1 - Beilage zur Karlsruher Leitung Ms. 289 . Freitag, den 19. Oktober 1838. Literarische Anzeigen. So eben ist erschienen: Karte de« Großherzogthums Baden» entworfen von I. Mouto « x, in 4 Blättern, Stahlstich. Um dieser Karte, welche anfänglich »ur für den Schulgebrauch bestimmt war, eine größere Ausdehnung zu geben, und sie für den allgemeinen Gebrauch tauglicher zu machen, fand sich die Unterzeichnete Verlagshandlung veranlaßt, solche neu unfertigen und auch die kleinern Ortschaften darin ausnehmen zu lassen, so wie auch alle neu errichteten Postanstalten darin bezeichnet sind. Der Preis, ist wie bisher, 2 st. 24 kr. Alle hiesigen und auswärtigen Buchhandlungen nehmen Bestellungen darauf an. Karlsruhe im Oktober 1838. Chr. Fr. Müller'schr Hofbuchhandlung. Bel CH. Th. Groos in Karlsruhe hat so eben die Presse verlassen und ist bei ihm, K. Groos in Heidelberg, Gcbr. Groos in Freiburg und in allen übrigen Buchhandlungen zu haben: Handbuch des Rechnens mit und ohne Ziffern, nebst Anwendung; von der ersten Stufe des Zählens bis zum Schluffe mit de« Logarithmen, Methodisch bearbeitet von Wilhelm Witt- mer, Professor am Lyzeum zu Rastatt. Zum Lehr- und Selbst-Gebrauche in Volks - und höhern Schulen. 2 Theile in gr. 8- Preis, für jeden Theil, 1 fl. 12 kr. oder 16 gr. Dieses Buch ist nach denselben Grundsätzen ausgcar- beitet, die aus des Verfassers Methode des reinen und angewandten Rechnens (Stuttgart 1820) dem Publikum bekannt sind. Während jenes Werk mehr für den angehenden Lehrer bestimmt ist, so ist dieses eben erschienene in wett zusammengedrängterer Form mehr für den Schüler bestimmt, dem die Erfahrung des Lehrers zur Seite steht. Manche Abschnitte sind mit größerer Ausführlichkeit behandelt, wie z. B. die Lehre von den Dezimal » und Ketten« Brüchen, und ein Versnch, die Schüler mit den Logarithmen und ihrem Gebrauche, so viel als möglich, auf elemm- tarischem Wege vertraut zu machen. Das Ganze ist in 2 Theilen abgefaßt, wovon der erste das reine, der zweite das angewandte Rechnen enthält, so daß jeder einzelne Theil auch einzeln bezogen, und besonders der zweite auch von jenen Lehrern benutzt werden kann, die sonst ihren eigenen Gang im reinen Rechnen haben. Stuttgart. Bei E. S ch we i z e r b art ist so eben er- schienen und durch alle Buchhandlungen Deutschlands und der Schweiz zu beziehen: Alte Geographie, beleuchtet durch Geschichte, Sitten, Sagen der Völker, und mit vergleichenden Beziehungen auf die «euere Länder - und Völker-Kun-e. Jur Belehrung und Unterhaltung für Leser aus allen Ständen und zum Gebrauche für höhere Lehranstalten bearbeitet von Ludwig Georgii. Nebst einem Anhänge, enthaltend die Geographie des Ptolemäus in deutscher Uebersehung. I. Mtheilimg. A s i a. Afrika. Preis 3 ff. Dieses Werk, auS den alten Klassikern, sowie den neuern und neuesten Forschungen der Reisenden und der besten Geographen geschöpft, ist reich an Inhalt und interessant für die studirende Jugend und ihre Lehrer sowohl, als für gebildete Leser aus allen Ständen, und auch nach neueren Karten, z. B. Stielcr's Handatlas, zu gebrauchen. Es wird im nächste» Jahre mit der, Europa behandelnden, Ltcii Adtheilung und dem Anhänge, welcher die für Jeder, mann so merkwürdige alte Geographie des Ptolemäus enthält, vollendet werden und im Ganzen circa 8Ü Bogen umfassen. Das Buch ist mit neuen Lettern, ökonomisch und doch elegant, auf seines Velinpapier, in Lerikonformat, gedruckt, und nur um dasselbe dem Publikum zugänglicher zu machen, hade ich den Preis so überaus billig gestellt. 