A«kl-ri»tztr.Ztitaaa Nr 328. Sonntag, drn 25. November Baden. * Vom Oberrhein, Mitte November. Wie mächtig die Gewalt der Bewegung nach dem Ziele des Guten und Zweckmäßigen ist, dafür finden wir neuerdings einen höchst augenscheinlichen Beweis in unserer Nachbarstavt Basel. Endlich haben die besseren Einsichten für das Wohl der Stadt Bas-t siegreich das Projekt einer Erweiterung der engen und dunkeln „Eisengaffe" gegen Gewohnheit und Eisensiun durchgesührt, und schon hat man mit dem Abbruch der Sckiffslände und des Rheinthorcs begonnen, und mit diesem ist dann endlich gestern selbst die, tm ewigen Spott sich gefallende, Fratze des berüchtigten Lellen- königs gefallen und das volle reine Himmelsltcht ergießt sich nun von der Kleinstadtsette aus frei in die Räume dieses bisher so düstern Stadttheiles und macht denselben jetzt schon um vieles heilerer; wenn aber erst die Eisengaffe mit ihrem Vorplatze nach dem neuen Plane vollständig bergestellt und die Rheinbrücke, wie es beabsichtigt seyn soll, restaurirt seyn wird, dann wird sich Basel von dieser Seite eines überaus herrlichen Anblickes zu erfreuen haben, und wenige Städte am Rheine dürften ihr den Rang, die Erste unter denselben hinsichtlich der Anmuth ihrer Lage zu seyn, mit Recht streitig machen können. — Ueber den Brückenbau bei Schufteriusel nach Großhünin- gen hört man nichts mehr; dagegen wird jetzt eifrig an einer Ouaimauer auf dem ersten Punkte gebaut, weil der Berkehr daselbst sich in diesem Sommer sehr vermehrt und das Bedürfniß nach solider Einrichtung höchst fühlbar gemacht bat. Es ist in der Thal merkwürdig, wie bisher ein Hafen ohne einen fortgebauten, sondern nur mit einem improvistrten, Landungsplätze — ohne Krahnen und ohne Magazine — in einem Jahre eine Masse von ungefähr 40,000 Zentner Handelsgütern aufnehmen und versenden konnte; wie Vieles läßt sich also erwarten, wenn das Fehlende im nächsten Jahre hcrgestellt seyn wird, wozu alle Triebfedern in Bewegung und gegründete Hoffnungen dazu vorhanden stnd. — Man hofft, daß die, im nächsten Frühfahre wieder beginnende, Dampfschifffahrt von Basel nach Straßburg, deren Ausführbarkeit — obgleich von vielen diesseitigen Technikern widersprochen — durch 18 regelmäßige Fahrten, die ungefähr 1,500 Personen beförderten, faktisch erwiesen ist, Vieles zum lebhaften Verkehr hierorts beitragin werde. Man sagt, laß sie nächstes Jahr auch Güter aufnehmen werden, waS Heuer nicht der Fall war; auch soll ein drittes Boot angeschafft werden, vm damit eine »tägliche" Fahrt zu erzielen, — Der heurige Wein hat nun die Fässergäbrung überstanden und den an ihn gestellten vernünftigen Erwartungen dabet vollkommen entsprochen; er ist eines der „besseren Gewächse" im Vergleich nach Jahrgängen, die Preise aber auch sehr hoch und dennoch der Absatz an manchen Arten ziemlich rasch, was um so mehr zu verwundern ist, als die gute Spätjahrswitterung das Holz gut zeitigte und somit die Hoffnungen für's künftige Jahr erfrischten. — Einen neuen Aufschwung hat hierorts der landwirthschastliche Verein in Lörrach genommen und sich in der letzten Generalversammlung eiumüthig vom Amts- zum Bezirks-Verein erhoben. Man erwartet von ihm und mit Recht viel Ersprießliches für