Gamsiag, 21. Juli 1928. 173. Jahrgang Nr. 201. L* Karlsruher Taablall izuaSvrrtS: »wnatltL 2.40 A frei Staus. 5ki ™ nir nnritff*en Teil: Dr. St BezusSvretS: »wnatltch 2.40 A frei HanS, Sn unserer Geschäftsstelle oder t« unseren Agenturen ab» Seholt 2.10 A. Durch die Post bezogen monatlich 2.40 A gusi^L Zustellgeld. Im Halle böserer Gewalt bat der Bezieher kerne Anivrüch« bei verspätetem oder Nicht, ^scheinen der Zeitung. Abbestellungen werbe» nur ÜiS Ai- aus den folgend«» MonatSlebten angenommen. «tnzelverkaufSvretS: Werktag- 10 A, Dann» HgS 15 A. Anzetgenvrerfe: Sie lOgefpalten« Nonpareillezell« oder deren Raum 83 A, Reklamezerl« 1.25 A, an erster Stelle 1.50 A GelegenheitS- und Fa- mtltenanzeigen sowie Stellengesuche ermätzigter Preis. Bet Wieberlsolung Rabatt nach Tarrf, der bet Nichteinhaltung de« ZablungSzicleS. bet gerichtlrcher Beitreibung und bei Konkursen autzer Kraft tritt. Gerichts» . ktanb und Erfüllungsort: Karlsruhe 1. B Badische Morgenzeiiung mit Industrie- und Handelszeitung Gegr. 1756 und der Wochenschrift „Die Pyramide" Gegr. 1756 Verantwortlich für den politischen Teil: Dr. Brix« net: für den Handel t. B.: Heinrich GerSarbt: für Stadt. Baben und Nachbars« biete H Gerhardt: für Feuilleton und .Pnramid«' K. tz o b o: für Musik: A. Rudolvb: für Sport und den übrigen Text» teil , E. «euvold: für Inserate: H. Schere, ver. lämll. in Karlsruhe. Druck u. Verlag .Karlsruher Tagblatt" fConcordia. ZeitungkverlagSgei m. b. Hl, Karlsruhe. Ritterstr. I.Berliner Redaktion: W. Pfeiffer. Berlin V. 57. Bülowstr. 63. Tel. Amt Kur. sürft 135. Hür unverlangte Manuskripte übernimmt di« Redaktion keine Verantwortung. Sprechstunde der Redaktion von 11—12 Uhr vorm. Verlag, Schristl. u. Geschäftsstelle: Karlsruhe. Ritterstr. 1. Tel. Nr. 18. 19. 20. 21. Postscheckkonto Karlsruhe Nr. 9547. Die Untersuchung des Münchener Unglücks. znilaffung der beschuldigten Beamte» Lokaltermin an der Ltnglücksfielle. oUtm* fkÜAtyb. * Im Lause der Untersuchung des Münchener Eisenbahnunglücks wurden am Donnerstag die i^ei verhafteten Eisenbahnbeamten frcigelasse«. Die Voruntersuchung gegen diese Beamten wird ledoch fortgesetzt. * ' Reichspräsident von Hindenburg trifft am «- August zu einem Besuch der Flotte in Siel ein. * * Im Rahme» des Deutsche« Sängerbnnds- festes fand gestern in Wie» eine Schubert» Ehrung von 40 000 Sängern statt. ♦ Reichsinncnminister Sevcriug ist in Wien »nr Teilnahme an dem Sängerbundessest ein- stetrosfen. Er wurde von dem deutschen Gesandten am Bahnhof empfange«. * Der am Schlüsse des bekannten Limbourg- Prozeffes unter dem Verdacht des Meineides in Hast genommene Peter Limbonrg wurde durch Beschluß der Strafkammer gegen eine Kaution von 40 000 Mark ans der Haft ent» laste». * * In dem Berusungsversahren gegen Oskar. Slater hob das Appellationsgericht in Edinburgh das gegen Slater vor 20 Jahren gefällte Urteil wegen Irreführung der Geschworenen aus. * »Echo de Paris" kündigt an, daß der Justiz- minister, nachdem nunmehr das Urteil gegen ben Abgeordneten Dr. Ricklin rechtskräftig geworden ist, dem Präsidenten der Republik die Begnadigung Ricklins Vorschlägen wird. * * I« ganz Aegypten herrscht grobe Erregung über die Veröffentlichung eines königliche« Dekrets, durch das Kammer und Senat für drei Jahr« aufgelöst werden. Die Regierung bat in allen gröberen Städte« die Polizei bnrch Truppe» verstärkt. * Havas meldet aus Schanghai, die nationalistische Regierung hat die japanischen Behörden bavo« in Kenntnis gesetzt, dab sie den Vertrag «vu 1888 als abgelaufe» betrachte, und dab die kürzlich bekannt gegebene Verordnung über die Stellung der Ausländer in China nunmehr auch ans die japanischen Staatsangehörigen Anwendung finde. * * Zwischen Triberg und Nnbbach an der Schwarzwaldbahn ist gestern nachmittag ei« sröherer Waldbrand ansgebrochcn. • Nähere» stehe unten. Von Bühlerhöhe nach Karlsbad lEigener Dienst des »Karlsruher TagblatteS".) W. Pf. Berlin. 20. Juli. Rchchsaußenministcr Dr. Stresemann wird am 21. Juli in Karlsbad eintreffen. Zu gleicher Zeit werden auch der tschechoslowakische Außenminister Dr. Be ne sch und der rumänische Außenminister Titulesku in Karlsbad weilen. Der Prager österreichische Gesandte Dr. Di a r e k hält sich bereits in Karlsbad auf. An die gleichzeitige Anwesenheit des deutschen, tschechoslowakischen und rumänischen Außenministers werden bereits jetzt Kombinationen über bevor st ehend« diplomatische Verhandlungen zwischen den drei Staatsmännern geknüpft. Wie wir von zuständiger Stelle hören, sind derartige Meldungen jedoch unzutreffend. Dr. Stresemann hat nicht die Absicht, irgendwelche politischen Vespechungen in Karlsbad abzuhalten, da er sich tzprt lediglich zur Kur aufzuhaltcn gedenkt. Es ist dagegen selbst- ve:'ländlich, datz Dr. Stresemann mit den in Karlsbad weilenden Staatsmännern zusammen- treffen und namentlich dem Außenminister der Tschechoslowakei einen Besuch abstatten wird. Politischen Charakter tragen diese Zusammenkünfte jedoch nicht. WTB. München, 20. Juli. Eine Gerichtskommission hat auf dem Münche- ner Hanptbahnhof einen Lokaltermin abgehalten zwecks Besichtigung der Bctriebshtttte 1 bei der Hackerbrücke und der Blockstelle der Don- nersbergerbrücke, sowie zur Aufnahme verschiedener Lichtbilder. Am Abend hat ein weiterer Lokaltermin stattgefunden, um die Beobachtungs- Möglichkeit ans dem Dtammzug zu prüfen, der bekanntlich auf den Borläufer aufgefahren ist, Bon der Reichsbahndtrektion wurde dafür eine gleiche Zuggarnitur wie die des Stammzuges zur Verfügung gestellt. Mit diesem Zuge wurde von der Gerichtskommission die Beobachtungs- Möglichkeit auf der Maschine geprüft und ein Bremsversuch im Anschluß daran vorgenommen. Bei dem Termin waren die drei angeschuldigten Stellwerksbeamtcn sowie der Lokomotivführer und Heizer des Stammzngcs, gegen die die Voruntersuchung gleichfalls eröffnet worden ist, zugegen. Auf Grund der Vernehmung der verhafteten Angeschuldigtcn und in Zusammenhang mit dem Lokaltermin konnte die Aufhebung des Haftbefehls und die Freilassung der drei verhafteten Angeschuldigten noch gestern erfolgen, da eine Verdunkelungsgefahr nicht mehr besteht. Die Voruntersuchung gegen die drei Stellwcrksbeamten sowie gegen den Lokomotivführer und Heizer des Stammzuges, wie auch die allgemeine Untersuchung zum Zweck vollständiger Aufklärung der Schuldfrage nimmt ihren Fortgang. Die Erregung der Bevölkerung über die Eisenbahnkatastrophe hält immer noch an. Freitag abend wurde eine große Versammlung des Eiscnbahnpersonals abgehalten. Donners- 8. London, 20. Juli. Das Appellationsgericht i« Edingbnrgh, das heute die Entscheidung im Berusungsversahren gegen Oskar Slater bekannt gab. hat einstimmig beschlossen, bas gegen Slater vor 20 Jahren gejällte Urteil wegen Irreführung der Geschworenen anfznheben. Oskar Slater. Der Deutsche Slater, der angeblich Mörder der 82jährigen Marion Gilchrist, hatte nach seiner Entlassung aus dem Zuchthause ein Wiederaufnahmeverfahren durchgesetzt. Die Verhandlung kam durch die Unterstützung bedeutender Männer wie Bcrnard Shaw, Oliver Lodge und Conan Doyle zustande, und erregte allgemeines Aufsehen. Die dem Verfahren zugrunde liegende vor 10 Jahren begangene Mordtat wird vielleicht nie vollständig aufgeklärt werden. Hausbewohner hatten kurz nach der Tat im Dunkeln' der Treppe nur flüchtig einen Mann gesehen, der tag abend trafen die fünf Leichen der Verunglückten, die in Augsburg ihre letzte Ruhestätte finden sollen, dort ein. Auf dem Augsburger Bahnhofsgebäude wehten die Landes- und Reichssarben Halbmast. Sämtliche Bahnhöfe der Strecke München—Augsburg zeigten bei der Durchfahrt des Zuges mit den Leichen der Opfer ebenfalls Trauerbcflaggung. Kür volle Klärung. Einberufung des Reichseisenbahnrates gefordert. TU. Leipzig, 20 . Juli. Die Handelskammer Leipzig hat an das Rcichsverkehrsministcrium eine Eingabe gerichtet, die sich mit dem Münchener Eisenbahnunglück und seinen Folgen befaßt. In dieser Eingabe heißt cs, baß die seitens der Reichs- bahngescllichaft über die Ursache der Unglückö- fälle, die sich in letzter Zeit ereignet haben, abgegebenen Erklärungen nnbcfriebigend seien, insbesondere müste auch dafür Sorge getragen werden, daß durch klare F c st st e l l u n g e n und Erkenntnis der Ursachen und durch die Abstellung der vorhandenen Mängel weitere Unglücksfäüc nach Möglichkeit verhindert würden. Die Handelskammer Leipzig stellt deshalb beim NcichsverkchrSministcrium den Antrag, daß der Reichseisenbahn rat unverzüglich z u s a m m e n b c r u fe n wird, um einmal in Kreisen der Bevölkerung Beruhigung zu schaffen, um weiter der Deutschen Reichsbahn Gelegenheit zu geben, zu den Eisen- bahnnnglücköfüllcn Stellung zu nehmen und um Mittel und Wege zu beraten, daß derartigen Unglücköfällcn in Zukunft nach Möglichkeit vor- gebeugt werden kann. aus der Wohnung kam und dann eilig die Treppe hinabstttrzte. Am Weihnachtsabend des Jahres 1908 wurde die Polizei davon verständigt, baß ein Deutscher unter dem Namen Oskar Slater versucht hatte, einen Psandleihschein auf eine Diamantbrosche zu verkaufen. Bei Nachforschungen wurde entdeckt, daß Slater mit einer Frau nach Amerika ansgereist war. Bei seiner Ankunft in Neunork wurde Slater verhaftet. In dem darauf folgenden Auslieserungsversahren ergaben sich bereits Unstimmigkeiten in der Identifizierung Skaters seitens der Zeugen, die nach Amerika gebracht worden waren. Slater, der dauernd seine Unschuld beteuerte, erklärte sich bann bereit, der Polizei nach Schottland zu folgen und sich gegen die Anklage des Mordes zu verteidigen. Bei dem Gerichtsverfahren in Edingbnrgh stellte sich heraus, daß die von Slater verpfändete Diamantbrosche sein Eigentum war und sich niemals im Besitz der Ermordeten befunden hatte. Ferner wurde erwiesen, daß seine Abreise nach Amerika vollkommen ohne Geheimnistuerei und schon lange vorbereitet war. Die Zeugenaussagen schwankten, wurden bestätigt und widerrufen und sechzig weitere Zeugen wurden vernommen. Doch wurde SI a - ters Schuld niemals richtig bewiesen. Die Geschworenen erkannten Slater mit einer Stimmenmehrheit von neun zu sechs schuldig und er wurde zum Tode verurteilt. Auf eine von 20 000 Personen unterschriebene Petition hin wurde Slater jedoch begnadigt nnd zu Zuchthaus verurteilt. Im Jahre 1914 machte der Detektiv T re n ch , der die Nachforschungen im Falle Slater geleitet hatte, Enthüllungen, die den Schluß znlteßen, daß zum mindesten ernste Zweifel an der Schuld Slaters bestanden. Eine offizielle, aber geheim geführte Untersuchung wurde eingeleitet, die jedoch das gefällte Urteil des Edtn- burgher Gerichts bestätigte. Der Detekrlv Trench wurde ^ des Dienstes enthoben und Sla- ter, der fortgesetzt seine Unschuld betencrrc, mußte weitere vierzehn Jahre im Zuchthaus von Petcrhcad zubringen. Nach 20 Jahren rehabilitiert. Oskar Slater freigefprochen. - Das Wiederaufnahmeverfahren stellt Irreführung der früheren Richter fest. Rußlands Schicksal. Von Alexander Kerenski, ehem. Präsident der soz. rev. Regierung (1917). Politische Prophezeiungen sind von jeher eine heikle Sache gewesen. Trotzdem glaube ich, ohne eine Blamage fürchten zu müssen, voraus- sagen zu können, daß ein Staatsstreich in Rußland unvermeidlich ist. Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wann dieser Staatsstreich eintreten wird. Die Revolution kann in kürzester Zeit wie ein Wirbelsturm über daö Land Hereinbrechen, es können aber auch Monate, ja sogar Jahre vergehen, che sich daö russische Bolk zum aktiven Widerstand gegen die jetzige Staatsgewalt anfrafft. Nur eins erscheint mir unbedingt sicl-er: Rußlands Diktatur wird das Schicksal aller anderen Diktaturen teilen! Wie liegen die Dinge im heutigen Rußland? Der gegenwärtigen Regierung mit Stalin an der Spitze ist es gelungen, die schon gefährlich gewordene Opposition in der Partei kaltzu» stellen. Stalin triumphierte, als er seine Widersacher in die Verbannung schickte. Sein Sieg war indestcn ein Pyrrhns-Sieg. Der Kampf zwischen ihm resp. seinen Anhängern und den Anhängern der verbannten Kommunisten tobt weiter, trotz der scheinbar vernichtenden Niederlage, die Stalin als Wahrer der Ideen Lenins seinen Gegnern bereitete. Daran können auch die Wtderrusserklärungen aewister Oppositionsführer nichts ändern. Nebenher besteht im ganzen Lande eine tiefgehende und weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Regierung. Diese Unzufriedenheit ist vor allem ans die traurige Lage zurnckzufnhren, in der sich die Arbeiterschaft befindet. Im Jahre. 