Vez«g»vrei»: WSarlSrube frei ins Hau» S«lt«f«rl monatlich 2.4»Mk.. vierteUäbrlich 7.S>« Mk.. an den Ausgabestellen abgeholt ^ monatlich 2-W Mk. Au swärtsam Pottschalter abgeholt monatlich 2.SU Mk., vterteltädrl. «.SN Mk.. dur-ö den Briefträger srei ins gebracht monatlich -.KS M. vierteliährl.7.9SM. Berta«. Schriitleitun« »»dGeictiäftsitell« Nitteritraiie I. arlsmher Tuablatt ^«zeige«: die ggesx. Ätvji^areillezeile oder deren Raum >',u P>g . Reklame,eilc 2.— Mk.. an erster Stelle Z.5> > Mk. Rabatt nach Taris. Anzeigen-Annahme bis 12 Nhr mitiag^. kleinere Anzeigen spätestens bis 4 Uhr nachmittnn^ Fernsprechanschlüsse: Geschiiststtellc «r. 2!»». «erlaa Nr. S»7. Schriitleit« !aSir.^»«.!I48 Badische Morgenzeitung Mit der Wochenschrist „Die Pyramide" Badische Morgenpost Chefredakteur: Gustav Reovert : verantwortlich kür Politik: Martin Hol » tnaer : iür Baden. Lokales und Volkswirtschaft: Heinrich Druck und Verla«: C. K. Mülleriche Sokbuchhandlunam. b. H.. sämtliche in Karlsruhe. " " " ' ' ' e r b a r d t : für Feuilleton: Carl H e I f e m e r ! kür Inserate Paul » u k m a « n. V. ... — Berliner Redaktion: Dr. Kurt o e i II r«ch. Friedenau, kreacltrake K5/M. Televd.-Am» Uliland 2»U2. ttür unverlauate Manuskriote oder Drucklachen übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Rücksendung erfolgt, wenn Porto belaesiigt ist. 117. Jahrg. Nr. 11. Sonntag, den 11. Januar 19Ä0 Erstes Blat Umschwung? Von Dr. Georg Zöphel» M. d. N. Am 18. Dezember stand in der Nationalversammlung die Interpellation der Rechtsparteien über unsere Wirtschaft an. Mit einem Jubel, der wie Jndianergeheul anzuhören war, stürzten sich Herr Schmidt und Herr Erzberger «ms den Kriegspfad gegen die freie Wirtschaft und schwangen mit entsetzlicher Gebärde das Tomahawk. Die Interpellation endigte mit dem Kriegsgeschrei des Herrn Erzberger, da sich nicht die erforderliche Minderheit für die Debatte fand. Das Schlußbild, das die Nationalversammlung bot, ist charakteristisch und fordert zum Nachdenken heraus. Die beiden Parteien, mit denen die Demokraten sich zur Regierung vereinigt haben, verfolgen seit Monaten eine Politik des Zwanges und der Gewalt, die ursprünglich schüchtern einsetzend, sich immer mehr und mehr den reaktionären Formen nähert. Leider werden sie durch die Unbesonnenheit der Jüdustrie, die sich zum Teil für Wiederaufnahme einer gemäßigten Planwirtschaft erklärt hat, darin ermutigt. Die deutschen Demokraten sind liberal ihrer Geschichte und ihrem Bekenntnisse nach. Die aufsteigende Schicht der Arbeiter griff nach den liberalen Ausdrucksformen, die die bürgerliche Demokratie im vorigen Jahrhundert geschaffen hatte, und so verknüpfte sich mit dem Begriffe der Sozialdemokratie der Irrtum, als ob es sich um eine liberale Strömung handele. Je deutlicher die Praxis den Grundtrieben der Sozialdemokratie Raum schafft, um so schärfer hebt sich die reaktionäre Tendenz des Arbeiterprogramms heraus. Aus dem Zentrum wachsen ebenfalls mit erkennbare? Deutlichkeit die reaktionären Absichten ans Tageslicht hervor. Auf die Dauer gibt es kein Ausweichen mehr. Die Demokratie muß sich über den Charakter der Politik, in die sie hineingerissen wird, klar werden. Bisher mochte sie mit Recht geltend machen, daß die innere Ruhe ihr Ausscheiden aus der Regierung verbiete. Der Grund wird immer dünner und erscheint schließlich nur als fadenscheinig gegenüber einer Politik, die dem tiefsten Untergrund demokratischen Wesens zuwiderläuft. So stehen wir am Beginn eines neuen Jahres nach einem Jahr parlamentarischer Tätigkeit vor der Frage: Wohin führt der Weg? Die Deutsche Demokratische Partei trat mit dem Anspruch vor das deutsche Bürgertum — Bürgertum im weitesten Sinne genommen, nicht etwa als Bourgeoisie —, die aufbauenden Triebe und Willenskräfte des Volkes in der Nationalversammlung durchzusetzen gegen die zerstörenden und verneinenden Mächte, die damals besonders durch die Unabhängige Sozialdemokratie dargestellt wurden. Sie trat auch deshalb in die Reichsregierung ein imd blieb nach einem kurzen Intermezzo mit der Mehrheitssozialdemokratie und dem Zentrum das Fundament der Regierung. Die Deutsche Volkspartei, ja selbst eine Zeitlang die Deutsch-Nationale Volkspartei, schienen sich mit der neu gewonnenen Verfassungsform abzufinden, bis Mehr und mehr die monarchischen Gedanken in den Vordergrund gedrängt wurden und schließlich der Bruch mit dem Staate sich vollzog, und sowohl die Deutsche Volkspartei wie die Deutsch-Nationale Volkspartei die Verfassung und den Etat ablehnten. Die ursprüngliche Aussicht, daß die Demokratie mit der Deutschen Volkspartei als einer doch liberalen Bürgerpartei sich verschmelzen oder in Arbeitsgemeinschaft treten könnte, verhüllte sich damit. So wurde die Deutsche Demokratische Fraktion der Anwalt des ganzen deutschen Bürgertums, soweit dies nicht als Klassenpartei oder als konfessionell Partei sich aus der Volksgemeinschaft grundsätzlich aussondert. Nicht mehr wie in vergangenen Tagen unter der konstitutionellen Monarchie vermag eine solche Partei sich auf bestimmte Volksschichten zu stützen und eine besondere Vorliebe für Programmsätze bekunden, sie muß jetzt vielmehr als einziger Anwalt des Lanzen Volkes alle Stände gleichmäßig vertreten, soweit jeder Stand vor der Gesamtheit Daseinsrecht hat. Die Aufgabe der deutschen Demokratie ist damit fast ins unlösbare gesteigert. Sie ist im Grunde die einzige Partei, die °lne unparteiische Regierung stellen soll und Itcllen kann. Eine Partei und eine unparteiische Regierung! Der Widerspruch springt ins Gesicht! Doch muß er zu lösen versucht werden. Dazu noch eine unerträgliche Schwierigkeit! Die demokratische Fraktion ist nicht ausschlaggebend für die Mehrheit der Nationalversammlung. Ohne sie besteht die Mehrheit. <>a noch mehr, ohne sie hat die Mehrheit schon regiert! Das ist der Bruch in unserer kurzen Geschichte, der Austritt der Demokratie ans der '«tegierung beim Abschluß des Friedensvertrages. Als die erste Regierung der neuen Republik gegründet wurde, da forderte die politische Lage o^e Mitarbeit^ der Deutschen Demokratischen Partei, weil sonst das innere Wcscn nicht zusammengehalten werden konnte. Durch den Austritt aus der Regierung gab aber nun die Demokratie den beiden anderen Mehrheitsparteien Gelegenheit zu erproben, ob man auch ohne die Demokratie regieren könne. Es ge- lang, wenn auch keineswegs nach dem Wunsche der Demokratie. Mochte auch ein Minister wie Dr. David, der sich weit über das Niveau des sozialdemokratischen Durchschnittspolitikers erhebt, das Verlangen äußern, die Demokratie wieder in der Regierung zu sehen, so ist doch daran festzuhalten, daß die demokratische Fraktion im Interesse des deutschen Volkes, wie sie es versteht, in die Regierung wieder eintreten mußte und, wollte. Keineswegs aber lag die Sache so, daß die beiden Mehrheitsparteien den Eintritt der Demokratie für unentbehrlich ansehen mußten. Denn mit dem Beieinanöersein von Zentrum und Sozialdemokratie seit dem Der Friede. Paris, 10. Jan. (Eig. Drahtber.) (Havas.) Heute nachmittag 4 Uhr unterzeichneten am Quai d'Orsay im Kabinett des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten Ministerialdirektor von Simson und Freiherr von Leisner in Anwesenheit der Mitglieder des Obersten Rates das Protokoll vom 1. November. Sodann übergab Clemeneeau die schriftliche Bestätigung über die Herabsetzung der Schadenersatzforderung für Scapa Flow. Damit ist der Friede in Kraft gesetzt. Clemeneeau erklärte, dah noch heut« abend der Befehl zur H e i m s e n d u n g der deutsche» Gefangenen unterschrieben wird. H. Von unserer Berliner Redaktion wird uns aedrabtet: Im letzten Augenblick haben sich die Gewaltigen der Entente also doch noch entschlossen, den Termin des 10. Januar für den Austausch der Ratifikationsurkunden innc zu halten. Die Besprechungen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Nitti haben offenbar zu einem, wenn auch nur vorläufigen Ergebnis geführt, und an eine plötzliche Willensänöerung Amerikas zugunsten der Beteiligung an der Ratifikation war nicht mehr zu denken. So tritt der Pariser Friede von 1920, der formell den Weltkrieg abschließt, nun in Kraft. Daß dies für das deutsche Volk infolge der vernichtenden Bestimmungen deS Versailler Abkommens alles andere als ein Freudentag ist, dessen wird sich wohl jeder Deutsche schmerzlich bewußt sein. Der schwerste Druck dürfte aber jetzt auf der Regierung lasten, die es auf sich genommen hat, unerfüllbare Verpflichtungen zu erfüllen, und fortan