Nummer 340 Berkaufsprns lü Pfg. ?ezugS»rei»: SKonall. 2,- .XJl mit der ..BP.-Sonlitagsvost' Im «erlag oder IN Den Zweigstellen abgeholt 1 70 JIM. Äu - w Beziehe, tiuirt Bolen 1.70 ■-KJH einschl 19.5 PIg •Befbrserun(i?>©efiü6i znziigl Hfl P'g. irSgerlohn. Boslbe»i»>>er 2.12 jtjt einschlietzli« «0.88 Pfg Bcsftrderungs- gsdiiHi und 42 Pfennig Zustellgeld Bei der Po» abgeboll l.70 MA. Erschein, Jmal wöchentlich nlP. Tokio, 10. Dez. Ein Flugzeugunglück, das sich am Donnerstag auf der Höh« von Naha sauf den zwischen For- mosa und Fukuoka gelegenen Lootschoo-Jnseln) ereignete, hat nach den letzten in Tokio eingetroffenen Meldungen zehn Tote gefordert. Wie es heißt, gelang es einem japa- nischen Dampfer, zwei Passagiere aus den Fluten zu retten. Der Flugzeugführer konnte vorläufig nicht aufgefunden werben. Das Flugzeug war «ine 14sitzige, zweimotorige Ganzmetall-Douglas-Maschine, die wegen eine? Motor- schab«ns zu einer Notlandung gezwungen war. Borgefechte Aufschlußreiche Oberhaus-Debatte l) r a b t m e l d o n g unsere* T. Londo», 10. Dez. Es scheint jetzt festzustehen, daß die Palästinakonferenz in London Mitte Januar zusammentreten wird. Es bleibt nur noch die Frage offen, wer die Araber Palästinas vertreten soll. Die Zulassung des Exmnfti von Jerusalem bleibt nach einer Erklärung des Regieruugs- sprechers im Oberhaus nach wie vor ausgeschaltet. Die Re- gierung hoffe vielmehr, durch die offene Brüskierung des Mufti, dessen Einslnß lahmlegen zu können und der sogenann- ten „gemäßigten" arabischen Strömung den entscheidenden Vorrang zu sichern. Zwei Maßnahmen sollen nach englischer politischer Auffassung dazu beitragen, dieses Ziel einer poli- tischen Kaltstellung des Mufti und damit der „radikaleren terroristischen Araber" zu erreichen: 1. Die Einladung von Vertretern sämtlicher Palästina umgebenden arabischen Staa- ten, von denen man eine größere Kompromißbereitschaft er- wartet, und 2. die „Versöhnuugsgeste" der Freilassung, der Taufende in Rumänien verhaftek Massenrazzia aus Eiserne Gardisten Paris, 10. Dez. Der Bukarester Berichterstatter de? „Pari» Midi" meldet, daß die Zahl der Verhaftungen nach dem Atten- tat in Czernowitz sich von Tag zu Tag erhöhe. Man sei der Ansicht, baß bisher im ganzen etwa 12 000 bis 13 000 Personen festgenommen wurden. Die Schulen, hauptsächlich die oberen Klassen, ebenso wie die Universitäten seien von der Polizei durchsucht worden. In Czernowitz allein seien 120 Studenten, die im Besitz von Waffen gewesen.seien, festgenommen wor» den, auch Professoren, Rechtsanwälte und andere namhafte Bürger. Alle diese Personen seien Mitglieder der von Coöreanu gegründeten Eisernen Garde. Anfang kommender Woche werde vor dem Czernowitzer Gerichtshof der Prozeß gegen die „Terroristen" eröffnet. Man rechne damit, daß mehrere Todesurteile ausgesprochen wer» den. Im ganzen Lande bleibe die Lage gespannt. Man er» warte sür die kommende Woche auch einen Regierungswechsel oder wenigstens eine Veränderung innerhalb des augenblick» lichen Kabinetts. ständige» Vertreter* auf die Seychellen-Inseln verbannten Araberführer. Bemerkenswert in der Oberhaus-Debatte ist die Festste!» luug des früheren hohen Kommissars, Lord Samuel, datz die arabische nationale Bewegung eine Realität wie die irische, indische und ägyptische Nationalbewegung sei. Samuel knüpfte, an diese Erklärung, die zu den seltenen Versuchen zählt, den Arabern gerecht zu werden, die Forderung einer künftigen beschränkten Judeneinwanderung sowohl aus politischen wie wirtschaftlichen Gründen, so- daß die Juden nach einer Reihe von Jahren einen festum- risseuen Anteil der Gesamtbevölkerung Palästinas ausmach- ten. Dieser Vorschlag Lord Samuels hat ihm den sofortigen ZornderJewish Agency eingetragen die sogar mit der Widerrufung ihrer Beteiligung an der Londoner Palästina- Konferenz gedroht hat, wenn „solche Tendenzen vorherrschend werden." zur Palästina Konferenz - Lord Samuel fordert den Zorn des Juden Verbandes heraus I, i n k s : Die riesige Abfertigungshalle des Flughafens Berlin-Tempelhof. - R e c h i s : Modell des Kriegsmi nisleriums. (OeltWIb, SankM-SRumptn-*). Seite s. Rr. »40 Badlfche Prelle Samstag, de« 10. Dezember IM Italiens WWchafis Ordnung Vortrag des Wirlschaftsministers Lantini vor der Reichsarbeitskammer in Berlin — Berlin, 10. Dez. Der z«m Studium des «atio«al> sozialistischen Wirtschastsa«sba«es i« Deutschland wellende italienische Korporation^- und Wirtschastsmiuister Exc. Fer, ruccio L a »t i»i entwickelte am Freitag vormittag bei einer feierliche« Tagung der Reichsarbeitskammer im großen Sitzungssaal der Krolloper in einem gruudlegenden Vortrag die Leitgedanke« des italienische« Körporatiouswesens tt«d der faschistischen Wirtschaftspolitik. Die Tagung gestaltete sich z« einer herzliche» und begeisterte« Kundgebung der Frennd- schaft der beide« Völker. Dr. Ley betonte in seiner Ansprache, es gelte jeyl, das vom Duce und vom Führer mit so einzigartigem Erfolg begonnene Werk zu verstärken, zu vertiefen und zu unter- mauern. Dazu sei es notwendig, baß sich die Menschen aus beiden Ländern gegenseitig kennenlernten, um dadurch auch die Verhältnisse in den beiden Staaten beurteilen zu können. Jedes Land habe die Methoden gewählt, die das Volk zur größten Krast-und Stärke brachte. Immer wieder von leb- haftem Beifall unterbrochen kennzeichnete Dr. Ley dann die ungeheure Bedeutung des zwischen den beiden Völkern etit» geleiteten Arbeiteraustausches. Dann ergriff Exc. L a n t i n i das Wort zu seinem Vor- trag, der immer wieder von stürmischem Beifall unterbro- chen wurde. Die faschistische Revolution, die einen neuen Staatstypus geschaffen habe, so führte der Minister aus, habe nicht nach «dem Beispiel Rußlands das Bestehende zer- stört, um aus Blut und Trümmern die ungeheure Arbeit der politischen und sozialen Wiedrgeburt in Angriff zu nehmen, sondern habe sich unter der Führung des Duce auf die na- türliche Lebensgrundlage und die Tradition des italienischen Volkes gestützt. Im einzelnen ging dann der italienische KorporationS- und Wirtschaftsminister aus die Organisationsformen des italienischen Staates und der Wirtschaft ein, wöbe» er fest- stellte, daß der Äaat Mussolinis den einzelnen Gruppen der Wirtschaft die Korporationen, dem Volke aber den tor- porativen faschistischen Staat gegeben habe. „Alles im Slaaie, alles für den Staat, nichts gegen den Staat" seien Worte des Duce. Unter den markanten Entwicklungsetappen hob Lantwt die Carta del Lavoro hervor, die — etwa unserem Gesetz zur • Ordnung der nationalen Arbeit vergleichbar — die Grund- sätze des wirtschaftlichen Lebens regele. Ein Grundgedanke besage, daß die Arbeit eine soziale Pflicht sei, die man gegenüber der Gemeinschaft zu erfüllen habe. Der faschi- stische Staat halte in seinen Hälfen die Zügel der gesamten nationalen Wirtschuft, er lenke sie, prüfe sie und richte sie aus. Dabei vermeide der faschistische Staat jene absolute persön- lichkeitsvernichtende Kollektivierung des einzelnen Menschen, die dem kommunistischen Staat eigen und für ihn kennzeich- nend sei. Einige Ziele der Autarkiepolitik Italiens seien be- reits verwirklicht, die übrigen würden in den vorgesehenen Zeitabschnitte« und im festgelegten Umfang verwirklicht werden. Beide Revolutionen, die faschistische und die uationalsozia- listische seien zwar von einer verschiedenen politischen und so- zialen Ausgangsstellung ausgegangen, trotzdem aber zweifel- los durch ein gemeinschaftliches Schicksal, nämlich ein nano- nales Verhängnis, das sich bei dem einen Volk nach außen, bei dem andern nach innen auswirke, verbunden: „Der Duce und der Führer haben die Feldzeichen und ihre Gefolgschaf- ten siegreich zu Zielen geführt, die bereits die Gegenwart hin- ter sich lassen und in die Zukunft weisen." (Lebhafter Beifall). Der Staat als die Organisation der Lebensform der Völ- ker, wie ihn das IS. Jahrhundert entwickelt habe, habe we- der dem deutschen noch dem italienischen Volke genügt. Jta- lien und Deutschland hätten die Dringlichkeit der Frage er- kannt, den Staat zu reformieren, ihm Autorität und die Kraft zur Einigung zu verleihen, damit er seine Aufgaben im 20. Jahrhundert erfüllen könne. Im Handeln bewußt und stark, weisen die beiden Staaten den Weg in die neue Zu- kunst. Dr. Ley griff einig« Grundgedanken auf: Nach dem Weltkrieg habe man die Welt in arme und reiche Nationen geteilt. Die reichen Staaten glaubten, ein für alle mal die Welt für sich beanspruchen zu können. „Nicht d a s G e l d ist d i e M a ch t", stellte Dr. Ley unter ftürmi- schem Beifall fest, „sondern die Arbeit einer geeinten Na- tion. Menschen, die von dem heiligen Glauben beseelt werden, daß sie auf dieser Welt Werte zu leisten und zu schaffen haben uud die den unerschütterlichen Willen zur Arbeit besitzen, bedeuten eine Macht — diesen Glauben und diesen Willen hat der Duce dem italienischen und hat Adolf Hitler dem deutschen Volke gegeben." (Erneuter starker Bei- fall). Dr. Ley schloß mit einem begeistert ausgenommenen Sieg Heil auf den König von Italien und Kaiser von Aethiopien, auf den Duce des Faschismus und das italienische Volk und auf den Führer des nationalsozialistischen Deutschland. * Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop empfing am Freitag vormittag in Anwesenheit des Reichs- organisationsleiters Dr. Ley den italienischen Korporations- minister Exzellenz Lantini. Auch Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hatte am Freitag vormittag eine einstündige Unterredung mit Korporationsminister Lantini. Am Freitag nachmittag reiste Minister Lantini mit den Herren der italienischen und deutschen Begleitung nach München. s Student Albbentrop und Professor Daladier Zwei Jahre laug Nachbar« in Gre«ovle Die französische Presse hat über die rein politische Wüvdt» gung der Tragweite und Bedeutung des BefucheS des ReichS- außeumiuisters von Ribbentrop hinaus auch eine Reihe von Beiträgen und Anekdoten der Persönlichkeit von Ribben- trops gewidmet, in denen Dichtung und Wahrheit sich mit Aeußerungen aufrichtiger Sympathie für den Reichsaußen- minister verbinden. Fast alle Pariser Blätter veröffentlichen den von freund»! lichen Kommentaren begleiteten Lebenslauf des „Mou- sieurs von Trop", — eine kameradschaftliche Namen?» kürzung, die hier bereits die Runde gemacht hat. Unter diese« Schilderungen ist auch eine Anekdote zu nennen, die ein Pa- riser Abendblatt seinen Lesern aus der Greuobler Studienzeit des Reichsaußenministers zum besten gibt. Der deutsche Student Joachim von Ribbentrop, der in der Zeit von November 1911 bis Mai 1913 an der berühmten süd- französischen Universität studierte, so erzählt einer seiner da- maligen französischen Kameraden, sei als schneidiger, wohl- erzogener junger Mann, der sich stets mit ausgesuchter Sorg- falt kleidete, in Grenobler Studentenkreisen gerne gesehen gewesen. Manchmal habe der lebenslustige junge Deutsche gemeinsam mit seinen französischen Kameraden auf dem Weg über die Hausmauer die Pension des gestrengen Abb6 Lan- celon heimlicherweise verlassen, um auf nächtlichen Bummel zu scheu. Was aber wohl Wenige wissen dürften, sei die tägliche Be- gegnung zwischen dem Studenten „Trop" und dem siebenuud- zwanzigjährigen Geographieprofessor Daladier auf dem Wege zur Arbeitsstätte gewesen. Der heutige Reichsaußenminister und der jetzige französische Ministerpräsident wohnten näm- lich monatelang in derselben engen Gasse nur einige Häuser- längen von einander entfernt. Daß ste sich erst 1938 in Mün- chen und nunmehr in Paris wieder treffen würden, so fügt das Pariser Blatt hinzu, hätte sich wohl niemand träumen lasse«, am wenigsten die beiden Staatsmänner selber. Deutsche Volksgemeinschaft vorbildlich Feststellungen Oberkirchs in der französischen Kammer — Radau-Szenen der Linken Paris, 10. Dez. Die Kammeraussprache über die allgemeine Politik der französischen Regierung fand, nachdem Finanz- minister Reynaud am Vormittag sein« Finanzpolitik ver- teidigt hatte, am Freitagnachmittag vor vollbesetztem Hause ihre Fortsetzung. Zunächst kritisierte ei« Kommunist die Fi- nanzpolitik der Regierung, die zu einer ungeheuren Steige- rung der Lebenshaltungskosten geführt habe. Der rechtsge- richtete Abgeordnete Oberkirch wies demgegenüber auf den Bankrott der Bolksfrontpolitik hin und stellte seit der Uebernahme der Regierung durch Daladier bereits Anzeichen einer Besserung fest. Seine für den Marxismus wenig schmeichelhaften weiteren Ausführungen riefen «ine wüste Schimpfkanonade der Linken hervor. Dieser Protest steigerte fich z« ei«em Orkan wilder Zurufe der Komm«uiste« «ud Sozialdemokraten, als Oberkirch erklärte, der Führer habe a«f wirtschaftlichem Gebiet ei«e« geradezu genialen Schlag d«rchgesührt> Er habe als Erster die wahre deutsche Volksgemeinschaft hergestellt, die be« Klasse«kamps ausschließe, und ma« müsse sich srage«, ob Blick über Palästina Jerusalem, 10. Dez. Aus verschiedenen Orten Palästinas werden Massenverhaftungen von Arabern gemeldet, die so- wohl auf Straßen wi« bei Haussuchungen erfolgt sind. Gestern «standen vor dem Polizeigericht in Jerusalem vier «uglische Polizeibeamt« vor Gericht unter der Anklage, am 24. Okto- ber einen arabischen Gefangenen bei einem angeblichen Fluchtversuch erschossen zu haben. In Jerusalem wurde auf offener Straße eine Araber erschossen. Die arabische Zeitung „Adiffa" in Jaffa darf nicht mehr erscheinen. Auf der anderen Seite wird die Bewegung zum Zusam- menschluß aller Araber immer stärker. Aus Damaskus ver- lautet, daß zwischen dortigen politischen Kreisen und Jbn Saud, dem König des Hedschas, Verhandlungen im Gange sind, zwecks Abhaltung eines panarctbischen Kongresses wäh- rend der Pilgerzeit ungefähr Anfang Februar in Mekka. Rund um Tunis Die auiiitalienische Welle geht weiter Rom, 19. Dez. Die antiitalienischen Kundgebungen in Tunis gehen unvermindert weiter. Die Auslage der Zei- tung „Unione", die ein Bild Mussolinis ausgestellt hatte, wurde durch Steinwürfe demoliert. Bei italienischen Gegen- kundgebnngen wurden mehrere Italiener verhaftet. Die Franzosen haben auf Grund der energischen Vorstellun- gen des italienischen Generalkonsuls die Polizeikräfte ver- stärkt und Mobilgarde aus Konstantine herangezogen. Die Zugänge zum italienischen Konsulat wurden abgesperrt. Uebersälle auf einzelne Italiener verschärfen aber zusehends die Lage. In Rom veranstalteten die Studenten Gegen- demonstrationen, ebenso in Mailand und and«r«n italieni- fchen Städten. Havas meldet au« Tunis, daß von den gestrigen Verhaf. tungen sechs aufrecht erhalten wurden. Unter den Verhafteten befinden sich zwei Mitglieder des Personals des italienischen Konsulats in Tunis unö der.Präsident der italienischen Frei- zeitorganisation Dopolavoro in Tunis. Die Anklage soll ihnen „Aufreizung zum Rassenhaß" und „Provo- kation" vorwerfen. Nugzeug-Abfturz in Holland - 4 Tote Amsterdam, 10. Dez. Am Freitag vormittag stürzte das Passagierflugzeug „Elster" der niederländischen Lustfahrt- gesellschaft K. L. M. über dem Flugfeld Schiphol nahe bei Amsterdam bei einem Probefluge infolge Motorenstörungen db und geriet in Brand. Die vier Insassen kamen ums Leben. Kahrgäste wäre« nicht a« Bord. 400000 TsckechsnKronen unter dem Verband Entlarvte „arme schwerverletzte Juden" Prag, 10. Dez. Der agrarische „Venkov" berichtet über einen Fall versuchter Devisenschiebung von Seiten zweier Juden, die nur durch die Aufmerksamkeit der Hlinka-Garde verhindert werden konnte. Ein Posten der Hlinka-Garde be- merkte auf einer Straße in der Slowakei zwei Juden, von denen der eine einen verbundenen Kopf und der andere einen verbundenen Arm hatte. Der Posten ließ sich durch die Klagen der Juden nicht täuschen und ritz ihnen den Verband herunter. Dabei machte er die überraschende Fest- stellung, datz jeder der Juden 400 000 Tschechen- krönen unter dem Verband versteckt hatte. (!) Todes Arleil gegen kommunistischen Mörder Berlin, 10. Dez. Das Berliner Schwurgericht verurteilt« am Freitag nach fast dreiwöchiger Verhandlnngsdauer den 28 Jahre alten Otto Schröder entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes wegen Mordes in Tateinheit mit fchwe- rem Laudfriedensbruch als Rädelsführer zum Tode und Ver- lust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Schröder, ein früherer Funktionär des kommunistischen roten Frontkämpferbundes, hatte am 30. Juni 1931 an einer kommunistischen Demonstration in der Frankfurter Allee teil- genommen und bei dieser Gelegenheit den Polizeioberwacht- meister Emil Kuhfeld, der als Führer eines Ueberfall- kommandos die verbotene Demonstration auflösen wollte, hinterrücks erschossen. In der jetzigen Verhandlung vor dem Schwurgericht bestritt der kommunistische Mordschütze, den tödlichen Schuß auf den Polizeibeamten abgegeben zu haben, wurde jedoch durch die Beweisaufnahme einwandfrei über* führt. _______ Di« Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: Der Führer hat auf Vorschlag des Stellvertreters des Führers den Stabsleiter des Reichspressechefs der NSDAP., Reichs- amtsleiter Helmut Sündermann, zum Hauptamtsleiter der Reichsleitung der NSDAP, ernannt. Der Präsident des faschistischen Pxesseklnvs von Rom hat beschlossen, alle Nichtarier aus dem Mitgliederverzeichnis zu streichen. Am Donnerstag, einen Tag vor dem Zusammentritt der Panamerikanischen Konferenz von Lima, wurde von der b r a- silianischen Regierung und der neuen Regierung von Venezuela ein Nichtangriffspakt unterzeichnet. Wie aus Quebec gemeldet wird, wurden am Donners- tag in einer Grube in Thetford (Kanada) sieben Zechen- arbeiter verschüttet und getötet. es «icht besser sei, weuu Frankreich diesem deutschen Ratio««!» sozialismns eine« wahren sra«zSfische« Nationalismus gegen» überstelle. Die Protestrufe auf der Linken wurden schließlich so stark, daß sich Daladier zu einer Erklärung veranlaßt sah. Der Ministerpräsident betonte, daß der Abgeordnet« Oöerkirch schon seit jeher ein Verteidiger der französischen Sache ge- wesen