Verlag und öchriktleitung Verlag: Badlich« Prelle, Grenzmarl- Drucker»« und Perla« <51. m. v. H. Karlsruhe «Badens VerlagSgebSude »Sulerblock Waldftraße Kern, svrecher SSSO-53, nachts nur 9552. HauptaelchSstSstelle. Schrtftleliung u Druckerei: Waldstrabe W. Postscheck- konto Karlsruhe lWlXI. kelesramm- adrelle: Badtlche Preise. Karlsruhe BezlrlsauSgade: Hardt und Ortenau Mund SM AuSaabeftelle» ln Stadt und Land. Geschäftsstellen ln Kehl. Baden-Baden. Bruchsal u. Ossenburg. Dle Wiedergabe ctqener Berichte der Badtschen Presse Ist nur bei genauer Quellenangabe gestattet. — Kür unverlangt übersandte Beiträge ober- nimmt die Schristleitungkeine Haltung, WM Seue Badische Presse Dadische LaudeszeUuug Generai-Anzeiger für Süöweftdeutfchland Bezugs- und Anzeigenteile ve,ug«»re>»: Monatlich j?Jt. Im Verlag oder tu den Zweigstelle» abgeholt 1.71» jrji . Au « warIlg « Bezieher durch Boten 1.70 -HJl einschl. 13,3 JU BesSrderungSgedvv« ,u,«glich Sil M Trigerlohn P o st» beziehe? Z.Mi JtJl etnschllebltch 14.0 JU BesSrderungS Gebtlvr und 3fi 3U «ustellgeld. Bet der Poft abgeholt >.7» JR,H. - «lbveltellunger» nur bl» zum SN. de« Monat» au» den MonatSlevten. — «nzeigenpre«»: 8 Zl PreisllNe Nr lll gültig Dt» 22 mm hielte Millimeterzetle 10 bei Kamillen- u. Netnen Anzeigen Er» mSbigung. Werbeanzeigen: die 46 mm breite Mlllimeterzelle RSJW- Bei Wen» genablchlllssen Nachla» nach Stallel v. 58. Jahrgang / Rummer 23? Karlsruhe. Montag, den 5. Oktober 1942 Einzelpreis 10 Pfg. U der Er nähr ungslage wird es immer bester Ritterkreuz der Arbeit für zwei Bauern - Der Reichsmarschall über die Wende in der Ernährungwirttchast Nerli», S. Okt. Im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei fand am Sonntag ein Festakt öes Reichsnährstandes statt, an dem neben den beiden Trägern des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz, Landwirtschastssührer Kessler und Bauer Ritter rund IIS Bauern und Bäuerinnen, Land- arbeiter und Landarbeiterinnen sowie eine Anzahl von Land- Wirtschaftsführern teilnahmen. Unter ihnen befand sich auch eine badische Abord- n u n g. Landwirt und Ortsbauernsührer Karl Kiefer, Greffern, Landwirt und Ortsbauernsührer Georg Nückles. Kehl-Suudbeim, sowie Landwirt und Bürgermeister Rudolf Auer in Duchtlingen, Kreis Konstanz, erhielten das Kriegs- verdienstkreuz 1. Klasse lohne Schwerter). Auch der erste badische Landessieger in der vorjährigen Milcherzeugung?'- schlecht, Landwirt Willn Freiberger, Zuzenhausen bei Sinsheim a. E., mit seiner Ehefrau als Melkkraft nahmen an den Berliner Veranstaltungen teil und wurden durch Urkunden und Preisverleihungen geehrt. Im Anschluß an eine Ansprache Staatssekretär Backes fand die'feierl. Aus- händigung der Berdienstkreuze statt. Reichsobmann Bauer Behrends sprach die Schlußworte. Dem Festakt war eine Kundgebung im Sportpalast vorangegangen, auf der Staatssekretär Backe die Ver- leihung des. Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkr.euz an LandwirtschaftssüHrer Kurt Lessler und Bauer Ernst Ritter aus Fahrnau (Kr. Lörrach) bekannt gab. Nachdem Reichsmarschall Hermann Göring die Überreichung vorgenommen hatte, ergriff er das Wort zu einer großen, für die ganze Nation richtunggebenden Rede. Er begann mit einem Dank an alle Angehörigen des deutschen Landvolkes, die dazu beigetragen haben, in harter, unermüdlicher Arbeit eine Ernte einzubringen, die weit besser war, als nach dem letzten Winter zu erwarten stand. In einem umfassenden Ueberblick entwarf er dann ein klares Bild von der Lage auf dem Ernährungsgebiet des deutschen Volkes, und unter dem tosenden Beifall der Taufende stellte er diesem Bericht die Feststellung voran, daß das Schreckensgespenst einer feindlichen Hungerblockade im Gegensatz zum Weltkriege heute nicht mehr existiere. Schon rechtzeitig sei eine VorratSwirtschast wie aus allen Gebieten so auch dem der Ernährung betrieben worden, ustd dieser Vorsorge sei es zu danken, daß alle auftauchenden Schwierigkeiten überwunden werden konnten. Unter wahren Stürmen freudigen Beifalls nahmen die Männer und Frauen die Mitteilung auf, daß die gesamte deutsche Wehrmacht, an welchen Fronten sie auch stehe, heute aus den eroberten Gebieten allein verpflegt werden könne, so daß die heimatliche Ernte in vollem Umfange dem eigenen Volk zukomme. Es gelte aber zu bedenken, daß wir jetzt zusätzlich 6 Mil- lionen ausländische Arbeiter und rund S Mil- lionen Kriegsgefangene zu ernähren haben, die für das Arbeitsprogramm eingespannt sind. Ein besonders warmes Wort widmete der Reichsmarschall der deutschen Bauersfrau, die sich, auf sich allein gestellt, abrackern und abplagen muß, während der Mann mit dem Schwert in der Faust an der Front das Baterland verteidigt. Nicht endenwollender Beifall erfüllte das Haus, als der Neichsmarfchall verkündete, daß i« de« luftbedrohteu Gebieten die Fleifchratioue» um weitere 30 Gramm erhöht würden, darüber hinaus eifrig daran gearbeitet werde, dem deutschen Bolk zum Weihnachtsfest eine besondere Zulage an Fleisch, Mehl und vermutlich noch anderen Dingen zukommen zu lassen und baß von jetzt ab jeder deutsche Soldat. der auf Urlaub komme, an der Grenze im Auftrage des Führers ein Paket mit Lebensmit- t e l n erhalte. Mit beißender Ironie und schärfstem Sarkasmus stellte er dann die lächerlichen Behauptungen unserer Gegner bloß, die da erklärten, man wolle dem deutschen Volke nur ein Pflaster geben, bevor der Winter komme. Unter jubelnder Zustimmung stellte er fest, daß es im Hinblick auf die erober- ten Gebiete im Osten in der Ernährungslage unaufhaltsam weiter aufwärts gehe und daß mit weiteren Besserungen unbedingt gerechnet werden könne. Nach einem Hinweis auf die Notwendigkeit einer klugen Vorratswirtschaft auch auf dem Gebiet der Rohstoffe, die Erschließung weiter Kohlen- und Erzgebiete im eroberten -Osten, richtete der Reichsmarschall an das öeutsche Volk den dringenden Appell, mit diesen Rohstoffen so sparsam wie möglich umzugehen, denn diese seien ja für unsere Rüstung von ausschlagebender Bedeutung. In einer Zeit wie der heutigen müsse jeder einzelne auch gewisse Beschränkungen in mancher Hinsicht auf sich nehmen, zumal der deutsche Soldat Tag für Tag in schwerstem Kamps größte Opfer zu bringen habe und, wenn das Schicksal es erfordere, sogar sein Leben hingeben müsse. Mit erhobener Stimme wandte sich der Reichsmarschall gegen die feigen Luftangriffe unserer Feinde auf Der Ehrentag des Landvolks am Oberrhein 250 badische und eliässische Bauern erhielten Kriegsauszeichnungen Okt. Zu einer eindrucksvollen Feierstunde Straßburg, gestaltete sich am Sonntagvormittag im Straßburger Sän gerhaus die Auszeichnung verdienter Bauern. Bäuerinnen und Landarbeiter im Oberrheinraum durch Gauleiter und Reichsstatthalter Robert Wagner. Nach Landesbanernsührer Engler-Füßlin. der in seiner Ansprache darauf verwies, wie die heute ausgezeich- neteu Bauern und Bäuerinnen mitsamt dem gesamten Land- volk die Garanten für die Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes darstellten, sprach Gauleiter Robert Wagner. Er legte eingangs den tiefen Sinn bar, der im Ernte-Dankfest des deutschen Volkes verankert ist. Das deutsche Volk habe immer schwer um sein tägliches Brot ringen müssen. Die Feinde hatten es immer in der Hand, das deutsche Volk willkürlich einer Hungerblockade auszusetzen. Die Folgen einer derartigen Möglichkeit habe der erste Weltkrieg mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, Im gegenwärtigen Ringen aber werde es unseren Feinden nie gelingen diese Waffe der Aushungerung gegen uns anzuwenden. Die national- sozialistische Revolution in' Deutschland schuf auch hier einen grundlegenden Wandel, der in erster Linie in einer erhöhten landwirtschaftlichen Leistung und einer bewußten Vorrats- Wirtschaft seinen Niederschlag gefunden hat. Durch die Inbesitznahme riesiger und fruchtbarer Räume im Osten Europas durch die deutsche Wehrmacht sei nicht nur die Ernährung des dentschen Volkes, sondern damit auch Europas gesichert. Die Auswirkungen zeige« sich bereits hente. Die beginnende« Znsnhreu, naturgemäß erst langsam anlaufend, sich aber von Zeit zu Zeit steigernd, würden die osteuropäischen Gebiete wieder zu dem machen, was sie ernst waren: Zu Kornkammern Deutschlands nnd Europas. Des- halb werde es unseren Feinde« nie gelingen, uns von der Eruähruugsfeite her jemals ans die Knie zu zwingen. Wenn einmal die Geschichte dieses Krieges geschrieben wird, dann wird sie ganz besonders der Leistungen nnserer Soldate« und der Riistungsarbeiler gedenke«, aber ei«e« ulcht «««der ehrenvollen Platz wird auch das deutsche Landvolk e»nneb- men. Die änß<-re Anszeichnnng der 250 badischen nnd elfässi- schen Banern, Bäuerinnen nnd Landarbeiter stelle die Ehrung des gesamten Landvolkes im Obcrrheinranm dar. Nach den mit stürmischem Beifall aufgenommenen Dar- legungen des Gauleiters erfolgte die Auszeichnung der ein- zelnen Männer und Frauen mit dem Kriegsverdienstkreuz 2 Klasse und der Kricgsoerdienstmedaille. Am Nachmittag des Sonntag waren die ländlichen Gäste einer Einladung von Oberstadtkommissar Dr. Ernst in das Straßburger Rathaus gefolgt, wo er die Männer und Frauen herzlich willkommen hieß und ihnen als Geschenk der Stadt ein Bild mit dem Straßburger Münster überreichen ließ. WA..NM bei Salomn-ZiiW vemichiet Tokio. 5. Okt. Die Bekanntgabe neuer japanischer KriegS- erfolge im Gebiet der Sülomon-Jnseln ist nach einer Rede des Kapitäns Hiraide von der Presseabteilung der japani- schen Kriegsmarine in Kürze zu erwarten. Ohne Einzel- heilen bekanntzugeben, deutete er an, daß sich in diesem Ge- biet in letzter Zeit weitere Kämpfe abgespielt haben, die siegreich für die japanische Marine verliefen. „Sie werden vom Schicksal mehrerer feindlicher Flugzeug» träger, über 10 andcrer Kriegsschisse nnd über 10 Transpor» ter hören, sobald die feindliche Flotte i« diesem Gebiet voll» ständig vernichtet ist." Täglich über 20 LebenSmittelzüge aus der Ukraine Berlin, 6. Okt. Die Agrarüberschüsse der Ukraine be» ginnen sich jetzt anch in der dentschen Ernährnngsbilanz stärker bemerkbar z« machen. Zum erstenmal find seit einigen Wochen umfangreiche Levensmitteltransporte von der Ukraine »ach dem Reich nnterwegs. Räch znverläsfigen Berichte» rolle» täglich gege«wärtig mehr als 2 0 Züge ans der U k r a i» e ins Reich/Bald schon erwarten wir de» tausend» sten Lebensmittelzng. Die Transporte werden mit der Zeit noch wesentlich um- fangreicher werden. Wir haben in der Ukraine nicht nur eine gute Ernte eingebracht, sondern auch die Herbstbestellung überall ordnungsgemäß in Angriff genommen. Die Menschen im Osten, namentlich in der Ukraine, sind durchweg arbeits- willig. Durch ein geschicktes Prämiensystem haben sich die Ablieserungskontingente wesentlich steigern lassen. öeutsche Städte und Dörfer, und unter tosendem, Minuten- lang anhaltendem Beifall stellte er den Tag in Aussicht, an dem die deutsche Lustwaffe die entsprechende Antwort er- teilen werde. Eines Tages werbe der Gegner im Osten niedergeworfen sein, da»» gnade Gott de» Engländern! In längeren Ausführungen befaßte sich Hermann Göring dann mit den lächerlichen Hoffnungen, die unsere Gegner sür den Ausgang dieses Krieges hegten, und welche albernen Märchen sie sowohl über ihn selbst als auch über die Füh- rung öes deutschen Volkes überhaupt verbreiteten. Unter begeisterten Kundgebungen der Versammelten stellte er de« Verbrechern Churchill, Roosevelt und Stalin unseren Führer gegenüber, sein geniales Feldherrngenie und die Kraft, die von ihm ausstrahlt auf das ganze deutsche Volk. Mit einem glühenden Appell, sich bedingungslos und freudig mehr denn je hinter unseren Führer Adolf Hitler zu stellen, ihm zu vertrauen und immerdar, komme was kommen mag, in der Zuversicht an den endgültigen Sieg stark zu bleiben, schloß der Reichsmarschall seine zündende und immer wieder von Stürmen des Beifalls begleitete Ansprache. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 15öowletschlffe Weiterer Gelandegewinn im Kaukasus und in Stalingrad - Seegefecht vor der niederländischen Küste Ans dem Führerhanptqnartier, S. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Nordwestteil des S a n k a s» s und südlich des T e r e k warfen deutsche Truppen nnterstützt durch Verbände der Luft- wasse den Feind ans Bnnker- nnd Waldstellnngen. Nord- ostwärts Mosdok wnrde die Masse eines sowjetischen Kavallerieregiments zerschlagen. Mehrere hundert Gesangene wurden eingebracht. Im Hasen T n a p s e beschädigten Kampf- slngzeuge einen Sowjettanker von 7000 BRT. Im Kamps nm Stalingrad nahmen Infanterie und Panzerverbände in engem Znsammenwirken mit Nahkamps- sliegerkräste« in hartnäckigen Hänserkämpfe» wei- tere Teile des nördliche« Stadtgebietes. Die Sowjets erlit- ten hohe blutige Verluste, nenn Panzer wurden abgefchof- sen. Nächtliche Bombenangriffe richteten sich gegen sowjetische Flugplätze, Artilleriestellungen nnd Bahnstrecke« ostwärts der Wolga. Bei vergeblichen Angriffen gegen den Brückenkopf Wo- r o n e s ch verlor der Feind in den letzten beiden Tagen 21 Panzer. Die eigenen Angriffe südostwärts des Jlmensees machten auch gestern gute Fortschritte. Ortschaften wnrden gestürmt und eingeschlossene feindliche Kräfte vernichtet. An der Front zwischen oberer Wolga nnd Ladoga-See zerstörte ein Stoßtrupp eine gröbere Anzahl feindlicher Bnnker und Kampsstände. Anch die Lustwasse setzte ihre Angriffe gegen feindliche Bunker, Panzer- nnd Trnppenansammlungen fort, ft»i Finnischen Meerbusen wnrde ein Ränmboot durch Bombeutresfer beschädigt. Fm Kamps gegen die Sowjetunion hat die dentsche Kriegsmarine im September im Schwarze« Meer durch Schnellboote 24 Schiffe mit znsammen 42 000 BRT., in der Ostsee ei« Unterseeboot »»d ei« Minensuchboot versenkt. Im gleiche« Zeitraum verfeukte die L u f t« a f f e im Schwär- zeu Meer. a«f der Wolga und auf dem Ladoga-See elf Handelsschiffe «nd beschädigte 26 Schiffe sowie ei« Schwimm- dock. A» Kriegssahrzengen wnrde ei« Ka»o«e«boot, ei« Torpedoboot, ei« Räumboot und ei« Bewacher versenkt, zwei Minensuchboote, drei Kanonenboote u»d vier Bewacher be- schädigt. Bor der niederländischen Küste hatten Minensuchboote i« der Nacht zum 4. Oktober ei« Seegefecht mit britische» Schnellbooten, die dnrch wirksames Artilleriefener vertriebe« wurben. Bei de« Kämpfen an der Dou-Fro«t fand der kommandie» reude General eines Panzerkorps, General der Panzertruppe Freiher vo» Langerma«« »»d Erle»eamp, Träger des Eiche»laubs zum Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes, am S. Oktober i« vorderster Linie de» Heldentod. Seite an Seite mit ihm fiel der Kommandeur einer nngarischcn Divifio«, Oberst Ragy, im Kampf um die Freiheit Europas. Maior Gras. Stolz der Luftwaffe B e r l i u, 5. Okt. Reichsmarschall Göring sprach dem erfolgreichen Jagdflieger Graf ,» seinem 202. Lnststeg seine größte Anerkennung ans, bezeichnete ihn als den Stolz seiner Luftwaffe und teilte ihm seine Befördern»« zum Major durch den Führer mit. » Eichenlaub sür hervorragenden Aagdsl eger Der Führer hat dem Lentnant Hans Beißwenger i« einem Jagdqefchwader als ISO. Soldaten der dentschen Wehr- macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen .Kreuzes verliehen. Leutnaut Hans Beißwenger wurde als Si/'i, eiues Volksschullehrers am 8. November 1916 z» Mittelfischbach lWürttembergj gebore«. Seite 1 Nummer 2S8 Navische presse Montag, de» s. Oktober 1942 Erhöhte Brot und Fleischrationen / Einzelheiten zur nächsten Lebensmittelperiode Berlin, 5. Okt. Mit der 42. Lebensmittelperiode, die am Montag, den 19. Oktober, beginnt, treten, wie bereits gemel- det, auch die Erhöhungen der Brot- und Fleischrationen in Kraft. Im einzelnen haben die Erhöhungen folgenden Um- fang: Bei der Brotration gibt es — abgesehen von den Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeitern fünf verschie- dene Gruppen von Verbrauchern. Beim Normalver» braucher wird die wöchentliche Brotration von 2000 Gramm um 250 auf 2250 Gramm erhöht, und zwar die Ration an Roggenbrot um 150 Gramm von 1600 auf 1750 Gramm und die Weizenbrotration um 100 Gramm von 400 auf SM Gramm wöchentlich. Bei Kindern bis zu drei Jahren erhöht sich die Weizenbrotration von 900 um 200 auf 1100 Gramm,- Roggenbrot wird hier nicht zugeteilt, wohl aber monatlich 500 Gramm Kinderstärkemehl wie bisher. Bei Kindern von drei bis zu sechs Iahren bleibt die Ration die gleiche wie bisher, nämlich 500 Gramm Roggenbrot und 700 Gramm Weizenbrot, zusammen also 1200 Gramm. Diese Ration war vom 6. April an, als alle anderen Rationen gekürzt waren, bereits um 100 Gramm erhöht worden. Kin- der von sechs bis zu zehn Jahren erhalten die gleiche Ge- samtration wie bisher, nämlich 1700 Gramm in der Woche, dafür tritt aber eine kleine Verschiebung in den Weizen- und Roggenbrotrationen ein? sie erhalten künftig 1150 Gramm Roggenbrot statt bisher 1250 Gram und dafür 550 Gramm Weizenbrot statt bisher nur 450 Gramm. Ebenso bleibt die Ration der Jugendlichen von zehn bis zu zwanzig Jahren insgesamt die gleiche, nämlich 2000 Gramm, nur wirb auch hier die Weizenbrotration von 400 auf 500 Gramm erhöht und dafür die Roggenbrotration von 2200 auf 2100 Gramm gekürzt. Bei den Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeitern bleiben die Zulagen die gleichen wie bisher, sie erhalten die erhöhte Brotration über ihre Normalver- braucherkarten. Die Fleischrationen der Versorgungsberechtigten aller Altersstufen werben vom 19. Oktober an um wöchent- lich 50 Gramm, die der Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter um 100 Gram wöchentlich erhöht. Sie wer- den dann folgende Höhe haben: Normalverbraucher bekom- men 350 Gramm (bisher 300 Gramm und vor dem 6. April 400 Gramm), Kinder bis zu sechs Jahren bekommen 200 Gramm (bisher 150 Gramm,' vor dem 0. April 250 Gramm),- Jugendliche von sechs bis zu achtzehn Jahren bekommen 400 Gramm (bisher 350 Gramm: vor dem S. April 400 Gramm), Schwerarbeiter bekommen 700 Gramm (bisher 600, vorher 800 Gramm), Schwerstarbeiter 950 Gramm (bisher 850, vorher 1000 Gramm), Lang- und Nachtarbeiter 550 Gramm (bis- her 450, vorher 000 Gramm). Bei den Nährmitteln bleibt die Gesamtration von 600 Gramm in vier Wochen die gleiche wie bisher, dagegen wird eine Verlagerung von den Getreidenährmitteln auf die Kartoffelstärkeerzeugnisse vorgenommen. Statt bisher 50 Gramm Kartoffelstärkeerzeugnisse gibt es künftig 125 Gramm und statt bisher 550 Gramm Getreideerzeugnisse gibt es künftig 475 Gramm. Im übrigen bleiben die Rationen an Butter, Margarine, Käse (abgesehen von der Sonderzuteilung in der 41. Periode), Quark, Kaffee-Ersatz, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunst- Honig und Kakaopulver die gleichen wie in der 41. Periode. Bei den Reichsbrotkarten tritt insofern eine Neuerung ein, als jetzt auch hier die einzelnen Abschnitte innerhalb der gleichen Periode nicht mehr verfallen, wie das bereits früher bei den Neichsfleischkarten eingeführt worden war. Die Gültigkeit der Abschnitte beginnt zwar jeweils erst mit einer neuen Woche, endet aber immer erst mit dem Ablauf der ganzen Zuteilungsperiode. Diese Re- gelung, die seinerzeit auch hier als wünschenswert angeregt worden war, bringt eine erfreuliche Erleichterung im Um- gang mit Brotmarken. Die beiden Ritterkreuzträger der Arbeit Der mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes aus- gezeichnete Kreis bauernsührer Ritter hat seit 1939 unter den schwierigsten Verhältnissen seinen Hof fortschrittlich entwickelt und außerdem in seiner Eigenschaft als Kreis- bauernsührer der Kreisbauernschaft Müllheim (Baden) und Mülhausen (Elsaß) Vorbildliches geleistet. Die Kreisbauernschaft Müllheim war zu Beginn des'Krieges eine Grenzbauernschaft gege«llber Frankreich. Längs der 45 Kilometer langen Feindgrenze mußten im Rahmen der Kampfhanölungen am Oberrhein 33 Gemeinden des Kreis- bauernschastsgebietes Müllheim zeitweise geräumt werden. Die Planung und Durchführung der Räumung für die land- wirtschaftlichen Betriebe lag in der Hand Ritters und wurde organisch vollzogen. Dabei wurden Totalräumungen nur vor- übergehend während des Feindbeschusses durchgeführt, und Ritter hat hier oft unter Einsatz feines Lebens an Ort und Stell« die Räumungsmaßnahmen geleitet. Im übrigen wurde bis in die vorderste Zone hinein trotz Feinbeinwirkung die Bestellung sämtlicher Felder organisiert und damit ein nennenswerter Erzeugungsausfall verhindert. Nach der vorübergehenden totalen Räumung lag die Wieder- besiedlung des Gebiets wiederum'in der Hand des Kreis- bauernsührers Ritter und konnte reibungslos abgewickelt werden. Im Anschluß an die Kampfhandlungen am Oberrhein und nach Eroberung des Elsaß durch die Wehrmacht wurde Ritter auf dem gegenseitigen Rheinufer gleichzeitig als Kreis- bauernsührer (Elsaß) eingesetzt. In diesem Gebiet waren schon zu der Franzosenzeit seit Beginn des Krieges in 44 Gemeinden 4733 landwirtschaftliche Betriebe total geräumt und die Felder vollkommen versteppt. Ritter hat in diesem etwa 19000 Hektar umfassenden Gebiet nach langsamer Rückkehr der Bevölkerung sofort alle Maßnahmen zur Wiederherstellung der Felder eingeleitet und die landwirtschaftlichen Betriebe unter den schwierigsten Bedingungen mit totem und lebendem Inventar versehen. Die Bewirtschaftung dieser Flächen mutzte zunächst ausschließlich im Gemeinschastseinsatz des Kreis- bauernsührers Ritter erfolgen, und erst im Jahre 1942 war die selbständige Bewirtschaftung dieser Flächen durch die in- zwischen zurückgekehrten landwirtschaftlichen Betriebsführer wieder möglich. Trotz der Wiederbesiedlung dieses Gebietes werden von Ritter im Rahmen der Sicherung der Land- bewirtschastung auch heute noch 1260 Hektar Brachländereien aus der Franzosenzeit mit ungeklärten Besitzverhältnissen be- wirtschaftet und bringen dabei gute Erträge. Neben all diesen Maßnahmen stand die Sicherung der Ernährung, insbesondere in der Grenzstadt Mülhausen, im Vordergrund seines Aufgabengebietes. Ritter hat bei der Erledigung der ihm übertragenen Arbeiten eine vorbildliche Haltung gezeigt. Vom