1921 hatte bekanntlich Lenin wegen der damals das Land bedrohende Hungersnot «ine Reorganisation des russischen Wirtschaftssystems vorgenommen. Im Verfolg dieser Reorganisation gelang cS den Sowjctmachthabern tatsächlich, im Getreidejahre 1924/25 die Gefahr einer Hungersnot zu bannen. Nach diesem Erfolg jedoch trat sofort ein gefährlicher Rückschlag ein. Wir müssen uns klar darüber sei», daß baS heutige Rußland weder eine sozialistische noch eine kommunistische Republik ist. das Wirtschaftssystem ist vielmehr im Grunde kapitalistischer und zwar staatskapitalistischer Natur. Infolgedessen arbeitet dieses Wirtschaftssystem sehr schwerfällig, es ist ein System, das Produktion und Verteilung selbst einfachster lebensnotwendiger Artikel infolge langwieriger Formalitäten, die jede Transaktion begleiten, außerordentlich erschwert. Unter dem bestehenden bürokratischen Staatsmonopol wird der kleinste Vorgang zur Staatsaktion,' wegen völliger Be- langlosigkcit müsten seitens der wenig geschulten Bevölkerung oft komplizierte und unverständliche Formulare ausgefüllt werden. Das Vorhandensein dieser Staatsbürokratie ist an sich schon ein Umstand, der geeignet ist, die sonst erstaunliche Lebenskraft der russischen Wirtschaft zu unterbinden. Hierzu kommt noch die Tatsache. daß Spekulanten und Mittelsleute ver- suchen, aus der schwierigen Lage des Landes unerlaubte Vorteile zu ziehen und so eine weitere Untcrhöhlung der staatlichen Organisation herbeizuführen. Zwischen 1921 und 1924, d. h. nach Einführung der Leninschen neuen Wirtschaftspolitik lN.E.P.i sah eö so aus, als ob die russische Wirtschaft sich erholen würde. Es war dies ein Zeitabschnitt, der wenigstens zu gcwisten Hoffnungen berechtigte. Seit 1925 indessen geht cs mit der russischen Wirtschaft wieder Immer schärfer bergab. Die Staatsnwnopolc wurden fester angczoqen, ein Vorgang, der eine Verringerung der Produktion nnd eine Verlangsamung des komplizierten Austauschsystems. das zwischen Stadt und Land besteht, mit sich brachte. Die Bauern weigern sich heute einfach, ihr Getreide nnd sonstige Lebensmittel an den Markt zu bringen. Daher herrscht in den Großstädten ein ausgesprochener Brotmangcl nnd eine gefährliche Knappheit an wichtigsten Nahrungsmitteln. Das Hauptvroblem deS heutigen Rußland besteht in der W i e b c r c i n s tt h r u n g der p 0 - I i s ch e n und wirtschaftlichen Freiheit. Rußlands wirtschaftliche Zuknnft. ist in Frage gestellt, wenn die private Untcrneh- mnngSlust nicht auss neue angeregt wird. Eine sofortige Entnationalisiernng der Industrie — mit Ausnahme vielleicht einiger wichtiacr Erzeugnisse, wie Naphtha, Kohle und Gold —ist dringend erforderlich. Zu gleicher Zeit muß das Innen- nnd Außenhandelsmonopol abgcbaut werden. Heute vernichtet der acwaltige bnro« kratischc Apparat fast jede Möglichkeit eineS Warenverkehrs zwischen Rußland und dem Aus. lande. Es c>ibt kaum ein wirtschaftlich bedeutsames Land der Welt, das nicht bereit ist — ja Seite 2 Karlsruher Tagblatt, Samstag» ven 21. Juli 1928 «r. 201 Gchubertfeier in Wien. 40000 Gänger ehren Gchuberi — Oie erste Festausführung. lassen. Das Lied als einigendes Band um alle Deutschen zu schlingen, wo immer sie in der Welt zerstreut seien, das sei die Aufgabe, die sich der Deutsche Sängerbund gesetzt habe. In der Unsterblichkeit Franz Schuberts erblickten wir auch die Unsterblichkeit unserer Ideale. Die Deutschen würden sich selbst ver- leren, das deutsche Wesen würde aufhören zu sein, wenn Franz Schubert keinen Widerhall mehr in deutschen Herzen fände. Franz Schubert und das deutsche Lied seien eins. In Franz Schubert werde der größte Meister des deutschen Liedes verehrt. Möge alle Zeit der Name Franz Schubert dem Deutschen Sängerbund voranleuchten, dann werde seine Arbeit eine gesegnete sein. Als der Beifall und ein dreimaliges Heil verklungen war, wurde Franz Schuberts Männerchor „Der Lindenbaum", bearbeitet von F. Sil- cher, zum Vortrag gebracht. Ihm folgte Viktor Kelöörfers „Deutschland, du mein Vaterland" mit Begleitung von Blasinstrumenten. Der Bortrag dieses Chorwerkes bedeutet« für Kcl- dorfer eine besondere Ehrung. Nach stürmischem Beifall begrüßten die 40 000 Sänger den Meister, der gerührt über diese unerwartete Kundgebung dankte. Im Anschluß daran kamen Vorträge österreichischer Vereine. Festdirigent Professor Gustav Wohlgemuth -Leipzig bestieg den Dirigententurm, um sein Werk ,-Schön ist die Fugend" zum Vortrag zu bringen. Auch ihm wurde herzliche Anerkennung zuteil. Nach einem Vortrag des Schwäbischen Sängerbundes brachte der Gesamtchor, geführt von E. Kehldor- fer, Rudolf Ochs' „Vaterland" zum Vortrag. Nicht endenwollende Heil- und Bravorufe beschlossen die erste Festaufführung. Wie die Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen mitteilt, sind bis gestern nachmittag zusammen 08 Sonderzüge mit 70 248 Reisenden »um Sängerfest in Wien angekommen. Badische Komponisten in Wien. Fn Wien kommen bei dem Deutschen Sängerfest zwei badische Komponisten zu Wort. Bon dem Karlsruher Komponisten Ludwig Baumann singt der Männergesangverein „Arion" Brooklyn „Mägdlein am Spinnrad" und der Sängerbund des Regierungsbezirkes Kößlin den „Korsarengesang". Von Herrn H. Sonnet- Pforzheim kommt durch den Mannergesangverein „Arion" der Chor „Wickingfahrt" zur Aufführung. Staatsstreich in Aegypten. Das Parlament für 3 Jahre aufgelöst. - Pressefreiheit abgefchafft. ich möchte sagen, das nicht darauf brennt — mit Rußland in Handelsbeziehungen zu treten. Selbst in Groß-Britannien, dessen diplomatische Beziehungen zu Rußland doch recht gespannt sind, besteht eine mächtige Bewegung zugunsten einer schleunigen Herbeiführung besserer Handelsbeziehungen, eine Bewegung, die auch durchaus streng konservative englische Geschäftskreise umfaßt. Wenn daher Rußlands Außenhandel im Abstieg begriffen ist, so ist dies nicht die Schuld des Auslandes, sondern Schuld der Bolschewisten selbst. Die Jndustrieführer der Welt kennen das Schicksal Krupps, Hugo Wolffs und anderer bedeutender deutscher Firmen, die in Rußland so üble Erfahrungen gemacht haben. Sie haben die Entwicklung deS Donez-Prozeffes verfolgt, der die ganze Gefährlichkeit wirtschaftlicher Betätigung in Rußland schlaglichtartig beleuchtete. Unter solchen Umständen ist natürlich ein starkes Mißtrauen Rußland gegenüber durchaus berechtigt. Rußlands Aufgabe besteht darin, seinen Staatskapitalismus auf freiheitlicher Basis aufzubauen. Vor dem Kriege stand Rußlands metallverarbeitende Industrie an der Spitze der europäischen Produktion. Man denke z. B. an die Poutiloff-Werke in Petersburg und andere bedeutende russische Hanüelsunternehmungen. Die Zeit dieser Blüte ist vorüber, aber könnt« sie nicht wiederkommen? Zum Segen Rußlands wiederkommen? Die Bewegung, der Privatinitiative größere Freiheit zu lassen, ist mächtig und wird insbesondere von allen wirtschaftlich erfahrenen Leuten unterstützt. Sie besitzt aber auch viele Anhänger im Volke. Diese Anhängerschaft wächst täglich unter den Arbeitern, Bauern, ja unter den Angehörigen der kommunistischen Partei selbst,' jeden Tag werden der privaten Initiative neue Konzessionen von denjenigen wenigen einflußreichen Persönlichkeiten gemacht, die ein Verständnis für die Finanz- und Wirtschaftsprobleme des Landes besitzen. Im Grunde aber haben Stalin und die Machthaber in Rußland nicht den Wunsch, sich überzeugen zu lassen: sie sind in Wahrheit Ultrakonservative. die der rauhen Wirklichkeit nur widerwillig Konzessionen zu machen gewillt sind. Die diesjährigen Wahlen sind verschoben worden. Stalin fürchtete diese Wahlen, die wahrscheinlich eine starke Opposition gegen ihn gebracht hätten. Seine Furcht und die durch sie ausgelösten Maßnahmen müssen die Gewalt deS Kampfes, der zwischen ihm und der Fortschrittspartei tobt, nur verstärken. Dieser Kampf wird wie bisher unter der Oberfläche und für di« ) übrige Welt wenig sichtbar vor sich gehen. Gegen Stalin aber werden, und das ist für ihn bedenklich, viele hohe Staatsfunktionäre sein, die auf verantwortungsvollen Posten stehen, und die auch auf diesen Posten kaum ersetzbar sind. Der Höhepunkt des Konfliktes rückt immer näher, die Spannung wächst. Die Aufgabe Europas aber bleibt es. geduldig abzuwarten, bis sich das Schicksal Rußlands erfüllt hat. Oie britische Antwort an Kellogg. WTB. London, 20. Juli. In der am Mittwoch dem amerikanischen Ge, schäftsträger in London überreichten Antwort auf die letzte amerikanische Note vom 28. Juni bezüglich des Kellvggvorschlages wird zum Ausdruck gebracht, daß die britische Regierung den vorgeschlagenen Vertrag in der übermittelten Form annimmt und bereit ist, ihn zu dem Zeitpunkt und an dem Ort zu unterzeichnen, den die amerikanische Regierung vorschlagen wird. Die Note stellt mit besonderer Befriedigung fest, baß all« Parteien des Locarnovertrages zur Unterzeichnung des Paktes eingeladen worden sind und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß an alle anderen, dem Völkerbund angehörenden Staaten «ine allgemeine Einladung zum Beitritt gerichtet wird- TU. Wien. 20. Juli. Freitag mittag fand in der Riesensängerhalle im Prater die erste Hauptaufführung des Deutschen Sängerbund esse st es statt, die mit einer würdevollen Schubert- Ehrung von 40 000 Sängern verbunden war. Auf den Tribünen sah man als Festgäste u. a. Oie Bieeenthaler Kirche in Wien mit der Sch/uibert-GedenktafeL sjjjy-'Vii l den Bundespräsidenten, die Bundesminister, die Gesandten mehrerer Staaten sowie den Bürgermeister der Stadt Wien. Nach der Bundeshymne erklang die Festfan- fare von Marx, vorgetragen von dem Orchester der Wiener Staatsoper, dem Wiener Sympho- nieorchester und Mitgliedern des österreichischen Musikverbandes. Lebhafter Applaus lohnte den Dirigenten, Prof. Viktor Keldorfer und sein Orchester. Darauf setzten Orchester und Chor zu Franz Schuberts „Hymne" ein. Das große Wunder war geschehen. Zum erstenmal haben sich 40 000 Männer zum Chorgesang vereinigt. Alle Befürchtungen, daß es nicht' klappen würbe, stellten sich als falsch heraus. Lautsprecher kündigten daraus die Schubert- c 6 x lt n fl an. Der Vorsitzende des Deutschen Sängerbundes, Rechtsanwalt Friedrich List, hielt die Festrede, in der er darauf hinwies, daß die deutschen Sänger von überall her. wo die deutsche Zunge klinge, herbeigeströmt seien, um dem Gedächtnis Franz Schuberts zu huldigen und sich zu einem gewaltigen. Bekenntnis für deutsches Wesen und deutsche Kunst zu vereinigen. Hundert Jahre seien verflossen, feit dem ewig sprudelnden Quell seiner Schöpferkraft ein viel zu früher Tod das Ziel gesetzt hätte. Aber so frisch und rein, wie zur Zeit ihrer Entstehung empfänden wir heute noch die Schöpferkraft Schuberts, die deutsche Seele, lieren, das deutsche Wesen würde aufhören zu B. London, 20. Juli. Wie ans Kairo gemeldet wird, ist das Parlament dnrch Königliches Dekret für drei Jahre aufgelöst und der König mit «esetz- gebrische« Vollmachten versehen worden. Die Freiheit der Presse ist für unbestimmte Zeit abgeschafft. Das Dekret ist vom König und von sämtliche« Mitgliedern des Kabinetts unterzeichnet. Die für Freitag und Samstag festgesetzte« Versammlungen der Wafb-Partei find verboten worden. Umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen find von den Polizei« und Militärbehörden getroffen worden, «m die Ordnung im Lande aufrecht z« erhalte«. In dem Schreiben des Ministeriums an den König heißt es: Das parlamentarische Regime ist ein Instrument der Unterdrückung und des Despotismus in den Händen einer kleinen Gruppe geworden, die von einer Mehrheit unterstützt wird, die zu schmeicheln und zu befriedigen es gezwungen ist. Das parlamentarische Regime ist unfähig geworden, Reformen durchzuführen. Das Kabinett kennt keine Alternative, als sich darauf zu konzentrieren, das Land von diesen Parteieinflüssen zu befreien. Da das Parlament in feiner gegenwärtigen Form die Erreichung einer normalen Lage nicht begünstigte, die von dem Lande so herzlich ersehnt wird, darf es kein Hindernis zur Erreichung dieses Zieles darstellen. Das Ministerium hielt es daher für unumgänglich, daß beide Kammern aufgelöst und die Wahlen bis zu dem Zeitpunkt vertagt werden, wo man hoffen darf, daß sich die Nation in ihrer wahren Ansicht ausspricht. Das Ministerium hielt es außerdem für notwendig, das Wahlgesetz zu revidieren. Das parlamentarische Regime und die Verantwortlichkeit des Ministeriums wird jedoch unter leinen Umständen durch die vorgeschlagenen Aen- derungen in der Verfassung einen Wechsel er- fahren. Das Schreiben erwähnt die Notwendigkeit der Errichtung eines stabilen Regimes, um die Einigkeit im Lande wieder herzustellen und um das Land zu befähigen, für die Sache seiner Unabhängigkeit einzutreten, um dadurch alle Bestrebungen zu erfüllen. Während der Aushebung des Parlaments werde daS Ministerium es übernehmen, eine Herrschaft der Gerechtigkeit herzustellen, die Gleichheit zu sichern, die Freiheit innerhalb der Grenzen des Gesetzes aufrecht zu erhalten und die Reformen durchzuführen, die solange von dem Lande erwartet wurden. Der Vollzugsrat der Wafd-Partei hat in einer Sonderkommission beschlossen, dL von der Regierung verbotene, für Samstag angesetzte Versammlung in Tanta bei Alchcandria doch abzuhalten. Auf Anweisung deS Innenministeriums sind die provinziellen Polizei st reit- kräfte durch Truppenabteilungen beträchtlich verstärkt worden. In Tanta selbst sind drei Offiziere und 50 Mann, sowie eine Abteilung berittener Truppen eingetroffen. Eine Abteilung Infanterie ist in die Städte Benha und Damanhur entsandt worden. Eine Kompagnie Infanterie wurde nach Zagazig und nach Kena geschickt. Sämtliche Truppen haben Verpflegung für zwei Wochen mit sich genommen. Die Tore des Parlamentsgebäudes wurden heute vormittag von der Polizei. versiegelt. Wachen stehen vor dem Gebäude. Es herrscht Ruhe. „ Aburteilung des Obregonmörders. TU. London, 20. Juli. Wie aus Mexiko City berichtet wird, werden die Verschwörer gegen Obregon in einem ordentlichen Gerichtsverfahren abgeurteilt werden. Die Todesstrafe für den Mörder und vielleicht auch ein halbes Dutzend anderer Verhafteter iei gewiß. Calles Erklärung, daß der Klerus iür die Mordtat verantwortlich sei, hat in den katholischen Kreisen Mexikos große Erregung hervor- gerufcn. 