Verlag und SchMleltung »«rla«: «adls«- Presse, »renzmart. »ruckerei u. Berla« GmbH., Karlsruh« < Baden). LerlagSgebSude: Häuserblock Waldsir. 23. Fernsprecher 7355 u. 735«, nacht» 7499. Hauptgeschäftsstelle, Schrift, leitung und Druckerei Waldstrabe 23. Postscheckkonto Karlsruhe 19800. Tele, «rammadresse: Badische Preise Karls, ruhe. — BezirlSausgabe: Hardt und Ottenau. — Rund 600 Ausgabestellen itt Btadt und Land. Geschäftsstellen in Baden-Baden. Bruchsal und Offenburg. Die Wiedergab« eigener Berichte der Badifchen Presse ist nur bei genauer Quellenangabe gestattet — Für un- »erlangt übersandte Beiträge über- nimmt die Schriftleitung leine Haftung. MW Mt Neue Badische Presse Badische Lanöeszeilung General-Anzeiger für Südweftöeutfchland ss. Jahrgang / Rummer tos Karlsruhe. Montag, den 22. April 1940 Bezugs- und Anzelgeuvreise Se»ug«»ret»: Monaulch JiA w» ter „BP-SonatagSpost' Im Verla» «dei in den Zweigstellen abgeholl 1,70 JIM. A u S w. Bezieher durch Boten 1,70 JIM einschl. 13,96 Pfg. Besörderungs-Äebütl zuzllgl. M Pfg. Irägeriohn. Posibejieher 2.06JV K einschließlich 21 Pfennig BefSrderungS- Seblihi un« SS Pfennig gustellgeld. Bei der Post abgeholt 1,70 JlJt. Abbestellungen nur diS zum 2v. de« MonaiS auf den MonatS-Letzien. — S»»eigenprels! 8. St. Preisliste Kr. • gültig. Die 22 mm breite MillimeierzeU» 10 314. Familien, und kleine Anzeige» ermätzigter Preis. Bei Mengen» » b f ch l ll l s e n Nachlab nach Staffel B Einzelpreis 10 Pfg. Sn Norwegen 9« englische Kam pfeinheiten getroffen, davon bei «o Zotalverlust AK. Berlin, 22. April. Das „IS-Uhr-Blatt" bringt Heute eine neue Aafstellnug von privater Seite über die Verluste der Engläuder bei den Kampfhaudlungeu um Norwegen bin- nen 12 Tagen» b. h. bis zum Abend des Sonntags» 21. April. Hiernach wurde» bis dahin uicht weniger als 30 Kampfein- heiten aus Seite« Englands getroffen. Die Liste der Verluste steht im eiuzelnen wie folgt ans: Schlachtschiffe 4, Schlachtkreuzer 2, Flugzeugträger 1, Schwere Kreuzer 4, Kreuzer 10, Zerstörer 12, U-Boote 18, Transporter 15, Flugzeuge 29. Das ergibt eine« Gesamtverlnst von 9» Einheiten. Gezählt sind dabei lediglich die britische» Kampfeinheiten, die «»mittelbar vor der norwegischen Küste versenkt oder vernichtet, vernichtend getroffen oder schwer beschädigt, leicht beschädigt oder beschlagnahmt wurden. Die beschädigte« Schisse scheide« mi«deste«s für mehrere Monate, wenn nicht für ei« Jahr ««d darüber hinans ans dem aktive» Flotten- verba«d aus. Bei de« 29 Flagzeage« und 13 U-Booten han- delt es stch dabei von vornherein nm Totalverlnfte. Aehnlich verhält es sich dabei mit den 12 Zerstörer», wovo» 1V ver- senkt bzw. aas Stra«d gesetzt warde«. Von de« Schweren und Leichten Kreuzer« darf man 5 als verfeukt annehmen. Bei dem Gesamtverlnst von 9V Kampfeinheiten beträgt der Totalverlust also nahezu 6 0, was die empfindlichste Einbuße ist, die der britische« Wehrmacht jemals i« so kurzer Zeit beigebracht wurde. 2 A Boote und s Flugzeuge des Gegners vernichtet Landverbindung SSlo-Stavanger hergestellt - Arsenal der Garnison von OSlo sichergestellt Der heutige Wehrmachtsbericht Berlin, 22. April. Das Oberkommaudo der Wehr- macht gibt bekannt: N a r v i k wnrde am 21. 4. erneut durch feindliche Seestreit- kräste beschösse», ohne daß es S« einem La»da««svers»ch gegen den von dentschen Truppen besetzte« Ra«m kam. Die im Raum von Drontheim eingesetzten deutscheu Verbände erreichten für die Fortführung der Operationen wichtige Punkte. Zu ernstere« Kämpfen ist es hierbei nir- gends gekomme«. Im Ra«m vo« Berge« erhöhte sich die durch deutsche Truppe» sichergestellte Beute um eiue Anzahl moderner Geschütze nnd wesentliche Materialmengen. Die Landverbi«d«»g zwischen den von dentschen Truppen besetzte» Räumen vo« Oslo über Kristia«sa«d bis Stavanger ist hergestellt. Die im Raum von Oslo i« nördlicher und nordwestlicher Richtung vorgehenden dentschen Truppe« habe« norwegische Abteilunge« zum Kamps gestellt und geworseu. Hierbei nah- me« ««sere Trappen nach Kampf Gjoevik nnd Lillehammer sowie den Höhenrücken Lundehaedge. Der Gegner hatte starke Verluste. Stärkere Kampfsliegerverbäude bekämpften britische Laaduugsversuche bei Namsos «ud A«dals«es mit Erfolg «ud zerstörten die mit feindlichen Trnppen be- legten Orte nnd die Bahnanlagen. Ein britischer Zer- stör er wnrde getroffen, zwei feindliche Handelsschiffe versenkt. Trotz schlimmste« Wetters halfen deutsche Kanlpssl«gze«ge mit, de« feindlichen Widerstand nördlich H a m a r zu brechen nnd zerstörten rückwärtige Bahnverbindungen des Gegners. Das mit großen Munitionsvorräten gefüllte Arsenal der Garnison Oslo nmrde i« Hevedveya entdeckt «nd sichergestellt. , Bei der U-Bootsjagd im Skagerrak und Kategatt wurden zwei feindliche U-Boote vernichtet. I« der norwegische« Marinewerft Horte» «mrde der Betrieb wieder a«fge«ommen. Die L «f t w a s f e setzte ihre Ansklärnng im Seegebiet um Narvik au der Westküste Norwegens nnd über der nörd- lichen Nordsee fort. Britische Flngzenge griffe» de» Flugplatz Aalborg a», ohne irgend eine» Personen- oder Sachschaden attznrichten. Dabei wurden drei britische Flugzeuge, ein weiteres in der Nacht über deutschem Küstengebiet abgeschossen. Im W e st e n keine besondere« Ereignisse. Deutsche Flugzeuge stießen bei der Fernansklärnng über Frankreich bis Bordeaux vor. Im Laufe des Tages kam es zu einer Reihe vo» Lustkämpfe», in dere» Verlauf zwei bri- tische uud zwei französische Flugzeuge abgeschossen wurden. Drei deutsche Flugzeuge kehrte« vom Feindslug nicht zurück. Ei« Flngzeng mutzte wegen Benzinmangel ans Schweizer Gebiet notlanden. Am 20. 4. sind in Bergen 380 000 Paar Sassian-Militär- stiesel. die für England bestimmt waren, sichergestellt worden. Aebermüdete und schlaflose Minister in England Stockholm, 22. April. Wie „Astonbladet" aus London schreibt, käme« manche Kabinettsmitglieder überhanpt nicht mehr znm Schlafe». Der jüngste englische Minister, der 47s jährige Oliver Stanley, verbringe Tag nnd Nacht in seinem Arbeitszimmer, während General Jronside vor feiaem Schreibpult ein Feldbett ansgestellt habe, ans dem er zu uäch- tigeu pflege. London habe in der letzte» Woche n»r über- müdete «nd schlaflose Minister gesehen. Chamberlain pflege nm Mitternacht z« Bett z« gehe«, sei aber scho« nm sechs Uhr wieder a«f de« Beinen, während Churchill regelmäßig auch seinen Nachmittagsschlaf halte. 4 Kreuzer und a Transporter Opfer unserer Flieger Berlin, 21. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am 20. 4., nachmittags, erschienen feindliche Seestreit- kräfte vor Narvik und nahmen eine Zeitlang Hafen und Stadt unter Feuer. Landungsversuche wurden nicht unternommen. Die im Raum von Narvik stehenden deutschen Truppen stellten «ine Beute von 8000 Gewehren und 315 Maschinengewehren mit dazu gehöriger Munition sicher. Nach Drontheim wurden weitere Verstärkungen an In- fanterie und Artillerie planmäßig zugeführt. Bei Bergen und Stavanger sind deutsche Truppen damit beschäftigt, den von ihnen besetzten Raum zu erweitern und von kleineren norwegischen Abteilungen zu säubern. Im Räume von Oslo setzten die weiterhin verstärkten deutschen Truppen ihr Vorgehen in allen Richtungen schnell fort. Eine Kampfgruppe steht kurz vor Aamot? eine weitere ist 50 Kilometer über Hamar nach Norden gestoßen. Deutsche Truppen stehen vor Gjoevik. Deutsche Seestreitkräfte versenkten im Hardanger-Fjord einige kleinere norwegische Kriegsfahrzeuge, darunter den norwegischen Minenleger „Tyr" und kämpften eine Landbatterie nieder. Die Mannschafts- und Materialtransporte nach Norme- gen laufen in erhöhtem Maße weiter. Ein ehemaliger pol- ' nischer Zerstörer wurde durch ein U-Boot novdöstlich der - Shetland-Jnfeln versenkt. Durch die bereits gemeldeten Angriffe deutscher Kamps- slugzenge auf englische Seestreitkräfte am 19. April wurden insgesamt ein Schwerer, ein Leichter Kreuzer so- wie vier Transportschiffe getroffen. Der Ansatz starker Kampffliegerverbände gegen die seind- lichen Landungsversuche bei Namsos und Andalsnes am 20. 4. war von außerordentlicher Wirkung. Bei Andals- nes wurde ein Kreuzer mit einer Bombe schwersten Kalibers getroffen und versenkt. Ein anderer Kreu- zer erhielt von zwei Flugzeugen Bombentreffer mittleren Kalibers, zeigte Stichflammen und setzte sich anschließend auf Strand. An einer anderen Stelle wurde ein Truppentrans- portschiff von 15 000 Tonnen durch mehrere Bombentreffer in Brand gesetzt. Ein zweiter Truppentransporter erhielt durch Bombeneinschlag starke Schlagseite. Gelandete britische Truppeneinheiten wurden an beiden Stellen wirksam mit Bomben bekämpft und erlitten starke Verluste au Personal und Material. Die Bahnhöfe von Nam- sos und Andalsnes wurden in Brand geworfen, Vormarsch- straßen und Brücken durch Bombentreffer zerstört. Im W e st e n wurden südwestlich Saarlautern und süd- westlich Bergzabern feindliche Spähtruppunternehme« sür den Feind verlustreich ohne eigene Verluste abgewiesen. Im deutsch-französischen Grenzgebiet kam es im Verlauf des 20. April zu mehreren Luftkämpfen. Ein eigenes Flugzeug stürzte bei einem Lnstkamps ab. Fünf feindliche Flugzeuge verschiedenen Musters wurden über eigenem und Feindgebiet durch deutsche Jäger und Flak- artillerie abgcjchc>jsen.> Britische Anfragen in Rom «nd Moskau? Besorgnis «m die Haltung Italiens »»d Rußlands AK. Berlin, 22. April. Die englische« Botschafter itt Rom aad Moskau sind »ach einer Ankündigung des Londouer Nachrichtendienstes vom Samstag beauftragt worden, bei der italienischen aad russischen Regierung offiziell anznfragen, ob die bisherige Neutralität der beiden Staaten im Krieg Eng» lands and Frankreichs gegen Dentschland aufrechterhalte« werde, oder ob eine Äenderung in der Haltung beabsichtigt sei. Eine amtliche Bestätigung sür die Behauptung des Loa- doner Nachrichtendienstes liegt bisher weder aus Rom noch ans Moskau, ja nicht einmal ans London selbst vor. Sollte sich jedoch die Ankündigung bewahrheite», dann werde« zwei- fellos Italien wie auch Rußland die richtige Antwort z« finden wissen. Sensationeller Eindruck der gescheiterten Annäherungsversuche ReynaudS an Rom bg. Genf, 22. April. Wie bereits seit einiger Zeit bekannt, hatte der Senat von dem Reaierungsches Paul Reynaud ae- naue Aufklärung über die diplomatischen Manöver der letzten Zeit verlangt und dabei vor allem Prestiaesraaeq über das italienisch-sranzösische Verhältnis gestellt. Paul Rennand konnte lange Zeit dieser .^orderuna des Senats ausweisen und gerade die Behandlung des Themas Italien vermeiden. In den letzten Tagen wurde er aber mehr und mehr In die Enge getrieben und schließlich hat ihn die Kommiision des Senats gestellt. Der Ministerpräsident mußte also in der letzten Sitzung dieser Kommission die verlangte Aufklärung geben, die darin gipfelte, daß die französische Divlo- matie in ihren Bemühungen in Rom einen Mißersola zu verzeichnen hat. Das Eingeständnis dieser schweren Schlappe ist heute in Paris in aller Munde und wird als die „Sensation des Tages" verzeichnet. Es hat sich in der Tat herausgestellt, daß Paul Revnand Annäherungsversuche in Italien unternommen hat. Der französische Regierungschef muß aber zugeben, daß all das französische Liebeswerben um Italien vergeblich gewesen ist. Gleich für Spanien mitsprechend, das ein zweites großes Sorgenkind für die französische Divlomatie ist, be- hauptet Paul Reynaud: „Abseits von jeder ideoloaischen Voreingenommenheit wird die französische Reaieruna ihre Anstrengungen gegenüber Italien und Spanien fortsetzen in der Absicht, eine Mittelmeerentente zu schassen, die eine unerläßliche Grnndlaae für den Brieden ist." An- scheinend haben die letzten Aeußerunaen spanischer Blätter über die Gibraltarsraae in Paris das Gefühl des Un- behagens noch vermehrt. Welch andere Töne klinaen also plötzlich aus dem Munde der französischen Reaieruna. nach- dem bisher die Drohnna Churchills, daß Enaland trotz der Beanspruchung im Norden auch zur Ausrechterhaltuna der Mittelmeerkontrolle stark genug sei. in allen Tonarten ab- geleiert worden war. Generalfeldmarschall Göring beglückwünscht den Führer (Prege-Hoffmann, Zander Mulliplex-K, •seife t. Nr. 10! Badische Presse Montag, de» St. April INI Der Sieg öes Führers, der Wunsch »es Duee Der Dnce hat dem Führer anläßlich feines Geburtstage» folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Während das deutsche Volk Ihre« Geburtstag feiert, möchte ich Ihnen im Namen der faschistische« Regierung nnd des italienische« Volkes meiue herzliche» Wünsche übermitteln mit der siche- re« Zuversicht, daß das deutsche Volk stegreich die große Probe besteht, i« die es gestellt ist. Mussolinis Der Führer hat telegrafisch dem Duce geantwortet: „Ich danke Ihnen, Duce, herzlich für die Glückwünsche, die Sie mir namens der faschistischen Regierung nnd des Volkes Italiens übersandt haben. Ich erwidere Ihren Gruß in dem unerschütterlichen Glauben, daß unsere in der Gemeinsamkeit der Weltanschauung und der Ziele verbündeten Nationen den Kampf um ihre Lebensrechte erfolgreich bestehen wer- -den. Adolf Hitler." Ferner erhielt der Führer in herzlichen Worten gelial- tene Glückwunschtelegramme vom König von Italien und Kaiser von Aethiopien, dem Kaiser von Mandschukuo, dem König der Belgier, dem König von Dänemark, der Königin der Niederlande, dem König von Rmänien, dem König von Thailand Cas»ar Speckner; SteHdertreter de? Haupllchiifileilers und reraniwortlich für ftultuc Unter« hzitun, den HeimalieN und Epori fili den Stadtteil: Alois Richardi, für Kommunales, 93rieffoften, Berichts, und Vereinsnachrichten! gart Binder, für den Anzeigenteil: Kranz S-uhuI, all» w Karlsruh«. Montag, bot ti. April tS4v Bavifche Presse Skr. rn. S-tte s 60 gegen ltoo - Ner WarensttelK von Sorten Zu den Heldentaten, die es verdienen für immer tat die Geschichte des deutschen Saldatentums einzugehen, gehört die Einnahme des norwegischen Kriegshafens Horten im Oslo-Fjord. Infolge ihres schneidigen und tapferen Bor- gehens sowie ihres zielbewußten Auftretens gelang es hier 00 Soldaten des Heeres und der