Nr. 369 Karlsruhe, Samstag, den 12.August 1916 54» Jahrgang Fernsprecher 535 Abendblatt ber © e f|fift S ff\ 3t l Karlsruhe durch Träger zugestellt vt-rreliährltch Mk. 3.20 80« aeiuasi^ L i°£" bc " Ablagen abgeholt, monatlich 75 Pf. Auswärts (Deutschland) Oei fffi I, 1)UI * dl- Post Mk. g.Sö vierteljährlich ohne Bestellgeld. Be't-llungen ,n U^'^U^arn. Luxemburg, B-lgün, Holland. S»vei; bei den Postan.talten. 8 3lii8land (W eltpostverein) Mk. 10.— vierteljährlich durch die GeichaktSstelle. Rotationsdruck und Verlag der „Badenia", «-G. für Verlag _ Truckern, Karlsruhe Albert Hofmann, Direktor Erscheint an allen Werktagen in zwei Ausgaben Beilagen: Je einmal wöchentlich: daS illustrierte achtseitige Unterhaltung«»!-« „Sterne und Blumen« da? vierseitige UnterdaltungSblatt „Blätter für de» Familien- tisch" und „Blätter s»r Haus- und Landwirtschaft" Postscheck: Karlsruhe Anzeigenpreis: Die siebenfpaltige kleine Zeile oder deren Ütaum 25 Pf, Reklamen' 60 Pf. 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Man könnte aber noch der n; L n ie I.fc' toenn ntan besser auf die Quelle, ans und t entspringt, achten würde, wiird™ ri * e bellen unnachsichtlich verstopft Ra^i^i». ^.rade aber von dieser einzig wirksamen v g ^ ^ in der Presse sehr wenig. — , die vielgeplagten Landleute mit geeaci^ 1^"!^ Wenn der Bauer gezackert, den Eraebni^s""^ ^droschen hat. möchte er mit h^ben^^ semer Arbeit ein klein wenig Freude Bezirk X neben ^ mcm dazu sagen, wenn lm alles Gedroschen-<^ine Wage steht, futter) oeiZ m.w fQmt bem Abfall (sonst Hühner- und ante ^ wird? Was für eine Freude er zum ^l ^ Bauer bekommen, wenn denn snl^ ^dreschen einen Schein braucht. Sind neu vi;,* Kutanen nötig angesichts der diesjährigen reichen Ernte? In andren Bezirken schätzt di'n uutsz jedes Gramut gewogen wer- W+. o Nieinen, es fruchtet nichts, wenn man Uj"°, seid schön ruhig, s'ist Krieg. Wenn m ??, Drangsalierimg, übertriebene Strenge in if »cw, g ^egen kleiner Vergehen einem Beamten ons Merkmal „gewissenhaft" aufdrücken, dann kann die Presse ihre Drohung mit der Franzosenrute und der Rlifsenknute sparen. Die Quelle, aus der die Unzufriedenheit fließt, muß zuerst verstopft werden, sonst geht die ganze Predigt in den Wind. . Es g ibt leider Be a mte, die einen Rekord schlagen IN der Bestrafung wegen Kleinigkeiten. Da hat eine Frön ?men „Bund" gebacken fii,- ihren Sohn im Feld: .> Mark Strafe, da haben ein paar Krie. gersfvauen mit zahlreichen Kindern 20 oder Pfund Korn zuviel in die Mühle, d. h. sie haben's bloß abgeschätzt und daher mehr als der Mahlschein angibt: 2g Mark Strafe, 30 Mark, eine andere hat Butter verkauft 10 Pfennig über Höchstpreis, das ..VerbreckM" kommt raus: 5 Mark Strafe: da fehlen e>il paar Radfahrerkarten: 10 Mark Strafe pro Kopf, so ließen sich Dutzende von Fällen anführen. Presse komm mit deinem Pflästerlein: Frauen If 'i* J rll ^0' schimpft nicht, schreibt dem Mann ' ' x, ~ U liebe Zeit, das ist doch arg viel verlangt on Frauen. Und doch hätte man fast alles ver- neideu können, wtmn der Beamte vernünftig vor- gehen wurde, wenn er einigermaßen mit den viel- geplagten Frauen mitfühlen könnte und, wenn man i v ^ie Floh- und Schnakenjagd, auf die Wolfs- md Bärenjagd ginge. Ein Lehrer muß bekanntlich uch strafen. ^ Aber von jeher hat es als richtig ge- Hvjfn, daß ein Lehrer, der alles durch Strafen er- s„'. ( «J 1 c ' n schlechter Pädagog sein muß. Auch ^^ile, der sein Strafrecht allzu ausgiebig ver- BcJmte crreit ^ t s^n Ziel nicht und ist kein guter ^°chen traf ich in einer kleinen link ^wnsstadt ein Dutzend Feldgraue, die am Bahn- vnn s ci" tr a H^ den Zug warteten. Sie fuhren fip tv , r . " ron * in Urlaub. Auffallenderweise waren ^^°?°enr nicht froh gestimmt. Die Ursache ver- den? tx-$ r' ^iner sagte: Bei uns geht's gut mit unh srivi 1 ' a f r r ' .d} e Daheim? Zu meinem Staunen lmb auf sein ^ ieder einen 'Kommisbrot- MitgebriiMl von batte. Das war das Feldgrauen: Wenn euer^ML^' ^lfte zu den der Anitmann Verstand hat nnd nn Ort: es ist Mehl nenL ' r > r Brot Ort: es ist Mehl genug in Brot doch nur überall so war', daßlSlaÄJ®!"" Mwerpunkt ihrer Tätigkeit nicht auss Ka^n iZ? frflte (pädagogisch ganz verfehlt),' sondern m,fä toorrrmt imS vntA i „..W vr«vu H vv (M ui U""y lonoern rtllfS borgen und Helfen, wie viel Verstin.mung k°Ä! gespart werden. Zur Zeit klagt man über Zuckernot. Im Frie- den hatten wir Ueberfluß daran und große Ausfuhr ?ns Ausland. Ini Krieg ist der Zuckerbetrieb z. B. w der großen pfälzischen Fabrik — man denke nur an die so überaus zahlreichen beurlaubten Landsturm- Manner in der Fabrik — so ziemlich geradeso wie m Frieden und doch soll trotz Zucker Zuckermangel ri n ' ®.° steckt denn der Zucker? Man sagt, toc . 1 ^ ich das nicht, aber etwas ist daran — Sfir,?.« mon Hälfte der Strenge, die man auf die SiirFnrr 1 verwendet, in Anwendung brächte gegen 'genua «« Großhändler, hätten wir Zucker bestand. « f f i c doch nicht schwer sein, den Zucker- 8't foraen % r m t Unb fiir ^regelte Verteilung KfSngft' "t?tosf?„ on toickr cinc Ät 6e Ä mon Ä « .w Starke englische unö französische Angriffe abgeschlagen. Erfolge an öer Ostfront. Großes Hauptquartier, 12. August. (W.T.B. Amtlich.) westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Thiepval und dem Fonrcaux- Walde, sowie bei G n i l l e m 0 n t griffen starke eng- lische Kräfte an. Nördlich von O v i l l e r S und bei P 0 z i ö r c s wurden sie im Nahkampf und durch Gegenstöße zurückgeworfen. Nördlich von Bazen - t i n - l e - P e t i t und bei G n i I l e m 0 n t scheiter- ten die Angriffe im Feuer der Artillerie, Infanterie und Maschinengewehre. Zwischen Manrepas und der Somme brach ein hestigeir Angriff der Franzosen zusammen. Nordöstlich von H e m drangen sie in ein kleines Waldstückchen ein. Südlich der Somme mißlang ein feindlicher Teilvorstoß bei B a r l e u x. Rechts der Maas sind in der Nacht zum 11. An- gust Handgranatenangrisfe nordwestlich des Werkes T h i a n m 0 n t, gestern abend starke Jnfanterimn- griffe gegen das Werk selbst unter schweren Verlusten für die Franzosen abgeschlagen. Südlich von L e i n t r e y glückte eine> deutsche Pa- tronillennnternehmnng. Es wurden Gefangene ge- macht. Gestlicher Kriegsschauplatz. Front des Generalscldmarschalls von Hindenburg. Bei Duxczyczy am Strumien, westlich des Nobel-Sees und südlich von Z a r e c z e griffen russische Abteilungen vergeblich an. Im S t 0 ch 0 d - Bogen östlich von K 0 w e l wurden bei einem kurzen Vorstoß 170 Russen gefangen genom- men und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Starke feindliche Angriffe wurden beiderseits von Jroscianiee (westlich von Zal0eze) abge- wiesen. * Unsere Fliegergeschwader fanden in den letzten Tagen an der Bahn Kowel-Sarny und nörd- lich derselben in nmsangreichen Trnppenlagern wie- dernm lohnende Ziele, die sie anögiebig mit Bomben belegten. Ein russisches Flugzeug wurde nördlich von S 0 k n l im Luftkampf abgeschossen. Front des Feldmarschallentnants Erzherzog Carl. Südlich von Zalocze wurde abends noch leb- hast gekämpft. Im übrigen ist es nördlich der Karpathen zu Jnfanterietätigkeit nicht gekom- men. Die eingeleiteten Bewegungen vollziehen sich planmäßig. In den Karpathen nahmen wir in fort- schreitendem Angriff südlich von Z ab i e 700 Mann gefangen und erbeuteten 3 Maschinengewehre. Bei» derseits der Höhe C a p u l sind deutsche Truppen ins Gefecht getreten. Halkantrlegvfchauplatz. Die gestern wiederholten schwächlichen Schein- angriffe des Gegners südlich des Do ir an- Sees erstürben schnell in unserem Artillericsencr. Oberste Heeresleitung. habe schon mit manchen- Nepsbaner gesprochen, kein einziger kann kapieren, daß der Reps nach Berlin soll, jeder schimpft darüber, daß man den Neps billig abliefern und die so nötigen Oelkuchen von Berlin teuer abkaufen soll, d. b. fastt gar nichts erhält. „Miß denn der Profit fiir Öel und Oelkuchen nach Berlin fließen, und wir Bauern sollen nur die Plage haben? Wenn die Geschichte streng durchgeführt wird, haben wir kein Oel und keine Kuchen." So ungefähr reden die badischen Bauern. Es wäre also Pflicht, daß inan von oben herab die Vor- teile nndSegn nn gen, welchedieseOel- Vorschriften für Baden bringen, nach- w e i st. damit doch die Vorschrift für den Landwirt einigermaßen begreiflich ist. Vielleicht hätte man auch hier den Quell der Unzufriedenheit verstopfen können. Mehr verständige Aufklärung siir die Leute und weniger kleinliche Strafen! Wir begnügen uns mit diesen kurzen Ausfüh- rungen und wünschen nur, daß sie ein wenig Be- achtnng finden. Da Reichstag und Landtag sich in eiskaltes Schweigen hüllen, hat die Presse die Pflicht, auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Es wird eben Wahrheit bleiben: Derjenige arbeitet am besten gegen Verstimmung, der die Quelle derselben zum Versiegen bringt. 