die Verbesserung der landwirthschastlichen Kultur, die eben bei allem Eifer der Einzelnen im Allgemeinen noch Manches zu wünschen übrig läßt. B a i e r n. München, 20. Nov. Se. Maj. der König habe» die auf den akademischen Professor der Geschichte an der hiesigen Universität, Dr. Jos. Görres, gefallene Wahl zum Ephoren der philosophischen Fakultät zu bestätigen geruht. Prof. GörreS ist bei der unlängst stattgesunde- nen Eröffnung seiner Vorlesungen von den Studierenden mit dem freudigsten Zuruf empfangen worden. (Münch, pol. Ztg.) — Die philosophische und die juridische Fakultät der Universität Würzburg haben folgende Preisfragen für das Studienjahr 1838/39 gegeben, deren Lösung jede Fakultät den Doktorgrad zuerkenm. Die juridische Fakultät stellte das Thema: „Vollständige Entwicklung der Lehre von der accessio possessionis bei den verschiedenen Arten der Verjährung," — und die philosophische gab die Frage: „Worin besieht der wissenschaftliche Fortschritt von der Lehre des SokrateS zur Lehre Platons?" — Die Beantwortung letzterer Frage, in lateinischer oder deutscher Sprache, hat bis zum 25. Juni 1839 zu erfolgen. — Der Eremit von Gauting (Frhr. v. Hallberg) macht bekannt: Wer einen Versuch mit der Baumwollrose in feinem Garten machen will, kann Soamen aus Egypten und Malta zu Btrkeneck bei Freising umsonst erhalten, auch Tabak« und mehrere andere Sämereien, Freie Stadt Hamburg. Hamburg, 16. Nov. Zu einem Artikel der Leipziger Allg. Zeitung, welcher davon spricht, daß das hannoversche Kabinet sich jetzt zur Verfechtung feiner Interessen auswärtiger Blätter bediene, bemerkt die Redaktion des „Ham- 3308 burger Korrespondenten", so weit sie die Mttheiiung betreffe, glaube sie iiichls weiter be>ue>km zu dürfen, als daß sie sich l» Beziehung auf haiiiwvei'fche, wie auf politische Verhältnisse überhaupt, von jeher nach Kräften der strengsten Unparteilichkeit befleißiget habe und sich deren auch künftig befleißigen werde, sofern nicht äußere, sowohl direkte als indirekte, Verhältnisse Hinderungen in den Weg legen. Die Vermuthung übrigens, daß Dr. Zimmermann der Verfasser der neuerdings im Korrespondenten erschienenen Artikel zu Gunstendes hannoverschenKabinetS sey, erklärt die Redaktion des erwähnten BlatteS für völlig unbegründet. Würlemberg. Ulm, 2l. Nov. Vom Jahr 1839 an wird hier eine neue Zeitschrift, eine Modezeitung erscheinen. s!!s Die Redaktion ist nicht bekannt. Der Preis ist 3 fl. jährlich. (W. Landbote l Gundelsheim. Den 20. Nov. hat der 12z jährige Sohn des hiesigen Revierförsters Pahl auf unserer Markung einen Golvadler (b'sleo clu^ssoros) geschossen, dessen Breite von einer Flügelspitze zur andern neun würtem- berg. Fuß hatte. Der Vogel ist zum Ausbälgen übergeben worden. Hannover. Hannover, 15. Nov. Trotz dem, daß das Kabinet fest dabei beharrt, die ganze Verfassungsangelegenheit als durchaus erledigt zu betrachten, und in diesem Sinne auch die bekanntlich geforderten und erpromittirten Erklärungen abgegeben hat, so zeigen sich doch fortwährend allerlei Symptome, die dentlich zeigen, daß man im Lande die Sache doch noch nicht für völlig erledigt halte. Von einzelnen Erkenntnissen der Gerichte, selbst der hiesigen Justizkanzlei , die