Abend-Ausgabe BtinCspreia: frei Oant< monatlich S.SO JIA im voraus im Verlag »der in den Zweigstellen abgeboll 3. - &Ji. Durch öit Post bezogen monatlich 2.80 JUt Einzelpreise: Werktags-Numrner 10 •!. Conntags. ?!ummer und Keiert'gs- Nummer IS Psg ^ 3m Fall höherer Gewalt. Streik. Aussperrung etc. bat der Bezieber keine Anspruch« bei verspätetem oder Nicht-Erscheinen der Leitung. — Abbestellungen können nur jeweils bis »um 25. d. M. auf den Monats -Lebten angenommen werden. Anzeigenpreise: Die Nonvareille-Zeile 0.40 JIJC Stellen-Gewche. Familien, und Kelegenbeits-Anze^gen cm2' Baden ermähigter Preis. — Reklame-Zeil« 2.— JIM an erster Stelle 2.50 .RJt. Bei Wiederholung tariffester Rabatt, der bei Nichieilchalten des Zieles, bei zerichtlicher Betreibung und bei Kon- kursen auher Kraft tritt. Erfiillungs« »rt und Gerichtsstand ist Karlsruh«. Mm M- Neue Badilche Preffe KaNdelS-ZeilUNg Dadische Landeszeitung Derbreitet st e Zeitung Badens Karlsruhe, Freitag, den 29. August 193V. 46. Jahrgang. Nr. 398. S i a e n t n w und Berla, »«» :: Ferdinand Tbieraarte» Chefredakteur: Stevban Onirmbach Prehgeleblich verantwortlich: Für Politik und Wirtlchaftsvolitik: M Lölcke: <ü> badilche Politik und Nachrichten: H. Stimmig; f- Kommunalpolitik: ß. Binder» für Lokale! n. Sport: R Boldcrancr: sü» daS Feuilleton: Or. H Häusler: 'llr Over u. Konzert: Chr. Hertle: für den Handel»- toll: F. Feld: für die Anzeigen: Ludwig Meindl: all« in Karlsruhe (Baden». Berliner Redaktion: vr. Kur« Metger Fernsprecher: 4050. 4061 4052. 4053. 4054. Geschäftsstelle: Zirkel- und Lamm. strabe-Eckc — Postscheckkonto: Karlsruhe Nr. 8359. — Beilagen: Bolk und Heimat / Liierarisch« Umschau I Roman- Blatt I Sportblatt / Frauen-Zeitung I Reil«- und Bäder-Zeitung I Landwirtschaft, Gartenbau / Karlsruber Bereini-Zeitunc Die Neuordnung Europas: Poincar« in der Verteidigung. Theorie und Praxis des Aevisions-Arlikels des Völkerbundpakles. H. Paris, 29. August. (Eigener Drahtbericht der „Bad. Presse".) Voinoare ist auf seine literarischen Kenntnisse sehr stolz. Um aller Welt zu zeigen, daß er Remarques Kriexisbuch gelesen hat. betitelt er seinen letzten politischen Artikel, der heute in der „Illustration" erschienen ist: Was gibt es Neues im Osten? Nun, Poin- car6 hat über die Laxe im Osten, das heißt über die deutsch-pol- Nischen Beziehungen wirklich nicht viel Neues zu sagen. Nach einem weit ausholenden und langatmigen geschichtlichen Uebcrblick über die Frage des Korridors und die Volksabstimmung in Oberschlesien glaubt Poincarö zum so und so vielten Male feststellen zu müssen, daß Deutschland, um die Revision der Verträge anzustreben, nach Unterzeichnung des Kelloggpaktes nur e i n Mittel besitzt, nämlich die Anrufung des Artikels 19 des Völkerbundspaktes. Gleich dar- auf aber erklärt Poincarö, das im Artikel 19 festgelegte Verfahren letze einen ein stimm igen Beschluß der Völkerbundsversammlung voraus und könne daher für eine Revision der deutschen O st grenze praktisch gar nicht in Frage komme!». Frankreich dürfe Polen nicht im Stich lassen, denn ein deutsch- polnischer Konflikt würde auch die Interessen Frankreichs und Europas beeinträchtigen. Min führe heute in Deutschland gegenübel Polen dieselbe Sprache wie vor neun Iahren nach der Volksabstim- "rung in Oberschlesien. Frankreich könne nicht zulassen, daß eine Einrichtung, die der europäischen Union dienen soll, auf Pulver- sässern aufxebaut werde. Es ist immerhin bemerkenswert, daß sich Poincarö in Verteidigung befindet und nichts besseres zu sagen weiß. Französische Saar-Illusionen. TU. Paris, 29. August. Je mehr sich jedermann in Frankreich darüber klar wird, daß das Saargebiet rein deutsch ist und auch bei der Abstimmung im Jahre 1935 deutsch bleiben wird, umso eifriger setzet die Propaganda ein, die einmal darauf ausgeht, der französischen Öffentlichkeit, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, «ie Hartnäckigkeit Frankreichs bezüglich einer vorzeitigen Rückgabe in Deutschland schmackhafter zu machen, zum anderen aber auch bei der Saarbevölkerung selbst den Eindruck zu erwecken, als ob die französische Herrschaft für sie das Paradies bedeute, während die Rückkehr zu Deutschland unweigerlich den Ruin des ganzen Saar- gebietes nach sich ziehen würde. So macht ein französischer General de Cugnax in einem Pariser Blatt verzweifelte Anstrengungen, die Saarbevölkerung davon zu überzeugen, daß ihre Rückkehr zu Deutsch- land gleichbedeutend mit Selbstmord wäre. Selbst die geographische Lage des Saargebietes, so behauptet der General, widerspreche einer Angliederung an Deutschland. In völliger Verkennung der wirklichen Stimmung der Saarbevölkerung versucht der General bei seinen Landsleuten den Glauben zu erwecken, daß bei einer Abstimmung im Jahre 1935 eine Mehrheit für Frankreich erzielt werde, besonders wenn Frankreich die Zeit bis dahin richtig nutze. Angrisse gegen den Lustsahrtminister. TU. Paris, 28. August. Die nationalistische „Libertee" nimmt die schweren Flugzeugunglücksfälle vom Dienstag zum Anlaß, um heftige Kritik sowohl an der Materialbeschaffenheit der französischen Mili- tärluftfahrt, wie auch an der gesamten Tätigkeit des Luftfahrt- Ministers Laurent-Eynac zu geben. Es sei ein Verbrechen — so erklärt das Blatt — wenn man noch länger mit Stillschweigen über die sich immer wiederholenden Unglücksfälle hinweggehen wolle. In weniger als elf Monaten hätten allein beim 22. Fliegerregiment zwanzig Offiziere den Tod gefunden. Die beiden schweren Unglücks- fälle am Dienstag seien unter Umständen erfolgt, die nicht das Recht geben, von Verkettung unglücklicher Umstände zu sprechen. Das Blatt betont, daß es bisher für die Rückkehr Laurent-Eyaacs in das Luftfahrtministerium gekämpft habe, da es der Ansicht ge- wesen sei, daß er der rechte Mann sei, um den skandalösen Zuständen ein Ende zu machen. Die Öffentlichkeit wolle die Wahrheit wissen, so schmerzlich und so demütigend sie auch ausfallen möge. Wenn der Lustfahrtminister nicht entschlossen sei, volle Klarheit zu schaffen und die Verantwortlichen zur Rechenichaft zu ziehen, so solle er den Platz für eine geeignetere Persönlichkeit freimachen. Doppelmord in Kamburg. Die Brau! und die Schwiegermutter erschossen. TU. Hamburg, 29. Aug. Als am Freitag morgen kurz nach * Uhr der 48jährige Arbeiter Heinrich Prüs von der Nachtarbeit heimkehrte, fand er in seiner in der Eckernförder Straße gelegenen Wohnung im Schlafzimmer seine 41jährige Frau und seine 18jährige Tochter in den Betten liegend tot vor. Ueber die Leichen der beiden Toten waren Blumen gestreut. Der aufs tiefste erschütterte Mann fand noch die Kraft, die Polizei selbst zu benachrichtigen, die leststellte, daß Mutter und Tochter erschossen worden waren. Bei den Eheleuten Prlls wohnte seit wenigen Wochen ein den Eheleuten seit langen Jahren bekannter Makler Paul Acker aus Edenkoben in der Rheinpfalz, dessen Verlobung mit der erschossenen Tochter der Eheleute Prüs bevorstand. Im Zimmer des Acker wurde ein Zettel gefunden mit der Aufschrift: „Mich findet Ihr im großen See. Meine Waffe hat leider versagt. Wollte gern an der Seite meiner Ereti sterben. Lebt wohl". Inzwischen wurde festgestellt, daß Acker am Freitag kurz nach sechs Uhr die Wohnung, in der die Tat geschah, verließ. Den Um- ständen nach ist anzunehmen, daß Acker Frau Prüs und seine Braut durch Kopfschüsse tötete, während beide schliefen. Ueber den Grund des Doppelmords fehlt bis jetzt noch jeder Anhalt. Von den ^fchießü&ungen dec deutschen -r- halten den Sitz. Einen anderen Vorschlag mit ähnlichem Ziel, wie Iellinek, hat der bekannte Politiker Wilhelm Heile gemacht. Das Reichsgebiet soll sich in 300 Wahlkreise gliedern, in denen zunächst je ein Abgeord- neter mit Mehrheit gewählt wird. Wird im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit nicht erreicht, so entscheidet die relative Mehr- heit in einem zweiten Wahlgang. Nach dem Ergebnis des ersten Wahlganges wird ausgerechnet, um wieviel die Mandatzahl t er einzelnen Parteien vermehrt werden müßte, wenn das Gesamtbild des Reichstags der Kräfteverteilung im ganzen Volke genau ent- sprechen soll. Der Vorschlag Heiles bedeutet im Ergebnis nur eine außerordentliche Komplizierung der ganzen Wahl. Die umständlichen Berechnungen und Verrechnungen bleiben für die breite Masse der Wählerschaft unverständlich. Auch andere Wahlresormvorschäge find gemacht «»rden. Sie find alle auf ihre praktische Verwertungsmöglichkeit und ihre Auswir- kung geprüft worden mit dem Ergebnis, daß die Einerwahl im Rahmen der Verhältniswahl nicht verwirklicht werden kann. Die „kleine Liste", wie ste die Wahlreform zuläßt, ermöglicht einen ge- wiesen Interessenausgleich durch Berücksichtigung von Vertretern ver- schiedener Richtungen innerhalb einer politischen Organisation. Auch wird so den Schwierigkeiten begegnet, die der Aufstellung einer Frau als Alleinbewerberin im Wahlkreis entgegenstehen. Die Wahlreform kann also nur das Ziel haben, der Einerwahl möglichst nahe zu kommen. Gleichzeitig muß die Konsolidierung der Freitag, den 28. August 1830. politischen Parteien angestrebt werden, um klare Mehrheitsverhält- nisse tm Parlament zu schaffen und so die Regierungsbildung zu erleichtern. Aufgabe des Parlaments im Staate mit parlamentari- Alba siegt im „Großen Preis- von Baöen. Die Franzosen knapp geschlagen. scher Verfassung ist es, dem Staate die Führung zu geben. Diese Aufgabe kann da, Parlament nur erfüllen, wenn die Parteizersplit- terung nicht überhand nimmt. Der vierte Tag der Badener Rennen. Von unserem Sonderberichterstatter. (!) Rennplatz-Iffezheim, 29. Aug. 1930. Der vierte Tag der Baden-Badener Rennen brachte mit der Entscheidung des Großen Preises den Höhepunkt. Alle Voraus- setzungen für einen großen Tag waren gegeben: schönes Wetter, gute Bahn, starker Besuch. Das prächtige Sommerwetter brachte den Rennen einen Massenbesuch, bei weitem den stärksten des diesjährigen Meetings^ die Tribünen waren überfüllt. Im einleitenden Ehamant-Rennen feierte Rull Ou- vert einen überlegenen Sieg über den Sieger des Jugend-Rennes Felek. Im Preis vom Alten Schloß gab es eine große U e - b e r r a s ch u n g, da die Weilerin Laute den favorisierten Wein- berger Machiavel im Endkampf schlug. 1. Chanmnt-Rennen. Preise 6000 Mark. Entfernung 1000 Mtr. Es liefen: 3 Pserde. 1. W. Pfeiffers Rull Ouvert (Grabsch): 2. A. Daubs Felek (Ludwig): 3. I. Haucks Eood Boy (Zehmisch) Richterspruch: S—W. Sieg 11:10. 2. Preis vom Alten Schloß. Preise 4500 Mark. Entfernung 1600 Meter. Es liefen 6 Pferde, l. Gestüt Weils Laute (M Schmidt)' 2. A. und C. v. Weinbergs Machiavel (O. Schmidt); 8. Gebr. Janssen? Halde (Starnecker). Ferner liefen: Eolleont, Fortunatus, Liberator. Richterspruch: 1J4—2H 8.— Vi. Sieg 83:10. Platz: 28, 16:1 0. 3. Yburg-Ausgleich. Preise 4500 Mark. Entfernung 1400 Mtr. Es liefen 6 Pferde. 1. Stall Hagos Jlos (Grabsch)! 2. Stall Die Wahlbewegung. Dietrich in Dresden. TU. Dresden, 28. August. Die Deutsche Staatspartei veranstaltete am Donnerstag eine Wahlkundgebung, in der Reichs- sinanzminister Dietrich sprach. Er erklärte u. a., daß es zuerst gelte, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Unumgänglich notwendig sei eine Reform der Arbeitslosenversicherung. Aber auch diefe Reform allein helfe noch nichts, ebensowenig wie das bisherige Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung. Die Wirtschaft müsse erst einmal wieder Vertrauen zu stch bekommen. Das Nächste sei, die Reichsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen. Bis zum 1. Januar verfüge das Reich über die erforderlichen Mittel. Bis dahin müßten die Finanzen finanziert sein. Vorausfetzung sei, größte Sparsam- feit, vor allem auch bei Aufstellung des Etats. Der Zustand der Aeberweifungen an die Länder sei unhaltbar geworden. Auch eine Kürzung der Pensionen sei notwendig und das Gesetz dar- über werde am Freitag der Presse übermittelt werden. Slegerwald in Breslau. TU. Breslau, 28. Aug. Reichsarbeitsminister Stegerwald sprach am Donnerstag abend in Breslau. Er betonte u. a., daß an den Notoerordnungen nicht mehr viel geändert werden könne, wenn man das große Heer der Erwerbslosen wieder in den Pro» duktionsprozeß eingliedern wolle. Die Nationalsozialisten würden keine Dauererscheinung bleiben. Mit Aufpeitschung der Leiden- fchaften iönne man keinen Wiederaufstieg erreichen. Koch-Weser in Frankfurt. TU. Frankfurt a. M., 28. August. In einer Wahlversammlung der Deutschen Staatspartei sprach der frühere Minister Koch- W e s e r, wobei er u. a. betonte es gehe nicht um die Frage, ob rechts oder links regiert werden fall«, fondern es komme darauf an, daß sich weder eine Rechts- noch eine Linkskoalition ohne Mitwir- kung der bürgerlichen Mitte bilden könne. Die Einheitsliste in Baden. Die Reihenfolge der Kandidaten der von der Deutschen Volkspartei und von der Deutschen Staatspartei gemeinsam aufgestellten Einheitsliste ist nunmehr wie folgender- maßen festgelegt: 1. Reichsaußenminister Dr. Eurtius; 2. Reichs- finanzminister Dietrich; 3-. Landwirt Dr. Matte», Stockach; 4. Apotheker Kern, Schönau: 5. Kaufmann Wilser, Karlsruhe, Präsident d. Bad. Einzelhandels; ö. Hausfrau Emma Kromer, Ziegelhausen: 7. Rechtsanwalt Steine!, Pforzheim; 8. Oelmüller Diefenbacher, Königsbach; Hauptlehrer Hofheinz, Freiburg; 10. Zimmermeister Fischer, Konstanz; 11. Hausfrau Alice Hoff- mann, Mannheim; 12. Rechtsanwalt Dr. Bieringer, Heidel- berg; 13. Handelslehrer Dr. Brandt, Mannheim; 14. Lehrer Gräßlin, Mannheim; 15. Bürgermeister und Landwirt Reih, Willstätt; 16. Landwirt Hllgle, Wahlwies; 17. Oberpostsekretär Walt her, Mannheim; 18. Hausfrau Ida Gerfpach, Karlsruhe; 19. Handlungsgehilfe Adam, Waldshut; 20. Handelskammersyndi- lus Glock, Tauberbischofsheim; 21. Rechtsanwalt Dr. Hofert, Heidelberg; 22. Studienrat Dr. ing. Herrmann, Pforzheim; 23. Brauereidirektor Dr. Kleinschmitt, Schwetzingen; 24. Pro- fessor Keßler, Karlsruhe; 25. Rechtsanwalt Brombacher, Karlsruhe; 26. Fabrikant Richard Freudenberg, Weinheim. Dreißia Wahlliften in Berlin. m Berlin. 29. Aug. (Drahtmelduna unserer Berliner Schrift- leitung.j Die Frist für die Einreichung der Kreiswahlvorschläge ist am Donnerstag abend abgelaufen. In Berlin find nicht weniger als dreißig Parteien mit Vorschlägen hervorgetreten. Es haben sich also neben den schon bekannten vierzehn Parteien noch rund sechzehn andere politische Gruppen aufgetan^ die, wenn ihre Vorschläge berücksichtigt werden, natürlich nur dafür sorgen werden, daß wieder zahlreiche Stimmen verloren c-ehen. > Die Nationalsozialistische Liste in Baöen. Die N.S.A.P. in, Baden Reichstagswahlen veröffentlicht: a. D. Heidelberg: 2. Landwirt Liedoleheim; Rechtsanwalt Johannes 4. Schriftleiter Otto hat ihre Kandidatenliste für die 1. Karl Lenz, M. d. L., Lehrer und Zimmermann Robert Roth, Rupp, Karlsruhe; etzel, Heidelberg. Binks Hoheit (Zehmisch); 8. v. d. Bottenbergs Chevalie (O. Schmidt). Ferner liefen: Kybeele, Dido, Pedrillo. Richte' sp fpruch: &—2—8. Oppenheims Alba unter Munro. 4. Großer Preis von Baden. Ehrenpreis und 54 000 Mk. Ent« fernung 2400 Meter. Es liefen: 1. S. A. v. Oppenheims Alba (Munro); 2. M. Boussacs B a r a (Almano); 3. M. Boussacs D i a- dem« (Keogh); 4. M. I. Oppenheimers Graf Jsolani; ö. & und E. v. Weinbergs Gregor; 6. S. A. v. Oppenheims Avanti. Die „Europa" behätt das Blaue Band. TU. Bremen, 23. August. Wie aus Newyork gemeldet wird, ist der Lloyddampfer „Europa", der zu gleicher Zeit mit der „Mauretania" aus Soüthampton ausgelaufen war, mit großem Vorsprung vor dem englischen Dampfer am Donnerstag um 18.48 Uhr amerikanischer Zeit in Newyork eingetroffen. Die Warschauer Konserenz. Französische Pläne im Kintergrnnd. T. Warschau, 29. Aug. (Eig. Drahtbericht der „Badischen Presse".) Am Donnerstag vormittag wurde in Warschau im Landwirtschaftg- Ministerium die „Osteuropäi öffnungsansprache hielt Aus diese Konferenz denselben 3 geschlagen habe und der mit der Paneuropaidee Briands im Ein- klang stehe. Hierauf wurde der polnische Landwirtschaftsminister Ianta P o l c z i n s k i zum Vorsitzenden der Konferenz gewählt. 2n seiner Rede erklärte er, daß die Behauptung, daß die Konferenz außer den wirtschaftlichen Zielen auch noch andere Absichten habe, unbegründet sei, da sie vollauf mit der Bewältigung ihrer Wirtschaft- lichen Ausgasen zu tun haben werde. Die Konferenz Jet die Einleitung zu einer ständigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit der oft- europäischen Agarastaaten auf internationalem Boden. Den Mittelpunkt der heutigen Tagung bildete die Rede des rumänischen Handelsministers Madgearu. Er erklärte, datz ohne Mitwirken der Industriestaaten eine Annäherung der europäischen Agrarstaaten unmöglich sei. Die Industriestaaten seien daran inter- essiert die Krise in den Agrarstaaten zu beheben, die die bedeutend- sten Abnehmer von Jndustrieerzeugnissen der Konferenz sei eine Ers zelnen Länder durch einen ...... der den Umtausch von Jndustrieerzeugnissen gegen landwirtschaftliche Produkte normiere. 