Karlsruher L eit« «g. Nr. 278. Montag, den 8. Oktober 1S3S Bade». **f Konstanz, 1. Okt. Der in Italien ansässige und ' daselbst begüterte Napoleonide, welcher die fretburger Versammlung der teutschen Naturforscher mit feiner Gegenwart beehrte, ist ein sehr gelehrter Mann, der mit Emsigkeit und günstigen Erfolgen naturwissenschaftlichen Untersuchungen obliegt. Zn einer der Sektionssitzungen der Zoologie las er werthvolle, von ihm selbst verfaßte, Beiträge zur Naturgeschichte der Fische vor, die er auf eine neue, ei- genthümliche Weise klassifizirt. Die Herren v. Martius, v. Buch und andere Männer vom Fache haben sich über diesen Vortrag in höchst anerkennenden Ausdrücken in mehreren Gesellschaften ausgesprochen und dem Scharfsinne des Prinzen hohes Lob gezollt. Freiburg, 2. Okt. Es dürfte nicht uninteressant seyn, den Entwicklungsgang der Versammlungen deutscher Naturforscher und Aerzte schon aus einer Zahlangabe der jährlichen Theilnehmer zu ersehen. Natürlich wirken bei der Frequenz dieser Versammlungen mancherlei Umstände bald mehrend bald mindernd ein, insbesondere bringt für Städte wie Berlin, Hamburg, Wien das große Kontingent, welches sie selber zu den dortigen Versammlungen liefern, ein unmittelbares Uebergewicht hervor. Das Ganze ist aber noch immer in sichtlichem Wachsthum begriffen: 1822 hatte die erste Versammlung und zwar in Leipzig statt; sie bestand nur aus 15 Mitgliedern; 1823 in Halle zählte man 38 Mitglieder; 1824 in Würzburg 37; 1825 in Frankfurt a. M. 88; 1826 in Dresden 115; 1827 in München 156; 1828 in Berlin 458, worunter 195 Berliner; 1829 in Heidelberg 273; 1830 in Hamburg 412, worunter 154 aus Hamburg und 67 aus Dänemark; 1832 (nachdem 1831 die Versammlung durch die in Wien geherrschte Cholera vereitelt worden war) in Wien 462, worunter 226 Wiener; 1833 in DreSlau 273; 1834 in Stuttgart 540 , davon aus dieser Stadt selbst 86; 1835 in Bonn 484; 1836 in Jena 370; 1837 in Prag 373, 1838 in Frerburg 534. So wie Hamburg zahlreiche Theilnehmer aus dem benachbarten Dänemark und den übrigen nordischen Ländern herbeizog, und Bonn reichlich von französischen, niderländischen und englischen Gelehrten besucht wurde, so bildet Frciburg einen erwünschten Ver- einigungSort für Franzosen und Schweizer mit den Deutschen. Die Fremdenltsten des Tageblattes der freiburger Versammlung nennen 54 Mitglieder aus Frankreich und 72 aus der Schwei». Die Bande; welche durch solche Zusammenkünfte von Männern aus den verschiedensten Rationen geknüpft werden, können nur von sehr erfreulichen Wirkungen für gegenseitige Anerkennung, geistige Anregung und wissenschaftlichen Fortschritt seyn. Mannheim, 6. Okt. In Bezug auf die neulich an- gezeigte Verordnung der hessischen Regierung, die Vertilgung der Raupennester betreffend, welche Verordnung auch jeden Badener auf seinen Nutzen aufmerksam machen kann, tragen wir folgende Bemerkung nach: Gewöhnlich sind eS nur die, in dvn Blättern der Bäume sich befindenden, Raupennester, welche beachtet und vertilgt werden; aber wie wenig ist damit gethan, wenn man blos diese Puppen und nicht auch die Eiernester zu vertilgen sucht! Es wird nämlich ein kleberiger Saft um die nackten Aestchen der Zweige gesponnen, und da hinein werden die Raupeneier gelegt. ES verhärtet sich dann diese Masse und bildet einen zierlichen Ring um das Aestchen, gleich einem Fingerring mit mehreren hundert kleinen Mosaiksteinchen eingelegt; denn es sind oft 300 —500 Eier, die in wunderbarer Regelmäßigkeit in den Saft gelegt und darin ei'nge- härtet sind. Dem Anfühlen nach ist das Ringelchen horn- hart; eS ist aber leicht zu durchschneiden» und dann sicht man den gelblichen Saft der Eier, der, besonders wenn die Masse etwas gedrückt wird, reichlich herauösticßt. Ohne Vertilgung dieser Aestchenringe nun können die Raupen auch nicht vertilgt werden. Die Sonne brütet sie aus und wenn sich an einem Baume nur 6 — 8 solcher Ringe befinden, so wird derselbe im nächsten Jahre von 3,000 bis 5,000 Raupen überfluthet. Die Ringe müssen aber nicht bloS (ohne den Zweig) abgelöst und zur Erde geworfen, sondern ganz zertreten werden, weil die Eier sonst in der harten Masse nicht zu Grunde gehen und auch aus dem Boden durch die Frühlingswärme gedeihen. (M. I.) Baker». München, 1. Oktober. Fluthen von Thränen, Stürme von Seufzern strömten und brausten gestern durch die übervollen Theaterhallen bei Eßlair's