Erschein! lüglich 2 mal Expedition: Zirkel- und Lammstraße -Ecke nächst Kaiserstr. u. Marrtpla^. Brief-od.Telegr.-Adresse laute nicht auf Namen, sondern: »Badische Presse" Karlsruhe. Bezugspreis in Karlsruhe: Im Verlage abgeholt K7 Pfg. und in den Zweigexpeditionen abgeholt 7'Z Pfg. monatlich. Frei ins Haus geliefert: vierteliäbrlich Mr. 2.40, Auswärts: bei Abholung am Postschalter Mk. 2.—. Durch den Briefträger täglich Lmal ins HauS gebr. Mk.S.7S. SM" Mittcr^-ANscrttVe. Berdmletfte 3e!funq Vavess. 8scitige Nummern Gröbere Nummern '* Pfg. 1« Pf«. Anzeigen: Die Kolonelzeile ÜS Pfg., die Reklamezeile 7« Pfg., Reklamen an 1. Stellei Mk.p.Zeile Bei Wiederholungen tariffester Rabart, der bei Ättchteinhalwng des Zieles, bei sichtlichen Betreibungen und bei Kon- surfen -onsier Kraft tritt General-Anzeiger der Residenzstadt Karlsruhe und des Grohtzerzogtums Baden. NM" Unabhängige und am meisten gelesene Tageszeitung in Karlsruhe. ~~~ ~ Wöchentlich 2 Nummern „Karlsruher Unterhaltungsblatt" mit Illustrationen, wöchentlich ♦ 1 Nummer ..Nah und Fern" für Wanderung und Reise, Spiel und Svort, monatlich iyillU "'l 'UUIl\n» ♦ 2 Nummern „Courier", Anzeiger für Landwirtschaft, Garten-, Obst-und Weinbau, 1 Sommer- — 2 —— und i Winter-Fahrplan und i illustrierter Wandkalender, sowie viele sonstige Beilagen. Täglich IS bis 4« Seiten. Weitaus grützte Abonnemenzahl von allen in Karlsruhe erscheinenden Zeitungen. "MB Eigentum und Verlag von Ferd. Thiergarten. Chefredakteur: Albert Herzog. Verantwortlich für allgemein« Politik und Feuilleton: Anton Rudolph, für badische Politik, Lokales, bad. Chronik und den öligem. Seil: U. Frhr. v. Secken- dorff, für den Anzeigenteil: A. Mnderspacher, tärnti. in Karlsruhe i. B, Berliner Bureau: Berlin w ift. Kesctmt-Aufccrge? 4ÖOOONI. je 2 mal wochentags, gedruckt auf drei Zwillings-Rotation»- Maschinen neuesten System« In Karlsruhe und nächster Umgebung allein über 97 SOO Abonnenten. Nr. 1. Telefon: Expedition Nr. 86. arlsrnhe, Montag den 3 Januar 191k. Telefon: Redaktion Nr. 309. 32. Jahrgang. vom Krieg. Sßi westlichen NieMaiM. MTB. Grohes Hauptquartier, t. Zan. Amtlich. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. W.T.B. Großes Hauptquartier. 2. Zan., vormitt. Amtlich. Zn der Nacht zum 1. Zanuar wurden Versuche stärkerer englischer Abteilungen, in unsere Stellung bei Frelinghem (nordöstlich von Armentieres) einzu- dringen, vereitelt. Nordwestlich von Hulluch besetzten unsere Truppen nach erfolgreicher Sprengung den Trichter. Bei der Eroberung des feindlichen Gr a- b c n s südlich des Hartman nsweilerkopfes fielen über 200 Gefangene in unsere Hände. Oberste Heeresleitung. Franzö' »scher Bericht. MTB. Paris. 2. Zan. (Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von Samstag Ab'nd: Zwischen Avre und Oise brachte unsere schwere Ar- tillerie die feindlichen Batterien in der Gegend Amy-sur-Roye zum Schweigen. Zwischen Soissons und Reims Ka"pf mit Minen Wir brachten mit Erfolg zwei Minen in der Gegend von Troyou. eine dritte bei La Pompelle südöstlich von Reims zum Springen. In den Vogesen lebhafte Tätigkeit unserer Artillerie in der Gegend von Miihlbach. Am 1. Zanuar schleuderte ein weittragendes feindliches Geschütz etwa 1V Geschosse auf Nancy und Umgebung, zwei Einwohner wurden getötet, sieben leicht ver- letzt. Der Sachschaden ist unbedeutend. Das Geschütz wurde sofort durch eine Gegenbatterie bekämpft. Der englische Bericht. MTB. London. 1. Jan. (Reuter. — Amtlicher Heeresbericht.) Gestern abend nahm eine kleine Truppenabteilung einen Teil oer ersten deutschen Linie südöstlich von Armentieres ein und brachte dem Feind einige Verluste bei. Nachdem diese Aufgabe erfüllt war, m sich die Abteilung zurück. Wir hatten nur einige Verwundete. Der Feind ließ heute früh bei der Hohenzollerxschanze eine Mine springen, richtete aber keinen Schaden an. Die Artillerie war heute weniger aktiv. Die englischen Gesamtverluste im Dezember. W.T.B. London. 1. Jan. Der „Daily Telegraph" gibt die Eesamtverluste der britischen Truppen für den Monat Dezem- der mit 884 Offizieren und 13 685 Mann cm. FrenchViscountvonYpern. W.T.B. London, 1. Jan. Wie die „Times" erfährt, wird Feldmarschall French, der den Titel Biscount erhielt, das Prädikat von Ppern annehmen. Zur Beschießung von Nancy. - Genf, 3. Jan. Die am Neujahrsmorgen auf Nancy und Umgebung gefallenen 10 deutschen Bomben verursachte», wie dem „Berl. Lok.-Anz." von hier berichtet wird, im Umkreise des Bahnhofes mehrere Brände. Es befinden sich dort die alten und neuen Militäranlagen. Sonstige Meldungen. — Genf. 3. Jan. Von hier erfährt das „Berl. Tagebl.": Nach einer Meldung des „Temps" ist der ehepialige französische Militärattache in Berlin. Divisionsgeneral Serret. bei den letzten Kämpfen am Hartmannsweiler Kopf schwer verwundet worden. Es mußte ihm ein Bein amputiert werden. MTB. London. 31. Dez. (Meldung des Reuterschen Bureaus.) Der König ernannte den Zaren zum britischen Feldmarfchall. Boiti östlichen AieMktWM. WTB. Großes Hauptquartier, 1. Zan. Amtlich. Bei Friedrichstadt scheiterte ein über das Eis der Düna geführter russischer Angriff in unserem Feuer. Nördlich von Ezartorysk stießen stärkere deutsche und österreichisch-ungarische Erkundungsabteilungen vor. Sie nahmen etwa 5 0 Russen gefangen und kehrten nachts in ihre Stellungen zurück. Oesterreichisch-ungarische Batterien der Armee des Generals Grafen von Bothmer beteiligten sich wirkungsvoll flan- kierenl an der Abwehr russischer Angriffe südlich von 8 a r f i n o n». Oberste Heeresleitung. WTB. -rohes Hauptquartier, 2. Jan., vormitt. Amtlich. An verschiedenen Stellen der Front wurden vorgehende schwächer« russische Abteilungeu abgewiesen. Nördlich des Dryswjaty-Sees war es einer von ihnen gelungen, vorübergehend bis in unsere Stellung vorzudringen. Oberste Heeresleitung. Oesterreichische Bericht«. WTB. Wien, 1. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird ver- lautbart, 1. Januar 1916. Die Schlacht iu Ostgalizien dauert unvermindert heftig an. Das Schwergewicht der Kämpfe lag auch gestern auf unserer Front an der mittleren und unteren Strypa. Im Räume nord- östlich von Buczacz traten kurz nach mittag die russischen Ar- tilleriemassen in Tätigkeit, deren Feuer bis in die Abend- stunden währte, dann ging der Feind zum Angriff über. Seine Kolonnen drangen in zahlreichen Angriffswellen stellenweise vier- bis fünfmal an unsere Drahthindernisse vor, brachen aber immer und überall unter der verheerenden Wirkung unseres Feuers zusammen. In der Nacht zog sich der Gegner, Hunderte von Toten und Schrververwundeten liegen lassend, in seine KM bis 1000 Schritt entfernte Ausgangsstellung zurück. Auch die Angriffe, die die Russen bei Iaslowiec, südlich von Buczacz und nächst Uscieczko am Dnjestr unternahmen, erlitten das gleiche Schicksal, wie die an der mittleren Strypa. An der bessara- bischen Front verlief der Tag abermals verhältnismäßig rbhig. Die Stellungen der Armee des Generals Grafen v. Bothmer an der oberen Strypa und der Heeresgruppe Boehm-Ermolli an der Ikwa standen unter feindlichem Artilleriefener. Bei der Annee des Erzherzogs Joseph Feidinand wurde ein russisches Bataillon zersprengt, das südlich von Berestianq vorzustoßen versuchte. Am Styr-Bug. nordöstlich von Ezartorysk, über- fielen deutsche und österreichisch-ungarische Truppen mit Erfolg die feindlichen Vorposten. Bei Kolodia, westlich von Rafalowka, schlugen wir einen Angriff ab. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschallentnant. W.T.B. Wien. 2. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Januar 1915. Der Feind nahm nun auch seine Offensive gegen die befsa- rabische Front der Armee Pflanzer-Baltin wieder auf. Nach- dem er schon in der Neujahrsnacht zweimal und am darauffolgenden Vormittag ebenso oft vergeblich versucht hatte, in un- sere Stellungen einzudringen, führte er um 1 Uhr nachmittags gegen die Verschanzungen bei Toporontz einen neuerlichen star- ken Angriff aus, der von den tapferen Verteidiger« im Hand- gemenge abgeschlagen wurde. Zwei Stunden später drangen im gleiche« Räume sechs russische Regimenter vor, die zum groß- ten Teil abermals geworfen wurden. Rur in einem Batail- lonsabschnitt ist der Kampf noch nicht abgeschlossen. Die Ver- luste des Gegners find außerordentlich groß. Auch nnfere Strypafront nordöstlich von Buczacz griff der Feind am Neu- jahrmorgen an. Der Angriff mißlang ebenso wie ein russi- scher Vorstoß auf eine Schanze nordöstlich von Burkanow. Die Zahl der seit einer Woche in Ostgalizien eingebrachten Gefan- genen reicht an dreitausend heran. Südlich von Dubno und bei Berestiany im Kokmin-Gebiet wurden schwächere seind- liche Abteilungen abgewiesen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalftabes: v. Höfer, Feldmarschallentnant. Ein deutscher Luftangriff auf Riga. W.T.B. Petersburg, 31. Dez. (Nichtamtlich.) Die Blätter berichten, daß ein deutsches Luftschiff am 22. Dezember auf die russische Vorstadt von Riga eine Anzahl Bomben geworfen hat. Die „verjüngte" russische Armee. — Kopenhagen, 31. Dez. Der Sonderkorrespondent des „Temps" in Petersburg drahtet: Die große russische Armee, die zum Frühjahr bereit sein soll, wird bereits in wenige« Wochen bereitstehen. Das Heer ist vollkommen neu ausgerüstet, es besitzt Lebensmittel im Ueberfluß. Der gesundheitliche und moralische Zustand ist der denkbar beste. (V. L.-A.) Der Balkankrieg. Halkan-Kriegsfchauplatz. WTB. Großes Hauptquartier, 1. Zan. Amtlich. Nichts Neues. Oberste Heeresleitung. WTB. Großes Hauptquartier. 2. Za»^ vormitt. Amtlich. Die Lage ist unverändert. Oberste Heeresleitung. Oesterreichische Berichte. WTB. Wien, 1. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird ver- lautbart, 1. Januar 1910. Bei Zpek wurden neuerlich vier von den Serben vergra- bene Geschütze eingebracht. An der Tara Geplänkel. , Der Stellvertreter des Chefs des Generalstab^s' v. Höser. Feld mar schalleutnant. W.T.B. Wien, 2. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird verlautbart: 2. Januar 1915. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. Höfer. Feldmarschallentnant. > Bevor st ehende bi^lgar is che Abrechnung mit der Entente. T.U. Sofia, 31. Dez. Die Operationen gegen die Eng- länder und Franzosen würden, so erklärte der Ministerpräsident, in kurzer Zeit ausgenommen werden und es werde eine gründliche Abrechnung erfolgen. (Frkf. Ztg.) Rumänien und der Krieg. Rumänische Maßnahmen. W.T.B. Bukarest, 2. Jan. (Nicht amtlich.) Der General« stab gibt bekannt, daß alle Donauschisfe, wem immer sie ge- hören, nur in folgenden Höfen überwintern dürfen: Dunaera, Kilometer 432' Calarasi, Harsova, Calaiz, Alcea und Sulina. Die Ereignisse in Griechenland. Zum Befinden des Königs von Griechenland. W.T.B. Athen, 2. Jan. (Nicht amtlich.) Der Berichter- statter des W.T.B. meldet: Die Professoren Kraus und von Effelsberg, die hier eingetroffen sind, um zu prüfen, wie sich die Entwickelung in der Genesung des Königs vollzogen hat, untersuchten den König und gaben folgenden Bericht aus: Der Zustand Seiner Majestät ist ausgezeichnet; Herz und Lungentätigkeit sind gut. Der Ausfluß der Wunde, die von der alten'Operation herlührl, dauert an, ist aber für die voll- ständige Heilung der Wunde notwendig und vermag den Ge- sundheitszustcmd Seiner Majestät nicht zu beeinflussen und den hohen Patienten an seiner Tätigkeit nicht zu hindern. Die Vorgänge in Saloniki. *-#' König Peter geht nach Saloniki. W.T.B. Paris, 1. Jan. (Reuter.) Der König von Serbien befindet sich auf dam Wege nach Saloniki. Griechenland und die Beteiligung der Bulgaren am Salonikifeldzug. W.T.B. Sofia, 1. Jan. Hier eingetroffenen Meldungen zufolge, beginnt man auch in Griechenland einzusehen, daß man gegen eine etwaige weitere Beteiligung der bulgarischen Trup- pen an dem Feldzug gegen die Engländer und Franzosen nichts einwende« kann. Diese Möglichkeit hat in griechischen Regie- rungskreisen keine tiefgehende Beunruhigung xerursacht, da man auf die erhaltene Zusicherung der Integrität des griech- ischen Territoriums vertraut. Nur Beniselos klagt in einer Antwort auf die Glückwünsche seiner Anhänger, daß die natio- nalen Träume des griechischen Volkes endgültig dahin seien. Er beschuldigt die griechische Regierung der Blindheit gegen- über der angeblichen bulgarischen Gefahr, wenn auch bulgari- scherseits wiederholt betont wurde, daß Bulgarien nicht nach fremdem Gut trachte. Schließlich erblickt Veniselos die einzige Rettung in dem Verbleibe« der EnAänder und Franzosen in Saloniki. Das Ergebnis der Wahlen beweist, daß Veniselos sich selbst zum Prediger in der Wüste macht, wenn er in seiner blinden Ententefreundschast beharrt. Eine neue „Kulturtat" der Alliierten. WTB. Sofia, 3. Jan. (Bulg. Tel.-Ag.) Hier eingetroffene Berichte besagen, daß die Engländer und Franzosen die junge« Bulgaren, die vor den Verfolgungen der Serben in Saloniki Zuflucht gesucht hatten und infolge der Kriegsoperationen nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten, mit Gewalt in die Reihen ihrer eigene« Truppen einstellen wollen, um sie im Kampfe gegen die bulgarischen Truppe« zu verwenden. Die bulgarische Regierung wird gegen diesen an den unglücklichen Flüchtlingen geübten Gewissenszwang Einspruch erheben. Fliegera«griff auf Saloniki. — Aus der Schweiz, 31. Dez. Magrini berichtet dem „Se- colo" unterm 30. Dezember aus Saloniki, drei Tauben hätten vormittags aus großer Höhe Bomben auf Saloniki abgeworfen, ohne besonderen Schaden anzurichten. Sie wurden von Kriegs- schiffen beschossen und entfernten sich, als französische Flugzeuge Jagd auf sie machten. Mittags kehrte ein« Taube zurück, We nach abermaliger Bombardierung verschwand. Ein Gew altstreich der Alliierten. «= Lugano. 31. Dez. Der „Corriere della Sera" mcldcr aus Saloniki vom 30. Dezember, abends 7.30 Uhr: Heute abend besetzten auf Befehl des Entente-Kommandos englisch-franzö- sische Patrouillen mit aufgepflanztem Bajonett die Konsulate Oesterreich-llngarns, Deutschlands, Bulgariens und der Türkei, verhafteten alle vier Konsuln nebst Familien und andern An- wesenden und schleppten sie auf französis-?.: Schiffe in Erwar- hing weiterer Dispositionen. Die ganze Operation erfolgte blitzschnell. Zu dem gleichen Vorgang meldet man der „Frkft. Ztg.", daß dw „Times" aus Saloniki bniHlet: »Die KouM« tm DmM- fr ? Q({ l( i(fli^ i lln i in i t bcx iarfef stA Svlgnin fish sit WttRVDfW» MVVffPN» «UttaaVkrtt. Montag, de« Z. I«»uar »». Ux ^ dem KoasulatspttsouÄ sab ihren Familie« auf Befehl des Generals Sarrail v e rh a ft et s«S> an Bord eines französischen Kriegsschiffes gebracht worden. Die Konsulate wurden durch Truppen der Verbündeten besetzt" 3B.3JB. Athen. 2. Zoo. (Nicht o iut Tich ) Die Jörne»" meldet von hier: Die Konsuln der Mittelmächte, die in Sa- kmM verhastet worden find, zählen mit dem Personal zusammen «2 Personen. Der bulgarische Konsul war nicht zu fin- den; er ist nicht verhaftet. --- Berlin. 3. Jan. Nach dem „Berl. Tagebl." erfolgte die Berhafwng der Konsuln in Saloniki in anerhört roher Weise. In Athen werde« die Ereignisse als tiefste DemStigung der Souveränität Griechenlands empfunden. Zur Haltung des deutschen Konsuls. --- Berlin, 3. Ja». 30 Stande« bevor die Konsuln auf neutralem Boden in Saloniki verhaftet wurden, reiste der Ton- derberichterstatter des „Berliner Tageblattes" aus der Stadt ab. Er meldet aus Sofia: „Gerade unser Konsul, der aus- zuhalten entschlossen war, riet den Deutschen dringend, abzu- eisen. Die «erha^ete« Konsul« auf Malta? — Berlin, Z. Jan. Räch Meldungen verschiedener Morgen- blätter aus Konstantinopel find die in Saloniki von den Fran- zofen festgenommenen Generalkonsuln nach Malta gebracht worden. Es fei ihnen gelungen, rechtzeitig die Akten der Kon- fulate zu vernich t e « . Die Ausrede« der Alklierte«. W.T.B Sofia, 1. Jan. (Von dem Vertreter von Wolff's Tel.-Vur.) Die Alliierten bezeichne« die Verhaftung des deut- fchen, österreichifch-ungarifchen, bulgarischen und türkischen Kon- sab» in Saloniki, die mit ihrem Personal und ihren Familien auf ein Kriegsschiff gebracht worden find, als Bergeltunysmah- regel für den Fliegerangriff auf das Truppenlager in Sa- lo«ik.i. WTB. Paris. 2. Jan. (Sticht amtlich.) Die „Agence Havas" meldet aus Saloniki unter dem 30. Dezember: Infolge eines Angriffes feindlicher Flugzeuge beschlossen die MMtär- behörden die Ausweisung der Konsuln Deutschlands, Österreich- Ungarns, der Türkei und Bulgariens. Die Konsulate wurden von Truppen umzingelt und die Konsuln erhielten Befehl, unverzüglich abzureisen. W.T.B. Paris, 3. Jan. Der Sonderberichterstatter des Pariser „Echo" in Salo«iki hat am 1. d. M. gedrahtet' Die Ausgewiesenen wnrden von dem Panzerschiff „Patrie" auf einen Dampfer gebracht, der sogleich mit unbekannter Bestimm mnng abfuhr. Der Präfelt vo« Saloniki stellte den Generälen Sarrail und Mahon einen Protest zu. General Sarrail erklärte auf eine Frage des Berichterstatters des Pariser „Echo": Der e«g- lische General und ich handelten in Kenntnis der Angelegenheit. Wir haben eine Kriegsmcchnahme ausgeführt. Ei« Schritt der Mittelmächte u«d rhrer Verbündeten. W.T.B. A t h e «, 2. Ja«. (Nicht amtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Mittelmächte, Bulgarien und die Türkei haben bei der griechischen Regierung einen gemeinsamen Schritt wegen der B e r h a f- t u n g ihrer Konsuln in Saloniki unternommen. Der Ministerpräsident Skuludis antwortete, daft die Regierung schon bei den Pariser und Londoner Kabinette« Einspruch erhoben habe. Bulgarische Maßregel«. W.T.B. Sofia, 3. Jan. (Bulg. Tel.-Ag.) Die öffentliche Meinung in Bulgarien ist über die Verhaftung der Konsuln in Saloniki sehr erregt. Der Ministerrat beschloh, als Berget- tungsmajjregel die zurückgebliebenen Beamten der Gesagt- schaffen Englands. Frankreichs und Serbiens verhaften zu lassen. Ihre Freilassung wird erst erfolgen, wenn der bul- garische Konsul und sein Personal in Freiheit gesetzt find. Bergeltungsmahregeln der Türkei. W.T.B. Konstantinopel, 3. Jan. Die Pforte hat durch Vermittlung der Botschaft der Vereinigten Staaten gegen die willkürliche Verhaftung des ottomanischen Konsuls und der Beamten des ottomanischen Konsulats in Saloniki einen euer- che« Protest eingelegt. Wie verlautet, wird die Pforte, falls Schritte Griechenlands deren Freilassung nicht herbeiführen gegen die Staatsbürger der Bierverbandsstaaten Ver- x"'Ut«gsmahregeln ergreifen. Die Erregung in Kriechenland. 2B.X.23. Sofia, 2 Jan. (Nichtamtlich.) D:r Vertreter des Woljf- Bureaus erfährt aus bester Quelle: Die völkerrechtswidrige Verhaftung der Konsuln von den Mächten des Vierbundes in Saloniki durch die Franzosen hat in Athen hochgradige Erregung hervorgerufen. Da der neue Uebergriff des Vierverbandes nicht nur, wie bisher die Interessen des Landes beeinträchtigt, sondern sogar die Ehre des griechischen Staates antastet, hat die griechische Regierung sofort di: energischsten Maßnahmen ergriffen, um fich Genugtuung zu verschaffen. Einerseits haben die griechischen Behörden sofort von General Sarrail die Frei- lassung der Festgenommenen verlangt und griechische Offiziere und Gen- darmzn mit der Bewachung der Konsulatsgebäude beauftragt; anderer- seits hat die griechische Regierung in Paris und London aufs energischste Protest erhoben. Sie hat aufs Nachdrücklichste vor allem die Auslieferung der Konsuln und des Personals verlangt. General Sarrail antwortete, er habe die Mahregel nur aus militärischen Gründen vorgenommen und könne nur auf Befehl aus Paris, wohin ?r über den Vorfall berichtet habe, die Freilassung be- wirken. Die griechische Regierung ist um so peinlicher überrascht, als di« Vertrete des Vierverbandes ihr in aller Form zugesichert haben, das; sie nicht «m ein« Vertreibung der Konsuln des Bierbundes aus Salonik dächten und das; sie die griechische Regierung, wenn etwas derartiges beschlossen werden würde, vor Ausführung des Beschlusses davon benachrichtigen würden. Der Vorwand des Fliegerangriffes ist nichtig, weil der Angriff auf das verschanzte englisch -französische Lager und nicht auf die grie- chische Stadt Salonik gerichtet gewesen war. Die griechische Regie- rung findet in ihrer festen Haltung einen festen Rückhalt an der Be- völkerung. die ohne Unterschied der Partei den Uebergriff des Vier- Verbandes als brutale Verletzung der griechischen Neutralität und des Völkerrechtes ansieht. Abermalige Blockade Griechenlands. Sch. Athen, 3. Jan. (Privattel.) Bon hier wird ge- meldet: Die Entente verhängte die abermalige Blockade über die griechische« Hähea. Ans Montenegro. Cntf e$Tid»e Hu ugersaat i« ManteaeAra. WTB. Cettinje, 31. Dez. (Nicht amtlich) Gestern wurde amtlich mitgeteilt: Die Berproviantiervag Montenegros wird vollständig unmöglich und die Lage täglich schwieriger. Oesterreichifch-ungarisch? llnterfeedoote greife« die Segler und Dampfer an unserer und den albanischen Küsten an. Am 29. Dezember wurde ein montenegrinisches Segelschiff mit Lebens- Mitteln bei Dulcigno versenkt. Heute hat einen Dampfer mit 2000 Tonnen Lebensmitteln bei San Giovanni di Medua dasselbe Schicksal erreicht. — Berlin, 3. Jan. Einer Genfer Meldung des „Verl. Lok.