»«; Karlsruher Msntags den 8 Non Mt Hochfürstlich - Markgräflich « Badischem gnädigstem Privilegko. chcm >002 , Ladix, vom i herabgesunken. Der Werth der Häuser ist um die Hälfte gefallen. Die ansehnlichsten Häuser zehren von ihrem ehemaligcnGcwinnst und der gemeine Mann wird, wofern sich unser Schicksal nicht bald ändert, ein Bettler. Schon vor 18 Jahren wünschte ein grossere Theil der Bürgerschaft ,,ct) unter den Schutz des preussischen Adlers zu begeben, aber der Magistrat war damals entgegen und ist es noch. Unsre Abgeordnete vom dritten Stand haben wenig Trost aus Warschau mitgebracht. Der König von Pohlen möchte freyiich Danzig und Thorn gerne helfen, aber die Mittel stehen- nicht in seiner Macht. Die Fragen, ob der Krieg zwischen Rußland und Preusscn auf den nächsten Frühling loöbrcchen werde, ist no ch ein ! - - l 740 ) - Da Preussen beständig gegen Oesterreich in guter Fas- gewünschte Ultimatum zu bringen. ES möHte wohl Ar ,ung styn muß, 10 kann es Rußland mit höchstens auch noch einige Zeit darüber Hinsehen, da die Gran- pje bosoo Mann angrcifen. Es hat aber an der russi- des oder Cortes erst um Rath gefragt werden sollen, sehe» Gränze wpd,r cmen Wassenplatz, wo es Maga- Indessen ist vou Seiten unsrer Regierung folgende zme anlcgen könnte, noch eine Seemacht, um seine Maaßregel genommen, an welcher man nicht mehr Küsten gegen eine rußische Kriegs - und Galeerenflotke zweifelt: Lord Howe soll Befehl haben, sogleich mit > zu decken. Licfland aber, als die nächste russische der Flotte nach der spanischen Küste zu segeln und mit Provinz, ist durch die breite und tiefe Düna und Herrn Fitzherbert in Madrit entweder von Lissabon, Riga bedeckt, an dessen Festungswerken Tag und Nacht ober einem spanischen Haven aus eine Communicacios gearbeitet wird. Der Hauptpunkt endlich ist dieser, zu eröffnen. Er hat eine größre und eigeumächtigre ab daß Rußland, seit dem es mit Schweden Friede hat, Gewalt, als Admiräle bisher erhallen haben und sollte Ni Preussen emo Armee von wenigstens 102,000 Mann erUrsache dazu finden, soll er sogleich einGefchwader nach wc rcgulirler Truppen und 50,020 Mann leichter Völker, den westindischen Inseln abschlcken und selbst feindliche de, als Cosackcn, Calmuckcn w. entgegen stellen kann, oh. Angriffe thun. Sechs Linienschiffe, welche für West, B> ne seine Armee», welche gegen die Türken zu Feld lie- indien bemannt und verproviantirt sind, segeln unter Bi gen, zu schwächen. Preussen sicht also nicht allein Admiral Cornish in seinem Gckolg ab. Admiral Howe ,,e, keinen Gewinn, sondern vielmehr einen grossen und wird mit dem ersten guten Wmd in See stechen. Mai, Kr gewissen Verlust an Geld und Volk dey einem Angriff zweifelt noch, ob die Brigade von der Garde, wel- «ss auf Rußland vor sich. Auf die Polackcn aber darf che nächstens nach Portsmouth admarschiren wird, Preussen nicht rechnen: denn der Hauptkarakterzug die- nach Westindien bestimmt scy, glaubt vielmehr, daß ser Nation ist Wankelmuth und ihre Armee ist noch in sie entweder nach Gibraltar abgehcn, oder sonst zu ei. nsi der Kindheit und wird auch wahrscheinlich noch lange ncr geheimen Kriegsoperation gebraucht werden soll, he, darinnen bleiben. Sie hat Befehl, auf ersten Wink zum Aufbruch fer- zur Stockholm, vom ly (l)ct. tig zu