K»rl - ri» ßtx -3 ttt« «g. Kr. 247. Donnerstag, den 6. September 1838. Baden. * Karlsruhe, 5. Sept. Die Zeitungsartikel über bin ausserordentlichen Ertrag der diesjährigen Getreideernte (oft gewiß nur dem Wunsche nach wohlfeilerem Brod entsprungen) sind verstummt. Wir hören von allen Seiten Klage über theures Brod, und werden dadurch veranlaßt, daS Ergebniß der Ernte nicht durchaus für ein vorzügliches zu halten. Denn nicht allein aus einigen Gegenden unseres Landes, sondern auch aus der Ferne gehen Nachrichten ein, wie schlecht u. A. der Spelz gerbe, und wie sehr derselbe vom Brand gelitten, eine Folge deS andauernden RegenS bei'm Zeitigen und Einheimsen desselben. Gewiß wird unS nun Gelegenheit, bei der Versammlung der deutschen Landwirthr hierüber etwas Bestimmtes und Allgemeines zu erfahren. — Warum unser neuer Fruchtmarkt nicht auf das landwirthschaftliche Fest, oder überhaupt noch nicht eröffnet wurde, will Niemand wissen. Die Halle, gewiß eine der schönsten in Deutschland, ist schon seit längerer Zeit fertig. Nicht wenig wird dieselbe zur Würdigung der Qualität und des Pmseö der Früchte beitragen. **j- AuS dem Seekreise, 1. Sept. Nicht nur unter dem Hornvieh/sondern auch unter Schweinen und Schafen hat sich zu Pfukendorf, Berau und Bonndorf die Maul- und Klauenseuche verbreitet, weshalb die Bannsperre angeordnet, somit aller Verkehr mit vorgedachten Diehgattungen sowohl in als ausserhalb jener Ortschaften eingestellt worden ist. Mehrere sonst sehr besuchte Bieh- niärlte können dieser nothwcndigen Sperre wegen vorerst nicht abgehalten werden. **f Aus dem Ober lande, 3. Sept. Neulich hatte sich die Ehefrau des Markus Lösch von Lirl, im Bezirke Müllheim, von Haus entfernt,' um auf dem Felde zu arbeiten, und überließ ihr sieben Wochen altes Kind der Aufsicht eines 12jährigen Mädchens. Dieses legte Nachmittag- 4 Uhr das Kind in sein Brüchen, welches in einem Korbe sich befand, den die Mutter vorher in die Wiege gestellt hatte, und bedeckte dasselbe mit einem großen und schweren Halstuch. Da das Kind schlief, entfernte sich auch jenes Mädchen, und als die Mutter Abends wieder heimkani, fand sie den Kopf des KindrS in das Halstuch gewickelt, welches auf demselben gelegen, und nach Hin- wegnahme des Tuches ihr Kind erstickt. Wie die Untersuchung herausstellte, hatte das Kind, als es wahrscheinlich durch das Halstuch den Athem beengt fühlte und deshalb «wachte, mit dem ihm sreigelassenrn Händchen an dem Tuche gezogen und auf diese Art sich den Kopf in dasselbe verwickelt- Möge dieser Unglücksfall zur Warnung dienen! — Die schopsheimer Schützengescllschaft wird nächstens ein Freischießen veranstalten, wobei eine Preisverthei- lung im Betrage von vierhundert Gulden stattfindet. Das Freiehandschießen beginnt Sonntags, den 9. Sept., nach dem Frühgottesdienste und endigt mit der Tageshelle, wo nach beendigter Preisvertheilung die Glücklichen noch ein' Ball erwartet. Das Auflegschießen wird am Montag eröffnet und endet Abends mit Austheilung der Gaben. * Frei bürg, 3. Sept. Die