MM t?M l mal. M ittag-A nsgabe. Velbreitetße Zeiwg Badens. Aezngs-^reife: WA«. *■ ohn« »anuftt. Weltschau' B nrit ^Wustr. SBeltidicm" »»a-rl»r«b«: W »» «erläge abgeholt —.92 UZ «>. Zweigstellen. —.97 1.17 . V Htttartrt»: bei «b. d°l «u» a. Poftschalter L.7« !lch .75 3L9 tigl. Nummern Größere Nummern 2.« <11 . » Bf«. . io m SeschäftSst»ll«: "'»el- und!^»mmstr.-Ecke, nächst Wasserstraße und Marktplatz. Brief- od. Tel.-Adr. laute nicht auf Namen, sondern: Lab. Presse", K a r l 6 r n 5 e. General-Anzeiger der Residenzstadt Karlsruhe und des Grchherzsgtums Baden. Unabhängige und am meisten gelesene Tageszeitung in Karlsruhe."^W Wöchentlich 1 Nummer „Karlsruher Uuterhaltnngsblatt" mit Illustrationen. Weitaus größte Bezieherzahl von altert m Karlsruhe erscheinenden Zeitungen. Eigentum und Verlag von Ferd. Thiergarten. Chefredakteur: Albert Herzog. Verantwortlich für allgem. Politik und Feuilleton: Union Rudolph, sür badische Politik, Lokales, bad. Chronik und den allgemeinen Teil: I.V.: Anton Rud o!ph, für den Anzei- genteil «. Rinderspocher. sftmtl. in Karlsruhe i. B. Berliner Vertretung: Berlin V10. Anzeige»: Die 8gespalt. Kolonelzeile.'lOPss.. DieReklamczeilel Mk., Reklamen an 1. Stelle I.W Mck. die Zeile. Bei Wiederholungen tarifsester Rabatt, der bei Nichteinhaltung deö Zieleö. bei gericht» liche« Betreibungen und bei Koukvrse» außer Kraft tr!t,. ?»Mrck > f.cnto: Rdtlsrnht j>!r. 8359. Str. 494. Telefon: Geschäftsstelle Nr. 86. Karlsruhe, Dienstag den 23. Oktober 1917. Telefon: Redaktion Nr. Mg. 33. JahrgaUfl. Deutscher Heeresbericht. (Abendbericht.) scheitern englischer Angriffe in Flandern. — Die Gesamtbeute in der russischen Ostsee. „ MTB. Verlin. 22. Ott., abends. (Amtlich.) Die Frühangriffe in Flandern find bis auf geringen weländegewinn bei Veldhoek (nördlich von Langemarck) gescheitert; auch an der Strafe Menin — Hpern brach cht starker englischer Angriff völlig zusammen. Nordöstlich von S o i s s o n s hat sich die Artillerie - >! ch I a ch t nach vorübergehendem Nachlassen am Morgen wieder ZU voller Höhe gesteigert. Die Eesamtbeute auf Oesel, Moon und Dagö beläuft sich auf mehr als 2000t) Gefangene und iiiier hnndert Geschütze, sowie zahlreich es Kriegsmaterial. Zur Kriegslage. (Von einem militärischen Mitarbeiter.) Bz. Berlin, 22. Okt. Nach mehrtägiger sehr heftiger Artilleristischer Vorbereitung haben heute früh an der flandri- >chen Front neue englisch-jranzösische Angriffe eingesetzt, vle Nch im wesentlichen gegen die deutschen Stellungen zwischen ^raäibank und Poelcapelle richteten. Die Westmächte verbuchen also von neuem aus dem Nordflügel des Vpernbogens Ul der Richtung auf Passchendaele und HouLhoulsterwaid vor- Sudringen, um sich in den Besitz dieses wichtigen Stützpunktes KU setzen, in dem der rechte Flügel des deutschen Bpernbogens dlsher fest verankert war. Außerdem wollen die Engländer das taktisch wichtige Höhcngelände bei Passchendaele gewinnen, um dadurch Vessers Stellungen zu erhalten, die wegen ^hrer höheren Lage sür das Ueberwintern besser geeignet sind, genauere Angaben über den Verlauf der Kämpfe liegen noch uicht vor, doch wurde schon bekannt, daß die Angriffe, abgesehen r° n .einem unbedeutenden -lokalen Geländegewinn an der Tapferkeit unserer Aeldcn völlig zusammenbrachen. . In der Gegend nordöstlich von Soissons, zwischen Vauxail- ° n und B-.aye nimmt die seit mehreren Tagen andauernde »^wältige Artillerioschlacht ihren Fortgang, ohne daß sich bis- ?er schon Jnsanteriekämpfe daraus entwickelt hätten. Der «kanzösische Angriff muß schon für die nächste Zeit erwartet ^rden. Auch die zahlreichen, mit immer stärkeren Kräften ..geführten Erkundungsstötze weisen daraus hin. Der sran- Vorstoß richtet fich gegen den Teil der deutschen Ctel- ungen, wo sie in einem flachen Bogen aus der Nord-Südrcch- "Ug in die Ost-West-Richtung ubergehen und dadurch dem onzentrischen Angriff und der umfassenden Beschießung von ^sten und. Süden ausgesetzt sind. - ^ . Aus dem östlichen Kriegsschauplatz ist die Besetzung der Dago glücklich durchgeführt worden, und-damit die ganze ^uselgruppe am Eingang des Rigaischen Meerbusens in Zutsche Hand gekommen. Die russische Ostseeflotte hat es bis- "och nicht gewagt, die deutschen Seestreitkräfte anzugreifen " .sich ihnen in offener Seeschlacht zu stellen, obwohl die v "Ich und strategisch gleich wichtige Lage der Inselgruppe Zu' aufgefordert hätte, alle verfügbaren Kräfte zu ihrem Schutze einzusetzen. ® in von zahlreichen deutschen Marineluftschiffen ansge- «uyrter Angriff gegen die OstkLste Englands ist von gut beob- steter ^ Wirkung gewesen. Auf der Rückfahrt sind infolge »örrü ® ei Witterungsverhältmsse vier Lustschiffe in fran- ? ^Iche Hand gefallen. Ganz Deutschland wird diesen Verlust ein Lustschiffer beklagen. Es ist das eines jener Er- ^^e als eine unvern:zidliche Begleiterscheinung jeder kräftigen Kriegführung hingenommen werden müssen. ^efterreichifch-ungar. Heeresbericht. 'VTB. Wien, 22. Okt. Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz: unternahmen Teile unserer leichten Seestreit- fle 8neriik ^ des Kreuzers „Helgoland" zur Störung der ^^laus »" r 1 ns P ott « einen Vorstoß in hie Südadria, in dessen ^ottill"» i~ ' C£n5,l 'f> c ® Schiff gesichtet wurde, obwohl sich unsere ten. gj angere Zeit in der Nähe der italienischen Küsten aufhiel- "Usere ^ l-indlicher Flieger und eines Unterseebootes gegen Zeiten am lg. morgens blieben wirkungslos. Ein ita- tf ugzeug wurde in Brand geschossen und zerschellte. Unsere Südöstlicher Kriegssck»auplech: Fliegertruppen belegten die weit in Südwest und außer Sicht unserer pchiffe erschienenen überlegenen italienischen Seestreitkräfte mit Bomben, wobei ein italienisches Zerstörer durch eine dicht bei ihm einschlagende Bombe anscheinend beschädigt wurde. Unsere Ssestreit- fräste und Flieger find vollzählig und unbeschädigt zurückgekehrt. Flottenkommando. Vom Luftkrieg. WTB. Frankfurt a. M., 22. Okt. Heute früh gegen 12 Uhr erschien ein feindlicher Flieger im Korpsbereich. Er erhielt einige Schuh Sperrfeuer und verschwand, ohne Bomben abzu- werfen, nach Westen. Der jüngste Luftangriff anf England. WTB. London. 