wesentlich 76 Goldpf«. frei < uis. i^n unserer Ke- ickiiistsktelle oder in »Nieren Agent abgebolt 7» Moldvia. Durch die Pott be». monatl. Ji 3.2(1 auslchl Zustellaeld. ßinjtIoerfanfä#rei3 15 Psg. Im Aalle bSberer Gewalt bat der Bezieher keine An- wrliche bei verspätetem ober ?!ichtcrlckelnen der Leitung. Abbestellungen können nur jeweils bis lunt 25. auf den solaenden Monatslebten an- genommen werden. Karlsruher Tagblatt Slmeigeuberechuun« »ach Grnnd- und Schlüsselzahl: Grundzahl für die ggelvalt. Ronvareillezeile oder deren Raum 21X1. auswärts -JW, ^amil'enanzeiaen und Stellengesuche lim, Reklamc^ile 60(t. an erster Stelle (>50. Schliisselzabl 1 400 000 000. Rabatt nach Tarif. t erlag. SchriMeit«»« und eschäktöltclle Nitterstrabe 1 Tvcr ti ft'rcrfin n fcfttüffe: Ge'chästöstelle Nr. 18. Verla« Nr. 21 und 287. Schriftlei«»»« Nr. 20. Hauvt'chrisileiier Nr. 19. Postscheckkonto Nr. 9547 Karlsruhe. Vadifche Morgenzeitung Mit der Wochenschrist «Die Pyramide" Badische Morgenpost .Wirtschafts- und Handelszeitnng" / „Turn- und Sport-Zeitung" ✓ .AnterhaltungSbeilaze" X »Siteraturbeilaze" / „Für die Frauen" ^.Wandern und Reisen" ^»Die Scholle" Ehelretakteiir: Hermann v. Laer. Verantwortlich für Politik: Frib Ehrhardt: für den wirtschastlichen, badischen und lokalen Teil: Heinrich Gerhardt: sllr das Feuilleton: Hermann Weick: sllr die »Pvrcimide" Karl Joho: sllr Inserate: Heinrich Schriever. sämtliche in Karlsruhe. Truck und Verlag C. K. Müller. Karlsruhe, Nitterftr. 1. Berliner Redaktion l)r Richard A Ii g l e r Berlin-Lankwib. Mozartltr. 87 Teleobon-Zentruvi 428. Für unverlangte Manuskripte oder Drucksachen libernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Rllckseudung erlolgt, wenn Porto beigefügt ist. Sprechstunde der Redaktion: 11—12 Uhr. 124). Jahrg. amstag. den £9. Dezember 19£3 Mr. 357 Enlbehrungssaklor. Von OberregierungSrat Bauer. " Entbehren sollst Du! sollst entbehre»! Das ist der ewige Gesang. Der jedem an die Obren klingt. Den unser ganzes Leben lang, U n S heiser jede Stunde singt. Was die Sehenben schon lange gesehen. was die Hörenden schon lange gehört, jetzt mutz es auch denen, die bisher vyr den unerbittlichen Tatsachen der Zeit Auge und Ohr verschlossen, klar werden, bah die kaustischen Verse der Le- bensresrain unseres Daseins geworben. Nicht nur die Alten werden ihn für den Nest ihres Lebens hören müssen, auch der mittleren und ber jungen Generation wird dieser Entbeb- rungssana noch auf Jahrzehnte an die Obren klingen. Wir sind endlich aus dem Papiergeld- taumel erwägt. Mir kam e? in den legten fahren oft vor. alS ob das deutsche Volk wie ein Kind in der Fastnachiszeit sich ein Kleid aus Papiergeldflitter «»gezogen und wo im Taumel des bunten Treibens ein Feten abriß. einen neuen Büschel immer „wertvolleren" Papier- qeldes auslegte. bis schließlich der Aschermitt- woch kam. wo das Narrenkleid abgelegt werden mußte und nun mit der völligen Nacktheit das klare Bewußtsein kam und — die graue Fastenzeit beginnt. Ja eine Fastenzeit wird's für uns werden in dieses Wortes wörtlichem Sinne. Schon hören wir die Fastenprediaer ihre grausame Wahrheit künden, und ie ehrlicher sie sind, um so grau- samer wird die Wahrheit sein, die sie uns kün- den. um so härter die Buke, die sie uns auf- erlegen müssen. Ist es nicht ein Zeichen der Zeit, wenn in diesen Tagen der badische Staatspräsident es aussprach, bah „zum Ausklügeln und Theoreti- sieren uns das grausame Ainanzelend keine Zeit mehr lasse, daß die badische Regierung sich die durch den Druck der Not bedingte Personal- und Verwaltungsreform nicht zu tot werde reden lassen". Wenn so ein Mann spricht, der doch bis vor kurzem selbst alS Partei- oder Organi- sationsmann in Partei- und Organisationsbe- schlüsselt immer wertvolle, von Negierung und Parlament ernst zu beachtende Anregungen ge- sehen und nun Anträge einer großen Beamten- Organisation, die doch diesmal in der Tat um die schwersten Lebensfraaen Standes ringt, gewissermaßen als nutzloses Gerede be- zeichnen muß — wie ernst muß es da um uns stehen. Und selbst der. der auch schon bisher aus solchen Anträgen von Organisationen und ,>n- teressenarupven nicht immer gleich die „Maiestat des Volkes" herausgehört bat. wird zugeben, baß diesmal der Staatspräsident recht bat. wenn er. beinahe an des großen Bismarck eisernes Wort anklingend, den Organisationen antwortet. daß solche Fragen, wie sie die Not der Zeit uns ie^t vorlegt, n'ckt aelöst werden „dnrch Reden nnd MgioritäisbeschlUsse«. sondern nur durch die Tat ein^'lner. ia schließlich nur dnrch die brutale Tat. diktiert von der brutalen Not- wendigkcit des Staates. Schon hören wir den Ruf nach dem Finanz- diktator, aber diesmal nicht nach einem beut- schen, dem man anscheinend die Kraft nicht mehr zutrant, sondern nach einem Finanzdiktator aus den Reihen unserer Feinde. Dieser Rns erhellt unsere gegenwärtioe Lage krasser als die aus- führlichsten Denkschriften und Reben es ver- möchten. Wir haben geschimpft über den täalich wech- selnden Multiplikator — an seine Stelle tritt nun der „Entbehrungssaktor". aber mit dem Unterschied, daß er in unserem Leben eine nun nicht mehr täglich wechselnde, sondern zum min-> besten auf lange Zeit hinaus eine „konstante Größe" bleiben wird. In der Tat ist ia der Entbehrungsfaktor nichts Neues. Jeder einigermaßen sorgsame Hausvater hat ihn schon seit lanaem in Rech. nung stellen müssen. Aber lehrreich bleibt doch, wie und gegenüber weichen Kreisen der Staat, seit seine Gewalt vom Volke ausgeht, dieien Entbehrungssaktor angewendet bat. Und da mnß festgestellt werden, baß dieser Entbehrunassaktor zu allererst zur Geltung kam gegenüber denen, die für den Staat die schwer- sten Opfer gebracht, gegenüber den Opfern des Krieges und zwar in dem Verhältnis, daß die. die das schwerste B l u t o p s e r aebracht, am meisten unter dem Entbehrunassaktor zu leiden hatten. Ick babe schon seit Jahren wie- derholt in Presse und Oefsentlichkeit daraus hin- gewiesen, in we'ch großem Maße die Lebensbal- tung der durch ihre Krieasverwundunaen er- werbsunfähig gewordenen Kriegsopfer sich ver- schüchtert bat. nicht nur absolut, sondern, sogar hier in besonders krasse Erscheinung tretend, wenn wir ihre Bezüge in Vergleich bringen mit der selbst der Zeit nie folgenden Entwickelung von Löhnen und Gehältern der grbeits- lind be- rufstätiaen Kreise unseres VolkeS. Von einem Vergleich mit den durch Krieg und Revolution reich Gewordenen will ich ganz absehen. Aber besonders lehrreich bleibt, daß selbst das Ver- hältnis ihrer Bezüge zu denen unserer Reichs- taaS- und Landtaasabaeordneten. also zu Mannern, die wohl die Not der Zeit am besten zu überblicken vermögen und auS dieser Erkennt- nis für sich selbst doch gewiß nur das Allernot- wendigste gefordert haben, daß selbst dieses Ver- hältnis sich gegenüber der Vorkriegszeit ganz wesentlich verschlechtert hat. Nur einige wenige Zahlen über den gegenwärtigen Stand dieser Bezüge. Ein im Kriege blivdgeschossener Soldat erhält heute insgesamt monatlich 78 Goldmark, vor dem Kriege 114 Mark. Ein Offizier, der im Krieg ein Bein verloren, beute monatlich 1.80 Goldmark, vor dem Kriege 75 Mark. Ein in- folge Kriegsverwundung blind gewordener Offizier heute 14W Goldmark, vor dem Kriege 150 Mark. Man rechne sich den Entbehrungssaktor dieser im Dienste des Baterlandes Schwerbeschädigten aus und man wird finden, daß er in gleicher Höhe von niemanden zu tragen ist. der staat- liche Gebührnisse bezieht. Und in zweiter Linie würbe der größte Ent- behrungsfaktor den Alten auferlegt. Sie alle, die durch ein Leben voll Mühe und Arbeit sich einen ruhigen Lebensabend zu schassen geglaubt hatten, sind, nicht durch eigene Schuld, sondern durch die Schuld der Verhältnisse, um ihre Le- bensarbeit gekommen. Ter Entbehrungssaktor Pariser EikiMMiS iiiicr Sic Wz. Ein Pariser Arteil über die „Autonome Pfalz". Paris, 28. Dez. lDrahtber.) Der Separatis- mus in der Pfalz wird von maßgebenden voli- tischen Kreisen in Frankreich ganz aubers be- urteilt als der rheinische Separatismus, mit dem man nichts mehr zu tun haben will. In der Pfalz, so erklärt man, handelt es sich um eine bodenständige Bewegung, die man respek- tieren müsse. Diesem Traum wird heute vor- mittag in brutaler Weise von dem Organ des Nationalisten AndrS Tardieu. dem „Echo Na- tional". ein Ende bereitet. Der Mainzer Berichterstatter des Blattes schreibt, er habe einige größere Städte besucht, die sich in den Händen der Separatisten befänden. Die große Masse der Einwohner fei gegen sie. Das sei eine Feststellung, die selbst einem Blinden auffallen würde. Die sepa- ratistischen Posten seien zum größten Teil keine Pfälzer. Es handele sich um ent- schlossene Burschen, denen man besser nicht in irgendeiner Ecke im Walde begegne. Sie seien sonderbar ausgestattet. Im Vergleich mit ihnen seien die französischen Sansculottes sicher wie die Prinzen ausstaffiert gewesen. Die Pfälzer be- dauerten es. daß die Franzosen käufig etwas allzusehr unternehmenden iunaen Leuten völlig freie Hand gäben. Französischerkeits würde man besser daran tun. selb st die Ordnung aufrechtzuerhalten, anstatt sie den im ganzen wenig zahlreichen Anhängern der .autonomen Psalz" zu überlassen. Die Suche nach dem deutschen Auslandskapital. Keine konsiskatiousabsichten des pariser Untersuchungsausschusses. London, 28. Dez. lDrahtber.) Dem diplomati- schen Berichterstatter des „Daily Telegraph" zu- solge werben die Untersuchungsausschüsse etwa Mitte Januar zusammentreten. Nach dem, was in britischen, amerikanischen und italienischen ginanzkreisen verlaute, sei die Aussicht aus einige des Gesandtenpostens in Brüssel an- betrifft, so wird das Reichskabinett noch nicht end> gültig Stellung nehmen. Doch kann festgestellt werden, daß die Entscheidung schon in den aller- nächsten Tagen zu erwarten ist. Die deutschen Vorschläge sind der französischen »nd der belgi- schen Regierung bekannt. DU Antworten auf biese Vorschläge wenden der bentschen Regierung gleichzeitig übermittelt werden und die Bekannt» gäbe der Entscheidung ber Reichsregierung über die Besetzung der beiden Posten wird uiimittel- bar Saraus erfolgen. Soviel uns bekannt ist, ist der deutsche Vorschlag wegen Besetzung des Pa- riser Postens von der französischen Regierung angenommen worden. Man wird in der An- nähme nicht fehl gehen, j>aß der bisherige Ge- schäststräger der deutschen Regierung in Paris, Legationsrat v. Hösch, Botschafter werden wird. Wegen des deutschen Vorschlags für die Besetzung des Brüsseler Postens findet noch ein Gedankenaustausch zwischen Paris und Brüssel statt. Reichskommifsar kunzer nach Thüringen gesandt. Weimar, 28. Dez. DaS thüringische Presse- amt teilt mit: Aus Betreiben der bürgerlichen Parteien Thüringens und deS Thüringischen Veamtenbundes ist von der Reichsregierung der R e i ch s k o m m i s s a r K u n z e r mit Re- serenten der Reichsministerien als Beauftragter gemäß Artikel 15 der Reichsversassung zum thüringischen Ministerium entsandt worden, um die Ausführung der Reichsgese^e durch die thü- ringische Regierung zu überwachen. Das Staatsministerium hat aus formalen und iach- lichen Gründen gegen das Vorgehen der Reichs- regiernng Verwahrung eingelegt. Demgegen- iUier ist dem Beauftragten der Reichsregierung die Möglichkeit gewährt worden, seinen Auf- trag auszuführen. Ter Beauftragte wirb voraussichtlich Ende der Woche feine Aufgabe erledigen und dann Weimar wieder verlassen. Der deutsche Antrag aufLebens- mitteltredit. Paris. 