heftigen Gewitterregen, welche seit 14 Tagen die Höhen und Thäler des Schwarzwaldes und des Kaiserstuhles befeuchteten, haben aufgehört und wir erfreuen uns seit vorgestern wunderschöner mondheller Nächte und des Tages einer höchst wohlthuenden Sonnenwärme, die aufdieTraubenzritigung, so wie überhaupt auf die gesammte Vegetation einen heilsamen Einfluß haben wird. Mannheim, 4.Sept. Die berühmte Klaviervir- tuostn Madame Drücken aus London, Pianistin der Königin v. England, Kammervirtuosin der Herzogin v.Kent rc. ist hier von Ems kommend, eingetroffen, wo sie in einem Konzerte welches sie gab enthusiastischen Beifall erntete. Des Tages darauf veranstaltete Se. kaiserl. Hoheit der Großfürst Alsrander ein Fest, welches Madame Drücken durch ihr ausserordentliches Talent verschönte, und dafür von Sr. kais. Hoheit dem Großfürsten mit einem Paar brillantner Ohrgehänge beschenkt wurde. Bey ihrer Durchreise durch Koblenz war von den dortigen zahlreichen Musikfreunden ein Konzert für sie veranstaltet worden, bey welcher Gelegenheit Madame Drücken sich allen Koblenzern unvergeßlich machte; es ist kaum möglich, den Eindruck zu beschreiben, welchen diese unvergleichliche Künstlerin durch ihr bezauberndes Spiel hervorbringt. Uebn'gens führt Madame Drücken ein Pianvforte aus der berühmten. Erard'schen Fabrik in London mit sich, welches an Schönheit , Kraft und Fülle des Tones bei Weitem Alles übertrifft, was wir jetzt von dieser Art Instrumente gehört haben. D a i e r n. Mün ch en, 30. Aug. Se. Maj. der Kaiser von Rußland, in der'Absicht, den königl. baierischm Generalen und Offizieren, welche an der am 18. d. M. bei München stattgrbabten Truppenschau Theil genommen haben, ein Andenken zu hinterlafsen an das Derweilen des hohen Ga- I .stes unter ihnen, haben geruht, einer Anzahl königl. Mi- 2520 litärs Ordensdekorationen zu verleihen, und solche nach allerhöchstihrer Abreise durch ihren Gesandten, Hrn. v. Severin, vertheilen zu lassen. (A. Z.) München, 3t. August. Von der Menge der, nach Kreuth übersendeten, Bittgesuche, Kunstgegenstände, schriftstellerischen Werke und Gelegenheitsgedichte, welche stch über 4,000 belaufen, werden die Meisten in natura den Einsendern und Bittstellern zurückgesendet. (N. K.) Augsburg, 3. Sept. Gestern haben Se. Mas der König so wie Se. Mas der Kaiser von Rußland unsere Stadl wieder verlassen, nachdem sic noch Vormittags einem großen Feldgottesdienst im Lager beigewohnt, so wie mehrere Merkwürdigkeiten und öffentliche Gebäude, namentlich das Militärspital und die Gieß - und Bohr-Anstalt besucht hatten. (A. Z.) Hannover. Celle, 31. Aug. ZI. kk. MM. haben Celle heute wieder verlassen; bei den Bewohnern ist aber die dankbarste Erinnerung an die vielfachen Beweise der Leutseligkeit und Herablassung geblieben, mit welchen die Huldigung der Unterthanenlreue und der Anhänglichkeit an das geliebte Herrscherpaar ausgenommen wurde. I. M. die Königin geruhten gestern, daS Arbeitshaus und die, unter Allerhöchstihrer Protektion stehende, Kinderbewahranstalt sich zeigen