße 93 Schöpf, G., Kolonialwaren. Luisenstraße 24 Schöpf. ©., Filiale, Kolonialwaren, Schützensiratze 13 T.essel, Kolonialwaren-Eeschoft. Zähringerstraßr 1 Gebr.. Drogerie. Zirkel 15 Wieder, Chr., Zigarrengeschäst. Kriegstrutze 3 . Wieder, Chr., Filiale. Zigarrengesch., Kaiserstr. 3, Durlachertoi Zeitungskiosk am Hotel Germania Zeitungskiosk am Postamt I Zeitungskiosk am Mühlburger Tor tfüdl. Hildapromenade). ’J®' Neu hinzutretende Abonnenten in Karlsruhe und bei unseren auswärtigen Agenturen erhalten die „Badische Presse" bis zum 1. Zanuar gratis zugestellt Ernennungen, Zersetzungen, Iuruhesehungen etc. der rtotmätzigen Beamten der Gehaltsklassen H bis K< lomtc Ernennungen Versetzungen rc. von nichtetatmähigen Beamten Au» dem Bereich, des M «n: ster»ums des Graph. Hauses, der Just«- und des Au sw artigen. Versetzt: Kanzleiassistent Wilhelm Hertweck beim Amtsgericht Rastatt zum Landgericht Karlsruhe,' Aufseher Heinrich Rievergelt beim Amts- gefängnis Freiburg zum Amtsgefängnis II Karlsruhe und die Aufseherin Magdalena Arnold beim Amtsgefängnis II Karlsruhe zur Weiberanstalt Bruchsal. llebertragen: dem Justizaktuar Otto Fehr beim Landgericht Karlsruhe eine nichtetatmätzige Aktuarstelle beim Amtsgericht Walldürn: dem Justiz- aktuar Hermann Kilian beim Amtsgericht Walldürn eine Kanzleigehilfenstelle beim Amtsgericht Rastatt. AusdemBereichedes Ninifte.inms des Kultus und Unterrichts. — Evangelischer Oberkirchenrat. — Verliehen: dem Schreibgehilfen Johann Grimm bei der Ev. kirchlichen Stiftungen» erwaltung Offenburg die Dcamteneigenschaft. An» dem Bereiche des Grotzh. Ministeriums de» Innern. Versetzt: Kanzleiassistent Rudolf Grohe in Bühl zum Bezirksamt Karlsruhe, Schutzmann Georg Arnold in Pforzheim nach Freiburg. Zuruhegesetzt: Amtsdiener Karl Waibel in Pforzheim auf Ansuchen wegen vorgerückten Alters unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste. Gekündigt: dem Schutzmann Friedrich Eisenhardt in Karlsruhe. Auf Ansuchen entlasten: Schutzmann Anton Stoll in Mannheim. — Grotzh. Verwaltungshof. — Beamtencigenschaft verliehen: dem Werkmeister Friedrich Becker bei der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch. Etatmätzig angestellt: die Köchin Josephine Hirschle bei der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch. Entlasten auf Ansuchen: die Wärterinnen: Elisabeth Breisch und Marie Hösler, beide bei der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch. — Oberdirektion des Wasser - und Stratzenbaurs.'«- Die Beamteneigenschaft verliehen: den Landstraßenwärtern: Johann Braun in Wieblingen, Albert Fehrenbach in Riederwaster, Karl Lehmann in Schapbach, Lorenz Weihnachtsmarkt. Eine Skizze aus den Vorweihnachtstagen. Von Oswald Erbacher. (Unberecht. Rachdr. verb.) Frau Mitteler satz und sinnierte. Sollte sie oder sollte si^ nicht? Ach Gott, es war doch eine schwere Sache. Schwerer als sie sich's im Anfang vorgestellt hatte. Da. hatte sie nur die fette Ueberschrift gelesen: „Leichter Verdienst, hohe Provision . . Das lockte. „Aber Maxi, was machst du denn! — Komm, setz' dich 'mal auf den Stuhl. So große Jungens sitzen nicht mehr auf Mutters Schoß." Sie schob ihren Neunjährigen auf einen Stuhl und rückte ihm auch die Kaffeetasie hin. Er kaute eifrig an seiner Schrippe. Und war darum so ungewöhnlich still. Sollte sie es nicht wenigstens einmal versuchen? Frau Mitteler nahm das Zeitungsblatt noch einmal auf. )«och kam so viel graue Helle in den düstern Hof, daß man in der kleinen Stube, die da Küche und Wohnzimmer und Schlafzimmer zugleich war, eben noch lesen konnte. Da stand's: „Leichter Verdienst, hohe Provision. Männer und Frauen jedes Berufes zu leichter Hausirertätigkeit gesucht. Sich zu melden bei . . Frau Mitteler stand auf und räumte halb aus Gewohnheit die Tassen weg. Ach Gott, wenn sie nur jemand hätte, der ihr da raten könnte . . . Aber seit ihr Mann tot war, und seit sie hierher nach dem Osten gezogen war mit ihrem Maxi, kannte sie kaum einen Menschen mehr . . . Sollte sie vielleicht morgen doch noch einmal Nachfragen, ob sie nicht doch irgendwo als Wäscherin Arbeit fand? Oder im Arbeitsnachweis . . . Aber schließlich. . . „Mutter, gehen wir nicht mal zum Christmarkt?" Ihr Maxi war mit seinem Brötchen fertig. Und da ihr ^Zunge sich mit einem Male lebhaft an sie drängte, fand sie den Entschluß. Sie würde es doch einmal versuchen. * * Badisch e prelfe. _ ■"Hüffler in Engen. Nikolaus Niedermann in Lippertsreute und Georg «lisch in Lobenfeld. Versetzt: Geometer Alfred Grieshaber in Kehl zum Bezirksgeometer in ienzingen und mit der Verwaltung der Dienststelle betraut; Eeometer- andidat Otto Keim in Boxberg zum Bezirksgeometer in Säckingen. Entlasten: Geometer Karl Hildingrr in Bühl (auf Ansuchen); Landstratzen- värter Johann Zimmerer in Zeutern (wegen Kränklichkeit). Uv, dem Bereiche des Grotzh. Mtarsteriums de« Finanzen. — Zoll- und Stenerdirektion. — w Versetzt: der Steueraufseher Johann Spahr in Baden nach Brötzingen, die Grenzaufseher: Johann Bellemann in Bc,'el und Heinrich Holzinger in Weil nach Mannheim und mit den Geschäften eines Zollaussehers betraut; die Steuereinnehmer: Karl Ganter in Oppenau nach Ober kirch, Friedrich Hochsticher in Furtwangen nach Ettenheim und August Linser in Metzkirch nach Buhl. Ernannt: der Steuerasflstent Stephan Wich in Pfullendorf zum Steuereinnehmer. Uebertragen: dem Finanzassistent Franz Huber in Waldshut eine Abfertigungsgehilfenstelle beim Zollamt Waldshut, und dem Erenzaufseher Albin jiuuct in Rheinsheim die Amtsstelle eines Vorstehers eines. Nebenzollamtes II. Enthoben: llntererheber Jakob Klesb in Staufenburg (auf Ansuchen). Gestorben: die Untererheber: Leopold Bastian in Busenbach am 26. November d. I., Joseph Krug in Sulzbach (Amt Rastatt) am 3. Dezember d. I. — Staatse«,enbahnver«altung. — Ernannt: zum Betriebsafsistenten: Kanzleiassistent Johann Kouprecht in Offenburg. Etatmätzig angestellt: als Bahnmeister: Adolf Honsel in Waldshut; als Kanzleiassistenten: die Kanzteigehilfen: Franz Ostermann und Wilhelm Schork in Karlsruhe; als Lokomotivheizer: Johann Schäfer in Offenburg, Leonhard Weitz in Karlsruhe, Lothar Wittmer in Villingen, Ernst Huber in Waldshut, Franz Lampp in Basel, Max Dusner in Freiburg, Theodor Heller in Heidelberg, Joseph Schweigert in Bruchsal, Friedrich Streik, Wendelin Lecker und Ludwig Rohnacher in Heidelberg^Franz Eckert in Freiburg, Franz Hosmann in Lauda, August Pfafs in Lffen- burg. Wiederangestellt: als Werkführer: der zuruhegesetzte Lokomotivheizer Polykarp Ero- mann in Basel. Bertragsmätzig ausgenommen: als Bahn- und Weichenwärter: Wilhelm Sütz von Graben, Ferdinand Olbert von Jgelsbach. Versetzt: Kanzleiassistent Johann Becker in Bruchsal nach Basel; die Reserveführer: Eduard Heizmann in Hausach nach Offenburg. Andreas Meier in Offenburg nach Hausach; Schaffner Eustachius Maier in Rheinau nach Mannheim; die Eisenbahnassistenten: Hermann Weis in Albdruck nach Waldshut, Wilhelm Jöst in Lahr-Stadt nach Laudenbach M.N.B., Konrad Hauk in Radolfzell nach Herbolzheim, Hugo Hügle in Rappenau nach Karlsruhe Westbahnhof; die Bureaugehilfen: Leopold Kunz in Lörrach nach Karlsruhe, Ernst Sicks in Singen noch Konstanz, Valentin Mohr in Hockenheim nach Lauda. Wilhelm Zwiebelhofer in Gernsbach nach Karlsruhe; Maschinist Friedrich Windisch in Offenburg nach Karlsruhe. Zuruhegesetzt: unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste: Betriebsasststent Friedrich Müller in Karlsruhe (auf Ansuchen); Lokomotivführer Ferdinand Kriege in Mannheim; Weichenwärter Pankraz Lehmann in Offenburg (auf Ansuchen); Bremser Alois Schillinge«: in Hausach. Entlasse«: Ersenbahngehilfin Elisabeth Wihler in Baden-Baden (auf Ansuchen). Gestorben: Lokomotivführer Johann Engster in Karlsruhe; Bremser Bernhard Schlenker in Billingen. Uersammlrrngen und Kongresse. # Karlsruhe. 