schweigend oder ausdrücklich auf die Bestimmungen deS StaatSgrundgesetzeS basirt waren, haben die Zeitungen bereits mehrfach berichtet. Gleichfalls der Ansicht, daß die Angelegenheit noch nicht erledigt sey, scheint jetzt die bremische Ritterschaft zu seyn. Ihr Präsident, der Hr. von der Decken (aber nicht der Generalfeldzeugmeister ausser Dienst), hat nämlich auf den 30. d. M. einen Provinziallandtag nach Stade ausgeschrieben, und auf der Tagesordnung der dabei zur Beratbung kommenden Angelegenheiten findet sich auch eine »Erörterung derhannover'schen Verfassungsfrage." Es teiteht bekanntlich die Provinziallandschaft der Herzogtümer Bremen und Verden fast nur aus Mitgliedern von der Ritte rschafttnur Deputirte der Städte Stade, Verden und Burtehude und eilf Deputirte der Grundbesitzer, letztere aber ohne Stimme, nehmen daran Theil). Weniger als dieser Schritt kann der Umstand befremden, daß man im Lande von mehreren Seiten auswärtigen Juristenfakultäten die Frage über die Rechtmäßigkeit der Steuererhebung nach Neujahr 1839 vorgelegt hat, und daß sich, dem Vernehmen nach, der Ad- vokatenverein der Residenzstadt gleichfalls mit Erörterung des Rechtspunktes dieser Angelegenheit beschäftigt. Nichts kann wirklich die Achtung vor dem Gesetze, diesen Hauptzug der hannoverschen Nationalität, besser karakterifiren, als dieser Umstand, daß man sich über dergleichen Punkte, die z B. ln England und Frankreich für die Anfänge einer Revolution gelten würben, förmliche Rechtsgutachlen einholl. Die Hoffnung unv den innig n Wunsch, daß es dennoch nicht zu jenem, immer für die Sache selbst gefährlichen, Schritte kommen möge, haben wir schon früher ausgesprochen. (A. Z.) Oesterreich. Nach dem »Oesterreichischm Beobachter" nahm am 7. Nov. der Erzherzog Karl mit seiner Familie die Lokomotive Philadelphia, welche Freiherr v. Sina für die wien-raaber Eisenbahn in Nordamerika ankaufen ließ, in Augenschein. ES hat dieselbe eine ganz eigenthümliche, von den englischen Maschinen dieser Art abweichende, viel einfachere und dauerhaftere Konstruktion. Sie beseitigt ganz den Uebelstand anderer Lokomotive, welcher durch daS Herausfliegen glühender Kohlen aus dem Rauchfange unv Heradfallen derselben aus der Aschenpsanne entsteht. Die Leichtigkeit und Schnelligkeit deS Ganges derselben zeigt sich durch die beiden auf der provisorischen Bahn eigenS angebrachten sehr scharfen Krümmungen, in welchen bei einem Radius von 50 Klaftern noch überdies eine Steigerung von zwei Prozent zu überwinden ist. Die Vor- »heile, die hieraus für den Eisenbahnbau Hervorgehen, sind einleuchtend, wenn man bedenkt, wie schwierig, kostspielig, oder ganz unausführbar es in gebirgigen Ländern erscheint, die besonders bei den englischen Lokomotiven gewöhnlich als Regel vorgeschriebenen fausten Steigungen und Curvenin Anwendung zu dringen. P r e u'ß e n. Berlin, 20. Nov. Auf der berlin-potsdamer Eisenbahn sind vom 6. bis 12. d. M. 14,801 und vom 13. biS 19..d. M. 11,165 Personen gefahren. Dom Niederrhein, 16. Nov. Ich hatte in meinem letzten Schreiben die Nachricht bezweifelt, daß die aackner Geistlichkeit bet dem Könige die Freilassung des Erzbischofs von Köln nachgesucht habe. Indessen bestätigt sich die Petition