sei. Die Regierung fordere daher die ganz« Kam ner auf, die Stimme dieses patriotischen Elsässers zu hören. (Leb- hafter Beifall links, in der Mitte und rechts, heftige Zurufe bei den Kommunisten.) Oberkirch erklärte abschließend, daß der Ministerpräsident auf ihn und seine Freunde rechnen könne, wenn er eine anti- marxistische Politik betreibe, die auf die Größe Frankreichs abziele. „Ich will den Frieden mit Deutschland i" Im Mittelpunkt der Sitzung der Kammer stand die Rede des Ministerpräsidenten Daladier. „Ich glaube, so er- klärte er, daß mau heute sich darüber schlüssig werden muß, ob man mich stürzen oder mir gestatten will, meine Anstren- gungen fortzusetzen. Ich habe meinen Weg zwischen zwei We- gen gewählt." (Zwischenruf: „von links nach rechts^. Die Kommunistische Partei habe die Arbeiter zum Generalstreik gegen die sogenannte „Kapitulation von München" führen wollen. Es habe sich bei dem Streik darum gehandelt, das ganze Leben des Landes zu lähmen, und der Kommunismus sei dafür verantwortlich. Man habe die deutsch-französische Erklärung kritisiert, als ob nicht alle Vorgänger die Verständigung mit Deutschland versucht hätten. Diese Erklärung, die die beiderseitigen Grenzen achte, enthalte nichts Entehrendes. Das Gleiche gelte für die vorgesehenen gegenseitigen Beratungen. Außerdem würben die Verpflichtungen dritte« Staate« gegenüber geachtet. Mit lauter Stimme erklärte der Mini- sterpriistdeut: „Ich will de« Friede« mit De«tsch» l a « d! Und alle ehemalige« Frontkämpfer wolle« de« Frie- de« mit Deutschland!" (Hier wurde der Ministerpräsident, wie überhaupt häufig währeud seiner Ausführungen, von leb- haftem Beifall uuterbroch««.) Gegen Ende feiner Rede beschäftigte sich Ministerpräsident Daladier mit der Finanz- und Wirtschaftspolitik. Seine Regierung wolle das Ausbluten des Landes ver» hindern und hoffe, für diese Politik eine Mehrheit zu finden. Er werde bis zum Ziel kämpfen und seineu Weg fortsetzen. Als Daladier geendet hatte, standen sämtliche Abgeordne- ten von den Radikalsozialen einschließlich bis zur äußersten Rechten auf und spendeten ihm lang anhaltenden Beifall. Die erste große in London abgehaltene Luftschutz- Sirenenprobe hat sich als ein großer Versager herausgestellt. Wie festgestellt werden konnte, haben die Stratzenbenützer, die in den Zeitungen nicht den Zeitpunkt der Uebung gelesen hatten, die über 100 neueiugesetzteu Sire- neu überhaupt nicht gehört. Der englische Kriegsminister Hore-Belisha gab in einer Rede in Wimbledon bekannt, daß die volle Stärke der Territorialen Reserv«-Armee am 1. Dezember 1938 sich auf 200 190 Offiziere und Mannschaften belief gegen 129 764 am 1. April 1936. Am 1. Dezember 1938 war das Luftabwchrkoutiugeut 65 870 Mann stark gegenüber 5753 Mann am 1. April 1936. San»tschristle!ter: Theodor Ernst Else«' Stellvertreter: Johann Jakob Ktel». PrekgeleSlich verantwortlich: Für Politik und Scbiußdlenst: Johann Jakob Stein: für Volkswirtschaft: t. V. H Schnellhardt: für Kultur, Unterhaltung, Film und Funk: Hubert Doerrschnit: für den Stadtteil: Alois Richardt; für Kommunales Briefkasten, Gerichts- und Vereinsnachrichten' Karl Binder? für Badische Chronik: Herbert Schnellhardt: für den übrigen Heimitteil: Otto Schreiber: für den Svort: I. V Hubert Doerrschuck: für Bild und Um- bruch: die Abteilungsleiter: für den Anzeigenteil: Franz Kathol: alle in Karlsruhe Berliner Schriftleitung: Dr. Curt Metger. Druck und Verlag: Badische Presse, Grenzmark-Dl^-kerci und Verlag AmbS. Karlsruhe i. B. Verlagsleitung Arthur Petsch. DA. XI. 1938. über 29 000, davon Stadt, und Landausgabe 24 361, Bezirksausgabe Neuer Rhein- und Kinzigbote über 3700, vezirksausgnbe Hardl-Anzeiger 1194, DamStaft, Kn 10. Dezember 19*8 Badischs Dresse Nr. Z40. Seite * 2. Architektur und Kunsthanöwerk AuSftettung im Saus der Deutschen Kunst in München Von unserem nach München entsandten Sonderberichterstatter f München, 10. Dez. Während öle letzten Zurichtungen für öie neue Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst getroffen werben, schenkt uns ein Rundgang, öen wir mit Direktor Kolb zu machen Ge- legenheit hatten, ein Bill, vom deutschen Bau- und Gestal- tun.qswillen unö Können unter der überall spürbaren initiativen Kraft öes Führers, wie es diese Ausstellung in groß- artiger Form bietet. Wer etwa Zweifel öaran gehegt haben mochte, öaß es möglich wäre, in öer kurzen Frist von knapp einem Jahr eine zweite Ausstellung von Modellen, Plänen und Schaubildern neuen deutschen Bauens zu zeigen, öer wirö in dieser zweiten Ausstellung eines Besseren belehrt. Die ge- samten Erögeschoßräume vermögen kaum die Fülle der viel- faltigen Neugestaltungen zu fassen, öie hier in wirklichkeitS- nahen Modellen überzeugend öartnn, öaß öie Bauaufgaben indessen noch gewaltiger geworben finö, daß sich öie neuen Stadträume noch starker ins Monumentale geweitet haben. Line der Eingangshallen vom Neubau der Reichskanzlei, die nahezu vollendet ist. Architekt Prof. Albert Speer, der Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt. (Prelse-Poffmann, Lander-MultIpl?r-i<) Da ist zunächst, um mit den Bauten von Staat und Partei zu beginnen, die riesige Neuanlage öeS öie Bauwerke öes Königlichen Platzes in München vollenöenöen Kanzlei- bau es von Professor Leonhard Gall, der öurch öie beiöen geplanten Flugelanbauten der alten Pinakothek zu einem neuen Staötforum ergänzt wird. Großmodelle der neuen Oper in München (Prof. B r i n ck m a n n) unö öer Neugestaltung öes Odeonplatzes mit Prof. Haigers Oöeonneubau bezeugen weiter öen auf München entfallenöen Anteil öcr städtebaulichen Erneuerung. Ente Reihe von Sälen wird sodann von den Modellen öer Neugestaltung Berlins unter der Oberleitung von Generalbaninspektor Prof. Albert Speer beherrscht. Zwei wuchtige Akzente erhält der Hauptraum der Ausstellung durch die beiden mächtigen bronzenen symbolischen Figuren, die die Partei und die Wehrmacht versinnbildlichen und im Jnnenhof der Reichskanzlei zur Ausstellung kommen werden. Der Runde Platz, öcr weitgehende Platz des Oberkommandos des HcereS, der Große Stern mit der Siegessäule, Modelle für die Führung der Ost-West-Achse Berlin, serner der Moabiter Block der Kaserne des Wachregiments, die groß- artigen Bauten der Wehrtechnischen Fakultät öer Technischen Hochschule zeugen hier neben wundervollen Modellen der Reichskanzlei und Erweiterungsbauten für die durchgreifende Erneuerung des Berliner Stadtbildes. Die Platzgestaltung vor dem Berliner Flughafen mit den Krcnzbcrg-Kaskaden, das Modell eines modernen Flughafenbahnhofes und öie Ehrenhalle der Automobilausstellung treten hinzu, um die- fen überwältigenden Eindruck abzurunden. Baugestalter, wie Wilhelm Kreis, Peter Behrens, Hermann Giesler, Röttser unö Gierksmeier lHaus des Fremdenverkehrs), Wach- und Raskotten werden hier ebenso prägnant charakterisiert, wie die Arbeit öer staatlichen und städtischen Hochbauverwal- tungen. Modelle von großzügigen, städtebaulichen Neugestaltungen, wie sie z. B. Dresden, Breslau und Erfurt planen, beweisen von einer ganzen Reihe von Neubauten der Wehrmacht, der HJ., DAF. u. a., daß öer neue Bauwille sich keineswegs auf öie Reichshauptstaöt unö die Hauptstadt der Bewegung be- schränkt. Erstaunlich ist, daß neben dieser gewaltigen Jnanfpruch- nähme so vieler bauschöpferischer Kräfte noch zahlreiche ge- stalterische Kräfte für ein ebenso vielfältiges wie hochquali- fiziertes kunsthandwerkliches Schaffen fruchtbar geworden sind. Diese Arbeiten erfüllen mit ihrem edlen Glanz die Räume des oberen Geschosses, von denen im Zusammenhang mit einer eingehenden Würöigung dieser zweiten grandiosen Schau zeitgenössischen deutschen Gestaltens noch zu berichten sein wird. H.L.M. Berlin, 10. Dez. Die Sichtung der Papiere des ehemaligen österreichische« Bundeskanzlers S ch n s ch n i g g fördert fen- sationelle Dokumente zu Tage. So enthüllt jetzt das „Schwarze Korps", das Organ der ff in Folge 49 eine kanm glanbliche Schandtat, deren Wahrheit jedoch durch Fak- similewiedergabe von Briese« nsw. schlagend erhärtet wird. Der Tatbestand wird vom „Schwarzen Korps" folgender- maßen festgehalten: Bei öer Niederkämpfuug deS marxistischen Febrnarauf- stanöes im Jahre 1934 sielen auf der Seite des Bundes- Heeres, der Polizei und des Heimatschutzes eine Anzahl von Opfern. Nur die von dem damaligen Minister Schuschnigg gegründeten und befehligten „Ostmärkischen Sturmscharen" hatten keine Todesopfer, ja nicht einmal .Verwundete zu beklagen, weil die notorisch feigen legitimistischen Mutter- söhnchen und Ministranten, öie sich in diesem buntscheckigen Haufen zusammengefunden hatten, sich wohlweislich im Hin- tergrund hielten. Angesichts dieser Bilanz und der ewigen Eifersüchteleien zwischen den verschiedenen Stützen öes Dollsußsystems mußte Schuschnigg fürchten, mit seinen „Sturmscharen" ins Hin- tertressen zu geraten unö sowohl bei den „österreichi- schen Menschen" als auch bei Dollsuß und gar bei öer Kirche das für seine politische Karriere dringend notwendige Re- nommee zu verlieren. „Gefallene" werten nachgeliefert In dieser Klemme entschloß er sich, die fehlenden Toten nachzuliefern. Ein Mediziner wurde beauftragt, sie zu „besorgen", unö tatsächlich schasste öieser ehrenwerte Mann fünf Leichen heran, die Leichen armer Teufel, die entweder irgendwo in den Sielen gestorben oder auf den Barrikaden der Roten gefallen, ganz gewiß aber nicht in den Reihen der „Sturmscharen", geschweige denn für Schusch- nigg, gefallen waren. In einem „flammenöen" Aufruf forderte Schuschnigg die Sturmscharen damals zynisch auf, das Andenken der Helden- mütig „gefallenen" — durch einen verkommenen Mediziner „besorgten" — Kameraöen, von denen man nicht einmal öie Namen wnßte, zu ehren, um „das Sturmscharbanner rein und makellos in ein glückliches Oesterreich der Zukunft zu tragen." „Rein und makellos" machte Herr Schuschnigg die große Trauerfeier für die unbekannten Soldaten der Ostmärkischen Sturmscharen mit, die zusammen mit den wirklichen Opfern in Anwesenheit des Bundespräsiöenten Miklas, der gesamten Regierung, der Generalität, des Diplomatischen Korps, des Kardinalerzbischofs Jnnitzer und selbstverständlich der israe- Eine Schau aus dem Leben Das Urteil des Gauleiters über die Gauknlturschan s Karlsruhe, 10. Dezember. Donnerstag nachmittag besuchte ^Gauleiter und Reichs« statthalter Robert W a g n e r die Gaukulturschau 1938. An öem fast zweistündig.« Rundgang nahmen Pros. Haupt, der öie Ausstellung im Auftrag öes Gauleiters zusammengestellt unö aufgebaut hat, sowie Pg. v. T i e s e u h a u s e n vom Reichs- propaganöaamt teil. Der Gauleiter nahm mit wachsendem Interesse die ver- s chiedenen Abteilungen in Augenschein. Er äußerte sich sehr anerkennend über den Ausbau, öie Vielseitigkeit und öen Wert der einzelnen Leistungen. Seinen Gesamteinöruck faßte er öahin zusammeu, öaß die diesjährige Gaukulturschau «inen beträchtlichen Fortschritt gegenüber früheren Jahren darstelle. Er sehe öarin ein erfreuliches Zeichen für den Ausstieg öeS künstlerischen Schafsens im Gau. Es handele sich hier nicht um eine Ausstellung im üblichen Sinne, sondern um e i n e w i r k- liche Schau aus öem Leben. Diese Feststellung öes Gauleiters wird durch die großen Besucherzissern bestätigt. Bisher fmi weit über 11000 Volksgenossen in öcr Gaukulturschau gewesen, ein Beweis öasür, öaß sie nicht nur einem kleinen interessierten Kreis, sondern Volksgenossen aus allen Schichten in ihren Bann gezogen hat. Es sei daran erinnert, öaß öie Gaukulturschau am Sonntag, de« 11. Dezember, geschlossen werden muß. da öie Räume öer Ausstellungshalle bereit» anöerweitig in Anspruch genommen werden. Für alle, denen öer Besuch noch nicht möglich war oöer öie die Schau noch ein- mal sehcn wollen, gilt es also, öie wenigen noch zur Versü- gung stehenöen Tage zu nutzen. litischen Kultusgemeinde mit den Herren Präsidenten Frieö- mann, Ornstein, Löwenherz und Fuchsgelb begraben wurden. Entlarvung öes unglaublichen Schwindels Im Mai des gleichen Jahres wurde jener Medizin»» Al>'red L i n h a r d. öer die Leichen besorgt hatte, verhaftet, weil er sich zu Unrecht den Titel eines „Dr. med." zuge- legt hatte. Aus seiner Hast schrieb er an Schuschnigg einen Brief, in dem er unter Hinweis aus seine vaterländischen Verdienste seine Freilassung erbat bezw. erpreßte. In öem fak'imiliert wiedergegebenen Brief heißt «S: „Ich unterstütze meine Bitte mit ei«em Verdienst, daS ich mir um die OSS erworben habe nnd auch Ihne», Herr Minister, bekannt sein dürfte, daß ich dem Schutzkorps der OSS ans einer Verlegenheit half, als es hieß, das Korps hätte fii«f Tote, wo in Wirklichkeit «icht einmal ein wirklich Verwundeter aus den Fevruarkämpfe« hervorgegangen war. Auf Befehl des Rittmeisters Komitz habe ich die fünf Toten besorgt «nd wnrden diese, die «ie Mitglied der OSS waren, als solche bestattet." Dieser Brief des Mediziners Alfred Linharö aus dem Polizeigefängnis in Wien 1934 an den nachfahrenden Buu- öeskauzler Dr. Schuschnigg beleuchtet in brutaler Eindring- lichkeit die ganze schamlose Lügenhaftigkeit des verflossenen Regimes in Oesterreich. Hohe und höchste Wür- denträger machten diesen frommen Betrug ohne Wimper- zucken mit: mit heuchlerischen Gebeten unö salbungsvollem Augenanfschlag bestatteten sie einige „besorgte" Leichen, die man zu Helden und Märtyrern machte. „Aus den steten Hinweisen auf öie von ihm und seinen Anhängern gebrachten „Opfer" leitete Schuschnigg noch jähre- lang öie Berechtigung seines mörderischen Kampfes gegen die öeutsch« Freiheitsbewegung ab." Wechsel in der Leitung des VDA. Vorsitzender Generalmajor a. D. Hanshofer Berlin, 10. Dez. Am 6. Dezember fanö in Berlin eine außerordentliche Hauptversammlung öes Volksbundes für öas Deutschtum im Ausland statt, die zum Vorsitzenden öer Bundesleitung den bekannten Geographen und Neitor öer Volksdeutschen Arbeit, Generalmajor a. D. Karl Haus» h o f e r wählte. Der bisherige stellvertretende Buudesleiter, Stadtrat Fritz Behaghel übergab öie Geschäfte der Bun« desleitung an öen neu gewählten Vorsitzenöen. Märtyrer auf Bestellung Wie Schuschnigg ..Selben!eichen" besorgte — Schamloser Betrug mußte Deutschen Verfolgungen begrünten SALAMAN D E R-FIISSARZT KARLSRUHE / BADEN • KAISERSTRASSE i75 fett« P Kr. I« Badlsche Presse VamStag, de» 1«. Dezembe, MI JCeny Vlarenbach und Jtlberl Hlallevstock heute in Marlsruhe: Vor der Entscheidung /Ä"wX 0 n- 8Rolle Leny Marenbach Aufnahme: Terra Ein alltägliches Schicksal von dir unk» mir wird dargestellt. Doch Leny M a r e n b a ch gestaltet öies Schicksal eines jungen Mädchens in öem Liebeneiner-Film „Ziel in den Wolken" wie ihr persönliches. Sic erfüllt es mit der schönsten Wärme ihres eigenen Lebens. So erhebt sie dieses Leben weit über das rein Schauspielerische hinaus auf die Ebene jener unverkennbaren Lebensechtheit, die sich nicht erlernen oder an- empfinden läßt, sondern die man entweder besitzt oder eben nicht besitzt. Paula Wessely, von öeren fraulicher Ursprttnglichkeit sehr viel in Leny Marenbach stecken mag, hat einmal bescheiden und zutreffend geäußert, daß jede Rolle, die sich mit der Per- Oer hungrige Derwisch Von K. A. Prusz In einem reichen Kaffeehause hielt «in Araber seine Mahl, zeit. Ein hungriger Derwisch ging vorüber, sah öie Lecker- bissen unö hoffte, einen von ihnen zu erhaschen, wenn er dem Araber etwas Gutes sagen würde. Daher grüßte er mit einem tiefen Saalam den Araber. Der fragte: „Woher kommst öu?" „Von den Zelten öeiues Stammes, o Herr!" „Sahst du meinen Sohn Akbar?" „O, Herr, er ist lustig wie ein junges Füllen." „Unö was macht seine Mutter?" „Sie sehnt sich nach dir, o Herr!" „Trafst du mein bestes Kamel?" „Es läuft wie öer Blitz und ist brav wie ein Lamm/ „Unö Pascha, mein treuer Hunö?" „Der läßt keinen Dieb ins Dorf unö bellt joden Fremden an." „Unö mein Zelt — hast du es gesehen?" „O Herr, es ist das schönste unö prächtigste im ganzen Dorf. . " und als der hungrige Derwisch merkte, Saß für ihn wohl nichts abfallen würde, wenn er seine Taktik nicht änöerte, zeigt er auf einen vorbeilauseuöeu Hund: „Grat» so sah Euer Hunö auS, o Herr, als er noch lebte." „Wie? Er ist nicht mehr? Dn hast mich also Velogen?!" „Ich wollte dir, o Herr, nicht öie Mahlzeit verderben. Ei gewiß, dein Hund lebt nicht mehr, er hat sich ja an öem Fleisch vom Kamel überfressen." „O Allahl Mein Kamel ist auch tot — wie kam öaS?" „Es wurde an öem Grabe deiner Gattin, der Mutter Ak» bars, geschlachtet." „O Himmel! Auch mein Weib verloren! An was starb sie?" „An gebrochenem Herzen, auS Verzweiflung, aus Kummer — über öen Tod Eures Sohnes, Herr." „Unseliger, was sagst du da? Mein Sohn ist tot — wie starb er?" „Nun, «r wuröe vom Zelt erschlagen, öa» über ihm »u- sammenstürzte." Da warf sich öer Araber voller Verzweiflung auf öie Eröe unö bedeckte sein Haupt mit Staub, während öer hungrige Derwisch über die Reste der Mahlzeit herfiel. Die kleine Fabel ist so einfach und bescheiden. Eine Frau, öie noch nie geliebt hat, begegnet einem jungen Menschen, öer in öen Augen der Umwelt ein Phantast ist. Seine Wünsch« beschreiten ungewisse Wege. Doch weil sie alle Zeichen des Mutes und des Opferns an sich tragen, wird das Herz der Frau bewegt. Sie lernt öie kühne Entschlossen- heit des Freundes lieben und wird damit nicht nur seine Fran, 'sondern auch die Wegbereiterin einer großen Sache. sönlichkeit des Darstellenöen wirklich ganz deckt, die Voraus- setzungeu des großen Erfolges in sich trage. Dieser seltene Glücksfall ist Leny Marenbach in ihrem Film „Ziel in öen Wolken" endlich beschieden. Die Figur öer Frau, die herz» lich liebt, kommt offenbar den reinsten Kräften ihrer Be- gabung entgegen, weil es eine Gestalt mit eigenem Sein und eigenem Klang« ist, beinahe eine dichterische Gestalt, über die filmische Gegenwart hinaus lebendig unö unvergeßlich. Gelegentlich einer persönlichen Unterhaltung äußerte die Schauspielerin, baß sie in ihrem Film „Ziel in öen Wolken" immer die Empfindung des Schicksals, das