SS. Sahvgans 50 Jahre „Badische Presse" Verlag: Badisch- Brei?-. Grenzmark- Druckerei u. Verlag G.m.b.H .Karlsruhe a. Rh.. B-rlagsgebSuve: Häuferbloit WalSstr. SS. Fernsprecher 7ZSS ll. 135t. HauvtgeschSftsftelle. Echristleimng und Druckerei Waldstratze 28. Postschecklonlo Karlsruhe 138 00: Telegramm-Adresse: Basische Presse, Karlsruhe. B e , i r l §. ausgaben: „Hardt-Anzeiger'. schäftsstelleDurmersheim:„NeuerRhein. und Kinzigbote". Geschäftsstelle Kehl. Friedensrratze Nr. S. — Stund 700 Ausgabestellen in Stadl und Land. — Beilagen: Wochenendbeilage„BP-Sonn- tagspost' t Buch und Nation / Atelier und Leinwand / BV-Roman-BIatt, Di- jungeWelt, Frauenzeitung ,Di-Reil- , Sandwirtschaft.Gartenbau. — DieWieder. gäbe eigener Berichte der Badischen Press« ist nur bei genau. Quellenangabe gestattet Für unverlangt übersandteBeitrSae iider. nimmt die Schriftleitiing kein- Haftung. mm rnt ®eae Badische Presse 55Badische Landeszeilung Steuer Mein- un» Kinztsbote General-Anzeiger für Südwestdeutschland Karlsruhe. Dienstag, den 4. Oktober 1938 Saröt-Anzeigor t! tt ttt m e v £23 Verkaufspreis 10 Pfg. vezugspreileiMonattich mit MI .BP-Sonntagsp-st': inj Verlag »der in deu Zweigstellen abgeholt l.KMIJt ;Poii- bezug monatlich t,70^^!^uzllglich Vlfyt Zustellgeld. Srscheinl7malwSchenilich all Morgenzeitung. Abbestellungen können nur jeweils direkt beim Verlag un» zwar bis »um 20. des Monat« aus de» MonatS-LeSten angenommen werden, «»zeigen«reis: g. Zt. Preisliste Nr. t gültig. Die 22 mm breite Millimelerzeil« 10 SU- Ermäßigt« Grundvreis 9W bei mehr als » geschSftl. Anzeigen eines Wer» bungtreibenden innerhalb eines Jahre». Bezirksausgaben: „Neuer Rhein- u Kin. zigbote' « SU «ErmSkigier Grundpreis 3 9)4). „Hardt-Anzeiger' 3 ^.Stellen- Gesuche u. Angebote. Familien- u. l- u. s-svaltige Gelegenheitsanzeigen ron Pri, varen -rmäbigt-rPreis.Tieg»mm breit» Millimeterzeile im Texrteil 6? 3)4 Bei MenasnabschlüN-n RnrölnS »ach B Subelfturm im befreiten Gebiet: Der Mhver im Ggerland Unbeschreiblicher Empfang des Führers und Reichskanzlers und »er deutschen Trnppen Hot, 4. Oktober. Der Führer trat gestern vormittag 10.15 Uhr von Hof aus im Kraftwagen die Fahrt ins Egerland an, um zusammen mit den in die III. Zone einmarschierenden Truppen den Sudeten- deutschen die Befreiung zu bringen. Gegen 11 Uhr überschritt der Führer die ehemalige Grenze bei Asch. Erschütternd in seiner Treue und Leidenschaft war der Empfang, den die Sudetendeutschen dem Führer und Reichs- kanzler hier bereiteten. Ueberwältigend, unbeschreiblich und beispiellos war die Freude, die den Führer aus seiner Fahrt durch das befreite Egerland grüßte. Schon in den ersten Minuten, in denen sich der Führer auf dem nunmehr für alle Zeiten befreiten sudetendeutschen Boden befand, löste sich die unerträgliche Spannung, schwand die Erinnerung an die schreckensvolle Leidenszeit, die die Bevölkerung 20 Jahre hin- durch und in den letzten Wochen in dem furchtbarsten Maße erdulden mußte. Ein einziger Jubelsturm umtoste den Führer. Aber auch den Truppenteilen, die unter den Augen ihrers Führers und Obersten Befehlshabers den Gebietsab- schnitt III besetzten, galt der Jubel der Sudetendeutschen. Mit dem Führer nahmen an dieser Fahrt u. a. teil: Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe IV, General der Artille- rie von Reichenau, der Reichskommissar für die sudeten- deutschen Gebiete, Konrad Henlein, der Chef des Ober- kommandos des Heeres, General der Artillerie K eitel, Reichsführer jj Himmler, Reichsleiter Bormann, Reichspreffechef Dij Dietrich und Reichsminister Dr. L a m- m e r s, ferner die militärischen und die persönlichen Adjutan- ten des Führers. Land in Fahnen und Blumen Die Nachricht, daß der Führer ins Egerland kommen würde, war wie ein Lausfeuer durch das ganze Gebiet geeilt. Die Nacht über und auch noch in den frühen Morgenstunden war jung und alt aus den Beinen, die Städte und Dörfer zu schmücken. In Asch, das schon seit längerer Zeit im Fest- schmuck prangte, hatte sich der Schmuck noch vervielfältigt. Die Straßen und Häuser bilden ein einziges Meer von Fahnen, Girlanden, Triumphpforten, Spruchbändern und Enblemen. Punkt 8 Uhr geht an der Grenzstation Wilden au der mit Girlanden umwundene Schlagbaum in die Höhe. Ein großes Spruchband „Sudetendeutschland grüßt seine Befreiet leuchtet den deutschen Truppen entgegen. Als erstes marschiert ein Jnsanteriebataillon über die Grenze und wird hier von der Bezirksleitung der SDP. empfangen. Der ganze Weg vom Zollhaus bis zur Stadt Asch ist mit Menschen übersät. Schulkinder stehen an den Straßen, Bild- berichterstatter und Tonfilmwagen haben sich aufgebaut, um diesen historischen Augenblick festzuhalten. Ein Blumenregen ergießt sich über die Truppen, das Glück dieser Stunde steht den Menschen aus den Gesichtern geschrieben. Auf dem Weg von Asch über Franzensbad nach Eg er sind die Straßen nicht minder reich geschmückt. Ueberall span- nen sich Girlanden mit kleinen Fähnchen über die ganze Straßenbreite, und überall bringen Spruchbänder und Trans- parente den Dank an den Führer zum Ausdruck. Alles, jung und alt, ist auf den Beinen. Zauberhaft hebt sich die alte Stadt E g e r aus dem leichten Morgennebel. Auch hier hat die Bevölkerung die ganze Nacht an der Ausschmückung gear- beitet. Ein überwältigendes Bild bietet der Marktplatz. Bor dem Stöckl ist ein großes Podium errichtet. Es grüßen die alten Bauten, die Sankt Nikolaus-Kirche, das Schirndinger Haus, das historische Schillerhaus und das alte Rathaus mit den kunstvoll geschmiedeten Gittern vor den Fenstern. Sie alle prangen im Schmuck der Hakenkreuzfahnen und der alten Egerer Stadtfahnen. Bormarsch in Zone Ii und Iii DNB Berti«, 4. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Truppe» des Generalobersten v. Bock (Gebietsab» schnitt II) haben heute <3. 10.) 14 Uhr die ehemalige deutsch« tschecho-slowakische Grenze zwischen Elbe und Wolssberg, südlich Zittau uud im Jser-Gebirge überschritte« u«d st«d gleichzeitig aus dem ersten besetzte« R«mb«rger und Fried» länder Zipfel wieder znm Vormarsch angetrete«. Westlich der Elbe gehe« Truppe« des Ge«erals der Ar» tillerie v. Reichenau ans Gegend ostwärts Lanenstei» aus Königswald vor. Deutsche Truppe« unter der Führung des Generals der Artillerie von Reichen«« habe« he»te st. Oktober) 8 Uhr die ehemalige de«tsch-tsch«cho-slowakische Grenze beiderseits des Ascher Zipfels zwischen Selb ««d Mark«e«kirche» über» schritte» u«d mit der Besetzung des im Abkomme» vom 29. September festgelegten Gebietsabschaittes III begönne». 9er historische Augenblicks Adolf Hitler überschreitet die Grenze Flugzeuge der deutschen Luftwaffe brausen über der Wagenkolonne des Führers hinaus ins deutsche Sudetenland. Die weitgedehnte Stadt Selb, die sie von Hof aus auf der einzigartigen Jubelfahrt erreichen, scheint vollends aus dem Häuschen zu sein. Bei Erkersreuth fehlen nur noch drei Kilometer bis zur Grenze. Einige Minuten später: der Grenzort Wildenau ist erreicht! In der Mitte der Ortschaft kündet noch ein Schild die bisherige Reichsgrenze an. Noch einmal senkt sich inmitte» der vor Freude jauchzen- den Männer ««d Frauen der Schlagbanm. Dem Führer wird Meldung erstattet. Es ist 11.2V Uhr. Der Führer hat sich — mühsam ist ihm der Weg geebnet worde» — z»m Wage« zurückbegebe«, und ««« passiert der Befreier des Sn- detenlandes die Grenze, die a»sz«tösche« seiner geniale« Politik gelangen ist, «m inmitten seiner stolzen Wehrmacht selbst zn den Sudetendeutschen z» kommen. Triumphaler Einzug in Asch Die Einwohnerschaft aller Flecken und Dörfer, die Adols Hitler zunächst passiert, ist zur Stelle und jubelt dem Führer mit grenzenloser Begeisterung zu. Wenige Minuten später trifft Adolf Hitler in Asch ein. Es ist ein nnvorstellbarer, mit Worte« nicht Wiederz«- gebender Frendenstrom, mit dem die Ascher Bevölkerung de« Befreier des Egerlandes in ihren Manern willkommen heißt. Am Marktplatz wird Halt gemacht. Ein einziger, geradezu Hildei? aus Sudalenland. Links : „Hau - ruck! ..."Mit Genugtuung und Jubel packt jung und alt an, um die lang verhaßten Grenzpfähle und tschechischen Hoheitszeichen zu entfernen - ein Bild aus dem Grenzort Buchers, Bezirk Kapliiz. - Rechts: Infanterie beim Passieren des Zollhauses Klein-Philippsreuth, wo die jubelnde Bevölkerung den ihren Gruß entbot (Presse-Hoffmann, Scherl-Bilderdienst, Zander-Multiplex-KL Seite 2. Nr. 278 Bavi!S>e Dresse Dienstag, den 4. Oktober 1938 ohrenbetäubender Jubelschrei, der überhaupt nicht wieder aufhören will. Hier läßt sich der Führer zunächst die Mit- glieder der Bezirksleitung vorstellen, die er einzeln mit Handschlag begrüßt. Auch viele Freikorpsmänner haben hier Aufstellung genommen. Einer von ihnen tritt vor und be- richtet dem Führer, der ihm darauf mit Worten des Dankes für den restlosen Einsatz Sie Hand reicht. Die Heilrufe der Ascher Bevölkerung begleite« alles, was sich in diese« historischen Minute« wie in einem Wirbel der Ereig«iffe hier vollzieht. Der Führer winkt auch z« den Mä««er« nnd Franc«, die i« zusammengeballte« Masse« ihr «uanshörlich „Heil" zurnsen, steht winkend vor ihnen und dankt, dankt immer wieder. Dann wendet sich die Wagenkolonne wieder. Langsam fährt der Führer durch das erneut von tosendem Jubel und jauchzendem Dank erfüllte Asch. In Franzensbad Um 12.80 Uhr trifft der Führer i« dem bekannte« Fran- zcnsbad ei«, wo inmitten der jubelnden Mafien besonders zahlreiche Egerländer Männer «nd Fraue« i« ihre« Trachte« ausmarschiert find. Auch hier will der Dank an de« Führer schier kei« Ende «ehme«. Wieder donnert über ««sere Köpfe hinweg eine Staffel der Luftwaffe. Der Wage« des Führers ist über ««d über mit b««te« Blumen i« alle« leuchtenden Farben des Herbstes geschmückt. Der Führer bleibt in einem fort im Wagen stehe» und grüßt dankend. Alte Lente stehen vor Rührung weinend am Wegrand. Im Knrviertel trägt sich der Führer i« das Goldene Buch des Badeortes ei«. Ein Königsworl eingelöst Reichsstadt Eger kehrt nach 600 Jahre« ins Reich zurück. Um 1S.SS Uhr ist der Führer i« Eger. Die Mensche« sind fassungslos vor Freude. Sie rufe« ««d schreie« u«d grüßen nnd winken. Ein wahrer Blumeuregen geht a«f die Straßen nieder, die der Führer ganz langsam «ud «ach alle« Seite« dankend durchfährt. Vor dem volljährige» Stadthaus Eger verläßt der Führer den Wage«. Kreisleiter Woll«er emp- fängt ihn am Portal. Zwei Kinder in Egerländer Tracht überreiche« dem Führer Blnmen. Dann steigt der Führer die alte Treppe hinauf znm Rathaussaal. Hier sind aus einem großen Tische die Urku«de» der Stadt Eger ausgebreitet. Kreisleiter Woll«er gibt aus übervollem Herze« der Freude des sudeteudeutscheu Landes i« schlichte« Worte« Ausdruck. Der Führer dankt für den Willkommengrnß «nd betont, daß er sich a« die Spitze seines Kampfes den Satz gestellt habe, die zehn Millionen Dentfche, die vom Reiche getrennt waren, wie- der zurückzuführe» i« das Reich. A» diesem Tage werde die- sex Entschlnß von ihm verwirklicht. Hinter dem Deutschtum im Sudetenland stehe von jetzt ab die ganze deutsche Nation. Ein symbolischer Akt Dann wendet sich Konrad H e n l e i n an den Führer. Er weist daraus hin, daß Eger ursprünglich reichsunmittelbares Gebiet war» das während des Thronstreites zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen als Pfand an den Böhmenkönig übergeben wurde, der wertvolle Kriegs- und Geldhilfe geleistet habe. Noch vor der Verpfändung übergab Ludwig dem Rate der Stadt Eger eine Urkunde, in der es heißt: „Wisset, gewinnen wir die Gewalt, wie wir zu Recht haben wollen, daß wir im- mer danach trachten wollen, wie wir Euch zu rechten Staaten wieder bringen und Euch erlösen". Dieses Königswort ist, so schloß Konrad Henlein, durch mehr als (>00 Jahre nicht eingelöst worden. Sie, mein Füh- rer, haben es nnu auch ermöglicht, daß Eger wieder ins Reich znrückkehren darf. Mit diese» Worte» übergab Ko»rad He»- lein dem Führer eine Urkunde ans dem Jahre ISIS, in der dem Bürgermeister vo« Eger die Verpfändung der reichs- unmittelbaren Stadt Eger a« die Krone von Böhme» angekündigt nnd der Stadt die Reichsunmittelbarkeit garantiert wird. In diesem Augenblick ist die Eingliederung der Reichsstadt Eger in das Reich vollzogen worden. Dann verläßt der Führer das Stadthaus, und als er vor dem Portal sichtbar wird, schlug ihm erneut der unbeschreib- liche Beifallssturm entgegen, der ihn auf dem Weg hievher geleitet hat. Ausgezeichnete M. Berlin, 4. Okt. fDrahtmelduug »»seiet Berliner Schriftleituug.) Die Statistik der Steuereiugänge des Reiches ist das beste Spiegelbild der erfolgreichen Aufbauarbeit. Die Steuerquellen fließen nicht nur nach wie vor ausgezeichnet, sondern immer ergiebiger und man kann erwarten, daß sie sich noch in den nächsten Jahren steigern, bis 1940 das Höchstmaß an Steuereinnahmen erreicht sein dürste. Während in den ersten 8 Monaten des Haushaltsjahres 1333 3,4 Milliarden vereinnahmt wurden, dürfen wir heute nach Abschluß der ersten 6 Monate des Haushaltsjahres 1988 eine Summe von 8,3 Milliarden verbuchen. Allein dieser Ver- gleich läßt erkennen, welche Wandlungen eingetreten sind. Die Beobachtungen des Reichsfinanzministeriums lassen erwar- ten, daß das Haushaltsjahr 1988 vorerst 17,2 Milliarden, möglicherweise sogar noch mehr bringen wird, gegen 14 Milliar- den im Jahre 1937 und 6,8 Milliarden im Jahre 1933. Der Monat Oktober hat einen besonders guten Anfang für die Finanzen des Reiches genommen. Während man mit einer täglichen Einnahme von 28 Millionen gerechnet hat, wurden am 1. Oktober 41,4 Millionen Steuereinnahmen verbucht. Die Erwartungen der Reichsfiuanzverwaltung werden also durch die Tatsache überboten. Schon heute läßt sich sagen, daß das Finanzjahr 1938 sehr wahrscheinlich 1 bis 1,2 Milliarden Mark mehr abwerfen wird, als man eingesetzt hatte. Interessant ist die Entwicklung einzelner Steuerarten. Die Einkommensteuer beträgt im September 1937 549 Millionen und im September 1938 719 Millionen. Die- selbe Steuer warf in den ersten 6 Monaten des Rechnungsjahres 1933 623 Millionen ab, in den erste» 6 Monaten des Des Führers erste Ans» Erhebente Kundgebung auf öem Marktplatz Als der Führer vom Rathaus kommend, auf dem Markt- platz eintraf, schollen ihm minutenlang unaufhörlich die brau- senden Siegheilrufe entgegen. Immer wieder vereinigten sich die überwältigenden Kundgebungen der Egerländer in dem einzigen Ruf: „Wir danken dem Führer!" Der Führer schreitet sodann die Front der Ehrenkom- panien der ^-Leibstandarte Adolf Hitler und der Wehrmacht ab. Unter dem Jubel der Sudetendeutschen werde» dem Führer soda«« vo« Fra«e« und Mädchc« in der schmucken Egerländer Tracht Blnmenstränße überreicht. Als der Füh- rer die Tribüne betritt »»d die Zehwtaasende vor ihm grüßt, da braust ihm erneut ein nngehenrer Begeisterungssturm eut- gegen. Erst nach vielen Minuten gelingt es Konrad Henlein, sich Gehör zu verschaffen und den Führer zu grüßen. Satz für Satz unterbrechen die begeisterten Egerländer die Worte Henleins: Mein Führer! Meine Egerländer! Wohl selten hat unser Egerlaud, das reich ist an geschicht- licher Vergangenheit, eine» solchen Tag erlebt wie de» hen- tigen, nnd ich darf wohl sagen: Es ist der schönste ««d hei» ligste Tag, de« wir heute erlebe«. lBegeisterte Heilruse »«d Sprechchöre: „Wir da«ke« unserem Führer!") Den» uyser Führer ist zu u»s gekomme» »«d hat uns heimgeholt ins Reich. Zwanzig Jahre waren wir gezwungen, in einem Staat zu leben, in den wir nicht wollten, in den wir nicht hinein- gehörten und der seine einzige Tätigkeit darin gesehen hat, unser Volkstum zu bedrängen. All das Leid, die Not, das Elend, der Kummer die Tränen — sie lassen sich nicht in Worten ausdrücken. Das, was wir durch 20 Jahre erdulden mußten — es läßt sich nicht aussprechen. Aber um so glück- licher ist das Herz, daß wir endlich, endlich frei wurden. (Wieder erklingen die Sprechchöre.) Und so gilt unser Gruß und unser Dank dem Manne, der Deutschland aus dieser Not emporgeführt hat zur Freiheit, emporgeführt hat 41t Kraft und Stärke, dem Mann, von dem die Welt spricht und dem jeder Deutsche mit der letzten Faser seines Herzens an- gehört und verschworen ist. lErueute Heilrufe.) Und wir können ihm nicht schöner danken, ihm, der uns und unsere Kinder vor dem sicheren Verderben geschützt hat — als daß wir den Schwur ablegen, zu ihm zu stehen in guten und bösen Tagen. Er kann sich.jederzeit auf uns Egerländer verlassen. sBrausende Heil- rufe.) So grüßen wir den Führer, so danken wir dem Führer, und so gehören wir unserem Führer. (Brausende Heilrufe und begeisterte Zustim- mungskundgebungeu bekräftigen diesen Schwur des deutschen Egerlandes.) Nach den letzten Worten Henleins erhebt, sich aufs Neue ein Orkan jubelnder Begeisterung, der alle bisher gekannten Vorstellungen und Erlebnisse dieser gewaltigen Bolkskund- gebnngen übertrifft und minutenlang dem Führer entgegen- Korlhys Dank an Mussolini Drablotlding unseres ständigen Vertreter* Rom, 4. Okt. Der Reichsverweser von Ungarn, Nikolaus von Horthy, hat an den italienischen Regierungschef Mussolini folgendes Telegramm gerichtet: „Die entscheidende Unterstützung, die Cure Exzellenz uuse- rer Sache gewährt hat, hat mich tief bewegt und mit mir alle Ungarn in der ganzen Welt. Wir find überzeugt, daß nach den zahlreichen Beweisen aufrichtiger Freundschaft, die Eure Exzellenz auch in der Vergangenheit gezeigt hat, diese letzte Bemühung die Ungarn zu einem gerechteren Frieden führen wird. Indem ich Sie sowohl in meinem Namen wie im Na- men aller Ungarn bitte, unsere Forderungen bis zur gerech- ten und endgültigen Lösung unterstützen zu wollen, drücke ich Ihnen meinen aufrichtigsten Dank aus. Nikolaus von Horthy." Sleuereingönge Rechnungsjahres 1933 konnten