BMgc zur Karlsruher -Zeitung Nr§. 292. Montag, den 22 . Oktober 1838. Literarilche Anzeigen. Es ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben : Lehrbuch der englischen Sprache nach Hamilton's Grundsätzen, ne-Kunden mit grammatikalischem Unterricht. Zunächst für den Privargebrauch versaßt von I. F. W. Zimmer. Heidelberg, bei I. C B. Mohr. gr. 8. geheftet. Preis 1 Rthlr 12 ggr. oder 2 fl. 42 kr. Ter Herr Verfasser hat in vorstehendem Werke die HMmlton'schc Methode auf eine Art zur Ausführung ge. kracht, wofür ihm jeder Kenner gerechte Anerkennung zol- tea wird. Die Vorzüge des Hamilion'schen Systems wer. de» darin ebenso berücksichtigt, als feine Fehler vermieden. Neben der umfassenden, doch in möglichster Kürze gehaltene», Grammatik verdienen die beigcfügten Musterstücke, da sie htnstchilich des Verstehens stufenweise folgen und den besten und korrektesten Autoren entnommen sind, jeg. liches Lob, so daß wir mit vollster Uederzeugung behaupten dürfe», daß, wie der Verfasser in der Vorrede bemerkt, dcl'm aufmerksamen Gebrauch dieses Wirtes der Spüler schnell zum Englischsprechen gebracht wird. Mit Recht läßt sich daher wohl sagen: der Verfasser hat uns einen neuen und nähern Weg zum Englischlcrnen gezeigt. Na- mcntlich ist das Werk solchen als Handbuch zu empfehlen, welche mit einigen Vorkennmissen in der Sprache zum erste» Male in England auftreten. Stuttgart. Bei E. Schweizerbart ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen Deutschlands und der Schweiz zu haben: Geschichte und System des deutschen Strafrechts von Konrad Fran? Nosshirt, geheimem Hofrath und Professor in Heidelberg. Zn drei Bänden. Erster The-l: Allgemeine Rechtsgeschichte. Preis 2 fl. 24 kr. Je einseitiger das Urtheil der Zeit zu werben anfangt, desto mehr ist es Pflicht,, an die Dildungsgeschichte der .Nation zu trimm». Ließ geschieht vorzüglich im ersten Bande, der auch dem Nichtjuristen eine interessante Leks türe bieten soll. Die beiden andern Bände, welche unmittelbar folgen, enthalten die Geschichte der Bestrafung aller Verbrechen und Frevel und des Prozeßganges. Auch hier ist Vieles nicht blos dem Juristen interessant, z. D. die Geschichte der Hcrenprozesse. In diesem Umfange und in dieser Tendenz hat dieß Werk keinen Vorgänger. — Dem Gelehrten, Gesetzgeber und Praktiker wird cs nützlich sepn, und dem letzteren nützlich bleiben, auch wenn neue Gesetzbücher und deren Motive ihm allmählig den nächsten Anhaltpunkt geben. Zu Karlsruhe in der Hof« buchhandlung und in Heidelberg bei Karl Winter zu haben. Stuttgart. (Neue Schriften.) So eben ist erschienen und in allen Buchhandlungen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz zu haben (in Karlsruhe in der HL'LLUiL'scheii Hofbiichhandlmig)! Briefe Napoleon's an Josephine wahrend des ersten Feldzugs in Italien, des Konsulats und des Kaiftrihums; und Briefe Jos-phinens an Napoleon und ihre Tochter. Aus dem Französischen von Dr. Hcinr. Elsncr. Ir Theil. 1838. Preis 1 Rrhlr. oder 1 fl. 30 kr. Seybold, Fr., der Aufstand von Straßburg, dargestellt i» seinen historischen Verhältnissen. Prozeß vor dem Assisenhofe von Straßburg. Nach dem Französische». 