Wiederauftreten und seiner unvergleichlichen Darstellung des Dallner in Jffland's Dienstpflicht. Selbst in Augen von Männern und Jünglingen glänzten Thränen, die Schiller die „Beglaubigung der Menschheit" heißt. DeS großen Meisters Jffkand herrliches Drama ist selten noch, seit er eS geschrieben — eS sind nun mehr als 50 Jahre — mit solchem Einklang guter Bestrebung und Richtung, wie gestern, aufgeführt worden. Der Feldherr Eßlair, dieser Veteran der Kunst, dieser Vulkan mit dem Scheitel voll Schnee und der Brust soll Glmh, befeuerte daS Heer, wo ihm würdige Kunstgenossen zur Seite stehen. An dieser Darstellung sah man wieder einmal, was deutsche Künste ler sind und können, wenn ihre Rollen rein und acht menschliche Jnteress.-n tief erschöpfend berühren, wie Iff- - lauL's Dienstpflicht. Der mit frischer Kraft, wie mit frischen Kränzen von seinen Reisen zurückgekehrte Eßlair wurde stürmisch-froh empfangen, und eben so herausgerufen; er sprach dann einfach-rührende Worte, recht aus der Seele, die uns Allen wodl thaten, und wenn man sie auch nie- derschrtebe, der Blick, der Ton läßt sich ja nicht muschrei- ben! Morgen sehen wir ihn, wenn anders der Großfürst Thronfolger eingetroffen ist (auf Höchstbessen Wunsch die Anglikaner und Puritaner, der Verschwender, und Wallen- stein's Tod gegeben werden), wieder groß als den großen Herzog von Friedland. (N. Ä.) München, 3. Okt. Der Magistrat glaubte einigen Wechsel in das bevorstehende Okioberfest zn bringen, indem er einige Laufipiel« anordnete, nämlich ein Laufen auf eine Entfernung von 600 Schritten ; ein Laufe» - Stabspringen auf eine Entfernung von 269 Schritten; ein Bogenlaufen auf eine Distanz von 125 Schritten; ein Seilziehen von 60 jungen Leuten ausgeführt; ein Thorlaufen auf «ine Entfernung von 50 Schritten, denselben Lauf rückwärts, und einen Schlußzug. Dem vielfach öffentlich geäusserten Wunsch, dnrch Einladung der hiesigen MilitärmusilcorpS an den Nachmittagen genußreiche musikalische Produktionen zu veranstalten, scheint man durchaus nicht Gehör geben zu wollen, und das Publikum muß seinen Gehörsinn gleichwohl Lurch die Mißtöne der herumziehmden Fiedler quälen lassen. — Einige empörende Handlungen zügelloser Rohheit sind wieder in unserer Nähe vorgefallen. Ein Invalide zu Fürstenfeld wurde auf einem Spaziergange überfallen, seiner Medaillen beraubt und erschlagen. — Zn der Vorstadt Au geriethen zwei Brüder, durch vieles Trinken erhitzt, in so heftigen Wortwechsel, das der eine ein Beil ergriff und seinem Bruder die Hand weghieb. — DaS Schweiger'sche Volkstheater, welches sein Publikum in den letzten Wochen meist mtt Produkten derBirch- Pfeiffer'schcr Muse regalirte, ist nun geschlossen (F. M.) München, 3. Okt. Die Theresienwtese ist bei dem gegenwärtigen günstigen Wetter bereits sehr zahlreich besucht, und man verspricht sich von dem heurigen Oklobec- feste doch auch wieder manches Interessante eigener Art. Der Fechtmeister Gruber wird mehrere Tage hindurch Turnübungen mit sechzig Personen gehen, welche — für uns neue Erscheinung allgemeine Theilnahme finden wird. lN.K.) München, 4. Okt. Als Se. kais. Hoh. her Großfürst-Thronfolger gestern im beleuchteten Theater erschien, wurde er vom Publikum freudig bewillkommt, und alle .Blicke waren auf die große Hofloge gerichtet, wo ausser dem Großfürsten auch ZI. kk. HH. der Prinz und die Prinzessin Christian von Dänemark zugegen waren. Diesen Morgen hat der Prinz mit fortgesetzter Beschauung der hiesigen Merkwürdigkeiten zugebracht ; Mittags war große Tafel bei Sr. Hoh. dem Herzog Mar in Kaiern, wie gestern bei Sr. k. Hoh. dem Prinzen Karl von Dai- ern. Morgen, sagt man, soll ein Arlillertemanöuver nach dem neuen System stallsiuven. Die Abreise des Großfürsten ist bis jetzt auf SamStag Morgen festgesetzt; er begibt sich über Innsbruck nach Varenna am Comex. fee, uno soll Willens seyn, nach seiner Rückkehr unsere Stadt mit einem zweiten und langem Besuche zu erfreuen; diesen Men» wird er der Oper: »Tie Hugenotten" (Anglikaner) beiwohnen. (A. Z.) ' Von der Regnitz, 4. Okt. Ein Augenzeuge berichtet, daß die Versammtung der Philologen in Nürnberg gegen 70 Lehrer gezählt habe, und sehr heiter und geisiauregend war. De Borträge deS Missionärs Schund uuv deS Rektors Doederlein von Erlangen brachten namentlich sehr günstige Eindrücke hervor. BemerkenSwerth war, daß die berühmten Lerikographen Rost und Wüste- mann, noch