sie darstellen sollte, gehabt habe. Und so sei ihr auch der Ausdruck dafür gekommen. Mit der Selbstverständlichkeit öes echten Ver- mögens ist hier von der Position der Frau her ein Geheim- nis aller Schauspielkunst angerührt: Daß es das Letzte und Eigentliche ist, eine Gestalt nicht nur im Affekt, im Ausbruch, in der Bewegung zu geben, sondern in dem hinter allem Wechsel öer Situationen verharrenden Zustande, in ihrem eingeborenen Sein. Das wissen wir, öaß die echte Frau diesem tiefsten Geheimnis näher wohnt als der Mann, denn sie ist in dem Kreatürlichen inniger verbunden als er. So mag die schönste Wirkung, die Leny Marenbach in ihrem neuen Film ausstrahlt, allein daher rühren, daß diese Schau- jpielerin so stark, so ausschließlich vollkommen eine Frau ist. Will man nach einer freilich immer unzulänglichen Be- stimmnng für öas Wirkungsgeheimnis Leny Marenbachs in ihren besten und in ihren früheren Filmen suchen, so spricht man vielleicht am besten von öer tieferen Musikalität ihres Wesens. Und daraus folgt bann öas andere, daß sie uns eigentlich immer glücklich macht,' nicht nur, wenn sie selber lustig ist und mit ihrer Laune, mit ihrer unerschöpflichen Frische ein ganzes Hans voll Zuschauer anzustecken vermag, nein, auch im Ernsten, im Tragischen. Diese Schauspielerin wird auch in den lichtlosesten Augenblicken öes Lebens noch Albert Malterstock Klang haben, noch etwas wie Meloöie, eben dieses: Musik öes Da-Seins. In der Musik gibt «S keine Grenzen nach unten wie nach oben. Sie ist unauflösbar. Mit öiefer et«- geborenen Wesensmustkalität erfüllt Leny Marenbach btn Sinn der Kunst. Sehr schön wird übrigens in „Ziel in den Wolken" klar, was «ine wirklich« Zusammenarbeit zwischen Darsteller und Spielleiter bedeutet. D «r Regisseur Wolfgang Liebeneiner war trotz seiner genial«» Verspielthett in d«r Welt seines Stoffes zu Hause wie nur irgend jemand. Unö L«ny Mar«nbach erfüllt« ihm seine suggestiven Regieabsichten von innen heraus mit dem tiefsten Lebenssinn der Rolle, waS wiederum dem ganzen Regiegebilde auf die nachdrücklichste Weise zugute kam: Ein Jdealfall gegenseitiger produktiver Steig«ruug. Heinz Kunz«-Just. litz mftlÖO Sachen 85. Fortsetzung. „Du hast recht gehandelt, LuH!" sagte Elke unö ihre Augen leuchteten ihm entgegen. Schweren Herzen» nahn» Lutz Abschied von dem kleinen Haus am Birkenwäldchen. ßlm Ranöe der Altstadt bezog er ein schlichtes Zimmer. S^nen Sportzweisitzer konnte er in einer stillgelegten Klempnerwerkstatt unterbringen. Flock in- öessen ließ er bei Elke, die sich von öem zutraulichen Draht- haar-Terrier nicht trennen konnte. Ein wenig betrübt zwar hatte Flock öem davonfahrenden Herrchen nachgesehen, öoch öann war er zufrieden, öen warmen Polsterplatz auf öer Er- kerbank wieöer beziehen zu können. Das untätige Leben beörückte Lutz am meisten. Er, den eS immer zur Arbeit, zu emsigem Schaffen gedrängt hatte, wußte nun nicht, was er tagsüber beginnen sollte. Anfangs versuchte er, öie Zeit mit dem Aufstellen neuer Pläne unö Zeichnungen auszufüllen, aber eines Tages trieb es ihn doch aus öem Zim- mcr. Draußen lag milöer Sonnenschein über öen Fluren, ihm Halt gebot. Berwuyöert zog Lutz den Fuß vom Gas- Hebel zurück unö fuhr an den Fußsteig heran, um zu warten, bis öer Beamte herangekommen war. „Ich muß Sie leiöer bitten", begann dieser sofort, „zurück- zufahren, öa Sie öie Stadt nicht verlassen öürfen." „Was sagen Sie?" entfuhr es Lutz in höchster Bestürzung. „Ich darf — nicht mehr ausfahren?" „Nein. Es liegt eine polizeiliche Anorönung vor, daß Sie sich ständig zur Verfügung öer Behörde halten müssen." „Davon weiß ich aber nichts!" „Wir haben öen Befehl soeben erhalten. Tie Zustellung mirö vielleicht inzwischen schon erfolgt sein. Sie müssen also Ihren Wagen wieder in den Unterstellraum zurückbringen." Kopfschüttelnd lenkte Lutz seinen Sportzweisitzer in schar- fem Bogen auf der Straße um und fuhr ihn erneut zu öer einstigen Klempnerwerkstatt. Stunden später stand er dem Untersuchungsrichter gegen- Die Weite lockte. Kanin hatte jedoch Lutz auf seinem Sport,zwe.isitzer den Rand öer Stadt erreicht, als er einen Polizisten gewahrte, der über, um eine Aufhebung der polizeilichen Verfügung zu fordern. „Ihre Lage hat sich in den letzten Tagen bedeutend verschüchtert", sagte man ihm. „Es liegt nunmehr eine Aussage öes Arbeiters Jeszyka vor —" „Der Mann ist ein Schuft!" Ich ersuche Sie, sich zu mätzigen — Angeschulöigter!" Lutz zuckte bei öieser unerwarteten Anreöe zusammen,' sie verhieß nichts Gutes. Der Beamte fuhr fort: „Das Befinden des verunglückten Rennfahrers Diplom-Ingenieur Arthur Hartau gibt nach wie vor zu Besorgnissen Anlaß. Er konnte auf ärztliche Anorö- nung hin bisher noch nicht vernommen werden. Das von ihm benutzte Fahrzeug wurde so stark beschädigt, daß das Gutachten des Sachverständigen noch nicht abgeschlossen wer- den konnte." Der Untersuchungsrichter zögerte, dann schlug er ein Akten- stück auf und begann von dem obersten, ganz frischen Blatt vorzulesen: „Aus Grund der vorliegenden Aussagen besteht hinreichender nnd begründeter Verdacht, baß der Angeschul- digte Eggers an dem Rennwagen des Arthur Hartau vorsätz- lich Aenderungen vorgenommen hat, die den folgenschweren Sturz auf öer Avus herbeiführten. 88 223 ff. St.GB. Da Flucht- und Verdunkelungsgefahr besteht, ist Haftbesehl zu erlassen." Gleichmütig unö unbeteiligt hatte öer Beamte gesprochen. Lutz fuhr erregt hoch. „Das ist ja Wahnsinn!" keuchte er. Der Untersuchungsrichter erhob sich. Sympathie für mensch- liches Schicksal war ihm gewiß nicht fremö — öoch hier ging es um Höheres: um das Recht. „Ich muß erst öas Gutachten des Sachverständigen abwar- ten", sagte er nachdenklich. „Tie vorliegenden Aussagen rei- chen zu einer Klärung des Tatbestandes keinesfalls aus. Zu öem Gegenstand der Aussagen werden Sie noch vernommen werden." Es dunkelte. Lutz schritt in öer engen Zelle auf und ab Schweigend trng er den schweren Schlag, den ihm das Schicksal zufügte. Er ahnte, daß das Ringen um die Wiederherstellung seiner Ehre erst begonnen hatte. Doch ein^s wußte er: öaß es viele Menschen in dieser Stadt aab. die ihm zum Krennde geworden waren. Nun mußte e? n.» und HJ.-N)tnterdienst-Rlusen» Gr. 8 7.75 Ski-Hose, Größe 8 10.75 aimUIch» »anel-mtNche» *«lr#fmn»t» »nd «d,eichen Annsvoll ark Hitlert»»t»d. * Fürs Fett! cccccccm 7aüc die Dame Rieldar - Schurzen mit ganzem Arm 3.95 2.95 Morgenröcke m schöner Auswahl 12.50 8.90 Dachthemden Trikot ...... <.25 3.85 Schiafanzäge 4.88 Hemden,Schlüpfer Kunsts. a. Garnitur 3.00 2.70 J.iic das JCittd lue den dietm Schlafanzüge Popelin 7.50 Schlafanzüge Flanell 9.90 Sporthemden mit festem Kragen 5.25 SporMe; dMm.fert. Kragen, ß.-Seide 10.50 Ohsrhemäen mit losem Kragen 6.25 8.78 8.75 4.30 8.26 5.25 Äett- und Jischuxäsche Schürzen 50 cm lang .... 1.45 Mäd nen-PuliGver 1.30 Wolle, Gr. 3 Strumpfe Wolle, Crr. 4 . B'wolle Gr. 4. schiispter gerauht. Gr. 32 RQ:ke gerauht, Qr. 32 .5.50 3.75 .1.35 .1.00 .-.80 .1.45 1.18 -.50 -.70 -.05 Textl Oberbett ucn iso/s» Feston u. Stickerei 8.80 Hissen Feston u. 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Ott. 1938 in Kraft getretenen AuSländerpolizeiver- Ordnung vom 22. 8. 1938 erlöschen davor dem 1. Oktober 1938 erteilten AufenenthaltSerlaubniffe am 31. März 1939. Neuanträge sind nach befonde- rem Bordruck beim Ausländeramt des Polizeipräsidiums ab 1. März 1939 zu stellen. Besondere Aufenthaltserlaubnis ist erforderlich für Ausländer, die sich länger alz drei Monate oder. falls ihnen von einer deutschen i Vertretung im Ausland im Sichtver merk eine kürzere Aufenthaltsfrist vor, geschrieben ist, Uber diese Frist hinaus im Reichsgebiet aushalten wollen. Bei Aufenthalt zu gewerblichen Zwecken (selbständiges Gewerbe oder Arbeitnehmer) ist sofort Aufent. haltserlaubnis zu beantragen. Ausländer, die nach den bisherigen Bestimmungen einer AufenthaltSerlaub- niz nicht bedurften, haben den An- trag auf Erteilung der erfgrderlichen Aufenthaltserlaubnis spätestens bis zum 31. 12. 1938 zu stellen. Deutsche Staatsangehörige über 15 Jahre, die neben der deutschen eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, haben ihre fremde Staatsangehörigkeit unter Angabe ihres Geburtstages, ihres Geburtsortes und ihrer Woh- nung, unverzüglich anzuzeigen. Für minderjährige Kinder ist der gesetzliche Vertreter anzeigepflichtig. Nähere Auskünfte sind beim Aus- länderamt des Polizeipräsidiums — Zimmer 31 — in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags zu erhalten. Karlsruhe, S. Dezember 1938. De» Polizeipräsident. „dcLL.. Ja, denken Sie daran, daß wir es nie haben fehlen lassen, durch vorteilhafte Angebote Einkaufsfreuden zu bereiten. Und nun das Weihnachtsfest mit all seinen Wünschen I Das ist für uns ein Grund, Besonderes zu leisten. Wollkleider / Strickkleider / Seidenkleider / Jugendliche Tanzkleider Sportliche Mäntel / Pelzbesetzte Mäntel Frauenmäntel in besond.SpezialgröBen Elegante Pelzmäntel und Pelzjacken Venus-, Lanova-, Nova-Sportblusen Seidenblusen/Rficke Morgenröcke / Hausanzüge / Schlafanzüge i Wäsche Strümpfe i Schals Pullover l Westen / Kleiderschürzen Sonntag, 11. Dezember von 2—7 Uhr geöffnet. Das Haus für modische Damen- B bekleidung I Karlsruhe, Kaiserstr. 95, Ecke » Kronenstr, Jfe m y Gernsbach. Bekanntmachung. Die Bewirtschaftung der Stabthalle ist am IS. Februar 1939 neu zu ver- geben. Bewerbungsgesuche hiesiger Gast. Wirte sind bei mir bis längstens 21. Dezember 1938 schriftlich einzureichen. Gernsbach, S. Dezember 1938. Der Bürgermeister. MITTEILUNGEN DER NSDAP. Mitteilungen der NSDAP entnommen Ortsgruppe der NSDAP., Karlsruhe- Südwest III. Am Dienstag, dem 13. 12., um 20 Uhr, Dienstappell vor dem k-rtSgruppenbüro für sämtliche Polit. weiter, sowie für die Walter und Warte der Gliederungen und angeschl. Ver- bände. Anschließend Schulungsabend im großen Saal der Gaststätten Nowack. Anzug: Uniform, Nichtuniformierte m. Armbinde. NS.-Frauenschaft - Deutsches Frauen, wert — Jugendgruppe — DAF., Ab. teilun« Hausgehilfinnen — Mühlburg I Am Sonntag, dem 11. Dez., halten wir im großen Saale der „Drei Lin- den' in Mühlburg unseren Jahres- markt ad. Beginn 14 und 20 Uhr. Reich, hastige» Programm. Die Frauen der übrigen Ortsgruppen sind herzlichst hierzu eingeladen. BDM.-Werk „Glaube und Cchönhelt". Gruppe 3/109 (Altstadt). Betr. Jugend, filmftunde am Sonntag, den 11. Dez. 1938. Sämtliche Mädel, die Karten für die Jugendfilmstunde am Sonntag de- sitzen, treten in tadelloser Tracht um 9 Uhr am Schloßplatz (Ecke Karl- Friedrich-Straße) an. BDM.-Werlgruppe „Glaube und Schönheit" 9/109 (Früher Mädelgrup. Pen 8 und 9/109). Am Sonntag, den II. 12. 38. treten wir 10,30 Uht am Capital zur Iugendfilinstunde an BTM.-Mädelgruppe 10/109 (Mühl- bürg). Die sür Sonntag angesetzte Feier auf dem Friedhof wird aus den 17. 1?. verleg^. Antreten 9.30 Uhr am Peter- und PaulSplatz. IM.-Gruppe 6/10». Sämtliche Jung, mädel, die am Sonntag in die Ju- aendfilmstunde gehen, treten pünktlich um 8.45 Uhr am Karlstor an. G. Dischinger Kaiserstraße 105 zwischen Adler- und Kronenstraße — Telefon 261h Vorschriftsmäßige Offizierskoffer I Dadilches Staatstheater Spielplan vom 10. bis 20. Dezember 1938 rotzes HauS «amStag, 10. 12. G 10. Th.-Gem. 201—300. Flachsmann als Erzieher. Ko- mödie von Otto Ernst. 20 bis gegen 22.45 (4,65) Sonntag, 11. 12. Nachmittags. 6. Vorstellung der Sondermiete für Auswärtige (Sonntagnachmittag-Miete). D-r Pistill»» von Lonjumeau. Komische Oper von Adam. 14.30—17.15 (0,55—3,25) Abends. C 10. Th.-Gem 1—100. Festvorstellung. Im Beisein de» Dichters. Süddeutsche Erstaufführung. August der Starke. Tragödie von Franz Büchler. 19.30—23 (5,05) Montag, 12. 12., und Dienstag, 13. 12.: Geschlossene Vorstellung für die NES „>ftdF", Abt. Kultur- gemeinde. Der Zigeunerbaron. Komische Oper v Johann Slrauß. 20—23. Mittwoch, 14. 12. Nachmittags. Außer Miete. Uraufführung. Sans im Glück. WeihnachtSmärchenspiel für Jung und Alt von Otto Kienschers. 15—17.45 (0,55—2,55) Abends. A 10 (Mittwochmiete), S. 2, 6. Th.-Gem. 2. und 3. S.-Gr., 1. Hälfte. Rigoletto. Oper von Verdi. 19.30-22 (5,05) Donnerstag, 15. 12. D. 10 (DonnerStagmiete). Th.-Gem. 3. E.-Gr., zweite Hälfte. Zu Hebbels 75. Todestag (13. 12. 18S3). Die Nibelungen. Von Hebbel. 1. Abend. 20—22.45 (4,55) Freitag, IS. 12. C. 11 (nicht F-Miete). Th.-Gem. 101—200. Der Postillon von Lonjumeau. Komische Oper von Adam. 20—22.45 (5,05) SamStag, 17. 12. Nachmittags. Außer Miete. 1. Wiederholung. Sans im Glück. WeihnachtSmärchenspiel von Kienschers. 15—18.45 (0,55—2,55) AbendS. G 11. Th.-Gem. 1. S.-Gr. I. Wiederholung. Der Zauber- geiget. Ballett von Grimm. Hierauf: Die Abreise. Oper von d'Albert. Hierauf: Der Dreispitz Ballett von de Falla. 20 MS gegen 23 (4,53) G-nntag, 18. 12. Nachmittags. Außer Miete, »ans Im Glück. Weihnacht«, milrchenfpiel von Kienschers. 15—17.45 (0,55—2,55) AbendS. D 10. Th.-Gem. 401—600. Die Zauberflöte. Große Oper von Mozart. 19.30-22.15 (5,05) Montag, 19. 12., und Dienstag. 20. 12. Geschlossene Vorstellung für die NSG. „KdF ', Abteilung Kulturgemeinde. Der Zigeunerbaron. Komische Oper v. Joh. Strauß. 20—23 Kamm erspiele im KünstlerhauS Mittwoch 14. 12., und Freitag, 10. 12. Marguerlte ! ». Lustspiel von Tchwlefert. 20.15-22.30 Uhr. (2,25: 1,75: 1,25) Sonntag, 18. 12. Zum letzten Mal. Ml.rguerite : 3. Lustspiel von Tchwlefert. 20—22.15 (2,25; 1,75; 1,25) Auswärtiges Gastspiel Donnerstag, 15. 12. In Kehl: Der Evangeliman». Neuanmeldungen für die JahreSplatzmiete, Platzsicherung und Linfonlekonzert« werden bei der Theaterkasse entgegengenommen. Vorverkaufs stel Werktag«: «ad. StaatStheater, Tel. 6288 Musikalienhandlung Fritz Müller, Kailerstraße des Verkehrsvereins, Kaiserstr. 187, Tel. 734, Kaiserallee 29. Tel. 4351; Kaufmann Karl Tel. 503; tu Durlach: Karl SchwierS, Hitler-Slraßv 51, Tel. 458; in Rüppurr: platz 3, Tel. 3U85. Sonntag»: DadifcheS StaatStheater. Telefon le n: (10.30—13; 15.30—18 Uhr): 96, Tel. 388; Auskunftsstell, Zigucrenhandlung Brunnert, Solzlchuh, Werderplatz 48, Musikalienhandlung, Adolf- R. Oppenländ'i, Ostendorf- «288 (11—13 Uhr). fuufepFcgFamm vom 21. Dezember bis 15. Dezember Sluiigctvi Sonntag. 11. Dezember. 8.00 Sonntag-Frübkonzert 8.00 Frankfurt: Wasserstand». Meldungen. Wetterbericht - „Bauer hör' zu " 8.15 Gtimnastik 8.30 Evong. Morgenfeier 9.00 Deutschlandsender: Sonn» tagmorgen ohne Sorgen! 10.00 Königsberg: „Religion müssen wir in uns, nicht außer uns suchen' 10.30 Morgenmusik 11.00 ..Goethe und Zelter' 11.25 Frohe Weisen 12.00 Berlin: Musik am Mittag 13.00 Kleines Kapitel der Zeit 13.15 Berlin: Mustk am Mittag 14.00 Kasperle — diesmal ganz groß! 14.30 „Musik zur Kaffeestunde' 16.00 Musik am Sonntagnach- mittag 18.00 Karlsruhe: „Friedrich Weinbrenners große Lehrjahre" 19.00 Sport am Sonntag Box-Meisterschaften der Hitlerjugend Endfpiel im Hallen- Handball-Turnier. „Fröhliche Mustk auf allerlei Instrumenten' 20.00 Nachrichten 20.10 „Wie -S euch gefällt!' 22.00 Nachrichten 22.30 Unterhaltung«, u. Tanz, mufik 24.00—2 .00 Nachtkonzert. Montag, 12. Dezember. 6.00 Morgenlied, Zeilangabe, Wetterbericht. Wieder- holung der 2. Abend- Nachricht., Landwirtschalt, liche Nachrichten. 8.15 Gtimnastik 8.30 Kassel: Frühkonzert 7.00 Nachrichten 8.00 Frankfurt: Wasserstand?. Meldungen. Wetterbericht, Marktberichte 8.10 Gymnastik 8.30 Flöhliche Morgenmustk 9.20 Für Dich daheim 10.00 Endspurt zum großen Tag der Freude 11.30 Volksmusik u. Bauern» kalender, Wetterbericht 12.00 Leipzig: Mittagslonzert 13.00 Nachrichten. Wetterbericht 13.15 Leipzig: MitlagSkonzert 14.00 „Eine Stund' schön und bunt' DienStag. 13. Dezember. 8.00 Morgenlied, Zeitangabe, Wetterbericht Wieder- holung der 2. Abend- Nachricht., Landwirtschaft- liche Nachrichten. 8.15 Gtimnastik 8.30 Frühkonzert 7.00 Nachrichten 8.00 Frankfurt: Wasserstands. Meldungen, Wetterbericht. Marktberichte 8.10 Gymnastik 3.30 München: Froher Klang zur Arbeitspause 9.20 Für Dich daheim vNt-woch, 14. Dezember. 8.00 Morgenlied. Zeltangabe, Wet.'erbericht, Wieder- holung der 2. Abend- Nachricht., Landwirtschaft- liche N-'Ärichten 8.15 Kpmnastik Vorbereitende ghmna- stische Uebungen für den Skilauf 6.30 fflöln: Frühkonzert 7.00 Nachrichten 8.00 Frankfurt: Wasserstandsmeldungen. Wetterbericht. Marktberichte 8.10 Gymnastik Körpertraining für den Wintersport 8.30 Morgenmufik 10.00 Breslau: PararelsuS spricht deutsch! 11.30 Volksmusik und Bauern- kalender, Wetiterbericht 12.00 Frankfurt: Mittagslonzert 13 00 Nachrichten. Wetterbericht 13.15 Frankfurt: Mittagskonzert 14.00 „MusilalischeS Allerlei 9,20 Für Dich daheim 10.00 München: Schäfer, sag, wo tust du weiden? 11.30 Voll-musik und Bauern. kalender. Wetterbericht 12.00 Mittagslonzert 13.00 Nachrichten. Wetterbericht 13.15 MittagSkonzert 14.00 Fröhliches Allerlei 16.00 Wien: „Kassie verkehrt 16.00 Musik am Nachmittag 17.00 Schöpferische Stunde 18.00 Karlsruhe: „Baden — die Südwestmark de« Reiches" 18.30 Aus Zeit und Leben 19.00 Mannheim: „Tücke de! Objekts" 16.00 Musik am Nachmittag 18.00 Aus Zeit und Leben 19.00 „Dies und das und noch etwa«'! 19.45 „Hebbel, der Lhriker" 20.00 Nachrichten 20.15 „Stunde der. jungen Nation' 20.00 Nachrichten 20.15 „Stuttgart spielt aus' Heitere Felerabendmusik 22.00 Nachrichten Wetter, u. Sportbericht 22.30 Köln: Nachtmusik und Tanz 24.00 Frankfurt: Nachtkonzert 21.00 „Haydn-ZykluS' 22.00 Nachrichten. Wetter- und Sportbericht 22.20 Deutfchlandfender: Politische ZeitungSschau 22.35 UnterhaltungS- u. Tanz- mufik 24.00 Frankfurt: Nachtkonzert. aus Wien' 18.00 AuS der Schallplatten- Wunscbmappe 18.30 Aus Zeit und Leben 19.00 Gruß ans den Bergen 19.15 „Bremsklötze weg!" NeueS und Interessante« aus der Fliegerei 19.45 CSkur Joost spielt 20.00 Nachrichten 20.10 Schubert-Liszt 21.00 „Sohn eine« großen Vater«"; Lebensbild Philipp Tmanuel Bach'« 22.00 Nachrichten. Wetter, und Sportbericht 22.30 Beliebte Kapellen spielen zum Tanz 24.00 Frankfurt: Nachtkonzert Das klingende Buch, Band III 22 Well-Erfolge der Unter- haltungimuiilc für Klavier. — Eine einzigartige Auswahl von unvergänglichen Melodien. 