Nr. 08 Mittag-Ausgabe Karlsruhe, Samstag, den 12. Februar 1916 54* Jahrgang Fernsprecher 535 Hauptorgan d er badischen Zentrumspartei Postscheck: Karlsruhe H8W WÄK Ä"!*S»yy**!S5" 3. tinnal «biagen abgeholt, mon-tlich SZ Pf. Auswärts (D«ut ,chland) B»zug»pr«S durch die „«terne und Blumen- Post Mk. 3.3b vierteljährlich ohne Bestellgeld, bn Voraus,ahli ng. ^ Bestellunaen m vierseitiae Unterbnltung »blat> „Blätter für de» Familien- Oesterreich-Unzarn. L»r.mb»r«. Belgien. Holland. Sch'v-.z be. den Postan tal en. da» Stauer für Hau«- und Landwirtschaft" Uedrigc- Aulland (Weltpostverein) Mk. 9.50 viertel,ahrlich^ durch U« «eschäftSitelle. »NG » ' v AbUkstelluna-n nur am Vlerteli«hrS'chlutz Wandkalender. , AnzeigtnpreiS: Die sieden,palttge kleine Zeile oder deren Rani» ü5 i« Deutschlands über die künftige ftfiif; J r ung bewaffneter Handels- renuiKindlicher Nationen als eine Maß- fitaurrrT te klare Rechtslage schaffe. Die Ver- Akt wiL • ^entralmächte würden zugleich einen den snl^jto'bett Entgegenkommens gegenüber 2°*®" bilden, indein sie diesen durch eine büri^ '^'^^t Gelegenheit gäben, ihre Staats- Iirt'cti ^ r 11 üou Fahrten auf bewaffneten seind- Iien. ^"c>elsschiffen zurückzuhalten bezw. zu war- Haltung de? schreibt: Die rigorose Ein- imb ©cutfAift«^"f'Kchiä von Oesterreich-Ungarn tat. V Hullu itpTli" Vnr\TÄT ,tm ..... C,"U .^öaralong" und „King Stephen tnun «werdeutigster Weise dargetan ist. wc skrupellos es ach über die Gebote des internationalen Recht.' uni. der Menschlichkeit Hinwegsetzt. Der neueste Lustangriff auf die englische Küste. London, 11. Febr. (W.T.B.) Meldung des Reuter^chen Büros. Das Pressebüro veröffentlicht ein weiteres CommuniguS über den Angriff feind- Iicher Wasserflugzeuge auf die Küste von K e n t vom 9. Februar, aus den: die Art des An- tMfses hervorgeht. Der erste Flieger habe als An- «nsfsziel die Trambahn gewählt, weil die Tram- vahn voll Frauen und Kinder war. Die erste Bombe M auf der Straße knapp hinter 'dm Wagen nie- Sie -explodierte und richtete qlücklicherwerse ^nen Schaden an. Es entstand keine Panik, ob- wohl der Flieger deutlich sichtbar war. wie er m «roßer Höl>e Kreise zog. Drei weitere Bomben fielen in ein benachbartes Feld. Der zweite Flieger Unternahm einen Angriff auf eine große Mädchen- Mile. Die Bombe drang durch das Dach und explo- ».^rte in dem oberen Stockwerk, sodaß «die Decke ein- irzte und in einen Raimi fiel, wo kleine 5?n»der iinterrichtet wurden. Zwei kleine Madchen Wurden verletzt. Britische Aeroplane. die sich zur Verfol- gung aufmachten, vermochten die Angreifer infolge ihres überstürzten Rückzuges nicht einzuholen. Die Daily Mail schreibt in einem Leitartikel: Er- keiint die Regierung jetzt den vollen E r n st des L » f t p r o b l e m s? Nach ihren Presseorganen zn urteilen, tut sie es nicht. Aber keine kühnen Worte können die Tatfack >e verdunkeln, daß feindliche Flug- zeuge mehrmals mit hellen Tage unsere Küsten be- sucht haben und unversehrt wieder entminen, -luir gehören nicht zu denen, die mit dieser Beschädigung unserer Impotenz zufrieden sind. Die britische Flotte belsauptet, die See zu beherrschen. Weshalb können die feindlichen Flugzeuge nicht tu Auftenblick airqeflriffen werden, wo sie die feindliche Küste verlassen? Weshalb werden keine Nachrickften über ihre Bewegungen auf drahtlosem Wege zu uns gesandt? Weshalb wird unsere Küstenverterdigung nicht rechtzeitig gewarnt? Weshalb sieht unser Flugdienst die Flieger am hellen Tage kommen, und weshalb eröffnet die Luftbatterie nicht das Fener? Kurz: was ist bei unserem Luftdienst in Unordnung? Die Vernichtung des englisckM Kreuzers. Ueber die Torpedierimg des neuen englischen Kreuzers „Ära bis" auf der Doggerbank urteilt die Franks. Zeitung: Innerhalb weniger Tage hat die b r i t i f ch e Kriegsflotte vier Ein- h e i t e u verloren, ohne daß es zn einer große- ren Aktion zur See gekommen wäre. Beim letzten Angriff des deutschen Liiftschiffgefchlvaders wurden nach gut beglaubigter Meldung der moderne Kreuzer „Caroli n e" inrd zwei Torpedozerstörer in der- Humbenniindung veniichtet und bei der Auf- klärungsfahrt einer Torpedobootsflottille gelang es unseren ausgezeichneten Booten den gleichfalls hochmodernen .Kreuzer „Ärabis" in den Grund zu bohren, sowie einen zweiten Kreuzer schwer zu beschädigen. An diesen Meldungen sind das eigentlich Interessanteste weniger die für die englischen Seeherren einigermaßen unangenehmen Schauplätze, als die Tatsache der technischen lleber- legenheit, die sich bei jenen Vorfällen gezeigt l>ot: die vollkommene, von keinem Land der Welt auch nur annähernd erreichte Sicherheit unserer Luft- schiffe und die Schnelligkeit und Kampfkraft der deutfclien Torpedoboote, denen es nickst nur ge- langen ist, ein feindliches Krenzergesck»vader in die Flucht zu jageii, sondern die Fliehenden einzuholen, ein Schiff zu vernichten und ein anderes — gleichfalls in schärfster Fahrt — durch einen Torpedotreffer zu beschädigen. Der materielle Verlust der britischen Flotte, so klein er auch, am Ganzen ge- messen, sein mag. ist keineswegs gering, denn die „Arabis" nmß eines der neuesten Schiffe der Eng- länder gewesen sein. Der Kreuzer ist auf jeden Fall nach der „Caroline", also Vevmiltlich während des Kriegs, vom Stapel gelaufen. In den. neuesten Handbüchern ist das Schiff noch nicht verzeichnet. Die „Appam". Haag, 11. Febr. (W.T.B.) Der Nieuwe Courant erfährt aus London: Der Newyorker Korrespondent des Daily Telegraph meldet, daß das Staatsdepartement der Ansicht ist, daß die „Appam" nicht als Kriegsprise zu betrachten sei. Offiziere nnd Mannschaft der „Appam" dürfen deshalb 'das Schiff nicht verlassen. Die Vereinigten Staaten und England. London, 11. Febr. (W.T.B.) Die Morning Post meldet aus Washington vom 9. Februar: Nachdem die Gefahr eines Bruches mit Deutsch- l a n d vorüber ist, wird Präsident Wilson, was derzeit sehr wichtig ist, die Freiheit haben, energischer mit England abzurechnen. Es ist gut, sich dies bei Zeiten klar zu machen, bevor es zu spät ist. Das britische Publikum darf nicht so über- rascht und empört sein, wie damals, als Präsident Cleveland seine Venezuela-Botschaft au den Kongreß sandte. Die Londoner Korrespondenten drücken ihr Erstaunen darüber aus. daß in Amerika eine solche intensive Stimmung gegen England wegen seiner Eingriffe in den amerika- nifchen Handel herrsche. Niemand wird den frühe- ren Präsidenten Taft als D<'utschfrdnnd hinstellen, denn Taft ist gewohnt, sich vörsichtig auszudrücken. Es ist daher entmutigend zu lese«, was Taft gestern abend in einer Rede in Newyork fagte: Die Rechte der Neutralen gelten ivenig. England verletzte das Völkerrecht nnd verfolgte eine Politik, wie es sie uns nickst Erfolgen lassen wollte, als wir im Bürgerkriege eine Blockade gegen den Süden errichteten. — Das haben Taufende ge- sagt, seit unsere Blockade besteht. Ferner wird der Präsident beschuldigt, englandfreundlich und deutsch- femdlich zu sein. Es wird sich jetzt zeigen, daß diese .'schnldigung falsch ist und daß er gegenüber Englands Rechtswidrigsten ebensoviel •Unit beweisen kann als gegenüber- den D-eirtscken. © verschiedene Kriegsnachrichten. Deutsche Kriegsgefangene in der Schweiz. Luzern, 11. Febr. (W.T.B.) Freitag morgen