v«»«a»vreISi A?°"?ruve sre,-nsHauS monatlick, ö^SU Ml. g".den Ausgabestellen ab- «Wt «onattich S.1>! Mk. unsere wM.VM bezogen S Sil Wik. asaW'/b' P°»schalter WÄ? 'monatlichs g» «!k,. den Ä ^ ' lög» M k.. du rch N,.«riefträger srei ini- ?S°«WWN» Rit.eritrave l. Karlsruher Taablatt Badische Morgenzeitung Mit der Wochenschrift „Die Pyramide" ««zeiae»»- die Saesv. »ionvarelllezell« oder deren Nauru »l lokal l.40M. i >andwarlS I.V»M^ ^ieklamezeile b.— !v!t. av erster Stelle k.kiü Mk. Rabatt nach Tarif. Änzeigen-Annalime bis 12 Uftr mittags. kleincre''inze>gen spätestens bis 4 Ulir nachmittags. KernivrechanIÄilülle Ges-yiiitSiteN- «r. 203. Verlan Sir. 2»7. e-tiristleitnnaNr.^««.^ Hal»ptklhri»t'eiter Rr.L77 Badische Morgenpost ^»^baklcur: Hermann v. La ^>nrich Sa, r i e v e r. Druck i e r. verantwortlich sür Politik und Verlag: L. K. M ü l l e r s ch e i5Sr unverlangte Manu : Martin Holzinger: für den wiitschastt chen. badischen und lokalen Teill Heinrich Geihardt: Iltr Seuillcton: Karl Jolio und »ermann Weilt: ,iir Inieiaie. e Hofbuchliandluna m. b. H.. sämtliche in Karlsruhe. Berliner Redaktion: vr Kurt He in r icu. Friedenau, Sregeitrabe vb/Sli. ^elevhon-Amt Uhlaud riulkripte oder Diü^sachen ubernimmt die Redaktion keine Bcrantwortung. Rucklenduna erfolgt wenn Por^o beige'ün ist. 117. Jahrg. Mr. 30«. Mittwoch, den t<>. November ittÄO Erstes Blatt 2e«l^ch.ilMnische Pawöeleu md Leschwerde«. y Italien hat in den letzten Wochen politische ^lsregungen durchgemacht, die in überraschender ^eise an deutsche Vorgänge und Sensationen ^Nnnern. Putschabsichten der radikalen Sozialen und Staatsstreichpläne der nationalistischen Achten schwirrten als Gerüchte überall durch °as Land, und wenn mau die betreffende Partei- r^esse durchliest, begreift man auch die verschiedenen Sicheruugsmaßnahmen, die die Negierung ^ einer Reihe von Orten zwischen Trieft und Ron, treffen lieh- Offenbar haben einige mili- ^ristische Heißsporne wie d'Annunzio und der »eneral Caviglia, als in dem Bürgertum der ^»willen über die kommunistische Propa- klanda wuchs, die Zeit für gekommen gehal- durch eine „schneidige Tat" die „schlösse" Neuerung Giolitti zu stürzen und dabei gleichzei- «I Segen jede italienische Nachgiebigkeit bei den Verhandlungen mit den Jugoslawen zu protestieren. Aber der Spu^' dauerte nur wenige ?-°Sc. Das italieuische Bürgertum, wenn es Giolitti wegen seiner Neutralität bei der ^etallarbeiterbewegung grollte, war doch kei- eswcgz geneigt, sich auf neue militaristische tventeuer einzulassen. Die Häuptlinge, die sich heilig in allerhand selbstbewußten Andeutun- crgangen hatten, sahen sich ohne Truppen, en gar nicht in die Versuchung, Ernst machen Ken kam können, und die Arbeiterschaft) die von dem ".^vanti" mit flammenden Worte» zur Bildung «?ex „proletarischen Einheitsfront gegen den .nrgerblock" aufgerufen wurde, war verwirrt, angekündigte reaktionäre Gewaltstreich 2^° der militärische Diktator ganz ausblieben. ^ gleichzeitig die Negierung in Mailand, Bo- ^»Na und an anderen Orten eine Anzahl anar- Amscher und kommunistischer Führer verhaften atmete das Bürgertum wieder auf und er- l^te sich xj„s mit der Regierung gegen alle wjx von links. in "gar der „Corriere dellu Sera" wandte sich ^ einem Artikel „Die nationalistische Bewe- g.«u»g und die Notwendigkeit der Disziplin" die selbstherrliche Tatenlust einiger Offi- »oll „ wobei der im Kriege sehr verdienst- General Caviglia besonders genannt wird. bc, generale und Admirale", heißt es da, „ha dan»^ andere Bürger das Recht auf Ge ^ufr^jheit unter der Voraussetzung, d' " !>^ Gehorsamspflicht anerkennen. Sonst wer- ^ sie die Vorläufer von Malatenta und Bom- ^ei (bekannte Anarchistenhäuptlinge). -Nan kann also die Stellung Giolittis von . nein als gefestigt ansehen. Auch seine These, es sich hei der neuen Betriebsrätevorlage ein „Kontrollrecht in der italienischen Be- t "tung des Wortes, d. h. Einsicht in den gefam- Produktionsprozeß, Konjunktur und Renta- Niks» Vertrauensmänner handeln müsse, Iii? um eine Arbeiter-Kontrolle" im eng- ,^eu Wortsinne, der Mitbestimmung und dik- '»-orische Eingriffe in die Betriebsleitung bergen würde, hat jetzt in den Kreisen der Jndu- '^ellen selbst Anklang gesunden. In der Tu- ^er „Gazetta del Popolo" führte der bekannte ej -"'-oirtschastler Bevione diesen Gedanken im Dellien aus, wobei er zu dem Schluß kommt, beb Kontrolle in dem elfteren Sinne werde die ^.Ue Garantie für Ruhe und Disziplin in den s, Herrschaften bieten und wilde Streiks am ehe- l" verhindern können. Genau wie in Deutsch- wollen die Unternehmer, „die sehr wohl eindaß zwischen den Iahren 1920 und 1900 j.?^nterschied besteht", mit der besonnenen Ar- i^!^^schast nach Möglichkeit zusammen gehen, r?» . "d sie eine rücksichtslose Bekämpfung deS x,^^utionären Radikalismus durch die Allge- "cheit selbst für notwendig halten. Iva eine gewisse innerpolitische Ent- ^«niiung unzweiseltiast ist, so sind die anderen gen, vor allem die wirtschaftlichen, auch in hat - " geringer geworden. Die Valuta siir Monaten eine sinkende Tendenz, was 5j- oie nnumgängliche Beschaffung von auslän- „i^n Lebensmitteln und Rohstoffen verhäng- schx Der Brotpreis hat gegen fozialisti^ hl." Einspruch erhöht werden müssen und jetzt die «k.Regierung xj„ neues Mahnschreiben an ri^.^räsekten, auch von Trieft und Trient ge- rati ' die strenge Innehaltung der Karten- P;,;°"ierung kür Brot und Teigwaren zur ge» - ^acht. Auch in den italienischen Zeituu- vv? täglich gepredigt, die einzige Rettung ->w? ^ wirtschaftlichen Zusammenbruch sei ^Mger ausgeben und mehr produzieren", dem Italien steht der Kinanzminister ^^iit noch ratlos gegenüber. Neue Steuern Nürk-t Ministerium wenigstens für die Nettl vermeiden und so ist der letzte Kabi- mit dem Beschluß auseinander gegan- zunächst die einmal ausgeschriebenen "ern auch wirklich eintreiben zu lassen. vin"^. die außenpolitische Lage schasst weiter weil ^ Stimmung in Italien, im allgemeinen, sich vo^i den großen Kapitals- und 5ci^ England, Amerika und Zrank- ^ politisch ausgeschaltet und wirtschaftlich ausgebeutet fühlt, und im besonderen, weil die Regelung der Adriasrage gegenüber den südslawischen Ansprüchen nicht vom Fleck kommt. Die Gegensätze bestehen besonders in der Frage der Grenzziehung sür das Fiumer Gebiet und in Lösung der dalmatinischen Frage. Da Fiume durch den ursprünglichen Londoner Vertrag den Südslawen zugesprochen war, bestehen diese sür jede Nachgiebigkeit, zu der sie durch die spätere Entwicklung der Fiumefrage gezwungen werden, Sie Sackgasse der AevsMozi. H. Von unserer Berliner Redaktion wird unS aedrabtet: Die Berliner Streiktage, die mit dem S. Jahrestag der Revolution zusammenfallen, haben mit besonderer Eindringlichkeit eine Reihe von Fragen aufgeworfen, deren Lösung Vorbedingung für die Rettung und Konsolidierung des deutschen Staates bildet. Ist es erträglich, daß verhältnismäßig kleine Gruppen von Arbeitern, die aber durch ihre Bedienung von komplizierten Maschinen, die durch die moderne Technik Wasser, Licht und Kraft für Millionen liefern, die Hand an die Gurgel des Wirtschaftslobens legen können, überhaupt streiten dürfen. Diese Frage wird noch verschärft durch die Erfahrung. daß das Streikrecht nicht einmal sich an die bessere Ein- und Ueberncht der eigenen und politischen Gewerkschaftsführer gebunden hält, sondern willkürlich von heute auf morgen das gesamte Dasein einer Millionenstadt lähmt und mittelbar, wie das z. B. bei den Krankenhäusern der Fall ist, zahlreiche Menschenleben bedroht. Auch diesmal hat die Urabstimmung in den Betrieben eine große Rolle gespielt. Nun kann man in manchen Fällen eine solche Urabstimmung zur Erkundung der allgemeinen Stimmung sür nützlich halten. Wohin aber soll es führen, wenn unser Wohl und Wehe alle paar Wochen in das Gutdünken von einigen Tausend Männern und Frauen gelegt wird, die keine Empfindung und keinen Ueberblick über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten des allgemeinen Wohls besitzen und ihren eigenen engen Interessen oder den Schlagworten unverantwortlicher Demagogen folgen? Das muß zur wirtschaftlichen Anarchie führen. Sollte es keine andere Form geben, um für die politische Ueberzeugung oder für politische Dogmen zu demonstrieren als die erzwungene teilweise Stillegung der nationalen Produktion? Erst haben wir den l. Mai als internationalen Feiertag erhalten. Jetzt ist der S. November dazu gekommen, und ewige Arbeiter der Radikalen feiern den 7. November als freiwillige Untertanen der Moskauer Terroristen. Und das gerade in einer Zeit, in der auch die mehrheitssozialdemokratischen Führer die Notwendigkeit von mehr und ertragreicherer Arbeit als einzigen Rettungsweg ansehen. Wie soll gegenüber dem Auslände, das wieder mit rücksichtsloser Gleichgültigkeit und ebensolchem Egoismus unsere Valuta nahe an öen Nullpunkt gleiten läßt und durch Auferlegung ungeheurer Eutschädigungs- verpfliching und dauernde Knebelnngsabsichten eine Erholung Deutschlands verhindert, der dringend notwendige nationale Abwehrblock zustande kommen? Wann werden die deutschen politischen Reformatoren auftreten, um unser veraltetes vielfältiges Partciwesen durch eine große bürgerliche Wiederaufbaupartci zu ersetzen? Nur sie kann einer neuen Staatsautorität zum Siege verhelfen und alle Schichten der Bevölkerung zu der unumgänglichen nationalen Leistung heranziehen. Unveränderte Streiklage in Verlin. (Eigener Drahtbericht.) w, Berlin, 9. Nov. Die Verhandlungen mit der Direktion der Städtischen Elektrizitätswerke und der Streikleituug, sowie den Vertretern der Organisationen sind henkk abgebrochen worden und sollen morgen vormittag 10 Uhr fortgesetzt werden. Die Lage ist also unverändert. Belgischer Vergmbeiterstreik. lE'gener ?-r-l»berich> > e. Brüssel, S. Nov. Der belgische Bergarbeiterstreik ist nun allgemein. Di! Bergarbeiter aus den Zentralbezirken haben sich den Streikenden auS dem Kohlengebiet von Charlero: angeschlossen. Aolgen des englischen Bergarbeiterstreiks. lEiaener Drahtbericht^ Amsterdam, 9. Nov. Der „Telegraaf" meldet aus London: Der Minister für Bergbau erklärte. der letzte Streik der englischen Kohlen- arbeiter bedeute einen K o h le n v e r l u st vou 13 bis 14 Millionen Tonnen und einen Lohn- verlnst von 14 bis 16 Millionen Pfd. Sterling. Die englischen Postbeamten. lCiaener Drahtbericht.» Amsterdam, 9. Nov. Der „Telegraaf" meldet aus London: 89M0 organisierte Postbeamte werden darüber abstimmen, ob ihre Gewerkschaften die Waffen des Streikes gebrauchen sollen. Irland. fEigener TraktberickN London , 9. Nov. Im Unterhaus kam eS wieder zu einer erregten Aussprache über die Repressalien in Irland. Lloyd George bemerkte hierbei, daß nach seiner Ueberzeugung das Land bestimmt mit der Vernichtung der Mörterbande durch die Negierung rechne. Das Haus erörterte dann eingehend den Negie- rungsvorschlag, der den irischen Nat veranlassen soll, ein Projekt über die Schaffung von zwei Oberhäusern für die beiden Parlamente einzubringen, eines für Nordirland und eines für Südirland. » London. 9. Nov. lEig. Drahtber.) Die Zeitung „Star" vernimmt, der Generalsekretär für Irland Habe vom Präsidenten der Vereinigung der irischen Gesellschaften in Amerika folgende Mitteilung erhalten: Wenn vom 14. November ab noch weitere Repressalien in Irland vorkommen, werden wir mit Repressalien in Amerika gegen Engländer antworten. Für jeden Mann, Fran oder Kind, die vom 14. November ab von Polizisten oder englischen Soldaten ermordet werden, werden drei Engländer in Amerika zu büßen haben. w. London, 9. Nov. sEig. Drahtber.j In Du - blin haben Polizei und Truppen, unterstützt von Panzerantos. in der Sackvillestreet, der Sanptstraße von Dublin, eine Razzia ausgef- sührt und hierdurch den Verkehr eine Stunde ihindurch gesperrt. In Londonderry kam eS gestern abend zu Unruhen. Mehrere Eisenbahnen von lokaler Bedeutung habeu in Irland den Betrieb eingestellt und auch der Verkehr auf den großen Linien hat eine Einschränkung erfahren. Man rechnet damit, daß alle Eisenbahnen den Betrieb bis Ende dieser Woche einstellen. w. Loudo«. v. Nov. lEig. Drahtber.) Lloyd George, der im Unterhaus wegen der Fragen bezüglich der Vergeltungsmaßnahmen in Irland bestürmt wurde, wies die Behauptung zurück, daß die Regierung dafür verantwortlich sei oder gar Vergeltungsmaßnahmen organisiere. » Die selbstverständliche Kritik. lEtgener Drabtbericht.» e. Paris» 9. Nov. Der Botschafterrat hat heute über die von deutscher Seite angeblich begangenen Berietzungen des Spaaer Abkommens beraten. Man hat darauf aufmerksam gemacht, daß die von den Alliierte» bezahlten 6 Goldmark, die für gute Ernährung der Arbeiter bestimm! sind, zu verschiedensten deutschen Propagandazwecken benützt würden. In der Frage der Diskussion über die Zerstörung der Dieselmotoren wird aus technischen Kreisen der Alliierten bekannt gegeben, daß die Motoren Spezialtypen darstellen, die nicht in der Privatindustrie gebraucht werden können und man glaubt auch nicht, daß derartige Schritte unternommen worden sind. Auch glaubt man. daß die Proteste, die in der deutschen Presse gegen die Zerstörung erhoben worden sind, in Wirklichkeit nicht die Bedeutung haben, wie man allgemein annimmt. Zur Abgabe von Vieh an Frankreich. «Eigener Drahtbericht.» w. Berlin. 9. Nov. Der Wiedergutmachungsausschuß hat die deutsche Regierung aufgefordert, an einer in Paris am 15. November stattfindenden Sitzung sich darüber zu äußern, in welchem Umfange Deutschland in der Lage ist, der von Frankreich, Belgien, Italien, Serbien, auf Grund von 8 2a des Anhangs 17, Teil 8, Absatz 1 des Friedensvertrages ausgestellten Ansprüche auf Rindvieh, Pferde und Schafe zu entsprechen. Die deutsche Regierung wird eine Kommission von Sachverständigen zir dieser Sitzung entsenden. Zwischenfälle in Mailand und Florenz. «Eigener Drahtbericht! w. Mailand. 9. Nov. Nach dem endgültigen Ergebnis brachten die S o z i a l i ft e n in Mailand bei den G e m e i u d e w a h l e n eine Mehrheit von MMl> Stimmen ans: bei den Wahlen im November 1919 hatten sie eine solche von 18SM Stimmen. Im Zusammenhang mit den Wahlen kam es in Mailand zu Ausschreitungen der Sozialisten, bei denen ein Polizist mißhandelt und mehrere Personen verletzt, sowie der Redakteur des „Secolo" und der Rechtsanwalt Carlos Rossi getötet wurden. Als die Manifestanten versuchten, von dem Gebände der „Assoc. Liberale" die Laudesfahne herunterzureißen, kam es auch dort zu Zusammenstößen, die einen Toten und mehrere Verwundete zur Folge hatten. Auch in Florenz hat es infolge solcher Ausschreitungen mehrere Tote und Verwundete gegeben. Sie hemige Nummer unserss Zlalies umfaßt 8 Seiten. auf einem sehr weiten Entgegenkommen der Italiener in Dalmatien. Die italienischen Nationalisten wiederum molleu auch den italienischen Einfluß in Dalmatien unter keinen Umständen preisgeben, weil ihre gesamten Adria- hoffnungen einen schweren Stoß erhalten würden. Bei den letzten nationalistisch-militaristischen Putschabsichten sanch d'Annunzio war ja wieder sehr dabei) hat diese Opposition gegen die „schwächliche" Adriapolitik der Regierung eine große Rolle gespielt. Leiber hat nun die Nervosität der mannigfaltigen Enttäuschungen durch die Kriegsfolgen iu gewissen italienischen Jndustriekreisen zu einem neuen Mißtrauen gegen Deulschland gesulirr, das wir nur lebhast bedauern können. Wir sind auch überzeugt, daß dieses Mißtrauen nie ohne fremde, d. h. französische Einflüsterungen gewachsen ist, was nicht nnbegreislich ist, wenn man die während der Kriegsjahre besonders eng gewordene Verbindung wichtiger Zweige der oberitalienischen Industrie mit französischen Werken und Banken bedenkt. Diese Verbindung hat ja auch mehr wie alle andere — abgesehen von dem Oefterreicherhaß — zu der Kriegsbetei- ligung Italiens gegen uns beigetragen. Das berechtigte Streben der nationalen italienischen Industrie, sich von dem Auslande frei zu machen, ivurde schon damals auf künstliche Weise ganz einseitig gegen die deutsche Konkurrenz mobil gemacht, während Herr Barrere ungestört und intensiv mit den politischen auch die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs fördern konnte. Soll das Spiel jetzt fortgesetzt werden? Der römische „Messagero" vom 27. Oktober bringt einen langen Leitartikel unter der Ueberschrift „Deutschland wiederholt seinen Fehler", der