1838. gr. 8. br. Preis 18 Gr. oder 1 fl. 12 kr. G. L. Friz'sche Verlagshandlung. Offenborg. (Anreiz» und Empfehlung.) Unter- teichneter Hai die Ehre, anruzetgen, daß er stch in Offenburg alt Seiden- und Werg-Wattfabrikant ni-dergelaffen hat. Zugleich empfiehlt er stch rum Dekatier« der Baumwolle (Lchlumppen) aus't Beste, und verspricht vromple und billig« Bedienung, indem er durch leine besitzende Maschine in den Stand gesetzt ist. dies« in sein Fach einschlagenden Gegtnstände ru de» billigsten Preisen r« erlassen. Z. I. W>, bei Zoseph Zoker'S Witt«». Benachrichtigung. Wenn der Madame Reinhardt.Hammer« merster daran gelegen ist, tu wissen, wo ihre Frau Schwester sich aufhält, so diene zur Nachricht , daß PhilipMurg bei Speyer, im Grvßherzogthum Baden, der Wohnort ist, Bekanntmachung. Da, höherer Anordnung zufolge, das Bureau der Lotterte aus Landejerzeugniffen mit Ende dieses Monats geschloffen werden soll. 2864 so'ersuchen wir bke Inhaber der noch im Rückstand befindlichen G«- rvinNlsose. gegen Rückgabe derselbe» ihre Gewinne binnen dieser Frist in Empfang zu neymen. Karlsruhe, den 17. Oke. 1838. Bureau der Lotterie. F. Schreiber. Rastatt. (Bekanntmachung.) Bezüglich »auf unsere, im Monat Sepk. d. Z. sowohl in der Karlsruher Zeitung, al-dem Anteigeblatt ausgeschrieben«, Rrligivnslehrerffelle, bi« de» I März 1839 zu besetzen, hat man nachträglich zu bemerken, daß der Vorsänger» u«d Schächter »Dienst sogleich damit verbunden wird. Lust« tragende wollen stch alsbald an Unterzogenen wenden. Rastatt, den L9. Oktober 1838. Der Synagogenrat-. W. Rosenthal. KarlSveht. (Rehrlinggesuch.) Man sucht '«inen Lehrling tn ein Konditorei- and Gpezerei-Teschätt > in einer der bedeutendsten Fabrikstädle Badens. Das Räch-re hierüber ist im Komtoir der Karlsruher Zeitung zu «fahr«,. Karlsruhe. (Sehülfengesuch.) Bei ei- Ner Obereinnehmerei des Mittelrheinkreises soll ein ^im Rechnungswesen erfahrener Gehülfe aufgenom- 'men werden. Man erwa-tet die Anmeldungen bin- v«n 14 Tagen. Nähere SuSkunfl ertheilk das Avmtvir der Karlsruher Zeitung. Nr. 13,214. kabenburg. (Offene Stelle.) Beidies. seitigem Amte ist dis Stelle deS Sportelertrahenten, womit die Besorgung der Registratur verbunden ist, wieder erledigt, und sollte sogleich, oder doch binnen 3 Monaten, besetzt »erden. Der Gehalt, mit Einschluß der Gebühren, beträgt circa 500 st. Hierzu lusttragende rezipirte Skribenten wollen stch, unter Vorlage ihrer Zeugnisse, an den unterfertigten Amtsvorstand wenden. Ladenburg, den 15. Oktober 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Kuenzer, »str. Prinz. Karlsruhe. (Oesnch.) Ein Frauenzimmer »osn 28 Jahres, welches gelaust sdmtsch. franzöfisch, englisch und italienisch PrUt, im Gesang Unter- richt »rtheilrn kan« »nd Piano!»«» sch-lt. in »Le» weiblichen Handarbeiten vollkommen erfahren ist. überdies »eich- net und malt, sucht ein» Stelle alt Gesellschafterin, Lehrerin in einem Institut» ob«» al« Gouvernante uen stehr »ehr auf gut» Behandlung, als große« Salär. Briefe, itutt« »er Adresse v., besorgt da« Somtsi» de» Karlsruher Zeitung. Bruchsal. (Pserbeverstauf.) Es stehen da» hie» zum Verkauf: ein Grauschimmel, Wallach» 8 Jahre alt, 14 Faust und 2 JE groß; eine braune Stute, 7 Jabr« str, 14 Faust und 2 Zoll groß. Das