Krrlsr Nr. 339. Samstag, den 8. Dezember 1WZK. Baden. ) Mannheim, 6. Dez. Die, vor Kurzem in verschiedenen Blättern enthaltene, Mittheilung über die auffallend große Zahl der dienstuntauglichen Militäipflichtigen, welche sich bei der Konskription des vorigen JahreS im Königreich Sachsen ergeben hat, wornach uuler 14,154 Individuen nicht einmal 4.800 zum Dienste auSgehoben werden konnten, ist wohl geeignet, ernste Betrachtungen über die köiperlichr Beichaffcnheir Unserer Zugend und über deren kräftigere Ausbildung anzuregen, um so mehr, da man ähnliche Wahrnehmungen auch in anderen Ländern macht. Zunächst sollten freilich die Eltern und Erzieher diesem Tdeile der Zugendbildung ihre besondere Aufmerksamkeit schenken; aber nur Wenige haben demselben bisher die nöthige Beachtung gewidmet, und die große Mehrzahl hält entweder die Sache nicht für erheblich genug, oder kümmert sich weniger um den Grad körperlicher Tüchtigkeit der Pflegebefohlenen, der zur Begründung einer guten, dauerhaften Gesundheit und zur Beförderung eines freien, kräftigen WachslhumS durchaus erforderlich ist, den zu erreichen die Natur die Fähigkeit gegeben hat, und der daher aus philantropischen, wie aus politische» Rücksichten nicht minder Ausgabe der Erziehung sehn sollte, wie die Ausbildung der geistigen Kräfte. Die bisherige Erziehungsweise hat fast ausschließlich die Geistesbildung bezweckt und darin in der That auch Großes geleistet; die Anforderungen in dieser Beziehung an die männliche Jugend sind jetzt, im Vergleich gegen frühere Zeiten, um Vieles bedeutender. Allein gerade in diesem frühzeitigen Entwickeln und Heranreifen der intellektuellen Kräfte mag wohl hauptsächlich der Grund einer körperlichen Erschlaffung und öfters eines Siechwerbenö liegen, weil das zu viele Kopfarbeiten und Sitzen die freie und kräftige Ausbildung des Körpers hemmt und ihn nicht selten in einen Zustand von Erschöpfung oder selbst von Ueberreizung versetzt, welcher auch in moralischer Beziehung sehr bedenkliche Folgen haben kamt. Ausserdem erweckt die Frühreife des Verstandes Neigungen und Gewohnheiten, die selbst dem Mannesalter oft schädlich sind. Man scheint in neuerer Zeit diesen Mangel in der Erziehung eingesehen zu haben und hat deshalb in verschiedene!! Staaten und namentlich auch bei uns in den Schulen die gymnastischen Hebungen etngeführt, welche Einrichtung jedenfalls sehr wohlihätig und nützlich ist. Ob auf diesem Wege allein dem Uebel abgeholfen wird, müssen wir der Folge überlassen, glauben aber, daß die dafür bestimmte Zeit nicht im Verhältnisse mit der Zeit des Kopfarbeitens steht und daß die fast allgemein herrschende Abneigung unserer Zugend gegen diese Uebungcn ein kräftiges Einschreiten von Seiten berjcnigen erfordert, welche sich mit der Erziehung beschäftigen. Mögen diese kurzen Bemerkungen genügen, um einer so wichtigen Sache die verdiente Ausmerksam- samkeit zuzuwenden. B a i e r n. München, 3. Dcz. Wir glauben die Gränzen der Diskretion nicht zu überschreiten, wenn wir unseren Lesern eröffnen, daß wir heule von II. kk. HH. dem Herzoge Johann von Sachsen, Höchstdessen Gemahlin und Kindern die Summe von 200 Gulden als Beitrag für die Franziskaner U. U. zu Jerusalem erhalten und der Redaktion der hier erscheinenden historisch-politischen Blätter zur Uebersendung an den gcigneten Ort Übermacht haben. (M. p. Z.) Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, 1. Dez. Seit gcstern kosten, in Folge des wiederholten Aufschlags der Gelreidefrüchte, 6 Pfund Brod wieder 20 kr.; die Bäcker selbst sind unzufrieden mit dem Preisaufscklage der Früchte, welcher in hiesiger Gegend namentlich durch die Operationen Mainzer Spekulanten herbeigesührt sehn soll. Je mehr aber die Getreide- srüchte im Preise steigen, je weniger haben dieOekonomen Lust zu verkaufen, da sie noch höhere Preise abwarten wollen. (F. M.) Frankfurt, 5. Dez. Vorgestern hat sich hier ein Polizeidiener auf der Wache erhängt. Irdische Drangsale mögen den Unglücklichen der Ewigkeit zugetrieben haben. Die hier häufig verfallenden Selbstmorde dürsten aber doch zu ernsten Betrachtungen Veranlassung geben können. Doch dürste es jetzt in der Zeit der Bälle und tausend Wln- terverguügungen, denen hier auch die Mittlern und nieder:! Stände mit jedem Jahr mehr nachhängen, für unpassend gehalten werden, dergleichen Betrachtungen anzustellen. — D''e bei Hoff in Mannheim erschienene »Ra- dikalresorm :c. von Deutschmanu" ist hier verboten und den Buchhändlern aufgegeben worden, die vvrräthigen Erewvlare an das Polizeiamt abzuliefern. (M. I.) Groß Herzogthum Hessen. Darmstadt, ,3. Dez. Gestern hatten Deputationen der beiden Kammern die Ehre, S. k. H. dem Großher- -oge in'besonder« Audftnzin unlerthänigste Dank- und Glückwunsch- Adresscn zu überreichen, in Bezug auf das von 3432 S. k H. dem Großherzoge an die Stände erlassene aller- gnävigste Schreiben, welches ilnen bie Einbindung I. k. H. der Prinzessin Karl von einem gesunden Prinzen in den huldvollsten Ausdrücken meld.l. S. k. Hoh. der Groß' Herzog geruhten die Adressen auf das Huldreichste anfzu- nehmen und die Stände fortdauernd Ihres gnädigsten Wohlwollens zu versichern. Die Deputationen hatten hierauf die Ehre, von Sr. k. Hoh. zur Tafel im großherz. Schloss- gezogen zu