Neueingänge von 2,6 Millio- nen festgestellt werden. Bei der Körperschafts st euer ergaben sich im Sep- tember 1937 296 Millionen, im September 1938 518 Millionen. Diese Steuer brachte in den ersten sechs Monaten des Iah- res 1933 die sehr geringe Einnahme von 108 Millionen, in den ersten sechs Monaten des Jahres 1938 1128 Millionen. Bei der Umsatz st euer wurden im September 1937 207 Millionen auf der Einnahmeseite verbucht und im September 1938 247 Millionen. Alle diese Ziffern hat Oesterreich noch nicht einbezogen. Oesterreich wird natürlich ebenfalls im Zug der fortschreiten- den Aufbauarbeit einer Steuerkräftigung entgegensehen. — Die Finanzbeamten werden immer mehr durchgeschult. Es ist nicht daran gedacht, nach der Erhöhung der Körper- schaftssteuer irgendwelche Steuererhöhungen durchzuführen. Die Gesamtentwicklung unserer Volkswirtschaft ist durchaus in der Lage, allen steuerlichen Anforderungen gerecht zu wer- den. Weiter steht fest, daß die weitergehende rege Entwick- luug der wirtschaftlichen Kraft den Reichsfinanzen zugute kommt. Gesunde Finanzen ermöglichen es aber. 6:»; das Reich wieder seine vielfältigen Aufgaben erfüllen kann, die dem Volksganzen dienen. Wie groß das Vertrauen der Na- tion in allen ihren Schichten ist, haben die letzten Wochen ge- zeigt. Es hat keine nennenswerten Kursschwankungen ge- geben, während man in England und Frankreich ein ständiges Hin- und Herschwanken beobachten mußte. Dieses Vertrauen ist aber auch noch durch die Tatsache bestärkt worden, daß un- sere Finanz- und Währungspolitik im allgemeinen seit 1933 einen gradlinigen Kurs verfolgte, daß eS also auch hier keine Zick-Zack-Wege gab. eache an die Egerländer i Gger - Der alten Reichsstadt größter Tag - braust, der nunmehr das Wort nimmt zu einer kurzen An- spräche. „Egerländer! Ich dars Euch heute zum erste» Male als meine Egerlä»- der begrüße«! D«rch mich grüßt Euch jetzt das ganze deutsche Volk! Es grüßt obcr i« diesem Augenblick nicht n«r Euch, sonder« das gesamte Sndetendentschlaud. das in wenige» Tagen restlos z«m Deutsche« Reich gehöre« wird! Dieser Gruß ist zugleich ei« Gelöb«is: Niemals mehr wird dieses Land dem Reich entrissen! Ueber diesem Groß- deutschen Reich liegt schützend der deutsche Schild u»d schir- mend das deutsche Schwert. Ihr selbst seid ei» Teil dieses Schutzes. Ihr werdet vo« jetzt ab wie alle ««deren Deutschen Enreu Teil zu tragen haben. Den» es ist unser aller Stolz, daß jeder deutsche Soh« seine« Anteil nicht ««r an der dent- fchett Freude, sonder« a«ch an unseren Pflichten, «nd, wenn notwendig, a« ««sere« Opfer« «immt. Für Evch war die Ratio« bereit, das Schwert z« ziehe«! Ihr werdet genau so dazu bereit sei«, wenn jemals irgend» wo deutsches Land nnd dentsches Volk bedroht ist. I» dieser Schicksals- ««d Wille«sgemei«schast wird das deutsche Volk vo» jetzt ab seine Zukunft gestalten, nnd keine Macht der Welt wird sie mehr bedrohe» kö»»e»! So steht heute das deutsche Volk in einer geschlossenen Einheit von Nord nach Süd nnd Ost nach West, alle miteinander bereit» sür einander einzustehen. Ganz Deutschland ist glücklich über diese Tage. Nicht Ihr allein erlebt sie. Die ganze Nation fühlt mit Ench nnd freut sich mit Euch. Euer Glück ist das Glück vo« de« 75 Millionen des bisherigen Reiches, so wie En« Leid vis vor wenige» Tage» das Leid von alle« gewese« ist. Damit tretet Ihr ««« den Gang in die große dentsche Z«k««st a«. Wir wolle» i» dieser Stunde dem Allmächtigen danke«, daß er »»s aas dem Wege i« der Vergangenheit gesegnet hat nnd ih« bitte«, daß er auch in Zukunft nnseren Weg znm Guten geleiten möge. Deutschland Siegheil!" Satz für Satz dieser kurzen Ansprache des Führers wird von den Zehntausenden mit nicht-endenwollenden Heilrusen beantwortet. — Nach dem letzten Ruf des Führers: „Deutsch- land Siegheil!" erklangen über dem Marktplatz von Eger das Deutschland- und das Horst-Wessellied, und kaum jemals sind die deutschen Nationalhymnen inbrünstiger und bewegter gesungen worden, als in diesem Augenblick. ♦ Anschließend begab sich der Führer mit Konrad Henlein und seiner Begleitung unmittelbar ins Hotel „Victoria", dem früheren Sitz der Geschäftsstelle der SDP. in Eger. Tief- bewegt betrat der Führer dieses Haus, das mit seinen zahl» reichen Kampfspuren von der Schwere und Dramatik des VolkKtumskampses der letzten Monate und Wochen Bände spricht.^Der Führer geht mit Konrab Henlein durch die ver- wüsteten Räume und siM mit feinen Begleitern unmittelbar die Zeugnisse sinnloser Zerstörungswut. Ungarn hossl aus balöige Rückgliederung Eigener Drahtbericht der Badischeo Presse Budapest, 4. Okt. Die gesamte ungarische Presse steht am Montag unter dem Eindruck der Erklärung des Ministerprä- sidenten Jmrody am Sonntag, daß die Rückgliederung des ungarischen Gebiets in der Slowakei bereits beschlossene Tat- fache sei. Die Blätter geben dabei einstimmig der Ueberzeu- gung Ausdruck, daß die Tfchecho-Slowakei die rein ungari- fchen Gebiete schon in den nächsten Tagen übergeben werde. Diese Hoffnung stützt sich auf französische Privatberichte, wo- nach in französischen Regierungskreisen ein weiteres Hinaus- zögern der Lösung der ungarischen Frage als unnütz erachtet werde. Im allgemeinen rechnen die Blätter mit dem unverzüg- lichen Zusammentritt des ungarisch-tschechischen gemischten Ausschusses, der die Abtretung zu regeln haben wird. Erfassung der wichtigsten Rohstoffe Das „Abendblatt" veröffentlicht eine Regierungsver- ordnung über die spätestens in 72 Stunden vorgesehene obligatorische Registrierung der wichtigen industriellen Rohstoffe, Halbfabrikate und Ganzfabrikate. Die Erfassung erstreckt sich vor allem auf Eisen und Metalle, Treibstoffe, Chemikalien. Leder, Gummi, Holz und Papier, sowie auf Baumaterialien. Die Ausfuhr dieser Artikel ist bis auf weiteres untersagt. Ebenso wie die augenblickliche Höhe der Materialbestände muß in Zukunft auch jede Aenderung im Bestand dem Außen- Handelsamt schriftlich mitgeteilt werden. MTI stellt richtig Budapest. 4. Okt. MTI teilt mit: Aus einer Quelle, die man als vertrauenswürdig ansprechen konnte, wurde gemeldet, daß die Tschechen den Bahnhof T o r n a l a an der ungarisch-tschechoslowakischen Grenze in die Luft gesprengt hätten. — Soeben wird festgestellt, daß dieser Bericht nicht auf Wirklichkeit beruht. An dem am Montagvormittag in R o m eröffneten In- ternationalen Kongreß für Kriminals or- s ch u u g nehmen gegen 400 Vertreter von 33 Staaten, dar- unter eine zahlreiche deutsche Abordnung unter Führung von Staatssekretär im Reichsjustizministerium, Dr. Freisler, teil. HauVtschristlelter: Theodor Ernst Eile»! Stellvertreter: Johann Auloh Stein. Pretzgesetzlich verantwortl.: Für BolMl U. Schlukdienst: I. I. Stein (abwesend) t. 83. Th. S. eisen; f. Vollswlrtschast: (. SB. H. Schnellhardt: f. Kultur. Unter. Haltung, Film u. Funl: Hute« Doerrschuck: f. d. Stadtteil: Alois Richardt? sür Kommunale», Brieslasten, Gerichts- und Vereinsnachrichtdn: Karl Bin» der? für Badische Thront!: Herbert Tchnellhaid«: für den übrigen Hei- matteil: Duo Schreiber: sür den Svort: t. B. Hubert Doerrschuck: sür Bild und Umbruch die Abteilungsleiter: sür den Anzeigenteil: Fran, Kathol: alle in Karlsruhe: Berliner Schristleitung: Dr. Curt Metger. Druck und Verlag: Badliche Presse, Grenzmark-Druckerei und Verlag GmbHKarlsruhe i. B. Acrlagsleitung: Arthur B«tsch. DA. VIII. 1938; über 26 000, davon Stadt- und Landausgabe ?s tS7, Bezirisausg Stand'« Pressedienst, Stuttgart ■piCOlM 15. Fortsetzung. Kapitän Maitland wandte sich an Dr. Leidner. „Sie müs- sen mir genau zuhören. Leidner. Ich gebe Ihnen jetzt eine Zusammenfassung der Aussagen, die wir bisher haben. Nach öem Lunch, der von 12 bis 12J55 Uhr dauerte, ging Ihre Frau, begleitet von Schwester Leatheran, auf ihr Zimmer, wo die Schwester sie zur Ruhe brachte. Sie selbst gingen auf das Dach, wo Sie die nächsten zwei Stunden verbrachten, ist das richtig?" „Ja." „Kamen Sie während öer ganzen Zeit vom Dach herunter?" „Nein." „Kam jemand zu Ihnen hinauf?" „Ja, Emmott kam ziemlich oft. Er ging hin und her zwischen mir und dem Jungen, der unten die Töpfereien wusch." „Haben Sie überhaupt in den Hof hinuntergeschaut?" „Ein- oder zweimal — gewöhnlich, um Emmott etwas zu- zurufen." „Und jedesmal faß öer Junge in der Mitte des Hofes unö wusch Töpfe?" „Ja." „Wie lange dauerte der längste Zeitraum, den Emmott bei Ihnen oben und vom Hof abwesend war?" Dr. Leidner überlegte. „Das ist schwer zu sagen — viel- leicht zehn Minuten. Persönlich würde ich es auf zwei bis drei Minuten schätzen, aber ich weiß au? Erfahrung, daß meine Zeitschätzung nicht sehr verläßlich ist, wenn ich gerade in eine Beschädigung sehr vertieft bin." Kapitän Maitland schaute Dr. Reilly an. Dieser nickte. „Ja — sprechen Sie nur weiter." Kapitän Maitland nahm ein kleines Notizbuch heraus und öffnete es. „Ich werde Ihnen jetzt genau vorlesen, was jedes Mitglied Ihrer Expedition zwischen -in und zwei Uhr heut« nachmittag tat." „Aber sicherlich * „Warten Sie. Sie werden gleich sehen, wohin ich kommen will. Erst Herr und Frau Mercado. Herr Mercado sagt, er arbeitete in seinem Laboratorium. Frau Mercado sagt, sie wusch sich in ihrem Schlafzimmer das Haar. Fräulein John- son sagt, sie war im Wohnzimmer und nahm Sieaclabdruck". Herr Reiter sagt, er war in der Dunkelkammer, Platten ent- wickeln. Pater Lavigny sagt, er arbeitete in seinem Schlafzimmer. Von den beiden übrigen Mitgliedern der Expedition, Carey und Coleman, war der eine bei den Ausgrabungen und der andere in Haffanieh. Nun zu den Dienern. Der Koch saß, mit der Wache plaudernd, vor dem Torbogen und rupste ein paar Hühner. Ibrahim und Mansur, die Hausboys, stie- ßen um 1.15 Uhr zu ihm. Tie blieben lachend und schwätzend bis halb drei dort — zu einer Zeit, als Ihre Frau bereits tot war." Dr. Leiöner beugte sich vor. „Ich verstehe Sie nicht — was wollen Sie andeuten?" „Gibt es irgendeinen Zugang in das Zimmer Ihrer Frau, außer der Tür in den Hof?" „Nein. Es sind zwei Fenster da, jedoch sie sind schwer ver- gittert — außerdem vermute ich, daß sie geschlossen waren." Er sah mich fragend an. „Sie waren geschlossen und von innen verriegelt," sagte ich prompt. „Auf keinen Fall," sagte Kapitän Maitland. „auch wenn sie offen gewesen wären, hätte jemand das Zimmer durch die Fenster betreten oder verlassen können? davon haben ich und meine Leute uns überzeugt. Dasselbe gilt für die anderen Fenster, die ins Freie gehen: sie alle haben eiserne Gitter, die in gutem Zustand sind. Um in das Zimmer Ihrer Frau zu gelangen, müßte «in Fremder durch den Torbogen in den Hof gekommen sein. Jedoch wir haben die einstimmigen Aus- sagen der Wache, des Kochs und der Hausboys, daß niemand hereingekommen ist." Dr. Leidner sprang auf. „Wie meinen Sie das? Wie meinen Sie das?" „Nehmen Sie sich zusammen, Mann," sagte Dr. Reilly ruhig. „Ich weiß, es ist ein Schlag, aber man muß sich wohl damit abfinden. Der Mörder kann nicht von draußen — also muß er von innen gekommen sein. Es sieht so aus. als wurde Frau Leidner von eiyem Mitglied Ihrer Expedition er- mordet." „Ich glaubte nicht .. „Nein! Nein!" Dr. Leidner sprang auf und ging erregt auf und ab. „Was Sie öa sagen, Reilly, ist unmöglich. Ab- solut unmöglich. Einer von uns? Jedes einzelne Mitglied öer Expedition hatte Luise gern!" Dr. Reilly zog spöttisch die Mundwinkel herab. „Verzeihen Sie, Leiöner," sagte er, „aber schließlich ist das nur Ihre per- sönliche Ansicht. Hätte irgendein Mitglied der Expedition Ihre Frau nicht gemocht, so hätten Sie es natürlich nicht ohne weiteres erfahren!" Dr. Leidner sah bekümmert aus. „Ja — das ist wahr. Doch trotzöem, Reilly, glaube ich, daß Sie unrecht haben. Ich bin überzeugt, daß Luise allgemein beliebt war." Er schwieg ein oder zwei Augenblicke, dann brach er los. „Der Gedanke ist schändlich. Es — es ist einfach unglaublich." „Ja aber über Tatsachen kann man sich nicht hinwegsetzen," sagte Kapitän Maitland. „Tatsachen? Tatsachen? Lügen, von einem indischen Koch und ein paar arabischen Hausboys vorgebracht! Sie kennen doch diese Burschen so gut wie ich, Reilly, und Sie auch, Maitland. Die Wahrheit an sich bedeutet denen doch nichts. Aus sogenannter Höflichkeit sagen sie, was man von ihnen zu hören wünscht." „In diesem Fall," sagte Dr. Reilly trocken, „sagen sie, waS wir nicht von ihnen zu hören wünschen." „Dennoch, glaube ich, nehmen Sie zu viel als gegeben an. Warum sollte dieser Mann — dieser Teufel — nicht früher hereingekommen sein und sich irgendwo verborgen haben?" „Ich gebe zu, das ist nicht völlig unmöglich," sagte Dr. Reilly kühl. „Nehmen wir an. ein Fremder habe irgendwie ungesehen Zutritt erlangt. Er hätte bis zum geeigneten Augenblick verborgen bleiben müssen (was er in Frau Leid- ners Zimmer bestimmt nicht hätte können, da es dort kein Versteck gibt) und es riskieren müssen, beim Betreten und Verlassen des Zimmers gesehen zu werden — Emmott unö der Junge hielten sich doch die meiste Zeit im Hof auf." „Der Junge! Richtig, den hatte ich vergessen," sagte Dr. Leiöner. „Ein aufgeweckt«?, kleiner Kerl. Aber der mußte doch den Mörder in das Zimmer meiner Frau haben gehen sehen, Maitland?" „Das haben wir aufgeklärt. Der Junge wusch den ganzen Nachmittag mit einer Ausnahme öie Töpfe. Ungefähr um halb zwei — Emmott kann es nicht genau sagen — ging er auf das Dach und blieb zehn Minute« bei Ihnen — nicht wahr, Leiöner?" „Ja. Ich .könnte es Ihnen nicht auf die Minute sagen, aber es muß ungefähr so gewesen sein." „Sehr gut. Nun, diese zehn Minuten benutzte öer Junge zu faulenzen und ging auf einen Schwatz zu den anderen vor das Tor. Als Emmott herunterkam, und ihn nicht vorfand, rief er ihn und stellte ihn ärgerlich zur Rede. Soviel ich be- urteilen kann, muß Ihre Frau während jener zehn Minuten ermordet worden sein." Aufstöhnend barg Dr. Leibner sein Gesicht in den Händen. Reilly nahm öen Faden wieder auf, feine Stimme war ruhig und sachlich. „Die Zeit stimmt mit meiner Beurteilung überein," sagte er. „Als ich die Tote untersuchte, war das Ende vor etwa drei Stunden eingetreten. Die Frage ist nur — wer hat es getan?" (Fortsetzung folgt.) Dieastag, dea 4. Oktober 1938 Badische Presse St. 871. Seit« 1 Wer ist Konrad Kenlein? Tie Entwicklung während der letzten Wochen hat diese Frage bereits zum Teil beantwortet. Henlein ist der Mann, der sich trotz brutalster Verfolgungen rücksichtslos zum Füh- rer und zum Nationalsozialismus bekennt,- der mit eiserner Folgerichtigkeit die Heimkehr der Sudetendeutschen ins Reich erkämpfte,' der als Werkzeug der Selbstverteidigung gegen den hussitischen Massenmord das sudetendeutsche Freikorps ins Leben rief und, mit einem tschechischen Haftbefehl wegen ,,Hochverrats" ausgezeichnet sowie von allen Hunden gehetzt, in des Sudetenlandes schwerster Zeit treu in der Mitte der Seinen blieb. Ter furchtbare Leidensweg, den das Sudetendeutschtum namentlich in den letzten Monaten zu gehen hatte, sowie sein mit unerschütterlichem Mut vorwärtsgetragener Kamps um die Freiheit haben das Weltinteresse mehr denn je auf Kon- rad Henlein und sein Werk gelenkt. Ter politische Instinkt der Granzlandbevölkerung war seit jeher wach,' es war keiu Zufall, daß die völkischen Bewegungen der letzten Jahrzehnts gerade von Oesterreich ihren Ausgang nahmen. Nachdem srü- her bereits in Deutschböhmen der berühmte Antisemitensüh- rer Georg Ritter von Schönerer erfolgreich gewirkt hatte, er- langte in den Nachkriegsjahren die von Jung, Krebs und Knirsch geführte nationalsozialistische Bewegung in den deut- sche Gebieten der Tschecho-Slowakei erhebliche Bedeutung, bis sie schließlich wegen ihrer „Staatsgefährlichkeit" verboten wurde. Nicht nur sie, sondern auch das politische Bekenntnis des Turnvaters Jahn haben Sie Weltanschauung und den Lebensweg Konrad Henleins beeinflußt. Wir Heutigen haben leider von Jahn, der vor wenig über hundert Jahren wirkte, bereits einen so falschen Begriff, daß wir seinen Namen mit einer politischen Bewegung in keinen rechten Zusammenhang mehr bringen können. Ein kurzes Lebensbild Konrad Hen- leins möge dartun, wie es diesem echten Volksführer ge- lungen ist, aus dem Geist des Turnvaters Jahn heraus die dreieinhalb Millionen Sudetendeutschen, die in zahlreichen Parteien zersplittert waren, zu einer kämpferischen Einheit zusammenzuschweißen. Geboren am 6. Mai 1898 in der Nähe von Reichenberg, aufgewachsen in Gablonz, war Henlein schon während seiner Studienzeit — er besuchte die Bürgerschule und die Handels- akademie — ein guter, begeisterter Turner. Der damals noch nicht Achtzehnjährige meldete sich im Winter 1915/16 freiwillig zum Kriegsdienst. Am Col di Lana, später am Monte Forno, zeichnete sich Konrad Henlein in dem wahrhaft mörderischen Südtiroler Alpcnkrieg als hervorragender Frontsoldat und Frontoffizier aus, auch als Vorgesetzter stets der denkbar beste Kamerad seiner Mannschaft. Es war ein Titanenringen um primitive Hochgebirgsstellungen, die Krähennestern glichen. Und auch Sie winterliche Bergnatur verschwor sich gegen die Soldaten: Zehntausende von Menschen kamen an beiden Fronten jedes Frühjahr allein durch Lawinen um. Schließ- lich geriet Henlein schwerverwundet in italienische Gefangen- schaff und wurde nach seiner Genesung mit zahlreichen an- deren Oesterreichern auf der Insel Asinara interniert, wo er bis August 1919 verblieb. Inzwischen hatte man das alte Oesterreich auseinandergerissen und einen „tschecho-slowaki- schen" Staat aus dem Erdboden gezaubert. Als unwillkom- mene Fremdlinge, die ihrerseits mit diesem-Staat auch nichts anzufangen wußten, kehrten die sudetendeutschen Kriegsge- fangenen in ihre Heimat zurück. Für das schwer bedrohte Lebensrecht des Gesamtdeutschtums hatten sie als Frontkämp- fer ihr Blut