die fast deutschfreundliche Grundtendenz der heutigen italienischen Politik — entsprechend einer sehr weiten Volksstimmnng — durchaus nicht verleugnet, aber durch offenbar inspirierte Anklagen gegen eine angeblich schon wieder expansionslüsterne deutsche Industrie dieser Stimmung und Politik entgegenarbeitet. Das ist um so seltsamer, als der „Messagero" Nitti nahestehen soll, der dock) öffentlich die deutsche Qualitätsarbeit als einen Hauptfaktor für den Wiederaufbau Europas bezeichnet hat. Es ist ja möglich, daß von dentscher Seite, in der Absicht, nach der furchtbaren Katastrophe auch wieder auf dem italienischen Markte Fuß zu fassen, im einzelnen etwas zu aufdringlich vorgegangen ist. Es ist auch möglich, daß einzelne Zeitungsartikel in Deutschland — der „Messagero" führt ein Fachblatt an — iiber die industrielle Lage Italiens voreilig und schief ge- urteilt haben. Völlig falsch und aus der Luft gegriffen ist aber die Behauptung, daß ein großer Teil der deutschen Presse einen seltsamen Feldzug gegen die italienische Metall- und Werkzeuginbustrie führe, in der offenbaren Absicht, ihre Basis zu erschüttern und an ihre Stelle die deutsche Industrie zu setzen. Ach nein, so kühne E.oberungspläne hat die deutsche Industrie, die heute um ihre nackte Existenz kämpfen muß, gewiß nicht, und die deutsche Presse hat sich mit ganz andern, näher liegenden und die ganze dentsche Allgemeinheit betreffenden Sorgen zu beschäftigen. Erst kürzlich hat der deutsche Bot-^ schasier in Rom, v. Beerrenberg-Goßler, einem italienischen Minister erklärt, daß der deutschen Industrie gar nicht der Gedanke komme, dnrch irgend welche Expansionen die Selbständigkeit der italienischen Industrie beeinträchtige» zu wollen. Der „Messagero" gibt das später ja auch indirekt selbst zu, wenn er sagt, es sei heute nicht so sehr nötig, die erstarkte italienische gegen die deutsche Juvasion zu schützen, als vielmehr die neue deutsch-italienische Freundschaft. Ja, aber wird denn diese nicht am bedenklichsten durch solche Mißtrauenssaat kompromittiert, wie sie der „Messagero" auf Grund ganz unzulässiger Verallgemeinerungen uud infolge von Scharf- macherci von irgend einer andern Seite, auswirft? Weiß denn der römische Kollege gar nicht, in welcher traurigen Gesamtlage Deutschland heute um Leben und Gesundung ringt? Doch er weiß es, mußte aber trotzdem an den verblendeten Hochmut einzelner deutscher Kreise vor dem Krieg erinnern, der heute doch nirgends bitterer verurteilt wird, als von uns selbst. Heute erst ist man ja auch in Deutschland zur Einsicht in oie mannigfachen Schicksr>lsparalle- len zwischen der deutschen nnd italieuische» Entwicklung gekommen, die in der Gegenwart besonders in die Angen springe» Uvd a»S dieser Erkenntnis ist bei nnS wirklich jene „neue Freundschaft" erwachsen, die sich anf die Gemein^ famkeit der Interessen politischer wie wirischast- licher Natur, auf den Respekt der gegenseitigen nationalen Selbständigkeit und selbständigen wirtscbaftllchen Entwicklung gründet. Wie sollte man in Deutschland auch nicht verstehen, was der „Messagero" über die Solidarität aller heute „enterbten Völker" sagt, und wie sollte man nicht darnm Italien jeden neuen Aufschwung wünschen? Grad? darnm bedauern wir aber noch einmal, daß durch die Mißtrauenssaat die deutsch-italienische Freundschaft erschwert wird. Dr. E. H. Nr. 3V8. Seit- 2. Karlsruher Tagblatt, Mittwoch, den Itt. November 192V Erste-' Blatt SberWesien als Msbsulungssdjett. Aus den Erklärungen des polnischen Finanzministers Grabski auf der Brüsseler Finanzkon- ferenz ging unverhüllt Hervor, daß Polen zur Sanierung seiner Finanzen unbedingt ans Ober- schlesien rechnen müsse, eine Feststellung, die schon die vollkommene Erdrosselung deS mit so großem Tantam In di? Welt Hinan5vv'esetzes war. Aber damit scheint Oberschlesiens Rolle im polnischen Staats- verbande noch nicht abgeschlossen zu sein. Nach dem „Echo de Paris" fordern nunmebr die ^ran- >cscu von Polen die Garantie, daß es Frankreich für den auf Oberschlesien ennallend^u Teil der deutschen Schuld Bürgschaft leistet. Diese Forderung der Franzosen vernichtet mit einem Schlage alle Beliariptunaen der polnischen Agitation, daß OScrschlesien mit seinem Eintritt in den polnischem Staat von der deutschen Schuld befre't wird. Es wird im Gegenteil seinen Anteil darcn, tragen müssen, und außerdem noch einen viel bede i- tendereu Anteil an der jetzt riesenhaft wachsenden polnischen Schuld übernehmen müssen. DaS Sprichwort: Aus dem Regen in die Traufe kommen — ist für diesen Fall noch viel zu milde. Wohlhabend ist zurzeit keine der europäischen Machte, aber in dem Grabe der Armnt und Verschuldung gibt es riesige Unterschiede. Bei einem Vergleich zwischen Deutschland und Polen lmifj letzteres naturgemäß infolge feiner Entwicklungsgeschichte und des andauernden Krieges den Kürzeren ziehen. Nur Herr Konantri hat unentweat Mut. Trotzdem die polnische Sache in Oberschlesien augenblicklich s? sanl steht, hielt er bei einer Feier anläßlich des Mähr igen Bestehens des ersten Sokolvere-ns in Oberichlesien, die in Bentlien stattfand, eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Ten Sokols verdanken wir. daß Polen heute einen siegreich", Frieden abschließt. Ebenso verdanken wir den Sokols in Oberschlesien, daß unsere Sache gesiegt hat. Wir haben die deutsche Arbeit durchkreuzt und wir können uns daHer schon heute freuen, dgß in drei oder vier Monaten das gemeinsame Vaterland dieses alte Plastenland in sich aufnehmen wird. tionfai'tns JuSelruf ist zum mindesten arg verfrüht. Wenn er etwa glaubt, mit solchen Redensarten die deutschen Oberschlefier veranlassen zu tonnen, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen, so irrt er sich gewaltig. Korfanty sollte doch einmal darauf acht geben, was seine eigenen Lands- leute von der obcrschlesischen Frage halten, vielleicht würde ihm dann die Lust zu so hochtrabenden Reden vergehen. In einem Artikel „Der .'.kämpf um Oberschlesien" des ,„Kur»er War- szawsti" ist z. B. ein außergewöhnliches Ei-i- gcständnts zu lesen, eine Klage, der mau die lteberschrift geben könnte: Polnische Zunge — deut'ches Herz! Es heißt da: „Wir vergessen, daß in Oberschlesien in dem Kampf gegen uns -nicht nnr die „Stockdcntschen" und solche mit polnischem 'Namen treten werden, die gewöhnlich schlimmer sind, als die Erstgenannten, sondern auch viele ,/Schlesier", die zwar ihre Sprache bewahrt haben, aber deutsch fühlen nnd denken. — In bezng hierauf schreibt, wie der „Kuruer Warszawski" mitteilt, Anton Cholo- nicwski im „Glos Narodn" folgendes: Wer die Verhältnisse in unserem äußersten Westen, besonders aber in Oberschlesien, etwas genauer kennt, der weiß, daß es dort außer den Deutschen polnischer Abstammung nicht an Leuten mangelt, die alle inneren Kennzeichen des Polentnms bewahrt haben, sich vor allem die polnische Sprache erhalten Haben, der sie sich automatisch bedienen, die aber doch „Deutschland über all^>" brüllen. So besteht neben dem deutschen nnd polnischen Schlesien ein „drittes Schlesien", das die Statistik nicht aufgenommen hat und nm das sich Polen, das jetzt durch Vorbereitungen zu einem Bürge r k r i e g e in Anspruch genommen ist, gar nicht kümmert. Diese Leute werden jedoch auch zur Urne gehen, sie werden ihre Stimmen abgeben und. wie die protestantischen Masuren, die Wagschale herunterdrücken. 'Nein, es ist noch gar nicht sicher, daß Schlesien gerade uns nnd nicht den Preußen, die von den englischen Krämern unterstützt werben, zufallen wird. Schlesien aber ist ein Kohlenvorrat für 2000 Jahre." Viele Oberschlesier polnischer Zunge — heißt das in aller Kürze ausgedrückt — haben ein deutsches Herz. Sie wollen durchaus nicht zu Sie Vloliulonale. Die Violinsonate, die grundlegende Aorm sür alle Zweige der Kammermusik, ist durch das wachsende Interesse für sie auf dem besten Wege, volkstümlich zu werden. Als Kammersonate — im Gegensatz zu der den Gottesdienst musikalisch verschönenden Kirchensonate — ursprünglich für das Haus und dessen KreiS gedacht, ist die Violinsonate im Laus der Zeit in den Konzertsaal vorgedrungen, ihn immer mehr erobernd, seitdem die nachklassischen und insbesondere die Komponisten der Gegenwart sich ihr mit Vorliebe zugewendet und ihr Aufgaben zugewiesen haben, deren Lösung weit über daS hinaus geht, was man in der Regel von dem musikalischen Vermögen deS In seinem Heim Musizierenden verlangen darf. Der Sonate für Violine und Klavier von heute mit ihre« komplizierten Gedankengängen und ihrem nicht minder komplizierten Satzgefüge vollständig gerecht zu werden, erfordert zwei sich die Wage haltende technisch und geistig auf der Höhe stehende Musiker. Die Violinsonate Hat schon frühe Bedeutung erlangt. Zugleich mit der fortschreitenden E'it- wickelnng des Violinspiels in Italien wnrde sie ans ihrem embryonalen Zustand zu einem organische Gestalt annehmenden Gebilde ausgebaut. Das Verdienst, sie aus primitiven An- fangSstadien zur höheren Kunstform Hinaufgeführt zu haben, gebührt den altitalienischen Geigenmeistern. Von ihren überaus zahlreichen Sonaten für eine und zwei Violinen und Baß besitzt indessen nur ein verhältnismäßig kleiner Teil so starte Eigenwerte, daß er sich in unsere Zeit hinübergerettet und in ihr behauptet hat. Im allgemeinen steht die italienische Kammersonate mit ihrer 'vrmalistisch-kontrapunktischen oder vom Tanz ausgehenden Bildweise und ihrer kirchlich gefärbten Harmonik unserem nach indi- Polen. Polen aber müsse Oberschlesien trotz dieser Männer haben, weil eS die oberschlesische Kohle brauche. Darum versuchen die Polen allerlei Aenderuugen der Vorschriften des Fri"- deusvertrages in bezug auf die ober schien'che Abstimmung durchzudrücken. Hieraegen müssen sich alle deutschfühlenden Oberschlesier wie eln Mann zusammentun und nicht müde werden, auf deu Schlußsatz des aenanuteu Artikels Im „Kuruer Warszawski" hinzuweisen, in dem es heißt: „vseder Eingriff in die Bestimmungen über die schlesische Volksabstimmung würde eiue Verletzung des Friedensvertrages selbst sein. Man konnte die traurige Amputieruug des Teschener Schlesiens uuter dem Vorwande vollziehen, daß der Friedensvertrag der Entente in dieser Hinsicht freie Hand gelassen habe. Die oberschlesische Frage ist im Friedensverträge aber ausdrücklich festgelegt und bildet einen unverrückbaren Teil feines inneren GehaltS. Wenn also Zugeständnisse in diesem einen Punkte gemacht werden würdeu. so würde der ganze Vertrag in die Lnst sliegen." Nicht nur der Vertrag, sondern ganz Oberschlesien wttr.de in die Luft sliegen. wenn es töricht genug wäre, sich Polen anzuschließen, das nach einem opferreichen Kriege nichts besseres zu tun iveiß, als sich, wie der „Knryer Warszawsski" so schön schreibt, zum Bürgerkriege vorzubereiten. O. B. AußenzwWfche Mschau. Bei den italienischen Gemeindewahlen erreichte der bürgerliche Block eine Mehrheit iiir den Provinzialrat hesonders dadurch, daß die liberale Partei in de» größeren Städten den Sieg davontrug: in Mailand, Turin, Floren? und Livorno hatten die Sozialisten eine im Verhältnis zu früheren Wahlergebnissen schwache Mehrheit. AIS Freudenkiindgebung iiir diesen lokalen Sieg wurde in Mailand der Generalstreik erklärt. Während dieses Ergebnis im Rahmen der üblichen kleineren Zahlenverschiebungen bleibt, »nackt der augenblicklich in Griechenland tobende Wahlkamps auf jede Ueberraschung gefaßt. Die Lage ist dort so kritisch geworden, das, die anqekünbiate Entlassung verschiedener Jahrgänge wieder aufgeschoben worden ist. VcnizeloS will sich eine Mekrbeit sichern. iclbst wenn er zu Gewalt- matzregel» schreiten muß. Seine stärkste Stütze ist der (General Parakevopnlos, der mit 8M0 Offizieren bereit ist. einen neuen Staatsstreich auszuführen, um eine endgültige Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Frei- heilen zu verhindern. Die veniseltstischen Kandidaten arbeiten auf Grund dieser Rückendeckung mit den plumpsten Schreckmitteln und drohen z. B.. das; dieser General entschlossen sei, viele seiner politischen Gegner aus ö>sent- licheu Plätzen zu henken. Den Truppe» ist das Lesen der OpposttionSblätter verboten. Am zugkräftigsten wirkt Wohl auf das griechische Volk die Warnung, Griechenland verliere bei einem Sieg der Opposition die Frenndschast der Alliierten, die noch sür lange Jahre die Welt regieren werden. Der Verlust dieser Freundschaft aber bedeute gleichzeitig den Verlust von Thrazien, Klein- Asten, Mazedonien uud Spirus, Jetzt wo die Völlers nndSPersammlung vcr der Tür steht, zeigt das vorläufige Programm, das bekanntgegeben wurde, ungefähr den Umfang der Arbeit, die in Genf geleistet werden will. Die wichtigsten Punkte sind: Wahl des Präsidiums, Bericht über die Tätigkeit des RaieS. Zusatzanträge zum Völkerbundsver- trag, Vorschläge über das Verhältnis von VölkerbundSrat und Versammlung, Schassung von ständigen Organisa- tions- und Kontrollstellen zur Bekämpfung des Typhus, deS Opiumhandels, des Mädchen- und Kinderftandels, Entwurf über einen ständigen internationalen SchiedS- gertchtshvf, Budget für ISSY/SI, Verteilung der Kosten ans die einzelnen Mitglieder, Abrüstung und Zulassung der Staaten (darunter Deutschland), die bisher noch nicht als Mitglieder des Völkerbunds aufgenommen worden sind. Dazu kommi noch eine Aenkonstituierung des internationalen Arbeitsamts, zu dem Indien um Vertretung im Verwaltungsrat ersucht Hot. Die österreichische Bundesverfassung. lEigener Drabtber'cht.) w. Wien, 9. Nov. Mit dem morgigen Tage tritt die österreichische Bundesverfassung in Kraft. Hierbei wird ohne weiteres die nene Bezei ch nuna sür die Staatsämter vorgenommen. Demgemäß erhält die Staatskanzlei die Bezeichnung Bundeskanzleramt und die übrigen Staatsämter die Bezeichnung Bunde s m i n i st e r i e n. Dr. Weihkirchner — Präsiden! der National- Versammlung. lEigener Drabibericht.l Wixu. 9. Nov. Die gestrige Vorstaudösitzuug der Christlich-Sozialen Vereinigung beschloß, den viduellen Leben verlangenden Kunstgeschmack fern. Wenn wir HändelS Sonaten goutieren. so geschieht dies ihres gedanklichen Gehaltes wegen. In der Form gehen sie über die dem großen Deutschen als Vorbild dienenden Werke der gleichzeitigen Italiener nicht hinaus. Auch Handels Sonaten sind lediglich auf das Gesangsin- strnment gestellt, dem als harmöniestützendcr Faktor ein Baß nnterlegt ist. In ganz anderer Gestalt treten uns die sechs Sonaten sür Violine und obligates Cembalo von Bach entgegen. Er ist der erste, der Sonaten schreibt, bei denen das Tasteninstrument der Violine gegenüber uicht bloß eine begleitende, sondern eine gleichberechtigte, ja manchmal sogar dominierende Nolle spielt. In Bachs Souaten bildet die Violine des öftern nur die dritte Stimme zu einem zweistimmigen Klaviersatz. Es ergibt sich dann ein Trio, in dem alle drei Stimmen gleichwertig sind. So streng sich Bach beim Aufbau der einzelnen Satze an die Form bindet, so mannigfaltiges und reichbewegtes inneres Leben gibt er Ihnen. Ihm ist Sic Form nur Gesäß, in SaS er gleichermaßen seines Geistes hohe Gedanken wie seines Gemütes tiefe Empfindungen ausgießt. .LZachs Sonaten", sagt Schweitzer in seinem Buche I. S. Bach, „stellen wie die Beet- hovenschen Gemütszustände und innere Erlebnisse bar, aber so, daß an Stelle der Leidenschaft die Krast tritt. Ob er w »chmerz oder in mystisches Träumen versunken ist: immer erfaßt Bach sich selbst wieder in einem straffen, sugierteu Schlußsatz." Die in Vach sich verkörpernde Wende zweier /iunstepochen läßt sich deutlich in diesen seinen sechs Sonaten erkennen. Ihrem äußeren Gepräge nach noch der zurücksinkenden Zeit angehörend, kündigen sie in ihrem Wesen bereits die neue Zeit an und weisen direkt auf die geistesverwandten Werke Beethovens hin. Mozarts zahlreiche, häufig aber nur gauz knapp gefaßte Sonaten enthalten eine Fülle von früheren Bürgermeister von Wien Dr. Weiß- kirchner zum Präsidenten der Nationalversammlung vorzuschlagen. Die Wahl der neuen Regierung dürfte nach der Wahl des neuen Wahlausschusses sür die Nationalversammlung am 18. oder 19. November erfolgen. Aus der italienisch-jugoslawischen Konferenz. tEiaener Traktberichl,! Santa Marauerita, 9. Nov. sStefani.1 Die italienisch-jugoslawische Konferenz verHandelte gestern über die Grenzfrage in den Iulisch? n Alpen. Ueber die Verhandlungen erfährt die „Tri- buna", daß die Besprechungen