9er Stabschef öer üeutfthen Somme-^lrmee über Sie Offensive. Köln, 10. Aug. Ein Sonderberichterstatter der Kölnischen Zeitung an der Westfront gibt Aeuße- rungen des S t a b s ch e f s der Armee, die die deiit- schen Stellungen an der Somme verteidigt, wieder. Danach ist die eigentliche K r i s i s der großen sran- zösisch-englischen Q f f e n f i v e v 0 r ü b e r. der Soniniegegend war die Ueberniacht, die sich in den ersten Iulitagen auf die deutschen Linien warf, un- gefähr eine zehnfache. Dann aber war die heran- geführte deutsche Armee, namentlich die Artillerie, Ii rJ aenng, um sicheren Widerstand zu gewährleisten, -.^och olwa kommende kleinere örtliche Erfolge machen für den Erfolg des Ganzen nichts aus. Die An- griffe sind noch ininier außerordentlich schwer über kurz oder lang werden aber die G e g n e r ein- sehen müssen, daß sie ein sinnloses H i n m 0 r - den ihrer Volksktaft bilden. Bei den Fran- zosen ist die E r s ch ö p f u n g zweifellos schon viel größer als bei den Engländern. Entschieden ernten wir an der Somme die Früchte unserer Verdnnoffenfive. Hätten die Franzosen bei ihrem Angriff noch mehr Reserven zur Ver- fügung gehabt, so wäre die Lage in den ersten Wochen für uns erheblich gefährlicher gewesen. Jetzt stehen wir der tveiteren Entwicklung ruhig gegen- über: wir sind auf alles, was kommen kann, gefaßt und vorbereitet. Der Krieg zur See« Vernichtete Schiffe. London, 11. August. (W.T.B.) Daily Telegraph meldet, daß die britischen Schiffe „Agenda" und „Preference" vom Feind in Brand geschossen wurden nnd gesunken sind. London, 11. August. (W.T.B.) Der Schoner „Demaris" wurde versenkt. London, 12. Aug. (W.T.B.) Reuter. Der französische Segler „Annetto Marie", der französische Dampfer „Henri Elisa", der Dampfer „Robert" und der Dampfer „San Bernardo" ans Glasgow wurden versenkt. Die Besatzung des „San Bernardo" wurde gerettet. Bern, 12. Aug. (W.T.B.) Der Temps meldet aus Toulouse, daß der spanische Dampfer „Gane- koporta Mendi" (3061 Tonnen), der der Gesellschaft Sola -Y -Amar in Bilbao gehört, am 9. d. M. von einem österreich-nngarischen Unterseeboot versenkt worden ist. Die ans 24 Mann bestehende Besatzung wurde in ztvei Rettungsbooten in Port Vendros ge- landet. Der englische Dampfer „Baycraig" (?) hat in Marseille die Mannschaft des englischen Dampfers „Imperial" (3818 Tonnen) der kurzlich im Mittelmeer versienkt worden ist, gelandet Kopenhagen, 12. Aug. (W.T.B.) Der d ä n i s ch e Dampfer „^.annevang", mit zugeschnittenem Holz von Haparanda nach Hull unterwegs, wurde ni der Nordsee von einem Unterseeboot torpediert Die Besatzung wurde gerettet Marseille, 12. Aug. (W.T.B.) Central News Der Dampfer Ascari ist in Algier anaekom^ ^^^?at^beschoss^n worden wa" Ankunft Brennende Schiffe. ^ crlin, 11. Aug. Schweizerische Blätter mpThon einem Wiener. Bericht des L A zufolge aus Vif s tQ: ^ tcr eingetroffene Dampfer berichten daß der ganze südwestliche Teil der Nordsee von otCTtncnbcn 0 >chtffcn p v f it t t + fn» rr • bemerkte auf seiner Reise von England £ 8 r en weniger als 14 in Brand ge- steckte Dampfer oder Segelschiffe die mit hf Är imrä '«""«»»»° m»«nd Holländischer Protest. ^r Vaterländische der LSUnfn? ? f fItU ' Un0 geflen Öa § Vorgehen " Regierung gegenüber derh 0 lIänd i- |U) cn ^eringsfischerei angenommen. verschiedene Kriegsnachrichten. Wie es bei Thiepval aussieht. Amsterdam, 11. Aug. (W.T.B.) Nach einem hie- sigen Blatte wird der Times von ihrem Bericht- erstatter beiin britischen Hauptquartier, der das Ge- biet südlich von Thiepval (Sommegebiet) besucht hat, gemeldet, daß die ganze Gegend entsetzlich verödet sei. Von den Dörfern Q v i l l e r s und L a - B 0 i s e l l e sei nichts mehr übrig als w ü st e Steinhaufen, Kalktrümmer und zersplitterte oder verkohlte Holzbalken. Es sei nichts mehr vor- handen, was durch seine äußere Gestalt an ein Hans erinnere. Die deutschen Laiisgräben seien größten- teils dem Erdboden gleich gemacht und niit Schutt angefüllt. Das Gelände in der Umgebung sei be> sät mit Ausrüstungsgegenständen, Patronen, Gra- naten, Bomben und allerlei Gerät. Von der Kirche sei nichts inehr übrig als das Stück einer Mauer niit zwei Gräbern. Weiter weg an der Straßen- kreuznng stehe noch der alte, von den Deutschen dort aufgestellte Wegweiser mit der Aufschrift „Nach Po- ziöres". Hier befänden sich auch die gewaltigen unterirdischen Unterstände. Diese Höhlen hätten sehr schmale Ausgänge. Eine sei von den Deutschen in bewundernswerter Weise als Verbandsplatz ein- gerichtet worden. Jetzt sei alles weggefegt oder unter Trümmern begraben. Die einzigen Lebe- Wesen, die man finde, seien Fliegen und Rat- ten. Selbst die Vögel hätten diese Strecke ver- lassen. Die Gegend sei eine W ü st e. Die befreiten Geiseln von Lemberg. Wien, 11. Aug. (W.T.B.) Die Blätter melden: Heute früh sind im Wege des Au s t a u s ch e s die befreiten Geiseln der Stadt Lemberg eingetroffen. Es sind dies der Rektor der Lemberger Universität, Dr. Beck, der Direktor der Ukrainischen Versicherungsgesellschaft, Fedak, und der Vizepräsident der Stadt Lemberg, Schleicher. Der Präsident des Allgemeinen ukrainischen Nationalrats begrüßte die Angekommenen, die erzählten, das ukrainische Volk in Rußland erwarte den baldigen Abschluß des Krieges als bevorstehend. Die Lebensmittelpreise seien unerschwinglich. Die Bevölkerung von Kiew darbe und gebe sich keinen Täuschungen hin. Wie England die Belgier schädigt. Berlin, 12. Aug. Wie das Berliner Tageblatt aus Rotterdam erfährt, berichtet Het Volk daß in- folge der AnHaltung holländischer Schiffe mit Ge- treide durch die englische Negierung die holländische Brotausfuhr nach Belgien für diese Woche um 50 Prozent vermindert wurde und nächste Woche gänzlich eingestellt werde. Jnternierten-Anstansch. London, 12. August. (W.T.B.) Im Unterhaus hat Lord Robert E e c i l in Beantwortung einer An- frage mitgeteilt, daß die deutsche Regierung Erkundungen eingezogen habe, ob England bereit sei alle deutschen nnd britischen Bürger über 4 5 ^ ahre anszntausche n. Die englische Re- gierung habe sich damit grundsätzlich einverstanden ^klart. aber ewige Bedingungen daran geknüpft D,e wichtigste dieser Bedingungen sei, daß die übrig, bleibenden britischen Internierten gegen eine gleich große Zahl deutscher Zivilgefangener in England ausgetauscht werden sollen. ^nglano Eine Acusieruug Stürmers. (W^.B.) In einer Unter- RiS ÄÄ Bürgermeister von Moskau, die int cl£1 mfe "vi" August veröffentlicht wird. r>, ^sterprafaent Stürmer, daß die m!f s ® e und Abmachungen At den Alliierten b e st e h e n bleiben wurden, daß aber Rußland überdies seiner Pflicht nachkommen würde, die Maßregeln, die Eng- land gegen Deutschland plane, zur Aus- suhrung zu bringen. Portugal im Joche Englands. London, 11. Aug. (W.T.B.) Daily News melden aus Lissabon vom 7. August: Der Kongreß trat heute zusammen und die beiden Minister, die von London zurückgekehrt sind, berichteten über ihre Misfton. Dr. Costa erklärte, daß die englische Regierung alle bisherigen Anleihen über- n 0 in m e n habe. Der Gesamtbetrag wird England zwet Jahre nach Friedensschluß zurückerstattet. (?) England wird ferner bei einer auswärtigen Ange- legenheit seine Unterstützung leihen, soweit es irgend kann. Der Minister des Auswärtigen Dr. Seares verlas eine Note des Foreign Office, worin Portu- gal zur Te i ln a h m e an dem Kriege in Enropa eingeladen wird, sobald es dazu in der Lage ist. * Amsterdam, 11. August. (W.T.B.) Die Miliz« Pflichtigen des Jahrganges 1907 werden am! 1. Oktober beurlaubt werden. Sadischer Beobachter, Samstag, öen 13. August 1916 empfundene Anordnungen handelt, dann wird die Kritik um so schärfer und über passiven Widerstand darf man sich dann nicht wundern. Wir sind einmal im Schwarzwald mit dem Sternenwirt von A. auf einenr Bernerwägele über Feld gefahren. Er hatte ein junges, kräftiges Roß vor dem Wagen. Rann aber ein Bächle über den Weg, oder lag ein größerer abgebrochener Zweig auf der Straße oder