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Dezember 1938 *>« MI di e D^ssf« Nr. 840. rette ü Heue Enthüllungen im Skoblin-3>roaeli: Das Geheimnis um die SowjetKifte VotfchaftS Auw führt von Baris nach Le Kavee - „Maria Ivanova" lauf! au) Moskauer Befehl aus Paris, 10. Dez. Die Sensationen im Skoblin- ! Prozeß nehmen an Zahl und Stärke von Tag und Tag zu. Im Mittelpunkt der Dounerstag-Nachmittagsverhand- lung standen die Vorgänge jenes 23. September mit der mysteriösen Fahrt und Fracht des Sowjet- d a m p f e r s „M aria Ivanova" aus dem Hafen von Le Havre. Der Generalinspektor der Kriminalpolizei. Mondanel, erklärte, daß er seinerzeit einen Beamten mit der Zusam- menfassung aller mit der Entführung des Generals vonMil- ler zusammenhängenden Aussagen und Informationen be- auftragt und sich andererseits mit den Polizeibehörden aus- ländischer Staaten in Verbindung gesetzt habe, um die ver- schwundenen Generäle von Miller und Skloblin wieder auf- zufinden. Außerdem hatte er damals einen Polizeikommissar nach Le Havre geschickt, um sich über die Insassen des ge- heimnisvollen Lastkraftwagens der Sowjet- b o t f ch a f t in Paris nähere Aufklärung zu verschaffen. Rechtsanwalt R i b e t verlas sodann eine Reihe von Schriftstücken, die bei der Angeklagten Frau Skoblin bei ihrer Verhaftung beschlagnahmt wurden. Es handelt sich um Briefe von in Frankreich lebenden Russen, die in der Mehrzahl stark im Verdacht stehen, Geheimagenten der GPU. und Spione zu sein. Auf Grund dieser Schriftstücke hat Rechtsanwalt Ribet eine Reihe von Tatsachen festgestellt, die das verbrecherische Spiel der Sowjets und der GPU. in Frankreich und im Ausland grell beleuchten. Wie Rechtsauwalt Ribet feststellte, hatte die GPU. schon vor 1S86 i« Frankreich eine» ehemalige« sowjetrussischen Politischen Kommissar der Rote» Divisio» von Briansk namens Demmser i« die Kraftn>age«fahrer» Gewerkschaft des damals «och bestehenden kommunistische» Gewerkfchaftsverbavöes CGTU. eingesetzt, der hier eine große Rolle spielte. Die pazifistische Vewegnng im Auslande hatte Zelle« i« den Renanlt- und Citroen-Werkeu, wo Stoß, trnppabteilangen gebildet worden waren. Weiter würben in den Schriftstücken auch zahlreiche An» gaben über die trotzkistische Partei, über die Rolle des so- genannten „nachrevolutionären Klubs", über Stützpunktedel Komintern, über eine spanische Agentur, die ihren Sitz in Paris hat, sowie über Namen von GPU.-Agenten gemacht, so besonders über den Ingenieur Hekheß. Auf eine Frage des Anwaltes an den Generalinspektor Mondanel, was er mit den in diesen Schriftstücken genann- ten gefährlichen Leuten gemacht habe, erwiderte der Polizei- beamte, er habe sich nicht mit der Politischen Polizei zu be- fassen, sondern mit der Kriminalpolizei. Anschließend kam es zu einem Zwischenfall, der nicht geringes Aufsehen erregte, als nämlich der Anwalt Ribet mitteilte, daß der Verteidiger der Angeklagten, der Rechts- anwalt Schwöb, am Freitag in der Loge „Großorient von Frankreich" vor einer Brudergruppe, die Beamte der Po- lizeipräfektnr und der Sicherheitspolizei umfasse, einen Vor- trag halten werde über die Skoblin-Affäre unter derUeber- fchrift „Das Komplott der russischen Faschisten". Sodann wurden der Schiffsmakler Olivier aus Le Havre und zwei Zollbeamte des Hafens vernommen. Olivier erklärte, daß der sowjetrussische Frachtdampfer „Maria Ivanova" sich vom IS. bis 28. September im Hafen von Le Havre befunden habe. Olivier habe sich an dem fraglichen 28. September um 15.40 Uhr an Bord des Fracht- dampfers begeben, um einige Papiere durch den Kapitän unterschreiben zu lassen. Um diese Zeit sei der Lastkraft- wagen noch nicht dagewesen: dagegen habe er den Kraft- wagen um 16.15 Uhr auf dem Kai längs des Schiffes ge- sehen, als er wieder von Borb ging. Während seiner Unter- Haltung mit dem Kapitän sei ihm ausgefallen, daß ein Mann, ohne anzuklopfen, in die Kabine gekommen sei und baß der Kapitän sofort mit dem Mann hinausgegangen fei. Der Dampfer hatte in Le Havre 41 Tonnen Frachtgut auf- genommen, darunter zwei Flugzeuge, ein französisches und ein amerikanisches. Der Dampfer sollte eigentlich 800 Ton- nen Fracht in Le Havre ausladen, doch sei er schon vor der völligen Ausladung ausgelaufen. Der Kapitän hatte den Makler scho« am Vormittage gege« 10 Uhrdavo« unterrichtet, daß er einen Funkspruch aus Leningrad mit dem Befehl erhalten hätte, sich für ei» sofortiges Auslaufe« bereitzuhalten, «m nuter» wegs Fahrgäste ansznnchmeu (!). Sodann werden die Zollwächter angehört, die beide auA- sagen, daß der Lastkraftwagen aus Paris die Zeichen „C. D." gehabt hätte. Also, da der Wagen dem Diplomatischen Korps angehörte, hätte er nicht vom Zoll untersucht werden können. Gleich «ach der Ankauft des Kraftwagens aus dem Haseukai sei da«« vo« vier Ma«« der Besatzung des Sowjetdampfers eine schwere Kistea «f das Schiff befördert wor« de». Die Kiste fei etwa 1.20 Meter laug, 60 Ztm. breit ««b auch 60 Ztm. hoch gewesen. Der Wagen sei dann «och etwa eine Viertelstunde längsseits des Schisses gebliebe«. Rechtsanwalt Ribet stellte daraufhin fest, daß in dem B<- richt des nach Le Havre entsandten Polizeikommissars drei Irrtümer enthalten seien: L sei Sarin die Rede von einem Kabinenkoffer, während eS sich um eine Kiste handele,' 2. werden für die Strecke Paris—Le Havre 228 Kilometer angegeben, wo es sich doch nur um 200 Kilometer handele, und schließlich werde die Ankunft des Lastkraftwagens an dem Schiff mit 15 Uhr bestimmt, während der Wagen erst viel später angekommen sei. Die Fra« des Zeituugshändlers Krivochiesf bestätigte ihre frühere« Aussage«, Wonach Geueral Skoblin aaf s e t« e r F l« ch t i« der Nacht nm 145 Uhr zu ihr gekomme» sei, «m sich Geld z« borge«. Skoblin habe sehr bleich ansg«» sehe», sei sehr a«sgeregt gewesen nnd erklärte, seine Brief, tasche verlöre« zn haben. Er habe auch um ein Glas Wasser gebeten. Nachdem er 200 Francs erhalte« hatte, sei er fort» gegauge«. Sodann berichtete der Zeug« Ringorski, der Schwager des Emigranten Dr. Oettingon, daß eine Frau Chicotoff ihn an dem fraglichen Tage besucht und gebeten habe, der Fra« Skoblin für die Nacht vom 23. September Asyl zu ge- währen. Das habe er auch getan. Als er jedoch am näch- sten Morgen in den Zeitungen las, daß Frau Skoblin ge- sucht wurde, habe er ihr geraten, nach Hause zn gehen. Sie habe geklagt: „Man hat mir meinen Mann geraubt, man wird ihn töten." Nach Ringorskis weiteren Aussagen hat sein Schwager der Psychoanalytiker Dr. Oettingon angeblich am 20. September 1S37, also zivei Tage vor der Entführung des Generals Miller, Paris verlassen. Führung nur buech Leistung und Haltung Siabs-Chef Lutze über tie Borstuöten-AuSbilöunv Ha««over. 10. Dez. Bei der Eröffnung öes Lange- marck-Studiums der Reichs st udeutenführuug in Hannover hielt Oberpräsident Stabschef der SA., Viktor Lutze, eine Anfprache, die sich in grundsätzliche» Ausführungen mit der Vorstudienausbildung befaßte, als einer bedeutsamen politischen Maßnahme, die die Schäden der Vergangenheit seit 1V18 beheben solle. Die damalige Zerrissenheit des deutschen Volkes sei ein getreues Spiegel- bild der geistigen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Verwirrungen einer Zeit gewesen, die nach außen hin der Glanz einer StaatSsorm zeigte, deren Inhalt indessen ein wirres Gegeneinander bildete. Die Staatsführung, die praktisch keine Volksführung mehr war, habe sich immer nur aus einem kleinen Kreis ergänzt, der wiederum nicht mehr im Zusammenhang mit dem Volke stand. „Der Führer", so führte Stabschef Lutze weiter aus, „hat mit dieser Ge- dankenwelt des Durcheinanders und der überheblichen Ueberfpanntheit eines kleinen Kreises restlos Schluß gemacht. Die nationalsozialistische Bewegung mißt jeden Deutschen allein nach seiner Leistung und seiner Hal- tung. Jeder Deutsche gehört an den Arbeitsplatz, an dem seine wirkliche Fähigkeit liegt und wo er seine Anlagen kämpfend steigern kann zu höchster Leistung. Das verlangt der Lebenskampf der Nation und der sozialistische Grundsatz der Bewegung. Die Frage darf in Deutschland nicht mehr heißen: Wer bist Du, sondern: Wie bist Du — nicht mehr: Woher kommst Du, sondern: Was leistest Du für das Ganze, für die Gemeinschaft. Stabschef Lutze betonte dann, daß dieser sozialistisch« Grundsatz er st recht für die Hochschulen gelten müsse. Deshab habe dieReichsstudentensührung eine Bor- studienausbildung geschaffen, die zugleich im Auftrag des ReichserziehungSministers durchgeführt werde. „Sie ist nicht eine vorübergehende BehelfSmaßncchme", so führte der Redner weiter aus, „sondern eine dauernde politische Ein- richtung. Zugleich tritt die Vorstudienausbildung der drohenden Gefahr des Nachwuchsmaugels wirksam entgegen. Es ist eine nüchterne Tatsache, baß der akademische Nachwuchs fast aller Berufsrichtungen, aus dem normalen Zugang über die höhere Schule nach den eben aufgestellten Grundsätzen nicht gedeckt werden kann. Wir wollen unb dürfen nie vergessen, daß die breit« Masse des Volkes das Kraftfeld der Nation ist, auS dem sich die Führung des Volkes immer wieder ergänzen muß. Es darf da keine irgendwie gearteten Rücksichtnahmen oder Protektionen geben. Zur Führung darf immer nur Leistung berechtigen. Aus allen diesen Gründen freue ich mich, zur Eröffnuu» des ersten Jahrganges des Langemarck-Studiums der Reichs- studentenführung hier in Hannover zu Ihnen zu sprechen, als Oberpräsident dieser Provinz die Teilnehmer und Gäste und als Stabschef der SA. das Werk selbst begrüßen zn können. G©k e ' Dl« fenmeftlaa-Einlag« ist mit durch Deutsches Relchs- Gebreuchamusler geschützt 60 »e»*° d ***" 5«--. »» Ode« v o Trotte^ . ^ - ssds» 401 et ^ ^ " Natürlich Sonntag geöffnet! .... Uerre" « tcke A<*' ei K,ai5 e(stI Ruf 6903 . Auch unsere Tdxtilabteilungen halten fQr Sie eine große Auswahl schöner praktischer und vor allem preiswerter Festgeschenke bereit. Hier einige Beispiele nach unserem Grundsatz: Jeder soll schenken könnenI f uK die, &a#ne den HeMJt fiiK das JCuid Kittelschürze m. langem Arm/ bunt gemustert ...... Trikotkleid Größe 40-50/ angerauhte warme Ware Prinzeßrock Kunstseide mit Träger und Motiv, Pastellfarben . . . Damenschirm lOteilig/ Kunstseide,farbig mit modernen Griffen . . Ripstischdecke 120/150 Indanthren-Karo beliebte Muster ..... WolinaKleiderftoff in vielen soliden Farben bekannte Qualität . . . ■ © © © 2 7S © ■TB Sporthemd #» 35 mit festem Kragen, flotte V ö Streifen oder Karos . . Selbstbinder knitterfest, elegante, moderne Muster .... 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Dezember Jllles Städlchen an der 8lsz iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiimiMiiiiiliiiiiMMiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Waldkirch und seine Schmuckstein-Schieifere'en Von alten Meistern und ihrem Gewerbe Die farvenreiche Landschaft zieht uns hinaus zur stillen, unberührten Natur. Mutter Erde mit ihrem Begleiter, dem Mond, liegt doch auch immer auf der Walze, alles reist und wandert, sollten wir denn da zu Hause zwischen den vier Wänden hocken? Gewiß nicht, denn hätte die Natur das ge- wollt, so hätte sie unS wie Blumen mit Stengeln am Boden anwachsen lassen. Ja, richtig! Am Fahrkarten- fchalter am Bahnhof sitzt das Schicksal und verteilt in köst- licher Launenhaftigkeit die Fahrkarten. Diesem erlaubt «S eine größere Reife, jenen pfropft es in die überfüllte dritte Klasse. Wir lösen eine Fahrkarte nach Waldkirch. An Schönheit und Eigenart kommt wenig diesem maleri- schen Städtchen tm Elztal gleich, es steckt in allem so etwas Mittelalter darin. Wir wandern durchs „Borstädtlt". Hier klappern Wasserräder am Bach, reizvoll, vor allem ma- lerisch liegen sie halb ver- borgen zwischen Häusernischen versteckt. Es sind alles unter- schlächtige Räder, d. h. sie em- pfangen den nötigen Druck durch das in Rinnen hindurch geleitete Wasser. Wir wandern weiter dem Bach entlang, durch düstere, schmale Gassen, die wunderliche Bauart der Häuser ziehen die Blicke des Borübergehenden auf sich. Ihre Außenwände sind grau und runzlig, doch erkennt man noch an ihren reichen Verzierungen der Fensterrahmen und den mit Sinnsprüchen gezierten Hauspsörtchen das Haus des Mittelalters. Hier steht eine Werkstätte, die von dieser Seite — vom Bache gesehen — mit dem Wasserrad einen höchst malerischen Anblick bietet. Und so einfach ihr AeußereS ist, um so praktischer ist das Innere dieser Achatschleifer -Werk- stätte. Wir haben uns an den Lärm gewöhnt, und betrach- ten die Einrichtung etwas näher, man muß staunen, wie wohl durchdacht und auf's beste ausgeklügelt hier die Wasserkraft für den Betrieb ausgenützt wird. Aus allen Gegenden /chickt man rohe Edel- und Halbedel- steine nach Waldkirch, und von hier gehen sie, fein geschliffen und zu Schmuck und allerlei Kunstwerken verwendbar, wieder hinaus in die weite Welt„ Die Anfäng« der Edelstein- schleiserei an der Elz und ihren Zuflüssen gehen weit zurück ins Mittelalter,' mancher schöne Schwertknauf aus glänzendem Stein, manch kunstvoll geschliffener Siegelring mächtiger Fürsten wurde hier hergestellt. Da neuerdings die Freude an den fchönfarbigen, glänzen- den Steinen außerordentlich zugenommen hat, fo daß man allenthalben beginnt, den echten, unvergänglichen Stein als Schmuck aller kurzlebigen Imitation, der Emaille und den Erzeugnissen der galvanischen Künste vorzuziehen, hat die Blick zum Kandel Edel- und Halbodelsteinschleiferei in Waldkirch wieder zuge- nommen. Seit alter Zeit und zum großen Teil auch heute noch wer- den Achat und andere Halbedelsteine mit Hilfe der Wasser- kraft geschliffen, die die Elz und ihre Bäche liefern. In kleinen Schleifmühlen mit großen unterschlächtigen Wasser- rädern wird die Verarbeitung der Steine als Hausindustrie betrieben. Der „Schleifer" ist vielfach selbst Unternehmer, der die Aufträge vom Händler erhält. Lass die Ffiße nicht verludern, Tu' sie baden, cremen, pudern — / Mit Efasit-du wirst es sehen, Kannst besser du durchs Leben gehen! 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März 1935 über die „Regelung des Landbedarfes der öffentlichen Hand" die Grundlage für die gesamte Landes- Planung geschaffen. Was unter Landesplanung im allgemeinen zu verstehen ist, legte Landeskommifsar W ö h r l e von Konstanz den Bür- germeistern dar. Dies war um so angebrachter, als im näch- sten Jahre der Amtsbezirk Konstanz hinsichtlich der Durch- fahrung der nötigen Planungsarbeiten systematisch durch- gearbeitet werden soll, um dann als Muster für die übrigen Bezirke des Landes zu dienen. Das genannte Gesetz geht von dem Gedanken aus, daß Grund und Boden die Grund- läge von Volk und Reich bilden, und wurde geschaffen, um eine zweckvolle Gestaltung des deutschen Raumes zu und den für die Zwecke der öffentlichen Hand erforderlichen Landbedarf nach einheitlichen Gesichtspunkten zu lenken. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine Reichsstelle für Landesplanung geschaffen. In Baden untersteht die Landes- planungsstelle dem Reichsstatthalter. Im Jahre 1937 wurde t» Karlsruh« «ine Landesplanungsgemeinschaft, Der Gauleiter sprich!! Karlsruhe, 10. Dezember. Am Donnerstag, den 15. Dezember, 9.45 Uhr, vormittags, wird der Gauleiter Robert Wagner in der Tagung der Kreispersonalamtsleiter unö der Personalreferenten der Gliederungen aus der Gauschulungsburg Frauenalb über die künftige Gestaltung der Personalpolitik das Wort ergreifen. Am Samstag, den 17. Dezember, abends 8 Uhr, spricht der Gauleiter auf der Generalmitgliederversammlung in Mannheim. Reuer Lanöesgerichtspräfident in WaZöslmt Waldshnt, 10. Dezember. Der Führer und Reichskanzler hat durch Entschließung vom 4. November 1938 den Oberstaatsanwalt Wilhelm Frey in Mannheim, der in gleicher Eigenschaft von 1934—193« am hiesigen Landgericht wirkte, nunmehr zum Landesgerichts- Präsidenten in Waldshut ernannt. Auf einer dicken Welle, die meist durch ein Kammrad mit dem Wasserrad in Verbindung steht, sitzen große Schleifsteine aus rotem Sandstein, die nur zur Hälfte aus der Schleifgrube hervorragen und sich sehr rasch umdrehen. Vor diesen Schleif- steinen liegen die Schleifer auf Holzböcken und stemmen die Füße gegen Leisten auf den Fußboden. Der Bock ist mit dicken Steinen beschwert und ist um eine senkrecht stehende Bohle in der Gegend der Brustlage beweglich. Dadurch ist es dem Schleifer möglich, sein Körpergewicht und das Gewicht des schweren Bocks mitznverwenden, wenn es gilt, den Achat mit großem Druck gegen den Schleifstein zu pressen. Dann gellen schrille Töne durch die „Schleife", und oft leuchten die Achat- steine in fluoreszierendem Licht lebhaft auf. Ja, nicht nur die Schleifsteine werden von der Wasserkraft betrieben, auch die Steinsäge und der Polierbock steht in Verbindung mit dem unermüdlich klappernden Wasserrad. An der Steinsäge wird stehend gearbeitet. Mit einer durch Diamantenstaub schars gemachten Metallscheibe, die sich ebenfalls sehr rasch dreht, schneidet man die Steine in Platten von beliebiger Dicke. Der P o l i e r b o ck ist eine dicke Holz» walze, auf der die fertig geschliffenen Steine einen schönen Glanz erhalten. Das Polieren besorgt meistens ein Lehrling. Dann können die Steine auch gefärbt werden. Wir haben eben Gelegenheit auch den „S t e i n f ä r b e r" bei seiner Arbeit zu bestaunen. Durch Behandlung mit Säuren und ver- schiedenen Metallsalzen sowie durch starkes Erhitzen verleiht er manchen Steinen, die von Natur unscheinbar sind, prächtige unvergängliche Farben. Seine Arbeit erfordert große Sorg- falt, und eine genaue Kenntnis der Rohsteine,' deshalb sind auch, wie wir hören, gute Steinfärber selten und sehr ge- schätzt. •- ... ..... . - / .. Die Mode bevorzugt bald diesen, bald jenen Stein? häufig muß sie sich danach richten, welche Nohsteine gerade in größerer Menge auf den Markt kommen. Manche Steine, die frühev häufig waren, sind heute seltener geworden und dadurch im Wert natürlich