Nr. 498 Karlsruhe, Samstag, den 28. Oktober 1916 54, Jahrgang Fernsprecher 535 Mittagsblatt Postscheck: Karlsruhe *8 Vi Bezugspreis: In Karlsruhe durch Träger zugestellt vierteljährlich Mk. 3.20. Von Geschäftsstelle oder den Ablagen abgeholt, monatlich 75 Pf. Auswärts (Deutschland) ^e,n«spreis durch die Poit Mk. 3.65 vierteljährlich ohne Bestellgeld. L-stellunaen in Oesterreich-Ungarn, Luxemburg, Belgien, Holland, Sbwei? bei den Postanitalten. «ebrigtZ Ausland (Weltpostverein) Mk. 10— vierteljährlich durch die Geschäftsstelle. Erscheint an allen Werktagen in zwei Ausgaben Beilagen: Je einmal wöchentlich: daS illustrierte achtseitige Unterhaltungsblatt „Sterne und Blumen" das vierseitige Unterhaltungsblatt „Blntter für de» ^ainilten^ tisch" und „Blätter für Haus- und Landwirtschast" Anzeigenpreis: Die siebenspalrige kleine Zeile oder deren. Siaum 25 Pf, Rellanien 60 Pf. Platz-, Kleine- und Stellen-Anzeigen 15 Pf. Bei Wiederholung entsprechender Nachlas; »ach Tarif. 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Mehrere andere ^ a chtfahrzeuge und mindestens 2 Z e r - »örer wurden durch Torpedobootstreffer und Ar- »triefeuer schwer beschädigt, ferner wurde der englische P o st d a m p f e r »c x n" südlich Folkestone versenkt, nachdem "^r Besatzung Zeit zum Aussteiget gegebe» war. . Kanal beim „Barne- Feuerschiff" herrschte "n ausfalleudregerBerkehrvou Lazarettschiffen. Unsere Torpedoboote sind wohlbehalten und ohne jeden Verlust in die deutschen Gewässer z u - r i' ck a e k c h x t. Ter Chef des Admiralstabes der Marin«. ) * ( Der neue 12 MilliarSen-KriegskreSit. t Berlin, 27. Oktober. (W.T.B.) Der Reichs. "kl hat heute in namentlicher Abstimmung in allen 1 lei Lesungen mit allen Stimmen g6gen die der ^°zialdeniokrc>tischen Arbeitsgemeinschaft die neue ^^editvorlage von 12 Milliarden ^ark bewilligt. ^ Luftkämpfe und Sie feindlichen Serichte. Die in den letzten Wochen meist ungünstige '"ernng an der Westfront übte auf die feindliche «"egertiitigfeit einen größereu Einfluß aus als auf »jere. Dabei wurden die feindlichen Flieger, wo Ne auftraten, vertrieben und über ihre Linien zurück- «eiagt. Notgedrungen nmßte sich der Gegner darauf veschränken, hinter seinen Stallungen zu fliegen und Nur von dort ans seine Beobachtungen zu inachen, sonders deutlich wurde dem Feinde dies Gesetz an »cx Som'mefront vorgeschrieben. Gewitzigt durch die Erfahrungen, die sie mit 'Miseren Kampf- und Jagdfliegern gerade in letzter Zeit gemacht ha- wagten die feindlichen Flugzeuge sich hier ^nir- «ends bei Tage längere Zeit über den Schutzbereich ^'r eigenen Flieger-Abwehr-Kanonen vor. Nur in ! ^rkeu Geschwadern wagten sie kurze Vorstöße über ^' Linien, um sofort zurückzuweichen, sowie unsere L?flugze>uge auf dem Plan erschienen. ?.wi Tatsachen gegenüber lese man, was der bor ^^sche Heeresbericht in der Zeit voin 1.—7. 10 leimenden Mitwelt zu erzählen weiß: x '^"zösischer Bericht vom Tatsache: Am 1. 10. wur-. v>» < Adjutant Bloch hat den nördlich der Somme W seinen 5. Fessel- 3 Fesselballone, davon 1 aumcv . östlich Bapaume östlich Bapaume, aber samt- ~ Absturz nebracht. lich ergebnislos an- feix// Nouvelliste de Lyon gegriffen. tz. dem Bericht vom Tatsache: Wir verloren «in ö ^ at Sergt. Sauvage an diesem Tage kein Flug- Rl»/" sein 5. deutsches zeug im Luftkamps. Hinflug nach , heftigem -4oh ' a T m ^f südlich le Trans- l abgeschossen. k* cc Eiffelturm verkün- Allein bei einer Armee idix 6. ig. aller Welt, nördlich der Somme haben Wt f l ' Qll 3Ösisc£)en Flieger wir am ö. 10. SU Flüge, fall am 5 - 10 - trotz davon 45 Jagdfluge durch- flttft? Wetters 20 Jagd- geführt. 1o>,■' Erkundungen uud 4 ' 8e .Flüge ausgeführt, bom o französische Bericht Um so schöner ist dann s t «-10. erzählt, daß die der Erfolg. daß unsere 1. jg°l'lchen Flieger am Flieger dabei__— was der fctt hätten. Luftkämpfe gelie- französische Bericht aller- dings verschweigt — vier Franzosen heruntergeholt haben. Ein sünftes Fing- zeug verloren die Fran- gasen an diesem Tage dnrch 1 . _ unser Abwehrfeuer. bjnJ e ' c Beispiele ließen sich noch beliebig vervollstän- ^ Es mag den Franzosen unbenommen blei- schx,, A °n den Heldentaten ihrer Flieger zu berau- w^/.^eauf friedlich edeutscheSchwarz- Boink ' " ^ * ch e n finnlos und zerftörnngswütig thre Herfen. Uiisere Flieger begnügen sich damit, ^llicht zu tun, und sie schießen die eingedrungenen Gegner ab, ohne daß man deshalb in der Presse viel Aufhebens davon macht. Die englischen Berichte rühmen zwar cvuch weiter- hin die Tätigkeit ihrer Flieger, sind aber, was die Angaben über Luftkämpfe und Siege anbetrifft, ziemlich schweigsam geworden. Einmal gaben sie freilich, um einen zuverlässigen Eindruck zu machen, einen Verlust zu, ohne den Abschuß eines Deutschen zu melden (z. B. am 2. 10.), das ist aber auch ihre einzige Verlustmeldung in der ganzen Woche. Zur Entschädigung dafür meldeten sie für den 1. 10. den brennenden Absturz eines deutschen Fesselballons (wohl der erdichtete des Adjutant Bloch), die Ver- nichtung von 2 deutschen Flugzeugen und die Nieder- zwingung „vieler anderer". Wo das alles gewesen sein soll, entzieht sich ja, mangels Ortsangaben, der Nachprüfung. Dagegen ist die ausdrückliche Angabe desselben Berichts, daß sie selbst keine Verluste ge- habt hätten, nachweislich falsch, denn sie verloren am 2. 10. wenigstens 3 Flugzeuge. In der ganzen Woche vom 1.—8. 10. büßten sie nicht nur das eine von ihnen als vermißt gemeldete Flugzeug ein, sondern zusammen mit den Franzosen nicht weniger als 11. t. Das russische amtlich: Militärorgan Ziusskij Invalid hält daran fest, daß die Rumänen Rußland helfen müssen, den Balkanseidzug durchzuführen. Auf dem Balkan habe der Krieg begonnen, dort müsse er auch schließen. Die russische Nation a l- chrc gebiete das! Der Weg Berlin-Konstan- tinopel müsse uuter allen Umständen verlegt werden, um die Mittelmächte zn Boden zu zwingen. Jnzwi- schen führen die russischen Heere aber schon den Rück- marsch in Richtung Odessa ans. Von besonderem Interesse dürste noch sein, daß aus Anlaß der Dobrudscha-Katastrophe von Italien her, wo man nicht wenig unangenehm berührt ist über die neuen Vorgänge, wieder hartnäckige Ge- §fftf 2 Kadischer Beobachter. Samstag, den 28. Oktober 1916 Ar. 498 »üchte über einen drohenden Sonderfriede n R u ß I a n d s mit den Mittelmächten