junge, heitere Männer, erschienen, denen man den lerikographischen Schweiß nicht anmerkt. Zum Vergnügen und zur Bequemlichkeit der versammelten Lehrer hat die Stadt Nürnberg sehr Vieles geleistet. Auffallend war, daß so wenig katholische Professoren erschienen. — Aus RegeuSburg wird geschrieben, daß der dortige Domherr Allioli, Herausgeber der bekannten Bibelübersetzung, nach Augsburg als Dompropst ernannt sey. Freie Stadt Frankfurt Frankfurt, 3. Okt. Wegen Mangel eines paffenden Lokals wird in diesem Jahre keine Gemäldeausstellung stakt finden. Auch die Gewerbeausstellung wird diesmal unterbleiben. Die Frucht- undBlumeu-Äusstellung, die am Sonntag geschlossen wurde, soll kein sehr befriedigendes Resultat, im Vergleich zu früheren Jahren wenigstens , geliefert Haben. (S. M.) G r o K h e r z o g t h u m Hessen. Darmstadt, 28. Sept. Das neue Ständehaus ist im Innern und Aeuffern vollendet und erwartet, eine Zierde unsers schönsten öffentlichen Platzes, seine Inauguration und feine Gäste. Der Landtag wird allem Anscheine nach die Stände während des größten Theils deS Jahres 1839 an die Residenz fesseln. Zu den wichtigsten Arbeiten werden .voraussichtlich größere Werke der Rechtsgesetzgebung gehören. Preußen. Berlin, 29. Sept. Der „Verein zur Stärkung und Heilung deS Körpers mit kaltem Wasser" befindet sich in dem besten Gedeihen. Die Zahl der Theilnehmer, die alle auf ein Jahr sich verbindlich machen müssen, ist bereits auf 97 gestiegen, und sobald 100 beisammen find, soll em höheres Beitriitsgeld genommen werden. Obgleich die mue Einrichtung nur seit einem Jahre besteht, so denkt man schon an die Anlegung von Filialen in anderen Gegenden t er Stadt. DerLieutenant v Fatkenstein, der auf eine wunderbare Weisevon Prieswtz in Gräsenberg selbst berge« stellt wurde, ist in diesem Augenblicke mir der Enlw>rsung einer Schrift über die Anlegung solcher Anstalten beschäftigt. Tiejeuiqen, welche ohne Borurtbelle über die Sache denken, ballen eine solche Kur für vonrefflich, unter gewissen Umständen, bei zu raschen Uebergänge» aber für gefährlich, weshalb die Zuziehung eines Arztes stets unentdehrdch erscheint. — Zu den erfreulichen Erscheinungen in körperlicher Beziehung gehört auch das Gedeihen der für das weibliche Geschlecht eingeführlen Turnaustalten. Diesel- den werden fleißig und gerne besucht, und viele unter de» Tbeilnehmerinmn find schon so geschickt, daß sie die gefährlichsten Sprünge machet» können. (F. M> Köln, 3. Okt Wir vernehmen so eben, daß morgen das eilste Dampfschiff der kölner Gesellschaft hier eintreffe« wird. Dasselbe ist ganz von Even, mm wiederum ein achtes Nationalschiff, erbaut in den Werkstätten der HH. Jakobi, Haniel und Huyssien in Ruhrort und Srärkerath. Es wird von Augenzeugen gerühmt, daß dessen Eleganz und bequeme Einrichtungen Alles überbieken sollen, wäS bisher noch aus dem Rhein erschienen ist. AuS der nämlichen Quelle erfahren wir, daß das zwölfte, dreizehnte unv vierzehnte Dampfschiff dieser Gesellschaft ihrer Vollendung rasch entgegen schreiten und uns in den ersten Tagen des nächsten Frühlings erfreuen werden. In der, am 17. v.M. abgehaltenen, Generalversammlung, wovon uns nächstens mehr zu erzählen erlaubt worden ist, haben wir gehört, daß bei dieser Anzahl Schiffe nicht stehen geblieben werden soll, senden» mehr noch zu erwarten steht, worauf wir unS, der Ehre unserer Vaterstadt wegen, herzlich freuen. (Köln.Z.) Eaub, 2. Okt. Heute, Morgens gegen 3? Uhr, scheiterte und sank daS, auf der Fahrt von Main; von Rotterdam begriffene, Schiff des Schiffers KrüSmamr unweit der Marler an derirtben Stelle, wo vor 2 Jahren der Schiffer Oberbahn von Mann verunglückte. DaS Schiff ist geborsten und wird nicht mehr zu retten sepn; um die Bergung der, auS 2,831 Zentnern bestehenden, Ladung zu versuchet», smd die erforderlichen Vorkehrungen getroffen. Holland. Bätavia, 4 Mai. Unsere Handelsverbindungen mit den britischen Besitzungen auf Neuhollauv mehren sich mit jedem Monate; denn auf der hiesigen Rhede liegen jetzt immerwährend aus dem britischen Indien kommende und »rach Nensüvwales oder nach dem Schwaueiifluffe bestimmte Fahrzeuge vor Anker und laden hiesige Produkte- Bor Allem scheint die Kolonie am Schwanensluff« für uns das meiste Interesse zu bekommen, da alle europäischen Erzeugnisse, namentlich Vieh, dort vortrefflich gedeihen, und eine Fahrt von dort blS hierher nur 14— 20 