deS aackner Klerus wirklich, wie aus zuverlässiger Quelle versichert werden kau». Das Gesuch ist in dm gemäßigtsten Ausdrücken abgefaßt, wie eS dem Un- terthan gegen feinen Monarchen geziemt. Daß dasselbe aber keine weitere Folgen haben wird, müssen die Bittsteller wohl selbst vorausgesehen haben. da es bis jetzt blos der einseitige Schritt einer einzigen Diöiese ist. Selbst aber wenn die übrigen sich anschlössen, bleibt doch eine Entscheidung im Einzelnen so lange zn - .felbaft, als nicht die Df- ferenz mit der gestimmten Geistlichkeit aus eine oder die andere Weise definitiv gelöst ist. Eben so wenig Erfolg wird daher auch das Schreiben des Hrn. v. Droste selbst an den König haben, das zuerst von belgischen Blättern misge- theilt würbe, das aber vollkommen ächt ist. Das Schreiben athmet ganz den festen, unerschütterlichen Geist des Bischofs, wenn gleich die Drohung, sich an dm Bundestag wenden zu wollen, selbst wenn sie anSgesühn würbe, seine Stellung nicht verbessern bürste. Vorläufig wird in der ganzen Angelegenheit von preußischer Seite nichts ge- 3309 schien; b,'e Ungeduld derer, die sehnlich eine Erledigung der durch baS lange Schwanken vermehrten Differenzen herbei wünschen , wird erst befriedigt werden, wenn eine Antwort der römischen Kurie auf daS Ultimatum eingcgangen ist, das vvsitiv von Berlin nach Rom befördert worden war. Diese Antwort, die auf die bestimmt gestellten Forderungen eine bestimmte Entgegnung enthalten muß, wird daS künftige Verfahren der Regierung regeln. (A. Z) Berlin, 16. Nov. Es hat sich, neuerdings das Gerücht verbreitet, daß unsere Legalion aus Rom abberufen sey. Daß dies wirklich schon geschehen, wage ich nicht zu behaupten. vielmehr scheint dieser Schritt vorläufig mehr in den Wünschen dcS Publikums zu liegen, dessen Ungeduld, auch die zweite päpstliche Allokution auf irgend eine Weise beantwortet zu sehen, täglich größer wird. Auch die Besonnensten wollen sich in daS lange Zögern nicht mehr finden, doch scheint man zu vergessen,das diplomatische Unterhandlungen, besonders in wichtigen Dingen, niemals übereilt werden — Die von dem Kolleqiatstifie zu Aachen übersandte Bittschrift zu Gunsten des Erzbischofs von Köln ist nicht als eure unerwartete Erscheinung hierher gekommen, da ja dergleichen Petitionen von Rom aus zur Pflicht gemacht worden waren, und sie daher mehr als e'n Akt dcS Gehorsams gegen die Kirche zu betrachten sehn möch- ,en, — Die von der StaotSzeitung gegebene amtliche Mitteilung üb r die separatistischen Auswanderer hat viele Ge- müther beruhigt Der Verlust, der dem Laude durch die Emigrirung zahlreicher fleißiger Familien entsteht, hat einerseits unsere Staatsökonomen, und die scheinbar bedrohte Religionsfreiheit, beider den Dissidenten keine andere Wahl als ein ferner Welttheik blieb, andrerseits alle Valeriandssrennde nicht w »iq in Schrecken gesetzt AuS der amtl'chen Darstellung ist jedoch zu ersehen/ daß die preußischen Auswanderer von ihrem Anführer nicht weniger mißbraucht und über ihr eigenes Wohl und Wehe getäuscht worden sind, als es bei de» sächsischen Auswanderern rer Fall war. simon und Agende spielen dabei die gerinaste Rolle nicht. Uebenpamubeiten solcher Art find zu allen Zeiten und in allen Ländern vorgekommen; und es ist nur zu wünsch n, baß sie dem deutschen Vaterlande nicht noch mehr kräftige Arme entziehen mögeir. tA Z.) Koblenz, 2V Nov. In der Nacht vom 17 auf den 18 d. wurden drei Geschütze der Ererzieibatterle unserer Artillerie von Unbefugten verkeilt und vernagelt, so daß sie nur mit vi-ler Mühe, durch Entzünden von Pulver im Innern der Röhre, wieder brauchbar gemacht werben konnten. (F I) Trier. 