auf Schritt und Tritt lähmende Eingriffe in ihre Souveränität durch die fremden Ueber- wachungskommifsionen gewärtig sein muß. Von jetzt an werden anch im Osten und Westen wertvollste deutsche Gebiete offiziell unter fremde Herrschaft kpmmen, und in den Abstimmungsgebieten wird fremdes Militär einziehen, um einen Druck auf die Bevölkerung im Sinne der Entente auszuüben. Wie das deutsche Volk und das Deutsche Reich praktisch diesen Frieden ertragen werden, läßt sich heute noch gar nicht im einzelnen voraussagen. Das Wort, das jahrelang unsere Heere und unsere Heimat zu schier übermenschlichen Leistungen zu bringen vermocht hatte: „Dnrch- halten und arbeiten!" wird auch jetzt die erste Losung'sein müssen. Dabei kann uns die in geschichtlicher Erfahrung begründete Zuversicht Helsen, daß das grausame Stümperwerk von Versailles als solches sehr bald von allen Völkern erkannt werden wird. Schon jetzt zieht man auch in der neutralen Presse wenig schmeichelhafte Vergleiche mit der Arbeit des Wiener Kongresses von 1815, der bisher in den Geschichtsbüchern keineswegs eine besonders gute Zensur erhalten hatte. Aber freilich, gegenüber dem Chaos, in dem Clemeneeau und Llond George heute Europa lassen, gegenüber der rachsüchtigen Unversöhnlichkeit .welche die Ausbeu- tungsbedingnngen von Versailles diktiert hat und ein fruchtbares Zusammenarbeiten der Nationen zunächst fast unmöglich macht, sind i«!nc Metternich und Talleyrand, die in Wien die große Krise der Revolution und napoleoni'chcn Kriege beendigten, wahre Meister gewesen. Diese Erkenntnis wird sich aus Not und Unbehagen aller Völker, auch der sogenannten siegreichen, immer mehr bemächtigen, und wenn Deutschland zähe, klug und würdig bei ehrlichstem Bestreben, alle in härtester Zwangslage übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, doch immer wieder die Ungerechtigkeit und Un- finnigkeit der Versailler Gewaltlösung betont, muß allmählich die Logik des nun einmal nicht völlig auszuschaltenden Weltverkehrs und deS menschlichen Gemeinsamkeit.-icfllhls aus eine Revision der jetzigen Friedensbedingungen drängen, durch welche die deutsche Arbeitskraft und deutsche Kulturbegabung wieder für alle freigemacht wird. Die große Weltkrise ist eben noch nicht zu Ende. Kriegspsychose und Revolu- tionsbesessenheit halten, besonders unter dem Drncke der schweren Wirtschastsnöte, noch allzusehr die Gehirne gefangen. Aber wie jedes Fieber, jchc weltgeschichtliche Krise ihr Ende gesunden hat, dürfen wir auch die schwere Friedens- zeit iu der Gewißheit der Rückkehr normaler Zeiten beginnen und müssen unsererseits alles aufbieten, durch Arbeit, Besonnenheit uud Nutzung der Erfahrungen aus den hinter uns liegenden furchtbaren Jahren solche Rückkehr zu beschleunigen. In der wundervollen Cha> rakteristik, die der alte Theodor Fontane im Jahre 1897 von Wilhelm !I. gibt, nennt er die Mittel, die allein die deutsche Politik und die deutsche Zukunft sichern können: nämlich Geld, wofür wir heute Arbeit sagen müssen, Geist und Begeisterung. Mit diesen Waffen wird denn auch das deutsche Volk doch noch siegen. Eine Kundgebung der Relchsregiernng. lEigener Trahtberickit.) Berlin. 10. Jan. lWolff.) Der Neichsvräsident und die Reichsregierung haben folgende Kundgebung erlassen: An die deutsche Bevölkerung der aus dein Reichsverband ausscheidenden Landesteile! T>er unglückliche Ansaaua des Krieges hat unS wehrlos der Willkür der Geaner vreisaeaeben und legt uns unter dem Titel des Friedens die schwersten Opfer auf. Das schwerste aber, das man uns aufzwingt, ist der Verzicht auf deutsche Gebietsteile im Osten. Westen und Norden. Unter Nichtachtuna ihres Rechtes auf nationale Selbstbestimmung werden Hunderttausende deutscher Volksgenossen fremder Staatsgewalt nnts-stellt. Deutsche Brüder und Schwestern! Nicht nur in der Stunde des Abschiedes, sondern immerdar wird die Trauer über diesen Verlust unsere Herzen erfüllen. nnd wir geloben Euch in» Namen des gesamten Deutschen Volkes, daß wir Euch nimmer vergessen werden. Auch Ihr werdet d gemeinsame deutsche Mutterland nicht vergessen; dessen sind wir -zewisz, Ueber die zerrissene Staats» gemeinschaft hina-nS werden Euere Herzen Treue ballen der deutschen Stammes- und .Eultnrgemein- schaft. die der Nährguell Eures Geisteslebens war und jederzeit bleiben wirj>. Seien wir uns in dieser schweren Stunde des Verlustes dessen bewußt, was uns Allen geineinsa m es Gut bleibt, was keine fremde Macht uns rauben kann: Gemeinsam bleibt die Sprache, die uns die Mutter lehrte, gemeinsam die Welt der Gedanken, der Warte, der Töne, der Bilder, in denen die großen Geister unseres Volkes nach dem höchsten und edelsten Ausdruck deutscher Kultur gerungen hoben Mit allen Fasern unseres Denken? und Fühlens bleiben wir verbunden. Was von.unserer Seite geschehen kann, um Euch die Muttersprache, die deutsche Eigenart und den geistigen Zusammenhang mit dem .Heimatlands zu erbalte'n > das wird geschehen. Wie es schon. Ivweit Verhandlungen möglich waren, unsere vornehmste Sorge war. Euch trotz der Trennung Euere nationalen Lebensrechte zu wahren, so wecken wir nicht aufhören. d>?für einzutreten, daß die vertraglich gegebenen Zusagen gehalten werden. Un'ere Schulen aber und alle unsere Einrichtimaen für die Bildung d-s Geistes, für die Pflege der Wissenschaften und Künste sollen Ench auch fernerhin wie bisher offen sieben. Herüber und hinüber soll ieglich-'r Austausch g>epfle^t und jedes seelische Band gestärkt werden. Der unersetzliche nnd unversiegbare Schatz 'an deutschen Gütern, den das deutsche Volk besitzt, Hebört Euch. Seine nationale Bindekraft wird sich bewähren. Seit Jahrhunderten schon loar es das Schicksal unseres Volkes, daß zahlreiche Deut'che außerhalb d:s deutschen Vaterlandes unter fremder Herrschaft gestanden haben. Wo auch immer inmitten fremden Volkstums ihre Siedelungen standen, sie haben die dmitsche Eigenart und den Zusammenhang mit dem Mutterlande in den schwersten Zeiten bewahrt nnd die Kraft ihrer nationalen Kultur Mer weite Gebiete auSaestrohlt. Jbre Arbeit wird Euch vorbildlich sein sür die schwere Ausgabe, die ein hartzs Geschick Euch ouierleat. Deut'che Herfen verzagen nicht, und deutscher Wille findet den Weg. sich zu behaupten. Seid gewiß, dan unsere Teilnahme, unsere Sora? und unsere beiß: L'x-be Euch erb^lten bleiben. In die- szm großen gegenseitigen Vertrauen wollen wir in der schwersten Stunde der äukeren Trennung uns unserer unlösbaren inneren Gemeinschaft in erhöhtem Maße bewußt werden. U:ber alleMrenznfgble hinaus bleibt das deutsche Volk ein einziges Ganzes Seid stark mit uns in dem Glauben, daß das deutsche Volk nicht untergeben wirH, Aus der tizsen Trübsal dieler Tage wird es sich emporarbeiten, von den ertungenen freibeitl'el'en Krundl^aen aus es durch Entkaltuna aller outen Kräfte den Aufstieg gewinnen »u brachster politischer, wirt'cha'tl'cher und sozialer Kultur. Volksgenossen! Mit der gewaltsamen Trennnng i^ Euch und nns hartes Unrecht neicheben. Das Rech! der Selbstbestimmung ist der deutschen Bevölkerung versggt worden. Wir werden die Hoffnung nicht aufgeben, daß auch Euch eines Taaes die nationalen Grundrechte zugesprochen werden. Darum wollen wir uns trotz aller Schmerzen in dieser Abschiedsstunde znrnsen: Treue um Treue! -nir das Recht unseres Volkstums wollen wir miteinander einstellen alle Zeit und mit ganzer Kraft? Der Reichspräsident: Ebert. Die Reichsregierung: Bauer, Schiffer, Dr. Bell, Dr. David. Erzberaer. Dr. Gekler. Giesberts. Koch. Dr. Maper. Müller. Noske. Schlicke. Schmidt. Sie heutige Nummer unseres Llalles umfaß! 12 Seiten mit Pyramide. 