I . »s. Zabvsang w 4 Kummer 2vs &ÄÄS ^ ♦ B ■ . WM . HIB . Verkaufspreis 10 Pfg. »- Nb.. Lerlag-gebSude^ Häuserblock A Scjitgc-prciS: Monatl. t- .Ä.« mit Eaieftc. 23. gernimecger u. _JN| JW JB 49 der .BP -Sonntagspost^. Im Berlag Haupig-schäsissl -lle EchrifUeiiuna und W ■■>■■■% ä^M ■ ITflv M9 B8 MV oder tn den Zweigstellen Druckerei » W> ^ W W ■ ■ ■ ■ ■/ H ■ f ■/ ■ H ■/ j!jr. 41 u ? tr- B-,i-»-r u »4 «arleruüt T-l-gramm.Adresie: V ■ ■ ■ W W W W WWW W< ^W >> W W< W WW Bf Boten 1.70 .8,* etnfcfe!. 18.46 P?g> »adifch« Presse, W» W W WW Oeförderung-.Gebiibr SV PI» .Hardt.Anzeiger' Ge. W WW H| W H| WW W Bl Wi J^B ^B HB HB BS Trägerlohn. Po »de, «eher S.IZ^.X >chasl»k!elleDurmersheim: .Neuer Riem, ^Bl ^aLr ^B. W> .jK ^V einschließlich 34.S Psg. VefSrderungs- und «inzigboie'. Geschäfisstelle SeSI. V M und 42 Pfennig gnstellgeld. Friedenstraße Nr. 8. — Zlund im iluZ, > M w M M iget der Post abgeholt 1,70 MM. gabestellen in Em dt und Land —. » I I erscheint Tmal wöchentlich als Moraen. Beilagen: Wochenendbeilage .BP-Tonn. ^ ^ Unfr jeilung. Abbestellungen können mit tagSpost' i Buch und Nation , Atelier m , — jeweils direkt beim Verlag, und »Wal und Leinwand , BP-Roman-Blatt / Tie m „ . , _ _ C« A tt H A ! C' Q Af I ttttlt „.i,. . o—x-,,.ü..h. bis «um 20. des Monal, auf den tunge Welt, Frauenzeiiung, Die Reise / NeUt Blldislht Poesie üj | II |V vI ?'% jKI | UIIn Bödl|a)C ßfltldCSjCHIing Monais-Letztea angenommen werden. Landwirtschaft, Gartenbau.— Die Wieder« Anzeigenpreis: 8- 3t. Preisliste Ar. > gäbe eigener Berichte der Badischen Press« „ ^.. . .». gültig. Die 22 mw breit- Millimeter,eil« ,st nur bei genau. Quellenangabe gestattet NvUSI RftSIN- UNd KlN;,gb0t0 G0N0rai-ANMg0r Mk Suöwvftdeutschland Saröt-AN.i0Iger w W- Familien, und kleine Anzeige« Kllr unverlangt übersandte Beiträge über, _ ^ , ermäßigter Preis. Bei Mengen, nimmt die Schrlftleitung keine Haftung. Karlsruhe, SvNNtag, ödN SS. Oktobtt >SZS Abschlüssen Nachlaß nach Etafsel» 115 feindliche Schiffe versenkt Segnllische SmidelWtte im 500000 Tonnen geschädigt - Sttvorragender Einsatz der deutschen Seestreitkrüste verli«, 28. Oktober. Das Oberkommaudo der Wehr- «acht gibt bekaust: Im Westen zwischen Mosel und Pfälzerwald etwas lebhaftere Artillerietätigkeit als a« den Vortage». Ein örtlicher Vorstoß schwächerer feindlicher Kräfte im Grenzgebiet westlich des Warndt wurde abgewiesen. Der Handelskrieg in Ost- und Nordsee sowie i« Atlantik war weiterhin erfolgreich. In der Zeit vom 12. bis 25. 10. 1939 wnrden verfeukt: Räch Melduuge», die durch eigeue Streitkräfte bereits be- pätigt fiud: 22 Schiffe mit 109 370 BRT, «ach Melduugeu der Auslandspresse weitere drei Schisse «it 12 «06 BRT, insgesamt also 25 Schiffe mit 12197« ART. Damit steige» die Gesamtverluste seit Kriegsbegiuu aus insgesamt IIS Schiffe mit 475 821 BRT. Da bei dieser Z»- fammenstellnug alle unbestätigten Meldungen nicht beriickstch- tigt sind, mutz angenommen werden, daß die tatsächlichen Ber- s«tku«gszisfer» »och wesentlich höher liege«. Trotz dieser Erfolge unserer Seestreitkräfte im Handels- krieg halte» fich die eigene» Verl»ste i» sehr geringen Grenze». Es muß bisher mit dem Verlust vou drei U-Boote« auf Grund ihres lauge« Ausbleibens gerechnet »erde». * Die Erfolge unseres U-Boot-Krieges sind so in die Augen springend, daß auch die Engländer sie nicht mehr ganz wegleugnen können. Fast eine halbe Million Tonnen, das ist immerhin schon ein Rauminhalt, der auch bei der Versorgung eines 40-Z1!illionen-Volkes ins Gewicht fällt. Das sind keine Nadelstiche mehr, die nur ärgern, das sind Hiebe die verwunden, um so mehr verwunden, als wir mit besonderer Freude aus der Mitteilung des Oberkom- mandos entnehmen können, daß sie mit sehr geringem Ein- sah erkauft sind. Bisher sind drei U-Boote überfällig, das Ankam bläst nickt tn SMmec Posaune Englands Jubelgeschrei löst in der Türkei Befremden ans Istanbul, 29. Okt. In der „Iköam" vom 23. Oktober schreibt Ebuzziya Velit unter der Ueberschrift „Unser Ziel ist, nickit Wege zu versperren, sondern Wege zu eröffnen", das Jubel- geschrei der englischen, insbesondere t>er französischen Presse zu dem neuen Paktabschluß löse leichtes Befremden aus. Tie daran geknüpften Schmeicheleien für Sie Türkei gefielen nicht. Das Ziel des türkischen Schrittes sei gewesen, dem Frieden zu dienen. Wenn also öer englische Kriegsminister erklärt, der neue Pakt sperre endgültig den Weg Berlin- Bagdad, so sei er über die Bedeutung des Paktes völlig im Irrtum. Die türkischen Wünsche lägen im Balkan unö im östlichen Mittelmeer. Sie versperrten die ^Vege nur, wenn wir angegriffen weröen sollten. Daher sei viel erfreulickier die Nachricht über die bevorstehende Wiederaufnahme des Luftverkehrs zwischen Berlin und Istanbul, die mehr der türkischen Gedankenwelt entspräche als die erwähnte Weg- sperrung. klingt anders als die englischen Behauptungen, denn hier war Mister Chamberlain bei seiner letzten Zusammenstel- lnng bereits bei 22 versenkten U-Booten angelangt, während sein Kollege aus dem Marineministerium sich in seinen Un- terlagen mehr allgemein hielt, aber immerhin ausgerechnet hatte, daß einDrittel des ganzen Einsatzes der deutschen U-Boote zerstört wäre. Diese Rechnung der Engländer erreichte in der Woche von Scapa Flow ihren Höhepunkt. Da schwollen in den Augen der Engländer die deutschen U-Bootverluste gefährlich an. Die Rechenmeister aber waren sich alle nicht einig. Einer begnügte sich mit vier, ein anderer hatte sieben pro Tag ausgerechnet. Immer natürlich nur nach ganz zuverlässigen Angaben. Und jetzt erleben die Herren die bittere Enttäuschung, daß nur drei deutsche U-Boote von ihren Kreuzfahrten nicht zu- rückgekehrt sind. Alles also, was sie der Welt erzählt haben, ist wieder einmal Lüge und Schwindel. Lüge' war auch ihre Snadmtttnß »t§ Mms für Beamte Berlin, 29. Okt. Nach den Gnadenerlassen für die Wehr» macht und für die Zivilbevölkerung wird nunmehr durch einen Gnadenerlaß des Führers auch Beamten urrd Ruhestandsbeamten, die sich eines Dienstvergehens schuldig gemacht haben, in gewissen Grenzen Straffreiheit gewährt. Kleinere Dienststrafen werden nicht mehr verhängt und voll- streckt,' eingeleitete Verfahren können, wenn die Höchststrafen nicht zu erwarten sind, eingestellt werden. Behauptung, daß die U-Boote für die englische Marinelei- tuug ihre Gefährlichkeit verloren hätten. Die 500 000 Tonnen sprechen eine zu deutliche Sprache, als daß der Eindruck der Verwnndbarkeit der englischen Handelsschiffe mit einigen billigen Phrasen übertroffen wäre. Moskau stellt London vor die Enkscheiöuns Mißbehagen in England und Frankreich über die fowjetruMfche Rote - Varifer Presse reichlich nervSS • \ Leitartikel davon, daß die Note Molotows eine „höchst seriöse Meinungsverschiedenheit zur Diskussion bringe". Wenn hinter der Moskauer Nöte die Absicht steckt, die Blockademaßnahmen Frankreichs und Englands zu schwächen, dann wird es zu ernsten Differenzen kommen. „Frankreich und England wollen alles tun, um die beiden großen neutralen Mächte Ruß- laud und Italien zu schonen, aber es dürfen dadurch nicht die Blockadeunternehmen gegen das Reich gestört werden." Einige Londoner Korrespondenten der Pariser Presse geben doch in ihren Berichten Anzeichen dafür, daß die eng- lische Regierung den fowjetrussischen diplomatischen Schritt als «höchst nnangenehn^e Störung" einer mit aller Macht einsetzenden englischen Annäherungskampagne in Moskau bedeutet. Auch in den offiziellen Pariser Kreisen zeigt man sich über diesen Zwischenfall höchst verstimmt, weil man ge- hofft hatte, daß die entschuldigenden Worte, die Lord Halifax für das fowjetrussifche Verhalten in Polen gefunden hatte, der Startschuß zu einer großen Aussöhnungsaktion der Alliierten mit Moskau fein sollten. Eine weitere Information kommt hinzu, die die Pariser politischen Kreise in der Annahme bestärkt, daß die Note Molotows nicht zuletzt eine beginnende Reaktion -auf den Pakt der Westmächte mit der Türkei darstelle. In dieser Information wird mitgeteilt, daß die russischen Schwarz- meer-Häfen in Alarmzn stand versetzt werden, angesichts der nun möglichen Durchfahrt der Flotte der Alliierten durch die Dardanellen. bg. Genf, 29. Okt. Die Unterhauserklärungen von Cham- berlain werden in der Pariser Presse am Freitag in großer Anfmachung veröffentlicht. Vor allem wird immer wieder die Bemerkung des englischen Premierministers unterstrichen, daß „die britische Verstärkung an der West- front ständig im Wachsen sei?. ES sind diesbezüg- lich starke Zweifel in der französischen Öffentlichkeit laut geworden, und die offiziellen Pariser Stellen benutzen jede Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, daß die englische Re- gicrung doch ihr möglichstes tue, um britische Truppentraus- porte zu beschleunigen. Es wird von vielen Seiten in Frank- reich die Meinung ausgesprochen, daß ein stärkerer Zustrom britischer Truppen endlich einige französische Klassen frei- machen könnte, die so dringend für die notwendigste Erledi- guug verschiedener Aufgaben, vor allem der Landarbeit, ge- braucht werden. Auf diplomatischem Gebiet wird in den Pariser politischen Kreisen vor allem die Note der sowjetrufsischen Regierung an England stark beachtet, die gegen die englische Seekriegs- führung gegenüber den neutralen Staaten protestiert. Man hat in Paris den Eindruck, daß diese diplomatische Aktion Moskaus in London eine mehr als unangenehme Ueber- raschnng hervorgerufen hat, da man sich seit Tagen in Lon- don bemüht, mit Moskau wieder ins Gespräch zu kommen. Man fürchtet den Präzedenzfall des Protestes einer nentra- len Macht gegen die britischen Methoden, der für die diplo- malischen nnd militärischen Absichten der Alliierten unange- nehme Folgen haben könnte. Pertinax im „Ordre" beispielsweise spricht in seinem Links: Ter Lberbekchlshaber des Heeres bei unseren Soldaten im Westen, ihnen Dank und Anerkennung aus und überreichte Offizieren, Unteroffizieren durch ein Minenfeld der Lstse». Generaloberst von Brauchitsch weille bei den Trupven der Westfront, die an uNd Mannschaften daS Eiserne Kreuz. — Rechts: Unter deutlchrm Tchntz. den letzten Kämpfen südostwärts Sazrörüilens eingesetzt waren. Er sprach Ein deutscher Minenleger steuert den amerikanischen Tamvser „Mormachwak" jK»-Ha»selmanNz Presse-Hoffmann^ Associated Preb, Zallder-Multtplej.K.) e-itc 2. Nr. 297 Baszsche Dresse Konutag, de« 23. Oktober 19S9 Stärkste Beachtung des Moskauer Protestes Die Neutralen begrüßen iowjetrusfische RsZe an England - Empörung über britische Seeraubermetboden Berlin, 29^ Okt. Die Note der Towjetregieruug an Eng- land, in der öie britischen Blockadenmaßnahmen zurückgewie- sen werden, hat in der niederländischen Presse die aller- stärkste Beachtung gesunden. Tie Blätter veröffentlichen die Note zum großen Teil wörtlich und bringen sie in auf- fallender Aufmachung. Das Haager Blatt „Baderland" beschäftigt sich in feinem Leitartikel mit dieser Stellungnahme der russischen Regie- rung und weist darauf hin, daß die Auslegung des Bann- gutbegriffes schon früher wiederholt Widerstand gegen Eng- land bei den Neutralen hervorgerufen habe. Durch die Aus-- dehnung des BanngutbegriffcS auf Lebensmittel werde der neutrale Handel benachteiligt. In dieser Hinsicht habe Ruß- land völlig recht. Das „Het Volk" meint, aus der Note ergäbe sich deutlich, daß Deutschland, jedenfalls was den Seekrieg anlange, auf feinen neuen Bundesgenossen rechnen könne. Tie Haltung Moskaus werde durch die Note scharf umrissen. Während die britische und die französische Regierung alles vermeiden, was zu einem Konflikt mit Rußland führen könnte, trete Moskau London gegenüber herausfordernd auf. Rußland sei nun der Vorkämpfer für die Freiheit der Meere, einem Grundsatz, den die Vereinigten Staaten verlassen hätten. Auch in ungarischen politischen Kreisen wird der scharfe Ton der russischen Antwort auf die britischen Blockade- maßnahmen als deutliches Symptoy der deutsch-fowjetrufst- schen Zusammenarbeit im diplomatischen Kampf angesehen. Das Regierungsblatt „Függetlenseg" schreibt: Fügt man zu der Schärfe der sowjetrussischen Antwortnote an England die bekannten Einzelheiten der dcutsch-sowjetrusfifchen wht- schaftlichen Zusammenarbeit Hinzu, so kann man feststellen, daß Reichsaußenminister von Ribbentrop in keiner Weife übertrieben hat als er den Westdemokratien in Zusammen- hang mit öieser Zusammenarbeit gewisse Ueberraschungen in Aussicht stellte. Selbst der englandfreundliche „Magyar Nemzet" meint, daß Rußlands Antwort der erste offene Angriff der Sowjet- diplomatie gegen England sei, seitdem die englisch-fran- zösisch-russischen Verhandlungen in Moskau abgebrochen wurden. Ebenso verzeichnet die estnische Presse mit lebhafter Genugtuung öie russische Note zur englischen Konterbande- Erklärung. „Uus Eesti" weist darauf hin, daß dadurch die allen europäischen Ländern durch die britische Blockade er- wachsenen Schwierigkeiten aufgezeigt worden seien, denn den neutralen Staaten seien die normalen Handelswcge der Eigenverforgung abgeschnitten worden. Den Protest Deutsch- lands habe England unberücksichtigt gelassen, genau so den Protest der Oslo-Staaten. Ter Standpunkt der Sowjetunion sei außerordentlich klar und konkret. Er lasse keinen Zweifel darüber, daß Moskau nicht gewillt sei, sich die britische Blockade gefallen zu lassen. Tie russische Note bedeute zweifelsohne eine sehr