zu lassen, und widmeten, von den Anordnungen und Einrichtungen bis in daS geringste Detail Kenntniß nehmend, 2 Stunden der Prüfung dieser Anstalten. I. M. haben den Armen 50 Louisd'or, zur Vertheilung unter die Inquilinen des Arbeitshauses 5 Louisd'or, und für die Kinderbewahranstalt 10 Louisd'or als Geschenk zu überweisen gnädigst geruht, und so blicken denn auch die Dürftigen und die zarte Jugend mit dem gerührtesten Danke auf die Tage zurück, während welcher die geliebte LandcSmutter hier verweilte und so reichlichen Segen spendete. Hannover, 1. Sept. II. MM. der König und die Königin sind gestern Nachmittags im erwünschten Wohl- seyli von Celle hier wieder eingetroffen. — Se. Durch!, der Prinz Wilhelm von Solms haben sich von Celle ab «ach Braunschweig begeben. (Hann. Z.) Hannover, 29. August. Die Klage der sieben Professoren ist vor etwa 14 Tagen endlich bei hiesiger Justizkanzlei eingebracht worden; sie ist gegen das k. Kabinet gerichtet und fordert Weiterzahlung der Gehalte. Dem Vernehmen nach hat die Justizkanzlei i» einer, am 25. d. M. gehaltenen, Sitzung beschlossen, dem Kabinet vorläufig Anzeige von Einbringung der Klageschrift zu machen und Bestellung eines Mandatars aufzugcben. Die Nachrichten über die Ernte, für die man Anfangs gefürchtet hatte, lauten aus fast allen Thetlen des Königreichs sehr befriedigend. (H. K.) Oldenburg. Birkenfeld, 30. Aug, Die große Anhänglichkeit an das milde oldenburgische Haus, die das diesseitige Für- stenlhum gewiß nicht minder, als die alten angestammten Provinzen des Großherzogthums auSzeichnet, hat sich in diesen Tagen wieder auf eine recht erfreuliche und herzlj: liche Weile zu erkennen gegeben. Zum ersten Male nLm- l ch har die Grsßherzogin Cäcilie am 26. d. M., in Begleitung ihres Gemahls, des allqeliebten GroßherzogS, unser Land besucht. Von der Gränze des FürstenlhmnS an stellten sich bei Annäherung des Fürsteupaars die Einwohner der benachbarten Dörfer ihrem Orte gegenüber an der Landstraße auf. Fähnchen mit den Lanvesfarben trugen den Namen der betreffenden Gemeinde. Schnittermädchen überreichten Erntekränze. Fast in allen Oerlern -rare» Ebr. npsorten erbaut. So brachten die Einwohner dem imiiqstoerehrten Fürstenpaare auf eine recht herzliche Weise freiwillig ihre Huldigung dar. Die Großherzogin hal mS am 29. Morgens unerwartet wieder verlassen, um sich, wie eS heißt, an die süddeutschen Höfe zu begeben. Die Fürstin hat durch ihre Hoheit und Würde, wie auch durch ihre Leutseligkeit, alle Herzen gewonnen; insbesondre auch durch ihre Anwesenheit die freudigste Erinnerung an dal ehemals hier so trefflich regiert habende badische Haus erregt. Höchstderen Zusicherung des baldigen WiederkommenS wurde mit großer Freude vernommen. Se. k. H. der Großher- zog wird aber, dem Vernehmen nach, noch 14 Tage diu verweilen. (Frkf. Bl.) Freie Stadt Hamburg. Hamburg, 20. August. Das Dampfschiff „Leipzig" ist heute, Mittags, wohlbehalten hier angekommen, nachdem eS gestern die Wesermündung bei Bieren verließ, und innerhalb 2 Stunden die