Nähere ist bei Oberthierarzt Mein scher zu «fragen. Borberg. (SasthauS- versteigerung.) Das, besonders von Reisenden vielbesuchte, Gasthaus zum Adler dahier, an der frequenten Landstraße von »Heidelberg nach Würzburg. Mer- ^genthsim u. s. w. gelegen, 12 Zimmer. einen großen Saal, zwei ganz gute gewölbte geräumig« Keller, nebst einem Gemüsekeller enthaltend, mit Stallungen für 28 bis 30 Stück Pferde und einer großen Scheune, welche Gebäude einen ganz geschloffenen Hofraum bilden, und ein in gerin- -er Entfernung von diesen gelegener Wirthschaftszarten mit gedeckte» Kugelbahn soll, der Erbvcriheiluirg wegen (nach Verlangen »er Liebhaber, mit oder ohne tie zur Wirthschaflse nrichtung ge- Höngen Fahrnisse, an den Meistvietenden öffentlich verste-gsrk werden. Es ist hierzu Term n auk Montag, den S. November d. I., Vormittags 9 Uhr, anberaumt, und werden die hierzu Lusttragenden mit dem Bemerken eingeladen, daß die Verstetgerungsbedingungen und die mit abzugebenden Fahrnisse. erstere auf dem Bureau großh. Amtsre- visorats dahier und letztere im Wirthschaftslvkale täglich einzese- hen werden können, auswärtige Steigerer aber stch mit legalen Vermögens- und Leumunds-Zeugnissen auszuweisen haben. Bvpbe-g, den 3. Oktober 1838. Großh. badisches AmtSkevisorat. Smmert. Nr. 12,455. Taaberbischoffshekm. (Bavversteigr, rung.) Die Arbeiten zu dem neuen Kirchen - ond Thurm-B« z« Eissigheim werden bis Mittwoch, dcn 7. Nov. d. Z., Vormittag« 9 Uhr» t« Wirthshau« zu« Engel allda, an den Wemgstaehmmden öffentlich »ersteigert. Bei dieser Versteigerung »erden die Maurer-, Steinhaner-, JimmermannS-. Tüncher-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser, und Schieferdecker-Arbeiten einzeln» und dann aber auch alle Arbeiten zusammen, unter Genehmigungsvorbehalt »ersteigert werde». Der Bauplan »nd di« Kostenüderschläg« können in der Kanzlei de« -roßherzvgl. Bezirksamtes dahier zur Sinstchl genommen werde». TauberbischosSheim, de« 9. Oktober 1833- vrvßh. bad. Bezirksamt, v. Dürrheimb. Karlsruhe. (Pachtverstergerung der Fischwas, ser.) Die nachbenannteu. auf Martini d. I. bestandlos werden- den. herrschafll. Fischwaffer werden auf weitere 6 Jahre, von Martini 18"/-- - r,n folgenden Tagen öffentlich versteigert: a) Mittwoch, den 24. d. M-, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathhanse in Ettlingen: die Hochakb mt den Gewerbskanälen in der Alb, oder von der schöllbronner Mühle au bis zur rüppnrrer Gemarkung; L) Donnerstag, den 25. d. M., Nachmittags 3 Uhr^ auf dem Rathhause in Darlanden: der »ltrhein, d« Federbach, Träschlach und Noas, und «) Freitag, den 26. d. M., Nachmittags 3 Nhr, a«f dieffeitgem Bnreau: das Fischwaffer im Steinkairal «nd Lohfsldgraben bei Gvttesaue. Die Liebhaber wollen sich an benannten 8 Orten zu den bestimmten Tagen und Ttunten einfinden. Karlsruhe, den 15. Oktober 1838. Großh. bad. Domänenverwaltung. Dr. Herrmann- Durkach. (WirihSbattSversteige. /r-W Wl > »«»g.1 Zn Folge richterlicher Verfügung vom 15. Mai d. I.» Nr. 9L04. und 23. Zuni b. z.. Rr. 11,884, wird dem Kreuzwirth Karl MsL^L^^^^F'iedrich Kiadler dahier Montag, de« 29. Oktober d. I., Nachmittag« 2 Uhr, aus hiesigem Ratsch ause öffentlich »ersteigert: Eine