werden. (Grßh. Hess. Z ) Aus dem Großherzogthum Hessen., vom 4. Dez. Aus einer oberhefsischen Ortschaft hat sich kürzlich der als Hauskaplan mehrerer dort wohnender katholischer Familien angestellte Geistliche durch eilige Flucht entfernt. Als Veranlassung dieses Schrittes gibt man an, er habe sich durch sein, von übertriebenem ReltgionSeifer zeugendes, Benehmen Len Unwillen der größtentheils protestantischen Bevölkerung des Fleckens zugezogen , zumal weil er sich dadurch nicht selten zu Handlungen habe verleiten lassen, wodurch selbst die Ruhe der Familien gefährdet worden. Da er nun aber zu der Besorgniß Grund zu haben glaubte, es möchte sich jene Gesinnung gegen ihn thatsächlich äußern, so zog er vor, sich durch schnelle Entfernung Unannehmlichkeiten zu entziehen. (S. M-1 Mainz, 3. Dez. Gestern früh sind etwa 40 thörichte Menschen, die auf wohlgemeinten Rath nickt gehört haben, auf dem Dampfboote eingeschifft worden, um nach Demerara geführt zu werden. Sie gehen zuvörderst nach London, um dort die Kontrakte zu unterzeichnen. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl Anderer, die bereits zum AuS- wandern entschlossen waren, hatsich eines Bessern besonnen und den vernünftigen Entschluß gefaßt, nicht nach st nein ungesunden Lande zu ziehen. (H. Z.) O l d e n b u r g. Oldenburg, 29. Nov. Der Tag, an welchem vor 25 Jahren der hochselige Herzog Peter Friedrich Ludwig in seine Staaten zurückkehrte, ward vorgestern und gestern auf ächt vaterländische Weise gefeiert. DaS Fest begann mit 10! Kanonenschüssen und mit einem feierlichen Gottesdienste, dem der Großherzog, der Erbgroßherzog und die Herzogin Friederike beiwohnten. Ein Gesangverein trug, unter Begleitung eines vollständigen Orchesters, ein Te- deum vor rc. Die 3 bis 400 Menschen fassende Kirche .war gedrängt voll. Eine halbe Stunde darauf fand unter den üblichen Zeremonien die feierliche Einweihung des neuen allgemeinen Krankenhauses ln Gegenwart II kk. HH. deS Großherzogs und des Erbgroßherzogs statt. Nachmittags ^ war große Cour, und in mehreren Lokalen fanden Festmahle statt. Ein glänzender Fackelzug, Abends 8 Uhr, schloß diesen Festtag, bei welchem dem geliebten LandeSva- 1er und seinem erlauchten Hause ein jubelndes „Hurrah" dargebracht wurde. Gestern nun gab die Bürgerschaft Oldenburgs im Schau'pielhause einen Ball, auf welchem bei dem Eintritte der höchsten Herrschaften in die Loge ein allgemeines Lebehoch ertönte. Ein gestern bekannt gewordenes Patent über den bei dieser Veranlassung gekiftetenOr« den hat allgemein überrascht. Die Hauptsachen der Sla, tuten find folgende: Dem neu gestifteten Orden ist der Name «HauS- und Verdienst.Orden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig" beigelegt. Für jetzt ist die Zahl der Mitglieder auf 48 festgesetzt. Der i> gierende Großherzog ist stets Großmeister des Ordens, und hat ein Kapitel, als berathende Versammlung, zur Seite, welches ans dem Großprior (diesen Titel soll der Erbgroßherzog führen, sobald er das achtzehnte Jahr vollendet hat) und sämmlli- chen Kapitularen bestehen soll. Das jährliche OrdenSkapi- tel wird am 17. Januar, dem Geburtstage des höchsten Herzogs Peter Friedrich Ludwig, gehalten. Mit diesem Orden ist zugleich ein allgemeines Ehrenzeichen verbunden, welches drei Klassen hat. (F. I.) Würremberg. Stuttgart, 5. Dez. Der Abschluß der Staatsrech- uungen auf das Jahr 1837 — 38 gibt, wie wir höre», das erfreuliche Resultat eines UebenchusseS von einer Million und beinahe siebenmalhunderttausend Gulven. (S. M ) Hohenheim, 4. Dez. Die hiesige, kürzlich vervollständigte, Runkelnzuckerfabrik ist von der Rübenernte an seit etwa 1s Monat in vollem, ungestörtem Gange, und liefert erfreuliche Resultate, welche erst später ausführlicher milgelheilt werden können. ES werden täglich etwa 36 bis 40 Zentner Rüben, so viel als der Umfang der Fabrikein« richtuug gestattet, verarbeitet, und daraus 2 — 2s Zentner Rohzucker gewonnen, welcher nach Sorten, dem Zentner nach zu 32 fl. als gedeckter Rohzucker, zu 27 fl. 12 kr. als hellgelber und zu 24 fl. als zweite Sorte Rohzucker verkauft wird. Die zahlreichen Bestellungen auf diesen Zucker geben davon Zeugniß, daß das Publikum mit dessen Ouali- tätzufrieden ist. Sobald es die Voiräthe an Rohzucker erlauben, soll auch der Versuch gemacht werden, einen Thetl dieses Zuckers rasfinirt in den Handel zu dringen. Oesterreich. Wien, 27. Nov. Der russische Thronfolger, der sich künftigen Monat nach Rom und Neapel begibt, wird nächstes Frühjahr in Wien erwartet. — Von der Familie deS Don EarloS In Salzburg sind die beiden jünger» Znfanten und die Prinzessin Amalie zurückgeblieben. — Einige der wesentlichsten Punkte deS neuen, vom Hofrath Lehmann bearbeiteten und theilweise der allerhöchsten Sanktion bereits unterlegten, RekrutirungssystemS der österreichischen Armee sind: die Herabsetzung der früheren KapltulationS- zeit von 14 auf 10 Jahre, dann die Altersbestimmung deS vollendeten 20stm Lebensjahres, statt des bisher üblichen 19ten, für die Dienstfähigkeit deS Rekruten. Möglicher Willkühr bei der RekrntenauShrbung auf dem Lande ist dadurch vorgebeugt, daß, bei Erschöpfung der Anzahl junger Leute von 20 Jahren, derjenige aus der Altersklasse des 21sten JahreS gu wählen ist, welcher in