vurn- unö «gleich „kllitteilungen öes Sport-Rettung ües Karlsruher ^agblatts es öaöijHen ^/Üanöes-Ausschusses für Leibesübungen unö Jugenöpflege". ^lllomag. üenS.November 1920 Zillanzieruug der Turn- und Sportbewegung. u. Vm Carl Dien», ^»lkkretär des Deutschen ReichsausschusseS I» für Leibesübungen. Neich nimmt die Halste der AnstellungS- >ides von den Ländern, Gemeinden und ^ "kn nach festgelegten Gehaltssätzen ange- diplomierten Turn- und Sportlehrers ^ l>ch, Länder und Gemeinden werden ver» auf jx 20 uuv Einwohner einen Turn- w^vonlehrer anzustellen iKreiSspvrtlehrer, "ksschul-, Turn- und Sportlehrer, t, Spielplatzleiter, Strasanstaltsturnleh- nach Erfüllung dieses Grundsatzes etwa 200 Stellen geschossen werden, , vcn ,vir in 30 Jahren 6000 solcher Lehrer, I auf je 2200 Ausübende. Kein Zwei- "b auch diese Zahl gering, ja viel zu gering vlw ^ gibt sie wenigstens einen Anhalt. Bei , .^uichschntttsjahreSgehalt von 20000 Mk. ^ e Lehrer würden die Anstellungskosten ^ «üllionen Atk. im Jahre beginnen und «hj/. deiche Summe jährlich steigen. Es emp. ^ > »ch „un nicht, daraus zu warten, daß wirk» Neich hierfür 2 Millionen, die Staaten r»su, insgesamt 54 Million in ihre Haus- ^ Vtane einsetzen,' vielmehr wird es Auf- ^lüd L>rtsvcrcinigungen sein, von ihren Geis, sofort die Besetzung bestimmter städti- !>, und Sportlehrerposten zu verlan- -5" den zu erhossenden Zuschuß von Reich dann zur Anstellung weiterer Leh- z ^ verwenden. !>» selbständigen Aemter für Leibesübun» j»^^^aiigen einen selbständigen Haushalt, l ^ Ivll alljährlich eine bestimmte Summe Unterstützung der freien Vereine und >>», Verfügung stehen. >!»>„/^uch hjrr einen Anhalt für die Höhe zu l> sbringe ich für den ReichShaushalt 's ^"Me von > Mk., für die Haushaltspläne ^1»' Gemeinden die Summe von je lilzij'auf den Kopf der zugehörigen Vereins» i ^ Vorschlag. Diese Summe steigt ^mi^ dam Anwachsen der Vewegung. ^h.,/Heilung soll natürlich nicht etwa so ge- ^ jedem Verein die ihm anteilig zu» i» s Summe zugewiesen wird, vielmehr sol- » ^.Mittel von Fall zu stall als Zuschüsse °llauswendungen der Vereine nach Be- und Aedürstigkeit verteilt werden. Ein . ZieichSmittel ist für die Unterstützung ir ^"«»staltnug Deutscher Kampsspiele und 5«!,^ Teilnahme Deutschlands an internatio» h ^ettkämpsen gedacht. Etotvorschlägen für die Gemeinden seitens der Ortsgruppen und 'Vereine >!> örtliche Vedürsnisse hinzugefügt wer» gefundenen Forderungen zu» k>ih ^ ^ ergibt sich ein Gesamtzuschuß von zj ^»at und Gemeinden von 80 Mk. auk des Sporttreibenden. Zurzeit wird bei ' Ncichsregierung die Dritteilung auf-, N ^'^lten. Demnach hätten die Landeö- ^ötnusschnsse für ihre Berechnung die ^ Mk. auf den Kops der Ausübcn- Hand. Ich selbst habe eine andere ktwa mit sechs Elstel Neich, Länder und drei Elstel Gemeinden ^Ih^^en wäre, gesunden. Im Lause der ^ würde sich die anteilige Summe ,^»s v'' ^ späterer Zeit, z. B. nach , °er 80 Jahre Entwicklungszeit, nur ^ dkn Kopf deS AuSübenders kommen ^ ^/°rdern wir also vom Reich? ^ klonen im Jahre . . . deutschen Bundesstaaten zusammen? K».. ?""" - - - z» » ' Gemeinden zusammen? ^ionen . . . ^ ^ Millionen in obiger ober anbe- ^^ilung auf die drei Parteien. ^dz,.^ Mk. aus den Kopf der heutigen Mit- ^'"en. dies . ^ zu verttioigen, auch nocy nary oen ^>s,.^»den Mitteilungen des Reichsflnanz- ^ vom 24. September? Sparprogramm bat der Minister >'ökk ^ „werbende Ausgaben" zugestanden, ^s^^'derten Ausgaben sind solche werbenden werden ideell und materiell mit nieder einkommen. ,'Rt 5"kenne nicht, daß die Forderungen zu- i ^ erscheinen, und ich glaube auch Ä v" öu dürsen, daß nicht alle gleich er- wenigstens einen Vorschlag zu .d Hand dessen die Beratungen an Ort l br» k". Mein Bestreben war, das, was "chcn, zunächst einmal zahlenmäßig an- o , dessen die Beratungen an nrt '>>> dann die richtigen Wege finden wer- ' Zjii)^^^iung der Gesamtsumme bitte ich zu ziehen, daß sür ästhetische ?d Zi^ul-'acn). künstlerische (Theater usw.) ^ l>l>,. "kl^wecke sWisicAschast und Schule) ^ c»., unendlich viel mehr in Deutsch- ^^gegeben wird. ? djx !