kommen. Es braucht nicht eigens versichert zu werden, daß demtsche amtliche Kreise mit solchen Verlautba- rungen nicht das gering st e zu tun haben. Wenn die italienische Presse ihre Angst vor der Möglichkeit einer russischen Sonderfriedensbewegung nicht zu verbergen vermag, und den Russen eindring- lich vorhält, daß sie nur an der Seite der Entente ihr Heil finden können, so beweist das nur, wie u n - sicher hie Stimnfung im eigenen Lager ti ew o rden ist! Rumänische Greuel. Berlin, 27. Oktober. (W.T.B.) Die fortgesetzten "Untersuchungen über die rumänischen Untaten in Siebenbürgen ergeben weiteres furchtbares An klage Material. So be- stätigen die Aussagen von 15 Zeugen folgenden'Vor. gang: Am 26. September gerieten von einer vorge- schobenen bayerischen Abteilung der neunten Kom- pagnie des bayerischen Leib-Regiments 37 Mann südlich der Eisenbahnbrücke am Roten Turm Paß in rumänische Gefangenschaft. Sie wurden von den Rumänen ausgeplündert und mißhandelt, aus- gesprochenermaßen aus Rache für die schweren Ver» Inste, die.den Rumänen in dem vorausgegangenen Gefechte zugefügt worden waren. Am nächsten Mor. gen wurden die Gefangenen an ein nahegelegenes Flußbett geführt und von einer rumänischen Abtei» lung unter dem Kommando eines älteren Offiziers unter regelrechtes Schützenfeuer genommen. 10 Mann brachen zusammen und waren sofort tot, 12 wurden sehr schwer verwendet. Nur das plötzlich einsetzende deutsche Maschinengewehrseuer verhinderte die Niedermetzelung der sämtlichen wehr- losen Gefangenen und veranlaßt« die Rumänen zu kopfloser Flucht. 5 Der Krieg zur See. Zne Versenkung ües Truppentransport- öampfers „GnUm". Christiania, 27. Oktober. (Frkf. Ztg.) Die Mann- schaft des versenkten norwegischen Damvfsrs ,,B i r l", die am 25. d. M. in Bergen angekommen berichtet: „Als das Schiff am 4. Oktober auf Reise von Pepperille nach Marseille versenkt worden war, wurde die Besatzung von einem.französischen Hilfskreuzer auf der Reise nach Algier an Bord ge- nommen. Am gleichen Tage nachmittags traf der Kreuzer mehrere Rettungsboote und Flöße und nahm insgesamt 115V Mann auf. Auf den Flößen lagen 15V Leichen. Die Schiffbrüchigen gehörten zu dem Truppentransportdampfer „G alli a", der auf der Reise nach Marseille mit 3 000 Mann versenkt worden ist, von denen über 15VV umgekommen sind." versenkt. Berlin, 27. Oktober. (W.T.B.) Bon den deutschen Tauchbooten wurden folgende feindliche Dampfer versenkt: Der englische Dampfer „Lotusmere" (3911 Tonnen) mit 7v0v Tonnen Kohlen nach Archangelsk am 2V. Oktober, der russische Dampfer „Erik a" (243V Tonnen) mit 3500 Tonnen Kohlen von Leith nach Archangelsk, der englische Dampfer „B r a n t i n g h e n" (2417 Tonnen) mit Grubenholz von Archangelsk nach England am 4. Oktober. * Rotterdam, 27. Oktober. (W.T.B.) Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet: Von deutscher Seite wurde angeordnet, daß in den Niederlanden an norwegischen Schiffen keine Reparaturen mit aus Deutschland st am menden Eisen mehr vorgenommen werden dürfen. (An- merkung des W.T.B.: Diese Anordnung kommt nur in Frage für Schiffe, die für Deutschlands Feinde beschäftigt sind.) Christiania, 27. Oktober. (W.T.B.) Das norwe- gische Vizekonsulat in Brest meldet, daß von dem vermißten Rettungsboot des „Rieöy" mit dem Kapitän und sechs Mann keine Nach- Theater unö Alufik. Grojih- Hoftheater betr. Von einigen ständigen Theaterbesuchern wurden uns Klagen untertretet, deren Spitze sich hauptsächlich gegen die Oper richtet. So viel Wahres auch tu denselben gesagt wird, so sind die meisten der Ausfälle zu persönlicher Natur, als daß wir uns zum Dolmetsch derselben hergeben könnten. Wir müssen immer und immer wieder darauf hinweisen, daß das Tätigkeitsgebiet unserer Hosbühne durch den langen Krieg sehr beengt, daß viele Angehörige des zahlreichen Personals unter der Fahne stehen und daß auch alle an» deren Bühnen mehr oder weniger an diesem Hebet kranken. Richtig, wenn auch nicht neu (wir haben das» 'selbe schon vor längerer Zeit an dieser Stelle erwähnt), sind die Klagen wegen der Regie. Da dieselben aber jetzt wirkungslos verhallen würden, so wollen wie sie auch nicht rekapitulieren. Daß der Regisseur der Mentor, der Lehrer und Führer seiner unter ihm agierenden Kunst- ler sein soll, haben wir ja schon vor Jahren gesagt, er muß im Wissen diese überragen und dadurch ihnen impo- nieren, denn vor der wissenschaftlichen und praktischen Autorität müssen sie sich beugen! Dies ist notwendig beim Schauspiel, wie bei der Oper, ob eS hier jedoch genau so zutrifft, wollen wir für heute, soweit wir unsere eigenen Erfahrungen mitreden lassen können, nicht besprechen. Doch werden wir nnZ bemühen, hier- über weitere Informationen zu erhalten und diese dann, soweit die unparteiische Kritik dazu berechtigt ist, ver öffentlichen. Also Geduld bis dahin, daß vieles „faul im Staate Dänemark", wissen wir. Richtig ist die An- ficht, die wir teilen, daß Herr Hofkapellmeister Corto- lezis durch seine Einberufung dem Wirkungskreis der Oper viel schadet. Doch diese Einberufung können wir doch nicht als s e i n e Schuld betrachten. Was er bis dato — allerdings »ach zahlreichen Proben (wie nns geschrie- den wurde) — leistete, war gut, aber ob er der richtige oberste Leiter der Oper, dem deren ganzes <^eschick in die Hände gegeben werden soll, ist, ob er durch sein Können und Wissen zur Einnahme eines so ein- flößreichen Postens berechtigt ist, diese Probe wird er noch ablege» müssen, und alle Phrasen von einer zwei- teu Aera Mottl sind gegenwärtig ebenso übel anger i ch t eingegangen ist. Französische Kreuzer und Torpedoboote haben vergeblich Nachforschungen an» gestellt. * Verschiedene Kriegsnachrichten. Das Leben des Kaisers im Hauptquartier. Wien, 25. Oktober. Die Wiener Allgemeine Zei- tung meldet aus Budapest: Der Abgeordnete Hein- rich Bela fetzt im Pesti Hirlap seine Mitteilungen über das Deutsche Hauptquartier fort. Der Bericht- erstatter erzählt sodann von der Lebensweise Kaiser Wilhelms im Hauptquartier. Der ganze Tag des Kaisers vergeht in ein st e r Arbeit. Er erledigt Akten oder hört Berichte der Minister oder der Bevollmächtigten an und emp- fängt die ankommenden deutschen Fürstlichkeiten und manchmal auch die Regierungsmänner und maßgebenden Faktoren der Bundesgenossen. Punkt 12 Uhr ist eine gemeinsame Audienz