Nr. KG Abend-Ausgabe Karlsruhe, Dienstag, den 18. Januar 1916 54» JahrMng Bad ischer Beobachter Fernsprecher S3S ^auptorgan der badischen Zentrumspartei Postscheck: Karlsruhe *8!^ Erschcint an allen Werktiiglii in zwei Ausgaben — Bezugspreis: In Karlsr«he durch Träger zugestellt vierteljährlich Mk. 2.00. V«n der Geschäftsstelle oder den Ablagen abgeholt, monatlich «5 Pf. Auswärts (Deutschland) Bezugspreis durch die Post Mk. 3.35 vierteljährlich ohne Bestellgeld, bei Vorauszahlung. Bestelliiuaen in Oesterreich-lliigarn, Luxemburg, Belgien, Holland, Schweiz bei den Vostanitalten. UebrigeS Ausland (Weltvostverein) Mk. 9.50 vierteljährlich durch die Geschäftsstelle. Bestellungen jederzeit, Abbestellungen nur auf VierteljihrSschluß Beilagen: ' Je einmal wöchentlich: daS illustrierte achtseitige lliiterhaltungSblatt „Sterne und Blumen" das vierseitige UnterbaltungSblatt „Blätter für den Familien- tisch" und „Blätter für Hans- nnd Landivirtfchaft" Wandkalender. Tafchenfahrpläne usw. 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Nachrichtendienst, Handelsteil und den allgemeinen Teil: Franz Wahl Evrechstunben: von bald 12 bi« 1 Ubr mittag» Verantwortlich: Für Anzeige» und Reklame»: Frau, Pfeiffer in Karlsruhe Tagesbericht vom Großen Hauptquartier. Großes Hauptquartier, 18. Januar. M.T.V. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Allgemein war die Feuertätigkeit an der Front bei meist klarem Wetter gesteigert. Leus wurde wie- dernm lebhaft beschossen. Zwei englische Flngzenge unterlagen bei P a s s ch e n d a e l e und L a d i - ij e l c (Flandern) im Lnstkamps. Von den vier Insassen sind drei tot. Ein französisches Flugzeug wurde bei M e d e w i ch (M o h e u v i e) von einem unserer Flieger abgeschossen. Führer und Beobachter sind gefangen genommen. Gestlicher Kriegsschauplatz. Bei D ü n h o f (südöstlich von Riga) und südlich von W i d s Ij gelang es den Russen unter dem Echntze der Dunkelheit und des Schneesturmes, vor- geschobene kleine deutsche Posticrnngen zu überfallen und zu zerstreuen. öalkankriegsschauplatz. Nichts Neues. *6 je Oberste Hnrcsleituug. Krieg zur See. "tetgen der Frachten und Mangel an Schiffsraum. (W.T.B.) Nach dem Fachblatt L . J 1 '!)' lft die Tendenz am Frachtenmarkte sicherst fest. Die Frachtsteigerungen von von den Unionstaaten und von Argentinien m>o außerordentlich, so daß es schwierig erscheint, ie höchsten Notizen hierfür festzustellen. Der Be- nach Schisfsranni ist ständig im Steigen be- «Elfsen, die Verfrachter sind geradezu wild im Kampf m" 1 Tonnage; das Schiffsangebot ist infolge der Herzog er mrg beim Ausladen in den Häfen sehr zu- rnckgegangen. Der- Hafen Londons ist über- N-llt mit Schiffen. Die Frachten am östlichen Markt verfolgen ebenfalls eine steigende Richtung. Für »nachten von B o m b a y nach London werden außer- ordentlich hohe Beträge bezahlt. Ruch die heim- rammenden Frachteil steige». Aus Argentinien nls Ji 1 ' Inn ' daß die Verschiffe? ihren Bedarf nicht ueoeckt bekommen können; wenn es doch geschieht, ni 'f Kosten der übrigen Märkte, die w dringend Schiffsraum benötigen. * (W.T.B.) Storfliolm, 17. Jan. (W.T.B.) Der schwe- dp.- -?? ^linerikadampfer „Stockholm", der auf Q » f Ä* 1,011 Newyork nach Goeteborg in Kirkwall bi'i-oi „ »? tWR d en ist, soll, Mitteilungen der Reo in» >;„ J e ', nQ( ^ Liverpool geführt worden sein, einen Te?l der Ladung zu löschen. )GD( Der Krieg mit Italien. Berii»^?italienische Regierung. meldet aus o ^ nu ' Ter Berliner Lokalanzeiger Deput j er* 00 ? 01 Wandelgänge der Äent 'Srrnin • Jf ' a " r m e r in Roni waren nach eianiss» diesen Tagen sehr belebt und die Er- ei flrtiffp «ü u 'tien xül Die Ref '^°"tenegro wurden eifrig besprochen, das ? 1 f 0 3 t ci l i st c to haben der Regierung Die »J; J 1 ihrer Unter st ü tz u n g angesagt, teiei, Einigkeit und der Verzicht der Par- ibivi, oL Aktion seien schöne Sachen, die aber feit L - verfehlten, wenn die Regierungstätig- »na u ' n P. e - Das Blatt schließt mit der Warn- ser<> Regierung: Wir werden weiter un- oiis-.^ 't tlin, nicht um die öffentliche Meinung dp» siegeln, wohl aber um ihr die Gefahr zu zei- L_ 5'j 1 , ste wachzuhalten. Wir wollen nicht, daß ^chlas^en e 'd t^ plötzlich gewaltsani ans dem ^>e Unzufriedeuheit der italienischen Soldaten. iti»f'/ art treibt den Neuen Zürcher Nachrichten, vou Mitraler-, uicht schweizerischer Seite, die, auf der Auckrerse von Italien 'begriffen, sich einige Zeit in * aufgehalten hat: vielen Klagen, über die „schlechte Auf- Ehrung" der italienischen Soldaten, die über die j"ngste„ Festtage auf Urlaub nach Hanfe ziehen joiinten, haben die plötzliche S i st i e r u n der U r - j a u bserteilunge n zur Folge gehabt. Das nalwnische ^lriegsniinistenum gab als Grund die Gefahr der Verbreitung ansteckender Krankheiten an. Es ist aber eine Tatsache, daß viele der Beurlaubten zu verzweifelten Mitteln grif- fen, um nicht mehr an die Front zu- r ii erde man sich bis ans einige Aenderiingen befreunden. Man sei auch zu weiteren Opfern bereit, wenn sie der Krieg fordere. (Leb- hafter Beifall.) Die Wünsche auf Aendernng des Wahlrechte sei aber gerade jetzt wenig zeitgemäß. wo es daraus ankomme, die Einigkeit unter den Parteien aufrecht zn erhalte». Das jetzige Wahlrecht vertreten am besten die Interessen des Volkes (Zuruf des Abg. Liebknecht: Geben Sie dem Volke das Reichstagswahlrecht.) lieber allen Einzelheiten, fuhr der Redner fort, steht die Frage: Wann wird dieser furchtbare Krieg ein Ende ha- ben? Leider sei ein Ende nickst abzusehen. Jetzt gelte allein feste Entschlossenheit. (Bravo!) TaS Schwert, das wir führen, sagte der Redner, ist ganz rein. (Zuruf Liebknechts: Ist nicht wahr. Rufe: Raus!) Die Verantwortung traacu die, die de» Krieg heraufbeschworen haben. (Liebkneck't ruft: Sie treiben Eroberungspolitik! Rufe: Raus!) Unsere Gegner rechnen noch immer mit miserer materiellen Erschöpfung. Wir wollen durchhalten, schloß der Redner, wir wollen unseren Briidern, wenn sie wieder kommen, sagen können: „Ihr habt Großes geleistet, aber auch wir haben getan, was in unseren Kräften stand." (Lebhafter Beifall.) Regierungserklärung zur Wahlrechtofrage. Berlin, 17. Jan. (W.T.B.) Bei der Etatberatnng im Abgeordnetenhause erklärte der Mini st e r des JnnernvonLöbell: Die Regierung hält zur Erhaltung und Stärkung des preußischen Staates ein Zusammenarbeiten mit den Parteien für durch- aus notwendig. Sie hält es aber nicht für ange- zeigt, die Frage des p r e u ß i s ch e il W a h l r e ch t s jetzt einer endgültig?,,' Lösung entgogenführen zu wollen. Sie ist entschlossen, ivenn die Massen ruhen, an die Lösung dieser Fragen heranzugehen. Bis dahin muß diese Frage dem politischen Leben sernge- halten werden. Die Mitteleuropäische Wirtschaftskonferenz. Dresden, 17. Jan. (W.T.B.) Im Lause der heutigen von Herzog Ernst Günther zn Schleswig-Holstein geleiteten Verhandlungen be- faßte sich die Mitteleuropäische Wirtschaftskonserenz vor allem mit der Frage der V o r z n g 6 b e h a n d- l» n g nnd der gemeinsamen F ii h r u n g von Hände l S v ertragsverha ndlungen ge- geniiber dritten Staaten, wobei daS Einverständnis mit den Beschlüssen der Wiener Konferenz bestätigt wurde Weiterhin wurde die Stellungnahme zn den anderen Ländern erörtert. — Eine eingehende Besprechung erfuhren die Möglichkeiten der g e - g e n f e i t i g e n D n r ch d r i n g n n g des Wirt- schaftslebeus der Z e » t r a l in a ch t e, vor allem auf dem Gebiete der Ausgleichung nnd Ver- eiicheitlichimg der Zotttarifschemata, des Eisenbahn- tariss, des Wasserstraßenverkehrs nnd der Rechts- ansgleichnng. — Das Wort ergriffen zu den verschiedenen Punkten: Geh. Rat Dr. Julius Wolf- Berlin Professor an der Technischen- Hochschule. Geh. Rat Dr. Rießer, Präsident des Hansabnndes. Exzellenz Sztrenyi-Biidapest. Sektionschef Brosche, Ministerpräsident a. D. Wekerle-Budapest, Finanz- minister a. D. Ernst Freiherr von