Elbemündung erreichte. Noch am selbigen Nachmittage ging daS Schiff nach Stade, wo eS übernachtete; und am nächsten Tage fuhr eS in der kurze» Frist von 1j Stunden von Stade nach Hamburg. Am 2. Sept. soll dieses schöne Schiff die erste Reise nach Magdeburg machen; es ist auf'S Prachtvollste dekorirt, und mit einem Salon u»dHerren-undDamen-Schlafzimmer versehen. (Köln.Org.) Großherzogthum Hessen. Aus dem Großherzogthum Hessen, 28 August. Wenn man in der „hessischen Zeitung" die Berichte auS den verschiedenen Provinzm über die landwirthschaftliche» Feste und Preisvertheilungen liest, wird man mit wahrhafter Freude erfüllt von dem Vortheilhasten und Prakli- schen dieser Einrichtung der drei landwirtbschaftlichen Per- eine. Durch sie ist der Viehzucht so unter die Arme g«- griffen worden, daß dieser wichtige Zweig der Landwirih- schast bei uns sich von Jahr zu Jahr der Vervollkommnung immer mehr nähert; durch sie sind in der landwirlh- schaftlichen Praris Verbesserungen aller Art, denen sonst das Borurtheil hemmend im Wege stand, etngeführt worden, die schon jetzt ihre guten Früchte tragen; durch sie endlich ist der Landmann zu einer ausserordentlichen Tätigkeit , zum Fleiß und zur Liebe für seine Beschäftigung angeregt und aufgemuntert worden, so daß ihm die Arbeit eine Freude, nicht eine Bürde ist. Noch einen anderen herrlichen Zweck haben diese landwirschastlichen Feste und Preisvertheilungen. Sie sind dem Landmanye eine Entschädigung für die Feste und Zerstreuungen der Städter; eS sind ländliche Volksfeste, die darum so viel Reiz haben, 2521 weil Ke anS der Natur der Sache hervorgehen, und nicht gesucht sind. Der Landmann leim durch sie einsehen, daß sei» Elanp ein ehrbarer, hochwichtiger in, daß er brachtet und gewürdigt ist, haß er stolz und zufrieden auf seine Beschäftigung Hinblicken darf, die eine Basis der StaaiS- ivohlfahrt ist. (N. C.) Sachsen-Meiningen. Nach einer Bekanntmachung im letzten Regierungsblatt hat der Gebeimerath und Ckefpräsidcnl Bahlkampf die Entlassung aus herzogl. Staatsdienst nachgesucht und erhalten. Preußen. Berlin, 27. August. Mit besonderer Strenge wird jetzt gegen die Buchbinder verfahren, welche an vielen Or« tm auch Handel mit gebundenen Büchern treiben, und so nicht allein dem Buchkändler Abbruch thun, sondern zuweilen auch verbotene Bücher und Nachdruck fetlbieten, ES ist ihnen nur das Zugestandniß gemacht wo,den, geistliche Bücher, Fibeln, Katechismen und die gewöhnlichen Schulbücher halten zu dürfen; wollen sie aber einen ausgedehnteren Verkehr nicht aufgeben, so soll von ihnen ein Examen als Buchhändler abgelegt, und die gesetzlichen Mittel, 6M Rthlr., zum Betriebe deö Geschäftes n.ichgewiesen werden, wonach sie förmlich als Buchhändler betrachtet werden und die bOreffende Gewerbsteu-r zu zahlen haben. - Auch die bestehenden Gesetze und Bestimmung.n weg.» deö Wanderns knS Handwerker sind vereint den Behörden zur genauen Nachachmng eingeschärft worb- n. Die Schwei» ist jedem Handwerker, um dort zu arbeiten, verboten, nur Apeth ker lolleii