geopfert, nicht aber für die Geburt der Tschecho- Slowakei. In den ersten Nachkriegsjahren fand Konrad Henlein als Bankbeamter in Gablonz ein Arbeitsfeld. Seine besondere Liebe galt nach wie vor dem Turnen, dessen Wert für die völkische und soldatische, insbesondere auch für die charakter- liche Erziehung er immer klarer erkannte. Eine Reihe von Jahren leistete Henlein als Gaudietw^rt der sudetendeutschen Turnbewegung wertvolle Dienste,- er bewies nicht nur hohes turnfachliches Können, sondern auch eine starke erzieherische Begabung. Aus mehr oder weniger verspießten Vereinen erwuchs unter seinem Einfluß eine harte, männliche Ge- meinschaff der Tat. Einem lange gehegten Herzenswunsch Folge leistend, ging Konrad Henlein 1925 als hauptamtlich tätiger Turnlehrer nach der sudetendeutschen Turnerstadt Asch. Sowohl bei der 1926 erfolgten Einigung der bislang politisch zersplitterten sudetendeutschen Turnbewegung wie später als Verbands- turnwart erwarb er sich große Verdienste. Die Turnbewe- gung wurde straff nach dem Grundsatz von Führer und Ge- folgschaft ausgerichtet und eine eiserne Disziplin eingeführt. Das Wehrturnen kam wieder zu Ehren. Das organisatorische Genie Konrad Henleins sowie die Überzeugungskraft feines Beispiels und seiner Rede und seine pädagogischen Fähigkei- ten haben ein lockeres Vereinsgebilde über die Parteien hin- weg zu einer völkischen und soldatischen Massenbewegung ge- macht. Henlein hatte Friedrich Ludwig Jahn richtig ver- standen, der das Turnen nicht als Selbstzweck auffaßte, fon» dern es zur Wiederherstellung der körperlichen und morali- schen Bolkskraft einführte. Jahn war es, der als Schriftsteller und Wanderredner die Freiheitskriege vorbereiten half und maßgebend bei der Aufstellung des Lützow'schen Freikorps mitwirkte,' er war es, den später die Reaktion sür seinen nationalen Idealismus sechs Jahre lang unschuldig im Ker- ker büßen ließ, bis er endlich von der falschen Anklage, an der Ermordung Kotzebues beteiligt gewesen zu sein, freigesprochen sowie unter entwürdigenden Bedingungen aus der Haft entlas- sei, wurde. Konrad Henleins große Führertat war es, daß er diesen Geist Friedrich Ludwig Jahns in den sudetendeutschen Turnerkreisen zu neuem Leben erweckte und der Turnbewe- gung die Ausgabe zuwies, Stoßtrupp zu sein in dem harten Daseinskampfe des Sudetendeutschtums gegen den hussitischen Vormarsch. Früher nur Stoßtrupp der Gesinnung, sehr bald aber Stoßtrupp der Tat! Mit ungleich viel geringeren Mit- teln, nur gestützt auf die Kraft des deutschen Menschen, hat Henlein hier etwas dem tschechischen Sokol absolut Gleichwer- tiges geschaffen. Von fünf Jahren, im Sommer 1933, trat der sudetendeut- sche Volkstumskampf infolge der tschechischen Uebergriffe in ein neues Stadium. Aus dem politischen Turner wurde der kämpferische Politiker Konrad Henlein, der, ohne die Verbin- öung mit der Turncrschast zu verlieren, seine Kraft restlos in den Dienst des sudetendeutschen Freiheitskampfes stellte. Im Herbst 1933 gründete Konrad Henlein die Sudetendeutsche Paris unö der Chamberlain Brief Zerstreute Bedenken — Kofsnuns auf Annäheruns — Proteste gegen das Moskau-Dündnis Drahtmelduag aiioei itSadigea Vertreter» B?. Pari«, 4. Okt. Das wichtigste politische Ereignis für Paris ist im Augenblick der Brief Chamberlains an Daladier, in dem er eine weitere enge Zusammenarbeit zwischen Eng- land und Frankreich ankündigt. Dieser Brief hat dazu beige- tragen, gewisse Mißverständnisse, die in Paris aus Anlaß des deutsch-englischen Freundschaftsabkommens aufgetaucht waren, zu zerstreuen. Vor allem wird damit die gefährliche Propa- ganda der radikalen LinkSopposttion, das heißt hauptsächlich der Kommunisten, etwas gestoppt, die bereits das deutsch-eng- lische Abkommen zu einer heftigen Offensive gegen Daladier auszunutzen begannen. Am offiziöser Stelle wird in Paris mitgeteilt, daß Chamberlains Schreiben der beste Weg war, um alle französischen Bedenken zu zerstreuen. Man geht aber noch weiter und erklärt, daß die Dinge nicht auf diesen Punkt stehen bleiben sollten, sondern daß unbedingt Frankreich sich mit Deutschland auf einer ähnlichen Ebene treffen müsse. Man nimmt an, daß das Eintreffen des französischen Bot- schaffers in Berlin, FraneoiS-Poneet, am Quai d' Orsay erstens zur genauen Unterrichtung über das deutsch-englische Übereinkommen dient, zweitens aber den Weg vorbereiten soll zu einem ähnlichen Arrangement zwischen Berlin unö Paris. Der offiziöse „Petit Parisien" schreibt, daß Frankreich ganz der gleichen Ansicht ist, die in dem deutsch- englischen Uebereinkommen festgelegt wurde, nämlich, daß in Zukunft alle Konflikte durch eine Fühlungnahme der Ver- antwortlichen ausgeglichen und beseitigt werden sollen. Es herrscht also in Paris im Augenblick die Ansicht, daß eine deutsch-französische Annäherung sozusagen im Anmarsch sei, eine Annäherung, die aber nur dann ihren ganzen gro- ßen Wert entwickeln könne, wenn sie begleitet werde von der Normalisierung der französisch-italienischen Beziehungen. Es ist jetzt nicht mehr nur die französische Rechte, die sofort eine Bereinigung zwischen Paris und Rom verlangt, sondern auch die Linke, vor allem die Radikalsozialen sind der Meinung, daß die Entsendung eines französischen Botschafters nach Rom die europäische Lage außerordentlich günstig beeinflussen würde. Die radikalsoziale „Republique" schreibt: „Ohne noch eine Augenblick zu zögern, muß ein französischer Bot- schaffer nach Rom beordert werden" und fügt hinzu, daß der bisherige Hinderungsgrund, nämlich die Tatsache, daß ein Beglaubigungsschreiben an den König von Italien und Kaiser von Aethiopien überreicht werden müsse, nicht die geringste Rechtfertigung mehr habe, denn Frankreich besitze ja auch einen Botschafter in Tokio und erkenne damit die japanische Handlungsweise in Mandschukuo an. Der besondere Grund, weshalb im Augenblick in Frankreich so auf die Normalisie- rung der französisch-italienischen Beziehungen gedrängt wird, ist der, daß man jetzt allmählich den Zeitpunkt sür gekommen sieht, an dem es nach Lösung der tschechischen Krise an die Regelung der Spanienfrage gehe. Eine stimmungsmäßig wich- tige Begleiterscheinung der politischen Entwicklung der letzten Tage ist die Tatsache, daß sich in Frankreich mehr und mehr Proteste gegen die Fortführung der Büi^nispvlitik mit Mos- kau erheben. Der Abgeordnete Marquet, Bürgermeister von Bordeaux, hat am Sonntag in einer Rede, die besonderes Aufsehen in Frankreich erweckt, erklärt: „Bei der Wahl zwi- schen einem russischen Krieg und einem französischen Frieden hat die französische Regierung sich für den französischen Frie- den entschieden. Die Jubelstürme sür Daladier und Bonnet bedeuten nicht nur Tank und Freude, sondern sind die Anzei- chen eines Erwachens des nationalen Gewissens. Seit zwei Jahren hat Sowjetrußland zwei Hauptstädte. Moskau und Paris. Diesem Zustand muß ein Ende gemacht werden. Das ist die unerläßliche Vorbedingung für die endgültige Wieder» aufrichtung Frankreichs." Drei Sntervellationen in öer Kammer Eigener Drahtbericht Paris, 4. Okt. Die Zahl der eingeschriebenen Jnterpellan- ten für die außenpolitische Aussprache, die am Dienstagnach- mittag in der französischen Kammer mit einer Erklärung des Ministerpräsidenten Daladier über die außenpolitischen Er- eignisse der letzten Woche beginnen wird, hat sich auf drei erhöht. Nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten F land in und dem unabhängigen radikalsozialistischen Abgeordneten M o n t i g n y hat nun auch öer kommunistische Abgeordnete und Außenpolitiker der „Humanitv", Gabriel Peri, einen Jnterpellationsantrag über die Bedingungen eingereicht, un- ter denen öas Münchener Abkommen abgeschlossen wurde so- wie über die gegenwärtige Orientierung der französische» Außenpolitik. Im übrigen ist. wie verlautet, noch kein Beschluß darüber gefaßt worden, in welcher Form die außenpolitische Aus- spräche stattfinde« und ob überhaupt eine größere Debatte abgehalten werden soll. Zahlreiche Abgeordnete sind der An- ficht, angesichts der gegenwärtigen Lage und der Vertrauens- kundgebung des französischen Volkes für Daladier und Bonnet sei eine große außenpolitische Aussprache unnütz. In gewissen Kreisen gehen erneut Gerüchte um. wonach die Regierung die Gelegenheit des Zusammentritts des Parlaments dazu benützen werde, gewisse Finanzprojekte verab« schieden »u lassen. Schwere Gefechte in Palästina Drahtwelduag naieres itiadigca Vertreten Loudoa. 4. Okt. Bei zwei Gefechten zwischen britischen Truppen und arabischen Freischärlern in der Nähe von Haifa und bei Ramallah wurden, nach den in London eingetroffenen Meldungen, etwa fünfzig Freischärler getötet. Die Rund- funkstation von Jerusalem war am Samstagabend durch einen Sabotageakt an der Leitung bei Ramallah abgeschnitten wor- den, so daß die Sendungen unterbrochen werden mußten. Wie festgestellt wurde, handelte es sich um ein Unternehmen einer größeren arabischen Gruppe. Daraufhin wurden starke Trup- penabteilungen und mehrere Flugzeuge zur Verfolgung öer Täter eingesetzt. Dabei kam es zu einem regelrechten Feuer- gesecht, bei dcm auch ein englischer Polizeiossizier erschossen unö zwei englische Solöaten schwer verletzt wurden. Die Trup- pen beschlagnahmten eine größere Anzahl von Waffen und Munitionsvorräte. Zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Juden und Arabern kam es in den frühen Morgenstunden des Montags im jüdischen Stadtteil von Tiberias. Wie es heißt, soll die Zahl der Toten, und Verletzten 30 übersteigen. Vor der panarabischen Palästina-Konferenz Kairo, 4. Oktober. Die ersten Teilnehmer für die am 7. Oktober beginnende panarabische Palästina-Konferenz sind am Montag in Kairo angekommen. Es trafen ein: die syrische Delegation sowie von der irakischen Abordnung der ehema- lige irakische Ministerpräsident Nuri el Said und Jemal ed Husseini, der Bruder des Mufti und Leiter der Arabischen Partei als die politische Einigungs- unö Kampfbewegung des gesamten Sudetendeutschtums. Dauk der erzieherischen Vor- arbeit, die Henlein als Turnsührer geleistet hatte, sowie sei- ner hervorragenden organisatorischen Begabung wuchs die Sudetendeutsche Partei, die 1933 ihr Büro in einem schäbig eingerichteten Zimmer in Eger hatte, so lawinenartig an, daß schließlich mehrere hundert Angestellte die einlaufenden Neuaufnahmen nicht mehr bewältigen konnten. Die übrigen Parten lösten sich selbst auf und stellten ihren Anhängern den Beitritt zur Henleinbewegung frei. Die deutschen Sozial- demokraten in der Tschecho-Slowakei schmolzen infolge der Agitation und öer sozialen Taten Konrad HenleinS auf einen schäbigen Rest von bezahlten Funktionären zusammen, die sich öer besseren Einsicht verschließen mußten, um ihre Pfrün- den nicht zu verlieren. In der Sudetendeutschen Partei spiegeln sich die Tisziplin, die Gefolgschaftstreue und die völkische Gesinnung, die Hen- lein in die Herzen seiner Turner hineingelegt hat. Einsatz- und kampsbereit gegen den hnssitischen Vernichtungsdrang stellte sich in den schwersten Stunden ein geeinigtes Sudeten- deutschtum in unverbrüchlicher Treue zu Führer und Reich. Der Kampf Konrad Henleins hat in der Befreiung dieser dreieinhalb Millionen Märtyrer ihres Deutschtums seine schönste Erfüllung gesunden. Hans Richard Mertel. Partei in Palästina,- der Kronprinz des Demen wird am Mktt- woch erwartet. Die jüdisch« Presse läuft gegen die Konferenz Sturm nah versucht ihr? Abhaltung i« der letzte« Miaute zu verhindern. Nationalspanische Erfolge im Ebro-Gebiet Eigener Drahtbericbt der Badischea Pretie Salamanca, 4. Okt. Das nationalspanische Hauptquartier teilt mit, daß die nationalspanischen Truppen am Sonntag im Ebro-Gebiet neue Erfolge erzielt haben. Sie haben die feinblichen Stellungen in einer Breite von mehr als zwei Kilo- meiern durchbrochen und mehrere wichtige Stellungen besetzt. Ueber 400 Gefangene wurden gemacht und zahlreiches Kriegsmaterial siel den Nationalspaniern in die Hände. Acht feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Verlobung im Saufe Mussolini Rom, 4. Okt. Der zweite Sohn des Duee, Fliegerhaupt- mann Bruno Mussolini, hat sich mit einer Nichte des ersten faschistischen Finanzministers Tangorra verlobt. Kochadelige Devisenschieberin Eigener Drahtbericht der Baditchea Presic eh. Rom, 4. Okt. Die italienische Oeffentlichkeit wird durch einen Devisenskandal großen Ausmaßes in Spannung gehalten, der in den Kreisen des italienischen Hochadels spielt. Tie Marchesa Godi di Godio, eine gebürtige Engländerin, die in Rom als Renn- und Jagdreiterin be- kannt ist, wurde an der italienisch-sranzösischen Grenze dabei ertappt, daß sie unter der Matratze ihres Schlafwagenbettes eine Million Lire ins Ausland schmuggeln wollte. Die Marchesa ist ins römische Untersuchungsgefängnis überführt worden. Sie und ihre Helfer sehen einer sehr schweren Be- strafuttg entgegen. Schwere Explosion in Marseille Paris, 1. Okt. In einer Oelsabrik in Marseille ereignete sich am Montagmorgen eine schwere Explosion. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sollen etwa so Personen mehr oder weniger schwer verletzt worden sein. — Nach den neuesten Meldungen hat das Unglück bisher vier Tote ge- fordert. Mehrere Verletzte haben sehr schwere Brandwunden erlitten, so daß sich die Zahl der Todesopfer wahrscheinlich noch erhöhen wird. Donington Rennen wir» nachgeholt Das ursprünglich abgesagte englische Autorennen um den Großen Preis von Donington wird jetzt noch in diesem Mo- nat nachgeholt. Da die beiden kommei^en Samstage bereits Veranstaltungen auf der Brookland- und unH Kristallpalast- Bahn haben, kommen für Donington nur noch der 22. oder 29. Oktober in Frage. Seite «. Nr. 273 Budijche Prel! e Dienstag, de« 4. Oktober 1988 ITALIEN! fPALERMO ©ALITA(Frz) AETNA k> EU MARSAl/V Pantelleria iHU tal.) TUNIS OZO(Brit) lampedusa B MALTA (BriO TUNIS (Frx) KILOMETER. Palermo M«frina SyraKus ftantclleria •^Tripolis LIBYEN Marseille :Valencia: MWck 0%Ä5Form< lollorca •aräTnian ALGERIEN \ ^ Entfernungen I l\m r-B»MAHON [POLLENSAi AI j CUOIA 0 / MENORCA MAN ACOR FE1A NITXM 5ANTANf^= KILOMETER MALLORCA 6er Befestigung der nur etwa 200 Kilometer von Malta ent- fernten italienischen Insel Pantelleria. Ein anderes Zeichen dafür, daß Großbritannien auch unter den veränderten Umständen nicht daran denkt, Malta anszu- geben, ist die im Jahre 1936 vollzogene Umwandlung Maltas in eine Kronkolonie. Damit wurde die schon vorher mehrere Male außer Kraft gesetzte Verfassung von 1921, die den Mal- tesern den Weg zur Selbstverwaltung im Rahmen des Com- monwealth ebnen sollte, endgültig aufgehoben unö die oberste Gewalt wieder in die Hände eines Gouverneurs zurückgelegt, der dem Londoner Kolonialamt unmittelbar unterstellt ist. sung eines Sperriegels zwischen dem östlichen und dem west- lichen Becken des Mittelmeeres. In Her Richtung dieser Bestrebungen liegt auch der Eni- schluß Italiens, die kleine italienische Felseninsel Pantelleria in der schmalen Rinne zwischen Sizilien und Afrika zu einem starken Stützpunkt für Unterseeboote unö Flugzeuge auszu- bauen. Unter den Matznahmen, die Italien nach der Begründung öes Imperiums ergriffen hat, um seinem Anspruch auf eine gleichberechtigte Stellung im Mittelmeer Geltung zu verschaffen, hat die Mitte 1937 erfolgte Erklärung Pantelle- rias zur befestigten Zone in England vielleicht den stärksten Eindruck gemacht. Mit dem Ausbau Pantellerias war die italienische Norö-Süö-Schranke zwischen dem Osten unö dem Westen des Mittelmeeres zu einer strategischen Tatsache gc» worden. Pantelleria ist von Sizilien etwa 96 Kilometer, von Tunis nur 60 Kilometer entfernt. Die Insel bedeckt eine Fläche von 83 Quadratkilometer. Erloschene Krater unö heiße Quellen zeugen von dem vulka- nischen Ursprung öeS Eilandes. Die zerklüftete Küste der Insel mit ihren steilen Klippen bildet einen natürlichen Ber- teiöigungsgürtel. Die Bucht selbst kann öurch Ausbaggerung auch für Schiffe mit großem Tiefgang zugänglich gemacht werden. Pantelleria soll offenbar die italienische Gegenstel- lung von Malta werden, von dem es nur 200 Kilometer ent- fernt ist. jm^////////////////J /////////////////z^^ «inanöersetzungen um öie Zukunft Spaniens öie Balkarischen Inseln bei öen Strategen der wiöerstreitenöen Mächte eine ungewöhnliche Aufmerksamkeit gefunden. Die Balearen bestehen aus den Inseln Jhiza (Schauplatz des Ueberfalls auf die „Deutschland" am 29. Mai 1937) mit Formentera, Mallorca mit Cabera unö schließlich Menorca. Die natürliche Lage gewährt dieser Inselgruppe eine hohe strategische Bedeutung, unter der Voraussetzung, daß sie von ihrem Besitzer ausgewertet wird. Menorca, die nöröliche Baleareninsel, liegt genau in der Mitte zwischen Marseille und Algier, öen Enöpunkten der „imperialen" Straße, öie Frankreich mit seinen noröafrikanischen Kolonien verbindet. Die Wichtigkeit der Seewege nach Noröasrika ergibt sich für Frankreich aus der Rolle, öie sie in öen Aufmarschplänen öes französischen Generalstabes für öie Truppentransporte spielen. Bilöet öoch der Transport der farbigen Truppen aus Nord- westasrika nach Frankreich ein Kernstück des französischen Mobilisationsplanes. Ebenso wie die von öen Balearen aus mögliche Sperrung der Seewege nach Afrika die französische Empfindlichkeit in bezug auf das Schicksal der Balearen er- klärt, so kann es auch Großbritannien nicht gleichgültig sein, was mit öen Balearen geschieht, da sie auch einen Druck auf die Nordflanke öes Gibraltar-Malta-Abschnittes seines See- weges nach Indien ausüben. Frankreich und Großbritannien find sich in dem Wunsche einig, die Balearen in öen Händen eines befreundeten Spanien bzw. eines Spanien zu wissen, das die militärischen Möglichkeiten dieser Inselgruppe nicht ausnutzt. Die Gefahr, dah ein starkes Spanien oder eine mit einem nationalen Spanien verbündete Macht die Balearen politisch-strategisch mobilisieren könnte, hat die Inseln wieder in das Scheinwerferlicht der europäischen Politik gerückt. Zweifellos würde der Ausbau Port Mahons zu einer mäch- tigen Flotten- und Luftbasis die Schlüsselgewalt öieses Hafens im westlichen Mittelmeer, öie schon der Scharfblick Magos, öes jüngeren Bruders Hannibals, erkannt hatte, außeroröent- lich erhöhen. Wegen seiner geographischen und strategischen Vorzüge ist Port Mahon in den vergangenen Jahrhunderten mehr als einmal zum Schauplatz heftiger Kämpfe geworden, vor allem zwischen England und Frankreich. Auf Mallorca bilden die Buchten von Pollensa unö Alcuöia ideale Sammel- punkte für öen Aufmarsch einer Flotte unö für Luftstreit- kräfte. Aus Walthel P a $. , „Das politische Antlitz der Erde". Goldmann-Verlag, Leipzig. (Nachdruck verboten.