zuständigen Kreisleiter wirb bescheinigt, daß er offen und einsatzbereit ist und bei den Dienststellen und bei der Bevölkerung ein gutes Ansehen genietzt. Kreisbauernsührer Ernst Ritter, wohnhast in Fahrnau, Kreis Lörrach, wurde am 16. Oktober 1889 zu Wieslet ge- boren. Er ist Mitglied der NSDAP, seit dem 1. November 1930 und hat die Mitgliedsnummer 357 070. Ritter ist An- gehöriger der H. Den Weltkrieg machte er von 1914 bis 1913 mit und erwarb sich die beiden Eisernen Kreuze und die Badische Verdienstmedaille. Außerdem trägt er das Ver- wundetenabzeichen in Schwarz. Der Landwirtfchaftsführer Kurt Leffler hat im Osten unter schwierigsten Verhältnissen und wieder- holtem Einsatz seines Lebens besonders Hervorragendes bei der Versorgung der Truppen und beim Wiederaufbau der Landwirtschaft in seinem Bezirk geleistet. Leffler ist seit Ter ehemalige «ammcrPrSsidcnt Herrtot, der sich seit seiner Amts- enthebnng in der Gegend von Lyon aushiett, ist aus Anordnung der sranzöfifchen Regierung verhaltet worden. » 18 000 Menschen «erden in Mexiko jährlich ermordet, wie eine von dem mexikanischen Staatsanwalt Gonzales Bustamento ausgestellte Sta> tistil zeigt. * Der Führer verlieh di»S Ritterkreuz des Eisernen Kreuze« an Oberst Hellmuth Böhlke, Oberleutnant Wangelin, Oberseldwebel Heitmann, Oberfeldwebel Graftimid und Oberseldwebel Schmitt. * Aus dem Militiirsriedhos von Derna wurde am Freitag der nach feinem 158. Luststea tödlich verunglückte Fliegerhauptmann HanS- Joachim Marseille beigesetzt. * Wegen der Gesahren der Atlantik-Ichissohrt werden die uruguayischen HandelSschisse die Häsen der Bereinigten Staaten nicht mehr anlaufen. * 40 spanische Flieger habe» Sevilla unter Führung deS Majors Suare, verlassen, um m da« Freiwilligen-Fliegerkorps an der Ostsront ein- zulleten. Nach vielen vergeblichen Anstrengungen ist eS den Briten jetzt d»l>, gelungen, den ägyptische» Bandensührer Abu Salom. der hauptsitchli»'' näckillchc Nebersalle aus zwischen Kairo und Alexandrien verkehrendc britische Fahrzeuge verübte, gefangen zu nehmen. Der „D u l t a n d e r i Wüste" wurde »ach Alexandrien gebracht. I Beginn des Ostfeldzuges als Kreislandwirt im Bereich der Wirtschaftsinspektion Mitte eingesetzt, und er hat den ganzen Vormarsch mitgemacht. Im Sommer und Herbst 1941 hat er ohne wesentlichen militärischen Schutz in dem von Banden stark verseuchten Rayon Ponisowje eine vorbildliche Kreislandwirtschaft auf- gebaut. Mit nur drei ihm beigegebenen Landwirtschaftsführern hat er durch persönliches energisches Eingreifen und mit größter Umsicht das Gebiet von Banden befreit und befriedet, das vorher dem Bandenkrieg völlig preisgegeben und in größerem Umkreis kaum mit deutschen Einheiten besetzt war. In gleicher Weise hat sich L. später in Juchnow ungeachtet der gefährlichen Lage, in der sich Juchnow befand, eingesetzt. Hier ist es ihm und seinen Mitarbeitern zu verdanken, daß ein größerer sowjetischer Offiziersstab aufgefunden und ver- nichtet werden konnte. Von einer sowjetischen Armeegruppe wurde Lessler mit verschiedenen Landwirtschastssührern in Demidow eingeschlossen. Durch seine genaue Ortskenntnis und sein tapferes Verhalten hat er wertvollste Mitarbeit bei der Belagerung leisten können. Seine Tätigkeit ruhte wäh- rend der Einschließung nicht, denn hier hat es der Genannte fertiggebracht, aus den Beständen der Stadt die dringend be- nötigten Schneehemden für die eingeschlossenen Truppen her- stellen zu lassen und im übrigen durch Herbeischaffung von Lebensmitteln zum Durchhalten der eingeschlossenen Division beigetragen. Darüber hinaus war L. in vorderster Linie oftmals am Maschinengewehr eingesetzt und hat das beste Beispiel für den Zusammenhalt der Truppe geliefert. Leffler wurde am 8. Juni 1907 zu Mühlberg bei Arnstadt geboren. Neuer Vorstoß für .sofortige Troßoffenslve' Stockholm, 5. Okt. Nachdem Willkie unter dem Eindruck des Echos seiner Moskauer Erklärungen bei seiner Ankunft in Tschungking kategorisch erklärt hatte „kein Gerede mehr um die zweite Front"', eröffnete er selbst schon am Tag dar- auf wieder dieses „Gerede", indem er vor der Tschungkinger Presse ausführte, er erachte eine sofortige Groß- offensive Englands und Amerikas für un- bedingt notwendig. Die Tschungkinger Presse stellt diese Erklärung natürlich groß heraus. Sie zeigt, daß die Beobachtungen und Unterredungen von zwei Tagen ge- nügten, Willkie trotz der Warnungen aus Washington einen ähnlichen Ton wie in Moskau anschlagen zu lassen. Auf einem ihm zu Ehren von Marschall Tschiangkaischek gegebenen Bankett erklärte Willkie, dieser Krieg werde nicht durch Zeit allein gewonnen, sondern nur von rücksichtslosen mutiaen Männern, die ihre Völker dazu mitreißen, überragende Pläne zu fassen und durchzuführen. Auch Willkie scheint jetzt eingesehen zu haben, daß die Zeit nicht für die Demokratien arbeitet. nnen. rinn und Druck: Badilckie Prelle, Grenzmark Druckerei und Perlag -inivH Verlagsleiter: Arthur Petsch Hauptsckiristleiter: Dr. Carl Gafvat «veckner t» Karlsruhe Montag, de» 5. Oktober 1942 Radische presse Nummer 233. Seite 8 Bergmann an die Spitze der Arbeiter gestellt Versorguno tes Versmanns und feiner Familie in vollstem Maße gesichert '• Okt. Reichsmarschall Görings Verordnung über die Nearegelung der Rentenverstchernng im Bergbau vedentet e,nen entscheidende» Beitrag in dem Bestrebe«, den Bergmann Wieder a« die Spitze der deutschen Arbeiter zu stelle». Alle laufenden Knappschaftspenstonen, neben denen gleich- zenig eine Invalidenrente gewährt wird, werden vom 1. Oktober 1942 ab um monatlich 25 RM., die Witwenpensionen um monatlich 20 RM. erhöht. Für neue Versicherungsfälle gilt vom 1. Januar 1943 ab das neue Recht. Künftig gibt es nurmehr eine Rentenversicherung, die die Arbeiter und die Angestellten unter Tage, soweit sie schon bisher in der knappschaftlichen Pensionsversicherung waren, erfaßt. Die bisherigen knappschaftlichen Pensionsversiche- rungen der Arbeiter und der Angestellten sowie die knapp- schaftliche Invalidenversicherung gehen in die knappschaftliche Rentenversicherung über mit allen Rechten und Verbindlich- ketten und ihren Vermögen. Nach bisherigem Recht erhielt der Bergmann bei Berufs- Unfähigkeit die Knappschastspension, die Bergfertigkeit die Alterspenston,' wurde er später Invalide, so erhielt er die Invalidenrente unter gleichzeitiger Kürzung seiner Knapp- schaftspenston. Künstig wird bei Eintritt der Verufsunfähig- keit die Knappschaftsrente, bei späterem Hinzutritt der In- Validität die Knappschaftsvollrente, bei Eintritt der Bergfertig- kett der Knappfchaftssold gewährt. Völlig neu sind das Berg- mannstreugeld und der Leistungszuschlag für wesentlich berg- männische Arbeiten zur Knappschaftsrente oder Knappfchafts- vollrente. Anspruch auf das Bergmannstreuegeld hat jeder Bergmann schon nach 15 Jahren wesentlich bergmännischer Arbeit und nach Vollendung des 50. Lebensjahres, wenn er weiterhin als Hauer unter Tage arbeitet. Das Bergmanns- t^euegeld ist für die ersten beiden vollen Jahre der weiteren Hauertätigkeit je 500 RM., für jedes folgende volle Jahr der Hauertätigkeit sogar 1000 RM. Das Bergmannstreuegeld wird fällig mit der Gewährung der Knapschastsrente. Stirbt der Bergmann vorher, so verbleibt der Anspruch seinen An- gehörigen. Damit er das Bergmannstreuegeld schon in jüngeren Jahren nutzbar machen kann, kann ihm als Vor- leistung auf das Bergmannstreuegeld ein verzinsliches Dar- lehen gewährt werden. Dieses soll insbesondere zum Er- werb eines Eigenheims, zur Ausstattung oder Ausbildung seiner Kinder dienen. Die Neuregelung der Rentenverstcherung erfordert hohe Mittel. Sie werden durch Übertragung der Beiträge des Bergbaues zum Reichsstock für Arbeitseinsatz gewonnen. Bergbau und Bergmann werden nicht höher belastet als bisher. Die Versorgung des Bergmannes und seiner Familie für den Fall des Alters nnd der Invalidität ist nunmehr i« voll« stem Maße sichergestellt. Rommet über die Kämpfe in Roröafrika Der Wert öeS LlSA.-Kriegsmaterials - Anfaire britische Kampfmethoden Berlin, 5.Okt. Generalfeldmarschall Rommel empfing am Samstag einen Kreis führender Vertreter der deutschen und ausländischen Presse. „Sie werden verstehen", so er- klärte er dabei, „daß ich nur über das zu Ihnen sprechen kann, was gewesen ist. Was sein wird, ist hier nicht zu erörtern. Der Kampf in Afrika ist Seite an Seite mit unse- ren italienischen Bundesgenossen unter sehr schwierigen Be- dingungen geführt worden. Wenn später die Geschichte über diese Ereignisse berichten wird, so wird die Welt vielleicht er- staunt sein, mit welch geringen Kräften wir es fertigbrachten, den Engländer zu schlagen und weit über die Grenzen Aegyptens zurückzutreiben. Heute stehen wir hundert Kilo- meter vor Alexandria und Kairo und haben das Tor Aegyptens in der Hand — und zwar mit der Absicht, auch hier zu handeln! Wir sind dort nicht hingegangen, um uns über kurz oder lang wieder zurückwerfen zu lassen. Man kann sich auch hier darauf verlassen: was wir haben, halten wir fest. Die Zusammenarbeit mit den italienischen Kameraden ist mustergültig, das gegenseitige Verhältnis ist ausgezeichnet. Auch in der gemeinsamen Arbeit der Kommandos verstehen wir uns ausgezeichnet. Der Kamps in Afrika ist von Monat zu Monat härter geworden. Aber auch unsere Truppen sind härter geworden in ihrer Art. Besonders die k l i m a t i - schen Verhältnisse sind schwierig, aber nicht so schwie- rig, daß wir Deutschen aus dem hohen Norden uns nicht an sie gewöhnen könnten." Auf die Frage nach dem Wert des amerikanischen Kriegs- Materials in Nordafrika erwiderte der Generalfeldmarschall: „Wir haben das amerikanische Kriegsmaterial in größeren Mengen in der letzten Schlacht kennengelernt, darunter auch den „Pilot". Schon in den früheren Kämpfen waren wir amerikanischen Panzern begegnet, die aber ohne wesentliche Bedeutung waren. Sie waren schlecht gebaut und gepanzert, so daß von einer Bewährung nicht gesprochen werden kann. Die neuen amerikanischen Panzer, die wir antrafen, sind schon wesentlich bessere Kampfmittel. Aber sie liegen schon alle hinter unserer Front. sHeitcrkeit.) Auch der „Pilot" ist unseren Panzergrenadieren, der Panzerabwehr und der Flak zum Opfer gefallen! Ich glaube, daß wir seit Juli 2500 Pan- zer vernichtet haben. Sie liegen zum Teil weit in der Wüste verstreut nnd es lohnt sich bei diesen Entfernungen wirklich nicht, sie herauszuziehen und zu verschrotten." Auf die Frage nach den Erfahrungen mit den Engländern alö Wüstenkämpfer sagte Generalseldmar- schall Rommel: „Die Engländer haben sich eingebildet, daß sie die einzigen guten Afrikakämpfer sind. Gewiß haben sie mehr Erfahrung gehabt als wir. Aber schon bei den ersten Zusammenstößen mit ihnen hat sich gezeigt, daß unsere Trup- pen ihnen nicht nachstehen, sondern den Kamps ohne weiteres und mit Erfolg aufnehmen können. Den Engländern bieten sich dabei ganz andere Möglichkeiten, da sie zahlreiche fremde Völker wie Maori, Kopfjäger und so weiter verwenden. DieS führt zu unfairen