:: 4$Y dTlvTllO tX wtt«t2E" £: te««'- . ' ^ «SM Badische Morgenzeitung Ii-Pyramide- Vadische Morgenpost ^irtschafts- und Handelszeitung" ^ »Turn» und Sport-Jeitung" X.Anterhaltungsbeilage"^ »Literaturbeilage" / „Für die Frauen- ^«Wandern und Reisen" X»Die Scholle" ^-Iredakteur: Hermann » Laer. VerantworUtch iür Politik: Srib Ehrhardi wi den «irtsSaitlichen. badischen und lokalen Teil: Heinrich Gerhardt! Mr das Feuilleton: Hamann Weick: flir die .Pyramide' Karl "°bo; sür Inserate: Heinrich Schriever, sämtliche in Sarlsruvv. Druck und Verla« C S- Müller. Karlsruhe, Ritterstr. 1. Berlin.r Redaktion vr. Richard I ü g l c 1 . Berlin-Lankwib. Mozartftr. 87. Telephon-Zentrum 42S ^^^^^Fürunverluttgt^Manuskript^öe^^rucksachenübernimm^i^Red^^ 120. Jahrg. Dienstag, den 8. Mai 1928 Mr. 126. ^ ■■im r~————————————1———' Der Ton. i $ie fvam^öistsch-HÄgrjche Antwort auf das beut- ^ Angebot ist um Sonntag der deutschen Regie- zugestellt worden. Der Inhalt entspricht ^ fett Tagen ^bekannten Beschluß «der sranzösi- Mir Nttnister, das deutsche Angebot abzulehnen. jW itä Unammehmbar, das »in der gewohnten Arcssen Weisse ans dem Schreiben Poincares m-ollen üpt'iimtfiicn i£»»ch eine Möglichkeit Mus l ese n, die DiAMssiom ö aiJni rd> weiterzu- Men, -daß die deutsche Regierung den offen- ^dige« Verdrehamgem der Note entgegentritt M> Hen Borwand Her Umgenauiglkeit durch neue Muterumgon und genaue Angaben erläutert. M Hjx dent'chc Regierung M dieser Zl>nffas- stellt, ilst noch unbekannt. Der Reichskamz- wirb zunächst die Antwort der anderen fachte, dewem das deutsche Angebot ebenfalls .w= Wellt worden ist, abwarten, bevor er weitere Mchüüsie faßt. Bon entscheidender Wichtigkeit Jvjtö« A mtw o rt Englands , Ne noch ans- denn auf englische Anregung «hin ist das Asche Angebot ergangen. , Mf der Suche nach dem Ursachen der bis jetzt Dünstigen Wirkungen des deutschen Angebots Men sich einige deutsche Leitungen — und nicht J 11 sozio listrsche — a.m Don und cm der Form 'kr deutsch. Angebotsmote, sie schwatzen brav nach, ' a ® die Engländer vorgeschwatzt haben. Die Nalischvn Blätter waren die erstem, die sich am gut der deutschen Note stießen. Da die Eng- F»öcr nicht leugnen, daß sich mit dem deutschen Jttflebo't bei gutem Witten etwas ansangen läßt, ? .sie aber auch nicht wagten. Kr das unaus- Übliche Pariser Unannehmbar Pmncarö allein ?^ntroortlich zu machen, so schoben sie einen 5*»! der Schuld auf den Ton des beu-bschen Äbciloens ab. Am Sonntag brachte dann die Assi>sche Zeitung" einen Leitartikel! Wer den ?rsehlien Ton. denn auch dieses deutsche Blatt um Poincares Entlastung bemuht. Eine ^"ie Anzahl anderer Blätter sprechen nun mit ? Miene des überlegenen Politikers vom ml- Ton des Herrn Cuno und scheuen sich nicht, Ml Rücktritt Euuos »u empsehlem. Das Island erlebt wieder einmal das Schauspiel, ^ der Deutsch« zunächst öie Schuld beim eige- In Volksgenossen sucht. Poincare wird sich die deutschen Tondeuter freuen. Glaubt jemand im Ernst, daß ein anderer Ton in ?kis ein anderes Echo erweckt hätte? Poin- war entschlossen, jedes deutsche Angebot, ^^ichtsirltig welcher Fassung, abzulehnen, das Zutsche Angebot war in Paris abgelehnt, bevor ^ noch seiinen Tom kannte. ,,-bas deutsche Angebot ist mehr nach London \y nach Paris gerichtet, denn von London ist ,v e Anregung dazu ausgegangen. Die Lon- °»er Blätter geben offen zu, daß das deutsche »gebot zur Anknüpfung von Verhandlungen N«met ist. Das deutsche Angebot sollte in Linie im Sinne des englischen Rates einer I^egung zu Verhandlungen Wer den Ruhr- [.Mit in irgend einer Forin dienen. Eng- wollte Frankreich an den Berhandlungs- J 0 ) bringen, indem die Antwort an Deutschland .„ einer gemeinsamen Note gegeben werden 5 1 Es liegen jetzt sichere Beweise dafür vor, die gemeinsame Antwortnote Englands war, daß aber dieser Plan von Poinearö ^chkreuzt worden ist. Poincare will nicht vernein, er will diktieren. Da scheuen sich deut- f e . Blätter nicht, zu schreiben, der Don habe ^°Uicarä gereizt. Gewiß sind Ton und Form 3t nebensächliche Dinge. Aber wo der gute '"Gen i>Ü mirö nK ® &er i«rteste Ton ver- es hängt jetzt von England ab. Wird ^ den Willen haben und wird es die Macht trotz Poincarös Borgehen, das deutsche sMebot sür Beriha-wdilungen nutzbar zu macheu? im ^'fei sind berechtigt, sowohl am guten Willen, auch an der Macht. Poincarös Haltung läßt , Unfalls nicht daraus schließen, daß er die der- h.."Se Macht Großbritanniens fürchtet. Aber ^-.England auch den guten Willen, wünscht es aufrichtig eine deutfch-franzöfische Ver-- d."°igung? Gewiß hat England ein Interesse der Macht der Franzosen Grenzen zu »nx aber das englische Volk ist kriegsmüde ® bat keine Lust, um dieses Interesses willen Ml Frankreich zu Felde zu ziehen. &ei~- Ueberklugen im Lande bemängeln an der d.^'chen Note auch, daß sie von der Fortsetzung passiven Widerstandes spreche, sie sagen, da- »v! ' ^i die französische Gegenerklärung her- s, gerufen worden: kein Verhandeln ohne Ein- des passiven Widerstandes. Wieder eine di.s ^uldigung für PoincarS! Glauben denn Weisheitsprediger, baß Poincarö diese öew »rung nicht aufgestellt hätte? Ein sozial- s,Akratisches Bl^rt r.ii, den passiven Wider- >vir ^einzustellen, wenn halbwegs die Ge- heit einer Einigung bestände. Eine Ge- IgMit besteht oder sie besteht nicht, aber sie sfr* nicht halbwegs bestehen. Die s o zi a l ist i- b\L n Bergarbeiter im Ruhrgebiet wollen von h^^er Halbwegsgewißheit nichts wissen. Sie v vor einigen Tagen in einer Entschließung d» ^.ert: Fortsetzung des passiven Widerstan- eine Verständigung erzielt ist. Von 'pegs ist. da keine Rede. X Die Antwort. 3. Bon unserer Berliner Redaktion wird uns «e- d«abt«: Nachdem gestern vormittag der authentische Text der Note von Frankreich und Belgien ein- getroffen ist, haben sich die zuständigen Stellen der Reichsregierung mit dem genaueren Stu- dium der Note befaßt, so daß man in der ersten Kabinettssitzung, die heute mittag unter dem Vorsitz des ans Freudenstadt zurückgekehrten Reichskanzlers stattfindet, in der Lage sein wird, sich ein einigermaßen klares Bild von der poli- tischen Bedeutung der Antwort Poincares zu machen. Schon jetzt läßt sich der erste Eindruck, den man in den hiesigen maßgeblichen Kreisen hat, dahin zusammenfassen, daß Poincare einer sachlichen Diskussion des deutschen Zahluugs- angcbotes aus dem Wege zu gehen sucht. Seine Polemik gegen den 30 Milliarden-Vorschlag isi verschwommen und entbehrt präziser Gegen- gründe. Die ironische Bemerkung, mit der er sich über die hohe Bedeutung des elastischen Faktors in dem deutschen Angebot hinwegsetzt, erbringt den Beweis, daß ihm und seiner Poli- tik jede Handhabe zur praktischen LUung der Re- paratiomsftage unerwünscht ist. In Regierungs- kreisen weist man besonders darauf hin, ein wie breiterer Raum in der Antwortnote der deut- schen Mitteilung gewidmet ist, daß die passive Resistenz bis zur Räumung! des Ruhrgebietes ausrecht erhalten würde. Wie zu erwarten war, wird diese Feststellung mit der erneuten Forde- rung beantwortet, diese letzte Waffe Deutsch- lauds zu strecken. Frankreich und Belgien richten diese Aufforde- rung am die falsche Adresse. Die passive Resi- stemz ist von der Ruhrbevölkerung ohne Beein- slussung durch die Reichsregiernng gewünscht, begonnen und durchgeführt worden. Selbst wenn eine deutsche Regierung am ihre Beamten etwa andere Instruktionen ergehen ließe, wür- den die Gewerkschaften im der Resistenz verhar- ren, nachdem sie festgestellt haben, daß es mit ihren Begriffen vom der Freiheit der Arbeit unvereinbar sei, unter dem Zwange der Bajonette zu arbeiten. Auch die Forderung nach Räumung des Ruhrgebietes ist ein spontanes Verlangen der Ruhrbevölkerung, dem sich die Reichsregie- rung angeschlossen hat. Es scheint eine gewisse Absicht in der Tatsache zu liegen, daß Poincarö an verschiedenen und zwar an den wichtigsten Stellen der Note Un- klarheiten des deutschen Angebotes feststellt. Vielleicht will er sich den Anschein geben, daß er gern Ausklärungq aus Berlin sähe, vielleicht will er den Vorwurf entkräften, daß er die Ver- hamdlungstüre zugeschlagen habe. Neben der genaueren Untersuchung der französischen Note ist es in diesen Tagen für die deutsche Politik von maßgeblichem Interesse, die Meinung der anderen Alliierten zu erfahren. Wenn nach Eintreffen der Antwort aus den Hauptstädten der anderen Alliierten die Lage geklärt sein wird, ist der deutschen Regierung die Möglichkeit gegeben, die Frage zu erörtern, ob und in wel- cher Form Deutschland seinerseits reagieren soll. Zu den Meldungen über eine angebliche Regierungskrise. b. Berlin, 7. Mai. lEig. Drahtber.) Das Berliner Organ Dr. Stresemanns „Die Zeit" beschäftigt sich unter der Ueberfchrift „Durch- sichtige Tendenzmeldungen" mit den von der französischen Presse mit bewußter Absicht aus- gestreuten Gerüchten über eine in Deutschland unvermeidliche Regierungskrise und schreibt dazu: „Man kann es wohl verstehen, daß die französischen Blätter auf diese Weife den Ein- druck zu erwecken suchen, als sei die deutsche Front geschwächt. Unverständlich ist es nur. daß sich auch in Deutschland Blätter dazu verstehen, diesen Tendenzmeldungen Vorschub zu leisten. Daß es sich um Falschmeldungen handelt, ver- steht sich von selbst. Das Kabinett Cuno hat nach wie vor den Reichstag hinter sich. Sämt- liche Parteien der Volksvertretung sind darin mit der Regierung einverstanden, daß wir den passiven Widerstand nicht aufgeben dürfen und wir jede Vergewaltigung durch ein Diktat un- bedingt ablehen müssen. Es liegt nicht der ge- ringste Grund vor, an einen Regierungswechsel zu denken. Es ist auch keineswegs in Aussicht genommen, an dem Bestände der Regierung Cuno irgend etwas zu ändern. DaS Kabinett Cuno stützt sich auf eine parlamentarische Ein- heitssront, in die alle Parteien von den Deutsch- nationalen bis zu den Sozialdemokraten ein- begriffen sind. An diese» Einheitsfront zu rüt- teln ist heute weniger denn je Anlaß gegeben. Englands Hattung. Mißbilligung des ftanzösisch-belgischen Sonder- vorgehens. London, 7. Mai. Die Presse gibt ihrer Ent- täuschumg über die Able'hnumg des deutschem An- geibots durch Frankreich und Belgien offen Aus- druck. Es wird betont, daß Emglamd am den Re- parationen im gileichen Maße interessiert sei wie Fra.nkreich und Belgien. Die „Times" schrei- bei?: Frankreich und Belgien verschärfen durch ihre unabhängige Antwort aus die deut- sche R «par«tiomZnote die bervW zwischen den AMerten bestehenden Schwierigkeiten noch mehr. Vom erstem Augenblick ver Ruhrbesetzung ab ist es »ollkommem klar gemacht wcwden. daß Eng- Hand dadurch, daß es sich abseits aufhält, weder das Recht der ZieparatiomKzMlumgem, noch das Interesse aius die ZahlungAmechode ausgegeben hat. Die deutsche Note ist am die Westmächte ge- richtet ge-weqem. So hätte die alliierte Einigkeit ohne vorherige Beratung aufrecht erhalten bleiben können. Da das deutsche Angebot aus den Wink Lord Curzoms hin erfolgt ist, kann Großbritaminlden es nicht vollkommen ignorieren und ist gezwungen, eine Art von Antwort zu geben. Es würde oorgez-ogen halbem, gemeinsam mit Frankreich und mit seinen anderen Alliierten zu antworten. Die deutsche Zkote sei ungeschickt und umgenügend, sowie in hernussorüerniden Worten gehalten. Sie könne jedoch zu einer Stufe für die Regelung gemacht werdem. Deutschland habe ange- boten, die Frage unserer gesamtem Berpfllchtnn- gen einem unparteiischen Tribunal zu un- terbreiten. Dies fei wenigstens ein Zeichen von Ausrichtigkeit gewesen, und wenn dies Tribunal aus dem alliiertem Hauptmächten bestehen sollte, so würde auch die gesamte Macht der öffentlichem Meinung im England flirr die Teilnahme einer solchen Vertretung an diesen Erörterungen ein- treten. Man könnte auch wissen, daiß Amerika auf Grund dieser Frage ^bereit sein würde, von neuem eine assoziierte Macht zu «verde«. Staats- sekretär Hughes selbst habe den ©«danken der Verweisung am eim derartiges Tribunal gutgeheißen. Es sei klar genug, daß gana Europa, vor allem Fraukreich. uuge'heure Vorteile aus diesem Plan Hieben wllriden, am dem Amerika interessiert sei. Die Meinung Lord Curzons. London, 6. Mai. Der englische Minister des Aeußern Lord Curzon sagte in einer Rede: Die einzige Lösung der europäischen Schwierigkeiten liegt in einer Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Die einzig mögliche Politik für Großbritannien und Italien ist. diese Ver- söhnung so sehr wie möglich zu fördern und zu beschleunigen. Wir dürfen uns nicht durch ir- gendeine besondere Phase der französischen Poli- tik von der französischen Nation entfremden lassen. Zwei große praktische Ziele müssen jetzt und in Zukunft im Auge behalten werden: 1. die Festsetzung einer endgültigen Summe, die der Zahlungsfähigkeit Deutschlands ent- spricht und im Anschluß daran die Wiederherstel- lung seines Kredites, 2. die Festsetzung einer bestimmten Zome oder eines breiten, schü- tzenden Gebietsstreifens, durch den keine mili- tärifchen Streitkräfte gesandt werden dürfen. London, 7. Mai. lEig. Drahtben) Nach einer Meldung der „Daily Expreß" wird Lord Curzon in der nächsten Woche vor dem Unterhause offi- zielle Erklärungen zur deutschen Note abgeben. poincarös Entschuldigung in London. London, 7. Mai. Der englische Minister des Aeußern hat am Sonntag die Botschafter Frank- reichs und Belgiens empfangen. Bei der dabei erfolgten Überreichung des Wortlautes der französisch-belgischen Antwort an Deutschland fei der französische Standpunkt bezüglich der Art der Antwort dargelegt worden. PoinearS habe zum Ausdruck bringen lassen, daß er es sehr be- grüßt hätte, wenn die Antwort an Deutschland die Form einer Kollektivnote angenommen hätte, daß dies aber unmöglich gewesen sei infolge der Forderung der französischen Oeffentlichkeit und der Ansicht des Parlaments, das deutsche An- gebot sofort abzulehnen. Poincarö gebe Lord Curzon die Versicherung, daß. wenn in Zukunft Deutschland ein Angebot mache, das in irgend einer Weise als Erörterungsgrundlage an- gesehen werden könnte, Poinearö bereit sein würde, es gemeinsam mit den Alliierten zu überlegen. Belgiens Abhängigkeil von Frankreich. Berlin, 7. Mai. Wie die Blätter melden, ist der offizielle Text der framzösischen Note heute morgen im Berlin eingetroffen. Der deutsche GeschWAträger im Brüssel hat mitgeteilt, daß der ihm übergebet,« Text der belgischem Note mit der französischem Antwort gleichartig sei. Aus eine drahtliche Uebermittlmng der belgischei> Note wurde deshalb verzichtet. Es wird erst nach dem Eintreffen des brieflich übermittelten Textes -festgestellt werden, cb die belgische Note von der framzösiWem irgendwelche Abweichungen zeigt. England und Rußland. London, 7. Mai. Der „Times" zufolge, be- steht hier Grund zu der Annahmu, daß die Mehrheit des britischen Kabinetts gegen eine weitere Anwesenheit der russischen Handelsdelega- tion in England ist. Eine Mitteilung in diesem Sinne soll in absehbarer Zeit hier erwartet werden. Die russischen Bischöfe für die Sowjelregierung. Moskau. 