g. ,ch Mo. ii 2 » Pag« 6zz. Larksr u her Z e i t u n ^ 8 re ^ rags den »7- September 179s. Mit Hochsürstlich - Markgräflich - Badischem gnädigsten privilegio. >gt )c- Warschau, vom ZV Aug» >n» In einem- Brief von der Grenze vom 22ten^ dieses ließt man sagendes: Als die Armee des^ Fürsten Potemkin in Bewegung war , gegen den Grosoczier vvrznrückcn, kamen 2 Pascha's von stldigem an und brachten solche Fricdcnsvorschläge, die dem Fürsten nicht gleichgültig waren-. AUeS mußte Halt machen Ts und nun muß die Sache sich bald aufklärcn. Dit on Rußssche Armee kamvirt nun unv man wird vcrmukh-- cr- tich bald hören, daß ein Waffenstillstand geschlossen fty, oder vielleicht die Russen und Türke» Friede machen, ohne daß eine Mediation Statt habe, wie es u- Wischen Rußland und Schweden geschehen» ng . Hamburg, vom l Sept» üß Der gcschloßne Frieden zwischen Rußland und Schweige den hat aus das berliner Keibinet gross Sensation ge- en macht. Der König ließ den Grafen von Hcrtzbcrg zn tli- sich rufen. Man weiß itzt zuverlässig, daß nicht nur sie« allein der Friede zwischen beyden Mächten hergcstellt er- ist, sondern daß sic auch einen Traktat zusammen gc- zu schlossen haben. Man weiß noch mehr, daß nemlich len der spanische in Petersburg residirentc Minister diesen ich Frieden, ohne cs Preußen und England bekannt zu ;u« machen , bewirkt hat. Auf diese Nachricht ward die ui; prcufsischr Armee in Bewegung gesetzt» Die Armee ria unter Kommando des Grafen von Henkel ist ve» igt stärkt wordene Genera! vom Usedom mit ssi- zu nem Korps dazu geflossen nnd »och kommen an- rg- dre Zrcgimcnten aus Schlesien dazu. Einige haben die cte Weichsel in Zakroczim fünf Meilen nnter Warschau rer passirt. Dieses hat seine eigne Bedeutung , die sich ilcr jeder leicht cmdilden kann. Roppcnhagen, vom 4 Sept nk- Am Elnzugstag werden die Bürgerkompagnien in ssr den Gassen, die Soldaten auf de» öffentlichen PlälM yn. und Märkten und die Matrosen längst dem Kanal und bcym Holm paradieren. Die- Garde zu Pferd folgt err mir dem Z»g; die Fußgaebe paradiert auf dem ist- Schloßplatz und im Schloß!.!»! und die Jäger vor dem tcn Vorderthor. A» den vielen Dekorationen und Eh- ivs renpsortcn arbeitet man unadläßig, selbst den Sonn- >as tag nicht ausgenommen nnb doch ist mancher der , Meinung, dH sie schwerlich zu der bestimmten Zeit fertig werden können. Die unangenehme Witterung mit abwechselndem Slurm nnd häuffgcm Regen, die wir fast alle Tage hier haben, trägt auch zu dieser Vermulhung das meist» dem Wäre die Nachricht vom Frieden nur einen Tag später gekommen, so Härte der Prinz von Nayau seinen Angriff auf die schwedische Scheercuflotte erneuert» E 5 war schon alles dazu in Bereitschaft. Paris, vom 7 Sept. Die Regimenter dü Roy, Mestre de Camp und Chateauvicur sind bereits vomKöiüg abgcdankt worden. Letzteres soll bis an die Ussr des Rheins geführt und ewig aus Frankreich verwiesen werden» Eigentlich war dieses Regiment weder ein Schweizerisches noch Deutsches, sondern gehörte einem reichen Kaufmann aus Genf dessen Namen es auch führte. Ueber die Nachricht, daß Herr Nccker seine Entlassung verlangt, und erhallen hat, schien der König nicht wenig betroffen z» scym E Gestern war er noch hier und selbst noch bcym König, wo er sich lange verweilt hat. Man suchte zwar