^ (14) Malta Malta steht seit über 2000 Jahren im Bannkreis öer römisch-italienischen Kultur. Italien betrachtet denn auch heute die Insel nach Lage und Geschichte, nach Sprache unö Ab- stammung ihrer Bewohner als „Jrredenta", als „unerlöstes Gebiet". Seit 1800 befindet sich die Insel in britischem Besitz. Auf dem Zuge nach Aegypten hatte Napoleon hier im Jahre 1798 eine Garnison zurückgelassen, öie von öen Maltesern mit Hilfe der Engländer vertrieben wurde. Der große stra- tegische Wert Maltas erwies sich nach der Eröffnung des Suezkanals (1809). Die Engländer bauten die Insel zum Hauptquartier ihrer Mittelmeerflotte aus, zur zentralen Station auf dem Mittelmeerabschnitt des Weges nach Indien, mit großen Arsenalen und starker Garnison. Die Konsolidierung öes neuen Imperiums, das Mussolini geschaffen hat, ist in hohem Matze von öer Sicherung öes See- weges zwischen Italien unö dem oftafrikanischen Kolonialreich abhängig. Italien sieht heute in Malta auch in strategischer Beziehung eine „Jrreöenta", eine Barriere, öie sein« Ver- binöungswege nach Afrika blockiert. Man mag über öen Wert Maltas im Zeitalter öer Luftstrategie denken wie man will, jedenfalls wird das britische Sicherheitsgefühl in Malta heute beträchtlich durch öie italienischen Bomber geöämpft, öie von Sizilien her in 20 Minuten nach Malta gelangen können. Malta liegt auf öem öirekten italienischen Luftwege nach Libyen. Der Luftraum über öem Gebiet, öas die auf Malta stationierte britische Flotte beherrscht, ist italienischer Macht- bereich. Die britische Flotte verlietz denn auch Malta, als öie englisch-italienische Spannung während des Abefstnienkrieges ihren Siedepunkt erreichte. Dennoch hat man in Lonöon be- schloffen, Malta strategisch gewissermaßen zu „reaktivieren", es als Flottenstützpunkt zu verstärken und als Luftstützpunkt auszubauen. Trotz der Nachbarschaft Siziliens, öas zum Kern des italienischen Verteiöigungssystems geworden ist, und trotz Sizilien — Pantelleria Mit der Begründung öes Imperiums hat sich öas politisch- strategische Schwergewicht Italiens nach öem Süden ver- schoben. Die Insel Sizilien ist zum Kernstück öes italienischen Verteidigungssystems gewrden. Von hier aus kann Italien nicht nur auf die britische, sondern auch auf die französische Seemachtlage einen unberechenbaren Druck ausüben. Sizilien ist nur öie insulare Fortsetzung von Italien selber, öie Ver- längernng öer wie eine Mole in öas Mittelmeer vorgeschobenen Halbinsel bis unmittelbar in die Nähe des afrikanischen Festlandes. Die Insel hat eine Größe von 25 461 Quadratkilometer und eine Küstenlänge von 320 Kilometer im Norden, 215 Kilometer im Osten und 285 Kilometer im Süden. Afrika ist nur etwa 150 Kilometer entfernt. Als Brücke zwischen Italien und Afrika gilt Sizilien heute als „Insel öes Im- periums", als Zitadelle Italiens an öer Stelle, an öer sich öer europäische unö öer afrikanische Kontinent am meisten nähern. Die Manöver, öie im August 1937 in Sizilien statt- fanden, hatten öen Versuch einer Eroberung Siziliens von Westen her zum Thema. Sie erbrachten öen Beweis, öaß „kein feindlicher Soldat jemals sizilischen Boden betreten könnte". Die Verlagerung öes Schwergewichts des italieni- schen Verteiöigungssystems nach Sizilien zielt auf öie Schaf- Die Laiearen Die Machtverlagerung im Mittelmeerraum wird in der revolutionierenden GewichtSvcrschiebung sichtbar, die sich heute in seinem Stützpunktsystem vollzieht. Im westlichen Becken des Mittelmeeres haben im Zusammenhang mit den Ans- Amtlicher Taschen-Fahrplan für Mittelbaden. Die neue Winter-Ausgabe ist zum Preise von nur 30 Pfennig zu haben bei den Fahrkartenschaltern der Reichsbahn sowie bei den Trägern und Agenturen der Badischen Presse 54. J a h r g a n g Bsciische Fresse Nummer 273 / Seile 7 Dienstag, den 4. Okiober Jm Fluge' erobert1 Von Hermann Gerstner Als Lenz ausstieg, sah er Fanny sofort. Sie lief mit frohem Gesicht herbei, ihre Mütze trug sie in der Hand, die Sonne lag hell aus ihren blonden Haaren. „Es ist fein, daß Sie mich abholen", sagte Lenz, nahm ihren Arm und führte sie der Sperre zu. „Selbstverständlich. Wie wollen Sie denn sonst ins Dorf kommen? Sie haben ja Ihr Motorrad nicht dabei. Und die Kosten für eine Taxe muß ich Ihnen doch ersparen. Das wäre ein teurer Spaß." „Aber bevor wir zurückfahren, trinken wir noch eine Tasse Kaffee. Es ist ja früh am Tag." Sie fuhren mit dem Wagen vom Bahnhof der Stadt zu. Die Sonne leuchtete über der weißen Schneelandschaft, dort Nahten die verschneiten Häuser. Aber ehe sie in die Straße mit ihren vielen Läden ein- Vogen, hörten sie über ihren Köpfen das Geräusch eines Pro- pellers. Hoch im Blau zog ein Flugzeug seine Kreise. Fanny blickte aus dem offenen Auto in den Aether: „Sehen Sie, da droben!" Lenz bremste, die Räder hielten. Er betrachtete den Vogel in der Höhe. „Fein", sagte er und dachte daran, daß diese freie und ungebundene Maschine doch ein anderer Anblick war als das dumpfe Kaffeelokal in der Hafengasse, wo er seinen Bruder gesucht hatte. Das hier bedeutete Leben und Mut und Er- füllung! „Einmal möchte ich auch mitfliegen", gestand Fanny, „ein- mal das empfinden, was mein... Verlobter so oft erlebte. Das Fliegen, das Losgelöstsein, das Freie, das Unbeschwerte! Einmal dort oben atmen!" Lenz konnte mit ihr empfinden. Auch er wollte über seine Sorgen hinausschweben, wollte öott richtigen Maßstab für alles finden. Dort in der Höhe, w» die Häuser so klein wie Kinderspielzeug waren, bekam man den richtigen Blick für das Notwendige. Das Geringe fiel ab, der Staub des All- tags wurde von den Winden der Höhe zerblafen. „Hören Sie, Fanny" sagte er, „wie wäre es, wenn wir zum Flugplatz fahren würden? Ein Rundflug von einer halben Stunde kostet nicht die Welt. Was meinen Sie?" „Wunderbar, ja! Aber nur unter einer Bedingung: ich lade Sie ein." Lenz nahm das Steuer in die Hand und drückte auf den Gashebel. Er wendete den Wagen, entfernte sich von der Stadt und hatte bei raschem Tempo in einer knappen Vier- telstunde das Rollfeld erreicht. Nicht viel später befanden sich die beiden in einem offenen Sportflugzeug hinter dem Piloten. Sie saßen eng neben- einander, man hatte sie mit Riemen gesichert. Als aber der Apparat anlief und sich leicht von der Erde hob, löste Fanny diesen Schutz. „Nein", sagte sie, „heute kann ich mich nicht festbinden lassen." Da öffnete auch Lenz die Lederstreifen. Sie schwebten schon hoch über der Erbe. Nach einer Schleife über der Stadt am Fluß, aus der das rote Schloß wie ein Bollwerk stieg, nahm die Maschine Kurs gegen die Wälder. Kuppen und Täler glitten rasch tief unten vorüber, der Propeller eroberte immer neue Berge. Weithin fchwan- gen die weißen Forste. Schnee lag auf Buchen, Eichen und Fichten. Nur selten erkannte man eine verschneite Wiese oder eine Lichtung, wie kleine Inseln waren die blinkenden Aecker mit ihren abgelegenen Walddörfern in das Meer der Stämme eingebettet. „Man hat gar keine Sorgen mehr", lachte Fanny. „Bis zum Mond könnte ich mit Ihnen fliegen", rief Lenz fröhlich. „Das würde aber sehr lange dauern. Und Ihre Straße? Wer soll sie fertig bauen?" „Richtig, die Straße! Passen Sie auf, wir kommen jetzt in die Nähe unseres Dorfes. Ich kenne die Gegend. Schade, daß hier das Flugzeug nicht landen kann. Wir hätten uns die Heimfahrt erspart." „Und der Wagen von Doktor Roth? Der steht doch noch aus dem Rollfeld. Lenz, Sie werden leichtsinnig." S)er 'Zauber des Femgericht im australischen Busch — Der Eingeborene am Marterpfahl Ein seltsames Erlebnis hatte vor kurzem Major Aubrey, der Kommandant der britischen Polizeitruppe in der Stadt Windorah in Qeensland (Australien). Vor drei Jahren hatte ihn ein Eingeborener namens Wagga um Aufnahme in sein Haus gebeten. Der Schwarze versicherte, er habe eine Strecke von 300 Kilometern zu Fuß zurückgelegt, da er aus seinem Heimatdorf, mit dessen Zauberer er sich verfeindet habe, fliehen mußte. Major Aubrey stellte Wagga als Diener ein und hatte keinen Anlaß, das zu bereuen, denn der Schwarze erwies sich als treuer und zuverlässiger Arbeiter, der seinen Herrn in jeder Hinsicht zufrieden stellte. In den letzten Wochen beobachtete der Polizeioffizier, daß sein schwarzer Diener plötzlich ohne ersichtlichen Grund zu kränkeln begann. Als er ihn schließlich fragte, was ihm fehle, erklärte der Neger nur: „Ich werde in mein Heimatdorf zu- rückkehren. Man hat mich zum Tode verurteilt — ich muß sterben." Alle Bemühungen, eine nähere Begründung zu die- fen rätselhaften Worten zu bekommen, waren vergebens. Und richtig war Wagga am nächsten Morgen verschwunden, ohne irgendeine Nachricht zu hinterlassen. Major Aubrey setzte sich, begleitet von zwei Polizeibeamten, in sein Auto und versuchte das ferne Heimatdorf Waggas, dessen Lage ihm sein Diener einmal beschrieben hatte, zu erreichen. Tagelang fuhr er durch den Dschungel von Qeensland, bis er endlich nach mancherlei Irrwegen das Ziel erreichte. Er kam geraöe zur rechten Zeit, um seinen Diener vor einem schrecklichen Tode zu bewahren. Den drei Weißen bot sich auf dem Marktplatz des Negerdorfes ein entsetzlicher An- blick. Wagga hing bewußtlos an einem Pfahl, während eine Reihe seiner Landsleute mit Speeren auf ihn einstachen. Ein paar Revolverschüsse genügten, um die Schwarzen in die Flucht zu treiben. Man brachte den schwerverletzten Wagga so schnell wie möglich in ein Hospital, und es dauerte mehrere Tage, bis er vernehmungsfähig war. Dann berichtete er von dem schrecklichen Fluch, der ihn getroffen hatte, und der einen in- teressanten Einblick in den Zauberkult der australischen Ein- geborenen gewährt. Man hatte Wagga den „Todesknochen" in die Tasche geschmuggelt. Nach den Anschauungen der Busch- neger kann man einen Gegner dadurch töten, daß man den Knochen eines Gestorbenen in der Mondnacht „bespricht" und ihn dann auf irgendeine Weise und ohne daß der Betroffene etwas davon merkt, dem Feind ins Haus schickt. Der Zauberer jenes Dorfes, in dem Wagga einst lebte, und dessen übernatürliche Kräfte der Schwarze verspottet hatte, hatte in seiner Rachsucht nicht geruht, bis er die Spur des Flüchtlings entdeckt hatte, und ihm dann den „Todes- knochen" ins Haus geschickt. Auf welche Weise er in die In- nentasche der Jacke, Sie Wagga von seinem Herrn zum Ge» schenk bekommen hatte, geraten war, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Auf jeden Fall erlag auch Wagga der Wirkung dieses Zaubermittels und hielt es, wie er später sagte, für das Beste, in sein Heimatdorf zurückzukehren und sich freiwillig dem Todesurteil zu unterziehen, das der Zau- berer über ihn verhängt hatte. „Ich wäre der Rache meiner Landsleute doch nicht entgangen", sagte Wagga. Major Anbrey, der dadurch, daß er seinen Diener rettete, eine ebenso unheim- liche wie bisher unbekannte Art von Femgericht entdeckte, sandte eine Abteilung seiner Leute in das Negerdorf und ließ den Zauberer, um eine Wiederholung derartiger Fälle nn- möglich zu machen, verhaften. Das Geräusch des Propellers überdröhnte ihre Worte. Sie drohte lachend un>d übermütig mit erhobenem Finger. Er aber lugte hinab zur Erde, verfolgte die Niederungen und die Bodenschwellen. Plötzlich aber deutete er in eine bestimmte Richtung: „Dort, sehen Sie, dort das Dorf! Und gleich dahinten, so sehen Sie doch hin, die Straße, unsere Straße!" Der Pilot drosselte den Motor und zog im Gleitflug über das Gelände. Fanny sprang von ihrem Sitz auf, ihr Haar flatterte im Wind, sie warf die Arme aus überquellender Lebenslust empor, sie jubelte in den Wind und in die Sonne und schaute mit strahlenden Augen über die endlosen Wälder. Jäh aber ruckte das Flugzeug iit einer Bö, Fanny wurde an die Bordwand geworfen und verlor fast das Gleichgewicht. - In diesem Augenblick griff Lenz zu, er schlang die Arme um seine Begleiterin und zog sie hernieder auf das sichere Polster. Ihr Kopf lag an seiner Schulter, sie rührte sich nicht, sie zitterte nur ein wenig, vielleicht war es der Schrecken, den sie beim Schwanken der Tragflächen empfunden hatte. Sie spürte seine Augen über sich, die so blau waren wie der endlose Himmel hinter seinem Kopf. Verloren lächelte sie ihm entgegen. „Du, Lenz", sagte sie, „du Lenz, du lieber Kerl." Er küßte sie. Sie hob ihre Arme um seinen Nacken. „Fanny, jetzt gehörst du zu mir." „Ja, Lenz, jetzt gehöre ich dir." Er hielt sie fest. „Ich bin so glücklich", sagte Fanny. „Nie mehr gebe ich dich her." „Brauchst du ja auch nicht, ich geh' mit dir, wohin du willst" Der Wind wehte ihren Scheitel kraus. Lenz riß sie an sich. Das ist das Glück, dachte er. Und er fragte sich, ob er dies alles nicht nur träumte, es war nach den schweren ver- gangenen Tagen so unwahrscheinlich. Sie sprach ihm leise zu: „Siehst du, hier in der Luft, wo mein Flieger so oft glücklich war, hat er mich freigegeben. Ich dachte vorhin an gar nichts, ich spürte nur noch, wie schön das Leben ist, ich begriff, daß wir noch jung sind, ich hätte singen können." Das Flugzeug hatte schon gewendet, als sie aufsahen. Der Propeller trug es zurück, rasch schwebten sie über die weißen entgleiteten Wälder. Die Straße und das Dorf sah man längst nicht mehr. So war in der Stunde höchsten Ueöerschwanges die Liebe über Fanny hinweggerauscht, sie liebte diesen Lenz, der drnn- ten auf der Erde treu seine Aufgabe erfüllte, und der mit starken Hänöen den Bann der Trauer von ihr genommen hatte. Etwas Neues war in ihr aufgestiegen, etwas Strah- lendes, das sie hell und freudig machte. Sie sah wieder eine Zukunft vor sich, ihr Herz fand zur Kraft des Lebens zurück, sie würde nicht unfruchtbar vor der Zeit verwelken. Ter Tote selbst, dem sie einst verlobt war, würde sie darum seg- nen, wenn er von ihrem Schicksal wüßte. Denn seine fröh- liche Seele wandte sich stets dem Erhebenden zu. Die Räder des Flugzeuges setzten auf den Boden. Kaum hielten sie, da sprang Lenz heraus und half auch Fanny. Sie gaben dem Piloten die Hand, waren ein wenig schwindlig, fanden sich aber schon nach wenigen Schritten wieder auf der Erde zurecht. Aus dem neuen Roman „Die Ttrake Im Waldland". Verlag Frz. Eher Nachf., München. iitiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiitiiiiiiiimiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Fahmy Paschas letzte Liebe Eine Ehe, die der Koran nicht erlaubt — Wenn ein 90 jähriger eine Schönheitskönigin heiratet Es hinterläßt immer einen etwas unangenehmen Beige- schmack, wenn ein Mann im biblischen Alter ein junges Mädchen heiratet, das seine Enkelin oder gar seine Urenke- lin sein könnte. Das ist in Aegypten nicht anders als in London oder Newyork. Und so beschäftigt man sich mit mißbilligendem Kopfschütteln mit der Ehe, die der in Kairo ansässige Multimillionär Callini Fahmy Pascha, der bereits sein 90. Lebensjahr überschritten hat, vor sechs Wochen in dem französischen Badeort Vichy mit der schönen Türkin Belkis F e r i d einging, die 27 Lenze zählt. Nach dem ägyptischen Kirchengesetz kann jeder Moslem die Gerichte anrufen, eine Ehe zu trennen, die mit den Be- stimmungen des Korans nicht in Einklang steht. Und so kommt es, daß sich in die Ehe des Fahmy Pascha nun ein wildfremder, ehrgeiziger ägyptischer Rechtsanwalt einmischt, der das ungleich« Paar nicht einmal vom Sehen kennt. Mustafa el Hefnawy heißt der junge Advokat, der einem Millionär das Heiraten verbieten will. Er hat seine Sache gut begründet, und der Oberste Gerichtshof in Reli- gionsfragen, der ständig in Kairo tagt, hat die Klage auch angenommen und wird in den nächsten Tagen sein Urteil fällen, das man in der Oeffentlichkeit begreiflicher Weise mit Spannung erwartet. Der greise Fahmy Pascha gehört nämlich der in Ober- ägypten beheimateten koptischen Sekte, einer uralten christ- lichen Kirche, an, während seine schöne junge Frau M oh am- medanerin ist. Ter Koran erlaubt es zwar einem Mos- lem, eine Christin ober Andersgläubige zu heiraten, moham- medanische Frauen haben jedoch kein Recht, einen Mann anderen Glaubens zu ehelichen. Folglich verstößt die in Frankreich geschlossene Ehe Fahmy Paschas gegen die Be- stimmungen des Koran und kann demgemäß vom Gerichts- Hof für Religionsfragen annulliert werden. Der junge Rechtsanwalt, der das entdeckt hat, erfreut sich der Sympa- thien aller strenggläubigen Mohammedaner, ganz besonders aber der Frauen, die es Belkis Ferid nicht verzeihen wollen daß sie mit einem 90jährigen die Ehe einging. Belkis Ferid war die erste „Miß Türkei", die im Jahre 1932 aus einer großen Anzahl Bewerberinnen aus- erwählt wurde. Sie machte sich die Freiheit, die die Frau in der modernen Türkei genießt, zunutze, indem sie in kurzer Zeit zweimal heiratete und sich zweimal scheiden ließ. Ehe sie sich mit Fahmy Pascha, den sie in Vichy kennen lernte, als dritten Ehemann vermählte, ließ sie sich schriftlich