Nr. 366 Karlsruhe, Freitag, dm lt. August 1916 54» Jahrglittg Fernsprecher 535 Mittagsblatt Postscheck: Karlsruhe 48M .Bezugspreis: In Karlsruhe durch Träger zugestellt vlertt.iahrlic der Geschäftsstelle oder den Ablagen abgeholt, monatlich 75 Pt. Nusw VezugSvreis durch die Post Mk. 3.65 vierreliährlich ohue Bestellgeld Oesterreich-Ungarn, Luxemburg, Belgien, Holland, Schwel, bei de Uebrigei Ausland (Weltpostverein) Mk. 10.— vierteliahrlrch durch j Mk. 3.20. Von ärts (Deutschland) Bestellungen in n Postanitalten. die Geschäftsstelle. Erscheint an allen Werktagen in zwei Ausgaben Beilagen: Je eiumal wöchentlich: daS illustrierte achtscitige llnterhaltnngsblatt „Sterne und Aluinen" das vierseitige UnterbaltungSblatt „Blätter für den Familien- tisch" und „Blätter für Hans- und Landwirtschaft" Anzeigenpreis: Die jiebenipaliige kleine Zeile oder deren Rauiu Pf, Reklamen 60 Pf. Play-, Kleine- und Stellen-Anzeige» 15 Pf. Bei Wiederliolung entsprechender Nachlaß nach Tarif. 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Viele Leute lachen, wenn sie davon reden hören, weil sie d?r Meinung sind, die Tatsachen dieses Krieges hatten erwiesen, daß es so etwas wie ein von allen Völ- kein anerkanntes, selbst im Krieg verpflichtendes Recht im Ernst nicht mehr gebe. Und gleicherweise Halle» sie es für vergeblich, irgendwelche Versuche zu machen, das Völkerrecht wieder zu beleben. Diese 9l!i>chtimmg ist zwar angesichts vieler Vorkommnisse nicht verwunderlich, aber tatsächlich doch nur laien- hafr und daher nicht ernstlich zu erörtern. Der Tat- lach.', daß das Völkerrecht vielfach verletzt worden ist, steht die andere gegenüber, daß sämtliche kriegfllhren- Staaten sich immer wieder auf das Völkerrecht berufen, um ihren Gegnern Verstöße gegen ein all- 0?mei t anerkanntes Recht nachzuweisen. Dis darf m m t icht als eine bloße Komödie ansehen. Es han- °^lt sich vielmehr um verschiedene Auffassungen, die ^uerdin^ zum Teil von einem tveitgeheudeu natio- M'Ien ober wirtschaftlichen Egoismus diktiert, dem "biektiven Betrachter nicht mehr als einwandfrei scheinen können. Was aber unzweifelhaft daraus Hc'.vorgeht. ist die Feststellung, daß keiner der krieg- tuh'enöeii Staaten die Absicht hat, ein Völkerrecht in Zukunft üterHaupt nicht mehr anzuerkennen. >, X « ' ' n juristischen Kreisen, die sich mit Fragen ves Völker, echts beschäftigen, denkt man keineswegs j,"/'''"Aufgeben eines internationalen Rechtes unter m Kölker». Hier wendet man sich vielmehr den *\?Olemeii zu. welche dieser gewaltigste aller Kriege "Us de/!, Gebiete des Völkerrechts aufgeworfen hat. "No naturgemäß treten diese Problenie dort am be- Merkbarsten auf. wo es sich um ganz neuartige Was- fen od«'! um neuartige Verwendung von bereits be- «Nutten Wc-ffeil handelt, die in bisherigen Kriegen zu Erfahrungen roch keinen Anlaß gaben. Strittige fragen find dcu.gemäß vor allem auf beut Gebiet b{.ä UnterfcetcictStoefenä und auf denr des Luftkamp- f^s entstanden. Wir dürfen nur an die Namen „Lu- fitania" und aus den jüngsten Tagen an Kapitän Fryatt ermncrn. Hier haben wir zwei Fälle, in denen wi'.' Deutsche von unserem Recht felsenfest überzeugt sind, während unsere Feinde vor Ent- rüstring über die „Schandtaten" geradezu kochen, wenigstens wenn wir ihre Aeußerungen darüber ernst nehmen. Aehnlrche Widersprüche treffen wir bezüglich des Rechtes der Luftwaffe, ob es sich um Fliege,' oder Luftschiffe handelt. Bezüglich der letzteren Frage liegen von deutschen Staatsrecht slehrern zwei typische Aeußerungen vor, welch,' beweisen, daß sich hier zwei Richtungen auf- tun. vo r denen lie eine mehr grundsätzlich gerichtet l!t. während die andere geneigt ist, den Verhältnissen zweifellos allzuviel — Rechnung zu tragen. Es ist Professor Paul Eltzbacher, der Rektor der Berliner 'vandelshochfchule, der in einer Schrift „Totes und lebendes Völkerrecht" (bei Durrcker. n. ipum'olot), n»«? r • c ü£ , 1,011 verschiedenen Fliegerangriffen frfl. Gebiet, die Meinung vertritt, die An- . Nuttuge,: über Völkerrecht im Krieg feien zur Zeit IiaS»*U 1Ur ^"öikcilen Wandlung begriffen. Bisher ÄiriM- tll0t \ Q "gemein angenommen, daß der Krieg nur den Heeren der feindlichen Mächte geführt nicht, ^ te Zivilbevölkerung direkt wenigstens JSevere mußte nach Ansicht der der?Ä n t mb0 .? idtft ^schont werden. €*$on mit SBanbin,,, '^anzösischen Revolution habe jedoch die lchwung >>„""^^ugen und heute zeige sich ein „Um- das? m , ?*M en jetnen Rechtsüberzeugurrgen" da- Ariey ' Zivilbevölkerung direkt in den Kriegez sei e-- Der berechtigte Zweck des ft al f forden, „die feirrd lrche Vo l ks- Widerstandes^ Grundlage des kriegerischen Mittel erlaubt Zu diesem Zweck sei jedes Strafte". Und'dalw/v''^ Lähmung der „seelischen «egen offene Städt! ^ man über Fliegerangriffe «et Stadt Karlsruh.' c etwa über den Ueberfall dem Sinn fure^'..,! Fronleichnamstag, nicht in ^iogs reckt i II' - r 0 J S läge das außerhalb des rung, fve ;iess davon die harrrilose Bevölke- Darin län>> L„ ? en und Kinder, betroffen würden, ^»fchmn,»rJ» ü r er Fortschritt der völkerrechtlichen Indern 2V« 6 ^etzt nicht bloß Heer gegen Heer, gegen Volk kämpfe. Ein wunder- die äitpf. -> 1 ' ' der zu Barbareien führt, wie sie ftfon i ct * en kaum kennen! Das müssen wir Zivilf>m''Ä ^"d dazu kommt noch, daß zwar die Soaenv^kenmg in den direkten Krieg mit einbe- der nrt~ ' ^e aber durchaus leidend bleibt, weil des Völkerrechts auch weiterhin zu Recht fthü '£z! e bürgerliche Bevölkerung ist nur pas- ^^eg beteiligt, ihr ist jede Anwendung von rir.r U untersagt." Man sieht, daß durch diesen glo- rinl "Fortschritt" der völkerrechtlichen Slnfchau- fcn.vr ; tc Zivilbevölkerung rein zum Opferlamm der bi:>.ci mird, ohne daß sie sich unterstehen 4. >te. sich gegen diese Rolle zu wehren. Da möch- Nur denn doch beantragen, daß der Staat von estimmungen über Tauglichkeit und Nichttauglich- „ ' ü«m Militärdienst absieht, und lieber gleich die ,fip Bevölkerung in die Schützengräben schickt, da ?ort schließlich doch besser geschützt wäre, als zli Hause. Jedenfalls wird man den Eindruck haben, daß Prof. Eltzbacher im Eifer, ein neues Prinzip ge- funden zu haben, die Rücksicht auf sittliche Grund- fätze im Krieg allzusehr außer Acht gelassen hat. Daß aber auch unter dem rein geschichtlichen und juristischen Gesichtspunkte seine Darlegungen sehr wenig einwandfrei sind, weist der Würzburger Pro- fessor Dr. Mendelssohn Bartholdy in Nr. 15/16 der Deutschen Juristen-Zeitung (21. Jahrg. 1916) nach. Von dem letzten Fliegerangriff arif Karlsruhe aus- gehend, schreibt er u. a.: Die englische Regierung zahlt ihren Matrosen, die feindliche Schisse mit Mannschaft versenkt haben, ein Blutgeld durch den Prisenrichter aus; fünf Pfund für den Kopf des untergegangenen Feindes. Wenn die französische Regierung, wie wir ihr gut zutrauen können, auch in diesem Stück das englische Kriegsrecht über- nimmt, dann wird der Flieger, der am Fronleichnams- tag die Bomben auf die offenen Straßen und Plätze in Karlsruhe warf, sich rund 12 völ) Mark Schubgeld von Frankreich verdient haben. Das wäre ein Kriegsgewinn, um den ihn gewiß kein Flieger Deutschlands oder eines der neutralen Länder beneiden würde. Schon einmal hatten feindliche Flugzeuge die badische Hauptstadt beschossen. Damals galt ihr Angriff dem Schloß. Das Grotzherzogshaus ist so fest und treu mit deni Volk verwachsen, die verehruugswürdige Mutter des regierenden Herrn steht als unermüdlichste Vorarbeiterin jedes friedlichen Liebeswerks allen LandeSkinder» so nah, daß der Feind wohl sagen konnte, er tresse im Herr- scherhaus das ganze Volk. Bei dem zweiten Angriff hat er sein Wurfgeschoß in die Menge der Straßen gesandt; Kinder des Volks, von den Armen und Aermften, sind seine Opfer geworden. Warum ich das neSdneinander- stelle? Weil die beiden Angriffe recht deutlich zeigen, wie böse Tat zuletzt sich selbst vernichten und dem von ihr zur Schädigung Ausersehenen Segen bringen muß. Enger als je zuvor