nochmals, selbigen zmiiekzuhalcen, allein es wird dicsssmal schwerlich gelingen. Das Vohk frohlockt laut über die Abreise dieses Ministers und beschimpft itzt öffentlich einen Mann, dem es vordem Weirauch streute und Opfer brach'e. Paris, vom 8 Sept. In der gestrigen Sitzung ivard ein Schreiben ver. lesen, worinn der Seeminister der Nationalverftunm- lnng von einem in dem Haven zu Brest entstandnen Aufruhr und von emem dabcy entdeckten. Umstand, welcher alle Anwesende ln Schrecke» setzte, Nachricht gab. Es waren nemlich 2 Ruderknccht: auf der Flotte ertappt worden^ welche einen Schlüssel, eine Feile und ein Bündel Schwcftlhölzgen bey sich hatte». Zweifelsohne waren diese Verrather bestochen, um unsre Flotte in Brand zu stecken. Der König hat Befehl crtheilt, die beyden Misscihäter nach aller Strenge der Gesetze zu bestrafen. Paris, vom y Sept. In der vorgestrigen Sitzung verordnete die Nationalversammlung, daß alle Gericht Hellen sich bestre- ben jOllt.n, diejenigen aussündig zu machen, welche de» sten diesen sich unttrstguten haben , unter ( 6Z4 ) den Fenstern des Saals, wo die Nationalversammlung ihre Sitzungen hält, mörderische Vorschläge zu thun und zu dem Ende Geld anszurheilem Auch soll hiesige Municipalttäl alle nöihige Vorsorge zur Handhabung und allgemeinen Nahe treffen. Herr Fceteau merckce dabcy an , daß itzt eine nachdrückliche Strenge um so nöchiger wäre, da cs mehr als jemals wahrscheinlich fty, daß im Ausland und besonders im Deutschland, kriegerische Bewegungen vorgiengen, welche vermuthllch Frankreich de;Zetten. Er beschwerte sich daher, daß der Militairauöschuß fti- ncn Plan zur Einrichtung der Armee noch nicht ein- gcgcben habe. Nun ward auf seinen Antrag dekretirt, der Militairansjchnß habe längstens heute, den yten d eses, um seinem Plan'cinzukvmmcn, welcher alsdann ununterbrochen untersucht werden soll. Reinlichen Tags in der Adendsttzuug verlas Herr Lamet eine Ad- brcsse von dem Kronregiment, Infanterie, worinn jedes Wort die stärkste Liebe zur Konstitution und wahren Soldatenmnth vccrath. Auch in der Morgenssitzung kam ein Schreiben von dem Regiment Poitou aufs Tapet, worinn selb gcs über seine» Ungehorsam, wozu cs sich auf einen Augenblick hätte verleiten lassen, die aufrichtigste Nene bezeigt. Während die Regimenter theils von ollen Seiten sich wieder unter die Gesetze ichmiegcn, theils ihre Entschlossenheit zur Vcrihciii- guug derselben an Tag legen, lehnt sich an verichied- nkn Orten das Volk zu seinem eignen Nachrheil wi- dur diese Gesetze anf.ZuS. StephaninForc; hatte man einen Bürger Namens Bertheac, Wuchers Halden angeklagt. Der Magistrat ließ ihn ms Gefangniß werfen, damit er für der Wurh des Volks in Sicherheit wäre, ollem che man sich» versah, war das Gesanglich vor dem in unzähliger Menge herbey strömenden Volks erbrochen und der unglückliche Gefangene wurde an dem Ort erwürgt, wo sonst die Mörder ihren Lohn erwarten. München, vom io Sepr. Die nach den König!. Niederlanden bestimmte österreichische Armee, welche ans ctlich und 30002 lavscrn und muthvoücn Kriegern besieht, ist in vollem Anzug und wird in Folge der bereits crlaßnen Reguisikorial- schreiben in zwey Kolonnen durch die danerischen, schwäbischen, fränkisch- und oberrheinischen Kreislanke durchziehen, dergestalt, daß die