7. Mai. Ans dem ru>Zsischen Kirchen- konM verlas der Metropolit Antonie eimen EMchluß von 4L Bischösen, darunter 4 Metro- plllitem, den Patriamchem Tbchom Powes Amtes zu entheben. Das Konzil nahm eine Enischlie- ßung an, in der erklärt -wird, Dichon sei eim Ab- tvünmiger der wirklich christlichen Lehre umd ein Verräter an der Kirche gewesen. Tichom wird seines Amtes und seiner qeiMchen Mürbem ent- hoben. Zugleich richtet idas Konzil an alle Gefft- licheu die Mahnung, jedem Biersuch, die Kirche sür politische Zwecke auszumützeu, zu unter las- seu. Die von der Sowjetmacht -darrchMührie Tremmumg von Kirche umd Staat lasse der Kirche größte Freiheit. Jeder Glau- bige müsse daher als ehrlicher Sowjelb-üvger der Sowjetmacht bei der Errichtung des Reiches Got- tes auf Erden Helsen. Indes das Konzil Tichan verurteilt, erklart es das Patriarchat sür eine gegemrevolutiomäre Eimrichtumg. Im vimer a.n° deren Entschließung amrd betont, daß zum Episkopat verheiratete Priester zugelofiem wer- den können, und lberust sich dabei auf bi« a-postoli- sche Schrift und -die Praxis der griechischem Kirche ViS »um 12. Iahrhumdert. Der Krupp-Prozetz. Werden, 7. Mai. Kurz nach 8^ Uhr vormit- tags beginnen die Verhandlungen des dritten Prozeßtages. Als Zeugen werden vernommen der Privatsekretär des Herrn rKupp v. Bohlen und Halbach, Schüppner, die Bürovorsteher des Privatbüros, Direktoren Oesterlein und Haß, sowie der Botenmeister Greulich. Ihre Aus- sagen bringen nichts Neues. Schiippner bestätigt, daß Krupp von Bohlen und Halbach in seiner Korrespondenz, die ganz durch die Hände des Zeugen gegangen sei, sich niemals in An- gelegenheiten des Direktoriums gemischt habe. Haß wußte von einer Vereinbarung, im Falle der Besetzung die Sirenen ziehen zu lassen, bis zum 31. März nichts. Es sei ihm aber trotzdem nicht verwunderlich gewesen, als das Sirenen- geheul ertönte, da im ganzen Ruhrgebiet den Arbeitern bekannt war, daß im Falle einer französischen Besetzung zwecks Niederlegung der Arbeit die Sirenen gezogen würden. Greulich kommt bei seiner Aussage darauf zu sprechen, daß er am Ostersamstagmorgen den mit Per- sonalangelegenheiten betrauten Direktor Klöpser bei Krupp von Bohlen gemeldet hatte. Der Staatsanwalt legt anscheinend Wert darauf, darüber, was bei diesem Besuch gesprochen wnrde, näheres zu hören. Krupp von Bohlen und Halbach erklärt, daß er Klöpser beauftragt habe, ihm durch den ältesten katholischen Geist- lichen in Essen, Msg Euskirchen, eine Unter- redung mit dem damals in Essen weilenden päpstlichen Delegaten Testa zu erwirken. w. Werben, 7. Mai. Drcchtber.) Kurz nach 6.30 Uhr war die Zeugenvernehmung beendet. Der Prozeß wurde aus morgen Dienstag vor- mittag S Uhr vertagt. Am Vormittag finden die Pläydors des Staatsanwaltes und der Ver- teidignng statt. Das Urteil ist um die Abend- stunden zu erwarten. Massenausweisungen. Köln, 7. Mai. Die Franzosen fordern, daß der Wald beiderseits der Straße Winkerat—Galt auf 40 Meter abgeholzt werden soll. — In Alt- kirchen finden zurzeit Mafseuausweisun- gen von Eisenbahnerfamilien statt, von denen 600 bis 700 Personen betroffen werden dürften. * w. Dortmund, 7. Mai. lDrahtber.) Bürger- meister Fischer und Beirat 5kullrich aus Dort- mund sind wegen angeblicher Sabotageakte an der französischen Telephonleitung in Brackel zu einer Gesamtstrase von 10 Millionen Mark oder 343 Dollar vernrteilt worden. Im Falle der Nichtzahlung soll die Summe aus dem Ver- mögen der Stadt beigetriebem werden. Protest gegen die Mißhandlung von Eisenbahnern. Essen, 7. Mai. Der zur Zeit in Hamm resi- dierende Präsident der Eisembal,ndirektion Essen hat an den Präsidenten der Feldeisenbahn- Unterkommission in Essen eine Protestschrist ge- richtet, in welcher gegen eine Reihe von Miß- Handlungen deutscher Eisembahmer schärffte Ver- Währung eingelegt und dringend ersucht wird, bei den zuständigen Stellen für eine wirksame Bekämpfung derartiger Mißhandlungen durch nachgeordnete Organe, um die es sich meist han- delt, einzutreten. In einer Anlage sind wieder eine Reihe von Mißhandlungen beigefügt. Die Französlinge. Berlin, 7. Mai. lDrahtber.) Nach einer Blättermelduug aus Koblenz ist der als Son- derbündler bekannte Klempnermeister Nikolai aus dem Koblenzer Leseverein, einer großen katholischen Vereinigung, ausgeschlossen worden. Die französische Besatzungsbehörde, an die sich Nikolai wandte, zwang den Verein, unter An- drohung der Verhaftung des Vorsitzenden und der Auflösung, Nikolai wieder aufzunehmen. Offenburg. Offenburg. 7. Mai. Vor einigen Tagen wurde die Besatzung verstärkt durch eine Maschinen««- wehrabteilung mit 40 Pferden, die zu dem im Straßburg stehenden Husaren regimeut gehört. Karlsruher Tagblatt. Dienstag, de» 8. Mar 1923 Ar. 12«. Seite S Deutscher Reichstag Verlin, 7. Mai. ?lm RegiernngStifch Reichs- j ust i z m i ni st e r Dr. Heinze. Der Woh- nungsansschuß ficit einen Antrag Benthien (D. Vp.j betr. Pachtverträge bei gewerb- lichen Betrieben angenommen und fordert einen Gesetzentwurf, wonach zurzeit nicht künd- bare Pachtverträge, die unter das Pachtschutz- gesetz fallen und sich auf gewerbliche Betriebe iGastwirtschaften, Hotels, Fabriken, Sanatorien, Krankenanstalten nsw.» beziehen, zur Erledigung eines angemessenen Pachtzinses mit Genehmigung des Mieteinigungsamtes oder eines ahn- lich zusainmengesaßten Amtes den veränderten Verhältnissen angepaßt bezw. gekündigt werden können. Nachdem der Abg. Beytbien (D. Vp.) als Berichterstatter den Ansschnßbeschlnß zur Annahme empfohlen hatte, wird der Antrag ein- stimmig a u g e n o m m e n. Auf der Tagesordnung steht dann der Bericht des Geschästsordn«ngsanoschusses, der die Frage geprüft hat, ob durch die Verordnung des Poli- zenpräsidenten von Berlin gegen die Deutsch- völkische Freiheitspartei eine Be- schränkung der persönlichen Freiheit der Ab- geordneten dieser Partei verursacht worden ist, die sie in der Ausübung ihres Abgeordneten- berufes beeinflußt liat. Der Geschästsordnungs- auSschub hat diese Frage verneint. Verbunden mit diesem Bericht wird eiu be- schleunigter Antrag von Gräfe (Dv. F.P.), der » die sofortige Aufhebung der Verordnung des Berliner Polizeipräsidenten fordert, aufrecht. (Lebhaftes Hört, hört! rechts.) Hier zweifellos ein Eingriff in die Rechte einzelner Abgeordneten vorliegt. Der Reichstag dürfe sich vou der Polizei nicht seine eigenen Ab- geordnetenrechte beschneiden lassen. Abg. Wnlle (Dv.Fr.P.) hält es für undenkbar, daß der Polizeichef eines Landes die Macht ha- ben soll, die Geschäftsräume einer Reichspartei zu schließen. Der Polizeipräsident Weiß habe erklärt: Der Reichstag könne tun, was er wolle, die Beschlagnahme der Geschäftsräume halte er aufrecht. (Lebhaftes Hort, hört! rechts.) Hier liege ein glatter Verstoß gegen die Verfassung vor. Abg. Dittmann (Soz.) betrachtet es als ein eigenartiges Schauspiel der Abgeordneten der Rechtsparteien, eine Erweiterung des Jmmnni- tätsschutzes zu verlangen, während von ihnen früher erklärt wurde, daß dazu kein Anlaß vor- liege. Das Vorgehen gegen die Dentschvölkische Freiheitspartei sei durchaus nicht ohne Beispiel. Der preußische Minister Koelltr hat 1895 das Büro der Sozialdemokratischen Partei Deutsch- lands aufgelöst. Die zweite Lesung des Reichshanshalts wird beim Reichsarbeitsministerinm fortgesetzt. Bei der Erwerbslosenfürsorge wendet sich ein sozialdemokratischer Abgeordneter gegen die Behauptung, die Arbeitslosigkeit sei darauf zu- rückzuführen, daß nicht genug gearbeitet werde. Sie beantragt einen Gesetzentwurf, durch den allen durch die Ruhrbesetzung entlassenen Arbei- tern und Angestellten im neuen und altbefetzten Gebiete in Betrieben mit mehr als 10 Arbeit- nehmern das Recht auf Wiederbeschäftigung ge- währleistet werden soll. Abg. Andr6 (Ztr.) hebt hervor, daß das Ju- gendproblem mit gesetzlichen Maßnahmen allein nicht zu regeln sei, der religiöse Faktor müsse bei der Jugenderziehung zur Geltung gebracht werben. Abg. Frau Schröder (Soz.) verlangt Maß- nahmen zum Schutze der durch die Steuergesetz- gebung brotlos gewordenen Tabakarbeitc r, die in andere Erwerbszweige nicht überführt werden können. Abg. Malzahn (Komm.) stellt fest, daß es in Deutschland bereits 3 Millionen Kurzarbeiter gäbe. Angenommen wirb eine Entschließung, die von der Regierung erhöhte Tätigkeit im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes fordert, sowie ein Antrag, die Unterstützung der Erwerbslosensürsorge den Teuerungsverhältnissen anzupassen. Der sozialdemokratische Antrag, der einen Ge- setzentwurs zugunsten der notleidenden Arbeiter fordert, wird an den Ausschuß verwiesen, wo er rasch erledigt werden soll. Angenommen wird ferner eine Entschließung auf Förderung des Wohnungsbaues, sowie die sozialdemokratische Entschließung zu- gnnsten der Tabakarbeiter Es folgt dann die zurückgestellte Abstimmung über die 5rage, ob dnrch die Maßnahmen der Berliner Polizei gegen die Deutschvölkische Frei- heitspartei die Immunität der deutschvölkischen Abgeordneten verletzt worden sei. Der Ge- schästsordnnngsausschuß hat diese Frage ver- neint. Das Hans trat mit 203 gegen IIS Stim- men bei drei Enthaltungen dem Ausschußbeschluß bei. Dagegen stimmten die Deutschnationalen, die Deutsche und Bayerische Volkspartei sowie die Kommunisten. Darauf wurde die Beratung des Haushalts des Reichsarbeitsministeriums fortgesetzt nnd dieser Haushalt erledigt. Nächste Sitzung Diens- tag 2 Uhr, Finanzministerium. 3. Lesung des Versammlnngssprenggesetzes. Schluß 9 Uhr. Ein ehrenwertes Parlament! Polizei muh im preußischen Landtag für Ordnung sorgen. Berlin, 7. Mai. Im Landtag beantragte der kommunistische Abg. Schultz-Neukölln zu Beginn Vorwegberatung des Antrages seiner Fraktion auf sofortige Aufhobung des Ausschlußbeschlusses gegen den Abg. K a tz, wobei es wiederum zu er- regten Szenen kam. Der Antrag wurde schließ- lich abgelehnt. Als der Abg. Steffens (D-V.) das Wort zur allgemeinen Beratung des Kul» tusetats ergriff, erhoben die kommunistischen Abgeordneten einen ohrenbetäubenden Lärm (fortwährende Rufe: „Die Polizei muß nms!" „Verbrecher!", „Dirnenparlament" und gel- lende Pfiffe ertönten). Der Abg. Paul Hoff- mann wurde schließlich als Anführer der Skan- dalfzenen vom Präsidenten von der Sitzung aus- geschlossen, weigerte sich aber den Saal zu ver- lassen. Unter fortdauernden Skandalfzenen schloß darauf der Präsident die Sitzung und ließ sämtliche Tribünen einschließlich der Presse- tribüne räumen und den Abg. Hoffmann durch Polizei aus dem Saale entfernen. Eine weitere Nieldung besagt: Nachdem der Aelteftenrat des Landtages eine längere Sitzung abgehalten hatte, betraten die zahlreichen anwe- senden Kriminalbeamten den Sitzungssaal und führten den Abg. Paul Hoffmann mit Ge»r»alt ans dem Saal. Da sich mehrere kom- munistifche Abgeordnete den Beamten in die Arme warfen, wurden diese wegen Widerstands gegen die Staatsgeivalt ebenfalls mit Gemalt aus dem Saale geführt und einige von ihnen in einem Zimmer de» Landtagsgebäubes zurück- gehalten. Die neue Sitzung des Landtags wurde vom Vizepräsidenten mit der Mitteilung des Aus- schlusses des komnnlnistischen Abg. Hoffmann er- öffnet und mit der Erklärung, daß gegen jeden Gewalt angewendet werden würde, der stch Wi- derfetzlichkeiten zu schulden kommen läßt. Ein kommunistischer Abgeordneter beantragte die so- fvrtige Besprechung des kommunistischen Protestantrages gegen die Anordnungen des Präsi- denten. (Kriminalbeamte hielten sich in großer Zahl im Hanse auf.) Als er die Beamten ver- brecherischer Wandlungen beschuldigte, wurde der Redner zur Ordnung gernfen. Hierauf fand ein Antrag auf Schluß der Aussprache unter grüß» tem Lärm der Kommunisten Annahme, Die nunmehr folgenden Ausführungen eines Abgeordneten zum Kultusetat wurden durch die Kom- munisten durch lärmende Zurufe unmöglich ge- macht. Der Präsident ersuchte darauf nach ent- sprechender Ankündigung wettere kommunistische Abgeordnete den Saat zu verlassen. Als die betreffenden Abgeordneten sich weigerten, den Saal zu verlassen, wurde die Sitzung abermals nm eine halbe Stunde unterbrochen. Während der Verhandlungspause blieben die hinausge- wiesenen Abgeordneten im Saal und eö kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwifchen einzelnen kommunistischen und "sozialdemokratischen Abge- ordneten. Diese Vorgänge versetzen dem geringen An- sehen des jetzigen Parlamentarismus einen neuen schweren Stoß. Deutsches Keirk Rückkehr des Reichskanzlers nach Verlin. Berlin, 7. Mai. Den Blättern zufolge trifft der Reichskanzler, Her einen kurzen Erholungsurlaub oerbracht hat. aus Frewdenstadt morgen in Berlin Messer ein. Die ZNaigehälter. Berlin, 7. Mai. Das Reichsfinanzmin ister i»m hat die 'Spitzengeiverkschasten Her Reichsarbei- ter und -Beamten für den Mittwoch zu einer Besprechung über die im Mai zu zahlenden (5e- hälter nnd Löhne eingeladen. Saöiscke Politik Die Deutschsozialistische Partei. Amtlich wird gemeldet: 'Das für Babe n aus- gesprochene Verbot der Deutsch-Tozialistifche» Partei ist auf die oon der Ortsgruppe Mann- heim eingelegte Beschwerde vom Staatsgerichts- Hof MM Schutze Her Republik aufgehoben wor- den. Aus Vaöen Forchheim b. Karlsruhe, 7. Mai. Beim Baden im Rhein ist der ISjährige Sohn des hie- sigen Landwirts Anton Heil ertrunken. Bruchsal, 7. Mai. Gestern fand der Sommer- tagszug statt- Mindestens 20 000 Personen kamen von auswärts, um ihn zu sehen. Die verstärkten Personenzüge aus den Richtungen Karlsruhe, Bretten, Rheinsheim, Heidelberg nnd der Nebenbahnen Hilsbach-Bruchsal und Men- zingen-Bruchsal waren überfüllt. Am Som° mertagszug nahmen gegen 4000 Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren teil, darunter solche, die 3 bis 4 Wegstunden nach Bruchsal gewandert wa reit Alle schwangen fröhlich ihren bunten, mit Brezeln geschmückten Sommertagsstecken nnd sangen die bekannte Weise: „Stri, stra stro, der Sommertag isch do". =. Pforzheim, 7. Mai. Gestern fand hier die Jahrestagung des Landesverbandes badisch er Glasermeister statt, die trotz der Verkehrs- schwierigkeiten aus allen Teilen des Landes be- sucht war, und bei der auch die Verbände der Pfalz nnd Hessens vertreten waren. Die Ver- Handlungen wickelten sich glatt ab. In ihrem Mittelpunkt standen zwei fachmännische Vor- träge. Die nächstjährige Tagung soll in Kon- stanz stattfinden. m, Mühlhansen a. d. Würm, 7. Mai Die evang. Gemeinde konnte am vergangenen Sonn- tag, begünstigt vom schönsten Maiwetter, ihr 100. Jubiläum feiern. War es schon ein Genuß das Würmtal entlang in frischer Morgenluft dahin zu wandern, so war es ein Genuß höherer Art, dem Festgottesdienst in dem schöngeschmück- ten, mit einem neuen großen Bild des Pfarrers Henhöfer gezierten Kirchlein anzuwohnen, den