zneeipöckige BehaulizAg in der Blumen eorstädt» nebst Scheuer, St--llung. HoliKger, Wasch-und Bren»-Ha«S, Ruih'N Maat »alwad und 15 Ruthen Garten Hinte» dem Hars neben Hirschni-lh Meiklin und Ka»«en«irlh Scheider'« Wittwe, Slenerauschlag 3,086 st. 14 kr., gerichtlicher Anschlag 4.000 g.; wozu die Liebhaber mit h m B> merken kinreladr« werden, daß L965 ber endzü.'flae Zuschlag erfolgt, weil» der Schätznugspreis »3 4,060 fl. «riest »i'd. Daiiach» den 26. S'pt- 18Z8. Bürgermeisteramt. Für. vSt. Rau. Karlsruhe. (Versteigerung au-rangirter Requisiten.) I" dem großh. Zeughvf bei'« durlacher Thor wird Montag, den 29. Skiober d. I., Vormittags 9 Uhr» ein« Parthte ausrangirte« L-derzeug, Pferdereqnisiten «nh alte« Eisen, in schicklichen Mtheilungen, an den Hochstbieteirdk», -egen gleich baare Zahlung, öffentlich verkauft; wrlchss h«n Käufern hiermit bekannt gegeben wirb. Karlsruhe, den 13. Oktober 1838. Großh- bab. Z-uabautdirektio«. r> Faberk, Oderstlieur. FLfferversteigerung. Mcntag. Len 22 Ok-vb-r o. 2-, MorgeNtO Uhr, tm ccangelischen Pfarrhaus zu Weingarten bei mehrere w-m-rim« Lagerfäss-r ro« 1 Fuder rarvbrr, noruiüer ern ganz neues, bebst einer Heibfibült» «vn 1'/> Fuder, sodann 3 Kühe, worunter »in« frisch, melkige große mit emcm männk. Kalb von dem stutenseer Rig>- farren; ferner ein im drill'n Jahr stehndes Stutenfohlen, spa. »iscker Raxe, Schwarzschimm-l, zur D-rstrigerung ausgesiht «nb^bri annehmbaren Geboten sogleich abgegeben. Forchheim. (Holzversteigerang.) Dir a ' // Gemeinde F->rciheim läßt bi« Montar, den 29. und Dienstag, de« 30. Skt. d- Z, Le- im hiesig-n Gemeindeivald 303 S'ämme Eichen, welch« sich zu L ndwertt-.Bau. und Nutz-Hrl, rlgnen, öffentlich verfleizern. D>e Zusammenkunft ist jeden Tag früh 9 Uhr an dem sogenannten Blechhau«, Forchheim, Bezirksamts Ettlingen, den 17. Skt. 1838. Bürgermeisteramt. Kistner. vckt. Speck, Rathschr. Bodmann. (Zkegelhütteverpachtung.) Die herrschaftlich« Zie-elhütte dahier, deren Pacht mit L chtmeß künlti- gen Jahr« zu End« geht, soll anderweit auf 9 Zahre, mit Zu- gäbe einer geeigneten Wohnung und einiger Güterstück«, im Aus- streiche verpachtet werden. Wir haben zur Pachrverhandlung Termin auf Montag, den 22. Oktober d. Z.. bestimmt, «nd laden nun B'stonrslftbbaber. «eiche sich mit obrigkeitlich beglaubigten Prädikate - uno Vermögen« - ZeugniffrN -der ihr« Tüchtigkeit genügend auOuweisen vermögen, «in. sich an de- sagte« Tage, Vormittag« 10 Uhr, auf unser« Geschäftszimmer ^nzvfinden, woselbst auch vor dem SteigeruNkSttrmin näher« Auskunft über di« Pachtebjekte und Bedingungen erhob«, wer. h«» kann. Bodmann. den 20. Gept. 1838. Freiherr l. ron Botmann'sche« Rentamt. Braun. Ne. 17,140. Buch««- (Fahndnna) Di, «egen wie» verheil,« arveiltlvsen H-rumrieben« und Bettel« ,u einjähriger »rbeitihausstrof« verurtheilte Zäzilie Adelmann von Buchen wnrde nach erstandener Strafe am 19. September eure-, vnn. «»««c» Ardeitshau« zu Pforzheim entlassen und kam am 20 mono, dahier an. Da j-»vch ri,selbe schon am 29. des «ewliche« Monats thrm Heimathsort Buchen rerlie« und ohn« »uSwei« wahrscheinlich »ikdrr aideittto« her«w,ieht, so «suchen wir sämmlliche resp B-bv-den. auf solche fahnden und sie i« BetretlMgsfalle