MWt WW Z M Mend-Ausscrbe. Berbreltetste Zeitmll VaSeiiS. ^ Kezugs-Ureife: Verlage abgeholt —.77 —-S? '»d. Zweigstellen . —.82 1.02 «« tue t>mi8 ge- «tesWia&tikt) liefert . 2JO 3JJÜ Wto&tt: bei «b. Wo«tfi a.?Ästscha«er 230 UN k. Briefträg« ^gl. Lm«r^ ws Sau s it>KL 2.KS ^^ige Kammern . .6 Pfg. **öfeere Nw nmern . . 10 Pfg. fiteWU nächst ^Äotferftaafee mü> Marktplatz, ^ief. od. T-l_-Sldr. lanit nicht _ auf Kamen, sondern: ®<*b. Presse. Karlsruhe. KenorabMnzsigsr der Residenzstaat Karlsruhe und dos Grstzherzogtums Baden. Unabhängige nuv am meisten gelesene Tageszeitung in Karlsruhe. 1 Nummer „Karlsruher Unterhaltungsblatt" mit Illustrationen. Jährlich 1 Fahrplan. 1 illustrierter Wandkalender, sowie viele sonstige Beilagen. Weitaus größte Bezieherzayl vo« alisn in Karlsruhe erscheinenden Iewmgen Eigentum und Äerlag vo» Ferd. Thieraarte». Thsfrsdatteur^ Ulbert Herzog. Verantwortlich für allgem. Politik und Leuilleton: Anton Äudokph, für Sadische Politik, Lokales, bad. Chronik und den allgemeinen Teil: I.V.: AntonRudolph, süvdenSnzei« genteil A. «inderspacher. sämtl. in Karlsruhe i B. Saliner Vertretung: Verl!» Via, Aszeigev: Die Kolonelzeile LS Pfa^ dieAe« Ilamezeile 75 Pfg, Reklamert au 1. stelle 1 M?. die Zeile. VeiWiederholuneen tertsjester Rabatt, d«, be. vttchteinhaltunfl des Zieles, bei gerichtliche« Vetreibvngev vnd bei Staubt? kv (t»f;er ftraft tritt. ^a#fchcA=ßin»l- en Dorfe Brest nördlich des Doiransees vor. Sie wur- ^ydoch durch Feuer verjagt. An der unteren Struma Schar- Iis* Zwischen Wachabteilungen. Bei Enikäj wurde eine halbe «ng- Vm ^° m P a a«ic durch unser Feuer vertrieben. Bei Enik Mahis z«r- € ™ e bulgarische Erkundungsabteilung eine berittene, von titb« tcrn begleitet« englische Abteilung und erbeuteten 6 Fahr- !■ Gewehre und anderes Kriegsmaterial. Rumänische Front: Bei Zsaccea und bei Galatz Artilleriefcuer. Tom westlichen Kriegsschauplatz. ^ i e russischen TruppenanderWe st front. S5 ^ Basel, 25. Juni. Die „Basler Nachrichten" melden vom ^ at ' S " Die russischen Truppen haben die französische S>„. "erlassen und sind aus dem Lager von Mailly nach dem jS«t von La Courtine verbracht worden. Einige Abtei- "Seit wurden nach Neuf Chatcau verbracht. (Frkf. Ztg.) Die Luftangriffe anf England. Verluste beim Luftangriff auf London. London, 26. Juni. (Nicht amtlich.) Amtlich wird bot, 11* Legeben, daß die Verluste bei dem Luftangriff auf Lon- Juni 157 Tote und 432 Verwundete betragen. 3«ji London, 26. Juni. (Nicht amtlich.) Die Zunahme der .^ Todesfälle infolge des Lustangriffes auf London am 13. ' ?°rauf zurückzuführen, daß eine Anzahl von Verletzten ge- MW lit ' während noch mehrere Leichen unter den Trümmern ge- wurden. Unter den Toten befinden sich 24 Frauen und 42 - unter den Verletzten 110 Frauen und 100 Kinder. Deutscher Heeresbericht. Ähafke ArMerie- tnrö SraöeaMmpfc. — Mi Öwmanorlflß öer Franzosen aus Msere ZZhellsieiluNen bei Zvrtebise. ^ Wlgreiche öeuAie Sl^iruvUnler- RwngeL WMch von Aure. — ZecMragenöe FliMrleislmett. MTV. Gr»besHa«ptqvartier, 28. Juni. (Amt!.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeereSMyt SrWrmz AMecht- . Längs der Front bekämpften sich die Artillerien stel- '»weise unter grobem Munitions-Einsatz. Gegen Zufanteriestellungen richtete sich die Feuerwirkung nur -n 'Uzeluen Abschnitten meist zur Vorbereitung von Er- u»d«ngsstLhen, die mehrfach zu Erabenkä mpfen Ehrten, HentSgNM Kronprinz. k Bei Vauxaillo« lag starkes französisches J !t uer auf den feit deu Kämpfen vom 20. und 2t. Juni fest " »«serer Hand befindlichen Gräben. Räch lebhaftem Feuerkampf griffen die Franzosen ^dwestlich des Gehöftes Hurtebife die von uns neulich ^onnenen Höhenstell««gen an. Der Gegner drang °t$ schwerer Verluste, die seine Sturmwellen rn unserem Feuer Fitten, an einigen Stelle« in unsere Linien. Sofort ein- jtaid«: Gegenaagrisf watf ih« zum grötzten Teil 'ieder hinaus. ^ Die Artillerietätigkeijt war auch in anderen schnitten der A i s n t« und Champagnefront bei ht «* Sicht recht lebhaft. Ein eigenes Stohtruppunternehme-n, südöstlich ** I (i h n t e, führte zu dem beabsichtigten Erfolg. Heeresgnlppe Herzog Albrecht. Nichts besonderes. » I Rittmeister Frhr. v. NichtHofen hat in den beiden ^ten Tagen seinen 8 4., 3 S. u n d 5 6., Leutnant Allmen- # e b e t gestern seinen ZV. Gegner im Luftkampf besiegt. Oestlicher Kriegsschauplatz. > Südwestlich von Luck und zwischen Strypa und ^jestr hielt die rege GefechtstLtigkeit an. Mehr- j' wurden russische Streifabteillungen ver- ''St. Mazedonische Front. ^ Die Lage ist unverändert. In Vorfeldgefechten behielten vulgaren die Oberhand, w Der erste Generalquartiermeister: Ludcndorff. Der NciliMmkte U-Bostkrieg. Neue U-Boots-Erfolgc: S2 S80 B.N.T. AZTB. Berlin, 26. Juni.. (Amtlich.) Neue U-Voots- Erfolge im englischen Kanal, i„i Atlantischen Ozeau und in der N o r d s e e : 2 4 0 0 0 S.NJJ. Unter den versenkten Schiffen befinden sich: ein englischer Frachtdampfer, ein groszer tiesbeladener durch Zerstörer ge- ficherter englischer Tankdumpser, ein bewaffneter Dampfer von 6000 Tonnen Ladung anscheinend Stückgut, der aus einem Ge- leitzug herausgeschossen wurde, sowie zwei bewaffnete Dampfer, von denen der eine Palmöl und Safransaat geladen hatte. Ei« weiterer versenkter Dampfer hatte Grubenholz als Ladung. Der Chef des Admiralstabes der Marine. MTB. B e r l i n, 