Nro. 97. Pag- ;;r- ^ Lar lsruher Zeitung. ^ 8 re ^ tag 6 den iz August 1790. ie Mit HochfLrstlich - Markgräflich - Badischem gnädigstem Privilegis. eil 'ie .. ^.- ^e. cke us stuf >Ns .'II- tÜ- >e: nit U'N >cn gt; kli- ich ft so ein sid die hcn gelber fta- cs, lau- sti' ann ach- vor, chtet eren hul- ader ohei lgt.) ge« orun ^errmanstadt, vom 22 July. In einem Schreiben aus der Wallachen van Slo- bodfie vom 2. dieses Monats heißt es: Zuverläsigcn Nachrichten zu Folge, sollen sich die Feinde häufig bey Widdin versammeln und man vermmhet, es dürfte bald zwischen ihnen und dem Korps des Generals Clairfcut zu einer wichtigen Schlacht kommen. Gene, ral Souwarow hat bereits mit seinen Truppen den Sirethfluß passtet und ist schon bis Slam - Rimnick ' vorgerückt. Dem Vcnnulhen »ach, wird er mir seinem Korps die Gegend von Slobodsie an bis an den Fluß Jalvmizza detztzen. Auf welchen Fall die bey demselben befindlichen Divisionen ihre Stellung bey Obftesti nehmen würden , General Meßarosch aber würde mit seinem Korps zur Hauptarmee des Prinzen Koburg stoffen. Stockholm, vom 27 July. Nach den neuesten Nachrichten aus Finnland befand sich der König den itzren dieses mit der Schee- renflalte noch zu Schwcnksund am Bord des Amphion. Der Herzog von Südcrmannland hat den Schaden, welchen die Flotte bey der Retraite den ztcn erlitten/ wieder ausbesscrn lassen und auch die gefangenen Russen in Empfang genommen, deren Zahl bereits bis auf 7000 Man Mann angewachsen ist. Sie werden nun nach verschleimen Orten des Landes gebracht werden. Anfangs ward eine grosse Anzahl derselben in der Kirche von Louisa ausbewahrt. Wien, vom Zi Jul. Nach einem .glaubwürdigen Schreiben aus der WaUachey vom i?len d. M. ist in der Gegend von Bukarest e>n ansehnliches russisches Korps, taS man auf 10 lausend Mann schätzt, cmqekommcn und in die umliegenden Dörfer in Kanlonierung verlegt worden, indessen das Karaiczischc KorpS auf die Nachricht, der Grosvczier sty im Begriff mit seiner Hauptmacht, den Braiia über die Donau zu gehen, habe sich zurück und selbst Prinz Koburg aus dem Lager bey Frufinestie näher an die Hauptstadt der Wallache» gelogen. Dir Verbindung mit den Rufst" kann nun täglich geschehen , sobald es das Vorrüctcn der Lücken nörhig macht und dann kann Prinz Koburg den Türken ohne das ClairfaMsche Korps immer eine Armee von 45 bis 5 oso Mann entgegen stellen. Alles wünscht hier, daß die Türken noch zu guter Letzt ein derbes Notabene bekommen möchten, ehe sie die Nachricht erhalten, daß Preußen so väterlich für sie gesorgt habe. Paris, voin 2 Aug. Die Unpäßlichkeit des Königs hat noch nicht nachgelassen. Se. Mai. bekommen öftrc Fieberanfälle. Die Königin» weicht nicht von der Seite ihres erhabnen Gemahls und hat alle meist unnöthjge Damen vom Hof entfernt. Man ist itzt mit der Wahl eines neuen Stadtinairs beschäftigt; die Herren Bailly, Fre- tcau, d'Ormcsson und Camus haben dazu fast gleiche Stimmen. Auf Befehl des Herrn de la Fayctte müssen binnen wenig Tagen alle Nationalgarden, so noch keine Dienste thun, in Uniform scyn. Die Stadt ist abermals durch auftührische häufig unter dasVolk aus- gestreute Bücher in Gährung. Den Ziten Jul. fand man Morgens auf dem Maubcrtplatz 4 Galgen auf- gcvflanzl, welche für die 4 Minister bestimmt waren. Man