22. Ott. Meldung des Reuterschen Bur. Anscheinend wurden in der Nacht zum Samstag nur drei Bomben auf das Gebiet von London abgeworfen, alle drei auf weit voneinander entfernte Bezirke. Die erste Bombe tötete vier Personen, die zweite fünf, die dritte zehn. Durch die beiden letzten wurden auch mehrere Menschen verwundet. Brände wurden nicht hervorgerufen. Die Landung in Frankreich. MTB. Chaumont, 22. Okt. (Nicht amtlich.) Meldung der ..Agence Havas". Der Zeppelin „2. 45" landete heute morgen 1 llhr 49 Mm. bei Bourbon-Les-Bains. Der Führer des Lustschiffes und 19 Mann der Besatzung wurden gefangen genommen. WTB. Sisieron. 22. Okt. (Nicht amtlich.) „Agence Havas" „Z. L. «3" war wegen noch nicht klar gestellter Ursachen gezwungen, zwischen Misson üwd Chsteau-Neuf zu landen. Nach der Landung wurde das Luftschiff von der Mannschaft verbrannt, die außer dem Kommandanten Kölle und Oberleutnant Suz, aus 19 Mann bestand. Sie find sämtlich von Einwohnern verhaftet und nach Laragne ge- bracht worden, wo fie gegenwärtig gefangen gehalten werden. = Genf, 23. Okt. Alle Berichte der Pariser Blätter be- s tätigen das bedeutende technisch? Können der Offiziere und Mannschaften der verunglückten Zeppeline. Besonders als Meisterwerk anerkannt wird, das Entkommen eines Zeppelins mit vier Mann, nachdem IL Mann verblüffend schnell geland?! worden waren. (B. L. A.) * Londoner Fliegerfnrcht. — Berlin 23. Ott Ein großer Teil der englischen Zeitungen führt jetzt, laut „Verl. Tagebl." Erörterungen über deutsche Flieger« angrifse, insbesondere auf London Man hat fich darauf geeinigt, daß gewarnt werden solle. Automobile mit der Aufschrift: „Deckung suchen!" fahren durch die Straßen ui'd Polizisten zu Rad besuchen auch die kleinsten Gassen. Außerdem heulen Warnungssignale durch di« Strdt. Viele Keller in London und in der Provinz find kom- fortaüel eingerichtet. Als bervorragendes Mittel gegen Flieger-Auf- regung wird der dauernde Genuß heißer Getränke empfohlen. Als besonderen Schutz gilt die Unte»gr««bb>»hn. E? steht fest, daß die Londoner eine sehr hohe Meinung von dem Mute und der Leistungs- sähigleit der deutschen Flieger haben, und mit ihr eine sehr kräftige Kritik an englischen Abwebrmaßnahmen und ihrer Durchführung verbinden. Ter miklülseschrmkit U-Vsstsrikls. WTB. Rotterdam, 22. Ott. (Nicht amtlich.) Der fchwe- difche Dampfer „Orebro II." (234 B.N.T.) und der norwegische Dampfer „Storli" find gesunken. Wirkung des U-Boot -Krieges. WTB. Amsterdam, 22. Ott. Fünf niederländische Dampfer, die in einem Geleitzug nach England hätten fahren sollen, um Kohlen zu holen, sind wegen der Nersenknng des Dampfers „Parkhaven" wieder in den Hafen zurückgekehrt. Der torpedierte englische Monitor. WTB. Berlin, 22. Okt. (Amtlich.) Der in der Nacht vom 18. zum 19. Ottober auf Dünkirchen-Reede torpedierte englische Monitor ist, wie aus später eingelaufenen Meldun- gen von beteiligten Streitkräften hervorgeht, durch den An- griff unserer Torpedoboote zum Sinken gebracht worden. Die U-Boote in der Adria. — Wien, 22. Okt. (W. 33.) Meldung des Wiener Korrespon- dflnz-Bureaus. Ein englischer Zeitungsbericht vom 11. Oktober meldet: Ein italienischer halbamtlicher Bericht gibt an. daß bjs heute mit Sicherheit festgestellt ist, daß im Adriatischen Meere 11 feindliche Unterseeboote versenkt wurden. Nicht Rt erwähnen seien andere, derxn Verlust nicht ganz sicher sei. Demgegenüber kann festgestellt werden, daß die österreichisch-ungarische Kriegs- marine seit KriegsbegiKn noch nicht die Halste der angegebenen Zahl von Unterseebooten verlor, wärend die deutsch« Marine in diesen Ge- wässern den Verlust eines einzigen Unterseebootes zu beklagen hat. Dic September-U-Boot»Beute: 072 00® V.-N »T. WTB. V e r l i n, ?2. Okt. (Amtlich.) Durch kriege: ,a)e Maßnahmen der Mittelmächte sind im Monat September insgesamt ' ' . - 6 7 2 0 0 0 B.-R .-T. des für unsere Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes v e r - senkt worden. Damit erhöhen fich die b i s h e r i g e n Er» folge des uneingeschränkten U-Bootkriegeg auf 6 37S 000 B.-R .-T. , Der Chef des Admiralstabs der Marine. Va§ Vordringen in der Gftsee. Der Dank des Kaisers an Heer und Marine. ^ WTB. Berlin, 22. Okt. (Amtlich.) An Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern, Königl. Hoheit. In gemeinschaftlicher Arbeit und gemeinsamem Kampf mit meiner Marine wurde der schöne Eifolg vorbereitet und durchgeführt, den Deine bewährten Truppen durch die Fortnahme der Inseln Lesel Moon und Dago er- rungen haben. In schnellen Schläge«, vortrefflich unterstützt durch die Artillerie, Pioniere und Minenwerfer, brachen brave Infanterie und die Radfahrer überall den feindlichen Widerstand. Ji,r frisches Drausgehen ist die rasche Durchführung der Operationen zu danlen. Allen Führern, Stäben und Truppen, die zu dem Ruhme deutscher Wafsenerfolg« beigetragen haben, spreche ich meine volle Anerkennung und des Vaterlandes Dank für das geleistete aus. (Gez.) Wilhelm I. R." WTB. Berlin, 22. Okt. (Nicht amtl.) S. M. der Kaiser hat folgende Order erlassen: An den Chef des Admiralstabes. „Generalfeldmarschall v. Hindenvurg meldet mir, daß bei der Wegnahme der Insel Oesel, Moon und Dagö die Zusammenarbeit von Armee und Marine in denkbar vollkommener Weise zum Aus- druck gekommen sei. Die in enger Wechselbeziehung zwischen Ge- neralstab und Admiralstab geförderten Borarbeiten für die Opera- tionen über See haben die Grundlage zu dem Erfolge geschaffen. In aufopfernder