ka- men etwa 20 0 deutsche Kriegsgefangene aus Frankreich an. Viele von ihnen waren verwnn- det, darunter einige schwer. Eine große Men- f ch e n m e u g e bereitete de» Soldaten einen h e r z- lichen Empfang und verteilte Geschenke. Im Hotel „Tu Lay" nahmen die Soldaten ein Frühstück ein. Sie wurden von dem Präsidenten des dent- scheu Hilfsvereins nnd Hotelier Sickert begrüßt. Die Behörden hatten Vertretungen entsandt. Von der deiitfckjeu Gesandtschaft in Bern begrüßte Le- gationsrat Hindenburg die Soldaten. Ebenfalls an- wesend »varen der Generalkonsul Wunderlich-Basel, sowie die Fürstin Bülow. Ein Schiff brachte die Soldaten über den See «ach Meggis, Brunnen und Gersau. „Soll Italien an Deutschland den Krieg erklären?" La Sera vom 5. Februar setzt in einem „Kriegs- brauch im Landkriege, Ausgabe 1916" überschrie- benen Artikel ans Rechnung deutscher Propaganda die Explosionen in feindlichen und neutralen Munitionsfabriken, die Revolutionen in Portugal und China, die „Ermordung" des türkischen Thronfolgers, den Brand des kanadischen Parlamentsgebäudes u. a. m und nennt in diesem Zusammenhang Deutschland nicht mehr einen Feind, sondern eine „abscheuliche Pest", die nach und nach das ganze Antlitz der Erde anstecke. Aber dieselbe Sera vom 4. und 5. Februar wirft zweifelnd die Frage auf, ob die neuerdings vom Secolo und Popolo d'Jtalia immer dringender xe- forderte Kriegserklärung an Deutschland im Interesse Italiens liege. Wenn wirklich, wie behauptet wird, in Berlin am 21. Mai 1915, also drei Tage vor Ausbruch des italienisch-österreichischen Krieges, ein deutsch-italienisches Abkommen über den Schutz der beiderseitigen Güter abgeschlossen sein sollte, dann könne dieses Abkommen doch nicht nur für Deutsch, laud, sondern müsse auch für Italien Vorteile enthalten. Ehe man die Bedingungen des Abkommens kenne, tue man daher gut, init dein Urteil zurückzu- halten und nicht eine vielleicht fchäbliche Kriegserklär- ung zu fordern. Die Schweiz und die Stockholmer Vermittluugs- Konferenz. Bern, 10. Febr. (W.T.B.) Heute fand in Bern eine Versammlung verschiedener National- und Ständeräte, sowie Vertreter und Vertreterinnen ver- schiedener schweizerischer Organisationen zur Entgegennahme des Referates der beiden Delegierten der Stockholmer Vermittlungs kon fe- r e n z, Lochner und Evans, statt. Diese teilten mit, daß es sich darum? handle, aus den wichtigsten neu- tralen Staaten je fünf Delegierte und fünf Ersatz- männer für die Konferenz zu gewinnen, die binnen kurzem stattfinden soll und in Permanenz tagen wird. Die Konferenz wird in Verbindung mit Fach- gelehrten aus verschiedenen Ländern — auch aus den kriegführenden — die Probleme eines b a l - digen Friedensschlusses studieren und das Ergebnis den Parlamenten und der Presse mit- teilen mit dem Ersuchen, sich über die Vorschläge auszusprechen und mitzuteilen, ob man eventuell zu Unterhandlimgen bereit wäre, wenn sich eine feind- liche Mächtegruppe geneigt zeige, auf einer solchen Basis in Unterhandlungen einzutreten. Nach der Entgegennahme des Berichtes des Generalsekretärs Ford sprach sich die Versammlung e in st t m Mi g fü r d i e B e t ei l i g n n g de r Schw e i z an der Stockholmer Vermittlungskonferenz aus und wählte ein Komitee mit der Aufgabe, die Bestrebungen in der Schweiz zu unterstützen und die Delegierten für Stockholm zu bezeichnen. An die Spitze dieses Komitees ist Nationalist Sck>erer-Füllemann, St. Gallen, getreten. Stockholm, 11. Febr. (W.T.B.) Die neu. trale Friedenskonferenz begann am Donnerstag zu tagen. Der Stockholmer Bürger- meister Lindhagen wurde einstimmig zum Wort- sichrer gewählt. Da die Vertreter aus Norwegen, Dänemark, Holland und der Schweiz noch nickt an- gekommen sind, gilt die Versammlung vorerst nur als provisorisch. Fords Ankunft wird dem- nächst erwartet. Die Grundlage der Verhandlungen soll die Abschaffung der Rüstungen zu- sammen mit der Einsiihrung einer internatio- nalen Rechtsordnung bilden, die die Völker und Individuen schützt und ihnen politische, wirt- schriftliche und geistige Freiheit verleiht. Der Zar. Petersburg, II. Febr. (W.T.B.) Der Zar ist gestern zur Feldarmee abgegangen. Russische Studienreise nach England. Kopenhagen, 11. Febr. (W.T.B.) Aus Peters- bürg berichtet die National ?idende: Am nächsten Montag reist eine große Gesellschaft von Vertretern großer ruffischer Blätter, sowie der russischen Wissen- schast nach England, um die englischen Verhältnisse und insbesondere die Fabrikation von Kriegsmaterial zu studieren; später reisen Vertreter des Reichsrates und der Duma zu dem gleichen Zweck ab. In der englischen Einladung wird betont, daß man nicht nur Vertreter des liu- ken, sondern auch des rechten Flügels wünsche, * Wien, 11. Febr. (W.T.B.) Die Blätter begrüßen mit großer Genugtuung die gegenseitige H i l ss - aktion Deutschlands und Oesterreich-Ungarns für G ö r z nnd O st p r e u ß e u als einen neue» Beweis für die Blutsbrüderschaft der verbündeten Reiche. Das Fremdenblatt schreibt: Genau so, wie wir siegen wollten, bisher siegten und auch weiter siegen wer- den, wollen wir auch wieder aufbauen. Die Neue Freie Presse sagt: Zu der Waffenbrüderschaft au der Front tritt jetzt auch die Waffenbrüderschaft der Hilfsbereitschaft, sowie das Schulter au Schulter- stehen des Samaritertunis. Bmi, 11. Febr. (W.T.B.) Wie die Neue Züricher Zeitung aus Lyon erfährt, müssen sich alle in Frank- reich weilenden Engländer vom 18. bis zum 41. Jahre in die M i l i t ä t l i st c n eintragen. London, 11. Febr. (W.T.B.) Das Reutorsche Büro verlautet: England wird feststellen, wieviel Schiffe nicht für militärifche Zwecke nötig find, und dann den Verbündeten Schisse zuteilen, die Kohlen, Erz, Holz nnd Pferde zu den von der Admiralität gezahlten Preisen befördern werden. (*) Der Krieg mit Italien. Hriand in Rom. Die Trinkfprüche. Rom, 11. Febr. (W.T.B.) Bei dem Festessen auf der Consulta zu Ehren Briands und seiner Begleiter brachte S o n n i n o folgenden Trink- f p r u ch anS: Ich biu glücklich, unter uns das Haupt der Regierung Frankreichs zu begrüßen, an das uns so viele alte Traditionen und eine durch die Waffen erneute Brüderlichkeit knüpfen. Die Anwesenheit Euerer Exzellenz ist ein neues Pfand unseres festen Vertrauens airf einen siegreichen Ausgang des Kampfes, de» die Verbündeten durch die Macht ihres unerschütterlichen Bundes für die Sache der Freiheit und Gerechtigkeit durchführen. Ich erhebe das Glas auf die Gesundheit des Präsidenten- der französischen Republik, der verbündeten Souveräne, sowie der Gesimdheit Euerer Exzellenz, die ich namens der italienischen Nation willkommen heiße. Auf den Trinksprnch SouninoZ erwiderte Briand: Im Namen der Regierung der Republik bringet! meine Kollegen und ich der königlichen Regie- rung und ganz Italien den herzlichen Gruß Frank- reichs. Mit der größten Bewunderimg haben wir gesehen, wie Ihr edles Land auf den Ruf seines nationalen Gewissens geantwortet nnd seinen Platz «im Lager der Alliierten genommen hat, um mit ihnen Recht und Freiheit zu verteidigen. Unsere beiden Völker sind in gleicher Weise überzeugt, daß der schließlick>e Sieg aus ihrem festen Willen hervor- gehen wird mit ihren Alliierten gemeinsam alle Hilfsmittel, alle