eilte, selbige gleich nicderzurcisscn, um so mehr, da sie in eben der Nacht errichtet wurden, wo die Herren Maral, Camille, Dcsmoulins und andre durch ihre auftührische Bücher solche boshafte Anschläge an- gera'lhen hatten. Unterm Ziten Jul. ,st von der Nationalversammlung beschlossen worden, die Armee für das Jahr 1791 auf 150 bis 154 tausend Mann mit Eindegnff der Artillerie, der Jnacniciirs und der Ge« neralität festzufttzen Die Reiterei soll dadey auf no bis uz raufend Mann und die Ingenieurs und Artilleristen auf iobis i i tausend Mann gebracht werden. Die Schwcizerregimeulcr bleiben auf dem alten Fuß, folglich machen y7Z Mann zwey Bataillons aus. Jedes Regiment wird von einem Obersten, einem Odcrst- lieuinant, und einem Maioc kommandirt. Auch hat die Nationalversammlung befohlen, den auK Holland cnlwichnen Patrioten ihre Pensionen bis auf weitere Verfügungen zugehcn zu lassen. Wien, vom Z Aug. Der zwischen Oesterreich und Prenssen de» 27. Jul. geschlvßnc Friedensvcrglcich ist zuverlässig. Die wesentlichsten Puncle sollen folgende scvn. i) Soll Bel. grad gcschiiisr und der Donaufluß dir Scheidrwand ( 552 ) zwischen dem österreichischen und türkischen Gebiet werden. 2) Oesterreich behält Orsvva; doch wird das Fort Elisabeth geschleift, z) In Kroatien alles bis an de» Unnastuß und 4) in der Wallachey, bis an die Aluta medergerisscn. 5) Wegen Choczim und der Raya wirb das eigentliche im Friedenskongreß de. stimmt werden. 6) Verspricht der König in Preussen, sich gemeinschaftlich mit England und Holland dahin zu verwenden, daß die Niederländer vier Abgeordnete nach Wien schicken und sich ihrem rechtmäsigcn Souverain gegen die Bestätkigung aller ihrer alten Gc- rechisamen und Frcyhciten unterwerfen sollen, die ihnen die drei) obengenannte Brächte garantircn wollen. Man wird ihnen erklären, daß sie im Weigrungüsall nicht die geringste Unterstützung, sondern die ernsthafteste Maasrcgcln zu hoffen hätten. Wie dann auch schvn bereits 8 Battaillons von der böhmischen Ar. mee Belehl erhalten haben, nach den Niederlan. den zu gehen. Landen, vom Z Aug. Der König har die aus den loicn dieses bestimmte ParlamcntSeroffnung auf den i2ten künftigen Mo. nats Ott. verlegt. Viele sehen diese Verlegung als einen Vordothen der nahen Uebereinkuiist mir Sparst, en an. Sogar will man wissen, beyde Höfe hätten bereits die 2 folgende» Artikel zur Grundlage eines Vergleichs angenommen: i) Die Bestimmung der Gränzen auf der nordwestlichen Küste von Amerika und 2) Englands Entschädigung für die Kosten der gegenwärtigen Rüstung, welche über 2 Millionen Pf. Stert, angeschlagen werden. Gestern ward in dem Admiralitäisralh bc chlvsscn, ungesäumt 8 Schiffe von k>4 Kanone» und 4 Fregatten nach dem baltischen Meer, dem König von Schweden zu Hilfe zu schicken. Auch soll ein io Schiffe starkes holländisches Gcschwa. der aus dem Lexcl laufen, um sich zu dem Ende mit den Engländern zu vereinigen. Berlin, vom z Aug. Da nun der Friede zwischen unserm Monar- und dem König von Ungarn, nach welchem beyde hohe Häupter wechselsweise sich einander ihre Staaten garanlirt haben, zu Stand gekommen, so haben die hier befindliche Stück und Packkncchtc schon Ordre erhalten , „ach 5 Tagen wieder in ihre Heymalh zurück zu kehren, auch wird an dem Frieden