•scspcüe / ^ Routen ÄMQM6 Sa L' } * RO'!Bfi!X • ■Sttfsrtm E&ines jvis'illes feeownp Mertm^- F A«I.x ^y/^Ä MoreujfC B^etetiiJ leauvais W«z«gK-Z?reise: BnSfl. A ohne.Jlluftr. Weltscham" «u»«,. k! mit ^Alluftr. Weltschau' gn Karlsruhe: Im Verlaye abgeholt —.77 —I? in d. Zweigstellen , —.82 1.052 frei ins Haus ge» »t-n-ijühii^ liefert 2.70 SuswSrts: bei Äb» holnny «.Pvstschalter 2LV ZFS Durch d. Briefträger tögl. Lmal ins Haus 2 3,85 Sfeitige Rummern Größere Nummern . 5 «f«. . 10 Bfg. Geschäftsstelle: Kirkel» und Lammstr.-Ecte, nächst Kaiserilrotze und Marktplatz. Brief- od. Tel..-Adr. laute nicht auf Namen, sondern: Sad. Preise KarlSrnhe. A adische Mffe. GeneLKl-AnzsiSsr de? Reftd-enzsH^ot ÄsrlsVAhe tm£ des GrotzHerzogtums Baden« WG^ U»abhänK»ge nnv am msiften gelesene Tk-geszeltuug »n ÄarLSrtthe. "iKG wöchentlich 1 Stummel „Karlsruher UmerhaitlmgsbZatl" mit IUmtrali!NM. vull» - -4? i, H U 2iU Jährlich 1 FahrpiLN, 1 MUdircer-er Ä >MdKa >LNder. lvwlk me>e wnjtlgc Äeüagen. Wenaus grö^e Be?ie-er?atzZ vou aüen tu Karlsrude erfchelneKöen Zett«n?en Eigentum uito Verlag von Oers. Thier-,»rte«. C^iiredakteur' Nlbzrt Herzog. Verantwortlich für allgem. Politik und veuilleroni Anton Siudolptz. für ladische Politik, Lokales, vad. Chronik imt> den allgenieincii Teil! I.B.: AittsnZindo?ph, >üroen Anzeigenteil d. Atnderspacher. iömtt, in Karlsruhe i sö. Derliner Bettretung: Salin W 10. A«;eigcn Die Kolonelzei!? Lb Pfi»., die Ne- klcimezeile 75 öiefiamen an 1. Stelle 1 ä'if. die Heile. ©c{ \»ieiethcl:tr.fiei' ifniitf-.e; RadaZt, Dft bei ^ichtemdaZiinls ded ^iclefc, let ger cht- udjeit xittrcumls.en imb i ei äemumji «■irt-a irfl' Drstschrü-ßont«: fmlfrsljt ?It. R35?, Nr. 135, Telefon: Geschäftsstelle Nr. SS. Karlsruhe, Mittwoch den 21. März IfilT» Telefon: Redaktion Nr. Mg. 33. Jahrgang. De? planmäßig aufgegebene Geiändestre^n. Von unserem zur Westarmee entsandten Kriegsbericht- erstatter erhalten wir folgendes Telegramm: Im Westen, IS. März 1917. Zwischen Arras «nd der Oise hat sich in den letzten Tagen, nach t:m Willen unserer Obersten Heeresleitung, ein strategischer Vor- gang abgespielt, bei dem ich in allen Einzelheiten Zeuge sein konnte und dessen Erinnerung für mich stets zu den gewaltigsten Schau- spielen dieses großen Krieges zählen wird. Wenn die Feinde heute von dem Druck ihrer Truppen, von der neuerlichen Eroberung eines Dutzends von Städten und Dörfern er- ^blen zu müssen glauben, nur um die gänzliche Ueberraschung, die sie durch un- sere strategische Tat größten Stils erleb- tcn, nicht einzugestehen, so werden alle deutschen Soldaten und ihre Führer, die seit langen Wochen an der Vorbereitung dieses kühnen ,uad einzigartigen Unter- nehmen? Tag und Nncht arbeiteten, für diese Behauptung nur ein mitleidiges Lächeln haben. Wenn jemals in diesem Kriege etwas planmäßig und bis in die kleinsten Einzelheiten sorgfältig vorher überlegt und in aller Ruhe ausgeführt wurde, so ist es die Aufgabe jenes Ge- ländestreifens, dem gegenüber die Räu- mung des Ancre-Esbietes, die den Eng« lendern schon viel Kopfzerbrechen bereitet hat, eine Winzigkeit genannt werden muß. Damals behauptete der Feind, daß er diese ehemaligen Dörfer, von deren völliger Verwüstung ich aus eigener An- schau^ng verschiedentlich berichten konnte, in eitlem verhältnismäßig noch guten Zu- stand wiedergefunden habe. Doch schon zwei Tage später verlangte « 220 000 Ar- b:':ts?oldaten, für die notwendigen Auf- räumungsarbeiten. Wird er heute seine Forderung auf über eine Million Mcn- Ich«! erhöhen, nachdem nun auch noch ein großer Teil der französischen Front mit in den Räumungsstreifen nach unserem Wik- len hineinbezogen ist? Ich zweifle sehr, ob selbst eine so gewaltige Masse v5n Menschen in vielen Monaten imstande fein wird, all das für die Wetterführung des Krieges auch nur annähernd wiederherzurichten, was von unserer Seite, nach Ab- lehnung unsere- Friedensangebotes, ge- schaffen und vernichtet werden mußte. Vor Wochen schon bildete der Abtrans- port der Zivilbevölkerung den Anfang, mit mehr Gepäck, als ein anderer Gegner vielleicht mitzunehmen zugestanden hätte, auf taufenden hochbepackten Wagen, Tage und Nächte lang, bewegte sich der Zug von Männern, Frauen, Kindern nach rück- wärts. Dann begann man allmählich mit der Wegschaffung des ganzen taktischen Materials. Eetade in diesen großen Um- zug kam ich hinein. Die Verlegung der Pionierdepots, das Einholen der Muni- tionslager, schließlich das Abziehen der schweren und leichten Artillerie, all däs schuf Bilder von einem seltsam bunten Leben ohne jegliches Gedränge. Hinter dem unermüdlichen Treiben «ruf allen Straßen und Wegen, die täglich mehr in einen kaum zu beschreibenden Zustand gerieten, fühlte man den eisernen Willen eines Großen, den man nicht nach dem Grund seiner Befehle zu fragen braucht, weil man ihm restlos vertraut. Aus diesem Bewußtsein her- au? wurden auch alle Vorbereitungen für die letzte Unbrauchbar- wachung des gesamten Geländes bis z>» einer Ausdehnung von 25 Kilometer geschafft. Nacheinander verschwanden Sträucher, Bäume, Häu- ser, deren sämtliche Keller gesprengt wurden. Dörfer und Städte. Eine Wüste ohnegleichen, wie sie nur ein Dante in ihrer ganzen Cchrecklichkeit beschreiben könnte, erwartete den Feind. Niemals wird hier eirte Truppe Unterkunft finden können. Die Brunnen wurden verschüttet, tief unter jeder Straßenkreuzung harrte ein Sprengstollen, um im allerletzten Augenblick hier ein Loch von 2« Metern zu reißen. Keine Artillerie wird hier in den nächsten Wochen vsrwärts gebracht werden können, auch nicht seitwärts auf den Aeckern, die durchgepflügt sind. Der Feind war fo töricht, die Wirkung seiner Artillerie zuzu- schreiben, wenn ein Dorf plötzlich am nächsten Tage keinen Kirchturm mehr hatte, wenn die letzten Nächte immer wieder laut waren von unseren Sprengungen, hell waren von den Feuern der von uns ange- steckten Ortschaften. Ganz langsam, ganz systematisch, vom Feinde nicht bemerkt, voll- Zog sich das alles. Zuletzt vernichteten wir die eigenen vorderen Stel- lungen, die wir so viele Monate lang gegen jeden noch so starken An- stürm gehalten hatten. Diese hat nun der Feind unter dem Drucke seiner Truppen, wie er so selbstbewußt sagt, erobert. Das ganze Furchtbare des Landes, in das er uns nun zu einem Bewegungskrieg im Kleinen folgen muß, wird er erst allmählich erkennen, und in die- ser Beziehung noch manche unangenehme Ueberraschung erleben. Räch den letzten Ueberraschungen fürchtete er weitere. Dort, wo er mit unseren Nachhutficherungen zusammenstieß, erlitt er blutigste Verluste. Ich war bei einer solchen Sicherungsabteilung, die gerade ihre Maschinengewehre einbaute, und sich geschickt einbaute, um schon wenige Stunden später den Engländern ihre frische Kraft und ihr lange genvg zurückgehaltenes Draufgängertum zeigen zu können. Vergessen schien mit einem Mal der ganze, ach wie lange Grabenkrieg zu sein. Jugend blitzte aus allen Augen und freudiger Wille, der ehren- vollen Aufgabe vollauf gerecht zu werden. Unsere Soldaten wissen es alle, daß diese planmäßige Räumung des Eeländeftreifsns zwischen Arras und der Oife, nachdem sie dank der sorgfältigen, monatelangen Vorbereitung und begünstigt von Nebelwetter in jed--r Beziehung ohne die geringsten Verluste gelungen ist, für uns cm?n großen Sieg bedeutet, der alle Absichten des Feindes zufchanden mächte, und'der uns auch dem glücklichen Ende, einen ehrenvollen Frie'ss« nSher- gebracht hat. Alfred Richard Meyer, Krisgsberichterstatter. EEESB Alf& Stsfoting Letzte •*a« Neue » Unsere angenblickliche Stellung an der Westfront. Einzelheiten über die jüngsten Ereignisse an der Wsßfrsnt. MTB. Berlin, 21. März. (Nichtamtlich.) Nachdem am 22. Februar, abends, unsere Stellung beiderseits der Aiicre in die ungefähre Linie Monchy— .Achietle—Petit—Transloy ohne Einwirkung des Feindes zurückgelegt war, wurde in der Nacht vom 11. zum 12. März mit einer Zurückverlegung der südlich onschließenden Abschnitte begonnen. Diese Bewegung wurde völlig unbemerkt vom Gegner ausgeführt. Noch am 12. März nahmen die Engländer die bereits geräumten