26. Juni. (Amtlich.) Unsere Mittel- mee r-U-Voote haben neuerdings 10 Dampfer und 9 Segler von insgesamt 28380 B.R.T. oersenkt. Unter diesen Schiffen befinden sich: der englische bewaffnete Dampfer „K a-l l u n d b o r g" (1380 Tonnen), der italienische bewaffnete Dampfer „F e r t" (3367 Tonnen) und ein unbekanntes feind- liches Schiff von 4000 Tonnen. Die Ladungen Mer ver- senkten Schiffe waren für feindliche Häfen bestimmt und ent- hielten 9400 Tonnen Kohlen, 7100 Tonnen Eisenerz, 3800 Tonnen Treiböl, ferner Schlachtvieh, Olivenöl, Erdnüsse, Salz, Wein, Benzin und Schwefelkies. Der Chef des Admiralstabes der Marine. England und der U -Vootkrieg. Bz. Berlin, 26. Juni. (Privat). Der Kommandant einer U-Bootsfalle und deren Ingenieur, die beide in deutsche Gefangen- schaft gerieten, machen über die englischen Verhältnisse folgende in- teressante Angaben. Ein Mittel gegen die U-Boote gibt es nicht. Die Minen sind ungenügend. Der Kampf gegen die U-Boote ist hoss- nungslos, wie das Suchen einer Stecknadel im Heuschober. Man Keht nichts und wird selbst gesehen. Die 500 Motorboote, die Amerika lieferte, taugen absolut nichts. Die Kummischifse seien eine dumme Idee Churchills. Ein Personalmangel sei nicht vorhanden, dagegen sei die Besatzung der U-Bootfallen allerdings sehr minderwertig. Nur der Kommandant sei aktiv. Die Matrosen seien blutjunge Kerls, die> nie auf See gefahren seien. Das Gleiche gelte von der Geschütz- bedienung der Handelsschiffe. An einen Angriff der Flotte auf Zeebrügge glaubt der Kom- Mandant nicht, da Zeebrügge zu stark befestigt sei. Er zweifelt auch, dag es nochmals zu einer Seeschlacht kommen werde. Der U-Boot- krieg sei sehr wirkungsvoll. In England seien bis heute noch kein« Lebensmittelkarten eingeführt. Man könne für bares Geld noch alles kaufen, solange es vorhanden sei. Dieses System sei jedoch ruinös. Am kritischsien stehe es mit dem Weizen. Der Eintritt Amerikas in den Krieg an der Seite der Entente habe nur eine finanzielle Bedeutung. Dies alles nütze England nichts, wenn die Frachtraumfrage nicht gelöst würde und sie sei eben nicht zu losen. In England sei alles kriegsmüde. Zwar glaube man noch an einen Sieg, dagegen nicht mehr an die Zertrümmerung Deutschlands. Die Siegesgewihheit sei nicht mehr so groß wie vor einem Jahre. Der wahre Sieger werde Japan oder unter Umständen Amerika sein. Die Schankwirtschaften seien nur zeitweilig am Tage geöffnet. Por- ter dürfe nicht mehr gebraut werden. ?.?an sehe auch deshalb in letzter Zeit nicht mehr so viel Betrunkene. Auf die Presse wird viel geschimpft. Die Dinge in Griechenland. Unter der Herrschaft der Entente. WTB. Paris, 2g. Juni. (Nicht amtlich.) Die „Agence Haoas" meldet aus Athen: Ministerpräsident Z a i m i s gab dem König den Wunsch zu erkennen, ihm das Eni- lassungsgesuch des Kabinetts zu überreichen. In der gestrigen Unterredung mit I o n n a r t erklärte der König sein E i n v e r st ä n d n i s, V e n i z e l o s die Sorge für die Bildung eines neuen Ministeriums anzu- vertrauen. WTB. Paris, 26. Juni. (Nicht amtlich.) Die „Agsnce Havas" läßt sich unter dem 24. Juni aus Athen melden: Ober- kommissar Jonnart hat an den bisherigen Miinsterpräsidenten Zaimis eine Note gerichtet, in der er unter Hinweis auf die in der Note der Mächte bereits auseinandergesetzten Er- wägungen über die Verfassungswidrigkeit der gegenwärtigen Kammer die Regierung zur Einberufung der auf- gelösten venizelistischen Kammer auffordert. Zaimis, der nach seinem dem Lande und dem König ge- leisteten Dienste seine Aufgabe als beendet ansieht, hat im Interesse der Wshlfahrt des Landes zur Beruhigung und Ver- söhnung gemahnt. Das neue Kabinett Venizelos' wird am Dienstag oder Mittwoch vereidigt werden. Ein Protest der Epiroten. — Bern, 25. Juni. Der „Bund" gibt lt. Frkf. Ztg. Meldungen der Saloniker Presseagentur aus Genf wieder, wonach die Bevöl- kerung vom Epirus von der italienischen Proklamation, durch die der griechische Epirus zn Albanien geschlagen und unter italienisch« Schutzhcrrschast genommen wurde, aufs Peinlichste berührt ist. Die Italiener hätten bereits die griechischen Schulen geschlossen, um sie durch albanisck>-italienisch« zu ersetzen. Die Abgeordneten von Ianina richteten durch den Oderkommi^ar der Entente Jonnart, ein von Tausenden von Unterschriften l-edeckt« Resolution des e^irotischen Volkes an die Schutzmilchte, worin es heißt: „Der Epirus ist wegen der Besetzung Ianinas und anderer Gebiete durch die Italiener in grögter Besorgnis. Da? Volk kann sich nur dann beruhigen, wenn zugleich Truppen der Schutzmächte und Ruhlands in Albanien ein« rücken. Sonst lehnt das epirotische Volk jede Verantwortung ab und ist entschlossen, sich bis aus den letzten Mann zu opfern, ehe es die Be« setzung seines Gebietes durch «ine fremd« Ration anerkennt, mit der es durch keinerlei Bande verknüpft ist." — Bern, 25. Juni. Der „Temps" meldet aus Athe^: vi« italienisch«« Behörden haben den Wunsch durch ihre Truppen lx- kündet, die im griechischen Epirus besetzt Zone abzugrenzen, nm jede« Zwischenfall zu vermeiden (Frrf. Ztg.) Zie Resolution in RchlM. Zur Lage. WTB. London, 26. Juni. (Nicht amtlich). Nach einer Meldung des Reuterschen Büros aus Petersburg unterbreitete der Finanz- minister der vorläufigen Regierung Gesetzentwürfe betr. die Erhöhung der abgestuften Einkommensteuern