^1 rein wirtschaftlich und sozial lassen h vorgeschlagenen Aufwendungen würde die Summe 80 Mk. auf den Ausübenden, am Abschluß der Entwicklung nach 30 Jahren nur noch 12 Mk. auf den Kopf betragen. Die heute verhältnismäßig hohe Kopssumme muß ausgegeben werden, um die Versäumnisse früherer Zeit nachzuholen und den unsere Volkskrast verzehrenden Seuchen einen Damm entgegenzusetzen. Der regelmäßig körperlich Geübte schafft für sich und die Volkswirtschaft einen materiellen Mehrwert. Dieser Mehrwert an persönlicher Leistungsfähigkeit durch Stählung von Krast und Charakter in Turnen und Sport dürste ganz sicher 30 Mk. im Jahre, rechnerisch gesprochen, sür die Volkswirtschaft ausmachen und sich durch Her- anzüchtung eines kräftigeren Geschlechts laufend vermehren. > Allein ein Rückgang in der Tuberkulose, von allen anderen Seuchen abgesehen, wie er durch Turnen und Sp«rt mit Sicherheit zu erwirken ist, wird durch Ersparnis an Kraukeuhäusern einmal und durch Mehrertrag der Arbeit der gesund Gebliebenen zum andern die aufgewendete Summe um vieles übertreffen. Die Ersparnis eines einzigen Bettes im Krankenhaus spart uns im Jahr Gesamtkosten von 30 000 Mk. Bleiben durch regelmäßige körperliche Tätigkeit övvM Menschen in ganz Deutschland gesund, die sonst 14 Tage Kranken- hauSinsassen geworden wären, dann sind die Kosten eingebracht. Gebt uns 30 Mk. auf den Kopf. Wir zahlen den vielfachen Betrag in Arbeitsleistung wieder! Kreiswrnwg in Rastatt. Der Kreisturutag des X. deutschen Turnkrei- seS wurde am SamStag nachmittag mit einem Vortrag des NegierungsrateS Broßmer über „Spiclplatzfragen" erössuet, dem sich eine rege Aussprache der Gauvertreter, Gauturuwarte und Gauspielwarte anschloß. Am SamStag abend hatten die beiden Nastatter Turnvereine zu Ehren der Vertreter im Saale „Zum Löwen" eine Begrüßungsfeier veraustaltet, an der sich außer dem Turnerbund und der Turnerschaft Rastatt 1876 noch der Turnerbund Guggenau, Turnverein Malsch unö eine KreiSmusterricge, außerdem der Männergesangverein „Apollonia" Rastatt beteiligten. Die gediegenen turnerischen Darbietungen zeigten die aussühreuden Vereine auf beachtlicher Höhe, die Krcismuster- riege erzielte durch ihre staunenswerten Leistungen, besonders am Barren, allgemeine Bewunderung. Die geschäftlichen Verhandlungen des Kreis- turutages begannen am Sonntag vormittag uu», g Uhr im „Lindensaale". Der 1. Kreisvorsitzende, Realschuldirektor v. ^6 e i ß -Schwetzingen, begrüßte die Vertreter von Regierung und Stadt, ferner die aus dem ganzen Lande äußerst zahlreich erschienenen Delegierten, die den geräumigen Saal bis zum letzten Winkel besetzten,' Redner gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die heutige Tagung zur weiteren Hebung der Turnsache beitragen möge. Regierungsrat Broßmer vom Unterrichtsministerium dankte sür die Einladung und wünscht, daß durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Turnsache eine kräftige Weiterentwicklung beschiedcn sein möge. Herr Eichler von der Turnlehrer. bildungSanstalt übermittelt auch die Grüße deS Badischen Turnlehrervereins und wünscht der Tagung einen ersprießlichen Verlaus. Der Vertreter des Pfälzer Turnkreises, B l a t t m a n n, übermittelt in kerndeutschen Worten die Grüße der Psälzer,' wenn sie auch getrennt marschieren müssen, so wollten sie doch vereint bleiben. Der stellvertretende Bürgermeister Rastatts, Ertel, bringt die Anteilnahme der Stadt an der Turnsache zum Ausdruck. Zum 1. Punkt, Berichte deS Kreisturnrates, gibt Weiß nachträglich noch bekannt, daß seit 1. Januar >020 weitere 37 Vereine dem 10. Turnkreis beigetreien seien, er zählt jetzt SS2 Vereine mit 01 000 Mitgliedern. Unter allseitiger Zustimmung zu diesen Berichten wird von einer Aussprache abgesehen, ebenso zum Punkt 2: Nechnungsablage nnd Wahl zweier Rechnungsprüfer sür 1021. Dem Kassier wurde für seine gewissenhafte Führung Entlastung erteilt und herzlicher Dank ausgesprochen: als Rechnnngsprüser wurden wiederum einstimmig Bau mann nnd Brüstle, beide von Karlsruhe, gewählt. Kreisvorsitzender Weiß kommt auf die in letzter Zeit viel erörterte Streitsrage zwischen der Deutschen Turuerschast und den ddutschen Sportverbänden zu sprechen,' aus den Tageszeitungen isiehe auch Samstagnnmmer des „K. T.") sei wohl jeder Teilnehmer der Tagung über die Sache unterrichtet. Er verliest nochmals einzelne Erklärungen der dabei beteiligten Verbände und bittet im Interesse der um> sanareichen Tagesordnung nicht näher aus diese Sache einzugehen, sondern die weitere Entwick- lnng den betressenden Instanzen zn überlassen. Nach einer regen Aussprache fand folgender, von Schmidt-Karlsruhe