Stellungen bei Grevillers westlich Bapaume den ganzen Tag über unter heftiges Artilleriefeuer und griffen abends mit starken Kräften an. Im Glauben, daß wir uns weiter in der Rückwärt-»bewogilng be- fänden, stießen sie sodann am 18. März ohne Artillerievorbereitung erneut vor und wurden mit starken Verlusten abgewiesen. Auch unsere rückwärtige Bewegung zwischen Avre und Oise geschah völlig unbemerkt vom Feinde. Zurückgelassene Patrouillen ver- schleierten unseren Abmarsch vollständig und fügten kleinen vorfühlen- den Abteilungen schwere Verluste zu. Erst nach Artillerievorberei- tung gelang es am 13. März den Franzosen, an einzelnen Stellen in unsere vorderen Linien einzudringen. Infolge unserer Artillerie- Feuerung räumten sie jedoch die besetzten Teile wieder, sodaß sich am Abend des 14. März der ganze vordere Graben von nördlich der Avre bis zur Oise im Besitze unserer Patrouillen befand. Erst im Laufe des 15. März drängten feindliche Erkundungs«ckteilungen unsere Pa- trouillen aus den vordersten Gräben. Bereits in der Nacht-vom 13. zum 14. März hatten wir unbe- Nierkt vom Gegner Peronns geräumt unter Zurü.ssung von Ossi- zierspatromllen, die ScwndiingsvorstSÄe die deutscheArbeit auf deutschem Boden und in deutschem Gewerb^ Werte und neue Kapitalien schafft." ( „Wir wollen und werden siegen, weil es gilt, einen erbarmnngs- °!en Gegner niederzuringen und das Vermächtnis von Hundert- Zusenden unserer Söhne und Brüder, die nicht mehr zurückkehren, zu Mllen. Es ist nicht nur unsere Pflicht, sondern unser stolzes und Recht, in diesem Kampf der Fiaanzkrast mitzuwirken zur ^ rringung des Sieges, weil wir nur durch den Sieg den Frieden be- ginnten werden, der uns das bringt, was wir brauchen, um die Lasten e ® Krieges zu tragen: eine starke Kriegsentschädigung, v ..Töricht ist das Gerede, daß das Reich durch eine Beschlagnahme ^ Guthaben bei Sparkassen und Banken zwangsweise seine Mittel «Jäheit werde. Es- kann nicht die Rede davon sein, daß vor dem 'jahrx jt)24 eine Verkürzung des Zinsgenusses aus der Kriegsanleihe irgend einer Form erfolgen wird. Heute weiß jeder Deutsche, daß ® l'ch fjir uns nur darum handelt, zu siege?«. Und siegen können wir *> wenn die ganzen Kräfte des Volkes dazu beitragen. Wer die . .^gsanleihe zeichnet, trägt dazu bei, den heimischen Boden zu und einen starken Frieden herbeizuführen." England und der Urieg. Entmutigung in England. . . "= Berlin. 21. März. Wie verschiedene Morgenblätter Achten, hat ein aus England heimgekehrter spanischer See« mann eines versenkten Schiffes ausgesagt, in England herrsche grohe Entmutigung. Fri«d«»sogitatlo» l« England. Berlin, 20. März. Eine Wiener Meldung aus Rotter- dam besagt: Im englischen Unterhaus erklärte am 16. März Cnowden, daß ein Viertel des englischen Volkes offene F?ie- densagitation betreibe. Der Abgeordnete Ponfonby sagte, daß die Alliierten einstimmig annehmbare Friedensbedingungen formulieren müßten. (D. Tgsztg.) Die englische Reichskonferenz. WTB. London, 20 März. (Nicht amtlich). Reuter Meldung. Heute tagte die erste Serie von Konferenzen des Kabinetts, bei Bargeld zu Hause anzusammeln und liegen zu lassen t'f? fiinfflf föC9en ^ cr bes Abhanden« I|i lUllU/t kommens und wegen des Zins. Verlustes, ' n 2'/,jähriger Kriegsdauer der q Iv t Ü iv untrügliche Beweis erbracht ist, daß man im Bedarfsfälle gegen Kriegs, anleihe immer Geld haben kann, ri> X für die Mgemeinheit, weil unsre |U/Uy»IU/ Feinde aus derVerzagkheit Schwach. mutiger stets von neuem die Hoff» nung schöpfen, uns unterzukriegen. Was folgt daraus? Klug» vorsichtig und nützlich handelt nur, wer sein ganzes Geld in Kriegs, anleihe anlegt. . ' f \ I , denen die Dominions und Indien vertreten sind im Hause des Pre- mierministers. Es waren Vertreter von Kanada, Neuseeland, Süd» afrika, Indien und Neusundland anwesend. Grotzh. Doftheater Karlsruhe. =■ Karlsruhe, 20. März. Vom Großh. Hoftheater wird mitge- teilt: Am Freitag, den 23. März, findet eiae Aufführung des Volksschauspiels »Schuldig?" von Hermine Villinger statt. Das Drama ist ihr einziges Bühnenwerk und kam vor einigen Iah- ren auf unsere Hofbllhne zur Uraufführung. Die Vorstellung am Freitag dieser Woche wird dem Andenken der seit wenigen Wochen Verewigten gewidmet sein. Herr Karl H e s s e l b a ch e r, der der Dichterin lange Jahre persönlich nahestand, hat es in liebenswur- digster Weife übernommen, der Aufführung einige Worte zum Gedächtnis Hermine Villingers vorauszuschicken. Vermischtes. Mordtaten von Kriegsgefangenen. >-»- Königsberg i. Pr., 19. März. Von einem kriegsgefan- .genen Russen ermordet wurde in Stumbern im Kreise Goldap der Besitzer Zimmerlinglat. Der Russe erschlug den Besitzer beim Holzfällen mit der Axt. Der Mörder wurde in Groß-Ro° minten festgenommen. WTB. Osnabrück, 20. März. Ein serbischer Kriegsgefan. gener, der bei einem Landwirt in der Nähe von Leer (Ostfries- land) untergebracht war, versuchte sich an der Tochter des Hauses zu vergreifen. Als das Mädchen sich wehrte, ergriff der Unhold ein Messer und schnitt ihr die Kehle durch. Die Mutter, die zu Hilfe eilte, erlitt dasselbe Schicksal. Der Mörder flüchtete. Auf dem Hohen Moor bei Papenburg verlangte er von dem Schäfer Nie aus Papenburg die Herausgabe seiner Kleidung. Als der Schafe: sich weigerte, durchschnitt ihm der Serbe ebenfalls die Kehle und setzte seine Flucht, mit dem Schäfermantel angetan, fort. Er wurde an der holländischen Grenze ergriffen. Brände und Explosionen. ---- Paris, 21. März. Laut „Matin" entstand in dem GL- tsrbahnhof der Stadt Abbeville, in dem die französische Militärverwaltung ein großes Lager von Lebensmitteln, Petro- leum und. Benzin angelegt hatte, ein Brand, der den Güter- bahnhof vollständig einäscherte. Vier rauchgeschwärzte Wagen sind die einzigen Ueberbleibsel des Güterbahnhofes. (B. T.) Briefkasten. (Anfragen können nur Berücksichtigung finden, wenn die laufende Abonnemcntsauittung und 15 4 für Portoausgaben beigefügt werden.1 W, Schi, in K.: Der Anspruch auf Aufwandsentschädigung ist bei der Gemeindebehörde des Ortes anzumelden, in dem der Berechtigte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Einisprüche gegen die Bescheid« der Gemeinden sind an den Regierungspräsidenten zu richten- (201) Frau O. H. Khe.: Da der Schwefel beschlagnahmt und sehr sel- ten ist, dürfte gegenwärtig in den Drogerien keiner mehr zu haben sein und irgend ein Surrogat kaum zum Schwefeln der Reben tau- gen. (198) ßefr. R. in Br.: Die Wochenhilfe ist von der Krankenkasse zu be- »Sprüchen, bei welch« die Wöchnerin versichert ist. Besteht keine Selbstversicherung, so kommt die Kasse in Betracht, bei welcher der Kknd-esvater Mitglied ist. Treffen diese Voraussetzungen nicht zu, s» ist der Antrag beim Bürgermeisteramt des Wohnortes zu stellen. (205) Vizefeldwebel L. Khe.: Brieflich beantwortet. (?03) A. 93.: Die angefragte Adresse lautet: Kriegsernährungsamt Berlin W. 8, Mohrenstra^e 54/55. (210). Ur HM MteViMchr April, Mai, Jnni 1317 laden wir heute zum rechtzeitigen Wbonnemcnt aus dl« .Ladische Presse- ein. Immer weitere Kreise noch zieht, mit Amerikas feindseliger Haltung zu der kühnen deutschen U-Boot-Kriegführung, der schicksalsschwere Völkerkrieg; immer stärker noch tritt er mit der Forderung der Mitwirkung aller an der Front und in der großen Heimarmee an jedes deutsche Haus heran. Und im Innern hoffen wir dabei alle, daß es diesem dritten Jahre der gewaltigen Kämpfe und Mühsale, der Opfer und Entbehrungen, beschieden sein möge, uns in nicht zu ferner Zeit den Frieden zu zeigen. Aber nach dauert sie an in alter Wucht, die Zeit des kriegerischen Ringens um die nationale Existent, die Sicherheit und Größe unseres Vaterlandes, und Millionen und Abermillionen ^tapferer Streiter lassen nicht ab, für Kaiser und Reich, für Fürst und Volk, für Familie und Heimat im Westen und im Osten ruhmvolle Taten zu verrichten, in treuer Hingebung von Leben und Gesundheit, in Kraft und in Mut. Die in so schamlosen Worten auf Deutschlands Ver» nichtung hinzielende Abweisung des deutschen Friedensange- bots und der Wilson-Note durch den