seyn. ein Der König ist itzt unermüdet befchäfftigt, die Wun- Herr Lauzune ist letzten Sonnabend über Paris nach rei den, welche der Krieg den Finanzen geschlagen, wieder Wien an Sir Robert Keith mit Depesche» abgegan, ftu gut zu machen. Es ist wahr, düß durch die drcy Feld- gen, welcher dem Congreß der vermitklenden Mächte vti züge gegen Rußland in Schweden mehr Geld in Cir- zu Bucharest beywohnen wird und hat Befehl, alsdann nw culation gekommen , allein auch die Kronschulden bis nach Constantinopel zu reisen. Man vcrmuthel, ve> haben sich vermehrt. Die auswärtigen Subsidien wa- die Depeschen enthalten den letzten Versuch zur D rcn nicht hinreichend, um einen ernstlichen Land und Friedensssffcung : sollte aber die Kayserinn im Krieg- Seekrieg zu führen und der Berliner Hof allein hat z. gegen die Türken fortfahren und Frankreich bey sei- th> Millionen Thalcr hergeschossen, die nach und ssachwie- nem Tractat mit Spanien bleiben, so bürste da O> der bezahlt werden müssen. Auch soll die Kriegsflotte, Krieg unausbleiblich seyn. sol welche bis aufiz Linienschiffe hcruntergeschmolzen ist, in Warschau, vom 22 cvct. de Zeit von einigen Jahren wieder um die Hälfte ver. Nach den neuesten Berichten aus der Moldau sind ge mehrt werden. Unsre in rußischer Kriegsgefangen» die Russen in verschicdnen Korps vor Braila und Kl- dü schaft geweßne Osseters und Soldaten sind nun zu. lia Nova gerückt, um in diesem Jahr noch das nörb N rück. Die Schcercnflotte, welche mit den den yten und liche Ufer der Donau ganz von den Türken zu säubern. Ei roten Jul. eroberten vielen russischen Galeeren und Die Belagerung bcyder Festungen soll bereits angl- ftr Z50. Schiffen aller Art besteht, ist nun größtentheils fangen haben. Fürst Potcmkiu aber ist nach du ga aus Finnland zurück gekommen und hat die noch Krimm gereißt, theils um tie Abfahrt der rußifchi» nb übrigen Truppen mitgebracht, welche aber durchKrankhei- Flotte nach der Mündung der Donau zu betreibe« st, tcn und Mangel an Lebensmitteln, dir in dem ausge- uud durch die Gegenwart und Mitwirkung derselbe« ru zehrten Finnland sehr selten sind, einen Verlust von die Eroberung beyder Festungen zu erleichtern, lhcil! be 4222 Mann gehabt haben. Jedermann freut sich über auch um dem Eindringen der Tartarn von der Oll sei den Frieden und über die nnn aufgehobne Kriegssteucr. feite der Krimm Einhalt zu thun. Im nächsten Feld di Londen, vom ly Ort. zug wird Rußland, wofern die Pforte in diesem Ml al Mit Spanien werden die Unterhandlungen noch ter nicht Frieden sucht, mit verdoppelter Macht gegtt re immer mit tiefem Stillschweigen und geheimnißvoll die trotzige Oßmanen auftreten und den Schrecken sti- ch fortgesetzt, doch auch die Kriegsrüstungen immer stär- ner furchtbaren Macht zu Wasser und zu Land bisM g, ker. Eilboten gehen ab und zu, ohne daö so lange Ksnstantinopel verbreiten. Wirklich ist auch von bü di Donau bis nach Konstantinopel.?rSM sFstuyg mehr, die den Russen im Weg °lgge. .vHen Weg über die Donau aber haben sie schon iK Mtzen Türken, krieg recht M gefunden. * » Landen, vom 22 (vct. Von Portsmouth sind einige Schiffe atzf Rekruti- rung nach Irrland zum Malroscnpressen an die englischen Küsten abgesender worden. 