Erstes B latt _ Prälat D. Schmitt henn er von Karlsruhe hielt. Seiner Predigt legte er Röm. 1, 16 und Eph. •">, 14 zugrunde und weckte in den Herzen der Gemcindeglieder mit zündenden Worten Glaube, Liebe und Hoffnung. Gebete und Lieder, auch die des Kirchenchors trugen sehr zur stimmuug bei. Eine reiche Gabe von auswar tigen Freunden konnte er der Gemeinde mit- teilen. Hatte schon am Abend zuvor im HoK des Pfarrhauses (des altett Schlosses) im Krei 'e der von Gemmingschen Familie und anderer aus- ivärtiger Gäste und der Kirchengemeinderate eine Vorfeier stattgefunden, so machte eine ernste Feier auf dem nahen Kirchhof am Grabe des Pfarrers Hager den Schluß des Vormittags Nachmittags wurde das Fest auf der Wjei* neben der Kirche gefeiert, da die Kirche dic große Menge der Festgäste bei weitem nicht flf 5 faßt hätte. Die Kirchenchöre von Hausen, Nuß- bäum, Friolsheim, der Männerchor und Posa» nenchor von Pforzheim leisteten dabei Hervor- ragendes. Nach einem inhaltsreichen Gedickn mit historischen Rückblicken und Gelöbnis begrüßte der Ortsgeistliche I. Ziegler- dara>» überbrachte Prälat Schmitthenner Grüße der t Großherzogin Luise, kurz vor ihrem Tod il>w aufgetragen und erinnerte an die vielen große" Zeugen des evang. Lebens. Frühere Pfarrer >» Mühlhausen: Hosheinz, Meerwein, Trost, hielte« Ansprachen, a uch Pfarrer H, Schmitthenner und der Pfarrer von Müßlingen über- brachten Grüß evon den württembergischen Na« bargemeinden. Der Präsident der württem bergischen Kirche, Exzellenz von Ze l le r, spra« die herzliche Teilnahme des Konsistoriums a»s und den Dank für den von Henhöfer ansge- gangenen Segen. Baron v. G e m m i n g e" dankte für die Anerkennung, die seiner Fitatilic im Laufe des Festes zuteil geworden, Direktor Fath von Pforzheim überbrachte eine Gabe des evang Bundes, und Dekan Höflich schloß d>c Feier. Ein sehr gutes Gedicht von Kabinett- meister Alegri aus Mühlhausen machte tiefe» Eindruck. Obwohl diese Feier drei Stunde" währte, wurde sie niemanden zu lang. Befliß digt und geistig gestärkt werden alle Teilnehmt diefen Tag im Gedächtnis behalten Dem Pfarl- haus und den Privathäusern gebührt für ikrc außerordentliche (Gastfreundschaft herzlicher Dank. =r Heidelberg, 7. Mai. Der Stadtrat hat de» Umbau des Stadttheaters beschlossen, der als- bald in Angriff genommen werden soll. Die ftf samten Parterrelogen werden entfernt und dl* Sperrsitzreihen um die dadurch gwonnenen Fl?" chen verbreitert. Damit wird zugleich eine ßere Sicherheit bei Feuergefahr erzielt- D>e Kosten des Umbaues sind aus 120 Millione» geschätzt. — Bei der Erinneruugsfeier an ^ 1848er Nationalverfammlung, die im Einve^ nehmen mit der Reichsregierung von der Stadl Frankfurt am 18. Mai veranstaltet wirb, wi^ Professor Albert W e 6 e r-Heidelberg die Festrede halten. — Gernsbach,7 Mai. Das unvorsichtige llw- gehen mit Schußwaffen hat in Rotenfels 3» einem tödlichen Unglücksfall geführt. De» 1 sechsjährige Söhnchen des Landwirts 28*®! Westermann war eine Schußwaffe in die Hände geraten, die sich entlud nnd das zweijährig Söhnchen der Familie tötete. — Waldkirch, 7. Mai. Zigarrenfabrikant Kar., Faist, der mit seinem Auto verunglückte, den dabei erlittenen schweren Verletzungen et* legen. = Singen a. H., 7. Mai. Unter der Leitu»» des Spielleiters am Stadttheater St. Galle?' Paul Kulkwitz, werden am 24. Juni H o h e n t w i e l f e st s p i e l e I 0 2 3 auf Freilichtbühne mit Gerhart Hauptmanns „Der arme Heinrich" eröffnet. — Konstanz, 8. Mai. Ein japanische/ Arzt, der über Gottmadingen nach Zürich ie .. sen wollte, versuchte, auf dem Rücken an lW sichtbare und der in den Unterstrvmungen süb!' bare geistige Pol der gegenwärtigen KunstaUS' stelluug. Ihm daher das erste Hoch! — Over, bürgermeister Dr. F i n t e r vermittelte Dank der Stadtgemeinde und tat die hocherfre» liche Absicht kund, daß die für 1915 zum Juv läum erstellte Knnstausstelluugshalle zu kü»^ tiger Dauereinrichtung werden soll. Dies uw ' mehr, als sich die Stadtverwaltung der Ausgabe, in kultureller Beziehung ein Grenzb?^' werk geworden zu fei«, eindringlich bewußt Des Redners innerer und heißester mahnte zum Sichzurücksinden in das Sel^ Mit Wagners Dans Sachsens Worten von de Ewigkeitswert deutscher Kunst schloß Dr. Finte seine Ausführungen. Namens der Volks«* tretung ergriff der neue Präsident des Landta» ' Ministerialrat Dr. Baumgartner, "5, Wort. Er bekundete das ausrichtige Jutcre" der Volksvertreter an den künstlerischen Äcst' bungcn, spendete wärmsten Dank, betonte haltig die Macht der Idee, welche einem «tüa>> gefüge erst das geistige Gesicht verleiht: er sprach das Eintreten des Landtages nach äufte sier Möglichkeit in der Bereitstellung der riellen Mittel. Nach einer Ansprache des suis Meuzinger, der dabei ein Huldiguns^ gedicht unseres Dichters Heinrich Vierer?, „Den Damen" einflocht, folgte der unterhalte» Teil der Festfeier. Einem Spiel zur Huldigung der Künste ' orientalischer, sehr malerischer Fassung sow f der Solovortrag von Liedern durch ' W el) rauch sowie der Walzerlieder V L Brahms durch das in letzter Zeit mehrsack * könnt gewordene Quartett Lust - Bra »' K i b n - H i tz l e r und endlich der köstlichen ^ tenschnurren des Ehepaares Kögele. ^ Spezificnm des Vereins bildender Künst'^ wurde in glücklichster, an die besten Zeiten f<Ä fC ort gerühmten Darstellungen erinnernder erreicht in den liebenswürdigen Parodien jjf.» liafter hiesiger Künstler. Das war Witz, und — Liebe, also Humor. Der Autor,. ' „ Hellmuth Eichrodt, die Mitwirkenden kdu . „ wir nicht namhaft machen, so glänzend sie in ihrer äußeren Gestalt nnd ihren inj«** Rollen verschwunden. Mit der Verlebendlgu des Ausstellungsplakats durch den oielseit«'- Tanz- und Malkünstler Krapp und ffänes i" ^ beinigen steuerbelasteten Freundes schloß Programm ab. " Große Deutsche Kunstausstellung Karlsruhe 1923. Ii. Nicht minder interessant, chamkterüstisch uu>d wertvoll für das WdiwestbeuGhe 'Schgissen erwei- sen sich die loeiteren Sonderkabinette, Sie nach Durchichreitcil des großen deutschen Saales uwd des Raumes Äer Karl-smiHer Neuromantiker an der Westfront '6»cr Ausstellungshalle erreicht werden. Es sind der Haue i sen räum, das Di ll ka binet t und das Gust. Wvlfzim- ine r mit Vorraum. Albert Hau ei (cn hat idurch rhM mische «Aie- derung seiner Wandslächen, Äurch drei Bilder nnd zwei Plastiken, einen Kunstnanm geschMen, 'der ben Fondevungen einer füllt viertelt Raum- schmüchuug «tiuis Feiarste entspricht. Man fühlt sich i n diese in Raum Ktnächst oon ein em difeipli» nierten Geist ttinstleriicher Ordnung nnd An- orÄituug umfangeit. Darüber Hinaus aber geben die drei dekorativen Wandgemälde einen stariken Eindruck in»:, dem großen nwd reichen Können Hau>eisens auf >dent Gebiete der Landschaft^» und FtMralkunsr,' je«de dieser Seiteit schlägt einen neuen, starken Ton an. Die Aufgabe, die Hau- «ijen sich gestellt hat. ist von ihrem Kerupnntt aus erfaßt und getöü. Das Mittelstück, die FluHlandschaift, ist von Mhnem Aufbau nnd von reicher Gvi-oderung ider Massen, aber auch oon stavkem, räumlichein Eindruck. Ganz stark ttnd bewundernswert ist die farbige Eingliederung 'der btSdhaften Einzelheiten t» das Rvumgan^e. Wie H. B. Her -mch vorn breitende Adann in der Lirft steht, wie er sich oon der blaßgrünen Baumsilhouette aiu>ebt nnd wie vas Wasser stoiff- lich j» AuAdrnck gebracht wird, das gehört zu den stärksten un-d nnmittelbarsten Leistungen künstlerischen Könnens. Weniger raumistavk, aber um so stiimnungshaifter und rhythmisch be- we«ter sin> die Seiden seidttchen Sommevbilber. In ihnen kehrt Ha-tteiisen gewisserntaßen wieder zitt einer Stilphase feiner Entwicklung von vor etwa Ä> Jahren zurück, als er sich mit der .Kunst Millets auseinandersetzte. Er hat jene, damals noch stark form«>!e Pertode jetzt I its SlimmungK- haste und große Dekorative weitergebildet und im Ausdruck des schwülen und heißen Sommer- tages -dnrch die Farben» und Forutge'bung — im s^egensatz zu der fiihl gehaltenen MtHlandi'chaft eine bewttwderniswerte Stärke erreicht. Em epjlscher Zug wohnt dieser Art von Raum- und Landschorts-k^nnst inne, 'b>cr hnrch die zwei ein- fachen Plastiken m beiden Seiten der Türe n«h verstärkt wird. Im Gegensatz hierM ist das Dtll-Kabi- nett auf intime, farbendekorative Wirfttatg M- samniengestellt. Schon die golbvche Wan-difarbe gibt im Gegensa>tz zu dem satten Weiß des Hau- eisenkavinetts, einen 1 »ärmeren Klang. Da.zu der seine Wechsel der LanÄjicljasten und Marinen, dte in den gewohnten, vornehm abgetönten Far- be». weicher Gobelin«kkovde abgestinmit nnd dnrch fein a>bgewo>gene .Hängnng ,z>u wechseüvoller nnd doch ruhiger Wirkung gebracht sind. Dieses .Kabinett in seiner 'harntontschen Ausgleichung und Zu'iaunnenst'immung ist das Ergebnis einer langen, verseinerten Kultur der Sinne, die mit einer Art »tusikalischcn Wohlklangs in oorneh- mer Stille und Gehaltentieit sich ausspricht. Dill hat durch seine der Chioggiazeit entnommenen Mobwe, in den Marinen und Archilekturstücken, «durch seine Dachauer Lau>dfchgften in dem wei- chen Silberklang her Töne und in den lebhafter rlhyth musterten Tafeln aus der Bretagne die .Haupt Perioden seines Schaffens hervor- gehoben. Man sieht, wie die farbige und sor- mall« Baroinifachung und Zusain menstiimi^u i > g jederzeit deit Gruwdtvm für seine Bildarchitettur abgibt, und wo die Einheitlichkeit seines künst- lerijichon Wesens liegt. Er geht vom Deborati- vett aus und gelangt ins Intime: «denn seine besten Stücke aller Schassensperi-obeu lausen in einer so hohen und seinen farblichen Kultur jtt° sammen, wie sie in «der Knust des ausgehenden 18. Jahrhunderts — allerdings mit ganz anbe- ren künstlerischen Grundlagen, wohl aber mit ähnlichen Absichten — bei den Boucher, Watteau, Fragonard u. «. bestanden: seinsinnige, farbige StiimmungSmalevei in gebrochenen Tönen und einer wohlgepflegten, sauberen Technik. Daß eine soilch feine ^nrückhaltend-e Kunst in unserer faltftferügen Zeit vorschnell mit .altmodisch" bei- feite gefchobett iverden möchte, hat deinen Belang, so lange die nieninodtsche» Ma>HweÜfen nicht mehr mlS a llmodiiich sich geben. Selbständig nnb eigenartig tritt im fünften Sonde^kaibinett Gustav Wolf mit seiner Kunst auf. Schon hie Flügelwände des Eingangs wei- sen durch -faiie meist aguarellierten Zeichnungen von oft phantastifcher Eigenheit ans t>as Wesen der Wolfschen Kunst hin: es ist hie Graphik in Berbinduug mit farbiger Gliederung der Fläche, nicht so sehr Ranmbibdttng, als vielmehr Fla- chenaufteilnng. Diese Slusfafsung der Wolfscheu Kunstweise wird nicht umgeworfen burch die mehr bilbhaft ctearbeiteten Tafeln, die in dem mit Kosmischen und natnrhaften Phantasien ans- geschinückten Jnnenraum die Wände zieren. Seien es nun die rauurdeutlichen Bvdeniseeland- scha'sten (die ebenso richtig Luft- oder Wasserschas- ten genannt werden bürsten), oder seien es dic abenteuerlichen Tiergestaltungen oder Kosmogo niem, itrancr tritt her Farbenakzent in irgend einer graphischen Fimktiou als Flächenanftei- lung auf. Und die köstlichen Drucke nnd Buch- schmnckarbeiten in «den Eckschräniken des Raumes bekräftige»' >den Eindruck vom Wesen der Kunst Wölfs als einer Flachenknnst, wie sie orientalischen und indischen Teppichen oder ostasiali'jchen Battükarbeiten innewohnt. Diese Art von Kunst ist bei WM eigenwüchsig, nicht übernommen von irgend einer einlieimischen oder exotüschen Mode oder Richtung. Diese irrtümliche Eigenwüchsig- keit gibt idem Wölfischen Schassen «etne Einheit und Ge'schllossenheit i-mnitten 'dem suchendeit <>>e- woge der ,zcitgenö>ssrschen Richiitngen und Versuche. Beringet. * Der Eröffnung der Deutschen KunstaussteUtmg folgte am Abend im Künstlerhaus eine gesellige Fe st fei er. Dazu waren neben den amtlichen und den Kunstkreisen, wie aus einem witzigen Uünstlermnnd hübsch gesagt wurde, auch die besten Zeichner, nämlich die Garantiefondszeich- ner erschienen. Während des gemeinschaftlichen Essens sprach der Minister des Kultus und Unterrichts, Professor Dr. Hellpach namens der Regierung den Begrüßungsspruch. In sei- nein gewandten, dem guten Feuilletonismus ver- wandten, synthetischen Stil erinnerte er an die kulturgeschichtliche und nicht etwa zufällige Tat- fache, daß gerade in Zeiten politischer Fährlich- keiten die Künste Blüteepochen erreicht haben. So in Hellas, in Italien in der Renaissance, in Deutschland in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die von Nietzsche geprägte Differen»ie- rung vom dionysischen und apollinischen Geist geht in dem deutjcheu Kunsterlebnis in Erfüllung der unferm Volk eingeborenen Faustnatur eine seltene Verbindung ein. Wir haben das Glück, in nnserm Hans Thoma eine solch groß- artige Erscheinung zu besitzen und dic große Freude, daß gerade die Stadt Karlsruhe diesen Meister ihr eigen nennen dars. Thoma ist der Karlsruher Tagblatt. DienStag» den 8. Mai 1928 Grstes V latt Hosenträger befestigt, einen wertvollen Photo- graphischen Apparat über die Grenze zu schmug- Sein. Dem Japaner wurde der Apparat ab- benommen und ihm außerdem eine Geldstrafe »vn 1050 MV Jk zudiktiert. Kus Nachbarlsnöern Dertungssingen der Bezirksgruppe Sandel des Speyergau-Sängerbundes. - Ncubnrg a. Rh., 7. Mai. Auf srimgechchuimck- >en Gefährten eisten am letzten Sonntag Äie Ber^ «in»e hjerHor. um im eiweat WertlMySsingvn die ^Äe Rührigkeit Äes TpeyerMueS Ml bestätigen. Mit 'kernigen Worten bHtvnte Hauptle'hrer Da- ni e l f»i>c kulturelle Ausgabe unfe den nationalen Wert Hes deutschen Liemes. Das würdige Got- Mhaus, im idem sich -die Gänger sammeilten, mar 'n deinem schlichten Schinnck ein weibe-ooller Rahmen Mr öas Fest, frem im übrigen Äer Ernst der <«it den Stempel tf#er Einmchheit ausdrätckte. Die wetdeisernideul Vereine brachten Lieber omn deutschen Wald, vom ^deutschem Loben un>d Lieben zum ^»rtraa. Als Preisrichter ivaren MmMnwek- tor Zmreich aus Karlsruhe uti® Herr Da- uiel aus M-undenhÄm gewonnen. Die -betei- listen Vereine erwarben sich solgende Bewerbungen: ?i-eöcrkronz Kantdsl gut, Frohsinn Berg Mt, Eintracht Berg noch «Mt, Li«d«rkrwnz Neu- bury gut As sehr gut. ArbeiterO>i!l«dungSverein Krmbvl sast gut. Männerchor Wootz gut, Man- »erchor Kandel gilt vis sehr gut, Eintracht Neu- burig sehr gut. * Kaiserslautern, 4. Mai. Ein Lastauto der Speditionsfirma Gräff-Mannheim wurde auf ^em Wege zwischen Kaiserslautern und Kinds- bach abends beraubt. Die Diebe haben das «agentuch durchschnitten und IS Pakete Tabak witgenommeNj Aus üemGtaötkreile Die Eichendorff-Morgenfeier im Lamd>esthea- ter wies einen LeschämenS schwachen Besuch aus. Tie hätte ein volles Haus verdient, denn sie brachte das sast Unmögliche fertig, den Sänger ^es Wailldes un!d t»es Frühlim!g>s und des Wan- berms lehenAg zu machen, währienÄ draußen in MÄncm Gepränge der Mai jubilierte. Martin Lang, dem wir int „SchivaibeitMiegel" und an- ^erwärts stets mit Vergnügen begegnet sinb und ^em wir gelegentlich sür Tie „Pyr»miide" gewin- u«n wollen, zeichinete in einer heutzutage umge- wein seltenen, herzersrischeniden und erquickend <^iun^en Weife uttii ihn der ittmc'.