Kriegsmarine, die 1200 Mann starke Besatzung dieses befestigten norwegischen Kriegshafens derart einzuschüchtern, daß sie nach anfänglichem Widerstände die Waffen streckten. Die Einnahme von Horten wird stets einer der kühnste« Handstreiche des dentsche« Soldaten bleiben. Es handelt sich um Marine-Artilleristen, In- fanteriften und Pioniere, denen die Aufgabe zugeteilt war, den Kriegshafen Horten zu besetzen. Es war keine leichte Aufgabe, denn Horten beherbergte als w i ch t i g st e r KriegShafen Norwegens — neben Werst und Arsenal befindet sich hier auch eine Kadettenanstalt — immerhin eine Besatzung von über 1200 Mann. Stunden nach Mitternacht war die Ausbootung der Sol- baten des Landungskorps erfolgt. Vollkommen abgeblendet fuhren die Fahrzeuge in den Hasen von Horten, in dem sich die beiden norwegischen Minenlegboote „Rauma" und Olav Tryggvason" befanden. Unmittelbar an diesen beiden nor- wegischen Kriegsschiffen vorbei nahm ein deutsches Schiff seinen Kurs zum Landungssteg. Der Brückensteg war von den Norwegers mit drei schweren MGs. besetzt. Jui selben Augenblick, als das Schiff, auf dem sich das Landungskorps während der Borbeifahrt an „Rauma" und „Olav Tryggvason" verborgen hatte, am Landungssteg anlegte, erhielt es den ersten Treffer eines 12,7-cm- Geschützes von „Tryggvason". der in die Maschine ging. Ehe die verdutzten Bedienungsmannschaften der norwegischen Ma- fchineugewehre auf dem Landungssteg Zeit gefunden haben, ihre Feuergarben gegen die deutschen Soldaten zu richten, sind diese unter Führung dreier Offiziere bereits an der Brücke. Trotz weiterer Beschießung durch ..Olav Tryggvason", der noch zwei schwere Treffer auf dem Schiff anbringen kann, gelingt es auch die schweren MGs. noch von Bord zu geben. Einem zweiten deutschen Fahrzeug, das an der Nordwest- küste von Horten landen sollte, gelang es, den Minenleger „Rauma", der dem ihm unbekannten Boot zunächst nach Steuerbord auswich, ungehindert zu passieren. Im selben Augenblick jedoch, als das Landungskorps dieses Bootes an Land gehen will, wird es von „Rauma" unter lebhaftes Feuer genommen. Um das Landungskorps zu decken, erwidert es nunmehr das Feuer. Es gelingt dem deutschen Boot, zahl- reiche Treffer auf „Rauma" anzubringen. Der Kommandant des norwegischen Schiffes sowie mehrere Matrosen werden tödlich getroffen. Das Feuer läßt nach, und das LandungS- korps gelangt ungehindert auf norwegischen Boden. Inzwischen hat sich das Landungskorps des ersten Boores in einen Wald zurückgezogen, wo es jedoch weiterhin starkem feindlichem Beschuß ausgesetzt ist. In einer kurzen Offiziers- beratung wird beschlossen, die Stadt Horten, die etwa 10 000 Einwohner hat, zu besetzen und von hier aus dann den Angriff gegen die Marineanlagen vorzutragen, bz-w. den Be- sehlshaber von Horten, eine» norwegische« Admiral, zur Uebergabe aufzusordern. Der Plan gelingt. Ohne Verluste gelangt das Landungs- korps in die Stadt, wo im Hause des Polizeipräsekte« die ersten Verhandlungen wegen Uebergabe der Stadt, die von den zuständigen Stellen zugestanden wird, stattfinden. Ein- geschüchtert durch das zielbewußte und energische Auftreten der Deutschen erklärt sich ein Kapitän der norwegischen Kriegsmarine bereit, eine Verhandlung mit den^Befehlshaber von Horten Mr Kapitulation auch der Besatzung zu ver- Mitteln. Mit beschlagnahmten Kraftwagen geht es nun zum Werst- gelände. Ein Offizier des Landungskorps, bei dem ein Taschentuch die weiße Parlamentärflagge ersetzen muß. begibt sich in Begleitung des norwegischen Kapitäns zum Admiral. Es wird eine Unterhandlung vereinbart, in deren Verlaus der Admiral eine kurze Frist erhält, um sich mit Oslo in Verbindung zu setzen. Beeindruckt durch das entschiedene Auf- treten der deutschen Offiziere und Mannschaften willigt der Admiral, da Oslo ihm die Entscheidung überläßt, in die Uebergabe ein. Er verpflichtete sich zur restlose« Entwaffnung seiner sämtlichen Leute. Zur gleichen Zeit, da die Uebergabeverhandlungen statt- finden, das Übergabeprotokoll unterfchrieben wirb, trifft auch die Landungsabteilung des zweiten Schiffes, dessen Führer ebenfalls die Absicht hatte, den Admiral zu täuschen und zur Uebergabe aufzufordern, auf dem Werftgelände vor dem Gebäude des Admirals ein. Als dann nach erfolgter Uebergabe die deutsche Kriegs- flagge über Horten weht, die gesamten Werftanlagen, die im Hafen befindlichen norweailchen Kriegsschiffe sowie auch die Anlagen des Seeflughafens in deutscher Hand sind, da hat seder Soldat des Landungskorvs der beiden Boote das Bewußtsein, an einem Erfolge beteiligt zu fein, wie er nur selten in der Kriegsgeschichte zu verzeichnen ist. Dieser Erfolg war nur möglich, weil alle eingesetzten Soldaten ihre Pflicht voll und ganz taten, auch nicht der geringste Versager kam und alle Kräfte vorbildlich zulammen- arbeiteten. Kurt Pieper. Märsche unö Kampfe in Norwegens Bergen (P.K.) Am nächsten Nachmittag gibt der Major den Offi- zieren seines Bataillons in einem Zimmer eines der Osloer Hotels die Lage bekannt. Bon unten aus der großen Halle bringen in seltsamem Gegensatz die Klänge einer Tanzkapelle herauf. Friedlich ist das Leben in der Stadt. In aller Herrgottsfrühe Start. In dem unwegsamen, alpinen Gelände ist auf die schweren Nachschubkolonnen verzichtet worden. Auf Lastwagen wird das Bataillon nach vorn geworfen. Jeder Mann führt für ein paar Tage Verpfle- gung mit sich. kommt darauf an. schnell und beweglich zu sew. Hier werden keine Schlachten geschlagen. Irre- geführte Teile der norwegischen Armee leisten in kleinen Ge- fechten hinhaltenden Widerstand, sprengen Brücken und enge Paßstraßen, um unseren Vormarsch zu erschweren. Gleich hinter Oslo zieht sich die Straße nach Bergen in gewundenen Kehren bergan. Auf den Höhen liegt noch Schnee und je höher wir steigen, desto mehr rückt er an die Straße heran, bis wir wieder.mitte« im Winter sind. Zwar scheint die Sonne warm, aber im Schatten ist es empfindlich kalt. In der Nacht ist vom Nachbarbataillon der Gegner um einige Kilometer zurückgeworfen worden. Er ist im Weichen und ehe wir daran sind, vergeht ein gutes Stück Weg. So heißt es zunächst marschieren. Das Gepäck liegt aus den Lastwagen, die Schützen tragen ihre Waffen und soviel Mu- nition wie nur möglich, die schweren Waffen der Maschinen- gewehrkompanie halten es genau so. Nach S0 Kilometer« die erste Sperre. Ein paar Bäume quer über die Straße gelegt. Nach zehn Minuten liegen die Tannen im Abgrund zu unserer Linken. Unangenehmer ist schon die nächste Sperre. 25 bis 30 Meter tief in die Straße in einer Schlucht durch den. Fels ge- trieben, den die Norweger weggesprengt haben und der nun bis zu drei Meter hoch die Fahrbahn bedeckt und sie unwegsam macht. Denn ausweichen kann man hier nicht. Links fällt die Wand dreihundert Meter tief zum Fjord ab. rechts steigt sie doppelt so hoch an. Eine Kompanie bleibt zurück, und während die anderen weiter vorstoßen, wird das Hindernis mit viel „Hau-Ruck!" und ausgelassenen Scherzen weggeräumt. — Dann geht «S weiter, auf Hönefoß zu, das jenseits des Fjords liegt. Diese kleine Stadt mit ihrem Militärlager ist unser Ziel. Wir setzen alles daran, um in einem Tagesmarsch> der allerdings 60 Kilometer betrage« wirb, dort zu sein. Es kam aber anders. Dort wo der Fjord sich zu einem See verengt, ist wieder die Brücke gesprengt. Zwar trägt das Eis noch, obwohl wir Mitte April schreiben. Frei dem Beschuß des Gegners ausgesetzt, ohne Deckung auf der weiten glatten Fläche, stößt die Spitze zum anderen Ufer vor. Noch ist alles ruhig, wenn der Gegner sich über- hauvt festsetzen will, dann kann er es nur hier tun. Und richtig, kaum ist die Jnfanteriefpitze um eine Bergnase vor- gerückt, wird sie von wütendem Maschi«e«gewehrse»er empfange«. Ein Svrung an die Felswand, hinter die großen Blöcke, die einen Absturz zum Fjord hin verhindern sollen. Die ersten Verwundeten melden sich. Hier weiterzumarschieren ist unmöglich. In zeitraubenden Umgehungsmanövern mit fast alpiner Kletterei bergauf, bergab, versuchen wir den Gegner abzufangen. Das kostet viel Zeit. Sprungweise gehen die Schützen im Schutz der schweren Maschinengewehre vor. der Gegner streut unregelmäßig das Gelände ab unö hält die Straße unter Feuer, sobald sich dort etwas rührt. Erst, als von links her die schweren Granatwerfer ein gewichtiges Wort mitreden, und ein paar Häufergruppen, aus den:», ge- schössen wurde, systematisch abstreuen, verstummt das Feuer. Die nachstoßende Schützenkompanie findet nichts mehr vor. Eine Kompanie vorn, der Rest des Bataillons gestaffelt dahinter, geht es weiter. Zehn Kilometer von Hönefoß macht das Nachbarbataillon Quartier. Die heutige Marschleistung betrug 50 Kilometer, dazu teilweise kämpfend quer über die Berge. Die Kräfte müssen für den nächsten Tag geschont werden. Nur unser Bataillon, has vollständig auf Fahrzeugen verladen SA. und Wehrmamiichoften marschlttlm Berli«, 22. April. Zum Geburtstag des Führers brachte« die SA. und mit ihr die SA.-Wehrmannfchaften dem Obersten SA.-Führer ihren Glückwunsch, ihren Dank und ihr Treue- gelöbnis durch einen am Sonntagvormittag im ganzen Reich durchgeführten Gesamteinsatz für die vormilitärische Wehr- erziehung zum Ausdruck. In Berlin marschierten 15 600 SA.» Männer und Angehörige der SA.-Wehrmannschasten im An« schluß an den freiwillig übernommenen praktischen AuS- bildungsdienst im Sternmarsch zu einer gewaltigen Kund- gebung im Lustgarten auf. Stabschef Lutze benutzte die Gelegenheit, de« SA.-Wehr« Mannschaften, d. h. den Ausbildern wie den Auszubildenden, für den vorbildlichen freiwilligen Einsatz Dank und Anerkennung auszusprechen. Fast eine Million Männer seien heute mit der ersten Ausbildung so gut wie fertig, und schon stünden wieder ebensoviele bereit, in der karg bemessenen Freizeit in kameradschaftlicher Verbundenheit und in einem über di« selbstverständlichen Pflichten hinausgehenden Einsatz dem gleichen Ziel zuzustreben. „Sorgen wir dafür", so schloß der Stabschef, ,Haß der Block, zu dem unser Volk zusammen- geschweißt ist. immer härter wird, dann wird ganz Deutsch- land ein Bunker fest wie Granit und unüberwindlich sein". ANred Rosenberg iura» vor »enNnAWdlma Leipzig, 22. April. Im Rahmen der diesjährigen Kantate- Veranstaltungen trat am Samstagnachmittag der Börsen- verein der deutschen Buchhändler zu Leipzig als Wirtschaft- liche Spitzenvertretung des Buchhandels zu seiner Haupt« Versammlung zusammen. Auf einer Großkundgebung am Sonntag würdigte Reichsleiter Alfred Rosenberg den Krieg als den Kampf der alten Autoritäten gegen die europäische Wende und die Revolutionierung des Weltbildes und die nationalsozialistische Revolution bedeute. Die natinalsozia- ltstische Revlution bedeute keine Bilderstürmer«. Sie werde sich niemals dazu hergeben, ehrwürdig Altes zu zerschlagen, denn damit würde sie zugleich das ewige Wesen und die Schöpfer- kraft des ewigen Deutschland zerschlagen, die sich in dieser Form einmal geäußert habe. Das 19. Fahrhundert sei die Periode des großen Gammelns gewesen. Unsere große Auf- gäbe sei es setzt, eine Epoche der gewissenhasten Wertung herbeizuführen. Der Sieg in der Weltgeschichte gehe nicht nur mit de« stärksten Bataillonen, sondern auch mit den stärkeren Ideen. Die deutsche Wehrmacht und daß ganze deutsche Volk wisse, daß es einen politischen Existenzkampf zu führen habe, es wisse aber auch, daß wir an der Spitze einer neuen Idee «mrschieren und daß wir die Bannerträger einer Neu- orduung des europäischen Kontinents seien. CK-Ritterkreu? für Mzeatmiral Schnietvind unö Konteraömiral Sönitz Berli«. 22. April. Der Führer ««d Oberste Befehls« haber der Wehrmacht verlieh gestern dem Chef deS Stabes« der Seekriegsleitung. Vizeadmiral Sch«iemi«d «nd dem Be- sehlshaber der U«terseeboote, Ko«teradmiral Döuitz, das Rltterkre«, des Eisente« KrenzeS. Der Führer hat diese hohe Auszeichnung damit Offizieren zuteil werden lassen, die auf die Planung und Leitung der Seeoperationen entscheidend eingewirkt bzw. den Ansatz der Unterseebootswaffe verantwortlich geleitet haben. werden kann, soll noch weiter vorstoßen, möglichst bis «ach Hönefoß hinein. Kaum sind die ersten, sichernden Fahrzeuge aus dem Schutz« des Dorfes herausgetreten, hämmern von drei Seiten die Maschinengewehre des Gegners auf uns etat. Im Schutze der Dunkelheit haben sich die Norweger noch einmal fest- gesetzt. Eng in den Straßengraben gepreßt, warten wir das Ende des Feuerstoßes ab. Irgendwann muß der Gegner aufhören zu schießen. Maschinengewehrgurte ohne Enö.e sind noch nicht erfunden worden. Vorerst aber spritze» di« Ge- schösse aufsprühend Wer das Straßenpslaster hin, klatschen gegen die Baumstämme, Aststücke rieseln auf uns herab. Jetzt antworten unsere MGs., die eine kurze Feuerpause des Geg- ners benutzt haben, um in Stellung zu gehen. Mit einem Zuge stößt ein Leutnant zu beiden Seiten der Straße vor. Gewaltsam soll der Gegner geworse« werde«. Es ist immer wieder dasselbe, kaum sind wir auf Handgrana- teuwurfnähe herangekommen, da zieht sich der Gegner zurück. Mitternacht ist schon vorüber, als die Berührung mit drüben abreißt. Es fängt zu schneien an, ein unangenehmer Wind kommt auf.^ Für die paar Stunden der Nacht bezieht das Bataillon notdürftig Quartiere. Am Morgen wird der in der Dunkelheit unmöglich ge- wordene gewaltsame Vorstoß durchgeführt. Nichts rührt sich. Von norwegischem Militär ist nichts mehr festzustellen. Unser« Jnfanteriefpitze tastet sich durch die Stadt hindurch und da sie nirgends auf den Gegner stößt, besetzt sie die jenseitigen Ausgänge der Stadt. Auch das Militärlager in der Nähe ist leer. Ausgeslogen. Hönefoß, um das wir anderthalb Tag und eine Nacht marschiert und gekämpft haben, für das wir Kälte und Entbehrungen auf uns nahmen, es ist unser und ein Stück der Straß« nach Bergen ist m unserer Hand. ' Enno EimerS. cJpürsäm in derfäckung Von jeher zeichnet ECKSTEIN Nr. 5 sich durch besondere Tabak-Qualitäten aus. — Das ist trotz des Preises von Z'/z Pfg. möglich, weil dieVerpak- kung zwar gut, aber nicht teuer ist. 3y 3 &>r$. Seite 4. Nr. 102 Sadifche Sbvontt üiontag, de» 22. April 1M9 Aus öer basischen Heimat Jus Nordbnden ^ /- Karlsdor«: V e r i ch i c d e n e s. Maschinenhallenarbeiter 'Mischer konnte dieser Tage für 25jährige Dienstzeit bei oer Reichsbahn mit dem silbernen Treudienstehrenzeichen ■ ausgezeichnet werden. — In einer Versammlung des Reichs- !!i j"- In ^ e ® Ortskreisgrnppensührer Christlich lBruchsal! über die großen und bedeutungsvollen Aufgaben oes zivilen «elbstichntzes. Unter Leitung von Luftschutzlehrer Koner lBrnch'all wurde eine vraktische Brandbekämpfung vorqesn >rt. — Zsls eine der ältesten Einwohnerinnen konnte oieier Taae Margarete Eft wein ihren 83. Geburtstag be- gehen, gestern feierte Werkmeister a. D. Hermann A n t - wein «einen SO. Geburtstag, während am gleichen Tage .vlorentiiie Klein geb. Math?