bearündeter und gestellter Antrag, einstimmig Annahme: „Der X. Turnkreis stellt sich hinter die Erklärungen der Deutschen Turnerschast, leistet auch nach wie vor die Mitarbeit mit den Sportverbänden bis zur eirdgültigen Regelung der Angelegenheit." Den breitesten Raum beanspruchte der nächste Puukt: Beratung nud Beschlußfassung über das neue Grundgesetz des X. KreiscS. Das 21 Paragraphen umsasscnde Grundgesetz wurde nach eingehender Aussprache im großen und ganzen mit unwesentlichen Abänderungen in der vom Satzungsausschuß vorbereiteten Form angenommen. Vor Eintritt in die Mittagspause gibt der BerhandlungSleiter, Realschuldirektor 0. Weiß, von einer Eingabe deS Badischen Turylehrervereius an den Badischen Landtag Mitteilung, worin die Turnlehrer und Turn- inspektoren ersuchen, mit den Zeichenlehrern und Zeicheninspektoren gleichgestellt zu werden. Nach kurzer Aussprache wird ein Antrag, sich mit den Leitsätzen des Badischen Turnlehrervereins, die in der Eingabe an den> Landtag enthalten sind, voll und ganz einverstanden zu erklären, einstimmig angenommen. > Alach der !ucliraijspau^e Natzungen der UnsaU-Unterstützungslasse beraien. Der vorilegende Satzungsentwurl fand nach einigen Verbesserungen Annahme. — Zum ki. Punit „jiizelsblatt des 10. turnkreises" glbt Schmidl.>iarlsruhe Anregungen sür Erweiterung und NeuerunKn des turnorgans. « chinips Pforzheim gibt ein eindrucksvolles ivild der Arbeit als Cchcislleiter, In der regen Aussprache wird von ,amtlichen Sprechern die uneigennuizige und ausopsernde Alveit Sch^>>>pss allseitig anertanni und diesem ooile Anerkennung gezollt. Interessante Mitteilungen machre Verleger Weber-Psorzheim über die Herstellungskosten; sür 1V20 ergäbe jich eine ungefähre Mindereinnahme von etwa 100W Marl; trotzdem Holsen Wed er und Schimpf aus eine baldige Äejlerung. Die Wahl des ttreisturnrates brachte in der Hauptsache die jeit- herige Besetzung: Aeal>chutdireltor Ü. Ukeisz-Schwetzingen wurde einstimmig als 1. ttreisvertreter gewählt: desgleichen Prosejior Jjchler.jiarlsruhe als 2. Xreis- vertreter: Oberreallehre: Uliaier-Äarlsruhe wurde zum 1. Kreisiuruwart, Neinhardt-Lörrach zum 2. Rreis- turnwart, Gillardon-Bretten zum öireisgeldwart, Gandenberger-Freiburg zum Kreisich iftwart, Schimps-Psorzheim zum Schriftleiter des ttre. blattes, als Beisitzer Sonnet-Psorzheim und Wolfart, zum ttreisspielwart Azone-Freidurg, zun« Kreissportwart Kübler-Karlsruhe ,ais Beisitzer im Kreisturnra^* Laterner-Pforzheim uud Schweizer-Mannheim, serner die lSanspieiwarte Stals-Mannheim und C>öh- ringer-Lahr. Kenn»-Bruchsal, der als langjähriger Areissvieiwart von seinen, Amt zurücktritt, wird zum Ehrenmitglied des Kreisturnrats ernannt. Zur Äahl der Abgeordneten zum deutschen Turnertag am 4. nnd S. Oktober 1!>21 in Kassel fand eine von, Äreisturnrat vorgeschlagene Liste mit 17 Abgeordnelen uild eben- sovielen Stellvertretern mit wenigen Abänderungen Annahme. Verschiedene Anträge, Abhaltung von Turnfesten, Festsetzungen von Richtlinien sür Schülerturnen usw. wurden dem technischen Turnausschuß überwiesen. Die Festsetzung der Beiträge zur Kreis- kasse, Unsallunterstntzungskasse und Hastpflichtversicherung wird nach eingehender Begründung des Kreisgeld- warts wie folgt geregelt: 40 Pfennig pro Mitglied und Jahr zur Kreiskasse: 25 Psennig zur Unfall- nnd 2 Pfennig zur Haftpflichtversicherung. Der letzte Punkt der Tagesordnung „Veranstaltung einer Geldlotterie" wird angenommen. Mit einem feurigen Appell des Kreis- vertreters Weiß für die Turnsache wurde die Tagung mit einem dreifachen „Gut Heil" beschlossen. ^g. Wegweiser für öen Verkehr mit öen vereinen MMk! Mr.u??lul'.lvtte!ll Uedunosabende in der Zentral» turnli.ille, Bismarcknr. 12: tags und Dvttnerstaqs von 8—la Ulir. Turnwiete. Waiiderrlcae im!» Wliit^rivort. t, Ä>vrlla»0: Ivi. Ülaumann. Stadtrechaer, Vaumelsrerstrabe k. t Stock. ;sWMre!sWerlheM.e.V. Lokal: Löwen. Tel. 2860. Helch.- Stelle: At. Pinlioo. -vreiteilr. ?Z. MWMd ZxMÄa. e. v. Eigener Svorlvlav a» der Dur- tailicr Ältec. Schrlflkülirer: O. G^v> Äiüppnrreriicatze 17. MlsrsM liilllmeia MS «, vvcleo-^Scch- ter-, Säiiticr-Avlcituiniea. ».urn- u. Svietaelelienueii s. Erwachsene u. Kinder veldertei Gc>chlechtö. Turn-n. Lpielvtav. l,. ü>or»and, ^iecha.-uiac Pant Schmidt. Dur- tacher Ällee 2U. I.C.SZ!»!lerllWe.v.WsMe Svoctot. m. Tri^ane a. d. ^ten». wie>eil uei >tt.