28. Dez. Das „Oeuvre" meldet, die alliierten Regierungen seien geneigt, das beut- sche Verlangen einer Priorität für eine LebenS- mittelanleihe in den Vereinigten Staaten im Betrage von 70 Millionen Dollar an die Repa- rationsrommission zur Entscheid»»« zu über- weisen. Bekanntlich hat die Reparationskom- Mission tu ihrer Sitzung beschlossen, die alliier- tenRegierunnen sollen den Artikel 251 des Ver- sailler Vertrages interpretieren, also entscheiden, ob sie se'bst oder die Reparationskommission über die deutsche Note beraten sollen. wurde für sie um so drückender, ie länger sie an der aus besseren Tagen überkommenen Le- bensanschauung festhielten, daß sie dem Staat den Gewinn ihrer Lebensarbeit anvertrauen könnten, daß ehrliche Arbeit und nüchternes Rechnen auch im neuen Staat die Grundlage eines geordneten Haushalts bleiben müssen, während Spekulanten- und Schiebertum. solche vorrevolutionären Ansichten rasch beiseite schie- bend. längst diesen Entbehrungsfaktor der ande- ren für sich selbst zum Multiplikator leicht er- worbenen Gewinnes zum Reichtum gemacht hatten. Nächst ihnen sind es die Lohn- und Gehalts- empsänger. die trotz der immer höher steigenden Papiergeldbezüge schon lange, bevor wir den Namen Entbehrungssaktor gekannt, an sich das gespürt haben, dem er Ausdruck geben soll. Ich kann deshalb nicht recht verstehen, warum nun, da auch hier der Papiergeldschleier hinweggeris- sen.und dahinter in der Rentenmarkzahl die ganze nackte Armut sichtbar wird, viele darin ein ganz neues Bild sehen. An den seit lan- gem bestehenden wirklichen Wertverhältnissen des Einkommens hat sich doch in der Tat kaum etwas Wesentliches geändert. Für die Außen- stehenden, für die nicht Lohn- und Gehalts- empsänger könnte jetzt fast der Anschein auskom- men, als ob bisher Lohn- und Gehaltsempsän- ger in ihren Bezügen besonders gut gestellt ge- wesen und nun mit einemmal ganz wesentlich heruntergedrückt werden sollten. In Wirklich- keit ist es doch aber so. daß die bisherige Aerm- lichkeit der Bezüge durch die neue GehaltsreAe- lung nur sanktioniert wird. Wenn dagegen sich in weiten Kreisen Aufregung und Auflehnung geltend macht, so habe ich dafür ein volles menschliches Verstehen. Aber für ^n Augen- blick, diese Zeitspanne nicht in wörtl mein ?,nne zu nehmen, glaube ich, daß alle Au re>'M g und Auflehnung an den tatsächlichen V p a tnissen nichts wird ändern können, und daß wir sroh sein müssen und darauf alle unsere Anstrengun- gen richten sollten, daß die niedersten Gruppen wenigstens das unbedingt nötige Existenzmini- mum erhglten. daS tatsächlich in den jetzt sestae- selten Beträgen ihnen nicht gewährt wird. Dar- über hinausgehende Forderungen müssen an der bestehenden Finanznot scheitern. Wir alle und gewiß nicht zuletzt die Beamten sind aanz wesentlich daran interessiert, daß die neu aeschaf- sene Rentenmark nicht auch in's Fluten kommt, sondern daß sie wertbeständig bleibt, und so der Staat ein wenn auch nur sehr bescheidenes, doch immerhin einigermaßen gesichertes Einkommen gewährleisten kann. Die Forderung kann setzt nicht sein: mehr Lohn und Gehalt, sondern Ar- beiterschast und Beamtenschaft sollten, losgelöst von allen parteipolitischen Zielen, im Zusam- menstehen mit allen rechtlich und in nationalem Gemeinschaftssinne denkenden Kreisen eine andere Wirtschaftspolitik und eine ganz andere Steuerpolitik fordern, die unter Anwendung aller Machtmittel des Staates endlich einmal jeden nach seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit zur Ausbringung der für den Staat unbedingt notwendigen Mittel heranzieht. Die Brutalität, mit der heute der Staat Opfer von allen Lohn- und Gehaltsempfängern verlangt und verlangen muß. wird trotz alle" Härte von dem Be- trofsenen getragen werden, wenn endlich einmal mit derselben Rücksichtslosigkeit gegen Wucher und Spekulanten vorgegangen wird. Selbst die An sich erstrebenswerte volle Freiheit der Wirt- schast wird in de» Grenzen deS so hart bedrängten Gemeinwohls aus absehbare Zukunft noch manche Beschränkung erfahren müssen. Nicht den Entbehrungssaktor wollen wir ab- lehnen — kein Mensch kann ihn uns abnehmen — aber dafür wollen wir sorgen, daß dieser Entbehrungssaktor von allen getragen wird. Mit kleinen Mitteln ist nichts getan, schon viel zu lauge hgbeu wir verkgnnt, daß außergewöhnliche Zeiten auch außergewöhnliche Maßnahmen verlangen. Nehmen wir uns endlich einmal zum Beispiel den Opfergeist und die Opsertar des Krieges, sie hatten uns von Anfang an Wegweiser sein müssen für unseren neuen Stgat. Wer Blut- opser gebrgcht. dem scheint ein Sgchovker nickt so sckwer. Und mir will es nicht in Kopf, warum ein Volk, das zwei Millionen seiner Besten an Toten und Hunderttausende an Krüppeln dem Vaterland zum Opfer gebracht, nicht gnch das nötige Gold aus dem Besitz des Einzelnen, der Familien, den Goldschätzen der Kirchen, des früheren Kronbesitzes opfern sollte, um den Staat zu retten, für den andere ihr Leben gelassen, ihr Blut und oft auch noch ihr ggnzes Hab und Gut hingegeben haben. Allerdings, eine Gewißheit müßten wir vor diesem Ovser geben —. daß es einzig und allein für die Erhaltung nnd Lebensnotwendig- keit des Staates, nicht für parteipolitische Ziele und Utopien, nicht für selbstsüchtige Ziele ein- zelner oder Berufsgruppen. nicht wie bisher für ein Faß ohne Boden gebracht wird. Für ein nenes starkes Deutschland, für die nationale Ge- meinschast. nicht für ein in Klassenkampf »nd Klassenhe^e sich zerfleischendes Volk soll es sein. Um Deutschlands Zukunft geht es. Können w i r dafür jetzt dgs Opfer nicht aufbringen und tragen, dann werden auch unsere Enkel noch den Entbehrungssaktor des Sklaven nationaler, darbender und opferbereiterer Völker tragen müssen. ) Sic. 357. Seite 2 Karlsruher Tagblatt. Samstag, den 29. Dezember 1928 Erstes Blatt Französische Schandjustiz. Von Dr. Rochlik. Der Verfasser war als Chefredakteur der Düsseldorfer Zeitung Zeuge der von ihm geschilderter?» Vorgänge in Düsseldorf. Di« Einstellung des passiven Widerstandes und sämtlicher deutscher Abwchrmaßnahmen gegen den französisch-belgischen Ruhreinbruch hat die französische Justiz im besetzten Gebiet nicht ge- hindert, einen umfangreichen Prozeh gegen 40 deutsche Schutzpolizeibeamten in Szene zu setzen, die infolge der Ereignisse an dem sogenannten schwarzen Sonntag in Düsseldorf, am 30. Sep- tember, von den Franzosen verhaftet und unter Anklage gestellt worden sind. Es ist unbedingt notwendig, daß die Aufmerksamkeit nicht nur der deutschen Lande, sondern der ganzen Welt aus diesen ungeheuerlichen Prozeß und seinen furchtbaren Ausgang gelenkt wird. Denn in diesem Prozeß sind die Methoden der rhetni- fchen Sonderbündler und ihrer Auftrag- geber und Schutzherren, der Franzosen, in das gebührende Licht gesetzt worden. Schon die Er- Hebung und der Inhalt der französischen An- klage war ein Skandal. Die betreffenden Schutz- Polizeibeamten wurden der Störung der öffeut- lichen Ordnung, einige des Totschlages und der Mißhandlung angeklagt. In Ermangelung eines wirklichen Anklagegrundes wurde weiter behauptet, daß Ate- Beteiligten sich gegen die Be- fehle der Besatzungsarmee vergangen hätten. Das ist ja die übliche Ausrede der Franzosen und Belgier, wenn sie sonst um einen Grund verlegen sind. Angesichts dieser unverschämten Behauptungen muß an die fraglichen Vorgänge an dem betref- senden Sonntag und an ihren wahren Hergang erinnert werden, der allen Augenzeugen der Düsseldorfer Ereignisse in klarster und unge- trübtester Erinnerung ist. Die rheinischen Son- derbündler hatten sich, wie erinnerlich, unter dem Schutz der Besatzungsbehörden in großen Mengen in Düsseldorf eingefunden. Die fremde Behörde hatte ihnen eine Anzahl von Rehie- zügen zur Verfügung gestellt, deren Zahl aller- dings von den Sonderbündlern erheblich über- trieben wurde. In den Mittagsstunden hatte sich eine Anzahl Demonstrationszüge gebildet, die in militärischer Marschordnuna und Tempo sich durch die Hauptstraße nach dem Hindenburg- wall bewegten. Dort nahm man an der Terrasse des Stadttheaters Aufstellung. Sieben Fahnen der neuen Republik in grün-weiß-roter Auf- machung wurden hier entfaltet. Kennzeichnend für die ganze Art der Demonstranten war es, daß man eine Unzahl von ausgesprochenen V e r- brechergefichtern unter ihnen bemerkte. Es waren Leute darunter, denen man im Dun- keln nicht hätte begegnen mögen. Die meisten waren, wie es sich nachträglich herausstellte, aus den wüstesten Spartagistenvierteln von Hamborn, Sterkrade, andere aus der Eisel- gegend und vom oberen Rhein zusammengeholt, kurzum eine buntgewürfelte Menge von Räu- bern, Verbrechern, Fanatikern, schließlich auch nicht zu vergessen, eine erhebliche Zahl von Frauen und Kindern. Die Leitung dieser Banden hatte Stoßtrupps gebildet, die mit Gummiknüppeln und fran- zösischen Armee Pistolen schwer bewasf- net waren. Dieser Umstand hat sich bei der svä- teren Schießerei und bei der Verhaftung ein- zelner Verbrecher deutlich herausgestellt. Die gegenteilige Behauptung Poincarös in einer seiner Reden, die er bald nach diesem Ereignis gehalten hat. ist eine Lüge. Es liegen Dutzende von Zeugnissen für die Bewaffnung dieser Ban- den vor. Selbstverständlich behauptet Herr PoincarS und mit ihm die französische Anklage, daß die deutsche Polizei provozierend vorge- gangen sei und die harmlosen Sonderbündler beschossen habe. Genau umgekehrt liegt der Fall. Nachdem die Leitung der Separatisten vor dem Stadttheater einige Reden hatte halten lassen, entwickelte sich auf dem Hindenburgwall. dort wo die Stroßtruppen sich versammelt hatten, eine Streiterei zwischen bewaffneten Sonder- Gefunden. Von Siegfried Berberich. Die dicke Köchin Anna und das schlanke Zim- mermädchen Elise saßen mit überkreuzten Ar- men und ausgestreckten Beinen vor dem Heiz- körper der im Souterrain des geräumigen Ho- tels gelegenen Küche — ein wenig „zerkriegt" miteinander, weil Anna — natürlich! — nichts dabei fand, daß Elise — freilich! — die Fenster putzen sollte, während diese grundsätzlich anderer Meinung war, weil sie nähen könne und müsse. Sie dösten vor sich hin ohne weiter zu denken an dieses Zerkriegt-sein. das mit einem „das fette Trampel" und einem „die eingebildete GanS", in sich hineinempsunden, für sie erledigt war — in der stillen Gewißheit, daß andere La- gen sie glatt als Verbündete anträfen. Anna dachte an den Wandel der Zeiten und manchen Korporal, den man früher kennen l?r- nen konnte und auch kennen geleint hat, während Elise bedachte, daß neue Halbschuhe, in Form und Farbe ähnlich denen, die sich die gnädige Frau angeschafft hatte, zu ihrem neuen Kleid ihr recht not täten und zweifellos Eindruck machen müß- ten aus den jungen Studenten, den sie übermor- gen, endlich wieder einmal, sähe. Ein kurzer, schriller Klingelton ließ sie beide zirsammenfahren, gemahnte an das Jetzt und Hier und ließ im Nu die Gedanken an ver- gangene und erhoffte Herrlichkeiten verlöschen. Anna sah Elise an, in dem schönen Gefühl, daß es der anderen Pflicht sei, sich um die Klingel zu kümmern, lächelte also ein wenig über sich selbst, da sie gar nicht hätte zusammenfahren müssen, während Elise aufstand, sich streckte und dehnte, vielleicht auch gähnte, auf den Klingelschalter sah und „Haustor" sagte, dabei dachte, mag er nur warten, wer er auch sei! Denn sie wußte, daß der Herr nicht schon wieder zurückgefahren sein konnte, weil es nie vorkam, daß die Herrin schliefe, die beiden Söhne im Gymnasium waren und die Kleine sich im Kindergarten tummelte. Also eilte es ihr nicht, ^ls sie jetzt hinaus- und bündlern und blauen Polizisten, die sich bis da- hin durchaus ruhig verhalten hatten. Die Bund- ler versuchten drei Polizeibeamte zu entwaffnen und schössen den einen auf der Stelle nieder. Einem dieser drei gelang es. zu ent- kommen und das Polizeikommando auf der Rat- hauswache zu benachrichtigen. Dieses sandte nun den bedrängten Beamten Hilfe, doch gingen die Kommandos der grünen und blauen Polizei zunächst sehr vorsichtig durch die engen Straßen der Altstadt gegen die Sonderbündler vor. Kaum waren sie in Reichweite der Bündler, als sie von deren Stoßtrupps sofort beschossen wur- den. Die Separatisten entblödeten sich nicht, in die neugierige Zuschauermenge, die zum Glück nicht in großen Mengen versammelt war, blindlings und rücksichtslos hineinzuschießen. Eine Anzahl von Verwundeten mußte sofort weg- getragen werden. Erst als die Polizeibeamten selbst einige Ver- wundungen erhalten hatten, gingen sie ge- schlössen und nunmehr allerdings rücksichtslos gegen das schwerbewaffnete Verbrechervolk vor. Sie säuberten im Handumdrehen die Straßen, jagten den ganzen Bündlerzug auseinander und verfolgten die Bündler bis in den Hofgarten und in die Königsallee. In diesem Augenblick griffen die Besatzungsbehörden ein, und zwar, wie von den letzteren erklärt wird, weil bei der vorangegangenen Schießerei zwei fran- zösifche Soldaten verwundet worden waren. Ein Wunder war das nicht, denn Offiziere und Sol- daten bewegten sich geradezu provozierend unter der Menge und auf dem sogenannten Kampfplatz. Die Franzosen rückten mit Jnsan- terie, Kavallerie, Radfahrern und Panzerautos gegen die grüne Polizei vor und trieben sie in ihr Depot zurück, wobei die Polizei sich natur- gemäß zurückhalten mußte. Bei diesem Nach- drängen wurden einige Beamte der grünen Po- lizei umzingelt, gefangengenommen und abge- führt. Kaum hatten dies die Bündler, die sich in die Seitenstraßen zurückgezogen hatten, be- merkt, als sie mit großem Hallo und Geschrei sich auf die wehrlosen Beamten stürzten und sie mit Gummiknüppeln und Fäusten schwer bearbei- teten, so daß sie teilweise blutüberströmt auf der Straße liegen blieben. Poincars hat behauptet, daß die französischen Truppen die wehrlosen Po- lizeibeamten geschützt hätten und sich nach jeder Richtung menschlich verhalten hätten. Diese Be- Häuptling muß als eine dreiste Lüge bezeichnet werden. Näheres hat ja die Verhandlung vor dem französischen Kriegsgericht ergeben. Na- türlich hat die französische Anklage einen großen Zeugenapparat aus den Sonderbündlern ausge- boten. Sie hat aber nicht verhindern können, daß die Wahrheit über die Methoden der Son- derbündler und den merkwürdigen Schutz durch die Besatzungstruppen in diesem Prozeß ans Tageslicht gekommen ist. Der Düsseldorfer Justizmord. Düsseldorf. 