WM KM 2 ml DM" MMag-Ausgabe. Bsrhreüeisl? Mti\m 8aüci& —.97 1.17 viertlljährUch 3.15 3.75 t Wezugs-Ureise: »A ohne .Jllustr.Weltfchau' "USg. B mit .Jllustr. Weltsazau ^Karlsruhe: «onaNi» 'J® Verlane abgeholt —.92 1.12 ?d. Zweigstellen ins Haus geliefert . . '»iwiirts: bei Ab- ^olung cuPostschalter 2.76 3.39 Mch d. Briefträger ,Q ßt. Lmat i ns Hau S 3.48 4.1 l UMge Nummern . . *> Sffl- ® to fecre Nu mmern . . 10 Sffa» B .. Geschäftsstelle: TOlel» und Lammstr.-Ekie, nächst Kaiserstrahe und Marktplatz. od. Tel..-Adr. laute nicht ^ auf Namen, sondern: Lad. Presse NarlSruhe. Genera!-Anzeiger der Residenzstadt Karlsruhe und des Großherzogiums Baden. Unabhängige und am meisten gelesene Tageszeitung in Karlsruhe. A , , 1 Nummer „Karlsruher llnterhaltungsd!att" mit Illustrationen, (jj = -O 6 X l vi U 6 11 ♦ Jährlich 1 Fahrplan, l iüujrticricr Watidkaiender, sowie viele souslige Beilagen. W Weitaus grötzte Bezfeherzahl von aken in Karlsruhe erscheinenden IeitÄNizen ini^W/reBTOBcroiraraBnBBiecgcra Eigentum und V erlag von Aerd. T0 i et g art e tu Cheiredokicur: Albert Scr^og. Verantwortlich Jfir allgem. Politi' und Feuilleton: Aman 'Jiuöolp:, für badische Politik, Lokales, dad. Chronik imd »en allgemeinen Teil: J.B.: LntonRAdslph,'ürSenAn,e>» genteil?l Nindersnacher sämtl, in Karlsruhe i. B. D-rliner Dertretunq: Berlin W10. Hnzeigen: Die 8gespalt.Ro!onel^eile 30 Pfg., die LteNauiezeile 1 Ä!k., Siellanicn an 1. Stelle 1.25 Mk. die «eile. Aet Wieteri'olunxeu trtijfef!et JKöI'oii. der Dei Si;chtewh«ütu,'.fl deL Ziele/?, iei geriet- lichev i)«lrcüuuGcn rrt Ui äonturjen Jte9M|tMnt»: Karlsruhe Kr. 8S59 Karlsruhe, Mittwsch den 26. Seplcmber 1917. Telefon-. Redaktion Nr. sog. Jahrgang. !>er neus deutsche Luftangriff auf England. , AZTB. Berlin, 2«. Sept. Amtlich. In der Nacht vom !)' zum 23. September hat ein st a r k e s Marin e l u f r- !^isfgeschwader mit sichtlich gutem Erfolg bcse.tigte 5»tzc und militärische Industrie -Anlagen am Humber, so- in dem G-biete zwischen Scarborough und Boston Rissen. Zahlreich- Brände, sowie einstürzende ^biiude wurden beobachtet .Zu dem Geschwader, das .' u ^t der bekannten Führung dcs Fregattenkapitäne S * r a stand, gehörten die in mancher Englandsfahrt bewährten Dichiffskommandanten Kapitänleutnant Manger, Kcr?i- Leutnant Ehrlich. Kapitänlentnaitt P r o e l j e und Kapl- ^leutnant Stabberd. . Alle Luftschiffe sind trotz feindlicher Gegenwehr »{"äj Land- und Seestreitkräfte ohne Schaden und ohne 'tl M st zurückgekehrt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. I Englische Berichte. MTB. London. 25. Sept. (Nicht amtl.) Neutermeldun?. . Vilich. Feindliche Luftfahrzeuge erschienen frühmorgens an ;* Küste von Lancafh-re. Der Angriff dauert noch fort. Ein- ''Seiten fehlen. Eine spätere Meldung besagt: Feindliche Flugzeuge griffen ^"ds die Südostküste an. Die Angreifer erschienen an v-r- irdenen Orten von K-nt und Essex. Einige folgten dem au f der Themse und griffen London an. bomben wurden an ^ichicdenen Orten abgeworfen. Die bisher gemeldeten B-r- find 6 Tote, etwa 20 Verwundet?. AZTB London, 25. Sept. (Nicht amtl.) Neutermeldung. Astern"abend um 9 Uhr floaen feindliche Flieger über einen der Stadt und warfen Bomben ab. Als Warm-ngosig- erklangen, waren die Gasthäuser vsl'.er Gäste. Zs^ent- eine allgemein- Flucht nach ^ sicheren Orten. Viele Men- flüchteten in die Stationen der Untergrundbahn, die turellen und politischen Wiederaufbaues des österreichisch!« Voter- landes die Wege zu ebnen. Das Programm der Regierung sei in erster Linie ein sczial-wirtschastspolitisches, namentlich was die Ca- zialvcrsicherung. die Volksernährung, die Verteidigungsgemeinschaft mit Ungarn, die Wahl der Delegationen, die Förderung der Pro- duktion, die Erweiterung des Elektrizitätswesens, das auf ganz neue Grundlagen gestellt werden soll und die Neuregelung der Handels- beziehunsen, namentlich mit dem Deutschen Reiche betreffe. In Bezug auf die auswärtige Politik stellte der Ministerpräsident fest, daß ihr Grundpfeiler nach wie vor die Treue gegenüber unseren Verbündeten bildet. (Lebh. Beifall.) Als erste unter den Krieg- führenden haben wir dem Wunsch un> der Bereitwilligkeit Ausdruck verliehen, zum Abschluß eines vom Geist der Versöhnlichkeit getra- genen Friedens zu gelangen. Am Schluß der Sitzung wurde auf Vorschlag des Präsidenten be- schlössen, dem Immunitätseusschuh zur Berichterstattung über die Anträge betreffend die Mandats jener Abgeordneten, die durch ge- richtliches Urteil der Mandate verlustig gegangen sind, eine vierz"hn- tägize Frist zu stellen. — Nächste Sitzung morgen. , [ Aussuhr, doch blieb das Quantum um etwa 150 000 Xoniven hiwf_ " d-em Ausfuhrquantum für Oesterreich-Ungarn zurück. ZtUch die ^url.i und Bulgarien konnte ihre dringendsten Bediirfmsse aus .kiuinanlen befriedigen, soweit sie nicht schon durch die Ernte in: eigenen !-and^ in gleicher Weise wie Oesterreich-Ungarn und Deutschland ver>or.> waren. ^ . a** ■. Die Haupteinfuhr nach Oesterreickz-Ungarn bestand in Weizen und Mais, die Ausfuhr des letzteren nach Deutschland übertraf sagar noch diejenige nach Oesterreich-Ungarn, während die Weizenausluy'. nach Deutichland zu der nach Oesterreich im Verhältnis von etwa drei zu fünf stand. Deutschland konnte einen großen Teil seine-* Bedarfes an Oelfrüchten aus Rumänien beftiedlgen, Vü>Sar,en an Salz. . Die Aufgaben Polens. WTB. Wien, 25. Sept. Wie die Polnische Preßagentur m.tcet, äußert« sich der Abgeordnete Ladislaus 0. Iawvrsii, der Präsident des obersten Natioiialkomitees, folgendermaßen über die Bedeutung der SepteiUberakte: „Die politische LZedeu^mg der Alte ist in vieler Hinsicht enorm. Bezüglich Deutschlands bedeuten die Akte die Fort- setzung der durch den Nsscuiber-Alt eingeleiteten Politik. Ar.gesich.tz der annexionistischen Strömungen in Deutschland ilt dies sebr wichtig. Im Verhältnis T-euischkand? -n Oestereich-Ungarn bedeuten die Alte die Aufrechterhaltung des bisherigen, auf Parität beruhenden Zu- standes. Die grosse Vedentung haben die Akte für Polen. S e stellen Polen vor die Natwenbigkeit, ein Bündnis des polnischen Staates mit den Mittelmächten einzuzzehen und den Kriea gegen RnUand ,n erklären. Die Entscheidung muß klar mch ent'chisden lauten. Von ihr hängt ^>as Schicksal und die weitere EntA)ilk!ung der polnischen Frage während des Krieges ab. Wmn die Polen im Königreich eine reale Politik betreiben und die Entente-Zllu- starten ausgegeben werden, so wird die Sache in raschem Tempo vor sich gehen. Die erste g?«ndfätzliche Aufgabe wird die Schaffung einer polnischen Armee fein, denn ohne eine solche gibt es keinen wirklich unebhän^igen Staat. Die neue;- Staatlichen Orgaxe ^werden ;omii drei Ent'chlüsse fassen müssen: ein Wt'^nis des polnischen Staates mit den Sltit-lmächten. die Veteiligüng am Kriege gegen Ruhland ^... - auf ihrer Seite und die Sch«ff»«g einer polnischen Armee auf der Granat voll waren. Als die Angreifer erschienen, waren die Z Erundlaxe der Rekrutierung." Mien. 24. Sept. In polnischen Kreisen wird jetzt lebhaft da- L^iien so' äut wie rerlafsen und der Verkehr eingestellt. Die- ^ Umstand ist es zuzuschreiben, daß die Zahl,der Opfer gering Die Angreifer flogen so hoch, daß man sie nicht sehen V nur die Lichtstreifen wahrnehmen konnte, die sich in allen , "bwngcn bewegten. Es wurden offenbar au6) LuftT-fechte ^lschen FluazeuZen geliefert. Die Feinde kamen anscheinend !?* Süden und bewegten sich in nordwestlicher Richtung. Das ^cklützfeuer dauerte vnunterbr^en V/2 Stunden. . WTV. London. 25. Se?t. (Nicht amtl.) Das Reuterfche ^reau meldet amtlich: Das Slbwehrgeschützfeuer vertrieb (?) S ' c Erupoe der angreifenden Flugzeuge, die sich gestern abend °"don näherte. Nur ein, möglicherweise zwei Flugzeuge dran- ?5n durch die Abwehrlinie. Nach den bisherigen Meldungen /'rdsn 13 Personen getötet den is^ unbedeutend (?). und 70 verwundet. Der Sach- ^sammentritt des öfterr. Abgeordnetenhauses. i.^ A>TV Wien, 25. Sept. Das Abgeordnetenhaus ist heule zu- 'dinengetreten. Die Abgeordneten i?ar:n sehr zahlreich erschienen, ihnen auch der Ab«. Klofac. Der Ministerpräsident und die ?'Mieder des Kabinetts wurden von den Abgeordneten freundlich Küßt. Der Präsident gedachte in seiner Eröffnungsansprache unter Kftem Beifall der glorreichen V-fc-iung Ostgaliziens und der tb'oivma sowie der glänzenden Abwehr der feindlichen Uebermacht^ - ii. Isonzoschlacht, wodurch dem Feinde der Weg nach T?,e>t ^ntlich dauernd versperrt fei. Der Präsident hofft, daß buich uc l.wlge bei den Gegnern das Verständnis für die wahre Kriegs- >>»x Un ^ die Friedenebereitschaft der Mittelmächte gefördert werde, " wir dem so heiß ersehnten ehrenvollen Frieden näher gebracht bi. 1 n - Der Präsident bittet um die Ermächtigung, Seiner Majestät ^.ehrfurchtsvollsten Glückwunsch^des Hauses anläßlich der Erfolge Armee ausdrücken zu dürfen. (Lebhafter Beifall und Hände- «•wen.) Der Präsident gibt sodann bekannt, daß er anläßlich des ^.