'Die Anzahl der längst der Themse um Landen gepreßten und an die Flotte abgeschicklen Matrosen beläuft sich schon gegen 12200. Bon unlrer grosen Flotte zu Spithcad hört man itzt nichts, als baß vielcDepeschcn zwischcnAdmiral Howe und dem Admiralitätsamt ab und zugehen. Die König!. Brauercyen sind Tag und Nacht beschäfftigt, sie mit Bier zu versehen. Sie braucht icden Tag 140 Tonnen. Zu Woolwich werden alle während des letzten Kriegs genommene französische Kanonen probirt, um mit anbermGeschütz nach denBesatzungen abgesendeizu werden. Schreiben aus Wien, vom 24 (vct. Unser Hof wirb von der traktatenmäßigen Allianz mit Rußland gegen die Pforte um so weniger abge- hcn, da er nicht wünscht, daß Rußland von Preußen zur Zurückgabe seiner Eroberungen an die Pforte durch einen neuen Krieg soll gezwungen werden. Oester, reichlicher Seils hat man vielmehr vcrmuthct, Preu- ftn werde dieses nach den ministeriellen Aeußecnngen durch freundschaftliche Tractaren zu Stande bringen, weil der Antrag gewesen, durch die ReichcnbacherCon- venüon den Grund zu einem allgemeinen Frieden zu stiften. Eben dieses Schreiben sagt noch: das traurige Schicksal so vieler tausend Scrvischer Unter, thanen, welche in türkische Despotie durch Zurückgabe Oesterrcichischer Eroberungen an die Pforte zurückfallen sollen, habe auf die Ungarischen Magnaten und Stände eine» solch lebhaften und lheiln-hmenden Eindruck sind gemacht, daß der einmüihige Schluß dahin ausfallen v K dürste, den Krieg gegen die Türken auf Kosten der noch Nation fortzusetzen und kein Stück von den bisherigen ibcni. Eroberungen abzugeben. So bald Leopold II. gekrönt angi- ftyn würde, sollte der Antrag seyn, ihn vonSeiten Un- h du garns in Stand zu setzen, von der Preußischen Macht zisch«« nichts zu befürchten zu haben, falls derselben einfal, reib!« len sollte, Böhmen, Mähren oder Gallizicn zu beun- sselbe« ruhigen. In Böhmen, Ungarn und Gallizien blei. thtill den alle Regimenter auf dem Kriegsfuß und die Re- « Olli serve - Battaillons werden vollzählig gemacht. Geben Feld die Ungarn nach der Krönung ihrem König Beweis W»> alter Treue, so werden die Türken sehr wenig von iy- gegtt ren verlohrnen Besitzungen mehr zurück erhalten, en sii- Ueberhaupt dürfte wohl noch Kevenhüllers Voraussa- bisv»> gung eintrcffen: „ Es wirb eine Zeit kommen, wo on vll die Ungarn noch alles amvcuden/ sich die Türken ( 74r ) >ohl Zanten, mde ichr mit mit on, lies igre ollte nach licht öest. >nter >owe Nag wei- ird, daß u ei> soll, fer- nach :gan> ächte bann Uhei, zm Kriege sei- e da ganz vom Hals zu sschaffen und erst alsdann werden dir Oesierreichischen Staaten Ruhe genießen. « Wien, vom 28 (vct. Die Unterhandlungen zwischen dem Fürsten Potem« kin und dem Grosvczicr sind, nach Nachrichten aus der Wallachey, ganz abgebrochen worden und 70000 Türken von Rnsdiuck gegen Silistcia aufgebrochen , um General Suwarows Korps anzugreiftn. Berlin, vom za (vct. Schweden hat keine Allianz mit Rußland geschlossen, wird auch gewiß keine nordische Allianz schliessen. Rußland hat nicht allein die Vermittlung sondern auch den ü-aiwlL guo gänzlich abgelehnt und besteht darauf, Okzakow und das Land bis an den Dniester zu de. halten. Die Pforte will aber den Frieden nicht an, ders als,durch Preussen und besteht auf der Rückgabe von Okzakow und der Krimm. Die rußische Antwort an unfern