derftl- Z4Z3 bei, um Monate, Wochen, ober auch nur um einen Tag der älteste ist. — Wir sehen auch bald dem Erscheinen des neun, Kriminalgesetzbuches entgegen, das sehr wesentliche Milderungen bei der Strafbemessung enthalten dürfte. So soll, wie verlautet, statt des 14ten, erst das 18te Jahr als derZeitpunkt bestimmt werde», der einen Fall zum Verbrechen macht. Fälle, welche bisher unter der Rubrik: „schwere Polizeiübertretungen" ausgefübrt sind, werden diese Benennung mit der von „Vergehen«, im Gegensätze der höhere», mit „Verbrechen" bezeichneten, vertauschen. Die neuen Kriminakgesctze Oesterreichs werden somit ungleich milder als die kürzlich in's Leben getretenen sächsischen seyn, bet deren Entwurf der Verbrecher von 14 Jahren der Strafe der Stockprügel unterzogen ward, und ein Prügckwillkomm und eine derlei Abfertigung bei'm Weggehen auS dem Zuchihause ausgenommen ist, Strafbestimmungen, die in dem, 33 Jahre wirksamen österreichischen , Ctraskoder nicht enthalten sind und eben so wenig eine Aufnahme im neuen finden werden. (A. Z ) Ofen. In den „Jsmertctö" wird berichtet, daß man auf der zwischen Ofen und Peftb gekegenen Margarethen- infil einen Sarg mit einem weiblichen Leichnam nebst einer goldenen Krone, kostbaren Ringen und anderem Schmuck fand. Vielleicht ist es der Leichnam der heiligen Marga- reth, der Tochter des ungarischen Königs Bela IV., von weicher die Insel ihren Namen führt. — Rach dem „Tu- domanytar" fand man in einem Hügel bei Pilis-Ciaba in einer beträchtlichen Tiefe zwischen Mämmuth- und andern Thierknochen der Vorwelt ein Thoiigefchirr, welchcS mithin als Kunstprodukt der Borwelt anzusehen wäre, und darauf deuten möchte- daß Ungarn schon tu der Vorwelt bewohnt war. Von den tyroler Alpen, 28t Nov. AuK der zuverlässigsten Quelle kommt die Nachricht, daß durch eine allerhöchste k. k. Genehmigung daS Gymnasium und das Theresianum , das Institut für die Bildung der Söhne höherer Stände, in Innsbruck den Jesuiten übertragen worden sey. Drei Väter der Gesellschaft Jesu werten bis Anfang des neuen Jahres an diese Anstalt kommen. Bier derselben sind als Präfekte in dem ErziehungS- und Bildung--Harste für die Zöglinge bestimmt, und haben bereits ihre Geschäfte in demselben begonnen. (Baier. Bl.> Preußen, Berlin, 1. Dez. Des Königs Maß haben den bis» hertgen Oderbaudirektor Schinkel zum OberlandeSbaudi- rekror mit dem Range eines MinisterialratI)S erster Klasse, ferner den bisherigen geh. Oberbauralh Günther zum Vtze- oberbaudireklor mit dem Range eines MimsterialrathS zweiter Klasse ernannt. — DaS köliigk. preuß. KammergerichtSirrgm'sltoriat hat unterm 15. folgenden Steckbrief erlassen r Der unten sig- nalifiite mell. Niese hat sich der Vollstreckung der gegen ihn wegen Theilnahme an einer geheimen politischen Verbindung erkannten Strafe durch die Flucht entzogen. Im Aufträge des königl. Kammergrrichts ergeht daher an alle Polizeibehörden des In- und Aus-LandeS daS Ersuchen, den rc. Riese, sofern er sich betreten läßt, zu verhaften und in die HauSvogteigesängniffe. gegen Erstattung der Kosten,auszuliesern. (Folgt das Signalement.) Berlin. 1. Dez. Morgen gibt der hiesige Gesandte der Pforte in seinem Hotel ein glänzendes Diner, wozu unsere sämmtlichen Minister und daS hiesige diplomatische EorpS geladen sind. Abends wird daS PalaiS Kiamil Paschas festlich illuminirt werden, wozu der luxuriöse Muselmann keine Kosten gescheut hat, da es zu Ehren seines Sultans gilt. Die Arrangements zu dieser großen und kostbaren Beleuchtung sind dem Hofdekoratcur, Hrn. Carl Grop'us, übertragen. Während deS RamazanS haben die hier anwesenden OSmaiien ihre Fasten nach ihrer Religion streng geübt. Sie haben fünfmal täglich ihre Gebete gehalten, und vor Sonnenuntergang auch nicht das Geringste von Nahrungsmitteln zu sich genommen. Wegen ihres frommen und edlen Sinnes, ten sie bei fever Gelegenheit auf eine treuherzige Art kund geben, genießen sie hier überall die größte Achtung und Zuvorkommenheit. — Nach einer lange anhaltenden Kälte ist seit dem 29. v. M. eine milde Frühlingslust ewgetreten. — Auf unserer Eisenbahn hat sich wieder eine humoristische Fahrt ereignet, die der Veränderung deS Wetters zugeschrieben wirb. Der Dampfwagen brachte nämlich wegen Glatteises- 3j Stunden auf dem Wege zwischen hier und Potsdam zu, und mußte sogar auf der Hälfte deS Weges Vorspann von Pferden nehmen, damit die Passagiere wenigstens sorl- geschafft werden konnten. — Wie man vernimmt, beabsichtigt die Direktion der Eisenbahn, schon in diesem Monate nächtliche Dampfwagenfahrten zwischen Berlin und- Potsdam zu machen. Wahrscheinlich werden dieselben während des WeihnachtSwarkteS beginnen, um der Fahrt mehr Retz rmd Verkehr zu geben. Köln, 3. Dez. Unsere heutige Zeitung theilt eine allerhöchste Kabtmtsvrdre, L 6. 