23. Juli ISIS hatte unsere Politik einen gewaltigen Umschwung erfahren. Mochten die Sozialdemokratie und das Zentrum in ihren Instinkten während der ersten Monate des Jahres 1919 als fortschrittlich und liberal anerkannt werden, so wandelte sich das Wesen der beiden ganz erkennbar, sobald sie anseinander angewiesen waren. Die reaktionäre Natur des Zentrums trat mit Schärfe hervor, und in der Sozialdemokratie erwachten die Machtgelüftc, wenn auch schüchtern, so doch erkennbar. Darf man unter Liberal all die Kräfte» zusammenfassen, die dem Gesamtwesen und dem Einzelwesen die höchste Freiheit, die nach dem Stande der Geschichte im Augenblicke gewährt werden kann, zugestehen wollen, so ist reaktionär alles, was die Gesamtheit und den Einzelnen durch Gewalt fesseln will. Nun vollzieht sich trotz dem Wiedereintritt der Demokratie eben wegen des geringen Einflusses, den sie nach ihrer parlamentarischen Zahl aufzubieten vermag, die Rückkehr der beiden anderen Parteien, der Sozialdemokratie und des Zentrums, zu ihren ursprünglich reaktionären Instinkten. Das zu ertragen ist die Deutsche Demokratische Partei nur in einem bestimmten Umfange fähig. Sie kann nicht dauernd, mag sie auS politischen Gründen die Nachbarschaft der beiden Parteien für das Gegebene halten, an einer Politik mitwirken, die die besten Werte des deutschen Volkes zerstört. Dadurch, daß sie anders als früher qllen berechtigten Interessen der Gesamtheit zu genügen hat, muß sie sich auch politisch eine größere Beweglichkeit sichern. Sie mnß unter Umständen entschlossen sein, mit den Parteien rechts von ihr eine Regierung zu bilden, wie dies jetzt mit den Parteien links von ihr geschieht. Man setze den Fall, daß die Deutsche Volkspar- tei und die Deutsch-Nationale Volkspartei den lächerlichen Kamps um die Verfassungsform aufgeben und die Mittel für das Reich bewilligen. Dann erscheint heute schon aus wirtschaftlichen Gründen die Frage offen, ob nicht jene beiden Parteien aus der großen Schule der Vergangenheit mehr Lebenswerke in den neuen Staat hinübergerettet haben, als dies etwa die Sozialdemokratie getan hat. In solchem Falle darf die Demokratische Partei nicht aus Gründen politischen Sentiments die politische Notwendigkeit des Augenblicks verfänmen. Die Dinge stehen augenblicklich noch nicht so, aber das Spiel der Erzberger-Schmidt uud Genossen darf nicht fortgesetzt werden. Die öeutsthe Republik. Die Loslösung der Bayerischen Volispartei vom Zentrum. tDrahtmeldmlg unseres Münchener Korrespondenten.) sr. München, 10. Jan. Die Bayerische Volks- Partei hatte für Freitag einen Landesparteitag nach München einberufen. Tomkapitular Leicht, der Vorsitzende der Fraktion in der Nationalversammlung, lehnte, unterstützt von Dr. Heim und dem bayerischen Finanzminister Speck, den Einheitsstaat ab mit dem Erfolg, daß auch die Versan-Milung einmütig dos gleiche tot und weiterhin beschloß, den Zentrumsparteitag im Reiche nicht zu beschicken. Ebenso verliefen die Verhandlungen über den dritten Punkt der Tagesordnung, die Ausrechterhaltung der Arbeitsgemeinschaft mit dem Zentrum im Reiche. Ihnen gab ebenfalls der Abgeordnete Leicht die Richtung. Allerdings lvarnten die Abgeordneten Dr. Bayerle. Schiriner und G e r st e n t> e r g e r, sie vermochten a>ver ihre Ansicht nicht durchzusetzen, zumal der Abgeordnete Held, der Vorsitzende der Fraktion im Landtag, zum Ausdruck brachte, daß ein Einlenken auf die Erzberger-Richtung, wie sie vor allem in der Rede in Stuttgart zum Ausdruck gebracht worden ivar, sür die Bayerische Volkspartei den Zusammenbruch bedeuten würde, schließlich errang die Richtung Heim—Held einen glänzenden^ Sieg, indem mit sehr großer Mehrheit der Vorschlags Dr. HeiMS, die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Volkslpartei mit der Zentrumsfraktion im Reiche zu lösen, angenommen wurde. In seiner TrennungSrede sagte Dr. H e i in : Tie Einheitssrage muß auch vom außenpolitiichen Standpunkt betrachtet iuerden. Frankreich wolle das linke Rbeinnfer. die Nbeinländer aber alauben. daß die BÄtrebungen der Franzosen gehemmt werden könnten. wenn die Rbeinlande nicht mehr einen Teil Preußens, sondern ein Teil des Deutschen Reiches seien, da sick der San Frankreichs in erster Linie gegeu Preuken richte. Nur ein bundesstaallickes Deutschland werde, die , französischen Aspirationen lähmen können. Die Weimarer Verfassung babe dem Föderalismus den Strick gedrebt. Wer Zentrums- polink machen will, soll zum Zentrum geheu. Ich kann nickt mitmachen. Der Parteivorsitzi,nde. Finanzminister Speck, erklärte, daß das Zentrum seinen föderalistischen Grundsätzen untren geworden sei und äbnlich erklärte sich der Vorsitzende der Landtaasrraktion. Geb Sofrat Chefredakteur He l d - Regensburg. Der föderalistische Gedanke sei vom Zentrum im Reiche immer mehr erstickt worden. Erzbergers Rede u> Stuttgart babe dem Faß den Boden ausaefchlanen Wenn man die früheren Fürsten so behandle. di>> Revolution verherrliche und von ihrer auten Wirkung rede, dann übersteige das alles Man lGr^ker Beifall.) Der Redner saate: Wenn die Zentrum^- Partei im Reiche Wert darauf legt, daß wir Verbindung mit einander halten, dann soll sie den Angeordneten Erzberaer zu den Sozialdemokraten abschie- ben ^Stürmischer Beiwll ) So redet unser Volk und es hilft nichts, sich die Obren zu verstopfen uud die «200, sind heute frü-h in den Ausstand getreten. Nach Schluß einer Versammlung bildete sich Demon- strationszug der Aushändigen, der >"ch nach dem Geschäftsgebäude des „Honnoverichen Kuriers" bewegte. Dieser hatte den streik als einen politischen bezeichnet. Der Eisenbahnerstreik. (Eigener Drahtberickt.) Berlin, 10. Ran. /Wolff.) Was den Eisendabner- streik betrifft. io nehmen die Tarikverband- lu„oev eine» guten und reckt schnellen Fortgang. Ein volles Einvernehmen mit allen Gewerkschaften ist erzielt. Die durchschnittliche Erhöhung der Löhne beträat pro Stunde eine Mark: das bedeutet für den Arbeitstag eine Besserung um acht Mari. Wenn der Streik besonders in Elberfeld und Essen trotzdem noch nickt beendigt ist. so liegt das daran, daß die unverkennbare kommunistiscken Elemente die Führung an sich gerissen haben und nickt einmal Lebensmittel durchlassen wollen. Essen, 10. Jan. tEig. Drahtbericht.) Der Eisen- bahnerstreik hat an Ausdehnimg gewonnen. Hinzugekommen sind die Bahnhöfe Gelsenkirchen, Wanne und Duisburg-Beeck. Durch die Stillegung des Betriebs in Duisburg-Beeck ist eS jetzt nicht mehr möglich, nach dem linken Rheinufer zu fahren. was für den Güterverkehr von großer Bedeutung ist. Der Schnellzugsverkehr nack Berlin wird nur nock notdürftig ausrecht erhalten. Düsseldorf, 10. Jan. fEig. DrahLber, Wolff.) Das ZitMommissariat teilt mit: Gestern abend fand eine Konferenz der in Frage kommenden. Behörden mit der örtlichen Streikleitung über die Durchführung der von der Etberfelder Streikleitung zugestandenen Erleichterungen statt. Es wurde beschlossen, daß sofort auf dem Bahnbofgelände befindliche Kok^— den städtischen Werken Düsseldorss zugeführt werden und die Heranziehung weiterer Mencien eingeleitet wird. Zur weiteren Ersparung von Licht wird, fall? bis Montag die Beilegung der Streikbewegung nicht erfolgt ist. in den Vergnügungsstätten die Entnahme von Strom und Gas nach 0 Uihr abends unt»-'-^ Köln, 10. Jan. lEig. Drahtbericht.) Der Zugverkehr nach dem unbesetzten Deutschland in der Richtung Düsseldorf-Elberfeld ist seit gestern «Bend unterbrochen. Im iübrige» keine Störung. Neutralität der Beamten. lEigener Drahtberickt.) Dortmund. 10. Jan. /Wolff.) Gestern abend wurde vom Beamtenrat der hiesigen Effenbahnbeamten beschlossen, dem Streik der Eisenbahnarbeitcr gegenüber völlig neutral zu bleiben. Aach MedensWutz. Die Anslieferungsliste. lEigener Drahtbericht.) Paris. 10. Jan. Das „Journal" schreibt bezüglich der gestern von englischen Blättern gekrackten Nachricht. derzufolae die Listeder Scbuldiaen. die Deutschland an die Alliierten ausliefern müsse, auf 300 Namen herabgesetzt würde. Diese Nachricht sei verfrübt. Richtig sei, daß die Vertreter Großbritanniens sich sehr energisch für die Herabsetzung der Zahl einsetzen, die aber immer nock tausend Namen umfasse. Die in der vorgestrigen Sitzung angenommene Zahl umfaßt 730 Namen. Der ..Petit Parisien" sagt, daß Frankreich die Auslieferung von 400 Personen, Militär- und Zivilversonen. verlangen würde, diese Zahl aber auf 300 herabgesetzt würde. Die Organisation der Militärgerichte und daS einzuschlagende Verfahren müsse noch Gegenstand eines Reglements, das die Kommission ausarbeiten werde, fein. Paris, 10. Jan fEig. Drahtbericht. Havas.) Der Lord-Kan^ler hatte gestern nachmittag ein-' n)e!>'-e- chung mit dem Chef der militärischen Juistiz über die Frage der Auslieferung deutscher Offiziere, gegen die wegen gewisser Verbrechen Anklage erhöben werden soll, namentlich auch über ein Verfahren gegen den ebemaüaen deutschen Kronprinzen, sowie über die geeigneten Mittel. um ihre Auslieferung durch Holland zu erwirken. Die Stärke der Besatzung. lEigener Drahtberickt i Berlin. 10. Jan. (Wolff) Jnsolze Nichtbeteiii- gung Amerikas wird die Stärke der Besatzungstruppen folgende fein: In Schleswig 2 Bataillone statt 3. in Dan zig 3 Bataillone statt 4. in Allen stein 2 statt 4. in Oberschlesien 12 statt 16. Nack ausdrücklicher Versicherung der En- tentestaaiteu sollen diese Truppen weiter vermindert werden, wenn sich herausstellt, daß Ruhe und Ordnung gesichert sind. Das Saargebiet wird für einige Wochen der militärischen Kontrolle eines französischen Generaladministrators unterstellt. Während dieser.Zeit soll möglichst wenig an den bestehenden Verhältnissen geändert werden, um der Regierrmgskommiffion nicht vorzugreifen, die später eingesetzt werden soll. Danzig und ZNemel. lEigener Drahtberickt.) Berlin. 