22. Dez. Der Badische Bureau- und Kanzlei- bramten-Berband hält am 12. Januar 1913 nachmittags 2 Uh« im Saal zum „Klosterbräu" hier seine statutenmäßige Hauptversammlung ab. Die Tagesordnung umtaßt Vorlage des Jahresberichts, Kassenberichts, Vorstandswahlen und Anträge. „Ja, liebe Frau, die drei Mark müssen Sie haben. Da kann ich Ihnen nicht helfen. — Die müssen Sie haben. — Ich kann Ihnen doch die Schachtel nicht i'msonst mitgeben . . ." Frau Mitteler saß beinahe hilflos in ihrer dunkelkarrier- ten Bluse im Stuhl, geduckt von dem Plüschprunk des Hotelzimmers und von der fettigen Stimme ihr gegenüber. Drei Mark? — Daran hatte sie nicht gedacht, daß sie gleich etwas bezahlen sollte. Mit einer müden Trostlosigkeit sah sie auf die Schachtel, in der es wirr und schwarzpelzig lag, wie eine Hecke schwarzer Spitzmäuse. Die sollte sie verhausieren? Die schwarzen Pelzäffchen? Die man an einem Gummi tanzen ließ? Ihr schien alles so sinnlos, so schrecklich sinnlos, daß sie am liebsten ausgestanden, am liebsten schon lf oer Straße gewesen wäre Wenn sie nur schon einen Vorwand gehabt hätte. Aber da fuhr die fettige Stimme wieder dazwischen: „Ja, Sie müssen sich nun entschließen, liebe Frau — Wenn Sie Geld genug haben und privatisieren kör nen, dann brauchen Sie natürlich keine . . ." Frau Mitteler war's nicht um's Witze machen. Mit einer plötzlichen Bewegung griff sie nach ihrem Geld- beutelchen. • * „Jedes Stück zehn Fenniche." Um Frau Mitteler schrie's und krakehlte es. Neben ihr bot einer Zündfeuerzeuge aus. „Nur vierzig Fenniche, meine Herrn. Ohne Schraube und Mechanik". Mechanik sagte er immer. Und links demonstrierte Einer einem aufmerksamen Kreis den neuesten Scherzartikel. Unaufhörlich redete er und ohne Pause. Er wußte: wenn er auch nur für ein paar Sekunden schwiege, dann begann der Kreis auseinanderzuflisßen . . . Und die Straße hinauf noch Stand an Stand. Frau Mitteler schob die Schnur zurecht an der sie sich die Schachtel um den Hals gehängt hatte. Eine müde Verzweif- lung hatte sie gepackt. Vielmehr: hatte sic nicht mehr losgelassen, seit sie das Affenzeugs erstanden hatte. Warum hatte sie sich auch nicht gleich selbst gesagt, daß sie da nicht mittun könnte. Was konnte sie hier tun, die sie auch * _ 5 Kt 3 Vom höheren Mädchenschulwesen in Baden. — Karlsruhe, 23. Dez. Letzte Woche tagte hier, wie bereits kurz gemeldet, unter dem Vorsitz des Kultusministers Dr. Böhm eine Konferenz der Direktoren der höheren Mädchenschule« der badischen Städteordnungsstädte, der auch der Direktor des Karlsricher Lehrerinnenseminars, sowie Referenten des Unterrichtsministeriums beiwohnten. Als erster Punkt der Tagesordnung wurde die Fragender sogenannten „Studienanstalten", wie sie zuerst von Sachsen eingeführt worden sind, erörtert. Man versteht unter einer „Studienanstalt", kurz gesagt, ein« höhere Mädchenschule mit einem Aufbau von drei Oberrealschulklaffen. Nach einem Bundesratsbeschlutz der letzten Zeit ist den sächsischen „Studienanstalten" die Berechtigung zum Studium der Medizin, der Zahnheilkunde, der Pharmazie und der Nahrungsmittel- äremie verliehen worden, d. h. sie haben damit die Berechtigungen erhalten, die das Reich überhaupt vcrlechen kann; die übrigen werden von den Bundesstaaten selbst verliehen. Der Bundesratsbeschlutz verlangt aber ausdrücklich von den „Studienanstalten", daß sie ihren Schülerinnen dasselbe Matz von mathematischen und naturwissen- schaftlichen Kenntnissen vermitteln, wie die Knaben-Oberrealschule ihren Zöglingen. In letzter Zeit wurde Mn auch für einige höhere Mädchenschulen Badens, so u. a. für die „Karlsruher Fichtefchule", der Vorschlag gemacht, sie zu „Stndienanstalten" zu erweitern. Als einen der bemerkenswertesten Vorzüge der Studienanstalt bezeichnet man den Umstand, datz ihre Schülerinnen erst in einem vorgeschrittenen Alter vor die Entscheidung gestellt werden, ob sie sich die Berechtigung zum Hochschulstudium erwerben, oder es bei der Ausbildung der höheren Mädchenschule bewenden lassen wollen. Bekanntlich sind auch das Karlsruher Mädchengymnasium uird die Mannheimer Mädchenoberrealschule, die beiden mit Hochschulberechtigung beliehenen Mädchenlehranstalten des Landes, an höhere Mädchenschulen angegliedert. Doch verhält es sich dort so, datz nach der dritten Klaffe der höheren Mädchenschule eine Gabelung eintrrtt, der eine Teil der Schülerinnen in der höheren Mädchenschule verbleibt, der andere aber in die Gymnasial- bezw. Oberrealschulabteilung abschwenkt. Gegenüber einer Mädcherwberrealschule dieser Art — auch darauf wird als auf einen Vorteil der Studienanstalt hingewiesen — verursacht eine höhere Mädchenschule mit dreiklasstgem Aufbau (bei Erreichung desselben Zwecks) einen geringeren Kostenaufwand. Es fehlt aber auch nicht an Schulmännern, die dem Gedanken der Stlldienanstalt recht skeptisch gegenüberstehen. So wird von verschiedenen Seiten bezweifelt, ob es möglich fein werde, dckst Schülerinnen wenn auch nicht eine völlig gleichartige, so doch dem Werte nach aequivalente Bildung zu geben, wie die Knaben-Oberrealschulen sie vermitteln. Vor allem wird gellend gemacht, der dreiklassige Aufbau werde nicht genügen um das vom Bundesrat geforderte Maß an mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnissen zu erreichen, dazu müsse der Lehrplan der höheren Mädchenschule selbst.eine nicht unbedeutende Erweiterung in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern erfahren, wodurch alle Schülerinnen nicht unwesentlich belastet würden. In der Konferenz der höheren Mädchen- schuldirektoren kamen Anhänger und Gegner der Studienanstaltsidee zu Wort, doch scheint, wie der „Frankfurter Zeitung" von hier gemeldet wird, die Mehrheit der Direktoren ihr zuzustimmen. Die ganze Frage ist zur Zeit noch nicht spruchreif, verdient aber jedenfalls eine eingehende, alle Seiten in Betracht ziehende Prüfung. Ebenfalls eine Ergänzung der höheren Mädchenschulen stellen die von verschiedenen Städten eingeführten zweistufigen Fortbildungskurse dar. Sie gelten nicht der Erwerbung einer Hochschulberechti- gung, sondern nur der Erweiterung und Vertiefung der in der höheren Mädchenschule empfangenen Kenntnisse, hauptsächlich auch noch der praktischen Seite hin. Für die Zukunft würde es sich nach ebenfalls auf der Konferenz zur Sprache gekommenen Anregungen au- neuerer Zeit nun darum handeln, dass der Staat sich an diesen, bisher von den Kommunen allein unterhaltenen Fortbildungskurse«, durch Uebernahme eines Drittels der sachlichen und persönlichen Aufwendungen beteiligt und für sie gewisse Richtlinien und Lehrplan» fixiert. Eingehend besprochen wurde ferner die Berechtigungsfrag» der höheren Mädchenschulen. Auch hier gehen, wie demselben Blatt» weiter gemeldet wird, die Meinungen der Schulmänner zumteil weit auseinander. Es wird am Unterrichtsministerium sein, eine Lösung zu finden, die den Bedürfnissen unserer Zeit am meisten gerecht wird Endlich beschäftigte sich die Konferenz mit der auch in anderen Bundesstaaten oft und eifrig erörterten Frage, ob die nicht akademisch gebildeten Lehrerinnen den akademisch gebildeten Lehrern (und Lehrerinnen) völlig gleichgestellt werden sollen. Praktisch handelt er sich dabei darum, ob jene Lehrerinnen auch in den Oberklassen Klassenlehrerinnen werden sollen. Wie es scheint, ist inan geneigt, die Frage zu bejahen, die Gleichberechtigung de« Lehrerinnen und Lehrer durchznführen. Im übrigen diente die Konferenz informatorischen Zwecken. nicht mehr die Jüngste war. in der Konkurrenz der jungen Kerle, die sich mit allen Mitteln der Frechheit und der Stimme ihr Publikum 'ranholten I Ganze zwei Stück hatte sie bisher von ihren Aeffchen verkauft. In anderthalb Stunden. Das machte: ihr fehlte nun einmal die Courage. Wie wenn sie Angst hätte vor ihrer eigenen. lauten Stimme. So ließ sie nur stumm ein Aeffchen an der Eummischnur tanzen . . . Aber ihre trostlos-bettelnden' Blicke sah ja natürlich niemand. Sogar der Maxi war , ganz verschüchtert. Noch nicht ein Mal hatte er ihre rechte Hand losgelassen . . . „Mutter gib mir mal so'n Dings." Ganz frisch und aufgeregt klang ihres Jungen Stimme. Da mußte er wohl den Tropfen nicht gesehen haben, der . . . „Jedes Stück nur zehn Fenniche — zehn Fenniche! Nur zehn Fenniche — hier — das Aeffchen!" Frau Mitteler mußte beinahe lächeln, wie sie ihren Maxi so sah. Und hörte, wie seine helle Kinderstimme durch den Lärm glitt. Nein: sie mußte sogar wirklich lächeln . . . Ihr Bub, ihr tapferer Maxi . . . Und — war's die Frohheit ihres Lächelns — oder wollte sie sich von ihrem Maxi nicht beschämen lassen-auch ihre Stimme wurde nun heller. „Jedes Aeffchen nur zehn Fenniche . . ." Das Lächeln blieb, als sie sah, wie ein Ladenmädchen ihrem Maxi sein Aeffchen abkaufte. Er strahlte, als er sich sogleich zwei andere holte. Und auch bei ihr ging's nun besser mit dem Verkauf. Zwei Stunden später war die Schachtel leer, die fünfzig Stück verkauft. Fünf Mark zählte sie in Fünf- und Zehnpfennigstücken auK ihrer Schürzentasche. Zwei Mark lleber- schuß! Nicht viel, aber man verhungerte doch wenigstens nicht ... „Maxi, komm, du' darfst dir auch einen Apfel kaufen." Der nickte nur. „Mutter, und morgen verkaufe ich wieder gelt?"- Daß er den Tropfen vorher doch gesehen, das hatte er schon lange vergessen ... Sette 4 Neuordnung des Dienstes der badischen Ktaatseifenbahnverwaltung. -- Karlsruhe. 