Energien nnd alle lebendigen Kräfte einzusetzen. Unterstützt durch diese unerschütterliche Festigkeit, setzen Italien und Frankreich unter ihren Fahne«, die vereinigt sind, in enger Brüderschaft der Rassen und Waffen den riesenhaften Kampf fort, indem mit ihren Geschicken das Schicksal der Zivilisa- tion auf dem Spiele steht. In diesem Sinne erhebe ich mein Glas zn Ehren des Königs nnd der Königin von Italien und der alliierten Souveräne. Ich trinke auch auf das Wohl Eurer Exzelleirz königlichen Regierung, deren edelmütige Gastfreundschaft wir nach ihrem Hoheit Werte zu schätzen wissen. An 'dem in der Consulta von Sonnino gegebenett Essen nahmen außer Briand und den übrigen Mit- gliedern der französischen Mission teil: S a l a n d r a mit den Ministem, die Botschafter Frankreichs, Eng- lands, Rußlands nnd Japans, die Gesandten von Serbien und Belgien, die Unterstaatssekretäre Bor- sarelli und Dali Olio, der Bürgermeister von Rom, höhere Offiziere und hohe Bamte. * Paris, 11. Febr. (W T.B.) Wie das Eck,o de Paris aus Rom erfährt, werden gemäß den Ein» drücken, die in politischen und diplomatischen Kreisen gewonnen wurden, der Reise B r i a n d 3 w i ch t i g e E n t s ch e i d n n g e n folgen. Diese werden zeigen, daß das Vorgehen Italiens keiner B e s ch r ä n k lt n g u n t e r l i e g t und daß Italien mit dem ganzen österreichisch-ungarischen Block Krieg führt. London, 11. Febr. (W.T.B.) Daily Telegraph meldet aus Mailand, Briands Mission werde bewirken, daß die Italiener ein Landung», k o r p s nach Saloniki schicken, daß ein gemein- samer diplomatischer Rat der Verbündeten mit dem Sitz in Paris errichtet wird und daß die Italien?» an der Mluiitioiiserzeugung teilnehmest. —— 1 Seite 2 KadMer Beobachter, Samstag, den 12. Februar 1916 Ur. 68 Arbeitseinstellung tu drei Schwcfclgruben. Rom, 11. Februar. (W.T.B.) Nach einer Meldung des Giornale d^Jtalia aus Eatania haben drei lschwefelgruben die Arbeit einge- stellt. 600 Familien sind brotlos. Eine beim Präfekten von Catania vorsprechende Kommission gab drei Gründe für 4>re Einstellung an, nämlich die Höhe der Kohlenpreise, schlechte Eisenbahn- Verbindungen infolge der Ueberschwemmung vor 14 Tagen und Mangel an Explosivstoffen. © vom Aalkan. Eine montenegrinische Note. Paris, 11. Febr. (W.T.B.) Meldung der Agence Havas. Der montenegrinische Ministerpräsident M i u s k o w i t s ch hat durch Vermittlung der montenegrinischen Gesandtschast in Paris folgende amtliche Note veröffentlicht: Uin den tenden- ziösen Nachrichten des Feindes ein Ende zu machen, ist es von wesentlicher Bedentung, eine genaue Dar- stellung von der Haltung Montenegros zu geben. Es ist vollkommen richtig, daß zu dem Zwecke, ge- wissen entfernten Abteilungen zu ermöglichen, zur Unterstützung der an einer anderen Front sehr stark mitgenommenen Truppen heranzukommen, ein übrigens verweigerter W a f f e n st i I l st a n d er- beten wurde, und datz darauf Friedensvorbespre- «Hungen in derselben Absicht eingeleitet wurden. Die österreichisch-ungarischen Bedingungen, die be- kannt sind, wurden natürlich mit Entschiedenheit abgelehnt. Die königl. Familie und die Re- gierung mußten darauf eiligst das Land verlassen, um nicht in die Hände des Feindes zu fallen. Um die dezimierten und durch Anstrengungen und Entbehrungen erschöpften unglücklichen montenegrini- schen Truppen zum äußersten W i d e r st a n d zu ermutigen, mußte König Nikolaus einen Prinzen seines Hauses und drei Mitglieder der Regierung bei ihnen lassen. Bei seiner Landung auf italienischem Boden am 20. Januar erneuerte der König tele- graphisch seine ausdrücklichen Befehle an ,den Be- fehlshaber der montenegrinischen Armee, General Ja n k o W u ko t i t i s ch in einer Weise, die jede Zweideutigkeit ausschließt. Tie Befehle lauten: 1. Energischer Widerstand soll ergriffen werden. 2. Der Rückzug soll in der Richtung auf die serbische Armee durchgeführt werden. 3. Von niemand und unter keinem Vorwand können Friedensbespre- chungen eingeleitet werden. 4. Die Prinzen, sowie Mitglieder der Regierung haben der Arnkoe ans ihrem Rückzüge zu folgen. 5. Die französische Re- gierung wird für die auf ihre Kosten nach Korsu ge- brachte montenegrinische Armee dieselben Verfü- gungen treffen, wie für die serbische Armee. Die Anwesenheit des Königs von Montenegro und seiner Familie, sowie die des Regierungschefs Miusko- witsch in Frankreich, bildet das beredte Dementi der niederträchtigen Aeußerungen. Gegenwärtig ent- thront wie die Herrscher Belgiens und Serbiens, hat der König von Montenegro, nach tt'euer und weitgehender Pflichterfüllung, das Schicksal seines Landes in die Hände seiner Verbündeten gelegt, überzeugt von deni glücklichen Ausgang des Kamp- fes, in dem er auszuharren beabsichtigt. Abgesehen von der genauen Ausführung der genannten Be- fehle, sind der König und Hie rechtmäßige Regierung, die heute nach Frankreich geflüchtet sind, nicht verantwortlich für Maßnahmen, die nach ihrer Abreise Einfluß des Eroberers getroffen wurden, von wem Einfluß die fortdauernd getrofen wurden, von wem sie auch ausgegangen sein mögen. ( * J Oer Krieg im Grient. Türkischer Kriegsbericht. Konstantinopel, 11. Febr. (W.T.B.) Das Haupt- quartier teilt mit: Aus allen Fronten keine we- sientliche Veränderung. * Teheran, 11. Febr. (W.T.B.) Meldung der Petersburger Telegr.-Agentur. Bei Keredje nahm «ine Kosakenpatrouille vier Europäer fest, in denen man den türkischen Botschafter in Teheran Assiin Bey, den Militärattache; Oe st erreich-Ungarns und zwei Oesterreicher erkannte, die in russische Kriegsgefangenschaft ge- raten und nach Persien geflohen waren. Ueber öie Schuwerhältmfle in Belgien bringt die sozialdemokratische Volkswacht (Nr. 29) in Freiburg einen Artikel, der dem „Burgfrieden" und der Wahrheit in vielen Stücken widerspricht und Dinge behauptet, welche die Religionsfeindlichkeit der Sozialdemokratie zur Genüge erkennen lassen. Bekanntlich gibt es in Belgien sogenannte „Staats- schulen" und „freie Schulen". Tie ersteren werden von den Gemeinden bezw. voni Staat unterhalten und geleilet: alle Bürger, auch die viel verlästerten „Klerikalen", mußten und müssen zum Unterhalt derselben beisteuern. Die Lehrer an diesen „Staats- schulen" sind vielfach von u n ch r i st l i ch e m G e i st e erfüllt und bilden deshalb eine große Gefahr für die christliche Erziehung ihrer Schulkinder. Die Volkswacht selbst schreibt, daß in den „Staats- schulen viele Lehrer bisher Sozialisten waren. SDast aber diese für die Förderung der christlichen Religion und Erziehung keinen Sinn haben, sondern dieselbe vielmehr ernstlich gefährden, weiß allmählich jedes Kind. Die Sozialdemokratie beurteilt und be- schimpft jeden christlichen Religionsunterricht als „Volksverdummung": sie würde es »darum gerne sehen, wen» der Religionsunterricht, wie es das sozialistische Programm fordert, in der Schule gänzlich beseitigt wäre, oder wenn doch wenigstens die „ausge- klärten" Eltern ihre „Gleichgültigkeit" gegenüber der Meliftioil ablegen und ihren Kindern den Besuch des Religionöunterrichis verbieten würden, wie dies ans folgender Auslassung der Volkswacht hervor- Weht' „Der Religionsunterricht in diesen Staatsschulen wurde nicht vom Lehrer, sondern voin Priester