Hin- denburgs und Ludendorffs, welche die Ta. gesberichte über die Kriegslage erstatten. Wenn Truppentransporte vorüber wollen, so müssen sie auf das Wort des Kaisers haltmachen, wobei die Trup- Pen auswaggoniert werden. Kaiser Wilhelm läßt die Truppen bei den Klängen der Musikkapelle vor- beidefilieren und richtet begeisternde Ansprachen an sie. Der Kaiser lebt einfach. Er sieht etwas abge- magert aus, das kommt jedoch, wie einer der Offi- ziere mitteilte, von der K r i e g s k o st, denn fluch für den Kaiser sind im Hauptquartier vier fleischlose Tage in der Woche vorgesehen. Der Kaiser und Kronprinz Rupprecht im Lazarett. Ueber einen Besuch des Kaisers im Sommegebiet schreibt der Kriegsberichterstatter Georg Queri dem Berliner Tageblatt u. a.: Der Kaiser und Krön- Prinz Rupprecht von Bayern fahren ins Laza- rett. Da sind lauter Leute, die man dem Tode ab- gerauft hatte: Lungenschüsse, Bauchschüsse, schwere Gewebeverletzungen, ernste Augen, die SomMewasser gesehen. Der Kaiser plaudert leise, ganz zärtlich und blättert in den Registern der deutschen Städte, die hier ihre Söhne liegen haben, holt aus seinem Ge- dächtnis alles hervor, was ein bißchen Freude machen kann. „Nürnberg!" Ei, und wie er das kenne, und der zersckossene Nürnberger nickt: „Freilich, ich habe Ihnen ja schon gesehen in Nürnberg." Der O st p r e n ß e hört interessiert auf das, was der Kaiser von dem Wiederaufblühen der Landschaft sagt, dem B a d e n e r erzählt er von der Tante Großherzogin und dann ein Südbayer mit Ar- men wir starke Baumäste lacht über das ganze Ge- ficht, als der Kaiser sagt: „Ja, auf das Kriegshandwerk versteht Ihr Euch in Bayern." Austausch von Sanitätsmannschaften. Durch die Presse ging dieser Tage eine Nachricht, daß der Austausch des in Frankreich internierten Sanitätspersonals beendet sei. Andererseits wurde von verschiedenen Seiten darüber Klage geführt, daß einzelnen, zn den deutschen Sanitätsinannschaften gehörenden Milltärpersonen die Rückkehr nicht ge- stattet worden sei. Wir erfahren hierzu, daß der Austausch noch nicht beendet ist, sondern fortgesetzt wird und daß voraussichtlich alle noch in französischer Gefangenschaft befindlick)en Sanitätsmannschaften in absehbarer Zeit zum Austausch kommen und nach der Heimat zurückkehren werden. Amtlicher englischer Bericht. London, 27. Okt. (WT.B.) Amtlicher Bericht von »gestern nachmittag: Es wurden erfolgreiche lieber- fälle auf die deutschen Laufgräben bei Monchy und nordöstlich Arras unternommen, beträchtlicher Schaden ange- richtet und Gefangene gemacht. Aufruf zur Stellung von Kriegsfreiwilligen i» Kanada. Newyork, 24. Oktober (W.T.B.) Funkspruch des Vertreters des Wolff-Büros. Verspätet eingetroffen. Associated Preß berichtet ans Washington: Der kanadische Premierminister Borden hat einen Aufruf an das kanadische Volk zu ernouter An- strengung für Stellung von Freiwilligen zum überseeischen Militärdienst und zu verstärkter Kraft- entfaltnng und Steigerung der heimischen Produk- tion erlassen. Der Premierminister sagt darin: bracht wie lächerlich. Hier heißt es abwarten, die Zeit muß und wird die Lösung bringen. Daß Herr Hoskapellmeister Lorentz seit lange der Retter in der Not, muß ihm dankbar anerkannt werden, e r ist es, der seither, wie man zu sagen pflegt: „die Katze durch den Bach" trug, und es ist nur zu verwundern, daß er es aushält und der Eifer des so viel Beschäftigten nicht er- müdet. Er könnte doch wayrhaftig eine zeitweilige Ent- lastung seines Arbeitspensums gut ertragen. Von der Seite macht sich das Fehlen des Herrn Eortolezis fühl- dar, aber erfreulich kann es allerdings — wie es in der Zuschrift heißt — nicht für Lorentz sein, „die Beschwerden des 1. und 2. Kapellmeisters zu tragen, und wenn der Erste zurückkehrt, wieder vom ersten Schemel herabzusteigen. Wenn ihm das nicht gefiele, könnte es ihm niemand verargen. Doch das sind Reflexionen über ein Thema, das erst nach dem Kriege «behandelt werden kann. Dann wird Herr Eortolezis, der schon Einzel- proben seines Könnens bei großen Wagner- und anderen Werken gab, auch zeigen können, ob er der partiturkun- dige Meister ist, den unsere Bühne braucht, ob er auch Organisator, ob er die feste, kunstverständige Krast ist. die mit einheitlicher, zielbewußter Führung die Oper wieder auf jene Höhe bringt, von welcher sie Jahr um Jahr etwas heruntersank. Dann wird er beweisen kön- nen, ob er den Mut, die Ausdauer hat, dem „Hangen nnd Bangen" ein Ende zu machen. Auch beim Schau- spiel — das in der Zuschrift ebenfalls gestreift wurde — fehlt es an manchem, aber erst nach dem Kriege wird man auch daran neu anknüpfen können, jetzt heißt es eben zusehen, „um es am Ende geh'n zu lassen, wie's Gott gefällt!" von Stecken. Kirchliche Nachrichten. Tübingen, 27. Okt. In seiner Heimalgemeinde, wo er gestorben, wollte der Senior der theologischen Fakultät der H. H. llniversitätsprofessor Dr. Johannes von B e l - s e r auch begraben sein. Unter großer Beteiligung, namentlich aus dem geistlichen Stande, fand die Beerdi- gung statt. Für den demütigen Sinn des Heimgegangenen Hoschullehrers bezeichnend ist seine Verfügung über seine Beerdigung. Dekan M ä s ch l e, der die Beerdigung Die großen Abnahmen der Einzelzsichmmgen in die Listen während der letzten vier Monate macht den Aufruf notwendig. Der Höhepunkt des Krieges ist im raschen Anzüge. Di« letzten hunderttausend Mann, die Kanada in den kämpfenden Reihen stellt, können in einem Kampfe ausschlag- gebend werden, dessen Ausgang über Herrschaft in unserem Reiche und der ganzen Welt entscheiden wird. Seit Anfang des Krieges ließen sich in Kanada über 370 VV0 Mann in d i e L i st e n eintragen; 250 000 Mann gingen über See, mehr als 200 000 stehen in der Schlachtreihe. Für die ersten zehn Mo- nate dieses Jahres erreicht die Zahl der Ausgeschick- ten annähernd 141000. Vom 1. Januar bis 15. April dieses Jahres betragen die Eintragungen in die Listen fast tausend täglich. Während der letzten vier Monate nahmen die Eintragungen stark ab, on von 14 Mitgliedern. Es folgt der Endliche Beucht des Haushaltungsausschusses betr. Schutzhaft während eines Kriegszustandes. Landsberg (Soz.): Die Schutzhaft sollte überhaupt vermieden werden. Gegen keinen der Führer der Mün- Liener Agitation wurde mit Schutzhaft vorgegangen. dem einen recht, soll dem andern billig sein. Wir beantragen Aufhebung des Belagerung?. ^ u st a n d e s. Den mit Schutzhaft Belegten müssen ^cchtsgarantien gegeben werden. * . Groeber (Ztr.): Die ganze Frage, die noch während ^ .Krieges gesetzlich geregelt werden muß, soll in einer "Medrigen Kommission erörtert werden. Die Re- reitx^ mu k ^ a Z u finden, dieses Gesetz vorzube- Darauf wird die Weiterberatung auf Samstag 3 Uhr I» vorher Antrag Schiffer auf Auskunftsertei- "Ä. über die Kriegs Verordnungen. Schluß %8 Uhr. * Vom Hauptausschuß. .