Hof ist dem Wiener Hof communicirt wor« den. Man äufferte zwar zu Wien, wofern Preussen Rußland angreife, politische Bedenklichkeiten. Da aber ein Beystand an Rußland eine offenbare Verletzung der vom Kayser Leopold ratificirten Rcichenbacher Gegenerklärung seyn würde, worinn es heißt, der König von Ungarn verspricht, sich nicht mehr in diesen Krieg zu mischen und Rußland nicht mehr gegen die oltomanische Pforte weder mittelbar noch unmittelbar Beystand zu leisten, so befahl der König dem Wahl- gesandten, Grafen von Görz zu Frankfurt, eine Audienz bey dem neuen Kayser zu nehmen und eine Erklärung zu verlangen, welche auch zur völligen Zufrie. denheit des Königs erfolgt ist. Antwerpen, vom 1 Nov. Hiesige Kriegskomm:,sion hat, mittelst einen Staf. fette vom souverainen Kongreß zu Brüssel, in vergang. ner Nacht die unangenehme Nachricht erhalten, daß das Pulvermagazin zu Namur durch Unachtsamkeit der Arbeiter in die Luft geflogen und dadurch ein gro« ser Theil der Kasernen beschädigt worden. Auch sind verschiedne Arbeiter dabey ums Leben gekommen. Nähere Umstände von diesem Unglück werden noch erwartet. Um diese« Schaden in etwas zu ersetzen, hat die Kriegskommission gestern io Wagen mit Pulver , Kardätschen, Patronen und andrem Kriegsge. räth nach Namur gesandt. Mastricht, vom 1 Nov. Die Lütticher Irrungen sollen nun bcygelegt, oder doch wenigstens eine vorläufige Ucbcreinkunft deshalb getroffen seyn. Man will sogar versichern, die Reichs«, exekutionstruppen werden heute schon aus Maseick ab. ziehen und blos 1200 Mann davon zurück bleiben, um in Lüttich einzurücken. Auch spricht man davon, daß der Vergleich zwischen Kayser Leopold und den ( 742 ) Brabantern näh« fey, als man sich wohl einbildet. Indessen sind die Patrioten noch 'immer so gerüstet, als ob sie willens wären, sich mit Leopolds Felsenmännern zu messen. Sie stehen sogar noch in groscr Menge im Lültichschcn im Val, Benoit, Beaumont Lis nach Seraing zu; man glaubt aber, sie werden sich «nverzüglich zum Abzug bequemen. Rslln vom z Nov. Von Luxcnburg sind bereits 4020 Mann neu ange- kommncr Truppen zu den Vorposten gestoßen und zu Trier passiren noch täglich einige 1000 Mann nach dem Lupendurgischen durch. Man behauptet, die nach den Niederlanden bestimmte Truppenverstärkung werde 50,000 Mann ausmachen. Preußen. König Friedrich Wilhelm wendet alles an , seinem Wort, Frieden in Norden zu stiften, Kraft zu geben. Der mächtigste Monarch muß oft seine Plane nach den Umständen ändern. Preußen scheint diese Maxime zu ergreifen. Der König hat nach der feinem Cabinet ganz eignen politischen und milirairifchen Tactick, Danzigs Vorstädte schon mit zwcy Regimentern besetzt und hierdurch den Russen einen merklichen Vor. sprung abgewonnen. Allem Ansehen nach wird Prcuf. sen sich weder auf Grosbrittanien , noch auf die Ge- ncralstagtcn, deren letzte Erklärung dem Berliner Hof nicht befriedigend war, überhaupt auf keine fremde Macht verlassen und hierdurch mehr bewirken, als feine Plane durch alliirte Mächte, wie es der Fall schon einige mal, besonders in den vierziger Jahren und in dem Schlesischen Krieg mit Grosbrittanien war, früher lranöspiriren zu lassen, als sie zur Reife gekommen sind. vermischte Nachrichten. Der Kayfcr von Marokko hat gegen Spanien eine