28. Dez. Die Verurteilung der Angeklagten im Schuvoprozeß erfolgte wegen Totschlages. Mittäterschaft zum Totschlage, Störung der öffentlichen Ordnung und Miß- Handlung der Gefangenen, darunter alliierter Personen, wobei bei den Angeklagten Grützner. Bayer, Bodenstein. Esser, Pohl und Hübner in allen Fällen Vorbedacht angenommen wurde. Von den gestellten Schuldfragen wur- den insgesamt 40 mit ja, die übrigen mit nein beantwortet. Düsseldorf, 28. Dez. Zu dem Urteil im Schupo- prozeß wird dem 2BTB. ans gut unterrichteten Kreisen des besetzten Gebietes mitgeteilt, daß der Anklagevertreter unverhüllt die poli- tische Tendenz hervortreten ließ, die Sepa- ratistenbewegung als eine friedliche Bewegung des Rheinlandes zu dokumentieren. Dabei hat der als Zeuge vernommene Separatistenführer Mathes selbst zugegeben, daß ein großer Teil der Demonstranten mit Revolvern und Gummiknüppeln versehen war. Gegen- über der im Prozeß erwiesenen Absicht einer großen Anzahl bewaffneter Separatisten, hoch- verräterische Kundgebungen mit dem Ziel der Losreißung des Rheinlands durchzuführen, war es selbstverständliche Pflicht der deutschen Be- hinaufging, um zu sehen, wer der lästige Stö- renfried sei. Als sie zurückkam, sagte sie kein Wort, denn es war nur ein Bettler gewesen, dem sie, Her Anordnung des Herrn gemäß nichts zu g^ben hatte. Denn der Herr gab nie im Kleinen, gab große Summen nur, die man ihm öffentlich in der Zeitung bestätigte. Elise fand das in Ord- nung, jedenfalls das Türe-vor-der-Nase-zuschla- gen für das kürzeste Verfahren — und saß schon wieder. Anna sah sie ein wenig von der Seite an, denn sie dachte an die Möglichkeit, daß es der Brief- träger hätte fein können, der den längst erwar- teten Brief für sie gebracht hat. Daß dem nicht so war, erkannte sie gleich. Da sie aber stark auf diesen Brief hoffte und es immerhin nach ihrer Ansicht hätte sein können, daß Elise, da sie nun einmal zerkriegt waren, ihr ihn vorenthielte, wenn er endlich ankäme, rückte sie mit ihrem Stuhl ein wenig näher heran an den Elisens und sagte, sie hätte sich die Sache mit dem Fen- sterpntzen überlegt und müsse nnn selbst sagen, daß Elise eigentlich im Recht sei. Es sei keine Art, so etwas von ihr zu verlangen, nachdem sie ausgemacht bätte . . . Und sie müsse darauf b»- stehen, und sie wolle ihr helfen, und sie müßten überhaupt zufammenhelfen, dann täten sie sich beide leichter, denn man könne nie wissen, was der Herrschaft alles noch einfiele; und überhaupt die Herrschaft, und wo sie früher war, ?>a war's so und ganz anders,- und ob es Elise gefiele und ob sie nicht auch schon gedacht hat . . . Anna war sehr im Schwung, und auch Elise rückte nälser, und schon war ein inniger Mei- nuugsaustausch im Fluß und gemütlichste Einig- keit erzielt. Anna durfte hoffen, daß sie ihren Brief gleich nach Ankunft erhielte — diesen Brief, der natürlich im Nu vergessen war, nach- dem für den Augenblick stärkere Sensationen aufs Tapet gekommen waren. Ja, der Herr, darin waren sie beide einig, das war ein nobler Mann, wenn er sich anch von nnten herauf schön langsam in öle Höhe gearbeitet hatte' und sein Name stand ja auch oft genug in der Zeitung. Wenn jemand beerdigt Hörden, dieses Verbrechen zu verhindern. Ob- wohl es den Befayungsbehörden bekannt war. daß sich aus Kundgebungen Unruhen entwickeln würden, ist von ihnen nichts unternommen worden, um diese Unruhen zu verhindern. Die deutsche Polizei war daher zum Eingreifen ge- zwungen. Zu Hilfe gerufen stellte si« die Ord- nung wieder her, wobei es zu den Zwischenfällen kam, die einen Gegenstand der französischen Anklage bildeten. Eine Anklage konnte nur er- hoben werden gegen die S e p a r a t i st e n, die planmäßig Ausschreitungen verübten, nicht aber gegen die pflichtgemäß handelnden deutschen Be- amten. Von französischer Seite bestand kein Recht, die Zwischenfälle vor ein französisches Kriegsgericht zu ziehen, da es sich um inner- deutsche Fragen handelte. Die Verhängunq so furchtbarer Strafen ist nur zu sehr geeignet, die Verständigungsmöglichkeit zu erschweren. * Berlin, 28. Dez. Zu dem Urteil im Düffel- dorfer Schupovrozeß, das von den Blättern als ein Schulbeispiel für ein politisches Urteil bezeichnet wird, bemerkt der „Lokalanzeiger": Das Urteil des französischen Kriegsgerichts in Düsseldorf reiht sich würdig den früheren Lei- stungen der Herren an, die Poinearü als blind ergebene Werkzeuge in Verfolg seiner Rhein- und Ruhrvolitik nach Dentschland entsandte. Die „Vossische Zeitung" betont, daß die Düs- seldorser Schnvolente nichts weiter taten als das, was sie ihrer Pflicht und ihrem Lande schuldig waren. Unter der heuchlerischen Maske der Neutralität unterstützte man die Separati- sten aller Schattierungen, unter der Maske der Justiz werfe man in den Kerker, was sich ihnen entgegenstemme. Das „Tageblatt" weist darauf hin, daß diese Militärgerichte Kläger und Richter in einem sind. Ihrer ganzen Art nach nur für vorüber- gehende und spezielle Zwecke ursprünglich ge- dacht, würden sie zur Beherrschung des deutschen Rheines und der deutschen Ruhr ausgebildet und gestärkt. Der „Vorwärts" bezeichnet als Geheimnis des Prozesses, daß sich Frankreich aus triftigen Gründen, denen politische Spekulationen >zu- gründe liegen, nicht dazu verstehen kann, die Separatisten fallen zu lassen, nachdem man die Bewegung künstlich groß gezogen hat. Ein Optimist. Der Reparalionsvorschiag des Großindustriellen Rcchberg. Paris, 28. Dez. Der deutsche Kaliindu- strielle Rechberg hält sich, wie der „Matiu" berichtet, seit 14 Tagen in Paris auf. Sein Re- parationsproblem, so berichtet das Blatt weiter, werde gegenwärtig von berufenen Persönlichkeit ten geprüft. Rechberg hat sich einem Mitarbeiter des „Matin" gegenüber wie folgt über seinen Reparationsplan ausgesprochen: Ich habe einen bis ins einzelne gehenden Plan der Reform des Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich abgefaßt. Seine 0 Uhr. in der Marxzeller Miihle di? Jagd in den Staats- walddistrikten Oberklofterwald - 'tO ha - und Unterwald — 256 hi — vom t Kebruar 10->4 an auf 6 Satire. $ie 2>ittrifte werden ge rennt' ver> vachtct. ^?ie Bedingungen können beim ^orftamt eingesehen werden Forstamt Mittellierg. Verlag C. F. Müller, Karlsruhe i. BL Aitterstraftk l II HIIV'II'KHIIIIMIHIIII Pill oornrhmrs GrschrnK» SM. SUN- 91. ViNilleWssk fiatistoiir. lSmtlichen Kassen bleiben des Jahres» abschlusses wegen am Moatag, den »I. Dezember 192;* geschloffen. Karlsruhe, den 2t. Dezember IS23. Stadt. ^Parka nenamt. ßa(¥onn(i con A ujHkslieslliZjtli. Wie In früh. Jahren wird die Stadthanvt ' [ ß, Natbaus. tSInn. ring-rstr.. Zimmer Celtphon 297 IHIIHHIIIMIIMHIHIHIMIIIIIMIMMINNI öSerfc kmpfrhlm wir: Hof. Aug. Leringer Ssdische Malerei 1770-1920 Zweite, übersrbkitetkll. stark ermeitkrte Auflage In dni Ha^»tabichuitttll M der Lerfaff« eine DrrMnng nadezii idinrlitfeer namuafttr Maler, die »ach Äd'faiowuitg. Aufmidali uixx ©ni&teitflaiifi zu den dadiiche» tfiit tlrru ut zädlea >md. Da t>erioger l>ch nicht so ftür auf >r 'Kichtunora" fe'tlMt, foitder» seine Auflade in einem kriiisch uiaMra Bbris und in liebtoo er ßMraftni'lU dt; Pin,ritt cheinnnge» lö I, ii ei i (i'.ire5 Hausbuch ent landen. SS vmniilel nicht nur AMMoff und Keuiimtsse, es schenkt mtt.elbar auch Zlndal'e zum i'erMnfitiS uud m (Sinfübtaiiß in die Uit^ornt und Erqed»i5e der Malerei. Teine Sw eluntmiich^inge ii stützt i'nin.i'r auf die fttlnnrfflfll Zrnam nendänge, die ich a:iS dem eigen üml chen voll i che» ^edilee Laden» mit seiner Milch mg »on alrntjnni chen, 'irtntt »em mtd pfäljtichcm Wesen kMdnt. fern'alt ist in bestimm et ^'tchMUfl eine generelle 'ilittst« gc «i» e DtJ lejteit Iabr >undem mr,i *Vit, wie ie '4 in itttse ein engeren Heimatland wii>er riegelt. P»» der Fülle de« ZSucheS gib- >ch.>» einen ämeil>chen begriff, daß auf 200 Etilen fast ein valbeS Tausend Maler gewürdigt ist. GrOvktav VI» u. 232 Seiten mit 175 Wbilll. im Text. vialbleiiitn-^usgabr IQ Go!i>-flk. Ihaliif. on»°jMsgabk 15 Golv--M. Zu bezieheu durch alle Luchhanvluugeu und von uus. loiit ß, Rathaus. King Ztibting-iftt.. Zimmer Nr 8, ou.ii dieses i >ahr wieder ittr Enibebung von Neulabrsvcliichen, Neulahrökart. nsw Äci- träge entgegennebmen. Die Namen der Geber von minoest-nS 2 Mark crden in alphabetisch'! Wrdnuna im Tagbiait verSi'entlicht. Die Beiträge werden der Winternothille ,u- geiührt. KarlSr» 27. De». IgZ!?. Der Lberbürgermcisicr. 1 illllllllllllllillllllill IIIIII Filii Hill! II 1» » l =P Ist Pr« )erCagblaff-Kalender 1924 erschienen und In unterer Sefdiäffstielle, Kitterltrohe bei unieren Agenturen und Trägerinnen erhältlich. !>5 für flbonnenten 10 Pfg., fflr fllch'abonnenten 20 Pfg.; nach ausudrts versandt zuzögt. 3 Pfg. Porto. ■ Iii Iiiiiin Hl P Iii II Iii IUI li Vierordtbad u. Friedrichsbad sind am Montag, den 34. und iv Ii 31. ds. Mts. auch Übee die Mittagszeit nur bis abends 5 UllT geöffnet. 3Ii lirey Karlsruhe. Am Samstag, den 29. Dezember, abends punkt l / s 8 Uhr, findet unsere Weihnschts - Feier verbunden mit Gabenverlosung und Ball im Festsaale de« Friedrichsho s, Karl-Friedrich- straße statt, wozu wir unsere Mitglieder nebst Angehörigen herzlichst einladen. Einiührungsrecht gestattet. Der Vorstand. s Sonntags- Konzert Leitung: I Direktor > Hans Blum Ausführende i Harmonie-Kapelle [Direktor Herr Rudolph Uli; Brei«, Albart Paters rom Landesbester. Eintrittspreis 80 Pfg. Vorverkauf Musikhaus Od on und Stadtjarten Einnahme! ei i I 1 i fsm H w* Trierer OeinbSrse e. V. Trier Am S. Januar 1924 findet zu Trier in den oberen Sälen des Kaffee Baur die nächste Weinbörse von 10 Uhr vormittags ab statt. Es gelangen zum Verkaut etwa 200 Fuder 20er, 21er und 22er Hösel-, Saar- u. Ruwer-Wellie Für die auf der Börse gekauften Weine ist der Zahltag der 29. Januar 1924. Näheres durch den geschäftsführenden Vorstand Gustav Schiefffer, Trier Fausenburg Telef. 302 und 205. Kaffee OdeonTI Montag, den 31. Dezbr., 8 1 ;, Uhr abends, ^ Großes Silvester-Konzert zu Gunsten der Kriegsblinden und bedürftigen } Kindern der Stadt Karlsruhe, PaSast-Liehtsoieäe Karlsruhe, H*rrens?r. II - T elephon 2502. Ab heu?e der hervorragende Griifith-Groß-Film: ISIII Drama in 2 Teilen. I. Teil 6 Akte. In den Hauptroi en: Lillan und Dorol^iy GIsh und Josef Schüdkraut. Chaplin sitzt im iiiiiineriiiiiK Lustspiel mit Charit Chaplin. Abonnßiilßii berQcksic;iti9t m Einkai,fen ^ in badisches Landestheater. Samstag, den 29. Dezember 7 Mb nach 10 Uhr Sp. 1 Ji 4.20 bonu. D 9 Th.