-benz der Königin von Bulgarien der bulgarischen Regierung Aeileid des Haüses ausgedrückt habe. ^Hierauf ergreift Ministerpräsident Dr. Seidler das Wsrt und die Mitglieder des Kabinetts dem Hause vor. Sodann gibt Ministerpräsident feine pio-zraminatischen Er!l>irui:gen ab. Wäh- leiner Rede kommt es zu einem Zw^chenf-'ll. Zu Beginn der für agitxert. dnß anläßlich der bevorstehenden Errichtung einer polni^ fchen Rltgierung auch die Grenzen des polnischen Staates schon jetzt festgestellt würden- Eine mit den Absichten der^k. k. Regierung gut unterrichtete Persönlichkeit erklärte dagegen, die endgültige Fest- setzung der Grenzen des Königreichs Polen müsse der Zeit nach dem Kriege beziv. der Friedenskonferenz vorbehalten bleiben. Derzeit beschränkt sich auf Grund des Aktes der Heiden verbündeten Monar- chen der Wirkungskreis der zu errichtenden polnischen Regierung nur auf die beiden Generalgouvernements Warschau und Ludlin. Aber auch für die Zukunft durfte es nicht in der Abficht dez Mittelmächte liegen, weite ukrainische, weihrussifche und litauische Gebiete dem Königreich Polen einzuverleiben. (Tgl. Rdsch.) Ter NeiilzeschrWktt U-BssikrieH. Ermattung im englischen Bewachnngsdienst. □ Berlin. 26. Sept. (Priv.) Nach der Auffassung ein?? unse. rer erfolgreichsten llbootkommandanten, der^ erst unlängst von Opera- tionen aus dem englischen Sperrgebiet zurückgekehrt ist. verwahrlosen die englischen Bewachungeschiffe immer mehr. So war Z. -0- -er Bormcvt eines Schiffes schon, vor längerer Zeit georoc-^en, crder ^-e Reparatur wurde nicht ausgebessert. Die Kemen . ci?achungssal;r- ?e„gs. die man sonst so .lern ben-utzte, da Material und Menschen gespart werben, verschlvindeii infolge vieler Verluste diirch Min.n immer mehr. Auffallend macht sich auch.der starke Mumtwn-m-n^l auf den mit Geschützen versehenen Dom"i«rn bemerkbar. Die Schiff sind jetzt plötzlich äußerst sparsam mit der Munition beun^ Schießen, geworden. Durchweg macht sich eine Ermattung in materieller wie personeller Hinsicht im englischen BcWachungsdienst bemerkbar. Auch ist das englische Schiffspersonal, das früher bekanntlich äußerst stech und selbstbewußt^ auftrat, jetzt wesentlich bescheidener. Die neuen Versenkungen. MTV. Kristiania. 24. Text. Mstenposten" meldet ans Bergen: Nördlich von Aalefund ist am Samstag abend ein Boot mit 12 Mann vom englischen Dampfer .Chamborlain" gel««det, der am Dienstag bei den Sketland-Infeln v e r fe n k t wor- fcen ist. Die Mannfchoft ist in zwei Boote geaangen. B-i der Explofio« wurden ? Mann getötet. 1?, Mann gingen i» das Boot. Einer von ihnen starb unterwegs. Die übrigen haben gxohe Leiden ausgestanden. Das Ministerium des Innern erhielt von dem Mzeksnsnl Hxll die Meldung, daß der Dampfer „MotH" am 22, September versenkt worden ist. Drei k?"ann wurden getötet, sschszehn irt Hull gelandet. — De? Bizekonsul in Gibraltar dralstet, daß der Dampfer „Johann Knudsen" versenkt worden ist. mner Rede kommt es zu einem .in» . , m erschien der gewesene tschechische Abgeordnete Burzival im iv a 'e und nahm seinen früheren Platz ein. Die Ordner forderten auf. den Saal zu verlassen. W^ddei:; der Ministerpräsident feine Ausführiingei beendlt lol^' wurd« vom Präsidium verkündet, daß Bnrsivals ^Mandat er- fei. und daß er kein Recht habe, im Saale anwesend zu sein. j„' ^ Präsident, richte cm ihn die Aufforderung, teti Saal fosort ityT^lchfcn. Da Bursival der Aufforderung nicht Folge leistete, ?.di« Sitzung unterbrochen. e Abgeordneten Wilhelni Neumann und Genossen stellten im ^^r dnetenhaus einen Antrag auf Einsetzung eimis Ausschusses zur .3V, i tr -'A des Verständigungsfriedens. In dem Antrage heißt es: tzfttr,^."ptausschuß des Deutschen Reichstages hat vor kurzem eine ">5 ?".^Kung über die Friedensfraqe zefaßt. Es ist ein Elforder- ihx' M auch die österreichischen Volker in die Lage kommen, durch Ite!j.^°Mordnete» zu dieser Frage ehestens Stellung zu nehmen. Wir k en Antrag, einen ?2gl!edrigen Ausschuß einzusetzen, der sich »stx^?r Frage zu beschäftigen haben wird, in welcher Weise das Iki,v/'chüche Parlament ehestens den Abschluß eines Verständigung?- ^sjördetn kör.iite. 'liH» ®- Wien, 25. Sept. (Nicht amtlich.) Ministerpräsident Dr. tt. von iSoiht«. ^ — ■ ' ■ ~ " " Uurland und Litauen. Die Bildung der Landesrüte. — Berlin, 25. Sept. Bei der Bildung des gandrates für Kur- land und des Landrates- für Litauen sind Adressen zwischen den beiden Landessersammlungen und dem Oberbefehlshaber Ost, Prin- zen Leopold von Bayern gewechselt worden. Jene baten in ihren Huldigungsschreiben um den Schutz und Schirm des deutschen Kai- sers und die Gewährung an dem Wiederaufbau ihrer Länder mit- arbeiten zu dürfen, die unter der fremden Herrschaft viel gelitten hätten und sich nun auf nationaler Grundlage entwickeln möchten. Prinz Leopold von Bayern ließ den beiden Körperschaften durch die deutschen Verwaltungschefs antworten, daß anknüpfend an die geschichtliche Entwicklung, die Grundrechte der künftigen Verwaltung unter der Leitung des Chefs der militärischen Verwaltung beraten werden solle, und daß die Zeit gekommen sei, das «inst fo blüherde Staatslel>en beider Länder in neuer Stärke und auf neuer Grund- läge erstehen zu lassen. De : Ans Rumänien. Kaiser a a f ^eb» • non ® c tbler führte im Abgeordnetenhaus aus, das Kabinett IN i^-ner heutigen Zusammensetzung nicht bloß die Befrie- augenblicklichen Staatsbedörfnisse an, sondern wolle sich bemühen, dem großen Werk des wirtschaftlichen, tul- den rumänischen Schlacht- f e l d e r n. WTÄ. Verlin, 25. Sept. (Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser besuchte am 27. September die Schlachtfelder von Sinaja und Predeal, fuhr dann über die Paßstraße im Kraftwagen nach Kronstadt. Hier wurde er vom Führer der Heeresgruppe, Erzherzog Joseph, empfangen. Nach einem Vortrag über die schweren Kämpfe um Kronstadt im Herbst des vergangenen Jahres und einem Besuch der altierühmten Schwarzen Kirch« fuhr Seine Majestät auch noch auf die Paßhöhe des Törzvurger Paffes, überall freudig begrüßt von deutschen und österreichisch- ungarischen Truppen, sowie von der weither zusammengeström- ten Bevölkerung. Die rumänische Ernte. — Wien, 22. Sept. Die ..Neue Frei Presse" schreibt: In der Zeit vom 1. Dezember 1916 bis 15. September 1917 sind weit mehr als eine Million Tonnen an Getreide und Futtermitteln aus Nu- müilien ausgeführt worden. Die Verteikung ist auf gemeinsamen Konferenzen der Bundesgenosse» festgesetzt worden entst>rechond ihren Bedürfnissen. Dabei wurde in weitestgehendem Maße der Bedrängten Lage Rechnung getragen, in der sich Oesterreich im vergangenen FrühiaÄr befand. Mehr als die Hälfte der lzesamten Ausfuhr ging nach Oesterreich- Ungar». Nächstem hatte Deutscht«»)» de« größten Anteil m ha Der Rrisg mit Italien. Genf, 23. Sept. Der König von Italien wird lt. Frkf. Z. im Laufe dieser Woche seine Reise an die Front in Frankreich unternehmen. Landeoverrats-Prozesse in Italien. h . Stockholm, 25. Sept. Nach hier eingetroffenen verläßlichen römischen Berichten beginnen in Rom die ersten Verhandlungen vor dem Militärgericht wegen Landesverrats. Es handelt sich um ver- haftete Personen, die angeklagt sind, mit dem Ausland in landesver- räterischor Verbindung gestanden und am Ausbruch der schweren Un- ruhen in Genua, Türin und Mailand in hervorragender Weise be» teiligt zu fein. Vorläufig wird gegen etwa 40 Personen verhandelt; dde Verhandlungen finden unter strengstem Ausschluß der Oefsent- lichkert statt. Hauptangeklagte sind ein gewisser Santoro, der angeblich die italienischen Marinemannschaften zur Revolution aufzufordern ver- suchte und der römische Korrespondent des sozialisten „Aoanti". Man- fuetti, der hauptsächlich beschuldigt wird, die Zinne« in revolutiona- rem Sinne bearbeitet zu haben. Die in Oberitaleen verhafteten Per- sonen sollen bereits die Zahl 4000 überschritten haben. Gegen die Sozialistenführer Rahez^a, Alberto und Oberti ist Anklage wegen öffentlichen Aufruhrs erhoben worden, weil sie sich weigerten, auf di« Ausständigen in Turm zu schießen. Die Garnisonen von Turin, Mailand und Genua sind ausgewechselt worden, da sie sich in letzter Zeit als unzuverlässig erwiesen haben. (Nat.