Zehnmächte-Verband und des Kaisers flammender Erlaß an das deutsche Volk haben alle Herzen mit neuer Entschlossenheit erfüllt, mit dem Aufge- bot der letzten Kräfte für der Heimat Schutz, des Vaterlandes ruhmvollen Bestand und feine Sicherheit für alle Zukunft bis zu einem wahrhaft deutschen Frieden durchzuhalten. Unsere U-Boote aber haben es übernommen, die Werbearbeit für den Frieden jetzt ungehemmt zu führen. Da ist «ine Zeitung, die, wie die „Badifche Presse" zweimal tagsüber die neuesten Meldungen von dem Stand» der Dinge auf allen Kriegsgebieten bringt, wohl berufen, ein willkommener Freund und Berater jedes Hauses zu sein. Daß sie das fein will und fein kann, hat st« schon seit lang« ihren Lesern gezeigt. Die ::Vadische Presse:: ist dt« verbreitetste und gelesenste Zeitung des badischen Landes. Mit einer Auflage von täglich 2mal * S$1F 45 000 Exemplaren "NM steht dieselbe an der Spitze aller Blätter de» Großherzogtum». In annähernd 1500 Orten ist sie verbreitet, in allen Schichten der Bevölkerung beliebt und als Familienblatt allgemein geschätzt. Besondere Berichterstatter auf den verschiedenes Kriegsschauplatzen, sowie sachverständige Mitarbeiter auf militäriMe« und «arlae» technischem Gebiete, interessante Feldpostbriefe aus der Fede« zahlreicher unserer Zeitung befreundeter Mitkämpfer, dazu ein ausgedehnter Depeschendienst ermöglichen es der „Bad. Presse" bei täglich zweimaligem Erscheine» mit allen Nachrich ten und Artikeln über den Krieg und M« damit im Zusammenhang befindlichen Dinge in erster Reihe aller badischen Blätter zu stehen. Aktuelle Vorgänge werden zugleich durch Illustration«« snd EituationeplÄue dem Leser nähergebracht. Wa» sich im Lande an bemerkenswerten Geschehnissen aller Art ereignet, findet unter „Badische Chronik" und im Nesidenztcile hinreichende Würdigung, ebenso erfährt das vielgestaltige Vereins« und Kunstleben und die Behandlung der an den Briefkaste» gerich- t«ten Anfragen weitgehende Berücksichtigung. Wöchentlich wird gratis beigegeben das .Unterhaltungöblatt". mit Erzählungen und Schilderungen aller Art und zahlreichen Abbildungen, namentlich aus dem Kriegsleben unserer Tage. Ferner erscheint regelmäßig jede Woche die Sonderbeilage „Illustrierte Weltschau". Im neuen Tiefdruckverfahren hergestellt, bringt die Wochen- schrift Abbildungen in vollendeter Ausführung von allen be^ deutsamen Vorkommnissen. Was für SÄddeutschland, insbe- sondere Baden, erhöhtes Interesse hat, Icfet die Beilage nicht vermissen und ist so eine willkommene Ergänzung der täglichen Lektüre. > Zur besseren Unterscheidung gilt für die „Badische Presse" ohne „Illustrierte Weltschau" die Bezeichming „Aufgabe A" und mit „Illustrierte Wcltschau" die Bezeichnung „Ausgabe B" Für das zweite Vierteljahr — Tlpril, Juni — beträgt der Preis der Ausgabe A ohne „Illustrierte Weltfthau" durch die Trägerinnen und Agenturen zugestellt Mk. 2.78, bei der Post am Postschalter abgeholt Mk. 2.3!), vom Briefträger frei ins Haus gebracht Mk. 3.82, der Ausgabe IS mit „Illustrierte Weltschau" durch die Trägerinnen und Llgeniur n zu- gestellt Mk. 3.S0, bei der Post abgeholt Mk. 2.93, vom Brief- träger gebracht Mk. 3.65. Jeder neue Abonnent erhält nach Einsendung der Post- Quittung und 10-Pfennig-Marke für Franlo^Zusendung als wertvolle und interessante Eratis-Lieferungen: einen Roman und einen Wand -Kalender und ferner die Schrift von Albert Herzog: „An der Westfront'^, eine Fahrt zum Krirgs- fchauplatz auf Einladung des stell». Generalstabs der Armee. (Sonderabdruck.) Der Verlag Her „Baö. Presse". Kette 3. V-svkfche Mreffe. im Reiegskalender. ISIS. 2L März. Aus Memel find die Russe» wieder vertrieben worden. — Die 2. Kriegsanleihe ergibt de« Betrag von 9 MUU «de» Stet nie. 21. März. Die großen Unternehmungen der Russe« haben an Ausdehnung noch zugenommen. Der stärkste Ansturm galt der Front nordwestlich von Postawq. An keiner Stelle gelang « bat Russe» irgendwelchen Erfolg zu erringe». ' Kadische Chronik. # Karlsruhe, 21. März. Am 15. März P et« Bekannt- machung in Kraft getreten durch die alle Treibriemen beschlag- nahmt werden, die unter Verwendung von Leder, Dummi, Gummi- regenerat, Balata, Guttapercha, Baumwolle, Kunstbaumwolle, Wolle, Kunstwolle, Kamelhaar, Mohair, Alpaka, Kaschmir und sonstige» Haaren. Hanf, Flachs, Zute und anderen Pflanzenfasern hergestellt sind. Als Treibriemen werden auch Fallhämmerriemen, Transport- bänder, Elevatorgurt«, sowie lederne Rund- und Kordelschnür« an- gesehen. Nicht betroffen werden lediglich Papierriemen, die nicht mehr als 10 vom Hundert der vorgenannte» Faserstoff« enthalte», sowie, die Treibriemen, deren Gesamtmenge bei und demselben Ve- sitzer nicht mehr als 5 Kilogramm beträgt. Trotz der Beschlagnahm« bleibt die weitere Verwendung von Treibriemen die sich bei Inkraft- treten der Bekanntmachung in Gebrauch befinden, zu ihrem bestim- mungsgemäßen Zweck im bisherige« Betriebe erlaubt. Die Ber- öußerung und Lieferung der beschlagnahmten Treibriemen ist jedoch, soweit sie sich bei Inkrastreten der Bekanntmachung im Besitz eines Händlers oder Verbrauchers befinden, nur an die Kriegsleder-Aktien- Gesellschaft in Berlin, im übrigen nur dann zulässig, wenn der Er- Werber von der Riemen-Freigabestelle in Berlin W. 35, Potsdamer- straße 122a/b, einen auf ihn ausgestellten Bezugsschein erhalt«« hat. Die Veräußerung von Treibriemen,' die sich im Besitze eines Herstellers befinden, darf nur nach den näheren Bestimmungen der Rjemen-Frei- gabestelle erfolgen. Auch die Abfälle der beschlagnahmten Treibriemen fallen unter die Beschlagnahme. Sie dürfen zur Wiederherstellung und Ausbesserung von Triebriemen in eigenen Betriebe« verwendet werden. Ihre Veräußerung ist jedoch nur an bestimmt«, in der Be- kanntmachung bezeichnete Stellen zulässig. Gleichzeitig mit der Be- schlagnahme ist eine Bestandserhebung aller Treibriemen angeordnet worden. Die Meldungen über den am 15. März 1917 vorhandenen Bestand sind bis zum 15. April und, soumt Betriebe mehr als .WO Treibriemen in Benützung haben, bis zum 30. April an die Riemen- Freigabestelle auf den amtlichen Meldescheinen zu richten. Ebenso muß jeder' Meldepflichtige ei« Lagerbuch über seine Vorratsmengen an Treibriemen führen. :: Pforzheim, 21. März. Im Mittelpunkt des letzten Tages der Voranschlagsveratung im Bürgerausschuh stand die Vorlage über die Erhöhung der Straßenbahntarife. Nach «in« sehr eingehenden Beratung wurde ein Antrag die Arbeitersahrkarte« nicht zu «»teuer« mit großer Mehrheit angenommen und weiter beschlossen, acht Fahr- scheine zu einer Mark (für Kinder zu 50 Pfennig) abzugeben und den Einzeljahrpreis für vier Teilstrecken auf IS Pfennig festzusetzen. Für Soldaten bleibt der jetzige Preis von 5 Pfennig bestehen, dagegen müssen Kinder künstig statt bisher 5 Pfennig 10 Pfennig bezahlen. Schließlich wurde der gesamte Boranschlag mit einer Umlageerhöhnng von einem Pfennig (von 38 auf 39 Pfennig) angenommen. :)(: Ladenburg bei Mannheim, 21. Mörz. Welch warmes Ber- stehen und tiefes Mitempfinden Großherzogin Lvise auch jedem Ein- zelnen, den, der Krieg schwere Lasten auferlegt, entgegenbringt, offenbarte sich wieder hier in sehr wohltuender Weise. Die Großher- zogin ließ nämlich Frau Kaufmann L. Trippmacher hier, von deren Söhnen zwei seit 1915 vermißt find, während der dritte in Australien von den Engländern kriegsgefangen ist und der vierte den Heldentod erlitt, anläßlich des Geburtstages der schwergeprüften Mutter ihr Bild mit einem trostspendenden Handschreiben übermitteln. O Leutershausen, 20. März. Der Fabrikarbeiter Ludwig ErSs hatte zu Weihnachten 1916 mit einem in Mannheim für 20 von ihm gekauften Flobertgewehr durch groben Uebermut den 15jährigen Arbeitsburschen Max 'Denner so unglücklich in das Geficht geschossen, daß das eine Auge gänzlich verloren und das andere schwer beschädigt war. Nunmehr wurde der Täter vom Schöffengericht in Zveinheim wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Denner, der erst kürzlich aus dem Heidelberger Krankenha», entlassen wurde, ist völlig erwerbsunfähig. —ok.