zusichern, daß sie niemals in einem Harem leben müsse, daß es ihr ferner freistehe, jederzeit zum Schwimmen, Tennisspielen und Tanzen zu gehen. „Ich habe Fahmy nicht wegen seines Gelbes geheiratet", versicherte die Schönheitskönigin den französischen Reportern, „sondern weil er der beste und gut- mütigste Mann ist, den ich je kennen lernte. Er ist mir Ehe- mann, Vater und Bruder zugleich, und ich fühle es, feine Zuneigung zu mir ist echt." Fahmy Pascha, der Nestor der Ehemänner, erklärt seinerseits, daß Belkis seine letzte große Liebe sei und daß er den Bestand seiner Ehe auch gegen das Oberste Religionsgericht von Kairo mit allen Kräften verteidigen werde. Tai letzte Blatt. Illlllllllllllllllllllllllllimilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Kunst und Wissen ein Bulch-Gcdicht, das kein Gedicht von Busch Ist. Um die Frage ,u Haren, ob das Gedicht: „Eifrig dichtet Dichter Dete, drautzen bläft ein Kind Trompete . . .", das lange sei, als Schöpfung von Wilhelm Busch galt, auch wirtlich dem großen Malerdichter zuzuschreiben ist, hatte die WUhelm-Bufch-Gescllschaft eine öfsentliche Umfrage veranstaltet. Das Er- gcbnis war überraschend. Es konnte einwandfrei festgestellt werden datz es sich um eine Dichtung von Georg Bötticher handelt Die Verse standen in einem alten Kinderbuch, das den Titel „O diese Kinder" trägt und das lustige Bubenstreiche nach Art der Max. und Moritzgeschichten enthält Da« Buch ist mehr als fünfzig Jahre alt und im Berlag Braun und Schneider erschienen, der auch manches von Busch herausgebracht hat. Droste. »iilshoff-Gedenktage 19S8. Tie Droste-Hülshoff-Gedenktage 1938, die auf Anregung von Reichsstatthalter und Gauleiter Ts. Mever mit einer Fahrt deutscher Dichter und Kulturpolitiker durch Westfalen verbunden find, nahmen ihren Anfang mit einer Feierstunde im Schloß IN Bückebu.'g. Tie Feier stellte eine Ehrun, für die in Bückeburg geborene bekannte beut- sche Dichterin Lulu von Strautz und Tornev dar. die von allen westfälilchen Dichterinnen der Gegenwart zweifellos diejenige ist, die das Erbe der grotzen Annette von Droste-Hülshoff verwaltet und durch eigenwüchfige Schöpfungen vermehrt. Die Dichterin konnte in diesen Tagen ihr SS. Lebensjahr vollenden. Badische Pre 54. Jahrgang VaAßfeHe (Tbro Nummer 273 / Seile Dienstag, den 4. Okiober Kampfzeit in Dokumenten lebendig Desuch im Gauarchiv »er NSDAP. - Lebendige Gegenwart statt Aktenstauv - Aufruf an Alle zur Mitarbeit Vor einiger Zeit ging die Mitteilung durch die Vresse. datz im Auftrage dez Gauleiters ein Gauarchiv der NSDAP. errichtet werden soll. Dan! der Mitarbeit zahlreicher Volksgenossen und auch ehemaliger Gegner, die wertvolles Material zur Verfügung gestellt haben, hat das Gauarchiv nunmehr ein beachtliches Aus» lnatz erhalten, wie wir uns bei einem Besuch in den Räumen des Archives in Karlsruhe überzeugen lonnten. Verstaubte Ordner, angeschimmelte Akten, vergilbte Blät- ter, muffige Luft, totes Material, das nie wieder das Licht der Welt erblicken darf, sondern von einem Manne, dem Archivar, gehütet wird, der sich nicht wesentlich von seinem Aktenmaterial unterscheidet und etwas ältlich und verknöchert über seine Brille herüberschielt, wenn sich einmal ein Mensch zu ihm verirrt — so stellt man sich im allgemeinen ein Archiv nebst Archivar vor. Als wir in diesen Tagen dem G a u a r ch i v der NSDAP einen Besuch abstatteten und — offen gestanden — mit ahn- lichen Vorstellungen unsere Schritte in die Räume des Archivs lenkten, da waren wir angenehm überrascht, genau das Ge- genteil unserer Erwartungen festzustellen! Der Leiter des Archivs, Dr. Hermann Z i n n e ck e. der mit frischem Elan und sprudelndem Humor und Schlag- fertigfeit seiner Arbeit nachgeht, ist ebensowenig „vergilbt" wie seine Materie: Das Gauarchiv ist lebendig und aktuell. Hier spricht das Leben Aus dem Archiv spricht Leben. In ihm sind die Doku- mente nicht eingesargt,' altes Aktenmaterial entsteht hier zu neuem Leben. Ein Werk entsteht. Aus dem Archiv spricht Geschichte. Dokumente des Hasses, des Kampfes, des Ter- rot», Dokumente einer irrsinnigen Zeit, angefangen bei der Zersetzung des Frontsoldaten im Weltkriege, über die un- zähligen Parlamentsdebatten des Reichstages und des Land- tages, die hier alle restlos registriert sind, über Verfolgung und Verbot, Kampf und Sieg bis zu den Tagen des 5. März 1933. Aus dem Archiv spricht Gegenwart. Das große politische Tagesgeschehen des Augenblicks, das sich in der Tages- presse spiegelt, die gewaltigen Leistungen des National- sozialismus anf allen Gebieten des politischen, Wirtschaft- lichen und kulturellen Lebens, die in zahlreichen Schriften oder Bildern festgehalten sind oder das Winterhilfswerk und andere Leistungen und Maßnahmen der Bewegung sind hier in einer umfassenden Uebersicht zusammengestellt, um täglich, ja stündlich ergänzt zu werden. Blüienlese nationalen Kitsches Eine Kartei ermöglicht es, daß jedes Aktenstück, jedes Plakat, Bild oder Flugblatt iu wenigen Sekunden gefunden werden kann. Bei einem Rundgang durch das Archiv kann man sich stundenlang verweilen. Blättert man in den Doku- menten, so findet man Akten oder Bilder, bei deren Betrach- tung man heute nur noch den Kopf schütteln kann. Dinge, die in der damaligen Zeit selbstverständlich waren und zur Tagesordnung gehörten. Da ruft ein Flugblatt, das über den deutschen Schützen- graben abgeworfen wurde, die Soldaten zur Weltrevolution auf? hier entdecken wir tausend Milliarden Mark in bar, Plakate und Flugblätter eines fanatischen Hasses innerhalb der nahezu örei Dutzend Parteien, die sich gegenseitig be- geifern. Nach der Machtübernahme wurden die netten Fotos mit der noch netteren Hakenkreuzsonne aktuell und in Dich- tung und Prosa fand die „Verherrlichung" des National- sozialismus seine höchste Vollendung. So endet ein der- artiges Gedicht mit den zweifellos erhebenden Zeilen: „Doch aus dem Sumpf mit seinen Niederungen Stieg die Partei mit ihren Gliederungen." Als Schreibmaschinen Luxus waren Neben Material des Gegners finden wir zahlreiche Doku- mente aus der Anfangszeitder Partei. Mit welchen primitiven Mitteln man damals arbeiten mußte, geht schon daraus hervor, daß der Gauleiter die Rundschreiben an die Ortsgruppenleiter 1925 alle selbst mit der Hand schrieb. Mit kleinen und kleinsten Einzelheiten mußte sich Robert Wag- ner selbst befassen: So finden wir handschristliche Skizzen zu Flugblättern und Plakaten, kurze Mitteilungen, daß der SA-Mann X., der polizeilich gesucht und verfolgt wird, unter- zubringen und zu verpflegen ist. Schreibmaschinen galten als Luxus! Haftbefehle und Auflösungsdekrete, Briefe unserer SA- Männer aus den Gefängnissen, Protokolle über Haussuchun- gen — kurzum, der ganze Haß des Systems spricht aus jenen zahlreichen Akten, doch gleichzeitig die Liebe und öas grenzenlose Vertrauen der Parteigenossen zum Führer. Wer hat noch Unterlagen aus der Kamvkzeit? Es ist anzunehmen, daß zahlreiche Volksgenossen noch im Besitz von wertvollen Dokumenten sind. Doch nicht nur an sie richtet sich erneut der Appell, öas Material dem Gauarchiv ganz oder leihweise zur Verfügung zu stellen, sondern auch an die ehemaligen Gegner der Bewegung. Daß hieraus dem betreffenden Volksgenossen keine persönlichen Nachteile erwachsen, ist selbstverständlich. Es wird keiner erschossen! Das Gauarchiv ist in der Lage, von Doku- menten Fotokopien herzustellen und auf Wunsch die Originale wieder zurückzugeben. Anschrift des Gauarchivs: Gauarchiv der NSDAP., Karlsruhe, Kriegsstraße 47 a. Dank der bisherigen Unterstützung der Partei- und Volks- genossen hat das Archiv einen derartigen Umfang angenom- men, daß die Räumlichkeiten bald erweitert werden müssen, denn augenblicklich gehts bei Pg. Zinnecke ja noch etwas eng her. Aber das soll durchaus nicht heißen, daß das Material lückenlos vorhanden ist, nein — es fehlt noch manches. Und so wendet sich dieser Appell an dich, Volksgenosse: Arbeite mit! Harald Wachsmuth. ' *r, l' >*-v /; -V~/ x -»♦»--* -yf -u/ty- /vv-w AI- 1 1. z » f sJiC —vv*-- , -i/*/ . - y-~y- x/ &' jj - 4. -f —vX i i : rC Ein Schreiten des Gauleiters an den ieijige» Kreisleiter Unat- Pforzheim zur Gründungsversammlung der NSDAP, Gau Baden, am 22. Mir, 1925 (NSG-Mater). Aener Schnellkurs im Murgtal Vormittags-Schnelldienst mit guten Anschlüssen - Gernsbach als -Vedarfshaltepunkt einbezog«» Die im Lauf des vergangenen Sommers eingerichteten nachmittäglich zu Berg und abendlich zu Tal verkehrenden Schnellkurse der Reichsbahn mit Kraftwagen hatten trotz ihrer guten Anschlüsse an Rheingold, rheinische nnd Frankfurter Schnellzüge und Zufahrten auf den Berliner Nachtschnellzug nicht die Beachtung gefunden, die eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Möglicherweise ist ihr Verkehren mitten in der Saison nicht mehr bekannt genug geworden. Eine Wiederkehr im nächsten Sommer durch den ganzen Fahrplan wird vielleicht ein besseres Bild ergeben. Für den Winterdien st sind diese Schnellkurse 503 und 504 nun gestrichen worden. Dafür wird das im Sommer vorgesehen gewesene, aber nicht durchgeführte Vormittags- schnellkurspaar 501/502 jetzt im Winterdienst eingesetzt. Es versieht in dieser Weise einen mehrfachen Zweck, einmal Blick in ein Nachbarland: Bilanz einer bewegten Woche Glsaß-Lothringen atmet aus - Schwere wirtschaftliche Schäden durch freiwillige und unfreiwillige Räumung Gegen die Kriegsspekulanten sh. Straßburg, 4. Okt. lEigener Bericht.) Unabsehbaren wirtschaftlichen Schaden haben die Elsässer und Lothringer in diesen dramatischen Tagen erlitten. Die wichtigsten Städte freiwillig oder unfreiwillig geräumt, die Fabriken großenteils stillgelegt, fast das ganze werktätige Volk unter die Waffen gerufen, nur noch die allerletzte Mobilmachungsstufe ausständig. Greise, Frauen und Kinder zu jeder Stunde des Tages und der Nacht mit ihren besten Habseligkeiten, insoweit sie im Rucksack abtransportierbar, in fieberhafter Erregung des Räumungssignals gewärtig, die Eisenbahnen bereits unter dem Kriegsgefetz, eine schauerliche Spannung über dem ganzen Grenzland, nnter dem gütigen Schein einer herbstlichen Sonnenglut, die es mit den einem ungewissen Schicksal entgegenharrenden Menschen gnädig meinte. Wer es sich geldlich und beruflich leisten konnte, war schon eine Woche zuvor, als die ersten Anzeichen einer erneuten Komplikation den politischen Horizont verdüsterten, mit Fa- milie und Kostbarkeiten ausgerückt, sei es nach der Schweiz ober nach dem tiefsten Frankreich, die p r o m i n e n t e st e n Kriegshetzer und „M akkabäer" selbstverständ- lich voran. Man versuche sich vorzustellen, was es heißt: die Hälfte der Straßburger Bevölkerung, 80 000 Menschen, mit ihrem wertvollsten Hab und Gut bereits geflüchtet: in den anderen Grenz- und Industriestädten die Verhältnisse ungefähr ähnlich, Handel und Wandel stillgelegt, das Ent- setzliche, die Vernichtung der Heimat, als ein kaum mehr Entrinnbares vor den entsetzten Augen. Unvergeßlich werden diese tragischen Stunden in der Er- innerung der lebenden Generation haften. Und dann auf einmal der gespenstige Alpdruck märchenhaft gelockert, als am Mittwoch Spätnachmittag das Wunder der Münchener Zusammenkunft unter das geängstigte Volk drang! An ihrem Erfolg hat man an der Grenze dann keinen Augenblick mehr gezweifelt. Dennoch verfolgte man den sich überstürzenden Gang der weltgeschichtlichen Ereignisse mit fieberhafter Span- nung. In der entscheidenden Nacht zum Donnerstag war ganz Elsaß-Lothringen wach, und in den Morgenstunden ging ein Jubel stürm durch das Land. Die Entspannung ist eingetreten, das kaum zu hoffen Ge- wagte Wirklichkeit. Europa befriedet! Die enthusiastische Be- geisterung, mit der der französische Ministerpräsident von den Münchenern begrüßt wurde, hat gerade in Elsatz-Lothringen tief st e Befriedigung ausgelöst, und mit sroher Ge- nugtuung hat man allenthalben die so unbezweiselbaren Be- mühungen des Generalfeldmarschalls Göring um den hohen Gast des Führers, um den Repräsentanten des französischen Volkes wahrgenommen: eifrig kolportiert man jedes seiner anerkennenden Worte für Frankreichs Volkstum und Heer. Abseits von dieser Volksstimmung stehen in Elsaß-Loth- ringen, wie anderwärts in Frankreich, nur moskowitisches Söldnertum und jüdisches Ressentiment. Einmütig wendet sich die anständige Presse gegen die verbrecherischen Kräfte, die mit Falschmeldungen das französische Volk in diesen spannungsgesättigten Tagen in eine Kriegspsychose Hetzen und durch ihren Druck die verhängnisvollsten Entschlüsse pro- vozieren wollten. Diese geheimen Kräfte müßten jetzt sofort aufgedeckt und alsdann für immer unschädlich gemacht werden. Dann hätte diese bei- spiellose Weltkrise wenigstens eine reinigende Wirkung Ter Linksextremismus hat in Elsaß-Lothringen endgültig ausgespielt. „Was wird' unter diesen Umständen aus unserem Russenpakt werden?" fragt ironisch eine lothringische Zei- tung: „wie wird sich speziell unsere Grenzbevölkerung ein- stellen nach den Tagen des Hangens und Bangens, die sie durchleben mutzte und die sie mit schwersten wirtschaftlichen Nachteilen unter einem lähmenden moralischen Drucke be- zahlt hat?" Mit den vielen Millionen Verlusten ist es nicht getan,- die Nervenkrise wird in Wochen noch nicht überwun- den sein. einen guten Anschluß an die drei vor 8 Uhr in Karlsruhe ein- treffenden Schnellzüge von Hamburg und Berlin (D 192 Karlsruhe an 7.39, D 92 Karlsruhe an 7.46, D 2 Karlsruhe an 7.55) und an die um die Mittagszeit von Karlsruhe ab- gehenden Schnellzüge (D 183 Karlsruhe ab 12.09, D 85 Karlsruhe ab 12.17, D 177 Karlsruhe ab 12.31) zu schassen und weiter den winterlichen Ausfall des beschleunigten Voranit- tags-Murgtalzuges Karlsruhe ab 10.10, Freudenstadt an 11.57 auszugleichen. Die neuen Schnellkurse gehen Karlsruhe ab 8.05, sind in Freudenstadt Markt 9.55, Freudenstadt Haupt- bahnhos 10.00, dort wieder ab 10.05. Markt ab 10.10, Karlsruhe an 11.55. Neu ist weiter, daß in die bisherige Fahrt ohne Halt nunmehr Gernsbach fahrplanmäßig Bedarfs- h a l t e i n g e s e tz t ist, Gernsbach von Karlsruhe an 8.46, Gernsbach nach Karlsruhe ab 11.15 Uhr. oe. Schwarzwald Bodenseepost erst wieder ab Sommer 1939 f. Freiburg. 4. Okt. (Eigener Bericht) Die Kurse der Schwarzwald-Bodenseepost auf der Linie Baden-Baden—Freudenstadt—Trtberg, Freiburg—St. Blasien —Konstanz—Lindau und zurück sind eingestellt und fallen diesen Winter aus. Die Indienststellung wird erst wieder zum 1. Juli 1989 erfolgen. Toten-Gedenktag des Schwarzwaldvereins Freibur« i. Br., 4. Oktober Der Toten-Gedenktag des Schwarzwalb-Vereins sindet am 16. Oktober, vormittags 11.30 Uhr, am Heldendenkmal des Vereins in Allerheiligen statt. Die Gedenkrede hält Ober» lehrer August Stark, Sindelfingen, Mitglied des Ber» waltungsaüsschusses. Württembergische Kreiseinteilung in Kraft k. Stuttgart, 4. Okt. wird das- WeHer ? I Keine wesentliche Besserung tn Aussicht Nachdem es am Montagmorgen beim Durchzug eines sla- chen Störungsausläufers zu leichten Regenfällen gekommen war, stellt sich jetzt unter dem Einslutz eines flachen Zwischen- Hochs vorübergehende Wetterbeflerung ein, doch bleibt die Wetterlage im ganzen unbeständig, da schon Dienstag wieder mit der Annäherung einer neuen Störung zu rechnen ist, die als Sturmties über die Britischen Inseln nach der Nordsee ziehen wirb. Boranssichtliche Witterung vis Dienstag abend Wechselhaft, zunächst zeitweise aufheiternd, dann bei An- Näherung einer neuen Störung Bewölkungszunahme und leichte Regenfälle. Wechselnde Temperaturen, im ganzen aber kühl. Mäßige, am Dienstag zeitweise auffrischende Winde aus Südwest bis West. Für Mittwoch: Nicht beständig, wieder kühler und zu ein- zelnen Regenfällen geneigt. Rheinwasserstände Waldshut 248 —18 Rheinfelöen 237 —27 Breisach 142 —36 Kehl 235 — 7 Karlsruhe-Maxau 4M +28 Mannheim 331 +21 Caub 201 +31 & Von meinen Herzbeschwerden befreit und zwar durch Klostersrau-Melissengeist, das berichtet am 22. 4. 1938 Frau Uofalie Sterr (Bild nebenstehend), Hausfrau. Eeiselhöring/Bay., Hahnengafse »-10. Sie schreibt wie solgt: „Es ist mir eine Freude, Ihnen meinen Dank und meine Anerkennung für Klostersrau-Melissengeist auszusprechen. Ich hatte unter Herz- beschwerden gelitten und versuchte Klostersrau-Melissengeist. Ich nahm immer einen Teelössel aus einen Etzlössel Wasser. Der Schmerz war wie weggeblasen. Mein Wunsch ist, daß alle Menschen, die von ähnlichen Herzzuständen geplagt sind, Klostersrau-Melissengeist versuchen. Zum Dank werde ich ihn weiterempsehlen." Diese vorzügliche Wirkung des Klostersrau-Melissengeistes bei Herzkrankheiten, die nicht aus organischen Fehlern beruhen, ist aus seiner Zusammensetzung er- klärlich. Als Heilkräuter-Destillat enthält er neben der Melisse, die bereits seit Jahrhunderten als Herzstärkung bekannt ist, noch eine Anzahl anderer heilkrästiger Pflanzen, Kräuter und Wurzeln. Durch die Vielfältigkeit der in ihm enthaltenen Bestandteile übt Klostersrau-Melissengeist eine beruhigende Wirkung aus die ge- samte öerz- und Nerventätigkeit aus. Er Hilst so Beschwerden beseitigen, die aus Störungen der Herz- oder Nerventätigkeit zurückzuführen sind, wie S6' losigkeit. nervöse Magenbeschwerden oder Kopsschmerzen. Diese Erkrankungen überwindet Klostersrau-Melissengeist auf natürliche Weise, weil er deren Ursachen behebt. Machen auch Sie einen Versuch mit Klostersrau-Melissengeist! Er ist hoch konzentriert: darum genügt es, zwei- bis dreimal täglich einen Teelössel voll aus einen Etzlössel Wasser zu nehmen, um den gewünschten Ersolg zu erzielen. Sie erkalten Klosterfrau-Melifsenaeitt tn der blauen Oriainal-Packung mit den drei Nonnen in T verlangen ausführliche Klosterfrau, Köln a. Rh., Gereonsmühlengasse b—9. cht! Amtliche Anzeigen CAuS onttl. Bekanntmachungen entn.i) Karlsruhe. Handelsregister Amtsgericht Karlsruhe (Baden). Für die Angaben [ ] feine Ge währ> Neueintragung. Eintrag vom 29. 