2932 Zu Karlsruhe in der 33^AUlt'schen Hofbuchhandlung zu haben. Danksagung. Der 20. August war für mich ein Tag »es Schreckens, indem an demse den in meinem Hause Feuer ausbrach und ich dadurch großen Schaden erlitten habe. Daher halte ich mich zu großem Dank gegen die Compagnie Royale in Paris verpflichtet, indem diese Affekuranzgesellschaft nach vorangegan jener Abschätzung mir heute von Seiten des Generalagenten, Hrn. ES. Kölle in Karls- ruhe, durch Vermittlung des Hrn. F. Gros Holz in Baden, 973 fl. 58 kr. baar und ohne allen Abzug einhändigen ließ. und somit ihre Verbindlichkeit gegen mich gänzlich zu meiner Zufriedenheit erfüllt hat, wofür ich der Compagnie Royale verbindlichst danke. Auch glaube ich nicht zu viel zu sagen. wenn ich mit vielen meiner Landsleute das Bedauern öffentlich ausspreche, daß die Compagnie Royale im Großherzogthum Baden keine Versicherungen mehr annimmt. Gernsbach, den 4. Oktbr. 1838. C- Salzer, Apotheker. Nr. 564. Weingarten. (Gefundenes Schaaf.) Ein schon vor einigen Tagen gefundenes fremdes Lchaf steht in Weingarten bei Bürgermeister F i sch er, und kann nicht herausgebracht werden, wem es zugehört. Si gnalement. Das Schaf ist weiß und ein Jährlingshammel, ist bezeichnet mit zwei Vorkärpfen am rechten Ohr und mit einem schwarzen Flecken ans dem Bug. Der Cigenthümer dieses Fundes wird aufgefordert, sich schleunig zu 'melden und ihn in Empfang ru nehmen. Weingarten, den 16. Oktober 1838. Bürgermeisteramt. Fischer. Karlsruhe. (Gehülfengesuch.) Bei einer Obereinnehmerei des Mittelrheinkreises soll ein im Rechnungswesen erfahrener Gehülfe ausgenommen werden. Man ermattet dis Anm-ldungen binnen 14 Tagen. Nähere Auskunft ertheilt das Komtoir der Karlsruher Zeitung. Nr. 13,2l4. Ladenburg. (Offene Stelle.) Bei diesseitigem Amte ist die Stelle des Sportelextrahenten. womit die Besorgung der Registratur verbunden ist, wieder erledigt, und sollte sogleich, oder doch binnen 3 Monaten, besetzt werden. Der Gehalt, mit Einschluß der Gebühren, beträgt circa 500 kl. , Hierzu lusttragende rezipirte Skribenten wolle,r sich, unter Vorlage ihrer Zeugnisse, an den unterfertigten AmtseorsranL wenden. Ladenburg, den 15. Oktober l»3< Großh. bad. Bezirksamt. K u e n z e r. vät. Prinz. Dienstantrag. Jur Führung der Bücher, der Korrespondenz »nd zur Besorgung der übrigen Bureau.eschäste einer be. deutenden Papi e rsa brik Süddeutschlands wird ein Mann von gesetztem Aller, wo möglich unvirheiratyet, welcher mit gediegenen merkantilischen Kenntnissen Moralität verbindet und sich darüber auszuweisen vermag, zu dauernder und vorlyeühaster Anstellung gesucht. Das Banquierhaus B. Metzler sel. Sohn §» Konsorten in