11. Nov. d. I., mit, durch welche Versügungen getroffen werden, welche dem Schleichhandel, der mit Kaffee getrieben wird und der von der Gräme gegen die MaaS her überhand genommen Hot, wirksamer« Einhalt tbrm werden. Kob lenz, 29. Nov- ES sind über daS diesjährige WeikpcoduK so viel- in Widerspruch stehende Berichte m die Welt geschickt worden, daß ebensowohl Käufer, als weniger runsichtige Verkäufer, nicht genau wissen, woran sie eigentlichfich haften sollen. Nachdem nun der Most allseitig, den Gährunosprozeß vollendet hat und in Wein übergangen ist, läßt sich mit Gewißheit sagen: daß dasErgebniß weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Die rochen Trauben haben ein besseres Getränk geliefert, als die weiße», und möchte elfteres dem 183üer gftjchgesftllk werden können ES hat sich wieder bewährt, daß da, wo die Lese möglichst spät htnauSgeschobei! wurde, die Qualität des Weins sich bei weite»! besser heraus stellt, und läßt sich unfern benachbarten Winzern nicht genug amalhen, hierin VaS Verfahren derer deS RhemgauS nachzuahmen, die dabei schon lange ihre gute Rechnung finden. Der größte Theil unserer kleinen Winzer drängt sich jedoch stelö mit 3434 k Ungestüm zur -frühen Lese. Einige einsichtsvolle größere Weingntsdesitzer ließen zwar ihre Trauben hängen, da aber bei uns nach der Lese der Schutz der Trauben auf- ihört, so sahen sie sich für ihr gemeinnütziges Streben schlecht belohnt, unv beinahe um die Hälfte ihres Herbstes beraubt. Auch waS den Schutz der Früchte des Winzerschwei- HeS angehet, so glaubt Referent den Rheingau als Muster aufführen zu können. (F. I.) Ita l i e n. Rom, 24. Nov. Während nach verschiedenen Berichten aus Spanien es den Anschein nimmt, als ob die Anhänger der Königin sich ganz von der Kirche zu trennen gesonnen wären, wissen wir hier, daß gerade in der letzten Zeit durch fremde Bankiers die nicht unbedeutende Summe von 900,000 Franken bei der päpstlichen Dataria für Dispensen eingeliefert wurde, welche einzig und allein auS dem Spanien kamen, wo die Regierung der Königin anerkannt ist. — Die Direktion der Sparkasse sieht sich in ihrem Streben durch die allgemeine Theilnahme, welche sich bei allen Ständen der Bevölkerung kund thut, sehr unterstützt. Die vielen kleinen Beiträge, welche in den letzten Monaten, seit so viele Fremde hier sind, eingingen (an einzelnen Tagen oft 8 bis 10,000 Scudi), beweisen, daß dem römischen Volke nicht der Sinn für Sparsamkeit fehlt, wohl aber, daß ihm früher die Gelegenheit abging, kleine ersparte Summen mit Sicherheit auf Zinsen legen zu können. — Der gefeierte Komponist, Ritter Sponuni, ist aus Iesi, einer Stadt im Kirchenstaate, seinem Geburtsorte, hier eingetroffen. Bei seiner Anwesenheit in jener Stadt hat er eine namhafte Summe (man sagt hier 10,000 Scudi) zur Errichtung einer Moat« 61 klein) deponttt, und sich dadurch den Dank seiner Mitbürger erworben. (A.Z) Holland. Amsterdam, 2. Dez. Das »Handelsblad" bringt folgende Mittheilung auS Brüssel vom 1. d. M., deren Bestätigung es indessen erst abwarren zu müssen glaubt: „In diesem Augenblick vernehme ich, daß Preußen eine kräftige Note an England gerichtet hat, um die Mächte zu veranlassen, Belgien zur Annahme der revidirlen 24 Artikel zu zwingen. Hierauf soll England dem Kabinet der Tuilerien zu erkennen gegeben haben, daß es sich den nordischen Höfen anschließen werde, ob Frankreich einwilli- ge, oder nicht. Diese Note hat zur Folge gehabt, daß Frankreich erklärte, nicht länger dem Wunsche der übrigen vier Mächte der Konferenz widerstehen und seine vollkommene Einwilligung zur Ausführung der 24 Artikel, mit der Veränderung der Verhältnisse der Schuld und der Scheldeschifffahrt, geben zu wollen. Unsere Regierung trachtet, diesen Beschluß noch geheim zu halten." Belgien. Brüssel, 2. Dez. DerKriegsminister benachrichtiget die Pserdceigenthümer, Landbaüer und Pferdezüchter, daß drch zwei Kommissionen zum Ankauf von ungefähr 1,500 Pferden für den Dienst der Artillerie und der Feldspitäler werde geschritten werden. Die erste dieser Kommissionen wird unverzüglich ihre Ankäufe in den Provinzen Luxemburg, Namur, Lüttich, Limburg und Brabant i beginnen. ! Rußland. St. Petersburg, 13. Nov. Indem neuesten Hefte des von dem ks. Bergiiigenicuwsrps herauSzegebenen Bera- journals ist eine amtliche Nachricht von dem höchsten In- tereffe über ein neues Goldsandlager enthalten. Seit zwei Jahren hat mau dasselbe in dem jenifseisk'schen Gouvernement, einige hundert Werste nördlich vom Baikalsee, entdeckt und untersucht. Es ist das reichste von allen bekannten Lagern, und die bloßen Untersuchungsarbeiten haben 20 Puv Gold gegeben. Nun hat man die darin enthaltene Menge deS Goldes abgeschätzt und in Erfahrung gebracht, daß das neue Lager, so wett cs untersucht ist, 2,000 Pud Gold (über 100 Millionen Rubel Werth) enthält. Die Gegend gehört Privatpersonen, und die Krone bezieht nur den fünzehnten Theil des Ausgebrachten. (Lpj. Ztg ) Großbritannien. London, 1. Dez. Lord I. Russell hatte wohl Recht, als er vor einiger Zeit bei einem ihm in Liverpool gegebe- ' nen Festmahle tu Bezug auf die, vielen Gemütheni so hoch bedenklich erscheinenden, radikalen Versammlungen und Demonstrationen äußerte, der gesunde Sinn des Volkes selbst werde denselben, insofern sie von Demagogen mit bösen Absichten und zu dösen Enden mißbraucht werden wollten, den rechten Zügel und Zielpunkt zu geben wisst». Bei einer unlängst gehaltenen Versammlung der Ausschüsse der großen birminghamer politischen Union und ihrcrZweig- gesellschaften wurde, auf Veranlassung des Hauptes dieser Union, Hrn. T. Attwood, und mehrerer anderer angesehener Führer derselben, wie der HH. Muntz, Scho- lefield, Salt, Edmonds, ihre Mißbilligung über das Treiben der