-Ztg.). Argentinien und Vsutschlanö. Mobilisierung Argentinien». — Berlin, 28. Sept. Wie Neute? aus Ne w y o r t be« richtet, meldet die ^Nfsociat '.d Pccfz" aus Argentinien, das) die Mobilisierung der argentinischen Flotte befohlen wurde. Es herrsche eine außerordentliche militärische Tätigkeit. Wie berichtet wird^ steht diese in Verbindung mit dem Eisenbahnerstreik. Ein hoher Negiernngsbeamter erklärte jedoch, daß der Generalstab andere Notwendigkeiten im Auge habe. (B. Tb^> Argentinien lenkt ein. Sch. Genf, 28. Sept. (Privattel.) Der „Herald- meldet aus Buenos Aires: Die politische Lage habe sich in den letzten 48 Stunden gewandelt. Man erwarte eine stärkere Mihbilligung Deutschland» gegenüber der Taktlosigkeit des Gesandten, welche die Klärung de^r politischen Situation bringen solle. Argentinien werde alsdann die weitere Versenkung Son argens tinischen Schiffen durch Beutschland abwarten. Graf Luxburg. MTV. Bern, 28. Sept. (Nicht amtl.) Die Pariser BKtter melden aus Buenos Aires: Der deutsche Gesandte Graf Lux- t»*» bsatpchtige sich auf de« spanische» Dampfer «Sieine Vitts- petfe % UavkfW- WttU* wmmaf, Seit 2*. ffept wir. Nr. UM rta" am L. Oktober von Buenos Aires cm« nach Barcelona ein- S^chkffen. Ei»« Fittsch,«« der ^vatlq Mail.- Basel, S. Se^t. Die »Dally Mail" hat stch eine plumpe FSYchaug geleistet, »m das argeutinische Boll gegen Deutschland -rUfzobriugeu. Ne veröffentlichtet ein Telegramm folgenden In- HÄts: „Bern, Donnerstag. Eine amtliche Depesche aus Berlin teilt mtt, daß der Kaiser an Herrn o. Kühlmann, den Staatssekretär des Auswärtigen ein Telegramm geschickt habe, in dem er seiner «mm« str» Htttttaanmg für die treuen Dienste Ausdruck gibt, die Graf Luz» barg seinem Herrscher und feinem Vaterlande geleistet hat. Der Kaiser flgt hinzu, daß es seine Absicht ist, den Grafen Luxburg in An er keuu ung feiner Dienste nach einem anderen diplomatischen Pvste» z» eutseirden." (Frkf. Ztg.) Die Revolution in Rchand. Zur Lage. WTB. Petersburg, 24. Sept. Meldung der Petersburger Tele- graphen-Agentur. Die auf den 26. September anberaumt gewesene Stfcnng der demokratischen Konferenz ist um einen Tag verschoben worden, damit albe Teilnehmer zur Eröffnung eintreffen können. WTB. Petersburg, 24. Sept. Die «esamtzeichnuug auf die Freiheit»anleihe beträgt nach den Unterlagen der Kreditkanzlei bis zum 24. Septentlwi 3 ,9 Milliarden. Maxim Eorti. WTB. Rotterdam. 26. Sept. (Nicht amtl.) Der „Nieuwe Notterdamsche Tourant" meldet aus London: Maxim Eorki ist aus der Redaktion der „Nowaja Shien" ausgetreten. Rußlands militärische Lage.» — Rotterdam, 25. Sept. (Privatmeldung.) Eine Privat- depesche aus Petersburg meldet, daß die militärische Lage, die neuerdings wieder recht ernst geworden sei, Kerenski im Haupt- quartier zurückgehalten habe. General Alexejew leitet die Operationen, bis fein Nachfolger das Kommando übernommen hat. (B.L.A.) WTB. Petersburg. 26. Sept. (Nicht amtl.) Petb. Tel.-Ag. Der Kommandierende der Südwestfront, General Tschere- missow, ist zum Oberkommandierenden der Nordfront und zu seinem Nachfolger General Walestschenko ernannt worden. KeincMunitionstransportenachArchangelsk. WTB. Bern, 24. Sept. In der gestrigen Sitzung der französischen Kammer erklärte der Abgeordnete Brousse, der Haus- haltungsausschuß habe die Kredite der Munitionstransporte nach Rußland unterdrücken müssen, weil die Munition in Archangelsk nicht ausgeladen worden sei. Die Gewalttaten in Wiborg undHelsingfors. WTB. London. 26. Sept. (Nicht amtl.) „Central News" melden aus Petersburg vom 20 September: Die verhafteten Monarchisten werden trotz Forderung des Marineministers, sie freizulassen, in Sveaborg festgehalten. Der revolutionäre Aus- schuß in Helsingfors hat die Mörder der Offiziere des Regi- ments Petropawlowsk freigelassen. Die Regierung bat Truppen nach Wiborg und Helsingfors geschickt, um die Auslieferung der an der Ermordung Schuld!- oen durchzusetzen. Kritische Lage in Petersburg. Sch. Basel. 2K. Sept. (Privattel.) Räch Telegrammen aus Stockholm meldet das dortige Tagblatt ans Petersburg: Infolge der deutschen Erfolge an der Front sei die Lage in Petersburg wieder unvermutet kritisch geworden. Der Ministerrat tage ununterbrochen und es sei ein g r o ß e s T r u p p e n a u f g c b o t gegen die Friedens» bewegung bereitgestellt. Die Friedenzarbeit Öe$ Papste? Die Haltung des Vatikans. Lugano, 25. Sept. Pie die Agenzia Centrale meldet, äußerte Papst Benedikt zu Prälaten, daß die Antwort der Mittelmächte, besonders Oesterreich-Ungarns immerhin einige Hoffnungen lasse, und daß er seine Friedensmission vis zu Ende zu führen gedenke. Im Vatikan erwarte man bestimmt, daß nunmehr auch die Ententemächte auf die Papstnote antworten würden, wenngleich sie auch nur Verhandlungen ablehnen koürden. Der Papst werde sich dadurch nicht entmutigen lassen und wenn schon von einer neuen Note vorerst keine Rede sein könne, würde er überall eine Reihe diplomatischer Schritte und Besprechungen einleiten, mn eine Basis für Verhandlungen iiu Wnffen. Spaniens Zurückhaltung. = Berlin. 26. Sept. Die spanische Gesandtschaft in London veröffentlicht der „Voss. Ztg." zufolge eine Erklärung bezüglich der Haltung Spaniens gegenüber der päpstlichen Friedensnote. Obwohl Spanien die edlen Beweggründe des Papstes ruhig ein, schätze, sei es nicht imstande, zu beurteilen, ob die Kriegfuhren- den in dem päpstlichen Vorschlag eine geeignete Grundlage für die Lösung des Konfliktes fänden, deshalb erachte es Spanien nicht für möglich, sich diesem Vorschlage anzuschließen. Englische Antworten. WTB. Amsterdam, 25. Sept. (Nicht amtl.) „Daily Tele» graph" meldet aus London, daß der frühere Premierminister Äsquith am Donnerstag dieser Woche in Leeds. Minister Bonar Law nächste Woche in Manchester zur Antwort der Mittelmächte an den Papst sprechen werden. — Basel. 25. Sept. Der englische Mitarbeiter der Basler Nach- richten sagt, trotz aller umlaufenden Friedensgerüchte sei kein Kriegs- ende abzusehen. Der ehemalige Minister Samuels erklärte, sellist nach einem Abfall Rußlands würden die Westmächte und Amerika nicht nachgeben; auch ein baldiger Friedensschluß würde am Ernst der Prooiantterungs frage für die nächste. Zukunft wenig ändern. (V. 30 Französisches Friedensverlangen. = Basel, 25. Sept. Laut „Echo de Paris" ging dem Sozia- listenkongreß, der am 6. Oktober in Bordeaux zusammentritt, ein Antrag von sozialistischen Wahldelegierten vom 13. Depar- tement zu, einen Beschluß herbeizuführen, der von der Regie- rung den Eintritt in die Friedensbesprechungen noch vor dem Beginn des Winterfeldzuges verlangt. Die deutsche Antwort an den Papst. Berlin, 25. Sept. Der „Berl. Lok.-Anz." schreibt: „Die in der Oefsentlichkert vertretene Anficht, als hätten samtliche Mitglie- der des Siebenerausschusses beim Reichskanzler der Antwort auf die Papstnote in ihrer endgültige« Formulierung zugestimmt, ist nicht richtig. Schon der in der Antwortnote enthaltene Hinweis auf die Mehrheitsentschließung vom lg. Juli läßt die Schlußfolgerung zu. daß deren Gegner unmöglich auch mit dieser Stelle der Note einver- standen sein könnten. Soweit wir wissen, ist auch der Widerspruch gegen die Einbeziehung der Mehrheitsenischließung in die deutsche Antwortnote mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck gekommen." Deutschland und der Rvieg. WTB. Berlin, 25. Sspt. Dem württembergischen Generalleut- nant v. Berrer und dem bayerischen Leutnant Müller ist laut „Reichs, anzeiger" der Orden Pour le Mörite verliehen worden. WTB. Frankfurt a. M., 25. Sept. Generalleutnant de Graaf, der seit Beginn des Krieges das arbeitsreiche und verantvortungs- volle Amt des Chefs des Stabes des Stellvertretenden Generale kommandos des 18. Armeekorps bekleidet hat, wurde durch Gesund- heitsrücksichten genötigt, um die Enthebung von seinem Posten zu bitten, welche inzwischen erfolgt ist. WTB. Nürnberg, 25. Sept. Aus den Kreisen von Siemens- Schuckert wurden zur siebenten Kriegsanleihe insgesamt fünfzehn Millionen Mark gezeichnet. Für Kampf und Sieg gerüstet. WTB. Großes Hauptquartier, 26. Sept. (Amtlnh.) Es ist mir vom Kriegsminister mitgeteilt worden, es würde vielfach von unberufener Seite behauptet, daß nach meine« und des Generals Ludendorff Aeußerungen drohender, wirtschaftlicher Zusammenbruch und Versiechen der militärischen Kraftquellen uns zum Frieden um jeden Preis zwängen. Ich will nicht, daß unsere Namen mit sslchen grsnd- falschen Behauptungen verknüpft werden. Ich erkläre in ooller Uebereinstimmung mit der Reicheleitung, daß wir wirtschaftlich und militärisch für weite- ren Kampf und Sieg gerüstet find. von Hindenburg, Eeneralfeldmarschall. Vom Reichstag. WTB. Berlin, 25. Sept. Auf die Tagesordnung der Reichstags- sitzung vom Mittwoch, 26. September, ist noch der Nachtragsetat, der die Anforderungen für die neuen Stellen infolge der Teilung des Reichsamts des Annern, sowie für den Posten des Vizekanzlers enthält, gesetzt worden. Wie wir vernehmen, wird der Staatssekretär de? Reichsschatzamtes, Graf Rödern, die Vorlage mit kurzen Worten einbringen. = Berlin, 26. Sept. Der Reichskanzler empfing gestern abend die Vorsitzenden der Reichstazsfraktionen und das Reichstagspräsi- dinm zu «ner Besprechung. Wie der „Berl. Lok.