fahr, c, o» aiigl- r.K drcy- noch. für > M» urdcn 'choz. 5tadi ' olles char- Au- schci:^ Ende, schm nerai nige» dem > deL e ge» die die- da- Die Ka-- trieb^ be-- ende -t e in - sei» ' ^ G-- dett.- dem, mn- che»' wer-- E lach 'en- l Nw. ^ 2 . Pag. IZ. rls ruher Z eitun Montags den 4 Januar 179s. Mit Hochfürfllicb - Markgräflich - Badischem gnädigstem Privilegio. Das neue Jahr , begann, — mit Frühlingstagen Strahlt Hornung, Segnungen uns zu . Hör' wuchrer! auf, dieMenschheir noch zu Plagen, Vergeltung kommt, gestraft wirst du. Lonstantrnopel, vom ZNov. Der Kapilam Pascha hat ber-chtct, er habe sich gcnöihigt gefthcss, den Hasen von Kacschtbsy plötzlich zu verlassen, da eine Rußische Flotte von Lo Segeln gegen ihn anzog, worunter sich ro Linienschiffe und bis Zc> Fregatten befanden, da er doch nur noch^ZOe« gel hatte, nachdem chm das Unglück zugcstoßen war, ^Fahrzeuge, welche ihm dieRusseu Wegnahmen und einige andre durch Schissdruch zu verlieren. In dieser Lage war' er nicht im Stand gewesen, mit den Feinden sich eiujulassen und müßt' cs für ein besondrcs Glück ansehen, daß ein plötzlich entstandncr heftiger Sturm ihn weit von der RußiscLen Flotte abwärts getrieben habe. Dadurch war' cs den Russen aber um so leichter geworden sich des Hävens und dcr SlaSt Kqjschlbay zu bemächtigen. Lonsiantmopel, vom io Ncv. Es wird immer gewisser, daß der Sultan sich im künftigen Frühjahr an die Spitze seiner Armee stellen wird. Schon sind Commissatten abgegangen, weiche die Einrichtung des Schlosses zu Adnanopcl, die Ausbesserung deS Wegs bis dahin und von da nach So- phiechbesorgen sollen; alles muß bis zu Anfang des Merzcs fertig ftyn,wodcr Sultan von allen Departements und selbst den auswärtiges Ministern begleitet, dahin abgchen wird. Seid - Achmed Pascha ist zum Commandatttc» von Sophia, das Man gegenwärtig in größter Eile noch mehr zu bcvestigrn sucht und der chc- rnaliae Caimacan, gegenwärtig Commandant der Schlösser am schwarzen Meer, zum Eeraskier ernannt worden. Der crstre, Schwager des Groß« Herrn, hat so wenig militairisckw und politische Kenntnisse als der andre, der blos eme Kreatur der Sul- taninn Mutter ist. Beyde werden in einigen Tagen nach Sophia abgehen. Die Flotte aus dem schwarzen M er ist durch Stürme stark beschädigt" zurückgekommen. In die,em Feldzug hak die Flotte über 2000 Dick), Wucherer hat Sckubavt schon gezeichnet , Ganz mit dem Griffel -er Natur , Dem Publikum , Europa zugeeignet ; Studire sein Gemahls doch ngrr . ' Matrosen verlohren, von welchen 15021» die Händd der Russen gekomme», die übrigen an Krankheiten gestorben sind; ein Verlust, der um so fühlbarer rsi, da es der Regierung sehr schwer fällt, Matrosen zu bekommen. Der Capitain Pascha wurde nicht sehr freundlich ausgenommen und man ist sowohl für seinen Kopf als die Köpfedes Gcosveziers und besaiten Seraskiers besorgt. Die Thenrung ist ausserordentlich groß. Ei» Pfund Brod kostet Paras (rr Pfennige Kaysergeld.) Sollten die Oesterreicher und .Russen in die Wailachey cindriuoen, sso würde die Regierung mehr durch die Folgen einer Hungcrsnoth, als die Siege der Feinde ;u befürchten habe». Die-Fr^n- zosen und Genueser haben ausserordentlich viel Ec- traid in dem ArchipelaguS arifgekanft und dadurch sehr vieles zu dem Getraidemangcl deygetragcn. Warschau, vom 16 Dec. Fürst Kalixt Pvninski hat sich angebotcn, aus Eifer für die gerechte Sache, all zene, die auf dem De- legaiivns - Reichstag 1775. Mitschuldige seines Bruders gewesen, anzugcbcn und solche alsdann mir seinem Bruder der Gerechtigkeit der ReichSiagsgerichte zu übergeben. Hierauf entstunden verschicdne Mciniin, gen. Einige