— Baden-Baden, 20. März. Heut« nachmittag hatten wir zweimal kurze aber heftige Gewitter. Nach v Ahr erhob fich ein hef- tiger Sturmwind, begleitet von «iner schwere« Schnee- nnd Hagelbö«. In kurzer Zeit war alles t« ein« Winteriandschaft verwandelt. —Bus Baden, LI. März. Der Bundesrat hat ia einer Bekanntmachung vom 1. März d. Jahres einige Vorschriften aus dem Gebiete der Krankenversicherung und der Kriegs- wochenhilfe erlassen. Insbesondere können während des Krieges Teuerungszulagen an die der Dienstordnung unterstehenden Angestell- ten der Kasse unter bestimmten Voraussetzungen von den Vorständen der Krankenkassen bewilligt werden. Ferner wird der Grundsatz wei- ter durchgeführt, daß Versicherte wegen ihrer Teilnahm« an Kriegs-, Sanitäts- und ähnlichen Diensten keinen Schaden in ihren Mitglie- derrechten gegenüber de« Krankenkassen, insbesondere auch hinsichtlich der Wartezeiten nnd des Ablaufs anderer für ihr« Ansprüche wichtiger Zeitabschnitte erleide« sollen. Endlich wird zu Gunsten von un- ehelichen Kindern von Kapitulanten die KriegRvochenhilfe gewährt, wen» die Mutter als minderbemittelt anzusehen ist. warum man Rriegzanleihe zeichnet. Die Gründe find verschieden. Man zeichnet: ans dem natürlichen Gefühl heraus, daß es einfach« Bürgerpflicht ist, die Mittel für den Schutz der Grenzen in geldwirtschaftlich rich- tigster Form aufzubringen; ro«l die Krieger Anspruch darauf haben, daß die Zurückgebliebenen wenigstens wirtschaftliche Leistungen vollbringen, wenn sie mit ihrer Person nicht an der Verteidigung des Vaterlandes teil« nehme» können; weil die Nichtkämpfsr ihre eigene Person, ihr eigenes Vermögen, ihr Haus, ihre Felder, ihre Hypotheken, EffMenanlagen. ihr Ge- schüft, kurz» ihre wirtschaftliche Existenz und das eigene wie das Leben ihrer Angehörigen am besten schützen, wenn sie der Streit- macht die nötigen Geldmittel (auf die geldwirtschaftlich ge- sundeste Weise) verschaffen helfen; weil im Ausland die ttügerische Hoffnung «stlos zerstört werden muß. daß das Wollen und Können in Deutschland irgendwann erlahmen werde; weil es innere Befriedigung gewährt, für die Leistungen miserer herrlichen Armee und Flotte Dank und GljUß zu senden; weil man sich vorahnend über den Jubel freut, den Kraft und Ein- ficht der Zurückgeblieben«« in d«r Reihen der kämpfende« Brü- der wieder auslösen werden; weil eine bessere und höher verzinsliche Anlage bei gleicher »übe- dingter Sicherheit nicht zu finden ist; weil es sich um ein« Anlage von Spargeldern handelt, die »ran je- derzeit wieder flüssig Machen kann; weil es mit d«n wirtschaftlichen Kräften der Gegner zu Lüde geht und die Entscheidung zu unseren Gunsten also nicht mehr lange auf sich warten lassen kann; zum anderen, weil, wenn dem Einsatz aller Waffen (U-Boote;) der Einsatz aller Geldmittel entspricht, die Entscheidung erzwungen wird; um gern und freudig dem einfachsten vaterländischer Gefühle z» folgen; um nicht beschämt zu sein, wenn das Gespräch auf Beteiligung und Nichtbeteiligung kommt; der Landwirt, weil Besitz und Arbeit unter einem siegreichen Deutsch- land am meisten gesegnet sind; der Arbeiter, weil auch seine Lebensbedingungen aufs engste sich mit dem Wohlergehen des Vaterlandes verknüpfen; der Industriell«, der des Schutzes Heimat und zufriedener Arbeiter bedarf; der Rentner, der feine Einkommensquellen vom siegreichen Vater- land beschirmt habe« will; das Alter, das am Ende seiner Tage sein Lebenswerk nicht bedroht sehe» mag; die Jugend, aus dem voru>Srtsst«Ke«de» Drange zu allem, was groß und edel ist; sie All«, nun, weil sie eben Herz und Verstand zugleich haben. Av» der Residenz. Karlsruh«, den». März. C. K. H. der Großherzog nahm gestern den Vortrag des Ge- Heimen Legationsrat» Dr. Seyb entgegen. Hierauf wohnte S K. H. mit I. K. H. der Grofcherzogin Luis« der Vereidigung von Rekruten der Garnison an. Im weiteren Verlause des Tages folgten die Vorträge de» Ministers Dr. Hübsch und des Präfidenten Dr. von Engelberg. = S chne ef all . In der vergangenen Rächt ist Schneefall einge- treten. Der Winter hat damit hvffenMch son« Abschiedsvistten- karte abgegeben, denn heute ist Frühlingsanfang und wir erwarte» nun mit Sehnsucht schöne, »»arme Tage. --- Zur Entlastung der badische« Eisenbahn hat die General- direktion bestimmt, daß vom 21. März ein Frachtgut nach bestimmte», am Rh«in gelegenen Schifftchrtsstationeu, sowie nach Frankfurt, in Kehl, Karlsruhe-Hafen um» Mannheim zur Beförderung mit der Eisenbahn nicht mehr angenommen wird. In Mannheim ist auch Eilgut von der Eisenbahnbeforderung, sowett «e mit Schiffen ttan»- portiert rverden kann, ausgeschlossen. Nähere Auskunft erteilen die Güterabfertigung Kehl, Karlsruhe-Hafe», Mannheim und die Schiffahrtgesellschaften. Na. Mißstände bei der FSkali««abs>chr. Me bekannt geworden ist, haben sich in letzter Zeit bei der Fäkalienabftchr dadurch be- dauerliche Mißstände unangenehm bemerkbar gemacht, daß es de» Abfuhrunternehmern infolge Mangel an geeignetem Personal und a« Bespannung unmöglich war, de« Aufforderungen zu Gruben-Ent- leerungen in ausreichendem Maße zu entsprechen. Vom Ortsgefund- heitsrat und vom Bezirksamt find sofort die entsprechenden Schritt« getan worden zur möglichst beschleunigte« Abhilfe dieser bedrohlichen Mißstände. Das best« Mittel allerdings zur Vermeidung solch un- erfteulicher Zwischenfälle ist der Anschluß der Häuser an die Schwemmkanalisation. Die Hausbesitzer sollte« e» daher nicht ver- säumen, mit möglichster Beschleunigung diesen Anschluß jn schaffen. Bekanntlich hat sich die Stadtverwaltung bereit erklärt, bei Bezah- lung der entstehenden Unkosten de« Hausbesitzern tat weitestem Maße Vergünstigungen zu gewährleisten. □ Di« „Anstunftsstelle fSr Frauenberuf«- gibt kostenlos Rat- erteilung an Frauen und Mädchen jeder Bildung in allen Berufs- fragen. Durch enges Zusammenarbeiten mit dem „städt. Arbeits- amt" ist es ihr möglich, die Ratsuchende» vor überfüllte» Bernsen zu warnen und Fingerzeige für bessere Erwerbsausstchte« zu geben. Lei- der mach« sich ein immer größerer Zndrang zur kaufmännischen Lauft bahn bemerkbar und zwar häufig von ganz ungeeigneten Kräfte». Und doch rrird füt die Frau gerade hier ein Fort?ommeq nach dem Kriege sehr erschwert werden tmrch die Konkurrenz der Kriegsinvaki- den. Rur die wirklich befähigten sollten fich zum kaufmännisch« Beruf entschließen und vor allem auch für ein« gute und gründliche Ausbildung Sorge tragen. Für diejenigen, die fich nicht dafür eig« nen, dürften sich auf andere« Gebieten Möglichkeiten eröffnen, dt« ihren besonderen Eigenschaften mehr entsprechen.— Auf nähere Einzelheiten wird in den Sprechstunden eingsgange«, die jeden Dienstqz und Freitag nachmittag von 4—6 Uhr, ZLhvwgerstr. 100, 3. St., Zimmer Rr. 20, stattfinden. - = Ein« Ausstellung mit Vertauf von Arbeiten verwundeter au» den hiesigen Lazaretten findet im Sitzungssaal des Roten Kreuze», Stefanienstraste 74, statt. Näheres Wer die Ausstellung wolle ma» aus dem Anzeigenteil ersehen. fi I« Kasse« Bauer findet heute abend wieder «ine» der bcveb- ten Mittwochssonderkonzert« mit verstärkter^ Kapell« statt. (S. Anz.) Karlsruher Strafkammer. A Karlsruh«, 17. März. Sitzung der Etrastamme» L Vorsitze» der: Landgerichtsdirektor Dr. Dölter; Vertreter der Staatsanwalt« fchaft: Assessor Dr. RSmberg. Der Koch Oskar Koch aus Basel, machte fich deutschfeindlich«» .Kundgebungen schuldig. Er erhielt deshalb vom Bezirksamte ein« Gefängnisstrafe von 14 Tagen. Sein Einspruch gegen di«s«n Ätras- befehl hatte keinen Erfolg, ebenso auch nicht die Berufung gegen da« Urteil des Schöffengerichts. Der nächste Fall betraf etne achttöpsige Diebs* und Hehle*6cnt* Das Haupt der Diebe war der Schlosser Friedrich Wilhelm Zwei» aus Winnenden. Er stahl in Karlsruhe in einem Geschäfte, in de«» er als Hausbursche beschäftigt war, 70 Pfund Kaffee, dann macht« e* zahlreiche Einbruch«, wobei ihm größere Portionen Lebensmittel i* die Hände fielen. Gemeinsam mit dem Taglöhner Wilhelm BarÄ aus Büchig stahl Zweig einen Steintopf mit Butterfett »fw. Eber falls mehrere hundert Eier. Barth allein stahl vier Fahrräder, «ine» Topf mit ausgelassener Butter, 9 Krüge mit Heidelbeeren und etwa 420 Eier. Mit Barth zusammen entwendete der Kellner Emil Adols Hetting« aus Karlsruhe bei mehreren Einbrüchen zwei Flasche" Kirschwasser, mehrere Flaschen Wein, eine Anzahl Hartwürst« «st» Gemeinsam mit dem Kutscher Max Widmann aus Leipzig stahl He*> tinger auf einem Grundstück« an der Karl-Wilhelmstraße 7 Stallhase»- Die Diebe waren geständig. Sie wurden demnach verurteilt. Zwei» der zahlreiche Vorstrafen hat, zu 7 Jahren Zuchthaus, abzüglich * Monaten Untersuchungshaft, Barth unter Einrechnung einer friihetf* Strafe zu 5 Jahre« Zuchthaus, abzüglich der fcho« verbüßten Straf zeit, Widmann zu 1 Jahre » Monaten GefSuguis und Hettinger 1 Jahr« 0 Monaten Gefängnis. An den Strafen von Widmann tt«® Hetlinger gehen je 3 Monate Untersuchungshaft ad. Die bürgerlich«^ Ehrenrechte winden dem Zweig und dem Barth auf je 5 Jahre, d«* Widmann und dem Hettinger auf je 3 Jahre abgesprochen. A«sz«g auS ben Standesbücher« Karlsr«he. Eheschließungen. 