bis auf 30% auf Einkommen, tri« 400 000 Rubel übersteigen, sowie betr. die Einführung einer Kriegs« gewinnsteuer von 70 bis 99%. WTB. London, 26. Juni. (Nicht amtlich). Das. Rsutersche Büro meldet aus Petersburg, daß bei den wichtigsten Privatbanken in Pe« tergburg die Zeichnungen auf die Freiheitsanleihe je 100 Millionen Rubel erreichten. TU. Stockholm, 26. Juni. Der dem russischen Generalstcu» zuge« teilte britische Oberst Rikock, einer der Haupttriegshetzer, der als »In, struktor der russischen sogen. Marjch-Kolonne durch sein arrogan» tes Austreten bei den Petersburger Soldaten sich sehr mißliebig ge- macht hat, wurde anf offener Dtra'ge von den Soldaten verhaftet und nach einer Kaserne gebrecht, wo er trotz seines Protestes die Rächt über verbleiben mußte. Die britische Botschaft, durch das Berschwin» den des Obersten beunruhigt, wandt« sich an den Chef des Peters» burger Militärbezirks, der Rikocks Aufenthalt erkundete. Gutes Zureden half nichts, erst als den Soldaten eine streng« Untersuchung gegen den britischen Obersten versprochen wurde, dürfte dieser die Haftstelle verlassen. (Boss. Ztg.). Nusz^and und die Kriegsfrage. Bz. Berlin, 2o. Juni. (Priv.) Die Manifejlationen in Peters- bürg bedeuteten nach dem „Djen" „eine grandiose BolkserklZrung gegen den Krieg". „Man muh der Wahrheit ins Auge sehen. In Rußland besteht eine mächtige Volksmeinung zugunsten des Frit« dens. Durch kein« Worte kann diese verdeckt wenden und jeder Versuch, diese Wirklichkeit nicht anzuerkennen, ist nicht nur von vorn- herein zum Mißerfolg bestimmt, sondern führt auch zu gegenteilige« Resultaten." Ueber die Fvagen, die auf diesen Versamnrluirgen von den Mas- scn erörtert wurdon, und über die Gesichtspunkte, auf die man sich bei ihrer Beurteilung einigte, heißt es im „Rjetlch''. „Die Schuld am Kriege falle ans Serbien wegen seines Ueberfalls auf Oesterreich; n>as Deutschland angeht, so verteidigte es sich nur; der Hayptfeiad ist England; die freien großen Demokratien, die englische und frau» zcsische, verfolgen das Ziel, ihre Bourgeoisie zu bereichern; die de«t» Jchc Sozialdemokratie könne der russischen Demokratie die Hand hm- halten , Ferner sprach man von einem Separatfrieden mit Deutschland; von einem Druck aus die B«rbünd«ten, um ein rasches Kriegsend« herbeizuführen; davon, daß die von den Deutschen besetzten Gebiet» ihrem Wesen nach keine russischen seien, daß man die Freiheitsanleih« nicht zeichnen dürfe usw." Antibritische Stimmung. TU. Stockholm, 26. Juni. Der Berichterstatter der „Voß. Ztg.^ meldet von einer ernsten Gärung innerhalb der Kirgisenbevöl« kerung im südwestlichen Sibirien, die als Schiffsarbeiter «mf deu Flüssen Tobol, Tschim und Jrtysch befindlichen Kirgise» haben, wi« auf Kommando, die Arbeitsstätten verlassen und sich nach den Heimat- lichen Städteniederlassungen begeben, so daß die gesamte westsibirische Schiffahrt eingestellt werden mußte. ^ Südöstlich von Omsk sammeln sich bewaffnete Kirgisen, deren Anzahl bereits auf 10 000 Man» Fuß- volk und Reiter beziffert wird. Wo die Kirgisen ihre la«d»mrtj«haft- lichen Produkte noch auf den Markt bringen, weigern ße ßch^ die Bezahlung in russischem Papiergeld entgegenzunehme« und sind «ur zum Tauschhandel bereit. Diese separatistische Bewegung breitet sich rasch nach Westen und Südwesten aus, und hat bereits die Kirgisen links der Wolga, nach Mirachan und Orenburg zu, ergriffe». Rußland und Zapa«. TU. Genf, 26. Juni. „Petit Journal" meldet; Japan er- neuerte das Angebot an Rußland zu einer sofortigen Neorgani- sation des russischen Heeres durch Japan. (?) (D. Tgsz.) Der Kruch mit Amerika. Die amerikanischen Kr iegsmaß nahmen. <=. Basel, 25. Juni. Die „Basler Nachrichten melden; Der „New Pork Herald" berichtet aus New Pork: Die Musterung«« werden am 1. Juli stattfinden und etwa sechs Wochen dauern. Am 13. August wird das erste Kontingent vo« 300 000 Bfct«« unter die 16 Ausbildungslager verteilt. (Frkf. Ztg.) Ei« Beschlag«ahmerat. WTB. Wahington, 26. Juni. (Nicht amtlich.) Mellmng des Reuterschen Büros. Präsident Wilso» hat durch ein« Ausführuags« Verordnung «inen Beschlaguahmerat geschatien zur Durchführung der Beschlagnahm« van Lebensmitteln und zu, Durchführung des Spto« nagegejetzes. durch das die Vereinigten Staaten m den Stand gesetzt wecken, zaHlreiche Schritte z« erfolgreiche* Forrfichruag des ffim gfefte «, SCßrtthMtttf. Dienstag, den M. I»»i 1917. Ux. JgA. g«s z» tun und Mt »«hindern. das, Lebensmittel dnrch Verinttt^lung der Beatralen nach Deutfchlaud gelangen. Der Beschlagnahmerat ivdt» an? dem Stamte^ekretÄr des Handels, de? Landwirte »rrd der L« Ke n?>n itteloerwaltung bestehen. Ein Plan zur Rationierung der ««»päischen Neutralen ist ausgearbeitet worden und soll sofort in Wirklichkeit umgesetzt werden. Die ersten Waren, auf die da« Ge- setz OTgewnbet werden soll, werden Kohlen und Getreide sein. Die Türkei im Krieg. Die Türkei an der Seite ihrer Verbündeten. WTB. Konstantinopel, 26. Zum. (Nicht amtlich.) Die Agentur Milli meldet i In Besprechung ein» Artikels von Herv«' über ge- Heime Intrigen schreibt der »Tanin": Weder das Absehen von alle« Absichten aus Konstantinopel, noch die sormelle Versicherung, daß im Irak und in Syrien keine Intrigen mehr gesponnen würden, werde die Türkei zu einem Sonderfrieden geneigt machen können. Die Türken betrachten Frankreich und England als ihre schlimmsten Feinde und setzen ihren Stolz darein, wie sie es als eine in ihren Lebensinteressen gelegene Pflicht ansehen, sie bis zum äusjersien zu bekämpfen. Wir sind an der Seite unserer Verbündeten in den Krieg eingetreten und wir werden folgerichtig mit ihnen die Waffen niederlege«. Der Weg steht für unser Feinde offen. Dringt bei ihnen der Geist der Menschlichkeit nicht durch, und wollen sie die Türkei zerstückeln, so mögen sie es tun. . ■■ —Ml.. .1. I . II I II I I I 111 England und der Arieg. WTB. London. 