ragte ein Tannenast etwas tief ins Gesichtsfeld, da tat das Roß langsam und be- schaute sich die ihm ungewohnte Sache vorsichtig, lief aber dann frisch weiter. Der Sternenwirt ließ sein Rößlein gewähren und munterte es noch durch freundliche Zurufe auf. „Denn," sagte er, „wenn ich es einfach drüber weg jage und ihm unmöglich mache, sich von der Harmlosigkeit des Bächleins und des Baumastes zu überzeugen, wird es fuchsteufels- wild und keit den Wagen um und schmeißt uns den Rain hinunter." Der Sternenwirt war ein vernünf- tiger Mann, der sein Fahrgeschäft verstand. Er dürfte heute in vielem ein Vorbild sein. * In einem Artikel über die Frühkartoffelfrage stellt A. Stegerwald, Vorstandsmitglied des Kriegs- -Ernährungs-Amtes u. a. fest: 1. daß die Regelung der Frühkartoffelfrage durch Bundesratsbeschluß schon am 2. März dieses Jahres erfolgte. Das K. E. A. wurde mit dieser Frage nicht beschäftigt und nahm auch keinen Anlaß, die Anordnungen zu ändern, da der Wirrwarr dadurch größer geworden wäre. 2. Die Regelung des Tagesverkehrs mit Frühkartoffeln zwischen Zuschuß- und Bedarfsbezir- ken konnte nicht so allseitig befriedigend erfolgen, daß jedwede Zufälligkeit ausgeschlossen gewesen wäre. 3. Mit der Winterversorgung haben die Früh- kartoffelvorgänge in keiner Weise etwas zu tun. Nach Ausweis der Versorgungsanweisungen, die von den amtlichen zentralen Stellen an die äußeren Instanzen ausgegeben wurden, ist die ganze Ver- teilungsregelung der Späternte auf das dritte Kriegswirtschaftsjahr in der Weise eingerichtet, daß die Frühkartoffeln darauf keinerlei Einfluß haben werden. ,tver eines dieser Kleinen aufnimmt, nimmt mich auf!^ Dieses Wort des göttlichen Kinderfreundes wirkt auch heute noch Wunder. Kaum hatte die Kirchen- behörde die vermöglichen Familien des Landes auf- gefordert, unterernährten Kindern der Stadt- bevölkerung ihr Haus zu öffnen, als auch schon aus allen Landesteilen Anmeldungen beim Diözesan- verband in Freiburg einliefen. Das Angebot ist be- reits so groß, daß wegen der Kürze der Zeit nicht mehr die entsprechende Anzahl der Kinder in den großen Städten des Unterlandes aufgebracht wer- den konnte. Aus Freiburg kommen dieser Tage etwa 250 katholische Kinder für vier Wochen aufs Land, zum Teil an die schönsten Plätze des Schwarz- Waldes (Bernau, Todtmoos, Saig, Lenzkirch, Sankt Märgen u. f. f.). Für die armen Stadtkinder ist eine solche Kur in gesunder Luft und guter Nahrung eine wahre Wohltat, besonders jetzt in der Kriegszeit. Diese Art des Ferienaufenthaltes ist aber auch des- halb zu begrüßen, weil durch die Aufnahme in die Familien dem Kind der Stadt all die Sorgen und Mühe, aber auch all die Freuden und Schönheiten des Landlebens im richtigen Licht erscheinen. Es sieht so nicht nur die Schoo heiten der Natur, kostet die Güte der frischen Milch und der Früchte der Erde, es erfährt auch, welche Strapazen und Arbeiten die Erzeugung der Lebensmittel erfordert. Für die Landbevölkerung aber bedeutet die bereit- willige Aufnahme der Kinder der Stadt ein be- redtes Zeugnis dafür, daß sie zu einem großen Teil ein Verständnis hat für die jetzige Notlage so mancher Familien in der Stadt und daß sie auch gerne bereit ist, die Notlage nach Kräften zu lindern. Der Herr aber streut Segen aus über diejenigen, die das Gebot seiner werktätigen Liebe befolgen und an den Kindern Vater- und Mutterstelle vertreten. Chronik. flus Saöen. :: Karlsruhe, 11. Aug. Der Badische Sän> g e r b u n d hat soeben eine Chronikder Bun- desereignisse während 50 Jahren seines Bestehens von 1862 bis 1912 erscheinen lassen. Der zum Teil recht schwierigen Aufgabe der Ab- fafsung der Chronik hat sich der frühere langjährige Bundesschreiber Gottfried Krug unterzogen. Aus der Geschichte des Sängerbundes, wie sie uns jetzt vorliegt, ersehen wir, daß schon im Jahre 1844 in Baden ein Verband der vereinigten badischen Männergesangvereine bestand, der auch in verschic- denen Städten des Landes Sängerfeste abhielt. Im September des Jahres 1862 wurde dann von Ver- tretern von 42 badischen Gesangvereinen in Karls- ruhe der Bad ische Sängerbund gegründet, der heute ja den allergrößten Teil der badischen Ge- sangvereine umfaßt. Die Bundeschronik ist mit mehreren erinnerungsreichen Bildern geschmückt. (-) Mannheim, 12. Aug. Ein Herr aus Berlin, der hier zu Besuch weilte, verlor seine Brieftasche mit 200 Mark Inhalt. Ein Herr aus Holland fand das Verluststück und übergab es der Polizei mit der Bestimmung, daß es an den Verlierer abgeliefert werde, wenn er den gesetzlichen Finderlohn dem Roten Kreuz überweise. Seinen Namen nannte der ehrliche Fnider nicht. Selbstverständlich hat der Ver- lustträger dem Wunsche des Unbekannten gern ent- sprochen. Pforzheim, 12. Aug. Bei der städt. Spar- k a s s e wurden im Monat Juli d. I. 1 074 056,45 Mark eingelegt und 774 340 Mark zurückbezahlt. )( Waldshut, 12. August. In dem benachbarten Reuental (Kanton Aargau) wurde das Haus des Zimmermanns Vögele durch Feuer vollständig zerstört. Seefelden bei Ueberlingen, 12. August. Beim Baden in der Aach erlitt der Landwirtssohn Max Schönland von Oberuhldingen einen Herzschlag und ertrank. Ms anSeren deutschen Staaten. Wörth a. Main, Ig. Aug. „Abgeordneter Osel" ist ein Eilmortorschisf getauft worden, das am 3. August auf der Werft Schellenberger, Wörth a. M., vom Stapel lief. Es gehört der rührigen Bavaria-Linie, die den Main-Rhein-Berkehr -bis Amsterdam führt. Es ist eine Anerkennung für stille Aobeit des bayerischen Zentrums- abgeordneten im Interesse der Mainschiffahrt. Landsbut a. Isar, 10. Aug. Laut Regierungsbeschlutz wurde in den meisten niedeobayerischen Bezirken infolge ungenügender Schlachtvieh-Ablieferung durch die Landwirte eine Zwangsschlachtvieh- enteigiiung festgesetzt. Die Kosten dieser Enteig- nung müssen die Landwirte tragen. Oberstleutnant Frobenius "f. Berlin, 11. Aug. Der bekannte Militärschriftsteller Oberstleutnant a. D. Hermann Frobenius ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Kurz vor dem Ausbruch des Krieges erschien aus seiner Feder eine politische Broschüre: „Des Deutschen Reiches Schicks salsstunde", deren Ausführungen, wie erinnerlich, damals die «beson- dere Zustimmung des Kronprinzen fand. * Die Neuregelung ües Verkehrs mit Nohtabak. Berlin, 12. August. (W.T.B.) Zur Neu rege- Iung des Verkehrs mit Roht«bak wird uns von der Rohtabakausfuhr-Prüfungsstelle in Bremen und der Deutschen Zentrale für Kriegs- lieferungen von Tabakfabrikaten in Minden i. W. folgendes mitgeteilt: Durch Bekanntmachung des Reichskanzlers ist die Rohtabakausfuhr-Prüfungsstelle ermäch» tigt, Ausnahmen von dem am 7. August vom Bun« desvat erlassenen Verkehrsverbot mit Rohtabak zuzu- lassen, wenn durch eine Bescheinigung der Zentrale für Kriegslieferungen nachgewiesen ist, daß der Bezug von Rohtabak zur Fortführung des Betriebes erforderlich ist. Die beiden genannten Stellen haben hiernach folgendes Verfahren vereinbart: Fabrikanten, die zur Fort- führung ihres Betriebes Rohtabak zu beziehen wünschen, haben unter Benutzung eines bei der Deutschen Zentrale für Kriegslieferungen von Tabakfabrikaten in Minden i. W. erhältlichen Bordrucks einen Antrag auf Aner- kennung ihres Bedarfs qn Rohtabak an diese Zentrale zu richten, und zwar in drei gleichlautenden Stücken. Die- ser Antrag enthalten: die Bezeichnung der Ware nach Herkunft und Menge sowie die beabsichtigte Ver- Wendung zur Herstellung von Zigarren — getrennt nach Deckblatt, Umblatt oder Einlage — oder zur Herstellung von Rauchtabak oder Kautabak. Im Falle der Genehmi- gung, die auf dem Antrage selbst von der Zentrale ver- merkt und dem Antragsteller zugestellt wird, ist dieser Genehmigungsschein von dem Fabrikanten seinem Roh. tabakverkäufer, von welchem er Tabak beziehen will, zu schütz in Berlin vom Borromäus-Verein hauptsächlich Bücher angefordert werden, wird die Sammelstelle we- niger als jede andere caritative katholische Kriegsorgani» sation reicher Zuwendungen und Spenden entraten können. Den besten finanziellen Rückhalt wird indes für den Borromäus-Verein stets ein kräftiger Mitgliederstand be- deuten. Deshalb hat die Mitgliederversammlung im Juni eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefaßt, die auf die grötzere Jnteressierung weitester Kreise für die Borro- mäusvereins-Bestrebungen hinzielen. Demgemäß sollen die Mitglieder mit einem Beitrag von 6 Mk. das Recht haben, das Vereinsorgan Die