Monkag -Ausgabe. ® e ®»8spreis fret Hau» monatlich 8.20 *•«. tm Borau» Im Verlag od tn den A^eigftkilen idgeholl 8.— JtJt Durch ®*t *o(l bewocn monatltct) 2.80 JUt. Einzelpreise: Werktaas-Nummer 10 A, ®°nntao8,Hummer tB Jt - ftm k^all *!. esieNunoen können nur B>°'uz..b,z ,um 25 dS MtS aul den >vnat?Iet,fsn ,naenommen werden, n Pn Ie ' t £ nnre ' se: Die Nonoareille.Zcile Uns Stellenaeiuckie Kamllicn- ...".'^e'faenhtits^'lniieiaen aus Baden «maMater Preis - N»klame.Ze!le «in £,•* an erste, Stelle 2.50 JIM. £. .Wiederbollina torlifcftci -Hobntt Xjj,j'fljüchtelnhnlnina des Stele» bei kurf. Vetreibuna und hei (hn. en auker STiaft tritt. ILrlilllunas. W'HrfitSffatib if» tfirlSrufie. ZaöM Mt »cuc Boäildie Pr°II- Kandels-Zeitung B°»Uch° L-»d--z°Uung Derbreitet st e Zeitung Badens Karlsruhe, Montag, den 7. Mai 1928. 44. Jahrgang. Nr. 214. 1 liaentnm unk Verla« Ott :: Ferdinand Tbieraarten :; Chefredakteur Dr Waltber Schneider Piekaesetzlich verantwortlich. ftü> deutsche Politik und WirtlchastSvolitik Ä i. B. M. Lösche: für auswärt Politik?» M Löiche: für bad Politik u Nacbr.H M Solzinaer: kür KomwunalvolitikM !i>. Rinder: für Lokales und Svort R. Bolderauer: für daS Feuilleton !l E. Bel,ner: für Over und Kow »ertt Ehr. ©etile: für den ©an. delStetl: S. Feld: für die Anzeiaen 91. Rindersvacher: alle in Karlsruhe Berliner Redaktion: Dr Surt Metaer Fernsprecher: 4050 4051 4052 4053 405^ ; Geschäftsstelle: Kirkel- und Lamm, E strake»Ecke Postscheckkonto: Karls i ruhe Nr 8359. BeiIngen: Boll unl 1 ©eimat ' Literarische Umschau I Roman. Blatt I Svortblati l Frauen-Aeituna Wandern und Reisen / Hans unl | Garten / Karlsruher Verein S-Zeitung : Poincars mötzigk sich. Aber die Keye gegen die Autonomisten gehl weiter. Eine Rede in Wey. . TU. Paris, 7. Mai. PoincarS hielt am Sonntag in Mctz vor «r Vereinigung „Souvenir Francais" eine Rede, in der er sich ilyar, gegen die Autonomisten wandte. Zunächst gab er einen Ueber^ oulk über die lothringische Geschichte, wobei er feststellte, daß selbst oie deutsche Regierung l91l eingestanden habe, dag ihr niemals die ^erschmelzung Elsas; Lothringens mit Deut chland gelingen werde. Deshalb habe sie sich damals zur Gewährung einer Autonomie ent- Wolfen, die der Bevölkerung ein« illusorisch« F eiheit gegeben Wie. (?) Bei Kriegsausbruch seien Tausende von Elsässern und Lothringern über die franM che Grenze gegangen, um auf Frank- rcichz kämpfen zu können Die anderen die auf Deutschlands ^.ette kämpfen mußten, hätten stets auf den Sieg Frankreichs ge- Mst Bei Abschluß des Waffenst llstandes habe er aus allen Teilen bef'eiten Gebietes (!) bege sterte Telegramme erhalten. Nie- "'and in Elsaß Lothringen habe vom Frieden etwa» andere» er- »artet als die Rückkehr zur Frankreich. Die französische Reqierung habe sofort versprochen, die Traditionen und Sitten des befreiten Gebietes zu achten. .^an habe das Schulstatut, den konfessionellen Unerricht, die Zwei- lvrachigkeit und das Konkordat aufrechterhalte. Die französische Legierung habe ihre Versprechungen eingehalten, doch dürfe sie ver- Zangen, daß sich die elsaß-lothringen Sondergesetze der Loyalität »egen Frankreich und dem pflichtaemäßen Unterricht in der Staats- Ipttiche anpassen. Es fei ganz selbstverständlich, daß Frankreich auch mcht das geringste Fleckchen elsaft-lothringischer Erde hergebe, oder einem neutralen oder autonomen Staat zustimme, zumal sich Deutsch- >and verpflichtet habe, die heutigen Grenzen auch in Zukunft anzu- erkennen. Elsaß-Lothringen werde im Rahmen Frankreichs einem fiteren wirtschaftlichen ' und sozialen Fortschritt entgegengehen, unerläßlich aber fei es, daß die Bevölkerung fließend französisch spreche. In aller Interesse sei es, daß sie es in der Schule von Generation zu Generation besser lerne. Selbst unter der deutschen Herrschaft 1908 bis 1909 fei der französische Unterricht für alle Schulen des Reichslandes deutscherseits gefordert word?n. Auf allen Gebieten müsse noch ausgebaut werden, was während der deutschen Herrschaft nicht vollendet oder unterbrochen worden war. Man denke an die Moselkanalisierung und an die Schaffung eines Berufungsgerichtes in Metz. Aus dieser auffallend gemäßigten Rede Poincarös fällt vor allen Dingen die Feststellung auf, „es sei unerläßlich, daß die Bevölkerung von Generation zu Generation besser französisch lerne". Diese Er» klärung besagt nichts anderes, als daß Poincare selbst anerkennt, daß Elsaß-Lothringen kein französifch-sprechendes, sondern ein deutsch- sprechendes Land ist. Wenn er die Französierung des Landes for- dert, so heißt das, daß er eben gegen den Willen der Bevölkerung den Charakter des Landes zu ändern wünscht. Die Autonomisten haben auch nichts anderes behauptet, als das. was Poincars in seiner Metzer Rede festgestellt hat. Die Wahlniederlage der Sozialisten. F.H. Paris, 7. Mai. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Die Sozialisten des Seinedepartements hielten gestern einen Kon- greß ab. um sich über die Wahlniederlage, die sie gerade in Paris und Umgebung in reicher Fülle erlitten, auszuweinen und die künf- tige Taktik der Sozialistenpartei in der französischen Kammer fest- zulegen. Mas von uns wiederholt angekündigt wurde, erhob die Pariser Sozialistenpartei gestern zum Beschluß, daß sie nämlich be- reit sei, eine Regierung der nationalen Einigkeit zu unterstützen, was nichts anderes besagen will, als daß, wenn den Sozialisten Gelegenheit dazu gegeben werden sollte, sie eventuell sogar in eine Regierung der nationalen Einigkeit eintreten würden. Der bei den Wahlen durchgefallene Führer Leon Blum, der noch 1924 jeden Eintritt in ein Kabinett Herriot streng verurteilt ha"e, erklärte ausdrücklich, daß man mit den Radikalsozialisten in einer Regierung zusammensitzen könnte und daß man den Kommunismus weiterhin bekriegen müsse. Eine Kommission wurde eingesetzt, welche in einer Formel die künftige Parteitaktik zusam- m e n f a s s e n soll und diese Kommission soll bis zum 20. Mai Be- eicht erstatten. Prinz Carols UmsturzplSne. Er hofft aus eine Bauernreoolke Flugzeuge wurden bereit gehalten. r .D. London, 7. Mai. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Mährend die Meldungen aus Rumänien über die gestrige Versamm- „ Ul ? 8 Bauernpartei nur von einer Drohung mit einem Marsch "Us Bukarest sprechen und die Korrespondenten der Zeitungen in Rumänien der Demonstration keine besondere Bedeutung beimessen, '"leint man in der Umgebung des Prinzen E a r o l damit gerechnet ou haben, daß bereits gestern der Umschwung kommen würde, denn ogesehen von dem, was der Prinz selbst sagte, scheint es keinem olft ' unterliegen, daß seine Koffer gepackt waren, daß vor- hak"" ""ttag zwei Automobile bereitstanden und man behauptet, ag noch ein Flugzeug von Croyden bereitgehalten wurde, g. . „Daily Expreß" behauptet heute morgen, zu wissen, daß eine 2T •£ Attischer Flugzeuge gechartert worden war, um gestern ein iinvv 'n Millionen von Exemplaren nach Rumänien zu bringen I>» ' ous l>cr abzuwerfen. Der Plan sei aber nicht ge- ungen, weil die britischen Behörden rechtzeitig von der Sache Wind «m" un *> die Abfahrt der Flugzeuge verhinderten. . -^as daran wahr ist. läßt sich für den Augenblick nicht feststellen, ist. daß seit gestern mittag ein Polizeiposten vor d?m un^ - '' ®° ^ cr Prinz wohnt, zwei Polizisten stehen am Eingang ™ ©arten sieht man eine ganze Anzahl derselben. Niemand W, ^eingelassen, der nicht seine Papiere vorzeigen kann. In a J? Qn 9e6lichen Aufruf an sein Volk sagt der Prinz, er hätte nicht " Thron verzichtet, sondern sei gezwungen worden, das Land ° u er wollte zurückkehren, um den Rumänen die Freiheit Emiarankenverhaslungen in Warschau. .Warschau, 7 Mai Unter dem Eindruck des Attentats auf ein '"'Mch°n Diplomaten Lisarew wurden am Sonntag in Warschau an™ ^ re '' cn der russischen Emigranten dreizehn Verhaftungen ein.« ® c ' m Verhör gab der Attentäter an. daß er ganz auf aenh'* "st gehandelt habe. Die Untersuchung der ganzen Angele- «eit wird aus außenpolitischen Rücksichten groß aufgezogen. Bei«* Gesandte in Moskau stattete Tschitscherin einen brach? ^ hem et ® cöauctn über das Attentat zum Ausdruck Die Demonstration der rumänischen Bauern. Der Karlsburger Kongreß verlangt den Rücktritt Bratianns. TU. Belgrad, 7. Mai. Die „Prawda" gibt eine eingehend- Schilderung über den Verlauf der Karlsburger Bauerntagung, auf der die Bauern von 71 Komitaten vertreten waren. Das Blatt schreibt, schon am frühen Morgen sei der Hauptplatz von Karlsburg mit dichten Menschenmassen angefüllt gewesen. Um 8 Uhr hätte zunächst ein Gottesdienst stattgefunden. Danach hätten die Führer der Nationalen Bauernpartei, Maniu und Michalache, die Entschließung geaen die Regierung begründet, die sofort ange' nommen wurde. In der Entschließung wird die Treue zum Vater- lande, ein Gruß an den Völkerbund als Friedenshort und ein Dank an die Verbündeten des Weltfriedens zum Ausdruck gebracht. Be- tont wird, daß die Regierung Bratianus nur durch Staatsstreich ans Ruder gekommen sei. Sie müsse einer Regierung des Rechtes, einer Regierung Maniu, Plah machen. Maniu ist mit dieser Ent« schließung heute nach Bukarest gereist, um sie dem Regentschaftsrat zu unterbreiten. Sechs andere Redner sprachen heute noch in Karlsburg ti» öffentlichen Verhandlungen. Die Menge schwor mit erhobener Hand, alles zum Sturz der Regierung Bratianu tun zu wollen. Ein Abgeordneter sprach mit Nachdruck von einem durchaus notw-ndigen Marsch aus Bukest. Die Karlsburger Emigranten marschierten zu einem großen Teil nach Klausenburg, wo morgen eine Massenversammlung stattfinden soll, der Maniu die Antwort des Regentschaftsrates uberbringen soll- . TU. Bukarest, 7. Mai. Auch in Bukarest fanden am Sonntag unter Teilnahme von 30 000 Menschen zwei Versammlungen der Nationalen Bauernpartei statt. In langen Demonstrationszügen begaben sich die VersammlunSteilnebmer durch die stark von Militär befetzte Stadt, ohne daß Zusammenstöße erfolgten. Die ..Ilalia« in Sptgbergen gelandet. TU. Kopenhagen, 7. Mai. Wie aus Kings Bau gemeldet ist die „Ztalia" dort gestern mittag I Uhr glatt gelandet. Die Wetteraussichten in der Arktis werden weiter als schlecht be- Zeichnet. Nobile berichtet, daß die Hinfahrt nach Kings Bay durch ^le denkbar schlechtesten Watterumstände nicht gelitten habe, sei im Gegenteil durch die Winde gefördert worden. Tödlicher Abslurz mU dem Fallschirm. w TU Basel, 7 Mai Am Flugsonntag tn Neuenburg stürzte ver ^>aseler Fallschirmspringer Buser, da sich sein Fallschirm nicht öffnete. 450 Meter Höhe tödlich ab. Schwere Aeberschwemmungen in Norwegen. Eine 10000 Kubikmeter grotze Kolzlawine. TU. Oslo. 7 Mai. Die Ueberschwemmungen in Norwegen neh- men größere Formen an. Wie aus Elverum gemeldet wird, ist ein gewaltiger aus Eisschollen und Treibholz bestehender Staudamm von einem Kilometer Länge ins Treiben geraten. Etwa 10 000 Ku- bikmeter Balken werden vom Wasser mit rasender Geschwindigkeit stromabwärts getrieben. Zn wenige» Augenblicken wurden mehrere Gebäude zerstört Viele Höfe stehen unter Wasser und sind mit zehn Meter hohen Eisblöcken bedeckt Die Balken und Eismassen reißen auf ihrem Wege Brücken ein und haben Eisenbahnlinien zerstört Die Wasser des Glommen steigen von Stunde zu Stunde Bei Koppag hat sich eine Eisbarriere gebildet, die die umliegenden Höfe aufs äußerste gefährdet. Der Terror in Tfinansu. Das Massakre unter den japanischen Zivilisten. v.o. London, 7. Mai. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Die „Times" erhielt ein Telegramm aus Peking, welches das jol«: gende über die Lage in Tsinanfu sagt: Bis gestern Sonntag morgeii 2 Uhr war kein neuer Kampf zwischen Japanern und Nationalister vorgekommen. Die Verluste der Japaner seien endgültig mi» . 10 Toten und 30 Verwundeten festgestellt. Die Zahl der in Tsinanfr ansässigen Japaner beträgt 2000, von diesen leben 8ö0 in der aus. ländischen Ansiedelung und 1200 in der Stadt selbst und den Vor > orten. Von diesen 1200 wohnen ungefähr 200 in einem Heiner' Distrikt im Osten der ausländischen Ansiedelung, von diesen werder 150 vermißt. 10 schrecklich verstümmelte Leichen seien gefunden worden, man sucht nunmehr die anderen und fürchtet, daß bii; Getöteten irgendwo eingescharrt worden seien, denn man habe scho» mehrere Leichenteile in Löchern gefunden. Von dem Schicksal de 1000 Japaner, welche in der Stadt wohnten, wisse man nichts. Di Zahl der japanischen Truppen sei zu gering, um in die Stadt ein «»dringen und die Verstärkungen konnten nicht schnell genug herbei gebracht werden, weil die Bahn an mehreren Stellen unter brachen war. Hier in London sieht man natürlich die Lage sehr ernst an, d« ver Eingriff der Japaner zu allen möglichen Verwickelungen führe, •; kann. Selbst in Kreisen, die sonst mit den Nationalisten fympathi sieren und gegen die Japaner sind, glaubt man nicht, daß die ver hältnismäßig kleine japanische Abteilung es gewagt haben könnt«' einen Kampf mit den zwölf Mal stärkeren nationalistischen Truppe 1 aufzunehmen, sondern glaubt eher, daß die Behauptung richtig if! welche sagt, daß die nationalistischen Truppen ihrer? Befehlshaber nicht mehr gehorche n." r.D. London. 7. Mai. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters. Nach privaten Jnofrmationen, die das Auswärtige Amt aus Ehin erhalten hat, sind die Feindseligkeiten zwischen den jape nischen und chinesischen Truppen in Tsinan am Freitag Aben eingestellt worden. Das Kriegsministerium in Tokio bestätigt, daß chinesische Süi truppen japanische Truppen bei Tsinan entwaffnet haben. D Truppen hatten sich ergeben müssen, weil ihnen die Munitio ausgegangen sei. Der Befehlshaber der entwaffneten japan schen Truppen verübte Harakiri. Die japanische Verstärkung ist ui terwegs, um die entwaffneten Truppen zu befreien. Ministerpräs dent Tanaka erklärt amtlich, daß die japanische Regierung beschlösse habe, die Beziehungen zur Nanking-Regierung ab zubrechen und den Generalkonsul abzuberufen. Dieser Beschlr dürfte demnächst vom Kronrat bestätigt werden. Die europäischen Bewohner Tstnanfus befinden sich in den Koi sulaten in Sicherheit. Sie erhielten Schutztruppen aus der persö, i lichen Leibwache Tschiangkaischeks. In Japan herrscht angesichts d' Ereignisse ungeheuere Erregung. Stündlich bringen d Zeitungen Extrablätter. Man kann die Stimmung mit dem Iah 1904 vergleichen. An den ostasiatischen Börsen werden wilde Schwai kungen verzeichnet, die Abschlüsse unmöglich machen. Die japanisch- Märkte erleben schwere Niederschläge. 61 amerikanische Kriegsschisse in Ostasien. TU. London, 7. Mai. Das amerikanische Marineministerium küi digt an, daß sich gegenwärtig 11000 Mann amerikanischer Marin soldaten und Matrosen in China befinden und sofort verfügbar sin wenn die Entwicklung der Ereignisse in Schantung das notwend machen sollte. 61 amerikanische Kriegsschiffe befinden sich in dt asiatischen Gewässern. Das Marineministerium betrachtet es als u' wahrscheinlich, daß die Vereinigten Staaten gezwungen sein werde in Tsinanfu oder anderen Teilen Schantungs aktiv einzugreifen, do bleibe die Entscheidung dem Chef des asiatischen Geschwaders, Admir Bristol, vorbehalten. BombenaUenlak in Sofia. Keine Menschenopfer. TU. Sofia, 7. Mai. Gestern morgen 2.45 llhr wurde auf dl siebenstöckige Gebäude der „Targoweke Banka" ein Bombenattent verübt. Zwei Unbekannte legten vor der Bank eine Höllenmascht ? mit Pyroxilin nieder und flohen. Unmittelbar darauf erfolgte ei ^ starke Explosion, durch welche der Eingang stark beschädigt ui sämtliche Fensterscheiben des Hauses, auf dem Platze und den zu de Platz führenden Straßen zerstört wurden, darunter auch ein Fenst der gegenüberliegenden rumänischen Gesandtschaft. Menschen kam ? nicht zu Schaden. Die Attentäter und die Motive zur Tat sind bi her unbekannt. Der Direktor der Bank glaubt, daß es sich um ein Racheakt gegen die Bank handelt. Die Art der Ausführung lä darauf schließen, daß es lediglich eine Demonstration fein sollte. T Attentäter wählten eine Stunde, die Menschenopfer nach Möglich!* ? vermied Mussolini vor den italienischen Arbeitern. TU. Rom, 7. Mai. Am Sonntag wurde in Rom der III. nationo Kongreß der sadistischen Syndikate, die über vier Millionen Arbeit ! Italiens vertreten, eröffnet. An den Eröffnungsfeierlichkeiten na men Albert Thomas sowie Mussolini teil. Der Kongreß s> 'j beweisen, daß der Staat der Syndikate in Italien als eine vollende j Tatsache anzusehen ist. Auf den Konareß werden Sondertagunq ; der Landwirtschaft?», der Industrie-, der Banken-, der Intellektuelle ^ und d"r Verkehrssyndikate folgen. Thomas, der m Bereitung d faszistischen Parteisekretärs Turati und des Untersekretärs t Verbände, Bottai, erschien, wurde von der Versammlung stürmi begrüßt. Mussolini erklärte in einer kurzen Ansprache, d dieses Jahrhundert das beste Jahrhundert der kapitalistischen Zivi sation sein würde. Das kommende Jahrhundert würde das Ial hundert der Gewerkschaften sein Die Welt befinde sich im Augendl im syndikalistischen Zeitalter. Die Zeit der Gewerkschaftsherrschi (Korporativismus) werde erst noch kommen. Mussolini unterstrich dann die Anstrengungen, die die italienif Arbeiterschaft gemacht habe, um durch Wahrung der Disziplin 1 Aufwertung der italienischen Währung zu ermöglichen. Selbst } Lohnherabsetzung habe sie geduldig ertragen, um die Stabilisier» der Lira zu erreichen. Auf dem Kongreß find 6000 Abgeordnete t nationalen Syndikate vertreten. Die Ausstellung „Die Ernährung" Die feierliche Eröffnung. * Berlin, 6. Mai. (Funkspruch.) Gestern wurde in den Aus- stellungshallen am Kaiserdamm die Ausstellung „Die Ernährung" feierlich eröffnet. Zunächst begrüßte Oberbürgermeister 33oh die Vertreter der Reichs- und Länderregierungen und wies darauf hin, irasj die Ausstellung eine Tat sei, die in der Nachkriegszeit nicht ihres- gleichen in Deutschland finde. Er dankte der Reichs- und Staats- regierung für ihr« Mitarbeit und hob die Verdienste des Deutschen Hygienemuseums in Dresden an dem Zustandekommen der Aus- stellung hervor. Die Schau sei der Volksaufklarung ge- widmet. Sie bringe die neuesten Forschungsergebnisse der beut- Ichen Wirtschaft auf dem Gebiete der Ernährung pm Ausdruck und werde der Industrie, der Landwirtschaft und den Verbrauchern die mannigfaltigsten Anregungen geben. Darauf überbrachte der Minister für Ernährung und Landwirt- schaft die Grüße der Reichsregi erung Er wies darauf hin, daß die Ausstellung die großen Fortschritte auf dem Gebiete der agrarischen Kultur oerzeichne. Das Bestreben Deutschlands müsse fein, sich aus der eigenen Scholle au ernähren. Die starke Einfuhr ausländischer Lebensmittel nach Deutschland komme einer Aus- sperrung von Arbeitskraft gleich, die so der öffentlichen Fürsorge anheimfalle. Die Ausstellung müsse zru ihrem Teil auch darauf hin- wirken, daß die deutsche Bevölkerung immer mehr dazu übergehe, deutsche Erzeugnisse im Haushalt zu verwenden. Wie die Aus- stellung die Fortschritte der Landwirtschaft zeige, so m?rde sie auch den Landwirten neu« Anregungen geben, so daß die landwirtschaftliche Erzeugung immer mehr den Wünschen der Verbraucher ange- patzt werde. In der Ernährungsfrage spiele der Gedanke der Volks- gemeinschaist eine besonders große Rolle. Der Minister sprach die Hoffnung aus, daß die Ausstellung dazu beitragen möge, die Gegen- sätze innerhalb des Volkes zu überbrücken. Hierauf sprach der preußische Landwirtschaftsmimster Dr. S t e i- ger, der die Grüße der preußischen Staats regi erun« überbrachte Der österreichische Bundesminister für Land« und Forstwirtschaft Andreas T a al e r überbrachte die Grüße des österreichischen Volkes und sprach die Hoffnung aus, daß die Bande zwischen Deutschland und den österreichischen Brüdern immer enger werden mögen. So- dann sprach Oberbürgermeister Bliiher-Dresden als Vorsitzender de? Vorstandes des Deutschen Hygienernuseums in Dresden, Amanullah enttäusch! die Sowjets. v.O. London, 7. Mai. (Drahtmeldung unseres BerichteHtatters.) Die Zeitungen veröffentlichen «in Telegramm der Erchange Company aus Riga, das besagt: Die Sowjetpolitiker und Militärs seien bei dem König von Afghanistan auf unerwarteten Widerstand gestoßen. Kürzlich habe eine Konferenz in Moskau stattgefunden, an der außer T s ch i t s ch e r i n alle Sowjetgrößen teilnahmen, ferner der König und der afghanische Gesandte in Moskau. Tschitscherin habe einen Entwurf verlesen für ein Militärbündnis zwischen Rußland und Afghanistan, das der König rundweg mit scharfen Worten abgelehnt hätte. Gelegentlich eines Banketts bei K a l i n i n habe B u r e n y in seiner Begrüßungsrede betont, Rußland sei ebenso wie Afgha- nistan ein asiatisches Land. Darauf habe der König ostentativ ge- antwortet, er habe die Zivilisation von Westeuropa kennen gelernt und sei entschlossen. Afghanistan nach den Grundsätzen der mittel- und westeuropäischen Zivilisation zu reformieren. Das Telegramm weist darauf hin. daß der deutsche Gesandte in Kabul gegenwärtig in Moskau welle, um die dortigen Verhandlungen eingehend zu ver- folgen. Ball bei Tschilscherin. (Eigener Nachrichtendienst der „Badischen Presse.") J .N.S. Moskau, 7. Mai. Zu Ehren des afghanischen Königspaares gab Außenminister Tschitscherin gestern Abend in einem beschlag- nahmten ehemaligen Vrivatpalast den glänzendsten Ball in der bis- herigen Geschichte der Sowjetunion. Zum ersten Male bei einer der- ortigen Gelegenheit spielte eine Jazzkapelle auf. Tschitscherin und Lit- winow sowie die übrigen Beamten des auswärtigen Amtes trugen Frack und weiße Binde, die meisten anderen Gäste Uniform. Nur Ka- linin war im Straßenanzug und weißem Kragen erschienen. Am Vor- mittag hatte der König dem Lenininstitut einen Besuch abgestattet und seiner Bewunderung für den großen Revolutionär Ausdruck gegeben. Unterzeichnung des deuksch-amerikanischen Schiedsgerichlsverlrages. TU. Washington, 7. Mai. Der deutsch-amerikanische Schieds- gerichtsvertrag ist am Samstag vom Staatssekretär Kellogg und Botschafter von Prittwitz-Gaffron unterzeichnet worden. Kunst in Berlin. Eine Messestadt. — Versteigerung Huldschinsky, Von Panl Westhelm. Berlin. 