15 Nov. Als ein besonderes schädliches Er- eigntß ist der Frost vom 14 auf den 15. Okt zu erwähne», welch r die durch die vorhergegangene bessere Witterung neu belebten Hoffnungen der Winzer vernichtet hat. In jener Nacht sind die der Reife nahen Trauben größten- theils so geschreckt worden, daß die fernere Zeitigung unterdrückt und die Beeren zum Theil verfaulten. Gr. St. Z) . Dänemark. Kopenhagen, 10. Nov. Der großh. oldenburgssche- Regieruiigsprästdent v. Grote wird hier erwartet, um über den Anschluß EuiinS an das holsteinische Zollsystem zu unterhandeln. — Ein demnächst zu errichtendes Gen- darmeriekorpg, welches zugleich mit der neuen Zollverordnung für die Herzogthümer am 1. Januar nächste» Jah- reS in Wirksamkeit treten wird, soll hauptsächlich die Beamten gegen eventuelle Gewaltthätigkeiten und Verunglimpfungen schützen, und nicht blos Waarermnschwärzungen, sondern auch andere Verbrechen und Polizeivergeben ver-. hindern und entdecken, Auflauf und Tumult unterdrücken,, fremde Vagabunden vom Eindringen in das Land abhal- ten, Miiitälentweichungen verhindern und Polizeweranstal-- tungen kräftig unterstützen. — Unter'm 6 d. M. ist der Redakteur der KiöbirhavnZpost abermals wegen eines in- kriminirten Artikels vom Hof- und Stadtgerichte von der Strafschuld freigechrochen, dagegen aber zur Erstattung sämmtlicher Prozeßkosten schuldig erkannt worden. Der Fiskal behauptete, daß in jenem Artikel d'e Ehrerbietung und Bescheidenheit iin Besprechen von Regienlngshand- lungen bei Seite gesetzt und ihm eine solche Form gegeben fly, daß dadurch die Regierung mit Bitterkeit verunglimpft, oder doch jedenfalls in einem ungebührlichen und unangemessenen Tone ihre Veranstaltungen erwähnt worden Das Gericht jedoch fand keine Beleidigung in dem Artikel, um so weniger, als der Redakteur die injnriöse Absicht läugnete. Holland. Amsterdam, 18 Nov. Privatbriefe aus Brüssel melden, daß das dortige Ministerium sich viele, aber vergebliche Mne noch vorgestern Abend gegeben babe, zu ver- bindein, daß ver Adresfleiilwurf, in seiner jetzt von der Kammer angenommenen Form, nicht an die Kammer zur Beraihung gelange, sonvern von der Kommission vorher geändert weide. Hr. Dnmortier setzte seinen Willey durch. Die fremden Diplomaten in Brüssel sollen augen-- blicklich ihren Höfe» durch Estafette Bericht über die Bera- thung und die Anlworksadresse der Repräsentantenkam- mer erstattet kaber^. Wie man nun aber aus dem Haag, vernimmt, daß die Antwort der londoner Konferenz daselbst angekommen sey, so wird auch ans Brüssel geschrieben, daß alle Mächte der Konftren; sich für Anssührung der Tcrrtlorialbestimniungen der vienuidzwanflgArtikel ausgesprochen haben. Diese Nachricht soll aus London in Brüssel emgriroffen seyu. Nun wird eS sich zeigen, was die