ffrscheilll Kgssch 2 6?xedition: Strlei- und Lammstraf! e-Ecke nächst Kaiserstr. u. WatUbla'-. Brief- od.Telegr.-Adresse laut« nicht auf Namen, sondern: »Badische Presse". Karlsruhe vezugspreis in Karlsruhe: Im Verlage abgeholt 67 Vfg. und in den Zweigexpeditionen abgeholt 72 Pfg. monatlich. Frei ins HauS geliefert: vierteljährlich Mr. Ü.40, Auswärts: bei Abholung am Postscdalter Mk. S—. Durch den Briefträger täglich 2mal in» Haus gebr. Mk.S.?S. MMtW-Arrsgewe. "HM VerdrKlMe Zeilmiy VasseK. 8seitige Rummern Größere Nummern 5 Pfg. 10 Pfg. Anzeige«: 'Sie Kolonel?eile ÄS Pfa.. die Jtetlcuiegcik" 70 Psg„ Reklamen an I. Stelle 1 Mk. P .Zeile >>ei Wiederholungen weissester Rabatt, "r bel Nichteinhaltung des Zieles, bei sichtlichen Betreibungen und bei Konkursen außer Kraft tritt Mische Messt. General-Anzeiger Her Residenzstadt Karlsruhe und» des Grohherzogtmns Baden. 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Berliner Bureau: Berti» V 10- $efamf' JlttfCage: 4S9V0 ferapL je 2 mal wochentags, gedruckt auf drei ZwillingZ-Notatioa»« Maschinen neuesten Syst««« In Karlsruhe und nächste Umgebung allein über S7SOO Abonnenten. Nr. 25. Telefon: Expedition Nr. 86. Karlsruhe, Montag den 17. Jannar 1916. Telefon: Redaktion Nr. 309. vom Krieg. 32. Jahrgang. G-- Äöll! westlichen SriegssljWplatz, MTB. Kroges Hauptquartier, lk. Jan., vorm. Amtlich. Ein feindlicher Monitor feuerte wirkungslos in die Gegend von W e st e n d e. Die Engländer schaffen in das Stadtinnere von Lille; bisher ist nur Sachschaden durch Brand festgestellt. Än der Front stellenweise lebhafte Fcuerkämpfe und Sprengtätigkeit. Oberste Heeresleitung. Franzökscher Bericht. W.T.B. Paris, 16. San. (Nicht amtlich). Amtlicher Bericht vom Samstag abend: Einige ziemlich lehbaste Artilleriekämpfe er- eigneten sich in der Champagne, in den Argonne» und im Woiwre. Sonst ist von di-r Gesamtheit der Front kein wichtiges Ereignis zu melden. Englische Berichte. W .T .B. London, 15. Jan. (Bericht aus dem britischen Hauptquartier.) Wir beschossen die feiirvlichen Laufgräben bei Givenchy heftig und fügten den Berschanzungen schweren Schaden zu. Bei Kommet und Hügel 60 beiderseitige Artillerietätigkeit. ' W.T.B. London. 16. Jan. (Nicht amtlich). Amtlicher Bericht ans dem westlichen Hauptquartier. An der ganzen Front die gewöhnliche Artillerietätigkeit. $91 östlichen KrieMlluM. WTB. Erohes Hauptquartier, 16. Jan., vorm. Amtlich. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberste Heeresleitung. Oesterreichische Berichte. WTB. Wien, 15. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Januar 1916. Die Neujahrsschlacht in Ostgalizie« und an der bessaradi- schen Grenze dauert fort. Wieder war der Raum von Topo- routz und östlich von Rarancze der Schauplatz eines erbitterte« Ringens, das alle früheren auf diesem Schlachtfelde sich ab- spielenden Kämpfe an Heftigkeit übertraf. Biermal, an ein- zelnen Stellen sechsmal führte der zähe Gegner gestern seine zwölf bis vierzehn Glieder tiefen Angriffskolonnen gegen die hech umstrittenen Stellungen vor. Immer wieder wurde er, nicht selten im Nahkampf mit dem Bajonett, zurückgeworfen. Für die Verluste des Feindes gibt die Tatsache, daß im Ge- fechtsraume einer österreichisch-ungarischen Brigade über tau- send russische Leichen gezählt wurden, einen Maßstab. Zwei russische Offiziere und 240 Mann wurden gefangen genommen. Die braven Verteidiger haben alle ihre Stellungen behauptet, die Russen nirgends auch nur einen F«b breit Raum gewonnen. An der Strypa und in Wolhyuie« keine besonderen Er- eignisse. Am Kormyn wies Wiener Landwehr einen über- legenen rusfischen Vorstoh ab. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. WTB. Wie«, IL. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird ver- lantbart, IS. Januar 1918: Die neuerlichen schweren Riederlagen, die die Russen an ihrem Neujahrstage an der bessarabischen Grenze erlitten haben, führten gestern wieder zu einer Kampfpause, die zeit- weise durch GeschL.'uer wechselnder Stärke unterbrochen wurde. Südlich von K.rpilowka in Wolhynien überfiel ein Streifkvmmando eine russische Vorstellung und rieb deren Be- satzung auf. Sonst keine besonderen Ereignisse. De? Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant. Aus Bessarabien. — Berlin. 17. Jan. Wie der „Voss. Ztg." aus dem Kriegs- presseguartier gemeldet wird, kamen in Bessarabien die An- greif« nicht um einen Schritt weiter. Ihre Gesamtver- luste seit Weihnachten beziffern sich auf 70000 M a nft. Der Balkankrieg. Kalkan-Kriegsfchauplatz. B. «lofce« Hauptquartier. 16. Jon., vorm. «»tlich. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Oberst« Heere^eitung. Oesterreichische Berichte. WTB. Wien, 15. Zan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird verlautbart. 15. Januar 191V. Den geschlagenen Feind verfolgend, haben gestern unsere Streitkräfte mit ihrem Südflügel Spizza besetzt. In Cetinje wurden 154 Geschütze verschiedenen Kalibers, 1OÜ00 Gewehre, zehn Maschinengewehre und viel Muni- tion und Kriegsmaterial erbeutet. Die Zahl der bei den Kämpfen um das Loween-Gebiet erbeuteten Geschütze erhöht sich auf 45. Die Zahl der gestern eingebrachten Gefangenen beträgt 309. Südlich von Berane, wo der Gegner noch zähen Widerstand leistet, erstürmten unsere Bataillone die Schanzen auf der Höhe von Gradina. I Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: ». Höfer, Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, 1k. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird ver- lautbart, 16. Januar 1916: Nördlich vom Grahovo sind Berfolgungskämpse im Gange. Unseren Truppen sielen in diesem Räume 2 5 0 Montenegriner und ein gefülltes Munitionsmagazin in die Hand. Die Zahl der in den letzten Tagen bei Berane eingebrachten Gefangenen übersteigt fünfhundert. Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Zur Fage in Serbien. Di e serbische Regierung in Brindisi. WTB. Rom, 16. Jan. Die „Agenzia Stefani" meldet, daß die serbische Regierung, etwa 4V Personen, sowie die bei König Peter beglaubigten Vertreter der alliierten Mächte in Brindisi eingetroffen sind. Aus Montenegro. Die montenegrinischen Archive. TU. Haag, 15. Jan. Nach einer Meldung aus Brindisi sind italienische Torpedoboote ausgelaufen, um die monte- negrinischen Archive abzuholen. , Montenegro kämpft weiter. WTB. Rom, 16. Jan. .(Nicht amtlich.) Die „Tribuna" erfährt aus zuverlässiger serbisch-montenegrinischer Quelle, dah die Gerüchte, nach denen nach der Eroberung des Lowcen-Berges Montenegro in der Meinung, daß jede Hoffnung auf eine weitere wirksame Berteidi- gung künftig eitel sei, einen Sondersrieden oder zum wenigsten einen Waffenstillstand schließen wolle, jeder Begründung entbehre. König und Volk von Montenegro würden fortfahren, bis zum letzten Mann und bis zur letzten Patrone zu kämpfen. — Berlin, 17. Jan. Nach verschiedenen Morgenblättern steht die Offensive in Montenegro im Zeichen günstigen Fort- schreite«?. Wie dem „Berliner Lokalanzeiger" aus Lugano gemeldet wird, hält die ernste Lage in Montenegro alles Interesse der leitenden Kreise in Rom fest. > Die Ereignisse in Griechenland. W.T.V. Athen, 17. Zan. (Nichtamtlich.) Meldung der Agence Haoas. Die Kammer wird ihre Arbeiten am Montag den 2 4. Januar 1816 wieder aufnehmen. Man weiß noch nicht, ob der König der Eröffnung der Session persönlich beiwohnen wird. Es sei sicher, daß Unterrichtsminister Michelidakis alleiniger Kandidat sür die Präsidentschaft der Kammer sein wird. Wie einige Blätter melden, soll demnächst der B e l a g e r u n g s z u st a » d erklärt werden. Zusammenkunst zwischen König Konstantin und König Peter? TU. Lugano, 15. Jann. Italienische Blätter bringen die von anderer Seite noch unbestätigte Pariser Privatmeldung, dah eine Zusammenkunft König Peters mit König Konstantin in Athen stattgefunden haben soll. (Tgl. Rdsch.) König Peter reist nach Korsu. TU. Kristiania, 16. Jan. König Peter reist heute nach Korfu ab. Ein Torpedoboot ist ihm von der griechischen Re- gierung zur Verfügung gestellt werden. Wahrscheinlich wird auch der zweite Sohn des» Königs, Prinzregent Alexander, und die serbische Regierung sich norlänsig in Korsu ansiedeln. W.T.B Athen, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. König Peter ist heute an Bord eines französischen Kriegsschiffes abgereist. Er begab sich mit der Bahn nach Edipsos, wo er heute abend eintrifft. Zur Besetzung von Korsu. W.T.B. Pari», H;. Jan. (Nicht amtlich.) Die ,.Ag «nre Havas" verbreitet folgende Mitteilung über die Landung der französischen mif £ io«fn, die den Auftrag hatte,-., alles ftir die Ankunft der serdisK«! Deuppen »srzub?r»?te«. ,Zas Unternehmen wurde in einer Ordnung und Zuverliisfigkei, aufgeführt, die seinen Führern die größte Ehre machte. Am II. I«; nuar um 1 Uhr morgens verständigte der frvn-zöfische Konsul die griechischen Behörden auf der Insel, die sich mit einem mündliche» «nfc rein formellen Protest begnügten. „Wie man weiß, handelte es sich keineswegs u» tau, wenn auch zeitweilige Besetzung, sondern einfach um eine Nutzbarmachung (!)» Um 2 Uhr kam unser Geschwader an. Ter französische Konsul wartete ans dem Kai mit Führern und Automobilen. Eine Stunde später wurde mit der Ausschiffung begonnen. Die erste gelandete Abteilung besetzte das Telegraphengebäude. Gleichzeitig schritt man zur ver- hastung zweier österreichischer Agenten, die von unserem Konsul angegeben worden waren. Einer von ihnen war das Haupt der deutschen Spionage (?). Unterdessen wurde die Ausschiffung der Pferde und des Materials beendet. Um 11 Uhr vormittags war alles z» Ende. Unsere Panzerkreuzer, unter deren Schutz die Landung vor fich ge- gangen war. machten klar zur Abfahrt. Am Abend waren die srml- zösischen Soldaten in den Kasernen der neuen Forts untergebracht. WTB. Atheu, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Die ^Times" meldet von hier, daß der österreichisch-ungarische Generalkonsul auf Korfu verhaftet worden ist. Ei« »euer Gewaltakt der E»te«te. W.T.B. Sofia, 16. Jan. Die Nachricht von der Tn»ppe>ckinam»> der Entente in Phaleron, dem bekannten Seebad am Pirüus nahe bei Athen), kam den hiesigen eingeweihten Kreisen nicht überraschend, da man bereits seit einigen Tagen wußte, mit welchen Absichten fich die Entente trug. Ein Beweis ist der Artikel des offiziösen „Echo de Bulgaro", der vor dem Bekanntwerden des Ereignisses geschrieben wurde und der auf den bevorstehenden neuen Gewaltakt der Entente hinweist. (Ueber eine Landung in Phaleron liegen anderweitige Mel düngen bisher nicht vor.) W.T.V. Sofia, 16. Jan. Die in Phaleron gelandeten Entent»- trappen haben sich, nachdem sie einige Dvrchsuchungeu vorgenomm« hatten, wieder eingeschifft. Der Bieroerband im Aegäischeu Meer. — Bon der italienische« Gre«ze, 15. Ja«. Italienischen Berichten zufolge hat der Bierverband im Aegäischen Meer als Truppen stützpunkte festgesetzt Lemnos, Salonik. Embn», Tenedos und Korfu. Die Operationsbasis soll noch erweitert werden. Auf dem Berg Athos sollen russische Offiziere ange- kommen sein, gegen deren Anwesenheit die griechische Regie- rnng Einspruch erHoden habe. (Köln. Z.) Die Vorgänge in und nn? Saloniki, — Paris, 15. Jan. Dem „Petit Parisien" wird ans Sa- loniki gemeldet: Die Säuberung Salonikis wird fortgesetzt. Weitere Personen, darunter zwei Fraueu, wurden unter der Beschuldigung, dah sie Spionage getrieben, Waffen versteckt und dem Feinde Nachrichten über Truppenbewegungen ge» geben hätten, auf die Schiffe gebracht. Zahlreiche sehr int«, essante Papiere wurden beschlagnahmt. Die Straße Saloniki — Gewheli im Besitz der Entente. TU. Konstantinopel, 15. Jan. Die Striche Saloniki— Gewgheli ist jetzt vollständig im Besitz der Entente. Die Grit» chen haben ihr Fahrpersonal und ihr rollendes Material nach Monastir zurückgenommen. (Lok.-Anz.) Die „einigen" Brüder von S a l o n i ki. — Wien, 17. Jan. Das „Neue Wiener Journal" meldet laut „Verl. Lok.