Kampfmethoden. Dagegen müssen ent- sprechende Maßnahmen getrosten werden. Im Vergleich zu diesen Eingeborenen ist der Engländer im allgemeinen als Soldat nicht ganz so unfair. Aber erst kürzlich ist es geschehen, daß eine italienischen Patrouille, die vor Kufra heraufstieß, in englische Hände siel. Man gab den Soldaten Tee zu trinken nnd fragte sie aus. Aber weil man sie nicht mit- nehmen konnte, hat man sie einfach erschossen. Dies sind Methoden, die unter anständigen Kämpfern nicht üblich sind." Auf die Frage von Dr. Goebbels über die Besorgnisse, daß Rommel sein Leben allzu sehr der Gefahr aussetze und sich zu stark exponiere, antwortete der Generalfeldmarschall: „Ich kann Ihnen versichern, daß ich das nicht über das nötige Maß hinaus tue. Aber bisher war die Lage in Afrika so, daß eine Führung von rückwärts aus nicht möglich war. Außerdem ist zu bedenken, daß ans dem Kamvstelde auf jedem Platz Gefahr vorhanden ist. Ich war immer dafür, daß ich dort bin, wo etwas los ist. Nur so kann ich augenblickliche Entscheidungen treffen. Man muß unbedingt zur Stelle sein. Manchmal kommt es auf Sekunden an." Dr. Goebbels: „Sind Sie selbst schon mit Engländern in engere Berührung gekommen?" Generalfeldmarschall Rommel: „Ich habe einmal im Vor- beigehen ein englisches Lazarett besucht. iHeiter- keit.) Man braucht sich um meine Person wirklich keine Sorge machen. Ich passe schon auf." Dr. Goebbels: „Herr Generalfeldmarschall! Das feind- liche Ausland weiß über alle möglichen Erkrankungen zu berichten, die Ihnen zugeschrieben werden. Wie steht es damit?" Gcneralfeldmarschall Rommel: „Mir geht es ausgezeich- net. Ich kann versichern, daß ich stets auf meinem Posten bin, wenn es notwendig ist." Reichsminister Dr. Goebbels schloß das spannende und interessante Zusammentreffen, indem er dem Generalfeld- Marschall aufrichtige und herzliche Wünsche für die Zukunft aussprach. Reue Erklärung Stalins: Zweite Front oberste Bedingung! Stockholm. S. Okt. Wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, hat Stalin dem Associated-Preß-Vertreter in Mos- kau, Henry Cassady, gegenüber erklärt, daß die zweite Front in den Berechnungen der UdSSR. die erste Stelle einnehme. Auf die Frage des AP.-Vertreters, wie die Verbündeten der Sowjets ihre Hilfe erweitern und verbessern könnten, antwortete Stalin, daß im Vergleich zu der Hilfe, die die UdSSR, ihren Verbündeten gewähre, in- dem ste die Hauptwucht des Gegners auf sich ziele, die Hilfe ihrer Verbündeten „wenig wirksam" sei. Die Verbün- deten der UdSSR, müßten vor allen Dingen ihre Pflicht restlos und rechtzeitig erfüllen. Wie „Daily Expreß" einer Niederschrift Willkies entnom- men haben will, habe ihm Stalin offen gesagt, daß die Deut- schen, indem sie im Süden bis zur Wolga vorgedrungen seien, der Sowjetunion „einen furchtbaren Schlag" zugefügt hätten. Stalin habe bann einen dringenden Appell um sofortige Hilfe an die „Alliierten" gerichtet, ebenfalls ihre letzten Kraftquellen „mit der größtmöglichsten Schnelligkeit" einzu- setzen. Stalin habe sich dann darüber beklagt, daß die Ameri- kaner „die Sowjetunion nur gönnerhaft behandelten". Roofevelt will ALA.-Minifterium auf englischem Boden errichten Berlin, 5. Okt. Nachdem Roosevelt seine Besatzungstrup- pen in England und Nordirland dem englischen Oberbefehl und der englischen Gerichtsbarkeit entzogen hat. geht er noch einen Schritt weiter und läßt durch seinen Pressejuden Lipman auch die Entsendung eines eigenen Statthalters vor- bereiten. Tie Zahl der amerikanischen Truppen in England nebst dem Stab technischer Arbeiter und anderer Hilfskräfte sei derart groß geworden, daß sie die Ernennung eines amerikanischen Kabinettsministers notwendig mache. Ein solcher Minister würde die gleichen Funktionen erfüllen wie der britische Staatsminister im Nahen Osten. Als Kandidaten für diesen Posten nennt Lipman den derzeitigen ameri- konischen Kriegsminister Stimson. Wie Reutcr — und nicht etwa nl« Witz — »«»reitet, Hoven die »itstlinge des UZA.-GcsSngnisles Greai FaOS (Montan-) die Behörden aufgefordert, die GesängniSgitter der «limetallsammlung zur Vcrsüzung »u stellen. Wie wmem sind 36 Qradl Das Gefühl ist ein schlechtes Thejmometer. Wer viel am Herd und im Wasdihaus herumhantiert, der wird immer eine hohe Temperatur unterschätzen und verhältnismäßig heißes Wasser noch als „handwarm" oder „lauwarm" bezeichnen. Wer daher gegen Hitze unempfindlich ist, soll beim Waschen ein Thermometer zu Rate ziehen. Gerade bei der Feinwäsche soll nämlich die Waschlösung nur hand- oder lauwarm sein. Damit meint man eine Temperatur, welche unserer normalen Körperwärme, also etwa 36 Grad Celsius, entspricht. Und auch diese Temperatur gilt nur für einfarbige und nicht farbempfindliche Wäschestücke. Bei Wolle und Seide ist noch größere Vorsicht zu beachten: die Temperaturen sollten 20—25 Grad Celsius nicht übersteigen. Die Spülbäder sollen die gleiche Temperatur haben wie das Waschbad. Bei weniger empfindlichen und farbechten Sachen werden wir also auch hand- oder lauwarm spülen. Wolle und farbempfindliche Sachen spülen wir kalt. Zur Schonung der Farben setzt man dem Wasch- und Spülbad einen Schuß Essig zu. (Ein Waschbad = Ein Löffel Waschmittel für Feinwäsche auf vier Liter Wasser.) Badisches Sfaaisiheaiers £<• * ** MD » ?»» . Lothar Firmans inszeniert Im Sieben rretuen um Kernu rior / Großen Haus „Die gute Sieben" Sieben Frauen um einen Filmgewaltigen, wer möchte da nicht, ins Moderne abgewandelt, Abenteuer eines Hein- rich VIII. vermuten, die zwangsläufig einen bestimmten Lustspielapparat mit prickelnden Apercns über Männer und Liebe auslösen? Aber Adalbert Alexander Zinn, der Autor der „Guten Sieben", stellt das Uhrwerk völlig um und setzt statt eines spöttischen Fauns einen gütig überlegenen Haus- geist hinein, der zwar ausgiebig seinen Schabernack treibt, zugleich aber unauffällig überall seine lächelnde Le- bensweisheit einstreut. Dieser gute Geist nimmt Gestalt in Katharina Flor, der ersten Frau des filmberühmten Bernd Flor, und findet in Rita Graun eine Darstellerin, die alle feinen mütterlichen Zwischentöne für diese anspruchsvolle Rolle mitbringt. Für den übrigen Frauenflor wird fast der gesamte Bestand an weiblichen Darstellerinnen ausgeboten, und es ist eine willkommene Aufgabe für Lothar F i r m a n s als Spielleiter, den bunten Strauß Florscher Frauen zusam- menzustellen und farbig bis ins Kostüm gegeneinander ab- zustusen. Wir stellen von den Damen vor: Lola Ervig als scheinbar kühle Frau Elfriede Flor-Robertson, Käthe Wolf als Dr. Klara Flor-Knopp, die ihr Gefühl mit medi- zwischen Vokabeln tarnt, Anita Zorn als mütterlich-rund- liche Frau Erna Flor-Stranz, Anneliese Garbe als leb- hast-kesse Frau Lisette Flor-Schmidt, Lore Hansen als Frau Magda Flor-Henke, die im schwarzen Atlaskleid in schwermutvoller Trauer daherrauscht und Inge Landgut als knusperig-junge Lotte Frank, die um Haaresbreite als Siebte den Kreis der Florschen Frauen geschlossen hatte. Ein erquickender Ton sreundlich-gelassener Selbstironie durchzieht das ganze Stück. Firmans lockt ihn mit feinem Gespür heraus und weiß auch sonst die noble Grundhaltung zu treffen und doch dem Spiel zugleich — wir denken vor allem an den köstlichen „Familientag" bei Flors — eme sprühende Frische zu geben. . Bernd, den berühmten, im zwiespältigen Widerschein de» bunten Frauenflors verkörpert Hans Herbert M i ch e l s als ein großes Kind, das fortgesetzt Leben und Leinwand ver- wechselt und eine nachhaltige Lektion durch leinen Jpofnt et* hält, den HanS Joachim Binkowski mit viel Naturlich- keit und jungenhaftem Schneid ausstattet. Den Regisseur Rossi, der Vater und Sohn gegeneinander auszuspielen sucht, gibt Alfons Kloeble in einer meisterhaften Studie als Filmbesessenen auf der Grenze zwischen Genialität und Ver- rücktheit. Für Rossi wurde die Welt nur erschaffen, um Filme aus ihr zu machen. Kloeble beweist hier solch frische geistige Beweglichkeit und eine Treffsicherheit in der Charak- terzeichnung, baß man ihm größere Rollen wünschen möchte. Zwei ausgezeichnete Randfiguren als Dienerpaar sind Wolf- gang Müller und Karl Mehner, während Maria Lei- ninger als bereits traditionelle und untadelige Wirtschaf- terin und Anneliese Müller als vorlaute filmbegeisterte Göre das Ensemble beschließen. Die Zuschauer folgten dem amüsanten Spiel, dem Heinz Gerh. Z i r ch e r im Bühnenbild einen sehr geschmackvollen Hintergrund gab, mit sichtlichem Vergnügen. Spielleiter und Spieler mußten sich oft vor dem Vorhang zeigen. . Ludwig Lenzen Baden-Badener Konzerte Professor Karl Erb, der gefeierte Gesangskünstler, zeigte in einem Liederabend im „Kleinen Theater" zu Baden-Baden wieder einmal seine große Vortragskultur und glänzende Stimmbehandlung. Die künstlerisch fein ziselierte Wieder- gäbe von Liedern Mozarts, Schuberts, Brahms und Hugo Wolfs wurde zugleich der Eigenart der einzelnen Kompo- nisten jo ungemein gerecht, daß der Sänger nur mit einer Reihe von wirkungsvollen Zugaben für den begeisterten Bei- fall des Publikums danken konnte. Generalmusikdirektor Lessing war ein ausgezeichneter Begleiter. Für das jüngste Baden-Badener Sinfoniekonzert war der hervorragende Cellist Pros. Ludwig H o e l s ch e r mit der Wiedergabe des Soloteils in dem ihm gewidmeten und hier zum ersten Mal zur Aufführung gelangenden „Konzert für Violoncello und Orchester" von Karl H ö l l e r betraut worden. Mit dem stürmisch gefeierten Solisten wurde auch der Schöpfer des Werkes lebhaft applaudiert. Gleich Höller geschah das auch gegenüber Karl D> e g e n, der ebenfalls zu dem von Gen.-Mus.-Dir. Lcssing besonders betreuten jungen Komponistennachwuchs gehört. Wie dieser geht auch er durch- aus vom Geistigen aus, was seine „Heitere Suite" bestätigte, die den Anfang des Konzertes bildete. Beide jungen Kom- ponisten fanden in dem Sinfonie- und Knrorchester unter Lessings beherrschender Leitung eine ausgezeichnete Hilfs- truppe ihres Erfolges. Zur künstlerischen Höhe deS AbendS wurde der Schlußteil, der Robert Schumann gewidmet war, dessen „2. Sinfonie in Odur" mit all ihren hinreißen- den Schönheiten große Wirkung erzielte. «lbert Herzog. Kulturelles aus der Gauhauptstadt Ein «lasstkerIhNu» im «taatStheater La« Badische Ttaatstbeater Karlsruhe hat für di« Volksgenossen, die sich nicht durch eine gröbere Anzahl von Vorstellungen an eine fest« Platzmiete binden können, einen Klalllker-ZvkluS zusammengestellt, der insgesamt 10 Werke umsaht und vom 18. Oktober dS. IS. biS Spielzeit- ende zur Turchsührung gelangt. Ter Zvllus umfaßt folgende Werk«: „König Lear', „Minna von Barnbelm", „Iphigenie", „Turandoi", „Die Freier" In der Bearbeitung von Ztahl, „Ter Tod de« EmpedokleS" in der Bearbeitung von Dinolny, ..Zcherz, Satire. Ironie und tielere Bedeutung", „Ein Bruderzwist im Hause Habsburg', „Peer Gynt" in der Bearbeitung von Dietrich Eckart nnd „Florian Geher" zur Feier des 80. Geburtstages von Ger- hart Hauptmann. Aus dem Zvklus sind die Ausführungen „Ein Bruder« zwist im Hanse Habsburg" am >8. Oktober. „Minna von Barnhelm" am 5. November und „Florian Geber" am 15. November angesetzt. Di« Preise werden gegenüber den üblichen Sassenpreisen wesentlich herab- gesetzt. Ter Kartenverkauf für alle Borstellungen beginnt am 10. OÜober, vormittags um 10.Z0 Uhr. , Bedeutende Künstler gastieren im KdF.