Versammlung an ihrem Bestimmungsort in kurzem erfolgen wird. Zu dem Ende beh unS und in Schwaben die erforderlichen Anstalten schon getroffen werden, damit diese Truppen ihren Zug ungehindert forlsttzen können. Eleve, vom n Sepi. Die Gesinnung der hohen schließenden Theile bey dem Vertrag zu Reichcnbach gieng dahin, den daselbst unierzeichneten Vergleich geheim zu hasten, bis der schlicßltche FricdenStractal abgeschlossen, oder man wenigstens dem Abschluß nahe gekommen wäre; da aber verschleime, entweder unrichtige oder gestü minette Abschriften der zu Reichendach ausgewechftiien Erklär»,,, gen im Publikum erschienen sinb, so hat man nicht anffehcn wollen, ausführliche uns zuvcrläßige Abschriften von diesen 3 Actcnstücken bekannt zu machen. Er» sierc ist die Erklärung der österreichischen gevollmäch- ligien Minister ; alsdann die Gegenerklärung des Premsischen geoollmachtigce» Ministers, (beyde liefern wir künftig) und dann folgt: Erklärung über die Angelegenheit -er LNe-erlan-er. »Da die Umstände cs so gefügt haben, daß die beyden Seemächte nicht nur alü Gewährleistet .der Konstitution der österreichisch-niederländlsepen Provinzen, sondern auch als Haupcihcile des VeciragS, welcher Oesterreich in den Beatz derselben gesetzt hat, 'Ich umeremandcr vereinbaren und über d-e Eigenschaft und den Grad des dem Schicksal dieser Provinzen zu bewilligenden Ancheils die Maßnehmnngen treffen mußten, sv sinb Se. Könjgl. Preußische Majestät, nach Ihrem genauen Vcrständmß mir diesen beyden Machten, .getagten Maßaehmnngeii deygetrclen. Se. Maiestät erklären aho blos Kraft der Verbindungen, welche Se. Majestät, in Ecfolg dieses genauen Vcr. siandnrsses mit ihren Allnrtcn , zu Gunsten der belgischen Provinzen emgegangen sind, daß Sre foccfayren werden, mit den bey'cn Seemächten in der vollkommensten Ueberemstimmmig zu Werk zu gehen, sowohl in Beziehung auf das Schicksal und ans die. Konsiiiii- tion der österreichischen Niederlande, als ans die Gewährleistung dieser letzlern, mit Vorbehalt der attge, meinen Verzeihung und bcSienigen, was nölhig sein, wird, um die Niederlande wieder unter Pie Obeche>r- schaft Er. Maiestät des Königs von Ungarn zu bringen, wie auch zur Versichrung ihrer allen Vcrsassnm und der Garantie Dero Alliirten, wovon Se. Maj. in keinem von diesen Fallen sich nie trennen, sondern daran allzeit den vollkommensten und unmittelbaren Antheil nehmen werde». « „ Da ducke Erklärung sich blos ans die von Seiten Sr. König! Preußischen Mairstäc bestehende Verbin. düng dieser Art einschränkt, so wird sie allerdings dem Wunsch Sr. Königl. Aoostol. Majestät entsvrechen und Dieselbe überzeugen, daß kcme einzige Quelle zur ge. gründeten Bcnmuh'gung mehr übrig ist , folglich räumt sie alle Hunernisse zur schleunigen und endlichen Entscheidung der Unterhandlung zu Reicheubach aus dem Weg. Geschehe» zu Reichenbach den 271x11 Iuly 1790. Ewald Friedrich, Graf von Herzberg. Am;, dn. der Kön helft T Prot nach um falle spcri Vur schaf Ucbl blick Nvo Lani mal mast rune ne ^ den ko in sierr den, mee Erzt mar als -e stcr Re, ssnc l'si poo Z den bey wä, U>n ihn lun Ec san ihn !an c 6zz ) er Ausser dieser Erklärung ist in Betreff der belgischen e- Angelegenheicen nicht das. mindeste unterzeichnet innrer den. Hiedurch zerfällt also bas Gerücht, als werbe b- der König von Preuffen Truppen hergeben / um dem n- König von Ungarn die Niederlande wieder erobern zu bt Helsen. >f- Mastricdr, vom n Sept. Die österreiehischen Truppen, welche dermal in der / Provinz Limburg befindlich sind, haben sieh jämmllich nach der Hanplstrase bcn Lü>c,ch zniammcn gezogen, " um den Bradaimrn, wofern es ihnen neuerdings ein- salleu sollte, ins LiMvurgifche cmzudrmgen den Weg zu sperren', auch he.