Plehner-Wien. Wirtl Geh. Rat Osel, Mitglied des bayer-iche» Landtags, in Pasing bei München, Handelskammer- rat Kraus-Wien, Baron 5t'nfsner>öndapest. Erzel- lenz Mehnert-Di'esden, Professor Landesberger- Wien nnd Syndikus Freymark von der Handels- kammer Breslau. Das wirtschastopolitische Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich Ungarn. Berlin, 17. Ja». (W.T.B.) Deutsch-österreichischer Wirt'chaslsbnnd. Der ständige Ausschuß des d e n t s ch e n L a n d w i r t s ch a s t s r a t s hat kürz- lieh über das wirtschaftspolitische Verhältnis zwischen Oesterreicb-Ungaril nnd dem Deutschen Reick)« ver- handelt und hierzu sollenden Beschluß gefaßt: Die Ereignisse des gegenwärtigen Weltkrieges haben cuut iRmasiÖottun.a ist wwschMMeo NeMMLe Europas bewirkt, die für die künftige Volkswirtschaft der mitteleuropäischen Staate» von größter Bedeutung ist. - Während die wirtschaftlichen Verhältnisse von Landwirtschaft,. Industrie und Handel bisher durch internationale Beziehungen geregelt wurden, sind die verbündeten europäischen Zentralmächte hinsichtlich Erzeugung und Absatz nunmehr aus ihr eigenes Gebiet beschränkt. Obgleich mit Friedens- schluß hierin eine Besserung eintreten dürste, so muß doch aus längere Zeit mit einer fortgesetzten feindseligen Gesinnung unserer jetzigeil Gegner gerechnet werden, wofür deutliche erkenn- bare Anzeichen wahrnehmbar sind. Hieraus er- glbt sich für unH die N o itoc it 1) i -g fc i t, ein Wirtschaftsgebiet von größerem Um- s a u g e z u werde u. Zur Verwirklichung dieses Zieles ist znnäckK ein engeres wirtschaftspolitisches Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich, Ungarn ins Auge zu fassen. • * Berlin, 17. Jan. (W.T.B.) Der Reichsanzeiger veröffentlicht ein Ausfuhr- und Durch f u h r« verbot für HoIzschu h e; serner eine Bekannt« machnng über kiinstliche Düngmittel. /luslanS. Die Teuerung in Frankreich. JNB. Paris, 17. Jau. (Indirekt.) Ter Hamme Enchaine bespricht in einem äußerst kritischen Artikel die Teuer ii ii g s kr i se in Frankreich. Er schreibt: Die Krise wächst von Tag zu Tag. Man hat uns versprochen, ihr abzuhelfen, aber es ist uicht gesche- hen. Die hohen Preise habe» direkt ein« Art staat- lichcr Sanktion erhalten. Die Frage des Gefrier- flinsches ist immer »och im Stadium der Beratung. Man sieht die Gefahr, man erkennt auch, daß dem Spiel der fortgesetzten Steigerung der Preise keine Grenze gesetzt ist. Immer teuerer, immer teurer, das ist das Siaisonnement der speknlatipen Lkausleute, denen das Gesetz eine Stütze gibt, den Staat zu schädigen. Dir Thronrede zur Eröffnung des schwedischen Reichstages. Stockholm, 17. Jan. (W.T.B.) Die vom König bei der heutigen Eröffnung deS Reichstags im Reichstagsfaal des königlichen 'Schtoffes vorgelegte Thronrede bespricht den immer umfangreicher werdenden Kampf, dessen Ergebnis über die Zn- knnst der Völker entscheiden werde. Die Regierung hoffe lebhaft, daß die Neutralität, die sie zu Beginn des Krieges erklärt hgbe, auch in Zukunft beobachtet werden könne. Die Rede sagt serner: Die zur Aufrechterhaltung der Neutralität und des Selbstbestimmnngsrechts «Schwedens vermehrten Streitkräfte zn Lande nnd zu Wasser müssen sich stets bereit halten. Das schwedische Volk hat im Verstössen?!! Jahr in mannigfacher Weise unter den Wirkungen des Krieges gelitten. Die Krieg- führenden! vernachlässigten immer mehr die Grundsätze des Völkerrechts und ihren Zweck, die Beschirmung der Neutralen und die Begrenzung der gewaltsamen Handinngen des Krieges gegen- über dem friedlichen Verkehr. Schweden, dessen glorreicher Anteil an der Sck>öpfung dieser Grnnd- fatze bekannt ist, hat teilweise zustimmen mit den Regierungen der beiden anderen skandinavischen Länder Maßnahmen zur Ausrechterhaltnng diC|er anerkannten internationalen Grundsätze ergriffen.. Die Haltung der kriegführenden Mächt«.' verursacht dem schwedische» Volk erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Regierung hat mvhreremale gegenüber Versuchen, de N schwedischen Handel unter fremd« Aufsicht zn sie I Ie n, einschreiten müssen. Die Arbeit für die Stärkung der Landesverteidigung muß ohne Verzug fortgesetzt werden. Trotz großer Sparsamkeit im Budget würde» Entwürfe zu einer neuen Sie n e r vorgelegt. (Die Kosten für Auf» rechterhaltniig der Neutralität sind für das Budgetjahr auf 53 Millionen Kronen veranschlagt.) Die Thronrede bemerkt, die Regierung habe die Absicht, dem Reichstag vorzuschlagen, besondere Abgeordnet« auszuwählen, die mit der Regierung geheime Fra- ge» überlegen sollen, wie dies z. B. im Herst 191$ bereits der Fall gewesen sei. •«exe5§>o° öaöischer Landtag. öer önügetkommisflon öer Aweiten Kammer. IS. Sitzung am Freitag, den 14. Januar 191«. Gegenstand: Beratung der „Zweiten Deuk<> schrist der Großh. Staatsregierung tibei/ ihre wirtschaftlichen Maßnahmen w ä h r e,n d des Kriege S", 2 Seite 2 Kadischer Beobachter, Dienstag, den 18. Januar 1916 Ur. 26 Zur Beratung kommen zunächst die wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung auf dem Gebiete der Jagd und Fischerei. Ter Berichterstatter gibt an der Hand der Denkschrift einen kurzen Ueberblick über die getroffenen Maßnahmen und hebt hierbei be- sonders die Einführung von Wochenjagdpässen an solche zum Heeresdienst Einberufenen, die sich auf kurzem Ur- laub iu der Heimat aufhalten, sowie die Erlaubnis zur Abhaltung von Treibjagden an Sonn- und Feiertagen hervor. Zu letzterer Maßnahme bemerkt der Herr M i n i st e r des Innern erläuternd, daß nicht Treib- jagden schlechthin, sondern nur sogenannte Drückjagden, bei denen größerer Lärm vermieden werde, an Sonn- und Feiertagen von den Bezirksämtern gestattet werden könnten. Ein Mitglied srägt cm, ob die Negierung beabsichtige, nach dem Kriege Ausländer als Jagdpächter auszuschließen, und bittet, bei den Militärbehörden dahin zu wirken, daß die Ausübung der Jagd auf den zu den techtsrheinischen Festungsbcreichen gehörenden Gemark- ungen erleichtert werde; seitens des Militärs würden zu viele Ausweise verlangt, obschon die Ausstellung von Waffenschein nnd Jagdpaß genügende Sicherheit für die Zuverlässigkeit der Jäger gewähre. Gefährdungen mili- tärifcher Interessen wären auf dem badischen Gebiete nicht zu befürchten. Durch die Einschränkung der Jagd- ausübung erlitten die Gemeinden auch finanzielle Ein- büßen; so sei eine Gemeinde von ihren Jagdpächtern auf Herabsetzung des Pachtzinses im Hinhlick auf das mili- tärische Verbot der Jagdausübung verklagt worden. Das Gericht habe den Anspruch dem Grunde nach als berech- tigt anerkannt. Der Herr M in i st e r erklärt, die Großh. Regierung sei bereit, wegen Erleichterung der Jagdausübung mit den Militärbehörden in Verbindung zu treten; man müsse aber die Frage von dem höheren Interesse der Sicherheit des Vaterlandes aus betrachten. Schädigungen, die aus diesen militärischen Maßnahmen sich ergäben, müßten wie andere KriegSschäde^i getragen werden. Ausländer hätten schon nach der jetzigen Gesetzgebung keinen Rechtsanspruch auf Zulassung als Jagd- Pächter. Ob feindliche Ausländer später überhaupt noch zugelassen werden solle», werde nach dem Kriege geprüft werden. Hier wird die Beratung der Denkschrift abgebrocken und in die Beratung verschiedener Anträge eingetreten. Zum Antrag der Abgg. Fischer und Gen., die Erweiterung der Zuständigkeit der Fleisch- beschau betr., der zunächst zur Behandlung kommt, gibt der Berichterstatter eine schriftliche Aeußer- ung des Ministeriums des Innern bekannt, wonach eine Uebertrogung der Erlaubnis zur Ausstellung von Ge- sundheitsscheinen für Vieh, das aus Ortschaften, in denen die Maul- und Klauenseuche herrsche, ausgeführt wer- den soll, auf die Fleischbeschauer nicht zulässig sei, da diese Befugnis reichsgesetzlich den Tierärzten zustehe und die einzelnen Bundesstaaten hiervon keine Abweichungen zulassen könnten. Zur Begründung des Antrages wird von einem Mitglied vorgetragen, durch