^rlin. 27. Okt. (W.T.B.) Der Hauptausschuß des cinmf ci erörterte heute zunächst die Geschäftslage und Redner ^^^''eßlich auf 10 Minuten Redezeit für jeden Obst- !„,\ ™ ® , * t be dann die Beratung der Zucker-, pinmnT v Aemüseregelung beendet und darauf noch oie Frage der Kartoffelversorgung behandelt. * Berlin, 27. Okt. (W.T.B.) Der Seniorenkon- de n t deZ Reichstages trat abermals zusammen und ^nigte sich dahin, die Beratungen im Hauptausschuh und Jr derartig zu kontingentieren, daß sie am Sams- r .®2n 4. November, abgeschlossen werden können. Wie .'keitz in Aussicht genommen, stehen zur Erledigung der Mutigen Tagesordnung der Samstag dieser Woche und Montag und Diensta? der nächsten Woche Aur Ver- wgung. Der Mittwoch (Feiertag) ist sitzungssrei. Dem- ?""aß müßten die Ernährungsfragen in drei Tagen "Urchberaten sein. IG! Amtliche Nachrichten. r r ®Pine Königliche Hoheit der Großherzog hat ge- Uht, den Oberstationskontrolleur Joseph Amberg in tf^iburg zum Obereisenbahnsekretär, den Obereisen- Mnsekretär Adolf W i n t e r h a l t e r in Freiburg zum ^oersiationskontrolleur und den Obereisenbahnsekretär Alexander Müller in Karlsruhe zum Oberrevisor zu ernennen. * Chronik. ftus Saöen. ö»a' : - ^nielingen, 27. Okt. In der letzten Bürger- _ ) ch u {5)" i tz u n g wurde nach lebhafter Debatte ein i-cött von 3000 Mark bewilligt zur Errichtung einer striche. — Zur Versenoung von Weih- bip ^ tspaketen an die Krieger aus unserer Ge- 'nde wurden 3500 Mk. einstimmig bewilligt. ± '•)(: Ettling», 26. Oktober. Bei Grabar^ei- fi.. n Aeß man in der Leopoldstraße auf einen alten, rund ausgemauerten B ru n n en s ch a ch t, der Geröll und Schutt aufgefüllt war. Das Geroll herausgeschafft und nun sieht man unmittel- in dem Fußsteig in eine tiefe Zisterne hinab, Cr der Wasserspiegel steigt und fällt. Vermnt- hat man damit den alten Dekancybrunnen, der . J 1 Zieh- oder Pumpbrunnen war, und in den al- ■f., . Stadtrechnungen öfters erwähnt ist, wieder ^ ^^elegt. «^.Bruchsal, 27. Oktober. Der Stadtrat hat be- frfi v cn - ^aß den Lehrern an der hiesigen Volks- bpl u l e die gleichen Vergünstigungen hinsichtlich eins Bewilligung von Teuerungszulagen ßs/Anlaß des Krieges gewährt werden, wie sie vom & n ?M- Unterrichtsministerium neuerdings für ni^'^i-len in Gemeinden, die der Städteordnung An? „unterstehen, festgesetzt worden sind: die gleiche y. ^unstigun'g soll auch den städtischen Be- Änk " ^ Arbeitern zuteil werden. — Eine ein ' &er Staatsbehörden, ob für die hiesige Stadt £ Q ^dürfnis zur Einführung des 7 U h r- Anschlusses während der Wintermonate be- toiirde von dem Stadtrate in verneinen- /' Sinne beantwortet. 8 qi Attenbach (A. Heidelberg), 27. Oktober. Das ,|f iQ[rÜ?^ e °^ c Söhnchen des Klitschers Haas ver- dadurch, daß es beim Kaffeetrinken eine 'Und ,-'l c heißer Milch vom Tische herunterzog ?s jJ 1 : 1 ' nn Brust nnd Arm so verbrühte, daß rq Tagen starb. Die Großmutter, die fUnfoir' 1 konnte, lt. Heidelberger Tagblatt/den . ) L n, *t mehr verhüten. 1°nbp uuflc , im ' 27. Oktober, lieber eine be- ^«B6roH. € jr a ^ t e utat lesen wir im Mannheimer vut - Das Bürgern?insternmt Mannheim erhielt von dem Kommandeur Böckmann des 18. Jnf.-Regi- ments eine Mitteilung, daß dem Unteroffizier Ro- bert Reith aus Mannheim, für eine besondere Waffentat das Eiserne Kreuz verliehen worden sei. Unteroffizier Reith habe bei einem Angriff der Engländer vorbildlichen Schneid und Tapferkeit be- wiesen und ohne Rücksicht auf das eigene Leben sei- nen bei heftigem Artilleriefeuer verschütteten Käme- raden das Leben gerettet. Mannheim, 28. Okt. Der unter dem Verdacht der Ermordung des Feldschützen Wilhelm Kurz verhaftete Ackerer Karl R 0 t t m a n n in Mutter- stadt hat nun eingestanden, die Tat begangen zu haben. Der Feldschütze war von Rottmann in der An- nähme, er sei durch den Schuß getötet worden, noch lebend in einer Grube verscharrt worden. Mannheim, 27. Okt. Stadtsyndikns Dr. Ludwig Landmann wurde mit 40 gegen 11 sozialdemokrati- sche Stimmen zum besoldeten Stadtrat der Stadt Frankfurt a. M. gewählt. Das Gehalt des Gewählten beträgt 14 000 Mk. Stadtrat Landmann steht im 4L. Lebensjahre und ist seit 1898 im Dienste unserer Stadtverwaltung. Zeitweise war er auch stellvertreteii- der Intendant des Hoftheaters. ::: Wrinheim, 27. Okt. Im Interesse der Ver- sorgung der hiesigen Bevölkerung mit Le- bensmitteln hat der Gemeinderat beschlossen, zu- nächst 70 Morgen der Allmendwiesen im Wege freiwil- liger Vereinbarung mit den Allmendgenußberechtigten ür den Anbau mit Kartoffeln pachtweise in Eigenwirt- chaft der Stadt Weinheim zu nehmen. cf Baden-Baden, 27. Oktober. Die Inhaberin der Norddeutschen W u r st h a l l e, Frau A m e - l u n x e n, deren Geschäft von der Behörde geschlossen wurde, hat gegen den Beschluß des Bezirksamts Beschwerde erhoben. — Ihre Exzellenz Frau Margarethe Krupp hat in das Kriegswahr- zeichen der Stadt, den „Eisernen Greif", einen goldenen Nagel einschlagen lassen und dafür den Betrag von 500 Mk. gespendet. Den gleichen Betrag stiftete auch Graf Zeppelin, der Ehrenbürger der Stadt Baden-Baden. ):( Baden-Baden, 36. Okt. Infolge seeli'cher Er- schütterung durch schwere Schicksalsschläge in ihrer enge- ren Familie übergoß sich auf der Straße nach Selbach eine hiesige Witwe die Kleider mit Spiritus und zündete sie an. Die bedauernswerte Frau wurde schwer verletzt in das städtische Krankenhaus ver- bracht. zjzfz Freistett, Amt Kehl, 27. Okt. In der Nacht zum Mittwoch brannte das Anwesen des Landwirts Friedr. H a u ß 6, bestehend aus Wohn- und Oekonomiegebäude, v 0 llständig nieder. Das Feuer sprang auf da? Oekonomiegebäude des Nachbars Benjamin Hetz über, das teilweise zerstört wurde. Das Vieh konnte gerettet werden, dagegen sind die Fahrnisse verbrannt, darunter auch große Erntevorräte, die nicht versichert sind. 1 Triberg, 27. Okt. Dem Beispiel anderer Städte folgend, wird auch hier eine städtische Milch wir t - schaft eingerichtet werden. Es sollen vorerst 10 Milch- kühe eingestellt werden. ::: Müllheim, 27. Okt. Im Alter von 04 Jahren ist Pfarrer Nathanael Grabe ne r gestorben. Er stammte auS Königsbach und war im Jahre 1874 unter die badi- schen evangelischen Geistlichen aufgenommen worden. Seit 1995 wirkte er hier in Müllheim und seit 1903 war er Dekan der Diözese Müllheim. <3 Schopfheim, 28. Okt. Infolge der unzureichen- den Aligabe von Butter. Eiern und Kar- t 0 f f e l n für die nichtlandwirtschastliche Bevölkerung hat das Grotzh. Bezirksamt mit der E i n st e l l u n g der weiteren Abgabe von Teigwaren, Zucker und Futtermitteln an die zur Abgabe Verpflichteten gedroht. 