-en Einsiachlheit, wie sie >i»ie wahre Wortichätzung immer hat. ein des Dichters, der jedem die eigene Jugend 'n genialer ErlehnMofftigkeit unvermindert hell >lnK neu zurückbringt. In meisterhafter Art und «i-ner hochkiümstlle rische n Untersicheidungskrast Mmch U. v. d. Trenck ackte und neue Verse. Paul Müller brachte ein ergötzliches, in sei- ker VviMntemlhafitigkett geradeAU götÄiches Stück aus den Glücksrittern. Dona Geiseler und ^tt>o Kienschers trafen gleichfalls vorzüglich Ä>n und Stimmung der Feier durch ihre Ge^ ^ichtvorträge. Das gesungone Lied hatte in Pauiia Weber eine ohne Redensart wunder- Wille Vertreterin gesundem. Von Wilhelm Schweppe tief, innig und hingebungsvoll he- gleitet, vermittelte «die Künstlerin in herrlichem Vortrag, glänzender Phrasiernng und im geisti- »er Ausschdpsung «des Inhalts und der Stil- arten schöne Gaben von Rodert Schumann und bugo Wolf: die Klavierbegleitung zu letzterem lvrdert noch ein weiteres Lod. ^o.^ Die Ferienheime für Handel und Industrie 'Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erho- lungsheimes haben, wie wir aus dem uns vor- Agenden Geschäftsbericht sehen, im vergangenen Äahre ihre gemeinnützige Tätigkeit in steigen- ?em Maße fortgesetzt. Die Zahl ihrer Heime Iii von 21 auf 25 mit rund 3100 Gastbetten gediegen. Neu erworben und in Betrieb genom- wen wurden Heime in Bärenburg-Kipsborf lSächs. Erzgebirge), Georgenthal sThürg.s, Wa- *e» am Müritzsee iMecklenburg) und in Bad Vas golclene Roman von Otto Lothar Riemasch. (57) (Nachdruck verboten.) »Auf meine Verantwortung!" sagte Martin Und drückte ihm eine Karte in die Hand. Nach "n paar Minuten stand Eberhard bei ihm . „Vetter", rief er,' „was führt dich her? Willst dich etwa für einen Tanzkursus anmelden, oder" — er sah in Martins verstörtes Gesicht — »tst etwas passiert?" , Martin zog ihn in eine Ecke, informierte ihn ^rz über alles, was geschehen. Eberhard rauchte rasch und nervös eine Zlga- r°tte. hörte ihm aber mit größter Spannung zu. --Zur Strecke gebracht!" sagte er dann. »Ein- wal mußte es kommen. Und Gertraude? »Ihretwegen komme ich. Wollt Ihr sie auf- Rehmen?" ^.Das ist selbstverständlich", war die Antwort. ^Lon sechs bis acht find wir frei. Dann kann <>rene zu ihr hinausfahren und sie gleich mit- bringen, vorausgesetzt, daß sie will..." ..Sie wird wollen", sagte Martin überzeugt. "Und ich werde Euch das nie vergessen, Eber- hard." . ..Mach keine Geschichten", lachte Schluchow und "Zückte ihm warm die Hand. „Aber du mußt entschuldigen. Dienst ist Dienst, ich mutz zu mei- «en Hosenmätzen. Wenn du willst, sprich abends uegen 11 Uhr noch einmal bei uns vor." * . «tumm und bescheiden stand Martin noch auf Bühne. Menschen umdrängten, beglück- ">Unschten ihn. » . Denn die Ausführung der „Weltwürger" war j^Sieg geworden, den Dr. Man vorausgesagt .„Unter dem Nachklang der Ereignisse, die die Gemüter immer noch erregten, war die Wir- "Mg wohl noch unmittelbarer und nachhaltiger veweien. Nach der Spannung brachte das Kleinen am Schweriner See Mecklenburg). Kurz vor Jahresschluß wurde noch das Rudolf- Sophien-Stift bei Wildpark nahe Stuttgart durch Pachtung in den Dienst der Gesellschaft gestellt. Die Gästezahl ist auf 26 205 Personen gestiegen, von denen 47, 6 Prozent männlichen und 52,4 Prozent weiblichen Geschlechtes waren. Sehr gute Erfolge hatte die Gesellschaft mit dem Winterbetrieb in drei Gebirgsheimen. Der Verpflegungssatz konnte dank günstiger Einkäufe während des ganzen Jahres niedrig gehalten werden. Er stieg von M 46.— im Mai auf uur Jl 150.— im Oktober, wobei eine vollkommen ausreichende Verpflegung gewährt ivurde, bei der auch der Aufschnitt zum Frühstück nicht fehlte. In steigendem Maße wurden die Heime auch von Ingenieuren, Chemikern und sonstigen technischen Angestellten aufgesucht. Das Stif- tungskapital ist ans 163 Millionen Mark ange- wachsen. Von allgemeiner Bedeutung ist der Hiniveis der Gesellschaft auf das Eindringen ausländischen Kapitals in die deutscheu Bade- orte. Zu wiederholten Malen konnte die Ge- sellschast Ankäufe von Häusern nicht dnrchsüh- ren, weil valutastarke Ausländer mit höheren Geboten dazwischentraten. Die Gesellschaft weist daher mit Nachdruck auf die Gefahren hin, die dnrch diese zumeist zu spekulativen Zwecken ge- tätigten Käufe der deutschen Volksgesundheit erwachsen. Am Schluß ihres Berichtes knüpft die Gesellschaft an eine von der deutschen Aerzte- schaft in der Universität Berlin veranstaltete Kundgebung an, in der darauf hingewiesen wird, daß das Gespenst der Volksseuchen drohend vor uns steht. Diesen Weckruf darf der deutsche Kaufmann und der deutsche Industrielle nicht uugehört verhallen lassen. Durch einen An- schluß an die Gesellschaft hat er mit geringen Opfern die Möglichkeit, seinen Mitarbeitern alljährlich Gelegenheit zu geben, in frischer Luft, in Licht und Sonne Körper und Geist gesund zu baden. Vorbeugen ist besser als heilen! Diesen Worten wird man sich nur anschließen können, Auskunft erteilt die Hauptgeschäftsstelle der Ge- sellschast in Wiesbaden, Wilhelmstraße 1. Französische Verkehrsbehinderung. Nach einer Mitteilung des französischen Bezirksdelegierten von Germersheim ist der Verkehr über die Schiffbrücken vou Germersheim und Maxi- miliansau während der Nachtstunden für Fuß- gänger und Fuhrwerke freigegeben, jedoch für Radfahrer und Automobile von abends 8 Uhr bis morgens 5 Uhr gesperrt. Neichomderzisser. Nach den Feststellungen des Stattstischen Reichsamtes beträgt die Reichs- indexzisser für die Lebenshaltungskosten iErnahrung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Kleidung) im Durchschnitt des Monats April 2954 gegenüber 2354 im Monat März. Die Erhöhung beträgt sonach 3,5 v. H. Die Index- zifser ohne die Bekleidungskosten ist um 5,2 v. H. auf 2764 gestiegen. Ans dem Lebensmittel-- markt war die Preiswegung im April verhältnismäßig ruhig. Margarine, z. T. auch Speck wareu imr Preis weiter etwas zurückgegangen. Dagegen haben die Fleischpreise nach einer vor- übergehenden Verbilliguug im März ebenso wie Butter, Zucker und Milch nickt unbeträchtlich angezogen. Die Ausgaben für Heizung und Be- lenchtuug erfuhren infolge der Herabsetzung der Kohlenpreise eine kleine Erleichterung. Der Rückgang der Bekleidungskosten war dagegen schon durch die Entwicklung am Ende des Be- richtsmonats überholt. Das Reichsgesetzblatt Nr. 31 vom 30. April hat folgenden Inhalt: Gesetz über die Sicher- stelluug von Gegenständen, deren Ausliefe- rungspslicht nach dem Versailler Vertrag strittig ist. — Geldstrasengesetz. — Zweite Verordnung über die Verzinsung von Reichssteuern. Erhöhung des Honorars für den Mnsik- Unterricht. Infolge der fortwährenden Steige- rnng der Lebenshaltnng sieht sich der Badische Musikerverband nochmals genötigt, seine For- dernngen entsprechend hinanfzusetzeu. Anfänger in Klavier, Bioline und anderen Instrumenten haben fortan ein Monatshonorar von minde- stenS 4500 bis 5000 M, Anfänger in Gesang ein solches von mindestens 8000 Ji zu entrichten. Von Eltern und Schülern wird erwartet, daß Drama Befreiung, Erlösung. Nach dem Weg hinab, zeigte es den Weg hinauf. Dr. Mays liebevolle und gleichzeitig großzügige Regie hatte jeden Akt, jede Szene zu einem Juwel geschnitten. Das Leben, das Mar- tin von innen gab, ergänzte er durch das Flui- dum von außen. Wie von einem strasf gespann- ten Bogen schnellte Pfeil um Pfeil mitten ins Schwarze hinein. Es gab Auftritte, die ein minutenlanger Sturm des Beifalls unterbrach, und andere, wo man den Atem zurückhielt und in ein von tiefstem Miterleben erfülltes Schweigen versank. Man sah, der Direktor hatte keine Mühe, keine Kosten gescheut, der Rahmen entsprach dem In- holt. „Nun sind Sie also ein Jemand," sagte Man, als er mit Martin das Theater verließ. „Das Stück wird weiter- und weitergehen, verlassen Sie sich darauf. Es muß nur erst einer den Mut gehabt haben — Hannemann, geh du vor- an! . . . Tann haben sie es plötzlich alle schon längst gesagt! Nnn wird der würdige Herr Dr. Millering sich mit seiner Theaterknltur in Spi- ritus legen können." „Robbes Ende — mein Anfang." sagte Mar- tin aus tiefen Gedanken heraus. „Ein Anfang ist immer eine schwere Verantwortung, ein Ver- sprechen, das erfüllt werden soll. Wenn Robbe nicht gewesen wäre, hätte ich vielleicht noch keinen Ansang gefunden. Ich hätte S i e nicht kennen gelernt. " „Wenn Sie schon dankbar sein wollen," meinte Dr. May und wickelte sich umständlich in seinen Schal, „dann seien Sie es aber anch an der richtigen Adresse — und ich glaube, die heißt: Marianne Dolss. lieber Freund." Dies Stichwort mußte wieder einmal fallen, dachte May und srente sich, daß Martin nichts zu sagen wußte. Dann kamen sie beide zu Schluchows, bei denen sie den Abend ein wenig seiern sollten. Irene hatte der Premiere nicht beigewohnt. Ihr feines Gefühl fesselte sie an Gertraude: die sollte nicht allein bleiben. Eberhard war schon zu Haul- »naelsngt und b^tte berichtet. sie die kulturelle Bedeutung eines tüchtigen Musiklehrers richtig einzuschätzen wissen. Das deutsche Volk hat sich von jeher durch sorgfältige und liebevolle Musikpflege vor vielen anderen ausgezeichnet Möge ihm dieses Ansehen auch fernerhin trotz aller Schwierigkeiten erhalten bleiben. — Die Beschlüsse des Bad. Musiker- Verbandes werden künftig nicht mehr veröffent- licht, sondern jeder Lehrer teilt diese anfangs des Monats seinen Schülern mit. Brand. Gestern abend gegen 8 Uhr wnrde die Feuerwache nach dem Bahndamm beim Meß- platz gerufen, wo ein kleiner Brand ansgebro- che» war. Ein in der Nähe befindliches Holz- lager stand in Gefahr, die aber nach kurzer Zeit durch die Feuerwehr beseitigt wurde. Mitteilungen des Vadischen Landestheaters. Am Mittwoch, den 9. Mai lAbonn. G 20), gelangt Henrik Jbiens „Pccr Gynt" mit der Musik von Edward Grieg zur Wiederaufführung. — An die am Samstag, den 12. Mai. stattfindende Erstauffülirung des roman- tischen Lustspiels „Die Freier" von Joseph von Eichen- dorss in der Bearbeitung von Otto Zosf und mit der Musik von Christian Lahusen. konnte dank der Muni- sizcn» eines Kunstfreundes besondere Ausstattung gc- wandt und der dramatischen Schöpfung des großen Lurikers ein ihr aemäber szenischer Rahmen ermög- licht werden, der wesentlich dazu beitragen dürfte, ihre aparten Reiz« zur Geltung zu bringen. Das Bühnen- bild wurde ausgesührt durch Emil Burkarb, während Marg. Schellenberg die nene Gewandung entwarf und herstellte. — Im Konzertbaus erfolgt am Donnerstag, den 10. Mai, dem HimmelfahrtStaa. eine Wiederholung von Mener-Foersters Schauspiel .Alt-Heidelberg" und am Sonntag, den 1». Mai. gelangt der Schwank «Char- levs Tante" von Brandon Thomas zur achten Wieder- Holling. Veranstaltungen. Reichstagöabgeordoeter Dr. L. Haas ist dieser Tage von einer mehrwöchigen Studienreise durch Sowjet- rustland. die ihn nnter anderm auch nach Moskau und nach Petersburg führte, hierher zurückgekehrt. Er wird über feine Reiseeindrücke in einer öffentlichen Versammlung heute Dienstag, den 8. ds. Mts.. abends 8 Uhr, im kleinen Festhallesaal berichten. Die Veranstaltung, die jedermann zugänglich ist. dürste wohl lebhaftem Interesse begegnen, da die Frage unse- res Verhältnisses zu Rußland gegenwärtig von beson- derer Bedeutung und der Redner als Politiker weit über die Kreise seiner Partei hinaus bekannt und ge- schätzt ist. Das 7. der Kammerkonzerte, die Margarete Schwei- kert in ihrer Wohnung, Douglasftratze 7. veranstaltet, ist Beethoven gewidmet. Es findet Samstag, den 12. Mai, abends 8 Uhr. statt und wird Sonntag, den 18. Mai, vormittags 11% Uhr. wiederholt. Es ist der Konzertgeberin gelungen, den bekannten Münchener Klaviermcister Professor Schmid-Lindner zu ge- Winnen, der den Karlsruher Kunstfreunden durch seine früheren Darbietungen in bester Erinnerung ist. DaS dem Kammerkonzert unterlegte Programm enthält die Kreuberfonate und die letzte selten gehörte von Beet- Hoven komponierte Biolinsonate Op. 9fi. Von diesem vorwiegend auf den Ton sinnigen, anschauenden Ge- niehens und jovialen Humors gestimmten Werke zu der monumentalen Krentzersonate binübermsühren, etg- nen sich besonders die die Mitte des Programms ein- nehmenden reizvollen F-Dur-Variationen für Klavier. Eintrittskarten zu dem Kammerkonzert sind in der Musikalienhandlung Fritz Müller zu haben. Lautenabend Delsarto. Heute, Dienstag, den 8. Mai. abends 8 Uhr. wird sich im Eintrachtsaale die Lauten- sängerin Agnes Delsarto vom Statt. Theater in Leiv« zig zum erstenmal in Karlsruhe höre« lassen. Ihr reichhaltiges Programm, ein „Lustiges Durcheinander" bringt eine vielseitige Folge aller möglichen Dialekte deutscher Gauen. Karten bei Kurt Neuseldt. Ei« Blick i« die tiefftcu Geheimnisse der Natur ge- währt der Steinach-Film, der zurzeit über die Leinwand der P a l a st - L t ch t s v i e l e in der Herren- stratze rollt. Durch diesen ausgezeichneten Film ist es auch dem Laien möglich, sich über die ungeheuer be- deutsame Entdeckung des Wiener Professors Steinack zu unterrichten. Es ist die Entdeckung der Möglichkeit, den alternden Menschen zu verjüngen, oder richtiger gesagt, das Altern zu verzögern. Standesbuch-Auszüge. Todessalle. 5. Mai: Benedikt Wiehl, Instituts- vorstand, Ehemann, alt KS Jahre. — 6. Mai: Leo Gindner. Zementeur, Ehemann, alt 81 Jahre: Max I u n g , Schreiner. Ehemann, alt 47 Jahre. öeririrtssaat — Karlsruhe, 6. Mai. Wegen Kettenhandels, Preistreiberei und unerlaubten Handels stand der Maler Christian Cleve vor dem hie- „Der Stolz der Familie." sagte er, als er Martin feierlich hereinführte, „fahre so fort, mein Sohn, und dann schreibe bald ein Stück: „Der Tanzbaron" oder „Die Anstandsgräfin" ober so. Für diese Reklame geben wir dir dann einen Gratiskursus." Man ging zu Tisch. Nur der Form halber sagte Irene: „Ger-- trande läßt sich entschuldigen, sie war nicht wohl. Sie hat den ganzen Abend fieberhaft mit dir verlebt. Und ich sah sie zum ersten Male wie- der lächeln, als sie von dem Erfolge hörte. Und dort auf deinem Platze liegt ihr Gruß für dich." Unter einem einfachen, blühenden Lorbeer- ziveig fand er einen Brief. „Darf ich ihn lesen", fragte er Irene. „Du sollst ihn lesen." Er ging in den Salon, er wollte unbeobachtet sein. Und er las in Gertraudes seine», etwas alt- modischen Schriftzügen: „Mein lieber Martin! Ich weiß, was Sie beute bewegen muß und es bewegt mich mit. Ich wußte immer, es würde ein Sieg sein. Nun fliegen Sie weiter zu der Sonne. Ich war heute wie täglich bei Vater. Und ich möchte Ihnen sagen, was er mir für Sie ausgetragen hat: Marianne ist frei! , Gertraude." Er ließ den Brief sinken. Etwas Feuchtes, Warmes drängte hinter seinen Augen. Er ahnte hinter den wenigen Zeilen, was sich dort zur letzten Entsagung durchgekämpft hatte. Und im Geiste neigte er sich schweigend und in Ehrfurcht vor der kleinen, unscheinbaren Ge- stalt, die auch aus dem tiefsten Dunkel Licht, nur Licht geben wollte. Er drückte den Brief am seine Lippen. „Habe Dank..." Nun war er zu einem schweren Gang entf schloffen. * Als die kleine Tafelrunde das erste Glas aus ihn erhob, schüttelte er den Kopf. „Nein," sagte er. „wir wollen es auf Ger- iraudes Ruhe leeren." Schweigend tat man sich Bescheid. Nr. 126. Seit« 3 sigen Wuchergericht. Er hatte, im Juli 1V22 von der Landwirtschaftskammer Herren- und Damenschuhe gekauft. In einem CafS fand er bald einen Trödler, der die Wareu abkaufte, wobei sür Cleve ein für jene Zeit ansehnlicher Gewinn herauskam. Später kaufte Cleve vom Badischen Bauernverein in Freiburg große Mengen Schuhe und Kleider und verkaufte die Sachen weiter, ohne, wie auch bei dem vor- Kerigen Schuhgeschäft, Handelserlaubnis zu be- sitzen. Cleve erhält wegen nnerlanbten Han- dels eine Gesänigsstrase von 1 Monat und eine Geldstrafe von 150 000 .