Bücherwelt, das sich zu einem wichtigen Förderungsmittel der Vereinsinteressen und zu einem bedeutenden Fachblatt ausgewachsen hat, statt der ihnen zustehenden Mitgliedsgabe frei zu be» ziehen. Einer neu errichteten Klasse von Teilnehmern mit einem Jahresbeitrag von 10 Mk. („Förderer"), steht das Recht auf freien Bezug Der Bücherwelt und auf freie Wahl einer Mitgliedsgabe zu 6 Mk. zu. Sämt- liche Teilnehmer sollen durch Bekanntgabe in tunlichst weitem Kreise daraus hingewiesen werden, datz sie be- rechtigt sind, auf der Mitgliederversammlung zu erschei- nen und an den Vereinsfragen Anteil zu nehmen. Ein weiterer Beschlutz, der die Rechte der Diözesanverbände festlegt und diesen größeren Einfluß auf den Gesamt- verein sichert, dürfte in der gleichen Richtung günstig wirken, zumal die nach Beschluß der Generalversamm- lung neu zu schaffenden „Vereinsnachrichten" darauf hinarbeiten werden, die Verbindung der Zentralleitung mit den Diözesanverbänden und Lokalvereinen inniger und fruchtbarer zu gestalten. Es ist zu hoffen, datz durch solche Entschließungen weite Kreise, die bisher dem Ver- ein fernstanden, zumal die gebildeten Katholiken, für den Borromäus-Verein gewonnen werden. Die Notwen- digkeit eines starken Borromäus-Vereins für das deutsche Volksleben wurde nie deutlicher erwiesen, als in der gegenwärtigen Kriegszeit. Seine weitere Ausbreitung auf die von ihm noch nicht erfaßten Kreise ist lediglich eine Forderung der veränderten Zeitverhältnisse und Zeitaufgaben. (©) tzochMmlen. Freiburg i. B. Zum Nachfolger des Prof. W. Vöge ist auf dein Lehrstuhl der Kunstgeschichte der Privatdozent Dr. Hans Iantzen von der Universität Halle berufen. Dr. Jantzen ist 1881 zu Hamburg ge- boren. In München, Berlin und Halle absolvierte er seine Unillersitätsstudien, erwarb 1308 den Doktorgrad, hielt sich später studienhalber in Florenz auf.und habili- tierte sich im Februar 1912 in Halle für das Fach der Kunstgeschichte aufgrund einer Schrift: Farbenwahl und Farbengebung in der holländischen Malerei des 17. Jahr- Hunderts. LiterarWes. lieber Wilhelm Bauer, den ersten deutschen Erfinder eines Unterseebootes bietet G. v. Mühlfeld im Doppelheft 20121 der bekannten Familienzeitschrift „Alte und Neue Welt" eine aufschlußreiche biograMsche Skizze. Nachdem die Taten und Erfolge namentlich der deutschen U-Boote und Untersee-Handelsschisfe die Welt mit Staunen erfül- len, erscheint es zweifellos geboten, auch eines Mannes zu gedenken, der vor mehr als sechzig Jahren als erster Deutscher ein unabhängiges Unterseeboot erfand und dessen ganzes Leben ein fortgesetzter Kampf um die Nutz- barmachung feiner Erfindung war. Es ist das der am 22. Dezember 1822 als Sohn eines bayerischen Korporals in Dillingen a. D. geborene und am 18. Juni 1875 in München durch einen sanften Tod von einem an Arbeit und Enttäuschungen reichen Leben erlöste Wilhelm Bauer. Ueber 40 Jahre sind seit feinem Tode vergangen. Eine neue Zeit ist angebrochen in der das damals ver- kennte Lebenswerk des unermüdlichen Mannes in nie geahnter Weise zum Segen Deutschlands ins Leben trat. Wenn auch die heutigen U-Boote, dank der Fortschritte der Wissenschaft und Technik, auf einer ganz anderen Höhe stehen als der von Bauer erfundene Brandtaucher, so bleibt ihm doch der Ruhm, das erste deutsche brauchbare Unterseeboot erfunden und damit seinem Vaterland noch weit über feine Lebenszeit hinaus unschätzbare Dienste geleistet zu haben. Chronik öes zweiten Kriegsjahres. 13. August 1915. Siedlce genommen. — Der befestigte Wald von Kowno ist im Besitze unsere« Truppen. — Eine starke Vorstellung von Nowo- Georgiewsk erstürmt. — Das österreichische Unterseeboot 3 im adriatifchen Meer versenkt. — In dcr Nordadria haben die Oesterreicher das Unterseeboot 12 als Opfer zu beklagen. übersenden. Der Verkäufer hat sodann unter Beifügung des Bedarfsanerkennungsscheines bei der Rohtabakaus- fuhr -Prüfungsstelle in Bremen (Handelskammergebäude) die Erteilung eines Bezugsscheines zu beantragen. Dcr Vordruck für den Bezugsschein wird dem Fabrikanten von der Zentrale in zwei Stücken mit dem Aner- kennungsscheine übersandt und ist von diesem dem Ver« käufer mit einzuschicken. Der Verkäufer hat die beiden Stücke des Bezugsscheins auszufüllen und mit dem An- erkennungsschein der Zentrale für Kriegslieferungen so- wie dem Kaufvertrag der Rohtabakaussuhr-Prüfungs- stelle vorzulegen. Der Antrag auf Erteilung des Be- zugsscheines mutz enthalten: die Namen und Adressen- des Verkäufers und Käufers sowie die genaue Bezeich- nung der Ware nach Herkunft. Menge, Gesamtrcin- gewicht, Sortierung, Zeichen (Originalmärk), Art der Packstücke, Gesamtwert und Preis sür 'A Klgr. Ist in fremder Währung verkauft, so bedarf es der Angabe de? Abrechnungskurses. Die Rohtcckakausfuhr - PrüfungS- stelle wird insbesondere die Angemessenheit des Preise? prüfen und ihren Bescheid dem cmtragstellenden Händler zur weiteren Veranlassung übersenden. Anweisungen für die Ausfüllung beider Antragsvordrucke sind auf deren Rückseite abgedruckt. Insoweit es sich um die Abgabe k«keiner Mengen handelt an Käufer, die sich für den Bedarf einzelner Tage versorgen, ist genehmigt worden, daß solche kleinen Mengen zunächst bis zum 15. August ohne besondere Bezugsscheine abgegeben werden, mit der Maßgabe, datz die Verkäufer Listen der Empfänger und der an sie ab- gegebenen Mengen führen und der Rohtabakausfuhr- Prüfungsstelle einreichen. Für die Zeit nach dem 15. August ist eine weitere Regelung vorbehalten. (ll) Kriegsspcisungen in den mittleren Städten Badens. In den größeren und in den Großstädten des Landes sind fast durchweg Kriegs!üchen ein- gerichtet worden. Auch zahlreiche Mittelstädte haben Kriegsküchen ins Leben gerufen, zum Teil bereits recht frühzeitig. So Firrtwangen, das bereits kurz nach Kriegsausbruch eiue Kriegsküche schuf, die aber bereits Ende 1915 geschlossen wurde, da die damit gemachten Erfahrungen wenig günstig waren. ^ Die Gäste scheinen recht anspruchsvoll gewesen zu sein, das einfache Essen, das- man ihnen darbot, konnte sie Nicht befriedigen. Vielleicht wird die 'Küche im kom- Menden Winter wieder eröffnet werden. Die Kriegs' küche in Neustadt im Schwar^vald ist ebenfalls noch im Jahre 1916 gegründet worden. Sie ist seit dem 7. Mai über den Sommer geschlossen. Am 8. Mal wurden in Donaueschingen, am 27. Juni in DurlaÄ, im Jiuii in Mosbach. ain 1. Mär,} vom Uoten und der Madtgememoe in Sinsheim und am w- Juli in Ebcrbach Kriegsküchen eröffnet. Fast an allen Plätzen werden ein Eintopsgericht oder eine kräftige Suppe zu billigen Preisen verkauft. Die Regelung des Bezuges von Eumaronharz. Berlin, 12. Aug. (W.T.B.) Der Kriegsaus schütz für Oele und Fette, Berlin NW 7, Unter den Linden 68 a, teilt uns mit, datz eine einheitliche Bewirtschaftung des Eu maronharzeS in Aussicht genommen ist, indem der Bezug von Cumaron» harz zukünftig nur durch ihn geschehen kann. Die 2yndi- i zierung der Erzeuger dagegen findet durch die Benzol- Vereinigung in Bochum statt. Die Verbraucher, sofern sie nicht der Lack- und Farben-Industrie. der Buch- und Steindruckfarben-Jndustrie, sowie der Papier-Industrie angehören, werden gebeten, sich dieserhalb an die Roh» Harz-Abteilung des Kriegsausschusses zu wenden. Die den vorstehenden Industrien angehörenden Verbraucher wollen ihre Anmeldung an die 5friegsabrechnungsstelle des Verbandes Deutscher Lacksalbrikanten, Berlin NW. 7, Unter den Linden W a bezw. an den Verein Deutscher Buch- und Sleindruckfardcn-Fabrikcn E. V., Leipzig, bezw. den Papiermacher-KriegSausschuß, Charlotienburg, Joachimsthalerstraße 1, richten. fluf dem jclde üer Ehre JfL , gefallene Saüener. Den Heldentod fürs Vaterland starben: Feldw. A dolf M a ck, KriegSsreiw. Gesr. Friiz Scherteck, beide von Karlsruhe, stud. jur. et rer. pol. Adolf KrauS aus Lahr. Ersatzref. Maler Karl B rauch le von Frei- bürg. Julius Häge von Säckingen, Hauptlehrer Karl Krieger, Inhaber des Eisernen Kreuzes, von Hohen« Wettersbach bei Durlach, Hauptlehrer August Kunz« man n, Inhaber des Eisernen Kreuzes, von Pforzheim, Hauptlehrer Georg Adam Scherz von Angeltürn bei Boxberg und Ilnterlehrer Siegfried Stäche! von Leiselheim bei Breisach. (OD) Ritter öes Eisernen Kreuzes. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt:" Sanitätsfeldw. Rechtskonsulent Paul W ü'r t h von Singen. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten: | Architekt Robert Schmid von Karlsruhe-Grünwinkel, Unterlehrer Heinrich Blau von Karlsruhe, Gesr. Ernst G l a ß von Baden-Baden, Unterosf. Bürovorsteher Emil Glotz von Baden-Oos, Unteroft. Bierbrauer Huberl Rotzinger und Gesr. Hermann Schussele von Lahr, Hauptlehrer Ant. Weisen burger von Nieder« Wasser bei Triberg und Landsturmmanu Postschaffner August Stark von Singen. Lokales. Karlsruhe, 12. Anaust 1916. B. Der neue stellvertretende Kommandierende n e ral des 14. Armeekorps. Generalleutnant Isb er» der neuernannte stellvertretende Kommandierende neral des 14. Armeekorps in Karlsruhe, bis jetzt Kow mandeur der 29. Division (Standort Karlsruhe), am 23. April 1874 Leutnant im Infanterie -Regime' Keith (1. Oberfchlesisches) Nr. 22 in Rastatt und war v 1881—84 bei der Unteroffizier-Vorschule in Weilv^ kommandiert, wo er am 15. April 1884 zum £<>eric. nant befördert wurd«. Bon 1888—89 beim Lehr-J>"' Der Sorromäusverem im Kriegs- jähr 1 Hl 5.1b. Auf der Mitgliederversammlung des Borromäus- Vereins in Bonn am 8. Juni wurde Bericht erstattet ülber die ^i-chwankungen in dem Verein in den beiden Geschäftsjahren 1915 und 1910, die ganz unter der Wir- kung deS Krieges standen. Darnach hatte der Verein im Jahre 1915 unter der Wucht der Kriegsereignisse mit einem Schlag Stil Vereine, 33 736 Mitglieder und 109 467 Mark an Beiträgen verloren, so datz dieses Geschäfts, jähr mit einem Bestand von 4381 Vereinen und 228 079 Mitgliedern abschloß. Ter Gesamtversand an Büchern fank von 541 923 im Vorjahre auf 401 493, was Haupt- sächlich darauf zurückzuführen ist, datz die Bibliotheksgabenquote — jährlich eine Summe von mehr als 200 000 Mark — nicht den Lokalvereinen, fondern der Sammelstelle für Soldatenlektüre überwiesen wurde. Eine tatkräftige Agitation hatte zur Folge, daß bis heute nicht bloß der Stand zur Zeit der letztjährigen Früh» jahrsmitgliederversammlung um 39 000, sondern auch der zu Ende des letzten Jahres um 3355 Mitglieder überholt ist. Dieser Erfolg ist hauptsächlich den 36 Konferenzen zuzuschreiben, die namentlich in Schlesien und in Würt- temberg abgehalten wurden, sowie dem Kriegsflugblatt, daS, in 215 300 Exemplaren verHreitet, auf die Notwen- digkeit hinwies, den Verein gerade in dcr gegenwärtigen Zeit zu halten und zu sörderu, wenn anders er den im« geheueren Anforderungen der Sammelstelle für Sol» datenlektüre und den große» Ausgaben der kommenden Friedenszeit gewachsen sein soll. Tatsächlich hatte sich der Vere'n im Jahre 1915 durch die stetig wachsenden Bedürfnisse an der Front, in den Lazaretten usw. nahezu bis zum Weißbluten geopfert. Trotzdem wurde die Sammelstelle, durch spärliche Spenden unterstützt, leidlich vufrecht erlialten. Bis heute hat dieselbe nicht weniger als 5 010 911 Schriften unentgeltlich an die Mannschaften an der Front, in, In- und Auslände versandt, da- -runter — was wohl z>> beaik.ten ist, weil Bücher grötzere Mittel er-orderu — 8(XMtö6 Bände. Gerade weil gemäß Pen Vereinbarungen mit dem katholischen Gefaintaus- Saöen. Karlsruhe, 12. August 1916. i\)h ist es mit öen Kartoffeln! Ter erste Fehlschlag bei der Versorgung mit Früh- kartoffeln rechtfertigt obige Frsge auch bezüglich der künftigen Versorgung. Die Oeffentlichkeit hat kein Vertrauen mehr in dieser Frage, nachdem bereits schlechte Erfahrungen vorliegen. Soeben berichtet nun die Wolksstimme in Mannheim N..218 vom 11. August: Jeder vernünftige Mensch wird nun annehmen,"die in Baden auf den Markt gebrachten Kartoffeln würden den badischen Städten zugeführt, denn Frühkartoffeln können keinen langen Transport vertragen. In Haufen aufgestapelt, verfallen sie in wenigen Tagen dem Ver- derb. Doch wer das annimmt, hat nicht mit den Berliner Behörden gerechnet. Diese haben angeordnet, daß die badischen Städte Mannheim, Karlsruhe, Pforzheini, Hei- debberg usw. ihre Kartoffeln aus den preußischen Bezirken Magdeburg, Hannover und Brandenburg zuge- teilt erhalten, obgleich dadurch unnötig hohe Transport- spesen entstehen und das Verderbrisiko (durch langen Transport) sehr groß ist. Es handelt sich hierbei nicht etwa um eine Entschließung mit fakultativem Charakter, sondern um eine für die Städte absolut «bindende Auf- läge. Die Bevölkerung darf die gute, in Baden produ- z-erte, Kartoffel nicht erhalten, sie mutz die qualitativ schlechtere, von Norddeutschland zugeführte Kartoffel essen. Anstatt der auf den Markt kommenden einwand- freien badischen Ware soll zu den nun einmal geltenden hohen Preisen die halb verdorben ankommende nord- deutsche Kartoffel hingenommen werden. Durch diese Maßnahme ist in Mannheim z. B. das von der Stadt unterhaltene Kartoffelgeschäft nahezu vernichtet. Der Tagesumsatz von 2500 Zentnern ist bis einem solchen von 300 Zentnern herabgefallen. Die Einwohner suchen ihren Bedarf bei den Bauern der Umgebung oder in den Schrebergärten zu decken; wer sich so nicht helfen kann, sucht mit Gemüse und Obst auszukommen. In anderen -badischen Städten dürfte es nicht anders zugehen. Zunächst muß man fragen, ob das, was die Volksstimme berichtet, wirklich sich so verhält; denn von selbst versteht es sich nicht, daß die badischen Städte aus dem preußischen Norden mit Kartoffeln versorgt werden. Vielmehr ist das eine Art der Versorgung, auf die man in gesundem, wachem gei- stigen Zustand recht lange nicht raten würde. Der Gesunde Menschenverstand, der indes anscheinend manchmal das Los des ausgeschalteten Hansels .eilt, wäre näinlich der Ansicht, daß jedes Gebiet sich nach Möglichkeit mit seiner eigenen Nahrungs- mittelerzeugung versorgt und wenn das geschehen ist, entweder den Ueberfluß abgibt oder den Mangel anderswoher deckt. Das war z. B. bezüglich der Grünkernernte auch die Ansicht unserer badischm Gehörden; Berlin machte jedoch einen Strich durch diese Rechnung. Wenn aber diese Rechnung des gesunden Men- schenverstandes auch bezüglich der Mrtoffelverfor- gung nicht richtig sein sollte, dann bitte: die Oesfent- lichkeit hat Augen, um zu sehen und Ohren, um zu hören und einen Verstand, um zu begreifen. Dann sage man einfach: „Aus diesen und jenen ganz be- stimmten Gründen geht eS nicht an, daß jedes Ge- biet sich mit den eigenen Erzeugnissen versieht, oder aus diesen bestimmten Gründen ist besser, daß die badischen Städte nicht mit badischen, sondern mit norddeutschen Kartoffeln versehen werden. Es ist fuibei an alles gedacht, an die Schwierigkeiten und Gefahren des Transports, wie an dix Interessen der badischen Kartoffelerzeuger, wie an d'ie Fährlichkeiten der langen Lagerung. Es ist dafür gesorgt, daß nie- mand zu 'Schaden kommt." So muß man mit der ^Oeffentlichkeit reden und reden können, dann wird man sich zufrieden geben, wenn mich durch die Tat bewiesen wird, daß bei den Behörden die nötige Voraussehung besteht. ,Schweigt man aber und läßt die Dinge sich wie Geheimnisse entwickeln, dann entsteht die größte Unruhe und die wildeste Kritik und das alles lastet schwer auf der Stimmung. Wir waren im Süden nie derAnsicht, daßBerlin der Brenn- Punkt aller politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Intelligenz sei. Aber ivenn man uns nachweist, daß in Berlin iiber die Dinge richtig ver- fügt wird und die Anordnungen mit Rücksicht auf die allgemeine Lage vernünftig getroffen werden, dann fügen wir nns recht gern. Wird aber ledig- lich verfügt ohne Angabe der Gründe, auch wenn es sich um ganz und gar ungewöhnliche, als schikanös Dtkte 2 Nr. 369 Dadlscher Keodachter, Samstag, den 13. Angast 1916 Seite 3 ik»b 5 P° t§ ^ am kommandiert, wurde er am 2. Sept. r°° 8 Zum Hauptmann befördert und zum Kompagnie- N>hr«r bei der Unteroffizier-Schule in Weitzenfels er- welcher Stellung er im Jahre 1892 ä la suite Infanterieregiments Herzog Ferdinand von Braun- icyweig <8. Westfälisches) Nr. 57 gestellt wurde. Im ™ ± ß 94 als Kompagmeches in der Grenadier-Regime" Konig Friedrich Wilhelm I. (2. Ostpreußisches) Ln'm? '^c-n^'^^berg i. Ostpr. versetzt, wurde er am /-> * la suite des Grenadier-Regiments Kron- und inj D,t P reu fe i We§) Nr. 1 in Königsberg gestellt SBoBIaii p 1 Kommcaitem: der Unterossizier-Schule in 18. Cltober 18Q- Sia ^ I)eOT er in dieser Stellung an 15. ^»ni ' sqo ifm Major befördert war, wurde er an terie-Reaiment °^'llonLkommandeur in das Jnfan- Nr. 111 Tn wiJ^ arl8taf Ludwig Wilhelm (3. Badisches) a s ObeKÄ 1 * 1 ^' woraus er am 24. April 1904 Jnfanterie-m^» 3 lun Stabe des 2. Oberrheinischen 27. Januar lfioTt ^5" 99 in Zabern versetzt und am zum ftommons ! J" Obersten befördert. Kurz darau' stein (Sckile°wi/-^ Jnfanterie -Regiments von Man- « «nt 27^1 ' Nr. 84 in Schleswig ernannt, wurde 29. Sihifinn • ^ciieralleutnan (jf 'n Freiburg i. Br. Srns3e ar |du e °iM b !