Tage dauert. Mehrere Schiffe, von der Kolonie am Schwanen- ffusse kommend und nach Kalkutta und Madras bestimmt, die vorzüglich mit Schlachtvieh und Pferde»» beladen waren , haben hier einen großen Theil ihrer Ladung abgesetzt , und die eingesührten Pferde vertragen das hiesige Klima besser, als die englischen ui d peiffchrn. Wie groß auch die ih ppigkeit deS PflanzemvuchseS auf Java ist, so Insert doch daS Thierreich, Vögel ausgenommen, bier in dreier Hinsicht le ne guten Resultate, namentlich find die Säugcth'eie hier sehr mager. Em Rind, welches 250 Pfund wiegt, wird hier schon für lehr fett und schwer gehalten. Die Pferde sind hier von sehr kleiner Raffe, gleich den lilhauischen in Europa; sie sind gut zum Lasttrogen, aber zum Fuhrwerke taugen sie nichts. NebrigenS soll aber auf Neuholland unter den Kolonisten großer Mangel an Frau,» herrschen, weshalb von den Chinesen, welche sich von hier dahin wenden, ihre maläyischenFrauen I und die weibliche Dienerschaft stets mitgenommen »verteil 2822 Noch soll die Kolonie am Schwanenflusse das Gute ha- den, daß die dort etnwandernden Fremden, gleichviel welcher Raffe sie angehören, ihre eigenthümliche Farbe behalten M, was doch hier sowohl, als in manchen andern Ländern mit den Fremden nicht der Fall ist. Hier z. B. bekommen sämmtliche einwanvernde Chinesen eine braunere, und die einwandernden Europäer eine Leichenfarbe, während doch die hier geborenen Kinder derselben eine weit weißere Farve als die Bewohner Nordeuropas haben. Ohne daS mindeste Roth auf den Wangen und nur mit blaß- rothen Lippen gleichen diese ganz Figuren von weißem Wachs. .(Lpz.A.Z.) Belgien. Belgien, 2. Okt. Die HH. Fallon und Dujardkn gehen wieder mit neuen Instruktionen nach London, um au den Verhandlungen wegen der Schuld Theil zu nehmen. Italien. Messina, 25.Sept. Es herrscht zwar äusserlichtiefe Ruhe auf der ganzen Insel Sizilien, doch fährt die Regierung fort, die strengsten Ueberwachungsmaaßregeln zu unterhalten. Ganz speziellen Anlaß und Grund dazu gibt ihr die, nunmehr in voller Blüthe stehende, Preßfreiheit auf der Insel Malta, deren Erzeugnissen den Eingang zu verwehren alle deshalb getroffenen Anstalten nicht immer zureichen. Mit diesen Anstalten aber sind, was daS Schlimme bei der Sache, nicht selten Jnkonvenienzen verknüpft, die für den ruhigen und friedlichen Bürger fast als Plackereien zu betrachten sind. So reicht es z. B. hin, Zusendungen von jenen Erzeugnissen zu erhalten, um in Untersuchung , die gemeinhin mit persönlicher Haft beginnt, gezogen zu werden, und dem Angeschuldigten bleibt der oft schwer zu führende Beweis überlassen, daß der auf ihn gefallene Verdacht ungegründet war. Man versichert, daß mehrere kürzlich zu Palermo stattgehabte Verhaftungen voll- kommen loyal gesinnte Personen betroffen haben, die lediglich den Fehler begingen, Zusendungen der Art nicht sofort der Behörde angezeigt, vielleicht einigen näheren Bekannten Mittheilung davon gemacht zu haben. — Der k. preußische Konsul, Hr. Jäger, ist von seiner Reise nach Deutschland hier wieder eingetroffen. Der auf seine Verwendung vornehmlich gestattete Bau einer proiestantischeu Kapelle schreitet rasch vorwärts, und die nicht unbeträchtliche Zahl hier seßhafter protestantischer Familien wird nunmehr bald die Befriedigung haben, ihrem religiösen Kultus mit aller Gemächlichkeit obliegen zu können. lS. M.) Rom, 26. Sept. Gestern traf der türkische Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Reschid Pascha, der Reformator der Türkei, von Neapel kommend, hier ein. DaS ganze Personal seines zahlreichen Gefolges erschien gestern Avend in der Oper, an der sie sich sehr zu ergötzen schienen. Der Pascha führt drei seiner Söhne mit sich, welchen er gesonnen seyn soll, eine ganz europäische Erziehung geben zu lassen. (A. Z>) Schweiz. Was die in der Tagsatzung vom Züricher Gesandten angeführten auffallenden Krkegsrästungen Badens betrifft, so können wir in allen bavischen Blättern keinen.Artikel finven, der eine solche Besürchrung rechtfertigte, wenn man nicht folgende Nach acht aus Karlsruhe vom 29. Sept. sin Nr. 270 der Karlsruher Zeitung vom 39. Sept I hierher rechnen will: «Heutefrüh ging eine 6 Piecen starke Abtheilung Artillerie, mit in der großh. ZeughauSwerkan- stalt daher neu konstruirtem Materiellen, zu einem Probemarsch nach dem obern Schwarzwald ab. Obgleich man im Allgemeinen wünschen muß, einen friedeströrenden ernstlichen Gebrauch solcher kräftigen und nachdrucksvollen Kriegs- geräthschafle» in unserm Vaterland sobald nicht erleben zu müssen, so ist es doch höchst erfreulich, neben der technischen Vervollkommnung des Nährstandes, auch die des Wehrstanves überall mit Eifer und Erfolg vorwärts schreiten zu sehen, da dieses gewiß dem Ganzen eine wohlthä- tige Kraft verbürgt.