tollen Demagogen u. Blutprediger O'Conuor, Stephens, Oastler u. a. m. förmlich und auf eine Weise ausgesprochen, die Hrn. O'Connor und andern seiner Genossen bewog oder nöthigte, ihren bisherigen m«d- brennerischen Reden eine andere Deutung zu geben, mit zu erklären, daß sie keineswegs beabsichtigten, das Volk zur Anwendung roher Gewalt und der Waffen gegen tie besitzenden Stände aufzufordern oder anzutrelben. (Chrom'ck) — „Galig. Mess." vom 4. Dez. schreibt: Manhatdurch das am 3. Dez. in Havre angekommene, vom Kapitän Eastorph geführte, amerikau. Packetschiff „Louis Wippe" Blätter und Briefe ausNewyork bis zum 17. Nov., also um 8 Tage neuere Nachrichten, als die gestern mit- getheilren. Ihnen zufolge ist die Revolte tiiKanada, kaum wiederausgebrochen,auch schon (vorderhand) wieder unterdrückt, unb zwar ohne sonderlichen Gegenkampf dxc Rebellen. Der „Ncwyork Herold" berichtet: Wir haben hochwichtige Kunde aus Kanada. Aus den von uns nachstehend mitgetheilten Zeitungsauszügcn, Briefen und Dokumenten ist zu ersehen, daß die s. g. Patrioten von den Britten gänzlich zu Paaren getrieben , Hr. Elltce vnd alle die andern von Jenen gefangen genommenen Loyalisten 3435 wieder befreit und die empörten Theile Unterkanada's bis zur amerikanischen Gränze von den bewaffneten Ruhestörer» gesäubert sind. Nachstehendes ist ein Auszug eines au Hrn. Buchanan, britischen Konsul in Newyork, gerichteten amtlichen Schreibens: „Akadien, 12. Nov. Mein Herr! Ich bin von Sr. Erz, Sir John Colvorne, angewiesen, Sie davon in Kenntniß zu setzen, daß die Rebellen, die in dem montrealer Distrikte bewaffnet sich gesammelt hatten, von den königl. Truppen und den Freiwilligen gänzlich zerstreut worden sind.« Hiermit ist denn freilich nur die Besiegung der Rebellenhaufen, welche Widerstand tu offenem Felde versuchten, entschieden, alleinzu bestückten oder vorauszusehen ist, daß eine Art Guerillakriegfüh- rung von den Malkontenten versucht werden und — wenn auch erfolglos, immerhin Kanada, wenigstens in dessen von französischen Ansiedlern vorzüglich bewohnten Bezirken, nicht zu vollkommener Ruhe gelangen lassen wird. — In Newyork rührxn sich die, dort sich aufhaltenden, kanadischen Malkontenten und Flüchtlinge, an ihrer Spitze der famose L.Mackenzib, aus alle Weise, umBcr- eine zur fortwährenden Revolutionirung Kanadas und — bei günstiger Gelegenheit — Invasion desselben zu Stande zu bringen. — In Newyork ist am 15. Nov. daS ostgenannte und wegen der vielen mit ihm kommenden, heimkehrenden, amerikanischen Passagiere ängstlich erwartete N esendampf- schiff „Great Western", nach einer Ueberfahrt von 19 Tagen, auf der es mit widrigen Winden und unfreundlicher Witterung hart zu kämpfen hatte, angekommen. ES hatte auch beträchtliche Beschädigung unterwegs, infolge der herrschenden Stürme, erlitten. Sein Bugspriet war weggerissen worden — eö verlor Sparren, und seine Planken- verkleidungen u. s. w. wurden, mehr oder weniger durch die furchtbarsten Sturzwogen, die in einem fort über es herein- fchlugen, beschädigt. — Das „Morning-Chronicle" schreibt: „Die vorgebrachten Zweifel über Rentschit Sing's redliche Absichten stsl). K. Z. Nr. 336) beruhen aus keinem sicheren Grunde. Seine unS zugrsicherte Mitwirkung ist nicht von einer Zusammenkunft zwischen ihm und Lord Auckland abhängig, sondern wurde von ihm in einem schon im Mai d. I. abgeschlossenen Vertrage uns zugesagt. Die Bestimmungen dieses Vertrags beweisen, daß Rentschit Singh in allen Punkten mit dem Generalgouverneur einig ist.« — Die glasgower Arbeiter haben beschlossen, einen Veristn zur moralischen, sozialen und intellektuellen Hebung ihrer Klasse zu bilden. Zu diesem Ende solle Vorlesungen über moralische und politische Grundsätze gehalten rvrrven. Frankreich. Paris, 4. Dez. Durch k. Ordonnanz vom 3- d. M. ist dem (inzwischen wieder in Paris angekowmencn) Generallieutenant Jacguemlnot, Generalstabschef der Nalio- nalgarde,einstweilen der Oberbefehl der Nationalgarden der Seine übertragen worden. (Moniteur parisien-) — Marschall Valöe hat von der Regierung ein Gen- darmeriekorpö begehrt und erhalten: dasselbe wird 709 Mann stark, von denen 500 im Distrikt Algier und die übrigen 200 in den andern Provinzen stationirt werden. (Presse.) — Newyorker Blätter berichten aus der Havanna (spanische Insel Cuba), daß dort dem Prinzen Joinville vom Volke, und den Behörden der ausgezeichnetste Empfang geworden sey; die Theater gaben Festvorstellungen, und Festbeleuchtungen und Festbälle waren die Tagesordnung. Am 26- Okt. segelte der Prinz von derHavanna zumBlo- kadegcsckwader vor Vera Cruz milden folgenden franz. Kriegsschiffen ab: drei Fregatten, vier Korvetten und drei Briggs. — Die Ausfuhr nach Nordamerika ist gegenwärtig wieder so lebhaft, als je. Die gleiche Erscheinung wird tn England beobachtet. — Das Linienschiff Triton, mit dem Admiral Gallois an Bord, ist am 28. Nov. zu Toulon angekommen. — Mehrere Tabellen geben die Auö- und Einfuhr der franz. Schifffahrt au. Der Handel im Allgemeinen zwischen Frankreich, seinen Kolonien und den fremden Mächten betrug im Jahr 1837 sowohl in Ein- und Aus Fuhren 1 Milliarde 566 Millionen. Vergleicht man diesen Ertrag mit dem von 1836, so findet man eine Verminderung von 301 Millionen. Cs haben die