5. Mai. Berlin macht, wie man weiß, die entschiedensten Anstrengun- gen — nachträglich noch — zu einer führenden deutschen Messe- stadt zu werden. Auf dem auch für Massenverkehr günstig geleg«- nen Witzleben-Gelände stehen seit Iahren eine Reihe Hallen, in denen mit Erfolg ein« Anzahl Ausstellungen durchgeführt werden konnten. Nun soll lf>30 die große Bauausstellung kommen, die auf zehn Jahre gedacht ist. Dabei hat sich gezeigt, daß das bisherige System, Ausstellungshalle an Ausstellungshalle iu reihen, weder ausstellungstechnisch noch wirtschaftlich vorteilhaft ist. So besteht der Plan — zum ersten Mal eigentlich — eine ganze Messestadt zu bauen, die verwendbar wäre für jede Art Ausstellung, für Kongresse, öffentliche Versammlungen. Sport» Veranstaltungen usw. Die Initiative geht aus von dem Stadtbau- rat Wagner, der gemeinsam mit Hans Poelzig ein in der Tat großzügiges Projekt ausgearbeitet hat. das, so viel ich weiß, auch vi« Zustimmung der maßgebenden Instanzen findet. Nicht wieder ein Hallen-, um nicht zu sagen: ein Scheunen- viertel. Poelzig hat oersucht, diese- Vislerlei an Hallen Zusammen- zufassen zu einem oinziaen großen Trakt, der das gan-e Gelände in Form eines Ovals, richtiger: eiförmig umschließt. Ein Rina von Hallenpevierten, die einen ununterbrochenen Rundgang durch die ganze Ausstellung ermöglichen. Ohne jene toten Ecken, die vom Aussteller höchst ungern belogen werden und in denen bei starkem Besuch die vor- und zurückflutenden Massen sich immer wieder stauen müssen. Wer einen Sonntag im Gedränge der ..Gesolei" oder der Kölner Iahrtausendausstellung miterlebt hat, weik, welche Kalami' tat das ist. Die einzelnen Hallentrakte, rechteckige Gevierte um einen Innenhof gruppiert, bilden zwei ovale Ringe. Der äußer- mit Anschlußgleisen der Bahn, die die Ausstellungsgüter heran- befördert. Der inner« Ring ist ausgebildet als überdeckte Wandel- halle, die gegen Sonnenhitze und Regen Schutz bietet. Diese Wände!- halle, um di« die Ausstellungsbauten sich reihen, fuhrt berum um «ine große Grünfläche, die im Innern ausgespart wird. Sie enthält ein Sportforum und eine Volkswirte, d'e für Massenversammlungen im Freien, als Spielplan usw. verwendbar ist. Umgeben ist diese Grünfläche im Zug der Wandelhalle von einem Kanal — er wird die Länge des Landwehrkanals haben , auf dem Eondelverkehr Wasser- und im Winter Eissport sich entfalten können. !^n dem einen Brennpunkt der Ellipse bildet dieser Kanal eine künstliche In-el, auf die eine Kaffee- und Restaurationsanlage kommen soll Auf der Gegenseite ist vorgesehen «ine große Kongreßhalle, die W Stobt ku bauen beabsichtigt. Ausstellung?- und verkehrst^chnisch eine überaus durchdacht» Lösung, Nicht nur, daß innerhalb dieses Rahmens Ausstellungen ßÄ>« Art und jeden Umfangs möglich sind. Gewahrt bleibt stet» die Ein jugendlicher Massenmörder. Die Eltern und sieben Geschwister getötet. # Berlin, 7. Mai. (Funkspruch.) Wie die Morgenblätter aus Newyort melden, hat der 17jährige Owen Oberst seine Eltern und seine sieben Geschwister in einem Wahnsinnsanfall ermordet. i'f TU. London, 7. Mai. Zu der grausigen Bluttat des 17jährigen Owen Oberst in der Nähe von Eldorado in Kansas wird aus Newyork noch gemeldet, daß der Mörder gegenüber der Polizei er- klärte, daß er wegen der Ablehnung seines Vaters, ihn das Fa- milienauto benutzen zu lassen, so erbost wurde, daß er schließlich Feuer an das Haus legte, bevor er selbst das Kino einer benach- Aheinlanöfrage u Das Echo der Heidelberger Rede Slrefemanns. Pertinax befürchtet Aufrollung der Befayungsfrage. F.H. Paris, 7. Mai. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Die Heidelberger Rede Dr. Stresemanns scheint für Perti- nax, den AußenpMliker des „Echo de Paris", ein Hinweis zu sein, daß der Reichsaußennrimster im Juni vor dem Völkerbunde die Frage der Räumung der Rheinlande zur Sprache bringen werde. Gewiß hege Stresemann keine übermäßigen Illusionen bezüglich des sofortigen Ergebnisses der Forderung, die er stellen wolle, aber dies könnte das Vorspiel einer erneuten Forderung vor der Vollver- samml'Ung des Völkerbundes im September sein. Pertinax meint, daß die franMsche Regierung sich voll- kommen getäuscht habe, sie glaubte, daß die Frage der Rheinland- räumung erst viel später zur Sprache gebracht werden würde, ob- wohl man schon im Monat März hätte ahnen können, daß Strese- mann entschlossen sei, die Angelegenheit zu erörtern. Pertinax beklagt sich sodann darüber, daß Stresemann die Rheinlandräumung nicht erkaufen wolle und daß er sich über eine Begebung der deutschen Eisenbahn- und Industrieobligationen mit Hilfe der großen Finanzmärkte nicht geäußert habe. Aber in Thoiry habe man im September 1926 ausdrücklich einen Zusammenhang Mischen Rhein- landräumung und Begebung der deutschen Obligationen festgestellt Poincar« habe an diesen Zusammenhang noch in seiner Rede in Carcasonne erinnert. (Dazu wird man wohl die wichtige An- merkung machen müssen, daß es Poincare war, der nach der Zu- sammenkunft in Thoiry diesen Zusammenhang aufgelöst hatte). Wenn Stresemann, fährt Pertinax fort, über die Begebung der Obligationen nicht gesprochen habe, so sei er sich wohl darüber klar geworden, daß die Amerikaner von dieser Operation nichts wis- sen wollten. Vielleicht, wenn man Deutschland in der Reparations- frage wichtige Zugeständnisse machen würde, würde es sich einer For- derung nach Begebung der Obligationen nicht vollkommen ver- schließen. Aber der Relchsaußenminister würde es vorziehen, sich vor dem Völkerbund ausschließlich auf Grundsätze zu berufen. ' Vom Völkerbund erwarte man in Deutschland die v-llkommene Räumung der Rheinlande und wenn die Abrüstung keine weiteren Fortschritte machen sollte, so würde Deutschland sicher das Recht fordern, daß es ebenso wie die anderen Staaten rüsten könnte. Pertinax gibt zu verstehen, daß eine Ablehnung der deutschen Forderungen baju führen könnte, daß Deutschland die anderen Mächte dafür verantwortlich machen werde, weil diese sich darauf versteiften, die Friedensverträge aufrecht zu erhalten. Der Außenpolitiker des „Echo de Paris" hat in einem Punkt« bestimmt recht, wenn er nämlich sagt, daß man in Paris nicht damit rechne, daß die Frage der Rheinlandräumung schon im Äini vor dem Völkerbundsrat zur Sprache gebracht werden könnte. Ich hatte am Samstag Gelegenheit, mich mit einer maßgebenden Persönlich- keit des französischen Äußereministerums zu unterhalten, die mir versicherte, daß im Juni keinerlei bedeutungsvolle Angelegenheiten in Genf zur Sprache gebracht werden würden, zumal es noch nicht vollkommen feststehe, ob Vriand dieser Tagung werde beiwohnen können. klare, große, auch repräsentativ große Form und schließt so von selbst aus das Auftrabende, man möchte sagen: Karnevalmäßige der meist mit großem Aufwand ad boc geschaffenen Ausstellungsarchitektur. Wie die alte Stadt ihren Markt hatte und haben mußte, so wird die Großstadt der Zukunft ihre Messeanlage haben. Berlin zieht mit der Messestadt, die es anzulegen unternimmt, die Konseauenz einer Entwicklung, die auch anderwärts zu ähnlichen Anlagen führen muh Von den berühmten alten Kunstsammlungen, die in Deutschland vor dem Krieg entsteken konnten, geht eine nach der anderen aus- einander. Das neue Deutschland ist nicht mehr kapitalkräftig genug, um solche Sammlungen zu halten. Es muß verkaufen, ausverlaufen nach dem Ausland, was vor allem ja Amerika heißt. Vielleicht ist die Sammlung Huldschinsky, die jetzt bei Caisirer in Berlin zur Versteigerung qelanat. schon die letzte der ganz großen und in der Welt berühmten Sammlungen, die wir auszuverkaufen haben. Was nicht hindert, daß Sammlungen anderer Art auch in Deutschland immer wieder entstehen. Sammlungen. die später einmal nicht weniger geschätzt werden dürften. Es sind nämlich nicht mir andere Sammlsr gekommen, auch das Sammlerinteresse hat sich ganz anderen Gebieten zugewandt. Huldschinsky war der autburgerliche Sammler der Vorkriegszeit. Was interessierte diesen Sammler? Oder fraaen wir zunächst, wa« interessierte iün nicht? Selbstverständlich nicht die Kunst der Zeit, selbstverständlich auch nicht die außereuropäische Kunst. Auch nicht die primitive Kunst. Was Herr von Kaufmann — dessen Sammlung während des Krieges ?»r Versteigeruna kam — vi nutzen wüßt», um mit aarn aeringen Mitteln die herrlichsten Fri'bbilder der deut- schen. italienischen »n^ niederländischen Schule zu erstehen. Auch dir deutsche Kunst interessierte diele Art Sammler nicht. Es ist ganz i^arakteristisch. daß es bei Huldschinsky von deutscher Ki^ft nur einen Striael. ein kleines Frauenbildnis von Holbein, drei Porträts des Barthel Brunn und unter den Plastiken eine ein'ige deutsche Bronze aibt. Man schätzte, wie es ja auch in den Museen der Fall war. die italienische Kunst der Renaissance und der Hochrenaissance und vor allem die späteren Niederländer. Auf diesen Gebieten war Huldschinskn nun freilich vorzüglicher Kenner. Er verstand es. die vielen Kleinwerke und Kleinmeister. die einen Gang durch die niederländischen Kabinette der meisten Museen zu einem so mäßigen Vemnüqen machen, zu vermeiden. Mas er erwarb, war von seltener Qualität, waren im eioentlich^n Sinne des Wortes Meisterwerke. Vor allem von den beiden Meistern, die la die eigentliche Entdeckung der zweiten Hälfte d-'s lg. ?abrhunderts waren: Hals und Rembrandt. Das Bildnis des Malers Vost von Franz Hals gehört zu den besten Werken des Haarlemers. Von Rembrandt gibt es bei Huldschinsky ein Porträt der Hendrickfe Stoffels und ein prachtvoller kleiner Frauenkopf, ganz locker und offen in der Malerei. Dann die beiden Ruysdaels, -wei der Brief- lsserinnen von Terborch. von M.ts» das ..kranke Kind" und sehr rein — auch durch einen menschlichen Zm — eine Frau an der Wiege ihres schlafenden Kindes von Mae?. Werke, die ihren Platz, ihren verdienten Platz in der Kunstgeschichte längst haben. Von den karten Stadt aussuchte. Die Polizei stellte nach dem Brande fest, daß die Eltern und fünf Geschwister von dem Zungen vor dem Brande ermordet wurden und die Leichen in der Küche aufeinander- gelegt worden waren. Die Mutter lag in ihrem Zimmer mit einer Kugel im Herzen. Bei der polizeilichen Vernehmung erklärte der Junge weiter, daß er das Familiengewehr an sich nahm, zunächst seinen jüngsten sechsjährigen Bruder erschoß, dann der Reihe nach seine beiden anderen Brüder von zehn und 14 Jahren und seine Schwestern von acht und 16 Jahren und schließlich seine 41jährige Mutter. Als sein Vater nach Hause zurückkehrte, erschoß er auch diesen, nahm 166 M aus den Taschen des Vaters an sich, goß Petro- leum über die sieben Leichen, setzte das Haus in Brand und fuhr zu den Kinovorführungen. Friedenspakt. Wieder Erdstöße in Korinlh. TU. Athen, 7. Mai. In Korinth wurden am Sonntag wieder • vier neue schwere Erdstöße verspürt. Grohseuer in Merxheim. Herzheim b. Landau. 6. Mai. Am Samstag abend gegen 10 Uhr brach in dem Anwesen des Landwirts Kerner hier ein Schaden- ferner aus, dem in kurzer Zeit drei Scheunen und ein Schuppen, sämtliche mit Holz und Stroh gefüllt, zum Opfer fielen. Die Landauer Motorspritze, die gegen 11 Uhr zu Hilfe gerufen wurde, konnte den Brand auf seinen Herd beschränken. Die Ursache konnte noch nicht festgestellt werden. «- § Durlach, 7. Mai. (Verkehrsunfall.) Auf der Hauptstraße zwischen der Schwanen» und Herrenstraße scheuten Pferde eines Zwei« spänner-Bierfuhrwerkes, als ein Motorradfahrer das Fahrzeug über« holte. Die Pferde galoppierten durch die Hauptstraße und wollte« rechts in die Lammstraße einbiegen. Der Wagen kam dabei ins Schleudern und fiel gegen das Schaufenster eines Spezereigeschäfts- Die geladenen Bierfässer und Flaschen wurden heruntergeworfen, das Schaufenster zertrümmert. Eines der Pferde stürzte dabei. Personenschaden ist nicht entstanden. Das 143 er Denkmal. Die Grundsteinlegung am Sonntag. = Bühl, 6. Mai. Von herrlichem Wetter begünstigt, sand heute nachmittag nahe der Burgruine Brandeck die Grundsteinlegung für die im Weltkrieg Gefallenen des ehemaligen vierten unterelsässische» in Straßburg, Kehl und Mutzig stationierten Infanterieregiments Nr. 143 statt. Major D i t t l e r hielt die Weiheansprache. Bürger- meister Dr. Grün inger-Bühl übergab unter ehrenden Worte« für die Taten des Regiments eine Urkunde der Stadt. Die Hammer« schlüge wurden mit weihevollen Worten für die Kriegsopfer des Regiments vollzogen. Mit dem Deutschlandlied fand die erhebende Feier, an der sich die Bevölkerung der ganzen Umgebung zahlreich beteiligte, ihr Ende. Tages-Anzeiger. deutsche Beamte leiten sie. Sie ist die einzige Bahn von Und t un ® im Land, und eine Reise aus ihr wird ein technisches sie h Ijkichaftliches Erlebnis. In den achtziger Jahren schon wurde bar?"^ Kordillere gebrochen, die hier wild und unbewohnt, karg, butrfi bewegt in ihrer Formation ist. Sie erringt sich ihren Weg Iii™ mc ^ r °* 5 80 Tunnels, bevor sie vor dem Valencia-See das Ee- Mi- t,crI öfet. Die Gesellschaft hat die Berghänge, die ihr mitge- Zum Teil aufgeforstet und hat in dem Städtchen Los Teques, ein *1- ^aminersitze vieler wohlhabender Caracas-Leute besitzt und b» ^''ebter Ausflugsort ist, einen 15 Hektar großen Park angelegt, W nQ ^ bem ersten Direktor der Bahn „Parque Knoop" heißt. In ^ Cllfptl 1 All AtnitlrtVn ifi R« MrtM «ittlt* »VI rt*rM1rtH OomS» fömf* 100 Kilometern ist sie von einer wahrhaft großen Land- Tter l "^stiegen, die in einer vielgestaltigen Beweatbeit in die ften- ° et tropisch eingerichteten Bahnwagen schaut. Reil 65 war nicht mein einziges Ziel, mir das Erleben dieser og'l e ju sichern^ ich wollte vor allem nach dem Städtchen Maracay. l>en ? in La Euaira an Land geht, muß man einen Fragebogen n.s""Worten, der tief ins private Üeben forscht. Sie werden darin ° lragt, wieviel Eeld Sie haben .... wer Ihnen die Reise bezahlt ' -. ob Fix xjner sozialistisch-anarchistischen Verbindung angehören on/n, Fragen Sie aber nach dem Grund solcher Maßnahmen, so ffie» tei man Ihnen: Eomez Bevor man die Reise beginnt, Ci?" eine Stadt betritt, sie verläßt, wiederholt im Zug. haben 5n,>r!^.9 ten Namen in eine Liste einzutragen, die Ihnen ein behelmter ^liM hinhält. Weshalb! Eomez. 9Wi n Caracas ißt man eine gute sahnige Butter. Wer liefert solche tter tn den Topen? — Eomez. "em gehört das viele Vieh, das über die Landstraße getrieben V -T ® ome 5- Wüstenschiffe reisen auch den Orinoco hinauf. Sie gehören Eomez. .^aracas gibt es mehrere öffentliche Spielsäle, Lotterien und der« - icyen. betreibt sie? Die Häuser gehören Eomez. ^'ne große Kaffeepflanzung — Eomez. Ueue Zementsabriken — Eomez. ^we moderne große Weberei — Eomez. «ndlose Strecken Weide — Eomez. kont, - r *> Qt die wunderbare Zementstraße für Auto gebaut, die in f.-,.:""teiettdem Wettkampf mit der Bahn, in der ich sitze, das Ee- v»ge besiegt - Eomez. ein» » e ® tra 6 e aus Zement durch den Urwald an die Küste in »S 'Ww« Hafen, in dem nichts liegt, wie ein kleines Kriegsschiff. >e!ngte Häuser an beiden Seiten . . . wer baut solch eine Straße ° • • Eomez. fi er ®°_H b Sie schließlich meinen, in Venezuela auch gebe es einen ist ? - ^""itverstan. Aber dieser venezolanische Herr Kannitverstan Erzählung mit Nutzanwendung, sondern ist ein Mann mit 3W un ^ Bein. Und es ist Maracay, das ich mit der deutschen Een deichen wollte, in dem er wohnt Dieser Herr Eomez ist der n „„L aI Juanvicente Eomez, der Präsident de-, Landes, der in sei- m.^nsängen Viehhändler war und den berüchtigten Castro zum ig, ^deuten machen half, bis er eine Rdfe, die sein Freund zu dent- Merzten nach Europa machte, benlltzte, ihn zu stürzen und sich Leiter des Landes zu machen, litii» plötzlich ein anderes Regiment in dieses Land, die po- „ .IvZen Quertreibereien wurden mit harter Hand in den Mittelalter- lim » 1 eloerelcn wuroen mir yarier ^cino in oen niiiieiutirl- War °!ematten der Kastelle am Meer in Porto Cavecho und am jg , ÖCQl &a=See erwürgt. Die Revolutionen, die inneren Unruhen vänn un d cs wuchs über dieses Land ein Mann, der ein Vor- 2^ Mussolinis war. Auf den Hauswänden der Städte liest man lange Anschriften, die stets deginnen mit'. „Es lebe der Neuschöpfer Venezuelas, der General Eomez!" An den Grenzen der einzelnen Bundesstaaten stehen große Gedenksteine, aus denen der Name Eomez den Vorbeifahrenden entgegengeschleudert wird. Ja, aus den Felsen der Anden schreit er in blutroten Schriften ins Land herab, und ich kam in der Sierra Nevada auf 4200 Meter Höhe gerade in dem Augenblick vorbei, in dem man ein Denkmal zur Feier von Eomez fertigstellte. Ein Adler erhebt sich hoch über das Gebirge — als Sinnbild der Kraft des Präsidenten Eomez. Ja, dieser Mann ist, gehalten von dem kleinen Land, eine der bedeutendchen menschlichen Erscheinungen der neuen Zeit. Eine ge- niale Schlauheit bindet sich in ihm an einen grandiosen Herrscher- willen, der zum Wohl wie zum Weh das Land und sein Volk in der Faust hält. Er ist ein Fürst, gewiß keiner des 20. Jahrhunderts, aber die dunkle Eröße altgeschichtlicher Herrscherpersönlichkeiten steht Toker Vogel. Von Hans Franck. Noch gestern sang in Dir die Himmelslust: „Min Ende!" Glaubtest, daß Dich Deine Lieder — nicht Flügel! — aufwärts trügen. Jedes Nieder — als neues Höher wurde es Dir bewußt. Daß Erde Dein, wie unser Aller Teil — Dir wars, wenns Dich umschattete, ein Mahnen: daß Du nicht hoch genug Dich schwangst. Das Ahmen. Dein Sehnen könnte jemals Dich so stell nach ochen Ministerien ins Innere, und etwa die erste Station sollte Maracay sein. Es gibt dort ein anständiges Hotel, aber es war kein Zimmer frei. In einem zweiten hätte ich das Zimmer mit einem Fremden teilen müssen. In einem dritten mit drei Unbe- kannten. Es ist Sitte hier, daß mehrere Reisende stets in einem Zimmer übernachten. Mir wollte das nicht eingehen, und bevor ich mich zu weiterem entschloß, wanderte ich durch die Straßen des Städtchens, das fünf- oder sechstausend Einwohner haben soll. Ich sah mir alles an, was mi näheren Umgebung des Präsidenton gehörte und suchte den Weg, den man mir angegeben hatte, zu ihm zu kommen. Schrift- liche Empfehlungen seien ganz unnütz, hatte man mir gesagt, sie erreichten ihn nicht. Oder kam man selber, war er nicht da, da er frei von allen Hemmungen und bis in den letzten New allein sein Herr, ununterbrochen herumfährt, so daß es zur Sitte geworden ist, ein Auto zu mieten und sich der Kavalkade von Autos anzv- schließen, die bei seinen Ausfahrten ihn stets begleiten. So war man imstande eine Möglichkeit zu erspähen und vor ihn hinzutreten- Schauend, suchend, überlegend durchzog ich also das Städtchen, das gerade Straßen mit Zementpflaster hatte, kilometerlang, kam an ein einfaches Eckhaus, wie alle' diese Häuser: einstöckig, regel- mäßige, große, vergitterte Fenster nach der Straße. Der Hos nach innen. Die Fenster standen weit auf. Es war an dem großen Platz, hier die weiße Kirche, drüben eine Kaserne mit spanischen Eck- türmchen. Ein Polizst hockte aus einem Stuhl an der Ecke, den üb- lichen Holzknüttel in der Hand. Andere Polizisten gingen im Schal- ten aus d.?