4- Birkenweiler bei Ueberlingen, 28. Okt. Beim Füllen der brennenden Petroleumlampe explodierte diese und setzte die Kleider der Landwirtsfrau Krug in Brand. Die Frau erlitt so schwere Brandwunden, daß sie lt. Konst. Nachr. starb. * Mitteilungen am der Karlsruher Staötratssttzung vom 26. Oktober 1916. Spende. Die Karlsruher Brauereigesell- schaft vorm. K. S ch r e m p p hat den Betrag von 10 000 Mark gespendet, wovon nach ihrem neuerdings geäußerten Wunsch je die Hälfte für die „Kriegs- f p e i f u n g" und die „S ch ü l e r s p e i s u n g" verwendet werden soll. Der Stadtrat nimmt hiervon mit Dank Kenntnis. Ftuchtlingshilfe. Zugunsten der Siebenbürger Flüchtlinge wird ein Betrag von 600 Mark aus der Stadtkasse bewilligt. Kriegsspeijung. Auf Antrag der Kriegsfpeifungs- kommifsion erklärt sich der Stadtrat damit einverstanden, daß im städtischen Schlachthof durch Einbau von 18 Stück Dampfiochtefseln von je 600 Liter Inhalt eine weitere Kriegsküche zur Zubereitung von täglich etwa 8000—9000 Liter Essen eingerichtet wird und daß die Kessel alsbald in Auftrag gegeben werden. Gewerbliche Schluchtüngen. Wirten, welche schon vor der Regelung der Fleischversorgung, d. h. vor Erlassung der badischcn Verordnung vom 11. April 1916 gewerbs- mäßig geschlachtet haben, wird fortan gestattet, von ihnen s e l b st g e m ä st e t e Schweine zu schlachten und für ihren Wirtschaftsbetrieb zu verwenden unter Anrechnung auf die ihnen für den Wirtschaftsbetrieb zu- stehende Fleischmenge. Personalsachcn. Dem Direktor des städtischen Schlacht- und Viehhofs, Herrn Friedrich Bayersdörfer, wird in Anerkennung Wjähriger treu geleisteter Dienste als städtischer Beamter das Ehre ndiplom der Stadtgemeinde verliehen. — Der Rechner der städtischen Spar- und Psandleihkaffe, Herr Karl K i r ch e r, erhält im Hinblick auf die bedeutende Erweiterung des Umfangs der seiner Leitung unterstehenden Instituts die Amtsbe- zeichnung „Direktor der städtischen Sparkasse". Dienstjnbiläum. Dem Herrn Hauptlehrer Georg Sturm, der in den nächsten Tagen 40 Jahre im badi- schen Schuldienst, davon 34 Jahre an der hiesigen Volks- schule tätig ist, spricht der Stadtrat aus diesem Anlasse herzlichen Glückwunsch und aufrichtigen Dank für seine bisherige segensreiche Tätigkeit auS. Danksagungen. Der Stadtrat dankt dem Herrn Oberlehrer B. Schwarz für die Überreichung seiner neuesten geschichtlichen Aussätze an das städtische Archiv, dem Herrn Ludwig Kolb, kunstgewerbliche Werk- statte, für Ueberweisung einer von ihm modellierten Bronze-Plakette „Kaiser Wilhelm II.' an die städtische Sammlung, und der Frau S. San d e r in Lahr für ein dem Stadtgarten zugewendetes Geschenk, bestehend in 6 verschiedenen Sittichen. )GD( Lokales. Karlsruhe, 28. Oktober 1916. Aus dem Hofbericht. Der Großherzog hörte gestern die Vorträge des Geheimen Legationsrats Dr. Seyb, der Minister Dr. Rheinboldt und Dr. Hübsch sowie des Geheimrats Dr. Freiherrn von Babo. X Im „Waffenschmied" heute ?lbend wird Fräulein Lisbeth D u r m a n von Prag gastieren, die als even- tuelle Nachfolgerin für Frau MüllerMeichel in Betracht kommt. :: Lebensmüde. Die 68 Jahre alte Ehefrau eines Vorarbeiters hat sich gestern vormittag in ihrer Wohnung in der Kronenstraße wegen unheilbarer Krankheit durch Oeffnen der Pulsadern an beiden Armen das Leben genommen. }*C politische Nachrichten. Ausland. Ministerpräsident von Körber. Wien, 27. Oktober. (Frkf. Ztg.) Körber über- nahm soeben nach einstündiger Audienz beim Kaiser offiziell die K a b i n e tt sb i ld u n g. Er berät so- eben mit dem Prinzen Hohenlohe, der als sein Nachfolger in dem gemeinsamen Finanzministerium gilt. i«i Berlin, 28. Oktober. Znr Uebernahme der öster- r e i ch i s ch e it M i n ilt e r p r ä s i d e n t s ch a f t durch Herrn von Körber heißt es im Berliner Tageblatt: Es tritt eine wirklich st a a t s m ä n n i - sche Kraft, eine starke und gehaltvolle Persönlich- keit an die Spitze der Geschäfte in der zisleithani- schen Reichshälfte. Schon an der Wahl seiner Mit- arbeiter wird man erkennen können, daß er seine eigenen Wege zu bestimmte'. Zielen geht. Die Vossische Zeitung meint: Nie war Oesterreich williger, einem großen Führer zu folgen und so bringt der Tag, an dem Körber zu einem entscheiden- den Lebenswerk kommt, eine stärkendeStnnde der Verheißung. Wie in der Germania ausgeführt wird, ist Körber ein konservativer Staatsmann, der aber stets die Notwendigkeiten der moder- nen Entwicklung erkannt und ihnen Rechnung getragen habe. Tie Post sagt, daß Körber sich seinen Entschluß, zum zweitenmal den Posten des Ministerpräsidenten zu übernehmen, reiflich überlegt habe, möge als Be- weis dienen, daß er ein Programiy. mitbringe, das die Fragen umfasse, deren Lösung für Oester- reich mehr als Augenblickswert habe. Der Wiederaufbau der norwegischen Handelsflotte. London, 27. Oktober. (W.T.B.) Daily News meldet aus Montreal: Kanada will die nor- wegische Handelsflotte .wieder auf- bauen. Verhandlungen darüber werden schon seit einiger Zeit geführt. Es sind vorläufig Kontrakte für den Betrag von 700 000 Pfund zustande ge- kommen. Es wird über Schiffsbaliten für einen Be- trag von insgesamt vier Millionen Pfund verhandelt und es besteht auch dii^Absicht. die Werftanlagen zu vergrößern. Die kanadische Regierung billigte die Pläne und wird ihre Durchführung auf jede Weise unterstützen. Der Wilsonsche Völkerbund. Haag, 27. Oktober. (Frkf. Ztg.) Reuter meldet aus Eincinnati: Wilson trat in einer Rede für die Errichtung eines Völkerbundes nach dem jetzigen Krieg zur Aufrechterhaltnng