Morge n-A uZgabe. ve,»e»prrw: frei Hau» monatlich S 20 XJt. im «jorau» tm «erlaa od U> Den Lweigitelleo abaebolt 8.— lurch die «oft btjoeen monatlich 2.80 #•*. Einielpreise: Äerktags-Äiummer 10 3>. «sonntags-Numme, 15 — Zm Kall höherer Gewalt. Streik. Auslvcrruna 2c. da» der «e,ichcl keine Änlvruche bei verivätetem oder Ntitit-Eticheine» der Zeitung Abbestellungen können nur jeweils bis »um ZS b. M auf den Monatslevten angenommen werde». Anzeigenpreise: Dte S!onvarei»e-^eile 0.40 XJC. Stellengeluche. Kamilien- and Gelegenbcits-Anzetgcn aus Baden ermästtater Preis — Reklame-Zeile Z — XM, an erster Stelle 2.50 &JI. Bei Wiederholung tot iffeftcr Rabatt, der bei Nichteinhaltung des Zieles, bei gerichtlicher Beitreibung und bei Kon. kursen aufter Krast tritt. ErfüllungS- ort und KeiichtSstand ist Karlsruhe. Neue Badisch- Presse Badische Landeszeitnng Verbreitet st e Zeitung Badens Karlsruhe. Samskag, den 1. September 1928. 44. Jahrgang. Nr. 407. liaentufli »»d Berl«« »o» .i Serdl««»» Tbieraartee :: Chefredakteur vi. Waith« Schneider^ Vrebgeieeuch verantwortlich: Sür deutsch« Politik u Wirtschaftspolitik: M Lösche: für auswärt Politik: S M Haaeneier: für badische Politik und Nachrichten» M Hol,iuger: kür Kommunalpolitik: K. Rinder: kür Lokale« und Svmti R. Volderaner: kür da» steuilletoul E. Beliner: wr Over und Kon« ,ert: Chr. Hertle: sür den Sa«» delsteil: F. Feld: sür dte Anzeigen: A. RiaderSvacher: alle in Karlsruhe. Berliner Redaktion: Dr. Kurt Metger. Fernsprecher: 4050 4031 4052 405.*! 4054 Geschäftsstelle: Zirkel- und Lamm» strake-Ecke Postscheckkonto: Karlsruhe Nr 8359. Beilagen: Volf und veimat ' Liteiarilche Umschau 1 Rom»«» Blatt / Svortblatt I strauen-Zeituna I Wandern und Reisen Haus und Garten ' Karlsruher Vereins Zeitnna Der Kriegsanleihe-Skandal. Kugo Stinnes wird vernommen. Don Waldow aus der Anlersuchungshasl entlassen. m. Verlin, 31. Aug. (Drahtmeldung unserer Berliner Schrift- leitung.) Hugo Stinnes ist am Freitag aus der Haft dem Unter- fuchungsrichter vorgeführt und den ganzen Tag über vernommen worden. Die Behörden lehnen jede Aeußerung über den eigentlichen Tatbestand ab, man ist deshalb auf Andeutungen angewiesen, die durchsickern, von denen sich aber nicht sagen lägt, ob sie den Tatsachen entsprechen. Nach einer Lesart soll die strafbare Handlung bereits in den Ansängen des Jahres 1326 geschehen sein. Deutschland hatte sich vertraglich verpflichtet, bis zum Novem- ber 1926 französische Anmeldungen von Kriegsanleihe als Altbesitz anzuerkennen, und es wird nun wohl mit Recht behauptet, dag daraushin große Schiebungen zustande gekommen sind. Bei den Beratungen war das Finanzministerium davon ausgegangen, daß etwa zwanzig Milliarden Altbesitz insgesamt vorhanden seien, wäh- rend jetzt bereits mehr als vierzig Milliarden angemeldet sind, wo- durch infolge des höheren Auswertungssatzes bei Altbesitz das Reich um hunderte von Millionen geschädigt worden ist. Ein großer Teil dieser Anmeldungen stammt aus dem Ausland. Stinnes wird nun der Vorwurf gemacht, daß er einem fran- zösischen Konsortium, das sich mit solchen Anmeldungen abgab, und das infolge der Frankenbaisse in Schwierigkeiten gekommen sei, er- hebliche Geldmittel zur Verfügung gestellt habe, auf Vorschlag seines früheren Privatsekretärs von Waldow und seines Hamburger Geschäftsführers, wobei Stinnes über den Zweck der Gelder vollkommen im klaren gewesen sei. Dieses Schwindelkonsortium hat sich in Paris eine eigene Winkelbank gegründet und die Vorbescheinigung nicht existierender holländischer Banken besorgt und auch mit falschen eidesstattlichen Versicherungen gearbeitet. Unter den Personen, die in Frankreich daran beteiligt sind, soll sich auch ein französischer Parlamentarier befinden, der sich als Besitzer von 28 Millionen Mark Anleihe ausgegeben hat. Stinnes behauptet, daß er von all diesen Zusammenhängen nichts gewußt und sich infolgedessen auch nicht strafbar gemacht habe. In der gleichen Richtung geht auch eine Erklärung seiner Vertei- diger, die für ihn anführen, es sei ihm nahe gelegt worden, eine Ordnungsstrafe zu entrichten, was er aber abgelehnt habe. Nach der Auffassung der Verteidiger ist aber die Untersuchungshaft tatsächlich mehr wegen eines rumänischen Geschäftes erfolgt, und zwar, weil Stinnes gezwungen werden soll, einen Briefwechsel herauszugeben, der trotz aller Haussuchungen nicht gefunden wurde, dessen Bestehen er auch bestreitet. Sein früherer Privatsekretär von Waldow wurde ohne Kaut on aus der Untersuchungshaft entlassen, der Haftbefehl bleibt aber bestehen. Er hat sich verpflichten müssen, sich in bestimmten Abständen zu melden. Herr von Waldow läßt durch seine Verteidiger die Erklärung abgeben, daß er Herrn Hugo Stinnes vollkommen gedeckt habe bis zu dem Augenblick, als Art und Umfang der Beteil gung des Herrn Hugo Stinnes in den frag- lich^n Vorgängen den behördlichen Stellen von anderer Seite be- kannt geworden wären, Dann habe Herr von Waldow keine Der- anlassung mehr gehabt, mit der vollen Wahrheit zurückzuhalten. Man steht also, daß hier Auffassung gegen Auffassung steht und daß bis zum Abschluß der Untersuchung über die Schuld von Hugo Stinnes ein Urte I schwer zu füllen ist. Es ist auffallend, daß von Seiten der Verteidigung bisher kein Haftxntlassungs- antrag gestellt worden ist. Sie begründet dies damit, daß sie erst den Tatbestand sorgfältig erwägen müsse, weil bei einer Ablehnung des Antrages innerhalb der nächsten zwei Wochen kein neuer Antrag gestellt wer- den könne Deshalb wolle die Verteidigung so lange warten, bis ihr Antrag Aussicht auf Erfolg habe. Am Freitag ist auch Frau Stinnes, die Witwe des alten Hugo Stinnes, in Berlin eingetroffen, um hier die Maßnahmen zur Ver- teidigung ihres Sohnes zu überwachen. Sie hat noch nicht die Ee- nehmigung erhalten, ihren Sohn zu sehen. Die Verteidiger bereiten die Veröffentlichung einer Schutzschrift vor, die allerdings wohl eist in der Mitte der nächsten Woche dem Untersuchungsrichter überreicht werden kann, da einer der Verteidiger nach London gefahren ist, wo in der deutschen Votschaft eine wichtige Vernehmung stattfindet. Zwischen Hugo Stinnes und Herrn von Waldow ist ebenfalls ein schwerer Konflikt entstanden, der in den nächsten Tagen noch an Spannung zunehmen dürfte, weil die Darstellung Waldows von Stinnes mit aller Entschiedenheit bestritten wird. Wie eine Berliner Korrespondenz meldet, wurden im Laufe des Freitag noch eine Anzahl von Zeugen vernommen, die unter von Waldow und Direktor Nothmann gearbeitet haben. Es handelte sich zum Teil um höhere Angestellte der Stinnesbetr ebe in Hamburg, die von von Waldow dafür benannt worden sind, daß er nicht selb- ständig gearbeitet hat, sondern daß er seine Direktiven von Hugo Stinnes jr. erhalten hat. „Gras Zeppelin" befördert Post In acht Tagen fahrbereit. — Friedrichshafen, 31. Aug. (Drahtmeldung unseres Bericht- erstatters.) Wie seinerzeit der „Z,R. 3", so wird auch der.„Graf Zeppelin" bei seiner Amerikafahrt Post nach den Vereinigten Staa- ten mitnehmen, und zwar Briefe und Postkarten, die den 'Stempel „Befördert mit L.Z. 127" erhalten werden. Ueber die Art der Aus- lieferung der für den „Grafen Zeppelin" bestimmten Postsachen und über die Höhe des Portos wird demnächst eine offizielle Ver- lautbarung der Reichspost ergehen. Wie wir weiter erfahren, trifft die amerikanisch? Postverwaltung ebenfalls Vorbereitungen für die Beförderung von Briefpost nach Europa bei der Rückfahrt des Zep- pelins von Lakehurst nach Deutschland. Ob übrigens diese Rückreise des „Grafen Zeppelin" sich so einrichten lassen wird, daß das Lust- schiff direkt von Amerika nach Berlin zur Jla fährt, läßt sich natur- gemäß noch nicht vorher sagen, da diese Dispositionen erst bei An- tritt der Rückreise nach der Wetterlage und den sonstigen Umständen getroffen werden können. Ebenso sind alle bisherigen Vermutungen über den bei der Atlantiküberquerung einzuschlagenden Kurs des »Grafen Zeppelin" hinfällig, da die Route nur auf Grund der meteorologischen Verhältnisse festgelegt werden kann. Im übrigen nehmen die Zndienststellungsarbeiten in Friedrichshafen ihren planmäßigen Verlauf mit dem Anlegen der Gaszellen und dem Einbau der Motoren, von denen bisher drei in den Gondeln montiert sind. Die sonstige Ausrüstung des Luftschiffes ist fix und fertig, von den Apparaten und Instrumenten der Führerkabine und der F.T.-Station bis zu dem eigens für den „Grafen Zeppelin" geschaffenen und mit dem Abzeichen des Luftschiffbaus dokumentierten Tafelservice, von dem die Passagiere in den Aufenthaltsräumen speisen werden. Man rechnet in Friedrichshafen mit dem Eintritt der Fahrtbereitfchaft von übernächster Woche an. Dr. Eckener wird in den nächsten Tagen von seinem Erholung?- Urlaub aus oer Schweiz zurückkehren. Die Pariser Meldung über angeblich bevorstehende Probe- fahrten eines neuen für den Südamerikadienst bestimmten Zeppe- lins in der Gegend von Madrid sind völlig aus der Luft gegriffen und stellen eine Kombination dar zwischen den Vorbereitungen in Friedrichshafen und den noch immer unentschiedenen Plänen über eine eventuelle Verwendung des „Grafen Zeppelin" im Süd- amerikaverkehr. Rußland zur Paklunkerzeichnung bereit. (Eigener Nachrichtendienst der „Badischen Presse.) .7X8. Moskau, 31. August. Der stellvertretende Außenminister der Sowjetunion, Litwinowf. erklärte hsute dem französischen Bot- schafter Herbette, daß Sowjetrußland zur Unterzeichnung des Kellogg- xaktes bereit sei. Der kommunistische Volksentscheid. n>. Berlin, 31. Aug. (Drahtmeldung unserer Berliner Schrift- leitung.) Die Kommunistische Partei hat ihren Antrag auf Veran- staltung eines Volksentscheides über den Panzerkreuzer dem Re chs- innenminister zugchen laßen, wo gegenwärtig die juristischen Voraus- setzungen geprüft werden.' • Es scheint pber nicht, als ob Herr Severing eine Möglichkeit finden wird, um den Volksentscheid herum- zukommen, obwohl es an sich sinnlos ist, den ganzen Apparat in Be- wegung zu setzen. . Die Kommunisten haben selbst ihren Antrag zu wiederholten Malen geändert. Erst haben sie den Bau von Panzerschiffen und Kreuzern verbieten wollen, dann den Bau von Panzerkreuzern und Kriegsschiffen, sind aber im letzten Augenbl ck wieder zu der ersten Fassung zurückgekehrt, die also die Möglichkeit des Baues von Tor- pedobooten und Zerstörern an sich zulassen würde, also gerade den Bau solcher Kriegsschiffe, auf die das Reichsverkehrsministerium ver- zichtet, weil nach der Erößenbestimmung des Verjailler Vertrages in diesen beiden Kategorien brauchbare Schiffe nicht zu bauen sind. Diese wiederholte Aenderung des Antrags zeigt, daß es den Kommunisten tatsächlich nicht so lehr um das Ziel, als vielmehr um d e Agitation zu tun ist. Sie wissen selbst, daß sie die mehr als 2g Millionen stimmen, die dazu notwendig sind, niemals auf die Beine bringen können, versprechen sich aber von der Beuruhigung einer doppelten Abstimmung offenbar große agitatorische Erfolge. Inzwischen hat die Deutsche Friedensgesellschaft eine Zusammen- arbeit bei der Volksabstimmung mit den Kommunisten abgelehnt, mit der Begründung, daß sie nach den Erfahrungen beim Volksbe- gehren zur Fürstenabfindung gemeinsame Ausschüsse mit den Kom- munisten grundsätzlich nicht bilden könne. Drei Badener abgestürzt. R. Bludenz, 31. August. (Drahtmeldung unseres Bcrichterstat- ters.) Am Donnerstag stürzten Ingenieur Eduard Ruch und sein Sohn Eduard aus Oberkirch in Baden, sowie Kaufmann Mattes aus Heidelberg und ein Bergführer am Wege zur Straßburger Hütte infolge Einbruchs einer Schneedecke den Bergabhang hinab. Die schwersten Verletzungen erlitt Ingenieur Ruch, die anderen kamen mit leichten Verletzungen davon. Keine Einstellung öes Luftverkehrs in Sachsen. m. Berlin, 31. Augl. (Drahtmeldung unserer Berliner Schrift- leitung.) Wie wir erfahren, trifft die Nachricht, daß am Atontag bereits seitens der Lufthansa der Verkehr auf den sächsischen Lust- Verkehrslinien eingestellt wird, nicht zu. Der Dienst wird vielmehr bis auf weiteres aufrecht erhalten, auch wenn die Verhandlungen in der kommenden Woche keine Einigung erzielen sollten. Sachsen und Bayern sind durch die Abkommen mit dem Reichsverkehrsministe- rium vorläufig an die Zahlung der Subvention gebunden und haben nicht die Möglichkeit, dieje Betträge willkürlich innerhalb der I Äautfristc« zn Endigen. i Völkerbundssorgen. Chinas Anspruch auf einen Ralssiy. — Auch Spanien soll einen Sitz erhallen. — Kllnslig nur noch drei Ralslaguugeu 7 — Eine Opiumsiyuug. le. Genf, 31. Aug. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Es bestätigt sich, daß China, das in den abgelaufenen drei Iahren einen Ratssitz innehatte, formell eine Kandidatur für die nächsten 3 Jahre im Rar ausstellen wird. China begrün» det seinen Anspruch dan»t mit, daß eine Art stillschweigenden Uebev» einkommens bestehe, daß immer zwei asiatische Mächte im Rat eine» Sitz haben. Da Japan einen ständigen Sitz Hat, kann gegenwärtig nur eine Kandidatur Chinas oder Persiens in Frage kommen. Doch meint die chinesische Delegation, Persiens Kandidatur wllrd« keine große Gegenliebe im Rat finden. An der chinesischen Beweisführung ist richtig, daß tatsächlich in der Bundesversammlung wiederholt der Wunsch ausgesprochen wurde, daß Asien zwei Sitze haben solle, wie auch für die Kleine Entente und Südamerika ein stillschweigendes Übereinkommen besteht. Immerhin würde, falls die Kandidatur Chinas aufrechterhalten wird, das 1926 beschlossene Wahlverfahren in Kraft treten. Danach müßte die Bundcsver» sammlung mit Zweidrittel Stimmenmehrheit die Wioderwählbar» keit Chinas beschließen. Fällt diese Entscheidung zu Gunsten Chinas aus, so ist seine Wiederwahl gesichert. Andererseits ergibt sich die Schwierigkeit, daß der Antrag von der Nankingregierun-g ausgeht, sie bisher von keinem Mitglied des Völkerbundes anerkannt ist, und daß eine Wiederwahl Chinas einer Anerkennung gleichkäme. Wahrscheinlich werden sich fast alle Großmächte ein« schließlich Deutschland für die Wiederwahl Chi» n a s einsetzen. Man fürchtet nämlich, daß China im Falle der Ab» lehnung seines Gesuches aus dem Rat austreten würde und zwar auf Einflüsterung von Sowjetrußland und Amerika hin. Um den Austritt zu vermeiden, wird der Rat für die chinesischen Wünsche viel Verständnis zeigen. Die Frage der Ersatzwahl für den Völkerbunds- rat liegt diesmal besonders verwickelt, da man dem wiederein» tretenden Spanien einen Ratssitz anbieten muß. Da der frei» werdende Sitz Columbiens wieder an eine südamerikanische Macht übergeht, würden die im Rat bisher immer vertreten gewesenen Skandinavier ohne Sitz bleiben. Den man kann Finnland nicht so ohne weiteres als «ine skandinavische Macht ansprechen, da di« sinnische Kandidatur im Vorjahre von den Randstaaten aus» gegangen ist. Es scheint nun, daß ernstlich geplant wird, die Skan» dinavier dadurch zu entschädigen, daß einem skandinavischen Diplo» maten der Vorsitz in der Völkerbundsversam-ml-ung angetragen werden soll, zumal die Kandidatur Adatschis-Iapan, von der viel gesprochen wird, nicht viel Gegenliebe findet. Was die Verminderung der Zahl der Rats» tagungen von vier auf drei jährlich betrifft, so ist nach wie vor eine Zahl einflußreicher Ratsmitglieder dafür. Man degrün» det dies nicht mit Unrecht damit, daß heute die technischen