-Wnz." erfährt, wird die Erörterung formeller Punkte hevte Ihm» AÄteftenausschutz de» Reichstages zur weiteren Vehandj»nz unterbreitet werden. Reichskauzlerrede im Reichstag. Sch. Berlin. 26. Sept. (Prioattel.) Wie wir erfahrt wird der Reichskanzler im Plenum des Reichs tags erst in der n ä ch st e n Woche das Wort ergreifen un» sich dort eingehend über die Friedensmöglichkeiteü für Deutschland auslassen. Die für Donnerst«? dieser Woche im Hauptausschuß des Reichstags aN' gekündigte Rede des Kanzlers wird sich noch n*w mit der Friedensfrage im einzelnen befassen. D»k Verschiebung der großen Rede des Kanzlers übet die Kriegsziele und Friedensbedingungen Deutschlands gibt in Reichtagskreisen zu mancherlei Deutung^ Anlaß. Abg. Traub und seine Wähler. = Berlin, 25. Sept. Beim Vorstand des liberalen WcHloereA für den Wahlkreis Teltow-Beeskow. den Pfarrer Dr. Traub H preußischen Abgeordnetenhaus vertritt, ist nunmehr, wie das T." erfahrt, der Antrag eingelaufen. Traub zur Niederlage se>» Mandats aufzufordern. Hierzu bemerkt die demokratisch» „N. Bad. Landesztg." fir.fr nicht der Auffassung, daß dieser Antrag gerechtfertigt ist. ~V Kriegszielfrage, in welcher Traub einen anderen Standpunkt vc. tritt, als die Mehrheit der Volkspartei, ist keine Parteisrage; gien etwa annektieren zu wollen, oder gegen einen Verstand igmA? - frieden zu fein, ist nicht gegen das Programm der FortschrittIM Volkspartei. Aus der nationalliberalen Partei. — Berlin, 25. Sept. Heute nachmittag fanden FraktionssttzU^? der Nationalliberalen im Reichstag statt. In einer dieser SitzuflÖ? wurde, wie die „N. B. L." hört, Neichstagsabgeordneter Strefen»^. zum Vorsitzenden der Fraktion einmütig gewählt. Stellvertretend Vorsitzender bleibt Prinz Schönaich-Carolath. . <, = Berlin. 25. Sept. Die „Nationalzeitung" veröffentlicht V> gende offenbar parteioffiziöse Erklärung zur Entschließung des n ° tionalliberalen Zentralvorstandes: ^ „Die Behauptung, daß bei der Formulierung der Entschließ«^ vom Sonntag der Einfluß der Schwerindustrie besonders mvs;gevA gewesen märe, ist sehr irrig. Gerade die süddeutschen liberalen ^ mente haben sich hier für jene Fassung eingesetzt, welche die ^ schließung dann erhalten hat. Man kann doch immöglich C®?:, bürgermeister von Casselmann, der mit der Fortschrittlichen parte! in Fühlung steht, oder Herrn Geheimrat Rebmann, der Jrj zuerst für den Block mit der Sozialdemokratie einsetzte, als reaktionär. Politiker oder als Persönlichkeiten bezeichnen, die unter dem Ei®! 1 ™, der Schwerindustrie stehen. Die Mahnung, die innere Politik ' ruhige Bahnen zu lenken, hat gute Gründe. Zwischen dem Mätj5 hellte liegen verschiedene nicht unwichtige Ereignisse. Seither wir den Ostererlaß. die Verkündigung des gleichen Wahlrechts Preußen und eine deutliche Entwicklung zur beginnenden Parl,iw° tarisierung. Die Sonntagsentschließung'bedeute auch keineswegs * glatte Ablehnung des Parlamentarismus. In ■P 11 H £ % s S Ve s $ K En- K* K Holland und dsr Arieg. Der englisch-holländische KohleuvertraH- WTB. Haag, 25. Sept. (Nicht amtl.) Meldung des restwndenzbüros. Der niederländische Ueberseetrust teilt daß die englische Regierung sich bereit erklärt hat, schon vor endgültigen Lösung der Frage der Kohlenlieferungen an &!L land 100 000 Tonnen Steinkohlen zu liefern, wenn Holland > deren Ueberführung sorge. Dänemark und der Krieg« Entlarvte Spione der Entente. = Kopenhagen, 24. Sept. „Politiken" bringt Einzelheiten ^ das kürzlich entdeckte Ententespionagenetz gegen Deutschland. ^ Tätigkeit der Agenten ging hauptsächlich von skaildinavijchen ^ dern. darunter Dänemark (mit Kopenhagen als Mittelpunkt) votj der Schweiz und von Holland aus, wo überall eine Reihe stehender feindlicher Untertanen durch die Vorkommnisse aufs fte kompromittiert worden sind. Die Agenten in Deutschland v ständigten ihre Austraggeber in der Hauptsache durch fin.,ierte, ^ verabredeter Geheimsprache abgefaßte Eeschästsannoncen in e ^l'gn Hamburger und einem Berliner Blatt. Die Aufträge der beschäftigten. sich in der Hauptsache mit der Erkundung militari^ Verhältnisse. Auch in der dänischen Provinz find Mithelfer hauptsächlich von Engländern geleiteten Spianagesqstems worden: es handelt sich dabei um Personen, die alle in einer Beziehung zur englischen Regierung stehen. Leider sind auch in die 6ach« venvickelt, zwei Dameir aus Kiel, die sich vom ^ """"""" die Interessen ihres Vaterlandes zur Spioimge benu^^ Die ganzen Einzelheiten dieses Falles, der zeigt, mtt Eifrigksit die feindliche Spionage voin neutralen Gebiet ams jjf Slrmc nach Deutschland hinüberstreckt, find vor dem Reichsgen^I^ Leipzig enthüllt worden, wo u. a. die beiden genamltsn KielerD , t auf Grund des vorliegenden, vollkommen beweiskräftigen in dem auch die vol^it Namen aller der kompromittierten Persönlichkeiten enthalten sind, ja schweren ZnchtbanÄtrafe« ^ teilt wurden, (Frkf. Ztg.) s* Ai % : s 5c 5 6 1.V 1 i w Englische Opfer im Gotteshause. WTB. Berlin. 25. Sept. ' Von der flandrischen Küste wird uns geschrieben: D-ie Frühmesse begann. Durch die bunten Kirchenfenster bricht das Licht des jungen Morgens. Am Hochaltar amtiert der silber- haarige, ehrwürdige Pfarrer. Es ist kein ruhiger Gottesdienst. In die heilige Handlung hinein tönt der Donner der schweren Geschütze, aber unbesorgt geht der Geistliche seinen frommen Pflichten nach. Andachtsoersunken folgt ihm die Gemeinde. Wo ist ein guter Christ sicherer als im Hauses seines Gottes, zu Füßen seines Heilandes! Kein Feind wird es wagen, auf die schlanken Türme der Kathedrale die verderbenbringenden Geschützrohre zu richten. Da — ein Donner, daß der hohe Vau in den Fugen erbebt Feuerschwalm mit giftigem Hauch erfüllt den heiligen Raum. In die Mitte der knieenden Ge- meinde schmettern die Splitter des feindlichen Eroßzeschosies. Neben der Mutter liegt die zarte, jugendliche Tochter, neben dem Greise sein Enkelkind, zerfetzt und zerschlagen vor dem Hochaltar an der Stelle, wo selbst ein Wilder den Frieden achtet. So fegten die Ge- schösse englischer Monitore in den Gottesdienst der Ostender Peter- und Paulskathedrale am Morgen des 22. September. Die Erfahrungen des langen Krieges lassen uns von unseren Feinden alles erwarten. Wir erlebten den sorgsam vorkereiketen Kindermord in Karlsruhe, die Vernichtung der Frsiburger Lazarette durch französische und englische Flieger. Die feindliche Presse war stolz darauf und hat es begeistert gefeiert, doch das waren deutsche Opfer. Wer aber hieß den englischen Führer seine Geschütze auf die- sez friedliche Gotteshaus zu richten, in dem ausschließlich die Freunde seines Volkes und seines Königs in frommer Andacht vereint waren? Weit uo von allen kriegerischen Anlagen ragen seine weißen Kirch- türme gegen den Himmel. Hier war kein' feindliches Ziel zu er- warten. Das wußte man drüben sehr wohl. Wer wird dereinst Rede stehen müssen für das Blut dieser unschuldigsten aller Kriegsopfer? Das fragen nicht nur wir. das fragen tausend« von belgische« Bürgern. Theater, Knnst und Wissenschaft. c= Bom Theater der Westfront. Mit unermüdlicher Energie est- wickelt sich das Theater zu einer stehenden Einrichtung der Armee, die von den liöchsten Kommandostellen in jeder Weise anerkannt und ge» fördert wird. Am 5. September konnte Direktor Kritz Grunwald sein neuestes Gastspiel-Ensemble der Armee in M . . . vorstellen, das in seinem ersten Zyklus das unverwüstliche „Weiße Röß'l", Sudermanns ..Schmetterlingsschlacht" und den liebenswürdigen Schwank ..Durch die Zeitung" bot. Das ist nun das vierte Ensemble, da? Direktor Grun- Wald aegründet hat, und zn den ständigen Theatern der Westfront ge- bört. Das erste im Februar 1916 zusammengetretene und im September erneuerte Ensemble wurde am 1. März 15)17 auf besonderen Wunsch der 6. Armee, die ein eigenes Theater für sich haben wollte, in deren Verwaltung abgetreten, während die drei andern, das im Januar 1917 gegründete 2. Ensemble, die seit 1. März spielende Operette, sowie das , jetzt neue Schauspiel unter Leitung Direktor Grunwalds der Armee des deutschen Kronprinzen unterstehen und in allen 6 Armeen ihre Gastspiele geben. — Berlin, 25. Sept. Hermann Sudermann wird, wie dem „B. T." von befreundeter Seite mitgeteilt wird, seinen sechzigsten Ge- burtstsg nicht in Berlin, sondern mit Frau und Tochter in Heydekrvg bei seiner zweiundneunzigjährigen Mutter verleben. ---- München, 26. Sept. Der erste Tenor des Eärtnerplatz^ Theaters Max Rohr hat infolge eines Nervenleidens Selbst- mord durch Erschießen in der Theatergarderobe verübt. ' verband5tag der unteren Post- und Telegraphen- Beamten. — Verlin, 24. Sept. Der dritte Verhandlungstag war der Ve- ratung von Anträgen gewidmet. Im Anschluß daran wurden folgende Entschließungen einstimmig angenommen. 