26. Juni. (Nicht amtl.) Zm Untcrhause sagt« VriiHcman in Vertretung des Nahrungsmittelkantrol- leat», mit Holland sei ein Abkommen getroffen, um England einen Teil der Kartoffelernte zu sichern, von der er hoffe, dich sie vor der englischen Haupternte verfügbar sein werde. Englands steigende Ausgaben. WTB. London, 26. Juni. (Nicht amtlich.) Auf eine schriftliche Anfrage teilt« Minister Vonar Law im Unterhause folgende Einzel- heiten über die Gesamtausgaben Englands mit: Die Berichtszeit reicht vom 8. Oktober 1910 bis !?. Juni 1917. Während dieser Zeit stiegen die gesamten Tagec>au5gobe« fortschrei- rend von fi #15 000 Pfd. Sterling auf 7 752 000 Pfd. Sterling. Während derselben Zeit betrugen die täglichen Kriegsausgaben vom 8. Oktober 1016 ab neun Wochen lang 5 714 000 Pfund Sterling, dann in den folgenden fünf Wochen 5 457 000 Pfund Sterling, betrug in den nächsten fünf Wochen 5 989 000 Pfund Sterling und stieg endlich während der letzten am 9. Juni 1917 zu Ende gehenden sechs Wochen auf 6 723 000 Pfund Sterling täglich. Die Vermehrung der A »?gaben h»t ihren Grund in Vorschüssen, die wieder einkommen werden, ebenso sind sie durch das Kapitel „Munition" bedingt. Was die Vorschüsse an die Alliierten betrifft, so ist die Regierung immer noch hasch die Verpflichtung«« gebunden, die sie vor dem Eintritt Amerikas i« de« Krieg eingegangen war. Indessen macht sich die Mitarbeit dieses Landes schon bemcrlbar. Das Kapitel »Kriegvkaution" er- fordert gegenwärtig 250 000 Pfund Sterling und wird natürlich noch zunehmen. Aus der Schweiz. Die Aenderungen im Bundesrat. WTB. Bern, 26. Iunf. (Nicht amtlich.) Schweiz. Dep-Ag. Anlählich der Neuwahlen zum Bundesrate beschloß dieser, die Organisation der Bundesverwaltung und die Einteilung der Departements zu verändern. Die Handelsabteilnng wird wieder dem Volkswirtfchaftsdepartement, nicht mehr dem poli- tischen Departement zugeteilt. Ferner soll das politische Depar- tement wieder mit dem Posten des Bundespräsidenten vereinigt Werden. Das politische Departement besteht darnach wieder aus der Abteilung für Auswärtiges und der inneren politische» Ab- teilung. Für den Rest des Jahres wird Bundespräsident Schultheh das Volkswirtschaftsdcpartement beibehalten, so daß ein anderes BundesratomNglled (in Aussicht genommen ist bc- ksmntlich der westschweizerische Nationalrat Ador. D. R.) das politische Departement übernehmen wird. Die Kage in Spanien. Krisis in der liberalen Partei. TU. Genf. 2K. Juni. In der spanischen liberalen Partei ist «ine Krips ausgebrochen. Hervorragend« Parteiführer, nämlich der srü- he» Ministerpräsident Prieto, weit«r Billanueva, der frühere Finanz minister Alba, Graf Eagasta usw., erkennen Romanone« nicht mehr als Chef an. Die Madrider »Tribuna" und die .Nation" berichten, last „Temps", von wichtigen Konferenzen der liberalen Partei-Ober- hLupter in der Wohnung des Exmtnisters Prieto. Man habe M« Abficht, einen Ausschutz mit der Leitung der liberalen Partei zu be- twmen. Exminister Alba soll sich mtt dem König über die Neubil» dang refp. R «»»Organisation der liberalen Partei besprochen haben. Da« politische Ziel der Trennungsbewegung ist die Neutralität. Die spanisch« V .«sie sagt sogar, sie s«i deutschfreundlich. In Katalonien ist die PrSventiv-Zensur eingeführt worden; Z Zeitungen der äußer- stex Cfrtfen wurden beschlagnahmt. • WTB. Madrid, 25. Juni. (Nicht amtlich.) Reuter. De? Mini> swrrat hat heute abend die Aufhebung der verfasfungsmätzigen Ea- rantien befchloss«n. Sum Wiederaufbau Polens. WTB. Warschau, 26. Juni. (Nicht amtlich.) Eine Versammlung "fer nationalen Parteien hat laut „Kurjer Polski" eine Entschließung gefaßt, die fordert, 1. ein unabhängiges polnisches Reich mit monar- chistischer Verfassung, starker Regierung imd Zwei-Kamm«r.System aas gröhter demokratischer Grundlage. 2. «aergkschster Ausbau des polnischen Staates schon während »« Kriege». Insbesondere Schaffung einer starken Armee mit den Eadres der Legionen, was eine der Hauptgrundlagen des staatlichen Ausbaues fei. 8. Erlangung der Rolle einer selbständigen Partei für Polen an- gchchts der beiden kämpfenden Parteien nnd Streben nach den For- heminsi» ffir eine Vertre t un g Polens bei den Friedensverhandlungen. 4. Anerkennung des Grundsatzes, daß eine polnische Regierung Wrt» ein polnisches Heer nur im Lande geschaffen werden könne und energischster Widerstand gegen alle Versuche zur Schaffung einer R«» gietung and Renregeluug außerhalb des Landes. ft. Als tbmocg «ms der gege nwärti g«, Lage sofortige Schaffung «hu «ogentfchafi-eate» w« S Perfoae«. die vi» per Berufung eine» $nptr* fte den pe&rtfätn Staat da, oberste Organ der polnischen «St aat ! !chk ett darstellt und den Staat «ach anßen vertreten soll. Die sgabe diese« Regentsckiaftsrates soll die Schaffung eines Minister» ^ew. d« als Badische Chronik. % Karlsruhe. 