den Mangel an Tierärzten werde die Untersuchung der Tiere vielfach ungebührlich verzögert; es feien Fälle vorgekommen, in denen die Untersuchung erst nach 5 bis 6 Tagen stattge- künden habe. Dadurch entstehe den Viehbesitzern oftmals bedeutender Schaden, da in der Zwischenzeit das Vieh erkranken oder bei Schlachtungen das Fleisch verderbe» könne. Der Antrag werde dahin erweitert, daß die Er- Weiterung der Befugnisse »er Fleischbeschauer nicht nur für die Fälle der Ausfuhr von Vieh aus verseuchten Ort» schaften, sondern auck der Verwertung deS Fleisches von notgeschlachtetem Vieh gewünscht werde. Von einigen Mitgliedern wird ausgeführt, es fei nicht empfehlenswert, den Fleischbeschauer:; das Recht zu gewähren, in dem gewünschten Umfange Gesundheitsbescheinigungen auszustellen, da ihnen hierfür die nötigen Vorkenntnisse fehlten. Die Fleischbeschauer selbst lehnten die ihnen damit aufgeladene Verantwortung ab. Von anderer Seite wird dagegen hervorgehoveii, daß die Verzöger- ung der Untersuchung durch die Tierärzte in der Tat er- hebliche Mißstände mit sich bringe, deren Beseitigung die Regierung ihre volle Aufmerksamkeit schenken solle. Ein Mitglied schlägt vor, für die einzelnen Gemeinden bestimmte Tage festzusetzen, an denen der Bezirkstierarzt regelmäßig erscheinen und alle Untersuchungen vornehmen kömie. Ein Regierungs Vertreter führt aus, die Vorschrift, wonach Vieh aus verseuchten Ort- schaften nur mit tierärztlichem Gesundheitsschein ausge- führt werden dürfe, beruhe auf Beschlüssen des Bundes- tats; sie sei im Interesse der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche und zum Schutze unseres Viehbestandes unbedingt erforderlich. Die Regierung sei aus diesen Gründen nicht in der L»ge, beim Bundesrit eine Aender- ung der Vorschrift anzuregen. Die v,rgetragenen Be- schwerden dürften nur einzelne Fälle betreffen, da allge- meine Klagen im Sinne des Antrages Sein Ministerium des Innern nicht bekannt geworden seien. In gleichem Sinne erklärt der Herr M i n i st e r, daß den Fleisch- beschauen, die Ausstellung von Gesundheitsscheinen für t)ie Ausfuhr von Vieh nicht erteilt werden könne; soweit eine Erweiterung ihrer Befugnisse beim Beschau von Fleisch bei Notschlachtungen in Frage komme, handle es sich um einen heute neu vorgebrachten Wunsch; die Regier- ung werde daher die Frage nach dieser Richtung nochmals prüfen. Dje Abhaltung von Amtstagen durch die Bezirkstierärzte in den einzelnen Gemeinden ihrer Be- Theater unö Kunst. Gr«ßl>. Hoftheater. Die Aufführung der „H uge- notten" am Sonntag gestaltete sich für die Theater- freunde besonders dadurch interessant, daß Frau Palm- Cordes zum ersten Male als „Valentine" vor da? Karlsruher Publikum trat. Diese Tochter des glaubenseifrige» Grafen St. Briö tr«l mit sehr heroischer Halt- ung auf, die leicht erkennen ließ, daß die hochdramatischen Wagnergestalten wie „Brünhilde", „Isolde" :c. ihre eigentliche Domäne sind. Auch ihr Vortrag verrät die geschulte, erprobte Wagnersängerin, die ihre Aufgabe großzügig gestaltet. Klare Deklamation, scharfe Nuan- cicruiig uud mächtige Akzente waren Vorzüge, die dabei pesonderS auffielen. Und doch, bei allen diesen ©ftcn« schaften war uns diese „Valentine" viel zu wuchtig im Gesänge, zwar wußte sie einige Pianostellen klar und fein zu g«ben, aber im allgemeinen überragte die „Heldin" an elementarer Kraft in Darstellung und Vor- trag doch zu sehr die liebende, edle Jungfrau, die ohne B egliche V o r b e st i m m u n g, erst allmählich, durch >re Liebe zu „Raoul" zur opfermutigen Heldin wird »nd ihre Liebe mit dem Tode besiegelt. Wir anerkennen gerne die erprobte tüchtige Sängeun bei Frau Palm- Cordes, aber nach unserem Empfinden ist ihre „Val5»i- Äne" gegen die ihrer Vorgängerin zu erdrückend. Die behen Töne klingen scharf und überragen daS, was man sonst unter „S i n g e n" versteht. Da Frau Lauer- Kottlar für hier unwiderruflich verloren ist, so sieht man in Theaierkreisen mit einigem Bangen der Lösung Dieser Frage entgegen. Hosfeiltlich gelingt es der Inten- Hanz, unter Berücksichtigung der Erwartungen de» Publi- flimS, die richtige Kraft zu finden, die imstande ist, uns «ine L a u e r - K o t t la r zu ersehen! — Herr Siewert hatte als „Raonl" einen glücklichen f>end. So viel uns bekannt, ist sein Vertrag gelöst, h. nach dessen Ablauf. Wir sind der Ansicht, daß mqn Herrn Siewert, der ein groß«? Repertoir besitzt, und Mit vielseitig ist, neben dem kommenden Tenor, Herrn M« ugebauer, behalten sollte. Da Herr Bussard ß»hr viel beschäftigt, könnte Herr Siewert, der sich «ich a!s „Tenorbuffo" sehr gut bewährte, ihn, manche zirke sei bereits allgemein verfügt worden; an solchen Amtstagen würden Zeugnisse gebührenfrei ausgestellt. Der Antrag der Abgg. Fischer und Genossen wird als- dann angenommen, (Schluß folgt.) öaöen. Karlsruhe, 18, Januar 1916. Aus drin Oberland schreibt uns ein im geschäftlichen Leben tätiger Leser unseres Blattes: Sehr geehrte Schriftleitung! Die durchaus gerechtfertigte Brandmarkung der Kunstpflege im Mannheimer Hoftheater in Nr. 14 veranlaßt mich zu einem Vergleich zwischen Stadt unid Land imd Ihnen mitzuteilen, wie nian hier in einem kleinen Ort des Oberlandes (350 Einwohner) von dem Ernst der Zeit durchdrungen ist. Grauenhafte Schilderung über das grenzenlose Elend in Polen durch aus Rußland zurückgekommene Urlauber machten solchen Eindruck auf einige hiesige Jungfrauen, ixife sie beschlossen, dem in der Kirche gesammelten Ertrag von 50 Mark noch etivas beizu- fügen. Zu dein Zwecke wurde ein Wohltätigkeits- theater veranstaltet. Bei Aufstellung des Programms kam es zu Meinungsverschiedenheiten darüber, ob in dieser schweren. Zeit neben einem ernsten Weih- nachtsstiick mich ein heiterer — jedoch ganz Harm- loser — Schwan? (nur Mädchenrollen) aufgeführt werden Idürfe. Die große Mehrzahl entschied sich dafür, auch etwas heileres zn bringen, mit der Be- grüttdung, itm die düstere Stimmung solcher vom Kriege besonders hart mitgenommener Einwohner zn verscheuchen. Das Unternehmen hatte in Hin- ficht auf die kleinen hiesigen Verhältnisse glänzenden Erfolg, um so mehr, als die G e f a m t einnähme im Betrag von 120 Mk. dein Pfarramt abgeliefert wer- den konnte. Die nötigen Auslagen wurden nämlich in hochherziger Weise durch die mitwirkenden Mäd- chen gedeckt. Die Aufführung wurde dann auf allgemeinen Wnnsch wiederholt, wobei zu Gunsten unserer Krieger noch 70 Mk. herauskamen. Allen Beteiligten und Spendern ein herzliches „Vergelt's Gott". Und nun, geehrte Schriftleitung, welche Kultur gefällt Ihnen mehr, die Mannemer oder die un> serige? (Die Wahl tut nicht weh! D. R.) Chronik. Aus SaSen. Karlsruhe, 18. Jan. Da in dem Kanton Bafel- Stadt neuerdings die Tollwnt unter den Hunden wieder ausgebrochen ist, wird die Ein- und Durchfuhr von Hunden aus den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land nach und durch Baden vom Ministerium des Innern mit sofortiger Wirk- ung bis auf weiteres verboten. ):( Heidelberg, 17. Jan. Fabrikarbeiter- i n n e n hatten in Frankental vor einiger Zeit zwei Arbeiterinnen gehörig verprügelt, weil diese sich mit gefangenen Franzosen eingelassen hatten. Eine der Franzosrasreundinnen hatte in- folgedessen 14 Tage lang das Bett hüten müssen und die wackeren deutschen Mädchen erhielten für ihre Tat wogen Körperverletzung je 5 Mark Geldstrafe. Bei der Strafabmessung hat das Bericht gebührend in Rechnung gezogen, daß die Mädchen aus gesun- dem vaterländischem Empfinden heraus gehandelt haben. Nun hat ein Heidelberger Herr, der durch die Zeitungen von der Bestrafung erfuhr, der ältesten der Verurteilten 25 Mark zugeschickt, damit sie und ihre Schicksalsgefährtin die Strafe bezahlen können, ohne ihren Besitz dadurch zu kürzen. )0( Mannheim, 17. Jan. Am Samstag wurde beim Ausfluß des Altrheins in den Rhein, Gemarkung Sandhofen, die Leiche einer seit 24. November 1915 vernlißten 23 Jahre alten ledigen Fabrik- arbeiten» aus Wäldhof g e l ä u d e t. Nach den ge- machten Feststellungen liegt Selbstmord vor. Beweg- grund hierzu ist «och unbekannt. )!