durch den Grafen Sforza eröffnet worden sind, der die Fragen sofort vvn der praktischen Seite in Angriff genommen hat. KriegSminister Bomoni wies nach, daß die von Italien geforderte Grenzlinie durchaus keinen offensiven, sondern einen defensiven Charakter habe. An Hand der Karts zeigte er. daß die Grenzlinie zum Zweck der Verteidigung Italiens notwendig fei, aber keine Bedrohung Jugoslawiens darstelle. WeS- ntisch und Trumbitsch entwickelten hierauf den jugoslawischen Standpunkt und brachten ihre Ansicht zum Ausdruck, daß es im höchsten Interesse der beiden Länder liege, ein Einverständnis auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete zn erzielen. Die jugoslawischen Delegierten hätte» es vorgezogen, die Fragen zusammenhängend zu behandeln, aber die italienischen Vertreter beständen darauf, die Probleme je nach ihrer Bedeutung getrennt zu besprechen. Mailand, 9. Nov. sEig. Drahtber.) Zu den bereits gemeldeten U n ruhen, die sich gestern in Mailand abspielten, wird ergänzend mitgeteilt, daß die Sozialisten den Sieg des liberalen Blocks zu vermindern versuchten. Bei einem weiteren Zusammenstoß zwischen Pazifisten und Polizisten wurden wieder ein Mann getötet und 5 Demonstranten verletzt. Der „Avanti" schätzt die Zahl der Gemeinden, in denen die Sozialisten den Wahlsieg errangen, auf 2500. Nach den letzten Gemeinde- wahlen im Jahre 19l4 gab es SM sozialistische Gemeindeverwaltungen. Der „Corriere della Sera" stellte das Ergebnis des „Avanti" in Abrede und bemerkt, daß die Sozialisten von S480 Gemeindeverwaltungen nur noch 1790 behalten. Die liberale Partei habe die Mehrheit in ?.4M und die Katholische Volkspartei in 2174 Gemeindeverwaltungen inue. Frankreichs Budget. (Eigener DrahtberichtZ Paris, 9. Nov. lHavaS.) In dir Kammer wurde heute der erste Teil des Voranschlages sür den Staatshaushalt 1920/21 bekanntgegeben. Finanz- minister Marshal erklärte, daß 22327 Millionen Franken ordentliche Ausgabe» und 5499 Millionen Franken außerordentliche Ausgaben, insgesamt also 27 820 Millionen Franken zu decke» seien, während ordentliche Einnah m e n 19 735 Millionen Frauken und die außerordentlichen Einnahmen S227 Millionen Franken, zusammen 24 902 Millionen Franken betragen. Was die wieder zu erstattenden Ausgaben betreffen, belaufen sich diese auf 15539 Millionen Franken, während 2l2 Millionen Franken abgehen, die sich auf daS Rechnungsjahr 1920 beziehen. Die Ausgaben sür den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete belaufen sich auf fast zwei Drittel der wieder zu erstattenden Summe. Der Minister schloß, es handle sich hierbei nur um eine vorläufige Lösung, wobei die Summe veranschlagt würde, die Deutschland an Frankreich zu zahlen habe. Die Regierung werde aus keines der Rechte verzichten, die ihr durch den Friedensvertrag von Versailles zugesichert seien. Polen und Litauen. lEigener Draktbericht.1 Brüssel, 9. Nov. iHavas-Reuter.j Die polnische und die litauische Regierung haben sich mit einer Volksabstimmung in den strittigen Gebieten, wie sie aus der Völkerbundsratssitzung am 28. Oktober in Brüssel vorgeschlagen wurde, einverstanden erklärt. Kowno. 9. Nov. n Charly' tenburg beschlossen, weiter zu streiten und keine siandsarbeiten auSzusiihren, Eine besondere Vera»' staltung fand in Friedrichshain statt, die von ciN'S 12 000 Personen besucht war und ebenfalls einen ruhige» Verlaus genolnmen hat. Deutscher Landgemeindstag. Di« Vorstände des Deutsche» und Preußischen gemeindetaqes traten zn einer gemeinsamen Sitzung Wernigerode zusammen, an der die Landeöverbäliv von Prensjen Bayern. Baden und Sachsen teilnav' men. Das Bestreben des Deutschen Landgemeindejage» ist, alle deutschen Landgemeinden zn einer geschlossene» machtvollen Organisation der Selbstverwaltung zasa>»' in dieser Lage nicht immer durchzudringen. Brahms an zu Reger und Psitzner wird der Ausdrucksbereich der Violine immer mehr erweitert, bis die äußersten Grenzen erreicht Damit sie sich gegenüber den polyphonen Klavic). satz der zeitgenössischen Tonsetzer behauptet, sen alle ihre Ausdrucksmöglichkeiten yerangeZ?" gen werden. Man weist ihr lange Strecken ^ exponierten Höhen- und Tiesenlagen zu: läßt Doppelgriffe, gewagte Flageolets und Figure' ausführe», die dem Charakter deS Instrumente" widerstreben, und verlangt von ihr StricharteN' die in das Gebiet des Konzertmäßigen gehör-'«' Die Sordine, bei Beethoven noch unbekannt. häusig, ja bis zum Ueberdruß verwendet, n» mannigfaltigere Farben zu erzielen. Die moderne Violin-Klaviersonate mit ihren großen Ausmaßen, ihren schwer zu überwinve»^ den technischen FäHrlichkeiten und ihreu ve>^ schlungenen, langsam sich erschließenden Gedn»^ kengängen hat sich vvn der früheren i? sonate, die, weil verhältnismäßig leicht auskü"^ bar, vom selbstausübenden Kunstfreund gepsle» werden konnte und dem Hauie eine durch ^ künstlerische Betätigung gehobene Behaglichr" verlieh, um beträchtliches entfernt. Sie eigne sich für den Konzertsaal, wo sie im Verein n' ihren klassizistischen Schwestern vor einem vl^ köpfige» Publikum künstlerisch vollendet wicve ^ gegeben, eine musikalisch-kulturelle Aufgabe süllt. Ist sie doch vermöge ihrer Geistigkeit e> beste Abwehr gegen das Virtuosentum und ^. von ihm propagierte flache, auf Ohrenkitzel u> sensationelle Uebeirafchungeu hinzielende M"''' der die Menge infolge mangelnden Urteils w zn gern erliegt. Von allen Gattungen der Kamermusik am leichtesten zu erfassen, ist die nate sür Violine und Klavier dazu berufen, weitesten Kreisen den Sinn für echte Kunst wecken und ihr Verständnis zu fördern. Karlsruher Tagblatt, Mittwoch, den !V. November 1S2V Nr. 308. Seite 8 Dieser ist verdächtig, Bargelder, die bei der Versteigerung von Heerespserden gelöst wurden, in Kriegsanleihe umgetauscht und Gewinne in der Höhe von LM0M Mark für sich verwendet zu haben. In vier Fällen ist durch Zeugenvernehmung der Beweis erbracht, daß solche Handlungen vorliegen. Es besteht Verdacht, daß Gandorfer in hohem Matze beteiligt ist. Gan- dorfer selbst behauptet, daß die Summen auf Anordnung Eisners und Genossen, mit dem zusammen er und sein Bruder bekanntlich gerade vor einem Jahr die glorreiche Münchener Revolution gemacht haben, zur Finanzierung der Revolution verwendet wurden. Der Berichterstatter Gaenger führt aus, er begreise nicht, daß Gandorfer nicht längst sein Mandat zur Verfügung gestellt habe, damit eine Untersuchung der so lange schwebenden Anschuldigungen ermöglicht würde. Er bedanke sich, in einem Parlament neben jemand zu sitzen, der einer solchen Handlung überführt sei. Es entspreche nicht mehr der Würde des Parlaments, ein Mitglied in seiner Mitte zu haben, das so schwerer Delikte geziehen worden sei. Polen und Rumänien. (Eigener Bericht). Kopenhagen, ö. Nov. Nach einem Telegramm aus Warschau gibt die Zeitung .Furzjr Varsswski" folgende Zusammenfassung der Ergebnisse des Besuches Take Joueseus in Warschau: In politischen Kreisen begreift mau, daß die Verhandlungen wegen der Bildung der Kleinen Entente zu keinem positiven Ergebnis geführt haben, da die Beziehungen zu der Tschccho-Slowakei noch nicht geklärt find. Bei den politischen Besprechungen wurden auch wichtige Fragen erörtert, besonders die Frage eines Bündnisses zwischen Polen und Rnmänien, der man in rumänischen Kreisen das größte Interesse entgegenbringt. Die Verhandlungen, die in dieser Nichtnng in Warschau eingeleitet wnrden, sollen in Bukarest fortgeführt werden. Vom russischen Krieg. gener Drahibericht.I w. Sewastopol, 9. Nov. General Wrangel hat die Angriffe der Bolschewisten gegen die Landenge von Tschenger und gegen Perekop, das nicht genommen worden ist, abgeschlagen. Die Bolschewismen haben an der ganzen Front den Angriff mit überlegenen Kräften wieder aufgenommen. E. Dresden. S. Nov. lDrahtmeldg. uns. Korresp.) Auf dem früheren Truppenübungsplatz Zeithain bei Dresden wurden zwanzigtausend ostdeutsche Flüchtlinge untergebracht. Ferner wurde ein kleineres Lager bei Zittau eingerichtet. ""Wirtschaft unö Handel. Naovdeimvr Uarenbörss. X. Alanokeim, 9. November. iokoigs 6es vsiterev 6er Devisen- Kurse bleibt clie Ltimmung sr> 6er V^srenborss lest, un6 «lies nicht nur kür einzelne Artikel, sondern nskezu kür slle v/sren Vellen ködere ?rei5e ßelor- 6ert. Oer Verlcelir nimmt sber keine Kröüere ^.us- 6eknunZ sn. veil 6ie Ksuler zu 6en veiter erböd- ten I°or6erungen nickt aus ihrer Zurückhaltung heraustreten. Oer Uarkt kür Chemikalien var nur wittelraslZig besucht. Ts ?e:Kte »ick nach silen Artikeln eine gute I^schkr-lge, 6ock konnten giöLere Lesckäkte nixkt ?uin ^bsckluü Zekrsckt ver6sn, 6a nur 6ie notwendigsten Oeckungsksuke getätigt werden, llsuptsschück geirsgt blieb Kupkervitriol, Harz, ?Qrskkin. Lalmiakgeist, Xleessl?, Lckvekel, ralk., ^et^ksli un6 I-itliopone in Oel. Angebote lagen vor in Naphthalin in Xugeln zu 75l> ^lk„ clesgl. kleine Kristalle 7l>l> ^lk, 8aliniak, klein krist., 98- bis ??prc>z., melsllkrei, zu 7?l1 l^lk., tlatr. ?kos- pkoric, erstklassiges Fabrikat, inkl. LrotZkässern, 72Z—73l1 l^lk., alles ver 1l)l) kg ab Mannheim c>6er I^Lke ^Isnnkeim. Xsii, cklorsaures, ckem. rein, Lantoninkorm, exkl. Verpackung, zu 1I0I1—lllv ^lk., Lorax. la rakk., krist., exkl. Verpackung, l2M >!ark. 6es^I. la rakk., pulv., exkl. Verpackung, l27ö bis I2ZÜ l^lk., Lorsäure, rakk., rein, krist., exkl. Verpackung 22l?l)—2210 l^lk., 6esgl. pulv. 22hö bis 2Zld >lk. per lVl) kg, ab sächsischen Ltatiooen. Ltsinkoklenteer-Iisrtpeck, reine Oestiliationsvare, lose verladen in Blöcken oder Ltücken kostete ab I.u6vigsksken a. KK. 2ZS I^lk., Luckenkolzteer. exkl. »vlzkalZ. 2lS—22S ^1k. 6ie 100 kg ab l.ager I.u6. vigskaken a. kk. Xupkervitriol in wässern ä 23!) kg, inkl. 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In 6er I.ebensmittelabteilung zeigte sick speziell eins starke Preissteigerung kür ?ee, 6a 6er Zollsatz vom 10. 6s. an erkökt vir6, un6 zvar 6er Lol6zuscklag von 700 aui ?00, 6a6urck beläukt sick 6er Toll sllein kür 1 ?kun6 ?ee aui II i^lk.. Oie keutigen ?or6erungen kür ?ee sckvankten zvi- scken 2S—31 /4K. per ?kun6 einsckl. ?oll. ?ür Xakao stellten sick 6ie ?reise auk 38—40 ^tk. per Kilo, je nack Qualität. Oas Angebot in 6iesen Artikeln vsr sekr knapp. Vanille.kostete, je nack Qüte, 270—380 ^ik. In ^uslso6ssckokols6e var last nickts angeboten. Kaksopulver, amerikani- sckes, entkalten6 33—34 ?roz. kettgekalt, var verzollt zu 38 Uk. per kg am Markte. Lonst varen angeboten: Xartokkelklocken zu 174 >IK. per ?ent- ner, netto, ab Zreslau, grobes keisgrieü zu 960 i^lk. 6ie 100 kg, brutto kür netto, mit Lack, ab Flensburg, keinstes ?.e!smekl 880 ^ik. per 100 kg ab Flensburg, ^laisgrieü, entölt un6 entbittert, zu 605 i^lark 6ie 100 kg ab I>u6vigskaken a. kk. Voll- milck, in Oeutscklsn6 konserviert, in Kisten ä 48 Oosen, 6ie Kiste zu 490 ^ik. kranko ^lannkeiin, amerikaniscke Kon6ensierte ^lilck in Kisten »i 48 Oosen, 6ie Hälkte gezuckert, 6ie an6ere Hälkte ungezuckert, zu 220 Uk. Haselnüsse, sizil., in Lak- ken, kosteten 14.80 ^1k. per kg, mit Lack, brutto kür netto. k!r6nüsse, ^ava, rotsckalige, varsn zu 14.20 ^lk. per kg okkeriert. Kokoskett var zu 34.20 bis 32.00 Uk. per Kilo ab I.u6vigskaken angeboten. I'extilvaren katten testen i^iarkt bei kleinen Umsätzen. Angeboten vur6en Flanelle, 90 breit, zu 19 Uk„ Oavolas 78/80 breit, 18.30 ^>lk., ^rbeiter- Orellanzüge, etva 200—300 Ltück, zu 38 ^lk. per Ltück. ^uck I^äkks6en var angeboten, un6 zvsr in veilZ »n6 sckvarz, 6ie Kalle mit 200 Vsr6s, zu 10 ^lk. 6ie kolle. In 6er Abteilung kür Oiverses war 6ie Marktlage unverän6ert. Illltustriea. ?ur Leseitigung 6er Oeberkrem6ungsgeiskr in 6er 6eut»cken LIüklampenin6ustrie glie6ern 6is 6»rin kükren6en Oesellsckakten, nämlick 6ie Allgemeine Llektri^itätsgesellsckakt un6 6ie 8iemens Ll Halske- Lesellsckakt, 6ie Vereinigten I-ausitzer Llssverke, 6ie über ein Aktienkapital von 8 400 000 i^lark ver- kügen, sick an 6ie von iknen kontrollierte Osram- Kommsn6itgesellsckskt an, 6ie bereits 6en grölZten l'eil 6er Erzeugung 6er Vereinigten I.ausitzer Qlaz- verke, 6er Llüklampenkolben, verven6en. ?ür je eine Vereinigte I.ausitzer Llasaktie ver6en je eine Allgemeine Llektrizitätsgesellsckaktsaktis un6 je eine Liernens- Lckuckertaktie, sovie 720 ^1k. geväkrt. Line» Kapitalerkökung bei 6er X. L. Q. un6 bei 8iemens ^ Halse be6ark es kierzu nickt, 6a 6ie erkor6erlicken Aktien von bekreun6eten Lruppen zur Verfügung gestellt ver6en. ' L» tz» «Ittra»e» w^rdcn NU, !' uwcnn dl! VUIibc!ge!ü»i ist W>rd I. v. lvv. Der SÄrcincrmeistcr ist an sich zur Lieferung zu den damals vereinbarte» Preise» verpflichtet. Im Hinblick jedoch anf die völlig veränderte wirtschaftliche Laie, die starken Steigerungen der Nobstoff- vrcise und der Löhne würde eö unbillig sein, die Lieferung zu den damals vereinbarten, bente völlig unmöglichen Preisen zu verlangen. Die Gerichte habcn daher durchweg einen vermittelnden Standpunkt ein- genomine». Wir empfehle., eine anhergerich liche Verständigung »ach der Richtung, dah der Handwerker Ihnen die Möbel schnellstens liefert und Sie sich zu einer angemessenen Erhöhung der früher vereinbarten Preise verstehen. GrNes Dlatr «enznfasien und zu diesem Zweck in den Ländern, in «enen zurzeit noch keine Verbünd« der Landgemeinden bestehen, solche zu organisieren. Diesem Bestreben wurde die volle Unterstützung der verschiedenen Verbände zugesichert. Der Geschäftsführer berichtet« über die Tagesordnung der nächsten Sibung des ReichsschulausschusseS, m dem der Deutsche Landgemcindetag durch ein Vor- Itandsmitglied vertreten ist, über die Stellungnahme des Verbandes zu der vom NeichSpostminifter angereg- >en Beteiligung der portopflichtigen Dienstbriefe, zu oem Gesetzentwurf über die Kommunalifierung von ^irtfchaftsbetrieben, die. Mitarbeit an der Musterlabung des Reichs für ' eine Vergnügungssteuer der Gemeinden. Uber die Beteiligung an verschiedenen "Uhenbandelsstellen als Vertreter der Verbraucherschaft dergl. Eine längere Aussprache brachten der Ge- ^ventwurf über die Aufbringung der Mittel für den N?ubau von Wohnungen und die Steuergesetzgebung »cs Reichs mit ihren Kolgen sür die lAemeinden, Ein« weitere Aussprache brachte der noch im Vorstadinm °er Entwicklung begriffene vlanmähige Aulbau der «eittschen Wirtschaft zwecks Ausgleichs der Interessen Kapital und Arbeit durch den vorläufigen ReichS- wMschaftsraj jje Beteiligung des Deutschen Land- ?iircindetages hieran als eines bedeutsamen Faktors innerhalb der deutschen V«rb:aucherschast. Als näch- Tagungsort wurde Würzburg in Aussicht genom- wen. Der deutsche Gesandte in Portugal. Am Sonntag überreichte der deutsche Gesandte in Lissabon öem Präsidenten der Republik Portugal sein Beglaubigungsschreiben. Der portugiesische Gesandte 'ur Berlin, Lambertini Pinto, reist am Montag nach Berlin ab. Die Coburg« Wahlen. Wie gemeldet, fanden am 7. November im ehemali- scu Freistaat Coburg die Wahlen zum Bayerischen ^andtag statt. Dabei verloren die Rechtsparteien ?e«cn früher über SM und die Mehrheitssozialisten AM Stimmen, während die Demokraten einen Stimmenzuwachs von 1rm entgegen: .Wir haben das Gerücht feiner Un- siaubwürdigkeit wegen zunächst unbeachtet gelassen. Um >eder weiteren Erörterung den Boden zu entziehen, Achten wir indessen nunmehr feststellen, daß dem Ge- jegliche Grundlage fehlt." Nachdem nun beide Parteileitungen die Meldung des sozialdemokratischen glattes dementiert haben, dürfte dos Gerede über Ver- lyvielziingKalzsichten verstummen. Vom Zentrum. Äm Verkauf eines politisch«« Unterrichtskurses der «ntrumspartei des Bezirks Ackern wurde in einer ^Utschlixßung den Zentrumssraktioneu des Reichstags wie des Badischen Landtags aufrichtiger Dank für ihre ^»ter den schwierigsten Verhältnissen geleistete Arbeit Ausgesprochen und sie des Vertrauens der Parteifreunde versichert. »Getragen von der Ueberzeugung", es dann in dieser Entschließung, daß auf dem Boden des Ehristentumö unser Volk seinem tiefen Elend gerettet werden kann, richten ?'e Parteifreund« die Bitte an ihre Abgeordneten, auch ^rnerhin mit aller Entschiedenheit dieser Ueberzeugung Ausdruck zu verleihen." In der Entschließung wurde Mer betont, an der christlichen Erziehung unserer fugend und an den Grundsätzen der christlichen Giftigkeit im Ausbau des Wirtschaftslebens dürfe nicht ^rüttelt werde». Zur Gesundung unserer Finanz- !??rNchass müsse jedes Mittel ergriffen werden, das im ^"lklana steht mit der Unantastbarkeit des Privat» nkeittums. Die Entschließung richtet sich ferner gegen immer mehr um flch greifende Sitlenlosigkcit und 'fließt mit der Betonung, daß gewaltsamen Umsturz- "Inchen jeder Art rückstchtslos begegnet werden müsse. Die Lahrer Unabhängigen. .,^?r Lahrer Verein d«r Unabhängigen Sozialdemo- ^atlschcn Partei h?