zwischen Rußland und der Pforte »och immer stark und umm- brochen fort gearbeitet. Allgemein widerspricht man hier- dem nut so grosser Zuverlässigkeit verbreiteten Gerücht, von dem Tod der beydcn Generale von Bornstädt und von Schwerin. Man will hier eine Nachricht haben, der König von Schweden habe nach dem loten Inly die Russische Flotte nochmals angegriffen, totalster geschlagen und zwischen 4 und 5000 Mann zu Gefangnen gemacht. Die ganze An- zahl des bcy der letzten Affaire zu Swenksund von den Schwede» eroberten Ruffschen Geschützes, belauft sich auf k>2Z «Stück Kanonen, Mörser, Haubitzen rc. Paris, vom 4 Aug. Die Conförderations - Abgeordneten reisen nun Schaa- renwcise ad, aber über 2000 derselben mit betrübtem Herzen und leerem Beutel, weil sie alle das Ihrige ,,, den gottlosen Spielhäuscrn verlohren haben? Viele können aus Mangel an Reisegeld fast gar nicht fort. Der Minister der auswärstqcii Angelegenheiten Herr von Montmorin hat an die Nationalversammlung geschrieben, daß ob gleich England friedfertige Gesinnun. gen zeige, so sey es doch vorsichlig gehandelt, wofern man unsre Kcicgsrüstungen nach dem Maas, wie sic England mit der größten Lebhaftigkeit vermehre, ebenfalls verstärke. Der König von Spanien verlange über diefcs die Erfüllung des Familicniraktats im Fall , seine Unterhandlung m t Frankreich ohne günstige Wirkung fey rc. Folgendes ist bas Schreiben des spanischen Ministers an den Herrn von Montmorin: Der König mein Herr, giebr mir de» Auftrag vermög des Familienicakcalö anzafragen, was Frankreich lhuii könne, um Spanien zu Hülfe zu kom. men. Er verlangt, daß die Rüstungen, zu denen sich die französische Nalio» enischliesscii wird, geschwind vorgenommen werden, indem sonsten Sc. allerchrist- lichste Majestät es sich nicht befremden lassen würde, wann Spanien andre Freunde und Alljjrte sich verschaffen würde. Dieses Schreiben wurde der seit einigen Tagen errichtete» Commißion, welche die Traktaten mit den auswärtigen Mächten untersuchen soll, zum Bericht übergeben. Inzwischen wird die ganze Sache uns diesesmal nicht,n Verlegenheit ft. zen, indem der hiesige englische Gesandte die Nachricht erhalten hat, daß Englands Streitigkeiten mit Spanien bereits in der Güte beygeiegt ftyen. Die Gährung dauert hier noch immer fort; baS Volk ist in Unruhe, wegen der Armee, die sich an den Grenzen Sardiniens versammelt und täglich vermehrt, auch glaubt man, England rüste sich bios unseclwegen zum Krieg und fty deßhalb mit unserm Ministerium einverstanden. Es kann nicht lange mehr währen, so müssen wir die Aechtheil oder Falschheit aller dieftr beunruhigenden Gerüchte erfahren und dicConfiscation des Vermögens der aus dem Reich Entflohenen, ober ihre baldige Zurückkunft wird den Knoten dieses fürchterlichen Drama auflösen. Prinz von Conde, der die gegen uns bestimmt ftyn sollende Armee anführen soll,soll sehr vielGcld haben,ohne daß man weiß woher. Schreiben aus Paris, vom 4 Aug. Den 2 ttn, um halb 8 Uhr Abends, traf ein ausser« c 55Z ) ordentlicher Eilbote aus Madrid hier ein und stieg an dem Monlmorimschcn Holet ab. Nach inner Aussage, ist er hieher geferligl worben, uin dem Ministerium die Präliminär-Artickel von der Uebercinkunft zwischen dem König von Spanien und dem Könige von Grosbrüiannicu