erteilt, aber nur denjenigen Kindern, deren Eltern sich da- für entschieden hatten. Zu diesem Zwecke bekamen alle Kinder einen Brief an ihre Eltern mit. Von dieser.Religionsfreiheit'aber machten in den Städten »nr wenige Eltern Gebrauch, auf dem Lande fast niemand, -idar dies in £>en Städten mehr der Gleich» gültigkeit der Eltern zuzuschreiben, so veränderte auf dem Lande der klerikale Einfluß die Eltern, die Religionsfreiheit auszuüben. Neben den Staatsschulen gab es die sogenannten freien Schulen. Diese freien Schulen wurden von der klerikalen Partei als Gegenmittel gegen die Staatsschulen auf ihre Kosten gegründet und unter- halten. Der Unterricht der Mädchen geschieht durch Nonnen, die Knaben werdeil dnrch ehemalige Kloster- brüder unterrichtet. Die Bestellung dieser „Lehr- kräste", die kein Diplom als das der absoluten Frömmigkeit und klerikal-antisozialistischen. Zuverlässigkeit brauchten, geschah natürlich durch die mächtige Prie- sterkaste. Was bei einer solchen Schulorganisation für das Volk herauskam, kann sich jeider denken. Die Priester versuchten rn'it allen Mitteln, einmal die Kinder überhaupt in ihre Schulen zu locken, dann aber auch die Kinder aus den Staatsschulen heraus- zuholen Schreiber dieses, so teilt man der Bremer Bürger- zeitimg mit, hat den verderblichen Einfluß der klerikalen Schulherrschaft besonders auf dem Lande kennen gelernt. Denn während des vier Monate langen Grengwachtdienstes an der holländischen Grenze konnte man in dieser Beziehung geradezu entsetzliche Dinge beobachten." In den „freie:: Schulen", welche von überzeugten Katholiken gegründet und früher ohne jeden Staats- zufchuß unterhalten wurden, wird neben der Ver- standesbildung auch die Willens- und Charakterbildung betont und auf die Erziehung im ch r i st - lichen S i n n ein besonderer Nachdruck gelegt. Der Hauptgrund, warum die eifrigen Katholiken neben den „Staatsschulen", zu deren Unterhakung sie ebenso wie die andern Bürger beisteuern müssen, auf ihre Kosten noch „freie Schulen" unterhalten, liegt in der Gefährdung der christlichen Er-' ziehung durch die „Staatsschulen". Gegen die Unterstellung^der Volkswacht, daß idie Lehrkräfte an den freien Schulen nicht auf Grund eines Lehrdiploms, sondern lediglich auf Grund „der absoluten Frömmigkeit und klerikal-antisozialistischen Zuverlässigkeit" Yon der „mächtigen Priesterkaste" angestellt werden, müssen wir energisch protestieren. Tie Knniulativverleumdung, daß die „klerikale Schulherrschaft" einen verderblichen Einfluß beson- ders auf dem Lande ausübe, und daß man in dieser Beziehung entsetzliche Dinge beobachten könne, müssen wir ebenfalls entschieden als unwahr und verletzend zurückweisen. Tatsache ist, daß die freien Schulen hinsichtlick» der intellektuellen Ausbildung ihrer Schüler den Staatsschulen ebenbürtig zur Seite stehen, ja dieselben vielfach noch übertreffen, wie dies besonders deutlich bei den öffentlichen pädagogischen Preisbewerbungen sich wiederholt gezeigt hat. .Daß aber die religiös-sittliche Er- ziehung der Kinder in den freien Schulen viel besser gesichert und gefördert wird als in den Staatsfchulen, ist eine ganz offenkundige Tatsache. Auf Grund dieser Tatsachen schrecken die überzeugten Katholiken vor dem großen Opfer nicht zurück, außer den Abgaben für 'die Staatsschuld auch noch große Summen für die Unterhaltung der freien Schulen aufzubringen. Und dazu haben sie das Recht und die Freiheit. Den Sozialisten, die sonst das Wort „Freiheit" immer im Mnnde führen, sind die „freien Schulen" ein Greuel, weil die Sozialisten bloß freie Bahn fiir den Unglauben wollen und darum auf die Unterdrückung der Freiheit der Kirche bedacht sind. Bei ihnen trifft das buchstäblich zu, was der Abge- ordnete Dieterle in: badischen Landtag (1910) ge- sciqt hat: „Aus der einen Seite verlangt man gesetz- liche freie Bahn für die Bestrebungen des Unglau- bens und der Unkirchlichkeit — und auf der andern Seite eine Zwangsjacke und Handschelle fiir die großen, auf gläubigem Standpunkt stehenden Kon- fessionen." Musianö. Der tschechische Hochverrater Masarhk. Wien, II. Febr. (W.T.B.) Der flüchtige tschechische Abgeordnete Masaryk hatte, dem Corriere della Sera zufolge, in einer Unterredung mit Brinnd geäußert, der einzige Weg zur Vernichtung Deutschlands sei der Sieg über Oesterreich und die Reorgani- sation der Monarchie unter französischem Protektorat. — Hierzu schreibt das Prager tschechische Blatt Wenkov: Wir erinnern abermals nachdrücklich daran, daß nach den Berichten, die von Zeit zu Zeit auSlän- tische Blätter abdrucken, sich im Ausland gänzlich un- berichtigt manche Persönlichkeiten als Sprecher des tschechischen Volkes ausgeben und Aussprüche machen, gegen die wir entschieden protestieren m ü s s e n. Lebensmittelversorgung. E. Strengere Einhaltung der fettlosen Tage! Während die fleischlosen Tage in den durch die Bundesratsverordnung vom Oktober 1915 um- schriebenen Speisever^bfolgungsstellen — Gastwirtschaften, Schank-, SPeisewirtfchaften, Vereins- und Erfrischungsräumen — allgemein eingehalten werden, sind mehrfach Klagen darüber aufgetaucht, daß die Handhabung der fettlosen Tage minder ge- wissenhaft sei. Das ist an sich leicht zu erklären. Das Floischverbot erstreckt sich auf die (genau be- stimmten und umgrenzten) Nahrungsmittel selbst; die Kontrolle ist einfach, jedem Gaste möglich und das Risiko der Übertretung demgemäß sehr groß. Das Fettverdot dagegen bezieht sich auf die Art der Zubereitung: die Kontrolle ist weit schwieriger: der Anreiz, sich aus Bequemlichkeit oder aus Gründen der geschäftlichen Konkurrenz in einigem Umfange über die Verordnung hinweazn- fetzen, stärker. Es ist jedoch dringend nötig, 'daß auch das Fettverbot genau so streng und peinlich b e o b a ch t e t w i r d, wie dieFleischfperre. Der Fettmangel fällt, wie jedermann weiß, in nn- serer gegenwärtigen Ernährungslage ebenso schwer ins Gewicht wie die Fleischknappheit!. Häufen sich die Uebertretungen — und die Tendenz dazu haben sie ja bekanntlich, sobald einmal überhaupt eine laxere Auffassung eingerissen ist — so muß sich dar- aus eine durchaus fühlbare Schmälerung des zur Verfügung stehenden Fettangebots ergeben. Namentlich in den größeren Städten, wo ein nicht un- beträchtlicher Teil der erwerbstätigen Bevölkerung wenigstens eine Hauptmahlzeit in Speisewirtschaften (auch Betriebskantinen und -Kasinos) einnimmt, kommt dem Verbrauch außerhalb der (an das Fleisch- und Fettverbot, wie bekannt, aus naheliegenden tech- nischen Gründen nur moralisch, nicht gefetzlich gebundenen) Haushaltungen eine keinewegs zu unterschätzende Bedeutung zu. Also — so allgemein und vollständig wie am Dienstag und Freitag das Fleisch, muß am Montag und Donnerstag die unter- sagte Fettverwendung verpönt sein! Chronik. Aus Saösn. )( Karlsruhe, 11. Febr. Durch einen Vertrag rttit einer LaMpenfabrik in B r u ch f a l hat die badische Eisenbahnverwaltung ihren Beamten und Arbeitern den Bezug billiger „K r i e g s l i ch t - b r e n n e r" ermöglicht. Der „Kriegslichtbrenner" ist ein kleiner Spiritus-Glühlichtbrenner, der ge- eignet ist, bei vorsichtiger Benützung den Erdöl- brenner der gewöhnlichen Haushaltungslampen zu ersetzen. Die Lichtstärke des „KriegslichtbrennerZ" beträgt etwa 40 Kerzen, der Spiritusverbrauch etwa 79 Gramm ii der 'stunde: die Kosten einer Brenn- stunde stellen sich nach dem heutigen Spirituspreis auf etwa 4 Pfennig. )?