-^i.lvv^rr. Lolat: Ateit. »>kloster>icau" s llü iealtr. 2 Tel 3jtS. Pol in LvUlan^l:- aenl, l:. uiZ Lok. «yelwä lt.: Pliil. t-charot. Ätorge>tstr 2>lv> Kauler: Ä. ^)torlock, Äiarienitr. 4Z. 2. «l. Z.-Z.ü>A!Z!liz.e.!>.°",Ä?^ im Clnb'Hans au> dem Svort- plciv Geschäftszeit von v—L Ubr abends. Telefon 4ZWlW,?.'.M Lokal: ".lyoldener AZler", Karl- srlkdrtcoitcase 12. Teteolion 2S iu. lZrSWiülelö. Lokal ivast i. Hirsch. Briefe in Ä« c«l»Saa^el«^.a.Herrn ^.Heiler. Grunlv . ^icroeritr., Vicltfvl.le an Herrn E. Pfei/ier (Srnnwintel. «reunSe e. Uebunasabeilde Schwer- n. Lcichlathtet.. Dienstag. DonnerSt. u> sam^iag i. Marftalt. Der Sport öes Sonntags. Phönix Karlsruhe — V. f. B. Pforzheim 1:0. DicseS Spiel stand im Zeichen der Ucberlegen- heit der Phönixmannschaft, jedoch der ausgezeichnete Torwächter der Gäste verhinderte eine höhere Niederlage seines Vereins. Der heute fchußfreudig-r als sonst spielende Sturm der Phönixler gab dem Pforzheimer Torwächter oft Gelegenheit, fein Können in bestem Lichte zu zeigen, doch muß der Mittelstürmer der einheimischen Mannschaft noch flinker werden. In äußerst scharfem Tempo, das während deS ganzen Spieles durchgehalten wurde, begann das Spiel, die Pforzheimer Hintermannschaft hatte schwere Arbeit zu verrichten, doch bald mutz auch der Phönixtorwächter rettend eingreifen. Wieder kommt Phönix in Front, und nach schönem Zusammenspiel der Stürmerreihe schießt der NcchtSinnenstürmer den Ball unhaltbar ein. Fünf Minuten später winkt auch den Pforzheimein das Glück: der rechte Läufer der Einheimischen macht im Strafraum „Hände", doch wird der dafür gegebene Elfmeter vom Torwächter gehalten. In abwechslungsreichem Spiel, wobei jedoch die Einheimischen mehr im Angriff sind, vergeht die erste Halbzeit, ohne baß ein weiteres Tor fällt. Nach Wiederbeginn liegt Phönix sofort wieder für längere Zeit im Angriff. Schuß aus Schutz fauste auf daS Tor der Gäste, doch ist alles umsonst, denn hier steht ein Torwächter, der zu öen Besten zählt und einfach alles hält. Jetzt kommen nach längerer Zeit die Pforzheimer wieder vors Phönixtor, wobei der Schiedsrichter einen sehr zweifelhaften Elfmeter wegen angeblichem „Faul" zugunsten der Pforzheimer diktiert, der jedoch darüber geschossen wird. Bon jetzt bis Schluß Mehr ausgeglichenes Spiel, beide Parteien geben sich die grötzte Mühe. Erfolge zu erringen, doch umsonst, die Angriffe werden immer wieder abgewiesen und mit einem Wappen, aber wohlverdienten S!ege mit 1:0 Toren zugunsten von Phönix schließt das im allgemeinen schön durchgeführte Spiel. K. A.C. ZNühlburg—A.C. Germania Brötzingen 2 :0 <1 - 0). (Eigener Bericht.) Mit großer Spannung sah man dem Treffen dieser Gegner entgegen. Zahlreiche Zuschauer umsäumten das Spielfeld an der Housellstraße. Man erwartete ein interessantes, spannendes Spiel,- doch war die Enttäuschung über Brötzingen allgemein. Dem Neuling der Liga, der schon an der zweiten Stelle der Tabelle gestanden war, ging ein guter Ruf voraus. Brötzingen zeigte die erwartete Leistung nicht. Mühlburg spielte mit einigen Ausnahmen sein gewohntes System, in Technik nnd Kombination sicher. Vor allen Dingen herrschte in der Mannschaft große Ruhe im Gegensatz zu Brötzingen, bei dem eine gewisse NervositSt^Platz gefaßt hatte. Zn der ersten Halbzeit war das Spie! ausgef.Üchcn: rasch wechselten die An- grisse der beiden Parteien; mehrere Gelegenheiten wurden auf beiden Seiten oerpatzt. In der 24. Minute gelang es Seemann in einem starken Gedränge, den Ball flach zu plazieren. In der zweiten Halbzeit hatte Mühiburg reichlich Pech. Gleich wenige Minuten nach Beginn mußte der rechte Verteidiger Meßbecher), der schwer auf den Hinterkopf gestürzt war, ausscheiden. Durch die n:tn erfolgte Umstellung verlor der Sturm an Kraft; er tonnte aber trotzdem noch einen Treffer erzielen. Gegen Schluß der zweiten Haibzeit wurde auch der Mittelstürmer Müh'bnrgs (Dosenbach) durch eine Verletzung spielunfähig. Mühlburg spielte nur noch mit neun Mann weiter und war trotzdem noch überlegen. Die vereinzelten Angriffe Brötzingens wurden durch die sichere Verteidigung /Seemann und Hellerl abgeschlagen. Vorher spielten K. F. V. Alte Herren gegen Mühlburg Alte Herren 0:2. Auswärtige Ligcfpiele. Karlsruher Futzballverein gewann in Freiburg gegen den dortigen Sportklub mit 2 : 1 Toren, der Beiert heimer Futzballverein unterlag in Pforzheim gegen den 1. F> C. P f o r z h e i m nur kanpp mit 2 : 3 Toren. Verein für Bewegungsspiele Karlsruhe unö F. C. Freiburg waren spielfrei. Stand im Tlldwcstkreis: Vereine Spiele Gew. Unent. Verl. Pkte. Tore 5.C. Psorztieim g 8 I — 17 ?1:8 »arlSrnber F.V. 7, 4 L 1 10 12:4 >>,C, Freiburg 8 4 S 2 10 ik:S cyerm Brööingen 8 4 1 3 !) 