-Anz.": Aus Saloniki trafen an hiesige« maßgebenden Stellen verläßliche Nachrichten ein über große Meinungsverschiedenheiten zwischen E n g l ä «- d e r n und Franzosen. Ein höherer französischer Offizier in Saloniki sprach offen von der Unmöglichkeit eines ge- meinsamen Zusanimenarbeitens mit den Engländern. Der Bahnhof von Kilindir. WTB. Saloniki, 16. Jan. (Nichtamtlich.) Die „Agencc Havas" meldet von hier: Gestern sprengte eine Truppenab- teilung der Alliierten mit Dynamit den Bahnhof von Kilin- dir in die Lufti gleichzeitig zerstörte sie die Gleise auf eine weite Strecke. WTB. Sofia, 16. Jan. (Nichtamtlich.) „Kambana" mel- det' Deutsche Flugzeuge bombardierten den Bahnhof von Ki- lindir, der von Franzosen besetzt worden ist. Ein Benzindepot ist verbrannt. Zwei französische Flugzet'ge wur- den im Lnftkampf vernichtet. Die deutschen F!ue, zeuge kehrten wohlbehalten um. ^)as Die Türkei im Arieg. Die Kämpfe im Kaukasus. WTB. Konstantinopel, 15. Jan. (Nicht amtlich.) Hauptquartier meldet von der Kaukasusfront: In der Nacht zum 16, Januar begann der Feind zunächst mit geringen Kräften Ueberfiill« gegen die linke Zicinle unseres Zentrums: die Versuche wurden abgeschlagen. Der Keind ging vom 11. Januar ab mit nenen Verstärkungen zu viiica' meinen Offensive auf einer Front von über 150 ÄBsMstcr zwischen dem Karataghberg südlich des Arasflusies und Jchhan, südlich Milo, vor. Die Kämpfe, die sich dort seit nahezu fünf 3*rl!e " Tagen in . u für uns einen günstigen B fauf, öan£ der unvergleichlichen Tapferkeit unse- rer Soldaten die fast in allen Abschnitten zum Gegenangriff übergehen. Am 13. Januar führten zwei ruffische Angriffe bei Kam- dagh südlich Kegig zu einer vollkommenen Niederlage des Feindes. Im Verlaufe des letzten Kampfes warfen sich unsere Offiziere mit dem Revolver in der Faust und die Grenadiere mit Hochrufen ans den Sultan unter den Klängen der Ratio- nalhumnc auf die feindlichen Truppen und zwangen sie zur regellosen Flucht. Die in diesem Abschnitt gemachten russi« schen Gefangenen erklären, das; in den viertägigen Kämpfen jedes ihrer Regimenter zum mindesten 800 Tote hatte. Zur Lage in Persien. W.T .V. Kvnstautinopel, 16. Jan. (Sticht arntl.) Zuverlässigen Nachrichten aus Persien zufolge, hat der durch seine patriotische Anhänglichkeit bekannte Generalgonverncur von iiuriftan, Nisira es Saltaneh, den Befehl über die gegen die Russen und Engländer kämpfenden persischen nationalen Streit- kräfte übernommen. Er hat England und R u h l a n d den Krieg erklärt und die Feindseligkeiten eröffnet. WTB. Konstantinopel, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Ein Telegramm von der persischen Grenze berichtet über einen Kampf zwischen durch Freiwillige verstärkten persischen Gen- darmen und Russen bei Rimmiimaa (?) auf der Straße Teheran—Kaswin. Die Russen hatten große Verluste; die persischen Verluste sind relativ gering. Die Russen gehen in ihrer Wildheit so weit, persische Leichname zu verstümmeln. Ereignisse zur See. WTB. London, 1ö. Jan. „Lloyds" meldet: Der hollän- bische Dampfer ,,Maashauen", der im Kanal aufgegeben wurde, nachdem er auf eine Mine gestoßen war, geriet bei Calais auf den Strand und brach in zwei Teile. WTV. London, IL. Jan. (Nicht amtlich.) „Lloyds" melden: Der britische Dampfer „Coqnet" (4390 Brntto-Tonncn) ist gesunken. „Ruhmestat" der französischen Flotte. W.T.B. Wien, 36. Jan. (Nicht amtlich.) Die „Agenzia Stefani" meldete am 14. Januar: Am 13. Januar torpediert« und versenkte das französische unseren Seestreitkräften beige- gebene Unterseeboot „Foucault" in unserem Adriatischen Meere ein österreichisch-ungarisches Kundschafterschiff vom Typ ,,No» vara". — Da die österreichisch-ungarische Flotte glücklicherweise in der Lage ist, kein Schiff zu vermissen, muß angenommen wer- den, das „Foncauli" sich geirrt und ein Schiff der Alli- teste ii versenkt hat. Deutschland und der Arieg. Der Kaiser wiederhergestellt. W.T.V. Berlin, 16. Jan. (Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser hat sich nach völliger Wiederherstellung seiner Gesund- heit heute nachmittag auf den Kriegsschauplatz begeben. Der Kaiser beini Reichskanzler. W.T.B. Verlin, 15. Jan. (Nicht amtlich.) Der Kaiser hatte sich beim Reichskanzler zum Frühstück angesagt. Hierzu erhielten Einladungen: Gcneralgouverneur von Belgien, Generaloberst v. Bissing, Generalgouverneur von Warschau, General v. Viseler, Vizepräsident des Staatsmini- steriums, Staatsminister Delbrück, Staatssekretär des Auswar- tigen Amtes, Etaatsminister Jagow, Präsident des Herren- Herrenhauses, Graf Arnim-Boitzenburg, Präsident des Abge- ordentenhauses, Graf Schwerin-Loewitz, Präsident des Reichs- bankdirektoriums, v. Havenstein, Unterstaatssekretär in der Reichskanzlei, Wahnschaffe, Verwaltungschef beim Generalgou- vernemenk in Warschau, Dr. v. Kries, Dr. Krupp von Bohlen und Halbach, die diensttuenden Flügeladjutanten Major Graf Moltke und Major von Hirfchfcld. Sonstige Meldungen. W.T.B. Kiel, 15. Jan. (Nicht amtli.) Vizeadmiral Rich. Eckermann ist hier gestorben. Er war im Jahre 1902 Kom- Mandant des Kanonenbootes „Panther", das den haitanischen Kreuzer „Grete a Pierrot" vernichtete. England und der Rrieg. , W.T.B. London, 10. Jan. (Nicht amtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus. General Smith Dorrien, der den Ober- GroHtz. KoftheKtsr zn Karlsruhe. Erster historischer Lu st spielabend (152g—17VK). — Karlsruhe, 17. Jan. Zu den unvergeßlichen Erinnerungen an die Aera Bürklin unserer Hofbühne zählen die historischen Thea- terabende, an denen im Schauspiel Dr. Kilian, in der Oper Felix Mottl uns die Entwickelung der dramatischen und musikalischen Kunst vor Augen führten. Mit besonderem Dank ist es darum zu begrüßen, daß auch die Aera Bassermann, zunächst im deutschen Lust- spiel *hren historischen Zyklus dem Spielplan einfügt und damit, ob auch . völlig selbstständiger künstlerischer Anordnung und ZusaM- menseijung, an alte, schöne Vorbilder anknüpft. Das; dieser Spazier-- gang dun' 1 die Literatur unserer Altvorderen, der dem Publikum ven Blick in rernabliegende Zeiten, Sitten und liieschmocksrichtungen gleich wie in fernverdämmernde heitere Kefilde freigab, mit all seinem Kunterbunt, seinem harmlosen Witz und seinem satten Hu- mor — trotz einer mit unterlaufenden lauten Erobschlüchtigkeit den Herzen wohltat, das zeigte die fröhliche Stimmung des Hauses und der lebhaste Beifall, de den ganzen Abend immer aufs neulich einstellte. Es war ein gar gemächliches Wandern, das uns durch das IG. und 17. Jahrhundert führte und in jedem gleich an zwei Stationen, zu Mitte und zu Ende des Säkulums, zur Rast bei einem Dichters- mann führte, der in seinen Werken in besonders bemerkenswerter Weise als ein Repräsentant seiner Zeit gelten durfte. Vielleicht ein wenig viel für einen Abend, aber doch in seiner Eigenart sehr unter- haltsam. Dies letztere um so mehr, da bei der Aufführung auch der Charakter der älteren Spielart gewahrt wurde, der bei Hans Sachs die Bühne auf dem Markt ausgeschlagen brachte, bei Antut die ,Shakespeare-Bühne" mit den Schilderbegeichnungen der Szene und bei beiden die Besetzung der FrauenroNen durch Männer. Hl»!? Sachs: Der Bauer im Fegefeuer. (3eit eiron 1550.) An die Spitze des Abends war mit Recht der Meisterpoet Hans Sachs gestellt, dessen Fastnachtsspiele in der deutschen Literatur eine ein- zigc und bedeutsame Stellung einnehmen, aus der sie von keinem Nach «tiffffllfe Presse. befehl über die Truppen gegen Deutsch-Oftafrika übernehmen soll, ist in Kapstadt eingetroffen. Der neue Bizekönig vonZndie«. WTB. London, 17. Jan. Lord Chelmsford ist zum Biju kiinig von I ndien ernannt worden. Er wird sein Amt Ende März antreten. Sie Ablehnung der vienstpsttchtbiil durch die SergZeute. W.T.B. London, IL. Jan. (Nichtamtlich.) Die Abstimmung der Konferenz der Bergleute über die D i e n st p f l ich t s- b i l l hatte folgendes Ergebnis: 653 190 Stimmen dagegen, 36100 dafür; 25 240 enthielten sich der Abstimmung. Der Konserenz wird besonders deshalb Bedeutung bei- gelegt, weil der ausführende Ausschuß die Teilnahme d«r Kewerkschasten der Bergleute an der nationalen Nrbeiterkonserenz ablehnte, weil es die erste Bergarbeiterkonferenz war, deren Organisation das ganze Kö- nigreich umspannt, die stattfand, nachdem die Einzelheiten der Bill von allen ihren Zweigvereinen erörtert worden waren. Ueber die Form, die die Opposition gegen die Bill einnehmen soll, wurde nicht debattiert. Dies wurde einer zweiten Konferenz überlassen, die demnächst einberusen werden soll. Man hält es für wahrscheinlich, daß der Unterausschuh des Arbeiterdreibundes der Bergleute, Eisenbahner und Transportarbeiter bald zusammentreten und die Lage erörtern wird. Eine Resolution der Bergmannskonferenz spricht die Forderung aus, daß die Bill zurückgezogen oder nnwirksam gemacht werden solle. Die Konserenz bekämpfe die Bill sowohl aus prinzipiellen Gründen, als wegen ihrer tatsächlichen Bestimmungen. Die Wiedereröffnung des Derbq-Feldzugss werde vielleicht einen Ausweg bieten, aber die Zahlen der Derbyberichte erfordern eine genaue neue Prüfung. Die Zusicherung, daß die Bill nicht beabsich- tige, einen industriellen Dienstzwang einzuführen, kläre die Lage nicht. Die Bestimmung, daß die Leute nicht gezwungen werden sollen, sich zu melden, sei höchst gefährlich. Die Konferenz betrachte die Aussichten, die die Lage biete, mit Besorgnis. • Nationaler Ausschuß gegen di e Dienstpflicht. T.U. Rotterdam, 15. Jan. Aus London wird gemeldet: In England wurde ein nationaler Ausschuß gegen die Dienstpflicht gebildet, der die Bekämpfung des Gesetzes im ganzen Land« in die Wege leiten soll. Die Haltung der Eisenbahner. W.T.B. London, 17. Jan. Der aussiihrende Ausschuß des Eisenbahnerverbandes hat gegen die Dienstpslicht- bill einen Beschlußantrag angenommen, in dem es heißt: „Die Bill begünstigt eine „Konfiskation des Lebens der Bürger", läßt aber die materiellen Hilfsquellen der Nation in den Händen der privilegier- ten Klaffen und muß daher von der gesamten Arbeiterschaft bekämpft werden. Die Vertreter des Zwangsprinzips seien offenbar von anderen Beweggründen geleitet als dem, den Sieg der Alliierten zu sichren. Das Versprechen des Premierministers betreffe einen Grundsatz, welcher der Wählerschaft der Nation nicht vorgelegen habe und widerspreche den nationalen Ueberlieserunge» der letzten fünfzig Jahre. Dieses Verfpre- che« hätte überhaupt nicht gegeben werden dürfen und ist für die Nation nicht bindend. Der Beschlußantrag schließt: „Wenn die Regierung nicht zunächst jede Art von Kapital konfisziert, werden wir mit allen Mitteln die Konfiszierung der Männer, deren einziges Kapital die Arbeitskraft ist, bekämpfen." Der ausführende Ausschuß des Eewerbeverbandes der Lok o- motivsiihrer und Heize» hat ebenfalls einen Beschlnhantrag an- genommen, der jede Art militärischer Dienstpflicht bekämpft. - - U ■ - ! !--■ Aus China» Puanschikais Krönung. WTB. London, 17. Jan. Wie die „Times" aus Peking erfährt, ist die Krönung Yuanschikais auf den 9. Februar fest- gesetzt. Der deutsche und der österreichisch-ungarische Gesandte sind angewiesen worden, das Kaiserreich anzuerkennen. Einige Neutrale werden dem Beispiel folgen. Buanschikai glaubt, daß seine Krönung dem unsicheren Zustande ein Ende bereiten wird. Aus Amerika. Ein amerikanisches U-Boot verunglückt. WTB. Newyork, 15. Jan. (Nichtamtlich.) Meldung des Neuterschen Büros: Das Unterseeboot „B 2" ist infolge einer Explosion auf der Brooklyner Werft gesunken. Zwanzig Personen wurden getötet. Nach einem späteren Telegramm wurden nur vier Mann getötet und zwölf ahiner mehr verdrängt werden konnten. Sie stehen da wie Wegweiser für die weitere Entwicklung 5>es deutschen Lustspieles, das aber leider, veranlaßt durch das Auftreten der „englischen Komödianten" in Deutsch- land, nicht stets zu seinem Heile andere Pfade einschlagen sollte. Hans Sachs selbst mag seine Fastnachtsspiele, die ihm leicht aus der Feder flössen, nicht sonderlich hoch eingeschätzt haben. Sicher war er aus seine ernsten, dramatischen Schöpfungen, die von seinem gelehrten Studium aller Folianten zeugten, weit stolzer. Aber wer kennt und liest sie heute außer den Literarhistorikern, seine Tragödie „Bon der strengen Lieb Herrn Tristrants mit der schönen Königin Isalden", vom Hörnen Seifried" usw.. in denen er die Gestalten der deutschen Sagenwelt auf die Bühne brachte, die nachher sein eigener großer Lobpreiser als ge- wältige Tondramen neu erstehen ließ? Seine Fastnachtsspiele aber, die er mit keckem Griff mitten aus dem Volksleben feiner Zeit heraus- griff, sie hat ihre eingeborene Echtheit und Natürlichkeit hinüber- gerettet bis in ferne Jahrhunderts und ihnen nie alternde Wirkung verliehen. So lachte auch jetzt wieder alles über sein köstlich Stück vom schel- mi,che>i Abt, der den Bauer Düppel dadurch von der Eifersucht kuriert, daß er ihn nach einem Schlaftrunk vermeintermaßen im Fegfeuer auf- wachen und dort für seine Eifersuchtssünden ordentlich durchwalken läßt. Und der prachtvolle Abt des .Herrn Paschen, mit dem listigen Mönch des Jjernt Hugelmann, dem famoien Bauern des Herrn Herz und der drastischen Bäuerin des Herrn Hancke war auch des heiteren Bei- falls wert. Zaeobus Slyrer: Di« ehrlich Bäckin mit ihren drei vermeinten Liebsten. (Zeit etwa 1600.) Hans Sachs hatte schon seit einem Vierteljahrhundert das Zeit- liibs gesegnet, als Icttobttb Ayrer um die EiNiaufssumMe von zehn Gulden zum Bürger Nürnbergs ausgenommen wurde. Er, der kaiser- liche