fonderdahre Kriegserklärung publicirt. Zu Wasser will er nemlich Frieden halten, zu Land aber, alles umbringca und erobern lassen, was Spanisch heißt. Dieses versuchte er neulich vor Melitta, welche spa- rusche Festung ( in Afrika ) er bestürmen ließ, aber Mit 522 Moyren zurückgcschlagen wurde. Die Stände von Dornick in den österreichischen Niederlanden haben den uten Oct. einmüthig beschlossen, zum Gehorsam gegen Kayscr Leopold zurück- zukchren. Der Anführer der Stände, Bischofs von Dornick, Prinz Wilhelm von Salm - Salm, welcher im vorigen Jahr nach Strasburg gegangen war, um nicht sich wider Joseph erklären, oder sich Verdruß ausfetzcn zu müssen, hat diese Sinncsändrung durch dieVersichrung bewirkt, daßLeopold dagegen völlige Verzeihung und Herstellung derConstitution versprochen habe. In Strasburg ist das vorläufige Vcrzeichniß der Zdlir angekommen, wie sie künftig längst am Rhein hin erhoben »eKA»tzllen, um das Gutachten der dortigen KanfmHi>Mxnfl*darübcr zu vernehmen. Es sind dabey fHlgcnDb-GEuii'dsätze angenommen worden, um dem inncrss«HandA*aus;>ihclsen: i) Die in de»! Innern desNeichs fabricirccn Maaren, welche ins Ausland geführj werden, bezahlen eine sehr geringe Auf, tage. 2) Die rohen Maaren hingegen,welche ins Aus. land verführt wnden sollen, bezahlen starke Auflagen, damit sie lieber den Fabricken im Land übergeben werden, z) Die rohen Maaren ans dem Ausland, welche nach Frankreich geführt werben, bezahlen einen sehr geringen Emgangszoll, damit die inncrn Fabricken sie wohlfeil rinkaufen können. 4) Die fadricirtcn fremden Maaren hingegen, welche in Frankreich eilige, führt werden, bezahlen starke Zölle , damit sie den inuländifchen. Fabriken nicht schaden und mehrere Fa« bucken im Land errichtet werden wögen. 5) Die bloß durchgehenden Maaren sollen beym Eingang in das Reich mit Bley gesiegelt und in öffentlichen Vor» rathshäustrn bewacht werden. Die Unkosten für den Durchgang sind ungemein gering, damit der sogenannte Transilhanvcl begünstigt werde. Von den zu Luxemburg angelangten 1500 tvrolcr Scharfschützen sind in den lczlen Tagen vorigen Mo nats boo Mann zu Chynei eingerückt. *) Das ausgerufnc ?sX ! ei'Ao HsVs tibi , I^eopoLiOe! non ! caeLr tV * > als - INperstor aV^VsiVs, II. ** , Wort sa/ä»-, oder der von den Soldaten! Äayser, wurde » populo colo, oder von! den erschlagncn Völkern, als Ueberwlnder genommen **)Umer Kayfer war in der ganzen WcllZriedt ^VLKTI88LNIsdI1V - Larlsruhe In Macklots HofbuchbandUmg ist so eberz angekommen und zu haben. Wahlkapitu- lativn des römischen Kayfers Leopolds des zweylen nach dem kurmamzer Original von I. R. Roth gr. 4to. Frankfurt 1790. 40 kr. Wahre Darstellung der g'rosen Französischen' Staatsrevolution, in ihrer Entstehung, ihrem Fortgang und in ihren Folgen, welche dieselbe für Europa und vorzüglich für Deuischland haben dürste. Mit Beylagcn. g. Frankfurt ,790. z6kr. Hülfreichs (Erdmann) Unterricht für Bauersleute von den Krankheiten der Pferde, des Hornviehs, der Schaaft und Schweine. Den Lesern des Noth- mid> Hülfsbüchleins gewidmet. 8. Franks. 1790. 