( Mannheim, 17. Jan. Eine reiche^pende an Tabakfabrikaten für Heer und Flotte ist nach eineni Aufruf von der Tabakberufsgenossen- schaft aufgebracht worden. Von 813 Firmen wurden gezeichnet: 2 069110 Zigarren, 2 531 500 Zigaretten, 12130 Kilogramm Rauchtabak, 575 Kilogramm Erleichterung schaffen und da und dort einspringen. Es lohnte sich ibei den derzeitigen Verhältnissen sicherlich, diese Angelegenheit einer ernsteren Erwägung zu unterziehen. Den „Marcel" sang zum ersten Male Herr Hage- dorn. Er bewies durch die Wiedergabe, daß er die Partie fleißig studiert und sicher war, aber feine Stimme entbehrte die für diese ausgesprochene tiefe Baßrolle absolut notwendige Breite und ausgiebige Klangfülle des Fönes, sie drang nicht markig durch, wie es der Komponist vom Sänger verlangt. Ais echte Künstler fanden sich, wie immer, glänzend mit ihrer Aufgabe ab Frau von E r n st (Königin), van Gorkom (Revers), B ü t t - nci (St. Bris) uud Frau Müller-Reichel (Page) Chnc verschiedene kleinere und größere Schwankungen ging es nicht ganz ab, sowohl beim Ehor wie auch bei einzelnen Stimmen. Eine Probt sollte auch bei so be- Gewährten alten Opern stets stattfinden. Der Sanger des Meaurevert schien die paar Takte, die er zu singen hatte, recht ausdrucksvoll und farbenreich geben zu wollen, aber schön war es nicht loas er fang! Er wurde an knapper, scharfer aber richtiger Rhythmik und stimm- lichem Klang vom Sänger des Nachtwächter? mit dessen Aufforderung: „Ihr Bürger der Stadt allzumal" weit übertroffen. Die Regie sollte doch beim Ballett des 2. Aktes („Badende Mädchen") die b l a n e n Schleier, oder lieber das ganze Ballett weglassen; diese blauen Fittiche heben sich unvorteilhaft vom Gesamtbilde ab, zu dem sie absolut nicht passen. Dies« tanzenden Damen nehmen sich gegen ihre Umgebung geradezu ärmlich auS. Man könnte ja daS Ballett weglassen und dafür den Schlnß, den 5. Akt, etwas mehr vervollkommnen. von Stecken. t Freiburg, 14. Ja». Aus Kreisen der Bürgerschaft ist an ^ie Stadtverivalinng die Anregung gelangt, noch in dieseTn Winter ein« Reihe von Gastspielen aus- wärtiger B ühn e n zu veranstalten. In Betracht kämen in diesem Falle die Hofbühne Karlsruhe, Mann- heim. Darmstadt und vielleicht auch noch einige andere städtischen Bühnen. Der Prorektor der hiesigen Uni- versität hat zur Zeichuung auf Theaterplatzkarten zu sol- chen Gastspielen eingeladen, worauf fest« Kartenbestell- / Kautabak, 695 Kilogramm Schnupftabak, 600 Flaschen und Dosen Schnupftabak, 5000 Pakete Schnupf- tabak, im Gesamtwerte von 260 000 Mark. Es ist dies die zweite Spende der Tabakberussgenossen- schaft. g Weinheim, 18. Jan. Auf dem hier abgehal- tenen Abgeordnetentag des Ganverbands der Bergstraße des Bad. Militärvereinsverb an- des teilte Generalmajor Freiherr Roeder von Diersburg aus Karlsruhe mit, daß dem Landesverband durch das Sammelwesen bereits ^6000 Mark zugeflossen sind. Pforzheim, 18. Jan. Aus dem alten Pforz- heimer Gewerbe der F l ö s s e r ist jetzt der älteste der beiden noch lebenden ehemaligen Zunftgenossen, der 88jährige Johannes Miirrle. gestorben. Achern, 17. Jan. Aus dem Wege von hier nach Oberachern konnte eine Patrouille des hiesigen Re- giments zwei flüchtige Franzosen festneh- men. )?( Oberwolfach bei Offenburg, 17. Jan. Der fünfjährige Ludwig R a u b e r spielte auf der Wolf- brücke, fiel in das Wasser nnd ertrank, ^seine Leiche wurde geländet, sie hat zahlreiche Kops- wunden. X Freiburg!, 18. Jan. Oberbefehlshaber Gaede ist vom Sultan der Eiserne Halbmond ver- liehen worden. □ Kleinkems, 17. Jan. Hier brannten das Wohn- haus des Jakob Merstetter und der angebaute Wohnraum der Friedrike Fuchs nieder. Die Brand- beschädigten sind versichert. :: Vom Bodeufee, 17, Jan. In den letzten Tagen herrschte ans dem Bodensee eingewaltigerOr- ka n. Die Dampfboote hatten schwierige Fahrten. Ter See zeigt für den Monat Januar eine außer- ordentliche Pegelhvhe; während in normalen Jahren die Seehöhe zu Jahresbeginn 2.90 Meter bis 3 Meter beträgt, notierte man dieser Tage 3.40 Meter. X Badische Geometer im Felde. Von den badischen Gcometern sind 65, das sind 36 Prozent, zum Heere einberufen worden. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse haben sich bisher 18 Geo- meter erworben. flus anderen öeutschen Staaten. Neumarkt (Oberpfalz), 16. Jan. Bei der heutigen L a n d t a g s e r s a tz w a h I im Landtagswahlkreise Neumarkt wurde der Kandidat der Zentrumspartei, K. Oekonomierat Dr. Gößwein, Brauerei- und Gutsbesitzer in Neuinarkt, mit 5680 von 5862 abgegebenen Stimmen gewählt. Der Balkanzug. Stuttgart, 17. Jan. (W.T.B.) Die General- direktion der Staatseisenbahnen teilt mit, daß der Balkanzug von Konstantinopel nach Straßburg in Konstantinopel Dienstags und Samstags schon um 12.05 Uhr mittags statt um 1.14 Uhr nach- mittags abfährt. Lokales. Karlsruhe, 18. Januar 1916. □ Frdelitas, Verein kathol. Kaufleute nnd Be- amtrn. Der heutige Vereinsabend fällt aus. Die Mitglieder wollen sich an dein vaterländischen Abend in der Festhalle beteiligen. Ter Jsonzo und Oesterreichs Adriaküste sind durch den Weltkrieg in den Vordergrund der Interessen getreten. Der Krieg hat unsere Blicke wieder mehr auf jene herrlichen Länderftriche und hochromantischen Städte und Städtchen gelenkt, die es wahrlich verdienen, daß man ihnen größere Be- achtung schenkt als bisher. Die Urania in Berlin veranstaltete am Samstag einen Lichtbildervortrag über diesen Gegenstand, der seitens des Publikums lebhaften Zuspruch fand. Herr Professor P. S ch w a h n konnte sich als Vortragender selbst über- zeugen, wie viel Interesse seinem mit großem Fleiß und feinem Verständnis ausgeführten Werke ent- gegengebracht wird. Die farbigen Licktbilder waren von einer berückenden Schönheit. Der erklärende Text verhalf zu einein ganz hervorragenden Genuß, der in jedem Beschauer den Wunsch erweckt, diese im Bilde gezeigten Stätten einmal in ihrer ganzen Naturschönheit zu sehen. ungen in Höhe bon 18 065 Mark «ingegangen sind. Der Stadtrat stellt jetzt beim Bürgerausschuß folgenden An- trag: „Wir empfehlen die Veranstaltung von zehn aus- wärtigen Bühnengastspielen und stellen an verehrlichen Bürgerausschnß den ergebenen Antrag, zur Deckung eines dabei zu erwartenden Fehlbetrags die Summe van 1:2 000 Mark genehmigen zu wollen." # München. Kunstmaler und K. Professor Theo- dor Spieß in München, ein geborener Badener, volle» det am 20. Januar 1916 sein 70. Lebensjahr. Seit 45 Jahren ist er als Lehrer an der Münchener Kunst- gewerbeschnle tätig und hat dort mit großem Erfolge eine sehr ersprießliche Wirksamkeit entfaltet. Besonders in der Zeit, als die modern« Bewegung auf kunstgewerblichem Gebiet einzusetzen begann, war er einer der ersten an der Schule, der es verstanden hat, dieser Bewegung in der richtigen Weife Rechnung zu tragen u. in seiner Klaff« die schönsten Erfolge zu erzielen. Die groß« Reihe von Schülern, welche er herangezogen hat, wird sich wohl an diesen« Tage mit Dankbarkeit ihres Lehrers erinnern. Der Jubilar ist in Kenzingen iBaden) am 20. Jan. 1846 geboren und studierte Kunst und Kunstgeschichte an der Kunstschule in Karlsruhe, dann besuchte er die Münchener Akademie uud die dortige Kunstgewerbeschule, an der er Professor für Fachornamentik, industrielles Musterzeichnen und Blumenmalen wurde. Sein kunst- gewerbliches Schaffen ist weit über München, hinaus be- kannt. So erhielt er anch Rufe als Professor nach Ber- lin und Düsseldorf, die er aber ablehnte. Aus Bayern wurde ihm als Anerkennung seiner Verdienste das Ritterkreuz I. Klasse de? St. Michaelsordens ä. O., ans Baden der Zähringer Löwenorden oerliehen. Hochstbulen. Heidelberg, 17. Jan. (W.T.B.) Bei der Prorektor- wähl am Samstag, den 15. Januar, wurde Geh. Hofrat Professor Dr. ffarl B e z o l d zum Prorektor der Uni» versität fiir das Studienjahr von Ostern 1016 bis 1917 gewählt. 