Frankfurt a. M. wird desfallsige, mit A. B. bezeichn«?, frankirte Anträge weiter befördern. hnZ" Karlsruhe. (Gesuch.) Eine hiesige Familie wünscht ein oder zwei junge Leute, welche die Lehranstalten besuchen, in Kost, Logis und Aufsicht zu nehmen Wo? ist im Kom- lvir der Karlsruher Zeitung zu erfrageg. Karlsruhe. tTesuch.) Ein Frauenzimmer »son 28 Jahren, welche« geläufig deutsch, französisch, engl,sch und itauenisch spricht. im Gesang Unter, richt «rtheilen kann und Pianofort« spielt, in alle» weiblichen Handarbeiten vollkommen erfahren ist, aberdiel zeich. net und malt, sucht eine Stelle als Gesellschafterin. Lehrerin in einem Institut« oder als Gouvernante und sieht mehr auf gute Behandlung, al« große« Salär. Briefe, unter der Adresse 0 , besorgt das Komtoir der Karlsruher Zeitung. Anzeige. Skn junger, tdätiger, für den Handel gehörig gebildeter, lediger Mann wünscht, sich bei einem schon bestehenden oder noch zu -kündenden Etablissement mit 12,000 bis 15,000 fl. zu betheiligen. Unter der Chiffre 6. 2. franko einlaufende Offerten beförder das Komtoir der Karlsruher Zeitung. Güterverpachtung. Zwei Stunden von Mannheim und eine Stunde -on Schwetzingen sind zwei Güter, jedes von 135 Morgen Ackerland und 15 Morgen Wiesen, nedst dazu gehöriger Hofralthe auf längere Zeit in Pacht zu geben und können sogleich angelreten werden. Dos Nähere ist bei Gebrüder Bruno in Mannheim und Adolph Trau mann in Schwetzingen zu erfahren. Nr. 12,455. Tauberbischofssheim. (Baupersteigerung.) Die Arbeiten zu dem neuen Kirchen- und Thurm-Bau zu Gissigheim werden bis Mittwoch. den 7. Nov. h. I.. Vormittag« 9 Uhr, im Wirthshau« zum Engel allda, an den Wenigstnehmenden öf. fentliä» »ersteigert. Bei disser Versteigerung werden die Maurer-, Steinhauer-, Zimmermannt.. Tüncher-, Schreiner-, Schloff«., Glaser, und Schieferdecker - Arbeiten einzeln, und dann aber auch alle Arbek- ten zusammen, unter Genehmigungtvorbehalt versteigert werden. Der Bauplan und die Kostenüverschläge können in der Kanzlei de« großherzvgl. Bez'rktamtet dahier zur Einsicht genommen werden. Tauberbischvslheim, den 9. Oktober 1833. Großh. dad. Bsü>k«aml. v. Dürr heim». Karlsruhe. (Pachtversteigerung der Fischwasser.) Di» nachbcnannten, auf Martini d. I. bestandlos werden- den, herischaftl. Fischwasser werden auf weitere 6 Jahre, von Martini 18^/.., an folgenden Tagen öffentlich versteigert: ->) Mittwoch, den 24. d. M-. Nachmittags 3 Uhr. auf dem Nachhause in Ettlingen: kie Hocbalb m-t den Gewerbskanalen in der Alb, oder von der schollbronner Mühle an bis zur rüppnrrer Gemarkung; K) Donnerstag, den 25. d. M., Nachmittags 3 Uhr. auf dem Nachhause in Dar landen: der Alkrhein, die Federbach, Traschlach und Nvas. und o) Freitag. Len 26. d. M., Nachmittags 3 Uhr. auf diesseit aem Bureau: das Fischwaffer im Steinkanal und Lohfeldgraben bei Gottesaue. Die Liebhaber wollen sich an benannten 3 Orten zu den be- stimmten Tagen und Stunden «»finde». Karlsruhe, den 15. Oktober 1838. Großh. bad. Domänenverwaltung. Dr. Herrmann. Karlsruhe. (Versteigerung ausrangtrter Re- , Visiten.) In dem großh. Zeughvs bei'm dorlacher Thor wird Montag, den 29 Okiober d. I., Vormittags 9 Uhr» eine Parthie ausrangirte« Lederzeug, Pfe rderequlsiten und alte« 2933 Eisen, in sch'ckliLen Abteilungen, an den Höchstbketenden.