Notarins und der Gerichte Prokurator, steht entschiedeil in den aus Hans Sachsens Werkstatt hervorgegangenen Dichterschuhen, aber er versucht doch schon darin die Wege der niederländischen oder eng tischen Komödientni nachzugehen, die bei aller Vorliebe für das Grausige und Rohe jedenfalls eine Vertiefung und Verlebcndigung Mittagblatt. Montag, den 17. Januar 1916. Ux 25 > * verwundet, darunter einige wahrscheinlich tödlich. Die Be- satzung war eben damit beschäftigt, die elektrischen Akknnnila» toren, mit denen das Unterseeboot ausgestattet worden war, zu laden, als die Explosion stattfand. Nach einer anderen Version soll das Uglück durch eine Explosion von Wasserstoff- gas verursacht worden sein. Amerika und die Kriegführende«. = Newyork, 16. Jan. (Durch Funkspruch des Vertreters des WTV.) Albert Clark, Gemeiner im 5. Infanterieregiments der Bereinigten Staaten, der hier an Bord des amerika- nischen Dampfers „Santa Marta" angekommen ist, hat er- klärt, daß er bei der Ankunft des Dampfers in Jamaika von einem britischen Offizier von dem Dampfer heruntergeholt worden sei. Nachdem er mehrere Stunden an Land festgehalten worden sei, sei ihm erlaubt worden, auf das Schiff zurückzukeh- reit. Clark, der in der Panamakanalzone dient, war in voller Uniform und hatte dem britischen Offizier, der alle Passagiere ausfragte, erzählt, dah er bei Wien geboren fei, aber schon früh die Bürgerschaft in den Vereinigten Staaten erworben habe. Basel, 15. Jan. Die „Basler Nachr." berichten aus Newyork: In dem Kongreß kam es zu heftigen Szenen zwischen den Anhängern Carners, der Vryan beschuldigt, für Deutsch- land eine Friedens-Propaganda zu betreiben und jenen Abge- ordneten, die behaupten, Carner erhielt von den Munitions- industriellen zwei Millionen Dollars. In den Wandelgängen wurden zwischen einigen Deputierten Faustschläge ausge» wechselt. vie Spannung zwischen Amerika und Mexiko. WTB. Washington, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Meldung des Neuterschen Bureaus: Der Gesandte Carranzas in Washington hat Lansing gegenüber ausdrücklich versichert, daß seine Regierung die Ermordung von Amerikaner« durch Trup- pen Villa-, bedauere. Der Gesandte versicherte, daß Schritte getan werden würden, um den Zustand im Staate Durango, wo Ausländer beraubt worden seien, zu bessern. Lansing hat die Amerikaner in den revolutionären Bezirken Mexikos nochmals gewarnt. Das Vorgehen der Regierung Carranzas ist zwar bisher befriedigend, aber wenn nicht entschiedene Maßregeln ergriffen würden, so könnte zwischen den Bereinigten Staaten und der Regierung Carranzas ein Zwist entstehen. Wie weiter gemel- det wird, telegraphierte Carranza an Lansing, daß seine Trup- pen die Mörder der 18 amerikanischen Bergarbeiter in China- hua verfolgen und bestrafen werden. Das Kabinett beschloß daraufhin, Mexiko gegenüber die gegenwärtige Politik fort- zusetzen und sich darauf zu verlassen, daß Carranza die Mörder bestraft und die Ordnung wieder herstellt. Senator Lewis hat einen Antrag eingebracht, den Priifi- denten zu ermächtigen, von Heer und Flotte Gebrauch zu machen, um die Ordnung in Mexiko wieder herzustellen, wie es in Haiti und Nikaragua geschehe. W.T.B. El P-so, 1«. Ja«. (Nicht amtlich). Meldung des Neuterschen Bureaus. Huerta ist tot. — Das Kriegsrecht ist erklärt. Die Polizei, amerikanische Soldaten und Bürger umzingeln die Mexikaner, um sie zu ver- treiben. Ein h eftiger K am p f ist im Gange; viele sind ver- mundet. WTB. Washington, 16. Jan. (Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des Neuterschen Büros aus El Paso haben 123 Amerikaner unter Führung von Maximians Marquez, einem Angestellten der fjearstschen Unternehmungen, den mexikanischen General Rodriquez, bei Maderea gefangen genom- men. Nach einer Meldung des amerikanischen Konsuls ist der General hingerichtet worden. Auch das Staatsdepartement bestätigt die Gefangennahme des Generals Rodriquez den man für die Ermordung des Bri- ten Peter Keane verantwortlich macht und die Gefangennahme des Generals Almeida, der sofort erschossen wurde. Krieas-Allerlei. X „Muratori te salutant!" Der altrömische Gladratorengruß „Ave Cäsar, morituri te salutant" („Heil Cäsar, die Todbereiten grüßen dich!") ist zu einer geflügelten Wendung geworden, die in der ganzen Kulturwelt gebraucht wird. Eine lustige Neubildung ist nun kürzlich einem Schweizer Osfizier, der im Zivilberuf Schriftsteller ist, geglückt. Seine Kompanie war seit längerer Zeit mit Schanz- und Befestigungsarbeiten im Tessin beschäftigt. Endlich sollte ihr Werk vom Regimentskommandeur besichtigt werden. Der Hauptmann führte ihm seine Kompagnie mit den Worten vor: „Ave Cäsar, muratori te salutant" (Die Maurer grüßen Dich!). der Handlung und eine größere Charakterisierung und dramatische Entwicklung der einzelnen Gestalten auf der Bühne Teutschlands zeigten. Auch in seinen Fastnachtspielen kommt diese Uebergai^szeit zum Ausdruck. Sie sind noch ganz in Hans Sachsscher Art als simple VolksschwÄnke gedacht, bedienen sich aber doch schon der freieren Bewegung aus der neuen Bühne, die ihnen die Möglichkeit eines ge- schlossenen dramatischen Zusammenhangs gibt. Allerdings, der naive Sachssche Humor ist dem von den „Engländern" mitgebrachten bewuß- teren derben Scherz gewichen. Sehr hübsch gab in dem Possenspiel von der ehrlichen Bäckin Herr Müller die tugendsam-listige Bäckin, die ihre drei Anbeter von den Herren Höcker (Goldschmied), Schindler (Schneider) und Dapper (Schuster) außerordentlich lustig dargestellt — in den Back- räum bestellt und in Mehlsäcke verpackt auf den Markt vor die be- treffenden Ehegattinnen schleppen läßt. Die biederen Ehefrauen selbst wurden von Herrn Kraus, Herrn Eemmecke und Herrn Benedict nicht minder drollig gestaltet. Und so war auch hier die Heiterkeit des Publikums, dem die improvisierte Bühne viel Spaß machte, eine große. Andreas EryphinS: Die geliebte Dornroje. (Zeit etwa 1650.) Der Schleper Andreas (hryphius, dem wir dann auf der Szene begegnen, hat den Bruch mit der alten Bühne längst vollzogen. Seine Velehrtennatur, die ihn alle möglichen Wissenschaften „traktieren" hieß, ließ ihn die Alten sich zum Muster nehmen, aber sich zugleich oft in schwülstiger Rethorik verlieren. Rur in seinen Lustspielen steigt der Gelehrte „zum Volke hinab". Und gerade hier, wo er die falsche E«» lehrsamkeit der in Wirklichkeit aufgeblasenen Kohlköpfe gern verspottet, sollte es ihm gelingen, vortresslick^e Typen zu schliffen. Sein „Peter Squenz" uns fein Hotribilicribr ifax" find meisterliche Beispiele da- von. In dem Scherzspiele „Die geliebte Dornrose", das als Gegensatz zu einem Spiel aus höfischen Kreisen in das fürstliche.Hochzeitsstiick ,Da» verliebte Gespenst" als ein drastisches Bauernstück in den vornehmen Rahme» eingekapselt ist. gelingt ihm der natiirliche Ton sogar ganz überraschend gut. Das Stück ist im schlesischen Bauerndialekt geschrie- den, in dem Gryphius hier gewissermaßen ein Vorläufer Gerhart Nr. 23. MittagVl- Montag, de« 17. Januar 191«. Kadifche Ureffe. 5cüe 3* Die 5ahtt des ersten valkanzngs. - Wien. IS. Jan. Heute abend traf auf dem Westbahnhof zu der festgesetzten Stunde der aus München kommende Teil des neuen Balkanzuges, bezw. auf dem Nordbahnhof der von Berlin kommende Zug ein. Die beiden Züge, die mit Flaggen in den Bundesfarben und Tannenreis prächtig geschmückt waren, wurden auf dem Nordbahnhof vereinigt, um von dort aus die Weiterfahrt nach dem Balkan anzutreten. Auf dem Rordbahnhof hatte sich zahlreiches Publikum eingefunden. Unter den Erschienenen sah man den Eisenbahnminister, den Nord- bahnhofdirektor, einen Vertreter, des Kriegsministers mit zahl- reichen Offizieren und den Polizeipräsidenten. Der Zug wurde mit lebhaften Hochrufen und Tucherschwenkcn begrüßt. MTB. Budapest, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Der erste Balkanzug ist heute nacht einige Minuten vor 12 Uhr in Buda- pcst auf dem Westbahnhof eingetroffen. Obwohl kein offizieller Empfang stattfand, waren der Direktionspräsident der kgl. Ungarischen Staatsbahn, Kornel Tolnay und mehrere hohe Beamte der Staatsbahndircktion anwesend. Auf dem Bahn- steig hatte sich ein überaus zahlreiches Publikum eingefunden, viele Mitglieder der hiesigen bulgarischen, türkischen und reiche- deutschen Kolonie, ferner Mitglieder der betreffenden General- konsulate. Als der Zug einfuhr, ertönten brausende Eljenrufe, welche von den Reisenden herzlichst erwidert wurden. Außer reichsdeutschen und österreichisch-ungarischen Industriellen be- fanden sich auch zahlreiche Journalisten im Zuge, darunter Ludwig Ganghofer. Nach einem Aufenthalt von 20 Minuten setzte der Zug seine Reise unter lebhaften Kundgebungen der zu seiner Begrüßung Erschienenen fort. entgegen, daß alle in dem Fall erschienenen Mitteilungen über die römische Klausel streng der Wahrheit entsprechen. Die katholische Welt möge sich des Ernstes der Lage in vollem Um- fange bewußt sein und ihr ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden. Der ttrieg mit Italien. Oesterreichische Tagesberichte. WTB. Wien, 15. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Januar 1916. Das feindliche Artilleriefeuer gegen die Räume von Mal- borghst und Raihl setzte auch gestern wieder ein und war vor- nehmlich gegen Ortschaften gerichtet. Am Görzer Brückenkopf entrissen unsere Truppen den Italienern eine seit der letzten Schlacht stark ausgebaute und besetzte Stellung bei Oslavija. Ein feindlicher Flieger überflog Laibach und warf Bomben ab. Es wurde niemand verletzt und kein Schaden verursacht. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer. Feldmarschalleutnant. WTB. Wien, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Amtlich wird ver- lautbart, 16. Januar 1916: An der küstenländischen Front steigerte sich das Geschütz- seuer gegen den Monte San Michele, die Brückenköpfe von Görz und Tolmein, sowie gegen den Mrzli Brh. ohne daß es zu Unternehmungen der feindlichen Infanterie kam. Die bereits gestern gemeldete Eroberung des Kirchenrückens bei Oslavija, von Abteilungen der Infanterie-Regimenter Nr. 52 und 80 durchgeführt, brachte 993 Gefangene, darunter 31 Offiziere, drei Maschinengewehre und drei Minenwerfer ein. Auch am Tolmeiner Brückenkopf nahmen unsere Truppen einen feindlichen Graben. An der Tiroler Front waren die Artilleriekümpfe in den Abschnitten von Schluderbach und Lafraun—Bilgereuth lebhafter. Inmitten ihrer.Berge, an den bedrohten Grenzen ihres Landes getreulich Wacht haltend, begehen heute, mit dem Gewehr in der Faust, die Tiroler Kaiserjäger das Jahrhundert- fest ihrer Errichtung. Dankbar gedenkt die Wehrmacht in Nord und Süd der ruhmvollen Leistungen dieser braven Truppe, in deren Reihen der Geist der Helden von 1809 fortlebt, und die im großen Ringen der Gegenwart neuerlich unverwelNichen Lorbeer erkämpft hat. Der Stellvertreter des Ehefs des Generalstabes: v. Höfer. Feldmarschalleutnant. Der Papst und der Krieg. KardinalMercierbeim Papst. W.T.B. Rom. 15. Jan. Nachdem Kardinal Mercier die Messe gelegen hatte, fuhr er zum Vatikan, wo er vom Papst Privatandienz empfangen wurde. Der Papst und der Londoner Beitrag. = Zürich, 16. Jan. Die „Neuen Züricher Nachrichten" tre- ten den Ausflüchten und Winkelzügen der italienischen Presse in der Frage der römischen Klausel zum Londoner Bertrag mit der nochmaligen, von zuständiger Seite beglaubigten Erklärung Die 5tmmflut in Holland. — Amsterdam, 15. Jan. Auf der Insel Marken wurde in- folge des Hochwassers und des herrschenden Sturmes fast die ganze Fischerflotte vernichtet. Aus verschiedenen Teilen des Ueberschwemmungsgebiets wird berichtet, daß das Wasser wieder sinkt. In Amsterdam trifft ein ununterbrochener Strom von Flüchtlingen und geret- tetem Vieh ein. Die Königin besuchte heute die Gegend des alten Zollhauses, nördlich von Amsterdam, wo zahlreiche Flücht- I linge und ganze Viehherden untergebracht sind, um sich person- ! lich davon zu überzeugen, daß für die Leute entsprechend gesorgt j wird. Der Schaden, der infolge des plötzlich hereinbrechenden ^ Wassers entstanden ist, dürste viele Millionen Gulden betragen. Die Ueberschwemmung, die unmittelbar bei Amsterdam be- ginnt, reicht im Norden bis in die Gegend von Edam und breitet sich nach Westen bis nach Purmerend aus. Das überflutete Gebiet bildet einen trostlosen Anblick. Nur einige Dämme, Bauernhöfe, Kirchen und Windmühlen ragen aus den vom Sturm aufgepeitschten trüben Wassern empor. Die Land- Wirtschaft und ein bedeutender Teil der Fischerei des Zuider Sees ist auf lange Zeit hinaus vernichtet. Da die fruchtbaren Wiesen unter dem Einfluß des salzhaltigen Meerwasiers versäuern, wird es auch, wenn es gelungen sein wird die einge- brochenen Wassermengen