5 X Deutschiiiitionaler Handlungsgehilfen-Verband. Die Jahreshauptversammlung der hiesigen Orts- gruppe des Deutschnationalen Handliinasgehilsen- Verbandes, die am Dienstag, den 11. Januar, im .Moninger" stattfand, erfreute sich, obwohl fünf Sechstel der Mitglieder zum Heeresdienst eingezogen sind, eines guten Besuches und nahm in allen Teilen einen erhebenden einmütigen Verlaus. Der Leiter der hiesigen Geschäftsstelle gab einen umfang- reichen Bericht über Ortsgruppentätigkeit und Krankenkasse. Von den Mitgliedern stehen über 500 unter den Fahnen, 37 erlitten den Heldentod fürs Vaterland, 65 Mitglieder wurden mit Auszeich- nungen bedacht, davon 1 mit dem Zähringer Löwen- orden mit!Schwertern, 1 mit dem Eisernen Kren,; 1. Klasse. 33 mit den. Eisernen Krenz S. Klaffe, 20 mit der badischen Verdienstniedaille. sowie 10 mit anderen Auszeichnungen von Bundesstaaten. Obwohl au die Kasse starke Anforderungen gestellt wurden, sind die Kassenverhältnisse als sehr gut zu bezeichnen. An Kriegsunterstützungen konnteir an die Angehörigen hier bis jetzt weit über 1000 Mark ausbezahlt werden. Die Vorstandswahlen gingen glatt von statten. Großh. Hostheater. Konrad Dreher, der ans sei- ner Gastspielreise am Donnerstag, den 20. d. Mts., ein einmaliges Gastspiel mit Raudeneggers „Jägerblut" veranstalten wird, bringt dieses oberbayerisM Volksstück, in dem er vor sieben Jahren hier in der Rolle des Dorfbaders Zangerl als Einzclgast mit den einheimischen Darstellern auftrat, dieses Mal ausschließlich durch feine eigene Truppe zur Darstellung. Die bei den Gastspieleu oberbayerischer Volksschauspieler üblichen Zithervorträge hat der Zithervirtuose Sattler übernommen. ::: Wohltiitigkeitskonzert Palni-Cordcs. Die städtische Kriegsfiirforge bittet uns, aus deu Mittwoch, de» 19. Januar, abends 8 Uhr, im neuen städ- tischen Konzerthaus stattfindenden Richard Wagner-Abend der gefeierten Wagner- Sängerin Frau Palm- Cordes noch bejon- ders aufmerksam zu machen. Frau Palm-Cordes hat in den letzten Wochen ihre seltene Gesangskunst in verschiedenen Städten Teutschlands mit glän- zendem Erfolg in den Dienst der Wohltätigkeit ge- stellt; auch ihre Karlsruher Veranstaltung soll aus- schließlich den Zwecken der Kriegsfürsorge dienen, der der gesamte, nach Abzug der Unkosten, sich er- gebende Ertrag des so viel Genuß versprechenden Abends zufließt. Wir dürfen wohl zu dem Kunstsinn und der Opferwilligkeit der Karlsruher Einwohner- schaft das feste Vertrauen hegen, daß sie die Un- eigenniitzigkeit der beliebten Künstlerin durch zahlreichen Besuch des Konzerts lohnt und ihr so die Freude bereitet, den fast^zeliutausend bedürftigen Kriegersamilieu unserer Stadt eine schöne Summe spenden zu können. Auch die Großherzoglichen,Herrschaften werden das Konzert mit ihreni Besuch beehren. Ein ^ugenötag für öie weibliche ?ugenö m Karlsruhe. Der Kathol. Frauenbund Karlsruhe hat schon mehr als einmal bewiesen, ^daß er die wichtigsten Lebens- Probleme mit ganzer Seele erfaßt und mit großem Ge- fckiick zu verfolgen versteht. Wo er unler seiner rührigen, nimmermüden Leitung Sand anlegt, darf man ge- diegene Arbeit erwarten, keine Paradearbeit. st>nderu tiefschürfende Arbeit im Dienste der Menschheit. Die- sen' Eindruck hat man wieder von dem am letzten Sonntag veranstalteten Jugendtag für die katholische weibliche Jugend in Karlsruhe, dem die Idee einer geistigen Mobilmachung der weiblichen Jugendkräfte »n Dienste des Vaterlandes zu Grunde lag. In der Frühe des Tages waren d>« Mitglieder sämtlicher katholischen weiblichen Jugendorganisationen zur Generalkomm», nion in sämtlichen Pfarrkirchen eingeladen, um am Tisch- des Herrn die höchste Kraft zu schöpfen für die großen Aufgaben, die ihnen der Jugendtag stellen lollic. und die zahlreiche Beteiligung ließ erkennen, daß der Appell nicht vergebens erfolgt war. Nachmittags Uhr fand in der St. Stepbanskirche feierliche Paro!e-Aus- gäbe statt. Die Festpredigt des hochiv. Herrn Missionars B r u ck e r rief auf zur Weih« der Jungfräulichkeit an das göttliche Herz des Heilandes und zeigte, wie hier die ungebrochene Krafl der Jungfräulichkeit ihren Ur- sprung hat und im Aufblick zur Goitesmutter sich auslöst in segensvollem Denken und Handeln für die Kirche, für daS Gemeinschaftsleben, für die Familie nnd für das Vaterland. „ Am Nachmittag und Abend fanden im Eintrachts- saal Jugendtagungen statt für die Marianische Kongre- gation, die Jug«nd»bt«i!ung des Kathol. Frauenbundes, den Verein Kathol. Kaufm. Gchilfinnen und Be- amtiniren, die Arbeiterinnen-, Dienstboten- und weiblichen Jugendvereine. Das Programm war für beid» Tagungen gleichlautend; zwei getrennte Tagungen mutzten mit Rücksicht auf den Ranm^und die Zeit ge- wählt !verde». Beidemal ioar der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Mittelpunkt der Tagungen stand der angezeichnete Vortrag von Frl. Oberlehrer»- Helene Weber aus Köln über „I n g e n d kr ä f t s für das neue Deutschland". Nach einem Blick aus das Geheimnis der Menschwerdung Christi nnd die heiligste Frau lenkte die Rednerin das geistige Auge auf die Scharen draußen, von denen viele schon gefallen u>id vor unser Vaterland und uns eine schwere^ «erantwort- ung treten lassen; auch an die weibliche Jngend wird die verantwortungsvolle Frage gerichtet: Was wird aus ihrem Tode erwachse» für d:e weibliche Jugend? Sinnig auferstehen und den heiligen Schwur der Arbeit leisten. Was Deutschland weiterbringen wird, ist nicht Redeschwall, sondern Arbeit, nüchterne Arbeit. Viel Arbeit hat das Wirtschaftsleben des 20. Jahrhundert.» für die Frau gebracht; noch mehr Frauen als je müsse» sich nach dem Kriege zur Arbeit einstellen. Die Berufs sollen ihnen Lebensinhalt geben und dafür sollen sie ihre Talente ausbilde». Da hört mau oft das Wort „viel' leicht": Vielleicht in ein paar Jahren werde ich mich verloben! Da brauche ich die Arbeit nicht. Das lik kein Jugendwort. Was Jngendkrair hat. das bildet sie!» für einen Beruf aus und läßt sich nicht vom blinden Zufall beraten, fondern von Eltern, Lehrern usw. Be- rufSarbeit muß man auffassen als große Pfiichr u»> Verantwortung; sie ist ein Stück persönlicher Arbeit ni^ das Vaterland. Unser Wort muß ein heilige» sein; ma>> muß sich daraui verlassen können. Die Standes' olgainsationen müssen die Vertiefung bringen; lie min' sen den Menschen emporziehen. In jeder Arbeit ist i' 1 möglich, etwas Seelisches zu schaffen. In einen« Fa> cil' saal hat es ein« einzige Arbeiterin fertig gebracht, da? sich kein freches Witzwort mehr hären läßt. Die Bürge»' kund« hat den -Sinn, daß die Jugend hineinwachse ! de» Staat. Sic sollen wissen, daß Sie ein Stück dc» Ilr. 2G Kadischer Kcodachtcr, Dienstag, den 18. Januar 1916 Seite 3 Volkes und der Volkswirtschaft sind und sollen die Versicherungen ols eine Grogtat des Staates kennen lernen. Tas eigenste Schassensgebiet der Frau ist die Familie. Ter böse Feind raunt der Jugend ins Ohr:^ Schüttle den Zwang ab. Da kommt die Mutter und spricht mit der Tochter; vergessen Sic nicht, das; sie auch einmal jung war und daß die Lebensweisheit einer Mutter oiel mehr wert ist als ein paar französische Vokabeln und Bürgcrlunde. Sprechen Sic sich mehr aus mit Ihrer Mutter! Nehmen Sie sich auch der Geschwister an; erzählen Sie den Kleinen und arbeiten Tie mit den Geschwistern. Man hört ost das Wort „werbliches Dienst- sahr"; aus allein heraus klingt die Sehnsucht: Wir möchten bessere Mütter und bessere Hausfrauen haben. Wenn die Krieger heimkehren, haben sie eine Sehnsucht >ni Herzen »ach einem Heim, uach der stillen feinen Frauenarbeit im gemütvollen Heim. Sie werden das nur schaffen können, wenn Sie sich vornehmen, bessere Menschen zu werden. Aller Kampf ist hart, auch alle Arbeit an sich selbst. Darum seien Sie hart gegen sich selbst und gegen Ihre Kleinlichkeiten. Das