-e«en gleich haare Zahlung, öffentlich verkauft; welche« den Käufern hiermit bekannt gegeben wird. Karlsruhe, den iS. Oktober 1838. Großh. bad. Zeughauidirektion. v. Fabert, Oberstlkeut. Nr. 4,635. Etühlingen. tKonfiskatenversteige- rung.t Montag, den 29. Oktober d. I., Vormittag« 9 Uhr, werden bei diesseitigem Hauptzollamt« nachvenannte «ingeschwärzte und für konfiszirt erklärte Maaren der öffentlichen Verstei-erun- ausgesetzt: 1) 1S3 Pfund Geidenwaaren, nemlich: seidene Zeuge und Bänder. 2) 14 " Baumwollenwaare». 3) 1,450 » Zucker. 4) 2l " Kaffee und verschiedene andere Gegenstände; wozu dl« Steigerung«tu!ig«n eingeladen werden. Etühlingen, den I. Oktober 1838. Großh. bad. Haupizollamt. Kromer, Lumpp, Matte«, Oberinspektor. Hauptzollamtlverwalter. Hauptzvllamt-kontroleur. Fäfferversteigerung. Montag, den 22. Oktover o. Z-, Morgen« 9 Uhr, MM» «erden im evangelischen Pfarrhau« zu Weingarten de, KWDvurlach mehrere weingrün« Lagersässer von 1 Fuder darüber, worunter ein ganz neues, nebst einer Herbstbütte von 1'/, Fuder, sodann 3 Kühe, worunter eine frisch- lyelkige große mit einem männl. Kalb von dem stutenseer Rig>- farren; ferner ein im dritten Jahr stehende« Stutenfohlen, sva- ntscher Rave. Schwar«schimmel. zur Vrrsteigerung ausgcs-tzt und bei annehmbaren Geboten sogleich abgegeben. Nr. 14 544. Reckar bischo fsheim. (Bauakkord.) Der höher» OrtS genehmigte evangelische Schulhausbau zu Rappenau . im Anschlag ,U 4,191 fl. 22 kr., wird Mittwoch, den 24. Okt. d. I., Vormittags 10 Uhr, in dem WkrthShaus zur Sonne allda an den Wenlgstnehmenben versteigert; was mit dem Ansügen bekannt gemacht wird, daß Riß und Ueberschlag, nebst den Steigerungsbedingungen, 8 Lage vorher bei dem Bürgermeisteramt in Rappenau eingesehen werden können, und daß auswärtige Steigerer beglaubigte Zeugnisse über Vermögen und Tüchtigkeit beizubringen haben. Neckarbischvssheim, den 19. Sept. 1838. Großh. badiiche« Bezirksamt. Benitz. Durlach. (Wirth«hau1versteige- rung.1 In Folge richterlicher Verfügung vom 15. Mai d. I.. Nr. 9 204. und 25. Juni d. I., Nr. 11,884, wird dem Kreu.nmth Karl _Feiedrich Kindler dahier Montag, den 29. Oktober d. I., Nachmittag« 2 Uhr, aus hiesigem Rathhause öffen'lich versteigert: Eine zweistöckige Behausung in der Blumenvorstadt, nebst Scheuer, Stallung. Holzlager. Wasch- und Brenn-Hau«. 35 Ruthen Maaß haltend und 15 Ruthen Garten hint-r dem Haus neben Hirschwirth Meek'in und Kannenivirlh Schvlder'« Wittwe, Gt-ueranschlag 3,086 fl. IS kr., gerichtlicher Anschlag 4,000 fl; ^ wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Echätzungspreis sä 4,000 fl. erlöst wird. vurlach, den 23. S'pt. 1838. Bürgermeisteramt- >»>», « Oestrkngen. (Wirthshausverstej. gerung.) Del Unterzeichnete ist».gesonnen, sein mitten in dem Marktflecken O stringen an der Straße von Langenbrücken nach Sins- stehende« zweistöckige«, massiv erbaute« Wohnvau« mit der Nealschildgerechtigkeit