10. Jan. lWolff.) Die Verhandlungen wegen Danzig und Memel. die gestern zum Abschluß gekommen sind, haben u. a. das EraebniS aebabt. daß unsere Beamten dort einstweilen in Tätigkeit bleiben. Amerika und der Frieden. (Eigener Drahtberickt t Amsterdam. 10. Jan. Laut „Telearaaf" melden die ..Times" aus Washington, daß augenblicklich so gut wie noch keineAuSsickt dafür bestehe, daß die Vereinigten Staaten den Garantievertran mit Frankreick ratifizieren. Wie das Matt weiter meldet, ist die amerikanische Reaieruna noch immer für die Abhaltung einer Volksabstimmung über die Fraae der Ratifizierung des Friedensvertrages. Letzte Nachrichten. Kölner Erzbischos. lEigener Drahtbericht.) Köln. lv. Jan. Die Blättermeldunaen über die Kandidatur des belgischen Prinzen von Crov für den Kölner erzbiscköflichen Stuhl wird hier allgemein als unricktia und unmöalick bezeichnet. Auch die Kandidatur des Abtes von Maria Laach von Heerweaen kommt nickt in Fraae. Dagegen dürfte mau fick im Domkavitel aus die Wabl des ErzbisckokS von Breslau. Kardinal Bertram, geeinigt haben. Die englische Sprache in öer Schnle. In unseren Realai^talten. Büraersckulen. höheren Mädckensckulen lernen wir als erste Fremdsvrachc von alterSber Französisch. Erst sväter tritt Englisch auf /in der Realschule im vierten Schuljahr', im Realavmnasium schiebt sich noch Latein dazwischen). Im humanistischen Gvmnasium setzt Französisch in Quarta ein. während Enaliick als wahlfreies Fach ohne jede Bedeutung bleibt. Hat diese Rangordnung des Englischen hinter dem Französischen nock innere Berechtigung? Im praktiscken Leben gebt die englische Sprache allen anderen vor. Sckon vor dem Kriege war sie die weitaus wichtigste SandelSsvrache. Durck den Weltkrieg sind die enolisck redenden Völker aus absehbare Zeit Herren des gesamten Welthandels, ja Beherrscher der Erde geworden. Ihre Sprache genügt. um überall durchzukommen: ohne enalische Svrackkenntnissc dagegen ist der Kaufmann. Techniker. Chemiker davon ausgeschlossen, sick anderswo als in der enaen. überfüllten Heimat zu betätigen. Praktische Gründe verlangen also, daß die englische Svracke in unseren Sckulen an die erste Stelle rückt. Zu dieser sacklicken Rücksickt gesellt sick der günstige Umstand, daß dem Deutschen die englische Sprache leicht wird. Wortschatz. Zusammensetzung.^ Wortkolae verraten den gemeinsamen Ursvruna: das überwiegend romanische Französisch steht uns viel ferner. Sobald die mehr äußerlichen Schwierigkeiten der AuSsvrache und Schreibung einigermaßen überwunden sind, wird — außer Niederländisck — wob! keine Svracke uns leichter als das nock dazu für den geschäftlichen Gebrauch so aründlick abaescklisfene Englisch. Vor allem gilt das für die Bedürfnisse des täglichen Lebens, in dessen Wortschatz die sächsischen, also germanischen Stammwörter weit überwiegen. Warum soll der Deutsch«, der iede Arbeitsmöglichkeit in der Fremde ausnutzen muß. nicht den Vorteil wahrnehmen, daß er die Weltivrachc sich leicht aneignet? Auch innere. Gründe rechtfertigen schließlich den Vorzug des Englischen vor dem Französischen. Auf den meisten Gebieten der Geisteswissenschaften /Philosophie. Geschichtsschreibuna) sind die Engländer bedeutender, eiaennrtiger. iedensalls uns näherstehend als die Franzosen: unbestritten a hen sie mit ihren nordamerikanischen Vettern in Naturwissenschaft und Technik den romanischen Völkern vor. Ihre Literatur ist reicher, tiefer, wertvoller als die französische. Sinter dem weltumfassenden Einfluß der englischen Handelsaeltuna steht der französische Machtbereich weit zurück, auch svracblich. Nur in wenigen Gebieten /Mittelmecr. Orient) gilt außerhalb des eigenen Landes und seiner Kolonien die französische' Sprache noch olß bevorzugtes Werkzeug des Sandels. anch hier schon bedroht durck das mächtigere Englisch. Die von Frankreich beherrschten oder beeinflußten Länder bieten aber für die Deutschen keine Lebensmöglickkeit. selbst im Handel wird man ihn dort ausschalten. Anders steht es mit den riesigen Ueberseegebieten engliscker Zunge. Dort wird das ietziae Bestreben, deutscke Einwanderer auszuschließen. nicht lange vorhalten. Die Vereinigten Staaten. Kanada. Südafrika. Australien brauchen billige Arbeitskräfte, die bereit find, im dortigen Volkstum auszugehen: diese L-"nder werden den Deutschen, trvnn er arbeiten will, bald wieder zulassen. Svrachkenntnisse würden dem Auswanderer die Zulassung und den Kamps ums Brot in der Fremde bedentend erleichtern. Ueberwiegende Gründe svrecken nack alledem dafür, in den deutschen Schulen die enalische Svracke an jene Stelle treten zu lassen, die jetzt das Französische einnimmt. Eine solche Aenderuna kann aber nicht durch einzelne Städte oder Länder vorgenommen werden, weil sonst der Ueberaana von einer Schule zur anderen zuviel Schwierigkeiten macht. Die einzelnen Staaten müssen einheitlich vorgehen und zw»r für alle in betracht kommenden Schularten. So stell: diese Frage eine dringende Aufgabe für die mit Sckulangelegenheiten des ganzen Reiches befaßten Bebörden und Ausschüsse dar. Eine rasche Lösung wäre anzustreben, weil gerade für die nächsten Jahre und Jahrzehnte die vraktischen Gründe, wie sie oben dargelegt sind, besonders dringlich mit- svrecken. Dr. Kleinsckmidt. SaüMe Politik. Das Zentrum und der Einheitsstaat. Der LandeSauSschuß der badischen Zentrumspartei tagte am D«>""erstag in Karlsruhe im Sitzungssaal der Zentrumölraktion. Wie der „Veob." mitteilt, nahm in den Beratungen den breitesten Ra-um die Aussprache über das Verhältnis von der Zentral- gewagt des Reiches zu den einzelnen Ländern ein. In den Grundsätzen herrschte Einmütigkeit der Auffassung. Diese Grundsätze fanden folgend: Formulierung: 1. Die durch die politische Entwicklung und die Notlage unseres deutschen Vaterlandes unerläßlich notwendig gewordene straffere Zusammenfassung aller Kräffte unseres deutschen Volkes erachten wir durch die NeichSverfassung vom 11. August 1019 als ausreiclerd gewährleistet. Unerträglich aber Ware ein Ausgehen der bisherigen Bundesstaaten in einem grokpreußiscken Deutschland. 2. Wir fordern, daß der durck die ReickSveviassung geschaffenen starken Zentralgetralt des Reiches ein Mindestmaß von Selbständigkeit der Länder zur Auswirkung ihre? kulturellen Eigenlebens entsprechen muß Diese Selbständigkeit der Länder muß die verfassungsmäßig zugesicherte GesetzgebunaShoheit im Sinnc ihrer Verfassungen auf den ihnen verbliebenen Gebieten und die VerwaltungSkoheit ihrer Regierungen nach Maßgabe der Reichsvcrfassung um'assen. 3. Eine Einschränkung des im Art. IL der R.- Verk. peträbr>leist«tcn Rechtes des Beamten der unmittelbaren Neichsverwaltung auch in den neu in den ReichHeigenbetrieb übergebenden VerwaltunaSZweigen, auf ihren Wunsch in ihren Heimatgcbieten verwendet zu werden, müßten wir ablehnen. Zur Anstellung nichttadischer Beamter der unmittelbaren ReichSverwÄltung in Bad^n ioll jeweils zutvr die Zustimmung der zuständigen Regierung eingeholt werden. Dr. Ludwig Haas kvrack wie uns aus Konstanz aedrgbtet wird, am Freitag abend im dortigen dicht gefüllten Kon- zilinmSsgale über ..Demokratie nnd Reaktion". Die nahezu zweistündigen Ausfübrunnen des Redners wurden mit großem Befall aufgenommen. Zusammenschluß der städtischen Beamten Badens. Nachdem die Beamten der 63 mittleren Städte Badens sick größtenteils zu Ortsvereinen zusammen, aeschlossen hatten, lan die Frage nabe. in welcher Weise diese Ortsvereine ihre gemeinsamen Organisationen im Lgnd aufbauen sollen. Der Zentral, verband der Gemeindebeamten Badens, dem alle badischen Gemeindebeamten angeboren, hat die Vertreter der Ortsvereine zu einer AnSsvrache hierüber eingeladen. Diese fand am 7. d. M. im Bürgersaale des Rathauses in Baden-Baden statt. Mit Stimmeneinheit wurde die Analiederung an den Landesverband der städtischen Beamten der Städteordnnngs- städte beschlossen. Der zusammengeschlossene Verband zählt nun 7000 Mitglieder. Infolge dieses Zu- sammcnwachsens soll dem Verbandsdirektor ein bauvtamtlicker Verbandssekretär unter Bewilligung der hierfür erforderlichen Mittel beigegeben werden. Verbandsdirektor Weiler hielt sodnnn nock Vorträge über die Gemeindeordnuna das Fürsoraegesetz für Gemeinde- und KörverschaktSbeamte sowie über die mit dem Verband der mittleren Städte getroffenen Regelung der Dienst- und Gebaltsverbältnisse in den mittleren Städten. In letzter Sinsickt faßte die Ver. sammlnna kolaende einstimmige Entschließung: „1. Die Vertreter der Ortsvereine der mittleren Städte ersucken den Zentralverband der Gemeinde, beamten Badens, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln auf Durckführuna und Einhaltung der vom Verband der mittleren Städte Badens mit allen gegen eine Stimme vorgenommenen Vereinbarungen über die Regelung der Dienst- und Gehaltsverhältnisse der Gemeindebeamten der mittleren Städte hinzuwirken. 