( Karlsruhe, 12. Febr. Von der Bad. Land- wirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bezogen am 1. Januar d. I. 26 147 Personen Renten im gesamten Jahresbetrag von rund 2 246 399 Mk. Stettfeld bei Bruchsal, 12. Febr. Hier wurde letzter Tage ein alter abgängiger Ziegenbock von Iii) Pfund Lebendgewicht' zum Preise von 80.50 Mark (II) versteigert. Ein Angebot hatte auf 20 Mark gelautet. ):( Heidelberg, 12. Febr. Der Flieger, der sich bei dem kürzlichen Absturz eines Flugzeugs schwere Beinbrüche und innere Verletzungen zuzog, ist jetzt ge- starben. Es handelt sich um den ZSjäh-rigen unverheirateten Unteroffizier Breer aus Breitenbruch, Kreis Iserlohn. )-( Hockenheim bei Schwetzingen, 11. Februar. Schwere Prüfungen sind der Familie des Landwirts Johann Weiß hier auferlegt. Gestern zeigte die Familie den Todihrer 3. Tochter an. Da die Familie auch einen Sohn durch den Tod ver- loren hat, so mußte sie jetzt das 6. Kind zu Grabe tragen. )( Großweier bei Achern, 11. Febr. Hier gab es in den letzten Tagen, wie in den Badischen Nachrichten zu lesen ist, massenhaft Strafzettel mit «strafen bis zu 199 Mark, weil viele Leute bei der Anmeldung der Getreidevorräte nicht genau vorgegangen waren. :: Niederschopfheim bei Offenburg, 11. Febr. Das L^jährige Kind der Bahnwärtersfamilie Franz Ifen kam, als die Kühe scheuten unter den Wagen, wurde überfahren und sofort getötet. )!( Zell am Harmersbach, 11. Febr. Die Erd- e r s ch ü 11 e r u n g, die in der Umgegend von Lahr verspürt worden war, ist auch hier und in Biberach bemerkt worden. Marzell bei Müllheim, 12. Febr. Der hiesige Bürger Wilhelm Gaß machte seinem Leben durch Erschießen ein Ende. Hügelheim bei Lörrach, 11. Febr. Bei der hier abgehaltenen Farrenversteigern,:g wurde für einen dreijährigen, zur Zucht untauglichen, 12 Zentner schweren Gemeindefarren der enorme Preis von 2 919 Mark erzielt. ::: Psullendorf, 12. Febr. Als der Dienstknecht Karl Schmid von Friedrichshafen die scheugewordenen Pferde des Landwirts Hermann Keller in ihrem rasenden Lauf aufhalten wollte, geriet er zwischen die Pferde, wurde ein Stück geschleift und erlitt derart schwere Verletzungen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Ms anöeren deutschen Staaten. Berlin, 11. Febr. (W.T.B.) Das Berliner Tageblatt meldet aus Limburg: Der Zentrumsabgeordnete E a h e n s l y im preußischen Abgeordnetenhause hat sein Mandat niedergelegt. Posen, 11. Febr. Zwischen Kurwo und Lublin wur- den fünf Kaufleute ermordet und beraubt. — Eine achtkdpfige Falschmünzerbande wurde in Lodz festgenommen. Krefeld, 12. Febr. In Mörs begeht heute der Kunst- gärtner Peter Hermann Stickertz seinen 10 0. G e - burtstag. Um die Stadt Mörs hat er sich durch die Anlage des Schloßparks ein großes Verdienst erworben. ftuf dem §e!Se See Shre gefallene Saösner. G Den Heldentod fürs Vaterland starben: Kriegsfreiwilliger Willi Reuter von Karlsruhe, Ge- meinderat Heinrich Ehrismann von KönigSbach bei Durlach, Erfatzreservist Filialleiter Wilhelm Süß, Vizewachtmeister der Res. Otto S a u e r h ö f e r, Land- stnunmann Karl Wurster und Unteroff. Eugen Bi» schaff von Pforzheim, Musketier Peter Mühling von Schwetzingen, städt. Zeichner Georg H y n e r und Kriegsfreiw. Gefr. Friedrich Soldner von Mann- beim, Zugführer Friedrich Seifert von Heidelberg, Kriegsfreiw. Unteroff. Ädolf Schiff von Meissenheim bei Lahr, Musketier ^ Wilhelm Joseph Schlageter von Wehr bei Schopfheim, ferner Füsilier Friedrich Merkel von Ottenau, Beamter der Bad. Bauern- Vereinsorganisation Joseph Maklott von Freiburg, August Harter von Neuhausen-Zell, Kaufmann Bern- hard L e i n e r von Lörrach, Musketier Alfred R u t s ch - mann von Geißlingen und Landsturmmaun August Müller von Reichenau. iei Soziales. Die Lage des ArbeitSmnrkts in Baden im Dezember 1915. Die allgemeine Arbeitslage stand, wie die Statistischen Mitteilungen berichten, im Dezember fast Chronik öes ersten Kriegsjahres. 12. Februar 1915. Bei Massiges wurden von den deutschen Truppen 1299 Meter der französischen. Stellung erobert. — Bei Souain und am Sudelkopf sind feindliche Angriffe abgeschlagen worden. — Die Operationen in Ostpreußen uno rechts der Weichsel sind überall im glücklichen Fortschreiten. — Major Ritter hat feie Engländer bei Kakamao in der Kap» kolonie in ihrer verschanzten Stellung angegriffen und geworfen. — Auch in Deutsch-Ostafrika haben glückliche Gefechte gegen englische und belgische Streitkräfte stattgefunden. — Es wird der Inhalt der amerikanischen Noten bekannt, welche wegen des Handelskrieges an Deutschland und England er- gangen sind. — Der verbrecherische Anschlag gegen Sir Roger Cafement durch den englischen Gesandten Findley in Chriistiania wird aufgedeckt. überall im Zeichen des Rückgangs sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage. In der männlichen Abtei- lung der öffentlichen Arbeitsnachweise waren rund 2000 offene Stellen weniger gemeldet als im November 1913 und 1400 Arbeitsuchende sprachen weniger vor als in diesem Vergleichsmonat. Gegenüber dem Dezember 1914 ist der Rückgang weit erheblicher, nämlich bei den verlangten Arbeitskräften um 3835 und bei den Arbeit- suchenden um 84öS. Dementsprechend sind auch die Ein- stellungen geringer geworden, und zivar um 976 bezw. 2990 gegenüber den Vergleichsmonaten. Da in ein- zelnen Berufen, der Jahreszeit entsprechend, trotz de? sonst zu beobachtenden Arbeitermangels überschüssige Arbeitskräfte vorhanden toaren (z. B. aus Berufen des Baugewerbes usw.), so kommen auf 100 verlangte mann- liche Arbeitskräfte im Berichtsnionat 107 Arbeitsuchende gegen 97 im November 1915 und 153 im Dezember 1914. Bei der weiblichen Abteilung zeigt die Zahl der offenen Stellen einen Rückgang um 402 bezw. 372, diejenigen der Arbeitsuchenden um 1082 bezw. 2894 und die der ver- mittelten Stellen um 449 bezw. 107 gegenüber den Ver- gleichsmonaten. Während bei dieser Abteilung im De- zember 1914 aus 100 verlangte Arbeitskräfte 195 Arbeit- suchende kamen und im November 1915 noch rund ILO, ist dieses Verhältnis im Dezember 1915 auf 137 zurück- gegangen. Mitteilungen aus öer Karlsruher Staötratssitzung vom 10. Februar 1313. Verwunbetenfürsorge. Die literarische Gefellschaft „Universum" in Budapest hat sich zur Aufgabe gesetzt, die in ungarischen Kriegsspltälerll untergebrachten deut- schen Venoundeten mit gediegenem deutscheu Lesestoff zu versorgen und zu diesem Zwecke eine Bibliothek, die „Heldenbibliothek", ins Leben gerufen. Auf Ansuchen wird ihr ein Beitrag hierzu von 300 Mark aus der Stadtkasse bewilligt. Straßenbahnh«!testellen. Um Zusammenstöße der aus der Richtung von Mühlburg und vom Kühlen Krug herkommenden Wagen an der Ecke Kaiser-Allee und Schillerstrabe zu verhüten, sollen fortan die Wagen der Linie 1 (Rheinbafen—Durlach) an der 25?cfteifc der Ein-, mündung der Schillerstraße (bei der Anschlagsäule) hal- ten, während für die _Wagen der Kühle Krug-Linie der Haltepunkt östlich der Schlllerjtratze bestehen bleibt. Personalsache. Beim Bürgerausschutz wird die Zu- stimmung zu verschiedenen Aenderungen der Dienst- und Gehaltsordnung für die Beamten uud der Arbeits- und Lohnordnung für die Arbeiter der Stadt beantragt. Dabei werden insbesoicdere auch die Verhältnisse der neu übernommenen Beamten und Arbeiter der Karls» ruher Lokalbahnen geregelt. Besetzung einer Handelslebrerstelle. Wegen Wieder- besetzung der erledigten Stelle eines Handelslehrers an der städtischen Handelsschule wird dem Großh. Landes- gewerbeanit Vorlage nach Vorschlag des Schulvorstandes erstattet. Abhaltung von Kochkursen für Arbeiterfrauen. Dem Badischen Frauenverein wird zur Abhaltung von Kochkursen für Arbeiterfrauen die Schulküche in der Linden- Schule in den Abendstunden zur Verfügung gestellt uud zur Deckung der sonstigen Unkosten, wie bisher, ein Bei- trag aus der Stadthauptkasse von 200 Mark zugesagt. Erlös aus Eintrittskarten zum Besuch des Grotzh. Wildparks. Die Generalintendanz der Großh. Zivilliste hat den Reinerlös aus den im Jahre I91S zum Besuch des Grohh. Wildparks ausgestellten Eintrittskarten im Betrag von 300 Mark, wie seither, dem Wohltätigkeit?