behaupteten, man könnte, der Gerechtigkeit wegen, solches dem Fürsten Kalirt nicht ab- schlagen^ andre riethcn, nm keinen Haß und Mißhel- ligkcilcn, welche bcy den itzigcn Umständen schädlich wären, unter den Familien zu erregen, die ganze Sache mir ewigem Stillschweigen zu belegen und selbst den Fürsten Krongrosschatzmeistec, der in seinem Verhaft schon vieles ausgestanden, von der weitern rechtlichen Prosekution zu befreien und auf diese Art die so nothwcndige Einigkeit und Freundschaft untre .den Einwohnern zu erhalten. Aus der Berechnung der Einkünfte -der ehemals zum Bißrhum Krakau gchö-igcn Güter erhellt, daß nach Abzug aller Ausgaben und des für den Bischoff von Kraka» bestimmten Gehalts von 100,000 Gulden, noch 500,00» — > c i Gulden jährliche Ankünfte in den Schatz flicsscn. In Danzig fange das Mißvergnügen der dortigen Bürger über den nahrungslvsen Zustand wider an und man wünscht dort eine monarchische Regierung. Msns, vom 22 Der. Das erste, was die versammelten Stände von Hennegau vorgensminen, war Erklärung der Unabhängigkeit ihrer Nation. Dieser Schluß ist einsweilen öffentlich jm Druck bekannt gemacht worden, dis das in Arbeit stehende Manifest erscheinen wird. Den 22len erhoben sich Kcimmssarien in den Rath und nahmen den Rathen den Eid ab. General Dirix ist gestern mit unster kleinen aus 2200 Mann bestehen. Len' Archce hier ii/Mons zurück eingetcoffen. Diese Mannschaft war zur Bestürmung der Stadt und Festung Namur bestimmt; da dieselbe aber bereits von den K. K. Truppen geräumt war, so wollten sie durchaus mit dem General van der Mersch auf Luxen- bürg. Van der Mersch fand dieses jedoch nicht rath- sam, sondern erklärte, er Habe hiezu Mannschaft genug. Innerhalb 10 Tagen gedacht' er. ihnen aus Lnxenburg zu schreiben. Van der Mersch gab diese Versicherung den 17. dieses. Herr Dirix ist zum Generalkommandanten der Hcnnegauer Milltz ernannt worden. Hamburg, vom 23 Der. In Preußen werden wenigstens verschiedne grosse Magazine wirklich angelegt, die Beurlaubten eingezo- gcn und gar, wie man meldet, alle Anstalten getroffen, um einen groscn Kordon längs der Gränze von Pohlen bis Driftn zu ziehen. Brüssel, vom 24 Der. Die Niederlande sind für Oesterreich allzeit von 'groser Wichtigkeit, aber doch lange nicht so vortheil- hasl, als sie, kraft ihrer eignen Vvrtreflichkcil, scyn sollten.. Sie betragen, vcrmög' ihrer Größe, cigent. jich nur den 2rten Theil der österreichischen Monarchie. Denn Oesterreich enthält n 020 deutsche Qua« Lratmeilen, die österreichische Niederlande aber deren nur 469. In Ansehung der Bevölkrung stehen sie jedoch bereits auf einer höhcrn Stuffe; denn in diesem VM'äliniß machen die Niederlande wirklich den zwölften Theil von den sämtlichen K. K. Erblandeo aus. Die ganze Monarchie zählt 24 und die Niederlande 2 Millionen Einwohner. In Ansehung ihres Neichlhums sind sie für Oesterreich noch mehr von Wichtigkeit, als in Ansehung der Größe und Bc- Lvlkning. Die Niederlande sind von Westen, so wie Ungarn von Osten eine einträgliche Goldgrube für Oesterreich; dieses durch seine Bergwerke, jenes durch ftin Kommerz. Durch den Besitz der Niederlande steht Oestrcich in Vcrhältmß und politischer Vcrbin, billig mit den Seemächten, deren Hilfe und Unter. 