-Oem. B.V.B. Nr 3101—3900 serentei des „Karlsruher TagblatiS" Herodes und Mariamne Lotte Cobenftreit. Roman von Erich Ebenstci» «Z4I «Nachdruck verboten! ES war wirklich der alte Maler Koblttz aus ErlSbach, ihr einstiger Lehrer. Wie kam er nach Graz, er. der seit Jahren keinen Tag lang von Erlsbach fortgewesen war. Mit vergnügtem Lächeln, strahlend, ordentlich verjüngt erzählte er es ihr. Sein Vetter, der irgendwo im Unterland eine Dampsmühle und Krastsuttermittelsabrik besessen, war vor kurzem gestorben und hatte ihn zum Erben eingesetzt. Seit der Knabenzeit hatten sie einander nicht gesehen und wenig voneinander gehört und doch dachte der brave Vetter nun, als es zum Sterben kam. an den einstigen Jugendgesvielen! „Etil Haufen Geld war da... viel mehr, als ich je verbrauchen könnte in Erlsbach! Und da hat mich nun plötzlich die alte Wanderlust längst ver- gangener Auaendtage gepackt! Noch einmal auf nach Italien, wo ich unvergeßlich schöne Jahre aus Capri verbrachte . . - damals vor nun beinahe 50 Jahren! Und warum denn nicht? Gesund bin ich! Tie Nugen sind noch hell und scharf, die Seele weit offen kür alles Schöne trotz meiner 75 Jahre! Also gab ich der alten Nieke Schwetter. die mich betreut, ein Jahi Urlaub, sperrte die Bude zu und machte mich mit Malkasten und s^eldstnhl wie einst auf oen W?g. Kehre ich nicht wieder — auch gut. So iterb' ich eben in Capri mit dem Blick ausz blaue Meer! Ich meine, es müftte sich dort so schön sterben wie leb->n lassen" schloß der Alte lächelnd. Tarnt sah er Lotte verschmitzt aus zugekniffenen Auqen an. „Und wir? Haben wir da am vorhin Liebeskummer versenkt oder nächtliche Walser- studien getrieben?" „Weder das eine noch das andere", antwortete Lotte mit herzzereihendem Lächeln. „Man denkt nicht an Liebeskummer, wenn man sein Leben in Scherben vor sich liegen sieht und nimmer weiß, wohin man sich verkriechen soll vor den Menschen...!" „Oho!" Der Maler riß die Augen groß auf. Sein gutes, ehrliches Gesicht, daS sonnverbrannt und runzlig war wie ein verschrunzelter Apfel, hatte einen Ausdruck tiefer Bestürzung ange- nommen. Dann, ohne ein Wort zu verlieren, zog er Lottes Arm in den seinen und führte sie mit sich fort. Ganz nahe war die Zahnradbahn, die auf den Schloßberg hinaufführte, der mit seinen male- rischen Felshängen, alten Basteien. Bäumen und Gemäuern wie ein romantisches Märchenwunder inmitten der Stadt aufragte. Ein Zug stand eben abfahrtsbereit. Koblitz löste Karten und schweigend stiegen sie ein. Oben in der Restauration, die hellerlenchtet und stolz wie ein Schloß zwischen dem alten Glockenturm, den Kascmattenresten und noch aus den Türkenkriegen stammenden Kanonen hart an eine Felsenbastei hingebaut stand, war es um diese Zeit, wo unten in der Stadt die Theater begannen, fast leer. Koblitz wählte einen abgelegenen Ecktisch knapp an bei Glaswand, durch die man aufwärts nur den Sternenhimmel, tief unten die Dächer der Stadt sah, und bestellte Abendbrot. Lotte hatte alles willenlos mit sich geschehen lassen. Sic fühlte sich so müde und zerschlage», daß sie kaum mehr zu denken vermochte. „Na, Lottch?«". sagte Koblitz nun/alS sie allein waren, herzlich, „wollen Sie mir nun sagen, was Sie so außer Rand und Band gebracht hat?" Sie blickte ihn verstört an. Sagen? ES sagen, was sie bedrückte? Ach, es hätte so gut getan aber... „Ich kann es nicht..." murmelte sie matt. Aber der alte Maler gab nicht nach. „Unsinn, man kann alles, waS man will! Und Sie müssen wollen. Keine Last ist so schwer, daß sie nicht nm die Hälfte leichter würde, wenn ein anderer sie mit tragen hilft. Ich bin doch ein alter Mann, der schon manches mitgemacht hat in diesem wunderlich bunten Leben, und kenne Sie von Kindesbeinen an, also können Sie mir wohl vertrauen. Besonders da ich keine Schwatz- base bin und bei mir begraben bleibt, was man mir anvertraut. Und lieb Hab ich Sie auch, Lott- chen. das wissen Sie ja doch! Also frisch heraus mit der Beichte! Ganz mit Brettern vernagelt wird die Welt ja nicht fein. Wir werden schon ein Loch finden, wo Sie wieder hinauskricchen können in den Sonnenschein, der Ihr Element ist!" „Nie wieder... nein, nie wieder..." „Ah bah. das sagt sich so! Aber wenn man jung ist, gibts keine ewige Nackt! Da geht die Sonne allemal wieder auf. Wenn Ihr guter Bater noch lebte, würde er Ihnen genau das- selbe sagen... und helfen wollen wie ich. Den- ken Sie, Väterchen säße jetzt hier an meiner statt!" „Väterchen..." aus Lottes Augen stürzten plötzlich Tränen. „Ach, lebte Väterchen doch noch!..." Koblitz nahm ihre Hand und streichelte sie beruhigend. „Na. nicht weinen, Lottchen! Ich habe Sie doch auch lieb wie Väterchen, und immer waren Sie mir teuer wie ein eigen Kind. Denken Sie doch bloß zurück an all die Jahre, wo wir so vergnügt zusammen arbeiteten in meiner Bude und Sie mir immer alles erzähl- ten, was Sie gerade bewegte! So werden Sie mir wohl auch jetzt sagen können, was Sie drückt!" Sein warmer herzlicher Ton tat Lotte anend- lich wohl. Und plötzlich löste sich der starre Bann, den die Verzweiflung der letzten Stundew um ihr Herz gelegt und unter Tränen und Schluck- zen stammelte sie all ihren Jammer heraus. Bestürzt lauschte der Maler. Also wirklich kein Liebeskummer! Arme Kleine! Ja - und das mußte ihr natürlich nahe gehen nach der reinen friedlichen Idylle von Erlsbach, in der ihrer Kinderseele alle Schatten der Welt fern blieben... Was tun? Wie ihr helfen? Sie muß fort. Heraus ans der gewohnten Umgebung. Und arbeiten! Arbeiten, daß sie nicht grübeln kann. Arbeiten unter fremden Verhältnissen, wo nichts sie erinnerte., dachte er. Und als Lotte endlich erschöpft schwieg, war sein Entschluß gefaßt. „Das mit der Lehrerinnenstelle ist Unsinn", sagte er. „Erstens ist es gar nicht Ihr B.'rus, denn Sie haben ein großes Talent und sind znr Künstlerin geboren. Zweitens würden Sie in solch kleinem Nest nur erst recht inS Grübeln kommen und auch die Beziehungen zu ihrem bisherigen Lebenskreis nie abbrechen .önnen. Lobenstreits, die Sie lieb haben, würden immer wieder Fühlung suchen und Sie selbst würden dabei doch leiden unter der schiefen Stellung, in die Sie ihnen gegenüber geraten sind. Später wird sich das alles ja von selbst geben, aber erst muß Gras darüber wachsen und Sie selbst wie- der zur Ruhe kommen. Darum müssen Sie für's erst fort — weit fort in ein ganz nens Leben hinein. Wissen Sie waS, Lottchen! Komm;« Sie mit mir nach Capri! Dort werfen Sie sich mit ganzer Kraft auf die Kunst, malen Bilder, stellen sie aus und werden eine berühmte Künst- lerin — das Zeug dazu haben Sie!" tFortsetzuug folgt.) Zweites Blatt Karlsruher Tagblatt, SamStag. den LS. Dezember 1923 Nr. 357. Seite 5 Bekenntnisse eines bayerischen Sozialdemokraten» Alwin Saenger. Mitglied des bayerischen Landtages, verösientlicht in der sozialistischen Zeitschrift „S-trn" einen Artikel »Die Taktik der deutsch.» Sozialdemokratie", der an und für sich Interesse beansprucht, aber angesichts der zu er- wartenden Neuwahlen noch mel,r Beachtung verdient. Der Artikel beginnt mit der Ankün- digung. daß bei den nächsten Reichstagswahlen die Sozialdemokraten eine Minderung ihrer Parlamentssitze erleben werden. Um den Grund für diese Erscheinung zu suchen, sind nun seine Ausführungen offenbar geschrieben, wobei er eS als harte Pflicht des Führers bezeichnet, auch dann zu reden, wenn die Gcfahr des Allein- stehens droht." Geschichtlich rückblickend be- zeichnet es Alwin Saenger als Doppelausgabe für den politischen Führer nach dem Zusammen- brnch 1918: das vollkommene Chaos zu verhüten und — der nationalen Wiedergeburt Förderer und Führer zu sein." Den ersten Teil habe die deutsche Sozialdemokratie gelöst, aber in der Frage der nationalen Wiedergeburt hat sie oer- sagt. Saenger erklärt zwar, daß die Sozial- demokraten ihr Vaterland lieben und ebenfalls ihr Vaterland frei sehen wollen vom Fuße des Eroberers. Gerade deswegen aber schreibt Saenger: „So muh ich es tragisch nennen, daß trotz der innerlich lebendigen Liebe zu Heimat und Volk die nationale Bewegung unter beut- scher sozialdemokratischer Führung bis zu dieser Stunde ausblieb. Denn diese nationale Wieder- geburt soll, mutz und wird kommen." Warum aber versagt hier die Sozialdemokratie? Sacn» ger scheint den Grund nur in der einseiligen wirtschaftlich.» Einstellung der Sozialdemokratie zu sehen. „Es ist die Taktik falsch, die immer nur aus eine Richtigkeit verweist, datz die Oeko- nomie das Völkerleben entscheidend beeinflußt. In den groben Epochen der Geschichte — die Zeit der Erniedrigung eines Volkes ist seine größte -- wirkt d^r Impuls einer Idee am Webstuhl mit." Saenger versündigt sich damit freilich gegen das Hauptdogma des Sozialts- mus. die materialistische Geschichtsausfassung, die Bernstein einmal als „das wichtigste Glied im Fundament des Marxismus" bezeichnet. lS. Cathrein .Der Sozialismus", Verl. Herder, Freib.) Aber Alwin Saenger besitzt hier den Mut zur Ehrlichkeit. Er g.steht weiterhin: „Die Wärme des Gefühls überzeugt, sie geht manchem von uns noch ab. Das Deutschland- lied singen wir nicht. Der Reichspräsident nahm es zur republikanischen Nationalhymne. Der Präsident, diese außergewöhnliche staatsmänni- sche Kraft, widerlegte bei den Besten d?s Bürger- tums eben durch die Wärme feiner Sprache die törichten Anwürfe von der Vaterlandslosigkeit." Glänzende Taktik, die ihn darob aus den Reihen der Gesinnungsgenossen ausschloß! Wer prote- stierte dagegen?" Saenger merkt be! diesen Ausführungen an- scheinend gar nicht, wie er sich selbst widerlegt. Die deutsch.!, Sozialdemokraten wollen nichts vom Deutschlandlied Waffen. Ebert widerlegt aber durch die Erhebung des Liedes zur repu- blikanischen Nationalhymne, daß die roten Ge« nossen vaterlandslos feien. Die Genossen pro- testieren aber wiederum gegen diese Tat des Präsidenten, die sehr bezeichnend Saenger selbst „glänzende Taktik" nennt, indem sie Ebert aus ihren Reihen hinausschmeißen. Saen^ers Wahrheitssuchen findet einen tie- feren Grund für die nationale Schwäche seiner Genossen. .Das Ideal des Kosmopolitismus überschattet bei uns noch immer die realen Tat- fachen des politischen LebenS". Also das In te r- nationale in der Sozialdemokratie ist es, was schließlich den nationalen Eifer in den Ge- nossen reihen gar nicht aufkommen läßt. Saenger verwirft bezeichnender Weise dies auch nur in dem Zusammenhang, daß diese Idee unzeit» gemäß ist. Der Verfasser des beachtenswerten Artikels erinnert an die großen Versprechungen der französischen Sozialisten, die einen Gewalt» frieden verhindern wollten und an die traurige Wirklichkeit. Demgegenüber meint der bayeri- sche Sozialdemokrat, es müsse eine Taktik, die sich auf dem Boden der Gegenwa »t bewegt, den an und sür sich begrüßenswerten Gedanken einer internationalen Gerechtigkeit und Ver- nunft für die heutige Politik nahezu außer Rechnnng setzen." Den Genossen, die die Deutschen, welche nach einer Wassenerhebung rufen, als Utopisten schelten, ruft Saenger zu: Macht es besser, ohne Chauvinisten zu sein. Die machen es jedoch schlechter, die sich zwischen die Kommunisten nnd den nationalen Willen setzen." Und so manches Geständnis folgt noch in dem Artikel, so, .Laß die klassische Periode der deut- scheu Sozialdemokratie hinter uns liegt." Zum Schlüsse fordert Saenger. daß die So,-,ialdemo- kratie Stellung zu den Problemen nehme, die das deutsche Leben in seiner Tiefe berühren: Kriegsschuld, Versailler Vertrag und — Wehr- hastigkeit der Nation. Was wird aber die Partei zu Saengers offenen Worten sagen? Also mit der materiali- stischen Geschichtsauffassung ist es nichts, die Internationale ist gegenwärtig unbrauchbar, die klaisische Zeit der deutschen Sozialdemokratie ist — vorbei, die Wärme des Nationalgesühls fehlt bei vielen Genossen, sa. lieber Herr Saen- ger, mit solchen offenen Worten wird bald — ansgesungen sein. Einer seiner Schlu^gedauken aber wird sicherlich — aber nicht zum Nutzen der roten Internationale! — den künstigen Wahl- kämpf überstrahlen: Je mehr die Taktik einer Partei das innere Erleben eines großen Volkes beachtet, umso nachhaltiger werden die Erfolge sein. Unser inneres Erleben aber ist und muß heute ein nationales sein." VaöisckeVolttik Die beschleunigte Aburteilung von Straftaten. Durch Verordnung vom l7. d. Mts. über die beschleunigte Aburteilung von Straftaten (R.G-- Bl. I Seite 1231) hat der Reichspräsident auf Grund des Artikels -18 der Reichsversassung eine Anzahl schwerer, die öffentliche Sicherheit und Ordnung besonders gefährdender oder störender Verbrechen und Vergehen den Strafkammern zur Aburteilung in beschleunigtem Verfahren in erster und letzter Instanz zugewiesen. Aus Grund der in 8 3 der Verordnung den Landes- justizverwaltungen erteilten Ermächtigung hat der Justlzminister angeordnet, das; in Ansehung der fraglichen Straftaten der AmtSgerichtsbezirk Lahr dem Landgerichtsbezirk Freiburg zngc- teilt wird,- für die übrigen Strafsachen und die bürgerlichen Rechtsstrettigkeiten behält es bei der bestehenden Bezirkseinteilung der Gerichte sein Bewenden. Die Gerüchte über Attentatspläne in Oberbaden. Salem-StesanSfelb, 28. Dez. Im Anschluß an unsere, der Konstanzer Zeitung entnommene Meldung hat der Bote vom Salemer Tal beim Sekretariat des Prinzen Max Erkundigungen eingezogen und nachstehend^ Auskunft erhalten: „Es ist bedauerlich, daß die Notlz in der Kon- stanz« Zeitung das Resultat einer Untersuchung vorweg nehmen wollte, die noch nicht abgeschlos- fen ist. Fest steht nur, datz drei junge Leute, die aus Bayern gekommen sind, in Unter- suchungshaft sitzen. Alles andere bleibt vorläufig nur Vermutung. Sollte sich allerdings der er- wähnte Verdacht bestätigen, so wäre vielleicht aufgeklärt, warum plötzlich ein Herr ans Ueber-- lingen sich der Mühe unterzieht, in nächster Um- gebung von Salem Hetzreden zu halten, darin er nicht nur im allgemeinen Bürgerkriegsgesin- nung und Judenhaß predigte, sondern eine sinn- lose Lüge nach der anderen über meine Person verbreitete: Ich sei Großmeister einer Loge, führe zu dunklen Zwecken im Flugzeug nich Paris und London usw. Im Salemer Tal wie im ganzen Seekreis ist keine Sympathie für den politischen Mord vorhanden. Der gesunde Sinn der Vevölkerung steht dagegen. Wäre also ein politischer Mord wirklich geplant, so müßte hier der Boden erst durch Verhetzung vorbereitet werden. Aus Baden Schwere» Automobilunglück. — Mannheim, 28. Dez. Das Automobil deS KommerzienrateS Lötz. Vorstandes der Süd- deutschen Diskonto-Gesellschaft in Mannheim, stieß gestern bei Illingen, Oberamt Maulbronn, mit einem Personenzug zusammen und wurde zertrümmert. Frau Loy war so- fort tot, Kommerzieurat Lötz und der Chans- fenr wurden verletzt. = Ettlingen, 28. Dez. Hier siel in der Dunkel- heit eine ältere Frau in den Kanal bei der Sil- berfabrik. Die Hilferufe verhallten ungehört und erst als ein der Unfallstelle benachbarter Bewohner sich im Stalle beschäftigte, wurde er durch ein lautes Stöhnen und Wimmern auf- merksam. Mit einer Laterne ausgerüstet, suchte er die Ufer ab und fand die Frau fast bewußtlos im Wasser liegend. Die Verunglückte konnte dem nassen Elemente und dem Tode entrissen werden. X Heidelberg, 28. Dez. Für die Sozial- r e n t n e r hat die hiesige Bäckerinnung zu Weihnachten Mehl nnd Brot gestiftet im Gesamtgewicht von mehr als sechs Zentnern. —Weinheim, 28. Dez. Ein bei dem Oberamts- richter Krug beschäftigtes Dienstmädchen ging vor einigen Tagen abends fort, um Milch zu holen. Es ist seit dieser Zeit nicht mehr zu- rückge kehrt. Ob ein Verbrechen vorliegt, ist noch nicht aufgeklärt. In dieser Angelegen- heit ist bereits eine Verhaftung erfolgt. X Mosbach. 