wirksame Unterstützung der neutralen Staaten. Im Zusammenhang damit muß darauf hingewiesen wer- den, daß das in der belgischen Zeitung „Indrpendance Belge" vor einigen Tagen veröffentlichte Interview mit dem britischen Minister für die WirtschastSkriegsührung, Sir Ronalö Eroß, verständlicherweise in der belgi'chen Presse einen starken Widerhall gefunden und in der belgischen Öffentlichkeit einen sehr günstigen Eindruck hinterlassen hat. Tem Protest der Zeitung „Nation Belge" gegen das britische Verlangen einer Einstellung des belgischen Transit- Verkehrs nach Teutschland und der Forderung auf Kon- trolle der Schiffahrt und des Handelsverkehrs Belgiens, haben sich noch ein« Reihe anderer Zeitungen angeschlossen. Das vlämische Blatt „Volk en Staat" weist dabei besonders auf die Tatsache hin, daß Deutschland der beste Kunde des Antwerpen?! Hafens sei und daß der belgische Handel nicht einfach auf den Besch! eines britischen Ministers hin auf ein Hinterland mit 80 Millionen Einwohnern verzichten könne. Besonders heftig wendet sich auch die Zeitung „Pays rcel" gegen die britischen Wirtschastsdrohungen. Das Blatt betont, daß Belgien durch die Annahme der britischen For- derung, statt nach Teutschland nach England und Frankreich zu liefern, einfach eine Fabrik für die West- mächte würbe und damit wirtschaftlich in den Krieg einträte. Die Brüsseler Zeitung „Nieuws van den Tag" fordert heute den Zusammenschluß aller neutralen Staaten, um gemeinsam gegen die skrupellosen britischen Blockademaßnahmen vorzugehen. Das Blatt weist auf die englische Vergewaltigung des Völkerrechts hin und erklärt, daß die Gewaltpolitik Englands von den neutralen Staaten energisch bekämpft und zurückgewiesen werden müsse. Stttrauen des deutschen Volkes zur WlMaWWung Reichsminister Funk: Alle bisherigen Anforderungen der Kriegsfinanzierung erfüllt Berlin, zg. Okt. Unter Sem Vorsitz des Präsidenten öcr Deutschen Reichsbank, Reichswirtschaftsminister Funk, fand am 26. Oktober eine Sitzung des engeren Beirats statt, in der i>ie Konstituierung der Beiratsausschüsse vorgenommen wurde. Zu Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse wurden be- stimmt: I. Allgemeiner Ausschuß: Präsident der Reichswlrlschaftskammer Albert Lietzsch, Stellverlreier, Staatsrat Emtl Helfserich (Hamburg) und Dr. H. Reifchlc (ReichSuührstandl. II. Kreditausschuß: Karl Kimmich, BorstandSmitalied der Deutschen Bank, Stellvertreter: Rudolf Lencer, Vorstandsmitglied der Bank der Deutschen Arbeit und Leiter des Schatzamtes Banken und Versicherungen in der 2&F., und Hans ZLelpien, Staatsfinanzrat a. D., Geschäftsinhaber der Berliner Handelsgesellschaft. III. Kavitalmarliausschuft: Carl Goetz, Vorsivender des AufsichiSrats der Dresdener Bank, Stellvertreter: Dr. Johannes Heinde, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Gtroverbandes, und Regierungsrat a. D. Hans Oesterlink, Vorsitzender der Gemeinschaft-Direktion der Gemein- schaftsgruvve Deutscher Hypothekenbanken. IV. Börsenansschuß: Staatsrat Friedrich Reinhart, Vorsitzender des Aufsichts- rates der Kommerz- und Privatbank und Präsident der Industrie- und Handelskammer und des BLrsenvorstandeS Berlin, Stellvertreter: Ban> kier Paul Hamel (Berlin) und Bankier Dr. Philipp v. Schoeller (Wien). V. Währungsausschuß: Geheimrat Dr. Hermann Schmitz (Berlin), Stell- Vertreter: Reichsbankdirektor a. D. Carl Blessing und Hermann Abs, BorstandSmitalied der Deutschen Bank. VI. Auszenbandelsausschutz: Staatsrat Karl Linde, nann, Vorsitzender der Deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammei (Bremen), Stell- Vertreter: Generaldirektor Dr. August Diehn (Berlin) und Staatsrat Hans W. Julius Peters (Hamburg). In der Aussprache über die Lage des deutschen Geld- und Kapitalmarktes, an der sich auch der als Gast anwesende Reichsfinanzminister Schwerin von Krosigk beteiligte, stellte Reichsminifter Funk fest, daß das Geld- und Kredit- wescn und der Kapitalmarkt alle Anforderungen, die die Kriegssinanzierung bisher gestellt habe, ohne jede Schwierigkeit erfüllen konnte. Die Börse funktio- niert normal, und der Kapitalmarkt ist bereits wieder in der Lage, Emissionen der Wirtschaft in beträchtlichem Umfange aufzunehmen. Die Finanzkraft des deutschen Finanzwesens und das Vertrauen des Volkes zu der deutschen Staats- und Wirtschaftsführung haben es bewirkt, daß der Krieg für das deutsche Geld- und Kreditwesen und für die Banken und Sparkassen nicht die geringsten Erschütterungen gebracht hat, vielmehr haben diese besonders empfindlichen Wirtschafts- gebiete einen normalen und reibungslosen Geschäftsverkehr aufrechterhalten können. Auch bei den besonderen Aufgaben, die durch den Krieg für die Finanzierung bei den besonders stark in Anspruch genommenen oder auch in Mitleidenschaft gezogenen Wirtschaitszweigen, notwendig wurden, reichten die bestehenden Einrichtungen aus, nur müßte man für diese Sonderausgaben eine geeignete Organisationsform fchaffen, Bei allen diesen Dingen ist die Mitwirkung der Banken und der Kreditwirtschaft in ihren Selbstverwaltungsorgani- sationen gesichert, und es konnte auf diese Weife ein direkter Rückgriff auf das Reich bis auf die Regelung von ganz bc- sonders gelagerten Fällen, z. B. im Außenhandel, im all- gemeinen vermieden werden. Stalten hat das aWale Bvmcht im Mitlelmm Mailand, 29. Okt. Das dem britischen Minister Eden nahe- stehende Blatt „Yorkshire Post" hatte die Behauptung aufge- stellt, daß die Durchfahrt und die Herrschaft über das Mittel« mcer nunmehr von den Alliierten ohne Kampfhandlung ge- wonnen worden seien. Das Mittelmeer, so behauptete das Blatt, sei von den Alliierten niemals so vollständig beherrscht worden wie jetzt 0), wo sie nicht nur dessen beide äußerste Tore in ihrem Besitz hätten, sondern auch die Freundschaft der Türkei gewonnen hätten, die das dritte Tor beaufsichtigt. Diese großsprecherischen Behauptungen veranlassen daS „Regime Fascista" zu der Feststellung, daß sich die Zeitung, Sie bekannterweise die GcdankeO des Herrn Eden verkörpere, keine Gelegenheit entgehen lasse, um etwas Törichtes zu sagen. Italien habe es nicht nö'klg, daß ihm der Platz, den es im Mittelmeer einnehme, völt' irgend jemandem gesichert werde. Italiens Stellung im Mittelmeer sei nicht der ande- rer Mächte gleichgeordnet, sondern Italien habe hier «in absolutes Vorrecht, da es die einzige mediterrane Großmacht sei. Vielleicht erinnere sich der Edenfche Schreiber nicht mehr daran, daß die britische Admiralität sofort nach der Zuspitzung der europäischen Krise allen britischen Han- öelsschiffen Weisung gab, das Mittelmeer zu verlassen und unter Umständen um Afrika herumzufahren. Die Freiheit öcr Durchfahrt dürfte also in London nicht so sicher angesehen werden, wie öiese dem Edenschen Blatt erscheine. Gute Cigaretten mit Bedacht genießen ist vernünftiger als hastig-nervöses Paffen ATIKAH 5» Neue TanlaustoMarten und Mineralöl- bezugscheine ab t November Berlin, 29. Okt. Amtlich wird bekannt gegeben: Die Tankauswciskarten und Mineralölbezugscheine Serie M verlieren am 81. Oktober 1989 ihre Gültigkeit. Ab l. November 1939 kann Kraftstoff nur auf TankauSweiskar- tcu und Mincralölbezugscheine Serie N bezogen werden. Die Aushändigung der Ausweiskarten und Mineralölbezug- scheine Serie N kann ab 3n. Oktober 1939 bei den Wirtschaftsämtern beantragt werden. AuSweiskarten für Diesel» kraftstoff, die auf Liter lauten, berechtigen zum Bezug der angegebenen Menge in Kilogramm. Die Kraftstoffzuteilung wird nur für lebenswichtige Zwecke erfolgen. Insbesondere wird bei der Erteilung von TankauSweiskarten für Personenkraftwagen der strengste Maßstab angelegt werden. Von jedem Kraftwagenbesitzev wird erwartet, daß er den Wagen nicht zu privaten Zwecken, insbesondere nicht zum Besuch von Gaststätten, Theatern oder Ausflugsorten benutzt. Auch für berufliche Zwecke dürfen die Wagen nur verwendet werden, wenn das Ziel nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Wer mit Kraftstoff nicht sparsam umgeht, mutz erwarten, daß er von dem Kraftstoffbezug völlig ausgeschlossen wird. SvwietmWchk MdMelezaliea wWndig Berti», 29. Okt. Am Samstagabend tras mit dem fahr- planmäßigen Zug, von Königsberg kommend, der zweite Teil der sowjetrussischen Handelsdelegation unter Leitung des stellvertretenden Volkskommissars Korobosf, auf dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin ein. Vom Auswärtigen Amt waren zur Begrüßung der stellvertretende Leiter der Wirtschaftsabteilung, Gesandter Clodws, Generalkonsul von Luckwald und in Vertretung des Chefs des Protokolls Lega- tionsrat Peter-Pirkham - erschienen. Weiterhin hatten sich namhafte Persönlichkeiten des deutschen Wirtschaftslebens zum Empfang eingefunden. Litauische Truvven in Wilna einmarschiert Kowno, 29. Okt. Die litauische Armee setzte am Samstag den Einmarsch in das Wilnagebiet fort. Die Kerntruppe rückte von Kaifiogala, das sie am Freitag erreicht hatte, und das 23 Kilometer von Wilna entfernt liegt, weiter vor. Um K3 Uhr zogen die litauischen Truppen mit General Vitkauskas als Führer der WilnatruppenunterGlocken- geläut und von der gesamten Bevölkerung herzlich begrüßt in Wilna ein. Rovsevells MralftätöMage vom Senat angenommen Washington, 28. Okt. Der Senat nahm am Freitag abend mit 63 gegen 30 Stimmen die Neutralitätsvorlage der Re- gierung zuzüglich der Aufhebung öer Waffenausfuhrsperre an. LISA-Mustrlelle warnen vor ungesunder Kriegkkonmnktur Washington, 29. Okt. William Knud sen, öer Präsident des großen Antofabrikkonzerns General Motors, bezeichnete die weitverbreitete Behauptung, daß die amerikanische Wirt- fchaft Krieg wolle, weil sie davon große Gewinne erhoffe, als eine schamlose Lüge. Die Erfahrungen öeS letzten Krieges zeigten, daß öie Mehrzahl öer Geschäftsleute letzten EnöeS durch Kriegsgeschäste verloren. Seine Firma könne bei» spielsweise unmöglich an Kriegsaufträgen genug verdienen, um öie Verluste wettzumachen, die ihr durch die völlige Zer- rüttung des normalen Geschäftes entstehen würden. Der berühmte Großindustrielle Henry Forö erklärte in einer Unterredung mit einem Journalisten, er sei gegen die Aufhebung des Waffenembargos und die Großindustrie stimme ihm bei, denn die künstliche Hochpeitfchung der Pro- duktion durch Kriegsaufträge würde bei Kriegsende zur gleichen schweren Wirtschaftskrise führen wie 1920. Schweres Grubenunglück in Schottland London, 29. Okt. Die Direktion der Fife Coal Company gibt bekannt, daß sich in der Walleyfield-Grube in Schott- land um 9.49 ,Uhr eine Schlagwetterkatastrophe ereignet habe, wobei 35 Mann ihr Leben verloren. IS Tote konnten bereits geborgen werben. In Potsdam fand, wie öie NSK. meldet, eine mehrtägig« Arbeitstagueng öer für öie politische Ausrichtung öer deut- schen Jugend verantwortlichen HJ.-Führer und BDM.- Führerinnen unter der Leitung des Chefs der Befehlsstelle III der ReichsjugenSführung, Hauptbannführer Kaufmann, statt. Slidaftika will keinen Krieg gegen NeutWanb Trübe Ersahrungen mit der britischen Beschirmung - Dr. Mala» auf tem nationalen Varteikongreß Berlin, 29. Okt. Nach einer Meldung aus Südafrika widerlegte Dr. M a l a n auf dem Nationalen Parteikongreß in Bloemfontein die von General'Smuts als Begründung für die Kriegsteilnahme Südafrikas vorgebrachten Argu- mente. Dr. Malan führte aus, daß eS keinesfalls Deutschland sei, das die Sicherheit der kleinen Nationen bedroht. Was von dem Schutz der kleinen Nationen durch England zu halten sei, wisse der Afrikaner genau? denn Südafrika habe feine eigenen trüben Erfahrungen mit der britischen Beschirmung gemacht. Noch absurder sei es, wenn Smuts auf die Heiligkeit der Verträge hinweise. Der sogenannte Versailler Vertrag, an dessen Zustandekom- wen Smuts mitgewirkt habe, und um dessen Aufrechterhal- tung es jetzt gehe, sei ein Instrument der Gewalt, der Unter- brückung und der Erniedrigung des deutschen Volkes, er sei der Fluch öer Menschheit. Deshalb sei es ein Verbrechen, lvenn Smuts das südafrikanische Volk auffordere einen fol- chen Vertrag zu verteidigen. Wenn Smuts ferner behaupte, England kämpfte für die Rettung dcs Christentums, so sei es merkwürdig, datz als. einzige Verbündete in Mem Kamxj England das gottlose Frankreich und das Weltjuöentum habe und daß es ausgerechnet zur Rettung des Christentums die Türken umwerbe. Schließlich wies Dr. Malan auf öie fran- zösische Absicht hin, schwarze Truppen gegen Teutschland zu verwenden. Für jeden Afrikaner sei öer Einsatz schwarzer Truppen gegen Weiße verabscheuungswürdig. Wenn daher ein Land verdiene, aus Afrika herausgehalten zu werden, dann sei es Frankreich mit seiner die Existenz der Wei- tzen in Afrika bedrohenden Eingeborenenpolitik. Auf dem Kongreß öer Hertzog-Anhänger in Kapstadt führte öer mit General Hertzog zurückgetretene frühere Mi- nister für Eingeborenenangelegenheiten, Fagan, -Ms, daß Deutschland der Südafrikanischen Union nicht einen^inzigen Anlaß zum Kriege gegeben habe. yaudtschrtstlelter und verantwortlich für Vollltl: Dr. Gnn -peilner, Stellvertreter fei Sauvtschriflleitei,- und or'antiBot'Ui# tüt Kultur, Un'eryaltung, »llm, Funk und Tvort: t»iberi Toerrlchu«: o^iniwortiich für den Stadtteil: Alois Richard«: für Kommunales, BrieikalikN, Gerichts- und Vereinsnach- richten: Karl Binder: fl>» Büdlich? Slconll und I. 33. fü' üoIMroiriM&aft: Oerie« Schnell liardt: für B>lv un' Umbruch die NlNetluNgZIeiter: für den Anzeigenteil: ?ra»^ ttntfio!. all- ij Karlsruhe Buline: Särifileilunz: Tr. {MI Äieizcr. Stuci uuo Vertag: Badlich« Presie, Grenzmarl-Truckerei un« fiftlaa SmbH» Karlsruhe t, B,. Waidltrab« U. SomUag, de« 29. Oktober 1938 Badifche Presse Nr. 297. Seite I Sie neue slowakische Regierung Slowakei genießt in Zufriedenheit ihre Freiheit Preßburg, 29. Okt. Wie das amtliche slowakische Preßbüro meldet, hat der Präsident der slowakischen Republik, Dr. Jo- seph T i f o, mit Handschreiben vom 27. Oktober 1939 die neue slowakische Regierung ernannt. Der neuen Regierung gehören an: Dr. Tuka als Ministerpräsident, Dr. Dur- eansky als Außenminister, gleichzeitig mit der Leitung des Innenministeriums betraut, Dr. Pruzinsky als Finanz- minister, Geza M e d r i ck y als Wirtschaftsminister, Julius S t a n o als Minister für Verkehrswesen und öffentliche Arbeiten, Josef Sivak als Minister für Schulwesen und Volkskultur, Dr. Geza Fritz als Justizminister und Gene- ral C a t l o s als Wehrminister. Die neue Regierung wurde Samstag mittag vom Präsi- denten der Republik empfangen und hat in seine Hände das verfassungsmäßige Gelöbnis abgelegt. Die neue Regierung weist die gleiche Zusammensetzung auf wie die bisherige Regierung, mit dem Unterschied, daß das Innen- und das Außenministerium von Dr. Durcansky ver- waltet werden, während bisher das Jnnenministeriuck unter Leitung Dr. Tukas, des nunmehrigen Ministerpräsidenten, stand. Der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso empfing die zahlreichen Schriftleiter, die anläßlich der Präsidentenwahl aus dem Deutschen Reich, aus Ungarn, Jugoslawien, den Bereinigten Staaten usw. nach der Slowakei gekommen waren. Er hob in seiner, in deutscher Sprache gehaltenen Ansprache die Bedeutung des 26. Oktober als des Schluß- Punktes einer mit Hilfe des Deutschen Reiches glücklich be- gonnenen Entwicklung hervor und betonte, daß die Slowakei dank des Freundschafts- und Schutzoertrages mit dem Reich ihre internationale Stellung endgültig als gesichert ansehen könne. — An die Schriftleiter richtete Dr. Tiso die Auf- forderung, in ihrer Heimat davon Zeugnis zu geben, daß das slowakische Volk in tief st er Zufriedenheit feineFreiheitgenieße. 450 Rülkwanderer verließen Lettland Riga, 29. Okt. Mit dem 5S00 Tonnen großen deutschen Dampfer „Scharnhörn" verließ der zweite Transport deut- scher Reichsangehöriger, insgesamt gegen 450 Rückwan- derer, den Rigaer Hasen mit dem Ziel Danzig bzw. Gotenhafen. Wie der für die deutschen Schulen in Lettland zuständige Referent für das deutsche Bildungswesen im lettischen Kul- tusministerium, von Radecki, bekannt gibt, werden mit Wir- kung vom 1. November sämtliche deutschen Schulen in Lett- land geschlossen. Die Schließung der deutschen Schulen in Lettland erfolgt im Zusammenhang mit der bevorstehen- den Umsiedlung der deutschen Volksgruppe aus Lettland tn das Reich. Eingliederung der Aeftukraine M o s k a«, 29. Oktober. Die i» Lemberg tagende Nationalversammlung der Westnrkraine be- schloß am Freitag, 27. Oktober, einstimmig die E i n g l i e d e- r « « g der Westukraine i» die Sozialistische Sowjetrepublik der Ukraine. In der Nacht zum Donnerstag ist an den Folgen eines Unfalles der bekannte Wiener Chirurg Professor Anton Frei- Herr von Ets«l»ber« im Alter vo« 7» Jahren gestorben. Vermessung der Grenzlinie hat begonnen Zusammenarbeit zum Wohle der beiden größten Völker Europas - Freundschaft iche Regelung der Grenzfragen im Osten Warschau, 29. Okt. Am 28. ds. Mts. traf aus Moskau auf Einladung der Reichsregierung die gemischte Zentralkommis- ston des Deutschen Reiches und der Sowjetunion für G r e n z- fragen in Warschau ein. > Die Zentralkommission hatte hier Besprechungen mit den deutschen und den sowjetrussischen Delegationsleitern der gemischten Unterkommission abgehalten. Die sowjetrussiche Delegation der Zentralkommision wird vom Direktor der zentraleuropäischen Abteilung im Volkskommissariat für aus- wärtige Angelegenheiten, Alexandrow, die deutsche Dele- gation vom Vortragenden Legationsrat H e n ck e geleitet. Aus Anlaß der Anwesenheit der gemischten deutsch-sowjet- russischen Zentralkommission veranstaltete der neu ernannte Generalgouverneur für die besetzten Gebiete in Polen, Reichsminister Dr. Frank, am 27. ds. Mts. ein-Frühstück für die Teilnehmer der Konferenz. Am Vorabend, dem 26. ds. Mts. hatte der Warschauer Stadtkommandant, General von Neumann-Neurode, die Delegationen zum Essen geladen. Ihren Abschluß fand die Tagung durch ein Abend- essen, das im Auftrage des Reichsministers des Auswärtigen von Kibbentrop von dem Leiter der deutschen Delegation, Vortragenden Legationsrat Hencke, im Diplomatensonderzug gegeben wurde, in dem die Zentralgrenzkommission während ihres Warschauer Aufenthaltes wohnte. Die gemischtem Unterkommissionen haben am 28. ds. Mts. mit ihrer Arbeit für die praktische Vermessung der Grenzlinie begonnen. Wie man aus unterrichteten Kreisen erfährt, nahmen die' Besprechungen einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlaus. Anläßlich des Empfanges der Kommission in den Räu« men des deutschen Stadtpräsidenten in Warschau gab Reichs- minister Dr. Frank in einer kurzen Ansprach« seiner Fredde über das Eintreffen der Kommission in Warschau Ausdruck und seiner Genugtuung darüber, daß eine der ersten seiner Amtshandlungen im besetzten Gebiet der Empfang einer sow- jetrusssisch-deutschen Kommission sei. Die Arbeit der Kommission, der festgesetzten Interessen- grenze der beiden Länder eine praktisch« Gestalt zu geben, geschehe in Verfolg des gemeinsam«» Zieles,' die Bewohner des polnischen Gebietes, die durch eine verblendete Regierung in unsägliches Elend gebracht worden seien, wieder friedlicher Arbeit zuzuführen. Der Generalgouverneur wünschte der Kommission bei ihrer Tätigkeit vollen Erfolg und betonte seine Bereitschaft, sie in jeder Wßjse dabei zu unterstützen. Im Namen der sowjetrussischen Grenzkommission, der ein General und eine Anzahl höherer sowjetrussischer Offiziere augehören, stellte Ministerialdirektor Alexandrow in seiner Erwiderung fest, daß die Grenzverhandlungen eine weitere Gelegenheit darstellten, die deutsch-sowjetrusstiiche Freund- schaft z« beweisen und zu vertiefen. Der Geist, der die Ver, Handlungen beherrsche, sei der der Zusammenarbeit znm Wohle der deutsche« und sowjetrussische« Ratio«, der beide« größte« Völker Europas. Ammer noch das Mantem-Gewehr / .... 29. Okt. lPK.s Das Wetter hatte sich verschlechtert. Tiefe Wolken segelten über die Landschaft hinweg,nirgendwo im westdeutschen Grenzbezirk. Die Spitzen der bewaldeten Höhen steckten im Regendunst und dabei war es schon 18 Uhr geworden. Ein Jnfanterietroß wollte gerade seinen Dienst beenden. Da schnurrte und surrte der Flieger heran. Ganz deutlich konnte man die blau-weiß-roten Ringe unter seinen Tragslächen und am Schwätzend« sehen: ein Franzose. Der Gegner flog mit Geschick und großem Können, stützte jeden Geländeschnitt aus, ging in verwegene Kurven, um besser photographieren zu können. Darauf kam es ihm an: Er war ein Beobachter. Einem daherkommenden Gelände- wa^en legte der Franzose «inen MG.-Fcuerstoß vor den Kühler, ohne weiteren Schaden anzurichten. Aber nun waren die Infanteristen vom Troß aufmerksam geworden. Sie griffen zum Gewehr. Unter dem Befehl «ines Feldwebels wurde ein planmäßiges Feuer auf den in «twa 120 Meter Höhe dahinfliegenden Franzosen eröffnet. Es mög«n 25 Gewehre gewesen sein, die schössen. Plötzlich ging ein Zittern durch den großen Metallvogel da oben. Der Motor setzte aus, stuckert«, brummte dann wioder an. Die Maschine schwankte heftig und raste dann gegen einen Hügel.' Splittern, Krach«n und Bersten ... dann Ruh«. Die Schützen setzten sich in Trab, rannten hügelan. Zerfetzte Bäume zeigten ihnen den Weg und die Stelle, an der die Maschine aus den Wald ge- fallen war. Mit stehen stark und geschlossen wie nie zusammen 21,6 Millionen in der Faschistischen Partei - Kurze Ansprache des Du»e Rom, 2«. Okt. Mussolini hat am Samstagvormittag anläßlich des Jahrestages des Marsches auf Rom Par- teifekretär Minister Starace und die Mitglieder des Partei- direktoriums empfangen. Parteisekretär Starace überreichte dem Duce die die Nummer 1 tragende Parteikarte für das 18. Jahr der faschistischen Zeitrechnung und meldete, daß am heutigen Tage von der Partei und ihren Gliederungen und Organisationen 21,6 Millionen Italiener und Italienerin- nen erfaßt seien. Davon entfallen 2,6 Millionen auf die faschistischen Kampfverbände, 7,8 Millionen auf die faschistischen Jugendorganisationen, 3,8 Millionen auf die Freizeit- bewegung und 1,8 Millionen auf die Wehrmachtsverbände. Der Duce erteilte dem Parteisekretär die Richtlinien für die Tätigkeit der Partei im kommenden 18. Jahre und gab seiner UeVerzengung Ausdruck, daß diese Richtlinien in vollem Um- fange durchgeführt werden. Während des Empfanges des Parteidirektoriums war auf der Piazza Benezia eine ungeheure Menge zusammengeströmt. Auf die sich immer wieder wiederholenden stürmischen Zu- ruf« hin trar Mussolini gegen Mittag aus den historischen Balkon heraus und richtete folgende, immer wieder vom Beifall unterbrochen« kurze Ansprache an das Volk: „Am ruhmvollen Jahrestag der Revolution der Schwarz- Hemden stehen wir alle von den Alpe» bis zum Indischen Ozean geschlossen, stark und entschlossen wie nie zusammen. 'Der Faschismus verlangt, wie schon in den harten Kampftagen der Revolution. für sich ein einziges Vorrecht, in allen Dingen mit dem Volk und für das Volk bauen und marschieren." Die Worte des Duce wurden mit stürmischen Ovationen aufgenommen, die Mussolini veranlaßten. sich verschiedene Male auf dem Balkon zu zeigen. Mussolini begab sich nach der Kundgebung in den Senat, wo er den neuen Anbau des SenatSgebändes seiner Bestim- muug übergab. Bei dieser Gelegenheit unterstrich Senats- Präsident Tuardo in einer längeren Ansprache, daß der Senat die wahrhaft römische Ruhe bewundere, mit der der Duce in dieser bewegten Zeit die Geschicke Italiens lenke. Iii einer Erwiderung erinnerte Mussolini an die wählend der 17^ahrc des Faschismus geleistete gemeinsame Arbeit die auch in Zukunft zur Erreichung einer immer g öheren Macht des Vaterlandes fortgeseHt werde Der Du--« hat auch am Nach- mittag zahlreiche im Verlause «VS Jahres fertio^s^Nte Großbauten und Straßen ihrer Bestimmung übergeben, so vor allem die Via Imperiale sowie das neue Gebäude des Faschistischen Sozialverstcherungsinstituts. Anschließend be- gab sich Mussolini auf das Eapitol, wo er der feierlichen Ueberreichung des zweit«» Buches des neuen Zivilgesetzes durch den Justizminister an den Gouverneur von Rom bei- wohnte. Der Jahrestag des Marsches auf Rom und der faschistischen Machtergreifung beherrscht vollkommen das Bild der italiMi- schen Presse, die betont, daß „Duce und Volk eine mächtige Einheit des Wollens und der Stärke verkörpern" und die Worte des Duce, „Geschlossen, stark und entschlossen wie noch nie von den Alpen bis zum Indischen Ozean" zum Leitmotiv für den historischen Tag macht und dabei betont, daß die Revo- lution unter der Führung ihres Duce weiter marschiere. Ein Flugzeug heruntergeholt Sie fanden den Piloten tot im Sitz seiner völlig zertrüm- Merten Maschine, den Beobachter durch mehrere Schüsse schwer verwundet. Die In fanter ie-Kugeln hatten gut g grossen und das Flugzeug durchsiebt, ein Zeichen, wie gut unsere Truppe schießtechnisch ausgebildet ist. Den Verwundeten brachte man sofort zum nächsten Feld- lazarett, wo er jede Hilfe bekam, die einem ehrlichen Kämpf«! zusteht. Leider vermochte ärztliche Kunst nichts gegen die Auswirkungen seiner schweren Verletzungen, denen er nun- mehr erlegen ist. Zusammen mit seinem Kameraden erhielt er ein Soldaten-Begräbnis, und jene Gewehre, die so gut und treffsicher bellten, als es galt, «inen Gegner 'aus der Luft zu holen, um deutsches Hoheitsgebiet zu schützen, schössen den beiden tapferen französischen Offizieren eine letzte Ehrensalve überm offenen Grab. Hier wurde ritterlich angegriffen, rit- terlich abgewehrt. Und über den Tod hinaus, den zwei Man- ner für ihr Land starben, peitscht die Ehrensalve wie ein Tor des Vergessens, das zuschlägt. Ich stand nachdenklich vor den blutbespritzten, durchlöcher- ten und vom. Sturz abenteuerlich verbogenen Flngzeugtrüm- mern, da draußen irgendwo im Grenzwald und überschlug die Belohnung dieses Kampfes; Jnfanteri«gewehre gegen ein Flugzeug! Man hat. das Gewehr fast schon für überflüssig er- klärt in diesen Zeiten der Maschine. Und siehe, das Infanterie- gewehr hat wieder einmal bewiesen, daß es die erste, die wich- tigste und ritterlichste Waffe ist. eine Masse, die sogar dem Adler die Flügel brach. P. C. Ettighosfer. Belgien wahrt seine Reutrallläi Brüssel, 29. Okt. Der belgische Außenminister Spaak hielt am Freitagabend ein« Ansprache über den belgischen Rundfunk, in der er betonte, er kenne keine höhere und edlere Aufgabe, äls zur Ausrechterhaltunq des Friedens beizutragen. Er sei sicher, daß die ungeheure Mehrehit der belgischen Be- völkeruug sowohl der Wallonen wie der Flamen die Unab- hängigkeit und den Frieden bewahren wolle. Der Krieg wäre für Belgien eine schwere Katastrophe, denn welchen Ausgang er auch haben würde, so würde die Gewalt der modernen Was- fen aus Belgien ein Gebiet des Kampfes, der Ruinen und der Verwüstung machen. Der belgische Außenminister er- mahnte gewisse belgische Kreise, die