1»:S Pliönir-Atcm. 8 4 1 3 0 g:? Millitbnrg 8 4 1 S g 10:11 To El, ihreibura 8 2 1 S 5 7:13 B s.B Karlsruhe S 1 1 4 3 3:11 F.V. Beiertli»im 8 1 1 S S ö: >4 B.f.R. Pior»uctm 8 1 1 6 8 8:20 Ligcspicle in Suddeulschland. Kr«iS Südwest. KarlsrnSe: Pliönix — V. f. R.'Pforzbcim 1:0. Miihlbura: S-C. — Germ. Brödinacn 2:0. Pforzheim: I. F.C. — F,V, Beiertheim Z : 2. Frcivuro: Sv.C. — Korlsruber S.V. 1:2. Rordmaiokreis. Hanau a. M.: S C. »3 — Eintracht Frankfurt 1 : 3. Frankfurt: Kcrm. — N. f. R, Frankfurt Z : 0, Sportfreunde — Bill, 04 Hanau 2 :3. Helvetia — Germania Rückingen 8:2. Seckbach: F.Ges. — Vikt. Alchaffenbnrg 1 : S. eiidmainlreiS. Ottenbach: F.B. — T.V. Heusenstamm 8 : 0. Vliracl: Sv,C. — Union Niederrod 0 : g. Jscüburci: Vikt. Kickers Offcnbach 0:4. Bieber: Germ. — V. I- R Offenbach 2 : S, Sprendlingen: F.V. — F-B. Isenburg S: 1. KreiS Nordbavcr«. Nürnberg: F-V. — Pfeil Nürnberg 8 :1. Fürth: Sv.Vg, — 1> F>C. Nürnberg 0:1 t20 00l> Zuschauer, Träg schiebt das Tor in der ersten Halbzeit). Bambers: 1- F-C- — M.T.V. FürtS 0 :1. -. Ar. 396. Seite d Karlsruher Tagblatt. Montag, den 8. movember IL2V Zweites Matt Sreis Südbavcr». Ingolstadt: M.T.V. — M.T.V. München 0:2. AnaSburg: B S C. — T.V. Augsburg 0:2. München: Teutonia — Armin München 2:1, T. u. Sp.V. 1860 — Wacker München S: 1. SreiS Württemberg. Stuttgart: Kickers — Sv.C. Stuttgart v: 0. Ulm: F.V. S-i — V. f. B. Stuttgart 1 :1. Zuffenhausen: F.D. — Sportfreunde Stuttgart l>:S. Cannstatt: Sv.Vg. — V. f. N. Heilberonu 0:3. Kreis Odenwald. Darmstadt: Sv.V. — Phönix Mannheim 0:1. Käfertal: Sv.C. — KV«. Schwevinaen 0:0. kre». LuSwiashafen: stA. ISNS — S.D. Kaiserslautern Z : 0, Phönix — F.C. Pirmasens 2 : 0. KaiserSlaute-n: V. f. R. Pfalz LudwigShafeu 1:4. Speyer: T.V. — Sv.C. Pirmasens 0 :2. Frankental: F.B. — Sv.C. 1S04 Ludwigshafen Z: 0. Kreis Hess««. Griesheim: Alem. — Nlein. Worms 1 :0. »astel: F?a — Germ. Wiesbaden 0:2. Biebrich: F.V. 02 — Sv.V. Wiesbaden 3:2. Höchste Sv. u. T.G. — F.Sv.V. IWö Mainz 1 :Z. Saarkreis. Neunkirchen: Borussia — T.B. Burbach 3:1. Trier: Sp.V. 1«« — Sv.C. 07 Kreuznach 4 :1. Völklingen: Sv.B. VS — K.B. Saarbrücken 1:2. Saarbrücken: Saar — Sv.Bg. Oberstein 7:0. Kreuznach: F.C. 02 — Sv.V. VS Snlzbach 2:1, Privatspiele: yrelburger F C. — F C. Basel 0 : 0. ZMKsveuiMmd. VlbekreiS: Maobe^urc Sv B. Bikt — Germ. ?ak?er- stadt 1 :2. Preuken gZ — Vikt. Stendal 2 :S.C. 1S00 — Bernbura 07 3 :7, Wernigerode: Städte -Elf — Sv. u. Sv.Bg. Magdeburg 4:1. — Kreis Nordwestsachsen: Leivzig: V. f. B. — Eintracht 3 : 4. Bikt. — L.B.C. 1 :1, Fortuna — T. u. V. 2 :1, Sv.Bg. —. Olymvw 3:0, Wacker — Vritannia 1 :2. Au« dem Reiche. ' Berlin. Ostkreis: Berolina — Union OVerfchvne- weide VS, TenniS-BoruMa — Weibensee 1000 3:1. — SlidkreiS: Svortlust 04 — Preubcn 1 : S, Viktoria — Stcrn Steglitz 1 :1, B.B.C. Union S2 3:1.^- West- kreiS: Germ. Svandan — S C. dcS Westens 1:2. Minerva — NowaweS 0:0. Sportverein 02 — Union S.C.C. 0:0.— NordkreiS: Norden-Nordwest — Meteor l: 0, Alemannia — Favorit S : 1, Wacker — Hertha 1:v. eSl^ienveltkmnxf Ungarn—Oesterreich t : 2 (0 : Z). In Budavest gewannen die Oesterreich» vor 30 000 Knschauern gegen die wenig glücklich gewählten Elf her Ungarn mit 2 :1. lHalbzeit 2 : 0). Ergebnisse der ^-Klasse. B. f. v. Grötzingen k —Kermania Durlach I 0 : Z l« : 1). Zum fälligen Verbandsspiel trafen sich auf Ken? V. f. B.-Platz diese Mannschaften. Vor Halbzeit spielte Durlach überleben und konnte In der 82. Minute durch Halblinks die Führung übernehmen. Nach der Pause drängt Durlach veiter und erhöht nach 23 Minuten Spielzeit wrch den Mittelstürmer Sie Torzahl auf zwei, '»em fckon nach S Minuten durch den Halbrechten das «dritte Tor folgte. Das Spiel war tm »llgemeinen fair, die Mannschaft von Grötzingen ?at ihre Stärke im Torwächter und den Flügel- «aufcrn, am besten der Mittelläufer, der nach der pause in die Verteidigung zurückging. Die Mannschaft Durlachs gewinnt anscheinend wei» tzr an Spielstärke.