stehen wir zusammengeschlossen; klarer als je sieht jeder ein, daß der Feind nicht den Herr- schern und Regierungen, nicht de» Herren und der Ar- lbeitsmannfchast Deutschlands, sondern allem, was in Deutschland Leben hat, dieses Leben nehmen will, und jene hohe Frau, in der uns die vergangene große Zeit der Reichsgründung, die Zeit des ersten Kaisers, lebendig geblieben iji, sieht nun Hutid in Hand mit dem lleuijien Lürgcrtind, auf dem die Zukunft Deutschlands in den toinuienden Jahre» des Friedens ruht u,U> das vertilgr werde» sollte, da in it Deutschland auch iin Frie- den n i ch t m e h r lebe» könne. Das ist die einzige Gefühlswirkung solcher Angriffe; sie stärken das Gesuhl der Zusammengehörigkeit, sie traf- tigen den Widerstand auch bei denen, die es am sc^ver- sie» haben, in ihm nicht nachzulassen, weil sie den Krieg nur von weitem fühlen; sie stellen das ganze Volk in die Reihe der Baterlandsverteidiger ein. Die englischen Zei- tuugen haben uns eine neue „Doktrin der Schreckens- Verbreitung" angedichtet, die wir mit den Zeppelinsahrten über England übten. Gegen den Vorwurf der Grau- famkeit wollen wir keine Worte verlieren. Aber selbst unsere Feinde Pflegen uns nicht für beschränkt uird uu- wissend zu halten; und wie könnte jemand, ohne ein vollkommener Dummkopf zu sein, sich eiiwilden, daß er mit der Vernichtung einiger Frauen und Kinder den 70 Millionen Volksgenossen Furcht und Schrecken einzu- jagen vermöchte? Das Volt urteilt anders, als diese Zeitungsschreiber denken oder glauben machen möchten. Ihm sind die Flie- gerangriffe auf offene Städte nicht furchtbar, sondern verächtlich. Dann wendet sich Prof. Mendelssohn gegen die französischen Rechtfertigungsversuche des Attentats über Karlsruhe, was uns hier nicht weiter interes- siert. Zuin Schluß aber widerlegt er die Anschein- ungen Prof. Dr. Erbachers bezüglich der von die- fem angenommenen Wandlung der Völkerrechtsbe- griffe. Der allzu raschen Bereitschaft des Berliner Professors, die Tatsachen gegen die bisherigen Grundsätze auszuspielen, hält er mit Recht folgendes cntcicctcnj Es ist durchaus unrichtig, daß vor dem Krieg das alte Völkerrecht der ganzen Welt den Grundsatz gehabt habe, der Krieg sei nur der Kampf der Heere und müsse die bürgerliche Bevölkerung möglichst schonen; es ist ebenso unrichtig, daß in diesem Krieg nun das neue Recht mit Muht zum Durchbruch gekommen fei. Vielmehr hat England und Amerika, seit sie überhaupt Volierrecht an- wenden, und im besonderen seit der Recht,prechung Lord ~ .rmrtarS Krells- jeder Angehörige des feindlichen . ger, der nicht Waffen trägt, Frau und Kind. Diese anglo- amerikanische Auffassung ist auch nicht als ein sieghaft kommendes Recht ber Zukunft anzusehen, sondern sie ist von ihren ersten Vertretern gegründet worden auf die Ansichten älterer gemeinrechtlicher Juristen des Festlan- des, besonders Hollands, in denen ebenfalls der Angehörige des feindlichen Staates als exlex, als aller Vorzüge des Friedens-Fremdenrechts verlustig erklärt wurde. Diese Ansichten haben die deutschen, französischen, italienischen Völkerrechtler zu überwinden gesucht, während England und dann die Vereinigten Staaten mit der ganzen hart-' nackigen R ii ck ständigkeit ihrer Jurisprudenz daran festhielten. Das ist der Gegensatz, wie er vor diesem Krieg war und in diesem Krieg sich nun noch deutlicher gezeigt hat: der Gegensatz zwischen dem Kriegöbegrisf des europäischen Festlandes und dem anglo-amerikanischcn Kriegsbegriff. Will man eine der faiden feindlichen Auf- fafsungen als die ältere festnageln, so ist es, nach der klaren Aussage der Rechtsgeschichte, die englische. <>rf> bin weit davon entfernt, sie deshalb für »totes Vol. kerrecht" zu halte». Sie hat Frankreich in diesem Krieg für sich gewonnen. Aber sie ist ein Völker, recht, das tötet — nicht den Feind, dessen bürger- l'che Bevölkerung durch diese Art der Kriegfiihrrina nur zum Aushalten geschult und ebenso steifnackig aemaclit wird, wie die Engländer zur Zeit der Kontinentalsperre — aber sie tötet das Volk, das ihr anhängt. Der Tag wird kommen, nicht in diesem Krieg vielleicht, aber er wird kommen, wo größere Flottenkraft der Fest» landmächte, neue Seewaffeu und andere Kriegslage die Einschließung der englischen Insel ermöglichen. Dann aber wird England an seiner eigenen VölkerrechtSaussas- suiig Hungers sterben. Das ist nicht, was Deutschland joill; so gewiß jeder rechte Deutsche heute ger» sein Le- be» dafür gäbe, daß England geschlagen, daß feine au- maßende Regierung gedemütigt und seine Vorherrschast aus dem Meere gebrochen wird, so sicher liegt uns nichts daran, daß Arbeiterfrauen iu Lancafhire hungern und Kinder in Ostlondon an schlechter Ernährung zugrunde gehen. Ob England selbst durch blindes Beharren auf dem Völkerrecht des 17. Jahrhunderts solches Schicksal au sich erfüllen will, das muß die Zukunft zeigen. Wir aber haben ioahrlich keinen Grund, aus dem Ueberfall auf die badische Hauptstadt ein neues Völker- recht herauszulesen. Er ist ein nutzloser Frevel; nutzlos, weil beim Gegner statt Angst und Schrecken nur Erbitterung und Kampflust geweckt wird; ein Frevel an der Menschheit, denn ihr gehören die Kinder an, denen die französischen Geschosse galten. Wir glauben, man tut gut, in diesen Fragen einen klaren Standpunkt zu wählen. Wer den wahren Fortschritt der Kultur will und nicht den, Materia- lismus des alleinigen Rechts der Tat huldigt, kann sich aber nimmermehr für einen Standpunkt ent- scheiden, der den Krieg ohne Not blutiger und grau- sanier macht, als er ohnedies schon ist. Oer österreichisth-ungarifihe Tagesbericht. Wien, 10. Anglist. (W.T.B.) Amtlich wird vcr- lantbart: Kussischer Kriegsschauplatz. Front des Feldmarschalleutnants Erzherzog Carl. Auf den Höhen südlich von Z a b i e wiesen öfter- reichisch-ungarische Truppen einen russischen Angriff unter schweren se i n d l i ch e n Verlusten ab. Mit der Armee de-S Generalobersten von K ö - v c ß trat der Gegner gestern nur im Räume von D e l a t t, n in schärfere Gefechtsfühlnug. Nördlich von N i z n i o w griffen die RusseÄ wie- der vergeblich an. Sie wurden überall an mehreren Stellen im Nahkampf geworfen. Front des Gcneralfeldmarschalls von Hindenbnrg. Südlich von Zalocze sind heute früh nene Kämpfe im Gange. Westlich und nordwestlich von Lnck verhielt sich der Gegner nach dem schweren Mißerfolg vom 8. August ruhiger. Dagegen trieb er nördlich der vou Sarny nach Kowel führenden Bahn abermals seine Massen bei Tag und bei Nacht zum Angriff über den Stochod vor. Seine Stnrmkolon- nen brachen meist schon vor nnscren Hindernissen zu- sammen. Sie erlitten durchweg schwere Nie. d e r l a g e n. Die V e r l u st e der R u s s e n sind tu jeder sehr groß. Italienischer Kriegsschauplatz. Entsprechend der durch die Räumung des Brücken- kopfes von Görz eingetretenen Lage wurde die Stadt aufgegeben und nach blutiger Ab- Weisung neuerlicher italienischer Angriffe ans der Hochfläche von Doberdo die gebotene Berichti- gung unserer Stellungen vom Feinde ungestört durchgeführt. In diesem Rmime nahmen unsere Trnppen in den letzten 14 Tagen 41vstJtalie- n e r gefangen. Beim Einbruch des Gegners in den Görzer Brückenkopf konnten sechs unserer Ge. schütze nicht mehr geborgen werden. Gestern richteten sich die stärksten Anstrengungen der Italiener gegen den Abschnitt von P l a v a. Nach 12stündigem Ar- tillcriemassenfeuer griff die feindliche Infanterie Zagora viermal, die Höhen östlich von Plava dreimal an. Alle diese Stürme brachen sich am festen Widerstand unserer Trnppen, unter denen sich Abtei- lungeir der Jnsanterie-Regimenter 22 und 52 nener- dings auszeichneten. An der Tiroler Front scheiterten mehrere Angrifssversuche des Feindes in den Dolomite» und drei Angriffe anf unsere Stellungen im P a s u b i o - Gebiet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Belang. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. H ö f e r, Feldmarrchallentuant. Ereignisse zur See. Der Besuch der italienischen Grosikampsflngzenge rn Fiume am 1. ds. Ms. wnrde in der Nacht vom 9. anf de« 1». August von unseren Geschwadern — zn> sammen 21 Seeslugzeugen — in Venedig e^rwi- dert, wo sie das Arsenal, Bahnhof, militärische Ob- jekte und Fabrikanlagen mit Bomben im Gesamtge- wicht von 3y 2 Tonnen mit verheerendem Er- folg belegten. Ein Dutzend Brände wnrde hervorgerufen, davon 2 von sehr grofzer AuSdeh. nnng bei der Baumwollfabrik und in deir Stadt, die noch auf 25 Meilen Entfernung sichtbar waren. DnS heftige Abwehrfeuer der Batterien war ganz wi» kungslos. Alle Flugzeuge sind ganz unversehrt eia gerückt. Flottenkommando. * Die flngriffsschlacht der Nüssen. Wien, 10. Aug. (Franks. Ztg.) Nachdem die Russen in der relativen Ruhepause der vorigen Wodie irrWolhyrrien ihre stark gelichteten Reihen durch zahlreiche ans dem Innern herangeführte R e f c r - ven wieder aufgefüllt hatten, tobt feit zwei Tagen an mehreren Abschnitten dieser Front neue heftige Kämpfe, die am Mittwoch an Erbitterung und Aus- dehnung noch zunahmen. Durch rücksichtslosen Ein- fatz tiefgegliederter Massen hofften die Russen dies- uial unsere Linien zu durchbrechen und in der Richi- tuug auf Kowel Raum zu gewinnen. In zahl- reichen Angriffen westlich von Luck bis hinauf zum Stochod wollte die feindliche Neberniacht, die aus vielen Elitetruppen wie Sibiriaken und Garde bestand, ihre tiefe Staffelung ausnützend, ein breites Loch in die Verteidigungsstellung schlagen, um be- reitgehaltene Reserven dann durch diese Lücken wei» ter vorzutreiben. Trotz der bedeutenden Zahleniiber- legenheit und der aller Beschreibung spottenden Rück- sichtslosigkeit der durch eigenes Feuer vorgetriebenen Angriffe brachen alle unter den schwersten Verlusten zusammen. Vorübergehend verlorene Stellungen westlich von Luck. bei Szelwow. wurden durch einen kräftig durchgeführten Gegenangriff österreichisch- ungarischer Truppen wieder zurückerobert. In Ostgalizien scheiterten russische Angrisse gegen den rechten Flügel der Arinee Böhm-Ermolli. Ebenso iniszlangen alle Vorstöße gegen den rechte» Flügel der deutschen Südarmee, die nördlich des Dnjestr angesetzt wurden. Auch südlich des Dnjestr wurde vorgestern wieder mit großer Erbitterung ge- rungen. Dort zieht die neue Kampffront knapp westlich der Linie Nizniow, an Tysmienica vorüber, in einer Stellung westlich von Ottynia. Die über- mächtigen Angriffe der Russen gegen die Linien oft- lich von Tlumacz und Ottynia hatten die Führung bewogen, diese vorgenannte, bereits ausgebaute, West- liche Stellung zu beziehen, gegen welche starke rns- sische Kräfte ihre Anläufefortsetzen. Am rechten Flügel der Front des Thronfolgers hat die Armee Pflanzer-Baltin vorgestern neue Erfolge erzielt. Sie ist weiter vorgerückt. Oestlich von Worochta wurde der stark bewaldete, zerklüftete Worochtenski-Rücken nach harten Kämpfen erobert, wahrend nördlich der Capulhöhe die Russen gegen Luezyna geworfen wurden. Ebenso Verlust- reich und vergeblich waren russische Vorstöße am Stochod im Räume von ktaszowka. Uebergangs- versuche im Abschnitt des Generals Fath südlich von Stobychowa hatten dasselbe Schicksal wie alle ihre Vorläufer. Hinter der russischen Front. Stockholm, 9. August. (Tag.) Petersburger Pri- vatmeldungen berichten von schrecklichenSchil- der ungen, die von der Front zurückgekehrt Krieger ihren Angehörigen entwarfen. Die Zurück- gekehrten zeichneten ein schaudererregendes Bild von den maßlosen Verlusten und schilderten die v ö l l i g e Nichtachtung des menschlichen Lebens bei den sinnlosen Angriffen gegen die Höllenschlünde der deutschen Artillerie, die schrecklichen Epide- nc i e n an sämtlichen Frontteilen, besonders an der Südwestfront, und die herrschende Hungersnot. Hier liegt der Wortlaut eines Erlasses vor, der in allen Lazaretten den Verwundeten eingeschärft wurde. Bei Androhung der schwersten Arreststrafen wird nach der Genesung erstens allen Kriegsteilnehmern verboten, Zivilpersonen, auch den nächsten Ange- hörigen, Einzelerlebnisse von der Front, Berichte über russische Verluste, über den Zustand der Lebens- mittelvorräte, die Menge der russischen Munition, Schilderungen von der Front, den Lazaretten, dein russischen Sanitätswesen, sowie allem anderen zu geben, was dem Feind Nutzen zu bringen vermöge. Zweitens wird gesagt: Völliges Schweigen derKriegS- teilnehme? über die angegebenen Gegenstände ist unbedingte Kriegsnotwendigkeit. Das Sanitätspör. sonal hat die Verpflichtung, Zuwiderhandlungen anzuzeigen. Der Versuch einer Mundtotmachnng der Wahrheit kennzeichnet die t r o st l o s e S t i m - in u n g. Die Wirkung unserer Lustangrisse auf «knglanS. Berlin, 10. Aug. (W.T.B.) Bekanntlich ist die englische Regierung ängstlich bemüht, das Bekannt- werden der Wirkung unserer letzten Luftschiff- angriffe zu .verhüten und die Angriffe selbst aÄ Seite 6 Kadischer Keodachter, Freitag, den lt. AuguA 1916 M. 366 völlig belanglos und ergebnislos hinzustellen. Sie ist soweit gegangen, zu erklären, die deutsche Meldung, daß die d e u t s ch e n M a r i n e l u s t s ch i e am 1. August London angegriffen hätten, sei völlig erfunden. Entweder hätten die Führer der Luftschiffe bewußt falsche Meldung erstattet, oder sie mußten völlig die Orientierung verloren und nicht mehr gewußt haben, wo sie sich befinden. Zu solch verzweifelten und törichten Mitteln muh England greifen, um die Welt über seine Bedrängnis hinweg- zutäuschen! Tatsächlich herrscht in London allgemein die Ueberzeugung, daß der Angriff am 1. August der f ch w e r st e war, den London bisher durch- gemacht hat. In nachfolgendem sind einige einwandfreie Nach- richten über die Luftfchiffangriffe in den Nächten vom 28. zum 29. Juli, vom 31. Juli zum 1. August und vom 2. zum 3. August zusammengestellt. Lincoln: Zwei Fabriken beschädigt, eine in Bau befindliche Halle, in der ein Remontedepot untergebracht war, völlig zerstört; der größte Teil der Pferde kam in den Flammen um. Die Bahnlinie nach Chestersield ist an mehreren Stellen unterbrochen. Bei Reepham, 2l) Kilonieter süd- westlich Cromer, wurden ein Eisenbahngebäude und die Anlagen schwer beschädigt. An der H u m b e r m ü n d u n g wurde ein Leuchtturmzer stört, und verschiedene Brände beobachtet. Ein kleiner Kreuzer mit zwei Schornsteinen und einem Mast wurde durch eine Bombe getroffen und schwer beschädigt. Unter- halb Grimbsby wurden zwei Schuppen, die Muni» t i o n enthielten, völlig z e r st ö r t. Zwischen Grimbsby und Cleethorpes wurden Hafenanlagen und Gebäude, vor allem nahe Cleethorpes ankernde Fahrzeuge, sehr schwer beschädigt. Imniingha m, Grimbsby und Spurn Head haben schwer gelitten. Die in Hüll angerichteten Beschädigungen gehen in die M i l l i o n e n. Mehrere Waffen- und M u - nitionsfabriken sowie sonstige Anlagen von militärischer Bedeutung wurden z e r st ö r t, ^>eson- ders bei South-Brig de Road, in der King-Street, Mason-Street und in den Princeß-Docks. Die Eisenbahnstation Newjoint und die Dockanlagen wurden schwer beschädigt. Unter der Bevölkerung brach eine Panik aus, als sie erkannte, daß die Abwehrbatterien gegen die Luftschiffe vollkommen ohnmächtig waren. Der Ha- fen von Jmmingham wurde wegen der bedeu- ten Schäden, die in den Docks und Kohlenlagern angerichtet waren, gesperrt. — Die Bahnlinie Great Central-Railway zwischen N o r w i ch und Aar- m o u t h wurde an verschiedenen Stellen durch Bomben getroffen und beschädigt. Nordwestlich Norwich wurden auf der Bahnlinie Norwich-North Walshain und in der Eisenbahnhalle beträchtliche Zerstörungen angerichtet. In der Nähe von Watton, 30 .Kilometer westlich Norwich, wurden eine Reihe von Schuppen durch Bomben zerstört. Südlich Catn- bridge wurde eine große Fabrikanlage in Brand ge- setzt. Die Scheinwerferbatterie bei Great ^larmouth wurde zerstört, desgleichen eine Ab- ivehrbatterie vernichtet. In Harwich brannte die im Bau befindliche Luftschiffhalle nieder. In Dover wurden die