2. Seit der Vorlaae des Tarifs für die Beamten der mittleren Städte und dessen Annahme sind durck die fortsckreitende Teuerung die im Tarifentwurf festgelegten Sätze bereit? weit überholt, es ist daher dringend notwendig, diese Sätze entsvreckcnd zu erhöben. Ueber die Art und Weise, wie dies geschehen Erstes Dlatt soll, wird von der Berufsorganisation dernnäckst ein entsvreckender Antraa erfolgen." In den Vorstand deö Landesverbands der städtiscken Beamten wurden gewählt: Ratschreiber Uebler Millingen). Ratschreiber Burck lEvvin- gen). Stadtreckner Gramvv Madolf-ell). Stadt- reckner Kilian I'Genaenback) Svarkassenverwalter Manaold /Sornbera^. Stadtbaumeister Seu» bert lVillinaen) S:adtbaumeister Sauck lDur- lach). Schutzmann Bov lBübl) und Waldmeister Kern /Ettlingen): als Vertreter in den verstärkten Unterausschuß des Landesverbandes: Verwaltungs- beamter Keller Meinbeim). Assistent Wiedell /Emmendingens Buckhalter Roß lKehl). Buckhalter Vogel /Ettlingen). Straßenmeister Müller lMüllheim): als Stellvertreter sind benannt worden: Ratsckrriber Jäaer iEttenbeim). Stadtreckner Äerrmann lStockack). Stadtreckner Beck /Mos- back). Svarkassenkontrolleur Zeilina er /Weinheim). Gaswcrksdirektor Brunckburst lRastattl. Elcktrizitätswerksleüer Barth /Radolfzell). Polizei- wacktrneister Hecker /Wieslock) und Forstwart Salz mann /Eberbach): als Stellvertreter in den Unterausschuß: Sekretär Baumann sSinaenl. Svarkassenrechner Klaub /Eberbachi. Assistent Stuebe lUeberlingenj und Stadtkassenbuchhalter Weinaärtner /Waldsbut). Ferner wurde beschlossen, sich an dem Erholungsheim der städtischen Beamten in Schönwald zu l>eteilia«n. die wirtschaftliche Aufhilfe alsbald in Angriff zu nehmen und den Zentralverband durck Bewilliaung der erforderlichen Mittel zur Dnrck- fübrung der ibm obliegenden Ausgaben in Stand zu setzen. Mit dem Beitritt des Zentrvlverbandes zum Badischen Beamtenbund war di« Versammlung einverstanden. Der Zentralverband der Gemeindebeamten Badens umfaßt nun sämtliche in Be:racbt kommenden Organisationen und bat mit den kürzlich beigetretenen Mattenrichtern. OrtSrichtern und -Schätzern und den Beamten anderer Körperschaften /Kreise und deral.) eine Mitgliederzabl von über IS 000 Gemeinde- und KörverschaftSbeamten. Im Anschluß an diese Versammluna fand noch unter dein Vorsitz des S:adtbaumeisterS Seu bert lVillingent eine Versammlung der technischen Beamten der mittleren Städte statt. Diese gründete eine Fackvereinigung der Beamten der mittleren Städte Badens, die technische Arbeit leisten innerhalb der bestehenden Berufsorganisation mit der Maßgabe, daß jeder der Berufsorganisation angehörende Kollege Mitglied dieser Vereinigung ist. Es wurde ein Ausschuß unter dem Vorsitz des Stadtbaumeisters Seubert mit der Ausarbeitung und mit dem weiteren Vollzug im Benehmen mit dem Zentralverband der Gemcindebcamten Badens beauftragt. Reform der Slrasgerichtsversassung. lEigener Bericht.! In einer gut besetzten Versammlung des Sozialdemokratischen Vereins Karlsruhe im Saal III der Brauerei Sckreuivv sprack am Freitag abend Rechtsanwalt und Stadtrat Dr. Dietz über die ..Reform der Strafaericktsverfassuna". Er führte dabei u. a. aus. daß man. um eine GericktSverfassuna zu beurteilen. nickt etwa nack den Fcblern im Einzelfalle sehen dürfe, sondern man müsse sick die Frage stellen. ob die Recktsverfassuna eines Volkes von dem Rechtsempfinden dieses Volkes getragen sei. In diesem Sinne hätten auch alle reiormatorischen Bewegungen danach gestrebt, die Recktsverfassuna dem RecktSempfinden anzuvassen. und daher stamme auck das Bestreben, die Richter aus allen Klassen des Volkes heranzuziehen. Die Revublik gäbe no^'' web? Gewähr dafür, daß dies im Sinne der VolkS"ber- zeuauna geschehe. Nock mekr entsvreckc dem revu- blikanischen Gedanken die Hinzuziehung des Laien- elementes /Schöffen. Geschworenen. Laienrichter) zur Unterstützung der Rechtsprechung. Doch gleichzeitig verlange man ein Rechtsmittel, das Geleaenbeit gebe, ein ausgesprochenes Urteil nachzuprüfen, zu revidieren. Die Idee der Berufung sei aber ein direkter Widerspruch gegenüber d.'r Laienreckitsvre- ckuna. denn das Volk könne nicht Urteile fällen, die von einer höheren Instanz des Volkswillens umgestürzt werden könnten, denn das Volk als gesetzgebende Mackt sei unfehlbar. Der Redner zeigte an der geschichtlichen Entwicklung, wie von England über Frankreich die Hinzuziebuna von Laien zur Recht- svrechuna zu unS herüberaekommen ist und wie man diese Idee mit in die alte StrasnerickitSverfassung aufgenommen habe. Aber aeaen VolkSiustjz könne es keinen E-nsvruch geben und so habe man die Be- rusunasmöaljchkeit dem Laienrichtertum ovkern müssen. Diesen Mangel Hab? man schon lange als unhaltbar empfunden. Der frühere Reich?i»ftiz- minister Landsbera babe nun eine einfache Lösung gefunden die dabin gebe, außer den Scbwuraerichts- angelegenhciten alle Strafsachen in erster Instanz vor dem Schöffengericht zu verbandeln. Reichsiustiz- minister Schiffer habe mit einigen Aenderungen diesen Entwurf wieder aufgegriffen und der Nationalversammlung vorgelegt. Dqnach würde die Strafkammer wieder, und zwar unter Hjnzn»iehnna des Laienelementes die zweite Instanz bilden, so daß in allen Strafsachen /mit Ausnahme der SckwurgerichtSangelegenheiten) eine Aerufuna möglich wäre. Leider habe man in dem neuen Entwurf das Prinzip der Gleichheit von Mann und Frau für die Eignung zum Laienrichter nicht voll durchgeführt: man wolle die Frau nur zulassen in Fällen, in denen Frauen oder junae Leute unter 1^ wahren zur Anklage stünden, und selbst kür diesen Fall sollten die Frauen nur fünf Zwölftel der Geschworenen ausmachen. Wenn alle die im Gesetzentwurf vorgeschlagenen Aendernnaen durchgeführt würden so würde dieser ein großes reformatorisches Werk, aber unbedingt müsse auch das Prinzip der Gleichheit, wie es schon in dem ursvrünalicken Entwurf bestanden habe wieder aufgenommen werden. An diesem Sinne legte der Redner der Versammluna solaende Entfchließuna vor. die einstimmig angenommen wurde: „Die Versammluna erkennt den der Nationalversammlung zurzeit vorgelegten Gesetzentwurf zur Aenderunn deö GerichtsverfgssunciSaesetzes gls eine geeignete Grundlage zur Reform der StrafgerichtS- versgssunn an und begrüßt inShesondere die Ausdehnung der Berufung in Strafsachen, die Einfüb- ruug der Schöffen in die Strafkammer und die Zuziehung der Frkuen zum Geschworenen- und Scköf- fendienst. sie verlangt aber auch mit aller Entschiedenheit, daß die in letzterer Beziehung in dem Entwurf entbaltene Ungleichheit zum Nachteil der Frauen beseitigt und die Frauen vollständig in gleichem Maße wie die MäMier zu dem Geschworenen- und Schöffendienst zugelassen werden. Die Versammlung ersucht die biesiaen Reichstaasabgeord- neten. in diesem Sinne zu wirken." Die Anwesenden spendeten dem Redner für seine lichtvollen Darlegungen, die bei allen Teilnebmern lebbastem Interesse beaeaneten. starken Beifall. Der sozialdemokratische Parteivorstand hielt am Donnerstag im LandtagSgebäude in Karlsruhe eine Sitzung aib. die sich zunächst einsehend mit Lrganis«ilionz.srggen blaßte. Hierauf hielt ReichötagZa^geordneter Schöpfliri- .Karlsruhe einen Vortrag über die kommenden ReichZtcOkNMen. jn dem er ror allem auf die Not- ' wendigkeit der Geschlossenheit der Partei hinwies. Vor allem sei im Wahlkampf darauf hinzuweisen, da» Grsies Dlatt Karlsruher Tagblatt, Sonntag, den Ii. Januar I92V «r. 11. Seite 5 die Sozialdemokratie einen Trümmerhaufen alSErb- übernoar-men Hobe, wobei es ihr Verdienst ße- Aesen sei. deit geriete." Er bitte d-'Sbalb in öffentlichen Versammlungen die anwesenden Mitglieder der Deutschen Volksvartei freundschaftlich. ibm in der Aussprache „auch nur einen ein->igen Artikel aus dem Programm der Deutscki-Natian^len oder Deutschen Volksvartei ->u nennen, den nicht iedeS