°sterreicher" genannt. kleinen Leute, die im „Blauen Enzian" ihre Maß Bier dem s» n" * n die sie zum Frühstück Brot hineinbrockten — das mit diel- ®r - herausgespießt und zum Munde geführt wurde — Außenseiter der Gesellschaft mochten den Oesterreicher gern, unfäb^ Österreicher, obgleich ein Riese, war zu jeglicher Arbeit dg» ; 8- . Cr lebte davon — wen.r man es leben nennen will — körbrk- e .? n . en Täuberich, Iackl genannt, den er in einem Deckel- täten - ^ich führte, einige Kunststücke machen ließ, deren Quali- den or Qt 1,0,1 Q ^ en herzlich bezweifelt, die aber mit Rücksicht aus wurdo» Teufel immer wieder mit starkem Beifall anerkannt hiitt- deiner, der die Vorführungen des Oesterreichers erlebte, eren » < traurigen Mut aufgebracht, Jackls Leistungen zu kriti- jj 1 lp .Pater k°lbst ein Individuum, das wenig Achtung genoß und Unfu>fc„T? eaen Totschlags ins Zuchthaus kam, hat den Oesterreicher getilgt gelassen. **r er ^'ese mit seinem Körbchen ankam, saßen die Gäste tat -in^ Ichweigend über ihre Krüge gebeugt Hin und wieder Art- I e ' ne aphoristische Aeußerung allgemein-philoiophilcher denn gelegentliche Nlllpser sollen nicht verschwiegen werden, zjr'eL gesagt, es waren keine feinen Leute. "iülio-n .Österreicher, der immer hungrig war, ließ seine gut- Klndli», ^3en im Kreise herumgehen. Die dicke Wirtin, seiner Hiin- b * .. wohlgesinnt, nickte ihm ermunternd zu. woraus der Abnab», ^usperte, einige Male „woll, woll!" sagte und mit der erjjffn^ des Deckels von seinem Körbchen die Veranstaltung Seck?,»?' de* graue Täuberich, kam ans Licht und alle die bärtigen ?dsgesichter um den Tisch richteten, unter Kauen und Gefallen - f|tc Augen immer wieder mit dem gleichen Wohl- wie das Tier und verfolgten mit angespanntem Interesse ^ersuck« - ^ und asthmatisch, ein Leiterchen emporzuklimmen einem ?k K r In Briefchen aus einem Kästchen zog und schließlich auf ^efterrn'J! 3u balancieren überflüssig fand — denn, wenn der gewo?! nachgeholfen hätte, wäre es direkt ein Fiasko "ebi Großer Beifall lohnte die Vorführung: Iackl wurde l)eru m - ben Korb zurückgesetzt und der Oesterreicher ging in dj°' 5 Fünfer! einzukassieren, worauf er eine Maß bekam. ^ et einen mächtigen Keil Schwarzbrot brockte. „3^3 Jms T'g für Tag. Die Gäste wechselten, aber das Oester..'-^'' ^r den SchwaMinnigen das Woblwollen b^ieb dem —'eichet und auch die Mrtin begönnerte ihn nach wie vor. Eines Vormittags geschah es, daß den Oesterreicher, noch ehe sein Iackl aufgetreten war, ein gut aufgelegter Fellhändler mit drei Matz extra starken llrbocks traktierte. Das war zu viel auf nüchternen Magen. Der Hüne war, als er die Taube aus dem Kästchen nahm, ein bißchen taperig, aber es ging zur Not und da alle, vom verschwenderischen Fellhändler traktiert, in gehobenen Eesühlen lebten, ging die Vorstellung sogar rascher und wurde mit stärkerem Beifall als jemals ausgezeichnet. Aber als der Oester- reicher den Iickl wieder in den Korb gesteckt und mit seinen klobigen Händen den Deckel darauf gedeckt hatte, schrie sein Nachbar: „Jessas — der Iackl!" Alle sahen hin und es war schon so: der Riese hatte aus Ver- sehen den Deckel auf den Korb gedrückt, als Jackls Köpfchen noch nicht drin war. Wehmütig mit geschlossenen Augen baumelte es überm Rand. Das war eine traurige Geschichte. Der Oesterreicher tat mit seinen großen, zitternden Händen den Deckel herunter und nahm den Iackl vorsichtig, ganz vorsichtig in seine beiden, riesigen Pranken und starrte ihn an. wobei sein Atem wie ein Blasbalg ging. Man hörte es durch das ganze Lokal, denn es war still wie in der Kirche. Die alten Kerle sahen sich verlegen an: einer machte den Versuch, der Sache eine komische Wendung zu geben, aber niemand ging so-recht darauf ein, weil sie alle den Riesen ansehen mutzten, der den toten Iackl in seinen großen Händen hielt und wie ein Blasbalg schnaufte. Aber alles hat seine Zeit. Die dicke Wirtin, die denn doch eine praktische Frau war, trat resolut hinzu und nahm dem Oester» reicher die Taube aus der Hand. „Tu'n her", sagte sie gutmütig, ,,i' brat ihn dir!" Die Männer redeten dies und das? die Wirkung des vom Fellhändler gewendeten Starkbiers ließ sich schließlich auch durch einen leichten Trauerfall nicht ganz verdrängen. Aber der Oester- reicher schüttelte den Kopf und sah von Zeit zu Zeit den leeren Korb und seine Hände an. als verstehe er das alles nickt. Als nun die Zeit gekommen war und die Wirtin den gebra- tenen Täuberich hereinbrachte und appetitlich vor den Riesen hin- stellte, lies dem ebenso wie den alten Kerlen ringsumher das Wasser im Mund zusammen. Die Wirtin wünschte ihm guten Appetit? er nahm sich eine Keule und tat sie in den Mund und kaute? alle sahen ihm zu wie einer weihevollen Handlung, und wie er kaute, so mahlten alle ihre Mäuler im Takte mit. denn es roch wunderbar. Aber als der Oesterreicher bei der zweiten Keule war. sah er bei einer Wendung zufcllig in das leere Körbchen und da, mitten im Kauen und Schmatzen, würgte es ihn,' sein Atem ging wieder wie ein Blasbalg und d'cke Tränen rannen ihm über die Nase und tropften wie aus einer Traufe pitsch patsch auf Jackls Neberreste nieder. Denn erst jetzt war es dem Hünen zum Bewußtsein gekommen, daß er seinen Ernährer verschlungen hatte. Anekdoten vom Thealer. Von Karl Lerbs. Adalbert Matkowsky gastierte wahrhaftig eines guten Tages im Brünn, weil der Direktor des dortigen Theaters ein alter Fahrtgenosse seiner lustigen Jugendjahre war und sich die Gunst diejes Gastspiels durch die donnernde Berufung auf die alte Freund- Zchaft erzwungen hatte. Nun hatten die Freunde am Nachmittag oie Erinnerung an schöne unö wilde Jahre nicht nur mit Zähren heiterer Wehmut, sondern auch mit sonstigem Naß von edler Kreszeng be- träufelt; und als Matkowsky, nicht ganz mühelos, die Bühne betrat, war er in einer Verfassung, die selbst dem Brünner Publikum als- bald befremdlich erschien. Man stutzte; man tuschelte: man murrte; ja, irgendein von hemmungslosem Ergeiz Hingerissener versuchte sogar zu pfeifen. Da nun riß Matkowsky sich zusammen, trat cm die Rampe und sagte dröhnend in das lautlos lauschende Haus hinein: „Meine Damen und Herren! Wenn ein Schauspieler wie ich in einem Nest wie Brünn spielt, muß er entweder besoffen oder ver- rückt sein. Hupp. Ich habe das Erster« vorgezogen" Der Vorhang fiel. Albert Bassermann ließ sich bei Max Reinhardt melden und trat mit sorgenvoll gefurchter Stirn in Erscheinung: „Herr Professor, wir hatten vereinbart, daß ich den Wallen« stein spielen solle. Ich habe mir das reiflich überlegt " „? ?" "Ja. also offen gesprochen: Es ist mir nicht ganz recht." „? ?" "Bedenken Sie, Herr Professor: Der Mann war immer» hin ein Verräter!" * f Der Regisseur Karlheinz Martin probierte Wedekinds „Liebestrank": probierte halbe, dann zweidrittel, schließlich drei« viertel Tage lang mit mörderischer Ausdauer. Endlich wurde es sogar Adele S a n d r o ck. der ewig Jungen, zuviel. Jählings rauschte die sagenhafte Greisin aus den Regisseur zu und ragte drohend vor ihm aus „Herr Marrtin, ich muß Ihnen sagen: Wenn Sie heute wiederr so lange prrobierren, dann pussierrt etwas!" „Aber was soll.denn passieren, gnädige Frau?" fragte Martin ernstlich besorgt. „Als ich gesternt nachmittag um fünf nach Haufe kam, sagt« meine Schwesterr zu mirr: „Deichen," sagte sie, „wenn du noch einmal so spät zum Essen kommst, nebm- ick dick forrt vom Theaterr!" fetattHflM: KESffiSüKHrnmeMf» Ües lUipeMSiSO Herrn denn wirkUliren IKIlClllllUlIld in unserer bedeutenden Spezial-Abteilung in anerkannt schöner Auswahl. Durch direkten Bezug bei ersten Fabrikanten große PreisvorteiIel (0. Botitoder Dienst an der Jugend. Die Konslanzer Tagung des Badtfchen Landesausschusses für Leibesübungen und Jugendpflege. U«ber die Arbeit des Badilschen Landesausschusses für Leides- Übungen und Jugendpflege, der seine diesjährige Landestagung erst- mal? in Konstanz abhielt, kann man mit Recht folgende Worte aus einem Gutachten des Landeshauptmanns der Provinz Ostpreußen über körperliche Jugendpflege setzen, die wie folgt lauten: „Was hier mit verhältnismäßig nicht zu hohen Mitteln geleistet wird, bringt schon finanziell das Vielfache ein in der Ersparnis von Kosten, die sonst infolge einer stärkeren körperlichen und geistigen Verwahrlosung unserer Jugend aufgewandt werden müßten. Ganz abgesehen von den unberechenbaren ideellen Werten. Es handelt sich hier also um vorbeugende Jugendfürsorge im besten Sinne des Wortes." Davon zeugt erstens der zur Landestngung herausgegebene Ee» schäftsbericht für das Jahr 1927/28 und zweitens der Verlauf der Landestagung selbst. Aus dem Geschäftsbericht ist hervorzuheben: Das abgelaufene Geschäftsjahr hatte seinen über- inenden Höhepunkt in der Hauptversammlung des Deutschen Reichs- ausschusses für Leibesübungen und der damit verbundenen Deutschen Turn- und Sportausstellung, die für ganz Südwestdeutschland gleich bedeutungsvoll waren. Gaben sie doch ein Bild der Voilksgemem» schaft im kleinen, beim nur getragen durch die Mitarbeit sämtlicher Verbände und der Karlsruher Vereine für Leibesübungen und Jugendpflege, der städtischen und staatlichen Behörden und der barschen Regierung war die Durchführung möglich. Leider schloß die Ausstellung mit einem erheblichen Fehlbetrag ab. 113 Verbände, und zwar 88 Verbände für Leibes» Übungen und 75 Verbände für Jugendpflege, mit 528 000 Mitgliedern gehären dem Landesausschuß an. Besonderer Dank wird dem Unterrichtsmini sterium für die weit- gehende Unterstützung und Vertretung der Bestrebungen des Landes- ausschusses sowie den übrigen Staatsbehörden und Gemeinden aus- gesprochen, insbesondere auch der Presse. Hier wird der Wunsch ausgesprochen, daß die Presse ihre Spalten mehr wie bisher der Jugendarbeit öffnet. In der Haushaltsperiode 1924/25 stellte der Landtag ins- gesamt für Jugendpflege und Uebungsstätten 200 000 R-«, in der Haushaltsperiode 1926/27 zusammen 100 000 9U(, also nur noch die Hälfte, zur Verfügung. Für 1928/29 sollen dagegen nur 80 000 9UC lur Jugendpflege nach dem Haushaltsentwurf bereitgestellt werden. Unter vollster Anerkennung der schwierigen finanziellen Lage des Staates wird festgestellt, daß all den schönen und verheißungs- vollen Worten, die man den Arbeiten der Vereine und Bünde an der Jugend zollt. Taten nicht gefolgt find. Es scheint hier noch an der Erkenntnis des Wertes der im Interesse des Volksganzen liegenden Tätigkeit zu mangeln, die bei anderen Bundesstaaten bereits Selbstverständlichkeit geworden ist. Durch das Fehlen des Uebungsstättenfonds wird den kleineren Vereinen auf dem Lande und hauptsächlich den ^ugendvereinen Schaden zugefügt, die so keine Beihilfe zur Zinsen- tilgung für die zum Ausbau der Plätze, Hallen und Heime aufge- nommenen Darlehen erhalten können. DieSteuerfrage wird als ziemlich geklärt, die Sportel- frage als dringend abänderungsbedürftig bezeichnet. Erstrebt wird die Einrichtung von sportärztlichen Untersuchung«stellen in den Gemeinden sowie die Errich- tung von Stadtämtern für Leibesübungen. Besondere Erwähnung findet die vom Landesausschuß für seine Mitglieder abgeschlossene Unfall- und Haftpflichtver» sicherung, für Jugendliche und Jugendführer sowie für Aus- übende, die zu einer geringen Prämie, bis jetzt für 20 000 Ver- sicherte abgeschlossen wurde. Vorstand und Geschäftsstelle hatten infolge der Reichsausschuß- tagung und Ausstellung eine Unmenge Arbeit zu verrichten. Ve- sonders wurden hier behandelt das Verbot des Unterrichtsministe- rmms, Hockey und Rugby in der Schule zu spielen, die Schadlos- Haltung der durch die Besatzung geschädigten Vereine. Teilnahme von Schulern an abendlichen Vereinsfestlichkeiten. Unterstützung er- fuhr das Ersuchen des Bad. Krüppelfürsorgevereins um Mithilfe sowie die Ausstellung „Das junge Deutschland". Mit den Spitzenorganisationen, dem Deutschen Reichsausschuß der deutschen Jugendverbände bestand rege Zusammenarbeit ebenso m gemeinsamen Fragen mit der Zentralkommission für Körper- kultur und Jugendpflege In Baden. Die Kleinarbeit des Landesausfchusfes wird in „1 rP 1* °°uss ch üs s e n geleistet. Wo notwendig, unterstutzte der Landesausschuß die örtlichen Belange in wirksamer Weise. Zu den schon bestehenden 97 Ortsausschüssen kam neu hinzu der Ausschuß in Nußloch. Bedauerlicherweise sind da- gegen entschlafen die Ortsausschüsse in Bühl. Hornberg. Oberschefs- lenz. Radolfzell, Vlllingen und Waibstadt. Bei den Beratungen stand im Mittelpunkt das Thema „Der Dienst an der Jugend." Eine im Sinne der Forderun- g n * el $"««to u Jr e » der deutschen Iugendverbände liegende Entschließung. Weiter wurde für die Befreiung von Verwaltungs- nll«t en s f" ^ erci 3 Wr die Ermäßigung der Vereinsregister. Unt tt Jl unÖ j ut Wiedereinsetzung erhöhter Staatsmittel zur Unterstützung der Vereine eingetreten. Die der Landestagung am Sonntag vorausgehende Ortsgruppentagung brachte einen regen Austausch über die im Verkehr mit den Ee- me,nden gesammelten Erfahrungen. Die Sitzung des Gesamt- ?°^tandes mit den Ortsgruppenvertretern brachte eine Durch- w rclLf't Hauptversammlungsprogramms und die Festlegung der Entschließungen. Der Samstag Abend vereinigte die Teilneh- ^'"V vollbesetzten Festsaol des Konzils zu einem gemütlich ver- Äbi A tU ! UB r? i, ) lb ' bei welchem besonderen Beifall die Musikvortrage der Regimentskapelle J.-R. 14 unter der schneid!- gen Leitung des Obermusikmeisters Bernhagen fanden Die Hauptversammlung sr™? flitzenden des Landesausschusses. Polizeioberleutnant Brenner. Karlsruhe, eröffnet und begrüßt wurde, fand im großen Saal des kath. Vereinshauses St. Johann statt. Als offizielle Ver- treter waren in der stark besuchten Versammlung anwesend: Ober- regierungsrat Broßmer, für Bad. Ministerium des Kultus und Unterrichts und Landesjugendamt. Landeskommissär Geheimrat Dr Hart mann, Amtsgerichtsdirektor Dr. Wolfhardt und Land- tagsabgeordneter S r o ß h a n s für Bad. Landtag, Landrat Pfiste r. Diozesanpräses Hirt für erzbischöfliches Ordinariat. Landesjugend- Pfarrer Wolfinger für evangel. Oberkirchenrat, eine große Zahl Vertreter der befreundeten Verbände usw. Oberregierungsrat Broßmer dankte im Namen des Unterrichts- Ministeriums für die vorbildliche Arbeit des Landesausschusses und seiner Führer. Der Landesausschuß treibe in erster Linie eine hoch- anzuerkennende Erziehungsaufgabe. Durch den Badischen Landes- ausschuß werde in glücklicher Weise die Bildung des Leibes, des Geistes und der Seele gefördert durch den vorbildlichen Zusammen- schluß und die Zusammenarbeit der Verbände für Leibesübungen und Jugendpflege. Landeskommissar Geh. Rat Dr. H a r t m a n n unterstrich das Interesse der inneren Staatsverwaltung an den idealen Arbeiten des Landesausschusses, die Dienst am Volke seien. Dem weiteren Wirken wünscht er den besten Erfolg. Amtsgerichtsdirektor Dr. Wolfhardt bedauert, daß die Be» schränktheit der finanziellen Mittel es vorerst nicht ermöglicht habe, mehr in den Voranschlagsentwurf für die Unterstützung der Leibes- Übungen und Jugendpflege einzustellen. Er hoffe aber, daß das letzt« Wort noch nicht gesprochen sei und daß der kommende Landtag die Arbeit der Verbände durch Einsetzung höherer Beiträge anerkenne. Landesjugendpfarrer W o l f i n g e r überbrachte Grüße und Wünsche der evangelischen Landeskirche. Diözesanpräses H i r t-Freiburg, der bekannte katholische Jugend- führer und Pädagoge sprach in meisterhafter Weise über „Arbeit und Freude im Leben des Zugendlich«»" Im Mittelpunkt seines mit größter Aufmerksamkeit und großem Bei- fall aufgenommenen Vortrags stand das Freizeitproblem der Jugend. Er zeigte die Verzweigung dieses Problems in das praktische Volks- und Personenleben hinein in den 3 Hauptpunk- ten 1. Pädagogik, 2. Wirtschaft, 3. Jugendpflegeverbände. Der geschäftliche Teil der Tagung brachte die einstimmige Annahme des Geschäfts- und Kassenberichts, des Voranschlags 1928/29, sowie die Entlastung des Vorstandes. Gemäß Vereinbarung unter den Verbänden wechselt der Vorsitz des Landesausschusses alle 2 Jahre zwischen Leibesübungen und Jugendpflege. Turnusmäßig war nunmehr die Abteilung Jugend- pflege zur Stellung des Vorsitzenden an der Reihe. Die Vorstands- wähl hatte folgendes einstimmige Ergebnis: Vorsitzender: Professor Rothenoiller, Karlsruhe. 2.Abteilung Jugendpflege: Wolf Dr. Eichelberger. Gurk, Franz, Frl. Lang, kath. Jugendpflege. Wolfinger, Dreher, Frl. Emma Sandrock, evangel. Jugendpflege: Mayer, Rudi, israel. Ju- gendpflege: Dr. Mittelstraß, freie Jugendpflege; Stockert, Friedrich, Merkel W., Frl. Julie Hilbert, Gewerkschaften. 1. AbteilungLeibesübungen: Neubarth, Eierich, Frida, D. T.; Brenner, Bohner, SF. u. 2X5.; Späth, Heinz Radfahrer: Avenmarg, Gustav, DSV: Dumreif, Weingarten, DASV: Zinser, Gottfried jun., Ruderverband: Fischer, F. X., Schwarzwaldverein: Stritt, SEE; Rupp, KKS.; Gocker, Naturheilverein. Ortsgruppenvertreter: Schönhardt. Pforzheim. Zur Belohnung besonderer Verdienste von Leibesübungen und Jugendpflege in Baden beschloß die Landestagung auf Antrag des Eeiamtvorstandes die Einführung einer Ehrenplakette, über dessen Verleihung der Eesamtvorstand zu beschließen hat. Als Ort der Landestagung 1929 wurde Lörrach gewählt. Zur einstimmigen Annahme kamen hierauf u. a. folgende EntM'seßunMN. Dienst an der Jug»nd. „Die schweren, gesundheitlichen, erzieherischen und Volkswirt- schaftlichen Gefahren, die der erwerbstätigen Jugend aus dem Mangel an Freizeit erwachsen, legen uns zur Abwehr der Ge- fahren die Pflicht auf, einmütig hinter die Forderungen des Reichs- ausschusses zu stehen. Diese Forderungen, aufgebaut auf die Tatsache, daß eine unzureichende Freizeit der Jugend die Erhaltung der deutschen Volkskraft gefährdet und einen Raubbau an dem Volksteile darstellt, von dem wir erst in Zukunft Leistungen erwarten, lauten: 1. Grundsätzliche Ausdehnung der Schutz- bestimmungen für die Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter und Angestellten auf das Alter vom 14. bis zum vollendeten 18. Jahre. 2. 3 Wochen bezahlte Ferien für erwerbstätig« Jugendl^ (einschließlich Lehrlinge) unter Iß Jahren und 2 Wochen beM Ferien für erwerbstätige Jugendliche (einschließlich LehrU^' zwischen 16 und 18 Jahren. 3. Festsetzung einer Arrbeitswoche von stens 48 Stunden (einschließlich des Fachunterrichts und ' Zeit, die für die Aufräumungsarbeiten beansprucht werden kön»> 4. Beginn der sonntäglichen Arbeitsruhe * Samstag mittag oder Gewährung eine, freien Nachmittags in ' Woche. 5. Festsetzung ausreichender Arbeitspausen. 6. Verbot der Nachtarbeit für Jugendliche. Wir sind überzeugt, daß die Erfüllung dieser Forderungeil und Leistungen zu heben vermag. > Der vorliegende Entwurf des Arbeitsschutzgesetzes bat die v' derungen der Iugendverbände nicht genügend berücksichtigt. • gesetzliche Festlegung der Ferien für die werktätige Jugend K ganz. Die im Entwurf als zulässig vorgesehene Arbeitszeit über die 48 Stundenwoch« hinaus. Außerdem ist das Verbot ' Nacht- und Sonntagsarbeit für Jugendliche nicht ausaespro» Die zur Landestagung in Konstanz versammelten Vertreterl, badischen Leibesübungen und Jugendpflegeverbände mit ^ 500 000 Mitgliedern erwarten daher, daß die Forderungen ^ Reichstag im Arbeitvschutzgesetz voll und ganz erfüllt werden- r badiscke Regierung und den Badischen Landtag bitten wir W' für diese Forderungen einzutreten und bei Reichstag und Ret** regierung für deren Durchführung zu wirken." Staatsbeihilfnr. „Im Reich und sämtlichen Bundesstaaten werden die lichen Barunterstützungen für Leibesübungen und JugendM erhöht, während in Baden seit dem Jahre 1926 die entspre«^ den Positionen dauernd gekürzt «erden, so daß im n e# Haushaltentwurf für 1928/1929 noch nicht einmal die Hälfte r 4 Budgetperiode 1924/1925 eingesetzt ist. Daß der Uebun?' stättenfond vollständig gefallen ist, wird als besond' schmerzlich empfunden. J Wenn man bedenkt, daß die von unseren Vereinen an Jugend geleistete Arbeit Lebens-^und Volkskraft erhalten ^ somit wesentliche Ersparnisse an FürsvrHemaßnahmen für kra". gefährdete und verwahrloste Jugend erzielen hilft, so hätte eher das Gegenteil erwartet werden müssen. In Anbetracht der auch von Regierung und Landtag kannten Tatsache, daß die Unterstützungen für Leibesübungen Jugendpflege produktive Ausgaben darstellen, bitten wir Erhöhung der laufenden Mittel auf 10 000 X etwa 100 000 .41 und Wiedereintreten des Uebungsstättenfonds Höhe von 100 000 X." * Der Landesausschuß beschloß, die Forderungen von Tv«"!, und Sport des DRIA. zur kommenden R«ichstagswahl seinen eigenen zu machen. ,! Damit war das Ende des geschäftlichen Teil« der Lan^ taguna erreicht. Ein gemeinsames Mittagsmahl in St. Jovü^ eine Motorbootfahrt in den Ueberlinger See mit Besichtigung y Ueberlinger Jugendherberge wie Stadtgartenkonzert mit gartenbeleuchtung schlössen sich als unterhaltender Teil an. j; Die Konstanzer Landestagung ist ein weiterer Merkstein K dem vor 4 Jahren begonnenen und auch im letzten Jahres größtem Erfolg durch den Badischen Landesausschuß für 'ibungen und Jugendpflege beschrittenen Wsg. Die Alemannische Woche in Freibnrg. — Freiburg (Breisgau), 6. Mai. Die Alemannische Woche nahm am Samstag abend einen verheißungsvollen Anfang mit dem Heimatabend des Landesvereins „Badische Heimat" in der Kunst- und Festhalle. Nach einigen Musikstücken der Trachtenkavellen aus dem Hanauer Land und aus Peterstal. begrüßte Oberbürgermeister Dr. Bender die in großer Zahl Erschienenen, darunter als Ver- treter der badischen Regierung, Regierungsrat Dr. Weismann- Karlsruhe und als Beauftragter des Ministeriums des Innern Landrat Schw oerer. Den Dank der Vorarlberger für die Ein- ladung zur Alemannenwochi brachte Dr. D e n r i n g - Vorarlberg zum Ausdruck. Starken Eindruck hinterließ die Ansprache des 1. Vorsitzenden des Landesvereins. Professor Dr. Fischer von Berlin-Dahlem über „Volk und Heimat". Ein Schülerchor der Lörracher Oberreal- und Mädchenrealschule sang Heimatlieder. Paul K ö r p e?