4 ) stützung gegen Frankreich es in den vorigen Zeiten sehe gut empsum m hat. Ungeachtet dieser beträchtliche» Vsrlhcile ist der Besitz der Niederlande für Oesterreich mit einige-/. Beschwerlichkeiten verbunden, welche den Vortheüen selbst das Gleichgewicht halten. Diese Be, schwerlichkeilen entspringen ei«zjg aus der geogxaphi. sehen Lage dieser Provinzen in Bezug auf Oesterreich. Denn die Niederlande sind vs« den, übrigen Staats, körper nicht nur völlig abgesondert, sondern auch sehr weit entfernt-. Der Zwischenraum ist mit Nationen angefüiU, von deren Willkühr es bevnah abhängl, ob Oesterreich Gemeinschaft mit ftmon Niederlanden haben soll, oder nicht. Die große Entfernung macht die Vcrlheidigung dieser Provinz ungemein schwer und unglaublich kostspielig. Alle Vorcheiie, welche, diese Provinz einbringt, wägen die Unkosten nicht auf, so ihre Erhaltung im Krieg kostet. . (Das übrige folgt.) » LVien, vom 2z -Oec. Fcldmarschall Laudon war den igten dieses von Belgrad zurück nach Wien abgegangcn. Um allen Ehrenbezeugungen, die ihn bey der Ankunft erwarten, sorgfältig auszuweiche», hakt' er seine Reise dergestalt beschleunigt, daß er schon den 2Zlen dieses ganz unvermuihet , munter und gesund , zu Hadersdorff anlangte. Den 2gten, gleich am frühesten Morgen, begab er sich zu Sr. Maj. Er trug zum Zeichen stinsr chrfurchisvollesten Dankbarkeit den Stern des Großmeisters vom Marien - Thercsten, Orden auf seiner Regiments - Uniform, womit ihn Se. Maj. nach der Eroberung von Belgrad begnadigt halten. Der Kayser blieb eine starke Stunde ganz allein mit dem Feldmarschall; worauf er wieder nach Hadersdorf zurückkehrte. Brüssel, von: 2Ü Der. Die Glieder des sonveraincn Raths von Brabant haben vorgestern ihre Amlsserrichtungen wieder vocge« riommen. Herr van der Noot ist nicht nur Präsident in den, vereinigten Ausschuß der katholischen niederländischen Provinzen, sondern auch Minister der Stände von Brabant, welche die 2 letztre Tage versammelt waren. Man hält hier durchgängig davor wir würden forthin Republikaner ftvn und 4 ansehnliche Hö« ft unsre Unabhängigkeit garantircn. An den Festungswerken unsrer Stadt wird ehestens gearbeitet, um sie in beßten Verchcidigungsstand zu setzen. Ein gleiches soll an den vornehmsten Städten Brabants un» Flanderns geschehen. Der hiesige Agent, Neynacks, hat den 2zsten dieses durch einen von den Ständen von Geldern an ihn gefertigten Eilboten Befehl erhalten , folgende Depesche ungesäumt kund zu machen: daß die österreichischen Truppen den rssten dieses die Stadt Nüremond und die ganze Provinz geräumt haben ; die Stände würden innerhalb z Tagen ihre allgemeine-Versammlung halte» und sogleich von der Liegeuheit ihrer Sache» und vo» dem was dasöffcnt, ljche Wohl bey gegenwärtige» Umständen crfordre, Nachricht geben; dieser Eilbote scy cinsweüen nur deswegen abgeschickl, um daS Pubücum zu beruhigen. Nachdem Herr Rcynacks diese Depesche den L>^äaden von Brabant zugcstcllt hakte, wurde ihm von denselben aufgerragen , keu Ständen von Geldern die Gesinnungen der Stände von Brabant durch einen anderw' Eilboten sogleich bekannt zu machen. Der Wunsch des ganzen hiesigen Publikums ist, Beybehaltung der Vereinigung der Stände. Es cir- culierl dicscrwegen hier folgende Bekanntmachung: » Das Volk von Brabant erklärt hiermit, daß, da es seine Privilegien und Rechte erfochten habe, es keifte andre Repräsentanten der Sonverainttäl anerkenne, als jene, derEeifliichkcit des Adels und tcsdriltcnStäuds; Laß, ohne Einfluß dieser Z Glieder, welche jedoch vereinigt nur ein Ganzes seyn sollen, nichts Bestand haben könne; wofern sich also jemand beygehen lassen würde, eine Versammlung der Stände zu errich, len, ohne von den Repräsentanten der Nation dazu berufen, oder bevollmächtigt zu seyn, habe sich derselbe binnen acht und vierzig Stunden hinweg zu begeben, oder das darüber aufgebrachte Volk von Brabant wird denselben seines Zorns Härte ganz fühlen lassen. Mehrere Versammlungen können indessen bestehen, sie müssen