25. Juni. Die Prüfung der Bewerber für den Reoisionsdienst im Geschäftsbetriebe der inneren Verwaltung wird am 15. Oktober beginnen. e= Mannheim. 25. Juni. Don 224 Firmen und Privaten sind bisher 110» 22« Mk. der h-iesigen Mittelstandshilsskasse zugewendet worden. 'A Mannheim. 25. Juni. Der Kaufmann Friedeich Göbel ans Mannheim ließ sich durch einen Schühhändler in Vergtheim (23at)crn) monatelang groß« Vorräte von Gänsen, Schweinen, Mehl, Wurst, Butter usw. unter der Bezeichnung »Bücher" nach Mannheim schwär- zen. Einmal wurde aber entdeckt, daß eine solche Büchersendung aus 03 Pfund Dürrfleisch, einem Rehbock und 20 Psund Fett bestand. Da« Schöffengericht zu Würzburg verurteilte Göbel zu 1000 Mk., seinen ©«selten zu 1080 Mk. Geldstrafe. □ Neuwßheim bei Schwetzingen, 20. Juni. Der 14jährige Sohn des Gastwirts Jakob Zahs ist beim Bad?« im Rhein ertrunken. © Von der Bergstraße, 25. Juni. Am gestrigen Sonntag ira- fen in den Bergstraßenorten tausend« von Besuchern aus den Groß- städfccit ein, um angesichts der reichen Ernte von Kirschen. Johannis- und Stachelbeeren Obst einzulaufen. Seit kurzem besteht aber die Bestimmung, daß der Obswersand ans dem Amtsbezirk Weinheim nur bis zur Höchstmenge von 3 Kilogramm erlaubt ist. An der Ali- fahrtstelle der elektrische?) Straßenbahn Weinheim—Mannheim und am Weinheimer Bahnhof wurde durch Gendarmerie und Polizei strenge Kontroll« ausgeübt. Vi?l; Leute, die große Körbe Obst b«i sich hatten, mußten alles bis auf 6 Pfund wisder hergeben und er- hielten den Höchstpreis zurückerstattet. Da sie aber selbst das Obst weit über den Höchstpreis bezahlt hatten, so war das für sie ein schlechtes Geschäft. In Wanheim allein wurden auf diese Weise 8 Zentner Kirschen beschlagnahmt, die heute durch den Kommunal- verband anderweit verkauft wurden. (!) Yl.erlmch. 20. Juni. Wie der .StaaiSanzeiger' meldet, triü Pfarrer Karl 2»bück, der seit 1RP0 hier seelsorgerisch tätig ist, in den Rubeitand. Pfarrer Schuck, welcher 1R51 zu Heidelberg gel'oren wurde, gehört von 187-4 ab der badisckien ?ande;?!rcke nn. vor seiner hiesigen Tätigkeit war er 10 Jahre Pfarrer in Richen und zuvor an verfchie. denen Orten Vikar. X Walldürn, 20. Juni. Am Sonntag nachmittag wurde in der hiesigen Sparkasse ein Kinbruchdi^bstahl verübt und ein Geldbetrag in Höhe von 20 000 Mk. entwendet. Von dem Täter fehlt jede Spur. □ Frei bürg. 2fi. Juni. Der Kommunalverbond Freiburz -Swdt gibt bekannt, daß es der Abteilung für Fleischversorgung trotz eis, rigster Bemühngen nicht gelungen ist, das zur Gewährung der vollen Fleischration erforderliche Schlachtvieh aufzubringen. Infolgedessen muß die Menge vom letzten Mittwoch bis zum nächsten Mittwoch herabgesetzt werden. > An Stelle des fehlenden Fleisches wird Ersatz in Mehl geleistet. X Konstanz, 24. Juni. In der in Romans^orn erscheinenden „Schweizerischen Bodensee-Zeitung" lesen wir: Seitdem die öfter= reichisch-ungarischen Kriegsinvaliden aus italienischer Gesangenichaft über Buchs in die Heimat zurückkehren, brachte ein bescheiden ge- kleidete Oesterreicherin aus St. Gallen für fedcn Vcrwundetcntrans- port ein größere Anzahl Paketchen mit Liebesgaben für ihre Land«- leute. Dieser Tage meldete sich die Wackere wieder beim werden- bergischen Hilfskonimitee mit zirka 200 Paketchen, bemerkend, heute habe sie das tausendste Pak«tch«n abgeliefert, das speziell mit einer Widmung versehen war. Es wurde dem rangältesten Offizier unter den Verwundeten gegelum. Wer beschreibt aber desien Erstaunen, als zwischen Zigarren und Schokolade eine Tausend-Kroner-Note zu m Vorschein kam. Die -Note wurde gewechselt und das Geld an alle Zugsinsassen verteilt. Kaiser Karl soll von diesem Opfersinn einer bescheiden lebenden Wäscherin in Kenntnis gesetzt werden. Verein für das Deutschtum im Auslände. + Offenburg. 25. Juni. Der Verein für da» Deutschtum im Auslände hielt am Sonntaa hier im »Babnhofs-Hotel" unter der Leitung de? LandeSvorsthenden, Geh. Oberregier>o>a»^ateS Dr. GrooS» Karlsruhe feinen kindischen Bertretertag ab, der von 370 Ortsgruppen beschickt war. Den Kasten» und den Geschäftsbericht für 1918 erstattete Geh. Ober-RegierungSrat Dr. MrooS. Danach betrugen die Ein. nahmen de? Landesverbandes 5037, die Ausgaben 4756 Mark, wovon 3800 Mark zu UnterstüdunaSzwecken, 403 Mark für VerwaltungSkoften und Werbearbeiten verwandt wurden. In Baden wurden im Berichts- jähre 23 Werbeverfammlungen abgehalten. Vertreter und Vertreterinnen berichteten Wer die reiche Tätigkeit, die ihre Ortsgruppen geleistet haben, so Fran Geh. Rat Schulde» Freiburg über die Freiburger Gruppen, Geh. Hofrat Dr. von Schu- bert»Heidelberg für die Heidelberger MLnnergruppe, zwei Vertreter- innen für die Heidelberger Frauen- und Mädchengruppen, von denen die Mädchenaruppe zahlreiche Kleidungsstücke und Spielsachen für die FlüchtNngSkirrder in Galizien angefertigt haben. Direktor Dr. Längin, Frau Geh.-Rat Klein und Frl. Füller fiir die Karlsruher Männer-, Frauen- und Mädchengruppen, Direktor Dr. Fecht für die Lahrer Gruppen und Oberförster Engester für die Ortsgruppe in Furtwangen. Direktor Dr. Längin und Frau Geh. Rat Klein konnten außerdem über die Hilfsstelle für rückwandernde Auslandsdeutsche berichten, die einen StaatSzufchuß erhält und mit Nnterstühung des Roten Kreuze» segensreich arbeitet. Diese Stelle konnte gn UnterstützungSzwecken über 16 000 Mark aufwenden und getragene Schuhe und Kleidung?