-Waldshut brachte Mundartdichtungen «um Vortrag und Trachtengruppen aus Vorarlberg führten alte Volkstänze auf. Sämtliche Darbietungen wurden mit brausendem Beifall auf- genommen. Die Stadt Freiburg ist reich beflaggt. Schon der Samstag bracht« in den engen Straßen der Innen- stadt reges Leben und Treiben. Die Peterstaler Miliz» Kapelle unt» die Hanauer Trachtenkavelle aus Kehl wurden in den dicktbesetzten Straßen bei ihrem Einmarsch in Frei- bürg mit lautem Beifall begrübt. Vertreter des Landesvereins Ba- dische Heimat hatten aus dem Bahnhof die in ihren schmucken Trach- ten erschienenen Gäste aufs herzlichst? in der Dr«isam-Metrovole willkommen geheißen. Unter flotten Weisen ging es die Eisenbahn- straße hinauf, durch die Kaiserstraße nach Oberlinden in die Ouar» tiere. Auf der Kaiserstraße besonders entwickelte sich ein lustiges Leben und Treiben. Immer zahlreicher wurden die verschied«n- artigsten Trachten, die man zu sehen bekam. Mit besonderem Jnter- esse verfolgte man die Vorarlberger, die man nicht übersehen konnte, zeigten sie sich doch regelmäßig in geschlossenen Gruppen. Herz und Auge freute sich an den kräftigen Gestalten, an den eindrucksvollen farbigen Trachten mit ihren abwechslungsreichen Kopfbedeckungen Dem Sonntag hatte die Alemannische Woche den Stempel auf- gedrückt. Die Sonderzüge aus dem Hanauerland, der Schwäbisch- Rottweiler Gegend führten immer neue Scharen von Besuchern nach Freiburg, und dem Bahnhofsportal entströmten den ganzen Vormittag bis in die Mittagsstunden hinein dichte Menschenmassen. Die Peters- täler Miliz begab sich zum erzbischöflichen Palais, wo sie dem Ober» Hirten eine Huldigung darbrachte. Dieser hieß sie in der Kirchen- metropole herzlich willkommen und erteilte ihnen seinen bischöflichen Segen. Den Schwerpunkt der Nachmittagsveranstaltungen bildete das Volks- und Kinderfest auf dem Lorettoberg. Unter den munte- ren Weisen der verschiedenen Kapellen zog eine fast unübersehbare Schar kleiner Buben und Mädchen dorthin, wo durch alle nur er- deutlichen Kinderbelustigungen dafür gesorgt wurde, daß unter der kleinen Schar keine Langeweile aufkam. Tanzvorführungen durch eine Mädchengruppe der Breisacher Gaukler auf dem Wiesenplan Viesens boten auch für den Erwachsenen eine liebliche Augenweide. In den späteren Nachmittagsstunden ging es unter lustigen Marschweisen wieder der Stadt zu. Das Baden-Vadener Tanzturnier. —»e— Baden Baden. 6. Mai. Am Samstag nachmittag im großen Bühnensaal des Kurhauses das Tanzturnier », die Frichjahrsmeisterschaft. Nach einer Abendpause nahm das Itter von 10 Uhr ab seinen Fortgang- Namentlich die Abendve^' staltung brachte einen außerordentlich großen Besuch und ein«I^ f'öhlichc Stimmung. Das oberste Schiedsgericht bestand aus: direktor von H o chw äch ter- Baden Baden, Dr Neumann 0®, Präsidium des Reichsverbandes zur Pfleg« des Gesellschaftstanz Berlin, Staatsanwalt E w a r t h und Ivo P u h o n n y - Ba^ Baden. Fachbeiräte waren Bruno v. Kayser und Kurt EroßkA Punktrichter: Dr: H. Boelsen, Kempfing, Singer und Kohler. 1 Preisverteilung brachte folgendes Ergebnis: 6 Klasse: 1. Herr Decke—Frl. Karlsruhe- 2. Herr'Beyekle—Fi£ Hartmann. Eckroargelbklub St>^ gart: 3. Herr Kromer—Frl. Wagen>bach, Bostonklub Düsseldorf. d » Klasse: 1. Herr Petersson Gierts—Frl. Gluth, Blauv 'angeti Berlin: 2- Herr Reinhardt—Irl. Röhm, SchWarzweihklub Karlsruh 3. Freiherr v. Adrian We.burg—Frl. v. llthemann, Gelbich-warz'^^ München. ^»Klasse 1. Herr Flohr—Frl^ Hepprich II. Schwarzweiß^ «euin: 2. yerr Petersson Gierts—Frl. Kluth, Blauorangeklub lin; 3. Herr Kien?—Frl. v. Cbrustschoff, Schwarzweißklub Karlsr>t; Senioren Klasse: 1. Herr Staatssekretär Dr, Euler—Frl. Sch>^, Rot-weißklub Bad Nauheim; 2. Herr Puhonny—Frl. v. Hochwäa^ Baden-Baden. . Sonder klasse: l. Herr Grünberg—Frl. Koban. Edenllub ~* fl : den: 2. Herr Dannenberg— Frl. Nöldner, RotweißAub Frankft' 3. Herr Dr. Neuroth—Frl. Koeppel, Gelbschwarzkasino München Anschließend an die Turniertänze folgten S ch a u t ä n z e, a L geführt von den Paaren: Herrn Jenull, Inhaber des Meisterschaft. Ittels von Deutschland, Europa und Oesterreich und Frl. Heppri^ Schwarzweißklub Berlin. Herrn Nansen und Frl. Unger-Kuhn, , orangeklub Berlin. Auch das Tänzerpaar der Kurdirektton Herr Ä Frau v. Kayser zeigte Sckautänze. Getanzt wurden Engl«]® t Walzer, Tango und Wiener Walzer. Am Sonntag nackmittag f a ,. ( das Tanzturnier seinen Ausklang bei einem ausverkauften Taiw. mit Modesckau. ausgeführt vom Modellhaus Marie Sänaer. Vao°. Baden, wobei es die herrlichsten Toiletten in graziöser Borführ»^ zu sehen gab. Banken und Geldwesen. Mannheimer Beamtenbanl e. <5. m. b. §., Mannheim. * unserer Notiz über die Mannheimer Beamtenbank e. G. m. b. ^ Mannheim, in der Sonntagsausgabe ist ein sinnentstellender fehler insofern unterlaufen, als unter den Hauptgläubigern Mannheimer Beamtenbank e. G. m. b. H. die Landesgew erb^ bank Karlsruhe mit 4 Mill. R-K genannt wurde. Da Schulden insgesamt nur 1999 500 9Lft betragen, ist dieser Bet^. der in Mannheim mit 400 000 R^t angegeben wurde, nach teilung der Verwaltung der Landesgewerbebank richtig "l.« 300000 Rzu setzen. Wie die Verwaltung der LandesgenX^.U bank hierzu noch mitteilt, ist sie durch Bankbürgschaft gesichert. Qualität? Obel""" billig bei arx am arktpfatz Landeszentrale des Badlschen Einzelhandels Die S. ordentliche Generalversammlung in Heidelberg. Heidelberg, 7. Mai. Alljährlich im Mai versammelt die Landeszentrale des Vadifchen Einzelhandels ihre Mitglieder zur Jahreshaupttagung, um in ernsten Beratungen neben den rein geschäftlichen Formalitäten die Belange des Einzelhandels durchzubesprechen und Stellung zu den wichtigsten Tagessragen zu nehmen. Während die Versammlung im Borjahre in Karlsruhe stattfand, wurde sie in diesem Jahre, einem einmütigen Wunsche der Mitglieder Folge gebend, nach der schönen Neckarstadt Heidelberg gelegt, einer Stadt, die als hervorragend gastfreundlich bekannt und auch infolge ihrer außergewöhnlichen landschaftlichen Reize für die Abhaltung solcher Frühjahrstagungen besonders geeignet ist. Der sehr starke Besuch d« Veranstaltung, die am Samstag begann, in der gestrigen Hauptversammlung ihren Höhepunkt erreichte und auch den heutigen Montag noch ausfüllen wird, bewies die große Anziehungskraft von Heidelberg aufs ekla- >anteste, er gab aber auch aufs neue Zeugnis vun der festen Geschlossen- h°it, mit welcher der badische Einzelhandel hinter seiner Organi- K - Kation und ihren Führern steht. Die überaus rege Teilnahme von 8*1 Vertretern der Staats- und Gemeindebehörden, der badischen Han- delskammern und sonstiger Korporationen des Handels und Gewerbes bezeugte eindrucksvoll, welch hohe Bedeutung die maßgebenden Stellen der Organisation des badischen Einzelhandels beimessen. Den Auftakt zur Jahreshauptversammlung gab am Samstag, den 5. Mai, nachmittags 8 Uhr, eine Präsidialkonferenz und daran anschließend im großen Saale der Handelskammer Heidel- |i(«] berg eine Sitzung des Eesamtlandesvorstandes, der °twa so Herren aus dem ganzen badischen Lande anwohnten. Diesen vorbereitenden Sitzungen folgte am gestrigen Sonntag, den 6. Mai, vormittags die 9. ordentliche Hauptversammlung ^ren öffentlicher Teil um 10 Uhr seinen Anfang nahm und sich bis etwa i Uhr hinzog. Der große obere Saal der „Harmonie" war bis auf den letzten Platz besetzt und man sah neben den Mitgliedern ^lbst auch die offiziellen Vertreter der badischen Regierung, der Justizbehörden, der Post- und Eisenbahnverwaltung, der Stadt- Verwaltung Heidelberg, des Badischen Industrie- und Handelstags, der badischen Handelskammern, der Reichsspitzenverbände in Berlin, der befreundeten und im Süddeutschen Einzelhandelstag zusammen- geschlossenen Landesverbände, sowie verschiedener befreundeter Organisationen aus Handel und Handwerk. Die Versammlung wurde vom 1. Landesvorsitzenden, Herrn R»d. ^ugo Dietrich-Karlsruhe eröffnet und geleitet. Herr Dietrich dankte einleitend den Ehrengästen und den Mitgliedern für ihr zahlreiches Erscheinen und erteilte sodann .. Herrn Postrat Schlegel das Wort. Herr Postrat Schlegel uberbrachte die Grüße und Wünsche der Oberpostdirektion Karlsruhe und betonte die enge Gemeinschaft, die zwischen der Reichspostver- waltung und dem Handel besteht. Die eine könne nicht gedeihen, wenn es nicht auch der anderen gut geht. So sei es selbstverständ- "ch, daß die Reichspostverwaltung sich bemühe, dem Einzelhandel entgegenzukommen und zur Seite zu stehen, wo immer dies im Zahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel möglich !e>. Redner gedachte eingehend der verschiedenen Neuerungen, die °uf dem Gebiete der Post und der Telegraphenverwaltung in der Atzten Zeit durchgeführt wurden, sagte auch fernerhin größtmöglichste Berücksichtigung aller gerechten Forderungen zu und schloß mit dem Wunsche steter Weiterentwickelung der Verhältnisse zugunsten des Handels und der deutschen Wirtschaft. Namens des Badischen Ministeriums des Innern sprach Herr ^andrat Dr. Kiefer- Heidelberg dem Landesverband des Einzel- Handels freundliche Wünsche zu seiner Jahrestagung aus. Nach 'chwersten Kämpfen gehe die Kurve der deutschen Wirtschaft langsam aufwärts und man dürfe deshalb «Nif eine glückliche Zukunft des ^>nzelhandels hoffen. Daß diese Hoffnung in Erfüllung gehe zum ^»ohle des Einzelhandelsstandes und zum Wohle der Gefamthsit fei der Wunsch, den die badische Regierung der heutigen Tagung über- Mittle. Herr Stadtrat Dorn- Heidelberg überbrachte der Versammlung .e Grüße der Stadtverwaltung Heidelberg und rief den Anwesenden CIn „herzliches Willkommen" in Heidelberg zu. Im Namen der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels I?ttlin dankte Herr Syndikus Dr. F o l z für die Einladung zur dies- lahrigen Tagung des badischen Einzelhandels und überbrachte die besten Wünsche dieser Spitzenorganisation. Herr Syndikus Dr. M ö ß n e r - Darmstadt übermittelte die ^üße des Süddeutschen Einzelhandelstages und der Landesorgani- >atlon des Hessischen Einzelhandels. So wie Baden im Kreise der putschen Länder als Musterland bezeichnet werde, so könne man mit ^echt behaupten, daß die Landeszentrale des Badischen Einzelhandels "ls Musterverßand im Reiche gelten könne. Weiter sprach noch Herr Fabrikant Landfried-Heidelberg lur die Handelskammer Heidelberg und gleichzeitig im Namen aller Kammern Badens. Man möge überzeugt sein davon, daß die Han- ^elskammern auch in der Zukunft wie immer sich die Pflege der Interessen des Einzelhandels besonders angedeihen sein ließen. ^ Der i. Vorsitzende, H^rr Rud Hugo Dietrich dankte den ^orrednern für ihre Begrüßungsworte und knüpfte an diesen Dank »en Wunsch, daß Behörden, Gremien und befreundete Verbände der ^andeszentrale des Badischen Mnzelhandels stets hilfreich bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zur Seite stehen möchten. Redner er- 'nnerte an die Zeiten vor und nach der Gründung der Lanbeszentrale »nd schilderte kurz den außerordentlichen Aufschwung, den die Organisation in den 9 Jahren ihres Bestehens genommen hat. Dank- J! r gedachte Herr Dietrich dabei der Mithilfe des Süddeutschen ^uzelhandelstages und der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzel- Andels, an deren Aufbau die Landeszentrale des Badischen Einzel- andels ebenfalls sehr wesentlichen Anteil habe. Heute stehe die Organisation stark da, sie sei stolz auf ihre wirtschaftlichen Selbst- ^'lfeeinrichtungen — Einzelhandelsbank, Elasversicherung, Sterbe- und Treuhandabteilung — und dürfe nicht nur behaupten, in Vergangenheit segensreich gewirkt zu haben, sondern könne auch lUr die Zukunft nutzbringende, erfolgreiche Arbeit versprechen. Red» II er schloß mit dem Wunsche, daß die Organisation Dank kräftiger Unterstützung aller mitwirkenden Elemente immer weiter aufblühen Me zum Segen des Standes, zum Wohle der gesamten deutschen -Wirtschaft. Nach diesen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Darlegungen v e Herr Dietrich sodann dem Reichskomm'ssar für Handwerk n ® Kleingewerbe, Herrn Ministerialdirektor Dr. Reichardt-Ber- n das Wort zu seinem angekündigten Referat über „Einige gegenwärtig für den Einzelhandel aktuelle Fragen" Herr Ministerialdirektor Dr. R e i ch a r d t übermittelte zunächst das Bedauern des Reichswirtschaftsministers, an der Teilnahme ver- hindert zu sein und ging dann zu seinen sachlichen Ausführungen über. Anknüpfend an die Feststellung, die der Herr Reichswirtschafts- minister auf der großen Tagung des Einzelhandels im Oktober v. I. getroffen habe, daß ein selbständiger Einzelhandel für eine er- schöpfende und rasche Warenvermittlung zwischen Produktion und Verbrauch unentbehrlch sei, legte Redner dar, daß gegenüber dieser theoretischen Feststellung auch die Ergebnisse der Betriebszählung von 1925 das Vorhandensein eines kräftigen und zahlenmäßig sehr starken Einzelhandels bestätigt haben. Seien doch nicht weniger als 614 000 Einzelhandelsgeschäfte mit 1,4 Millionen Beschäftigten gezählt worden, die nach dem Ergebnis der Umsatzsteuerstatistik einen Jahresumsatz von 29 Milliarden RM. gehabt hätten. Bei diesen Zahlen dränge sich die schon oft erörterte Frage einer Uebersetzung des Einzelhandels auf, insbesondere wenn man die Zahlen mit den- jenigen anderer Länder vergleiche. Er sei aber nicht der Meinung, daß hier mit gewaltsamen Mitteln und staatlichen Eingriffen abzu- helfen seil vielmehr müsse der Grundsatz der Gewerbe- und Handels- freiheit voll aufrecht erhalten werden. Die Entwicklung werde im Zuge des großen Rationalisierungsprozesses auch hier eine gesunde Beschränkung herbeiführen So sei nach den Ergebnissen der erwähn- ten Betriebszählung eine Tendenz der Zunahme der Großbetriebe und des Zusammenschlusses der Betriebe erkennbar. Aber auch die kleineren Betriebe zeigten erfreulicherweise einen fortschreitenden Zusammenschluß in der Form der Genossenschaften, die er als das wirksamste Mittel zur Abwehr der aus dem Anwachsen der Großbetriebe entstehenden Konkurrenz bezeichnet. Aufgabe des Staates und der Volkswirtschaft könne es nicht sein, zwangsweise gegen Großbetrieb und Konzentration vorzugehen: vielmehr müßten nur gesunde und gleich gelagerte Existenzbedingungen für alle Volksgenossen geschaffen werden. Die Konkurrenz des Großbetriebes zeige sich in der Hauptsache in den Kaufhäusern und in dem söge- nannten Massenfilialsystem. Wenn man aber bedenke, daß unter den 614 000 Einzelhandelsgeschäften nur 7S5 Warenhäuser, deren Gesamt- Umsatz von der Enquetekommission auf nur 7% des Gesamtumsatzes im Einzelhandel geschätzt worden sei, und nur 12 000 Geschäfte, die überhaupt Filialen unterhielten, mit insgesamt 44 000 Filialen ge- zählt worden seien, so könne, wenn man auch dieser Entwicklung ernsteste Aufmerksamkeit schenken müsse, von einer allgemeinen großen Gefahr zur Zeit noch nicht gesprochen weroen. Die Frage, ob mit der Filialsteuer hier geholfen werden könne, müsse ernstlich geprüft werden. Von außen her seien in den letzten Jahren dem Einzelhandel Schwierigkeiten insbesondere als Folge der verminderten Kaufkraft der Bevölkerung, der erschwerten oder gänzlich fehlenden Kreditmög- lichkeiten und der Konkurrenz nicht zünftiger Stellen entstanden. Die elfteren beiden stünden in engstem Zusammenhang mit den all- gemeinen wirtschaftlichen Verhältnissen der Nachkriegszeit; was den Verbrauch der Bevölkerung und die Umsatzmenge des Einzelhandels anlange, so sei aber in den letzten Jahren eine Besserung zu ver- zeichnen gewesen, wie auch aus den Erhebungen, die die Spitzenver- bände und das Institut für Konjunkturforschung veranstaltet hätten, deutlich zu ersehen sei. Auch die Kreditgewährung habe sich in Ver- folg der stärkeren Kapitalbildung im Jnlande und des Herein- strömens namhafter Auslandskapitalien verbessert, leider sei in der zweiten Hälfte des Jahres 1927 aber eine starke Verknappung des Kapital- uno Geldmarktes und damit eine Verteuerung der Leih- aelder entstanden. Als Konkurrenz von außen komme in der Haupt- fache diejenige des Wandergewerbes, der Konsumvereine, der Beamtenorganisationen und der öffentlichen Hand in Betracht. Gegen- über dem Wandergewerbe müsse an sich an dem Grundsatz der G<* Werbefreiheit festgehalten werden, doch müßte Auswüchsen und Mißbräuchen notfalls im Wege der Gesetzesänderung vorgebeugt werden. Daß die Konsumvereine einen starken Aufschwung genom- men hätten, sei nicht zu verkennen. Auch ihnen stehe aber der Grund- satz der Gewerbefreiheit zur Seite. Die staatliche Wirtschaftspolitik müsse nur für gleiche Wettbewerbsverhältnisse sorgen, die allerdings zur Zeit auf dem Gebiete des Steuerwesens nicht in vollem Umfang gegeben feien. Der Beamtenhandel werde seitens der Behörden nicht mehr bevorzugt, hier seien, wie auch der Jahresbericht der Landes- organisation des badischxn Einzelhandels hervorhebt, wesentlich bessere Zustände eingetreten. Ernste Aufmerksamkeit werde seitens der Reichsregierung auch nach wiie vor dem Wettbewerb durch die öffentliche Hand zugewendet. Erst vor einiger Zeit sei ein diesbe- zügliches Rundschreiben an die Länder ergangen, in dem insbeson- dere auf die vorbildliche Neuregelung in der jüngst erlassenen baye- rischen Gemeindeordnung hingewiesen worden sei. Von den zahlreichen Gesetzentwürfen, die von dem Gedanken einer wirtschaftspolitischen Beeinflussung zu Gunsten des Mittel- standes getragen seien, hob der Vortragende das Steuervereinheit- lichungsgesetz hervor, dessen wichtigster Teil, das Gewerbesteuer- Rahmengesetz, wenn auch vielleicht keine unmittelbare Milderung des Steuerdruckes, so doch eine wesentliche Vereinheitlichung und Vereinfachung bringen werde. Besonders wichtig sei hier die reichs- gesetzliche Verankerung des Anhörungsrechtes der Berufsvertretun- gen vor der Festsetzung höherer Steuersätze. Besondere Sorgfalt müsse im Hinblick auf die starke Abnahme der erwerbstätigen Jugendlichen der Frage des Nachwuchses gewidmet werden. Erfreulich sei, daß auch im Handel, und speziell im Einzelhandel, die Bedeutung und Not- wendigkeit einer geregelten Berufsausbildung erkannt werde. Umso bedauerlicher sei. daß die Spitzenverbände des Handels bisher der Einbeziehung der Handelslehrlinge in das Berufsausbildungsgesetz widersprochen hätten. In dem zur Beratung stehenden Arbeitsschutzgesetz müsse eine allzu starke Schematisierung zwischen Groß- und Kleinbetrieben ver- mieden werden. Für den Handel sei von besonderer Bedeutung die Frage der Arbeitszeit und der Arbeitsbereitschaft einerseits und die Frage des sogenannten Bahnhofshandels auf der anderen Seite. Die allerorten in Kraft gesetzten Richtlinien für die Zulassung zum Bahühofshandel könnte nur ein», provisorische Regelung bilden, während endgültig die Frage im Arbeitsschutzgesetz geregelt werden müsse, wobei allerdings im Hinblick auf die Bestimmungen des Reichsbahngesetzes gewisse Schwierigkeiten zu überwinden seien. Gegenüber 'allen diesen Schwierigkeiten sei als ersreuliche Er- scheinung in allen Lebensäußerungen des Einzelhandels und seiner Verbände das freudige Bekenntnis zur Selbstbehauptung zu kon- statieren. Wesentlich unterstützt werde der Einzelhandel hierbei durch eine gute fachliche und regionale Verbandsbildung, die. wenn auch erst spät, ihre Spitze in der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzel- Handels gefunden habe, deren Leitung, auf sachliche Arbeit einge- stellt, überall anerkannt sei. Auch im öffentlichen Leben und in den Parlamenten des Reiches und der Länder sei der Einzelbandel ver' treten. Er soll auch im neuen endgültigen Reichswirtschaftsrat eine angemessene Vertretung erhalten. Da diese Körperschaft gegenüber der bisherigen wesentlich kleiner gehalten werden müsse, hätte auch für den Einzelhandel eine geringere Zahl von Sitzen vorgesehen wer- den müssen, doch sei eine Gleichstellung mit den übrigen Zweigen der Wirtschaft angestrebt worden. So sei zu hoffen, daß der Einzelhandel mit dem Willen zur Einheit und zur Selbstbehauptung mit den Waffen guter Organi- fation und fachlichen Könnens und mit der Erkenntnis der Levens- Notwendigkeiten des Berufsstandes auch für die neue Zeit ausge- rüstet, den sicher noch zu erwartenden schweren Zeiten gewachsen sein werde, damit er seine eingangs erwähnte volkswirtschaftliche Funk- tion ein Mittler zwischen Produzent und. Konsument zu sein, mög- lichst hohen Umsatz in Qualitätswaren auf dem besten und wohlfeilsten Wege zu