jedoch von den Repräsentanten der Nation rechtmässig gewählt und bevollmächtigt seyn. „ Ein kleiner Uederrest der Kay- scrl. Truppen, welcher bisher im offnen Feld zu campi- rcn genölhigt war, ist nun wirklich in Luxemburg ein- gcrückt; die Palriotensrmee aber nicht weil von dieser Festung; laut spricht alles in dieser Gegend: General van der Mersch, könne, um dieser Festung sich zu de- meistern, sich keines bessern Zeitpunkts bedienen, da, Stände, Rach und beynah' alles die Stadt verlassen, dir darin» noch übrigen Bürger öffentlich erklärt haben keinen Wicderstand zu thun; nur der ohnehin kränkli- -khe Kommandant der Festung scheint sie verlheidrgen Hu wollen; alles Landvolk dastger Gegend sehiu sich Aach den Patrioten, um, mit denselben sich zu ver, einigen.. Dem Brustbild des Prinzen Karls von Lothringen hat man die Kokarde von Brabanc angeheftet. Wir glauben nicht, daß der Kavser Truppen gegen uns schicken wird, um uns mit Gewalt wieder zurückzubringen. Wenigstens heißt es hier, daß als Graf Cobenzel von ihm Abschied genommen, der Kayscr gesagt habe: Reisen sie ab, mein Herr; be- rMigm Sie ihnen Ms was sie verlangen; selbst dann, falls sie eine Republick errichten wollen und ich »ur ihr Oberhaupt bleibe; aber schicke» Sie mir keinen Eilboten, denn ich will nichts eher hören, als bis alles geendigt ist.- Löwen, vom 26 Dec. Haufenweise sieht man hier itzt, zur allgemeinerZu. - friedenheit, viele Mitglieder der hiesigen Universität zu. rück^ommen. Den allgemein beliebten ersten Doctor der Medicin Herr van Belcn, hat mau, unter türki- ' scher Mustek in Begleitung der Bürgerschaft, wieder in sc.ne alte Wohnung gebracht. Der Erzbischoff von Mccheln hat ein öffentliches Gebet in seiner ganzen Diöccs ausschreiben lassen, um dem Himmel für die Wvhllhalen ' zu danken , womit er die Nation in Brabant besonders auszuzeichnen und zu überhäufen geruht hat. Zu dem Ende soll 8 Tage nach einem, der eine feierliche Messe mit Aussetzung des heiligen Sakraments in allen Pfarreien gehalten und am nächsten Sonntag damit angefaugcn werden. Man fährt fleißig fort, hier zu werben. Von Mccheln vcr. nimmt man, daß, da kaum die Garnison dort ausgerückt war , der Pöbel sich, ohngeachtet aller Wi- dersetzung des Magistrats, aller Magazine bemustert habe. Den 24ten hat man dort die neue Freiheits- Fahne mit grosem Pomp obgeholt. Sie stellt auf ei, ner Seite den Patron der Vtadt und auf dev andern den Löwen von Brabant vor. Kaum hatte dorr der Herr von Nelis, cjn Bruder des Bischofs von Antwerpen, selbige auf dem Paradeplstz ausstcllen lassen, als gleich über hundert tankend Freudcnschüsse nacheinander abgefeucrt wurden. Den 2zten Morgens hat man den Präsidenten des Seminariums mit den Seminaristen feyerlich abgeholt und nach der Domkirche geführt, wo man ein fcyerliches Meßopfer und nach dessen Beendigung eine Prozession gehalten hat, welcher die ganze Geistlichkeit, der Magistrat und die mehresten Einwohner, für die Dauksagmig der glücklichen Revolution, beygewohnt haben: Heute Nach, mittag haben sich asoo Patrioten sowohl von der Kavallerie als Infanterie ans dem Paradeplatz einge- funden, wo ihnen eine Verordnung abgelcsen worden welche ganz sicher durch die darin» genonuniw Maasnehmuugen die beßte und daurende Ordnung verspricht. Namur, vom 26 Dec. Unsre Stande haben ihre Amtsverrichttmgcn damit angefangen, Paß sie an die Stelle des bisherigen Grosmajors hiesiger Stadt, Vicomte Dcstrndrouin von Villcrs sur Lesse, den Scheffen, Herrn von Marotte, ernannt haben. Das ScheffenksrpS ist wiese: ^ "-^77 t erneuert vnd der als StaatSgefangner in der Antrvcr- per Citadelle geseßne