1. Die Reichsregierung zu ersuchen, den.vom Reichstage angenom- menen Entwurf eines Gesetzes über eine vierte Ergänzung des Besol- dungSgesches unbeschadet einer späteren endgültigen Regelung der Besoldungsverhältnisse die Zustimmung zn erteilen. 2. Der VerbandStag ist überzeugt, daß infolge der durch den Krieg veränderten Verhältnisse im Anschluß an eine Verwaltungs- und Be- trlebSform auch e,ne Neugestaltung der Personalorbnung unabweiS- lich fein wird, er spricht daher die Erwarwng aus, daß bei der Reu- «egelung der Personalverhältnisse dafür Sorge getragen werde, ,- i; dnrch Schaffung einer entsprechenden Betriebsbeamtenklasst die befähigten unteren Beamten der Weg zum Anfrgcken in höhere Dienststellung freigemacht wird. 3. Der Verbandstag kann in der legten von der Iieicbsrew^^h. beschlossenen Regelung der Krieasteuerungszulage keine den tigten Interessen der geringbesoldc^n Beamten gerecht werdende nähme erblicken. Die im Gegensatz zu den seither geltenden PJ" ^ mutigen stehende Befolgung des Grundsatzes, daß mit der Gehälter auch die Höhe der' gewährten Teuerungszulagen SU«ri 7^. bat bei den unteren Beamten eine tiefgehende Mißstimmung ^ab<* Die unteren Beamten mit den geringsten Einkommenssätzen ^ >^»> zweifellos unter dem Druck der Kriegsteuerung am schwersten 3 Den. Der Verbandstag spricht die Hoffnung aus, daß unter dlgung dieser Tatsachen die Regierungen und Volksvertretunge"^f< bald einen billigen Ausgleich zu Gunsten der unteren Beamten ^ fen werden. Hierauf amts am eichst iif wurde der Bericht der von Staatssekretär des Re Vormittag des 3. Verhandlungstages empfangenen ^rik» nun« zur Ueberreichung einer vom Verbände ausgearbeiteten fchrift entgegengenommen. Der Staatssekretär empfing M /. tvart der Geheimen Oberposträte Teucke und von der. Ainde D hIll itiC Laux-Berlin. Koch-Essen und Otto-Hamburg bestehende und ließ stch tn längerer Audienz die den Stand der unteven amten bewegenden Wünsche zum Vortrag bringen. . Die Avor^^ berichtete, daß der Staatssekretär zugesagt habe, in eine woti . Prüfung der ihm vorgetragenen Wünsche einzutreten. K? sprach der Staatssekretär die Bereitwilligkeit ans, eine Vertretu^ Verbandes auch fernerhin zu empfangen. Der Bericht w« lebhaftem Beifall begrützt. Nach enugen Schlußwo rten wurde d er Verbandst«« W Permischtes. S M WTB. Frankfurt a. M., 25. Sept. Gestern abend erf olgte in dem Werk Heilsenstamm der Chemischen Fabri heim Elektron eine Explosion, bei der liier Personen^^ ^ vier schwer und eine leicht verletzt wurden. Der De nicht gestört worden. » . ist TU. München. 24. Sept. (Priv.) Von der & gestern der junge Münchener Albert Zitzma«» *o gestürzt. H 5 |t d V r. $48. «MaaNM. Mittwoch, den «. Sept. n». - .>-» Davtfche Uresf-. Sekte S. Deutscher Heeresbericht. l«bendbericht.1 fc Berlin. 25. Sept.. abends. (Amtlich.) In F l a n- Feuertätigkeit wechselnder Stärke. Oertl,che Infanterie- an der Straß« M e n i n - Y P e r n verliefen für «ns "fti g. ,^ei de» anderen Westarmeen. im Osten und in Mazedonien wesentlichen Ereignisse. ^esterreichifch-ungar. Heeresbericht. .Wien, 25. September. Amtlich wird verlautbart- Italienischer Kriegsschauplatz. Zsonzo stärkeres feindliches Artilleriefeuer und leb- Gefechtstätigkeit. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Albanien erfolgreiche Bandenkämpfe. Der Chef des Eeneralstabes. Kulgarifcher Heeresbericht. Sofia, 26. Sept. (Nicht amtlich.) Amtl. Bericht vom ^ptember. ., . Mazedonische Front: Im Cerna-Bogen und westlich vom Do»ran- Christes Artilleriefeuer. An der ganzen Front rege ^ueger- ''"t. Ein feindliches Flugzeug wurde von unserem Feu^r g°- und zur Landung hinter den feindlichen Linien südöstlich vom We gezwungen. n( i .„ . '.^manische Front' Bei Mahmudia und Tulea Arnllerieseuer. h Artillerie beschoß Galatz und rief Explosionen und einen gro- s ^nd im Bahnhof von Galatz hervor. Rücktritt des Generals v. veimlwg. * Karlsruhe, 26. Sept. General der Jnfanterie^von der Armee ^«mling, Cl'ef des Jnf.-Regts. Nr. 132. vorher kommandieren- i,^neral des 15. Armeekorps, wurde in Genehmigung seines Ad- Gesuchs, unter Belassung in dem Verhältnis als Chef des ge- Regiments, mit der gesetzlichen Penston zur Disposition iii^rthold Deimling ist am 21^ März 1853 in Karlsruhe | Eines Kriegsgerichtsrates geboren. Am 1. Oktober 1871 ;i®«s Vadische 'Infanterie-Regiment Nr. 113 ein und wurde am (CWI 1873 Leutnant. Als solcher war er Vataillonsadjutant im -,?'erie -Regiment Nr. 8S, in dem er zum Oberleutnant aufruckte, tz?» Infanterie-Regiment Nr. 97 versetzt, wurde er zur Dienst- beim Großen Generalstabs kommandiert und am 13. ^uni '..jJWet Beförderung zum Hauptmann a la suite des Infanterie- .^ents Nr. »3 gestellt. Alsdann in den Generalstab der Armee ,'ht, war er Eeneralstabsoffizier bei der 1. Division in Königs- tllr 3e Zeit Kompagniechef im Infanterie -Regiment Nr. 21 und -Ä wieder Generalstabsoffizier bei der 1. Division. Am 19. De- t' 1 1893 zum Major befördert, war er im Generalstab des 14. ^ .'orvs in Metz tätig, darauf Bataillonskommandeur im In- V'e-Reqiment Nr. 112, alsdann Abteilungs-Chef im Erogen Ee- >. — :Ct» titt+övtt-rt triS Sta Sto < "TT?r , >1l'iT-_ schärfsten Widerspruch zu erheben gegen das Verhalten der Mehrheit I unserer Volksvertretung, welche nicht davor zurückgefcheut ist. in Tagen, wo es um die Existenz des Reiches geht, unsere nationale Kraft und Einheit durch unheilvolle Verfassüngskämpfe zu gefähr- den. welche durch ihre schwachmütige unsere ganze Zukunft preis- gebende Entschließung vom 19. Juli, wie sich immer mehr heraus- stellt, unseren Feiiden in die Händ-e gearbeitet hat." In der Er- klärung wird weiter gesagt, daß es unsere heilige Pflicht sei. das Möglichste von dem in diesem Kriege Gewonnenen zu behaupten, daß ™.. Ivo ihm die zweite Abteilung unterstand, die die Mobil- und den Aufmarsch bearbeitet! am 18. Oktober 1902 wurde : %t< 904 wurde er Kommandeur des 2. Feld-Regiments in der für Südwest-Afrika. Cr nahm teil an den Kämpfen !? ^aterborg und an der Verfolgung der Herero. Beim Ausbruch v°'tent„tten-A»fstandes erhielt er den Oberbefehl im Süden und V. die Operationen gegen Hendrik Witboi am Anob und die Sit, liegen Morenga an dei Kaurasbergen. In Folge eines V® s , den er im Dezember 19 4 erlitten und bei dem er sich eine L^letzung zugezogen hatte, zwangen ihn, das Kommando nieder- ".und in die Heimat zurückzukehren. Nach einer^ längeren 'h,. "fj urui oeu «iu|ii;iufui uirt jlu. MT& Oberst und am 18. Juli 1903 zum Kommandeur des Jnfan- 'Wi^imentes Nr. 112 in Mülhausen im Elsaß ernannt. Am 13. Zeichen Kur in Wiesbaden wurde Deimling unter Verleihung Monges eines Brigade-Kommandeurs zum Abteilungs-Chef im ;H" Generalstabe ernannt und etwa einen Monat darauf ihm verliehen. In diese Zeit fällt Deimlings bekanntes Auf- im Reichstag, wo er als Regierungskomissar so temperament- " seiner Begründung des Baus der Bahn Lützer'-^^t-Kulub- M>Nnshop war. daß er dadurch mit dem Reichstag in Konflikt V und dieser sowohl die Bahn wie den Posten des Staats- V'.fiir das Reichskolonialamt ablehnte. 