zum Löwen, aus freier Hand, unter annehmdaren Bedingungen, zu verkaufen. Dasselbe besteht au« einem massiv erbauten zweistöckigen Wohnhaus. worunter ein großer gewölbter Keller sich befindet; im untern Stocke sind: 3 geräumige heizbare Zimmer, nebst Kammer. Küche und Küch-kammer; im oder» Stocke: 2 heizbare große Zimmer, nebst 2 Kammern; 2 große Speicher. Der Flächenraum beträgt: 31'/, Ruthen Hausplatz, worauf obige« Haus, eine große Scheuer, worunter ein großer Stall, hinter demselben ein Gärtchen, geräumiger Hof, Hvlzremis« und Heuschoxfe», worunter noch ein Stall ist, sich befinde». Da Oestring-n der Mittelpunkt zwischen Bruchsal und Sinsheim ist, und die Strasse, welche neu angelegt wird, hindurch geht und gewöhnlich hier Halt gemacht wird, so dürfte ein Wlrth gute Rechnung finden, da der O-t nicht überseht ist. Auf Verlangen können auch mehrere Morgen gute Aecker, Wiese» und Weinberge in den besten Lagen dazu abgegeben werden. Die allenfallsigen Liebhaber werden ersuch«, sich an mich zu wenden. Oestringen, den 26. Sept. 1833. Erhard, Bürgermeister. Bodmann. lZiegelhütteverpachtung Z Die herrschaftliche Ziegelhütte dahier, deren Pacht mit Lichtmeß künftigen Jahr« zu Ende geht, soll anderweit auf 9 Jahre, mit Zugabe einer geeigneten Wohnung und einiger Güterstücke, im Aufstreiche rerpachlel werden. W«r haben zur Pachtverhandlu n Termin auf Montag, den 22. Oktober d. I.. bestimmt, und laden nun BestalUsliebdaber, welche sich mit obrigkeitlich beglaubigten Prädikat« - und Vermögens.Zeugnissen über ihre Tüchtigkeit genügend ausluweisen vermögen, «in. sich an besagtem Tage, Vormittag« 10 Uhr, auf unftrm Geschäftszimmer einzusinden, woselbst auch vor dem Steigerungstermin nähere Auskunft über die Pachtobjekte und Bedingungen erhoben werden kann. Bodmann. den 20. Sept. 1838. Freiherrl. von Bodmann'sches Rentamt. Braun. Nr. 21,383. Freiburg. (Schu ldenliquidati o n.) Gegen die Verlassenschaft des HauptzollamtSdienerS, Lauts Lefore von Freiburg, haben wir Gant erkannt, und zum RichtigstellungS- und Vorzugsverfahren Tagfahrt au« Montag, den 5. Nov. b. I., Morgens 9 Uhr, »uf diesseitiger Stadtamtskanzlei angeordnet. Wir fordern daher alle diejenigen, welche, aus was immer für einem Grunde, Ansprüche an diese Gantmaffe machen wollen, auf, solche in der angesetzten Lagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlui- ses von der Gantmaffe, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und, unter gleichzeitiger Vorlage der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit ander» Beweismitteln, ihre etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen. Hiermit verbinden wir die weitere Anzeige, daß bei dieser Tag» fahrt ein Maffepfleger und ein Gläubigrrausschuß ernannt, auch Borg« und Nachlaßvergleiche versucht, und daß in Bezug auf Borgvergleiche, io wie auf Ernennung des Maffepfleger« und Gläubigerausschuss s die Richterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen heitrctend angesehen werden. Freiburg, den 9. Okt. 1833. Großb. bad. Stadtamt. Bodmann. 