Wellington Docks getroffen und Brandbomben auf die L u f t s ch i f f. halle im Nordosten von Dover geworfen. Eine balbe Stunde lang wurde dort ein Brand beobachtet. W o o l w i ch und Umgebung wurden schwer b e» schädigt, verschiedene Munitionsfabriken wurden getroffen. In der östlichen Vorstadt Londons wurde eine zur Hiilsenfabrikation benutzte Spinnerei vollständig vernichtet, über tausend Männer und Frauen sind hierdurch beschäftigungslos. Mehrere große T h e n? s e b r ü ck e n, darunter die Laufbrücke am Tower Bridge wurden beschädigt. In den Docks wurden mehrere Magazine nnd Anlegebrücken vollständig zerstört und dort ankernde Schiffe zum Teil schwer beschädigt. In einem Dock sind zahlreiche Schiffe, darunter ein großer eng- lischer Frachtdampfer, die Lebensmittel für die Truppen nach Frankreich bringen sollten, per- b r a n n t. Durch Ballonabwehrgeschütze wurden viele Personen teilweise schwer verletzt. Auf der Themse wurde ein Torpedoboot durch eine Bombe getroffen und versenkt. Bomben fielen ferner an der Themse zwischen Northend, Erith, bei den Lillwall Docks. Deptford. In Orted bei London wurden zwei Munitionsfabriken ver- n i ch t e t. Tie Umgebung- der Fabriken stand noch am nächsten Tag in Flammen. kl wie Bismarck über Kitchener siegte. Als zu Beginn des Jahres 1889 der deutscheNeichs- koinmissär Hauptmann von Wißmann mit der schwie- rigen Aufgabe betraut wurde, in unserem ostasrikani- schen Schutzgebiete den Aufruhr zu unterdrücken, wollte er sich dabei einer Negertruppe bedienen, die in Aegypten angeworben werden sollte: der damalige Vertreter Deutschlands in Aegypten, Generalkonsul A. von Brauer, sollte nun feststellen, ob die ägyptische Regierung geneigt sei, dazu ihre Einwilligung zu geben. Wie er fich dieses Auftrages entledigte und wie dabei Bismarck den Sieg über Kitchener davon- trug, erzählt er jetzt in der Deutschen Revue (Deutsche Verlagsaiistalt. Stuttgart). Lord Cromer (damals noch Sir Erelyn Naring) schien mit deni Plane ein- verstanden, aber ein junger Major des Stabes, kein anderer als Kitchener, leistet den entschiedensten Widerstund. E» war bekannt, daß Kitchener den Deutschen wenig freundlich gesonnen sei und es schon damals lieber gesehen hätte, wenn seine Regierung sich mit Frankreich über Aegypten verständigte, statt sich „von .V: Gnade Bismarcks" abhängig zu machen. „Kitchener >oar damals (so erzählt A. v. Brauer) ein großer, schlanker Mann mit Muskeln wie aus Stahl und eine!!! gescheiten, etwas brutalem Gesicht, in dem zwei graue, harte Augen leuchteten. Er war fast häßlich zu nennen, aber von jener Häßlichkeit, die die Krauen anzieht. Er liebte den Furt und pflegte bei ten Tanzereien, die während des Winters fast all- »Endlich in den großen HstelS jtyttfanden. Sie kurzen Seine See Reuterlügen. In der Wiener Reichspost Nr. 365 lefen wir unter dieser Überschrift: Die Reuteragentur ist in letzter Zeit in noch erhöh- terem Maße, als.dies bisher seitens der En te n te- presse während des Krieges üblich war, bemüht, eine verleumderische Kampagne gegen die Mittel- mächte, insbesondere gegen Oesterreich. Ungarn zu führen. Da die sehnsuchtsvoll erwarte- ten militärischen Erfolge der Entente trotz langer Vorbereitung nnd der größten Kraftanstrengung ausgeblieben sind, glaubt man nun zur Abwechslung wieder mit dem wirtschaftlichen Ruin Oesterreich. Ungarns und Deutschlands die wahrscheinlich unge- duldige öffentliche Meinung in den Ententestaaten aufmuntern zu sollen. Wer bewußt Lügen ausstreut, dem ist schwer zu helfen. Für den sachlich und un> befangen Urteilenden werden die auf eigenen Er- fahrungen und Erlebnissen beruhenden zahlreichen Aeußerungen von wirklich neutraler Seite genügen, ihn über die tatsächlichen Verhältnisse in der öfter- reichisch-ungarischen Monarchie zu orientieren und ihn von der unerschütterlichen wirt- schaftlichen und militärischen Kraft Oesterreich-Ungarns zu überzeugen. Oer Krieg zur See. Die schwarzen Listen Englands. Berlin, 10. Aug. (W.T.B.) Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung betont in einem Aufsatz über die englischensch Warzen Listen, daß Eng- land damit das Handelsverbot, das angeblich nur innerhalb Englands für Engländer gilt, Neutra- len in einem neutralen Lande auf- zwingt und sie wie Feinde behandelt, wenn sie von dem bisher nie bestrittenen Recht, mit Angehörigen aller kriegführenden Nationen innerhalb eines neu- tralen Landes zu handeln, Gebrauch machen. Dies wird durch die italienische Handelskammer in S a o Paulo (Brasilien) in einem auf amtliche Weisung ergangenen Rundschreiben festgestellt. Das Schreiben lautet: Sao Paulo, 10. April 1913. Gehr geehrter Herr! Auf Anordnung des Präsidenten und in Ausführung der Weisung, die von einer höheren konsularischen Autorität ausgegangen ist, erfülle ich die Pflicht, Ihnen in der An- läge die amtliche schwarze Liste der englischen Regierung (stautory black list) mitzuteilen, auf der diejenigen Firmen mit dem Sitz in Brasilien aufgeführt sind, mit denen Handelsbeziehungen zu unterhalten verboten ist. In pflichtmäßiger Erfüllung dieses Auftrages erlaube ich mir, die Aufmerksamkeit Euer Hochwohlgeboren auf die Fußnote der Liste hinzulenken, in der gesagt wird, daß jeder, der versuchen sollte, die Anordnungen des erwähn- ten königlichen Dekrets zu umgehen, indem er irgend eine der auf der schwarzen Liste befindlichen Firmen unterstützt, d. h. mit ihr Handel treibt, Gefahr läuft, sei- nerseits auf die schwarze Liste gesetzt zu werden. Ge- nehmigen Euer Hochwohlgeboren :c. pp. Sekretär der Kammer, gez. a. Bertoletti. Nicht weniger interessant ist folgendes Rund- schreiben, das der englische Konsul in P a r a an die brasilianischen Firmen auf Befehl fei- ner Regierung übersandte und in dem diese Firmen in ihrem eigenen Lande mit Strafe bedroht werden, wenn sie den schwarzen Listen-Firmen irgendwie Bei- leisten: Rundschreiben. Englisches Konsulat Para, 10. April 191k. Geehrte Herren! Seit geraumer Zeit ist es der aufrichtige Wunsch der Regierung des britischen Reiches, die in Brasilien zwischen den englischen Firmen und Un- tertanen sowie den Angehörigen der alliierten Länder einerseits und den in Para ansässigen brasilianischen und neutralen Firmen andererseits glücklicherweise bestehen- den guten Handelsbeziehungen aufrecht zu erhalten und zu erweitern. In der Absicht, gegenwärtig einen großen Teil von dem in den Händen deutscher, österreichisch- ungarischer, türkischer und bulgarischer Untertanen sich befindenden Handel auf diese Firmen zu übertragen und die Ausdehnung des feindlichen Handels einzuschränken, bin ich beauftragt, allen Personen und Firmen in diesem Konsulatsbezirk zur Kenntnis zu bringen, daß jeder Ver- such, eine in der schwarzen Liste stehende Firma oder Per- son vor den Folgen der königlichen Verordnung Seiner britischen Majestät zu schützen, damit b e st r a f t wird, daß die betreffende Firma selbst auf die schwarze L i st e gesetzt werden wird. Mit angelegentlicher Emp- fehlung, gez. G. B. Michell, englischer Konsul. Englische Vergeltung gegen den deutschen Geldbeutel. London, 9. August. (W.T.B.) Reuter. Im Ober- haus erwiderte Lord Lansdowne auf eine An- frage, in der als Vergeltungsmaßregel für die Er- mordung des Kapitäns F r y a t t die Beschlagnahme des feindlichen Eigentums in Großbritannien angeregt wurde, diese Art von Vergeltung sei verschieden selten zu fehlen. Der Dienst schien ihm, wie übri- gens allen Offizieren der Besatzung, nicht viel Zeit zu rauben. Bei seinen Kameraden genoß er Wohl mehr Achtung als Freundschaft. — Obgleich ich mir von einer mündlichen Unterredung mit Kitchener nicht viel versprechen konnte, führte ich doch eine wiche herbei. Sie hatte keinen Erfolg. Mit einer Ofsenheit, die mir eigentlich gefiel, sagte er mir ins Gesicht, daß er sein möglichstes tun werde, um die Anwerbungen zu verhindern. Das schwarze Menschen- Material in Aegypten reiche knapp für die eigene Rekrutierung aus, daher es „Wahnsinn" wäre, einer fremden Macht eine solche Erlaubnis zu geben. Ueber die Wiedereroberung des Sudans schwieg er sich aus, stellte sogar auf nieine Frage jede dahingehende Ab- ficht Englands in Abrede. „ Aber natürlich hatte er gerade diesen Fall im Auge; denn für die ägyptische Friedensrekrutierung wäre die deutsche Aushebung belanglos gewesen. Ich wandte nun mein letztes Mittel an: Bismarck. Ich sagte meinem englischen Kollegen, ich wüßte sehr wohl, daß. er mit fernen britischen Offizieren und Beamten die Macht hatte, die Negeranwerbungen unmöglich zu machen. Er tonnte dies sogar unter scheinbarem Eingehen auf unsere Wünsche zuwege bringen, sodaß man ihm ein instruktionswidriges Verhalten nicht nachzu- weisen vermöge. Ich machte ihn aber darauf auf- merksam, daß Bismarck der Sache großen Wert bei» lege nnd daß. wenn wir unsere Neger nicht erhielten, dies den Kanzler möglicherweise veranlassen könnte, in seiner bisher durchaus englandfreundlichen ägypti- ichen Politik eine entscheidende Wendung eintreten »u lassen. Dies gab hei Sir Evelyn den Anschlag, von einem Versuch, die Handlungen der Barbarei und grausamen Verfolgung durch Handlungen ähn- licher Art zu erwidern. Bei einem Wettbewerb solcher Art würde England leicht von seinen Feinden überholt werden. Vergeltung nicht gegen die Person, sondern gegen den Geldbeutel des Feindes sei etwas ganz anderes. Die Regierung habe schon die Möglichkeit eines Vorgehens in die- ser Richtung geprüft, doch feien schwierige kommer- zielle Fragen dabei im Spiel und die Regierung beratschlage gegenwärtig mit maßgebenden Person- lichkeiten aus der Handels- und Bankwell. * Kopenhagen, 10. August. (W.T.B.) Nationalti- dende meldet aus Malmö: Jetzt wurde festgestellt, daß der norwegische Dampfer „Tora B a s l e" 300 Meter von der schwedischen Hoheits- grenze entfernt auf eine Mine stieß. Von dem Wrack ragen die Masten und der Schornstein aus dem Wasser. Deutsche Wachschiffe werden das Wrack be- stand leisten: Kopenhagen, 10. August. (W.T.B.) Die National» Tidende Meldet aus Christiania: Aus Bergen wird gemeldet, daß der große englische Dampfer „Ju- pite r", dessen Ankunft bereits letzten Freitag er- wartet wurde, wie jetzt angenommen wird, von einem deutschen Tauchboot torpediert worden ist. Die Besatzung eines in Bergen eingetroffenen norwegischen Dampfers berichtet, daß sie auf der Fahrt von London drei große brennende Schiffe gesehen hat. Die Nationalität war nicht festzustellen, da die Schiffe bereits bis zur Waffer- linie niedergebrannt waren. Der norwegische Damp- fer befand sich anfangs voriger Woche in London und war Zeuge eines nächtlichen Zeppelin-An- griffes auf den Hafen. * verschiedene Kriegsnachrichten. Der Fliegerangriff auf Rottweil a. N. Berlin, 10. August. (W.T.B. Amtlich.) Ein feindlicher Flieger warf in der Nacht vom 8. zum 9. August mehrere Bomben auf Rottweil in Württemberg ab. Ein Wohnhaus wurde getroffen, mehrere Personen verletzt. Militärischer Schaden entstand nicht. Portugal zur Mitarbeit freundlichst eingeladen. Bern, 10. Aug. (W.T.B.) Nach einer Temps- Meldung teilte A l f on f o C o st a in den Kammern mit, daß dft: portugiesische Regierung in Ueberein- stimmung mit den Grundsätzen der Pariser W i r t sch a f t s ko n s'er e n'z entsprechende Gesetze erlassen werde. Die englische Regierung will die deutschen, von Portugal beschlagnahm- ten, aber nicht benötigten Schiffe für drei Mil- lionen Pfund Sterling kaufen, wird sie aber nur unter der Uebernahme der Verlustgefahren mieten. Die portugiesische Bemannung werde Lohn von den Engländern erhalten. England wird Portugal Vor- schüsse für alle mit dem Krieg unmittelbar zusammenhängenden und von beiden Regierungen für nötig erachteten Ausgaben leisten. Die Darlehen werden in englischen, nach zwei Iahren durch eine auswärtige portugiesische Anleihe rückzahlbaren Schatzscheinen geleistet. Der Minister des Aeußern verlas eine Erklärung, derzusolge Großbritannien Portugal zu weiter gehender militärischer Mitarbeit herzlich st einladet, soweit Portugal sich dazu imstande halte. Deutschland muß vom Friedenskongreß auscre- schlössen werden! Im Leitartikel des Piccolo Giornale d'Italia vom 2. 8. schreibt G. Casori: Wenn Tribüne de Genöve auf die Gefahr hinweist, die Bülolvs Geschicklichkeit auf dem Friedenskongreß den Verbandsmächten be- reiten könne, so erscheint demgegenüber sehr zweifel- Haft, ob man überhaupt Deutschland und seine Ge- Nossen als Teilnehmer des Friedenskongresses zn- lassen werde. Ein Friedenskongreß ist erst nach völ- liger Niederzwingung Deutschlands denkbar; denn Deutschland muß für alle Zeiten unschädlich gemacht werden, damit es nicht binnen kurzem einen neuen Weltbrand entfachen kann. Alsdann sollte man aber die wortbrüchigen Feinde, die beschworene Ver- träae verletzen, Weiber und Kinder morden, gleich Korlaren wehrlose Schiffe anfallen, gleich Dieben stehlen und barbarisch alle Kulturwerte zerstören, überhaupt nicht zum Friedenskongreß zulassen. An diesem sollten nur Ehrenmänner und ehrenwerte Nationen teilnehmen. Wenn der gefürchtete große Kanzler mit dem Drei- bund hinter sich und dem ob solcher Lage sicherlich höchst erfreuten Frankreich zur Seite, den Englän- dem in Aegypten die Zähne zeigte, so war eine große Gefahr vorhanden, daß Barings Werk der allmählichen völligen Aufsaugung Aegyptens durch England kläglich Schiffbruch litt. Das durfte nimmermehr geschehen. Lieber mochte ich den letzten Schwarzen aus dem Lande holen! So hatte ein leiser Wink auf Bismarcks mögliche Unzufriedenheit genügt, um alle Schwierigkeiten zu beseitigen. Als Wißmann ankam, fand er zu seinem größten Erstaunen den größten Teil der Arbeit^bereits getan." Kirchliche Nachrichten. Straßburi, i. E. DidisionSpfarrer Dr. Paulus ist in Brüssel an einer Blinddarmkrankheit im 47. Lebensjahre gestorben. Silbernes Pricstrrjubiläum. Herr Weihbischof Dr. Franz Freiherr Zorn v on Bulach begeht am 10. August sein fünf- nndzwan zigjähriges Priesterjubiläum. Er war der erste unter den 40 Klerikern, welche der am 21 Juli 1891 zum Bischof von Straßburg erhobene Dr. Adolf Fritzen im Münster zu Priestern weihte, und be- fleht somit im gleichen Jahre, wo der Oberhirt der Diö- zese sein silüernes BischossjuLiläum feiern konnte, fein silbernes Priesterjubiläum. Weihbischof Zorn von Bu- lach ist 1838 geboren als Sohn des 1800 verstorbenen ehemaligen französischen Kammecherrn Franz Anton Frhrn. Zorn von Bulach, des späteren Vizepräsidenten des Landesausschusses. und seiner Gemahlin Antoniette Freiin von Neinach-Hirtzbach. Er ist ein jüngerer Bru- itu ix» früheren Staatssekretärs Hör» von Bulachs de« Chronik öes zweiten Kriegsjahres. 11. August 1915. Der Brückenkopf von Wiznia genommen. — Zainbrowo erstürmt. — Lütow besetzt. — Zwischen Tysmienica und dem Bug erleiden die Russen eine neue Niederlage. Der französische amtliche Bericht. Paris, 10. Aug. (W.T.B.) Amtlicher Bericht Hon gestern nachmittag 3 Uhr: Nördlich der Somme ver- suchten die Deutschen heftige Gegenangriffe gegen die vou den Franzosen gestern und vorgestern nördlich deS Gehölzes von Hem eroberten Stellungen. Diese im Feuer gescheiterten Versuche kosteten den Deutschen schwere Verluste. Sie wurden zurückgeschlagen, ausgenommen an einem Punkte, wo sie eineil Schützengraben wieder eroberten, der durch einen französischen Angriff zum großen Teil wieder genommen wurde. Das Bordringen der Franzosen in de» Stücken, die die Deutschen besetzt hatten, geht mit Hilse von Handgranaten lebhaft weiter. Zwischen dem Gehölz von Hem und dem Fluß beschossen die Deutschen mit schweren Gejchützen die Stellungen, die die Franzosen ausbauen. In der Gegend von Ehaulnes dauert der Artilleriekampf besonders z!vi- 1 schen Lihons und der Bahn von Chaulnes kräftig fort. Dort drangen die Deutschen an einem Punkte in vorge- schobene französische Grabenstücke ein, aus denen sie un- verzüglich mit dem Bajonett wieder hinausgeworfen wnr- den. Auf dem rechten