Kom« Missionen des Völkerbundes einen solchen Umfang im Rahmen dieser Organisation eingenommen haben, daß vier Ratssitzungen nicht nur eine Überlastung der Diplomaten, sondern auch des Völkerbundsorganismus darstellen. Andererseits sollen die drei Ratssitzungen von längerer Dauer sein als die bisherigen. Diesen? Vorschlage widersetzen sich alle kleinen Staaten, die im Rat und in der Vollversammlung die einzige Möglichkeit haben, sich auf dem diplomatischen Schauplatz zu tummeln. Entschieden wird auch diese Frage wohl erst durch die Haltung der Völkerbundsversammlunz, Die heutige öffentliche Ratssitzung war eine Opium« s > tz u n g, die allerdings keine berauschende Schlafwirkung ausübte, wohl aber die Wirkung eines ruhigen Schlafes. Nur die beteiligten Vertreter interessierten sich für die behandelte Frage. Der erste Punkt behandelte die britischen Vorschläge im fernen Osten, durch den Völkerbund eine Enquete über den Opiumschmuggel durchzuführen. Dieser Vorschlag fand die Billigung des gesamten Rates, nur Frankreich möchte Indochina von dieser Enquete aus« schließen, während Japan die Kontrolle für alle fernöstlichen Staaten wünscht und China die Kontrolle auch für alle Länder der Welt, vor allem für die Opium fabrizierenden europäischen Länder. Das Sitzungsprotokoll über diese Frage wird der Bundesversammlung übersandt, di? entscheiden soll. Im Anschluß daran behandelte man die Frage der Ernennung des Zentralbüros zur Bekämpfung des Opiumschmuggels, Mit der Ratifizierung Kanadas ist die Opiuinkonvention vom Jahre 1923 in Kraft getreten. Nach Paragraph 19 dieses Abkommens muß eine Zentral» behörde aus acht Vertretern ernannt werden. Ihr Sitz ist Genf. Deutschland hat die Ratifizierung des Abkommens von der Bedin- gung abhängig gemacht, daß ein deutscher Vertreter in der Zentral» behörde einen Platz erhält. Amerika ist aufgefordert worden, einen Fachmann namhaft zu machen. Die Ernennung der acht Mitglieder erfolgt bei der Wintersession des Rates. Darauf versammelte sich der Rat in vertraulicher Sitzung. Auf Vorschlag Kanadas wurde eine französische Sachverständige, Fräulein C h a p t a l, beauftragt, eineEnqueteüberdie moralische und soziale Bedrohung der Kinder in Deutschland. Kanada. Dänemark, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Groß- britannien und der Tschechoslowakei durchzuführen. Im Anschluß an die vertrauliche Ratssitzung fand im Zimmer des Generalsekretärs eine ganz vertrauliche Sitzung statt, in der man über die A n t - wort an Costarica beriet. Wie man hört, sind die Meinungen darüber sehr geteilt und man wagt sich nicht an die Aufgabe heran, Stellung zu nehmen zu den Streitigkeiten über die Monroedoktrin zwischen Nord- und Südamerika. Am Nachmittag hat der Völkerbundsrat in streng vertraulicher und ungezwungener Teesitzung die Aussprache über die Antwort des Rates aus den Brief Costaricas fortgesetzt. Dieses verlangt be- kanntlich, bevor es in den Völkerbund eintritt, eine autentische Aus- legung der Monroedoktrin durch den Völkerbund. In der Rats- sitzung hat man sich im Prinzip über die Basis der Ant- wort geeinigt. Unter Bezugnahme auf die Erklärung Wilsons, daß die Monroedoktrin eine rein amerikanische Angelegenheit sei, wird der Völkerbund darauf verzichten, ein« Auslegung der Doktri» Seite Z. mt. 407. „Badische Presse" (Morgen-Ausgabe) Samstag, den t. Septem?« ISN. zu geben. In dem Antwortbrief wird eingehend auf die Ent- stehungsgeschichte des Artikels 21 des Völkerbundspaktes hingewiesen, der fich mit der Monroedoktrin befaßt und sie als rein regionales Sonderabkommen bezeichnet. Eine endgültige Formulierung des Kompromisses ist jedoch noch nicht gefunden. Der Rat wird sich morgen noch einmal mit der Angelegenheit befassen. Mit der vorge- schlagenen Lösung haben sich naturgemäß die südamerikanischen Ver- treter im Rat am schwersten einverstanden erklären können, denn es ist_ ein offenes Geheimnis, daß hinter dem Brief Costaricas noch größere südamerikanische Staaten stehen. Zudem muß man sich ver- gegenwärtigen, daß in den politischen Auseinandersetzungen der neuen Welt gegenwärtig die Monroedoktrin wieder ein» große Rolle spielt. Staatssekretär Schubert empfing im Anschluß an die Geheim- sttzung den litauischen Ministerpräsidenten Woldemaras und den litauischen Gesandten in Berlin. Sidzikauskas. Es darf angenommen werden, daß es sich bei dieser Unterredung zunächst nur um eine all- gemeine Aussprache über die zahlreichen zwischen Deutschland und Litauen schwebenden Fragen handelt. In der Unterredung dürfte jedenfalls die Frage der deutsch-litauisch«n Handelsvertragsver- Handlungen, sowie die Memelklagen, insbesondere die letzten Bor- kom -mnisse im Memeigebiet und auch die polnisch-litauischen Be- jiehungen erörtert worden sein. Die deutsch-russischen Beziehungen. (Eigener Nachrichtendienst der „Badische« Presse".) J .N.S. Moskau, 31. Aug. Die Bereitwilligkeit der deutschen Regierung, die seinerzeit wegen des Schachtyprozesse» abgebrochenen Verhandlungen über eine Revision des deutsch-russischen Handels- Vertrages wieder aufzunehmen, haben in Moskauer amtlichen Kreisen Genugtuung hervorgerufen. Diese drückt sich in einem Artikel der „Jswestija" aus, die in dem Verhalten Deutschlands «ine fühlbare Förderung der Interessen beider Länder steht. Das Kabinett ist nicht sicher, ob der von Deutschland vorgeschlagene Termin der Wie- deraufnahme der Verhandlungen — Ende Oktober — der Sowjet- regierung genehm ist, doch glaubt die ..Jswestija", daß die Sowjets gerne bereit sind, über diesen Punkt weitere Besprechungen zu pflegen. Reichsbanner und Reichspräsident. * Berlin, 31. Aua. (Funkspruch.) Wie aus Breslau gemeldet wird, hat der Kalinor stand des oberschlestschen Reichsbanners fol- gende Erklärung erlassen' „Der Gau vorstand hat in seiner in Elei« witz mit sämtlichen Funktionären abgehaltenen Konferenz einmütig beschlossen, an den Empfangsfeierlichkeiten anläßlich des Bösliches des Reichspräsidenten in Oberschlesien teilzunehmen." Dieser Beschluß steht im Gegensatz zu dem Beschluß des Bres- lauer Reichsbanners, der fich an dem Empfang nicht beteiligen will Erdstod in der Schwäbischen Alb. TU. Hohenheim, 31. Aug. Bon der hiesigen Erdbebenwarte wurde ein Erdstoß aufgezeichnet, dessen Herd in 50 bis 60 Kilometer Entfernung liegt. Es handelt sich um einen Erdstoß mittlerer Stärke, der im Erdbebengebiet der Schwäbischen Alb erfolgte. Die Aaubmörderjagd. TU. Königsberg, 31. Aug. Nach den letzten Meldungen er« scheint es sicher, daß der Raubmörder von Tapiau sich jetzt westlich von Königsberg aufhält. Ein Motorradfahrer Hai mitgeteilt, daß der Mörder ihn beschossen habe. Der Fahrer macht einen recht glaubwürdigen Eindruck. In der Nähe von Heiligenbeil wurde in der Nacht zum Freitag ein Fl«ischermeist«r von einem Wegelagerer überfallen, Ein nachfolgende« Automobil verscheuchte ihn jedoch. Die Korridorgrenze wird streng überwacht, um einen Uebertritt de» Raubmörder» zu verhindern. Der Tod in den Bergen. TU. Innsbruck, 31. Aug. Am Iubiläumsweg im Kaisergebirge verunglückten drei Personen tödlich. Sie kamen in ein Unwetter hinein und gerieten in niedergehenden Steinschlag. Die Toten sind Postdirektor Max Sch n e l l-München. dessen 13 Jahre alter Sohn und die 56 Jahre alte Bilr-iermeistrrsfrau JSger-Hag bei Wasser- bürg. Di« Frau des t»>en Postdirektors Schnell wurde schwer ver- letzt in das Krankenhaus Kufstein gebracht. Das Hochwasser in den Alpentälern. TU. Innsbruck, 31. August. Das Hochwasser ist Freitag früh in den Alpentälern etwas zurückgegangen. Ueber das schwere Unglück in der Brennergegend wird berichtet, daß nunmehr auch der Bauer Schmelzer der mit seiner Frau von einer Mure weggeschwemmt wurde, seinen Verletzungen erlegen ist. Das Unglück ereignete sich infolge eines großen Glctscherbruches im Alteiner Ferner. Auch aus dem Zillertal wird Hochwasser gemeldet. Die Ortschaft Stumm steht teilweise unter Wasser, zum Teil wurde auch der Bahndamm der Zillertalbahn überschwemmt. Em Diener der Menschheit. Zum 80. Geburtstage August Forels am t. September 1828. Von Dr. KIiii;t> Glaser. Eine Ameise und die Wort« ..i«d«r omni» Tbdt" — die Arbeit besiegt alles — das ist das Ut-ris August Forels, selbstgewählter Wappcnspruch eines geistigen Menschen, für den die Ameise Arbeits- gebiet und Symbol zu gleicher I«it ist. Es war kein Zufall, daß sein Lebenswerk und sein Ruhm mit dem Studium der Ameise begann. Jnstinktgemäß, wie jedes Genie, zog es auch ihn dorthin, wo eben fein Platz war. Er war sechs Jahre alt, als er Ameisenzüge be- «bachtete und die auf einen Knaben sensationell wirkende Entdeckung machte, daß es im Volke der Ameisen so etwas wie Sklaverei und Sklavenraub gebe. Und als ihm viel später, im Jahre 1853, da« er schon «in großer Knabe von 11 Iahren war, seine Großmutter ein Buch über die Ameisen schenkt«, stellte es sich heraus, daß er manches vom Leben dieser Tiere wußte, das nicht einmal in dem Buche stand. Es ist begreiflich, daß «r unter diesen Umständen auch weiterhin für Insekten, vor allem aber für Ameisen, besonderes Interesse hatte. Was er damals als schüchterner 11 jähriger Knabe beobachtet hatte, wurde übrigens 10 Jahre später seine erste Publikation; sie erschien unter den Mitteilungen der Schweiber Enthomologischen Gesellschaft. Berühmter wurde sein 3 Jahre später erscheinendes großes Werk über die Schweizer Ameisen und dann sein sünfbändiges Werk über das soziale Leben d«r Ameisen. Zu einer Zeit, da Tiersr^iologie- und -Psychologie noch in den allerersten Anfängen standen, verfaßte er grundlegende Bücher über eines der interessantesten Tiervölker, Ausgangspunkt für eine groß sich entwickelnde Wissenschaft und sür die ganze Biologie überhaupt. Forel war damals 17 Jahre alt, innerlich voll entwickelt, «in fertiger Mensch. Seine Arbeitshefte waren eng beschrieben mit Auf- »eichnungen über die Ameisen, und von Darwins Buch über die Ad- stammung der Arten hatte er jedes Wort in sich aufgenommen. „Die Richtung meines Lebens war damit gegeben, sagte er in seiner Selbstbiographie, „Ameisen und Gehirn, beide wurden meine Re- ligion " Er widmete sich nun dem Studium der Medizin, und daß «r bei der Schlußprüfung in Lausanne durchfiel, war zweifellos nicht die Schuld mangelnder Kenntnisse: man fand ihn viel zu jung, und so mußte er noch warten. In Wien machte er bei dem Psychi- ater Meynert seine Doktorarbeit, und als er das zweite Mal „an- trat", bestand er das Examen ohne Schwierigkeiten. Er hatte also, schon als er Doktor war, seine Neigung für Psychiatrie bekundet, und dabei blieb es auch. Vergegenwärtigt man sich die nächsten Jahre seines Lebens und Strebens, so sieht man einen jungen Arzt, der immer geneigt ist. eine Kampfstellung einzunehmen, wenn es sich darum handelt, „eine Obrigkeit Mores zu lehren" und Hindernisse beiseite zu schieben. Dank seiner Tüchtigkeit und seines Fleißes wurde ihm manches nachgesehen. Er war dqr erst«, der das Mikro- tom, das Messer der histologischen Wissenschaft, an ein ganz «rhär- tetes Menschenhirn anlegte, 2000 feine Querschnitt« macyte, um die Ktchns» htt SArüleitusg j» .veriolAe«. geint Sltiti» Ein ganzes Dorf niedergebrannt. TU. Wien, 31. August. Die „Stunde" meldet aus Preßburg: In der Nähe von S llein geriet am Donnerstag infolge Blitz- jchlags ein ganzes Dorf in Flammen. Da sich die Mehrzahl der Dorfbewohner auf dem Felde befand konnten die Läscharbeiten nicht rechtzeitig einschen. Das Dorf ist fast völlig ein Raub der Flammen geworden. Zwei Kinder werden vermißt. Sie scheinen bei dem Brande ums Leben gekommen zu sein. Ein schwachsinniger Mann scheint ebenfalls den Tod in den Flammen gefunden zu haben. Eine Greisin wurde gerettet, starb oberhalb darauf an ihren Verletzungen. Zuaunaliick bei Havanna. * Berlin, 31. Aug. (Funkspruch.) Nach einer Meldung aus Ha- vanna stießen auf der Linie der elektrisch betriebenen Havanna—- Central Railway in «iner Kurve vier Meilen außerhalb der Stadt zwei Züge zusammen. 30 Personen wurden verletzt, einige davon schwer. ten über Hirn-Anatomie waren «s, die ihm schließlich «ine zunächst freilich inoffizielle Stellung als Leiter der dann durch ihn so be- rühmt geworbenen Irrenanstalt Burghölzli-Zürich verschafften. Bald folgte auch die offizielle Anerkennung, denn jeder andere weigerte sich, „die berüchtigte Hölle Burghölzli" zu übernehmen. Zwanzig Jahre wirkte Forel an dieser Anstalt, di« bald keine Hölle mehr war, sondern, befreit von ihren Fehlern, zu einer musteraültigen Irrenanstalt wurde. Mit «iner Energie, die vor keiner Methode zilrückscheilte, führte er diesen Reinigungsprozeß durch. Nennt man den Namen Forel, so weiß man, daß damit der Führer der Anti-Alkoholbewegung gemeint ist, der Fanatiker unter den Alkoholgegnern. Menschen von seiner Kampfnatur sind ja die geborenen Fanatiker. Er war schon einige Jahre in Burghölzli, als ihm sein Schwager einen neuen Schuhmacher empfahl. Er war ein seltsamer Schuhmacher, denn er machte, wie Forel erzählt, „die Schuhe nach der Form des Fußes und nicht umgekehrt". Als Forel ihm einmal ein Glas Wein anbot, erwiderte der Schuster, daß er Abstinent sei und einem Trinkerrettungsverein angehöre. Forel dachte sofort an die Vielen in seiner Anstalt, zu deren Ruin der Alkohol mehr oder weniger beigetragen hatte, und er fragte den Schuhmacher, ob er sich dieser Patienten annehmen möchte. So wurde der Schuster Boßhart eine Art Ratgeber und heilte dann in der Tat viele Trinker der Anstalt. Er hatte auf diesem Gebiete mehr Erfolge als Forel selbst, und als dieser ihn einmal fragte, wie es käme, daß Voßhart die Trinker heilen könne, er, der Arzt und Direktor, aber nicht, sagte der Schuster: „Ganz einfach: ich bin Abstinent und Sie nicht." So wurde Forel Abstinent, und mit Feuer- eifer nahm er sich dieser Sache an- Irinkerheilstätten. Abstinente- Logen, Verein« gründete er, vollkommen von der Sache eingenom- men, die er dann für eine der Voraussetzungen hielt, um die Mensch- heit zu bessern und der Ethik zu dienen. Denn in allen der Allgemeinheit dienenden Fragen, mit denen Forel sich beschäftigte, betonte er, daß sozial und moralisch identisch sind. Man mutz nur sein berühmtes Buch Die sexuelle Frage" lesen, das er 1905 deutsch und im folgenden Jahre französisch schrieb. Was er damit wollte, das war: „Die Sehnsucht des menschlichen Gemütes und die Erfahrungen der Soziologie der verschiedenen Menschen- rassen und geschichtlichen Zeitperioden mit den Ergebnissen der Na- tursorschung und den durch diese ans Licht geförderten Gesetzen der psychischen und sexuellen Evolution in harmonischen Einklang zu bringen." In der Alkoholfrage hatte er eine einfach« Formel gefun- den: Weg mit dem Alkohol! Die sexuelle Frage konnte er nicht durch einen einzigen Satz lösen, wenn er auch ein großes Prinzip fand und verteidigte: daß nämlich jeder Lösungsversuch der sexuellen Frage sich auf die Zukunft und auf das Glück der Nachkommenschaft richten müsse. Als er offen diese Frage behandelte, die er von einem höhe- ren Standpunkt aus betrachtete und ebenso schön wie gut fand, war er sich klar, daß er Vorurteile beseitigen, sich aber auch von utopisti- schen Phantastereien fernhalten müsse. Aber in seinem Schlußsatz in der Schilderung der Zukunftsehe. wie er sie sich vorstellt, ist doch ein großes Stück Utopie enthalten, und seine