20 kr. f b, d, g a ei ft C n f F der Es den, de», Aus- Auf- AuS, gen, Ben nnd, einen icken irkcn inge- den Fa« dloS das Vor, den ann- ralcr Mo. baten von men. cicde. tu,ig pitu- eylen l gr. l der Ent» >elche )land chkr. von , der ^ und kr. ( 74Z ) Larlsruhe. Dem Oberforstmeister im Hoch- bergifchen Herrn von Leuffel ist vor etwa 8 — io. Tagen ein Hühner Hund von brauner, mit weiß durchfchoßner Farbe, einem weisen Strich über die Naasc, in der Größe eines Metzgerhunds und den Nahmen Bckaä abhanden gekommen. Da demselben an Wiedererlangung des Hunds gelegen; so verspricht er dem der sichre Nachricht davon geben kann, oder solchen entweder an ihn nach Emmendinge», oder in Carlsruhe an seinen Herrn Sohn einliefern wird, eine halbe Louisd'or Douceur. Larlsruhe. Der schon vor 20 Jahren als Be- kerknechl in die Fremde gegangene Burgers Sohn. Michel Lind»,er von Teuischneureuth wird anmit vorgeladen, daß er »der seine Leibes Erben a dato binnen Z Monaien um so gewißcr sich dahier einfindeu und das bisher in pflcg- schaftlicher Verwaltung gestandene Vermögen in Empfang nehmen solle, als sonst dasselbe gegen Cau- tion seinen darum anstehenden Geschwistern wird ausgefolgt werden. Signatum Carlsruhe den 2ten Oclober 1790. Gbcramr aUva. Larlsruhe. Nachdeme untcrzogner Jacob Ei- per in klein Carlsruhe wohnhaft von gnädigstem Herrschaft zum Burger und Kicfcrmeistcr hiehcr gnädigst angenommen worden ist; so trägt er dem hiesigen Pu- blico in Faß und Kcllcrarbeiten gegen billige Bezahlung feine Dienste an und verspricht allen denen die ihm ihren Zuspruch gönnen, gute Bedienung. Carlsruhe den 2ten November 1792. Jacob Eipcr. Durlach. Alle diejenige welche an den hiesigen Hintersassen und Steinbrecher Johannes Ine etwas Rechlmäsiges zn fordern haben, sollen auf Montag den 22tcn des taufenden Monats November, um so gewisser in der Stadrschreibcrey dahier cnchcinen und gehörig liquidiren als hernach und nach Verfluß solchen Termins niemand weiter wird gehört werden. Durlach den iten Nov. 1790. Hochfürstl. Markgräfl. Bad. Gberamt allda. Pforzheim. Eine dreystöckigre durchaus wohl eingerichtete Herrschaftliche Erdlehcnmühle dahier, die Esels oder Klostcrmühle genannt, wovon der untre Stock mit /2lein gebaut, mit z Mahlgängen und 1 Gerbgang versehen, woran hinten ein kleines Höflein und Stallung zu nngefthr 12 Stück Rindvieh, auch 4 Schwcinställe, übrigens in dem Haus selbst z gute Stuben, 1 grosser Alkofen, woben ein Stück zu einer Kammer, die besonder,, Eingang hat, eingerichtet werden kann, 2 Dachkämmcrlein im ztcn Stock und z beschloßne Kammern ans der Bühne, gegenüber aber eine Scheuer und Pferdstgliung, wvrinn 5 Su'ick ge, stellt werden können, mit i Gelchirr und Knechts- kammer, auch gewölbtem Keiler sich befinden. Hiezu gehören ferner 4 Morgen 2 Viertel Acker auf'm Wolsö- berg; sodann eine weitrc Scheuer, die zum Lehen nicht gehörig und hinten daran ein Garlicin. Alle diese Gebäude und Güter , sollen bis Freptag den 19ml November d. I. Vormittags um 9 Uhr in ge, dachicr Mühle, an den Meistbietenden verkauft werden. Dieses wird daher össcnllich mit dem Anhang bekannt gemacht, daß die Kaufsbedingungcn bey der Steigerung selbst den erscheinen den Liebhabern eröfnet werden sollen. Pforzheim den 2Z Oktober 1792. Gberamr atlda. Pforzheim, lieber des hiesigen Burger und Klostcrmiiller Christoph friedlich Gftwigs Vcrmö. gen ist der Ganlh - Proccß erkannt worben. Es werden daher sämtliche Gerrvigischc Gläubigere zur Liquidation ihrer