sich nicht im Klaren dar- über zu Hein scheinen, daß die Neutralität Pflichten auferlegt und daß sie nur unter gewissen Bedingungen aufrecht erhalten werden könne. Die belgische Regierung sei jetzt entschlossen zu handeln und fordere alle aus, Belgien und den Frieden gegen die unklugen Leute zu unterstützen und zu schützen. Ale Ieleoalidn der Svwtmegmung Am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin traf unter Füh- ruug des Volkskommissars Tewoßjan die Delegation der russischen Regierung ein. Von links (3. v. I.) Staatssekretär Keppler, der die Delegation als Vertreter des Auswar tigen Amtes begrüßte, Genc ral der Artillerie Saivtschenko Volkskommissar Tewoßjan und der sowjetrussische Boi schafter in Berlin, Schkwa^ zcw sowie Generalleutnant Seissert, Berlins Stadtkom Mandant. (ScheU-Bilberd., Zander-o. «Seite 4. Nr. 207 Babis«hs Krells Sonntag, den 29. Oktober 1989 üus aller Weif Ein Brandstifter hingerichtet Berlin. Am 27. Oktober 1989 wurde 5er am 29. November 1919 in Clausdorf bei Malchin in Mecklenburg geborene Karl Zchrö- der hingerichtet, der vom Sondergericht Schwerin wegen Schädigung der Widerstandskraft des deutschen Volkes durch Brandstiftung zum Tode verurteilt worden ist. Schröder, der bereits im Februar 1939 in Clausöorf eine mit großen Erntevorräten gefüllte Scheune in Brand gesteckt hatte, hat am 12. September 1939 wiederum in dem gleichen Anwesen einen Kuhstall, große Mengen Futtervorräte, land- wirtschaftliche Maschinen und Geräte von bedeutendem Wert durch Brandstiftung vernichtet. In beiden Fällen hat er aus unbegründetem Haß gegen seinen Dienstherrn gehandelt, und )war obwohl er bei der letzten Tat wußte,, dem durch die Verordnung vom 5. Sentember 193v gegen Volksschäötinge für derartige Sabotageakt« die Todesstrafe angedroht ist. vor Schnaps aus Milch und Tinte . . . * FL. Rom. Nicht umsonst kennzeichnen nur geistige Unzurechnungs- fähigkeit mit dem Aufdruck „Mensch, du hast wohl Tinte ge- soffen ..." Für die Richk^keit dieses oft erhobenen Vorwur- fes gibt uns das Turiner Gericht einen neuen Beweis. Der Blumenhändler Magnocavalli besaß einen florierenden Kiosk, ttrn den ihn besonders Signor Olivetti beneidete. Die beiden konnten sich jedoch nicht handelseinig werden. Wie schon öfter saßen sie zwecks Diskussion der genannten Angelegenheit bei e-nem Gläschen Wein, wobei Magnocavalli mit weißem be- gann, dann zu rotem überging, zwischendurch einige Schnäpse hob und, als er vollkommen blau war, Kopt-ernnte mit Milch mixte und dieses als „Nektar schlürfte. Die Folgen dieses tollen Abenteuers waren 4V Grad Fieber, die den durstigen Blumenhändler zunächst ans Bett fesselten, — und die Tat- fache, daß er eine Erklärung unterschrieben hatte, nach der er Signor Olivetti seinen Kiosk für 19 090 Lire überließ. Wieder nüchtern, ging Magnocavalli zur nächsten Polizei- wache und zeigte den Konkurrenten an, da man ihn betrun- ken gemacht habe, damit er den Vertrag unterschreibe. Denn nur in völliger Trunkenheit könne jemand einen Kiosk für IN 909 Lire abgeben, der in Wirklichkeit mindestens 49 999 Lire wert sei. Das Gericht stellte nun eingehende.Studien an, nach denen sich jedoch herausstellte, daß Magnocavalli ganz von sich aus das Maß des Bekömmlichen überschritten hatte und Zeugen bewiesen ihm auch, daß er den Vertrag noch im vollen Besitz seiner Ueberlegungskraft unterschrieben habe. Das Gericht konnte jedenfalls keinen vorsätzlichen Betrug des „Geschäftspartners" feststellen. Ja, wer eben — ganz aus freien Stücken — Tinte trinkt, der ist auch zu anderen Blöd- sinnigkeiten fähig <>. Zu Tode geohrfeigt i FL. Rom. Zehn Jahre Gefängnis brachte bem funfundzwanzigjäh- rigen Luigi Diapede aus Turin die Ohrfeige ein, mit der er seinen Onkel malträtiert Chatte. Die beiden gerieten — wie häufig .Strew-iwer öaSJBemöasnjöe&sottöJ. M«8 S nes. Has seinem Neff«r Aicht. ve^Mn. wvÄtß. ->Bsi *inei tteiten solchen Diskussion versetzte der «rbsüchtige Luigi sei- nem Onkel eine Ohrfeige, die diesen schwer verletzt zu Boden fallen ließ. Wenige Tage später ist der alte Herr an den Fol- gen dieser Verletzung gestorben. Millionenschalz am Meeresgrund bei Poriorico Rom. Im Carabischen Meer, südlich der Insel Portorieo. soll, wie Kapitän John D. Craig in einem Vortrag in Miami be- hauptet hat. ein Schatz von Gold- und Silberbarren liegenden man glaubt, auf 79 Millionen Dollar schätzen zu können. An der angegebenen Stelle sollen im Jahre 1642 zahlreiche spanische Galleonen mit diesem Gold- und Silberschatz ge- funken sein. Kapitän Craig hat Untersuchungen über die Lage der gesunkenen Schiffe angestellt. Am Meeresgrund sind Kanonen aus Bronze gefunden worden, von der Art, wie sie zum angegebenen Zeitpunkt auf spanischen Schiffen verwen- det worden find. Auch wenn es gelingen sollte, die genaue Lage der Schiff« festzustellen, werde, nach der Darstellung Craigs, die Durchführung der Bergungsarbeiten nicht l«icht sein, weil die Taucher durch besonders zahlreiche, sehr an» griffslustige H-nfiiche stark gefährdet sein werden. „Entschuldige« Sie, mein Herr, habe» Sie vielleicht ein Streichholz »et sich?« Das Schicksal der llusnia Muflirewifsch Belgrad, t Den Vater und den Ehemann verlor die junge Moham- medanetin Husnia Muftirewitsch aus Nowi Pazar. weil sie den Schleier ablegte. Husnia Muftirewitsch war eine recht- gläubige Mohammedanerin und es wär« ihr gewiß in ihrer Heimatstadt Nowi Pazar nie in den Sinn gekommen, de» Schleier- abzulegen. Sie wnrde aber schwer krank und die Aerzte erklärten, daß nur eine rasche Operation der jungen Frau das Leben retten könnte. Doch die Operation könne nnr in Belgrad vorgenommen werden, da die Aerzte in Nowi Pazar und an-d«ren Provinzstädten für eine derart schwere Opera- tion nicht ausgerüstet seien. Also beschloß die Stadt Nowt Pazar die junge Mohammedanerin auf Staatskosten nach Belgrad zu senden. Die Operation der jungen Mohammeda- nerin war ein Ereignis in Fachkreisen, weil es sich um eine besonders schwierige und komplizierte Operation handelt«. Die jung« Frau wurde gerettet. Doch während sie als Gene- sende im Belgrader Krankenhaus lag, vergaß sie die alt« Sitte, .daß Frauen vor fremden Männern verschleiert sei» müssen. Auch ging sie später nnverschlei«rt aus in die Stadt. Die Kunde davon drang auch nach Nowi Pazar und zu den Ohren des Vaters und des Ehegatten der jungen Mohamme- danerin. Sie ließen ihr durch Freunde die Nachricht zu- kommen, tu möge nicht mehr nach Ha^fe zurückkehren, weder in das Elternhaus noch in das Haus des Ehegatten, weil sie es gewagt habe, den Schleier abzulegen. Es wäre besser, sie wäre gestorben, als daß sie ihm diese Schande zufüge, lieb ihr der Ehegatte außerdem noch mitteilen. 0er Todfeind. Zur Flucht des Großmuiii von Jerusalem aus seinem Exil --> Ein Verbannter, der viel Freiheil hatte Die Flucht des Großmufti von Jerusalem aus seinem französischen Exil in Syrien nach Beirut hat in England tzroße Beunruhigung ausgelöst, um so mehr, als der Frei- heitskampf der Araber neuerdings wieder «inen starken Auf- trieb erhalten hat. Wenn auch die persönliche Freiheit Amin al Husseins in letzter Zeit von den französischen Behörden mehr und mehr eingeschränkt wurde, so war es doch Tatsache, daß bis zuletzt im Hauptquartier des Großmuftis, das sich in der Umgebung von Damaskus befand, arabische Geheim- agenten ungestört aus- und eingehen konnten, die wohl auch seine Flucht bewerkstelligt haben mögen. Oft gab man sich gar nicht einmal mehr die Mühe der Tarnung. Sogar das Geld, das die Araber benötigten, floß ihnen aus dem Exil des Mufti zu. Und auch sonst war der Mufti nicht von der Welt abgeschlossen. Bekannte Persönlichkeiten aus Damaskus waren häufige Gäste in seinem Hause. Sie sind die mäch- tigen Geldgeber der Bewegung. Unerhört reich sind diese Efsendis, die die palästinischen Kleinstädte mit den Groß- städten Syriens vertauscht haben. Alle Fäden fuhren zum Mufti. Er ist heut« noch selbstbewußter als damals, als die Engländer ihn in seinem Hoheitsgebiet einschlössen und es ihm dennoch gelang, durch ein Labyrinth von Gängen zu entkommen. Er fühlt sich unbesiegt und lacht über die Euro- päer. Die französischen Behörden waren sehr gut informiert über das Treiben des Muftis, feine Besucher, seine Send- boten und — seine Geldumsätze. Beim französischen Hohen Kommissar befindet sich ein wichtiges Schriftstück. Es ist eine vom Mufti unterschriebene Erklärung, in der er sich ehrenwörtlich verpflichtet, sich jeder politischen Agitation zu enthalten. Trotzdem konnte der Mufti seine Betätigung fort- setzen. Wie aber verträgt sich das mit der englisch-franzö- fischen Zusammenarbeit, die heute enger ist denn je? Warum scheint sie auf diesem Gebiet nicht zu funktionieren? Der Mufti, den man wegen feiner Popularität unter den Arabern und wegen seines hohen Ranges nicht wie die anderen ver- bannen wollte, gab den französischen Behörden jede Gelegen- Heit, ihre Taktik nach Gebrauch «inzustellen. England hatte ihn entfliehen lassen, um sich seiner zu entledigen. Frank- reich nahm den Engländern die Mühe nicht ab, ihn weiter zu verfolgen. Der schlaue Mufti ist der Nutznießer dieses Kampfes hinter den Kulissen der Politik, und die Araber lachen. Welches Ende wird das nehmen? Man spricht davon, der Mufti werde doch eines Tages der englisch-französischen Freundschaft geopfert weichen müssen. Man wolle ihn nach Madagaskar schicken. Die Botschaft hört man wohl, doch fehlt der Glaube. Der Mufti jedenfalls fühlt sich sicher. Er vertraut auf seinen Stern. Ihn wird Man nicht antasten. Ihn fing man nicht, ihn verschickte man nicht. Seltsam muß sich in feinem Kopf das Konzert der westlichen Großmächte widerspiegeln. Wer im Gefühl der Stärke schleudert er fein« Flüche gegen feinen Todfeind England. Er hat Zeit, feine silbernen Kugeln spielen, und der Vorrat scheint un- erschöpslich. Was der Mufti nach feiner geglückten Flucht nun plant, weiß niemand. Kein Geheimnis drang aus seinem Haupt- quartier an die Außenwelt, bis auf die Dinge, um deren Geheimhaltung man sich gar nicht erst bemühte. Welche Trümpfe mag dieser Mann, der einst in Jerusalem die Eng- länder in Atem hielt, der einen Staat im Staate bildete, noch in der Hand haben, daß ihn nichts) aber auch gar nichts aus der Ruhe bringen kann? wman 29. Fortsetzung. Dann hatten sie fene Unterredung, die später noch eine Rolle spielen sollte, und Bertram sagte sich auch anläßlich seiner späteren Vernehmung, daß er es dam/rls schon ge- fpürt hatte, daß nämlich mit Gontard etwas geschehen sei oder durch ihn geschehen würde. — So kam es. daß Jelena Leskoy den Staatsanwalt Gon- ' tard nicht mehr antraf, als sie Hegen halb el| in seiner Wohnung ankam. Das Mädchen Lisa konnte ihr nur mit- teilen, daß der Herr Staatsanwalt zur Stadt, zur Bank, gegangen sei. und daß es unbestimmt wäre, wann man ihn zurückerwarten könne. „Zur Bank sagen Sie?" fragte die blonde Frau im Antilopenmantel und schaute sie. Lisa, erschreckt an. Sie war überhaupt schr erregt, und eine so schöne, anmutige Erscheinung, daß Lisa sofort Zutrauen zu ihr empfand. Ihre Aufregung äußerte sich nicht in wortreicher Ver- wirrung, sondern in einer scheuen Sorge, in verhaltener Bestürzung, in der ein von Lisa noch unverstandenes, aber spürbares Mitgefühl lag. Aus diesem Grunde bat sie die Fremde auch wohl hereinzukommen. Jelena dachte an Oblonsky, der sie hierherbegleitet, so- bald sie in Erfahrung gebracht hatten, daß Pölitz schon früh fortgegangen und nicht ins Hotel zurückgekehrt war. Fjodor Jwanowitsch hatte sich ihrem dringenden Wunsche gefjmt sofort selbst den Staatsanwalt aufzusuchen, und nun wartete er unten auf der Straße, bereit heraufzukommen. Lisa lieh also die fremde Dame in den Flur eintreten, und Jelena fragte sie sofort, ob vor ihr ein Herr dagewesen wäre, ein Serr, namens Pölitz — so und so sähe er aus? Als Li^ die Frage überrascht und etwas verwir« bejaht hatte, sah Jelena sie prüfend an. .... ... „Sie b"bi>n !a <"""e'«t", sagte Jelena plötzlich und faßte nach der ,?»and des Mähens. Lisa wurde rot und senkte den Kopf, drückt« aber leif« die Hand der Frau, die zwar deutsch mit ik>r 'nrach nb?r d^'sicherlich eine Fremd« war, ihrer un- ' aewö5"Uch«n AuSs"ra>che nach. wissen vielleicht nicht", murmelt« Lisa, ,/>aß hier b- ein Trauerfall — die gnädige Frau HOFAAANN «Doch, doch, ich weiß wohl", erwiderte Jelena. »Sie trauern um si«? Sie hatten die gnädige Fraü gern?" „O ja." „Nun gut, gut", flüsterte die Fremde, „auch ich ich möchte — — sagen Sie, der Herr war sehr erschüttert, war wohl ganz erbittert, als dieser Pölitz — wie? Hat er ihn nicht hinausgeworfen? Solche Menschen muß man sofort hinauswerfen." „Der Herr Staatsanwalt hat ihm die Tür gewiesen, ich habe es selbst gehört! Und er hat — ach Gott! Aber ich sollt« wohl gar nicht —" „Nein, nein, Sie sollen garnichts sagen! Wenn er ihn nur hinausgeworfen hat! Und mich lassen Sie etwas schrei- ben, bitte — nur ein paar Worte, für den Herrn Staats- anwalt. Geht das? Es ist sehr wichtig. Vielleicht kann ich das gleich hier tun? Oder schreiben auch Sie." „Nein, bitte", sagte Lisa schnell, „gehen Si« selbst hinein, schreiben Si« gleich dort am Tisch, da liegt Papier und alles. Wenn Sie sich bitte hier setzen wollen?" Jelena setzte sich an den Schreibtisch, griff nach dem Blei- stist und dem Block. Dabei siel ihr Blick auf Julias Bild. Sie sah es eine Weile nachdenklich an, murmelte etwas, was