- fondS zur Verfügung gestellt. Der Stckdtrat nimmt diese freundliche. Zuwendung mit verbindlichstem Dank an. Tätigkeit der Gemeindeverwaltung. Der Stadtrat hielt im Jahre 1915 53 Sitzungen ab, in denen 3153 Gegenstände der Beschlußfassung unterlagen. Der Bürgerausfchuß verbeschied in 5 Sitzungen 89 Gegenstände. Weiter hielten Sitzungen ab: Die Baukommis. sion 53, die Kommission für Armenwesen und Jugendfürsorge — Armenrat — 20, dieselbe Kommission — Jugendamt — 9 mit 90 Gegenständen, der Verwalwngs- rat" der Spar- und Pfandleihkasse 8 mit 185, die Bad- anstaltenkommission 3 mit 4, die Bekleidungskommission 2 mit 11, die Friedhoskommission 2 mit 11, die GaL- und Wasserwerkskominission 2 mit 0, die Krankenhaus- kommissiou 2 mit 11, die Rheinhafenkommission 2 mit 15, die Schlacht- und Viehhofkommission 2 mit 2, die Stadt- gartenkomMission 2 mit 10, die Tchulkommission 2 mit 13, der Beirat der Höheren Lehranstalten für Mädchvi 2 mit 4, der Beirat der Goethe-Schule 2 mit 2. der Bei- rat der Humboldt-Schule 2 mit 5, der Beirat der Real- schulanstalten und der Gewerbeschulrat je 2 mit je 6 Gegenständen und der Handelsschulra» 1 mit 1 Geqen- stand. — Beim Bürgermeisteramt a,s Gemeindegecicht wurden im Jahre 1915 erwirkt: l'sll Zahlungsbefehle uud 551 VollstreckungSbesehle; 3L9 Zab.'u.ii,sbefehle wur- den widersprochen. Zivilprozesse wrren anhängig H72. Hiervon wurden erledigt: 102 durch abweiienZe und 742 durch verurteilende Erkenntnis, 200 durch Vergleich, 323 durch Beruhenlassen und 94 durch Zuriulnahme, '1 wur, den in das Jahr 1916 übernommen. Berufungen gegen ergangene Erkenntnisse fanden statt: in 121 Fällen, in 23 Fällen wurde das ergangene Erkenntnis bestätigt, in 16 abgeändert, in 42 durch Vergleich, Beruhenlassen, Zurücknahme oder außergerichtlich erledigt, in 40 Fällen das Ergebnis dem Bürgermeisteramt nicht mitgeteilt. Arreste und einstweilige Verfügungen wurden 20 erlasse». Snhneversuche fanden statt 001, hiervon gelangen 194, mißlangen 407. Danksagung. Der Stadtrat dankt dem Bach-Verein Karlsruhe für die Einladung zu dem am Mittwoch, den 10. Februar, abends 8 Uhr, in der evangelischen Städt- kircke stattfindenden Vereins-Konzert und dem Zug- meister a. D. Michael Tritschler für die Schenkung einer alten au? dem Jahre 1781 stammenden Bibel. Ur. 68 Kadffcher Beobachter. Samstag, den 13. Februar 1916 Hene 5 Lokales. Karlsruhe, 12. Februar 1916. Aus dem Hosbericht. Der Großherzog empfing gestern den Geh. Legationsrat Dr. Sel)b, den Minister Dr. Rheinboldt und den Geheimerat Dr. Freiherrn von Babo zum Vortrag. V Der Münnergesangverein Konkordia e. V. Karls- ruhe wird am 19. Febr. ISIS, abends 3 Uhr, im neuen Konzerthause das Wohltätigkeitskonzert aus allseitigen Wunsch wiederholen. Da das letzte Konzert vollständig ausverkauft war und noch eine rege Nachfrage nach Karten bestand, so sah sich die Vereinsleitung veranlagt, gestützt auf den guten Ersolg des ersten Abends, eine Wiederholung zu bedeutend ermäßigten Preisen statt- finden zu lassen, um den weitesten Kreisen Gelegenheit zu geben, den musikalisch wertvollen Darbietungen an- wohnen zu können. Auch bei dieser Wiederholung stellt sich der Verein in den Dienst der Wohltätigkeit und dürfte es schon deshalb zu wünschen sein, daß diese/zweite Veranstaltung einen ebensolchen Erfolg wie die erste aufweisen möge, wie ihn bereits die Presse und die zahlreiche Zuhörerschaft, vor allem die Großherzoglichen Herrschaften, durch ihre volle Anerkennung bezeugten. Alles Nähere hierüber ist aus dem Anzeigenteil er- sichtlich. :: Katholischer Dienstbotenvcrein. Nächsten Sonntag, den 13. Februar, wird im katholischen Dienstbotenverein der Mittelstadt Fräulein Kuhn- Rastatt in dankens- werter Weise über ein hauswirtschaftliches Thema sprechen. Alle katholischen Dienstboten sind hierzu freundlichst eingeladen mit der Bitte, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vortrag findet statt im Saale des „Palmyarten", Herrenstraße 34 a. v H. Der Gewrrbeverein Karlsruhe hielt am Mittwoch eine recht zahlreich besuchte MonatSversammlung ab, in welcher der Sekretär des Verbandes badischer Hand- werkevgenossenschasten, Herr Bibliothekar Lohr, über das badische Handwerkergenossenschafts- Wesen, Lieferungsgenossenschaften und Lieferungsverbände sprach. Es war ein langer und schwerer Weg, der vom Handwerk bis zu den heu- tigen Lieferungögeno»enschaften zurückgelegt wevden mußte. Nur langsam ist der Genossen schaftsgedanke un Handwerk zur Tat gereift. Stach den Erhebungen durch das Großh. LandeSgewerbeamt konnten im Großherzog« tum Baden im Jahre 190S nur 16 gewerbliche Erwerbs- und WirtschaftSgenossenschaften festgestellt werden. Seit Gründung des Verbandes badischer Handwerkergenossen- scharten im Jahre 1906, der sich vor allem die Aufgabe gestellt hat, Anregungen und Anleitung zur Errichtung neuer gewerblicher Genossenschaften zu geben, ist daö badische Handwerkergenossenschaftswesen in einem zwar langsamen, aber im ganzen gefunden und sicheren Vor- wärtsschrciten begriffen. Heute zählt der Verband 78 Genossenschaften, die sich günstig weiter entwickeln Wenn auch manche gezwungen waren, ihren Geschäfts- betrieb infolge des .Krieges stillzulegen, so kann doch kein Zweifel bestehen, daß diese Genossenschaften nach dein Kriege wieder aufleben wevden. Der Schulze-Delitzsche Grundsatz hat sich bei ihnen als richtig erwiesen, daß die Genossenschaften auf soliden geschäftlichen Grundlagen beruhen müssen, wenn sie gesund sein sollen. Denn eine Genossenschaft ist ein Geschäft, und es gelten darum für jede Genossenschaft diejenigen Grundsätze wirtschaftlicher, kaufmännischer und technischer Art, welche für ein Ge- schüft Geltung haben. Trotz der finanziellen Unter- stiitzung der einzelnen Genossenschaften durch die Großh. R egierung muß nach wie vor die Selbsthilfe, die Selbst- Verwaltung und di« Selbstverantwortung Grundsatz bleiben. Im Handwerk hat die Uebernahme von Heeres- lieferungen den Anstoß zur Gründung von Liefe- rungsgenossenschaften gegeben. Die Berufs- Organisationen 'des Handwerks, also Handwerkskammern und gewerbliche Vereinigungen, die bisher mit gutem Erfolge sich hier betätigt haben, können und dürfen