Forderungen und Streit über bas Vor. zugsrechl dergestalt vorgeiaden, daß sie Dienstags den Zoien Nov. li. s. morgens um 8 Uhr vor d-ftucsigem Oberaml, entweder selbst oder durch Bevollmächtigte, erscheinen und unter Mitbringung des Veweists, ihre Foderungen so wie das allenfalls prätenbirende Vorzugsrecht gehörig darrhun, ,m Nicbccrschcimuigefaü aber sich gewärtigen sollen, gänzlich ausgeschlossen zu werden. (Aigri. Pforzheim den 26. Oct. 1792. (Dberamt allda. Hochfürstl. Markgrass. Bad. (Dbcramr allda. Pforzheim. Da über das verschuldete Vermögen des hiesige» Burgers und Mczgcr Georg Mayen der Ganntprozcß erkannt worden ist; So hat man scl liguiäanäum üc oertanclurn super priori- tste terrn'mum Dienstag den 2Zlcn November vcstge- fttzt. Es werden daher sämtliche Gläubiger desselben, dergestalt vorgcladen, daß sie besagten Tags Morgens um 8 Uhr vor dahicsigem Obcramt entweder selbst oder durch-Bevollmächtigte erscheinen und unter Mit- bringung des Beweißes, ihre Forderung, so wie das allenfalls prätcntirende Vorzugsrecht gehörig darlhun, im Nichlerscheinungsfall aber sich gewärtigen sollen, gänzlich ausgeschlossen zu werden. Signatum Pforzheim den 27ten Oer. 1792. Gbcramt allda. Pforzheim. Da über das verschuldete Vermögen des hicsigen Burgers und Waldschützcn Friedrich Schiottcrbecks der Ganntprozeß erkannt worden ist. So hat man sä HHui'ckmärirrr Le oertanäuM super pricn-irate terminum Dienstag den 29ten Nov. - vestge- fttzr. Es werden dahero sämtliche Gläubigere desselben^ dergestalt vorgcladen daß sie besagte» Tag Morgens um 8 Uhr vor dahiestgcin Obcramt entweder selbst oder durch Bevollmächtigte erscheinen und unter Mit, briugung des Beweißes ihre Forderung so wie das ( 744 ) allenfalls prätendirende Vorzugsrecht .gehörig darthun, im Ntchterschcimmgssaü aber^ sich gewärtigen sögen mit ihren Forderungen gänzlich ausgeschlossen zu wer» den» Signatum Pforzheim den r/len Oct. 1790. Gberamr allda' Rasterrt. Joseph Siebert von hier gedürlig, welcher bereits vor mehreren Jahren vo» hier hinweg und von dessen Aufenrhalc bisher nichts bekannt, wird Hiemir in Gesolg ergangenen Fürstlichen Regierungs- derrets vom 2ten dieses HRN. 12624. dergestslten «diktaliter vorgcladen, daß er sich unter Anberaumung einer pcremtortschcn Frist von Z Monaten dahier bey Fürst!. Oderamt stellen, widrigenfalls nach Vcrstuß die. fer Zeit wegen dessen Vermögen das Rechtliche werde -erkannt werden. Signatum Rastalt den i^ten Oct. L790. Dberamr allda« Emmendiirgem Me diejenige, soandasgant» masige Vermögen des vor einiger Zeit heimlich ausgetretenen Burgers Johann Michel Hunsrngers von Windekreme Forderungen zu machen haben, werden bis Mittwoch den ztcn November K. o» dergestalten vorgcladen, daß sie an obigem Tag zu gu- 4er Vormillagszeik in dem Bachersch. WirthshauS daselbst unter Milbringung ihrer Beweißurkunden bey Verlust ihrer Forderung erscheinen und das Weitere ab» Watten sollen. Einmendingen den 8ten Ott. 1790- (Vberamt allda« Lmmendrnkten. Der dößlich ausgctrettne Christian Schaffhauser lediger Burgers - Sohn von Gunbelsingen, wird hierdurch ediktaliter vorgeladen, daß er a dalo z Monaten, mn so gewisser dahier er» scheinen und wegen seines böslicheir Austritts sich verantworten solle, als widrigenfalls dcßelben Vermögen «onfiscirt