2934 Nr. 19,859. Breiten. (Schuldenliquibation.) Gegen J.kob Mannheimer von Wenzingen haben wir Gant erkannt, «Nb Tagfahrt zum Richtigstellung« - und VorzugSvtrfahren auf Mittwoch, den 14. Rov. d, I., Vormittags 8 Uhr, aus diesseitiger Gerichtskanzlei angeordnet. Alle diejenigen, weiche, au« was immer für einem Grunde, Ansprüche au die Gantinaffe machen wollen, werden dafür aufgefor- berr, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig BevollmLch. tigte- schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwai. gen Vorzugs- oder Unterpsandsrechte zu bezeichnen, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der «eweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Lagfahrt wird ein Massepfleger und Gläubiger- ausschuß ernannt, rin Borg - und Rachlaßvergleich versucht werden, und es selten, in Bezug auf diese Ernennung, so wie den «twakgen Borgvergleich ,die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Breiten, den 2. Okt. 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Beck. rät. Ottendörfer. Nr. 9,462. Heiligenberg. (Aufforderung.) Karl Bei rer von Belhenbrun ist am 10. d. M. zu Seunberg ledig verstorben, und hat neben andern Geschwistern auch einen Bruder, Namens Nepomuk Bei rer, hinterlassen. Da jedoch der Aufenthaltsort des letzter» schon längere Zeit unbekannt ist, so wird derselbe, so wie dessen etwaige Erben aufgcfordert, binnen 3 Monaten seine, resp. ihre Erbschaftsansprüche dahier geltendzu machen, und sich über die Antretung der Erbschaft zu erklären, widrigens solche lediglich denjenigen zugewicsen würde, welchen sie zukäme, wenn «c oder dessen Erben zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wären. Heiligenberg, den 16. Sept. 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Kaiser. Nr. 4396. Offenbure. (Erbvorladussg.) Gottfried Hartman», ged. den 7. Mat 1785, erstehelicher Sohn des am 13. Februar d. I. verstorbenen großh. Kirchenraths, Ludwig Jakob Hartmann, gewesenen Pfarrers zu Altenheim, welcher schon am 27. Juni 1817 als Apotheker nach Nordamerika auS- wanderte, seither aber so wenig Nachricht von seinem Leben und Aufenthaltsorte gegeben, als verlässige Ausweise über seinen Tod erhalten werden konnten, wirb «„mit aufgefordert, binnen 4 Monaten Frist, a tato, in der NerlasftnschaftSsachr seines genannten verlebten Herrn Vater« rniweder peisönlich vor ter unterziichneten Lhtilungtbe- hords zu erscheinen oder genügende Kundschaft von sich zu geben, und durch gehörig Bevollmächtigte sein Interesse bei der Erb- Iheilung zu gewahren, widrigens die Erbschaft lediglich denjenigen rugethrilt werden wird, denen sie zukäme, wenn der Vvrgeladene zur Zeit b.« Erbansall« gar nicht mehr am Leben gewesen wäre. Offenburg, de» 13. Oktober 1838. Großh. bad. Amltrevisorat. Killy. Re. 1,711- Bruchsal. (Erbvorlabung.) Dem am 8. Okt. I7K7 zu Büchenau geborenen Landolin Hcllriegel, wel. cher von da schon vor länger als 50 Jahren auf eine bi« jetzt noch unbekannte Welse sich entfernt hat und von dem bisher nicht die mwbeste Nachricht etnging, wäre von seiner am I.März 1814 kinderlos gestorbenen Schwester, Katharina Hellriegel zu Büchenau, ein Erbtheit von 1S8 