User der Maas dauerte der Kampf um Thiaumont einen Teil der Nacht über an. Nachdem zahlreiche deutsche Angriffe abgewiesen worden waren, faßten die Deutschen dort erneut Fuß, während die Franzosen weiterhin die nächsten Zu-gänge zum Wert besetzt halten, das ihre Artillerie energisch unter ihr Feuer ! genommen hat. Im Dorfe Fleury machten die Franzosen mit Handgranaten einige Fortschritte. Sie schlu- gen nach lebhaften Kämpfen einen deutschen Angriff auf einen ihrer Schützengräben im Walde von Vaux und Chapitre «6. Ein französischer Flieger verjagte ein feindliches Flugzeug südlich von Luneville und zwang es, vor den französischen Linien zum Landen, wo die Artil- lerie es zerstörte. An der Maasfront lieferten fran- zösifche Flieger zahlreiche Kämpfe. Sechs deutsche ernst- hast getroffene Flugzeuge gingen in ihren Linien nie- j der. Ein deutscher Fesselballon wurde zerstört. In der Nacht zum g. August warfen französische Flieger Ge- schösse auf die Pulverfabrik in Rottweil am Neckar, 150 Klgr. auf die Gebäude abgeworfene Explosivstoffe riefen dort Brände und Erplosionen hervor. Abtei- ^ lungen von 20 und 30 französischen Fliegern flogen über die Vogesen in den Schwarzwald. Im Laufe der- selben Nacht warsen französische Geschwader 44 Geschosse auf die Bahnhöfe von Audun le Roman, Longuhon und Montmedy und 88 auf die Eisenbahnstrecke von Tergnieres nach dem Bahnhof von Le Pere. PariS, 10. Aug. (W.T B.) Amtlicher Bericht von gestern abend 11 Uhr: Nördlich der Somnrr haben wir den Graben nördlich des Gehölzes von Hem, wo der Feind in der letzten Nacht Fuß gefaßt hatte, vollständig zurückerobert. Wir haben dabei .">0 Gefangene gemacht. In der Gegend nördlich des Gehölzes von Hem, wo'ein für uns günstig verlaufener Kampf entbrannt ist, dauern unsere Fortschritte an. Auf dem rechten Ufer der ManS große Tätigkeit der beiderseitigen Artillerie. Im Ab. schnitt von Thiaumont, Fleury, Vaux und Chapitre und Le Ehenois keine Jnfanterietätigkeit. Auf dem übri- «en Teile der Front verlief der Tat, verhältnismäßig ruhig. Flugdienst. Ein französisches Flugzeug, das die Rottweiler Pulverfabrik am Neckar mit Bomben bewarf, was bereits im Nachmittagsbericht gemeldet wurde, war von den Unterleutnants Baron und Emanneli geführt worden. Belgischer Bericht. Unsere Geschütze jeden Kalibers haben heute Vormittag die Zerstörung der feindlichen Arbeiten in der Gegend von Dixmuiden mit Erfolg wieder aufgenommen. Amtliche englische Berichte. London, S. Aug. lW.T.B.) Reuter. Amtlicher Bericht des Generals H a i g: Wir sind im Norden von PoziercS etwas weiter vorgerückt. Der Feind beschoß gestern nacht heftig unsere Schützengräben beim Vorsprung von Slpern und unternahm einen starken Angriff, der wenig Erfolg , hatte. Der Feind war nicht imstande, in unsere Linien eiilzudringen. London. 1». Aug. (W T.B.) Amtlicher Bericht von gestern . Nordwestlich von Pozieres rückten die Anstra- j lier ihre Linien 200 Jards an einer Front von 600 ß Uards vor. London, 10. ''lug. (W.T.B.) Reuter. Die Ad- rniralität teilt mit: Heute bei Tagesanbruch griffen unsere Marineflugzeuge unter starkem Feuer die feindliche L u f t s chi f f h a l l e in Euere bei I Brüssel an. Sie wurde aus einer Höhe von 200 Fuß erfolgreich mit Bomben belegt. Man sah, wie acht Bomben die Halle trafen, aus der dichte Wolken ; weißen Rauches emporstiegen. Unsere Flugzeuge find wohlbehalten zurückgekehrt. 1014 in den Ruhestand trat. Er besuchte das Lvzeum in Straßburg und studierte an der Straßburger Universi- tat die Rechtswissenschaft. Als Reserendar wurde er dem Amts, und Landgericht seiner Vaterstadt zugewiesen, im Herbst 1884 aber ins Auswärtige Amt nach Berlin berufen. Hier entschloß er sich, den Priesterberuf zu erwählen, und trat 1883 in das Straßburger Priester- seminar ein, um den philosophischen und theologischen Studien sich zu widmen, die er von 1888—1801 am Seminar in Eichstätt fortsetzte. Nach dem Empfang der hl. Priesterweihe ging er nach Rom, wurde Mitglied der Academia dei Nobili Ecclcsiastic: und studierte gleichzeitig an der Gregorianischen Universität, wo er zum Doktor des kanonischen Rechtes promovierte. Dann wnrde er zunächst der Konzilskongregation, später der Kongregation für außerordentlich« kirchliche Angelegenheiten zugeteilt und 1807 von Papst Leo XIII. zum päpstlichen Geheimkämmerer ernannt. Von 1808—1001 bekleidete er das Amt eines Sekretärs an der Apostolischen Nun- tiatur in Madrid. Im Sommer 1001 wurde er zum Weihbischof in Straßburg ernannt nni empfing am Feste des hl. Karl Borromäus in der Laterankirche zu Rom durch Kardinal Satolli die Bischoisweihe unter dem Titel eine? Bischofs von Erythräa. 1903 wurde er zum Generalvikar der Diözese Straßburx ernannt. Nach der Einsührung der neuen Verfassung für Elsaß-Lothringen am 31. Mai 1011 ernannte ihn der Deutsche Kaiser zum Mitglied der Ersten Kammer. Auch in Baden ist der Jubilar kein Unbekannter. Verwandtschaftliche Beziehungen verknüpfen ihn mit den bekannten badischen AdelZgeschlechtern derer von Andwu. von Schönau und von Rüdt-Collenberg. Auch hat er sich schon öfters im schönen Erlenbad zur Erholung ausge« halten. Seii> einfaches, liebenswürdiges Wesen macht ihn überall beliebt. Ad multos annosl D Nr. 366 Sadischer Keobschter, Freitag, des 11. August 1916 Kette 3 veutschlanS. Berlin. 11. August 1916. die Rentabilität öes Handels-U-Sootes. Eorriere della Sera gibt folgende Ausstellung über die Rentabilität des Handels-U°Bootes: Die ..Deutschland" kann ?ö0 Tonnen Ladung einnehmen. Gesetzt, daß sie auf der Rückreise von Amerika nach Bremen eine volle Kautschukladung führt, Kautschuk wertete am 1. Juli in Newyork Francs 13.50 das Kilo, aber in Hamburg Francs 61,^0, was also einen Unterschied von Francs 46.—■Jjro Kilo ergibt oder für "50 Tonnen von 34% Millionen. Rechnen wir davon Francs 606 660 Kosten und Francs 56 666 Versicherungsgebühr und schlagen wir selbst auf diese hohe Summe 166 Prozent auf, so bleiben doch 33 Millionen Reingewinn übrig, was unter Abzug von 16 Millionen Baukosten einen Ueberschuß von 215 Prozent auf einer einzigen Fahrt übrig läßt. Man sollte also nur Nicht von Bluff reden. Die Deutschen sind gute Rechnerl (z.) Ausland. Wach auf England! tzNB. Wir lesen in der Continental -Times folgende Betrachtungen eines Amerikaners: ..Ich glaube, es war König Eduard, der als ^ster laut und eindringlich seinem Volke zurief: auf Englandl" Warum dieser Ruf? Alle, die wie ich, selbst viel gereist sind, sind immer wieder er- staunt über die Rückständigkeit, die in England herrscht. Schon beim ersten Landen auf dem primitiven Pier von Dover wundert man sich, wie rückständig alles im Vergleich mit dem Kontinent ist. Man findet keine durchgehenden Wagen in den Zü- öen, die mit Wärmeflaschen voll heißen Wassers Lcheizt werden. Dann kommt der Höhepunkt, man wird in kleine kofferartige Koupes eingeschlossen, sodaß bei jedem Unglücksfall der Reisende hilflos lst und nicht entfliehen kann. In Calais dagegen ist eine schöne Station, ein gutes Restaurant, die Wa- gen sind groß und rein und man wird nicht einge- schlössen. Auch sonst sind die Briten voll merkwürdig überlebter Ideen. Erst neulich wies der Daily Mail das Lächerliche des Planes der britischen Re- Vierung nach, daß Deutschland ausgehungert werden gönnte. Die britische Regierung übt heute_ noch 'orent eigenen Land gegenüber dieselbe Geheimnis- rramerei, die anderswo vor 56 Jahren schon, abge» tan wurde. Mit ganz außerordentlicher Hartnäckig. >e>t versuchte Mr. Asquith die militärischen Skan- ?qie von Kut el Amara und Gallipolis auf die J e 'chte Achsel zu nehmen. Jetzt endlich hat er sich bequemt, Kommissionen zu ernennen, um nach, zuforschen, wer für die begangenen Fehler vereint- "'ortlich sei. Das ist immerhin etwas! Damit hat Mr. Asquith jetzt schon 267 Kommissionen ernannt, nrn Nachforschungen über Irrtümer und Fehler, die mit Bezug auf den Krieg begangen wurden, anzu- stellen." •o» Lebensmittelversorgung. Zur