20. März! Max Philipp von Bulach. KanSelaPstent hier. Min « Tretter von Bretten; Hermann Betsche von Flehinyen, Fabvlb arbeiter hier, mit Anna König von Willstätt; Wolfr. Hauger w* Lahr, Regierungsassessor hier, mit Bertha Welcker von Bruchsal. Todesfälle. 17. März: Lhdia Ernst, alt 31 Jahre, Ehefrau von Franz Erich« Packer: Wich, »ächte, Fabrikarbeiter, Witwer, alt 0« Jahre. Beerdigungszeit und Trauerhan« erwachsener verstorbene«. Mittwoch, den 21. März. 1 Uhr: Otto Weber. Hauptmann Ers. -Abteiluny. Feld-Artl.-Regiment Nr. 23. von Koblenz (Feu-^ bestattung). — 'AS Uhr: Marie Groß, Lackiers-Witwe, Augart««' strafte 29. — 2 Uhr: Andreas Zächlin. Gipser. Kaiserstraße 187. Vi3 Uhr: Klara Maper, Fabrikarbeiters-Ehefrau, Rintheim«^ striche 3. — 3 Uhr: Karl Baumann, Schreiner, Zähringerstroße — Yxi Uhr: Lydia Ernst, Packers-Eheftan, Durlacherstraße 19. — Uhr: Luise Schund, Privattere. Nuitssttaße 26 b (Friedhof SJW ! bürg). — Uhr: Frida Säbel«, Kauftnanns-Ehcftau. Kaisen straße 122. — S Uhr: Franz Klumpp, Oberreallehrer a. D., Amalie»' straße 30. — %6 Uhr: Karoline Martin, Schaeidermeifters-Wita^ Bekfortstrahe 17. — 6 Uhr: Alois Rienkemper, Musketier, Land»^ Jnf.-Regt. Rr. SS, 8. Kompagnie. Statt Karten V Karlsruh» Brbprinzmstr. 98 Maria Schneider Franz Schmülling Verlobt« Man. 1917 Ct»n EocKstadenatr. Sf Der Triumph des Lebens. Roman von Lola Stein. (21. Fortsetzung.) Ein Schweigen war zwischen Dr. Walter Rvnye «nd seinem Freunde Helmut Körner, al» Horst» Name gefalle« war. Malter sah krüb« vor fich hin, Helmut rauchte hastig in großen Zögen. Endlich stieß er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor; „Die Frau Marga ssvölt und pein-igt Ire« — ich weiß es wohl. Wenn sie auch nie darüber spricht. Wer da» ist es nicht — das nicht. Am den Mann müßte Iren« fort «ms diesem Hause.- Walter antwortete nicht. Da fuhr der Freund beschwör rend fort: ^unge, nimm doch Vernunft an! Sieh doch nicht zu, wie deine Schwester, die du so liebst, innerlich fich verblutet! Wie fie Naglos und lautlos zugrunde geht? Wie sie fich ver- zehrt in einer hoffnungslosen und gefahrlichen Liebes" Walter schüttelte abwehrend das Haupt. Er wollte Irenes Geheimnis, das er allein zu durchschauen geglaubt, nicht preis- geben. „Was redest du da für Zeug? Du bist auf falscher Fährte!" „Ach, Walter, gib dir doch keine Mühe! Du stehst, was ich sehe, weißt, was ich weiß! Unsere Blicke sind geschärft. Denn wir beide betrachten fie ja mit den Augen der Liebe." ^ „Immer noch, Helmut? Immer noch liebst du fie, trotz allem?" ^ „Ja, immer noch. Diese Liebe ist wie eine Krankheit in mir, die einzige, d« ich je kannte. Si« ijt wie ftestevd« Fe«er. ' A Eine tolle, eine gefährliche Leidenschast. Aber gefährlich nur. weil fie keine Erfüllung findet! Iren« soll mein sein und ich will sie glücklich machen mit allem, was gut in mir ist, mit allem, was ich zu geben vermag! Reiße fie heraus aus der Umgebung, in der fie langsam zugrunde geht, bringe sie fort aus den Bugen de» Mannes, in dessen Blicken fie die Erwiderung ihrer eigenen Gefühl«, den Widerschein ihrer eigenen Sehnsucht sieht! Tue es, Walter, ehe es z» spät ist. Es geschieht zu ihrem Hekl. And bringe fie mir! Biete'deinen ganzen bruderlichen Einfluß au<, daß ste «rtch endlich erhört. Dornt ist uns allen geholtem." Aber Walter Mttekde den Kopf. Jfotfn", sagte er fest, „niemals, Helmut, nie werde ich Irene mach dieser Richtung beeinflussen. Aus dem Volkmerschen Hause hätte ich ste lieber heute wie morgen fort. Aber nicht, um fie rrf» deine Frau zu sehen. Du bist mein bester Freund feit monier Kinderzeit, du weißt es. Aber weil ich dich so lange schon kenne, weiß ich auch: du bist nicht der richtige Mann für Irene." „Das alte Lied", sagte Helmut nervös. ^Za, ich weiß, an diesem Punkt versagt deine Freundschaft für mich. Warum bin ich nicht der richtige Mann für deine Schwester? Bitte, sage es mir. Kann sie je heißer geliebt werden als von mir?- ..Hecher vielleicht uicht, wohl aber tiefer! Denn deine Liebe ist Leidenschaft, Helmut! Nein, laß, ich weiß, was du mir sagen willst! Du willst anführen, wie lange d* Irene schon liebst. Aber was will das sagen, da deine Wünsche niemals EMLung fanden? Du würdest pe liebet», bis fie d« deiuc wäre, bis ihr Besitz, den du jetzt so ersehnst, dir etwas altes deutete. Dann würdest du dich neuen Sternen zuwenden und ^ von ihr. And für eine solche Liebe und Ehe ist mir Irene t schade." „Ihr kennt mich eben alle nicht", rief der Architekt heM Wie kannst du solche Behauptungen wagen? Wa« gibt dir Recht dazu?" „Dein jetziges Leben, mein Junge! Du behauptest, Jre^ hoffnungslos zu lieben und amüsierst dich dabei großartig allen möglichen Mädchen der ganzen und halben Welt!" Du sprichst wie eine hysterische alt« Jungser. oder wie & Kind! Nicht aber wie ein Mann! Und in diesem einen bist du ja auch kern Mann wie wir anderen! Dich zieht * nicht zu den Frauen, ich weiß. Du lebst nicht in der real^ Wirklichkeit, du lebst in deinen Träumen, deine« Phantast«^ Und außer Irene siehst du kein Weib." „Aber weil ich keine außer ihr sehe, weiß ich. wer z« ^ paßt! Weiß ich, was gut ist für fie, die ich über alles liebe glücklich wissen will." „Wenn du ihr Glück willst, darfst du sie nicht int merschen Hause lassen." „Hier versagt meine Macht. And ich sagte es dir vorv^ s chon : du siehst die Dinge ander? als wie fie sind. Du bist blind in deiner Verliebtheit, eifersüchtig." „Du warst es sonst auch auf jeden Verehrer Irenes. wich sogar? Auf Dr. Volkmer bist du es nicht? Seltsam^ (F-rtsstzung folgt.) ■e. 185. mm#**». KadkfH- Urs ff«. pat* ■menim^aal ßonnentog, SS. JUn, 8 Uhr Hans Pfitzner Lieder Abend llleatje Oanpredit VW Gammen m Am Klavier: Der Komponist. *m BKithner-FT&gal aas dem Lager reo Lodw. Schweiugat Karten so Mk. 4.—, 3.—, t- — bei H. Knntz N. OK. NeufeMt). Kaiserstr. 114 (Tel. 1850) und an der Abendkasse. Grosser Rathaussaal. MHttivoohy den 28. Mfirz 1017, abends «'/. Uhr liriMin Iii»« ralite AiM unter dem Schutre des badischen Landesvereins vom Koten Krem 3227.2.1 zu Gunst, der Ausland*-Nachrichtenabteilung über die Stimmungen in der Schwefe von Frofefisr Dr. Kraemer» kokenkeim. iniuiiimum» in»mi m iMi * »m iiM nnM «niiiminiwiinHw miiiHwn Karten ru Mk. 1.— und 60 Pff. sind in der Hofrausika!,- U.,„ n k'nrifr Nnc ;f Kurt NeufeMt, Handlung ilUgO IxUnl^, Kaiserstrasse 114, sowie i. Nachrichtenbüro, ZÜhringerstr. 98, pt, zuhab. O l ICH CZ> II C3 !l CD 11 CD IIOIIC3QIIC3 II CD II CD 11 CZ> II CD O 0 Kaffee Odeon Donnerstag abends 8 Uhr Grosses Familien - Konzert 5»! ~ 0 ö o o 5 o ö 0 0 o 0 0, . O m I ä CD 11 CD 11 CD' I C311 CD 110! I CD O! I CD 11 CD 11 CD 11 CD O verstärkt« Kapelle. Leitung: Alfons Zaget. Spielfolje. J. Wenn der Kaiser ruft, Marsch . 2. Feierliche Musik aus „Parstfal" 3. Odysseus Walzer nach Ofien- bachsch n Motiven .... 4. Fantasie a. d. Op. »Freischütz" 5. a) Türkisches Intermezzo . , b) Sulzzarlsche Serenade , . . 6. Ungarische Weisen ..... 7. Llebesgläck, Serenade .... 