Mitglied der anderen Partei unter- '«reiben könne", trüber babe er geglaubt, onn als einzigste Unterscheidung Zwischen beiden die Stel- uina zur Nudenfraae selten könne: aber seitdem der Abc». Dr. Mittelmann als Generalsekretär der Deut- Aen Volksvartei eine solche Untersckieidnnt'! mir auer ^ntschjcdenbeit siurückaewiefen bat. könne dieser Unterschied nicht mebr aelten. Dem Aba. v. Graeke bat noch in keiner Versammlung ein deutscher «^'lk-- varteiler nrundsätzliche Unterschiede Zwnchen deinen Vaneien. sondern Wc^stens oan? un^alt»?crre -taktische Rücksichten" anführen können. Aba. v. Wraese fragt deSbalb: ..Muk man es d-, nicht geradezu als eine ..Sabotage der nationalen »vront emp- w'den. wenn sich ..die Anhänger derselben Grundsätze in l,wei volitische Parteien svalten 'atten?" ct.' wobl die Führer der Deutschen Voltsvortc, ^rs Z.itm's haben werdei> für diesen Nvtichre, des ^^eniativen Äerrn ^on iAra efe ^ flus Haöen. Amtliche Nachrichten. Ernennungen. Versetzungen usw. ^Taz StaatSminiltcrium bat den bisber -m clw^'lotb- Lücken Schuldienst tätla aewelcnen wissenschaftlich ^bildeten Lebrer Ludwia Hauler zum Professor an Kr ktchteschul« In Karlsrube ernannt. X" not von einem Äau.m am ein ^,en,ia^i spitze einer Eisenstange drang ihm durch das Becken ern. Mannheim. '10. Jan. Durch Einatmen von zeucht gas versuchte ein 47 Jahre alter ver. witweter Fabrikarbeiter seinem Leben ein Ende zu Azzchen. In bewußtlosem Austum de wurde er in das ^gemeine Krankenhaus überfuhrt Vei einem Kellerdieb st ahl sielen dem Dieb m !xe S-.'.nde: ^ Zentner Bohnenkaffee, IIS Flaschen Wem. S0 «alkeier und ö Pwnd Fett. .. a. Welubeim. 10. ?ian. In vierstündw-r Abend- '.lvuna aene^miate der Büroerauslcvun em- ulminio 1 Million Mari für Kleinwovnunas- bauten im Gewann .Wormser Weg". unter der Zorausietzuna. daß der Gemeinderat unverz,>gl,ch «dritte -mr Gründung eines Gemeinnützigen Bau- Genossenschaft unternimmt. Der Aufwand soll aus Inlebensmitteln vorbehaltlich Ausstellung -nneS T>laui,gZt'l<'nes. bestritten werden. Todtnau, 10. Jon. Um das weitkchoberbadliche Acbiet Vesser mit Elektrizität verargen zu ronn«n bauen die Lxrufenburger Kraftwerke eine ZZ«ue Kraftleiwng von 1 000 Volt Stärke. Die Leitung hofft man schon im Mai fertigzustellen Engen. 10 Jan. Vor einiger Zeit gin>z durch N Zeiwng.cn di« Nachricht, daß ein gewisser Karl Aaldschüv aus sranzösischer Gefongenichaft in Algier zurückgekommen sei u-nd daß dort noch viele xadsner seien, die von der Kurverwaltung am ^reiben verhi^ert würden In Snckin?en wurde jetzt ein Mann namens A r n s verhaftet. ?rr d,es«z Gerüchtin Umlam setzte, an dem n-ichts "^hveS ist y.b. Konstanz. 10. Jan. sEig. ^ ' J«bre alte lediqe Ferdinand Ruf von Singen hat lein 3 Monate altes uneheliches Kind im »-nue der !?t lg Jutter erwürgt. Der Tat-r ^r^e he röa^stet »d. Singen a. 10. Jan. «Zig. Droktbericht.) Auf Arund der deutia>schtveizer,schen Niederlassunqjver- «<-«es wurden im Jaihre ISIS durch die b'esiM Lebe rnah westelle von der schweizer,'2 Männer, 60 Frauen und 7 Kinder ub-r- uomm^n. — Am 3l. Dezemk:r betrug die Zahl der ^ > nwo hner der Stadt Singen 10 037. !rauerse!ec und Beerdigung von Stadtrat Friedrich Vlas. Der tiefe Schmerz und die weite öffentliche Anteil- Mme. die der Tod des verdi:nten Bürgers und der kertgeschZtzten PevsönlichSeit deZ Dahingea-ngenen ausgelöst hat. kamen schon äußerlich durch die über- M starke Beteiligung der TrauerMte zum Ausdruck. das heihen wollte angesichts des widerwärtigen Atters, das wissen alle jene, die sich trotzdem nicht ^Köllen liehen, dem Verstorbenen die letzte Ehre °u erweisen. In dieier Tatsache lag auch der Beweis dafür, daß Stadtrat Mos ivoR volitische Gegner, "der keinen ver'önlichen Feind besaß. Äus der großen Zahl von offiziellen Vertretern Mahnen wir: alÄ Vertreter der Kirchenibechörde in ^rnhurg war Monsi«nore Generalvikar Fritz an- ?k>endt vom Kc»th. OberstistungSrat der Qberstif- Mngsrat S c st e r; di: kath. Stadtpfarreien waren ?Urch ihre Stattvfarrcr vertreten: der besamte Stif- sUuggroj von St. Stevban war anwesend. NS Ver- ?eter der Stadt sab man die Bürgermeister Dr. r stmann , Dr. Klein schmidt. Sauer und Schneider, ^berbümermeister Dr. Finter war A'kch eine Konferenz verhindert: er hatte an der Kvitze einer städtischen Abordnung der Familie daS der Stadt zum Ausdruck gebracht. Ferner «etten sich eingefunden von der Regierung Jirsti.,- M'ster Trunk. Finanzminister Dr. Wirth. ^!Nnterialdirektor Geh. Nat Schinidt, Geb. Lüer- M'erungSrat Dr. Schwoerer. Ministerialrat Dr. Aartning, PolizeidireAor Weitzel, Regie- M^Srot Dr. Paul: von der ZentrumSvartei der >her der Londes^artei GeW. Rat Abg. Schofer. Ug. Staatsrat Köhler. Dr. Bernauer: von Ar Deutschen Nationalversammlung Ma. Ersing: bemerkten wir den Obevbürgermeister a. D. ?!kgrist, Mllrciche Stadträte und Stadtverord» Mitglieder der Qver und des Schauspiels mW. der friedlich«,, Trauerholle .deren Hintergrund !>,/ -?^ün und Blattpflanzen geziert war. verschwand b,. "erbliche Hülle des Verblichenen unter der gro- ZakI von Kränzen und Blumensvenden. Die Ij.^s ter von verschiedenen Vereinen und der katho- t!i! Studentenverbindungen Normannia und Aie- ^tten mit um-florten Fahnen links und rechts Li-», Aufstellung genommen. Das schneidende ^^5 der Sturm draußen sang, konnte die er- »°^ne Feierlichkeit nicht stören. »i« ^ Kirchenchor von St. Stepban tru,, eingangs ,,?.u'>VmungSVwereS Lied vor. Die kirchlichen Ze- vollkükrt? der Stadtvfarrer von St Ste- Stadtdekan Link, unter Assistenz. Nach der Einsegnung sprach der Geistliche Worte herzlichen Gedenkens. In seinen Aussührunoen kam zum Ausdruck, daß er. der mit dem Verstorbenen in so inniger Weise lange Jahre zusammengearbeitet Hobe, sich einem Konflikt g??enü6er sab, nachdem er den letzten Willen des Verstorbenen kannte. Kaum seiendes Wirken in der Öffentlichkeit und für die Maemeinbeit hätte es. wie das von BloZ. verdient, daß ibm eine eingebende Würdigung zuteil geworden wäre. Aber sein letzter Wille ging in der Bescheidenheit so weit, daß er nur die kirchlichen "-md- lungen vorgenommen wün'chte. Und diesen Wunsch achtend, bracht« der Geistliche ein- Epi'ode ?ur Kenntnis. die in ihrer Unscheintarkeit doch für das tiefe ?pitemvnn^>en und di« Güte deS verstorbenen spricht Eine alte Frau, die er. selbst nrch in den Anfängen von srüb?r ber kannte b^tte seine onene H^nd^bis zum heutigen Tage einbinden dürfen. Er war über alle stukeren Erw?ae hinaus ein v?rtte^-nd-r M?v''ch mit bssf^reitem Gerzen geblieben. ?o bie't k-nv der Geistliche die'e ber^crtretznden Tu-gend-en der Demut und der Gn^ m,t ganzer Seele an St. Stephan, seiner Mutt?r'irch>". und wenn stch die'e? P'ctte-?^auS bente in ein'r so reizvollen (Gestalt vräsentiere so sei das in erst'r Linie Stadtrat Blos ?u dd für die Kir^-'naen-eii'd« ein 'ekr kerber Verlust. Der Herr Er.-ibischa^k babe der Familie sein besonders herzliches Beileid ausbrechen lassen. Die Wort«, waren wrl'.l oll>>!, ^aus dem Herfen gesprochen Sie schössen mit Gebeten. Juitizminister Trunk itrach im Namen der Zen- trum^eartei des Lcnd.'s und der Lr^anisationen von Karlsruhe Er nennte den Verstorbenen einen Mann der Arbeit, der, wenn ihm auch die Kämpfernatur und die Gabe der Rede versaat blieb, doch ein fruchtbares Wirken entfaltete. Neben den weitv'r- Vveigten Au^rben für das Allgemeinwohl bestand feine Hauptarbeit darin, seiner Familie die Existenz zu untermauern und so kür Gegenivart und Zukimit zu sichern. Eine Trouerspende war der letzte Gruß und Dank an den De.hwgcaangenen. Bürgermeister Schneider legte im Namen des Gesamtstiitun^srct» eine Srende nieder und würdigte die Verdienste von Mos um die Sache der Gotteshäuser. Es gäbe hier kaum eine Kirche, die nicht ein beredtes Zeichen von seinem Opiersinn b---"--. Nltstaidtrat Dewertb rief dem Tcten namens des Stiitungsrats von St. Ttet.hen unter Nieder- legung einer Svende den letzten Gruß zu. Sein Nat und seine Tatkraft waren in dieser Körperschaft sehr geschätzt. Ministerialrat Stadtv. Dr. Bernauer betont: namens der Zentrumsfraktion des BürgerauSschusseS den Bekennermut des Toten, der als der Vater der Fraktion zu aelten habe. Ministerialrat Bartning erinnert: an die Verdienst« des Alxeschiedenen um die Kunst und legte für die Verwaltung de? Badischen Landen!'