9. 38. HRA. 1137. Friedrich Hölscher Kom- mazdiigesellschas«, Karlsruhe. fKaus- haus. Kaiserstratze 147/151: teilweise Fortführung des bisher von der Firma Geschwister Knopf betriebenen Ge- schättsz. Kommanditgesellschaft seit 2«. ®e» tember 1938 Persönlich haftender Ge sellschafier ist Friedrich Hölscher, Kaus- mann, Karlsruhe. Zwei Kommandi- tisten. Veränderungen. Eintrag vom 28. 9. 38. HRA. 36, Hammer & Helbling, Karlsruhe. [ftaiserslrn&c 165/57], Frau Frieda geb. Peter, Ehefrau des Kaufmanns Gustav Hammer, Karlsruhe und Frau Clara geb. Ham, mer. Ehefrau des Kaufmanns Adolf Wilser, Karlsruhe, sind Einzelproku- risten. Eintrag vom 29. 9. 38. H»». 311. Alois Mittler, Karl». ruhe-Miihlburg. IMineralwaiferherstel- lung und Qb'tletterei. Rheinstratze 42], Die Firma ist geändert in: Walther Müller. Geschäftsinhaber ist jetzt Walther Müller. Kaufmann, Karlsruh«. Erloschen. Einträge vom 30. 9. 38. HRA. 51«. Schuhhaus Baula Simon Karlsruhe. IDas Geschäft wird als Kleing-werbebetrieb fortgeführt;' Her, renstratze 13], HRA. 556. Hermann Sehen So., Karlsruhe. Eintrag vom 1. 1». 38. HRA. 248. Teppich.Haus llar, «auf. mann, Karlsruhe. Erloschen. Eintrag vom 28. 9, 38 . 4. Saushaus Merkur Gesell, schalt mit beschränkter Haftung in Karlsruhe. fKaiserstratze 146/1481. Durch Beschlutz der Gesellschafter»^, sammiung vorn 17. Juni 1938 wurde das Vermögen der Gesellschaft unter Ausfchlutz der Llouidatwn auf Grund des Gesetzes vom 5. Juli 1934 auf den Hauptgefellschafter, die offene Handels- gefellschast unter der Firma A. Schnei- der in Ettlingen, übertragen. Die Firma ist erloschen. Als nicht einge- tragen wird bekannt gemacht! Gläu- biger der aufgelösten Gesellschaft, die sich binnen 6 Monaten beim Ueber- nehmer melden, können insoweit Sicher, hettsleistung verlangen, als sie nicht Befriedigung verlangen können. Ehlingen. Uhr. 1938, Uhr. Weitersührung der Maßnahme« der Reichsergierung zur Nettversorgung der minderbemittelten Bevölkerung t Fettverbilligung und Regelung des Bezugs von Konlummargarine). Die Ausgabe der Reichsverbilligungs, scheine für Speisefette erfolgt beim Städt. Forsorgeamt im Schlotz für die Fürsorgeempfänger, Lohnempfänger (deren Einkommen den Richtsatz der »ffenil. Fürsorge nicht wesentlich über- steigt), sowie für kinderreiche Familien am Dienstag, den 4. Oktober von 8—12 Uhr und 2—5 für die Rentenempfänger am Mittwoch, den 5. Oktober von 8—12 Uhr und 2—5 Diejenigen Volksgenossen, die nach ihrer wirtschaftlichen Lage auf den Be, zug von Konsummargacine angewiesen sind, ohne datz bei ihnen die Voraus- fetzung sllr die Gewährung der Verbsl- ligungsscheine erfüllt sind, erhallen Stammabschnilte mit Bezugsscheinen für Konsummargarine ohne Verbilli- gungsschein. wenn ihr Einkommen in der Nähe des doppelten Richtsatzes der öffentliche Fürsorge liegt. Die Ausgabe dieser Scheine erfolgt am Donnerstag, de» 6. Oktober 1938, von 8—12 Uhr, "J>ie Bezugsberechtigten werden ersucht. sich an die obengenannten Aus- aabezeiten zu halten. Verdienstnach- weise sind vorzulegen. Soweit die Be- zugSscheine von drillen Personen ab- geholt werden, sind Vollmachten bei- zubringen. Ettlingen, den 1. Oktober 1938. Der Bürgermeister. Verlangen Sie in Gaststätten im Hag-Geschirr Kafflee Ha# üt Leite 10. Nr. 278 Badische Presse Dienstag, de« I. Oktober 1988 Sonderbericht mit neuen Aufnahmen: Mussolini, Chamberlain, Daladier beim Führer in München MW .. mW- lAorleWl j,«»» Heute abend 8.15 Uhr Das Programm der Rttraktionen! Morsren Mittwoch 4.15 Uhr das neue Programm im »actimmag der Hausiraii Sex. der Abendvorstellung 8.15 Uhr MM> Heule Tanz beiilbt n . der üausfrauen Nachmittag mit vollständig neuem Programm. Kapelle Peppi Satzer Garage (Holt) alz Bauhütte, Schuppen oder Garten- Haus verwendbar, billig zu verkaufen. Leopold Walschburger, Wolfartsweier, Friedenstrabe 17. Gerade jetzt ist die Zeit da die Grundlage zum eigenen Haus zu schaffen. Am Mittwoch, 5. Oktob., abends 8 Uhr, spricht im „Nowack" in Karlsruhe, Ettlingerstraße Werbeleiter Baur über „Die FHianzieniHB lies tipenen Hauses" Alle sind herzlich willkommenl Persönliche Beratung! „Badenia" Hypotheken- u. Bausparkasse £ fr Karlsruhe, Kaiserstr. 67 1 Million Mark nach Karlsruhe und Umgebung zugeteiltI Ortsgruppe Karlsruhe 2)o. 6. 10. 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Bruchsal, 28. September 1938. Amtsgericht III. öadeu-Baden. Handelsregister zur Firma Städtische Werte Attiengesellschas, (Elektrizitäts-, Gas,. Wasserversorgung«- und Ber- kehrsbetrtebe) Baden-Baden in Baden- Baden: Durch Beschluß der Hauptver- "amffiluiiß vom 2 b. Septem b ex 1938 { 9 btt B Wch O An SHi Umwandlung von Kapitalgesellschaften vom 5. Juli 1934 die Aktiengesellschaft unter Uebertragung des Vermögens und der Schulden auf die Stadt Ba- den-Baden aufgelöst. Der Auflösung wird rückwirkende Kraft auf 30. Juni 1938 beigelegt. Die Schlutzbilanz ist aus 30. Juni 1938 aufgestellt. Auf die nota- rielle Urkunde wird verwiesen. Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Den Gläubigern der Aktiengesellschaft, die sich binnen 6 Monaten nach der Bekanntmachung der Eintragung des Umwandlungsbeschlussez in das San- delsregister zu diesem Zwecke melden, ist Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können. Die Gläubiger werden auf dieses Recht hin- gewiesen '— UmwG. § 6.—. Baden-Baden, den 29. Sept. 1938. Amtsgericht. Bekanntmachung der Städtischen Werte A.-G. Baden-Baden Der Wintersahrplan der Straßen, und Bergbahn tritt am 3. Oktober in Kraft. Der erste der beiden Nacht- wagen (0.11 Uhr ab Lichtental—Brams- platz, 1.1g Uhr ab Bahnhof Baden-Oos) füllt weg. Der Fahrplan entspricht im übrigen dem vorjährigen Winterfahr- Plan. Einzelheiten sind aus den Aus- Kwqeftchrplänen zu «sehe«. Rastatt Giiterrechtsregistereintrag Band I S. 322: Leopold Schottin üller, Kaufmann in Rastatt und Johanna Ursula, geb. Hollmann. Die Verwaltung und Nutznießung des Ehemannes am Vermögen der Ehefrau ist ausge- schlössen. Rastatt, den 29. September 1938. Amtsgericht Zweifamilienhaus Bodenseekurort, als Pension ein- gertcht., 12Zim.. 3 Küchen. 2 Bäder. Zentral- Heizung, fließ. Wasser In 10 Zim., zu verk. Harter, 3mm., Konstanz, Bahnhofstr. 8. ßeirate- Gesuche junger Staatsbeamter In gehob Stellung, w. baldige Heirat mit nettem, solid. Mädel b 25 Jahr. Gesl. Bildzuschrist, erb. u. Nr. 4589 an die Bad. Presse Dorchheim. Betr. Pferdebcsitzer. Den Pferdebesitzern zur Kenntnis, daß bei etwaigen • Pferde-Aushebungen bei eingetragenen Zuchtftuten das Stallbuch als Beleg mitzubringen ist. bei gedeckten Stuten ist der Deckschein mitzubringen, bei kranken oder nicht marschfähigen Pferden ist ein tierärzt- liches Zeugnis vorzulegen. Runderneuerung an Kraftfahrzeugen. Ich mache hiermit die Kraftfahrzeug- besitzer auf das an der Ortsverkündi- gungetafel hier angeschlagene Meck- blatt Uber die Runderneuerung von Kraftfahrzeugreifen aufmerksam und ersuche die Kraftfahrzeugbefitzer von dieser Runderneuerung, weitgehendst Gebrauch zu machen. Forchheim, den 29. Sept. 1938. Der Bürgermeister. verschiedenes . Ein Zwieielprä». ist Paul Kneifels tinkittv" dieses ha, sich seit über Sl> Jahren bei Kahlhcit, Haaraus. fall und Haarpflege glänz, bew., wo alle anderen Mittel ver- sagten. Aerzti. emp. fohlen. — Zu Hab. in 3 Größen bei: (Fflrl Roth, Trogeric «crrcnitrofsc 2R/28 Parfümerie Barel, Kaiserstraß« 183 Sehr rentables Etagenhaus Hildapromenade mit schönen u. geräumigen 3 Zimmer», Wohnungen, Badezimmer, Mädchen» zimmer usw. sowie mehreren Garagen bei 15—20 000 je Anzahlung zu verkaufen durch Immobilienmakler M. Kühler & Sohn Karlsruhe, Kaiserstr. 82a, Telefon 461. | %r*?%erie n ^ - Bsfr&ssyS: ist 'in®. in Mg. Badische Presse 54. Jahrelang AUS KARLSRUHE Nummei 273 / Seile Dienstag, den 4. Okiober Unterpfand der gesunden Zaltanff eines Volkes : Lebensfrohe Mütter, kraftstrotzende Kinder RSL. sorgt »ür Hilfe zur rechten Zeit - Ueber 292000 Mütter könn en in Erholung geschult werden Unter de« Einrichtungen der NSB ist das Hilfswerk für Mutter und Sind allen Deutscheu, vor allem aber deu Frauen, das vertrauteste, deun es ist d i e Einrichtung, deren Wirken das allgemeine Wohl am tiefsten beeinflußt, weil gesunde lebensfrohe Mütter und Kinder des Volkes reichster und schönster Besitz sind. Man wird dies segensreiche Werk umso lieber fördern, wenn man hört, daß es in de» Jahre« 1934 bis 1938 allein 2 9 2 319 Mütter für vier Wochen zur Erholung fortschicke» konnte. Wieviel Energie dazu gehört und wieviel beste Frauen- kraft gefährdet ist, wenn eine Mutter in einem Zustand zwischen Gesundheit und Krankheit ihre täglichen Pflichten er- füllen muß, davon bekommt man einen Begriff, wenn man eine Mutter vor und nach der Erholung sieht. Den Zu- stand vor der Erholung wollen wir nun nicht schildern, son- Sern das beglückende, erfolgreiche „Nachher". Einer kinderreichen Arbeiterfrau wird geholfen Da ist z. B. im ersten Stockwerk eines Karlsrnher Mehr- familienhanfes eine Arbeiterfrau mit sechs Kin- Sern von 7 Jahren bis zu 13 Monaten- die beiden Jüngsten, Sechs Kinder freuen sich mit der Mutter, die nach ochtwöchigel Erhol» durch die flSÜ wieder gesund zurückkehrte Buben, sind Zwillinge. Die ganze Familie ist kerngesund, und es ist auch „immer gegangen", bis die Zwillinge erwartet wurden. Nun, da brachte denn das Müttererholungswerk die junge Frau in den hohen Schwarzwald, wo gute Luft, passende Ernährung und Ruhe den Kräfteausgleich schnell herstellten. Und so sind denn die Zwillinge stramme Kerlchen. Im letz- ten Sommer schickte man die Mutter, damit sie sich von der Geburt erhole, in das herrliche Müttererholungsheim in Gernsbach,' eine NS-Haushalthilse, wie die NSB sie in dringenden Fällen stets stellt, besorgte indessen den Haushalt. Die junge Mutter aber hat sich so prächtig herausgemacht, daß man um ihre Gesundheit nicht mehr zu bangen braucht. Als wir im Anblick der sechs Blondköpfe meinen: „ Wie die Orgelpfeifen . . .", da sagt sie lächelnd: „Es ist besser, man kriegt sie jung und nacheinander, dann können sie miteinander groß werden". Kameradschaft unterstützt die Gesundung Andere Erholungsmütter berichten von der schönen Käme- radschast mit Frauen aus den verschiedensten deutschen Gauen, mit Ausländsdeutschen und Ausgewiesenen, von den Vorträ- gen über Haushaltführung, Kinderpflege, neue Gesnndheits- führung usw. und wie sie allerlei Koch- und Waschrezepte und häusliche Erfahrungen austauschten. Sie haben viel von ein- ander gelernt, denn sie kamen nicht nur aus verschiedenen Landschaften, sondern auch aus sehr unterschiedlichen Lebens- sphären. Bäuerinnen waren unter ihnen, Arbeiterfrauen, Geschäftsfrauen,' manche waren vor ihrer Ehe Haustöchter, andere Lehrerin, Verkäuferin, Stenotypistin, Hausgehilfin, uuö doch verstanden sie einander gut. So bahnt sich auch in diesen Erholungsheimen für Erwachsene jener soziale Ausgleich, jenes Einander-Schätzen und Voneinander- Lernen an, wie die Jungen und Jüngsten es in den Arbeits- lagern erfahren, ihrem ganzen Leben zum Segen, Das aber ist für die seelische Gesunderhaltung des Volkes nicht weniger wichtig, als die Erhaltung und Steigerung seiner körperlichen Leistungsfähigkeit. Mütter schreiben Vankbriefe Und so gehören auch die vielen, vielen Dankbriefe von Müttern an die Hilfe für Mutter und Kind zu den menschlich wertvollsten Dokumenten der NSB,' in ihnen sprechen sich vielfach Frauen aus, die vor der Erholung mutlos nird oft verbittert, von nichts in dieser Welt mehr Erlösung aus die- sein Zustand erwarteten. Da schreibt z. B. eine Mutter, die während der eigenen Erholung ihr Kind wohlgeborgen in einem Kinderheim wußte: „Schwach, elend und zittrig kam ich hier mit noch 12 Frauen an, aber mit der Freude im Herzen, daß ich meinem Kinde wieder eine gesunde Mutter sein werde und mit der Bernhi- guug, daß auch für meines Kinöes Gesundheit gesorgt ist. . . Wie die feinen Leute sind wir hier in diesem Hans unterge- bracht unter getreuer Obhut, mit großartiger, kräftiger Kost, so daß eine Frau schon 16 Pfund, andere 6—8 und ich schon 6 Pfund zugenommen haben. Nach Tisch hört man immer wieder, ich kann nicht mehr, so reichlich ist das Essen. Peinlich sauber sinö die Zimmer und Betten, daselbst fließendes kaltes Für die beiden war die Kinderlaniverschickung der RTL nicht nur ffr. holung, sondern ein großes Erlebnis tAusn, Haas) und warmes Wasser. Ausslüge haben wir auch schon ge- macht . . K,r dsrlandverschiikung beugt vor Ebenso segensreich wie das „Mnttererholungswerk", wirkt sich die vorbeugende „Kinder-Landverschicknng der NSB" aus? sie ist gleichfalls das ganze Jahr hindurch „aktuell". Bo» dem, was sie leistet, bekommt man eine« Begriff, wen« man hört, daß sie in den Jahren seit 1983 insgesamt 2 142 664 Kinder zur Erholung irgendwohin schicke« konnte. Der Gau Bade« konnte in diesem Jahre sogar die Hälfte mehr Kinder aufnehmcn, als im vergangenen. Das ist eine kleine Uebersicht aus Teilgebieten des großen deutschen Hilfswerkes, dessen weiterer Ausbau allen denen Herzenssache ist, die es mit unserem Volke g u t meinen. M. Z. Es fehlt an der Verkehrsdisziplin Betrunkener Fußgänger verursacht Anfall Am 2. Oktober 1938 gegen 21 Uhr lief in der Robert- Wagner-Straße in Hagsfeld ein Fußgänger in an- getr««kenem Zustand in die Fahrbahn eines Motor- rades hinei». Der Motoradsahrer kam zu Fall und wnrde mit einer Gehirnerschütterung in das Krankenhans eingeliefert. * Folgenschwerer Zusammenstoß. In der Weingartener Straße in Durlach stießen ein Radfahrer und ein Kraftrad- fahrer zusammen. Beide Fahrer zogen sich durch den Zu- sammenstoß erhebliche Verletzungen zu. Schuld trägt der Polizeiflugzeuge sichern den Luftraum Luftsperrgebiete müssen beachtet werden - Vatrouillenslugzeuge tragen besondere Kennzeichen Zum Schutze der aus Befehl des Reichsministers der Lnft- fahrt, Generalseldmarschall G ö r i n g, an der Westgrenze ein- gerichtete» Luftsperrgebiete Aache«, Trier, Pfalz, Bade«, wurden am 20. September 1938 Polizeiflngzenge des Reichs- lustaussichtsdieustes eingesetzt. Es sind dies besonders be- wasfnete und schnelle Spezialslngzeuge, welch« in de» L»ft- sperrgebieten stationiert werde« und durch Patrouillenslüge den gesperrten Lustraum sicher». Die Polizei-Flngzeuge sind besonders kenntlich gemacht durch hellgrünen Anstrich von Rumpf und Tragflächen. Vorderseite des Rumpfes und Fahrwerk tragen weiße Farbe. Die Polizeiflugzeuge tragen die Reichsdienstslagge an beiden Seiten des Seitensteuers auf- gemalt,' sie führen außerdem als Kennzeichen in weißer Farbe hinter dem Hoheitszei- chen D die Buchstaben „P O L" und anschließend eine Nnm- mer. Wird von dem Polizeiflug- zeug ein Luftfahrzeug ange- troffen, das unberechtigt in das Luftsperrgebiet eingeslo- gen ist, so hat das Polizeislug- zeug mittels Abgabe von Warnschüssen durch Leuchtspur - Munition das Luftfahrzeug zur Lan- düng aus dem kürzesten Wege aufzufordern, nach Möglichkeit aus dem nächstgelegenen Flug- Hasen außerhalb des Sperr- gebietes. Wird die La«d«ngs- aussorderung »icht befolgt, so wird das Luftfahrzeug unter Feuer genommen, erforderlichenfalls bis zum Absturz. Der Einsatz von Polizeiflugzeugen ist keineswegs neu. Andere Staaten in- und außerhalb Europas besitzen diese Einrichtung zum Schutz ihrer Grenzen, insbesondere ihrer Luftsperrgebiete bereits seit langem. Für Teutschland, das durch Feinddiktat gezwungen war, auf Polizeislugzeuge zu verzichten, hat es erst das Befreiungswerk des Führers er- möglicht, den Schutz des deutschen Luftraums auch im Frie- den mit dem notwendigen Nachdruck durchzuführen. Radfahrer, der die Fahrtrichtungsänderung nicht angezeigt hat. Verletzung des Vorfahrtsrechts. Ecke Karlstraße und Kriegsstraße ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Motorradfahrer. Es entstand nur Sachschaden. Der Unfall wurde hervorgerufen durch Verletzung des Vorfahrtsrechts. Beim Aussteigen ans der Straßenbahn verunglückt. In der Saarlandstraße beim neuen Bahnhof Knielingen wurde eine Frau, die aus der Straßenbahn ausstieg, von einem Kraftradfahrer angefahren. Die Frau zog sich Verletzungen zu und wurde ins Städt. Krankenhaus eingeliefert. Die Schuldfrage konnte noch nicht geklärt werden. Wer kennt tie Tote? Am 8. Oktober 1988, morgens Vi8 Uhr, wurde aus öem Altrhein bei der Altrhsinstraßenbahnbrücke eine unbekanme weibliche Leiche gelänget, die nicht lange im Wasser lag. Ein Regenschirm nnd ein Franensilzhut wuröen am Altrheinufer gefunden. Beschreibung: Etwa 40—45 Jahre alt, 1,66 Meter groß, untersetzt, dunkelbraune, vorn weißgestrichelte Haare, langer Zopf, längliches Gesicht, kleine Ohren, vorn vollständige Zähne. Bekleidung: Mausgrauer Filzhut mit braunem Band nnd weißer, kleiner Feder, hellbrännlicher Mantel mit iveißen Tupfen, braunes Kkiü mit weißen seingestrichelten Karos, gelblich-weißer Spitzenkragen, graner Trikotunterrock, gelb- liche Hofe, weißes Hemd, Monogramm P. W., Büstenhalter, Monogramm P. L., braune, dünne Strümpfe, braune Span- genschuhe mit geflochtenem Leder. Bei der Toten wurden gefunden: 4 Haarstecker und eine breite Haarspange aus gelbem Horn, ein brauner leöerner Geldbeutel mit 1.42 RM., ein roter Straßenbahnfahrschcin nn'd ein weißes Taschentuch, gezeichnet P. Der gefundene Regenschirm hat gelben gebogenen Horngriff und Gummi- zwinge. Wer Angaben über die Persönlichkeit dieser Toten machen kann, wird gebeten, dies sofort der Kriminalpolizeistelle Karlsruhe mitzuteilen. Bermißt Vermißt wird seit 23. September 1338, Kaiserstraße III, der Kaufmann Wilhelm Rosenfelder, geb. am 7. Juni 1889 in Peterzell (bei