« *.) (Basl. Ztg,) Vom Genfersee, 26. Sept. Mit der vor einigen Tagen in Paris gestorbenen einzigen Tochter der berühmten Frau von Stasi, der Herzogin v. Broglie. ist diese Familie auch in der weiblichen Linie ganz erloschen. Dieser Todesfall erregt in Genf vielfache Trauer, wo die Verstorbene sehr gekannt und geehrt war. — Fräulein Dangerville, die Dame, welche am 4. Sept. den Gipfel des Montblanc erreichte, ist weder auS Waadt noch aus Genf gebürtig, sondern eine Französin von 44 Jahren, au- der Gegend von Naulua, die sich aber lange in Genf aufgehalten hat, und auch in diesem Augenblick da wohnt, und mit der Abfassung einer Schrift über ihre Reise Mtl Zeichnungen beschäftigt ist. (A. Z.) Zürich. Das „Journal des DebatS" scheint die Behauptung, daß mehrere der, aus der Schweiz vertriebenen politischen Flüchtlinge wieder dahin zurückgekrhrt seyen, nicht aus der Lust gegriffen zu haben. Bretvenstein ist bestimmt in Zürich gesehen worden. Die dortige Polizei wollte ihn am 28. Sept. arretiren; er hatte aber den Weg weiters genommen. (Last. Z.) Thurgau. Es heißt, Louis Napoleon Bonaparte sey Willens, die Schützen des Kantons Thurgau und St. Gallen zu einer Art von Abschiedömahl zu sich einzuladen. Großbritänn len. London, 2. Okt. Der „Scotsman" erzählt: die am Freitag zu Glasgow statlgehable Meeting des Hoch, schottischen landwirtyschasrlichen Vereins (HiZlllaiul 8o- ciotp ok 8ootlsnä) war die wichtigste dieser Art, die man noch hier zu Lande sah, und größer als je vorher die Anzahl der vornehmen und ausgezeichneten Personen, die ihr beiwohnten. Zugegen waren u. A. die Herzoge v. Hamilton, Sutherland und Montrose, die Grafen Roseberry, Dalhousie u. s. w., der amerikanische Gesandte Hr. Der fragliche Artikel war lediglich «ine Privatrriit- lhcilung, und deren einziger, unzweideutiger, Zweck, auf die bei der gr. Artillerie geschehendes Fortschritte und Vervollkommnungen verdientermaßen aufmerksam zu machen. Red. d. K. Z. 2823 Stenenson, der Prinz von Audieh (Ostindiens, Lord W. Lei,mick, Sir W. Nopier, Admiral Fleming, der Lord- Provost und die Stadtdehörden u. s. w. Für die Damen — ein reicher und glänzender Kreis von Schönheiten — war eine eigene Tribüne errichtet, und die Musik des löten Husarenregiments gab der Szene einen weiteren belebenden Reiz. Die Ausstellung von Vieh uub landwirthschastli- chen Geräthschaften fand lauteS und hochverdientes Lob, und eine Menge Sämereien wurde vorgezeigt, worunter ein Muster von Färber-Buchweizen (?o!) gonium rinctoriam), ein Surrogat für Indigo, das dem Vernehmen nach mit günstigem Erfolg in Frankreich eingeführt wurde. Man hat berechnet , daß mindestens 16,000 Personen im Laufe deS Tages Zutrittskarten lösten. — Hr. H. C. Cromptvn sParlamentsglied für Thirsk im North-Riding der Grafschaft Aorkj hat dieses Jahr auf seinem Gute im New-Forest zweiunddteißig Säcke Weizen von einem Sack Saqmen von der neuen SpezieS, „Chevalier Prolic" genannt, geärntet. (Herald.) — Lord Methuen hat seinen Pachtsassen die Erlaubniß zum Jagen in seinen ausgedehnten und rcichlichversehenen Wildgehegen gegeben. (Globe.) — Lord Chesterfield seiner der verschwenderischsten Jagd-, Pferde- und Wettrenn-Liebhaber) hat nicht weniger als siebenzig Pferde im Stall und Stand zur Jagd für die kommende Jagdzeit. (Post.) Der gestrige „Courier" nimmt gegen das „Morning- Chronicle" Partei für die AugSb. Allgem. Zeitung. Das Morning-Chronicle hatte nämlich fallen lassen : „Es wäre unnöthig, den Lesern zu bemerken, daß die Allgemeine Zeitung, was die Nachrichten aus dem Orient allgeht, keine fthr zuverlässige Autorität ist." Darauf versetzt der Courier: da das Chronicle und alle londoner Blätter drei Mal rn der Woche der Allgemeinen Zeitung Nachrichten aus dem Orient abborgten, so verralhe die Bemerkung «in sehr undankbares Gemüth. UebrigenS sey es Thatsa- che, daß die Allgemeine Zeitung in Bezug auf auswärtige Korrespondenz allen londoner und pariser Journalen zusammengenommen ohne Vergleich überlegen sey. — Die Kosten