durch die großen Pumpwerke des Pol- der-Landes zu entfernen, noch lange dauern, bis wieder einiger- maßen normale Verhältnisse hergestellt sind. Ueberall sieht man ertrunkene Schafe. Die Schafzucht bildet einen der Haupterwerbszweige der von der Sturmflut betroffenen Gegend. Es konnte noch nicht annähernd festgestellt wer- den, wie viel Vieh zu Grunde gegangen ist. In Amsterdam, das seinen Vorrat an landwirtschaftlichen Produkten ans den überschwemmten Gebieten bezieht, macht sich bereits Mangel an Milch und Butter bemerkbar. Die Preise sind infolge der Katastrophe im Steigen begriffen. W.T.B. Amsterdam, 16. Jan. (Nicht amtl.) Die U e b e r- schwemmung in Rordholland nimmt einen immer grö- fetten Umfang an. Ganze Distrikte werden von der Be- völkerung. die ihr Vieh und ein Teil ihrer Habseligkeiten mit sich führt, verlassen. Weitere Dammbrüche werden gemeldet. Die Bahn-, Telegraphen- und Telephonverbindungen in vielen Orten sind unterbrochen. W.T.B. Amsterdam, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Aus dem ganzen Lande kommen Nachrichten von Schäden, die durch die letzten Stürme angerichtet worden find, und von großen Ueber- schwemmungen. Der Zuiderseedamm bei Katwoude und Mon- nikendam ist durchbrochen und der Zuidpold« überschwemmt. Menschen und Vieh flüchteten nach Edam; viel Vieh ist er- trunken. Volendam steht unter Wasser und ist isoliert, Mon- nilcndam ist teilweise Insel und Marken steht ganz unter Was- ser. Es besteht Gefahr, daß ein großer Teil Rordhollands über- schwemmt wird. Militär mußte aufgeboten werden. Auch aus anderen Teilen des Landes kommen beunruhigende Berichte. Der Wasserstand ist feit 1889 nicht so hoch gewesen. WTB. Amsterdam, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Von Mar- ken, das von der Ueberschwemmung besonders schwer betroffen worden ist, wird berichtet, daß die Insel, als die Katastrophe hereinbrach, für einige Zeit vollständig verschwand. Jetzt liegen die Deiche und höher gelegenen Teile wieder über Wasser: aber die übrige Insel liegt unter Wasser. Sie ist in zwei Teile ge- spalten, welche durch die stürmische See voneinander getrennt sind. In der Nacht, als die Fluten anschwollen, sollen sich furchtbare Szenen abgespielt haben. Eines der auf Pfählen stehenden Hauser wurde mehrere hundert Meter weit geschleu- dert, ein anderes weggeweht, ohne daß die Nachbarn in der Finsternis etwas davon sehen konnten. 14 Häuser sind ganz zerstört, nur vier beschädigt. In dem überschwemmten Spaken- bürg am Südende des Zuidersees wurden die Fischerboote in die Häuser hineingeschleudert. Auch aus dem Polderlande kom- men traurige Nachrichten. Nach den letzten Meldungen von gestern abend ist das Wasser in verschiedenen Teilen Hollands wieder im Steigen begriffen. In Edam be- fürchtet man. daß auch diese Stadt überschwemmt wird, wenn der Wind sich nicht drehen sollte. Von Amsterdam und anderen Städten wurden Rettungsexpeditionen mit Motorbooten. Ru- derbooten und Segelschiffen unternommen, um im lieber- schwemmungsgebiet Zurückgebliebene, die in den Häusern ein- geschlossen sind, abzuholen. W.T.B. Amsterdam, 15. Jan. (Nicht amtlich.) Auf der überschwemmten Insel Marken sind 1K Menschen, daru »> ter sieben Kinder, in den Fluten umgekommen. Das durch den Nordweststurm im Zuiderfee angestaute Wasser nimmt ab. Hauptmanns ist, wie auch der :eiichtsftreit der «inander Uebles zu- fügenden Bauern vor dem mit gelehrten Federn sich schmückenden Amt- mann über Kleists „Zerbrochenen Krug" hinweg bis auf Hauptmanns „Biberpelz" hinweist. Bei der hiesigen Aufführung war statt der !chle- stschen die allerdings in die Pfalz abirrende Karlsruher Mundart ge- wählt worden, durch welche sich zwar Trivialitäten nicht umgehen ließen, die aber dafür von umso stärkerer lokaler Wirkung war. Das Publikum folgte deshalb mit froher Laune dem Beschimpf der beiden feindlichen Bauern (Herr Dapper und Herr Höcker), der schon mit poetisch anmutigen Zügen ausgestatteten Liebe Dornroses (Frl. BÄller) und ihres geliebten Kornblume (Herr Herz) und d?n Epi- joden der aus der Sittengeschichte des Dreißigjährigen Kriege heraus- gen ' enen Gestalten, des rohen Landsknechtsabbiwcs Maz Aschewedel (Her Müller) und der alten Hexe und Kupplerin Salome (Frl. Frm!c»dorfer). wozu dann als ergötzlichste Figur der scheingelehrt« Amtmann oder 'irendator" des Herrn Paschen trat. Christian Reu'- Die ehrliche Frau Schlampampe. (Zeit etwa 1700.) Wer die mm Engelbert Hegau? dem Pseudonym für Dr. W. E. Oeftering-Karlsruhe — in ihrer ganzen derben und überkecken Wirkung neu herausgegebene „Wahrhaftige kuriose und sehr geführ- liche Neisebeschreibung Schelmuffskys" gelesen hat, der trisft in dem Lustspiel Christian Reuters von der „ehrlichen Frau Schlampampe" gute, alte Bei',:>.nite. Denn dieses wirklich lustige Lustspiel, das im Jahre 1697 Dem Theologiestudenten Christian Reuter wegen jchand- barer Abkonterseiung seiner Hauswirtin Anna Rosine Müller, Wirtin zum Roten Löwen, und ihrer werte,, Familie, zehnwöchigen Karzer und Entfernung von der Universität Leipzig eintrug, diese in Wii()r heit außerordentlich wohlgestaltete literarische Kunstschöpfung hat den Verfasser mehrfach noch zu eiier dramatischen und erzählenden Bearbeitung Gereift Und s« begrüßen »ir auch in Schelmussok,» f«riSfer H«iseteschreib«»z *e M»ti» u*i iJirei »er im Sich, spiel die Gastwirtschaft zum „S«»enen Maulaffe«"' bevölkert, in Padua in der Gastwirtschaft zum „Roten Stier" in ganz ähnlichen Situationen wieder. Wie der Dichter, dein nach der biederen Wirtin und feinem Schelmuffsky kein Werk von literarischer Bedeutung mehr glücken wollte, in iseinem Lustspiel mit einer schier genialischen Sicher- heit die Begebenheiten ausbaut und entwickelt, das läßt es doppelt dankbar empfinden, ihn hier jetzt der langen Vergessenheit, die sogar seinen Rainen in Dunkel tauchte, entrissen zu sehen. Und gar herzhaft war das Lachen, mit welchem bei der hiesigen „Erstaufführung" das Publikum auf die Scherze des Dichters einging, der da zeigt, wie das ärgerliche Trachten der ehrlichen Frau Schlampampe, ihrer beiden Töchter und ihres renommistischen Sohnes durch Etudentenlist ihre Abfuhr erhält. Freilich wurde es auch bei der Aufführung in kräf- tigen Strichen gezeichnet. Frau Pix als Frau Schlampampt Fräulein Noorman und Fräulein Holm als ihre Töchter. Herr Dapper als Schelmuffsky, Fräulein Trunzer als Schlampampe? jüngster Sohn und Frechdachs, Fräulein Genter als Köchin, die Herren Müller und Herz als Austrageburschen usw. — man muß in der Tat den Theater- zettel abschreiben, wenn man einmal Namen nennen will, die hierbei gerühmt werden dürfen. Genug, die ganz« Aufmachung rief auch hier viel Heiterkeit hervor. Und von dem gesamten Zyklus, den Herr Dr. P o r i tz k y in solch wirksamer und abwechselungsreicher Weise in Szene gesetzt hatte, konnte man darum mit Recht sagen: Ende gut. alles gut. Albert 9) ■: r ^ o g. Vermischtes. ■= Berti«, 14 Zan. Der Zaqdbesitz des ermordeten Erzherzogs Fnmj Ferdinand ist setzt verpachtet worden. Nach dem Berl. Tsgebl. 1?at Herr Krupp o. Bahlen-Halbach das Schloß Blühnbach und den ganzen Besitz des österreichischen Thronfolgers im Blühnbachtal um den jährlichen Preis von 3» «» Kranen gepachtet. (Äln. Ztg.) — 1« J«« Hie Oper >,i Ariedeich (Dicht»,M »»* ! Ue s. $ t. ifae Um«jjflfcwiiuj am 5oftbe«tter in Karlsruhe erlebte und seither auch in München. Zwtt- gart und Leipzig erfolgreich in Szene ging, wird Anfang Februar wiederholt in den Spielplan der Münchener Hosopcr ausgenommen werden, nachdem die Handlung des ursprünglich ohne Pause gespielEin Großseuer in der norwegischen Stadt Sergen. W.T.B. K r i st i a u i a, 16. Jan. (Nicht amtlich.) Norsk Telegramm Bureau meldet: Ein großer Brand hat in Bergen gewütet. Eine Anzahl von Häuservierecken ist bereits niedergebrannt, darunter das Telephon-Zentralamt, das Gebäude von „Bergens Tidcnde", vier Hotels, drei Schule«. Das Postamt ist gerettet. Der Brand ist aus seinen Herd b e- schränkt worden. Die Gesamtausdehnung des Brandes ist noch nicht bekannt. Bon Staoanger geht eine Hilfsexpedition ab. Zwanzig Hiiufervierecke sind niedergelb r a n n t, viele Tausende sind obdachlos. Der Brand entstand Samstag abend und wütete bis gegen Morgen. Das Feuer verbreitete sich infolge des starken Nord- windcs schnell. Hauptsächlich das Geschäftsviertel ist vom Brande getroffen. Die meisten Kolonial- Warenlager find verbrannt. Der Schade« wird vorläufig auf 50 Millionen Kronen geschätzt. Die Staatsfernsprech- und Telegraphenverbindungen find unter- brachen. Nur noch die Eisenbahntelegraphenverbindung ist er- halten. Der Brand ist der größte, der jemals Norwegen heim- suchte. In Christiania sind Sammlungen für die Hilfsbedürf- tigen eingeleitet. WTB. Christiania, 17. Jan. Wegen der Unterbrechung der telegrapijischeit und telephonischen Verbindungen fehlen Einzelheiten über den Brand in Bergen. Das Panzerschiff „Eidsvold" ist von Kristiansund mit Kleidern und Nahrungs- Mitteln nach Bergen abgegangen. Die Regierung hat Pioniere zur Errichtung von Notbaracken zur Verfügung gestellt. Die dem Staate gehörigen Vorräte an Zucker und Mehl in Bergen sollen an die Brandgeschädigten verteilt werden. Der König und der Kriegsminister sind gestern abend nach Berge« ab- gereift. Die ausländischen Gesandten haben dem Minister des Auswärtigen aus Anlaß des Brandunglücks den Ausdruck der Teilnahme ihrer Regierungen übermittelt. = Berlin, 17. Jan. Verschiedenen Morgenblättern zu- folge, brach das Feuer in Bergen am Samstag nachmittag um 5 Uhr in der Strandstraße aus und griff rasend um sich. Die alten hölzernen Seespeicher und die aufgestapelten Warm aus aller Herren Länder waren wie mit einem Schlag in Glut- gepraffel verwandelt. Die Straßen waren von der verzwei- selten Bevölkerung überfüllt. Von der Nordseite der Straße fraß sich das Feuer nach der Südseite durch uralte enge Gassen zum Strand durch und sprang weiter über nach Boiten. wo das neue Telephonamt liegt, bis nach Engen. Um Mitternacht ging die Bergener Brandstation in Flammen auf. Das Tele- graphenamt, die Elektrizitätswerke, die Schulen, das Museum, fast alle Hotels und Zeitungsgebäude und die größten Waren- Häuser sind ni6»ergebrannt. Alles in allem sollen 1000 Ee- bäude vernichtet sein. Gegen Morgen war der Brand zum Stehen gebracht. In seinem Gespräch mit bedeutenden Handelskreisen wurde der LZoss. Ztg." geäußert, daß der Brand von Bergen das Geschäftsleben ganz Norwegens lahm lege, denn Bergen sei in weit höherem Maße als Christiania Einfuhrhafen für Nor- wegens Versorgung. Der „Verl. Lok.-Anz." erinnert daran, daß erst vor einigen Jahren das gleiche Schicksal eine andere norwegische Stadt. Aalesund, betroffen hat. Ein Explofionsunalück in Norwegen. — Christiania. 17. Jan. Von hier wird dem „Verl. Lok.- Anz." berichtet: Am Samstag fand in der neuen Militärwerk- statt in M a r v i k e n am Kristiansund eine schreckliche Explosion statt, wahrscheinlich durch Entzündung von Minen. Die Werkstatt sowohl wie das Minenmagazin sind völlig zerstört. Im Betrieb wurde nicht gearbeitet. Nur zwei im Gebäude anwesende Bizefeldwebel wurden getötet. Wilhelm Reck, Bau von Wassergewinnungsanlagen _ _ Schachtbrunnen — Filterbrunnen lectan. Bureau. Tel. 227!. 50.3 Tiefbohrungen 89 gegr. 1830 Vorhoizstrasse 48. Wasserleitungen. Pumpenanlagen. tun Werkes eine Trennung in zwei Akte erfahren hat. In dieser neuen Form ist die Oper, die überall als eine höchst bedeutsame Schöpfung deutscher Tonkunst begrübt wurde, auch vom Opernhaus in Frankfurt a. M. durch Vermittlung des Drei Masken -Verlages, Berlin, zur Aufführung erworben worden. = London, 15. Jan. Im Hafen vmi Southshields brach ein großer Brand aus. Drei Schiffe wurden beschädigt. Der Schaden beträgt viele tausend Pfund Sterling. London, 15. Jan. (Reuter.) Aus Mittelengland wird ein starkes Erdbeben gemeldet. Im Nhymneqtal in Südwales ereignete sich ein großer Erdrutsch. London, l5. Jan. (Reuter.) In Kings County in Irland ist das Wasser des Großen Kanals über die Ufer getreten. Mehrere Ortschaften sind von der Umwelt abgeschnitten. Es wurde viel Schaden an Bich und Feldern angerichtet. Unter der Bevölkerung herrscht großes Elend. Kriegs-Kumor. Aus den .Meggsndorfer Blättern": Gattin (zu ihrem in den Krieg ziehenden Mann): „Was soll ich tun, während du im Feld bist?" „Besuch einen Kochlurs?" Ans dem „Ulk". Ans einem Feldpistbrief. Um mich herum p^tze» die Gra- naten. Ich hoffe dasselbe v«n Euch, »it «ru» Euer Piul." Stifte i» •*«<«■». ..TUtm ier Vtsn feluufe», _ Iii Ui «i hu faiit, — em h»lb»s «»-5 erru„«e«. . Msche seinen Zuicl ein." Man schreibt uns: „Maria Stuart" wird ausgeführt. Eben spricht Maria die Worte: „Frei —- Aber nicht ganz frei!" Da ruft ein Soldat aus d?m Publikum: „Also garnisondienstfähig!" Sette Padtsche Urefse. Mittagblatt. Montag, den 17. Januar t91K. Nr. 35. Kadifche Chronik. =. Karlsruhe, 17. Jan. Der evangl. Oberkirchenrat hat llestimmt, däß wegen der Fortdauer des Krieges Kirchenvisita- tionen und Religionsprüfunge» auch im Jahre 1916 nicht abzuhalten sind. Die erste theologische Prüfung findet am 1., die zweite am 13. Mai ds. Is. statt. Bei der kirchlichen Feier des Geburtstags des Kaisers, oder sofern in einem Gotteshause keine solche stattfindet, wird ein« Kollekte erhoben werden, deren Erträgnis der freiwilligen Hilfsarbeit für die religiöse Versorgung unserer Truppen zugewendet werden soll. >D Karlsruhe. 