eine Ausnahme machen; auch für die Erlaubnis,. n ch Frankreich zu gehen, sind prohibitorische Bestimmungen erneut und nur ausnabniSweise die Reise gestattet, ganz besonders aber ist dieselbe den Buchdrucker- gehülfen verboten. (S. M ) »Münster, 30. Aug. Se. köniql. Hoh. der Prinz MH lm von Preußen t dem Hause Rothschild gibt den Ministern Hoffnung, die davouqe- trogene Schlappe auSzumerzm. Gen. Aldama ersetzt einstweilen den abwesenden Kriegsminister. — Ueber Oraa'S Ankunft zu Alcaniz herrscht kein Zweifel mehr. Als Verlust gesteht die madrider AmtSzeitnng nun ein, daß A Offiziere getödtet und 2,000 Mann dienstunfähig seye». Das letzte Bulletin Oraa's ist aus dem Hauptguarner Valdealgorfa vom 21. d. Der Oberbefehlshaber g> steht darin ein, daß ihm die Obhut deS schweren Geschützes die meiste Unruhe verursachte. Deshalb ist die Nachricht seines Einzugs in Alcaniz ohne neuen schmerzlichen Verlust von höchster Wichtigkeit. Kurs der StaatSpapter« 1» Frankfun a. M. Den 4. Sept, Schluß 1 Uhr. spZt.i Pap. Geld. Oesterreich Metall. Obligation«« 5 — 106,', do d». 4 — lOOj do. d». 3 — ^ 7yz st» Bankaktien — 1720 « st. 100 Loos» bet Roths. — 262 Partialloos« ho. 4 — 1514 * fl. 500 do. d». — 125z S Brthw. Obligationen 4 99z — S dt. do. 4, — 101j Pr«H«l StaatSdchuldschet«« 4 — 1041 Prämlcnjchein« — 66j vale« Obligationen 4 102 Frankfurt Ooligationeu 4 — 1014 Eisenbabnaktien «250 fl. 3. 3, — 281 Baden Nentmscheine — .Olt Darmstadt fl.50Lor.se b.Solln.«. Vdltgatlinev >00j st. 50 Loose — i.2 st. 25 Loose — 23t Nassau Obligationm b.R ths. st 25 Loos« 3. ?8z — — 22» Hollavd z-tt gral« 2, — 53 Epant.N Attivichuld 5t — 91 Pole« Lstterieloos« Rtl. — 66j do. . st. 500 — 77j 2525 StaatSpapkere. Paris, 3. Sept. Sprozent. konsol. 111 Fr. 25 El.; Iprozent. 10t Fr. 50 Emt.; 4jprozent. — Fr. — El.; Zprozent. 80 Fr. 65 Et. Bankaktien 2615.—. Kanalak- tien —. —. Rom. Anleihe 101 i; belg. 104; viemont. neap. R. 99. 55. Span. Akt. 20L; Paff. —. St. Sermainetsenbahnaktien 810 Fr. — Et. Vers. Eisen- babnaktien, rechtes Ufer, 740 Fr. — Et-, linkes User 585 Fr. — Et.; Eetter do. — Fr. — Cr.; Epinar do. — Fr. —Ct.; Mülhausener do. — Fr. — Et. Gos- erleuchtungSgesellschast —. Dampfschifffahrtaktien (Pecq) — Fr. — Et. Wien, 30. Aug. 5vrozentige Metalltques 107j; 4prozmt. 100z; 3prozent. 81; 2jprozent. —; 1834er Loose — ; Bankaktien 1444; Nordbaim 107^; Mat- ländn Eismdahn 107^; Raaber E. B. — R«>iqi»t «Mts« Berantwortltchkeit von VH. Macklot. K u n st n o t t z. DaS kunstliebende Publikum hiesiger Residenz wird hikrdurchauf ein mechanisch musikalisches Kunstwerk lPan- orchestnon) aufmerksam gemacht» welches Herr Duffner aus Tiyberg im Schwarzwald verfertigt hat. und welches bis zum Beginn des landwirthschaftlichen Festes im Saal des rothen Hauseö ausgestellt bleibt, wo es in ben Vormittagsstunden vou 10 bis 1 Uhr Nachmittags von 3 bis 7 Uhr zu hören ist. Die vielfachen Beurthei- lungen dieses Instrumentes, welche bereits in den öffentlichen Blättern erschienen, so wie die rühmlichen schriftlichen Zeugnisse