- Anz." zufolge sollen nach Privatmeldungen aus Montenegro und Albanien die erschütterndsten amtlichen Cettinfer Darstellungen von der entsetzlichen Hungersnot der Montenegriner und Serben noch weit hinter der Wirklichkeit zurückbleiben. Castelna« konferierte in Rom ergebnislos über die Beistands- Möglichkeiten für die Hungernden. Die Rümpfe in Porsten. W.TLZ. Konstantinopel. 2. Jan. (Nicht amtlich.) Ein Telegramm aus Bagdad meldet: Eine türkische Abteilung, die in der Gegend von Saudschuk Bulak, südlich des UrMia Sees vorging, verjagte die Russen aus dieser Stadt und fügte ihnen ziemlich bedeutende Verluste zu. Augenblicklich werden die Russen verfolgt. W.T.B. Konstantinop el, Z. Jan. Aus de«, Kriegs- pressequartier «ird über den Kampf berichtet, der bei Sawie in Perfien zwischen Gruppen von freiwilligen ein- geborenen Kriegern und Russen stattgesunden hat. Die Rusfen wurden geschlagen. Sie verloren 2 Maschinen- gern ehr« und einen Kraftwagen und hatten 180 Verwun- dete. Eine andere Gruppe von Kriegern, die nördlich von Ha- madan die Russen angegrstfen hatte, nahm diesen »wei Ka, no n« n ab. Der Kampf um Ägypten. Gärung in Aegypten. T.A. Wien, 31. Dez. Di« „Zeit" veröffentlicht eine Genfer Drahtung, worin es heißt, es scheine fich zu bestätigen, daß das von der Westfront weggenommene indische Korps nach Aegyp- te« kommt, wo, ebenfalls im Sudan, nach den letzten Berichten eine severe Gär««g herrscht. (Dtsch. Tgsztg.) Sitchener geht «ach Aegypte«. --- Berlin, 3. Jan. Verschiedenen Morgenblättern wird aus Londo« gemeldet: Lord Kitchenet, der wegen der politi- schen Krise in England noch festgehalten wird, wird demnächst nach Aegypten abreisen, um die dortigen Operationen zu leiten. Z«r Lage in Tripali«. WTB. Kairo. 28. Dez. (Nicht amtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Eine starke Abteilung aller Waffengattungen marschierte am Samstag früh von Mersa Matruh aus, um die tripolitanischen Truppen, die feit ewiger Zeit i« einem acht Mellen westlich Mersa Matruh gelegene n Tale lagerten, zu oertreibe«. Unsere Verluste waren geriug. (Die Fassung der Reuterineldung läßt vermuten, daß die an erster Stelle genannte starke englische Abteilung eine Niederlage erlitt. D. R.) Eine Aufklärungsabteilung war bereits am 11. und 13. Dezember auf den Feiad gestoßen und brachte ihm schwere Verluste bei. Die Ereignisse im Mittelmeer. Zu« Be4ch5ehu«g vo« Dueaz^o durch di>e Oesterreich«». W.T.B. Ceti «je. 2. Jan. (Nicht anrtt.) Während der Beschießung Durazzo- am 30. Dezember durch ei« österreichisches Geschwader geriet der Dampfer „M i d i e l". der etwa «000 Tonne« Lebensmittel für Mon- tenegro führte, ia Brand. Die Ladung ist verloren. Zwei grabe englische Dampfer aa derügypti- sche« Küste versenkt. T.A Amsterdam. 31. Dez. Ei« de«tfches Untea- seeboot versenkte abermals zwei große eng- lische Dampfer ia der Röhe der ägyptische« Küste. (Voss. Ztg.) Ein englischer Postdampfer im Mittelmeer torpediert. W.TS. L o « d o «, L Ja«. (Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Postdam'pfer »Persia" der „Pe«i«snlar und Oriental-Line" wurde am 30. Dezember bei Kreta torpediert. Die Mehrzahl der Passa- giere und der beträchtlichen Besatzung ist umgekom- men, nur vier Boote vermochten den Dampfer zu ver- lassen, deren Insassen nach Alexandria gebracht wurden. Unter den 230Passagieren befinde« fichdreiAmeri tan er. (Die „Perfia" ist 7851 Tonnen groß.) W.T.B. London, 3. Jan. Wie. amtlich gemeldet wird, find 158 Ueberlebende der „Perfia" in Alexandrien angekommen, da- runter, wie man glaubt, K0 Passagiere. Reuter über de« Eindruck in Amerika. W.TB. Washington, 2. Jan. (Nicht amtlich). Das Reutvrsche Bureau meldet von hier: In amtlichen Kroisen empfing man den Bericht von der Torpedierung des Dampfers «Perfia", wo bei viel- leicht Amerikaner zugrunde gegangen sind, mit Staunen. Er kam gerade in dem Augenblick, als die Erledigung der „Anco«a"-Ange- legen he it unmittelbar bevorzustehen schien. Das Staatsdepartement war offenbar geneigt, den Verlauf der Verhandlungen mit Oester- reich-Ungarn günstig zu beurteilen. Es bestehe wenig Zweifel, dag der letzte Vorfall zu einer neuerlichen diplomatischen Aktion führe. Die Vereinigten Staaten dürften Oesterreich-Ungarn nochmals da- rauf verweisen, daß die Einhaltung des Völkerrechts und die Gesetze der Mnfchlichkeit ihre unabänderliche Politik bilden. Der amerita- Nische Konsul i* Alexandrien erhielt den Auftrag sofort alle ver- sagbaren Informationen zu sammeln. Die weiteren Ereignisse zur See. WTB. London, 2. Jan. (Nicht amtlich.) Lloyds mel- det: Der britische Dampfer „Abclia" ist versenkt worden. Zum „Ancona"-Fall. W.T.V. Washington, 1. Jan. (Meldung des Reuterschen ÖJtteaai&J Amtliche Kreise erkläre», Oesterreich-U«Mru habe tatsächlich allen amerikanischen Wünschen bezüglich der »Aa» cona" »achgegeben. &a Bruch sei nun unmöglich Wilsons Krouzeugiu im »A«co«a"-Fall. — Berlin, 31. Dez. Nach einem Funkspruch der „Boss. Ztg." aus Newyork kam Frau Dr. Täcilie Greil, auf deren Berichte zum Teil die Feststellungen der ersten amerikanischen .Ancona"» Note gegründet waren, auf dem französischen Dampfer „Rochambeau" in Newyork an. Sie erklärte mtt aller Ent- schiedenheit, daß auf die Rettungsboote der „Aucona" nicht gefeuert wurde. Ueber das Verhalten der Maunschaft der „Ancona" lehnte sie jede Mitteilung ab. Frau Dr. Greil fügte hinzu, fie hätte lieber mit der „Äncona" untergehen wollen, als dazu beitragen, daß es zu einer Kriegserklärung Amerikas an Oesterreich-Ungarn käme. Die Postkontrolle der Engländer. MTB. Amsterdam, 31. Dez. (Nicht amtlich) Die Post de» Dampfers „Rcmbrand" ist von den Engländer» beschlagnahmt mnrw Der Kapitän fügt« sich unter Protest. MTV. Newyork, 31. Dez. (Nicht amtlich) Durch Funkspruch von unserem Privatkorrespondenten. Wie durch die „Associated Preß" be» richtet wird, fand zwischen dem Staatslsekretär Lanstag unt> dem Hofe ländische» ««sandten in Washington eine Unterredung Wer die Be» schlagmchme der holländischen Briefpost nach den Vereinigte» statt. Der Gesandte wurde dahin beschieden, daß vor Eintreffe« irgend welcher Informationen seitens des amerikanischen Botschafters in London Mr. Page oder einer ausführlicheren Auskunst seitens anderer amtlichen Stellen als sie gegenwärtig vorliegen, das Staats- departement keinerlei Entscheidung treffen könne ver englische Panzerkreuzer Natal gesnnken. MTV. L o n d o n. ZI. Dez. (Nicht amtlich) Wie die Ad- miralität mitteilt, ist der Panzerkreuzer „Ratal" gestern iasolge einer Explosion im Schiffsraum i» Hafen gesuute«. 400 Man« der Befatzuag wurde» m* rettet. (Der 1905 vom Stapel gelaufene Panzer „Rata!" hatte «inen Raumgehalt von tJ 780 Tonnen und konnte eine Schnelligkeit von über 23 Seemeilen erreichen. Seine Bestückung bestand aus stech? 23,4 Zentimeter-, vier 19 Zentimeter-Geschützen nnd 34 Kanonen kleinen Kalibers. Die Besatzung betrug 700 Mann, so doh »et der Explosion des Panzerschiffs gegen 3ffl} Mann umgekommen fein müssen.) WTB. London, 2. Jan. (Nicht amtlich) Die Admiralität veröffentlicht die Namen von 14 Offizieren und 373 Mauu. die bei der Explosion des Kreuzers „Natal" mtt dem Leben d**mt, gekommen find. WTB. Lo»do», 2. Jan. (Nicht amttich^) Die./. '"meldet über die Explosion des Kreuzer« „Natal": Sie fand am Donnerstag nachmittag statt und war mit ernsten Berlnsten an Menschenleben verbunden. Wie gemeldet wird, sind vo» der 7V4 Personen starken Besatzung «»gefähr 380 Alan» an Offiziere» und Matrosen umgekommen. Das Schiff lag im Hafen. Die eigentliche Ursache des Unglücks ist nicht deka»»t. Amtlich wird mitgeteilt, dah der Kreuzer durch eine Explofion im Innern zerstört worden ist. Der Ort, wo sich das UnglSck ereignete, wird verschwieg». Ver Krieg mtt Italien. Oesterreichische Tagesbericht«. ZKTB. Wie«, 1. Jan. (Nicht amtlich) Amtlich wird ver- lautbart, 1. Januar 1916. Gestern beschoß die italienische schwere Artillerie aeuer- dings die Orte Malborghet und Wolffbach. In der Neujahrs- nmht unterhielt fie ein besonders lebhaftes Feuer gegen den Eol di Sana. Die Lage ist unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstab«»: v. Höfer. Feldmarfchalleutnant. W.TB. Wie«. 2. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich «** verlautbart: 2. Januar 1915. Nichts Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Z«r Einführung der Dienstpflicht w England. W.T.B. London, 1. Jan. (Meldung des Reuterschen Bureaus.) Bon maßgebender Seite wird erklart, daß nach der heutigen Kabi- rwttsberatirng keine Wahrscheinlichkeit für eine Ministerkrkse bestehe. Man habe sich dahin geeinigt, daß Asquiths Versprechen eingehalten werden müsse. Wenn der Gesetzentwurf im Parlament zur Sprache komme, werde er auch von den Mitglieder» der Regierung unterstützt werden, deren Haltung bisher zweifelhast war. Zweifelhaft fei allein die Haltung Hendersons, dessen Stellungnahme von den Beschlüssen der bevorstehenden Arbeiteroersammlung abhänge. «opeuhageu. 8. Jan. Wie dem „Beel. Tagedl.