ä. Der Trödler kam mit einer geringeren Geldstrafe davon. — Eine größere Zuckerschiebung führte sieben An- geklagte vor das Wuchergericht. Der Haupt- macher, der Landwirt und Händler Emil Wal- t e r von Stadelhofen hatte im Februar d. I. große Aieugen Zucker von Mittelmännern zum Zwecke des Weiterverkaufs erworben, ohne die Erlaubnis für den Lebensmittelhandel zu be- sitzen. Hauptlieferant Walters war eine Frau Reichert. Sic hatte im Februar ca. 42 Sack (84 Zentners Zucker angekauft und an Walter weiterverkauft. Auch sie hatte, wie die übrigen Angeklagten, keine Handelserlaubnis. Emil Walter wurde mit seinem Bruder Karl Walter festgenommen, als sie etwa 100 Zentner Zucker im Werte von VA Millionen Mark verladen wollten. Das Gericht verurteilte Karl Walter zu 1 Jahr Gefängnis, 1 Million Geldstrafe, die übrigen Angeklagten nur zu Geldstrafen, und zwar von 400 000 ,H bis herab zu 20 000 M. Walter erhält die Handelserlaubnis für Gegenstände des täglichen Bedarfs entzogen. Der Bruder, der Händler Karl Walter, versuchte einen Drit- ten zu falschen Aussagen zu verleiten, indem er ihm einen Gewinn von sechs Millionen Mark in Aussicht stellte. Er erhält noch wegen Bei- Hilfe drei Monate Gefängnis. := Konstanz, 7. Mai. Ein Schwerverbrecher, der 23jährige Mechaniker Leopold Belz aus Mannheim, stand wegen mehrfacher Ein- b r n ch d i e b st ä h l e, die er schon im Mai ISIS in Mannheim und Konstanz verübt hatte, vor der hiesigen Strafkammer. Während des Krie- ges erhielt er einmal wegen Fahnenflucht sechs Jahre Gefängnis und wurde später wegen Fah- nenflucht vor dem Feind und wegen anderen Verbrechen zum Tode verurteilt. Später wurde er zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt. In das Konstanzer Untersuchungsgefängnis eingeliefert, gelang es ihm aus dem Gefängnis auszubrechen. Erst in diesem Frühjahr konnte er wieder ver- haftet werden. Unter Einrechnuug einer von der Mannheimer Strafkammer ausgesprochenen zweijährigen Zuchthausstrafe erhielt er eine Gc- samtzuchthausstrasc von 5 Jahren und 10 Jahre Ehrverlust. Tagesanzeigeo Dienstag, de« 8. Mai 192.1. Bad. LaudeStheater: „Cosi sau tntte", abends %7 bis VAO Uhr. StLdt. KonzertbauS i „Nathan der Weife", abends 7 bis nach 10 Uhr. Städt. Fe st Halle: Vortrag von Dr. L. Haas. abends 8 Uhr (kleiner Saals. Eintracht: Lantenabend. abends 8 Uhr. E o l o f f e u m : Banerutheater, abends 8 Uhr. Pala st - Lichtspiele: Steinach-Film. Geschäftliche Mitteilungen. Haaraussall ist bei der gegenwärtigen eiwcisz- und settarmen Ernährung eine sehr häufig auftretende Er- scheinung. Es fei deshalb auf den unserer heutigen Nummer beiliegenden Prospekt über das svezisifck>c Haarnährmittel Humagfolan hingewiesen, das von dem bekannten Phnstologen Professor Dr. N. Zuntz erfunden ist und über dessen gute Wirkung sich schon über 800 Aerzte geäußert haben. «Auskunftei Bsü Einzel- u. Abonnementsauskünfte für jedermann. ® WendtstraBe 3, III, Telephon 455. Der Theaterabend beherrschte natürlich das Gespräch. Aber ob man wollte oder nicht, man glitt immer wieder auf den „Fall Robbe" zurück. „Er wird die Katastrophe nicht lange über- leben," sagte Irene. „Er ist ein kranker und zerbrochener Mann geworden. Solche Naturen brauchen dir Gefahr, den Sturm, die Menschen — aber vor allem die Freiheit. So siecht er dahin." „Und weißt Du ZtähereS über das mysteriöse Verschwinden dieses Redlich und des Inspektors aus Eitzen?" wollte Eberhard wissen. „Nein.", sagte Martin, «es ist alles noch in tiefes Geheimnis gehüllt. Diese Irma Kospotta, die man gleich als erste verhaftet hat, steht sicher irgendwie im Zusammenhang mit dem Ganzen. Sie ist aber vorläufig unzurechnungsfähig und sagt nichts aus. Sie betet den ganzen Tag. Ver- mutlich war es ein Eifersuchtsdrama. Die er- schössen« Dogge, der aufgefundene Revolver, das Flugzeug — alle Requisiten zum Film sind da. UebrigenS ging von Redlich die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft nnd die Veröffentlichung der Dokumente aus. Und nun weiß man, daß er einer der Reifsten für das Zuchthaus war." „Mir fiel auf," warf Dr. May ein. „die Bnd- weiß prahlte immer mit der Freundschaft die- scr Kospotta. Sollte das nicht auch mit der Attacke aus Marianne Dolss zusammenhängen? Ich bin beinahe sicher. . ." „Eine feine Familie!" sagte Eberhard aus tiefster Brust. „Der ausrechte Gang nnterschei- det den Menschen vom Tier, sagt der olle Brehm, nnd der muß es wissen." Um Mitternacht ging man auseinander. „In zwei Stunden fahre ich nach Berlin." sagte Martin ganz beiläufig. Ueberrascht sahen ihn alle an. „Der erste Erfolg rächt sich. bereits," lachte Eberhard, „er hat verwirrte Einfälle und hält sich für eine Primadonna." „Mit einer Primadonna hat die Reise sicher- lich etwas zu tun." meinte Dr. May und zwin- kerte mit den Augen. Da verstanden ihn auch SchluchowS. (Schluß folgt.1 Nr. 12S. Seite 4 Karlsruher Tagblatt. Dienstag, den 8. Mai 1S23 Erstes Blatt Bekanntmachung. BoranSzavluna aus die Einkommensteuer silr das Kalenderjahr »92!i. Das II- Viertel der iür das Kalenderjahr 1NS3 vorläufta zu entrichtenden Einkommensteuer rnufe spätestens aus IB. Mai 1928 bezahlt werden. An die Zahlung wird hiermit erinnert. Zu entrichten ist der im letzten «tenerbelcheid aksVorauszahluna angeaebeneBiertelialiresbetrag. Wer nicht rechtzeitig bezahlt, bat Mahnkosten, gegebenenfalls Zinsen und Zuschläge zu entrichten. Karlsruhe, den ö. Mai 1923. Finanzamt Stadt M«anzamt-La«d. Statt besonderer Anzeige. Heute entschlief sanft nach schwerer Krankheit unser lieber Bruder und Onkel Geheimerat Ernst Behr Oberverwaltung gerichtsrat a. v. In tiefer Trauer: Lina Fehrenbach, geb. Behr, August Fehrenbach, Apotheker, Gertrud Fehrenbach, geb. Oster «Karlsruhe, den 6. Mai 1923 Hirschstraße 93. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 9. Mai, nachmittags 4 Uhr von der Friedhofkapelle aus statt. Von Blumenspenden bitten wir abzusehen, Dienstag, de» 8. Mai, abends 8 Uhr, spricht im kleinen Saal der Städtischen Festhalle Reichstagsabgeocdneker ttdwlg HttltS über: „vier Woche« in öowjel-AutzllMd.'' Jedermann ist eingeladen. Eintritt zur Deckung der Unkosten Mk. 200.- Orksverem Karlsruhe der Deutschen Demokratischen Partei. Trauer- briefe jeder Art iietert rasch und in tadelloser Ausführung die Ta gblatt- Druckerei Ritterstraße 1, Fernspr. 297. Statt Karten. Für die vielen Zeichen der Liebe und der Teilnahme, insbesondere für die überaus zahlreichen Blumenspenden, während der langen Krankheitszeit und beim Heimgang unserer lieben Gertrud Neuesüß geb. Heil sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Äe, } 7> "-i ,923. Im Namen der Trauernden: August Neuesüß jun. Frau G. A. Heil Wwe. Statt jeder besonderen Anzeige. Unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Adele Bußler geb. Purper ist im Alter von 62 Jahren an ihrem schweren Herzleiden verschieden. Karlsruhe u. München, den 7. Mai 1923. Dr. Margarete Pfahler, Dr. Ada Jung, Heinrich Pfahler, Dr. Karl Jung, Hans Jung. Die Feuerbestattung fand in aller Stille statt, Wir bitten von Beileidskundgebungen Abstand nehmen zu wollen. Fritz Lenz Sofie Lenz, geb. Bussmann Vermählte Durlach Sofienstraße 1 I Trauer-Hüte in jeder Preislage stets vorrätig Qeschw. Qutman n SwSäE j Herrenhemden nach Maß, Perkai und Zefir in reicher Auswahl» Etagen - Spezial - Wäschegeschäft Heinrich Hilberg, Augustastr. 7. „«Ulli III"«,, )(/ yhni ein "eteri rasch u. preiswert I lülluil d.ieTagblattdrucKerei RitterstraBe 1, Fernsprecher 297. Nur aufgepreßt, nicht geklebt oder genagelt ist in bester Ausiührung. Reparaturbetrieb: Kaiser-Allee 145, Haltestelle Philippstraße. Elektr. Kocher und Heizöfen Warm wasserbereiter Beleuchtungskörper Emil Schmidt & K ""»- Kaiserstraße 209. Ihr Patzbild »halten Sie schnellstens m Pholonr Atelier. HerrenstraKe 38. sondern so fahren Sie auf dem -Had Rassig — bequem — stabil — zuverlässig — preiswert! g Generalvertrieb för Baden sung & C°- Inhaber: Theodor Oilzer, Karlsruhe I. B. Büro : Karlfriedrichstr. 6 Ecke Zirkel. (Kein Laden!) Telephon 561!, Geb. Dame. 87 I., evg., a. g. Kreisen m. aröver. Bermöa.. reicher Wäsche- ansstatiuna it. kl. Wohnungseinrichtung, bier fremd, sucht zwecks Ehe Verb, m nur geb. Herrn in gt. Lebensstellg. An- geböte unter Nr. 4724 ins Tagblattbüro erbeten. C. z. Müller, Suchüruckerei unö Verlagsbuchhandlung Karlsruhe i. S. / Ritterftraße t Unsere Filiale errennlb Gernsbachersfr. S3 Fernsprecher 63 wird am Dienstag. S. Atai eröffnet. Der Tasthen Fahrplan für Karlsruhe unö weitere Umgebung Ausgabe vom 1. Mai 192? ist erschienen unö in allen Such- und Papierhandlungen, bei öen Sahnhofsbuchhanülungen, üen Tagblatt-Trägern unü -Verkäufern, sowie in unserer Geschäftsstelle erhältlich. X X preis 600 Mark. ^ ✓ Cr ist bis zum drucktage ergänzt unü enthält neu öle Um- leitungsverbtnSungeu nach Sem GberlanS unö Sie §ahr- kartenpreise der gewöhnlichen und der Sonntagsfahrkarten. HerrenstraBe 11 Telephon 2502 Nur noch bis einschließlich Freitag Der ... ISteinocb-l Film in 6 Akten unter persönlicher Mitarbeit des Herrn Prof. Dr. Eugen Steinach. 1. Akt: Aeußere and Innere fiese hlechtsmerkmale bei Tieren n. Ken sehen.] 2. Akt: Die innere Sekretion und ihre Bedeutung. 3. Akt: Cresehleehts-Umwand- lunjf. 4. Akt: Körperliches und seelisches Zwittertum. 5. Akt: AitersbekÄmpfungr Dienstag, den S. Mal Landestheater 6V 2 bis 9Vj Uhr. Sp. I 6000.Ä Abonn. E 20 Th.-Oem. B. V. B. Nr. 2101—2400. Mozart-Zyklus V Cosi fan tutte (So machens Alle). Konzerthaus 7 bis nach 10 Uhr Volksbühne R 4 Nathan der Weise. Berlin» Kursbericht V ergeh. festverzinsliche Werte. 4. 5. | 7. B. 36000 3 55500; 5! 640001 74000 4>/z Oeet.Sch.14 4 . Gold-R.. . . 4 . Kron.R. . . 4 . Ttlrk.adm. . t. Bagd.S.I. . 4 . Bagd. S. II . 4 . Türk. unlf. . 4 . Zoll 1911 . , — Lose 4 . Üng.GoId-R. 4 . Kron.-K. . . 5 . Hex. Aid.. 4'/»do.Bws;sanl. l°oTeh.N.Raüw. 4« 0 Te: 4Vi Axiatol.a.I " . . S.II . » S.III. 66000 47500 48000 240000 560000 365000 325000 75000 71000 65000 68000 51500 50000 250000 540000 367000 325000 84000 82500 70000 Eisenbahn-Aktien. Alle. Lokalb. . . Eick. Hochbahn Lübeck-Büch. . Slldd. Eiaenb.. . Baltimore. . . . Henry Schantuug . . . „ Genuß. Pennsylvania . Lombarden . . . 58000 17000 69000 49900 307000 58500 16100 72500 50000 313500 11000 - 32000 40000 Schiffahr ts-Werte. Argo-Akt D. Austral.-Akt. Hapag-Akt.. . . H. Sndam.-Akt. Hansa-Akt.. . . Nord-LloydAkt. Ver. Elbe-Akt. 1500001600 860001 830 179500 165000 46500! 47500 403001 39500 450001 43000 Bank-Aktien. Bk. f. el. Werte 3armer B.-Ver. Berl. Hand. Oes Brasil. Bank . Commerzbank . Danz. Priv. Bk. Darmstdt.Bk. D. Asiat. Bank Deutsche Bank D. Uebersee-Bk. Dißc.-Komm.. . UMHHaiw Bank 41000 6500 18500 14000 22100 172000 31750 435000 22250 fWUV\i 41000 6400 92000 222000 17750 12600 21250 159000 32500 460000 Ess. Cred-Anst. Goth.Cred.G.Bk. Leipz. Cred.-A. . Lux. Intern. B. Mitteld.Credltb. Oeat. Credit . . Oest. Lftnderbk. ' Isthan k Keichsbank ■ . . Rhein.Creditbk. Wiener Bankv.. 4. 5. 7800 4000 9400 29900 10250 31000 2810- llli 14" 6500 20000 Industrie-Aktien. AachenerLede: AachenerSpinn. Accumulator. . Adler ÄOppenh. Adlerhütte Glas Adlerw.KIeyer. A.-G. für Anilin A.-G. für Verk. Alexanderwerk Alfeld Delligsen Alfeld-Gron. . . Allg. Eick-Oes AlBen Zement Alumin. Ind. . . Ammendf. Pap. Angl. Cont. Gu. Annalt Kohl.. . Annab. Steingut Annener GuBst. Aplerbecker B. Archimedes . , Arenberg'Bgb. Aschaff. Zellst.. Aug8b. Nrb.M. . Bachm.Kladow Bad. Anilin. . . Balcke Masch. . Barop. Walzw.. Baitz&Co. Sped. Basalt A.-G. . . Bayr. Spiegelei. Bendix Holzbt. Berg Eveking Berger Tiefbau HergmannE.W. Bl. Anh. Masch. Bl.-Gub. Hutf. . » Holz-Kont. . „ Hoteigesch.. » K'ruher Indus). „ Maschinb. . * Neur Kunstt. Bartji/ild S.lhrif 27500 13000 69750 75000 36500 14900 40000 26600 19000 40Q0J 3680" 9951 35000 175000 76000 55000 73000 66500 53500 56100 74500 74000 45000 49500 96000 85000 47000 45200 40000 36000 72!.00 71000 30000 34750 46250 45000 20000 110000 24000 40000 32000 74000 46000 164000 58100 20000 Kftnnni 45000 45000 18000 120000 25000 37000 30151 72000 53000 Berzelius Bw.. Bet. u Monierb. Bing Nürnberg ßismarckhütte. Bochumer Guö Böhler Stahl. . Braunk. Brik. . Brschw. Kohle. Brschw, Jutesp. Breitenb. Zern. Rrem.-Besigh. . BrauarslEnoe hardt „ Sohltn.-Patz ,, Dortm. Akt. „Dortm. Unbr. >, Rieheck Ls:pz. „ Reichelbrau Bremer Linol. . „ Vulkan . . . * Wollkämm.. Brown Boveri . Bnderus .... Busch Ell dach. Busch Optisch. Busch Wagg. . Byk-Guldenw. . Calm- Asbest. . Capito Sc Klein Cartonn.-Ind. . Charlb. Wasser Oharlottenh. . . Ohem. Griesh.. » Heyden . . . n Weiler . . . " Ind.Gelsenk. » Werk Albert Chillingworth . Ooncord. Spinn. Cröliwitz Papp. IJaimler .... Delmenh.Linol. Dessauer Gas . btsch. Atl.Tel.. » Lux. Bgw. . Dsch.Eb.Sig. Br n Erdöl .... „ Gußstahl . . - Kabelw. L.. n Kaliwerke . „ Kunstleder . „ Masch. . . . „ Schachtbau. » Spiegelglas . „ Steinzeug . . . n Ton u. Stein Dtsch. Wollw. . r, Eisenhdlg. . Dlnnendahi- . . Dittmann Nhs. Donnersmarck. Drahtl. Uebers. Dt'iren. Metall . 4. 5. 40000 21000 23100 200000 85000 116000 1C5C00 99000 23000 55000 19500 29000 4400C 35000 12000 15250 47000 142000 7. 5. 