anher «inliefern zu lassen. Zäzilii Ateimann ist 27 Jahre alt, 5' 1" groß, von schlanker Statur, hat braune Haare, hohe Stirne, braune All- -enbraunen, -raue Augen, klein« Nase, kleinen Mund, ru«. de« Kinn, ovale« Gesicht, frische Gesichtsfarbe, gut« Zähne und kein besondere« Merkmal. Bei ihrer Entfernung von Hause war sie mit eine« klein karrirten, blaubaumwollenen Kleid«, «ia«r blaubaumwollenen großkarrirten Schürze, »ine« gelb «nd bla» geblümten Halttuche »»» mittlererGröße, mit schwrrzwollenen Strümpfe, und Schuhen bekleidet. Kopfbedeckung trug sie keine. Buchen, den 12. Oktober 1833. Großh. badisches Bezirksamt. Lichte,auer. vär. Schoberth Nr. 2l,0t0. Bühl. (MundtodterklSrung.) Skg- mu'd Ketzer, jung, von Bühl wird wegen »erschwenderlschea Lebens vand-i« im ersten Grade mundtodt erklärt und ihm untersagt. ohne Bewilligung des ihm als Pfleger ernannten Friedrich Oehlgaß von vier die imLanbrechtsatz 513 genannte,, Rechtsgeschäfte vvrzanehrnen. Bühl, den 6. Okt. 1838. Groß-, badisches Bezirksamt. Knenzer. vät. E. Ganther. Nr. 11,k83. Babeu. (Aufforderung.) Handelsmann I- G. Hespeler von hier hat gegen Jakob Leutzen von Ehingen, dessen jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist, unter'« Heutigen hier ei« «läge eingereicht, in welcher er behauptet, erhöbe gedachtem Trutze» am 20. Juni 1833 44 Gulden zu 5 Prozent verzinslich geliehen, welche ihm dieser zur Zeit nicht zurückbezahlt habe, und es fty bei Abschluß des Darleihevertrags festgesetzt worden, daß das diesseitige Untergericht bei etwa entstehenden Streitigkeiten zu entscheiden habe. Hierauf wird die Bitte gestützt, den Beklagten nach gepflogenen Verhandlungen für schuldig zu erklären, dem Kläger binnen kurzer Frist die «ingeklagte Summe, bei Vollstreckung-Vermeidung, zu bezahlen und die Kosten ,u tragen. Nach Ansicht der K 32. 253 und 273 der Prozeßordnung wird nunmehr Beklagter «ufgefordert, binnen Frist von 4 Wochen, vom Tage der letzten Einrückung an gerechnet, um ft gewisser sich auf diese Klage vernehmen zu lassen, als sonst der thatsächliche Inhalt derselben für zugestanden und jede Schutzrede für versäumt erklärt würde. Baden, den 11. Sept. ES. Großh. bad. Bezirksamt, v. Theobald. Nr. 11L87. Baden. (Aufforderung.) Der Buch» Händler D. R. Marx dahier erhob heute gegen Jakob Leutze, von Ehingen, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, rin» Klagt» in der er behauptet, er habe t« Jahr 1832 mit dem Beklagten einen Vertrag abgeschlossen, wonach er sich anheischig machte, mehrere Gegenstäaoe des Beklagte», namentlich eine antike Statue, 1'/- Jahr lang aufzubewahren, «nd zwar gegen Entrichtung der durch die Aufbewahrung veranlaßten Auslagen und gegen eine Gebühr, welche 15 Prozent des Werths der aufbewahrte» Objekte beträgt. Da nun die bestimmte Zeit umlaufen sey, er auch wirkliche Auslagen gehabt bade, und Beklagter seit 6 Jahren nichts mehr von sich hören lasse, sehe er sich genöthigt, seine Ansprüche gerichtlich zu »erfolgen. Au fordern habe er nämlich r 1) für ausgel-gt- Fracht und Spesen, welche die Verbringung der Statue von Stuttgart hierber veranlaßte, 33 fl. 14kr; 2) für die Aufbewahrung die vertragsmäßig bestimmte Ge. bühr von 15 Prozent. im Betrag von 192 fl. 24 kr., da die deponirten Sachen Vv« Betagte» selbst auf 1,282 fl, taxirt worden sehen. 