>lt ebenfalls bei seinen Mitgliedern «^ Umfrage nach der ferneren Zugehörigkeit zur allen ' Bis jetzt sind so viele Unterschristen gesam- daß zweifellos die Mehrheit es ablehnt, «r neukommnni st Ischen Partei überzutre- ^ Theater unö Mufik. Nussisches Rallctt. Wer in einem Gefankcnen- in,^« Beovachtunffen machen konnte oder Russen Hanse harte oder Aar selbst in Nnklanö war, e>n war es stets eine verwirrende Bewunderung lehen, welchen ungeheuren Nrsinn dieses ge- ^.^nisvolle, zwischen Asien und Europa sich «^rchtastendc Volk für Tanz und Musik zeigt, ^aren es Kinder oder waren es Tiere, die Ost? flitzen vermiistete-n und in wilder Wollust nordeten? Und doch dann wieder beim einzel- Mann eine znkunftsträchtige Tiefe, eine be- ^ickende Siaturhaftigkeit und ein reines Noll- ^uschentnm. Ter Zauber dieser werdenden T^nschcu gebiert auch zum Teil das Verhängnis, Zchwarmköpfe mit politischen Verbrechern "»> verbünden iaht, um das deutsche Volk vollends ?,.Artreten. Die sauarisierende Gewalt der ?>inchen Dichtung auch iit die Ursache, daß sich so in einen narkotischen Verbrüderungstraum 'U dem in allem maßlosen Russenvolk einspin- Phantastische Aukunstspläne werdeu selbst ^ nichtrevolutionären Deutschen lebendig: Mnche ergossen eine Auferstehuug wider die Mstniacht in einem vorerst noch in nebelhafter liegenden Zusammengehen von Dentsch- und Nnftland. - Zt. das berühmteste der Welt und hat vor "l paar Jahren eine Rundreise durch Europa Das Ergebnis des kommunistischen Parteitages. Der Berliner Parteitag der Kommunisten, der Kassel und Halle an sozialistischer Energie übertrumpfen wollte, ist ausgegangen wie das Hornberger Schießen. Er wurde nicht geschlossen, sondern auf Dezember vertagt. Im Dezember soll erst das Verbrüderungsfest mit den mosko- witisch orientierten Mitgliedern der Unabhängigen Sozialdemokratie gefeiert werden. Der kommunistische Kongreß verlief also höchst eintönig. Leben kam nur in die Bude, wie man so sagt, durch die Meldung über Siege der roten Sowjetarmee über Wrangel. Da sang man die Internationale und schickte ein Sympathietele- gramm nach Moskau. Es war eine wohltuende Aufregung. Ein anderer Zwischenfall: Ein kommunistischer Redakteur trat dem Schlagwort vom Zerfall des Kapitalismus entgegen, behauptete, daß der Kapitalismus noch durchaus gefestigt sei, und verlangte, daß man die Massen darüber aufklären solle. Der Mann wnrde mit allen gegen eine Stimme aus dem Siale geworfen. Es war Gefahr im Verzug. DaS schöne Gebäude des Kommunismus, das nur von der Hoffnung auf den in kürzester Krist zu erwartenden gänzlichen Zusammenbruch des Kapitalismus getragen wird, wäre ja sonst ins Wanken gekommen! Man ließ also nur die bewährten Führer reden. Während die Referate der Genossen Thalheimer und Levi die politische und wirtschaftliche Krise vom allein richtigen Standpunkt deS Kommunismus aus schilderten, und die „Gegner der Revolution" bis zur rechtsuuab- hängigen Partei mit Hohn und Schmutz bewarfen, wies Genosse Ernst Meyer auf die Bundesgenossen der revolutionären Arbeiterschaft in der ganzen Welt, anf die kommunistische Internationale hin. Das sei die Armee, die kämpfen werde: wenn auch zurzeit noch die Waffen fehlten, müsse man sich doch gruppieren und üben. Die beste, weil deutlichste Rede hielt der Genosse Brandler, der die Betriebsräte und politischen Räte mobil machen will, offiziell, um die brennende Arbeitslofenfrage zu überwinden, heimlich, um den Entscheidungskamps mit der bürgerlichen Welt vorzubereiten. Ein Diskussionsredner hat den Gedanken Brandlers noch deutlicher aufgedeckt, indem er sagte: „Wir müssen den Betriebsräten als Wegweiser vorangehen, dann werden sie sich als die u n t e r i r d i s chen Minierer fühlen, die das Gebäude des Kapitals von unten herauf minieren. Ein hübsches Bild aus der Hölle des Krieges, angewandt auf das, was noch kommen soll, auf den Bürgerkrieg. Das Ergebnis des Parteitages: Man lebt im kommunistischen Heerlager nur von der Hoffnung auf die endgültige Aktion. Darauf ist alles eingestellt. Diesem Ziele werden, wie die alte unabhängige „Freiheit" richtig bemerkt, bei den Kommunisten alle theoretischen und praktischen Fragen der Politik, der Wirtschaft und des Sozialismus angepaßt, sie werden umgebogen, schematisiert. Man hat nur noch das eine Ziel im Auge, die Bourgeoisie durch vereinigten Angriff zu überrumpeln. Die neue Zeitung der Moskowiter unter den Unabhängigen, sie nennt sich die Internationale, begrüßt denn auch freudig die Berliner Beschlüsse, wonach in wenigen Wochen die organisatorischen Hemmnisse der völligen Verschmelzung beseitigt und eine große Massenpartei gebildet werden soll. Sie schreibt triumphierend wörtlich: „Da in unseren Reihen der gleiche Wille lebt, können wir mit Gewißheit erwarten, daß in wenigen Wochen der sich immer mehr zusammenschließenden konterrevolutionären Bourgeoisie die gesammelte Kraft des revolutionären Proletariats entgegenstehen wird." ^Letzte Nachrichten. Der Fall Gandorfer. lDrahtbericht unseres Münchener f-Korrespvnd.) München, 9. Nov. Der Fall 'Gaudorfer ist wie schon eine Notiz im „Bayerischen Kurier" vermuten ließ, wieder akut geworden. So wurde im Geschäftsausschuß des bayerischen Landtags der Antrag des Justizministers auf Genehmigung der Strafverfolgung des Abgeordneten Gandorfer wegen Veruntreuung staatlicher Gelder eingebracht uud in Anwesenheit und Zustimmung Gandorfers selbst angeommen. gemacht. Ob in der Truppe der Jnjia Aarifah von dort her Wurzeln oder Anregungen stecken, ob überhaupt alle Mitglieder des personenreichen Gastspiels wirkliche Russen sind, ist gleichgültig angesichts des überzeugenden uud echteu Eindrucks. Einen geradezu tollen Reiz bildet dabei die sichtliche Beeinflussung durch französisches Wesen, wie es besonders bei der sozusagen rokokohaften Russin Jujia in einzelnen Rollen hervortrat. Tie von den Russen gezeigte Tanzkunst ist im gesamten in ihrer Art vollkommen. Da Ist eine restlose Vermählung von Musikrhythmus und Körperbewegung. Die.Nörpevhaftigkcit schien teilweise ganz ausgehoben, die Gestalten — insbesondere auch der männlichen Tänzer — schwebten. waren gänzlich losgelöst und erhoben sich wörtlich und bildlich über die Erdenschwere. Neben den mannigfachen, auSgespro^eu tanz- künstlerischen und pantomimischen Darbietungen, erweckten größtes, auch malerisches Interesse die Volkstänze, die in ihrem Wirbel und Temperament einen hinreißi-nden Genuß und eine erlesene Sinnenfreude schenkten. DaS Bild der blondschopfigen Dorfteufelinne in ihrer fpring- flutigen Laune und mit ihren girrenden Schreien inmitten jauchzender Paare, umwogt von dem leidenschaftlichen Gezirpe der Saiten und gehalten von den sonoren Akkorden der Baßbalalatka. darüber ein seltsam starker Reiz melancholischer Exotik und Erotik wird dem Besucher lange über den Abend hinaus als künstlerisches Ereignis ober, wie man allzu oft und verbraucht sagt, als Erlebnis bleiben. —o. Runst unö Wissenschaft. Antrittsvorlesung Prof. Hellpachs. In unserer gestrigen Ankündigung hat ein Druckfehler aus Rektor Redner gemacht. Es lädt, wie es auch den Wissenden selbstverständlich ist. der Rektor der Hochschule ein unö nicht der Lektor. Meines ZeuMetsn. Der Komponist als Sänger. Der „Berliner Lokalanzeiger" erzählt: Eine seltene Ueber- raschuug brachte die letzte „Palestrina"-Auf- führung in der Staatsoper. Waldemar Henke, der die Rolle des päpstlichen Kardinallegaten Bernardo Novagerio spielen sollte, hatte wegen Erkältung abgesagt, und dem Spielleiter oblag nun die unangenehme Pflicht, vor den Vorhang zu treten und das Publikum von dieser Absage iu Kenntnis zu setzen. Die Aeuße- rnngen des Bedauerns, die im Zuschauerraum laut wurden, legten sich jedoch schnell, als er mitteilte, daß für den Erkrankten Ersatz zur Stelle sei, der um die Nachsicht deS Publikums bitten lasse. Der zufällig im Haus anwesende Komponist, Prof. H. Pfitzner, hatte sicb bereiterklärt, für den erkrankten Sänger in die Bresche zu springen und die Partie des Novagerio zu übernehmen. So hatten die Besucher der Staatsoper den Genuß, den gefeierten Meister nicht nur in seinem Werk, sondern auch in seiner gesanglichen und darstellerischen Leistung bewundern zu können. Die Bitte um Nachsicht erwies sich als überflüssig, denn das Experiment gelang zur vollen Zufriedenheit. Eine originelle Steneridee. In unseren Tagen ist man fieberhaft auf Her Suche nach neuen Steuern, um die immer ungeheurer anfschwelleu- den Schulden unseres Staatshaushalts einzudämmen. Dabei treten die merkwürdigsten Pläne und Ideen auf. Aber dies Spiel hat sich schon in früheren Jahrhunderten vollzogen, und auch damals gab es sindige Köpfe, die aus immer neue Einfälle kamen. So erzählt Karl von Weber, daß im Jahre 1765 in Dresden eine „leichte und nicht beschwerliche Abgabe" beantragt wurde: „Es solle jeder Untertan von jedem Ofen in seiner Wohnstube 4 Groschen und von jedem Wind- osen 2 Groschen an einem bestimmten Tage an die Staatskasse entrichten." Der sinnreiche Plan, der viele Anhänger fand, wurde dann aber doch nicht durchgeführt: sonst hätte man neben der Fenstersteuer auch eine Ofensteuer erhalten. Heute beim Kvhleumangel trüge diese Steuer so viel wie bis jetzt die Kriegsgewinnsteuer, nämlich: nichts. Humor. lAus „Megg. Lust. Bl/1 Vor der Othelloaussiihruug. Schmierendirektor sbeim häuslichen Streit, zur Gattin): „Warte nur — wenn ich dich diesen Abend erwürge!" Gemütlich. „Sehen Sie mal, Kellner, der Löffel ist aber unsauber!" — „Rühren Sic nur erst mal den Kaffee mit ihm nm — da geht's ab." ch „Jeden Abend sitzt der Meier im Wirtshaus: dem seine Ehe scheint recht unglücklich zu sein!" — „Unglücklich? Wenn d' jeden Abend ins Wirtshaus darfst?" „Nimmst du denn die Medizin gerne, die dir der Arzt verschrieben hat?" — „Sehr gerne!" — „Pfui, die ist doch abscheulich!" — ,^ch bin aber von früher her au Kriegsmarmelade gewöhnt." Fritz tritt in ein Restaurant, bestellt Bier und Speisekarte. Studiert sie lange, lauge, bis der Ober die Geduld verliert nwd nervös fragt: „Haben Sie noch nichts Passendes gesunden?" — „Reim ich kann mir nichts davon leisten. Ich lese die Karte nur so gerne, weil jetzt wieder alles drausste-ht, was es früher gegeben hak." Unterschied. „Na, jetzt gibt's Fleisch, so viel man haben will." — „Unsinn — so wenig, wie man bezahlen kann." Nr. 308. Seite 4. Karlsruher Tagblatt. Mittwoch, den !0. November IS2V Erltes Dlatt /ius öaüen. Amttiche Nachrichten. Ernennungen. Verletzungen usw. Das Staatsministerium bat dem früher«» elsatz-lotg- ringischen Regierung und Gewerberat Dr. Theodor Ulrici die planmäbige AmtSstelle eines Negierungs-- rats beim Gewerbeauffichtsamt übertragen, die Assistenten Ludwig Klein und Max Dörlam bei der chemisch-technischen Prüsunos- und Verfnchsanstalt hier mit Wirkung vom l. April d. I. an planmäbig angestellt, den Generalstaatsanwalt Wilh. Morath beim Oberlandesgericht seinem Antrag entsprechend in den Ruhestand verlebt, sowie den Oberstaatsanwalt Franz Schlimm in Karlsruhe unter gleichzeitiger Übertragung des Dienstes eines Ministerialrats im Justizministerium zum Generalftaatsanwalt beim Oberlan- deSsericht, die Staatsanwälte Dr. Karl Rudmann in Karlsruhe und August Mehl in Sreiburg zu Oberstaatsanwälten, und zwar Dr. Rudmaun beim Landgericht Karlsruhe. Mehl beim Landgericht Mosbach und den Amtsrichter Dr. Wilhelm Rönnberg in Karlsruhe zum Staatsanwalt beim Landgericht daselbst. den Kanzleiinspektvr Ernst Honegger im Ministerium des Kult»? und Unterrichts zum Bureau- inspektor daselbst, den Beterinärrat beim Ministerium des Innern Dr. Hermann Männer in Karlsruhe zum Bczirkstierarzt in Lörrach ernannt. Vom Justizministerium ist Rechtsanwalt Dr. WM. Schröder aus Strasburg i. Els. als Rechtsanwalt beim Landgericht Mannheim mit dem Wohnsitz iu Mannheim. Rechtsanwalt Dr. Walther Reidel, der auf die Zulassung beim Landgericht Heidelberg verzichtet hat, als Nechtanwalt beim Landgericht Mannheim mit dem Wo^isitz in Mannheim zugelassen worden, den Oberjuftizsck'.etär Friedrich Jörder beim Notariat Bomidorf zum Amtsgericht Bretten und den Ober- iustizsekretär Karl Ziegler beim Amtsgericht Karlsruhe zum Amtsgericht Sinsheim versetzt. Durch Entschließung des Ministeriums des Innern wurde Verwaltungssekretär Adam H e l m st ä d t e r an der Heil- und Pflegeaustalt Emmendingen seinem Ansuchen entsprechend ans dem staatlichen Dienste entlassen. Das Ministerium des Innern hat den Oberverwal- tnngSsekretär Karl N u tz in Staufen zum Bezirksamt Psorzheim zur Vcrsehung der Stelle eines Revifions- beamten versetzt. Das Ministerium des Kultus und Unterrichts hat den Berwallungösekretär Otto Tietz bei diesem Ministerium zum Kanzleiinspektor ernannt. Durch Entschließung des ArbeitSministerinmK wurde Regierungsbaumeister Philipp Ditter bei der Ober- direktion des Wasser- und Straßenbaues zur Rhein- bauinfpektion Karlsruhe versetzt. Mit Entschließung des Neichsverkehrsuiinisteriums (Zweigstelle Baden) wurde Bauinspektor Mar Koch in Freiburg zum hochbautechnischen Büro der Eisenbahn- Generaldirektion versetzt. Förderung privater Unternehmungen aus Mitteln der produktiven Erwerbslosensürsorge. Im Fntercffe der Antragsteller und zur Entlastung der Behörden sei darauf aufmerksam gemacht, datz alle Anträge auf Gewährung von Darlehen aus Mitteln der pr»duktiven Erwervs- losenfürsorge 13 der Verordnung über Er- werbSlofenfltrsorge vom 26. Januar 1SA>) bei dem Bezirksamt einzureichen sind. - Karlsruhe, 9. Nov. Am Sonntag fand hier eine Sitzung der Fachgruppe „Badische Beamte" des Neichswirtschaftsverbandes deutscher derzeitiger und ehem. Berufssoldaten lR. d. B„ Landesgeschäftsstelle Karlsruhe, Sofienstraße S4) statt, zu der Vertreter aus allen Teilen des Landes zahlreich erschienen waren. Bon allen Seiten wurde lebhaft Klage über die schlechte Lage und unzureichende Bezahlung der im badlschen Verwaltungs- und Iustizdienst und bei Kom- munalbohörden und der Gendarmerie gegenüber den im Neichsdienst stehenden Militäranwärtern geführt. Nachdrücklich wurde von der Berbandsleitung gefordert, bei der badischen Regierung Abhilfe zu verlangen, die Auszahlung einer einmaligen Beschaffungsbeihilfe, bessere Anstellungs- - Darmstadt. - Weiuhcim, 9. Nov. Aus Leutershausen wird berichtet, daß mau in einem Fasse 34 DM Mark in Gold und Silber fand, das mit einem andern zusammen einem hiesigen Küfer zur Ausbesserung übergeben worden war. - Todtmoos, S. Nov. Bei der Bürger- meisterwahl wurde der bisherige Ortsvorstand Josef Schmidt mit großer Mehrheit wiedergewählt. w. Viechs lAmt Stockachj, 9. Nov. Der dem Baron von Steißlingen gehörige und von dem Pächter Stefan Burghart bewirtschaftete GutShof ist von einem schweren Brand- unglück betroffen worden. Die Getreidescheunen uud der Schafstall sind abgebrannt. Durch die Flammen wurde sämtliches Heu sowie 1l!M0 ungedroschene Garben vernichtet. Das Vieh konnte gerettet werden. Der Schaden wird auf SMVM Mk. geschätzt. )ll Radolfzell, 9. Nov. Auf dem Bahnhof Stahringen entgleisten heute früh S Uhr die beiden Lokomotiven eines Güterzuges. Der Verkehr nach Friedrichshafen wurde dadurch unterbrochen. Menschenleben kamen nicht zu schaden. w. Radolfzell, 9. Nov. Zu dem Brande der Radolfwerke teilen letztere mit, daß unter den dem Brande zum Opfer gefallenen Waren weder Getreidemehl, noch Zucker, noch Oel sich befanden. Die Schreinerei brannte ans. Dagegen ist die darunterliegende Schlosserei weder ein Raub der Flammen geworden, noch brannte der Boden in diesem Nebenbau durch. Die Suppenfabrik ist nur wenig beschädigt. Das Feuer machte vor den verschlossenen Türen Halt. Von einer Beschädigung der übrigen Betriebs kann keine Rede sein, da diese von Anfang an außer Gefahr nxrren. Sozialpolitische RunösHau. Aus dem Buchdruckgewerbe. Der seit 2S. Oktober in Berlin zur Erneuerung des alten LohntarifeS tagende Tarisausschutz der Deutschen Buchdrucker hat nach zehntägigen Verhandlungen eine Verständigung erzielt nud, ohne daß eS zu einem Schiedsspruch