39000 21500 23600 225000 85000 111000 84000 24500 58000 18000 28000 40000 31500 13000 17000 43000 131000 205000 68500 70100 57500, 50000 25000 24000, 63000 64500 - 23500 17400 „ . fcfiOimi DftrkoflD 23000 30000 22000 39000 46000 46000 320000 IC9000 24800 25000 38000 17400 50000 24250 60000 173000 23100 145000 53000 19100 100000 19000 32500 126000 54000 35/50 37100 33500 27250 21000 32500 21500 39500 49000 40000 310000 1G5000 22000 25000 37000 16000 50000 25000 61000 201000 21500 165030 53500 20100 115000 15000 30100 133000 53000 28500 37100 30100 27000 135000 37000 150000 30000 131000 39000 145000 29900 eu. Bgw. Steink. . Dttsseld. Weyer Düaseld. Masch. Dynamit Nobel Egeetorff Salz Eintracht Brdb. Eisend. Verk. . Eiaenw. Kraft. „ Meyer & Co. Elberf. Farben Elekt. Lieferg. „ Licht u.Kräft >1. Elsbach & Co. Eis. Bad. Woll. Email. Ullrich. Erdmannsd. Sp. Erlanger Bwsp. lirnemann . . . Eschweil. B| Essen Kaber BleiBt. . Kahlb.ListStCo. Falkenst. Gard. Fein JuteSpInn. Feldmuhle Pap. Feiten & Guill.. Filt.Masch.Enz. Flöth. Masch. . Frankonia . . . Friedrichshall . Friedrichshtttte Frister Fuchs Wagg. . Gaggenau Eis. Ganz, Ludwig . Gebh. & König Gelsenk. Bgw. Gelsenk. Gußst. Gensch. Waffen Georg_Marienh. G. & F. Renner Germania Zern. Ges. f. el. UnL Gildemeister . . Girmes Samt . Gladb.Textil . . „ Woll. Ind. Giasm. Schalke Glauz Zucker . Glocken stahlw GoedhardtGebr. Goldschm. Ess. Görlitz Wagg. Goera C. G. . . Gothaer Wagg. Grevenbroich . Gritzner .... Grfln 4Bilfinger GruschwitaTex. Hackethal Dr. Halle Masch. . Hammersen 8p. Hannov. Masch. « 22000 35000 75000 50500 66000 600: * 3051 120000 135000 50000 33500 23000 41500 58000 78000 81000 31000 18100 85000 31000 30000 44000 17900 70000 208000 42500 631 150000 113000 31900 155000 63000 43000 32000 33000 85000 87000 19000 23000 21000 84000 4R750 200000 7. 6. 37500 19500 45500 590 9651- 55000 70000 143000 42100 20250 34 31000 130000 150000 55000 31000 25500 62000 41000 63500 81000 31500 17500 91000 27750 460 180 224000 60000 43000 1 57000 25000 60000 160000 116000 37"— 178i 63000 41000 30000 39000 850- 841 18500 28000 20500 -W Hannov. Wagg. Harb.Wien.G. . Harburger Eis. Harkort Bgw. . ,, Bruck. St. . Harpen Bgb.. . Hartm.Masch. . Hasper Eisen . Heckm&nDuisb. Heilm. Immob. Hein, Lehmann Hemmoor Zern. Hilger Verzink. Hille Werkz. . . Hilpert Masch. Hirsch Kupfer . Hlrschb. Leder Höchst. Farbw. Hoesch Hoffm. Starke . Hohenlohe . . . Holzmann Phil Horch Motor Hotelbetr. St.A Howaldtswerk . ■ utschenrp.ut. Run HumboldtMsch. Hüttenw. K.&C. Httttw.Niedach. ,TIse Bergbau . JeaerichAsph. . Jodel Eisb. Sig. •Innghans Gebr. Kohla Porzell. Kahlbaum . . . Kaiser-Keller . Kali Aschersl. . Kalker Masch. . Karlsr. Masch., Kattowitz. Bgb Kirchner Lpzg. Köhlm.Stftrkc . Kolb & Schule , Kollm. & Jourd Köln-Neuessen Köln-Rottw. . Königaborn . . Kön.Wilh. St.A. Gebr. Körting . Körting Elektro Kostheim Cell. Krauss k Cie. . Kronprinz Met. Kupferw.Dtach. Ktlppersbuach . KyJfn. Hütte. . l.ahmeycr . . . Laurahütte. . . Leipz. Werkz. . Leopoldsgruben LindeEiamasch Lindenb.Stahl. 4. 5. I 7. 5. 39900 50000 "000 41900 43i 175000 190 64000 40000 245000 32000 80250 196000 25000 25000 117000 40000 70900 5» 45000 250000 31600 86000 180000 23250 27250 128000 37500 70000 17750 71500 38500 189000160000 23750 23500 53000 15000 31500 72000 40000 55250 26900 27000 94000 28000 16000 24750 110000 - 220 340.. 30500 450i 1100! 47000 72000 51000 32600 56500 14100 31500 73000 38500 ir 100000 26900 16500 23500 25100 2110 6300 Linda tröm . . Linke Hofm. Lingner Werbe Löwe Werkz. Lorenz Tel. . Lofchr.Hüttenw Lothr.Prtl.Cem Lüdensch. Met. Ltlneb. Wachs. Luther Masch. Magirus .... Malmedie.... Mannesmann . MarienhottebK Markt & Kühlh. Masch. Breuer. Masch. Kappel. Maximiliansau. Mech.Web.Lind „ Web. Sora« Mech. Web. Zitt Meguin Butzb. Menlth.Tallfab Meyer Dr. Paui Meyer Kaufin. Mix & Genest Motoren Deutz Mülheim Bgw. üreckars.Fahrz Nept. Schiffsw Niederlaas. Kohlai Nitritfabrik . Nordd. Gummi „ Wollkämm Nttrnb.Herk. W Oberßch.E.B.B Eisen Carc „ Kokswerk i Oel Großgerau Opp. Porti. Zern Oren8tein ... Osnabr. Kupfei Ostwerke. . . Ottensen Eis. Panzer A.-G. Phönix Ho erde Pint8ch .... Plauen Spitzen Pöge elektr. . Polyphon Wrk Porta UnionWf Rathgeb.Wagf; Rauchw.Waltei Ftavensb. Spinn Reichelt Metal! Keisholz Papiei Reiß & Martin Bhein. Braunk _ Chamotte . „ Metallw. Vz. 42000 88" 19900 14000 61000 50000 230000 40i . 28900 127000 36000 67000 81500 115000 840 160000 35000 20000 57000 88250 120000 41500 50000 163> 22000 17100 36000 315 970 1800 200 32000 850" 1300. 38000 Bhein. Hu. Btrp. . » Stahlwerke. ,, Wsif. Klkw. " Sprengst.. ßhenania Ch.F. Rheydt elektr. . Riebeck Mont. > Riedel ehem.. . Riehm & Söhne Rockstr. &Schn. Roddergrube Rombach Hütte Rosenthal Porz. Rositz. Braunk. Rositz. Zucker. .^ückf. Nch. . . Rütgerswerke . iachsenwerk . ; achs. Thuring. Porti. Zern. . "■aline Salzung. Salzdetfurth . . vingerh. Msch. •'arotti Schäfer Blech . -icheidemantel Schering ehem. Schieß Masch. . 3chles.Bgb.Zk. » Textilwerke SchneiderLpz.. chöller Eitorf. Schriftg. Huck. Schub & Salzer chuckert Nbg. Schwelmer Eis. Segal. Strumpf. Sieg.-Sol. Guä . Siemens el.Bet. Gemens Glas . Siemens Halske Simoniua Cell.. Sinner A.-G.. . itadtb.-Hütte . stahl & Nölke . Staßfurt Chem. Stett. Chamott. v Vulkan.. Stöhr Kammg.. Stoewer Nihm. ■!tolb. Zink. . . ■itrals. Spieik. Sttdd. Immob, . Tafelglas. . . . I'ecklenbg. W ff. 'eiefon Berlin . "erra A.-G. . . . Teutonia Misbg. hale Elsen . . home, Friedr.. i'hörl. «elf.. . . Thür. Salinen . fietz, Kola... 4. 5. 7. 5. 87000 140000 67000 35000 50000 284000 52500 40000 82000 1200!" 552t. 154000 60000 49000 17600 57000 23500 40900 50000 77 66- 16100 26000 104000 114000 30000 120500 24500 53000 33500 47900 107000 210000 14500 20900 60000 137000 20000 65000 92000 115000 160000 275000 94800 -14750 220000 7000 38000 35000 21000 68000 119000 83000 150000 74000 23000 30000 20000 300000 57500 38750 120000 53000 154000 650!" 4801 16800 61000 24000 40100 55000 80000 67000 225L _ 104000 113500 35000 140000 22100 49000 245000 35500 53000 113600 210000 18900 18000 3800 63000 140000 21000 81000 82500 110000 150000 255COO 89000 120000 220000 6100 37250 33000 20000 50000 120000 37900! 37900 47000 50000 8500 1 7000 Tüllfab. Flöha . Türk. Tabak . . Union Chem.St. Unionw. Masch. Unterb. Spinn. Varziner Pap. Ver.BLFkf.Gum Ver. Ch. Charlb. „ Dtach.Nickel ,, Glanzst. Elb. „ Gothania . . » Jute „ Met. Haller „ Schmirgelfb. V.BerneisWessels Ver. Ultramar. ,, Stahl Zypen Viktoria-Werke Vogel Draht . . Vogt. Masch. St. „ Tüllfabrik Vorw.Bielef.Sp. Wand.-Werke. Warst. Grube . Wass. Gelsenk. Weg. & Hübner Wernsh. Kamg. Weser Wft. . . Westd.Jutespin. Westeregeln . . Wfl. Dr. Hamm Wfl. Eis Lgdr. Westf. Kupfer. Weyers». & Co. Wiek. Zement. Wieler & Hdtm. Wiesloch Ton . Wilhelmsh. E. Wissener Metall WittenerGußst. Wittkop Tiefb. Wolf Magdeburg-B. Zeitzer Masch. Zellatoff-Verein ZeUst. Waldhof Zimmermswk. *. 5. 38000 38000 52500 20000 74000 54000 155000 63000 77000 87000 59800 24400 18600 19000 17900 70000 44000 45000 17500 41000 52000 69000 51500 30500 43000 55000 53000 35000 20000 70000 93000 50000 62000 97000 20100 41500 3iM» ö® Kolonlalwerte. 32000! 35?# 42000 475" 19000 116 0. Ostafr. Gea. jzuuui \>u-Gtyinea. . . 43000 4/ .South West . . 3ta,vi-Minen . . Salitrera .... Sloman lettre. . 3ttdseePhosphat Pomona )tsch. Petrol.. Dtsch.Kolonial- anteile .... cCaoko...... 342000 ZbM 2200000 22WJ5 Sil 56000 5550t 'iS8 Ii« Zweites Dlatr Karlsruher Zagblatt, Dienstag, den 8. Mai 1928 Nr. 126. Seite 5. Arühjahrskonzert des Lehrer- gefangvereins Karlsruhe» Reigen der Frühjahrskonzerte der hie- ^ " Männergesansvereine führte am Sumstag . c >-ehrergesangverein weiter. Sein » Moßen Saale der Festhalte veranstaltetes ^uzcrt w-ar außerordentlich stark besucht und . y»l einen für den Verein sehr ehrenvollen ./lauf. Der Verein hatte der Veranstaltung Programm zu Grunde gelegt, das jedes .Stichen Herz freudig schlagen läht: „Das putsche Volkslied". Aus drei Jahrhun- waren Perlen unseres Volksliedes zu ib? ' wieder aus verschiedenen Gauen, heiter, Ni« litig, andere wieder schwerblütig, weh- , . Wundervoll in ihrer schlichten Einfach- ! i, m der Gradhett und Echtheit der Gedan- öer Jnbrrmst des Gefühls. ZKelch ein t'.ym liegt in diesen Gesängen beschlossen! Darbietung in so reicher Zahl l>at «i wer Lehrergesangverein ein außerordentlich °!zes Verdienst erworben. Allerdings war auch die Wiedergabe ganz ,w angetan, die Lieder in all ihrer Schönheit 'i'ttf Innigkeit erstehen zu lassen. Gerade diese .'°chen, jeglicher- Kompliziertheiten baren Ge- Me erfordern, sollen sie ihre Wirkungsmöglich- -'.s, restlos entfalten, höchstes Können. Der - ircrgesangvereiu erfüllt diese Voraussetzung ,Er besitzt ein prächtiges Stimmenmaterial fei Außerordentlicher Klangfülle und A-rsdrucks- Mkeit. Er singt mit künstlerischem Geschmack ,j 0 fühlbarer Hingabe. Man erkannte an den seinen Vorträgen die sorgfältige, intensive ./arbeit, die der Chormeister. Professor Hein- ««spar Schmid geleistet hat. Professor J? 1 «, der. wie man weiß, mit leidenschaftlicher ^ gerade dem Volkslied als der Wurzel und ^ Grundstock unseres musikalischen Lebens & • mor öenn auch den Liedern ein ver- ^bn ^reicher, klug gestaltender Interpret. iiefciL ^gliche Künstelei, in ihrer ganzen Zäuchen Anmut u. Frische, und aufs Feinste ab- oitl, ließ er die Lieder erstehen. Man mühte Mch jeden einzelnen Vortrag rühmen, um *WJ Jt-Utll t lugt lilvu -OvX l -l wjJ lUtjluvU; IX lit j," Leistungen des Chores gerecht zu werden. „ besonders eindrucksvoll sollen hier nur das warmem Klange dargeboetne „Mailied" aus J? Iß. Jahrhundert, dann die „Rudelsburg", -a~, vorzüglich abgestufte, innige „Lebe wohl", ltt froher Laune gesungene „Schön ist die )Aend" und — mit das Beste des Abends — toj wehmütige „Die Heimat" genannt werden. > lt hinreißender Kraft und zündendem Vor- i» ra brachte der Chor „Das Lied vom Rhein" wes>ör, dessen Worte: „Wir wollen ihm aufs schwören, wir müssen ihm, er uns ge- ftiw'" iu den Herzen der Hörer lauten Wider- fand: der stürmische Beifall, der dem iet? folgte, legte sich erst, als der Chor de« Aen Vers wiederholte^ Der Lehrergesangverein hat mit diesem Kon- zert eine hohe künstlerische Tat vollbracht. Er hat damit Zeugnis seines hohen Könnens ge- liefert und bewiesen, daß das Volkslied bei ihm die liebevolle Pflege findet, die ihm gebührt. Außerordentlich glücklich war auch die Wahl der Solistin. Frau Elsa G l a ß - S a n t, die Gattin des ausgezeichneten Baßbuffo des Lan- destheaters Alfred Glaß, kennt man hier bereits als hervorragende Vermittlerin des Volksliedes. Auch an diesem Abend bestätigte sie diesen guten Ruf. Die weiche, zarte, dennoch ungewöhnlich tragfähige Stimme der Künstlerin ist für die einfachen, schlichten Gesänge wie geschaffen. Man hört selten ein Piano von diesem Dust und die- ser samtenen Weichheit. Darüber hinaus ver- fügt die Künstlerin über eine Innigkeit und Beseeltheit des Ausdruckes, die jedes Lied zu einer bezaubernden Köstlichkeit werden lieh. Das Ernste, Sentimentale lDas Mühlrad", „Maria auf dem Berge") erschöpfte Frau Glaß gleicher- maßen wie das Heitere, so in dem „Schwäbischen Volkslied", der „Leichten Wahl" oder „Der Hirsch", das auf den begeisterten Beifall wieder- holt werden mußte. Frau Glaß, die von Pro- fessor Schmid mit feinster Anpassung und prachtvoll nuanciertem Spiel begleitet wurde, darf dieses Konzert als neuen großen Erfolg buchen. Eine wertvolle Bereicherung erhielt das Konzert ferner durch die Wiedergabe der von Schubert f. Klavier geschriebenen „Deutschen Tänze" in einer sehr geschickten, geschmackvollen Bearbeitung Professor Schmids für kleines Orchester. Der Jnstrumentalkörper, der sich aus Schülern und Lehrern des Badischen Konservatoriums zu- sammensetzt, spielte unter Schmids überlegener Leitung frisch und klangvoll und erntete für seine Darbietungen gleichfalls herzliche Anerkennung. Wck. Zur jüngsten Vürgermeisterwahl BürgermeMer Dr. Hör st mann teilt uns mit: Die mein persviMches Verhaltet bei meiner WiodevwM kritisierenden Verachtungen in eini- gen Zeitungen zwingen mich zu solgewder ?lus- klärung für uneingeweihte Krcise. N-ach Lage d-er VerWltirisse, wie sie nn!miti«llbar vor der WM bestianiden, mußte ich mit der Wahlschein- lichtet rechnen, >daH von meiner Person, sei es. lö'ccß ich als wahlberechtigtes Mitglied ftes Bür- gevauSschusfes an ver Abstimmum« teilnehmen, sei es, daß ich mich der Stimme enthalten würde, die WwWeniilcheidUiMg aMänlgen werde. Durch diese gewiß se>hr „uniW'wiHniliiche" Situation war mir die Pflicht M besumiders reiflicher Prüfung meines Handolns nach allen Richtungen auser- legt. Hätte es sich bei der Abstimmung lediglich um meine Person, um Wiederwahl oder Zu- ru!he«setzung, gehandelt, so 'hätte ich mich 'keinen Augenblick besonnen, wie ich mich prrsSiMch zu entscheiden habe. Ich hätte ohne Zögern die in meine Hand gegebene, wohl einzigartige Gelegenheit ergrissen, «ach Abtlaus zweier Amtsperio- den, im Vollbesitz meiner AvbeitNra>ft und mit dem vertraglich gesicherten Anspruch aus zirika 7g Prozent des seiweAigen Bürgermeistergcigail- tes als Pemision durch einfache Stinrmenthaltung mich seiWsst höchst eigenhändig zur Ruhe zu setzen. Tatisächilich ober hat sich die Sachlage so eimge- stellt, daß durch die nach ?lWauf meiner Amts- z«lt fällig gewordleue Wahl eines stell-vertrelen- den BürgermÄisters nach den unzweideutigen Erklärungen aller Parteien im geheiiinen Wuh>l- vorfahren gleichzeitig eine rein sachliche Frage ausgetragen werden sollte, ge versetzt n>ar, ob ich lwollre oder nicht, den maßgebenden Stimme,itscheid im gehe imeu WaUv erfahren gleichzeitig auch in die- ser sachikichen Frage ansehen Ml müssen, je nach- dem ich von meinem Rechte der Abstimmung Gebrauch machte oder darauf vernichtete, mußte ich P-flichtgeniäß ohne Rücksicht auf meine eigene Person allein nach meiner sachlichen Ueherzeu- gung entscheiden. Dies unld nichts aMeres habe ich durch meine Abstimmung getan. Daß nach dem tatsäckiCichen Wahlergebniis hierdurch zugleich meine Wiederwahl entschieden wurde, kann ich sür meine Pevson -nur ie'bhast bedauern. Es verWieb mir aber die Möglichtet, von der ich augenblicklich nach der Wah l Gebrauch gemacht ha^e. Ainzch ausdrückliche ErMä- rung geigenübe!r dem Stadtrat keinen Zweifel darüber zu lassen, Äaß ich trotz meiner n>uumehri- gen Wiederwahl mit meiner ZurUhesetzung ein- verstanden wäre, salls die Aenderung des ve- stebend>en Ortsstatuts iiber -die Zahi der stell- vertreten den Bürgermeister auch noch Nachtrag- lich in oriduungslgemäßer We'ife vom Bürgerausschuß beschlossen würde. Da ich nach d>en frühe- reu Er?l >är »mgeu der beiderseitigeu PartÄgrup- pen annehmen muß, daß bei einer Mstiimmung hier!i>ber im BürgerauAschuß die Siimmvertei- lung die gsseiche sein würde, wie bei meiner Wie- derwahl, ich selbst aber im oslfenen Mstim- mungsversahren, das alAdaun Platz greisen würde, als persönlich Beteiligter keine Stimme hätte, so würde damit meine Zuruhesetzuug rhne weiteres cnisckicSen sein. Ich habe indessen jetzt nur den Wuuich, noch so lange im Amte zu b>lei- beu, NiS mir Gelegenheit geboten sein wird, mir gegenüber den unerhörten Berlleumduugen, die im Lause des voraugegangen>eu Wahlkampfes in Angelegenheiten der städtischen Lebensmittel- Versorgung gegen meine Person verübt worden sind, durch gerichtliches Urteil Rechtsretiguug und Genugtuung verschafft M haben. stimmen aus öem Publikum Der kopfpreis für Maikäfer. Der Einsender des