-Sonzertring! Die Kreisdienststell« der NSG. „«rast durch Freude" verpflichtete für den Konzertring des -i. KriegswinierS »ervorragende Künstler dei Reiches zu einer Reihe Konzerte. Für fünf Solistenkonzerte (die meist a» Sonntagen in der Festhalle stattfinde«? wurden verpflichtet: Julius P a tz a k, Helge Roswänge, Wilhelm Stri « nz, der Pianist Edwin Fischer und die einheimische Künstlerin Paula B a u m a n n. Ferner sind zwei Sinsonie- und vier Kammerkonzert« und «in Chor- konzert mit Solist«» und Orch«ster vorgesehen. Um allen konzertliebenden Bolksacnossen bei einem verbilligten Ein- trittSvreiS den Besuch zu ermöaliaicn. ist der Konzertring geschaffen. Tie Alifnahine beträgt für Mitglieder der DAF. O.MI RM.. für Nicht- mitglicder 1,00 RM. Der Eintrittspreis für IcdeZ Kon,ert ist 1,50 RM. bei guten Plätzen, sonst 2,50—3.50 RM. Auskunft und Ausnahme bei der KdF.-Borverkaussstelle. Waldstr««? 40a. Tel. 8250. Apvarat 269. Tas erste Konzert dieser künstlerisch hochsiedenden Beranstaltungen bildet das Liederkouzert der berühmten Berliner Altistin Gertrud« P i tz i n g e r am 18. Oktober 1942, 15 Uhr in der Festballe. Musik- sreunde, welche dem Konzertring btS zum 7. Oktober 1942 beigetreten sind, können schon sllr daS erste Konzert den Vorzugspreis erhalten. Seite I. Nummerr 23t »adische presse Montag, de« S. Oktober 1S4Z Die „letzten Vier" im Tschammerpokal Die beiden restlichen Spiele der 4. Tschammer- Hokal-Schlußrunde endeten mit klaren Siegen der Heimmannschaften. Werder Bremen gewann mit 4:1 (2:0) gegen den LSV> Stettin und T«S. Lipine schlug mit 4:1 (1:0) Blauweib Berlin. Die Pokal-Vorschlußrunde bestreiten nun am 18. Okt. de: deutsche Meister Schalke U4, 1860 München, Tu2. Lipine und Werder Bremen. Bimbo Binder spielt wieder einen großen Tag hatte Wien, wo nicht weniger als 32 000 Zuschauer der Toppelveranstaltung im Praterstadion die rechte Großkampfstimmung gaben. Der Wiener SC. und Wacker trennten sich eingangs mit 5:5 unentschieden, aber die rechte Würze hatte dann erst der alte Rivalenkampf zwischen dem Alt- meister Rapid und der Vienna, obwohl auch er mit Z:3 <1:1) nur unentschieden endete. Nach langer Zeit sah man wieder „Bimbo" Binder, der wegen einem HerzklappS pausiert hatte, in der Sturmmitte der Grünweißen, der durch einen schönen Schutz den Ausgleichstreffer für Rapid erzielte. Neuer Schwedensieg 14 Tage nach dem Länderkampf gegen Deutsch- laud in Berlin trat die schwedische Futzball-National- mannschast im vollbesetzten Stockholmer Rasunda- Stadion gegen Dänemark an. Nach ihrem Erfolg über Deutschland kamen die in guter körperlicher Form befindlichen Schweden mit 2:1 (1:0) zu einem weiteren Erfolg. Der Halbrechte Gren hatte die Schweden vor der Pause in Führung gebracht. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte der Mittelstürmer Nordahl aus 2:0, und erst in den letzten 10 Minuten gelang Dänemark durch den Verteidiger Arne Sörensen der Ehrentre'fer. ?unkts?ie!e der Nachbarn Hessen-Nassau: Kickers Offenbach —FSV. Frank- furt 4:2: FC. Hanau 9Z — Eintracht Frankfurt 3:1: SV. 98 Darmstadt — Rotwetß Frankfurt, 0:1; Weftnmr«: FV. Metz — SC. Altenkessel 9:0. Elsaß: ff Straßbnrg — FV. Walk 5:0; Mars Bischheim — SC, Schiltigheim 1:2; FC. Kolmar — FC. 93 Mülhausen 0:1; SB. Schlettstadt — Spvg. Kolmar 0:1; RSC. Straßburg — TSG. Saargemünd (Fr.-Sp.) 2:3. Württemberg: Stuttgarter Kickers—SSV. Reut- liugen 4:2: Sportsr. Stuttgart — Union Böckingen 2:2: SV. Feuerbach — VsR. Aalen 2:0; VfR. Heil- bronn — VfB. Stuttgart 1:3; VfB. Friedrichshasen gegen TSG. 46 Ulm 3:1. Bayern: Viktoria Aschaffenburg — Spvg. Fürth v:K; Schweinfurt 05 — Neumeher Nürnberg 3:1; 1. FC. Nürnberg — Eintr.-Franken Nürnberg 4:3; FC. Bamberg — VfR. Schweinfurt 4:3: Post Fürth gegen RSG. Weiden 3:7; Schwaben AugZburg — 1860 München 0:3: BE» Augsburg — Bayern Mün- chen 2:1; Wacker München — Jahn Regensburg 6:0: Bajuwaren München — TSG. Augsburg 1:4: LTV. Straubing — VfB. München 6:2. Leidler schlug Kreit- k.o. Sit der ausverkauften Berliner Deuischlaudballe stand im Mittelpunkt des Kampftages der Berufs- boxer die Begegnung zwischen dem Aachener Jean Kreitz und dem Berliner Heinz Seidler im Halbschwergewicht. Bei Kreitz merkte man die lange Kampfpause, er sing gut an, ließ aber dann bald nach und mutzte in der 4. Runde für die Zeit auf die Bretter. In den Rabmenkämpsen überraschte die entscheidende Niederlage des deutschen Federgewichts- Meisters Ernst Weitz gegen den Niederländer Arno Lagrand in der ersten Runde. Nach einer halben Minute schon schlug Gustav Eder den Niederländer Cornelius Graafland k.o. Dann gab es noch zwei deutsche Punktsiege: von Arno Kölblin über den Niederländer de Boer und von Erwin Bruch über den Niederländer Raadschelders. vis badische Spitze steht Mannheim - Mühlbu - Karlsruhe und Mannheim hatten gestern ihre Lokalschlager; hier gewann Mühlbnrg gegen Phönix 4:1, dort VsR. gegen Waldhof 4:2. Die Spiele ziehe» immer wieder. In Karlsruhe waren es 2000 Zuschauer, in Ma unHeim 5000. Die Spannung wird immer die gleiche sein. Neckarau holte sich in Rastatt «ach hartem Kampf eine» wertvollen 3:l>-Sieg. So steht jetzt, nach vier Spielsonntagen, schon wieder die badische Spitzengruppe iu alter Formation: VsR. Mannheim — V!B. Mühl bürg — VfL. Neckarau, Fehlt uur noch, dah Waldhos vorstöbt. Aber da könnte« die Pso rzheimer zuvor komme», die gestern in Frei- bürg eiue kleine Sensation lieferte« und ein en 4:3-Sieg holten. Becker, der vteue Mühlburger Scharfschütze • Er schoß gegen Phönix alle vier Tore Phönix: Tröndle, Gizzi, Buck, Wagner, Reeb, Franz, Schwab, Hahn, Baueruseind, Förh, Noe. M ü h l b n r g : Speck, Waldenbnrger, Merz, Jo- ram, Fach, Fischer, Rumbold, Becker, Elseuhans, Scherer, Held. Nahezu 2000 Zuschauer waren Zeuge des Kamv- fes im Wildpark. Einen kleinen Regiefehler gab es insofern, als der etatmützige Schiedslichter Albrecht- Mannheim nicht erschien und der einheimische Pfei- fenmann Hüttner einspringen mutzte. Er wurde natürlich doppelt kritisch unter die Lnpe genommen. Man tat ihm amrecht, als man ihm in der zweiten Halbzeit verschiedentliches Mißfallen ausdrückte. Un- ter den gegebenen Verhältnissen machte er nämlich seine Sache ganz gut. Fehler unterlause» jedem Schiedsrichter. Es ist deshalb ungerecht, ihn für die Phönix-Niederlage verantwortlich machen zu wollen. Diese kam viel eher durch eigenes Verschul- den der Platzelf bzw. durch eine Portion Pech zu- stände. Der Verteidiger Buck mutzte nämlich in der zweiten Halbzeit infolge einer Verletzung den Rechts- autzenposten beziehen und schließlich ganz abtreten. Und was der Ausfall eines Mannes in einem solch schweren Treffen bedeutet, zeigte der weitere Spiel- verlauf. Mühllutg kam zu drei Toren und stellte den Sieg sicher. Es ist nach den beiderseitigen Leistungen anzu- nehmen, daß i>.!ühlburg auch gegen eine komplette Phönir-Els gewonnen hätte, wenn auch nicht in die- sem Ausmaß. Denn die Gäste stellten zweifellos die bessere Einheit. Die Hauptstütze der Mannschast war wieder die routinierte Läuferreihe, die in Angriff und Abwehr gleich vorteilhaft wirkte. Vorne gaben zwei gute Flügel dem Angriffsspiel Flüssigkeit, im Jnnentrto sparte man nicht mit dem Schießen. Be- sonders gesiel wieder der energievolle Becker, der alle vier Treffer auf sein Konto brachte. Etil Ereni- pel von Entschlossenheit statuierte kr beim vierten Treffer: unbeirrbar durch die Abseitsschreierei steuerte er aus das Tor zu, schoß kraftvoll und köpfte am Boden liegend den von der Latte zurückprallenden Ball ein. Bei Phönix traten besonders Gizzi, Reeb und die Urlauber Schwab und Noe hervor. Doch nur als Einzelkräfte. Das Mannschaftsspiel ließ zu wünschen übrig, was bei dem oftmaligen Kräftewechsel wohl auch nicht anders fein kann. Der Berliner Bauern- feind versuchte durch langes Ballhalten Sammlung Urlauber Noe mit dem Gastspieler Bauernfeind (Auf». Kanzleiter) nnd Kontakt In den Angriff zu bringen, doch ver» ursachte die gute Absicht aus der anderen Seite eine erhebliche Verzögerung der Akttonen. Mit seinen Scharfschüssen hatte er Pech. Der Kamps begann sehr flüssig. Hüben wie drü- ben gab es Torgelegenheiten. Phönir ging nach 24 Minute» in Führung, als Noe einen Eckball durch Kopfstoß verwandelte. Trotz glänzender Abwehr- Momente von Gizzi und Reeb gelang Becker nach weiteren fünf Minuten der Ausgleich: er spritzte durch eine Lücke und schoß ein. Nach der Panse ver- lor Phönix durch die Verletzung Bucks wertvolle? Terrain. Mühlburg erhöhte in der 13., Z0. und 39. Minute durch Becker aus 4:1. —H— Mannheimer Lokalspiel, zäh und verkrampft VIR. schlug Waldhol 4:2 Rößliug, Dauner, Krieg, Müller, Rohr, Schwab, Lutz, Strie- VfR.: Vetter. Lohrbacher, Adam, binger. W a l d h o f: Skutlarek, Mäher, Kleißner. Grün- Hag, Schneider, Hofmann, Flintropp, Eberhardt, Erb. Siegl, Günderroth. Mit der haushohen Ueberlegenheit des VfR., die man erwarten durfte, war es nichts. Vielmehr war die Mannschaft wieder einmal durch den Namen „Waldbof" geschreckt und fand längst nicht zu der Geschlossenheit, wie man sie an den vergangenen Sonntagen so überzeugend von den Roiweißen sah. Aus der Gegenseite war es nm keinen Deut besser. Es wurde geschuftet, aber nicht gespielt. Unter die- Die Karlsruher Kreisklasse ist gestartet Die Ergebnisse des ersten Spielsonniags Mit Ausnahme des.MSV. Karlsruhe, der noch ein Frenndschaftsspiel austrug (er verlor nach ab- wechslungsreichem Kampf gegen den FV. Daxlanden 2:3), waren alle 16 Mannschaften der Kreisklasse am gestrigen Sonntag am Start. Aus dem KFV.