^ e8 ^ af,r Kartoffel einlege»? Zu dieser Reichsweaen rnlr,™ •ii S: ®' ,e ' e wichtige Frage ist von ©riinbiMi ,-irr* ^ mc ^ entschieden. Aus verschiedenen bieten ili ma n.aBer das Kartoffeleinlegen nicht ver- erhalten ibr^" befürworten. Sehr viele kleine Leute von Eiter» * Kvrtofselbedarf von ihren Angehörigen, stück von d-n^eschivistern. die vielleicht ein Grund- und im sVrfiit s Stadt Lebenden zur Bebauung haben Diese i - 7 Verwandten dafür Kartoffeln geben, sondern fio eit «ber keine Kartoffeln verkaufen, wandten ifiri S eben nur so viel, daß sie den Ver wandten ihren N? e , be " nur f° viel, daß sie den Ver- und äbiliff p ! m ^e/sorgt und der Stadt eine schwere lich nicht .^^I^rguiig abgenommen, was hoffent- der senentpli;,-,,, s ^ ei J werden wird, wenn die Folgen Einleger kan» ^ Praxis zu Tage treten. Der kleine r;„ . la «n emp ... . ®tnlegs t f Q t,„ zu ^age treten. Der kleine sie auslesen m ? e jederzeit nachsehen, er kann waren die fiwtnfLr saule geben will. Im letzten Jahre aber schon K ausnahmsweise sehr gesund, es gckb l°ule'A.NT^ ^ „Trockenstmle und „Ratz dirbt der gan,e ausgelesen werden, sonst ver Heimat so). vi m „£ r -i. tm 1870 war es in meiner dieses Auslesen audt°[rfm 'l ft ri bei großen Lagerungen niemand über sci«^ m^en Willen. Kartoffel wird Trohe Mühe, Kosten und <5^ cinlc S en ' zu was auch? und den Verbänden °>-r» ^ r 9en würden auch der Stadt *crjorgungSfraae in ifJ- . werden, wenn die Kartoffel- .'urde. ^ ^ besagter, gewohnter Weise erledigt Sommertheater m, S ' Jie in 3 J' 7, 0 r «I, so betitelt sich eine Komö- ^onnerstaa nhoüs" Ludwig Thoma, die wir am letzten Lanze fnrr »in f i? -Novität sehen konnten. Das sei gewiss». ^ "Mes, alles beherrschende Sittenkonter- .u Dutzenden ^^^>ch?ltskreise abgeben, wie man sie sausbil'li^^», ^.cn Romanen der sensationellen Waren- Person?» fmden kann. Theorie und Praxis der Marina'?? «rasseste.li Gegensatz. Das äußerlich Ln " ■ Familienleben ist innerlich von einer mor- Jr!k S e ' e » Moral des Lebemännertums durchwirkt, die ,ir£ • ff- uni> Einflnsj jedoch jede Situation beherrscht uno selbst dem Gesetz seine besondere Prägung gibt. Den neoeren Schichten gegenüber tritt aber die,e vornehme .°tegotie, um ihr Tun und. Treiben zu verdecken, sogar „S S?, und Förderer der Sittlichkeit . -t-._i_.i_.. ov, n i uns vorüber u. ein ganz ver. interessante SeobadjUin^n''mndjfiü'^SDcnn 'Tef'"folgen Dingen vergißt oft manches seine Maske und cü gestatten Miene und Lachen einen Schluß auf die Auffassung und Charakter des Zuhörers, so daß das Theater vor dem ^oryang oft interessanter wird als das auf den Brettern. ®hn„?r!£ .J? 0 * viele Parallelen mit der berühmten «pFmtJI r",.^ Iie 8 e ". Dort soll man an der Unmoral y.rtrifnrr ' en ' ^ier aber vielleicht das Gegenteil. Die ,^,'°7''g war im allgemeinen recht gut; besonders f* t C "Tröndle, IT). Dierfens, Louis far Oft V kt«er als schneidiger, talentvoller Asses, wird^ Komödie gerade viel Zuspruch finden ,1, «nJ -5 eni V sie greift verschiedene vielleicht 1 ; r an ihren empfindlichen Seiten an. 83er ner. 9 - d. M. kam ein Taglöhner aus ^ "" Rangierbahnhof zwischen die Puffer ?t^»° Eisenbahnwagen. Er erlitt an der linken Brust und wurde mittelst Kraukenautos ms stadtische Krankenhaus verbracht. h«a'OTv*i r !l n ^ e * wurden: eine 52 Jahre alte Arbeiterin ittr x "Lelbach, welche in einer Wirtschaft der Durlacher- H Be einem Soldaten den Geldbeutel mit 80 Mk. In- ,.J entwendete, ein Gelegenheitsarbeiter aus Rohrbach p:v. ei JL ^ichrknccht aus Grötzingen, welche hier mehrere be>- .!^?^"iwe-rdeten, sowie ein hiesiger Bäckermeister, mübl ' ankaufte, eine Dienstmagd aus Möck- Tnttlin^^^^ v Diebstahls, sowie ein Hausbursche auS wegen c , bon der Staatsanwaltschaft Heidelberg jchwerten Diebstahls steckbrieflich verfolgt wird. —°cxSj@>0" politische Nachrichten. Deutschland. Deutschen Nationalausschuh. U^fclborf, 11. SlllQ cr>- -evi x cv r r «. nr griffe, die Exzelleli^ ^ /W.T.B.) Infolge der An- 1. August genau M e beutfdfe t •" f - mCT ^ eöe am bcn hat haben Ananst ^fivatlndustrie erho» {?.»jfoSS,ti'Ä gg*&r T l "0 (Völklingen a. d. Saar) Si'omm ° 1 ,;J er Kloeckner (Duisburg) und Freihe? Dodenhausen-Degemer, Direktor de,- ttr Krupp U..G. (Essen), in Würdigung der rrra^bonl uen stelle, die Harnack innerhalb des Deutschen Via- nonalausschusses einnimmt ihren Austritt aus dem Ausschusse erklärt. Berufung eines Journalisten nach Warschau. Aerlin, 11. Aug. Von der Neichsleitung ist Dr. Mohr als Leiter der Presseabteilung der Verwaltung dem B. T. zufolge nach berufen worden, nachdem der bisherige C-l p i t T dieses Amtes, Mh. Regierungsrat Zurückgetreten ist. Dr. Mohr war Keit„n ^vefredakteur der Münchener Allgemeinen richten Münchener Neuesten Nach- Ausland. ftWr If jft5 *SRS -tind «era und dem Prinzen P^ter w^Parw ang^ kommen. Der König und seine Familie werden sich vielleicht endgültig in der Umgebung von Paris niederlassen. Das Scheitern der Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Entente. Bern, 12. August. (W.T.B.) Zum Scheitern der Pariser Verhandlungen schreibt die Thurgauer Ztg. u a., daß die Schweiz die Behandlung durch die Entente als große Unfreundlichkeit emp- finde. Die Entente reihe Willkür an Will- kür, um ihr Ziel, das unbesiegte Deutschland Wirt- schaftlich niederzuringen, zu erreichen. Man wisse in der Schweiz, wo der Hauptgrund der Wirtschaft- lichen Verlegenheiten des eigenen Landes liege und man sei hierzulande zu nüchtern und zu besonnen, um anderen zu Liebe sich in vechängnisvolle Aben- teuer zu stürzen. Der Handelsverkehr der Schweiz und die Entente. Berlin, 11. Aug. (W.T.B.) Das ententefteund- li che Blatt Berner Tagwacht schreibt zu der fr an- zösischen Note an leitender Stelle: Gibt die Entente nicht nach, so wird nichts anderes übrig bleiben, als mit Deutschland eine Verständigung zu suchen, die den Austausch- Handel und insbesondere den Kompensationsdienst auf einen anderen Boden stellt. Ohne eine Ver- schlechterung der wirtschaftlichen Lage der Schweiz wird es dabei kaum abgehen, aber diese Lösung ist immer noch besser als der Krieg. Der „Wundermensch" Rasputin von der Regierung geschützt. Berlin,' 12. Aug. Nach einer Bukarester Meldung des Berliner Lokalanzeigers berichtet der Nutzlose Slowo, der russische Mini st er des Innern habe der ge- samten russischen Presse verboten, irgendwelche Angriffe gegen den Wunder menschen Rasputin zu rich- ten. Mongolei und Mandschurei. Berlin, 12. Aug. Aus Kopenhagen wird dem Ber- liner Lokalanzeiger berichtet: Nach einer amtlichen russischen Meldung aus Tokio hat F ü r st B a t u d s ch a n tn der inneren Mongolei ein Heer gesammelt, um die innere Mongolei mit der Mandschurei zu einem Reich unter der Tsin-Dynastie zu vereinigen. Die Erbitterung in Irland. Amsterdam, 12. Aug. (W^L.B.) Der römisch- katholische Bischof von L i m e r i ck wendet sich gegen eine Flugschrift über Patriotismus, die in den Schulen seiner Diözese verteilt wurde. Der Bischof erklärte, die Flugschrift sei ein reines Rekrutierungsmanifest und wenn man sie den Kindern aufdrängen wolle, so würde das vermutlich unerwarteten Widerstand hervorrufen. In diesem Augenblick, erklärt der Bischof, herrscht in Irland größere Erbitterung als ich seit längerer Zeit erlebt habe. Die jüngsten Ereignisse in Dublin, die Perfidie der englifck^en Regierung in der Homerulefrage, die Unehrlichkeit, mit der man uns Selbstregierung versprach als Belohnung für unsere Unterstützung Englands im Kriege, sodaß unser Volk dazu gebracht wurde, zu glauben, daß es wirklich ein Krieg für Irland sei, alles das und die vielen anderen Beispiele von Aveideutigkeiten, die soeben im Parlament enthüllt worden sind, haben das irische Volk in eine Stimmung versetzt, dah es von England keine Lehren über Patriotis- mus mehr annimmt. Kein Verkauf Palästinas an dir> Zionisten. Von zuständiger türkischerStelle wird dem W.T.B, mitgeteilt: Seit einiger Zeit veröffentlichen die Presse der Entente sowie gewisse Organe der amerikanischen Presse Erklärungen des e h e m a l i - gen Botschafters der Vereinigten Staaten in Konstantinopel, denen zufolge derge- genannte Botschafter mit derRegierungBesprechungen