der HH. Hofkapellmeister Strauß, des k. russischen Kapellmeisters Rubim und mehrerer ausgezeichneten Virtuosen machen eS überslüßig die Vorzüge dieses Kunstwerkes zu analysiren. ES bleibt nur zu bemerken übrig, daß der Effekt des Instruments durch ein geschlossenes Lokal begünstigt wird, im Freyen aber der Wechsel der Witterung auf die Reinheit der Stimmung «inen ungünstigen Einfluß ausübt und es sowohl im Interesse der Kunstliebhaber, so wie in dem des Erbauers des Panor- chestrion liegt daß dasselbe an einem Orte gehört werde, wo best n Zartheit, Feinheit und Präzision durch kein örtliches Hinderniß gestört werden könnest. Karlsruhe den 4. September 1838. A. Z. Auszug aus den Karlsruher Witterung beobachtungen. 4. Sept. Varoms-Thermome-I«..-^ Witterung ter i "r. «. 7 U M. 5 N R 11L 272.11,4L. 10,7Gr.äb.0 27fl. 9,6L.j l7.9Gr.üb.O ' S.4L.>10.7Gr.üb.0 !U27Z. OSO heiter NO NO heiter heiter Sroßherzogliches Hoftheater. Ddvuerstag, den 6. Sept.: Hie ist wahnsinnig, Schauspiel ln 1 Aufzuge, nach dem Französischen, von Kurländer. Hieraus: List uizv Phlegma, Liederspiel in 1 Aufzuge, von Ängely. Freitag, den 7. Sept.: Mit allgemein aufgehobenem Abonnement, zum Voltheil des Hrn Dessoir, zum ersten Male: Lorbeerbaum und Bettelstab, oder: Drei Winter eines deutschen Dichters, Schauspiel in 3 Aufzügen, von Karl v. Holtet. Hierauf: Bettelstab und Lorbeerbaum, oder: Zwanzig Jahre nach dem Tode, Nachspiel in 1 Aufzuge. Hr. Dessoir, vom k. k: ständischen Theater in Pesth: Heinrich. Todesanzeige. Am 30. August 1838 starb schnell und unerwartet zu Ehrfladt bei Sinsheim, wo er bei seinem Sohne auf Besuch war, unser geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater, der großh. Kanzleirath Srrohmayer in einem Alter von 69x Jahren. Mit der Bitte um stille Theil- nahme geben wir unfern Verwandten und Freunden von diesem schmerzlichen Verluste Nachricht. Die Hinterbliebenen. Nr. 8.909. Schopfheim. (Aufforderung.) Unter'» 22. Februar 1818 wurde zu Ottwangen von herumzi henden Per, sonen Lorenz Leg «aut geboren, der in diesem Iahe« konskrip- lionspflichtig wird. Bon seinen Kamklienverbäilmffen ist we rer Nichts bekannt, als daß sein Bater ebenfalls unter dem Namen Lorenz Leg«aut tn dem Lnifouche vorkömmt. Diesen konskripkionspfl'chklgen Lorenz Legault, dessen Hei- math und Wo-nvrt gänzlich unbekannt ist, fordern wir uuv auf, sich bi« zum IS. Sept. d. Z. dahier zu stellen, und ersuchen zugleich dr« großh. Behörden, wenn derselbe tn einer »uka-hmsliste Vorkommen sollte, uns davon gefällige R-chricht zu geben. Hchopfheim, dra 23. Aug 1834. Großh. b-d Bezirksamt. Klein. Nr. 11,632. Waldthut. (Entmündigung.) D'eElk- sabetha Bä» l e von Nieoeewihl wird wegen Verkandesschwäche entmündigt und unter Pflegschaft des dortigen Bürgers Kranz Mutter gesetzt. WaldShut, den 1. Sept. 1838. Großh. da». Bezirksamt. Dreyer. «r 17.496. Freiburg. (Zurückgenommene Schul» den tiquid arivn.) Nachdem ver hiesige penstönirie U iverst- lälSbuchdalter, ^oh. L-ptist Schwarz, sänmtli»e Schulden res in Gant « kannten