28. Dez. Bürgermeister Renz hat auf 31. Dezember seinen Rücktritt angezeigt, nachdem er 23 Jahre das Amt des Gemeinde- Vorstehers getreu und erfolgreich verwaltet hat. Er ist seit längerer Zeit kränklich. 'X Webr, 28. Dez. Kürzlich war der Schlosser- meister Kram er in Enkendorf mit einer Re- paratur an der Wasserleitung beschäftigt, als ihm durch Zufall ein Stück Holz an die Schläfengegend flog. Trotzdem der Schwerverletzte noch in der gleichen Nacht im Schopsheimer Spital operiert wurde, erlag er seinen Verletzungen. Ans dem Schwarzwald, 28. Dez. Jnfölge des außerordentlich heftigen Stur- mes und Schneefalls, sowie des wiederholt ein- getretenen Witterungsumschlages in den Weih- nachtstagen werden aus dem ganzen Schwarz- wald große Zngverspätungen gemeldet. Die Züge auf der Strecke von Freibnrg. besonders auf der Hauptstrecke erlitten bedeutende Ver- fvätungen. weil Weichen und Signale ringe- schneit und eingefroren waren. Der 12 Uhr- Zug mußte von Villingen als Hilfszug ringe- legt werden. Der erste Zug von Furtwangen blieb ebenfalls in Vöhrenbach stecken. Die Passa- giere mußten in den Eisenbahnwagen iibernach- ten. da die zur Hilfe gesandte Lokomotive auch nichts ausrichten konnte. Auch der Kraftwagen« verkehr nach Untcrbaldingen mußte eingestellt werden. Ein Wagen blieb schon am Montag abend in Aasen liegen und wurde gestern nach Donaueschingen zurückgefchleppt. — Friedrichshofen, 28. Dez. Der Bodensee soll in nächster Zeit planmäßig in den Dienst der Wasserwirtschaft gestellt werden. Die Be- deutung der Wasserstandsschwankungen erhellt daraus, baß bei einer Wasserspiegelfläche des Sees von 5000 Quadratkilometer das Steigen des Seespiegels nur um 1 Zentimeter rund 5 Millionen Kubikmeter ausmacht. Es besteht der Plan, den Bodensee zwischen dem Konstanzer Niedrigwasserpegelstand von 3 Meter und dem dortigen Hachwasserstand von 4.8 Meter zu re- gulieren. Durch die gevlante Stauanlage kann man eine Milliarde Kubikmeter Wasser auffpei- chern. Für die Schiffahrt soll eine besondere Schleuse eingebaut werden. Der Karlsruher Stadtbau. Man schreibt uns: Im Karlsruher Architek- ten- und Jngenieur-Verein hielt vor kurzem Bürgermeister Schneider einen Vortrag über den Bebauungsplan der Stadt K a r l s r il h e. Man hatte eine umfassende und prägnante Darlegung dieses so bedeutungsvollen städtebaulichen Problems erwartet, etwa im Sinne des unlängst von Architekt Rosiger gehal- tenen Vortrags, indessen beschränkte sich der Redner aus kurze Angaben Uber Bevölkcrungs- bewegung und deren Verteilung, sowie über die Umstellung der derzeitigen Wohnungöivirtschaft, ging dann im Einzelnen auf verschiedene einem Bericht über Rösigers Vortrag entnommene Bemerkungen ein, um endlich eingehend das ak- tuelle Thema über die Gestaltung des Ettlinger Tor- und Konzerthausplatzes zu erörtern. An Hand der vorgeführten Pläne suchte er darzu- legen, daß von den städtischen Aemtern allen Forderungen der neuzeitlichen Entwicklung stets Rechnung getragen worden sei, daß allerdings bisher einer endgültigen städtebaulichen Formu- lierung des Bebauungsplanes erschwerende Umstände, wie beispielsweise die Unmöglichkeit der Zusammenarbeit mit der Generaldirektion und das Fehlen eines feststehenden Eisenbahnpro- gramms, im Wege gestanden hätten. Dieser Mißstand fei nun beseitigt und somit endlich die Grundlage zur Bearbeitung eines Plans sür Karlsruhe geschaffen. Ob dieser auf dem Wege eines össeutlichen Wettbewerbs unter den Karls- ruher Architekten oder durch eine oder mehrere „Kapazitäten" ausgestellt werden soll, darüber seien die Meinungen bis jetzt noch nicht geklärt. Ueber den neuesten von Professor Hirsch geser- tigten Entwurf, der die bekannte Fassung am Ettlinger Tor mit der Verlegung der Beiert- heimer Allee und zwei weitere Dreieckplätze au dieser Straße bis zum Konzerthaus zeigt, äußerte sich Bürgermeister Schneider mit Aus- drücken höchster Anerkennung und Bewunderung. Die lebhafte, an den Vortrag sich anschließende Aussprache, an der sich der Vorsitzende des Ver- eins, Professor Dörr, sowie die Architekten Rösiger, Brunisch, Lösch. Deines, Fischer, Betzel und Dr. Oestering beteiligten, gab eine will- kommene Ergänzung zu verschiedenen im Vor- trag berührten Punkten der Karlsruher Vau- fragen. Dringlich notwendig seien, so wurde ausgeführt, eine Neubearbeitung der Bau- klasseu- und Bauordnung, sowie die Erschließung von Jndustriegelände im Rhetnhafengebiet, ser- ner ein Stadtplan für den Westen und Süden Karlsruhes, für den Professor Läuger vor einigen Jahren ein vortreffliches Projekt aus- gearbeitet habe. Die Bebauung an der bereits angelegten Reichsstraße mit zweistöckigen Häns- chen, also im Bereich des mit dem Bahnhos in Verbindung stehenden Geschäftsviertels, sei un- bedingt zu verwerfen. Bei den Anlage» am Alb- ufer aber sei Rücksicht auf das landschaftliche Bild zu nehmen, ebenso bei der Erschließung des Hardtwaldes durch freie Wiesenflächen und Weganlagen für einen geregelten Sportverkehr. Ferner kam die Bebauung der Moltkestraße zur Sprache, deren Nordfeite man im Hinblick ans die Erhaltung deS in so glücklicher Weise mit der Stadt verbundenen Hardtwaldes so lange wie nnr möglich von Gebäuden frei halten solle. Was die Bebauung des Fcsthallcgeländes an- gehe, so müsse jeder, der über Städtebau ein Urteil besitze, dem architektonischen und reifen Plan der Karlsruher Arcffitektenschaft den Vor- zng einräumen. Denn wenn auch durch den ge- planten Rechteckplatz vo^ dem KonzerthauS eine kleine Abknickung der Beiertl?eimer Mee ent stehe, so sei doch der Verlaus der Straße durch diese hier wohlberechiigte städtebauliche Akzen- tuierung keineswegs unterbrochen, und die ein- wandfrei'' architektonische Fassung des Platzes mit dem Blick von der verlängerten Lammstraße aus den monumentalen Giebel des Konzert- Hauses ergebe doch Vorzüge und Schönheiten, die die Idee von der „glatten Durchführung der Allee" ian deren Beseitigung man vor kurzem Goethe und Amerika. Daß in unseren Tagen-von vielen über Amerika gesprochen wird und ie nach dem Gegenstand (Krieisbeteiligung, Ouäkersveisuno, Einwanderung. Kreditgewährung usw.) sehr verschieden, bitter und dankbar und hofsnunzsvoll. ist selbstverständlich. Daß aber ein Goethe, der gewöhnlich über fern eiqeneö Deutschland und dessen Verhältnisse wenig und Zurückhaltend sprach. schon vor 100 Jahren mit Anerkennung und Freude von Amerika geredet hat, mag manchem unbekannt und wissenswert sein. Wir verdan'en die Kenntnis dieser merkwürdigen Teilnahme Goethes W. Bodes nachaelassenem. von -seinem Sohn Viktor bearbeiteten Luch: „Goethe, in vertraulichen Briefen seiner Zeitgenossen" 3 Teil (bei E. S. Mittler u. Sohn. Berlin 1923). Die zwei folgenden Briefe dort Seite 70 und 80 besacen das Nähere. 25. Mai 1810. I. G. Covöwell an George Baneroft. In Weimar sah ich Goethe,- er n rhm mich liebenswürdig, ja herzlich auf. Ich verbrachte meine eld hat auf Grund seiner Forschungen mit viel Scharfsinn die Anschauung vertreten und vertei- digt, daß das homerische Jthaka nicht in der noch heute so genannten kleinsten der jonischen In- sein, sondern in dem benachbarten Leukas zu suchen sei. Auch sonst hat er über manche Probleme der griechischen Vorgeschichte und über die realen Unterlagen der homerischen Sagenwelt vielfach selbständige Ansichten geäußert, die zwar nicht durchweg von der zünftigen Philologie an- erkannt wurden, aber der Wissenschaft zahlreiche wertvolle Anregungen gegeben haben. Wilhelm Dörpseld, der nach seinem Rücktritt von der Leitung des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen seinen ständigen Wohnsitz erst in Ber- lin nahm, siegelte später nach Jena über, wo er als ordentlicher Honorarprofessor für Archäo- logie an der Universität wirkte. Zahlreiche aus- ländifche Universitäten haben seine Wissenschaft- ltchen Verdienste durch die Verleihung des Gra- des als Ehrendoktor anerkannt. Deutsche Knnst in Spanien. Pros. Dr. G. A. Mathe» von der Staatlichen Akademie für graphische Kunst und ^Suchgewerbe in Leipzig hat kürzlich in Madrid und in Barcelona Vorträge über d>e Entwicklung und Ziele der neuen deutschen Malerei gehalten. Gleichzeitig veranstaltete der Künstler in beiden Städten kleine Kollektivausstellungen seiner Werke die besonders die Art der unter seiner Leitung he'- gestellten Bnchknnstwerke zeigen sollten. Im Frühfahr will Mathey in Madrid und Baree- lona Ausstellungen veranstalten, die einen Ge- samtüberblick über die augenblickliche Höhe unseres deutschen Buchgewerbes geben sollen. Vom Vüchertifch. Rußland und der Friede.*) Fridtjof Nansen, der bekannte Polarforscher, dessen großes Werk „In Nacht nnd Eis" uns u. a. einst gegangen nahm, ist mit einem neuen Buch an die Ocssentlichkeit getreten, das uns in die Kultur- uud Geisteswelt des modernen Rußland einführt, Wie Spengler in seinem Untergang des Abendlandes glanbt Nansen, daß die Erneuerung Europas aus dem Osten kom- men wird- Mit scharfen Strichen wird die Schuld der Ententepolitiker auf daö Papier ge- zeichnet und parteilos weist der Forscher auf *) F. A. Brockhaus, Leipzig, IvLS. die Fehler einer zaristischen Scheinkultur wie das Gewaltregiment und die schweren Mißgriffe der Sowjetregierung hin. Ausgehend von der Ueberzeuguug. daß nnr geg.'nscitiges Kennen die Völker näher bringen und auch Sich Ver- stehenlernen bringen kann, will der Verfasser durch sein Buch diesem Ziel dienen. Dt« gegen- wärttgen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Riesenreiches werden kurz dar- gestellt und erörtern in Verbindung damit dii Zukunftsmögltchkeite». Das Land hat eine Mission und unverbrauchte geistige und phnsische Kräfte, die im Verein mit den unermeßlichen Schätzen des Bodens die Zukunft verbürgen. Rußland wird, so solgert Nansen, in nicht zu ferner Zeit Europa nicht nur die materielle Rettung bringen. Möge der vielgereiste Ken ner fremder Völker und Staaten Recht te- halten. Paul Bekker: Nene Musik. In halbleinen gebunden Gz. 1.3. (Stuttgart, Deutsche Verlags Anstalt.) Das die Gemüter erregende Problem „Neue Musik" gab den Titel sür Paul BektcrS jüngstes Buch, einen mit den gewichtigsten Studien gesüll- ten Band, ber den Abschluß seinei Aufsatzbäude darzustellen berufen ist. Im Vorwort an Fer- ruccio Vusoni legt der Verfasser dir Gründe dar, die ihn zur Veröffentlichung seiner kleinen kittischen Schriften in den vorangegangenen Sammelbänden «„Kritische Zeitbilder" und „Klang und Eros") veranlaßt haben. Daö neue Buch briugt folgende grundlegende Aufsätze: Die Sinfonie von Beethoven bis Mahler — Franz Schreker — Neue Musik — Dir Weltgel- tuug der deutschen Mnsik — Deutsch? Musik der Gegenwart. In den Jahren 1917 bis 1921 ent- standen, schließen diese fünf Beiträge sich zu einem geistigen Ganzen zusammen, dessen Mit- telpunkt die Auseinandersetzung mit der Roman- ttk bildet. Das Buch ist wiederum ausgezeichnet durch die zwingende Logik im architektonischen Aufbau seiner Darlegungen und durch die in kühler Klarheit strahlende Sprache. e. Nr. 357. Seite 6 Karlsruher Tagblatt, SamStag, den 29. Dezember 1928 Zweites Blatt Uvch gedacht Habel, bei weitem überwiege. Der Entwurf von Hirsch stelle jedenfalls keine Lösung dar. Mit Worten des Dankes an Bürgermeister Schneider, der in einem Schlußwort verschiede- nes ergänzen konnte, beschloß der Vorsitzende den anregenden Disknssionsabend. Aus öemGtaMreife Gesetzliche Miete des Monats Dezember 1923 für ein Haus mit 100 000 A Steucrwert lSt.W.1. 