2966 Zur Begründung des Gerichtstander wird im Libell gefegt, es sey das Uederetnkommen gleichzeitig getroffen worden, d-ß crwai- gr, aus dem Vertrage entspringende, Streitigkeiten vor diesseitigem Untergerichte zu erledigen seyen. Nach Ansicht der §§ 32, 253 und 273 der Prozeßordnung wird nun der Beklagte ausgesordert, sich binnen Frist von 4 Wochen, vom Loge der legten Insertion an gerechnet, bei Vermeidung der Rechtsnachtheile hierauf zu erkläre», daß der thalsächliche Klagvortrag für zugcstanden und jede Echutzrede für versäumt «k.ärt werden würde. Baden, den 11. Sept. 1838. Großb. da». Bezirksamt. ».Theobald. Nr. 2,315. Bruchsal. (Erbvorladung.) Valentin Bregenzer von Ubstadt ist i« Jahr 1794 mir Frau und zwei Kindern nach Ungarn ausgewandcrt und dal 1817 die letzte Nachricht von sich gegeben, seither aber aui metrer« Briese kein« »i twcrl ertdeilt. Von seiner, am 23. Okt. 1819 in einem Alter von Sl Jahren gestorbenen Mutter, Georg Gregenzer's Wittwe Zä- zilie, ge-orenen Eicher von Ubstadt, wäre ihm, wenn er sich damals noch am Lehen befunden hätte, es» Erttheil iu,efall>n , das jetzt 484 fl. 21 kr. beträgt. Auf Ati'uchrn se n-r Sa Wester, Peter Göttinger'« Wi twe, Aathcriiia, geboreir-n Bregenzer zu Ubstadt, werden nun Valentin Bregenzer und Hesse. Nachkommen, nach Ansicht des Laudreck ts-tz-s 13b, aneuich cff.nil » ausgesordert, wegen der Auslieferung des muuertichea Er.es bei der unten genannten Stelle binnen 4 Monaten sich zu melden, unter dem Bedeuten, daß dasselbe in deren Nickt rrscheinungsfalle lediglich denjenigen w.rde zugeiheitr werden, welchen es zukäme, wenn die Vorgeladenen zur Zeit des SrbansallS nicht mebr am Leben gewesen wä-en. Bruchsal, Lea 28. Sept. 1838. Großh. bad. Amtsreoi orat. S ch n a i b e l. Nr. 4396. Vffenbnrg. (Erbvorladung.) Gottfried Hartmaon, §tzb. de» 7- Mat 17L5. «rstehelicher Eodn tet «n» 13. Februar d. I. verstorbenen großb. KirchenrathS, Ludwig Jakvd Hart«a>n, gewesrnrn Pfarr-rt zu AUrndeim, welcher schon a« 27. ZUM 1817 al< »xolheker nach Nvtdamerika auS- wand«rte, seither aber so wenig Nachricht von seinem Leven und Aufenthaltsorte gegeben, als verlässige Ausweise übik seinen Tod «rhalte« werde« konnten, wird anmit aufgesorderr, binnen 4 Monaten Frist, a dato, tu der DerlaffeaschaftSsache seines genannten verlebten Herr« Water« «nlwcder persönlich vor der nnteiz ichneten LH itui gsbe- höide r« erscheinen oder genügende Kundschaft von si» ju geben, und durch gehörig Bevollmächtigte stin Zntereffe bei der Erb- theilung ru gewahren, widrigen« di« Erbschaft lediglich denjenigen zugetheilt werden wird, deneo sie zukäme.' wenn der Vorgeladene zur Zeit de« Erbanfakk« gar nicht mehr am Lkbm gewksen wä-e. Öffenburg, den 13. Oktober 1838. Großh. bad. Amlsrevisorat. Killy. «r. 13,295. Baben. (S»uldenliquibatson.) Gegen den Aimmerwelster, Gerhard Gros von Beuern, ist Ganr er- kanne, und Lagsahrt zum RichtigstellungS- und Vorzugsversah. reu aus Dienstag, den 27. Nov. 1838, Bvrmittag« 8 Uhr, im hiesigen Rathhaussaale festgesetzt, wo alle diejenigen, weiche, aus was immer für einem Grunde, Lnirrü- che an die