2n ähnlichem Sinne sprach auch der j u g o > slawischeVertreter, der feststellte, daß vor allem die amerika- nische Konkurrenz die Absatzkrije in der osteuropäischen Landwirt- schaft verschulde. Der einzige Ausweg wäre eine Enquete der euro- päischen Agrarstaaten, die mit den Industriestaaten zu einer Einigung gelangen müßten. Die anderen Redner hoben nur das prinzipielle Verhalten der Konferenz gegenüber den Industriestaaten hervor. Darauf wurden die von der polnischen Konferenzleitung vor- geschlagenen drei Kommissionen gebildet. Den Delegierten der einzelnen Staaten wurde ein Fragebogen unterbreitet, der sechs Fragenaruppen enthält und zwar über die Struktur der Handels- bilanz der einzelnen Länder die Methode, die von den einzelnen Ländern hinsichtlich der Ratifizierung und Zentralisierung des land- wirtschaftlichen Exports schon angewendet wurde, die Untersuchung, non der betreffenden Staaten möglich und gemein- von ob eine gemeinsame Aktton der betreffenden nützlich sei, über die Untersuchung der Möglichkeit eines gem famen Vorgehen» in der Veterinärfrag«, über den Austausch „$Cieg,ecaitQciW auf eine deutsche Stadt". Im Rahmen des 8. Bayerischen Sanl- tätskolonnen-Tages In Kaiserslautern wurde eine große Gasschutz- Übung durchgeiührt, bei der der Bevölkerung die Anwendung von Schutzmaßnahmen gegen Qiitgase vorgeiiihrt wurde. Der Uebung lag die Annahme zu Qrunde, daß eine deutsche Stadt bei einem Ueberlall terch feindliche Flieger mit Glftgas- bomben belegt vordaa Mi Informationen über den Fragebogen des Völkerbundes vom 24. März 1928, und schließlich über die Form einer gemeinsamen ständige» Zusammenarbeit der Teilnehmerstaaten. Für Deutschland ist von besonderem Interesse, daß sowohl von dem polnischen Außenminister wie auch von dem rumänischen Han- delsminister Andeutungen über den Zusammenhang der Warschauer Agrärkonferenz mit dem Bri and scheu Paneuropapröjekt gemacht worden sind. Sie warfen em neues Licht auf diese Konferenz. Es wird offensichtlich, daß Tagung von Frankreich dazu benutzt wird, um auf dem Weg über Rumänien und Polen dem Vriandschen Projekt Unterstützung zu verleih en. _ Prälat" Saas über Verständigungspolitik. TU. Köln, 29. Aug. In einer Wahlkundgebung der Zentrums« partei sprach am Donnerstag abend Prälat Dr. K a a s. Er be- handelte u. a. auch die Paneuropa-Frage und betonte, es dürfe kein Zweifel darüber aufkommen, daß Deutschland unbedingt an der Verständigung und Friedensbereitschaft festhalten müsse. Das hindere aber nicht daran, daß in die deutsche Außenpolitik eine entschlossenere Note hineingetragen werden müsse. Es ge« nüge nicht, wenn von irgendeiner Seite ein schönes Europa -Problem vorgestellt werde, sondern es gelte zunächst, europäische Gerechtigkeit und europäischen Ausgleich zu schaffen. Dann komme die Organl« sation schon ganz von selbst. Solange Europa aus der Konserven- büchse von Versailles essen wolle, solange solle man nicht an großen europäischen Ideen festhalten. Dr. Kaas wies daraufhin, daß biß* jenigen, die sich heute in Frankreich über „das andere Deutschland aufregten, an die Zeit des Eintritts Deutschlands in den Völker« bund denken sollten. Hätten damals die Siegermächte freiwillig das Rheinland geräumt und das Saargebiet freigegeben, dann würde heute die Verständigungspolitik Deutschlands eine viel bessere und sicherere sein. Riesige Schmuggeleien zwischen Danzig und Ojtprenhen. TU. Danzig. 29. Aug. Durch das Danziger Zollamt für Straff fachen wurden dieser Tage riesige Schmuggeleien aufgedeckl> die bis ins Jahr 1927 zurückgreifen und an denen Danziger un» ostpreußische Postbeamte in Verein mit größeren Danziger Texni firmen zusammengearbeitet haben. Der Plan zu den Schmugge lei«n ging von den Postbeamten des Danziger Bahnhosspostami^ aus, die Verbindung mit Danziger Firmen suchten und fanden- Die Betrüger gingen in der Weise vor, daß sie hochwertige deut!« Textilwaren, die bekanntlich bei ihrer Einfuhr nach Danzig Hon 1 -' Einfuhrzollsätzen unterliegen, nicht gleich nach Danzig gehen ließen, sondern zunächst nach Ostpreußen (Marienburg. bezw. Königsberg!- Dort ließen sie durch deutsche Postbeamte mit neuen Adressen ver sehen und als amtliche Pakete nach Danzig schicken, ohne daß diel Paket« nunmehr verzollt wurden. Bei den Schiebungen leistcre Postbeamte der betreffenden Eisenbahnziige zwischen Danzig un Marienburg Helfersdienste. Der Schaden, der der Danziger .Z0' behörde durch diese Betrügereien im Laufe der letzten drei erwachsen ist, geht in die Hunderttausend« von Danziger Die Zollstrafe für die betreffenden Firmen dürfte mehrere f 1 ' lionen Danziger Gulden betragen. Im Zusammenhang mit dm° Angelegenheit sind bereits vier Danziger Oberpostschaffner verhan bereits vernommen- worden. in die Zollhinterziehungen verwickelt sind, sind ab«r einstweilen noch auf freiem Fuß gelassen Ein Gerichtsgebäude in Flammen. TU. GUstrow, 29. August. Das Land- und Amtsgericht Ell st' row am Schloßberge ist in der Nacht von einem Eroßfeuer gesucht worden. Der linke Flügel, in dem stch auch der Schwer gerichtssaal befand, ist zum größten Teil zerstört, ebenso die BU»o räum« des Amts- und Landgerichts, die infolge der Einwirkung von Wasser und Rauch unbenutzbar geworden stnd. Das m-sänan' l ver MM V ■ W Gefängn' mußte vor einem Uebergreifen der Flammen geschützt werden. vermutet, daß das Feuer bei Schweißarbeiten an der Zentralheizum» »tftaaden ist. V. Freitag, den 2S. August 1330. Badische Presse / Abend-Ausgabe Nr. 398. Seite Z. Ein Chauffeur läßt warten / Von Dorothea Ziegel. ' Das ist Johnny, der einmal Joseph hieß und mit buntbemützten Kommilitonen an einem Biertisch in Erlangen gesessen hatte: Ein ktwas abgeschabter Mantel dehnt sich über seine breiten Schultern »nd schließt schmal über der Taille zusammen. Wenn er keinen Dienst hat, trägt er einen hellen, durchsteppten Hut, und er setzt seine dunkel umrandete Hornbrille nur auf, wenn er Zeitung liest oder etwas in sein zerlesenes Notizbuch schreibt, was des Merkens wert ist. Sein Wagen steht niemals in der Garage. Denn er wird nicht dum Vergnügen durch einen schmalen, winkligen Hof und einen zu- ö gen Torbogen bugsiert, in dem schmutzige und lärmende Kinder herumtoben. Sein Wagen ist eine klapprige Droschke und sein Chef hält auf Ordnung und Rentabilität. Wenn er seinen Dienst be- ginnt, zieht der Kollege die klammen Hände aus den Manteltaschen, sucht den Anlasserschlüssel und klopft ihm dann wohlwollend auf die Schulter: „Machs gut, Johnny!" Er trottet dann müde und zuweilen verfroren über den Hof und steht sich nicht mehr um. Denn auf ihn warten eine blasse Frau und ein Junge von zwei Jahren. Der soll einmal seine eigene Droschke haben, der Junge. Johnny aber setzt eine blaue, weiche Tuchmütze etwas schief auf die Stirn, die dunkelumrandete Hornbrille aus die Nale und schlüpft in die dicken Handschuhe. Er ehemals Sohn aus wohlhabender Familie. dann Werkstudent, Eintänzer, Auswanderer, Clerk in einem Newyorker Wolkenkratzer, Bootlegger — er wird selten einmal erwartet. Er fährt gern Nachtschicht. Denn einmal verdient er mehr, wenn Ballbesucher und Nachtbummler auf Taxe 3 eingeschaltet werden. Und dann liebt er diese kochende, brodelnde Glut, die über Dächer von Hotelpalästen, Kinos und Theatern in den nächtlichen Himmel springt. Er atmet die Wogen von sorglosem Reichtum und gepflegter Zeitverschwendung. Wenn man ihn heranwinkt, ist er keineswegs dienstbeflissen. Eine lächerliche, kleine Geste, die ihn nach dem Ausschalten des Texameters entlohnt, dehnt eine Kluft zwischen 'hm und seinen Fahrgästen. Für ihn stnd sie trotzdem Eäste: die schönen, jungen Frauen, die er zum Ball oder zum Theater fährt. Die älteren Herren, die einen Blumenstrauß in den' handgenähten, englischen Wildlederhandschuhen halten und die sich oft vor einem erleuchteten Erkerfenster durch das Boschhorn anmelden lassen. Dann jjnd da die lang verheirateten Ehepaare, die er wie ein junger «Neund des Hauses höflich und selbstsicher zu Ausstellungen und Ee- sandtschaften fährt. Und manchmal steigt auch schüchtern ein kleines, adrett angezogenes Mädchen ein, und nur dreißig Pfennige weit wartet ein junger Mann an der Normaluhr. Wenn Johnny zwei Stunden gefahren ist lenkt er seinen Wagen iu einem billigen Lokal, in dem russische Emigranten, Studenten und Künstler ihr Abendbrot einnehmen. Die einen halten ihn für einen Werkstudenten, die anderen für einen ehemaligen Flieger. Und er läßt seine blaue Schirmmütze draußen im Wagen liegen und unterhält sich mit allen von seiner Amerikazeit und von den Frauen. Dann kommt es zuweilen vor, daß diese oder jene Zuhörerin ihn lange und aufmerksam ansieht und feststellen muß, da er ihr Typ ist. Und dann kommt es auch vor, daß Johnny gerade einer jener namenlo'en Geschichten zum Besten gibt, die die posthume Eifersucht der Zuhörenden erwecken. Johnny merkt das sehr wohl, und in solchen Fällen schürt er langsam das Feuer, indem er ein paar unbedeutende, aber wichtige Zärtlichkeiten preisgibt, die der unge- nannten, vergessenen Frau gelten. Er steht wie der Held amerikanischer Magazingeschichten aus, denken die Frauen, die ihn sehen, wie er da Schätze aus seinen Er» innerungen fördert. Er hat ein etwas brutales Kinn und braune Augen, die er seiner italienischen Mama verdankt. Auch, daß er ein bißchen flunkert, ist nicht schlimm. Aber für die Männer, die mit hübschen Mädchen in diesem Restaurant sitzen, ist er der Hecht im Karpfenteich. Je mehr aber vor ihm gewarnt wird, desto höher steigt er im Kurs. Und zuweilen verabredet er mit einem der Mädchen ein Rendezvous. Natürlich hinter dem Rücken des Freun- des, und er geht dann mit der Auserwählten in eine hübsche Kon- ditorei, wo es billigen Kaffee, Kuchen und kleine Zärtlichkeiten gibt. Dann hat er ein Geheimnis mit den Mädchen, die einen Bräutigam oder Freund haben, und wenn er wieder in ihren abendlichen Kreis tritt, umwittert ihn etwas wie romantische Freibeuterei, die die jungen Männer durch gereizte Launen und schlechte Stimmungen ihrer Mädchen zu fühlen bekommen. Johnny tanzt wie keiner von ihnen. Johnny spielt Bridge und Whist, Golf und Tennis. Angelt im Sommer, während seine rechtwinklige Shagpfeife niemals aus- geht und sonnt stch in den freien Mittagsstunden, während andere lunge Leute im Büro sitzen müssen und über Bilanzen oder ver- patzten Verabredungen verrückt zu werden drohen. Denn er — Johnny — ist frei und daher Gefahr ... Er hat immer Zeit und kennt die Angst vor dem Abbau nicht. Zuweilen kommt es aber auch vor, daß Johnny irgendwo eine Dame der Gesellschaft kennen lernt. Er geht gern zum Tanz-Tee oder in die Nachmittagsvorstellung eines Kabaretts. Und da er keinerlei Minderwertigkeitsgefühle hat und sich ehrlich und froh zu seinem Beruf bekennt, fällt es ihm nicht schwer, unter den gelangweilten Damen eines schlecht besuchten Lokals die Auswahl zu treffen. Diese Damen sehen in ihm einen Fairbants, Colman oder Lindbergh, dem nur eben die Chance fehlt. Sie würden ihm bedingungslos alle Beziehungen opfern, alle Namen verraten, durch die man in die Vorzimmer der maßgebenden Herren kommt. Sie würden den Mann verlassen, wenn er ein Flugzeug besäße, und ihr Bankkonto abheben und in Geldscheine umsetzen, falls er mit ihnen eine Rinderfarm in Argentinien eröffnen wollte. Aber Johnny hat noch nie in seinem Leben den geringsten Vorteil bei einer Dame wahrgenommen, der auf einem anderen, als seelischen Gebiete liegen I würde. Johnny sagt gern „seelisch" und „sensibel", denn er ist inner- lich von allem gelöst und hat die unbekümmerte Freude eines Kinder- Herzens, wenn er sieht, wie fremde Mitmenschen sich mit solchen romischen Begriffen herumplagen. Zuweilen aber geschieht es. daß eine solche Dame, deren zartbesaitete Struktur auf ein gewisses, reifes Alter schließen läßt, mit ihm eine Verabredung trifft. Dann macht Johnny meistens den Vorschlag, sie abzuholen. Ganz diskret natürlich. Er kann keiner Dame zumuten in einem Lokal oder auf der Straße zu warten. Man weiß doch niemals, ob man nicht dienst- lich aufgehalten wird: Eine lange Fahrt, Panne oder ein Unfall. Unfall ganz besonders . . . und dann sagt die Dame, sie wird das Licht im Erker brennen lassen, er möge dann unten pfeifen. Er aber wird sich durch ein Boschhorn anmelden. Er wird im Fonds einer Droschke sitzen, im grauen, durchsteppten Hut, und die Dame wird an seiner Seite durch die brodelnde, kochende Nacht der Großstadt fahren und vielleicht ihren Arm in den seinen legen, wenn er die handgenähten, englischen Wildlederhandschuhe an hat. Diese Damen warten dann gewöhnlich sehr lange. Sie stehen meistens am Fenster, in dem das signalisierende Licht brennt. Sie sind sehr schön und erwartungsvoll und seehen oft in den Spiegel. Sie zählen die Droschken, die aus der Straße vorüberfahren und zucken zusammen, wenn das Telefon läutet. Aber wenn die erste Stunde langsam versickert ist, nehmen sie ein Buch zur Hand, weinen in winzige Taschentücher oder läuten einen ihrer Freunde an. Fe nach Temperament. Johnny kommt nicht. Johnny kommt niemals. Er fttzt entweder um diese Zeit in seiner Droschke, hat die blaue, weiche Tuchmütze ein wenig schief auf der Stirn und preßt die Zähne zu- sammen, weil er gerade einen Privatwagen überholen muß. Oder er liegt in seinem möblierten Zimmer auf der Chaiselongue und schläft bis zur Nachtschicht. Oder er wartet in irgend einer Kon- ditorei auf irgend ein blondes Mädchen, mit dem ihn ein kleines, unbedeutendes Geheimnis verbindet. Niemals aber hält Johnny seine großen Verabredungen ein, und während diese bedeutsamen Stunden verfließen, in denen eine Dame vergeblich auf ihn wartet, freut er sich jedes Mal über die Disziplin, mit der er pünktlich seine ihm notwendig erscheinende Unpünktlichkeit befolgt. Und hinterläßt eine Spur von Enttäuschungen. die mit ein wenig Ironie und ver- schmerzter Kränkung gemischt sind. Man kennt aus einem Gespräch die Nummer seiner Droschke, und man wird vielleicht mal Gelegenheir haben, im Lichtkegel seines Scheinwerfers mit einem bösen und verächtlichen Lächeln seinen Streich zu quittieren. Johnny ist aber gar nicht gefährlich. Und die Männer solcher Damen würden ihm bestimmt dankbar sein, wie er so oft und unfreiwillig der Urheber mancher Versöhnung wurde. Johnny aber denkt nur selten an seine Abenteuer, die er nicht erlebte, zurück. Nur zuweilen fällt ihm ein, daß er keinen Smoking hat und daß der braune, gestreifte Anzug nicht gut genug ist, um darin wartende Damen abzuholen, die große Wohnungen besitzen und entzückende Dienstmädchen haben . . . ... es war doch die Wahrheil / ZamZrss*. Das muß Ich dir sagen, Inge — wenn wir bei Petersens Pro- 'essor Holtermann treffen — aber wir treffen ihn bestimmt dort, und es wäre mir wirklich lieber, wenn wir heute nicht zu Petersens vingen —" „Wir müssen zu Petersens," erklärt« Inge schnell und bestimmt. ■»Ich habe es Helga Petersen in die Hand versprochen." „Du hast es ihr versprochen? Wann denn? Die Einladung kam doch erst gestern." . „Wenn ich es dir sage! In die Hand versprochen. Wann? Ach >o — ja — heute morgen." „3>u trafst sie?" j „Ich traf sie in der StadtI" „Du warst doch gar nicht in der Stadt t" „Ich war nicht in der Stadt?" rief Inge entrüstet. „Natürlich war ich in der Stadt. Heute vormittag war ich in der Stadt." s i Er sah sie groß an. »vorhin sagtest du —" „Ich habe vorhin gar nichts gesagt," fiel sie ihm böse ins Wort. . . „Du sagtest, du hättest den ganzen Tag im Hause gehockt und an deiner Wäscheaussteuer genäht —" ^.. „Und willst du etwa behaupten, ich hätte nicht an meiner ^äscheaussteuer genäht?" „Keinen Schritt hättest du vor die Tür getan. Und deshalb wußtest du heute abend zu Petersens. Damit du ein bißchen Ab- wechslung hättest." . * .. „Ja, gewiß. Und du naiürlich gönnst mir die Abwechslung nicht.