1. Gru« dmiete 5 v. H. des St.W., sonach MM: 12 - 417 Papiermark. II. Zuschläge für Verwaltungs-, laufende und große Inftandsetznnqs- kosten laut Anordnung des Arbeits- Ministers vom 24. Oktober. Nunderlaß desselben vom 21. Dezember und Ve- kanntmachung des Oberbürgermeisters vom 29. November mit 1500 Mil- IGoldmark liarden X 8.5 X 4,17 — 53,1675 III. B e t r i e b s k o st e n. 1. Städt. Grundsteuer nebst Kreis st euer und Tiesbauamtsgebübren (Gehweg- u. Straßenreinigung, Müll- abfuhr, Kanal-, Grubenentleerung) laut Stadtratsbeschluß vom 20. Dezbr. zusammen 2,54 Goldpfennig 'aus IM NM .// St.W., sonach 25.4M0 2. L a n d e ö k i r ch e n st e u e r für je 1 A im Jahr 1922 qeschuldeter Steuer 1 Goldpfennig für das Nechnunasiahr 23/24, bei einer Ursteuer von 1(340 A sonach 16,4 Goldmark. Hiervon find fällig % mit 10,9332 Goldmark abzüglich im Oktober verrechneter 0,0017 Goldmark 3. Ortskirchen st euer für die Aeit vom 1. Dez. 23 bis 1. April 24 von IM A Steuerwert 1 Goldpfennig also 10 Goldmark. Hiervon sind fällig Vs mit 4. Gebäudeversicherung für 1923 mit 25 Goldpfennig auf 100 A Versicherungssumme, fällig zu Vi, sonach 84 000 X 0,225 Rest 10,0315 6,6666 100 X 3 5. Wassergeld (wo kein Wassermesser) 0,6 Goldpfennig v. H. d. St.W. 6. S ch o r n st e i n r e i n i g u n g nach Erhöhung mit 25 v. H. seit 1. Dez. unter Annahme eines Durchschnitts- satzes von 75 Goldpfennig im Monat 7. H a u s e n t w ä s s e r u u g mit drei Stellen zu je 10 Goldpfennig zusammen 8. S t a a t s st e u e r laut Notgesetz vom 14. Dezember 23 2) bei Häusern bis zu 36 4M A St.W., umgerechnet auf 100000 A St.W.. 2 X '2,751 Goldmark mit 70,0000 6,0000 0,7500 0,3000 173,2156 5,5020 Geteilt durch die Iahresgrundmiete mit 50M A ergibt sich aus 178,7176 sonach das 0,03574sache der Jahres- grundmiete in Goldmark. b) für aus Steuerwerten zwischen 36 4M und 580 MO Grundsteuerpslich- tige, umgerechnet auf 100 OM A, 3 X 2,751 Goldmar^ 2,7510 also mehr. > Geteilt durch die Iahresgrundmiete mit 5000 A ergibt sich aus 181,4686 sonach das 0,03629sache der Jahres- grundmiete in Goldmark oder rund das 0,038sache. Treppenhausbeleuchtung, Klinaler, Haftpflicht- und Wasserschadenversicherung sind hierin nicht inbegriffen, vielmehr aus Nachweis besonders zu bezahlen. { Ausstellung für Wintersport und Wandern. Die Borbereitungen zur Ausstellung für Wintersport und Wandern, welche am 12. Ja- nuar auf vier Wochen in der Bad. Landes- gewerdehalle veranstaltet wird, schreiten voran. Die mitwirkenden Wander- und Sportvereine: Schwarzwaldverein, Skiklub Schwarzwald, Deutsch-Oesterr. Alpenverein, der Berein der Naturfreunde, Pfälzer Waldverein nsw. rüsten eifrigst, um ein möglichst geschlossenes Bild ihrer Ziele und ihrer Tätigkeit zu geben. Auch der Verein für Jugendherbergen und der Akade- mische Skiklnb, sowie der Eislansverein, werden aus der Ausstellung vertreten sein und vor allem werden auch die Bad. Berkehrövereine durch ihren Verband und der Verkehrsverein Karls- ruhe ihr wertvolles Wirken bekanntgeben, von denen ersterer in die AusstellungSzeir eine Ta- gung der Bad. Berkehrsvereine gelegt hat. Zur Durchführung tragen in willkommener Unterstützung des die Ausstellung veranstalten- den Landesgewerbeamts sehr wesenrlich bei: die Wasser- und Straßenbandirektivn, die Reichs- bahn- und Oberpostdirektion, von denen erster? beide auch selbst ausstellen werden. Bon allge- meinerem nnd besonders sportlichem Interesse wird sein die Abteilung der Bad. Landeswetter- warte, die uns in das internationale Uhrwerk ihrer Arbeiten einweiht. Der Hanptteil der Ausstellung wird der sport- lichen Ausrüstung, d. h. den Sportsirmen nnd Herstellern von Sportgeräten gewidmet sein. Sportliche Literatur legt der Verein Karls- uher Sortimenter auf. Die wichtige Frage der Berprvviantternng, einschließlich Pastillen, Tourenapotheke usw. wird verschiedentlich« Lösungen finden. Auch das Unfallweien mit Bezug ans Unfallverhütung und Behandlung Verunglückter wird ebenfalls vertreten fein. Die 33nö. Lichtspiele wollen bei ihren Film- Vorführungen ihr Programm sportmäßig ein- stellen und die an der Ausstellung beteiligten Vereinigungen werden durch zeitweilige örtliche Führungen in der Ausstellung nnd Veranstal- tung von Vorträgen mit Lichtbildern für Auf- klärung über das Gebiet ihres Wirkens sorgen. ..Die Alkoholslut." Von der Gegnerseite der Arbeitsgemeinschaft der Gärungsgewerbe wird nns geschrieben: In der Ansgabe des „Karlsruher Tagblatts" vom 19. Dezember 1923 wird unter obigem Ar- tikel von der Arbeitsgemeinschaft der Gärungs- gewerbe u. a. gesagt, daß von einem über- mäßigen Branntwein- und Likörtonsum heute nicht mehr gesprochen werden kann, daß für das deutsche Volk der Alkohol nie eine Elendsgnelle war und auch heute nicht ist. Der aufmerksame Leser des Tagblattes wird in der gleichen Nummer gefunden haben, daß das Gegenteil dieser Behauptung von einem ärztlichen Fachmann nachgewiesen wird. In dem Aussatz auf Seite 5 über „Die körperliche und geistige Entwicklung der Bolksschlller in Baden" wird nämlich von der städtischen Schnlarztstelle Karlsruhe gesagt, daß in vielen Fällen sicher die Gistwirknngen des Alkohols und der Syphilis auf das elter- liche Keimplasma als Ursache f>cS gleichzeitigen körperlichen und geistigen ZurNckbletben? der Kinder zu betrachten ist. Will da die Alkohol- Industrie immer noch behaupten, daß der Alkohol keine Elendauelle des deutsche» Volkes ist? Diese Industrie möge sich weiter erkundigen bei den Strafrichtern, bei den Idioten- und Jrreu- anstalten usw. Hier ist überall festzustellen .daß der Alkohol eine der Hauptfachlichsteu „Eleuds- quellen" ist. Die Alkoholgegner kämpfen gegen das Volksgift nicht um schnöden Gewinnes willen, sondern aus uneigennütziger Liebe zum deutschen Volk und dies ist auch ein Stück Patriotismus. W R 4- Vom Personenverkehr. Vom Mittwoch den 2. Januar an werden zwischen München und Mannheim folgende neue durchgehende Perfo- , nenzugsverbindungen hergestellt: München ab I 11.20 Uhr vorm., Ulm 2.40/48, Stuttgart 5.30/40, Mühlacker 7.23/26, Bretten 7.48/49, Bruchsal 8.06/09, Graben-Neudorf an 8.22 nachm. zum Anschluß an den beschleunigten Personenzug ab 8.28 nach Mannheim, an 9.12 und Frankfurt n. M. an 11.16 Uhr nachm. Anschlüsse bestehen in Mühlacker nach Pforzheim an 8.15 nachm^ und in Bretten nach Karlsruhe an 9.04 nachm. In der Gegenrichtung: Mannheim ab 8.30 nachm., Hei- delberg 9.10, Bruchsal an 10.M nachm. und weiter mit dem neuen beschleunigten Personenzug Bruchsal ab 10.14 nachm. (Bretten 10.32/33, Mühlacker 10.52/54, Stuttgart an 12.18 vorm. mit Anschluß an den Eilzug Stutgart ab 1.25 vorm., Ulm an 3.40 vorm. und Uebergangsmög- lichkeit auf den Personenzug Ulm ab 4.05 vorm., München an 8.40 vorm. Anschlüsse bestehen mit Personenzug Karlsruhe ab 8.42 und Pforzheim ab 10.10 in Mühlacker. Lichtbildwochenkarten bei der Straßenbahn. Wie aus der Anzeige in unserer heutigen Aus- gäbe ersichtlich, werden die Lichtbildwochenkarten vom 1. Januar an in Halbmonatskarten um- gewandelt. Die Polizeistunde in der Sylvesternacht ist allgemein auf 1 Uhr festgesetzt worden . Badischc Laudesindexzisfer. Nachdem die Bor- ausfetzungen, die für die Einführung der badi- schen Landesindexziffer bestimmend waren, in Wegfall gekommen sind, wird vom 1. Januar kommenden Jahres ab die Berechnung und Ver- öffentlichuug der badischen Landesindexziffer eingestellt. Die Reichsindexziffer wird dagegen vom Statistischen Amt auch weiterhin berechnet und in 'den Zeitungen bekanntgegeben. Die Sozial- und Kleinrentnersürsorgc. Die Reichsrichtzahl, die der Berechnung der Unter- stützuugen für die erste Januarhälfte für Sozial- und Kleinrentner auf Grund der Verordnung vom 14. August 1923 «RGBl. I, Seite 794» zu- gründe zu legen ist, beträgt nach dem Stand vom 22. Dezember d. I. 1 150 000 000 MO. Aargauerhilse siir Deutschland. Tie Gebe- freudigkeit für das notleidende Deutichland ist im ganzen Aargau aroß. Von der Zentralstelle in Basel sind im Laufe einer Woche 14 Eisen- bahnwagen Kleider, Wäsche, Lebensmittel und anderes an deutsche notleidende Anstalten, sowie 14 Wagen Kartoffeln für die Suppenküchen ab- gesandt worden. Unfall. Infolge Glatteises stürzte ein acht Jahre alter Schüler von hier au? dem Gehweg der Augustastraße und brach dabei zweimal den linken Arm Ueberzieherdiebstahl. Aus einem Kaffee der Kaiserstraße wurde am Mittwoch abend einem Gast ein Herreniiberzieher und ein Damen- regenichirm im Werte von etwa .äOO Goldmark durch unbekannten Täter gestohlen. Festgenommen wurden: eine Schneiderin von hier wegen Kuppelei, ein Arbeiter von Stetten wegen Diebstahls, eine Verkäuferin vou Ding- lingeu die von der Staatsanwaltschaft Gießen wegen Diebstahls gesucht wurde, zwei Korb- macher von hier, ein Händler von Völkersheim und eine Händlerin von Jöhlingcn, die einen hiesigen Wirt unt^r Anwendung von Zwang.zur.. nnentgeMichen Aögave von Getränken und Ge- uußmittel nötigte«. Mitteilungen des Bad. Landeslheakers. Morgen. Sonntag, findet eine Aufführung von Lortzigs „Undine" in der bekannten Befetzuiig statt. Neu ist Trubel H e n ck e l als Bertalda. Musikalische Leitung Jos. S chm t d. — Für die nächste Vorstellung der „Kammerspiele im Künstlerbaus" ist siir Mittwoch, den 9. Januar, ein Strindbergabend in Vorbereitung, der „Fräulein I u l t e' und „Samum" umsahen soll. Chronik der vereine. Gesangverein Sängerbund Rüvvnrr. An einer schö- nen Weihnachtsfeier am ersten Weibnachtsseicrtage konnten sich die Mitglieder des Gesangvereins Sänger- bund Rüvvnrr ersreuen. Eine lustige VolkSoverctte in drei Akten, „Der Jäger ans der Pfalz", kam zur Ausführung, gewielt von Damen und Herren des Ver- eins. Die Aussührung lag in den Händen des bekanii- ten Humoristen und Mitgliedes Herrn Adi Walz. Den musikalischen Teil führte der Jnstrumcntalocrein Ettlingen unter seinem bewährten Dirigenten K i e - s e r aus. Zum besten Gelingen dieser Ausführung trugen sämtliche Mitwirkende bei, die einen endlosen Bei- sall ernteten. ES folgten »och einige Männerchöre, die gnt vorgetragen wurden. Mit einem Schlnizmarsch endete die wohlgelungene Feier. Veranstaltungen. Rübezahls Hochzeit, ein Wegenerfilm. wirb setz, in den Bad. Lichtspielen gezeigt. Die Vorführung verdient mit einem besonderen Wert hervorgehoben zu werden, bringt sie doch die reizvolle Verfilmung eines Märchenstofss in bauender und geistvoller Darstellung. Das holde Sviel der Elsen, das auf dem Theater in seiner Erdgebundenheit nie einen vollen Genuh ge- stattet, wird hier durch die Photogravbie in vollkom- mener Weise ermöglicht. Die Verkörperung geschieht durch erste Darsteller. In vorderster Reihe steht natür- lich das kesselnde und große Sviel des genialen Natur- barschen Wegener. Seine Wiedergabe hat. wie immer, etwas Monumentales und Packendes, ohne das; die Züge von diabolischem Humor verwischt würden, die die Fama diesem Riesen der Vergwelt angedichtet bat. Eine Menge szenischer Feinheiten steckt in dem Regie- werk dieses Films, der durch eine geschickt verwendete Natnrszenerie zu einem Meisterwerk moderner Film- Herstellung geworden ist, das man zu besuchen nicht versäumen sollte. Weihnachtsfeier des Karlsruher Turuvercins IS4G. Es sei nochmals auf die morgen Abend 7 Udr in der Fefthalle stattfindende Weihnachtsfeier mit Ball aus- merksam gemacht. Bei dem dezenten Programm wer- den die Besucher voll auf ihre Rechnung kommen. Kar- ten sind noch in beschränkter Zahl an der Abendkasse erhältlich. Kasse« Odcon. Zugunsten der Kriegsblinden nnd bedürftigen Kinder der Stadt Karlsruhe findet am Montag, abends 8H Uhr, im Kassee Odeon ein grobes SUvestcrkonzcrt statt. Standesuuch-Auszüge. Todesfälle. SS. Dez.: Moritz Freund, Ehemann. Kaufmann, alt 47 Jahre. — 27. Dez.: Ernst Adolf Marx, Witwer, Kaufmann, alt 68 Jahre. Vom Wetter Wetternachrichtendienst der Badischen Landes- Wetterwarte Karlsruhe. Freitag, den 28. Dezember. An der äußersten Südwestgrenze des großen, ganz Mittel- und Nordeuropa umfassenden Frost- gebietes hatte gestern auch die Rheinebene mäßi- gen Frost sbis —6 Gradi. Währen-d der Nacht ist unser Gebiet aber wieder in den Bereich der warmen über Frankreich lagernden Lustmassen gekommen, so daß bis in den Hochschwarzwald hinauf Tauwetter und Regen eingetreten ist. Im übrigen Deutschland herrscht zum Teil noch strenge Kälte (Breslau —16 Grad). Da von Frankreich her zunächst sehr starke und für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Westwinde vor- dringen, ist morgen mit weiterer Erwärmung zu rechnen, der dann, wie in den letzten Tagen, rasch wieder Abkühlung folgen dürste. Wetteranösichten für Samstag, 2L. September: Milder, vielfach Regen, starke westliche Winde. Tagesanzeigev Samstag, de» 29. Dezember. N ? L a." d { . r; «Herodfs und Mariamue". AbendK 7 Nlir bis nach IN Uhr. Stäht. Konzertbaus: Bad. Lichtspiele. „Nllbe- Hoch-eit'', Nachmittags 4 Uhr und »bends 3 Uhr. Karlsruher Hausfrauenbund: Vortrag Iber „Grundsätze sitr die häusliche Gasnerwen- >ung". Nachmittags 5 Ubr im «rohen Rathaus- aal. Städt. Fe st halle: Gesangverein „Eoneordia". Weihnachtsball. Abends 7—1 Uhr. Karlsruher Liederkranz: WeihnachtSftall. Abends 8 Uhr im Vereinslokal. M. T. V.l Weihnachtsfeier. Abends 8 Uhr in der „Ein- tracht". Stenogravhenverein Stolze-Schreo: Weihnachtsfeier. Abends %8 Uhr im „Fn-orichs. hos". F. C. Baden: Weihnachtsfeier. Abends 7 Uhr im „Löwcnrachen". Residenz-Lichtspiele: Neues Programm. W e l t k i n o: Neues Programm. Pala st- Lichtspiele: Neues Programm. Berliner Kursbericht' Diese Kurse verstehen sich in Billionen Prozent. Versch. festverzinsliche Werte. <>/, Oest.8ch.U 4 . Gold-K.. . . Kron.R. . . Türk.»dm.. Bagd. S. I. . Bagd. 8. II . TQrk.unif. . Zoll 1911 . . Lose Ung.GoId-R. Kroa.