Kartoffelsrage berichtet die Köln. Volksztg. von denselben Erfahrungen, die man auch in badischen Großstädten ge« ülvchl hat. Verderb von großen Mengen Kartoffeln, die teilweise zu früh herausgemacht worden waren. Man kommt dort zu denselben Schlüssen, wie sie auch im Bad. Beob. gezogen wurden. Es heißt in dem Rheinischen Blatt: Große Hofffnuugen hatte man auf den neuen Leiter °er Reichskartofselstelle und auf das KEA gesetzt und ^ertraut, daß nunmehr alles bestens geregelt werde. -,^ den Beweis, daß auftauchenden Schmie- to tt b. uuta, schleunige Gegenmaßregeln begegnet falsche Von.iwn^^dten laut erhobenen Klagen über unreifer Kartoffeln über das starke Angebot kartoffeln, werden \ den Raubbau an den Spat- wortlichen Stellen °"ch bis zu den verant- diese Klagen di-> o^r « naen sein. Aber bisher haben beispielsweise hat l E Wirkung noch nicht gehabt, von der Bei !f„ mte Höchstpreise für Ninüvieh. im sirrl e .' höchstens betragen: für Mastomien ^. Hilter bis zu 6 Jahren, für garten, weibliche qu n ,o e r (noch nicht gekalbt) und bis zu 4 Jahren bn Kühe (noch nicht abgezahnt): bei einem GewiM n Zentnern und mehr 100 Mk., von 10 Ztr. mehr 95 Mk.. von 9 Ztr. und mebr 90 Mk.. von v^ntner und mehr 85 Mk.. unter 8 Ztr. uiid mehr , ^ cf., für über 4 Jahre alte Kühe und über 6 Jahre Jpchfen bei einem Gewicht von 11 Ztr. und mehr Mk.. von 10 Ztr. und mehr 85 Mk.. von 9 Ztr. niebr 80 Mk.. von 8 Ztr. und mebr 75 Mk. unter i»t> ; für mageres Sck l a cht v i e h «wirftvieh): Preis für den Zentner 65 Mf. Der Verkauf darf nur nach Lebendgewicht erfolgen. Bei der Bemessung des Kaufpreises ist vom Lebendgewicht ein Abzug von 5 Prozent zu machen. Die Höchstpreise für Kälber betragen vom 14. August ab bei Kälbern mit einem Gewicht bis zn 150 Pfund einschließlich 100 Mk.. bei Kälbern mit einenl Gewicht von mehr als 150 Pfund 110 Mk. Chronik. ftua Saöen. (!) Karlsruhe, 10. Aug. Der Badische Mili» tärvereinsverband hat eben seinen G e - schäftsbericht f^r das Jahr 1915 herausgege- den, in dem wir lesen, daß der Verband am 31. De- zember 1915 56 Gauverbände mit 1573 Vereine um- faßte in der Stärke von 130 676 ordentlichen, 4530 außerordentlichen und 3155 Ehrenmitgliedern. Außerdem zählt der Verband 199 Einzelmitglieder. Zum Heere sind 52 547 Mitglieder einberufen. Nur ein Verein hat sich durch die Einberufungen aufge- löst. Die Mitgliederzahl des Verbandes hat sich um 4056.verringert. Das Sammelwesen des Verbandes' schreitet auch während des Krieges weiter. Der Militärvereinskalender in einer Auflage von 50 000 Exemplaren brachte ein Reingewinn von 4000 Mark. Die Verbandslotterie verzeichnete einen Reingewinn von 15 194 Mk., und die vierte Ziehung der fünften badischen Jnvalidengeldlotterie eine» solchen von 24 000 Mark. Die Vermögensverhältnisse haben sich auch im zweiten Kriegsjahr günstig gestaltet. Das Gesamtvermögen hat sich um 102 157 Mark erhöht und betrug am Jahresschluß 1315 1211 715 Mark. ):( Mannheim, 10. Aug. In Friedrichsfeld wurde dem Mannh. Tagbl. zufolge der Schrankenwärter Ihrig ' unter dem Verdacht v e r h a f t e t, vor kurzem seine Frau, mit der er seit acht Wochen in zweiter Ehe verheiratet war, im Neckar ertränkt zu haben. Er sei, heißt es, mit seiner Frau spazieren gegangen und allein zurückgekehrt. Die Frau wurde dann als Leiche aus dem Neckar gezogen und in Ilvesheim beerdigt. Gestern wurde die Leiche aus- gegraben, um festzustellen, ob Spuren von Gewalttätig- leiten an ihr wahrzunehmen sind. . . Plankstadt bei Schwetzingen, 10. Aug. Vor einigen Tagen war, wie berichtet worden ist, der nennjährige Schüler Karl Lenz beim Essen mit dem Stuhl umge- fallen und dabei in ein spitzes Kartoffelmesser gestürzt. Der Knabe ist jetzt seinen schweren Verletzungen erlegen. „ , . ::: Tanberbischofsheim, 10. Aug. Die Storche der Umgebung haben unsere Gegend verlassen, um ihre Wanderung nach dem Süden anzutreten. Staufen, 10. Aug. Die seit einigen Fahren hier wohnhaste Frau Bassermann hat anläßlich der Kriegs- t r a u u n g ihrer Tochter der Stadt 1000 Mk. zu Wohl- tätigkeitszwecken überwiesen. + Hilzi ngen bei Engen, 10. Aug. Letzter Tage toui» den zwei „D amen' auf das hiesige Landsturm-Kompaa- Niegeschäftszimmer gebracht, die von der Grenzschutzwache in Binningen festgenommen worden waren. Das eine der „Frauenzimmer" entpuppte sich bald als russischer Kriegsgefangener. Seine Begleiterin war eine wirkliche Frauensperson deutscher Herkunft, die ihren Ge- liebten in tadellose Damenkleidung gesteckt hatte. » # Ht Sensen und Spaten aus- gerüstet sein. Lokales. Karlsruhe, 11. Ausust 1916. Aus dem Hofbericht. Die Prinzessin Hildegard von shs wrasreatf" politische Nachrichten. Deutschland. Zur Außerkraftsetzung de!s deutsch-italienische» Handelsvertrages schreibt die Wiener Reichspost. Nachdem Italien am Deut ,chen Reiche Vertrags, brüchig geworden war, blieb diesem nichts übrig, als daraus die Folgerung abzuleiten. Italien, in seiner heutigen Ausdehnung und Gestalt, ein Geschenk der Po- litik Bismarcks, dankt nun seinem deutschen Wohltater mit ähnlicher Untreue wie dem „österreichischen Erb- feind", der ihm drei Jahrzehnte hindurch ein wohlwollen, der Verbündeter gewesen. Der wirtschaftliche Zusammen- schluß des Vierverbands äußerte seine erste Wirkung, in- dem er daS wirtschaftliche Band zwischen Italien und dem Deutschen Reiche zerriß. Italiens Vertragsbruch, der au?f ein Verlangen der Westmächte zurückzuführen ist. dürfte Italien selber empfindlicher treffen, als das Deutsche Reich. Der Fall zeigt übrigens neuerlich, day unsere Feinde den Bölkerzwist noch fortwährend zu vertiefen trachten. Deutschland aber legt, indem es ans Italiens Treulosigkeit die Folgerung zieht, wieder eine „Sentimentalität" zu den übrigen, die es im Ver« laufe des Weltkrieges „verlernt" hat. Alle Illusionen wer- den Deutschland förmlich aus dem Kopf gehämmert, nun auch die italienische. Die geschichtliche Wahrheit und Wirklichkeit kommt zu ihrem Rechte. Das Abenteuer der italienischen Freundschaft ist nunmehr auch für Deutschland endgültig vorüber, der Traum ist endgültig ausge- träumt. Zurück bleibt die Erkenntnis der nichts» nutzigen treulosen Politik Neuitaliens, dieser einst vielbewunderten Schöpfung Cavours. Der Reichskanzler nach Wien. Berlin, 10. Aug. (WA.B. Amtlich.) Der Reic hskanzler ist mit dein Staatssekretär von Jagow nach Wien abgereist, um den Besuch des Ministers Baron Burian in Berlin zu erwidern und die Besprechungen über die Ordnung der Angelegen- HSiten der von den Verbündeten gemeinsam besetzten Gebiete fortzusetzen. Ausland. Französische Handelsbilanz. Bern, 10. Aug. (W.T.B.) Der Statistik der französischen OberzollverwaltuAg zu- folge, betrug im ersten Halbjahr 1916 der Wert der Einfuhr nach den Preisen des Jahres 1914 be- rechnet, 4469 Millionen, der Wert der Ausfuhr 1717 Millionen Franken, so daß die französische Handelsbilanz bei dieser Berechnung einen Fehl- betrag von 2741% Millionen Franken ergibt. In Wirklichkeit sind aber nach dem Temps bei den jetzi- gen Preisen die Einsuhrwertzissern um 91 Prozent auf 8516, die Ausfuhrziffern um 50 Prozent auf 2573 Millionen zu erhöhen. Der Ueberschuß der Einfuhr im ersten Halbjahr 1916 beträgt also 5943 Millionen. Türkischer Kriegsbericht. Konstautinopel, 9. August. (W.T.B.) Haupt- a u a r t i e r b e r i ch t. An der Jrakfront keine Ereignisse von Bedeutung. Die feindlichen Lager, die bei Rafsirich im Euphratabschnitt sich befinden, sind durch unsere überraschenden Nachtangriffe be- schädigt worden, wobei wir dem Gegner Beute ent» rissen. In P e r s i e n fährt unsere Armee an der rnssi- schen Front fort, mit ihrem rechten Flügel den Feind in der Richtung auf Hainodan zu verfolgen. Der Feind versuchte energisch, sich iu dein Engpaß süd- lich von Sakna zu verteidigen, aber er wurde ge- zwuugen, sich nach Kankaver zurückzuziehen und ließ eine Anzahl von Gefangenen, zwei Mnnitions- wagen. Bespannung für 8 Kanonen und eine große Menge anderer militärischer Gegenstände in unseren Händen. Eine feindliche Haubitze wurde durch das Feuer unserer Artillerie zerstört. Gefangene erklär- ten, ein französischer General sei von Anfang an mit der Befestigung des Engpasses östlich von Kan- kaver beauftragt gewesen. Kaukasus: Am rechten Flügel fahren unsere Truppen fort, gegen die Engpässe nördlich von Bitlis und Müsch vorzurückon. Die von uns gegen die feindlichen Stellimgen in der Umgebung der Ortschaft Ognott nordwestlich von Müsch, ungefähr 80 Kilo- meter von Erzerum begonnene Offensive nimmt einen für uns günstigen Fortgang. Ein Teil unserer Truppen nahm in heftigen Stürmen den Hügel Bughlan und die Hochfläche Belguau zwischen Müsch und Ognott und ebenso den Hügel TU?eli- Geul zwei Kilometer östlich von Ognott und die feindlick?en Stellungen westl. der genannten Oertlich- keit in einer Ausdehnung von 8 Kilometern. Bei diesen Kämpfen nahmen wir dem Feind 400 Ge- wehre, ein Menge Munition und Pioniermaterial ab. Auch machten wir 140 Gefangene. Ein anderer Teil unferr Truppen, der 46 Kilometer südlich von Mamack^itun in der Richtung enen. Freitag, den 11. August 1316. 