Ehepartner sind Menschen, die weder damals, als dieses Buch erschien, oft zu finden Kgreg, nv.ch Mt« zu linden Md. Aorels berühmtes Wert ist ein« Schweres Explosionsunglück in einer französischen Dynamitfabrik. TU. Paris, 31. Aug. Nach Meldungen aus Eaen hat sich am Freitag vormittag in der Dynamitfabrik von Ablon bei Honsleur ein schweres Explosionsunglück ereignet. Dex größte Teil der Ge- bäud« ist in die Luft geflogen. Acht Arbeiter wurden getötet und etwa 20 verletzt, davon vier schwer. Einzelheiten liegen noch nicht vor, auch di« Ursache des Unglücks ist bisher nicht bekannt. Der Bürgermeister von Ablon sowie die Gerichts- und Militärbehörden haben sich an die Unglücksstäite begeben. Diese Explosion ist nicht die erste, di« sich in der Fabrik ereignet hat doch waren die b.sherigen bei weitem nicht so schwer wie die heutige. Di« dr«i Kilometer von Honfleur hinter Bäumen versteckt an der Seine gelegene Unglücksstätte ist von unaufhörlich herbei- strömenden Neugierigen umlagert. sehr interessante Zusammenstellung der auf Mann und Weib sich beziehenden Dinge und ist auch durchaus berechtigt, in seinen eugene- tischen Grundsätzen, in seiner Abwehr des Alkoholismus, der Prosti- tution und anderer das Glück der Menschheit bedrohenden Schäden. Aber es ist kein Rezept für eine glückliche Ehe, auch kein Ausweg aus der Wirrnis sexueller Nöte die den Menschen vom Beginn der Pubertät bis in die Tage des Altwerdens umklammern. Die Schwierigkeiten, die hier bestehen, sind auch für Forel unendlich, und ein Buch kann in diesem Falle nicht viel sagen. Nun ist Forel 80 Jahre alt. Krankheit und Schmerz haben auch vor seiner Türe nicht Halt gemacht, lleberblickt man das große Werk seines Lebens, die vielen Bücher, die er geschrieben, die Gründungen, die ihm zu danken sind, so muß man vor allem anerkennen, daß er leine ganze große Kraft und sein heißes Bemühen verwendet hat, um der Men chheit zu dienen. Ob es ihm geglückt ist? Die einzelnen Räder, die d e Mechanik des Fortschritts ausmachen, sind oft schwer zu erkennen. Kampf gegen Alkoholismus, Befreiung von der sexuel« len Not — das eine ist schwer, das andere noch schwerer, und viel- leicht muß man am höchsten noch immer sein erstes Werk werten, das der Beobachtung der Natur galt, den Lebensäußerungen seiner geliebten Ameisen. Franz von Stuck gestorben. Donnerstag nacht ist der bekannte Maler und Bildhauer Geh. Rat Franz Ritter von Stuck im Alter von 65 Jahren einem Herzschlag erlegen, v. Stuck wurde 1863 in Tettweiß (Niederbayern) geboren und besuchte 1882 bis 1884 die München« Akademie der bildenden Künste, an der er zuletzt als Professor wirkte. Seine vielseitige Kunst trug ihm reiche Ehren «in. Er wurde im Jahre 1905 geadelt und war Mitglied vieler Akademien des In- und Auslandes. Durch seinen Tod erleidet München und die gesamte Kunst einen schweren Verlust. Fritz Rnppert 50 Jahre alt. Fritz R u p p e r t, ein seit 1921 in München lebender, in Karlsruhe geborener Maler, ist am 15. August 59 Jahre alt geworden. Er war Schüler von Ferdinand Keller in Karlsruhe, hat in Paris. Italien, Griechenland. Amerika. Kanada usw. gelebt, aber immer Sehnsucht nach München gehabt, wie so viele Hunderte vor ihm und vermutlich auch nach ihm. Ruppert ist ein ebenso guter Landschafter wie Porträtmaler, und auch als Maler- poet hat er schon von sich reden gemacht. Jedenfalls darf er beim Passieren dieser wichtigen Station auf der Lebensreise überzeugt sein, daß sein Schaffen nicht umsonst gewesen ist. Wer so viel kann wie Ruppert, darf des Beifalls aller wahren Kunstfreunde stets sicher sein. Der Deutsche Kulturbund, die Deutschlandgruppe des Jnter- nationalen Verbandes für kulturelle Zusammenarbeit, hat an Stelle des bekanntlich nach Rom berufenen Professors Ludwig E u r t i u s den Staatssekretär a. D. R. von Kühlm ann zu seinem 1. Vor- sitzenden gewählt. Dem geschäftsführenden Vorstande gehören ferner an: Professor Alfred Weber, Heidelberg. Professor Georg S w a r z e n s k i. Frankfurt a. M.; Frau L. von Schnitzlet, Frankfurt a. M. und als Sekretär Dr. O von Riesemann, Heidelberg. Der Sitz des Sekretariats ist in Heidelberg. Orts- gruppen des Deutschen Kulturbundes sind in Berlin, Hamburg. Leipzig, Köln, Frantsurt a. M, München ia Bildung beglijiea. Pariser < Worüber Slresemann und PoincarH gesprochen haben sollen F.il. Paris. 31. Aug. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Die Besprechung zwischen Dr. Stresemann und PoincarS w rd weiter- hin in allen politischen Kreisen erörtert. Eine Fülle von Gerüchten ist im Umlauf, die begreiflicherweise nur schwer kontrolliert werden können. SJtan erzählt u. a., daß PoincarS sich sehr lebhaft über an- gebliche Rüstungen drr Reichswehr behchwsrt hätte. Es wären ihm Berichte zugegangen, wonach Eeschützuimvandlungen und Munitionsanhäufungen stattgefunden hätten. PoincarS soll be- hauptet haben, daß diese den Anlaß bildeten, daß Frankreich gegen- über Deutschland höchst mißtrauisch sein müsse. Dieses Gerücht kann natürlich nur mit allem Vorbehalt wieder- gegeben werden, ebenso übrigens zwei Mitteilungen über den In- halt des Gesprächs, d>« sich in den heute erscheinenden Wochen- blättern befinden. Der „Crie de Paris" erzählt, daß zwischen Strose- mann, PoincarS und Briand di« deutsch-sranzMchen Problem« im allgemeinen ebenso wenig aufgegriffen worden wären wie das Prob- lem der Rheinlands im besonderen. Stresemann Hab« bloß eine An« spielung aus die Lage gemacht, in die der Versailler Ver- trag Deutschland gebracht hätte. Die beiden französischen Minister hätten ihm zugestimmt, daß es eine Anzahl von Fragen gebe, d e den Gegenstand einer Gesamtprüfung bilden müßten. Mit PoincarS hätte ver Reichsaußenminister alle europäischen Angelegenheiten er- örtert. Stresemann habe über die Sowjetregierung gesprochen, dann über die wirtschaftliche Ausdehnung Deutschlands und schließlich hätten er und PoincarS philosophische Fragen gestreift. Der ,,Crie de Paris" will wissen, daß die beiden Staatsmänner N etsiche und seine Uebermenschcn verurteilt hätten. Das Wochenblatt „Eyrano" behauptet, daß Stresemann bei Poincar« auf die vorzeitige Räumung der Rheinland« ge- drungen hätte, weil diese Maßnahm« alle Wolken zerstreu«« würde. PoincarS hätte erwidert, daß Deutschland in Thoiry Brand ver- sprachen hätte daß es Vorschläge erstatten wolle, was niemals ge- schehen sei. PoincarS hätte gesagt, daß derartige Borschläge «in- gehend geprüft werden würden. Dann sei von der Regelung der Kriegsschulden gesprochen worden, doch hätten Stresemann und Poin- carS der Anschauung Ausdruck gegeben, daß d'e Vereinigten Staaten an dieser Debatte teilnehmen müßten, was aber vor den amerika- Nischen Wahlen unmöglich sei. Im großen und ganzen könne man sagen, daß man die Tür für künftige Besprechungen geöffnet hätte. Poinearvs Forderungen. le. Genf, 31. Aug. (Drahtmeldung unseres Berichterstatters.) Mit dem Eintreffen des Reichskanzlers Hermann Müller in Genf wird die Frage akut werden, wie weit die deutischen Vertreter in Genf in Verhandlungen über die vorzeitige Räumung der Rhein» lande eintreten weren. Nach dem nunmehr hier etwas reichlicher vorliegenden, zum Teil guten Informationsmaterial über die Ver- Handlungen des Re chsaußenministers mit PoincarS und Briand ge- staltet sich die Lage etwa folgendermaßen: Während die Unterredung zwischen Briand und Stresemann über allgemeine Betrachtungen nicht hinausging und Briand jeder ernsthaften Aussprache über das Deutschland am meisten interessierende Rheinlandproblem ausge- wichen ist. hat die Unterredung zwischen PoincarS und Stresemann größere Bedeutung gehabt. Jedoch hat Poincar« keine andere Hal- ♦ tung im Gespräch «ingenommen, als sie bereits s«it langem bekannt ist. Die Bedingungen, die PoincarS gestellt hat, sind in «rster Linie finanzieller Art und betreffen di« Umbildung eines Teiles der deutschen Dawesoblgationen, «ine Aufgabe, die zu erfüllen nicht in deutscher, sondern in amerikanischer Macht li«gt. Ob ferner weiter- gehende politische Forderungen gestellt sind, etwa die Einführung einer dauernden Kontrolle im Rheinland, ist noch ein Geh« mnis. doch scheint die Hinzuziehung der Botschafterkon- ferenz bei den bevorstehenden Aussprachen darauf hinzudeuten. Außerdem hat PoincarS, w e es heißt, einige seiner Steckenpferde geritten und verlangt, daß Deutschland in aller Form noch einmal den Verzicht auf Elsaß-Lothringen aussprechen solle. Es scheint, als wenn der Gesamteindruck der Aussprache zwischen den Reichsaußenminister und dem fraiuösischen Ministerpräsidenten zu keinem besonderen Optimismus Anlaß gibt. Es lag daher nahe, daß der deutsche Außenminister Wert darauf legt, ofsiz elle Bedin- gungcn für die Rheinlandräumung zu erfahren, denn auch PoincarS hat sich hinter den anderen Besatzunasmächten verkrochen und er- klärt, daß Frankreich allein keine entscheidenden Forderungen formulieren könne. Infolgedessen besteht offenbar auf deutscher Seite der Wunsch, daß die Besatzungsmächte unter sich beraten und klare Be- dingungen festlegen, unter denen sie bereit sind, das Rheinland vorzeitig zu räumen. Auf dies« Weis« ist auch di« Botschafterkon- ferenz wieder in den Mechanismus eingeschaltet, die bereits in Vor- fühlung Wer die Frage eingetreten sein soll. Jedoch werden die eigentlichen Verhandlungen wohl in der nächsten Woche in Genf stattfinden. Die Abreise des Kanzlers. m. Berlin, 31. Aug. (Drohtmeldung unsere Berlin«» Schrift- leitung.) Der R«ichskanzl«r tritt am Samstag abend seine Reis« nach Genf an. Er wird sie, wie vorgesehen, in Baden »Baden unterbrechen, um mit dem Rdchsaußenminister über dessen Pariser Verhandlungen noch einmal Fühlung zu nehmen. Tagss-Anzeiger. Q U. Sasse« Odeo«: 1. Grobes Sonber-Konzert der neuen Kapelle, Vti Uhr. Kaffee-Kabarett Roland: Das neue Scptember-Elitc-Programm. Wiener Hof: Vollständig neues Programm. Alte Brauerei Höpfner: Unteihaltuugö-Konzcrt der Jazzbaub-K-ivelle. Kaffee Grüner Bau«: Grobes Tanz-Turuier. ?riedrichöbof-Garten: Grobes Konzert der Harmonie-Kavelle, 8 Uhr. Gut Ecköneck Durlach: Hausball, 8 Ubr. Parkschlöble Durlach: Tan,. 4 Uhr. Residenz-Lichtspiele: Willi, Kritfch, der Tan'stubent. — Beiprogramm. Kamm«r-Lichtf»iele: Mamo» Lcseaut. Der Sürst von Pavvenh'im. — Beiprogramm. Samstag, den 1. September 1928. JBobfldj« Presse« sMorgen-AusgaSe? Jh. 407. Sekte 8. Konsularische Vertretung Amerikas. Der zum Vizekonsul bei dem Konsulat der Vereinigten Staaten »on Amerika in Stuttgart ernannte Herr Donald S. White ist zur Ausübung konsularischer Amtshandlungen in Baden zugelassen worden. Das Schützenheim öes Kriegervereins Berzhausen. # Berghausen, 31. Aug. An der Straße nach Iöhlingen, am Ortsausgang von Berghaujen, umgeben von Wald, Weinbergen und 'Obstanlagen in einem wunderbaren Steinbruch liegt die Schießan- !age der Schützenabteilung des Kriegervereins Berghausen 1874, e. '33. Nicht besser könnte die schöne Lage für diesen Zweck gewünscht werden. Man geht wohl nicht zu weit, wenn man sagt, daß hier ein« Erholungsstätte für die Mitglieder des Vereins und ihren Angehörigen geschaffen worden ist. Die Schießanlage ist unter Be- rücksichtigung aller aus dem Gebiet des Kleinkalibersports gesammel- ten Erfahrungen mit den modernsten Einrichtungen erstellt und kann daher wohl als eine Musteranlage bezeichnet werden Am vergangenen Samstag und Sonntag, begünstigt von dem wunderbarsten Wetter, fand die Einweihung des neuerstellten Schützenheims, ver- bunden mit einem Bundespreisschießen statt. Die Verwaltung des Kriegervereins hatte sich alle Mühe gegeben, um das Fest ent- sprechend seinem Zwecke würdig begehen zu können. Schon am Samstag abend hatte sich eine große Anzahl Gäste und Mitglieder auf dem Festplatz eingefunden, die aber am Sonn- tag durch starken Besuch von Nah und Fern weit übertrossen wurde. Anter den Gästen konnte man auch den Präsidenten des Badischen Kriegerbundes, General U l l m a n n, die Gemeindevertretung Berg- Hausen, den Gauvorsitzenden des Oberen Pfinzgaues, Krieger, Baron Schilling von E a n n statt, Hohenwettersbach, und an- dere Persönlichkeiten sehen. Bei dem Festbankett am Samstag abend und auch bei dem Weiheakt am Sonntag nachmittag wirkten der Männergesangverein, der Turnverein und der Musikverein Berg- hausen in liebenswürdiger Weise mustergültig mit. Die Begrüßung?- ansprachen des 1. Vorstandes, Röthenbacher, und auch der WeiHespruch des Frl. Wagner waren im Sinne der Veranstaltung gehalten und machten einen tiefen Eindruck auf die Festversammlung. Man könne für die Jugend auf dem Gebiete der Sportbewegung nicht genug tun. Diese Aufgabe habe sich auch der Krieger- verein gestellt, um fördernd mitzuwirken. Nicht minder wirkte die Weihe des Heims, die von einem Mitglieds des Verwaltungsrats vorgenommen wurde. In der Weihe- rede wurde auf die ursprüngliche Bildung der Kleinkaliberschützen- abteilung hingewiesen und der Zweck des Heims und der des Schieß- fports näher erläutert. Nachdem die Tause der Anlage auf den Na- men „Schützenheim des Kriegervereins Berzhausen 1874, e. V." vollzogen war, wurde sie ihrem Zweck entsprechend der Führung der Ab- Heilung übergeben. Der Redner richtete hierauf mahnende Worte an Führung und Zungschützen und empfahl das Heim dem Schutze der Gemeindebehörde. Den Schlußakt dieser Weihe bildete del Männergejanzverein mit dem wunderbaren Liede „Der Trommler von Deutschland". Kamerad Kilthau als Führer der Schützen- abteilung übernahm hierauf das Heim mit dem Gelöbnis, daß in ihm nur die Ideal« des Schießsports gepflegt werden sollten. Bürgermeister Ungerer hieß die Gäste in. den Mauern Berghausens herzlich willkommen, dem Heim werde der erbetene Schutz nicht ver- faflt werden. Der Präsident des Badischen Kriegerbundes, General Allmann, richtete anschließend hieran herzliche, eindrucksvolle Worte ?n die Festversammlung, er könne sich über das Werk, das hier er- ! stellt worden sei, nur lobend aussprechen und empfahl es den übri- gen Vereinen zur Nachahmung. Gauvorsitzender Krieger schloß sich ' diesen Worten an, auch er müsse sagen, daß ein Baustein mehr ge- legt worden sei für die Kleinkalibersportbewegung. Die Reden wur- den von den Anwesenden mit Begeisterung entgegengenommen. Der Sonntagnachmittags-Veranftaltung war im Laufe des Vor- mittags eine Tagung im Gasthaus „Zum Adler" vorangegangen. Die Resultate des Preisschießens, an dem sich eine große Anzahl auswärtiger Vereine beteiligten, waren recht gut. Die Höchstzahl 'm Maiinschaftsschießen betrug 404 und die im Einzelschießen 58 Ringe. Eine ganze Anzahl wertvoller Preise wurde an die Preis- träger verteilt. Für Berghausen war es ein Fest im wahrsten Sinne des Wortes, man konnte sowohl am Sonntag abend, wie auch noch «m Montag abend in vorgerückter Stunde eine recht große Anzahl von Berghausens Einwohner auf dem Festplatz sehen. Die Vorbereitungen zum Rheinbrückenbau in Speyer. — Speyer, 31. Aug. Zurzeit werden am Rheinufer Bcden- Druckversuche vorgenommen und zwar an der gleichen Stelle, an der vor einiger Zeit die Probebohrungen zur Erstellung der Speyerer Rheinbrücke vorgenommen worden sind. ):( Durlach. 