-R. ., Mex. Anl.. . 4 '/2p. Wal'/w.. Hartz & Co. Sped Basalt A.-G. . . Bayr. Sniegelgl. BehdixHolzbt.. Berg Eveking BergerTiefbau. Bergmann E.W. ftl. Anh. Masch Bl.-Gub. Hutf. n Holz-Kont. . n Hoteigesch.. n K'rnher in-lua'. n Maschinb. » Ncur Kunst! Bevfh IdSchrit 15ei.eiluü Ü8w 17 Bet.. u. Monierb. Bielef. mech. W Bing Nürnberg Bismarckhtttto.' Bochumer Guß Böhler Stahl. . Braunk. Brlk. Brschw. Kohle. Brschw. Jutesp Breitenb. Zern, Brem.-Besigh. . Bremer Linol.. n Vulkan . . . » Wollkämm.. Buderus . . . . Busch Optisch. Busch Titldach. Busch Wagg. . Byk-Guldenw. . Calm- Asbest. . v'apito & Klein Cart.-Lösch w. Charlb. Wasser Uharlottenh. . . Chem. Griesh.. n Heyden . . . n Weiler . . . n Ind.Gelsenk. « Werk Albert Chillingworth . Goncora. Spinn. Kröllwitz rapp. Daimler .... Delmenh. Linol. Üessauer Gas . Dtsch. Atl.Tel.. n Lux. Bgw. . Ds«'h.Eb.Sig. Br n Erdöl .... n Gußstahl . . » Kabelw. L.. „ Kaliwerke . » Kunstleder . „ Masch. . . . » Schachtbau. » Spiegelglas. n Steinzeug . . » Ton u. Stein Dtsch. Wollw, n Elsenhdlg. . Dittmann Nhs. >^>nuersmarck. Drahtl. Uebers. i>;.ren. Metall . Urkopp . )Qss. Efsenbed. »üsseld. Masch, »ynamit Nobel 'gestorfT Salz in tracht Brdb. 'sonb. Verk. eng. Velbrrl .Isen Matthes . ^iseuw. Kraft. Eis. Meyer & Co. Elberf. Farben Elekt. Lieferg. .. Lichtn.Kraft Els.Bad.Woll. . J. Elsbach & Co. Email. Ullrich. Krdraannsd. Sp. Erlanger Bwsp.l hrnemann .. . Eschweil. Bgw. Essen Stein«. . Faber Kleist. . Fahlb.List&Co. Falkenst. Gard. Fein JuteSpinn. Feldmühle Pap. Feiten & Guili.. Filt. Masch.Enz. Flöth. Masch. . Frankenia . . . Freustedt Zuck. Friedrichshall. Frister Fuchs Wagg. . Gaggenau Eis. Ganz, Ludwig. Gobh. & König Gelsenk. Bgw. Gelsenk. Gußst. Gensch. Waffen Germania Zern. Ges. f. el. Unt. Gildemeister . . Girmes Samt . Gladb.Textil . . „ Woll. Ind. Gl asm. Schalke Gleuzig Zucker Glocken stahlw. GoedhardtGebr. Goldschm. Ess. Görlitz Wagg. Goerz C. G. Gothaer Wagg. Greppin. Werke Grevenbroich . Gritzner .... Geb. Großmann Grün ftBiltinger GruschwitzTex. Hackethal Dr. Halle Masch. . Hammersen Sp. Hannov. Masch Hannov. Wagg Harb.Wien.G. . Harbnrger Eis. Harkort Bgw. Brück. St. larpen Bgb.. . •lartm.Masch. . HeckmanDuisb Heilm. Immob. 21.12. 54 26.5 115 11.3 8_ 93 21-5 15 Z5 11 14 775 85 22 85 373 20 9.75 18 34 45 49 32 8.5 1-8 55 c6-9 30 21 1P-4 12-75 60 14 35 135 100 30 9-75 24 23 9 9, b-7 51 12 35 4.5 8.5 5 15 1175 139 27 2-9 152 20 19 77 6.9 60 20 Hein, Lehmann Hemmoor Zern. Hiiger Verzink. Hille Werkz.. . Hilpert Masch. Hirsch Kupfer . Hirschb. Leder Höchst. Farbw. Hoesch HofTra. Stärke . Hohenlohe . . . Holzmann Phil. Horch Motor . Hotelbett. St.A. Ho waldwerk. . HumboldtMsch. o'schenrflijt. Porz. Hüttw.Niedsch. .Flse Bergbau . .Toserich Asph. . Jüdel Eisb. Sig. Tunghans Gebr. Kahla Porzell. Kahlbaum . . . Kaiser-Keller . Kali Aschersl. . Kalker Masch. . Karlsr. Masch.. Kattowitz. Bgb. Kirchner Lpzg. KlöcknerWerke C. H. Kn<>rr . . Köhlm.Stärke . Kolb & Schüle . Ivollm. & Jourd. Köln-Neuessen Köln-Rottw. . . Königsb. Berg. Gebr. Körting. Körting Elektro Kostheim Cell. Krauss & Cie. . Kronprinz Met Kruschw. Zuck. KOppersbusch . Hütte. . Kuppei Kyflt. Lahmeyer . . . Laurahütte. . . Leipz. Werkz. . Leopoldsgruben LinaeEismasch Lindenb.Stahl indström . . . Lingner Werke ..inke Ho km. . Löwe Werkz* . '.orenz Tel. . Lothr.Prtl.Cem. Lüdensch. Met. Lüneb. Wachs. Luther Masch. . 21.12. s- 6 20 6 3 2 8 l 3 2 8 1 30 10 3375 31 8 10-75 15.1 U 245 60 b bO 20 57 30 75 21 32 bij-5 11 10 13 13 80 37 135 264 11.5 7_2 15 ia 33 57 6.6 11 65 43 5.5 28. 12. 7 16 2.4 66 57 40 1925 625 4.3 §> 25 2975 95 17 41 36 9.2 10.25 165 135 235 l°3 20 555 8 7o .'2 21 35 11 5 101 11 1175 38 6ü 10 38 158 23 "ö 19 23 Ib 49 13 6 575 Mag;debg.Mühl. Magirus.... vialmedie. . . Mannesmann Mansf Braunk. Marienhtttte b K Markt & Kühlh. Masch. Breuer. Masch. Kappel. '•faximiliansau. Mech.Web.Lind „ Web.Sorau Mech. Web. Zitt. Meguin Butzb.. Mehlth.Tüllfab. Meyer Kaufm. Meyer Dr. Paul Miag Mix & Genest . Motoren Deutz Mülheim Bgw.. Neckars. Fahrz. Nept. Schiffsw. Mledariau*. Kohlen Nitritfabrik . . Vordd. Gummi. Nordd. Steingut „ Wollkämm Nürnb.Werk W öbersch.E.B.B. „ Eisen Caro „ Kokswerke Oelking-Stahl . Jpp. Porti. Zern Orenstein .... Osnabr. Kupfei (^stwerke .... Ottensen Eis. . Panzer A.-G. Phönix Hütten- und Bergbau Phönix Braunk. 'intsch Plauen Spitzen Pöge elektr. . Polyphon Wrk. Preußengrube . Rathgeb.Wagg Rauch w.Walter IIa vensb. Spinn Keichelt Metal Reisholz Papier Reiß & Martin Rheinfeld Kraf- Rhein. Braunk „ Chamotte . Rhein, kl. Mannheirr .. Metallw. Rhein. Möbelst u k^io. \i«. Birf». n Spiegelglas , Stahlwerke 21.12. 3 7 8 16 54 5 17 9 575 4.3 28.12 7 4 2° 53 1,6 21 83 8 8 30 ?5 9 160 25 39 265 äe 8 12 5 3 1 125 il 3 265 7 84 45 3 1.5 43 50 51 6.5 80 8^5 63 43 52 52 27 33 34 89 12 £ W 25 3.1 4C.25 11 1925 33 15.5 6 43 5 75 45 30 29 75 29 55 60 5 I5 52 12 55 9.5 54 15 105 79 60 56 13 ?! 53.5 5 _ 1 9 75 5.1 4~9 u 39 43.5 42 44 Rh. Wstf. Klkw " Westf.Sprst. iihenania Ch,F. 'heydt elektr. «iebeckMont. . .'iedel ehem.. . . iehm & Söhne lockstr. &8chn. oddergrnbe. . fombach Hütte osenthal Porz, kositz. Braunk. 'ositz. Zucker. 'ückf. Nch. .. iütger8wei'ke iachsenwerk . achs. Thüring. Porti. Zern. . aline Salzung. Salzdetfurth . . mgerh. Msch •»arotti chäfer Blech cheidemantel Achering chem. chieß Masch. chles.Bgb.Zk n Textilwerkc >chneiderLpz. chöller Eitorf >chriftg. Offb. >chub & Salze» •huckert Nbg. • hu'tf. Herz . bwelmer Eis. ■ ebeck. . . . ■gal. Strumpf eg.-Sol. GuÖ viemens el.Bet. iemens Glas Gemens Halskt i monius Cell.. Ünner A.-G. . pinn. Renner . adtb.-Hütte rahl & Nölke taßfurt Chem. Stett. Chamott. n Vulkan., föhr Kammg. itoewer Nähm tolb. Zink. . trals. Spielk. ;add. Immob. 'afelglas. . . ecklenbg. Wff. elefon Berlin . rra A.-G. . . . eutoniaMisbg 'ia!e Prior . . iome,Friedr.. lOrl. Oelf.. . »llr. Salinen etz. Köln. t üllfab. Flöha 21.12. 40 113 14 9' 67 10.8 J 8 2 1 6 4 IE 19 21 325 7 40 34.V.5 32 27 6 45 3025 48 48 116 8 132 49 26 ?6 16 3.4 44 85 475 75 V 42-5 23 43 90 V 79 lb 7-75 7 47 SV 3 18 28.12. 40 10 14 9.6 793 z°8 37.5 30.9 32 65 1-5 19.5 75 50 35 30 22 6 50 37 55 4-3 119 10-5 14.5 56 34 100 20 3 5 105 189 54 S_ 36 3J 51 25.5 4b 103 25 60 14 ir 30 116 45 4 75 35 CnlonChem.St. Jnionw. Masch. (Jnnrh. Spinn. Varziner Pap. .er.BI.Fkf.Gum v'er. Ch. Charlb. „ Pticb.Nickel Glanzst. Elb. - Schi. Gotha . » Jute ., Met. Haller. . Pinsel , . . >, Schmirgeln« /.BerneisWeweli *er. Ultramar. - Stahl Zypen vMktoria-Werke v'ogel Draht . . k'ogt. Masch. 8t. Tüllfabrik \ T orw. Bielef. 8p. Wand.-Werke. Warst. Grube . A'ass. Gelsenk. •Veg. & Hübner \Vernsh. Kamg. Veser Wft. . . Ves^eregeln . . Westfelia Eisen VfL Dr. Hamm VS. Eis Lgdr. .Vestf. Kupfer \Vick. Zement Vieler & Hdtm vViesloch Ton . NVilhelmsh. E. Vissener Metal! vVittenerGußst. \Vittkop Tiefb. Volt Magdeburg-B Meitzer Masch. 'Sllstoff-Verein 'eilst. Waldhot 'immermswk. . Zwickau Masch. 37 195 65 Kolonialwerte 6.5 1. Ostafr. Ges. • eu-Gnlnea. . . yegeln;.34.5, 34, 34.5, 34.; Mannheimer Effektenbörse. w. Mannheim, 28. Dez. (Drahtber.) Der heutige Börsenverkehr war äußerst belebt. Es wurden gehandelt: Bad. Anilin 30 und 31. Rhenania 15.5, Benz 4.5, Dampfkessel Rodberg 4.1, Gebr. Fahr 7.5, Waggon Fuchs 2.75, Heddernheimer Kupfer 6, Karlsruher Maschinenbau 6.75 und 6.5, Knorr Heilbronn 8 und 8.25, Braun-Cons. 2.25, Mannheimer Gummi 4, Maschinen Badenia 1.65, N.S.U. 7.5, Pfälzer Mühlenwerke 5, Rhein Elektra 4.5, Freiburger Ziegel 1.9, Wayß & Freytag 4.5, Zellstoff Waldhof 13.25, Zuckerf. Frankenthal 9, Waghäusel 8, Rhein. Creditbank 3.5, Bad. Bank 30, Rhein. Hypoth. 2.6, Sinner Grünwinkel 9, Werger Worms 15. Von Versicherungsaktien Mannheimer 25 r„ Hoffmanns- Söhne 0.55 ä 0.525 b. u. G., Melliand 1.6—1.7 b. u. G. Berliner Produktenbörse. w. Berlin, 28, Dez. Infolge des scharfen Frostes sind viele Getreideladungen unterwegs eingefroren, auch sind die Verladungen der Landwirte gehindert worden, infolgedessen herrschte wegen der knappen Zufuhr am Produktenmarkte eine feste Stimmung, was besonders für Roggen und Hafer sich geltend machte. Roggen wurde namentlich für Sachsen und Thüringen mehr begehrt, und auch Provinzmühlen zeigten sich kauflustig. Die Preise stellten sich infolgedessen durchweg etwas höher. Mehl war verhältnismäßig billig aus zweiter Hand angeboten, so daß die Preise dafür nicht wesentlich profitieren konnten. Hafer wurde vom Konsum vermehrt verlangt, i* Gerste hatte feste Stimmung. Für Futterartikel trat mehr Interesse hervor. Amtliche Notierungen: (Preise in Goldmark für 10 Doppelzentner Getreide oder 1 Doppelzentner Mehl:) Märkischer Weizen 161—163, Tendenz fester. Märkischer Roggen 138—140, Pommerscher Roggen 137, Tendenz fester. Sommergerste 155—160, Tendenz fest. Märkischer Hafer 125—130, Pommer- scher Hafer 120—125, Tendenz fester. Weizenmehl' 24—27.5, Tendenz behauptet, Roggenmehl 27.5—28, Tendenz behauptet. Weizenkleie 8, Tendenz behauptet. Roggenkleie 7.5—7.75, Tendenz stetig. Raps 260—265. Victoriaerbsen 38—40, Pluschken 14—15, Ackerbohnen 12—14, Wicken 15—17, blaue Lupinen 13—15, gelbe Lupinen 14 bis 16, Seradella 16.5—18, Rapskuchen 11.5—11.75, Trockenschnitzel, prompt 8—8.10. Nichtamtliche Rauhfutternotierungen ab Station für 50 Kilogramm in Goldmark: Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 0.60 bis 0.70, Haferstroh, drahtgepreßt 0.50—0.60, gebündeltes Roggenlangstroh 1.30—1.40, Heu, gutes 1,10 bis 1.20. Gesellschaft für Spinnerei ti. Weberei Ettlingen. Die Interessenkämpfe, in die das Unternehmen durch die Bemühungen der Gruppe Blumenstein in Berlin auf Erlangung der Stimmenmehrheit geraten ist, hatten die Kurse an der Börse zeitweise derartig ansteigen lassen, daß eine Notierung unterbleiben mußte. Die beiden Gruppen nahmen jüngst auch den Weg in die Oeffentlichkeit, wobei u. a. die Umtauschmöglichkeit der Ettlinger Aktien in jene der Hamersen A -G. und die Entscheidung des Amtsgerichts Karlsruhs erwähnt wurde, nach der ein Antrag Blurnepstein, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Rechtsanwalt Dr. Ziegler die Amtsbefugnises zu entziehen, abgelehnt worden war» Die ordentliche Generalversammlung wurde bekanntlich vertagt. Sie sollte den Beschluß. Herrn Blumenstein ein Aktienpaket von 10 000 Aktien zu überlassen, rückgängig machen. Die Vertagung erfolgte, weil die von einem. Aktionär angestrengte Anfechtungsklage noch schwebt. Gestern tagte eine außerordentliche Generalversammlung in Karlsruhe. Es stellte sich bei der Prüfung der Stimmberechtigung heraus, daß eine gVoße Anzahl von Namensaktien nicht übertragen, also eine Beschlußfähigkeit der Versammlung nicht gegeben war. Gegen die Schließung der Versammlung wurde Protest eingelegt. Carl Mez & Söhne A.-G., Freiburg i, Br. Zur Berliner Börse sind die M. 1C0 Mi». St.-A. der Gesellschaft, die seit geraumer Zeit auch im Freiverkehr an der Frankfurter Börse gehandelt werden, zugelassen worden. Reiniger Gebbert & Schall A.