erzielen, im Interesse der gesamten Volkswirtschas erfüllen kann. Der Redner fand für seine ausgezeichneten Darlegungen leb haften Beifall. Es sprach dann weiterhin der Syndikus des Ver I bandes Deutscher Wäschegeschäfte und Wäschehcrsteller, Herr Dr j Felix Borchardt (Berim) über „Gewerbefreiheit und Gewerbeordnung". Der Vortragende hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Forde rungen des Einzelhandels zur Gewerbeordnungs-Novelle nach großen wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten zu begründen und zu recht fertigen. Er führte aus, daß zwar die Gewerbefreiheit als Prinzi der Gesetzgebung im 19. Jahrhundert dem Einzelhandel wie dem ge samten Gewerbe zum Erfolg verHolsen habe, weil sie einem zahl! reichen Mittelstand tatsächlich Erwerbs- und Aufstiegsmöglichkeit?! i gab. Die Gewerbefreiheit wäre aber selbst auch gesetzgeberisch nie mals schrankenlos durchgeführt worden und die Gewerbeordnung fii , das Deutsche Reich hat bei ihren fortgesetzten Abänderungen stets ii; Interesse des Schutzes der Bevölkerung und zur Abwehr von Miß, bräuchen neue Regelungen gebracht, die das System der Freihei durch ein System der Ordnung ergänzten. Eine schrankenlose Ge werbefreiheit bestehe heute überhaupt nicht mehr insofern, als st durch das Vordringen des Großkapitals, des Großbetriebes, de Kartelle und anderer Wirtschaftsorganisationen, des gesetzliche Arbeiterschutzes und Schlichtungswesens vielfach praktisch eingeeng oder außer Kraft gesetzt sei. Der Einzelhandel stehe auf dem Bode der Gewerbefreiheit und der Rechtsgarantien für jeden Gewerbetrei benden, auch wenn er im Interesse eines besseren Konsumenten schutzes und der Gleichheit seiner Konkurrenzbedingungen jetzt neu Forderungen erhebe. Diese Forderungen beziehen sich insbesonder auf eine Neuregelung des Gewerbebetriebes im Umherziehen, de Straßenhandels, des Marktverkehrs, des Bahnhofhandels und ar derer Einzelpunkte. Sie feien durchaus keine reinen Interessenten forderungen des Einzelhandels, sondern werden nur insoweit besüi wortet, als sie mit dem Interesse der Gesamtwirtschaft und des G> meinwohls zusammenfallen. Sie zielen nicht darauf ab, neuzeitlich Formen der Volksversorgung gesetzgeberisch zu unterbinden, sonder wollen nur verhindern, daß großkapitalistische Geschäftsformen, di im Umherziehen und unter direkter Aufsuchung von Privatpersone betrieben werden, ohne die Lasten eines stehenden Gewerbebetriebe sich der günstigen gesetzlichen Regelung des ambulanten Gewerb, üetriebes bedienen, die lediglich auf Gewerbetreibende kleinsten un keinesfalls für solche größten Ausmaßes bestimmt waren, oder da parasitäre Geschäftsformen die Ausbeutung unerfahrener Persone auf diesem Wege gewerbsmäßig betreiben. Der Einzelhandel kan nicht ruhig zusehen, daß das Ideal der Gewerbefreiheit zum Schu mißbräuchlicher Geschäfisformen von Sonderinteressenten benut würde, um den Gesetzgeber vom Eingreifen abzuschrecken. Der Einze Handel fordert daher nach wie vor im Interesse einer wahren Ei werbeordnung und einer wahren Gewerbefreiheit eine Reform dt gesetzlichen Gewerbeordnung, ohne die gesetzliche Gewerbefreiheit a sich dadurch etwa in Arage zu stellen. Wer ihm daraus den Vorwu: unmoderner oder reaktionärer Wirtschaftsgesinnung mache, der ti ihm bewußt oder unbewußt Unrecht und müsse vom Einzelhandel a? dessen wirtschaftlicher Gegner bekämpft werden. Auch diese Darlegungen wurden mit lebhaftem Beifall aufg nommen. Als nächster Redner sprach hierauf Herr Verbands direktot Steine! (Karlsruhe) über „Die schweren Belastungen des Einzelhandels". Der Redner kam zunächst auf die Gesetzgebung der vergangene Jah re sowohl als auch auf die noch bevorstehenden, vom letzten Reich! tag nicht mehr verabschiedeten Gesetzesvorlagen zu sprechen, für d er allgemein eine Anpassung auch an die Verhältnisse des Einze Handels verlangte, da jum Teil — wie z. V. im Arbeitszeitgesetz - Anordnungen zu den Gesetzen erhoben wurden, die bei ihrer scharst Durchführung die Geschäftsführung im Einzelhandel überhaupt illi sorisch zu machen drohen. Es sei tief bedauerlich, daß gerade b diesen Gesetzgebungsakten immer die Berliner Verhältnisse auf d Provinz übertragen würden, die doch in keinerlei Weise einen Vc gleichsmaßstab abgeben könnten. Eine bedenkliche Tatsache müs man auch darin erblicken, daß man dem gesamten deutschen Einze Handel in seiner regionalen und fachlichen Ausdehnung im endgü tigen Reichswirtschaftsrat nur sage und schreibe drei Vertreter z billigen will, eine Vertretung, die nach keiner Richtung hin als d. Interessen des Einzelhandels und der Wichtigkeit des Standes selk entsprechend bezeichnet werden könne. Dann kam Redner im zweiten Abschnitt seiner Ausführung, auf die übermäßige Steigerung der sozialen Lasten zu sprechen. C gab an Hand eines reichen Zahlenmaterials einen Ueberblick üb' die ungeheuren Summen, die im Wege über die sozialen Lasten d> Wirtschaft entnommen werden, aus der anderen Seite durch Ve waltungskosten zu einem erheblichen Teile wieder absorbiert würde während der Rest zu einer Kapitalsansammlung in Fonds u, Betriebsstücken sühre, die ein Maß annehmen, das als geradej phantastisch bezeichnet werden müsse. Auch hier müsse Vereinfach»! der Verwaltung, Vereinfachung der Erhebungsweise und damit g paart eine absolute Spartätigkeit in den teilweise recht luxuriösl Verwaltungsapparaten dazu führen, daß nicht immer nur vo Abbau der Lasten geredet, sondern dieser Abbau auch t a sächlich durchgeführt würde. Im dritten Teile seiner Darlegungen berührte der Redner d für die deutsche Wirtschaft ins Untragbare gesteigerte steuerlic Belastung, indem er die Steuerforderungen des Jahres 19 und die Steuerforderungen des Jahres 1927 rein nach d Art der Besteuerung gegenüberstellte, an Hand von Zahle Beispielen die absolute Steuererhöhung für die gleichen Kategori von 1914 gegenüber 1927 darlegte, um schließlich für den neu Reichstag die sofortige Durcharbeitung unserer gesamten Stem gesetzgebung in Form einer Vereinheitlichung als erste Aufgabe fordern, von den Ländern und Gemeinden größtmöglichste Sparsai fett und Abdämmung aller unproduktiven Ausgaben zu verlang und die Kardinalforderung zu erheben, daß die steuerlichen Last Deutschen Reich — ob Reichs-, Länder- oder Kommunalsteuern l'ä im auf alle Schultern gleichmäßig verteilt werden unter möglichst Ausschaltung der bei uns in der Kriegs- und Nachkriegszeit so l liebt gewordenen Sondersteuern. Von den Standeskollegen müsse verlangt werden, daß sie^s mehr wie dies in der letzten Zeit der Fall gewesen sei, wieder hini ihre Führer stellen und mit diesen Führern zusammen der Orgai sation in einheitlicher Front die Stoßkraft verleihen, die dazu m wendig ist, gegen das Bollwerk verkannter Gesetzgebung und iib> mäßiger Lasten und Steuern anzustürmen. Den mit warmer Begeisterung aufgenommenen Darlegung des Redners folgend wurden von der Versammlung nachstehende Forderungen des bad. Einzelhandels einmütig aufgestellt: ..Der badische Einzelhandel ist sich voll bewußt, daß die 9 des Vaterlandes als Folge des verlorenen Krieges besondere Mi nahmen auf steuerlichen und sozialen Gebieten erfordert und hat auch jederzeit nachdrücklichst seine Bereitwilligkeit erklärt, Rahmen des Möglichen zur Aufbringung der unbedingt notwendij Mittel beizutragen. Nachdem diese Anforderungen aber Formen i genommen haben die zum Erliegen des Einzelhandels zwing, führen müssen, von den maßgeblichen Stellen auch nichts ge: wird, um die Hochflut neuer Belastungen und Schwierigkeiten zubremsen, sieht sich der Einzelhandel unter lebhaftem Protest ge> bie derzeitigen Zustände genötigt, für die Zukunft folgende Mindest- sorderungen aufzustellen: 1.Bessere Berücksichtigung der Interessen des Einzelhandels in der gesamten Gesetzgebung, insbesondere Abänderung des Arbeitszeit- gesetzes in seinen für die Einzelhandelsbetriebe untragbaren Be- itimmungen, bei dem Arbeitsschutzgesetz sowie in der vorgesehenen Aenderung der Gewerbeordnung, 2. Ermöglichung einer zahlenmäßig stärkeren Vertretung des Einzel- Handels im endgültigen Reichswirtschaftsrat durch eine den Vor- schlügen des Einzelhandels entsprechende Abänderung des vor- liegenden Gesetzentwurfes; 3. Abbau und Vereinfachung der ins Unerträgliche gewachsenen sozialen Lasten und Ablehnung aller Forderungen, die auf neue Belastungen der Arbeitgeberschaft auf diesem Gebiete hinzielen: 4. Der neu zu wählende Reichstag soll als erste Aufgabe eine gründliche Reform der Steuergesetzgebung vornehmen, wobei unter möglichster Ausschaltung jeglicher Sondersteuern eine Steuer- Vereinheitlichung und eine wesentliche Entlastung des aewerb- lichen Mittelstandes durch gleichmäßige Verteilung der Steuern auf alle Schultern in den Vordergrund zu stellen ist. Maßgebend als Steuergrundlage darf wie früher auch in Zukunft nur der dreijährige Steuerdurchschnitt sein, 5. Von der badlschen Regierung werden gleichzeitig durch- greifende Magnahmen zur Milderung des unerträglichen Druckes der Landes-, Kreis- und Gemeindesteuern — insbesondere der Gewerbeertragssteuern — gefordert. Nachtragserhebungen wie im Jahre 1327 hinsichtlich der Eewerbeertragssteuer 1926 erfolgt, müssen künftighin unbedingt ausgeschlossen sein. t>. Die Anhäufung von Steuerüberschüssen zu Lasten der deutschen Wirtschaft, wie sie sich gegenwärtig mehr und mehr bemerkbar macht, muh unter allen Umständen ausgeschaltet werden. Auch muß sowohl vom Reich, wie auch von den Einzelstaaten und von den Kommunen eine erhöhte Sparsamkeit verlangt werden, die sich insbesondere auf rücksichtslose Verweigerung von Mitteln für unproduktive Zwecke und Anlagen zu erstrecken hat. 7. Die überaus hohen Zinsenlasten, die — ausgehend von den über- mäßig hohen Reichsbanksätzen — auf allen Darlehenskapitalien ruhen, müssen mit tunlichster Beschleunigung abgebaut und auf ein vernünftiges Maß zurückgeführt werden. Der badische Einzelhandel verkennt nicht die Schwierigkeiten, die sich der Durchführung dieser Forderungen entgegenstellen, er glaubt aber die Mithilfe der Regierungen, der Parlamente und aller einsichtigen Volkskreise fordern zu können, da andere 2J?ögMv ketten zu einer Erhaltung der Existenz des Einzelhandels, zur Auf- rechterhaltung einer befriedigenden Versorgung der Verbraucherschaft und zur Wiedergesundung der deutschen Wirtschaft nicht ge- geben sind." Im Anschluß an die Referate feierte der stellvertretende Bor- sitzende, Herr Fabel- Freiburg, die Verdienste des 1. Landes- Vorsitzenden, Herrn Rtid. Hugo Dietrich, um die Organisation. Leider habe Herr Dietrich die Absicht kundgegeben, die Leitung der Organisation nach 9 jcuhr'ger, außerordentlich arbeite- und erfolgreicher Tätigkeit niederlegen und es sei auch nicht möglich gewesen, Herrn Dietrich von dieser Absicht abzubringen. So habe das Präsidium und Gesamtlandesvorstattd in gestriger Sitzung einstimmig beschlos- sen, der Generalversammlung vorzuschlagen, Herrn Dietrich in An- erkennung seiner unauslöschlichen Verdienste um die Organisation und um das Gcsamtwohl des Einzelhandels zum Ehrenpräsi- denten zu ernennen. Man sei sich bewußt, daß man damit nur einer Ehrenpflicht nachkomme und glaube, auf die Zustimmung der Versammlung rechnen zu dürfen. (Stürmischer Beifall und einmütige Zustimmung.) Herr Dietrich dankte für diese Ehrung in herzlichen Worten und sprach die Hoffnung aus, daß die Organisation auch unter der neuen Leitung weiter blichen und wachsen werde. Darauf wurde die öffentliche Generalversammlung um 1 Uhr geschlossen. In der Nachmittagssilzung die nur den Mitgliedern selbst zugängig war, wurden zunächst die üblichen Regularien erledigt, wobei Herr Verbandsdirektor Stei- nel auf den gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht verwieg und einige ergänzende Erläuterungen gab. Darnach war die Tätigkeit •bei Organisation auch im verflossenen Geschäftsjahre eine außer- ordentlich mannigfaltige und umfangreiche, doch auch von schönen Erfolgen für die Mitglieder, wie auch für die Allgemeinheit beglei- tet. Der Mitgliederbestand hält sich nach wie vor auf erfreulicher Höhe. Auch der Kassenbericht zeigte ein befriedigendes Ergebnis. Unter dankbarer Anerkennung dessen, was das Präsidium und die Geschäftsführung im verflossenen Jahre geleistet hat, wurde ein- stimmig Entlastung erteilt. Bei den Wahlen wurde mit lebhaftestem Bedauern davon Kenntnis genommen, daß der langjährige 1. Lan- desvo sitzende, Herr Rud Hugo D ie l ri ch- Karlsruhe, der die Organisation seit ihrer Gründung geleitet hat, sein Amt nicht wieder annehmen wolle. Der Beschluß des Gesamtlandesvorstandes, Herrn Rwd. Hugo Dietrich in Anbetracht seiner hohen Verdienste zuw Ehrenpräsidenten zu ernennen, wurde von der Versammlung unter leibhaftem Beifall einmütig gebilligt. Zum I. Landesvorsitzenden — der entsprechend einer Satzungsänderung künftighin den Titel „Präsident" führen wird — wurde alsdann Herr Adolf Milser« Karlsruhe gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder verbleiben in ihren Aemtern. Zum Tagungsort für die nächste General« Versammlung wurde die Stadt Baden-Baden gewählt. Einer Reihe von Satzungsänderungen wurde ohne wesentliche Debatte Zu- stimmung erteilt. Nachmittags 4 Uhr schloß sich hieran die Mitgliederversammlung des Glasversicherungsvereins a. G. des Badischen Einzelhandels und um Uhr die Mitgliederversammlung der Sterbekasse der Landeszentrale des Badischen Einzelhandels. Der Abend brachte einen offiziellen Begrüßungsabend im großen Saal der Stadthalle, gegeben vom Unterbadischen Bec« band des Einzelhandels in Heidelberg. Ein fein gewähltes Pro- gramm, reich an hervorragenden musikalischen «nd sonstigen Dar« bietungen, unterhielt die außerordentlich zahlreich erschienenen Mit- glieder und Gäste in glänzender Weise und bildete eine treffliche Umrahmung verschiedener schöner Reden, in der sowohl die Stadt Heidelberg als auch der fostgebende Unterbadische Verband des Einzelhandels und die Landesorganisation selbst gefeiert wurden. Am heutigen Montag finden di« Fachgruppensitzungen statt und zwar tagen am Vormittag die Fachgruppen Textilwaren, Tabakwaren, Schuh- und Lederwaren, Möbel, Papier- und Schreib- waren und der Bezirksverband der badifchen Rabattspargruppen, am Nachmittag die Fachgruppen Lebensmittel, Feinkost und Drogen. Haus- und Küchengeräte. Beleuchtungsartikel, Eisen- und Stahl- waren und Putz- und Modewaren. In all diesen Sitzungen, die von zahlreichen Referaten durch- flochten sind, wird ernsteste Arbeit sowohl im Interesse des Einzel- Handelsstandes selbst, wie auch zum Nutzen der Gesamtheit geleistet. Auf besonders wichtige Beschlüsse dieser Gruppen wird noch zurück- zukommen sein. Der heutige Abend bringt dann als Ausklang der Veranstal« tungen ein gemeinsames Essen auf der Molkenkur mit Beleuchtung des Schloßhofes und der Südfront des Heidelberger Schlosses. Oflertbricfen dürfen Originalzeug- nisse nicht beigefügt werden, sondern nur Abschriften. Bei der regelmäßig großen An zahl von Bewerbungsbriefen werden sich Verzögerungen bei der Rücksendung von Anlagen nicht immer vermeiden lassen, wenn auch die Inserenten bestrebt sind, die eingehenden Zuschriften schnellstens zu erledigen Badische prcss? Anzeigen - Abteilung mssa 1 Männlich 1 Wir suchen allerorts (iidjf. Betitelet iut Mitnahme uns. sehr lohn. Spezialitäten. Her- jceit. denen Auto ». Verf. steht, bevorzugt, ftüni«, G.m.b.H.. 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Mit einer phänomenalen 55 , Uu 8 ma rtete der Allensteiner Hirschfeld beim leichtathletischen ba x &slomp f Südostdeutschland gegen Baltenver- von" >> Dem Ostpreußen gelang das Kunststück, den erst kürzlich ÜB e j t cm Amerikaner Jonny Kuck mit 15,56 Meter aufgestellten m im Kugelstoßen um 23 Zentimeter auf oicr . ^ Zu verbessern. Bei fünf Würfen kam Hirschfeld wal^ 15 Meter. Sein erster Wurf war 14,70 Meter. Zwei- ein ^ritt er die Weltrekordgrenze, einmal mit 15,64 Meter Und Meitesmal mit 15,79 Meter. ®d)lujj öes Davispokalkampfes in München. 4 :1 6. Atai. (Drahtbericht.) die am Sonntag den .Züschauer, ^mjjener ' C - S - u t s ch l an d —G r i e che nl-a n d im Wieder waren es rund Abschluß des Davis- für Deutschland. — Froitzheim zum zweiten SpNi'»n 1ö rv- r ' Q ^ für das ausgefallene Spiel Froitzheim-Zerlendi tt's/Zerlertbi und Kleinfchroth/Buß ein Doppel aus, das 4; e, , . ° e oa.ierte und noch eii.em mörderischen Kampf 6:1, 6:3. dank h'. oon den Deutschen gewonnen wurde, vornehmttch ^riechxu >..°n de gekommen, die sich vorläufig gegen die Locke- 'elern, „**err« gegen die ausländischen Berufs- ?ieser NpiA>? ^ n s ch a f t e n stellten. Maßgebend beeinflußt wurde slow""" riß durch die Resolution, die in der vergangenen Woche ^rch einen !^ ?erband in Zukunft den Boykott eines Staates Mde. »«anderen der Fifa angehörenden Verbände nicht mehr ^Urde aucki n» 5^uß richtete sich natürlich gegen Deutschland und eine stunden- e man de» i,7i U B des 7t.«unoesrag eine Abstimmung über den Be- N! "Ng de? Filterten Bundesvorstandes (der bekanntlich für Auf- ?egen die?» eingetreten war) abgehalten werden dürfe. (e' tt M 41 n „^'nrmung stellten sich die Verbände von Berlin, Süd- Vermitn..^ "Nd Südostdeutfchland^ sowie der Bundesvorstand. Bund->-^^^^Ichlag, die Abstimmung bis zum nächsten ordent- C^Ndesonrrtnli?® auszusetzen, fand keine Annahme. Der erweiterte Abickinb ^ daraufhin zu einer Beratung zurück, nach "Der Mögender Beschluß verkündet wurde: ^^gehörenko» ^sv?rstand .erblickt in dem von mehreren der Fifa 'sten, in der Öffentlichkeit bekannt gewor- en Fußballbund zu zwingen, den Spiel- ischaften uneingeschränkt zu gestatten, !ie deutschen ^ ~o„, or,.. z u- "»• «v. Bundesvorstands- juV^tpielernift» t£ x l g^^ßten Beschlüsse, ein Spielverbot mit ™9e6en." mannschaften unter bestimmten Voraussetzungen, auf- bei ^undeÄÄ "J 1 ?ie Bekanntmachung dieser Entschließung faßte W'->Der B°°rstand folgenden Beschluß. des nimmt Kenntnis von dem soeben gefaßten Be- s>ü ^egen >>!?r Landes und billigt ihn in vollem Umfange." h?» c waren * t» Beschluß stimmte nur Berlin, alle anderen Ver- .nwegjz^.. dasur. Alle schönen Worte können aber nicht darüber inu ganze . 5 die ganze Angelegenheit noch nicht bereinigt ist. Neuer enkomplex dürfte vielmehr nach den Olympiaspielen eillgieit entfacht und zur Entscheidung gebracht werden. sn "e umii f"Ujf'P'elermannidjaflen uneingeschränkt zu ge jsLf 1 ^ä11itHt vi® e -r Einmischung in die beut 93„ n ß vom ii äJ?. ,c chn veranlaßt, die in der Bundesvor Denlfchlanös Vorbereitungen für Amsterdam. Die Kleidung der deutschen Olympia-Teilnehmer. — Empfangsabend der deutschen Kolonie in Kolland Zum letzten Mal vor Beginn der Olympischen Spiele in Amster- dam trat der DeutscheOlympia-Ausschuß am Samstag in Berlin zusammen, um sich noch einmal zu vergewissern, daß bei der Vorbereitung 'für die großen Kämpfe nichts vergessen worden ist. Die Tagung war in das Sportforum verlegt worden, wo der Eym- nastiksaal einen außerordentlich stimmungsvollen Versammlungsraum abgab. Exzellenz L e w a l d hatte damit die Freude zum ersten Mal die Vertreter der deutschen Verbände für Leibesübungen auf eigenen Grund und Boden zu begrüßen. Der für die Olympia-Teilnehmer ausgewählte Anzug und die S p o r t k l e i d u n g. die in Amsterdam von ihnen getragen werden wird, wurden in mehreren Exemplaren vorgeführt und machten einen sehr guten Eindruck. Die Herren — Aktive und Offizielle — werden einen blauen zweireihigen Sakko mit langem blauen Schlips tragen und je nach dem Wetter blaue oder weiße Hose, sow'.e blaue oder weiße Mütze. Dazu dunkelgraue Strümpfe mit mittelbraunen Halb- schuhen. Ganz ähnlich wird die Kleidung der Damen sein: ein blaues Kleid mit blauem bezw. weißem Rock, zu dem sc nachdem blaue oder weiße Kappe getragen wird. Deutschland wird unter der Fahne einmarschieren, die dem Deutschen Reichsausschuß die Regie- rung nach einem Entwurf des Reichscunstwarts Redslob für diesen Zweck.zur Verfügung gestellt hat. Die Fahne wird von Dr. Schulz, einem etwa zwei Meter großen, famos und ebenmäßig gewachsenen Studenten der Deutschen Hochschule für Leibesübungen getragen werden. Für die Sportkleidung der Leichtathletinnen wurde eine schwarze Hose, und eine rund ausgeschnittene weiße Bluse mit dem Reichsadler nach dem Entwurf von Redslob, ausgewählt. Die Leichtathleten werden ein weißes Tnkot mit rotem Bruststreifen, der oben schwarz-gelb abgepaßt ist, und dem Reichsadler tragen. Die Fußballer einen ebensolchen Jersey mit dem Reichsadler auf der lin- kcn Brustseite, mit weißer Hose und dunkelroten Strümpfen mit zwei schmalen weißen Streifen oben, die Hockeyspieler dieselbe Kleidung, nur statt des Jerseys eine Bluse Die Fußball- und Hokeyspieler er- halten da^u für Trainingszwecke einen weißen Sweater mit dem Reichsadler auf der linken Brustseite, die Leichtathleten einen ebenso geschmackvollen blauen Trainingsanzug. Es ist sicher, daß die deutsche Vertretung auf diese Weise einen guten Eindruck machen wird. Die Erfahrungen der Olympischen Winter- spiele in St. Moritz faßte Dr. Di ein dahin zusammen, daß es nicht ratsam ist, die Olympiakämpfer allzu oft' und allzu lange, zusammenzufassen, damit sie nicht den frischen Kampfeseifer ver» lieren. Bezüglich der Olympia-Ausfcheidungskämplfe besteht erfreulicherweise keine Schwierigkeit, da die Verbände, die Sportarten gemeinsam betreiben, sich über alle Einzelheiten ver- ständigt haben. Ebenso ist bezüglich der Unterkunft, Verpflegung und Beförderung der deutschen Olympia- kämpf« in Amsterdam alles in bester Ordnung. Die Sa mm- lung und Beförderung der deutschen Teilnehmer nach Amsterdam wird verbandsweise erfolgen, damit die Ermäßigung für Eesellschafisfohrten ausaenutzi werden kann. Für die Fahrt auf holländischem Boden erhalten die Verbände für ihre Teilnehmer holländische Ausweise, die ihnen eine öllprozentige Preisermäßigung dort eintragen. Alle Verbände haben bereits genaue Anweisung, wann und in welcher Stärke sie vom Deutschen ReichsaUsschüß in Amsterdam, beziehungsweise in Zandvoort erwartet werden, wieviel Zimmer ihnen zur Verfügung stehen usw. Als Aerzte wurden für die Begleitung der deutschen Olympia- expedition die Herren Dr. Hoske von der Deutschen Hochschule für Leibesübungen und Dr. B r u st m a u n - Berlin bestimmt. Die deutsche Kolonie in Holland, beziehungsweise in Amsterdam nimmt an den Olympischen Spielen warmen Anteil. Sie hat dem Deutschen Reichsausschuß für die Offiziellen und die. Teilnehmer eine Einladung für Freitag, den 3. August, zugehen lassen. Vorher wird der Deutsche Reichsausschuß bereits am 27. Juli 1928 einen deutschen Empfangsabend für alle Beteiligten und die deutsche Presse veranstalten, ähnlich wie unmittelbar vor Beginn der Winterspiele in St. Moritz, und für die Hockey- und Fußballspieler wird ein ebensolcher Empfangsabend schon am 26. Mai veranstaltet werden. Für die aus Deutschland kommenden Besucher hat der deutsche Empfangsausschuß in Amsterdam im Hotel Parksicht eine Auskunft?