Handelsmanns Friedrich Be hrle zur Zahlung übernommen und die eriolgle Tilgung tes größten Theils der Zoe. deeungea der bek n ten Gläubiger nachqewiesen, für den ueder, est aber bis zu erfolgender vollständig geleisteter Zahlung hinreichende Kaution gest llt bat, so wird das fiühee eingelelter« Gantoerfad- ren sistirr und in Folg« dessen die auf den 13. Kepi. d. I duich diesseitigen Bfschluß vom 19 v. M. aabrrauwte Lagfahrt zur Echu denliquidalion a»durch wide,rufen. Krervurg, den 16. Aug. 1838. Großh. da». Stadtamt. Kr. Schütt. vät. DLrffer. 2526 "'tt Karlsruhe. (Anzeige.) Bei den Unterzeichneten sind Billett auf die Tribunen 1 — 6 des landwirthschafil. Festes zu haben. I. Ochs, Witth zum Strauß, ' Waldhornstraße Nr. 5S, Knvch. Steindrucker, Karlsstraße Nr. 37. Gesuch. Es sucht Jemand unter billigen Bedingungen eins nicht sllzugroße Wirtschaft zu miethen; es dürste dieselbe in hiesiger Stadt oder in deren Näh« gelegen seyn. Wer? sagt das Komtoir der Karlsruher Zeitung. Kippenheim. (Gesuch einer Lehrlkng- stelle.) Ein junger Mann wünscht bis Michaelis in eine Apotheke als Lehrling zu treten. Nähere Anfragen erbittet man sich in portofreien Briese» an Herrn > Kirchenrath Engler in Kippenheim. Karlsruhe. (Logis.) In einer der angenehmsten s Lagen der Stadt find ein oder zwei möblirte Zimmer zu , vermieten und können sogleich bezogen werden. Wo? ist «im Komtoir der Karlsruher Zeitung zu erfahren. Heidelberg. (Nachricht.) Eltern, die ih- fe Söhne an dem Unterrichte des großh. Lyzeums, der höher» Bürgerschule, oder einer der andern Lehr- anstaUen dahier beteiligt sehen möchten, diene zur Nachricht, daß ich bereit bin, noch einige Knaben bei wir aufzu- nehmen, sie in den übrigen Stunden teils selber, theils von mir hierzu bestellte tüchtige Lehrer zu beschäftig», sie in der Religivvs- lebre zu unterrichte», so wie überhaupt mich ihrer Leitung und der elterlichen Sorge für dieselben vollständig zu unterziehen. Heidelberg, im August 1838. II» . «ESä/de«», israelitischer Prediger und Oberlehrer ' dahier. Steinmauern. (Steinkohlenverkauf.) Bei Ioh.Becker zur Sonne sind beste Ruh,orte» Steinkohlen, derIent- ner s 1 fl., zu haben. Heidelberg. (Braukessel zu verkaufen.) Drei Braukessel von 27 Ohm, 14 Ohm und b'/» Ohm, welche roch in ganz gutem Zustand sind, habe ich in Auftrag um billigen Preis zu verkaufen. Franz Schäfser in Heidelberg. Freiburg. kDienstantrag.) Bei diesseitiger Stelle ist ein Lheilungskommissariat vakant, das sogleich «dir nach einem Vierteljahr angetreten ^werden kann. Freiburg, den 2. Sept. 1838. Großh. bad. Etadtamtsrevisorat. Hermanuz. Nr. 5,675. GernSdach. (Dienstantrag.) Rach Ablauf von 3 Monaten wird die Stelle eines zweiten Aktuars dahier. welche nur mit einem rezipirten Skribenten beseht werden darf. erledigt. Der Gehalt besteht aus 350 fl. und kan» nach Ilmständen noch etwa- erhöht werden. Die hierzu Lusttragenden belieben sich an dm untkrjeichneten Amtssorkand zu wenden. Gernsbach, den 17. August 