bedeutend gestiegen. Es werden u. a. geschlis- fen: Citrin, Rauchquarz, Rofenquarz, Tiger- und Katzen- äugen, Bernstein, Topas u. a. m. Sollen die Steine zu leichterer Befestigung der Metall- fassung mit Löchern versehen werden, so erhält sie der „Boh- rer", der mittels einer Art Fiedelbogen einen kleinen Diamantbohrer in rasche Drehung versetzt und die gewünsch- ten Löcher anfertigt. Hier in diesen Werkstätten sind tüchtige Handwerker an der Arbeit. Es sind Künstler im wahren Sinn des Wortes . .. Wer näher zusieht, liest sehr viel in den Straßen und Gäßchen dieses Städtchens, an seinen Mauern, Bauten und Bildstöcken. An Haus und Hausrat, Sitten und Trachten, nämlich die reichen Schicksale, die reich verzweigte und ver- innerlichte, nie unterbrochene Kultur. Die zahllosen Sonder- und Eigenarten und Entwicklungsschätze, die hier wachsen und von der lebendigen Gegenwart überschönt werden, das ist Volksleben. Das alles entdecken und verfolgen, kann nur der, der mit offenen Augen und Ohren durch dieses Städt- chen schreitet .. . B—er. die den Charakter einer öffentlichen Körperschaft trägt, ge- gründet,' sie trägt die Kosten der Durchführung der nötigen Arbeiten, d. h. das Reich bezahlt mehr als die Hälfte, wäh- rend ein etwaiger Rest von den Gemeinden, Gemeindever- bänden und der freien Wirtschaft getragen werden soll. Bis- her sind den Gemeinden keine Kosten entstanden? es sollen auch in Zukunft ihnen keine entstehen. Die Landesplanungs- gemeinschast hinwiederum wurde untergeteilt in die drei Bezirksplanungsgemeinschaften Konstanz, Frei- bürg und Mannheim? sie bearbeiten die Raumplanungsarbei- ten innerhalb des Dienstbereiches der einschlägigen Landes- kommissariate. Die Bezirksplanungsstelle Konstanz wurde vor zwei Jahren als erste eingerichtet mit der besonderen Aufgabe, die Raumplanung am Bodensee durchzuführen. Augenblicklich steht sie vor der neuen Ausgabe, im Laufe des kommenden Jahres die Planung im übrigen Amtsbezirk Konstanz durchzuführen. Der Landesplaner, Oberregierungsrat Feldmann, verbreitete sich hierauf über die Aufgaben der Landespla- nungsgemeinfchaft. Diese saßt die Aufgaben der einzelnen Bezirksplanungsstellen verwaltungsmäßig in einer Hand zusammen. Dabei bearbeitet sie nicht einzelne Projekt«, son- dern sie stellt einen übergeordneten Plan auf, der alle Ein- zelaufgaben zusammenfassend behandelt, nämlich den Raum- ordnungsplan, den jede Gemeinde aufstellen muß? jedoch soll damit' kein starrer Rahmen geschaffen werden. Am Gewerbekanal liegen die Steinschleifereien Aufn. A> Vollmer Bodensee-Gebiet und Landesplanung Bürgermeister-Versammlnng in Radolfzell - Raum-Ordnung im Bezirk Konstanz «eft« 10. Nr. 84U Dadiscks Drei? Samstag, tat 10. Dezember 19M Cor allem sollen die Gemeinden keine kostspieligen General- bebauungspläne ausstellen. Der Leiter der Bezirksplanungsstelle Konstanz, Baurat Sindlinger, teilte mit, daß bis heute im Planungs- räum Konstanz sechzig Gemeinden nach den Gesichts- punkten der Raumordnung hin untersucht wurden. Da- nach waren die bisher erzielten Ergebnisse nicht nur sehr interessant, sondern sie ließen auch sehr wertvolle Erkennt- nisse über die wirtschaftliche und bevölkerungspolitische Struktur der Gemeinden gewinnen. Vor allem diese Struktur- Untersuchungen geben wertvolle Unterlagen an die Hand für die künftige Formulierung der zu ergreifenden Maßnahmen. Der Beseitigung der Abwässer bzw. ihrer etwaigen Verwen- dung für die Landwirtschaft muß besondere Aufmerksamkeit zugewendet werden, ebenso dem Hochwasserschutz am See und in den Flußgebieten, der Nutzung der vorhandenen Wasser- kraft im Rahmen unserer Energiewirtschaft und der Ver- wertung der vorhandenen Bodenschätze. Große Aufgaben wird die künftige Regelung des Verkehrswesens bringen. Weiter gehören die Fragen des Arbeitseinsatzes und der sozialen Verhältnisse in Handel, Gewerbe und Industrie, des Siedlungswesens, von Schönheit und Arbeit, des Woh- nungswesens, der Wohnungsdichte genau so zum Arbeits- gebiet der Planungsstellen wie der Untersuchung der Ein- Wirkung des Fremdenverkehrs auf die Struktur einer Ge- meinde, wie Gemeinschaftseinrichtungen und -Anlagen, Ge- lundheitswesen. Die bisherigen Maßnahmen der Bezirksplanungs- st e l le K o n st a n z richteten sich zunächst gegen die weitere Wegnahme von Ufergelände durch private Bauten, die sehr oft eine unerwünschte Störung des Landschaftsbildes zur Folge hatten, und zwar handelte es sich hier um den sog. U f e r f ch u tz mit dem Ziel, die Schönheit und Ursprünglich- keit der Uferlandschaft zu schützen und zu erhalten. Zusam- men mit der Landesschutzstelle wurde erreicht, daß bestimmte Gebiete als Naturschutzgebiete erklärt wurden. Fer- ner wurden jene Gebiete besonders geschützt, die als Laich» gebiete für die Fischerei von Wichtigkeit sind. Eine Verordnung des Ministeriums des Innern verlangt die Schaf- fung von Ufer wegen den See entlang. Die Frage der Bade-, Zelt- und Lagerplätze wirb ebenfalls eine große Rolle spielen. In der Aussprache wurde auch die Frage der Schiff- barmachung deS Oberrheins angeschnitten. In seiner Antwort konnte Oberregierungsrat F e l d m a n n die Zusage machen, daß auch diese Angelegenheit berücksichtigt 'ei und daß man hoffe, hier in absehbarer Zeit zu praktischen Ergebnissen zu kommen. Regierungsrat Gchühly von Konstanz leitete an Stelle des durch Krankheit am Erscheinen verhinderten Landrates Dr. Kaussmann die Versammlung, der außer den Bürger- meistern auch Kreisleiter Rakow und die Mitglieder des Beirates der Bezirksplanungsstelle beiwohnten. Von schwerer Anklage freigesprochen fm. Karlsruh«, 10. Dezember. sEigeuer Berichts Di« 8. Große Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe verhandelte gegen den 32 Jahre alten verheirateten Rechts- anmalt Dr. K. aus Rastatt, der sich wegen Vergehens des Parteiverrats nach § 856 des Reichsstrafgesetzbuches zu ver- antworten hatte. Nach 8 36g wird ein Anwalt, welcher bei den ihm vermöge seiner amtlichen Eigenschaft anvertrauten Angelegenheiten derselben Rechtssache beiden Parteien burch Rat oder Beistand Pflichtwidrig dient, mit Gefängnis nicht unter drei Monaten bestraft. Am IS. Dezember 1937 war der Angeklagte durch die Karlsruher Strafkammer wegen Vergehens nach 8 356 zu einer Gefängnisstrafe von drei Mo- naten verurteilt worden. Auf die Revision des Angeklagten hat das Reichsgericht am 80. August das Urteil aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Borinstanz zurückverwiesen. In der jetzigen Verhandlung beantragt« der Staatsanwalt «ine Gefängnisstrafe von drei Monaten, während der Ver- teidig«r des Angeklagten auf Freisprechung plädierte. Die Strafkammer sah durch die Beweisaufnahme als fest- stehend an, was auch von dem Angeklagten zugegeben wird, daß in objektiver Hinsicht ein Vergehen nach 8 356 vorliegt. Vom Angeklagten wurde lediglich der subjektive Tatbestand bestritten. Das Gericht hatte im Hinblick auf das Reichs- qerichtsurteil zu prüfen, ob die Verteidigung des Angeklag- ten durchschlagend ist. Der Angeklagte gibt eine Unterlas- »Ungssünde zu, machte aber geltend, in gutem Glauben ge- handelt zu haben. Es bestehen Berdachtsgründe, daß sich der Angeklagte auch subjektiv schuldig gemacht hat, aber nach- zuweisen war dies nicht. Daher wurde der Angeklagte mangels hinreichenden Beweises freigesprochen. Villinger Brief / y. Villingen, 10. Dezember. ^Eigener Bericht.) So forsch der Winter bereits vor 6 Wochen feine Visiten- karte abgab, so wenig Eile hat er dieses Jahr mit seinem wirklichen Kommen. Wohl pendelt das Quecksilber im Ther- mometer seit Tagen allnächtlich um den Gefrierpunkt, doch reicht es nicht einmal zum Gefrieren des Eisweiaers, damit die Jugend wenigstens dem Schlittschuhsport huldigen kann, :venn schon der Schnee so lange auf sich warten läßt. Aber rotzdem ist die Vorweihnachtsstimmung nicht minde- rer als all die Jahre. Zu dem Glitzern der weihnachtlich her- gerichteten Schaufenster treten nun auch Heuer wieder die öffentlichen Weihnachtsbäume am Platz des 36. Januar, am Bertholdplatz sowie bei der Bickenkapelle, und sogar die Ecken des Marktplatzes erhielten solchen weihnachtlichen Schmuck. Am gestrigen Freitagabend ging über den ganzen Kreis Billingen eine Kundgebungswelle. In 33 Gemeinden sprachen bekannte Redner d«r Partei über die gewaltigen Er- eignisse des nun zu Ende gehenden Jahres und der daraus für jeden einzelnen Volksgenossen erwachsenen heiligen Ver- pflichtung, durch Arbeit und Opfer sich dieser Ereignisse auch würdig zu erweisen. Das für den heutigen Samstagabend angesetzte Abend- konzert der Billin g«r Madrigalvereinigung in der Evangel. Stadtkirch« wurde auf Samstag, 17. Dezem- ber oerlegt. — Morgen, Sonntag abend, gibt das Konstanz e r Stadttheater mit dem dreiaktigen Lustspiel „Flitterwochen" sein 3. Gastspiel der dieswinterlichen Sai- son. — Der Geflügelzuchtverein Billingen und Um- gebung veranstaltet heute und morgen im Löwensaal fein« 6. Kreisgeflügelausstellung, für die eine große Zahl Rasse- geflügel, einige Leistungsstämme Hühner und Schön- und Brieftauben gemeldet sind. Der Billinger Tierschutzverein gab unter Borsitz von Beterinärrat Dr. Dietz in seiner Jahresversammlung Rechen- schaft über sein erfolgreiches Wirken auf dem Gebiete des Tierschutzes. Mit Unterstützung zahlreicher Freunde und Gönner konnte er im verflossenen Geschäftsjahr sehr wefent- liches unternehmen. Das Billinger Konzertl«ben hat durch die ehren- volle Berufung des seitherigen städt. Musikdirektors Fritz Borweitmach» im So»f»warzwal» - Veränderungen im Konzertieben - Glockengießerei Gcüninger veeka«? Klener zum Leiter des Sudetendeutschen Symphonieorche» sters nach Reichenberg wichtige personelle Veränderungen er» fahren. So übernahm Stadtkapellmeister Franz Könitzer neben der Stadtmusik nun auch den Orchesterverein (Streich- orchester) und wird außerdem während der Kursaison die städt. Kurkapelle leiten. Die Zusammenfassung dieser drei Musik» körper in einer Hand wird sicherlich manche Vorteil« bieten. Die musikalische Leitung des Männer-, Frauen- und gemisch- ten Chors des „Sängerbund" wurde Musikdirektor Strehse lSchweuuingen) übertragen. Der „Sängerbund" und der Orchesterverein veranstalteten für ihren scheidenden gemein- samen Dirigenten, Musikdirektor Klener, einen Abschieds- abend, bei dem die Vereinsführer Rechnungsrat Jeggi und Kaufmann Schöller Herrn Klener den Dank abstatteten für seine erfolgreich« Arbeit während den vier Jahre», ihm jeweils ein Gemälde von Villingen als Erinnerungsgabe über- reichten und ihm und seiner Gattin, Konzertsängerin Erna Klener, die besten Wünsche für die Zukunft aussprachen. Musikdirektor Klener wird nun mit seinem 64 Mann starken Sudeteudeutschen Symphonieorchester eine mehrmonatliche Konzertreise durch Deutschland unternehmen, deren Austakt drei Konzerte in Berlin sein werden. Auch Stuttgart und Freiburg sind festgelegt, vielleicht läßt sich bei dieser Routo auch «in Konzert in Villingen einschieben. Das wäre dann allerdings ein Großereignis. In «rstaunlicher Frische konnte Frau Mathilde See- b a u e r Ww., Färberstraße 18, ihren 30. Geburtstag be- gehen. Bürgermeister Berckmüller überbrachte ihr die Glück- wünsche der Stadtgemeinde und überreichte der Altersjubi- larin neben einem Blumengebind« ein Geldehrengeschenk der Stadt. Di« Gratulation und das Ehrengeschenk der Partei übermittelt« Ortsgruppenleiter Maier und Blockleiter EmannS. Die Billinger Glockengießerei Grüninger Söhne, deren anerkannt« deutsche Meisterarbeit schon seit Generatio- nen weit im Lande und auch über der Grenze wirklich guten Klang im tatsächlichen Sinne des Wortes hat, wurde nun von den Schwarzwälder Messingwerken um den Preis von 85000 Reichsmark käuflich erworben. Vom Main zum See Kleine Nachrichten aus öem basischen Land Kinbersviel mit bSsem Ausgang Wertheim, 10. Dezember. Im naheliegenden Mondfeld vergnügten sich ältere Schüler damit, sich an einem in der Dreschhalle angebrachten Auf- zug gegenseitig in die Höhe zu ziehen. Leichtsinnigerweise ließen sie den Strick los, als sie wieder einen Kameraden drei bis vier Meter hoch hinausgezogen hatten, der auf die zementierte Tenne herunterfiel. Schwerverletzt schaffte man ihn ins Wertheimer Krankenhaus. Schaffung reiner Warmblut Ancktgebiele Karlsruhe» 10. Dezember. Aufgrund der Ersten Verordnung zur Förderung der Tierzucht vom 26. Mai 1936 hat der Reichsminister fiir Ernährung uw) Landwirtschaft eine Anordnung über die Schaf- fung von Warmblutzuchtgebieten erlassen. In den LanSeS- bauernschaften Ostpreußen. Niedersachsen, Württemberg, Weser-Ems, Schleswig-Holstein, Kurmark, Saarpfalz und Baden dürfen in bestimmten Teilgebieten nur Warm- bluth engste einschließlich englischer, arabischer und anglo- arabischer Vollbluthengste der in ber Verordnung bezeichne- ten Art zur Zucht benutzt werden. Für Kaltbluthengste darf in diesen Gebieten weder die Deckerlaubnis zur Zuchtklasse A, noch die für die Zuchtklasse B erteilt werben. Für die Ueber- gangszeit kann die Staatsgestütsverwaltung in den in der Verordnung bezeichneten Gebieten kaltblütige Landbeschäler aufstellen. Die Anordnung tritt für die Gaue (Vandesbauern- schafteni Saarpfalz und Baden am 1. März 1SS9 in Kraft. Reubrunnerhos bei Engen abgebrannt Eng««» 10. Dezember. Ilm Freitagmittag fiel das Anwesen des Bauern Lei zur Gemarkung Zimmerholz gehörend, einem Feuer zum Opfer, das das ganze Gebäude vernichtete. Das Feuer soll durch Selbstentzündung auf dem Heuboden entstanden sein. Gegen 2 Uhr nachmittags wurde es bemerkt, konnte aber infolge Wassermangels nicht bekämpft werden. Verbrannt sind die gesamten Heu- und Erntevorräte und ein Teil der landwirtschaftlichen Fahrnisse, während die Wohnungsein- richtung und andere Geräte gerettet werden konnten. Ebenso konnte das Vieh gerettet werden. Unsaubere Geschäfte mik Briefmarken Vriefmarken-Sütze »erkauft, ohne sie zu besitzen - Rückfall-verüger fliegt in Sicherungsverwahrung Stuttgart: Der 41jährige verheiratete Josef Weiler auS Rifchheim bei Buchen wurde von der Großen Strafkam- mer Stuttgart wegen 24 Verbrechen des Rückfallbetrugs, wo- von 11 in Tateinheit mit erschwerter Urkundenfälschung und unerlaubter Titelführung, zu der Gesamtstrafe von drei Iah- ren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Si- cherungsverwahrung verurteilt. Der wegen Diebstahls und bereits sechsmal wegen Betrugs »orbestrafte Angeklagte hatte im Juli dieses Jahres in zwei der bekanntesten Briefmarkenzeitschriften große Anzeigen er» scheinen lassen, in denen «r wertvolle und besonders gesuchte Briefmarkensätze zu einem sehr niedrigen Preis zum Ber- kauf und Eintausch anbot. Die Angebote unterzeichnete er mit dem Namen „Diplomingenieur A. E. Stolz", weil er wußte, daß vor ihm wiederholt in Händler- und Sammlerkreisen öffentlich gewarnt worden war. Die ange- botenen Markensätze besaß er überhaupt nicht und konnte sie nach dem Gutachten des philatelistischen Sachverständigen auch gar nicht besitze«, so fest er dies auch behauptete, um seine Bs- trugSabsicht damit aus der Welt zu schaffen. Andererseits wurde festgestellt, daß auf seine Anzeigen »ahlreiche Briefmarkensammler und Händler Bestellungen machte» und die in den Anzeigen ausdrücklich ausbedungeue Vorauszahlung darauf leisteten oder ihm Auswahlsendungen von Briefmarken zusandten, ohne irgendwelche Gegenleistung dafür zu erhalten. Da die Kriminalpolizei rasch eingriff, konnte der von dem Angeklagten angerichtete Schaden von über 6000 RM. durch Sicherstellung von Einzahlungen oder Markensendungen für die Einsender zum Teil wieder gut gemacht werden. Warnung vor einem Betrüger Der R> Jahre alte Ernst L e d e r l e treibt sich feit Juli im Schwarzwald umher und verübt Heirats-,Darlehens-und Einmietebetrüge. Er führt falsche Namen und gibt sich als Bautechniker oder Dentist -aus. Beschreibung: 1.72 groß, schlank, blasses Gesicht, dunkelblonde Haare, bartlos, braune Augen, Kopf nach links geneigt, trägt hellgrauen Anzug, graugrünen Regenmantel, dunkelblauen Hut. schwarze Halbschuhe, grünliche Krawatte, hellen Spazierstock. Zuletzt hielt er sich in St. Blasien und Todtnau auf. ES wird gebeten, bei seinem weiteren Auftreten sofort die Polizei oder Gendarmerie zu verständigen, damit seine Fest- nähme erfolgen kann. Neckarsteinach: Tod auf den Schienen. Auf dem Bahnkörper nach Neckarhausen zu fand man die Leiche eines 19jährigen Kellners, der aus unbekannten Gründen den Tod gesucht hatte. f. Durmersheim: ZweiNeunzigjährige. In diesen Tagen können zwei Altersjubilarinnen ihren S0. Geburtstag begehen: Frau Barbara Kühn, die trotz ihres hohen Alters noch rüstig und wohlauf ist, und Fräulein Josefine Mai er, bekannt unter dem Namen „Wenzelsfine". Auch sie arbeitete noch in diesem Jähr fleißig in Haus und Hof mit, kann aber seit einiger Zeit das Haus nicht mehr verlassen. e. Stollhofe» : Betriebsunfall. Der mit Abladen von Loren beschäftigte 35 Jahre alte Josef L e p p e r t wurde von rutschenden Erdmassen erfaßt und zur Seite geschleudert. Mit einer schweren Brustkorbquetschung, Kopfverletzungen und einer Gehirnerschütterung mußte der Verunglückte ins Kran- kenhaus Achern eingeliefert werden. tz. Meißenheim (Amt Lahr): Hausein stürz. Unter donnerndem Getöse stürzte dieser Tage das Anwesen des ver- storbenen Schneidermeisters Belz zusammen. Glücklicher- weise befand sich niemand in der Nähe, so daß der Einsturz des schon seit längerer Zeit altersschwachen Hauses ohne wei- tere Schäden vor sich' ging. a. Säckiugen: Römische Funde. Im Gewann Birch- selb, das zur Gemeinde Niederhof gehört, in der Nähe der Landstraße, werden gegenwärtig Drainagearbeiten durchge- führt. Dabei stießen die Arbeiter auf eine Anzahl Funde aus der römischen Zeit. Schon seit längerer Zeit war be- kannt, daß mitten durch das Birchseld ehedem die große römi- sche Heerstraße zog, die auch noch im Mittelalter bestand. Im Birchfeld wird diese Straße nun von einem größeren römi- schen Gräberfeld begleitet. Eine ganze Anzahl