- und Sammelstelle eingerichtet, auf der sie sich für alle Angelegenheiten, auch für Ausflüge und dergleichen Rat holen können und die als Treffpunkt für sie dienen soll. Eine großzügige Olympiaspende der I. E.-Farben- industrie hat den Deutschen Reichsausschuß in den Stand gesetzt, noch in letzter Stunde allen Verbänden einen namhaften Zuschuß ?u zahlen, den diese nach freiem Ermessen entweder für die weitere Borbereitung oder für eine Vergrößerung ihrer Expedition ver- wenden können. Zum Schluß der Sitzung wünschte Exzellenz Lewald den ersten deutschen Kämpfern, die unsere Farben in Amsterdam zeigen werden, den Hockey- und den Fußballspielern den besten Erfolg: Aus der vorausgehenden Vorstandssitzung des Deutschen Reichsiusschusfes ist zu erwähnen, daß die Jahres- Versammlung des DRA. am 1. Juli in der Aula Leopoldina der Breslauer Universität stattfinden soll. Auf dem Olympischen Kon- gieß im Juli in Amsterdam wird der Deutsche Reichsausschuß eine offizielle Einladung an den Internationalen Olympischen Kongreß überbringen, seine nächste Tagung im Jahre 1930 in Berlin zu veranstalten. Die anschließende Führung durch das deutsche Sportforum ließ klar erkennen, welches bedeutende uwd schöne Werk hier im Entstehen begriffen ist. Die erste Hälfte des West- flügels machte mit ihren mustergültigen Einrichtungen, den Riesen- turnsaal. den großen Box- und Schwerathletiksaal, den vorbild- lichen Umkleide- und hygienischen Anlagen einen starken Eindruck. Ebenw das fast fertiggestellte Frauenhaus, das die Stadt Berlin dem Reichsausschuß gestiftet hat. Von dem großen Schwimm- b a d ist bereits das Becken ausgehoben und fertig betoniert und sogar mit der Kachelung schon angefangen worden. Das Bad wird mit feiner 50 Meter Schwimmbahn, dem besonderen Wasserball- feld und dem Svrungbecken, sowie der Nichtschwimmeranlage ein besonderes Schmuckstück des Deutschen Sportforums werden. Karl Markus. Die Motorradrennen auf der Opelbahn. Soenius-Köln auf B. W. W. fährt die beste Zeit des Tages. RüsselsHeim, 6. Mai 1928. Den vom Gau III a des A.D.A.C. am heutigen Sonntag auf der Opelbahn veranstalteten Motorradrennen war prächtiges Wetter be- schieden. Dementsprechend hatte sich ein nach Tausenden zählendes Publikum eingefunden, das die Wettkämpfe in den einzelnen her- vorragend gut besetzten Kategorien mit großer Spannung verfolgte. Den Auftakt bildete das Rennen der kleinen Maschi- nen bis 175 ocm, das über 12 Runden lief und 18 Km. Strecke umfaßt«. Acht Fahrer gingen an den Start, der in allen Rennen stehend war. Die bewährten D.K.W.-Leute Geiß-Pforzheim und Henkelmann-Wanne lieferten sich, an der Spitze und meist Kopf an Kopf liegend, einen spannenden Kampf, den schließlich Geiß-Pforq- heim für sich entschied. Das zweite Rennen für Maschinen bis 356 ccm ging über 15 Runden = 22,5 Km. und sah 15 Fahrer am Start. Diesmal gab es ein Duell zwischen Eerlach-Weilimdorf auf Standard und Winkler-Ehemnitz auf D.K.W., bis Eerlach gegen S^luß durch blockierenden Motor zurückgeworfen wurde und Winkler mit großem Borsprung vor dem übrigen sehr starken Feld siegte. Das dritte Rennen für Solomaschinen bis 359 ccm über 39 Runden := 45 Km. sah wiederum 15 Starter ins Feld gehen. Schon nach wenigen Runden setzten sich Paetzold-Köln auf Sunbeam, Hiller-Feuerbach auf Montgomery und Ulmen-Düsseldorf auf Velo- cette an die Spitze. Mit ungeheurer Spannung wurde der Wet.'- kämpf der drei Führer, die meist Kopf an Kopf lagen, verfolgt, uno man atmete erleichtert auf, als sie das Zielband passierten, wober Ulmen Sieger vor Hiller und Paetzold blieb. Im 4. Rennen der Halbliterklafse, das ebenfalls über 39 Runden — 45 Km. ging, stellten sich 12 Maschinen dem Starter. Wieder gab es einen aufregenden Zweikampf und zwar zwischen dem Kölner Soenius auf BMW. und dem DKW.-Fahrer Stegmann, bis dessen Maschine, die sowieso Mühe hatte, das von Soeni-us angegeben« Tempo mitzuhalten, gegen Ende nachließ und zu'iickfiel. Ein zweites Fahrerpaar,^ Geier-Wiesbad«n auf BMW. und Älein-Frankfurt auf DKW. lieferte sich ebenfalls einen Ipan- nenden Kampf. Soenius siegte schließlich unangefochten vor Kratz' Ohmen auf Ardie und Stegmann-Reuölsnitz auf DKW., wobei er zugleich die Tagesbestzeit auf seiner BMW. erzielt hatte. Das Rennen 5 für die schweren Solomaschinen über 569 ccm ebenfalls über 59 Bahnrunden — 45 Km. gehend, brachte 11 Konkurrenten an den Start. Obwohl Soenius schlecht abkam, setzte er sich alsbald wieder an die Svitze des ganzen Feldes, die er, eine Zeit lang von Giggenbach-Mühldorf auf Bayerland bedrängt, bis zum Schluß nicht mehr aibg«b. Da Giggenbach Kerzen- schaden und in der letzten Runde auch noch Reifenpanne hatte, konnte sich der famos fahrende Messerschmidt vor ihn auf den 2. Platz schieben und so für BMW auch den zweiten Platz belegen, während Klein Frankfurt auf DKW. guter Dritter wurde. Das Rennen 6 für Seitenwagenmaschinen bis 699 ccm, über 12 Runden---18 Km., wurde von 19 Fahrern be- stritten. Mit großem Elan und manchem aufregenden gegenseitigen Abdrücken führten Munk-Offenbach auf BMW., T app Darmstadt auf Viktoria und Paetzold Köln auf Sunboam das übrige Feld an. Derbis zum Schluß mit Meter-Vovsprung vornliegende Münk auf BMW. kollidierte schließlich direkt in der Zielgeraden mit Trapp, und die beiden ineinander verfangenen Seitenwagenmaschinen machten einen mehrere 166 Meter langen phantastischen Salto, wobei wie durch ein Wunder keiner der Fahrer und Schmiermäxe ernstlich verletzt wurde. Hinter Münk und Trapp erst plazierte sich Paetzold auf seiner Sunbeam, unterwegs allerdings mehrfach behindert, als Dritter. Den Abschluß der Veranstaltung bildete das Rennen 6 der großen Beiwagenmaschinen, das nunmehr 8 Konkurrenten im Wettbewerb sah und über 15 Runden --22,5 Km. führte. Nachdem der Stuttgarter Dobler auf Ardie zunächst mit großem Vorsprang geführt hatte, ging, als feine Maschine plötzlich auffallend nachließ, der Düsseldorfer Kürten auf Tomax an die Spitze, um sie nicht mehr abzugeben und sicherer Sieger vor Dobler und Jakob-Fürth auf Victoria zu werden, nachdem die anderen großen Kanonen 'wie Weyres-Aachen und Vis^-Aachen ausgefallen waren. .. . _ . . erruiige». worden und dos bei einer teilweise überwiegenden Auslandskonkur- renz. An diesen Erfolgen hat die deutsche Reifenindustrie einen wesentlichen Anteil, denn sämtliche Sieger und auch die Zweiten be- nützten Conti und E x c e l s i o r. Die Einzelergebnisse lauten: Kat. bis 175 ccm (12 Rd, = 18 Kilometer): 1. Eeiß - Pforzheim auf DKW. 19.29.4 — 2. Henkelmann-Wanne auf DKW. 19 31.4. — 3. Steinweg-Frankfurt aus DKW. 11.91. — Bis 259 cmm (15 Rd. --- 22,5 Kilometer): 1. W i n k l e r - Chemnitz auf DKW. 12.17. — 2. Weidemann-Hanno- ver auf Avis-Oeler 12.37. — 3. Earlach-Weil auf Standard 1141 — Bis 359 ccm (39 Rd. — 45 Kilometer): 1. Ulmen-Düsseldorf auf Velocette 22.49. — 2. Hiller-Feuerbach auf Montgomery 22.46. — 3. Paetzold-Köln auf Sunbeam 22.44. — Bis 599 ccm (39 Rd. - 2- 45 Kilometer): 1. S 0 e n i u s - Köln auf BMW. 31.91 (beste Zeit des Tages). — 2. Kratz-Ober-Ohmen auf Ardiesport 31.17. — 3. Steg- mann-Neuolsmtz auf DKW. 21.28.2. — lleber 599 ccm (39 Rd. --- 45 Kilometer): 1. S 0 e n i u s - Köln auf BMW. 22.69. — 2. Messer- fchmidt-Stuttgart auf BMW. 22.12. — 3. Klein-Frankfurt auf DKW. 22.39. — Beiwagen bis «99 ccm (12 Rd. --- 18 Kilometer): 1. M u n k - Oftenbach auf BMW. 19.49. — 2. Trapp-Darmstadt auf Victoria 19.46.4. — 3. Paetzold-Köln auf Sunbeam 16.41.3. — Bei- wagen über 696 ccm (15 Rd. = 22,5 Kilometer): 1. Kürten- Düsseldorf auf Tornax 12.39. — 2. Dobler-Stuttgart auf Ardie-Jap 13.94. — 3. Jakob-Fürth auf Viectoria 13.48. S 0 enius, der Sieger der Solomaschineklassen bis 599 und über 599 ccm der in der Halbliterklasse die beste Zeit des Tages fuhr, erreichte hierbei mit seiner contibereiften BMW. einen Durch« schnitt von 128,5 Kilometer-Stunde. iswerte Hemden zu besonders niedrigen Ausnahmepreisen. 13722 Rud. Hugo Dietrich Die Fuszballergebnisse des gestrigen Sonntags Olympia-Borbereitungsspiele. S. Mai in München! Deutsche Olympiaelf — Cowdcnbeath 4:2. Um die Süddeutsche Meisterschaft. Wormatia Worms — Karlsruher F.V. 3:0. Sp.Vgg. Fürth—F.V. Saarbrücken 4:2. Abteilung Süd-Ost. V.f.R. Fürth — Union Böckingen 2:0. F.C. Freiburg — Phönix Karlsruhe 3:1. Abteilung Nord-West. F.Sp.V. Frankfurt — 03 Ludwigshafen 7:1. V.f.L. Neckarau — V.f.L. Neu-Isenburg 3:l. • Um den Aufstieg. F.C. Frankonia — F.V. Lörrach 3:2. Sp.Vgg. Schramberg— F.V. Rastatt 1:0. Gruppe Baden. Spiele gewonnen »nentsch. verloren Tore Punkte Frankonia Karlsruhe 4 3 0 1 7:7 fi F.V. Lörrach 4 2 0 2 11:8 4 Sp.Vgq. Schramberg 3 1 0 2 5:6 2 F.V. Rastatt 3 1 0 2 2:4 2 Prwalfpiele. Stuttgarter Kicker —V.f.B. Stuttgart 1:3. , F.C. Birkenfeld — F.C. Mühlburg 4:2. V.f.R. Schwenningen — F.C. 08 Villingen 1:5 Sportfr. Forchheim — Germania Forst 1:2. F.C. Tuttlingen — Sportfr. Freiburg 3:4. F.V. Offenburg — SC. Stuttgart 0:2. Germ. Union Pforzheim — Daxlanden 2:1. V.f.R. Achern — F.V. Emmendingen 5:1. V.f.B. Karlsruhe — Baden Karlsruhe 4:0, Länderspiele. rn Budapest: Ungarn — Oesterreich A 5:5 (4 :2). i n Wien: Oesterreich B — Jugoslawien 3:0 (1:0) in Basel: Schweiz — Holland 2:1 (1:1). Wormatia Worms — K.F V. 3: o (2:0) (Von unserem Sonderberichterstatter.) Worms, 7. Mai. Der K.F.V. von 4000 gröhlenden und pfeifenden Zuschauern be- siegt! Das ist die richtige Kennzeichnung des gestrigen Treffens in Worms. Man muß diesen Höllenlärm auf dem Wormatiaplatz ge- hört haben, um verstehen zu können, in welchem Matze ihm der Schiedsrichter und die Spieler von der ersten Minute ab unter- liegen. Mit tausendstimmigen Temporufen wurde schon der Anstos der Wormser begleitet und das Geschrei und die Pfiffe fetzten st die ganzen 90 Minuten durch fort. \ Die Elf von Worms war von einem unbeugsamen Sieges- willen beseelt,' jeder Spieler schaffte mit unermüdlichem Eifer. ..Revanche für die 9:1-Niederlage", so schrie es aus allen Vor- berichten und von diesem Gedanken war die Mannschaft der Wor- matia restlos durchdrungen. Diesen Verhältnissen gegenüber hätte der K.F.V. seine beste Elf benötigt, um das Schlußspiel siegreich zu beenden. Aber wiederum muhte oer badische Meister mit umgestell- ter und ersatzgeschwächter Mannschaft die Reise antreten. Die bis- herigen Ausfalle wurden noch vermehrt durch das Fehlen von Huber (Todesfall in der Familie). Vogel (Verletzung) und Quasten (Krankheit) Der K.F.V. entsandte folgende Spieler nach der Nibe- lungenitadt: Waßmannsdorf; Zimmermann, Trauth; Ege. Finn eisen. Nagel, Siscard. Kastner, Link. Bekir, Godelmann. Nament lich für die jungen Leute war der Wormser Hexenkessel kein günstiges Betätigungsfeld. Aber auch Bekir sagten das Milieu und die Kampfesart des Gegners keineswegs zu: nach den ersten schweren Karambolagen mit oer wuchtigen und rücksichtslosen Abwehr der Wormser stand er meist tatenlos im Feld herum. „Achtet auf den Türken" so lautete eine Schlagzeile der in Worms erscheinenden M.B.Z. Man wußte, was kommen würde. Das Spiel selbst zeigte wenig Schönheiten. Die Absicht des Platzbesitzers, das Spiel unter allen Umständen zu ' * "" " ' " ' ^ Stempel " ~ nug; der men, beeinträchtigte den Kampfeswillen. sah in der 10. Minute ein Tor des K.F.V. (durch Kastner), das der Schiedsrichter nach langer und stur- miicher Auseinandersetzung mit Worms (Linienrichter, Spieler und Publikum) schließlich wieder annullierte. Wormatia erzielte in der ersten Halbzeit 2 Tore aus jeweiligem Gedränge im Strafraum und gegen Spielende durch einen Kurzschuß Winklers (nach Fehlabwehr Finneisens). Gelegenheit zum Ausgleich hatte der K.F.V. wieder- holt; im entscheidenden Augenblick versagten die Herren. 2 klare Elfmeter für K.F.V. zu geben, wagte der Schiedsrichter nicht: einen deutete er in Freistoß (8 Meter vor der Torlinie) wegen gefährlichen (!) Spieles um'Kastner war regelrecht gelegt worden und erhob sich mit zerrissener Hose und dicker Schramme am linken Oberschenkel. Nach Spielschluß wurden die Karlsruher Spieler tinsbesondere Bekir) vom Publikum insultiert. Man kann unter diesen Umständen froh sein, daß die Punktefpiele nunmehr zu Ende sind Frankonias Revanche gegen Lörrach. Frankonia Karlsruhe — Lörrach 3:2 (1:2). Durch diesen mit letzter Anstrengung erkämpften Sieg hat sich Frankonia an die Tabellenspitze geschwungen und die Aufrückungs- anwartschaft wesentlich, wenn nicht entscheidend gefestigt. Das gestrige, von ca. 1500 Personen besuchte Treffen hielt nicht ganz, was man erfreulichen Begleiterscheinungen derartiger Vorentscheidungskämpfe. Erfreulicher waren einzelne packende und dramatische Kampfbilder, das technisch hervorragende Rankwerk des Eästehalblinken, ihre vor- bildliche Uneigennützigkeit bei der Einleitung und Krönung verschie- dener. hübsch aufgebauter Angriffsoperationen. das überzeugende ^orwächterspiyl Frankens, wie überhaupt die gesamte Arbeit der Gölte in den ersten 45 Minuten. Erfreulich war bei den F rankon c n, die übrigens in der ersten Spielhälfte ganz und gar nicht harmonierten und durch das Versagen Kempcrmanns wiederholt in die ärgste Bedrängnis kamen, der Leistungs- und Temperamentumschwung in der 2 Spielhälfte, ihre Furchtlosigkeit den meist wuchtiaer gebauten Lörrachern gegenüber, ihr unbeugsamer Siegeswille. Silbernagel war von Anfang an einer der besten und zuverlässigsten. Das Spiel als ganzes betrachtet erreichte bei weitem nicht den guten üblichen Bezirksliqadurchschnitt. Schon die beschränkten Platz- ausmaße Kindern eine bessere Svielentfaltung. Lörrach litt unter diesem Mißstand besonders augenfällig. Schiedsrichter Schumi, Stuttgart, konnte nicht genügen. Beson- ders die Gäste hatten unter seiner mangelhaften Leistung sehr zu leiden. Ihm unterstanden: Franlonia: Baier Silbernagel Kempermann Abendschön Simianer Hagedorn Burger Bamberger Block Treudle Schirrmann Ritzi Schneider Danzeisen Bauer Stolz Villwock Wolz Brill Weiß Gruntin Franken Lörrach. Vom Anstoß weg kamen die Gäste sofort mächtig auf und arbeiten eine klare Ucberlcgenheit heraus. Trotzdem erringt Frankonia be» Spielergebnisse ans dem Karlsruher Turngau. Auch am vergangenen Sonntag wurde die Abwickelung der Pflichtsommerspiele im Gau flott gefördert. Begünstigt durch Herr- lichstes Maienwetter fanden auf verschiedenen Plätzen 52 Faust- ball- und 5 Trommelballspiele ihre Erledigung. Aus diesen Spielen sind nachstehende Ergebnisse bekannt geworden: Faustball. Platz des K. T. B. 4«: M e i st e r k l a s [e: MTV. — Polizei 45:23, KTV. 40 — Tv. Mühlburg 42:28. Polizei — Tv. Rintheim 49:23, MTV. — KTV. 46 36:31, Polizei — Tv. Mühlburg 45:28, KTV. 46 — Tv. Rintheim 40:30, MTV. — Tv. Milhlburg 42:24. ^-Klasse: KTV. 46 II — Büchig I 46:39, KTV. 46 II — MTV. II 40:34, MTV. II — Büchig I 36:29. N--K lasse. Er. 1: KTV. 46 III—Bulach I 51:31. Grötzingen II gegen Tbd Beiertheim 57:41, Bulach I — Tv. Mühlburg tl 49:39. Grötzingen II — Tv. Mühlburg II 50:43, Bulach I — Grötzingen II 45:42. Platz des Tv. Hagsfeld: K-K lasse. Er. 2: Polizei III — Tv. Beiertheim l 55:36, Tgd. Mühlburg I — Daxlanden I 48:36, MTV. III — Hagsfeld 1 43:31. Tgd. Mühlburg I — Polizei III 44:32, Tv. Beiertheim I — Tv. Hagsfeld I 36:35, Polizei III — Hagsfeld l 40:32, Daxlanden I gegen Tv. Beiertheim I 45:32. ^-Klasse. Er. 1: HagsfeldI —EttlinaenII53:42, KTV.46IV gegen Ettlingen II 54:27, Hagsfeld II — Tbd. Beiertheim II 47:34, KTV. IV — Hagsfeld II 47:44. Platz des MTB.: Aeitere Turner: MTV. I — Tv. Durlaä, 11 55:31. KTV. 46 — Daxlanden 41:33, MTV. I — Tv. Mühlburg 61:15. KTV. 46 gegen Tv. Durlach II 40:27, Tv. Mühlburg — Daxlanden 43:39. KTV. 46 — MTV. 31:25, Tv. Durlach II — Daxlanden 41:39. Jugendturner: Bulach — Tgd. Mühlbura 62:37, Dax- landen — Tv. Müblburg 49:52, Grötzingen — Tgd. Mühlburg 59:50. Blach — Tv. Mühlburg 46:46, Daxlanden — Grötzingen 12:42. Trommelball. Turnerinnen: MTV. — To. Durlach II 81:42,° KTV. 46 gegen Tv. Durlach II 117:51. KTV. 46 — Tv. Durlach I 101:49. Leichtathletische Einleilungskampfe des Bezirks Karlsruhe. ES ist nun in Karlsruhe schon ein auter alter Brauch, daß Svortfest des Jahres den Srstlinaen und Anfängern vord-1 ist. Trotz des hierdurch bedingten Sehlens der sogenannten „£«*1 wird immer guter Sport geboten. Auch diesmal kamen durchwegs spannende Kämpfe zustand«'1 schönste« Wetter und gute Organisation die Leistungen begllnsttgle« ! sichtlich der Teilnehmer,ahl traten namentlich Phönix und P.S.Ä. "I scheinung. bei den Damen war Phönix unter sich. __ Die spannendsten Konkurrenzen waren wohl die Sprints, die u nd das TiSkuSwerscn. Die Ergebnisse von H e i n . P b S n iI, einer in Karlsruhe seltenen Leistung aufwartete. Schmidt-'' und Frl. Knäbel - Phönix stnd sogar hervorragend. Auffallt die originelle, an den hier bekannten Amerikaner Godsin ert®3 Laufweise von E i l m a n n, der gleichfalls noch sehr Gutes Beim 1500 Meter-Lauf, der als TrainingSlauf ausgetragen wurdjj man Gelegenheit, sich von der guten Form des mitlausenden S" 1 Dämmert »u überzeugen. -t Die Ergebnisse find im Einzelnen folgende: 100 Meter l ] linge: Ii Croeoll-Phönix 13.2 Gek.. 2. Stoll -P.S.V. 12.4 -Ä 200 Meter f. Erstlinge: i. Jock-Phönix 25.8 Sek., 2. Eroeofl 4 ', 25.5 Sek. 8000 Meter f. Erstlinge: 1. Eilmann-Phönix 10.244; 1. Jehle-P.S.V. 10.59 Min. 3. Eifele-P.S.V. 11.07,2 Min. 1500 8»' f. Erstlinge: 1. Eilmann-Pgönix 4.48 Min.. 2. Kitbler -Pbö>H Kugelstotzen f. Erstlinge: 1. Kammerer-P.S.B. 10.03 ' 2. Steier-P.S.B. 9.78 Bieter. 8. Bölker-Phönix 9.08 Meter. — ? s p r u n g f. E r st l i n g e: 1. Stoll-P.S.B. 5.57 Meter. 2. Qba&'t 5.44 Meter. 3. Weik-K.F.B. 5.38 Meter. — 4 x 100 Meter s- S.S.V. 49.7 Sek.. 2. Phönix 50.3 Sek. 100 Meter linge: J. JP, sang er: 1. Schmidt-P.S.B. 11.8 Sek., 2. Weih-P.S.B. lM«. 3. Haas-K.S.B. 12.2 Sek. 200 Meter f. Anfänger: 1. ®?| P.S.B. 25 Se.. 2. Stoll-P.S.B. 25.3 Sek.. 3. Haas-K.F.B. 25>J 400 Meter f. Anfänger: 1. Ott-Phönix 57.5 Sek.. 2. Falk"! 58.6 Sek. 800 Meter f. Anfänger: 1. Ebrmann-Phönix 2.22 1 2. Röller-K F.B. 6 Meter zurück. 5000 Meter f. 31 « f« 1. Kübler-Phönix 18.04 Min., 2. Gcrbcr-P.S.V. 19.04 Min. werfen f. Anfänger: 1. Hein-Phönix 35.40 Meter. 2. , P.S.B. 29.70 Meter, 3. Bahn-P.S.B. 27.40 Meter. Satiff'i f. Anfänger: 1. Hein-Phönix 38.05 Meter, 2. ®öitio=P.® ®J Meter. Hochfprung f. Anfänger: 1. Stoll-P.S.V. 1.53 3 1 2. Ott -Phönix 1.50 Meter. 3. Schmidt-P.S.B. 1.40 Meter. 50 ?' ! 1 f. Damen: 1. Knäbel-Phönix 7.4 Sek., 2. Zivse-Phönir 8 LZ 3. Sodapp-Phönix 8.5 Sek. 100 Meter f. Damen: 1. RemU Phönix 14.2 Sek.. 2. Billing-Phönix 15.2 Sek.. 3. Martin-Phönik ^ sprung f. Damen: 1. Reutlinger-Phönix 1.22 Meter. 2- % 1.15 Meter. Reitsvrung f. Damen: 1. Bill'ng-Pbönix 4.38 JJ1 2. Bischof-Phönix. 4x 100 M c t e r. D t a f f e l f. Damen: 1. 