23. Dez. In der Denkschrift des Finanzministerium» über die Vereinfachung der Ltaatsnerwaktung, Abteilung B (Eisenbahnverwaltung), die den Landständen während ihrer letzten Tagung vorgelegt wurde, sind die Maßnahmen dargelegt und begründet, welche behuf» einer möglichsten Vereinfachung der Organisation der Eisenbahnverwaltung auf Grund eingehender Ermittlungen und Erwägungen eines aus höheren Eissnbahnbeamten zusammengesetzten Ausschusses in Aussicht genommen sind. Inzwischen sind, wie in der „Karlsr. Zig." halbamtlich mitgeteilt wird, auf der Grundlage, die in der Denkschrift erläutert ist, die zur Durchführung der geplanten Aenderungen erforderlichen umfangreichen Vorarbeiten beendigt worden und e» soll nunmehr mit der Durchführung der Neuordnung de» Dienste» der Ätaatseisendahnoerwaltung am 1. Januar 1913 begonnen werden. Bei dem großen Interesse, die der Gegenstand für di« Allgemeinheit haben dürste, sollen die wichtigsten Maßnahmen organisatorischer Art nachstehend nochmals kurz dargestellt werden: 1. In der Stellung des Ministeriums innerhalb der Eisenbahn- Verwaltung soll eine wesentliche Aenderung gegen bisher nicht ein. treten. Dem Ministerium soll also, wie bisher, nur die oberst« Leitung, insbesondere die Entscheidung in den Etat- und Finanz- fragen, zusallen; alle mit der unmittelbaren Leitung und Verwaltung zusammenhängenden Geschäfte sollen von ihm ferngehalten werden. Das Ministerium ist also im wesentlichen Auffichtsbehördr über ms gesamte Eisenbahnwesen und die badische Bodenseedampsjchisf, fahrt. Eine Erweiterung des Aufgabekreises des Ministeriums etwa nach preußischem Vorbild«, erscheint bei der derzeitigen Organisation der Ministerien ausgeschlossen. Die dem Ministerium im ein- ,einen vorbehaltenen Zuständigkeiten stnd einer eingehenden Durchsicht unterzogen worden, inwieweit, unbeschadet der Ausgabe des Ministeriums, die selbständige Erledigung von früher diesem vorbehaltenen Geschäften der Eeneraldirektion überlassen werden kann, und es ist darnach bereit» da» Erforderliche angeordnet worden. Außerdem ist die Aufsicht über die im Lande befindlichen, nicht von der Staatsbahnoerwallung betriebenen Privatbahnen (Neben- und Kleinbahnen), die früher ausschließlich vom Ministerium ausgeübt wurde, inzwischen der Generaldirektion überwiesen worden, so dag dem Ministerium nur noch die Oberaufsicht über diese Bahnen bleibt. 2. Die dringend notwendige Entlastung des Kollegiums der Ge- iieraldiktktion und zugleich eine Verringerung der für die Leitung und rasche Geschäftsabwicklung hinderlichen großen Zahl von Referenten und Hilfsrefrrenten dieser Behörde soll dadurch herbeigeführt werden, daß den Hilfsbureaus der Eeneraldirektion gewisse, minderwichtige Geschäfte zur selbständigen Erledigung unter Aufsicht der Respizienten zugewiesen werden. Die Zahl der Respizienten der Eeneraldirektion (einschließlich des Vorstandes dieser Behörde, der Abteilungsvorstände und des Mitgliedes in Mannheim, das daselbst zugleich die Vorstandsstelle der Betriebsinspektion versieht), soll alsbald mit Inkrafttreten der Neuorganisation von 36 auf 31, die Zahl der Hilfsbureaus, an deren Spitze mit Rücksicht auf ihre gehobene Stellung künftig durchweg Jnfpektionsbeamte stehen sollen, von bisher 18 auf 11 verringert werden. Eine weitere wesentliche Entlastung des Kollegiums und Ver- ringerung der Zahl der Referenten wird mit der Abnahme der Bautätigkeit eintreten. 3. Die jetzt bestehende Zusammenfassung des Magazinsdienstes bei einer besonderen Zsntralanftalt, der Verwaltung der Eisenbahn- magazine, soll unter Aufhebung dieser Behörde beseitigt und es sollen die von letzterer bisher wahrgenommenen Magazinsgeschäfte teils de: Eeneraldirektion und deren Hilfsbureaus teils der Verwaltung der Hauptwerkstätte und den Bezirksstellen übertragen werden. Dadurch soll — neben Verminderung des Beamtenapparats — insbesondere auch erreicht werden, daß die Materialbeschaffung durch diejenigen technischen Stellen und Beamten erfolgt, die durch ihre dienstliche Tätigkeit die sachlichen Bedürfnisse am besten beurteilen können. 4 . Der Werkstättedienst, der bisher — von der Verwaltung der Hauptwerkstätte in Karlsruhe abgesehen — mit dem Dienst der Maschineninspektionen vereinigt war, soll im Interesse besserer Dienst- aersorgung von diesem losgetrennt und besonderen Werkstätteinspek- tirnen zugewiesen werden. Den Maschineninspektionen verbleibt sodann nur noch die Leftung und Ueberwachung der mit den Maschinenhäusern verbundenen kleinen sogenannten Heizhauswerkstätten, die künftig die Bezeichnung Betriebswerkftätten führen sollen. Di« Maßnahme bedingt, daß an Stelle der bisherigen 7 Maschineninspek- lionen künftig 2 Werkstätteinspektionen — außer der bestehenden bleibenden Hauptwerkstätte — und 5 Maschineninspektionen treten 8. Um das im Interesse einer guten Dienstbesorgung unerläßliche persönliche Einvernehmen der Vorstände der Bezirksstellen, insbesondere der im regsten Verkehr stehenden Betri»bs- und Babnbau- inspektionen nach Tunlichkeit zu fördern, sollen die Sitz« dere znsam. mengehörigen Bezirksstellen möglichst an die gleichen Orte und in dir gleichen Gebäude verlegt weichen und es soll bei der Abgrenzung dei Bezirke, soweit es die sonstigen Znterossen zulajsen, darauf Rücksicht genommen werden, daß die Bezirke sich decken, daß also iminer nu, möglichst wenige Dienstvorstände im regelmäßigen Verkehr mit einander zu stehen haben. 6. Außer durch eine wesentliche Vereinfachung im Kredit- und Etalwrsen sowie in der Aufstellung der Boranschlägr und Kosten, berechnnngen der technischen Bezirksstellen soll eine Entlastung dieser einmal auch dadurch herbeigeführt werden, daß die Fertigung von Bauentwürfen nebst Kostenanschläge«, die jetzt in überwiegendem Maße durch die technischen Bezirksstellen erfolgt, künftig in der Regel durch die Eeneraldirektion und deren Hilfsbureaus vorgenommen werden, wodurch nicht nur eine besiere Ausnützung des mit diesen Arbeiten betrauten Personals herbeigefützrt, sondern auch die Bearbeitung der Entwürfe nach einheitlichen Gesichtspunkten durch ein ia den betreffenden Arbeiten besonders ausgebildetes und erfahrenes Personal erreicht werden soll. 7. Bei den Betrirbsinspektionen soll eine Entlastung dadurch erzielt werden, daß die Leitung des Fahrdienstes, die jetzt zumteil bei diesen Bezirksstellen liegt, ganz in die Eeneraldirektion verlegt werden und gewisse andere fahrdienstlichen Geschäfte von den Betriebsinspektionen auf die größeren Stationen übergehen sollen. 8. Eine erhebliche Entlastung der technischen Bezirksstellen soll dadurch herbeigeführt werden, daß bestimmte Geschäfte von, diesen Bezirksstellen zu unterstellenden Ortsstellen in eigener Zuständigkeit sollen erledigt werden, in ähnlicher Weise, wie dies bisher schon durch die den Betriebsinspektionen unterstellten Stationsämter und Güter- verwaltungen geschieht. Bis jetzt werden nämlich im Geschäftsbereich der technischen Bezirksstellen alle Geschäfte, auch soweit sie zunächst innerhalb eines bestimmten Bereichs von diesen untergebenen Hilfs- beamten, wie Bahnmeistern, Telegraphenmeistern üsw. behandelt werden, im Namen und unter unmittelbarer Verantwortlichkeit der Vorgesetzten Bezirksstelle geführt; damit ist eine außerordentlich große Zahl von Vorlagen jener Hilfsbeamten an die Bezirksstellen und somit eine Doppelarbeit verbunden, die durch Schaffung selbständiger Ortsstellen erheblich vermindert werden kann. Allen Ortsstellen, den bisher schon bestehenden wie den neu zu errichtenden, sollen möglichst weitgehende Befugnisse zur selbständigen Erledigung der Geschäfte eingeräumt werden. Durch die so eintretende Entlastung sollen anderer- ,eits die Bezirksstellen in den Stand gesetzt werden, fortgesetzt mit allem Nachdruck die Geschäftsführung der ihnen untergeordneten Ortsstellen zu überwachen. pnOi|ß|t fPrejT fr. Abendblatt. Montag, den 23. Dez. 191L Nr.' Die Durchführung dieser Maßnahmen bedingt eine entscheidende Aenderung der damaligen Organisation der Staatsbahnverwaltung. Die am 26. d. M. ausgegebene Nummer des Gesetzes- und Verordnungsblattes enthält eine Allerhöchste Verordnung vom 16. Dezember d. I., die Ordnung des Dienstes der Staatseisrnbahnen und der Bodenseedampfschiffahrt betreffend, die unter Aufhebung der vorgenannten Verordnungen den Gegenstand neu regelt. Als Zeitpunkt für die Neuordnung des Dienstes innerhalb der Generaldirektion und deren Hilfsbureaus, ferner für die Aushebung der bisherigen Verwaltung der Eisenbahnmagazine in Karlsruhe sowie für die anderweitige Regelung des Magazinsdienstes ist der 1. Januar 1913 festgesetzt worden. Für die Neuordnung