0 führt ab, es wirkt sehr milde, versuch es, und Du bist im Bilde Oas Verkehrshindernis. Eine Berliner Momentaufnahme. Von Horst Philippi. In einer Seitenstraße steht ein mit Kisten und Fässern vollbeladenes Lastfuhrwerk, der Kutscherbock ist leer, und die beiden Pferde, stramme, kräftige Gäule, benutzen die Zeit, da ihr Lenker abwesend ist. sich ans einem umgehengten Futtertrog schnaufend und prustend große Haferportionen einzuverleiben. Plötzlich biegt in schnellem Tempo eine Opel- Limousine um die Ecke, fegt mit grellem Hupenruf die Straße herunter, saust haarscharf an dem Lastwagen vorbei, dessen Pferde erschreckt zusammensahren und sortzustreven versuchen. Dabet dreht sich der Wagen so zur Seite, daß er nun schräg in den Kahrdamm hineinragt, während die Gäule, aufgeregt an der Deichsel zerrend, mit den Vorderbeinen aus dem Bürgersteig stehen. Es gibt eine kleine Verwirrung. Autochauf- seure, die sich an dem wegvcrsperrenden Hindernis vorübcrschlängeln müssen, fluchen mit Vehemenz, Passanten bleiben stehen und ergehen sich in Vermutungen über die Möglichkeiten einer Wiederherstellung des vorherigen Zustandes. Endlich kommt von links ein Schupomann über den Damm, geht einmal ernst um den Wagen herum, bückt sich dann und blickt unmotiviert und überflüssig unter das Gefährt, worauf er ein hundertprozentiges dienstliches Gesicht macht, die Augenbrauen strafend runzelnd und streng fragt: „Wem gehört der Wagen hier!" Keine Antwort. Der Mann des Gesetzes hält fürchterliche Musterung unter den Umstehenden. Dann geht er aus die Pferde zu und versucht sie mit aufmunterndem „Hüh" vom Bürgersteig wegzudrängen Die Tiere rühren sich nicht. Der Behelmte, von den anderen aufmerksam bestarrt. steht etwas verlegen und überlegt. Dann wendet er sich wieder an die Müßige» und erkundigt sich, nun schon eine Nuance schärfer: „Wo ist denn der Kutscher?" „Der sitzt drieben in de Kneipe und frühstickt", erklärt ein jmcgcr Mann mit rotem Haar, „tck hab'n vorhin rinjehen sehen. Soll ick'n villeicht rasch ma' herhol'n!" Der Beamte nickt gnädig und großmütig. Einige Minuten vergehen. Die Svannung wächst. Dann öffnet sich die Tür der am anderen Straßenende liegenden Kneipe und ein Mann mit blauer Bluse und brauner Leder- schttrze schwankt heraus, steuert schwer, wie ein Ozeanriese im Sturm des Pazific. über den Damm, aus die Gruppe zu, von dem rothaarigen. jungen Manne übereifrig dirigiert. „Wa . . . wat . . is'n pa . . passiert!" fragt der Blaublusige mit schwerer Zunge und starrt glasig von einem zum andern. Der Schupomann ist von den Pferden weggetreten und kommt nun strammen Schrittes auf ihn zu. „Nehmen Sie mal den Wagen da weg!" befiehlt er. „Häh???" macht der Mann blöd. „Sie sollen den Wagen hier weabringen, der stört ja den ganzen Straßenverkehr", sagt der Behelmte kühl und sachlich „haben Sie verstanden!" „Nee, keen Wort" erwidert der Andere. „Atschöh!" Er vollführt drei schwankende Schritte. Der Schupomann wird rot im Gesicht. „Halt" schmettert er dann „Hierbleiben!" „Det jetzt lcida nich, nee. bet ... . huvv . . öet jeht nich", lallt der Mann, „ick mach' ick mach' jetzt jrade Mi . . Mittach. Ick Hab noch'» halben Brathering in de Destille stehn, den muß ick erst ma' vaörickcn. Se können ja nachher 'n bißkcn riebakommen, Herr Feldwebel, 's is' sehr jemictlichl" Der Schnpomann marschiert ihm nach. „Sie werden nicht fortgehen!" wettert er. „Jloobcn Se!" meint der Mann freundlich. „Na ja. 's kann sich eben jeda ma' irren. Tach, Herr Oberst!" Er wandert davon. „Sie weigern sich also, das Verkehrshindernis zu beseitigen!" inguiriert der Hüter des Gesetzes. „Ick Hab noch ’tt halben Brathering . . . beginnt der Blaublusige von neuem. „Gut, dann muß ich Sic eben notieren," sagt der Schupo ernst und zieht sein schwarzes Buch. „Ihr Name?" „Brathering . . . „Was?!" ,Mrat-he-ring . . ." stammelt der andere. „Wollen Sie sich über mich lustig machen?!" „Wenn't nischt weit« kostet, Herr Jeneral. Na, denn auf Wiedersehn." Der Beamte ist außer sich. ,^ören Die mal," sagt er jetzt wütend und tritt dicht an den Alko- holdufteuden heran, „bas eine sage ich Ihnen, wenn Sie jetzt nicht augenblicklich den Wagen von hier fortbringen, dann nehme ich Sie mit zur Wache. Also los, dalli, auf den Bock!" „Wa . . . wat . . . soll ick'n da oben, Herr Feldmarschall!" quängelt der Blaublusige, ,>wo ick doch noch'n halben Brathering . . ." „Werden Sie jetzt aufhören mit ihrem idiotischen Brathering! Los, rauf!" „Na, mir is' et ja wurfcht", meint er achselzuckend und erklimmt ächzend den Wagen. Dann läßt er sich schwer auf den Bock fallen und blickt herab. „Eijentlich 'ne ganz scheene Luft hier oben," konstatiert er. „Wollen Sc nich ooch 'n bißkcn oben kommen, Herr Präsident?" Der Beamte ignoriert die liebenswürdige Aufforderung. Der Mann auf dem Bock blinzelt auf den Hüter des Gesetzes nieder. „Kann, ick nn' wieda runta?" fragt er dann bescheiden. „Los, fahren Sie zu!" kommandiert der Beamte. „Nee, fahren tu ick nich'," weigert sich der Mann, „uff keenen Fall!" ,Lum Donnerwetter, Sie sollen jetzt fahren!" „Nich' in de Tüte, und wenn Se mir erschlagen!" Der Schupomann steht ratlos. Im selben Moment drängt sich ein Mann mit einer Lebermütze durch den Kreis, der immer größer geworden ist, steht staar und blickt entgeistert zu dem Blaublnsigen empor. „Wirste woll jleich runta vom Bock, du Strolch!" brüllt er. ,Fann nich'," trompetet der andere zurück, „Zürjiebel läßt mir nich'!" „Scher' dir wcch von'n Wagen," schreit der andere und tritt näher. „Na. wenn du willst, jerne," sagt der Blau- blusige und macht Anstalten hcrunterzuklcttern. „Sic bleiben oben!" schnauzt der Schupo dazwischen. „Ooch tut," meint der Blaublusige ergeben und setzt sich wieder. Der Mann mit der Leder- mütze gerät außer sich. „Wat is'n det eijentlich hier for'n Affentheata," wettert er, „wat fummelt Ihr denn an mein' Wagen rum?l" „Das ist Ihr Wagen?" sagt der Schupoman« fassungslos. „Na, wat dacht'n Sie denn? Kann man denn nich' ma'n Moment wechjehn?" „Warum sagen Sie denn das nicht?" schreit der Behelmte nun den Blaublusigen an. „Ha'm Se mir vielleicht zu Wort kommen lassen, Herr Major?" meint er. „Mein Wagen steht drieben an de and're Ecke. Nu' kann ick wohl wieda runta vom Anssichtsturm?" Der Beamte antwortet nicht. Der Blaublusige setzt sich in Bewegung. „Wat man alles uff seine alten Tage alebt," verwundert er sich- „Nich' ma' ruhich Mittach machen kann man. Dabei Hab' ich noch'n halben Brathering in de Destille." Und er verschwindet schwankend. Kunst und Wissenschaft. Josef Schelb, der hervorragende Pianist und Lehrer am Badischen Konservatorium, ist vor einigen Tagen, nach dreimonatiger Abwesenheit, aus Südamerika zurückgekehrt, wo er mit dem weltberühmten Violinvirtuosen Ina» M a n s n in 80 Konzerten als Klavierpartner mitwirkte. Uns vorliegende Kritiken aus zahlreichen Zeitungen von Brasilien, Uruguay und Argentinien heben die pianistische Leistung Schelbs ganz besonders hervor, so schreibt z. B. die „Deutsche La Plata-Zeitung" am 20. Julr folgendes: „Der Begleiter Josef Schelb gefällt sich nicht n u r im „Anpassen" an den Violinisten- Es handelt sich um einen vollblütigen, stark empfindenden und stark mitschaffenden Künstler, der bas farNge und ausgeglichene Spiel Mansns prachtvoll zu stützen und bereichern wußte. Der Erfolg war sehr groß." Professor Jacobs «ach Berlin berufen. Der Direktor der Universitätsbibliothek in Freiburg. Professor Dr. Jacobs, hat einen Ruf nach Berlin als erster Direktor der Prcußi* sche« Staatsbibliothek erhalten. *». 201 Seite 7 Karlsruher Tagblatt, Samstag, den 21. Juli 1028 INDUSTRIE.- UND HANDELS-ZEITUNG Oie Kre-iisicherheit in Deutschland. Das Barenwerk da Mn tm/is. Steuerliche Korderungen des Einzelhandels. , Dem Wochenbericht bes Instituts für Konjunktur- Mischung entnehmen wir: .In den Monaten April bis Juni ergab sich etn Achter Rückgang der Konkurse, der aber scheinbar L einem großen Teil saisonmäßiger Art ist. Die Wechselproteste sind im Juni ebenfalls etwas zurück- Uangen, halten sich aber immer noch über dem Durchritt des ersten Vierteljahres. Im ganzen hält sich °wit die Kreditsicherheit annähernd auf dem zu An- “"8 des laufenden Jahres erreichten Stand. Diese Labilität ist um so beachtenswerter, als seit Jahrcs- Ainn die Geschäftstätigkeit in den meisten Bran- r ssoweit ntcht saisonmäßige Auftricbsmomente rksajn sind) zurückgegangen ist. Gleichzeitig hat sich J* 1 Zahlungseingang wesentlich verlangsamt. Jm- !^hin scheinen die darin zum Ausdruck kommenden ^annungen nicht so stark zu sein, daß die Liquidität Wirtschaft, vor allen Dingen aber die der Jndu- J* 1 *, ernstlich gefährdet worden wäre. Dabet bestehen !«er doch wesentliche Unterschiede zwischen einzelnen Branchen. : Seit dem Tiefstand der Konkurse während des kon- ^»kiurellen Aufschwungs lctwa Oktober 1928 bis 'Mnt 1927) ist die Zahl der Konkurse am stärksten Jj 1 Baugewerbe, im Bekleidungsgewerbe und im ?°lz- und Schnitzstoffgewerbe gestiegen. Die geringere Weigerung zeigte sich in den in der Gruppe „Metall- ^°ustrie" zusammcngefaßten Gewerbczwcigcn und im ^Piergewcrbe. Diejenigen Branchen also, in denen große Zahl kleiner lund kapitalschwacher) Unter« ^bmungen vorhanden sind lwie Bekleidungsgewerbe, ,"lz. und. Schnitzstoffgewcrbc) oder die in hohem .kade von der Reuerteilung von Krediten abhängig !">* sso das Baugewerbes, wurden von den seit Mitte M zu beobachtenden Kreditschwierigkeitcn am stärk- getroffen. Im Bekleidungsgewerbe und im Holz- Schnitzstosfgcwcrbe dürften die großen Lagervor- s"te z>, Beginn des laufenden Jahres die konjunk- ^rellen Spannungen noch verstärkt haben. Jnner- “')> dieser Branchen wieder scheinen in der Haupt- die verhältnismäßig kleineren Betriebe am Allsten in der Liquidität geschwächt worden zu sein. der Entwicklung der Krcditsichcrhett im zweiten ^serteljahr 1928 ist es auffällig, daß — soweit dar- "»et für die einzelnen Branchen Zahlen vorlicgen — Konkurse im Handel weiter zugcnommen haben, Ehrend die Konkurse in der Industrie lmit Aus- >°bme der Textilindustrie) zurnckgegangen sind swohl Mlich wie vom 1. aus das 2. Vierteljahr 1927 aus "ssonmäßigen Gründen). Diese Steigerung der Kon- !"kszahl im Handel dürste in der Hauptsache dadurch , dingt sein, daß die Lagervorräte die Liquidität be- ^nders beeinträchtigt haben und bestätigt die An« “%ite, daß hier ein empfindlicher Mangel an Be- E'ebsmitteln besteht. Banken. Bank für vrauindustrle. Dresden-Berlin. Di« vor '"rzem neugeschasfenen Obligationen werden nun« °>chr, wie vorgesehen, zur Hälfte zur Zeichnung auf« J’Icnt. Dem Publikum wird also der Betrag von : Diill. Rm. angeboten. Wie der DHD. einem Rund- Reiben des Bankhauses Gebr. Arnhold entnimmt, ■JR die Anleihe an den Börsen zu Berlin, Dresden, ^«nksurt a. M„ München und Chemnitz eingeführt Werden. Die außerordentlich günstige Entwicklung, ° lc die Brauerei-Industrie in den letzten Jahren ge- ?">nnin hat und die auch im laufenden Jahre anhält, "urlte auch in Zukunft dt- Rentabilität der Bank J** Brauindustric lStammaktienkapital 13 Mill. Rm.) ^ern. Die Beteiligungen der Bank sür Brauind«. ?dte, die bekanntlich eine Holding-Gesellschaft führen- I ** deutscher Brauereiunternchmungcn »arstellt, stän- bei ihr zu äußerst niedrigen Kursen zu Buche. ^>e Obligationen sind mit 854 Prozent verzinslich, Ließen jedoch eine Zusatzverzinsung entsprechend ,kr Höhe der Aktiendivtdende. Unter Zugrunde- '«8ung der in den letzten drei Jahren verteilten regel- obigen Dividende von 11 Prozent ergibt sich sür die ^ilschuldverschreibungen eine Verzinsung von 854 ,?"ient. Außerdem ist ein Rückzahlungskurs von ‘5 Prozent bczw. 110 Prozent gegenüber einem Ver- ^Ufskurs von 108 Prozent vorgesehen. Wirtschaftliche Bundfckau Die deutsche Rohstahlgewinuung i« Juni 1938 ist 7>t i »g 4 588 Tonnen um 45 778 Tonnen höher als die ' ä Mai. Da der Juni aber 26 Arbeitstage zählte, Ehrend in den Stahlwerken im Mai nur an 25 Ta- gearbeitet worden war, ist die durchschnittliche ^beitstätzliche Gewinnung im Juni mit 49 790 Ton- , e » um 161 Tonnen niedriger als die des Mat. Sie ^spricht 86.57 Prozent der durchschnittlichen arbeitS- Ällichen Gewinnung des Jahres 1918 im Deutschen ^°ich damaligen UmfangeS. , Di, Leistung der deutschen Walzwerke im Jnni 1228 * Mit 1 067 646 Tonnen um 81 288 Tonnen höher als ^ Mai. Die durchschnittliche arbeitstägliche Leistung Juni <26 Arbeitstage) ist mit 4106« Tonnen um M Tonnen oder um 4,07 Prozent höher als die des ?»i <»5 Arbeitstage). Sie entspricht 80,54 Prozent durchschnittlichen arbeitstäglichen Gewinnung ? e * Jahres 1918 im Deutschen Reich damaligen Um- Ses. ^Die dentsch« Porzellanindustrie auf der Leipziger 7«sse. Die deutsche Porzellanindustr-e. die in etwa Betrieben 40 000 Arbeiter beschäftigt, konnte in , e n letzten Jahren die in den Fabriken vorhandenen k°duktionsmittel nicht vollständig ausnutzen, da der JOifim von Porzellan im In- und Ausland nicht der gesteigerten Produktion Schritt hält. Auf Auslandsmärkten erschweren Zollmauern und ?