Masse zu machen gedenken, solch«, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Ganlmasse, persönlich vier durch gehörig B v li- mächligte, schriftlich »der mündlich anzume-den, und zuhlei» die etwaigen Vorzugs - oder UnterpfaMrechte, weick-e si« ge'te d machen «Mn, zu bezeichnen haben, und zw..r m?r g cichzeittger Dorlexun, der BeweiSurkuitbrn ober Antretung de« Beweise« mit ander« Beweismitteln. Zugleich werden in de» Lagsahrt «in Maffepsseger und 6a «läubtgerausschuß ernannt, Borg, und Nachlaßvergleich« ver. sucht, uno iolleir. in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung de, MaffepstegerS und G.äubtgerausschuffes, die Richters»«,nend«a als der Meyrhelt der Erschienenen deitretend angesehen werden. Baden, den 13. Okt. 1833. Groß», b.d Bezirksamt. »..Theobald. N«. 21,383. Freiburg. (Schuldenliquidatkoo.) Gegen die Verloffensch ist des HauptzollamtSdienerS, Louis Lefvre von Frciburg, haben wir Gant erkannt, und zumRichtigsttilusgS- und VorzugSverfabren Lagsahrt au« Montag, den 5. Nov. d. I., Morgens S Uhr, auf diesseitiger Sradtamrskaozrei angecrdnet. Wir fordern daher alle diejenigen, we.che, aus was immer für einemGk^noe, Snwrüche an drcse Gaurmaffe mach«» woll-m, au«, toiche in der angesetzten Taafabrt, bei Vermeidung des Lusickstw- sesvonderGantmaffe pertvaüch oder durch geyör'g «evollmächrigre, schriftlich oder mündlich anzumctden, und, unter gleichzeitiger Vorlage d-r Geweisur künden oder Antretung des Beweises mit ander« Beweismitteln, ihre etwaige» Vorzugs- oder UnterpsanbS- rcchte zu bezeichnen. Hiermit verbinden wir die weitere Anzeige, daß bei dieser Tag- fahrl «in M-ffcpfleger und ein Giäudigerausschuß ernannt, auch Borg- und Nachlaßoergleiche versucht, und daß in Bezug auf Borgverglewhe, so wie auf Ernennung des Mass.pfleger« und Glaudtgerausickiuff s die Nichiersche«nenden als der Mehrh6t der Erschienene« geinetend angesehen werde». Freiburg, den 9. Okr. 1838. Großb- bad. St-dtamt. B o d^i onn. EmplehLmig. Gesrg WLlh. KLey d. ältere irr MasrrrheLm empfiehlt sei» Lager von fertigen Kirchenparamenten, alS: Plu- vialen, L-vitenröck-n, Meßgewändern, V-Iumen, Baldachinen, Faunen, Chorhemden, Alben, Rauchsäff-ra, Altarieuchrrin -e. Karlsruhe. (Anerbieten.) Zwei das Lost-^ ^- m^ ieum oder po yiechnische Institut dahier tesuch.nde junge Leute aus guter Fawi.ie können noch in Kost, SW' Logis und Pflege, unter sebr b-lls.ei, Eeoinauo. eu, aufgenomwen werten. Wo? ist im Komtoir der Kar siuher Ae:- lung zu erfragen. Basel. (Ausforderu ng ) Apollonia Hausmann, geborene Hage, welch« seit dem I I. August 1837 vermßl wird, und deren Auf-ulhalt gänzlich unb-kannl ist, wird hierdurch p-remtvrisch und ein für allemal aufzefoidert, innerhalb den nächsten 4 Monaten, und zwar längst«»« bis den 2S. Januar 1839. vor unt zu erscheinen, und auf di« Klage ihre« Ehemanrs, d«S MetzgermsiAetS H-inrick HauSmann von Basel, gänzliche Ehischeidung wegen dötm',1 «er Veritffung betreff-nd, Antwort zu geben, unter der Androhung, daß im Fall lhrrs Nichterscheinens in contumaciam gesprochen werden wir», waS Rechtens ist. Basel, den 17. September 1838. Da« Ebegericht. Ist d'ssen Namen der Präsident: P.Rhhiner. D-'r Ebeg-richls? «iber: A Hei?, Or i-