einzuhändlgcn. Es schließ! sich von selbst, daß dieser Vergleich hier freudigst ausgenommen worden. Die Republick Genua will sich nun an die Franzosen reihen. Sie schlägt der Nationalversammlung und der ausübenden Macht ein Anleihen von 8« Millionen vor, im Fall einKneg ausbrechen sollte, mit dem Vorbehalt, daß Frankreich sie unter seinen Schutz nehme. Natürlicherweise ist dieses Anerbieten nicht ausgeschlaocn worden und mau wird es vermuthlich zu benutzen wissen. Nach einer vorgenommencn Berechnung sämmtlichcr französischen Truppe», beläuft sich die Anzahl derselben kaum auf 70,000 Mann. Inzwischen ist die Zahl der Ossciers so stark, wie sonst; allein, die Kompagnien sind ,0 un- vollzählich, daß cs deren viele giebt, wo nur dieOfficiers vorhanden sind. Se. Maj. der König befindet sich heule wieder viel besser. Der ehemalige Herzog von Orleans sott die Stelle des hiesigen Maires Herrn Bailly für sich zu erhalten suchen. 8 r i e d e. Nun sind wir endlich einmal im Stand, dasjenige, was wir bisher nur noch meist aus eingegangnen Privatbriefe», ausgenommen die heutigen Nachrichten aus Berlin und immer nur mit Mangel wahrer Zn. vcrläßigkeit von einem geschloßnen Frieden mittheiltcn, durch folgenden Hofbeiicht, zur Freude des ganzen solcher tröstenden Nachricht sehnlichst harrenden Deutschlands, aufs kräftigste zu bestätigen! Wien, vom 4 Aug. Hofbericht. Nachdem die Unterhandlungen in. Rcichenbach zwi, scheu dem hiesigen Hof und dem König!. Preußischen, über die Aufrechlhaliung des beydersciligen guten Vernehmens und über die baldige Herstellung des Friedens mit der Pforte, glücklich geendigt worden sind, so wurde daselbst hierüber von den dcyderscits bevollmächtigten Ministern, die fcyerliche Erklärungen den 27. Jnly unterzeichnet uub ausgewechselt und wird. ebenfalls in wenig Tagen die Auswechslung der höchsten Ratifikationen erfolgen. In Folge dessen ist der Staaksrefcrendair, Freyhcrr von Spielmann, bereits den 2ten dieses hier wieder zurück angelanqt und wir sehen nun der baldigen Eröffnung wirksamer Frie- densimterhandlungcn mit der Pforte entgegen. Schreiben aus Lattice, vom 5 Aug. Vorgestern Nachmittags kamen ;u Sprimont z Wagen voll Gewehre an, welche die Oesterrcicher hinüber geschickt hatten, um die dasige» Landleuie zu bewaffnen. Die Freude, welche Ktzire darüber bezeugten, war ausserordentlich und jeder entschlossen , auf der Stelle einen ausgezeichneten Beweis seines unerschütterlichen Muths und seiner Anhänglichkeit für ihren rechtmäsigcn Regenten an Tag zu legen. Sobald die in der Nähe befindlichen Oesterrcicher den guten Willen der Limburger sahen, beschlossen sie gleich, ei. ncn Angriff zu wagen. Ihre fürchterliche Armee, die in 160 Mann bestund, ward in z Kolonnen eilige« theilt. Eine Abkhestung Dragoner, von einem Haufen Bauern unterstützt, setzte zu Chaufontaine übers Wasser; die zweyie Kolonne warschlrke über Haves und die dritte schwenkte sich um ein anders Dorf. Beym Anbruch des Tags stunden die Dragoner schon bcy Olne dem Lager der Patrioten im Rücken; um Z Uhr passirlen die Wurmser Husaren bey Hecve vor. bcy, so daß alle z Kolonnen das Lager der Insurgenten umzingelt hatten und um 4 Uhr von allen Sei- ten den Angriff machten. Größientheus lagen die bra- dantcr Helden noch in tiefem Schlaf