°llkrieg die deutschen Exporte. Länder wie England Pole«, die früher von großer Bedeutung für die Ausfuhr der deutschen Porzellanindustxie waren, sind ?rch Zollsperren und Handelskriege seit längerer Mt ausgeschteden. Auf dem Weltmarkt hat die deut- Porzcllanindustrie mit der Konkurrenz der Tsche- Mlowaket, Frankreichs, Italiens und auf den Ueber- ^wärkten besonder» mit Japan zu kämpfen. Auf diesjährigen Leipziger Herbstmesse wird ein Auf- sür die Verwendung von mehr Porzellan er- "ften werden. ^Die argentinische Fleischausfuhr »ach England. Die ?i«hrheit der argentinischen Kammer lehnt«, nach Mel- 91 788) Nm. Darlehen sieben mit 28 212 039 ( 25 745 992) Rm., ltzläubiger mit 3 127 975 (2 798 779) Rm., der Wohlfahrtskonds mit 477 2*»9 (848 900) Rm., die gesetzliche Reserve mit 1 261 782 (1 157 293) Rm., die Reserve II mit 900 000 £, London—Paris mit 124.21. Der Rentcmnarkt lag heute ruhig. Der Schiffahrtsmarkt lag nicht einheitlich. Hapag lagen mit 0,28 Prozent niedriger, während Hamburg- Süd 0,6 Prozent gewinnen konnten. Nordd. Lloyd minus % Prozent. Am Markt der Elcktrowerte übcr- wogen die Kursrückgänge. So mußten sich Siemens einen Abschlag von 1,5, A.E.G. von 2,5 und Bergmann von 0,25 Prozent gefallen laffen. Höher lagen Gesfürel (plus 1) und El. Licht und Kraft einmal ein großes Ereignis. 51 Vereine habe' zu 26 Rennen ihre Meldungen abgegeben u» die einzelnen Rennen weisen dementsprechc» starke Felder aus. Außer von den Vereinen K' Rheinstromgebiets sind Meldungen aus Zür!^ Luzern, Linz, Berlin, Hannover und Bresla" abgegben worden. Im Vierer ohne Steuer mann gibt es noch einmal eine neue Olymps Ausscheidung, da Hellas Berlin in Amsterdam nur im Zweier starten soll. . Schwimmen. Darmstadt ist am Samstag und Sonnig Schauplatz der Deutschen H v ch s ch »l! Meisterschaften i m Schwimmen, «>' gute Kräfte am Start vereinigen. In DanM kommt die Meisterschaft der deutsche" Meere über 2000 Meter zum Austrag. 1* Recht ansprechend besetzt sind auch Schwimmfcste in Alzey und Ulm. Im Zmischenrundenspiel um die Deutsch' Wasserball -M ei st erschaft treffen Hannover der Deutsche Meister Wasiersreu»" Hannover und der süddeutsche Meister Bayer" 07 Nürnberg zusammen. Radsport. Prüfnngsabnabme für das Deutsche Turn- tf«* Sportabzeichen im Radfahren. Am Sonntag. K" SS. Juli, vormittags 7 Uhr. findet am Linkenbcim^ Tor die Prüfung in Gruppe 5 Radfahren statt. Pr»' fungskanbidatcn, welche die Absicht haben, die Prüfn»" im Radfahren »u machen, wollen sich in der festgesetzte» Zeit am Linkenheimer Tor bei Herrn Eugen Stell* n e r melden. Sportabzeichenheste sind mitrubrrngen. üi8 seinen tvorper in um, sonne und Wasser zu baden und dazu trägt man DIRTRICHS schöne Bade- Wäsche und Badeartikel, die sich durch besondere Preiswürdigkeit auszeichnen ganz Berliner Börse vom 20. Jnli Deutsche UM. «quid » 1,11 111 6% Reich», »»leihe 27 TO?f4l. 159.5 158 Zell«. 8. 147.5 149 Srllft.WaIdh. 302 29c* VersicheranRen /lach.M.ge»-- 369 371 Btlt. «llg. — - Bilt. geur« 560 583 Kolon'al.Werte Dt.-Lstasrila 165.5 166 Rcu.Guiue» 730 720 ctnoi ; 1.37 51 A.«.«crf. 7% «cichsb. Hup»» Hamb.Hoch. Hamb. Süb isu: cittöi Adea Termin-Notierung 19.7. 20.7. 189.5 187.6 95.12 95.25 165V, 164V« - 198», 203 199", 155.5 154»/« 50.75 51.25 13W» 136 Barm.BanIv. £43 v, £43 Bay. Hyp. 162*1» 162V« vrrü Hdibg. 278V» 277.5 Commerz». 185.5 184 Dormst. BL 2o7 Oft? Dt. «an! 165 fgk 5 Di»!onta.«k,. lb9 159'5 Dre»bn. VL 165 igS'5 Mittclb.Crb. 201 ?00 «. :, Budcru» 81.5 »12, Chari.Wass. 130*/. 128 5 Ebad« ... 573 5-4 Et. Caoutch 137*:, 14,3V« Daimler 102 10? Dt.CoutiS 196.5 195.5 XI. Erdöl 136*1« £341/« Dt.Llnolwk. 37^5 37c „ ivioioi. 56.37 66.75 Dynamit 124 5 124 b Eletlr. tzies. 166V. 166". Sielte. Lich, 213V, 213V, EstenStrinl. 131 120.5 ^.«.Farben 261-'- 260 SeldmübleP 2s7.b 253*. ,fi:u. u. »um. 130 129 »elf-»«- 133 V. 131.5 «. s. el. ll. 253.6 2c>7.5 THSoldschm. 95.75 94 75 Hamb. EI. Harpeuer Hösch Holzm. Ph. Ilse Berg», »all AschSl. Karstadt Llöckncr ztiln.Reuest. Ld«.L»e»>r ManncSm. Maniscld Mctallb.grll. Rat. «uto Nordd.Woll r.a.-«e«arl » 0 ,» Lren stein Lstwerle Pböniz B». Polyphon «h. vraunl. Rhcln.EleNr. Rheinstahl Riebcck Mt. Rütger»«. Salzdetf. Schles.El.B. Schub.-Tal, «uiunerl cl. Schulth..P. Sirm.Halble Tbür. Ga» Lronu. u.>ry Tranbradi» Bcr.Glanzfl. ,, Stahl«. Westeregeln Zellst. Waldh. 19. 7. ,58". 145 5 }30.5 J41.6 228 251.5 231.5 ii?' 5 231 H8* 14 '.5 79.75 l'125. 103.5 115'/. 122 308 5 90.25 564 286-5 147 139.5 987ö 434 247V« 358 198 361 361*;. 165 251 147 626 93. 254 300 20 . 7 157V, 148*« 129-- 141 2x9 248.5 228v. 121V, 125". 231.5 130.5 109v« 143 £ 0.6 211 102 »/» 115», 121V, 306 90.25 660 284 148.5 139»,■ 97.75 430 244.5 355.5 196 347 360.5 163V, 264 146 627 93.15 2-0 296 Ergänzung zum Kurszettel K-tl.Pfbf.« Heff.L.Psbr. dlo. Nom«. Lbi. I—16 Rh.Hyp.Bl. «. 50 dto. Nom«. Wcstd.Boden 1 —to 6 «roßtr.M. 5 Rum. 1903 1 Rum. 1804 I Türluuii. 1V6 Buda». St. lt abg. i% vubap. et.96 i.S. 19 7 JO 7 18.70 10 8.10 £.25 14.45 1-T4S 9.87 10 25 9.76 10.25 16.75 10.62 57.5 57.40 3 Sofia St. iV> M.B.«. «nat. ] 4 »to. II 4H »to. III Pr.Zentr.B. Hageba »ollm.Jr». MezS.Arbg. Rheins. Nr. Schslg. L„. Brr.v.Fr.S. ,. Ultram. Mannh. L. Rordftrrn Allg.ver,. 19. 7. 20. 7 33 16.6 15.25 166 129»:. 80 61.75 178V« 70 96 154 33.5 16.55 16.75 15.25 162.5 129V. 78 6 61.75 178 70 94 154 250 SSO t -k» I exll Div Bezug »recht Frankfurter Börse Deutsche «iA>Retch»anl. «blisg. I. II «blösg. III Reubcsttz Soldaul. 10.000 pan«. »UM 20. Ulli! Staatspap. 19. 7. 20. 7. 87V« 87.25 51.35 51.4 •>6JL 5 >/» 18.274 17.9 K I u.II 23 4 Schutzgeb. 4 „ 1« 4?bVay.NdlR. 6V4% dürft. »reist. 26 Sf-iObReich»». 5V4% H«si. voilbft 1 87.5 87.5 ii f 98 95 98 95 97 97 Ausl. Staatspapiere »p-^ Port. 4 9.1 thb% am. Soldrum. 13 27 62 22V» Z-lllllrk-n 10.62 10-, 4 uu, Sold 25.7 Sb»i- Dt. Stacktanieihen 6% Stil 24 3% Dorm. stad, «.«.24 4Z 43 7% Drr»du. ei.«.Ml 84.5 84.5 19. 7 80.5 84 92 92.5 102.5 93.25 76 6% Franks. et». A I Heidelberger Stabt «.26 8%l'u&«ig»» St.». 26 8% Main, «.«. 26 10% Mnnnh «.».23 8% Mannh. St.«. 26 6% Mannh. et.«. 27 8% Rürnbg. St ». 26 Psorzh.«.». 8%PirmasenI 43 B«nk-AkUen «»co 136.5 «ad. «am 167 BI t. Brau 144 «arm. «Io 142.6 «ay. «.•(£. Würzburg Bay. Htz». u. Wb. 162V« Bcrl.HdlSge, 279 Dsnstbl. 266.5 20 7- 80.5 84 92 92.5 102.6 93.25 76 92V« 135.5 166.6 196 142.6 16?-/. 277--. 256 19 7. 20 7. Dtsche.81. 165 164 a Dt.Hhp.BI. 134 134 Dt.BrreinSb. 103 103 DiSI..«e,. 168 158 DreSdn.BI. 164*'« 164 6 Sr-nkf. »L 115 116' F-.Hhp.BI. 150V, 150V« Fr.Psd.Br.B 151 152 Metallbanl 140V« £42 Mitteld.Cbl. 200 200 Rürndg.B.B 160 160 Lest. EredU 34.12 34 P,riz.H,».BI 161V« 160 ^.ö«»i.»L 127 127 Süpo.Bod.Et 190 Ä 1191 137 137 IvfftD. QQ QQ Wicnci Bk» ig 37 ,5 ,7 aus. «bi. ^4 164 Transportaustallen ;% Reich»». v». Bad. stokalb. tzcidel beiger Stratzenb. Hapag rioyd 95 95 65 164.8 164", 156.5 1.86 3%Sa,.M«u. 17"' £7 Indnstricaktien Eichbaum — Vöwentrilu Müuche, Z28 328 Rürnb.Beouh Brau.Psarzh. BrauSchwaetz Storchen Brou.Werger WulleStuttg. «dt Scb«. Adler Lp». Adl. Nleyer Ä.E.G.St. Ang.Vu. «schall.Zellst. Bad. Slette. Mannheim «ad Masch. Durlach Bad. Uhren Bamag. Mg 19. 7. 117 174 185 172 40 114 174V« 225 20. 7. 192 117 173 187 172 40 115-,. 1.72-/. 12 23.5 Bayr.Sptcg. — Bayr Cell. — Bergm. Elet. — vrem.Bcsgh 51 5 BrownBovcri ,53 Bürst.Erlang 32 8rm Hdcib 138 DalmlcrBrn, 101 Dt. Eisend. 74 6 Dt Erdöl 137 rt.lünol. „ «erlag Dingler .«« 209 - 379 280 171 12 23.5 67 195 61.5 162 32 137V« 102 -, 136 204 378 280 Dresdener Schnellst!. Dürroppwke. E. D. Kais. El.Licht u.Lr. El. Liefcr. Slf.Bad.W. Emag EmaiMllrich Enzinger Union Etzl. Masch. Stil. Spinn Fahr Gebr. ,^.G.Farben Feiten Guill Feinm. Jett Frtt.Armat e. GaS * Hol „ Masch. Geiling Lekr Goldschm. Gritzner Grün n. vils Hasenmühir Frankfurt t aiv u. Reu ammersru Hanfw.Füst. HefferMasch Hirsch Kupf Hochlies Holzman« iS 7. ^0 135 5S 2N 211 135 57 81 15 81 16 - 75 52.75 62.7. 72» 224 37.5 37.5 362-, 259. 130 130 32.5 82.6 145 7lT5 146 130 176 138 42 95.9 130 176 138 42 198.5 19V 132 132 78 78 141 142 Halzvcrlohl Fua, Aungh.Sebr. llg.Kaiser» SarlSr.Ma. llleinSchanz Knarr C. H. llolb L Sck. Laus.Braun Krauß L Ca stabmeypr licchwerte Leb. Spich. pudw.Walz Mainlr. Mctallg. Met.Kuodt Me, Söhn» Miag Macnub Mol.Darmst Deutzmolor Cbrrursei Reckarsulm Rrckarw.Eßl Ccst.Eiseub Pet. Union Ps.Rüh.K. Reiu.Srbb. RH.Sl.Mm Rhcnonio Rodb.Tmst. RiderSrbr. RütgerSW. 19 7. 20. 7 90.10 - 98 97.5 84.9 - 245 102 - 148 176 178 81-5 82 63 63 166 166 112 112 126 126 117 116 194 194 78 67 141 52 63 60 93.76 60.5 142 31 108 57 116 147V« 141 82.5 §3.6 60.12 141 30.75 103 57 115 147.6 126 97 97.5 19. 7 86 71 115 197", 62.5 M 7 87 72 115 194". r r««»t L« Schnell, Fr. SchristStcm» Schuckcrt R. Schuh Bern. SLutz Her, Schulz Sr. Seil. Wolfs Sichel Lo. Slcm.HalSI« Siuole» Süds.Zuckt, Trik.Bcstgh. Thür, stirf. lldr.Furtw. Brr.Cb.FI>. ver.D.cel, «er. Faß votgl Hüssn Jolth-Kabel WayßFrcyv Wohlmutb Wolll «. Pforzheim tvürtt. EI. t rllst.W-Idh. uck.Rdcing Berüwerksaktien SuMtn» 81.75 81 Eschw.Ber, 148.5 200 Selseullrch. 132 131 darpcurr 148.5 148.5 - 2 !_ 6R~ 65 1.05 1.3 326 360 - 118 151'/» 151V, 105 105 86.5 - 78 78 45.25 - 210 210 86 86 142*/. 140.5 140 140 127 123 299.5 297.6 Flse Et. B. KaliAscherSt Kali Wester Klöckuer Monncb«. ManSselde« Lbcrbc». Phönix Rhrinstahl RIrbcck Salz Heilpr. TelluS Berg «. Stahl». B-K-llaurah 19 7. 230 262 255.5 122.5 130*. 111.5 102 ", 91 139.5 19§ 70-5 20 7. 244 251V, 121". 129 5 110 105 88.25 139 n Versicherungen Asttaazpers. — Franks.»Ig. FksRückorrs. Franlano Frankano «ll RM. Mannh.«er, Cberrh.Brrs 183.5 183.5 15 225 226 134.5 132 162 160 192 192 Sachw<”( 6 Bad. Hol, 5 „ Kohl, F' PI vk.II 61». III Mbm.KohIr »est. BI. i Recknrg. 5 », 8(11 nloihen 24.5 24.2' 16.1 79.5 95.5 15.6 6.3 46.25 16.11 79 95 15.61 63 75 19. 7. J Pr.Rogg. 9 35 ei.Ssbln.S 5%Rh.H,p. 2 5 ^RHHyAt/V 95 5Rd.,M..D. - 5 Sachsen! _ 5 Rogg 8 55 5 Lüd.Frstw _ 8% Psälzrr 44 75 5% Plötze, 9.3 6% Baden Holzm. 23 — >% Badcnw. »ohlrnw. 23 18.53 6% «roßt. Kohlenw. 23 78.5 6% Heidelber» Holzm. 23 23 0% Hessen Roggen 23 9.5 6% Mannh. St.«-hlw23 16 Pfandbriefe Frtf.H,p. I*—21 18.5 FIsr.Psd.Br. W. 15-22 75.6 Rh.Hyp.Bl. — Obligationen Grotztrallw. — rVbBStohl». Mannheim — 20 . 7 9.3! 2.5 95 845> i 3 18.51 78V. 23 9.5 16 18.5! 75V, 87*/. ■Win. Jte.au Sette 3 Die Bergung -er Leiche Löwensteins. 8. Paris. 20. Juli. Die Leiche LSwensteins wurde, wie ergänzend berichtet wird, auf der Höhe Cap Crtsnez auf de« Wasfer treibend aufgefunden. Das Schiff ISS .^eilige Therese" befand sich am Donnerstag nachmittag ein bis zwei Meilen nordwestlich vom Kap Crisnez, als der Schiffseigner Jean Morice Beaugrand die Leiche eines Mannes auf dem Wasser schwimmen sah; mit unter- Oetauchtem Gesicht näherte sich die Leich«. Der Schiffseigner nahm sie an Bord und wickelte sie i» ein Segel ein. Er nahm sie mit nach Calais, wo er gegen 19.00 Uhr ankam, Die Leiche wurde sofort nach dem Schauhaus gebracht. Der Oberkörper des Toten war verstümmelt, der Bauch geöffnet und die Füße gebrochen. Die Leiche war nur noch mit einem Unterbeinkleid, seidenen Socken, sowie Schuhen mit der Marke einer englischen Firma bekleidet. Am rechten Handgelenk trug die Leiche ein Uhrenarmband, in dessen goldener Klammer eingraviert war Kapitän Löwenstein 35 Rue de la Science Bruxelles". Die Uhr und die Ring« waren verschwunden. An einem künstlichen Gebiß, das von der Familie Löwenstein alsbald nach dem Verschwinden des Bankiers beschrieben worden war, konnte die Leiche erkannt werden. Der Bürgermeister von Calais stellte die Todesurkunöe aus. Der Schwager Löwensteins, der Rechtsanwalt C o n v e r b, und der Bruder der Frau Löwenstein, der Leutnant Misonne, trafen heute in Calais ein, wo sie mit der Mannschaft deS Fischerbootes .