17. Jan. Der Berbond der Mittler«» Städte Badens hat sich in seiner letzten Sitzung mit den verschiedenen Lebens- mittel-Organisationsfragen eingehend besaht und beschlossen, an das Ministerium des Innern eine dahingehende Bitte zu richten, ganz all- gemein zu wirken, des? badische Erzeugnisse, die einer Beschlagnahme unterliegen, bis zu der Menge, die für den badijchen Verbrauch erforder- lich ist, oder ihm zur Verfügung gestellt werden kann, im Lande zu bleiben und unmittelbar innerhalb des Landes zur Verteilung zu ge- langen haben. tss: Karlsruhe. 15. Jan. Das Er. Landesgewerbeamt hat im verflossenen Jahr 21 Meistsrkurs« abgehalten, von denen 9 durch den Krieg veranlaßt worden waren. Unter den Teil- nehmern sämtlicher Kurse waren 71 % selbständige. 27 % unselbständige Gewerbetreibende und 2 NichtHandwerker. )( Pforzheim, 17. Jan. Der Vorstand des hiesigen Forst- amts, Forstmeister Karl Rau, vollendet heute sein 79. Lebens- jähr. Seit 2K Jahren wirkt er hier sowohl in den staatlichen, wie auch in den seiner Aufsicht unterstellten städtischen Mal- düngen, denen er eine kundige Sorgfalt hat angedeihen lassen. — Mannheim, lft. Jan. Der Stadtrat hat beschlossen bei der Verteilung der Butter Butterkarten zu verwenden. Zum ersten Male soll die neue Einrichtung am 5. Februar verwandt werden. — Kauf- nmnn Emil Hirsch hat anläßlich seines 75. Geburtstages der Ra- phael-Hirsch-Stipendien-Stiftung 10 880 Mark zugestiftet. 2 Mannheim. 17. Jan. Die 15jährige T»chter des Schiffs- führers Theodor Brünne« wurde von einer Winde an den Kopf getroffen und derart schwer oerletzt, dah sie starb. 'M Planlstadt bei Schwetzingen, 17. Jan. Im Neroranungsblatt der Linienkommandantur Lütt ich wird dem Rangierführer Karl Senn oon hier für umsichtiges und tatkräftiges Eingreifen die Anerkennung des Linienkommandanten ausgesprochen und ihm »ine Belohnung !>ewilligt. Gernsbach, 1(5. Jan. Der Landwirt Dresse! oon Hil- pertsau wurde in einer Heuscheune tot aufgesunden. Nach den bisherigen Ermittelungen nimmt man an, dah Dressel, da an dem gleichen Tage in der Gegend eine Jagd war. von einer »er- irrten Kugel getroffen und getötet worden ist. — Zwischen Langenbrand und Gausbach stürzten in der vergangenen Woche beträchtliche Felsmassen «uf die Strahe. Die Strohe war glück- licherweise menschenleer. % Freiburq. iß. Jan. Zum Nachfolger von Professor Dr. Heinrich Rickert wurde Professor Dr. Edmund Husserl aus Eöttingcn als ordentlicher Professor der Philosophie an unsere Universität berufen. Prof. Dr. Husierl ist 1859 zu Propnitz (Mähren) geboren und wirkte von 1901 ab in Göttingen, zu- nächst als a. o., seit 1906 als ordentlicher Professor der Vhilosophie. _L Freiburg, 17. Jan. Im Alter oon 66 Jahren ist hier der Vorsitzende der Vereinigten Freiburger Innungen, Stuhl- schreinermeister Wilhelm Kramer, gestorben, der mit regem Eifer zur Hebung des Handwerkerstandes beitrug. c? Ihringen (Kaiserstuhl). 16. Jan. Im Kaiserstuhl« findet man an Rebraine!! blilhende Veilchen und beim Hofgute Vlan- kenhornsberg wvrde ein blühender Kirschbaumzweig gefunden. --- «l!hei« (A. Uberlingen), 1«. Jan. Der Altbiirg«rm«ister Joses Wilibasd ist das Opfer eines schweren Unglücksfalles geworden. Er stürzt« die Spüicherstiege herunt«r und erlitt einen Schädelbruch. Am Tag? darauf ist er gestorben. Auf dem jyelbe der Ehre gefallene Badener. % Karlsruhe, 17. Jan. Den Tod fürs Vaterland starben: Musk. Walter Kunst oon Karlsruhe, Landwehrm. Emil Warganz von Pforz- Heim-Erjingen, Hoff. Georg Merz »en Mannheim, Kren. Hermann Meiert von Lahr, Musk. Karl Künstle von Teningen und Füsilier Paul Christian Flie>»«fch«idt oon Markdorf bei Konstanz; serner Ersatz?«?. Wilhelm Leutz und Kren. Lehrer Alfred Erb oon Eberbach, Kren. Wil- Helm Edelmann oon Zwingenberg, Pion. Rudolf Friedmann von Bühl, Ersatzres. Mathias Harter von Oedsbach, Kriegsfreiw. Joseph Bürkl« von Offenburg, Ersatzres. Postbote Friedrich Wehrle von Denzlingen und Sergeant Julius Roth, Ritter des Eisernen Kreuzes, oon Freiburg. Aus der Residenz. Karlsruhe, 17. Januar. •Ii. Ein Wintersportsonntag im Schwarzwald. Nach einer unge- wohnlich langen Pause bot sich am gestrigen Sonntag im gesamten Schwarzwald in den mittleren und höheren Berglag«» Gelegenheit, den Wintersport auszuüben. Nachdem in der verflossenen Woche, insbeson- d«re am Donnerstag. Freitag und Samstag, außerordentlich reichliche Schneefälle in allen Teilen des Gebirges nied«rgegang«n waren, hatte sich ein« «ntspr«chende kräftige Neuschneedeck« bis gegen 500 Meter herab g«bildet i sie hatte zunächst auch Bestand, trotzd«m das Th«rmomster kaum unter den Gefrierpunkt gesunken war und s«lbst in oberen Regio- nen nur mätziger Frost herrscht«. Am gestrigen Sonntag allerdings gab es wieder rs»rg-»e:-i,!« siir fcvijnii schi.Jigtu E. B. Arn 24. Januar findet in Berlin erneut elfte Zusammenkunft aller privaten Fürsorgeoerelne Deutschlands stall, nachdem bei einem Zusammensein einiger Fürsorgevereine siir Knegsteilnehnier am 24. November 1914 zu Berlin einen Rsichsverband zu begründen beschlossen worden ist. # Einsparungen an Eetreid« und Mehl. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Minist««« alverordnung, nach ber die Berbrauchs- menge von Getreide und Mahlproduktion für landwirtschaftliche Be- triebe von vierhundert Gramm Getreide auf dreihundert herabgesetzt wird. Weiter wird durch die Verordnung angeordnet, datz Personen, die keinen eigenen Haushält führen, also auf den Bezug von Mehl nicht angewissen sind, einen Ausweis erhalten, der mir zum Brot- bezuge berechtigt. Die Brot- und Mehlkarten dürfen weiter für vierzehn Tag« «in Kilogramm Mehl auf den Kopf nicht übersteigen. -I- Beschlagnahme und Bestsndserhebung von Nußbaumholz und stehenden NnfMume«. Der Staatsanzeiger und die amtlichen Ber- kiindigungsblatter veröfsentlichen «ine Bekanntmachung d« Königlich stellvertretenden Generalkommandos des 14. Armeekorps vom 15. Ja- nuar 1916, betreffend Beschlagnahm« und Bestandserhevung von Nutz- baumholz und stehenden Nußbäumen. — Z«hl„ng der leerstehenden Wohnungen. Um Grundlage!! sür die Beurteilung des derzeitigen Wohnungsmarktes zu erhalten, soll Mitte April d. I. wiederum eine Zählung der leerstehenden Wohnungen stattfinden. Neue Postwertzeichen für den deutschen Osten. Postwert- zeichen des Deutschen Reiches mit dem Ueberdruck Postgebiet Ost wer- den ab IS. Januar für den Bereich der neueingerichteten deutschen Post- und Telegraphenverwaltungen im Posigebiet des Oberbefehls- Habers Oft in folgenden Sorten ausgegeben: Freimarken zu 3, 5, 10, 20 und 40 Pfennig. Postkarten zu 5 Pfennig, Antwortkarten zu 5 Pfg. v Ueber Krankenkost und Kindernahrung sprach dieser Tage in einem Vortragsabende, zu dem der Bcbischc Frauenverein, der Karlsruher Haussrauenbund und der Katholische Frauenbund ein- geladen hatten, Fräulein Rothmund, Lehrerin an der Haushaltungs- schule, in interessanter Werse. Die Rednerin betonte, daß auch die Kinder, die schon an der Hauptmahlzeit der Erwachsenen teilnehmen, noch sorgfältig überwacht werden müssen. Sie dürfen nicht zu heitz, nicht zu kalt und nicht zu schnell essen, weil nur die gut eingespei- chelte Nahrung gut ausgenützt wird. Scharfe, sauere, sehr fette und schwer verdauliche Speisen eignen sich nicht sür Kinder. Auch ist streng darauf zu achten, das; die Mahlzeiten eingehalten werden, und daß nicht durch Näschereien in d«r Zwischenzeit Magenkrank- heiten eräugt werden. Die Morg«n- und Abendmahlzeit bestehe noch einige Jahre aus Milch und Milchspeisen. Damit dies auch in d«r Kriegszeit möglich ist, ist es Pslicht der Erwachsenen, ihren Milchverbrauch einzuschränken. Die Redn«rin ging dann zur Kran- kenkost über und besprach ein« Reihe von Gerichten, die leicht her- zustellen sind und die, apetitlich angerichtet, geeignet sind, die Eßlust des Kranken anzuregen und ihm neue Kräfte zuzuführen. Gewürze sind streng zu vermeiden. Mit etwas Salz, Zucker oder Zitronensaft können die Speisen schmackhaft gemacht werden. Auf einigen Gas- Herden konnte die Zubereitung einer Reihe von Gerichten, Aufläu- fen, kleinen Puddings, Fleischsaft, Gelees, Mandelmilch usw. gezeigt werden. Die Rednerin schloß mit einer Mahnung an die Frauen, bei der Heimkehr leidender Krieger mit aller Pflichttreue und Sorg- falt darauf bedacht zu sein, daß sie bald wieder Kraft und Gesund- h«it erlangen. Die zw«it« Rednerin des Abends, Frau Luis« Kaut;, sprach über sterilisierte Krankenkost. Die eingemachten Früchte und Fruchtsäfte bilden eine wertvoll« Bereicherung des Speisezettels. Von grohein Wert ist die sterilisierte Krankenkost, sür Magen- und Zuckerkranke, Spitäler, Familien und Einzelkrank« sowie Kranke, die in Selbstverpflegung auf Reisen, wo sie ihre Diät gar nicht oder nur mit groß«» Kosten «rhalt«n könnten. Rednerin stellte iin Glä- sern sterilisiert« Speisen und m«dizinische Fruchtsäfte aus und z«igie damit, was in der Kunst des Einmachens mit den h«utig«n Appa- rat«n geleistet werden kann. Di« Zuhörer, unter denen sich auch Ihre König!. Hoheit die Großh«rzogin Luis« befand, folgten den an» regenden Vorträgen mit lebhaftem Interesse. Auch das vom Bad. Frauenverein herausgegeben« Kochbüchlein üb«r Krankenkost fand grossen Absatz. £ Tierschutz»«»«». In der Januar-Mitgliederversammlung wur- den verschieden« interne Angelegenheiten erledigt. Hierauf brachte der Vorsitzende eine größer« Anzahl Tierquälereianzeigen zur Sprache, an welche sich ein lebhafter Meinungsaustausch anknüpft«. D«r Vor- sitzende teilt« sodann folgenden Auszug aus dem deutschen Vogelschutz- gesetz mit, welcher in der Tagespreise dem Publikum zur Kenntnis gebracht werden soll: Vagelschutzgesetz. Das Zerstören und das Aus- heben von Nestern oder Brutstätten der Vögel, das Zerstören und Aus- nehmen von Eiern, das Ausnehmen und Töten von Jungen ist oer- boten. Desgleichen ist der Ankauf, der Verkauf, die An- und Ver- k«ufsvermitt«lung, da» Feilbieten, die Ein-, Aus- und Durchfuhr und der Transport der Nester. Eier und Brut der in Europa einheimischen Vogelartsn, das ganze Jahr untersagt. Verboten ist ferner: a) jede Art des Fangens der Vögel bei schneebedecktem Boden, b) das Fangen mittelst Leimes und Schlingen, c) das Fangen und Erlegen zur Nacht- zeit seine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Son- nenaufgangl, d) das Fangen mit Anwendung von Körnern usw., denen betäubende oder giftig« Bestandteile beigemischt sind, oder unter Anwendung von geblendeten Lockvögeln, c) Fangen mittelst Fall- käsigen, Fallkästen. Schlag- und Zugnetze und gespannte Netze. Die Bestimmungen die>ses Gesetzes sinden keine Anwendung: ») auf das im Privateigentum befindlich« Federvieb, >>) auf die nach Matzgabe der Landesgesetze jagbaren Vögel, c) aui folgende Vogelarten: Tag- raubvögel, Uhus, Würger, Haus- und Feldsperlinge. Raben, Krähen, Elstern, Wildtauben (Ring«l- und Turteltaubens: aber auch siir diese gilt das Verbot d«s Fangen« niit Schling««. & Der k«th »lisch« Ar««enb>,nd hi«lt am gestrigen Sonntag ein« Tagung für die weibliche Jugei^i ab ui»d zwar beteiligten sich daran die Kongregationen, die Jugendabteilung des kathol. Frauenbundes, der Verein für kaufmännische Gehilfinnen, Beamtinnen, Arbeiter- innen, Dienstboten und Jugendver«in«. In den einzelnen Psarr> kirchen sand morgens Generalkommunion, nachmittags 3 Uhr gt>» meinfam« Segens«»dacht mit Predigt des Missionars Brucker in de^ St. Stefanskirch- statt. Nachmittags ■> und abends 8 Uhr sprach jeweils im grotzen Eintrachtssaal« Fräulein Ob«rlehr«rin Helen? Weber aus Köln über „Jugendkräfte für das neue D«utschland". Das dabei vorgeführte Marienleben in 7 Bildern mit musikalischen Dar bietungen fand ungeteilten Beifall. ~ VsterläMscher D«lks»!»end. Wie schon berichtet, findet am Dienstag den 18. Januar, abends 8Mi Uhr, im glotzen Festhallejanl eine Gedenkfeier der Reichsgründuiig. veranstaltet vom „Verband der Deutsch- rumsDsräüc", unter Mitbeteiligung von 40 wsiteren Vereinen und unter MilwirkliNlZ des Ruzekschen Doppelquartetts und der Kapelle des Er- satz-B.iiailli'ns