8. Nibelungen-Marsch . , Blankenburg. R. Wagner. EttHnger. Weber. Linke. Bakloff. Laslo- Silesu. Sonntag. Kaifee Bauer. Heute Mittwoch, 7'/« Uhr abend»« Groges Sonder- üizert der verstärkten Kapelle SperatL Programm: 3225 L .Zweierlei Tuch", Marsch . . . Jessel. 2. „Sterngucker-Walzer" .... Lehar. (nach der gleichnamigen Operette) 1 „Owrarture" rar Oper „Waffenschmied* Lortzing. 4. „Hochzeitstag aal Troldhaogea" Gtieg. 5. „Traumbilder", Fantasie .... Lombye. 6. „Ballet*Szene" B6riot Solo ffir Violine: Herr Schumann. 7 „Potpourri" a. d. Operette „Lustige Krieg" J. Strauß. 8. „Slarische Rhapsodie" .... Friedemann. 9. „Fidelea Wien", Walzer .... Komzak. 10. „Flieger-Marsch" a. d. Operette .Der fliegende Rittmeister" . . Dostal. KöMMches iüt jii ZmlRcht. Mittwoch.deu 21. Mir» 1917. 41. Borstellung der Abteil. A (rate Jlorte»). Die verkaufte Brmtt. von Max Duma». P ers »«tu: Kruschiua, ein Bauer M«E SSütttt«. Jtalliintö, seine Frau ' Marie Mosel Marie/beider Tochter Therese Muller-Re^ Micha, Grundbesitzer Gottfried Hagedom. Agnes, seine Frau Margarete Bruntfch. Wenzel, beider Sobn Hans Bussard. Hanö, Michas Sohn aus erster Ahe Helmut Neu»'da»er. . Kezal, Heiratsvermittler Hermann Sa. Springer, Direktor einer wanden». den Zdunstlertruppe Alfred Krasft-Lortzing. Ekmeralda, Tänzerin Johanna Mayer. Muff, ein als Indianer verkleideter AomiÄiaut Csofef Grötziuger. Sin Bauernmädchen Berta Wnrm. Der Pfarrer, der Lehrer, der Geme.ndewächter. Dorfbewah- ner beiderlei Geschlechts, Komödianten, Musikanten. Ort: Ein groheS Dorf in Böhmen. Zeit: Die Gegenwart. Anfang sieben Uhr. e.!lWnr. D. R. G..Nt. Jedermann kann mit dieser Adle ohne be- sondere Vorkenntnisse j arbeiten; zerrissenes ischubwerk, Zügel, Geschirre, Pferde- u. Wagendecken u. s. w. selbst reparieren. Schönster Steppstich, wie mit Maschine. Zahlreiche Anerkenn- ungen. Verpackt und portofrei m. verschied. Nadeln J/ 2.40 Na ' nähme od.Voreinsen., durch' 7931« Fr. Mayer, Rordd. Wnrstae Karlstr. SoYcrstohsadeQ S empfehien wir Dimer Pflfige n. Pflugteile Eiserne Eggen RübeismflbSen i Häckselmaschinen sowie s&mtliehe landwlrtfdiaftlidhe Feld- und @artengeräte. SeiÄr Baer Elssnhandlung am Haiserplatz, Ara:i!ien«iraBe 79. Telephon 968. m Korsetten! Korsetten! 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März 1917 H Das Gottesurteil Das Drama eines Fischermädchens w l Akten mit Gunnar Sommerfeldt». Auguste von Prangen ' in der Hanptrolle. Auf vielseitigen Wunsobi Die Fipma heiratet Lastspiel in 3 Akten. Lastspiel in 3 Aktes. Die Geschichte einer Problermameell. Regie: Karl Wilhelm. Die neusten Kriegsberlctite von allen Fronten. Aktuell. Zum gofl. Besuche ladet «gebeoat ein Friedrieb Seh alten. Palast - Theater HerrenntraBe IL. w Herrenstrasse. Bekanntmachung. Znr Förderung de» Obstbaues werden an die der städt. Kleingärten halbstämmige Obstbäume — Aepfel Zwetschen — in bewährten ©orter §0 Pfg.. b :er 1 SRL :n — in bewahrten Sorten ,um Preise von bezw. 1 Mk. 20 Pfg. da» Stück abgegeben. Die Abgabe erfolgt gegen Barzahlung in der Stadt- ärtnerei — Eingang Ettl,ngerstraße S — in der Zeit vom mgang « il. bis mit 24. ds. MtS. Städt. Gartendirektton. 3209 Besonders billige Zimmer- o. 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Auf der Tagesordnung stehen zunächst kurze Anfrage«. Abg. Dr. Hecksche r ( F. Vp.) fragt nach Behausung der Maro!» kodentschen, denen von den französischen Behörden in Marokko amtlich Mgesichert wurde, daß sie nach dem neutralen Ausland verbracht wür- den. Diese Zusicherungen zuwider, seien die Marokko -Deutsch«« nach Algier bis in die Oasen der Wüste Sahara verschleppt und nun- mehr nach Frankreich verbracht worden. Sowohl in Afrika, wie auch in Frankreich seien unsere Landsleute von den Franzosen in einer menschlich unwürdigen Art behandelt worden. Ministerialdirektor Dr. Krieg«: Das Versprechen der fran- zösischen Behörden in Marokko ist nicht eingelöst worden. Zunächst wurde gegen die menschenunwürdige Behandlung Protest eingebracht, sodann wurde zu Vergeltungsmahregeln gegriffen. Diese führten sofort zum Ziel. Die Verbringung der wehrfähigen Marokko-Deutschen nach Frankreichch ist durch Internierung französischer Untertanen aus den besetzten Gebieten und ihre Beibringung nach Nutzland erreicht worden. Dadurch ist auch erreicht worden, daß zu schweren Freiheit»- strafen verurteilte Deutsche freigelassen wurden. Abg. Dr. H e ck s ch e r fragt weiter nach sanitären Einrichtungen und brutale Behandlung deutscher Gefangener im Alexandra-Palast zn London. Ministerialdirektor Dr. Kriege: Inzwischen sind günstige Be- richte über die Zustände in den genannten Gefangenenlagern einge- gangen. Zu Gegen maßregeln liegt gegenwärtig kein Anlaß vor. Die Schweizerische Gesandtschaft in London ist gebeten worden, das Lager alsbald zu besuchen. Abg. v. Böhm ( Kons.) fragt nach Ausschaltung des angesessenen Handels und Gewerbes , bei Versorgung der Bevölkerung mit be- stimmten Gegenständen des notwendigen Lebensbedarfes. Ministerialdirektor von Oppen: Der Kleinhandel wird nach Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit herangezogen, der Lokalhandel wird von den Gemeindeverwaltungen nicht ausgeschaltet. Es besteht nicht die Absicht, den Kleinhandel zurückzusetzen, soweit es nicht die wirtschaftlichen Verhältnisse unbedingt erfordern. Das Gesetz über eine weitere Kriegsabga.be der Reichsbank wird ohne Aussprache in zweiter und dritter Lesung angenommen. Es folgt die zweite Lesung des Etats des Inntvm. Auf Antrag des Abg. Meier-Erfurt (Natl.) werden alle mit der Veamtenbesoldung zusammenhängenden Fragen zurückgestellt. Staatssekretär Dr. Helfferich: Der ELrt -'ntftnlt als hervor- springende Forderung die Einsetzung des Postens für einen zweiten Unterstaatssekretär. Dieser ist angesichts der weiten Ver- zweigung meines Ressorts eine unabweislich« Notwendigkeit, auch namentlich angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen Mobil- machung nach dem Kriege. Ich brauche einen freien Kopf und eine freie Hand. Ich bitte Sie, dieser Forderung zuzustimmen. Abg. GiesSerts ( Ztr.): Mit der Einsetzung eines zweiten Unterstaatssekrstärs sind wir einverstanden. Wir können auf das ganze Volk stolz sein ohne Selbstüberhebung. Besonderer Dank ge- bührt auch den Beamten und unseren Frauen. Die Kriogsgesellschäf- ten sind ein notwendiges Uebel. In kostspieligen Hotels sollte man sie aber nicht unterbringen. Ein erfreuliches Zeichen für unsere Volksversorgung ist die Einigkeit, mit der im Ausschuß die Resolution über den neuen Wirtschaftsplan angenommen worden ist. Der Land- Wirtschaft werden allerdings erhebliche Opfer auferlegt. In der In- dustrie hat sich gezeigt, daß sich mit den Vertretern der Arbeiter und Arbeitersekretären sehr gut auskommen läßt. Nach Friedensschluß sollte uns möglichst bald eine Vorlage für die Arbeiterkammern vor- gelegt werden. Hinsichtlich der Nahrungsmittelzufuhr muß schon jetzt Fürsorge getroffen werden, daß wir die Kriegsnot überwinden wer- den; aber wir werden auch durch Erniihr»«gsfrage» nicht gezwungen sein, den Krieg einen Tag früher zu beendigen, als uns dies notwendig erscheint. Jetzt, beim 25jährigen Jubiläum unseres Arbeitsschutzes haben wir unserem Kaiser und unserer Volksvertretung zu danken fü' das, was auf diesem Gebiet geleistet worden ist. Geradezu vorbilde lich hat die Gewerbeinspertion gearbeitet. Der Arbeiterstand muß zum gleichberechtigten Stand gemacht werden unter Mitwirkung der religiösen und ideellen Kräfte unseres Volkes. (Beifall.) Abg. Hoch ( Soz.): So günstig wie der Vorredner kann ich wnsere Sozialpolitik nicht einschätzen. Weite Kreise der Arbeiterschaft leiden unerträgliche Not. Die wenigsten haben die Möglichkeit bessere Löhne zu erlangen. Die tanze Dauer des Krieges hat pm Raubiban an der Arbeitskraft geführt. Die Errichtung einer handelspolitischen und sozialpolitischen Abteilung im Reichsamt de» Innern ist dringend zu fordern. Mit dem zweiten Unterstaatssekretär allein ist eg nicht getan. Vor allen Dingen muß dem Volk volle Bewegungsfreiheit auch hnsichtlich des Vereins- und VersanrmNmgsrechtes gegeben werden. Solange die kapitalistische Ausbeutung bestehen bleibt, bleibt auch der