und hätten nicht einige Bauern inst ihre Pferde mit Spreu versorgt, wären sie alle niedergcmachl worden, che sie sich in die Hosen gesteckt hätten. Viele verlohren Arm und Bein, ehe sie den Schlaf aus den Augen wiichm und ihre Gewehre finden konnten. An eine ordentliche Gegenwehr war gar nicht einmal zu denken, denn Bestürzung, Schrecken und Angst waren so qros, daß jeder, wo er nur eine Oeffnung vor sich sah, durch, zukommen und zu entfliehen suchte. Die Oesterrcicher setzten ihnen aber mit solcher Erbitterung nach, daß nach einhälligeu Berichten von 720 Mann Insurgenten , kaum 150 ihre Haut davon trugen. Viele sind gefangen genommen worden: allein die Zahl der todt geblicbnen und Verwundeten ist ungleich gröser; Ue- berall ward Jagd auf dieselben geinacht. Die Dragoner setzten ihnen mit verhängtem Zügel bis ans erste Barriere des amercocurer Thors und die Wurmser bis an die Karlhaus von Lüttich nach. Alles ist den Oesterrcicher» in die Hände gefallen, eine einzige Kasse ausgenommen, welche zu Lüttich hinterm amcreoeurer Thor steht, das seit gestern verschlossen ist. Unter den ersten, die gestern um halb 12 Uhr aus der Flucht zu Lüttich ankamen, war der Oderstwachtmeister Le- tange, der einen Arm verlohren hatte «nd ein andrer Officier, der gleichfalls eine starke Blessur mübcachie: und so währte es den ganzen Tag hindurch. Gestern habe ich mit einigen, die ganz von Hieben zerfetzt waren, gcwrochen und sie verflchcrlen imr, daß keine 4 Mann von ihrer ganzen Kompagnie unbeschädigt davon gekommen seyen. Mit einem Wort die Niederlage ist viel gröser, als die Türken je eine gelitten c 554 ) haben. DaS arme Völklei» denkt indessen doch noch auf Rache und verspricht sich von Namur aus eine Unterstützung von wenigstens 6 ooo Mann, um die Oestcrrcichcr wieder ans der Provinz Limburg und über die Maas zurückzuiagcn. . Allein es steht zu fürchten, ihre eigne Kanonen würden sie im Fall eines neuen Auftritts den Würmern zur Speise hinwer- fcn, besonders da die Ocstcrreicher ebenfalls eine ansehnliche Verstärkung erwarten und alles , was nur Waffen kragen rann, sich im Limburgischen mit ihnen vereinigt. Die Dragoner von Tongerloo haben fast alle ihre Pferde verlohrcn, die qrvßicntheils den braven Wurmfern in die Hände gefallen sind. Dee bra- banter Löwe ist itzt wieder herunier geworfen und der Adler an seine Stelle hmgepsianzt worden. Ganz Limburg jauchzt vor Freuden und überall dankt man dem Himmel, daß er endlich Rettung geschickt habe. Luxemburg, vom k> Aug. Gestern sind 700 bambergücher Trupven und 8 Kanoniers, alle auscrlefne Leute, mit s Fahne» hier ejngeieeff'n und des Nachmittags goo Mann nebst einigen Anillcnsten von der Bcsatzuna nur 2 Kanonen nach dem Limburger Land und heute Morgens Mann mit einigen Kanonen gegen den neuen Weg von L gttmburg nach Namur abqegangen. Heule Vor- Miitags erhielt man die angenehme Nachricht, daß Mure Truppen sich des Limburger Lands bemächtigt und -z-;o Rebellen in Stücke gehauen haben. Die Einwohner von Herve und dicker a-mzen Prorinz babcn unsre Truppen unter Jauchtzcn und Rufen: E" lebe Leopold uni. das ganze Haus Ocsterre ch ausgenommen. In Gent ist em Au staub ausgevroeyen, umbr-.. ,, verwundet und g.lödlel worden sind. D>e Demokra- ten haben aber den Sieg erhalten und sind