hat uns die Zeit gelehrt. Ein Schwur musz ans den Opfern des Krieges wachsen, der heilige 'Schwur: Ich will ein bes- serer Mensch werden, ich will hart werden gegen mich selbst, wenn die Not in die Familie kommt. Wer Ivart :st gegen (ich selbst, hat ein weiches Herz für andere. Wo das Blut^über die Felder rinnt, braucht die Zeit die verklärende Frouenliebe. Zeigen Sie die Rächsienliebe, zuerst im kleinen Kreise, in der Familie; es ist nicht sozial gedacht, wenn Sie zuerst froren, ob die erste "iebe der Familie gehört Dann wird jener Frauen- typus der Großstadt verschwinden mit dem modernsten Kleid und dem hohlen Herzen, jener Frauentypus, der nichts versteht von der stärksten Kraft der Frau, der Reinheit. Lassen Sie diese Kraft in Ihnen nicht unter- gehen! Das ist die beste Frau, die nicht nur fragt, ist er meiner würdig, sondern auch: Bin ich seiner würdig? Dieselbe Reinheit müssen auch jene bewahren, die nicht heiraten. Nicht die alte Jungfer wollen wir, sondern Jungfrauschaft, die erkämpfte Jungfräulichkeit. Der uefste Segen muß von ihr ausgehen in einer Zeit, in der viel Unreinheit ist. Woher kommt diese Kraft? Mögen andere sagen: Ich stehe auf meiner Kraft, wir sagen: Wir stehen auf Gottes Kraft. Mag das Schicksal kommen, wie es will, wir wollen ein freudiges, from» u>es Geschlecht sein, das die Kraft im Herzen trägt. Deutschland, es mag kommen, was da will, Not und •J-cb, Frauen stehe» da tapfer nnd fromm! (Lebhafter Beifall.) Eni tiefer Gedanke lag auch dem übrigen Teil der Ver- anstaltung zu Grunde. In herrlichen lebenden Bildern aus dem Marienlebeu, von Frl. Maier-Kageneck und -nl. Ganter mit feinstein Kunstverständnis "nach künst- Richen Vorbildern gestellt, ließen das herrlichste ^ »gendvorbild aller Frauen schauen. Die Vorführung »er Bilder wurde begleitet von ebenso fein ausgewählten uiarianifchen Liedern, die Herr Chordirektor Steinhart mit einem Knabenchor, eiuem Frauenchor und zwei «nlistianen (ftrl. Heilmann und Frl. Reuter) mit Zartem, stimmungsvollen Harmoniumspiel zum Vortrag brachte, wobei die im Programm ohne Urheber genannten, vermutlich von Herrn Steilchart selbst kom- ponierten Stücke Ave Maria und Agnus Dei beson- dere Erwähnung neben anderen bekannteren KomPo- fitionen verdienen. Gesang und Bilder waren geeignet, das Herz höher zu erheben und in feierliche Stimmung zu versetzen. Anschließend an das letzte Bild: Mariä Himmelfahrt, mahnte der Geistliche Beirat Stadtpfarrer an unb Kreuz die Kraft zu holen für alle Kampfe und alle Not und nicht ohne den Vorsatz zu -Äte' «LS dem Gehör ten Praktische Arbeit leisten zu eS nicht mefc sei der letzte Gedanke, wenn iJiebc ffiuiThpÄ en iD ! lt - mt 68111 gemeinschaftlichen unaen im n,5. prächtige" klangen die beiden Tag- '^chb°ltia^bpr-'s Mariä würdig aus und werden einen TS Umdruck nicht verfehlen, abend?. F rau S7. puderte Frau^ Klara Schmidt, mit^r. '> , 11 a£a Sieb Naffi 1 inbmd nicht versohlen! enh? ™ 9 1 präsiderte Frau ^ ara Siebert. Beide Damen über- > "i ij "te ©rüjje der Berliner Fraueirbundtagung, m».. m. - i)et Jugendtag eine praktische Fortsetzung 1 Wie wir hören, sollen die Bilder aus dem lanenleben a.n i,'. Februar mit einem Vortrag für die utter wiederholt werden. ^rünöung öer Saüischen Gefell- fthast für Soziale hpgiene. f Karlsruhe, 16. Januar 1916. Im großen RathauSsaale fand heute nachmittag eiue Versammlung statt, die die Gründung einer Badischen Gesellschaft für Soziale Hygiene bezweckte. Erschienen waren dazu Vertreter der staatlichen Behörden, Gemein- oen BerufSvertretungen, Organisationen zur Gesund- ' »W^&e, Aerzte usw. aus ganz Baden. Eingeladen s-i'm einem vorbereitenden Ausschusse, der fihJ^ l: ' 0n '' c ^ e ' ten umfaßte, darunter auch der Vor- i>er Landesversicherungsanstalt, Geh. Ober- ^gierunysrat Beck. rrtor* "i ®. 0r W der Versammlung führte der Medizinal- Ministerium, Geh. Obermediziualrat Dr. limnJ et ' ^^^rühe. Dieser begrüßte alle Erschie- namentlich auch die Vertreter der Behörden. «iu'«'r Un Stele der Vereinigung umriß in längeren ^ Geschäftsführer des vorbereitenden »...J^usses, Dr. med. Fischer. Er legte ungefähr sol- drin.ii!^ Der gegenwärtige Krieg inahut uns ein- tf'rfial+im Q I= olle Ereignisse der Vergang«cheit, auf die grökt? Mehrung der deutschen Volkskraft Äie müsse» „'""^ksamkeit zu richten. Mehr als je zuvor Meiischcnl..^..!"^ eä S'lt, die schmerzlichen Verluste an . ' Uiiü G»,'nni>b«t imA Möglichkeit auszugleichen, die hygienischen Zustände in allen, namentlich abcr in den wirtschaftlich fchivachen Bevölkernngsklassen verbessert ivecden. Die VolkSgefnndheit erleidet aus inancherlei Gründen Schaden. Eine besonders verheerende Wirkung üben hierbei jedoch die sozialen Miß- stände aus. Und wenn auch die sozialen Verhältnisse in unserem Vaterlande keineswegs ungünstiger als in an- deren Staaten sind, so gibt es doch vielerlei auszubauen und neuzugestalten. Denn gerade erst in den beiden letzten Jahrzehnten hat man auf Grund wissenichaft- licher Feststellungen erkannt, lvie schwer die Gesundheit weiter Volkskreise, besonders der Volksjngend, durch die wirtschaftliche Ungunst beeinträchtigt wird. Aus dem Gebiete der Heilung von bedürftigen Kranken ist bereits vieles geleistet worden, es mutz jedoch dahin gestrebt werden, daß man in größerem Maße als bisher schaden- verhütend wirkt. Während wir aus dem Gebiete der Bekämpfung der VolkSfeuchen große Erfolge errungen haben, ist dies bei der Tuberkulose nicht der Fall gc- Wesen. Hier besteht ein Zusaminenbang zwischen den hygienischen und den sozialen Problemen. Schädigend auf die Volksgefuudheit wirkten die Verteuerung der Nahrungsmittel und der Wohnungsmieten, fördernd da- gegen die Arbeiterschutz- und Versicherungsgesetze. Die Vorarbeit auf dem Gebiete der sozialen Hygiene haben praktische Aerzte, Statistiker und Nationalokonomeu gemistet nnd eine Zusammenarbeit dieser Gruppen fand zum ersten Male auf dem Tuberkulose - Kongresse zu Berlin im Jahre 1899 statt. Seither werden die mannigfaltigsten Fragen durch Zusammenwirken .dieser Kräfte erforscht. Der Redner sprach sich für die Grüud- nnL einer Gesellschaft aus. die in diesem Sinne zu wir- ken habe, und für die Schaffung eines Sozial-Hygieni- schen Instituts. In der Aussprache begrüßte für das Ministerium des Innern Geh. Rat Dr. Arnsperger die Ver- sainmlung und versicherte sie, daß das Ministerium den Bestrebungen großes Interesse entgegenbringe. Aller- dings sei die Frage zweifelhaft, ob' nicht bereits bestehende Körperschaften durch Ausbau den Zwecken der neu zu gründenden Gesellschaft dienstbar gemacht wer- den können. Bürgermeister Dr. Weiß- Eberbach wies darauf hin, daß er bereits in der Ersten Kammer für die Gründung eines Sozial-Hygienischen Instituts eingetreten sei. — Geh. Rat Dr. Baumeister trat dafür ein, daß die Gesellschaft nicht auf Badeu beschränkt bleibe, sondern auf das ganze Reich ausgedehnt werde. Stadtrat Dr. Dietz wünschte, daß die Gesellschaft auch das Bevölkerungsproblem in ihr Programui aufnehme. Man soll den Leuten Gelegenheit geben, früher zu hei- raten, dann haben sie auch Freude an ihren Kindern. — Geh. Rat Dr. Lange erwiderte dem Vorredner, daß er in der Bevölkerungsfrage zu schwarz gezeichnet habe, eine einwandfreie Statistik bestehe noch nicht darüber. — Domkustos Dr. Retzbach-Freiburg nahm den bei- den Vorrednern gegenüber in der Frage der Bevölker- nngspolitik einen 'vermittelnden Standpunkt ein und übt Kritik an der juristischen Fassung der Statuten. Prof. Düring betonte, daß die Bevölkerungsfrage keine hygie- nifche, sondern eine ethische Frage sei. Wenn die Leute auch früher heiraten, bekommen sie doch keine Kinder, wenn sie nicht wollen. In seinein Schlußwort führte Dr. F i s ch e r aus. daß die Schassung einer gesamt- deutichen Gesellschaft für soziale Hygiene bisher nicht ge- glucks je:. n . Die Versammlung beschloß nun einstimmig die Gründung einer Gesellschaft fiir Soziale