des Friedens ein. Der jetzige Krieg sei wohl der l e tz t e, bei dem die Vereinigten Staaten neutral bleiben könnten. Die Nation müsse vorbereitet sein, iura kräftig auftreten zu können, wenn es nötig sei, einem Kriege vorzubeugen. In Zeiten, wie den jetzigen, sei es für die Neutralen äußerst schwer, ihre Pflicht zu tun. Mexiko und die Vereinigten Staaten. Washington, 27. Oktober. (W.T.B.) Meldung des Neuterschen Büros. Das Kriegsdepartement teilt mit, es habe'sickere Nachricht erhalten, daß die Gegner der Regiernngspolitik gegenüber Mexiko mit Villa und den anderen Banditen einen Schein- a n g r i f f auf die a m e r i k a n i f ch e n T r u p p e n an der Grenze oder auf eine Grenzstadt vor Be- ginn der Präsidentschaftswahl verabredet, um Stimmung gegen die Regierung zu umchen. Das Kriegsdepartement-fetzte die amerika- nischen Kommandanten an der Grenze, deren Trup- Pen in Bereitschaft gehalten werden, in Kenntnis von den Einzelheiten. im Griechenland Tie Entente-Gesandten beim König. Bern, 27. Oktober. (W.T.B.) Secolo meldet aus Athen: Admiral ^ournet witrde vom König in einer langen Audienz empfangen. Er gab dem König weitgehende Erklärungen zu den Maßnahmen, die zur Sicherung der Ordnung in Athen getroffen wurden. Nacheinander erschienen sodann die Ge- sandten Elliot, Guillemin und B 0 s d e r i beim König. Der russische Gesandte wird heute empfangen. Die Ententegesandten bezwecken niit diesen Besuchen, jeden Grund Mißtrauens zwischen der Entente und der griechischen Regierung zu zer- streuen. Elliot stellte den Antrag, die griechischen, als Revolutionäre verhafteten Offiziere aus der Haft zu entlassen. 11 Letzte Nachrichten 11 §®i®s>®®<5>GK3<»»sese*s<äKS®®e»»sä>e><3'a»<Ä>®3 Sulgarischer Kriegsbericht. Sofia, 28. Oktober. (W.T.B.) Amtlicher Bericht voni 27. Oktober. Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. Der Tag verlief Verhältnis- mäßig ruhig. Zwischen dem Prespasee und dem Doiransee schwaches Geschützfeuer. Am Fuße der Belasica-Planina Ruhe. An der Strumafront schwa- ches Artilleriefeuer. An der A e g ä i s ch e n Küste beschoß die feindliche Flotte die Höhen bei Orfana. Chronik des Zweiten Kriegsjahres. 28. Oktober 1915. Montenegrinische Niederlage bei Drinsko und auf der Suha Gora. — Erstürmung der serbischen Stellungen beiderseits Rebnik; An- griff auf der Höhe Strazenica, südwestlich Lapowo. — Die Bulgaren erobern Pirot. — Der englische Panzerkreuzer „Argyll" an der Ostküste Schottlands« gestrandet. — Rumänische Front: An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. In der Dobrndscha ver- folgen die verbündeten Truppen den besiegten Feind. Wir haben die StadtHarsovabesetzt. Längs •iier Donau Ruhe. Die norwegische presie lehnt öen englischen ^Schutz"' ab. Christian»«, 28. Oktober. (W.T.B.) Die hiesige Presse besänftigte sich gestern mit einem Artikel des Daily Ehroniele, der „effektive englische B e sch ütz Ii n g" für Norwegen in Aus- ficht stellt. Dies« unverhüllte Ankün- d i g u n g, gegebenenfalls Norwegens Häfen z u b e s e tz e n, l)at in der norwegischen Presse keinen Widerhall erweckt, im Gegenteil, eine nur zu verstand- liche nnd berechtigte Beängstigung hervorgerufen. — Tidens Tegn schreibt: Der Artikel verrät eine völlige Unkenntnis des ja auch gar nicht veröffent- lichten Inhalts der deutschen Protestnote und fußt ausschließlich auf dem Eindruck, den der deutsche Pressefeldzug und der U-Bootskrieg gegen Norwegen offenbar in England gemacht hat. — Ver- densgang schreibt unter der Ueberjchrift „Ein übertriebener >nnd tendenziöser Artikel": Jeder Norweger wird diese Auslassungen englifcherfeits richtig zu be- werten wissen, die jedenfalls zeigen, daß es in E n g- l a n d K r ä f t e g i b t, d i« j e tz t v e r s u ch e n, i in Trüben zu fischen. Zur dentsch-norivegische» Spannung. Kopenhagen, 27. Oktober. (Frkf. Ztg.) Die da- nische Presse bringt heute zahlreiche Ententekom- m e n t a r e zur deutsch-norwegischen Spannung. So bestimmt umrissen die Haltung der deutschen Presse ist, die von Norwegen nur die U n t e r l a f - sungiunneutraler Handlungen verlangt, so widerspruchsvoll und jeder einheitlichen Linie er- mangelnd sind die Ausführungen der französischen und englischen Blätter. Die Pariser Kommentare suchen hauptsächlich ein gewisses skandinavisches So- lidaritätsgefühl zu erwecken, das einen gemeinsamen Protest herbeiführen solle. Die dänischen Blätter geben alle diese Meinungen ohne eigene Stellungnahme wieder, beweisen aber durch Druck und Satz der Telegramme, daß sie diesen Ratschlä- gen keinen allziu großen Wer ^beilegen. Einschränkung des Personrnvertehrs. Berlin, 28. Oktober. Nach verschiedenen Morgen- blättern hat sich die preußische Eisenbahnverwaltung entschlossen, in dem Personenverkehr zu Gunsten des Güterverkehrs, der sich in den Kerbstinonnten auf den Eisenbahnen am stärksten zusammendrängt, einige Einschränkungen vorzn- nehmen. Ter Oberste Kriegsrat in Frankreich. Berlin, 28. Oktober. Wie sich das Berliner Tage- blatt melden läßt, trat am 26. Oktober im Elpsee unter dem Vorsitz Poinxar6s der Oberste Rat der nationalen Verteidigung Frankreichs zusammen. Englischer Bericht über den deutschen Vorstoß im Kanal. London, 27. Okt. fW.T.B. Amtlich.) Die A d m i r a l i- tat teilt mit: Letzte Nacht versuchten 10 feindliche Zer- störer einen Ueberfall auf unseren Transportdienst i m Kanal. Der Versuch mißglückte (?). Ein leeres Transportschiff wurde versenkt. Die Besatzung wurde gerettet. Zwei feindliche Zerstöre>: w 'rden vprienkt, die anderen wurden vertrieben. Man fürchtet, daß ein britischer Zer- störer verloren ging. 9 Mann der Besatzung wurden ge- rettet. Ein anderer Zerstörer wurde topediert und an Strand gesetzt. (Notiz: Dieser Meldung gegenüber verweisen wir auf den deutschen amtlichen Bericht.) Versenkt. Kopenhagen, 28. Okt. • (W.T.B.) Ritzaus Büro. Der Stavanger Dampfer .Lhsland" aus Bergen, der mit Eisenerz von Kirkenes nach Middlesborough unter» wegs war, ist vorgestern 4V Seemeilen südwestlich von Skudesnes von dem deutschen Unterseeboot „11. 