Hingabe haben Ossiziere und Mannschaften der Flotte die Ueberführung des Landungskorps vorbereitet, geftckzert und unter- stützt. Teile der Seestreitkräfte haben die feindliche Flotte durch meh» rere Gefechte zurückgedrängt, ihr schwere Verluste zugefügt und viel- fach in den Kampf an Land wirksam eingegriffen. Ich freue mich der Beweise der Schlagkraft meiner Marine und spreche dem Admiralstab, den Führern, den Kommandanten und de- sonders den beteiligten Streitkräften meine volle Anerkennung und des Vaterlandes Dank aus. Weiter mit Gott! Großes Hauptquartier, 21. Okt. 1917. (gez.) Wilhelm I. R. Di e russische Darstellung. WTB. Petersburg, 21. Okt. (Nicht amtlich.) Die Admiralität meldet vom 19. Oktober: Die Laze auf den Ostfeeinseln ist folgende: Die Inseln Oesel und Moon sind endgültig in der Gewalt des Fein» des. Auf der Insel Dagö hat sich keine besondere Kampshandlung zugetragen, da die militärischen Operationen dort im allgemeinen durch die örtlichen topographischen Verhältnisse dehindert werden, vor allem durch Sümpfe und Ungangbarkeit der Straßen. Außerdem hatte die schwache Besatzung der Insel nur eine beschränkte Aufgabe, nämlich die Bedienung der Küstenbatterien. Immerhin ist die Tat unserer Marinebatterien in der Gegend von Tachony an der No»d- küst» der Insel zu melden, die durch Umdrehen ihrer Küstengeschütze und durch Feuer ein Vordringen des Feindes verhinderte. Infolge der Lage der Dinge am Moonsund wurde es für erfor- derlich gefunden, den Stützpunkt unserer diese Gegend verteidigenden Seestreitkräfte nach dem Eingang des finnischen Meerbusens zu ver- legen, an einen sicheren Ort, während an der alten Basis nur einige zur Verbindung und Beobachtung belassen wurden. Trotz der schwierige" Umstünde und der Maßnahmen des Feindes, um uns am Auslaufen aus dem Moonsund zu verhindern, gelang es uns in voll- kommener Ordnung und ohne Verlust nicht nur unsere Hauptstreit- kräste, sondern auch die ganze seetechnische Einrichtung im Moonsund, bejc>:ders die Schlepper, Transportschiffe us^. ^u entfernen. Während der Fahrt unserer Schiffe bemerkte eines unserer U-Boote ein feind- liches U-Boot, das ohne einen Kampf aufzunehmen, alsbald ver- schwand. Jeder von uns ausgegebene Stützpunkt wurde nebst der benachbarten Gegend in einen Zustand versetzt, der eine Verwendung zu militärischen Zwecken vollkommen unmöglich machte. Unsere See» ftrcirkräfte schützen den nördlichen Eingang zum Moonsund und den Eingang zum Finnisch« Meerbusen gegen einen neuen feindlichen Angriff. Eines der der baltischen Flotte zugeteilten englischen U-Boote begegnete während einer der Operationen des Gegners im Rigaischen Meerbusen einem aus vier Großkampfschiffen von der Markgraf- Klasse und Kreuzern und vielen Torpedobooten bestehenden feind- lichen Geschwader. Das englische U-Boot feuerte sofort zwei Torpedos auf das an der Spitze fahrende Großkampfschiff ab. Es wurde heftig beschossen und von Wasserflugzeugen mit Bomben beworfen, fodaß es tauchen mußte, ahne den Erfolg (?) des abgefeuerten Torpedo» feststellen zu können. Deutlich aber wurde die Detonation von der Explosion eines Torpedos gehört. Nachdem es eine Strecke unter Wasser gefahren und dann wieder aufgetaucht war, bemerkte das U-Boot mit dem Sehrohr abziehende Rauchwolken und große Trans- portschiff-, vzn Torpedobooten begleitet, die auf das U-Boot zu- fuhren. Dieses griff den Feind von neuem an und versenkte eine» der feindlichen Transportschiffe durch einen glücklichen Torpedotreffer. (Hierzu wird von Berli:: aus amtlich gemeldet: Die im amtlichen Bericht des russischen Admiralstabes unter dem 19. Oktober gemeldete Torpedierung eines' Linienschiffes der Markgraf-Klasse und eines Transportschiffes durch ein englisches Unterseeboot, ist erfunden. Der erwähnte Angriff ist an Bord der deutschen Linienschiffe sehr wohl bemerkt worden, sämtliche Torpedos sind aber vorbei gegangen.) Die Rälimung Reoals. — Stockholm, 21. Okt. Aus Rcmil wird gemeldet: Die Schule» wurden geschloffen. Die Mehrzahl der russischen Be» Hörden und russischen Einwohner reist in die inneren Eouver» nements ab. Die Züge nach Petersburg sind überfüllt und verkehren nur ll«cgelmädiL. Der Wahnhof und die Land- stratzsn sind voll von Flüchtlingen. Untse der estnischen Be» vollerung herrscht verhältnismäßige Ruhe. Vielfach wider» setzen sich dir Arteiter den Versuchen der Räumung und Zer» störung vcn Fabriken. (Frks. Ztg.) Meuterische Haltung der russischen Truppen. = Stockholm. 22. Okt. Der „Voss. Ztg." wird von hier von einem äußerst ernsten Auflösungsprozeß innerhalb der zwischen Estland und Nordlivland gelegenen russischen Truppen berich» tet. Die in Valtischport und Reoal lieg«ide Besatzung hatte in der Nacht auf Mittwoch ans vorerst noch unbekannten w Mittagvlatt. Dienstag. 28. Ott-»« lttf. Jfe. W4. Kekte 2. Gründen ihre Offijtm verhastet und verließ mit ihre« Haft- liugen eigenmächtig die Znfel und landete in Reval. wo in der Morgendämmerung des Mittwoch eine gemeinsame Sitz- uag der dortigen Soldatenorganisation stattfand. Es wurde die Frage eines ordentlichen Soldatenftreiks diskutiert. Zu einer bestimmten Stunde sollten die Soldaten innerhalb des Frontdreiecks Liwa (zwischen Hapsal und Reval), Reval und Weißenstein sowie längs der Linie Reval—Wesenberg—Narva ihre Stellungen verlassen und sich mit ihren Waffen zunächst i« der Richtung, auf Pskow zurückziehen. ' Als Gründe für dieses Verlassen der Stellung wurden vorgebracht sowohl poli- tische als militärische Erwägungen, der Unwille gegen das Bourgeoisieministerium, die Auflösung der Frontorgani- sationen durch Kerenski, sowie ungenügende Ausrüstung und die steigende Lebensmittelnot an der Front. Laut Befehl des Revaler Festungskommandanten vom Freitag haben im Festungsrayon nicht dauernd wohnende Zivilpersonen sowie sämtliche