Advokat Lecocq zum Nathspen. sicnarius deö Magistrats ernannt worden. Auch wird man zur Fvrmirung eines neuen Provinzialraths schreiten, wovon Rath Severin Präsident scyn soll. Wien, vom 27 Dec. Den i^stey traf F. M. von Laudon , ganz in dcrSnlle, um avenEhrenbezeugungen anszuweichen, hier ein. VonSemiin ausbiöPestkann sein Empfang dem Triumph der siegreiche» Helden des alten Roms verglichen werden. Die Ehrenbezeugungen die man ihm auf seiner Reise bewicß, waren gleichsam eine von einem Ort zum andern fortgesetzte Huldigung. In jedem Dorf mar man zu seinem Empfang bereit; die Schulwgcnd stund in Linien und jung und all rief: Dmat Laudon. Bey der Vorspann stritten die Bauern um die Ehre Laudons Fuhrmann zu scyn. In Pest paradirtcn die Bürger-Compagnien. Der Teslerdas' soll einen Frieden auf 6 Jahre verlangt, allein die Antwort erhallen haben, solchen nicht anders, als auf 50 Jahre einzugchcn. Es heißt, man erwarte hier reu Rußischen Feldmarschall Fürsten Potemkin. AuS dcmPreußischen will man Nachricht haben, dcrKönig habe den versammelten Ständen von Pohlen sein Wort gegeben, mit ihnen eine off - und defenstv- AlLanz schlussen zu wollen, sobald die Republik dar- lhun könne, baß sie boooo Mann wirklich auf den Dunen habe. Die Preußische Armee soll ganz in der Stille um 24000 Mann seit kurzem vermehrt worden seyn. Zu gleicher Zeit als der Tcsterbar mit Vorschlägen zu eitlem Waffenstillstand nach Belgrad von der Pforte gesendet wurde, kam auch ein andrer Mgcord- ricler bey dein Fürsten Porcmkin mit den nervlichen Aufträgen an uuv hatte 40 Maulthiere in scinemGe- folge, die niit kostbaren Geschenken für den Fürsten uild dessen Suite beladen waren. Der Kayser befand sich vorgestern so gul, daß er allen drcy Messen bey- wohncu konnte. Er har einen lrokucn Husten, der aber nicht so stark und anhaltend ist, als er im May war. Mau ha: ihm die ganze Lage der niederländischen Angelegenheiten me in ihrer wahren Gestalt gezeigt und er glaubte, der größte Theil der dasi- gen Unrcrihancu wünschte selbst jene Reformen, die er unternahm. Itzl druckt alles dieses stark auf sein sanftes Herz. Paris, vom 27 Der. Aufklärung und Beumnsc leisteten gestern der Meinchbett hier einen wesentlichen Dienst zur Ehre der Fiamosen, dadurch d-ß die Rational-Versammlung beschloß, daß alle Protestanten 1) zu jeder 16 > Stusse, sowohl der verwaltenden als gesetzgebenden Versammlungen, 2) zu allen bürgerlichen und Kriegö- bedicnungen ausgenommen werden können un-Z' daß jeder nur so viel Wahisähigkeit beyznbringcn habe als in der neuen Konstitution bereits fest gesetzt worden. Graf von Mirabcau, welcher jüngst m cmun Zweykampf verwundet worden, starb den ryten dieses an seinen Wunden. Noch hat die neue Finanzverordnung die Königliche Sanetion, an welcher je- doch im mindesten nicht zu zweifeln ist, nicht erhalten, sie hat also auch noch nicht in die Provinzen versandt werden und darinne Circulation erhallen können. Gegenwärtige Feyerläge, das Fest der Geburt Christi und das neue Jahr, verursachen itzt ohnehin einige Unordnungen und aussevvrdentliche Ausgaben; sind diese vorüber, so wird die neue sanktioniere Finanz- Verordnung sich schnell verbreiten, in den verschicdncn Provinzen und grossen Handelsstädten sowohl did alten als neuen Milets, beyde von der ganzen Nation doppelt versichert, baarem Geld gleich, wie die Banks-Zettel der Britten, schnell im ganzen Königreich cirkuiiccn, Handlung und Gewerbe, durch Sicherheit der Zahlungen, wieder ausblühen, deren bisherige Stockungen aufgehoben und des Wohlstand- Triebrad, falls jeder thätig zum kkuttreiden desselben, Hand an dessen