30" ver - senkt worden. Die Mannschaft wurde von dem Unter- seeboot aufgenommen und gut behandelt, ö Granaten und ein Torpedo wurden gegen den „Lysland" abge- geben. Ein Unterseeboot, das durch Signale herbeigerufen worden war, nahm die Mannschaft des «Lysland" an Bord. Der König von Rumänien. Berlin, 28. Oktober. Wie dem Berliner Lokal- anzeiger aus Malmö initgeteilt wird, ist König Ferdinand von Rumänien in Iassy eingetroffen nnd hatte hier eine längere Besprechung mit der Königin, dem Kronprinzen und Bratianu. Der König ist durch die letzten Ereignisse sehr m i t g e n 0 m m e n. Berlin, 28. Oktober. Einer Genfer Depesche des Berliner Lokalanzeigers zufolge meldet das Petit Journal aus Bukarest, daß Prinz M i r c e a, der jüngste Sohn des rumänischen Königspaares, an Typhus erkrankt sei. Die Epidemie wüte in der Stadt und im Umkreis. Eisenbahnunglück. Berlin, 28. Oktober. Aus Basel wird dem Ber- liner Lokalanzeiger berichtet: Telegrammen aus Pisa zufolge stieß der Nachtzug G e n u a—R 0 m, der Pisa um 1.17 Uhr verläßt, in der Nähe der Stadt Tombolo mit einem Güterzug .zusammen. Es wurden 18 Fahrgäste verwundet. 9 davon sckMer. Der entstandene Sachschaden wird auf ungefähr 200 000 Francs geschätzt. Explosion. Bern, 27. Okt. (W.T.B.) Corriere della Sera mel- det aus Turin: In den Fabrikanlagen von Michelin er- eignete sich in einem Bombenlager eine starke Explosion, durch die das gesamte Magazin Vernich- tet wurde. Vier Personen wurden getötet, 20 verletzt. Seite 4 Kadischer Beobachter, Samstag, den 28. Oktober 1916 Klr 498 Großh. Hostheater Karlsruhe« Spielplan für die Zeit vom 28. Okt. bis mit 6. Nov. 1916. I» Karlsruhe. (Angegeben ist der Preis für Sperrsitz 1. Abt.) Samstag, 28. Okt. 7. Sondervorst. Kleine Preise. «Der Waffenschmied". Anfang halb 8 Uhr, Ende %11 Uhr. (3 Mk.) Sonntag, 29. Okt., mittags 2 Uhr. 8. Sondervorst, zu besonders ermätztigten Eintrittspreisen. „Ein toller Ein- fall". Ansang 2 Uhr, Ende 4 Uhr. (1. Rang 2 Mk., Parkett 1.50 Mk., 2. Rang 1.30 Mk., 3. Rang 80 Pfg., 4. Rang 40 Pfg.). Sonntag, 29. Okt., abends 6 Uhr. A. 13. „Lohengrin". Anfang 6 Uhr, Ende nach 10 Uhr. (4.60 Mk.) Montag, 30. Okt. A. 12. „Der Herr von oben". Anfang halb 8 Uhr, Ende halb 10 Uhr. (4 Mk.) Dienstag, 31. Okt. B. 13. . „Die Zauberflöte". An- fang 7 Uhr, Ende nach 10 Uhr. >4.50 Mk.) Donnerstag, 2. Nov. A. 14. „Der Evangelimann". Anfang 7 Uhr, Ende gegen 10 Uhr. (4.50 Mk.) Freitag. 3. Nov. C. 13. „Das Dreimäderlhaus". Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uhr. (4.50 Mk.) Samstag, 4. Nov. 9. Sondervorst. „Der Ring deS Nibelungen" im Sonderabonnement zu kleinen Preisen. Vorabend: „Das Rheingold". Anfang halb 8 Uhr, Ende 10 Uhr. Preise des Sonderabonnements 16, 14, 12, 10, 8 G Mk. Sonntag, 5. Nov. 10. Sondervorst. „Der Ring des Nibelungen". 2. Tag: „Die Walküre". Anfang halb 6 Uhr, Ende 10 Uhr. In Baden-Baden. Montag, 6. Nov. 10. Sondervorst. „Der Waffen- schmied". Anfang halb 7 Uhr, Ende ^10 Uhr. Wcrtvaviere. Berlin, 27. Okt. (W.T.B.) B ö r s e n st i m m u n g s- bild. Die günstigen Nachrichten vom rumänischen Kriegsschauplatz weckten an der Börse weitere Unter- iiehmungslust. Bei gleichmäßiger Festigkeit auf allen Gebieten stiegen infolge reger Kauflust besonders Deutsche Erdöl, Laurahütte, Bochumer, Thale, Eisen- Hütten, ferner Schiffahrtsaktien und Werte der Schiffs- bauindustrie. Auch Schantungbahn stellte sich höher. Von russischen Papieren besserten sich russische Bankaktien weiter, während sich für russische Fonds weniger Jnter- esse zeigte. Deutsche 3prozentige Anleihen zogen dank der sehr befriedigenden Lage des Geldmarktes weiter an. Karlsruber Stanöesbuch-fiuszüae. Todesfälle. 25. Okt.: Hulda Reichwein, alt 79 Jahre, Witwe von Oskar Reichwein, Eifenbahn-Sekre- tär; Friedrich Nestlen, alt 71 Jahre, gefch. Ehemann, Reilender. — 26. Okt.: Willy, alt 5 Jahre, Vater Jakob Dinies, Schieferdecker; Karl Wiedmann, alt 41 Jahre, Ehemann, Buchhalter; Gustav Eberhardt, alt 70 Jahre, Ehemann, Fabrikarbeiter; Wilhelmine Kurr, alt 63 Jahre, Witwe von Friedrich Kurr, Priv. Beerdigungszeit u. Trauerhaus erwachsener Verstorbenen. Samstag, den 28. Oktober 1916. Ii Uhr: Friedrich Nestlein, Bäckermeister, Kronenstr. 12. — %12 Uhr: Wilhelmine Kurr, Privatiers-Wwe., Zähringerstr. 24. — %1 Uhr: Dr. David Molltor, prakt. Arzt, Kriegstratze 130 (Feuerbestattung). — 2 Uhr: Emil Gutmann, M»0* kier, Jnfant.-Regt. 113, 5. Komp., Goethestratze 47. —• %3 Uhr: Johanna v. Berg, Privatiers, Bachstrahe 34. — 3 Uhr: Karl Wiedmann, Buchhalter, Haizingerstraße 7. Auswärtige Gestorbene. Bad Dürrheim: Frau Adelheid Glunz, 79 I. Baden-Oos: Daniel Eckerle, Landwirt, 74 I. zjc Rheinbischofsheim: Frau Sternenwirt Wesel. Neustadt (Schw.): Gerfon Saum, 64 I. + Fre i« bürg: Pius Rothermel, Obersteuerkommissär a. DZ 62'A I. -z^c Saig: Frau Maier, Witwe, geb. Brugger, 76 I. Illingen: Wilh. Schmidt, Bürgermeister und Bezirksrat. H Fautenbach: Valentin Weber, Gemeinde- und Stiftungsrat, 62 I. * Offenburg: Alois Horcher, Kaufmann, Altschweier: Jgnaz Kist, Altbürgermeister u. Bezirksrat, 75^ I. >fc Stollhofen: Frau Altkronenwirt Karoline >Seifried, 66 I. 5 Konstanz: Johanna Hodapp, Briesträgers-Witwe, 65 I. 5 Radolfzell: Josef Boos, Zugmeister, 51 I. IE Bekmllttmachmtg. Die Auszahlung der Krie.isunterstütz»ngc>i für die I. Hälfte des Monats November findet nach Mastgabe der Ordnungszahl der 'Answeiskarten an folgenden Tage» statt: O.Z. 1 bis mit 2700 Donnerstag, den 2. November I9t6 „ 2701 „ „ 5400 Freitag, den 3. November 1916, „ 5401 „ „ 8000 Zamstag, den 4. November 1916, „ 8001 „ „ 10500 Montag, den 6. November 1916, „ 10501 bis Schluß Dienstag, den 7. November 1916, jeweils vormittag? von 8 Uhr bis '/-I Uhr und nachmittags von Uhr bi? 6 Uhr im großen Ralhaussaal. Im Interesse einer geordneten und raschen Abwicklung deS Aus- zahlungSgeschäktes mutz dringend darauf bestanden werde», dag die Bezugsberechtigten die vorgeschriebene Reihenfolge genau einhalten. Karlsruhe, den 28. Oktober 1916. 3609 Daö Bürgermeisteramt. Bekanntmachung. Wir bitten die hiesige Bevölkerung im Interesse der Allgemeinheit um rege Beteiligung an der durch unsere früheren Bekanntmachungen bereit; angeregten Sammlung von Oelfrüchten, Steinobstkernen, Kaffee- ersatzmitteln u. s. w. Bei unseren Sammelstellen: der städtischen Gartendirektion (Ettling er-Straße), dem Gaswerk f (Kaiser-Alice), sowie den Gemeinde- sekretariatc» der Vororte könne» abgeliefert werden Steinobstkerne von rohen, gedörrten oder gekochten Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen, Aprikosen, (nicht Pfirsiche) gewaschen und getrocknet zu 7 Pfg. daS kg Kürbiskerne, gereinigt und lufttrocken . . zu 10 Pfg. das kg Bucheckern zu 50 Pfg. das kjej. für Druck und Verlag, .Karlsruhe. Schwarzwald- Verein ©rlagntppf tirlsriche. Waudernvg: Sonntag, den 2». ONodrr »01« Achtln Sasbachwalden-Bisclien- berg—Brandmatt-Breitenbronn-^ Unterstmatt. M. SXbfaJbrt 8.14 Uhr S. Teilnehmer haben sich bis Sams- tag vormittag 12 Uhr in unsere» Geschäftsstelle bei Herrn Hofnlir- macher Franz Pecher, Kaiser» stratze 78, anzumelden. Großhttjoel.' Hoftljeajer zu Karlsruhe. S mstag, den 28. Oktober 1916. 