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Oehl. vär. Weihrich. Nr. S19. Dörrheim. (Salzsäckelieserung.) Dies- festige Stelle wird im Kalenderjahr 1839 ohngeführ 15,000 Stück einen Zentner haltende und S5;000 Stück zwei Zentner haltende Galzsäcke nLthig haben, welche zur Lieferung im Sumissionswege in einzelnen Parlhien oder im Tanze» »ergeben «erden sollen. Die ausführlichen Bedingungen, nach welchen kein Mustersack nöthig wird, können täglich dahier eingesehen und ebenso von un- terze chneter Stelle uncntgeldlich einverlangt werden. Die Angebote müssen nicht nur den Preis für 100 Stück Sln- oder Awri-Zentnersäcke, sondern auch die in jedem Monat zu liefernde Anzahl derselben enihalten, weiche Zahlen auch mit Worten geschrieben seyn müssen. Die Einreichungszeit ist längstens bs 1. Oktober 1838 festgesetzt, und sind mit der Aufschrift! --Sa lz sä ckekiefertnig betr." versiegelt einzusenden, wobei auf später einkommeade Angebote keine Rücksicht genommen werden wird. Mit denjenigen, welchen Lieferungsanthcile zukommen, werden sodann zeitlich genug die näheren Verträge unter BürgschaMi- stungen abgeschlossen werden. Dürrheim, den 24. Aug. 1836. Großh. bad. Salineverwaltung» Baron v. Althau«. Nr. 13,399. Buchen. (Bekanntmachung.) Karl August Rekalinger ist am 30. April 1838 zu Mudau, diesseitl-- gen Amtsbezirks, geboren und gehört deshalb zur Konskription pro 1839. Da dessen Heimaths - und Aufenthalts-Ort unbekannt ist und nur so viel über seine Familienverhältniffe vorliegt, daß seine Mutter aus Kirchhausen gebürtig siy«, und da nach eingezvgerm Erkundigung dieses Geschlecht tn der Gemeinde Kirchhausen, Bezirksamt« Schopfheim, gär nicht eristirt, so bringen wir dies zu«, öffentlichen Kenntniß, um die beireffenee Heimathsbehörde zur Ausnahme des Karl August Rekalinger in die Konst,iptionsliste zu veranlassen. Buchen, dm 15. Aug. 1838. Groß-, bad. Bezirksamt, richtenauer. väe.. Schubert. Rr. 14,089. Buchen. (Bekanntmachung.) Der Aufenthalt«- und HeimathsDrt des Johann Joseph Wild, welcher nach dem pfarramtlichen Auszuge aus dem Geburksvuche am 22. Avv. 1818 zu Hetlingen, diesseitigen Amtsbezirks, geboren wurde und zur Konskription pro 1839 gehört, ist ebenso unbekannt,. als der seiner Eltern, von denen man nur so viel weiß, daß der Water Michael Wild und die Mutter Katharina Orth heißt, und beide einem vagirenden Lebenswandel ergeben waren. Dies wird zur öffentlichen Kenntntß gebracht, damit die betreffende Heimathsbehärde den konskriptiovspflichtigtn Johann Joseph Wild in die Konskriptionsliste aufnimmt, insofern es noch nicht geschehen seyn sollt«. Buchen, den 22. Aug. 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Lichtenauer. rät. Schubert. Rrj 317. U'nterSwtsheim. (Wetnyerkauf.) Von dem hiesigen 1837er Weinvorrathe werben ca. 20 Fuder aus der Hand, und zwar zu Pa.rthim bis zu 1 Ohm, verkauft. Die Abfassung kann jeden Montag, Dienstag, Donnerstag u, Freitag in den Vormittagsstunden stattfiaden» Unteröwisheim, »m 30. Aug. 1838. Großh. dad. Dowänenvcrwaltung. * Poetz. Mit einer Beilage. Verleger uudDruLsr; PH. Maoklot,