Hvgiene. Die Satzung wurde nach lebhafter Aussprache angenommen. Danach will die Gesellschaft das Material, das der Er- kenntiiis der sozialhhgienischen Zustände dienen kann, Ihltematisch gefülltineli und nutzbar gemacht werde. Die «eingebenden Körperschaften, die Behörden und Ver- waltuirgen sowie Vereine und Unternehmer usw. sollen durch geeignete Mittel (Mitteilungen, Angaben, öffent- licke Versammlungen, Veröffentlichungen in Zeitungen, Druckschristen usw.) zu Maßnahmen, die auf Grund wissenschaftlicher Forschungen nnd klärender Aussprachen uuter Fachleuten zweckdienlich erscheinen, angeregt wer- den. Ein Badisches Sozialhygienisches Institut soll-au- gestrebt werden. Bei der Vorstandswahl wurde Geh. Obermediziualrat Dr. Hauser zum Vorsitzenden, Geh. Oberregierungsrat Dr. Lange zum stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Alfons Fischer zum Geschäftsführer gewählt. Außerdem wurden noch Damen und Herren aus Karlsruhe, Mannheim, Eberbach, Heidelberg, Frei- bürg, Offenburg, Konstanz, Lörrach, 'Wiesloch. Kehl, Pforzheim und Baden in den Vorstand entsandt. § § Letzte Aachrichten Die Verhandlungen mit Montenegro. Wim. 18. Jan. (W.T.B.) Die Neue Freie Presse meldet aus authentischer Quelle über die Verhandlungen mit Montenegro: An: 1 3. Janu a r erschienen bei unseren Vorposten Atvei montenegrinische Minister und ein Major der Ar- tillerie nnd sprachen den Wunsch aus, in Kapitulationsverhandlungen einzutreten. Dieser Wunsch wurde an die kompetenten stelle,: weiter gegeben. Es erfolgte der sofortige Bescheid, die erste Voraus- setzung für die Einleitung nnd Weiterführimg der Verhandlungen sei die bedingungslose Was- fenstreckunq der montenegrinischen Armee. Beide Minister blieben in Cetinje. Der weitere Ver- kehr mit ihnen erfolgte durch Mittelspersonen. Unter den Waffen, die Montenegro niederlegen mub. werdei: alle modernen Feuerwaffen in: Sinne der europäischen Heerestechnik, auch jene Waffen uttö Erbstücke, die jeder mnnnlick>e Montenegriner trägt, verstanden. Die wehrhaften Montenegriner werden in größeren Grnppeii zusamnwntreten und die Waffen buchstäblich niederlegen. Die 5k o i: t r o l l e für die Waffeuniederlegung wird darin bestehen, daß unsere Truppen eine strategische Waldstreifnng vor- nehmen werden, so daß ganz Montenegro als ein großer Wald aufgefaßt imö nach seiner ganzen Breite abgegangen wird, damit sich nicht irgendwo Banden bilden und einen Guerillakrieg auf eigene Faust fortsetzen. Sodann wird die männliche, Waffen- fähige Bevölkerung in bestimmte Gegenden ver- wiesen, lvas wahrscheinlich bis in das hohe Greisen- altec hinauf nötig sein wird. Die montenegrinischen Frauen haben sowohl als Kombattanten, wie im Etappendienst am Kriege teilgenommen. Werdmgs stellte König Nikita schon seit längerer Zeit d:e Allszahlung der Löhne ein. worauf viele Frauen m die Heimat zurückkehrten, wohin ihnen auf zeit- weiligen Urlaub die Familienväter folgten, um den Unterhalt ihrer Familien wenigstens für einige Zeit sicher zu stelle,:. Die Frauen werden ausnahmslos in den Ortschaften belassen. Zur bedingungslosen Wafsenstreckung gehört auch die Uebergäbe sämtlicher Städte und Ortschaften und die Uebergabe aller Verkehrsmittel, namentlich der Eisenbahnen. Budapest, 18. Jan. L>chele, Schulz-Broniberg, Stubbeudorsf^ Frhr. von Wangenheiin, Warmnth, Dr. Werner^ Gießen, Werner-Hersfeld, Witt. Die Fraktion wählte zu ihrem Vorsitzenden Frhr. von Gamp-Massanen, zu dessen Stellvertreter! Abg. !Sch u l z, zum zweiten Vorsitzenden den Abg. I). Ii«. M u NT m, zum dritten Vorsitzenden den Abg. v o n S chele, zu dessen istellvertreter den Wg. Laux. Zur Vertretung der deutschen Frak- tion im Aeltesten-Ausschuß wurden die Abgg. Frhr. von Gainp-Massauen. Dr. Werner von Gießen und Frhr. von Scheie gewählt. Liebknecht wild. Berlin, 18. Jan. (W.T.B.) Wie die Blätter melden, hat der Abg. Liebknecht dkm Büro des Reick>stages mitgeteilt, daß er ans der Liste de» sozialdemokratischen Fraktionsmitglieder gestrichen und in die Liste der keiner Fraktion ange- hörigen Reichstagsabgeordncten eingetragen zu iver- den wünsche. - Der 1. Balkanzug in Konstantinopel. Konstantinopel, 18. Jan. (W.T.B.) Der erst« B a l k a n z u g ist gestern abend hier eingetroffen. Pera, 18. Jan. (W.T.B.) Unter allgemeiner Be- geisterung ist der erste Balkanzug hier einge- troffen. Bis Kutschuck Tschemedieh fuhr eine Ab- ordnung, bestehend ans Vertretern des Komitees für Einheit und Fortschritt, 'des Roten Halbmondes, der Nationalverteidigung, sowie türkische Journalisten und dem Dragoman Schmidt von der deutschen Botschaft dem Zug entgegen. Tie Ankunft in S t a m b n I erfolgte abends 7 Uhr. Der E in p - fang al,f dem festlich geschmückten Bahnhof lvar äußerst herzlich. Türkischerseits waren 'die Minister des Innern, des Handels und des Ackerbaues, der Kammerpräsident nnd viele Offiziere anwesend, deutscherseits Botschaftsrat Frhr. von Neurath, Generalkonsul Mertens. Die österreichische Kolonie vertrat Botschaftsrat Gnaf TrautManstorff, ferner war der bulgarische Gesandte Kolouchef zugegen. Eine Militärkanksagiiiig:. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unserer innigstgoliebten,treubesorgten Gattin und Mutter Christine Stapf geb. Lindau sagen wir dem Herrn Kaplan für die vielen Krankenbesuche, den ehrw. Schwestern des Bernhardushauses für die liebevolle aufopfernde Pflege während ihrer Krankheit, sowie allen fiir die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnis ein herzliches Vergelt's Gott. Karlsruhe, den 18. Januar 1916. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: 205 Philipp Stupf und Tochter Elvim. Bibliothek I. iJerrins bsk hl. Carl <«»«»»«. Karlsruhe. Geöffnet Souutags. St. StefanSpfarrei: Sofienstr.27.1.St.,t'/,-2' .Uhr. BernhardüSpfarrei: Bernhardstraße 15. 11—12 Uhr. Liebfrauenpfarrei: Sakristciandau derLiebsr«ue»kirche 2>St., (Sing. Marienstr. 11—12Uhr. St. Peter» und PauISpfarrei: Nheinstr. 3,11-12 «. 2 l /,-4 Uhr. St. BonifatiuSpsarrei: Gre»,srr. 7, 11-12'/. Uhr. auch Mittwoch» 7 8 Uhr abends. St. Joseph«kuratie (Stadtteil Grünwinkel:) Zeppelinstr. 42. */* 11—'/il2 Uhr. Durlach: Pfarrhaus, 1—3 Uhr. Beerdigung: Mittwoch nachmittag halb 4 Uhr. Trauerhans: Humboldt Strasse (>, II. 211 Trauer- Glider, -Karten etc. in sehr gromer Auswahl liefert rauchest Druckerei Hadeni», Karlsruhe. Diwans neue, gratze Husw«yr, ».32, 40 u. 45 Jt «n, hochf. Dessl«? v. 5S>« an. R. Köhler, Karlsruhe, Schützenstrade SS. 1103 i Kath. Gesellenverein Karlsruhe. Danksagung. Fiir die vielen, schönen und praktischen Weihnacht«»,Heu, die unsere freunde und Gönner den tm Felde stehenden Mitgliedern in so hoch, herziger Welse zukommen liehen, sagen herzlichen Dank und Vergelt'S Gott ... Kaplan Josef Rothenbiller, Prüfe? Kaplan Otto Fischer, BilepräseS. Vetanntmachnttg. Die «eschäft«rerla„.e auf den Rückseiten der Eintrittskarte» (Tageskarten) fiir den Stadtgarten und die Städtischen Eisbahnen soll mit Wirkung vom 1. April 1916 aus die Dauer von? Jahren neu vergeben werden. Benötigt werde-, alljährlich etwa 400.000 Eintritt». Angebote hieraus sind unter Äezeiebnuna der Beraütiin^ hin tut*» 25. Januar d,. Ii. au die S-adtg.r'te?