« Er hob die Schultern. „Du warst also heute morgen in der Stadt." „Ist es mir verboten, in die Stadt zu fahren?" „Nein, nein," wehrte er müde ab. „Du solltest nur endlich ein- wal die Wahrheit sagen." „Soll das heißen, daß du mich für eine Lügnerin hältst?" «Laß nur. Wir gehen also zu Petersens. Aber es ist mir so unangenehm, da ich weiß, daß wir dort Professor Holtsrmann begegnen werden. Und er wird mich fragen, warum ich gestern abend i°inen Vortrag über das Erbrecht versäumt habe. Ich kann ihm unmöglich damit kommen, daß du gestern durchaus mit mir ins Theater wolltest. . „Das klingt wirklich großartig!" zürnte Inge. „Durchaus woll- "st!" Es scheint für dich eine Pein zu sein, mit mir ins Theater zu gehen." . „Hör mal, Inge, wegen dieses blöden Kriminalstücks brauchte doch weiß Gott, nicht von dem Vortrag zurückgehalten zu werden." „Bitte, «s ist ein sehr gutes Stück. Alle Kritiken loben es." „Hast du welche gelesen?" „Natürlich." „Wann denn?" . „Ach, das ist schon einige Tage her. Gerade deshalb wollte ich ® a s Stück sehen." Er seufzte tief auf und schwieg. „Warum atmest du schon wieder so heftig?" fragte sie spitz. „Weil wir gestern abend die Uraufführung des Stückes sahen du also noch keine Kritiken gelesen haben kannst." „Das war die Uraufführung?" „Das war die Uraufführung." Sie sann und zog mißvergnügt die Nasenflügel hoch. „Dann habe ich es wohl verwechselt," sagte sie kurz. „Wahrscheinlich," spottete er grimmig. Sie stand auf. „Wir müssen jetzt gehen." „Wollen wir nicht warten, bis deine Eltern —" „Sie bleiben hier." „Du telephoniertest mir doch, ihr ginget heute alle zu Petersens." Sie streifte ihn mit flüchtigem Blick. „Ja. Aber sie haben es sich überlegt. Mama fühlt sich nicht wohl." „Als ich kam, war sie recht munter." „Papa hat auch Verdruß im Geschäft gehabt." „Zu mir sagte er vorhin, er hätte heute einen großen Abschluß gemacht. Er rieb sich die Hände vor Vergnügen." Sie trat auf ihn zu und sah ihn kühl an. „Hör mal — findest du es nett, wenn ein Verlobter jedem Wort seiner Braut nachspürt: so, wie du es machst? Ich kann mir nicht helfen — ich finde es gemein." Er sprang auf, vor Zorn heiß errötet. „Inge!" Sie machte eine abwehrende Handbewegung. „Laß nur. Ich mag nichts mehr hören." „Und ich mag dein« Lügen nicht mehr hören!" stieß er wütend heraus. „Gehen wir jetzt zu Petersens oder gehen wir nicht?" Er bezwang sich. „Inge," sagte er bittend, „du weißt doch nun, wie peinlich es mir ist — wegen Professor Holtermann. Ich bin so sehr auf sein Wohlwollen angewiesen. Er wird mich bestimmt fragen, warum ich gestern abend nicht da war. Und wenn ich ihm dann mit diesem Kumvr. „Oh, Richard! Eine Wespe hat mich gestochen!" „Schnell, mach' etwas Ammoniak drauf!" »Ich kaiy» nicht — sie ist schon fort!" „Warum ist dein Aufsatz über Milch nur eine halb« Seite lang, während die anderen Schüler mehrere Seiten geschrieben haben?" „Ich habe über kondensierte Milch geschrieben!" «- Heiratsvermittler: „Die Dame, die ich Ihnen vcrge- schlagen habe, erhält soviel 1000 Dollar Mitgift, als sie Jahre zählt." „Wie alt ist sie denn?" „25 Jahre." „O, dann ist sie mir zu j u n g." — blödsinnigen Kriminalstück komme — nein, ich muh «ine Ausred« erfinden. Aber es mir gräßlich, diesen Mann anzulügen. Ich verdlnk« ihm schon viel." Auch Enge bemühte stch, sanft zu sein." „Hans," sie kam an ihn heran und legte ihm die Arme um den Hals, „laß uns gehen, bitte. Ich möchte so gern. Ich habe Helga Pertersen doch schon seit Wochen nicht mehr gesehen." Er fuhr zurück. „Du trafst sie doch heute morgen in der Stadt?" Sie ließ ihn los und sah ihn verdutzt an. „Ich traf sie in der Stadt? Helga? Ach wo denn!" „Du sagtest vorhin —" Sie legte ihm schnell die Hand auf den Mund. „Wir gehen, ja? Und nie mehr werde ich schwindeln, hörst du? Nie mehr!" Und da gingen sie also. Hans hatte richtig vorausgesehen: bei Petersens trafen sie Pro- fessor Holtermann. Der Professor war sehr nett gegen das Brautpaar. Die hübsche Inge gefiel ihm offensichtlich. Und es war zu erkennen, daß auch Inge ihrerseits dem Gelehrten zugetan war. Sie plauderten eine Weile heiter zu dritt, und Hans war voll Hoffnung, daß eine gewisse Frage ihn ungeschoren lassen würde. Aber sie wurde ihm trotz allein nicht erspart. „Mein lieber, junger Freund," sagte der Professor plötzlich, „gestern abend habe ich Sie vermißt." Hans wurde puterrot. „Ja, Herr Professor," stammelte er, „Sie können stch wohl den- ken — daß nur ernstliche Gründe — ich — es war mir un« möglich —" „Natürlich," wehrte der Professor freundlich ab. Und fügte dann scherzend hinzu: ,Latten Sie doch wenigstens Ihr Fräulein Braut geschickt " Inge machte ihr süßestes Gesicht. „Gewiß, Hans," sagte sie, „mich hätte der Vortrag sehr inter- essiert. Da sind wir gestern abend in dieses dumme Kriminalstück gegangen —" Der Professor sah Hans schnell und scharf an. „Ach so!" lachte er kurz. „Das also war Ihre Verhinderung." Und dann dauerte die Unterhaltung mit dem Professor nicht mehr lange. Hans war bleich und still. „Wie konntest du ihm das sagen?" stieß er schließlich heraus, als er mit Inge allein war. „Was denn?" „Von dem Kriminalstück —" „Aber es war doch die Wahrheit! Und ich habe dir heute abend versprochen, nie mehr zu schwindeln." Da ließ er sie stehen. Einige Tage später wurde die Verlobung aufgehoben. „Es war so," erklärte Inge ihren Bekannten dieses Ereignis, „er konnte es nicht vertragen, daß ich die Wahrheit sagte." Seite 4. Nr. 538. Badische Presse / Mend-AuSaabe Mnrag, Ben za. nttgwn iroo. Neues aus aller Welt. Auf der Spur eines Berbrecherkönigs. TU. London, 29. August. Im Zusammenhang me> Vlaubigten Zahl von bZ 259 selten Bezieher» weit an der Spitze aller badtschen Zeitungen stellt. Verloren bl. Arb.-Anzua vom Durlach.-Tor, Kailer-. Weitend-, KricgSstr., geg. Bek ab,g. Benv. Kavelleustr.10. (B10S8 Deutscher Schäferhund Släbrifl. mit Hütte preiswert zu verkauf. Angeb. it. Nr. 620124 an die Bad. Presse. Zwerghühner rebhuhnfarbi«. sleitz. Leaer, abzugeben. AariSrufte-RüPpurr, Siefedeuweg 87. (gS6802) Sdifedifhähnihen ca. 30—40 ca. 20 Hühner bin. zu Verls. Beruh. Schmidt, Dar- landen. Kriimerstr. 15. (»1077) EelWlAitskauü Schlafzimmer eichen, mit weihem Marmor, Jnnenspteg., wegen Hetraisrlicrgang ganz billig abzugeben. I. Baader, MSbelvertrie», Waldhornftratze 31 (gM94) ll letzt auoerst billig graue 2.10 1 65 ».7? rein weiße 4 4fl 5.60 4.4^ <3>£U H'Daunen 5.50 4. — 2.85 Volldaun. 5.50 3.75 Fartlga Batten Matratzen, Patent. battrSsta, Schoner, Polstermöbel Jd. 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Der Schwalben Abschied. Weit früher ai» sonst beginnen in vielem Jahr die Schwalben it. Auf den Rohrbreiten Schar. Weit . .... m_,„. «, ... _„,rfcalme mit %er lebendigen Frucht und wenn der erste Sonnenstrahl über die ''achtkühle Erde emporglitzert und in den Tautropfen funkelt und 'pillht, dann trägt uns der Wind ein selten vernommenes Stimmen- Tewirr herüber. Es scheint fast, als habe es menschlichen Klang, so jtor klingt aus dem gedämpften Gezwitscher ein bangendes Sorgen Hervor. Ist es die Trauer des Abschieds oder die Furcht vor d:m Unbekannten des Fernfluges? Ahnen sie die Eesahr, die ste auf ihrer viidlandreise in tausendfacher Form umlauert? Und wir selbst? Auch wir müssen Abschied nehmen von unferen flinken Sommergästen, denn eines Morgens werden wir vergeblich 'n den Spätsommerhimmel blicken und nach den Schwalben suchen. Den Frühling haben ste uns gebracht, den Sommer tragen sie fort, # nb mag auch die Sonne noch warme und helle Spätsommer« und Herbsttage bringen, den Abschiedsgruß der Schwalben können wir ^icht vergessen. Unsere Sommerfreude wird stiller, innerlicher. Das ®eltc Laub läßt sich nicht mehr übersehen und wenn wir in den 'hon so frühen Abend träumen, überraschen wir uns oft dabei, wie &ir bereits rückwärts schauen, die Regentag» vergessen haben und "ur an die Schönheit des Frühlings und Sommers denken. Ja, es ist vorbei! Vielleicht noch ein paar Sommertage, dann jjtfimt auf uns das Herbstgold herab, über das sich schon als erster Ainterbote der Reif breitet. Und dann? Ja, dann kommt die lange "acht des Winters, nach der nicht mehr für l»d»n ein neuer Morgen ^«brechen wird. ^ B«isetz»ng des Kirchenrats Herrmann. Unter außerordentlich Pötzer Teilnahm« wurde am Donnerstag mittag, der im Alter von ^ wahren verstorben« Kirchenrat Herrmann zur l^ten /iuye ge- bracht. Besonders stark vertreten war die Altstadt -Kirchengemeinde, die durch den Tod des Herrn Herrmann ihren hochverehrten See!« !°rger verloren hat. Nach der feierlichen Einsegnung der Leiche wid- ^ete Kirchenpräsident D. Wurth dem verstorbenen Geistlichen 'inen ehrenden Nachruf, dem er die Bibelworte zu Erunde legte: >>5ch muß wirken solange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann." In ergreifender Weise betonte er das segens« rp ' deiche Wirken des Verstorbenen als treuer Hirte seiner Kirchen gemeinde. Welch großer Beliebtheit der Verstorbene sich zu erfreuen «iitte bewiesen die zahlreichen letzten Ehrungen am Grabe. Es iprachen Stadtoberrechnungsrat Groenlein Namens der Spren- jWgemcinbe der Altstadt, Fräul. Schwab für die «vangehschen ?ngendbünde „Immergrün" und den „Frommel -Bund", Kirwenrat vijcher für den Kirchengemeinderat und Kirchengemeinde, Kirchen- *?t Renner für das Pfarrkollegium von Karlsruhe und Durlach Vertreter der Wilf^rdinger Kirchengemeinde, Landeskirchenrat Sender- Mannheim, für die kirchlich-positive Vereinigung in Va« ^n, der evangelische Pfarrer von Adelsheim für die Heimat- Gemeinde, Professor Bender für die positive Vereinigung der Karlsruher Kirchengemeinde, Pfarrer D i e m e r-Eernsbach für den Ausschuß für Evangelisation, Oberrechnungsrat D o r n e r, für die Karlsruher Stadtmission, Finanzrat S e i tz für die Verbindung Minzöls" und Namens der Freunde und Mitarbeiter im Ober- '-chenrat, Präsident D. Wurth. Während der Beisetzung läute- die Glocken der Stadtkirche und der kleinen Kirche, in denen verrmann zulebt gewirkt hatte. , Ueberreichung der Meisterbriefe an Karlsruher Znngmeister. Donnerstag nachmittag wurde in Anwesenheit von Vertretern Ministeriums des Innern, Kultus und Unterrichts, des Landes- ^werbeamts, der Handwerkskammer und sonstiger gewerblicher Or- ^Uisationen einer Reihe von Junghandwerkern und Handwerkerin- welche in diesem Jahr die Meisterprüfung bestanden haben, Handwerkskammerpräsident I s e n m a n n, die Meisterbriefe Überreicht. In einer längeren Ansprache wie» Herr Präsident Achtete an die jungen Handwerksmeister die Mahnung, das Schild 5 e ® ehrsamen deutschen Handwerks immer rein und blank zu halten; der Jugend gehöre die Zukunft. Im Anschluß hieran üb«.- , l chte er an insgesamt 573 Iunghandwerkern und Junghandwer rinnen den Meisterbrief. 8 Vermißt. Seit Donnerstag m _ _ °"e Sckreibaehilfe Adolf Vöhl er aus der Rankestraße vermißt. Donnerstag morgen wird der ledige 29 Jahre - § Politische Reibereien. Am Donnerstag nachmittag wurde ^ der Leopoldstraße ein verheirateter 87 Jahre alter Hilfsarbeiter ° n hier von sechs Kommunisten angehalten und durch Faustschläge i U Boden geschlagen, ohne daß er Verletzungen davontrug. Darauf ergriffen die Kommunisten die Flucht. Der Vorfall hatte ^?e größere Menschenansammlung zur Folge. Schon am Vor- ^itag war es in der Gegend des Arbeitsamts wiederholt zu ?"rempeluingen von Nationalsozialisten durch Kommunisten g<- Jörnen. Doch hatten sich die Täter jedesmal bei Erscheinen der in Sicherheit gebracht. N>ien r Diebstähle. Am Donnerstag wurden drei Fahrräder ge- . ; ein früher gestohlenes Fahrrad wurde herrenlos auf- Kunden. — In der Bahnhofshalle wurde einer Kinderschwester ► ,e Handtasche im Werte von 10 RM. gestohlen. — Auf einem Mundstück, in der Rittnertstraße in Durlach wurden Pfirsiche, im ^*te von 20 RM.. entwendet. Berechnung öer neuen EinkommensleuerzufchlSge von E. Keller, Beratender Volkswirt, Karlsruhe. (Schluß.*) III. Ledigensteuer. t. Pflichtiger Perfonenkrei«: Alle Ledigen im stan- desamtlichen Sinne und alle Wiederledigen, das heißt, Verwitweten und Geschiedenen, aus deren früheren Eh« (oder auch Ehen!) keine Kinder hervorgegangen stnd. Ob und wo Kinder noch leben, ist dabei völlig gleichgültig. Das Bestehen von Unterhaltspflicht führt nur in zwei Fällen zu Befreiung: a) Bei unverheiviteten Frauen^ die für unehelich« Kinder nach den Unter» . — v ...- wie weibliche „Lediges bedürftiger Elternteile mindestens (wohl zusammen« gerechnet) 10 Prozent ihres Einkommen« aufwenden und denen dieserhalh schon vor dem 1. Juli 1930 die Einkommen» oder Lohnsteuer vom Finanzamt ausdrücklich ermäßigt worden ist! Uneheliche Kinder auf selten eines Mannes sind belanglos. 2. Unterteilung der Steuer :Sie kommt zwiefach zur Erscheinung: a) als Wegfall der Ermäßigung von 25 Proz«nt. höchsten» jährlich 86 RM., seit 23. Juli 1928 allen Steuerpflichtigen gewährt: d) als Zuschlag von 10 Prozent zur Eesamteinkommensteuer nich dem Ergebnis des Jahres 192g. 3. BelastungmitdenTeilstenernundErhsbung: Maßgebend für erste« ist di« Höhe de» Einkommens, Mr letztere die Unterscheidung von veranlagt«» Nichtlohnsteu«rpflichtigen und Lohnsteuerpflichtigen, und b«i letztgenannten wi«der zwischen Nicht» veranlagten und Veranlagten: Nichtlohnsteuerpflichtige (veranlagte): Ueberschrei« der Werbungskosten und Sonder» für 1929 nicht den Betrag von .... „ » , ), so trifft ste die Besteuerung nach Ziffer 2». das heißt, es wird ihnen fiix sieben Monate d-r nach- der Einkommensteuer, 25 Prozent mit Höchstbetrag 36 RM, nachgefordert. Wird dagegen die Summ» von 2160 RM. b«i d«r obigen Be» rechnungsweise überschritten, so kommt hinzu der 10pro?entige Zu« schlag gemäß Ziffer 2d, berechnet aus der gesamten Einkommen» steuer laut Veranlagung für 1929, erhoben mit 60 Prozent für sieben Monat». Beide Arten Zuschlag für die nichtlohnsteuerpflichtigen Steuer- Pflichtigen werden, weil nachveranlagt, wieder in zwei hälftigen Teilbeträgen auf 10. Oktober 1930 und 10. Januar 1931 fällig, bei Landwirtschaft als vorwi«gender Einkommensquelle auf 15. November 1930 und 15. Februar 1931. II. Lohn steuerpflichtige: A. Erreicht der Bruttolohn nicht 2640 R M. vsr Jahr (220 RM. per Monat), das Heißt verbleibt nach Abiuz der Wer- bungskosten und der Sonderleistungen (bei Lohnsteuerpslichtiaen nor- mal jährlich 480 RM.) ein Einkommen von unter 2160 RM. (wie 1), dann lommt wieder nur Ziffer 2a in Anwendung, der Abschlag von 25 Prozent, höchstens aber 36 RM., fällt ab 1 Sep» tember 1930 für sieben Monate weg. U-berschreitet der Bruttolohn 2640 RM.. so zahlt der Pflichtige ferner ab 1. September 1930 sieben Monate lang 10 Prozent Zuschlag zur vollen Lohnsteuer, die. wie schon dargestellt von ihm schon für die gleiche Zeit zu zahlen ist. Zu bemerken wäre noch. daß. falls aus irgend welchen Gründen dem Pflichtigen der persönliche Freiteil von normal 720 RM. vom Finanzamt erhöht wurden (zum Beispiel wegen Kriegsb-schädigung), dann auch die maßgebenden Einkommensgrenzen von 2160 bezw. 2640 RM. für ihn sich erhöhen, gleichgültig, ob es sich um Lohnsteuer» Pflichtige oder andere Einkommensteuerpflichtig« handelt (I und II) B. Wurde ein Lohn steuerpflichtiger für 1929 vor» anlagt, weil sein Einkommen 8000 RM. überstieg, so trifft ihn selbstverstän dlich Nacherhebung des Abschlages gemäß Ziffer 2a «) Neb« „Bad»«« Prefle" Nr. »94. 1. Den nachzufordernden Abschlag gemäß Ziffer 2a. Er wird ab 1. September 1930 laufend sieben Monate lang bei den Lohn» Zahlungen mit in Abzug gebracht. t. Die 10 Prozent aus der vollen Lohnsteuer für steben Monate, die ebenso laufend mit in Abzug gebracht werden. S. Endlich 10 Prozent aus dem Betrag, um den die veranlagt» Steuer im Jahre 1929 die in derselben Zeit tatsächlich einbehal« tenen Lohnsteuer überschritten hat (Abschlußzahlung 1929), und zwar analog den übrigen Fällen zu 60 Prozent des Iah- resbetrages. zahlbar in zwei gleichen Terminen auf 10. Oktober 1930 und 10. Januar 1931. Musterbeispiele. Steuerpflichtiger sei ein „lediger", nicht mit befreienden Un» terhaltspflichten belasteter Beamter mit 12 000 RM. jährlichem (das heißt 2000 RM. monatlichem) Gehalt, der von allen drei Steuerauflagen betroffen wird: Berechnungsgrundlagen (Veranlagung fiir 1929): Jahreseinkommen 1929 . . . (a) (monatlich 2 000) 12COO Steuerfrei» Einkommensteil« für Lohnsteuerpflicht » . 1200 Steuerbares Einkommen . , > , . , . 10 800 Veranlagte Steuer: 10 Prozent aus 8000 12 X Prozent aus 2800 800 350 Abschlag Btzahlte Steuer 1929 Einbehaltene Lohnsteuer Proze 1150 36 (d) 1114 (Volle) 10 Prozent aus 10 800 Abschlag ...... Abgeführte Lohnsteuer (monatlich 87) , Abschlußzahlung 1929 « . . , Reichshilf« : Jährliches Bruttoeinkommen (oben a) . 2X Prozent davon . , , Steuer '/»» hiervon , . , , (e) (monatlich gy) 1080 i • * • 36 . 1044 (d) 70 , 12 000 300 I 175 »ahlbar mit je 25 RM. beim monatlichen Lohnabzug. N ot opfer: Jahreseinkommen 1929 (oben a) . . . . , , 12 006 Werbungskosten und Sonderleistungen (bei Lohnsteuer» Pflichtigen 240 + 240) 480 Rest über 8000, daher Steuerpflicht . , , . ■ 11520 Veranlagte Einkommensteuer (oben d) , » . . 1114 Steuer 5 Prozent hiervon ..«,«. 55.70 NM. zahlbar in zwei hälftigen Terminen. Ledigensteuer (Schlußabsatz im Text): 1. Nachzuzahlender Abschlag von 36 . . . 21.00 RM. 2. 10 Prozent der vollen Lohnsteuer (oben c), macht 108, davon *'u für sieben Monate .... 63.00 RM. 8. 10 Prozent der Abschlagszahlung 1929 (oben ä) macht 7, davon 60 Prozent für steben Monate . 4 .20 RM. Steuer insgesamt 88.20 RM. zahlbar 21 und 63 RM. je in Siebteln beim Lohnabzug der einzelnen Monate, 4120 RM. je hälftig in den zwei bekannten Terminen. Bezüglich der Auswirkung der Ledigensteuer bei den kleinen Ar» beitnehm«rn s«i noch auf den Sonderartikel in Nr. 374 der „Badi- schen Presse": „Die Ledigensteuer der Arbeitnehmer" verwiesen, fer- ner auf das übrigens nicht besonders glücklich gefaßte) von der Reichsfinanzverwaltung herausgegebene Merkblatt zu dieser Steuer, das bei den Finanzämtern erhältlich ist. Verkehrsunfälle. In der Kriegsstraße kam es zum Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer, der seinen 4 Jahre alten Jungen auf dem Benzin- tank mit sich führte und einem Personenkraftwagen, wobei der Motorradfahrer leicht, sein Kind jedoch schwer verletzt gleichen Augenblick kam ein Straßenbahnzug durch die Kriegsstraße. der auf die zusammengestoßenen Fahrzeuge auf- >uhr. ^ Die beiden beschädigten Fahrzeug« wurden polizeilich sicher- gestellt, da die «chuldsrag» noch der Klärung bedarf. — Ein wei» lerer Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Motorradfahrer ereignete sich durch di« Schuld des Autoführers Ecke Kaiserallee und Körnerstraße. An dem Personenkraftwagen entstand ein Sachschaden von etwa 100 RM. Der Motorradsahrer entzog sich der polizeilichen Feststellung. — In einem dritten Falle fuhr in der Kriegsstraße ein Motorradfahrer aus Unvorsichtigkeit auf einen anhaltenden Personenkraftwagen auf. Auch hier hat der Autosührer einen Schaden von etwa 100 RM., während an dem Motorrad ein solcher von 50 RM. entstand. Außerdem ereigneten sich gestern mehrere Verkehrsunfälle leichter Art. Aus Berus und Familie. Bein«« 70. Geburtstag kann am 80. Silguft fr« 80 Jahr« Seim ®ta» Landesamt tätig gewesene Herr VerwaltungS-Oberinspektor a. Mische» ...... .... aL r „?a„ri"«Rüstigkeit feiern. Herr Ehret ist 'eine stadtbekannte einen groben i " j Y ilUIUDHIl [TOll . vcu III eine Persönlichkeit. Durch seinen gesunden Humor bat er sich Freundeskreis erworben. | Voranzeigen der Veranstalter. | Rasse« Bauer. Heute Freitag findet nachmittags Elit«°Kon «ert mit Kapellmeister Dolezel als Solist, abends Operetten, und SchlagermusU tn Aa»z-Besetzung statt. Promenadekon,er«. Am kommenden Sonntag, den Zt. Nnoult, veranstaltet bei glinstiger Witterung die Karlsruher Schlitzen» k apelle auf dem Oftendorfplatz von 11-12 Uhr ein Promenadekonzert. Aus öem Vereinsleben. FreKag. den 29. August 1930. Jülichs Zitherverein. Abends 8 Uhr: Probe im „Palmengarten". Größe verpflichtet Die größte deutsche Schuhfabrik wird allen Ansprüchen auf bestes Material, tadellose Verarbeitung und höchste Eleganz bei billigster Preisgestaltung gerecht. Karlsruhe kaiser str. 167 Lekte ff. Nr. 898. Badische Presse / Abend-Ausgabe Freitag, den 2S. August tSZv-^ -Zre SSdwestdeutsche Jndustrie-und WiitschaffsZeitung Berliner Börse. Berlin. 