franz. Ausfuhren nach Belgien, den sardinischen Staaten, der Schweiz und denNie- derlandcn zugenommen, während diejenigen nach den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Markte, abgenommen haben. Die Gründe dieser Verminderung lassen sich durch die kommerzielle Krisis, welche dieses Land im Jahr 1837 erschütterte, erklären. — Man liest im „Messager de Vaucluse:« Hr. Miollis, resignirter Bischof von Digne, hat sich bei seiner Schwester in Air niedergelassen. Dieser gute und bescheidene Prälat, der lange in dem Andenken der Bedürftigen der Niederalpen bleiben wird, und dessen Tugenden an die schönen Tage der Urkirche erinnern, hat nach zwei und dreißigjähriger bischöflicher Anstellung, als er Digne verließ, in seiner Kasse nur 3,000 Fr. gefunden, die er unter die Armen und für Wohlthaten vertheilen ließ. Er ist hier mit seinem Großvikarien angekommen; ein einziger Wagen war mit feinen Effekten beladen, und dennoch besorgte er, die Einwohner von Air möchten an dieser --großen Bagage" Aergerniß nehmen. Umsonst sagte man ihm: E. E- haben Unrecht, sich an diesen Gedanken zu halten; dem unbekanntesten Vikarius folgt ja, wenn er auszicht, eine stärkere Ladung Hausgeräthe. „Für einen Vikarius mag bas schon angehen," antwortete der ehrwürdige Prälat, „aber eiy Bischof soll mit gutem Beispiele vorangehen." Straßburg, 5. Dez. Amk. Donnerstag, 13. Dez., werden die Ueberreste deS Generals Kleber feierlich nach der Gruft gebracht werden, welche diesen Sommer auf dem Paradeplatz erbaut worden ist. Die Aufrichtung der Bildsäule, welche auf diese Gruft gestellt werben soll, wird später statt finden. 3436 *O Toulon, 30. Nov. Unsere Berichte aus Afrika kauten mit jedem Tage günstiger. Stora gewinnt au Wichtigkeit. Marschall Valee will einen eigentlichen Stapelplatz daraus machen. Die Besatzung besteht aus 3 Bataillonen und 1 Schwadron berittener Jäger. Nirgends begegnet man einem namhaften Widerstand. Die Landeseinwohner strömen herbei mit Lebensmitteln und sind mit der ihnen zu Theil werdenden Behandlung zufrieden. Spanten. In einem Schreiben aus Madrid vom 24. Nov. heißt es: „Der einzige General, der jetzt noch der Regierung gehorcht, ist der in Galicien kommandirende; aus dieser Provinz beziehen wir noch einige Gelder; aber auch diese Quelle droht zu versiegen» indem die Deputirlen auS Galicien dem Kriegsminister erklärt haben, künftig würden die Einnahmen in ihrer Provinz auch in dieser verwendet werden. Spanien scheint einer völligen Auflösung entgegen zu gehen; alle Geschäfte stocken; an der Börse wird kaum noch etwas gegen baar gemacht.» — Ba yonne. 1. Dez. Das Königreich Aragomen ist nun gänzlich geschieden von der Zentralregierung, eS hat seine Unabhängigkeit frei ausgesprochen. Als erstes Zeichen dieses AlleinvastebenS wurde eine allgemeine Aushebung dekretirt. alle waffenfähigen Leute von IS Jahren bis zu den 40 sind darunter begriffen. Die über 40 Piaster Steuer Zahlenden müssen zu den ausgeschriebenen 48.000,000 Realen ihren Theil entrichten. General van Halen hat Saragossa den 26. Nov. verlassend Oyerbe weilte im Lager Carmena. — General Maroto wäre beinahe seiner Stelle entsetzt worden, nur der Prinzessin Beira verdankt er seine Beibehalttmg; eS scheint selbst, daß diese vorübergehende Ungnade dem Oberbefehlshaber jetzt nur noch mchr Gewicht gegeben habe. Maroto ist nun sein unumschränkter Herr. — In der BiScaya gebieten die Carlisten über folgende Streitkräfte: Fußvolk 3,1 tO M. und 1,112 Reiterei; 23 Stück Kanonen, 2 Haubitzen und 3 Mörser. Don Antonio Gorri ist Generalkommandant. Schweiz. Genf. Die »Berner Allg. Schwz. Ztg.» schreibt: Drei unserer schönen Schwäne auf dem See sind durch einen Menschen getödtet worden,, der roh oder stupid genug war, um diese wunderschönen Thiere für Gewild zu halten,, das er berechtigt sey, sich zuzuetguen, weil sie frei auf dem See herumschwammen. Die Schwäne waren so zahm, daß als der erste getödtet war, die zwei andern nicht davon flogen, sondern ruhig bei dem Menschen herumschwammen,. der aus sie schoss Der „Federal", der dies erzählt, bedauert, baß- ein, zwar kleiner, Theil der Bevölkerung alle öffentlichen Anlagen der Stadt zerstöre oder verunreinige. (Zn Bern sind wir noch nicht so weit gekommen, aber wir schreiten fort. Wenn eS- so fortgeht, so haben wir in einig.n Jahren Genf eingeholt.) 4prozent. 100h; gprozent. 81;; 2;pro;ent. —; 1834er Loole 136; Bankaktien 1507; Nordbahn 10t; Mail. Eisenbahn 103; r Raaber E. B. 105. Parts, 5. Dez. 5prozent. konsoi. IlO Fr. 15St.; tprozent. 103 Fr. 75 Cent.; 4jprozent. — Fr. —. El.; Zprozeut. 81 Fr. 55 Et. Bankaktien 2730.—. Kanals!« tieu 1250.—. Rom. Anleihe 1011; belg. 102; viemont. —neap. R. 99.60. Span. Akt. 16;; Paff. 3; St. Germainetsenbahnaktien 660 Fr.