des Dienstes der Bezirks- und der Ortsstellen ist der 1. April 1913 in Aussicht genommen. Bezüglich der Zahl und der Sitze der Bezirksstellen werden auf diesen Zeitpunkt folgende, durch Allerhöchste Staatsministerialentschließung vom 16. d. M. genehmigte Aenderungen eintreten: a) Die Bahnbauinspektionen Bruchsal, Durlach, Rastatt und Singen werden aufgehoben; dafür wird in Mannheim und Karlsruhe, den Sitzen der zugehörigen Betriedsinspektionen, neben den daselbst bereits bestehenden Bahnbauinspektionen je eine weitere solche Be- zirksftrlle errichtet. Die Bahnbauinspektion Durlach war von Anfang an für den Neubau des Bahnhofs daselbst errichtet worden und soll nunmehr, nachdem diese Bauarbeiten zum größten Teil vollendet stnd und die übrigen, der Dienststelle zugewiesenen Aufgaben zweckmäßigerweise von einer der Bahnbauinspektionen in Karlsruhe übernommen werden, wieder beseitigt werden. Nach Bruchsal soll vom 1. April 1913 ab das Statistische Bureau, nach Rastatt das Vermessungsburcau der Generaldirektion der Staatsersenbahnen verlegt werden. Diese Maßregel, durch die auch die genannten Städte Ersatz für die Aufhebung von Dienststellen erhalten, wird insbesondere auch zu dem Zwecke getroffen, um die daselbst vorhandenen bahneigenen Dienstgebäude tunlichst auszunützen und in Karlsruhe für die Hilfsbeamten der Eeneraldirektion erforderliche Räume freizumachen. b) Außer der in Offenburg bereits seit Oktober d. I. bestehenden Werkstätteinspektion wird eine solche Bezirksstelle vorläufig in Heidelberg errichtet und gleichzeitig die Maschineninspettion daselbst aus- gehoben. Nach Inbetriebnahme der neuen Werkstätte in Schwetzingen, wofür die erste Teilforderun-g bereits im Baubudget für 1912/13, genehmigt worden ist, wird die Werkstätteinspektion von Heidelberg nach Schwetzingen verlegt werden. c) Die Maschineninspektion in Freiburg wird ausgehoben; die bisher von dieser wahrgenommenen Geschäfte, soweit sie nicht an die Werkstätteinspektion Offenburg übergehen, werden der in Basel bereits bestehenden Maschineninspektionen übertragen. Für die Leitung der ln Freiburg verbleibenden Werkstätte wird ein Werkstätteamt mit einem akademisch gebildeten Beamten als Vorstand eingerichtet. d) An einer Reihe von Orten werden Ortsstellen eingerichtet, die unter der Aufsicht und Leitung der Bezirksstellen innerhalb enger begrenzter Gebiete den ihnen übertragenen Dienst unter eigener Verantwortung wahrzunehmen laben. Außer den bereits bestehenden, den Betriebsinspektionen untergeordneten Ortsstellen des Betriebsund Verkehrsdienstes (die Stationsämter und auf Stationen, von größerer Bedeutung für den Güterverkehr die besonderen Eüterabferti- gungsstellen, die bisher die Bezeichnung Gütern erwaltung führten, künftig aber die Bezeichnung Güteramt erhalten werden) kommen folgende Ortsstellen in Betracht: unter der Aussicht und Leitung der Bahnbauinspektionen: die Bahnmeistereien und an Orten, auf denen die Hochbauten besonders umfangreich sind, die Hochbaubahnmeistereien; die Telegraphenmeistereien; unter der Leitung und Aufsicht der Maschineninspektionen: die Betriebswerlmeistereie»; unter der Aufsicht und Leitung der Werkstätteinspektionen: die Werkstätteämter und die Elektrotechnischen Aemter; unter der Leitung und Aufsicht der Verwaltung der Eisenbahn- hauptwetzkstätte oder der Bezirksstellen: die Magazinsämter: unter der Leitung und Aufsicht der Maschinen- und Dampfschifffahrtsinspektion Konstanz: das Dampfschifsahrtsamt Konstanz. Theater, Kunst und Wissenschaft. v. Heidelberg, 23. Dez. (Tel.) Die 3 Forderungen der Heidelberger Klinikerschaft wurden von dem Dekan der medizinischen Fakultät, Prof. Fleinrr, auf Etund eines Fakultätsbeschlusses vom 21. d. Mts. dahin beschieden, daß entsprechend der ersten Forderung, zum Praktizieren an den klinischen Anstalten fortan nur Studenten zugelassen werden sollen, welche die ärztliche Vorprüfung haben. Da bei strenger Durchführung dieser Bestimmung russische Studenten voraussichtlich nicht mehr praktizieren dürfen, so könne von der zweiten Forderung eines deutschen Sprachexamens für Ausländer abgesehen werden. Die dritte Forderung, die Zulassung zu den Klinikerinstituten für eine bestimte Zeit zu beschränken, überschreitet die Befugnisse der Fakultät. — Hamburg, 22. Dez. Zu der Notiz über die französischen Ausführungen des „Parfifal" im Theatre de la Monnaie in Brüssel gib: uns der Bayreuth« Parsifal Heinrich Hensel die Erklärung ab, daß er den Vertrag nur mit dem ausdrücklichen Vermerk unterzeichnet«, daß der Vertrag erst in Kraft tritt, wenn das Werk legal frei ist unh. die Bestrebungen des „Parfifal"-Schutzbundes keinen Erfolg aufzuweisen haben._ Grotzh. Hoftheater Karlsruhe, rb. Karlsruhe, 23. Dez. Engelb. Humperdincks reizvolles Märchenspiel „Hansel und Eretel" gehört immer noch zu den wertvollsten Weihnachtsgaben, die eine Bühne ihren Besuchern um die Ehristfcstzeit bescheren kann. Die allen vertrauten Vorgänge, die lieblichen Volkslieder und nicht zuletzt die geistvolle. musikalische Illustrierung der romantischen Geschehnisse üben stets wieder ihren Zauber. Mag auch manche Orchesterstelle ein wenig zu schwer und zu dickflüssig geraten sein, immer retten wieder die schlankeren und konzentrierten Partien vor dem oft allzu komplizierten Kontrapunkt. Die gestrige Aufführung unter der feindifferenzierenden Leitung des Herrn Hofkapellmeister Alfred L o r e n tz nahm einen schönen und anregenden Verlauf. Entzückend in Gesang und Spiel war das Eretel der Frau Müller-Reichel, die wie kaum eine andere Sängerin für diese Rolle prädestiniert erscheint. Ihr niedliches Gesichtchen, ihre zierliche Gestalt, ihr leichter, dem Kindlichen angenäherter Ton, ihre lebensvollen Bewegungen, alles diente dazu, um eine vollkommene Täuschung möglich zu machen. Bestrickend war der Ausdruck mit dem sie das Lied vom „Männlein im Walde" fang. Frl. Eisella T e r c s als Hänsel war frisch und urwüchsig, wenn auch hie und da etwas zu schwer. Der Ton müßte etwas leichter von den Lippen fliehen. Prächtig war der Peter des Herrn van E o r k o m. Die Gertrud von Frl. B r u n t s ch zeigte namentlich in der Darstellung Kraft und Wahrhaftigkeit; die Stimme dürste aber im ersten Akt etwas spitzer und schärfer klingen. Frau Schüller-Ethofer war eine Hexe von anschaulicher Realistik. Sandmännchn und Taumännchen waren bei Herrn Pancho Kochen und Frl. P a g e l s in besten Händen. Die Regie beging den Fehler, Hänsel und Eretel gar zu viel tanzen zu lassen. Das Gleichmäßige ermüdet. Den Beschluß des Abends machte eine von Frau Allegri- B a y z sorgfältig und geschickt einstudierte Ballet-Feerie „Das Bilderbuch". Ein kleines Kind will seiner Mutter um die Weihnachtsstunde eine Panacee holen, erhält von zwei Holzknechten ein Bilderbuch und schläft über dem Beschauen ein. Die Weihnachtsfee erscheint ihm und läßt zu des Kindes Ergötzen die Bilder in dem Buche lebendig werden. Dann gibt ste ihm zuletzt das Heilmittel. Das Ganze enthält zwei hübsche Ideen: Don Quichotte, der dem Schneewittchen seine Ritterdienste anbietet, von den Zwergen aber zurückgedrängt wird; und einen parodistischen Kampf zwischen dem „fahrenden Ritter" und dem „Däumling", in dem der Kleine Sieger bleibt. Leider sind die anderen Vilderbuchhelden nicht in solch famoses Gegenspiel gesetzt. sodaß es zuletzt ein ziemliches Durcheinander gibt. Auch die Musik des Puppenfeekomponisten Josef Bayer ist nicht sehr charakteristisch. Die malerische Buntheit sorgte aber trotzdem für Unterhaltung, der sich die kleinen und kleinsten Zuhörer denn auch rückhaltlos Hingaben. Die zahlreichen Mitwirkenden machten alle ihre Sache gut, vor allem Frl. Leger, der kleine Fritz Koch als Däumling und die zierliche Lisel S t e m m l e als Loni. Die Feerie fand eine gute Ausnahme. JO. Stiftungsfest mit Nuitsfeier des Badischen teib-Grenadier-vereins (2. v.) LZ Karlsruhe, 23. Dez. Am Samstag abend veranstaltete der Bad. Leib-Erenadier-Verein E. V. Karlsruhe im großen Saale der Festhalle sein diesjähriges Stiftungsfest, verbunden mit Nuitsfeier. An der Ehrentafel hatten u. a. Vertreter der Stadt Karlsruhe, darunter Oberbürgermeister Siegrist, Vertreter des Badischen Militärvereinsverbandes, ferner das gesamte Offizierkorps des Stammregiments, an seiner Spitze der Regimentskommandeur Herr Oberst von Altrock, sowie Vertreter anderer Regimenter, Platz genommen. Der Saal selbst war dicht besetzt. Alle, ergraute Veteranen, die Brust mit Orden geschmückt, saßen neben jungen Regimentskameraden, die vollzählig mit ihren Familienangehörigen erschienen waren. Eine Vegrüßungsfestfanfare und die