« tfireri 77. und Landwirt ..'cathaus H u b e r seinen 7?. Gebnrtslaa begingen. Gestern av s«V ar « Spengler geb. JVmfiof ihren 77. Geburtstag. ~- AeM etallivenöeergab auch hier ein sehr schönes Ergebnis. Orsingen lbei Pforzheim): Diamantene Hochzeit, «m vergangenen TamStag feierte da? ältere ^henaar der Gemeinde. Josef Meiling und Helene geb. Vielfnrf, das Fest der diamantenen Hochzeit. Ter Jubilar ist 84 und feine ,mu 8 (1 Joorc alt. Meiling ist noch sehr rüstig und arbeitst auf dem Felde mit. Er ist der älteste Einwohner von Er- , singen. Millelbadische Rundschau b. Gaggena«: Bilderbogen. Das Gastspiel der Stäb- tl'chen Schauspiele Va-d-en-Vaden mit dem Lustwiel „Die drei Eisbären" war abermals sehr gut besucht. Den Künstlern wurde lür ihr flottes Spiel herzlicher Beifall gespendet. - fftt einer eindrucksvollen Feierstunde wurden die 10jährigen Pimpfe und Jungmädel itt das Junavolk sowie in den Jung- mädelbund ausgenommen. Zahlreich hatten sich öie Eltern hrerzu eingefunden. — Der Löschzug 1 und 2 der Frei- willigen Feuerwehr hielt eine lehrreiche Gesamtprobe ab. — Der Schivarzwalöverein führte eine schöne Wanderung zur Kreuzweghütte unö dem Tirolerbrunnen durch. — Das Wochenende selbst, das öen ersten Blütenzauber unserer Murgtalheimat bescherte, stand ganz im -.Zeichen des Ge- burtZtages unseres Führers. — Die Metallspenden für den Führer übertrafen sowohl in der Altstadt wie im Stadtteil Ottenau bei weitem die gehegten Erwartungen. — Dieser ^age vollendete Hermann Hirth im Elisabethenheim das 80. ^ebensjahr. Rentner Wendelin Weber in der Rathausstraße beging das 74. Wiegenfest. Witwe Justine Hertweck wurde 7» Jahre und Witwe Rosa Knörr 87 Jahre alt. Am 23. ds. Mts. vollendet Frau Ferdinanda Rieger das 76. Wiegenfest. nik. Gernsbach: Notizen. In der bis aus den letzten Platz gefüllten Stadthalle sprach in einer aufschlußreichen Kundgebung SA.-Standartenführer Franz Moraller. Das aktuelle Thema „Der Krieg gegen die Plutokraten" wurde von dem hier sehr beliebten Redner in überragender Art behandelt. Ein kleines Orchester unter Leitung von Stadt- kapellmeister Stiebitz umrahmte den Abend. — Im Kurhaus fand eine Arbeitstagung des NSRL.. Kreisabschnitt Gerns- bach, statt, Kreisabschnittsleiter Fortbildungsschulhauptlehrer W. Kammerer eröffnete die ebenfalls stark besuchte Tagung aller Fachschaften des NSRL. Kreisbeauftragter Kalmbacher- Rastatt referierte eingangs über die bevorstehende Altmate- rialsammlung, bei welcher vornehmlich die Schulen eingesetzt werden. Interessant wußte er über die drei Sektoren: Wirt- schaft, Propaganda und Wehrmacht zu berichten. Anschließend sprach Oberschulrat Gärtner-Badeu-Baden zu den Erziehern der Fachschaft Volksschule und wußte mit packenden Worten über die augenblickliche weltpolitische Lage zu berichten. I. Kehl: Kreisleiter Rombach im Grenzge- biet. Am 13. April 1040 beauftragte der Gauleiter Kreis- leiter Pg. Karl Rombach unter Beibehaltung des Kreises Offenburg das Amt des zum Wehrdienst einberufenen Kreis- leiters Pg. Heinrich Sauerhöfer, Kehl, zu übernehmen. In den vergangenen Tagen hat Kreisleiter Rombach sämtlichen Ortsgruppen des Kreises Kehl einen Besuch abgestattet. Von den Ortsgruppenleitern und Bürgermeistern ließ sich Kreis- leiter Rombach eingehend über die wirtschaftlichen, verwal- tungsmäßigen und politischen Verhältnisse unterrichten. Ueberall nahm er die besonderen Wünsche der Ortsgruppen- leiter und Bürgermeister e tgegen, wobei er sich über aktuelle Fragen über den Arbeitseinsatz und die Frühjahrsbestellung informierte. Memprechtshofe«: Hohes Alter. Am heutigen Montag feiert einer unserer Dorfältesten, Karl Weiß, seinen 83. Geburtstag. Trotz seines hohen Alters und eines Arm- bruches im vergangenen Jahre geht der Hochbetagte noch emsig seiner Arbeit in öer Landwirtschaft nach. ll. Diersburg: Mutter von 11 Kindern. Frau -Maria Anna Strubinger, deren Mann, Schuhmachermeister Leo Strubinger, schon vor 22 Jahren starb, vollendete ihr 75. Lebensjahr. Die Jubilarin ist Mutter von elf Kindern, wovon noch neun am Leben sind. Leider ist die Greisin seit Jahreswende völlig erblindet. ll. Altenyeim: Goldene Hochzeit. Landwirt Jakob Rinke! und denen Ehefrau Christine geb. Anselm. leierten in guter Gesundheit ihre goldene Hochzeit. Der Jubilar ist 73 Jahre alt,- er dient« 1884.87 als Feldartillerist in Straß- bürg. Die Jubilarin steht im 68. Lebensjahr. ll. Reicheubach: Goldene Hochzeit. Das Fest der goldenen Nockneit feierte das Ehepaar Engelbert Groß. Der Jubilar. 73 Jahre alt, stammt aus Woliach, die 72jährige Jubilarin aus Schapbach. Der Ehe entsprossen 12 Kinder, wo- von noch sechs am Leben sind. Ein Sohn starb in französischer Kriegsgefangenschaft. ll. Lahr: Tagung der Bürgermeister. Im Land- ratsgebäude fand unter dem Vorsitz von Landrat Strack eine amtliche Bürgermeisterversammlung statt. Direktor Haußer vom Statistischen Landesamt Karlsruhe sprach über öie Auf- gaben der Bürgermeister bei statistischen, namentlich land- wirtschaftlichen Erhebungen. Ueber Fragen des Gemeinde- Haushalts sprach RcvisionSoberinspektor Limberger. Rechts- anwalt Hoedt. Leiter des Wirtschaftsamtes Lahr, behandelte Fragen der Ernährungs- und Kriegswirtschaft, vor allem auch über die Brennstoffversorgung. — Eine im weiten Umkreis bekannte und geschätzte. Persönlichkeit, Fabrikant Robert Müllerleile. Führer de? -Ortenauer Sängerbundes lKreis 6), vollendete in bester Gesundheit sein 70. Lebensjahr. Heute noch steht der Jubilar in jugendlicher Frische seinem Be- triebe, einer Großdrnckerei in Lahr-Dinglingen, vor. — Wie in Gottenheim fand auch in Lahr lim Hos des ehemals Tramp- lerschen Anwesensj die amtliche Körung der Bullen, Eber und Ziegenböcke statt? eine weitere Körung, für das Ried, wurde in Kürzell abgehalten. Zur Körkommission wurde auch Pg. Drexler-Allmannsweier zugezogen. Der Bulle der Ge- meinde Oberschopfheim erhielt eine Prämie von. 50 RM, der Eber der Gemeinde Friesenheim ebenfalls «ine solche von 50 RM., ebenso der öer Zuchtgenoss «nschast Fräesenheim. Wärter- Prämien erhi«lten Mhler-Oberschopsheim und Hummel-Lahr. Spielende Kinder setzen Scheune in Brand e. Eberbach, 22. April. Am vergangenen Samstagnachmit» tag vergnügten sich drei Eberbacher Buben im Alter von etwa 6 Jahren mit „Feuerlesmachen" an einer am Mühl» weg stehenden Scheune. Dabei geriet die Scheune in Flammen. Da der Brand anfangs noch gering war. liefen di« Jungen an den nahen Bach und schöpften mit den Händen Wasser, um das Feuer zu löschen, das jedoch mehr und mehr um sich griff und, da die Scheune mit Futtervorräten ange- füllt war, reichliche Nahrung fand Als die Mutter des einen Jungen zum Nachhaufekommen rief, bekamen es die Kna- ben mit der Angst *u tun und liefen fort. Da wurde das Feuer auch von Nachbarsleuten bemerkt, und sofort wurde die Feuerwehr verständigt. Es dauerte nur kurze Zeit, bis die Lö'chmannschasten erschienen und den Brand bekämpften. Dabei konnte es jedoch nicht verhindert werden, daß die Scheune inzwischen bis aus die Grundmauer niederbrannte. Zum Gli-ck war es ziemlich windstill, wodurch ein Uebergrei- fen des Feuers auf eine benachbarte Scheune, die ebenfalls mit Futter?'orräten gefüllt war. verhindert wurde. Möschen aus öem Zug gestürzt Weingarten bei Karlsruhe. 22. April. Die Tochter der j Familie August i^nderle lehnte sich auf der Fahrt zwischen i Weinaarten und Durlach an die nicht geschlossene Tür eines > Eisenbahnabteils und stürzte aus dem Zuge. Das Mädchen hat schwere Verletzungen erlitten. Tödlicher Sturz vom Motorrad Meißenheim bei Lahr, 22. April. Der 43jährige Maler- meister Heinrich Schäfer. Vater von vier Kindern, geriet auf der Fahrt zwischen Offenburg und Schutterwald in einer Kurve mit keinem Motorrad aus der Fahrbahn. Bei dem Sturz zog sich Schäfer einen Schädelbruch zu, dem er erlag. Vom Spiel in den To» Maulbnrg sbei Schopsheimj, 22. April. Das 256jährige Kind der Familie Julius Krumm lief beim Spielen über die Straße und dabei direkt in einen daherkommenden Last» krastwagen hinein. Das Bübchen wurde überfahren und so- fort getötet. Sudbaden und Sochrbein e. Tenin^en: Auszeichnung. Im Gasthaus „zur Sonne" in Emmendingen fand eine Schießwartebesprechung der Kreiskriegersührung Emmendingen statt. Bei dieser Be- iprechung wurden die besten Einzelschützen ausgezeichnet. Kreiskriegersührer Lang begrüßte die so zahlreich Erschiene- uen und nahm zusammen mit dem stellvertretenden Schieß- wart Bürkel die Ehrung vor. Die 1. Schietzgruppe von hier erhielt für beste Leistung die Kriegskreismeisterschaft. AlS bester Schütze im Kreis ist Kamerad G r e m mit 114 Ringen und somit Kriegskreismeister. Als weitere beste Schützen sind öie Kameraden Fritz Hornung mit III, Jakob Göhn«r 110, Fritz Frotz jg. 105, Otto Meier 104. Wilhelm Ehret 104, Ro- bert Frn* 102 und Eugen Rieg mit 101 Ringen. L. Bahlingen: Notizen. Am Mittwochabend fand im vollbesetzten Saal des Gasthauses „zum Lamm" ein sehr schö- ner Untcrhaltungsabend statt. Veranstalter war die Deutsche Arbeitsfront NSG. „Kraft durch Freude", welche unter dem Motto „Das Varietö — Parade der Heiterkeit" einen frohen Feierabend veranstaltete. — Dieser Tage veranstaltete, die NS. Gaufilmstelle einen Filmabend. Neben einem schönen Beiprogramm zeigte die Leinwand als Hauptfilm „Der Edelweißkönig". — Drei Störche sind wieder hier eingekehrt und haben das Storchennest bezogen. AusRMgrMekn k. Wörth am Rhein: Notizen. Im Gasthaus „zum Engel" fand unter Anwesenheit der Kreisfrauenschafts- leiterin Frau Deldo ein Appell der NS.-Frauenschast Wörth a. Rh. statt. Zellenleiterin Frau Vsründer begrüßte öie Er- schienen«». Stellv. Ortsgruppenleiter Pfründer führte öie neue Leiterin öer NS.-Frauenschast Pgn. Wahl in ihr Amt ein unö überreichte ihr die vom Führer verliehene Medaille für Deutsche Volkspslege. Kreissrauenschastsleiterin Deldo sprach der bisherigen Leiterin der durch ihr hohes Alter ausscheidenden Frau Knecht den Dank aus. Ferner ermahnte sie die Anwesenden zut Mitarbeit auf unö zeichnete in ihrer herzlichen Art die innere Haltung der deutschen Frau in heu- tiger Zeit. — Im Zeichen des Verstehens der heutigen °eit und Lage der Verhältnisse haben sich unsere Gesang- und Sportvereine entsprechend dem Aufrufe an das deutsche Volk zur Metallspende vorbildlich gezeigt. Nicht weniger als 27 wertvolle Pokale und außerdem noch fitere Kunst- und Wertgegenstände wurden in den letzten Tagen an die Metall- sammelstelle gebracht. -b- Kandel: Unfälle. In der Rheinstraße wurde das drei Jahre alte Söhnchen des Landwirts Jung von einem Motorradfahrer angefahren und erlitt einen Beinbruch. — Dem Waldarbeiter ^>akob Mackert aus Minderslachen wurde von einem fallenden Baumstück das Schienbein durchge- schlagen. WaslerftanhSberichte beS Rheins! Konstanz 335, flleiifi: Rheinfeld en 256, plus 1: Breisach 236, minus 2: Kehl 297, minus 3; Karlsruhe 488. minus 8; Mannheim 388, minus 7; Taub 308, minus 17. Wer s choß auf Holländer ? uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Roman von Herm Weick 40. Fortsetzung Jeden Augenblick mußte Schlüter erscheinen: die Viertel- stunde war nahezu vorbei. Was würde dann geschehen? Sie gewahrte, daß Steinrück sie immer wieder wie in heimlichem Fragen ansah. Wahrscheinlich wundert« er sich darüber, daß si« Frau Lorring in dies«r freundlichen Weise zum Bleiben aufgefordert hatte? aber sie konnte ihm jetzt keine Erklärung dafür geben. Wenn Suse ahnte, was ihr drohte, jagte es durch Li, als sie wieder in das lächelnde Gesicht der anderen schaute. Ob sie dann noch immer lächeln würde? Da fuhr vor dem Hause ein Wagen vor. Gleich darauf ging draußen die Glocke. Das Mädchen erschien und reichte Li eine Karte. ..Der Herr wünscht Sie zu spr«chen." Li war wie erstarrt. „Führen Sie den Herrn hierher " Im Netz gefangen Kriminalrat Schlüter trat ein. Li sah. wie bei seinem Anblick der Ausdruck von grenzen- losem Entsetzen sich in Suse Lorrings Mienen zeigte. „Verzeihen Sie. daß ich Sie ohne weiteres überfalle", sagte Schlüter, nachdem er Li begrüßt hatte, „ich fuhr gerade durch die Kaiserallee, da wollte ich die Gelegenheit nicht vor- übergehen lassen, mich nach Ihrem Ergehen zu erkundigen." „Das ist sehr liebenswiiridig von Ihnen, Herr Kriminal- rat", brachte Li mühsam heraus. ( Schlüter wandte sich an Suse Lorring. „Guten Tag. gnädige Frau! Ich weiß nicht, ob Sie sich meiner noch erinnern?" „Aber gewiß, Herr Kriminalrat!" erwidert« Suse Lorring mit schwankender Stimme. Mit St«inrück wechselte Schlüter einen kurzen Händedruck. .hoffentlich habe ich durch mein Kommen Ihre Gemüt- lichkeit nicht gestört", sagte er dann zu Li und machte den Eindruck eines jovialen Mannes, der niemanden etwas zuleid tun konnte. ..Ganz und gar nicht", gab Li zur Antwort, ,/>arf ich Sie einlaöen, eine Tasse Tee mit uns zu trinken?" „Sehr freundlich, gnädiges Fräulein: ich sage nicht nein!" Er nahm neben Suse Lorring Platz. „Solch eine Erholungspause tut gut*, meinte er, während «* einen Schluck aus seiner Tass« nahm und mit sichtlichem Genuß ein Stück Konfekt aß, „ich habe heute schon allerhand Anstrengungen hinter mir!" „Ihr Beruf muß doch sehr aufregend sein", sprach Suse Lorring daraus? etwas Maskenhaftes hatten ihre Züge an- genommen. „Eigentlich denke ich es mir schrecklich, immer hinter Menschen, die etwas angestellt haben, hersein zu müssen!" Bedächtig wiegte Schlüter den Kopf. „Manche Leute haben nun einmal diese Passion, ich ge- höre zu ihnen, aber gerade das Aufregende unser«? Berufes hat feine großen Reize. Man bleibt jung und elastisch dabei! Auch kommt man hin und wieder, was nicht zu verachten ist, aus Berlin heraus er machte eine kurze Pause, dann sagte er, während er Sus« Lorring scharf beobachtete: „so war ich beute beispielsweise schon in Leipzig." Suse Lorring war zusammengezuckt. Ein schreckerfüllter Ausdruck hatte sich in ihren Blicken gezeigt. „Ich aß in Leivzig im Schloßhot«! zn Mittag", sprach Schlüter in gemütlichem Plauderton« weiter. ..man «rhält dort etwas Gutes für sein Geld, das Ho»el scheint auch viele Gäste zu haben " Er sah plötzlich Suse Lorring durch- dringend an, wenn ich mich recht erinnere, gnädige Frau, erzählten Sie mir damals, als ich bei Ihnen war. Sie wären kurz vorher aus Leipzig zurückgekehrt, daß Sie bort eben- falls im Schloßhotel gewohnt hätten.