Speichen legt, bald wieder Ordnung und Wohlstand, im ganzen Königreich, in unmitsr- brochncn Gang kommen. Unser Ziuanzministcr Nccker, welchen Würde und Geist ziert, den die ganze Nation ehrt und liebt, da er derselben, durch Dcnkkraft und Klugheit immer noch mehrere Beweise darbietet wie sehr er verdient Prinzipalministcr der Finanzen zu seyn, da er diese Stelle, bey itz-gen Zeiten, die in Jahrhunderten nicht so kritisch waren, so ganz ausfullt, las jüngsthin m der Nationalversammlung ein neues Memoire, vor, welches aufgeklärte Begaffe, praktische Fmauzvorschläge und vortrcfliche Beobachtungen ent. hielt, ganz den Beysall der Nationalversammlung sich erwarb; wir wollen daraus nur einige, wenige, lichtvolle Stellen aushcben. « Schon viele wichtige Sachen haben Sie , meine Herren, entschieden, noch viele zu entscheiden, unter weichen sich welche befinden deren Entscheidung so wenig Aufschub, gestattet, daß Verzögerung Gefahr würde; weniger bedeutende Verbesserungen, von deren Art und Natur wir nie klar und evident belehrt werden können als durch praktische lichtvolle Einsichten, wollen, wir also der Zukunft cmswcile» noch zur Reifung überlassen; nichts ist leichter, meine Herrn, als auf einem halben lutzeuv Bogen Pappier, ia, auf noch weniger, alles in lhätige Bewegung zu sezen, gleichsam tacchch zu ordnen c r? ) - »ebnen, «ach Willkühr oder Regeln, schön, im Pcr- fpccliv lieblich und schön für Aug und Kopf darzustellen, allein in der practischen Ausführung findet man erst die Fehler, kann denen Verwirrungen weder begegnen, noch ihnen auswerchen, als durch Zerglied- rung der Ideen und sinffcnweife auf einander folgende, sich die Hand bietende Geschäfte und Handlungen ; die uns vcrfloßne Zeiten und die itzigen- haben in der Geschichte ihres Gleichen nicht; sichere MaaSregeln sichern für Gefahr; legte die Stelle einem Finanz - Minister nicht die Verbindlichkeit auf, ohne Verletzung der Wahrheit alle Gemfi, ther möglichst zu beruhigen, so wäre nichts leichter, als alle Wievrrsprüche und Hindernisse, mit welchen die Verwaltung der Finanzen schon lange zu kämpfen hat, schrecklich zu schildern; Mange! an Geld und Kredit ist schon schrecklich, Spott und Tatet erhöhen ihn, boshafte Hindernisse untergrab-!, und zersiöhren die Pfeiler worauf man das Gebäude des öffentlichen Wohlstands errichten will, man muß sie stfizen oder wohl gar wieder neu gründen; bey all diesem ist Patriotismus , Liebe zum allgemeinen Beßten, höchst noth- wendig, es muß gleichsam, um allen diesen Hindernissen zu begegnen, ihnen kraftvoll zu.wiederstehen , dieser Patriotismus , diese Vaterlandsliebe/wirklich in festen Enthusiasmus übergehen", um zu siegen; so, meine Herren, wollen wir handeln, den Mulh nicht verliehren, ohngetrcunt , gemeinschaftlich hand- len , Chikane, Spott, Eifersucht, Bosheit überwinden, uns siegreich aus allen Verlegenheiten empor heben. « Lüttich, vom 27 Des Noch gewinnen unsre Angelegenheiten keine beßre Aussichten, täglich werden sie vielmehr kritischer. U*I die Lücke ausznftrllen, welche dadurch entstanden, daß cmige hier gelegne König!. Preußische Bataillons in verschiedne andre «Städte des Lütticher Lands verlegt worden, werden neuerdings mehrere Königl. Pxeußi. sche. Truppen ans Westphalen hier erwartet Die Verwendungen des Köuigl. Preußischen Ministers von Dohm, zwischen unfter Nation und dem Fürsten Bi- fchoff von Lüttich eine baldige Aussöhnung zu bcwür- keu, entsprechen unftrn Hoffnungen nicht, der Fürst Bischvff beantwortete den 8- dieses, da« an ihn dieser, wegen vom Herrn von Dohm unter dem zoten Nov. erlaßne Schreiben und schlägt carinn die von diesem