— Et. P«s. Eisen- babnaktien, rechtes Ufer, 590 Fr. — Et.; linkes Ufer 235 Fr. — Et.; Setter do. — Fr. — Et.; Harrer do. 930 Fr. — Et.; Mülhausenerdo. —Fr. — Et.; HaS- erieuchtungSqesellschast —. Dampfschifffahrtaktiea (Pecq) — Fr. — Et. Kurs der St»atspap!rr« in Frankfurt a. M. Leu 5. Dez., Schluß 1 Uhr. fpZt.f Pap. ' He ld Oesterreich Metall. Obligation« 5 — .106z do do. 4 — 99z do. do. 3 — 801 Daukaittm 1792 -fl fl. 100 Loose bet Roths. — 273 V Partialloose do. 4 — 154; IK fl. 500 do. do. — ',34; » Bethm. Obligationen 4 — 99 d». do. 4; — uoz Preußen StaatSschnldscheine 4 — 104z Prämierischeine — 68; Baiern Obligationen 4 — loiz Frankfurt Obligationen 4 — i'»iz W ElsendLbnaktim s250 st. — 264j Baden RnrtnL'cheiiie A — 10>; » fl.bOLoos« b. Soll n. S. — 96; Darmstadt Obligaftsnen St 99; fl. 50 Loos« — D fl. 25 Low« — 24; Nassau Obligationen A R«chf. fl. 25 Loose s; 97 23 Holland Zut-gral, 2s — 53; SvaniM Mtivschuld L 4 Po'en Lottertel-o'e Rü. — K8i to a st vtiO - — 78F StrLigirt unter Derantwortlichkeil von PH. Macklot Auszug aus den Karlsruher Witlerun^S- beobachtungeu. s. D„. TherMorpe- ter. Wind. Witterung überhaupt. M. 7 U028Z. 0,48. M. 5 U-j28Z. 1 9s. N. 1I UIL8Z. 23L. 3 2 Gr. üb. u 2,9 Gr üb.O 2,7G- üb O SO trüb, Nebel NW iftüb NO ltrüb, Nebel S t a a t S p a p i e r L Wien» 1. Dez. Sprozerftige MetalligueS 1074; Ne. 2.454' Karlsruhe. (Fahndung«znrückna h- me.) D>e unterm 25. v. M., Nr. 2,401, ernstem Fahniu g 34Z7 -«gen ten Karabinier, Johann Unser von Steinmauern, «egen Lesern»» und Geldunterfchlagung, wird hiermit zurückgenommcn, da derselde bereiis in Straßburg verhaftet worden ist und anher abgettesert werden wird. Karlsruhe, den 5. Dez. 1838. Dos Kommando der großh. badischen LeibinfanterieregimenlS. Pfnorr, Oberst. Karlsruhe. (Anzeige.) Von ltz/^H^allen Sorten neuer italienischer und französischer Südfrüchte, getrocknet, kandirt und eingemacht, sind angekommen und in schönster Auswahl, sowohl im Großen, als en Detail billig zu haben in der italienischen Handlung von Karlsruhe. (Kochingesuch.) Jneinenbedeu- tenden Gasthof in Rhciabaiern wird auf Weihnachten VAMmMeine gewandte Köchin gesucht, welch« mit guten Jeuz. nisten versehen ist und schon in Gastdöfen gedient har. Im Komlvir der Karlsruher Zeitung ist das Nähere zu erfahren. Offenburg. (Dienstantrag.l EmimGteuer- peräquarurfache tüchtig bewandeiter Peräquaiurge- kann gegen sehr annehmbare Bedingungen so B'schäftiaung finden. Franknte «riefe, «>t 2. bezetchnet, wird da« Komlvir der Karlsruher Leitung weiter befördern. Karlsruhe. (Lehrlinggesuch.) In eine sdiesiaeTochbandlung wirb einlungerMann, de-die dörr Nvlhigen Vorkenntnisse besitzt. in die Lehre gesucht. M e eifähik man im Kvmtvrr der Karlsruher Zeitung. Gesuch um eine Stelle für einen Kommis. Ein mit empfehlende» Zeugnissen versehener »vm- »»^ ^77» mis. von angenehmem Aeusern, welcher der einfachen und doppelten Buchhaltung. der deutschen und fran- Korresponcenz mächtig ist. sich auch mit Ver- gnügen tem Verkaufe unkerzi«h'N würde, sucht seine gegenwär- tige Stelle mit einer andern zu vertauschen. Das Näh« re auf dem Jnsertivnsbureau (Zährinzerstraße, Nr. 30 in Karlsruhe,) V k S v bester Qualität, namentlich zum Anstreichen »es Holzer, dag dt» Wetter so« der Feuchtigkeit ausgesetzt ist, da« Pfund zu 12 Ir., ist zu haben bri ^ , in ILarlsrnUv. Bekanntmachung, die Lieferung von SO Kippwagea mir Rcservestückm für di« badische Eisenbahn de«r. Für die Babnsektion von Mannheim nach Heidelberg sollen 60 Kippwagea (ErdsörderungSwa- -en) mit Reservestücken angeschafft werden. zu deren Lieferung die Sin erbieten in verschlossenen, frankirte» Schreiben «kt der Aufschrift „Lieferung von Kippwagen" Unterzeichneter Stelle big zum letzten Dezember eingeretcht werden können. Lithegriphirte Bedingungen und Zeichnungen sind von de» diesseitigen Kanzlei und von den Wasser- und Straßen-Bauin- spektionen Mannheim. Heidelberg und Freiburg zu erheben. Karlsruhe, den 4. Dez. 18^8. Großh. bab. Eis-ntahnbaudirektion. v. Fischer. vär. Haager. Nr. 82545. Molbach. (Präklusivbescheid.) In der Ganlsache ü->«r die Verlaff-nlchafiSmaffe de« Franz Joseph F i- scher von Sillfeld «erben die bei ber heutigen LiquidalionSiag- sahrt nicht erschienenen Gläubiger von ber vorhandenen Muff« anburch aulzeschlvffen. B. R. W. MoSbach, den 30. Nov. 1838. Großh. badisches Bezirksamt. Felleise«. vät. Stierle. Nr. 15,422. Baden. (Präklusivbescheid.) In der Gantsache re« Zimmermannt Gerhard Groß von Beuern werden all« diejenigen, welche in der auf heute zur Schuldenliqm- dalivn anderaumten Tagfahrl ihre Forderungen anzumelden unterließen, von der vorhandenen Masse hiermit ausgeschlossen. Baien, den 27. November 1838. Großh. dad. Bezirksamt, v. Theobald. Nr. 22,718. Durlach. (Entmündigung.) Adlerwirth Johann Adam Roser von Kleiasteinbach wurde wegen GeisteS- und GemüthS-Schwäche für entmündigt erklärt und für ibn Ge- meinderalb Georg Adam Rieß von da als Pfleger bestellt. Durlach, den SO. Nov. 1838. Grvßb. bab. Oberamt. Baumüller. vckt. Briefs. L. j. Gengenbach. (Holzversteigerung.) Dien«, tags, den 11, und Mittwoch«, den 12 d. M., läßt die Sladtgemeinde Gengrnbach in den Walddlstriktea Nöllen und Niederholz 566 zu Boden liegende Stämme, meist au« Eichen, und etwa 100 Tannen bestehend, »Heils zu Holländer-, lheiis zu Bau- und Nutz-Hol, geeignet, im Gehalte von 327 bis abwärts zu 14 «ubikfuß, an di« Meistbietenden öffentlich versteigern. Der Sammelplatz ist der Gafthvf zum Löwen, wo sich die Steigerer früh 8 Uhr «inzufinden haben. Auswärtige Steigerer müssen legale BermögenSzeugniffe bei- bring««. Gengenbach, ten 4. Dez. 1838. Bürgermeisteramt. Wolf. vät. Stölker. Nr. 1,344. A ck e r n. (Holzversteigerung.) Bit Dienstag, den 11. Dez. d. I.» Morgen« S Ubr, werden in dem Domäaenwald Frauenwald, Bezirksforstei Bühl, durch Bezirk«. förster v. Sch old erg nachgenannte Holzsorlimente, geg,n Haars Zahlung vor drr Abfuhr, öffentlich versteigert, als: 67 Stämme tannene« Bauholz, 1«3 tannene Rutzhoizklötze, 1 Klafter kastaoiene«, 45'/, -- tannenes Scheiterholz, 4 -- -- Klotzholz und 3.400 Stück tannene Wellen. Die Zusammenkunft ist bei der Burg Windeck. Achern, den 29. Nov. 1838. Großh. bad. Forstamt. D. F. A. V.: Roth. 34Z8 - >, I ^ I > Söllingen. (Liegenschaftenversteigerung) M ?em Jakod Furr-r auf dem Kalkofen, Bürger aber Wl"!