- zn empfehle» wäre mrr noch mehr Flügclwechsel. Schiedsrichter und Besuch gut. Unter« Mannschaften: V. f. B. Il — Germania II: 0:2? dritte: 1:4; vierte 1:6. F.C. Nordstern Rintheim I—F.C. Frankoma Karlsruhe I: 2:2. Südftern 1. — Wewgarte» 1. 3:0. Südstern zeigte ein glänzendes Sviel und konnte durch drei schöne Tore die 2 verdienten Punkte erringen. Die Mannschaft hat sich nun endlich zusammengefunden, und versteht es nun auch, die Ueberlegenheit durch Tore zum Ausdruck zu bringen. — 2. 8 : 0, 3. 2 : 0. Stand der Vviele KWNe s. Ge»i»I. Bereine Sviel« Gew. Unent. Verl. Pkte. Tore Germ. Durlach 8 7 — 1 14 W:S Srankonia K'he. 8 0 1 1 1» 22:10 V.f.Ä. Gröbingen S 4 1 4 » 11:13 K.B.Bruchsal 8 4 — 4 8 II : IS Sudstern K'he. S 2 — 4 4 tt: 7 Weingarten 8 1 2 5> 4 S:t7 Rintheim v 1 2 S 4 S:lü Sportfrennde Forchheim VezirkSmeister. Die Sportfreunde Forchheim trugen am Sonntag in Steinmauern ihr letztes Verbandsspiel auS. In öer ersten Halbzeit spielte Forchheim dauernd überlegen: aber nur ein Ball fand den Weg ins Tor. Nach der Pause war daS Spiel ausgeglichener,' nun war es Forchheim eher möglich, seine Ueberlegenhcit in Toren auszudrücken. Mit einem verdienten 4 :0-SIeg verlieh eS den Platz. — Die VerbandSspiele im i. Bezirk sind nun zu Ende. Sportfreunde Forchbeim haben sämtliche Spiele gewonnen mid find mit dem günstigen Torverhältnis von 83:1 Toren Meister. Sports Spiele Turmn. Aauflball. Die gestrigen Fanstballspicle w Klasse ^ des Karlsruher TurngaueS erbrachten folgende Ergebnisse: T.V. Mühlburg—T.V. Neureut 110 : Z04, M.T.B.—T.V. Neurcut l07:W, K.T.V. 4S—T.V. Mühlburg IIS:10l. K.T.V.4S-M.T.V. unentschieden 84 : 84, K.T.V. 46 trat in Neuaufstellung an, die sich soweit gut bewährte. M.T.V. zeigte Form» Verbesserung. Vorzügliches leistete besonders öer Mittelspieler. Mühlburg und Neureut gaben sich redlich Mühe, gegen daS scharfe Spiel der Karlsruher Mannschaften konnten sie aber nicht ganz aufkommen. —g. Hockey. Südbaden—Württemberg 2:1. Gestern trafen sich auf dem Platze des A. H.C.Karlsruhe die repräsentativen Mannschaften Südbadens und Württembergs zum Vcrrundespiel um den Frankfurter Silberschild. Die südbadische Mannschaft, aus Freiburger und Karlsruher Spielern zusammengesetzt, gewann das Spiel mit 2:1 Toren, Halbzeit 1:0. Das erste Tor für Südbaden fiel nach wechseloollem Kampfe in der 30. Minute durch den Mittelstürmer W. O. Müller (Frbg. H. C.). Bald nach Halbzeit gelang es dem Linksaußen Südbadens, (beiße it einer amerikanischen Gruppe, die In- teressenverhandlnngen zwischen SiemenS-Schuk- kert und der Rhein-Ebbe-Union sowie ähnliche Vorgänge können in der Tat als Beweis dafür gelten, daß der Kvnzentrations- und Kombina- tionZprozeß in der deutschen Industrie weiter geht. Ueberall streben auch die Großen gegenseitige Interessengemeinschaften an. überall sucht man sich den Bezug von Rohstoffen nnd den Absatz von Fabrikaten durch Aktienkäufe zn sichern. Gigantische Trustbildungen scheinen sich vorzubereiten. Die Mitläufer vergessen aber ganz, daß diese Käufe in dem Augenblick aufhören, wo ihr Zweck erreicht ist. Sie vergessen auch, daß diese Interessenkäufe Seltenheitskurfe schaffen, die sehr häusig zu der Rentabilität w krassem Widerspruch stehen. Die Börse selbst isi von einem Gefühl der Nn- ficherheit erfüllt. Die Unklarheit der Sozialisie- rnngssrage, die schwebenden Steuerpläne, die Herabsetzung der Eisenpreise, die ungünstigen Auslastungen führender Industrieleute über die industrielle Zukunft ha 'ben nach und nach einen nervösen Zustand hervorgerufen. Eine Rolle spielt dabei auch die bevorstehende Einziehung eines großen Teils des ReichZnotopsers, die weite Kreise für Effektenverkäufe'n zwingen könnte. Neuerdings HSlt man auch das Anziehen der Devisenkurse für sehr übertrieben, zumal die Börse mit der Möglichkeit rechnet, daß nach der amerikanischen Präsidentenwahl Amerika der deutschen Industrie in weit größerem Umfange als bisher langfristige Valutakredite zur Verfügung stellen dürfte. Die Börse weiß aber, daß ein scharfer Rückgang der Devisenkurse auch zu einer scharfen Revision des Kursniveaus nach unten führen muß, da sich ja öie letzte Haussebewegung in der Hauptsache auf Her Entwertung der Mark aufbaute. Vorerst beherrscht freilich daS Publikum mit seinen Käufen noch immer die Börse, wenngleich die letzten Tage mitunter KurSabschwächungen brachten und wenngleich die Tendenz nicht