« „Habe ich Ihnen das erzählt?" erwiderte Suse mit bar- tem Lächeln: sie konnte sich nicht erinnern, damals mit Schlü- ter darü,ber geredet zu haben. ..Sie haben ein besseres G«- dächtnis wie ich. .Herr Kriminalrat", fuhr sie fort: es sollte scherzhaft klingen, aber die Unsicherheit in ihren Worten war nicht zu überhören „Sie hielten sich seinerzeit drei Tage lang in Leipzig aus. nicht wahr, gnädige Frau?" „Ja." „Drei volle Tage?" ..Wie soll ich Ihre Frage verstehen?" kam es zögernd zur Antwort. „Ich meine: blieben Sie während dieser drei Tage immer in Leipzig, oder fuhren Sie zwischendurch sonstwohin?" Der letzte Blutstropfen schien aus Suses Gesicht gewichen zu sein. Für die Dauer weniger Sekunden machte sie einen hilflosen Eindruck. Dann lachte sie schrill auf. „Nun sagen Sie mir. Herr Kriminalrat: Warum fragen Sie mich eigentlich aus. als ob Sie einen Ihrer Delinquen- ten vor sich hätten?" „Weil ich g«rn wissen möchte, wo Sie öie Nacht vom 2V. zum 21. Februar zugebracht haben?" erwid«rte Schlüter. DaS verbindliche Lächeln, daK er bisher zur Schau getragen hatte, war jetzt aus seinen Zügen verschwunden. „Die Nacht vom 20. zum 21. Februar?" wiederholte Suse Lorring langsam, als müßte sie sich erst mühsam zurück- erinnern. ,^Jch will Ihrem Gedächtnis nachhelfen, Frau Lorring: Am Morgen nach der fraglichen Nacht wurden Sie von Ihrer hiesigen Pension aus in Leipzig angerufen, man berichtete Ihnen von dem Morö an Kammersänger Kollander. Sind Sie jetzt jm Bilde? Also: wo waren Sie in jener Nacht?" Wieder stieß Suse Lorring «in fiebriges Lachen aus. „Wo werde ich gewes«u sein? In meinem Leipziger Ho- tel natürlich!" „Nein, dort waren Sie nicht!" „Woh«r wollen Sie das wissen?" „Weil ich heut« in Jhr«m Leipziger Hotel feststellte, daß Sie am Spätnachmittag des 20. Februar das Hotel verließen und erst in der Frühe des folgenden Tages sich dort wieder einfanden. Sie glaubten, das Hotel unbemerkt wieder betre- ten zu haben, aus triftigen Gründen lag Ihnen wohl viel daran, den Anschein zu erwecken, als hätten Sie die Nacht im Hotel zugebracht. Ihr Fernsein war aber doch bemerkt worden!" Suse Lorrings Blicke irrten hin und her. als suchte sie irgendwo einen rettenden Ausweg. „Jetzt erinnere ich mich wieder", sagte sie dann hastig, „in jener Nacht schlief ich tatsächlich nicht im Hotel. Ich war für den Ab«nd ibei ein«r befreundeten Famili« eingeladen, es wurde sehr spät, da behielt man mich zum Schlafen da." „Wollen Sie mir vielleicht sagen, wie diese Familie heißt?" Suse Lorring setzte jäh eine herrische, abweisende Miene auf. „Ich wüßte nicht, warum das Sie interessieren sollte. Herr Kriminalrat!" Schlüter sah sie kalt an. „Sie können sich denken, Frau Lorring, daß. wenn ich Sie etwas Derartiges frage, ich meine Gründe dafür habe! Aber ich lege aus den Namen dieser angeblich besr«und«ten Fa- milie keinen Wert: denn Sie waren in jener Nacht gar nicht in Leipzig. Si« waren hier in Berlin!" Von imm«r größerem Entsetzen schien Suse Lorring be- fallen zu werden. „Da wissen Sie mehr als ich. Herr Kriminalrat/ „Zwischen elf und zwölf Uhr nachts wurden Sie hier in einer Bar in der Potsdamer Straße gesehen!" Ein rascher Blick aus Suses flackernden Augen traf Stein- rück. „Sie vermuten ganz richtig. Frau Lorring", sprach der Kriminalrat. „Herr Steinrück war es, der Sie dort gesehen hatte!" (Fortsetzung folgt) Montag, de« 82. April 1940 Aus BavlSvuhe Nr. 102. Kette I (Mufti. ?I Richard!) Von Mittag zu Mittag Die Karlsruhs? .Bergstraße" in leuchtendem Gewand Rings um die Stadt ziehen sich die Frühlingsstraßen im besten Sinne des Wortes und vielleicht mit mehr buchstäb- lichem Einsatz als die engere Namensgenossin. Aber Karls- ruhe hat von altersher, als es noch nicht mit dem früheren Bereich der alten Markgrafenstadt Durlach auch orographisch „Bergstraßen am Turmberg in seinem Gebiet hatte, auch seine „Bergstraße", ein Begriff, mit dem man bekanntlich den Gedanken an «inen frühen Frühling mit lichtem Grün und Blüten unwillkürlich aus das Engste verbindet. Die Karlsruher alte „Bergstraße" war die Hirsch- straße, die einst einzige Straße im Stadtgebiet, die „Bei« g i g" in ihrem Verlauf war. Ihr Kennzeichen ist die Hirsch- brücke, unter der ehemals die alte MaxaubaHu, auf deren Gleiskörper heute die Linie 5 der Städtischen Straßenbahn läuft, ihren Weg zog, ohne den Straßenverkehr in Schienen- gleichheit zu stören. Heute liegen Mathystraße und Jolly- straße der Hirschbrücke zu Füßen. Und zwischen beiden grünt und blüht es an dieser Karls- ruher „Bergstraße". Die Baumgruppen und die Anlagen am S o n n t ag sp l a tz, die Hecken, die Wildbüsche und Blüher zeigen jetzt wieder ihr schönstes Gewand, so schön, daß es sich lohnt, bei einem Gang über die Hirschbrück« einmal ein wenig zu verweilen und nach den Steigungen der ,Merg- straße" zu verschnaufen. oe. Stt erste Hroßapptll der Wehrmannschaften SA und Wehrmänner marschierten auf - SA Standartenführer Dr. Süssy sprach - Vorbeimarsch am RathauS Viele Taufende von jungen deutscheu, «och nicht zum Heeresdienst eingezogenen Männer«, werde« seit Monate« von der SA., die der Führer znr Trägen« der vor- nnd nachmilitärische» Ausbildung bestimmte, mit den Grundbe» griffe« der Wehrerziehung vertraut gemacht. Am gestrige« Sonntag traten nun ans Anlaß des Geburtstages des Führers zusammeu mit den Kameraden von der SA. die Wehrmauufchaften von Karlsruhe, deren Ansbildungskurs zu Ende geht, mit einem Großappell zum ersten Ma le vor die Öffentlichkeit. Und mit ihne« waren im ganzen Reich Millionen von deutschen Männern angetreten, um einsatzbereit und in kameradschaftlicher Verbundenheit für die Idee der Wehrertnchtignng zu werbe» nnd aufs ueue ihre vorbehaltlose Treue zum Führer zu beknnde«. Sternmarfchförmig waren in Karlsruhe gestern die SA. und die Wehrmannschaften von den verschiedenen Sammel- platzen der Stadt aufgebrochen, um in geschlossener Front zum Appell auf dem Platz der SA. anzutreten, der von den Volksgenossen dicht umsäumt war. Nach dem Einmarsch der Fahnen, die vor der Ausstellungshalle zu Beidseiten der Freitreppe Aufstellung nahmen, schritten SA.-Standarten- führer Dr. H ü s s y und Kreisleiter W o r ch die Front der Angetretenen ab. Ein Vorspruch eröffnet« den Appell, an dem zahlreiche Ver- treter der Partei, unter ihnen Kreisleiter Wo rch, sowie Ver- treter der Polizei und des Reichsarbeitsdienstes teilnahmen. SA-Standarte«fnhrer Dr. Hnssy erinnerte sodann in seiner Ansprache an die Zeit, da nach dem Zusammenbruch des Reiches mit dem Einsatz des Führers und femer Getreuen der Grundstein für ein neues ^deutsch- land geschaffen wurde, da Horst Wessel und viele andere Männer getreu der Kampfparole in d«n Tod -gingen oder hinter Gesänguistoren und Anhaltelagern schmachteten. Aus ihrdm Opfer erwuchs das neue Deutschland, das beute ebenso bereit ist zu neuen Opfern. Slzcls über Beförderung bei der Ordnungspolizei Das Gaupresseamt der NSDAP, teilt mit: Der Führer hat dem Befehlshaber der Ordnungspolizei beim Höheren und Polizeiführer Südwest Oberst der Ordnungspolizei Winkler den Charakter eines General- majors der Ordnungspolizei verliehen. Generalmajor der Ordnungspolizei Winkler wurde gleichzeitig vom ^-Standartenführer zum ^-Oberführer befördert. Feierstunden in den Ortsgruppen der Partei anläßlich des Geburtstages unseres Führers In den Sälen der Stadt waren am Samstagabend die Parteigenossen zu würdigen Feierstunden versammelt, in denen sie dem Führer treue Gefolgschaft versprachen, und ihm Tank sagten dafür, daß er das deutsche Volk aus Not und Verzweiflung ifu unvergleichlichem Aufstieg emporgerissen hat. Im Mittelpunkt der Feiern standen Ansprachen d«r Ho- heitsträger d«r Partei, die von Adolf Hitler sprachen, dem Schöpf«! und Führer des Großdeutschen Reiches, dem Ober- beseblshaber unserer h«rrlichen Wehrmacht. Wir nahmen an der Feier der Ortsgruppe Karlsruh«-Ost l teil, die im „Saalbau" abgehalten wurde. Der Saal, der entsprechend des Tag«s festlich geschmückt war. konnte kaum alle Erschienenen fassen. Die Hauskapelle spielte schneidige Märsche und gemein- sam g«sungenen Feier- uM Kampflieder leiteten über zu der Ansprache des Ortsgruppenleiters, Pg. Schuh mann, der in mitreißenden Worten den Tag zu würdigen verstand und ein Bekenntnis ablegte sür den Nationalsozialismus und gegen jene Mächte, die Deutschland im vergangenen Jahr den Krieg aufgezwungen haben. FeitlmMrung im SlaaMmler Zum Geburtstag des Führers hatte das Badische Staats- theater Wagners „Lohengrin" als Festaufführung auf den Spielplan für den Samstag gesetzt. Unter der strassen musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor K e i l b e r t h, der sein Orchester zu einer Glanzleistung hinriß, wurde das Wagnersche Werk wie einige Wochen vorher wieder zu einem eindrucksvollen künstlerischen Ereignis. Es waren auch die bewährten Kraft« unseres Staatstheaters, die sich mit Liebe und Hingebung dem Werke gewidmet hatten. Theo Strack als Lohengrin. Helmut Seiler als Telramund. Schön?- l i n als König. Heinrich Fritz Harlan als Heerruser. Di« weiblichen Hanptroll«n waren vertreten durch Paula Bau- mann, die als Ortrud wieder ihre überragende Gesangs- kunst unter Beweis stellte und durch Hildegard Kleiber vom Hessischen Landestheater Darmstadt, die sür die erkrankte einheimi'^e Sängerin Müller-Hampe eingesprungen war Als Elsa von Brabant hatte Frl. Kleiber Gelegenheit, ihre glockenhelle Sopranstimme ebenso wirkungsvoll zur Gel- hing zu bringen wie ihre g«reisie Darst«llungskunst. Das ausv «rkaufte Haus dankte allen Mitwirkenden für die festlick« Gestaltung des „Lohengrin" mit begeisterten Beifallskundgebungen Ier eittgleW StraßenbchnaWiim Zunächst war es so wie es immer bei derartigen Gele- genheiten ist: ein« Handvoll Menschen sammelte sich an, dann wurd«n es Dutzende, und schließlich hatte die Polizei alle Händ« voll zu tun, um die Neugierigen zurückzudrängen. Dabei war der Anlaß ganz alltäglich: ein Anhänger der Linie S, die umgeleitet war, sprang gestern Mittag bei der Hauptpost aus den Schienen und blockierte den ge- samten Durchgangsverkehr. Da er keine Einsicht für sein ver- kehrsstörendes Verhalten zeigte und weder geneigt noch fähig war, sich aus eigener Kraft auf das Geleis seiner täg- lichen Pflicht zurückzufinden, wurde er auf etwas gewaltsame Weise wieder dahin gebracht: Der Motorwagen zog langsam an. und stark« Männerarm«, die teils den Straßenbahnschaff- nern der gestauten Wagenschlangen teils SA.-Männern ge- hörten, drückten ihn langsam aber sicher in sein« stählerne Spur zurück. Fröhlich bimmelten nach vollbrachtem Werk die Straßen bahnen auf, und der Menschenauflauf verlief sich langsam, wobei 'sich mancher wohl gedacht haben mag, daß es oft leich- ter ist, einen mit Verstand nicht begaben Straßenbahnwagen wieöer in die Ordnung zurückzubringe l. als einen mit Ver- nunft ausgestatteten, entgleisten Menschen ... Gemäß dem Wunsch des Führers, daß das deutsche Volk gesund bleibt, beharrlich, zäh und wehrhaft sein soll, hat die SA. die vormilitärische Ausbildung junger deutscher Volks- genossen übernommen. „Ihr habt", so wandte sich SA.« Standartenführer Dr. Hüssy an die Wehrmannichaften, „vor zwei Monaten diesen Befehl verstanden und habt Euch der freiwilligen Pflicht, die Euch der Dienst in der Wehr- Mannschaft auferlegt, unterzogen. Ihr habt dabei manches kleine Opfer gebracht und werdet wahrscheinlich in der Zu- kunft noch manches Opfer zu bringen haben. Heute aber dürft Ihr stolz sein, daß Ihr zu Ehren des Geburtstages deS Führers zum ersten Male vor der Öffentlichkeit zeigen könnt, welcher Geist in Euren Reihen herrscht und was Ihr in dieser Zeit an Haltung gelernt habt. Trotzdem sind Eure Opfer im Vergleich zu denen, die Eure Großväter. Väter und Brüder oder die Helden von Narvik gebracht haben gering . Für die Zukunft aber gelte es, den alten Schwur zu er- neuern: Zu jeder Stunde und Minute bereit zu stehen, um dem Führer zu helfen! Dann wird auch das große germanische Reich deutscher Nation glorreich wieder auferstehen. Flotte Märsche, gespielt vom KreiSmusikzug. und ein dichterisch gefaßter Appell beschlossen zusammen mit dem Gruß an den Führer und den Nationalliedern die Knndge- bung, die durch die anschließende Berliner Übertragung der Ansprache des Stabschefs Lutz« ihren Höhepunkt erhielt. Der Vorbeimarsch um die Mittagsstunde am Rat- haus, wo sich auf der Freitreppe neben den Männern der Partei auch Vertreter der' Wehrmacht eingesunden hatten, zeigte in seinem tadellosen Verlauf, daß die Wehrmannschaf- ten der SA. und des NSKK. die bisherige Zeit ihrer vor- militärischen Ausbildung wohl genutzt hatten. äri. Pfingstmontag nicht fleifchfrei Das Reichsernährungsministerium gibt bekannt: Der diesjährige Pfing st montag kommt als fleischfreier Tag in Fortfikll, so daß in den Gast- stätten und Beh«rbergungsbetrieben an di«sem Tage gegen Abgabe von Fleischmarken fleifchhaltige Gerichte verabfolgt werden dürfen. * " . Znr Feier ihres goldeuen Ehejubiläums hat der Ober- bürgermeister den Franz I o h n i g k, Stationswärter a. D. Eheleuten, Forchheim, Karlstraße 267, unter Ueberfendung einer Ehrengabe die Glückwünsche der Stadtverwaltung über- mittelt. Seinen 80. Geburtstag feiert am Dienstag Joses Ham- m e r, Küfer. Zähringerstraß« 60. Wir gratulieren. Seinen 70. Geburtstag feiert heute Montag Georg B a d s ch i n g . Kapellenstraße 74. Wir gratulieren! Ausgabe der Lebensmittelkarten am Feeilag dieser Woche wie bisher Arbeitsjubilänm. Am 1. Mai 1940 kann der Kausmai^!, Pg. Rolf Niedhammer, als Geschäftsführer d«r Flei- scher-Jnnung Karlsruhe un.'i als Vorstand ihrer Wirtschasts- Unternehmungen auf eine 25>ähnge erfolgreiche Tätigkeit in den Diensten des Karlsruher Fleifcherhandwerks zurückblicke^. Zahlreich werden die Glückwunsch« sein, die der ver- diente Betriebssührer an seinem Inbilänmstage entgegen- nehmen darf. Mlsrntm MlinstaltillMN B^disitics S'tta Z'btateT. Im Kroftsn Haus findet beute um 2(1 Uhr Mf 10. (letzte) Vorstellung der Montagsondermiete statt, gespielt wird die komisch« Lper ..Die Hochzeit des Aigaro" von Mozart. Claudio Arrau, der gefeierte Pianist, wird mit seinen Triogenossen im 5. (letzten) Kammermusikabend der Kon-ertdirektion Kurt Neuseldt, der kom- Menden Dienstag, abends S Uhr. in der Musikhochschule stattfindet, zunächst daS schwungvolle 0-dur-Trio von Brahms, op. 87, zum Vortrag bringen. Zwei kurze einsätzige Trio-Werke von Schuberts Nocturna C». 