31. August. (Stadtrat.) Das Bezirksamt Karlsruhe hat den Entwurf einer Ausverkaufsordnung für den Amts- bezirk Karlsruhe ausgearbeitet, welchem der Stadtrat seine Zustim- ninng erteilt. — Der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Und der Arbeiterjamariterkolonne wurde ein Zuschuß bewilligt. — D>e Verpflegungskoiten im Städtischen Krankenhaus werden mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. um durchschnittlich % Mark täglich erhöht. — Die Zahl der Arbeitslosen beträgt zur Zeit 542. ):( Durlach, 31. August. (Sonntags-Fahrkarten.) Auf Antrag des Verkehrsvere ns liegen beim Bahnhof Durlnch weitere Sonn- tagsrückfahrkarten auf: Durlach—Freudenstadt, Durlach— Naumünzach ooer Obertal und Durlach—Freudenstadt oder Bad Peterstal. Wie sieht's im Weinberg aus? Lesebeginn. Die jahrelangen Bemühungen, durch Verbesserung der Kul- tur der Rebe und durch rationellere Kellerwirtschaft die badijchen Weine mit den Weinen der anderen deutschen Weinbaugebieten wettbewerbsfähig zu machen, haben schon zu erfreulichen Erfol- gen geführt. Diese Erfolge wären noch vi«l größer, wenn nicht in vielen Gegenden des Landes die Gewohnheit bestände, die Trauben zu einem zu frühen Zeitpunkt zu lesen, d. h. zu einer Zeit, in der die Beeren noch nicht ihre volle Reife erreicht haben und damit auch die Erzielung eines edl«n Weines nicht ermöglichen. Die weinbautreib.nden Gemeinden sollen daher besonders darauf achten, daß, wenn nicht besondere Uusachen, wie anhaltendes Regenwetter, starker Sauerroumbesall, Frostgefahr und dergleichen vorliegen, sie den Boginn der Traubenlese möglichst spät festsetzen und darauf achten, daß die Lesetcrmine von den Mainzern auch eingehalten wör- den. Es dürfte sich besonders empfehlen, daß sich benachbarte Ge- meinden oder ganze Bezirke über den Beginn der Traubenlese gegenseitig verständigen, denn die Erfahrung zeigt, daß, wenn in einer Gemeinde früh geherbstet w rd, die Winzer der Nachbar- gemeinden gleichfalls nach einer früheren Lese drd'ngen. Je größere Mengen gleichartigen und hochgradigen Weinobstes aber zum Ange- bot kommen, desto williger werden die Käufer das Erzeugnis zu guten Preisen abnehmen. Rebslands- und Weinmarktberichte des Badischen Winzerverbandes. Kaiserstuhl. A m o l t e r n : Der Stand der Reben ist gut. Es ist mit einem halben, bei gut gepflegten Reben mit einem Dreiviertel Herbst zu rechnen. Es sind noch einige kleinere Posten naturreine 1927er zu verkaufen. I h r i n g e n : Die Trauben fangen bereits überall zu reifen an; sie sind schön und gesund. Es kann mit einem halben Herbst gerechnet werden. Sasbach: Die Trauben sind sehr schön. Der Behaiig läßt jedoch zu wünschen übrig, sodaß nur mit ein Drittel Herbsterträg- nis gerechnet werden kann. Der Preis für beste Weine ist 100.— MI- Ottenau. Herztal und Meisenbühl: Der Stand der Reben ist zufriedenstellend. Die Maisröste haben hier nicht geschadet. Der Be- hang ist gut,, besonders bei E l b l i n g. Burgunder hat durch Ver- rieselung bei der Blüte stark gelitten. Krankheiten sind bis jetzt keine aufgetreten, was auf die gute Witterung und die intensive Schädlingsbekämpfung zurückzuführen ist Es kann mit einem halben Herbst gerechnet werden. Nach dem ergiebigen Regen der letzten Tage begannen die Trauben zu reifen. 1327er Weine find beim Winzer keine mehr vorhanden. Ortenberg: Der Stand der Reben kann hier als ziemlich gut bezeichnet werden. In den unteren Reblagen gibt es in gut ge- pflegten Rebstücken bei Elbling und Räuschling einen Vollherbst; in den Bergreben ist infolge der großen Trockenheit und der außerge- wöhnlichen Hitze nur mit einem Drittel bis halben Herbst zu rech- neu. Die Trauben sind gesund und beginnen zu reifen. Es steht eine sehr gute Qualität in Aussicht. Verkäusliche Weine sind hier nicht mehr vorhanden. Ulm: Die Reben stehen sehr schön; es kann mit einem halben bis Dreiviertel Herbste gerechnet werden. Besonders schön stehen Burgunder und Klingelberger. Die Peronospora hat keinen Schaden angerichtet. Spuren von Mehltau wurden sofort bekämpft. Der Heu- und Sauerwurmschaden ist unbedeutend. Mittelbaden. Bühl: Der letzthin erfolgte Regen war ein Segen für das Rebgelände. Die Reben stehen schön und frisch und zeigen einen recht guten Behang. In einigen Lagen kann sogar mit einem Voll- herbst gerechnet werden. Von Frost und Hagel sind die Rebberge verschont geblieben, ebenso von Wurm und Krankheit. Infolge des naßkalten Wetters im Juni während der Blüte sind die Trauben in den tiefen Lagen etwas unvollkommen. Besonders im Affen- t al wird mit einem guten Tropfen gerechnet. Vielleicht dürften dann noch die Affentaler Reben, über die bereits das Todesurteil gesprochen war, wieder Gnade finden, denn allzuviele haben schon weichen müssen. Unterland: Rotenberg bei Wiesloch: Die Reben stehen sehr schön und sind von jeder Krankheit frei. Der Behang ist sehr gut, sodaß mit einem Dreiviertel bis Vollherbst gerechnet werden kann. Durch die außerordentliche Trockenheit haben die Trauben gelitten; die Beeren sind klein geblieben, sodaß in jenen Stücken, die in sehr trockenen Böden stehen, das Erträgnis von Dreiviertel bis halben auf ein Viertel bis einen halben heruntergedrückt wurde. Du. 1927er Weine sind fast alle verkauft; in letzter Zeit wurden noch zu 90 bis 120 Mk. abgesetzt. Guter Weinherbst an der Berastraße. == Schriesheim, 29. Aug. Beim Begehen der Weinberge durch die amtlich« Rebbeobachtungskommission wurde festgestellt, daß ein sehr guter Wein'heibst in Aussicht steht, sowohl hinsichtlich der Menge, als auch der Güte. Di« Trauben sind so gesund, wie seit Jahren nicht mehr. Es hat sich gezeigt, daß die europäischen Edel- reben den Amerikanern bedeutend überlegen sind. Die Blattsall- krankheit tritt nur selten auf, auch der Sauerwurm nicht allzu häufig und wird bei weiterem Anhalten der guten Witterung keinen aro» ßen Schaden mehr anrichten. Rebberaschlnh. — Miillheim, 29. Aug, (Rebschluß.) Samstag, den 1. Septem- ber, ist für Oberweiler Rebschluß angesetzt. = Niederweiler. 27. Aug. Aus hiesiger Gemarkung sind von heute ab die Rebberge geschlossen. Die Trauben haben sich hier sehr gut entwickelt und beginnen bereits zu reifen. Zwei „schwere Hungens". — Müllheim, 31. Aug. Von den französischen Behörden wurde an der Grenze bei Neuenburg ein junger Mann an die deutschen Be- örden ausgeliefert, der, wie sich bei der Untersuchung herausstellte. Zapiere bei sich trug, die aus nicht weniger als drei Namen lauteten. Er nannte sich „S ch w e r i n", „Greinert" und „Frank e". Er war steckbrieflich wegen Autodiebstahls von den lunger angehöriger zu sein, der sich aber bei Durchsuchung seiner Papiere als ein Deutscher Fritz R a m s e g e r entpuppte, der von drei Be- Hörden steckbrieflich verfolgt wird. U. a. war er aus einer fchweizeri- fchen Strafanstalt im letzten Jahre ausgebrochen und hatte sich währenddessen in Frankreich herumgetrieben, bis er endlich festge- nommen werden konnte. Unfallchronik. 4* Eölshaufen (Bretten), 31. Aug. (Ueberfahren.) Ein Karls- ruher Ferienkind wurde in der Nahe des Schulhauses von einem Personenauto überfahren. Schwerverletzt wurde das Kind ins Krankenhaus nach Bretten gebracht. --- Vöhrenbach, 31. August. (Tödlicher Autounfall.) Ein töd- l cher Autounfall ereignete sich gestern nachmittag kurz vor 5 Uhr in der Schützenstraße. Der 18jähr>ge Lehrling D o l d war damit be- schäftigt, Kisten mit einem Handkarren an die Bahn zu bringen. Dabei wurde er von einem daherkommenden Auto aus Freudenstadt erfaßt und etwa 20 Meter weit geschleift. Der Lehrl ng erlitt einen Schädelbruch, sowie eine innere Verzerrung und blieb tot auf der Straße liegen. Der Autoführer wurde vorläufig in Haft genommen und das Auto wurde beschlagnahmt. Großfeuer im Elsaß. ~ Geudertheim (Brumath), 31. Aug. In Geudertheim hat gestern nachmittag ein Großseuer acht Gebäude und e i n Wohnhaus eingeäschert. Zahlreiches Vieh, sowie die Ernte und sämtliche landwirtschaftlichen Geräte fielen den Flammen zum Opfer. Der Schaden wird auf über 300 000 Fr. geschätzt. Rheinmeisterschaft im Schach. 7. Runde: In der Partie Schieser-Hussong, eine Reti« eröffnung, erlangte Schwarz durch gute Eröffnungsbehandlung bald die Initiative. Be den nun eintretenden Verwicklungen verlor Weiß einen wichtigen Bauern und geriet in eine schlechte Stellung. In schwerer Zeitnot, er mußte noch 6 Züge in einer Minute machen gab Weiß^ da seinem Gegner noch genügend Zeit zur Verfügung stand, die Partie auf. In der Partie Hillesheim-Gerber, einem Damenbauernspiel, unternahm Schwarz in nicht genügend entwickel- ter Stellung einen unzureichenden Angriff, büßte dabei einen ver- laufenen Springer ein und konnte- nicht verhindern, daß Weiß sein materielles Uebergewicht siegreich zur Geltung brachte. In der Partie Hüther-Platz, e ner französischen Partie, verlor Weiß im Mittelspiel einen Bauern. In dem entstandenen Bouerncndjpiel mit Läufer und Springer auf beiden Seiten verteidigte sick Weiß nur schwach, unternahm noch ein inkorrektes Figurenopfer, das ihm der Gegner in feiner Weise widerlegte und so den Gxwinn der Partie erzwang. In Partie Klucker-Mayer, einer Holländ'schen im Anzug, baute sich Schwarz am Damenflügel verkehrt auf. Der junge Freiburger, der heute die Partie durchweg gut führte, nützte die schwächen des Gegners in richtiger Weife aus, erWang Qualitäts- und Bauerngewini. und konnte die Partie in klarer Weise zum Gewinn führen. Wichtig für die vorläufige Placierung war die Partie W e i ß g e rb e r - Wa l t c r. ein Damengambit. Weiz g ng aus der Eröffnung mit dem besseren Spiel hervor, konnte aber seinen Vorteil nicht festhalten und mußte in ein sehr schwer zu be- urteilendes Damenendjpiel einlenken. Be m Abschluß des Berichtes wurde die Partie in voraussichtlicher Remisstellung noch weiterge- spielt. Die Hauptpartie Mayer-Hussong aus der 2. Runde (Ost ndisch im Anzug) wurde am Freitag nachmittag zu Ende ge- führt. In der Eröffnung hatte Weiß seinen Gegner überspielt und Jich eine Gewinnstellung ausgebaut. In Zeitnot versäumte er im ge- "eigneten Augenblick anzugreifen und mußte seinem Gegner Gegen- chancen einräumen. Nun wandte sich das Blatt. Hussong, unterstützt durch einige schwache Züge von Weiß, kam in entscheidenden Vorteil und konnte nach nochmaligem Abbruch die Partie trotz verzweifelten Widerstands seines Gegners zum Gewinn führen Stand nach der 7. Runde: Platz und Hussong je 6 Punkte, Weingelber und Walter je 4 (1), Schiefer 4, Hillesheim 3W, Klucker 3, Mayer 2, Hüther 1^>, Gerber 0 Punkte. = Dossenheim, 31. Aug. (Neues Postamt.) Ab 1. Septembe« wird die hiesige Postageniur in ein Postamt dritter Klasse um- gewandelt und mit einem Postverwalter besetzt. A. Batschari, Cigarettenfabrik A. G. Haben Sie sich schon am „SLEIPNER"-Wettbewerb beteiligt? Denken Sie daran, daß 614 ansehnliche Preise ihre Gewinner suchen! (Vielleicht gerade Siel) Senden Sie, wenn Sie's bis heute noch nicht taten, schnellstens Ihr Urteil über die Eigenschaften unserer „Sleipner"-Cigarette ein. Wählen Sie Versform, Prosa, Zeichnung oder Lichtbild - ganz wie es Ihnen am besten liegt - zum Ausdruck Ihrer Meinung, doch lassen Sie sie originell sein. Der gute Einfall wird preisgekrönt. Haben Sie Ihr Glück bereits versucht, so tun Sle 's nocheinmal und nocheinmal. Doppelt und dreifach Ist sicherer. Vergessen Sie nicht, daß jeder Einsendung ein Kontrollzettel, wie ihn die „Sleipner"- Packungen enthalten, beizufügen ist und lassen Sie sich über die Wettbewerbs-Bedingungen im Cigaretten-Spezialgeschäft unterrichten. Ihr Tabakhändler weiß Bescheid. Eilen Sie! Der 30. September ist der Schlußtermin des „Sleipner" - Jubiläum - Wettbewerbs. 6ettc L Wt. 407. ^vadische Presse" flNorgen-Ausgabe) Samstag, den 1. Septem»« 1028. Aus der Landeshauptstadt. Karlsruhe, den 1. September 1928. September. Sommersende! Rotglühend« Hagebutten an dea Wegen, müde zur Erde sinken Blätter, hochoben gen Süden eilende Vogeljcharen lärmende Stare im Ebereschengezweig und die blühende Heide! alles Vorbot«, des nahen Herbstes, den uns auch letzte sonnige -tage nicht mehr vergessen lassen. Die Natur vernichtet wieder was sie m der kurzen Zeit ausbauender Geschäftigkeit geschaffen hat . Und doch gleicht diese Vernichtung eher einem Fest. In Schön- he,t stubt all die Sommerpracht. Wie das eintönig grüne Laub sich verfärbt, als hätte ein Maler die Farben von seiner Palette wahllos über das Blatterdach gestreut. Es ist wie im Mai. als wir über das zarte Grün uns freuten. Rur ist es der Mai des Herbstes. Die «mmer kürzer werdenden Tage mahnen uns ja nur zu deutlich, oag der September frei Bote des Herbstes ist, der bei seinem Schei- den mit roher Sturmsaust alles fortreißt, was uns an den schönen, kurzen Sommertraum erinnert. Sommersende! Noch glauben wir ja nicht ganz daran, denn noch umtost uns Milder Sonnenschein, noch grollt der Donner nach heißen Tagen. Aber die weihen Fäden, die sich von Strauch zu Strauch ziehen und durch die Lust gleiten, sie zeigen uns den kurzen Weg, der uns noch durch Blumen und Muten führen w-ird„ um dann in frostiger Mnteröde zu enden. Nun erwarten wir noch den letzten Fruchtsegen, die rotbäckigen Aepfel, die saftigen Birnen, die Kartoffeln und alle andereil Feld- früchte, um in den TKnterbau zu schlüpfen, den uns des Jahres letz- tcr Spender überreich nrit Vorräten füllen soll. Frühlingserinne- iut ^} werden wir mit hinein nehmen, Sommergedanken und die Hoffnung auif die Neugeburt der schwindenden Herrlichkeit. Karlsruher Unfallchrvmk. Freitag mittag verunglückte eine verHeiratete Frau von hier beim Abladen von Kohlen dadurch, daß sie auf einem Pritschen- wagen ausrutscht« und herunterfiel, wobei sie sich einen Unterjchen- kelbruch zuzog. Sie fand Aufnahme im Städtischen Krankenhaus. Ein Matrose aus Rotterdam brachte Donnerstag vormittag beim Hochziehen des Heckankers auf dem Schiff „Borgir" im Rheinhasen die rechte Hand in das Kammrad der Ankerwinde, wo- bei ihm der Daumen abgequetscht wurde. Ein lediger Schlosser von hier erlitt Freitag nachmittag in einer hiesigen Maschinenfabrik dadurch einen Unfall, daß ihn ein von einem Kran infolge Kettenbruchs herabfallender Wasserbehälter am Hinterkopf streifte und ihm «in« schwer« Quetschwunde bei- brachte. Am Städtischen Krankenhaus starb Freitag früh der verheiratet« 63 Jahre alt: Maschinenschlosser Friedrich Gültling von Dur- lach, der am 28. dieses Monats in einer Durlacher Maschinenfabrik dadurch einen Schädelbruch erlitten hatte, daß ihm der Handhebel einer Maschine an den Kopf traf. — Beisetzung von Ka»l Uebler. Die Bestattung des auf so tragisch« Weise ums L«ben gekommenen Hauptkassiers des Verban- des der Eemeindebeamten und Sporitsmannes Karl Uebler ge- staltete sich zu einer imposanten Trauetkimdgebung. Schon vor Beginn der Trauerhandlung war di« Friedhoftapelle überfüllt, ein Beweis für die Wertschätzung, der sich der Verblichene nicht nur in der Sportwelt, sondern auch in weiten Kreisen der einheimischen Bevölkerung und über di« Grenzen des Badnerlandes hinaus er- freut«. An der über und über mit Kranz- und Blumenschmuck be- deckten Bahre, die mit den Farben des Badischen Motorradklubs, die der Verstorben« schon so oft zum Sieg« geführt hatte, geschmückt war, hielten Sportfreunde d,« Ehrenwache. Nach einem ergrei- fenden Abschiedsgefang „Sei getreu bis in den Tod", von Konzert- jängerin Schöning ausdrucksvoll zu Gehör gebracht, und der Ein- segnnungszeremonie durch den katholischen Geistlichen wurde die sterbliche Hülle des Entschlafenen zur letzten Ruhe -gebracht. Am Grabe widmete der Vertreter des Badischen Motorradklubs e. V. Karlsruhe dem Heimgegangenen Kollegen einen tiefempfundenen Nachruf, in dem er den Verstorbenen als einen von seltener Tat- kraft beseelten Sportler, der Si«g auf Sieg an di« Fahnen des von Oleanders Sieg im Großen Preis von Baüen. Freiherr S. Alfred von Oppenheims „Oleander" schlag! überlegen die besten deutschen Pferde und die Franzosen. — Ein grotzer Erfolg der deutschen Slölle. Tod bedeute einen uners«tzlich«n Verlust für den Basischen Motor radklub. Sein Andenken werde auch über das Grab hinaus stets in Ehren gehalten werden. Es folgten weiter« ehrend« Nachrufe und Kranzniederlegungen u. a. durch Oberinspektor Böhringer- Karlsruhe namens des Verbandes der Eemeindebeamten; ferner durch Stadtrechner Kilian für den Verband Badischer Gemeinde- rechner Gengenbach, Direktor R ö s ch - Schönwald im Auftrage der Leitung des Kurhauses des Verbandes Badischer Gemvindebeamten, Staidtbauaintmann Dahl im Auftrage der Direktion und des Per- fonals des Strandhotels Lochau-Bregenz, weiter durch Bürgermeister Koch-Ladenburg sür den Verband Badischer Bürgermeister, Geschäftsführer Sch w e i g e rt - Mannheim für den Verein städti- c f . m J _. _ IYY*^ .... t .!. U e . — f rxf: „Cufii ß 1 rt i «ins städt. Beamten Heidelberg und Furtwangen ihres verewigten Kollegen. w«lche durch N!