29. August. Uiigeu&etidit.l Die Börse eröffnet« autzer- ordentlich ruhig. Während das Publikum sich weiter größter Zu- riickhaltung befleißigte und kaum Orders erteilt hatte, schritt die Spekulation angesichts der freundlichen Auslandsvörsen wieder zu Deckungen. Die trob Schwankungen gewahrte Stabilität des Kursniveaus in den legten Tagen, führt man darauf zurück, daß die Spekulation selbst kaum Bestände hat und die Baisseengagements Inrntc noch überwiegen. Die ungünstigen Wirtschastsnachrichten. konnten daher nicht stören. Die im Berliner Metallarbeiterstreik zu Ungunsten der Bergmann A.-Ä. gefällte Entscheidung, wurde ungünstig kommentiert. Conti Gummi waren etwas beachtet, da man aus der Aufgabe der Zecheninteressen einen größeren Burlxiewinn eiwartet. >., , .Verlauf bröckelte das Kursniveau infolge der allgemeinen Ge- ichnstslofigkelt ab, so daß ein großer Teil der Anfanasgewinne wieder verloren ging. Nur Sveuska, die in letzter Zeit starker angeboten wa- M' konnten ihren Gewinn auf 7Vi Punkte erhöhen. Auf den übrigen Markten waren Abschwächungen von etwa 1 Prozent festzustellen. Da. ruber hinaus verloren Siemens VA und Salzdetfurth 2 Prozent. Am Geschäft in Zusammenhang mit der Allgemein- Schuldbuchsorderungen waren etwas gebessert. Obligatio, ^'auidatlonsvfandbricfe wenig verändert. Von Auslandsrenten sich Anatoller um V* Prozent. Mazedonier um IS Rpfg. und ffvw Hin i rn - SRvfg. befestigen. Auch Rumänenrenten waren ge- bessert Monovolrumanen unverändert. Die Börse schloß bei stillem Geschäft behauptet. Berger konnten £ch um 5 Prozent befestigen. Nachbörslich hörte man:Larben 351%. « EG. 138.5, Siemens 194, Schlickert 152.75, Aku 79, Bemberg 83.5, Hapag 91, Llood 91.25, Meichsbank 247, Berger 281, Stöhr 81.5, Salz- öilfitrtfi 313.5. Svenska 293.5, Neubesitz 7.80. Altbesib 60.25. Geld- and Devisenmarkt Berlin, 29. Auyust. Monatsgeld war mit 4H—5V4 und Warenwechsel Tagesgeld zog auf 4^—6% an. .. , ... — enwechsel mit 3% Proz. zu hören. Die spanische Valuta lag mit 4(5 wieder schwach. Auch Bueuos-Aires waren mit M angeboten. Kabel — Mark 4.1873, Pfund — Kabel 4'.8698, Pfunde — Mark waren mit 20.39 zu hören. Der Privatdiskont blieb unverändert 8% Prozent. Berliner Devisennotierungen vom 29. August 1930. Frankfurter Börse. Die Börse verlief sehr still. Frankfurt, 29. August. lEigenbericht.» Der Grundton blieb widerstandsfähig. Im einelnen erössneten Karben nur knapp gehalten. Am Elektro, markt Siemens 2. Schlickert und A.E.G. je schwächer. Gut gehalten de, sehr ruhigem Geschäft waren Montanwerte. Kaliwerte zumeist un- verändert, nur Salzdetfurth 3 Prozent höher. Bon Kuustseidewerten, ,i ®fmbcra 2^ f)df)Cf, im Gegensaö ztr Transvortwerte ab- veschwacht. A.-G. für Verkehrswesen V*. SchisfahriSwerte bis % Prozent schwacher. Zellstosfwerte eher etwas freundlicher, Waldhof 2^ Prozent ^ber. Von Einzelwerten setzten. Pokornv ihre Steigerung um % Pro,, fort. Am Anleihemarkt hatten Mexikaner eine starke Sonderbewegung auszuweisen, da das neue SchuldenregelungSabkommen schon am 1. Sep- tcmber von dem einberufenen Kongreß angenommen werden soll, gegen- über der gestrigen Mittagsborst ist. eine Kurssteigerung von 1-2 P?oz. " ' Türken eine Kleinigkeit unver- ... ingi WWWWWWMMWMW für sämtliche Anletheartcn zu verzeichnen. Au> oebesser — - - - - - . - - - ändert. bessert. Deutsche Anleihen.'' 'sowie ^ichsschu?dbuch'förd«rungen' Im Verlauf vaupiet. blieb Sie Börse, trotz de» ruhigen Gefchäft», voll be- Londoner Börse. London, 2? Au«. 'Drahtbericht). 28. 8. 29. 8. 5' »/« BnRl Cs.2V» Anaconda Rio Ti to DeBeersDel Mex Eatjle Royal Dutch ShellTransp Can. Pacif. 56 9:»,. 34'/. 6>. 11 29"» 4 "4 9". 3I»i 8 6 4 /s 11 30V, 4% 1831/sf 180Vs 28.8. Anfang 29. 8. Br«. Tract Int. Ho dgs. Mex TramC Celanesürd Courtauids Polyphon Gramophon Columoii 35»,« 34»,, 3»>, 4»/» HS 12 9.4»,« 42 6 1',« 1»'. 2» „ 2». 3»,« 3 Glamstoft Swed. Match Bast Rand Schwd Kug. Intern.Nick. Kreue 4 Toll Mexe. Ligh. 4'', Türk.unt + excl. 28. 8. 1 14'/» 11.3 IL'/, 29.8. - '/« 14-,.. 113 10". 23»,» 26', > 26% 76 76 9»l« 9'l. Pramiensäf^e der Bankfirma BAER & ELEND, K Danatbank DT.-Bank Sicidiöbaul i'itbt Kraft Ges.f.el Nnt. Schultert Sicm.Halslc Skpt 6 i 8 6 -Vt 6 7 9 (Okt. 8 4 11 8 8 8«- . 8'c >12 itOD. .0 13' 10 10"> 11 12 15 tranSrabio «clftiitird). >>nrpener ManneSm. Salzdetfurth Westeregeln ,>!. Gaarden iBember» Sept 4V? 4',» 6»,» 14 V» 9 6',.l (Okt. cV* 6 7»1s 6'/» L9l! 12 7 9 U-v 8',! 7 Vi 9" 7 l li V: 16 8 1 ': lK D. Erdöl D.Linoleum Karstadt C ia»i ■ltllfiiBnltch Ha».u.Lloyd ^bl.o.Ausl. «lpl Akt <11/, 6 7»„ 8'/« llVp 14',, h 8 10 2 3". 4V» 7 9V» 12 •Vi 6 6»,n »1. 1 1»,. 28. Äug. Gelb Brie? Buen. Air 1.513 1.517 tftinaba 4.186 4.193 Istanbul — ?l°pan ?.06-i 2.070 Kairo 20.8P 20.9? London 20.367 20.407 «ewhorl 4.1825 4.190' Rio de X 0.382 0.384 Uruguo» 3.427 3.433 Amster». 163.51168.85 Athen 5.435 5.44^ Br.-Anlw. 58.475 58." 9° Bukarest Budapest Dan,ig Heisings. 2.49? 2.50 73.39 73.53 81.45 81.61 10.526 10.546 29. Aug. Geld Bries 1.468 1.472 4.187 4.19i 2.066 9.070 20.88 20.92 20.369 20.409 4.183 4.191 0.401 0.403 3.4 7 3.413 168.54 168.88 5435 5.44k 58.4-5 58.57 2.499 2.506 73.385 73.52 <11.49 81.6 10.525 10.646 Italien Angaslaw Kowno 28 Aug, Geld Bries 21.90 21 94 7.425 7.4^9 41.77 41.8 Kovenhag. 112.14 112.36 Lissabon 18.82 18.86 C8I» 112.12112.34 Pari» 16.45 16.49 Brag 12.41412.434 Island 92.11 92.29 Riga 80.71 80.87 Schwei, 81.31 81.47 Sofia 3.032 3.038 Spanien 44.71 44 77 Stockholm 112.45 112.68 Reoal 111.56 III 7r Wien 59.125 59.245 29. Slitfl. Geld Bries 21.91 21.95 7.430 7.444 41.77 41.85 112.15 119.37 18.82 1886 112.13112.3 16.45 16.49 12.416 12.436 92.11 92.29 80.72 80.81 81.33 81.49 3.037 3.043 44.21 44.29 112.47 112.69 111.56 111.78 59.1b 59.3s Berliner Devisennotierungen am Usancenmarkt London: Kabel Paris Brüssel Amsterdam Mailand Madrid Kopenhagen Oslo 28, VIII 29. VllI 4.8702V» 4.8693 123.77 34.3Z". 12.08>,i> 92.98 45.62 13.16". 18.16»,» 123.78 34.83*1« 12.08'.. 92.98 4 R .8- 13.16". 18.16*1. Kabel Newyork: KUtidl Amsterdam Warschau Berlin 28. VIII. 29 VIII. 5.144-,, 5.1427»,» 2.4317V, 2.4314 8.913 3 912 4.186», 4.1874% Tügl. Geld 3',»-5"»% 4i/s-6',»% Monatsgeld 4'-. - 5'f 0 , V 4".-5 1 /»% Reichsbankdiskont ab 21. 6. 4 %• Züricher Devisennotierungen vom 29. August fotis ondon Newyorl Belgien Italien Spanien Holland Berlin Wien 28. 8. Ü0.24 25.05% 514.45 71 92',. 26 94V» 54.60 207.27Vs 122.86 72.73V» 29 8 <:0.23< 25.04V. 514 2^ 71 87v- 26 93". 64.90 207 22"s 122.81 72.70 Stockh. Oslo Kopenh. Sosia Prag Marsch. Budap. 2«. 8. 138.35 137.90 '.37.92',» 3.73 15.27V. 57.70 90.22'/» 29 8 138 35 137.90 137.9 >V» 3.73 15.26V. 57.70 90.22Vt Belgrad Athen Konstant Bukarest Heisings. Pr.-Diüt Buenos Sapan fs.DISe ISZ0. 28. 8. 9.12',» 6 70 2.44". 3 06v> 12.95 lv, 1.86»,t 2.54V- 9.12'> 6.70 2.44». 3.07", 12 95 1W< 1.8 'h 2 54'. 2 5> Pro,. TägliS Geld 1^ Proz.. Monatsgeld 1W Proz., DreimonatSgeld Berliner Produktenbörse. Berlin. 29. Nu au st (Junklvruch.) Na« der gestrigen festen Haltung für Weizen am BerÜner Produktenmarkt liehen schon im Verlaus der Börse die Preise nach und gingen beute noch weiter nach unten. Die an der gestrigen Börse kursierenden Gerüchte über eine Erhöbung der Bermahlungsauote haben noch keine Bestätigung gefunden, und der Markt scheint bierin auch wenig Vertrauen zu legen Die.. Angebote oromvten Weizens vom Inland sind ziemlich reichlich, die Kauser aber zurückhaltend. Im Aeithandel stellten sich die Preise allgemein medruier und zwar bis zu 2 RM. Promvier R o g g e n. besonders aber bahnstehen- der, ist reichlich angeboten und wird nur i>urch die Stübnuaen von der bekannten Seite gehalten bezw. höher bezahlt. Im handelsrechtlichen Lie- serungsgeichäkt lagen die ersten Kurse bis zu IM. übet gestrigem amt. liehen Schluß. Von Montag ab durlte auch für Marzltescrung das Geschäft aufgenommen werden und auch Notierung erfolgen. Gerste hat weiter schweres Geichäst Nur sehr gute Brausorten finden aber nur maftigen Absatz, mittlere und Industrieware liegt stilL Hafer nur in guten Sorten reichlicher Die ersten Kurse stellten sich 1 RM. schwacher. Mehl in ruhiger Tendenz bei lausendem aber kleinem Bedarisgeschäfi. Berlin 28. Auzuft. lirunkwruch.s Amtliche Produkten-Notierungea (für Getreide und Oelsaaten je 1000 Kilo, sonst je 100 Kilo ab Statwn: Weizen: Mark. 7~<— 76 Kg. 245—249, Sevt. 258, Okt. 261—260.? k-7 iS ' , ru6, 8. Schweine: ruhig. Preise: Ochsen n) Jl \ I Vi' M ilzin- o'-rT"' p.p~ 52: Bullen a) 57—59, b> 54—56, c) 5 bis 53, d> 49—50; Kuhe n) 43—50, b> 37—41, c) 31—35, d> 26—28: Ms 77 5 ?7^L^ ) 9 45 ^"i 8 t &reffer 44—47; Kälber a, 6).f fii? cV" k- rc L Sfc " ' 60—65, a 2 ) 67—71. 6 4 ) 60-^' M M r?Z5q t 40 ~Schweine a> 60-62, 6) 63—66, c) 65-^' o» 63 67, e) 61—63, f) —; Sauen 57; Ziegen —. T* Hamburg, 29. August. iDrahtbericht.» Schweinemartt. Es Pfr ooa« ^ "J 1 ' ie 50 Kilogramm Lebendgewicht gehandM Schweine a) 58—;>9, 6) 60—61, c) 62—62, d> 54—58: Sauen 48 >2 RM. Tendenz: matzig rege. «Wtj 'tst ( S 1 Sitte 'Hm «b i 5; «nt Sonstige Märkte Magdeburg, 2g. August. Weift,ucker leinschl. Sack und Verbrauck'" für 50 Kilo brutto für netto ab Verladestelle Magdeburg! innc'' halb 10 Tagen 26—26.75—27.10 RM. Sept. 26.92^ Tendenz rub'^1 Weiftzucker (inkl. Sack frei Seeschjffsette Hamburg Ä>t.KU° netto):Au«. 6.90 Br. 6:80 G. Sept. 6.85 B^ 6.75 ^ V rt- ZL5 Br. 6.7o G. Nov. 6.85 Br 6 75 G Te» fi Oft srti- fi «(1 ® ' Tendeu,"ruhig 6-95 3Kiit ' 3 7 " 15 ® r - 7 - 05 ' ®- ^ ai 7.35 Br. 7.25 f 1 ' Itni* fe^?;X-o SI " 8urt f Baumwolle. Schluftkurs. American Midtl« «n s>, nnn r I°Io wer engl. Psund '— ~ ~ Juli 12.81 G 12.87 B. Rubig. Lioervool. 29^ ^August. «Funkspruch.» Baiimwollerössunuaskurse 6.15—6.16, Januar 6.25—6.2«, März 6.34—6.3" Kil°! engl, Pfund»': Oktober Mai 6.43—6.44. Ruhig. (*r**t* X r 5' ??* jAuttkspruch.) Metallnotierunacn für je s.^ , ■ DrtaiualSüttenaluminium, 98—99 ProzÄ btßaL in Walz, oder Drahtbarrcn. »9 Proient 1?« RM! H\t >»V. Jtet ! t»ai ts c 1°i! 'leb >t r la ' 4tb, ;"etr Wei »n i Ii b 'Ute ! »t!d 10 creit l yu ytVJt., öes^l. in Walz» oüer Dr-aht'barren 99 Pri^^ent It* ^ Londou 29. August. iDrabtbericht. Metalle. Schlnft. Kupf«^ Tendenz fest: Standard per Kasse 47Standard 3 Monf'j < ». Standard Settl. Preis 47?^, Elektrolnt 50'/.—51 >4. best fclccff' o^! 1 ^i Ie ü tlw ?If e& ? r8 w E1 „ V4 - Q », 3lnn:: Tendenz willig; Standard vs- Kaff« 134%—%, Standard. 3 Monate 136V4—%, Standard Settl. P* c l 134%, Banka 138%, <^traits 136%. Blei: Tendenz stetig' auslas'' prompt 18«>,,,. anstand, entst. richten 18-/,,. ausländ. Zettl. Prci^ l»" : Tcnd«nzstetlg:gewöbnl. prompt 16'/,,. gewühnl. en.'ft. Sick^ 16°/.., g l *t! 0 ? »ie( « 5i T'lon ( s §>?> ?«nr J'tn "'tlf 11 '"kr k fot Reich und Staat 28.8. 29.8. »Ihl Siliul» I-UI «cubrsit! S Tt ©ertfit. 5 »to ». inno B Mo. 1—5 .$ 7 Sfrid.8nnl.2V r, TWcirti 27 3 !W.5?dint< K (i nobcii 27 f. Sinti. 27 fi Cnttiftn 27 7 Thür. 2(5 ' f. tt. Stfiuljfltfi 60.37 61.3 7_8 7.8 95_ E '0?.l 102.1 38.1 88 87 25 87.2? 80.2b 80 2' 86 85.1'. 82 4 8?.4 86.5 86.5 1C0.2 2 7 2.7. 5 Rh M G 6% Farben >nPr Plan» 3940 tl Mo. 47 8 ftto. 50 72.1 100 72. S ICO ioc»/« 10c». 100i,4 10 101 101 8 6lo. Komm. 98.75 98.7: 5 Bad V. X. 60r.8r.TOhm — — Auillnd. Wart* 5 mt%- °dg. 4 Mex. ab«. 4«, Lest. «. t Wölbt. 4 Stonrm. Silber 4 lilrt. «d. 1 T.Bagd.I 4 I.SSoga.Il 4 t. ftoO. Xürt.-Volc 4^ Un«. 13 4M, Un«. 14 4 UiiB.ÄoIbr. 4 flronent. 5 Xctiuant. 4V4 Do. obg. 19 25 il 2; 13.62 lr-.li 43 42.26 - ib.7 3.25 4.12 5.10 5.15 5.1 10.6 20.75 ü5.s 25 2.15 37k 4.2t 5.2t t.l b.V 10.8/ 25?5 24.9 2.1! - 14 Varkahriwart» «.Gsverl. «Un. Votnift. Baltimore O'anaöa Dt.Sil.Bet. 7 SHciitiSb. Hamb.PateN. domb Hochb. Hnmb.Südam Hansa Ncplun N l'I»,» Scha„>»nn Süd.Eisend. 71.5 135 9*.5 19.76 t.9 5 93.25 90.25 / O./o 116',« li6ö «0^25 107 Bank-Aktien flbco Bad Bant a ii nte flt I Brau Barm Bt«. t«a>i H»v Bl. «eieiii« ^??rl Hdl»nes. vommerzbl. ranz P>i«. Darmsl BI- t «('Ol Bl. Tt t>n» Bt. t tlfW Bt. trr«6 «I {tiotiinUHiinb >'nr Ttntf«. Bfrln «,» «IUI »ob 0. Cr«. «K»tt 10/V4 141.5 12C.5 lü7 116 l30',s 135 141.5 128*« 101»/« 179.0 j8.o 1Ü3 s U 143-,. 100 1. Masch. Berti,.Mess. Brauk.RUrnt 145 Brt. BrU. 14S>/« Brschw. «. 224 Brem.Besqh. 5? Brem.Bull. 117 Brem.Wolle 133 BrownBoveri 103 Buderu» E. d9 5 Ealmon A«b ' ^ vavilo Kl. vliarl. wass. A.G.ILHem. »oll dt». SU % et. Bullau ?h. Heyden dt). Gelsen«. ?h. «lbert Eliade Conc. Berg C»ne. Chem. Conc. Spinn, qtz's Ct. Caautch. 143 Ct. Vinot. Zürich 181 raimlervenj 27.75 Dt. All. Tel. 9o.25 Dt. Asphalt ' ' Dt. Conti.«. Dt. Erdöl Dt. Jute Dt. Kabel Dt. 1'inolWI. 1771» Dt. Po« DI. Schacht». Dt. Spiegel Dt. Slrinzg. Dt.Trirpdou Dt. Ion Dt Wolle Dt. Eisen». Dortm.AIIieu 2^9 » Uni»n *31 Dr.Schnrllpr. 47.5 Dürr» Mrtall 109 Dllss.Masch. DqiierlioII D»n. Nobel tfn'H Sal, (jC-ilmbura St. Eintracht 179V« 182 84 48 50 41 5 297 59.5 14.12 lOn.5 134'/» 69. /ö d2.5 6o 83 67.75 14^.5 114V« lu4 52T20 eif.SVMltau zh 83 70.75 84 5 Ol.b 135.5 1'9 67 78 138 137», 116»,. lrO.S 98.5 67 113 114 3375 66.b 46.5 80 276 16o£ 58.2! 665 4 .5 30 145.! 149.5 224 58.5 118 133". 103 49 14 50 945 179.6 183 84 48.5 52 41.5 291 60 14.1i 40 142 180.! 27.1 9s .2 105.5 134'/» 70.8/ 52 67 176 83~ 68 141-/. 113 103V. 52?1! 211 230.6 47.5 109 86 70.5 85 51.5 137 *> rFsfrt.fi Berl. W. Steter. tPt.gtdit «rast srnnelb.Briu fF«»Inn..U. ErdmSd. (»rlann Bamt Eschw. Bg. OFH. «trlnt. mnMM.Ptl» «allrnftein Uffltohit ^.OI.Rorben Jfdnsute ^rldm. Va». üfrstriiGuill. MStb.Masch. »ord Motor i?rir>,r Hsltte türlr« »Syst. trister «ff.Geillng Gel' Bn>. Nlenscho« Germania V. GerreSb. Gl. wrk.s.e.Nnt. Girmr» 37.25 37.26 64 67 89 88.75 120 120 „ chem.Char 52 b2.S „ Dt. Nickel 140V« 141»,. ,. Mansch. .. Glan,st. „ Golhani» Jute B. .. M. »all .. Pinsel „ Por..an» „ Schuh,.B. „ Stahiw. „ Ahpen Bilt, wle. Bogel Tel. Bogtl.Masch. Bosgl Hässn. Wandere» 118 91 117V. 91 31.5 Z2 16 156 40 77.5 155 16.1? Hi.o t 39 77.76 155 46.25 46.26 79 77 41 25 40.5 IrO lbO 37.75 45.5 Wass.Gelsenl. 1^4 124»,. Wegelin 4/.25 47.6 Westereg. l9? 196 Wickin» 85.25 86 WieSloch Ion - Wiener Met. 4b WitlenerGuß qg.z 44 40.5 78.5 93.5 66 131 Will. Tie, 91 Aeitz.Alon 7-j gettz Masch. 93 Bellst. Ber. 66.5 .HtUst.jt'Qlot). 130 Varilchciungan. «ach.M ffeue. 28b J8o Mann», ©ex. — — R»r»stern 228 228 Bilt. All». _ Bilt. Kruer 402 402 Kolonlal-Wart« Dt.'Cftasrita 80.5 81 »ieu-Guinea 360 361 Ctwi 36.5 35.87 Schamun« 81 8O.20 t er«, dw Ilerliuer 'rermiu-Jlotieruiigeii AG.,.Verl. «llg.D.Lvlalb D.Vieichsb.Äz Hamb. Palet oto.Huchbahn Hamburg-SU Hansa Dampf V.vrvv.rloyd Llavi Mlueu ÄUg.D.Credit Zvt. Ii Brau ÄarmerVanlv .vay.vy.Wech 'öay.vercinbt Äerl HdiSges. Commerzbaak Darmft.Banl De-Ti.Bt. 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Ehade B. A. dto. Span. Ptsb.Intern. Siussenbani 29.8- 185.5-69- ca - b 6.Ä 90'! 