der Straf-Deportation sind sehr bedeutend. Von 1787 bis 1837 betrugen sie über 8 Will. Pf. St. Die Kosten für die Deportation nach Neu-Südwales und Vandiemenöland beliefen sich 1836 — 37 auf 488,013 Pf. St. Es waren damals 60,000 Stäflinge in jenett Kolonien. Bei obiger Summe sind die Kosten für die kleine Strafanstalt auf den Bermudas und für die Gefan- genenschiffe in England nicht eingerechnet. — Der „Gazette de France" zufolge haben die Katholiken in Großbritannien und Irland ein katholisches Institut gegründet, dessen Zweck ist, die über ihre Glaubenslehre ausgchreuten Verläumdungcn zu widerlegen, und die ärmsten Mitglieder ihrer Kirchengemeinschaft gegen jeden Angriff auf ihre religiöse Freiheit zu schützen. Alle katholischen Priester sind Mitglieder, ohne zu einem Beitrage verbunden zu seyn. Laienmitglieder haben 6 Sh. jährlich zu bezahlen. Präsident ist der Graf v. Shrewsbu- ry. Der Zweck des Vereins beschränkt sich streng auf die oben angegebenen Gegenstände. Unter den Comitömitgkie- dern ist natürlich auch D. O'Connell. Frankreich. Als man kürzlich dem König Ludwig Philipp hinterbrachte , daß ein Theil des Hotel Dieu zu Paris abgetragen werden müßte, um einer Fortsetzung der Quais Platz zu machen, und daß die Aerzte hiervon einen Nachtheil für die Kranken mehrerer dichtbevölkerten und armen Stadttheile befürchteten, erwiderte S- M.: „Eher sollen die Tuilerien abgetragen werden, als das Hotel Dien, so lange es nicht durch ein neues Spital ersetzt worden ist." — Folgendes traurige Creigniß hat sich dieser Tage in Bordeaux zugetragen. Ein Herr P., Kommis des Hauses F. und Komp, war im Ausziehen begriffen. Er nimmt ein Gewehr, das er ungeladen glaubt, zur Hand, und fragt scherzend seine Frau, ob er sie erschießen solle. „Mach' keinen solchen Spaß!" war ihre Antwort. P. legt an, das Gewehr versagt; beim Zweitenmal aber geht es los, und die unglückliche Frau, durch die Schläfe geschossen, fällt in ihrem Blute nieder. Nach einer halben Stunde war sie verschieden. Der Mann ist verhaftet worden. Kurs der EtaatSpapirr« in Frankfun a. M. Den 6. Olt., Schluß l Uhr. >pZt.> Pap. , Geld. Oesterreich Metall. Obligationen 5 — 106) do. d». 4 looz — do. do. 3 — 79) Bankaktien — 1736 «» fl. 100 Loose bet Roths. — 275 8 Partialloose d». 4 151) — fl. 500 do. do. — 127 Brthm. Obligationen 4 99t — do. do. 4) 101) — Preußen StaatSschuldscheire 4 — 104) «k Prämienscheive — 66) Baien» Obligationen 4 101) — Frankfurt Obligationen 4 101) — Eisenbahnaktien 4250fl. — 271) Baden Rentenschelne 3t — 101) Darmstadt fl.50Looleb.Gollu.S. Obligationen 3t 96) 100) st. 50 Loos« 62) — fl. 25 Loos« 23) — Nassau Obligationen b. Roths. 3t 98 — fl. SS Loose 22) — Holland Integrale 2t — 52)) Spanien Aktivschuld 5 — 7) Polen Lsttrrieloofe Rtl. ... — 66) do. ü fl. S00 j — 77) EtaatSpapkere. Wien, 1. Okt. Sprozent. MetallkqueS 107); 4prozent. 100); Zprozcnt, 80); 2)prozent, —; Bankak- 2824 tien 1459;; Nordbahn 104;; Mail E.B.101;; 1834er Loose —; Naaber E. B. — Parts, 5. Okt. 5prozent. konfol. 109 Fr. 35 Et.; 4^Prozent. — Fr. —Cent.; 4prozent. 10l Fr. 75 Et; Zprozent 80 Fr. 85 Et. Bankaktien 2630 —. Kanalaktien 1245. —. Rom Anleihe 103; belq, I01j; Piemont —; neap R. 100 60. Span Akt. 19^; Paff. 4z. St. Germaineisenbahnaknen 680 Fr. — Et.; Vers. Eisen- bahnaktien, rechtes Ufer, 590 Fr. — Et ; links Ufer; — Fr. — Et.; Eetter do. — Fr. — Et.; Havrerdo. 837 Fr. 50 Et.; Mükhausener do. — Fr. — Et.; GaS» erleuchtuiig^escllschaft —. Dampffchisffahrtaktiea (.Perq) Redigirt unter Derantwortkichkeit von PH. Macklot. AuSzug 6. Okt. E aus den KarlSruver WttterungS. beobachtungeru aro Meter Witterung überhaupt M. 7 M 3 R. 11 U.128». 0,58. N 28Z 0.68. UM3. 058. 8 2 Ar. üb. 0! I I,4 Kr üb 0 8,3Gr.üb.O W NW NO trüch ziemlich heiter trüb GroßberzoglickeS Hoftbeaker. Dienstag, den 9. Okt: Beschämte Eifersucht, Lustspiel in 2 Aufzügen, von Frau v. Weiffenchurn. Hierauf zum erüenmale : Der Militarbefeh l, Lustspiel in 2 Aufzügen, nach dem Französtschen, von Koch. »ll»em«ine Dersorgungsanstalt im »roshrrzog. ihum Baden. Unser seitheriger Geschäftsfreund in Kord. Herr Domänmver- walte» Stroh, ist du--» sene übrigen GeschLfle verhiaderk, ferner mit uns als GelchLfiSsreund der Anstalt zu wirken. Für dortige Gegend ist nunmehr Herr Lehrer R i st in Stadt Kehl zum G-sthästSsreuao bestellt; was hiermit zu, Kennrnist gebracht wird. Karlsruhe den 2. Skt. 1838. Oer