gehabt haben soll, die darauf hinzielten, den Ver- kauf Palästinas zugunsten der Zionisten zu erwirken. Der Groß-Rabbiner soll ausersehen fein, als Sondergesandter der Türkei in Washing- ton über die Verkaufsbedingungen zu verhandeln. Außerdem regele der letztere die Mehrzahl seiner meisten Angelegenheiten telefonisch mit seiner kaiserl. Majestät dem Sultan, und schließlich soll die Kai- serlich Ottomanische Regierung ihm vorgeschlagen haben, das Ackerbauministerium anzunehmen unter Beibehaltung feines Botfchasterpostens. Wir zweifeln nicht, daß Herr Morgenthau, der noch ganz kürzlich einen so wichtigen Posten wie den des Botschafters einer Großmacht innehatte, nie- mals solch lächerliche und des gesunden Menschen. Verstandes bare Erklärungen abgegeben hat und wir meinen, wenn er sich bisher nicht beeilt hat, selbst diese in seinem Namen veröffentlichten Lügen zu dementieren, dürfte es deswegen nicht geschehen sein, weil er sie für zu wenig klug gehal- ten haben wird, als daß sie einer Richtigstellung be- dürsten. Wir halten es indessen für nützlich, die öffentliche Meinung darüber zu unterrichten, daß diese Nachrichten jedes Grundes ent- behren und daß sie in allen Stücken erfunden sind. * London, 11. Aug. (WT.B.) Die Arbeiter- Part ei, die sich am 8. d. M. iin Unterhaus ver- sammelt hatte, hat eine Erklärung über die irische Frage angenommen, in der sie bedauert, daß die vorläufige Beilegung der Homerulestreit- frage für die Dauer des Krieges nicht zustande gekommen ist und den irischen Nationalisten wegen des wiederholten Aufschubes der Erfüllung ihrer nationalen Wünsche ihre Sympathie ausspricht. Letzte Nachrichtens Hannover, 12. Aug. (W.T.B.) Ein Ehren- g r a b m a l für General von E ni m i ch läßt jetzt die Stadt auf dem Engefohder-Friedhof nach dein Entwurf des Stadtbmlrates Wolf errichten. Der Entwurf knüpft an die altgermanische Heldenehrung an, das Grab des Helden durch einen Monolithen zu überdecken. Dresden, 12. Aug. (W.T.B.) General der Ar- tillerie von Kirchbach, kommandierender Gene- ral eines Reservekorps, hat den Orden Pour le MSrite erhalten. Wien, 12. Aug. (W.T.B.) Der ungarische Minister- Präsident Graf Tisza ist heute Vormittag hier ernge- troffen. Bukarest, 12. Aug. (W.T.B.) Bei der gestrigen feierlichen Beerdig u'n g der bei der E x p I o - f i o li der Pulverfabrik Dudesti Umgekommenen, der auch das Königspaar und der Kronprinz beiwohnten, teilte Ministerpräsident Bratianu mit, daß auf - Befehl des Königs ein Denkmal für die Verunglückten errich- tet und der Staat für ihre Witwen und Waisen sorgen Der englische Kriegsminister in Paris. Paris, 12. August. (W.T.B.) Agence Havas. Lloyd George hatte gestern früh mit B r i a n d eine lange Besprechung, an der die Minister Roques und Thomas, sowie I o f f r e und C a - st e l n a u teilnahmen. Der Austausch der Ansichten ergab eine völlige Uebereinstimmung der beiden Re- gierungen über die Fragen, die sich auf den Gang der gemeinsamen militärischen Operationen beziehen. Eine Viehfutterverteiluugsstelle in Holland. Haag, 12. August. (W.T.B.) Der Ackerbauncini- ster hat eine Viehfutterverteilungs- stelle errichtet. Als Grund führt er an. daß nie- mand wisse, was die Zukunft bringen werde. Sie fei jedoch nicht rosig angesichts der Tatsache, daß seit Anfang Juli Schiffe mit Getreide und V i e h f u t t e r auf der Fahrt nach Holland derartige S ch w i e r i g k e i t en gefunden hätten, daß sie noch nicht eingetroffen feien. Wenn das Vieh in Hol- land gefüttert werden solle, so müsse er das Verhält- nis zwischen Viehbestand, Futtervorräten und mög- licherweise zu erwartenden Vorräten wissen. „Leonardo da Vinci" oder „Dandolo"? Lugano, 12. Aug. (Franks. Ztg.) Zur Nachricht über den Untergang eines italienischen Dreadnoughts ist mitzuteilen, daß in den letzten Tagen auffällig viele Todesanzeigen von Seeoffizieren erscheinen; jedoch scheint nicht der „Leonardo da Vinci", sondern der „Dandolo" unter- gegangen zu sein. Die italienische Regierung kün- digte jüngst den Untergang des Personen- d a in p f e r s „Dandolo" an, doch soll es sich in Wirklichkeit um das gleichnamige Kriegs- schiff handeln. Der französische amtliche Bericht. Paris, 12. Aug. (W.T.B.) Amtlicher Bericht von gestern nachmittag: Nöcdlich der Somme richtete die französische Artillerie ein wirksames Zerstornngsseuer gegen die deutschen Verteidigungsanlagen. v>m von einzelnen Operationen machten die Franzosen Ge- fangene und erbeuteten in dem Wäldchen nordöstlich von Hardecourt zwei Maschinengewehre. Auf dem linken User der MaaS gelang den Franzosen ein Handstreich auf die deutschen Gräben östlich dc8 Hügels 304, von wo sie Gefangene mit sich fortführten. Auf dem rechten Ufer mätzige Artillerietätigkeit und Handgranatenkämpfe nordwestlich von Thiaumont. Auf dem übrigen Teil der Front zeitweilig Geschützfeuer. Flugwesen: In der Rächt vom 9. auf den 10. August warfen französische Fliegergeschwader Bom- ben auf die Bahnhöfe Vouziers und Bazancourt. Par«S» 12. Aug. (W.T.B.) Amtlicher Bericht von gestern abend: Nördlich der Somme war der Nach» mittag durch einen glänzend durchgeführten und voll- ständig geglückten Angriff unserer Infanterie gelenn» zeichnet. Mehrere deutsche Gräben wurden von unseren Truppen im Sturm genommen, die ihre neue Linie auf den Bergrücken südlich von MaurepaS und längs der Strohe, die von diesem Dorfe nach Henr führt, einge- richtet haben. Nördlich von dem Wäldchen von Hem sind die vom Feinde stark befestigte Rennbahn und zwei kleine Gebölze in unsere Hand gefallen. Wir haben im Verlauf dieser Kampfhandlung 150 unverwnndete Gefangene ge- macht und 10 Maschinengewehre genommen. Südlich der Somme fanden heftige Kämpfe der beiderseitigen Ar- tillerien statt. An der Front von Verdun wurden un- fere ersten und zweiten Linien in der Gegend von Chat- tanconrt und im Abschnitt Bhiaumont-FIeury beschossen. Von der übrigen Front ist kein Ereignis von Bedeutung zu melden. L u f t k a m p f: Am 8. August ist ein feindliches Flugzeug in Flammen gehüllt in unseren Linien süd- lich von Douaumont durch den Führer eines Flugzeug- geschwaders amerikanischer Herkunst zum Absturz ge- bracht worden. Amtlicher englischer Bericht. London, II. Aug. (W.T.B.) Amtlich. General Ha ig telegraphiert: Wir kamen gestern nördlich von Bazentin-le-Petit und nordwestlich von Pozieres bor- wärts. Energische Angriffe bei letzterem Orte wurden mit schweren Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. London, 12. Aug. (W.T.B.) Amtlicher Bericht von gestern. Zwischen Ancre und Somme ist die Lage unverändert. Am Westteil der britischen Front der ge- wöhnliche Geschützkampf. Außer vielen täglichen Flügen machte das königl. Fliegerkorps kürzlich erfolgreiche Unternehmungen anf weite Entfernungen gegen die Zeppelinhalle in Brüssel. Die Rangiergleise von Möns, die Luftschiffhalle in Namur und die Eisenbahnstationen von Busigny und Courtrai, die beide zweimal angegriffen wurden. Von SS Flugzeugen sind nur zwei nicht zurück- gekehrt. verstbieö^ne Nsckrichtsn. Berlin, 12. Aug. Nach einer Meldung deS Berliner Tageblattes aus Königsberg i. Pr. findet auf Anordnung des Verwaltungschefs demnächst 'eine m E n tlau fungderBevolker u ngdurch^sinsektion der Wohnungen im ganzen Gebiet des GemralnouvernV! ments Lodz statt. Man bezweckt damit die wirksame Vor- »Z 8 J% n &' ec£ f Iete rcrf«nifungen ftern Nachmittag in Berlin eingetroffen! ' 8e< Berlin, 12. Aug. In Jena starb, dem Berliner Lokal- Ma /fr K a r ?% ni*"" itn „ r mter von 87 Jahren der A 1 e r r l Johann Arnold, der als Vorträt- »uC£ ^ n J ICm «ls Tiermaler bekau.it war ' Ins ^ ll0, (W.T.B.) Der Börsensyndi. der rumänisch' der zum Schaden föfciK t!p r"f P°Werwaltung verübten Riesenunter. LiÄ.J; Ö s, er,d > lu un d e n. Er konnte bis jetzt noch nicht ausfindig gemacht werden. hnfe r 1 k Stu ?" lW-T.B.) Amtlich wird festgestellt, daß die Explosion in der Pulverfabrik Dudefchti durch geführt worden 'ist * verbrecherische Hand herbei- Eisenbahnunfall. Malmcdy, 12. Aug. (W.T.B. Amtlich.) Am 10 Aua ^""twNs um 2.30 Uhr, fuhr der Güterzug 87Ä9 aufden ' " . ori'or° r haltenden Militärpferde. 