-G., Erlangen. Auf der T.-O. der G.-V. (18. Jan.) steht neben den Re- gularien auch ein Antrag auf KajSitalserhöhung um Mark 25 auf 150 Mill. zum Zwecke von Angliede- rungen. FrankfurterKurse. Deutliche StaatHpapiere 5 % I Mild. Sihtiu*. . 6 ".oll » »,°'° in .. ; t'lt o o IV-V Vit 1924er B o, 7 0 Dtsoh. Reichs aal. ai7 # 0/ » : Deutsche PrSmicnanl. 6% Pr. Schatzan.1923 2°'o -, .. 19.2 4 0 PreoQ. Consola . «V/o 8 % t °/o Baden von 1901' „ von 1908.1909-14 „ von 1919 . . . . !>'/, °/o abgest. S'/a o/o von 1902. 1904 Badenwerk 4 % Bayern SVj % Bayern .... so?» Bavern 4 % Pfaijs. E.B. Prior, jj'/j % „ n Cony. 4 o/« TTeasische y. 1899 4 o/o Keilte 16 8 "/a •/<, abgoet 3 °/o 8»/o WOrttembereer. 4'/a °/o von lRSl-Sa . . 8'/o o/o von 1903 u. fT. t 8-lchs. Staatsani. * ° » Sich8. Rente . . * o D.Sctiutzich.-.nl. Zwangsani, (in MM> 21. 12. 400 500 500 300 400 850 28. 12. 540 500 400 390 1100 55 Fremde Werte WÄ! 5 ü'.o „ v Tamaupilas t> o/o Tohuantepec.. . 4 o/ 0 Missouri Pacific. Türken unifiziert. . 8 o/o Rumänen v. irot 6 °(- tJosn.u. Herzegw. Hadlsche Bank Berg. Mark. Industrie- Bank Dannstädter Bank. . Deutsche Buk.... 25 - lt5 I 3 12.5 30 20 9.5 145 10 12.75 Diskonto Cimmaniüt Dresdener Bank . . . Metallbank Mitteid, Creditbank . Oesterr. Länderbank Pfälzische Bank . . . Rhein. Creditbank . . Sftdd. Diskonto-Oes.. Wiener Bankverein . ■\Yurttbg. Notenbaak 21. 12. 28 12. 185 18 8 7.25 275 25 50 3 2.4 Fl 3?4 8 0.06 05 Indnstrien Adler Oppenheim« Alumin. Neuhausen . Armatur. Klein.... Aschdff. Zellstoff. . . Rad. Anilin ..... Bad. Uhrenfabrik .. B. Masch. Badenia. . Baltimore and Ohio. Baug. Ph. Holtmann. Baug. Wayß&Freitag Benz Motoren .... Blei- und ßllberhtttte Braubach Bochumer Gußstahl , Brauerei Wulle .... Braun Pfeddersheim. Btlhring i. Ldsb.. .. Chem. Albert.werke „ G. & Sllbersch. . Griesheim . . . . Höchst „ Weiler ter Mer Itaimler Deutsche Petroleum. Dyckerhoff & Widm.. Eisenwerke Kaiaersl. F.lberfelder Karben . Elektr. Licht u. Kr.ift Elsässer Baumwolle. Emag Frankfurt . .. Faber & Schleicher . Feinmechanik Jetter Gebr. Junghans . . . Gebr. Adt Gebr. Fahr Gelsenkirchen .... Grün & Bilfinger . .. Gummifabrik Peter . Haid » Neu Hanfwerke Füssen . Harpener Heddernheim. Kupfer Hoch und Tief . ., . Holxverkohlung ... Jnag Julius Sichel, Mainz - 70 85 8 285 30 28.5 28 75 20 ze 1.5 4 3 55 5 5 38 25 10.75 Kammg. Kaiserslaut. Iiaurahfttte Lechwerko Lederfabrik Snicharz Lokomotiven Krau'J . Ludwigsh.Walzmtthle Iransfelder K u;m . . Mainkraft Maachfah. Karlsruhe Maschfabrik Durlach Maschfabr. Gritzner . Masch. Bölingen . . . , Pokorny & Wirtek. Moenus Maschinen. . Oberursel Oleawerke Pfälz. N.thm. K&ysor Pinselfabr. Nürnberg Porz.-Steingut Wessel Jlhein Elektra .... Rodberg Etttgers-Werke .... Ralzwerk Heilbronn ßchlinck & Co Schnell pr. Frankent. Schramm Lackfabrik Schuhfabrik Herz . . Feilindustrie Wolff . Sinalco Stoeckicht Gummi. , Slldd. Metall-Aktien . Spinnerei Ettlingen . Tellu« Bergbau . . . Trikotweb. Besigheim Verlagsanst.Doutsche Voigt & Hiffner . . . Voltohm Kabelwerk . Uhrenfab.FurtwIngl. Waeeon-Fabr. Fuchs Württ. elek. Geseilsch. Zellstoff Waldhof .. Zement Karlstadt . . Zementw. Heidelberg Zuck erfahr. Wagh. . » Frankenth. . Hetlbronn . » Offstein. . . „ Stuttgart.. » Bheingau , 21. 12. 28 10 4.5 13 5 18 55 78 8 42 32 975 4 12 4.6 3 21.5 12 5.5 2-6 55 V 75 160 205 23 525 5-25 2.95 65 14 8 7 ?5 10 l 5 8.5 ft 6 12. 86 4.5 h & 29 98 41 2 11 4 184 11 4-25 4 2075 4.25 2-26 4.9 625 2-2 8 12 Ä 8 « 11-25 (Dividendenpapiere und ausländische Anleihen in Billionen Prozent, auf Mark lautende festverzinsliche deutsche Anleihen in Milliarden Prozent.) Herabsetzung der tschechischen Kohlen- und Eisenpreise. Der Arbeitsminister verfügte ohne Anhörung des Kohlenrates eine Herabsetzung der Kohlenpreise. Nach den neuen Preisen kostet z. B. Kladnoer Steinkohle ca. 21.8—22.8 (bisher 22.5 bis 23.5), Ostrauer Koks 25—28 bisher (27.7—30.7) je Meterzentner. — Die neuen Eisenpreise betragen für Stabeisen ca. 10, für Bandeisen 15, Schwarzblech 10 und für Zinkblech 20 je Meterzentner. Hamburger Altmetallmarkt vom 28. Dez. Kupier 98—105, Rotguß 78—84, Messing, leicht 51—56, Messingspäne 54—58, Messingguß 58—63, Blei 39 bis 42, Zink 40—43. Die Preise verstehen sich auf Rentenmark. Devisennotierungen: w. Berlin, 28. Dezember. MM — Millionen Mark - TM = Tausend Mark die Einheit. 27. Dezember. I Gold Amsterdam 115960C0 Buen.-Aires Brüssel . . Christianla Kopenhag. Stockholm Helsingfors Italien . . . London. . . New-York . Paris .... Schweiz 1346625 187530MM 626^60MM 751118 MM 1104780 Spanien . . Lissabon . . Japan. . . . Rio de Jan. Wien . . . . Prag Jugoslavien Budapest. . Sofia . . . . Hrief 1604000MM 1353375MM 188470 MM 629570 MM 764882 MM 1109220MM 10374UMM 1104260 MM 183540MM 184460 MM 18254250 j18345750 4189500 4210500 MM 211470MM 212530 MM 736 1 55MM 7«845 MM 55C620MM 553380 MM ' 48627MM 149373 MM 945125 1954875 J95010MM 396990 MM 59850 TM 60150 TM 123690MM. 124310 MM 47680 MM 479?0 MM 21945CTM 220550 TM 29426 TM 29575 TM 28. Dezember. Geld 1596000 1336650 189525MM 623438MM 751118MM 1104780 102742 MM 183540MM 18^54250 4189500 216956MM 738150MM 548625MM 148627MM 1945125 395010MM 59451 TM 123191MM 47481 MM 219945TM 29725 TM Zuteilungen: Amsterdam-Rotterdam 12'/a °/o, Buenos-Aires— o /o Brüssel-Antwerpen —»/<>, Chrlstiania — °/ 0 , Kopenhagen —0/ 0 , Stockholm — o;„, Helsingfors — Italien —London 12%, New-York 12'/a°i). Paris — %. Schweiz 50%, Spanien —O/o, Lissabon — Jaoan — Rio de Janeiro —O/o. Wien —0,0 Prag — Jugoslavien — Budapest — Sbfia - °/ 0 . Unverbindlicher Markkurs in Zürich und Amsterdam. Zürich: 27. Dez.: 140 Centsi 28. Dez.: 135 Cents für je eine Billion. Amsterdam: 27. Dez.: 65 Cents; 28. Dez. 62'A Cents für je eine Billion. Pariser Börse, s. Paris, 28. Dez. Es wurden heute bezahlt für 1 engl. Pfund 84 Fr. Nach Sachwert verzinsliche Schuldverschreibungen, In Billionen Mark das Stück. Für 1 Ztr. 1 To. 1 Ztr. 1 Ztr. 1 Ztr.' 1 Ztr. 150 Ke. 100 Kg. 1 Ztr. 1 Ztr. 1 To. 1 To. 1 To. 1 To. 1 To. Einh. Dr.tr. Ztr. Ztr. Berliner BHrse. 60/ 0 Anhalt. Roggenwertanleihe . 60,'o Bad. Ld.-Elektr. Kohle .... 5% Berliner Roggenw. 1923 . . . 7°/ 0 Ev.Landesk. Anh. Roggenw.-Anl. 5% Mecklenb.Schw.Ri5Rgenw.-AAI'.' I. dt. II. Scr. 1-3. Oldenbg. Rpggenanweisung .... 6% Preuss: Kaltwert-Anl.' . . . f>% Preuss Roggenwert-Anl. . . . 5% Roggenrentenbk. Bln. Reihe 1—S 5% Sächs. Braunk.-Wert Ausg. 1 u. 2 dt. Ausg. 3 ■ dt. Ausg. 4 5°/o Westf. Prov. Kohle 23 . . . . Frankfurter BOrwe . 5®'o Badenwerk Kohlenw.-Anl. v. 1923 0 °'o Hess. Braunkohle—Rogg.-Anl, . 5% Preuss. Kaliw.-An! 5°/o Preuss. Roggenwert-Anl. . . . t% Sächs. Braunkohle I. u. II. . . dt. .II. . . di. IV. . . 21. Dez. 28. Dez. 55 75 15.5 13 52 5 16bei . — hi. 3 5bez . 2 50 3 75bez . 6 5 5d».' 2bj. 2bez - — bz . — bez . — Annotierte Werte. Mitgeteilt von Baer&Elend, Karleruhe, Karl-Friedr>chstr. 26 Alles circa in Billionen Mark für nom. 1000.— oder je Stück» Adler Kali .... Api Bad. Lokomotivwerke Baidur Becker Kohle . . . Becker Stahl . . . Benz Brown Boveri . . Cön tin. Holz Verwertung Deutsche Lastauto Deutsche Petroleum Oennania Linoleum Grindlor Zig rren Groükraftw. Württemb. Hansa Llovd . . . Heldkur? Vorzugs-Akt. l»ag Itterkraftwerke Kabel Rheydt . . , Kammerkirsch. . . Karstadt .... Knorr Krügershall .... Landeswirtschaftsstelle fttrda8 BadischeHand- work Melliand Chem. . . M eurer ^nritzmetall . Moninger Brauerei Ottenburger Spinnerei 230 115 16 5 115 115 50 0 2 3 27 220 45 5 320 45 45 170 05 24 85 130 12 60 30 Pax, Industrie- und Handels-A.-G. . . l'etersbgr. int. . . Kastatter Waggon . Rodi & Wienenberger Schuvag. . ... . Sichel ..... Sloman ...... Tabak-Handels - A.-G. Teichsrräber .... Textil Meyer . . . Turbo-Motoren ... Ufa . . ... Zuckerwaren Speck . Wertbeständige Anlage: 50/ n Rad Kohlenw.-Anl. 6o/ 0 Mannh. Kohlenw.- Anleihe . . . 7% Sächsische Braunkohlen-Anleihe . 5 °/o Rhein-Main-Donau Dollar-Anleihe 5°/ 0 Neckarwerke Gold- Anleihe . . . 5% Preuüische Kali- Anleihe pro 100 kg 6o/o Sächsische Roggenwert-Anleihe p. Ztr. 5% Südd. Pestwert- bank-Obligationen 1 40 0-35 40 17 13 35 2.5 25 45 19 Amtliche Nachrichten Ernennungen, verseftunqen usw. Miulfterwm des Inner«. Bersebt: Berwaltungsinwektor Adolf Warth In Karlöruhc als Obcrrevisor zum Bezirksamt Linsbeim. Entlassen aus Ansnckcn: Polizciwachtmcistcr Karl E ch w e t k c r t in Konstanz. Z«rul,c»esebt: bis zur Wicderherstclluna der Dienst- sahigkeit aus Ansuchen: Oberamtmann Alexander Fi- scher in Mchkirck. Justizministerium. Bersekt: Staatsanwalt Otto Stroh in Maiinbciin nach Heidelberg: JustiZt>bersekretär Otto Baum gart- n e r bei der Staatsanwaltschaft Lörrach zum Amts- gericht Freiburg: die Kauzleiassisteten Michael Knob- loch bei der-Staatsanwaltschaft Freiburg zum Amts- gericht daselbst und Otto ,■! immer beim AmtS»crirlit Freiburg zur Staatsanwaltschaft daselbst: Kanzlei- assiftentin Elise H e l l m i ch beim Notariat Rastatt zum Amtsgericht daselbst. Zurnhegesebt ans Ansuchen: Kanzlciassist^ntin Jo- banna Friedman» beim Amtsgericht Mannheim bis zur Wieberherstellling ihrer Gesundheit. Gestorben: Landgerichtsdirektor Karl Urnan in Waldshnt. Kultus- und UnterrichtSmiuisterium. Entlasse«: Gewerbelehrer Albert Ihrig an der Gewerbeschule in Heidelberg auf Ansuchen. Gestorben: Revierkommissär Friedrich Hambsch in «"^nnheim. 3tr. 357. Seite 8 Karlsruher Tagblatt. SamStag, den LS. Dezember 1S28 Zweites Dlatt WWk> Wies SMmwmn Kirsch- und Zwelschgen- wasser SlelnhSger Goldwaffer tDanziger Lachs» Zsis de! Titisee - Gas haus „Ho:tifIrst" Schi eesportfieunde u. Erholung suchende finden daselbs vorzügliche Verptlegung bei mäßigen preisen. Heizbare Zimmer. — Eigenes Fuhrwerk. — Gutes Ski« und Rodel gelände. — Telephon 68 Neustadt. Der Besatzer: Zimmermann. Vierordtbad-Friedrichsbad Ecka Ettlinger- u Gartenstr. Kaisestr. 136 Bäderpreisabschlag Schwimmbäder für Erwachsene mit Auskleidezelle 30 sjf ohne 25 t',~ im Abonnement. SMWUWMMi Gesucht in Cöln: 3— 4 ^iiumerwohnüng, Kiiche. Bad, :c i» nuiem Hause u schöner Lage. Geboten wird in Rastatt: 3 ZimmexwolMiilg, Kiiche, Mai'- sardenzimmer zc in herrschaftlichem Hause und sein'ter Lage. Angebote an Benzwerke Gaggenau, Gaggenau in Baden. Für Silvester zur Unterhaltung Sprechapparate billig und preiswert in nur Qualitätsfabrikaten von Mk. 60.-, 73.-, so. . 110.-, ISO. bis zu den feinsten Kunstwerken in reicher Auswahl. Musikalienhandlung Fritz Müller . KalserstraRe, Ecke WaldslraQe. 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Dienstboten u. ; Dienstbotenkongregation. 7: hl. Messe. 8: deutsche i Ziugmesse ui. Pred. V410: Hochamt m. Pred. >»12: ! .»indergottesdienst m. Pred. g: Pred. ». Weil,- nechtsand^chi m. Segen. Zt. Vcruhartuskirche. S: Krühraesse. 7: hl. Messe. 8: deutsche ?ingraesse m. Pred. 410: Pred. u. Hcharat. '412: Kinderaottesdienst. 'iS: Andacht in allgera. NLt"N it. Antieaen in. Segen. St. Martivskir»? tRintl'eim». H9: M. Messe in. Pred. 2: l^ilvestcrandacht. Liebsrauenkirche. 6: Frühmesse. 7: Koraniu- nionraesse. 8: deutsche Stnginesse in. Pred. >410: HguvtavtieSdicnst m. Amt u. Pred. 11: Kinder- gotteSdienst in. Pred. V-8: Welknachtsandachl. St. VonifatiuSkirche. 6: Krühmesse. 7: I>l. Messe. 8: deutsche Singmesse u. Pred. >410: Hauvtgvttes- dicnfl. Hochamt n. Pred. ^12: Kindergottesdienlt. '-3: Vewcr. Tt. Peter- und Paulokirche. 6: Kriibmess«. S: deutsche Sin-iraesse. >410: Pred. n. Hochgmt. -Q2: Äindergotlesdienst mit Pred. H3: Andacht znra nisttl. Kinde. St. Konradskirche lTrlenr.-Kaserne». 10: deut- sche ^inainesse in. Pred. >28: Andacht m. Segen. Ztadtilckes «ranket' ° ' inclfc in. Pred. stSBBH innnion. >410: nhaus. >4S: deutsche Stng^ est« m. Pred. Zt. ^»sesskirche tGrüuwinket». Wi— H6: Veicht- l. >48: ftrühraesse in. Aukteilung der M. Kom- Hochamt ra^Pred. it. Kollekte für ■ " Krl Mark vnrr». «—'7:' Beicht- g: Amt in. Pred. 2: arme Tbeoloaenl' K: Roke'Dvnz bei der Krippe. St. Niko.auskirche tRuvl MM 1 gelcaenheit. 7: Frühmesse, g. W"innar!itsandacht. St. Michaelskirch« . 6: Beichtgele- genheit. W!: Krühmesse m. Austeilung der hl. Kommunion. 8: deutsche Sinamesse in. «red. vauptgottesdienst in. Pred. nnd Hochamt. 2: Weibngchtsandacht. A!t-kati>o.Ische «tadtnemeinte. Auserstehunas- kirche. 10: deutsches Hochamt. Stadtpsr. Kamin stf.. Kirche ,leiu Christi der Heiligen der lebten Zage iSofienstralie 78. Ving LeMnaftr.» Sonntgg vorm llity und nachm. 3tII> r Mittw abds 8 tTAr Reuavoltolilche Gemeinde. 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