'Am 25. Mai 1916 'ia chm das bis dahin von Oberst Dahme geführte Kommando i^utztxuppe für Südwest-Afrika übertragen. Am 31. März 1907 von dieser Stellung enthoben und unter Beförderung zum ^lniajor zum Kommandeur der 58. Infanterie-Brigade. ae ' C? 1910 zum Kommandeur der 2S. Division in Freiburg i. Br. vfy '[■ Im März dieses Jahres uvurde er Kommandierender Ee- i . Armeekorps in Strasburg, an dessen Spitze er im k, *914 iis Feld zog. Im weiteren Veraufe des Krieges führte " • J,r " ,i " v 'ruppe und erhielt 1916 den Orden Ponr le Merite. Armeeg Freiburg, 24. Sept. Die Vorsitzenden von sieben vaterliindi- 5 steinen haben eine Erklärung an den Reichskanzler abgesandt. Erklärung.heißt es: „Wir sehen uns gedrängt, den aller» Nicht Mut- nlcht Opfersinn. - nur ein bischen gesunder Menschenverstand! Die Zeichnung der Kriegs- anleihe ist jetzt für jeden einzelnen ein Gebot der Gelbsterhaliung! - Denn: ein guter Erfolg ist die Brücke zum Frieden — ein schlechtes Ergebnis verlängert den Krieg! und „souverän" tun. Mit seinem Vorstoße und mit den dazu ge> hörigen sebr zweifelhasten Leistungen wollte Erzberger den feinden Deutschlands absichtlich entgegenkommen, und zwar tot er das in einer nach jeder Hinsicht höchst tadelnswerten Weise. Ihm folgte das Zentrum mit wenigen Ausnahmen. Der Vorstoß Erzbergers und die neue Zentrumspolitik kamen aber ganz besonders auch der Forderung unserer Feinde, die bisherige, angeblich „autokratische" Regierung in Deutschland zu beseitigen und durch eine demokratische zu ersetzen, soweit vorerst möglich, gehorsamst nach. An der Seite der demokra- tischen Parteien haben Erzberger und das Zentrum eine Demokra- tifierung der Regierung verlangt und durchgesetzt, soweit eben tunUch, also haben sie die bisherige deutsche Regierung faktisch gestürzt. W:r und was am meisten daran schuld ist, daß Bethin ann-Hollweg selbst auch abging, das geht aus dem Berichte des „Bad. Beob." über die Rede K. Haußmanns keineswegs klar und einwandfrei hervor, steht auch durchaus noch nicht fest. Aber auch wenn es wahr wäre, dai? die Rechtsparteien auf den Rücktritt des Reichskanzlers hingewirkt hätten, den Anstoß zum Sturze der Regierung gab die neue demo- kratisch gerichtete Mehrheit, und die Tatsache besteht fort, daß diele neue Mehrheit die alte Regierung durch eine neue, mehr demokra- tische erfetzt haben wollte, also dadurch tatsächlich stürzte, ^m übrigen will ich auf weitere Aeßerungen der Kenntnisse des „Bad. Beob." -warten Ein katholischer Geistlicher. fV.y-'j Darum zeichne! Ans Kaden. zumal Riga, so gut wie Antwerpen, in deutscher Hand zu halten, eil« Lebensnotwendigkeit unserer Zukunft für uns bed^ite. — Ii.' der Eründungsversaminlung der „Deutschen Vah-rlandspartei" sprach llnioersrtätsprofessor Dr. Hoche. Es wurde eine Entschließung ange- nommen, in der an die Reichsleitung die dringende Bitte gerichtet witfd, auch für den letzten Abschnitt dieses Krieges auf die bewußte Entsmlcssenheit und opferwillige Tragfähigkeit unserem Volkes zu zählen und keinen Kriedenz « schließen, der nich'. vor dem llctzilc unserer Enkel in Ehren besteh -!N kann. " ' = Vom Lande, 24. Sept. Wir erhalten folgende Zuschrift: Der „Bad. Beobachter" glaubt in meinem längeren Artikel über die Friedensresowtion in Nr. 438 der „Bad. Pfaffe" ein Splitterchen gefunden zu haben und spricht nun in Nr. 439 „die elementarste Kenntnis" der betreffenden politischen Dinge ab. Er klammert sich an meinen Ausdruck „Sturz der Regierung" an und beruft sich au? den Demokraten Konrad Haußmann zum Beweise dafür, daß die neue Reichstagsmehrheit die „Regierung von Bethmann-Hollweg 'nicht ge- stürzt habe. Aber der „Bad. Beobachter" sollte nur nicht so überlegen Vadische Chrsnkk. # Ettlingen, 25. Sept. Im Alter von 68 Jahren ist heute der langjährige Leiter des hiesigen Amtsgerichtes, Oberamtsrichter ^oh. Zimpfer gestorben. Der Verewigte war am 25. Mai 1849 in Muckenschopf geboren und war seit 1894 in Ettlingen tätig. :?: Bruchsal, 26. Sept. Dem Volksschüler Peter Weiß, welcher im Sommer d. Iz. einen Mitschüler aus der Forster Kiesgrube vom Tode des Ertrinkens gerettet hotte, wurde vom Eroßh. Landeskom« missär die öffentliche Anerkennung ausgesprochen und ihm eine Geld« belohnung bewilligt. X Snlzfeld (A. Wiesloch), 26, Sept. Der 6« Fahre alte Land, wirt Johann Maier erhielt von einer Kuh einen Tritt an den Kopf, wodurch er so schwer verletzt wurde, daß er eine halbe Stunde darauf oerstarb. A Mannheim, 26. Sept. Die Direktion des Städt. Gaswerks teilt in einer Bekanntmachung mit, daß der außergewöhnlich hohe Gasverbrauch, der seit einigen Tagen hier auftritt, nicht mehr be- wältigt, werden kann. Wenn die Gasabnehmer nicht freiwillig sich der angeordneten Beschränkung unterwerfen, wird noch im Laufe die- ser Woche mit der vollständigen Sperrung der Gaszufuhr während eines großen Teils des Tages gerechnet werden müssen. A Baden-Baden, 25. Sept. Im Alter von 71 Iahren ist hier- selbst der Geheime Sanitätsrat Dr. Paul Schliep nach kurzer Krank- heit aus dem Leben geschieden. Der Verstorbene stammte aus Nord« Deutschland, ließ sich im Jahre 1873 hier als Arzt nieder und wurde bald behandelnder Arzt der Kaiserin Augusta so oft sie in unserer Bäderstadt zur Kur weilte. Als großer Freund der Mrffik war sein Haus lange Zeit der Mittelpunkt musikalischen Lebens und »st mar der verstorbene Generalmusikdirektor Fritz Steinbach Gast bei ihm. Lange Jahre gehörte er auch dem Stadtverordnetenkollegium als Mitglied an. in welchem er stets für die Interessen der Stadt und für deren Entwicklung eintrat. Sein großer Bekanntenkreis wird die Kunde von seinem Hinscheiden mit aufrichtigem Bedauern vernehmen. a Todtnau, 24. September. Aus den von hier abends 6.20 Uhr abfahrenden Zug wollte ein Mitreisender auf Station Atzenbach einsteigen als der Zug schon in Bewegung war. Da- bei geriet er unter die Räder/ wobei ihm beide Fühe abge- fahren wurden. $ Engen. 25. Sept. Am Sonntag wurde hier genau« NachprL- fang geübt, öb die Vorschriften über den Verkehr mit Obst durch- geführt werden. Nur wenige hatten die erforderlichen Berechtigungs- scheine für Obstb^«?. worauf dann Beschlagnahme der betr. Obst- menge» erfolgte. In manchem Korbe waren zwischen Aepfel und Birnen auch Eier und Butter verborgen. . . ^ . — Konstanz, 23. Sept. Das 6. Bad. Znfanter,e-Reg»ment Kaiser Friedrich III. Nr. 114, begeht am 26. Oktober 1917 die Feier seines 59jährigen Bestehens. Wenn es die Kriegslage gestattet, will das Feldregiment den Tag festlich begehen mit Festgottesdienst, Pa- rade, Turnwettspielen. Zapfenstreich usw. Man hofft, daß der Groß- berzoa von Baden der Feier beiwohnen wird. Aus der Geschichte des Regiments sei folgendes erwähnt: Auf Befehl des Großherzogs vom 26. Oktober 1867'wurde das 1. und 2. Füsilierbataillon in ein Re- giment vereinigt, das die Nummer 6 aus grüner Achselklappe fuhren sollte. 1870/71 erhielt das Regiment die Nummer 114, an dessen Spi^e im weiteren Verlauf, als Gnadenboweis des Kriegsherrn und des Landesfürsten, Kronprinz Friedrich Wilhelm, ter nachmalige Kaiser, gestellt wurde, dessen Namenszug das Regiment auf der Achselklappe trägt. Das Regiment erhielt zunächst Rastatt und vom 28. Sept^ 1868 ab für sein 1. Bataillon Konstanz als Garnison. — Unter Leitung des Syndikus der Handwerkskammer Konstanz fand in Davos für Deutsche in der Schweiz internierte kriegsgesangene Hand- werker die zweite Meisterprüfung statt. Es nahmen daran 43 Kan« didaten teil, die sämtlich die Prüfung bestanden haben. — Konstanz. 25. Sept. Die Stadtverwaltung beabsichtigt mit einem Kapital von 300 009 ,i( eine städtische Gutswirtschaft unter der Firma „Gesellschaft zur Förderung der Lebensmittelversorgung der Stadt Konstanz" zu gründen. — In der letzten Zeit sind in der Bodenseegegend, besonders an den schilsreichen Gegenden des Rheinufers, zahlreiche Seeadler beobachtet worden. Wiederholt wurde der Seeadler beim Raub von Hasen, Rehkälbchen, Gänsen und Enten betroffen. Auch der Fischadler ist heuer zahlreich vertreten. JirnengLanz. Roman von Anlly Wothe. y (30. Fortsetzung.) weiht immer zu trösten, Sanna," sagte Erik mit Blick auf die Gefährtin, die mit ihren achtundzwanzig ^ Cil heute einer kaum Zwanzigjährigen glich. „Du glaubst % daß Lore mich lieben lernt und daß sie gern meine wird, wenn ich sie frage?" 'tilget natürlich, Erick. Sie hat Dich doch lieb, wenn auch Vit wie es notwendig ist. um eine Ehe glücklich ^fon. Sie steckt eben noch zu sehr in den Kinderschuhen." Nfof Du würdest mir Deinen Liebling gern anvertrauen, genug Vertrauen zu»mir, und würdest mich gern als , hatten sehen?" : V 1 gewiß, Erick. Nur darfst Du nicht von mir ver- «H j. 1 . daß ich unsere Kleine im geringsten beeinflusse. Frei i wählen, wie es ihr Herz bedingt." Uit n Klaubst Du, daß Hjalmar auch einwilligen wird? .^ores Vormund." ^finsterer Zug legte sich um Sannas Lippen. Xp. hoffe es," sagte sie dann langsam. „Aber laß das doch v°'le ti*"*' denke zuerst mal daran, Dich wirklich ordentlich zu H t; '!