ßi es hier, es solle noch heute dey . Vne die st egende Brücke auf der Maas auf Oette ge- , schafft werden, damit den Instirgenlen dadurch die " Uebersahrr erschwert werde. Bis auf itzigen Augen- blick har man noch nicht vernommen, was van der ^ Nvot mit feinen Freywllligen unteeuehmen werde. Die ? Landstände vvn Brabant sollen itzt mehr, als sonst ie- rnals geneigt seyn, den König Leopold, als ihren rechc- ^ masigen Herzog auzuerkcnnen und unter seine Regie« ^ ru»g zurückzukehren; allein um das aufgehetzte gemei- ^ ne Volt sia) nicht durch diese plötzliche Zurückkehr auf E" , den Hais znziehen, soll man auf den Entschluß gr- ' kommen seyn, die Freywllligen selbst wieder die Oe- fferccicher vorrücken zu lassen, damit sie überzeugt wer- den, wie wenig möglich es scy, mit der Peuriotcnar- - mee dieselbe» verjagen zu können. Der Herr Kardinal Erzbischof von Mechein soll auf Rom berufen und wie ^ man meldet, bcrcils adgercißt seyn, daö heißt so viel, als er Hai sich dey Zeiten gestüchlcl. ge- Lölln, vom l2 Sept. ge- Heute um 7 Uhr früh sind zooMann Anhalt-Zerb- yn stcr Truppen mit ihrer Artillerie über die hiesigen >r- Slacrgräden marschirt. Sie sind zur Verstärkung der an- lllerrcichischen Trupp, n im Luxemburgischen bestimmt, nie rjuch ui der Provinz Limburg sind die Ocsicrreieher laj. gischullch verstärkt morden, so daß man ihre Zahl auf crn 'ovo Mann anulstägt. reit Paris, vom 12 Sept. Aller hiesiger Bürger gerechter Unwillen, als sie von sten dem Tod ihrer Mnbrüder in Nancy höetcn, erweckte )in> bey ihnen bcn zu voreiligen Verdacht, Herr Bouille em wäre aristokratisch grstnnt und vielleicht an all diesem und Unglück Schuld. Herr la Fayetle stimmte aber für ge, ihn und schlug vor, von Seiten der Nationalversamm. stich lunq diesem General zu danken; hierauf wurden die >bli- Gemüther hiesiger Junwvhner noch unruhiger, ver- >ach sammeiien sta, sogar in grosser Menge, einen Schluß gegen Mil' ihn zu machen Dies Aiforausseu dauerte aber nicht l. lange. Sobald nähere Berichte, besonders die gedruckten Protocolle des Departements der Meucrthe ankamen änderte sich wieder Alles zum Guten. Ansserortent- lich versammelte sich die Armee beym hiesigen Raihhhans und beschloß nicht nur den braven Nativnalgarden von Metz, Toni und Poncamousson für ihr edles patriotisches Betragen zu danken, sondern erklärte, sie wäre über tue gegen ihren General Hr. La Fayette unschuldig ausgestreutc Verläumdungeu, sehr aufgebracht und gäben dessen bürgerlichen und miiikairischen Tugenden das vollkommenste und beste Zenguiß. Vom Regiment Chakeanvieux sind bereits in Nancy 21 ausgehenkc, einem davon wurden bcyde.Hände abgehauen und er nachher lebendig gerädert. Vermmh« lich wac's >ener, welche dieKnnvne lvsbrannte. 