und er der hiesigen Lande verwiesen werden- 4rird. Signatum den 27^-» Oct. 1790- Vbcramt allda. Landern. Das allhier von dem . Spenglcrmei- Her cvesterlin zuruckgelassene Meisterhafte Svengler Handwerksgeschirr, mit mehrerer roher und ausgear- Seitctcr Waare, Montag den 29«« Nvv. dicscsJahrs -auf der Gemeinen Stube allda , öffentlich verkauft werden,-wovon denen Kauflustigen Nachricht gegeben wird«. CanLern den Zoten Oct. 4790. Von Theilungs - Lommißions wegen.. Lahr- JohanncsDürr von Altenheim41 Jahre »tt, welcher seit 17 Jahren sich entfernt und in dieser Zeit nichts von sich hat Hören lassen , besitzt ein Vcr, mögen von etwa 600 fl. zu Altenheim und wird dcö. wegen vorgcladen, binnen z Monaten solches in Empfang zu nehmen , ansonst es seinem im Land woh- »enden Bruder vorerst auf 45 Jahre nutznießlich und «aMer ciaentkümijch ohne Caution lvird überlassen, auch mit weitern in dieser Zeit etwa ihm anfallender?! Erbschaften auf die ncwlichc Weife gehalten werden, ohne eine defondre Citakion zu erlassen. Zugleich wird deßen Bruder, Tttbold Dürr , welcher vor 20 Iah, ren nach Ungarn abgezogen ist, ohne daß man seinen Anffcnihalc weiß, hiermit citirl und befehligt, sich einzufinden und seinen Wohnort anzugeben, ansonsten er für todt wird gehalten- und das weitere darnach verfügt werden. Lahr, vom 9 Ott. 1790. Fürstlich Nassem - Saarbrück - Uffngifches Lweraml der Herrschaft Lahr. Lahr. Andreas Bühler von Dinglingcn, gz, Jahr alt, hat sich vor 2z Jahren wegbegcben und in dieser ganzen Zeit nichts von sich hören lassen. Darr nun ei» Vermöge» von 84 ff. besitzt, so wird er hiermit vorgeladen, solches binnen z Monaten in Empfang zu nehmen, ansonsten cs seinen Geschwistern vorerst auf 15 Jahre nutznießlich, nachher aber cigen- thumlich ohne Cautwn wird übergeben und mit west lern in dieser Zeit ihme etwa zufaüenden Erbschaften auf die nemüche Art gehalten werden, ohne besondre Ciration zu verlassen. Lahr den 9ten Qctober 1792» Fürst!. Nassau - Saarbrück - Usingisches (vberaml der Herrschaft Lahr. Lörrach. Der als Hufschmidt aus die Wander. schast grgangne und seit dem verschollene Banlin Greter von Lü'schenbach'wird hierdurch mir der Bedrohung vorgeladen, daß er sich binnen z Monaten- allhier stellen und sein in vflegschaftlicher Verwaltung- stehendes Vermögen von Z04 fl. in Empfang nehmen, im entgegen gesetzten Fall aber dasselbe seinen darum anstehenden Verwandten gegen Caution ausgrfolgt werden solle. Lörrach den 21. Oct. 1790, Vberamt allda. Lörrach. Paul Ernst von Kirchen ist wegen eines Diebstahls in das Psorzyeimcr Z'uchchans gekommen, aber kürzlich aus solchem entwichen und wird deswegen unter dem Bedrohen hiermit vorgela- drn daß man ihn im Fall er binnen z Monaten! nicht erscheinen und sich feines AuskritS wegen verantworten sollte, des Lands verweisen, seines Vermögens entsetzen und seinen Nahmen an den Galgen schlagen lassen werde. Lörrach den iMn Oct. 1792; Gberamt allda, Birken seid. Diejenige, welche an den in Gannl gerathcncn Müller petrr Klein von K-ron- wrilcr eure Forderung zu habe« vermeinen, haben solche bey Verlust derselben Montags den Lgten Nov- in Krvnweilcr vor dem sich daselbst einfindendcn Ober- amts Actuar cinzugeben und gehörig zu liquidsten- Signatum Birkenstlb den LZtcn Oct. 1790.