fl 27 kr. »ugefallen, wenn er sich noch am Leben befunden hätte» und welcher Vern-ögen bis jetzt in gesetzlicher Nutznießung ihres Ehemann, Anton Klißmann, begriffen war, der nun auch mit Tod abgegangen H. Auf Ansu- cheo der bekannten Erben werden nun Wendolin Hellriegrl und dessen allmfallsige Abkömmlinge, nach Ansicht des Laadrecht- satzes 136, öffentlich auigeforbert, sich um bas anzusprechende Erbt bei der unten genannten Stelle binnen 3 Monaten anzumrlden, unter dem Bedeuten, daß dasselbe ln deren Richter- fcheinungsfalle lediglich denjenigen werde zugekheilt werben, welchen es zukäme, wenn di- Voegeladenen zur Zeit des SrbanfallS Nicht mehr am Leben gewesen wären. Bruchsal, den 28. Avg 1838. Großh. bad. AmtSrevisorot. Schnaibcl. Rr. 1,491 bis 49. Gernsbach. (Erbvorlabung.) Frau Zulkr Weiler von GernSbach ist ohne Zurücklassungron Kindern gestorben. Zu ihrem Nachlaß haben sich schon mehrere Erben des »ierten Grades gemeldet; da j-doch noch weitere, bis setzt unbekannt«. Erben dcsselben Grades vorhanden seyn könnten > so ergeht — wenn eS etwa so wäre — an dieselben die Aufforderung, innerhalb 2 Monaten ihre Ansprüche an die Berlassenschaft bei großherzogl. AmtSrcviso- rat dahier geltend zu machen, widrigenfalls solche an die bekannten nächsten Erben ausgelkefert werden wird. Zugleich wird der abwesende Erbe Christian Konrad Weiler, welcher sich zuletzt bei DIrschau in Tiegenhoff aushielt, dessen wirklicher Aufenthalt abrr gänzlich unbekannt ist, innerhalö obiger Frist zur Erbtheklung mit dem Bedeuten andurch vorgeladea, daß km Nichterscheknungsfalle die Erbschaft lediglich denjenigen zugelheilt werde, welchen sie zukäme, wenn der Abwesende zur Zeit deSErd- ansalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. GernSbach, den 36. Sept. 1838. Großh. bad. Lmtsrevisorat. M. Ganter. eeär. Beck, Lheil. Kommissär. Nr. 21,019. Bühl. (Munbtodterklärung.) Sigmund Geiger, jung, von Bühl wird wegen verschwenderischen Lebenswandel« im ersten Grade munktodt «klärt und ihm unter- sagt, ohne Bewilligung des ihm als Pfleg« ernannten Friedrich Oehlgaß von hier die im Landrechtsatz SIS genannten Rechtöge- schäfte vorzunejmen. Bühl, den 6. Ott. 1838. Großh. badisches Bezirksamt. Kuenzer. vär. §. Ganther. Nr. 8.003. Konstanz. (Munbtodterklärung) Balthasar Rist von Wollmatingen wird hiermit wegen Verschwendung im ersten Grade entmündigt und ihm der Bürger Jos-pH Trümmer von Wollmatingen at« Pfleg« bestellt; was man, unter Hinweisung auf Landrechtsoh 513, zur öffentlichen Keont- n!ß bringt. Konstanz, den 31. August 1838. Großh. bad. Bezirksamt: Pfister. vät. Elfner. Beacht,rrrgswerthe Anzeige. In einer »er größten See- und Handels-Städte Deutschlands soll, persönlicher Verhältnisse wegen, ein seit sieden Jahren bestehende« on xr-o,. Geschäft avfgelöst werden. Dal Geschäft genießt beS dessen Rufe», stk, wie dis Bücher beweisen können, solid, nutzrnbringend und im besten Flor. Um da« Geschäft. «elqet jeder Erweiterung fähig ist, zu übsr- nrhmen, wären 35,000 fl. erforderlich. Etwaige Anfragen über bis Adresse ertheilt da- Krmtofr der Karlsruher Zeitung.