gekommen ist, in seiner Sitzung vom 3. November solgende Beschlüsse gesakt: Gehilsen bis zu 21 Jahren erhalten eine wöchentliche Teuerungszulage von 10 über 21—24 Jahre 15 über 24 Jahre 20 Tic Teuerungszulagen der Hilfsarbeiter und HilsSarbeiteriunen wurden ebensallS nach Altersklassen entsprechend erhöht. Diese Beträge sind mit Wirkung vom 1. November zu zahlen und haben Gültigkeit bis Zl. März 1921. Die Tarlsverhandlungen werden sori- gesetzt; sie werden voraussichtlich noch längere Zeit danern. Das Buchdruckgewerbe, das ehemals seinen Gehilfen ausreichende Löhne zahlen konnte, hat unter den heutigen Zeiten schwer zu kämpfen, was nicht nur aus der unter der mittleren Linie stch bewegenden Entlohnung gegenüber anderen, teilweise fogar ungelernten Arbeiterkategorlen hervorgeht, sonder» auch aus der zurzeit in diesem Gewerbe herrschenden hohen Zahl von Arbeitslosen. Der Icnkrawerband der hoiel-, Restaurant, und Kaffes - AngefieKten zum Arbeitsnachweis mid Trinkgeld. In Erfurt tagte, wie bereits vor einiger Zeit gemeldet, vom lg. bis 22. Oktober der 1. Verbandstag des Zentralverbandes der Hotel-, Restaurant- und Kaffee- Angeslellten. Diese neu gegründete Gewerkschaft, die ungefähr IvovM Mitglieder zählt, ist aus dem Verband der GastwirtSgehilfen, dem Bund der Hotel-, Restaurant- uud Kaffee-Angestellten nnd dem Verband der Köche entstanden. , Der 1. Verbandstag dieser Organisation »ahm unter anderem m dem Entwnrs des Arbeitsnachweis- gesetzes Stellung. In der angenommenen Entschlic- bnng beißt eS darüber, daß der Entwurf nicht befriedigt und hinter den Erwartungen weit zurückbleibt, die die Gastwirtsangesielltcn, die unter der gewerbsmäßigen Stellenvermittlung stark zu leiden hatten, an dieses Gesetz geknüpft haben. Gefordert wird der obligatorische Bcnuvnngszwang der Arbeitsnachweise nnd daraus hingewiesen, daß die bedingte Meldepslicht der freien Arbeitsstellen nicht genügt. Schärfster Protest wird gegen das Fortbestehen der gewerbsmäßigen Stellenvermittlung bis 1330 erhoben und das sofortige Verbot der Stellenvermittlung verlangt. Der Verbandstag nahm ferner zum Trinkgeld- system Stellung. Er verurteilte ans das entschiedenste das Bestreben der gastwirtschaftlichen Unternehmer, das Trinkgeldsystem nicht nur weiter ausrecht zu erkalten, sondern es auch dort wieder einzusühren. wo es bere!?? beseitigt ist. Der Verband erwartet von der Kollegen- Icbast, daß sie diesen Bestrebungen den größtmöglichsten Widerstand entgegensetzt. Weiter sordert der Verbandstag, daß staatliche »ud kommuualc Betriebe bei der Beseitigung des Trinkgeldsysicins mit gutem Beispiel vorangehen. Die Bewegung gegen das Trinkgeldwesen soll auch international mit aller Schärfe geführt werden. Gerichtssaal. 88 Karlsruhe, 9. Nov. Vor der Strafkammer lV kam gesteru eine Reihe von Strafprozessen gegen Personen zum Abschluß, die in der Traln- kaserne und in der Festhalte zu Durlach eine Reihe von Diebstählen verübt und sich dabei Heeresgnt, Sättel, Leinen, Schuhe, eine größere Anzahl Leintücher, Kerzen. Raslerseife, Hosen, ferner Stallhasen angeeignet haben. Ein Teil der Angeklagten war bereits am 14. Oktober von der Strafkammer verurteilt worden. Gestern sprach daS Gericht infolgedessen Gesamtstrafen aus. Es wurden verurteilt: der Lederarbeiter Emil Karl Kappler aus Durlach zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis, abzüglich 2 Monate Untersuchungshaft, der Bäcker Kurt Schuhmacher aus Durlach zu t Jahr 7 Monaten Gefängnis, abzüglich 2 Monaten Untersuchungshaft, der Mechaniker Gustav Jakob Gentner aus Durlach zu 1 Iachr 4 Monaten Gefängnis, abzüglich 2 Monaten Untersuchungshaft, der Hilfsarbeiter Karl Heinrich Be nn ete r ans Durlach zu 4 Monaten Gefängnis, der Fubrmann Hermann Lern er aus Malsch lA. Ettlingen) zu S Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Wochen Untersuchungshaft, der Hilfsarbeiter Joses Felix Meyer aus Freiburg zu 8 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Monaten Untersuchungshaft. Die übrigen Angeklagten erhielten geringere Strafen. Ein Hauptbeschuldigter, der Schuhmacher Heinrich Karl Schäfer aus Durlach fehlte. In der heutigen Sitzung verurteilte die Strafkammer Ii den Steinhauer Bernhard Pfefferle aus Schiedingen wegen Betrugs im Rückfalle zu 3 Monaten Gefängnis. Pfesserle hatte sich den einer Familie zugelaufenen Hund zugeschwindelt. Der Hilfsarbeiter Emil Müller aus Pforzheim hatte eine Fahrkarte geändert nnd war widerrechtlich damit auf der Eisenbahn gefahren. Er wurde unter Einrechnnng einer früheren Strafe wegen Urkundenfälschung zu 5 Monaten r> Tagen Gefängnis verurteilt, abzüglich 4 Wochen Untersuchungshaft. Der Zahntechniker Richard Guddat aus Essen chatte in Pforzheim Gold für sein Zalin- atelier in Essen zum Preise von 5KM Mark gekauft und für 13 376 weiterverkauft. Das Schöffengericht hatte ihn deshalb wegen Preistreiberei zu 1000 Mark Geldstrafe und 7000 Mark Wert- ersatz verurteilt. Gegen das Urteil hatte Guddat Berufung zur Strafkammer eingelegt, die jedoch diese kostenpflichtig verwarf. vom Weiter. Wetternachrichtendiellli der bao. LandeslveUer» warte in Karlsruhe. Auk Grund land- u. iunkeiitclegravhifcher Meidunge«- Bevbachtungen. vom Dienstag.!«. November ilÄv, 8 Uhr morgens >M.E Z.> Ort Lustdr. iu dikii -2 L- Wind Wetter Niederschlag d. Richta. Starke letzten L4 Hamburg .. NIM 77ü,g 8 SÄ schwach bedeckt 0 »ouigsverg. Bernn . . .. 777.S —« SW schwach beiler v »vranlfurt.. 77-1.7 NO wiivuch bedeckt i) München . . 777.» 1 O 'chw.m? » iiovenhagen 77l.2 » WSW ich ward Nevei o.s Slocluvtni. . 7ö^!.S 7 SW ichwach oedectt l> Haparanda. 7S.'.^' A SW >cviv«ch Booo / ^^,8 !! 1'.' jchwa») Regen Paris 7^>.U -4 NNO lchwiich wotrlS. Äiarieiiie. . - — — — — ^ur.ch — — — — — — Wien — - — Beobachtungen badischer Weiter»elt«» morgen^ ^uiidr.l, in Gestr. Höwlt- ^arm. Niedr.! Wino INieder , Wetter iw.a^t nau,ts. ^Richtg j Stärkej ^ mw ' Wertheim Seehöhe ISl >» 777.S >75.7 ,75,8 77S.4 77K.2 VÜS.Z -s -1 -7 NO !ichwach!lvoIklS^ U Königstuhl Seevöbe bLL m S ^ —1 ! O I»wachj!»olklS.^ Karlsruhe Seehöhe 127 m v ^ —2 ^ NO ^iltzwach^ heiter^ Baden-Baden Seehöhe 218 m S NO iäiwackuvo lklL^ Wiltingen Seehöhe 71S m I ! ^1 NO ^ichwoch^bedecltl ö chw.« Seehöhe 1281 m ^ NO ^ mäßig!wolkl».^ Feldbergerhof i -2j -1 ! -S Allgemeine Mtterungsübersicht. Der bohe Druck hat seinen Kern gestern auf Deutschland verlegt und stch wieder verstärkt. Im ganzen Fest- landsgebiet ist nunmehr der verbreitete Nebel verfchwun- den, fo daß jetzt heiteres Wetter herrscht. Jnsolge nächtlicher Ausheiteruug kam eS zu starker Wärmeausstrahlung und damit zu verbreiteten Nachtfrösten. An der Küste schwanken die Temperaturen bei Südwestwinden zwischen 3—8 » Wärme. — Die Depressionen beschränkten stch noä' aus den hohe» Norden und Nordwesten! der hohe Druck behält auch morgen noch Bestand. Voraussichtliche Witterung bis Mittwocki, lg. November 192», nachts: Noch vorwiegend heiter, trocken; zunächst wettere Nacfttfröste. Tagesanzeiger. blaueres 1» aus oei» Anzeiaemeii zu er>eiien>. Mittwoch, 10. November. Landestbeater. „Dornröschen". 2 Ubr. „Kabale nnd Liebe*. Uhr. Co los sc um. „Die Folgen einer Nacht', „Tic Sünden der Väter'. 8 Uhr. Weltpnnoraina. Rumänien. K ü n st l e r h a u S. Karlsruher Puppenspiele. „Der Froschköntg-. 8 Uhr. Kaffee Bauer. Grobes Sonderkonzert. S Uhr. Tterschutzverein Karlsruhe. MonatSver- sammlnng. Vier Jahreszeiten. L Uhr. Statt besonderer Anzeige. Montag, den 8. November, verschied sanft und unerwartet an einem Schlaganfall meine liebe Mutter Zr I-ei-Ien im »»er v>n 71 Mren mci > lieber N0. In tieksr?r»uer - Nr»u paullns Sieker«, xek. V-izmer. Ltl-obetk ^rmdruster, xek. Siekert. I ritr i»I«kert, a. l). 0^er>i. Niliiie ^uerbscli, ee»,. 8iekert. vr. >(»rl ärinoruzter, (Zeh. Ober- j rexierun??r»l Klara Ülekert, qed. Vein?->rtner. vr. IVl»x -Xuerdacli, ?roke>zor. ?r»u in-l>il ^»zusts Keller, xeb. Liekct, l.ö>rsc>, »ml «irel Lnlielklniter. Von vlumenzpenäen UN-I veiieilkdezuc?i en ! bitten vir xiiti 5: adseke» ru »oi.eo. Die veeräixuii' tinlel l>onnerst»z, 2 vkr statt Das Seelemint km et k°rei<»x vorm. l» IlKr ! vcr^e„ una aui >wu aoorctnerl färberej 0. I-asek. lei.ISU. kiiiaisn i. all. Stadtteil AM vWioilerek aiiNlze. Kacli sn crem sckvveren l_eicien versckiec! santt unsere liebe, treu- besorgte Butter, Lckvie^ermutter, Sc»>väAerin unct Isnte frau prokessor lcla Kieker xeb. 8ckwi»rt? im last vollendeten 70. I.ebsnsjslire. vis trüneriiilell MMdlkbeiiev. Ksrlsruke, 6en 8. November 1920. vie Linäsciierunx iinciet am "Nitt- vvocli, äen 19. dlove > der, nsciimittaxs >,z 2 (lkr im Krematorium statt. keileillsbesucke und klumenspen- eleu sinä im Zinne äer Lntsclilakenen tlankencl verbeten. ^anäseliastsZartneroi ö!5marckstr 25 Karlsruhe i. v. 'fetepuon 28SL ! Lrstes kür OartenAnla?en und SÄMtiicker einseklS^i^er (iart nardeilen. > Verkamt von Kosenpllanren in 6en sc »önsten farbe>> uncl Zorten, s "v»e Od5t.,äume in allen Osttünnen in j la, ^veräen jederzeit angenommen. Hamstax, cien b. November, verstarb unerwartet nack kur-er Krankbeit unser treuer Mitarbeiter tteii Areliltekt im ^lter von Sl Satiren. Der Verstorbene kat sick cianlc seiner xroüen fä>ii?IVerke xroke unä dauernde Verdienste erworden, ^r war nir Qesckäktsleitunss und KolleZen ein unentbebrlicker, treuer Mitarbeiter, Leraler und freund, der durck sein eiukaekes, sse- rades Viesen die Vertsckät?unz ^Uer besag. Lin ciauerndes, ekrendes Andenken ist iiim gesickert. / MMo» uim anMeitte Her liliilÄkmkile s. in. v. Ii., klisiiikie!!. frmrdMe lieken rascli unä pkeisvvert 6. ?. tiüUerscde klot- bucdksacklunZ m.d.ki« Die v>en»e«»nii^i»e ,«te „ Äeickiist gunaSstclle ?iir Crwerbsbcschrantte «nd t!r»vert>Slose in Karlsruhe Ääiringcriirabe IM. Tel. c>270^S27^ liefert ab Lager iEx'erzierhallei oder srei Keller oensertlp gesvattcn, «n- feuerliol,, sein gespalten, «to-tbo»z in jeder Größe und in jeder Menge zu Tagespreisen. 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Hunger und Elend ist Ai x deutsche Volk gekommen und hat den Boden ki»w' Tuberkulose vorbereitet. Der Mangel an Nah- »n und die Wohnungsnot sind in erster Linie a« mn, Zunahme der Tuberkulose Schuld. Der Mangel liUni. ' katastrophal die Anstieg der Kindertuber- Z!.,^ bewirkt. Das Verlangen der Entente, 800 000 °bl>« » abzuliefern, mutz daher unter allen Umständen - werden. Er schlug folgende, an den ReichS- ""wifter zu richtende Resolution vor, die allseitigen °Mll fand: "tiefste Entrüstung empfindet die Landesversamm- ^ des Badischen Landesverbandes zur Bekämpfung ^"Tuberkulose über die Forderung der Entente nach ">Slieserung von 800 000 Milchkühen. Die katastro- "«aie Zunahme der Kindertuberkulose ist aus Mtlch- iew wrückzusübren. Ein Nachgeben gegenüber dle- wahnsinnigen Verlangen würde den Tod zahlloser und schwere Einbuße an VolkSkrast und Ge- ndhejt bedeuten. Nur ein unabänderliches „Nein' °r> die Antwort sein.- kr°? eine weitere Entschließung, die der Ouä- ^ Muisation und der Heilsarmee den Dan! ausspricht Zu hochherzige Htlfe, die sie unseren Kindern haben werden lassen, lebhafte Zustimmung, weiteren Begrützungsworten des Oberbürgennei- Hermann sowie des Oberamtmanns Schwö- ^ »stattete der Geschäftsführer ^rosesior Berghans den GeschSstsSericht. Geschäfte des ehemaligen LandeStuberkulofe-AuS^ den « FranenvereinS sind am IS. Oktober 1919 aus Lank > gegründeten Landesverband übergegangen. Der I4 > ^»verband zählt 74 Krankenkassen, IS Städte, cjy. "liihc und 7 gemeinnützige Vereine, 7 Bebörden und Ti» Anzahl Privatpersonen zu seinen Mitgliedern. Zum "berknlose-Ausschllsse. die während deS Krieges dx/ SrSsuen Teil ihre Tätigkeit eingestellt hatten, sind i di. ,,^Uzeil entsprechend umgebildet worden bezw. in d>i,. "^iidung begriffen. S1 Bezirks- und Ig felbstSn- »>>, ^Nsausschüsie sind vorhanden. 16 Ausschüsse sind li> '^ioraearzt und Fürsorgeschwester versehen, davon ' Fürsorgerinnen, die sich ausschließlich mit der beschästigen. Mehrere Kreise haben »t»re ! Pcrin ^^^^rinnen für die Tiiberkulofe-Bekämpfung zur ^rra gestellt; in viele» Orten betätigen fich in her- ! dei-^^der Weife noch die Frauenvereine. Bereits im Aia-,°"knen Jahre ist die Fürforgetätigkeit in größerem ! wieder aiifgenommcn worden. Ueber 10 000 Per- iii», h^ben die BeratungS- nnd Fürsorgeftellen aufge- i der g Rund Million Mark wurde sür die Versorgung ! ^^"ken von den Ausschüssen gemeinsam mit dem kbr "tiiberkulofe-Ausfchuk bezw. Landesverband aus- i» Im laufenden Jahre kamen 74 kranke Mädchen ! 42 Sanatorium Arle», SV Knaben nach Eppingen, . >«ll^ 7." «ach Rappenau und Dürkheim; bei 37 LupuS- über ^urde durch Zuschüsse die Behandlung ermöglicht; Erwachsene wurden in Sanatorien und Kranken- Ii lieg! 'untergebracht. Ueber die Tätigkeit der Ausschüsse ! d»b bas laufende Jahr die Berichte noch nicht vor. darüber noch nicht berichtet werden kann. Die ! ^ ahmen des Landesverbandes haben gegenüber StN-^hre 1919 mit 34 565 Mk. um fast das vierfache zu- !i^.""!en und betragen rund 125 00» Ml. Darunter be- Äe>,. ^ ein Beitrag des Staates von SS 000 Mk., ein dix -?6 des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpsung ^l»>>> crrulose mit 40 000 Mk., ferner ein Beitrag der >»l>w °m6icrungSanstalt mit 20 000 Mk. Eine Erhö- lich, Staatsbeitrags aus 100 000 Mk. steht in Ans- Mit diesen Mitteln soll der Ausbau der Fürsorge- H"schrittweise sortgesetzt werden, li^'rksarzt Dr. Dörner in Ettenbeim behandelte in Ijze ^^angcren Vonrag das sür die jetzige Zeit so wich- . „Tuberkulose und Wohnung". !ij,^ ko überaus zahlreichen Ansteckungen niit Tuber- kli„!..wer>zcn nur durch Beseitigung des WolmnngS- d»sjj ^ derbütet werden. Die schlechte Wohnung sorgt Hb.,'baß dem Körper nicht genügend Sauerstoff znge- >Ii y .w>rd, die Blutbildung leidet Not. die Bleichsucht Ic„ ^°>e Grundlage der Tuberkulose. Die engen, dnmp- ^ri»N"ungcn sind, infolge ihrer Ueberfüllimg die i'ttz ^ en der Tuberkulose, die feuchte Luft des Zim- vry.„""r» ungünstig auf die Durchblutung der inneren Der Unsitte, als Schlasraum jede dunkle Kam- üiit verwenden, dahingegen die „gute Stube", die so "'k benützt wird, in dem hellsten und lustigsten >edr^?auin einzurichten, muß durch eindringliche Be- >iSh.^ entgegen getreten werden. Auch die Volkser- » . wird durch gute WohnungSverhältnisse günstig I Li^.UKt, Zu einer guten Wohnung gehören gesunde I >>ur Das Vieh in gesunden Stallungen leidet ki, "^Mg an Tuberkulose und Ist anch widerstandSsähi- r> Ute WohnungSverhältnisse wirken aus dem Lande ! dog^ndslucht entgegen. Die Landslucht begünstigt aber ! »rs^uwachsen des Proletariat« in den Städten und ver- Wohnungselend. Verdervlich sind ungesunde ! djx Zungen ganz besonders für Kinder. Untcrfuchnngen, Vortragende tn Gemeinden des Kehler und 'qir-^nger Bezirks gemacht hat, haben ergebe», dag in 'iiiix ^ Wohnungen die Zahl der Tuberkulose-Todes- ^bhiis doppelt so groß ist, wie in besseren Wobnungen. hos-."° des Wohnungseiendes kann nur vom Staate er« , ^den, indem er einerseits die Beschaffung der Ui einem erschwinglichen Preise ermöglicht und »esi>."rscits sür eine gesetzliche Regelung der Boden- ^io», '°rgt. Es wurde eine entsprechende Entschließung "nd dem Ministerium des Innern übersandt. ^o«. 5or Dr. Bergbaus sprach in einem längeren 'ag über den „ Slaud der Tuberkulose. ^l>u„^"'g Zuuächst an her. Hand von graphische» Dar- >>»» "vcn auf die Zunghifle der Tuberkulose wäbrend nnd die Kriege ein. In, den letzten Jahrzehnten hat >» ^Uberkulofe-Sterblichkeitskurve sich von Jahr zu' Jahr Z ^.^'etzmäßiger Gleichmäßigkeit gelenkt; Innerhalb T^.Aehnte verminderte sich die Zahl der Tuberkulose- um mehr als die Hälsie — bis zum Jahre da ab erfolgt ein allmähliches Ansteigen in und I!)16, dem ein Emporschnellen der >i» ^ ,'ui Jahre 1N7 folgte: dieser Anstieg hielt noch der.'Mr igzg Erst 1913 ist ein Neincr Rü-igang zu , -ls^^nen. ES starben in Baden 1914 — 2V97. ISIS — ^ 191g 3999 Personen an Lungentuberkulose, '»loi? im Jahre 139S von 100 Toten 13 an Tuber- ' !>z.. gestorhcn sind, ging dieser Prozentsatz 1914 aus !! Zurück, um im Jahre 1918 wieder aus 12,4 a, . steigen.^ Die Zunabme betraf vorzugsweise ! iitf.