80-«v In Freitag, den 29. August 1930. Badische Presse / Abend-Ausgabe Nr. 398. Seite 7. InitWM / / %fWti I NEUESTE SPORTNACHRICHTEN OER BAOISCHEN PRESSE] 2. Europa-WasserbaMurnier. '< Spiele am Donnerstag. — Deutschland und Ungarn weiter in Front. . ch einem Ruhetag am Mittwoch, den die Mannschaften in dem Wschen Rothenburg ob der Tauber zubrachten, wurde am Don- ''»tag im Nürnberger Stadion das Europa-Wasserball-Turnier um ;» Pokal des Grafen Klebelsberg fortgesetzt. Wieder war das ktter ideal und auch der Besuch entsprach mit 4000 Zusckiauern den ^mistischsten Erwartungen. In den Spielen setzten Deutschland j® Ungarn, die jetzt noch allein ohne Niederlage sind, ihren Sieges- fort. Deutschland konnte Belgien, gegen das es im letzten Kerkamps noch unterlegen war. sicher mit 3:1 (1:1) schlagen, Hrend Ungarn die Schweden mit 7:3 (4:2) abfertigte. (Eng» '"b siegte erwartungsgemäß über Frankreich mit 5:2 (1:1). Di« Tabelle. Deutschland 3 Spiele 21:1 Tore 6:0 Punkte Ungarn 3 „ 27:9 „ 6:0 „ Belgien 3 „ 10:7 „ 4:2 „ England 3 „ 11:15 „ 2:4 „ Schweden 3 „ 5:18 „ 0:6 „ Frankreich 3 ^ 4:28 „ 0:6 „ Deutschland schlägt Belgien 3:1 (1:1). Die Mannschaften: Deutschland: Rademacher Ii Gunst, Cor- .. Vennecke: Rademacher II, Amann, Schulze. — Belgien: : n fcn; Stoelen, Baumens: Copieters; Thiepont, van Ehem, De- "w. Schiedsrichter Comjady—Ungarn. Beide Mannschaften ?'en zu Beginn ves Spieles sehr nervös. Die deutsche fand sich " schlecht. Die Belgier waren schneller und schössen auch durch 'vauw das Führungstor. Dann entwickelte sich ein ausgegliche- * Spiel, in das die Belgier unnötige Härten brachten. Amann auf Vorlage von Rademacher II den Ausgleich. Der Kampf offen. Die deutsche Verteidigung muhte schwer arbeiten, im klappte es nicht. Schulze spielte taktisch völlig verkehrt, er "arnrn immer zurück und war nicht da, wenn er vorn gebraucht Jwt. Nach der Pause wurde die deutsche Sieben unter den an- finden Rufen der Massen besser. Sie.spielte ruhiger und kom- n,e rte jetzt recht gut. Bennecke schob nach sehr schöner Kombina- * den zweiten Treffer. Die Deutschen drängten nun stark, aber ? belgische Torhüter hielt die schwersten Sachen, darunter auch ^laschende Doppler. Schließlich konnte aber Amann doch noch ein 'Ites Tor erzielen und damit unter dem Jubel der Massen den Aschen Sieg sicherstellen. lv Jahre Schiedsrichlerverelniguna Durlach. Schiedsrichter-Vereinigun^^Untergruppe Durlach, feierte 'il Die JIM "Samstag auf dem Platze des $ngsabteilung der Nähmaschinenbauer Durlach, die unter der Lei- f^dsrichterorganifation, T , „ ."•nschoft einen prachtvollen Blumenkorb und deren Trainer, Albert Keller zum Dank für das schöne Spiel einen Blumen- , u fi- Es sprachen noch Glückwünsche aus die Vertreter der Gruppen ~ ^ Vereinsver- j heute noch .°en Reihen unserer Untergruppe, welche von dem Vorstand zum für ihre Treue besonders beehrt wurden. «> (Schweiz). Deutsche Leichtathleten in Strasburg. Aus Anlaß seines 40jährigen Bestehens veranstaltet der AS. Strahburg am 7. September große internationale Leichtathletik- Wettkämpfe, an denen sich auch eine Reihe hervorragender deutscher Sportsleute beteiligen werden. In den kurzen Strecken startet neben dem deutschen Doppelmeister Körnig noch E l d r a ch e r, der deutsche Hürdenmeister Welscher und der süddeutsche Stabhoch' springer Speck. In den Stasfelkämpfen ist Deutschland durch E i n- trächt Frankfurt und Stuttgarter Kickers ausgezeich- net vertreten. — Die Franzosen entsenden ebenfalls einige ihrer besten Kräfte wie Ladoumögue. Sera Martin, Keller, Moulines, Feger, Auvergne, Noel ix. a. Tragische Folge der Bestrafung von Schalke 04 Die Deklassierung des Fußballklub Schalke 04, dessen Mitglieder als Berufsspieler erklärt worden sind, hat auf das Vorstands- Mitglied Wilhelm N i e r so niederdrückend gewirkt, daß er aus Gram über den harten Spruch der Spruchkammer sich das Leben genommen hat. Nier wurde heute morgen in Eelsenkirchen aus dem Kanal als Leiche gezogen. Er hinterläßt Frau und zwei Neine Kinder im Alter von 1 und 4 Jahren. Auf die Nachricht von dem Selbstmord hat der Vorsitzende des Fußballklub Schalke 04, Unkel, einen Nervenzusammenbruch erlitten. # Das Trainingsspiel der DFB.-Kursisten in Berlin zwischen den alten und jungen Internationalen endete mit einem 6:3 (3:3) Sieg der Alten, für die Hoffmann-Dresden allein vier Treffer erzielte, während die drei Treffer der Jungen ausschließlich auf das Konto des Westdeutschen Hohmann gehen. «- Die Weltmeisterschasts-Vorentscheidung Sharkey-Eampolo wurde jetzt für den 25. September abgeschlossen. Der Freiburger Leichtathletik Landerkampf. Reichsadler und Schweizerkreuz im zehnten Länderwettstreit. Wenn am letzten Augustsonntag die letzte Konkurrenz des Frei- burger Länderwettkampfes Mischen Deutschland und der Schwei, ausgetragen worden ist, dann gehört der zehnte Länderwettkampf zwischen beiden Nationen und damit ein Stück deutsch.schweizerischer Sportgeschichte der Vergangenheit an. Grund genug, um einmal die bisher aus- getragenen neun Begegnungen sich kurz in Erinnerung zurückzurufen. Als nach dem Kriege der deutsche Sport so ziemlich auf sich allein angewiesen war, da waren es die Schweizer, die zuerst die Hand Wm internationalen Wettstreit boten und damit wieder einmal mehr den Ruf ihres Landes als einer „Insel des Friedens" recht- fertigten. Der Wiederaufnahme der Länderwettkämpfe im Fußball im Juni 1920 folgte am 4. September 1921 der erste Länderwettkampf in der Leicht» athletik. Da ein einwandfreier Maßstab zur Beurteilung der beiderseitigen Leistungen so gut wie vollkommen fehlte, die deutschen Leichtathleten außerdem noch sichtlich unter den Folgen des Krieges zu leiden hat- ten. schien der Ausgang des Kampfes ziemlich offen zu sein. Wohl rechnete man in Deutschland im allgemeinen mit einem, wenn auch knappen Siege: andererseits fehlte es aber auch in der Schweiz nicht an Stimmen, die den Deutschen eine Niederlage voraussagten. So hatte beispielsweise die Baseler National-Zeitung in ihrer Vorschau sechs sichere und drei wahrscheinliche Siege der Schweiz errechnet. Er- schwerend kam im Wettkampf selbst besonders für die deutschen Teil- nehmer hinzu, daß die nur 250 Meter lange Laufbahn auf dem Fuß- ballfeld des alten Old-Boys-Platzes abgesteckt worden war. Die Deutschen hielten sich unerwartet gut. indem sie neun von den zwölf Einzelwettbewerben (darunter sämtliche Sprünge und Würfe) ge- wannen, so daß sie. mit einem Gesamtergebnis von 51:77 Punkten siegreich blieben. Dieser deutsche Sieg war umso beachtlicher, als die Schweiz wenige Wochen vorher in Lyon mit 78:58 Punkten gegen Frankreich die Oberhand behalten hat. Di« erste Wiederholung brachte in Frankfurt den Deutschen einen überlegenen Sieg. Beinahe wäre die Veranstaltung, wie im Vorjahre, osrreanet, doch Petrus schloß noch rechtzeitig seine himmlischen Schleusen. Beide Mannschaften boten diesmal glänzende Leistungen: wurden doch ein deutscher und vier schweizerische Landesrekorde verbessert. Die deutsche Mannschaft belegte in vierzehn der fünfzehn Wettbewerbe den ersten Platz: lediglich der unverwüstliche Imbach rettete über 400 Meter den Sieg für die Schweiz. Mit 49:89 Punkten landete Deutschland eins der besten Ergebnisse gegen die Schröck». Maitz« entscheidet den dritten Kamps beinahe zugunsten der — Schweiz! Die Schweizer hatten sich vor der Pariser Olympiade den deut- en Reichstviiner Waitzer verpflichtet, unter dessen Anleitung e Leichtathletik in der Schweiz bedeutende Fortschritte gemacht hat. Waitzer hatte die schweizerische Mannschaft äußerst glücklich zusam- mengestellt, so daß sie in acht der fünfzehn Wettbewerbe den ersten Platz belegte. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete da? Zu- sammentreffen von Dr. Peltzer und Dr. M a 111 n in den 300 Metern, die der Schweizer in der neuen Rekordzeit von 1:55.2 gewon- nen hat. Da abgesehen von der langen Strecke, alle übrigen Läufe von den Deutschen verloren wurden, so entschieden schließlich Werfer und Springer den Kampf zugunsten Deutschlands^ das sich jedoch bei 67.5:70.5 Punkten mit einem äußerst knappen Resultat zufrieden geben mußte. Deutschland siegt glatt im vierten Länderwettkampf. In Düsseldorf stand abermals die Begegnung Martin — P e l tz e r im Vordergrunde der allgemeinen Spannung. Peltzer nahm diesmal Revanche und siegte in 1:55.7 mit zwei Meter Vor- fprung vor dem West-Schweizer. Imbach gewann wiederum ..seine" 400 Meter. Schärer führte das Schweizerkreuz über 1500 Meter zum Siege und Moser überraschenderweise im Hochsprung: dennoch ge- wann Deutschland im Gesamtergebnis mit 81:57 Punkten glatter, als man zuvor angenommen hatte. Glänzende Form der Deutschen beim fünften LLndertresfen. Zum dritten Male war Basel der Austragungsort der deutsch- schweizerischen Länderwettkämpfe. Die deutsche Mannschaft zeigte sich in glänzender Form, was am deutlichsten daraus zu ersehen ist, daß sie in acht Wettbewerben die beiden ersten Plätze belegte. Allein schon dadurch war die Entscheidung zugunsten Deutschlands gefallen, das mit 89:53 Punkten zu einem weiteren sicheren Siege kam. Schweiz schlägt die Brücke zwischen Deutschland und Frankreich. Der 22. August 1926 wird für alle Zeiten ein Ruhmesblatt in der schweizerischen Sportgeschichte bilden: wurden doch an diesem Tage die von der Schweiz eingeleiteten und geführten Verhindlun- gen für eine deutsch-franzöfische Verständigung mit dem Drei-Länd«r> Wettkamp-f in Basel gekrönt. Obwohl die Schweizer durch Imbach und Martin über 400 und 800 Meter siegreich bleiben konnten, spitzte sich der Kampf doch zu einem Duell der beiden ehemaligen Kriegsgegner zu. Die Franzosen siegten im Hochsprung und teilten sich im Stabhochsprung mit Deutschland in den Sieg: in allen übrigen Kämpfen triumphierte jedoch der Reichsadler über den gallischen Hahn, so daß der Sieg mit 127.5:89.5:68 Punkten an Deutschland fiel vor Frankreich und der Schweiz. Deutschlands Rekordsteg im Jahre 1927. !um zweiten Male war Düsseldorf der Schauplatz des Länder» wettkampfes, der mit etwa 15 000 Zuschauern einen fabelhaften Be- such aufwies. Auf deutscher Seite fehlten Körnig und Dr. Peltzer, während die Schweizer ohne Imbach und Martin gekommen waren,' dennoch gab es viele spannende Kämpfe, die mit einer einzigen Ausnahme von den Deutschen gewonnen wurden, die übrigens in der 4 mal 100-Meterstaffel mit 41 Sekunden den Weltrekord Ameri- kas erreichten. Den einzigen Schweizersiog landete der Baseler Gerspach im Stabhochsprung. Wie 1S22, so siegte Deutschland 1928 in Frankfurt mit 89:49 Punkten. Deutschland mit seinem glänzenden Reservoir an hervorragen« aufzugeben. Selbst Martins glänzende Form, der für die Schweiz beide Mittelstrecken gewann, konnte nicht die Entscheidung Wgunsten der Eidgenossen herbeiführen, denn abermals kamen die Vertreter der deutschen Farben zu acht Doppelsiegen. Der neunte Kamps und der neunte Sieg der Deutschen. Der letzte Länderwettkampf in Zürich brachte den Schweizern wohl drei beachtliche Siege im 110 Meter Hürdenlaufen, weiter über 400 Meter (beide durch Schneider, der in den Hürden mit 15,5 sogar einen neuen eidgenössischen Rekord lief) und schließlich im Stabhochsprung. Die übrigen Wettbewerbe fielen sämtltch an Deutsch- land. Daß die D.S.B. die schweizerischen Leichtathleten durchaus nicht unterschätzt, dürste deutlich genug bewiesen haben, daß man Körnig -und Schlbßke, sowie den Weltrekordmann Hirschfeld und den famosen Zehnkämpfer Weiß nach Zürich beordert hatte und nicht nach Paris zum Länderwettkampf gegen Frankreich. Wird Deutschland weiterhin stegreich bleiben? Der Papierform nach müßte es der deutschen Mannschaft am kom- menden Sonntag in F r e i b u r g gelingen, auch aus dem zehnten Länderwettkampf siegreich hervorzugehen, wenngleich die Schweizer auch diesmal wieder alles aufbieten werden, um der deutschen Mann» schast den Sieg so schwer wie möglich zu machen . . eutsches enzin „^"thetisch es Benzin >. G. Farbenlnduftrie Aktiengefellfchaft ^Pfstelle neu eröffnet ab ^stag, 30. Aug. bei Herrn hz Fehrenhach, Ganhaus z.larnm "toflen in Baden • Niedere Strasse Hr. 71 mein« bestbakannte au* Ii»«.. 1 *'" **'9 er Ware hergestellte Äwurst wT Mk. 0.50 BSjB rwilPR JSt ch Ä « Mfc 0.50 «Hauer ... h «>., 0.50 Sh», ""»»trdera mein feinstes deutsches Nie '"•-Schmal* per Pfund zu Mark 0.95 Vk . mein « sämtlichen Fleisch- und Wuritwaren '«Ob Gännie ^JJ'^Rerei und leine» AufschnitteescMft |, b . Erbprlnz«nstr. 28 j Kautgesuche Gebr., gut erhallen« Telefonzelle gegen bar ju gesucht. Angebe Angabe der Mähe 89499# an Bad. 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Badische Presse / Abend-Ausgabe Freitag, den 29. August 1930- Nach langem, schwerem Leiden verschied heute mein lieber Mann, unser guter Vater. Großvater, Bruder und Schwager (B1071) Herr Adolf Kahn im 67. Lebensjahr. Karlsruhe. Saarbrücken. Limbnrg, 29. Aug. 1930. Rheiinstr. 16. Im Namen der Hinterbliebenen: Clara Kahn, geb. Meerapfel. Die Beerdigung» findet Sonntag um 11 Uhr auf dem i«r. Friedhof statt. Blumenspenden dankend verbeten. Statt Karten ! Lazarus Barth Olga Barth geb. Bergmann B1046 Karlsruhe Vermählte 31. August 1930. Klosestr. 25 J verireterM »um Vertrieb e. »tut« «rneu«rungSmittelS (Aufbaufal,) an Vriv. für den Kr«iS Karlsruhe gesucht. <30?!,. — Wöchentl. AuSzahlg.) Offerten an (2Q538) P. Schreiber, Plauen t. »Ofltl., »fotitjftt. 52 Perfekte (20491) Näherinnen für Sport u. BerirfS- tlbfl. per fof. gesucht. Ludwig E. stofm, Rüppurrerftr. 32, H. II Kaufmann mit ein. 100 RM. ist Geleg. geb.. tn einer gut. Erist sich selbst, zu mach. Nur Büro- arb. Büro vorh. Nah. 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Nr. 398. wnne über dem Oostal: I Höhepunkt der „Grotzen Woche". Testes Wetter in Baden-Baden am Tage des „Grotzen Preises". — Zettnok und Fremdenbefuch. (Von unserem Baden-Badener Vertreter.) Baden-Baden, 29. Aug. Nun strahlt also endlich verschrven- ?Ich die Sonne und gibt auch der „Großen Woche" und ihrem Mzvollen Rahmen erst den Charakter großer Festtage. Heute ist Pötzer Preis", der Clou und Mittelpunkt der internationalen irtt". bie 2roge Zeremonie der Gesellschaft, die dem Turf von Weim im Lauf der Jahrzehnte das Relief einer Institution von Mr Geltung gegeben hat. Zu dieser Zeit ist es selbstverständlich. ? sich Baden-Baden auch für die, welche sich nichts aus Iffezheim seinem Betrieb machen, die ganz vornehme Geste zulegt, die 3« Toilette, das sorglose Gesicht, den reichen Dekor. Die Pro- Mme sind so festlich wie möglich, die Stimmung so heiter wie Mich, was eine besondere Kunst sein mag, der Aufwand so stattlich, 1 js sich gehört. ./tan betrachtet sich das Bild der Stadt, ihrer Sportplätze, ihrer Mgcn Treffpunkte ihrer Gaststätten, ihrer Anlagen und des Cor- der Lichtentaler Allee, über die jeder einmal spaziert sein muh, ^ stch hier aufhält. Da stellt man jedoch fest, daß nicht alles so ist » lonst. Man beginnt an der Gültigkeit des Bildes, das sich ent- , ut > zu zweifeln. Man sieht deutlicher und mit aus einmal gsüb- ffi Auge als sonst, daß die Not der Zeit auch hier nicht unsichtbar Plötzlich weiß man, daß dieser Ausschnitt der Welt uns ein ^Hendes Abbild der Wirklichkeit, wie sie sich der breiten Masse mit- ist. Denn, wenn auch in diesen Paradetagen von Baden-Baden j® Requisiten des Reichtums, alle Spielarten der ..aper tens" von i'iHher vertreten sind, diese Auswahl (man möchte nicht gern jA logen: dieses Elite) der Menschheit, die sich hier trifft, mag eine Petting des beneidenswertesten Wohlstands sein, eine Repräsen- An der Zeit, wie sie leider Wirklichkeit ist, ist sie nicht. Darum JJl sie nur um so phantastischer auf den ersten Blick. Man ist ge- zu glauHen, daß der mächtig« Acht-Zylinder gewissen Glück- sozusagen in die Wiege gelegt worden sei. daß es eine Alltags- v.bhnheit gewisser Menschensorten sei des Morgens Brillanten zu ■ßn und des Abends Champagner fließen zu lassen. Aber eben ^nur auf den ersten Blick glaubt man das- Sieht man genauer zu, bewahrt man wohl, wie unmaßgeblich diese Einzelfälle bleiben, wie J >n die wohlsituiertesten Physiognomien sich eine leise Unsicher- ' eingenistet hat, wie überall, wenn auch in großen Zahlen, scharf uiert wird, wie die Männer trotz großer Gesten nüchterner sich »en als sonst und wie nur die Frauen, die schönen, eleganten, ? und stilbewußten Damen sich jenes Lächelns bewahrt haben, .«Ntt so sehr viel Grazie garnichts verrät von dem düstern Hinter- »r ^ et Seit, von dem sie sich abheben. , «m Dienstag hielt man einen großen Wohltätigkeits- |j' 1 im Kurhaus ab. Sehr exklusiv, sehr vornehm, in gebändigter ■»Mung, sehr gut besucht. Der Internationale Club dominierte durch ihn i ' r I «Große Woche" ist auch immer Anlaß zu größeren privaten Ver- Ölungen auf den Besitzungen einheimischer Klubmitglieder, be- Sps freigebig erweist sich dabei immer das Haus Haniel, der ii, , e ' e „Hahnhof". Die Teilnehmerliste der hier Tafelnden ist solenner Prominenz, bekannte Namen aus Sport- und Finanz- ^leihen sich aneinander zu einem laufenden Band von exklusiver Agkeit, das in der „Großen Woche" nie abreißt. ,.^as Kurhausrestaurant, wo in früheren Jahren während der ^nwoche an den Abenden kein Stuhl zu haben war, zeigt Lücken, »ijjtoge Schwärm der Mitfeiernden, die sich sonst einfinden, ist in Essener Front nicht zu bemerken, auch das eine Ausfallerschei- ü der Zeit, die sich nirgends verleugnet. Allerdings scheint es j.'ls wollte man das Versäumte zum Schluß der „Großen Woche" ^«len, und der Tag des „Großen Preises", der große Ball am Im Tal der Oos. Samstag verspricht eine Konzentration der anwesenden Gäste bei den geselligen Abendveranstaltungen. Der prächtige Blumenschmuck, den der Gartenbauverein zum Wohltätigkeitsball am Dienstag auf- gebaut hat, bleibt für die Dauer der Rennwoche in den Festräumen des Kurhauses erhalten. Wenn man aus anderen Gegenden kommt, wo die Fremden- saison jetzt im Schwung sein sollte, so muß man zugestehen, daß Baden-Bäden, trotz sichtlich verminderten Zustroms, doch noch weit besser abschneidet als viele andere Kurplätze. Auch bringt das Wetter der letzten Tage, das ja lange vorhalten soll, stündlich weiteren Zuwachs an Gästen, und die Frequenzziffer geht mit raschen Schritten auf die 70M0 zu. Vaden-Baden. das auch eine bevorzugte Herbstsaison hat, besitzt alle Aussichten, noch Verhältnis- mäßig gut abzuschneiden unter den deutschen Bädern. Es ist zu hoffen, daß viele, die sonst nach der Rennwoche abzureisen pflegten, jetzt verweilen werden, wo ja ohnedies Baden-Baden im Herbst von unvergleichlichem Reiz der landschaftlichen Schönheit ist und mit einem Herbstsaisonprogramm auswartet, das nach der sportlichen, gesellschaftlichen und künstlerischen Seite hin besonders anziehend ist. Anfall-Ckronik. .Ii. Leopoldshasen, 23. Aug. (Vom Kraftwagen angefahren.) Mittwoch wurde die Ehefrau Heger in der Nähe des Rosen- auf dem Weg nach Karlsruhe, als sie in den Nadfahrerweg ft\ e Jj c n wollte, von einem entgegenkommenden Auto überfahren Awer verletzt. «..