Großmächte thun, wenn unser König den Vörstellun- gni der londoner Konferenz Gehör verle bt D e Nachrichten von den parlamentarisch n Vorgängen in Brüssel übten an unserer Börse nicht den geringsten Einfluß und man eiwariel auch keine weiteren niedrigeren Kurse aus London. die mit Europa verkehrt und auch den Hos und seine Avenuen füllen wird, eine vorherrschend englnche seyn, und England Athen eben so durch seine socialen und industriellen Mittel und Gewobnbelteii, wie durch seine Diplomatie und Politik in Beschlag, wenn auch nicht in Besitz, nehmen wird. Schweiz. Bern. Der Regierungsrath hat In seiner Sitzung am 19. d. den Antrag der Wiedereinführung der sranz Gesetzgebung im Jura behandelt; es wird zunächst auf Niedersetzung einer Kommission zur Berathung der noth- wmdigen Vorfragen bet dem gr. Rache angetragen werden. 8 t a a t s p a p k e k e. Paris, 22. Nov. 5prozent. konsol. 110 Fr. 9) Et. -ivrozenl — Fr. — Eent.; 4;prozent. — Fr. — Et.; 3vro,>',tt 82 Fr 90 Et Bankaktien 2750. —. Kanalak- stcir 1252 50 Rom Anleihe 101H; belg 103; piemoiu, ii-av R. 102 30 Span Akt. 17; Paff — Hr. Germauieisenbahnakiten 660 Fr. — Et ; Vers. Ei len- bichuaktten rechtes Ufer, 570 Fr. — Et.; links liker. 2>'»7 Fr. 40 Et.; Eetter do. — Fr. — Et; Havrer dv. 905 Fr. —Et.; Mülhausener do — Fr. — El. GaS- erlevchtung^esellschaft —. Dampffchifffahrtaktieu (Perq) Kurs der Staatspapier« in Franktun a. ^Dru 22 Nov., Schluß 1 Uhr. spZt.j Pap (Zest-rrrvchl M^all. Obligation« 5 ' do. do. 4 de. do. 3 Bankaktien st. 100 Loose bet R-Hf. Partialloose do. 4 fl. 600 do do Bechm. Obligationen 4 d«. do. StaatSschnlbscheive 4 Prämtenscheive Obligationen 4 Obmatrsnen 4 Eiseubähnaktten »250fl. Sirntmschmie Az stäMooie b.Goll u.S, Obligatorien Az st. 60 Loos« fl. 25 Looks Obligation« KRths. 3x st 25 Los e Int gral« 2, Wbvichuld 5 8»ttrri«l»ole Rtk. do. s st. 600 Preußen Baieru Frankfurt Baden Darmstadt » . Nassau HollaÄ) SvLiiien Po en M z M. Mid' 99, - 80j -1765 274, !,54L ')32z 100; 1044 68L iniL 263t tint 96z 99t - >23! S?j 63,x 78t Tiedigirt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklol. NuSzug aus den Karlsruher WttterungS. beobachtungeu. -z. Rw. f«----»- Thermometer Wind. Witterung ü b e r b a >i v l M. 7 u,27z. 4,8L. M. 3 U 27Z. 5 58. N. U 1^273.6,38. 24Gl.üb.O 5,2 Gr. üb. 0 1,2G-.üb.O NO NO NO trüb trüb trüb, Regen Großherzogliches Hosthealer. Sonntag, den 25. Nov.: Wegen des Kirchenfestes keine Vorstellung. Montag, den 26. Nov.: Mit allgemein aufgehobenem Abonnement, zum Vortheil des Hrn. Devrient, nach der Originalübersetzung von Voß, zum ersten Mal: König Lear, Trauerspiel in 6 Aufzügen, von Shakspeare. Literarifche Anzeige. ^ Bei F. H. Köhler in Stuttgart ist so eben erschienen und in allen Duchhandlungcn zu haben: Anekdoten von Regenten, Staatsmännern, Feldherren und andern - historischen Personen. Zweites / drittes und viertes Bändchen ä 24 kr. De» zahlreichen Abnehmern dieser mit so großem Beifall aufgenommencn Sammlung! historischer Anekdoten wird die Nachricht vom Erscheinen dieser lange erwarteten Fortsetzung gewiß willkommen sepn. (Das erste Bändchen erschien 1838 .) Vorräkhig bei CH. Th. Gross in Karlsruhe, K. Gross in Heidelberg und A. Cmmerling in