alliierten und neutralen Frcm- den das Gebiet innerhalb 48 Stunden in der Richtung auf Taps zu verlassen. Vergangenen Mittwoch weilte der Ober- befehlshaber der Nordfront, General Tfchcrewissow in Reval. wo ernste Soldatenunrnhen vorgekommen zu sein scheinen. Von der russischen Ostseeslotte. Sch. Haag, 23. Ott. (Privattel.) „Daily Mail" mcl- det aus Petersburg: Der Marineausschuß der Ost- seeflotte ist von Kerenski nach Petersburg berufen worden, nachdem ein Teil der Mannschaft der Ostseeflotte die Annahme militärischer Be- fehle der provisorischen Regierung von der Stellung- nähme des Marineausfchuffes abhängig ge- macht hatte. Zur Räumung von Petersburg. MTB. Amsterdam, 22. Okt. (Nicht amtlich.) Einem hie- sigen Blatt zufolge melden die „Times" aus Petersburg, daß alle wichtigen Munitionsfabriken aus Petersburg entfernt wurden. Man fürchtet, daß die Zeppeline bald bis Petersburg kommen werden. Der Arieg mit Italien. Italienische Besorgnisse. Sch. Zürich, 23. Okt. (Privattel.) Der „Corriere della Sera" schreibt zu den Artillerieschlachten in Süd tirol: Das Wiederaufleben der Artil- lcrietätigkeit wirke in Italien überraschend, zumal der italienische Heeresbericht keine Angaben enthalte, daß der Feind Vorbereitungen zu größeren Feuer- kämpfen treffe. Die Beunruhigung hätte sich auch dem römischen Parlament mitgeteilt, in dem die Abge- ordneten den Kriegsminister mehrfach befragten, um die Ver- fichernng zu erhalten, daß Italien ruhig den kommenden Din- gen entgegensehen könne. Zur Lage im Innern. TU. Lugano. 22. Okt. Die gestrige behutsame Opposition?- red- des Exministers Nitti. der in der Kammer die innere und äuszere Politik bemängelte, aber Lobsprüche für den Minister des Innern Orlando hatte, gilt als Hypothek auf die Erbschaft Vssellis, die Nitti mit Orlando anzutreten begeht. Die Kriegs, presse schlägt Alarm und ruft zur Vereitelung eines solchen Planes auf. der alle Kriegsgegner. Flaum-- cher und Wühler eynutigen würde. ik katholische Deputierte beantragten, die Regierung soll die Entente mit gebührender Beantwortung der päpstlichen Friedenenotc und zur Bekundung ehrlichen Friedenswillen» veranlassen. Aus Oftafrika. \' Englischer Bericht. WTB. London, 22. Okt. Nach der amtlichen Meldung des Kriegs- amts verliefen die Kampfhandlungen in Ostafrika feit dem letzten Bericht am 13. Oktober folgendermaßen: Die rechte Abteilung unserer vom Mbcm-Kurufluß nach Süden vorrückenden Streitkraft« besetzte am 11. Oktober Rupenda und setzte sich nach einem scharfen Gefecht mit einer feindlichen Abteilung auf der Missionsstation Lukoledi fest. Am IS. Oktober begannen wir im Zusammenhang mit einer umfas- senden Bewegung unserer nigerischen Truppen von Norden her die vorbereitenden Stellungen des Feindes bei Mfana (Mfua?) anzu- greisen und drängten die sie haltende deutsche Streitmacht auf Rvangao zurück. Am 17. Oktober wurde uns« umfassende Bewegung von Norden und Nordosten her auf die feindlichen Stellungen nord- westlich, nördlich und östlich der Missionsstation ausgedehnt, was zu einem ernsten Gefecht führte. Unsere Verluste bei diesen Kampfhand- Davifche Presse. lungen waren beträchtlich. Im Gebiet von Mahenge sind belgische I Abteilungen nach Süden vorgerückt und nunmehr in Berührung mit unseren Truppen, die von Westen vorgehen. Kriegs- und Frisdonsziele. Der Erzbischof von München in Warschau. WTB. Warschau, 22. Okt. (Nicht amtlich.) Der Erzbischof von München-Freising, Dr. von Faulhaber, der zur Zeit im Gebiet des Generalgouvernements Warschau weilt, hielt in der Kathedrale auf dem Eachsenplatz einen feierlichen Gottesdienst ab. Die große Kirche war von Feldgrauen, Beamten, Lehrern, sowie von zahlreichen An- gehörigen der Zivilbevölkerung gefüllt. Der Erzbischof stellte in der Predigt vier Forderungen an die Soldaten auf : Wahrheit, Gerechtigkeit und Festhalten am Glauben. Die 4. Forderung aber sei Frie- densbereitschast. Die Friedensnote des hl. Vater« habe bei der deutschen Regierung ehrfurchtsvolle Ausnahme und Anerkennung ge- funden. Das deutsche Volk wolle aber keinen Schattenfrieden und keinen faulen Frieden. Es wolle nicht, dag all das Blut vergebens geslosien sei. Die Niesenopfer an der Front und im Heimatheere dür- fen nicht umsonst gewesen sein. Holland als zukünftiger Kriegsschauplatz. — Berlin. 23. Okt. Die pessimistischen Betrachtungen der hol- lrindischen Presse übe: die Möglichkeit, daß Holland doch noch in den Krieg hineingezogen und d^r Schaußlatz des deutsch-englischen Ent- scheidUngskampfes werden könnte, hat. wie die „Boß. Ztg." schreibt, in den letzten Tagen auffällig ?uginemmcn. Besonders sxi es ein Artikel des Organs dos ehemaliger Staatsministers Kuyper, der diese Besorgnis offen und z.-leing, schränkt ausdrückt. Die Griechen- land gegenüber angewandte Methode weide immer u::verhüllter jetzt auch auf Holland zugeschnitten, aber gerade weil man Holland durch Gewaltmittel zur Gefügigkeit zwingen »•efle. müsse es diesen Ver- suchen gegenüber einiger und entschlossene? oR je zuvor dastehen. In ganz Europa und vor allem in England mi sse man von dem Bewußt- sein durchdrungen dastehen, daß derjenige Holland nicht kenne, der da wähne, daß es einem Zwange sich fügen werde A'? Geduld fehle es den Holländern nicht, aber sie 'affei- «ich* mit sich spielen. Griechische Erklärung über das ferne Kriege- ende. WTB. Athen. 22. Okt. Der Minister des Aeußern gab in .der Kammer auf die Ausführungen eines Abgeordneten, d:r von einem baldigen Frieden sprach, folgende amtliche Erk'.