^Heilige Therese" zusammentrafen. Sie bankten der Mannschaft und übergaben ihr ein beschenk von 10 000 Franken. Außerdem wollen sie übrigens jedem einzelnen Mann weitere Geschenke zukommen lassen. Die belgische Zeitung „Le Peuple" berichtet, baß Gerüchte verbreitet sind, nach denen auf Grund des Leichenbefundes Löwenstein einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein muß. Diese Gerüchte hätten in Brüssel die größte Sensation heroorgerufen. Man spreche sogar scholl von bevorstehenden Verhaftungen. Keine norwegischeLtntersuchung der „Ltalia"-Kaiastrophe. WTB. Oslo. 20. Juli. Der italienische Gesandte in Norwegen, Graf Senni, erklärte in einem Interview mit einem Vertreter der Zeitung „Dagbladet", Nobile und bie anderen Geretteten der „Jtalia" werden von Narwik über Stockholm und Mitteleuropa nach Italien zurückkehren. Auf die Frage hin, ob eine Untersuchung über das Unternehmen etngeleitet werden soll, antwortete der Gesandte, er wisse es nicht, es sei aber wahr- scheinlich, daß ein ausführlicher Bericht von No- Aorlsrvher Lagblatt» Samstag, de« 21. Juli IS28 bile gefordert werde. Der Berichterstatter fragte weiter, ob Italien einen zuständigen Gerichtshof für solche Unfälle hätte. Der Gesandte sagte: „Wir haben keinen besonderen Gerichtshof, wir haben aber selbstverständlich gesetzliche Bestimmungen über alle Unfälle, auch über solche, die sich während einer Luftreise ereignen können." Der Berichterstatter machte daraufhin den Gesandten darauf aufmerksam, Latz Mussolini wegen seiner Beziehungen zur Nobile-Expedition kritisiert worden sei. Der Gesandte erwiderte, eS handle sich um ein Mißverständnis, denn die Expedition habe einen durchaus privaten Charakter gehabt, sie sei von der Stadt Mailand ausgegangen und das nötig« Kapital sei durch ein« Sammlung aufgebracht worden. Mussolini habe niemals, wie vielfach behauptet, Befehl erteilt, eine Fahne am 24. Dtai am Pol herabzuwersen, er habe auch niemals die Ausführung des Unternehmens selbst ange- ordnet. Solche Behauptungen seien unsinnig. In Schweden und auch in Norwegen ist die Frage aufgeworfen worden, ob nicht Norwegen, das die Souveränität über Spitzbergen besitzt, in liebereinstimmung mit den norwegischen Gesetzen über Unfälle zur See und in der Luft eine Untersuchung über die Katastrophe des Luftschiffes jtalia" vornehmen könnte. Die Regierung hat infolgedessen diese Frage erörtert. Da sich aber Hierbei zahlreiche schwierige Probleme in bezng auf das Völkerrecht ergeben, hat die Regierung von irgendeiner Entscheidung über eine Untersuchung A b st a n d genommen, da sie der Ansicht ist, daß bei gebührender Berücksichtigung aller Seiten des bestehenden Problems Norwegen eine solche Untersuchung nur vornehmen könnte, wenn es von Italien darum ersucht wird. Der russische Eisbrecher „Krafsin" ist heute in KingSbay eingetroffen. Die Ucberlcbenden der jtalia", die alle wohl aussehen, mit Ausnahme Marianos, dem bekanntlich ein Fuß abgenommen worben ist, wurden von der Besatzung der „Citta di Milano" mit lauten Hochrufen empfangen. Vulkanausbruch auf den Philippinen WTB, Manila, 20. Juli. Der Vulkan M a y o n in der Provinz Albay lJnsel Luzonj zeigt erneut« Tätigkeit. Der Krater schleudert Lavamassen und ungeheure Rauchsäulen hervor. Die Bevölkerung wurde von einem panischen Schrecken ergriffen. Das Geschäftsleben ist vollkommen gelähmt. Ein gefälschter Brief? Neue Wendung im Spionagefall Ludwig. 8. Berlin, 20. Juli. In dem Fall des verhafteten Regierungsbaumeisters Ludwig, gegen den der Verdacht der Luftspionage zugunsten Sowjetrußlands besteht, ist, wie die ,^oss. Ztg." hört, eine neue Wendung eingetreten. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß der Brief, der Ludwig 14 Tage nach seiner Berliner Uebersiedlung in die Sowjetbotschaft rief, gefälscht worben ist. Ludwig, der, wie berichtet, in den Jahren 1824 und 1825 für die Junkerswerke in Moskau tätig war, hatte sich dann nach Stuttgart gewandt, wo er an der Technischen Hochschule sein Examen bestand. Er hatte schon damals die Absicht, später nach Rußland zurückzukehren und war mit einem Russen namens Alexandrowski in Verbindung getreten, der für die Sowjetbotschaft in Berlin tätig war. Die Beziehungen schliefen jedoch ein und Ludwig war sehr erstaunt, als er wenige Tage, nachdem er bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt tätig war, von Alexandrowski einen Brief an seine Berliner Adresse erhielt, in dem er aufgefordert wurde, in der russischen Botschaft Vorzusprechen, da möglicherweise eine Anstellung in Rußland für ihn in Frage käme. Ludwig folgte der Aufforderung zwei Tage nach Empfang des Briefes und verlangte Alexandrowski zu sprechen. Der Portier der ruffischen Botschaft bedeutet« ihm aber, daß Alexandrowski verreist sei, also diesen Brief gar nicht geschrieben haben könne. Man ließ ihn einige Zeit warten, führte ihn dann in ein Zimmer, wo ein Herr, den Ludwig nicht kannte, in freundlichem Ton ihm den inzwischen gleichfalls verhafteten Scheibe vorstellte, der ihn angeblich nach Rußland begleiten sollte. Scheibe hat später Ludwig veranlaßt, Mitteilungen der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt ihm zu übermitteln. Ludwig wird am Montag noch einmal ausführlich verhört werdeir. Für Donnerstag hat der Verteidiger Ludwigs Haftprüf u n g s t e r m i n beantragt, in dem gegen die weitere Haft Ludwigs entschieden werden soll. Ludwig bestreitet nach wie vor, sich in irgend einer Weise strafbar gemacht zu haben. Revision im Heinprozeß. WTB. Koburg, 20. Juli. Der Verteidiger des zweimal zum Tode verurteilten Posträubers Hein hat heute gegen das Urteil des Schwurgerichts die angekündigte Revision beim Landgericht Koburg eingereicht. Das Hochwasser in Oberammergau. TU. Lberammergau, 20. Juli. Zu dem Hochwasser in Oberammergau ist er- gänzend zu berichten: Infolge eines wölken- bruchartigen Regens schwoll am vergangene» Donnerstag abend die Leine mit großer Geschwindigkeit an, riß die Verbindungsbrücken weg und ergoß sich über den Hauptplatz von Oberammergau. In die Straßen wurden tiefe Löcher gerissen und die unteren Räume der an der Flutlinie gelegenen Häuser überschwemmt, so daß die Einrtchtungsgegcn- stünbe in den Zimmern herausschwammen. Der obere Teil des Ortes, besonders das Theater und das Bahnhofsviertel, blieben verschont. Dagegen wurde die Straße von Oberammergau nach Ettal durch Schlamm, Steine und Bäume meterhoch versperrt. Inzwischen sind Straßen und Häuser bereits wieder instandgesctzt worden. Das „Gespenst". 8. Berlin. 20. Juli. Seit vielen Monaten tauchte in fast allen Stadtteilen Berlins ein Mann ans, der auf unheimliche WÄse nachts in den Wohnungen einbrach und dort die schlafenden Bewohner, meist Frauen und junge Mädchen, erschreckte. Der seltsame Gast nahm fast nie etwas mit. Seine Eigenart bestand darin, daß er leise an die Betten heranschlich und den Schlafenden mit einer Taschenlampe solange ins Gesicht leuchtete, bis sie erschrocken aufwachten. Ertönten dann laute Hilferufe, dann ergriff er auf schnellstem Wege die Flucht. In den letzten Wochen hörte man nichts mehr von ihm. Erst dieser Tage tauchte er plötzlich wieder auf, und zwar in einer Wohnung in der Langhansstraßc in Weißensee. Der unheimliche Besucher wäre wiederum entkommen, wenn er sich nicht bei seiner Flucht auf dem Hof den Fuß so stark geprellt hätte, daß er nicht mehr weiter konnte. Er wurde nach dem Polizeipräsidium gebracht, wo er als der 28 Jahre alte Hausdiener Keuschel festgestellt wurde. Ueber die Motive seiner seltsamen Gepflogenheiter gab er keine Auskunft. Er wird auf seinen Geisteszustand untersucht werden. Schwarze Pocken tn Siargarö. 8. Berlin, 20. Juli. In Stargarö wurden bei einem Chaussee» arbeiter Schwarze Pocken festgestellt. Er wurde im Auto in das Städtische Krankenhaus gebracht, der Chauffeur und der behandelnde Arzt wurden sofort einer Impfung unterzogen. Es sind Maßnahmen getroffen worden, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. 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Auch sonst Yachten die übrigen preisgekrönten und an- «ekauften Entwürfe vielerlei bemerkenswerte ^danken. während nun der Bahnhossplatz auf der einen ^este durch den Neubau der Bahn und des Neue» Postgebäudes geschloffen ist, denkt ''ne H o t e l b a u g e s e l l s ch a f t an die Uebcr- ^»ung des Reichshofsblockes mit einem Hotel. Ebenso ist eine Gesellschaft im Werden, die den i'eien Platz an der Schwarzwaldstraße mit Wohnhäusern überbauen will. Des weiteren beabsichtigt ein Unternehmen, n° der neuen Bahnhofstraße, südlich der Dchnetz- i'rstraße l2Wohnhausneubauten noch ^ diesem Jahre zu erstellen. So ist anzuneh- ^en. daß in kürzester Frist die große Lücke zwi. "hen neuem Bahnhof und der Stadt ausgesüllt wird. Der Badeverkehr mit Maxau. Reue Fahrgelegenheiten. Zur Berbefferung des BadeverkehrS zwischen »rlSruhe und Maxau verkehrt der bisher nur n Sonn- und Feiertagen vorgesehene Zug 585, Nrlsruhe Hbf. ab 15.18, Maxau an 15.38, ab eute täglich, und zwar mit Hali Zeppelin- kaße. ab 15.25. . , .In der Gegenrichtung wird der seither nur ^rktags, ausgenommen Samstag ab Knte- Ngen verkehrende Zug 580, Karlsruhe Hbf. an *•26, vom gleichen Zeitpunkt an täglich von 'axau, ab 16.02 geführt. An Sonn- und Feiertagen wlrd »ßerdem währen- der Badezeit der neue ug 590. Maxau ab 19.45. Karlsruhe an 20.05. ät Halt in Knielingen und Karlsruhe-Mühl- "rg. geführt. Ministerialrat Schwoerer ^Ilvertretender Präsident der Rotgemeinschast Deutscher Wissenschaft. Die verlautet, ist Ministerialrat Dr. Schwoe- Ur znm stellvertretenden Präsidenten der Not. Leweinschaft Deutscher Wiffenschaft auserwcihlt. Aus Anfrage an zuständiger Stelle wird uns die Dichtigkeit dieser Meldung bestätigt. Geheimrat Dr. Schwoerer hat einen längeren Urlaub ersten und erhalten, um die neue Stelle an- «Unehmen. Ministerialrat Schwoerer hat sich «3 Hochschulreferent große Verdienste erworben. Für den Sportpark! 9fn einer von sämtlichen dem StadtauSschuß or Leibesübungen angeschloffenen Vereinen beachten Versammlung am Mittwoch abend, in u. a. Turnlehrer Feuchter das von unS "szugsweise veröffentlichte Referat hielt, nahmen die verantwortlichen Leiter der hiesigen ^vort- und Turnvereine in einmütiger Weise i der von der Forstverwaltung herauSgegebe- 'wi Denkschrift Stellung und faßten den Be- chlutz. sich geschloffen für bas für Karlsruhes 'ügend unentbehrliche und von der Stadtver- Altung ebenfalls unterstützte Projekt einzu- rtzen. Die Bergwacht im Unfalldienst. ..Nicht allein für Ordnung und Ruhe sorgen Bergwachtleute im Gebirge in uneigennütziger Weise, sie bringen auch Hilfe jenen, Unen bei ihrer Wanderung etwas zugestoßen % Zwar sind die Unfallstationen nur im Win- K* besetzt, jedoch mehren sich die Fälle, wo bergwachtleute aus ihren Streifen wahre Not- * \U f e t werben. . Am Sonntag sind an verschiedenen Stellen Mammen 4 Hilfeleistungen ausgesührt worden. Darunter 2 Fußverletzungen und eine Ohnmacht. So sind die Bergwachtleute wahre Samariter im Dienste der oft hilflosen Wanderer Und dies alles ohne jedes Entgelb. Daher ?urfen die B.-W.-Leute auch erwarten, daß chnen mehr Entgegenkommen seitens Ar Wanderer entgegengebracht wird, die sie zu Ordnung und Ruhe anzuhalten haben. , Am Sonntag geht wieder eine starke Streife ms Wildseemoor-Gebiet. Bekanntlich dürfen m diesem Gebiet überhaupt keine Pflanzen geglückt werden, daher ist dort erhöhter Schutz Uötig. 8p. * Verliehen wurde dem Privatdozenten an der technischen Hochschule Karlsruhe Dr. Alfred siede die Amtsbezeichnung a. o. Professor für l e Dauer seiner Zugehörigkeit zum Lehrkörper «r Technischen Hochschule. Bei einem engere« Wettbewerb für das August-Thyssen-Haus" in Düsseldorf (größeres ^ank- und Bürogebäude) wurde das Projekt "es Karlsruher Architekten Prof. Josef Graf prämiiert und zur Ausführung bestimmt. Krie-richsplatz und Mmphengarien: der frühere Erbprinzengarten. Bon Karl Eisenlohr. Zu Anfang Ser sechziger Jahre wurde in der Stadtverwaltung Karlsruhe der Plan zu einer Umgestaltung des Erbprinzengartens gefaßt, von der Hofdomänen-Jntendanz gnt- geheißen, und nach einem einheitlichen Entwurf ausgeführt. Auf dem weitaus größere« Teil des Gartens sollte ein Prachtplatz mit Arkaden- bauten, Museums- und Administrationspalästen erstehen, das nördliche Drittel des Parkes jedoch, nebst dem zierlichen Schlößchen, erhalten bleiben. Im Frühjahr 1865 Hub auf drei Seiten des künftigen Frieörichsplatzes ein gewaltig Hämmern, Klopfen und Meißeln an. Die quadratische Fläche, die zur öffentlichen Anlage aus- ersehcn war, wurde mit einer Bretterwand umgeben und bis zur Vollendung der projektierten Bauten im Zustande eines verwilderten Gartens belassen. Wer in den nun folgenden Sommermonaten einen Blick durch die Ritzen jenes Verschlages warf, konnte in den Nachmittagsstunden regelmäßig ein Paar Karlsruher Bürgerkinder beobachten — einen Knaben und ein Mädchen —, wie sie seelenvcrgnügt zwischen den Trümmern des niedergelegten Gartenpavillons von 1774 und den Felsblöcken und Muscheln des zugeschütteten Straßentunnels Ballfangen oder Ber- steckens spielten. Von Zeit zu Zeit ruhten sie aus in der Laube, die sie sich unter dem Beistand eines gefälligen Maurerlehrlings aus Rosen- und Fliedersträuchern zurechtgezimmert und mit goldgelben Sonnenblumen an mannshohen Stengeln überwölbt hatten. War die erste Spiel- wut vorüber, dann gingen sie auf Entdeckungsreisen, gruben hier eine einsame Narzisse oder eine verborgene Heliotropstaude aus, die noch aus früheren Zeiten stammten und verpflanzten sie in das vor dem eigenen Lusthäuschen angelegte Blumenparterre, dem bereits eine wilde Flora von Klatschrosen, Rittersporn und Löwenmäulchen entsproß. Drohten die Herrlichkeiten zu verwelken, wurde flugs Wasser hcrbeigeholt vom Brunnen des nahen Kirchenplatzes,' Gietz- kännchen, Schaufel und Rechen hatten wir fürsorglich mitgebracht. Der Höhepunkt unserer ländlichen Idylle war erreicht, wenn wir — ich kann es ja ruhig sagen: ich selbst und meine kleine Freundin Adelheid aus der Herrenstraße, wir waren die improvisierten jugendlichen