«derl«gung von prachtvollen Kranzspenden' gleichfalls das Andenken des teuren Toten ehrten. ^ Festgenommen wurden: Ein 44 Jahr« alter Kaufmann aus Kronau und dessen Ehefrau wegen Münzverbrechens. ein 22 Jahre alter lediger Gärtner von Gonersheim w«g«n Diebstahls, ein 24 Jahre alter Matrose aus Kostheim wegen Einbruchdiebstahls, ein 20 Jahre alter Spengler aus Ingersheim, der wegen Diebstahls ge- sucht wurde, ein 26 Jahre altes Dienstmädchen aus Böblingen und ein 27 Jahre altes Dienstmädchen aus Hammereisenbach wegen Dieb- stahls, ein 33 Jahre alter Dienstknecht aus Rüppurr zum Strafvollzug sowie 3 Personen wegen verschiedener sonstiger strafbarer Hand- lungen. . * einer nächtlichen Ra^ia in Durlach wurden auf der Mein (Von unserem nach Iffezheim entsandten Sonderberichterstatter), Rennplatz Iffezheim, 81. August. Es war ein ganz großer Tag, der sich am Freitag draußen auf dem grünen Rajen von Iffezheim abspielte. Selten hat man der Ent- fcheidung der wichtigsten Prüfung der Baden-Badener Rennwoche, dem Großen Preis von Baden, mit größerer Spannung entgegen gesehen, als in diesem Jahre, wo mit Ausnahme von Aditja Deutschlands bestem Pferde gegen die Vertreter Frankreichs um den Sieg in diesem wertvollen Rennen kämpften D,e Sonder- »üge brachten nicht nur Besucher aus Baden-Baden und Karlsruhe, sondern auch aus der Pfalz und Württemberg, jodatz die Jffezhei- mer Bahn einen Massenbesuch aufzuweisen hatte und ganz das Bild eines „großen Tages" zeigte. Vor der Kwbtribün« war alles versammelt, was in der Internationalen Sportwelt Name und Klang hat und auf dem Sattelplatz unter den alten Pappeln promenierte ein elegantes Publikum, das der Entscheidung in dem Großen Preis mit fiebernder Erregung entgegen sah. Polizeihunden gestellt und festgenommen. Während der Entscheidung des Großen Preises in Iffezheim. Zunächst wiederholte im Thamant-Rennen Herr W. Bresges Feuerprobe seinen knappen Sieg vom Eröffnung?- tage im Schwarzwald-Rennen gegen Mantegna. Es war wiederum ein äußerst scharfes Rennen, in dem Fe-uerprobe und Mantegna die Gerade herunter bis ins Ziel nebeneinander kämpften, bis dann schließlich Feuerprobe zuerst den Kopf durchs Ziel stecken konnte. Otto Schmidt, Deutschlands Meisterjockey, der erst kürzlich seinen elfhundertsten Sjeg nach Hause ritt, in diesem Jahre aber auf der Iffezheim« Bahn wenig Glück mit seinen Ritten hatte, konnte end- [ich im Preis vom Alten Schloß mit Herrn Heins Stahls M a j e st a seinen ersten Sieg in Iffezheim davontragen. Im Dburg-Ausgleich kamen die Oesterreicher durch Graf A. Seilerns Gesell« zu einem prächtigen Erfolg. Der herrlich aussehende braune Hengst lief dem übrigen Feld gleich vom Start an in überlegener Manier davon, galoppierte mit fünf Längen vor dem Feld und gewann nach Belieben gegen Waldrada und Dollar. Im Großen Preis von Baden wurden elf Pferd« ge- sattelt. Es war ein Genuß, die besten deutschen Vollblüter im Ring neben den Abgesandten Frankreichs zn sehen, das durch den Heber» rafchungssieger im Fürstenberg-Rennen Castel Sardo Herrn M. Til- lements Bobsleigh und den erst am Mittwoch telephonisch noch zum Start gemeldeten Syram des Herrn M. Boussac vertreten war. Da- zu gesellte sich Deutschlands Vollblut-Elite, der letztjährige Sieger im Großen Preis Oleander, mit seinem Führpferd Mah Jong, der deutsche Derby-Sieger Lupus, Haniels Prachtstute Contessa Maddalena, die beiden Weinbergschen Vertreter Aurelius und Lampos, Lö- wenherz II und der im Besitz von Herrn Heinz Stahl befindliche Aus- länder Masked Ruler. Es war das größte Feld der Nachkriegszeit in dieser bedeutendsten deutschen Prüfung neben dem deutschen Derby, das sich am Freitag im Oostal dem Starter stellte. Nachdem die Franzosen im letzten Jahre zum ersten Male im Großen Preis mit Sacapapier und Grillement vorgetastet hatten, waren sie in diesem Jahre gleich mit drei Vertretern über den Rhein gekommen, um wie schon oft seit Bestehen des Großen Preises die Hand nach der wertvollen Siegestrophäe auszustrecken. Deutschlands Hoffnung war Oleander, der Sieger im Großen Preis von Oesterreich und mancher anderer wertvoller Rennen, dem es auch im letzten Jahre gelungen war, den französischen Angriff abzuschlagen. Gleich beim Start setzte sich der Stallgenosse von Oleander, Mah Jong an die Spitze des Feldes, gemäß seinem Auftrag als Führ- pferd für Oleander gefolgt von Löwenherz II. Contessa Maddalena, Syram, Oleander. Lupus, Lampos, während Aurelius und die Fran- zosen am Schluß des Feldes lagen. Auf der gegenüberliegenden Seite behielt Mah Jong die Führung vor Löwenherz, Lupus, Lam- pos und Contessa Maddalena. In schneller Fahrt kam das Feld ziemlich geschlossen in den Rastatter Bogen. Nun erreichte die aufs äußerste gesteigerte Spannung des Publikums ihren Höhepunkt. Wer wird den Großen Preis gewinnen? Diese Frage lag auf aller Mund. Der Weinbergfche Lampos war zuerst in den Einlauf gekommen, nachdem Oleanders Führpferd sein« Auf- gäbe erledigt hatte und zurück fiel. Neben Lampos tauchte auf der Innenbahn der deutsche Derby-Sieger Lupus und auf der Außen- leite Contessa Maddalena und Oleander auf. „Oleander! Ole- ander!" erklang es von den Tribünen, von wo man den Oppen- heimschen Vertreter an die Spitze des Feldes galoppieren sah. um auf der Geraden vorbei an den Tribünen unter Varga ganz über- legen unter dem Jubel der Zuschauer zu gewinnen. Es war e i n grandioser Sieg von Oleander, der seine bisherige Sie- geslaufbahn durch diesen Sieg im großen Preis krönte und damit gleichzeitig dokumentierte, daß «r augenblicklich Deutschlands bestes Pferd ist. Varga der Reiter von Oleander, wurde beim Zurückreiten zur Wage lebhaft gefeiert. Um den zweiten Platz entspann sich ein Kampf zwischen dem Weinbergschen Lampos und Lupus, den der Vertreter der Weinbergschen Farben um Hals für sich entscheiden! und damit gleichzeitig einen beachtenswerten Erfolg gegen den Ded by-Sieger erzielen konnte. Ein sehr beachtenswertes Rennen war Contessa Madda^ l« n a gelaufen, die hinter Lupus d«n vierten Platz vor dem Fran« zosen belogen konnte, von d«nen Syram erst an fünft«r Stell« voi Castel Sardo folgte. Dieser Ueberraschungssieger des Fürstenberg- Rennens bewies mit seinem Abschneiden im Großen Preis, daß et bei einem normalen reellen Rennen niemals diese loertvolle Prü> fung des Eröffnungstages hätte gewinnen können, sondern daß de! moralische Sieger des FürstenbergMennens Lupus ist, der heut« Castel Sardo ganz überlegen schlug. Oleander hat damit zum zweiten Mal« den Großen Preis von Baden gewonnen, ein Erfolg, der bisher nur einem ein» zigen Pferd seit Bestehen der Iffezheim« Rennen geglückt ist. jener Wunderstute Kincsem, di« in ihrer ganzen Rennzeit niemals ge- schlagen wurde. Der Oppenheimsche Erfolg mit Oleander löst« überall beim Publikum lebhaste Genugtuung aus und Freiherl von Oppenheim konnte nach dem Rennen von allen Seiten die ElüÄ wünsche für diesen Sieg entgegen nehmen. Der Wasserfall-Ausgleich, welcher mit 15 Pferden, das bisher größte Feld an den Start brachte, war in seiner Ent- scheidung in die nicht weniger als 5 Pferde eingriffen und bis ins Ziel dicht zusammen lagen, für das Renngericht nicht leicht. Her« R. Eichbergs Aver Dieux wnrde um Kopf Sieger vor Eigel- gayela, die wiederum Kopf von Hilf Dir selbst trennte. Auch Irrlicht war nur um Kopflänge dahinter. Der Richtevsprnch mit Kopi —Kopf—Kopf—tot«s Rennen ist jedenfalls einer der knappsten un» seltsamsten, der je auf der Jffezheimer Bahn gefällt werden mußte. Otto Schmidt kam in diesem Rennen zu einem D o p p e le v folg am vierten Renntage und enschädrgt« seine Anhänger mit einer Siegesquote von 185 Mark. Das den sportlich interessanten Tag abschließende W «II g u n d e- Jagd rennen gewann der Mannheimer Stall A. Ba«r mit Scheinwerfer, der Amper mit vier Längen schlagen konnte. Schwertlilie stürzte bei einer der letzten Hürden ohne daß dabei Reiter und Pferd Verletzungen davontrugen. Die Ergebnisse der Rennen waren: 1. Chamant-Rennen. Preis 6000 RM, Entfernung 1000 Meters Es liefen 8 Pferde, l. W. Bresges Feuerprobe (H. Schmidt), 2. A. u. C. v. Weinbergs Mantegna (O. (Schmidt), 3. Hauptgestüt Altefelds Dominica lJanek). Ferner liefen: Tarquinius Svper> bus, Ulster Prinz. Rodopp. Sankt Felix, Fleiß. Richterspruch: Kopf — K — 5. Sieg: 62:10. Platz: 15. 12, 13:10. 2. Preis vom Alten Schloß. Preis 4 500 RM. Entfernung 1800 Meter. Es liefen 6 Pferde. 1. Heinz Stahls Majesta (O. Schmidt), 2. Hauptgestüt Altefelds Daphne lJanek). 3. E, G. Butzkes Semperidem (Erabsch). Ferner liefen: Cocktail. Amarant, Gero. Richterspruch: 2—54—1%. Sieg: 53:10. Pia« 23, 23:10. 8. Dburg-Ausgleich. Preise 4500 Mk. Entfernung 1400 Meter.! Es liefen: 7 Pferde. 1. A. Seilerns Geselle (Huguenin); 2. L.^ u. W- Sklareks Waldrada (Haynes); 3. I. Sechsers Dollar (Narr). Ferner liefen: Saturn. Kapuziner, Delusion, Eisbraut.! Richteispruch: 2—6—''/?. Sieg 24:10. Platz 10, 11, 12:10. 4. Großer Preis von Baden. Preise 64 000 Mk. Ehrenpreis und! 50 0V0 Mk. dem ersten, 8000 Mk. dem zweiten, 4000 Mk. dem drit- ten, 2000 Mk. dem vierten Pferde. Es liefen 11 Pferde. 1. Frhr. S. Alfr. v. Oppenheims Oleander (Barga); 2. Herrn A. u. C- tu Weinbergs Lampos (Ebert); 3. Herrn L. ». W. Sklareks L n< pus (Haynes); 4. R. Haniels Contessa Maddalena (Huguenin)? 5. Herrn M. Boussacs Syram (W. Sibbritt). Ferner liefen: LS» wenherz, Mah Jong, Masked Ruler, Aurelius, Bobsleigh, Castel Sardo. Richterspruch: 5—Hals—24. Sieg: 15:10. Platz: 13, 84, 17:10. 5 Wassersall-Ausgleich. Preis 6000 Mk. Entfernung 2000 Meter. Es liefen 15 Pf«rd«. 1. Herrn R. Eichbergs Avec Dieux (O. Schmidt); 2. Herrn L. u. W. Sklareks Sigelgayela (Jäckel); 3. Herr» I. Kirchhoffers Hilf Dir selbst (Walz). Ferner liefen: Concordia, Knab, Irrlicht, Caro Bube, Delilany, Dalibor, Montagne Russe. Sorel, Mon Beguin II, Ralo, Escalidor. Richterspruch: Kopf—Kopf —Kopf—Hals—totes Rennen. Sieg: 185:10. Platz: 37, 34, 29:10. 6. Wellgunde-Iagdrennen. Preis 4500 Mk. Entfernung 3400 Meter. Es liefen 6 Pferde- 1. Herrn A. Baers Scheinwerfer (Deschnei); 2. Frhr- K. v. Bethmanns Amper (Pfänder); 3. Herrn K. Saurs Zachmann. Ferner liefen: Metis, Schwertlilie (gestürzt), Strumen, Romreise. Richterspruch: 4—5—3. Sieg: 60:10. Platz 33. 27:10. Liste der Sieger im Großen Preis von Baden in der Nachkriegszeit. (fr. Jubiläums-Preis.) 1921: A. u. C. v. Weinberg O ß i a n, 3j., 61% kg, O. Schmidt, 5 lf. 1922: R. Haniel Träumer, 4j., 56^ kg, A, Bleuler, 7 lf. 1923: A. ti. C. v. Weinberg Ganelon, 3j., 57 kg, O. Schmidt, 4lf ! 1924: Signor F. Tesio S c o p a s, 5j., 64 kg, F. Regoli, 7 lf. 1925: Hauptgestüt Altefeld Aditi, 3j., 55 kg, E. Janet, 10 lf. 1926: W. Lindenstädt Indigo, 3j., 54 kg A. Bleuler, 9 lf. 1927: S. Alfr. v. Oppenheim Oleander, 3j., 53 kg, L. Varga, 7 lf 1928: S. Alfr. v. Oppenheim Oleander, 4j., 58kg,L.Varga, 11 lf RUD. HUGO eröffnet 14 Uhr Die neuen Geschäftsräume der Firma, — Rudolf Hugo Meirich »»»W>»W»W«»W»»WW ■ Kalserslralje 119 a Das Gchhii-ftshaus der Firma Rmd. Hug» Dietrich (Kaiserstr. 173 a). das in gröhorein Umfang umgebaut wurde, ist nunmehr in seiner neuen Gestalt eröffnet worden. Dieses Haus wurde im Jahre 1868 von dem Architekten Stadtrat Schussele erbaut und zählte ursprünglich zur Herrenstrahe lNr. Ig). Vor 3"> Iahren — Ende April 1893 — lies, sich zunächst in der Nachbarschaft. Kaiserstrahe 179. die Firma Dietrich, Handschuh- u.n>d Krawatten^Spezialgeschäft. nieder. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte das Geschäft seinen Aufstieg. Nach fünf Iahren wurde das Ladengeschäft in das nachbarliche Haus Kaiserstrahe 177 verlegt, und im Jahre 19M kaufte >er Geschäftsinhaber das Grundstück. Seit 1922 nahm die Firma, deren Warenvertrieb sich jetzt auf sämtliche Herren- und Damenmodeartikel erstreckte, die gcsomten damals verfügbaren Räume im Erd- geschofo für ihren Verlans in Anspruch. Ein endgültiger Um- und Ausbau, der das ganze Haus umgestalten sollte, lieh sich im Früh- lahr 1927 nicht mehr abwenden. Es kam darauf an, alle verfügbaren Dimensionen zu gewinnen, die sowohl im Erdgöschoh wie im zweiten Stock dem Verkauf dienen konnten. Im Mai 1927 begann die erste Periode der Bauarbeiten, deren Abschluß in diesem Jahre — wie vorgesehen — erreicht ist, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem die Firma auf ihr fünfunddreihigjähriges Bestehen zurück- blicken kann. Zunächst galt es. im Hausinnern ein« erheb- liche Umwandlung zu schaffen und das Treppenhaus in die südöstliche Ecke in der Herrenstrahe zu verlegen. Nach Pfingsten 1928 bogann man an- schließend mit der zweiten und dritten Bauperiode, während welcher der Geschäftsbetrieb nicht unterbrochen sein durfte. Die Architektenfirma Philipp Schumacher hatte die Bauleitung in ihren bewährten Händen, Man hat durch die Verlegung des Treppenhauses eine Verlange- rung der Ladenfront nach der Herrenstrahe um zwei Drittel erzielt. Es folgten die weiteren Umbauaubeiten im Innern des Hauses, das sich bis hinab in seine Kellerräume Veränderungen gefallen lassen muhte. Um im Erdgeschoß den Grundsatz äußerster Raum- ersparnis verwirklichen zu können, wurden die alten Mauerpfeiler beseitigt und durch schmale eiserne Cäulenträger ersetzt. So muhte auch ein solcher gemauerter Pfeiler, der in der Länge einen Raum von 3K Meter einnahm, aus der Mitte des Ladens weichen. An seiner Stelle steht jetzt, gegenüber dem nach der Haus- und Straßen» ecke verlegten doppeltürigen Eingang, eine schlanke Säule, die den Hauptstützpunkt für das ganze Haus bildet. Die gesamte Innen- konstruktion ist überhaupt nach modernstem System auf eisernen Trägern aufgebaut, die die Lasten der oberen Stockwerke abfangen. Gleichzeitig ist eine neue Zwischendecke mit Entlüftungsvorrichtung eingebaut worden. Um den Geschäftsbetrieb in befriedigendem Umfange auf die von ihm beanspruchten Räumlichkeiten verteilen zu können, ist der zweite Stock u, a. für die Unterbringung der Büros und Magizine ausgebaut