Ouvertüre z. Oper „wuryanthe, in vorzüglicher Weise wiedergegeben von der vollständigen Kapelle des 1. Bad. Leib-Erenadier- Regiments Nr. 169, unter der umsichtigen Leitung des Kgl. Musikmeisters Hrn. Bernhagen, eröffneten den Abend. Einen wirkungsvollen Abschnitt des Programms bildete das erstmalige Auftreten des Pfadsinderkorps „Jung Karlsruhe", das in mehreren prachtvollen Szenen, ein Bild ihrer Tätigkeit, so auf dem Marsche, im Biwack usw. gab. Den begleitenden Text zu den Bildern „Die Pfadfinder im Biwack" hatte Exzellenz Frau Alberta von Freydorf geschrieben. Hierfür ließ der Vetein unseren einheimischen Dichterin einen prachtvollen Lorbeerkranz mit Schleife überreichen. Die Festrede hielt der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Oberrevisor Steiner. Er begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste und Kameraden und wies auf die Bedeutung des Tages und die erfreuliche Entwickelung des Vereins hin. Die markigen Worte klangen in einem Hoch auf den obersten Kriegsherrn, den Kaiser, und den Protektor des Vereins, den Erotzherzog, aus. Die Grüße des Stammregiments überbrachte der Regimentskommandeur Herr Oberst von Altrock. Nachdem noch der 2. Vorsitzende, Polizeikommissar Behring«, den Arrangeuren und Leitern der Pfadfinder, den Herren Hauptmann d. L. Fisch«, den Leutnants Printz, Burkhardt, Dr. Vier, sowie dem Gewerbelehrer Holzwarth Worte der Anerkennung zum Ausdruck gebracht und dem Pfadfinderkorps ein dreifaches Hoch gewidmet hatte, war der 1. Teil des Programms zum Abschluß gelangt. Mehrere Musikstücke der Regi- 'Mentskapelle l iteten vom festlichen in den unterhaltenden Teil über, in dem u. a. das Silcherquartett (die Herren O. Soulier, Lud. Gräßer, Eottfr. Grötzinger und Christ. Ade) mit dem Vortrag einiger Volkslieder herzlichen Beifall fand. Auch die Baß-Solis des Herrn Konzertsängers Christian Ade, so die Arie des Sarastro a. d. Op. „Die Zauberflöte" und das Schumannsche Lied „Die beiden Grenadiere" riefen den wohlverdienten Beifall hervor. Die Klavierbegleitung hatte Frl. Soulier übernommen und führte dieselbe in dezenter Weise durch. Ein anschließender Festball hielt die Jugend noch bis zum ftühen Morgen beisammen. Telegraphische Schiffsnachrichten. Mitaeteilt d. Generalvertr Fr. Kern. Karlsruhe. Karlrriedrichstr. 22: Norddeutsch« Lloyd. Angekommen: am Mittwoch: „Hannover" in Buenos Aires; am' Donnerstag: „Brandenburg" in Baltimore, „Altair" in Santos; am Freitag: „Königin Lusse" in Bremerhaven, „Seydlitz" in Bremerhaven, „Bülow" in Newyork; am Samstag: „Pttnz Ludwig" in Singapurs: am Sonntag: „Therapia" in Bremerhaven, „Willehad" in Bremerhaven, „Gießen" in Bremerhaven, „Goeben" in Aden, „Chemnitz" in Suez. „König Albert" in Genua, „Barbarossa" in Baltimore, „Prinz Eitel Friedttch" in Homburg. „Schlesien" in Sydney; am Montag: „Stambul" in Bttsbane. Passiert: am Freitag: „Kronprinzessin Cecilie" Dover; am Samstag: „Köln" Dover; am Sonntag: „Neckar" Dover, „Main" Lizard. Abgegangen: am Freitag: „Lothringen" von Melbourne, „Priry Heinrich" von Neapel, „Großer Kurfürst" von Baltimore; am Samstag: „Rhein" von New-Port, „Eöttingen" von Port-Said, „Schleswig" von Alexandrien; am Sonntag: „Porck" von Neapel, „Scharnhorst" von Antwerpen, „Bremen" von Gibraltar, „Liitzow" von Shanghai, „Frank- futt" von Bremerhaven"; am Montag: „Prinz Sigismund" von Brisbane. Rezente, wohlbekömmliche, vollmundige Flaschenbiere . rtleph« Rk. 17 tt» 775. Erstklassiges Gualitäts * Bier für Festlichkeiten Deutsch-Porter Aerztlich empfohlen: Ar. 599 Abeudblatt. «««tag, Un 28. Dez. 1912. 6adifd)e Kresse Srüe 5 Kadische Chronik. 4 .' Heidelberg, 23. Dez. Gestern vormittag scheut« das ur,d eines hiefigen Metzgerfuhrwerks auf der Hauptstraße. M Galopp durchsprang das Tier mit dem Wagen die Haupt- bog in die Bkademiestrahe ein und rannte am Wrede- gegen einen Baum, wodurch der Wagen »mgemorfe« !«trde. Der Lenker des Fuhrwerks wurde dabei aus dem ! Pagel geschleudert, doch kam er ohne erhebliche Verletzungen iJlisoK. Der Wagen wurde bedeutend beschädigt. Süttenbach (A. Mosbach), 22. Dez. Dem hiefigen Jagd- ! achter, Herrn Schrot- aus Mannheim, ist es gelungen, auf ! Wittern Jagdgebiet heute einen Fischotter zu erlegen. Das Tier 1 4 at das enorme Gewicht von 21 Pfund und die stattliche Länge M 105 Zentimetern. * Freidurg, 23. Dez. Am Samstag abend stürzte sich in ^ Kolmarerstraße die in den 50er Jahren stehende Witwe B. im vierten Stock vom Balkon aus auf die Strub«; sie war sofort tot. der Kopf wurde durch das Aufschlagen an der Straßen- kante zertrümmert, die Beine waren gebrochen. Die Verstorbene war, der „Brsg. Ztg." zufolge, geistig gestört und sollte nach den Feiertagen wieder in die Psychiatrische Klinik verbracht werden. Sie wurde von ihren Töchtern sorgfältig bewacht, aber trotzdem gelang es der geistig gestörten Frau, in einem unbewachten Augenblick, nur notdürftig gekleidet, auf ben Balkon zu kommen und sich dort über die Brüstung zu Kürzen. )( Freiburg, 23. Dez. Gestern abend nach %7 Uhr verübte ein 24 Jahre altes Dienstmädchen in der Herdenhofstraße einen Selbstmordversuch, indem es Salzsäure trank. Sie wurde von Passanten aufgesunden und in die medizinisch« Klinik verbracht. Die Ursache dürfte in Liebeskummer zu suchen sein. » Mengen (Ä. Freiburg), 22. Dez. Nachdem die Wasserleitung fertig ist, beschloß die Gemeindeversammlung, zum Zwecke der Wasfergewinnung eine Dampfmaschine aufzustellen, weil die elektrische Energie hier noch nicht zu haben ist. Die Versorgung der Gemeinden am Tuniberg mit elektrischer Kraft bürste noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin mutz eine Dampfmaschine das Geschäft des Wafferpumpens verrichten. K Müllheim, 22. Dez. Unter großer Beteiligung der Gemeinden Bamlach und Rheinweiler wurde Freiherr Max von Rotbsrg. Grund und Patronatsherr auf Bamlach und Rhejn- weiker, der letzte feines Geschlechts der katholischen Lini«. beigesetzt. -st- Konstanz. 23. Dez. Laut Mitteilung des Geheimen Kabinetts hat der Erohhsrzog als Kommodore des Eroßh. Badischen Jacht-Klubs den Prinzen Max zum Lizekommodore des Eroßh. Badischen Jacht-Klubs ernannt und ihn zugleich als lebenslängliches Mitglied des Klubs bestätigt. Erleichterungen in der Steuerzahlung. Karlsruhe, 23. Dez. Die „Karlsr. Ztg." bringt halbamtlich folgenden Artikel: Wie schon früher bekannt gegeben wurde, können die Steuerpflichtigen, die ein Postscheckkonto beim Postscheckamt Karlsruhe besitzen, ihre Schuldigkeit an direkter Staatssteuer (Vermögens-, Einkommen- und Be- sörstsrungssteuer) ohne ihre jedesmalige Mitwirkung durch Uebertragung von ihrem Postscheckkonto auf das der Eteuer- '« kirmehmerei begleichen. Diese Einrichtung ist bei den Zahlungen an diejenigen Steuereinnehmereien anwendbar, die selbst ein Postscheckkonto beim Postscheckamt Karlsruhe besitzen. Ob eine Steuereinnehmerei ein Postscheckkonto besitzt, ist aus dem Forderungszettel ersichtlich. Der Steuerzahler, der von der genannten Zahlungsweise Gebrauch machen will, muß sich der Steuereinnehmerei gegenüber schriftlich damit ««verstanden erklären, daß die Stcuerbeträge jedesmal bei ihrer Fälligkeit von seinem Postscheckkonto abgeschrieben werden. Der einmal gestellte Antrag braucht nicht alljährlich erneuert zu werden,' er gilt vielmehr so lange, bis «in Antrag des Steuerpflichtigen auf Aenderung des Verfahrens einkommt. Die Empfangsbescheinigung der Steuereinnehmerei über die Steuerzahlung wird dem Zahlungspflichtigen durch das Postscheckamt mit dem nächsten Kontoauszug in Form eines von der Steuereinnehmerei bescheinigten Lastschriftzettels zugestellt. Eine andere Erleichterung der Steuerzahlung besteht darin, daß ein Steuerpflichtiger eine Bank, bei der er ei» Konto hat, als Steuerzahler aufstellt. Der Steuerpflichtige, der von diesem Verfahren Gebrauch machen will, muß dies dem Steuerkommisiär oder der Steuereinnehmerei anzeigen. Der Steuerforderungezettel wird dann der Bank unmittelbat zur Zahlung zugestellt. Schließlich sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß Zahlungen aller Art an solche Staatskassen, die ein Postscheckkonto besitzen, auch durch Zahlkarten oder von Inhabern eines Postscheckkontos durch gewöhnliche Postüberweifung beglichen werden können. Ferner können Zahlungen aller Art an die Hauptstsuerämter, Finanzämter und Steuereinneh- mereien in den Städten Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Pforzheim, Baden und Freiburg auch durch Schecks geleistet werden, die auf eine der unter § 2 des Rsichsscheckgesetzes vom 11. März 1908 fallenden Eeld- und Kreditanstalten, al?o ». B. die Reichsbank, die unter