Freiburg. Karlsruhe. (Museum. Vereinfür ernste CH ormusik.) Die aut Montag, den 26. d. M, angekündigie Produktion stader am 8«r»n- den 25. d. M., statt. Anfang Abends « Uhr. Der Vorstand. Nr. 23,158 Bretten. kSchuldenliquidatton.) Gegen Johann Georg Rotdaker von Stein haben wir Gant erkannt «ad Tagiahri zum RichttgstellungS - und BorzuaSverlahren aus Donnerst ig, den 20. Dez. d. I., Vormittags 8 Uhr, »us diesseitiger LerichtSkanzler angeordnet. Alle diejenigen, welche, aus was tmme« für einem Grunde, Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen» werden dah-r ausgefor» Herr, solche in der angesetzren Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persinlick oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzamelden, und zugleich die etwai- gen Vorzugs- oder Unterpsandsrechte zu bezeichnen, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der «eiyeisurkund-n oder Antretung de« Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagiayrt wird «in Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, ein Borg- und Nachlaßvergleich versucht werden. und es sollen, in Bezug auf dlese Ernennung, so wie d«n etwaigen Bvrgvergleich die Richterschnnendea atS der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Breiten, den 18. No». 1838. Großh. had Bezirksamt. Beck. rät. Ottendörfer. Rr. 10520. Wertheim. ?Ediktal l adun1 Franz Joseph Amend von Gamburg hat sich seit ohngelähr 8 Jahren heimlich von seiner Ehefrau entternt, und hat seit dieser Zeit üser seinen Aufenthalt krine Nachricht gegeben, Derselve wird daher au'geforoert, binnen Jahresfrist nach Haus zurückmkehren, ansonst er für verschollen erklärt und sein Vermögen den nächsten Erben in fürsorglichen Besitz gegeben werden soll. Werlheim, drn 25. Aug. 1838. Großh: had. Stadt - und Landamt. Gärtner. vät. Greissinger. Karlsruhe. iAnzeige.) Engl. Austern, Sp'ckbückinge und marlnirte Häringe sind zu haben bei Karl Walter. Schwarzerdbof bei Breiten. (Mastviehverkauf.» Dienstag, den 11. Dez. d. I., Vormittags 10 Uhr, werden 10 Stück fette Kalbinnen in öffentlichem klufstreich versteigert; woiu die Liedhaber mit dem Bemerken «,'ngeladen werden, daß das Vieh noch 8 Lage nach der Versteigerung stehen bleiben kann Schwarzcrdhof, den 23. Nov. 1838. Schüler, Gutspächter. Gasthausversteigermrg. Skaoiparis-virlh Xaver Ehret von Baden ist Millers, sein vor Kurzem erkauftes Gasthaus zum schwarzen Bären in Rastatt, worauf die Realschildgerechligkeit hastet, nebst Scheuer, Stallung , und Garten, mittelst öffentlicher Versteigerung aus dem Grunde zu verjusscrn, weil er dermalen noch nicht daselbst arttqezogcn ist und sich in der Awischenzoik entschlossen hat, seinen Wohnsitz in Baden beizubehatten. Das Gastdaus zum Bären steht am Eingang neck Rastatt nächst der badener Brücke, wo beide Hauptstraßen von yffenburg und Kehl nach K-rlSrube und Frankfurt sich vereinigen, und ist zum Betrieb der W rtoschafk in jeder Beziehung porzüglich geeignet. Auch wird bemerkt, daß Scheuer und Stallung, sowie der erste Stock des Gasthauses im letzten Sommer von Elkin neu erbaut wurden. Zur Vornahme der Versteigerung am Platze selbst ist Tagfahrt auf , Freitaa, den 14 Dez. d. I., a Vormittags tl Uhr, angeordnet; wozu dke