-Platz lieferten sich der KFV. und die Polizei einen sehr harten Kampf. Jedoch die größere Spielroutine des KFV. setzte sich durch und mit 5:3 konnten die KFV.ler die erste» Punkte erringen. Sehr unsanft ging es beim Spiel Frankonia — VsR. Durlach zu: beim Stande von 1:1 wurden vom Schiedsrichter zwei Mann des Feldes verwiesen. Frankonia konnte dann noch drei Tore unterbringen, so daß der VfR. Durlach am Schluß 4:1 geschlagen war. Ein zer- sahrenes Spiel gab es in Durlach zwischen Germania und Blankenloch. Beide Mannschaften waren ohne Zusammenhang. Da jedoch Blankenloch in fei- nen Angriffen das energischere Spiel zeigte, gelang ein 2:0-Sieg. Beiertheim und Rüppurr lieserteu sich ein ziemlich gleichwertiges Spiel, in dessen Verlauf Beiertheim einen 2:1-Sieg sicherstellen konnte. Eine sehr starke Mannschast scheint dieses Jahr Ncnreut zu habe». Auf eigenem Platze wurde Durlach-Aue mit 9:0 Toren glatt überspielt. Bulach hatte zum ersten Pnnktespiel die Mannschast der Olympia- Hertha zu Gast: die Bulach« Mannschaft konnte In der ersten Hälfte durch den Mittelstürmer, der übri- gens die btfte Kraft war, zwei Tore vorlegen. Nach der Halbzeit nahm das Spiel an Schnelligkeit ab. Bulach konnte noch zwei weitere Tore erzielen, wüh- rend die Gäste sich mit dem Ehrentor begnügen mußte. In Forchheim gab es ein hitziges Gefecht zwischen Forchheim und dem FC. Südstern. Aus beide» Seiten war der Sturm der beste Mannschafts- teil. Lange Zeit war das Spiel offen: erst kurz vor Schluß stellte die Südsternmannschaft ihren 5:3-Sieg sicher. Der erste Spielsonntag war für die Ettlinger Mannschaft sehr verheißungsvoll. Die spielstarke Mannschaft Berghausen/Söllingen mußte sich dem besseren Spiel der Albtäler mit 5:3 beugen. Wehrkampftage 1942 im Karlsruher Hochschulstadion Das geräumige, herrlich gelegene Hochfchulstadion war gestern nachmittag Schauplatz der Karls- ruher Wehrkamps -Veranstaltung 1942. Vertreter von Partei, Wehrmacht und Staat sahen mit dem zahlreichen Publikum sarbige Bilder aus der Körperschule der SA., der Betriebssportgemeinschaften der DAF. und des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen. Mit fliegenden Fahnen marschierteil rund 2000 Teilnehmer zu den Klängen der Musik ein. Standartensührer Oberbürgermeister Dr. H ü s s h sprach zur Eröffnung über den Wert der Leibes- Übung bei der Erziehung zur Wehrhafiigkeit und ge- dachte der Kämpfer, die im Einsatz fürs Vaterland ihr Leben ließen. — In buntem Wechsel folgten die Hebungen: SA. beim Mannschasts-Hinderuislauf, beim Tauziehen, beim Keulenweitwurf, beim Stafet- tenlauf, die Frauen der Betriebssportgemeinschaften bei der Pendelstaffel und beim Reigen, die Männer bei Gymnastik, beim 1000-Meter Maunschastslanf und bei der 8mal-55-Meterstafsel, die Leichtathleten des NSRL. in Kurzstrecken-Konkurrenzen. Die Organisa- tion klappte tadellos, in rund drei Stunden war das umfangreiche Programm abgewickelt. Am Ende vereinigten sich die Wettkämpfer mit den Zuschauern zum Führergruß und zum Gesang der National- lieber. -7~ Die Bild«: links ZA. beim M.iiuschiifi* iu i : oben Mitte eine oben rechts SA.-Tl>inda.> >»süh»er Dr. Hüssy bei der >>ig «spräche, u lauf der Betrieb. • !' i.bssport-Fraucngruppe,' > i000-Meter-MannIchafls- (Aufnahmen Kanzleiter) fen Umständen blieben viele Wünsche offen. Es war eine verkrampfte Partie. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein blieb der Ausgang offen. Erst der Platzverweis von Mayer, der ein grobes Faul be- ging, und dayn noch dem Schiedsrichter über den Mund zu fahren versuchte, össnete dem VsR. den Weg zum Sieg. Vielleicht wäre schon früher ein Unischwung möglich gewesen, wenn man sich im VsR.-Sturm gleich zu einer Umstellung hätte ent- schließen können. Der Linkssüßer Adam war als Rechtsaußen fehl am Platz. Er wirkte sogleich um 50 Prozent stärkv, als er auf seinen Stammposten "kam und im Zusammenhang damit Striebinger die Sturmführung übernahm und Schwab an den rechten Flügel ging. Der Fels in der Brandung war be! den Schwarz- blauen wieder Helmut Schneider als Mittelläufer. Er störte die Aktionen des gefährlichen VfR.-Stur- mes in entscheidender Weise. Alle, die um ihn her» umstanden, die beiden Verteidiger wie die Außen- laus«, können nur als seine Assistenten gelten. Skut» la.ek junior im Tor machte zu Anfang einen dum- men Fehler, der einen Treffer kostete, sonst hielt er sich wacker. Flintropp, der Gast aus Westfalen, spielte als Rechtsaußen forsch und gradlinig. Viel- leicht wäre er wärmer geworden, wenn sein Neben- mann Eberhardt ihn öfter bedient hätte. Eberhardt war zu eigensinnig, Erb zu lendenlahm, Günderroth zu zaghaft — so blieb neben Flintropp im Sturm nur noch der Urlauber Siegl übrig, der durch seine Aktivität eine Gefahr für das VsR.-Tor bedeutete. 5000 Zuschauer waren anwesend Sie sahen in der ersten Halbzeit zweimal den VsR. durch Danner in Führung. Das erste Mal glich Eberhardt aus. das zweite Mal Flintropp. Nach der Panse stellten Lohrbacher und Lutz «Elfmeter) den VsR.-Sieg sicher. — Schlemmer-Karlsruhe leitete gut. — rd— Kleine Freiburger Sensation Das Resultat stimmt schon. Ist das nicht eine Bombenüberraschung? Man hat dem Pforzheim« Club diesen Schlager nach der hohen Niederlage gegen den VfR. Mannheim aus eigenem Platze nie zugetraut. Sicher hat man aus feiten der Pforz- hetmer aus den bisherigen Spielen gelernt. Diesmal stellte man drei Jugendspieler ein und konnte über die Urlauber Oberst und Kästner verfügen, was sich im Verlans des Kampfes sehr nützlich erwies. Auf Freiburger Seite stand Bücher Im Sturm und sonst hatte man die bisher verwendeten Kräste zur Ver- fügung. — Pforzheim spielte schon nach den ersten Tastversuchen sehr konzentriert. Sicher hat die Zu- rücknahme von Nonnenmacher ins Tor der Hinter- mannschast mehr Vertrauen gegeben, so daß die Ver- leidiger sich mehr den eigentlichen Gegnern zuwen- den konnten. Ueberhaupt war die Abwehr sehr stark, ^ie Läuferreihe stand fast ohne Nachlassen den Kamps durch. Im Sturm war der junge Blaich wie- der der schneidigste und erfolgreichste Stürmer. Fischer entgegen seiner seitherigen Leistung sehr forsch. Auch Hartmann kam fei» heraus, so daß die andern mitgerissen wurden. Die Freiburger Abwehr in ihrer Normalbesetzung, also mit Müller, Zeltner als Verteidiger und Keller als Stopper, konnte sich nicht wie erwartet auf den Gegner einstellen. Einige taktische Fehler brachten die Gäste oft in Vorteil. Im Sturm^ war trotz gntem Zusammenarbeiten kein einziger Stürmer da, der die gebotenen Chancen ausnützen konnte. In den ersten Minuten mußte sich Pforzheim mehr aus die Abwehr beschränken, dann gewann daS Spiel der Goldstädt« langsam, aber sicher an Boden. Blaich jun. nnd Hartmann schössen bis zur Pause je zwei Tresser, denen der Freiburger Oberst nur einen einzigen entgegensetzen konnte. Nach der Halb- zeit war das Bild vollkommen verändert. Jetzt sah man Freiburg in unentwegtem Drängen. Durch Ober und Zeltner kam Freiburg aus 4:3 Hera», zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Die Pforzheimer Verteidigung Eberle—Odert war zu stark. —S— Rastalt ging wieder leer aus Das 3:0 der Neckarau« gegen Rastatt sieht nach einem sicheren Sieg ans. Aber das täuscht. Bei Halbzeit stand die Partie 0:0, zehn Minuten vor Spielschluß noch 1:0. Das zeugt von einem harte» Ringen und von einem einsatzfreudigeu Widerstand der Rastatter. Sie machten wahrhaftig den Neckar- auer Stürmern das Leben sauer. Ball im Rastatt« Tor zeigte feine Paraden, Verteidigung und Läufer- reihe leisteten unter der Führung von Eckert ein gewaltiges Pensum von Abwehrarbeit. Der ein- heimische Sturm kam über sporadische Durchsiöße und kurze Drangversuche nicht hinaus. Er traf bei der Neckarau« Abwehr aus Granit. Im ganzen fehlte der Rastatter Mannschaft die Einheitlichkeit, die technische Geschlissenheit und die Initiative eine? starken, überragenden Mannes. Neckarau konnte seine oft gerühmten Qualitäten, die spielerische Fertigkeit wie die Forsche seines An« grifss, eindrucksvoll, wenn auch nicht ungehindert ansspicle». - Man sah. was in der Mannschast steckt, wenn sie anch längst nicht mehr In friedensmäßiger 'iusstellnng sich präsentierte. Der Sturm unter Willi Preschles Führung ist nach wie vor ein eminent ge- sährliches Instrument. Auch der Halbrechte Kuhn Ist stark zu beachten. Aus das Konto der beiden kamen alle drei Treffer. —14-, vtoutag, de» 5. Oktober IMS ZSadische presse Eröffnung der Bergfchule Mülhausen Sine Lehrftätte für »aS oberrheinische Kalt-. Erz- und Oelgrudengebtet Die Bergschule Mülhausen, eine für den deutschen Berg- bau im Südwesten des Reiches bedeutsame Ausbildungs- stätte, wurde in Pulversheim (Kreis Gebweiler) durch den Letter des Oberbergamtes und den Vorsitzenden des Berg- fchulvereins Mülhausen,OberregierungsbergratLandfchütz, feierlich eröffnet. Ministerpräsident Köhler betonte in seiner Ansprache, baß es alle mit besonderem Stolz erfüllen könne, daß trotz der durch den Krieg bedingten Schwierig- leiten die lange gewünschte Einrichtung einer Bergbauschule verwirklicht wurde. Hier soll der Bergmann aus dem elsäs- sischen Kaligebiet, aus den Erzgruben Badens und den Oel- gruben des Unterelsaß die Möglichkeit erhalten, sich zum Steiger, Obersteiger und Betriebssichrer zu entwickeln. Bis- her sei es notwendig gewesen für den noch jungen Bergbau im Südwesten de? Reiches immer wieder führende Kräfte aus den erfahrenen Bergbaugebieten des Nordens und Westens heranzuziehen. Die neue Bergbauschule ebne nun den Weg, damit die Kinder des Landes, die in den Bergbau hineinströmen sollen, in steigendem Maße selbst in diesen Betrieben führend tätig sein können. Darauf gab noch der zum Leiter der Bergschule ein- gesetzte Dipl.-Bergingenieur L e i b l e Erläuterungen über die Ausbildung und über die Ziele der einzelnen Lehrgänge. Neben der fachmäßigen Ausbildung ist dem Bergschulverein eine weitere Aufgabe durch den Betrieb der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen Mülhausen gestellt, die durch die Vorführung einer Uebung Einblick in ihre umfangreiche Arbeit gewährte. Soziale Winteroffensive am Oberrhein 734 656.05 RM. bei der ersten Straßensammlung gespendet Der Führer hat in feiner großen Rebe zu Beginn des Kriegswinierhilsswerkes mit stolzer Genugtuung erklärt, daß hinter dem deutschen Soldaten eine Heimat steht, die ihn niemals im Stiche lassen wird. Diese Feststellung wirb unterstrichen durch das Ergebnis der 1. Reichsstraßensamm- lung am 19. und 20. September. In Baden und Elsaß wurden insgesamt 794 656,05 RM. gesammelt. Das Vor- jahrsergebnis von 530 751,86 RM. wurde also um 263 904,19 RM. oder 49,72 Prozent erhöht. Davon hat Baden mit 639 732,98 RM. oder 26,26 Psg. pro Kopf bei einer Steige- rung von 49,07 Prozent den größten Anteil, während sich das Elsaß mit 154 923,07 RM. oder 14,59 Psg. pro Kopf bei einer Steigerung von 52,43 Prozent im Gegensatze zum Vorjahre etwas verbesserte. Der Kreis Donaueschingen steht wieder mit 44,01 Psg. pro Kops an der Spitze aller badischen und elsässischen Kreise. Hinter ihm folgen: Wolfach mit 42,67 Pfg., Emmendingen 38,84, Sinsheim 35,22, Rastatt 33,57, Villingen 32,49, Buchen 31,56, Kehl 31,11, Ueberlingen 30,74, Waldshut 29,55, Konstanz 29,32, Neustadt 29,28, Lahr 27,83, Wertheim 27,78, Heidelberg 27,70, Offenburg 27,10, Stockach 26,95, Säckingen 26,85, Pforzheim 26,37, Müllheim 26,10, Mosbach 25,94, Bühl 22,67, Lörrach 21,50, Karlsruhe 21,38, Mannheim 20,70, Bruchsal 19,79, Freiburg 18,95, Straß- bürg 18,61, Wcißenburg 16,63, Zabern 14,64, Kolmar 14,46, Mülhausen 14,36, Rappoltsweiler 13,53, Tann 13,30, Hagenau 13,28, Gebweiler 12,89, Schlettstadt 11,58 und Altkirch 9,82. KreiSleiter-Wechfel DaS Gaupersonalamt der NSDAP, teilt mit: Der Gau- leiter hat mit Wirkung vom 1. 10. 1942 den bisherigen Kreis- letter des Kreises Wolfach, Eugen Baumann. Bereichs- leiter der NSDAP, nach Rappoltsweiler versetzt und ihm die Leitung des Kreises Rappoltsweiler übertragen. Gleich- zeitig wurde Bereichsleiter Baumann mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kreises Kolmar beauftragt. Den Kreis Wolfach übernimmt mit dem gleichen Tage der bisherige Kreisleiter des Kreises Weißenburg, Hauptabschnittsleiter Reitthold Law nick. Außerdem hat der Gauleiter mit Wir- kung vom 1. 