Minister einseitig vorgefchlague Vermittlung rund ab, da sie sowohl dem Kayserl. Kammergerichts - Urthett zu Wetzlar, als den Anmahnungsschreiben des hohen Kreis - Direttoriums vom 20. und zoten Oct. gerade entgegen gesetzt seyen, den Mschtipruch besagten Kayserl. und Rcichskmiunergerichts entkräfte, sein Änfttzn und seine Rechts herab würdige, ja bas Endurthell zu Gunsten der Rebellen enthalte; er, Fürst Bischofs, fty also weit entfernt die Minißcrialerklärungen des Herrn von Dohms als eine Vorbereitung zur Epccu» tion zn betrachten. Ein Vergleich mit unscrm Fürsten Bischvff wird also immer dringender und nöthigcr La Verlängerung unsrer Micnkschiednen Angelegenheiten auch die Nachthcilc für unser Land vergrößert; dir Folgen des Zwists des ' hohen Kreisdircktork- ums sind unübersähbar ; Das Kayserlrchs Kammer - Gericht zn Wczlar bcharrt ebenfalls fest darauf sein Urtheil gänzlich alisziiüben. Uns bleibt also nichts übrig, als, bcy unserm Fürsten, um eine Genera!-Amnestie zu bitten wofern wir nicht uns einer ewigen Inquisition und kostspieligen Local-Commission aussctzcll wollen, unter unscrm Fürst Bischofs aber können wir, begünstigt durch das hohe Kreis- dircclorium sichrer Vergleichs - Vorschläge thun, so, eine Vermittlung bcwürkeu. Lüttich, vom 28 Des Es ist falsch, daß Bürgermeister de Chesiret nach Brüssel in der. Absicht gereißt, um dastlbst eine Verbindung der Lütticher mit den Brabankcr» zu bewirken. Nichts ist natürlicher, als daß der größte Theii der wahren Lütticher Patrioten nichts mehr wünscht, a!S mit seinen Nachbarn vereint zu scyn, um nur Ein brüderliches Volk auszumachen. Bey dermalige» Um, ständen aber werden sie nicht v»n ihrem Zweck adge« hen, sondern sich der Königl. Preußischen Entscheidung unterwerfen; uie eine Unterhandlung eingchcn, als unter dem Schutz eines Monarchen, dessen Wohlthat und Beschützung. ste so eifrig als glücklich sich erbeten haben, der ihnen solche nur unter der Bedingung gewahrte, daß sie sich in den Grenzen der Mäßigkeit hallen möchten; welchem sse bisher auch volles Genüge geleistet. Bürgermeister Fabry hat neuerdings ein sehr dringendes Schreiben an de» Monarchen erlassen, auf weiches auch bereits die erwünschteste Aut. wort und dabey die nicht minder wichtige Rachricht einzegangen: daß der, in den Lütticher Angelegcnhei ten zu iprechcn habende zweite Schiedsrichter, Kuhr- fürst von der Pfalz, den Gesinnungen des Königs von Prcussen völlig bengcstimmt, die Lütticher also damit sehr zufrieden sind und styn können. Adel und Volk sind eins, haben eiucricy Grundsätze, eincrlcy Meinungen und zeigen gleich starkes Gefühl für Erhaltung ihrer Freyheit. Die einzige Geistlichkeit, das einzige Domkapitel und die yc> Dreftmcier« stimmen für andre Maximen, Für die Brabankcr Patrioten, wird hier ununterbrochen fort m> Uniformen gra» heftet. ( r8 ) Antwerpen, vom 28 Dec. Den 2zten dieses hat Kapital«, vo» Pouillon, mit «iner Abteilung Patrioten das Fort Lierienshök in Besitz genommen. Gestern soll sich auch das Fort M» ergeben haben. Vermischte Nachrichten. Auf den Wallen vo« Luxemburg sind 200 Kanonen gepflanzt. Verdächtige Personen Weiber, Kinder Haben die Stadt räumen müssen. Es heißt, als hätten die Brabänter sich würklich «n den Grosherzog von Toskana gewendet und «inen von seinen Söhnen zum Generalvsuverncur »erlangt und darauf vom Grosherzog die Antwort erhalten, er wolle sie bey seinem Bruder unterstützen. Einem Gerücht zufolge hat General Bender das Kommando von Luxemburg übernommen, ist mit 602a Mann nach St. Hubert marschirt, hat die patriotische Armee angegriffen, sie geschlagen und viele Beute gemacht. Man