ärnng ab: „Der Ge- danke eines Friedensschlusses wird in der ganzen Wel» von Per- sonen verbreitet, die zu den Gruppen oder Regierungen gehören, denen daran gelegen ist, die öffentliche Meinung zu täuschen. Der Frieden ist noch nicht vor der Tür und der Krieg mird noch lange dauern. Sie alle müssen sich dies vor Augen halten, ebensosehr wegcn der Lasten, die wir durch die Fortsetzung des Krieges zu tragen haben, als auch wegen der Wohltaten, die aus ihm entspringen wer- den. aus denen wir Nutzen ziehen werden. Es liegt ein formeller Entschluß auf Seiten aller alliierten und befreundeten Staaten vor, nachdem der Krieg nicht vor Entwurzelung de? Militarismus, der diesen furchtbaren Orkan entfesselt hat, beendigt wird. England und die russischen Friedensbe- dingungen. WTB. Rotterdam, 22. Oft. (Nicht amtlich.) Der „Nieuwe Rot- terdamsche Tourant" nieldet aus London- „Daily News" erfahren aus Petersburg, daß die Sovjets in ihren Frredensbedingungen u. a. auch die Teilnahme aller neutralen Länder an dem Friedenskongreß verlangen. Die „Moruing Post" schreibt: Die Sovjets vertreten nur die Feiglinge und Verräter Rußlands und ihre Friedensbedingungen sind nicht russisch, sondern in Berlin oder Frankfurt entworfen worden. „Daily News" äußern sich über die Friedensbedingungen fym- pathijch, glauben aber, daß die Mittelmächte noch weit davon ent- fernt seien, sie anzunehmen. Indessen seien so offenherzige Angaben über das Friedensziel nützlich. Die Sache der Alliierte« leide unter der llndeutlichkeit ihrer Kriegsziele, die zu falschen Vorstellungen in den feindlichen und neutralen Ländern führen. Deutschland und der Arieg. Vom Kaiser. WTB. Berlin, 22. Okt. (Amtl.) S. M. der Kaiser ist gestern abend im Reuen Palais eingetroffen. Vor der Ankunft hörte der Kaiser im Zuge die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts und des Chefs des Marinekabinetts. Heute hörte S. M. den Eeneralstabsvortrag. Zur Reichskanzlerkrisis. — Berlin, 22. Okt. An der heutigen interfraktionellen Be- sprechung, in der zunächst lediglich die gesamte Krisenlage behandelt wurde, nahmen teil:: Bon nationalliberaler Seite die Abg. Dr. Stresemann, Junck und Freiherr v. Richthofen- vom Zentrum Erz- b-rger und Dr. Trimborn; von der fortschrittlichen Volkspartei Abg. Fischbeck, von den Sozialdemokraten Südetum. Die Einladungen hatten die Abgeordneten, die außerhalb Berlins wohnen, nicht alle so rechtzeitig erreicht, daß sie an der Sitzung teilnehmen konnten. Jirnengl'anz. Roman von Anny Wothe. (48. Fortsetzung.) „Hjalmar hat, im Austrage der Prinzessin, einen Freund, der Rechtsanwalt in der Schweiz ist, damit betraut, die Schei- dungsfache der Prinzessin zu führen", sagte Sanna zu Ajo Walden. „Na, dann kann man grau und schwarz werden, ehe die Sache ins reine kommt," grollte Walden, „Himmel, was sind das alles für verdammte Geschichten. Daß Hjalmar so toll werden könnte, hätte ich nie gedacht.. Ich finde mich überhaupt nicht mehr in dem elenden Leben zurecht, das weih der Teufel." „Es gefällt Ihnen nicht mehr in unserer stillen Ramsau, Herr Walden? Das tut mir aufrichtig leid, aber ich kann es Ihnen auch nicht verdenken, daß Sie heimwärts streben. Hjal- mar, den Sie so recht nach langer Zeit der Trennung genießen wollten, ist kaum für Sie vorhanden, und wir sind eine so lang- weilige Gesellschaft, daß ich es begreiflich finde, wenn Sie sich sehnen, Ihr Bündel wieder zu schnüren." Der Maler blickte Sanna starr an. „Nein, weiß Gott, Fräulein Sanna, so ist es nicht. Ich fand hier im Eulenhof eine langersehnte, süße Raststätte des Friedens, ich fand hier halten Sie mich nicht für einen faden Schmeichler — 'wenn ich es Ihnen sage — Menschen, wie ich keine vordem gekannt, und ich wäre glücklich, immer in Ihrem Kreise weilen zu können, aber ich muß fort, weil ich, wenn ich länger bliebe, am Heimweh nach hier sterben kynnte, in den stillen Wänden meines Ateliers daheim." Wie leidenschaftlich die dunklen Augen des Malers auf- glühten, wie seine Stimme bebte in nur mühsam beherrschter Erregung. Sanna blickte voll Staunen und banger Scheu auf ihn. und dunkel glomm plötzlich in ihre Seele ein blendend Licht empor. Lore! Hatte sie es laut gesagt, oder hatte der Maler sie auch so verstanden, denn er erwiederte leise: „Fräulein Lore wird ja nun auch bald, wenn der Herbst kommt, in den sonnigen Süden ziehen, und es wird dann, wenn sie und Graf Achenbach nicht mehr hier find, recht einsam im Eulenhos werden, aber sehen Sie, Fräulein Sanna, ich möchte diesen Zeitpunkt nicht abwarten, ich möchte heim, ehe die Schwalben sich zur Reise rüsten, am liebsten schon morgen, aber Hjalmar hat mich so dringend gebeten, doch noch wenig- stens so lange zu bleiben, bis sich seine eigenen Angelegen- heiten geklgrt haben, daß ich seinem Wunsche willfahren mußte. Geht es Graf Achenbach heute besser? Ich habe ihn den ganzen Tag außer bei Tisch noch nicht gesehen." ' „Er liegt dort im Eartensalon, und die Ahne sitzt bei ihm und erzählt von den versunkenen Geschlechtern derer von Achen- bach. und Lore lacht dazu und treibt allerhand Allotria. Hören Sie, jetzt scheint fie ihren Seidenspitz wieder bei den Ohren zu haben. Ach, was ist Lore doch für ein Kindskopf." „Lassen Sie ihr doch das bißchen Fröhlichkeit. Wie bald ist die Jugend vorbei, und ich fürchte, wenn der Herbst kommt, dann ist Lores Lachen für immer ans." — Sanna sah angstvoll in Ajo Waldens ^finsterblickendes Antlitz. „Sie glauben. . . . Sie fürchten?" „Nichts, nichts," wehrte der Maler. „Ich meine nur, eine Braut müsse anders sein, und ein Bräutigam auch. Doch das ist wohl töricht von mir, und ich schäme mich, daß ich eine neue Es fehlte auch Herr von Payer, der die Besprechungen srmst M Uttm pflegte. Der bisherige Verlauf ergab die volle Einmütigkeit m d« Beurteilung der gegenwärtigen unhaltbaren Lage, lieber d« Mittel zur Lösung der Krise war man indeß vorläufig noch verschiebe»« Ansicht. Wie die „Voss. Zig.'' berichtet, hat der Vorsitzende der nattoxrl- liberalen Fraktion, Abg. Dr. Stresemann seinen. Besuch beim Reich«- lanzler. der diesen über die Stellung der Partei unterrichte» sollt«, noch