- stücke im Werte von etwa 5000 Mark an die Hilfesuchenden abgeben. Aufgesucht wurde die Hilfsstelle von 3226 Flüchtlingen. Geh. Ober-Regierungsrat Dr. GrooS machte ferner Mitteilungen über die kindische Kolonie Tvvar in Venezuela und regte zu einem Ge- denken an die vor 75 Jahren erfolgte Auswanderung an. Ans der Meftdenz. Karlsruhe. 20. Juni. ich- Siebenschläfertag. Der 27. Juni ist der Siebenschläfertag. Es ist ein Lostag und, wie der Volksglauben meint, regnet es sieben Wochen lang, wenn es an diesem Tage geregnet hat. Diese Meinung ist jedoch durch nichts begründet. Seinen Rainen hat der Tag nach einer Legende, nach der die Heiligen Maxianus, Malchus, Martianus, Dionysius, Iahannes Serapion und Konstantin sich während der Christenverfolgung iin Jahre 251 in eine Höhle bei Ephisus einge- mauert wurden und dann dort geschlafen haben, bis ste im Jahre 446 unter Kaiser Theo dos ins H. wieder erwachten und bald für immer entschliefen. — Das Eiferne Kreuz erhielten: 1. Klasse: L?uinnnt und Komp.- Führer Erich Houger, Inf.^Regt. 100; Leutnant d. R. und Komp.- Führer H. Ratzel, 11. Iii. von Teutschneureut; Leutnant Gustav Gihr. Inf.-Regt. 08. 2. Klasse: Kriegsfreiwilliger Unteroff. Manhardt. Karlsruhe-Rüppurri Kaufmann Karl Hube» von Karlsruhe, Inf.» Regt. 169; Hauptlehrer Gefreiter Alfons König, Sohn des Sparkassen, kassiere A. König in Karlsruhe: Unteroff. Emil Danzeise«, Soha des verst. Steuenrufsohers Ioh. Gg. Danzeisen, Karlsruhe: Funker Herrn. Schlageter, Sohn des Malermeisters Schlageter, Karlsruhe und Vtzewachtmeister Alb. Salzer von Karlsruh« (Inh. d. Bad. V«r- dtenst-Medaille). + Souunernrlaub der Reklamierten. Bereüs im jwiTgfcn Ilchre war auf Anfrage hin vom Kriegsmtnisterium die Entscheidung ge» troffen, daß Erholungsurlaub auch reklamierten Angestellten und Arbeitern bewilligt werden könne, ohne daf> dadurch der Grund zur StoOnantisa hinfällig würde. Em «»er Erlaß de» Krtegsminijtr. ment. bestätigt auch dieses Jahr die damaligen Entscheidungen die reklamierten Angestellten wird ein Urlaub von siaben Tagen l>^ ohne weiteres zulässig erklärt, unter Umständen auch ein Urlaub, wenn dies nach ärztlichem Ausspruch notwendig ist, D«« Magstab bei der Urlaubbemessung soll sein, die Angestellten in erforderlichen Stande des Leistungsvermögens zu erhalten, doch i'ul- fen die Betriebe ihre volle Arbeitsbereitschaft nicht einbüßen. "WJ reklamierten Arbeitern kann, nach demselben Mahstabe gemessen, et Erholungsurlaub von einigen Tagen gewährt werden. # Einziehung der Silber- und Nickelmünzen. Ein Erlasl f'* hischer Ministerien nimmt Bezug auf die Erklärung der Reichsfinan^ Verwaltung vom 2. Mai, dah zur Beseitigung der durch AuffM» cherung von Hartgeld hervorgerufenen Kleingeldnot erweg« ,verde, die Silber- und R i cke l m ü n z e n außer Kur? setzen und das gewonnene Silber zur Prägung neuer Münzen ^ benutzen, und dah im Falle der Einziehung die alten Münz«n wieder Geltung erlangen würden. Er ersucht, die Regierung- »" die unterstellten staatlichen Kassen, sowie die kommunalen Kasten U** Sparkassen anzuweisen, zur Erleichterung der Ablieserung der sammelten Bestände den an sie herantretenden Wünschen des likums nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. Soweit es der be|n* hende Mangel an kleinem Wechselgeld erfordert, können die Kass«" einstweilen die Münzen wieder in den Verkehr geben, bis durch R«#* Prägungen, der Bedarf gedeckt fein wird. Die Kassen sollen ferner dafu» sorgen, da^ die obenerwähnte Erklärung in weitesten Kreisen, insbes^ dere auch auf dem Lande, wo nach allen Beobachtungen sehr m* Hartgeld angesammelt sei, bekannt und dabei auch darauf hingewies^ wird, das;, falls durch die vom Reiche in Aussicht genommene Map' nähme die sogenannten Geldhamster geschädigt werden sollen, darw» kein« Rücksicht genommen werden könne, da seit längerem vor di«F* unvernünftigen Ansammlungen gewarnt worden sei. A Da» Residenz-Theater. Waldstrasie. hat sich mit dem Funfa*** „Sibirien" einen wirklich sehenswerten Film für da? neue Waches Programm gesichert. Eine spannende Handlung, ausgezeichnet UnM' stützt durch prächtige Bilder, zwingt die Zuschauer bi$ zum Schlich ' Bann. Gerade jetzt, wo das neue Rußland mit seiner sicherlich "V® neuen Freiheitskultur die riesig« Folterkammer Sibirien «ndl"v beseitigen durste, erhalten diese eindrucksvollen Schilderungen Verbannungsleben» ein besonderes Gepräge. Ein« an spannend^ Momenten reiche dramatische Handlung durchzieht das Filmwerk, f* dessen Erfolg auch sämtliche Darstellen ihr bestmögliches beitrage». Die Gründung einer Hausltefiherkammer. # Karlsruhe, 26. Juni. Die Frage der Errichtung einer besitzerkammer ist auch in Baden schon seit Iahren im Gang«. wohl noch erinnerlich ist. hatte der Verband badifcher Grund- Hausbesitzervereine vor einiger Zeit eine eingehend begründet« gäbe an das Gr. Ministexium des Innern gerichtet, in der danw>> auch, es war im Juli 1916, der Entwurf eines Gefetzes über die richtung einer Hausbesitzerkammer beigefügt war. Das Ministerin des Innern kam aber zu einem ablehnenden Standpunkt, der dt Hausbesitzer aber nicht abhält für die Angelegenheit weiter z» ®> ' p ben und zu arbeiten. Auch der vor wenigen Tagen in EttfWv abgehaltene Verbandstag der Grund» und Hausbssitzerverein« ^ die Gründung einer Hausbesitzerkammer als Notwendigkeit bezeiÄ"^. Es wurde dabei nun der Vorschlag gemacht, es sei nicht unbediWj nötig, an dem Titel „Hausbesitzerkammer" festzuhalten, — da? Hauebesitzer wirke bei Vielen wie da» rote Tuch auf den Stiet^ man könne ja den Titel Grundftückskammer wählen. Dann allerdings notwendig, daß auch die Besitzer unbebauter Grund?