worden. Ei^e breite Holztreppe verbindet diese mit dem Laden. Diese mächtige Neugestaltung hatte naturgemäß zur Folge. daß im dritten, vierten und fünften Stock auch eile Wohnräume in die bauliche Veränderung einbezogen wurden. So hat das ganze Haus, vom Keller bis unters Dach. Wandlungen erfahren. Während man bei dem inneren Umbau nach eigenem Wunsch und zweckmäßigem Ziel verfahren konnte, war die Frage, welches Aussehen der auße- r«n Fassade verliehen werden sollte, nicht so leicht überflüaelt. Es war einerseits fraglos erforderlich, diesem neuen Haus, das nun mi,t acht Laden- jchaufenstern einen Anblick großzügiger Dimensio- nen gewährte, eine Fassade nach neuzeitlichem Gesichtsmuster zu geben; anderseits durfte nicht unbeachtet bleiben, daß aus allgemeingültigen Gründen gerade hier die schlichte ruhige Archl- tektur des alten Hauses gleichfalls gewahrt bleiben sollte. Di« lichtgetönte Fassade, wie sie der vollen- dete Ba-u aufweist, zeigt, daß man nach beiden Richtungen mit Erfolg gegangen — und nach keiner zu weit gegangen ist. In vorteilhaftem Maße drückt sich eine stille Anpassung an die frühere Stilart aus. Ein gußeiserner Balkon, der vormals das zweite Stockwerk in minder geschmacklicher Form kleidete, ist nicht neu erstanden. Vielmehr ersetzt ihn ein kleiner Erker, der nur flach aus dem Pro- fil der Fassade herausspringt, diesmal in Höhe des dritten Stocks. . Zwei städtische Uhren trug das frühere Haus nach außen zur Schau, mit denen sich das oricntie- rungsbedürftiige Publikum befreundet hatte. Sie waren während der Bauzeit verschwunden und sind von manchen vermißt worden. Nach der Vollendung der Umbauten werden beide Uhren wieder in entsprechender Anpassung ihren ge- wohnten Platz erhalten. Neuzeitliche Aufmachung kommt dem Geschäftskunden aber avch entgegen, wenn er die gesamte Innenausstattung der Verkrufs- und Büroräume übersieht. Die Ladeneinrichtung ist vollständig erneuert; im zweiten Stock, in dem sich die Abteilungen für Kon- fektion befinden, entdeckt man geschmackvolle Anprobiersallms: sämtliche Geschäftsräume sind durch Haustelephon und Ver- ständigung mittels Lichtsignale verbunden; das ganze Hans wird durch Zentralheizung erwärmt; ein elektrischer Aufzug für Per- sonen und Lasten führt bis ins fünfte Stockwerk zu den Magazinen. Der Verkaufsvertrieb ist nach heutigen Methoden geregelt. Man findet den Eindruck, den das Geschäftshaus von außen durch seine sind vorbildlich in Geschmack und Qualität Eine Sonder - Ausstellung neuzeitiger Rotsiegel - Krawatten zu besonders vorteilhaften Preisen zeigt zur Neueröffnung der Geschäftsräume die Firma Rod. Hugo Diefflen Am Umbau beteiligte Firmen: nuiimnminnnmnnnniiiinninniimnnniiiiiiniimniiinniniiftinüniiiuiiniiimMiiiHiiüiiiMüüüHt: aipser i. stwamirfi esclffli Herum lllntnlinier vormals E. and H. Allmendinger KARLSRUHE i. B. IHelanchthonltr. 2 Telephon Nr. 550 Baltische TeiefonGesellschaft m.b.H. KARLSRUHE I. B. Gartenstr. 4, Telephon 4982 Auiomaiische Telefon «.Signal anlagen ■ADEN AUSBAU für sämtliche Geschäftszweige Karlsruhe /Tel. 6496-6498 Linoleum u. Tapeten liefert und verlegt zu äußerst billigen Preisen Fritz Merke! Kreuzstraße 25, Telephon 2586 Grosshandel --------------- Kleinhandel Verlangen Sie Vorschläge unverbindlich. Carl Gärtner Nachf. 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Wer immer mir von der eine Seite kommt, auf dem breiten Weg, den „jeder kennt"; wer, eben angelangt, nur schnell die Um- gebung des Aussichtsturmes mit Frühstückspapier verziert, seine mehr oder minder melodischen Wonneschreie von sich gibt und dann („wo gehts hier zum nächsten Wirtshaus?") wieder von bannen zieht — dem hat unser Berg bestimmt nichts Neues mehr zu jagen. Hat ihm wahrscheinlich überhaupt noch nie etwas gesagt. — Wir haben in früheren Aufsätzen schon manches angedeutet von den Beziehungen zwischen Mensch und Berg. Auch in Ansehung der Besuche lassen sich Parallelen ziehen. Man muh zu den Menschen mit Liebe kommen und zu den Bergen. Ohne inneren Trieb haben beide keine Freude aneinander, nicht der Besucher und nicht der Be« suchte. Es wäre besser, sie blieben sich fern. Heuchelei gilt bei den Bergen nicht und hält nicht. So eine gemütliche Schwarzwaldhöhe ist wi« ein« alt«, rnnze- lige Erosjmutter, die über einer hohen Stiege nahe beim liebcn Gott wohnt. Allerhand Leute kommen zu ihr. Leute, die sich Ver- wandte nennen und ihr innerlich fremd sind. Sie kommen an be- stimmten Tagen, weil es nun einmal so Sitte ist und sie nicht für pietätlos gelten wollen. Am Stillen schimpsen sie über die vielen Stufen und droben denken sie gähnend: ach Gott, die Erohmutter patzt doch gar nicht mehr in unsere Zeit. Und es kommen, gottlob, auch Leute, alte und junge, mit einem frohen Schein in den Auge». Sie reden nicht von Verwandtschaft, vielleicht stehen sie im Kirchen- buch auf einer ganz anderen Seite. Aber sie nehmen immer zwei Stufen auf «inmal und sehen nur die gütigen Augen in dem ver- runzelten Antlitz. Ihnen ist wohl da oben und sie werden nicht müde, den Geschichten der Matrone zu lauschen. Ihr wirklichen Bergfreunde wigt: etwas Neues ist immer dabei. So kommen auch wir schon ga» manches Jahr ,ur Badener Höhe auf Besuch. Und noch nie find wir ohne Erlebnis, ohne einen inneren Gewin« von ihr gegangen. Wir wollen nicht unzart fein, aber et ist augenscheinlich: Damen *n gewissen Iahren, hauptsächlich, wenn fie auch noch gemächlichen Gemütes find, neigen zur Breite. Die Badener Höh« ist sehr gemächlich. Man denke nur daran, was fie sich alles stillschweigend gefallen lassen mutz. Also hat sie ein Recht auf ihre Gestalt, die hauptsächlich von Süden und Norden her, als breichingelagerte Wand von dunklen Tannen erscheint. Wandern wir aber auf ihrem Rücken hin, so entdecken wir balZx daß wir so ein« Art siamesischer Bergzwillinge unter den Fühen haben, die durch einen fast ebenen Kammpfad miteinander verbunden find. See köpf heißt der Zwil- lingsbruder. Und ist die Badener Höhe ganz milde und von überall her mühelos zu erreichen, so zeigt sich das eigenwilligere männliche Geschlecht ihres Partners am nordöstlichen Ende in einem jähen und felsigen Absturz: der Seewand. Einhundertsiebzig Meter tief fällt sie hinab zum wundervoll in Tannen gebetteten Herren- wies er See. auf dessen Wasserspiegel bleiche Seerosen ihren Märchentraum spinnen. — Infolge ihrer breiten Doppelgestalt kommt uns die Höhe der beiden Bergriesen aus der Fern« nicht so recht zum Bewusttsein. Sie ist fast genau gleich: 1004 Akter erhebt sich die Badener Höhe über den Meeresspiegel, nur zwei Meter weniger als der Seekopf. Wenn letzterer weniger genannt und gewürdigt wird, so kommt dies daher, das; infolge ihrer engen Verbundenheit beide Berg« eben als ge- meinsames Ganzes erscheinen und die eigentlich« Badener Höhe die Signatur dieses Ganzen in ihrem 34 Meter hohen Rundturm trägt, dem höchsten des Schwarzwalds, der als weithin sichtbares Wahr- »eichen Aufmerksamkeit heischt. — Seinen starken B«such verdankt unser Berg der zentrtralen Lage inmitten weitbekannter und von guten Vertchrsstragen durchzogener Täler, die herrliche Naiurschönheiten ausschließen. Im Westen schlängelt sich der Obst- und Weingarten des Bühlertals h'ran; im Norden sind Oos und Ruhbach sichere Führer von Baden her; nordöstlich und östlich lockt die wilde Romantik des Murgtals Scharen vor Besuchern herbei, und vom Achertal im Süden finden viele ihren Weg über das Hornisgrindemassiv, die dann die Badener Höhe als Ausklang wählen, bevor sie wieder hinabsteigen ins Tal. Die Reichspoft tut mit ihrem Kraftwagenverkehr ein Uebriges und leistet dank des guten Wegnetzes von allen Seiten her einen immer mehr ausgebauten Zubringerdienst. Nicht zu vergessen ist auch der Kranz von Kurhäusern und Gaststätten — es seien nur die Namen Bühler Höhe, Plättig, Hundseck, Herren- wies genannt — von denen aus sein Scheitel auch vom Verwöhn» testen in einem Nachmittagsfpazierganig auf bequemen Wegen zu erreichen ist. Böse Menschen behaupten, daß „ohne die Wirtshäuser" auf der Vadener Höhe auch heute noch ein Eremit ungestört leben könnte. Doch wir wollen nichts gesagt haben. Wer aber nach alter und noch immer innigster Weis« das Fuß- wandern mit Rucksack und Stecken liebt — auch ixrlei Leute soll es im Schwarzwald noch geben — der findet, was di« Meng« vom Badener Höhegebiet nicht glauben will, der heimlichen Waldpfade noch genug, auf denen er sein Herz singen und klingen lassen kann. Und kommt ihm das Menffchengeräusch doch einmal zu nahe, so weiß er sich seine Wege selber zu schaffen und auf seine Weis« ans HerZ des Berges zu gelangen. Er wußte uns keinen Dank, wollten wir hier mchr verraten. Jeder auf feine Weise. Hauptsache ist, daß Unzählige schon in den herrlichen Wäldern unseres Berges Er- holung gesucht und gefunden, an seiner großartigen Rundschau Auge und Herz gelabt und aus dem Lärm der Welt eine stille Stunde innerlichen Entzückens für sich gerettet haben. Bück auf den Herrenwleser See. ». 3. Göd. Bevor mir von der Badener Höhe i die wieder Abschied nehmen, wollen auch wir einen kurzen Blick in die schön« Gotteswelt tun, wi« st« sich von der Höhe ihres Turmes aus rings um uns ausbreitet. Zuerst fällt unser Auge wohl hinab auf das sich unmittelbar zu unseren Füßen in seine grüne Wiesenmulde hineinkuschelnde Nest- lein Herrenwies. In strengem Gegensatz zu seiner Lieblichkeit baut sich dahinter die dunkle Wand d«s Hohen Ochsenkopfes auf. Links von ihm blinzelt der Nägeliskopf herüber, und von ihm gleitet der Blick ganz von allein ins Schwarzenbachtal mit feiner berühmten Talsperre hinaus. Weiter nach Osten ju ( jenseits der Murg,. erkennen wir in ihren Königsmantel herrlichster focht annen gehüllt die Drei hei t Draberg, Hohloh und chrammberg. Aus dem Grindengebiet melden sich Lange Grinde, Altsteigerskopf, Be t t e l m a nn s ko p f. Hoch, köpf, sowie, an dem pavillonartigen Holzdach seines Turmes er- kenntlich, der Mehlis köpf. Selbstverständlich auch, und beson. ders eindrucksvoll, di« doppeltürmige Hornisgrinde. Südwest- lich und westlich halt en M i t t e l f e l d- und O m e r s k o p f unser Auge eine Weile auf, bevor es weiterwandert zum blitzenden Rhein und dem unbestimmten Graublau der Vogesen. Haben wir einen guten Tag erwischt, so können wir uns damit vergnügen, ein« Augenreise in die Schwäbische Alb. in den südlichen Schwarzwald und sogar noch weiter, zu den stlberschimmernden Zacken der Alpen zu tollt. J Di« Badener Höhe würde ihrem Namen keine Ehre machen, wollte sie uns nicht auch die Sckxnl auf die Umgebung der Stadt mit Ruine Hohenbaden, Ebersteinburg, Merkur. Natürlich ist auch der fürwitzige Mahlberg wieder da. der sich hier sogar de» Luxus eines Doppelgipfels leistet, ebenso auch die uns im zweiten Bild bekannt gewordene Teufelsmühle. Und da wir gerade in diese Rich- tung schauen, will der Odenwald nicht vergessen sein. Melibocus und Katzenbuckel sagen an: „Wir sind auch da!" Hübsch und freundlich unterbrechen da und dort helle Ortschaften die satteren Töne der Bergwelt. Da vorn. zwischen Eichel- ». Mahlberg: was kann das anders sein als Karlsruhe, unsere liebe Heimatstadt? Wie schön, mit einem Grüß Gott und einem Behüt Gott zugleich Abschied nehmen zu können von der Badener Höhe! September. Die leichtbeschwingte Melodie der vier Monate ohne „r" ist in Sommerblust und Traumdämmerungen g.'starben. Ihre letzten Töne wehen wie Schleier noch hinüber in das Schwermulsmotiv des Sep- tembers und umflattern liebkosend die spätsommerlichen Tage. Wohl hüllt sich der Kurgast noch immer in Schwimmtrikot und Bademantel und stellt Berechnungen an zwischen seiner Lebensfreude und der Temperatur des Wassers. Bor wenigen Tagen noch tat er es nicht. Wasser und Sonne zauberten ihm den graziösen Elan der Selbst- Verständlichkeit des Augenblicks in die Glieder. Heute schaut er sich erst oerlege« um. ob er dieses Spiel hochsommerlicher Lust noch wagen kann. Im Strandbad bespritzen sich übermütig mit gebräunten Armen einig« Sportgirls. Kokette Bademützen vermögen nicht über die kälte-bläulichen Schattierung«« in den Gesichtern hinwegzutäu- Wer das Wasser lockt und bald wird es noch kühler sein. lso muß die Zett benützt werden und sei es nur. um auf dem trockenen Lande zu promenveren und die neuesten Kumtwerke der Mode nochmals vorzuführen. Andere Variationen des Kurbetriebes kommen zu ihr«m Recht. Man schätzt wieder Spaziergang« in die Welt der Schwarzwaldberge, die jetzt von dem Farbenzauberer Herbst mit neuen Gewändern geschmückt werden. Im Hochsommer beschränkte man sich auf das notwendigst« Maß körperlicher Bewegung. Natur- schönheit blieb Liebe von Ferne. Man glaubt« es, wenn di« anderen davon erzählten, was sie alles auf ihren Wanderfahrten entdeckten. Die Hochsommertemperatur ist immer eine gute und annehmbare Ausrede. Aber auf die Dauer will man von seinem Aufenthaltsort auch noch mehr Eindrücke aufnehmen, als nur die intensive Beschäftigung an der Speisetafel, Flirt auf der Kurpromenade oder sonstige Dinge, die sich gerne ins Boshaft« verwandeln, wenn sie von Men- scheu über Menschen verbreitet werden und das so beliebte Thema der Sommerstische bilde«. Jetzt ist die Zeit der späte« Eon««. Zwischen Ende August und Mitte Oktober liegen die klaren, blanken Tage auf den Schwarzwaldhöhen. In den Niederungen lag.rn sich die kalten Nebelschichten, die de« Herbstwochen den trübseligen Anblick verleihen. Aber in der Höhen- wolt siegt immer noch di« Sonne. Das nebelfreie Gebist beginnt meistens schon in einer Höhenlage von 500 bis 600 Meter«. Kein Wunder, daß diese Saison die Zeit der Höhensonnenkuren ist, die, leider immer noch verkannt, von wohltuendem Einfluß auf de« menschlichen Organismus sind. Die Dichter singen von den ersten gelben Blättern, die von de« Bäume« wirbeln und mit denen sie ihre Träume und WLnsche da» vonflattern lassen. Was dem einen entflieht, wird dem andern ge» bracht. September ist ebenso ein Stimmungszustand, ein Gefühls- komplex, wie es die sommerlichen Wochen des Jahres sind. Nicht zuletzt umschließt er ein Ferienprogramm. das mannigfache Reize aufweist und zudem Gelegenheit gibt, statt der hellen Sommertl-n- der elegante Herbsttostüme als Dekorationsmoment in di« Kulissen der Landschaft zu schieben. Dann wird auch die Traubenkur, die in den großen Bädern und Kurorten zumeist als die erste Phase der Hcrbstisaison anzusprechen ist, zu einem farbenfrohen Bilde ber Er» holung und Lebensfreude. Der September mahnt leise ans Abschiednehmen. In viele« Gegenden bedeutet er auch bereits das Ende des Aufenthaltes im Freien. In Baden ist er ein unmerklicher Uebergang zur rauhe« Jahreszeit, in dem immer noch die Wärme und das Licht die Ober» Hand haben. Es ist reizvoll, dieses Land im Herbst zu schauen und Erlebnisse i« seinen Alltag fortzutragen. September in Baden ist ein Programm. Und wenn dieses abgerollt ist kommt der Oktober und November, jene Monate, die das Herbstwunder zur höchsten Blüte treiben und noch einmal die Geheimnisse buntfarbiger Pracht enthüllen, ehe sich «ine Schneedecke auf die Berge und Täler senkt. bv. En die Riviera des Nordens »er Swineniäisle-Zoppof-raiao-Hemel OSTPREUSSEM, DflNZIG». MEMEL nt*» Metorschneilsctiiffeii „Hansestadt Daazig" >. „Preessen nach u. von FAHRPLÄNE FAHRKARTEN u. NÄHERE AUSKUNFT durch den Norddeutschen Lloyd, Abteilung Inländisches Verkehrswesen, Bremen, die Stettiner DamDfschlffs '-Gesellschaft J. F. Braeunllch. G. m. b. H.. Stettin, deren Vertretungen sowie durch alle Relaebureaus u. Eisenbahn-Fahrkartenausgaben Hotel Kurhaus Holdereck Forbach l. Munrtal. 