Mester von dieser Stadl. M>c iede»i Tag wird ihr/ Zahl gröser. In der Gegend von Breda befinden sich deren ,^000 und z Stusiden vvi! D>est 122^.0 unter den Waffn. Va» d r New und der berüchtigte van E»P n werden von diesen Herren wohl im Aug ge- halten und i firnen schwerlich Mil dem Leben aus Brüssel kommen. Mastricht, vom 6 Äug. Geistern Abend traf aus Lüttich die Nachricht hier ein, daß Zooo Mann Brabantcr Imlirgenten dafilbst durchmarfchiri sind, um sich nach tem L>mb»rgi,chen zu' begeben und die Oesterreicber wieder herauszuja- ZkN. Man hat also in kurzem wieder blutige Alttlril- te zu gewarlen, zumal, da der österreichische Kommandant einen Sukkurs von Manu ernaiicn soll, llebcrdiescs weiß man, daß die Limburger/ welche sau alle König!. gesinnt sind, sich wider die In- jiir.jeiilen rüsten. Nach einem von dem Kongreß zu Brüssel unterm zten dieses herausgegebnen »Welle» Bericht, haben die Belgier den 2ten Abends, zwi. schcn Falmagne und Ccnfe de Haut eiuen österreichischen Posten wcqgcnommcn, einige Mannschaft gefangen und 2 Kanonen mit der Munition erbeutet. Aleve, vom 7 Aug. Die Nachricht von dem zu Rcichenbach getroffnen Vertrag erschallt nun auch von allen Seiten einstimmig. Es heißt: Der König von Ungarn werde, in gcfolg dieser Uebercinkunst alles, was er über dir Türken erobert hat , znrückgebcn und auf seine Verbindungen mit Rußland völlig Verzicht lhun. Die König!. Preußische Armee m Schlesien, besonders jene in Prenssen, verlassen ihre Kamonirungsquartiere nicht eher, bis die festgesetzten Bedingungen sämtlich-in Vollziehung gebracht sind und Rußland diesen Bedingungen ebenfalls beylrttt. Die Armee unter den Befehlen des Generals Usedom, welche aus Wcstpreussen nach Schlesien gekommen ist, hat Befehl erhalten, zu dem Heer in Ostprcussen zu stoßen, um , im . Fall Rußland obqedachle Ucbcreinkunft nicht annehmcn wollie, in Bereitschaft zu ftyn, wider diese Macht auftulrclten. N. S. So eben versichert man , unsren an der schlesischen Gränzc stehenden Truppen scy der Befehl zugegangcn, den Rückzug anzutretcn und das Hauptquartier des Königs werde vermuthlich nach Breslau verlegt werden. Maftrrcht, vom 7 Aug. Der linke Flügel der Reichsarmce steht noch immer zu Suicndai und sucht die Lütticher durch stätes Ka- »onircn auS ihrer Slellung m dem Buschwerk zu Verlagen; allein da bcyde Partcyen in einer Entfernung von ungefähr ic>oo Schritten von einander stehen, so kann man leicht denken, daß die Schüsse ohne Wirkung sind. Gestern Vormittags wußte man noch nichrS von Tobten oder Verwundeten, da aber Nachmittags ein Mainzer Husarenofficicr mit einigen von seinen Leuten aas Rekognoscirnng ausrilt und sich zu nahe an das Gesträuch wagie, so ward er nebst einem Husaren von den Lütticher» erschossen und noch ei» Paar andre verwundet. D>c übrigen nahmen die Fluchl, wahrend daß die Lütticher den gclödtelcn Of- fici.r in ihr hager ichlepvien. Seit dem fallen noch von Zeit zu Zeit emiqe Schüsse, biö diesen Morgen gegen 8 Uhr alles ganz st.» wurde; gegen 17 Uhr begann das Schüssen aber von neuem und dauert noch m einem fori. Der rechte Flügel ist der Stadt Häsfeld näher gerückt und hak de^elben gegenüber eine gro- ,c Batterie aufgeworfen. So eben vernehmen wir, daß Hassclt künftigen Montag beschossen werden soll.