Vrrwaitun-Srath. Bekanntmachung» Zur Vornahme der Prüfung derjenigen, welche aus einer auswärtigen Lehranstalt oder aus einem Privatmiterrichre zur Universität übergeben wollen und nach 17 der Verordnung über die Gelebrreuschnlen vom 31. Dez, 1836 vorher noch eine Matnrikälsprüfung zu erstehen haben , wird der 2k. Oktober dieses Jahrs bestimmt. Die Prüfungsgegenstande sind im Regierungsblatt vom 13.'Mai 1823, Nr. 13, festgesetzt. Diejenigen, welche daran Thcil nehmen wollen, haben bis zum 15. dieses Monats der Unterzeichneten Stelle die Anzeige zu ma- chen, am Tage vor der Prüfung aber stcb dahier einzufinden und bei der Lyzcmnsdirekciou zu melden Karlsruhe, den i. Okt. 1838. Großh. bad. Oberftudienrath. v. Berg. vär. Gock. Karlsruhe. (Anzeige.) Die »ersten neuen Bricken oder Nennaugen, frischer geräucherter Lachs, russischer Kaviar, Sardellen, Häringe, marinirie Häringe rc. re. sind zu haben bei C. A. Feklmeth. K a rlsr u he, (A nz ei g e und Smpfehlung.t Ick hace hiermit d e Ehre, asten Kunstfreunden an- zuzeigxn. Laß ich seit Kurzem meinen bisherigen Wohnort Müd lburg verlassen habe und nunmehr hierher «ezvgen bin Dadurch bin ich in den Stand gesetzt meinen »e schalten e>ne größere Ausdehnung, wie bisher, zu .eben. Es sind min immerwährend und in großem Borrath, zu reu billigsten Preisen. Flüq-l, Piamnv's (aufrechtstehenre). tafelförmige Klariere, alle mit englischer Mechanik, Mahagoni, oder Nußba m- Holz zu haben. Es w rd. wie b sher, auch rerner mein Bestreben styn. mir das geschenkte Zutrauen durch solide, dauerhafte Aibet zu erhalten zu suchen; eben so werk e ich alle auf mein Geschäft Bezug habenden Arbeiten mit möglichster Genauigkeit und Schnellig eit besorgen. Auch stehen zu jeder Zeck Flügel und Klaviere bei imr zum Bermiethen bereit. Jnstrumeuteumacher, wohnhaft Langestraße Nr. Al. Karlsruhe. (Dienstgesuch.) Ein -ebstde- »»^-^Ntes- jung s Frauenzimmer aus guter Fam-stie, w. lckes st>t mehreren Zähren in einem bedeutenden Putz e, sthäft arb stete uns der französischen Sprache vollkommen mächtig ist, sucht eine auswärtige gute Kondition, darauf Reflektirende mögen sich uefMigst an das Komkv'r der Karlsruher Zeitung wenden, wo nähere Auskunft gegeben wird- Rr. 16A Karlsruh ». -Foura geil eferu ng.) Die Lieferung der Foorage in dleHengüstallungen dahier und den Fohren, dvf zu Rüppurr vom 1. Nov. d. I. bis März 18W soll 2 Uhr, die Sumlssionea erngereichl seyn müssen, wenn sir berücksichtigt vnrden sollen. Kar.Siuhe , den 1. Dkt. 1838. Großh bad. LandeSgeslütsk ffe, M. Krauß. Heidelberg. (Hausverkeigerungl lJn Ga- in Pforzheim ge- Wl!"!!"!! gen Buchdruck» Irhann Michael Gnlwann dckier, «M^W Forderung letreffend, wird auf ergangene richterliche Iu- griffSv chüguug das nachbeschriebene WohntaoS des B«kl gren Freitag, den 12. Okt. d. I., 2825 Nachmittag« 2 Uhr, aus hiesigem Rat-Hause verketzert unv als-alb endgültig zugr- schlagen, wenn wenigsten« der Schätzang«prei« erreicht wird.' Ein von Stein erbaure« zweistöckige« WvynhauS, «ntbaltead: 9 Ruthen 6 Schuh S Soll, dahier Lu. A «r. 27Z in der Fröschau neben dem Brückenthor und rem Schlachthaus« ge> legen, hiniea nächst dem Neckar vom städtischen Allmmdplatz degränst. Heidelberg, den 17. Auz. 1838. Bürgermeisteramt. Ritzhaupk. , rät. Psaff. Nr 568. Lahr. (Versteigerung.) Donn« 83 Ohm haltend, sammk den Lagern und Würfeln; werden auch einzeln »»«geboten; Z) da« gedachte Speicher - und Großkellereigebäude, die an letztere« anstoßende vormalige Apotheke, die Pförknerlwvhnung und der Portalthurm auf den Abbruch; wozu wir allenfallsige Liebhaber «ialaden. Lahr. den 29 Sept. 1838. Großh. bad. Domänenverwaltung. Staid. Karlsruhe. (Holzverstrlgerung.) Gam«taa, den 13. d. M., werden au« dem Forstdezirk Frirdrich«thal t« Distrikt Buckel-blö«schiag 119 Klafter eichene« Stumpenholz, bffeatli» versteigert. Die Susammentuast sindet früh S Uhr zu Fttedrichst-al bei der Kaamendarr« statt. Karlsruhe, den 6. Ott. 1838. Großh. bad. Hosforstamt. v. Schönau» Pforzheim. (Kostlieferung.) Die Lieferung der Kost für die Pfleglinge der Sachen anstatt für den Zeitraum vom 1. Januar 1839 bi« 1. Okt. 184V, somit für 1'/» 3ahre, wird lm Wege der Sumsfsioa in Akkord gegeben. Den Liebhabern hierin wird vor äufig bemeikt, daß; 1) die Bedingniss« auf diesseitigem Geschäftszimmer zur Einsicht offen stehen; 2) die Sumijsionsaarrbieten längsten« bi« 1. Roo. d. Z. der großherzogl. hochlöblichen