des Landwehr-Jnfanteri«-Regiments Nr 109 statt. Das Nähere ist aus den Ins:ri!ten zu ersehen. C. Verein für deutsch« Frauenkleidung und Frauenluitur. Der Vortrag von Frau Emilie Csdcndach über „Das Kleid der Frau als Ausdruck deutschen Wesens und deutscher Kultur" findet am nächsten Donnerstag, den 20. Januar, abends 8'/4 Uhr, im Lroß«n Naihausjaale statt. Seit Ausbruch des Krieges sind sie Dksirebnngen, eine vom Ausland unabhängige Mode ins Leben zu rufen, mit der uns Deutsch?!! eigenen Gründlichkeit und §tgatiffc> tiynskraft in Angriff genommen worden. Es dürfte daher von all- gemeinem Interesse sein, ein Wort über die sozial« und kulturelle Be dmumi der Frage aus dein Kreis« der Frauen f,u hören, die sich seit nunmehr l ' O Iahten mit der Lösung des FtaU-ulleidproblems be fassen und die bestrebt sind, das .Meid der Frau zu schaffen, das unserem deutschen Wesen entspricht, das in innerem Einklang steht mit unserer aufwärtsstrebenden deutschen Kunst und Kultur. Frau Eadenbiich ist als Rednerin aus diesem Gebiete auch in Karlsruhe wohlbekannt. Ihrem Vortrag wird daher eine zahlreich« Zuhörer- 'chaft gesich«rt sein. # Frau Palm-Cordes hat ihr Programm sür ihren zugunsten der Familien Karlsruher Krieger am IS. Januar arrangierten Wag- ner-Abend im Neuen Konzertgebäude endgültig festgelegt. Der Abend verspricht danach einen auserlesenen Kunstgenuß. Das Orchester wird zum erstenmal im neuen Konzerthaus verdeckt spielen. Der Vorver- kauf ist erfreulicherweise gut. Auch Se. Kgl. Hoheit der Grotzherzog hat sein Erscheinen in Aussicht gestellt. $ Badi-cher Kunstoer«»». Neu zugegangen Werke von: O. Eich- rodt, Karlsruhe: A. Gartmann, Wimpfen? V. Hauck, Karlsruhe! R. Hoffmann, Chemnitz; F. Mayer, Karlsruhe: E. Schild, Karlsruhe; W. Schleuer, Düsseldorf; I. Vierthaler, München. # Rabatt-Sparverein. In dem Hinweis auf die Anzeige in der Samstag-Abend-Tusgabe hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der b«tr. Satz mutzte richtig heitzen: Es sei auch an dieser Stelle auf die erfolgte Verlosung der roten (nicht ersten) Gutschein« vom Jahre ISIS des Rabatt-Spar-Vereins aufmerkfain gemacht. § Unfälle: Im Rheinhafen hier stürzte am Freitag ein Tag löhner aus Weiher, während er einen Eimer voll heitzen Asphaltes in der Hand trug, zu Boden. Dabei erlitt er schwere Brandwunden an der linken Hand. — An einem Neubau in der Südbeckenstratze fiel am gleichen Tage ein in Daxlanden wohnhafter Fabrik-Arbeiter von einem 6 Meter hohen Gerüstbock herab und zog sich eine Bauch- quetschung und eine Gehirnerschütterung zu. Die beiden Verletzten fanden Aufnahme im städt. Krankenhaus. Gründung der Badijchen Gesellschaft für soziale Hygiene. f. Karlsruhe, 17. Jan. Im grotzen Rathaussaale fand gestern nachmittag eine Versammlung statt, die die Gründung einer Badi- schcn Gesellschaft für soziale Hygiene bezweckte. Erschienen waren dazu Vertreter der staatlichen Behörden, Gemeinden, Berussvertretung, Organisationen zur Gesundheitspflege, Aerzte usw. aus ganz Baden. Den Vorsitz der Versammlung führte der Mediziimlreferent im Mini- sterium, Geh. Obermedizinalrat Dr. Hauser-Karlsruhe. Dieser be- grützte alle Erschienenen, namentlich auch die Vertreter der Behörden. Zweck und Ziele der Vereinigung umris; in längeren Ausführungen der Geschäftsführer des vorbereitenden Ausschusses, Dr. med. Alfons Fischer. Der Redner zeigte, daß die sozialhygienischen Fragen, die nach dem Kriege zu lösen sind, schon vor dem Kriege vorlagen, daß aber der Krieg ihre Dringlichkeit in das rechte Licht gerückt hat. Die Auf- gaben der Hygiene ändern sich je nach den Zeitumständen; sie sind" ander« jetzt als nach dem Kriege 1870/71. Damals, wo es galt, die Epidemien zu bekämpfen, mutzte sich die Hygiene vorzugsweise der naturwissenschaftlichen Methoden bedienen. Die bedeutungsvollen Entdeckungen der Bakteriologie zeitigten die höchsten Erfolge. Aber in dein berechtigten Siegesrausch widmeten die Bakteriologen dem Zusammenhang der Völksgesundheit mit den sozialen Zuständen zu wenig Aufmerksamkeit. Mittlerweile vollzog sich in Deutschland eine wirtschaftliche Umwandlung, mit welcher Wohnungsnot, Lebens- Mittelverteuerung und andere sozialhygienische Mißstände verknüpft waren. In dieser Zeit entstand auch die deutsche Sozialgesetzgebung. Daraus ergaben sich ganz neue Fragen für die Hygiene. Man fragte sich, wie dies« Faktoren auf die Volkegesundheit eingewirkt haben. Aber diese Problein« waren mit den naturwissenschaftlichen Methoden allein nicht zu erforschen. Die Fachhygieniker schenkten daher diesen Fragen wenig Beachtung. Private Forscher, meist praktische Aerzte und Statistiker waren auf diesem wichtigen Gebiete die ersten Pio- niere. Sic stellten vielerlei sozialhyginische Mißstände fest; di«s gilt auch für Baden. Um Abhilfe zu schaffen, die jetzt infolge des Krieges besonders dringend geboten erscheint, soll eine Gesellschaft sür Soziale Hygiene gegründet werden. An den inhaltsreichen Vortrag, der mit lebhaftem Beifall aufgenom- m«n wurde, reiht« sich eine hochinteressante Aussprache, an der sich der Vertreter des Ministeriums des Innern, Geh. Regierungsrat Arns- perger, das Mitglied der Ersten Kammer Dr. Weih (Eberbach), Ge- heimrat Dr.^Jng. Baum«ist«r, Dr. med. Lange, Landeswohnungeinsprk- tor Dr. K«mpffmeq«r, Stadtrat Dr. Di«tz, Geh. Oberregierungsrat Dr. Lanze, Diözesanpräsee der kathol. Arbeitervereine Dr. Stetzvach (Frei- bürg), Prof. v. Düring (Badsn-Baden), sowie der Referent beteiligten. tilg Versammlung beschloß dann die Eesellschafis^riindung und nahni Kn vorgelegten Satzungsentwurf mit geringen Änderungen an. Es wurde darauf der Arbeitsausschutz und der große Ausschuß gewählt. Dem erster«» gehören an: Geh. Obermedizinalrat Dr. Hauser als 1. Vorsitzender. Geh. Oberregierungsrat Dr. Lang« als 2. Vorsitzender, Dr. med. A. Fischer als Geschäftsführer, Rcgierungsrat Dr. Reiß als Kassenwart, sowie als Beiräte Frau Finanzmtnister Rheinboldt, Frau Oberbürgermeister Lauter, Frau Regierungsrat Sieker, ferner die Herren Stadtrat Dr. Dietz, Stadtrat Trunk, Arbeitersekretär Pröll, Schreine: K»ppes, Kaufmann Hallerbach und Architekt Curjel. Neben den Genannten bilden den Großen Ausschuß: von Karls- ruhe: Oberbürgermeister Siegrist, Vorsitzender der badischen Aerzte- kammer Med.-Rat Dr. Bongartz, Dr. Rosenberg (Prof. f. Bekämp« fung der Geschlechtskrankheit«»), Schularzt Dr. Blattner, Bezirks- arzt Med.-Rat Dr. Eberl«, Oberingenieur Schulz; von Mannheim: Hochschulprosessor Dr. Altmann, Stadtschularzt Dr. Stephani; von Heidelberg: Professor der Hygiene Dr. Kossel; van Freiburg: Pro- sessor der Hygiene Geheimerat Schottelius, Professor Dr. Fischer, Dr. Retzbach; von Pforzheim: Oberbürgermeister Dr. Habermehl, Mit- glied der 1. Kammer und Vorsitzender der Oberbürgermeisterkon- serenz: von Konstanz: Stadtrat Strauß: von Ofsenburg: Landtags- abgeordneter Rechtsanwalt Muser! von Ellerbach: Vürgerineister Dr. Weiß, Mitglied d«r 1. Kammer; von Wiesloch: Direktor der Irren- anstatt, Med.-Rat Dr. Kri«g; von K«hl: Bürgermeister Dr. Weis; von Lorreich: Bürg ermeister Dr. Kugelmeber. ?tzafferstauv ves Rheins. Schnkerinsek. 17. Jan. morgens 1IÖC 1,88 rn -15. Jan. 2.12) K«hl, 17. Jan morgens 6 Uhr 2,94 -> (Iii. Jan. b.Hm Mar«,!. 17, Inn. morgens 6 Uhr 4,73 m (15. Jan. 4 97 m) Maiinkei«, 17. morgens 6 Uhr 4.32 m (15. Jan. 4,60} Vergnügungs- und Vereins-Anzeiger. (Das Nähere bittet nian aus dem Inseratenteil zu ersehen.) Montag, den 17. Januar «,f>. Ode«». Täglich mittags und abends Künstler-Konzert. Kolosseum. 8 Uhr Vorstellung. Siingeroersinigung. 8'/, Ul',r Probe im Lied-rhall.'lckal. « ,,c.EntwahmjneohnaZwane, Dr. MuollsrSanator.Q . iÄORFlÜMÄÄti! IföaÄALKOHOL S 5953 (Scjrfjävfürfic Mitteilungen. V» vornehmen jtrcisen ebenso Znt, wie deim ,Mir:eistande «td ui '.den unteren Kreisen des Volkes sind Kaisers Brust-Caramellen, vor ! »ertlofen Nachahmung«!« durch die Drei-Tannen--Schutzmarke gofchÄt. sda» beste Mittel gegen^Huüen. Aeiserkeit und sonstigen Erkrankungen ! der Mmung>Svr:lane. Sie sind man darf o? rnhig ausspreche!!, gerade- !•;« bofwbia geworden, seitdem Füriilictiieilcn und Mitglieder regieren« iK>. Häuser sie regelmäßig gebrauchen. Infolge ihres KohlgeschmackeS iaelten >ie bei vielen auch als ein ausgezeichnetes ^ennßmittet. Kaiser? > Brust-Caramcklen sind uberall ^n hoben. Nr. 25. MittaqVlatt. Montag, '7. Zanua IMG. Davifche Presse. Seite S« ac h r ti f. Gestern vormittag verschied nach kurzem Krankenlager Ressortchef im 51. Lebensjahre. Ich verliere in dem so plötzlich Dahingeschiedenen einen eifrigen, pflichtgetreuen Mitarbeiter, der während einer Dienstzeit von fünfundzwanzig Jahren seinen rastlosen Fleiss und seine reichen Erfahrungen auf dem ihm anvertrauten Arbeitsgebiete meiner Firma gewidmet hat. Ein ehrendes und dankbares Andenken wird ihm stets gesichert sein. I74a JXanniselm, den 15. Januar 1916. Heinrich Lan25. ■ Tieferschüttert gebe ich Verwandten, Freunden und U p- kannten die traurige Nachricht, daß mein innigsteeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Sohn, Schwiegeirohn, Bruder, Schwager und Onkel August Matlies bei der 4. Kompagnie des Armierungs-Bataillons 69 am 10. Januar durch GranatschuB > fem von den Seinen, den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefstem Schmerze ßertha ftfathes geb. Görner und Kinder Berta u. Albert. Karlsruhe, 16. Januar 1916. 685 Leere Säcke aller Art kauft zu höchst. Preisen 14198* piAotlZliZliSKlz, Durlacherstraße SV. iia. LS. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 10. Januar ds. Js. unser lieber Sangesbruder Stearin- Kerzen Komvosltion Paket Mk. fl»f §0 Versand nur gegen Nach' nähme. 691 Anpst Mathes Armierungs-Bataillon 69, 4. Komp. Ein treues, ehrendes Gedenken bleibt dem tapferen Helden in unserem Verein bewahrt. 686 Die Vorstandsdiaft. je»- Am 27. Dezember lttlö starb unser lieber Sohn und Bruder Gefr. Fritz de Taube den Heldentod fürs Vaterland. Johanne de Taube und Kinder B1860 t. Zt. Hannover-Döhren, Abelmannstr. 27. Statt besonderer Anzeige. Heute entschlief sanft mein lieber Qatte, unser treuer Vater, Schwiegervater und Großvater Friedrich Wilhelm Schmolck Missionar a. D. 757* Plach?,lnsk1, Dnrlacherstr. 50, Korsette». daS Alter von Ii- für Backfischkorsetts — — it 11~-17 Jahren zu herabgesetzten Preiien, jede« Stück j etzt nur 1.80. Karlftr. 25 . 1 Tr. B,» m Knopf-Fabriken werden gebeten, geschlossene Anne- böte unter Nc. »1878 an die Ge- schäftSst. der „Bad. Presse" einzu- reichen, zwecks geschästl. Anschlusses. Oerictitigung. Hie Veerdigunq be« Äerat Wilhelm witsch findet Slioiita», den *7. Zamiar. n-ichmitlitgS 2 Nbt. statt. B18W4 Trauerbriste und Danksaauflüskaiten erden rasch und bttiig angefertigt in der l>rnckerci der „Kadist-hm *»rc»8c". Montag, den 17. Januar 1916. I! 33. Sorstellung der Slbtell. B (gelbe Karten). Zweiter historischer Lustspielabend: Rinm « oh Bttuhclm obtr: Das Soldatenglück. Lustspiel in 5 Akte» von G. E. ?essiiig. ©ptelirtl. v: O. Kienschers Personen Major von Xellheim, verabschiedet Reiichold Littjohan». Minna von Barnhelm Else Noorman (*5rnf von -, 1 riidjfnü . ihr Oljtint . . Otto Jtiet'fdjtvf. Aiaiijiäfii.ibviUiÄbchtkt Hcdw. Holm Just, Bedirnter deS Minor« Karl Tapper Paul Werner, gewesener Wacht» eist-r des Major? Fritz Herz Slicc.iut de la Mar liniöve .... Etv.ild Schiudler Der Wirt .... Hugo Höcker. ElütTameiliTran«r M-graxiltorfer Ein Feldjäger . . P,'. Schneider. Tiemr des FrSuIeiu^^M. ^ ?lusan« Mir . Ende 10 Uhr. Alicnötuifc von 7 Uhr au. UST" Mittel-Preise, -^sl unter dem Protektorat Seiner Königlichon Hoheit des SroSäaraogs Friedrieh Q. von Baden. Samstag, den 22. Jan. 1816, abends 3 Uhr 3m SWuseunissaale Bach-Abend. Mitwirkende: 684 Frau Therese M Oller-Reichel» Großh.Hofopernsängerin (Sopran). Herren Hans Bussard. Oroßli. Kammersänger (Tenor), Otto Weßbecher. Konzertsänger (Bariton), Paul Kämpfe, Großh. Kammermusiker (Oboe), Prof. Anton Karle (Klavier). Oskar Hormuth (Flöte), Vereinsmitglled, Musikalische Leitung: Herr Musikdirektor Theodor Münz. — Das Vereinsorchester. Vortragsfolge: 1. Vorspiel (Sinfonia) zur Kantate: Zum Geburtstag Friedrich des Großen. FriedemannBach. 2. a) Arle der Palias aus der weltlichen Kantate. .Der zufriedengestellte Aeolus" H725). .Angenehmer Zephyrus"; b) Arle des Moratis aus der weltlichen Kantate. .Der Streit zwischen Phöbus und Pau* (1732), .Patron, das macht der Wind". Johann Seb. Bach. Frau Therese Müller-Reichel- 3. Konzert für Oboe, Streichorchester und Basso continuo. a) Allegretto Kadenz von Theodor Münz), b) Largo e rtiesto, c) Allegro moderato. (Zum ersten Male in Karlsruhe) Karl Phil. Emanuel Bach. Oboe: Herr Kammermusiker Paul Kämpfe. 