Kauflustigen mit dem Bemerken höflichst eingeladen werden, daß wenn der deabstchliglt Erli« erzielt wird, »er Zuschlag sogleich erfolgen kann. Baden, den 22. Neu. li-38. Xaver Ehret. LLL. 3314 Nr. 1,271. Ache»»- (Holzversteigerorig.) An nach, bezeichneten Tagen «erden in den Dvmänenwaldungm der Be« zirksfarstei Ottenhösen durch dm «ezirkslörstec Barretmez, gegen Zahlung vor der Abfahrt, vachstche.de Hölzer versteigerlr Montag, den 26. Noo. d. Z., VoimittagS 16 Uhr, im deftnsteiner Wald; 48 Stämme loanenes Bauholz, bodenl,egend, 42 tannene Sägklötze, » 6 buchen- Nutzholzklötze, -- 2 abornene do. » 53 Klafter d-ickenes Schelterhol;, 18 -- tannene» » 19'/- " g-mlschtet Prügelhvlz und 4,806 gemischte W-ll-n; »vbei bemerkt wird, daß sammtliches Gehölz am Abfuhrlveg ge. lagert ist. Donnerstag, den 79. Noo. d. I., Vormittag» 10 Uhr, r« Gesäll und Langengrund: 42'/» Kiafler sorlene» Scheiterbolz, 12V» -- tilkene» » » buchene» -- 23 " gemischte» Prügelhvlz und 3.55» Stück gemischte W'm Ludwigsweiher, und aM zweiten, den 27. b. zur nämlichen Stunde zu Fvrchhtim am Raths au» «inzufindrn. Karlsruhe, den 16. Nov. 1838. Großyerzogl. Forstamt Ettlingen. Fischer. Bruchs» s. (Versteigerung von eisernen Oefen.) .Bei dier Kaserneverwallung dahier werden Montag, den 3. Dez. d. I., Vormittags 9 Uhr, 33 S ück eiserne Oefen von verläiiedener Größe gegen gleich daare Zahlung öffentlich versteigert; wozu die Lied- Hader eingeladen weiden. Bruchsal, den 22. Nov. 1838. Großh. da». Stadlkommandantschaft. v. Gayling, Oberst. Rr. 13382. Wertheim. (Bekanntmachung.) Der ledige Ernst Sartorius von Freudenberg, Sohn des ehemaligen sürltl. löwenstein'schen Justizra Hs Sartorius allda» hat sich hinfichttich der Lerwaliu>'g seines Vermögen» und der Betör. guitg'scimr rechtlichen Angelegenheiten freiwillig unter die Kuratel des Ge„'>einoeraths'Werr von Freudenderg gestellt; wa« hiermit, unter Hinweisung auf L. R. S. 513, öffentlich bekannt gemacht wird. Wertheim» den 15. No». 1838. Srvßh. bad. Bezirksamt. Gärtner. rät. Greisinger- U r t h e i l. Nr. 6,766. Ja Untersuchungssachen gegen den Waldhüter Joseph Müller von Unterlachen, wegen Dienstuntrcue, wird auf amtspslichtkges Verhör zu Recht eikannt: Der Bejchuldigte sey de» ihm angeschuldigten GelübdibruSS für schuldig zu erklären und d'shalb zu einer dreimonatlichen AkbeilShausstrafe und feierlichen Ehrcnenlsetzung zu verur. «heilen, äuch in die Zahlung sämmtlicher Untersuchung»» und Straferstehuags-Kvsten zu verfallen. L. R. W. , Dessen zu Urkunde wurde g-genwä-r ges Urtheil auf den Grund dir iw Anhänge enthaltenen EntschuldlgungszrüNbe ausgefertigt und mit dem größer» GerichtSinsiegei versehen. So geschehen, Konstanz, den,4. Okt. 1838. (A.? KaUer. ^ ^ ^z) Keller. rät. Blaile. Nr. 11.689. Die» wird hiermit zur allgemeinen Keilntniß gebracht. Heitigenberg, den 15. Noo. 1838. Großh. bad. f. f. Bezirksamt. Kaiser. Papi'ermrihleempfehlnirg. Ich habe d>e Ehre zur > öffintlichen Aenntniß zu bringen. Laß meine aui hiesigem Platze erkaufte Pa- pieimühle seit einiger Zeit m vollem Gangeist, ich bereits von den gangbarsten Sorten, namenlllchsin Schreibpapieren von verschiedenen Qualitäten und,Formaten, Nvr- rath besitze, und dmch die in meinem G