Klassenkampf, fördert man die Atberterinteressen, dann gibt man der Allgemeinheit. Abg. Dr. Streseman« (Ratl.): Hinsichtlich der Sozial- Politik entbehren die Vorwürfe des Redners der Begründmig. Vom Raubbau an der Bevölkerung kann keine Rede fein. Daß die Reichs- leitung den Unternehmen die Ausbeutung des Proletariats ermög- licht, ist nicht die Ansicht der Mehrheit der Sozialdemokraten. Unsere Wirtschaftslage wird mit der Dauer des Krieges immer schwieriger. Aber, daß wir immer noch sehr gut dastehen, ist ein Zeichen für die ungebrochene Kraft des Volkes. Für den Frieden find wir wirt- schaftlich gewappnet, die Waffen unserer Gegner müssen doch schließ- lich versagen gegenüber unserer und der wirtschaftlichen Kraft Oesterreich-Ungarns. Die Interessen des Handels werden in den Kriegs- ämtern nicht genügend gewahrt, am wenigsten von den aus dem Kaufmonnsstande hervorgegangenen Mitgliedern. Die Rohstoffabtei- lung ist Alleinherrscher in der Industrie. Durch mündliche Aussprache mit den beteiligten Aeintern, dem Auswärtigen und dem Reichsamt des Innern und dem Kriegsministerium sollten die Interessen unse- rer Industrie und des Handels mehr als bisher gefördert werden. SaZzWirser Dem neutrale» »»stand« darf man nicht die Lust nehmen, mit Deutschland Handel zu treiben. Bei Beschlagnahme sollte genügend Entschädigung gewährt werden. Bezüglich der Kanalprojekte muß von Reichswegen festgestellt werden, welche Wasserstraßen zu bauen sind »nd in welcher Reihenfolge. (Sehr richtig.) Wenn wir der Forderung für einen zweiten Unterstaatssekretär zustimmen, so wollen wir damit nicht die Organisation des Reichsaintes des Innern für abgeschlossen hakten . Die Reichsangelegenheiten sollten dem Reichs- justizamt übertragen werden. Der Pressedienst muß ausgebaut wer- den. Gewiß werden die wirtschaftlichen Kämpfe fortgesetzt werden, aber die Verständigung ist mehr und mehr gewachsen. Abg. von Brock Hausen (Kons.): Der neue Unterstaatssekretär ist notwendig. Vor 16 Jahren hat der damalig« Privat- dozent D r. H e l f f e r i ch auf das Abschneiden Deutschlands von der Getreidezufuhr für den Fall eines Krieges hingewiesen. Ich mache ihm keinen Vorwurf daraus, wohl aber dem Staatsmann, dem die Verantwortung dafür zufällt, daß die notwendige wirtschaftliche Mobilmachung unterblieb. Auch hinsichtlich der Stickstoffversorgung hätte der Reichskanzler gleich zu Anfang des Krieges mit den ver- schiedenen Ressorts in Verhandlungen eintreten müssen, um diese wichtige Frage in die Wege ju leiten. Der neue Unterstaatssekretär wird mit fester Hand in die Wirtschaft der Kriegsgesellschaften ein- greifen müssen. Ist es nötig, daß diese Gesellschaften gerade die teuersten Hotels mieten? Auch die von ihnen jetzt bezahlten hohen Gehälter bilden eine große Gefahr für die Zeiten, in denen die Kriegsgesellschaften wieder verschwunden sein werden. Die Stillegung der Betriebe bedeutet für viele kleine und mittlere Betriebe eine große Gefahr, ebenso für die Steuerlast der Kommunen. Eine Reform der Konsularkarriere ist nötig im Interesse der Handelsbe- Ziehungen zum Ausland«. Jetzt neue große sozialpolitische Einrich- tungen zu treffen, halten wir nicht für möglich, jetzt heißt es, unseren heldenmütigen Truppen die siegreiche Beendigung des Krieges zu ermöglichen und einen Frieden zu sichern, der unsere Entwicklung und den Ausbau des gesamten Wirtschaftslebens gewährleistet. (Beifall.) Abg L i e s ch i n g (F. Vp.): Einer Trennung des Reichsamts des Innern vermögen wir nicht zuzustimmen. Eine solche Trennung würde die Gegensätze nur verstärken. Uebrigens ist das Reichsamt des Innern schon im Laufe des Krieges mehr und mehr durch Schaf- fung des Kriegsernährungsamtes, der Kriegsrohstoffabteilung und des Kriegsamtes entlastet worden. Zu bedauern ist, daß die Zu- ständigkeit dieser Aemter nicht genügend abgegrenzt ist. Unsere Ar- beiterschaft hat sich während des Krieges glänzend bewährt. Die Gegensätze zum Unternehmertum werden bestehen bleiben, aber zwischen Kapital und Arbeit ist eine breite Mittelschicht, die ein gegenseitiges. Verständnis fördern wird. Hieraus oertagt sich das Haus auf morgen Mittwoch 1 Uhr: Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß 7 Uhr. « Aus dem Aelteste»-Ausfch«tz de» Reichstags. WTB. Berlin, 20. März. Der Aeltesten-A»ssch«ß des Reichstags trat heute vor Beginn der Vollversammlung zur Besprechung der Ge- schästsläge des Hauses zusammen. Anzesichts der derzeitigen Unübersichtlichkeit einigte man sich dahin, den Fortgang der Beratungen über den Etat des Reichsamts des Innern in den nächsten zwei Tagen abzuwarten und dann in eine erneute Besprechung der Geschäftslage einzutreten. Nach den» vorläufigen Plan ist in Aussicht genommen, zu Beginn der nächsten Woche den Etat für den Reichskanzler und die Reichskanzlei zu beraten, dem voraussichtlich der Wirtschaftsplan und die Ernäh^nngsfrsgen folgen. Aas dem Haashaltsansfchuft des Reichstag«. --- Berlin, 21. März. Laut „Vorwärts" haben die SozZaldemo- kraten im Haushaltsaueschuß des Reichstages beantragt, den Reichs- kanzler zu ersuchen, mit möglichster Beschleunigung eine Reform de» militärischen Beschwerderechts herbeizuführen, und darauf hinzuwirken, daß Mannschaften, die verwundet oder krank aus dem Felde in Lazarette oder Heimat überwiesen werden, vor ihrer Rückkehr zur Front oder zu ihrem Ersatztruppenteil einen entsprechenden Urlaub erhalten. vie frankfurter Ausstellung von Arbeiten Deutscher Internierter. ----- Frankfurt a. 9L, 18. März. Vor wenigen Tagen erfolgte im „Palmengarten" i» Frankfurt a. M. die festliche Eröffnung der er- ften, auf deutschem Boden stattfindenden Ausstellung von Arbeiten Deutscher Internierter in der Schwei». Die vom Ausschuß für Deutsche Kriegsgefangene w Frankfurt veranlaßt« und durchgeführte Veranstaltung soll der Heimat zeigen, in welcher Weise ,^>ank dem einmütigen Zusammenwirken der mit der Hospitalisierung betrauten, eidgenössischen Behörden mit der der Deutschen Gesandtschaft in Bern angegliÄ>erten Abteilung für Gefangenenfragen", die Tätigkeit un- serer Internierten sich an den gastlichen Stätten ihres jetzigen Auf- enthalt? abwickelt, welche Arbeiten daraus hervorgehen »nd in welcher Weise für die Fortbildung »nd Unterhaltung unserer Lands- leute gesorgt ist. Eine besondere Weihe erhielt die Feierlichkeit durch die An- Wesenheit der Kaiserin »nd der Schirmherrin der Ausstellung. Prinzessin Friedrich Karl von Hesse». Neben der Fülle von Erzeugnissen der allerverschiedensten Art und der hauptsächlichsten Gewerb«, welche deutsche Emsigkeit und Fleiß »nter der Schweizer Oberleitung der Beschästigungsstellen (pro captivis) und der genannten Abteilung der Gesandtschaft bekunden, erregen die übersichtlich ausgestellten ver. schiedene Lehrpläne für fachgewerbliche und allgemein - bildende Fächer, die im Unterricht entstandenen Arbeiten und die Tabellen über Unterrichtsbeteiligung, sowie das Hausblatt unserer hospitali- sierten, deutschen Kriegsgefangenen, die „Deutsche Interniertenzei- tung" mit Beiblatt, die' Aufmerksamkeit der Besucher. Das durch jede Postanstalt beziehbare Blatt verdient sowohl als Dokument der Zeit als des Inhalts und der Unterstützung des Unternehmens halber von jeder deutschen Gemeinde - mitgehalten zu werden und würde auch für Lazarette einen willkommene« Lesestoff bilden. Mit Freude und Stolz findet Bade» sein orthopädisch-chirurgi- sches Reserve-Lazarett Ettlingen ebenfalls auf der Ausstellung ver- treten, das heute als größte, deutsche Musteranstalt gelten darf und durch kriegsministerielle Verfügung vor einiger Zeit auch Veratungs- jus zu Hauskuren und Materialbeschasfungsstelle für die Stansstader orthopädische» Werkstätten geworden ist. Die von diesen Werkstätten gelieferten «nd mm der Ersatzglied»- Abteilung obigen Lazaretts auf Ansuchen der Gesandtschaft «l» Musterstücke ausgestellten Erzeugnisse an Kunstschuhen, Stützschie»«», Ersatzgliedern und anderen orthopädischen Hilfsmitteln fanden da» besondere h-che Interesse Ihrer Majestät, die sich eingehendst auch dt« Behelfsglieder und anderen Erfindungen des