10. 1942 den bisher m. d. W. d. G. des Kreises Kolmar beauftragten Gauausbildungsleiter Willi Peter mit der komm. Leitung des Kreises Weißenburg beauftragt. Aerzteftatiftit für Baöen Nach einer Zählung der Reichsärztekammer von 1942 besitzt Baden insgesamt 2969 Aerzte, davon 1247 niedergelassene Aerzte, 1209 Krankenhausärzte. 155 beamtete Aerzte, 358 Aerzte. die zur Zeit aus verschiedenen Gründen keinen ärztlichen Beruf ausüben. Von den 1247 niedergelassenen Aerzten sind 855 Allgemeinpraktiker, 392 Fachärzte. Die Zahl der Kassenärzte belief sich auf 1054, davon 289 Fachärzte. Aerztinnen wurden gezählt 482 (197 an Krankenhäusern. 77 sonstig tätig). 81 niedergelassene Allgemeinpraktiker. 15 Fach- ärztinnen, 12 ohne ärztlichen Berus. Gin Tal unter Raturfckuv Das von B l e i b a ch im Elztal bis gegen Furtwangen hinausziehende Simonswälder Tal ist vor einigen Wochen unter Naturschutz gestellt worden. Nach der soeben herausgekommenen Verordnung ist in den geschützten Ge- bietsteilen des Tales unter anderem die Erstellung von Bau- werken aller Art verboten, auch solchen, die der baupolizei- licheu Genehmigung nicht bedürfen, ferner die Anlage von Steinbrüchen, Kies-, Sand- oder Lehmgruben. Ebensowenig wird die Beschädigung oder Beseitigung von Hecken, Gehöl- zen oder Bäumen außerhalb des geschlossenen Waldes ge- duldet. (st) Familienftreit mit blutigem Ausgang Ei« Streit mit unglückseligem Ausgang spielte sich dieser Tage in der Familie des Adolf Pfisterer in M a lsch ab. Als der Bater den Sohn und die Tochter wegen verschiedener Uugehörigkeiten zur Rede stellte, fanden die beiden bei der Mutter Unterstützung. Es kam zu Tätlichkeiten, i» deren Verlauf die Kinder mit Messer und Prügel ans de« Bater losgingen. Sie verletzten ihn an Kopf nnd Körper schwer, so daß er ins Krankenhans «ach Karlsrnhe eingeliefert werde« mußte. Wegen ihrer Gewalttat sollten sich Gohn und Tochter bei der Gendarmerie verantworten. Sie flohen jedoch in Richtung des Waldes, wo sich der Sohn aus der Bahnlinie nnter den Zng warf nnd getötet wnrde. Die Tochter wnrde bei dem tote« Bruder a«sgef««den ««d festgenommen. —ms — Zuchchaus für örei Ginbrecher Unter der Anklage, in leerstehenden Häusern in Straß- bürg unter Ausnutzung der kriegsbedingten Verdunkelung eingebrochen zu haben, hatten sich nunmehr der 28 Jahre alte Julius Spohrer und der 24 Jahre alte Eduard Juch, beide aus Straßburg, vor dem Sondergericht zu verantwor- ten. Die Hauptverhandlung ergab, daß es sich bei beiden um asoziale Naturen handelt, denen begreiflicherweise die neuen Verhältnisse im Elsaß nicht sehr zusagten. Ihre Ab- ficht, gemeinsam illegal die Grenze nach Frankreich zu über- schreiten, konnte durch ihre Festnahme zunichte gemacht und sie selbst der verdienten Strafe zugeführt werden. Sie ließen sich diese jedoch nicht zur Warnung dienen und fanden sich bald nach ihrer Rückkehr nach Straßburg zu gemeinsamen Diebstählen zusammen und bestritten ihren Lebensunterhalt von der erzielten Beute, die sich auf einen Gesamtwert von 7000 RM. bezifferte. Bei einer ihrer Diebesfahrten wirkte auch der 21 Jahre alte Benjamin Wüttmann aus Straßburg mit. Dank der raschen Arbeit der Ermittluugs- behörde konnte der größte Teil des Gestohlenen wieder her- beigeschafft werden. — Das Sondergericht Straßburg ver- urteilte Spobrer zu 6, Joch zu 4 und den jungen und weniger beteiligten Wüttmann zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus. Die Mitangeklagte 41 Jahre alte Florentine Neufinck aus Straßburg erhielt als Hehlerin eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren. 28. Fortsevung „Ist alles besorgt, Herr!" „Was denn besorgt?" fragt Molter ungeduldig. „Ihr reitet, ihr trefft sie!" glüht der Neger. „Ihr braucht nicht bange sein." Seine Äugen leuchten vor Haß und Freude, Geldgier und Rachlust, der Schweiß steht ihm in dicken Tropfen auf der Stirn. „Abraham weiß Bescheid, Abraham reitet mit euch!" Dann kommt Crew aus der Tür, er zeigt sich sehr be- sorgt und bedauert, daß Molter nicht das Einsangen der Tiere hat ansehen können. „Treten Sie ein, Herr Molter, Sie werden hier draußen zerstochen!" Er streicht sich die Moskitos von den Ohr- muscheln. „Lassen Sie Abraham mit den Pferden vor der Tür, hier, unterm Feigenbaum. Die Gauchos könnten ihn sonst sangen,' da ist so eine alte Geschichte, und es wäre schade um ihn." Aber der Neger ist verschwunden. „Er ist vielleicht bei den Schauspielern", verrät Molter iii seiner gutmütigen Ehrlichkeit. Der Reverend blickt ihn an: „Abraham bereitet alles für euch vor." Er läßt die Zähne sehen, wie in mühsam ver- borgenem Miteifer. „Aber da ist Frau Christine, beladen Sie sich nicht mit Ihren Plänen, sie muß alles abschwören können. Kennen- Sic Heinsius näher? Er ist unser bester Freund, er q?ird zufrieden sein." „Verrückt", saat Molter, „wir haben ihn erst gestern abend kennengelernt. Da läuft etwas seinen Gang, ich weiß nicht wie." Der Reverend lächelt. „Es läuft vieles wunderlich und kommt alles von Gott, auch das, was gegen uns ist. Fragen Sie jetzt nicht!" „Hören Sie," fragt Molter plötzlich geradeaus, er kann dieses Winden und Drehen nicht ausstehen: „Ist es wahr, daß die Schauspieler Heilige geworden sind?" „Der Missionar'der Methodisten behauptet es", sagt Crew feindselig, „aber wer will ihnen in die Seele sehen?" Wie eine Erleuchtung blitzt' es in Molter auf,- er begreift, die- fem wäre es recht, wenn die Gefangenen zu aller Gelächter auf und davon gingen. Dann zieht Frau Workman ihn ins Gespräch. Nach einer Weile kehren die Reiter heim und satteln ab. Der Reverend nnd Molter treten vor die Tür, um sie zu begrüßen. Die Glocke läutet zum Abendtisch. „Wollen Sie bei uns übe-rnachten?" fragt Frau Christine, sie lauscht auf ein halblautes Gespräch zwischen Dorrik und Molter. „Die Herren reiten", sagt der Neger bescheiden und nimmt die Pferde an. Nein, sie könnten heute nur bis zum Essen bleiben, be- dauert Dorrik, aber sie würden gern einmal wiederkommen. Workman horcht schwerhörig und nickt grinsend. „Kommt nur wieder, aber redet ncht von Komödianten!" Im Hof mahnt die Glocke lärmender. Farbige und weiße Arbeiter treten mit Eßnäpfen an. „Das ist ja Blau", lacht Dorrik plötzlich und weist nach drüben,' es ist wirklich ver- trackt, den trübseligen Direktor mit dem Napf in der Hand zu sehen. Der Doktor bleibt nicht zum Essen, er hat noch Kranken- besuche: er hofft auf baldiges Wiedersehen. * Als sie aufbrachen, lag über den Kampos das Licht des Sonnenunterganges. Windstöße fuhren über das Feld, die Stämme der Araukarien und das wehende Schilf wogten wie Feuer über die weite Ebene. Dorrik, Molter, der Assistent Möller und der Neger Abraham ritten wieder auf die Estanzia velha zurück. Das Gewitter war über den Rand des Bergdachs in die östlichen Täler gesunken, aber die Luft blieb feucht, der Tau glänzte in den Spinnweben der Gräser und auf den Aermelkanten. Was tun wir eigentlich? Molter möchte Dorrik zur Rede stellen: aber er wußte, der war ein Draufgänger, der sich überall einwarf, wo ihm etwas ungerecht schien, einerlei, was braus wurde. So geriet auch Molter, ein getreuer Gefolgsmann, in die abenteuerliche Stimmung des Schwa- gers. > Das Dunkel kam, und mit ihm eine dünne, diesige Luft. I Eine Kreuzspur, der Neger hielt. Nummer MS. Seite I AUS KARLSRUHE «erficht mit feindlichen Vallonen Der Feind läßt w letzter Zeit kugelförmige GummiballonS in das Reichsgebiet einsliegen. Die Ballone haben eine» Durchmesser von etwa 2—3 Metern. An diesen Ballone» hängen in manchen Fällen Drähte. Andere Ballone trage» Glasflaschen mit Brandflüssigkeiten etwa in der Größe einer Selterswasserflasche, die nach einer bestimmten Flugzeit selbst- tätig abgeworfen werden und bei ihrem Aufschlag Ernte», Wald- und Hausbrände erzeugen können. In neuester Zeit hängen an den Ballonen auch Säcke mit Holzwolle, die durch eine elektrische Vorrichtung entzündet werden, sobald der Ballon gegen einen Baum oder ein Gebäude treibt. Der Ballon selbst verbrennt dabei mit explosionsartiger Stich- flamme. Die Bevölkerung wird gewarnt, solche Ballone z» berühren. Es ist jedoch eine selbstverständliche Pflicht eines jeden Volksgenossen, sobald er einen solchen Ballon treibend sichtet, die Polizei oder Wehrmachtdienststelle zu benachrichten, damit der Ballon durch Fachkräfte unschädlich gemacht werbe« kann. Bon gelandeten Ballonen sind bis zum Eintreffen der Polizei Unbefugte fernzuhalten. SA.'Dienstkleiöunr, auf Punkte Nach der Bekanntmachung Nr. 34 der Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete wirb die parteiamtliche HJ.-Kleiduug künftig nicht mehr gegen Bezugschein, sonder« nur gegen Punkte der Reichskleiderkarte abgegeben. Lanö- und forstwirtschaftlicheLlnfallverficherung 1942 Das Verzeichnis der im Jahre 1942 Beitragspflichtige« wird zur Zeit aufgestellt. Wie aus der Bekanntmachung de» Herrn Oberbürgermeisters in heutiger Ausgabe hervorgeht, werben in diesem Jahr keine Fragebogen zur land- und forstwirtschaftlichen Unfallversicherung ausgegeben. Jeder Inhaber eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes ist daher verpflichtet, gegenüber dem Vorjahr etwa eingetretene Aenderungen bis 15. Oktober 1942 beim städt. Statistischen Amt anzumelden (für Durlach und Aue bei der VerwaltungS- stelle Durlach). Ebenso müssen bis dahin seit 1942 neueröffnete Betriebe angemeldet werden. Nicht meldepflichtig sind alle Nutz- und Ziergärten unter 28 Ar Fläche. Meldepflichtig dagegen sind alle Gärten über 25 Ar sowie Aecker, Wiesen usw., ohne Rücksicht auf ihre Größe. Alles Nähere ist auS der Bekanntmachung zu ersehen. Schölerzahl in ten Karlsruher.Höheren Schulen Im Schuljahr 1942/43 werden besucht (die in Klammer« beigesetzten Zahlen geben die Ziffern des vorangegangenen Schuljahrs au): Das Gymnasium von 444 (492). die Goethe- schule von 519 l559), die Humboldtschule von 132 (201), die Helmholtzschule von 452 (483), die Kantschule von 408 (408), die Markgrafenschule von 341 (343), die Lessingschule von 494 (513) und die Fichteschule von 647 (S78) Schülern bzw. Schülerinnen. Kur? notiert - kurz gelesen Sei« ZZjLhriges Dienstjnbkliinm bei der Generaldirektion des Badischen Staatstheaters beging am 1. Oktober 1942 Ver- waltungsassistent Hugo Schmidt. Auszeichnung. Mit dem E.K. II wurde Gefreiter Bruno B r a u ß, Karl-Wilhelm-Straße 7, ausgezeichnet. Kaxlsiuhex Veranstaltungen • ">0 Badisches Staatstheater. Das Große Haus bleibt heute wegen •*«•» der Generalprobe zu „Romeo und Julia" geschlossen. Am Dienstag, 17.30 Uhr, gelangt außer Miete „Maske in Blau" zur Wiederholung. In der Tiielpartic gastiert Irma Braun. — Im Kleinen Theater wird am Mittwoch, 17.30 Uhr, „Tai Land des Lächelns" aufgeführt. Die Residenz-Lichtspiele zeigen ab heute in Wiederaufführung de» Mozart-Mlm der Tobis „Eine kleine Nachtmusik". Das Deutsche Bolksbildungswerk eröffnet am Dienstag, 6. Oktober, 19.15 Uhr, im Künstlerhaus seine Winterarbeit mit einer Dichterlesung des Schweizers Alfred Huggenberger. Sterbefälle in Karlsruhe 23. Sept.: Theodor ffraaß, Koch, ledig, 54 I. alt (Ainalienstr. 