1 62.4 Sek., 2. Phönir B 5 Meter zurück. reite nach 5 Minuten die Führung. Bürger nützt einen groben Adwehrfehler eines Lörracher Verteidigers entschlossen aus und sendet aus kürzester Entfernung unhaltbar ein. Erst nach weiteren 20 Mi- nuten, in denen die Gäste «in überlegenes Feldspiel demonstrieren, fällt der verdiente und in der Art des Zustandekommens begeisternd'; Ausgleich. Täuschend und paffend, passend und täuschend hatten sich die Halbspieler im Zickzack bis in unmittelbare Toresnähe durch- Nach Halbzeit stellen die Frankonen um. Block geht auf Linksaußen. Schirrmann in die Mitte. Die 2. Spielhälfte gehörte fast ausschließlich den mit neuer Energie rastlos anstürmenden Franko- nen. Schußverhaltenheit der Frankonenstürmer einerseits, und das hervorragende, von Glück reichlich begünstigte Torwächterspiel der Gäste andererseits vereitelt vorerst einen Erfolg. Erst nach ^irka 30 Minuten fällt der längst verdiente Ausgleich. Simianer jagt einen bombigen 20 Meterstrafstoß unhaltbar in die ungedeckte Torecke, Gleich darauf verschenkt Kemvermann einen Elfmeter. Bei dem Streit über diesen Elfmeter müssen 2 Lilrracher Spieler ihren lieber- eifer mit Platzverweis büßen. Diese zahlenmäßige Schwächung, ver- bunden mit begreiflicher Niedergeschlagenheit und steigender Spiel- unlust mußte die Niederlage besiegeln. 3 Minuten vor Schluß hat Schirrmann das Glück, einen Strafstoß durch blitzschnelles Eingreifen gerade noch ins Tor lenken zu können. Ein tragischer Ausgang für die Gäste. Die Anhängerschaft der Frankonen schwelgt begreiflicher- weise in Freuden. Dr. Lz. S.C. Freibura-Phönir Karlsruhe 3:1 (0:0) r. Freiburg, 6. Mai. (Eig. Drahtbericht.) Was keinem der Mei- ster gelang, brachte auch Phönix nicht fertig: den SC. auf eigenem Gelände zu schlagen. Und trotzdem, der Karlsruher Phönix spielte einen ausgezeichnetenFußball und war in technischer Hinsicht seinen Gegnern überlegen. Neben ihrem feinen Kombi' nationsspiel gefielen die Gäste aber auch durch ihre große Schnelligkeit. Der Phönix ließ aber im Sturm die Durchschlagskraft vermissen und war auch reichlich vom Pech verfolgt, was ihm schließlich den Sieg kostete, den die Freiburger vermöge ihrer größeren Durchschlagskraft verdient errangen. Bis zum Wechsel blieb das Spiel torlos. Nach der Pause fand sich Freiburg und errang drei Tore, denen die Gäste nur den Ehrentreffer entgegenstellen konnten. Schiedsrichter Zahn' Ludwigshafen leitete vor nur 1000 Zuschauer» korrekt. Weitere Fußballergebnisse. KFB. II — Hertha Karlsruhe I 3:3 (2:0). KFV. IV — Hertha Karlsruhe II 0:1 (0:1) F E. Rüppurr — F.V. Niesern 4:2 (2:2). Rüppurr II — Eppingen I 8:2 Rüppurr Jugend — Berghausen Jugend 5:2. VfB. Grötzingen — Germania Karlsdorf 9:2 Wasserball Deutschland—Belgien 7:3. Das erste der beiden in Aachen zwischen Deutschland und Belgien vereinbarten Wasserballspiele sah die deutscheVertre- tuna in ausoeze'chneter Form. Die Mannschaft wies keinen sckwo- chen Punkt auf. Besonders konnten die B'üder Rademacher gefallen. Die Beklier vermochten technisch und taktisch mit unserer Mannschaft keinen Schritt zu halten und wurden einwandfrei mit 7:3 (3:1) geschlaaen. Die Tore für Deutschland erzielten: Joachim Rademacher (31. Eordes (2) und Amann (2). Für Belgien waren Blitz (2) und Nootens erfolgreich. Die letzte Prüfunq der Hockeyspieler. Die Olympiamannschaften in Berlin. 0. Berlin, 6. Mai. (Drahtbericht. Auf dem Platz des Berliner H.C. absolvierten am Sonntag die Olqmpiavertreter des Deutschen Hockey-Bundes ihr letztes Uebungsspiel vor dem Olympischen Hockeyturnier. Rund 2500 Zuschauer wohnten dem Kampf bei. den die ^-Mannschaft mit 4:2 (2:11 a-aen die K-Mannschaft gewinnen konnte. Der D.H.B, hat nun die beiden Mann- schaften. die in Amsterdam die deutschen Interessen vertreten sollen, endgültig nominiert. Die Mannschaften stehen demnach wie folgt: -^-Mannschaft. Brunner (Leipziger S.C.) Haußmann Proft (H.C. Heidelbera) (Leipziger S.C.) Jrmer Theo Haag Zander (Cl. z. Vahr Bremen) (S C. 80 ^rankfurtl (Berl. S.V. 92) Dr. Haverbeck f>. Müller Bocke K Weiß. Wollner (D.H.C. Hannov.) (B.S.C) (B.S.V.S2) (B.S.C.) (Leipz.S.C.) N-Mannlchaft. Lincke (Berliner S.C ) Wöltje Franzkowiak (D.H.C. Hannover) (Berliner S.C.) Schäfer Heymann Freyberq (Etuf Eisen) (Berk. H.C.) (Leipziaer S.C.) Horn Strantzen Hobein Förstendorf Kemmer (H.C.Hdlb.) (Bcrl.H.C.) (D.H.C.Hann.) Leipz.S.C.) (S.C.80Frkf.) Die Forderungen von Turnen und bei den Wahlen. Ein Schreiben des Deutschen Reichsausschusses für Leibesiib" an die Parteien. I Der Deutsche Reichsausschuß für LeibesLi.l gen hat sich aus Anlaß der bevorstehenden Wahlen W''I folgenden Schreiben an die politischen Parteien gewandt: Mischen Parteien rüsten sich für die kommenden Neuwahle"^ d»eser Stunde erhebt die Deutsche Turn- und Spß.y wegung, die heute 8 Millionen Anhänger, darunter ö Wähler, umfaßt, ihre Forderungen. Der neue Reichstag u" - Preußische Landtag müssen anerkennen, daß zur Wahrung "iQ.- sundheit, Volkskraft, Ordnungsliebe und die Pflege gesunder Übungen notwendig ist. Wir fordern'eine aktive Politik in j und Ländern zur planmäßigen Förderung alles dessen, was 3^ ist, Turnen und Sport in vernünftiger Form, frei von ^ Schlacken und Irrwegen zur V o l k s f i t t e zu machen und u? aktive Politik in Reich und Ländern zu sichern, erwarten Aufnahme folgender Forderungen in ihr WahlprograiÄ, 1. Unsere geistige Erziehung fordert als Ergänzung und ^ zur körperlichen und sittlichen Festigung des ganzen Volke« Einführung der täglichen Turnstunde in allen ©f : ; 2. Damit Turnen und Sport Volkssitte werden, ist d i e » fungausreichenderUebungsstättenallerArt'-I gesetzlich zu sichern. Insbesondere fordern wir die Bereitstellung Spielflächen von drei Quadratmeter auf den Kopf der Beod>! in allen Gemeinwesen. . J 3. Für Turnen und Sport sind alljährlich durch den v'J haltdes Reiches Mittel in Höhe von mindestens zwei vom ~*Ä der heute 4 Milliarden betragenden Lasten der sozialen rung bereitzustellen, denn Turnen und Sport find wirksame zum Abbau dieser aus Krankheit, Volksseuchen, frühe Jnoa> und vermeidbare Unfälle entstehenden Kosten. , 4. Die Vereine und Verbände für Leibesübv^^ fin d in ihrer Arbeit für Volk und Jugend durch Reichsgese? gemeinnützig anzuerkennen. . A Unsere Mitglieder erwarten Ihre Stellungnahme zu diesen derungen der deutschen Turn- und Sportsache7 Wir bitten 6 % 2'#: zn bestätigen, daß diese unsere Mindestforderungen tn Programm aufgenommen werden und fordern Sie auf, bei r lung der Kandidaten, Frauen und Männer zu berücksichtigen, 'Fl der deutschen Turn- und Sportbewegung gewirkt haben und ü Verständnis für die wichtigen Gebiete unserer Bewegung ust° kulturellen Aufgabe haben." . Der Vorstand des Deutschen Reichs-Ausschusses für LeibesM^' gez.: Lewald, Dr. Berger, Felix Linnemann Rennen zu Mannheim. N' 1- Jndustriehafen-Rennen, 2400 Mark. 1200 >. SB. F. Gamerdingers Farmerin (Rarr); 2. Pedrillo; 3. Johanna. F:Eleonore. Tot: 14. Pl. 11,12:10. c 2. Taunus-Jagdrennen. Verkaufsrennen. 2400 ^ 3000 Meter. 1. Dr. F. Vollmanns Hexen prinz Wehe); 2 3. Strumen. F:Zuchow, Magnus, Cannn Anna. Tot: 124, 30:10 3-4 Lg- ... S 3. Rosengarten-Rennen. 3000 Maick. 1600 21. Daubs Pour l e Mcrite (Jäckel): 2. Original; 3- länder. F:Excellenz. Goldelse, Sebastiane. Tot: 15, Pl 16. ■ IL. — Kopf. («: 4. Preis der Stadt Mannheim. Iagd'ennen, > preis und 7000 Mark. 4000 Meter. 1. M Fried« gers I m pd (Pfänder); 2. Bandola: 3. Stattliche. F:Namen, Sans vareit ner, Ueberläufer, My Lord H. Lord Val, ?enoe, ©oldlaif. ;I Fechtmeister. Tot: 166, PI. 11g. 26, 34:10 K.—H. ?! 5. Frühjahrspreis. Ehrenpreis und 5400 Marl>., Meter. 1. R. Eichbergs Aver Diue ^ ^ r i fi ifj a 1. , . 1. R. Eichberas Avec Diue F:Pretty Dolly, Protheus, Bellac.'SÄa. [brennen, 3000 Mark, 3400 jzefclj) (Vaas); 2. Jsonzo; 3 I 1 ., Germane, Virradat. Tot: 22:10, & Natascha 11. 14:10 ~VA L — Hals. 6. Odenwald-Ja 1. Frl. E. Schwanenbergs F:Eont'ahent, Durbano, 17 g 7. Schloßberg - Ausgleich, 3000 Mark. 1450 — A. Daubs Mission (Jäckel); 2. Valor; 3. Irrlicht. Ostexpreß. Waldo, Irrwisch. Sigurd. Nina, Dürer, Gerald. PI. 17, 35, 13. H —K. Targa Moria. J Das klassische Automobilrennen um die Targa floria am Sonntag aus der kurvenreichen Madonic-Strecke auf Siciu^/ 19. Male zum Austrag. Die Beteiligung war in diesem_ v außerordentlich stark. Nicht weniger als 41 Fahrer und Fab^ hatten ihre Meldung abgegeben. Das Rennen endete mit »V warteten Siege der Firma Bugatti und zwar war gerades Ersatz für den tödlich verunglückten Bordino eingesprungene J Di DO, der mit seinem 3 Liter-Wagen (Bugatti) die wertvoU^! phäe erringen konnte. In dem Eesamtklasfement WE Italiener C a m p a r i auf seinem VA\. lfa Romeo vor dem ? fahrer Conelli siegreich. Ausgeschieden stnd u. a. NouvollaN und Peri, sämtlich auf Bugatti. *•«%, bett 7. Mai 1928. Badisch« Presse" (Montag-Ausgabe) Nr. 214. Seite 9. de; h w ; „fttf »Je, 1 igt-» < r. f ' t"Y itW, t M f J t cJ ( ; dd-«: ) ^ »SÄ ff t'-L A» 25-' r?<*; '.22 FS» ;ilj 's» id' 1 . S!« 8*1 Der Karlsruher Sommerlagszug. vis Klezolldretrel cker Lselcer. Ctri — Stra — Stroh Der Summertag ischt do! iiM» ^ die badische Landeshauptstadt wie ihre Schwester- >n.. Heidelberg. Weinheim usw. ihren Sommertagszug. dwn, ..Ileich vorweg zu nehmen: Der Versuch ist geglückt. Aller- ktt SM. i Erfolg nicht allein dem Verkehrsverein und der A.K.B., Teil Sr. Heiligkeit Herrn Petrus, der uns einen wie man ihn schöner nicht wünschen konnte, abends blauer Himmel, leuchtender Sonnen- >eigte der >en ange- mpfer an- »„^""""»gememichast der Karlsruher Bürgervereine, die sich mit n 'iiM I»nt>..?^"2wertem Eifer der Sache angenommen haben, zu danken. fi E» größten X< - - - *i %*n h$ beschert bat. 5s Iftein tr mor 9 en5 bis ä «"äeslust und Lenzesfreud. Somm« < cI ^ fruchtbaren Boden die Idee zur Einführung des mertaggzuges gefallen war, das zeugte schon £« der Aufmarsch der Jugend. ßeltkf 1 ? Abgang des Zuges erst auf S Uhr nachmittags fest- Hl)! WlL ! 1 ' strömte dte Zugend schon um 1 Uhr aus allen Stadtteilen r Uni h ^^^akteristischen Sommertagsstecken mit der obligaten Bretzel zejlblnn bunten Bändern den Sammelplätzen zu. um von dort in im n Leihen sich der Aufstellung am Schloßplatz anzuschließen. *>-- ?. es heißt, 2000 Kinder schön in Reih und Glied zu bringen, W fltj Iii', f [ei*- j 'rt'J [OT U!> } : M M A 3 £{ ! m [Tlt Dil *OC tt ?' / Q"> **w\j .TV»I»VV4. |v;v>» »I» VV.HJJ.L, sich j. 'pnnett die Lehrer und Lehrerinnen und sonstigen Helfer, die die «. '.Willig zur Verfügung stellten, ein Lied singen. Doch scheint HBäNs& r Mi ' voll fttii 1 diese . , %rt ct P a9 ubertrieben zu sein. ein -CltTU llliytll. lUJUlU onst in allen Lebensfragen erfahrenen Süd- schwerer als das iüten von einem Sack veran^ien, doch etwas übertrieben zu fein. Aber der Schweiß, der " cn wurde, lohnte sich, denn beim Abmarsch des Zuges ijifw ! 'illes wie am Schnürchen. Es war ein ganz prachtvolles fcfcuii« 0 5 " n Karlsruhern und den vielen Tausenden aus der Um- ._,"nn Mim.ti.2_i ^-i— es beult etwas schöneres Jugend, auf die wir Zugeströmten geboten wurde. Kann i um... v s . einen solchen Aufmarsch unserer ajub i7etjj tu .. ., ■. . ■ W> UBm » uai , < J ten Schar eines Gott sei Dank wieder gesunden Nach- Ali« taj v®' diesen reizenden kleinen Mädchen und kernhaften Buben, f B eot v°^ e n Augen Freude und Lebenslust leuchtete, dieser schön- d Stofiti« ®* Malse von kribbelnder und trippelnder Heiterkeit, von -fr tn und Lebenslust, Übergossen vom strahlenden Sonnenschein, :L T^muiw? .Vlumen und Bänder sich zu einer selten schönen Farben- J mottle vereinten. An schönen Gruppen. " —chlluttg und Leben gaben, n „ Abgesehen von dem imposanten PrunAowgen der A mj I 5"® Abwechslung und Leben gaben, mangelte es erfreulicher- Si a ! e ®.?ch nicht. Abgesehen von dem imposanten P'unkwagen der vz..^°"lgin. die in einem Blütenmeer von Cynerarien ihren Sitz hatte *Iti». es boch m der Hauptsache die Gruppen und Wagen der bo s l n . Und Kleinsten, die das Publikum begeisterten. So bildete ®4l»;»f lne Brautpaar, das hinter den Vorreitern in Frack und H>nw Spelte, gleich einen fröblichen Auftakt. Weiter fa Diii» ? .Beachtung Zwerge mit Maikäfer, die sinnig mit Tannen "" ein lieber titber- fanden je 1 ®: m Itf l'l • Stup-T 1 ''®at, im Gegensatz z_ „, verri»^ o« der alles auf rosenrot gestimmt WWM e "Us »!^ «ie ..Zyringenropfer", die ihr« gemausten" Fliederzweige «lü>, «Pachtung Zwerge mit »latcaser, Dte jtnntg mit iantter .8 e liflmü(fte Fahrt der Kinder zur Gustav Jakob Hütte, ei da« wie seine Insassen, vom Dust des blauen Fliedc ®ar, im Gegensatz p der mit Rosen ausgestatteten Kindel war Sinn für Humor lchen mitführten. Die Blütenpracht des kl^nen'"^Mch°n miyühi (SoijL"«® trat weiter in die Erscheinung durch einen Wagen mit ' ®* ntn Pvunkwagen mit blühendem Rotdorn und einem " Ennest in einem Glyzinenhain. Daß Karlsruhe am Rhein Pboto: Langcnauer schädigung erhielten sie dann durch den Anblick des Massenaufflugs von Kinderballonen, die man auch sehen konnte, ohne sich von dem Sitz zu erheben. Eine heitere Note bekam das Gartenfest durch das fortwährende Ausrufen kleinen Kindern, die in drangvoll fürch- terlicher Enge ihre Eltern verloren hatten. Oft war es ein halbes Dutzend von weinenden Dreikäsehochs, die auf dem Fundbüro, dem großen Podium, ängstlich auf Abruf der rechtmäßigen Eigentümer, beziehungsweise Eigentümerinnen warteten. Zum Glück ließen die Mammig der Fräuleins — natürlich Kinderfräuleins — die Kleinen nie lange auf das Abholen warten,' so daß sich das Weinen und Wehklagen der Verlaufenen recht bald wieder in allgemeine» strahlendes Wohlgefallen verwandelte. > Der Masfen-Verkehr. ?K 000 Personen im Stadtgarten. Welch gewaltige Menschenmassen gestern die Straßen der Stadt bevölkerten, zeigt sich schon allein aus der Besuchsziffer unseres Stadtgartens. Im ganzen waren rund 2 6 0 0 0 Personen i m Stadt garten, vormittags 10000, nachmittags 10 000. Auch von auswärts hatte die Stadt so großen Zuzug, daß das Städtische Bahnamt alle Reserven für die elektrische Straßenbahn einsetzen mußte. Auch auf der Eisenbahn war der Verkehr außerordentlich umfangreich. Mehrere Züge mußten doppelt geführt werden. E? herrschte Hochbetrieb. x BerKehrs-UnsSlle. Ecke Schloßbezirk und Waldhornstraß« stießen ein Motorrad und ein Lieferwagen zusammen, weil der Führer des Lieferwagens vom Schloßbezirk in die Waldhornstrahe in kurzer Wendung anstatt in weitem Bogen hineingefahren ist. Das Motorrad wurde beschädigt, der Fahrer erlitt leichte Hautabschürfungen. Beim Überqueren der Wvldhornstraße bei der Markgrafenstrahe fuhr ein Radfahrer einen durch die Waldhornstraße fahrenden Kraft« wagen an. Er verletzte sich an der Glasscheibe des Autos, die bei dem Anprall zerbrach, erheblich an der linken Hand. Ecke Moltke- und Westendstraße fuhr ein Radfahrer, der die Moltkestraße überfahren wollte, auf einen Straßenbahnwagen auf. Der Radfahrer wurde vom Rad geworfen, das Rad stark beschädigt. In der Stefanienstraße bei der Hirschstraße überholte ein Kraft- Wagenführer vier dort aufgestellte Kraftwagen. Er bog zu früh rechts ein und fuhr dabei einen bk Jahre alten Bankbeamten, der auf^ seinem Fahrrad in gleicher Richtung fuhr, von hinten an, sodaß dieser zu Boden fiel. Er trug Prellungen an Kopf und Gesäß davon und wurde von einer Kraftdroschke nach seiner Wohnung verbracht. Ecke Waldhorn- und Kapellenstraße kam ein Motorradfahrer mit dem Vorderrad in die Schienen und stürzte. Beim Ankurbeln fing der leck gewordene Benzinbehälter Feuer. Das Motorrad brannte vollständig aus. Die Feuerwache, die verständigt wurde, brauchte nicht einzugreifen, da das Feuer von dem Fahrer und Passanten in» zwischen gelöscht worden war. In Daxlanden in der Pfalzstraße wurde ein K Jahre altes Kind von einem Motorradfahrer von hinten angefahren und zu Boden geworfen. Es wurde am Kopf, an der Schulter und am Rücken erheblich verletzt. i# $ ■A I i ,i) ! ' H S AUSVERKAUF bis zu 50 0 Nachlaß 0 Schuhhaus ERIKA Ludwigiplatz Schefselfeier in Karlsruhe. Eine Morgenfeier voll Glanz und Schönheit und wundersamer Maienstimmung war die Gedenkfeier des Gesangvereins Ton- c o r d i a am Sonntag morgen vor dem ideal schön gelegenen Schef- feldenkmal in der Bismarckstrahe. Es war wieder eine stattliche Gemeinde, die sich zusammengefunden hatte zu Ehren des Heimat- dichters Scheffel, des großen Sohnes der Stadt Karlsruhe. Beson- ders erfreulich war die Teilnahme der Burschenschaften, deren Fahnen- Abordnungen vor dem Denkmal Ausstellung genommen hatten. Den Mittelpunkt der Feier bildeten Rezitationen der bekannten Gaudeamuslieder von Scheffel, die heute noch zu den besten aller Kommersliede» zählen. Hans Blum, der Meister der Vortrags- kunst, verstand es in glänzender Weise Ernst und Humor der Schef- fel-Dichtungen packend zur Geltung zu bringen. In einer kurzen Einleitung wies er darauf hin, dah es selten einem Dichter so gut gelungen ist, die Schönheiten der Natur so lebendig zu schildern wie Scheffel. Obwohl in Karlsruhe geboren und hier gestorben, war er aufs engste verbunden mit dem Schwarzwald wie mit dem Oden- wald. Die Natur war es, die ihn immer wieder hinausgezogen hat zu seinen Wanderungen, deren Ergebnisse dann die herrlichen Dich- jungen waren, die in seinen Gaudiamusliedern aui»angen in der Mahnung: Laßt uns froh sein, freut Euch des Lebens. Einen wiir- digen Rahmen erhielten die feinzisilierten Rezitationen Blums, die mit der launigen Widmung Scheffels zu seinem Liederzyklus be- gannen und mit der kernhaften „Ausfahrt" endigten, durch die Liedervorträge des Gesangvereins Eoncordia, die Herr Chormeister L e ch n e r in gewohnt feinsinniger Weise ausgedeutet hatte. Es kamen zum Vortrag: „Der Tag des Herrn", Mailied von Scheffel „Ich bin der Lenz" und das stimmungsvolle und melodienreiche ..Spielmannslied" von unserem einheimischen Komponisten Naumann. «- H. Schubertiade der Liederhalle. Schubertiade, so nannte man fröhlichen, von Musik begleiteten Zusammenkünfte der Freunde Franz Schuberts. Sinnig war eine kleine Abendfeier im Anschluß an das Konzert darnach benannt. in das Wesen der Schubertmusik .. . ... r? _ Im Mittelpunkt stand eine ties . . hineinführende Ansprache des aüßerordentlich verdienstvollen ersten Präsidenten des Vereins. Direk- tor A. Karl e. Der Name Franz Schubert, so betonte er, weckt erhebende Erinnerungen an musikalische Verklärungen höchster Ge« bilde der Dichtung. Voll Staunen steht man vor einer Fülle von künstlerischer Arbeit, die auf die kurze Schaffenszeit von kaum zwanzig Iahren zusammengedrängt ist. Schuberts ureigenstes Gebiet war das Lied, das deutsche Lied. Er ist sein Schöpfer. Meister und Vollender zugleich. Mit der Gegenüberstellung des „Wanderer" und „Erlkönig" wurde dann das Wesen des Liedes überhaupt erläutert. — Die Ausführungen zeigten eine innige Vertrautheit und ein innige» Verstehen mit der Kunst des unerreichten Meisters Franz Schubert, und gab dem vorausgegangenen Konzert ganz neue, vertiefende Ge- danken. Nach einer kurzen Ansprache des Herrn Groß spielte das Hausorchester in ungetrübter Gemeinsamkeit Musik von Schubert. Konzertsängerin Sophie N u t i s ch e r fand daneben reichen Beifall mit einigen schlicht und warm vorgetragenen Liedern, ebenso auch ein Mitglied des Chores, Herr I. H. Neuser, der recht glücklich eine schöne und klangolle Baritonstimme einsetzen konnte. Leni Neuser war den Solisten eine sorgsame Begleiterin. Ein Streich- guintett der Herren Lisenborgs, Sommer, Huber, Schöning uitd Hertel wußte mit der kammermusikalisch sehr feinen und klanglich ausgewogenen Darbietung des ersten Satzes eines Quintettes stark zu interessieren. Verunglückt. Beim Anfertigen von Fensterrahmen brachte ein 28 Jahre alter verheirateter Schreiner die linke Hand in die Fräßmaschine. Es wurden ihm der Zeigefinger und der Ring- finger der linken Hand abgerissen. Ein 18 Jahre alter Malerlehrling stürzte auf der Linkenheimer Landstraße vom Rad. Er wurde bewußtlos ins Krankenhaus'ein- geliefert. Im Krankenhaus wurde ein Unterkieferbruch festgestellt. Todo der Schreckliche. Eigentlich ist Todo sonst gar nicht so schrecklich; im Gegeine... Todo t|t im allgemeinen ein gutmütiger Bursche, der mit seinem täppischen Spiel >einen Zeigenden immer nur Freude gemacht hat. Und, nun wurde er, alleroings ohne seinen Willen zu einem richtig- gehenden isonniagsschreck. '^.odo, der putzige, zottlige kleine Bär in unserem wiadtgarten, der in seiner neinen Dienstwohnung im Pavillon am idyllischen Ententeich immer so schön brav mir seinem Spielkameraden, dem kleinen Pfeffer- und Salz-«chnauzer so schon herumtollte, hat sich am Sonntag morgen plotzlicy wider- spenstig gezeigt und ist seinem Wärter, mit dem er sonst so schön jttlsam durch den Garten trottete, ausgerissen. Obgleich nun alle Welt weiß, wie brav Todo ist, sintemalen und alldiewrilen er bisher uverhaupt noch leine Fleischtojr erhalten hat, verbreitete er durch seinen Spaziergang in dem dicht bevölkerten