sagt, die zwey Miete Kayserhöfe sichen, mit Prcusscns Einstimmung, im Begriff, die polnische Kcone auf den Prinzen Louis von Würtemberg, ältesten Bruder der Erzherzogin» von Oesterreich imd der rußlschcn Grosfürstmn, der vorhin in preußischen Kriegsdiensten gestanden und vor kurzem das polnische Indigcnat erhalten hat, zu bringen. Noch 4000 Preussen sollen nach Lüttich kommen. Die dknterhaltllng der bereits daselbst dcsindlichcn kostet dem Land täglich i rooo Gulden. Alle Preußische Regimenter müssen ihre Beurlaubte «inzirhen. Bon «iner vorgefallen seyn sollenden Niederlage der Brabantcr Patrioten ohnweit Luxemburg, melden die nessten Briefe auS den Niederlanden kein Wart; viel, mehr wird unterm zoten Dec. aus Cleve geschrieben; die Armee der Belgischen Staaten habe sich des Landes Limburg wie auch -er Frstung Luxemburg bemächtigt. ^ V L lr ? I 8 Auvlüch. Zu Verbreitung der fo nüzlichcn Seidenzucht fürden Landmann, haben sich die Herren Interessenten von der hiesigen Plantage entschlossen, Las im Bestand habende Killensfclder Haus mir allen dazu gehörigen und allenfalls noch weiter erforderlichen Bäume» zum Ablaubcn, auf die nächste Scsten- «rndc unter annehmlichen Bedingungen zu verichnen. Liebhabers hiezu wollen sich bey Unterzeichnetem oder Herrn Rachsverwandten Ebner melden. Raths - Lonsulcm Mezgcr a's dermaliAer Direcror von der Plantage. Georg Heinrich Hennchoftr «Wer ist gesonnen seine daselbst neucrdaute mit allen Bequemlichkeiten «ersehne Wirthschaftsbeharssmig, welche bisher den Schild zum golducn Bock geführt hat, stimmt denen darauf ruhenden besonder« Gcrrchkigkci- ren, MoMagS den azien dieses laufenden Monats Januar, ,n gedachter Behausung ein für allcmahl an den Meistbietenden unter den annehmlichsten.Beding- «üßen , vcrstaigcrn zu lasse». Kausslustige können das wcitre von ihm selbst vernehmen. MÜUHeiM. Alle diejenigen, welche an das Verschuldete Vermögen Daniel Holzwarrs zu Et. Mklaus, Opsinger Vogtcy etwas zu fodcrn haben, sollen sich bey der auf Montag dm azten Januar 1790 angestcöken Liquidatious und Privritäls - Handlung mit ihren Urkunden um so gewisser zu Opfingen i» dem WirthsHaus zum Ochsen vor de« Commissg- 8 L N L D 8. rius einsinden, als man sie bey nicht geschehender Erscheinung mit ihren Forderungen abwciscn wird. Signatum Mühlheim den 22ten Dcccmbcr 1739. Hochfürstl. Markgräfl. Bad. Gbcramt allda. -AstZ Nc>N. Herr Rutty, Uhrmacher allhier berichtet hicmit die Liebhaber von schönen Kunstuhtcii, daß.verschiedne dergleichen bey ihm zu sehen, die in Figuren, so nach der Natur vpn den besten Meisten, verfertigt sind, in Na'uralienkabinctcu und Krmsikam« mcrn verdienen aufbewahrt zu werden, von ihn, ge« sizt worden. Unter andern befinde! sich auch eine von seiner eignen Erfindung, die cm.stg in ihrer Art ist. Das ganze Werk davon, so das Uhrwerk befrist, ist mit einer Rahme umgeben und hat die Gestalt eurer schönen Tafel, die nicht allein in Sälen verdient aufgehangen zu werden, sondern auch geschickt ist, die Stelle der schönsten 8apportcir zu vertreten. Der Zeiger davon, anstatt daß er bisher in einer krummen Linie, nmgcdreht wurde, ruckt ist auf einer grad-en Linie, wie auf einer starken Nick-schnur, fort. May wiederholt, dieses Meisterstück ist einzig in seiner Art und Kunstverständige werden gewiß daran Vergnüge« finden. Was den erfinderischen Geist des Hr», Rut- tp noch mehr beweis,! - ist, daß er sowohl für die Richtigkeit der Bewegung als für die Starke und Dauerhaftigkeit des ganze'., Mucks gut ft.ht. Stands« Personen zahlen „ach Belieben, jede andre Perftm aber zo Sols. . unst «her Ent beir ben Wir gn«! dige