Vil- lenbcsitzer —, unseres Glückes Gipfel war erklommen, wenn wir nach getaner Arbeit uns vor der Laube nieöerlietzen und Vesper hielten — Butterbrot mit Schnittlauch darauf, zum Dessert Stachelbeeren und Johannistraubcn: wenn wir dazwischen unsere neuesten Lieder von ,Mald und auf der Heide" oder vom „Röslcin, Röslein rot" erklingen ließen, während vom Stephansturm das Ave Maria herüberläutete und die Abendsonne unser selbstgeschaffenes Paradies mit goldenem Schimmer übergoß. Merkwürdigerweise behaupteten wir über die ganze Dauer des Platzumbaues hinweg - das Feld allein: die Arbeiter waren meist an der Peripherie des großen Vierecks beschäftigt und unsere Altersgenossen hatte« wir nicht in! die Geheimnisse dieser seltsamen Billegiatur et«, geweiht. Die bösen 9>-jen der Ritter- oder Erbprinzenstraße kamen nicht auf den Gedanken, daß hinter dem Bretterzaun, den wir so unverfroren jeden Tag durchbrachen, die herrlichsten Rittergüter zu vergeben waren. Eines unseligen Tages, gegen den Herbst des Jahres 1866 zu, sahen wir mit Schrecken, une die Arbeiterkolonnen näher rückten, wie der Bretterzaun abgebrochen und das eiserne Geländer, von dem man schon lange gemunkelt hatte, herbeigefahren, abgeladen und eingerammt wurde. Ein weiterer Nachmittag und wir fanden unser kleines Lustschloß mit sämtlichen Blu- menbeeten und Bewässerungskanälen ruiniert, verschüttet, der Erde gleichgemacht. Daß der neue Platz in der Vollendung seiner Anlagen und umrahmt von imposanten Bauwerken schöner sein sollte, alS unser ehemaliger stiller Naturpark, konnten wir nicht begreifen und gaben es um so weniger zu, als in derselben Zeit des Umsturzes auch unser lieber, alter, gotischer Turm auf der anderen Seite des Erb- prinzcngartens fallen mußte. Anno 1870 wurde der stattliche Springbrunnen im Mittelpunkt des Fried- richsplatzeS eingeweiht und vier Jahre spater durch Wegnahme des eisernen Geländers, das uns einst so schwer geärgert, der ganzen Anlage ein freieres, schmuckes Aussehen verliehen. Als ich neulich dem Geplätscher der Wasserstrahlen lauschte, die an günstige» Nachmittagen dort in der Sonne blitzen, kam mir der Wunsch, es möchte — falls das Erbprinzenschlötzchen wirklich verschwinden sollte — der Denkstein der Kaiserin Elisabeth in die Nähe dieses Brunnenbeckens versetzt werden. In diesem Teil des ehemaligen markgräflichen Parkes ist nämltch sein ursprünglicher Standort zu suchen — nicht im ganz entlegenen „Nymphengarten". Mich des eigenen ephemeren Berweilens am gleichen Orte vor nunmehr sechs Jahrzehnten erinnernd, reihte ich in Gedanken dem pietätvollen Stein einen zweiten an, dem ich als Inschrift den herrlichen Aphorismus aus M. G. Saphirs Blauen Blättern eingraben ließe: »Was ist das Lebe«? Die Ingen»! Was ist vom Tage schön? Sein Morgen! Was ist von der Sonne schön? Ihr Aufgang. Was rst von der Rose schön? Jbre Knosp«! Was ist von der Liebe das Liebste? Ihr Beginn. WaS ist vom Leben baS eigentliche Leben? Die Jugend!" Die Jugend ist das Paradies und nur in ihr blüht der Baum des Lebens und nur in diesem Paradiese hört man die Stimme Gottes durch die Welt gehen, und man hört, was die Vögel sprechen, was sich die Blumen erzählen, was die Bäume lispeln und die Bäche plaudern. Das spätere Leben ist nichts als der Auszug vom „Verlorenen Paradies" und jede Sehnsucht und jede Wehmut und jedes ungestillte Bangen ist nichts als die Weisung: Suche „Verlorenes Paradies" Seite so und soviell" Fleischpreise. Wie die Metzgerinnung mitteilt, mußte den Viehpreisen entsprechend das Schweinefleisch um 10 Pfg. je Pfund im Preis erhöht werden. Dafür konnte der Kalbfleischpreis um 4 bezw. 6 Pfg. je Pfund ermäßigt werden. * Stadtgartenferi entarten. Mit Wirkung vom 1. August ds. IS. a« gibt bas Städt. Gartenamt wieder Ferienkarten für schulpflichtige und noch nicht schulpflichtige Kin- der aus. Kinder unter 10 Jahren haben jedoch nur in Begleitung Erwachsener Zutritt in den Garten. Die Karten sind nicht übertragbar. sSiehe die Anzeige.) Sonntagskonzerte im Stadtgarten. Am kommenden Sonntag herrscht im Stadtgarten reges musikalisches Leben. Es finden fol- gende Konzerte statt: vormittags von 11—12-« Uhr das übliche Promenadekonzert, für das kein Musikzuschlag erhoben wird, nachmittags ein Konzert von 16 —1814 Uhr und abends ein weiteres Konzert von Ai-22^ Uhr. Sämtliche Konzerte werden von dem Musikverein Harmonie" unter der bewährten Leitung von Herrn Hugo Rudolph ausgeführt. Die Programmfolge bringt u. a: Fantasie aus der Oper „Madame Butterfly", Tannhäusers Pilgerfahrt und Gebet der Elisabeth aus der Oper „Tannhäuser" usw. Wer also am Sonntag sich einige Mu° stkfreuden bereiten will, der besuche die Stadtgartenkonzerte. * Sommeroperette i« Stadt. Konzerthaus. Man schreibt uns: Zur bevorstehenden Aufführung „Die F ö r st e r ch r i st e l" von Bern, hard Buchbinder, Musik von Georg Jarno, am Samstag, den 21. Juli, abends 7.45 Uhr, teilt uns die Direktion mit, daß die Partie des Kaisers Josef II. von Herrn Direktor Julius Dewald selbst verkörpert wird. Fast an allen großstädtischen Theatern hat Direktor Dewald den Kaiser als Gast gespielt und ist mit viel ' Anerkennung bedacht worden. Am Sonntag vier Personen ertrunken. Die Gefährlichkeit des Motorr«rdschlauchS. Nachdem nun die L e i ch e n des am Sonntag abend in Maxau vermißten Daniel F r e n k und des Arthur Kahn, die eine etwa 800 Meter unterhalb der Rheinbrückc, die andere in Phi- lippsburg geländet worden sind, kann abschließend festgestellt werden, daß am Sonntag vier Personen in Maxau bezw. Rappenwörth ertrunken sind. Bei dieser Gelegenheit sei auf die Gefährlichkeit des Gebrauchs von aufgeblasenen Motorradschläuchen aufmerksam gemacht, der immer mehr zur Gewohnheit wird. Die Tatsachen beweisen, daß besonders Nichtschwimmer solche Schläuche als Ueberwaflerhaltungsmittel benutzen. Gar zu leicht schwimmen diese glatten Schwimm- behelfe unter dem Körper weg: der Nicht- schwimmer kann sie nicht mehr erreichen und ist verloren. Nichtschwimmer seien daher ein- dringlichft vor dem Gebrauch solcher trügerischen Mittel gewarnt. * Diebstähle Beim Babe«. Donnerstag abend wurden im Rheinbad in Maxau einem Land- wirtschaftsrat und einem Landwirtschaftsassessor aus Kandel aus einer Kabine je ein 20 Mark- Schein entwendet. Als Täter konnte von der Polizei ein 15 Jahre alter Gymnasiast von hier ermittelt werden, der nach anfänglichem Leugnen den Diebstahl zugab. Die Kant-Obcrrealschule teilt mit, eS fei nicht richtig, daß der Schüler vom Turngerüst gestürzt sei. sondern er hätte sich beim 75 Meter- Lauf eine Gelenkzerrung am Hüftgelenk zugezogen. Der Nad-Renn« und Tonrenklnb Karlsruhe hält am morgigen Sonntag auf seiner Bahn an der Strecke Ettlingen—Rüppurr große Dauer- und Fliegerkonkurrenzen ab, deren Höhepunkt ein Heraussorderungskamps zwischen den in Karlsruhe bekannten Fahrern Schmitt lFideli- tas) und Raupp Mittelstürmer. Hotel Germania: 8 Uhr. Gesellschaft Sahen» nvtt Dan» Sasse« Reeder« lSorallengrotte): Tan». Schmiedcrvlab: S — 1 Uhr PlatzmnNk. 4 Uhr. Sinder- ballomvettfliegen am Festhalleplatz. Söln-Düfleldorser RbeinschifsahrtS««sellschaft: Nachm. 8 Uhr. Kaffee-Jahrt. Abends 8.80 Uhr. AhenS» fahrt mit Dovpeldeckschiff »Freiherr vom Stein". Arabisches Kaffee Korallen-Grotte: Tanz Sette 6 Karlsruher Tagblatt, Samstag, dev 21. Juli 1928 «r. 201 Badische Rundschau. Gefährlicher Wal-bran- in Triberg. Eine Anzahl von Feuerwehren und Reichswehr aufgeboten. — Triberg, 20. Juli. Heute «achmittag gegen 4 Uhr brach zwischen Triberg und Nutzbach an der Lchwarzwaldbahu beim Tun» «el Seelenwald U vermutlich infolge Fnnkenflngs aus einer Lokomotive ein größerer Waldbrand aus, der etwa sechs Hektar ergriffen hat. Die Feuerwehreu von Triberg «ud Grem» melsbach wurden alarmiert und sind gegen 8.10 Uhr am Brandplatz erschienen. Um ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern und den Brand vor Einbruch der Dunkelheit unschädlich zn machen, wnrdcn noch die Fcnerwehren von Billingen und St. Georgen sowie die Billinger Reichswehr zu Hilse gerufen, die «m 7 Uhr abends mit Sonder- zng aus der Brandstelle eintras. Die Löscharbeiten gestalteten sich besonders schwierig, weil am Brandplatz — einer schwer zugängliche» Halde — kein Wasser ist. Der Zugverkehr ist nicht gestört und Wohnhäuser sind bis jetzt nicht gefährdet. Walöbrand ln Hinierzarten. i>!6. Hinterzarten, 20. Juli. Am Donnerstag nachmittag brach in Hinterzarten abermals ein Waldbrand aus, der durch Wegwerfen einer noch glimmenden Zigarre verursacht wurde. DaS Feuer fand in dem trockenen Reisig reiche Nah. rung und griff auch auf den Tannhofwald über. Nach dem sofortigen Eingreifen der Feuerwehren und einer Anzahl Kurgäste war das Feuer in einer Stunde gelöscht, so daß es die in der Nähe liegenden Häuser nicht erreichen konnte. Bürgermetsterwahl auch im drillen Wahlgang ergebnislos. dz, Kronau sBruchfal, 20. Juli. Der gestrige dritte Wahlgang zur Bürgermeisterwahl verlief abermals ergebnislos. Alle drei Kandidaten hielten ihre Stimmen aufrecht und so wird nun ein Oberhaupt von der Regierung eingesetzt. * Einstellung der Neckarschiffahrt. bld. Heidelberg, 20. Juli. Die Neckarschifffahrt mußte wegen außerordentlichen Nieder- waffcrs eingestellt werden, weshalb auch die Personenfahrten von Heilbronn nach Heidelberg vorerst nicht mehr ausgeführt werden können. Stift Neuburg zur Abtei erhoben. Az. Heidelberg, 20. Juli. Stift Neuburg ist durch einen päpstlichen Erlaß vom 11. Juli zu einer selbständigen Abtei des Benediktiner- Ordens erhoben worden. Das Stift bleibt vor- käufig noch Priorat. Kloster Neuburg steht bisher unter der Leitung des Priors LukaS. * w. Dnrlach, 20. Juli. (Der Evangelische Frauenchor Durlachs hatte am Sonntag zu einem Schubertkonzert eingeladen, dessen mit feinem Verständnis ausgewähltes Pro- »ramm berechtiges Interesse erregte. Der Chor verfügt über prachtvolles Stimmaterial und entledigte sich seiner schweren Aufgabe mit einer Eleganz, der unbedingt Anerkennung gezollt werden muß: die Vortragsfolge enthielt die Frauenchöre: „Totengesang", „Psalm 23" und das große halleluja". Der Leier des ChvrS, Herr W ö h r l i n, holte mit sicherer Hand alle Feinheiten heraus. Als Solistin sang Frl. L. K a u p e r t mit gut disponierter Stimme vier Schubertlieder: besonders gefiel ihre ungekünstelte Singweise. Musiklehrer B a u st spielte ein Duo, eines- der letzten Werk« Schuberts, mit Seele und meisterhafter Technik. Ein Streichquartett lHerren Baust. Spengler. Steinmann, Huber) hatte durch sein schönes Zusammensyiel wesentlichen Anteil an dem großen Erfolg des Abends. Als routinierter Begleiter erwies sich Herr Ruder, der den umfangreichen Klavierpart hervorragend bewältigte. Die ganze Veranstaltung hinterließ einen tiefen Eindruck und zeigte, daß der Chor sein Erbe, klassische Kirchenmusik zu pflegen, treu bewahrt. ■ii ii . .—————— lkrirunlen. s. Tentschneurcnt, 20. Juli. Am Sonntag ertrank beim Baden in Maxau der Wjährige t immermann Adolf G r e t h e r von hier. Seine eiche wurde im Hörnlesrhein aus Gemarkung Knielingen geländet und gestern hier unter zahlreicher Beteiligung beerdigt. Genau vor sieben Jahren ist ein Bruder des Verunglückten im Atter von 14 Jahren ebenfalls beim Baden im „Bodens««" ertrunken. dz. Philippsburg, 20. Juli. Im Altrhein län- dete man dt« Leich« des in Maxau ertrunkenen 19jährigen Metzgers Daniel Frenz aus Nvn- nenweier bei Lahr, der in Durlach in Stillung stand und beim Baden ertrunken war. Anfälle. u. Brette» 20. Juli. Am Mittwoch ereignete sich ein Autounsall. Gin Lastwagen einer hiesigen Firma bog gerade in den Windsteg ein, alS ein Motorradfahrer mit Beisitzer aus Göls- hausen links vorbeisahren wollte. Durch daS augenblickliche Halten des Lastautos wurde der Motorradfahrer verwirrt, und fuhr von hinten auf das Auto. Der Beisitzer trug Verletzungen an Hand und Arm davon. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. dz. Stupserich fDurlachs, 20. Juli. Beim Kirschenbrechen stürzte der Schreiner Anton D e g e r vom Baum. Er zog sich mehrere Rip- penbrüche und inner« Verletzungen zu. bld. Malsch (Bei Ettlingens, 20. Juli. Ihren Verletzungen erlegen ist heute nacht die Land- wirtsehesrau Lang, die sie sich gestern an der Dreschmaschine zugezogen hatte. Bahnunfall. dz. Gaggcua«, 20. Juli. Heute nachmittag nach 18 Uhr fuhr im Bahnhof ein G ü t e r z u g ln- folge falscher Weichenstellung auf ein mit vier Güterwagen besetztes Gleis. Dese Wagen wurden durch den Zug auf den Bahnsteig 2 geschoben und haben dadurch die Durchfahrt auf Gleis 1 gesperrt. Verletzt wurde niemand. Der Dachschaden ist nicht erheblich. Der Verkehr wurde auf etwa eine Stunde unterbrochen. Der direkte Zug Freudenstadt—Karlsruhe erlitt 50 Minuten Verspätung. Am 19. Juli, nachmittags 8 Uhr, hielt der VerkehrSverband für die Kraichgaubahn eine Vollversammlung in Breiten ab. Der Vorsitzende, Landrat Dr. Pfister, eröffnet« di« Versammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Vertreter des KraichgaueS, sowie einige auswärttge Herren. Als Vertreter der Reichsbahn war Oberinspektor Freytag zugegen. Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte: Bericht über die Tätigkeit des Verbandes im verflossenen Geschäftsiahr: Fahrplan- Wünsche und Anträge für das kommende Jahr: Neuwahl des Vorsitzenden: Sonstiges. Der Vorsitzende berichtete über die schwere Arbeit währen- des JahreS: gleichzeitig dantte er Regierungsrat Dr. Gönnewein auS Heil- bronn. Dr. Gönnewein berichtete, daß auf der Versammlung in Durlach letztes Jahr für gute Zugverbindungen Sorge getragen wurde. Einige Erfolge sind erzielt worden. Als Lokalzug, haupttächlich zur Arbeiterbeförderung, dient der um 0.00 in Karlsruhe abgehende Zug, der über Bretten bis Heilbronn durchfährt. Er hat dort Anschluß nach Crailsheim—Nürnberg. Pforzheim erließ eine Denkschrift, in der die Kraich- gaubahn ziemlich heftig angegriffen wurde. Di« Teilnahme an den letzten Fahrplanbesprechungeu war ein durchgreifender Erfolg. Nur müßte noch ein EilzugSpaar auf der Strecke lausen. Der Hauptwiderstandspuntt der Reichs- bahudirektton Karlsruhe wird nun bald verschwunden sein. Die Brückenverstärkirng wird bald überall beendet sein, sodaß die Kraichgau- bahn von den schweren Lokomottven befahren werden kann. Dann ging der Vorsitzende, Landrat Dr. P f i st e r, zu Punkt 2 über. Herr S t ö h r - S lehingen hat drei Wünsche: Legung eines ugeS, der morgens nach Eppingeu fährt: Legung eines Zuges zwischen 6X bis 11 Uhr: An- halten des Abendeilzuges in Flehingen. Alsdann dankt ein Vertreter des Karlsruher Verkehrsvereins dem scheidenden Landrat Dr. Pfister. ltnter schwerem Verdacht verhaftet. bld. Billinge«, 20. Juli. Vor einigen Tagen berichteten wir, daß auf der Straße Oberndorf—Schwenningen der Friseur Ludwig mit einer schweren Verletzung aufgefunden wurde. Durch Rottweiler Kriminalbeamte ist jetzt auf dem Bahnhof in Trossingen der etwa 24jährige Georg Reich von Betzweiler (bei Oberndorfs unter dem Verdacht verhaftet worden, den U e b e r f a I l auf den Friseur Ludwig begangen zu haben. Reich ist an der Teerung der Straßs Deißlingen—Schwenningen beschäftigt gewesen. Ob sich der Berdacht bestätigt, muß die Untersuchung ergeben. Vor dem Untersuchungsrichter in Rottweil hat er nach einer neueren Meldung ein Geständnis abgelegt. Reich soll Ludwig mit einer Fahrradpumpe bearbeitet haben. * ub. Appenweier, 20. Juli. (Selbstmor d.) Gestern abend gegen 346 Uhr warf sich im hiesigen Bahnhof ein verheirateter Händler Z. auS Gutach i. K. unter den aus Richtung Karlsruhe einfahrenden Schnellzug. Der Körper des Lebensmüden wurde förmlich in zwei Stücke geschnitten. Nach einem bei ihm aufgefundenen Brief sollen mißliche Familienverhältniffe der Grund zu der Tat gewesen sein. dz. Walbulm (Bühl), 20. Juli. (B r a n b.s Gestern mittag brach im Anwesen des Landwirts Joses Ho tapp II, Feuer aus. Das ganze Anwesen bestehend aus Scheune, Stallung und Schopf wurde ein Raub der Flammen. dz. Kehl, 20. Juli. (Straßcnverbesse- ru ng s a r b e i t en.s Der Gemeinderat hat Kenntnis genommen von einem Schreiben dcö Wasser- und Straßenbauamtes in Achern, wonach die Absicht besteht, die Landstraße Nr. 2 innerhalb der Stadt Kehl im Jahre 1929 zu pflastern. Zur Umpflasterung der äußeren Rinnenhälften und für Gehwegänderungen und Gehwegherstellungen müßten nach Aufstellung des Stadtbauamtes 60 000 Rm. aufgebracht werden. Der Gemeinderat begrüßte es, daß endlich in nächster Zeit ein Wunsch in Erfüllung geht, der seit Jahren an maßgebenden Stellen vorgeüracht wurde ünd erklärte sich bereit, genannte Summe zur Verfügung zu stellen. bld. Willstätt (bei Kehl), 20. Juli. «P s e r b e- prämiierung.s Bei der Pferdeprämiie- rmrg erhielten bei der staatlichen Prämiierung große Staatspreise von je IM Mark Michael Kobel von Hesselhurst und Jakob H o r e l II von Legelshurst. Bürgermeister W i r t h - Eppingeu wünscht besseren Anschluß an den Zug nach Sinsheim, Bürgermeister Himmel- Sulzfeld will einen Arbeiterzug nach Heilbronn, ferner Haltestelle des Beschleunigten in Snlzfeld. Herr M o ni n g e r-Gemmingen und Herr GoII, Vertreter des Elsenzgaues, wünschen bcsieren Anschluß ins Oberland. Bürgermeister Schemenau -Bretten macht den Vorschlag, einen späteren Abendzug von Karlsruhe nach Bretten laufen zu lassen, da der letzte um 8 Uhr in Karlsruhe abgeht. Ferner Legung eines Zuges zwischen 9.20 bis 14 Uhr. Ferner bittet er um Unterstützung bei der Rcichsbahndirektion für den neuen Brettener Bahnhof. Darauf spricht Herr H e r z e r vom Verkehrsverein Bruchsal. Die längeren Ausführungen des Oberbürgermeisters Zoeller-Durlach fanden lebhaften Beifall. Er sieht besonders auf Bereinfachungen, besieres Hand-in-Hand-Gehen der Rcichsbahn- direkttonen Karlsruhe und Stuttgart. Die Vertreter von Großgartach und Schlüchtern wün- schen ebenfalls beffere Zugsverbinbungen. Dann geht der Vorsitzende zu Punkt 4 über, nachdem Punkt 3 auf Antrag an den Schluß gestellt wurde. Die Rechnungsführung des Vor- standes wird durch die Herren Odenwalö-Göls- hausen und Herzer-Bruchsal geprüft. Dann wird über die Festtchrift beraten, die zum 50. Jubiläum der Kraichgaubahn 1930 her« ausgebracht werden soll. Dr. Gönnewein crhsilt den Auftrag, die Schrift zu verfallen. An Auslagen hat der Verband ungefähr im Rm„ an Reinerttag 840 Rm. Bet Neuwahl des Vorstandes dankte Dr. Pfi- ster für die Ehrungen durch die Verkehrsverbände Bruchsal und Karlsruhe, sowie den Vertretern der Gemeinden, besonders dem hochverdienten Herrn Dr. Gönnewein. Darauf legte er das Amt in die Hände des Verbandes zurück. Auf Vorschlag von Bürgermeister Schemenau- Bretten wurde der neue Landrat BrettenS, Dr. Groß, einsttmmig gewählt. Mit kernigen Worten dankte der neu« Vorsitzende. AerkehrsverWtnisse anf-er ~ . Vollversammlung des Verkehrsverbandes für die Kraichgaubahn. Oer Kampf um die Umlage. bld. Philippsburg, 20. Juli. In einer öffe«** lichen Bürgerversammlung wurde der Bott a n s ch l a g 1928/29 beraten. Die Vertreter de> bürgerlichen Parteien erklärten, daß ein II®* lagesatz von 1.81 Mark, den der Voranschlag vorfieht, bei der hiesigen Wirtschaftslage von d» Steuerpflichtigen nicht tragbar sei. Oberrew' sionsinspektor P a h l - Bruchsal gab aufkläreuA Mitteilungen. Seit dem Rechnungsjahr weist die Gemeindckasse Fehlbeträge auf, bi« heute rund 97 000 Mark betragen. Trotz aüsi Mahnungen der Aufsichtsbehörden ist nicht n«> keine Amortisation erfolgt, sondern die Rück« stände wurden von Jahr zu Jahr höher. einer einstimmig genehmigten Entschließung wurde der Umlagefatz von 1.81 Mark ab' gelehnt, jedoch eine Vorumlaae von 120 w* beschlossen. Die anberaumte Äürgeran^schuA sitzung konnte wegen Beschlußunfähigkeit nia> abgehalten werden. Kus NachbariSn-ern Der matzkrugfestc Schädel. dz. Ravensburg, 20. Juli. Kaum glaub' lich ist es, was sich am Rutendienstag auf d« Kuppelnau zugetragen hat. In einer von Sommerhitze etwas mitgenommenen feuchtfröb« lichen Gesellschaft kam plötzlich einer der Maß« krughelben auf den mindestens seltsamen GN* danken, seinen Kollegen eine Wette anzutrage® sich einen Maßkrug auf den Kopf schlagen 3* lassen gegen Bezahlung eines Maß Bier. Tie' ses heldenhafte Angebot verband er mit Versicherung, sein Schädel halte das schon aus- Bis hierher wäre die Geschichte nun in Anb^ tracht der Rütenfestverhältnisse nicht besonders hervorstechend. Das Tollste aber ist, daß sich ei" kollegialer Tischnachbar fand, der sich zur Aus« führung dieses verrückten Angebotes bereit er« klärte und dem „Freund" anscheinend ohne Be« denken und mit Schwung den Krug auf de» Kopf schlug. Ter Wettemacher aber hatte nu< zur Hälfte recht. Der Krug zersplitterte zwok auf dem schwäbischen Dickschädel, verursacktt aber, ehe er „aus dem Leim ging", in de»* Schwabenhirn einen nicht ungefährlichen Blu!« erguß und innere Verletzungen. Lerickbsstml bld. Landau (Pfalz), 20. Juli. (Revision im Maximiliansauer Prozeß ein' gelegt.) Im Aufträge sämtlicher wegen des Maximiliansaucr Besatzungszwischenfalls Vcr« urteilten hat Seiratspräsident Dr. Führ Rs« Vision in Mainz eingelegt. Wetternachnchtendienst der Badischen Landeswetterwarlr Karlsruhe Das Hoch im Westen ist stationär und v«r« hindert mit seinem noch immer bis nach PoleU vorgeschobenen Hochdruckkeil den Einfluß der nordeuropäischeil Tiefdruckgebiete auf unsere Witterung. Bei sonst wenig verändertem Wit« terungscharakter wird die Trockenperiobe daher fortdauern- Wetteraussichten für Samstag. 21. Juli: Fort« dauer der bestehenden Witterung. Wetterdienst des frankfurter Universitäts- Instituts für Meteorologie und Geophysik. Witteruugöaussichteu bis Sonntag abend: 3P nächst kein« wesentliche Aenderung. Badische Meldungen. JÄ >21 » »1 Temperst. ^ oc Wind cs » SlEllssli! iäsl; 5 S*s 1 - Ri«. | tunfl - e Jj 9 | »onigft. SSL 764 9 15 20 18 SO leicht jftetter| — — Iroolfflj — - KarlSr. 120 4 ÖÖ.Ö 15 26 13 Still« * Baden. 213 765.0 15 28 11 SO leichi woUdij — * StBlaf. 780 - 12 24 8 Stille - >wolkg — * Seldb *, 1493 641.3 12 17 10 S leicbt motka! — Baden« 420 784.9 15 28 18 NW leicht iwolkls.l — Waidsi,»» e«afteviM{el Schl. IRotau Siannbcitti Rheinwasierstand. au. suii 2.63 m 1.63 m 2.82 in 4.48 m — m — m . 8.87 w mtttaas is aben-S v U Geschäftliche Mitteilung. Lotterie. A« nächsten Freitag, den 27. LS. MtS.. W d«t di« Ziehung der Lotterie zugunsten der bedttri« ttgen bat. Krieger witwen und .maif«* garantiert statt. Es lomnien 4056 Geldgewinn« ohne Abzug ,ur Verlosung. Dte Lose geben zur Neio«- Solang« Vorrat, sind dies« bei Lotterie-UnternehV^ Stürmer, Mannheim 0 7, 11, und allen LoSoerkauss« stellen zu haben. mmm&i 8EDÜRFTIGE BAD.KRIEGER- WITWEN* U.WAISEN-GELO* LOTTERIE B A R. QH M E ABZU G 13500 ! 50001 40001 LOS50,$1131.5.-M PORTO 0.U5TE SO** / MANNHEIM O^r. 11 \rnrmmt Postscheckkonto UUin&l&ir 1*043 K'RUHE te.GkUe Losaeschaifce Jhr Bruch X m wird immer größer, wenn Sie ein sch lech tsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Durch solche Bänder verschlimmert sich das Beiden und kann zur Todesursache werden. (Es entsteht Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den Tod zur holde haben kann.l Fragen Sie Ihren Arzt. Hat dieser eine Bandage verordnet. dann muß es in Ihrem Interesse liegen, sich meine äußerst bequeme^ unverwüstliche Spezial-Bandaffe anfertigen zu lassen da gen haben sich Durch Tag- und Nachfragen meiner Bannachweislich Bruchleidende selbst geheilt. • . Werkmstr. A. B. schreibt u. a.: ..mein schwerer Leistenbruch ist gebellt. Ich bin wieder in meinem 66ten Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch"! Landwirt Fr St. schreibt, u. .a.: „Ich sehe mich genötigt. Ihnen nach 2 Jahren meinen .innigen Dank auszusprechen. . . wurde ich ganz befreit von meinem Leiden . Bandagen von Rm. 15.— an. Für Bruch- und Vorfall- Leidende kostenlos zu sprechen in: Karlsruhe. Dienstag. 24. Juli von 8—12HUhr im Hotel Lutz. Pforzheim. 24. Juli v. 3—7 Uhr .Hotel Ruf. Bruchaal Montag. 23. Juli v, 8—11 Uhr im Rahnhofhotel „Friedrlchshof“. Rastatt. 28 Juli v. 1-6 Uhr im Bahnhofhotel. K. Ruffing. Spezial-Bandagist. Köln. Kaiser-Wllh.-Rinl 2«. iiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiihiiiiiiiihiiiiiiiiiiih||ihiiiiihiiiiihihiiiiuhiiih,i iiiiii,iiiiiii,iiiiiiiiiiih„„„„,i M „ Svndll-». Restposten Kr” Bestes Bemberg-Fabrikat m. Florfohle u. Verstärkung Sarle I mit Fehlstellen . Samen- @trümofe s * ri ® •• st# u. »«= _ stempel, m. kaum merkbaren 2p AC winzig. 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Juli 1S28 Seite 11 HllllilJllllljlllllllllllllMIIIIIIIMIIHIIIIIIIIU Resfliestände u.Einzelsffidie zu stark ermäBigt.Preisen Forma-Bade-Anzüge Modell AmOg«: 15.- tt.- 8..5 7.50 Reine Wolle, die Mode: 13.50 URO 9.25 Einfache Anslttlirang: 6.25 5.25 Bade- u. Schwimmanzüoe Einzel stQcke / Itnmen !.«<> < Meppen 1.4« l Kinder 1.20 Bafe-mänltl: 17.80 15.60 1080 Bade-Capes: 17.00 13.80 3.78 Rade-Hauben.von— .flO an Bade-Heime .von 1.40 an Bade-4xttrtel.von -,W) an Bade-sicUnlie .... . Paar 1.00 Kork-Kchwinimffilrtel . . .8.40 Wasser* and Mtrandbälle 4.50 1 Posten lanoe Flanellhoten für Straße und Sport <7 SA Xa Verarbeitung Sport-Mode FREUNDMEB iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Das täglich aas dem Hanauerland frisch eintreffende ist nur „echt" mit dieser Schutzmarke. Hanauer Bauernbrot schafft Mark Und macht den Stachen minder stark Verkaufsstellen in Karlsruhe: Hauptgeschäft Kronenstraße Nr.25 Telefon Nr. 3990 Niederlagen: »öruerürabe 88. Moriv Würzburger. Kolonialwaren. 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Juli 1928 (7. Sonntag nach Trinitatis). Kollekte für die Erholungsfürsorg« im Waldheim. Stadtkirche. 1» llbr: Pfarrer Herrmann. 11)4 Uhr: Christenlehre, Psarrer Herrmann. Kleine Kirche. 149 llbr: Stadivitar Glatt. 1114 Uhr: Kindergottesdienst. Schlotzkirche. 1U Uhr: Stadlvikar Glatt. 114 Uhr: Ebrisienlehre. Kirchenrat Fischer. Gradkavelle. h Uhr: Pfarrer Hertmann. Johanneskirche. 8 llbr: Stadtvikar Heuler. 1410 llbr: Kirchenrat B>. Schulz. 5411 Uhr: Christenlehre, Kirchenrat W. Schutz. U llbr: Kindergottesdienst. Cbriftuskirche. 8 Uhr: Stadlvikar Lichien- sels. 10 Uhr: Kirchenrat Ütohde. 1114 Uhr: Christenlehre. Kirchenrai Robde. Markusviarrei (Gemeindehaus Blücher- stratze 20). 10 Uhr: Pfarrer Seuferi. 11)4 Uhr: Christenlehre. Psarrer Seusert. Lutherkircke. 