« von Per gemeldet wird, hat Zohu Redmoud unter dem Druck seiner Partei erklären müsse», die irische« Nationalisten wiir. den sich einstimmig und »it alle» Mittel« der Wehe- pflicht widersetzen. W.T.B. London, Z. Za«. Die ^Times^ und „Dailh News" «el- den, dag das Kabiuettsmitglied Sir Zohn Simon sei»« Entlassung angeboten habe, die der Premiermiuistee bis- her nicht angenommen habe. (Bett. Tagebl.) W.T.V. London, 1. Jan. Die „Sunday Times" meldet, daß am 1. Februar vier weitere Gruppe» von Derby-Nekruten einberufeu werden. Sie werden aus Männern von 23 bis 27 Jahren bestehen. Ans China. Zur revolutionären Bewegung. WTB. Rotterdam, 1. Jan. Wie der Londoner Korrespondent des Rotterdamschen „Courant" aus znverlMgen Quelle erfährt, ist der frühere Bizekönig von Pünnan, Li Hung Si, ein Reffe Li Hung Tschangs, der bis vor kurzem ein wichtiges Amt in Peking bekleidete, heimlich nach Süd-China abgereist. Am Neujahrstage soll er dort zum Präsidenten von Hünnan ausgerufen werden. für Verwundete, Blutarme, Nervöse, Erschöpfte, zarte Frauen, junge Mädchen Kinder in der Entwlckelung *Bioson Unübertroffener, billipster Kruft,'pender. Kriegspackung M. 3.60 in apotlieJen. Drogeri«. ~~~~ «e. r. «ttwabwtt. htm 8. tm. Kavifche Presse. Dreeke 8< Neujahrs-Ereignisfe. Der Neujahrs-Erlaß des Kotfer$. WTB. Berlin, 1. Jan. (Nicht amtlich.) Seine Majestät der Kaiser hat ans Anlaß des Jahreswechsels folgenden Erlag gegeben: „An das deutsche Heer, die Marine und die Schutztruppen. Kameraden! „Ein Zahr schweren Ringens ist abgelaufen. Wo immer oie lleberzahl der Feinde gegen unsere Linien anstürmte, ist sie an Eurer Treue und Tapferkeit zerschellt. Ueberall, wo ich Euch zum Schlagen ansetzte, habt Ihr den Sieg glorreich errungen. Dankbar erinnern wir uns heute vor allem der Brüder, die ihr Blut freudig dahingegeben haben, um die Sicherheit für unsere Lieben in der Heimat und unvergänglichen Ruhm für das Ba- terland zu erstreiten. „Was sie begonnen haben, werden wir mit Gottes gnä- diger Hilfe vollenden. Noch strecken die Feinde von West und Ost, von Rord und Süd in ohnmächtiger Wut ihre Hände nach allem aus. was uns das Leben lebenswert macht. Die Hoff- nung. uns im ehrlichen Kampfe überwinden zu können, haben sie längt begraben müssen. Nur auf das Gewicht ihrer Maße, auf die Aushungerung «nseres Volkes und auf die Wirkungen ihres ebenso frevelhaften wie heimtückischen Verleumdungsfeld- zuges auf die Welt glauben sie noch bauen zu dürfen. „Ihre Pläne werden nicht gelingen. An dem Geist und an dem Willen, der Heer und Heimat unerschütterlich eint, werden fie elend Mschanden werden: dem Geist der Pflichterfüllung für das Baterland bis zum letzten Atemzug und dem Willen zum „So schreiten wir denn in das neue Zahr. Vorwärts mit Eott zum Schutz der Heimat und für Deutschlands Größe. Großem Hauptquartier, den 31. Dezember 1915. Wilhelm." ver Kaiser an den Generalstab des Feldheeres WTB. Berlin, 31. Dez. Seine Majestät der Kaiser hat an den Chef des Eeneralstabs des Feldheeres folgendes Handschrei- den gerichtet: Grrches Hauptquartier, den 31. Dezember ISlS. Mein lieber General v. Falkenhai, u! Ich wiill das Jahr 1915 nicht zu End« gehen lassen, ohne noch einmal mit Dankbarkeit der grohen militärischen Erfolge zu ge- tonte«, die uns mit Gottes Hilfe in demselben beschießen gewesen sind. Im Westen die Winterschlacht in der Champagne, die siegreichen Kämpse in Flandern, die große Herbstschlacht bei La Bassee und Arras, im Osten, die durch die endgültige Befreiung Ostpreußens ge- krönte Masurenschlacht, der Siegeszug in Polen und Kurland, der in Anlage und Durchführung gleich bewundernswerte Feldzug iin Ga- lipon und zum Schluß die glänzenden Operationen auf dem Balkan» Kriegsschauplatz, das alles find, um nur die größten hervorzuheben, Leistungen, die in ihrer M«zen, vollen Bedeutung zu würdigen, erst einer späteren Geschichtsschreibung vorbehalten sein wird. Schon heute aber ist auszusprechen, daß neben der zähen Tapser» feit und dem Heldenmut der Truppen, sowie ihrer mustergültigen, hervorragenden Führung der planvollen, tatträstrgen und voraus- schauenden Arbeit der obersten Heeresleitung das Verdienst hierfür gebichrt. Aster Ihrer vorbildlichen, sicheren Leitnnz hat der deutsche Generalstab seine oft erprobt« Tüchtigkeit von neuem bewiesen und sich im alten Rufe bewährt. Ihnen und Ihren Mitarbeitern gilt daher heute im besonderen Mein Dank und Meine höchste Anerken- nung. Ich weiß deshalb auch, daß Ich, wie Ich mit dem deutschen Volke auch im kommenden Kriegsjahre der Umsicht und Tatkraft der Führer und der Tapferkeit unserer unvergleichlichen Truppen mit ruhiger Zuversicht vertraue, so auch weiterhin aus Ihre Hilfe Mich unbedingt verlassen und ans Ihre erprobte Einsicht bauen kann. gez. Wilhelm. An den General der Infanterie und Chef des Eeneralstabes des Feldheeres o. Fallonhayn a la suite des 4- Garde-Regiments zu Futz. Nenjahrstelegramm zwischen Uönig Ludwig vsv Sayern «nd dem Kaiser. WTB. München, 31. Dez. (Nicht amtlich.) Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Anläßlich des Jahreswechsels hat der Kön-ig nachstehendes Telegramm an den Kaiser gerichtet: „Seiner Majestät dem Kaiser. Zum zweiten Male bringe« wir Dir zur Iabveswend« unsere herzlichen tiefempfundenen GlSck- und SegensioSusch« dar. Der RSckbM auf die von einem glänzenden Erfolge gekrönten gewaltigen Leistungen der deutschen und der un«> verbündeten Heere und auf die kraftvolle Haltung des ganzen in freudigem Opfermute bewahrten deutschen Volkes stärkt unsere uner» schütterliche Zuverstcht, daß mit Gottes Hilfe unsere gerechte Sache unter Deiner ruhmreichen Führung zu einem ehrenvollen. Deutsch- lands Größe und seine friedliche Weiterentwicklung sichernden Ende gebracht wird. In dieser vertrauensvollen Zuversicht treten Deutsch- lands Fürsten und freien Städte, wie das ganze deutsche Volk in da» neue Zahr mit dem festen Entschlüsse, alle Hindernisse zu überwinden, die dem erstrebten Ziele noch im Wege stehen. Eott schütze weiterhin Dich und Dein Haus und unser liebes deutsches Vaterland. Ludwig. Marie Therese." Hierauf ist von dem Kaiser folgende Antwort eingetroffen. Seiner Majestät dem König von Bayern. Dir und der Königin meinen innigsten Dank für Euer so freundliches Gedenken zum Iah- resfchlusse. Von ganzem Herzen erwidere ich Eure guten Wünsche für Euch und Euer ganzes Haus. Zuversichtlicher denn je dürfen wir bei dieser Jahreswende auf den endgültigen Sieg unserer mit reinem Gewissen erhobenen und geführten Waffen und auf eine glückliche Zukunft des deutschen Vaterlandes hoffen. Dein Bayernvolk hat hierzu durch seine unvergänglichen Taten heroischer Tapferkeit und den bei jeder Gelegenheit bewiesenen unerschütterlichen Siegeswillen rühmlichst beigetragen. Gottes Gnade lasse alle unsere Hoffnungen, Wünsche und Gebete zum neuen Zahre in Erfüllung gehen. Wilhelm." Ein Tagesbefehl des Uömgs von vaqern. WTB. München, 31. Dez. (Nichtamtlich.) Wie die Korrespondenz Hoffmann meldet, hat König Ludwig IN. von Bayern an die bayerische Armee folgenden Tagesbefehl gerichtet: „Das Jahr 1913 liegt hinter uns, ein Jahr heißen Bölkerringens, wie es die Weltgeschichte noch nicht gesehen hat. Gewaltiges haben unsere Truppen in treuem Zusammeichalten mit unseren tapferen Verbündeten geleistet. An unserer Westftont zerschellten die seind- lichen Stürme. Auf den ostpreußischen, galizijchen und polnischen Schlachtfeldern wurde der an Zahl weit überlegene Gegner geschla- gen und tief in sein Land zurückgeworfen. In rastlosem Vordringen wird auf dem Balkan ein tapferer Feind überwältigt. Ueberall, wo gekämpft wurde, schen wir Bayernsöhne in edlem Wetteifer mit den deutschen Bruderstiimmen von Flanderns Küste bis zu den Bogesen- kämmen, von Kurland bis Kef in den Balkan hinein, wo schon vor mehr als 200 Jahren Kurfürst Max Emanuel feine Bauern zum Siege geführt hat. Allerorten haben sich die bayerischen Truppen bewährt, in kühnem Angriff wie in zäher Verteidigung der anvertrauten Stel- lungen. Ich sage meinen königlichen Dank den Tapferen, die der bayerischen Armee neuerdings so hohen Ruhm erwarben. Ich sage meinen königlichen Dank den Helden, die ihre Bayerntreue mit dem Tode auf dem Schlachtfeld besiegelt haben. Nicht vergessen will ich der unermüdlichen Arbeit derer, die in der Heimat das Schwert schärfen, das den Feind zu Boden schlägt. Auch ihnen meinen wärm, sten Dank und Anerkennung. Roch will aber der Feind nicht an den Sieg unserer gerechten Sache glauben, noch bedarf es weiterer Kämpfe zur Entscheidung. Voll stolzen Vertrauens auf meine kampferprob- ten Truppen gebe ich mich der Erwartung hin, daß sie weiterkämpfen in treuer Pflichterfüllung für Heimat und Herd, für König und Vaterland, für Kaiser und Reich bis zum siegreichen Frieden. Gegeben zu München am L Januar 1916. gez.: Ludwig." Ein Trintfpruch des Königs von Dänemark. W.T.B. Kopenhagen, 2. Jan. (Nicht amtlich). Ans Anlaß des Jahreswechsels fand gestern beim Königspaar im Schloß Amalien- borg Galatasel statt, an der die Königsfamilie, die Minister und die höchsten Militär- und Zivilbeamten teilnahmen. Der König brachte einen Trinkspruch auf das Vaterland aus und führte dabei unter anderem aus: „Im WickbKcke auf da® vergangene Jahr vereinen wir uns in Dankbarkeit für die Erhaltung des Friedens in unserem Lande. Die Unannehmlichkeiten, die wir erleiden, find nur ganz gering im Ver- gleich mit den Leiden anderer, für die wir ein aufrichtiges mensch- liches Mitgefühl empfinden und wir hoffen, daß die Herzen in dem Gedanken an Frieden sich finden können. Mit Gottoertranen können wir der Zukunft entgegensehen und ich vereine mich mit allen Dänen in dem Wunsche: GM erhalte Dänemark!" griechische Regierung verständigte die französische von diesem Vorgehe« in der Hoffnung, daß diese ihren Vertreter preisgebe« und ihre« Schiffen Anweisung geben werde, sich in diese straftechtliche Angelegen- heit, die mit d:r auswärtigen Politik nichts zu tun hat, nicht einzu- mischen. Griechenland entsandte den Kreuzer „Helle" mit einer ent- sprechenden Zahl von Truppen nach der Insel zur Herstellung der Ord- nung. Die französische Flotte im Aegäifchen Meer versuchte aber, die Aufgabe der „Helle" zu durchkreuzen oder zu verzögern, indem sie den Kommandanten des Kreuzers vor den Gefahren bei der Annäherung an die Insel warnte, da die französischen Schiffe Unterwasserminen gel:gt hätten. Um dieser Warnung besonderen Nachdruck zu geben, verständigte sogar der französische Marineattach^ in Athen die griechische Re» gierung amtlich von den Gefahren an der kleinasiatischen Küste. Trotz- dem