Ueberreste römischer Graburnen konnte in dieser Woche geborgen wer- den. Schauspiele Baden-Baden Sonntag, 11. SejemBet: „Peterchenz Mondfahrt", MSrchensptel von Gerdt von Baffewitz. — Dienstag: Erstaufführung: „Master für Tanitoga". Echati- spiel von Georg Turner. — Mittwoch: Erstaufführung: „Flitterwochen"', Lustspiel von Paul Helwig. — Freitag: „Waffer sllr Canitoga", Schauspiel von Georg Turner. — SamStag: „Für die Kay", Lustspiel von August HinrichS. — Sonntag: „Peterchens Mondfahrt". MSrchensptel von Gerdt von Baffewitz. _ WtewirdtoWcffw? I Mit» - Vereinzelte Regenfülle Nach vorübergehend leichter Besserung wird Süddeutsch- land schon am Samstag von einer neuen Störung berührt, die zur Zeit über Irland liegt. Nach einzelnen Regenfällen wird sich auf der Rückseite dieser Störung dann wieder lang- sam Aufheiterung durchsetzen. Borausstchtlich« Witterung bis Samstag abend Nach vorübergehender Besserung am Samstag vorwiegend bewölkt und zeitweise leichter Regen, bei zum Teil frischen Winden aus Südwest, mild. Für Sonntag: Verhältnismäßig mild und freundlich. Rheinwasserständc Waldshut 104 4- 8 Breisach 170 +— 0 Kehl 196 —11 Karlsruhe-Maxau 348 —14 Mannheim 264 +5 Caub 184 +22 Südwestdeutscher Straßenwetterdienst DaS Ltrabenbauamt Tannstatt teilt mit: RelchSanwbahne»: schnee- und eiSfrei. — Beobachtete Reichs straften: Nr 317 und 31 in der Umgebung von Neustadt und Titisee: stellenweise Glatteis. eS wird gestreut: Nr. 28 beim K»iebis und bei der Alexanderschanje: festgefahrene dünne Schneedecke, Verlehr lau« behindert. Badische Presse 54. Jahrgang VOLKSWIRTSCHAFT Nummer 340 / Seile 11 Samslag, 10. Dezember Nachbarliche Wirtschaftsbesprechungen Vor einer Bereinigung der deulsch-iranzösischen Handelspolitik? / Pläne um ein neues Tourisieuabkommen Von unserer Berliner S c h r i f 11 e i 1 u n g Am 10. Dezember finden öeutsch-französische Wirtschafts- besprechnngen statt, i»ie allerdings schon seit längerer Zeit in Aussicht genommen sind. Es handelt sich um die regelmäßig wieöerkehren-den Zusammenkünfte öeutscher und französischer Vertreter, die öazu bestimmt sind, dw Entwickelung i>es deutsch-französischen Warenverkehrs von Vierteljahr zu Vier- teljahr zu überprüfen. Diesmal stehen aber auch die sudeten- deutsche« Kontingente auf öer Tagesordnung. Bisher glaub- ten die Franzosen, es bestände keine Veranlassung, diese Kon- tingente nunmehr automatisch auf das Reich zu übertragen. Sie wären seinerzeit aus politischen Gründen der Tscheche- Slowakei gewährt worden. Inzwischen hat aber die Unterzeichnung des deutsch-französischen Friedenspaktes stattgefunden, es ist gleichzeitig ein reger Gedankenaustausch in dre Wege geleitet worden, der sich durchaus nicht auf das rein Politische beschränkt hat. Schon die Begleitmusik der französischen Wirtschaftspresie zu diesem Abkommen ließ erkennen, daß auch Wirtschaftsfragen zur Debatte gestanden haben. So hört man jetzt aus französischer Quelle allerlei, ohne daß konkrete Anhaltspunkte dafür vor- Händen sin.). Möglich, daß die Dinge, um die-sich die franzö- fischen Pressebetrachtungen drehen, besprochen oder gesteift wurden, möglich aber auch, daß auf französischer Seite die Absicht besteht, sie bei d:r nächsten Gelegenheit, vielleicht schon im Rahmen der wieder beginnenden Vierteljahresbesprechun- gen anzuschneiden. Ziemlich eingehend wird eine wirtschaftliche Znsammen- arbeit im Donauraum erörtert, gleichzeitig eine wirtschaftliche Hilfe Deutschlands bei der Erschließung der französischen Kolonien. Soweit dre Kolonien in Frage kommen, ist nach französischen Aeußerungen Frankreich stets auf die Mitwir- kung des Auslandes angewiesen gewesen. Namentlich die in Frage kommenden Spezialmaschinen konnte die franzö- fische Industrie nicht liefern. Im Donauraum aber stehen nicht unerhebliche finanzielle Interessen auf dem Spiel. Hier sind es die Bankiers, die meinen, eine Besserung des deutsch- französischen Verhältnisses werde unzweifelhaft auch den an die Balkanstaaten hergegebenen Geldern zugute kommen. Möglich also, daß die Besprechungen am 10. Dezember An- sätze zu einer Debatte nach dieser Richtung geben. Wie man hört, soll bereits ein fertiger Plan für ein neues Touristen» abkommen vorliegen, das aber in die Kontingentspolitik ein- greift. Ohne eine vorherige Lösung dieses Problems wird überhaupt jed>e Weiterarbeit vorerst unmöglich sein. Frank- reich und Deutschland ergänzen sich wirtschaftlich ausgezeich- net, leider hat es die starre französische Handelspolitik zu Wege gebracht, baß die Einfuhr einen katastrophalen Tief- stand erreichte. Einfuhr und Ausfuhr sollen aber wegen der Begleichung der Rechnungen wertmäßig immer ausgewogen sein, folglich mußte die deutsche Einfuhr aus Frankreich eben- falls gesenkt werden. Man rechnet nun drüben damit, daß der Warenaustausch wieder in Gang kommt. Für Deutschland sind jedoch inzwischen einige nicht unerhebliche Schwierigkeiten in die Erscheinung getreten. Die französische Wirtschaft ist vorerst nicht mehr im alten Umfange ausnahmc fähig, dann sind aber durch die Ab- wertung deutsche Waren preismäßig so benachteiligt, daß nicht einmal die zusammengeschrumpften Kontingente ausgenutzt werden können. Wie man sieht, wird man von Grund auf wieder anfangen müssen, ehe man an weitergehende Pläne denken kann. Werfpapier- und Warenmärkte Berliner Börse: Aktien meist schwächer, Renten ruhig Berlin, 9. Dez. iFunkspruch.» Angesichts der auch heute wieder das Lktiengeschäft beherrschenden Geschäftsstille bröckelten die Kurse bei nur UN- bedeutendem Angebot eher ab. Im wesentlichen stammt das anfallende Mate- rial aus Kreisen des Berusshandels, der beim Fortbleiben der sogenannten zweiten Hand meist nicht in der Lage ist, eingegangene Engagements durchzuhalten. Zu berücksichtigen sind auch die hier und da getätigten Geldbefchaf- fungsverkäufe zwecks Finanzierung des morgigen Steuertermins. Starke Beachtung finden die politischen Millionenkrediie für den englischen Außen- Handel. Von variablen Renten stellen sich ReichsaltbeNI auf 128,12 (plus 0 ,12 Prozent). Die Gemeindeumschuldungsanleihe errechnete sich mit 92,05 (minus 10 Pfennig). Leid» und Devisenmarkt Berlin, 9. Tcz. (Funkspruch.) Am Geldmarkt wurden hie Blankotagesgeld- Bbe um Ii, 12 auf 2,62 bis 2,87 Prozent erhöht. Darin machen sich bereits Me Vorwirkungen des morgigen Steuertermins bemerlbar. Zusüßlicher Be- darf ergibt sich auch im Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeschäft. Dank sorgfältiger Solawechfeldisposition werden von diesen Abschnitten einige Se- rien füllig, deren Gegenwert eine reibungslose Ueberbrückung des Termins ermöglicht. Das Wechselgeschäft ist sonst naturgemäß zur Zeil eng begrenzt. Der Privatdiskontsatz stellte sich auf unverändert 2,87 Prozent. An den internationalen Devisenmärkten traten den grllhkursen gegenüber kein« Veränderungen ein. Karlsruher Wochengroßmarkt Preise, wo nicht» anderes vermerkt, pro Zentner in RM. Aartoffeln 3.35, Rosenkohl 18— 20, Blumenkohl ital. Stuck 20-33 Pfg., Rotkraut 5-6.50, Weiß- kraut 4— <.50, Wirsing 5—6.50, Winterkohl 6—7, Spinat 7—10, Karotten Bund 8-7 Pfg., Rüben gelbe (Mohrrüben) 4 .50—5.50, Rüben rote 5-6, Rüben weiße 3—4, Kohlrabi Bund 25 Pfg., Bodenkohlraben 3—4, Schwarzwurzel inl. 18 —22, dto. Holl. 22.50, Kopfsalat Stück 8—10 Pfg.. Endivienfalat Stück Z—8 Pfennig, Feldsalat 35—40, Meerrettich 30—40, Rettich Stück 3—8 Pfg., Rettich Bund 6-10 Pfg., Sellerie Stück 5—25 Pfg., Tafeläxfel 19.95—27.68, Nüsse türk. 32 .50, Bananen westind. 30, Zitronen ital. Stück 3— i Pfg., Tomaten inl. 55, Tomaten kanar. Inf 35.65—36.70. — Der Grotzmarkt am Freitag hatte reichliche Zufuhren an Gemüse zu verzeichnen. Vor allem gab es viel Rosen- kohl, Weibktaut, Wirsing, Spinat, gelbe und rote Rüben, Schwarzwurzeln und besonders viel Rotkraut. Der Verkauf war gut: jedoch bestand für Rotkraut, Spinat und Schwarzwurzeln kein allzugrotzeS Interesse Blumenkohl, Karot- ten, Kohlrabi, Kopfsalat, Rettiche nach Bund, Nüsse und Zitronen waren ge- nüaend vorhanden, so daß die gute Nachfrage befriedigt werden konnte. Kar- tosfein, Meerrettich, Tomaten und Rettiche nach Stück waren reichlich ange- boten, doch war die Nachfrage hiernach nicht besonders groß. Bei Winter, kohl, weißen Rüben und Bodenkohlraben entsprach da» Angebot der Nach- Reiehsbank in der ersten Dezemberwoche Berlin, 10. Dez. In der ersten Dezemberwoche find von den zum Monatswechsel bei der Reichsbank wcu beanspruchten Kreditmitteln in Höhe von 923,5 Millionen NM. nur 262,1 Millionen RM. wieder zurückgeflossen, was einem Abbau der Ultimospitze von 28,4 v. H. entspricht. Diese geringe Entla- stuug zu Anfang Dezember ist jahresüblich, denn einmal wir- 6eit sich die Geldanforderungen für den bevorstehenden Steuertermin aus, zum anderen macht sich namrgemäß die Finanzierung des Weihnachtsgeschäftes bemerkbar. Die »e- samte Kapitalanlage ging in der Berichtswoche auf 8145,ö Millionen RM. zurück. Der Gesamtumlauf an Zahlungsmitteln stellte sich am Ende der Berichtswoche auf 9733 Millionen RM. gegenüber 9844 Millionen RM. in der Vorwoche. 9506 Millionen RM. zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats und 7052 Millionen RM. zum entsprechenden Vorjahrstermin. Bei den Deckungsbeständen zeigen die Devisen einen kleinen Rückgang um 0,4 auf 5,6 Millionen RM., während die Goldbestände mit 70,8 Millionen RM. unverändert find. frage. An Obst waren nur Tafelkipfel und Bananen In geringeren Mengen vorhanden, die Nachfrage konnte nicht voll befriedig! werden. Das Ausland war vertreten: Italien mit Blumenkohl und Zitronen — Holland mit Schwarzwurzeln — Türkei mit Nüssen — Westindien mit Bananen und die Kanarischen Inseln mit Tomaten. KwHhmfcpr Srblarhtvtehmarkl Karlsruher Schlachtviehmarl, vom 8. Dez. kluftrieh: 11 Rinder, darunter 10 Kühe und 1 Färse, 464 Kälber. 93 Schweine und 53 Schafe. Für 50 Kg. Lebendgewicht wurden bezahlt in RM. : Kühe a 44.50, b —, c 27—32, d 15: Färsen a 45.50; Kälber, Doppelländer Mt. Mast 80, a 60—65, b 53—59, c 45—50, d 40; Schafe, 61 50, 62 44 —48; Schweine a 59, h 57—58, c »3, » 60. Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt. Metalle Berlin, 8. Dez. (Funkspruch.) Amtliche Preisfestsetzung für Kupfer, Blei und Ztnk. (RM per 100 Kg.) Kupfer: Tendenz fest: Dezember 1938 bis Mai 1939 53V« nom. Brief und 53>/< Geld: Blei: Tendenz stetig: unverändert; Zinki Tendenz stetig; Dezember 1938 bis Mai 1939 17>/> nom. Brief, 17>/< Geld. Berlin, 9. Dez. Funkspruch.) Metall-Notierungen» (RM. per 100 Kg.) Original -Hütten-Aluminium, 98—99»/,, in Blöcken 133, desgl. in Walz- oder Drahtbarren (99°/.) 137, Fetn-Silber 36,90-39,90. Säuberung des Straßenhandels Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat vor wenigen Tagen einen Erlaß herausgegeben, mit welchem er anordnet, daß die Verhältnisse im Straßenhandel dadurch endgültig bereinigt werden, baß die, besonders in den Größ-Städten, immer wieder auftauchenden Gestalten der ,,Pappdeckel-" und ^Kofserverkäufer" polizeilich ftstgestelkt und einem anderen Tätigkeitsgebiet zugeführt werden. Es ist nur natürlich, daß der legale und als Berussstani» anerkannte Straßenhandel sich von je her mit allen Mitteln gegen diese, feinen Berufsstand und seine Berufsehre bela- stenden üblen Erscheinungen zur Wehr setzte. So hat die Wirtschaftsgruppe Ambulantes Gewerbe, als die Betreuerin von zirka 200 000 Betrieben dieses Gewerbezweiges, seit ihrer Erstellung immer wieder durch Eingaben und Verhaudlun- gen bei den Behörden zu erreichen versucht, daß diesem Un- wesen des „wilden Straßenhandels" ein Riegel vorgeschoben wird. Die Wirtschaftsgruppe Ambulantes Gewerbe begrüßt dankbar den neuen Erlaß des Reichsführers ff und Ches der deutschen Polizei, weil damit endlich das seit langem ange- strebte Ziel erreicht ist. Bei der gewohnten strengen Handhabung solcher Erlasse durch die Aussichtsorgane wird im Stra- ßenhandel in kurzer Zeit niemand mehr tätig sein können, der dazu nicht die Erlaubnis hat. Das heißt aber für jeden Volks- genossen, daß er zukünftig in jedem Straßenhändler einen Vertreter eines anerkannten Gewerbezweiges sehen darf, der im Besitz der behördlichen Genehmigung zu diesem Gewerbe ist und der zugleich als Angehöriger der Wirtschastsgruppe Ambulantes Gewerbe die Gewähr dafür bietet, daß seine Wareauch wirklich den ordentlichen Gegenwert für den ver. langten Preis darstellt. „Grüne Woche Berlin 1939" Die „Grüne Woche Berlin 1939" findet vom 27. Januar bis ö. Februar statt. Nachdem sie 1938 ausgefallen war. wird sie diesmal einen Umfang ann'hmen. wie er bisher noch nicht erreicht worden ist. Sämtliche 12 Hallen des Berliner Aus- stellunaSaeländeS einschließlich der neu erbauten großen Salle an der Mafurenallee werden in Anspruch genommen. Die vom Reichsnährstand gestalteten Sonderschauen bebandeln insbesondere die Themen „Ernährunasumstelluna auf weite Sicht". ..Da» Bauerntum als Blutauelle des Volkes" und „Die ErzeuaunaSstetaerum» in der Landwirtschaft". Eine Reihe weiterer interessanter und lebendiger Sonderschauen befaßt sich mit allen für Stadt und Land wichtigen 55raaen auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Erzeuauna und des Vsr- brauchs. Eine besondere und völlia neuartiae Sehenswürdig» keit wird ein etwa 2000 Quadratmeter großes Diorama bilden. das die Almwirtschaft in der Ostmark «igt. Abgesehen von dem eigenen Rei, der Darstelluna selbst wird auch dl« erstmalig hierbei angewandte Technik Erstaunen hervorrufen. Ein Berabauernbof wird in natürlicher Groß« und in völlem Betrieb, mit Alvenvieb besetzt, aezeigt. Diesem Riesendiorama schließen sich die Darstellungen an. die das Leben des Bera- bauern und seinen Kampf um die Freiheit zeiaen^ ftür alle Interessenten ist wichtig /»aß die „Grüne Woche in einem Umfang mit den neuesten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten beschickt ist wie noch nie. Außerdem finöet in der Sert vom 27. bis 81. ftfimtät bis „Große Rasseaeflüaelfchau" statt und am 4 und 5 Februar die „Rassebundefchau". Während der gesamten. Ausitellungs. Sauer, also vom 27. Januar blS v. Februar. wird die ..Rasse- kaninchenschau" durchgef ührt. Deulsch-cliilenisches Handel»» und Zahlung»- abkommen verlängert Berlin, 10. Dez. Die Geltungsdauer deS deutfch-chileni- schen Handelsvertrags- und Zahlungsabkommens, die bereits im Juli vorläufig verlängert worden War, ist am 7. Dezem» ber durch einen Notenwechsel, der in Santiago erfolgte, um weitere sieben Monate» nämlich bis zum 30. Juli 1939, verlängert worden. _________ Ba »r™ «°9. e S)ea. «Fun«»..».) «aumwolle-Schlubkurs. American middlw. Universal Standard 2» Millimeter loco 9,88 Dollarcent» ie 163. 2?er Londoner Goldpreis berug am 8. Dezember 1933 für eine Unze golk ttS Shilling 11 Penee gleich 86.7440 RM.. für ein «ramm Feingold demnach 57,453« Pence gleich 2,78388 RM. Berliner Börse if'Ä. Cieuergustch Durchschnitt Vltbeittz Banken Bank f. Brau keichsbank Zaduiiriralne» Akkumulatoren B. E. ®. »sch. Zellstoff Bah Motoren I P. Bemberg Berger Tiefbau Vekula Berl Maschinen Braunkohl. Brk. Bremer Wolle Buderus «h-rl. Waffer Shem Heyden Conti. Gummi Daimler Ben» Demag Dt Atlanten Dt Conti KaS Dt ErdSl Dt Linoleum Dt. Telefon Dt.Wall.u Mun 8. 12. 128.0 115.2 187.6 206.0 114.5 111.2 14.0 134.5 W 119.0 181.0 107.0 114.1 133.5 207.6 132.0 14b.l 10/.2 106.4 122.2 142.0 ». 12. 128.0 115.5! 187.0 113.5! 111.0 134.5 139.5 162.9 119.0 105.2 114.1 13^.0 131.0 143.0 107.0 106.1 121.5 146.0 139.7 Dt. Etlenhandel Chr. Dierig Dortin. Union Eintracht Brk. Eisenbahn Vk. El. Lieferung EI. Schlesien Ei Licht, «ras, Engelhardt I. G. Farbe« Feidmilhle Felttn Guille Ges. f. el. Ur.t Goidschmtdt Th Hamb EI. W. Harb. Gummi Harpener Berg Hoesch Holzmann Hoieldelriebe Ilse Bergbau do. (ScnuH Gebt. Aungh Kali Chemie «alt «scher« Klöckner Lahmever LaurahUll« 8. 12.1 0. 12. 139.0139.2 177.0176.5 203 2 203.0 151.5 151.0 114.1 m 149.2 117.0 130.5 128.7 129.7 139.5 113 6 109.2 133.5 85.0 143.6 117.2 130.6 129.7 129.0 140.0 1Z4 7 135.7^ lOs!? 108.5 141 Ö 141.6 79 7l ?9.2 149 130.2 99.0 137.5 115.6 171 /9.. '5 148.l 130.9 137.0 115.0 114.7 Leopolbgnit« Mannesmann Mansfeid Bera Max'hütte Metallges. Niederl Kohl« Orenstein Rhein. Bräunt. 0». Elektr, Rbeinstah! Rh.-W Elektr. Rheinmetall Rütgerswerke Salzdetsurth Schering AG. Schi. El.-Ga» Schub. Salzer Schuckcrt Co Zchultbeib Siem HalMe Stöhr Kammg. Siolberg. Zink Slidd. Zucker Thür. Gas Verein. Stahl Vogel Draht Wasser Gels. 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I». 1?3B 68.1 248.f 91.0 174.6 117.0 191.5 104.7 104.0 121.0 119.4 90.0 90.0 95.6 — 123 5 122.6 97.1 96.6 — Devisen (Berliner amtliche Kurse ® c • 11 c • Geld «rief und Sortenfunk vom 9- Dezember 1938) Atgvpten Argentinien Belgien Brasilien Bulgarien Dänemark Donata England Estland Finnland Frankreich Griechenland Holland Iran Island Italien Japan Jugoslawien Kanada Lettland Litauen Norwegen Bolen Portugal Rumänien Schweden Schweiz Spanien Türkei Ungar» Uruguay B.C.«. 11.955 U S «. gr. do. U. Argentinien Belgien Brasilien Bulgarien Dänemark Danzig England gr. dg. kl. Eftland Finnland Frankreich Holland Italien gt. do B. Jugoslawien Kanada Lettland Litauen Norwegen Polen Rumänien gr do. 0. Schweden Zchweii gr. do. kl. Spanien Türkei Ilagar» Geld Brief 2.465 2.485 2.46t 2.485 0.535 0.555 41.84 42.00 0.11 0.13 51.76 61.96 47.01 47.1? ll.tO 11.64 11.60 11.64 5.08 5.12 6.52 6.54 135.07 136.61 13.0? 13.13 5.63 5.67 2.44b .466 41.7c *1.86 58.26 58.50 47.01 17.19 59.72 ,9.96 56.29 '6.51 56.29 56.51 1.89 1.91 Festgaben für die Dame haben wir in unseren Fenstern und Verkaufsräumen ausgestellt. Vieles davon wird Sie entzücken und sicher werden Sie das Passende für Ihre Lieben finden. Neben formschönen Män* fein mit echten Pelzen, finden S e bei uns entzückende Kleider in Wolle u. Seide für jede Tageszeit. Morgen* röcke, Blusen, Röcke, Strickkleidung, schöne Wäsche, Jacken, Damenschals u. Ansteckblumen erfreuen sich als Geschenk einer besonderen Beliebtheit. GtscHwisre* Damen* und Kinderkleidung KARLSRUHE, Kaiserstralje 145 Auch für Ihr Kind haben wir nützliche Geschenke Sonnfag, den 11. und 18. Dexember von 14 bi* 19 Uhr gaSfinati G. 