6g.von Junen wurden auf die Galeeren verurtheilt und 42 bis zur wettern Untersuchung wieder sreygcsprochen. Itzt wird auch denienigcn «ucer dem Volk, welche mir den Waffen i» der Hand angelrosscn wurden, der Proccß gemacht. Paris, vom iZ Sept. Herr und Madame Nccker sind bereits lecken Mittwoch von hier adgercißt, wurden aber zu Arcy an der Aube von banger Nalionalgarde angehalren; in dem Paßpvrt stund : dieser Minister habe die Frcy- heil und Erlaudniß, sich aus dem Königreich begeben zu dürfen. Die Municipalilät in Arcy glaubte demnach, nach dem Verbaiproceß, welchen sie darüber der Nationalversammlung znsandte, dieser Minister, könne, sobald er einmal über unsre Gränze sey nicht mehr wegen seiner geführten Rechnungen angehalccn werden. Herr Nccker schrieb sogleich an die National. Versammlung und die Municipalilät in Arcy erhielt den strengsten Befehl, diesen verchrnngswürdigen in allem Betracht gcoscn Mann ohne Verzug frcy und ungehindert paßircu zu lassen. Sem noch vorher der Nationalversammlung übergebner Entwurf, mr Tilgung der Nationalschuld ist schon unter der Prelle und man dehaupret, die , vorgeschlagne Flulh von 2 Millionen A'signaien weide niche durchbrechen., sondern limgcäudcrt werden? Alle ehemalige Tribunale , Parlameniec, Cour des Altes , - Rech- nungskammern, Chatalet, Electwn, Tadle de Marbrc, Admiraliiät, Marechanr de France tl. d. g. sollen schon alle ganz abgcschaffl seyn, wodurch viele tausend Menschen brotlos würden, allein ^tas bisherige Iustitzwcstn Frankreichs war beständig ein Gegenstand allgemeiner Klagen. Beisel, von, 14 Sepr. Diesen Morgen Nassen hier Hc. Neckir mit seiner Gemahlin», dem Anstven nach von ihrer Reise sehr akgcmallel, in nnserm Gasthos zu den Z Königen an. Noch 2 Kutschen mit ihren angehörigen Pcr>oiicn er- c bz6 ) wartet matt und er soll Willens siyn, einige Zeit hier zu bleiben, seiner Gesundheit zu rflcgcn und die ihm so höchst nöthigc Ruhe und endliche Erholung von seinem unübersehbaren Posten in Frankreich zu geniesten. Larlsruhe, von is, Gcpt. Bcy jenem in der Straßburger (Dalzmanns) Zeitung 6. 6. ro. Sept. Mo. io8 gegen unsre Vlchier eingecückten und auch in die unsrigcn selbst Mo. ncr «ufgenommnen Artikel können wir nichr umhin, unsre geehrten Leier noch darauf aufmerksam zu machen, daß obige Zeitung, indem sie ohne Grund für dev unsrigen als einer ankipatrioliichen warnt, wider ihren Willen sich jelbst für eine patriotische, das heißt koch offenbar für eine einseitige oder vartheyische erklärt. 'Unsre Blätter, welche das geehrte Publikum schon über Zv Jahre mit Bcyfall ausgenommen hat, wurden bey den mancherley Wcübegcbenhcitcn , die sich in dieser Zeit ereigneten, immer mit strengster Unpar- theylichkeit geschrieben, welches, wie uns dünkt, auch die erste Pflicht aller Zeitungsverfaßere seyn sollte. Historische Facta treu uud möglichst vollständig zu liefern, ist unfte Sache, aber durchaus nicht Parthey nehme». Macklor. Larlsruhr, vom 17 Sept. Der Königs. Schwedische Mustek . Dirccktor, Herr Abbe Vogler ist gestern auch hier eingctroffen und wird heule auf der neuen Orgel in der hiesigen Fürstlichen Schloßkirche eines seines grosen Orgel. Con- zerre geben, m welchem er nebst vcrschiebnen andern Stücken, wovon die ausgegcbene Programmen das Detail enthalten, die Belagerung von Jericho, die Hir« tenwonuc vom Donnerwetter unterbrochen, rc. Vorkommen. Morgen aber den