* Tauberbischofsheim, 29. Aug. (Motorrad gegen Lieferwagen.) h lchen Tauberbischofsheim und Distelhausen stieß ein Motorrad- j. et aus Würzburg mit einem Bierauto zusammen. Der Motor- ,Mrer wurde beim lleberholen von dem Bierauto erfaßt und zu ,, en geschleudert, wobei er schwere Verletzungen erlitt, ^ere der auf dem Vierauto befindlichen Personen erlitten leichte ^!plitterverletzungen. ^Gernsbach, 23. Aug. (Ein Auto stürzt die Böschung hinab.) schwerer Autounfall ereignete sich am Donnerstag nachmittag 4 Uhr auf der Badener Straße. Eine von Baden kommende Kusine stürzte an der Kurve beim Steinbruch die Böschung ^Unter. Der Wagen überschlug sich mehreremale und wurde ^"10 Meter weiter von einem Baum aufgehalten. Der Fahrer, ^ verr aus Nürnberg, konnte sich durch das Fenster retten. Er [j t p dem Sturze Verletzungen am Kopfe sowie am rechten Arm 'tili Schern, 29. Aug. (Auf ein Holzsuhrwerk ausgefahren). Der .j "?erungsbeamte Fritz Platt ner stieß mit seinem Motorrad „'wer Geschäftsreise bei Achern auf ein unbeleuchtetes ^/Uhrwerk und trug so schwere Verletzungen davon, daß er >>ns Acherner Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Freiburg, 28. August. (Von einem Auto schwer verletzt.) °>ner Autofahrt nach dem Bodensee verunglückte der 75 Jahre alte Lorenz Ketterer von St. Peter. Als er bei Stockach das Auto verlassen wollte, wurde er von einem vorbeifahrenden Kraftwagen erfaßt und zu Boden geschleudert. Mit einem schweren Beinbruch und Kopfverletzungen wurde er in die Freiburger Klinik eingeliefert. =3 Freiburg, 28. August. (Ein Auto stürzt in den Straßengra- den.) Im Königschaffhausen ereignete sich ein schwerer Autounfall. Am Auto des Kaufmanns Schindler, der sich auf der Heimfahrt von Freiburg befand, platzte der rechte Hinter- reifen. Das Auto überschlug sich und stürzte in den Straßengraben. Die Insassen wurden herausgeschleudert und kamen unter den Wagen zu liegen. Während der Fahrer selbst nur Schnittwunden davon trug, erlitt der Vater des Besitzers einen Oberschenkelbruch und Kopfverletzungen, so daß er in die Klinik nach Freiburg geschafft werden mußte. Ein zweiter Mit- fahrer erlitt ebenfalls Bein- und Kopfverletzungen. 4> • Krozingen, 28. August. (Tödlicher Hitzschlag.) Der in den sechziger Iahren stehende, ledige Gelegenheitsarbeiter Braun erlitt auf dem Heimweg einen Hitzschlag, dem er sogleich erlag. (°) Kleinkembs, 28. August. (7000 Franken gestohlen.) In der vergangenen Nacht wurde aus dem Büro der Direktion des Kembser Wehrbaues 7000 Franken gestohlen. Die Diebe sägten mit einer Stahlsäge die Eisenstäbe, die den Geldschrank an einem Ze- mentblock befestigten, durch und legten so den eigentlichen Geld- schrank frei. Obwohl der Schrank 40 zu 70 Ztm. groß ist und ein Gewicht von zwei Zentner hat, schafften sie ihn doch durch das Fen- ster ins Freie, wo sie ihn erbrachen. Neue Arbellerenllassungen in Mannheim. 400 bei Daimler-Benz. Mannheim, 29. Aug. Die Firma Daimler-Benz bekam di« Genehmigung zur Entlassung von insgesamt 400 Ar« b e i t e r n. Die letzte Reihe von ISO Arbeitern kommt Mitte Sep, tember zur Entlassung. Die Arbeiterbelegschaft beträgt dann noch etwa 900 gegen 3000—4000 in der Blütezeit des Unternehmens. 72» bei Lanz. Die Firma Lanz A.-E. hat beim Landeskommissär um di« Genehmigung zur Entlassung von 720 Arbeitern nach» gesucht. Es handelt sich vorwiegend um Arbeiter, die im Bull- dogbau beschäftigt sind. Ein anderer Teil stammt aus den Reihen der vorübergehend beschäftigten Arbeiter im Dresch« Maschinenbau. Im letzteren Falle handelt es sich um dis saisonmäßigen Entlassungen zur Erntezeit, während der Abbau in der Abteilung Bulldog auf den Mangel an Aufträgen für diese Fabrikate schließen läßt. Gegenwärtig sind noch gegen 2000 Ar- beiter im Gesamtbetrieb beschäftigt. Der Badische Stiidlelag in Kehl. fz. Kehl, 29. Aug. Der diesjährige Badische Städtetag wird am 28. und 29. Sept. in K e h l stattfinden. Hauptgegenstand der Tagung wird die Besprechung der derzeitigen finanziellen Lage der Gemein-- den im Rahmen des gesamten Finanzausgleichs bilden. Erhöhung der Gemeindebiersteuer in Freiburg. Freiburg, 29. August. Die Vorlage des Stadtrates Freiburg auf Erhöhung der Gemeindebiersteuer wurde vom Bürgerausschuß gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Kommunisten an« genommen. Die Sozialdemokraten ließen durch ihren Frak- tionsführer eine Entschließung verlesen, in der erklärt wurde, die Notverordnungen seien eine Verletzung des § 41. Sie wollten die Entscheidung des neuen Reichstages abwarten, der sich mit den Not- Verordnungen beschäftigen werde. Oberbürgermeister Bender be- dauerte, daß die Vorlage erst heute angenommen werde, anstatt am LI. Juli. Dadurch sei der Stadt ein Ausfall von 25 000 RM. entstanden, die für die Fürsorge sehr erwünscht gewesen wären. + — Knielingen, 26. August. (Annahme des Boranschlages.) Der Bürgerausschuß hat in seiner Sitzung dem Gemeindevoranschlag für 1930 zugestimmt. Die Einnahmen betrafen 522 800 RT<. und die Ausgaben 584 700 RM. Der ungedeckte Aufwand beläuft sich auf 61300 RM. Zur Deckung des Fehlbetrages werden pro 100 RM. Steuerwert vom Liegenschaftsvermögen 52.4 Pfg., vom Betriebs« vermögen 31 44 Pfg. und vom Gewerbeertrag 333 bezw. 590 Pfg. erhoben. Die Steucrwerte betragen 9 400 000 RM. Bei der Auf- stellung des Voranschlages wurde zur Vermeidung einer Umlage- steigerung größte Sparsamkeit geübt. — Die Bautätigkeit ist wieder sehr rege. Bis jetzt sind 16 Wohnhäuser unter Dach gebracht und teilweise schon bezogen worden. Weitere sieben Häuser sind oder werden noch in nächster Zeit in Angriff genommen. Im ganzen werden in diesem Jahre wieder 40 Wohnungen neu geschaffen. Dies entspricht dem jährlichen Bedarf an Wohnunoen. :: Eggenstein, 29. Aug. (Bürgerausschußsitzung.) Für einen un- gedeckten Aufwand von 29 000 M. nahm der Bürgerausschuß in seiner letzten Sitzung einstimmig die Erhebung folgender Umlagen an: Be- triebsvermögen 20 Pfg., Grundvermögen 50 Psg. Gewerbeertrag 300 Pfennig. r. Söllingen, 29. Aug. Der Bürgerausschuß befaßte sich in seiner letzten Sitzung u. a. mit der Einführung einer ö r t - lichen Bier st euer und den Voranschlag 1330—1931. Die Ein- führung der Biersteuer wurde mit 32:10 Stimmen abgelehnt. Damit konnte auch der Voranschlag nicht beraten werden, da der Ertrag der Viersteuer mit 2500 RM. bereits in den Voranschlag eingestellt war. ey. AZaibstadt, 29. Aug. (Keine Erhöhung der Umlage.) Der Gemeindevoranschlag für 1930/31 ist fertiggestellt. Die Einnahmen betragen 94 210 Mark, die Ausgaben 142 267 Mark. Zu decken wären also 48 057 Mark. Trotz der umfangreichen Verbesserungen und Neuanlagen ist es dem Gemeinderat gelungen, die Umlage des letz- ten Jahres beizubehalten. Es werden 108 Pfennig Umlage und 12 Pfennig Kreissteuer auf Liegenschaften, 43 Pfennig und 5 Pfg. auf Betriebsvermögen und 8,04 Mark und 87 Pfennig auf Gcwerbe- ertraq erhoben. Uebcrlingen, 23. August. (Aus dem Gemeinde»«!.) Von einem Dankschreiben des evangelischen Kirchenoemeinderats für die Be- willigung eines Zuschusses von 5000 RM. zu dem beabsichtigten Kirchenumbav wird Kenntnis genommen. — Der Stadtauto- verkehr wird am 1. Okiober im Hinblick auf die erheblichen Zu- schüsse, die er erfordert, eingestellt. Der Fuhrunternehmer er- hält einen Teil der für dis ganze Jahr übernommenen Garantie- summe. — Es wird davon Kenntnis genommen, daß durch das neue Eaststättengesetz die Zuständigkeit des Bürgermeisters für Po- lizeistundenübertretungen wieder hergestellt ist und daß diese in Zu- fünft nicht mehr als Vergehen, sondern als Uebertretungen behandelt werden. — Das Verlangen des Bezirksamts und des Bezirksarztes, die Müllabfuhr zweimal in der Woche durch- zuführen. wird nochmals allerseits abgelehnt, weil dies sehr große Kosten verursachen würde und ein dringendes Bedürfnis dazu nicht anerkannt werden kann. Eine Zusammenstellung des Städte- bundes zeigt sogar, daß eine ganze Anzahl Stadtgemeinden keine städtische Müllabfuhr eingerichtet haben. Eine Anregung des Vor- sitzenden, zu prüfen, ob nicht für die größeren Betriebe, insbesondere die Gasthöfe, eine zweimalige städtische Müllabfuhr vorgesehen wer- den sollte, findet, besonders wegen der erwachsenden Kosten, keine Annahme. — Der Gemeinderat billigt die für die Erweiterung des Krankenhauses vorgelegten Pläne und Anschläge und beschließt, aus Darlehensmitteln den Erweiterungsbau und eine innere Instand- setzung durchzuführen. — Das Portal des Museums soll unter Be- jchränkung auf das Notwendigste ausgebessert werden. Es soll die der Stadt von Fabrikant Stierle vom Vanottihaus geschenkte Tür dem Spital als Einganoslor zum Museum überlassen werden. rasch un3 ohne Schmerzen <— durch Einreibung vor und während Luft- und Sonnenbädern mit Sportcreme Mouson. Sie fördert das natürliche Bräunen der Haut, verhütet aber den gefährlichen Sonnenbrand. Vor dem Gebrauch die Haut trocken reiben! Zur besonderen Beachtung: Sportcreme Mouson-Dosen sind aus reinem Aluminium. Daher kein Rosten oder Anlaufen wie bei den gflnzlich ungeeigneten Blechdosen. In grünen Aluminiumdosen M —.25, —.50, I.—, >n grünen Tuben M -.50. t.— SPORT CREME, MOUSON ^yJ>cTt^c %■ Sekte 10. Nr. 398. Badische Presse / Abend-Ausgabe Freitag, den 2g. August 1L3^. Nachrichten aus dem Lande. Kreis Karlsruhe. h. Kraben, 29. Stug. (ffiemeinderats Hahler letzte Fahrt.) Ein Leichenzug seltener Art bewegte sich gestern durch die Straßen dcr Gemeinde- Es galt, die sterbliche Hülle des erst 56 Jahre alten Bäk- kermeistcrs und Gemeinderatsmitgliedes Hermann Haßler zur letzten Rohe zu geleiten. An der Zahl des Trauergefolges konnte man erkennen, welch großer Sympathie und Wertschätzung sich der Ver- storbene erfreute. Das kam auch bei den zahlreichen Kranznieder- legungen zum Ausdruck, insbesondere bei derjenigen, die Bürgerte!- stcr Ebel im Namen der Gemeinde vornahm. Haßler gehörte 25 Jahre dem Gemeindeparlament an, darunter 5 Jahre als Ee- meinderat. • g Wilferdingen, 29. August. (Ein sangesfroher Ort.) Die Ge- meinde Wilferdingen, deren Bestehen schon im Jahre 1200 urkundlich festgestellt werden kann, kam erst im Jahre 1870 dazu, nach den Verheerungen der Franzosenzeit und den schlimmen Zeitläuften des Junkers Martin, die Geselligkeit zu pflegen. So entstand in diesem Jahr der Militärverein, dem im Jahre 1881 die Gründung des Ge- sdngvereins folgte. Der Verein wuchs so schnell, daß es heuty in der 1870 Seelen zählenden Gemeinde kaum ein Haus gibt, in dem nicht ein Mitglied des größten Wilferdinger Männergesangvereins wohnt. An Pfingsten 1931 beabsichtigt der Verein, sein Svjähriges Jubiläum zu feiern, von dem zu erwarten ist, daß es ein bedeutungsvolles Fest für den sangesfrohen Ort zu werden verspricht und viele Sänger aus Nah und Fern nach Wilferdingen führen wird. Kre!s Mannheim. N. Mannheim, 28. Aug. (Weihe einer neuen Kirche.) Mit einem Kostenaufwand von rund 250 000 Mark hat die Mannheimer Neuapostolische Gemeinde ein Gotteshaus errichtet das in seiner schlichten Gestaltung eine Zierde der östlichen Neckarstadt bildet. Die Kirche wird am Sonntag ihrer Bestimmung übergeben. Bemerkens- wert ist, daß die in Mannheim nur etwa 1000 Personen umfassende Gemeinde die Bausumme allein aufgebracht hat. Kreis Heidelberg. X Wiesloch, 29. Aug. (Hohes Alter.) Kriminalpolizeibeamter I. G. Menz, der früher dienstlich in Mannheim und Karlsruhe tätig war, feierte gestern seinen 76. Geburtstag. Der Jubilar ist feit 1893 ununterbrochen Bezieher der „Badischen Presse".. Möge dem treuen Abonnenten ein glücklicher Lebensabend beschieden sein! Ks. Meckesheim, 29. Aug. (Aus dem Gemeinderat.) Der Stand der Erwerbslosen hat sich auf 32 erhöht, darunter 5 Krisenunterstützungsempfänger. — Das Gesuch des Konditors Kirsch aus Michel- feld um Erteilung der Wirtschaftskon^ession wurde befürwortet. — Wegen Beschaffung eines anderen Sportplatzes für den Fußball- Club 1911 hier werden die eingeleiteten Verhandlungen weiter ge- führt. — Das Zwetschgenerträgnis der Bäume im Gemeindeberg soll alsbald im Steigerungsweae veräußert werden. St. Leon, 29. Aug. (Die Arbeitslosigkeit.) Der Arbeitsmarkt hat wieder eine Verschlechterung erfahren, da das Geschäft in der Zigarrenindustrie abgeflaut ist. Die 263 Arbeitslosen, die unsere Gemeinde gegenwärtig zu unterstützen hat, bedeuten, daß ungefähr 12 Prozent der Einwohnerschaft ohne Verdienst ist. Rechnet man hierzu die Ausgesteuerten, deren Zahl in der Gemeinde groß ist, so ergibt sich ein weit höherer Prozentsatz. hierzu ergibt Kreis Offenburg. Kehl, 29. Aug. (Verhaftete Autodiebe.) Der Straßburger Polizei »gelang es endlich nach langen Nachforschungen, eine Bande von Autodieben unschädlich zu machen, die seit Monaten schon die Stadt unsicher machten und denen bis jetzt 17 Autodieb« stähle nachgewiesen werden konnten. Ossenberg, 29. Aug. (Neuer Postdirektor.) Die erledigte Post- direktorestelle wurde dem Postdirektor Höring beim Postamt Bochum übertragen. Der Dienstantritt wird auf 1. Oktober er- folgen. . r Nonnenweier im Ried, 29. August. (Goldene Hochzeit.) Die Eheleute Johann F u r r e r konnten das Fest der goldenen Hochzeit feiern. R. Lahr, 29. August. (Neues Rasthaus.) Den unermüdlichen Bemühungen der hiesigen Ortsgruppe des EchwarMaldvereins ist es nun gelungen, den lang geplanten Bau eines Rasthauses und Wanderheims oben in den Bergen des herrlichen Schuttertales, in der Nähe von Schweighausen, Himer,sedel unb Schutterquelle so zu fördern, daß das Richtfest nach altem Brauch gefeiert werden konnte. Der Vorsitzende Julius Kaufmann dankte nach dem Richtspruch allen Förderern des Baues, der zum Segen des jetzigen und kommen- den Wanderergeschlechts uno den Besuchern dieses Tetts des Schwarz- waldes errichtet worden sei. Kreisjchulrat Th. R e i n f u r t h feierte in seiner beredten Weise das neue Rasthaus als Erholungs- statte für alle Wanderet und er hofft, in seiner Eigenschaft >ils Lei« ter des Verkehrsvereins, daß dieser Bau dazu beiträgt, die einzig- artige Schönheit des Schuttertales, das seit dem vorigen Jahre durch die bequemen regelmäßigen Autolinien der Mittelbadischen Eisen- bahngesellschaft erschlossen wurde, in den Kreisen der Schwarzwald- wandern mehr und mehr bekannt zu machen. i Beim H6imfsvemittlar; ...tinctiri ihrem« K«e-2j» Der Brand wurde erst in der frühen Morgenstunde bemerkt konnte von der sofort herbeigerufenen Feuerwehr gelöscht werdet Die Ursache der Entstehung ist bis jetzt noch nicht geklärt. nimmt an, daß vielleicht einer der letzten Gäste eine brennend Zigarette auf ein Sofa hat fallen lassen, das dadurch 3 cllC fing. Das Kaffee wurde wie gewöhnlich um %3 Uhr nachts schlössen und leiner der Anwesenden hatte Anzeichen von einew Brande bemerkt. Der Hintere Teil des Kaffees ist vollständig au-' gebrannt; der Schaden wird auf etwa 25—30 000 RM. geschätzt H"" ist durch Versicherung gedeckt. Ein Oekonomiegebäude eingeäschert. A Tüfingen, Amt Ueberlingen, 29. Aug. In der Nacht Freitag gegen 1 Uhr brach im Oekonomiegebäude des Landlos Auguch Möhrle vermutlich infolge Selbstentzündung *> c ' Oehmds Feuer aus, dessen Bekämpfung durch den herrschen^ Wassermangel sehr erschwert wurde. Das Vieh konnte gere werden; das Oekonomiegebäude ist völlig Niedergebra«» Generaloberst Keye besichiigt das 14. (Badische) Infanterieregiment. Auf dem bayerischen Truppenübungsplatz G r a f e n w ö h r am 25. A ugust die B e s i ch t i g u ng de s 14. ^B ad.) I n f a n ter u r e g i m e n t s aus den Standorten Konstanz, Tübingen ul \ Meining « n statt, bei der das Regiment die volle A n e t1 ' j\ nung der anwesenden Vorgesetzten fand. An der Besichtigung men teil: der Chef der Heeresleitung, >G e n e r a l o b e >, Heye, der Oberbefehlshaber der Gruppe 2 General der Kamille^ von Kays er, der Kommandeur der 5. Division (Stuttgart) v>|, neralleutnant Freiherr Seutt e r von Lätzen, der Inspekteur Infanterie Generalleutnant Ritter von Prager. der teriesührer V, Generalmajor Waenker von Dankenschw?' und der Chef des Personalamts, Oberst von H a m m e r st e > • Zu Ehren des Chefs der Heeresleitung fand abends ein StoV, Zapfenstreich statt, den für den unpäßlichen Generaloberst General von Kayser abnahm. «Hz 'hei, N vom [651 «ie 1 Sobc 'im ] )iet 'ttte Badische Landwirtschaft. f. Kronau, 29. Aug. (Vom Hopfen.) Die diesjährige Hopfen- ernte hat begonnen. Der Hopfen ist gut behangen und es ist eine Ernte von etwa 600 Zentnern zu erwarten. Mit Zustimmung des Bürgerausschusses wurde hier eine Siegelhalle errichtet, die als Halle im Siegelbezirk 5 nach den Bestimmungen des Hopfenher- kunftsgesetzes vom Bezirksamt Bruchsal zugelassen wurde. Vor dem Kriege würden hier 1000 bis 1500 Zentner Hopfen gebaut. r. Nußloch, 29. Aug. (Protestversammlung der Hopfenpflanzer.) Kürzlich