7. Sonder-Vorstellung. Der Waffenschmied. Komische Oper in 3 Akten. Text und Musik von Albert Lortzing. Musikalische Leitung' G. Hofmann "Szenische Leitung: Peter Dumas. Perfonen: Hans Stadinger, berühmter Waffenschmied und Tierarzt Karl Giese» Marie, seine Tochter Th. Müllci? Reiche! Grasv. Liebenau, Ritter I. v. Gorko»! Georg, sein Knappe Karl Sendet vom «gl ?d»at-r,u !>.»> Adelhos, Ritter aus Schwaben Fritz Hancke Jrutentraut, Stadingers Base Marie Mosel-Tomschi' Brenner, Gastwirt und Stadingers Schwager I. Grötzingen Ein Geselle . Karl Arras Schmiedegesellen, Bürger und Bürgerinnen. Ritter. Knappen- Ritterfrauen. Pagen. Herolde. Reisige. Volk. Pause nach dein 1. und 2. Akte. Ansang: halb acht Uhr. Ende: nach zehn Uhr. Preise der Plätze: Balkon 1. 21M4. Mk., Sperrsitz I. Äbt. 3.— Mk. unv- GottesdicilstordilUttg. Karlsruhe. St. CtephaiiSkirche. Sonntag: 5 Uhr: Frühmesse mit Monats- kommuniou für den Dienstboten-Verein und Dienstboten-Kongregation; ö Uhr: hl. Messe; 7 Uhr: HI. Messe; Uhr: Militärgottes- dienst mit Predigt; >410 Uhr: Hauptgottes- dienst mit Hochamt und Predigt; *A12 Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt; 2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge; 3 Uhr: Vesper; %4 Uhr: Versammlung der Dienst- boten->Kongregation in der St, Vinzentius- kopelle; 6 Uhr: Roseukraiiz-Andacht mit Predigt und Segen. Vom 29. Oktober bis 6. Nobemlber wird die von den deutschen Bischöfen angeordnete Armenseelen-Andacht abgehalten, und zwar vom 29, Oktober bis Allerseelen durch Ab- beten des Rosenkranzes, sonst durch eine An- ^acht nach dem Magnisikat. RlteS St. ViuzentiuShauS. Sonntag: *47 Uhr: Austeilung der heil. ^Kommunion; 7 Uhr: hl. Messe; 8 Uhr: Amt; ¥ 2 6 Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen. St. Peter- und PauiSkirche. Souutag: Uhr: Beichtgelegenheit; 6 Uhr: Frühmesse; 6, ^7, 7, y 2 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion; y 2 S Uhr: deutsche Singmesse; M9 Uhr: deutsche Singmesse im Städt. Spital; 'AM Uhr: Hauptgottesdieust mit Hirtenbrief; ^12 Uhr: Kindergottes- dienst; 2 Uhr: Christenlehre für die Mäd- chen; 'A3 Uhr: Vesper; 6 Uhr abends: An- dacht zum Trost der arnten Seelen. Weihnachtstollekte für die im Felde stehen- den Soldaten der Pfarrei. Et. Beruliardusklrche. Sonntag: 6 Uhr: Frühmesse; 7 Uhr: hl. Messe; 8 Uhr: deutsche Singmesse mit Pre- digt; ^10 Uhr: Hauptgottesdienst mit Hoch- amt und Predigt; 11 Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt; 2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge; 'A3 Uhr: Vesper; 6 Uhr: Nosen- kranzandacht mit Predigt und Segen. Liebfrauenkirche. Sonntag: 6 Uhr: Frühmesse; 8 Uhr: deutsche Singmesse mit Predigt; 'AI0 Uhr: Haup^gottesdienst mit Amt und Predigt; 11 Uhr: Kind^rgottesdienst mit Predigt; %2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge; 'A3 Uhr: Vesper; 6 Uhr: Rosenkranzandacht mit Predigt und Segen. St. BonifatiuSkirche. Sonntag: 6 Uhr: Frühmesse; 8 Uhr: deutsche Singmesse mit Predigt; J^IO Uhr: Hauptgottesdienst mit Hochamt und Predigt; %12 Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt; 2 Uhr: Christenlehre für die Mädchen; 'A3 Uhr: Vesper; 6 Uhr: Predigt, Rosenkranzandacht und Segen. Daxlandeu tHeilig-Geist-Kirche). Sonntag: 6—8 Uhr: Beichtgelegenheit; %7 Uhr: Kommunionmesse; 8 Uhr: deutsche Singmesse; K10 Uhr: Amt mit Predigt; 11 Uhr: Christenlehre; 2 Uhr: Andacht zur Muttergottes; 'A3 Uhr: Vortrag und An- dacht für den christlichen Mütterverein; y,8 Uhr: Rosenkranzandacht für unsere Krieger. Beiertheim (St. Michaelskirche). Sonntag: 9£6 Uhr: Beichtgelegenheit; %7 Uhr: Frühmesse mit Austeilung der hl. Kom- munion vor- und nachher; Generalkommu- nion für die schulpflichtigen Knaben und Mädchen; 8 Uhr: deutsche Singinesse mit Predigt; %10 Uhr: Hauptgottesdienst mit Hochamt und Predigt; ^2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge; 2 Uhr: Kriegsbittandacht mit Segen; 7 Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen. Rüppurr (St. Nikolauskirckie). Souutag: 6 Uhr: Beichtgelegenheit; ^8 Uhr: Frühmesse mit Austeilung der hl. Kom- munion; 9 Uhr: Hochamt mit Predigt; 2 Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen; 7 Uhr: Kriegsandacht. Grünwinkel lSt. Josefskirckiei. Sonntag: y 2 1 Uhr Beichtgelegenheit; J 48 Uhr: Frühmesse mit Austeilung der hl. Kom- munion; 'A 10 Uhr: Amt mit Predigt und Generalkoinmunion der Jungfrauenkongrega- tion; %11 Uhr: Christenlehre für die Jüng- linge; 2 Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen; 'A§ Uhr: feierliche Aufnähme in die Jung- frauenkongregation mit Predigt. Durlach. Stadtkiritie Durlack. Sonntag: 7 Uhr: Frühmesse und General- kommunion der Chriftenlehrpflichtigen; Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt; J^IO Uhr: Hauptgottesdienst mit Hochamt und Predigt; 11 Uhr: Christenlehre; 2 Uhr: Vesper; 6 Uhr: Rosenkranz mit Segen. Durmersheim. 1. Pfarrkirche. Sonntag: 7 Uhr: Frühmesse (Monatskommunion der Schüler 2. Abt.); 'A9 Uhr: Schü- lergottesdienst; 'A10 Uhr: Amt mit Predigt; yfi Uhr: Christenlehre für Mädchen; An« dacht zur hl. Familie; 7 Uhr: Andacht; Ver« sammlung des Müttervereins. Montag: 'AG Uhr: best. hl. Messe zu Ehren des hl. Joseph; 7 Uhr: best. Seelenamt sür Edmund und Eugen Fallmann, sowie David Fröhlich; best, hl. Messe für Franz Wunsch und Karl Fröhlich. Dienstag: 2. Opfer, Seelenamt für Jgnaz Müller; best. hl. Messe für Andreas Ham« mer und Eltern; best. hl. Messe für Katha» rina Schlager geb Fröhlich und Angeh. 2. Wallfahrtskirche Bickesheim. Sonntag: 7 Uhr: hl. Messe; y,4 Uhr: Andacht. Werktags: 7 Uhr: hl. Messe. Samstag: 0 Uhr: Wallfahrtsgottesdienst- Beichtgelegenheit: jeden Morgen sow>^ Samstags nachmittags. 3. Filialkirche Würmersheim. Sonntag: y 2 Q Uhr: deutsche Singmesse Predigt; Christenlehre.