Villingen). Beschreibung: Er ist 1,63 Meter groß, schlank, graues Kopfhaar, durchgehende Glatze, bartlos, trägt helle Hornbrille. Bekleidung: Dunkelgrauer Filzhut, dunkelgrauer Anzug in sich gestreift und schwarze Halbschuhe. Um sachdienliche Angaben bittet die Kriminal- polizeistelle Karlsruhe. Verlegung der Dicnkträume öes t. Polizeireviers Am 3. Oktober 1938 ist die Polizeiwache in der Gottesauer st raße Nr. 8 umgezogen. Ter Tienstbetrieb dieser Wache wurSe am 4. Oktober 1988 um 7 Uhr in der neuen Unterkunft, Robert-Wagner-Allee Nr. 44, ansgenim- meu. Dienstag, de« I. Oktober 1988 Badische D reffe Nr. 278. Veit« iVeae "Bestimmungen zum 1. Oktober Scheinwerfer, Rückstrahler und Schlußlichter Das geänderte Signa'bild am «u»o - Fingerzeigs für »en Kranfahrer Im Laufe des Jahres ist die Vorderansicht des Kraftwagens immer wieder Veränderungen unterworfen worden und zwar nicht nur dnrch die verschiedenen Kühlerformen, sonder« auch dnrch die Art der Anbringung der Signal- und Belenchtnngseinrichtnng. Mit Erscheinen der neuen Zulassungsorduung für de« Reichsstraßenverkehr (RStBZOj ist das Maximum a« Sigualeiurichtunze» am Fahrzeug festgelegt morde«. Die Regelung ist so eindeutig getroffeu, daß mau annehme» sollt«, daß die noch zum Teil bestehende» üblen Erscheinungen ausgemerzt werde». Der Gesetzgeber ««ter- scheidet — wie wir vom Technischen Ueberwachnngsdienst des DDAC (Der Deutscher Automobil-Club) erfahre« — bei sei- «er Berord«»«g Sigualeiurichtungen, die vorhanden sein müsse« und solche, die darüber hinaus «och vorhandeu sei« dürfe«. Auch für die letztere« w«rde Art ««d Zahl be- gre«zt. Gignalbild von vorne Zur Beleuchtung der Fahrbahn darf nur weißes oder schwach gelbes Licht verwendet werden, dabei müssen beide Scheinwerfer in gleicher Farbe und Helligkeit leuchten. Die Scheinwerfer müssen in gleicher Höhe und in gleichem Abstand von der Mitte des Fahrzeuges angebracht sein, wobei die untere Spiegelkante nicht höher als 1 Meter über der Fahrbahn liegen darf. Damit die Breite des Fahrzeuges bei Dunkelheit erkennbar wirb, müssen Fahrzeuge, bei denen die Scheinwerfer mehr als 40 Zentimeter von der Außenkante entfernt sind, zwei weiß oder schwach gelb nach vorn leuch- tende Lampen ausweisen. Dies ist das vordere Signalbilö, wie es die RStBZO seit dem 1. April 1988 verlangt. Kraftfahrzeuge, die erstmals seit 1. April 1938 zugelassen wurden, müssen außerdem eine Kontrollampe für das Fern- licht haben. Für alle anderen Fahrzeuge tritt diese Bestim- mung erst ab 1. April 1989 in Kraft. Außer diesen Beleuchtungen, die vorhanden sein müssen, können noch ein Zusatzscheinwerfer (Nebellampe, Kur- venlampe, Breitstrahler n. dergl.) und ein Suchscheinwer- fer angebracht werden. Der zusätzliche Scheinwerfer lNebel- lampe u. dergl.) darf nicht höher als die Scheinwerfer ange- bracht werden und muß mit diesen geschaltet sein. Weißes oder gelbliches Licht ist zulässig. Es ist ausdrücklich nur ein zusätzlicher Scheinwerfer gestattet. Der Suchscheinwerfer kann ebenfalls gelbliches oder weißes Licht haben und darf nur zugleich mit dem Schlußlicht und der hinteren Nummernbe- leuchtung einschaltbar fein. Signalbilö von hinten Nach rückwärts muß das Signalbild aus Kennzeichentafel und deren Beleuchtung, Schlußlicht, Bremslicht und Rück- strahier bestehen. Zusätzlich kann noch ein Rückscheinwerfer angebracht werden. Das Nummernschild hat sich gegen früher nicht verändert. Es hat schwarze Schrift auf weißem Grund. Die Buchstaben und Ziffern können erhaben sein, dürfen aber nicht spiegeln. Der untere Rand darf nicht weni- ger als 30 Zentimeter über der Fahrbahn liegen. Ferner darf die Beleuchtung des Kennzeichens nur mit der Gesamt- beleuchtung des Fahrzeuges beim Abschalten erlöschen. Nach 8 83 der RStBZO müssen an der Rückseite des Fahr- zenges zwei rote, gleich stark wirkende Schluß- lichter in gleicher Höhe und in gleichem Abstand von der Mittellinie der Fahrzeugspur angebracht sein. Die Schluß- lichter müssen in einem Höhenbereich von 40—125 Zentimeter über der Fahrbahn liegen und mindestens 33 Zentimeter un- terhalb der Höhe des Fahrrichtungsanzeigers angebracht sein. Ihr Abstand voneinandsr mnß mindestens 119 Zentimeter und darf höchstens 170 Zentimeter betragen. Der Abstand von dem äußeren Fahrzeuggrad darf 40 Zentimeter nicht überschreiten, außerdem muß jedes elektrische Schlußlicht eine für sich gesicherte Leitung haben. Ferner ist Bedingung, daß ein oder zwei Bremslichter geführt werden, die gelb-rot sein müssen und bei Tage deutlich ausleuchten. Außer den Schlußlichtern wird noch ein roter Rückstrahler gefordert. Was kann, dar? oder muß noch fein? Zum Signalbild gehören ferner die F a h r t r i ch t u n g s - anzeig er. Sie müssen gelb-rot leuchtende Arme haben, die bei Betätigung den Umriß des Fahrzeuges verändern und ausgeschaltet unsichtbar sind. Der leuchtende Arm muß 8 Zentimeter über der breitesten Stelle des Fahrzeuges hervor- treten. Die Stellung des Fahrtrichtungsanzeigers soll der Fahrer entweder unmittelbar oder aber mittelbar durch Kon- trollampe am Armaturenbrett erkennen können. Mit der neuen Reichsstraßenverkehrsordnung ergeben sich auch zusätzliche Kontrolleinrichtungen am Arma- t u r e n b r e t t, die vorhanden sein müssen. Neben den üb- lichen Anzeigevorrichtungen, die Tachometer, Oeldruckmesser, Benzinmesser usw. tritt nunmehr noch die schon eingangs er- wähnte blau leuchtende Kontrollampe für das Fernlicht und da, wo die Fahrtrichtungsanzeiger nicht direkt zu sehen sind, eine Kontrollampe für diese. Im übrigen ist den Automo- bilfabriken die Art der Unterbringung dieser Kontrollvorrich- tungen auf dem Armaturenbrett überlassen. Bedingung ist, daß sie einwandfrei im Blickfeld des Fahrers liegen. Man sieht schon jetzt zum Teil bei Lastkraftwagen mit ge- schlossenem Führerhaus, wenn sie Anhänger mit sich führen, auf dem Führerhaus ein gelbes Zeichen in Dreiecks- form, das bei Dunkelheit leuchtet. Führt der Lastkraft- wagen keinen Anhänger, so muß dieses Zeichen unsichtbar sein. Diese Bestimmung tritt am 1. Oktober 1938 in Kraft. Eigene Vorsicht - bester «nwllschuy Aus alldem ist zu ersehen, daß der Gesetzgeber die im Augen- blick vorhandenen Möglichkeiten benutzt hat, um die Verkehrs- sicherheit zu heben und die immer noch viel zu hohe Unfall- Ziffer herabzudrücken. Bei Beherzigung der Vorschriften und bei vernunftgemäßer Bedienung der zur Verfügung stehen- den Signalanlagen des Kraftfahrzeuges muß diese Unfall- Ziffer noch um ein erhebliches reduziert werben können. Darum sollte ei« jeder die von ihm geforderte Vorsicht zu seinem eigene» »«d zum Wohle aller andere» Berkehrsteil« «ehmer immer ««d überall gewissenhaft walte« lasse«. Runö um örn Xuvtnbtrg Neuordnung der Hausschlachtungen Am Samstag trat die neue Bestimmung über Hausschlach« tungen in Durlach und Aue in Kraft. Darnach können solche in Zuknnft nur am Montag, Mittwoch und Freitag erfolgen. Anmeldungen sind zwei Tage zuvor an die Verwaltnngs- stelle Tnrlach zu richten. Gleichzeitig sind die Schlachtsteuer und Beschauungsgebühr zu entrichten. Ei«schiitz«»g zur Gebäude»erficher««g. 3m November und Dezember wird die Einschätzung zur Gebäudeversicherung vorgenommen. Sämtliche Gebäude, die dieses Jahr unter Dach gebracht wurden, fallen darunter. Weiter ist die Wertvermehrung und -Verminderung zu berück- sichtigen. Geburtstage. Heute Dienstag begeht Adam Busch, Kelterstraße IS, sei» nen 71. Geburtstag. Bäckermeister Gottlob Schillinger, Werderstraße 3, feierte am ersten Oktobersonntag seinen 65. Geburtstag. Dachbra»d. Passanten sahen in der Nacht vom Samstag auf Sonntag wie aus dem Dachgeschoß des Hauses Adols-Hitler-Straße, Ecke Rappenstraße, heftiger Qualm drang. Ein Balkenbrand infolge falschen Anschlusses des Ofens, war die Ursache. Die Karlsruher Feuerlöschpolizei beseitigte den Gefahrenherd. Lebensmüde. Eine ältere geschiedene Frau stürzte sich am Montag in der Frühe aus einem Fenster ihrer im 8. Stockwerk ge- legenen Wohnung in der Lindenstraße auf die Straße. Die Frau blieb schwerverletzt liegen. Das Sanitätsauto brachte sie in das Krankenhaus. Sie Versonenttandsaufnabme In den nächsten Tagen erscheinen wieder bei den HauS- besitzern oder ihren Vertretern die Beauftragten der Stadt und überbringen die der Steuerveranlagung dienenden Haus- listen, Haushaltslisten und Betriebsblätter sowie erstmals die Hansliste V. Während die HauSlisten und HauSlisten V nur von den Hausbesitzern oder deren Vertreter auszufüllen sind, geben diese die HaushaltSlisten und Betriebsblätter sofort nach Erhalt an die auf ihrem Grundstück befindlichen HauS- Haltungen und Betriebe zur Ausfüllung. Stichtag für die Erhebung ist der 10. Oktober 1938. Pünktliche und fristgemäße Ausfüllung der Papiere ist Pflicht jedes ein- zelnen. Auf den ersten Seiten der Erhebungspapiere befinden sich Anleitungen zur Ausfüllung, deren Kenntnis Voraus- setzung für eine richtige Erledigung ist. Besonders wird darauf hingewiesen, daß auswärts Beschäftigte ihren Beruf und ihren Arbeitgeber genauestens anzugeben haben. Die männlichen deutschen Staatsangehörigen der Jahr- gänge 1914/18 haben besonders darauf zu achten, daß die von ihnen auf Seite 4 der Haushaltsliste zu machenden Angaben über ihr Wehrdienstverhältnis lückenlos sind. Das Betriebsblatt enthält wieder eine Frage nach den Wohngemeinden der Gefolgschaftsmitglioder. Größeren Be- trieben wird empfohlen, schon jetzt dir entsprechenden Fest- stellnngen zu treffen, damit die Ausfüllung des Betriebs- blattes hierdurch keine Verzögerung erleidet. Ab 18. d. Mts. werden die Erhebungspapiere wieder abgeholt, sie sind daher spätestens am 12. d. Mi?. mittags dem Hausbesitzer oder seinem Vertreter abzugeben. Zum Konzer«? und vpernabend der Wiener Sängerknaben am I. Oktober. Als die weltberühmten Wiener Sängerknaben Im Oktober vorigen Jahres zum ersten Male im Karlsruher ikintrach'saal austraten, ahnte noch niemand, daß diese prächtige Bubenschar bald unsere Landsleute werden würden. Auf diese Landsleute aber können wir nun wirklich stolz sein, denn sie bringen setzt böchfte deutsche Kunst in alle fünf Weltteile. Wenn sie gelegentlich in ihr schönes Wien zurückkehren, hausen sie nun auf dem.herrlich gelegenen Schloß Wilhelminenberg hoch über Wien und können sich trotz ihres ungewöhnlich strengen wissenschaftlichen und musikalischen Studiums als recht wilde Buben ihres Lebens freuen. — Neben geistlichen und weltlichen Thören einfachster und schwierigster Art wird besondere Sorgfalt der heiteren Svteloper gewid- met. Mit ihren Aufführungen haben die Wiener Sängerknaben dir ganze Welt entzückt. Ein Strom von Liebe und Wärine begleitet sie durch die ganze Welt. Jeder, der diese entzückenden Sängerbuben in dem Film „Konzert in Tirol" gesehen hat oder im Radio gehört hat, wird die selten« Gelegenheit gerne ergreifen, am kommenden Donnerstag, den 6. Oktober, die wirklich weltberühmten Wiener .Sängerlnaben persönlich kennenzulernen, zumal auch die reizende Einakteroper „Abu Hassan" bon Weber ausgeführt wird. Die Beranftaltung findet im Cinirachtfaal 8 Uhr abends statt. Zwei Veranstaltungen »erlegt! Da die badische Gaukuliurwoche auf Ende November verschoben worden ist. konnte die Konzertdirektton Kurt Neuseldt nun eine Häufung von Veranstaltungen in der ersten Oktoberwoche der- meiden, indem sie den 1. Kammermusikabend mit dem Stuttgarter W e n d - ling-Ouartett auf Dienstag, den ll. Oktober (statt Dienstag, den 4.1, verlegte. — gerner wurde der Tanzabend P a l u c c a , der aus den 7. Oktober angesetzt war, auf Montag, den 17. Ottober, verlegt. Blich über Sinlovffonnlage öeS WSW 1938/39 Die Eintopfsonntage des WHW. 1938/89 sind für das ganze Reichsgebiet wie folgt festgesetzt worden: 9. Ok- tober, 18. November, und 11. Dezember 1938, 8. Januar, IS. Februar und 12. März 1939. An diesen Tagen werden in jedem Haushalt, in jeder Gaststätte, in den Speisewagen der Reichsbahn und auf allen deutschen Schissen nur Eintops- gerichte zubereitet und verabfolgt. Für den Eintopssonntag am 9. Oktober 1938 hat der Leiter der Wirtschastsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe für die G a st st ä t t e n bestimmt, daß keine anderen als die nachfolgenden Eintopfgerichte abgegeben werden dürfen: Erbsensuppe mit Einlaqe, Weißkohl mit Rindfleisch, Fischgericht, Gemüsetopf nach Wahl. Eichhörnchen frei von En'enzaunen Der Nymphengarten hat nun ebenfalls feine unschön wirkenden Eisenzäune verloren. Statt der Reihe langer Lan- zen scheidet frisches Grün der Anlage den Jnnengarten von den Straßenzügen. Jeder denkt, das hätte längst sein können. Aehnlich scheinen auch die zahlreichen zutraulichen Eich- Hörnchen zu denken, die den Nymphengarten bekanntlich zu aller Besucher Freude bevölkern und die bisher schon allerlei Spaziergänge auch über die Straßen zu machen psleg- ten, unbekümmert um den Berkehr. Wenn die Tierchen heute mit den jieugierigen schwarzen Aenglein an der Außenseite deS Gartens wie im Freilanö ihres eigenen Reiches über den gebliebenen niedrigen Steinsockel lugen, so ist dieses nette Bild tierlicher Vertrautheit mit den menschlichen Spazier- gängern oder Vorbethastenden ein weiterer freundlicher Punkt in einer Gemeinsamkeit, wie sie durch den Fall der trennenden Gitter, die besseren Zwecken dienen können, ge- schassen worden ist. Weitere Premieren im Slaattlheater Am Mittwoch, den -5. Oktober, wird der erste Abend von Friedrich Hebbels Nibelungen-Trilogie zur Aussühruna ge- langen, dem am daranssolgenden Mittwoch, den 12. Oktober, der zweite Abend als Abschluß des gigantischen Werkes solgen wird. Der erste Abend enthält die beiden Abteilungen „Der gehörnte Siegfriod* und „Siegfrieds Tod", der zweite Abend „KriemhildS Rache". .Die Gesamtinszenierung schus Felix Baumbach. In der Oper wird am Sonntag, den 9. Oktober. Richard Wagners große tragische Oper „Rienzi, der letzt« der Tri- bunen" unter der Leitung von Joseph Keilberth und Erik Wildhagen nach längerer Pause wieder im Spielplan des Bad. TtaatStheaterS erscheinen. An diesem ersten Abend wird den Colonna der von seinen früheren Gastspielen her noch in bester Erinnerung stehende Kammersänger Paul Bender von den Bayerischen GtaatStheatern, München, singen. Clui föemft w Kunstausstellung. Zum 50. Geburtstag, am 4. Oktober, öes leider früh verstorbenen Künstlers Gust. Kullrich hat das Kunsthaus E. Büchle-Bertsch am Ludwigsplatz eine klein« Ausstellung seiner Arbeiten, besonders prachtvolle BlumenbilIer, veranstaltet. Todesfall. Im hohen Alter von 82 Jahren ist Oberlandes- gerichtsrat a. D. Dr. Oskar Puchelt auf dem Puttkamer- Hof, wo er die letzten Jahre bei seiner Tochter verlebte, in die ewige Heimat abberufen worden. Dr. Puchelt. der in Graz geboren war. wurde 1880 Rechtspraktikant. 1888 Referendar, 1887 Amtsrichter in Pfullendors, 1888 in Eberbach, 1892 Oberamtsrichter, im gleichen Jahr Landgerichtsrat in Mannheim, kam als solcher 1899 nach Heidelberg, und 1904 unter gleichzeitiger Uebertragung der Stellung des Borsitzen- den einer Handelskammer wieder nach Mannheim. 190« wurde er Oberlandesgerichtsrat am Oberlandesgericht Karlsruhe, wo er bi» zu seiner Zuruhefetzung verblieb. Ihren 70. Geburtstag feiert heute in guter geistiger und körperlicher Frische Frau Christine Müller, wohnhaft Zähringerstr. 17c. ♦ «adisches «taatitteate». Heute, Dienstag. 4. Oktober, findet eine Wiederholung der Neuinszenierung der Strautzschen Operette „Der Zigeuner- daran" statt. Daß dies bereit« die siebente Wied-rholung innerhalb von zwei Wochen ist, svricht für den durchschlagenden Ersolg der Neueinstudierung. Die Vorstellung beginnt um ?0 Uhr in der Besetzung mit Elfriede Goetze, Hedwig Hillengatz, Werner «chupp und Franz Schuster. In de« Rheingold-Lichtsvielen läuft ab heute — nur 3 Tage — die große deutsche Filmrevue der Tob's „Es leuchten die Sterne". In den Hauptrollen La Jana, Vera Bergmann, E. I. Fürbringer, Carla Rust, Rudi Godden, Paal Roschberg, Theo Lingen, Paul Hörbiger, Ann» Ondra. Max Schmeling, Manfred v. Brauchitsch, Hermann Lang, Rudolf llaracciola u.a.m. I« den Schauburg.Lichtspielen läuft des grotzen Erfolges wegen der Terra- Krotzsilm ,.G e h e i m z e i ch e n L. B. ! 7" weitere drei Tage. In den Haupt- rollen Will» Birgel, Hilde Weitzner, Bernhard Minettt, Rens Deltgen, Ott» Wernicke u. a. rn. Tages-Anzeiger DienStag, 4. Oktober 1988 Theafei: Badisches Staatstheater: „Der Zigeunerbaron", 20 Uhr üol»sfeum.Dheater: jjariet«, 20.ll Uhr Film : Atlant»! ..Rätsel der Urwaldhölle" «k,pi»»l: „Schatten über St. Pauli" Gloria: „Spiegel de.? Löbens" ttonmti: „Der unmögliche Herr Pili" Pill: „Spiegel des Leben»" Rest: „Rote Rosen — Blaue Adria" Rteingold: „Es leuchten die Sterne" 3Aaud»eg: „Peheimzeichen L. B. IT" Usa.Theater: „Frau Sitfo". Kaffee, Kabarett. Tani: Staffel Bauer: Konzert Löwenrachen: Kabarett — Tanz in der Bar Grüner Baum: Tanz Kasse« Museum: Konzert Regina: Kabarett — Tanz Rüderer: Tanz Siener Hos: Tanz Kaffee des Westens: Ottoberfest I -igesanzeigei Duilach: Markgrafen: „Heimat" Stola: „13 Stühle" Blumenkasfee Durlich: Konzert iind Tan» ParkschlöKle Durloch: Tanz. Knielinger Vereinsameiger jittei. and Mandoli»e»vereii>. Lola, zum „Grünen Baum". Mando- linenabteilung. Donnerstag abend 8 Uhr findet Pcohe für die Anfänger und um S Uhr für die Aktiven statt. «, , Fußdatlverein Psortz.MarimIlansau. Donnerstag abend S Uhr im Saale zum „Schiff" Training. Gesangverein Eintracht. Freitag abend 8 Uhr Singstunde in der „Ltnd^ . Gesangverein Frohsinn.Liedertranz. SamStag abend 8.30 Uhr in der „Krone" Singstunde. Vie veutsche Arbeitsfront fttcitmaltung ftorl»rutie/Nti.. Lamm strahl 19 * T SG. „Kraft durch Freude" Ctzsttamt. Heute laufen folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Sjiele (Frauen): Rintheim, „Schwanen", 20 Uhr. - Leibestib-ngen stir die Fr»»: «uienbergschule 20 Uhr. — Schwimmen (Männer und Frauen): Friedrichs» bad 20 Uhr: FrtedrichSbad (Frauen) 21.3V Uhr. - Reich»I»°rta»ze«chea (Männer und Frauen): Stadion 18.30 Uhr. — Deutsche Gymnastik (Frauen): „Salmen", Ludwigsplatz, » Uhr. — Rollschuh-Knrs (Männer und Frauen): »aalbau, SotteSauerstr. 