mehr so einheitlich fest ist wie bisher. Innnerhin wurden am Montan-Aktitnmarkte die Dioiden- denabschläge im Handumdrehen wieder eingeholt. Am Elektromarkte stiegen befonderS Siemens K HalSke weiter auf die Interessenverhanölun» gen mit dem Konzern Gelsentirchen—Deutsch- Luxemburg. Auch SchifsahrtSwerte hatten unter Bevorzugung von Hansa ziemlich lebhafte? Geschäft. Stark gesucht waren einzelne Metall- werte, wie Hirsch-Kupfer und Deutsche Was'en. Dynamit Nobel stiegen stark auf die Meldungen über daS Patent zur Herstellung künstlicher Diamanten. Einen neuen Aufschwung nahm das Geschäft am Markte der Peiroleumwerte. ES verlautete, daH die Deutsche Petroleumgesellschast und die Deutsche Erdölgesellschaft unter Mitwirkung erneS internationalen Konsortiums in irgend einer Form sich vereinigen würden. Auch am Kolonialmarkte entwickelte sich in den letzten Tagen größeres Geschäft, weil gerüchtweise verlautete. daß die Abfindungöfrage sich in günstiger Entwicklung befinde. Die AuKlandsrenien folgten der stürmischen Steigerung öer Devisen: bevorzugt waren türkische nnd mexikanische Werte, doch konnten sich die höchsten Kurse nicht behaupten. Tagung des Mwesldeulscheu Handels- kalNnmanslchnsses skr Holelgewerbe «sd Zremdenverietzr in Wiesbaden. Bor einigen Tagen fand in der Wiesbadener Handelskammer eine zahlreich besuchte Tagung des Südwest deutschen Handelskammcrausschusses für Ho. telgewerbe und Fremdenverkehr statt, öer Vertreter von Handelskammern, Stadtverwaltungen und Bereinen aus dem Hotelgewerbe beiwohnten, darunter anch vom Verband der Hotelbesitzer-Vereine Deutschlands. Kommerzienrat Gfell als Vorsitzender des Borortes (Handelskammer Karlsruhe) betonte, daß man gerne eine Stadt des besetzten Gebietes für die Verhandlungen genommen habe, weil die Beziehungen zwischen besetztem und unbesetztem Gebiet unbedingt gepflegt werden müßten. Kommerzienrat Haesfner als Vertreter der Handelskammer Wiesbaden und Beigeordneter Dr. Heß als Vertreter des Magistrats Wiesbaden begrüßten öie erschienenen Gäste. Dr. K n a p m a n n - Düsseldorf behandelte öie sehr strittige Frage der RechtSgültigkeit der gemeindlichen Hotel wohn st euer. Der Ausschuß wird ein Gutachten des Reichssinauz- hoses herbeiführen. Ferner soll daraus hingewirkt werden, daß die schwebende Prozesse bis zur letzten Instanz durchgefochten werden. Eingehend befaßte sich der Ausschuh mit der öffentlichen Beurteilung der Hotelpreise. Die Aussprache förderte beachtenswerte Unterlagen für die Unrichtigkeit erhobener Angriffe, und eS konnte an Hand statistischer Unterlagen dargetan werden, wie sehr die Selbstkosten bei Hotels gestiegen sind und dadurch die Hotel« preise beeinflußt werden. Der Ausschuß ist der Ansicht, daß ein Abbau der Hotelpreise nur mit dem allgemeinen Preisabbau Hand in Hand gehen kann und nahm im Zusammenhang hiermit eine Kritik öer Dividenden-Politik einzel- ner Industrie-Unternehmungen vor, die den Preisabbau zugunsten der Ausschüttung hoher Dividenden vernachlässigen. Insbesondere wurde schärfste Verwahrung dagegen eingelegt, daß die oft nicht einmal einwandfreien Vorwürfe einer vereinzelten Ueberforderung verallgemeinert werden. Hotelbesitzer G a b le r-Heidelberg betonte die Notwendigkeit der Freizügigkeit von Hotelangestellten schon zum Zwecke der Sicherheit der Ausbildung. Den Ausführungen des Berichterstatters folgend, beschloß der Ausschuß, zu beantragen, daß 8 6 öer Verordnung vom 25. April 1S20 über Freimachung von Arbeitsstellen. dahin ergänzt werde, daß ähnlich wie für Orchester- und Vühnenmitglieder beruflich ausgebildete Hotelangestellte nicht durch Anordnung der DemobilmachungsauSfchüsse entlassen werden dürfen. Auf Grund eines Berichtes von Syndikus Dr. Io rd a n-Villingen wurde die Frage der Eintragung von Betrieben des Hotelgewerbes in das Handelsregister besprochen. Bon der Ausstellung besonderer Richtlinien nahm man Abstand, hielt eS jedoch für zweckmäßig, daß sich möglichst viele Hotelbe- triebe in das Handelsregister eintragen liehen, schon deshalb, weil sie dadurch in den Handelskammern ihre Interessen mehr zur Gcl bringen könnten. Im Zusammenhang wurde es für wünschenswert gehalten, dali^. in anderen Teilen Deutschlands nach bilde von Südwestdeutschland ArbeitSgcv. schaften mit den Hotelverbänden gegründet >, den. Ferner wird beim Deutschen und HandelStag beantragt