Artikels im Sonntags- blatt des jr. T." beklagt sich darüber, daß den guten Hungens" (hier sagt man Buben) durch das Verbot des Forstpersonals die Freude am Maikäfersammeln genommen werde. Das Forst- amt wird um die nötige Antwort nicht verlegen fein! Ich bin überzeugt, daß dieses gegen das Sammeln dieser Schädlinge nicht das Geringste einzuwenden hat — wenn es auf vernünftige und anständige Weise geschieht. Das ist aber meistens nicht der FallI Ich ersuche den Herrn Bubenvater, sich in den Wald zu be- mühen — etwa in der Fortsetzung der Westend- straße — und sich zu überzeugen, in welch bar- barischer Weise die Maikäfer „gewonnen" wer- den. Er wird selbst entsetzt sein beim Anblick von Tausenden von verstümmelten Buchen- und Birkenstämmen! Er wird überall große kantige Pflastersteine finden, mit denen die Buben die Stämme bewerfen und sie in rohester und cm- pörender Weise verwunden — selbst so dicke Stämme, die gar nicht zu eriib'ittern sind! Da sich dies grausame Gebaren feit vielen Jahren wiederholt, sind viele Bäume durch die Berau- bung ihrer Rinde dem Untergang geweiht. Es ist daher nur zu begrüßen, daß das Forstamt endlich energisch eingreift! Leider fehlt es am allernötigsten Personal, um die Ordnung im Walde aufrecht zu halten: die Umgebung der Sitzbänke z. B. Man meint, daß da gewisse Tiere L. D. VomWMer Montag, den 7. Mai 1923. Unter dem Einfluß hohen Luftdruckes von den Zllpen noridostwärts bis Württemberg hält das heitere und sehr warme Weiter an. Iu der Rheiueiüenc stiegen gestern die Temperaturen bis S9 Grad, im Hochschrvarzwald vis 21 Grad an. Im Gegensatz zur Wärme in Süd- uwd Mittel- dlsutschlaud ist Nord!deuttfchland, umd vor allem West- und Nordeu>rvpa. aufräumt^ zu kühl. Das Gleichgewlicht der kalten uud inmrmiCTt Lustmasseu scheint jetzt infolge der starte, Teuweraturgegen- sätze nicht mehr staibil M bleiben. Es bilideu sich Druckstöruugen, die zu GowWerU und MMh- lung Anlaß gebe n dürste u Wetteranssichtcn für Dienstag, den 8. Mai' Zu- nehmleude Bewölkung und in viele« Gegewdeu Gewitter mit sol>geuder AbLWlun>g. Rhein-Masserstiinde «orge«s 6 tlfcr: 7. Mai eqnfterinsel ftcljl .... Maxan . . . ?!annkieim ' 0. Mas 1,95 m 3,0'2 w 4,53 ra mittags 12 Uhr 4,56 m abends 0 Ubr 4,58 m 330 m ^SCHUHWAREN ^^Stiefel in schwarz und braun v, Mk. 33 000.— bis 45 000.— hf'enstiefel . . Mk. 16000.— bis 35000.— Jf^enhalbschuhe .. 18 000.- bis 33 000.— K^enstiefel 36/39 .. 24 000.— bis 31 000.— 'derstiefel 25/35 .. 9000.—bis 22 500.— ^ ''äftie-Haus L. Brand,Durlacher Alle« 2. Moderne JiÖh crw 5>l)tttiiiÄ l?fe« ^ nur an kinder- ^a-^^epaar zu verm. unter Nr. 4730 ^ L agblattbüro erbet. ^ohnungs- ^ Tausch. Ä 5 », 4 *! IS: »otett: Neuhcrger. fei "ff SteTnöcrifäi." it(te u'H? 8 * u. evtl. fon- 't ?i " ^ Sinnt FZSblattbüro. .nung mit eftr. Licht Sin /Wodcn werden ver '»« ?■ Angel?. u.Nr. 4711 i^ L^Sblattbüro. Stä" Wm. zw« V/tnaeln. Sinn, unter ns Tag blattb. MiWg. mm V "«|er 1 63ai)ren,äu r N 0 tt ett bei aut. Lohn et Bebandlg. zu "Ii i-'SS' Eintritt oder •ÄS» Direktor ftccq. ö itW)«6. fK'iniacö -ttSr '£& Cct Madchen «n^i oefad&t- 4®,iSaI(iabU', OliEene Slellen Näherin für Handhohliäume in Wäsche gesucht^ ^lngeb. u.Nr. 4 731 i ns Tagblattb. Madchen in kleinen SauShalt aus sosort gesucht. Dr. Sickinger, Kaiser-Ällee 19. Für sofort oder 15. Mai suche ich ein. ordentli«i,«S Mab«,-» das schon gedient hat. Kronenstrave 32 il. Ein Neitziges brnves Mädchen als Beidilse am Herd wird sos.gesucht. Reitaural.WeifterBers Erbprinzenstratze 34. «chuleutlass. Juna« w. sür Botengänge u leichte Büroarbeilen sos.gesucht. Herrenstrabe 48, Ii. 17 jähr Mädchen mit guter «chulbiid., Kenntnisse in Maschinenschr. und Stenogr. sucht Än- sangsttelle. Ängeb. unt. Nr. 4729 ms Tagblattb. Feingebildet- Dame ans bester Familie wünscht BetM eines guten Artikels zu überne imeu. Anaeb. u. Ztr. 4733 ins Tagblattb. itfännlich Junger verg. " Stellung . . Mann sucht Stellung mit Wob- nung, als 1 Knecht oder Auisefter in einer Mühle oder Gut. mit laudwirt- schastl. Maschinen ver- traut. Zu ersragen im Tagblattbüro. HS SüvelMMlsker würde Lieserungöarbeit übernehmen unter («a H äufer u. Hypothek, vermittelt Georg Fleis«hmann, Sluguitastr. v. Rucksack aus der Strabe von Laus nach Glasbütie SamStag abend verloren gegang. Gegen gute «elohnung abzugeben b. O- Schtller Waldstrage 69. Kinder-Piaue-Miin. telche» Samstag 3-4 U. von Amalien-, Leopold-, Stesanienstrabe verloren Äbzugeb. gegen Belohn. Amalienstrafte 42» v Avrkatile VaupIStze für Villen 15 SU-, 80 ar u. 100 ar in Dnrlach am Fuhe des TurmbergeS m einzelnen Parzelle» oder zusammen zu verkauien^ Gest. Angc^i.unt. Nr 470ö ins Tagblattbüro erb. ItomvleiK Salonein cidttun)) lschivarz). Sosa. Nachtsessel,größerer schw. Herd. Gasherd 4 slammig mit Backosen^ Eis^chrank wegen Umzug vrciswert zu verk. Mathystr. 40 > Gelegeülieikslllus. Eichene Diplomaten- Schreibtische mit 4 engl. Zügen, arotz Format, nur 370 Mille, soweit Vorrat Schweitzer, Karlsrnhe-Müblburg, L amevltr. 51. Lederner Handkosser ,n verlausen. Adresse im Ta ablattbüroz uersraa en lÄ J« H Mnt< wi /itii o m rt t ff Swöner weil} cmaill. I. & R -Gasherd mit f Brenner mit od. ohne Tisch bill. zu verk. Zu erkraa. im Tag blaltbüro. Firmenschild i.ig x KV cm. Waichtisch, iii«- »nerleiter zu verlausen Sosienstr. 152. «ngen- stein. Ein guterhaltenes Herrenrad gegen Damenrad ««»«tauschen gesucht. Näheres !-tnbclitr. 2. H.- u. D.-Fa -rrader, neu u.gebr. auch Nevarat. billigst Waifen-.»ai;el. Kaisersir. 220. Eg.Hirschst. Kinderwagen zu verlausen. Schwiirer ^örtbstraüe 3. Ute'rh» starker, Z rädrI Hand,oago« >u verkausen^ Wo? sagt las Tagb l attb üro. gut erhaltener derwaae« verkauft preiswert M aaa. ^Silh cl mstr. 54. ?se tr., qui ei H Damen Mädchen- und Knaben Garder. i. vcrsch. (Sjrö r vreisw z vk Yorkstr .lS :üii. IV. cieserungs- Wagen gebraucht, iu gutem Zustand, m. gelchlos- sener Karosserie, sür alle Zwecke geeignet, wegen Umstellung des Betriebes zu verlausen. Schuler Rüvvurrerstr. 34. Ein s. n. wcinr. Bei- dencrevekletd, ein kurz gevr.mittlgr.EiSschrank. Masch.zitber u. ein r. Wollvettewich z. verk. Hirsch ktr. 97III 10-12.4-0. >., gegenüber d. Hauptpost. A. Weineck. M« zahle mehr wie jede Kon- gevr. mm aller Art tauft Gelmann, Zähringerstraße 36. MI Will Uli sowie alle Sorten Felle und fämtlicfyeHlt Metalle kauft zn höchsten TageSvreisen. Händler nnd Werkleute erhalten Vorzugs-Preise 4S Tnrttof «osienstrafte W »m-llvl Telephon 5426 und 4316. Gold- u. Silbee*-! Schmelze H. KIBIIng, I Hirschstr.10, Ecke Kai«erstr..Tel.2391, | zahlt tür Gegenstände aus Platin, Gold und Silber höchste Kurspreise. ScMin- Ansiige, Mosen beste Ware Bademützen für Damen und Herren in reicher Auswahl echöne Ware nur Qualität. Sporthaus ßrannath Karlsruhe Durlacher Tor. Reell — Preiswert. iMslüLU Wdn besuchen nt. vollem Erfolg ohne Unterschied des Alters bei freier Stun- denwahl die im In- u. ^lusland bekannte Svezial - Schreibschule F. auck, Lessingstr. 78. Anmeldungen täglich bis 1!>. Mai. Teil,, gestattet! (Briesl. mit gleichem Er- sola überall hin». Prolv. geg. Rückporto. Tel. 12SK. H.iliiran;ejp finden weitestgenende Verbreitung durch das „Karlsruhor Taqblatt". iilte Sliuer-, Goid- u. Piotln-Gegen- zu gewerblichen Zwecken kauft zu ggf- höchsten Tagespreisen-^ Hermann GengenbacB^ Goldschmied und Juwelier Kaiserstraße 243. Telefon 5156. t^u f e t^e Seit Jahrzehnten die bevorzugte Nahrung för SSuglinge, die nicht gestillt werden oder die entwöhnt werden sollen. Unübertroffen bei allen Verdauungsstörungen, ..besonders bei Brechdurchfall und Darmkatarrh. v Ar. 126. Seite 6 Karlsruher Tagblatt, Dienstag, den 8. Mai 1928 Zweites Blatt Letzte festgestellte Kurse im FreiverKelir. (Eigener Drahtbericht) Frankfurt, de* 7. Mai (abends.) Es kosten: Brüssel 1 Fr. 2150.— (früh. 0.80 M.) Amsterdam IGld. 14600.— ( „ London 1 Pfd. St. 172000.—( „ Paris 1 Fr. 2500.— ( „ Zürich 1 Fr. 6720.— ( Italien 1 Lire 1835.— ( „ NewyorklDol!ar37500.-( „ Tendenz: schwankend. 1.70 „ ) 20.- .. ) 0.80 „ ) 0.80 „ ) 0.80 „ ) 4.20 „ ) Von den Börsenplätzen. Mannheimer Effektenbörse. K. Mannheim, 7. Mai. (Drahtber.) Das Geschäft war heute bei teils etwas niedrigeren Preisen sehr belebt. Anilin wurden zu 46 500 und 46 000 gehandelt, Benz zu 36 500 und 37 000, Gebr. Fahr 19 500, Seilindustrie Wolff 14 000. Karlsruher Maschinen 25 CflO, Knorr 25 000, nachbörslich 24 OCH) bez. und G., Braun-Cons. 9500, Mannheimer Gummi 26 500, Neckarsulmer Fahrzeuge 20 000, Union- Werke 35 OCO, Freiburger Ziegel 10 000 rat., Zellstoff Waldhof 41 000, Zuckerf. Frankenthal 22 000 und Waghäusel 24 500 rat. Von Banken sind zu erwähnen: Rhein. Crcditbank zu 7100 und Südd. Diskonto 13 000 Prozent. Ferner von Versicherungs- aktien Abschlüsse in Mannheimer Versicherungsaktien zu 60 000, Oberrheinische zu 15 000, Fran- kona 27 000 M pro Stück. Hoffmanns-Söhrie 5000 G., 6000 Br., junge 42CO bez. und G. Frankfurter Börse. Belebung der Kurse. w. Frankfurt a. M-, 7. Mai. Die französisch-belgische Antwort, die Darstellungen des Reichsfinanzministers Dr. Hermers über die deutsche Finanzlage und der Ausweis der Reichsbank gaben Anlaß zur Zurückhaltung. Es trat jedoch bei der Feststellung der ersten Kurse eine teilweise Belebung ein, doch war die Tendenz nur mäßig nach oben gerichtet. VorbörsHch war der Dollar noch zwischen 35 800 bis 36 000 gehandelt worden. Er stellte sich zu Beginn der Börse auf 36 500—37 000. Obwohl auf der heutigen Börse Verkaufsaufträge auszuführen waren, gestaltete sich die Tendenz ziemlich widerstandsfähig Am Mont.anmarkt war die Lage anfangs ruhig und die Kurse gingen zum Teil 13 000 bis 15 000 über den Schlußkurs der vergangenen Woche. Für Gelsenkirchen, Deutsch -Luxemburg zeigte sich bei Beginn eine lebhafte Tendenz. Man nannte Oberbedarf, Caro fester, Riebeck sehr befestigt. Unregelmäßig zeigte sich die Haltung fast aller Maschinen- und Metallaktien. Gefragter blieben Kaliaktien; Lokomotiv Krauß schwach. Bei den Elektropapieren stellten sich Ljcht und Kraft ruhig, Schuckert behauptet. A.E.G., Bergmann höher. Von den Aktien der chemischen Fabriken wiesen Badische Anilin wieder eine festere Stimmung auf. Holzverkohlung waren bei erster Notiz 2800 niedriger. Angeboten waren Zuckeraktien. Festere Kurse zeigten Anatolier, die durch Käufe von Bankseite um 6000 gehoben wurden. Zellstoff Waldhof konnten sich behaupten. Von sonstigen Schwankungswerten wurden Bochumer höher genannt. Fester Otaviminen. Die Kursbewegung von Hapag und Nordd. Lloyd war nach oben gerichtet. Lombardprioritäten, plus 2000. Von Bankaktien zeigten Metallbank bei Beginn ein festes Aussehen. Api stürmisch gefragt 39—43 000. Im freien Verkehr waren verschiedene Kurse angeboten, wodurch die Kurse anfänglich gedrückt wurden. Im Zusammenhang mit Rückkäufen der Spekulation trat verschiedentlich eine Befestigung ein. Benz 31 500, Becker Stahl 25 500, Brown-Boveri 16 250, Emelka 12 500, Entreprise 205 000, Lahmeyer 95 OCO, Inag 13 OCO, Ufa 27 500, Mez-Söhne 20 C(X), Krügershall 36 500. Im Verlaufe konnte sich das Geschäft etwas beleben, ohne daß jedoch von einer erheblichen Kaufneigung gesprochen werden konnte. Am Markte der Werte in Einheitskursen lagen verschiedentlich Verkaufsaufträge vor, wodurch die Kurse zum Teil gedrückt wurden. Das angebotene Material fand glatte Aufnahme. Berliner Börse. w. Berlin, 7. Mai. Die französische Antwortnote gab naturgemäß Veranlassung zu starker Beunruhigung, die zunächst in einer erheblichen Steigerung der Devisenkurse zum Ausdruck gelangte. Im Zusammenhang hiermit schritt die Spekulation zuKäufenin Industriepapieren. Die Kursbewegung gestaltete sich ungleichmäßig, da weite Kreise Zuückhaltung beobachteten und ihr Urteil über die Folgen der Note von der Aufnahme bei unserer Regierung und den übrigen ausländischen Mächten abhängig macht. Eine recht bedeutende Steigerung erfuhren fast durchgängig die Werte des Montanmarktes, in erster Linie Bochumer Guß, Deutsch-Luxemburg, Essener Steinkohlen, Ilse Bergbau, Phönix und ferner sämtliche Oberschlesiche Hüttenwerte. Von Elektrizitätswerten waren Feiten & Guilleaume und Lahmeyer bevorzugt. Auch einzelne Maschinenfabrikaktien wie Berliner Maschinen und Berlin-Karlsr. Industrie stellten sich auf 7000 Prozent höher. Späterhin trat vereinzelt eine Abschwächung ein. Valutapapiere veränderten ihren Stand Im allgemeinen wenig. Schiffahrtsaktien und Bankaktien erfuhren gleichfalls nur wenig erhebliche Veränderungen mit Ausnahme der Berliner Handelsgesellschaft, die sich erheblich höher stellte. Nachbörse. Berlin, 7. Mai. (Drahtber.) Die Tendenz an der Nachbörse war bei meist ruhigem Geschäft nicht einheitlich. Am Montanaktienmarkt waren Deutsch- Luxemburg mit 201 000, Gelsenkirchen mit 227 0U0 und Caro mit 89 000 gut behauptet. Laurahütte mit 65 000, Mannesmann mit 101 000, Phönix mit 136 000, schwächer. Von Schiffahrtswerten gaben Lloyd auf 39 250, Hapag auf 83 250 nach. Am Bankaktienmarkt beschränkte sich das Interesse auf Bank für Elektr. Werte, die um 2000 Prozent auf 44 000 anzogen. Dollar 37 000. Variable Kurse. Aufträge werden um 6000 M. nominal oder dem Vielfachen davon gehandelt. Berlin, 7. Mai. (Drahtber.) 5 Proz. Reichsanleihe S9A, 4 Proz. 1180, Z'A Proz. 565, 3 Proz. 4600, 4 Proz. Consols 195, 3'A Proz, 140, 3 Proz 235, 5 Proz. Mex. 540 000, Baltimore 30 800, Hapag 86 000, Nordd. Lloyd 42 400, Darmstädter Bank 20 250, Deutsche Bank 32 250, Mitteid. Creditbank 10 000, A.E.G. 39 300, 39 500, 39 125, Anglo Guano 159 000, Badische Anilin 48 000, 47 000, Bergmann 74 000, 73 500, Berl.-Karlsr. Industrie 170 000, Boch. Guß 238 000, Gebr. Böhler 83 000, 85 000, 80 000, Buderus 71 500, 71 000, Daimler 17 500, 17 050, Deutsch-Luxemb. 