nicht gemacht. Es ist nicht ausgeschloffen, daß Vertreter dar Mehrheitsparteien den Reichskanzler im Lauf des heutigen od« morgigen Tages erneut besuchen werden. Sch. Berlin, 23. Okt. (Privattel.) Die „Germania" be- faßt sich in ihrem heutigen Morgenblatt mit der K r i s e in der Reichsleitung und bezeichnet es als zutreffend, datz in den nächsten Tagen schon entscheidende Ent» schließungcn zu erwarten sind. Die „Germania" deutet an, eine Entscheidung der Krise sei n i ch t u n m ö g l i ch, die Herrn Dr. Michaelis im Amte beläßt. Reichswirtschaftsamt. □ Verlin, 23. Okt. Nach dem „Berk. Tagebl." bestätigt es sich, daß mit der Errichtung des Reichswirtschaftsamtes der bis» herige Direktor und Leiter der sozialpolitischen Abiteilung im Reichsamt des Innern Mrkl. Geh. Rat Dr. Caspar zum Unter» staatssekretür in dem neuen Amte ernannt werden wird Gesterseich-Angarn und der Rrieg. Staatssekretär v. Kühlmann. WTB Budapest. 22. Okt. Staatssekretär v. Kühlmann stattete dem Generalkonsul Grafen Fürstenberg einen Besuch ab und hatte Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten Wekerle und mehreren ungarischen Staatsmännern. Am Abend reiste derStaatssekretär nach Wien weiter, wo er heute früb eintraf. — Wien, 22. Okt. Der deutsche Staatssekretär des Aus- wältigen Dr. v. Kühlmann traf in Wien ein und hatte vor- mittags eine längere Unterredung mit dem k. u. k. Minister des Äeußern Grafen Czernin. Um ein Uhr mittags fand zu Ehren Dr. Kühlmanns bei Graf und Gräfin Czernin ein Früri- stück statt. In den Nachmittagsstunden fand eine neuerliche Besprechung zwischen Kühlmann und Czernin statt. Kühl- mann reiste abends nach Verlin zurück. Frankreich und der Krieg. Die Kabinettskrisis. MTB. Rotterdam, 22. Okt.. Nach dem „Nieuwe Rotter- damschen Tourant" meldet der Berichterstatter der „Times" aus Paris, man glaube in dortigen parlamentarischen Kreisen, daß infolge der Ereignisse der letzten Woche in der französischen Kammer sicher eine Umbildung des Kabinetts bevorstehe. Zahl- reiche Stimmen, die scheinbar für das Ministerium abgegeben worden feien, feien in Wirklichkeit gegen ein etwaiges Kabinett Elemenceau abgegeben worden. Ein Attentat auf H e r v e? > = Basel, 22. Okt. Wie der „Matin berichtet wurde der Anarchist Lecein in dem Augenblick verhaftet, da er in da« Büro der „Bictoire" eindrang. Lecein hatte in einer Anar- chiftenverfammlung Drohungen gegen Hcrv« ausgestoßen. Der Verhaftete, der einen geladenen Revolver bei sich trug, ver- weigerte jede Aussage. % __ . , i * Vermischtes. = Essen, 23. Okt. Bei einem Zusammenstoß mit Ein' brechern wurden in Hattingen an der Ruhr ein Polizeigendarm und ein Gendarmerie-Wachtmeister erschossen. Mißbrauch des Telephon- und Telegraphen« verkehre. = München, 22. Okt. Der bayerische Kriegsminister geht \ n einem scharfen Erlaß gegen den Mißbrauch der Post durch das M»"' tär vor. In dem Erlaß heißt es l. Frst. Z.. daß Beweise vorliegen, daß durch eine übermäßige und ungerechtfertigte Inanspruchnahme 5*® Telegraphen und der telephonischen Fernleitungen durch die Militär- behörden für minder wichtige und nicht dringliche Mitteilungen nich 1 nur der Gesamtverkehr, sondern auch der wirklich wichtige und drin- gende Nachrichtenverkehr eine weiterhin nicht zu verantwortende Be« einträchtigung erleide. Es wird allen Kommandanten und Amt»' vorständen zur persönlichen Pflicht gemacht, den Militärpersonen ein« Reihe von Bestimmungen einzuschärfen, um jeden Verstoß mit unnach- sichtlicher Strenge zu ahnden. Gleichzeitig erläßt die bayerische kehrsverwaltung ein« Anordnung, die es dem gesamten Personal d«l Post- und Telegraphenverwaltung im Hinblick auf die zur Zeit be* stehenden ernsten Betriebsschwierigbeiten zur strengsten Pflicht macht' sich der Telegraphen- und der telephonischen Fernleitungen nur in wichtigsten und unaufschieblichen Dienstangelegenheiten zu bedien^ II I I II IUI Jljl lMli— W illi I ll'I KMI MI " I I I WW IF J aU ' auf fein Zimmer gelangen. , ' Jetzt klirrte die Gartentür. Der Schritt kam näher näher. Der Bergstock schlug noch immer an. So hatte Sa» Hjalmar nie gesehen. foigu Ae. 494. vrafoftftfeft. a. vew»« nrr. Madische Nreffe. Sette 3. Amtliche Nachrichten. Entschließung des Ministeriums des Erohh. Hauses, der o&fÜ? . Auswärtigen vom 13. Oktober d. Z. wurde dein Post- n'stenten Adolf Bühl er in Konstanz der Titel Postsekretär verliehen. Ladische Chronik. ® Echieldera (A. Ettlingen), 22. Okt. Eine Taglöhnerin aus wollte mit einem leeren Kartoffelwagen nach dem Acker ^ilbei kam dieser auf dem abschüssiaen Wege ins Rollen uns Herrschaft iifytr das Gefährt, sie kam zu I^all der Wagen fuhr ihr über den Leib, so daß sie schwere Ver- ''»»»gen etäüt :)(: Pfotjhei«, 22. Okt. In der letzten Stadtratssitzung teilte ?? Oberbürgermeister mit, dag die am 4. September hier verstorbene Emilie Steiner in ihrem notariellen Testament der Stadtge- ^>nde Pforzheim ein Kapital im Betrage von etwa 40 000 Jl für Stiftung für verschämte Arme der Stadt Pforzheim, bedürftige ^SebeschSdigte und bedürftige Hinterbliebene von Kriegsteil- "ehmern vermacht hat. Der Stadtrat nahm die Stiftung an. □_ = Mamch-im, 22. Okt. Der Straßenbahnwagenführer Anton von Neckarau, der bei einen, Zusammenstoß seines Wagens SfH ^iner Dampfwalze schwer verletzt wurde, ist gestorben. — Leim fÄWxngen von der fahrenden Nebenbahn in Seckenheim wurde dem ,ÄZ>ngen Philipp Prügel der -echte abgefahren. — Zwei ge- Burschen, der Fuhrmann Josef Grünwald und der Matrox ^«rich. Dahmen, standen wegen Einbruchdiebstahls vor der ^naftammer. Sie hatten das große Schaufenster einer Kleider- Handlung gelöst, beiseite geschoben und Kleider im Wert« von zu- lammen 1200 Mk. gestohlen. Erünwald erhielt vier f?ahre Zr.chthaus ® Gahmen 1V4 Jahre' Gefängnis. X Heidelberg, 22. Okt. Zweiunddreitziz. verschiedenen Parteien gehörende Mitglieder des Lehrkörpers der Universität Heidelberg, ^«runter die Professoren: Anschuß, Bartholomae, Curtius. Dibelius, v. Lilienthal. Niebergall, Oncken, Solomon, erlassen in den Mgen Blättern eine öffentliche Erklärung, in der sie sich gegen die -rundung und Propaganda der „Deutschen BaterlandSaprtel" aus- cr!»