87, 30 Uhr. Badische Presse ** 54. J a h r «j a n g VOLKSWIRTSCHAFT Nummer 273 / Seife 13 Dienstag, den 4. Oktober Erdöl M8 der Ostmark Bot kurzem wurde die erste der vom Reich ^rsiützten Erdöl- bohrunzen im Wiener Becken sündig. Es fl00 kg. Ori- «Inal-Hütten-Aluminium 98—99»/,, in Blöcken 13?! desgl. In Walz» oder Drahtdarren 99'/, 137: Fein-Silber 36.50—39.60. Berlin, 3. Okt. «Funkspruch.) »mtl. vreiSseftsetzun, für Kupfer, Blei und Aink. «Reichsmark per 100 kg.) Kupfer, Tendenz fester, Oktober bis März, Brief: 54,20 nvm.. Geld: 54,251 Blei, Tendenz stetig, Oktober bi« März, Brief: 19,7« nom., Geld: 19,76; Sink, Tendenz fester. Oktober bis März Baumwolle Bremen, 3. Okt. lFunIspruch.) Baum wolle. S chlu ssluri. American Uni- Versal Standard 28 mm, loco 10.14 Dollarcents je lbS. Ke"nziffer der Großhandelspreise Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich für den 28. 9. 38 wie in der Vorwoche auf 105,« (1913 -- 100). Die Kennziffern der Hauptgruppen laute»: Agrarftoffe 105,8 Kolonialwaren 90,7 (unv.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 93,9 «minus 0,1 Proz.) und industrielle Fertig- waren 125,5 (minus 0,1 Prozent). Die Reichsbank Ende September Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 30. September 1938 hat sich In der verflossenen Bankwoche die gesamte Anlage der Bank In Wechseln und Schecks, Lombards und Wertpapieren um 1881,8 Millionen auf 9070,9 Millionen RM. erhöht. An Reichsbanknoten und Rentenbankfchelnen zusammen sind 1279,9 Millionen RM. in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an ReichSbanknolen um 1277,0 auf 8023.5 Millionen RM., derjenige an Ren- tendankfchelnen um 2,9 Millionen auf 389,5 Millionen RM. erhöht. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 88,9 Millionen auf 1741,4 Millionen RM. zu. Die Bestände an Rentenbankfchelnen haben sich auf 8,9 Mill. RM., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 3,5 Mill. RM. neu ausgeprägter auf 72,2 Mill. RM. verringert. Die fremden Gelder zeigen mit 1231,0 Mill. RM. eine Zunahme um 281,5 Mill. RM. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben um 0,3 Mill. auf 70,8 Mill. RM. zugenommen. Im einzelnen stellen sich die Goldbestände auf 70,8 Mill. RM., die Bestände an deckungsfähigen Devifen auf 6,0 Millionen RM. Tagung des Beirats der Deutschen Reichsbahn Am 28. September 1938 tagte der Beirat der Deutschen Reichsbahn In Berlin. Der Beirat erhielt einen allgemeinen Neberblick über die Finanzlage und dis PersonalverhältnMe »er Deutschen Reichsbahn. Er nahm mit Jnter- esse Kenntnis von der Angleichung der Befokdungs- und Lohnverhältnisse der ReichSbahndeamten und -arbeiter der Ostmark an die des Altrichs. Der Bei- rat würdigte anerkennend die außergewöhnlich h»hen Leistungen, die die Gefolgschaft der Deutschen Reichsbahn angesichts des besonders starken Verkehrs und der hohen Beanspruchung des BetriebSapparateS vorbildlich übernommen hat. Er nahm ferner mit Befriedigung Kenntnis von der nunmehr zum Ab- fchluß gekommenen Uebertragung des billigeren Reichsbahntarifs auf die Strecken der ehemaligen Österreichischen Bundesbahnen sowie von der Ein- sührung der neuen deutschen Eisenbahn-Verkehrsordnung und des neuen in- ternationälen Uebereinkommens für den Güterverkehr und für den Personen- verkehr zum l. Oktober 1938. Rheinische Rückversicherungsgruppe AG., Basel Einer aus den 28. September einberufenen HV. wird, wie der SW. er« fährt, vorgeschlagen werden, den Firmennamen in Universale Rückversiche- rungs-AG. zu ändern, den Sitz von Basel nach Zürich zu verlegen und das Kapital von bisher 3 Mill. auf 5 Mill. sfr zu erhöhen. Gleichzeitig wird für das Geschäftsjahr 1937 eine Dividende von 8 Prozent vorgeschlagen. Hierzu hören wir von unterrichteter Seite, daß in diesem Zusammenhang die Gesellschaft vollkommen selbständig werden soll. Der Saatenmarkt in Süddeutschland Im landwirtschaftlichen Saaten-Geschäft lagen in der Berichtswoche keine nennenswerten Anregungen vor. Die Absatzmöglichkeiten für Winterwicken, Inkarnatklee und Welsches Weidelgras sind infolge Bedarfsdeckung immer kleiner geworden, fo daß die Tätigkeit für den Großhandel in der Haupt- sache im Einfalls, der Ausnahme und Reinigung deutscherntiger Grünland- Saaten bestand. Berliner Börse rteuergulsch, Durchschnitt «»besitz Jndusirieakiie» Akkumulatoren A. E. 04 Asch. Zellstoff Bat). Motoren 3. P. Bemberg Berger Tiefbau Bekula Verl. Maschinen Braunkohl. Brk. Bremer Wolle Buderus Charl. Wasser Ehem. Heyden Conti. Gummi Daimler Ben» Temag Dt. Atlanten Dt. Conti GaS Dt. Erdöl Dt. Linoleum Dt. Telefon l. 10 z. >0, 155.51153.0 145.0144.0 - 179.7 165.5?637 121.2 120.0 W5 Ü m 13°:° 135:2! m W? mm 159.01 168 -°i Variable Werte 3. Oktober 1938 |1. 10.13. 10. Dt.Waff.u.Mun Dt. Eifenhanz«! Chr. Dierig Dortm. Union Eintracht Brk. Eisenbahn Vk. El. Lieferung EI. Schlesien El. Licht, Kraf, Engelhardt I. G. Farben Feldmühle Festen Guille Ges. s. el. ltnt. Goldschmidt Tb Hamb. El. W. Harb. Gummi tarpener Berg oefch Holzmann II Hoielbetrlede Ilse Bergbau do. Genuß Gebr. Jungh Kali Chemie Kall AscherSl. Klöckner 118.5 Kokswerfe 151,0 Lahmever 128.7 , 165.0 ' 137.0 116.9 150.5 127.5 Saurahütte Leovoldgrubt Mannesman» ManSfeld Berg Mal'hütte Metallgef. Niederl. Kohle Orenstein Rhein. Braunl. do. Eleklr. Rheinstahl Rh.-M Elektr. Rheinmetall Rütgerswerk» Salzdetfurth Schl. El.-Gas Schub. Salzer Schuckert To Schultheiß Siein. Halske Stöhr Kammg. Stolberg. Zink Südd. Zucker Thür. Gas Verein. Stahl Vogel Draht Wasser Gels. Westd. Kaush. Wefteregeln Zell Waldhof Otavi Minen 1. 10. 3. 10. miiu 109.0 rno 98.5 i 126.5 145.0 146.0 129.0 135.0 173.5 101.0 199.5 133.0 i 212.0 , 132.0 1102.0 163.2 97.7 Kassakurse fteftverzinsliche SRe«chSanI.27 101.7 «>/, , Schatz 35 99.4 « R -ichsanl. 34 99.7 Lounganltihe 101.0 «>/, Preuß. 28 109.2 6 .. Schatz 31 II Vit „ Schatz 34 Vit „ Schatz 38 99.7 4>/, Baden 27 99.4 6V| Bayern 27 99.6 4'/, R Post 34 I 100.0 «'/, » Post 35 I Snbaftrieattien AugSb Nürnb Birgmann El. B?rl. Gub. Hut Berthold Mtf!. I 96.0. a,taRonitr Jm 132.7 128.0 vraunfchw.Jnd.! Brem. Besigh. Browu Bovert JG.Ehem. voll. „ 50 •/» bez. Gh. Grünau Ch Ind.Gelsenk. Albert Tone. Sera St. Kabel Dierig Torim. Akt. Br. Düren Metall Dyckerhoss Dvn. Röbel Enzing. Union Gebhard To. Gritzner-Kayser Grün BUsinaer Hackelhal Hochtiefbau Hullchenreutei Naloblen Kahla Pur». 3. H ftnott im 177.0 83.0 113.0 1430 46.2 226.0 149.5 i 91.0 90.7 1141.0 Küppersbusch LindeS EiS Mez A.-G. Natronzell« Reckarwerle Vhönir Brk. Rasquin Farbe Reichel! M. Reinecker Rheinlelden Rh.-W. Kall Riebeck Montan I. D. Rirvel Roddergrube Rosenthal Sachsenwerk Sachs. Webst Sachlichen Tarolli Schering K, Schieb. Tefries Schi. Bg. Bcuth. Schl.Porti.Zm. SchöfferS-s 170.2 108.5 110.2 Wd 143.0 114.5 96.0 118.0 178.0 120.0 143.2 102.0 134.0 Siegersd. W, Siemens Glas Sinner AG. Steatit Magn. Slock & So. Stollwerk Gebr. Tack Schuhe Thörl. L-l Thür. EI.-Gas Trlnmphw. Tuch. Aachen Unionch. Ver.Svielkarten ,. Böhler St . Dt. Nickel .. Glanzstoff .. Harz Zem ,. Met. Halle Tchim. Z .. Ultramarin Vikloriawerk Wanderer Wißner Mit Leitz-Jlon 127.0 113.0 96.0 176.0 164.0 128.5 45.2 103.0 1:8 144.0 Frankfurter Börse Siadi-nleihen 4>/> Baden Gold 2« 4'/t Berlin Gold 24 4'/, Darmst. G. 28 Vit Dresden G 28 4Vi Frankf. G. 26 4'/, Heidelh. G 2/» B.-Baden Gold Bd. Komm. LdStk. 4'/, Pfdbr. Gr 2g 1 Vit " Gr. 29 il Vit • Gr. 30 III 4'/> Goldanl. Gr. 80 Vit Gr. 26 A-D Pfandbriefe «filz. H»p Bau» 4>/i Gpfhr 24, 25, 26 2—9 Vit ' 27 R 13-17 V/t m 29 R 21—35 4'/, " 27 R 11—12 4'/i ■ 27 R. 10 5'/« " Sinti, o. Ani. ' Induftrieaktien •9' Adt. Gebr. •il A.E.G. •A| «schaff. Zellst. •Xl Bd.Masch. Durl. •« Bat). Vrauh. Bf '*| Bat). Spiegelgl. I Br. Kleinlein Bremer Oelk. Z. 10. 1&0 117.0 : 97.7 97.7 Brown Bovert . — . BuderuS Rhein. Hpp.-Bank Vit Gpfbr. 4'/. " 4'/, • V/t " Vit ■ V/t • V/t Vit R. 5-fl R. 18—25 R. 26—30 R. 31—34 R. 35-29 R. 10—15 R. 17 «. 12, 13 5"/j Stau. Vfdbr. Vit G. Komm. R 4 Lchweraslrihe» Vit B.-Baden Hole 4 Frankf. PI. ®. 5 Gr. Kr. M'heim 5 Südd. Festw-r». 100.0 m 100.0 188:8 180:8 17.1 0 Cem. Heidelh. •i! Daimler-Benz ■0 ®t. Erdöl Dt. Gold Silber Dt. Linoleum " Verlag Durlach Hof '.0 Dyckers. Wtdm. ■0, Sich». W. Br. 61. Lieferung Tl. Sich, Kraft Enz. Unionw. Eichwtiler Bg. Eßling. Mafch. Faber & Schi. Fahr Gebr. IG Farben Feinm. Jetter Feiten Guille. Fraukf. Hof Geffürel Goldfchmidt Gritzner-Kahfer Gkraft MVA Grün Bilsinger Safenmühl Said & Neu Hanf. Füssen Harpener Hochlies AW Solzmann NIse Berg Jnag ^unghan« Kali Aschertl. Klein. Lchanzl K!vckn?rw. Knorr Heilbr Kol» Schüle Kons. Braun Lahmever Laurahütt« 159.0 1 - 105.0 105.0 Lech Slektr. Lok. Krauß Löwenbräu Sudw. Akt.-Br. Walzenmüh Mainkraftw. Mannesman« Mansleld Metallgef Mtz AG Freit. Miag MönuS Ma. Mol. Darmst Neckarwerke Odw. Harlst. Vfälz. Mühl« Preßhefe Rhein. Braunl. " Elektro St. " * Bor, Rhelnmllhle Rheinstahl Riebeck Montan Roeder Gebr. RütgtrSwerke Salzdetfurth Salz Heilbronn Schlinck Co. Schr. Stempel Schuckert Schw. Storch Seil Wolff 137.0 1ZZ.0 Tinalco Deim. Sinner AG. Südd. Zucker Tellu« Berg Thür. Siefer. 167 0 V«r. Dt. Oelf. Faß Kassel Ver. Glanzstoff Stahlw. Slrohst. Voigt Häflner Volthom Westertgeln Württ. Elektr. Wulle-Bräu Z-llN.Waldb.Si Zells». Memel Blinkwert« ATTA Bad. Bank 106.2 1. 10. 3. 10. 106.0 110.2 108.2 129.0 129.2 im W m 216.7 110.0 144.0 135.0 164.0 215.0 139.1 i|oo 99.0 144.6 m 110.0 201.5 135.0 97.0 178.6 117.0 108.0 215.0 m im 137.0 104.0 102.1 123.0 O O 1 lö'si H H 103.0 iM 94.7 96.0 Brauhank Bayr. Hhpoth. Berl.Handels« DD-Bank Dresdner Frankfurt " Hypolh. Lux. Intern. Mein. Hypolh Vfäiz. Hypoth ReiÄSbank Rhein. Hypoth. Württbg. Bk. 1. 10. .3. 10. 117.0 109.0 93.0 m 186.0 137.0 113.0 [Olj ioi.o 93.5 112.5 112.0 102.7 185.5 137.0 113.0 verkehrswerte 1. 10. 3. 10. Bad. AG für Bad. Rheinfch. ReichSb. Vz. 125.1 125-6 Hapag 71.5 71.5 Rordd. Lloyd 7Z.7 7Z.0 Ballim. Ohio Versicherungen Allianz Verew Bad. Alsekur. ^ zg Q Sranl.5tüi.300 dto. 100er Mannh. Vers. Wüitt.Trans Devisen- und Sortenfunk (Berliner amtliche Kurse vom 3. Oktober 1938) De » ise » Aigypten Argentinien Belgien Brasilien Bulgarien Dänemark Danzig England Estland Finnland Frankreich Griechenland Holland Iran JSland Italien Japan Jugoslawien Kanada Lettland Litauen Norwegen Polen Vorlugal Rumänien Schweden Schweiz Spanien Türkei Ungarn Uruguay U.S.A. Geld 12.285 0.631 42.1? 0.146 3.047 53.52 47.00 11.985 68.13 5.285 6.698 2.353 135.68 14.90 53.62 13.09 0.699 5.694 2.483 48.75 41.94 60.23 47.00 11 I.Württemb.Haarbehandtungsinstitut,Karlsruhe, Reichsstr. 16, nahe Albtalbahnhof. Fernruf 7804. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiii iiiiniiiiiiiiiiiiiiiiii Stellenangebote Mittelgroßer Verein sucht sofort Kassierer für Stadtbezirk Karlsruhe. Ausführt, Angebote mit Referenzen u. möglichst Lichtbild unter Nr. K4030L an die Badische Presse erbeten. Einzelne Dame sucht zum 15. CIt. «der 1. November Mädchen mit guten Zeugnissen Vorzustellen 10 bis 11 od. 16—18 Uhr. Jahnstr. 7. pt. Junger, kräftiger Bursche nicht über 20 Jahr, sofort gesucht. Hirschstr. 31. Laden licht, friseuse aus sofort od. spät, gesucht. Salon A. Gfell, Furtwangen, Schwarzwald. Fleißiges Mädchen zur Mithilfe im Haushalt, sosort gesucht Angebote u. Nr. ' 40307 an die Badische Presse >-rb. X 0278 Mein Chef hat ein Geheimnis Zedesrnol, wenn er mich pelit, strahlt er übers ganze Glicht. Blas mag eigentlich der 6rund fein ? Ob er eine Überraschung für mich hr>t?I1o, warten wir mal ab. kr tonn es bestimmt nicht mehr allzulange verheimlichen. vielleicht verrät er's schon morgen. —Zch bin doch sehr gespannt KARLSRUHE - gaben über ihr Wehrdienstverhältnis zu machen. 0. Wer bei einer ihm fremden Haus- hallung wohnt (Untermieter, Hausan- gestellte, Lehrlinge und Gewerbegeh.Isen) muß selbst dafür sorgen, daß in der Haushaltsliste alle Angaben über ihn richtig eingetragen werden. 7. Für Personen, die selbständig er- werbs- oder berusstätig sind, sind die erforderlichen Angaben in Spalte 13 der Haushaltsliste zu machen. Außer- dem ist ein Betriebst!»» für jeden Haupt- oder Nebenbetrieb auszufüllen, der auf dem Grundstück ausgeübt wird, gleichviel, ob der Inhaber des Betriebes auf dem gleichen Grundstück wohnt oder nicht. Auch über Betriebe, die sich auf unbewohnten Grundstöcken befinden, müssen Betriebsblätter abge- liefert werden. Ablieferungspflichtig ist in diesem Falle der Betriebsinhaber bzw. sein Vertreter. 8. Maßgebend für alle Angaben sind die Verhältnisse vom 10. Oktober 1938. 9. Die jeweils auf der 1. Seite der Erhebungspapiere aufgedruckten Anlei- tungen sind genauestens zu beachten. 10. Die ausgefüllten Erhebungs- bogen sind zu unterschreiben und an den Hausbesitzer oder seinen Vertreter sofort, spätestens bis zum 12. Oktober 1938, mittags, zurückzugeben. 11. Ter Hausbesitzer oder sein Ver. treter hat in die Hausliste in Abtei- ———————————— hing I die auf feinem Grundstück be- findlichen Wohnunge» (auch die leer- stehenden) und die Haushaltungen und in Abteilung II die Betriebe ein- zutragen. Sodann hat er die ausge- füllten Erhebungsbogen feines Grund- slllcks zu numerieren und durch Ver- gleich mit der von ihm ausgefüllten HauSliste zu prüfen, ob er für sämtliche Haushaltungen und Betriebe seines Grundstücks die Erhebungspapiere er- halten hat. Ferner hat er, soweit eZ ihm möglich ist, die Haushaltslisten daraufhin zu prüfen, ob sämtliche Be- wohner nach dem Stand vom 10. Oklo- der 1938 richtig eingetragen sind. Ausgabe de» Hausbesitzers »der seines Vertreters ist e» ferner, in die Haus- Iis» V sämtliche Bewohner des Grund- slllcks einzutrage», und zwar getrennt nach Haushaltungen unter Einhaltung der Reihenfolge der Nummern der Haushaltsliste». Zwischen de» »lnzu- tragende» eiazelne« Haushaltungen ist jeweils ein Zwischenraum von einer Zeile zn lassen: der «ame des Haus- haltungsvorftaades ist zu uuterstreichcn. Die Hauslifte ist vom Hausbesiher oder seinem Vertreter auf Seite 4 »» unterschreibe». Ebenso ist auf der Haushaltsliste V die Richtigkeit der Einiräge zu bestätigen. Falsche »der sehlende Angaben seitens der Haus- haltungsvorftände ii»d besonders kennt- lich zu »lache», sosern der«» Richtig- stellung »der Ergänz»»» »icht möglich U>ar 12. D°e Hauslisten mit Haushalls- M'ten, Betriebsbläitern und Saus- listin V werden ab 13. Oktober beim Hausbesitzer oder seinem Stellvertreter wiesen abgeholt. >3. kam'-haltsvorstände oder !>.ei!-c von Lcineben, die bis 10. Oktober l!-38 kzine Cihekiuigsbogen erhalten haben sollten, sind verpflichtet, sich solche so- fort zu beschaffen. Ebenso stnd die Mcuannlen, deren Listen bis 20. Ol- tober 1938 nicht abgeholt fein sollten, verpflichtet, sie umgehend abzugeben. Erhebungsbogen liegen aus und können abgegeben werden: a) bei einer Polizeiwache. b) beim Städtischen Statistischen Amt, Garlenstr. 53, c) bei der städtischem Verwaltungs- stelle in Durlach, 6) bei sämtlichen Gemeindesekreta- riaten. 14. Haushaltsvorstlinde, die vom In- halt ihrer Erhebungspapiere dem Haus- besitzer oder feinem Vertreter keine Kenntnis geben wollen, können ent- weder ihre Listen im geschlossenen Um- schlag dem Hausbesitzer übergeben, der de i Umschlag ungeöffnet west!»rzu- gebea hat, oder sie können ihre Listen au» bei den unter Ziffer 13 Buchstabe b- il bezeichnenden Stellen abgeben. Wem die Ausfüllung der Erhebungs- topiere Schwierigkeiten bereitet, .oeaZ! sich an diese Stellen. 15. Hausbesitzer, Haushaliungsvor> stände und Betriebsinhaber sowie o:rc» Vertreter, die den Anordnungen ',u- widerhandeln (dazu gehört auch die Nichteinhaltung der Fristen), setzen sich der Bestrafung aus. Wer unvollstän dige oder falsche Angaben macht. Hai sich die ihm dadurch bei der Steuer Veranlagung und Steuerzahlung etwa entstehenden Unannehmlichkeiten selbst zuzuschreiben. 10. Mit der Personenstandsaufnahme wird in Durlach und Hrgsfeld gleich- zeitig eine Gebäude- und Wohnungs- Zählung durchgeführt. Zch bitte die Hausbesitzer oder, deren Per;r-'er. für genaueste Beantwortung dieser ijohl-- bogen ebenfalls besorgt zu sein. Karlsruhe, den 4. Oktober 1933. Der Oberbürgermeister. Dienstag, de« 4. Oktober 1988 ?u vermieten J l?,' neuzeitliche, sonnige M f. '"•ner - Wohnung 3. Oberg., mit eingei. reichl. Zubehör, rh,,m 1. Januar 1939 zu vermieten ^ § daselbst 2. Stock. Telefon 215. 10^, Roch einige iteu< t(i({)e 4 Zimmer-Y 0 hiiungen trennt. Loggia. 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Scheer, 86 Jahre alt Meftkirch: Oliva Schwarz, Witwe, 83 Jahre alt Neustadl: Emil Amann, Altbürgermeister, 70 Jahre all Psorzheim: Frieda Erlenmahcr geb. Conradt, 52 Jahre alt — Marie Krauß geb. Repphuhn Schopsheim: Samuel Greiher, Schneidermeister -pessarl (Albtal): Wilhelm Ochs, Zimmermann, 25 Jahre alt Winsen: Marie Seisriz, Witwe, geb. Maier, 77 Jahre alt — Lhdia Kammerer geb. Kiener, 49 Jahre alt .. Weil a. Rhein: Karl Brändlin, 68 Jahre alt Am 29. September entschlief sanft im 82. Lebensjahr mein innig geliebter Vater, unser lieber guter Großvater und Schwiegervater Dr. jnr. Oskar Pncbeit Oberlandesgerichtsrat i. R. Puttkamerhof, 1. Oktober 1938 (über Pottangow) In tiefer Trauer: Emilie Frfr. v. Pulikamer, geb. Puchelt Frani Frhr. v. Pullkamer-Niemietzke Horst Frhr. v. Pulikamer, Oberlt. d. Luftw. Liselotte Freiin v. Pulikamer Helga Frfr. v. Pulikamer, geb. Schmidt Die Beisetzung findet in aller Stille statt.