Kretsregierung >u Rastatt ver- schloffen einzureichen sind; -) jeder Gumitlent seinem Angebote ein gerichtliche« Aeugniß abee seine Fähigkeit zur Koftvereitua-, über guten Leumund, so «!e darüber deizuiegen habe, daß er eine Kaution von 500 fl in Liegenschaften zu st.llen im Stande ist. Pforzheim, den 27. Gept. 18o8. Großh. bad. SiechrnhauSoerwaltuag. Hölzlio. Karlsruhe. (Bekanntmachung.) Für die Menage» des t. Linumnfanterieregiment« dahier sollen aus künftigen Winker folgend« Voreälhe angesmafft und an den Wenigstnehmenden zur Lieferung in Lttord begeben werden, als: 2,MV Simr« gute Kartoffeln, IM - - Erbsen, KV . - Linsen und 50 - - dürr« Bohnen. Lusttragenbe zu einer oder der andern Lieferung -wollen Ihr» Angebote längsten« die zum 20 d. M. bei dem RegkmeniSguaetiermeisteramt gedachten Regiment« d-po- niren, die Lieferungsbedingungen vernehmrn «ad Akkorde hierauf abschießen. Karlsruhe, den 2. Olt. 1838. Kommando de« Isten Linieamfanterieregiment«. Schwartz. Nr. IS 254. Rastatt. sston««ege neu in Verlag gegeben werben. Die hierzu Lusttragendea we,den aufgeivrdert, idie Sumissio- aen. die sich lediglich auf den Betrag des jährlichen Pachtschilling« zu beschränken haben» längsten« bis 15. Oktober d. I. bei der dielseitigen Stelle verschlossen «inzureichen. Di« Bedingungen für diesen B-rlag können auf der dieiseiti gen Registratur, so wir auf >ener de« Stadlamt« Karlsruhe «in- geschea werden. Rastatt. den 14. Aug. 1838 Großh. dad. Regierung de« Mittelrheiakreise«. Fihr. v. Rüdt. rät. Stengel Nr. 10,978. «onndorf. tigte dahier «nzumelden, die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfands« rechte zu bezeichnen, und zugleich dir ihm zu Gebote stehende» Beweise sowohl hinsichtlich der Richtigkeit, als auch «egen des Vorzugsrechts der Forderung anzutreten. Auch wird an diesem Lag« «in Borg- »der Rachlaßvergleich versucht, dann ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß er» wählt werden, und sollen, hinsichtlich der beiden letzten Punkt« und hinsichtlich des Borgvergleichs, die Richterscheinenden alS der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werdta. MeSlvch, den 2-Okt. 1838. Großh. hob. Bezirksamt» Faber. Waldshut. (Srbvorladung.) Durch das im Mat 1837 erfolgte Ablebc« der Magdalena, geh. Häßig, Ehefrau de« schon früher verstorbene» Martin Bercher von Kadelburg, sind deren rückgelassene Kinder zur Erbschaft berufen. Diesem zufolge wird die abwesende Anna Bercher, deren Wohnsitz oder Aufenthaltsort unbekannt ist, andurch aufgefordert, binnen 3 Monaten bei der Theilungsbehörde ihre diesfallsigen Erbansprüche geltend zu machm. widrigenfalls »ach Umlauf dieses Frist di« Erbschaft lediglich denen wird zugelheilt werden, welchen sie zukäme, wen» dieselbe zur Zeit des LrbansallS gar nicht mehr am Leben gewesen wäre. Waldshut, den 21. Aug. 1838. Großh. bad. AmtSrevksorat. Buisson. Rr. 1,48s> bis V0. Gernsbach. (ErbvortWuag.) Johann Benjamin Schlaff, gewesener Bürger zu Gernsbach, starb ohne Leibeserbe» und ohne diesseits bekannte erbfähige Seitraver- wandte. Es ergeht daher an alle, welche, unter was immer für eine« Titel, an die Verlaffenschaft des Johann Benjamin Schlaff Ansprüche begründen zu können glauben, die Aufforderung, solche binnen 3 Monaten dahier geltend zu machen, widrigenfalls die ausserordentliche Erbfolge «ingeleitet werden müßte. Gernsbach, den 26. Sepl. 1838. Großh. bad. Lmtsrevisorat. M. Ganter. vckr. L e ck, Lheil. Kommissär. Rr. 1,4k4. Kork. (Aufforderung.) V-r Bürger und Fuhrmann, Georg Sommer in Dorf Kehl, ist am 24. Febr. d I. mit Lod almegangen. Zu dessen Nachlaß ist unter Ander» auch der älteste Sohn . Heorg Sommer, der 1832 mit seiner Familie nach Nordamerika ausgewandert ist, als gesetzlicher Erbe berufen. Da dessen Aufenthalt unbekannt ist, so wird derselbe zur Erb« theilung mit de« Bedeuten öffentlich vorgeladen, seiae Ansprüche au die Verlaffenschaft binnen 3 Monaten, a dato, geltend zu machen, widrigenfalls die Erbschaft benjentgea zugetheilt würde, denen sie zukäme, wean Georg Gommer zur Zeit des Eibanfalls nicht mehr am Leben gewest« wäre. Kork, den 25. Aug. 1838- Großh. bäd. Amtsrevisorat. Sonntag. Schopfhekch. (Dienstantrag.) Bei diesseitigem Amte ist ein Aktuariat von 4M — 450 fl. fixem Gehakt erledigt. Schvpfheim, dm 4. Okt. 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Klein» K « rlr - rr u « d Drucks»; PH. Macklot»