werden, daß ^ >. einen besonderen Ausschuß zur Vertretung Interessen des Hotelgewerbes errichtet, n»- ^ Ausschüsse für andere Wirtschaftszweige stehen. Eine Aussprache über die Frage der Pflicht des Gastwirtes für eingebr«^, Sachen der Gäste ergab die große ^ sicherheit und die vielen Unzuträglichkeitcn ^ denen heute die Hotelbetriebe im Hinl"'^, die allgemeine Unsicherheit zu rechnen Erschwerend wirkt dabei natürlich der Preisstand und die damit verbundene ° ordentlich erschwerte HaftpflichiversM-K Der Ausschuß gelangte daher zu der t daß eS unter diesen Umständen dem ^ nicht mehr zugemutet werden könne, die ^ Pflicht zu übernehmen, und daß eS da»c ^ recht und billig betrachtet werden nni ^ ^ der Gastwirt durch Vereinbarung mit den sten seine Haftpflicht einschränkt. soll der Abänderung der einschlägigen ^ ien des B. G. B. nähergetreten werden. Liquidationen in England und Zronkre'^ Der Verband der im Ausland gesch^Ä JnlandSdeutschen. e. B., Zweigstelle Kar^l teilt mit, daß ihm von seiner Hauptgeschal - » in Berlin eine Ausstellung zugegangen der die englische Regierung Auskünfte jF LiquidaiionSerlöfe einer Anzahl in liquidierter deutscher Firmen erteilt. Weiter macht der Verband daraus aufvl^ ,,, daß ihm von Zelt zu Zeit Verzeichnisse u ^ Frankreich zur Liquidation angesetzte 6 und Einzelpersonen zugehen. Die Listen , nen auf der Geschäftsstelle der genannten.- ^ stelle in Karlsruhe, Karlstr. 10 (Zimmer o<- gesehen werden. v!s l.Age am LoMQNsrkt. sLi^eosr 6rsbtiicker >Vocl>enbericbt 1 8. Dürnberg, 6. klov. Die kiesige l.ebk»^ t k»t in 6er letzte» Vociie V..? äurcb gelitten, 6klZ äie Ligner ikre sbsrwais erböiisn verzückten. Oer ^ vollzog »ck 6esksib nur?ägern6, un6 cias ^ 5 kam erst ?ur richtigen Lntvickiung, vaciiäe- ^ Käuker »ick ?u Latgegevkommen bereit ^ ^ Oa?li lcsw oock veiter, 6ie ganze V^ock« kinäurck ankielt. I'rotr' ^ ästen sick Ltiminung unä ?reise uoveränlier i«at. Di« bkackkrage ricktete »ick ?unäck»t ^ ksrbige d4ittel»orten unä prima llallertsuel- Tuiukren betrugen 1800 Lallen, 6ie l^iosst^. Lailea bei koigenäen Dotierungen! >l»r>it- u« birgskvpken, prima, Zll>0—Z200 mittel ZlXZV UIc., llallertauer un6 ^ürttemberger, Z200-ZZ00 dll-.. mittel Z000-Z200 Nil.. 5'A ZZS0—ZS00 diil., Lpalier l-angkopke» Narll, kür prima u»6 Z000—Z200 Nic. iür ^ rote ur>6 sog. ^uspklüclczorteo 1700—2200 ^ 50 icg. weitere ^abrgänge vareo oickt ^ Irl 6ev beiden erstell Nollatell 6er lauleno^.! so» sLeptember, Oictoberj varea von Lrllte 6em Nürnberger Narlct msgesamt ^ / lell zugeiakrell! 6avc>ll vur6ell 24 L20 LsII^ Icault. so 6slZ aisd mit einem l.agerbestar>6 ^ ^ 700 Lailea zu reckven ist. Im gleicken ^ 6ez Vorsskre» betrug 6ie ^ukukr 20 2Z0 ^ l/msatz 18 SL0 Laiiell, somit ein I.sgerbest>^» 1450 Lallen. Lemerlcellsvvert ist veiter, ?ukukrell voll auöerkalb La^erns, V^llrttemberg, be6suten6 zugenommen kab^^ aber auck 6er Versan6 ao Ilopkdll w 6eo letzten vollsten 6oppelt so groll var glsicken ?eit 6es letzten ^akres. Von 6em ^ verz»n6 entkallen auk 6en Export. ./ ^uslän6iscke Nä r k t e : ^uk 6ea> ^ ^ ler Nariit kerrsckt vollicommelle kuke. Kloster Nsrlit kat 6ie Icünstiicke Ilaussekt^^ un6 äie 6a6urck bevirkte l.ebkaltigice>t nackgelassen, un6 auck 6ie ?reise sin6 gangen auk 475 tranken. ^Vuck 6er 8tr»u ^ Narlit me!6et rückgängige ?re!se, oämlick llopien 700—720 tranken, kür mittel 6Lö^" ^ >^uk 6em Laszer Narlcte kerrsckt 6ageg^>/ 6en neuesten dieI6ungen starlie ^ackkrsge ^ kester Ltimmung ull6 last täglick »teigenä^ sen. Im Durcksckllitt >ver6en bereits ^ 5000 cm6 5!00 Xroneo pro 50 kg bczablt. Llärktv. ^ Hol?, ^uk 6en I^un6kolzVersteigerungen ^ ^ sick in letzter?eit vis6er mekr I.eben, uv" Leteiiigung reger gevor6en ist, »o vur6eo x/ veg kökere ?re!se erzielt, ^uck äie ^ sitzer kaben ikre ?or6erungell kinaukgeset^ Xäuler »illä zvar oock immer im Linliau>^> zurüekkaltenä un6 vollen an äie erköktel> rungen nickt kerangeken. In unterricktetc"^» sev glaubt mall aber, äaü äie ?reise ooL» snziekell veräell, zumal in äer letzten ?e!t rege diackkrage äe» ^usianäes bemerkbar ^ Oi^Verkäuker^eknen^akei^I^nterange^^^^^ MknensugeN liornbaut. Äivielen bezeugt scimell.Mer»^^ . , looovvi^ kvukls'ol ?r-i5tt3 cai-i kotl,, tten-enstr. 2b II. VVI», r»cliernlnz. ttusilun?!si Inkabei Lsri Soippel. tl!i!eI-u.Mii.isine«kMilü!ifte fiii VVencitstralle Z. III. relep"^,. (Leste Irekkeit 7»j,—ll) unä