nicht als geschäftliche Unternehmer auftreten. Die Genoffen- schaften, insbesondere bestehende Einkaufsgenossenschaften, sind die zur Arbeitsübernahme am besten ge- eigneten gewerblichen Organisationen, die in einem Ein- kaufs- und Lieferungsverband bardischer Handwerker- genossenschaften zu zentralisieren sind. Bei Gründung einer LieferungSgenossenschaft ist vor allem die B e - dürfnisfrage zu prüfen, denn übereilte, lebens- unfähige Gründungen, die nicht weiterkommen, oder so- gar ein unrühmliches Ende nehmen, schaden dem ge- noslenfckaftlichen Zusammenschluß. Der deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag mit dem Sitz in Han- liover, sowie der Verband der Erwerbs- und Wirtschafts- genossenschorten und der Verband deutscher Geiocrbe- vereine haben gemeinsam Richtlinien aufgestellt für Uebernahme von Großaufträgen. Auf Grund dieser Richtlinien hat der badische Handwerlergenossenschafts- verband Satzungen ausgearbeitet, die für Gründung von Einkaufs- und Lieferungsgenossenschaflen die Grundlage bilden. Die Stellungnahme dieser großen Verbände ist mit Genugtuung zu begrüßen, da sie von großem Nutzen für da-Z Handwerk sein wird. Qualitätsarbeit, gesteiger- ter Geschmack, zunehmende Fachbildung, bedeuten die eine Seite der Voraussetzungen hierfür. Die andere liegt in der wirtschaftlichen Stärkung deZ Handwerks und in der Belebung des Willens, die Vorteile der Zeit auch wahrzunebmen. Ein wichtiger Schritt dazu ist'der wirtschaftliche Zusammenschluß, wie ihn die Richtlinien anstreben. Es darf erwartet werden, daß im Handwerk der GenossenschasSgedanke weitere Ausbreitung und Ver- tiefung findet. Dann wird auch das moderne Handwerk zu wirtschaftlichen Siegen geführt. Das w«ren die Grundgedanken des etwa anderthalbstündigen, lehrreichen Vortrags, der allseitig mit großem Beifall ausgenommen wurde. 4- Kaufmännischer Verein Karlsruhe. Wir machen auch an dieser Stelle nochmals aufmerksam auf den Vortrag, welchen Herr Dr. I. E. Proritzkh, Drama- turg de.' Großh. Hoftheatcrs, heute abends 8% Uhr im großen Eintracht°saal hallen wird über „Die Sym- p h o n i e der Z e i t". , £: Militär??« ort. Morgen Sonntag, nachmittags 4 Uhr. gibt die Kapelle des Eriatz-BataillonS des'Land- tvehr-Jnfanter-e Regiments 109 in den „Drei Linden" in Karlsruhe-Mühlburg ein Militärkonzert. Serichtssaal. :: Freiburg, 11. Febr. Ein geriebenes Bürschchen, der 15jährige Hirtenbub Edwin Ebner aus Urberg (St. Blasien), stand wegen Urkundenfälschung und Bc- trugSversuchs vor der Strafkammer. Er hatte schon ver- schiedeue Vorstrafen, darunter eine solche wegen Dieb- stahls von 390 Mark, verbüßt. Bei verschiedenen Besor- guugen, mit denen er von seinem Arbeitgeber beauftragt war, verübte er allerhand Betrügereien, indem er Briefe seines Meisters fälschte. Er wandert aus 4 Monate in? Gefängnis Berlin, 10. Febr. Das Berliner Tageblatt meldet «uS Braunschweig: Der vielfach vorbestrafte, in Köln ! geborene 'Maler Peter Kiel fingierte in den Straßen zahlreicher Städte Blutstürze, um immer wieder in Lazaretten und Krankenhäusern unentgeltliche Auf- »«iune. zu finden. Er hatte sich deshalb vor der Stvaf- kammer wegen Betrugs zu verantworten. Fast in allen angezeigten Füllen wurde durch ärztliche chemische Untersuchung festgestellt, daß es sich bei dem von dem Angeklagten ausgeworfenen Blut um Rinderblut oder künstlich aus 'den Zähnen oder der Nase gezogenes handelt. Kiel behauptet, nur Morphiumsucht habe ihn zu diesen Straftaten getrieben. Die ärztlichen Sach- verständigen bestätigen, daß der Angeklagte starker Morphinist sei. Der Betrüger wurde unter Zu- billigung mildernder Umstände zu 0 Monaten Gefängnis verurteilt. Letzte Nachrichten Berlin, 12. Febr. Wie dem Berliner Lokalanz. aus Wnigsberg berichtet wird, ist der verwundete Prinz Oskar von Preußen von dein östlichen Kriegsschauplatz nach Berlin abgereist. Der Vorstoß ein er deutschen TorpeöobootsflottMe. Berlin, 12. Febr. Der erfolgreiche Vorstoß einer deutschTorpedobootsflottille in der Richtung auf -die englische Ostküste gibt den Blättern Veranlassung, daran zu erinnern, daß bei dem letzten Streiszng, den ein deutsches Geschwader vor einigen Wochen durch die Nordsee unternahm, von der gewal- tigen Flotte des Juselrieiches nirgends eine Spur zu entdecken war. Der König von Hulgarien beim ö'sterr.-ungar. Oberkommando. Wien, 11. Febr. (W.T.B.) Aus dem Kriegs- pressequartier wird gemeldet: König Fer - d i n an d der Bulgaren ist heule nachmittag um 2.30 Uhr am Staudort des Armeeoberl om- m a n d o s Eingetroffen. Der Monarch, der von dem Ministerpräsidenten Nadoslawow, dem Generalisii- mus Schekow und eineni zahlreichen Gefolge be- gleitet war, wurde auf dem Bahnhof von dem Armee- oberkommandanten Feldmarschall Erzherzog Friedrich, dem Chef des Generalstabs, General- oberst Freiherr Konrad von Hohendorfs, den dem Armeeoberkommando zugeteilten Ver- tretern «des deutschen Heeres und von den Spitzen der LokalbehörÄen empfangen. Nach herzlicher Be- grüßung und der Vorstellung des Gefolges fuhr der König an der Seite des FelÄmarschalls ins Schloß. In den festlich geschmückten Straßen hatte eine dichte Menschenmenge Aufstellung genommen, die den verbündeten Herrscher mit warmen Zurufen begrüßte. Die Haltung Hriechenlanüs. London, 11. Febr. (W.T.B.) Daily News er- fährt aus Athen vom 10. d. M.: Die ministerielle Erklärung, die heute abend in der Kammer abgegeben wurde, wird vermutlich die Be- ziehungen zwischen GruÄienland und der Entente nicht verbessern. Der Ministerpräsident sprach von einem Druck von außen und der zunehmende» Gefahr'für Griechenland, welche aus diesem Druck entstehe, was in der letzten Zeit den Charakter von Zwang durch Staaten angenommen habe. Er ließ •durchblicken, >ven er meinte, als er gegen die Ver- letzunc, der Neutralität von Korfu und gegen die gewaltsame Besetzung von Kara-Burnu protestierte. Dieser Zwang, sagte er, werde fortdauern, aber die deutlich an deu Tag getretene Entschlossenheit der Nation werde Griechenland zu der unerschütterlichen Ueberzeugung bringen, baß diese Staaten das Land absolut nicht werden dazu betoegen können, von der Politik abzuweichen, welche 'die internationalen Interessen fördere. — Der Minister 'des Innern verteidigte unter dröhnendem Bei- fall die Politik der Regierung. Er er- klärte rund heraus, daß Griechenland sein Heer nicht -demobilisieren werde. — Der Korrespondent der Daily News schließt: Jemand, der griechisch verstand und mit mir die Kammer verließ, faßte das Ergebnis der Verhandlungen so zusammen: E s i st keine Stimme zugunften der Entente laut geworden. Deutsche Kriegsgefangene in der Schweiz. Bern, 11. Febr. (W.T.B.) Heute um 1 Uhr trafen in Br u u n e n auf 'dein Salondampfer „Uri 51" kranke deutsche Kriegsgefangene ein. meist Süddeutsche. Sie kamen über Litzern von Lyon. In Weggis wurden 88 Soldaten und 22 Offiziere und in Gersatt 47 Soldaten untergebracht. Eine Abordming des Gemeinderats und die Platzärzte ivaren in Uniform zur Begrüßung an- wefend. Mädchen überreichten Blumensträuße und Zigarren. Der deutsche Arbeitsmarkt. Berlin, 12. Febr. lieber den d e u t s ch e n Arbeits- markt im Jahre 1915 sagen die Blätter, daß, wenn das Ausland überhaupt noch überzeugt werden könne und