148 und „Nach, gelassener Sonatensatz in L -dur' kommen sodann zur Karlsruher Erstauf« f'ihrung. Das Mavier-Trlo von Tschaikowskh „Tem Andenken eines grosikti Künstlers" gewidmet, bringt d^n Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluß ces ganzen Zvklusies. In den Allanlil-Lichtspiele» laust ab heute der Tobissilm „In letzter Minute", der spannend wie ein Kriminalabenteuer und lustig-heiler wie ein Volksstiick gestaltet ist. Im Beiprogramm die beiden Kulturfilme „Bremen, Bahnhof am Meer" und „Sonnig- Jugend', sowie die neue S-rwochenscha». Seite 6. Nr. 102 1 . Fortuna Düsseldorf um 04 Die «nien Gruppenspiele - Deutsche Fußball-Meisierschafi gestartet Mit zwei Spielen der Gruppe 8 wurde am Sonntag die 5kutsche Fußballmeisterschaft in ihrer entschei» denden Phase gestartet. Die beiden Meistermannschaften von Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf kamen zu überzeugenden Siegen. Schalke fertigte in Bochum den Mittelrheinmeister heimer SV. mit 5:0 (2:0) ab und Fortuna Düsseldorf konnte in Düsseldorf dem Hefsenmeister SC. 03 Kassel sogar mit 7:0 (8:0) das Nachsehen geben. — Tabellenstand: 1. Fortuna Düsseldorf 1 7:0 2:0 S. Schalke 04 1 5:0 2:0 8. Mülheimer SB. 1 0:S 0:2 4. EC. 08 Kassel 1 0:7 0:3 Fortuna Düsseldorf — SC 03 Kassel 7-0 .Im erste» Endrundenkamps zur Deutschen Fußballmeister» schaft erfocht Fortuna Düsseldorf vor rund 7000 Zuschauern gegen den SC. 08 Kassel mit 7:0 (3:0) einen überzeugenden Ersolg. Die Elf des Niederrheinmeisters verfügte über daS reifere Können und die größere Spielerfahrung, aber die Hessen hatten mit ihrem tapferen Widerstand ein besseres Ergebnis, wenigstens aber daS Ehrentor, verdient. Dabei spielte Fortuna nicht einmal in Bestform, vor allem der Lke. Pickartz, war sehr schwach. Bei Kassel versagte Läuferreihe vollständig, so daß dem schnellen Sturm jeg- Halblinke, Pickartz, war sehr schwach die Läuferreihe vollständig liche Unterstützung fehlte fC Schalke O4 - Mülheimer SV 5:0 Der deutsche Meister Schalke 04 konnte am Sonntag in Bochum vor 20 000 Zuschauern den Mittelrheinmeister Mül- heimer SV. mit 5:0 (2:0) Toren leichter als erwartet be- siegen. Die Westfalen traten mit Gellesch als Mittelläufer für den verletzten Tibulski und ohne Ernst Kuzorra an, da- sür hatten sie Kalwitzki und Dargaschewski aus dem linken Flügel. Die „Knappen" siegten auch in dieser Höhe ver- dient. Die energisch und zweckmäßig spielenden Mülheimer lieferten ein ausgeprägtes Deckungsspiel, waren aber dem Kreiselspiel der Königsblauen nicht gewachsen und waren bald müde und abgehetzt. Sie fielen vor allem den Quer- passen zum Opfer, denn fast alle Tore fielen aus diesen. Waldhof vor der Meislerschaff Die größten Aussichten auf die badische Fußballmeister» schaft hat der SB. W a l d h o f, der am kommenden Sonntag in Berlin das Tschammer-Pokal-Endspiel gegen den 1. FC. Nürnberg bestreitet. Gegen den BfR. Achern setzten die Wald» höfer zahlreiche Ersatzspieler ein, um vor allem ihre jungen Kräfte zu schonen. Trotzdem langte es zu einem zweistelligen Erfolge mit 10:1 (4:0) Toren. Di« spielfreudigen Gäste ka» men über einen lobenswerten Eifer nicht hinaus und unter» lagen der besseren Technik der Gastgeber, stand: 1. SB. Waldhof 7 24: S 2. BfR. Mannheim 8 27:14 8. BfB. Mühlburg 8 14:10 4. FC. 08 Birkenfeld 0 17:22 5. Freiburger FC. 8 12:14 6. BfR. Achern 10 10:38 Der Tabellen- Ii: 8 0: 7 0: 7 0: 0 8: 8 4:16 SU Waldhof — VfR Achern 10:1 Mit einem eindeutigen 10:1 (4:0).Gieg über den VfR. Achern kam der SB. Waldhof der Meisterschaft von Baden ein gutes Stück näher. In Anbetracht des bevorstehenden Pokalendspiels schonte Waldhos die jungen Spieler Fanz und Erb, auch Pennig und Maier sowie der Torhüter Deyhle waren diesmal nicht dabei. Dennoch gab es den erwarteten Sieg. Der technisch überlegenen Spielweise Waldhofs konnte Achern lediglich einen lobenswerten Eifer entgegensetzen. Dieser mit viel Energie aufgebaute Widerstand brach aber nach dem Wechsel in den verwirrenden Kombinationszügen der Mannheimer zusammen. Bis zur Pause hatten Pfeiffer (drei) und Günderoth schon vier Tore vorgelegt. Gleich nach dem Wechsel erzielte Acherns gefährlichster Stürmer Bossel- mann das einzige Gegentor. Waldhofs Spieler erzwangen dann noch weitere 6 Tore, die Bielmeier (zwei), Siffling 4 (zwei), Pfeiffer und Heermann erzielten. — 2000 Zuschauer, Schiedsrichter Albrecht (Mannheim). Anneliese Ullstein Meisterin von Rom Die deutsche Tennismeisterin Anneliese Ullstein hat ihre schönen Erfolge bei dem FrühjahrS-Tennistnrnier in Italien mit dem Sieg in der Meisterschaft von Rom ge- krönt, nachdem sie vorher schon in Palermo und Taor- m i n a Turniersiegerin geworben war. Im letzten Satz mußte sie nach einer 4:1-Fiihrung ihre Gegnerin noch ein- mal auf 4:4 herankommen lassen, dann war aber endgültig der Widerstand gebrochen. Im Fraueneinzel gab eS durch Tonolli — San Donnino mit 6:2, 6:1 über Berescu—Smogyi einen italienischen Sieg, während sich den Titel im Männereinzel Puncec (Jugosla- wien) erst nach Kampf 8:«, 4:6, 7:8, 6:2, 6:4 gegen den Rumä- nen Tanasescu holte. Henkel/Göpfert geschlagen Im Doppel-Wettbewerb um den Preis der Nationen, der im Rahmen der römischen Tennismeisterschaften entschie- den wird, ist nun auch die zweite deutsche Mannschaft aus der Strecke geblieben. Henke l—G ü p f e r t trafen in der Bor- fchlußrunde mit den famos eingespielten Italienern de Ste- fani—Taroni zusammen. Die Italiener gewannen nach prächtigem Widerstand der Deutschen in fünf Sätzen 1:6, 6:4, 1:6. 6:4, 11:9. Unser Paar war im entscheidenden fünften Satz nach einer 4:1- und S:3-Führung dem Siege sehr nahe, doch ging bei 7:6 der Matchball-verloren. Die größere Aus- dauer der Italiener und ihre lange, sörgfältige Borberei- tung gaben zum Schluß den Ausschlag. In der Endrunde treffen de Stefani—Taroni mit den Jugoslawen Puncec-^ Palada zusammen, die das zweite italienische Paar Cucelli— Bido mit 6:3, 4:6, 6:2, 0:6, 6:2 bezwangen. TG 78 Heidelberg badischer Hockeymeister Die badische Hockeymeisterschaft fiel, wie nach dem Stand der Dinge nicht anders zu erwarten war, an die TG. 78 H e i d e l b e r g, die ihr vorletztes Spiel in Mannheim gegen den Tbd. Germania mit 3:1 (3:1) siegreich gestaltete und mit drei Punkten Vorsprung bei einem noch ausstehenden Spiel nicht mehr eingeholt werden kann. Den zweiten Tabellen- platz hat der Vorjahrsmeister HC. Heidelberg sicher, der im Lokalkampf gegen den HTV. 46 mit 3:2 (2:1) gewann. Im Mannheimer Lokaltreffen behielt überraschend die MTG. mit 1:0 über den VsR. die Oberhand. Bei den Frauen steht die Entscheidung noch aus, denn Heidelberger TV. 46 und VsR. Mannheim trennten sich in Heidelberg in dem besonders angesetzten Entscheidungskampf torlos. Beiderseits wurden recht gute Leistungen gezeigt, aber die Abwehrspielerinnen zeigten sich den Stürmerinnen überlegen. Nun stehen sich die beiden hartnäckigen Gegner, am nächste« Sonntag erneut in Mannheim gegenüber. Koppenwallner übersprang 1,93 Meter Die reichsoffenen Leichtathletikveranstaltungen des Mün- chener Postsportvereins, in deren Mittelpunkt das 16-Kilom.» Laufen und Marschieren „Rund um den Nymphenburger Kanal" stand, brachte am Sonntagvormittag schon recht gute Leistungen. Bei den Läusern gewann der Münchener Poli» zist Ostertag überlegen in 53:34 Min. vor Ilg (SSV. Ulm) in 54:12 und Halmburger (TSV. 1860 München) in 56:15, »während der Wiener Balaban in 56:52 nur den vierten Platz behaupten konnte. Aus den Ergebnissen der Rahmenkämpfe ist die hervor- ragende Leistung des Postlers Koppenwallner im Hochsprung mit 1,03 Meter hervorzuheben, die schon im ersten Sprung ustande kam. Sie bedeutet eine neue bayerische Bestleistung isher Bonneder 1:02). Crampp (TSV. München) durchlief die 110 Meter Hürden in 16,1 Sekunden. Ernst Lehner Rekord-Torschülje der Nationalspieler HIS der «ugshurzer Rechtsaußen E r n ft Ledner Im Länderspiel gegen Jugoslawien da» ein,ig- Tor für Deutschland schoß, verbesserte er zugleich den Torrekord für die Nationalspieler, der bisher von Richard Hofmann (Dresden) mit 24 Treffern gehalten wurde. Lehner tonnte diesen Retard bereits vor einiger gelt einstellen und jetzt ist er nicht nur Großdeutschlands Rekord-Ralionalspieler mU 54 Landerspielen, sondern auch Rekordschatze mit 26 Torerfolgen. Folgende Spieler haben bisher in der Nationalmannschaft acht und mehr Tore erzielen lömien, wobei in Klammern die Zahl der von d«n Spielern aus " " «Tore (54 "" isgetrazenen Landerkämpfe beigefügt ist: rnst Lehner.AugSburg II Tore (18) Adolf Jilger-tlltona . Hofmann-DreSden 10 Tor» (11) • SJ. Förderer-KarlSruhe Bin t» Tor« (25) R „ 20 Tore (26) ft. Hohmann-B^nrath 17 Tor« (lg) E Eonen-Stuttgart IS Tckre (ZI) O. Sifsling-Waldhof 14 Tor, ( Ii) ®. Fuchs-Karlsruhe H Tor« (15) C. Sarder.Hamburg 13 Tor« (15) I. Gauchel-Neuendorf 885 01 ch. Schön-Dresden «d»lf Urban-Schalkt 10 Tore (IS) ^ipp-St lttgart B Tor, (14) H. Lenz-Dortmund 8 Tore ( 6) F Binder-Wien 8 Tor« ( 8) Simetsreiter-München 8 Tore ( 9) Rasselnb«rg-Ben>.ath 8 Tore (14) Pötttnger-München 8 Tor« (34) Szepan-Schaike Denkwürdige Dauerrekorde im Fußball Insgesamt 6 Stunden spielten Waldhof und Wacker Wie» Die diesjährige Vorschlußrunde um den Tfchammer.Pokal hat mit den drei unentschled«nen Spielen zwischen SV Waldhof.Mannheim und Wacker Wien zweifellos einen neuen „Dauerretord" in der deutschen Fußballgeschlcht, gc- bracht. Insgesamt sechs Stunden tänmpften beide Mannschaften, um auch in diiser ungewöhnlichen Zeitspanne leine Entscheidung erzwingen zu können. 1:1, 2:2 und 0:0 endeten die drei Begegnungen. Wie gesagt, man tonn in der Tat von einem neuen „Dauerretord" sprechen. In der Geschichte unseres Fußballsporles sind einige Spiele bereit» ver- zeichnet, die sich durch ungewöhnliche Dauer einen besonderen Platz gesichert haben. Während heute IN Pokalspielen bei unentschiedenem Ausgang zwar eine Verlängerung von zweimal 15 Minute« eintritt, bringt der erst« Tor- erfolg die endgültige Entscheidung und das Spiel ist dann sofort zu Ende. Früher wurden aber die Verlängerungen voll durchgespielt und erst dann wurde Iis zum entscheidenden Torertolg gekämpft.. Besonders bei den frühe- ren Bundes-Potalsptelen der Verbandsmannschaften gab es oftmals Spielper. längernngen. Am 10,; April 1910, als sich in ■ Berlin Brandenburg Und Eüddeutfchland im Endspiel gegenüberstanden, gebrauchten die Süddeutschen insgesamt ISZ Minuten. um schließlich Potal und Sieg mit 8:5 zu ertämpfen. Fast dt« gleich« Spieldauer gab es im Zwischenrundenspiel zur deutschen Fußballmeisterschaft 1914 zwischen der SPVg. Fürth und dem Beritner BT, bevor die Fllrthcr mit 4:Z die Oberhand behalten konnten. Dabii hatten die Berliner noch das Pech, bereits nach lg Minuten einen ihrer besten Spie- Icr durch Verletzung zu verlleren und mii nur zehn Mann hielten sie den Kampf so lange durch. Ein Höhepunkt in der Verlängerung von Entscheidungsspielen aber war das Endspiel zur deutschen Meist,rschaf, 1S2S »wischen dem 1. FT Nürnberg und dem Hamburger SV. Die erste Begegnung tm früheren Deutschen Sta« dion dauerte über drei Stunden und endete trotzdem 2:2. Das Spiel wurde schließlich abgebrochen, als der Schiedsrichler nicht mehr durchhalten konnte. Auch das Wiederholungsspiel Anfang Augusi in Leipzig end«t« unentschieden nach Verlängerung.1:1. Das Spiel fand «rst ein End,, als die Nürnberger schließlich nur noch 7 Spieler auf dem Platze hatten! Bekanntlich wurde dann dir Meistertitel Hamburg zugesprochen, aber der HSV verzichtet« auf «inen kampflosen Gewinn der „Viktoria" und so gib es sür di« Spielzeit 1921—1922 keinen deutschen Fußballmeister. Das süddeutsche «oxlnrnler, das im vergangenen Jahre von den Gauen Südwest, Baden. Württemberg und Bayer» durchgeführt wurde, soll auch in diesem Jahr« wiederholt werden. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, daß der Bereich Baden diesmal teilnimmt, da er ntcht über eine vollzählige Staffel verfügt. Steherweltmeifter Metze startet am 2. Mai in einem Dauerrennen in Am. werpen. Aus der gleichen Bahn gibt bekanntlich am 21. April auch der Berliner Stach ein Gastspiel. Ein HJ.Handballturnier wird am 12. und 18. Mai in LudwigSburg durchgeführt. Neben den besten Jugendmannschaften von Württemberg haben bereits die Gebieismeister von Baden (Tgd. Ketsch), Hochland (Reichsbahn München-Laim) und Schwaben m«r SB. »:0 (2:0) »itdweft (|. Endspiel» Riiii* Off«nbach - 1. FT. Kaiserslautern 8:3 (1:2) >«de» (Endrunde) SB. Waldhof - »s«. Achern 10:1 (4:0) Um die Karlsruher Lladimeisterlchaf« Karlsruh« 88. — Germania Durl ich 3:3 Spvg. Durlach-Au« - Phönix Karls, ch, 1:1 vfal«: R«ich»bahn Ludwigshafen — vvpau 1:3 TSG. Kals,rslautern — Kammgarn Kaiserslautern 1:2 SG. N«ustadt — Landstuhl 8:0 Offenbach — Mundenheim 2:7 Wochenheim — Tura Ludwigshafin 0:1 Mutterstadt — Speyer (M.