versammelten sich die Hopfenpflanzer der hiesigen Ge- meinde und die Vertreter der Hopsenpflanzer von Leimen und Rohrbach, um gegen die Einteilung zum Siegelbezirk Wiesloch Stellung zu nehmen, da man die Annahme vertritt, daß der Ein- teilung der Siegelbezirke die Klassifizierung nach Qualität zugrunde gelegt sei und aus diesem Grund der Qualitätshopfen der Protest- orte in den Siegelbezirk Walldorf aufgenommen werden müsse. Die aus Stadtrat Bitter und Bürgermeister Baust bestehende Hopfenpflanzerkommission wurde bei ihrer Vorstellung in Karls- ruhe beim Ministerium des Innern und der Landwirtschafts- kammer mit ihrer Bitte um Zuteilung zum Walldorfer Hopfen- bezirk abgewiesen, da die Karlsruher Stellen die vorgebracht« Begründung nicht gelten lassen und erklären, daß die Einteilung der Siegelbezirke nicht nach dem Gesichtspunkt qualitäts^eicher Hopfengruppen erfolgt fei. Collie aber das diesjährige Markt! geschäft das Gegenteil beweisen, so werde auf Grund des sich hieraus ergebenden Erfahrungsmatertal» eine Reform der Siegelbezirke in Angriff genommen. ti. Ulm, bei Achern, 29. August. (Pfitfichernte.) Das Erträgnis der hiesigen Pfirsichkulturen ist — trotz der schlechten Witterung des vergangenen Sommers — fast durchweg sehr zufrieden stel- l end. Die Früchte sind gut ausgereift und werden in dieser Woche für 20 RM. pro Zentner an die Händler abgegeben. — Leider sind in den letzten Nächten mehrere Obstzüchter dadurch schwer geschädigt worden, daß sie am Morgen nur noch ihre leeren Pfirsichbäume vorfanden. Trotz aller Bemühungen konnte man bis jetzt der Diebe nicht habhaft werden. vt. Aus dem Angelbachtal, 29. Aug. (Die Oehmdernte.) Gerade zur rechten Zeit ist beständiges und sonniges Wetter ein- getroffen, so daß mit der Oehmdernte begonnen werde« konnte. In dem feuchten Sommer dieses Jahres setzte der zweite Schnitt gut an.» Die Oehmdernte wird daher in diesem Jahr außer- ordentlich gut ausfallen. Das prächtige Nachsommer- weiter begünstigt, die Heuarbeiten, die bei Fortdauer der warmen Witterung in wenigen Tagen abgeschlossen sein dürften. x Radolfzell, 28. August. (Pserdemarlt und Geldknappheit.) Der letzte Pferdemarkt stand im Zeichen der überall spürbaren Geldknappheit. Es waren nur sehr wenige Kaukliebhaber er- schienen. Die Landwirte, die sonst das Eros der Käufer stellten, fehlten ganz. Im ganzen wurden nur etwa 15 Pferde verkauft. Metzgermeister E l z von hier unternahm nun den gewagten Versuch, das im Muttertier lebende Kalb bei der Notschlachtung zu retten. Nachdem die Vorbereitungen zur Notschlachtung bis ins Kleinste ge- troffen waren, wurde das Rind geschossen und durch schnelle und geschickte Handhabung des Messers gelang es tatsächlich, das Kalb zu bergen. Ein zweites Kalb, dessen Vorhandensein nicht geahnt werden könnte, war schon oerendet. Das auf solch seltsame Weise geborene Kalb ist außerordentlich munter und erfreut sich mit bestem Appetit seiner Flaschenkost. Diese Operation dürfte wohl in aller- seltesten Fällen gelingen, zumal dazu eine sehr ruhige und rasche Hand und große Schicklichkeit gehört. Fortdauer des heihen Wetiers. Das europäische Hochdruckgebiet behauptet unverändert Einfluß auf unsere Witterung. Wetteravefichien für Samstag, den 30. August 1830: dauer des heiteren, trockenen und tagsüber heiß« Wetters. . Wetternachrichtendienst der bad. Landeswetterwarte Karlsruhe Stationen kusidru« In wieereß. RIvea» Tem. »eratur O» ®ettrlnc «Siti«. WÄTtttr Nie!'rlii« lemseritl itndltü S^'ner. bSIie cm Seite' Wertste! n> »Snigftuhl Karlsruh» ^ai'i'n.Badev Villingen Bai, Dlikrtieli« St. vlaslen ?gdei>welle» Keldberg» ?6^.z 7bS.S W | m - il 18 8 14 U II | 1 LS il 13 17 14 11 10 11 17 14 - raDlfen"' Außerbadische Wettermeldungen vom 29. August, 8 Uhr vormittag' (Luftdruck örtlich) Berlin Hamburg SpUworaen Stockholm Studene» Kopenhagen Crovdon Brüssel Paris ,-iürich Genf Lugano Genua "5 NE SE II m VI M N «title N« A «statte schwach Utctji leicht lila» mäfna leicht schwach leicht Wette« de!"', wolle" " d-veck' 4mnC reoite"' veittl bebeitl rooltctif' halb t*t", molfe' 1 ' wolle' 1 " tiedtf" °°rb Ml tt n ■ ,,'bbt "»Ufr jjalb' >>ie '°rg 'e ( Ii 5 ' Ben °gt, ItQ -as: 'Äe 'nett 5? :( e : Mt PS . jftei ders ?Sei «tt »Ii Reisewetter für Deutschland. Die Wetterlage ist auch heute unverändert. Die temperaturen liegen jetzt je nach Höhenlagen zwischen 15 "|(i 20 Grad. Tagsüber werden Höchstwärmen erreicht, die ^ 25 bis 30 Grad betragen. Wassertemperaturen heute früh S Uhr: Bodensee bei Konstanz 23 Grad, Rhein b«i Rappenwört 21 Grad. Wasserstand des Rhein». WalliMut. Zg. August, «orgcns G Mir: 340 Ztm,, gesallen 8 Z»«> »i «fallen 4 Ztm, 218 Ztm., gefallen t fei, s "an 'i äe 'Hit hli« |!s ?»ez ?$e s °>tei S K d E G k h e 7 Ztt«' Jntel, 29'. August, morgens 6 Mk! 153 Ztm., gl chusterinsel, a«. August, morgens 6 tthr: 218 SS. August, morgenS « Mr: 338 jtffl.. getallen"S Zti Marau. .29. August, morgens 8 Uhr: 52« Ztm.. aefuiten 9 Ztm. _ Mannheim, 29. August, morgens 6 Uhr: 442 Ztm., gefallen 15 3""' Cttnb. 29. August, morgens 6 Uhr: über iOO Ztm. reichs-edeka- woch£ VOM 30. AUGUST BIS 5. SEPTEMBER 1930 Rdsfkaffee „Extra" 1/4 Pfund-Paket RM. 1 >20 Röstkaifee „Spezial" üt Pfund-Paket RM. 1.00 Röstkaffee „Prima" 1/* Pfund-Paket RM. 0.80 auf Malzkaffee 1 Pfund-Paket RM. 0.45 Eiermakkaronl Hartgrleßmakkaroni Auszugsmehl . . . . 1 Pfund-Paket RM. 0.95 1 Pfund-Paket RM. 0.80 5 Pfund-Beutel RM. 1.60 Malzkaffee VI Pfund-Paket RM. 0*24 staS flUSi ite. Uüi bcn. «an id- «et ge> neu ins- u"l> Karlsruhe!. B. ' cter $a(/if(/ien fire. 29. August 1930 ?) nf lieber den Kistenpaß ins Granbllndnerland. Von Ludolf Engelbach. Nachdem schon mehrere Male der Versuch unternommen wurde, dem Elarnerland hinüberzuwandern an die Quellen des Vorder- «ins, was bei den verschiedenen Urlaubsreisen immer wieder, teils Ntch Regen, teils durch Schnee verhindert wurde, war der heiße °°mmer 1923 dem Unternehmen endlich günstiger. Ausgangspunkt des Marsches war die Endstation Lintthal !™l Meter). Man erreicht auf der Talstrahe über Hotel Thierfehd jJ' Pantenbrücke über die Linthschlucht am Wege zum Tödianstieg. ^°dann wäre der Klöntaler-See zu erwähnen mit dem Weiterweg Elärnisch oder über den Pragelpatz hinüber nach Schwyz. Aus linken Talseite össnet sich dasSernftal mit dem Talschluh E l m. ?er steigt rechts die Klausenstraße in grohen Kehren hinauf zum ^knerboden und hinüber nach Altdorf an die Eotthardbahn. . Von früheren Bergfahrten gut bekannt, wandte ich mtch gleta) «n Bahnhof tiefer dem Talschluh zu, entlang der rauschenden Lmth, r 0r I>ei an dem donnernden F ä t s ch b a ch - Wasserfall, um auf dem Men Weg nach Thierfeld scharf links abzubiegen, und in 45 Minu- A nach dem 1043 Meter hoch gelegenen, trefflichen Gasthaus zum ^bbort Rast zu machen. Weltabgeschieden, fernab von allen we« "ischen, im Bergwald versteckt, ist dies ein idealer Platz, so recht Eignet zur Stärkung für Nervenschwache. , Bei der Weiterwanderung am frühen Morgen überschreitetinan das Eeröllbett des Tristbaches und gelangt auf gutem Wegs, l Wald hinauf zur musterhaften Baumgartenalp 00 mit dem überraschenden Prachtblick auf den Tod, (36-3 'Vitt.) fc'ie tiefe Klamm trennt uns von dem gewaltigen Aufbau >>e>ev ?rgmassives, der gefürchtete Limmerenbach. Vorgelagert >mv !« Gipfel des Vorderen-Mittleren und Hinteren Selbianft (2^» ]s 3030 Meter) mit dem Bifertenstock und dem Bundner-Todl Zwi- welchen der Eriesgletscher und der Bifertenstrn eingebettet «8t, welch letzterer sich fast bis zur Unteren SaiKatp herüberzieht, ^punkte für diese Gebiete find die sichtbare! Fridolinshutte un " Erünhornhütte, sowie die Claridahütte. Nachdem man noch.über ^ Tor hinaus gelangt ist, von wo stch ein schöner Rückblick auf b i"5e Linthtal bietet und auf daß hochgelegene Sa^tormm Braun- wird der Weg bequemer. Bei der Sennhütte Ruschen wird der 'Ve Querriegel erstiegen. Man steht auf einer Hochebene auf der Erwartet, weltverloren die äußerst gut eingerichtete Kwbhutte der ?!tion Winterthur steht, die Muttseehutt e (2430 Meter). i's Herz des unternehmungslustigen und mutigen Alpinisten schlagt seiner nur flüchtigen Rundschau höher, lleber dem trüben Mu en- starren die Gipfel des Hausstockes (3152 Meter), Ruchl, Mutten- i 0 ? erschreckend zum Himmel. Direkt nach Süden erblickt man das Aenstöckli (2750 Meter). Anfangs östlich, Richtung Muttenstock, ^schreitet man den Abfluß des Sees, allmählich südlicher: Jucgtunö Ngend lanasam steigend über den Lattenfirn an den Hangen der verberge entlang. Immer bestrebt den Abstürzen der Limmeren- nicht zu nahe zu kommen, erreicht man bald das Kisten- °n d. das am Rande der Schlucht sicherweiterfuhr^^ Rote Pfe.l- Ritten und Signalstangen weisen den Wetterweg. Bald ist man > Kistenstöckli gegenüber und damit auf der ktstenpamoye an- °^ngj ' So Me^ter). Ueber dem Bifertenstock erglänzt östlich der ° l 5e Tödigipfel. Der Abstieg in das Val Frisal und hinaus nach S hochgelegenen Brigels erfordert scharfjte E-nstellung d-r Ge- ^alstabskarte. da eine Kleinigkeit zu viel links steil hinab nach Flensburg führen würde. Man steigt langsam halbrechts auf das ^neefeld hinab, an den Hängen des Piz ba Darfgaz entlang, der "ks bleibt, und nach 3 Km., aber erst n a ch dem Ueber!chreiten Seitenbaches, rechts steil hinab in den Talgrund des Frisal- Nach weiteren 3 Km. sind die ersten Hauser des Dorfes 'gels (1283 Meter) und damit das Tagesziel erreicht. Die Schon- Sn des Vorderrheintals sind durch die neue durchgehende Bahn- Bindung Chur -Andermatt-Furka-Br.eg erst recht bekannt ge- Sn: Von Brigels hat man zum Bahnhof Lavanasa Autopost- Muh. Zunächst muh man die Bahn selbst bewundern die von Ar bis Disentis elektrisch und von da ab über den Oberalppatz mit Dampfzahnradlokomotive betrieben wird. Ilm Oberalpsee (2028 Meter) mit IN Km. Länge, verlassen wir den Zug und wenden uns in südlicher Richtung über Alpwiesen gegen den Ob. Roh- b o d e n hin, um zunächst mühsam über eine Trümmerhalde den Sattel über P i z T o m a und B a d u s zu erklimmen. Ueberraschend ist der Tiesblick auf den kleinen dunkelgrünen Tomasse, dem Ur- sprung des Vorderrheins, in ernster Einsamkeit. Endlich ist auch die letzte Staffel über Felstrümmer und Firn überwunden und wir setzen den Fuh auf den 2931 Meter hohen Gipfel des Badus oder Sixmadun. Eine unermeßliche Aussicht lohnt die Mühe. May erbl'ckt die Häuser auf der Furka und dahinter die Monte Rosagruppe und nach rechts hin die Berner Alpen. Nur schwer vermag man stch zu trennen. Zurück tum Sattel und in steiler Abfahrt hinab zum See, ist der kürzeste Weg, um den schon in der Ferne sichtbaren Bahnhof von Tfchamut (1648 Meter) zu erreichen. In flotter Bahnfahrt geht es rheinabwärts vorbei an Sedrun Somvix-Truns und durch oie Waldschlucht nach dem freundlichen Jlanz (718 Meter). Hier darf unter keinen Umständen der Besuch des Piz Mund aun (2065 Meter) versäumt werden. Es ist der Rigi Graubündens. Man erreicht den Gipfel bequem über St. Martin— Luvis — und schöne Alpweiden in 3 Stunden. Bei seiner voraescho- benen Lage ist er einer der prachtvollsten Aussichtspunkte. Neuer Fußweg vom Hotel aus. Man blickt auf die majestätische Tödikette und das Bündner Oberland, über 4g Ortschaften, Kirchen. Schlösser usw. Der angenehmste Rückweg geht über Alpweiden hinab nach Maierhof (1287 Meter) und weiter über das malerische Groß- tobel mit neuer kühner Bogenbrücke, dem Weiler Blaua nach Tavanasa hinab. Mit der Bahn kehren wir noch einmal nach Disentis zurück, mit seinem mächtigen Benediktinerkloster. Die Haupt- sehenswürdigkeit ist die Vereinigung des Vorder- und Mittelrheins mit der anschließenden Mittelrheinschlucht, die, die Viamala bei Thusis fast übertrifft. Die Straße führt durch 11 Tunnels von zus. über 400 Meter. Nach dem Schluchtäustritt erreicht man das hochgelegene Bad Curaglia mit dem Rückblick durch die Schlucht auf Disentis. Für die Weiterwanderung ist bis O l i v o n t das Postauto zu empfehlen. Bei Sta-Maria guter Weg über den Canaria-Paß zum Lago Ritom, Piora und Airolo. Der Vorstoß über den Lukmanierpaß hinab nach Olivone sollte hauptsächlich dazu dienen von hier, wenig bekannte und selten / wenn es auf Wanderungen und Touren eine schmackhafte, warme Mahlzeit geben soll. Ich bin praktisch verpackt, schnell zubereitet _ und nicht teuer. Mi begangene Pässe und wildromantische Täler zu überqueren mit dem Endziel St. Moritz und Pontresina. Von dem Vorort E a m p e r i o erblickt man tief eingebettet am Brenno, Olivone (833 Meter) umrahmt von gewaltigen Bergen. So links von der Pyramide des Sosto (2223 Meter) sowie im Osten von dem unvergleichlichen Rheinwaldhorn (3406 Meter). Das Städt- chen liegt schon im Kanton Tessin und hat südliche Wärme und Pflanzenwuchs. Wir wandern auf dem neuen Sträßchen durch die Seitenschlucht des Blenio aufwärts, überschreiten beim Austritt den Gebirgsfluh, um bei Chirons (1247 Meter) rechts in das bewaldete Val Luzzone in sanfter Steigung einzubiegen. Bei der Alp Al Safso (1482 Meter) ist die Möglichkeit gegeben links abzubiegen nach dem Greina-Pah und dem Paß Diesrut. Wir biegen rechts ab in stärkerer Steigung nach Alp Scaradra sotto (1738 Meter) und über ein Trümmerlabyrinth zur letzten und höchsten Alp mit den Hütten von Scaradra sopra (2180 Meter). Südöstlich erblickt man schon die Paßhöhe Soreda (2770 Meter) die über Gneistrümmerhalden und kleine Schneefelder bald erreicht ist, mit prächtiger Aussicht, besonders nach Norden auf den Plattenberg (3041 Meter). Der Abstieg in das L e n t a t a l, mit feinen prächtigen Gletschern gehört zu den interessantesten Tälern der Schweis und ist so gut wie unbekannt. Bald sind die gastfreundlichen Hütten von L a m- pertschalp (1380 Meter) erreicht und in einer Stunde das welt- abgeschiedene Zervreila (1780 Meter). Um nach Hinterrhein zu kommen, müssen wir den Valser Rhein abwärts wandern bis Vals am Platz (1248 Meter) im freundlichen Wiesental mit Eipsthermen und prächtigem Wasserfall. Der Saumweg führt am Peilerbach aufwärts zu den Fanslla- Hütten (1886 Meter) dann links zum Valserbergpaß (2507 Meier) mit schöner Aussicht ins Rheintal, über die Kirschalp nach Hinter- rhein (1624 Meter). Südlich steigt hier die Poststraße über den St. Bernhardin in großen Kehren nach Bellinzona durch das Val Misox hinab. Hinterrhein ist Station für Hochgebirgstouren, wie: Rheinwaldhorn, Rheinquellhorn. Hochberghorn, Kirschalphorn usw. Wir nehmen das Postauto um über Splügen (Abzweig des Splügen- passes nach Ehiavenna) nach A n d e e r (373 Meter) zu gelangen. Beliebter Sommeraufenthalt. Weiter geht es durch das geologisch interessante Ferrera- t a l mit seinen zerfallenen Hochöfen, prachtvolle Gletscher und Wasserfällen hinauf in das höchste bewohnte Tal Europas mit dem Hauptort C r e st a (1343 Meter). Dieses Hochtal von A o e r s gleicht einem Wiesenteppich von Alpenrosen und Edelweih. Bald erreicht man Jus (2042 Meter) einer der höchstgelegenen Weiler der Schweiz. Bequem erreicht man in anderthalb Stunden von hier den Stallerbergpah (2581 Meter) und erblickt tief unten Stalla (1776 Meter). Links führt die Poststraße durch das Oberhalbltein- tal hinaus nach Tiefenkastsl an die Albulabahn. Nach rechts ist die Möglichkeit gegeben, über den Septimerpatz bei Casacia das Bergell» tal zu erreichen mit dem Endziel Ehiavenna. Gerade vor uns liegt der letzte Alpenpah, der Julierpah, dessen Scheitel (2287 Meter) wir in bequemen Kehren bald erreicht haben. Wir sind auf der Wasser- scheide zwischen Inn und Rhein. Leicht geht es bergab mit allmählich freier werdender Aussicht auf die durch den Arvenwald durchschim- mernde Seen von Silvaplana und Camps« r, die Kurhotels von St. Moritz, sowie die jenseits aufsteigenden Riesengestalten des Piz Rosatsch, Piz Surlei. Piz Tschierva und vor allem der Piz Eorvatsch und alles beherrschend die weihe Piz Bernina und ganz rechts der formschöne Piz della Margna. Von dem prächtigen Standquartier lassen sich hunderte von Ex- kursionen ausführen, von denen die wichtigsten folgende find: Malo- japatz, über die Fuorcla da Surlei ins Rosegtal, Pontresina, Morte- ratschgletscher, Poschiavo, Berninahäuser mit anschließender Dia- volezzatur, Piz Languard^ Muottas Muraigl, Piz-Ot und Inn ab- wärts nach Schuls, Taralp und andere. Mit der hochinteressanten Albulabahn treten wir die Heimfahrt an um in Thusis noch einmal Halt zu machen wegen der bedeutsamen V i a - M a l a. Bald ist dann Ehur und Sargans erreicht, wo man die Wahl hat über den Bodensee — Konstanz — Schwarzwald die Rheinebene zu erreichen oder dem Walensee und Zürichsee entlang über Zürich — Basel der Heimat zuzustreben. Radioaktive Koch salz thermen. 67° 0. gegen Rheumatismus und Katarrhe. Erstklassige Kuranstalten. Angenehmster Aufenthalt. Mildes Klima. Besondere Veranstaltungen; 22.—3L Aue.: Intern. Pferderennen. 27. Aug.: „Sicefried" von R. Wagner. 3L Aug.: HFRRCT BADEN „Ein Paradies von Wttldern und Blumen" Feuerwerk. 3. u. 5. Sept.: Klassische Kammermusik. 5.—7. Sept.: Tennls-Lfinderkampf. 8. Sept.: Symphonie-Konzert. 17. —20. Sept.: Film- Festtage. 19.—21. Sept.: Wahl des schönsten Kurgastes Deutschlands. 23. Sept.: Symphonie- Konzert. Konöliorei-Kaiiee Fremersberg Schöner schattiger Garten. Allee-Hotel Büren gsffiLSt' Eis groß Park. Appart. m. BHdern. Fl. Wasser. Ukt. Zentralh. Autogar. Haltest, d. Elektr Pen- 8 >ou v 9 Mk. ab. Bes.: J. Mutgchler. 