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Nr. 407. „vad^che Presie" sMorgen-AusgaVe) Samstag, den 1. September 193t. Aus Bädern und Kurorten. hy. «esucherzablen baiiiiiiier Kurorte. In Badenwctler wur- den biS iura 25. August »131 Kurgäste gezählt, davon 188« Ausländer und 1 508 Passanten. — Im Kurhaus Biihlerhöhe belies sich die Zahl der Kurgäste bis zum 23. August auf 1 496, davon 148 Ausländer. — In Herren alb betrug die Zahl der gemeldeten Kursremden 10 585. /\ Lustkurort Lantenbach i. Murgtal, nördl. Schwarzwald, 400 Meter Ii Meer. Infolge seiner günstigen, mittleren Lage, umsäumt von hohen Bergen mit sonnigen Abhängen, mit Ruhebänken und arohcn Tannen- Waldungen, eignet sich daö stille, abseits vom «erkehr liegende Dörschen, vorzüglich zum Herbstausenthalt. Auch kann man von hier aus herrliche Bergtouren und Spaziergänge mit stets wechselndem Panorama machen. Baden-Baden, Herrenalb. Wildbad sind mit Postkraftwagen leicht zu er- reichen. Bad Liebenzell . ?er Besuch des schönen Heilbades ist ein anhaltend guter. Zur Zeit sind Über 1 300 Kurgäste gemeldet. Der «m Gast konnte heuer drei Wochen bälder verzeichnet werden als im Vorjahr. bv. Z>remde»betrieb in Todtmoos. Im Kurort Todtmoos im siid- lichcn Schwarzwald herrscht zur Zeit Hochbetrieb. Sämtliche Häuser sind gut besetzt: auch ein reger Passantenverkehr macht sich an den Sonnt,gen bemerkbar. Die nach allen Richtungen verkehrenden Krastvosten und HöhenanösichtSioagen sind von Besuchern, die sich au der Bergwelt im oberen Wehratal ergötzen, Überfüllt. Auch der Wallsahrtsverkehr nimmt immer größere formen an. Tie nene Wallfahrtskirche mit ihrem mäch- tigen Turm uud schönem Geläute findet allseits Bewunderung Am Kirchweihfountag soll die feierliche Einweihung des neuen Gotteshauses stattfinden. Im September findet ein großes Herbstsvortfest des Sport- Vereins statt. > Svätsommertage am Bodenler gibt die wechselnde Siimm.nug des Schwäbischen Meers einen eigenen Reiz. Das Kurhaus von Bad Schachen, dieses fafhionable Ldvll am Bodensee, erfreut sich daher jetzt noch eines lebhasteu Besuches. Biele alte Stmnmgaste kehren geride zu dieser Zeit am liebsten ein, weil die Alpenfirne de? Säntis und der Seesavlana sich im Herbst am allerichönsten entschleiern. Da? Ufer- «Claude prangt dazu in Rot und Gold. Strandtreiben und Rudersport. Tennis und Segeln kommen zwar voll zu ihrem Recht, doch bieten die Spätsommertage auch jenen, die nur Ruhe und Ausspannung suche«, in Bad Schachen einen Jungbrunnen der Erholung. x Bad Soden am Taunus. Uns liegt ein von Bad Soden am Taunus, dem weltbekannten Seilbad für Katarrhe, Asthma und Herzleiden, heraus- gebrachter Svezialprosvekt vor, nach welchem dieses Bad in ane"ke!inens- werter Weise schon vom 15. September ab Herb st- uud Winter- kuren zu ermäßigten Pauschalpreisen gewährt. Fiir den niiherordentlich mäbigen Preis von 250 RM. wird eine 4wöchige Kur ein- schließlich Wohnung, Verpflegung, ärztliche Behandlung, Bäder uud In- halationen gewährt. Besondere Kurtaxe wird nicht erhoben. Das Pro- spekt bringt die Liste sämtlicher Badeärzte und eine Aufstellung rtn 58 Hotels nnd Pensionen mit insgesamt ea. 380 Bette», unter denen dem Interessenten sowohl freie Arztwahl, sowie freie Wohnnngsivabl anheim- «estellt ist. -v- WeaaiS. Der beliebte Kurort am Herzen des Bterwaldftätter- sccs, ist zu einen ausgesprochenen Eldorado deutscher Kurgä st e geworden. Die letzten JahreSstatistiken verzeichnen über SO Prozent dent- scher und über 35 Prozent schweizerischer Gäste, was mehr als alles andere die Freauenz des Kurortes charakterisiert. Der Sommer 1*1:38 brachte Wo- tbeufreauenzeu von über 4000 Kurgästen, und täglich wies das neuvergrö- fterte Strandbad Wcggis, als die schönste Anlage dieser Art in der Schweiz, eine» Besuch von 800—1000 Badenden auf. Die Saison wird bis weit in den Herst hinein andauern, und der Monat September ge- hört noch zur Badesaison. Konzerte nnd Bälle. Theater und Ei-'traveran. sraltungen aller Art versprechen angenehme uud vielseitige Abwechslung Wer einen idealen Herbstanfenthalt im milden, nahen Süden, im An- gesicht der unvergleichlichen See- und Alvenwelt zubringen will, wird mit dem Kurort Weggis wohlbcratcn sein. Kleine Mitteilungen. .Tin Sommernachtstraum im Schwetziuger Schlokaarlen". Die Rei- hcnsolge der Darbietungen für dieses, mit einer größeren Illumination des Schloßgartens verbundene Gartenfest des Berkehrsvereines Schwetzin- gen am kommenden Sonntag, 2. September, ist folgende: 1. Teil: 7.30 bis 8.30 Uhr: Prvmcnadckouzert bei der Hirschgruppe 8 30 Uhr: Beginn der Jllumiuation. 9 Ufir: Märchentänze der Lichtelfen an der Hirschgruppe. 9.30 Uhr: Höhepunkt der Illumination. Lenchtfon- töne am großen Arionbasfiu, Scheinwerserbeleuchtniig der Hirschgciivve, bengalische Beleuchtuug der Figuren Rhein und Donau, sowie der Zirkel- aebäude de? Schlosses. 2. Teil: ab 10 Uhr: großer Sommernachtsb^ll in den Zirkelsälen. Preistanzen IWalzer uud moderne Tänze). Tauzspiele, großes Tanzorchester: gegen 11 Ubr: Damen-TchönheitSkonknrrenz mit Wahl der Schloßgarten-Sommerlönigin für 1923. — Eingang znm SommernachtSball nur vom Schloßgarten aijs durch den Iagdsaal. — Bei nn. günstiger Witterung entfällt nur die Gartenbeleuchtung, alle übrigen Ber- anstaltungen in den Zirkelfälen finden bestimmt statt. Verkehrsnachrichlen. by Gesteigerter Ausflugöverkehr mit Motorbooton in «-»stanz. Gegenüber frühereu Jahren hat der Motorbootverkehr der Flottille der Stadt Konstanz in den letzten Monaten einen bedeutenden Aufschwung genommen. Wenn im Mai 1928 mit städtischen Booten 25 610 Personen nnd im Juni 43 952 Personen besöroert wurden, so sind diese hohe Be- förbernngsztffcrn. vor allem aus die Einstellung neuer großer und ver- kehrssichcrer Boote in die städtische Flottille znrückzusühren. Aber auch die neuen Motorbootlinien Konstanz—Meersbnrg—Insel Mainau und Konstanz—Krenzlinaen—Botttghofen—Waldhaus Jakob, durch die die schönsten Ausflugsziele der Umgebung von Konstanz dem anwachsenden Fremdenverkehr erschlossen wurden, haben sich vorteilhaft auf den Ans- flugsverkehr mit Motorbooten ausgewirkt. Eine Motorbootfahrt aus dem Bodensee vermittelt die schönsten Eindrücke, die der See zu bieten vermag, und es ist daher verständlich, daß die Motorboote der Stadt Konstanz sich in der reifenden Welt einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Alpine Nachrichten. «>. Weaverbessernng Im Gesäuse. Die Sektion Stenr hat den von ftistatterboden zur EnnStalerhütte führenden Weg einer gründlichen AuS> bessern»« unterzogen. Der Weg ist durchgehends auf 120 Zentimeter per- breitert worden. Die EnnStalerhütte am Tamifchbachturm (der bequemste AiiSstchtSberg im Gesänsc) ist auf dem neuen Steige mühelos zu er« reichen. Literatur. A Pforzheim im Bild. „Pforzheim", die viertgrößtc badische Stadt,! deren eigenartige Industrie, die Schmuckwarenhcrstelluug, seinesgleichen in der ganzen Welt sucht, versucht durch eine neuartige Werbung das Publikum für sich zu interessieren. Denn ein sehr wichtiges Moment! lvielt bei dieser Stadt eine Hauptrolle, sie ist die natürliche Eingangs- pforte zum Schwarzwald, den der in Pforzheim geborene Dichter, Ludwig Auerbach, in seinem Liede .Schwarzwald, o Heimat, wie bist du >o schön" verherrlicht. Diesem Dichter hat der Berkehrsverein Pforzheim vor knr- »em einen Gedenkstein erstellt. Die nunmehr herausgegebene Postkalten- Serie umfaßt 8 Exemplare uud zeigt in verschiedenen ?»ildern zunächst landschaftliche Partien, wie sie nicht schöner gemalt werden könne.». l zur; Wir bitten unsere Leser Anfragen für den Reisebriefkasten späte stenk bis Montag früh einzusenden. Unlere Auskünfte geschehen nach bestem Wissen, jedoch unter Ausschlutz jeder Gewähr nn» Haftbarkeit. Zur Mitarbeit haben wir das Reisebüro Karlsruhe. Kaiserstraße 229. gewonnen. Aufragen find »u richten an den Reisebrieskasten der Badiichen Presse". Aufrage 243: E. C. !u M. Ich möchte aus etwa Z Tage das Dona u- t a l besuchen und bitte um gesl. Angabe, ob d>ie Naturschönheiten (Schlösser und Burgen) in der Richtung von' Tuttlingen her auswärts oder Sig- Moringen abwärts besser zur Geltung kommen. Welche nicht zu großen Touren wären am lohnendsten, »m die schönste» Punkte sehen zu können. Wie doch stellt sich der Fahrpreis 3. Kl. Personenzug Waldshut hin nnd zurück und wäre evtl. eine R nnd reise von Waldshnt Uber Radolfzell— Schn»actenreute—Stamarinaen—Immen dinge u—WaldSlmt zu empfehlen und wie hoch würde sich hier der Fahrpreis belaufen. Antwort: Wir empfehlen Ihnen eine Wanderung von Sigmaringen bis Beurou. Dieser Teil des DonautaleS kann in zwei allerhöchstenS drei lehr bequemen !a«eswanderuugen erledigt werden unter gleichzeitiger der Tehenswürdigkeiiten D Berücksichtigung im ersten ■ et Abschnitt Tuttlingen ist sich daiier empfehlen, evtl. <£u»a . m, m ... Teil besonders schön. ES dürft« .... nach Benron zurückzukehren und nach Tuttlingen per Bahn zu geben Der Fahrpreis von WaldShnt nach Simnaringen und zurück beträgt in Z Kl. Eikug 14.40 RM Zur Ausfertigung eines Jahrschsinlxftes reicht die Mlometeizahl nicht, auch werden diese nur für i-chnellzuosstrecten aus- gefertigt. Aufrage 248: B. Si. in St. Ich möchte anfangs September auf drei Wochen entweder in die Nähe von M «ran oder Florenz. Wissen Sie mir einen schönen Platz, gutbürgerliches Hotel oder Pension? Ist die Reise über München oder den Bodeniec näher und billiger? Antwort: In der Sinfte von Meran empfehlen wir ObermaiS oder Mals oder schludern s Bei Florenz wäre als historische Stätte v-icna z» empfehlen Am Adrjatischen Meere die Seebäder IRiniini und Cattolica. sowie am Lignrgischen Älieere Bliareggio. Weitere Ans- kun't über die verschiedenen Orte wolle» Sie beim Reisebüro Karlsruhe A.-G direkt einholen. Aufrage 249: Fr. K. Könnten Sie mir mitteilen, wie hoch eine Eisen- l»ah»sahrt von Basel über Luzer» durch den St «Gotthard nach L o c a i n o kommt unter Anrechnung der Ermäßwun>g, die in der Schwei, von 300 Kiu. an Bahnfahrt gewährt wird. Auf dem Rückweg würde ich gerne von Arona am Lago Magg-iore durch den Simplo» ins Rhoneial, etwa nach Lenk und von hier über Kandersteg—Thun nach Basel zurück- fahren Wie hoch käme ixiese ganze RundMiU? Könnten Sic mir auch mitteilen, ob vom Rhoneial an den Thunersee Eisenbahnsahrt oder Post- verkehr stattfindet. Antwort: Ein Rundreisebillett mit 45täaiger GnltigkeiiSdauer von Basel über Luzern—-t Gottlmrd—Loearno—lSchiff>Ärona—(BahniDoino- dossola—Briig—Lenk—B>io^ 5iandersteg—Thnn—Bern zurück nach Basel kostet in 3 Kl 50.90 RM. und kann Ihnen vom Reisebüro Karlsruhe A.»G. unter Nachnahme zugesandt werden Die Strecke von Brig nach Thun ist die Eiienbahustrecle durch de» Lötschbergtnnnel und besonders roöitcnä. Anfrage 250: ff. M in ff. Was kostet -in« Reise mit einem Rund- retsehest 3 Kl. von Straßbnrg ans stanz Seite nach N i z z a. Zurück über Ge»na—Mai land—Ln«a»o—Luzern—Zurich—Basel nach Karlsruhe-' Bitte nm Angabe, welche Zeit ich von Straßbnrg—SiizU und von Nizza über die ana«gebenen Orte nach Karlsruhe beuöÄge Welches^Hotel tön- neu Sie mir in empfehlen ^ ' " ' • " ' •' :ef« ' ' 1 18.50 RM. Auslage 251: H. M. In D. Ich bitte um Angabe von guten Gast- stätten zn inäßiqen Pressen im Bregenzer Wald Antwort: EmpfeHlenswerte Hotels im Bregenzer Wald sind! folgende: in Snlzberg: Gasthaus „Adler": in Laiwenegg: Hotel-Pensiou! ..Engel": in Krumbach:: Gastliaus „Adler": in Langenau: Gasthaus ..Adler" oder „LSwe": in Hittis,rii: Gasthaus .„Krone" oder „Hirsch". Pensionspreise 8 bis 10 österr. Schilling. Weitere Angaben enthält Grie- benS Sieiseführer: ..Allgäu und Bregenzer Wald", oder Meyer's: „Allgäu und Bregenzer Wald", beide im Reisebüro erhältlich. Anfrage 254: H. E. Ich bitte um Mitteilung, ob «8 Ende September Fahrt (3. Kl, D-Zug) Karlsruhe—Ofsenburg—Triberg (Schwarzwaldbahn) Konstanz sHmsabrt) nnd Rückfahrt Konstanz—Donaneschingen—Hreiburai (Söllentalbahn) Kailsruhe kostet und ob man hierfür eine Rundreise- karte bekomrut: ist es möglich in diese Karte auch die Fahrt mit dem Schiss gleich hereinzunehmen oder gibt es ähnlich wie Rnndreisekarte per! Bahn auch Ruiidreisekarte Schis f. Was kostet diese? Wenn jraend mög- lich, möchte ich Bregenz besuchen. Wo könnt« man zweckmäßig jeweils, übernachten und wie teuer lmittlere Ansprüche). Antwort zu 254: Eine Erholungsreise «n den Bod«ns«e Ende September oder Ansang Oktober dürste zn emose!>len fein Die Fahrteinteilung für ctiva 8 Tag« wäre folgen de: 1 Tag: Fahrt >"« Konstanz, hier Aufenthalt 2—S Tag« zum Besuch von Meersbnrg. Ue lingen. Reichenau. Mainau nnd evtl. Schasfliausen Weiterfährt nach von Meersbnrg. Uebcr» l ....... , M W s«n Weiterfahrt nach ^ri«drichshaf«n. Lindau und Bregenz mit i« Itägigem Aufenthalt. Der Preis eines Fahrscheinheftes von Karlsruh« über Offenbura—Konstanz- Lindau— Bregenz^Konstanz—Freibiirg zurück nach Karlsruhe beträgt in 3. Kl. D-Zna 36.60 RM Zur Unterkunft empfehlen wir in Konstanz: Gastlxins „Schnianen" oder „Sternen" und Waldbaus Jakob: in Fried- vichshafen: .LZuchhorner Hos": in Lindau: „Gasthaus zum Lamm": i« Bregenz: ..Heidelberger Faß" und „Bregenzer Hos : Pensionspreis« tu» 6 bis 8 RM. F»r die Redaktion verantwortlich' Stichard voldiroer, Karlsruhe Ilntel ,, Restaurant ATLAXTIffiüSS 5 Uhr-Tee - Abendtanz. Allee-Hotel Hären Bevorz. Familienhotel. Eig. trroßer Park. Appart. mit Bädern Fl Wasser. Lift. Zentralh. Auto(?ar. Haltest, d. Elektr. Pension v. 9 Mk. ab. (782b) Bes.: j. Mntschler. BADEN iü ..-K ik -J.MUt cÜT T!l SWWAMWfllO CS"'"''TSOB.' [gj! Hotel-Restaurant „BOCK 1 Zimmer mit Frühstück 4.20 Mk. Wein- nnd Bierregtan- rant mit uuter Küche zu maß. Preisen. Hubert Feiler. Pension ISlüniel •rstkl. Familienpension, fließ. Wasser. Zentralh ei*, anerkannt beste Verpflegung. Mäßige Preise. Telefon 601 (A727) Bes.: A. Blümel. Hotel „Der Quellenhof" ^eiefon^iw! 7 ' Das «anze Jahr geöffnet. 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Die Erwartung von allmählicher zahlreicher hereinsliehenden Freigabez.ihlun- gen. die erneute feste Haltung der Newyorker Börse und die bessere Be- urteiluug des deutschen Geldmarktes veranlahte die Spekulation zu Rück- deckungen und teilweise neue» Engagements. Im weiteren Verlaus wurden bei lebhafter werdenden Umsätzen nochmals Kurserhöhu.lgen fest- gestellt. Siemens um 1.5, Farben um 1.25, Westeregeln um 1.5, Otavi um 1, Danatbank um 1 Prozent Höbet. Ckade bei gröberen Umsätzen 4 NM. gebessert. Am Rentenmarkt waren Rumänen stark gefragt, be- sonder? die fogenannten Schroeder-Stücke, die mit 82 umgingen. Gewöhnliche Goldrumänen 25 82, Anatolier II 20.75, Mazedonier 19.50. Auch Ncubefitzanleihe lebhaft und bis 17.55 erhöht. Die Nachbörse lag freund- lich und schloß zu den höchsten Tageskursen. Anleihen: Altbesitz 51.12, Neubesiv 17.S2, 4 Prozent Dt. Schutzgebiete 6.80. Bankaktien: Allg. Dt. Kreditanstalt 1<1, Barmer Bankoe.ein 144 5, Bay. Hyp. u. Wechselbank 1Ü7.5, Commerz- und Privatbank 188 Darmstädter und Nationalbank 273.82, Deutsche Bank 167.87, Diskonto- Gesellschaft 163, Dresdner Bank 170.25, Metallbank 139.5, Retibsbank 301. BergwerkSaktien: Buderus 87, Gelsenkirchen 129, Harpener 155, Ilse Berg 252, Kali Ascherkleben 2W i "4, ."rf■ Stein), Köln: Direktor Cornelius Woldringh (Niederländ. Indische Handelsbank Amsterdam. 