-»°m^ 'UN. Karlsruh«, den 11. Januar 1916. Der Stadtrat 154 Bei ^Einkäufen und Besteliniigei die auf Gruid von Anzeigen in unseren Blatte gemacht werden, bitten wir, sich anf den „Badisoheu Beobachter" bestehen zu wellen Seite 4 Kadischer Beobachter, Dienstag, den 18. Januar 1916 Ur. 2« verschiedene Nachrichten. Stiel, 15. Ja». (W.T.B.) Vizeadmiral Richard Ecker m a n n ist hier gestorben. Er war im Nähre 1902 Kommandant des Kanonenbootes „Panther", das den haitianischen Kreuzer „Grete a Pierrot" vernichtet. Prag, 15. Jan. (W.T.B.) Wie die Blätter mel- den, erschien Königin Charlotte von Württemberg. die Schwester des Nachoder Majoratsherrn Kriodrich Prinzen zu ^chanmburg-Lippe, der derzeit in Nachod weilt, zu'Fuh und unaugesagt im Na- choder Bezirkskrankenhans, wo sie sich längere Zeit bei den K. und K. Soldaten aufhielt. Explosiv». Berlin, 17. Jan. Ans Christiania wird dein Berliner Lokalanzeiger berichtet: Am Samstag fand in der neuen M i l i t ä r w e r k st a t t in Marviken an: Christiansund eine schreckliche Explosion statt, wahrscheinlich durch Entzündung von Minen. Die Werkstatt sowohl wie das Minenmagazin sind völlig zerstört, Ii» Betrieb wurde nicht gearbeitet. Nur zwei nm Gebäude anwesende Vizefeldwebel wurden getötet. Sandsacknäherei und Heimarbeit betreffend. Die durch die gesamte deutsche Presse gegangene Mitteilung über die Vergebung von Sandsacknäherei an Heiniarbeiittinnen hat in weiten Kreisen zu der irrtümlichen Auffassung geführt, als ob der deutsche Wohlfahrtsbund, Abteilimg „Kriegs- ausschliß für Heimarbeit", Aufträge an Einzel- Personen zu vergeben habe. Das ist nicht der Fall, vielmehr sind alle bezüglichen Anträge nur an die verschiedenen örtlichen Zentralstellen zu richten, welche das Weitere in Verbindung mit dem Kriegs» ausschutz veranlassen wird. . Karlsruher Stanöesbuch-fiusztige. Geburten. 11. Januar. Walter Adolf, Vater Wilh. Schreckenberger, Vizefeldwebel. — 14. Januar. Karl, Vater Albert Seiler, Bcchirarbeiter. ■ Todesfälle. 18. Januar. Karoline Mohrhardt, ledig, alt 48 Jahre. — 14. Januar. Amalie Stieffel, Privat, ledig, alt 74 Jahre; Herta, alt 1 Jahr S Monate 27 Tage, Vater Karl Heinrich, Packer; Johann Kratt, städt. Arbeiter, Ehemann, alt 60 Jahre. — 15. Januar. Dr. Otto Amnion, Schriftsteller, Ehemann, alt 73 Jahre; Magdalena Bronner, Ehefrau des Schlosser? Jako-b Bronner, alt 73 Jahre; Adolf Martin, Postsekretär a.D., Ehemann, alt 74 Jahre; Friedrich, alt 11 Monate 9 Tage, Vater Oskar Lehnert, Schlosser; Otto Maier, Weichenlvärter, Ehemann, alt 4g Jahre; Jos. Baust, Güteranfseher a. D., Wiiwer, alt 8ö Jahre; Wilhelm Rösch, Photograph, Witlver, alt 67 Jahre; Johanna Schüler, Ehefrau des Wagenführers Jos. Schuler, alt 48 Jahre; Martha, alt IS Jahre, Bater Albert Köchlin, Schaffner; Christine Stapf, Ehefrau des Signalwärters Philipp Stapf, alt KV Jahre. — 16. Januar. Wilhelm Schmolk, Missionar a. d., Ehemann, alt 76 Jahre. Auswärtige Gestorbene. (Anmeldungen von auswärts erscheinen unter dieser Rubrik gratis.) Busenbach: Ottv Se:berlsich, Platzmeister, 59 Jahre. £ Freiburg i. B.: Martin Hemmerle, Un-iversitätL - Buchbindermeister, 69 Jahre. j(c Ettlingen: Alexander Kiefer, Architekt. * Baden- Baden: Frau Anna Butz geb. Ronecker, Gastwirtin zur „Rose", 5g Jahre; Frau Theresia Schemel geb. Hertweck (Friedrichshöhe), 48 Jahre, Hc Lau da: jtatfja» rin« Weinreu t«r, Witwe geb. Schmitt, 75 Jahre. * Eschbach (bei Waldshut): Johann Jehl«, Alt- Ochseilwirt, 79 Jahre. Wertpapiere. Berlin, 17. Jan. (W.T.B.) (B ör sen st i mm» n n g S b i l d.) Die bedingungslose Unterwerfung wurde an der Börse als erstes Zeichen der beginnenden Ab- bröckelnng in dem Ringe unserer Feinde freudigst be- grüßt. Das Geschäft blieb aber still und die Kurse unterlagen im allgemeinen nur geringen Veränder- ungen. Der im Zusammenhang mit niedrigeren Divi- dendenschätzungen später erfolgende scharfe Rückgang der Rheinmetallaktien ließ auch Realisationsneigung für andere Konjunkturpapiere hervortreten. Montanwerte und Schiffahrtsaktien erwiesen sich aber als im Kurse gut gehalten. Ausländische Wechselkurse wurden mit Ausnahme Wiens heute allgemein niedriger notiert. Tabak. Kehl, 14. Jan. Die Verwiegung des Tabats in Sand ist beendet; es wurde ein Preis von 99 Mk. erzielt. Es wurden 559 Zentner Tabak abgewogen, wo- durch eine beträchtliche Geldsumme in nnfere Gemeinde kam. * Gotha, 15. Jan. (W.T.B.) Die Gothaer Feue«» Versicherungsbank auf Gegenseitigkeit wird ihren Versicherten für das Jahr 1915 in der Feuer- Versicherung 73 Prozent, in der Einbruchsdiebstahlsver- stcherung gemäß der niedrigen Einzahlung ein Drittel des vorstehenden Satzes, rund 24 Prozent der eingezahlten Prämie, zurückgewähren. v. c. Petroleum aus Galizien. Zwischen den deutschen Behörden und der staatlichen Petroleumraffinerie in Oesterreich schweben zur Zeit Verhandlungen über neue Petroleumlieferungen aus Galizien. Vom 1. Februar bis 39. Juni d. I. sollen insgesamt 63 999 Tomien Petro» leum geliefert werden. Der Badische Beobachter ist auf dem Truppenübungsplatz Heuberg im Zeitung»- kiosr in einzelnen Nummern käuflich. Wegweiser für das kaufende T Leopolö Kölfth Karlsruhe * kaiserstr. 211 Militär Unterzeuge Eine Spezialität öer Prma seit 71 fahren. 0 < > oc Kaiserstr. 215 C'I©»9 Arthnr^ackler Grossh. Hoilieierant Kai'isrniie i. lt. Telephon 219 in Gummi-, Guttapercha- — und Asbest-Waren. — Treibriemen-Lager und Bedarfsartikel für Maschinenbetrieb. Grosshandlutig Ehrentafel. Es ist am 2. Oktober nachmittags. Erwartungsvoll liegt die 2. Kompagnie eines Kgl. Sächsischen t nfanterie-Regiments in vorderster Linie, an der telfe, wo nur eine Sandsackbarrikade Freund und Feind trennt. Ein, etwa 300 Meter langes Stück hatten die Engländer noch besetzt und daraus sollen sie vertrieben wenden. Trei Mann melden sich frei- wiNg, als erste den Handgranatenkampf, der für die Fertige Uniformen für Offiziere und Mannschaften j6Cl8F WäfföntJelttllHjJ Tadellos passend, ohne jede Aenderung. Angefertigt nach neuester Vorschrift in eigener Werkstatt. MI- Bitte besichtigen Sie unsere Schaufenster. Kaiserstr. KARLSRUHE Ecke Herrenstr. Schuhhaus Bertolde Karlsruhe Kaiserstrasse 76 Marktplatz Moderne und solide Schuhwaren Pr.".°"aL, Kunstgewerbehaus C. F. Otto Müller Karlsruhe Kaiserstrasse 144 Hervorragend vornehme Auswahl auf allen Gebieten dos Kunstgewerbes Porzellan, Steingut, Glas- und Kristall-Service Eigene Werkstatten für Metalltreibarbeiten und Beleuchtungskörper. Zweiggeschäfte: Mannheim und Baden-Baden. Friedrich Drebinger, Karlsruhe Amalien Str. 71, Eingang Leopoldstr., am Kaiserplatz. Wildleder-, Glace- u. Militärhandschuhe Eigene Fabrikation. Massige Preise. 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Hierauf wird dieses eingerilien und vorwärts gehts. Bald fängt der Gegner an, sich 'seiner Haut zu wehren. Die kleinen „Eiev" kommen geflogen und platzen dicht vor den Drei, die sich aber nicht stören lassen. Drauf Möbel- und Waren-Kredithaus J. Jttmann Nachf. Karl-Friedrichstr. 24 — Karlsruhe — Karl-Friedrichstr. 24 liefert bei denkbar günstigsten An- und Abzahlungs- Bedingnngen komplette Wohnungs-Einrichtungen wie auch Einzelmöbel in allen Holz- und Stilarten. Herren-, Damen- und Kinder-Konfektion in grös8ter Auswahl zu billigen Preisen. geht's und eine Schulterwehr nach der anderen wird dem zäh sich verteidigenden Feinde entrissen. Da ertönt ein Schrei: Eine feindliche Handgranate ist mitten unter unseren Handgranatenwerfern geplatzt. Unteroffizier Angermann ist sofort tot; die beiden Soldaten schwer verwundet. Aber sofort greifen neue Leute zu den Handgranaten, um die Wackeren zu, rächen und das Begonnene zu vollenden. Bald weicht der Feind übers freie Feld, feine Stellung zu erreichen; doch nur wenigen gelingt es. Drei Ma- schinengewehre und eine Anzahl Gefangene hat er als Weute zurücklassen »Nüssen. Soldat Otto und Sonntag haben das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. Unteroffizier Angcrmann ruht dicht hinter der Stell- nng, wo er den Heldentod gestorben ist. lies weiteste Weg lohnt sich. Kriegsangehörige extra Rabatt. ■HSr Tuchmäntel, Pelze Jackeilkleider, Damen- n. Kindermäntel Jacken, Röcke, Blusen, Regenschirme Daniels WWisnzdm Wilhelm- stra «»e SO. von den einfachsten bis zu den feinsten in jeder Ausführung. Unzerbrechliche Puppen. Charakter-Puppen. H. Bieler beste und erste Karlsruher Fnjipen- Klinik Kaiserstr. 823 zwischen Douglas- und Hirschstrasse. XI abati-.llarkeu. Ein Versuch wird Sie überzeugen, das* sie im Reform-Restaurant Kaiaerstrasse 56, 8. Stock, Kühe Marktplatz., gut u. auskömmlich speisen. 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