^fien Städte, dann aber anch besonders die Be- ausgesprochener Tabaktndustrte z. B. Schwetzin- l Ivh Wiesloch, in denen eine Zunahme von über >iq j?. zn verzeichnen ist. Außerordentlich bedenk- iveia, , bte Zunabme bei den Kinder» und de» Frauen, Der ^ die der Männer übertrifft. "ragende ging dann auf die Ursachen der >», m?we ein. Das Aufflackern alter Tuberkulofeberde di„.. wuschen infolge Unterernährung und dadurch be- i 'uailgelhasier Widerstandssähigkeil haben eine Erling der Bazillenausscheider und damit eine erhöhte Ansteckungsgefahr berbeigesührt. Die Unterernährung fowobl tn quantitativer als auch tn qualitativer Hinsicht (elnfeittge Kohlehvdraternährnng, Nübenjahr) trägt neben dem WohnungSelend die Hauptschuld. Die Kohlennot, dle ungeheuerliche körperliche und seelische Anspannung und Erschütterung, der Mangel an Wäsche, ReinigungS- und DeSinsektionsmittel, alle? vereinte sich und hat der Tuberkulose Vorschub geleistet. Durch die Fortnabme der Milchkühe würden nnzShlige Kinder und Kranke dem Tode preisgegeben. Ein solches Untersangen würde nur noch durch den bcthlehcmitischen Kindermord übertrossen. Für reichliche und billige Nahrungsmittel muß gesorgt werden. Was Helsen die Nahrungsmittel, wenn wir sie nicht bezahlen können! Die Mittel dazn müssen durch Arbeit ausgebracht werden. Nur wenn es gelingt, da? Volk wieder zu geordneter, produktiver Arbeit heranzuziehen, können wir aus eine Abnahme der Tuberkulose rechnen. Zwischen Tuberkulose und VolkS- wohlsahrt bestehen engste Beziehungen. Eine wesentliche Rolle in der- Tuberkulosebekämpfung werden tn Zukunft die Tuberkulose-Ausschüsse nnd ibre Fürsorgestellen spielen, die überall im Lande eingerichtet sind. Hier sollen Hilfesuchende Unterstützung durch Rat und Tat sinden; sie sollen eine fachgemäße Behandlung, Heilstätteukuren usw. Vermitteln und mit ihren Mitteln ermöglichen. Alle Kreise und Schichten des Volkes müsse» sich an dem Kampse gegen diese Volksseuche beteiligen, jede Partei- uud Standesrücksicht muß diesem gemeinsamen Feinde gegenüber zurücktreten. Nach anregender Aussprache schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der Aussorderung, überall im Lande durch Ausklärung und Belehrung aus die Notwendigkeit der Tuberkulosebekämpfung hinzuwirken nnd die Bestrebungen des Landesverbandes durch Mitarbeit zu unterstützen. öaSische Politik. Der Steuerabzug. Zur Beseitigung von Zweiseln ist den Finanzämtern nnd Steuerkommissären mitgeteilt worden: 1. Wenn eine Ehefrau selbst Arbeitnehmerin ist, der Steuerabzug also an ihrem Lobn oder Gehalt gemacht wird, so sind stets die in 8 1 Abs. 1 snichi Absatz 2) der Bestimmungen vom 28. Juli 1920 bezeichneten Beträge vom Abzug sretzulassen, obwobl bei der endgültigen Veranlagung nur S00 Mk. von? Einkommen der Ehefrau steuerfrei bleiben. 2. Ist die Ehefrau selbst Arbeitnehmerin und wird bel ihr der Steuerabzug in der oben beschriebenen Weise gemacht. so dars daneben nicht auch noch beim Ehemann ein Teil des Lohnes oder Gehalts nach s 1 Abs. 2 der oben erwähnten Bestimmungen wegen der Ehefrau vom Steuerabzug sreigelassen werden. 3. Auch sür die minderlährigen Kinder, die noch zum HauSSalt der Eltern gehören, bei denen deshalb der steuersreie EinkommenSteil nur 500 Mk. beträgt, ist gleichwohl der vom Steuerabzug freizulassende Betrag nach K 1 Abs. 1 (nicht Absatz 2) der mehrfach erwähnten Bestimmungen zu berechnen, wenn sie selbst Arbeitnebmer sind, der Lohn- oder Gehaltsabzug also an ihrem eigenen Lohn oder Gebalt gemacht wird. (Amtlich). Die Besoldung der Gemeinde- und Körperschaft- Beamten. Amtlich wird mitgeteilt: Das Ministerium des Innern hat die Bezirksämter auf dt« Vollzngsverordnnng vom 4. September 1920 über die Besoldung der Gemeinde- und Körperschaftsbeamten hingewiesen. Die Bildung der örtlichen Ausschüsse der BezirkSschlichtungSansschüsse und des LandcSschli»iungZ- ausschusses erfolgt ohne Mitwirkung der Bezirksämter. Auch mit dem Verfahren vor den SchlichtungSanSschüssen haben die Bezirksämter im allgemeinen nichts zu tun. Nur in 8 10 Abs. 3 der Verordnung ist vorgesehen, daß das Bezirksamt nach seinem Ermessen berechtigt ist. vermittelnd elnzugreisc»: in der Regel soll ein Vermittlungsversuch ersolgen. Dieser Vermittlungsversuch soll nur dann unterlassen werden, wenn dle Forderungen des Beamten ossenbar unbillig sind und eine Aussicht aus Verständigung nicht besteht. Keinesfalls darf durch den Vermittlungsversuch eine wesentliche Verzögerung des Verfahrens entstehen. Der Jall Engelhorn. Au Sem Aufsatz über die Karlsruher Tchwur- Herichtstaaung lNr. 301 und 8N b. B.) wird uns von fachmännischer Seite geschrieben: „Der Verfasser rechnet Sie Freisprechung des Studenten Engelhorn zu den Fehlsprücheu. Er läßt aber nicht deutlich erkennen, >dak der Badener Bezirksamt auf die Bemängelung seines Gutachtens durch den Vorsitzenden, deren Berechtigung sohr wiM bestritten werden kann, ausdrücklich erklärt Imi, das, er den Angeklagten für nicht zurechnungsfähig halte. Dagegen räumt er ein, dah auch der zweite Gutachter Sie Zurech- nungsfähiakeit des Enaelhorn immerhin in Zweifel zog. Auch wenn man nur diesem Sachver- ftäwdigen folgte, muhte man zur Freisprechung kommen. Denn beim Zweifel an der Zurech- nnngsfäliigkeit des Angeklagten hat der Nichter freizusprechen lvgl. Orshausen, Kommeniar zn Z Kl N.St/Y.B. Nnm. 16 und die bort erwähnten Schriftsteller und Entscheidungen)." Regierungsrai huber. Der frühere langjährige Schriftfülirer des Karlsruher GewerbevereinS nnd jetzige Gewerbefchuldirektor Ferdinand Hub er in Bruchsal wurde vom StaatSmini- sterium zum Regierungsrat im Ministerium des Kultus und Unterrichts ernannt. Seine Haupttätigkeit wird sich iner aus die Inspektion der badischen Gewerbeschulen erstrecken. Huber bat sich nicht nur um das Karlsruher Handwerk außerordentliche Verdienste durch feine unermüdliche Arbeit, tn der er fast vollständig aufging, erworben, fein Name hat vielmehr in den Handwerker- und Gewerbekreifen des ganzen Landes einen guten Klang. Lebhaft wurde seinerzeit seine Ucbcrsiedliing nach .Bruchsal, als er zum Gewerbeschuldireklor befördert wurde, bedauert, denn mau wollte feinen fachkundigen Rat und feine Arbeitsfreude in der Landeshauptstadt nicht missen. In Bruchsal erwarb er sich sehr rasch den Dank imd die vollste Anerkennung seiner Schüler nud der Handwerker und Gewerbetreibenden, die ih» nun uugern aus seinem bisherigen Wirkungskreis scheiden sehen. Weitere Ergebnisse der Wahlen zur evangelischen Landessynode. Brette». Wahlberechtigt: 2234; abgestimmt: 1151. Pos. SSS (bei den Wahle» am 28. September v. I. S8Z), Lib. 3S8 ,340, Volkskircheubd. IK7. GSlShausen: Pos. 126, Lib. 4. VolkSkirchbd. 2. Gondelsnclm: Pos. 133, Lib. 29. OberöwiLheim: Pos. 1W, Fleh-ngen: Pos. 105, Lib. 9. SiWen q. H.: Lib. .'>21, Pos. 41, VolkSkirchbd. 8, LaudeSkirchl. Vrg. 2: Wahlbeteiligung 50,z Prozent. («ottmadinge»: Lib. 53, Pos. 4: Wahlbeteiligung 25,3 Prozent. Riclasingen: Lib. 38, Pos. 9: Wablbsteilignng 51,6 Prozent. Konstanz: Pos. 29«. Lib. 477, Vollskirchbd. 10, Landes- kirchl. Brg. 4. Die Wahlbeteiligung wor stärker als am 28. September 1919. Ladcnburq.Wciiihctm: Die VolkSkirchl. Vereinigung erhielt 25 Stimmen, und nicht 1944, wie insolge eines Druckfehlers iu Nr. 307 des „Tagbl." zu lesen ist. Schönau l>. Heidelberg: Pos. 97, Lit> -''O, Voikskircheu- bund 354, Landeskirchl. Vrg. 28. Hagen: Pos. 102, Lib. 60, Volksktrchbd. 3«. Oesingen: Pos. 60, Lib. 30, VolkSkirchbd. IS. Graben: Pos. 576, Volkskirchenbnnd 97. Landeskirchl. Vrg. 20. Hainingen: Pos. 82, Lib. 93, VolkSkirchbd. S4, LandeSk. Vrg. 8. Schriesheim: Pos. 218, Lib. 151. VolkSkirchbd. 210. Landeskirchl. Vrg. 22. Liedolsheim: Pos. 308, VolkSkirchbd. 54. Donaueschingen: Pos. 160 (34), Lib. 70 (33). Volks- kirchenbuud 23. Furtwange»: Pos. 77 (24), Lib. 42 (60), Landeskirchl. Vereinig. 2. Hornberg: Pos. 225 (97), Lib. 92 (23), VolkSkirchbd. 80, Landeskirchl. Vrg. 5S (59). Triberg: Pos. 21 (8), Lib. 8 (2), Landeskirchl. Vereinigung 1Z2 (99). St. Georgen i. Schw,: Pos. 684 (491), Lib. 18 (17). Volkskirchenbuiid IM, Villtngen. Die Abstimmung betrug hier 33V- Prozent. (Siebe auch Nr. 307 des „Tagbl."). Bad Dürrh-im: Pos. 23. Lib. 16. Schiltach: Pos. 130, Lib. 19, Landeskirchl. Vrg. 275, VolkSkirchbd. 17. Wolsach: Pos. 187. Lib. 12. Schlüchtern bei Eppingen: Pos. 171, Lib. ?, WaldShut: Pos. 30, Lib. 137, Landeskirchl. Vrg. Z, VolkSkirchbd. 2. Stühltngen: Pos. 1, Ltb. 20. Hüssenhardt: Pos. 228, Lib. 55. Todtmoos: Pos. 10. Lib. 30, VolkSkirchbd 5. Klelnsteinbach: Pos. 188, Lib. 4, VolkSkirchbd. 11. Singen bei Durla»: Pos. 192, Lib. 1, VolkSkirchbd. 4. Weingarten: Pos. 348. Lib. 10. VolkSkirchbd. 18. Wilferdingen: Pos. 322. Lib. 7. VolkSkirchbd. 31. flus öem Stadtkreise. Der Luftverkehr Bafel—Karlsruhe—Frankfurt soll nach neueren Informationen amD 0 nners- tag ausgenommen werden. Das Flugzeug der Balug trifft morgens 8.4S Uhr hier ein nnd startet 9.25 Uhr nach Lörrach, wo es lll.M Uhr eintrifft. Die Nttckwhrt erfolgt ab Lörrach um 11 Uhr, Ankunft in Karlsruhe lS.M. Abfahrt nach Frankfurt a. M. 12.20. Am folgenden Tage Ankunft des Flugzeugs von Frankfurt in Karlsruhe g.10 Uhr, Abfahrt S.25 Uhr. In dieser Weise ist ein regelmäßiger Flugdienst vorgesehen. Das Kinderkrankenhaus Karlsruhe sKarl-Wil- helmstratze 1) kann in dieser Woche gegen ein Entgelt zugunsten armer kranker Kinder nachmittags von !Z—4 Uhr besichtigt werden. HanS-Thoma-Heim. Als Freund des Badischen Landesvereins für Innere Mission und der Familie der Oberin, Frl. Luise Hecht, hat Altmeister Dr. HanS Thoma gestattet, das? das vom Badischen Landesverein sür Innere Mission in der Haus-Thoma-Stratze 1ö für alleinstehende ältere Damen, besonders aus dem jetzt schwergeprüften Mittelstand, neu eingerichtete und seit 1. Oktober bezogene Haus nach ihm „Bans- THoma-Heim" benannt werde. Chronik der Vereine. Der Kath. Kirchenchor St. Bonifatius lCäci- lien-Verein) veranstaltete am vergangenen Sonntag in der St. Bonifatiuskirche eine Kirchenmusikalische Aufführung, in der er das eine der beiden Reguiems von Cherubini zu Gehör brachte. Die Musiken dieses init arötzten Meisters >des polyphonen StilS sind ja heute im allgemeinen etwas außer Uebung gekommen. Kaum, daß man einmal seine Anakreon-Ouver- türe im Konzert hört, oder gar den „Wasserträger" anf der Bühne. Dabei wurde er als Eigener neben einen Kluck gestellt, stand in den achtziger Jahren des 18. Jahrhunderts, nachdem Tnrin ihn etwas zu sehr zur italienischen Opern- Macherei ausgeliefert hatte, in Paris, wo er seßhaft wurde, zwischen den beiden Musiklagern, die sich als sittuckisten und Piccinisten bekanntlich überHans heftig bekämpften, stand als ein Eigener da, der keine Partei sich zuzählen konnte. Ja, seine Musik wurde gelegentlich als „deutsch" verurteilt uud bei Bonaparte stand er irgend einer Nichtigkeit wegen dauernd in Ungnade, obwohl der ihn in Wien mit einer hohen Dirigentenstelle zu betrauen nicht umhin konnte, als Beethoven schon dort war sum 1,8W). Chernbini war von internationaler Bedeutung. Es ist bekannt, daß seine Kirchenmusik selbst in protestantischen Kirchen mit Granns Messen wetteiferte nnd noch bis in die 70er IaHre des vorigen Jahrhunderts mit dem durch die Romantiker Mendelssohns wieder entdeckten Bach. Und eS ist sicher: die machtvolle Tonsprache, die aus diesem Neguiem uns entgegenströmt, hallt in allen Seelen wider. Alle Register instrumentaler Ausdruckskunst umspielen die ebenso kunstvoll wie tiefschürfend gesetzten Chorstimmen: die Sätze atmen je nach Gehalt des Textes lieblich andachtsvollen Aufschwung, wie erhabene Düsterkeit des Schmerzes. Oboen, Flöten nnd Geigen sind ebenso reizvoll verwendet nnd vermischt wid der brausende Chor der Blechbläser. Farbigkeit uud eindringliche Kraft des Orchesters lassen nichts zu wünschen übrig. Und dennoch hielt sich der vorzüglich geschulte Chor des Cäcilien - Vereins unter seines Leiters straffer nnd begeisterter Fiihrnng gegen die Tonwogen in wundervoller Ausgeglichenheit, die einen restlosen künstlerischen Gennß bot nnd zur Andacht zivang. Man muß dem Verein tief dankbar sein, daß er diese erhebende Trauermusik Cherubinis allen Gläubigen und erusthaft Kunstbegeisterten iu die'er Zeit einmal wieder so iqeisterhast geboten hat. —r. Der vcsaitgvcrein der Maschinenbauer, „Sängerkrank" Karlsruhe, beging am SamStag im Saale des „Kühlen Krug" die Feier seines 74jährige» Bestehens. Zahlreiche Freunde und Gönner de? Vereins, darunter mehrere höhere Beamte der Masch!ncubau-A.-G>, hatten sich cingcsuuden. Der geräumige Saat war stark beseht, als der bewährte Dirigent, Herr Fasset, mit dem Chor „Grub und Willkommen" vo» Olbersleben das Konzert eröffnete. In reicher Abwechslung solgte» weitere Vorträge (Unser Lied, Gothentrene ». a.) der Sän- gerfchar, die damit Proben ihres reisen Könnens ablegte, sowie herrliche Gesangsoli der Damen R « s, Hanck nnd des Herr» Lindemann, sämtliche Mitglieder des Bad. LandeStbeaters. Der Saal dantte durch lebhaften, anhaltenden Beifall. Nach Ablauf des musikalilche» Teils der Feier gab der Vorsitzende, Herr Zäuner, einen kurzen Ueberblick über die Geschichte des Vereins und betonte besonders den Ausschwung, der nach den hemmenden KriegSjahren cinsehtc. Der Redner gedachte m!t herzlichen Worten einer Reihe von Mitgliedern, die auf längere Zugehörigkeit zum Verein zurückblicken konnten, und erwärmte anerkennend deren Verdienste um die Pslege des Mäunergesanges. In besonderer Ehrung wurden als Vorbilder der Vereinstrene drei Mitglieder genannt, die Herren Friedr. Kopp, Leop. Kaiser (Mitglieder seit 1874) und Herrn Wilh. Schmidt (sür Nr. 808. Seite 5 39jährige aktive Mitgliedschaft). Das schöne, in allen Teilen wohlgelungene Fest sand seinen Abschluß durch einen blS in die ersten Morgenstunden währenden Ball. Aus dem Uhrmacher-Gewerbe teilt man nns mit: Am Sonntag, den 7. November sand in Karlsruhe eine Vor- standssihung des Gaues „Südwestdeutscher Uhrmacher- Gehilsen" Ml: der Gau, der die Gebiete, Baden, Hesse«, Psalz, sowie die Städte Frauksurt a. M. und Mainz- Wiesbaden umfaßt, hat sich zur Ausgabe gemacht, seine Mitglieder aus wirtschaftlich, gleiche Stufe mit anderer BerufSgrnppen zn steileu, ^.erun.auunge... Die Ausstellung des Malerinneuverews. Aanui für möglich gehalten, aber doch erwartet, eröffnet« dieses Jahr der Malerinuenverern icine Ausstellung. Ist sie, durch die schwere Zeit geboten, auch kleiner als in srü- heren Jahren, so überrascht dafür besonders ans dem Gebiete des Kunstgewerbes der Reichtum und die Mannigfaltigkeit des Ausgestellten, wo doch gerade hier der Mangel an dem meist tastbaren Material erschwerend n'irlen könnte. Hierdurch erklären sich anch die höher» Preise, die doch der Zeit, der Arbeit und dem künstlerischen Werte geivisseuhast angepaßt find. Hier sehen wir 5, B. Decken aus blendendstem Friedensleinen mit reichem Mittelstüct oder Ranbborle in sarbiger Maschinen- stickeiei: die Käuferin, die sich die schönste und wertvollste bereits erwarb, weiß sicher, wie selten und kostbar dieses Material Lebt Ist. Dieselbe Hand hat, wie diese Decken, auch reizende Kinberkleidchen, Beutel. Buchhüllen geschossen. Kür die Kleinen überhaupt ist gut gesorgt durch eine Fülle entzückender Röckchen, Häubchen und Sibühchen: eine ganze Ecke der Ausstellung gehört ihnen, durch Friese mit farbenfrohen Kin- derszcne» dekoriert, non denen jede Mutter welche für die eigene Kinderstube mitnehmen sollte, ebenso von den reizenden, echt kindlich gedachten Spielen, Bilderbüchern, Malbüchern, die anf dem Tische liegen. Doch kehren wir zurück aus der Kinderwelt — sehen uns unter all dem Gebotene» erst die Svlben an, die in reicher Auswahl geklöppelt, genäht, in Oki, gestrickt vor uns liegen: ja die alte Kunst unserer Großmutter ist hervorgeholt, um feine D«ckche», Kinderhäubchen. Kragen zu schassen iu neuen Mustern. Märchenhaft leuchten dazwischen farbenprächtige Schals, Lampcnschleier, Buchhüllen, Beutel in indischer Batiktechnik. Diesmal fehlen auch d>e stets begehrten Kissen nicht in einfacher wie reicher, stets geschmackvoller Ausführung. Und noch ein Won den 1000 Kleinigkeiten, die glihernd. leuchtend, praktisch luxuriös überall dazwischen ausgestreut liegen in Form von wundervollen Zielgläsern. Perlenketten, Schachteln, Schmuck, Knöpfen usw.. und die doch mei» eine künstlerische Idee in Färb«, Material und Ausführung enthalte». Jeder hat hierdurch Gelegenheit, je n<>ch Wunsch und Beutel, grobe oder kleine, einfache oder kostbare Weihnackitsgaben sich zu erwerben: aber auch der verständnisvolle Beschauer ist sehr willkommen: er findet nach all dem trüben, unschönen Erleben eine Stunde anregenden Genießens. — Am Donnerstog vormittag ist die Ausstellung wegen Ablebens des Ehrenmitglieds des Vereins. Frau Gc- heimerat Heß. geschloffen. Die Arbeitsgemeinschaft der Karlsruher Vergnügungb- veretne veranstaltet am kommenden Samstag tm großen FesthallHaal einen groß angelegten Unterhaltnngscibcno zugunsteu der städt. Kinderfürsorge, zu dem das gesamte Ballettkorps, u. a. Frau Allegri-Bahz, Olga MertenS-Legier, Herr Paul Müller vom Bad. LandeStheater, sowie die Harmoniekapelle gewonnen werden konnten. In ungefähr 10 Programm-Nummer» wird das Ballettkorps mit vollständig neuen Tanzspielen an die Oessenttichkeit treten, was sicher eine sehr große Anziehung bilden dürste. Den Schluß des Abends bildet ein Ball. ES ist zu wünschen, daß sür den edel» Zweck eine möglichst große Summe abgeführt werden kann. Der Kartenvorverlaus findet bereits in der Musikalienhandlung Frih Müller, Kaiferftraße. statt. Karlsruher Puppenspiele. Heute Mittwoch, abends 8 Uhr, findet im KünstlerhanSsaale die erste der 4 Vorstellungen von Otto Eichrodts Märchensviel „Der Froschkönig oder der treue Heinrich" statt Karten bel Kurt Neuseldt, Waldstraße S9. Kasfee Bauer. Im heutigen Mittwoch-Konzert kommen ausschließlich Werke des Mitgliedes der Haus:apelle, des .Herr» Bretschger. zum Vortrag. ES ist zu erwarten, daß die Karlsruher Musikfreunde sich zahlreich einfinden werde», um sich von dem vielseitigen Könne» des Koni oniste» zu überzengen. (Siehe die Anzeige). Swndest>uch-Aus?