erhielt der Kreuzer „Helle" den Auftrag, die Fahrt fortzusetzen und gelangte auch ans Ziel, ohne daß sich irgend eine Gefahr gezeigt hätte. Indessen traf der Kreuzer be' snner Ankunft am Mittag den 28. De- zember vor Castellorizo die französischen Kriegsschiffe „Admirale Char» ner" und „Jeanne d'Arc" und ganz verblüfft hörte der Kommandant, daß seit dem Morgen desselben Tages 500 Marine-Infanteristen die Insel besetzt hätten. D:r Vizeadmiral, der die französische Flotte be- fehligte, erklärte dem Kommandanten der „Helle", daß die Besetzung der Insel im Austrage seiner Regierung und aus militärische« Grünte« erfolgt sei. Der Kommandant der „Helle" mußte sich unter Protest zu- rllÄziehen. Dies sind die Tatsachen. Die griechische Regierung hat sofort wegen dieser Vergewaltigung in Paris atlf das energischste protestiert. In ihrer Protestnote bezeichnete sie die Besetzung Eastellorizos durch Frankreich als mit Vorbedacht ausgeführte Vergewaltigung (Prise de possession premÄitöe et realisve par la sorce). Die vom Grieche« bevölkerte Insel, so heißt es darin weiter, Hobe gegen die lange Fremdherrschast sich erhoben und sich freiwillig unter die Verwaltung des Mutterlandes gestellt. Die griechische Regierung unterbreitet das von Frankreich verübte Attentat gegen die Unabhängigkeit und Souveränität eines Landes, mit dem Frankreich nicht im Kriege steht, dem Urteil der ganzen gesitteten Welt. französischer YSlkerrechtsbrnch. TU. Athen, 31. Dez. Die französische Regiernng hat sich einer Verletzung der griechischen Selbständigkeit schuldig gemacht, die in leitenden politischen Kreisen Empörung hervorgerufen hat. Sie hat, wie schon kurz gemeldet, die Insel Castellorizo, an der Südwestküste Kleinasiens, die sich seit iroei Jahren in griechischer Verwaltung be- findet, militärisch besetze« lassen und ht eigene Verwaltung genommen. Hebet diese« Eingriff in die griechische« Hoheitsrechte werde« folgende Mnzelheiten gemeldet: Seit einiger Zeit wurde die Insel von einer Bande von Räuber« und Landstreichern heimgesucht, die unter Führung eines gewissen La- kerdi, aber in Soll» und Dienst des französischen Vizekonsuls in Rhodos steht und von diesem aufgehetzt gegen die Behörde« revoltierte. Die Ein Erinner«ngstag für Deutsch-Ostafrika. W.T.B. Berlin. Zi. Dez. Am 1. Januar 1St6 find süufundzwiMziK Jahre verstrichen, seit das Reich in dem zurzeit heißumstrittenen Deutsch-OstaftKa auf Grund der mit der Deutsch-Ostafritmnschen Gesell- schaft und dem Sultan von Sanzibar abgeschlossenen Verträge die Ver- waltung übernommen hat. Aus Anlaß dieses Gedenktages hat der Staatssekretär des Reichslolonialamtes Dr. Sois an den Gouverneur von Deutsch-Ostaftika, Dr. Schnee, nachstehende Kundgebung gerichtet: „Anläßlich des funfundzwanzigjährigen Gedenktages der Ueber- nahine der Verwaltung Deutsch-Ostvsrikas durch das Deutsche Reich ge- reicht es mir zur besonderen Freude und Genugtuung, festzustellen, daß es sowohl durch das tapfere Verhalten der Schutztruppe und der zu ihrer Verstärkung eingezogenen europäischen Wehrpflichtige* unter der hervorragenden Führung ihres Kommandeurs, des Obersten von Lei- tow-Vorbeck, als auch durch die von Euerer Exzellenz getroffenen orga- nisatorifchen Maßnahmen gelungen ist, das Schutzgebiet nicht nur gegen die zahlreichen Angriffe weit überlegener feindlicher Kräfte erfolgreich zu verteidigen, sondern auch durch entschlossenes Vorgehen den Gegner an vielen Stellen in feinem eigenen Gebiete anzugreifen und ihm «np- findliche Verluste zuzufügen. Euerer Exzellenz und dem Kommandeur sowie den Angehörigen der Schutztruppe, den Beamten einschließlich denen der Postverwaltung und allen, die ihre Dienste in die Verteidigung des Schutzgebietes gestellt haben, meine höchste Anerkennung auszusprechen, ist mir am hnttigen Tage ein tief empfundenes Bedürfnis. Den in treuer Pflichterfüllung auf dem Felde der Ehre gebliebenen Helden und den ihren Wunden erlegenen tapferen Streitern ein ge- treues G^enl«n zu bewahren, wird stets eine Ehrenpflicht der Kolonial- Verwaltung sein, wie sie auch diejenigen nicht vergessen wird, die in Erfüllung ihres hohen Berufes Schädigungen an ihrer Gesundheit er- litten haben. Den in treuer Pflichterfüllung auf dem Felde der Ehre gebliebene« Helden und den ihren Munden erlegenen tapferen Streitern ein ge- treues Andenken zu bewahren, wird stets eine Ehrenpflicht der Ko- lonialverwaltung fein, wie sie auch diejenigen nicht vergessen wird, die in Erfüllung ihres hohen Berufes Schädigungen an ihrer Gesundheit erlitten haben. Ich gobe mich der Hoffnung hin. daß es der Umsicht E«e«r Ex- zellenz und der Tapferkeit der Streiter des Schutzgebietes gelingen wird, vis zum siegreichen Ende des Krieges durchzuhalten, dem wir hier mit «nerschktterlicher Zuversicht entgegensehen." m Schützenqrabe IfeGERDti&Hssä deshalb sendet sie ins Feldt! ÖberaH zu haben wo Rekl. sm Fenster in Beuteln v. 15 PFg. an ■S Der Matte Anker. Stoma« vo« Elfriede Schulz. (Unberecht. Nachdr. verb.j Erstes Kapitel. Als Friedrich Wölflin aus dem dünnen Kiefernwald trat, öffnete sich vor seinen Blicken das weite Bobertal, das rechts von einem hochgefchüttets« Bahndamm abgeschlossen wurde, eine Welt für sich. Tief mrten zwischen grauem Weidenge- strüpp wälzte der Fluh seine gelblichgrünen Fluten vor sich hin, dem hohen Eisennetzwerk der Bahnbrücke zu. Wölflin hielt einen Augenblick inne und stieß mit der feinen, dünnen Rechten den Spazierstock in den sandigen Moosboden.. Aus den grauen Polster,! erhoben die zarten Pflanzen auf goldbraunen Stielen ihre Krönchen wie zwerghafte Palmen und verwebten sich mit dem zitternden Sonnenlicht. Eine Biene segelte summend vor- über und ging dann mit verwegenem Zickzack in seliger Ziel- losigkeit ins ?laue hinauf. Friedrich Volflin bemerkte das alles kaum und setzte sich langsam auf den Grenzstein, der dem Waldrevier das Ende zeichnete. Die müden Augen sogen das sonnige Landschaftsbild in die Seele, die heute, in dieser wunderbar seligen Palmsonn- tagsfrühe, selten weich gestimmt war, und auf dem schmalen Rande zwischen Wehmut und Lust wie ein blauer Falter aus dei»> Wiesenrain dahin schwebte. Friedrich Wölflin! — Gerade heute vor zwanzig Jahren hieltest Du mit Deinem jungen Weibe als neubestallter Schul- meister den Einzug in Riederwiesental, und es war damals genau so ein rätselumstandener Tag wie heute, voll von tau- frischer Lebenshoffnung, links die ersten mattgelben Primeln und blaßblauen Vergißmeinnicht, rechts die mürrischen, grauen Weidenstämme, deren Saft noch nicht in Fluß gekommen war. „Der Wolf kommt?" — So ging es damals wie ein Lauf- fever durch das kleine Bau ern dor^ als das Wägelchen des alten Zanderschulz von Oberwiesental her in Sicht kam, und die vierzig, fünfzig Schulkinder bekamen keinen geringen Schreck bei diesem Kriegsruf der fpottfSchtigen Knechte und Mägde, die sich neugierig an den Zäunen aufgepflanzt hatten. Aber als die Schulzenrappen oot dem frisch getünchten Schulhause anhielten, das mit einem schweren Strohdach wie mit einer hohen Haube bedeckt war, imd der behende Wölflin seine fünf- undzwanzig Jahre mit leichtem Schwung vor die Kalesche stellte und seiner kleinen Frau über das Trittbrett half, da sah nie- mand von der angesammelten Dorfgesellschast mehr eine Wolfs- gefahr, denn aus dem blühenden Geficht des jungen Weibes, aus den strahlenden Augen ging ein warmer Glanz wie ein leichter Gruß über die Straße, und man schloß auf der Stelle Freund- schaft mit dem neu hereingeschneiten Paar. Das alte niedrige Schulhaus sah ein Dutzend glückliche Jahre, wenn auch die Zeit der Not den kümmerlichen Sold des Schulamtes manchmal recht schwer und drückend fühlbar gemacht hatte. Vis dann ein düsterer Herbsttag — Was ist Dir, Friedrich Wölflin? In Deinem Gesicht zuckt es schmerzlich, und die Hände, die sich in Gedanken falten, zittern leise. Durch die schmale Brust geht es wie eine Erschütterung. Das blaugraue Auge sucht links in der Ferne den hellen Sandstreifen, der dem dunklen Waldsaum vorgelagert ist. Wie ein bräunlicher Dunst hebt sich dort, wo die legten Hütten der einspännig fahrenden Kuh- bäuerchen stehen, von dem weißen Sand das kreuzbesetzte Grä- berfeld ab, zu dem die Riederwiesentaler nach Urväter Weise ihren letzten, dunklen Gang antreten, nach dem Vater der Sohn, und nach dem Sohn der Enkel, wenn sich ihr Lauf vollendete. Friedrich Wölflin vergräbt den Kopf in seine Hände und bekämpft das Würgen in der Kehle. Dort zwischen den schwei- genden Kreuzen liegt sein Mariechen, unter dem Stein, der in goldener Schrift das schwere Wort trägt: „Die Liebe höret nimmer aujl" Wären damals nicht die beide» Kinderchen gewesen, Friedrich Wölflin hätte den Begräbnistag nicht über- lebt. Aber das Leben rief nach seinem Recht. Es waren schweig- same Tage, als sie in dem zerbrochenen Kreise zu dreien um den Tisch saßen, bis Malchen Trautwein, Wölflins Schwester, den leeren Platz einnahm und den beiden halbflüggen Vögeln das Nest anwärmte. Wachsende Sorgen wischten mit ihrer kalten Hand so manche von den lieben Spuren aus, die eine treue Liebe in das Herz des Zurückgebliebenen gezeichnet hatte. Dies Herz, von Kindheit auf immer weich wie Wachs, fing an, in pch gekehrt zu werden, und hart und härter, und lebte nur noch in dem einen Gedanken: Wie halte ich die Dornen zurück von dem Lebensweg der beiden Kleinen? — Dicht vor dem Träumer im Sonnenlicht stieg eine Lerche auf. Zuerst schnitt ihr schmetternder Triller wie ein greller Mißklang in Wölflins noch immer kurz aufzuckendes Herz, bis fich der Gesang in der Höhe zu kleinen Perlen auflöste, die einzeln heruntertropften. Das gab Frieden, und die harte Narbe deckte die Wunde von neuem zu. Von dem weißen Kirchturm schlug leise die achte Stunde herüber. Unten am Bahndamm hantierten ein paar Männer auf ihren kleinen Pachtäckern, Arbeiter, die Wochentags in der Oberwiesentaler Papierfabrik ihrem Tagewerk nachgingen, und am Sonntagmorgen schon von Sonnenaufgang ab auf der karg- lichen Scholle hockten. Vom Bahndamm schimmerten schwärz- lich die eisernen Schienen. Ihr doppeltes Bänderpaar floß in der Weite in einer Linie zusammen und verlor fich im Wald. Wölflins Blicke glitten