4. Vier Sätze aus der Suite Iii H-Moll, für Streichorchester. Flöte u- Cembalo. Joh. Seb. Bach. 5. Die Kaffee-Kantate (Nr. 211). „Schweigt stille, plaudert nicht" für Sopran, Tenor und Baß, mit Streichorchester, Flöte und Cembalo, loh. Seb- Bach. Ausführende: Frau Therese Müller-Reichel (Sopran), Herren Hans Bussard (Tenor), Otto Weßbecher (Bariton). Unsere verehrlichen Mitglieder nebst deren Familienangehörigen laden wir hierzu höflichst ein. Eintritt nur gregen Vorzeigen der Mitgliedskarten gestattet. F/Intritteliarten für Xiehtmltiillcder m- Kunaten «Ion Roten Kren kam nnd der Krie&rn- nir«orse %u einer Mark 8in«I zu haben in den Munihnltenhnndhincen und an der Ahendkanse. m Karl König, Dentis! Karlsruhe, Kaiserstr. 124b, III. Tel. 2451. Plomben, künstl. 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Januar: Auf dem westlichen Kriegsschauplatz machen die deutschen Truppen weitere Fortschritte. — Der Verlust der Franzosen in den letzten vier Wochen wird auf 150 000 Mann angegeben, der der Deutschen auf ein Viertel dieser Zahl. — Zin Osten ist die Lage im allgemeinen unverändert. — Die österreichisch-ungarischen Truppen erzielen schöne Erfolge am Dunajec. — Eintreffen näherer Nachrichten über die Schlacht bei Tanga. — Eröffnung des schwedischen Reichstags. — Die Letzten von der „Emden" auf dem Schoner „Kleist" beun- ruhigen die Südsee. — Rücktritt des Staatssekretärs Dr. Kühn von der Leitung des Reichsschatzamtes, sein Nachfolger, Direktor Helfferich, von der Deutschen Bank. Sin französisches Zeugnis zum Unegzgrunö. WTV. Bern. 15. Jan. (Nicht amtlich.) Das „Bcrner Tageblatt" macht unter dem Titel „Wer ist verantwortlich?" auf einen Artikel des Pariser Journalisten Jean Bernard in »National Suisse" aufmerksam, in dem es heißt: „Man darf mit lauter Stimme verkündigen, daß ohne Elsag-Lothringen der gegenwärtige Krieg nicht entstanden wäre. Für ganz Frankreich gibt es nur diesen Grund." Das Blatt meint: „Frankreich unternahm also den Krieg zur Wiedereroberung Elsah-Lothringens, nachdem es sich sorg- fältig mit Verbündeten umgeben hatte. Für jeden klardenken- den Menschen war dies auch neben dem englischen Konturrenz- neid der einzige Grund des völkermordendrn Krieges. Wir bestreiten natürlich einem Staat nicht das Recht, eine ver> lorene Provinz wieder zu erobern. Aber wir protestieren gegen die Fälschung der öffentlichen Meinung durch die Presse, wenn sie diese wahre Ursache durch unermüdliches Geschrei zu verdunkeln sucht." — Hier liegt nun ein französisches Zeugnis vor, das naiv und ehrlich die Wahrheit gesteht. Amer'ka gegen Englands Bsykottnotttck. W.T.B. Reiv-Pork, 15. Jan. (Nicht amtlich). Die durchaus im Schlepptau der englischen Politiker stehende) „New York Tribüne" berichtet aus Washington: Die Vereinigten Staaten stehen im Be- griff, in eine kritische, gefährliche Erörterung mit England ein zu- treten, bei der sie in der Tat der Mittelsmann Deutschlands in dem Bemühen sein würden, der britische« Blockade ein Ende zu machen. Die Gefahr, in der sich die amerikanische Regierung befindet, kann nicht übertrieben werden und niemand kann die Tatsache verkennen, das; die deutsche Diplomatie auf dem Punkt angelangt zu sein scheint, einen sehr schwerwiegenden Sieg zu gewinnen, indem sie Wilson ein-?n geringeren, unbedeutenden Erfolg zugesteht. Der Berichterstatter des Wolffbureaus meldet durch Funkspruch: Die Rede des englischen Handelsministers Runciman, die einen Boy- kott Deutschlands nach dem Kriege verkündete, sowie die Haltung Englands gegenüber den amerikanischen Kupftrfirmen, bilden den Gegenstand lebhaftester Erörterungen in vielen amerikanischen Kreisen. Die „New Pork World" und andere Blätter melden aus Was- hington, des Staatsdepartement werde energisch sich jedem Versuch Englands widersetzen, amerikanische Firmen, die zum Teil zu Eng- lands Feinden gehören oder mit Englands Feinden Geschäfte machen, am Handel mit englischen Untertanen zu verhindern. Die „New Park World" schreibt in einem Leibartikel: „Die amerikanischen Kupfergesellschaften, die von England aufgefordert worden sind, Listen ihrer Aktionäre vorzulegen, werden sich voraus- sichtlich dieser Aufforderung nicht fügen. Sie werden der britischen Regierung sagen, daß sie dies «ichts angehe. Die Abficht dieses merk- würdigen Vorgehens ist klar. Es ist ein Versuch, den englischen und neutralen Handel dazu zu zwingen, amerikanische Exportfirmen an denen Deutsche oder Deutschfreunde beteiligt sind, zugunsten derjenigen amerikanischen Exportfirmen zu boykottieren, die in keiner Weise das Eigentum von feindlichen Staatsangehörigen sind oder sich ihres In- tcrcsses erfreuen. Es ist dies ein weiteres Bekenntnis, daß die bri- tische Blockade Deutschlands nicht effektiv ist und ein Versuch, ihre Mängel durch besondere Maßnahmen auszugleichen. Falls England zu solch kleinen Maßnahmen der Kriegführung gegen Deutschland greifen sollte, so handelt es vielleicht in den Grenzen des Völkerrechts, aber unsere Knpserfirmen, die hauptsächlich betroffen werden, können, wenn sie wollen, dies Stück britischer Handelsunverschämtheit auf eine sehr wirksame Weise beantworten. Engl and muß ihr Kupfer haben und wir oerlaufen nicht. Eine Liste nach diesem Grundsatz aufgestellt, würde die Sache schnell und gründlich erledigen." Der „New Hork American" meldet: In Washington verlaute, der englische Botschafter habe seine Negierung telegraphisch von der Feindseligkeit benachrichtigt, die Runcimans BoyZottplan in Amerika hervorgerufen habe. Aus gut unterrichteter Quelle erfährt das Blatt, daß der englische Botschafter nicht der Meiizung sei, daß seine Re- gierung einen solchen Plan gutheißen werde. Es wird bestätigt, daß der Botschafter persönlich ein eiftiger Gegner einer solchen Politik ist. (Diese letzteren Nachrichten, welche die Amerikaner be- unruhigen soll, zeigt, wie man in England schon das Gefährliche seiner schrofferen zukünftigen Handelspolitik spurt. D. Red.) <= Ncrvyork, 16. Jan. (Durch Funkspruch des Vertreters des MTB.) Amerikanische Fabrikanten, die Ferro-Mangan- StahlnKifcn verarbeiten, sind von Vertretern der britischen Negierunng ersucht worden, über die betreffenden Erzeugnisse nur zugunsten Englands und seiner Alliierten zu verfügen. NerfonKlnKchrMtsn aus dem Bereichs des 14. Armeekorps. Befördert: zu Leutnants der Landw. d. Eisenbahn-Truppen: die Vizefeldwebel: Fahr (Stockach, b. Ers.-B. d. Eisenb.-Regts. Nr. 1; Joachim (Mannheim), bei d. Eiienb.-Betriebs-KomP. 34, zum Lt. d. Landw. Pioniere, 2. Aufgeb.: zum Hauptm.: v. Francis, Oblt. a. D. (Freiburg), zuletzt Lt. im 4. Earde-Feldart.-R., jetzt b. Stabe d. Een.-Kommdos. d. 7. A-K.; Fischer, Vizefeldw. (Mannheim), jetzt im 3. Landst.-Jnf.-Ers.-B. Mannheim (XIV. 33.) zum Lt. d. Res.? zum Rittmeister: der LÄlt. d. Res. Kreginan« d. Leib-Drag.-Regts. Nr. 20 (I Cassel), jetzt b. Stabe d. 75. Res.-Div. Angestellt: Werner, Lt. d. Res. (Stockach) b. Ins.-R. Nr. 114, als Lt. in diesem Regt. Befördert: zu Lts. der Res.: Vizewachtm. Engler (Heidelberg), im Feldart.-R. Nr. 104; Offizieraspirant Karl Meier (Stockach) bei der Futzart.-Battr. 212: zu Hauptleuten: die Oblts.: Bartning d. Res. d. Feldart.-R. Nr. 14 (Karlsruhe), jetzt b. stellv. Gen.-Komdo. des 14. A.-K.; Roth d. Landw. Inf. 1. Aufgeb. (Karlsruhe), jetzt im 1. Ers.- Berti, d. Leib-Eren.-Regts. Nr. 109; Krieger d. Landw. a. D. (Karls- ruhe), zuletzt Lt. d. Landw. Inf. 2. Aufgeb., jetzt Zldj. b. Bez.-Komdo. Karlsruhe; die Oblts. a. D.: Wolff, zuletzt im Feldart.-R. Nr. 34, jetzt b. Garn.-Komdv. Karlsruhe; v. SchDeitzer-Hagenbruch (Lörrach), zuletzt Lt. im Fül.-R. Nr. 40, jetzt Adj. d. Komdtr. d. Russenlagers Rastatt; zu Rittmeistern: Schneider, Oblt. d. Res. d. Drag.-R. Nr. 21 (II Frankfurt a. M.), jetzt Führer der Res.-Ersatz-Esk. des 14. A.-K.; Machholz, Oblt. a. D. (Karlsruhe), früher im Train-B. Nr. 14, jetzt in der Trarn-Ersatz-Abt. Nr. 14; Bank, Lt. d. Res. des Znf.-R. Nr. 170 (Freiburg), jetzt im 1. Ersatz-B. d. Regte., zum Oblt.; Schaaff, Vize- feldw. (Heidelberg) im 2. Ersatz-B. des Jnf.-R. Nr. 170, zum Lt. der Res. d. Ins.-Regts. Nr. 170. Better, Lt. d. Res. des Fiis.-R. Nr. 40 (Karlsruhe), jetzt im 1. Ersatz-B. d. Regte., der Abschied mit der gesetzl. Pension bewilligt; zu Hauptleuten: Kohle» der Reserve des Feldart.-R. Nr. SO (Metz), jetzt Qspot-Vorst. bei der Etapp.-Munit.- Verw. der 7. Armee; die Oberlts. d. Landw. a. D.: Krieger (Rastatt), zuletzt Lt. d. Landw.-Feldart. 2. Aufgeb. (Rastatt), jetzt beim Stabe der Etapp.-Mun.-Kol. Abt. d. 7. Armee; Frhr. v. Reck (Mosbach), zuletzt Lt. der Landw.-Feldart. 1. Aufgeb. (Mosbach), jetzt bei d. mob. Etapp.- Komdtr. 9/XIV; die Oberlts.: Puchftein d.° Res. d. Feldart.-Regte. Nr. 76 (VI Berlin), jetzt im Regt.; Spieß d. Landw. Pioniere 1. Aufgeb. (Rastatt), jetzt im 1. Pwn.-B. Nr. 14; zu Leut- nants der Reserve: die Offiziersaspiranten: Stiefel (Freiburg), Senger (Stockach), Riedel (Mannheim), im Znf.-R. Nr. 114, dieses Regte.; Friedländer im Feldart.-R. Nr. III. Gemeinsamer Wareneintass südö. Kommunen ---- Karlsruhe, 17. Jan. Reihe badifcher und sonstig« süddeutscher Kommunen haben sich bekanntlich vor einiger Zeit zu der Ein- ÄUlfogenosfenschaft södwestdeutscher Städte m. b. £>., Sitz Mannheim die mit der Zentral-Einkaufsgesellschast m. b. H., Berlin, in engster Berbin- duilg steht, vereinigt. Nach den letzten Mitteilungen sind dieser Vereinigung nunmehr 38 Städte als Mitglieder angeschlossen, und deren Ilm- satz hatte Ende Dezember (vier Monate «ach der Gründung) die sünste Million schon überschritten. Es war naheliegend, daß die Zentral-- Einkaufsgesellschaft mit dem „Städtekauf" Unterhandlungen anbahnte, die dazu führen sollten, ihm die gesamte Vermittlung aller Zentral- Einkaufsgesellschafts-Waren für die Gebiete zu übertragen, deren wich- tigste Plätze er ohnehin schon mit diesen Artikeln versorgte. Durch eine solche Vereinbarung konnte nicht nur eine wesentlichere Vereinheitlichung der Versorgung Südwestdeutschlands mit Zentral-Einkaufsgcsellschafis- Waren erreicht, sondern auch ein« gleichmäßigere Verteilung innerhalb dieses Teiles Deutschlands ehielt werden, denn die Bezirkszentrale kann die örtlichen Verhältnisse und den Bedarf der einzelnen Gebiet« besser überblicken, als die entfernt gelegene Zentralinstanz, Berlin. Die Ver- Handlungen führten zu dem Ergebnis, daß mit Beginn des Jahres 1916 der Städtekauf von der Zentral-Einkaufsgesellschast als offizielle Be- zirkszentrale für das gesamte Großherzogtum Baden, die ganze Pfalz und einen Teil Hessens anerkannt wurde. Alle Gemeinden und Ge- meindeverbände dieser Gebiete müssen in Zukunft ihre Bestellungen an den Städtekaus in Mannheim richten, der alle Aufträge zu den Original- preisen der Zentral-Einkaufsgesellschast ausführen wird. Da beabsichtigt ist, die Lieferung einer großen Anzahl Waren von dem Mannheimer Lager dieser Gesellschaft erfolgen zu lassen, werden für die Besteller neben dem Vorteil einer rascheren Lieferung infolge der Neuregelung auch nicht zu unterschätzende Frachtersparnisse erzielt werden, die der Bevölkerung zugute kommen werden. Aehnliche Bezirkszentralen bestehen auch für verschiedene andere Gebiete des Deutschen Reiches. Die Errichtung wei- Der btcrue Anker. Roman von Elfriede Schulz. (12. Fortsetzung.) Mit großer Aufmerksamkeit betrachtete Rothkirch die jungen Leute. Sein scharfer Blick zag einen deutlichen Strich zwischen den beiden Familiennestern. Die Ladenburgs allesamt, selbst das Nesthäkchen, die vierzehnjährige Trude, die selber noch nicht recht wuhte, in welche Altersklasse sie eigentlich hi- »einrangierte, unruhiger Champagner, Kinder der tanzenden und singenden Großstadt, mit einer beneidenswerten, durch na- lürliche Anmut gemilderten Keckheit begabt — die beiden Wölflins von einem derberen Schlag, mehr bodenfähig, lang- samer in Rede und Geste, eine frische, kraftvolle Gesundheit ausströmend, jeder eine seltsame Träumerei in den Augen. Wenn sie allein miteinander zu tun hatten, waren sie zwei Vö- gel, die zu weit vom heimatlichen Nest flogen und nun den einen Gedanken hatten, gemeinsam ungefährdet wieder nach Hause zu kommen. Der Aristokrat in Rothkirch entschied sich für die Laden- burgschen Kinder, der einfache Mensch in ihm für die Wölflins. Aber der Gegensatz der Familien wurde in der feinen Er- ziehung, dem offenen Wesen, der heiteren Lebensbejahung völ- lig verschmolzen, die sie alle auszeichnete, und das gerade war es, was den Freiherrn immer mehr an den kleinen Kreis fes- selte, in den er heute geraten war . . Er wuchs in das gc- mm abgetönte Milieu, das ein jahrelanger Familienverkehr erzeugt, wie von sekbst hinein und fand hier das. was er in fernem Hause — Bei diesem Gedanken sts-kte plötzlich alles $(i w*dc in ihm. Er sah in der Heimat Weib und Kinder sitzen, still, in