amtlicher Aufsicht stehenden den Sparkassen, die in das Handelsregister eingetragenen Bankhäuser, gezogen sind. Da» schwere Butomodilunglück bei SSttrnge« (Amt Pforzheim). H Söllinge, (A. Pforzheim), 23. Dez. Ein schweres »utomobilunglück ereignete sich, wie schon heute früh kurz gemeldet, gestern nachmittag nach 3 Uhr am Busgang des Dorfes Söllingen. Ueber das Unglück bringt der „Pforzh. Anzeiger" folgende Einzelheiten: Herr Architekt Emil Ringer fuhr mit drei Personen, seinem Vater, sowie zwei Damen, nach Karlsruhe. Etwa Meter vor Söllingen steigt der Weg an und macht eine Kurve. Dort, bei der Villa Maifinger, spielte, wie gewöhu- llch an Sonntagen, eine Schar Dorfkinder im Freien. Das £5 rasch nähernde Automobil, von dem die Kinder kein» lluppensignale gehört haben wollen, fuhr nun in die Kinder- hinein und überfuhr 3 der Kleine«/ drei Mädchen, W**. Im ersten Augenblick schien es, als seien alle 8 tot. Doch war das zum Glück nicht der Fall. Eines der unglück- llchen Kleinen, das Sjährige Töchterchen des Steinbruch' Esthers Max Kirchenbauer, war freilich eine Leiche, sein 4 Jahre altes Schwesterchen war schwer verletzt; unter anderem ein Fuß gebrochen. Schwer »erletzt war auch das ftahrige Mädchen des Steinrichters Adolf Weigel. Der Schreck war natürlich auf allen Seiten furchtbar. Man brachte die Kinder rasch in die Wohnungen ihrer Eltern und schon nach wenigen Minuten waren 2 telephonisch gerufene Aerzte von Königsbach und Durlach zur Stelle, mit dem Königsbacher Arzt kam zugleich der Gendarm. Bald traf auch das Amtsgericht von Durlach ein und nahm die Erhebungen über das Unglück vor. die bis abends 8 Uhr dauerten. Das Automobil, wie die Insassen, die sich über das Unglück tiefbewegt zeigten, hatten selbstredend bis zur Beendigung der Formalitäten den Ort nicht verlassen dürfen. Der genaue Hergang bei dem schrecklichen Vorfall ist noch nicht bekannt. Herr Architekt Ringer gibt an, daß er wegen der Kurve und Steigung die Kinder spät sah, daß diese durcheinander liefen und er zuerst links ausweichen wollte. Als aber auch die Kinder nach der linken Seite liefen, hielt er sich rechts und erfaßte dabei die drei Kleinen, die inzwischen auch wieder nach der rechten Seite gelaufen waren. Tatsächlich fand man später die Radspur des Autos auch noch auf dem Gehweg Uon der Kuflfchiffahrt. = München, 23. Dez. Die Hochzeitsreise im Doppeldecker machten am Samstag der bekannte Flieger Gustav Otto und seine Eattin, die Tochter eines hiesigen Stabsarztes. Nach der Trauung fuhren die Neuvermählten nach Oberwiesenfeld zu den Flugmaschinenwerken Otto, und ein ausgiebiger Rundflug eröffnete die junge Ehe. M Paris, 23. Dez. (Tel.) Aus Mogador wird gemeldet: Der Militärflieger Leutnant de Do-Hu ist nach Dar el Kaid geflogen, um dem mit seinen Truppen daselbst eingeschlossenen Major Massoutier mitzuteilen, daß Verstärkungen zu seiner Befreiung abgegangen seien. Der Flieger ist wohlbehalten nach Telegraphische Kursberichte Frankfurt a. M. (AnfangS-Kurse.) Ost. Kred.-Akt. 191.'/. Diskonto Kom. 183.'/, Dresdner Bank 150.'/. Staatsbahn 145.' Lombarden 17.'/, Tendenz: ruhig. Frankfurt a. M. lMittel-Kufre.) Wechsel Amsterd. 169.— „ Antw.-Br. 805.66 . Italien 799 66 . London 203 95 „ Paris 810.16 . Schweiz 805,16 . Wien 844— Privatdiskont 6‘/, Napoleons 1620 3)4%Reichsanl. 87.35 3% . 77.80 334% Pr. Eons. 87.55 Osterr. Goldr. öl.— 4% Russen 1880 88.50 4% Serben 79.— Ungar. Goldr. 87— Badische Bank 128.20 Darmst. Bank 118.'/. Deutsche Bank 250.'/, Disc.-Command.184— Dresdner Bank 150.'/, Osterr. Länderbk.126.'/, Rhein. Creditbk. 132.— Schaaffh. Bkv. 114.'/» Südd. Disk.-Ges. —.— Wiener Bankv. 128.— Ottomanenbank 128.'/, Boch. Gubstahl 212.'/. Laurahütte 18l.'/, Gelsenkirchen 190.'/, Harpener 182.— Tendenz: behauptet. Frankfurt a. M. lSchlustkurse.l 4% Reichsanleihe unk. bis 191b 39.50 3X % dto. 87.35 4% Pr. ConsolS b. 1918 unkndb. 99.50 3H % dto. 87.55 4%33. Anl. B.1901 99.30 47° . 1908/09 99.50 4% . 19Uuk.1921 99.60 3)4% „ aBg.t.fl. — 3K% „ .. i..# 92.30 3K% „ 1892/94 89.70 3)*% . 1900 87.90 314% . 1902 86.95 314% . 1904 86.95 314% „ 1907 86.80 4% Rh. Hyp.-B. Pfdbr. 1921 98— 314% . 1914 86.60 4%Rufl.StaatSr. v. 1902 89.— 1% Türk, neue 85.50 Türk. Lose 153.40 4%Ung.Str.l910 83.50 Südd. Disk.-G. 113.25 Zem. Heidelba. 14 .— 256.'/, 153.'/, 119.'/, vom 23. Dezember. Bad.Anil.-Sodas.515 50 Deutsche Gold- u.Silb.^ch.-A.647,- Holzverk.-Jnd. Konstanz 327.— W.El.-G.Berlin 236.'/. Schlickert Elektr.,148.'/, M.-F. Badenia Weinheim 175.— M.-F. Gritzner. 288.— KarlSr. M.-F. 145— Mot.F.Oberursel131.— '.-llsi.-N.Waldhos232.7S 3 -F. Waghäufel196.— Boch. Bergb. u. Gubstahl 212.'/» Harp. Bergbau 182.'/, Phön. Bergb. Hb.-A. Pakets. Nordd. Lloyd Maschfb. Durlach 139.'/, Nachbörse. Osterr.Kred.-A. 182.'/, Deutsche Bank 250.'/, Disk.-Kommand.184 15 Dresdner Bank 150.'/, StaatSbahn 146.',, Lombarden 17.',, Tendenz: behauptet. Berlin. (Anfangs-Kurse.) Osterr.Kred.-A. 192, Berl.HandelSg. Coin.-u.Disc.-B. Darmst. Bank Deutchc Bank DiSc. Command.184. Dresdner Bank 150.25 Balt. u. Ohio Bochumer Laurahütte Harpener Tendenz: ruhig. Berlin, Schlubkurse 4% ReichSanl. 99.40 3)4%- dto. 87.70 3% dto. 77 50 4%Preutz.Cons. 99.40 3)4% dto. 87.70 8% dto. 77.60 4% . 1911 98 60 4% BadenerUM 99.30 3)4% - 1900 3)4% „ 1904 —— 314% . 1907 — .— 3)4% dto. conv. —.— :üu{jennoten 215.05 Osterr.Kred.-A. 192.'/, Disk.-Kommcind.l84.'/, Dresdner Bank 150.' Nat.-B. f. Dtschl.i l S.' iliusi.Bnk.s.a.Hdl.152.30 Südd.Disk.-Grs. 113.60 Canada-Pacific 261.-,, Boch. Gubstahl 213.'/, Deutsch-Luxbg. 161.'/. Laurahütte 163.'/, Gelsenkirchen 191.'/, Harpener 183.'/, Phönix 253,10 162.',, 110 . . 119. V, 260.— 103.'., 212.*/, 161.'/, 181.*/. Dynamit Trust 173 — 81. Mg. (@bif.)238._ (Sieht. Schuckert148L0 Elektr. Siemens u. Halske 220.20 Wasch. Gritzner 287.— D. Gas-Gl.-Ges 690.— ®. Waff.-Mun.d54.'/, Brauerei SinnerL24.50 P.-Ung.K.Pfdbr. 87.— P.-Ung. K. Obl. 87.— 414% Ung. L.-B. 90.90 Privatdiskont 6,— Tendenz: fest. Berlin. (Nachbörse.) Ost. Kred.-Akt. 192.50 Berl. Hand.-Ges.163.'/. Deutsche Bank 250.'/, Disk.-Comm. 134.'/, Dresdner Bank 150.'/- 17.'/, 103.'/, 218.',. 161.'/, 192. >1. 183.'/, 501.- 6961— 103.", 118.30 95.90 Lonrbarden Balt. u. Ohio Bochumer Laurahütte Gelkenkirchen Harpener Tendenz: schwach. Wien /10 Uhr vorm.) Osterr.Kred.-A. 619. Länderbank Wien. Bankver. Ost.Staatsbahn Lombarden Marknoten Wechsel Paris Ost. Kronenrente 85 65 Ost. Papierrente 87.45 Ost. Silberrente 87 45 Ung. Goldrente 104 25 Ung.K'ronenrent. 8425 Alpine 1022. - Skoda 740.— Osterr. Rente 85 30 Paris. 3% frz. Rente 4% Italiener 4% Spanier 4% Türken unis> Türkische Lose —.— Banque Ottom. 641 — Rio Tinto 18.68 London. Amalgamated Charlered De BeerS East Rand GoldfieldS RandmineS Anaconda Atchison comm. - pref. Chicago, Milw Denver pref. LouisvilleNashv. 145— Union Pacific 163-, st Steel com. 69', dito pref. Il3— Rock Jsl. Comp. 24' » South.Pac.Sbar 108/, 89.25 98.57 91.55 85.85 78'/, 26-/. 21 %, 2 '/. 3V, 6 '/, 8V, 109V, 105 >. US'/, 21V. Wetterbericht des Zentralbur. f. Meteorologie u. Hyvrograpbi« vom 23. Dezember 1912. Ueber Nordskandinavien und im Nordwesten der britischen Inseln befinden sich Depressionen, deren Einfluß aber nur bis zu den Küstengebieten des Festlandes herab reichen, dieses selbst wird noch von einem Maximum bedeckt, das einen Kern über dem Südwesten aufweist. Das Wetter ist deshalb bei uns bei leichtem Frost teils heiter, teils neblig geblieben. Eine Aenderung der Wetterlage ist vorerst nicht zu erwarten. Witternnssbeobachtunge« der Mrteorolog. Station Karlsruhe. ^aro» meter w m 753 7 753.5 753.4 Th er momt. in C. Avsol. Feucht. Dezember 22. NachtS 9» U. 23. Mrgs. 7" U. 23. Witt. 2" U. Höchste Temperatur am 22. Dez. 4 Grad; niedrigste in der darauffolgenden Nacht —1.9 Stab. Feuchtigk. in Proz. Wind SW still m Himmel bedeckt heiter wolkenlos Wetternachrichten aus dem Süden vom 23. Dezember früh: Lugano Regen 3 Erad, Biarritz heiter 10 Grad, Triest Regen 10 Erad, Florenz Regen 12 Grad, Rom Regen 13 Grad. Städtischer Seefischmarkt in der WeihnnchlSwoche. In der Fischhalle hinter dem städt. Vierordtbad am Diensta.-, vormittag von 8—11 Uhr. Weftstadt. Durch den Verkäufer Liip f: Im Hof des Eichamtes Sophienstrahe SOOd, am Dienstag vormittag von 8 —11 Mir und nachmittags von 3—5 Uhr. Karlsruhe, den 21. Dezember 1912. - 20711 Städtische Schlacht- und Biehhofdirektion. a GeMs-WssliW in Graben. Unterzeichneter bringt hiermit zur allgemeinen Kenntnis, datz ich das Gasthaus,1 Erbprinzen käuflich erworben habe. Gut eiugerichtet« Lokalitäten mit Billardsaal. ES wird jederzeit mein Bestreben fein, das Publikum zur Zufriedenheit zu bedienen. Ferner mache ick auf meine Fremdenzimmer u. selbständige SlutomobLbeförderuug mit Garage aufmerksam. Hochachtend 3)42316 L. Hell mann. Spazier- sfiicke Tafelbestecke Trauringe in allen Preisen Taschen-Uhren ■ in Gold- und Silber, Stahl unt Tula, Schweizer Fabrikat, Herren- u. Damenringt empfiehlt 2075'. Fränkle, Ci Karlsruhe, Passage. Riesen- Hafen prachtvolle Ware per SfüekIflk, 9»00 bis 9.50 Hasenziemer .... Mk. 1.40 bis Mk. 1.80 Hasenschtegel . 