an ihnen entlang und wieder zurück und wieder vorwärts. Da blitzte es in ihnen cmf wie ein he»- teres Erschrecken und ein seliges Lächeln ging über das von feinen Furchen durchzogene Gesicht des Fünfundvierzigjährigen, und gab ihnen einen verklärten Schimmer. Sein Junge! (Fortsetzung folgt.) Steffel. M«v5fWe Wrssf^ irrtra > , ifwy ■ yar tea 1 3M&at ARB. Nr. f* Kadische Chronik. LL Ettlingen, 3. Jan. Aus Herrenalb berichtet man, daß am Silvesterabend um %8 Uhr eine heftige Erderschütterung z» verspüren war. M Bruchsal, 8. Jan. Der Bürgerausschuß hat genehmigt, daß der Evangelischen Kirchengemeiude zur Erbauung einer Kirch« im Bmchofgebiete «in Platz von 4600 Quadratmetern zu einem Gesamt, preise von 34175 JL vertäust werde — Der Bürgerausschuß beschloß weiter die Aufnahme eines vorübergehenden Ansehens in Höhe von 1387 000 JH. bei der Süddeutschen Diskontogesellschast AG. zu einem Zinsfüße von 5%. # Mannheim, 3. Zan. Gestern wurde in der Mannheimer Städtischen Kunsthalle im Beisein der badischen Minister von Bodman und Rheinboldt, zahlreicher Behörden und Offiziere die ausgedehnte Ausstellung „Krieger-Grabmal und Krieger Denkmal" eröffnet, die demnächst als Wanderausstellung durch deutsche und österreichische Großstädte gehen wird und in Zu- sammenarbeit mit den Militärbehörden, dem Deutschen Werk- bunt» und dem Deutschen Bund für Heimatschutz vorbildliche Krieger- nnd Grabdenkmäler aus dem Felde vorführt. = Mannheim, 1. Jan. Im Vorstand der Mannheimer Produktenbörse find nach der hiesigen Volksstimme Differenzen ausgebrochen, die dazu führten, daß der Vorsitzende, Emil Hirsch, sein Amt nieder- Stiegt hat. (?) Rastatt, 2. Jan. Im hiesigen Gefangenenlager internierte Russen haben dem Gemeinderate 50 M für die Kriegswohlfahrtspslegc überwiesen. Ein Wiener Großindustrieller, Josef Hemmer«, der aus Rastatt stammt, hat, wie in früheren Jahren seiner Vaterstadt zu Neujahr 500 JL zu wohltätigen Zwecken üderfandt. — In letzter Zeit wurden auf den Friedhöfe» hier an Grabdenkmälern angebracht« Ner. jiertmgen aus Metall im Wert von mehreren hundert Mark losge- macht und entwendet. Als Täter wurden nun zwei hiesige Volks- Ichüler im Alter von 14 und IS Jahren ermittelt. Die gestohlenen Gegenstände hatten sie zunächst zerschlagen und das Metall dann an einen hiesigen Althändler verkauft. A Bühl, 1. Jan. Am Grabe des verstorbenen Direktors der hiesigen Vorschußkasse Hug erschoß sich gestern vormittag der hies. Privatier Meckel aus Gram über große finanzielle Ver- luste an genannter Kasse, für die er Hug verantwortlich machte. Seit einiger Zeit schon sollen Spuren von Schwermut an Meckel wahrzunehmen gewesen sein, so daß er als Opfer der großen Krifis, in welche obiges Institut geraten war, angesehen wer- den kqn n. v Bühlertal (Amt Bühl), 1. Jan. Beim Abladen von Stämmen verunglückte gestern mittag in einem Sägewerk in Obertal der 18jährige Arbeiter Franz Ganter vom Zinken Steckenhalde, indem sich vorzeitig ein Stamm löste, den jungen Mann umwarf und derart quetschte, daß er nach wenigen Stun- den starb. :,: Freiborg, 2. Jan. Im 81. Lebensjahre ist hier Geh. Hofrat Professor Dr. Friedrich Hildebrand gestorben. Zu KSsltn tn Pom- mettt im Jahre 1835 geboren, gehörte der Verstorbene seit 1868 dem Lehrkörper der Freiburger Univnsttät an und war bis zu seiner Ver- sstzung in den Ruhestand Direktor des botanischen Instituts. Zahl- rsiche Werke stammen aus setner Feder, so „Verbreitung der Pflan- zem", „Geschlechtsverteilung bei den Pflanzen" u. a. m. A. Menzenschwand (A. St. Blasien), 1. Jan. Das weithin be- kannte Hotel und Kurhaus „zum Adler" wird in Bälde zu einem militärischen Erholungsheim umgewandelt werden, wozu es sich hin- sichtlich der Lage wie auch der Einrichtung vorzüglich eignet. :: Waldshut, 8. Jan. In den Lonzawerken erfolgte am Don- nerstag eine Kesselexplofion. Sie richtete erheblichen Sachschaden an, außerdem murden mehrere Person«« leichtverletzt. 9taf dem Selbe der Ehre gefallene Badener. ®i K a rl sruhe, t. Jan. Den T «5 fürs Vaterland starb««- Lw. d. 3?es. Adolf Kntmam» von Karlsruhe, Gewerbelehrer in Coburg. Reserv. Bonifaz Kunz von SchöWronn b. Ettlingen, Ersatzreserv. Bankbeamter Emil Renter, Kaufmann Emil Faas und Gefr. Her- man« Krepp von Pforzheim, Einj.-Freiw. Hermann Scholz nnd Kriegsfrerw. Gefr. Otto Marx von Heidelberg, stUd. phil. Otto Schäfer von Reckargerach, Gefr. Wilhelm Schädel Ritter des Eisernen Kreuzes, von Mannheim, Luftschiffobermaschinist Fritz Mörstet von Bade ".-Oos, Landwehrm. Ludwig Hotz, Kriegsfreiw. Joseph Studer und Gren. Robert Streibich von Baden-Baden, Armierungssoldat Jakob Schall von Dinglingen, stud. theol. Friedrich Vögele von Ettenhoim, Landwehrm. Landwirt Emil Hang von Böhringen, Leo- pold Biccard von EaiAngen, Gren. Karl Friedrich Stadelhoser von Wollmatingen, Zimmermann Grube, Ritter des Eisernen Kreuzes, von Ueberlingen u. Gefr. Küfermeister Franz Neher von Meersburg. Kälte- und Wärmeperioden. ob . Karlsruhe, 1. Jan. Der bisherige Verlauf des zweiten Kriegswinters ist hinsichtlich der Wetterlage durch abwechselnde Kälte- und Wärmeperioden scharf charakterisiert. So konnte man während des letzten Novemberdrittels «ine Kälteperiode verzeichnen, die in Mitteleuropa durch ihre für den November ungewöhnlich empfindlichen Fröste auffallend war, indem beispielsweise in der Rheinebene die Temperaturen bis —Iß Grad Celsius verzeichnet wurde«. Ihr folgte vom 1. bis 12. Dezember eine Wärmeperiode, ebenfalls merkwürdig infolge der für Dezember abnorm hohen Tem- peraturen, die während ihrer Dauer verzeichnet wurden, wie bei- spielsweise 18 Grad Celsius über Null in der Rheinniederung. Die Tage vom 12 bis 21. Dezember standen wiederum im Zeichen aus- gesprochenen Winterwetters, das zwar in Süddeutschland nicht mehr so streng auftrat, wie im November, immerhin aber dem Norden und Osten Deutschlands sehr scharfe Fröste und ausgebreitete Schnee- fälle brachte. Diese Kälteperiode wurde in Süddeutschland am 21. oder 22., w Nord- und Ostdeutschland unmittelbar vor den Weih- nachtstagen durch eine neuerliche Periode milden, trüben und reg. Herrschen Wetters abgelöst, die bis z ».m Jahresschlüsse ihr Ende noch nicht gefunden hat. Der Eintritt der neuen Wärm«period« wurde bedingt durch eine sehr ttefe atlantische Depression, deren K«rn meistens über der Nord- see oder Großbritannien lag, während gleichzeittg hoher Druck den hohen Nordosten und Süden des Kontinents bedeckt«. Der Tiefdruck- wirbel verursacht« noch vor Weihnachten in Mitteleuropa einen rasch von Westen nach Osten und Norden sich fortpflanzenden Temperatur- anstieg, sowie bei stürmische« Südwestwinden ergiebige Regenfälle, welch letztere namentlich an deu Festtage« sehr verbreitet waren. In der Nordsee und tn England, Irland und Schottland rief der Sturm- wirbel einen gewaltigen Orkan hervor, wie man ihn seit Jahren nicht mehr beobachtet hatte. In Skandinavien zeitigte der Fortbe- stand des barometrischen Maximums in der Weihnachtswoche, wie im Laufe dieser Woche bei heiterem Wetter weitere strenge Kälte, die sich im nördlichen Schweden bis zu —53 Grad steigerte. Noch am Donnerstag, den 30. Dezember meldete Haparanda —24 Grad um 8 Uhr früh. Nachdem in Süddeutschland die Temperaturen am Dienstag Höchststände bis 15 Grad über Null erreicht hatten, stellte sich am Mittwoch leichte Abkühlung ein, die nur in Norddeutschland etwas erheblicher war; Donnerstag (30.) früh lagen die Tempera- turen immerhin noch zwischen 3 und 7 Grad über dem Gefrierpunkt, »»"arO»» war w Ojt d eu q chia vd wieder Frost eingetreten (Viemel In Belgien, Frankreich, Oesterrsich-Angarn, Gakizie», Pole» und Serbien herrschte in den letzten Tagen überall gleichmäßig mildes, meist trübes Wetter mit leichten, vereinzelten Regenfällen. In den deutschen Mittelgebirgen ist der Schnee bis auf die obersten Lagen gänzlich verschwunden; das Alpengebiet verzeichnet Föhn und Schnee- schmelze teilweise bis 1800 Meter aufwärts. Ans der Residenz. Karlsruhe, 3. Januar. $ Seme Königliche Hoheit der Großherzog empfing am Freitag den Präfidenten Dr. von Engelberg und den Geheimen Legationsrat Dr. Seyb zum Vortrag. — Infolge leichter Unpäßlichkeit nahmen die großherzoglichen Herrschasten weder am Schlußgottesdienst noch am Neujahrsgottesdienst in der Schloß- kirche teil. Grogherzogin Luise besuchte dagegen jeweils die genannten kirchlichen Feiern. Der übliche Reujahrsempfang beschränkte sich in diesem Jahr auf die nächste Umgebung, wo- hingegen stch m die im Schlosse aufliegende Gratulationsliste zahlreiche Personen aus allen Kreisen der Gesellschaft ein- trugen. däp Silvester und Neujahr verliefen auch diesmal wieder recht ruhig und der Würde der Kriegszeit angemessen. Die Schlußgottesdienste der verschiedenen Konfessionen an Silvester waren durchweg sehr stark besucht. All« Geistlichen nahmen bei dem üblichen Jahres- rückblick Bezug auf den Ernst der Zeit, wiesen mit innigem Dank an den Weltenlenker auf die herrlichen Waffenerfolge unseres todes- mutigen Heeres zu Wasser und zu Lande hin und gaben dem allge- meinen Wunsche auf einen baldigen, ehrenvollen Frieden Ausdruck. Als um IL Uhr der eherne Klang der Sirchenglocke« deu Uebertrttt ins neue Jahr verkündete, war es auf den Straßen fast ganz ruhig? nur selten hörte man ein Profit-Neujahr-Rufen und auch n»r ganz wenige Feuerwerkskörper wurden von denen abgebrannt, die nun «in- mal diesen Unfug nicht lassen können. Auch in den Wirtschaften, die ausnahmsweise bis 2 Uhr offen halte« dursten, ging es trotz Wein und Panisch verhältnismäßig «cht ruhig zu. Wohl waren die Fenster vieler Häuser hell erleuchtet und da und dort sah man auch etuen Weihnachtsbaum brennen, aber die sonst übliche Fröhlichkeit und Aus- gelassenheit herrschte fast nirgends? der Krieg lastet eben schwer auf allen; und selbst diejenigen, die nicht direkt durch ihn betroffen sind, haben den Schmerz und die Opfer ihrer Mitmenschen zu würdige«. So verlief auch der Reujahrstag selbst, der am Vormittag die Gläubigen in Scharen in di« Kirchen führt«, in verhältnismäßiger Ruhe. In der städtischen Festhalle trat nachmittags vor zahlreichem Publikum eine Reihe namhafter Operettenkräste aus Frankfurt, Berlin, Hanau usw. aus, die durchweg gutes boten und außerordentlich leb- haften Betfall fanden. Der konzertliche Teil wurde von unserer unter Meister Lieses taktsicheren Leitung stehenden Feuerwehr- und Bürger- kapeve durchgeführt und trug zu dem guten Gelingen der ganzen Ver« staltung viel bei. Auch am Sonntag fand die Kapelle unter Mit« Wirkung Meier hervorragender Cello- und Viokin-Solisten im gleichen Saale ein sehr dankbares Publikum. Ebenso wie die Festhalle waren auch die anderen Vergnügungslokale unserer Siadt, das Kolosseum, die Kwos usw., an beiden Feiertagen außerordentlich gut besucht. In den „Drei Linden" trat an beiden Tagen die Kapelle des Erlsatz- Bataillons Landwehr-Jnfanterie-Regiments Nr. 109 unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Musikdirektor Köninger auf: auch dieses Orchester fand beim Publikum die gebührende Würdigung. Das Wetter war am Neujahrstag leidlich gut, verschlechterte stch aber m der Nacht zum Sonntag wesentlich und brachte gestern zwischendurch Regen und Sturm, so daß es mtt dem Ansflugsverkehr nicht wert her war. Im Grohherzoglichen Hoftheater Hierselbst wurde zum Silvester- abend Hugo v. Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes": .Jedermann" aufgeführt, im Gegensatz zu dem sonst üblichen Jahresschluß au der HoMhue «tn« ernste, theatrakisthe Sil» . ff ,-y yf . iii m wlgl cku wjcerjetet, ort ein Aayiveuy orsmyves jww smro mtv nttt pettu cur* johann in der Titelrolle stimmungsvoll und unter großem Beifall ver- lief. — Am ersten Reujahrstag« brachte das Hoftheater Wagners Walküre" heraus, eine vortreffliche Wiedergabe mit der wunder- voll gesungenen Sieglinde Frau Lauer-Kottlars, der mtt ihr als machtvoll-dramatische Ergänzung wirkenden Brünnhklde der Frau Palm-Cordes, Fräulein Drmtifchs sehr guter Frida, dem prächtigen Wotan des Herrn Büttner, dem ansprechenden Siegmund des Herrn Schöffel und dem wirksamen Hunding des Herrn Hagedorn. Herr Hofkapellmeister Lorentz hatte die vorzügliche Leitung des mufikali- scheu Teils, nachdem bis zu seiner Ankunft Herr Hofkonzertmeister Deman schnell entschlossen und mtt Sicherheit den Taktstock führte. — Am zweiten Neujahrstage fand Redbals Operette „Polenblnt" mit ihrem Humor und ihrem Melodienreichtum das alte lach nnd bei- fallsftohc Publikum, das an Herrn Bussard als Boleslaw Baranski, Herrn Dapper als Zarembar, Herrn Müller als Popiel, Frau Müller- Reichel als Helene und Frau Obardy-Ter« als Tänzerin sein- Freude hatte. Ebenso führt« Herr Deman wie immer den musikalischen Part flott durch. -4- Ein neuer Roman beginnt in der heutigen Mittags- ausgäbe der „Badifchen Presse" zu erscheinen. Er betitelt sich „Der Slaue Anker" und stammt aus der Feder von Elfriede Schulz. Die spannende Erzählungskunst, mit welcher er geschrieben ist, fein Reichtum an fesselnden Szenen nnd feine ganze anziehende Schilderungsart werden ihm sicherlich unter unseren Lesern viele Freude erwecken. Bon Weil-Leopoldshöhe nach Berlin. Wie halbamtlich mit- geteilt wttd, verkehrt vom 1. Je ruar 1916 an in Zug v 11 ein durch- gehender Wagen 1. und 2. Klasse mm Weil-Leopoldshöhe über Hei- delberg—Frankfurt am Main—Erftrrt-Halle nach Berlin Anh. Bf. Rücklauf des Wagens in Zügen v 6/D86 von Berlin Anh. Bf. bis Weil—Leopoldshöhe. Ferner verkehrt vom gleichen Tage an in den Zügen D 1/33tz. II A3 sin Schlafwagen Werl—Leopoldshöhe—Berlin Anh. Bf., der in den Zügen D 204/D 2 von Berlin Anh. Bf. nach Weil—Leopoldshöhe zurückläuft. © lieber den Weihnachtsverkehr der Badischen Staatseise«- bahnen 1915 wird halbamtlich geschrieben: Der Fernverkehr war leb- hast. Der Ansflugsverkehr lag infolg« der sehr ungünstigen Wit- terung gänzlich darnieder: der Wintersportverkehr sohlte vollständig, weil auch auf den Bergen kein Schnee tag. Der Nahverkehr w« sehr lebhaft, was in der Hauptsache auf die Reisen der Militär- Urlauber zurückzuführen ist. Der Zugsverkehr wickelte sich im allge- meinen ohne Störungen glatt ab. Die durchgehenden Züge brachten von weiterher mehrfach größere Verspätungen, die sich aus den badi- schen Strecken teilweise unbedeutend kürzen ließen. Der Expreßgut- verbehr war lebhaft «ab stärker als in der Weihnachtszeit 1914. Ha. Milchabgabe durch Ver Mitt elung der StadtverwaMmg. von Mitte nächster Woche an beginnt die tägliche Lieferung einer grö- Heren Menge Milch aus der Schweiz durch Vermittlung der Stadt- Verwaltung. Die Ausschankstellen, bei welchen die Milch abgeholt werden kann, und der Tag, von welchem a« die Lieferung beginnt, werden noch bekannt gegeben werden. Die Milch wird in de« Au«, schankstellen nur gegen Ausweiskarten abgegeben. Die Ausweis- karten werden in der Geschäftsstelle des Hausfrauenbundes, Rathaus, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 17, an solche Personen ausgestellt, welche die ihnen nach dem bekannt gegebene« Verteilungsplan zukommende Menge Milch bisher anderweit nicht haben erhalten können. <= Fleischpreis-Erhöhuag. Wie hier, so find auch i» verschiedenen Städten des Landes die Preise für Kalbfleisch wieder «höht worden. Durchschnittlich stieg der Preis um 1« Pfg. auf ILO Mk. für das Pfund. G Die Einführung de« Butterkarte in Baden. Zu der Bundesrats- Verordnung vom 8. Dezember über den Verkehr mit Batter hat da« Mi- Nicerium des Inner« für da» Grohherzogtum Bade» Ausführuugs- bestimmungen erlassen, die am 1. Januar ISIS in Krast traten. Da- nach ist die Herstellung von Blätterteig verboten. Das Verbot gilt auch für private Haushaltungen. In Gastwirtschaften Schank- und Speise- wirtschaften und in Vereins- und Erfrischungsräumen darf Butter nach 9 Uhr vormittags nicht verabfolgt werden: auch ist dt« Berabfolgung von Brot mit Butterausstrich verbot». Die Städte mit mehr als 10 MO Einwohnern sind verpflichtet, den Berkehr und de» verbrauch von Butter in ihrem Bezirk zu regeln. Insbesondere haben sie zu be- stimmen, daß Butter gewerbsmäßig mir an Personen oder Unternehmer abgegeben werden darf, die sich im Besitz: von Butterkarten befinden. Si« haben für Butter, die über Höchstpreis verkaust wird, besondere Butterkarten auszugeben und die andere Butter vorzugsweise da min- derbemittelten Bevölkerung zuzuführen. Wetter wurde folgendes ver- ordnet: Landeszentralbehörde im Sinne der Bund:sratsvewrdnung ist das Ministerium des Innern. Höhere Verwaltungsbehörde ist der Landeskommissär. Zuständige Behörde ist das Bezirksamt. Kommunal- verbände im Sinne der Bundesratsverordnungen sind di« Amtsbezirke unter Ausschluß der Städte mit mehr als 10 000 Einwcchnern. A Im Kolosseum ist mit dem neuen Iah« wieder ein varietH- Ensemble eingekehrt. Ein an beiden Feiertagen völlig ausverkauft«! Haus bezeugte, daß di« Dttektion mit dieser Rückführung des Etabllsse- ments auf sein« eigentliche Bestimmung das richtige getroffen hat. Zwischendurch sieht man ja Bauerntheater-, Operetten« und Lustspiel- Ensembles ganz gerne, aber man freut stch dann doch immer wieder, wenn gute BarietMnstler fie ablösen. Die Zusammenstellung eine» vollwertigen Programms ist in der jetzigen Zeit de» fast völligen Man- gels ausländischer Kräfte schwer, das mag gerne zugegeben sein, doch muß dies die Direktion nur zu umso größeren Anstrengungen anspor- nen. D a ß es möglich ist, eine ganze Reihe guter Kräfte zu gewinnen, dies kann man an dem derzeitigen Programm sehen. Ein .Frühling», tw", bestehend au» drei jugendlich-hübschen Tänzerinnen, die auch ganz nett singe« und viel Frohsinn entwickeln, leitet es ansprechend ein. Dann folgen die i Gutwaldis. die Meister in der modernen Fangkunst sind und speziell mit ihren kunstvollen Keulenspielen das Publikum be- geistern. Kernig- Jodler und frischen Humor bringen Kathi und Paul Dampfer in ihrer komischen Alpenszene auf die Bühne. Singen, Zttherspielen und Schuhplattler Knnen dies« beiden fröhlichen Hütchen aus dem ff. und wenn auch manches an dieser Alpenszen« ein bischen derb anmutet, so muß man ihnen eben zu gut halten, daß eine Akm kein Salon ist und daß es dort ja auch ,.ka Sünd gibt-. Wer für tur- mische Glanzleistungen schwärmt, der wird an der Nummer der Ee-> brüder Klaas sein« helle Freude haben. Si« führe« an Stange und Leiter halsbrecherisch« Kunststücke mtt Eleganz und staunenswerter Leichtigkeit vor und ernten an Beifall wohl den Löwenanteil d» Abends. Mft gute» musikalischen Vorträgen der Gebr. Kaeth auf dem chromatischen Konzert -Akkordion schließt dan« der erste T«il des Pro» gramms passend ab. Im zweiten Teil führt zunächst em Künstler „De- mokritos", der sich szlbst den „lachenden Philosophen^ nennte hübsche Renhekken auf dem Gebiete der Schwarz-AZeiß-Schnellmalerei vor, die wohl mit zu dem besten gehören dürften, was hierin je geboten wurde. Darm folgt der bekannt« Humorist Chraß-Walden, der durchweg Schlager bringt und das Publikum reichlich eme^ Viertelstunde lang köstlich amü- fiert. Weiterhin sieht man noch vortreffliche elastische Vorführungen des Kautschukmenschen Alfons Geißler und zum Schlüsse die üblichen Ficht- spiele, dfe bei einem völlig neuen Programm des Interesses ebenfalls nicht entbehren. Alles in allem genommen also ein Programm, das an Reichhaltigkeit und Güte hinter früheren Programmen nicht zurück- steht und eines zahlreichen Besuches wohl wert ist. ■5 Arbeiterbildungsvereiu. Heute, Montag, abends 8% Uhr, spricht im Hause des Vereins, Wilhelmstraße 14, der Vorsitzes»? des Freiburger Arbeiterbildungsvereins, Herr Professor Dr. F. «utheim, über seine „Reise nach der Westfront", di« er als Deleg i erter des Roten Kreuzes unternommen hat. Der Vortrag ist von Lichtbildern begleitet. Der Besuch ist unentgeltlich. Gäste sind Willkomm««. § ZimmerbrSnde wurden am Silvesterabend in einem Hause der Durlacherstraß: und in einem Hause der Steinsttaße durch Kinder, welch« bengalische Streichhölzer abbrannten nnd die brennende« Hölzer durch die geöffneten Parterrefenster warfen, verursacht. In beiden Fällen konnte das Feuer alsbald wieder gelöscht werden, ohne daß erheblicher Schaden entstanden ist. Wasserstand des Rheins. JU6I, 3, Jan. morgens 6 Uhr 2,99 m (31. Dez. 3,07 m> Nlazau, 3. Jan. morgens 6 Uhr 4,51 m (31. Dez. 4,83 m) AkannSeim, 3. Jan. morgens 6 Uhr 3.95 m (31. Dez. 4,46 Vergnügnngs- und Vereins-Anzeiger« (Das Nähere bittet man aus dem Inseratenteil zu ersehen.) Montag, den 3. Januar Arbeiterbildungsoerein. 