~ n Y. der Erklärung heißt es: „Im Namen und im Pro- hrv+f 1 ?! dieser Partei wird der Anspruch ausgedrückt, einen besonder» s^^andisch gesinnten Teil des Volkes au vertreten. In diesem An- ,e ^ e " wir eine Sprengung der Einheit, wie sie trotz der gegen- M'?en Streitigkeiten seit dem 4. August 1914 in dem geschossenen UA'digungswillen des deutschen Volkes besteht, und eine Wieder- »>i* l 119 alter, unbeilvoller Kampfmethoden, deren Ueberwindung Krieg b,reit? gebracht zu haben schien. Jn^demselben Sinn w" ^""juurg DfJtericmotittien Linnes uno gegen oie Bann ncgenuc SjTjBUnn, daß die vaterländische Gesinnung von Universität und an f! Heidelberg nach dem Maßstab de? Anschlusses an die D. V. P. Uns rvL e "£ n ^ e '- Indem wir uns zugleich gegen jede Flaumacherei ,d». Schwächung unsere? Siegeswillens wenden, bekennen wir uns zu ftins en Zuversicht, daß Deutschlands Machtmittel uns und unsern I,• n . eine gesicherte Zukunft erkämpfen werden. Aber Einheit- d« «-der inneren Front bleibt eine unentbehrliche Voraussetzung an„>-rwlges. Wir kennen keine „Vaterlandsparkei", sondern nur ein Karteien gemeinsames Vaterland." Adelsheim. 22. Okt. Ungefähr 300 Meter von dem badischen ^>uhof entfernt ließ sich ein geistesgestörtes Dienstmädchen von "«m Personenzug überfahren. r. fr>, Eriessen b. Waldshut, 22. Okt. Der 11 jährige Sohn der Si . e Schilling schaukelte mit anderen Knaben in der Scheuer. tafex! 1 riß das Seil und Schilling stürzte derart auf den Kopf. R die Hirnschale zertrümmert wurde und er starb. = Konstanz, 21. Okt. Da die Stadtverwaltung in den letzten ^naten bei der Bezahlung der Schweizer Milch ganz ' gewaltige (bis zu 30 000 M im Monat) zulegen mußte, wird ab 1. Z^.^ber der Milchpreis so festgelegt, daß er die Kosten, welche der Mmrdie'" ~ ' WM .deckt. des erforderlichen Frankengeldes erwach- wird also 6ei dem heutigen Kurs auf S3 bis 54 Pfen- Küit« 1 ® en ^iter kommen. Diesen Preis hat jevermann voll zu be- ^7/en, dagegen erhalten diejenigen Einwohner für jeden Liter Milch, d«n sie für Kinder, Kranke. Wöchnerinnen usw. erhalten, einen Zu- schuß von vorläufig 13 Pfennig. — Den Kaufmannslehrlingen Ernst Hamm und Walter Hosmann von hier, t!ie ein in den See gefallenes Kind von der Gefahr des Ertrinkens retteten, wurde die öffentlich« Anerkennung ausgesprochen. Verein südwestdcutschcr Zeituugsverleger. " Beden-Baden, 22. Okt. Hier tagte am Sonntag eine auher- ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins badischer und psälzi- scher Zeitungsverleger, die dadurch von besonderer Bedeutung war, daß bei derselben eine Vereinigung mit den Zeitungsverlegern Elsaß- Lothringens stattfand. Der erweiterte Verein führt von jetzt ab den Namen „Berein siidwesldeuticher Zeitungsoerlcger". Der Zusammen- schluß mit den elsatz-lothringischen Zeitungsverlegern ist in der gegen- wältigen Zeit besonders erfreulich und auch eine politisch bemerken?- werte Tatsache, die noch dadurch erhöhtes Gewicht erhält, daß ein großer Teil der elsässischen und lothringischen Zeitungsverleger sich dem Verein angeschlossen hat. Die Versammlung tagte unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Knittel-Karlsruhe und beschäftigte sich ein- gehend mit verschiedenen wichtigen Verufsfragen; es fand namentlich eine ausgedehnte Aussprache über die geplante weitere Erhöhung des Papierpreises statt, die von einschneidender Wirkung auf die Presse wäre und die zu bekämpfen die dringendste Aufgabe der Verleger- Organisation ist. Auf zur Goldcmkauffielle. $ Aus der Residenz. Karlsruhe, den 23. Oktober. D?r Croßherzog hörte im Laufe des gestrigen Tages die Vor-' träge des Geheimen Legationsrats Dr. Seyb, des Staatsministers Dr. Freiherrn von Dusch u. des Geheimerats Dr. Freiherr von Bado. 4= Förderung de? Geflügel- und Kaninchenzucht. Die Vadische Laiidwirtschaftskammer hat beschlossen, den Betrieb einer Geflügel- zucht u. Lehranstalt, der bei Ausbruch des Krieges eingestellt werden mußte, in vergrößertem Maßstabe wieder auszunehmen. D'.ese An- stalt soll Baden mit leistungsfähigem Zuchtgcslügel versorgen <5ut- terungen- und Zuchtoersuche anstellen, Kleintierzuchtgerät« Prüfungen durchführen und die besten Geräte zu billigen Preis«n vermitteln und schließlich als Hauptaufgabe sollen in ihrer Musteranlage ständig Lehrkurse und Vorträge abgehalten werden Da die Kaninchenzucht auch ständig an volkswirtschaftlicher Bedeutung gewinnt, wird auch dieser in der Anstalt die gehörige Beachtung geschenkt und auch Ka- ninchenzucht-Lehrkurse abgehalten werden, Die Lanvwirtschafts- kammer hofft durch diese Landesgeflügelzucht- und Lehranstalt einen weitgehenden, günstigen Einfluß auf Badens Kleintierbaltung ausüben zu können 2 Luthergedenkieier des Schüler-Bibclkreiseo. Stiller und ein- facher als es im Frieden der Fall wäre, aber darum vielleicht tiefer und ernster ziehen die Reformationsfeiern vorüber. Daß auch Wort, Lied und Vortrag allein genügen, Luthers Heldengestalt uns ganz nahe zu bringen, bewies die Luthergedenkfeier des Schülerbibel- kreifes. Herr Ganisonsvikar Sturm zeichnet« in markigen Worten Luthers Charakter, seine -religiöse Verankerung und seine Aus- Wirkung ir: der Welt: seine Furchtlosigkeit. Wahrhaftigkeit und Selbstlosigkeit- zugleich auch die Zwiespältigkeit seines Wesens in Stolz unÄ Demut. Ernst und Humor. Leidenschaftlichkeit und Herzensgüte. Frau Großkopf-Schumacher zeigte Luther als Sänger und wußte mit hoher Kunst das knorrige „Landsknecht Luther-Lisid" von Faißt ebenso