70 P/g. bis 90 Pfg. Hasenragout . per Pfund 50 Pfg. empfiehlt in bekannter Güte 20764 Ä. Enz Großherzogi. Hoflieferant Karlstrasse 12. 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Innerhalb der letzten zehn Tag- Haben hier nur zwei Konzerte stattgefunden, allerdings solche, die man in freundlichster Erinnerung bewahrt: Willy Burmesters stets genußreicher Violinabend und Jda Zsoris alt' italienisches Lieder- und Arien-Konzert. d Ueber Burmesters abgeklärtes, von vollendeter Harmonie erfülltes Spiel braucht man nicht mehr viel Worte zu verlieren. Der Künstler steht so hoch über der Sache daß alle irdischen Fesseln abgestreift scheinen und nur das Ärielhafte, das rein Strahlende und Entzauberte in köstlicher Klarheit vor den lauschenden Gemütern schwebt. Wer hätte je Viottis A-moll- Konzert stilvoller, zierlicher und gesangsmäßiger gehört? Wer die herrliche E-dur-Sonate von Brahms innerlicher und leuchtender? Daß die Burmesterschen Bearbeitungen alter Meister — er spielte diesmal Tänze von Padre Martini, Hummel. E. M. v. Weber und John Field — von ihm selbst in unübertrefflicher Weise vorgetragen wurden, braucht nicht besonders Hetont zu werden. Die Ausdruckskunst dieses großen Biolin- «neisters feierte hier ihre höchsten Triumphe. Mehr nach der virtuosen Seite zeigte er sich in der grandios gespielten Faust- Fantasie von Wieniowsky. Sein Begleiter im Klavier, der bekannte Pianist Schmidt-Badekow, entledigte sich seiner Aufgabe mit Geschick und glänzte in einiKn Solostücken auch als bedeutender Techniker, der jedoch darauf achten muß, die Empfin- dungsfeite nicht zu sehr zu vernachläffigen. Der Erfolg Burmesters war natürlich groß und herzlich. Jda Jfori, die berühmte italienische Bel-Canto-Sängerin, gab am vergangenen Samstag ihr erstes Konzert in Karlsruhe. Die Kunst des schönen Singens beherrscht sie in außerordentlichem Maße. Ihr Ton sitzt fest in der Resonanz und hat eine wundervolle Leuchtkraft. Für einen kleineren Konzcrtsaal, wie es der des hiesigen Eroßh. Konservatoriums ist, klingt ihre voluminöse Stimme fast zu stark. Gleichwohl bestrickt die Fülle und der Glanz des Wohllauts. Leider schien die Künstlerin etwas indisponiert zu sein, was hauptsächlich in den ersten Gefangen bemerkbar war; später aber sang sie sich vollständig frei. Ihre Tongebung hat im Ansatz die Leichtigkeit des Sprechens. Sie führt ihre Töne von der Stirnwurzel vor die Oberzähne, wo sie die Klangfülle fick entwickeln läßt. Ihre Stimme sitzt darum vorn, wie die techn ische Bezeichnung lautet. Die Fiori- turen, Läufe und Nebensilben sind von gleitender Leichtigkeit und werden fast ohne Bewegung des Instruments durchgeführt. Etwas gewöhnen muß man sich erst an ihr Forte, namentlich der Mittellage, wo sie die Kehlkopfspitze zu sehr hebt, was den Eindruck des Preffens hervorruft, obwohl der so erzeugte Ton kein eigentlicher Eaumenton ist. Die Italiener lieben dieses „Setzen der Stimme". Frau Jfori fang alt-italienische Lieder und Arien, unter denen sich Perlen von Monteverdi, Cavalli, Lotti, Paisiello, Pergolese, Scarlatti, Eiordani. Jominelli usw. befanden. Herr Hofrat Prof. Heinr. Ordenstein gab vor Be. ginn des Konzerts eine erläuternde Einführung, in der er die Parallelen jener früheren Kunstepochs mit unserer modernen aufzeigte und in geistvoller und allgemein-verständlicher Art ein Bild von dem Schaffen der italienischen Tondichter entwarf. Durch den inspirierten und fein abgewogenen Vortrag der Frau Jsori traten alle jene Vorzüge, die Herr Professor Ordenstein diesen Renaissance-Musikern nachgerühmt hatte, Ir.: ye liste Licht, besonders der Reichtum ihres rhythmischen Empfindens und der vielen harmonischen Kühnheiten. Für nicht wenige llcberraschungen in der letzteren Art durfte man auch dem trefflichen Begleiter ^er Konzertgeberin, Herrn Professor Direktor Paclo Litta, dankbar sein, der alle besonderen Wendungen in feinsiniger und unaufdringlicher Weise zu Bewußtsein brachte. Das Auditorium war begeistert und spendete reichen Beifall. Literarisches. A.H. Karlsruhe, 23. Dez. Der geschichtliche Sinn unseres Volkes, der gern der Entstehung und Entwicklung aller Erscheinungen im Leben nachgeht, hat be- der immer mannigfacheren und fast unübersehbaren Gestaltung unserer Literatur frühzeitig auf das Begehren nach einer klugen und Uebersicht schaffenden Führung hervorgerufen, das in den literaturgeschichtlichen Werken dann eine willkommene Erfüllung fano. Aber nun ist auch auf diesem Gebiete wieder eine solche Fülle des Angebots eingetretsn ,daß auch hier ein besonderer Hinweis gut tut, wenn unter den vielen Merken ein besonders empfehlenswertes erscheint Und das ist der Fall bei der jetzt in 7. Auflage (dem 20. Tausend) herausgekommenen „Deutschen Literaturgeschichte von Dr. Karl Storck (Stuttgart, Muthsche Verlagsbuchhandlung, 6 „«). Denn dieses Werk hat eine solche Durcharbeitung und in der Betrachtung der neuesten Literatur eine so feinsinnige Fortführung bis in unsere jüngsten Tage erfahren, daß es wie wenige sich auf der Höhe der Zeit befindet. Dazu kommt, dag es in seiner frischen, lebhaften, den Stempel einer klaren Persönlichkeit tragenden Darstellung, die mit den ersten Anfängen einer deutschen Literatur beginnt, sowohl an sich jede breite Fachgelehrsamkeit dahinten läßt, wie auch in seinem Umfang sich sowohl von den grogen Handbüchern wie den zum kurzen, nüchternen Leitfaden umgewandelten allzu knappen Literaturgeschichten vorteilhaft unterscheidet. Es geht hier die goldene Mittslstraße, wobei es neben der eingehenden Würdigung unserer mittelalterlichen Literatur sowie der Klassiker und der neuen Zeit die großen kulturhistorischen und geschichtlichen Zusammenhänge nicht aus dem Auge verliert und jo durch deren fesselnde Behandlung die Entwicklungsgeschichte der deutschen Literatur zugleich zu einem Werke des deutschen Geisteslebens überhaupt macht. Der Standpunkt, den der Verfasser hierbei einnimmt, ist der eines Mannes von echt deutsch-nationaler Gesinnung, der in der Literatur seines Volkes einen Wegweiser und Erzieher zum Guten wie oft auch zum Mindererfreulichen erkennt und, von Vieser hohen Bedeutung der Kunst aus, neben ihrem rein ästhetischen auch ihren rein sittlichen Wert — sittlich im Goetheschen Sinne genommen — beurreilt. Wohl steht er, daß die Literatur unserer Tage einer eigentlichen großen Persönlichkeit ermangelt, aber darum erhofft er doch, daß aus der echten Heimatkunst, eine neue Höhenkunst erwächst, deren Ideale Kraft, Schönheit und Größe sind. Daß der Verfasser auch unserer badischen Dichter Vierordt, Geiger, Fromme!, Hesse, Strauß, Oeser, Villinger mit herzlichen Worten gedacht hat, wird ihm gerade in unserem Lande eine gute Aufnahme verschaffen. Jedenfalls erschien das Buch noch rechtzeitig oor dem Fest, um wie für alle gebildeten Stände, so namentlich auch für unsere reifere und studierende Jugend noch als willkommene Gabe dienen zu können. unserer hervorragendsten Kritiker einmal sagte, Degener eine» in den vordersten Reihen unserer Lexikographen gesichert hat Ein ^ in der ganzen Welt gefunden. Zwischen Millionen von Deutsch«^! den rund 20 000 lebenden deutschen Zeitgenoffen im Reiche, inQ»^ reich und der Schweiz hat Degeners „Wer ist's?" enge Beziehrm' rngeknüpft und oft große Dienste schnell geleistet. Daß sich bei der Redaktion weise Beherrschung auferlegt hat und den eiiu»? 