-Sp.) 4:1 griesenh-im — Rheingönheim (M.-Sp.) 3:» Württemberg (Endrund«) Stuttgarter ST — Sauttgarter Kicker« 1:4 BfB. Stuttgart — Sportfreund, Stuttgart Z:l Bayer» (Meisterschaft»»»««» FSB. Nürnberg — Jahr RegenSiurg 1:» Freundschaftsspiele Union Ni«d«rrad — Adlerwert« Frankfurt 3:1 Wormatia Worm» — Spvg. Sandhofen 2:4 BfR. grantemhal — BfL. Neckarau 3:1 Münchner Auswahl — 1. FE Nürnberg 2:3 Spvg. Fürth — Borussia Fulda 11:3 Polizei Chemnitz — Neumeyer Nürnberg 3:8 Westende Hamborn — FSV. Frankfurt 0:0 » BfR. Mannheim — Wehrmacht 2:1 Boxen in Karlsruhe Der 1. K.B.V. veranstaltet am Sonntagnachmittag, S. Mai, 16 Uhr, einen Boxkampf. Die Kämpfer setzen sich aus Rastatt. Pforzheim und Stuttgart zusammen. Ein Hauptkamps im Schwergewicht wird bestritten von Sikora (Wehrmacht). Die Verhandlungen für einen sehr guten Gegner von der Klasse Sikoras sind noch im Gange. Die anderen Paarungen find so zusammengestellt, daß sür gute un-d harte Kämpfe garantiert werden kann. Die Veranstaltung wird um 16 Uhr angesetzt. Ab 15.30 Uhr finden Jugendprüfungskämpfe statt. Hoffentlich wird der K.B.B. durch ein volles Haus für seine Bemiihun- gen entschädigt. Die Veranstaltung findet im Friedrichs» Hof statt. Eröffnungsrennen der Karlsruher Radsportler Alles In allem genommen, tonnte man mit dieser ersten Viranstaltunz dir Karlsruher Radsportler zufrieden lein. Der Nachwuchs hat sich tapser gehalten, und wenn wir den «rst löiähr, Hitlerjungen Rolf Wollensack hervor- heben, so deshalb, w«il er es durch fein braves Fahren verdient hat. Ueber 36 Kilometer lag er allein auf der Streck«, da «r sich bald von s«inen Bartnern, dte mit ihm eine Runde - 2,5 Kilometer Vorgabe erhalten hatten, trennte und dies« vi«l zu früh aufgaben. Erst In der 18. Runde holte Ihn das Feld der Übrigen Fahrer »in, und dann mußte auch er aufgeben. Das Feld selbst^,, das mit 7 Fahrirn besetzt war, zeigte erfreulichen Kampf- geilt. In der 9. Runde macht«n sich die Fahrer Brendle. Fehr und Edmund Nagel naH einem Sturz von Gretz^ der jedoch glimpflich verlief, auf und davon. In der 11. Runde kam Edmund Nagel dem Bordstein zu nahe und " " ' " "" " itfcr " " mußte mit seinem Bruder das Rad wechseln. Dielen Zwischenfall nützten die Hagel naH einem Sturz von >avon. Ja der nußt» mit. sein „lachendenZ,Dritten" mit einem, wuchtigen Tpurl aus und „verschwanden am Horizont'. Allerdings hatten sie ntcht mit dem Schneid des Gebietsmeister» der HI gerechnet, denn nach 2(*X> Metirn war er wieder bei ihnen. Schließ- lich ,rwi«s sich Wied« einmal mehr, daß zielbewußtes Training, auch wenn man die zu befahrende Strecke vorher nicht kennt, lowi« entsprechender Etn- satz zum Erfolg führen müssen. Das Resultat dieses Eröfsnungsrennens der Radsportsaison über 2V RUN- den (Moltkestraße >— Linkenheiw«rls»dstraße — Horst-Wessel-Ring) -- 50 Klm.; 1 Edmund Nagel-Blankenloch 1:42 Stunden, 2. Josef Brendle (2 Längen), Alois Fehr. Der Endkampf der Turner DI« »ereichsmaanschafte» für Magdeburg Für die Entscheidung der Mannschaftsmeisterschaft der Turnbereiche am 28. ilprtl in Magdeburg hoben dt« vi«r in d«r Zwischenrund« erfolgreichen Bereiche Südwest, Baden. Württemberg und Westfalen ihr« Riegen b«reits namhaft gemacht. Ein Blick auf diese Namen, unter denen sich viele oon deutschen Spitzenkönnern befinden, zeigt schon, daß in Magdeburg mit aus- geglichenen Kämpfen und «inem knappen Ergebnis zu rechnen Ist. Die vier Mannschaften: Baden: Willi Stadel, Uffz. Karl Stades (beide Konstanz). Franz Becker! (Neustadt/Schw.), Emtl Anna (Mannheim). Hans Pludra, Wilhelm Kipper! (beide Villingen), Max Walter, Franz Eschwet (beide Weinheim), Heiner Zaumfeil (Uederltngen). S ü d w e st : Heini Stemmler, Albert Zellekenz (beid« Frankfurt), Arthur Schmidt (Dudweiler). Ernst Sttegler (Rüsselsheim). Bentz (Speyer), Ludwig Matz (Frankfurt), Rudolf Lülttnger (Ludwigshafen), Richard Reuther (Luv- Wigshafen-Oppau). Westfalen: Walter Steffens (Lüdenscheid), Eduard Metfor, Heinrich Hüttmann (b«id« Hagen), Heinz Gerard (Iserlohn), Otto Martini (Dortmund), Gerhadd Broun (Buer), Walter Rint« (Holthl-ufenZ, Ernst Röthner (Allenbach), Adolf Ahrens (Bochum). Württemberg: Paul Brunner, Karl Wetschedel (beide Stuttgart), Hermann Loren, Alsred Kühner, Eugen Göggel, Eisenmann (all- Stuttgart), Georg Strobel (Hüitlingen), Kammerbauer (Kuchen). Eckert (Göppingen). Gauligavereine Müssen hart kämpfen Wiederaufnahme der Karlsruher Siadimeislerschail - Punkfeleilung auf beiden Platzen Karlsruher FV—Germania Durlach 3:3 Sin« nur kleine Fußballg'm,lnd« halt, stch zu dl«s-w Tr,ff«n ,Ing,funden. dl, ab«r «in«n s«hr ini«r«ssanien Kampf zu sehen bekam, der tnSbefond«» In der 1. Hilst- »«ttwets« dramatische Formen annahm. Der Gegner d«» KFV., dl« Durlacher Germanen, die bereits vor 14 Tag«n gegen den Phönix «ine gut« Klinge geschlagen haben, haben auch in diesem Trefstn erneut bewiesen, daß si« keinen zu unterschätzenden Gegner abgeben. Dies bewies dte erste Hälfte, In welcher sie eine knappe Halbzeiiführung herausspielen tonnien, die auch vollauf verdient war. Der gut spielende Torhüter Bull, der von Bckir kein« fchwach«n Schüsse zu halten t-tam, stellt« sich als «ine werlvolle Stütze d«r Elf vor. Vor ihm stand,» zwei Verteidiger, dt« mit Htlse der Läufer vorzüglich« Abwkhr leisteten. Im Sturm sorgte der gefährlich« Durchbreche! Bayer mit Hamm zusammen für manch gefährliche Situation vor dem Tor des Gegner«, wie auch der jvtiltelstürme. und die linte Angriffsseit« sich als gefährlich erwiesen. Di« Germanenels präsentiert« sich in «normer Schlag- traft, gepaart mit einer starken Einsatzbereitschaft. Der KFB., der wieder auf einige alte Spieler zurückgegriffin Hatt« (Bekir und Hubir) hatt« auch d«n auf Uriau^ kommenden H-lm in die Elf gestellt. Dt« Mannschaft hatte tn der ersten Hälft, gegen dte Gäste schwer zu tämp- f,n. Erst dt« zweii« Phase des Kamps«» zetzl«, daß dl« L,Iftung«n des KFB besser wurd«n. Trotz zeitweise! größter Drangperlode vor de.» Gästetor und der dabei abg,g ,ben,n Schüss« eines B»tir reichte es indessen zu keinem Sieg. Der Sturm, d«r von Bekir gut gesührt wurde, der durch seine geschickte Ball- Verteilung die Flügel stet» rtch.ig einsetzte, zeigte «in lehr gutes Feldspiel, ließ aber vor dem Tor den letzten Druck vermissen. Die rückwärtigen Reihen, die in der I. Hälfte gegen den flinken Angriff der Gäste schwer zu kämpsen hatten, beherrschten aber dann das Spielgeschehen vollständig. Leiter de» Treffen» war Schrempp-Karlsruhe, an dessen Entscheidungen nicht» auszu. setzen war. Er hatte folgende Spieler zu betreuen: KFB.: Burgstaller: Huber, Rösch: Morlock, Stlbernagel, Helm: Weiß, Schwörer, Bekir, Steimle, Henlenroth. — Durlach: Bull: Hagel, Rtttershoser: Keller, Gutiar, Kunz- Bayer, Hamm, Kisker, Goldschmidt, Vetter. In der 1». Minute kann DurlachS Salörechter Hamm zum ersten Ersolg etnschießen. Im sofortigen Gegenstoß der Platzeis tagt Hensenroth etn^n Schuß auf daS Gästetor, doch wieder ist es Bull, der das Leder an sich reißt. Ein Sologang des Rechtsaußen Bayer führt zum 0:2 in der.SS. Minute. In der 33. Minute muß!« sich der Durlacher Hüter zum erstenmal geschlagen beken. nen durch Henfenroths Schuff, der einin von Bekir zugespielten Ball ent- schlössen einfindet. DI« zweite Hälfte beginnt der KFV. mit sofort singe- - ' - — s«M d« schon Uta," • - " littet«« Angriffen. Nach 15 Mnuten der schon langst «erdiente «u»- llelch durch Steimle. Bereits zwei Minuten später hat »urlach erneut dt» ührung. Im Gegenzug kann KFB. durch Weiß den Ausgleich hole». Der FV. Ist immer noch tm Sptelvortetl, er unternimmt die größten Anstrenaun. gen, um zum Sieg zu kommen, jedoch die Gästeadwehr bleibt aber stet» Herr der Lage. Spvg. Durlach-Aue — Phönix Karlsruhe 1:1 Das große Interesse, da» man diesem Spiel um die Eiadtmeisterschaft entgegenbrachte, spiegelt« sich am deutlichsten in der beachtlichen Zuschauerzahl wider. Die beiden Gegner lieferten sich einen temperamentvollen und ob- wechslungsreichen Kampf, der in dem Unentschieden einen gerechten Aus- gang fand. Daraus g«ht hervor, daß Duriach-Aue «in«n gleichwertigen Gegner abgab, der tm Verlauf d«s Spieles sich ?u einer großartigen Leistung cmporschwang und das Resultat zum mindesten verdient hat. Schon ln de» eisten Minuten hatten beide Mannschaften eine klare Torchance, aber keiner oeiang sie auszunutzen. In der 15. Minute konnte K. Gamer, Aue. durch Freistoß den Führungstreffer erzielen. Erst kurz vor Halbzeit holt« Bhöntz dura Eigentor d» rechten Verieidigers von Aue den Ausgleich. Nach Wieder- ansptel versuchten betd« Mannschaften, das Erg«bnt» zu ändern besonder» Phönix ging mit Volldampf an di« Arbeit, aber alle Angriffe scheiterten an ren guten Hintermannschaften Seider Vereine. Phönix war im Feldspiel teil- weise überlegen, aber Aue glich diesen Vorteil durch flinle» Spiel »oll au». Als der Schlußpfiff ertönte, mußte man mit einer Punkteteilung zufrieden sein. Schiedsrichter Maier-Beiertheim leitete das Sptel zufriedenstellend. Tabellenstaiid der Karlsruher Kriegsmeisterschaft Spiel« g«w unent. Verl Tore Punkt» FL. Ettlingen FC. Phönix BfB. Mllhlburg Rüppurr Karlsruher FB. Germania Durlach Neureut Spvg. Durlach-Aue FB. Daxlanden FV. Frankonia Südsttr» 10 :Z 15:8 8:4 11:11 1»:S 10:10 10:7 8:14 8:15 0:S »!« «ontag. tett 22. April 1940 BadUcke Presse ^ Nr. in. e«tte V Spiele der Bezirksklasse FC. Frankonia - FV. Daxlanden 3:4 Im Pflichtspiel empfing Frankonia die spielstarke Mannschaft von Dax« landen, die eine ansehnliche Zuschauerzahl auf die Bein? brachten, welche Zeugen eines rassigen Kampfes wurden, den Tarlanden durch seinen besseren Einsatz verdient für sich entscheiden konnte. In den ersten Minuten gelang es Frankonia, durch Silbernagel in Führung zu gehen. Kurz darauf konnte Kober-Daxlanden ausgleichen. Zehn Minuten später ging Taxlanden wieder durch Kober in Führung Aber Frankonia konnle noch vor Kr Pause durch Elfmeter ausgleichen. Nach Halbzeit erzielte der Rechtsaußen von Daxlanden erneut die Führung. In der ZV. Minute gelang es Frankonia abermals, auS- »ugleichen. Von diesem Zeitpunkt an geht Darlanden energisch au» sich her- aus und kam noch einig» Tpielminuten vor Schluß zum Liegeslreffer. Dar- landen konnte somit zwei wertvolle Punkte für sich holen. FV. Beiertheim -> FG. Rüppurr 5:1 Der Punkiekampf wurde von beiden Mannschaften fair und ritterlich durch- geführt. Der Sieg der Beierihetmer Mannschaft ist zweifellos verdient, da Beiertheim technisch reifer spielte und in der Zusammenarbeit ihrem Gegner weitaus überlegen war. Die Anzahl von Torgelegenheiten konnle von der Rüppurrr Elf nicht im vollen Ausmaße verwandelt werden, da dle Platzeis in der Verteidigung ihren beste» Mannschaftstetl hatte. Rüppurr spielte nur zeitweise ein ansprechendes Spiel, zeigte aber manches Mal doch eine über- raschende Stärke und machte besonders in der zweiten Halbzeit einen guten Eindruck. Bis zur Pause lag Beterlheim mit 3:0 im Vorteil. Nach Wieder- beginn gelang es Rüppurr ein Tor aufzuholen, aber Beiertheim konnte bis »um Schlußpfiff auf 5 : l erhöhen. FV. Ettlingen - FC. Neuxeuf 1:1 Set Kampf gegen den Tabellenführer lockie eine ansehnliche gufchauerzahl auf den EUlinger Platz. Die einheimische Mannschaft zeigte ein gutes Spiel und zwang den Gegner alles aus sich herauszugeben. Trotzdem ist nicht zu verkennen, daß Neureut im gesamten detrachiet, doch die bessere Elf war, besonders nach Halbheit, wo die saubere Zusammenarbeit aller Reihen angenehm ins Auge stach. Nach ausgeglichenem Kampf gingen die Einheimischen tn der ersten Halbzeit in Führung. Nach Wiederanspiel liegt Neureut stark im Angriff und drängt auf Ausgleich, der durch Weinbrecht erzielt wurde. Alle weitere Anstrengungen von Neureut, den Sieg an sich zu reißen, blieben ergebnislos. Dumit tonnte Ettlingen einen wertvollen Punkt retten. Für Ettlingen ist das Ergebnis ein grober Erfolg. Der Schiedsrichter war im allgemeinen ein sehr guter Leiter. FV. Knielingen - FC. Siidslem 0:4 Die Gäfie kamen in diesem Tresfen leichter als erwiriet wurde zum Tieg. Trotzdem darf man Knielingen bescheinigen, datz fie im geroßen und ganzen den Erwartungen gerecht wurden. Besonders die Hintermannschaft mit dem guten Torhüter und auch die Läuferreihe zeigten beachtliche Leistungen. Der schwächste Teil war der Sturm, in dem die beiden Flügel säst völlig abfielen. Die Gäste warteten mit einer tadellosen Gesamtleistung auf, bei der sich die ganze Mannschaft von bester Seite zeigte. Das Führungstor erzielte Hilde- brandt tn der ersten Hälfte. Nach Halbzeit kam Klevens tn den ersten Mi- nuien zum zweiten Treffer. Kurz darauf war es Krell, der auf 3:0 erhöhte. Und vor Spielende erzielte Weber den vierten und letzten Treffer. Knielingen gab alles aus sich heraus. um den Ehrentreffer zu erzielen, aber die gut« Abwehr von Eüdstzrn machie jeden Erfolg unmöglich. Tabellenstand Neureut Daxlanden Südstern Beiertheim Ettlingen Rüppurr Knielingen Frankonia VfB. Grötzingen - FVg. Weingarten 1:4 Weingarten konnte im Punkiekampf der.beiden Rivalen verdient das kessere Ende für sich behalten. Bei den Gästen überragte die gesamte Stürmerreihe und die Verteidigung. Der ungestüme Angriffsgeist und die ungebrochene Kampfkraft der Mannschaft trat in der zweiten Hälfte ent- scheidend in den Vordergrund. Grötzingen war bis dahin etwas besser ge- Spiele gew. un ent. Verl. Tor« Punkte II » 1 1 43:13 20 11 9 1 1 29:15 19 11 6 2 4 37:21 14 11 5 4 i 24:20 14 10 5 1 5 18:26 11 12 4 2 7 26:33 10 1-2 2 i 8 24:44 7 12 1 10 18:49 » , Die schwebende Jungfrau Der Amaieurlilnsiler. „Wenn Ich bloß wüßte, wie Ich den Zauber wieder Beende» kann . . Spiele gew. unent. Verl. Tor« Punkte 10 « 4 » 34:18 12 10 4 • 3 24:22 11 10 4 2 « 13:23 10 10 4 1 4 21:18 10 10 5 0 8 30:36 10 10 8 1 6 14:28 7 Wesen, fiel aber dem vorgelegten Tempo -um Opfer, schwächen In der Hinter- Mannschaft und da» Abfallen der Angriffsreihen sorgten dafür, datz Wein- garten zu seinem Siege