mit wuchtigem Leben zu erfüllen wie das vor- reformatorische: „Mitlen wir im Leben sind" mit innigem Flehen. Da auch die Schüler in Gedicht. Orchester und Vorlesung der Luther- wortei und -Anekdoten ihr Bestes boten, stand die überzahlreich er- schienen« Zuhörerschaft vom ersten bis zum. letzten Augenblick unt«t dm Banne dieses urdeutschen Recken und Glaubenshelden, die Gegenwart vergessend und zugleich für sie von neuem erhoben und gestählt. <# Alldeutscher Verband. Man schreibt unS: Der Alldeutsche Vorband veranstaltet zum ersten Mal wieder feit längerer Zeit eine« Bortrag größeren Stils und zwar iüjcr die in unserer ernsten Seit allgemein erötlerte Friedensfrage. Meiner bisberinen Haltung ge- mäß tritt der Alldeutsche Verband für einen deutschen Frieden an So wird auch der für diesen Vortrag gewonnene Redner, Sr. Erz. der General der Infanterie von Liebort, über „den deutschen Frie- den" sprechen. Erz. von Liebert ist von frühere» Vorträgen hier bc- kannt und ein glänzender Redner. Wo er diesen Vortrag in der letzten Zeit gehalten hat, hat er ein übervolles Haus gehabt und er - '", gewaltigen Erfolg erzielt. Der Eintritt ist frei, jedoch sind nur Ge- sinuungsfreunde, also Anhänger eines sogen, deutschen Friedens, zum Besuch eingeladen. Der Vortrag wird am 27. Oktober, abends 8 Uhr, im großen Saal des „FriedrichShofeL" stattfinden. 0) Im Wiener Ense Zentral findet heute abend ein Sonderkon» zcrt statt. (Siebe Anzeige). Auszug aus den Standesbüchern Karlsruhe. Eheaufgebot. 18. Okt.: Arnold Langer von Rotterdam. Kaufmann hier, mit Emma Oertel von hier. , Goldschmied, Ehemann, alt 48 Jahre. Bcerdigungszcit und Trauerbaus erwachsener Verstorbenen: Dienstag, 23. Oktober. 3 Uhr: Rud. Stoß, Goldschmiedemeister, Erb- Prinzenstraße 33. Wasserstand des Nheius. Schuüerinsek. 23. Oktbr morgens 6llhr 2.25 >n (22. Oktbr. 2.35 m)) 5iehl. 23. Oktt'r. morgens 6 Uhr 3,20 m (22. Oktbr. 3,30 Zi!a,au, 23. Ok br morgens 6 Uhr 5.00 m (22. Oktbr. 5.15 in) Wannheim. 23. Oktbr. morgens 6 Uhr 4,29 m (22. Sevtbr. 4.38m vergnügungs- und Vereins-Anzeiger. (Das Näher« bittet man aus dem Anzeigenteil zn ersehen.) DienStag, den 23. Oktober Deutschn. Handlungsgehilsenverband. 9 Uhr Stammtisch im Moninger. Iunglib. Verein. 8'/? Uhr Vortrag, Saal 3, Schrempp. Poseidon. 7% Uhr Uebungsabend im Vierordtbad. Bücherschau. — Edle Frauen unserer Heimat, schlichte Lebensbilder von F. Dor, Verlag der A.-G Badenia-Karlsruhs; 234 Seiten 2 M 20 Pfg. Das ist im schönen Sinn des Wortes ein „H«imatbuch" für die Ka- tholiken Badens, Lebensskizzen von trefflichen Frauen und Jung- frauen unser« badischen Landes, z. V. Amalie Gramm in Freiburg, Prinzessin Elise v. Fürstenb«rg, Frau Rat Schloßer-Stift Neuburg, Frau Heim-Furtwangcn usw. Die Katholiken Karlsruhes werden besonders interessieren die schönen Sck>ilderungen aus dem Leben von Amalie Baader und Frau Magdalena Früh, letztere heute noch in der Südswdt in bestem Andenken. Der Verfasser hat es au?ge- zeichnet verstanden, jedem Bilde sein besonderes Gepräge zu geben, sie bilden daher einen sehr besonders in den Kreisen unserer Relomiatioiisiest-KonzJ interessanten Lesestoff Sonntag, 28. Okt., 4 Uhr nachm. Lutherkirche Orgel. — Gesang: Sopran — Tenor — Violoncello. I °' Karten bei Fr. Doert, HofmusikaKenhandlung, und bei Ii.. Mater, Ludwig-Wilhelmttraße 20, zu Mk. 2.—, 1.— und 50 Pfennig. Soldaten Eintritt 30 Pfennig. Jongiiberaler verein Uhr. Karlsruhe. 'enstag. den 23. Okt.. abends 8V, i»« Saal 3 der Brauerei Schwmpp Vortrag über: Die Badener vor Vervun n p 11 ■ t-— * __ "Ugeböri?!» unsere Mitglieder mit ibren Familien- freundlichst einladen. Gäste willkommen. 102 Der Borstand. Heute abend S UI sb * Syosscs SonOepsKonzerf m 't verstärktem Orchester t»r. ^ 15142 Wiener Caf6 Central. ®Wo6un96ftorten liefert in reicher Auswabl und .. »eschmackvollfter Ausfübrung oie Drurker ei der ..«ad. Presse". ^Werzzgiiches Auf> den LZ. 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Wilhelm Schaub, prakt, Zahn-Arzt, / uescnwister * ' MGWWMMMMWMNMH Todes-Anzeige. Nach langen, mit großer Geduld ertragenen Leiden ging heute früh '/ s 7 Uhr mein geliebter, herzensguter Mann, unser treubesorgter Vater T im 41. Lebensjahre zum ewigen Frieden ein. In tiefem Schmerze: Therese Fischer, geb. Vogt und Kinder. Karlsruhe, 22. Oktober 1917. Nuitsstraße 33, III. B31088 Beerdigung findet Mittwoch mittag um 1 Uhr in Mühlburg statt. B31088 Bekanntmachung. Trotz unserer fortgesetzten Hinweise darauf, dal; die zur Verteilung gelangenden Lebensmittel, namentlich Eier und Zucker innerhalb der Verteiluugözeit abzuholen sind, widrigenfalls die Marken verfallen, wird dies vielfach nicht beachtet und in zahlreichen Fällen bei uns der Antrag auf Nachlieferung der Lebensmittel gestellt. Im Interesse einer ordnungsmäßigen Abwicklung der Abrechnung müssen wir auf Einhaltung der Vorschrift besteben! der Anspruch anf Einlösung erlischt mit Ablauf der in ver Bekanntmachung festgesetzten tfrift, und zwar ohne Rücksicht darauf, welche Gültigkeitszeit auf der einzelnen Lebensmittel- marke angegeben ist. Wir fordern wiederholt auf, die Vorschrift zu beachten uud müssen in Zukunft alle Gesuche um Verlängerung der Marken oder um Nachlieferung der Lebensmittel ablehnen. 1S134 Karlsruhe,' den 20. Oktober 1917. Nahrungsmittelamt der Stadt Karlsruhe. Taschenl ..Vatterien frisch eingetroffen. Grund & Oehmichen, 15135.3.1 Waldstraste 26. Zahmechnisches Laboratorium übernimmt zahntechii. Ar- beiteu aller Art in bester Ausführung. Angeb. unt. B31091 an die Geschäfts- stelle der „Bad. Presse." 2.1 Kleine Umzüge undfonstige Kommissionen macht schnellsten? ©31063 Afnbrmieftr. 39,1. St.Htb. Herdschiffe! B II 106 sind noch einige vorrätig, l». Andlauer, Schillerstr. 4. Raitatter Herdlager. 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