? t eine Spende nieder. Weitere Wort« wurden von den Vertretern des Leib«renadier--Vereins, des MilitärvereinS, der Schützende feilschet ldurch Privatier Ferd. Haag> und den Cäcilienverein von St. Stephan gewidmet. Den Gedenkreden folgte jeweils di« Niederlegung von Trsuerspenden. Mit dem mehrstimmigen Gesang „Jesus dir leb ich" schloß die ergreifende Feier. Unter Vorantritt der „Harmonie"-Kcvelle wurde der Sarg zu Gr^ve getragen, wo der Tote in der Begräbnisstätte der Familie beigesetzt wurde. WM «MW. WM machen wir darauf aufmerksam, daß der Bezugspreis für unser Blatt künftig auch monatlich entrichtet werden kann. Karlsruher Tagblatt. Ms öem Stadtkreise. Stadtisches Wohnungsamt. Im Anzeigenteil findet sich eine Bekanntmachung deß Städtnchen Woh- N !unyso,mtes, die die Verteilung der neu'entstandenen WohnlUNHen hinter der Tulla schule und die der Gottesauersiedlung betrifft. Frühere Vormerkungen sind ungültig. Sicherheitspolizei Giidwestdeutschla»dz. Zur Aufstellung einer behördlich genehmigten Sicherheitspolizei snicht Militär) ergebt der Ruf an Unteroffiziere, Kapitulanten usw. zur Meldung. Näheres ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen. Schubtruernna und Handwerk. Man teilt uns mit: Die freie Schubmacher-Nnnuna Karlsruhe und Durlach hat ihren Preisberechnungen die Ledervreise oon Ende Dezember 1S1V au Grunde aeleat. An den bobcn Ledervreisen ist lediglich das Hinaufschnellen der Preise für Robbäute schuld. Diese Preise bringen bobe Konjunkturgewinne und bobe Umsätze und das ist. nach Ansicht der NeiebSregieruna. ricktia. Die praktischen Gegenvorschläge Badens bat die Reichs- regieruiig abgewiesen. Es wird den Schubmacli«rn fortaesetzt der Vorwurf aemackt. als ob iie schuld an den teuren Schuhen seien. Das ist grundfalsch, kein .Handwerker muß so lange schnell und mühevoll arbeiten. wie er. An die Öffentlichkeit muß einmal die Frage gerichtet werden: Wie sah denn das zerrissene Schubzeua über den Krieg oft aus? es gehörte ein gutes Stück von Geduld dazu, solche Schübe der Reparatur zu unterziehen. lMan beachte die An- ' Bom Liegenschaften- und H»pothckcnvcrkehr. Für Käufer und Verkäufer von Liegenschaften, Kapitalisten. Teilhaber, Hypothekcnsuchende, dürfte die Mitteilung von Interesse sein, daß sich vor Kurzem hier eine Bereinigung Karlsruher Liezen- schasts - und H y p o t h e k e n - V e r m i t t l e r gebildet bat. dessen Mitglieder erteilte Aufträge streng korrekt und sachmänmsch erledigen. Gerade bei Vermittlungen von Liegenschaften., Besorgunz von Hypotheken, Teilhabern usw. kann dem Publikum nicht genug empfohlen w«rden, bekannte und reelle Vermittler mit Aufträgen zu betrauen^ da von sogenannten Vor'chußagenten und gewissen Bureaus, letztere treten größtenteils unter lehr bestechenden Firmen auf, das Publikum sehr häufig veranlaßt wivd, ziemlich bedeutende Beträge zu zahlen, ohne daß dafür Entsprechendes geleistet wird oder ein erteilter Auftrag Erledigung findet. iS. d. Anzeige.) Mord. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe teut uns mit: Am Mittwoch, den 7. Jan., abends kurz vor 9 Uhr. ivurd« auf der Landstraße Neuluß« h e i m - W a gh ä u f e l. der .W Jahre alte Fabrikarbeiter Georz Adam Martus aus Kirrlach mit einer fckweren Schußwunde sterbet aufgefunden. In der Näbe wurden 8.40 Uhr 2 Schüsse gehört. MartuS befand sich von HS Uhr bis Uhr abends in der Ochi>nwirtlchcrft in Neulutzheim und hat sich dann m-it seinem Fahrrad auf den Heimweg begeben. Er wollte mit Tabvkschleichhändiern ein Geschält abschließen und führte eine größere Geldsumme bei sich. Nach den bisberigen Erbebungen liegt ein Mord vor. Wer Anba'tsvunkie zur Abklärung de? Verbrechens .'»eben kann, wird um sofortige Mitt"ilung Mi Staatsanwaltschaft 4 in ^"nnbe'm n^^^ten. Fabrraddi»listiis'le. Am 8. d. MtS. wiird^ vor der ^-^t'V-a't B'varia bier -m F"br?>ad im W"rt" den 400 und am S. d. Mts.. nach-mitt-^ ^wi'ch-'n ><4 und 4 Ubr aus dem Hau?<«ana der Pestalosni- ^ile ein s?^brr"d im Werte von 800 ^ von unbe- sar>"tem V'ä^or «'utw^nd-t B'-ä ^chet »i'b ''fts's. ?>n der N'^t v>m 5.V. d. MtS ^»r'chpvn'd e!', in einem hier leerendes N>,ar unt'r Mitnahme der Bettwäsche des Fremdenzimmer? V^rbe^tet wurden: Ein Soldat s»7af-c t^I. ">-r'7^"'t?'"'l'kt>kent Ka'l M r n k. e r einen ^'"^traa: .^ic Tiln>''5Nteret!ir un!> >^re Vektimpsn"^'. Mit ix», i^ortraa ist c>i"> kleine. »?"?st'llnn2 »wii V!>- s^rn i""-?'!, vi.cn. Der ,» >,nentölt'ick. s!"?> w>nko'"men. ^srtra« Muler. Die Ortsoruv»? .cfarlSrulic der Dent' chcn st r i - d e n S n eIe l l k » a f t veranstaltet komme, den Mittw?». ,4. .Januar, abends 8 Ulir. im aeoken ^etkauölna' ein- .Jentl.cke S>ersAmm,.!n<,. in der Nech!k!>nw-lt OSkar ?.'! n l c r aus Oksenbnra über: .Vaterland und V»lkeraeii,cinl6,aft wrecken wird. Der VortraaSeenenNand und dl« v" on beS Nedne'-S. der »> d^en b<-s>,n,itcstei' P^rltlnkichecitsn des 5sfcvtlick>en S^ens in Vodc» ,äblt. dursten onf weite «krelle aros-e Amieknna?krakt anSNben. 5>-kar A'nser >»,r. wie n> n w?ift ein Men?l?«?naltcr kiwdurm Mit- >>Ne!> de» Veilchen Landtaas. <» dessen bed-!itenk>/ten Ncdnern er »nblte. Mnn darf daber auch leinen ?InS- slibrnn-'en über da? anae^ebene Tbema „Nt «ro'.em ^»tcrcsle entoeeenseüen. ?» der Versammlung bat tcderman'' Antritt Bnl'stAmlicher B-Uad-nal-cn'. Am Mittwoch, den St. ?anuar. veranstaltet die KarlSruber OrtSgrnvve des Tbeaterknltnrverbands i,n Eintrachtsaal cinen Volkstümlichen V a kka d e n a b e il d. ,u dem erste KrSste des LandcStlx^tcrS. Mitglieder der Over »nd de? Schiusviels. ilir? Mitwirkuna „melaat habe». Vrof. Dr. Oester! na wird livcr Ballade und ?rama Ivrechen. AlleS NKberc wird noch bekannt ae- Die ..Nodiscke <>«imat". Verein s >ir Volkskunde, ländliche WvSlfaSrtsvttcae und .stelmatschutz. veranstaltet an, Donnerstaa den tk. Januar, abends 814 Nbr, im Nat- bauSsaal einen Lichtbilder »vrtraa. P'arrer K i st n e r ron strcibvra wird >>b«r die Schönheit der kindischen Seiuiat ivrechen. Nachdem er Im neraanaenen Iabr auf der Landesvcrl.immluna des Vereins in Naden-Vaden so viel VrilaN acsuudeii, suchte mav ibu auch siir die ?a:,dei?kaiivtltadt »u aeivinnen. Die OrtS- aruvve ivird damit a», Kesten den Boden k!>r ikr ser- nerei? Wirken bereiten. K.'-> der Erlialtuna. P ke^e »nd Vrkoricküi.a unseres beimischen Volkstums, der storde- rnnn ländliliier !?oblsabrt. dem Schutz der beimtl'»'. Landilbast. inrcr Kultur- und Naturdenkmäler, kur, >>r ?"eckuna und Nertiesuna der Seimatliebe aewidmet ist. An ilir must sich »nkcr Volk wieder anfrickten. Mbae cs dem Verein aeliuaen. in weiten Volk .^-'iseii Verständnis ,u finden nid sich > -'elie die Zlr^eiae.) . ^ Nm Kabarett Erborin, diele ist vom 1. bis IS. Januar eine aan, vor»iialick>e Kiiiistlerlchar cinaezvacu. Man muk dem artistischen Leiter Viktor Nroun N u b a s ch ,u!>cstek«n das, er eS verstebt. immer und immer wieder aa», erstslaskwe Kunstkavazitäten ,u vervsllchtcn. Er selbst wiilt als Conferencier, und als solcher verstellt er cs. Stimmung von allem Ansang an in das vollbelebte 5aus zu bringen. Ganz bcrvorraacnde Leistungen bietet die Overetten-Zängerln Briedel Schmidt vom Züricher Corlo-Tbeater. Schön und aeschmackvoll aeklcidet. eriveclt ilire anmutiae Vortraas- iveist ebenfalls Stimmuna. ^lbr wiirdia lchliebt lich der bicr vom voriaen Monct verbliebene Miniatur- Humorist Herr M li l le ck e r an. T e ck. Kammcrd-Witwc, Zäbrinacrstr. 4. — ^8 Ubr: Theresia Näoele. Privat.-Ebefran. Leliinastr. l>g. Sports Spie!^Turnen. ..Die LeibeSItbnnae«-. Vortraasreibe dcS Akadcmi- schen Ausschusses für LetbeSübunaen. Die Fortsetzung ner iiber den „Rudcrlvort" mit ^Mbildern. Der Vortraa findet im arvben Ebemischen Hörsaal der Hoch- ickule statt Der Zutritt Ist srei. Gerichtssaal. l. Karlsruhe, I». Jan. In d«r heutigen Sitzung der Strafkammer II lourden verurteilt: Gott» sried Raff. Hilfsarbeiter auS Dürrmenz.Mühlncker und Augnist Hofsätz, Hilfssäger -ms Göbrichen. >v«gen Diebstahls einer Kiste mit Büchsenmilch im Wert von 3SV »6. durch Einbruchs aus der Lebens- inittelbandlung Katzenb«rg«r in Pforzheim zu Ge- fäiMnisstrafen Raff, der rückfällig ist, von 1 Iabr. Hofläß von Monaten Mosbach, v. Jan. Das Wucheroericht am Landgericht Mosbach hielt am 7. Januar keine erste Sitzung ab. Auf der Tagesordnung standen »wei kkälle. 5>m ersten 5^aN wurden wegen Schleich, bandeis verurteilt der Bändler Justus Schmidt aus Helmstadt zu 4 Wochen Gefängnis „nd 2»^ Geldstrafe, der Metzaer Johann ?!akob Nutbler ^us Nendena» üii k> Wochen Gef^nai,'« und 4^"> Geldstrafe außerdem wurde d'>» V?