Leiters der Ettling«« Ersatzgliederwerkstätten, Professor Dr. vo» Baeyer, erklären liehen. Die Stansstader Werkstätten ermöglichen mit Arbeitskräften aus d« Zahl der Internierten die baldige Versorgung der orthopädische» Fäll« mit den erforderlichen Hilfsmitteln, die unsere Kriegsbeschädi^ tsn als Gefangene in Feindesland leider hatten vermissen müssen. Das Ergebnis der Ausstellung verspricht ein gutes zu werd««, was zur Ermunterung unserer Internierten beitragen »nd die Mühe der Beschästigungsstellen und Ausstellungsleitnng hoffentlich verloh- nen wird. * » Auf der Rückreise vo» der Frankfurter Ausstellung oon Arbeite« deutscher Internierter in der Schweiz besuchten die Schweizer Gast« auch Heidelberg und Karlsruhe und wurden von der Großherzogin Luise empfangen. Das „Berner Tagbl." schreibt über den Empfang folgendes: „Die im hohen Alier von 78 Iahren stehende Fürstin ließ sich jeden von uns einzeln vorstellen und unterhielt sich in liebens- würdigster und leutseligster Weise mit einem jeden. Mit denen von der Presse sprach sie über die schwere und schöne Aufgabe der Schwei- zer Presse in dieser Zeit. Nach dem Empfang wurde der Tee gereicht, wobei rechts von der Großherzogin Gräfin Einsiedel, links Herr Oberstleutnant von Deschwanden saß. Auch nach dem Tee nahm die als große Wolhtäterin bekannte und verehrte hohe Frau wiederholt Gelegenheit, jeden einzelnen von uns in zwangloser Weise ins Ge- spräch zu ziehen. Sie kennt das Werk an den Internierten in der Schweiz in jeder Hinsicht gründlich und unterstützt dasselbe nach besten Kräften. Der ganze Empfang, der durchaus zwanglos war, dauerte zwei Stunden und hinterließ uns einen nachhaltigen Eindruck, weil wir sahen, wie sehr auch Deutschlands höchstgestellte Männer und Frauen im Siebeswerk für die vom Krieg Getroffenen völlig und ganz auf- gehen. Beim Abschied, wobei die Großherzogin wieder mit jedem herzliche Worte wechselte, überreichte sie allen als Andenken ein Büch- lein mit Ansichten von Karlsruhe, die sie einzeln erklärte. Am Abend waren wir im Hostheater von Karlsruhe zur Aufführung von „Ariadne auf Razos" und am Sonntag vormittag erfolgte die Rück- reise «ach der Schweiz, wo die Teilnehmer in Basel nach allen Rich» tungen der Windrpse auseinander flatterten. Die Grenzüberschreitung in Otterbach ging in kulantester Weise vor sich und weder den beut- schen noch den schweizerischen Zollbehörden mußten wir das Gepäck öffnen. Der Ausspruch „Ts wird durchgehalten" ist keine Phrase: aus allem und jedem haben wir gesehen, daß Deutschland nie entschlossen« war, unter willigem Anfsichnehmen aller, auch der schwersten Opfer, den Krieg durchzuhalten und ihn zu einem für Deutschland ehrenvolle» Ende zu führen." " Perssmalnachrichtsn j ans de« Bereich? des 14. Armeetorp». Befördert wurden: WM Leutnant d. Landw. Inf. 2. Aufgeb.: Frendemann (Karlsruhs), Viz?feldwsbol'. zu Leutnants d. Reserve: Vizefeldwebel Mittler (Mannheim), im Jäger B. 9lr. 6, dieses Berts., Vizewachtm. Schenk«! (Rastatt), d. Feldart., Vizefeldwebel Fünck (Karlsruhe), d. Inf. zu Leutnants d. Landw. Inf. 2. Aufgeb.: Maisch, Feldwebel (Mannheim), Holzinger (Pforzheim), Hofmann (Hugo), (Freiburg), Vizefeldwebel! z. Leutnant d. Res.: Müller (Bernhard). (Marnheim), VizefekdwebÄ: zum Oberleutnant: Leutn. d. Ref.: Mall (Anton) d. Feldart. Regts. Rr. 30 (Donanesthingen); zu Lt. d. R.: die Vizefeldwebel: Seitz (Donaueschingen), Kohler (Stockach)' Offiziersaspirant Herbert (Karlsruhe), zum Leutn. d. Landw. Fuß- art. 1. Aufgeb.; z. Leutn. d. Ref.: Läubin (Donaueschrngen), Vize» Wachtmeister. MemMen. AMmm. MMeWm elt. der etatmäßige« Beamten der Gehaltstarffabteilunaen H bis K, sowi« Ernennungen, Versetzungen »sw. von «ichtetatmäßige« Beamten. >»» de« Bereiche de« Ministeriums des »r«tzh> $•»{«». der Justiz »nd d«s Auswärtig««. versetzt: Ivsttzaktuar Iukws SSffler beim Amtsgericht Freiburg MN Amtsgericht Genyenbach. I» R«heSand versetzt: Gerichtsvollzieher Franz Kirn beim Amtsgericht Lörrach feinem Ansuchen entsprechend wegen leidender Gesundheit unter Anerken- nung seiner langjährigen tv?ngeleisteten Dienste. A»s dem Bereiche des Großh. Ministeri»ms des Inner». — » r » hh. ver»alt«»g»h»f. — Etatmäßig angestellt: Wärterin Anna Grub bei der Heil- «nd Pflegeanstalt Wiesloch. «»» de« vereich« d«s «roßh. Mi»ist«,i»«, der Fi»««,«». — Zoll- »nd Steoerdirektioa. — Ernannt: der OHersteuerauffeher Isidor Dnttle m Mannheim zum Steuer» affistent. versetzt: der Buraugehilfe Karl Kleyer in Mannheim zum Steuerkoin- missär für den Bezirk Bruchsal und der Bureauassistent Gustav Wei» ler in Bruchsal zum Steuerkommissär für den Bezirk Mannheim. Etatmäßig angestellt: als Bureauassistenten: die Kanzleigehilfin Wilhelmine Meier bei der Bezirksbaninfpektion Konstanz und Wilhelm Deuchler bei der Technischen Rivision des Finanzministeriums, Vergnügung?- und Versins-Nnzeiqes. (Das Nähere bittet man aus dem Anzeigenteil zu ersehen.) Mittwoch den 21. März Tolosseum. 8 Uhr Vorstellung. bei Fulda sss Gicht und StoWechselWen! I. Mai bis !. Oktober 19»7. Der neue Vadehos :: LZervorragenöe Küche. :: Alle Drucksache« frei durch die Kuroerwaltang, k r. WS. «Wa«UM. mm*#, tmtLwmn im, SavkfiH- MrVff«. Kaiser Wilhelms-üniversitätStra^burgLEIs. Um Verseichnf!) der Vorlesungen für das Sommerhalbjahr 1917 ist erschienen und kann auf Verlangen von dem Oni versitStseekretaristnach aaewärts unentgeltlich abgegeben werden. UG0k Der Raktor dar Unhrar jitflt: Jost Wein-Versteigermg. W«ge» _ . . tefi. Ve» »3. M «asthof »um ^Ochsen- w Ackern axta aufgab« versteigere ich kommenden Frei- nachmittags 1 Uhr v»ai»»«»d. im t«S«0 Ltr. Weißwein ^ der Jahrgänge lftll, 1815, 11»«. Otto Elsele. Ausstellung u. Verkauf von Arbeiten Varwnndoter an den hiesigen Lazaretten im Sitzungssaal de* Boten Kresm, Stefanlenstr. 74, am 24, 2S. msd 26. Mär* 1917. Qeöffnet ron 11—1 Uhr und 3—6 Uhr. Eröffnung: Samstag, den 24. März, yorm. 11 Uhr. Eintritt ZI 4 , Kkxkr 10 4 , Soldaten Tom Feld w. abwftrtafrm. Sonntags allfernemar Eintritt 101. t Bob recht zefaMehen Beuch ladet ein 3820 Der Vorstand. Fröbelseminar sür Kindergärtnerinnen und Jugeadleilertaaen arit AbscWuB prüf uro unter staatlicher Leitaiis. Karlsruhe, Veriiolxstr. 44. 1486 Auskunft und Prospekte: Karlsruhe, Hirschstraße 126. GeechUtsstunden täglich, außer Samstags, 8—4 Uhr. Der Vorstand der Abt. d des Badischen Frauenvereins. Vt werde« noch augeuomme«. Umjllp S. Mnlfloger, Vt'Ä'ÄoS: Dnentbebriiä fürs Feld sind: ttaaier-Apparate, Rasiermesser, cause Ita- sterararnHiiren,sowieflaarschneldein aschin. Za haben in größter Auswahl im Spezialgeschäft Karl Hummel Telephon 1547. «S" Werderstraöe 13. Uutzlzslz-VerKauf. ,, Das städtische Forstamt Sil «>»gen versteigert am EamS '°S. 24. Mär« 1917, vorm it. '"»88 9 Uhr, im alten Rathau» A Villingen: 5800 Festmeter NadeUangliolz. LoSverzeich- nt fTe durch daS städt. Forst- °Mt. ^ 1104a Millingen, IS. Mär» 1P7. Der städt. OberfSrster. Neukirch. Plittersdorf. Sappeln« uaö SBeiben« Zinsieigermz. . Di« Gemeinde PlitterS- ? #t f versteigert am SamStag, 24. d. MtS^ vormittags i?. Uhr anfangend, auf den ^em-Jnfeln: ^ Stück Pappeln vi» 1,45 . Fstm. abwärts, 88 Stück Bellen txw 1,31 .Fstm. abwärts, *3 Stück Weiden von -><30 „ Fstm. abwärts, 1 Aspe von 1^1 Fstm. ab- . wart». ».Zusammenkunft um besagte beim Rathaui. Auszüge r*tb«» nur auf Verlan?-» ».gefertigt. 1138a Plittersdorf. 18. Mär, 1S17. Der Grmeinderat: Lhria, Bürgermstr. Fritz, Ratschr. a. D. ll lLinjSi»r. öheis BndelKäinle .SKlrclilißiin-TecR™. •Jatltut I. Ranircs fllr Handels- "'»sensdKifle!) and Sprachen JJahres -u.Halbjanr.^Uursc« ?*sche u. sichere Vorbercltun? ■ ti n js hrigen - Examen (»«»> ^VoikM chdur)» Pensionat» '•WfidttJ Behebung ron B B I Schul schwlerl gkelfcn fj HniiiiWn Ittprfl. Ich kaufe S^.ES»e aller Art. auch -_x in.»,. ?,5 «klumpen und sonstige fnmben. Mit Genehmigung sei Reichssackstelle. ®7705 ■v L Brief. ftqfanenftr. 3. r >. ^Vtötoel bFi, r Art, sowie Betten, Tep- Federbetten, Matratzen %?» und zahlt gut zu jeder „ Fr > Schuster, o 1"8 Ludwig-Wilhelm str.18. 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