185 000, 205 500, 207 500, 195 000, 204 000, Gelsenk. Bergwerk 220 000, 226 000, 225 500, Hammersen 50 500, Harpener 240 000, 250 000, 248 OCO, Hirsch-Kupfer 90 000, Hösch-Stahl 160 000, Hohenlohe 58 000, Ilse Bergbau 104 000, Kali Aschersleben 58 000, 59 000, Karlsruher Maschinen 24 000, Köln-Rottweil 49 000, 48 500, Laurahütte 70 OCO, 69 500, 70 000, Lothr. Hütte 120 000, Mannesmann 106 000, 102 000, 101 000, Oberschi. Caro 87 OCO, 88 000, 87 750, Oberschi. Kokswerke 124 000, Phönix 108 000, 109 000, 108 000, Rombacher Hütte 61 ßCO, 60 500, Riitgers-Werke 63 000, 65 000, 61 500, Schuckert Elektro 110 000, 116 500, Siemens & Halske 139 500, Westeregeln 67 000, 68 500, Zellstoff Waldhof 42 500, 42 000, Otavi 354 000. Mannheimer Produktenbörse. (Eigener Bericht.) K. Mannheim, 7. Mai. Bei sehr gutem Besuch nahm die heutige Produktenbörse einen festen Verlauf. Die Umsätze hielten sich aber bei der Zurückhaltung der Käufer, wie Verkäufer, in bescheidenen Grenzen. Man nannte: Weizen mit 160—170 000 M. die 100 kg, bahnfrei Mannheim, Roggen mit 120 000 M., ab unbesetztem deutschen Gebiet. Gerste wurde Frachtparität Mannheim mit 115—125 000 M., je nach Qualität genannt. Hafer war im Preise wesentlich höher gehalten und man forderte 85—115 000 M., je nach Beschaffenheit der Ware. In Mais ist Donau- Dörrmais zu 140 000 M., ab Passau und zu 150 000 Mark, bahnfrei Mannheim, angeboten. Mixedmais war zu 150 000 M., bahnfrei Frankfurt a. M. am Markte. Mehl lag fest. Für Mitteldeutsches Weizenmehl, 60proz. Ausmahlung, per Mai-Lieferung, wurde 220000 M., ab mitteldeutschen Stationen die 100 kg gefordert. Für süddeutsches Weizenmehl, Basis 0, ist der Richtpreis auf 240 000 Mark festgesetzt, doch ist zu diesem Preise nur wenig Angebot vorhanden. Für Weizenkleie werden 60 000 M., für Biertreber und Malzkeime 55 bis 60 000 M., ab süddeutschen Verladestationen verlangt. Die Tendenz am Kolonialwarenmarkte war fest. Es wurden folgende Notierungen festgesetzt: Kaffee Santos Superior 24 000—26 500 M., gewaschene 28—32 000 M., heutiger Zoll 7176 M., Tee, gut 38—42 000 M„ mittel 43—47 OCO M„ fein 48—52 000 Mark, heutiger Zoll 12 144 M., Kakao, inländischer 7500 M., ausländischer 8000—8500 M., Reis, Burma 3000 M,, Zucker, ausländischer 4500 M., alles per Kilo. Amtliche Notierungen. Mais, amerik. Mixed 140—145 000, Weizen, loco 158—160 000, Hafer, inl. 85—110 000, Roggen ,loco 120 000, Braugerste 112—120 000, Biertreber 65—70 000. Weizenkleie 60 OCO, Weizenmehl 240 000, Richtpreis, Wiesenheu 44—46 OCO, Luzerne 51—52 000, Preßstroh 40 000 bis 41 000. Tendenz: fest. Industrien / Handel / Verkehr. Industrien. A G. für Eisen- und Bronzegießerei vorm. Karl Flink in Mannheim. Die G.-V. setzte die Dividende auf 30 Prozent fest. Ferner wurde die Erhöhung des Aktienkapitals um M. 8.25 auf 15 Mill. beschlossen. Der Geschäftsgang sei in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres flott gewesen, und die Umsätze hätten sich stark vervielfacht. Zurzeit sei eine gewisse Stockung eingetreten, wovon insbesondere die Herstellung für landwirtschaftliche Maschinen betroffen ist. Elsässisch - Badische Wollfabriken A.-G., Forst i. L. Die Gesellschaft hatte aus 1921 einen größeren Auftragsbestand in 1922 übernommen und hat nach dem Geschäftsbericht auch in der ersten Jahreshälfte noch größere Abschlüsse getätigt, wobei sie sich stets für das gleiche Quantum Rohmaterial eindeckte. Die im April 1922 beschlossene Kapitalserhöhung von 10 auf 17 Mill. Mark diente zur Herstellung der Interessengemeinschaft mit der Golo-Schuhfabrik A.-G. in Frankfurt a. M, die sich gut bewährt habe. Bei nicht genanntem Umsatz wurden nach 5,53 (i. V. 1,29) Mill. Mark Abschreibungen 64,02 4,32 Mill. Mark Reingewinn erzielt, woraus eine Dividende von 1,05 Mill. Goldmark, umgerechnet zum Dollarkurs von 7350 auf die Stammaktien und 0,52)4 Goldmark auf die Vorzugsaktien vorgeschlagen v/erden (i. V. 35 Prozent auf die Stamm- und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien). Die Kleinwohnungsrücklage erhält 20 (0,50) Mill. Mark. Vorgetragen werden 11,86 (0,26) Mill. Mark. Bei 17 (10) Mill. Mark Stamm- und 1 Mill. Mark Vorzugsaktienkapital, sowie 2 Mill Mark Anleiheschulden betragen die Kreditoren 973,36 (0,33) Mill. Mark gegenüber 911,33 (11,51) Mill. Mark Debitoren und 139,48 (16,40) Mill. Mark Vorräten. Das Beteiligungskonto steht mit 2,77 Mill. Mark zu Buch. Ueber die in der Generalversammlung bereits genehmigte Kapitalserhöhung auf 27,5 Mill. Mark wurde schon berichtet. Außerdem hatte die Generalversammlung auch über verschiedene Satzungsänderungen zu beschließen. In das neue Geschäftsjahr sei ein großer Auftragsbestand, zu erheblichem Teil für Export, zu lohnenden Preisen übernommen worden. Da noch auf mehrere Monate volle Beschäftigung vorhanden sei, werde wieder ein günstiges Ergebnis erhofft. Sektkellerei Wachenheim A.-G. Die G.V. mußte vertagt werden, da ein Münchener Aktionär, der ungefähr ein Sechstel des Kapitals vertrat, verschiedene Posten der Bilanz bemängelte. So wurde beanstandet, daß die Gesamtanlage, die einen Goldwert repräsentiere, auf eine Mark abgeschrieben worden sei, ohne daß auf der Passivseite ein entsprechender Gegenposten eingesetzt worden sei. Bei der Angabe der Weinvorräte beanstandete er die Wertansetzung über den vorjährigen Wert hinaus ohne Mengenangabe. Die von der Verwaltung erteilten Auskünfte genügten dem Aktionär nicht, so daß demnächst eine neue o. G.-V. einberufen werden muß. Schiffahrt. Nächste Dampferabfahrten der Hambarg-Amerika-Linie. Nach Neuyorks D. Bayern am 14. Mai; D. Reliance am .15Mai; D. Mount Clay am 17. Mai; [Frankfurter Kursnotierungen: Deutsche Staatspapiere. 4. 5. 7. 5. 15 o/o I wlld, Scbat:anw. so/oll « & °/o III „ 4 '/2°/O IV-V 4 / a o/oVI-IX / .. i'la 1924er ä »In Dtaeh. Reichsani. *% >. 3Va i'o ii ii 5 % „ Deutsche Prämienanl. 5 o/o Pr.Schatzan. 1'<2S 4 o/o.. m 4 o/ 0 PreuB. Konsols , W :: :: - 4 o/ 0 Bad. Staatsani. 06 4 o/o Bayern .... 3V a % Bayern . . 3% Bayern .... 40/» Bs ct. Anleihe Baaenwerk 91.— 91.— 9^25 78-50 92.- 89-50 89-50 1175.- 1180.- 565.— 4575.— 4575-- 310- — 300.- 97- — 97.- Chem. Albertwerke . Chem. G. & Silbersch „ Grieshelm . . „ Höchst „ "Weiler ter Mei Daimler Deutsche Petroleum Dyckerhoff & Widm. Elberfelder Farben Rlektr. Lichta. Kraf Elsässer Baumwolle 8 V* o/ 0 Baden abgest. 4 07 0 jRMz. E.B. Prior. Conv. — .— 10 1 3'/s °/o » Ü 0/0 .. 40 /0 D.Schutzsebanl. 10000- Fremde Werte. 5 o/o Silbermexikaner 5 Ofo Goldmexikaner 4 l /j o,o Irrigationsani. 3 o/ 0 Mexikaner .... 5 o; # „ Tamaupilas S o/o Tehuantepec . . . 4 1 /'» o/o „ ... 4 o /o Missouri Pacific . Türken unifiziert . . 3000 5950 3500 _ Peinmechanik Jetter Gebr. Junghans . . . Geleonkirchen . . . . GrOn & Bilflnger . . . Gummifabrik Peter . Haid & Neu Hanfwerke Fttüen . . Harpener Heddernheim. Kupfer Holzverkohlung . . Julius Sichel, Mainz Kammg. Kaiserslaut. i.aurahatte 4. 8. 48500 39000 36000 39600 18000 56000 26000 40500 36000 53000i 77600 22900 210000 18500 14800 405000 362000 345000 53750 Banken ßadische Bank ... 26000 Darmstädter Bank . > 21600 Deutsche Bank .... 31250 Diskonto Commandit 23C Dresdener Bank . . . Metalldank Mitteid. Creditbank . Oesterr. Länderbank Pfälzische Bank . . . Rhein. Creditbank . . Sudd. Diskonto-Ges.. Wiener Bankverein . 2101 Wllrttbg. Notenbank i 15§l Industrien Adler äOppenheimer Armatur. Kloin. . Aechaff. Zellstoff. Manafelder Kuxe . . Maschfab- Karlsruhe Maschfabrik Durlach 400000 Maschfabr. Gritzner . Masch. Eßlingen . . . „ Pokorny &Wi ttek. 52250 Oberursel 6900 700C Pinselfabr. Homberg Porz.-Steingut Wesel Rhein Elektra . . . . Rütgers-Werke . . . . Schlinck & Co Schnellpr. Frankent. Schuhfabrik Herz . . Spinnerei Ettlingen . 7. 5. 108000 46250 39000 38000 41750 16700 54000 25100 40500 35500 53000 78900 22000 215000 I 18100 ! 14800 305001 39000 260r~ 26: 321 51 45500 1236000 25000 35800 70000 46500 25000 39500 80000 16000 21500r 11888 21400 60000 22000 34800 69250 50000 IS888 85000 24000 14200 24400 33250 54000 21000 61600 Xeilus Bergbau . . . 315000 290000 Trikotweb.Besighpira; I Verlagsanst.Deutsche Voigt & Hitlfner . . . Voltohm Kabelwerk . - ! 34900 24900: 24$ 74000 200g0uhrenfab .Furtwängl. 18700 18750 Bad. Anilin Bad. Uhrenfabrik . . B. Masch. Badenia. . Baltimore and Ohio . Baug. Ph. Holzmann. Baug. WayB &Freytag Benz Motoren . . . . Bochumer tiuöstahl 45000 43000r 14750 330000 15000x1 38o88 '202000 46250 43000r 14750 14250 22000 38000, 220000 i Waggon-Fabr. Fuchs 25250 25200 Zellstoff Waldhof . . 42600 41400 Zeraentw. Heidelberg 28C00 28000 Zuckerfabr. Wagh. . 26500i 24000 Frankenth. 24Q00 22000 . Heilbronn . 23/50 23000 . Offstein. . . 27200 27000 » Stuttgart. .| 24900 24000 tJrössel.. . ciolland . . Londou.. . 'aris . . Schweiz . . Spanien . . [talien . . . Lissabon . . Dänemark . Norwegen . Schweden Heising fors Vewyork. . Wien (altes) Dtsch.Oest Budapest. . Prag . . . Soüa . . . . Agram . . . Devisennotierungen: W. Frankfurt, 7. Mai. 5. Mai. Brief 1934.80 3 25 Geld 1925.20 1326675 167805.- 2244.3 6109 7. 5199.45 1653.35 638^- 581045 9114.65 34! 48-13 685 - 10Ü919 239-40 36410 4837 689.- .1035.10 240.60 365 90 Geld 2104-70 14613.35 173315.60 2491.25 673810 5675.25 182050 Mai. Brief 2115.30 14686-65 174184.40 2503.75 IVoiM 1829-50 W.58 m 37256-60 52-49^ MS 254-35 52-75'f 2 664 -Sc 1105-7E 255-65 Amsterdam BtD^pI . . . Christian!» Kopenhag. Stockholm. Heisingfors Italien . . . London. . . N'ewyork. . Paris . . . . Schweiz . . Spanien . . Vvien (altes) Dtsch. Oeät. Pra« .... Budapest.. Lissabon. . Bulgarien . Bucn.-Aires Japan. . . . Rio de Jan. T ueoslavicn w. Berlin, 7. Mai. 5. Mai. Geld 13366-50 570570 6304.20 9007.42 947-6r 16653! 156807.50 34189-31 2294-25 6219-41 5244-35 % 263-14 WZ 3640.57 359.10 Brief 13434-50 1989-97 573430 630580 9052.45 952.31 1674.1L 157392.50 3436069 2306.75 "^50.59 70-65 7. Mai, Geld « 6319.16 6942.60 9950.06 1029.42 1822-93 173068.25 37575-87 2493-75 6758-06 5685-75 llioü 693.- Brief WZ 6350.84 6970-40 9999.94 10." 18! _ 173933.75 37744.13 2506-25 6791-94 5714.32 52-44 w? 13 m 18 46.— Devisenkurse im Frei verkehr Mitgeteilt durch das Bankhaus Straus 81 Co. Karlsruhe. b) nachbörslich 14050-14700 Holland. . Schweiz. . Paris . . . Belgien . . London . . Xewyork . Italien . . a) vorbOrslich 13570-14900 6270-6860 2310-2550 16^88-17601 Tendenz: fest 2390-2480 2060—f -2170 176030 löiOOO — 174000 35900-37600 1750—18"" Tendenz: 835 fest 100 Mark in Zürich: 1,50 Cts. 100 franz. Frks. in Zürich: 36.75 Frks. Engl, Pfund in Paris; 70.00 Frks. D. Thuringia am 24. Mai; D. Resolute am 29. M a ! Nach Philadelphia-Baltimore: D. Emden am 8. M a J Nach Boston-Baltimore: D. Hessen am 22. " 8l ' Nach Cuba-Mcxiko: D. Hosatia am 5. Mai. Na c , Westküste Nordamerika: D. Alaskan am 12. — a !' Nach Ostasien: Post-M.S. Münsterland am 26. M 3 '' Nach Westindien: D. Adalia am 12. Mai. Nac" Südamerika: D. Frankenwald am 14. Mai; D. Te u ' tonia am 24. Mai. Nach Levante: D.Bolosam sw 30. Mai. Nach Riga und Petrograd wöchentlich' t Hugo Stines -Linien. D. „Adeline-Hugo Stinnes^ am 30. April von Nordenham nach Methil-Schol'" land; D. „Urnst Hugo Stinnes 11" am 30. April Rio de Janeiro, ausgehend; D. „General BelgraßO am 29. April von Rio de Janeiro, heimkehren"' D. „General San Martin" am 1. Mai in Montevideo ausgehend; D. „Havenstein" am 26. April hei®' kehrend, in Shanghai angekommen; D. „Heinri^ Hugo Stinnes 7 "am 29. April von Harburg-E'® e nach Newport (Mon.) Cuxhaven passiert; »• „Holm" am 28. April in Hamburg, heimkehren"' M.T. „Ostpreußen" am 29. April von Hamburg Novorrosisk Cuxhaven passiert; D. „Otto Stinnes 9" am 25. April in Tampico; D. „Tirpi' z am 29. April in Hamburg, heimkehrend. Artus -Linie Danzig. D. „Artus" am 29. Ap" 1 Cap Finisterre passiert, ausgehend. Von äen Märkten. Berliner Metallmarkt. 7. Mai. E!ektrolytkupf e ' 13 858, Originalhüttenrohzink 514 639, Raffina^' kupfer 11 600, 11800, Originalhüttenweichblei 4250» 4450, Originalhüttenrohzink 4900, 5100, Remels' Plattenzink 4100, 4300, Originalhüttenalumini«" 1 16 955, per Juli, Drahtbarren 17 655, Banka-Z' nS 37 200, 37 600, Hüttenzinn 36 700j 37 100, nickel 20 300, 20 500, Antimon-Regulus 4550, 4650- Silber-Barren 755 000, 760000, Platin 130 000. Hamburger Metallmarkt. 7. Mai. Silber c '' 900 fein, prompt 750, 745, 745—750, per Mai ^ 745, per Juni 790, 785, 790—810, per Juli 875, 872.5; Zinkhütten 5100, 5000, per Mai 5100, 5000, per ^ 5350, 5250, per Juli 5850, 5750; Weichblei ab La2 ef 4450, 4300, ab Hütte 4500, 4350, raffiniert 4350, 4200: Banka-Zinn 37 000 35 000; Kupfer, greifbar 13 lB' 12 W)0, raffniert 11 500, 10 300, Wirebars 13 SA 12 750; Elektrolytkupfer 13 000, 12 500, Gold 25000' 26 000; Platin 115 000, 125 000. Hamburger Altmetallmarkt. 7. Mai. Kupf e / 61.50, 64, Rotguß 47, 49, Messing, leicht 34.50, Messingspäne 34.50, 36, Messingguß 35, 38, Blei l9, 20, Zink 20.25, 21. Viehmarkt in Karlsrahe. Amtl. Bericht vow 7. Mai. Es wurde bezahlt für 50 kg Lebendg®' wicht: Ochsen vollfleischige, ausgemästete, höchs' eS Schlachtwertes, die noch nicht gezogen haben gejocht) 300—320 000 M., vollfleischige, ausgemä^-' im Alter von 4—7 Jahren 275—300 0000 M„ juv^' fleischige .nicht ausgemästete und ältere aus£ e j mästete 260—275 000 M,, mäßig genährte junge 11 gut genährte ältere 240—260 000 M. Bullen, Tollfleischige, ausgewachsene, höchst Schlachtwertes 270—290 000 M„ vollfleischige, gere 240—270 000 M., mäßig genährte junge ^ gut genährte ältere 220—240 000 M. Kühe und Färsen, vollfleischige, ausgemästj! 0 Färsen, höchsten Schlachtwertes 300—320000 £}" wenig gut entwickelte Färsen 270—300 000 J* 1 " mäßig genährte Färsen 240—270 000 M„ gering nährte Kühe und Färsen 180—220 000 M. Kälber, mittlere Mast- und beste Saugkält® 340—360 C00 M, geringere Mast- und gute kälber 320—340 000 M., geringere Saugkälber J bis 320 000 M. Schweine, vollfleischige von 120—150 kg Lebe!"!' gewicht 380—4C0 000 M., vollfleischige von 100 . 120 kg Lebendgewicht 360—380 000 M„ voUU schige von 80—100 kg Lebendgewicht 340—360"" Mark, vollfleischige unter 80 krf Lebendge^' c 320—340 000 M, Sauen 300—320 000 M. ., Zufuhr: 308 Stück: Ochsen 17, Bullen 35, Kühe " Färsen 52, Kälber 41, Schweine 150 Stück. Tendenz: lebhaft. Der Markt wurde geräu®'' Mannheim, 7. Mai. Dem heutigen Viehmaf'f% waren zugefahren: 107 Ochsen, 139 Bullen, f.t Kühe und Rinder, 305 Kälber, 23 Schafe, Schweine. Preise für 50 Kilo Lebendgewicht wegten sich für Ochsen KI. a) 320—340 000 Kl. b) 260-280 000 M. Kl. c) 220-260 000 S Kl. d) 180-220 000 M. Bullen, Kl. a) 250-280 U Mark, Kl. b) 220—240 000 M„ KI. c) 200 -220 0£ Mark. Kühe, Kl. a) 320—345 000 M„ KI. b) 280 D ' s 300 000 M., KI. c) 220—260 000 M. Gering genährt] .Jungwieh (Färsen) Kl. a) 200—220 000 M., Kl-, ( 160—180 000 M. Kalber, Kl. b) 340—345 000/j KL c) 320—340 000 M., Kl. d) 300-320 000, 280—300 000 M. Schafe KI. a) 180—190 000 % KI. b) 170-180 000 M. Kl. c) 150-160 000 L Lämmer KI. a) 140—150 000, Kl. b) 130— 140 000 L Schweine Kl. a) 410—420000 M„ KI. b] 400 ° 410 000 M., KI. d) 390—400 C00 M., Kl. e) 3«0 " 390 000 M., KI. f) 360—400000 M. $ Marktverlauf mit Großvieh mittelmäßig laHÖ* jt geräumt, mit Kälber lebhaft ausverkauft. Schweinen ruhig, kleiner Ueberstand. Die Preise sind Marktpreise für nüchtern ? eS wogene Tiere und schließen sämtliche Spesso , Handels ab Stall für Frachten, Markt und . e fi kaufskosten, Umsatzsteuer, sowie die naturl»^. Gewichtsverluste ein, müssen sich also nicht ^ heblich über die Stallpreise stellen. Unnotierte Werte. Mitgeteilt von Baer & Elend, Karlsruhe, Karl-Frieto\&' u . cirka Adler Kali .... Bad. I.okoraoüvwerke Baidur Becker Kohle . . . Becker Stahl . . . Benz Brown Boveri . . . Deutsche Lastauto . Deutsche Petroleum . öermania Linoleum . 40000 Hansa Lloyd . . . 11000 Heldburg Vorzugs-Akt. 96000 Inag : 14000 Kabel Rheydt . . . 34000 Karstadt ..... | 5500 Knorr |26000 krllgershaU . . . Landeswirtschaftsst«!' 6 für das BadischeHand- werk • Meurer Spritzmetall ■ Offenburger jpinnerei Petersbgr. Int. • » Kastatter Waggon • Rodi & Wien