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Kautz, Ehefrau, 31 Jahre alt August Wurm, Maschjnenarbeiter, Ehemann, 3g Jahre alt Juliane Dimpsel, Vater: Waller, Automechaniker, 21 6t. 8 Min. alt Richard Klinlowstroem, Kaufmann, ledig, 7« Jahre alt 8. Dezember: Karl Hofmeister, Oberlehrer a. D., Ehemann, SS Jahre alt Berlinde Herbst, Vater: Emil, Gärtner, 2 Monate 8 Tage alt Dieter Pirsch, Vater' Karl, Kaufmann, 3 Monate 2 Tage alt Alfons Emling, Vater: Eugen, Bauaufseher, 8 Jahre alt Elisabethe Münzer, geb. Printz, Witwe, 70 Jahre alt Wilhelm Karl Hofmann, Prokurist, Ehemann, 82 Jahr« alt Sophie Hosle, geb. Kinsch, Ehefrau, öS Jahre alt SluswSettse Sterbefälle «Aus Zeitungsnachrichten un» »ach Familien»«»»»e»> Appenweier: Leo Wiedemer, Bäckermeister Baden-Baden: Thristina Schindler Witwe, geb. Kühler, 71 Jahr« alt Elisabeth Eckert Witwe, geb. Sauer, 80 Jahre alt Bruchsal: Karl Tröstler Witwe, Barbara, geb. Eder Bühl: Karl Zachmann, 83 Ja^re alt Emmendingen: Friö Weintz, Kaufmann, öS Jahre alt Freibnrg: Maria Kaiser, geb. Geldreich, 5g Jahre alt nuriwangea: Franz Joses Duffner, Sparkassenselretar, 30 Jahr« alt Heidelberg: Thomas Adelhelm, 77 Jahre alt Immendingen: Joh. Nep. Schelling, Reichsbahnobtrschaffn. a. 75 I. Mannheim: Luise Kraus, aeb. Königsberger, 71 Jahre alt Offenburg: Josephine Jhli, Witwe Pfortz: Katharina Heigel, 32 Jahre alt Pforzheim: Leopold Horn — Crcscentia Zoly, Triberg: ttäctlt« Kupferschmid., Witwe, »eb. >?er, «4 I. alt SO Jahr« alt Die gute, liebe Tante im Bund mit unserem Weihnachtsmann weiß, wie sie allen helfen kannl Zu » , I , ? 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Dezember Sehenswerte Wlottelle auf der Multurschaii Karlsruhes Sft West Achse als Ausbauprojekt Indstüclc der Robert-V^agner-^IIee wird verbreitert - Was wird mit dem Durlacher Tor und der verlängerten Kaiserallee? - Vorenlwürfe, aber noch keine endgültigen Pläne - Neue Bauvorschriften schaffen Ordnung in Hinterhöfen - Karlsruhes neue Jugendherberge als Modell Karlsruhe, die klassische Weinbrennerstadt, hat durch das unorganische und stillose Bauen der vergangenen Jahrzehnte vor der Machtergreifung viel von ihrer klaren Linie und Schönheit verlöre». Auf der einen Seite wäre« es Straße uz« ge, die iu unverständlicher Weise das systemvolle Gitterwerk des Stadtsächers durchkreuzten und besonders an de« Ei«- «nd Ausfallstelleu dem Stadtbild vollkommen nubesriedigende Züge gäbe«. Zum ander» war es die allzu spekulative Ausnutzung des Rodens, die wahre Mammutblöcke von ineinander verschachtelten Hinterhänser« und Höse« a«swachsen ließ, so daß die Bewohner in vielfach menschenunwürdigen Wohnlagen ohne Licht, L«st u«d Sonne lebe« mußte«. Durch eine ueue, plauvolle Bauordnung, die den modernen Ansprüche» hinsichtlich einer Verkehrs- nnd wohngerechten Anlage von Straßen uud Wohnblocks wtitgehendst entgegenkommt, versucht die Stadtverwaltnug, all- mählich die Schäden dieser liberalistischen Ban-Metho-den zu beseitigen. Mehrere vom Stadtplaunngs- nnd Sied- lnngsamt sowie vom Stadt. Tiesbauamt ausgearbeitete Modelle zeigen in der großen Knlturschau iu der Ausstellungshalle die Pläne nnd Absichten auf, die eine modern eingestellte Stadtverwaltung diesen Bestrebungen eutgegeubriugt. Es sollte daher niemand versäumen, diese Schau «och zn besuchen, zumal morgen der letzte Tag ist. Karlsruhes Einfallstraßen entsprechen Vicht mehr dem gesteigerten Berkel,r Zunächst lenkt ein Gipsmodell von Karlsruhes Ost-Weit- Achse den Blick des Besuchers auf sich. Man sieht an der Nobert-Wagner-Allee die weitgehende Verbesserung, die im Lug des Reichsautobahnhabues das östliche Stück zwischen dem Durlacher Bahnhof und der Brücke über die Güterzugs- fecleise erfahren hat. Das Modell zeigt vor allem die Fort- setzung dieser Begradigungs- und Verschönerungspläne, die das Teilstück von der genannten Brücke bis zum Durlacher Tor umfassen. Dieses etwa 2 Kilometer lange Teilstück soll, wie Stadtoberbaurat Dr. Dommer bei der Führung mitteilte, nach den Plänen der Stadt in gleicher Weise ausgebaut wer- den wie der östliche Teil, soll also zwei Richtungsfahrbahnen mit Radfahr- und Gehwegen und der Straßenbahn in der Utitte erhalten. Wenn dieses Stück ausgebaut ist, was im Hinblick auf die Bedeutung der Gauhauptstadt baldigst zu wünschen wäre, besitzt Karlsruhe eine der f ch ö n st e n Einfahrt st ratzen von der Autobahn ins Stadtinnere. Ein zweites, gleichfalls höchst aufschlußreiches Modell be- schäftigt sich mit dem Ausbau der K a i s e r st r a ß e, insbeson- dere des Durlacher-Tor-Platzes und der Verlängerung der Kaiser-Allee durch Mühlburg hindurch zum Lameyplatz. Be- kanutlich ist heute schon das Durlacher Tor zu einem Brenn- puukt des Straßenverkehrs geworden, so daß hier eine bau- liche und verkehrstechnische Endlösung nicht mehr allzulange ans sich warten lassen darf. Das Modell, das ziemlich radikale Wege geht, vor- allem in der Frage der Wetterführung der Kaiser-Allee da, wo sie ihre große Linie, verliert, ist, was betont werden mutz, kein endgültiger Plan, sondern stellt einen der vielen Vorentwürfe dar, die für dieses Pro- jekt ausgearbeitet wurden. Hochbauten am Surlacher Tor? Daß allerdings der westliche Eingang zur Stadt verkehr- lich und städtebaulich zur Zeit vollkommen unbefriedigend ist, kann nicht bezweifelt werden. Im Zuge der organischen Verlängerung der Kaiser-Allee müßte dann auch der Umbau dcr Ausfallstraße nach Knielingen spruchreif werden, . was aber so lange unmöglich ist, als die Hardtbahn noch nicht auf der neuen Streckenführung in Betrieb ist. Am Durlacher Tor schlägt das Projekt einen grotzen Ver- teilerkreis inmitten des Platzes vor, der den aus den vielen Straßen einmündenden Verkehr in geregelter Ordnung durchschleusen soll. Ob dcr Platz von Hochbauten umstellt werden soll, ist ebenfalls noch nicht entschieden, wie überhaupt die großen Schwierigkeiten des Gesamtprojekts eine bal- dige Inangriffnahme kaum möglich erscheinen lässen. Immer- hin beweist die Ausstellung, daß die Stadtverwaltung auf weite Sicht hinaus sich mit diesen Problemen beschäftigt. MoZwhmterhäufer dürfen nicht mebr gebaut werden Wie ungünstig sich hygienisch und städtebaulich der Wirr- warr der verschachtelten Hinterhäuser auswirkt, machen weitere, sehr instruktive Modelle klar. Ein Baublock hat z. B. Seitenflügel, die durch große, tief einschneidende Brand- mauern die Wohnungen der Hinterhäuser vollkommen gegen die Sonne abschließen, so daß die Bewohner niemals ge- nirgend Licht und Luft in ihren Wohnungen erhalten. An einem anderen Beispiel sieht man ein kurioses Durch- einander von Werkstätten, Garagen, Hinterhäusern nnd Höfen, die in unmöglicher Weise zusammengepfercht sind. Dnrch die vor drei Jahren erschienene neue städtische Bau- ordnung wird versucht, auch hier die gröbsten Uebelstäude allmählich abzustellen, indem einmal untersagt wird, neue Wohnhintergebäude zu bauen und zum andern die Bauten und zu eng aufeinander dcr Hinterhöfe nicht mehr so errichtet werden dürfen. Rüvvurrer Schlößchen ats Sugendderbergo Daß Karlsruhe eine neue Jugendherberge erhalten soll, ist unfern Lesern bereits bekannt. Ein Modell auf der Kulturschau zeigt, wie der neue Bau gedacht ist. Un- ter Einbeziehung des nördlichen Seitenflügels vom Rüp- purrer Schlößchen soll längs der verbreiterten Ettlinger Allee bezw. Herrenalber Straße, ein Flügel angebaut wer- den, der mit Verwendung des alten Onerbanes einen schön ausgestaltete« Jnnenhof umfaßt und genügend Schlaf- und Tagesräume sowie ausreichenden Platz für die Verwaltung enthält. So zeigt die Kulturschan in knappem, aber übersichtlichem Rahmen für die städtebauliche Ausgestaltung der Gauhaupt- stadt wichtige Projekte, die für die Gesamtbevölkerung von größtem Interesse sind und daher auch von jedermann be- sichtigt werden sollten. *ri. Zu rasch in öie Kurve eingebogen Am Freitag um 9.30 Uhr wurde in der 8 - K u r v « b e i m Schloß Rüppurr ein Personenkraftwagen infolge zu hoher Fahrtgeschwindigkeit aus »er Kurve getra- gen und stieß gegen einen entgegenkommenden Personen- wagen. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachscha» den. Der schuldige Fahrer wird im Schnellverfahren abge- urteilt. Sie hat Staate auf den Zähnen Eine gewisse Straßenecke in Knielingen hat es aus sich. Sie macht der Polizei viel Arbeit — nicht die Ecke, aber Frau H., die dort wohnt. Zweimal wurde jene Ecke Tatort unliebsamer Ruhestö- rung, hervorgerufen durch die streitsüchtige Frau, die deshalb zweimal auf der Anklagebank Platz nehmen mußte. Im er- sten Falle geschah es am 30. Juli gegen 13 Uhr. daß die An- geklagte mit der Zeugin B. herumschrie und der Lärm nach- barliche Zuhörer an die Fenster lockte. Sie bestreitet, den Lärm verursacht zu haben: sie habe nicht geschrieen, nur laut gesprochen. Ein Mann aus Daxlanden habe die B. angelä- chelt und gegrüßt, sei aber abgeblitzt. Da habe sie zu ihm gesagt: „Schreck, laß nach!" Das sei alles, behauptet sie. Was aber die Zeugin B. aussagte, die sie als Lügnerin und noch mehr hinstellte nnd beinahe eine Ordnungsstrafe heraufbeschworen hätte, war viel dicker. Sie bekundete näm- lich, daß die Angeklagte sie gemein beschimpft habe. Es sie- len Schimpfnamen herüber und hinüber, und der Richter riet dem als Zeuge aufmarschierenden Polizeibcamten, in Zu- kuuft beide Streithennen aufzuschreiben. Die Angeklagte wirft dcr Zeugin vor, sie bezichtigt z« haben, sie würde verheiratete Männer „einziehen". Sie wehrt sich dagegen, daß die Zeugin ihren Mann einen „schee- len Hund" geheißen habe. Die Zeugin pariert, indem sie sich verbittet, ihre Mutter ein« „Kupplerin" zu schelten. Man sieht, da wurde schmutzig« Wäsche gewaschen . . . Soviel steht nach der Verhandlung fest, baß die Ruhe dnrch das lose Mundwerk der Angeklagten gestört wurde. Daher sprach das Gericht eine Geldstrafe von 12 RM. aus.. Im zweiten Falle rückte ein Vorgang vom 15. September in den Mittelpunkt des richterlichen Interesses. An jenem Tage blieb es nicht beim Wortstreit. Es kam zu Handgreif- lichkeiten. Die Angeklagte hat zunächst die Tochter der Frau M. verhauen und ihr blutende Wunden beigebracht. Im Anschluß an diesen Nahkampf wurde sie von Frau M. zur Red« gestellt, was die Angeklagte zum Anlaß nahm, eine wüste Schimpfkanonade loszulassen. Der Amtsanwalt kennzeichnete die Angeklagte dahin, baß gewisse Leute Haare auf den Zähnen hätten, die Ange- klagt« jedoch habe einen ganzen Pel, Haare auf den Zähnen und sei im ganzen Polizeirevier be- kannt. Für Beleidigung«« fehle ihr das mindest« Rechts- empfinden. DaS Gericht war mit »«m Anklagevertreter btt tott- einstimmenden Auffassung, baß, um da draußen endlich Ruh« zu schaffen, eine H a f t st r a f e am Platz« ist und ««rurteilte dte Angeklagte zu vier Tagen Haft, um ihr ausreichend Zeit und Gelegenheit zu geben. Über ihr unsriedliches Verhalten nachzudenken. Dabei wurde berücksichtigt, daß bisherig« Geldstrafen nicht den nötigen Eindruck auf sie gemacht haben. Gammel Sbjette erzählen Weltgeschichte Zeitgeschehen auf Briefmarken un» Sammelftücken - Interessante Ausstellung in der Landesgewerbehalle heute eröffnet Die „KdF"-Sammlergr«ppe i« der DAF, Ga« Bade«, veranstaltet l« der Landesgewervehalle ei«e höchst aus- schlußreiche Ausstellung vo« Briefmarken, politische« Dok«me«te», Bilder«, Plakette» »«d Münze», die heute «ach» mittag Iii Uhr mit einer knrzen Feier eröffnet wird. Was diese Ausstellung über andere, ähnliche Veranstaltuugeu hinaushebt, ist die fcho» i« der äußere» flenn« zeichnnng „Das politische Zeitgeschehen «nd der Sammler" liegende, vo« de» bisherigen Methode« völlig abweichende Einbeziehung des Sammlers in das politische Zeitbild. Die Ausstellung, die einmalig für Bade«, ja für das ga«ze Reich ist, dürfte des allgemeine» Interesses sicher sei«. Es sind keine Museumsstücke, die hier auf Tischen und unter Glas ausgestellt sind, sondern von badischen Samm- lern zusammengetragene Sammelobjekte, die klar die neue Linie uud den getrennten Weg aufzeigen, den der Samm- lcr von heute geht. Nicht mehr der Seltenheitswert einer Marke ist ausschlaggebend, sondern die auf das Zeitgesche- Heu bezogene Besonderheit des Sammelobjekts. Die Ausstellung in der Landesgewervehalle ist demnach auch keine philatelistischen im alten, liberalen Sinn, sondern eine das poli- tische Zeitgeschehen ausschöpfende Schau von Dokumenten, Bildern, Fotos, Lebensmittelkarten, Plaketten. Münzen, Not- geld, Briefmarken und Sonderstempeln, die in interessanter Weis« einen Querschnitt von 1914 bis zur Gegenwart geben. Von den Schüssen von Serajewo zum Weltkrieg, über den drohenden Zerfall des Reiches in den Nachkriegsiahren, vom Erstarken des deutschen Widerstandes, vom Wachsen der uational-sozialistischen Bewegung, vom Sieg der Partei, bis zum Aufbau und Werden Großdeutschlands find anhand von Sammelobjekten lebendige Zeugnisse vertreten. Dazu kommen noch verschicdene S o n d e r a b t e i l u n g e n. die z. B. den Staatsfeind Nr. 1, die Juden und den Bolschewismus aufzeigen, serner WHW-Plaketten, Sonderstempel, Notgeld, Kuriositäten, nationalen Kitsch u. a. enthalten. Die Ausstellung, von der es in dieser Art nur zwei in ganz Deutschland gibt, ist zu vier Fünftel von dem Karls- ruher Josef Schmitt beschickt worden, der seit 30 Jahren eifrig Jagd auf diese Seltenheiten macht. Was dem Besucher noch auffällt, ist die vom Philatelisten ganz verschiedene KdF-Sammlermethode.Bei ihm werben z .B. die Briefmarken nicht nach Ländern gesondert zusammen- gestellt, sondern nach einheitlichen Bildmotiven, z. B. der Arbeit, des Krieges, der Marine usw. Die Ausstellung, die hier in Baden bahnbrechend sein dürste, hat neben dem Zweck, die Liebe zum Sammelsport als Feierabend- beschästiguug zu zeigen, noch den anderen, dem Sammler auch das künstlerische Sehen in der Anordnung und Grup- pieruug seiner Objekte zu lehren, was an Beispielen ver- anschaulicht wird. Durch ihre über den reinen Interessen- kreis des Sammler? hinausgehende, allgemein politisch wie kulturell wertvolle Beschickung dürfte die Schau einen zahl- reichen Zuspruch finden. an. 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Dezember 1SZ8 Musizieren öer HA im StuöentenhauS Immer wieder unö bei jedem dieser übrigens stets aus- nehmend gut besuchten „HauSmufikabende" stellt man aufs Neue erfreut fest, welche ausgezeichnet« Musikerziehung un- fere Jugend des Dritten Reiches genießt und welch hohe An- spri'rche von ihr und an sie gestellt werden können, sowohl was Programmgestaltung betrifft als auch zumal die Aus- führung. Diszipliniert im Spiel und präzis in Klang- g«bnng nnö Rhythmik gibt das von H. 2. WShrlin mit überlegener Meisterschaft geleitete Orchester des Gebiets Baden/21 tRundfunkspielschar 13, Karlsruhe, und Bannorchester 109, Karlsruhe) einen stets anregenden und befriedigenden Begriff von den dargebotenen Programm- Nummern, sei es nun klassische Musik oder Volksmusik. Ten klasssischen Meistern war der erste Teil des Abends gewidmet. Er begann mit einem „Kanon" von Pachelbel mit dem in den Bässen passaeaglia-artig weitergeführten Thema in den charakteristischen Jntervallschritten des Parsisal-Mok- kenthemas. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Obergebiets- ßührcr Kemper führte die reichhaltige Vortragsrolge über Orchesterwerke lStamitz und Keifer) und kammermusikalische Gaben iVariationensatz aus Haydus „Kaiserquartett" mit dem Thema des Deutschlandliedes) und umrahmenden Mo- zartstücken Willi Rietschier, Wolfgang Häfner, Konrad Schu- ler und Joseph Schleyer) zu einer vierhändigen Rondo- Polonaise in D-öur von Schubert als Birtuosenleistung für zwei pianistische Kräfte von beachtlichen Qualitäten em Jahre wieder zusammengeschlossen zur Her- stellung einer schönen Weihnachtsbeleuchtung. Leider mutzte gleich am ersten Tag die Beobachtung gemacht werden, daß ein Teil der Festbeleuchtung von Rohlingen beschädigt und Beleuchtungskörper von den kleinen Weihnachtsbäumen herab gestohlen wurden. So wurden allein in der Kaiser- passage in Äer Nacht vom Donnerstag auf Freitag an acht Plätzen elektrische Birnen zerschlagen und andere entwendet. — Wie wir hören, sind von der Polizei Maßnahmen getros- fen, um solchen Uebeltätern das unsaubere Handwerk zu legen, bzw. diese empfindlich zu bestrafen. Gr beachtete die Stop Stelle nicht Ein Verkehrs-Unfall ereignete sich gestern gegen 12.50 Uhr. Hier wurde der Führer eines Personenkraftwagen festge- n o m m e n und dem Polizeipräsidium zur Aburteilung im Schnellverfahren vorgeführt, weil er die S t o p st e l l e Kreuzung Kriegs- und Karlstraße nicht be- achtet hat und dadurch einen Verkehrsunfall verursachte. Funahme öer Runöwnkanlagen Am I. Dezember 1988 betrug die Zahl der Rundfunk- empfangsanlagen im alten Reichsgebiet 10 379 348 gegen- über 10 098 188 am 1. November. Im Laufe des November sind mithin 281160 Rundfunkteilnehmer (2,8 v. H.) hinzu gekommen. Die Zahl der Rundfunkbefreiungen im Altreich betrug am 1. Dezember 063 450. Alle deutsche« Sender übertrage« Eröffnung der Archi» tektur-Ausstellnng. Die Eröffnung der Deutschen Architektur- Ausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München, Samstag, den 10. Dezember, 11—12 Uhr, wird von allen deutschen Sendern übertragen. Ruitfl um Bm lwntibcrg Die Kanarienzüchter stellten aus Der Kanarienzüchterverein Durlach führte auch dieses Jahr im Vereinslokal zur ^Traube" «ine gelungene, recht anschauliche ausgebaute Ausstellung durch, die über drei Tage geöffnet war. Die Schau bestätigte erneut die be- achtliche züchterische Arbeit des Durlacher Vereins. Es wur- den ausgezeichnete Zuchtergebnisse festgestellt. Die Züchter V ei th und Jos. Herrmann erhielten für besondere Lei- stungen Ehrenpreise. In öer Klasse Juugzucht-Selbstzucht er- hielt Franz Kretz mit 300 Punkten die Medaille öer Reichs- fachgruppe Deutscher Kanarienzüchter. In dieser Zuchtklasse erzielten August König 291, Wilhelm Brücke! 