« in Palmdach, werden. in Folge richterlicher Verfügung L^Ävom 3. Oki. d. I-, Nr. 18,515, die unlen venannien Li-,ei»ichajlen Montag, den 24. Dezember d. I,, Nachmittag« 1 Uyr, auf biefigem Rathhause im Zwanglw-g- öffentlich »ersteigert, wozu die Liebhaber mit dem B-merk-n eingsladen werden, bat der endgültige Zuschlag erfolge, winn der GchätzunglpreiS erreicht wird, alS: 1) Sme zweistöckige Behausung, worunter zwei gewölbte Keller uno Hvljschvpf sich b-finben, eins daran gränzenhe scheuer, mir zwei Tennen uns doxpilter Stallung elnge- rich.el, nebst einem Wagenschopf; sodann 2) Ohngefahr drei Viertel Garten und Hvsraiteplatz, und 3) Eni eingeschloffeneS Hofgut von 34 Morgen, 1 Viertel, 31 Ruthen Ackeifeld, Wiesen und Futteranlqgen, nm vhnge- sahr 800 tragbaren Obslbäumen. alle« bei einander auf Sem Thalberge, söllinger G-maikung, gelegen, lheils grän- zeno an di« berghausenrr Gemarkung, und lheils an mehrere Bürger von vier. Söllingen, den 30. Nov. 1838. Bürgermeisteramt. Weiß. Nr. 2642. Neckarbi schossbeim. (Liegen- Oie zur Ganlmasse DllW de« zu Necka«»ischof«hrim verstorbereu Kaufmanne« Fried- MMMilch Sch «der gehörigen Liegenschaften, und zwar: g) (Line zwnstöckige Behausung m t d-r R-alwirlh- srhafiSschildgkreLtigkeit zum »Badischen Kose/- mitten in der Stadt gelegen, neben Kail Heinrich Ritter und 2°sepd Zeller, vorn Sie Straße, hinten Wilhelm Günther, Jnvemuranschlag 2,200 fl. 2) Sin gewv!dt e r k i r ch, (Vorladung und Fahndung.) D-r Bürger Jakob Strels ron Fernack, welcher das Botenwesen von hier nach Offenburg besorgte, har sich mehrerer Betrügereien und Unterschlagungen anverlrauter Habe dringend verdächtig gemacht und sofort heimlicher Weise au« seiner Hei- mal entfernt. Jako- Streif von Fernack wird nunmehr vorgeladen, hinnen 6 Wochen sich dahier zu stellen, und über oie Anschuldigungen sich zu rechtfertigen, widrigenfallt in contuinaclain gegen ihn erkannt werden wild. Zugleich ersuchen wir sämmlliche resp. Pofizeibehörben, aus Jakob Streif zu fahnden, zu dessen Behuf wir sein «Ägnale- menl beifügen. Signalement: Streif trug bei seiner Entweichst»- einen blauen Oberrock mit feld-neu Knöpfen, und desgleichen blaue Hosen, eine ge. streifte Weste und eine blaue Kappe. Derselbe ist ungefähr S'Z' groß, hat ein blaffet, längliche« Gelickt, blonde Haare und Backenbart, blaue Augen, und ist schlank gewachsen. Oberkirch , den 28. Nov. 1833. Grvßh. bab. Bezirksamt. Fauler. Oehringen. (Steckbrief.) In der Nacht »°m 3. auf den 4. Dezrmoer d. I. wurde dem Apotheker Kandel in Oehringen au« dessen Stall «in Pferd, Stute, Hellsuch«, 2'/> Jahre alt, 17 Faust hock,'vorn am Kcpfe mit schmaler Blaffe, hinten mit 4 wriß-n Fesseln, 20 Karvlin werth; ferner ein schon gebrauchter engiücher, ga-z lederner Sattel, auf dessen deid-n Seil«--auf Papier der Name de« Verfertiget«: »Erd von Stuttgart» steht, samml geldlederoer Trense; ferner ein weiß uod grün karrnker wollener Teppich, «in großer wollener Teppich r«i» grünem, rolhem und gelbem Felbel,' eine Haarbürste und 18 ss. kleine« Gelb gestohlen. Diele« Diebstahl« bockst verdächtig ist der frühere Gehülfe de« Apotheker« Sandel dahier. Karl Ober Müller von Karlsruhe, welcher in jener Nacht mit dem Pferde auf der Straße von hier nach WeinSb-rg gesehen wurde. Sämmlliche Potijeistellsn werden erstickt, nach Obermüller und den gestohlenen Gegenständen Nachforschungen anßu- stdllen. Signalement de« Obermüller: Karl Obermüller von Karl»ruhe, Apvidekekgehülff, ist 23 Jahr alt, ron mittelmäßiger Große, schlanker Statur, bat ein oiasse« Gesicht, schwarze Haare, welche er gewöhnlich auf der linken Seite gescheitelt trägt, einen kleinen schwarzen Schnurrbart, trägt gewöhnlich ein« Brille mit blauen Gläsern, spricht b-n karlsruhpr Dialekt, und war bei seinem Abgänge bekleidet mit einem natursarbigen, weiß und gelb melirlen Rocke, dergleichen Hosen, und mit einer grünen Kappe mit schwarzlebernem Schild. Oehringen, den 5. Dezember 1838. Königl. würtembergische« Oberamttgericht. O. G. Akt. Sechster». Nr. 17,851. Vorstehende Fahobung bringen wir zur öffeiit- lichrn Kenntniß, mit dem Ersuchrn, von der etwaigen Arreti- rung de« Karl Overwüllsr sogleich Nachricht hierher i» geben. Karlsruhe, den 7. Dez. 1838. Grvßh. badisches Stadtamt. Baumgartner. Stahl. Nr. 4,692. Stühlinqen. (Präklusivbescheid.) Alle diejenigen, welche heule ihre Forderungen in der Gant gegen die Verlaffenschaft de« Gränzwächleis, Anton Michael Buser von Endingen, nicht angemeld't und richtig gestellt haben, werden von der vorhandenen Ganlmasse ausgeschlossen. V. R. W. Slühlingrn, den 24. November 1836. Glvßh. badisches Beznklamt, Frey. Mit einer Beilage von Georg Holtzmann.in Karlsruhe. Verleger und Drucker: PH.Macklot