üge. Eheschließungen. 9. Nov.: Frih Steiner vo» hier, Musiker hier, mit Bertha Längle von Neckarau; Karl Beck, von hier, Metallschleiser hier, mit Anna Schwabe, geb. Möst, von Baden: Heinrich Klingele von hier, Masch.-Arb. hier, mit Anna Adam Witwe von Lossenau. Geburten. 1. Nov.: Liselotte, Vater Dr. Paul Deimling, Rechtsanwalt; Helmut Hans, Vater Johann Plernt Hki, Zimmermann: Reinhard Anton, Vater Jos. Kondeziolke, Kaufm. — 2. Nov.: Frdch. Herm. Wilh., Vater Frdch. Tschert er, Kausm.; Karl Heinz Friv, Vater Rtch. Klebe, Kaminermustker. — Z. Nov.: Walter, Vater Otto Selthel, Maler: Franziska Emilie, Vater Jos. Eyermann, Gipser: Anna Maria, Vater Adols Fink, Prokurist; Herm. Frdch., Vater Adolf Lang, Poftbetr.-Nssist.: Gerd Franz, Vater Arthur Geller, Dr. Phil. Sekretär. — 4. Nov.: c^gou Theodor, Vater Theodor Maßmever, Intendantur- Hilssbeamter; Marla Anna, Vater Gnst. Kunv, Landwirt: Herm. Wolsgang, Vater Herm. Friedauer. Kaufm.: Anna Paula, Vater Hch. Rein hart, Mcch.; Irma, Vater Gust. Haug, Schuhmacher. — S. Nov.: Emilie, Vater Jos. Eckert, Masch.-Arb.; Pauline Elisabeth, Vater Herm. Weimer, Portier. K. Nov.: Hch. Hermann, Vater Paul Schüler, Pol.-Wachtmstr. 7. Nov.: Frdch. Willi. Vater Markus Köhler, Kutscher; Hans Eugen Robert, Vater Eugen Grab. Bankbeamter. — 8. Nov.: Jngeborg Julcheu Walburga Karolina. Vater Karl Kröner, Metzger. Todesfälle. 7. Nov.: August Grämlich, Schlosser, gesch. Ehemann, alt 45 Jahre. — 8. Nov.: Aug. Flax- meier, Metallschleiser, ledig, alt 21 Jahre: Elise Knapp, alt 64 Jahre, Witwe vou Fz. Knapp. Wagenwärter; Ella BauSback, alt 33 Jahre, Ehefrau von Ferd. Bansback, Bankdirektor; Mina Heß, alt 73 Jahre, Witwe von Hch. Heß, Geh. Rat: Veronika Waidler, alt S8 Jahre, Ebefrau von Karl Waidler, Tagl.; Anna Lang, alt 72 Jahre, Witwe vo» Ferd. Lang, Glafermftr. 9. Nov.: Bernhard, alt 7 Monate 4 Tage, Vater Otto Sutte r, Hetzer; Magdalena K n 0 b l 0 ch, alt 4t! Jahre, Witwe von Hermann Knobloch, Glaser. BeerdigungSzeit und TrauerhauS erwachsener Verstorbenen. Mittwoch, 10. November. ^:2 Utr: Ida Kleser, ProsessorS-Witwe, Händclstr. 28. Feuerbestattung. — 2 Uhr: Peter Schmitt, Privatmann, von Ettlingen. — >^3 Uhr: Veronika Waidler, Tagl.- Ehefrau, Durlacherstr. Ü8, — Mr: August Flax- ineier, Metallschleiser. Kaiferstr. 83. — 3 Uhr: Mari- Lang, Glascrineisters-Witwe, Akademiestraße 27. ^ ,54 Uhr: Katharina Halter. Kam'.nscgerm"!ftcrS- Ehefrau, Wintcrstraße K. "'ÄMssts-- zmH TsnöLls-GAiNKg öes RÄrlsruhsx TgßbZMLS Valuiasiabilisierung aus Grundlage der Kauslrafk. Von Dr. jur. und phil. Dalberg. Der schwedische Nationalökonom Professor Cassel hat aus Veranlassung des Ausschusses des Völkerbundes für die Brüsseler Finanz- konferenz ein Gutachten erstattet, in dem er eine Stabilisierung der Wechselkurse auf der Grundlage der gegenwärtigen Kaufkraft der einzelnen Währungen in Vorschlag bringt. Die deutsche national-ökonomische Wissenschaft und die führenden Vertreter der Praxis stehen in Uebereiustimmung mit Cassel heute überwiegend auf dem Standpunkt, daß die alte Goldparität nur noch historische Vedeutung hat, und daß eine Valutastabilisierung sich nach dem bestehenden Preisniveau der einzelnen Länder zu richten habe. Diese allgemeine Einsicht ist noch nicht alt? als der Verfasser sie bereits 1917 vertrat, herrschte in Deutschland noch die allgemeine Ueberzeugung der Unerlätzlichkeit der Rückkehr zur Goldparität,' der innigen Verknüpfung des Valutastandes mit der Höhe der Inlandspreise war man sich noch nicht bewußt. Wer etwa heute noch diese Zusammenhänge nicht beachtet mrd bereits von einem Ausgleich der Zahlungsbilanz und des Staatsbudgets die automatische Wiederkehr der alten Goldparität erwartet, so Kaemmerer im Bank-Archiv vom 1. September 1920, treibt „Valutapolitik im luftleeren Raum" und sieht nicht die Wirkungen und Gegenwirkungen zwischen Wechselkurs und den realen Wirtschaftstatsachen. Die Kaufkraftparität zweier Währungen kann wie folgt festgestellt werden: Man errechnet die gegenwärtigen Durchschnittspreise der Haupt- güter, wägt sie gegeneinander ab je nach der Bedeutung der einzelnen Waren für die Bevölkerung und saßt sie in einer Indexzahl zusammen, die dann angenommenerweife für Deutschland ergeben würde, daß wir heute durchschnittlich das fünszehnsache Preisniveau haben gegenüber der Vorkriegszeit. In Nordamerika mag angenommenerweife das zwei- einhalbsache Preisniveau festgestellt werden. Dann würde sich ergeben, dah das Preisniveau in Deutschland sechsmal stärker angestiegen ist, als in Amerika. Die Mark, die der Amerikaner gegen Dollar erwirbt, hat für ihn nur ein Sechstel des früheren Werts (im Verhältnis zum Dollar). Nur wenn er für den Dollar sechsmal soviel Mark erhält, wie früher, also 6X4,2^25 bis 2» Mark, steht die Wage gleich, lohnt es sich für ihn, Mark zu kaufen, da nur bei diesem Kurse Erwerb und Bezahlung deutscher Waren für ihn vorteilhaft ist,' andernfalls, bei besserem Markkurs, wären deutsche Waren zum Export zu teuer,' es könnte so lange nicht exportiert werden, als nicht eine Verbilligung, fei es durch Senkung der deutschen Inlandspreise, sei es durch Rückgang der Mark, erfolgt wäre. Die Richtigkeit dieser Zahlen wird allerdings in Frage gestellt durch die Tatsache, daß viele Exportindustrien bei einem Dollarstand von 40 bis 50 Mark ohne Valutaaufschläge ins Ausland verkaufen, während bei Richtigkeit der vorstehenden Rechnung sie in der Lage sein müßten, Zuschläge bis IM Prozent zu erzielen, da die Ware, für die ein Dollar erlöst wird, nach der Rechnung im Inland eigentlich 25—26 Mark kosten müßte, tatsächlich aber bei Valuta-Umrechnung bis SV Mark Erlös bringt. Die Ursache der Divergenz liegt darin, daß für jene Waren, für die internationale Nachfrage vorhanden ist, gerade, infolge dieser Nachfrage, zumal feit der Zeit des Valutatiefstandes Januar-Februar (1 Dollar gleich IM Mark) auch im Jnlande die Preise stark herausgegangen sind. Die Steigerung der Inlandspreise wurde zu einem Teil Unternehmergewinn, zum andern aber wirkte sie auf Erhöhung der Unkosten, Bewilligung von Lohnsteigernngen und Eindringen weniger wirtschaftlicher Produktionsmethoden, die bei den hohen erzielbaren Preisen immer noch privatwirtschaftlich lohnend waren, in der Endwirkung aber eine starke Schädigung bedeuten, da sie einer Senkung der Preise und folglich einer Besserung der Valuta entgegenwirken. Man mag also leicht dazu kommen, für die eigentlichen Hauptexportgüter eine gegenwärtige Preissteigerung bis auf den Wfachen Vorkriegswert anzunehmen, wogegen Wohnung und notwendige Nahrung — typische Inlandspreise — im Durchschnitt nur aus das Zehnfache gegangen sein mögen, so daß sich so immerhin als Durchschnitt die angenommene ISfache Steigerung wieder erklären läßt. Demgegenüber steht aber eine andere Erwägung: Aus der Steigerung der Löhne und Gehälter allein ließe sich eine höhere Steigerung der deutschen Preise als auf das zehnfache Vorkriegspreisniveau nicht rechtfertigen. Die Löhne sind nur in wenigen Industrien auf die zehnfache Höhe hinaufgegangen, meist betragen sie wohl das Acht- bis Neunfache, die Angestell- tengehälter das Sechs- bis Achtfache und die Beamtengehälter nur daS Fünf- bis Sechsfache. Die Arbeiterschaft fragt: Wo bleibt die Differenz? und ist vielfach der Ansicht, daß sie aanz in die Tasche der Unternehmer fließe. Gewiß haben die durch den Valutasturz herbeigeführten hemmungslosen KalkulationSmethoden. die gegenüber dem Ausland geradezu nationale Pflicht waren, auch auf daS Inland abgefärbt und haben zu starken Uebergewinnen der Industrie geführt. Aber der wesentlichere Teil der Differenz steckt doch in jenen gesteigerten Unkosten und verteuernden Momenten, die sich nicht rechnerisch erfassen lassen, in der Unruhe der Wirtschaft, in dem mangelnden Ineinandergreifen der einzelnen, Produktionen, in den Störungen durch Streiks. Kohlenmangel, Verkehrsschwierigkeiten usw. Treffend bat Nathenau diese Umstände dadurch gekennzeichnet, daß bei einer fabrizierten Maschine immer gerade noch „die letzte Schraube" fehle und, solange diese von dem Nachbarwerk nicht angeliefert sei. gehe wirtschaftliche Energie verloren. Alle diese Um^ stände zusammen bewirken die außerordentlichen Verteuerungen über den Tcuerungsgrad der Löhne weit Hinaus. Es wäre ein Fehler, diese Zustände als dauernde hinzunehmen. Die Wirtschaft darf sich nicht dabei beruhigen,' sie muß auf eine Verminderung dieser unproduktiven Kosten hinstreben und mit der Vermindernng den Preisabbau eintreten lassen: nur insoweit das geschieht, ist auch ein Abbau der Devisenkurse möglich. Es ist ein frommer Wunsch, nach niedriger Valuta zu rufen, solange man nicht daran geht, die Inlandspreise durch Ausschaltung der unwirtschaftlichen Produktionsverteuerungen und auch des übermäßigen Unternehmergewinnes zu ermäßigen. Ein Abbau der Löhne ist nicht erforderlich? die für die Löhne verausgabte Kaufkraft kommt dem Inlandsmarkt in Gestalt von Nachfrage nach Jndustrieprodukten usw. wieder zustatten. Der heutige Stand der Löhne ist an sich noch kein Hindernis für eine nach obiger Rechnung S0prozentige Valutabesserung, wenn es gelingt, die unproduktiven Wirtschasts- saktoren durch zielbewußte und ruhige Arbeit auszuschalten. Eine Steigerung der Löhne allerdings würde ein neues Moment der Unruhe und eine weitere Valutaverschlechternng mit sich bringen müssen. Auch die Stabilisierung der Löhne ist Vorbedingung für die Stabilisierung der Valuta. Nach diesen Ausführungen könnte man also einen Valutakurs von vielleicht 1 Dollar gleich 25 Mark als schließlichen in Aussicht nehmen. Aber gegenwärtig kann die deutsche Wirtschast diesen noch nicht ertragen. Sie kann die Inlandspreise erst allmählich so weit abbauen, daß internationaler Handel zu jenem Kurse möglich wird. Man müßte also vielleicht erst mit einem Kurse von 1 Dollar gleich 40 Mark anfangen, und in dem Maße, wie es durch innere Konsolidierung der Wirtschaft und Ausschaltung der unproduktiven Faktoren gelingt, die Inlandspreise abzubauen, könnte man sich der gewissermaßen latenten KaufkraftpaLität von 1 Dollar gleich 25 Mark nähern. Lörsvll- ullä t'manüMvIäuugkll. krsnkkllrter Börse, v. kranklurt a. N., 9. k^ov. Die Orundtendenz der Börse war vorwiegend lest bei ziemlich geringem Leschätt. ?ür einige Nontanwerte wurde wieder spekulatives Interesse liervorgeruken. klar- xener plus ll> ?roz. Dsutsch-I.uxemburger auk bevorstebenden ^bscblul! tester. Buderus 292, plus 10. Phönix tester. Oberbedark anziehend. Kautinteresse bestand tür Nordd. I.loyd und Iis- psg. Ausländische Bahnen schwächer. 8chantung 624. Baltimore mit 700 gaben 30 Prozent nach. Deutsch-Ileberses bewahrter» keste lialtung, 1290, plus 20 proz, ^natolier lest 198. Nexikaner, die im Vormittagsverkekr sehr keste Haltung autwie- sen, schwächten sich in Reaktion auk diese Weigerung erheblicher ab. 5proz. Loldmexikaner 1015/1000, 5proz. 8iibermexikaner 705. Lei lester Tendenz sind /^nglo (Zuano zu erwähnen, in denen Käute kür Hamburger Kecbnung ertolgten, mit 440 um weitere 8 proz. gesteigert. 8cheideanstalt plus l4. ^nilinwerte gut behauptet. LIektrowerte blie- Devisenmarkt. Badiscbs Sank . Oarinstädter Bank . Dsutscbs Bank , . Diskonto (3oininanclit Dresdener Lank Aittstd. Orsditbank Ossterr. Dänderbank kibsin. (Zrectitbank Lcbaatlb. Bankverein 8üd3. Diskonto-t^ss. Wiener Bankverein. Ottoinanbank . . . Boebuwer llulistabl Lisenbalin Aktien iZcbantunKbahn . . ttr.Berl. Ldratienbahn Baltimore . . . Prinz blsinricb-Batui Drientbahn . . . . Sckikkakrtswerte ^obiktabrt . . Deutssb Australien . Hamburg. paksttatirt tlambA. - Südamerika Hansa D.-Lctüü. . , Norddeutscher I-lo^d Bankaktien Berliner llandelsKss Darmstädter lian^ . Deutsche Uank . . Diskonto (3onunand1t Dresdener Bank . . NaUonatbank . . . Desterr. Kredit . . kivicbsbank.... lnäustrieaktien 8inner Brauerei . . ^ccuinulatoren . . ^.dterwerke .... Hlexanderwerke . . b). . ... Aluminium .... ^QKlo kontinental . ^NSSburA-MruberF ljscusebs Anilin . . livrs^n»rui t)lektri2il. Kerl. ^nb. ^lasobinen Berliner blazekinen . BinZ Minder^ . . g. k>ov s. >vv. 259.8!» 260.- 173',s i73.— 3.-5.75 329.50 247.- 242.- 218.- —. - t75.- 175! - 103.- 93.— 155.40 155.40 192/25 >92!- 63.50 65.50 —.— 845.'- frankfurter Kursnotierungen! Oelgenkirohsn. . . llarpener I^»ura.lütte . . . . ^lann.i. V'srsillb.-Oss, üslistotr. . l^rün H Biitin^sr . . /iemsntv. tisiäeibeiA (^NöiU. ls-u>r, ülaaiiii. l)eutsea llsbersss (Hebr. ^nnMans . . ^ckter Q O^snböirner B. Ug-sob. Baäenis, . Aaselilsbr. Ourladi . g, Xov, ZW.- 125.— >!- 23 2^,- l2^!- 2Z^- z .lov 383.- 433.- 333.- Z4!X- 2l3.- 23Ä.— W'- 3tU.- 230.'- ^litsebkÄbr. (Zritsinsr . iVsu . . . .Vlasvbladr. Ksrlzrube 6cbtine>i Oo. . . Oderurssl . . . . Llsiizser ö»nm>vc>lls 6vin:isrsi Lttlin xen . t/nreruabr. isnrrvvsnA. '.VcdKx.-i^abr. t'uolis , ^ellsto t W»iilbot ^ue!isrldr. ^VaAiiäu». ^uekerklz. t>aiiksllth, Elsktr. luiclit n. l^ratt 3. ??ov. S Xov. 61950 628.- 685-- 688'- 5t0--- 533.— —.— 624- 600.50 237.— 230.- 1V5.— 185.25 320 — 301.- 330.- 323.— 190- 183.50 229.75 229.75 180.— 173 75 328.- 323.75 217.- 247 50 213.75 213.75 192. - 18->.75 78.50 77.53 150.- 150.25 432.- 433.- 453.75 453.— 30,.- 3^.- 270.- 263.75 331.75 315 75 445.— 417^- 37'.- 360.— 550.— 546.50 275.50 27 t.— 303.50 232.- 373.75 370.50 335.^5 334.— kerliner Kursnotierungen: öisinarokliüttö. . . tjocNumsr (^lntj . . t^sbrii^er jjähler. . Lrovvn-Boverl . . . iju^lerus Lisen . . i^rietjüeim Obern. Ulbert . . . Ualinlsr.'lororsn. . Dessauer . . . Osutseh-Iiuxembui'A. l). t'ödsrsss-^Isktr.. l). lÄisenbktlm 8. VV. . Osutsou Krciöl. . . O eudseir LlssKtüliliebt Oeutsobss l^sli , . OöntscNe Watken Osntsob Lissnb. . . l'rusc . . ^tdertötcksr t'arben . i^svntvöil. lZsrA^verlcs d'eltlinilhlg l^»^ier . selten ck t^nillSÄu ns Hilter Brautsolmilc . . Gasmotoren Oeutis . Llelsenkirehön. . . tZ-ensenow . . . . l^oltlsekruickt . . . t^ritzuer Maschinen llitnno vsr ^l»8obinoll ^laanover , clarpenor. . . . . Uasper Lisen . . . ^lirsen Lnoker. UüeNster warben. . llözcb Lissa . . . llokeniobe . . . . Xov 6Z7.- 525.— 531. 3^l.- l»^.- 247-/, 2»S.b^I 400.- l2i>>.- 233.— 437.2', 173 2ö 23.».- 421.50 4/l. 3/5.— 453 17 l.- 350.- 420.— «5.- 3S5.— 300.- 444.- 331.- >505.— 530.- 4S7.- '733.- >440.- »33.— !7.,l.- >231.50 S. «ov. 383.- 533.— 573. - 5S2^- 363.75 IM.- 240.50 205.- 335.50 l2».- 263.50 l!ik.- 434^50 4/0.— 230.- 40l.- 473- 33 .50 133 5^) 47,.- ,333.- 4.«.- 253.50 33l.- 233.- 134- 333.— 535. — 533.— 415.- 43?'- 132.- 635.— 252.- Kali.^soberslsben . Ver. Xijln. - liottvvsil tLostbstlner Lelluloss ^üÄ^user . . . I^bms>sr Lo.. . . t^suraaütts . . . . l^in^les Lisrnasobinsn l^ucktvix Qü>vs . . . l/otarinKsr dement . ^l»llNS8illSllN . . . Ooersebi. b!isb..Bsck. „ Lisöninckustris „ Xo Ks werke . . Orsnstöin ^ Goppel ?hgaix Ber^verki- . liaeiniset» Äotail . . li töinisob Ätahl . . liombsllner Ucltte . tiätAsrswerkg . . . ^ae.tssnvsrks . . . Äobneiisrt ck Oo. . . Äiöm>-ns Ualsks . Ltssu» liomca^ . . 