ötadtgarten doch pani- jchen Schreaen. Der Ruf: „Der Bär ist los" flog mit der Schnelligkeit des Rundfunks an Alle durch den Garten. Die Folge war eine Massen- flucht mit einer Fülle von tragltomischen Intermezzos. Besonders ulkig wurde die Sache an den Plätzen, wo der Ausreißer von größe- ren Trupps der Spaziergänger gesichtet wurde, da gab es ein Ren- nen um die Wette. Selbst Mäntel und Handtäschcyen wurden zur Erleichterung der Flucht einfach weggeworfen. Dabei hatte Todo absolut keine Lust zu Ring- und Boxkämpsen mit seinen Ver- ehrern und Verehrerinnen. Was er eigentlich wollte, verriet der tßttelbär allerdings nicht. Aber als er von den Wärtern am chwanensee umstellt war, vergaß er für einen Moment seine gute Erziehung. Wie ein junger Dackel überhörte er den Ruf „Gehschst her oder nitt" und wollte kaltschnäuzig uni eigensinnig seinen Willen zu einem Alleingang durch den Garten fortsetzen. Mit kühnem, elegantem Sprung, den man dem schwerfälligen Burschen gar nicht zugetreut hätte, setzte er über das Geländer am See und eins, zwei drei war er auch schon im Wasser. Beinahe eine ganze Stunde lang schwamm er lustig und quitschfidel mit den Schwänen, Gänsen und Enten um die Wette, ohne auch nur den Versuch zu machen, eines der Wasservögel zu einem Sonntagsbraten umzu- wandeln. Nachdem er sich genügend abgekühlt hatte, war auch sein Freiheitsdrang wieder gedämpft. Er stieg wieder ans Land, schüt- telte seinen Pelz und ließ sich von seinem Wärter ohne weiteren Widerstand wieder seiner Behausung zuführen. — Todesfall. Im Alter von 62 Iahren ist Schneidermeister Max Peter infolge eines Herzschlages unerwartet rasch gestorben. Peter war eine stadtbekannte Persönlichkeit. Einen treuen Freundes- kreis hatte er im Karlsruher Liederkranz, in dem er als Sänger wie als Freund eines gesunden Humors geschätzt und beliebt war. Als geborener Wiener war er der würdige Vertreter Wiener Früh- lichkeit und Lebenslust. Unter dem Namen „Drahrer" war er in der Fulderei ein ausgezeichneter Mitarbeiter zur Schaffung froher Stunden. Der lachende Mund ist nun verstummt, aber seine Freunde werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Kindertransport. Am Dienstag den 8. Mai kehren die vom Verein Jugendhilfe zu einer sechswöchentlichen Erholungskur in dem Kindererholungsheim Friedenweiler untergebrachten Kinder abends 7.58 Uhr nach Karlsruhe zurück. Mit dem gleichen Zug treffen auch die auf dem Feldberg weilenden Kinder in Karlsruhe ein. Schönheitskonkurrenz für Hunde. Die vom Verein der Hunde- freunde im Stadion der Hochschule am Sonntag veranstaltete Schön- heitskonkurrenz für Hunde aller Rassen nahm einen befriedigenden Verlauf. Als Preisrichter fungierten die Herren Julius Schmidt, V. Stoll, Ph. Pfennebecker. Es wurden nahezu 8g Hunde vorgeführt, für welche alle ein Gutachten abgegeben wurde. Nach 'AI Uhr war die Begutachtung beendet. Nachmittags X3 Uhr fand auf dem Fußballspielplatz eine Polizei- und Schutzhunde- Vorführung statt. Die Arbeit der Hunde war gut. Die Leitung lag in den Händen des Herrn Wackenhut. Hierauf folgte das Hundewettrennen. Die Hunde sprangen teilweise sehr gut, so daß auch dieses Rennen nichts zu wünschen übrig ließ. Ende des Jahrmarktes. Der letzte Tag. — Gegen 40 »Ho Besucher im Gesamten. Die Anstrengungen der letzten Tage, das Programm aus! Jahrmarkt von Tag zu Tag zu steigern, war von Erfolg begleitet' gestrigen Sonntag, dem letzten Tage der diesjährigen VeranstaA wurden bereits um 2 Uhr die Pforten der Ausstellungshalle Sehr bedauerlich war es, daß der für diesen Sonntag erwartete f. Besuch ausgeblieben ist. Es liegt dies in erster Linie an de». schiedenen Veranstaltungen, die am Sonntag abgehalten wurde» ?ti erstmals hier durchgeführte Sommertagspig nahm die Masses«!, sonst dem Jahrmarkt ihren Besuch abgestattet hätten, in Wjtef Von 2—4 Uhr war der Besuch äußerst schwach, konnte dann allerg gegen Abend eine stetige Zunahme aufweisen. Wenn man beira^ weise den letzten Tag des vergangenen Jahrmarktes, an dem Mm, 12- und 15000 Besucher gezählt werden konnten, mit dem diesjiw vergleicht, an dem nur 5000 Iahrmarktsbesucher zu verzeichnen pV muß man seiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß es r, möglich war, gerade an diesem Tage eine Rekordzahl zu erreiche» ^ ° den Nachmittagsstunden wurde wie am Abend von der allgem^»d Tanzgelegenheit ausgiebiMer Gebrauch gemacht. In den einN/° Jahreszeiten-Kaffees war das Gedränge besonders stark. — suchte einen kühlenden Trunk zu erhaschen. Die Kinderkabarew-«g! Stellungen fanden ungemeinen Beifall. Paul Müller im mit Hans Blum unterhielten das Publikum aufs allerbeste. Liedervorträge, verschiedene Tanzaufführungen gaben den ® ,l! Liedervortrage, verschiedene Tanzauffuhrungen gaben den Anlaß zu lebhaften Beifallsäußerungen. Daß die Märchenerza?^^ ein gern gesehener Gast ist, braucht wohl nicht besonders hervorgc»'^ zu werden. Auch für die beiden Kabarettvorstellugen am Abend »V Herr Direktor Hans Blum ein ganz auserlesenes Programm 3" mengestellt. Erste Kräfte vom Badischen Landestheater gaben ^ . Abschiedsvorstellungen einen besonderen Rahmen. Frl. E m m v -:; 1 belliä), Karl Laufkötter. Martha Karst und ©'J« rude Sch netzler, die sich in ihren Solo und Duo-Tänzen waren die Lieblinge des Abends. Der tanzende Maler Her^M Keller, das beliebte Ehepaar Kögel« und Hans ®Jv selbst vervollständigten die Darbietungen, die einen ganz AM gewöhnlichen Beifall fanden. Als die mitternächtliche Stunde 1® tj war man sich bewußt, daß nur noch kurze Minuten des so lieb 0? li denen Trubels uns geschenkt waren. Unerbittlich ging der Zeig^ tl dem Zifferblatt der Uhr, und als dieser 2 Uhr zeigte, erlolsche"^ "rosten Beleuchtungskörper — die Geigen verstummten — der 3 # ^ n Tanz und Trubel war vorbei * Nun ist der Jahrmarkt für Jung und Alt schlafen wenige Stunden später sind emsige Hände schon an der Arbe> die bunten Herrlichkeiten herunter zu nehmen, um der Aussteu»: halle ihr altes Aussehen wieder zu geben. Wenn es auch möglich ist. hier einzeln die Namen derjenigen zu nennen, d'- um das Zustandekommen der diesjährigen Veranstaltung ver° lii t » ehrenamtliche Mithilfe der verschiedensten Organisationen 'M Arauenverbände entsprechend unterstützt, manch schwere v' 1 w hinter sich hat. d» Mehrere hundert Damen haben in den letzten Tagen ni<^ ™ji , ihre Zeit am Tage, sondern auch die Stunden ihrer Nachtruhe! opfert, alles um der guten Sache Willen. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß durch den Besuch , 40 000 Menschen im Laufe der acht Tage des Jahrmarktes es j möglicht wird, einen recht ansehnlichen Betrag für die 3 n " e vl richtung des Karlsruher Kindersolbades in Donaueschingen ve^'e den zu können. .f' 1 'Hu Voraussichtliche Witterung für Dienstag, 8. Mai: Kühler, wechselnd wolkig, noch vorwiegend trocken. lu®®| Todes-Anzeige. Unser lieber, treubesorgter Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Oskar Erhardt Oberrechnungsrat i. R. Kriegsveteran von 1870/71 folgte heute Abend 9 Uhr unserer lieben Mutter nach kurzer, schwerer Krankheit im 79. Lebensjahre in die ewige Heimat nach. KARLSRUHE, den 5. Mai 1928. In tiefer Trauer: Oskar Erhardt, Apotheker, Karlsruhe Dr. med. Karl Erhardt, Arzt in Renchen u. Frau Eüy, geb. Fink u.zwei Enkelkinder Die Feuerbestattung findet statt in Karlsruhe am Mittwoch, den 9 Mai 19,28, 3 Uhr nachmittags- Trauerhaus: Karlsruhe Scheffelstr- 12. 2811a Todes-Anzeige. Qott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen herzensguten Gatten und treubesorgten Vater Max Peter Schneidermeister nach einem arbeitsreichen Leben unerwartet rasch, infolge eines Herzschlages, im Alter von 62 Jahren zu sich zu rufen. Karlsruhe, den 7. Mal 1928. (13431) Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Margarete Peter und Gretel Peter. Die Beerdigung findet am Dienstag nachmittag 2 Uhr von der Friedhofkapelle aus statt. Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand nehmen zu wollen. Statt besonderer Anzeige. Heute nachmittag um 3 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden, wohlvorbereitet durch die hl. Steibsakramente, meine herzensgute Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frida Göhring . im Alter von 32 Jahren. KARLSRUHE, den 6. Mai 1928. Solienstraße 156. 13457 In tiefer Trauer: Theodolinda Göhring Witwe und Angehörige. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. Mai, nachmittags 3.30 Uhr von der Friedhofkapelle aus statt. Samstag, den 5. Mai verschied plötzlich unser langjährig. Mitglied Herr Max Peter Sein frühes Hinscheiden löst im Kreise unseres Vereins aufrichtige Trauer aus. Wir verdanken dem Geschiedenen viele von seinem liebenswürdigen Wesen durchsonnte Stunden, die unvergeßlich bleiben werden. — Ehre seinem Andenken Die Beerdigung findet am Dienstag nachm 2 Uhr von der F'iednof- kapelle aus statt. —Die Mitglieder werden um zahlr.Beteiligung geoet Karlsruhe, den 6. Mai 1928 Heira(sgesucti& Fräulein, ans guter Famil., 32 Jahre, evgl., wünscht auf dies. Wege Herrn in sicherer Stellg zwecks späterer Heirat kennen zu lernen. Witw. nicht ausgeschlossen. Ge- fällige Zuschriften unter Nr. «»427 an die Badische Presse Fräulein, aus guter Fa. milie- tnth., gros!, lckttk. 25, 3. alt. im Haushalt perfekt, mit Aussteuer u. spät. Berm.. wünscht ge- bild.. aufrichtig. Herrn, in fich. Stellung (rntttl. Beamten) bis zu 35 I. kennen zu lernen, zwecks späterer Ehe. Zuschriften mit Bild u. ' Ztr. 9i»4t? an die Bad. ! 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Das altverüSmte Köftritzer Schwanbier ist erh-iltljch durch Sole» K : Biergiotzhanbluiig Kriegssiras,e 17, > vI?Ton 581. und in V durch Schilder und Plakat' drncklich das echte Aöli Wappen^Etikett, um vor ten verlaus? ich a« ^ as HHichssl des ?lorisy Faber Roman von Ludwig Kapeller Copyrigth by Carl Duncker -Verlag, Berlin , 1. Fortsetzung. lNachkruck verboten), rden Hiitj'" der laue Wind ihr lockenden Duft entgegen, und sie aMZrzeblick. °u», um einer Beklommenheit zu entrinnen, die sie Zu ergründen suchte. Menschen glitten an ihr vorbei wie 1 aif&uito , 5 )atten ' in ihren Augen spiegelte sich kein Bild der Um- fifitten j ro ' e blind tastete sie durch die Straßen, dem Erogen bet Ichon so oft ihr Zuflucht gewesen in trüben oder Ei»!!, ^ Stunden. nb n r ;tt ihre Hand zur Seite, und sie suchte den Hund; die >n. auf J leitet) nftÄ tete r. ben l sja sn * si". 6 -S «öand l ^ le vano zur oeue, uno |ie lut^ie usn yuiu>, «« itöett. Sen J- v Iltß 2eere, und sie erinnerte sich wie aus weiter Ferne, °aheim geblieben. Da überfiel sie ein Gefühl von Elend einzel« beQann 01 !®**' un ^ '^ re ^ugen erwachten wie aus einem Schlaf; — sjSn, der r bie aKen ^ en P mustern, als mühte einer unter ihnen >rett'->gegnet 0UB ® ann ihrer Beklommenheit befreite. Aber sie m bc m i nur jenen „fertigen Gesichtern", wie Rudolf sie nannte, liert p ^.^chenden Blick keinen Einlah gewähren, die wie ver- di- o- in Gleichgültigkeit und Eewohntheit. Renate bitz sich ' (Sch-r t J )pcn in einem aussteigenden Aerger: daß sie stets mit 'ntm, n Rudolfs denken muhte, als wäre sie sein Geschöpf! «, in-—h°tte sie das so drückend empfunden . . . Aber da rn 4 (1 wv.— lc jchon v— i— :t»v ^...e ***& im- / ßrt bTOuibiup '2 11 wleoer ver Z^unjcy ttt lyr auf. aucy oie,en un- m o ^!?riiib " . .danken mit ihm zu tauschen und in entspannendem > Gi'»>schloN it,m diesen Abend zu verbringen; schon war sie halb n zeMihrecki? Zu rascher Umkehr, da zuckte es jäh durch ihre Adern; l 5^^. IQJterff c < «•«•lujei AAilUtljL, üu fluuiu c» juy vutu; -wuc-vi^, e lb^i» „ 9®" sie den Kopf, rih weit die Augen auf, und das Blut zgj '.^en Wangen: sein Gesicht! . . . stlgj Irre starrte sie einen Menschen an: der lächelte be. Kl- J " n d ging weiter, ohne ihrer Erregung zu achten. An seinem Z|e» (g ( b-gafst, Ct ^Ben's 011 '' ® cnn man glaubt, e Ich« N. bringt dieser Tag mit • Rudolf hatte versucht, ihr diesen Zufall rbe> e natürlich zu deuten: das Auge, das einmal sich getäuscht, de 1',JeWii" ßin ß weiter, ohne ihrer Erregung zu achten. An seinem Ü, i liffe t I n ® an 8 erst erkannte sie. dah sie sich geirrt. Erstaunte ; lei, gafften sie, und mühsam schleppte sie sich weiter, aus dem W^anf/i , u ß' er zu fliehen; aber im Gehen gärte ein neuer glaubt, einen Menschen plötzlich zu er- aller Gewißheit noch die wirk. rx rtlllt^tbe *""/ 9 U «»Ulli». uu = «UJV, V.U57 i m geschärft für die Züge des Fälschlich-Gesehenen; und 1 lürbe n?".' 0 "!' vielleicht unachtsam an ihm vorüberschlendern " oc r&ifor ggr:?"® 0 NUN, von dem gereizten Ehrgeiz der Sinne gestachelt, ' und sicher den unbewußt Gesuchten erkennen. Und kttoTn * Je oon merkwürdigen Beispielen berichtet, die solchen o. Üben ZU fiertötincn Schienen. tUlG?^>»ls i««f» . „ ien #cht e j!! a i e Srübelte dem Gedanken nach und wurde unruhig; sie ® *%ten Menge der Menschen, die in breiter Flut ihr entgegen- .Klüfte. .Niuhte wie einem unentrinnbaren Schicksal. Eignen'"' das andere Ich in ihr wußte gewih: dah sie ihm die bifi eni>cn Minuten lief sie um die Wette, um die Zeit zu nutzen. , Nachmittag ihr lieh. Eine Stunde ging neben ihr her °">ank. wurden die Augen stumpf von sehnsüchtigem Suchen; ung sickerte wie Blei ihr ins Blut, dah fi« erschöpft nach üner Ruhebank ilm|0)uu tjitn. zujuug >.e ein neuer Einfall zur Eile: wenige Minuten nur wollte sie ausruhen in jenem abgelegenen Teil des Gartens, wo sie ihm einst zum ersten Male begegnet, wo sie die eisten Worte mit ihm gewechselt, wo sie, an diesem Tag vor fünf Jahren, einander versprochen, «ihren Tag" stets in gemein- samem Gedenken zu verleben, was auch inzwischen geschehen wog . . Wenige Minuten nur wollte sie der Erinnerung sich hingeben; dann wollte sie Abschied nehmen von diesem Märchen, wollte heimkehren zu Rudolf und diesen Tag und seine Bedeutung für immer vergessen. „Für immer!" murmelten ihre Lippen lautlos und feierlich wie ein Gelöbnis. Da stand die Bank, auf einem kleinen Hügel, mit dem Blick auf den boote-belebten Teich; eine Gestalt lehnte dort, tief in Gedanken versunken, und rasch wollte Renate vorbei; denn unerträglich schien ihr die Nähe eines Fremden in dieser Stunde. Da wandte jener den Kopf; sie starrte ihm ins Gesicht, und ihr Blut gerann: „Florian!" Jäh sprang er auf; und aus seinen Augen leuchteten Flammen. Sie fühlte, wie eine Glut sie verzehrte; und sie fühlte keine Ver- wirrung, seinem Blick zu begegnen In dem andern stürzte plötzlich etwas zusammen; alle Feuer erloschen, und über den brennenden Blick legten sich langsam und schwer die Lider wie der Schatten einer Schuld; Falten gruben sich in das Gesicht, dah es herb ward und hart wie in entschlossener Abwehr. Mit zitternden Knien wankte sie auf ihn zu; in seiner Gestalt zuckte es, als zwinge ein Zauber alle Fibern des Körpers einem Ziele zu; jetzt versuchte auch er, einen Schritt zu tun, aber es wurde nur eine hilflose Geste; ganz dicht näherte sie ihre Lippen den seinen und niurmelte seinen Namen. Sie fühlte seine keuchenden Atem- züge über ihre Wangen hinglühen, und es war ihr wie eine Lieb- kosung; sie suchte seinen Blick unter den gesenkten Lidern und hob die Arme, seine Härte zu lösen. Da wich er wankend zurück, und un- endlich gequält kam es von seinen Lippen: „Renate! Es darf nicht sein! . . ." Ganz langsam wendete sie sich um, wie von einem Uhrwerk gedreht; und ganz langsam ging sie davon. Er stand und holte tief Atem; dann entzündete sich sein Blick von neuem an ihrer Gestalt; alle Muskeln spannten sich plötzlich in wildem Entschluß, und er sprang ihr nach, ihren Namen vor sich hertragend wie ein Geschenk und ein Bekenntnis zugleich: „Meine Renate!" . . . Haird in Hand wanderten sie durch ihren Tag; und kein Wort entweihte diese Stunde. Dann setzten sie sich irgendwo, mitten in einen schwatzenden Schwärm fremder Menschen; aber der Lärm der Lustwandelnden wuchs wie eine Mauer um ihre Einsamkeit; und snit fliegenden Worten berichtete Renate, wie sie die Frau des andern geworden, ohne ihn je zu vergessen, je ihre Liebe zu ver- leugnen . . . Ein Schweigen war plötzlich zwischen ihnen wie eine schwere Schuld. Renate wußte es nicht zu deuten: es war, als wüßte Florian alles; es war kein Staunen an ihm und keine Frage in seinem Blick; es war ein Geheimnis um ihn, das ihre Liebe nicht zu durchdringen vermochte. „Florian, warum hast du niemals das Zeichen gesandt, niemals mich wissen lassen? . . ." und die Frage war wie eine flehende Bitte. „Ich habe . . .", dann schwieg er mit qualvoll verzerrten Lip- pen, und sein Blick irrte ins Leere. Irgendwo schlug eine Uhr; in gedankenloser Gewohnheit zählte Renate die Schläge, und ein Schreck schüttelte sie wach aus dumpfem Dämmern: irgendwo wartete einer auf sie, und seine Angst lauschte auf ihre nahenden Schritte... So wirklich und würgend wurde ihr diese Vorstellung, dah sie unvermittelt sich erhob und für Florian nur diese kahlen und kühlen Worte fand: „Verzeih', Florian! Ich muh ihn aus seiner Angst um mich befreien; mutz »ym iojucu daß ich komme!" und als sie seinem bangen Blick begegnete, fügt- sie leise hinzu: „Cr ist so gütig, Florian!" Er nickte müde, als habe er das alles schon einmal erlebt, in Gedanken vielleicht oder in seiner Qual; und als sie durch die Stuhl- reihen eilte da fühlte sie seinen Blick hinter sich, wandte sich um. entdeckte überrascht, wie sein Blick verlosch, und ein Schmerz schwoll in ihr auf, ein Weh wie ein Abschied; und sie wollte zurück, um irgend etwas zu verhüten, was für die nächste Minute sich vor- bereitete: da grinste ein Gesicht sie an, und aus tausend Falten lächelte es wie ein schadenfrohes Wissen um sie und ihr Schicksal. Rasch floh Renate vor dem Blick dieser kichernden Augen und ver- schwand in der engen Zelle des Fernsprechers. Sie verlangte Amt und Nummer. Lange antwortete niemand. Eine Unendlichkeit glitt langsam an ihr vorbei. „Teilnehmer gemeldet?" hell und hart hämmerte die Stimme in ihrer Erregung. „Ich werde nochmals rufen!" . . . Si« wartete. Wie eine Sehnsucht wurde ihr dieses Warten, wie ein Wunsch, die tiefe, dunkle Stimme Rudolfs zu vernehmen. Sie wartete vergebens. „Teilnehmer antwortet nicht!" — „Das ist unmöglich!" wollte sie schreien; da war die Verbindung schon getrennt. Als sie an den Tisch zurücktrat, an dem sie mit Florian gesessen, war er verschwunden; und als sie sich ratlos umjchaute, kam der alte Mann auf sie zu, grinste ihr in das bleiche Gesicht und kicherte: „Ja, er ha: es sehr eilig gehabt, der junge Herr!" Und kichernd ging er davon. II. Ein Kraftwagen trug Renate durch das lichter-blitzende Getriebe der Stadt; sie fühlte sich in dem engen Gefährt wie in einem Kerker, den ihre Gedanken mit undurchdringlichen Mauern um sie gebaut; und sie fand keinen winzigen Spalt, der ihr einen Blick gönnte in das Morgen, in das kleine Später nur der nächsten Minuten. Noch nie hatte sie Rudolf bewuht belogen; noch nie hatte sie den Blick senken müssen vor seinen gütigen Augen . . . Ihre Angst um die nächste Stunde tastete zurück in die Vergangenheit; aber sie fand nur eine furchtbare Leere; so, als hätte man ihr ein Märchenbuch entrissen, in dem ihre Sehnsucht in allen diesen Jahren heimlich geblättert. Und von neuem überfiel sie das lähmende Bewußtsein einer Schuld, die sie nicht mehr zu tilgen vermochte. Sie flüchtete aus ihrer Qual in die Erinnerung dieser letzten Stunde: wie sie Florians Nähe beglückt genossen, wie sie seine Hände leise berührt, wie ihre eigenen Wünsche und ihr Warten sich in seinen aufleuchtenden Augen gespiegelt . . . Und dann, als sie den Namen Rudolfs ausgesprochen, war er geflohen. Vielleicht war sie auch an Florian schuldig geworden. . .? Aber er hatte dreimal sein Ver- sprechen gebrochen; und auf ihre Frage hatte er mit einem rätsel- haften Schweigen geantwortet: und dann war er geflohen, wie vor der Tilgung einer Schuld. Sie fand keinen Weg in die Gegenwart. Und plötzlich dämmerte der Wunsch in ihr auf: daß ein Unglück diesen Wagen zerschmetterr. möge und sie unter seinen Trümmern begraben; mit der Eier b*» Verzweiflung sehnte sie einen ZusammenstcH herbei. Aber es geschah nichts. Wie nie im Leben etwas geschieht, wenn wir es wünschen oder erwarten, weil die Bühne, die wir Menschen bevölkern, keine Kulissen kennt, aus denen ein diensteifriger Requisiteur auf ein Stichwort die Pistole abseuert, um ein Schicksal mit Knall und Rauch gefällig zu entscheiden. Es geschah nichts. Und der Wagen raste scht durch die stillen Vorortstraßen, in die der Abend seine schweren Statten senkte. In wenigen Minuten war sie am Ziel. (Fortsetzung folgt.) Tfjarne CCorsefsJ wfäfovu&witc cwnChiAaMMeAt für Marke % Schlanke w*4eM bäum, poliert. Büfett. 1.80 m, In aukergewöbn- ltchei niedrtaer Prelilaae «u verkaufen. A. Goenen. Wim. i Telephon 5306. Wcrkliiittcn feiner Mvbel und ,>nneimusbauten. »IM5- BeMem. Mittwoch, den 9. 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