1 General Motors bleibt in Deutschland. In ber letzten Zeit sind we- rüchte über angebliche BetriebSeinschränknngen und Beilegung der Be- triebe der General Motors G m. b. H. nach Antwerpen verbreitet worden. Hierzu teilt die General Motors G. m. b. H. in Berlin mit. daß eine Verlegung der Betriebe nach Antwerpen völlig außer Frage steht. Das Borsigwalde! Werk der General Motors werde vielmehr ständig ausge« baut und erweitert. Mäßige Umsätze in Leipzig. Der Einflnss der Konjonktnr. Das diesmalige Messegeschäft in Leipzig ist ziemlich schnell ab- geflaut. Ein großer Tcil der Einkäufer hat Leipzig bereits verlassen, während sich neue Besucher nur spärlich einstellen. Jni Messeverlaus selbst hat sich die herrschende Konjunktur widergespiegelt: Verstärkter Wettbewerb im In- und Auslande, geschwächter Konsum besonders für Luxnsertikel, Geldknappheit, geringere Rentabilität der Betriebe, starte steuerlich« Belastung. In Anschauung der allgemeinen Wirtschaftslage war das Prognosti- kon für die Messe kein günstiges. Der Besuch der Messe an sich war nicht geringer als zur Herbstmesse 1927; nach Feststellung des Metz- amtes soll die gleiche Zahl der Messeausweise ausgegeben sein. Die Jnlandskundschast stellte den Hauptteil der Messebesucher, doch ist auch eine stattliche Anzahl fremdländischer Kaufleute am Platze gewesen. Die Bemühungen des Metzamts, auch zur Herbstmesse aus- landische Interessenten in größerer Anzahl heranzuzi.hen, sino nicht erfolglos gewesen. Ein Teil der Messebesucher ist offenbar weniger mit Kaufabsichten zur Messe gekommen als zur Information. Jeden- falls hat die Einkäuferschaft sich im Einkauf große Zurückhaltung auf- erlebt. Die verschiedenen Ausländer haben immerhin Kaufinteresse gezeigt, aber es überwogen — von Ausnahmen abgesehen — Musterbestellungen. Alles in allem: Mähig« Umsätze aus der ganzen Linie. Es muß aber nicht autz^r acht gelassen werden, daß ein Teil des Be- darfs bereits vor der Messe, teils auf der Reise, teils durch die „Ein- kaufsbörse" der verschiedenen wirtschaftlichen Verbände oder direkten Einkauf an den Fabrikationsplätzen gedeckt worden ist. War die Messe also nicht groß, so wird damit die Bedeutung der Leipziger Messe an sich keineswegs abgeschwächt. Wer wirklich etwas gutes bietet, für den ist die Leipziger Messe ein wertvoller Absatzmarkt. Freilich nicht alles, was auf der Messe ausgestellt ist. ist in jeder Hinsicht konkurrenzsähig. Für minderwertige Erzeugnisse, namentlich bei schlechter „Ausmachung ist die Leipziger Messe kein Platz. Das von rund 9000 Ausstellern bestrittene Angebot war z« reichlich und hat damit den geschäftlichen Erfolg des einzelnen Aus- stellers beeinträchtigt. Für aufgefallene Neuheiten hat sich im allge- meinen Interesse gezeigt, während Stapelsachen nur schwächere Nach- frage erfuhren. Die Musterschau selbst trug das Zeichen der Quali- tätsarbeit. Mit den inländischen Erzeugnissen konkurrierten auch ausländische Fabrikate. Das Signum „Made in Germany" hat dabei ehrenvoll bestanden. Nicht unerwähnt mag bleiben, daß bei einem Teil der Aussteller der Wunich, die Herbstmesse ausfallen zu lassen und dafür die Frühjahrsmesse auf etwa 14 Tage zu verlän- gern, laut geworden ist. Das Für und Wider dieser Frage, die mit dem ganzen Messeproblem und der Wirtschaftslage eng verknüpft ist, soll hier nicht erörtert werden. =8= Ueber den Messcverlcms der wichtigeren Branchen seien noch folgende Angaben gemacht: In P o r gel l a n hat das Messegeschäft — im breiten Durchschnitt genommen — .sich zufriedenstellend gestaltet Die Erwartungen waren aller- «im» von vornherein nicht allzu hoch gespannt. Der Hauptumsatz entfiel a»i Stapelsachen, namentlich in Geschirr. Vom Ausland gab unier anderem Südamerika Aufträge. Die Preise sind im allgemeinen gedrückt, ^jiervorzellan hatte schleppendes Geschäft. Gefragt waren vor allem an- sprechende und preiswerte Neuerungen. Das an sich mäßige Exportgeschäft leidet durch die starke Auslandskonkurrenz. DaS gleiche gilt von Stein» gut. Ueberproduktion nnd Preisunterbietungen sind das kennzeichnende Merkmal des Geschäfts in diesem Zweige. Die GlaSbranche hatte gleichfalls unter starkem Angebot zu leiden, namentlich in Kiistallschleis- «las und Preßglas. Auch hier Proisunterbietnngen und Umgehung der verbnndSseitigcn VerkaufSbedinaungen. Relativ gut verkauften sich Kunst-, alaser im Genre von Prof. Jcan Beck. Nennenswerte Käufe wurden i» Flaschen- und Konservengläsern getätigt. Die „S v i e l w a r e n m e s s e" hatte nur mäßig« Erfolge zn buchen.. vor allem weil der Hauptbeöarf besonders für das Ausland aus »er Früb- iahrsmesse gedeckt worden ist. Immerhin scheinen sich die lange Zeit ungünstigen Berhaltmffe in der Branche langiam zu kon!olt»!eren. In ge» kleideten Puppen zeigte das Geschäft nicht di« gewohnte Lebhaftigkeit. Das M e t a l l w a r e n f a ch bat auf der L«w»iger Messe mäßigen Erfolg zu verzeichnen In Musikinstrumente» war daS Geschäft mittelmäßig In Klameien wurden einige Auslandsorder placiert. Der wichtige Absatz- markt England ist durch SLorozeutigen Eingangszoll fast verschlossen. In Grammophonen sind kleinere Zimmeravparate besser gegangen als die großen teueren Saalavvarate. Beachtenswert waren die Umsätze in Schallplatte». Gnt verkäuflich niaren Saxophone. In Mundharmonikas stand das Geichast hinter den Erwartungen zurück. - ® m rtilm esse/ wies nicht die Lebhaftigkeit Ibrer Vorgängerin auf. Relativ gut verkauften sich Wirkivaren. Kleider. Wäsche. Teppiche iind Gardinen Auffallend schwach war das Kaufinteresse für Banmwoll- waren. Die Schuh- und ? e d e rm efj e leidet unter dem Bankott des Kchuvsabrikantenverbandes. Das Geschäft auf dieser Schau war nur klein. Die weitverzweigt« .» n r t« und Galanteriewaren- b ran che litt sowohl unter starkem Mimischen Angebot wie unter der Sluslanldskonkurrenz. beispielsweise »eitens Japans in Zelluloidwaren. Biirste» usw. Die Möbelm esse hatte leidliches Geschäft zu verzeichnen, namentlich in Küchen. Die übrigen Zweige der Allgemeinen Mustermesse z. B. Panier. Büroutensilien. Schmuckwaren, Portesenilleiachen u. a. haben durchweg nur eine „stille Messe" zu verzeichnen. Lebhaft freauen- tiert wurde die Technische und Baninesse.» Auch der geschäftliche Erfolg war vier zum Teil nicht ganz unbefriedigend Drahtmeldungen. Die englische Interessennahme der Holzverkolilungs- industrle A.-G., Konstanz. hd. Frankfurt, 31. August. Die Hiag begründete auch de» letzte» Dividendenausfall u. a. mit dem notwendigen Nekonstruktionsprogramm nach der technischen Seite hin. Nach dieser Richtung ist nunmehr ein erfreulicher Fortschritt zu verzeich- nen. Wie wir zuverlässig erfahren, sind nämlich die Verhandlungen mit England, die die Schaffung neuer Produktionsstätten auf dem Gebiet der Essigfäureherftellung durch englische Jnteressenabme ermöglichen, abge- schlösse« worden. Die Verbindung der Hiag mit der Destillers Co. tn Edinburgh ist soeben perfekt geworden. Einzelheiten sind in den nächsten Tagen zu erwarten. Gerücht« über Avisierung ber Freigabezahlnugen entsprechen nicht den Tatsachen. 0er Besiidi Teagles bei der Igfag beendet. hd. Frankfurt. 81. August. Anläßlich der Eurova-Rcife des Präsidenten der Standard Oil Co. war auch der Besuch Teagles bei der J.-G. Farbenindustrie (Jgsagj in Aussicht gestellt worden. Wir wiesen schon früher darauf hin. daß die Besprechungen sich ans die bestehenden geschäftlichen Verbindungen zwischen der Jgfag und Standard Oil beziehen und sich wohl in erster Linie auf die Durchführung des im Vorjahr abgeschlossenen Vertrags nnd hier wieder aus die technische Seite erstrecken würden. Bekanntlich wird das Hndriernngsverfabren der Jgfag in der Erdölgewinnung in den Versuchsanlagen der Standard Oil in Louisiana ausprobiert. ES be- trifft die Schwcrölvcredelung und wurde fälschlicherweise öfter als das Creacking-Verfahren der I -G. Farbenindustrie bezeichnet. Mit diesen Besprechungen war eine mehrtägige Besichtigungsreife zu den Leunawerken, den Anlagen in Ludwigshafen und in Oppau verbu lden. Der Besuch Teagles dürste kaum Transaktionen besonderer Art nach sich ziehen. Vor einem ?reiserhöhungsantrag des rhein. Braunkohlenbergbaues. wh. Köln, 31. August. Der für den Fall einer Verbindlichkeitserklärnng des Lohnschieds- sprnchs im rheinischen Braunkohlenbergbau angekündigte PreiserhShnngs- antrag für rheinische Braunkohlen scheint »unmehr unmittelbar bevor» zustehen. Man glaubt, daß eine Preiserhöhung von etwa 1 RM. ie Tonne hinreichen würde, um die neue Belastung durch die Verbindlichkeits- erklärung (durchschnittlich 10 Prozent) auszugleichen. Die Fusionsgerüdite BMW — NSU. hd. Berlin, 81. August. Die Generaldirektion der Bäuerischen Motorenwerke A.-G. tn München teilt mit. daß Fusionsverbandlnnaen zwischen der Gesellschaft und den Neckarfnlmer Fahrzeugwerkeu nicht stattgefunden hätte« und verschiedenen Blättermeldnngen nachdrücklich widersprochen werden müsse. Gegenüber dieser Erklärung ist daraus hinzuweisen, daß in de» Meldun- gen nur von der Möglichkeit einer Kombination ber beiden Nnterneb- mnngen gesprochen und betont wurde, daß positive Verbandluug^n noch nicht aufgenommen worden seien. Trotz des Dementis der BMW. hält ma« «inen Zusammenschluß BMW. mit NEU. i« Fachkreisen nnter Um- ständen für möglich. * hd. Frankfurt, 31. August. Nach eingeholten Informationen ist das Slngebot der Stadt Frankfurt über den weiteren Ausbqu der Kölner Gasversorgung an die Stadt Köln, für daö inzwischen mehrmals eine Fristverlängerung vorgenommen wnrde, erneut bis zum Ll>. September d. I. verlängert worden. In nnterrich- teten Kreisen bezeichnet mau die Aussichten für dte Annahme des Pro- jektes seitens der Stadt Köln als sehr gertnif. Die Aktien der Voigt u. Hässuer A.-G. in Frankfurt a. M. haben in den letzten drei Tagen einen Kurögewlun von nahezu 2» Prozent zu oerzeichne» gehabt. An der Börse wurde diese Kurssteigeruug mit angebliche» neuen Jnteressenkäufcn, wie sie vor etwa einem Jahre stattgefunden haben, begründet. Bon gut unterrichteter Seite werden uns diese Ge- rüchte als wenig wahrscheinlich bezeichnet. Die Kurssteigerungen dürften vielmehr börsentechnisch in ber Enge des Marktes, sachlich in dem be- srtedigenden Geschäftsgang des Unternehmens begründet sein. Man hofft, auch in diesem Jahr ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen (i. V. 8 Prozent). daS hinter dem des Vorjahres nicht zurückbleibt. Da das Geschäftsjahr aber erst mit dem Kalenderjahr abschließt, kann zur Zeit eine positive Auskunft naturgemäß nicht gegeben werden. Münch-«. 31. August. Die Zigarettenfabrik G. Znban A.-G. schließt daS erste Geschäftsjahr nach ihrer Umwandlung in eine Aktiengesellschaft mit einem nicht unbe- deutenden Verlust ab. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß dieses Ge- fchäftsiahr nur nenn Monate nmfaßt. vom 1. Avril bis zum 31. Dezember 1027. lieber die Höhe des Verlustes liegen offizielle Angaben noch nicht vor. Die Danubia A.-G. für Miueralöliudustrie in Reaensburg. die im vorigen Jahre bei einem Aktienkapital von 1.84 MM. RM. noch einen Verlust von 457 204 RM. zu verzeichnen hatte und ihr Kapital zur Sa- niernng auf 368 000 RM. zusammenlegte, hat für das Geschäfts! ihr 1021 wiederum einen Verlust (1 294 RM.) aufzuweisen, der auf neue Rech.iung vorgetragen werden soll. ■wh. Essen. 31. August. Einer der größten Teilnehmer am Drabtlellverband Essen, die Mech. Treibriemenweberei und Seilfabrik Gustav Ku«, A.-G. in Treuen, hat seine Berbandsmitgliedschast ausgeküudigt. Es heißt, daß dcr Verband seiner Zeit für den Fall, daß eine Einigung mit der erwähnten Firma nicht zu Stande kommen sollte, das Kartellgericht anrufen würde. Bei dcr Auuener Gußstahlwerke A.-G. in Anne« bat, wie wir in Bestätigung früherer Meldungen erfahren, eine Erhöhung der Dividend« auf 10 Prozent alö wahrscheinlich z« gelte«. Vielleicht wird auch über diesen Satz hinaus noch eine Steigerung vorgenommen, doch dürfte sich das erst in der AR.-Sitzung, deren Termin noch nicht feststeht, entscheiden. hd. Berlin. 31. Angust. 165 Mill. Kronen Aktie« Lit. B der Sve«ska Tändsticks A.-®. in Stockholm sind soeben zum Sandel an der Berliner Börse „«gelassen wor- den. In dem schr ausführlichen Prospekt wird «uSgcsübrt, daß dic Ans- sichte» deS Konzerns schr günstig leic». Samstag, Seit 1. September 1928. SadWe Presse" fMorgen-AusgaS«? Nr. 407. Seite 11. SoUiioarSo«rwll.>t // Oha populär« TWecfee,SxJw^^AeftmeMar. ^acf.«t«chäft tk // Rasier raea-oer, mamkx ire.etc . . Durch Gottes unerforschlichen Ratschluss wurde mir am 29. August vormittags meine geliebte» herzensgute Frau, meine tapfere Lebens- «efährtin, unsere liebe Tochter.Schwester,Schwägerin, Tante und Schwiegertochter Amalie Birg geb. Heilmann ganz plötzlich durch Herzschlag entrissen. Die Ueberführung und Beisetzung hat in aller Stille stattgefunden- Z. Zt. KARLSRUHE, 31. August 192». In tiefstem Schmerz: Edgar Birg, Kfm^ Familie Jul. Krauss, Malermstr. 22321 Waldhornstr. 64. Danksagung, Für die vielen Beweise inniger Teilnahme beim Heimgang meiner lieben Frau Bertha Längin geb. Müller spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Längin, Apothekenbesitzer. GRABEN, den 31. August 1928 B1573 Todes-Anzeige. Heute entschlief sankt nach kurzem, schweren Leiden unser lieber Vater, Großvater, Schwager Bruder und Onkel Ludwig Jolunann im Alter von 68 Jahren. KARLSRUHE. FRANKFURT, Amalienstr. 20. FLENSBURG, den 31. Angust 1928 Die trauernden HlnterüiieDenen. Beerdigung findet Montag, den 3. September, nachmittags 2 Uhr statt. B156P Gesucht für fof. tn ein evgl. Schwesternheim, hier, ein ehrl., kräftig. Mädchen sür alle Hausarbeiten, ©efl. Ang. unt C5864 an b. Bad. Pr. erbet. Perfektes Alleinmädchen mit besten Empfeh- lunaen bei bob. Lohn baldigst gesucht. Putz- u. Wasldhilfe borhan- den. Vorzustellen Wendtstra^e ,'i, ^part. MeSMer tauch im Zeichnen u. Elektroinstall.beivand.) sucht geeign.Wirkungs- krelS. Angeb u. Nr. ff. H. 1868 an die Ba- diMc Presse Filiale Hauptpost erk"".ni. Wilhelm Durand Irma Durand geb. Blum B1508 Vermählte. KARLSRUHE, L September 1628. j«a« jeac Awkunftu Besorgung ..Patenfsatheiio fdwdiEURO KLEYER KARLSRUHE I Amatlcnarr. h + T«ltf«n 13Q3 WgetotS' »ctHfitra. ?«genteur Karl Siel» *'"8 tum hier, , Zt. wobnhaft tn Äeru *J l Upritd3e geltend zu M? o"' widrigenfalls Ks ÄÄ widri ü» «"»ttloSkirtarung Wirb ,c6e6 erfolgen «® or '«t»6e. den 91. ISsSwSffi Versteigerung. 3. 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Wald. Jagdbezirk II (rechts der Rench) mit zirk« 432 Iis Acker, Wiesen Ulli Reben Jagdbezirk III (Renihner Biaiivaldanteill mit zirka 290 l:a Wiese,, un> Acker. Jagdbezirk IV iRenchuer Ulmhardwald' m» zirka 200 Im. Als Bieter werden nur solche Personen a u ' Klassen, welche sich im Besitze eines .lag!'' passes befinden, oder durch ein schriftliche» Zeugnis des Bezirksamtes nachweisen, dar gegen die Erteilung eines Jagdpasses an >" Bedenken nicht bestehen Die Pachtvertraascnrivürfe liegen im Rat' Haus in Renchen zur Einsichtnahme f-er Be< teiligten ans I4tü!a> Der Gemeinderat. S. v.: Hüte», Äigm.-Stellv.