6töttinsr Vulkan. . 6tollbsrAsr /llinic l'urkcsalier?ab»k . Var^insr kapier . . /ereiniZ,. 1). Dickel „ (rlüNiiStokt „ Ltalil ^'pen ^Vsnäsrer k'-lhrra l . VVesteröAeln /Vikali , /s.lsco.t' Walclboc (Itavt Ätnea . . , t3tavc (z'snulj . l3öutsob^ l^otrolsurn ?omon» r»Kt. g. Nov. 8 Ho 350.— 47l'?5 475^- 433,- 490.- 315.— 3.3.- 315^- 316!- 568'- 433.- 183'- 125.— 425. 40>'.- 430.— 222.- 221.- g. Xov. 8. ksov 437.- 488- 418.- 405.50 3 5.- 366.50 —.— 363.- 260- 345.— 33^.— 375.— 335.- 329.- 4^4.50 395.— 633.50 625.— 508.50 504.— 332.- 295.- 329- 328.- 543.— 540.50 475- 565.— 533.— 593.- 325.- 309.— 505.25 492.- 407.- 37150 428.- 413.- 458.— 445.75 295.75 390.— 370.— 349.50 30U75 309^25 421.^0 415.— 449.'?5 tl)W.— 448.— 430.— 417.50 77^.- 770.- —.— 935.- 506.— 437.— 915.- 908.- 430.— 486.— 870.- 843,50 726.- 717.75 17)'.- 17«).- 11000. 11000. Devisennotierungen. V/. krank'urt. s. Xoveilldsr. ^ntvsrpsn-Lrllzzsl . üollancl ^-onäon 1>arls Lobvsii: Lpanien Italien Lissabon Dänemark . . . . ^orwexen . . . . Lebvvecten . . . . UelsivAtors . . . . i^evv^ork Wien (altes) . . . Deutsch - Osstsrreieb Buclapest utolck 522.- 2537.50 232.20 433.50 l33S.10 1123.80 283.70 1133 80 1123.60 l63j.40 87.22l/z 23L7 13.38 67.30 ^iovemosr 523.- 257^.50 .92.30 437.50 l33 j.30 1126,2, 293^3 1133/20 l12Z.2«) 1611.60 37.42',- .S.'9.3 17.02 38.10 8. Xovsm^sr UoU 527.- ^522.50 85,23 tirwi >23.- 2527.50 285.33 437.50> 436.53 1^36.73! 1301.33 1!13.-!lt16. - 283.73! 233.33 1633.40 88/30 23^43 35.5^j 1636 63 87'10 23)57 85.72'ls ltvrllu. 9. November. iottsräara - ^.msterck. örässel ^.u'lStiania .... ^o^en >aAsn . . . Ätook^olin . . . . U^lsin^korz . . . . Italien l^onlon .^^zw/ork ^ris 8-livvec?! ...... 8zanign .... ^wn Kaltes) . . . i1sntso,l-()izstvl'rsivli p'-»? Budapest 9. X^vvmosr (Z-olä rjriL- 2Z/2.4 ) ^77.6) 52)45 53>. 10 ! 1128.85! ll3l.15 ll23.3,!Il3t.l5 l538.40Z l6^l.63 l85.X» 186.-^ .32. ^0! 332.83 .33.83 87.84 433.5^ .323.35 ll.6.15 233.23^ 37.66 437.53 l32t.15 1113.85 j 23.72 >33.0.' 2 .16.10^ 23.78 33.22-i-! ,6.14 ,Z 8. klovo akor c^stcl 1 Urivi 2527.45^32.55 ^>34.45 535.55 1123.85 .126.15 t 128.81 1,131.1 > 1633.4 > 1606.60 182.8) l83.23 3)3.73 234.33 283.73' ^89.3.' 36.78^136 961„ 50l.35 503.0ö 1313.6>!l3l'i.35 1123.3 .'! t32.15 2 >.47 2'.53 .3.72! .3.73 37.65! 87.85 l6.35'„U6.33^.. Dentsoblancl Wien . . . ?ra? . . . t3czllan! 194.4«! 661.2 i 22.01! 37.35! 21.75, 1.80 6.80 194.25 655.— 21.97 38.30 22.30 Oeviser» - im UitKvte^t ctvrcb äas Bankhaus 8t raus k. Karlsruhs. November. Brüssel . . XopenbaKsn Ltoekbolm . <3bristiania. Naäriil . . Bueuos-^.ires Belara) . . ^srani . . Rollanä Lohweis ?aris . öel^isn I-o.lckon Nsvv^ork Italien . S. Xov. 33.73 86.5t. 1.2.- 86.- 8!!.bv 233.- L Kov. t0.80 86.25 l22.40 86 — 36.- .30.- ^msler>Ii»m. 9. November. >t'riv»ttslssra»iM' <»litxstsUt > vov ttoz'llt.^srzwii's ». Xvv. Berlin. . Ivonllon . Brüssel . t'aris . . Nsvv^'ork Wien . . 3.77.5 ll.33 V..5 l9.>5 3.38.50 0.32.5 s. Xov. 3.95 11.3i.50 20.80 13.72.50 337 »i vor Karsli ob 2620-.660 ) 330—1360 503—508 533-540 234—299 88-2—93 M-300 l'snclen^ tost «Vittsr abKssobväebt. b) ng-ebdürsiieb 2560 -^.590 13l0-l330 496—502 5.5-530 230 - 232 87—88 287—295 ?enäsnzi' schwach später susiehenÄ ben vernachlässigt. Lchuckert 2 ?ror. gebeü^ ^älerwerke Kleyer verloren 6 ?ro^., Daimler ?ro?.< ^ellstokk >VsI6kok bis 6 ?ro?. höher. ^ Börse scdloü bei ruhigem Leschäkt lioVnlagemsrkt trat keine wes^ liche Veränderung ein. Nazmdelmer?roSriktelldörLö. K. Mannheim, 8. November ^ Lei gutem Besuch nahm 6ie heutige Börse e^l> testen Verlauk. Lins gute Nachtrage bestand l hier greiibare V^are, und es kamen auch, lick in kier lagernden kutterartikeln, einige ^ schälte ^um ^bscblulZ. In der Hauptsache h^'^ aber der Verkehr beschränkt, weil die Käuiol den hohen Breisen sich Zurückhaltung »ukerle^^ llülsenkrüchte ?u Lutter-wecken sind weiter nachlässigt. ^uch iür V^are aus dem ^uslsv besteht heute weniger Interesssz hier ist es ^ weitere kückgang unseres l^larkkurses, der auk Unternehmungslust lähmend einwirkt. , . kuttererbsen waren, i»- nach (Qualität, >0 Preislage von 360—378 ^lk die l00 kg ab deutschen Ltationen am Markte, und einige tien wurden auch in dieser Breislage von Handel aukgenommen. l^siskuttermehl wurde > 370—280 okkeriert und auch umgesetzt, üwar per 100 kg babnkrei Naunheim. Liertrev^ wurden mit 170—ZL0 Nk. die ll!0 kg, je nacb ^ weiü- und Fettgehalt, ab süddeutschen Stationen angeboten, llakerscbrot war von deutschen Girmen Tu 445—460 Nk. die 100 KH norddeutschen Verladestationen angestellt, lo kersckalen lagen Anstellungen ru 130—140 l00 kg ab süddeutschen Ltationen vor. kapskucö kosteten, je nach Beschakkenheit, 183—210 , dische Kokoskuchen 180—200 Nk. die lL0 kg krei Naunheim. In kapskuchenscdrot lagen ^ böte in greikbarer V^are ?u 200 Nk. per ll>0 ^ waggonkrei Duisburg und per November-3ew^. Abladung ?u 206 Nk. die 100 kg waggonkrei vor. ^,uck Oörrgemüse hatten testen Narkt, man langte kür ged. Kotkohl mit der Verkaulskls^ „vereinTelte Naden nicht zu beanstanden" 105 ' . kür die 100 kg brutto kür netto, mit Kisten, tät Nain?. (»?dörte Nöbren wurden in der läge von 220—270 Nk. die 100 kg. brutto kür 0^ mit Lack, ab sächsischen 8tationen genannt. . . Kauhkutter blieb bei guter Nachtrage test. ^ ^ Württemberg lagen Angebote in ^ckerbokneost^ draktgeprellt, ?u 22—24 Nk. per Zentner vor. , treidestroh, drshtgepreLt, kostete 30—32 NK. ^ Zentner ab süddeutschen Verladestationen. ' senbeu war ?u ziemlich unveränderten preisen, ^ unter wurden per Zentner 2—3 Nk. mehr verlas am Narkte. Kleeheu kostete 38—63 Nk. per ^ Ilülsentrückte lagen, wie bereits eingangs ° wäbnt, ruhig. Nan korderte kür inländische . 45»—550 N-c., kür ausländische 420—520 Nk. 100 kg, je nach (Zualität, bahnkrei Naunheim. . goonbobnen wurden zu 330—340 Nk. und brssu' niscke Bohnen zu 300—320 Nk. die 100 kg, krei Nannheim, okkeriert. Lhinaerbsen waren . greikbarer >Vare zu 425—430 Nk. per 100 Kg ^ Nannheim angeboten. Lewascdene und Zere^n>^ ^ Bomba>Iinsen waren zum preise von 660—665 und geschälte und gespaltene ^uslandslinsen , 600 Nk. die 100 kg brutto kür netto, mit ^ waggonkrei Nannheim, am Narkte. 8aaten verkehrten in ruhiger llältung, bei ^ lic^ unveränderten preisen. Wir krsidleikouä: Boeker 8ta^l Beiui ^ ^ Deutsche Maschinen .... Llektr. I>icht u. Xratt, unxe . t'abr, Lrebr Uslbach Nsschinen llansa I^Iovd Ilslciburs VorzuKS-^ktien . . Ue/vr Xaultmann Klans ielcler Kuxe Neckarsuliner 0pwK tlas atter VVaAZon ku^ssnbank VV«>It, Buckau Union Banverein Auckerkakr. kleilbronn.... Uiik-r 223 '.01 310 277 195 344 283 4675 36 t 7000 552 132 345 197 346 1l4'-2 109 115 100 99'/- 99 L. S. VorzuKS-»Vktien Voxtländer Nascb. Vor?.-^,. 4°/„ 8aarbrücker k'reudellker^ l). m. b. L., Weinbeiin 4 t/z »,«> I^mckc Kokiwann . . 4 -///„ lnnksr liuh .... 99 ^ ' ^ In sonst^en »nnotisrtsn werten sind wir ilSuker und V -rkänksr und erbitten ^nlrsK"' . Vaei» Et. MtMWk, ^ l'elepkon 223 uncl 2Z5. sss 298 W' Lsl zoc> 34? 4750 gö? 71S» 13S l!S0 -Zst0 35 ^ Ii» lU 12« 101,. 100'j- l»i kui-v' Zweites Blatt Karlsruher Tagblatt. Mittwoch, den lv. November lS2v Nr. 308. Seite? Ju das Handelsregister R Nand I O.Z. 18 ist Vr »irma Nähmaschinenfabrik Karlsruhe vorm. Haid ck Neu. Karlsruhe, eingetragen: Direktor Otto Wagener. Karlsruhe, ist »um stellvcrtrcten- ven Vorstandsmitaliede ernannt und berechtigt, aemeiniam mit einem Vorstandsmitaliede oder «>t einem Prokuristen der Gesellschaft diese zu vertraten, Karlsruhe, den 6. November 1S20. Vadi!che-- A mtogtri ckt 0. II. ^n das Handelsregister Ii Band V O.Z. 54 ist «»getragen: Nirma und Titz: Ri-P»cu-Nagelsichcr Gummiwerke. Gesellschaft mit beschränkter Has- >un«> Karlsruhe. Gegenstand des Unternehmens: Die Herstellung und der Pertrieb von Erzeug- Asien aus Gummi, namentlich von ffahrdeckeu >ur ^abrzeuoe. Die Gesellschaft darf sich an Un- ttrnehmunacn mit ähnlichen «Äeschästszwecken be- Alwen. Stammkapital: 24lX!N Ml. 'Seschästs- -ulire,-: t. Dr. j!arl Ritter. Tchriitsteller. Karls- Wb>.. z. Win« Hacker. Fabrikant. Pforzheim, 3. Anton Marschall. Kaufmann. Frankfurt a. M. Ar iSesellschaftsvertrao ist am W. Oktober 1S20 xeitaestelit. Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer zu- wwmen mit einem Prokuristen oder durch zwei Prokuristen vertreten. Der lyelellschaster Dr. Karl Aitter. Sckris!lt«ller. Karlsruhe, ist Inhaber des putschen Gebrauchsmusters sür armiert« L»us- «c-keii Nr. 795 .'»MI. der Rechte aus de. Anmeldung >um deutschen Reichspatent Nr k 4V8o6?iB « I. des '«weizerischen Patents Nr. <>«i2S3 vom 31. Januar 1A4 siir die gleiche Ersindung. Er hat die «rsl»du»a auch in Frankreich im September Il>l3 Hdee deponiert. Er überträgt die geschützte Erfindung und alle Rechte auf Ausbeutung der vrnnduna im Unland und im Ausland auf die Gesellschaft: die stieseltschaft übernimmt damit auch 5>e aus den Schuvrecktcn sich «raebenden Ver- Alichtunaen des Dr. Ritter. Diese Einlage des Herrn Dr. Ritter wird in der Höhe von 40«>0 Ml, ?uf leine Stammeinlaae angerechnet. Außerdem ^rncklt Herr Dr. Ritter für seine Einlöse eine »'eroütuna iTantiemei von 5 Proz. des Reingewinns der Gesellschaft und die Sälfte des Erlöses ">r die Ncrälikeriina der Eriinbung im ersten «daat des Auslands, in dem die Erfindung ver- «ukert wird. Die ösfentlicken Bekanntmachungen «er Gesellschaft erfolgen durch die Karlsruher Zeitung Karlsruhe, den 6. November 1920. Badischcs Ämtoaericht ü. II. llniikmilnliüclier vereiii l >onnerst»8, l!en ll. ^iovember, »benäs 8 Ukr, im „Linlrsc>»ss22le ' Vartrsg des Sierra vr. K»rl ttsgemann, Intenclsnt 6es Stastslkesters V^iesbsijen „Lkeater unck Revolution" Lmtriitslcsrten >ür diici,tmitgiie6er >r> «Zen t»esiji>n iVlusilcriienkancl unx. n (numeneite nur de> fr. voert), sowie sn cler ^benclkssse. .Der Betrieb der Drahtseilbahn Durlach-Turm- ist vom 11. November ds. Is. ab bis auf weiteres eingestellt. Karlsruhe, den 9. No» ^M'ber lg-20. ?iak,navt. Reinigung von MllUriinze-Aiilsgtn ..Di« Gebühr kür Rei. ^iaung von Entwässe- Zlnazanlaaen wurde wit Wirkung v. 1. No- Z?ml>er 1S2N üus iälir- M iz Mark kür ein Uttwässerunasteil er- Stadt Ticsba«amt NWZSiS Krökere .ParterreraMt !? der Südstadt. geeignct Ar Stallnug. L'aqer- «der Werkstatt. ?«' sofort be,ichbar. 50 '"«lete« durch Kornsand. Liegenich -Büro. Kaikerst r akc S S. ^ Mittelgroker Keller M starker Gefachein- LMtung zu vermieten. K°sMr. 33. Anfragen Massage IS. Schönes Lokal sZentr. S. Stadt» mit erstklassig. Konzertflügel iSchiedmarier) hat noch ein. Ab«n»e an aedieg Gelang-, Studenten- od. sonst. 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Da fand sie, sie aufgewacht war und im Bette saß und ven Baum vor dem Fenster für jene gehalten hatte. Doktor Baumgart erfuhr noch am Vormittag, ^aß Marie Therese bereit sei, in die Umwandlung des Unternehmens in eine Gesellschaft zu willigen. Der letzte Grund blieb ihm nnbe- 'annt. Er wunderte fich nur, als die Mutter bat, Herrn von Renck diese» Entschluß so- Ivrt vertraulich mitzuteilen, wunderte sich erst in lauten Worten, blickte Marie Therese dann forschend an und verstummte plötzlich, denn sie war errötet, und es lag ein so glücklicher Ausdruck auf ihrem Gesichte, daß er nichts mehr zu sagen wagte. Er brachte ihr auch den Dank Rencks nicht und sagte nur zu seiner Frau: „Jetzt telephonier ich Herrn von Renck, daß die Mutter sich zurückzieht und daß wir das Nadhotel aus Aktien stellen, da antwortet er: ,Baumgart, sagen Sie ihr, ich will kein Opfer, nur weun's keins ist. dann laß ich ihr danken. Nein, sagen Sie lieber nichts, ich schreibe ihr direkt.' Verstehst du das?" ,L-a, Mucki," erwiderte sie sanft. Und nun wurde das Theresle rot, und dann fluchte der Doktor auf einmal: „Donnerwetter, du hast recht, so ist's, Herrgott von Biberach, so ist's!" Er packte sie um den Leib und gab ihr einen Kuß. Am Abend kehrte Franz ans dem Amtshaus mit einem Brief zurück. Darin stand alles, was sich geschrieben besser und sachlicher ausnimmt als gesprochen. Renck selbst kam am anderen Tage. Marie Therese sah ihn auf der Terrasse sitzen, bis es dunkelte. Nach der Abendmahlzeit ordnete sie noch an, was nötig war, und ging dann ins Doktorhaus. Das Theresle fiel ihr um den Hals. Baumgart war noch unterwegs. Marie Therese hatte sein Wägelchen durch das Dorf rollen sehen. Sie setzte sich aus die Veranda und wartete ans Renck. Jetzt tauchte seine hohe Gestalt in klarem Abendlicht auf, und gleich darauf stand er vor ihr. Das Meinlaub fiel in langen Ranken um sie her. Als Banmgart heimkam, trat ihm Renck entgegen, aber der Doktor hatte schon ans dem Flur ein heimliches Gespräch mit seiner Frau gehabt und streckte die Hände aus und preßte die Finger des Amtmanns »nd murmelte ein paar verlegene Worte. Sie beschlossen, noch nichts laut werden zu lassen, und Marie Therese zögerte sogar, dem Bater zu schreiben, denn das Schreiben wurde ihr schwer in dieser Zeit, die ihrem ganzen Wesen eine weiche Heiterkeit und Fülle lieh. Aber die Leitung der Geschäfte litt nicht unter dieser Entfaltung ihres Gefühlslebens. Nie ging sie frischer und fester zu Werk als in diesen Herbsttagen, und da das Badhotel vollständig besetzt war, so hänste sich die Arbeit, die sie mit einer Lust tat, als wäre das Theresle Strohecker noch einmal aus ihr herausgesprungen. Da befiel sie eines Abends, als sie zu Bett gehen wollte, ein heftiges Unwohlsein. Sic wehrte sich gegen den Arzt, aber als sie die Angst des Fräuleins und die Besorgnis der anderen sah, gab sie nach, und Baumgart wurde geholt. „Hast du schon einmal so einen Anfall gehabt?" fragte er leise, als er sie untersucht hatte, und sie gestand, daß sie auf der Rückreise von Hozzenau ähnliche Schmerzen gelitten habe, stärkere sogar, und es wäre nichts daraus entstanden. Und wie es da rasch voriHergegangen sei, so werde sie auch diesmal in ein paar Stunden wieder genesen sein. „Weißt du, das sind die Jahre," sagte sie klug, und dabei ging ein Lächeln, halb schmerzlich, halb gefaßte Heiterkeit über ihr Gesicht. Aber Banmgart antwortete nicht und strich?l>r sanft über die Hand. Dann befahl er ihr vollständige Ruhe, und als eS Morgen wurde, schien wirklich alles Ungemach überstanden zu sein. Marie Therese verspürte noch einen seltsamen, dumpfen Schmerz im Leibe, aber ihr Kopf war frei, ihr Blut lief frisch, und es war ein so großes starkes Lebensgefüh! in ihr, sie fühlte sich so gesund, daß sie sich erhob und ankleidete. Sie sagte keinem Menschen von den Schmerzen, die sich nach dem rechten Bein hinuntergezogen, aber immer mehr in ein dumpfes Taubsein zu verlieren schienen. Als der Doktor in aller Frühe erschien, hatte sie den Franz schon nnter den Händen, und als er schalt, daß sie aufgestanden war, lachte sie wie sonst, wenn sie des Tages froh war. .Nein, Baumgart, es ist vorbei, ich kenn mich doch." „Liebste Mutter, versprich mir eins. Wenn du noch das geringste fühlst, bleib liegen. Geh her, ich untersuch dich. Es war wirklich eine kleine Blinddarmreizung. Nicht die erste. Wenn ich ohne Rücksicht auf die Person raten soll, so würde ich sagen: Wir gehen dem Ding zu Leib, sobald alles wieder klar liegt, und du lassest dir oen Eingriff gefallen. Jetzt gehörst du ins Bett." lNo?tsebung folgt.) Ar. 308. Seit« 8 Karlsruher Tagblatt, Mittwoch, den IV. November 13LV Zweites Blatt / «»»» Stto/cen 65 «tÄtte, Xa/5e/»^.225. /t. Rucksäcke orima Qualität, eigenes Fabrikat. in verschieb. Preislagen, sowie MN. SweuMel bat abzugeben Max Oswald, Sattlerei. Karlsrnb«. SchUbenstrake ^S. MterriM Wo können Z Damen in den Äbeiidit Tteno- aravbie. l^abelsb. Syst. grllndl. erlernen? Angebote unter Nr. AZtW ins Zaablattburo erbet. ^an2-! K i.gkrinMut SrnuniiZel! NiwMssnlzgelZ. Ssginn neu««' Kur»« aucii In > moctei-nen 1°Snr«n. Erbitte dalcklxe ^nmel- ltunxen tsxl. von 12 -7,1 Zonnt»xs vonII-2 vbr s. n. Vollra«, 2Z Sosi«n»ti»sS« 2S. öexinn neuer Kurse. Hin^elunterriekt — Wittags- un6 Abendkurse. Oekl. Anmeldungen nackmittaxg erbeten. Voi-ns^i'ms. gsclisgsns ^nfsr>tigung von (üssslissiistts- unci Sti-ssssn -ösklsiäung. Vo^üglislis Ztokks uncj TutöZtsn / f'pirriÄ Vsl»sl»bsi- tung / prompt. l-iskspung. ! l^unsings^ ! 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