10 Uhr: Barbara Bundschuh, SchneidermeisterS^EHefrau, Lessingstraße 8. — 11 Uhr: Ulrich Hof, Zigarrenscchrikant, Neue Bahn- hontraße 46. — ^2 Uhr: August Roller, Kaufmann von Pforzheim (Feuerbestattung). — 2 Uhr: Elisabeth« Kirhne, Postgehilfin. Klanprechtstraße 4L. — -43 Uhr: Ernst Emmerling, Schneider, Zähringerstr«che "0. —<• 3 Uhr: Emil WagiiSr, Bildhauer, GartenstraHe Sk, Zelte 4 Dadischer Beobachter, Freitag, den 11. 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Tingliiigen. 9'/, Uhr. Donancschiugen. 7, 3, 9 und 10'/. Uhr. Tnrbach. G'/i Uhr (Hochsommer C Ubr) und 9 Uhr. Uhr. St. MartinSkirche: 7 Uhr. Ettlingenweier. 9 Uhr. Kautenbach. 7 und 9 Uhr. Friesenheim. 8 Uhr. Horbach (Murgtal). 7 und 9 Uhr. Furtwannen. 7. VU it. 9 Uhr. Gaggenau. 7 und 9 Uhr. Gailbach (Fil. Oberlirch). 8 Uhr. Sonntagsgottesdienst-Anzeiger für Wanderer. „Du sollst all« Sonn- und Aelertage einer St. Messe mit Andacht beiwohnen." Gengenbach. 6. Vit, 8'/», 9 1 /. Uhr. Gernsbach (Mgt.). 7, 9 Uhr. Geschwend b. Schönau. 9 Uhr. Bad Griesbach. 9 Uhr. (Ab 1. Mai Auto-Verb. «b Oppeuau.) Gütenbach. 7 und 9 Uhr. Hansach 7 und 9 Uhr. Haslach (i. Kinzigtal) 7'/, u. 9 Uhr. Heiligkrenz. 7 Uhr. Heiligenstcinach. 9 Uhr. Heiligenzell. 6'» und 9'/> Uhr. Hemsbach a. d. Bergstr. 8 1 /* Uhr. Herreualb. 10'/« Uhr. HerrenwieS. 10'/« Uhr. Hornberg. 7 und 9 Uhr. HnndSbach. 8 UHr. Jmmendingeu. 9 Uhr. Jödlingen. 7 und 9 Uhr. Kappelrodeck. 7'/ 1 und 9 Uhr. Kappelwindeck. 7 und 9 Uhr. KarlSrnde und Umgebung. (Siehe allzem. Gottesdienstordnung). Königsfeld. 9^/, Uhr im Neben- hauS der Schwarzwald-Apotheke (Betsaal). Knppenheim. 7 und 9 Uhr. Lahr. 6, V/t, 3'/-. 9'/- u. 11 Uhr. Landenbach a. d. Bergstr. 10 Uhr. Lauf. 7 und 9 Uhr. Lautenbach (Gernsbach). 9 Uhr. Lauteubach i. N. 7 und 9 Uhr. Lindenberg bei St. Peter. (Wall- fahrtsk. Maria Hilf,: VU Uhr. Leutershausen. 9 Uhr. Malsch (A. Ettlingen). 7 u. 9 Uhr. Marienheim-Erlenbad. 8'/« U. Marxzell. 9'»Uhr. Mosbach. 7, Vit und 9'/ j Uhr. MooSbronn. 9 Uhr. — Jeden Freitag 9 1 /» Uhr feierlicher Wall- fahrtSgotteSdienst. Nendorf (Amt Bruchsal). 9 Uhr. Neuenbürg (Wttbg.) 9'/, Uhr. Neusatz. 77- und 97, Uhr. Reusatzeck. 77, Uhr. Neuweier. 7 und 9 Uhr. Niederbühl. 7 und 97« Uhr. Nordrach. 7 und 9 Uhr. Nusjbach bei Triberg. 7 u. S UHr. Oberkirch. 6'/,, 8 und 9'/, Uhr. OberharmerSbach. 77,, 9'/- Uhr. Obertsrot i. Murgtal. 7 u. 9 Uhr. Oberwolfach. 7 und 9 Uhr. Odenhc-im VIt und 97« Uhr. OedSbach b. Oberlirch. 9 Uhr. Osfenburg (Stadlpfarrkirche): 6, Vit, 97« ii. 11 Uhr. Dreifaltig- kcitskirche: 6,77-, 9'/« u. 11 Uhr. Klosterkirche: 8 Uhr. Andreas- spitallirche 87, Uhr. Oppen«». 6'/«. 7 und 9 1 /» Uhr. Ottenhofen. 7 und 9 Uhr. Ottersiveier (A. Bühl). 7 und 9 Uhr. VU-Linden. An den Marien- Feiertagen: Heilige Messe« von 7 Uhr an, Predigt und Haupt- gotteSdienst 9'/, Uhr. Peierstal (Renchtal). 7u.9'/.,Uhr. (Auto-Verb, ab l. Mai.) Rastatt. Stadtlirche: 6, 8, 97, und 11'/« Uhr. BernharduSkirche: 8 Uhr. Klosterkirche: 8 Uhr. Reichenbach (b.Ettlg.). 7U. 9 Uhr. Reichcntal. 9 Uhr. Reiselfingen (b. Bad Boll). 9 Uhr. RiPpoldSan. 7 und 9 Uhr. Rotenfels. 7 und 9 Uhr. Zt. «lasten (Bad.) 77, u. 9 Uhr. St. Georgen i. Schw. 7 u. 9 Uhr. St. Roma» (Wolfach). 87, Uhr. St. Ulrich (b. Freibnrg). 9 Uhr. SaSbach (Acheru>. 6, 7, 9 Uhr. SaSbachried. 9 Uhr. Saöbachwalden. 7 und 9 Uhr. NB. Weitere kurze Angaben von Seiten der hochw. Herren Geistlichen sehr erwünscht. SSckingen. 6, 77» und 9 Uhr. Sinzheim b. Bad. 7 u. 9 Uhr. Schonach. 7 und 9 Uhr. Schöllbronn (Amt Etil.). 9 Uhr. Schönau b. Heidelberg. 9'/, Uhr. Schönau i. W. 6'/>, 77, und 9'/. Uhr. S6»önwald bei Triberg. 6''» und 9 Uhr. Schriesheim a. d. Bergstr. 9 Uhr. Schweighansen. 67, »nd 9 Uhr. Staufen. 7 und 9'/« Uhr. Steinbach (Kr. Baden). 7 u.9 Uhr. Ttupferich. 7 u. 9 Uhr. Sulzbach bei Etil. 77, Uhr. Tiengen (Amt Waldshut). 67,, 8 und 9 Uhr. Filiale Unterlanchringen. 9 Uhr. Tiergarten (beiOberkirch). 9 Uhr. Triberg (Stadtlirche). 6 und 11'/« Uhr. Wallfahrtskirche 7'/- und 9'/« Uhr. Barnhalt. 9 Uhr. «Illingen. 7 Uhr: Friihmesse im Wiünster. 7'/, Uhr: Gottesdienst im Klost?r. 8'/, Uhr: Schüler- gotteSdienst sür Knaben im Bene- diltiner. 9 Uhr: HauptgotteS- dienst. 10 Uhr: MilitärgotteS- dienst im Benediktiner (wenn Militär anwesend ist). 11 Uhr: Schülergottesdienst für Mädchen i« Benediktiner. BölferSbach. 9 Uhr. WalsShnt. 6'/-. 9 u. 10»/« Uhr. Filiale Eschbach. 9 Uhr. Weiseubach i. M. 7 u. 9 Uhr. Welschingen. 7 und 9 Uhr. Wildbad (Wttbg.). 9 Uhr. WieSloch. 7, 8 U. 9'/, Uhr. Wolfach. VU und 9 Uhr Zell a. H. 6'/,. VI, u. 9 Uhr. Gebrüder Hensel Hoflieferanten Karlsruhe. «487 Zleisth- und Wurst-verkauf währenö See Voche vom 12. bis 18. August 1916. Knuden- Institut der Abteilung II des Badischen Frauenvereins -,,r Ausbildung vou Mädchen und Arauen als nach den Grnndsäkeu der Modernett Gesnn»heitSpflcge geschulte <»r- zieherinncu und Pflegerinnen kleiner Kinder von der Geburt an bis ins schulpflichtige Alter. Jahresknrfe für Mädchen mit höherer Schulbildung in der Hilda- krippe. Beginn 1. Oktober 1916. Auskunft und Anmeldung durch den Vorstand der Abteilung II, Karlsruhe i. B-, Stesanieuslr. 74. ebener Erde, Zimi«er 103. 2*91 Her Vorstand der Äbteilllug 2 des Ladischea Franknvereins. Städtisches vierorötbaö. Gründlicher Schwimmunterricht wird erteilt a* Erwachsene und Kinder beiderlei Geschlechts. Preis f »r Erwachsene JC 10.— für Kinder M. 6.— Zerienkarten zu ermäßigten preisen für öas Schwimmbad 1. August bis 15. 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Donnerstag 17. Aug. Vorm. 7-8 1 /, 8V.-9 9-9 V, 9V.-10 10-11 11-12*/, Nachm. 2V.-3 3-4 4-4'/. 4 1 /»—5 5-6 6—6 1 /, 6V.-7 7-8 Vorm. 7-8'/, 87,-9 9-9'/- 97,-io 10-11 11-127, Nachm. 27,-3 3-4 4-47, 47,-5 5—6 6-67, 67,-7 7-8 Die bisherige Reihenfolge bleibt bis auf weiteres bestehen, so dass abwechselnd eine Woche die Anfangsbuchstaben A—Z und die andere Woche von Z—A bedient werden — laut Aushang in unseren Scliaufenstein. Bekanntmach»»«;. Die Sammelstellen der Kerne de? Steinobstes zur Oelgcwinnung lStädtischc Gatlendirektion, Gaswerk l, sowie die Gemeindesekre- taricite der Vororte) bezahlen für da? Kilogramm gewaschener und getrockneter, sowie nach Arten getrennter Kerne des Steinobstes 7 Psg. und für «iirbiikerne 10 Pfg. für da? Kilogramm. Karlsruhe, den 10. August 1916. 2683 Das Bürgermeisteramt. Chaiselongue, MI K. Köhler, Karlsruhe Tchützenstrasze 25. 2644 Tierschutzverein Karlsruhe Geschäftszimmer: Sophienstrasse 15. Sprechstunden: Mittwochs und Samstags 12— 1 / s l Uhr. Zusammenkunft jeden 2ton Mittwoch im Monat: Vier Jahreszeiten, Hebelstrasse 21, Nebenzimmer, 7-9 Uhr abends. sterbebilder mit u. ohne Photographie * zum Andenken an fiir das Vaterland gefallenen Krieger. lNuster stehen auf Wunsch iu Dienste». Buchdrullerc! des lSsdischen Veobschters vrulkerei Badenia Karlsruhe.