Lisa, die dabeistand, nicht verstand, vielleicht war es auch gar nicht deutsch. Dann schrieb Jelena einige Zeilen auf, steckte das Blatt in einen Umschlag und legte es auf die Briefmappe. „Haben Sie die gnädige Frau vielleicht gekannt?" fragte Lisa schüchtern, als sie die Besucherin wieder zur Haustür geleitete. „Ja", bestätigte Jelena. „Und was immer Sie auch hören mögen, «s könnte ja sein, daß man dies oder das hört, oder auch sonst — denkt: glauben Sie nie etwas Schlechtes, etwas Böses über sie! Hören Sie? Nie!" „Nein, nein", versicherte Lisa eifrig. „Es ist wohl so, wie Sie sagen — man zerbricht sich wohl den Kops, warum nur? Denn wie konnte das geschehen? Ich sage das nur, weil Sie die gnädig« Frau doch gekannt haben." „Ja, wie?" Jelena zögerte, stand schon in der Tür, preßte die Lippen zusammen und starrte finster vor sich hin. „Pie war glücklich, nicht wahr?" flüsterte ste hastig. »Und doch war sie ein« Unglückliche. Es geht vielen von uns so! — Lebe« Sie wohl!" Lisa sah. wie die Fremde eilig die Treppe hinunterlief, bann schloß ste nachdenklich di« Tür. v. Kapitel. Als Herbert Gontard in das Atelier des GärtnerhäuSchenS im Grunewald trat, war er sehr über das Ziel seiner Reise erstaunt. Geradezu verblüfft tt Sehnsucht nach dem Zimm«rherrn im Herzen. In weiteren Rollen Maly Delschaft. Armin Schweizer. Albert Florath, Panl vildt u. a. Die Musik Michael Jarys gipfelt tn «inem schwungvollen Marschlied ..Da» kann doch einen Seemann nicht erschüttern", das heute schon zu den augenblicklich populärsten Melodien tu Deutschland gehört. Huber» T»etrl«d»< Am Sonntag UFA- Theaterl Beginn 2.00,4.00, 6.00, 8 .30 Gapitol Beginn 2.00,4.00, 6.00, 8.30 „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern, Weine nicht, Rosmarie . singt Heinz Rühmann in dem großen Lustspielschlager der Terra Paradies der Junggesellen Hans Brausewetter J.Sieber, H.Schneider 6. lerne, T. Marlen Ämtliche Anzeigen Kundsatbe«. Die in der Zeit vom l. Januar 1939 bis 80. Juni 1939 in den Wagen der Straßenbahn und in den Autobuslinien gefundenen Gegenstände sind zum Teil nicht abgeholt. Empfangs- berechtigte werden gemäß §§ 980 und 981 BGB. aufgefordert, ihre Rechte bin- nen 4 Wochen bei den Städt. Werken — Straßen- bahn — Tullastraße 71, geltend zu machen. Die nicht abgeholten Fundgegenstände werden am Freitag, den 24. Na? vember 1939, ab 10 Uhr, im Wohlfahrtsraum der Städt. Werke — Straßen- bahn — Tullastr. 71, meist- bietend gegen Barzahlung öffentlich versteigert. Karlsruhe. 27. Okt. 1939. Städt. Werke Karlsruhe — Straßenbahn»— Reinigunq der Wasserrohrstränge. In der Nacht vom Dienstag, den 31. Oktober, auf den 1. November d.J. werden ab 21.00 Uhr die Hauptwasserrohrleitungen im Gebiet der Stadtteile Grünwinkel und Albsied- lung durchgespült. Während der Dauer die- ser Arbeiten lassen sich Trübungen des Wassers auch in den entfernteren Rohrleitungen insbefon- dere im Weststadtgebiet nicht vermeiden. Zeitwei- liges Ausbleiben des Was- sers, namentlich in den höher gelegenen Stockiver- ken ist nicht ausgeschlossen. Bei der Benützung von Warmwasserapparaten ist Borsicht geboten. Stadt. Werke Karlsruhe Was-, Wasser-, Elektrizitätswerke u. Straßenbahn) ZmZpattsg jurSpackssse Die Vaüischen öffentlichen Sparkassen lvejirks-, gemeinde-. Städtische unö llerbanüssparkassenj Rasiermesser, scheren Haarrchneinemafchlnen achleitt und repariert Schleiferei und Stahlwarengeschäft Karl Hummel Werderstraße 11/13 (Amt!. Bekanntmachungen entnommen) Bruchsal. Bekanntmachung. Der auf Mittwoch, den I. November 1939, fallende Wochenmarkt wird wegen Allerheiligen aui Dienstag, ZI. Cm- der 1939, vorverlegt. Bruchsal, den 26. Oktober 1939. Der Bürgermeister. Bekanntmachung. Die Bestellungen oon Pfropfreben für das Frühjahr 1940 können bis Samstag, den 4. November 1939, im Rathaus — Abt, Güterver>t>altung — aufgegeben werden. Bruchsal, den 26. Oktober 1939. Der Bürgermeister. 3>ie ffiad. Presse liefert in sauberer Ausführung Drucksachen aller flrt Immobilien Auswärtige «Stevbefälle (Aus Zeitungsnachrichten und nach Familienangaben) Badeu-Badeu: Ferdinand Roth Gernsbach: Fritz Krasft, Feldivebel Gresgeu: Jakob Friedrich Glatt, 72 Jahre alt Kirche«: Verena Walter, geb. Schmidt, 80 Jahre alt Lahr: Elisabeth Wagner, geb. Hossert Maisach: Friedrich Echle, Müller, 82 Jahre alt Ohlsbach: Paulinc Armbruster, 84 Jahre-alt Ruchse«: Johanna Jung, geb. Wetterauer Saud: Anna Maria Bendler, geb. Scherer Wiutersweiler: Katharina Ritter, geb. Müller Zufeuhofe«: Ottilia Kimmig, geb. Mager, 85 I. alt Zu verkaufen Bleyle-ünzug dunkelblau, Größe für itjähr. Jung zu verkaufen Boeckhstraßr 8, IV. kaufgcsuche j Kleiner weiß, gedr Küchenherd' zu kaufen gesucht, evtl. Tausch gegen klein.Tauerbrenner. Westends». 29a, II. Tel. 661. Vogelkäfig zu kaufen gesucht. Arg. unt. 5931 an die Badische Presse Zotort beziehbar: Mehrere Liegenschaften, auch Geschäfte und Landgüter aller Art und Preislagen durch Kauf i» der Bodenseegegend. Anfragen erbitte mit Angabe der verfügbar. Anzahlung u. Rückporto. _ Härder, Immob., Konstanz, j§ Bahnhofstratze S. 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Einzelunterricht jederzeit In großer Freude zeigen wir die Geburt unseres dritten Sohnes an. Dr. Lothar Bock und Frau Elisabeth Dorothea, geb. Freysoldt Karlsruhe, den 27. Oktober 1939. Z Zt. Kreiskrankenhaus Rani» bei Pdssnedc Abteilung Med.- Rat Dr. Scultetus. Habe meine Praxis in vollem Umfang wieder autgenommen C. C.BAYER Hellpraktiker (Naturgemäße Meilwefsen) Karlsruhe Hohenzollernstr. 7 / Ecke Karlstr. F.rn ruf 7854 lStraO .nbahnhaK.st.il* R.idmtr. / Lini.n 2, 3, 5. 6, 7) Sprechstund.n: 10-11 u. 16-18, Mittwoch u. Samstag 10 -13 Uhr, sonst Voranmeldung erbeten. Habe meine Praxis wieder aufgenommen Hugo Schilling Sinti, gepr. Dentist Amalienstraße 42, Telefon 146 1. Ziehung 7. u. 8. Novbr. Tu was fürs Glück ÜBER 100 MILLIONEN spielt die DEUTSCHE REICHSLOTTERIE aus. St. L.-E. Frh.v.Teuffei Kaiserstraße 187 (zw. Wald- u. Herrenstr.) Fernruf 990 Karlsruhe. 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Karlsruhe, Zegenseldttratze 4, "id. 5861, Wenn Sie einige freie Minuten haben beim Friseur im Gasthaus oderimHotel dann lassen Sie sich die „Badische Presse bringen, Sie werden mit ihr zufrieden sein „Angst, wieder auf die Erde zu kommen?", Ja wegen derHühner- augen!" — »Nimm „Lebewohl", dann gehst du auch unten so einher, als ob du schwebst!" Lebewohl gegen riühneraugen und Hornhaut. Blechdose (8 Pflaster) 65 Pfennig in Apotheken und Drogerien, / Christian Kqllhler, einer der Hauptträger der Handlung Hochbetrieb im Fliegerhorst: Otto Wernicke fühlt sich in seinem Element (Mufn.: Tobls) Heinz Welzel als schneidiger Fllegerunterofsizier / Em filmisches Denkmal unvevsanDiichen öeutfchen MegersMes Einöruck-voiie Premiere im .Pali" und „Gioria" „v III 88" ist der erste Großfilm von unserer junge« Luftwaffe, ein mit dem höchsten Prädikat „Staatspolitisch besonders wertvoll" ausgezeichneter Tobissilm, der an Hand einer packenden Spielhandlnng den Dienst der Flieger wie auch das Miteinanderlebe» der Kameraden im Fliegerhorst schildert nnd durch seine hohe ethische Ausfassung, seine soldatische Gestaltung und technische AuLsühruug zu eiuem Denkmal nnvergäng- lichen deutsche» Fliegergeistes wird. Tieler Film, der die Verbindung zwischen Weltkriegssliegerei und der jungen deutschen Luftwaffe in außerordentlich geschicktem Szenenablanf herstellt, wurde geplant und ge- dreht, noch ehe die deutsche Lustwasse den Beweis antrat, daß der alte Frontgeist der Richthosen uud Boelcke auch heute »och lebt. Umso eindrucksvoller startete unter diesen Umständen gerade in diesen Kriegstagen die Premiere des Films im P a l i und G l o r i a, wo er zusammen mit Berlin u»d 130 anderen großen Filmtheatern des Reiches seine festliche Erstanssührung am gleichen Tage fand. „v III 88", das Kampfflugzeug der Richthofensiafsel aus dem Weltkrieg, und „D 24", einer unserer heutigen Bomber, spielen eine Hauptrolle in dem Film, den Herbert Maisch und Hans Bertram — der verwundete Frontoffizier und der bekannte Australienflieger — zusammen mit Heinz Orlovius und Alfred Stöger erdachten und drehten. An Hand einer durch und durch männlich-soldatischen Hand- lung erleben wir das Schicksal von zwei Obergefreiten der Luftwaffe, in deren dicke Freundschaft ein böser Bruch kommt, da ein kleiner Unfall bei einem Uebnngsflug für den einen Anerkennung und für den andern Vorwürfe bringt. Dieses menschlich verständliche Zerwürfnis trägt letzten Endes die Schuld, daß sie auf einem Dienstflug Bruch machen. Da beide gegen das eiserne Gesetz der Kamerad- schaft und die militärische Disziplin gefehlt.haben, werden sie gerade in dem Augenblick suspendiert, wo sie sich bei dem großen Manöver aufs beste hätten bewähren können. Ihre fliegerische Laufbahn scheint zu Ende. Doch erhalten sie auf Bitten ihres Oberwerkmeisters und Mentors, eines alten Frontfliegers, Gelegenheit, sich durch eine große fliegerische Leistung herauszupauken, wobei sie aber auf dem Wasser notlanden müssen und im letzten Augenblick durch das tra- gische Opfer des alten Oberwerkmeisters von dem Veteranen- flugzeug „D III 88" ausgefunden und gerettet werden. Flugzeuge und Kriegsschiffe find die Haupt- darstelle? dieses Films. Aber über den Maschinen steht der Geist, triumphiert die Kameradschaft der Men- Ich en , die hervorragend in diesem Filmwerk profiliert sind. Tc, sind die beiden ehrgeizigen Kampfhähne Paulsen und Eckhard, die von Heinz Äelzel und Hermann Braun prachtvoll verkörpert werden. Da ist ferner die Gestalt des Fliegerhorstkommandeurs, der in seiner erzieherischen Größe und menschlichen Güte von Christian Kayßler packend echt nachgezeichnet wirb, da ist besonders auch der alte Ober- Werkmeister Bonicke, von Otto Wernecke dargestellt, eine Prachtsmischung von altem Haudegen, hilfsbereitem Ka- meraden und kernigem Soldaten, hinter dessen rauher Schale ein gutes, warmes Herz schlägt. Karl Martell, Horst Birr, Adolf Fischer, Fritz E b e r t h und Paul Otto ergänzen die hervorragende Besetzung, in der sich noch Carsta L ö ck als einzige Frau in einer derben Bauernmagdsrolle kräftig einfügt. Der Film ist mit seiner schlichten, fast selbstverständlichen Handlung, seiner hohe>n Auffassung und seinen dramatischen, jeden Nerv aufpeitschenden Szenen eine eindringliche Mah- uuug für unsere Jugend, ein packendes Symbol für das ganze Volk und ein einzigartiges Denkmal unvergänglichen Fliegergeistes, ja ein Denkmal echten, deutschen Soldaten- tums schlechthin. A. Richardt. Sv»n !lizß «slchttartm über AllMtllge» An den Schaltern der Reichsbahn sind über Allerheiligen Sonntagsrückfahrkarten zu den üblichen er- mäßigten Preisen erhältlich. , Sie gelten vom Dienstag, 31. Oktober, 11 Uhr, bis mit Donnerstag, 2. November, 24 Uhr. Für die Hinfahrt zum Reiseziel sind sie nur am 31. Oktober und 1. November be- nützbar, die Rückfahrt kann mit jedem beliebigen Zug wäh- rend der angeführten drei Tage angetreten werden. Acute Sianö'onzert auf dem Adolf-Kitler Riatz Das kulturelle Leben in Karlsruhe kehrt allmählich in seine gewohnten Bahnen zurück. Es finden daher wieder die beliebten Standkonzertc an Sonntagvormittagen statt. Das erste Konzert wird bei guter Witterung bereits heute in der Zeit von 11.15 Uhr bis 12.30 Uhr auf dem Adols- Hitlerplatz veranstaltet. In uneigennütziger Weife hat sich hierfür der Musikzug des NSKK unter Leitung seines be- währten Musikzugführers Leonhardt zur Verfügung ge» stellt und wird mit schneidigen Weisen erfreuen. Reinigung der Wasserrohrstrjjnge In der Nacht von Dienstag aus Mittwoch werden ab 21.00 Uhr die Hauptwasserleitungen im Gebiet der Stadtteile Grünwinkel und A l b s i e ö l u n g durchgespült. Näheres siehe Anzeige in heutiger Nummer. ' ' I Dreimal sprach der Richter schulöiv Gefährlicher Gewohnheitsverbrecher Als gefährlicher Gewohnheitsverbrecher verurteilte öie Strafkammer den mehrfach vorbestraften ledigen 23 Jahre alten Berthold V. aus Karlsruhe wegen Diebstahls, Unter- schlagung und Rückfallbetrugs zu zwei Jahren Zuchthaus uud 50 RM. Geldstrafe. Gegen den Angeklagten wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Angeklagte hate ein Darlehen von 10 RM. erschwindelt, einen gleichen Betrag unterschlagen, eine unter Eigentumsvorbehalt gekaufte und noch nicht völlig bezahlte Uhr versetzt und in einer Gast- stätte, in der er beschäftigt war, aus einem Wandschränkchen 32 RM. entwendet. Die Spielbank hatte es ihm angetan We^en Betrugs, Hausfriedensbruch und Urkunden- fälfchung erhielt der ^vorbestrafte 31 Jahre alte verheiratete Erwin Albert Roller aus Stuttgart acht Monate Ge- fängnis. Der Angeklagte war häufiger Gast der Spielbank in Baden-Baden und hatte zwei dortig« Gastwirte zur Her- gäbe von Darlehen auf ungedeckte Schecks veranlaßt, ferner sich auf gefälschte Eintrittskarten den Zugang zur Spiel- bank, nachdem er ihm untersagt war, erschlichen. Schwerer Bertrauensmißbrauch bestraft Der 29 Jahre alte vorbestrafte verheiratet« Bernhard M. aus Karlsruhe hatte im August als Postfacharveiter Rund- funkgebühren, Postanweisungsgelder und Nachnahmegebühren im Gesamtbetrag von 321,26 RM. unterschlagen. Mit den veruntreuten Geldern unternahm er eine Vergnügungsreise nach München, wo er den Betrag in drei Tagen in lieber- Ausbau von Straßen im Srtsteil Rüppurr Aus ter Beratung des Oberbürgermeisters mit öen Ralskerren Die auf