25): 29. Sept.: Jngeborg Engelhardt, Schülerin, 9 I. alt (Karlstrafte 31); Joses Dietrich, Sand- u. Kiesgrubenbes., Ehem., 63 I. alt (Ettlingen); 3v. Sept.: Bernhard Schmidt, Schreiner, Ehem.. 65 I. alt (Sofien« strafte 159); Margarete Argus, geb. Theobald. Ebefrau, 52 I. alt «Gel- lertstraße 20): Peter Günter ftäßler, 4 I. alt fchaft m. b. H., Frankfurt/Main Kaiserstr. 13. Diplom-Angentcur gefncht von groß industriellem Unternehmen für Ab teilimg Kompressoren u. Apparate bau zur Bearbeitung von Projekt ten für In- und Ausland für Briefwechsel, Verhandlungen, Ret- sen und Montageüberwachung Bielseitige, interessante, 1 selbständige Tätigkeit. Kaufmännische Kenntnisse und Gewandtheit in Briefstil und Verhandlung Bedin guna. Sprachkenntnisse erwünscht Ausfuhrliche Bewerbungen mit üvlichen Unterlagen ttnt. ,GR* 74g mit Angabe des frühesten Eintritts termins an Ala Anzeigen-Gesell fchaft m. fc. H., Frankfurt/Main Kaisers». 15. AMTLICHE ANZEIGEN Land- und forftwirtschastltche Unfall Versicherung 1942. 1. Für das Jahr 1942 werden Fragebogen zur Ausstellung des Verzeichnisses der land- und forft wirtschaftlichen Betriebs,internet) wer nicht ausgegeben. Jeder ®c Wirtschafter (Betriebsusttcrnehmer) eines laud- und forsvvirtschastlichen Grundstückes im Gtadtkreis Karls- ruhe ist verpflichtet, die gegenüber 1941 etwa eingetretenen Aeiidcrun- gen im Betrieb (Wechsel in der Person des Betriebsunternehmers, Einstellung eines Betriebes usw.1 vis spätestens 15. Oktober 1942 dem städt. Statistischen Amt, Gar- tenstratze 53, oder für Xitrtacü und Aue, der städt. Verwaltungsstelle in TUrlach, mündlich oder schrift t lich anzuzeigen. 2. Seit 1. Januar 1942 neu eröff nete oder bis jetzt noch nicht $i< meldete land- und forstwirtschast- liche Betriebe einschl. deren Nebeu betriebe, wie Lohnsuhrwerk, Milch fuhrwerk, Holz- und Kohlenhand litng, »iesgrubenbetried usw. sind bei den obige« Stellen bis 15. Cf« tober 1912 anzumelden. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam ge^ macht, daß auch Pacht-, Allmend und Nuvnießungsgrnndstücke an zugeben find, ebenso gröfjere Vieh- Haltungen anch ohne gleichzeitige Bodenbewirtschastung (z. B. Mel> kereien, Schafhaltungen, Hühner- farmen). Zur land- und forstwirt- schaftlichen Unfallversicherung au meldepflichtig sind ferner alle- Gär ten über 25 Ar. Landwirtschaftlich genutztes Gelände -Acckcr. Wiesen ete.) ist in jeder Größe meldepflich- tig, auch dann, wenn die Bewirb fchaftung ohne besondere Wirt- schaftSgebäude mit den einfachsten Betriebsmitteln und auf einer Fläche fscriunftett Umsangs erfolgt. Besitzt der Betretende Garten und Acker, so bat er auker ßeift Acker auch die Gartenflache anzumelden. 3. Wer die Anmeldung seines Bc triebes oder den Antrag attf Be richtigung seines Eintrages im alteit Verzeichnis unterlgkt, oder falsche Angaben macht, bat alle ihm dadurch entstehenden Nachteile selbst zu tragen und setzt sich über- dies einer Bestrafung aus. Frühere unrichtige Angaben müssen jetzt berichtigt werden. Die Bad. land- wirtschaftliche Berufsienofsenschaft wird durch besondere Revistvn in den Betrieben die Richtigkeit der einzelnen Angaben nuchpriifei». Karlsruhe, den 2. Oktober 1342. Der Oberbürgermeister. VERLOBEN Sieichsparteitagabzeiche« 1929 Montag morgen Verl. Abzug, gea. Bel. Beierth. Allee 15, Part, rechrs. STELLEN-ANGEBOTE vetriebSingeitieur gesucht von führen- dem Werk der Schweißtechnik zur Unterstützung des Betriebsleiters. Gute Ersahrungen in Blechbearbei- tnng' und Großmaschinenban er- wünscht. Selbständiges Arbeiten und organisatorische Fähigkeiten Bedingung. Geboten wird inter- essantes Arbeitsgebiet und ausban- fähige Stellung. Hoch- oder Fach- schul-Jngenteur bevorzugt. Aus- führliche Bewerbungen mit üb- lichen Unterlagen unter „Iii-"' 743 mit Angabe des frühesten eintritt» termins an Ala AnzeigcN-Gesell- schast m. b. H., Frankfurt/Main, Kaiserstr. 15. Betriebsamsten»?« gesucht von gros!- industriellem Unternehmen für vielseitige spanabhebende Fertigung, große mech. Werkstätte, Apparate- bau und Maschinenbau. Vertraut mit neuzeitlichen Arbeitsverfahren. Aussichtsreiche Position für jün- aere, wendige und aufstrebende Fachschnlingenienre. Ausführliche Bewerbungen mit üblichen Unter- lagen unter „RF" 744 mit Angabe des frühesten Eintrittstermins an Ala Anzeigen-Gesellschaft m. b. H.. Frankfurt/M.. Saiserstr. 15. Leitstudiettingenieur gesucht von groß- industriellem Unternehmen für Zeit- studien und Fließarbeit der mech. Fertigung für Serien- und Massen- teile. Vollständige Beherrschung des Arbeitsgebiete» für Schwer- und Leichtmetalle Bedingung. Hoch- schulingenieur bevorzugt. Ausführ- liche Bewerbungen mit üblichen Unterlagen unter „RF" 745 mit Angabe des frühesten Eintritts- termins an Ala Anzeigen-Gesellschaft m. b. H., Frankfurt/Main, Kaiserstr. 15. Mehrcrc Zeichner gesucht von groß- industriellem Unternehmen für Ab- teilung chem.-techn. Apparatebau, Kompressorenbau u. Rohrleitungsbau. Aussithrl. Bewerbungen mit üblichen Unterlagen unter ,.GR" 74f> mit Angabe des frühesten Eintritt?- termins an Ala Anzeigen-Gesell- schast m. b. 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Fachingeiiienre mit Kenntnissen und Erfahrung in Blech- bearbeitnng und Maschinenbau bevorzugt. Ausführliche Bewerbim- gen mit üblichen Unterlagen unter „WD" 753 mit Angabe des frühe- sten »Eintrittstermins an Ala An- zeigen-Gesellschast m. b. H., Frankfurt/Main, Kaiserstr. 15. Konstrukteure gesucht von führendem Werk der Schweißtechnik für Ab- teilung Schneidmaschinen. Gewis- seithaste, erfahrene Fachfchulinge- nienre aus dem Werkzeugmaschinen- bau bevorzugt. AnsführliM Be- Werbungen mit üblichen unterlagen unter „BE* 754 mit Angabe des frühesten Eintrittstermins an Ala Anzeigen-Gesellschaft m. b. H„ Frankfurt/Main, Kaiserstr. 15. Magazin- und Lagerverwalter aus der Eisenbranche zur Führung und Ueberwachung der Material-Ein- und Ausgänge sür sofort gesucht. 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Zchönc Dienstwohnung wird zur Verfü gung gestellt. Bewerbungen mit Zeugnisabschriften und Lichtbild an Standardwerk Eugen Reis, Büromaschinenfabrik. Bruchsal i. B. Tüchtiger Kraftfahrzeugmechaniker ^Meister), sicherer Fahrer, für selb ständige Versuchsarbeiten sosort gesucht. Ausführliche, handgeschrie- bcne Bewerbungen zu richten unt K 6443 an die Badische Presse. Straßenbau - Boersche, Kassel, Kur- fürstenstraße 8. Ruf Nr. 223 51, sucht per sofort oder später für auswärtige Baustellen Bergleute für ?kelsarbeit. Schmiede für Fels- arbeit, Mafchimsten für Erplo- sions- u. Dieselmotoren, Zimmerer f. Stollen- u. Betonbau, Pfisterer. Zuschriften erbeten unter Angabe der bisherigen Tätigkeit und Bei fügung von Zeugnisabfchristen. Kräst. Junge f. Aushilsarbeiten von Lebensmittelgroßbandlung gesucht. Angeb. unt. Rr. 19N6S an die BP. Für Nachrichtendienst der Lustwasse weibliche Hilfskräfte mit guter All- gemeinbildung vom vollendeten 17. Lebensjahr ab gesucht. Absindung nach Behördentarif. Meldung von Arbeitskräften aus Rüstungs- od. sonst, wehrwichtigen Betrieben od. aus Mangelberufen — wie Haus und Landwirtschaft — zwecklos. Schriftl. Bewerbung mit Lebens- lauf an Lüftgaukommando VII, München, Wagmüllerstr. 14, Zimmer 317. K»rrcsp»nden«innen. di« besähigt sind, nach entsprechender Einarbeitung Kundenschriftwechsel selbständig >u führen, zu möglichst baldigem Ein- tritt gesucht. Angebote von Be- werberinnen, die über einen klaren Briefstil verfügen und auf Grund mehrjähriger Kontorpraris an selb- ständiges, gewandtes Arbeiten ge- wöhnt sind, erbitten wir unter Beifügung eines handgeschriebenen Lebenslaufes, eines Lichtbildes, von Zeugnisabschristen und unter Ausgabe der Gehaltsansprüche und des srüheften Eiutrittsterm-inZ an die Personalleitung der Karlsruher Parfümerie- und ToUettefeifen- fabrik F. Wölfs & Sohn. GmbH., Karlsruhe. 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Theater der Stadt Strasburg. Montag, den 5. Oktober 194i, keine Verstellung. Dienstag, den 6. Oktober 1942, Anfang 19 30, Ende 22.00 Uhr. Erstaufführung: „Torquato fasse". Stammsitzm. B2. Mittwoch, den 7. Oktober 1942, Anfang 19.00. Ende gegen 22.00 Uhr. „Oer Wildschütz". Stammsitzmiete D2. Donnerstag, den 8. Oktober 1942, Anfang 19.30, Ende 22.00 Uhr. „Ter- quate Tasse". Stammsitzmiete F 2. Freitag, den 9. Oktober 1942, Anfang 19.00, Ende 22 00 Uhr. „Der Wlld- schüts". Geschl. Vorstellung für KdF. Samstag, den 10. Oktober 1942, Anfang 15.30, Ende 22.00 Uhr. Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe mit Staatsschauspieler Karl Ludwig Diehl. „Die große Kurve"/ Außer Stammsitzmiete. Sonntag, den 11. Oktober 1942, Anfang 14.00, Ende 17.30Uhr. „Das Käthchen ven Heilbrenn"« Geschlossene Vorstellung für KdF. Abends: Anfang 19.00, fcnde 22.30 Uhr. „Das Käth- chen ven Heilbrenn". Außer Stamm sitzmiete. In Wiederaufführung I Der Moxart-Film der Tobit Hell Flnkenzeller Christi Mardayn H. Stelzer, G. Waldau, Gülstorf! Kulturfilm: „Kärntnerland". Neueste Wochenschau. 53KS5 Daci 7.30 Uhr r%C9i Jugendliche zu- gelas». F 1 L M-T H E A T E R UFA-THEATER. 2. Wodie. Beginn 2.«, 5.00, 7.30 Uhr. Der neue Karl-Ritter- Film der Ufa „GPU.". Ein aufsehen erregendes Zeitbild v. einer Spannung und Kühnheit ohnegleichen, mit Laura Solan', Andr. Engelmann, M. v, Dittmar, Will Quadflieg. Jugend nicht zugelass. GLORIA. Ab morg. „Kleines Bezirks gerieht". (Wiederaufführ.) Fi. Moser, J. Wüst, L. Englisch. Ein übermütiges Filmlustspiel mit großer Besetzung, Jugendliche zugelassen. GLORIA. Heute letzter Tag I 2.45,5.00, 7.30. „Der Kesak u. die Nachtigall". J. Petrovich, J. Novotna, G. Maurus. Ein Film der Liebe und der Abenteuer. Neue Wochenschau. Jugendl. unter 18 Jahren nicht zugelassen. PALt. 2.45, 5.00, 7.30 Uhr. (2. Woche „Selae Tochter Ist der Peter" m t O. Tschechowa, K. L. Diehl, P. Hörbiaer. Etn lustiger Film, der in derherrliaien Bergwelt zwischen Kitzbühel u. Tirol spielt. Neue Wochenschau. Jugend liehe zugelassen. ATLANTIK zeigt: „Eine Nacht Im Mal Ein himmlisches Lustspiel mit prächtigen Tanzen, mitreißender Musik und herr lichen Ballfettszenen, mit Marika Kokk. Mady Röhl, Viktor Staal, Willy Schur. Jugend-Verbot I Beginn : 3.00, 5.15, 7.S Uhr. KAMMER - LICHTSPIELE. F. Kamvers. L. Deyers, in „Der Doppelbräutigam". Beginn, 3.00, 5.45, 7.30 Uhr. Jugend verboten. RFUINäOLD, Rheinstraße 77, Ruf 6283 • Nur noch heute 3.30, 5.00 und 7.30 Uhr. „Kleine Residenz". Ein Kind der heiteren Filmmuse mit Lil Dagover, Joh, Riemann, Fritz Odemar u.a. Liebe und Kulissenluft sind die Angelpunkte des heiteren Geschehens, das sidi in flottem Wirbel abspielt. Dazu die neueste Wochenschau. Jug. üb. 14Jahre zugel SCHAUBURG/ Marienstr. 16, 1 Minute von der Haltest. Markthalle. Ruf 6284 Nur noch heute 3.30, 5.00, 7.30. Uhr, „Kleine Residenz". Ein Kind der heiteren Filmmuse mit Lil Dagover, Joh Riemann, Fritz Odemar u.a. 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