einer fremden abgemejjenen Ruhe, in der schwülen Unbestimmtheit, die seine Lebensart ihnen aufgezwungen — ja, aufgezwungen hatte — aufgezwungen! Es schlich grau auf ihn zu, wie er jetzt daran dachte, daß dort die Kreise nun schon seit Jahren so lautlos verzitterten, wie die Ringe auf dem Wasser, in das von ungefähr ein Stein- wurf fiel. Da brach sich ein heißes, gallig bitteres Gefühl in ihm durch. Die schwere Anklage, die ein fremder Richter in ihm gerade auf ihn loshetzen wollte; die Anklage, daß er das Glück der anderen unter sein eigenes Schicksal gezwungen: er schleu- derte sie mit verzweifelter Energie von sich und ließ sie ertrin- ken in dem hellen rauschenden Wasserfall, der auf seine Seele strömte und nur einen Ton erklingen ließ: Anders werden! Anders werden! „Stoßen Sie an, mein verehrter Herr Baron! Auf die Lieben, die wir zu Hause haben!" Er schreckte fast auf. Wer las hier in seinen Gedanken? — Es überkam ihn eine nicht zu verbergende Weichheit. „Sie haben mich an der richtigen Stelle getroffen, Herr Professor . Auf unsere Lieben, die nicht hier find!" Sie stießen fröhlich an. Alle hatten die Gläser wieder hingesetzt, als Lotte Wölflin noch einmal ganz leise an das Glas des Bruders rührte, daß es mit einem wehen Ton auf- klirrte. Nur einer hatte das bemerkt, Alexander von Roth- kirch. Er erhob sich noch einmal, wie nach einem Traum, und faßte sein Glas. „Auf Ihr spezielles Wohl, gnädiges Fräulein, Herr Wslflin!" Da fiel der Kelch »*x fertcht Glase «b, »ie d«e Sl»cke einer abgeblühten Slume »*tt ihrem Stenzel, lini z «rschlug mit einem leisen Zischen, kaum hörbsr, auf dem Rande seines Tellers. „Glück und Glaö.. — Profit, Erich!' rief Gerhard ihm zu. terer ist vorgesehen, so daß binnen kurzem Deutschland durchzogen wird von einem Netz von Versorgungskanälen, die zusammenfliehe« « verschiedenen Knotenpunkten und von diesen aus in starken Arme« uxt- tergeleitet werden zu der Quell«, die fie alle speP, der Zestrat- Einkaufsgesellschaft, Berlin. ver Lebensmittelwncher. :: Karlsruhe, 17. Jan. Eine Entscheidung der Strastmm«r p» München-Gladbach, die gegen einen Kartoffelverkäufer weg« Octe» schreitung des Höchstpreises auf 3 Monate Gefängnis und 1500 Mml Geldstraf« lautete, wurde mit den nachstehenden, recht beachtenswerten, weil für alle Kriegswucherer gültigen Granden gerecht» fertigt: „Der Kriegswucher ist ein gemeines, von niedrig« SestiuuuG zeugendes Bergehen besonders schwerer Art. Wer sich an ihm de- reiligt, begeht Berrat an seinem eigenen Boll und Vaterland. Dnrch unzulässige Verteuerung der zum Lebensunterhalte nötige« Gegen- stände wird die körperliche und namentlich auch die geistige Kraft unseres Volkes geschwächt. Das Durchhalten in dem schwersten Kampfe, den je ein Volk zu kämpfen hatte, wird durch die Lebens- Mittelwucherer gefährdet. Mut und Kampfesfreudigkeit unserer draußen im Felde stehenden Truppen können durch die von den Rah- rungsmittelwucherern heraufbeschworene Sorge um Weib und Kind in der Heimat untergraben werden. Der Lebe«smittelwucher unter- wühlt die Grundlagen des Staates, er kann die Ordnung im Innern ins Wanken bringen. Der Lebensmittelwucher gefährdet di« Ge- sundheit der heranwachsenden Jugend, auf der unsere Zukunft be- ruht. Wer stch am Lebensmittelwucher beteiligt, ist eine Art San« desverräter, der als innerer Feind aus niedriger Gewinnsucht seinem Volke in den Rücken fällt und das, was unsere Krieger draußen ge- schaffen und errungen haben, aufs Spiel setzt. Der Angeklagte hat zwar nachweislich nur in einem Falle Kattoffeln zu übermäßig hohem Preise verkauft. ANein aus derartigen Einzelfällen setzt sich die Ge- samterscheinung des Lebensmittelwuchers zusammen, dem mit den schärfsten Strafen entgegenzutreten, das Wohl unseres Volkes und Staates gebieterisch fordert." Auszug aus den TtandeAbLchern Karlsrshe« Eheaufgedot: 15. Jan.: Johannes Schuster von Wallstadt, Hairptlehr« tt» Wöllstadt, mit Luise Schöne von Mannheim. Eheschließungen: 15. Jan.: Karl Talmon-LarmSe von Sternenfels, Wetzger hta, mit Magdalena Rösel von Speyer; Josef Thoma von Schielberg. Monteur hier, mit Marie Matz von Bietigheim; Peter Thoma» vtm Dieburg, Oberfeuerwerker hier, mit Conswntia k«ckert von Lastet» bürg. ocuiiucn. 11. Jan.: Martha, V. Karl Simonin. Fabrikarbeiter; ©mwtdh, V. Edmund Hilaire, Vizefeldwebel. — 12. Jan.: Klara, V. Gvn« Kühn, Heizer; Irma Kath., V. Nikolaus Paul, Metzger. — 13. Jan.: Hans Edwin Karl, V. Hans Sindel, Metzger. — 14. Jan.: Roman Georg Josef, V. Josef Graf, Professor an der Baugewerkeichnle. —- 15. Jan.: Mathilde Frieda, V. H. Hlozek, Schlosser. Todesfälle: 13. Jan.: Gottlivbin Eassert, alt 56 Jahre. Ehefrau des Rech- mrngsführers Adam Gassert; Paulus Baser, Lehrer a. D., ledig, oft 64 Jahre; Karl Pfeifer, Bandagist, Ehem., alt SS Jahre; Berta Fischer, leidig, alt 31 Jahr«; Wilhelmine, alt 2 Jahre, V. Franz Scheuch, Kellner: Adelinr Häringer, alt 6» Jahre, Witwe des Ah»- machers Eduard Häringer. — 14. Jan.: Hermine Maper, alt Sil Jahre, Witwe des Kaufmanns Jakob Mayer; Wilhelm Gramritz, Versicherungsbeantter, Ehem., alt 75 Jahre : Nknalle Stieffel, Privat, ledig, alt 74 Jahre; Herta, alt 1 Jahr 5 Monate 27 Tage, V. Karl Heinrich, Packer. — 15. Jan.: Johanna Schuler, alt 43 Jahre, Ehe- trau des Wagenführers Josef Schuler; Martha, alt 15 Jahre, V. Albert Köchlin, Schaffner; Wilhelm Rösch, Photograph, Witwer, ftlt 67 Jahre. Beerdigungszeit und Trauerhaus erwachsener Verstorbenen. Montag, den 17. Januar: 1 Uhr: Adolf Martin, Postsekretär a. D., Hirschstrahe 67. — % 2 Uhr: Eottliebine Gassert, BüroaMtent»- Witwe. Schützenstratze 18. — 2 Uhr: Wilh. Rösch, Photograph. ZLH>» ingerstrahe 4. — Uhr: Christine Stapf, Signalwärters-Ehesra», Wintersttahe 52. — 3 Uhr: Sofie Henninger, Blechnercheisters-Witwe von Pforzheim (Feuerbestattung). — %4 Uhr: Dr. Otto Ann»«. Schriftsteller, Weinbrennerstraße 14. nfSehützengrabe deshalb sendet sie ins Fekä !• Oberall zu haben wo Rekl am Fenster in Beuteln v. 15 w Die Musik, die vom Pavillon kräftig herüber tönte, und mit einer heiteren Weise den Gedanken eine andere Wendung gab, schnitt in diesem Augenblick die allgemeine Untcrhal- tung ab. Der Freiherr sprach auf Lodenburg lebhaft ein. „Unsere Ferienreise?" erwiderte der Professor. „Da müssen Sie bei uns erst eine Abstimmung vornehmen lassen. Bis heute sind wir noch nicht unter einen Hut gebracht. Uebrigens — Ilse und Lotte haben die ihrige bereits genossen. Nach dem — na sagen wir es zu ihrem Lobe ganz offen — dem glänzend bestandenen Lehrerinnen-Examen waren sie drei Monate in Paris und Marseille, den Charlottenburger Akzent weg zu polieren. Und Gerhard — die beiden Jungen da reisen im Herbst über die Pyrenäen. Mutti wird wohl diesmal mit Frau Malchen Trautwsin wieder auf ihrem alten Warne- münde bestehen — was bleibt da viel übrig?" Da bat Nothkirch einen Moment um Gehör. „Es ist vielleicht unbescheiden, noch diesen aufgezählten Herrlichkeiten von unserer Ostmark zu reden. Aber ich will den Versuch wagen. Wir haben kein Meeresrauschen und keine stolzen Berge. Aber Wälder haben wir, und stille Seen, und Sonnenaufgänge, Mondscheinfahrten, wie nirgend wo anders. Das behaupte ich. Und die goldgelbe Ernte auf den Felder«, die Ernte! Haben Sie. meine Damen, diese Poesie schon ein- mal erlebt? — Ich will mich kurz fassen. Ich lade die jungen Damen ebenso herzlich wie dringend ein: Kommen Sie zu uns aufs Land, »erleben Sie den 9ommm anf Bronin! Es soll Ihnen bei uns der Himmel ruf Erden zorscht gemacht werden, und meine Lieben werden es Ihnen danke«. Kommen Sie nach Tronin!" (Fortsetzung folgt.) Nr. 25. Mittaqblatt. Montag, den 17. Januar 1916. Wadifche Presse. Seite 7. 99 Vom Spielteufel befreit U Bekanntmachung. Bestandserhebung und Peschlagiiabme v»n Kautschuk lGummi). Guttapercha, Balata und Asbest sowie von valb- und Fertigfabrikaten unter Verwendung dieser Rohstoffe betr. Tcr StaaiSgnzeiger und die amtlichen Äerküiidiguugsblätter der- öffentlichen eine Bekanntmachung des Königl. stellvertretenden Gene- ralrommandos des XIV. Armeekorps vom 4. Januar 1916, betr. Be- itandserhebung und Beschlagnahme von Kautschuk (Gummi), Gutta- Percha, Balara und Asbest sowie von Salb- und Fertigfabrikaten unter Verwendung dieser Rohstoffe. Auf diese Bekanntmachung, deren Text cutdi bei dem Großh. Bezirksamt sowie den Bürgermeisterämtern eingesehen werden kann, wird hiermit hingewiesen. Karlsruhe, den 14. Januar 1016. »87 Großh. Bezirksamt. Bekanntmackung. Beschlagnahme und Bestaudserhebung von Nußbaum- holz und stehenden Nußbäumen betr. Der StaatSanzeiger und die amtlichen Berkündigungsblätter ver- öffentlichen eine Bekanntmachung des Königlich stellvertretenden Gene- ralkommandos des XIV. Armeekorps vom 15. Januar 1016. betreffend Be>chlagnahme und Bestandserhebung von Nußbaumholz und stehenden Nußbäumen. Auf diese Bekanntmachung, deren Text auch bei dem Großh. Be- z,rkSaint sowie den Bürgermeisterämtern eingesehen werden kann, wird hiermit hingewiesen. 688 Karlsruhe, den 13. Januar 1916. Grotzh Bezirksamt Bekanntmachung. befindet sich nachstehender Herren- loser Hund: (569 ein o'0#terrier, weiblich. Derselbe wird.falls er nicht inner- halb 3 Tagen vivit Eigentümer abgeholt ist, getötet bezw. versteigert. Karlsruhe, den 15.. Januar 1916. Äiiilt. Sdjladit' tt. ViehliMektm. Oeffentliche Versteigerung. tt'ttwoch den 19. Januar 1916, vormittags 11 Uhr. werde ich in Karlsrufte-Miidlburg mit Zusammenkunft am Eingang zum Rheinhafen (Haltestelle de; elektrischen Straßenbahn), im Auf- trage der Herrn Rechtsanwälte Dr. L. Haas & Hag hier gegen bare Zahlung gemäh 5 873 H.-G.-B. öf- fcntlich versteigern: 668 1 Wagqon lsere Säcke ca. Kl. Karlsruhe, deu 15. Januar 1916. Tlnit, Gerichtsvollzieher. Langenalb. FtMliiittstchenlüg. Die Gemeinde Langenalb ver- steigert am Mnsiag. M 25. Zamiar 1916, mchmitt-ig? 3 Uhr, im Hofe des Farren- Halters einen zum ; / Schlachten geeigne- — _ ten !>iindsfarre», wozu Liebhaber einladet 141a2.2 Langenalb, den 18. Januar 1916. Gemeinderat. I. V.: Bodaine r. Kraft, Ratschr. An gutem, bürgerlichem Mittag- und Abendtisch können »och einige Herren teil- nehmen. Amalien»?. SN. II. 531806 VI 851 II gJh a « Nähe des „Kühlen •£* O» v V KrugS". Zu erfragen Rheinstr. IL, 4. Stock. Zu verkaufen Chaiselongue IN. Plüschdecke 35.—, Diplomaten- schreibtisch, Waschkommoden mit u. ohne Marm. u. spiegelaufs., Diwan neu bezogen, Bette», Chiffonnier, Küchenschrank, Geschirrschrank, Re- aulaleur, Spiegel. i?rank. An- ». Berkauf, Steinste. 7, im Hof. B1878 gclööroüer lilitormontel sehr gut erhalten, für Infanterie oder Artillerie, billig zu verkaufen. B1862 GartenNrafte 73. 2. St. 20 Stück schöne Pfau- u. Vrief- tauben zu verkaufen. Zu erfragen Dchvbenftr. 51, 4. 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Januar, abends 3^ Ukr veranstaltet vom „Verband der Deutschtunisvereine", anter Mitbeteiligung ron 40 weiteren Vereinen und unter freundlicher Mitwirkung des Ruzekschen Doppelquartetts und der Kapelle des Ersatz-Bataillons des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 109, unter Leitung des Musikdirektors Köninger. Festordnunfj: Begrüßungsansprache .Dr. Groos. Festrede Dr. BBsser. Vortrag mit Lichtbildern: „Das Deutschtum im Etschland u. im Isonzogebiet und der Völkerkrieg in Wort und Bild" .... Dr. Reihlen aus Stuttgart. Gesangs- und Musikvorträge. — Gemeinsame Gesänge. Eintritt frei. — Die ersten beiden Reihen der oberen Galerie sind für die Mitglieder der beteiligten Frauen- und Mädchenvereine vorbehalten. Die erforderlichen Eintrittskarten sind von der Musikalienhandlung Tafel, KaiserstraSe 82, abzuholen. 599.2.2 Naalöffnims 7 1 /, Fhr. I »II Donnerstag, den 20. Januar, abends 8'/< Uhr, im grollen Rathaussaal Vortrag von Frau Emilie Cadenbach Uder: „DosKleid der Frau Hiisdrudi deutfdjen Velens und deutsche? Kultur". Ciüste willkommen. 612 Eintritt frei. Der Vorstand. Zu der am IS. Januar >916, nachmittags 4 Nhr, Lammstraße 4. stattfindenden Generawersaminlnng Inden wir hierdurch unsere Mitglieder ein. Attd. Frauenbund "v7i> Ortsgrnvve Karlsruhe. r Kaffee Bauer. Jeden Abend und Sonntag nachmittag Künstler = Konzerte Kistemaker-Orchester. A3 Neublei u. Altblei kaufen in Posten von 1000 kg a« zu höchsten Tagespreisen. Gustav Genschoro & Co., A.-G., Dursach. 94a.3.3 Kleidsrmacherin «mpftehlt sich in und außer dem Hause, pro Tag Mk. 2.50. *Anßeb. unter Nr. SB1845 an die Geschäftsstelle der „Bad. Presse" erb. 3.1 Achtung! Zahle für getragene Stiefel 1 bis 6 Mark und noch mehr. Angebote unter Nr. S0164O an die Geschäftsstelle der „Bad. Presse" erb. 3.3 Robert und Esrlm ..er Die lustigen Vagabunden i! Schuhwaren Billigste Preise! - Gute Qualitäten! 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