• Es ist mir so, al? bekäme Dir hier die Luft nicht gut. . ,^5^ blaß und schmal aus." ' 'm; rt ' Manila, gerade die weiche, milde Luft der Ramsau D* 6 ^ et 3 tc hatten sie mir auch so dringend Met aber weißt Du, so lange der Kerl, der verfluchte seinem Spitzbubengesicht im Hause ist, werde ich die Lore nicht los. Kann man denn das Malerhuhn ^u-,raulen?" „Du bist ungerecht, Erick," sagte San na mit leisem Lächeln. „Ajo Walden ist ein prächtiger Mensch, und seine Neckereien mit Lore sind wirklich so harmloser Natur, daß Du ganz ohne Sorge sein kannst. Es kommt mir sogar oft so vor, als hätte Lore ein klein wenig Furcht vor unserem Malersmann." „Furcht? Nanu! Lore furchtet doch sonst den Deubel nicht. Hopsa, mein Junge," sagte er zu sich selbst, als er auf dem schlüpfrigen Boden einigemal leicht ausrutschte, „das ist ja ein verdammter Weg." „Aber schön," entgegnete Sanna und sah träumerisch sin- nend zu den von blauem Duft umgebenen Firnen auf, um dann langsam den Blick ins Tal zu wenden. „Wenn ich so hier oben in der freien Höhe wandele, dann ist mir's, als könne ich nre ganz unglücklich werden. Hier löst sich jeder Schmerz von der Seele, hier wird das Herz ftei. Spürst Du es nicht auch, Erick?" „Daß Kott bewahre! Ich finde es greulich, hier immer über Bretter zu tapfen und immer mit Schwindelanfällen zu kämpfen. Ich wünschte, wir hätten erst wieder sicheren Boden unter den Füßen." „Reich mir den Arm, Erick, ich glaube, es geht sich so leich- ter," sagte Sanna. „Du bist ein Prachtweib," sagte Erick vergnügt, sich bei Sanna einhakend, „fast so wie eine Mutter." Sanna nahm das zweifelhafte Kompliment mit einem leisen, feinen Lächeln entgegen. Jetzt schritt Erick an ihrer Seite noch einmal so sicher dahin. Ajo Walden aber sagte, auf das voranschreitende Paar deutend, zu Lore, die eine Gerte in der Hand schwang und da- mit einigen Alpenveilchen, die scheu am Felsen blühten, die Köpfe knickte. „Nun, Fräulein Lore? Wollen wir nicht auch?" Lore sah ihn mit einem unbeschreiblichen Blick an und schob sich den Südwester aus weigem Pikett etwas hastig von der Stirn. „Na, da müßt' es ja schon bei mir rappeln." „Was das nun wieder für Ausdrücke sind," sagte der Maler toternst und rungelte die Stirn. „Na, beißen Sie man nicht gleich. Zmmerzu haben Sie was zu tadeln. Warum gehen Sie denn überhaupt mit mir und warum arrangieren Sie denn jeden Tag, den der lie?de Herrgott werden läßt, irgendeinen Ausflug? Ich denke, Ste sind zum Malen ins Land gekommen. Statt dessen trommeln Sie immerzu was zusammen, man muß rennen, daß einem die Zunge zum Halse raushängt, und wenn man's recht besieht, haben Sie in Ihrem Skizzenbuch nicht mal die lumpigste Äizze aufzuweisen, ganz abgesehen davon, daß in Ihrem Atelier im Eulenhof von einer ordentlichen Tüncherei auch kaum die Rede sein kann. Ich glaube, Sie sind gar kein wirklicher Farben- kleckser." Jetzt lachte Ajo hell auf. Seine dunklen Augen leuchteten aus dem gebräunten Gesicht in unverhohlenem Entzücken feiner kleinen Begleiterin entgegen. „Sie sind prachtvoll, Fräulein Lore? Ich glaube, Sie haben es mir noch immer nicht verziehen, daß ich eigentlich kein Franziskanermönch bin, für den Sie mich da unten auf dem Friedhof gehalten." „Sie sollen nicht lachen." Lore stampfte ungeduldig mit dem Fuße und warf die Gerte in kühnem Bogen mißmutig „Sie sollen nicht über mich lachen, ich über das Geländer, leide es nicht." I I Asitö 4. adifche Presse. MittagSlatt. Mittwoch, den 20. Sept. 1917. Ux. '448* MerssnaZnachinchten aus dem Bereiche des i4. Ai m?etorps. .'efördert: Vothe (Heidelbergs die Vizefeldw. Raff /Pforzheim), Frank Donauefchingcn), zu Leutns d. Landw. Tücher (Rastatt), d. i?«kart.. Lauber iBruchsal»; Kiedaisch, Feldw.-Lt. (Pforzheim), zum Lt. d. Landw.- Inf. 1. Aufgeb. ernannt. Himmel (Seidelberg), Streib, Vizefeldw. (Heidelberg), zum Lt. d. Ref. d. Inf. '# Di: A«s der Residenz. Karlsruhe, 2k. E^ptvmber. Einfithr«ng der ungeteilten Arbeitszeit wird augenblick.ich bei der badislhen Regierung für ihre Dienst- stellen -erlogen. # Kriegsbeihilfen. 3>fe badische Regierung hat geneh- migt, daß Kriegsbeihilfen künftig auf Ansuchen im Fall des Bedürfnisses auch solchen Kriegsteilnehmern (Beamten und Lehrern) gemährt werden, die zur Zeit des Kriegsausbruches nicht im staatlichen Dienst beschäftigt waren,' sondern, bei Kriegsausbruch gerade im Besitz standeil. ihre Friedensdienst- Mt abzuleisten und nunmehr darüber hinaus im Militär- dienst zurückgehalten wurden. Voraussetzung ist nur dag diese Kriegsteilnehmer im Staatsdienst nach Ableistung ihrer Fri«- densdienstzeit wieder in ständigen Stellen beschäftigt worden wären, wenn der Krieg nicht ausgebrochen wäre. — »Zetzi cpht der Kriegsanleihe-Rummel wieder los!" Solche oder ähnliche Bemerkungen hört mon immer noch von vielen Leu- ten, die sich noch nicht zu der Erkenntnis aufgeschwungen haben, daß hier Arbeit im höchsten vaterländischen Interesse geleistet werden mutz. Hier darf weder Gleichgültigkeit geduldet werden, noch darf sich jemand M erhaben dünken, einem Werke von nationaler Trag- weite seine Aufmerksamkeit zu versagen. Darum wäre es für jeden Deutschen Pflicht, alle Arbcit, die zum Besten dieses nationalen Werkes gsMeht, in ernstem Stunk zu würdigen, vor allem die De- mühnngen der deutschen Presse, für ein gutes Gelingen des Werkes zu werben. I« mehr man sich damit befaßt, desto rascher wird das Verständnis für die gute Sache reifen. Dem Erkennen folgt das Handeln und die Tat. Und wer selber sich bekehren muhte, wird wieder andere aufrütteln und zum Mitarbeiten veranlassen. So macht sich die Arbeit für das vaterländische Unternehmen mehrfach belohnt. = Die Deutsche Landsmannschaft im Felde. Von den 58 im Ks- burger L. (F. vereinigten "Landsmannschaften befinden sich nach der Aufstellung bau Mitte Juli 4561 Mitglieder im Kriegsdienst. Mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse sind 261 und 2. Klasse 2390 ausgezeichnet worden. Nach den einzelnen Landsmannschaften geordnet, haben Hasso-Borussia-Marburg mit 227, Darmstad'ia-Gießen mit 194 und Ghibellinia-Tubingen mit 162 die meisten Kriegsteilnehmer gestellt. Die größten Verluste betrauern Darmstadtia-Gießen, Hasso-Borussia- Marburg und CheruKcia-Lcipzig. Die höchste Zahl von Eisernen Kreuzen erwarben 1. Klasse Eheruscia-Leipzig (17) und 2. Klasse Afrania-Leipzig und Hasso-Borusfia-Marburg (je HO). )!) Die Gesamtleistungen für unsere vlefangenen. Zum ersten Mal seit Kriegsoegiun hat der Landesausschutz der Badischen Gefan- genenfiirsorge anläßlich des Opfertages am 28. September eine Auf- stelluna der Gesamtleistungen für die Kriegsgefangenen des Groß- Herzogtums Baden gemacht. Es ergibt sich, daß Baden 1916 für die- fen Zweck eine Gesamtsumme von 700 OVO Mark in einem Jahre auf- gewendet hat. Der Dank der heimkehrenden Gefangenen spricht deutlich dafür,, daß dieses Geld gut angelegt war. ib Reichsaltkleiderivoch«. Das Ministerium des 3't^-rti hat der R'ichsbekleidvnasstells in Ber^-'. sie Genehmigung zur Veranstal- t>...g einer Reichs-Altkleiderwsche in der Z»it w«' 22. bis einschickt ch 27. £ (Übet erteilt. + Pilzausstellung. Vom 27. Sept. bis einschließlich 1. Oktober veranstaltet Herr Haupilehrer Julius Hauck in Eberbach in der Turn- halle der Leopoldsches (Leopoldstratze 9) eine große PilzanSstelluug. Ausgestellt werden sämtliche zurzeit in der Gegend von Karlsruhe wachsenden Pilze. Bereichert und ergänzt wird die Ausstellung durch eine große Anzahl naturgetreuer Modelle, konservierter Modelle, kon- servierter Pilze, Abbildungen und einschlugige Literatur. -— Bei der Wichtigkeit der Veranstaltung für die Volksernährung ist ein starker Besuch der Ausstellung, insbesondere auS Kreisen der Schüler, drm- gend zu wünschen. (Siehe Anzeige). ft> Das Residdei^-Theater, Waldstraß«, bat in den Spielplan vom Samstag bis einschl. Dienstag das entzückendste Lustspiel, welches man je gesehen hat. Man glaubt dies ohne weiteres, wenn man weiß, daß die Hauptdarstellern die unvergleichliche Henny Por- ten ist. die in „Prinzessin von Neutralien" ihrer,- ganzen Liebrrö entwickelt. 4 Akte von Robert Wim; Regie von Rudolf Biebrach? Hsnnqs Partner sind die Herren Gottowt als Aater, Bildt als Prinz von Seintaalt, alias Dick Robinson. Schauspieler einer Schmiere. Der Spielplan enthält imr.it noch „Vob Cray", die Geschichte eines Sträflings, Drama in drei Akten. Die „Bernn Oberlandbahn" ist eine interessante Naturaufnahme. 4~ Das Luxcüm (Kaiserstr. 168) bringt vom Mittwoch, 26. bis Freitag, 28. Sept.. ein schönes, abwechslungsreiches Programm: „Du sollst nicht richten", ein Drama in einem Vorspiel und drei Akten, „ls-inc Nacht in Berlin", Filmposse in zwei Akten, sowie die neueste Tikowoche. # Am Cafs Bauer findet am heutigen Abend das übliche Sonder- kontert der verstärkten Kapelle statt, 'auf das, des besonders gewähl- ten Programms weaen,' aufmerksam gemacht wird. U. a. wird auf vi?lfa^en Wunsch die zweite Rhapsodie von LisZt und eine große Fantastc aus'dem ..Fliegenden Holländer" gespielt. (Siehe Anzeige). Am 20. September 1917 ist eins Bekanntmachung W..I. 17. K. R. A. — betreffend Ausführun>Mefti»mungen gen^äß 8.'\% Bekanntmachuna Nr. W. I. 1771/5. 17. K. R. A. vom 1. Juli 1WJ, betreffend ^ Beschlagnahme und Bestandserhebung der deutschen ,, schür und des Wollgefälles bei den deutschen Gerbereien, in Krai> ^ treten. Danach erhalten Schafhalter, welche ihren gesamten AnM Wolle von eigenen Schafen entsprechend den Beschlagnahmebestimm „ gen zur Ablieferung gebracht haben, auf Antrag jeweils einmal ^ Jahre von der Kriegswollbedarf-Aktien.gefellschast, Berlin Sw. Verl. Hedemannstr. 