kam. In »er ersten Hälfte gelang es Weingarten, zwei Treffer zu erzielen. Nach der Paule kam Weingarten in kurzer Zeit zu zwei weiteren Toren, erst letzt gelang es Grötzingen, den einzigen Treffer des Tage» zu erzielen. Tabellenstand Germania Durlach Weingarten Grötzingen Durlach-Au« Blankenloch Söllingen Staffel 4 t Germania Brötzingen - FV. Niefem 8:1 Der Meister der Staffel 4 rechtfertigte In diesem Spiel seinen Ruf, denn «r lieferte ein in allen Belangen gutes Spiel. Seine Mannschaft war sehr gut aufgelegt und in allen Reihen gut besetzt, wobei beionders das Ipiel der Seilenläufer und der Verteidiger angenehm überraschte. Die Gäste konn- ten nicht lange dem ungestümen Drang des Gastgebers standhalten und kämpften bald auf verlorenem Posten. Zugegeben wird, daß bei Niesern einige Spieler fehlten. FC. Unteneichenbach - SC. Pforzheim 1:4 Ein Spiel mit zwei grundverschiedenen Hälften. In der ersten war Un- terretchenbach leicht im Vorteil und konnte linen Treffer anbringen. In der zweiten Hälfte änderte sich aber das Bild grundlegend und die Gäste ver- mögen in regelmäßigen Abständen 4 Trefser zu erzielen. Zuerst war der Halblinke, dann der Halbrechte, der Miiielstürmer und zuletzt der Mittel- läuser erfolgreich. Das Spiel wurde gut geleitet. Sport in der Südpfalz vffeutach — Mundenh-Im 2:7 (Tschammerpokal) Jockgrim — Neupotz 2:2 Wie erwarte! halte der Südpsalzvertreter trotz heimischer Umgebung und zahlreichen Gästespielern gegen den Tabellenführer der rheinpfälzischen Be< zirksklasse, die Spvg. Mundenheim, wenig zu bestellen. Bis zur Halbzeit zwar konnte man nach spannendem Kampf und gleichwertigem Spiel das Unsnt- schieden halten. Dann lief Mundenheim zu großer Form auf und siegte wie es wollte. Tiator war mit ö Treffern. Sattel und Seid! mit 1 Treffer an der Torausbeu'e beteiligt. Im einzigen Spiel um die Kriegsmeisterschaft der Gruppe Rhiln konnte Neupotz überraschend beim Nachbar Jockgrim ein Punkt mitnehmen, nachdem die Einheimischen bis zur Pause einen 2:Y-Norsprung errungen halten, der durch Fehler i» der Abwehr verloren ging. VOLKSWIRTSCHAFT Neue russische Wirtschaftsräie gebildet Auf Grund einer Verordnung deS Volkskommissariate« wurden zur Unter» stützung des Wiriichaf :srarcs beim Bolk-lemmissariai sechs neue Wirt» s ch a f t s r ä t e für die einzelnen Industriezweige gedildel E-, wurden er- ncnnt zum Borsitzenden des Wirtschaftsrates für Metallurgie und Theml» der bisherige Vorsitzende der Verwaltung der Slnalsbanl Buiaanin, sür den Maschinenbau Malvschew, fü. die Rüstungsindustrie Wosnolenski, fg, Wärm«» und Elektrowirtfchaft Perwuchin, für Masienbedarfsarlikel Koihgin. Zum Vorsitzenden der Verwaltung der «laatsbanl wurde Sololow bestimmt. Aus der Wirtschaft Kammer-Kirsch AG. für Sdeltranniweine, «arlsrube. In der Haupt» Versammlung wurde für das Geschastsiabr (3n. 9.) 193S /S9 die Verteilung einer Dividende von SV, beschlossen, nachdem im Jahr zuvor wegen der vorausgegangenen totalen Mißernte in dem benötigten Welnobst eine Dividende nicht halle verteilt werden könne». Aus einem GesamterirägniS vo» 135 532 (64 540) RM. war einschließlich des kleinen Gewinnvortrages ein Reingewinn von St 400 RM. t28SS) geblieben. Mittelbadische Privat-Spar- und Darlehnskafie GmbH., Karlsruhe. Der jetzt erfolgenden Veröffentlichung der Abschlüsse für 1934—193ä nach ergab sich für das erste Jahr bei M 000 RM. Kapital ein Neuverlust von 9653 RM.» >u dem 20 817 RM. Vortrag traten, '.935 kamen 2073 RM. Iahresverlust hinzu, lS36 minderte er sich um 39S4 RM, 1937 um weitere 210 RM. Gewinn, während 1938 nochmals 582 RM. Gewinn erzielt werden konnte, so daß der zu diesem Zeitpunkt auf 29 822 RM. bezisserle Verlustvortrag sich weiter verringert. Die Abschlüsse lassen eine stille Liquidation erkennen. NTU.-LZerke AG., NeSarsulm. In der Bilanzsitzung des AussichlSraleS de« NSU-Werle AG. wurde beschlossen, der »um 22. Mai einberufenen HV. für das Geschäftsjahr 1939 vorzuschlagen, aus dem nach vorsichtig bemessenen Abschreibungen und nach der Stärkung der freien Rücklagen verbleidende» Reingewinn von 605 069 (695 045) RM. wie im Vorjahre 8 Prozent Dividend» zu verteilen. Der Gesolgschafts-UnterstützungSkasse sollen weitere 300 000 RM. zugewiesen werden. Kraftanlagen A.G., Heidelberg. Die der Gruppe Brown Bovert nahe, stehenoe A.G. t'AK. 3 Mill. RM.) hatte im Geschäftsjahr 1939 (30. «.) einen Gesamtertrag von 1,47 (0,86) Mill.. aus dem Reingewinn von 0135 (0.074) bleibt. Marktberichte Karlsruher Wochenmarktpreise 'Kleinhandels der «ichligNei, Lebensmittel in der Marktholle. Preise wo nichts anderes vermerkt pro Vi Kg. in Rpfg. Rindfleisch 1. Güte 87—gl. Kaldsleisch 100—ll6, Schweinefleisch 82—105, Hühner Henne tot 100—110, Kartoffeln 5 Pfd. 45, Spinat 30 —32, Karotten 14—15, Rote Rüben 12—18, Bcdenkohlraben 8—9, Rhabarber 45 —50, Lauch 25—30. Kopfsalat int. Stück 35—50, Mo. ausl. Stück 10—25, Kressensala! 60—108, Feld, salat 56—92. Lattichsalat 112—152, Meerrettich 60—70, Radieschen Bund 30—40. Sonstige Frübrettiche Bund 50, Salatgurken Stück 94—160, Zwiebeln >2—ls. Zitronen Stuck 4—6, Deutsche Eier Stück 2l, AuslandSeier 10, Markenbutter 180, Schweizerkäse 152—160» Limburgerkäse 76. Schweineschmalz 108, Endivien- salat 8—25, Kurze Sportnach Die deutsche Nad.S«ras>enmeis,erschuft der Berufsfahrer wird schon 14 Tage noch Eröffnung der Wettkampszeit entschieden sein. Als MeisterschastSläuse gelten nämlich „Rund um die Hainlette" am 2. Mai, der „Sachsen-Preis' m Chemnitz am 5. Mai und die „Bayerische Ostmarkfahrt' in Nürnberg am 12. Mai. Der Berliner Rotlveist-Club veranstaltet vom 9. bis 1Z. Mai ein inier- nationales EinladungS-Teunisturnier, an dem Spitzenspieler aus Italien, Ungarn, Jugoslawien und Deutschland teilnehmen werden. Ein TtschienniS-LSndertampf zwischen Ungarn und Deutschland findet im Anschluß an die ungarischen Meisterschaften (2.-5. Mai) in Budapest statt. Tie Ungarn erfochten kürzlich in Wien einen 7:1»Sieg fl'et dl« deutsche Vertretung. Sieben Leiitnathleilk-Landerkampfe hat Italien für die kommende Weit» kampfzeit vereinbart, und zwar vier für die Männer gegen Griechenland, Jugoslawien, Deutschland und die Schweiz sowie drei für die Frauen gegen Deutschland, Belgien und Holland. Außerdem werden Italien» Athleten voraussichtlich auch noch die Reise nach Brasilien antreten. Au feinem sechste» k.o.-Sieg tn ununterbrochener Folge kam der Ham- hurger Halbschwergewichtler Richard Vogt bei den Berussboxkämpfen in Hamburg am Freitagabend, wo er den Süddeutschen Karl Maier (Singen) in der 8. Runde entscheidend besiegte. — Federgewichtsmeister Beck (Düsse!» dorf) wurde überraschend von Siegmann >Berlin) geschlagen. Einen Länderkampf im Kegeln tragen Deutschland und Ungarn am 26. Mai in Leipzig aus. ES ist die fünfte Begegnung zwischen den beiden Nationen. Tie deutschen Segler kamen bei der Regatta vor Genua zu neuen Er. feigen. Dr. Collig.ion (Berlin) gewann eine wettere Wettfahrt der 6-m-R- Klasse und Hans v. Reclam-Schlee (Berlin) kam diesmal in der Starboot- klaffe hinter dem italienischen Boot „Perseo" auf den zweiten Platz. Louis — Galeut» in Philadelphia. Der Boxweltmeister Joe Loulz geht dem starken Chilenen Godoy wohlweislich aus dem Wege, obwohl aus Süd- amerika ein lehr verlockendes Börsenangebot zu einem Rückkampf tn Buenos Aires vorliegt. Louis zieht es vielmehr vor, seinen Titel ein zweites Mal gegen Tony Galeiilo zu verteidigen, den er im ersten Tresse,, in der 4. Runde entscheidend schlug. Die Begegnung ist bereits für den 24. Juni nach Phtla- delphia anberaumt worden. . Ei» ssechtertressei, München—Wien wird an einem noch zu bestimmenden Tag im Monat Juni tn Wien durchgeführt. Vorgesehen Ist ein Kampf in allen Waffen. 25 Sportwagen wurden zu dem 1600.Mlometer>Rennen um den Großen Preis von Brescia am 28. April gemeldet, von denen die meisten auf Alfa Romeo entfallen. Deutscherseits wurden fünf BMW gemeldet. Edmund Conen, der Angrissssührer der Stuttgarter Kickers, wurde wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter mit vier Wochen Sperre (bis einschließlich 12. Mai) belegt. Brtt Preise für Durnlerpferde wurden auf de, Trakehner Frühsahr«. Auktion erzielt. Der Durchschnitt stellte sich auf 3800 Mark und mit 7600 Mk. war „Tugendspie.,el" das bestbezahlte Pserd. H»p»e»arten wird fein Rennprogramm au« In diesem Jahre vollzählig abwickeln, wobei wieder 400 000 Reichsmark an Preisen zur Verfügung stehen. DaS 13 Bruchsaler Pslngst-Hockepturuier wird am 12. und 13 Mal durch- geführt. Einladungen sind an einige der führenden südwestdeuischen Mann, schaften ergangen. Einen weitere» dentschee Seglerfiel gab es bei der Internationalen Regatta vor Genua. Hans von Reclam-Schlee zeigte sich beim Rennen um den Pokal des Italienischen Automob 'l -Klubs dem italienischen Boot „Perseo" erneut klar überlegen. Ter Düsseldorfer Schütz wurde zum Schiedsrichter deS Fußball-Tschammer- pokal-Endspiei« zwischen 1. FC. Nürnberg und SB. Waldh»? am 28. April ln Berlin bestimmt. Eine begrüßenswerte Anordnung wurde für den deutschen Rennsport ge- troffen. Kriegsverletzte erhalten auf allen deutschen Rennplätzen bei freiem Eintritt bevorzugte Plätze zugewiesen. Reichösporiwar, Hans Wolz vom Fachamt Fußball im NSRL ist wegen beruflicher Ueberlastung von seinem verantwortungsvollen Amt zurückgetreten. Er bleibt jedoch weiter stellvertretender Bereichssührer von Berlin/Branden. ^Europameister Serasini gewann In Alessandrla-aus der 500 ecm Gilera ein Rundstreckeurennen mit einem Durchschnitt von 115,1 Kilomeierstunden vor seinem italienischen Landsmann Sandri auf der neuen Motoguzzi. Italiens Amateurboxer schlugen sich al» Angehörige der Enropastaffel auch bei ihrem zweiten Start Mächtig. Nardecchia, Serge, Cortonesi und Peire waren in Nashville ihren Gegnern klar überlegen, Peire gewann sogar entscheidend. Da weitere Kämpfe nicht zustande kamen, reist die Europastaffel in die Heimat zurück. Alfa Romeo erprobt augenblicklich auf der Mellaha-Rennftrecke von Tri. Polls den neuen 1'/,.Leerwagen, der in den ersten Runden eine Geschwindigkeit von über 200 Kilometerstunden erzielte. Italiens Rngby.Fünfzeh» für den Länderkampf gegen Deutschland am B. Mal wurde, vorwiegend aus Mailänder Spielern, wie folgt aufgestellt: BosN: Costa — Aecca — Re Garbagnaii — Dotti: Vagnetti — Chezz«: Sgor- baii — Battaalini — Francelei Beviiaaua — Stenta: FalonI — Gorni — Sigari. Die deutsche Fünfzehn bleibt so. wie ste zu den Probespielen vor- gesehen war, also mit Isenberg als Schlußmann. Um acht Tage verschoben wurde das Endspiel um die deuische Rugby» Meisterschaft. ES findet nun am 26. Mai in der Hindenburg-Kampsbahn in Hannover statt. Die beiden Vorrunden'viele sind zum 12. Mai (Eintracht Frankfurt — SC Neuenheim) und 19. Mai (Meister Niederlachsen — Meister Brandenburg) anberaumt. Sechs deutsche Jahrrad.Fadriken, und zwar Diamant, Tlirkopp. Expreß, Phänomen, Presto und Wanderer, haben für die kommenden großen Straßen, rennen insgesamt 40 Berufsfahrer vervslichiei, die am 2., 5. und 12. Mai den Kampf um die deutsche Straßenmeisterschaft ausnehmen werden. Adler und Viktoria haben in dielem Jahre keine Fabrikmannschasten. Weitere deutsche Segler-Siege gab es bei der Regatta J>or Genua. Hans v. Reclam-Schlee «Berlin) kam mit „Avalun IX" zu einem weiteren Sieg in der Starbooillasse und Dr. Collignon (Berlin) gewann mit „Michel III" die zweite Weltfahrt der O-w-R-KIasse um den Berona-Pokal und ist erster Anwärter auf den Gesamtstes. tz s / Mit fünf Giegeswimpeln kam Kapitan Hartmann „-MCffUvflrv ZAV I / von neuer Feindfahrt zurück fPK) Der Wehrmachtsbericht vom 13. April meldete u. „Zu »er schon bekannten Torpeöierung «ineS Kreuzer» der Glasgow-Klasse nördlich der Shetland-Jnseln meldet der von Fernfahrt zurückgekehrte U-Bootskommandant. datz der von feindlichen Zerstörern stark gesicherte Kreuzer durch eine un- mittelbar nach dem Torpedotreffer ausgelöste innere D«to- nation vernichtet wurde. Die von diesem U-Bootskomman- danten, Korvettenkapitän Hartmann, versenkte Tonnage be- läuft sich nach der letzten Fernfahrt auf insgesamt rund 107 000 BNT". So kündet der deutsche Heeresbericht in kurzen, soldatischen Worten. Wir stehen am Morgen dieses Tages am Kai eines deutschen Hafens. Wartend auf die Rückkehr des gemeldeten U-Bootes. Wir wissen: Kapitän Hartmann wird wieder mit reicher Beute heimkehren. Diesmal wird er den Hundert- taufender voll machen. In der Ferne wird der schlanke graue Turm eines näherkommenden U-Bootes sichtbar. Ring» um den Hafen ein Winken von den Schiffen, von den Ufern und Brücken zu den U-Bootsfahrern hinüber. Soldaten, Matrosen unö Arbeiter der Werft grüßen die kühnen U- Bootsmänner. Stolz wehen vom Turm fünf Wimpel de» Sieges, fünf Zeichen vernichteter Gegner. Lachend unö win- kenö steht der Kapitän Hartmann auf der Brücke seines Boo- tes, das bald darauf am Kai festmacht. Wie schon oft erleb- ten wir dieses frohe und stolze Bild. Es ist das Antlitz de» Sieges, blitzende Augen aus jungen, bärtigen Gesichtern, grau wie das Boot find die öligen Lederjacken der Männer. Vom Turm, der den Schlachtruf des Hartmannbootes .48kst» ward Ho" trägt, flattern die weitzen Wimpel mit den Namen der versenkten Schiffe im Frühlingswind. Bei den Männern auf dem Turm steht einer der Unsrigen, der das grotze Glück hatte, als Berichterstatter mit Kapitän Hartmann auf Fern- fahrt gehen zu dürfen. Wir schütteln uns di« Hände und dann beginnt ein Erzählen und berichten. .Was bedeutet denn der rot« Wimpel mit dem Fragezeichen?" „Ja, lieber PK-Mann — wir haben doch einen Kreuzer der Glasgow- Klasse geschnappt" Und nun erzählt unser Kamerat weit««: Wir stehen nördlich der Shetland, und hatten gerade be« e»glisch«« Dampfer „Stanclisfe" einen etwa vOOO-Tonner, torpediert. Nach einer gewaltigen Detonation war das Schiff auseinandergebrochen. Das Vor- schiff sank in ganz kurzer Zeit. Das Achterschiff hielt sich noch einige Minuten über Wasser, so datz wir das auf dem Heck stehenöe Geschütz deutlich erkennen konnten. Dann begann es sich seitwärts zu neigen und verschwand in der Tiefe. Der