1 * 1 möglichst ungeschminkt zu Worte kommen läßt, ist sicher ein Ve^2 schon für sich, wenn es dem Herausgeber vielleicht auch lleberwindung gekostet haben mag. Dadurch ist aber die Frischei Natürlichkeit der Selbstbiographie der einzelnen Personen niüftK*» erhalten geblieben, was dem Werke ganz besonderen Reiz ver^s Aeußerlich macht es ebenfalls einen sehr guten Eindruck mit sauberen schönen Druck auf Mattdünndruckpapier, das einen ta» auf den Gedanken kommen läßt, daß der starke aber leichte Band J? 2k 30 Seiten mit rund 1t Millionen Buchstaben enthält. Eine e int|. steigende Verbreitung des Werkes, das der Herausgeber mit müdlichem Fleihe und großer Gewissenhaftigkeit, wie wir uns duih eine große Zahl von Stichproben überzeugt haben, auf der Hze hält, muß man ihm aufrichtig wünschen, wozu ja der im Verhalts; lehr niedrige Preis von nur 12.50 .K für das gebundene Exem«;? wesentlich beitragen sollte. Ein Monument nationaler Größe im wahrsten Sinne ein wirkliches Buch für jedes gebildete Haus » es uns ein Vergnügen, dieses intereffante Nachschlagebuch ail c wärmste zu empfehlen. = Karlsruhe, 23. Dez. Ein richtiges Nachschlagewerk für jeden Gebildeten ist Degeners Zritgenoffenlexikon „Wer ist's?" in der soeben erschienenen, völlig neu bearbeiteten und, wie wir aus dem Vorwort entnehmen, um rund 3800 vollständig neue Aufnahmen erweiterten 6. Ausgabe. In mehr als 25 000 Exemplaren hat dieses uns wirklich sehr verdienstvoll erscheinende Werk, mit dem sich, wie einer — Berlin, 23. Dtz. Der große Erfolg, den die Berliner Köniz, licken Schauspiele am 200. Geburtstag Friedrich des Großen mit ^ Aufführungen des Festspiels „Der große König" von Josef Laufs K . zielten, chat den Generalintendanten Georg v. Hülsen, der das AZeri in Szene setzt, bewogen, das von starkem Patriotismus durchglüh^ und sich aufs glücklichste in die Wesensart Friedrich II. versenk^ Schauspiel in einer vornehmen Ausstattung in Buchform heraus- zugeben (Martin Oldenbourg Verlag, Berlin, 7.50 JC). Was dies«, Buch neben seinem dichterischen und nationalen Wert eine erhöhe Bedeutung gibt, das ist, daß ihm die der Dichtung angegliedert« Musik im Klavierauszug und ein Flötensolo als Faksimile des Komponisten beigegeben wurde. Denn dieser Komponist war kein (§*, ringerer als der große König selbst, aus dessen zahlreichen hinter, lafjenen musikalischen Werken Josef Schlad die Rotenunterlagen st, die Umrahmung und Durchrankung dieser Dichtung, bearbeitete, die des einzigen Friedrichs eigenem Gedächtnis dient. Zahlreiche in Schwarz und Rötel gehaltene Abbildungen der handelnden Per, sonen, dazu vier Farbentafeln: „Rheinsberg", „Hohenftiedberger Lager", „Nach dem Siege, und „Sanssouci" geben in. Farbe und Stimmung die prächtige Wirkung dieser eindrucksvollen Szenenbildsr wieder. So wird das Buch, dessen Widmung der Kaiser entgegennahm, auch in vielen Häusern des deutschen Südens, in denen dir Gestalt Friedrichs II. als des Neuerweckers deutschen Ruhmes lebendig blieb, Freude bereiten. Geschäftliche Mitteilungen. Es gibt noch manche Hausfrau, welche die bei den teuren Flusch, preisen für jeden Haushalt so nützlichen und praktischen Knorr- Suppcnwürfel noch gar nicht kennt. Der billige Preis ist eS, welcher diese Hausfrauen davon abhält, einen Versuch zu machen; sie könnr« sich nicht erklären, daß es überhaupt möglich ist, für 10 Pfennige 3 Teller gute Suppe zu liefern. Run ist aber die bekannte Nahrungs- mittelfirma Knorr in Heilbronn tatsächlich in der Lage, für wenige Pfennige so vrel zu breten, weil in dem großen Fabrikbetriebe alle Vorteile bis ins Kleinste ausgenüht werden können, die sich aus de» Einkäufe . ~ rade bei Lebcusmittl ... .... würfeln, welche in über 40 Sorten hergestellt werden, einen Versuch machen. | Gelegenheitskäufe: | Brillant-Ringe Brillant-Ohrringe Brillant-Krawattennadeln 20726 bei B. Kamphues Kaiserstr. 207 Telephon 2458. Jedes Paket von Br. 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Ein knapper Sieg der einen oder andern Partei, vielleicht ein unentschieden«, Ergebnis, das war die allgemeine Ansicht, «ic schon «ft. so spielt« auch diesmal da. Glück eine Rolle und gestern «ciate es sich zugunsten der Gäste, die schon in der zweiten Minute Hach Spielbeginn di« Führung erringen konnten, was ihren Spieleifer islbstverständlich wesentlich erhöhte. Die Pforzheittrer waren mit einer starken Mannschaft erschienen, .j« w «ig«r über ausgeprägtes Zusammenspiel als über Schnelligkeit und Energie, gepaart mit großer Ausdauer, verfügt. „Phönix", der in der bekannten Aufstellung antrat, spielte nicht schlecht, aber lange nicht so gut wie gegen „F. F.V.", gegen den er anscheinend immer kine besten Leistungen zeigt. Sein« Deckung hatte aber gestern einen „cht schweren Stand gegen Pforzheimer Sturm, der zurzeit in glänzender Form .st und auch gutes Schußvermögen besitzt. Andrerseits konnte der vor dem Tor etwas langsame Jnnensturm von Phönix der sicheren Verteidigung der Gäste gegenüber nicht recht zur Geltung kommen. Leber den verlauf des bis zum Schluffe spannenden Spiels sei folgendes bemerkt: Um */<3 Uhr erfolgt der Anstoß der Einheimischen, her aber im „Aus" endet. „Pforzheim" Werntmmt den Ball, der schon beim zweiten Vorstoß unerwartet im Retz der Einheimischen lastet. Erst allmählich kommt „Phönix" in Schwung, wird bald recht «efährlich und erzielt nach etwa 10 Minuten durch Leibold den Ausgleich. Jetzt wird der Kampf gleichmäßig, beide Stürmerreihen liegen abwechselnd im Angriff, in der Hast wird manche gute Chance verpaßt oder verschossen. Endlich gelingt es „Pforzheim" bet einem Gedränge vor dem Phönixtore zum zweitenmal« einzusenden. In der Folge erhält Pforzheims Torwächter ziemlich Arbeit, er läßt aber nichts durch, ebensowenig sein Partner im Tor der Einheimischen, sodaß es beim Stande von 2:1 für die Gäste in die Pause geht. Nach Wiederbeginn ist es abermals „Pforzheim", der zuerst einen Treffer bucht, dann kommt „Phönix" gut auf und erringt ein zweites Tor. Mit aller Anstrengung sucht „Phönix" weitere Erfolge zu erreichen, es gelingt ihm zwar den Gegner einige Zeit zurückzudrängen, •et erhoffte Ausgleich bleibt indes aus. Bald gehen die Gäste wieder ^um Angriff über, «in kurzes Bombardement des Phönixtores beendet -effonWächter siegreich. MitgroherHartnäckigkeit und in fcharfemTempo wird der Kampf fortgesetzt. Auch als „Pforzheim" durch seinen famosen Schützen Anthony ein viertes Tor, das schönste des Spiels, erzielt, läßt „Phönix" noch nicht nach. Sein Jnnensturm hat aber viel Pech mit seinen Schüssen. Erst al» das fünfte Tor für „Pforzheim" durch feinen Rechtsaußer fällt, läßt das Spiel der Einheimischen etwas nach. Anstrengungen bleiben auch weiterhin erfolglos, fÄ>aß „Pforzheim" beim Schlußpfiff mit einem wohl selbst nicht erwarteten hohen Siege von 5:2 Toren das Feld verlassen kann. Der Schiedsrichter, Herr Kehm-München, versah sein Amt in vorzüglicher Weise. _ zirkmArlillg des Blindenkonzert auf den Artikel in der „Badischen Presse in Rr. 596 von dem Konzert deS blinden Violinvirtuosen.. ES.soll ihm nur ein geringer Ertrag dem Blinden zusließen kann, es find teuere Saalmiete, Flügel miete, die Mitwirkungen. Inserate, Programme und Eintrittskarten usw., sodaß ein Betrag von Unkosten von 400 Mark zufammenlauft, ohne das andere Personal, und Reisesvesen, nachdem erst dann der Blinde an die Reihe kommt; es gibt Städte, wo der Ertrag der Unkosten nicht cinkommt, dahingegen muß auch wieder eine Entschädigung kommen. Da nun wieder ein Konzert im Gange ist, vom blinden Tonkünftler Wilhelm aus der Wiesche, Pianist, welches am 21. Januar 1913 im Muscumfaal stattfindet, w,e bereits bekannt alle Jahxe hier ist, so möchte ich die geehrten Herrschaften bitten, diesen ersten Artikel nicht zu scharf aufzunehmen, und dieses Konzert gutigst zu unterstützen, da die Unkosten sowie Saalmiete, Flügel usw. im voraus bezahlt werden muß, dazu ich auch gezwungen bin, die Eintrittskarten im im voraus zu verkaufen. Ich möchte das geehrte Publikum v - L Hinweisen, genau sich in den Zirkularen, die HauS vor Haut sich zu überzeugen, daß auch die polizeiliche Genehmigung iy Verkauf der Eintrittskarten gestattet ist, so daß das geehrte Publikum keine Befürchtung hat. Das Konzert findet an dem Tage bestimmt statt, und somit bitte ich um recht zahlreich —»ch der Blinde auf seine Unkosten kommt. Ernst Noepel Lertreter des blinde» Tonkünftler» Gilheim aus aus dar Wiesche, Pianist. lnler- effanU Abend -Unterhaltung für Fung i Alt bietet Tr. Reises SdiüJer < «lobttS in Verbindung mit jeder Lampe, die aus dem Tisch« steht. Die Lamp« vertritt dann die Sonne, der Globus die Erde, und mit Hilfe der dem Globus beiaefügten Anleitung. S or i z ontscheide, Horizont ring, ö henk reis u. s. w. vermag man MM-L-LiL'-iLLZA!- zu beantworten u. zu demonstrieren, wie z. B.: Wie bewegt sich dir Erde um die Sonne? Was heißt Tag, Mittag, Mitternacht, Morgen, Abend? Welche Tag- oder Nachtzeiten sind zur selben Stunde an den verschied. Punkten der Erdoberfläche? Welche Stunde zeigt die Uhr zur gleichen Zeit in de« einzelnen Ländern dev Erde? Welche Orte aus der Erde haben zu gleicher Zeit Mittag? Was tut nian in Amerika — in Asien — in Afrika — in Australien — während wir unsere Nachtruhe halten? $Kü»!$pm5 für unsere Abameuleil nur Mk. 1.50 in unserer Expedition abgeholt. 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