^ in den Geschäftsbericht dieser neuen Kammer eingebogen Gerade nach dem Kriege könnten die Hausbesitzer — oder Gr«A stückskammern mitarbeiten an der Lösung wichtiger wirtfchastlM', und sozialer Fragen. Von anderer Seite wnrd« auch das Int«k^ der Mieter an der SÄ>affung von Grundftückskammern betont. ** nicht gegründet werden sollen zur Verfolgung selbstsüchtiger 3 1 " essen, sondern zum möglichsten Ausgleich und zur Besserung der 9 samten Wohnungspolitik im Interesse der Mieter wie. der Ve rmiß Theater, Kunst und Wissenschaft. . Dresden. 2v. Juni. Ferdinand Aoenari»», der des Kunstwart, ist zum Professor ernannt worden. Sommertheater im Karlsrnher Kouzerthans'^ Karlsruhe, 26. Juni. Vom Hoftheater wird nns mrtget<^ Für die Operettenaufführunge« sind verpflichtet Frau Mia ^ Schmieter, die Gattin des Heldentenor» der Wiener Hofop«, d^ der Eröffnungsvorstellung am 30. d. Mts. die Esardasfürsttn wird. Die erste Soubrette Frl. Maria Klaus vom Stadttheat»r^ Rostock hatte an ihrer Heimatbühne einen besonderen Erfolg nnt Hauptpartie in der Operette „Der Soldat der Marie" zu nen, welche im hiesigen Spielplan als zweit« Neuheit erfchetl^r Edgar WiesendauM, der erste Tenor vom Ttvoli-OperetteiM^^ in Bremen, ist dort ein besond«r» beliebtes Mitglied' er und Herz, der Bruder des Regisseurs und Hofschaufpieler» Fritz Her», den sich ebenfalls in Hauptrollen in der EröffnungsauffühnMÄ stellen. Neueste Nachrichten. > WTB. Berlin. 25. Juni. (Nicht amtlich.) Di« Vollsitzung des Reichstags findet am Donnerstag, den 5- nachmittags 3 Uhr, statt. Auf der Tagesordnung steht die eventl. zweite Beratung der Kreditvorlag«. WTB. Konstantinopel. 26. Juni. ( Nicht amtlich.) li n des deutschen Botschafters Dr. v. Kühlmmm ist gestern rer Krankheit infolge von Typhus, zu dem noch vungenentp« , getreten war, gestorben/ Die Leiche wird heute nach Deutschland ^ geführt. Die Trauer in den deutschen und türkischen Kreisen Gesellschaft ist allgemein und aufrichtig. Oesterreichifch-nngar. Keeresb'erich^^ WTB. Wien. 26. Juni. (Nicht amtlich.) Amtlich «ird lautbart: Oestlicher nnd südöstlicher »riegSschauPlaH. Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz: Am 25. Juni haben Kaiserschützen und Teile des well ^ zischen Znf.-Regts. Nr. S7 nach gründlicher Vorbereitvn mit wirksamster Artillerieunterstützung die auf dem rücken südlich des Suganertales noch in Feindeshand benen Stellungsteile in tapferem zähen Ka mpf r>oll ^ genommen. Alle Gegenangriffe des Feindes scheiterten tapferen Haltung unserer Besatzung. Bisher wurden > gegen 1800 Mann an Gefangenen, darunter 44 Offit ^ eingebracht: • » ^ JJ*' Der Thef des Teneralstav^ Wetterbericht des Zentralüur. f. Meteorologie ». Aydrog^^^, voraussichtlich« SBittmrag «m 27. I*ui: Gvwlttsrtt-ge». » Kr. ZHZ. ASenSVfatt. Menstag. den M. Im»! 1917. Nadkfchv Presse. VeWe S. lunmles Konservatorium «037 ScVtiußpriiftinfgen Mittwoch, den 27.. Juni: Mittelklassen Donnerstag, den 28. Juni: Anfangsklassen Samstag, den 30. Juni: Mittelklassen Dienstag, den 3. Juli: Anfangsk'assen . Mittwoch, den 4. Juli: Mittelklassen ^e>Is abends 8 Uhr, im Saale Waldstrfsßfs 79« Uebe die Praxis Tom 27. Juni bis 7. Juli inklusive persönlich aus. «040 %J. Eckert, Dentist, Hebeistrage 13. Telephon 2910. Versteigerung Safirpgcn u(m. den 88. Juni vormittags 9 Uhr. '»IT. ?. e 'ken i,? 0 «" im Hofe de? Tralu- K»XIV.«.,«. in Karlsruhe. uIe u. s. w. öffentlich LM>»tend gegen Barzahlung tllh'eert 8050 ^"herot XIV. Vrmee-Korp s. Mittwoch mittagSUHrwer- Ä? >>n Lagerhause Kaiserstr. 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Für die Meldung sind die von der MetallmobiknachmigZ stelle vorgeschriebenen Vordrucke zu benutzen. Andere Mel. düngen oder Meldungen ohne Unterschrift gelten als nicht erstattet. Für jeden Betrieb ist ein besonderer Meldebogen auS zufüllen. Die Meldevordrucke sind schriftlich oder mündlich anzu fordern vom städtischen statistischen Amt (Zähringerstr. 98). von der Mctallstelle (Karlstr. 30) oder von den Gemeinde- sekretariaten der Vororte und bei einer dieser Stellen wieder abzugeben. 2. Die Verordnung ist mit ihrem vollen Wortlaut im amtlichen Verkündigungsblatt deS Karlsruher TagblatteS von» 9. Juni 1917 veröffentlicht worden; außerdem ist sie aus der Rückseite des Meldebogens abgedruckt. 3. Ans § 4 der Verordnung geht hervor, welche Betriebe von der Verordnung betroffen werden. § 2 gibt die von der Bekanntmachung betroffenen Gegenstände an, § 3 die Ausnahmen. Alle diese Bestimmungen sind genau zu beachten Wir betonen, daß auch landwirtschaftliche Brennereien imter die Verordnung fallen, aber nicht die „HauSbreanereie« die nichtmehlige Stoffe verarbeiten. 4. Die Verordnung unterscheidet, „stillgelegte Betriebe (Z-Betriebe)" und „aufrechtzuerhaltende Betriebe <^-Be- triebe)". Die ^-Betriebe haben ihre Meldung in doppelter Ausführung einzureichen. Sie müssen auf dem Meldehogen an der dafür vorgesehenen Stelle angeben, welcher Firma sie die Lieferung der Ersochapparate übertragen werden und wann voraussichtlich der Ersatz eintrifft. Auf dem Meld» bogen ist ein Verzeichnis der Firmen abgedruckt, die xmß- eiserne Destillier- und Rektifizierapparate liefern (dieses Verzeichnis kann abgetrennt werden). 