Kommandant gab Befehl zum Auftauchen. „Druck auf alle Tanks l" Zischend stieß di« Luft aus den Ventilen, trieb daS Wasser aus dem Tauchtank und hob unser Boot an die Oberfläch«. Nun begann das Suchen nach den Ueberlebenden. Trei- Sende Wrackstücke. Kisten, Fässer und andere schwimmende Gegenstände waren die Ueberbleibsel dieses Dramas auf hoher See. Dann meldete der Ausguck: „Rettungsboot an Steuerbord!" Nachdem das Boot längsseits gekommen war. mußten wir zu unserem Erstaunen feststellen, daß e» nur mit Farbige« bemannt war. Denn wir waren bisher der Meinung, daß ein engli- scher Dampfer auch englische Seeleute an Bord habe. Statt dessen sahen wir ein buntes Völkergemisch von Arabern, In- der« und Negern? vom hellsten Gelb bis zum tiefsten Schwarz war alles vertreten. Nur mangelnd bekleidet saßen die Leute jämmerlich frierend in ihren Booten. Mit großen, angstvol- len Augen wurden wir von ihnen betrachtet. In England hat man ihnen wohl entsprechende Informationen über die deutschen Barbaren" gegeben, so daß die Schiffbrüchigen wohl nichts anderes erwarteten, als kurzerhand erschossen zu werden. Das Staunen war groß, als ihnen unser Komman- bant Zigaretten und Rum geben ließ und ihnen den Kurs auf Land zurief. Ein befreites Lachen ging über die dunklen Gesichter, und mit freudigen Gebärden und deutlichen Heil- Rufen verließen uns die Leute im Rettungsboot. Wir mußten damit rechnen, daß dem Feind unser Stand- ort inzwischen bekannt geworden war. Kapitän Hartmann beschloß daher, auf anderen Kurs zu gehen, um etwa auf- tauchenden britische» U-Bootjägern rechtzeitig auszuweichen. Nach «t«tO«r Zeit kommen plötzlich an der Kimm mehrer« Rauchwolken in Sicht, die schnell größer werden. Nun heißt es höllisch aufpassen. Die Alarmglocken schrillen durch das Boot und im Nu sind wir untergetaucht. Der Kommandant erkennt durch das Seerohr mehrere feindliche Kriegsschiffe. Beim Näherkommen ist deutlich ein Kreuzer auszumachen, der als einer der Glasgow-Klasse festgestellt werden kann. DaS Kriegsschiff fährt tm Geleit mehrerer Zerstörer. Das ist der große Augenblick, auf den wir alle so lange gewartet haben, denkt jeder von uns. Wenn es doch gelänge, diesen fetten Brocken den Tommy zu nehmen! Endlos lange dünkt uns die Zeit, da wir uns an den Briten heranpirschen, um in Schußweite zu kommen. Nur der Kommandant kann während dieser Zeit die Vorgänge durch das Seerohr ver- folgen und gibt seine Wahrnehmungen im Boot bekannt, d^'s- sen gesamte Besatzung auf gespannter Lauer ist. Endlich sind wir auf Schußposition. Da, jetzt kommt das erlösende Kommando: „Rohr klar!" und eine Weile später: „Torpedo los!" Eine Erschütterung geht durch das Boot. Der Tor- pedo hat seine Reise angetreten von allen Wünschen der Be- satzung begleitet. Nun kommt das Warten. Wird er treffen? Jeder von uns zählt die Sekunden. Jetzt müßte es so weit sein. Da, ein gewaltiger Krach läßt die Wände des Bootes erzittern! Bravo, der „Aal" hat getroffen! Uns alle erfaßt eine tolle Freude. Kapitän Hartmann gibt bekannt, daß er auf dem Kreuzer eine starke Rauchentwicklung beobachtet hat, also ein sicheres Zeichen dafür, daß unser Torpedo gesessen hat. Gleichzeitig aber drehen auch schon die feindlichen Zer- störer auf uns zu. Wieder hören wir mehrere Detonationen, die das feindliche Kriegsschiff anscheinend durch Jnnenexplo- sionen auseinanderreißen. Dann kommt für uns die bange Zeit des Warten?. Der Frischluftmangel und der im Boot herrschende Ueberdruck spannt die Nerven bis aufs äußerste an. Ueber uns malen die Zerstörerschrauben durch die See. aber einmal hat auch dieses Warten und Lauern ein Ende. Wir entwichen dem suchenden Gegner, und als wir später wieder auftauchen, empfindet jeder von uns die Wohltat der frischen Seeluft, die durch das geöffnete Tnrmluk durch das Boot strömt. Der Brite aber ist wieder um ein wertvolles Stück ärmer und das U-Boot des Korvettenkapitäns Hartmann kann dem Füh- rer ein Geburtstagsgeschenk von 107 000 Tonnen vernichte, ten feindlichen Schiffsraumes überbringen. Fritz Brunne«. ü us aller Welt Unireue Ehefrau wird rasiert Belgrad. Auf drastische Weise bestrafte der serbische Bauer Svetomir Stojanowitsch die Untreue seiner Eheliebsten. Als er sich von den Irrungen seiner jungen und schönen Kristina über- zeugt hatte, verprügelte er sie zuerst tüchtig. Dann band er sie an Händen und Dützen und schnitt ihr mit einer Schere ihre langen Haarflechten, auf die die junge Frau besonders stolz ivar, ab. Was die Schere nicht konnte, beseitige er mit dem Rasiermesser. Tann zog er die enthaarte Frau an einem Strick durch das Torf und ließ sie durch die Dorfjugend ver- höhnen. Nach der Prozedur schickte er sie zu ihren Eltern zurück. Ein Rubens wird in Kopenhagen versteigert Kopenhagen. Ein aus 50 000 Kronen geschätztes Gemälde von Peter Paul Rubens kommt bei einer Kunstauktion heute Samstag, den 20. April, in Kopenhagen zur Versteigerung. Das Gemälde im Format 26/25 cm, dessen Echtheit verbürgt iü und das den Titel „Christus und die Sünderin" trägt, gehört zu einer privaten Gemäldesammlung, die verkaust werden soll. Modernes Märchen om. Belgrad. Daß es noch Märchen gibt, zeigt der Fall einer unerwar» teten großen Erbschaft, die ein armes Mädchen aus dem ser- bischen Dorf Kopanic machte. Die Erblasserin war ein fast hundert Jahre altes Vettelweib namens Rosa Stesanovic, das seit Jahren allein stand und in den letzten Monaten vor seinem kürzlich erfolgten Tode, von allen Menschen verlassen, in einer armseligen Hütte hauste. Als die alte Frau vor Hunger umzukommen schien, nahm sich ihrer ein Hirtenmädchen an. ein Waisenkind, das selbst nur sehr kümmerlich lebte. Die Hirtin fand sich täglich einmal bei der Bettlerin ein und brachte ihr Milch und Brot. Der Kräfteverfall der Alten war aber nicht mehr aufzuhalten. Als sie gestorben war, fand man unter ihrem aus alten Lumpen bestehenden Lager ein hartes Bündel. Zur Ueberraschung des Finders, eines Bauern, bestand es aus IM Golddukaten im Werte von 48 000 Dinar, das sind etwa 3000 Mark. Der Bauer mel- dete den Fund beim Bürgermeister des Torfes und sah sich sehr enttäuscht, als dieser beschloß, den Dukatenschatz der Hir- tin zu überlassen, die sich als einziges Wesen der sterbenden Bettlerin angenommen hatte. Ueberglücklich nahm das Mäd- chen das Geld in Empfang und kaufte dafür ein Bauern- haus mit Feldern und Vieh. In Gamiisch Kampfansage den „Hosenweibem" München. In Garmisch-Partenkirchen ist bereits feit längerer Zeit eine Einstellung gegen die Hosenmode der Damen bemerkbar, die mit dem letzten Winter auch in den Straßen dieses ober- bayrischen Gebirgsortes Eingang gesunden hat. Jetzt wendet sich der K r e i s h a u d w e r k s m e i st e r in einer öffentlichen Bekanntmachung an alle Handwerkskreise gegen diese Mode und fordert sie aus, den „Hosenweibern" die Bedienung zu versagen. Seine Bekanntmachung hat den folgenden Wort- laut: „Der Ablehnung dieser geschmacklosen Kleidung „Modell Vogelscheuche" durch die Allgemeinheit muß die Selbsthilfe auf dem Fuße folgen. Ich fordere alle Handwerker und Sandwerkerinnen, besonders jene der Vekleidnngs- und Friseurhandwerke, auf, den Hofenwe'ibern jede Bedienung zu versagen. Der Ernst der Zeit und die Ehre des deutschen Handwerks verbieten es, sich zum Handlanger dieser ge- schmacklofen Gänse zu machen." Die hosentragenden Damen haben natürlich manches gegen eine solche Stellungnahme anzuführen und verweisen darauf, daß die Mode nicht nur für „geschmacklose Gänse" sei, sondern daß sie vor allem bei kaltem Wetter auch ihre praktischen Seiten habe. Es fragt sich nun, wie der Hosenstreit von Garmisch-Partenkirchen ausgehen wird. Ein Film mit Witz und Launet Frau nach Maß mit Leny Marenbach, Hanf Söhnker, Fritz Odemar, Hilde Hildebrand Beginn: 4.00, 6.10 8.30 Uhr Jugendliche nicht zugelassen Heute e tz t m a I s I Das Abenteuer geht weiter Joh Heesters, Maria v. Tasnady, Gusti Wolf, Paul Kemp, Theo Lingen Beginn: 4.00 # 6.10, 8.30 Uhr Jugendliche nicht zugelassen MICHELANGELO MlnwocR} 400 ' 6 ' 0 ' 8 30 "- deschränkte Anzahl numerierter Plätze sind noch zu haben. ^tvANry^ k f Ein toller Film spannend wie ein Kriminalfilm — lustig heiter wie ein Volksstück: Jn lefzfer Mira nie Jugendliche zugelossenl ■rcnmrmra Ein r e r r a • Lustspiel mit Magda Schneider, Albert Matterstock, Herti Kirchner Wer küßt 'Madcleinc ? Anfang 4 Uhr Ruf 4282 £u vermieten In größerem Vorort von Karlsruhe In bester Lage ist umständehalber ein Lebensmittel' Geschäft mit Wohnung sofort oder später zu ver> mieten. Angeb. unt. 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Nach dem Konzert bis 2 Uhr TANZ Kartenporverkauf für Mitglieder 5V Pfg.: Sänger, karten und Militär 75 Pfg.; Einzuführende 1,— RM., Montags und Donnerstags 19.30—20.30, Dienstags und Freitags 1S.30-lg.3v Ubr im Vereinslokal „Zum Klapphorn", Amalienttr. 14 lS.Siock), Fremde 1,50 RM. bei firrl Röckl. Karlstrabe 23: Fritz Muller, Kaiser, siratze »6, und Emil Tennig, Kaiserstraße Nr. 11. Habe meine Praxis in die Gartenstraße 34 oerlegt Olga v. Koller Heilpraktikerin für naturgemäße Augenbehandlung Sprechstunden: Wochentags von 15 bis 16«Uhr außer Mittwoch und Samstag kausgesuche Knsctak neu oder gebraucht, zu kiltfen gesucht. Möbel - Mann Passage 8—10. Zu verkaufen ZimmeM .. Tische, Radio, tifchchen. Nachttisch, einf. Schreibpult f. Werkstatt. Kintler- stühlchen: kl. Steh, leiter bill. zu verk. Schützens». 34, III. Ämtliche Anzeigen (Amtl. Bekanntmachungen entnommen) Karlsruhe. Zwangsversteigerung Im Zwangsweg versteigert das Notariat am Samstag, den 8. Juni 1940, »orinitlags 9 Uhr, in feinen Diensiräumen im Rathaus zu Karlsruhe, östlicher Eingang, Zim- mer 15, das Grundstück des verstorbenen Grobfchlächlereibefitzers Josef Merz, Zürich, auf Gemarkung Karlsruhe. Die Lerfietgerungsanordnung wurde am lg. Dezember 1S3g im Grundbuch vermerkt. Tie Nachweise über das Grundstück samt Schätzung kann jedermann einsehen. Grnndstücksbcschrieb: Grundbuch Karlsruhe, Band 39, Blatt 3 Lgb.-Nr. 705: 11 a 07 gm Hofreite, Hirschstrabe 30. Auf der Hofreite steht: 1. ein dreistöckiges Wohnhaus mit gc- wölbtem Keller und Kniestock. 2. ein dreistöckiger Wohnandau mit Schtenenkeller und Kniestock: 3. Ein dreistöckiges Hintergebäude an 2 angebaut, mit Schienenkeller und Kniestock: 4. ein einstöckiges Magazin mit Schie- nenkeller: 5. ein einstöckiger Seitenbau mit Büro. Werkstätte und Betonkeller an 3 angebaut:. 6. ein einstöckiger Schuppen. Schätzungswert ohne Zubebör: 91 000.— RM. Schätzungswert mit Zubehör: 91 708,— RM. Karlsruhe, den 15. April 1940. Notariat Karlsruhe V als Pottstreckungsgericht. Bruchsal. Tie Fischerei Im -Saalbachlanal — Los I — (beginnend am Ueberlaufbau- wedr auf Gemarkung Bruchsal an der Slrabe am Weidenbusch und einigend am Saugrabenwehr Schleuse Kam- merforst) ist für die Zeit vom 1. April 1940 bis 31. Dezember 1947 zu ver- pachten. Schriftliche Pachtangebot- sind beim Unterzeichneten bis zum 30. April d. I. einzureichea. Die Pachtbedingnngen können auf Zimmer Nr. 8 er< merkt. Grundftücksbeschrieb Grundbuch Baden-Baden Band 117 Heft 1164. 1. Lgb.-Nr. 219b: 1 a 80 am Hausgarten und Wasser im Ortseiier B.-Baden Schätzung: 90 RM. . Lgb.-Nr. 221: 6 a 64 qm Hofraum und Hausgarten mit darauf stehen- den Gebäulichkeiten. Schlobfirahe Nr. 13 und 15 in Baden-Baden Schätzung: 30 000 RM. Baden-Baden, den 27. Febr. 1940. Notariat I als Vollstreckungsgericht. Freiwillige Verfielgerung. Mittwoch, 24., und Donnerstag, 25. April, VilO u. '/i3 Uhr, i. A. geg. bar ll. 10'/, Aufgeld weg. Haushaltsaufgabe pari. verfch. Geschirr, Küchen- und Haushalt- lachen, Spelseservice mit ca. 14« Teilen, ca. 50 Wersch. Gläser, Waage in. Gewichten, Weck- und Slerilisterapparare und reichlich Einmachgläser, darunter ca. 50 St. aus Iciiaer-Mlas, Saftbeutel, Hausapotheke. Kuckucksuhr, Reise- und Handkoffer. Körbe, viele Bücher iKlas> siler u. a. m.>, Bilder-Rabmen, Vor- hänge, Beleuchtungskörper, schöner Kri- stallüster, Eftiimmer mit Büfett, Kre- denz, Ausziehtisch. Serviertisch. Stand- vhr, Schlafzimmer mit 1 kompl. Bett mit Haarmatrntze u. Federbetten, Spie- gelschrank. Waschkommode, 2 Nachttischle, 2 Stühle, Nachtstubl. Messingbettstelle, Wohnzimmer m. kl. Schreibtisch. Ma- hagonischränkchen, 2 Stühle, Liegestuhl, Süche mit Besenschrank, gr. Anrichte- tisch, 2 Vorratsschränkchen, Schuhschrank mit Wäschefach. Stuhl, Hocker, Leiter, ferner im Keller 2 Schränke, 1 Kom- mode. Besichtigung ab 9 Uhr. Tie Kleinigkeiten kommen zuerst, Möbel am Tonnerstag. Thomas HM Vereidigter Versteigere, und Schätzer. Draisstr. 11. 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Beiler, Karls- ruhe, Waldstraste 00 Ülnterricht Beaufsichtigen AbhSreu u. Nachhilfe f. Volks, u. Mittel- schüler w. z. mäb. Hon. erteilt. Gefl. Angeb. u. Nr. 62S2 an die Bad. Presse. Sterbefälle in Karlsruhe l«. April: Gerda Reeb 1 I. alt, Brunnenstr.7: Max Neudascher, Kaufmann, Ehem., 31 I. alt, Grabenftr. 9; Karoline Wollmer, geb. Mayer, Ehefrau, 50 I. alt, Adlerftr. 5: Felix Seifert, Bezirksförster, Ehem., 42 I alt, Furtwangen; Karoline Kümmerle, geb. Kilian, Ehefrau, 52 I. alt, Robert-Wagner-Allee 5S. Auswärtige Sterbefälle (Hu« gettungS- und Fa»«Itennachrichten) Bretten: Alexander Pfitzenmaier, 00 I. all. Bruchhause»: Rosa Kühn geb. Wunsch, 70 I. alt. Bruchsal: Heinrich Baum, 50 I. alt. Durlach-Aue: Heinrich Schröder, 20 I. alt. Freiiurg i. Br.: Erna Jagau geb. Fanck. Heidelberg: Julie Heub geb. Fels, SS I. alt. Legelshurst: Hans Wilh. Zockers, Braumeister. Pfaffenrot: Josef Steiner, Holzhändler a. D., 80 I. alt. Stadelhosen: Franziska Ganter geb. Biefer. 66 I. alt. Staffort: Lina Hecht, AZiiwe. Säckingen: Cäcilie Tröndle geh. Gall- mann, 78 I. alt. Bilchband: Anna Marg. Mark geb. Grimm, 84 I. alt. Todesanzeige. Im Aller von 75 Jahren starb am Samstag, abends V2IO Uhr, unsere liebe, gute Mutter Katharina Deubel wwe. Malsch, b. Ettlingen, 22. April 1940 Otto-Weddigenstr. 50 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Franz Deubel. Die Beerdigung findet heute Montag, den 22. April, nachmittags 5 Uhr statt.