die Allmendstraße stoßenden südlichsten Teile der Nikolaus-, Ried- und Pfauenstraße sind noch nicht hergestellt. An diesen Straßen sind bereits zahlreiche Wohnbau- t e n entstanden, die der Zu- und Abfahrt ermangeln. Da der Zustand des Straßengeländes außerordentlich schlecht ist, hat sich die Stadt entschlossen, die 3 Straßen stücke orts- bauplanmäßig ausbauen zu lassen. * Ehrung der Gefalle»«» im Krieg 1938. Zu Beginn der Ratsherrensitzung am 26. Oktober 1S39 haben der Oberbür- germeister und die Ratsherren der Stadt Karlsruhe ehrend öer bis jetzt gefallenen Helden des gegenwärtigen Krieges gedacht. Dank an die städtische Gefolgschaft. Der Oberbürgermeister hat der infolge der Einberufungen zur Wehrmacht um 1500 Mann verminderten Gefolgschaft der Stadt, für die in den letzten Wochen in vorbildlicher Pflichttreue und Einsatz- bereitschast geleistete übergroße Arbeit seinen Dank ausae- sprochen. Sein besonderer Dank galt Direktor Heinrich, der die der Stadt zugefallenen Mobanfgaben mit viel Ge- schick und Umsicht gelöst hat. Begliickwünschung des Ratsherren Meergraf. Der Ober- bürgermeister hat dem Ratsherrn Meergraf seinen Glück- wünsch zum silbernen Ehejubiläum ausgesprochen. Die Ratsherren haben dem Jubelpaar eine wertvolle Vase zum Geschenk gemacht. ' Gemarknugsgrenzverlegung. Einer durch öie Verbreite- rung der Landstraße zwischen D il r l a ch und Grötzingen nötig gewordenen Gemarknugsgrenzverlegung wird zuge- stimmt. lichster Weise verjubelte und dann verhaftet wurde. Die Strafkammer verurteilte derf geständigen Angeklagten rechtskräftig wegen Unterschlagung im Amt in Tateinheit mit Un« treue zu einem Jahr Gefängnis und WO RM. Gelöstrase. Radfahrerin schwer verletzt Am 28. Oktober, »m 7.50 Uhr, wurde eine 38 Jahre alte Frau bei der Fahrt mit einem Fahrrad durch die Kaiser- straße von eiuem überholenden Lastkraftwagen erfaßt und auf den Gehweg geschlendert. Sie erlitt schwere Ver» letznnge». Zweimal Borfahrtsrecht nicht beachtet Gegen 8 Uhr gestern früh stießen bei der Ausfahrt der Autobahn in der Rastatter Straße ein Lastkraftwagen und ein Omnibus zusammen. Eine Person wurde leicht verletzt. Beide Fahrzeuge sind schwer beschädigt. Der Last- kraftwagensührer hat das Vorfahrtsrecht verletzt. Gegen 11 Uhr erfolgte Ecke Kaiserstratze und Hirschstratze zwischen einem Personenkraftwagen und einem Lastkraft- wagen ein Zusammenstotz. An den Fahrzeugen entstand leichter Sachschaden. Personen wurden nicht verletzt. Der Führer des Personenkraftwagens hatte das Vorfahrtsrecht verletzt. * Badisches Staatstheater: Heute gelangt die Italienische Oper „Rlgo- l e t t o" als Wiederaufnahme zur Aufführung. Die musikalische Leitung hat Joseph Keilberth, die szenische Leitung Erik Wildhagen inne, Ss wirken mit. in den Hauptrollen die Tamen Gr^ther, Haberkorn und Wächter sowie die Herren Harlan, Ramponi, Schoepslin, Schupp. Die Vorstellung beginnt um l».Z0 Uhr. Tages-Anzeiger Sonntag, 29. Oktober 1989 Thealei": BadischeZ Staatstheater: 19.30 Uhr „Rigoletto" F 11 rr» : Atlantik! „Im goldenen Westen' «kapital: „Paradies der Junggesellen" Gloria: „D. III. 88" — 11 vhr „De. Westwall" - 23 Uhr „Menschen ohne Nerven" , Hammer: „Di.- kluge Schwiegermutter" Pali: „D. III. 88" — 11 Uhr „Ter W-stwall" — 23 Uhr „Die blonde Benus^ Resi: „Leinen aus ^rland" ÜiHcinüold: „Das Ekel" — 14—IC 11 je „Konzert In Tirol" Zchanbiirg: „Das Ekel" — 14—16 Uhr „Flöteilkonzert von Sanssouci" Ufa: „Paradies der Junggesellen" Mfe» K abriet t, Tanz: Kaffee Bauer: Konzert Eintracht: Konzert und Tanz Grüner Baum: Tanz Kaffee Museum: Konzert — Tanz im Wintergarten Löwenrachen: Kabarett Kaffee Rödern: Tanz Regina: Kabarett -- Tanz Kaffee des Westens: Konzert und Tanz lO'-nr" 1 '-'" O t» r 1 a c h : Markgrafen: „Schneider Wibbel" Skala: „Uebersall im Chinesenvieri«!" Badische Presse 55. Jahrgang AUS KARLSRUHE Nummer 297 / Seile 7 Sonntag, 29. Oktober Nummer 297 / Seile 8 Sonnlag, 29. Oklobar Freibmser Herbstbrief Schutz und Schaltung »eS GaftftüttengewerbeS im Oberland - Srlolgreiche Arbeit der RSS. Tdealerbegtnn «m umgebauten »Großen Saus' Eigener Bericht der Badischea Prent ehr. Freiburg. 29. Okt. Heute erst läßt sich genauer über, blicken, welches Schicksal die hochentwickelten Betriebe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes im badischen Ober» land und namentlich im Schwarzwald, wo der Fremdenver- kehr zum großen Teil Schlüsselgewerbe war und wieder sein wird, in den kommenden Monaten haben werden. Es wird sich — um^dies vorwegzunehmen — so gestalten, daß der Gastlichkeit im Oberland und im Schwarzwald auch in Hin« kunst keinerlei Abbruch geschieht, wenn sich nun auch zeigt, daß sich an manchen Plätzen etwas zu viele Betriebe auf den Fremdenverkehr eingestellt hatten und zugezogen waren, weil sie durch den zu manchen Zeiten vielversprechenden Stoßver» kehr geblendet waren. Um nun über die Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung auch der nicht für be- stimmte Zwecke vorübergehend beanspruchten Betriebe aufzuklären und auch die Durchführung des Kartensystems im Rahmen der überlieferten hohen badischen Gastkultur sicher« zustellen, veranstaltete die WirtschaftSgruppe Gast- stätten- und Beherbergungsgewerbe in den letzten Tagen außerordentliche Hauptversammlungen in T o d t- nau, St. Blasien und Neustadt, ferner in Lörrach und Rheins el den (für die Kreise Waldshut und Säckin- gen) und zuletzt in Badenweiler, bei denen auch die Bürgermeister der betreffenden Gebiete und zum Teil die Kreisleiter und Kreisbauernführer zugegen waren. Hotelier Hermann Jhringer-Fr'eiburg legte dabei auch eine Musterspeisekarte auf, die im Rahmen der Möglichkeiten heute vor allem die badischen Gepflogenheiten be- r ü ck s i ch t i g t und die Gerichte so herausstellt, daß auch heute noch der nicht auf die Gaststätte angewiesene Gast ge- lockt wird, dann und wann in der Gaststätte zu speisen. Der außergewöhnliche Besuch bei allen Veranstaltungen und die rege Aussprache zeigte, daß überall der Wille da ist, Schmie- rigkeiten gemeinsam zu meistern. Im Rahmen seines Berichtes über das letzte Winter- Hilfswerk im Kreise Freiburg anläßlich der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerks berichtete der Kreisbeauftragte für das WHW. in Freiburg, Becker, daß es der Abteilung „Mutter und Kind" der NSV. gelungen sei, durch ihre Ar- beit die Säuglingssterblichkeit im Kreise erheblich herabzudrücken. ÄZährend die Säuglingssterblichkeit im Jahre 1331 noch 9,3 Prozent betrug, ging sie bis zum Ende des Jahres 1938 auf nur noch 5,0S Prozent zurück. Bei rund 3900 Geburten im Jahre 1938 konnten also ISS Kinder mehr am Leben bleiben. Die Stadt Freiburg war eine der ersten Städte, die ein Ernährungshilfswerk aufzog. Sie bat im städtischen Riesel- gut Mundenhof Ställe für 4 0 0 Schweine bauen lassen und bis jetzt dort 4250 Zentner herangemästet. Dazu reichten die Küchenabfälle aus kaum der Hälfte der Stadt aus. Jetzt ist im Borort Haslach Platz für S0 weitere Schweine ge- schaffen worden» bis eine weitere Serie von Ställen für wei» tere 400 Schweine gebaut werden kann. Die Genehmigung dazu liegt bereits vor. Die Stallstelle für die 60 inzwischen zusätzlich untergebrachten Schweine wird dann eine Art Ouarantäne bilden. Die 800 Schweine werben dann künftig annähernd alle Küchenabfälle Freiburgs aufbrauchen. Ein eigener Motorsammelwagen leistete bisher allein die Arbeit des Einsammelns. Ein zweiter Wagen wird nun außerdem beschafft. Die Freiburger Städtischen Bühnen eröffneten um Samstag, den 28. Oktober, ihr Großes Haus, nachdem da» Kammerfpielhaus bereits am 27. August wieder in Betrieb genommen wurde. Die Eröffnung des Groben Hauses hat sich um einen Monat verzögert, da die schon lange vorgesehe» nen und notwendigen Erneuerungsarbetten und auch U m - bauarbetten im Zuschauerraum durch den Krieg etwas verzögert worden waren. Trotz der Kriegstage und trotz der Grenzlage Freiburgs eröffnen die Städtischen Bühnen ihr Großes Haus nun unter günstigen Erwartungen. Die an und für sich große Theaterfreude hat nämlich in diesen Tagen eher zu- als abgenommen, wie der Besuch des Kam- merspielhauses seit den letzten Augusttagen bis heute gezeigt hat. Bis jetzt hat dort die Oper mit zwei Spielopern, Mo- zarts „Entführung" und Flotows „Aleffandro Stradella" mit einer entzückenden Aufmachung ihre Spielzeit eröffnet, da ja das Große Haus noch nicht zur Verfügung stand. Aber auch die Operette bediente sich daS erste Mal des Kleinen Hauses zur Eröffnung ihrer Spielzeit mit Walter Kollos „Drei alte Schachteln", die gerade recht waren für d?n enger gezogenen Rahmen des Kammerspielhauses. Die stärker und mit ausschließlich sehr jungen Kräften durch einen neu bestell- ten und begabten Tanzmeister ausgebaute Tanzgruppe brachte auch einen eigenen Tanzabend im Kleinen Hause zu einem guten Erfolg. Auch der M u f i k b - t r i e b in Freiburg ist wieder fast wie in Friedenszeiten in Gang gekommen, zunächst bereits vor drei Wochen in der Städtischen Musikschule (mit Schule für Jugend und Volk und Musikseminar), die ein neues stattliches Heim in einem Hause bezog, das einst der Familie von Gleichenstein gehörte, die aus Beethovens Leben wohl- bekannt ist und ein erst vor wenigen Jahrzehnten aus Frei- bürg veröffentlichtes Beethovenbildnis befaß. In der Musik- schule wurde jetzt auch eine Folge von Musiken am Sonn- tagmorgen als Hausmusiken und als Kammermusiken (diese im Großen Hause der Städtischen Bühnen) begonnen, und zwar mit einer Ehrung für den jüngsten Träger des Bach- Preises der Stadt Leipzig, den Freiburger Komponisten und Pianisten und Meisterlehrer der Musikschule, Julius Weis- mann. Auch die Sinsoniekonzerte des Städtischen Orchesters haben bereits vor Beginn starkes Interesse gefunden. - Badische Presse 55. Jahrgang Nachrichten aus dem Lande Au» Rordbatm Der frLukifche Neunstädtebund Buchen, 29. Okt. In alter Zeit hatten sich die ehemals kurmdinzifchen Städte Buchen, Walldürn, KülsHeim und Tauberbifchofscheim, Amorbach, Miltenberg, Dieburg, Seligen- stadt und Aschaffenburg zum fränkischen Neunstädtebund zu- sammengeschlossen. Ein junger fränkischer Geschichtsforscher, Dr. Norbert Höbelheinrtch in Wiesbaden, hat erstmals die Geschichte dieses Bundes, sowie die Beteiligung der neun Städte am Bauernkrieg auf Grund fleißiger Quellenstudien eingehend dargestellt. Als Heft IS der Schriftenreihe „Zwi» fchen Neckar und Main" ist die verdienstvolle Arbeit soeben im Berlag des Bezirksmuseums Buchen im Odenwald er- schienen. Heidelberger Notizen t. Heidelberg, 29. Okt. Im KreiSgebiet Heidelberg brachte di« erste Reichsstraßensammlung des KrtegswinterhilfSwerkeS das schöne Ergebnis von 87 S84.09 RM. — In der neuen Universität sprach vor einer großen Zuhörerschar im Rah- men der BortragKrethe der Volksbildungsstätte der be- kannte Historiker Pros Dr. Suchenwirth über das Thema „Der Reichsgedanke in der deutschen Geschichte". — Zu einem am 80. November stattfindenden Gastspiel im Städt. Theater hat Intendant Friederiet die bekannte Film- und Bühnen- schanspieleriu Dorothea Wieck eingeladen. % fr. Waldhausen: (Landkreis Buchen): Weibliches Ar- b c i t s d i e n st l a g e r. Nun wurde auch in hiesiger Ge- meinde ein weibliches Arbeitsdienstlager errichtet. Vorläufig ist es mit 40 Arbeitsmaiden belegt, die hier und in den um- liegenden Gütern und Höfen zur Arbeit eingesetzt werden. Mosbach: Sturz in der Scheune. Im nahegelegenen Hüffenhardt fiel der ledig« landwirtschaftliche Arbeiter Ernst Volkert beim Herabwerfen von Stroh so unglücklich von der Scheuer, daß er in schwerverletztem Zustande in die Heidelberger Klinik geschafft werden mußte. k. Weinheim: Knapp am Tod vorbei. An der Borerbrücke fiel ein 9 Jahre alter Junge in die zur Zeit hochgehende Weschnitz und wurde sofort mitgerissen. Einem zufällig vorüberkommenden Mann, der ihn im letzten Augen- blick dem nassen Element entriß, verdankt der Junge sein Leben. Mannheim: Arbeitsunfall. Auf seiner Arbeitsstätte in den Zellstosfabriken Waldhof erlitt der Arbeiter Ludwig Renner aus Bürstadt durch einen Unfall schwere Berbrühun- gen. Der Bedauernswerte liegt in sehr bedenklichem Zu- stände im Städt. Krankenhaus. Ketsch (bei Schwetzingen): Gnt e Tab a k-P rei f«. In den letzten Tagen wurden hier die Sandblätter aus der Ernte 1939 sowie die noch vorhandenen Grümpen (lose gebündelt) «erwogen. Die Tabakpflanzer erzielten gute Preise. Zum Grundpreis wurden noch namhafte Zuschläge für besonders schöne Partien bis zu 20 v. H. gewährt. I. Rohrbach b. E.: Diphterieerkrankungen. Die feit einiger Zeit hier in starkem Umfang auftretende Diph- terie hat leider nunmehr wieder ein Todesopfer gefordert, so daß jetzt bereits zwei Todesfälle zu beklagen sind. l. Snlzfeld: Hohes Alter. Als eine der ältesten Ein- wohnerinnen konnte hier Frau Katharina Rößler geb. Maier ihren 82. Geburtstag begehen. Bruchsal: Goldene Hochzeit. Am 81. Oktober feiern die Dchuhmachers-Eheleute Karl und Berta Hör ihr gol- denes Hochzeitsfest. Pforzheim: Tödlicher Unglücksfalle Hier geriet der verheiratete 28 Jahre alt« Ernst Schnadel aus Birk- weiler (Pfalz) beim Ankoppeln des Anhängewagens auf den Motorwagen in dem Augenblick zwischen die beiden Fahrzeuge, als der Wagenlenker rückwärts steuerte. Schna- del erlitt u. a. einen Schädelbruch und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. MillMMM RundiM« Bom wohlgeschütztc« Oberrhein Karlsruhe, 2g. Okt. Ein inhaltlich und drucktechnisch gleich geglücktes Doppelheft (September/Oktober) der Zeitschrift „Land am Ob er rh ein", die in Verbindung mit dem Landesfremdenverkehrsverband Baden beim Südwestdruck in Karlsruhe erscheint, bringt ein sehr eindrucksvolles Bild des Führers im grauen Rock und erinnert uns auch sonst an Krieg und Zeitgescheben. Vor allem fesseln die Photos vom stählernen Schutz des Oberrheins, vom Westwall. Zahlreich« reizvolle Aufnahmen preisen die Schönheit des badischen Lan- des in der herbstlichen Stimmung und erzählen von der bäuerlichen Welt und vom Leben in den Städten. Das Land am Oberrhein, vom Arzt gesehen, weist auf den Um- stand hin, daß die Heilbäder und Kurort«, an denen der Gau Baden so reich gesegnet ist. ihren Betrieb weitersüh- ren. Zahlreiche direkte Zugverbindungen erleichtern den Verkehr dahin. Ein politischer Rückblick mit Bildern ergänzt den akinellen Teil dieser Ausgabe. Das Heft kann gegen Einsendung von 20 Rpsg. vom Landesfremdenverkehrsver- band Baden, Karlsruhe, Kriegsstraße 140, bezogen nxrden. Rund um de» Lahrer Storcheuturm Lahr, 2V. Okt. In den Räumen der Buchhandlung Focken veranstaltete eine Gruppe des ReichsarbeitLdtenstes einen gehaltvollen literarischen Abend. Es wurde Lyrik von Goethe, Hölderlin, Liliencron, R. M. Rilke und Weinheber gelesen und dankbar ausgenommen. —Der Schwarz- waldverein wandert heute, Sonntag, zur Lahrer Hütte,' am Sonntag, dem 5. November, wird die traditionelle Kar- tosselsalat-Wanderung auf den Hünersedel stattfinden. Man trifft sich dabei mit den Schwarzwaldfreunden aus Emmen- dingen. — Im Alter von erst 38 Jahren starb Kaufmann Theodor Münz jr. — Die NS. -Frau enschast der Stadt Lahr fertigt gegenwärtig in freiwilliger Arbeit die Ausstatti'ng für die neue NTV.