1" ß Ji ~ 0u f* Der Materialschaden ist e r Ive b l i ch. Ein Schaffner wurde getötet, ein Soldat wurde schwer! ftört. S rA Der Betrieb ist nicht ge- stört. D.e Schuld frage ist noch nicht geklärt. Dir sranziisische Ernte. Paris, 3. Aug. Die Getreideernte hat im größten Teil Frankreichs begonnen. Im Süden haben bereits die Drescharbeiten begonnen. Das Ernteergebnis im Osten, im Zentrum und im Süden bezeichnet das Acker- baumiuisterium als zufriedenstellend. In den übrigen Departementen ist das Ergebnis weniger gut. Dagegen ergelben die übrigen Bodenfrüchte eine gute, teilweise ausgezeichnete Ernte. Dies trifft besonders für den Hafer zu. Viehsutter ist reichlich zu erwarten. Die Qualität des Heues ist allerdings infolge des anhal- tenden Regens im Juli teilweise schlecht. Kartoffeln und Rüben versprechen eine gute Ernte. Auch für die Weinernte sind die Aussichten zusnedenstellend. Nur an einzelnen Orten haben die Weinberge durch Hagelschlag und Krankheiten gelitten. Die Gemüsekulturen stehen günstig, namentlich in den Ostpyrenäen. Schiffsunglück. Athen, 12. Aug. (W.T.B.) Der Dampfer „E l e u t Herl a", auf der Fahrt von Saloniki nach Volo mit einer Ladung Petroleum uud 1200 Passagieren, meist demobilisierten griechischen Soldaten, an Bord, ge- riet gegenüber von Skiathos in Brand. Die Maschinen explodierten. 4 0 Tote, zahlreiche Verwundete. Dem Kapitän gelang es, das Schiff an Land zu setzen. Opiumschmuggel. Amsterdam, 12. Aug. (W.T.B.) Nach einem hiesigen Blatt erfahren die Times aus Shanghai: In den Koffern von Abgeordneten aus Mnnan, die aus der Reife nach Peking in Shanghai ankainen, entdeckte man 7 0 0 0 Pfund Opium. SDlan glaubt, daß noch mehr ge- schmuggelt wurde, da mit Rücksicht aus die amtliche Stel- lung der Abgeordneten ihre Koffer nicht untersucht wur- den, bis man Verdacht geschöpft hatte. Vier Abgeord- nete wurden verhaftet. Das beschlagnahmte Opium hat einen Wert von einer Million Taels. Gerichtssasl. ■f Konstanz, 11. Aug. Wegen Kautions. und Heiratsschwindeleien hatte sich der 3Sjährige ledige Kaufmann Fr. W. Filsinger vom Ramsbach vor der Ferienstrafkammer zu verantworten. Nachdem er eine 4jährige Gefängnisstrafe verbüht hatte, erlieb er eine Heir «tsanzeige und nahm einer Köchin, die sich meldete, 2000 Mk. ab. Dann versuchte er eine „Dar- lehenskasse" zu gründen, fand aber keine Leichtgläubigen, die ihm das Geld gaben. Er wurde zu 4 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Vor dem gleichen Gericht stand der vielfach vorbestrafte 2£>jährige Bierbrauer K. Fr. Müller wegen schweren Diebstahls. Voraussichtliche Witterung am 13. August: Keine wesentliche Aenderung. Wasserstand des Rheins am 12. August früh: Schufterinsel 230, gefallen 2. Kehl 310, gefallen 2. Maxau 473, gefallen 3. Maiinheim 380, gefallen 3. Verlosungen. (Ohne Gewähr). Berlin, 11. Aug. (W.T.B.) In der heutigen Vor- mittagsziehung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterte fiel ein Gewinn von 40000 Mk. auf die Nr. 215 000, von 3000 Mk. auf die Nr. 24130. Berlin, 11. Aug. (W.T.B.) In der heutigen Nach- mittagsziehung der Preutzifch-Süddeutschen K l a s s e n l o t t e r i e fiel ein Gewinn von 20 000 Mk. auf die Nr. 40729. Auswärtige Gestorbene. A l t f e l d bei Mosbach: Frida H e g e l e geb. Ebr- mann (Stein&auers.Ehefrau, 52-5. I. 5 Pforzheim: Otto Mayer, Kaminfegermstr., 62'Ä I.; August Rol- ler Exporteur. * Konstanz: Pauline Frier dich geb. Zuratet, RevisionSaufseherSwitwe, 64 I. * Wald- Haufen: August Wintermantel, Bürgermeister, N ° U l r ß .? e ; € r: Karoline Lorenz geb. Zink, 70 I. 5 Heidelberg: Frau Gerichtsvollzieher V1 e r n e t s e I geb. Veth, 59 I. * Bruchsal: Ernst JuhuS ©ölettftÖfeer, 65 I.; Frau Marie König ^ *$£ L-: Mina Beck, 26 I. * Freiburg: tetesia ©haBoen, Witwe, geb. Kopp, 95 I. ch Och- uingen: Frau Karolina Neidhart geb. Dreher v 0 I- 5 Freiburg: Anna Waffenschmidt geb. Heppel, Oberstationskontrolleurs-Witioe, 56 I. * Kuhbach: Josef Münte le, Webermeister. * Rastatt - Frau Oberpostschaffner a. D. Droll geb. Götz, 6« < Gericht-voUzicher IGalemAleikum (Hohlmundsliic)^^ I GalemGolö S (Ooldmundsiück) Zigaretten. Willkommenste Liebesgabe! Preisrtf 3S 4 5 6 8 10 ... A 5 O 6 IO 12 Pf.dSflKk. (»in-'tifrlmßlicb Kri»aa«ulaekiaa TVuslfrei! UWlkWMUM Seite 4 Kadischer Beobachter, Samstag, den 12. August 1916 Ur. 369 Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dasä meine liebe Frau, unsere gute treubesorgte Mutter und Grossmutter Karoline Fichthaler geb. Braun gestern abend '/>lv Uhr, nach kurzem, schwerem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakrameuten, sanft im Herrn entschlafen ist. Bulach, den 12. August 1916. Die trauernden Hinterbliebenen: Adolf Fichthaler. Die Beerdigung findet morgen Sonntag, den 13. August, nachmittags 7*3 Ühr, statt, 2703 Wiibtt -Verlteigerung. Am Mittwoch, de» 16. An». 1916, vormittags von 0 NHr und nachmittags von 2 Uhr an, indet im VersteigerungSloklil de? Leihhauses: Sch wanenstratze 6, 2. Stock, die öffentliche Versteigerung der verfallenen Pfänder ' Nr. 2400« bis mit Nr. 2580!« gegen Barzahlung statt. Das VersteigtrungSlo!al wird eine halbe Stunde vor Versteigerung?- beginn geöffnet. Die Kasse bleibt am Ver- »teigerungstage, sowie am Nachmittag des vorhergehen- den Tages geschlossen. 2404 Karlsruhe, den b. August 1916. Städtische Pfandleihkasse. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die una während der Krankheit und anlässlich des Hinscheidens unserer nun in Gott ruhenden Tochter, Schwester und Nichte Elisabeth Kühne von allen Seiten zu Teil geworden sind, für die schönen und vielen Blumen- und Kranzspenden sowie die zahlreiche Leichenbegleitung sprechen wir hiermit allen den tiefgefühltesten Dank aus. Besonders danken wir den Ehrw. Barmherzigen Schwestern des St. Bernhardushauses für die aufopfernde Pflege und den Kolleginnen d» Kaiserlichen Postscheckamts für den erhebenden Gesang in der Friedhofkapelle. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Josef Kühne, Postsekretär. 2705 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben troubesorgten Gattin, unserer lieben Schwester, Schwägerin, Tante und Grosstante Frau Anna Maria Zttrker geb. Vogel sowie für die schönen Kranzspenden sprechen wir den tiefgefühltesten Dank aus. Karlsruhe, den 12. August 1916. Im Namen der Hinterbliebenen: I 2706 Ziirker, Tel.-Sekr. Bekmmtmachmtg. Die Auszahlung der Krie^Sunterstülzungen für die II. Hälfte des Monats August 1916 findet nach Maszgabe der Ordnungs- zahl der Ausweiskarten an folgenden Tagen statt: O.Z. 1 bis mit 2700 Dienstag, den 15. August 1916, 2701 „ „ 5400 Mittwoch, den 16. August li»l»i, .. 5401 . „ 8000 Donnerstag, den 17. August 1916, . ' 8001 „ „ 10500 Freitag, den 18. August 1916, „ 10501 „ Schluß Samstag, den 19. August 1^16 jeweils vormittag? von 8 Uhr bis '/»l Uhr und nachmittag? von '/-3 Uhr bis 6 Uhr im großen RathauSsaal. i » m X »nfA#« SHThtmrfYttlta bei 21 die Im Interesse einer geordneten und raschen Abwicklung des Aus zahlungsgeschaiteS muß dringend darauf bestanden werden, daß d' Bezugsberechtigten die vorgeschriebene Reihenfolge genau einhalten. Karlsruhe, den 12. August 1916. Das Bürgermeisteramt. 2691 Hausfrauen Ii bestes Salatanmachmittel, ist vollständig gebrauchsfertig; für alle Salate verwendbar. Hersteller: 2525 • Fritz Hohl, „Darmstädter Hof", Kreuzstrasse 2, Karlsruhe. Zur Einmachzeit empfehle sämtl. Gewürze beste Qualität Pergament-Salicyl- Papier Ia Weinessig Eininachtabletten ferner: Condensierle Milch ungezuckert in Dosen Condensierte Milch in 1 Liter Flaschen Bouillon'Würfel Pudding-Pulver Stärke-Ersatz SolangeVorrat! Maismehl Maisgriess ohne Karten. Drogerie 2707 W. Tscherning Karlsruhe Ecke Karl- und Amalienstrasse. ist jetzt im Felde erwünscht? Aprikosen 2692 Pfirsiche Pflaumen. Reformhaus ^eubert Kaiwerstrasse ISS. Verlagsanstalt Tprolia, Innsbruck. Sueben ist bei uns erschienen: die Wiedergeburt »er deutschen Familie nach öem Weltkrieg. Von vr. Kranz Walter, o ö. Univ.-Professor in München. Preis geb. M 2.50. Da? Buch über Familienfreude und Familiengliick, ein Buch der Tat. Begeisterung und Kraft und Mut beut es und streut eine Fülle von Anregungen in die Herzen der Leser. Jeder, dem an der Gesundung unseres Volkslebens und unseres Familienleben? gelegen ist, wird dies Werk des be- kannten Soziologen mit tiefer Erschütterung, aber auch mit freudiger Begeisterung lesen. 2428 Z>urch äffe Buchhandlungen zu beziehen. Gottesdienst-Ordnung. Beiertheim (St. Michaelskirche). Montag: Uhr: 1. Opfer für de» auf dem Felde der Ehre ge- fallenen Alois Starz. Nachmittags von 3 Uhr an Beichtgelegenheit. Mittwoch: ->/.7 Uhr: best. hl. Messe für die Soldaten. Donnerstag: -/