>'''sfents'^'"r»' Urteils und die Ein»ieb»ng de'' übermäs"g^n Gewinne angeordnet. Der üweite Hall bet'-.'f i,">sana» Zeiche Schwar^schlachtunaen und Schleichhandel mit fleisch. Hier wurden verurteilt' der Metzger Aakev^ Böble aus N^ikei-bach üu k! Monaten Gekänanis i'nd 6lXX) Geldstrafe und der Metzger 5"tw S ch e » e r m a n n jn Lanaenel» »u 3 Monaten Gefängnis und NX>t> Keldst' afe. Außerdem erhielten dre- Gebilken Gefängnisstrafen von 14 Tagen be?w. 7 Tagen und Geldstrafen von KXX1 be-w. 4^X1 Es wurde ferner die Einziehung der nicht unerheblichen Gewinne in einem besonderen Nach- verfahren und die Veröffentlichung d"S Urteils angeordnet Ccmesan?eir»bci",". Anlang S Uhr. C o l o f s e u in. Hwci Vorftcllunae», »achmittaaS 4 Nbr und abend» ->-8 Ubr. S t ä d t. st c st!, a l l e. Konzert. nachmittaeS 4 Ubr Pvlt-und Telearavbenbeamten. Protest- verlammlunz Im Eolofseum. moraenS 11 Ubr. Bill-Club Konzert !" der Brauerei Kämmerer, nallnutttaas Ubr. A r t i l l e r I' - B u n d »Et. Barbara Ztis- tunaskest im (^ottekauer Schlökchcn. nachmittags Z Ubr. Haa'encck. Kabarett, nachm. 4 Ubr und abends M llbr. Eaf« Nöderer. Kabarett, nachm. und abend?. Caf« Hilden brand. Konzert, moracn» II Ubr, nachmittags Ubr. Svortvkatz stakauengarten. Wcttlvicl. nach- mittaak. K. st. V -S v l e l v l a tz. Wettlniclc. st.-V. Beiert beim — Svortvlatz. Wettlyicle. Vetc^nkbauL Adlerstr. LZ. MiMoniwortrag. abend» ö I'br. Saal W ' ldltr. Zv. Mislionsvortraa. abends » llbr. vom Wetter. ^eiieniackrlch.cndienst oer vad Landebwener- wart« >n KarlSrulie Sluk Grund tand> und >u »:c, t. egravbticher Meldungen. Beovachiungen vom Sgult>laa iu. Januar IgSll llbr moraen>? >M E..'i > O r t Hamvnrg. Kön.gSverg. Ber.in. . . strankkurt . '.ltiuucheu .. Kvvenuagrn Stockiioim , Havaranda. Vvdo Paris Marseille . (Ulrich . . . . Äien. ... Luktdi in 7.U.1 7.'4.2 7S^.? Ux >chta! ?tärkc Äer.'er ^tie^cr- lchta.i d etzreu chwaa, tt»rt !NUV>« wach vedeckt WUtkift lvoit^v .cde.Il 'l Beobachtungeni>ad!!-i»ec Detter.teiten >7^ morgevsl KariSinlle Secl>ö..e 127 n. eufror. IN s- NN mm 75ö v ' > n ü wieder ^.^etieriichuigc v ^ L ^ imäbiajLiegen !>eid^c ra l«chiv.« See >öve — m Königstubi ->eeböae VZ >n 7SS.Z 1 ^ V ^ —2 ^ S ! mähig^'edeckt^ ? Allgemeine WitterungSübersicht. Nadem das Lstsee tief nach Rußlans abzezoaen war, ist vorübergehend Nachlassen der Niederschläge und kurzandaueriide Aufheiterung eingetreten Heute steht unser Gebiet bereits wieder unter dem Einfluß eines nach der Nordsee vorgedrungenen neuen Lui'twirbels. DaS Wetter i!t daher wieder trüb und regnerisch: in höheren Lagen fällt Schnee. Jn der Rheinebene liezen die Temperaturen bis 3 Grad über Null, oberhalb Sy<1 Meter herrscht Frost. Wahrscheinlich verlegt sich dos neue Tief noch im Lanfe des heutigen TageS soweit ostwärts, daß unser Gebiet bis morgen gut dessen N!ick>eite kommen wird. Für später scheint ein neuer bei Nordschottland zu vermutender Luftwirbel wieder die Vorherrschaft zu gewinnen, so daß nur mit vorübergehender Besser»,vi gerechnet werden dari. Boraussichtliche Witterung bis Sonntag, N. Januar, nachtS: Fortgesetzt unbeständig, zeitweise böig und einzelne Regen- und Sch-neeschauer. dann vorübergehende Besserung: bis Montag erneuter Rückschlag, Schneebericht vom 1l>. Januar IS2l>: Äach einigen neu eingegangenen Schue Meldungen haben in mittleren Schwarzwaldlagen Schneefalle stattgefunden, so daß die Schneedecke vielfach Zuwachs erhalten und sich bis auf etwa 5. Januar morgens betrug deren Höhe in Furtwangen 30 Ientfmeter. in Todtnauberg 10-4« Zentimeter in Segeten 10 Zentimeter, in HerrenwieS 11^20 Zentimeter. Auch am V Januar und in der letzten Nach.t 'cheinen erneute Schneefälle weiteren Zuwachs gebracht zu l >aben Da die Temperaturen in Hohen von 500 Me- ter enmvärtS unter Null liegen und im Schwarz- waüd weitere Schneefälle erwartet werden dürfen, kann angenommen werdcn. daß die Schnecverhält- ii 'issc in den in Betracht kommenden Gebieten für den Wintersport geeignet sind Rbe«n-WaN>-rttiinde morgen« V Ubr: ,y Janua, g Zauuar Sck>»l«erini«t. Z.W w 1.97 ^ Rekl . Z.0Z !i..c>7 m Mannt,«i«n 4.K» 5.s)6 m 4 7?» n, ,F,S. Kar lsruher Tagblatt. Sonntag, den II. Januar IV2V Lssuekan 5is «ia» ^ M Lcklakrlmmer, Lpelseiimmer, Nerrenrimmei-, l<üciien, einzelne Z», Vertiko», Scki-Lnlte, Sclirelbtlseke, vüclierselirsnke, W. kettstcllen, Kücken»clirsnke, pstentröste, l^isek«, Stvkle etc. -!>er är" >° fwiö l.!efenillg, ,u«k s»,»irt« Lanontlo l!»,i,>»a>>,ngua,e«c ) »n?ekert>-?< kür xekzukle «'Iren. Gretes Blatt Verkauf QroLe ^uswsbi >» ZT v »Mg! Reserve» »U U W l-aßerräumel W^D XziZSiStrsög 48 uoil l» «QÄ ^>>Wt W .k ^ ?SI>f!iigesztrzSs so unl> i LesiclitiZunZ oline Kauk2wsnZ Zeststte^ /a/ma/- 7920 Äsaissttk« L.ZiNiiesiiiöswr. » Sonntag. 6en II. Januar IY20. Lettes Qastsplel von ttelnrlek Knote. In 3 ^lcten von I^jcdar6 Vi^agner. ^nkanx S Ukr. .^e 12.- Lnäe naed 10 Udr ^onta?, 6en 12. ^auuar 1920. Vze «SreZ UMZttßngs Sckwank in 3 Eliten von ^oni Impekoven u. O. Tawern ^nkan^ 7 t^kr. 1341^ Bei dem am Samstag, den 17. Januar stattfindenden Märchenoor- trag sollen auch Kinderlieber vorgetragen ».erden. Wir bitten unsere Mitglieder. ihre Kinder am Die«stag.d.I».Jan«ar oormitiaas tl Uhr. zu einer Probe in das Bereinslokal, Amalien- ftrake 1»-. 2. St. «Klapphorn» schicken zu wollen. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Fc^a/Ze/' (?ll5ÜZ!V Fc/km/lÄ ^/oö/e 7920 W WlIII»,IIII,IIIIII»I»IIIII»l»II»»IIIIIIttIIII»IIIIII«II,II,II ^uskükrencZe: Kapelle 6es l. öscl. keicliL>veiir-8c!iiZtzien- I^eZlMLnts k^sr. llZ ien»nAekön,?en. Ois ^lItL>!--l,Icsi-ten sincl am 8eui!e!n. ?"nz voi-^u-ieiLsn. Linkükrun!>n>ltt2ssZ 2—4 vlir, im Vereinzlok»! ,?e?en eine (Zedük!- von Z V!,r!i »dxezeben. Kinller unter 14 laliren >i»ben bei 6er 1"»n?. Unterhaltung Iceinen Antritt. Vorstsnd. rlabe micb ?ur .^usübun^ 6er Ksiserstrske 187 Spreekstunclen z vormittags y—12 naebmittaZS 2-- b ^arie-^lexan6rastrake 14. Januar 1920 Otto Dill Prof it. llellwsZ ?roi. frisch eingetroften, auf dem Markt zu haben: LndtvigSvlaA. vor dem Karpfen und auf dem Marktplatz bei Klorian Schöll,. IreuK« MI Lintrsektsssl kiittwock, Äea 14. ^aa. Z92V adencZs 7'k vkr Nnri^rm«»» bisumann T Lv Larlsr^v i L. LriegstraLe 23. - k^ernsprecker Zt)!(1. / ttsu pttätiZlce itsZeb iet: SuckksItunLs- u. Kssseorevisionen ^ »ieueinricntunA iiaukm. tZuckkukrunZ iür xroüe, kleine u. kieinste iten unä Oberxutsckten » Vergleiche » Sckiikt- sätre ^ 8sckv erstänä xxe Leralung in allen lisulm. Vertrsuenssn eieren- keiten unter >Vskrung strengster Ver» sckvviegenlieit » 8precl>8tunclen: V^erkläglicli von II—I un6 Z—Z vkr. ^uk >Vunscii: Loncierspreckstuncle nsck Vereinbarung. 1846, e. V. LonntsZ, 2S.)2NUs«-, mittszs ' S Ukr zm Ss^le cles Arbeiter-LüllunZs- Vereins lV/iliielrnstrsge 14, 2. Stock) (Violine) Klavier- un G Leleucliw^Z/korpsi'. ^.oc^-un6 F Z l1eMppcll-Äe,KÜ9ÄL!/en,/wub-Z Z ^czuge«-, llOdttl-ocknes. pattüm- D g vei-ciu?vter. ösenn/cdeei-en^Qsmei- E B ^sgarl-encikiiünäer, Z G VeMd/matmaissn. F (Zesclisktsbericiite — LeitrsZsfest- setrunZ — ttsusiialtsplan — ^n- trsze — I>!euvv?klen. Ltwaige Anträge von Mitgliedern sinä spätestens bis 18. ^snusr einmirei-Ken. Oer ?urnrst. UM. E ^ Donnerstag, lZ. Januar »ben6s 7 'I- vkr ^ ÄG!gGK-AZ»SNÄ Z WZR VSAHM WU (iis'nvui'g) W W Klavier R>sls:s (Frankfurt) W W >VerIce von eli»lzran, ttust sVioi. W W allein), Koekler, 8po!ir. krskms, - ^ öiasoun w, WieniAVSlci.x Llütkner-fluZel von ScbveisZut. .M Lariva 5.50, 4,i», 2.3!) u. 2.20 bei Kurt ?>Ieufel6t. kVvckck Xos^Sms, /?öc^s, S/«ss^, 5s/t/e/7. ^o//^/s/t/e/' ^söe/7- ///?^ ^Zt/cüe/7ms,?/e/ /?s^s/7sc^/>/ns. 7e/. 76-^6 IV/V^e/ms//'. / 7>qo/v. Zonntaxz nackmittags unä adsnös vurisck - - Usttstt <57 von ^iß^en-Ouo in iiirein izketscli „^nillick ailein". ^otte ^anson Vortrsgs-Künstlerin. stiürer Kostüm- unä l.autensänger. Lertel k^ü6 1sn?-Loubrette. ^ünstler-Koniert Kapelle i^uelig. I^m?aklreicden Lesuek bittet kocdacktunzsvoll ^mi> Völlerei-, <^n6itormeister. Vatterien für Taichenl im ein, und Wiederverkauf. Krsnd S Qebniiche« Waldstr kic 2N^ Wer srliält 6ie Keswus'Znt l^ägliclt ad 7'? vkr NM! !iil!iMit'?rl>zrliM.! ^sk?ss, ?. ZM l'äglicii 4 u. 8 vl,r: Künstler - kontert Kapelle tlo^ing aus ^mstsräam. MSmkSZuse ?>Ieu eiöfkne ! ü vbr:! Wiener Zciil-amme!,! v.r. frl. k.tti. Sonntag von N—1 vkr: Kröger krükzcdoppen l>Iac>imittags 4 uncl abends 7'/z l)bri ^wei Vorstellungen. Im liestaur int, Kaktee u. >Veinic>ause: VikSZ'MS tlü«zj?v. )e6er über/euZe sicli tieute mittsZ im kasaneugarten. As!iIsti>s0L S Sonnte", von II bis l llbr s/ö^6/ZÄ/-s/?S /A /SS/ ?o^/^s-kkoi-/o LL6S/ ^Ve^s/a/Zs moo^e^oe DeF/i?/so/?^-Äc»z^/ ?i?c^mä'/z/z/6c^a ?^c,6S «so/Ale/' c/?c<»,/ aö^e»o// voi/ s^äc^eS^ac^/. nacbmittaAs ab 4 U ir l.eitun: ^räuiein Spersti