-Kinbergrippe, während die Helferin -n des Tcd' ett Roten Kreuzes unter fachkundiger Leitung Verbandzeug herstellen. — Hauptlchreriu Emma Beit in Lahr ist zur vorübergehenden Betreuung der dortigen Grund- und Hauptschule nach Wittelbach angewie- sen. — Bei A l l m a n n s w e i e r ist der Wasserstand von Unditz und Eschlach so hoch, daß die Niederungen teilweise überflutet sind. Landwirtschaftliche Arbeiten sind dadurch sehr erschwert und teilweise unmöglich. — Ihr 70. Lebensjahr vollendete die Ehefrau des KirchenmeSuers Mayer in E t t e n h e i m. # Rastatt: Fronttheater. Am Donnerstag abend fand zum ersten Mal feit Kriegsausbruch eine Aufführung des Fronttheaters statt. Die Städt. Schauspiele Baden-Baden brachten im Auftrag der DAF NSG „Kraft durch Freude" das fröhliche Spiel von der „Verwirrung durch 1111" zur Aufführung. Damit ist ein langgehegter Wunsch unserer zum Frontdienst einberufenen Soldaten am Westwall in Erfüllung gegangen. Bon nun an werden laufend Theater- und Varietvaufsührungen sowie Bunte Abende stattfinden. b. Gaggeua«: Notizen. Die Beamten Heinrich Pailer, Franz Pfistner und Fritz Vogt unterzogen sich den von der Badischen Gemeindeverwaltungs- und Sparkassenschule ein- gerichteten Vorbereitungskursen und legten dieser Tage vor der staatlich eingesetzten Kommission ihre 1. Verwaltungs- Prüfung mit gutem Erfolg ab. — Am kommenden Dienstag vollendet August Karcher in der Friedrichstraße das 72. Le- bensjahr. — Der SA-Sturm 3/111 Gaggenau wurde für die Kriegsdauer als Trupp dem SA-Sturm 4/111 Gernsbach an- geschlossen. Baden-Baden: Beisetzung. Auf dem Friedhof Lich- tental wurde am Donnerstag der im Alter von 88 Jahren verstorben« Alt-Gemeinderechner Karl Falk beigesetzt. Der Verstorben« verwaltete von 1880 bis zur Eingemeindung 1908 das Amt des Gemeinderechners, das der Stiftungen und betreute nach der Eingemeindung auch bis 1928 die dort im Gemeindehaus errichtete Zahlstelle.» Die Stadtverwaltung entsandte «in Kranzgebinde mit Widmungsschleise und den Angehörigen «in vom Bürgermeister K. Bürkle nnterzeich- netes Schreiben, in dem er seinen Dank für die in mehr als vier Jahrzehnten geleistete Arbeit aussprach. Oberkirch: Goldene Hochzeit. Am heutigen Sonntag begehen Anton Schwarz und Frau Rosa, geb. Wild, ihr 50- jähriges Ehejubiläum. Das Jubelpaar ist noch gesund und munter. Seit etwa 60 Jahren haben die beiden ihren Wohn- sitz in Offenburg. — Schreinermeister Theodor Meyer be- aing am Samstag bei guter Gesundheit seinen 81. Geburtstag. Oberkirch-Oberdorf: Ehrenpatenschaft des Füh- rers. Für das neunte Kind und den 7. Sohn Eduard derFa- milie Valentin Schweiß, das am 9. September 1939 gebo- ren wurde, hat unser Führer die Ehrenpatenschaft über- nomen. Offenburg: Chronik der Ortenau. Die Bücher- fammlung zu Gunsten unserer Soldaten hatte auch in j Offenburg einen sehr guten Erfolg. — In Reichenbach bei Homberg beginnt der Unterricht der Grund- und Haupt- schule am Montag, dem 30. Oktober. — In Zell a. H. sprach Prof. Dr. S p e r l. Baden-Baden, im Hotel „Hirschen" im Rahmen der Borträge der DAF. über England. — Fern der Heimat, in Weidenstetten bei Ulm a. D., starb im Alter von 83 Jahren Schlossermeister H. Witz mann aus Kehl. Die Bestattung fand in Baden-Baden statt. Wißmann war als Eisenkonstruktionsfachmann im weiten Umkreis, auch im nahen Elsaß, sehr geschätzt. Offenburg: Verdienstvoller Wissenschaftler. Der n. b. a. o. Universitätsprofessor Dr. Adolf B a s l e r. ein Offenburger Bttrgersfohn, der die Arbeitsphysiologie vertritt, wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Gutach: Tod^esfall. Schreinermeister Johann B rü st le starb am Mittwoch an den Folgen eines am Bormittaa erlittenen Schlaganfalls im Alter von beinahe 81 Jahren. Der Verstorbene bekleidete verschiedene Aemter in der Gemeinde und war auch im Vereiuslcben äußerst tätig. Schiltach: Der letzte Flößer ge st orben. Der letzte Ve rtreter der alten Schiltacher Flößergarde, Sebastian Arm« b r u st e r — genannt der Baschi — ist am Donnerstagmorgen im Alter von 81 Jahren gestorben. Homberg: Kalb ertrunken. Im städtischen Schlachthof brach ein Kalb aus und sprang in die zur Zeit hochgehende Gutach. Das Tier wurde von dem Hochwasser sofort ab- getrieben und konnte bis jetzt ptcht gesunden werden. SMaden und SeMelil Die Barockkirche in Riegel wieder aufgevaut Riegel, 29. Okt. Vor drei Jahren fiel eine der schönste» Barockkirchen Oberbadens einem verheerenden Brand zuu> Opfer. Stehen blieb nur die Ruine des ausgebrannten Turmes und eine schwarze Mauer. Es war nnn die schwie- nge Aufgabe zu lösen, die Kirche wieder in ihrer alten Barockform aufzubauen. Dies ist auch dank der Leistung von Bauoberinspektor Luger, der die Oberleitung innehatte, in glänzendster Weise gelungen. Die feierliche Einweihung der Kirche ist auf eine spätere Zeit verschoben worden. Rheiufelder Brief / w. r. Rheinfelde« (Baden), 29. Okt. Jungmädelführerin« nen aus dem untern Kreisgebiet trafen sich in Rheinfelde«- zu einer Schulungstagung unter Leitung der Unters gauführerin. Besonders eindrucksvoll war die Ostlan' Morgenfeier, bei der Ortsgruppeuleiter Pg. Weiß die Feierrede hielt. — In einer Großkundgebung dek NSDAP, spricht hier Gauschulungsleiter Pg. Hart lieb — Das Bolksbildungswerk eröffnete die neue Bor tragsreihe im Winterhalbjahr mit einem Vortrag des Fr ' burger Professors Dr. Malthan über die englische Mackt- I Politik seit 1846. — Die Stadtgemeinde Rheinselden hat ei Amt Front — Heimat geschaffen. In ihm werden all< e 8 Sonntag, den 29. Oktober 1939 Badjscks Trefft Ztr. 297. sette V »um Heeresdienst einberufenen Einwohner erfaßt, die monatlich mit einem Liebesgabenpäckchen bedacht werden sollen. Zur Beschaffung der Mittel hierfür wirb.ein Wunsch- konzert veranstaltet, bei dem außer den mustktreibenden Vereinen unserer Stadt auch das Städtische Orchester Frei- bürg und Solisten von den Städtischen Bühnen Freiburg mitwirken. — Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Weiß hatte der Ausschuß für das Rheinfelder Volksfest Schluß- sitzung zur Entgegennahme des Schlutzberichts und der Ab- rechnung. Das diesjährige Volksfest kann als voller Erfolg in kultureller, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht gebucht werden. Der Rechnungsbericht ergibt einen Ueberschuß von mehr als 200 RM., von denen die Hälfte dem Armenfonds zugewiesen wurde, während mit der andern Hälfte 20 be- dürftigen Volksgenossen VolkSgasmaSken beschafft werden. — Im Schulhaus Rheinfelden fand die Musterung von etwa 70 arbeitsdienstpslichtigen Mädel statt. — Der 1. Handharmonikaklub Rheinfelben nahm nun auch wieder seinen unterbrochenen UebungSbetrieb auf. — Das S ch u l h a u s der Schulabteilung Rheinfelden wurde während der Ferien einer gründlichen Inneninstandsetzung unterzogen. Nun werden im alten Teil noch neue Heizkörper eingebaut, nach der Vollendung dieser Arbeiten wird der Schulunterricht wieder aufgenommen. Die Schulabteilung Nollingen hat bereits wieder Schule. — Die Baugenossenschaft Rheinfelden hat ihre in der Wehrstraße gelegenen Wohnhäuser außen inst-andsetzen laten. Auch Privatbauten sind noch im Gange, die Siedlungsbauten des ersten Teils der Erweiterung der Adolf-Hitler-Sieölung gehen ihrem Ende entgegen. — An der Geburt von Zwillingen starb Frau Gertrud Waid geb. Schlempp. — Werkspensionär Wilhelm T r e f z e r erlag im Alter von 73 Jahren einem schweren Leiden. Bnchholz lAmt Emmendingen): Tr4ue Dienst«. Ober- bahmvärter i. R. Karl Wernet, der zur Zeit Bertragsschran- Senwärtep auf dem Haltepunkt Batzenhäusle ist, wurde für 40jährige Dienstzeit mit dem Treudienstehrenzeichen geehrt. Freib«rg: (50 Jahre alt. Der im In- und Ausland bekannt« Vorkämpfer für die Ehrenrettung Abraham a Santa Claras, des berühmten Wiener Volkseriftstellers und Kan- zelrydnerS im 17. Jahrhundert, der in Kreenheinstetten bei Meßkirch beheimatet war. Professor Dr. Karl B«rtsch e, be- geht am 31. Oktober 1939 seinen 60. Geburtstag. Wi« wir erfahren ist er z. Zt. dabei, in Freiburq i. Vr. die EntzMe- rung und Beurteilung der 1926 von ihm in Wien entdeckten zahlreichen und umfangreichen Handschriften von Abraham a Santa Clara abzuschließen. Untermüustertal (Amt Müllheim): Leichtsinniger Junge. Der sieben Jahre alte I u n ge des Elektroinstalla- teurS Gutmann sprang beim Ueberqueren der Landstraße in ein Motorrad und wurde so schwer verletzt, daß er sofort ins Freiburger Krankenhaus verbrocht werden mußte. Bugginge» (Amt Müllheim»: Hohe Ehrung. Ka- meradschastsführer Kaufmann Fritz Müller, der hoch- geachtete Führer der hiesigen Kriegerkameradschaft, wurde für seine 40jährige Treue mit dem goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Die Verleihung dieser hohen Auszeichnung nahm der ReichDkriegerführer, General der Infanterie Reinhard, anläßlich eines Besuches persönlich vor. Sander«: Neue Kraftpostlinie. Ab Montag wird auf der Kraftpoststrecke Kandern—Lörrach—Rheinfelden ein neuer Kurs eingelegt, der Kandern um 14.90 Uhr verlätzt und über Lörrach (14.42 Uhr) Rheinfelden um 1S.23 Uhr erreicht. Rückfahrt: Rh«infelden ab 16.17, Lörrach ab 16.58 Uhr. Kandern an 17.40 Uhr. Lörrach: Verschönerung. Der Hebelpark, die beliebte Stätte der Lörracher Musikkonzerte, wird zur Zeit einer gründlichen Verschönerung unterzogen, um im kom- Menden Frühjahr erstmals die Besucher in farbenpräch gem Blütenkleibe zu erfreuen. jw. Schöna« i. W.: Todesfall. Nach kurzer Krank- h«it verstarb Alt-Bttrgermeister Reinhard Lais von Aitern. Der Verstorbene war weit Wer die Heimatgr«nzen hinaus bekannt und geachtet. Am gleichen Tag« verstarb in Utzen» seld August Seger. Beide erreichten «in Alter von 79 Jahren. Schwarzwalö, Baar und Geekreis Auf und ab der Brigach § Villingen, 29. Okt. Di« von der NSDAP, in all«n Orts- gruppen durchgeführte Büchersammlung für unsere Soldaten erbrachte durchweg ein sehr schönes Ergebnis. — Die NS. - Vaufilmstelle zeigt bei ihrer derzeitigen Gast- spielfahrt in den Spielorten des Kreisgebi«tes den bekannten deutschen Spitzenfilm .fügend", im Beiprogramm den doku- mentarifchen Westwallfilm. — Die VolksbNdungs- statte in der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude* hat auch für diesen Winter wieder eine sehr abwechslungsreiche Vortragsreihe vorgesehen, in deren Rahmen bekannte deutsche Wissenschaftler. Forschungsreisende und Dichter über geschicht- gliche, wehrpolitische und geopolitische Themen sprechen werden. — Auch das Amt für Berufserziehung und Betriebsführung tn der DAF. wird wieder seinen Lehrgangsbetrieb wie in den Wintern der Vorjahre aufnehmen. — Die Bau- tätigkeit ist überall wieder im Gange, und man ist be- strebt, die begonnenen Vorhaben noch zum Winter hin unter Dach und Fach zu bringen. — In Tennenbronn wurde «iner der ältesten Einwohner, Landwirt Severin Moos- mann, in bester Rüstiakeit und LebenSfrische 88 Jahre alt. — Landwirt Gottlieb Weißer wurde 81 Jahre alt. — Im Zuge der Einrichtung von Volksbüchereien im ganzen KreiSgebiet wurde jüngst auch in Schönwald eine derartige Bücherei eingerichtet und eröffnet. ^ Singener Chronik 8. Singe« sHohentwiel), 29. Okt. In der Aula der Lange- marck-Oberfchule wurden die ersten fünfzig Kriegshelfer und -Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes, nachdem sie die von Oberfeldführer Dr. Zwiffelhoff«r ab- genommene Prüfung bestanden hatten, in feierlicher Weise vereidigt und verpflichtet. — Dem Telegraphenleitungsaufseher Emil Engesser wurde für seine fünfundzwanzig- jährigen treuen Dienste das silberne Treudienst-Ehrenzeichen verliehen. — ReichSHahnsekretär Jakob Keller und Reichs« bahnassistent Georg Grob wurden