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Schonach in 880 Meter Höhen- läge, zent-risch für den ganzen mitk- leren Schwarzwald und Ausgangs- punkt zahlreicher Höhenwanderun- gen, liegt für Schwarzwaldwande- rungen wie geschaffen. Die reiche Eeländegliederung im Ort selber und der näheren und weiteren Umgebung, bietet dem Besucher stets wechselnde Bilder. Am Höhen- weg Pforzheim—Basel gelegen, ist dieser Höhenweg auf etwa 2 K Stunden, in der er durch die Ortsgemarkuna zieht, fast durch- weg ebener Weg, der besonders nach Osten und Norden auf der genannten Strecke weite Fernflch- ten zeigt. Im Westen nur sperrt der jenseits der Elz führende Rohrhardsberger Gebirgskamm mit seiner wuchtigen, bewaldeten Steil- wand die Sicht, bietet aber dem davor liegenden Teil mit dem Kur» ort Schonach Windschutz gegen den heftigen West. Außer dieser be- kanntesten und beliebten Touristenstrecke führt auch rings uin den Ort eine Reihe von gut markierten Höhemoegen und Saumpfaden. Sie verteilen sich in ihren Verzweigungen in die beiden Haupttäler des mittleren Hochschwarzwaldes, in das Elz« und Eutachtal, und in deren zahlreiche romantische veitenwinkel. Fernsichten über die Berge bieten sich auf Schritt und Tritt, und besonders auf den in leichten Steigungen erreichbaren Höhen von der Vogeleck, Holzeck, Laube und der Wittenbacher-Höhe. Im- mer wieder kehrt der Blick auf den Nord- und den Württembergi ichen Schwarzwald und den darüber liegenden Schwäbischen Iura mit seinen weißen Kalksteinselsen. Die Kinzigniederungen und der gesamte Ausbau, des Nordschwarzwaldes liegen mit ihren Linien in klarer Zeichnung vom Kroneckturm und Paradiesweg aus sichtbar wte auch von der Holzeck, Rensberg und dem dahinter liegenden Karlstein. Dom Schänzle (Rohrhardsberg, 1154 Meter), wie auch von der Rensberger Schanze au» zeigt sich das Panorama über das gesamte Kinzigtal das Elztal und di» Rheinebene in der Ortenau, und weiter dehnt-fich dahinter die Vogesenlette in scharfer Silhouette vom Belchen vis zum Haardt. Wer sich die 2 MI Stunden Mühe nimmt, die HShe auf dem Brend aufMsuchen, hat das Berg-massiv um den Feldberg und den Kandelblick vor nächster Sicht und kann in klarer Hevbststim- mung die Alpenkette vom Ortlergebiet bis in das Berner Oberland verfolgen. , k , ZUR BÄDER-ZEITUNO DER BADISCHEN PRESSE • AUSKUNFT KOSTENLOS UND UNVERBINDLICH Wir bitten unser« Leser Ansrage» für den Relfebriefkasten IvätestenS bis Montag früh einzusenden. Unsere Auskünfte gelchehe« nach bestem Wissen, jedoch unter Ausschluß leder Gewähr uni> Haftbarkeit. Anfragen sind »n richten an den Re 11 ebr 1 es - kasien der .Badischeo Press«\ Anfrage 168: 8. H In A. Brieflich beantwortet. Anfrage 157: ». S. In G. Ich bitte nm gefl Auskunft, wie Ich jn fahren habe nach Mellau (Tirol», wenn ich in Rastatt viit dem Schnell.,ua 12.14 Uhr abfahre und evtl. in Friedrichs-hafcn übernachte. Was kostet diese Fahrt mit Schnellzug hin und zurück? Antwort: Die Verbindung nach Mellau ist wie folgt w empfehlen: Rastatt ab 12.4S, Radolfzell an 17.89, ab 17.53, Kriedrichshafen an 1946, ab 7.25 Uhr, am nächsten Tage mit Schiff, Bregen» an 9.50, ab 10.60, Be«au an 18.55. ab 14 Uhr mit Postsuto, Mellau an 14.10 Uhr Ein stahr- scheuchest für diele Strecke hin und zurück bis Bczau kostet in 3. AI. 41.40 RM.: die Autofahrt hin und zurück 80 RM. Die Fahr scheuchest« sjnd jederzeit durch das Reisebüro Karlsruhe AG. erhältlich. Anfrage 158: G. F. K. Ich beaWchtlge, atn 3. bczw. 4. Sept, d. I. nach Stoln (Pommern) zu fahren, Welche Route würden Sie mir vor« schlagen nach dort und wieder zurück? Läfet sich durch vorzeitiges Lösen eines Rnndscheinhestes die am 1, Sept. eintretende Tariferhöhung um- gehen, und wie teuer kommt ein solches? , „ Antwort: Die direkte und günstigste Route nach Stolp führt über Frankfurt — Berlin — Stettin. Gin Aabrschetnhest mit «vtügtger Gültig- keit, beliebiger Fahrtunterbrechung und ohne Nachzahlung nach Eintritt der Tariferhöhung am 1. Sept. von Kehl nach Stolv und zurück kostet tn 3. Kl. 94.80 RM. Antritt der Reise nach Belieben innerhalb der Geltung»- dauer. Die Hefte find jederzeit gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages plus Porto durch das Reisebüro Karlsruhe AG. erhältlich. ~ ^ h. In K. Brieslich beantwortet. Aufrage 159: F. Sä Anfrage 161: Frau E. in K.: Brieflich beantwortet. Anfrage 162. L. M. k ©.: Brieflich beantwortet. Anfrage 163. Kohlenbergwerk: Brieflich beantwortet. Anfrage 164. Dr. B. in D.: Ich beabsichtige, nach Bad Oberdorf bei Hindelang im Allgäu zu reisen und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die Reiseroute — Hinfahrt über den Bodensee, Rückfahrt über Ulm — mit Preisangabe zusammenstellen würden. Autwort: Wir empfehlen folgende Verbindung: Karlsruhe ab 7.00, Konstanz an 12.20, ab mit Schifs 18.30, Lindau an 16.1Q, ab 17.00, Jm- mcnstadt an 18.13. ab 1820. Sonthofen an 18.88. ab mit Auto 19.80, Hindelang an 19.55 Uhr. Rückfahrt: Hindelang ab 6.20, Sonthofen an 6.40, ab 7j05 J>imnenstadt an 7.23, ab 7.38, Kempten an 8.04, ab 8.10, Ulm an 10.19, ab 11.28, Karlsruhe an 14.45 Uhr. Ein Rundrelschest über diese Streike, jedoch ohjte die Autofahrt, kostet in 3. Klasse 36.ft) 3{Sli. und ist im Reisebüro Karlsruhe A.-G, erhältlich. Anfrage 16r>: Ich möchte im Oktober nach Berlin fahren, und zwar auf der Hinreise über Frankfurt—Giehen—Kassel, in Kassel einen Tag Aufenthalt und znrück über Erfurt—Rttscherhausen—Würzburg—Mosbach <8 Tage Aufenthalt!—Eberibach—Heidelberg—Karlsruhe. Was kostet 8. Klasse Schnellzug und was kostet 2. Klasse Schnellzug? Ist es ratsam ein Rnndretsehest zu nehmen und ist beliebige Fahrtunterbrechung' statt- Haft? Antwort. Ein Rundreisebeft mit «0-tägiger Gültigkeit und beliebiger Fahrtunterbrechung von Karlsruhe über Frankfurt—Gießen—Kassel—Ber. lin—Erfurt—Nitichenhausen—Wurzbur«—Mosbach—Ebcrbach — Heidelberg und zurück nach Karlsruhe kostet nach der Tariferhöhung in 3. Klasse 64.80 RM.. in Klasse 99.60 RM. Äe Hefte sind im Reisebüro Karls- ruhe A.-G. erhältlich. Aus Bädern und Kurorlen. bv. Herbstsaison in Baden-Baden. Kaum ist der Xtv/btl der ,? u bereits die Hcrbstsaiion ein. Da» tft dt« wo Baden-Badens unvergleichliche Naturschönheiten wieder tn Varianten und Schattierungen zum Ausdruck koounen, «nt wo g«-. oelwe«# so »tele treue Freund« es immer und immer wieder bevorzug Auch dann ist für grobzugige Vergnügungen gesorgt, für alle Abwechslung Kurgast, welcher Nicht uur aus sein« Kur angewiesen ist. beijjj Wettspiele auf dem Kleingolfplatz an der Lichtentaler Allee, ein 3»^ nationales Tennisturnier vom 4. bis 7. September, das Klassische mermufikfest, vtn Flesch, Friedberg und P-iaiigorski veranstaltet, die W.? Festtage und die Wahl deö schönsten Kurgastes Deutschlands vom 15- " September, Symphoniekonzerte, Bälle usw. Der Monat September Z esenso kurzweilig und interessant mit seinem reichhaltigen Programm, die. Hochsaison mit der „Grefte« Woche'' Das Theater bat leinen omtutvtii wn ' dehnt ih iVl d> den Atlantischen Inseln. Die Hamburg-Amtt»A Mischen Veranstaltungen In diesem Jahr auch?i Awi« dehnt ihre sectouristischen Veranstaltungen tn diesem Jahr au die Azoren aus und ermöglicht es dadurch, diese landschaftlich interessante, doch etwas entlegene Inselgruppe a«f einer beguemen ^,! gnügunasreise kennen zu lernen. Der Hapagdampfer „Oeeana" wird % seiner bevorstehenden Atl " " Hauptstadt der Azoren, be tember und fährt über tlantischen Jnsel-Fahrt auch Pouta Delgada,.^ iefuchen^ Das Schifs verläßt Hamburg am 10. «•?, _ , - - - G n e r n s e n, die malerische Insel im Aer» « Kanal direkt nach Ponta Delgada^ Dort sind verschiedene «»,5 «uslluge und Besichtigungen vorgesehen. Wie ein Eselsritt hinaus K Kraterrand der Ealdeiras das Sete Cldades Im weiteren Verlauf Reise werden dann Funchal auf Madeira. Santa Cruz de TenertscL' Schrisisteller-Verein Urheberschutz e. B., Berlin, mit einer Reib« - M Mitgliedern beteiligen. Die Presse, sowie die Behörden von Ponta Delfl"?|, beabsichtigen, die deutschen Schriftsteller in besonders herzlicher Weis« ' empfangen. Ltteratur. eben's Oberammergan und Ammergebirge. Rechtzeitig votjfi diesjaHrlgen Passionswiele ließ der Grieben-Verlag Albe, in Berlin eine neue Auflage seines Fuhrers ..Obe i rt 1» 1ttt .S Sil nt m n r a « Ii t r a a" ?Tn/»S> ^11 (l l . x Grieben'S Oberammergan und Ammergeblrge. ginn der 1' ' Goldschmidt WM WWWW ammergau und Ammergcbirg c^'crscheinen. Das Bändchen ans 56 Seiten erschöpfende Auskunft über alles, was der Besucher ^ Spiele vor Antritt seiner Reise wissen möchte, oder was ihm wahr»E seines Aufenthalts In Oberammergau zu wissen nützlich ist. Einen t'L ten Raum nimmt naturgemäß der Abschnitt über das Passionsspicl l ]u Auf Entstehung der Geschichte des Spiels, auf Tert und Musik wird suhrlich eingegangen. Speziellere Angaben über dte diesjährigen °-v>^ find in einer besonderen Beilage zusammengestellt. Eine neu aufgen».^. mene Karte skizziert die Reisewege nach Oberammergan. während ^ ander« gleichfalls neue Karte eine Ueberjlcht über die Autostraben ^ Kilom«tcr°Angaben) gibt IA R«n« StädtesShrer bei Grieben. Der GrleSen-Berlag itäci l seiner handli^n und K Moldschmldt In Berlin hat soeben eine «nzayi «einer nanotimcn unv liebten Stadiefübrer in nener Auflage erscheinen lassen. Diese nein Siädteführer wollen nicht mehr ein trockenes AuSknnfts- und Oriei>>U runasmittel sein, nicht nur die einzelnen Sehenswürdigkeiten äußen,, 'eschreiben, sondern sie bemühen stch, in da? Wesen der Stadt ringen, das Ihr läßt sich aus jedem ... 87 Seiten mit 5 Karten. Leipzig und Umgebung, 12 Auflage, 80 «TO ten mit 4 Karten. München und die Königschlöfser, 38. Auslage.,?: Seiten mit 7 Karten. Prag und Umgebung. 21. Auslage, 146 --ew-, mit 8 Karten, und Zürich und Umgebung. 2. Auslage. 80 Seiten ^ 5 Starten) herauslesen, wenn man die vorliegenden Auslagen ihren gängern gegenüberstellt. Verantwortlich ffir den Textteil: Richard Volderauer, Karlsruh* Wer die Stadt, zeigt stch das alte Hornberger Schloi Waldes- und Wie ein Märchenla in Hcrrliw';, oft ist es £ weite Tannenwaldnngen gebettet, bietet dem Fremden alles, was nur Schwarzmald gewähren kann. 8i< in früheren Jahren ist auch in diel-., 'ir iür den Monat September und die ersten Oktobertage eine i entöaltSverbilliMNg dadurch eingetreten, daß die Pensionspreise «»L bezw. 5 und 6 Mark herabgesetzt wurden. Wer das Gutachtal kennt. was das Hornberger Schloß an Schönheiten bietet: Schloß und Vf., stellen eine kleine, aber schöne Schwarzwaldweli dar, die hoch aus BcrfK höhe wohnt und vom Schwarzwaldbach umschlungen wird. Tannenrani^ und Bachgemurmel, Herdenklang »nd Brausen des Windes — *',) Schwar»waldsinsonl« — wie sie ringsum um Hornberg und fein ich°" Schloß erklingt und dem Fremden den Aufenthalt leicht macht i Herbstkuren in Wildbad im schwanwaid schauinsland '«£ RJÜNGU NGSBAD und HEILBAD gegen GICHT, RHEUMA, JSCHIAS u .a. LUFTKURORT Ganijähr. Badbetrieb / Ermäbigung auf Kurtaxe ab 1. September, auf Bader ab 16. September. Nach 25. September Ankommende kurtaxfrei. VeroilliEte Pensions- und Zlnimerprelse / Kursaal und Bergbahn Im Betrieb / Auskunft durch Badverwaltung oder Kurverein. N3295 bei P R EI B U R Q I. Br. BerahntPl 1285mU.M. 40 Betten. Fließend, u&i »»»»«». wa 68er . F ernS pr. Klrchrarten 11 Bertf-Restaurant der Sehaulnsland-Schwe- bebahn unter gleicher Führung. H. Burggraf. .lulikurort Herrenalb, scliiuarzui. öutt JauetBüllü, ÄiSA 8 Ä Tadellose Verpflegung, billigste Preise. (9531«) Pension waldlust. Bes. E. Schumacher. Herrenalb. Einen schönen H«rbft-Ans«ntbalt finden Si« Im Gaith. 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A gute Seel is's. die Frau Geheimrätin. bei- lelfig. Hat selbst nix z'lachen." „Machte auf mich auch gleich einen sehr sympathischen Eindruck. Ihre Wirtin." „Allemal. Sie is ne geborne Plesien. müssen Sie wissen. Hun- dert Schilling hat's lang net beisammen g'sehn; 's war schon a Freid, ja. — Und im übrigen bin ich halt gern bereit mitzufahren — wenn Sie's der Lady möchten ausrichten." „Ausgezeichnet. Da könnten wir also gleich mal die Reiseroute festlegen," schlägt Klinger vor. „Freilich," stimmt Valescy zu. „I frei mi wie a Kind, Klinger," fügt er mit der strahlenden Offenherzigkeit zu. die alle Leute, auch die verwitwete Frau Eeheimrat Doktor Brady, geborene Plessen, für ihn einzunehmen pflegt. „Wie sollten Sie sich auch sonst freuen?" findet Klinger. „Recht haben'«. I bin schon einer von denen, die ins Himmel- reich g'hören täten, wos alle» gratis sein soll. Bloh wissen müht ma, wo's liegt." „Ich habe darüber in Ihrem Interesse schon nachgedacht, Valey, und bin zu dem Ergebnis gekommen: vielleicht in Texas, U.S.A.? Dort gäbe es immerhin eine genügende Anzahl paradiesischer Pferderücken für Sie." Valescy hat sich mit einem Ruck halb aufgerichtet und sieht Klinger ernst «nd aufmerksam ins Gesicht. „Wie meinen S' des?" j,Es ist nur ein Hinweis, Valey, den ich Ihnen geben kann. Mitz Disraeli sucht einen Trainer." „Und da wird ste net Sie haben wollen?" „Ich komme da nicht in Frage. Mich binden immerhin noch gewiss« Fäden an die heimatliche Scholle." Valescy streicht nachdenklich mit der linken Hand, an deren Eelenk die schmale Coldkette hängt, und deren Fingerspitzen leichte Nlkotinspuren zeigen, über die schadhafte Steppdecke. „Wohl Ihnen", sagt er leise. „Mich net. Mich bind't nix. Aber die richtige Frei- heit is des a net, wann ma net weih, wofür man lebt, wissen'?. '» wird einem halt alles egal, ja. Da hätten S' also den Klingen- Hof noch?" fragt er dann aufblickend und sieht ganz so alt aus, «ie «r ist. „Wie man es nehmen will. Augenblicklich hat ihn jemand anders. Auf wi« lange, weiß ich selbst noch nicht." „Ja, so," meint Valescy, ohne weiter zu fragen. „Da fällt mir was ein, was Ich grab g'lesen Hab. Des mecht Sie interessieren, Klinger." Er sichtet die umherliegenden Sportzeitungen und findet dann, wa» er sucht. „Da schaun's! „Sin sensationeller Zwischenfall in Karlshorst", AI.» taffctt« Copyright by Dunoker, Var Berlin. Vornan von Brünhilde Wofmann stellt« der Wög, der Wiener Oeffentlichen Küchenbetriebsgesellschast. Wie da» Schild besagt, kann man hier billig, alkohol- und trinkgeld« frei speisen. Der öffentliche Küchenbetrieb entsendet anlockend« Düste auf die mittägliche Tasse. Klinger fleht am Hause hinauf und bemerkt im dritten Stockwerk ein halbgeöffnetes Fenster mit zu« gezogenen, zitronengelben Vorhängen. Ueber drei schmal« Holz- stiegen gelangt er zu dieser Etage. An der Wohnungstür befindet sich ein Schild mit der Aufschrift: „Eeheimrat Brady", und da- runter eine mit Reißnägeln befestigte Visitenkarte: „Karol Valescy". Auf das Klingelzelchen hin ereignet sich zunächst nichts, erst nach geraumer Weile wird die Tür hinter der Sperrkette um «in« Ritze geöffnet, und ein ältliches Damengesicht erscheint zur Hälft«. Da Klinger mit Recht annimmt, dah das mattblau« Aug«, von dem er schüchtern betrachtet wird, zu der verwitweten Frau Geheim- rätin gehört, macht er höflich eine vorstellende Verbeugung und nennt seinen Namen, worauf die Tür geöffnet und er in einen halb« dunklen Flur «ingelassrn wird, auf dem es nach gekochter Misch« riecht. Der Herr Eraf sei leider nicht z» Hause, verfichert die alt« Dam« und trocknet dabei ihre dünnen, blaugeäderten Hände an der Küchen- schürze ab. Sie steht Klinger noch immer etwas unsicher an und errötet flüchtig unter dem grauen Haar. „Ich bin ein Freund des Grafen," versichert Klinger darauf- hin, „und möchte ihn gern sprechen. Es ist nichts Unangenehmes, gnädige Frau, und wenn er noch schläft, kann ich verantworten, ihn selbst zu wecken." „Ja — dann bitte," sagt sie in ihrer leisen Art. „Die TÄr hier vorn. Entschuldigen Sie, aber ich muß mich fremden Besuchern gegenüber wohl nach den Anordnungen des Herrn Grafen richten. Sie verstehen das?" Klinger verstand. Während er die betreffende Tür leise öffnet, verschwindet die zierliche Dame durch den hinteren Gang. „Da schau einer her!" ruft Valescy vom Bett aus und dreht stch nach der Tür. „Hab Sie schon g„hört, Klinger. Freu mich riesig, daß Ste kommen. Entschuldigen's halt." „Bleiben Sie um Gottes willen liegen, Valey —Er setzt sich auf den Stuhl neben das Bett, auf dem hellgrüne und rosa Rennzeitungen herumliegen. Das Zimmer ist von Zigarettenrauch durchzogen, und Valescy, der in einem schon etwas verwaschenen und mehrfach gestopften Schlafanzug aus roter Seide unter seiner Wattesteppdecke liegt, bietet Klinger sogleich gastlich die Produkte der Oesterreichischen Tabakregie an. „Alsdann, Klinger — was verschafft mir di« Ehr?" „Ich habe Ihnen im Namen von Miß Disraili di« Einladung zu überbringen, morgen mit uns zusammen nach Budapest zu fahren, also Freitag, und dann uns liebenswürdigerweise nach Temesvar zu lotsen. Wenn Sie es einrichten können, heißt das; ich bin deslFortsetzung folgt.) Ihr Haarausfall wird d. die Ottve-Me- f&ot* »Wer beseitigt. Wirkung überraschend. Preis 1.90 M. gttfeut W. Schmitt Kaiserftrahe 145. Ewaana Lammstvatze. Malerarbeiten lever Art. Le,m- und Oelsakben, Tapezieren, nur gute Arbeit. Reelle Bedienung. Billige Be> rechmmg. Offerten u. C1789 an Bad. Presse. 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