5. Soll auf Grund des § 9 der Verordnung die vsrläu- kige Zurückstellung von der Ablieferung beantragt werden, so sind sofort hei der Meldung entsprechende Anträge bei städ-r schen statistischen Amt einzureichen. Die Anträge müssen aus' reichend begründet sein. Die Entscheidung über den Antrag trifft die Metallmobilmachungsstelle. — Wir ^'-merken ausdrücklich. daß Apparate der L-Betriebe ni Zurückgestellt werden können^ Befreiungsanträge sind also 0 . :,floS. 6. Die beschlagnahmten Apparate können vorläufig ord nunasmäßig weiierbenutzt werden, doch sind Veränderurlgen an ihnen oder rechtsgeschäftliche Verfügungen über sie nur mit unserer Genehmigung oder mit Genehmigung der Me tallmobilmachungsstelle zulässig. 7. Vorläufig können Destillotionsapparate «och nicht ab geliefert werden. Der Beginn der Ablieferung wird von uns so zeitig bekannt gegeben, daß die Ablieferung der nicht be freiten Apparate in der vorgeschriebenen Fnst möglich ist. Karlsruhe, den 26. Juni 1917. 8058 Das Bürgermeisteramt. Kochfertige Suppen. Wir haben in der LebenSmittelverteilung für die lau sende Woche kochfertige Suppen zum Verkauf gebracht. Für die Verwendung derselben veröffentlichen wir fol gende Kochanweisung: Für einen Teller Suppe find 15 —20 Gramm Suppen- masse nöiig. Zunächst rühre man die Masse in etwas kaltem Wasser glatt an. lasse sie alsdann unter ständigem Rühren in siedendes Wasser einlaufen und halte sie unter öfteren Umrühren ungefähr 39 Minuten in schwach kochendem Hu stände. Die Suppe gewinnt, wenn dieselbe vor dem Anrich ten einige Minuten zugedeckt stehen gelassen wird. Die Masse ist leicht gesalzen. Gewünschte Mehrzu^abc an Salz empfiehlt sich erst nach dem Anrichten. 8036 Karlsruhe, den 25. Juni 1917. Nahrungsmittelamt der Stadt Karlsruhe. ArkDl>l!h«Mcheitzeil-Verkl»f. Bock «7. ds. MtS. übernimmt die Süddeutsche Diskonto-Gesellschaft hier Kaiser straß« 1-56 — Ecke Karlstraße saeaenuver der Hauptpost) den Verkauf vo» Monatskarten ,ur oio «ctadt. Strostenbabn. ^Fernsprecher Nr. 890 u. 900). Außerdem werden Straßenbahnwertzeichen abgegeben in: Karlsruhe. Tullaftraste 71 Stadt. Bahnamt, «Fernsprecher S330 und 5331), Karlsruh«, Mah Iburg« Tor. Straßenbahn-Wartehalle, ' Karlsruhe, Neuer Stadtaarteneingang gegenüber Hauptbahnhöf beim Pförtner, Karlsruhe-MLhlburg, «hilippstr. 1. Zigar.-Gesch. Rennen, j Karlsruhe. Kapellenstr. 9, Lokalbahnhof ^Fernsprecher 5333), ! T^lach. HauvtvraHe 77, Bröckel. 7310 _ für Arbeiter und Schüler werden vo« der Suddeutschen DiSronto-Gesellschast »i KarlSttch«. de« 10. Juni 1917. Städtische» Bahnamt. abgegeben. Z^oritbczücke Calmbach, Enzklöfterle, Herrenalb, Langenbrand, Meistern, Neuenbürg, Wildbad. Nr hi SMmeln mii Waldbeenil in den Staatswaldungen werden zufolge Verfügung der K. Forstdirektion folgende Borschristen erlassen: 1. Außerhalb Württembergs wohnenden Personen ist das Sammeln nur nach Lösung eines Erlaubnis- scheins gegen Bezahlung von 3 Mark und unter den tut Schein enthaltenen Bedingungen gestattet. 2. Allgemein, also auch für die einheimische Bevölkerung, ist verboten: 3) das Sammeln an Plätzen, die durch Einzäumung oder Wacnungszeichen geschlossen sind, d) das Sammeln zwischen abends 8 Uhr und morgens cj das ^lebernachten in den Waldhütten oder sonst in innerhalb des Staatswaldes. Die Erlaubnisscheine (Z. 1), welche nur für das laufende Jabr Giltigkeit haben, werden van dem unterzeichneten Amt ausgefertigt, können jedoch auch bei den übrigen Forstämtern bestellt werden; die Zusendung der Scheine erfolgt unter Nachnahme der Gebühr von 3 Mark durch das Kameralamt Neuenburg. Wer oen Vorschriften zuwiderhandelt, wird auf Grund von Art. 22 des Württ. Forstpolizeigesetzes bestraft. Neuenbürg, den 22. Juni 1917. 2658 a j Im Auftrag: K. Forstamt Neuenbürg. Glöckler, A.-V. U Ii eil l bell rlidl fürs Feld sind: Rasier-Apparate, Rasiermesser, ganze Ra- slerKaraitiii , en 1 sowieHaanchneidemaschin. tu haben in größter Auswahl im Spezialgeschäft Karl Hummel Telephon 1547. 695* Werderstraße 13. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme, welche uns anläßlich des Ablebens unserer lieben Qattin und Mutter Emma Zais geb. Meyer von allen Seiten entgegengebracht wurden, für die überaus reichen Blumenspenden, die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte der teuern Entschlafenen, sowie für die erhebende Trauermusik des Hornquartetts vom Oroßh. Hoforchester sprechen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank aus. Karl Zais, Bankbeamter. Emma Zais, Lehrerin. Karlsruhe, 26. Juni 1917. B18673 Danksagung,-Statt Karten. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste und für die schönen Kranzspenden, sowie allen denjenigen, welche dem Verstorbenen in seiner bedrängten Lage Hilfe leisteten, sagen innigen Dank. B1868S Im Kämen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Boeuf. Welsch-Keureut, Karlsruhe, den 26. Juni 1917. MU!MWKMÄWWWMMÄWWW Trauer-Hüte in größter Auswahl bei 5335* L. ]Pli. Wilhelm Karlsruhe KaiserstraOe 205 Rabatt-Spar-Verein. 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