r8ken Abends von 4 bis b Uhr dftscS, wird derselbe aus der grosen Orgel in Durlach GnstavsSicg vom^Julyund das jüngste Gericht nach Rubens rc. schildern. Die Billetts von diesem Concert, woran dievArme» Theil nehmen, sind degm Eintritt in die Kirche zu haben. dvallachey. Noch wenige» Tage bevor die Feindseligkeiten eingestellt wurden, den 7tcn Aug. hat im Gebiet von Servier, der Major Rakichcvich mit 700 Mann,grvß- tentheils von kemBranooaczischen Marianischen Freikorps, einen Versuch gegen ten D-'vsa Musiapha Pascha, welcher öfters in dem Bezirk streifte, unternommen. Er überfiel die Türken am Klagovikzcr Paß mit solcher Entschlossenheit und Gewalt, daß sie nach einem stundenlangen Gefecht mit Hinterlassung zzTvd. den und ii ihcils Todrcn, thcils von den Unsrigen er- demeten Pferde, ganz zerstreuet wurden. - Unsrer Scits find babey 5 Mann geblieben und 12 verwundet worden. Eben so ist eS auch in Bosnien, wo die Feinde bisher sich ganz ruhig hielten, den 2Lten Aug noch zu einem blutigen Auftritte gekommen. An diesem Tage zsg unter Begünstigung des Nebels, ein feindliches Korps von „ngefthr 6c>so Mann, nach den Thälcrn bey Dermolicvo, schickte aber nur schwache Patrouille» gegen die unsrer Scits auf Vorposten stehenden Sercssaner. So bald diese unterstützt wurden, wuchsen auch die feindlichen Patrouillen an. Oberst, Baron von Bajalics, der an diesem Posten kommanbjrte, eilte, ihnen nun persönlich mit einer Division und einer Kanone zu Hülfe, aber kaum Halle er von der Anhöhe von seiner Schanze Sizoka Rie- ka einige Kanonenschüsse gegen die feindlichen Patrouillen thun lassen, so stürzte eine Adrheilung von 2QQ2 Mann, durchaus Kavallerie, aus den umnebelten Vertieferungcn hervor. Sie zerfielen schnell in z Kolonnen und so griffen sie den Obersten Bajaliks mit seiner Division, «ntcr dem gewöhnlichen Geschrcy, mit groser Wuth an. Das wechselseitige Feuer dauerte anderthalb Stunden heftig fort, b/S endlich der so lehr überlegene Feind dennoch weichen und den Plaz räumen mußte. Wahrscheinlich war dieser Vorfall der lezte des gegenwärtigen, seinem Ende nahen Kriegs. Vermischte Nachrichten» Der König von Pohlen, hat in der neulichen Sr« zung, wo die Frage aufgeworfen wurde: Was wvhi besser sey, sich dem Verlangen Preussens zu widerftzen, oder den bcydcn Höfen von Wien und Berlin, die itzt in gewissen Gesinnungen einig geworden sind, nachzugcben ? J„ ej„cr meisterhaften Rede, das Letztre stattlich behauptet und gesagt: „man müße entweder feine Einwilligung dazu gebe» mit Thor» und Danzig , ungeachtet sie dem Reich -um Rachtyell gereiche, eine Adänkrung treffen , ob« sich entschiieffcn , die ganze Repnbllck sterben mit zu Gruug gehen zu lass». " Dieser Vorschlag, wait wegen seiner Wichtigkeit, von den Abgeordneten s-i äeliberLnchim genommen und für die nächste Sitzüii; aufbehatten. Der Pabst hat der Stadt Ferrary alle Privilegien bestaftigr und den neue» Zoll aufgehoben. Zu Avignon wurde das Fest des heil. Ludwigs mir vieler Pracht gefeuert und die silberne Glocke, welche nur bcy der Pädsil. Krönung angezogcn wird, 24 Stunden lang gelautet. Von Livorno wird unter dem iten dieses gcschrie, bcn, man sähe daselbst täglich der Ankunft der mal, thesischeu Galrcrcneskadre, emer venettamschen und einer englischen Eskadre entgegen.