8 Uhr: Siadivikar Bull. >410 Uhr: Kirchenrai Weldemeier. 9411 Uhr: Christenlehre, Kirchenrat Weidemeier. >412 llbr: Kindergottesdienst, Kirchenrat Weide- "*Matthänskirche. 8>4 Uhr: Christenlehre, Psarrer Hemmer. 10 Uhr: Psarrer Hemmer. 1114 Uhr: Kindergottesdienst. Psarrer Hemmer. Beiertheim. >40 Uhr: Christenlehre. Pfarrvikar Dreher. 1410 Uhr: Pfarrvikar Treber. Stadt. Krankenhaus. 10 Uhr: Lberkirchen- rat Sprenger. Diakontlleuhauskirche. 10 Uhr: Pfarrer Brandt. Abends >48 Uhr: Vortrag von Psr. Gutzmann-Eisingen über Kirchenrai Peter Tvöck) — Jüge aus seinem Leben und einer. Seelsorge. Karl»irriedrich-Gedächiniskirche (Stadtteil Kartoffel Täglich neue Zufuhren! 5 Pfund pfg. BUCKERER _ l Uhr: Siadivikar Leiser. >412 Uhr: Kindergottes dienst, Siadivikar Leiser. Gemeindehaus Molikeftr. 18 d (Eingang Kutzmaulftr.). >46 Uhr: Kindergottesdienst. Siadivikar Schul». 6 Uhr: Abendgottesdienst, Siadivikar Schulz. Daxlanden (neues SchulhauS). >410 Uhr: >o!tesdienst. Siadivikar Schul». *5411 Uhr: indergottetdlenst. Siadivikar Schul». Rüvvurr. 914 Uhr: Pfarrer Steinmann. 1014 Uhr: Ebrisienlehre. Psarrer Sieinmann. 111-4 Uhr: Begrühungsfeier der neu »uge- »ogenen Gemeindeglieder. Waldecke der verl. Hedwigstratze (Kirchngeiangverein und Posaunenchor wirken mit). Rtutbeim. 549 Uhr: Christenlehre. Pfarrer Gerhard. 1410 Uhr: Sauptgotlesdienst. Psr. Gerhard. Wl Uhr: Kindergottesdienst, Pfr. Gerhard. Eoaug.-lutherische Gemeind«. Friedhoikavelle, Waldhornstr. Bm. 8 Uhr: Predigtgottcsdienst, Konststorialrai Baltzer. Frledenskirch« der Meth.-Gemeiud«, Karl- strahe 48 d. Vm. >410 Uhr: Predigt. Prediger G. Knautz. 11 Uhr: SonntaaSschule.. — Mittwoch, 8 Uhr: Älbel» u. GevetSstunde. Evang. Berel» für Innere Mission A. B. Evan«. Bereinsbaus Sarlörnb«, Amalien- ftratze 77. Bm. 1114 Uhr: Sonntagsschule. Nachm. 3 Uhr: All«. Bcrsammlung. 4 Uhr: Jungfrauenverein, Kinderschnle. Durlacherstr. 82. Donnerstag. abends 8 Uhr: All«. Versammlung. Evang. Stadtmlllio«, Adlerftr. 23. 8 Uhr: Hosmission. 11 Uhr: SonntagSschule. 4 Uhr: WaldaotteSdtenft (bei schlechtem Wetter 8 Uhr Bibclsiunde im Saal. Pfarrer Einwächter). — Mittwoch. 8 Uhr: Bibclbesvrechung. — Freitag, 714 Uhr: SonntagSschulvorbereiiun». Telegravbenkaserne. 11 Uhr: Sonntags- schul«. Ilonskirche der Evangel. Gemeinschaft, Beiertheimer Allee 4. Bm. >410 Uhr: Predigt. Prediger Barth. >1411 Uhr: Kinder- aottcsdicnst. — Donnc-staa, abends 8 Uhr: Borbereituiigsvredigt, Pred. G. Hcrrmann. Mühlburg. Hardtstr. 6. Vorm. 9411 Uhr: Kindergottesdienst. — Mittwoch, abend- 8 U.: Gottesdienst. Rintbelm. Kavelle. Nachm. 1 llbr: Kinder- ottesdienst Abends 8 Uhr: Predigt. — )!tttwoch, abds. 8 Uhr: GebetSverfammlung. WochengotteSdien fte. Walbbornftratz« 11 (Konsirmandensaal). Dienstag, abends 8 Ubr: Bibelstunde, Pfr. Hcrrmann. .. Kleine Kirche. Mittwoch, mvrgenS 148 U.: FrübaottcSdicnjt. ^ Johanneskirche. Donnerstag. 7 U.: Mor- DienSiag. abends 8 Ubr: im Kasino GotteSaue. Stadt- gcnandachi. Luiberkirchc. Bibelstunde i ... . vlkar Bull. — Donnerstag, abends 8 Uhr: Siadivikar Sittig. ,, .. Mittelvfarrei. Donnerstag, abends 814 U.: Bibclbesvrechung im Konsirmandensaal, Friedrichsvl. 15, Landeskirchenrat E. Schulz. Rüvvurr. Freitag, 814 Uhr: Allgemeine Bibelsiunde. , Rintheim. Donnerstag, abends 149 Uhr: Bibclsiunde im Gemeindelaal. Pfarrer Ger- ^Bibclbclvrcchuna im Gemeindehaus der Südftadi. Dienstag, abends 8 Ubr: Pfarrer Katholische Stadtgemelnde. Bahnbossgotteodicnst. 4 Uhr 10 Min.: Gottesdienst kür Wanderer am Bahnhof. St. Sievban. 146 Uhr: Frühmesse! «Uhr. hl. Messe mit Generatrommunion de» Mün- nervinzentiusvereins u. Monatskommun,on der Dienstboten: 7 Uhr: bl. Messe mit Mo- »atskommunion des Multervcreins. 8 Uhr. deutsche Singmcsse, mit Predigt: >410 Uhr: Hochamt mit Prcdlat: 1412 Ubr: «chüler- aoitesdienst mit Predigt: 542 Ubr: Ehristcn- lebre für die Jünglinge: 48 Uhr: Andacht um den Segen Gottes iür die Ernte: 44 1.: Bcrsammlung der Dienstbolenkongregation in der VinzenttuSkavelle: 4 Uhr: 3. Ordens- versammlung in St. Bernhard. — Montag. 6 Ubr: bl. Messe: M>7 Ubr: hl. Messe. — Dienstag. 6 Ubr: bi. Messe: 6K> Uhr: hl. Messe - Mittwoch. 6-4 Ubr: bl. Messe. - Donnerstag. 6 Uhr: bl. Melle: 6'4 Ubr: bl. Messe. „ Freitag. 6 Uhr: hl. Dielle: 6>4 tt.: hl. Melle. — Samstag. 6 Uhr: bl. Melle. St. Vinientinskavelle.^ Fest des hl. BI.n- me! ______ und der Blnzenzsrauenkonferen»: 8 Uhr: deutsche Singmellc mit Predigt: >410 Uhr: Hochamt mit Predigt: 1412 Ubr: Klnder- gotteSdlenst mit Predigt: 542 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge: >43 llbr: St. Anna- feiex mit Predigt und Segen, zugleich Ber- sammlnng des christlichen MüttervcrcinS. — Mittwoch, Fest des hl. Apostels Jakobus. 7 Ubr: hl. Melle für die Psarrgeineinde: abends >48 Ubr: rclig. Vortrag für die Jünglinge. Junamänner und Äiünncr (Pro- fellor Barth). — Donnerstag. Fest der KI. Mutter Anna, 7 Ubr: Schulcrgottcsdicnst: abends !£9 Uhr: religiöser Bortrag sür die Jungmännerwclt (Prof. Barth). — Freitag, abends >49 Uhr: religiöser Bortrag sür die Jungmännerivelt (Prof. Barth). — Samstag, 7 Ubr: hl. Melle: nachmittag« 8—9 Ubr: Beichtgelegenbett. _ St. Joscsskirche Krünwinkel. MonalS- kommunion des MütlervereinS und der anderen Krauen. 6 Ubr: Beicht: 7 Uhr: FrÜbmelle mit Kommunion: >410 Uhr deutsche Singmellc mit Predigt, nachher Christenlehre für Jünglinge und Bibliothek: 2 llhr: -Rvienkranz. — Donnerstag, 7 Ubr: Schüler- gottcSdienv. St. Michaelöklrche Beiertbelm. 6 Uhr: Beichtaelegenheit: >47 Uhr: Frühmesse mit Monatskommunion der Frauen: 8 Uhr: deutsche Singmellc mit Predigt: >410 Ubr: Sauvtaottcsdicnst mit Predigt und Hochamt: 11 Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt: 2 Ubr: Andacht um Segen für die Feld- srüchte: 148 Uhr: Bersammtung de« christl. Müttervercins mit Aufnahme, Predigt und Segen. — Mittwoch, 7 Uhr: Schüleraottes- dienst, bl. Melle zu Ehren der hl. Familie. — Freitag. 547 Uhr: hl. Melle. Bulach. 7 Uhr: Frühmelle mit Predigt: 1410 Uhr: Singntesse mit Predigt: 1 Uhr: Christenlehre, Andacht um Segen für die t cldsrückte. — Mittwoch (Fest des AvostctS akobuS). bl. Melle für die Psarrgeineinde. — Donnerstag (Fest der bl. Anna), bl. Melle für die Psarrgemeinde. — Bcichtaeleaenhett: SamStag von 5 Uhr und Sonntag früh von 6 Uhr an. St. Konradsklrche lTelear.-Kaserne). 7U.: St, NikolanSkirche Rüvvurr. 6 U.: Bei^W 7 Ubr: Frühmesse mit Monatskommunton der Schulkinder: 9 Uhr: Amt mit Predigt: ll Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt: 142 Uhr: Christenlehre für Jünglinge und Äüd- chen: 2 Uhr: Vesper. — Dienstag, 547 Uhr: SchülergotteSdtenst. — Mittwoch lFest de» bl. Apostels Jakoöu»): 547 Uhr: bl. Melle für die Psarrgemeinde. — Donnerstag (Fest der hl. Mutter Anna): 547 Uhr: best. bi. Melle nach Meinung. — Freitag. Schüler» «ottesdienst. — SamStag. 6 llhr: Beicht: ebenso 4—148 Uhr. Hellia-Krcnzkirch« Snielinge«. Samstag. 8—8 Ubr: Beicht.. — Sonntag. -47 Uhr: bL Kommunion: 5» 10 Ubr: Amt mit Predigt: >42 llbr: Andacht um Segen sür die Feld- srüchte: 2 Uhr: Bcrsammlung deS Mö-ter» Vereins mit Predigt und Segen. — Werb tagSaottcSdicnst um 147 llbr. — Mittwoch, 147 Ubr: ScbülergotteSdieiist. Sl^ Anlouinokavelle Eggcnftein. Samstag -48 Uhr: «eicht: 548 Ubr: hl. Melle. — Sonntag. 148 Ubr: Beicht: 5t8 Uhr: HL Melle: abends >48 llbr: Andacht um Segen für die Feldfrüchic. St. Martlnökirche. 6 Ubr: Beichtaelegen- beit: 148 Uhr: FrÜbmelle mit Generalkommunion des kathol. Jugend- und Juna» münnervcrcins und des MütlervereinS: 9 llbr: Ami mit Predigt, Cbristcnlebr«: 2 Uhr: Herz-Jesn-Andacht mit Segen: >48 llbr: Annascier des MüttervcrcinS. — Donnerstag, 547 Uhr: SchülcrgotteSdicnst und zugleich bl. Melle für den Müttcrvercin. — SamStag. 6 Uhr »nd von 4—9 Uhr Beicht- gcleacnbcit. Dnrlach. SamStag. von 4—7 Ubr: Beicht zcntlusandachten OeweilS 146 Uhr abends) beginnen Freitag, den 20. und schließen Donnerstag. den SS. d. Nt. St. Bernbardnökirche. 6 Ubr: FrÜbmelle: 7 llbr: bl. Melle: 8 Uhr: deutsche Stnainelle mit Predigt: 1410 Ubr: Predigt, Hochamt: 1412 Uhr: Sindc.'gottesdicnst mit Predigt: 2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge: 148 Ubr: Andacht zur bl. Familie: 4 Uhr: 8. Or- denSvcrfammlung. — Mittwoch, abends 149 Uhr: ÄcrnbarduS-Prcdigi v. H. Domkav. Dr. Gröber für alle. — Donnerstag) abds. 149 Ubr: Bernhardus-Predigi von Hochw. Domkav. Dr. Gröber für alle. — Freitag, abends 149 Ubr: Bernbardu»-Predigi v. Domkav. Tr. Gröber für all«. Liebfrauenkirch«. 6 Uhr: Frühmeff« mit Gcneralkommunion d«S Mütterverrln«: 7 U.: Kommunionmellc: 8 Uhr: deuifche Dingmelle mit Predigt: 914 Uhr: HauptgotteS- djenst mit Hochamt und Predigt: 1114 Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt: 154 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge: 214 Ubr: Andachs um Segen für die Felosrücki«. St. BonifatlnSkirche. 6 Uhr: Frühmelle: 7 Ubr: Kommunionmellc (MonaiSkommu- nion der Frauen): 8 Uhr: Sinamelle mit Predigt: 1419 Uhr: HauvigottcSdienft mit Predigt und Hochamt: 1412 Ubr: Sinamelle mit Predigt: 148 Uhr: Besper. — Mittwoch, 7 Uhr: hl. Melle für die Psarrgemeinde— Donnerstag. 7 Ubr: SchüleraottcSdienst (bl. Melle für die Psarrgemeinde): 8 Uhr: hl. Melle iür die armen Seelen. Hcrz-Jelu-Kirch«. >410 Ubr: Singmellc mit Predigt: >48 Uhr: Besper. — Donnerstag. 7 Uhr: SchülergotteSdienst. Ludivta-Wilhelm-Srankenhelm. Mittwoch, 6 Ubr: hl. Melle. tag und Donnerstag. 7 Uhr: Schüleraottes- dienst. — Samstag. 4—7 Ubr: Bcichtaclcaenb Siiibt. Krankenhaus. Samstag. 2—8 IT.: Beicht. — Sonntag, >49 Uhr: Singmellc mit Predigt. für die Jungfrauen und christenlebrvslich- tiaen Mädchen: 6 Uhr: Salvcandachi zu Ehren der lb. Mutter Gottes. — Sonntag, 6 Uhr: Bctchtgelegenbeit: >47 Uhr: FrÜbmelle und Monalskommunion sür die Jung- srauen; 8 llbr: SchülergotteSdienst mit Predigt: 1-10 Ubr: Predigt und Hochamt: 11 U.: Christenlehre für die Jünglinge: 8 llbr: Vesper. — Montag. 7 Ubr: Jahriagsmelle. — Dienstag, 147 Uhr: Jahriagsmelle. Altkatholische Stadtgemeinde: Anferftehnngskirche (Herbstr. 8). 149 Ubr: Deutsches Amt. 1114 Uhr: Gottesdienst in Rastatt. .Die Sbristengemelnschast, Kriegsstratze 18, na: fite. Dr, Rittelmever-Siuttgart). m. 9 Ubr: Menichenweihehandlung. >411 Uhr: Sonniagshanblung kür Kinder von 7—14 Jahren. WocheugotteSdieust: Mittwoch, vorm. 9 Uhr. 30 Karlstraße 30 bei Holz-Gutmann e*«t 12 Karlsruher Tagblatt, Samstag, den 21. JuN 1928 Nr. 201 Bade-Artikel Bade-Anzng tilr Damen und Herren, schwarze Hose mit bunt gestreiftem Oberteil. 3.25 Bads-Anzug für Damen und Herren, in vielen modernen Ausführungen. 5.75 Bade-Anzng, reine Wolle, schwz. m. fbg. Oberteil 10.75 BadS-CapOS, mod. Must in kleids. Form 19.75 > 5.75 8.00 Bademäntel f. Dam. u.Herr. i. gr. Ausw. 26.- 18.50 13.75 Bade-Schuhe, Stoff od. Satin, m. Gummisohle 2.25 1.75 Bade - Schuhe, ganz Gummi oder Stoff, mit Crepesohle. 4.50 3.75 Bado-Hfitzen für Damen und Kinder.. 0.95 0.65 0.3 5 Srirwimmhelme u. -Mützen in gr. Ausw. 2.75 1.75 1.35 Frottier-Wäsche Frottler-Handtnch, bunt kariert. 1.50 0.95 Frottier-Handtuch, bt.ocLweiß, schwer. 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Sämtliche Konzerte ausge führt vom Musikvereia Harmonie. tfinftcMen- SBtlHlltotn! platzt Ballon einschlieBl. Festpostkarte 60 Pf«. 4 Chr: Marsch mit Musllt zur Festhalle Mamstar, ZI. Juli, am Sehmieder. I Bi.. ” ' ‘ ’f«. 4 G_ zum Start der 1000 Ballone. 3-4 Uhr Platz- Milk. 10 Preise für die weitesten Flöge. 1. Preis: Preiflujr für Kind und Begleitung nach Mannheim! Stadt. Konzerthaus ©ommrtoperefie. Samstag. 21 . 7 . 1928 , abends 7 % Ubr. Die Försterchnitel dvereitt in 8 Akten. Musik von Gg. Jarno mit Käthe Itter. Johann. Müller a. G. Dir. I. Dewald. Ende 10% Ubr. Borverkauf: Mnsika- llenbandl. Hrfd Mül. ler. Kaiferlir,: Ber- Nr. 48 u. an d. Kalle des Stadt. Konzert- baufes von 10—1 Uhr u. von 8 Ubr nachm, ab ununterbrochen. Theater- Gemeinde. Operette»! Ausweise für verbilligte Eintrittskarten für die Overettenfpfele !. Stadt. KonzerthauS find am Montag, den 23 . u. Dienstag, den 24 . Juli. v. 8—6 Uhr, in der Geschäftsstelle zu haben: Schlotz» b e, i r k 8, II. Sonntag, 22 . Jnli 28 Fainilieil-Ausllilg midj Ettlingen WilhelvisWe. Tre'fvunkt 2% Uhr Blbfalbabnbol« Mctdeotn Durlndi Lerchenberg. Tel. 520 . Wegricht.: gelbe Pfeile Sonntag nachm, 8 Ubr Der boder von bindham Bolksstiick in 5 Allen von Herm. v. Schinid. Regle: Abi Walz. Sperrsitz 2 M, 1. PI. 1.80 Jl. 2 . Pfad 1 Ji, S. Platz 60 4. ReftanrationSbe trieb am Platze. Volksbühne hat bei der Sommer - Operette bedeutende Preisermäßigung! Ausweise hierfür täglich 5—7 Uhr im Büro der Sommer-Operette im Konzerthaus (Bühneneingang) Milgliedskart« vorseigen 111 Rad-Renn-u. Touren-KIuH Sonnta«, 22 . Juli, mittags 8 Ubr. auf der Radrennbahn zwfschen Ettlingen und Rüppurr grobe Radrennen wie r- hinter Schrittmacher. Auch dürfte der Heransforbernngskamps ,wischSchmitt, Karl, Jidelitas, u. Rauvv, Hermann, Rad-Renn- u. Tourenklub, grobes Jn- terelle finden. Abends 148 Uhr Abmarsch von der Radrennbahn uitter Borantritt der Musikkapelle zur Prefs- oerteilnng i. Berefnslokal z. 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