3, gutes Strickgarn zum Preise von 6 Ma« ' das Pfund gegen Nachnahme des Berkausspreises geliefert. Dic.-^^ des zu liefernden Strickgarns ist nach dem Bestand an Schafen gestuft. Anträge auf Lieferung des Garnes werden von der digen Ortspolizeibehörde schriftlich oder mündlich entgegengenora^, und sind von ihr auf Sammelvordrucken nach Prüfung und iln«"» befund an die zuständigen Kriezsamtsstellen einzureichen. . ^ Die Anträge sind von Schafhaltern entweder auf Garnliefeo^ für den eigenen Gebrauch oder auf Lieferung für ihre Angeftelnen ° richten. In letzterem Falle jedoch nur, falls die Angestellten fettn fitzer von Schafen sind oder aus dem Dienstverhältnis einen Am?r° auf Wollieieruikg an den Schafhalter haben. . (tct , Der Wortlaut der Bekanntmachung ist bei den Bürgermew,^ Aemtern und Polizeibehörden einzusehen. 1 Auszug aus den Standesbn«hern Karlsruhe. Eheanfgebot. 25. Sept.: Konrad Schweiger von Unterfarrn^ Arbeiter hier, mit Krescenz, gefch. Stadler, geb Sichler, von Gr» Eheschließung. 25. Sept.: Rudolf Schade von Strüth, Lehrer Schwarzenau, mit Mina Peikert von Reichsmark. Todesfälle. 22. Sept.: Hans, alt 1 Jahr 6 Man., Vater! i». Karcher, Wachtmeister. — 23. Sept.: Marie Laade, alt 80 Witwe von Wilhelm Laade, Telegr.-Assistent. — 24. Sept.: alt 14 Jahre, V. Karl Jiilg, Schriftsetzer; Kath. Keppler, alt 38 Ehefrau von Jakob Keppler, Glaser; Alma, alt 1 Jahr S Mona^ Tage, V. Eduard Wagner, Schutzmann; Karl Reinhardt. Witwer, V vatier, al t 65 Jahre. ,«^TI Wttfserstand des RHeias. Oehk, 26. Sevtbr. morgens 6 llhr 2,58 m (25. Sevtbr. 2,62 ®' \ Mazau, 26. Sepibr. morgeus 6 Uhr 4,21 m (25. Septbr. 4,2' , Wa«z»Sei«, 26. Sevtbr. morgens 6 Uhr 3,22 m (Sö.Sevtbr. 3,33 Siati Karten. Bora Sandrock Wilhelm Endlich, Leutnant d. Res. Verlobte. Karlsruhe, Septbr. 1917 Im Feld* Donnerstag, «Jen 27. SeptemU^ afeeiwSs 8 1 U übff*s Grieg-Abend rzh&t verstürSster KaiaelSe unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Alfons Brotze Hilz-AusßtllilW veranstaltet durch Lehrer Julius tlauck aus Eberbach Donnerstag, 27. September bis einschl. 1. Oktober in der Turnhalle der Hebelschnle (Kreuzstratze 15) in Karlsruh?. H: Donnerstag 10—12 u. Z—-/,7 Uhr. Freitag n. SamStaa 7 q 9—12 u. 3—'J,7 Uhr. Sonntag 3—6 Uhr. Vormittags allgemeine Pilzwanderung. Anmeldungen hierzu im AusstellungLlokal. Montag 'i,9—12 und 3—5 Uhr. >ur Ausstellung kommen sämtliche z. Zt. hier «wachsenden Pilze lebend, in Modellen. Abbildungen, konserviert, sowie einschl. Literatur. Eintritt: 30 Pfg., Kinder tt. Soldaten tö Pfg., Schulen 1v Pfg. In der Ausstellung erhältlich: „Führer durch die PilzanSftellnng' von Julius Hauck, 2. Aufl. SV Pfg. „Ratgeber für Pilzsammler" von Hauck 3. Aufl. 40 Pfg. „konservieren der Pilze für i>ei» Ha«Shalt" von Julius Hauck, neu, 40 Pfg. Jede Auskunft wird bereitwilligst erteilt. Zur Ergänzung der Ausstellung werben Pilze mit Tank entgegengenommen. 47S7a LUÄEUM. Moderne Lichtspiele. — Kaiserstr. 168. niiniiiiMimiiinfHiiiiuiiMmiMHiittiiiiiNfmnnNi Von Mittwoch 26. bis Freitag 28. September, :iiiiiiiinmimnnimicnnnimiininnnnminni«mm »im i in ni Eva Speyer Pelz-Waren Damen-Pelze ZmÄ MMen. 32 Rur Zirkel 32. \ Treppe hoch, W. Lehmann, I L626 i»n Hause der g-ahrradhandlung. Bekanntlnachung. Donnerstag, den 27. Tevtember. abends l l,9 Uhr im großen Rathanssaa! des Herrn Geh. Hofrats. Professor Nr. Klei» hier über: »Die Pilzschake nm'erer Heimat mit Rücksicht a„f die Kriegsernährund" 12S6S mit Lichtbildern in den natürlichen Farben, zumeist Originalaufnahmen des Redner?. Keffee Bauer. Heute Rtitfwoch, 8 1 /» Uhr abends der doppelt verstärkten Kflnftferkapefle Friedrich. Programm: 12569 , »Flieoer-Marsch* Urbaoh. »Ouvertüre" zur Oper „Der Barbier von Sevilla Rossini. > „Anitras Tanz" aus der „Peer- Gynt-Suite" Grieg. „Walzerflut", Clironologisdie Walzer-Folge Fetras. I » GroO« Fantasie a. d. Oper „Der Fliegende Holländer" .... Wagner. „Carmeii-Marsch" Bizet „Rhapsodie Nr. 2" Liszt. „Die Biumentaickel", Vaterland. Lied, Joachim-Albrecht. Prinz von Preussen. Walzer a. d. Optte „Der Sternoucker" Lehsr. „SehiuSmarsch". fttnderotjf f vr. Eugen Slattner? Z ist zurückgekehrt unü wohnt jeht I Vestenöftraße 3S. Sprrchstunüe 2—Z Uhr. 12483 ^ Tische für Roller und Wickelmacher, Hocker, -iistcnpressen. alles gut erhalten, preiswert zu verkaufen. 4liL6a Anzusehen Durlach. Zehntstrahe l. mit ffirmadruck liefert rasch . .... ... und preiswert die D»ucker«i der..Badisch. Presse". Ii wenn auch reparaturbedürftig, »Verden stets an- gekauft in 11703 Weintraubs An- und Berkaussgeschöft, Krcsnenstrabe v2. Täglich Liter gesucht. B23L71 Lange. Lammstraße 3. 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Im Namen der trauernd Hinterblieben: Josefine Zimpfer, geb. Woerner. Johanna Zimpier. Ettlingen, 25. September 1917. 4766a Die Beerdigung findet Donnerstag, 27. September, nachmittags 4 Uhr, statt. Beileidsbesuche bitten wir höflichst unterlassen zu wollen. (ersten Ranges) Wiederbeginn Erete KM?-Innung Karlsruhe. Wir benachrichtigen unsere verehrl. Mitglieder, daß unser verdientes Ehrenmitglied, Herr Karl Reinhardt Privatier Montag früh 5 Uhr verschieden ist Die Einäscherung findet am Donnerstag, -den 27. September, vormittags 11 Uhr statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Der Vorstand der Freien Bäcker-Innung. Karlsruhe, den 25. September 1917. „e-? ■ M Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir mit, dass meine liebe Frau unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Christine Metzger geb. Pfeifer heute frflh 11 Uhr nach langem schweren Leiden im Alter von nahezu 46 Jahren verschieden ist Die trauernden Hinterbliebenen: Theodor Rietzger und Töchter. Karlsruhe-Mühiburj, den 25. Sept. 1917. Beerdigung : Donnerstag, den 27. September 1917, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Mühlburger Friedhofs aus. Trauerhaus : Lindenplatz 9. 12558 Wir erfüllen die schmerzliche Pflicht, unsere -verehrten Mitglieder von dem am 24. ds. Mts. erfolgten Ableben unseres langjährigeu Vorstandsmitgliedes und Ehrenvorsitzenden Johann Kemp Tiefbauunternehmer in Kenntnis zu setzen. Sein reges Interesse an unserem Klub und sein jederzeit beteiligter Opfersinn sichern ihm ein ehrendes Andenken. 12578 Beisetzung Donnerstag nachmittag 2 Uhr. Rheinklub AHemannia Karlsruhe, e. V. • Karlsruhe, 26. September 1917. I Ts*auer-Hiite in jeder Preislaoe stets vorrätig. 7889 I Sescfew. ©ntinann, W 1Ä 37 J. Zo Dentist Karlsruhe Amalienstr■ 2.5a Telefon Nr. 2156 Zahnziehen, Plomben, künftliche Zähne. Schonendste Behandlung . 11928 Sprechstunden : Werktags 8—12 u. 2— 7 Uhr. Todes-Anzeige.' Qott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Schwägerin und Tante Luise Schnäbele W*< geb. Rapp im Alter von 44 Jahren, in die obere Heimat abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Pritz Schnäbele, z. Zt. im Felde. Heinrich Schnäbele, z. Zt. Garnison. Lydia Schnäbele. Otto Schnäbele B28276 Karlsruhe-Rüppurr, 24. Sept. 1917. Die Beerdigung findet am 26- Sept., nachm. 'It6 Uhr, von dem Trauerhaus, Langestr. 89 in Rüppurr, aus statt. Wlrrhaare.SA, und verarbeitet. 9839* Frau Emil Schwank Wwe., Friseur- u. Parfümerie- geschaft, Kriegstraße 82. Kisten in jeder Ausführung liefert billigst und rasch jedes Quantum Kistensabrik F. Kern. Werderstratze 87. Eigenes Fuhrwerk. — Telephon 5526. 12577 Fleisch-, Konserven- und Emmach-Gläser aller Art sind eingetroffen. 3328283 Strobel. Flaschenlager, Durlach, Seboldstr. 5. Mostobst wird beute Mittag von 2 Uhr an am Güterbahn Hof Kriegstraste et will frische SBasom Gänselebern einkaufen in Karlsruhe für J. I'faffmann, Pasteteufabrik. Metz. SL ^Viederbsxirm der re^elm!issiAei> Turnstunden: llonnsrstag, den 27. Sept., nachm. 3-4 u. 4-5 Ulir, Freitag, den 28. Sept., nachm. 3-4 u. 5-6 Uhr in der Turnhalle der Viktoria - Privatsehule, Ama- lienstrasse 36. 12561 fi leichzeitig werden Neuanmeidungen entgegengenommen. Ständige Gemälde- u. Graphik-Ausstellung Kaiserstraße 187,1. 4. SssderanscfsIIang X. rerd. Grether, H. Eichrodt, K. Dussault, K. Wagner, E. Krause, 0. v. Dallwitz. Eintritt 30 Pfg. Sonntags 2-4 Uhr 20 Pfg. Mililiir-Mline zn verpachten auf 1. Okt. 1917. Näheres zu erfrag, in der Gartenschule, Zimmer Rr. 14. 12538 Werloren wurde am 22. September von Karlsruhe,Eggenstein, Leopoldshafen nach der Pfalz eine lederne B* 80 " Brieftasche mit ungefähr 730 Mark Inhalt. Der redliche Fin- der wird gebeten, fragliches Fundgut gegen gute Belohnung auf dem Fund- büro inKarlsruhe abzugeb. gegründet 1873. „ eginn jeden Mouat am 1. u. l l». der neuen Kursus im Anfertigen n. 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