mit Wirkung vom 1. Juli ab zum ReichSbcchninspektoren befördert. — Zollinspektor Hermann beim hiesigen Zollamt am Bahnhof wurde zum Zolloberinspektor ernannt. — Im Gemeindeheim St. Peter und Paul feierte Frau Maria U l m e r, die aus dem Ober- amt Tuttlingen stammt, ihren 80. Geburtstag. — Kürzlich starben an einem Tage hier zwei Rückwanderer, nämlich der 58 Jahre alte Karl Eckerlin aus Oetlingen (Kreis Lörrach) und Frau Johanna Auguste Hoffmann, geb. Hölzer, aus Weil a. Rh., die ein Alter von 85 Jahren erreichte. — Runb tausend Rückwanderer — vierhundert Er« wachsen« und sechshundert Kinder — wurden dieser Tage in einem Sonderzug nach Oberstdorf im Allgäu gebracht. Der Abschied von tHrek Quarttergebern gestaltete sich sehr herzlich. LandesgerichtSpräsident Schübler tritt i« de» Ruhestaub Konstanz, 29. Okt. Nach etwas über einjähriger Dienstzeit als Präsident am Landgericht Konstanz tritt Landgerichtspräsi- dent Karl Schüller auf Ende Oktober d. IS. in den wohl- verdienten Ruhestand. Er gehört« zu dem kleinen Kreis von Richtern und Staatsanwälten tn Baden, die sich schon vor dem Umsturz der NSDAP, angeschlossen haben und auch nach außen hin mutig für ihre Weltanschauung eingetreten sind. * Neustadt sSchw.): Hvchbetagt gestorben. Frau Pauline Rombach, ein der ältest«n Einwohnerinnen unserer Stadt, ist im Alter von fast 90 Jahren gestorben. Bad Dürkheim: Rücksichtsloser Autofahrer. Ein auswärtiger Kraftfahrer fuhr am Freitagnacht gegen 11 Uhr beim Kurheim „Waldblick" von hinten gegen zwei Radfahrer, die beide zu Fall kamen, jedoch zum Glück keine nennens- werten Verletzungen erlitten. Beide Fahrzeuge sind erheb- lich beschädigt^ worden.. Ohne sich um die beiden Gestürzten zu bekümmern, fuhr der Autofahrer weiter, ohne erkannt zu werden. Hüfinge« (6. Donaueschingen): Hochwasser. Die Breg führt seit geraumer Zeit Hochwasser, das sich hier allenthalben unliebsam bemerkbar macht. Verschiedene Kellerl stehen schon unter Wasser, auch tiefer gelegene Wohnungen sind schon in Mitleidenschaft gezogen worden. Radolfzell: 60 Jahre Kreislandwirtschafts- schule. Am 30. Oktober sind 60 Jahre seit der Gründung der hiesigen Kreislandwirtschaftsschule verflossen. Die An- stalt, die in der Zwischenzeit oft die Räume wechselte, hat im Zeitrgum ihres Bestehens nicht weniger als 2798 Schü- lern wertvollen Wissensstoff mit auf den Lebensweg ge- geben. -b- Ueberlinge« a. B.: Schweres Leid. Innerhalb einer Woche verstarben hier zwei Kinder der Rückwanderer- familie Beving von Breisach an Lungenentzündung. -b- Frickingen (Kreis Ueberlingen): Masern. Unter den Kindern unseres Ortes sind die Masern ausgebrochen, so daß die Schule vorläufig auf die Dauer von einer Woche geschlossen werden mutzt«. Kurze Sportnachrichten Deutschlands Pistolenschützen siegten in Budapest gegen die ungarische Nationalmannschaft mit 870:868 Punkten. Beste Einzelschützen waren die beiden Deutschen Dr. Jasper und Zindel. Italiens Meisterfahrer Gi«o Bartali gewann mit Erfolg die Lombardei-Rundfahrt über 231 Kilometer nach 6:51.06 Stunden mit drei Minuten Vorfprung. Den zweiten Platz erkämpfte sich im Endspurt aus der starken Verfolgergruppe Leoni vor Crippa und Bailo. Willi Hah«ema»n, der bekannte Wiener Futzball-National- spieler, ist jetzt wieder hergestellt und konnte am Samstag wieder in der Admira-Els spielen. Durch drei Prachttore hatte er großen Anteil am 5:2-Sieg seiner Elf über Colum- bia 1931. Wiens Eishockeyspieler unterlagen im zweiten Städte» kämpf gegen Prag auf der Wiener Eisbahn mit 0:1. Der bekannte Prager Maleeek fchotz im ersten Drittel das einzige Tor. Im Gau Westsale« beginnen dt« Futzball-Meisterschasts- spiele am ö. November. Zehn Mannschaft«» nehmen an den Kämpfen teil. Der Box»LL»derkampf zwischen Italien und Deutschland findet nun endgültig am 9. Dezember in Rom statt. Bei de« Berliner Boxkämpfe» am 8. November wird der deutsche Weltergewichtsmeister Gustav Eder (Köln) auf den Prager Mittelgewichtler Karel Müller, der vor einiger Zeit gegen Besselmann boxte, treffen. Ungarns Meister im griechisch-römischen Ringen wu„rden in Budapest ermittelt. Es sind: Beneze, Fecske, Toth, Ko- vaes. Sovart. Riheczki und Bobis. Reu» Nationalspieler stehen tn der Fußballelf von Sofia, dt« am 5. November in der Neichshauptstadt zum Städtekampf gegen Berlin antreten wird. I« der Enropa-Rekotdlist« der Schwimmer ist Deutsch» land hervorragend vertreten. Die deutsche Borherrschast im Männer-Schwimmsport findet ihren Ausdruck in 8 Europa» Bestleistungen. Bei den Frauen steht Dänemark mit 10 Re- korden (zugleich Weltrekorden!) an der Spitze, während Deutschland hier nur einmal vertreten ist.' Ei« Fnßball-Ganspiel zwischen Südwest und Brandenburg ist zum 5. November vorgesehen. Finnlands Turner haben ihre R«ise nach Deutschland und Italien, wo sie anfangs November Länderkämpfe austragen wollten, verschieben müssen. Am 5. November steigt nun in Dresden ein Länderkampf zwischen Deutschland und Italien. lll>~9pieflta$iezi A. F. i» St. Da Ihr Keller als Lustschutzraum eingerichtet ist und auch so verwendet werden soll, darf er nicht mehr als Keller benutzt werden. Sie müssen sich daher an ihren Ber- mieter wegen zur Berfügungstellung eines anderen Kellers wenden. Sollte ein anderer Raum nicht verfügbar sein, so können Sie gegebenenfalls Herabsetzung des Mietzinses begeh- ren. Wegen der Einzelheiten wenden Sie sich am besten an daL für Sie zuständige Luftfchutzrevter. KnrS I. M. Tr. Wegen der Ausbildung als Dolmetscher wenden Sie sich zweckmätzigerweise an die Deutsche Arbeits» front, die Kurse für fremde Sprachen abhällt. Im Uebrigen können Sie sich wegen besonderer Bedingunhen zur Ausbil» dung als Dolmetscher an das Dolmetschertnstitut der Univer» sität Heidelberg wenden. Evtl. erhalten Sie auch noch beson- dere Auskünfte über die Erfordernisse als Handelsdolmetsche« bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Ch. G. i« Z. Die Voraussetzungen für eine Rentenzulag« dürften bei Ihnen nicht vorliegen, da Sie ja überhaupt keine Rente erhalten. Sie können sich aber bei dem zuständigen Versorgungsamt noch erkundigen, falls Sie doch noch glau- ben, einen Anspruch zu haben. Rückwanderer. Wegen Erlangung einer Unterstützung in- folge Ihrer Erwerbslosigkeit müssen Sie sich an das Arbeits» amt wenden. Im Uebrigen erhalten Sie als Rückwanderer bei dem sür Sie zuständigen Fürsorgeamt Unterstützung, falls die Voraussetzungen hierfür vorliegen. Deswegen könne« Sie sich bei diesem Amt erkundigen. L. W. in O. In welchem Umfange Sie Beschäftigung fin- den können ohne Ihre Rente zu verlieren oder herabznmin» dern, wird Ihnen das zuständige Arbeitsamt Auskunft geben. M. N. in K. Es ist selbstverständlich unstatthaft, datz ein Mieter seinen Rundsunkapparat derart laut einschaltet, baß täglich das ganze Hans dadurch in seiner Ruhe gestört wird, was nicht nur polizeiliche Verordnungen, sondern auch der einfache Takt und die Rücksicht auf die Volksgemeinschaft schon verbieten. Sollten die Ruhestörungen nicht abgestellt werden, wenden Sie sich an das zuständige Polizeirevier. Sotttsdieliftirdiliiilg Evangelischer Gottesdienst Sonntag, de» 29. Oktober vtadlklrche: 10 Uhr Pfarrer Löw. 11.18 Uhr (.in der kleinen Sakristei) Ihristenlehre. Pfarrer Löw. Kleine Kirche: 8.80 Uhr Pfarrer Cöto. Schloßkirche: fällt aus. Avhanniskirche: 8 Uhr Vikar Kumps. 9 .30 Uhr Pfarrer Streitenberg. 10.45 Uhr Christenlehre. 11.30 Uhr «Inder- «ottesdtenst. Vikar Kumps. Christuskirche: 0.15 Uhr Pfarrer Dr. Schilling. 10.1» Uhr Pfarrer Dr. Schil, ling. Gemeindehaus der w-ststadt: 10 Uhr Pfarrer Seusert (Eröffnung des Kon- firmandenunterrichts). Lutherkirche! 8.30 Uhr Eröffnungsgottesdienst des Konfirmandenunterrichts fflt beide Pfarreien. Vikar Menacher. 10.45 Uhr Christenlehre sür die Luther- Pfarrei. . Mailhäuskirche: 10 Uhr Pfarrer Hemmer. Karl.Friedrich.Gedilchtniskirche: 9.30 Uhr Vikar Glö-kler. Beiertheim: 9.30 Uhr Pfarrer Dreher: Diakonisienhauskirche Karlsruhe-Rüppurr: Kirchgang in Rüppurr. Gemeindehaus Albsledlun,- 10 »br »ikar Kumps. 1 Rüppurr: 9 Uhr Pfarrer Schulz. 10 Uhr Pfarrer Schulz. Rintheim: 0.15 Uhr Christenlehre, Pfarrer Fehn. 10 Uhr Eröffnung des Konfirmandenunterricht». Pfr. Fehn. 11 Uhr Kindergottesdienst. Pfarrer Fehn. Haqsfcld: 9.30 Uhr Kirchenrat Stein- mann. 10,45 Uhr Kindergottesdienst. Evaug. Siadliniiüon Karlsruhe. «dlerstr. 23 Sonnlag: 3 Uhr Bidelspinde - Mittwoch 8 Uhr: Bibelstunde, — Don. nerstag 4 Uhr Frauenstunde. S»»»g. hl. M.: 14.30 Uhr Christkönigsand. m. s.; 18.30 Uhr Ro. senkr.-And. — Mittwoch: hl. M. 6.30, 7.45 /- Stunde hl. M.; 8 Uhr Schülerg.; 9 Uhr Allers.-And. Rintheim. Sonntag: 7.30 Uhr Früh- messe (Komm.); 9.15 Uhr Hochamt mit Pr,; 14 Uhr Rosenkr. - .Mttwoch: 8.15 Uhr Frllhm.: 7.45 Uhr Hochamt m. Pr.; 17 Uhr Allers.-Feier m. Pr. — Donnerstag: 6.15, 6.45 Uhr hl. M.: 7.45 Uhr Reauicm (Schüler): 17.30 u. Allcrseelen-Andacht. St. Peter «. Paul,' Durlach. Tonn- tag: 6.30 Uhr hl. Komm.; 6.45 Uhr hl. M.; 8 Uhr hl. M. m. Opserm. d. Iug.: 9.15 Uhr Hockamt; 10.30, 11.30 hl. M.: 14.30 Uhr ChristkSnigsseier. — MM- woch: 5.45, 6.45, 8 Uhr hl. M.: 9.16 u. Hochamt; 10.30 Uhr hl. M.: 14.30 Uhr Allers.-Feier m Pr. — Donnerstag: von 6 Uhr an hl. M.: 8 Uhr Seel.-N. Bruder.Konrads-Kapelle Hohenwet- tersbach. Sonntag: 9 Uhr Gottesd. — Mittwoch: 9 Uhr Td. — Donnersta«: 8 Uhr Gottesdienst. Grihinge»! Sonntag: 7.30 Uhr dl. M. (Komm.): 9.30 Uhr Pr.. Amt: 14.30 Uhr Rosenkr.-And. m. Segen. — Mittwoch; 7.30, 8 Uhr Gd. — Donner«, lag: 6.30, 7, 8 Uhr hl. M.: 17 Uhr Allerseelen-Andacht. ZMm-SolibervewnftalluiMN am Sonntag: Theater Antong Pali... Gloria Pali Gloria vormittags 11.00 Uhr Inumer. Plätze) abends 23.OO Uhr Spielplan Dazu: Wochenschauen vom Krieg in Polen i'reise: 0 45 bis 1.00. {Auch f. Jugend u. Militär) Ff Marlene Dietrich in Die blonde Venus Ii abends 23.00 Uhr Der Film der Sensationen: „Menschen ohne Nerven" und im ZageWielvIan: Palu Gloria Resi 2 OO 4.00 6.00 8.30 (8.30 Unr numerierte , Plätzei 2.00 Z.SO A.00 8.30 (8 30 Uhr numerierte Plätze) Der große Film von der neuen deutsch.Luftwaffe mit Hermann Braun, Heinz Welzel, Otto Wernicke, Carsta Lock, Christian Kayssler Dill 88 Der spannende und unterhaltsame film mit dem aktuellen Thema „Leinen aus Irland" mit Jrene von Meyendorff, Friedl Haerlin, Georg Alexander, Rolf Wanka, Otto Tressler £u oermieten In Durlach Schöne 5 Zimmer-Wohnung mit Mansarden und eiliger, Bad sowie sonstig. Zubehör zu vermietei. Ange- böte unter S 56686 an die Bad. Presse. Schöne, sonnige 4 Zimmerwohnung mit groß. Diele, Badezim., Etagenheizung, in bester Wohnlage der Weststadt sofort oder später zu vermieten. - Näheres zu erfragen bei Kugler, Sofienstrasse 171. Kcirats-Gesuche Dtc ft fyulcU*tri*tfy' J führte In 10 Jahren Tausende Ehewilliger zum guten Erfolg 1 Niederer monatl. Beitrag. Für ausführl. Wegweiser. Bedingungen, Vorschläge 36 <9 in Marken erb. (Alter erwünscht). Stuttgart 1/107, Schließfach 200 Bat. Staatstheater Karlsruhe "w'-'Ä Montag-Sondermiete Zehn Auffübri'nge« von L»er, Operette und Schausviel. Der vorgesehene Spielplan (Aenderungen vorbehalten): Schauspiel: „Die Primaneri»" nach Turmaher von Grafs „Brommy" von Zerkaulen „Ich bin kein Casanova" v. Bielen „Die Srenzelschreiber" von Anzengruber Voraussetzung zur Beteiligung an der Montag-Sondermiete ist die Ge- Haltsgrenze bis RM. 250.—, bei Kinderreichen bis RM. 300.—. Die Bezahlung der außerordentlich niedrigen Preise erfolgt in fünf Raten. Schon für eine Monatsrate von RM. 1.60 eine Montagssondermiete, daher für RM. 0.80 eine Porstellung. Den bisherigen Mietern bleiben Dienstag und Mittwoch die alten Plätze mit Ausnahme des 3. Ranges vorbehalten. Neueinzeichnungen ab Donnerstag, den 2. November 1939, 1. Vorstellung am Montag, den 6. November 1939. Oper „C»K fatt tuttc" von Mozart „Madame Butterflh" von Puccini „Der Waffenschmied" von Leitzing „Die neugierigen Frauen" von L-olf-Ferrari Operette: „Die Landstreicher" von Ziehrer Ämtliche Anzeigen lamtl. Bekanntmachungen entnommen! Bruchsal. Handelsregistereintrag A 4 Nr. 108. Firma Blei er u. Co., Eierteigwaren» fabrik in Bruchsal: Die Firma wurde von Amts wegen gelöscht. Bruchsal, 23. Oktober 1939. Amtsgericht I. Sinsheim. Parkverbote. Für den Landkreis Sinsheim wird mit sofortiger Wirkung folgende Anord- nung erlassen: 1 Auf sämtlichen Reichsstraben, Land- stratzen 1. und 2. Ordnung ist in ihrem ganzen» Verlauf — also auch innerhalb geschlossener Ortschaften — das Parken für private Fahrzeuge aller Slri verboten. 2. Das Halten ist in den genannten Straßen auf das notwendigste Maß zu beschränken. 3 PZäirend der Dunkelheit ist das Parken privater Fahrzeuge aller Art auf allen Straßen grundsätzlich verboten. Gegen das Parken auf nicht im Per- kehrsstrom liegenden Parkplätzen ist nichts einzuwenden. Zuwiderhandlungen gegen diese An- ordnung werden, nach den bestehenden Bestimmungen bestraft. Sinsheim, 24. Oktober 1939. Der Sandra!. cSvueii&H>tt fiwSi fwf fitHt e M&wi> wenn die Feldpost ein Fläschchen von dem tausendfach bewährten Künzels AKA-FLUID bringt. Sie wissen ja — es schützt vor Erkältung, Schnupfen, Grippe, Halsschmerzen, Zahnweh, hält Krankheitskeime fern, erfrischt und belebt den ganzen Körper, Jetzt wenn die kalten, feuchten Tage kommen, leistet es, tropfenweise angewandt, unschätzbare Dienste. Ihr Apotheker oder Fachdrogist hält es für Sie bereit. 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