8V? Uhr Vortrag. Wilhelmstr. 14. Kolosseum. 8 Uhr VoKellung. .UnsspS Manne" Besle Ci^arefie TPLDTFREI & -MMN 5MATZI AKTIENGESELLSCHAFT DRESDEN-A. Nr» 1 ♦ Mittagblatt. Montag, 3. Zammr 1916. Dadifche Presse. Seite S. Carl Sdiäpf ?= Marktplatz vom 3. bis 20. Januar. Der Inventur-Ausverkauf bietet allen Kreisen, denen eine Ersparnis willkommen ist, dieses Jahr ganz besonders wertvolle Gelegenheit, ihre jetzigen und nächsten Bedürfnisse für Bekleidung u. Einrichtung recht vorteilhaft einzukaufen. Auch in manchen Artikeln der Textil- branche gehen die Vorräte zusammen, und die Forderungen der Fabrikanten für Stoffe sowohl wie für fertige Kleidungsstücke sind recht hoch. Dank meiner frühzeitigen grossen Einkäufe kann von einem Mangel in meinen Lägern keine Rede sein, meine Vorräte in fast allen von mir geführten Artikeln sind vielmehr noch recht ansehnlich und die Preise in keinem Verhältnis zur heutigen Marktlage. In fertiger Damen- und Rinto-Kiettung m im Preis weit herabgesetzt: Jackenkleider in farbig und schwarz Taillenkleider, hell und dunkel, für Strasse und Gesellschaft Kleiderröcke in blauen, schwarzen und gemusterten Stoffen BlUSen in Wolle und Seide, farbig und schwarz Wmtermantel, "/« and ganz 1-m», in smfarb. and gemusterten Stoffen Sportjacken in vielen neuen Farben Astrachan=Mäntel, und ganz lang Sammet« und Plüsch-Jacken Morgenröcke, Morgenjacken m wie n . Baumwo*e Unterrocke in Moird, Tuch, Seide schwarz und farbig Kinder- und Mäddien=Mäntel Kinder- und Mädchen-Kleider Knaben-Anzüge und -Mäntel Damen-Wäsche, Schurzen etc. etc. In der Stoffabteilung: M im Preis weit ermässigt: Gemusterte Kleider- und Blusenstoffe Sammet" und Seidenstoffe Waschstoffe, Bettbezugstoffe Gardinen, Decken, Vorlagen Tischtücher, Servietten, Teegedecke etc. etc. Alle nicht besonders im Preis herabgesetzten Waren während des Ausverkaufes mit fo '0 Jeder Besuch, besonders auch von auswärtigen Kunden, wird sich lohnen. Carl Schöpf, Kaufhaus für Damen- und Kinder-Kleidung, Manufaktur- u. Modewaren, Aussteuer-Artikel. Vereis ehemaliger hl ~ inz-Karl-ZraW Karlsruhe. Mittwoch abend 8*/ 5 Ndr: ümfammttnftutfi im Vereinslokal „Zur alten Linde Strfet 16. Wegen wichtigen Be- Ichlusses wird um zahlreiches Er^ icheinen gebeten. Der Borstand Kratts Pension empfiehlt einen mit bürgl. Mittag- sU?enbtifdi. 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Kochkurse für junge Mädchen betr. Der Badische Frauenverein (Unterabteilung Mädcheiisürsorg«^ hat mit Unterstützung der Stadtgemeinde im 1. Stock des Hauses Kriegs- ' e 122 eine Kochschnle eingerichtet, in welcher hier wohnhafte Mab- im Alter von 17, mindestens ober 10 Jahren, mit geringem osten aufwand eine gute Ausbildung in Kochen und Hauswirtschast erhalten, die fie zur Uebernahme einer Dienststelle als Kochin befähigt. Jährlich werden 8 Kurse von 4 Monaten Dimer, »nd zwar für je 12 Schülerinnen veranstaltet. Die Teilnehmerinnen haben lediglich den Betrag von 40 Jl für den KurS in 4 Teilbeträgen von je 10 Jl als Entgelt für ihr Mittagessen zu entrichten. Für unbemittelt« Mädchen, welche an den Kursen teilnehmen wollen, können aus An- suchen von der Stadtverwaltung Beitrage ans WohItätigkeitSmittein znr Verfügung gestellt werden. Der achte KnrS wird am 1. Februar lfllfi eröffnet. Anmeldungen zur Teilnahme an diesem KurS werden in der Zeit ~ " «war 1916 beim Sekretariat des Volks- reuzstratze Nr. 13, 8. Stock. Zimmer^ vom 27. Dezember 1915 bis 8. Januar 1916 beim Sekretariat des Bolls- schnl-Rektorats (Hebelschnle, Kreuzstraße Nr. 13, 8. Stock, Zinn, Nr. 2?) während der üblichen Geschäftsstunden entgegengenommen. Karlsruhe, den 22. Dezember W1S. Der Stadtrat. 10047 MM t- IL Zirkel 22. Tages- «nd Abendfachknrfe. An der städtischen Handelsschule, Zirkel 22, beginnen am 7. Ja« nuar 191« nachstehende Kurse für freiwillig« Teilnehmer »nd nehmerinnen: 1. Bnchhaltung: f-üt Anfänger: Einführung in die amerÄanHche «nd deutsch-doppelte Buchhaltung; f 1 *-* Fo r t a e schritten«: Geschäftseröffnungen und Abschlüsse: Fabriibuchhaltung einer Aktiengesellschaft. 5. Kaufmänmsches Rechnen : Prozent-, ZinS-, Diskont- »nd Kontokorrent-Rechnen. 6, Handelsbetriebslehr»: Die Grnndzüge des Handels-, Wech- sei» »nd Scheckrechts. 4. Schönschreiben und Rechtschreibeu. ki. Stenographie: Systeme Gabelsb..„ S chrey? Abteilungen für Anfänger und Fortgeschrittene. 6. Maschinenschreiben für Anfänger und Fortgeschrittene. Der Unterricht findet in den Abendfachkursen in der Zeit von S—10 Uhr abends statt. Knrsdaner: 7. Januar bis 8. April 1916. Die Gebühr beträgt m den wöchentlich Mündigen Kurs tein Unterrichtsfach» 10 Jl und ,st >ei der Anmeldung oder am 1. Unterrichtstage zn entrichten. Rückvergütungen werden nicht gewährt. Auf Wu:nch werden am Schluß der Kurse über Besuch und Leistungen Zeugnisse erteilt. Anmeldungen werden täglich in der Zeit von 8—12 u. 2—6 Uhr nachmittags, außerdem am 4. u. 6. Januar 19-16 abends zwischen 6 u. 'Iz9 Uhr auf dem Geschäftszimmer der Handelsschule, Zirkel 22, entgegengenommen. Daselbst wird auch jederzeit Auskunft über die Kurse erteilt. 16008.8.8 Karlsruhe, im Dezember 18*6. Das Rektorat. erger und Sto lze- W aldstraße. Nur bis Dienstag: Die erste Nenheit der weltberühmten Die Tochter der Landstraße. Mimisches Schauspiel in 3 Akten von Urban Qad. Auf den Spreu des Orientalen. Lustspiel in 2 Akten- Solilä,£rlg. Br/intigam Komödie in einem Akt. J6277 'X'Oliay Jol. Naturaufnahme. L Messterwoolie. Akt«en. Kette 6. Dadische Ureffe. Mittagblatt, «otrteß, de« S. Januar 1M8. Ux. 1 | Enorme | | Preis- | | Ermäßigungen | itiiiiiiiitimtiüiF In fast allen Abteilungen sind zurückgesetzte Waren ausgelegt. in 35. Gruppe I II IV 45.- V 55. Talllenkleider, schwarz und farbig. Wolle und Seide 18.— 25- - 32- I * UI ■ 1 — KOStÜfflrÖCke, Wolle u Alpacca ....... 6.50 Voile Ii > Wolle . . . 12.— Blusen, schwarz, weiss und farbig, Wolle und Seide 4.50 7.50 MMWIIWWilMWWWWWWUWMIWIM«^ V Eine grössere Anzahl f>«! 15°/ 1 Seidenstoffe Geschwister . 0 I Blosenseide " nd 1.2« Reinseidene Btasensehotten 3.45 2.95 t.75 läH^Süid. KPCpp tOO-ctnbreit, Meter 1.9 <) Kleider- n.Blosenseide ***££ 2.95 Blasen -Was^seide 60 ^45 lMzdtmet' vskdssmmel m . 2.95 2.75 MMMDM m r v ( k • worden z« höchsten Preisen « in- gekauft. IVciiituvuh, KronenHr, -"i:.'. Spanische Orangen sehr süfz. pro Dutzend von 1 M an (Zitronen, - . 105 , Tafeläpfel bittest <339567.3.2 Süddeutsche Obstgesellschast Kaiserstr. S4, neb. Hotel Erbprinz. Theater- Kostüme lzu Wohltätigkeits-Aufführungen), Frack und Gehrock verleiht B3918L.3.2 l'hil. Hirsch, C teinstraste L. Leere Säcke aller Art kauft zu höchst. Preisen 14188» Plachzinski, Durlacherstraße 50. Statt Karten. B38590 m 6. Emilie Knab Helmuth Schmidt Verlobte. Karlsrahe . % »o«teo.eo.eoe Nahtlos geschweißte aus bestem Siem.-Mart.-Stahlblech, im Vollbad verzinkt, liefert in sauberster Ausführung 5266a.l2.4 Otto Wehrte, NgMncnksdkill u. taefsdimiefle, Emmendingen. 1 SchlsWmer gebraucht, «ußbaum poliert: zwei Bettstellen. £ Röste. 2 dreiteil. Wolluiatr., 2 Polster, S Naciit- tische, 1 Waschkommode. 1 Svie- qelschrank. I Sandtuchständer, wird für SSV Mark abgegeben. Kahn.Walditr.22tMl-klh««i). Möbel z» oerfiatifett. Ein vollständiges Bett mit hohem Haupt, 1 Waschkommode m. 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Schiffsräumen und dergleichen lagern, find vom Verfügungsberechtigten anzugeben, wenn er die Vor- räte unter eigenem Verschlusse hat — andernfalls vom Verwalter der Lagerräume. Vorräte, die sich mit Beginne de? 8. Januar 1916 unterwegs Hefinden. find von dem Empfänger unverzüglich noch dem Empfang an- Die Anzeigepfkicht erstreck! stch nicht anft a) Vorrate von Kaffee und Tee,oie zum V er b r nnch im Hanshalt bestimmt sind nnd bei Kaffee 10 Kilogratnm, 2,6 Kilogramm nicht übersteigen. Halbfertige Kakaoerzengniffe, gebrauchsfertiges Sakmwuwer. Haferkakao, Milchkakao und dgl. sowie Schokolade, e) Vorräte, die im Eigentume des Reichs, eines Bundesstaats oder Elsaß-Lothringens einer HeereS- oder der Marineverwaltimg oder der Zentral-Einkanfs-Gesellschaft in Berlin stehen. Zur Anzeige ist der vorgeschriebene Anzeigevvrdrnck zn benutzen. Die Vordrucke find vom 3. Januar an auf allen Polizeiwachen, beim Rathaus-Pförtner. sowie beim städtischen Statistischen Amt. Zähnnger- straße 98, erhältlich. Bei einer dieser Stellen sind sie ausgefüllt — eine Anweisung befindet sich auf federn. Anzeigevordrnck — spätestens am k. Januar 191k wieder abzugeben. Wer die vorgeschriebene Anzeige nicht erstattet oder unrichtige oder unvollständige (dazu gehören auch Anzeigen ohne Unterschrift) An; ' macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit ©eQ>, bis zu fünfzehntausend Mark bestrafte auch können im Urteil Vorräte, die bei der Bestandsaufnahme verschwiegen worden ßnd. für dem Staate verfallen erklärt werden. SS Karlsruhe, den 30. Dezember ISth. Das Bürgermeisteramt. 3«ug«naufruf! Am 26. Oktober 1915, abends zwischen 7 und 8 Uhr. stürzte eine Frau von der elektrischen Straßenbahn zwischen Haupt- und Albtalbahnhof kurz vor Letzterem ab. Personen, die Zeugen dieses Anfalls waren, insbesondere eine Frau, die mit in der Straßenbahn sah. werden gebeten, ihre Adresse und nähere Angabe« dem Unterzeichneten mit- zuteilen. 94 Rechtsanwalt Marum, Kaiserstrahe 86. Mein Grosser Inventur-Verkauf heute beginnend, b/ietet außerordentlich groBe Vorteile. Die Preise auf sämtliche Artikel, wie Kinderwagen Klappwagen sind durchweg bis zn Leiterwagen Kuhestühlc Kindermöbel Bohrmöbel Blumentische Korbwaren 207« ermäßigt. Außerdem gewähre ich noch einen 90 °>» Dieser Inventurverkauf bietet äußerst günstige Kaufgelegenheit und sollte deshalb von niemand versäumt werden. Extra-Rabatt von 10 oder doppelte Rabattmarken. J. Heß, Kaiserstraße 123. kh habe meine Praxis wieder aufgenommen MeAsRat Dr. L Müller Redtenbacherftraße 8 p. Sprechst %A es Telephon M9SL Palast- Theater Herrenstrajje H. Nur noch heute und morgen: [Der Mann von! der Heide. Drama m 3 Akten. jgiumHwnmwHiinBiwmwtnnt iiHi wnii Der Graf voni Gleichen. 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