288 und Josef V e i t h 237 Punkte. In der Selbstzucht, allgemeine Klasse, erreichte Franz K r e tz 321, W. B r ü ck e l 285 und A. König 282 Punkte. In der allgemeinen Klasse kam Franz K r«tz auf 306, I. R a u p p 273 und F. Wackers hauser ebenfalls auf 273 Punkte. Sie erhielten alle Ehrenpreise. Die Ausstellung erfreute sich über die drei Tage eines sehr guten Besuchs. Manches Prachtexemplar kam an den Mann. Erfolgreiche Kurzschriftler Beim Reichsleistungsschreiben der Kurzschriftler in Dur- lach, an freut zahlreiche Stenographen teilnahmen, hatte Hein- rich En gel in mit 300 Silben die beste Tagesleistung zu verzeichnen. Gute Resultate gab es in den Klassen 180 und 140 Silben. Bor Beginn des Schreibens wiesen der Obmann der DMF. Förster und Vereinsführer Ungeheuer von der Ortsgruppe Durlach öer Deutschen Stenographenschaft auf die Bedeutung des Reichsleistungsschreiben hin. Geburtstage Frau Softe St ei Ubach, geb. Pfersching, Dnrlach-Aue, Ostmarkstraße 18, beging ihren 81. und Frau Christine Rausch, geb. Wenner, Durlach-Aue, Memelerstr. 11, ihren 70. Geburtstag. Der Gaumufikzug spielt ftir das WHW. Am Samstag abend findet in der Durlacher Festhalle ein Großkonzert des Gaumusikzuges des Arbeits- gaues Baden zugunsten des örtlichen WHW. statt. Morgen lehker Tag der Kullurschau! ^Die anläßlich der Badische« Gaukulturwoche eröffnete große «chau in der Ausstellungshalle schließt am morgigen «onntag ihre Pforten. Die überaus reich beschickte Ansstel- lnng, die ein umfassendes Bild vom Wolle« nnd Schassen des «atronalsozialistischeu Staates im Grenzland Baden gibt, hat bisher eine« zahlreiche« Besuch aufzuweisen gehabt. Bis zum Abschluß der Schau werden es ungefähr 15 00» Besucher gewesen sein, die ihre Schritte dorthin lenkten. Es möge daher niemand versäumen, die beiden letzte» Tafc« der Ausstellung noch zu benutze«. Die Knlt«rschau ist titg» lichab SUHr bis 20 Uhr durchgehend geöffnet und bietet, eine Fülle von sehenswerten Darstellungen und Projekten. Das Staatstftealer am Wochenenö Heute Samstag abend 20 Uhr gelangt zum letzte« Male Otto Ernst's köstlich« Schulmeister-Komödie „F l a ch s m a n n als Erzieher" mit Ulrich von der Trenck in der Titel- rolle zur Wiederholung. Der Sonntag bringt nachmittags um 14.30 Uhr in öer Fremdenmiete Adams „P o st i l l o n von L o n j u m e a tt" zur abermaligen Wied«rholung. Abends 19.30 Uhr gelangt die seinerzeit im Rahmen der Gaukulturwoche durch Erkrankung d«s Herrn Hierl aus- gefallen« Tragödie Franz Büchlers „A u g u st d e r S t a r k e" als Festvorstellung in Anwesenheit des Dichters zur süd- deutschen Erstausführung. Die Inszenierung schuf General- intendant Dr. Thür Himmighoffen, die Titelrolle spielt Staatsschauspieler Paul Hierl, seine Partnerin ist Irmgard Sacher. In weiteren Rollen sind beschäftigt Erika von Draaz und die Herren Dahlen, Kienschers, Kloeble, Mehner. Mom- ber, Prüter Rühl, Schudde, Stockder und von der Trenck. Die Bühnenbilder schuf Heinz Gerhard Zircher, die Kostüm« Margarethe Schellenberg. Karlsruher Beranftattunnen Geographische Gesellschaft. Heute Samstag, den I». Dezember, spricht um 20 Uhr im Hörsaal 16 (Aulabau der Technischen Hochschule) Professor Dr. Troll über den deutschen Kamps um den Nanga Parbat. Pro- sessor Troll fleht selbst in der vordersten Linie in diesem heldenhaften Ringen, das schon so viele Beweise von deutschem Forscherdrang, Wagemut und cpfer- geist gesehen hat, daß man schon gewohnt ist, den Nanga Parbat als den „deutschen Berg" zu bezeichnen. In de» Capitol-Lichtspielen sind heute Lenh Marenbach und Albert Matter st ort persönlich w jede, Borstellung anwesend. Lenv Marenbach, Albert Matterstock, Brigitte Hörnet? und W"'.ner Füttorer spielen die Haupt- rollen in dem Spitzensilm der Terra „Ziel in den Wollen" Der Film Ist als „staatspolitisch und künstlerisch wertvoll" anerkannt. Das Gloria am Rondellplatz zeigt heute Samstag und morgen Sonntag abends 23 Uhr des großen Erfolges wegen in Wiederholung den Zarah- Leander-Film „Premier e". Die neueste Fox-Wochenschav vervollständigt das Programm. Das Pali in der Herrenstraße wiederholt bereits zum vierten Male der anhaltend starken Nachkrage wegen heute Samstag und morgen Sonntag abends 23 Uhr die SpStvorstellungen mit dem Film „Lieb e" mit dem Unter- tiiel: Das Schicksal einer jungen Ehe. Die neueste Tobis-Wochen- schau vervollständigt das Programm. Die Rheingold Lichtspiele zeigen heut- in einer einmütigen Spätvorstellung Greta Garbo tn einem ihrer größten und erfolgreichsten Filme: „Anna Kar « nina". Tages-Anzeiger Samstag, 10. Dezember 1938 Theater: vadlscheS TiaatStheaier: „Flachsmann als Erzieher", 20 Uhr Eolosseum: VarielS, 20.15 Uhr. F i 1 m : Atlantik: „Knox und die lustigen Vagabunden" Eapitol: „Ziel in den Wolken" Gloria: „Nach Mexiko verschleppt" — 83 Uhr „Premiere" Kammer: „Rcvniulionsholbzeit" Bali: „Die gehört mein Herz" — 28 Uhr .Liebe" Sie«: „Du und ich" Rheingold: „Kautschuk" — 23 Uhr „Anna Karsnina" Schanburgi „FrühiingZlUst" Usa-Theater: Geschlossen wegen Renovierung. Kaffee, Kabateii Tanz: Kaffee Bauer: Konzert und Tanz im Grinzing Löwenrochen: Kabarett — Tanz in der Bar Kaffee Museum: Konzert — Tanz im Wintergarten Regina: Kabarett — Tanz Röderer Tanz Wiener Hos: Tanz Kaffee des Westens: Konzert «nid Tanz Verschiedenes: Geographische Gesellschaft: 80 Uhr Vortrag Professor Dr. Troll: „Nanga Parbat". Hörsaal 1« (Aulabau) Technische Hochschule. Tagesanzeigei Durlach: Markgrafen: „Bertrauensbruch" Skala: „Der Optimist" Blumenkasfee Durlach: Tanz Parkschlößle Durlach: Tan» vis Deutsche flrbeitsfroni ftreiswaitung Kar!,rulie/Nti..cammstraße 15 Sportamt. Heute laufen folgende Kurse: Schwimme» (Männer u. Frauen) Friedrichsbad 20 Uhr. — Reiten (Männer und Frauen), Reithalle, Rüppurr« Straße 1, 19.00 Uhr. GolltsdielMdilW E««NMer Mesbienfi Samstag, den 10. Dezember 1S38. Beiertheim: Aöds, 8.15 Uhr Advents- fiiificn m'.d Wochenschlußseier. Pfarrer Dreher. Sonntag, den 11. Dezember 1938 (3. Advent). W-hrmachtsgemeinde: 10 Nhr: in der E»!oßlira>s, Pfarrer Mayer-Ullmann. 3 adtkirche: 9.30 Uhc Pfarrer Glatt. 11 Uhr Pfarrer Mondon. 11.16 Uhr: KmdergolieSdienst. Pfarrer Glatt. Klein? Kirche: 8.30 Uhr Vikar Un- »ott, 11.15 Uh> Kindergotiesdienst, Vikar Müller, «i Uhr Vikar Kump?. Schloßkirche: g Uhr Gottesdienst für ftonfirmtecte, Vikar Schulz. 10 Uhr: Gemeinde- und Wehrmachtsgottesdienst Pfarrer Maver-Ullmann. 11.15 Uhr: Kinder-wt-esdienst. Vikar Schulz. 6 U. Bikar Schulz. Johznn'slirche: 8 Uhr: Vikac Kumps 8.« Uhr- Christenlehre. Pfarrer Sirei- tenbera. 9.30 Uhr: Pfarrer Ttreiten- »erg II Uhr: Kindergotiesdienst. Vikar Kumps. 0 Uhr Bikar Richter. (5k>r".Ätirche: 8.1.', Uhc: Vikar Hützel 9.15 Uhr: Christenlehre, Pfarrer Löss- ler. 10 Uhr: Pfarrer Lössler, 11.15 Uhr: jUndergotiesdienst. Vikar Hötzel. 11 15 u^r: Christenlehre im Ludwig- «illielmKrankenheim, Pfarrer Dr. Schilling. M^r'iiskirche: 0 Uhr: Christenlehre. Sfiicrn- Seufert, 10 Uhr Pfarrer Seil- fitt. 11.15 Uhr Kindergotiesdienst. Vi- liir MechterSheimec, _ Sttlttilitcht: 8.30 Uhr: Pfarrer Was. mer 10.45 Uhr: Christenlehre. Pfarrer Wasmer. 11,30 Ubr: Kindergotiesdienst Vikar Menacher. k Uhr. Vikar Hiß. Maithäustirche: 10 Uhc: Pfarrer Hemmer. 11.15 Uhr: Christenlehre, Pfarrer Hemmer. Karl-Friedrich-Gedächtniskirche: « Uhr Vikar Glöckler. S.30 Uhr Bikar Glöck- ler 10.45 Uhr Christenlehre. Vikar Glöcklec. 11.30 Uhr: Kindergottesdienst Vikar Doll. Lukassaal (Moltkestr. 153): 11.» bis 11.50 Kindergottesdienst. Beieralieim: 9.30 Uhr: Pfarrer Dre- her. il Uhr Kindergovesdienst, Psarrer Dreher. Weiherfeld: 8,15 Uhr vormittags Pfarrer Dreher. 11 Uhr Kindergottes- dienst, Vikar Webel. Ttädt. Krankenhaus: 10.15 Uhr: Vikar Unholtz. Ludwig-Wilhelm-Krankeuheim: 6 Uhc Vikar Hötzel. Tiakonissenhanskirche Karl«ruhe.Rüp. xurr: 10 Uhr: Kirchgang in Rüppurr. Dialonissenhauskirche Karlsruhe, So- sieniiratze: 10 Uhr: Missionar Ruf. Turnhill« Daxlanden: 9 Uhr: Psar- rer Kopp 11 Uhr Kindergottesdienst. Gemeindehaus Albsiedlung: 9 Uhr: Christenlehre: 10 Uhr Psarrec Kopp: II Uhc: Kindergottesdienst. Rlippurr: 9.30 Uhr: Gottesdienst, Pkarrer Schulz. 10.45 Uhr: Christen- le^re 11.15 Uhr: Kindergotiesdienst. Rintheim: 9 Uhr: Christenlehre. Pfr. Fehn 10 Uhr Pfarrer Fehn. 11 Uhr: Kindergotiesdienst. Pfarrer Fehn. ?»aug... Ttadü che: 9.30 Uhr HauptgotteI- dienst. loi Modersohn: 10.45 Uhr Chri'l.'n^bre fite die Slldpfarrei, D«!. Schtihle: 11.15 Uhr Jugendgottesdienst, Dekan Zchiihle: 16 Ubr Bibeistunde, Pastor Modersohn: 20 Uhr Evangelisa- tionövortraa. Pastor Modersohn. Lutherkirche: 9.30 Uhr Hauptgottes- dienst, Vikar Steigelmann: 10.45 Uhr: Jugendgottesdienst, Vikar Steigelmann Wolfartsweier: 9.30 Uhr Hanptgot- tesdienst, Psarrer Beisel: 10.45 Uhr Jugendgottesdienst, Pfarrer Beisel. Durlach-Aue: 10 Uhr HauptgotteS- dienst. Pfr. Lipvs: 11 Uhr Christenlehre. Pfr. Lipps: 13 Uhr Jugendgot- tesdienst, Pfr. Lipps. Strang Freikirche» Karlsruhe. Methodistengemeinde: Karlsruhe, Fricdenskirche. Karlstraße 49b: 9.S0 U. Prediger Hamm. 17.00 Uhr: Prediger Echwindt. Durlach, iluerstr. !0a: 9.30 Mr Pred. Schwindt. ZO Uhr: Prediger Hoff- ^ GÄi>wg-n. «iddapla« 1: 8.45 Nhr: Prediger Hossmann. 19.30 Uhr Prediger Schwindt. . . ...... «erghouie», «*meinb«f. Fernruf Amt Rheinbischofsheim 159 Wir liefern In Rheinschiffen, mit der Reichsbahn und eigenen Lastzügen aus alpinem härtestem Moränematerial (Rheinmaterial) in absolut sauberer, staub- und schmutzfreier Beschaffenheit Rheinsand Rheinkies O—3 und 3—7 mm 7—15, 15—30 und 30-70 mm 1. 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Denn das Weihnachtsfest steht bevor, die ge- ©litt durch die festlich MumMierte «aiserftratz» heimnisvolle Zeit zwischen dem Tiefpunkt der Sonnenlaufbahn und dem beginnenden Sieg des Lichtes, mit ihren „12 heiligen Nächten". Ihren Höhepunkt erreicht diese Phase einer uralten deutschen Festessitte, wenn am Tage vor dem kalendarischen „Christfest" in den deutschen Lan- den die Sonnwendfeiern veranstaltet werden und Flammengarben gen Himmel sprühen, wenn in der bald daraus folgenden Bescherung alt und jung bei den Volksweihnachtsfeiern und in den stillen, vom Glanz des Lichterbaums durchstrahlten Wohnungen Eltern und Kinder die Freude des Gebens und Nehmens empsin- den . . . Aber auch die Vorfreude auf dieses Fest erfüllt die Menschen seit altersher mit Froh- gesühlen unsagbaren, romantischen Reizes. In unserer Stadt sind nun die Weih- nachtsbäumchen aus den Lencht- säulen längs der Hauptgeschäftsstraße an- gesteckt und verbreiten ihren milden Schimmer. Grüne Girlanden und herrliche Adventskränze schmücken andere Straßen und tragen zum feier- lichen Anblick und zur Belebung der Einkaufs- freudigkeit bei. Es weihnachtet in Karls- ruhe, jeder fühlt und sieht es, jeder teilt diese Freude dem andern mit, in Erwartung des kommenden Festes, das uns alle in seinen Bann zieht. Wie märchenhaft nimmt sich jetzt in den Abendstunden die schnurgerade Linie der Kaiser- straße aus! Hoch oben gleißen die Bogenlampen im gewohnten Licht, doch sie verblassen vor ihren „Konkurrenten" unten auf der Straße, die von den Menschen in lichte Gewandung gehüllt, ihren Glanz auf die Straßen verstreuen. Auch ein Blick in die Kaiserpassage verrät uns, baß hier ebenfalls das Weihnachtsmärchen Gestalt an» nahm und in hübschen Variationen des Schmuk- kes eine trauliche Stimmung schuf. Weihnachtssitten und Volksgebräuche gehören in Deutschland zusammen, und sie gehen in die Jahrhunderte und die Jahrtausende zurück. 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So wollen auch wir in Siesem Geiste die kom- wenden Tage auf unS einwirken lasten, ein» gedenk der überlieferten Sitten unserer Vor- fahren und in Würdigung der in ihnen schlum- mernden Sentenzen: Das Licht wird stets den Sieg über die Mächt« der Finsternis davon- tragen, und es kommt aus Sem Norden, das Licht, die Klarheit, Sie Wahrheit! Sie ver- körper» Sas Seutfche Wesen, sind ein Stück von uns, und zwar so sehr, daß andere Rassen dieses Brauchtum nicht kennen und es noch weniger verstehen können. Große, weithin sichtbare Christbäume werden gar bald an Sen Hauptverkehrspunkten unserer Stadt erglänzen. Sie bilden besondere Licht- punkte im Meer Ser tausend Lichter, Sie in Ser Weihnachtsbeleuchtung erstmals in diesem Jahre unser Auge erfreuen. Sie künden uns die nahe Weihnachtszeit an und machen uns aufgeschlossen, in volksverbundener Weise das Fest zu feiern. In wohlbedachter Kenntnis der Borgänge auf der Welt lautet die Weihnachtsbotschaft bei unS erst recht und immer wieder «Friede auf Erden". O. M. Es waren zwei WeihnachlMumchen. Mitternacht war längst vorüber. Die Stra- ßen, welche vor wenigen Stunden noch von Menschen wimmelten, waren wie ausgestorben. Die Lichter waren erloschen. Müde schlängelten sich die Straßenbahnschienen durch die Mitte der Fahrbahn. An den Straßenrändern der Kaiser- straße standen Lichtpyloneu, auf denen kleine Weihnachtsbäumchen steckten. ,^allo", rief das Bäumchen an «iner Ecke feinem Gegenüber zu, „wie ich sehe, sind Sie auch noch wach. Das war ein Tag heute, be- ziehungsweis« eine Nacht, nicht? Ach, ich bin ganz begeistert! SeitSem ich lebe, habe ich mir nichts anSereS gewünscht, alz einmal in ein« große Stadt unter viele Menschen zu kommen. Kann es Senn etwas Interessanteres geben? Sie sind Soch sicher auch begeistert von den Heu- tigen Ereignissen?" „Fch muß Sie enttäuschen", sagte das Weih- nachtsbäumchen Iis«. „Noch nie in meinem gan- zen Leben, das allerdings nicht reich an Ersah- rung ist, bin ich so unglücklich gewesen wie heute." „Ich muß sagen, ich bin überrascht", antwor- tete das ndere Bäumchen, „daß man in der Heu- tigen modernen Zeit noch solche Borkriegsanstch- ten haben kann. Auch in dem Lärm der Straßen klingt Mustk. Man muß es nur verstehen. Die- ses unablässig« Auf- und Niederwogen von Men- schen, Sie ununterbrochene Kett« der Autos, Radfahrer unö Motorräder, das zu einem brau- senden Akkord zusammenklingt." „Auch mein Dasein war erfüllt von leben« Sigem Leben", sagte das unglückliche Bäumchen. „Ich hatte nie Langeweil«. Ständig besuchten mich Sie Tiere SeS Waldes, Hirsche, R«he, Ha- sen und ein« Menge Vögel unS Käfer. Im Win- ter, wenn der Tann ganz eingeschneit war, er- zählte mir meine Muhme wunderschöne Mär- chen. Sie verstand es gut, denn sie war achtzig Jahre alt und hatte gar vieles erlebt. Sie kannte die Menschen, gute und böse, und über beiSe wird sie «wiges Schweigen bewahren. Wie habe ich mich gefreut, Weihnachten in mein«« Ber- gen zu feiern." „Ich f«he, wir sinS ganz verschiedene Eharak- tere", meinte das unternehmungslustige Bäum- chen. „Da ist nichts zu wollen. Aber Sie tun mir wirklich leid. Nur weiß ich nicht, wie ich Ihnen helfen könnte." . „Oh, ich denke nun immer Saran, waS mir meine Muhme sagte, als ich schon auf der Erde lag, nachdem die Holzfäller gekommen waren und mich von meinen Wurzeln trennten. Sie sagte: J«deS von uns hat im Leben eine Mif- sion zu erfüllen. Bei wenigen ist sie groß, bei vielen klein. Ich stehe nun schon achtzig Jahre hier und beschütze die jungen Tannenbäumchen. Das ist meine Sendung. Unö wenn deine auch kürzer ist, so ist st« deshalb nicht geringer. Du kommst nun in die ferne Stadt, wo tausend Augen sich an dir unö deinem Glanz erfreuen. Darum sei nicht traurig, denn nur wenigen ist es beschieden, Beglücker der Menschheit zu sein." vom besten das vefte! Eschen-SkiT 7.50 Hickory-Ski £«",,"»8.50 Wir bsltsn für Sie »ine groBe Auswahl bereit Karlsruhs I. B., Kaiserstr. 221 swlsdien Htrsdi- and Doogls.StraSe 8 WM 1 ! ! lOTECMfttK i i (rä f%\\ UM ^//uEUKTftOTECHIMK GULD/N 1GULD/N TEL-4264^ # ÜHE^ TELM645J»LSRUH£J« 5 H die weltbekannte Marke in neuer vollendeter Ausführung ©eneralvertretöng: Georg Laade Kaiserstr. 227 Karlsruhe Ruf 6285 Itio decke Ich meinen tteihnachtsbedarj ein t Im Spezialgeschäft Spanischer Garten KÄ3f weinen, Ukfiren, eeschenKkfirhe Liefern il < frei Hees. Kaiserstrafte, Ecke Hlrschsfratye ist Ihr Auftrag stets in guter Hand! 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De». 1938 auszulösen oder die Pfandscheine bis zu diesem Zeitpunkt erneuern »u las- sen. Nach diesem Zeitpunkt können diese Pfänder nur noch ausgelöst werden. Nicht ausgelöste oder nicht erneuerte Pfänder müssen »ersteigert werden. Karlsruhe, den 8. Dezember 1988. CtAbt. Pfandleihlass«. Grundstücks- Zwangs-Versteigerunfl. Da« unterzeichnet, Notartat »er- steigert am Dienstag, den *0. Dezember 1938, vormittags S Uhr, in feinen Denifträumen im Rathaus Karlsruhe, östlicher Singana, Zimmer 15, die folgenden Grundstücke der Ge> markung Karlsruhe: Lgb.-Nr. 4249: 9 » 78 qm Hofrett, 3 » 02 qm HauSgarten zus.: II • 80 qa Anwesen Eofienftr. 87. Schätzungswert: ohne Zubehör 70 000 NM. mit Zubehör 70 180 RM. Lgb.-Nr. 0296i 11 » 78 qm Hofreite, Anwesen Gerwigftr. 10. Schätzungswert: ohne Zubehör 2« 000 RM. mit Zubehör 25110 NM. Karlsruhe. 8. Dezember 1938. Notariat 5 Karlsruhe i Rathau«) Lollstreckungsgericht. >Amll Bekanntmachungen entnommen' hastacd i. ft. SchädlingSdekämpfung In Ctftian Ich verweise auf den Anschlag an den Verkündigungstafeln. Haslach t. K.. 80. November 1988. p« tauten. Brigitte Horney Joachim Gottschalk Cordula Grün u.v .o. in Man vergißt, daß es ein «- wirklichkeitsnah ist alles. Jugendiidie bis 6 Uhr halbe Preise. 4 .00, 6.10 8-30 Uhr. 8.30 Uhr Ptatxel B. Kriminalfilm ersten Ranges voller Tempo und Spannung Nach Mexiko verschleppt! (In deutscher Spradie) Beginn: ^6.^8.30 Uhr r:r.rr , .T;rp^ Nur noch wenige Tage» Sen|amino Slgli'i »eeerjro«. Tlrwaph „Dir gehört mein Herz' L 0 ViV Jegendlidte «ugetosaan Samstag Sonnt«* »•»<> **" numerier«* "» 4 tfttsei GLORIA B pALI Groll, ^Leopolditr^^ Gänse bratf '/s kg JC 1.15 «nie-, JC 1,25 Felix Müller. Landshm 103, Ndby Pelrjacke braun Biberett«. fast neu. für mittl. ^igur. bill. »u »er. kaufen. «ssenwewst. 38, 8. l. 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