wolle, daß das deutsche Wirtschaftsleben unter dem Weltkrieg trotz aller Anstrengungen unserer Feinde weniger litt als man draußen und drinnen an- nahm, so müsse ihm die Darstellung des Kaiserlichen Statistischen Amts über die Lage des Avbeitsmarktes in Deutschland dafür deu Beweis liefern müssen. M i t verschwindenden Ausnahmen habe das gesamte deutsche Erwerbsleben alle KriegSschwierigkeiteu läng st überwun- den. Die Arbeitslosigkeit aber habe sich bei uns so gut wie gar nicht gezeigt und sei heute jedenfalls geringer als im Frieden. Die Kriegsgewinnstcuer. Berlin, 12. Febr. Die Kriegsgewinnstcuer soll, wie wir mit Vorbehalt verschiedenen Morgenblättern ent- nehmen, in den nächsten Tagen dem Bundes- rat zugehen. Anfangs März, so nimmt mau an, werde sie für die Beratung im Reichstag bereit sein. Sperrung der französische» Grenze. Berlin, 12. Febr. Aus Basel wird dem Berliner Lokalanzeiger gemeldet: Seit Montag ist die f r a n- zösische Grenze in der ganzen Länge '.wischen Delle und Bellegarde f ü r den Verkehr gesperrt uud an der schweizerisch-französischen Grenze im Elsgau ist sogar der bisher offene kleine Grenzverkehr unterbunden. Seit einigen Tagen hört man von Basel aus in der Richtung auf Beifort zeitweise schweres Geschützfeuer. Man hofft auf größere Deutlichkeit. Berlin, 12. Febr. Alis Genf wird dem Berliner Lokalanzeiger berichtet: Die vom Tenips und an- deren französischen Regierungsorganen sehnlichst er- wartete rückhaltslose Erklärung über Italiens Verpflichtungen gegenüber seinen Verbündeten läßt Souninos Trinkspruch vermissen. Man erhofft größere Deutlichkeit von den im Hauptquartier gewechselten Trink- sprüchen. Keine Friedensvorschlägc an Belgien. London, 12. Febr. (W.T.B.) Die belgische Ge- sandtschast teilt mit, daß das Gerücht, wonach Deutschland kürzlich mit Friedeusvorschlä- gen an Belgien herangetreten sei, absolut unbe- gründet ist. Der erste Deserteur durch die Luft. Bern, 11. Febr. (W.T.B.) Nach der erzwunge- nen Landung des italienischen Fliegers in Lugano tauchte bald das Gerücht auf, daß es sich uul einen Deserteur handle. Die Thurgauer Zeitung spricht heute offen aus, daß dies der Fall ist, indem sie B a r b a t i als einen Rekord mann begrüßt, der als erster durch die Luft desertierte. Dies mache begreiflich, warum der Flieger und das Flug- zeug so schnell franco Italien wieder zugestellt wurden. Bewaffnete englische Fischdampfer. Berlin, 12. Febr. Dem Berliner Lokalanzeiger zufolge. meldet die Budapester Zeitung Pesti Hirlap aus Wien, England habe, um die erhöhte Tätigkeit der deutschen Unterseeboote im Mittelmeer zu lähmen, eine aus etwa IVO Fischdampseru bestehende Flottille im Mittelmeer organisiert. Diese Fischdampfer wurden alle bewaffnet und mit Stahlnetzen versehen. Ihre Geschütze sind verhüllt. Einige dieser Dampfer wurden von Unterseebooten versenkt. Russische Offiziere mit Bomben. Sofia, 11. Febr. (W.T.B.) Wie die Zeitung Cam- bana erfährt, sind in Ciurgewo drei höhere russische Offiziere, die B o m b e n Mit sich führten, von den rumänischen Behörden verhaftet worden. Tie Untersuchung ergab, daß A n s ch l ä g e am D o u a u. ufer beabsichtigt waren. Einschränkung der Ein- und Ausfuhr aus feindlichem Staaten?.. Wen, 12. Febr. (W.T.B.) Die heutige Wiener Zeitung veröffentlicht eine sofort in Kraft tretende Verordnung der Ministerien der Finanzen, des Handels- und des Ackerbaus vom 5. Februar betreffend die Einschränkung der Ein - nnd Durchfuhr von Waren aus feindlichen Staaten, sofern diese Waren aus einem mit Oesterreich-Ungarn im Krieg befindlichen Staat oder aus Kolonien oder aus Schutzgebieten eines dieser Staaten stammen. Bei der Ein- und Durchfuhr aus neutralen Staaten hat der verfügungsberechtigte Inländer durch schriftliche Erklärung die Haftung zu übernehmen, da ßdie Waren nicht aus feindlichen Staaten oder deren Kolonien und Schutzgebieten stammen. Deutsche Waisenkinder in öer Schweiz während der Kriegszeit. t. Bafel, 7. Febr. Einer Anregung vom Gemein- nützigen Frauenverein Sololhurn folgend, hat der Schtveizerische Gemeinnützige Frauenverein die Ver- sorgung deutscher Waisenkinder während der Kriegszeit übernommen, von denen vorige Woche 20 Kinder an der Schweizergrenze bei Schaff- Hausen angekommen sind. Die im Alter von 9—14 Jahren siebenden Kinder machten einen guten Eindruck. Eine Delegation von Züricher Damen haben die Kinder an der letzten Grenzstation Gottmadingen in Emp- fang genommen und von da über Schaffhausen nach Zürich geleitet. Ueber den Empfang der deutschen Waisenkinder schreibt eine der Begleitdamen folgendes: „Die Abordnung der Schweizerinnen nach der dent- schen Grenze bestand aus sechs Damen. Mit einem Schreiben der deutschen Gesandtschaft ausgerüstet, ließ man uns ohne weiteres an der Grenze passieren und überall kam mau uns mit der größten Bereitwilligkeit entgegen; wir hatte» erwartet, schwarzgekleidete, traurige Kriegswaisen zu empfangen. Als aber der Kinder- schwärm vergnügt in Gottmadingen in Begleitung von zwei deutschen Damen ankamen, und uns freudig be- grüßten, waren wir es. denen die Tränen in den Augen standen. Durch den Begrußungsjubel wurden auch die feldgrauen deutschen Offiziere aus ihren Zvnmern ge- lockt, die den staunenden Kindern laut die Herrlichkeiten der Schweiz priesen und ihnen klar machten, wie schön sie es nun in einer langen Ferienzeit in der Schweiz haben würden. Die deutschen Offiziere waren uns beim Versorgen der Kinder in den Bahnzug in jeder Beziehung behilflich. Die Buben haben sich sofort heimisch «fühlt und für sich ein .^tnpee erobert, in welches die Mädchen nicht hineindurften. Die Stimmung unter allen Kin- dern war sofort eine gehobene, alle wollten sofort die Alpen sehen, von denen sie schon so viel gehört hatten Einer der aufgeweckten Knaben ließ nicht nach mit skra- gen, bis man ihm versichert hatte, daß es in Zürich eine Bank gebe, die ihm seine Mark Reisegeld in Schweizer- geld umwechseln werde. Nach dem Umstieg in Schaff- hausen, der sich sehr umständlich gestaltete, fanden wir Zeit, uns über die Familienverhältnisse unserer Schnfc- besohlenen etwas zu erkundigen und da stellte es sich beraus, daß die wenigsten der Kinder Vollwaisen waren Ein Geschwisterpaar, da? nach Steffisburg kam, hatte den Vater verloren; die Mutter lernt nun Zahntechniker^ um ihre Kinder durchzubringen, und war de«- halb sehr dankbar, ihre Kinder abgeben zu können. Von einem anderen Jungen ist der Vater vermißt, ein dritter erzählte, daß sein Vater verwundet in Nußland ge- fangen ist. Die herzigen Hanibnrgerinnen hatten unsere Herzen im Sturm erobert, und jede wollte wissen, welche von den anwesenden Damen nun ihre Pflegemutter sei; sie waren sehr traurig, daß sämtliche die Frage ver- ueinen mußten, sie hätten sich so gern an ein teilnehmendes Mntterherz geschmiegt und wir hatten nicht den Mut, nach Vater und Mutter zu fragen, aus Angst, Tränen und Heimweh bei ihnen zu wecken. Wir ver- mitteltcn dann unterwegs auch Adressen zweier Mäd- chen, wovon das eine in Sebach, das andere in Höng untergebracht war und jubelnd dankten sie uns für die Mitteilung, daß sie sich gegenseitig besuchen dürfen durch die Vermittlung der Komiteedamen des Gemeinnützigen Frauenvereins. Ein zehnjähriger Knabe hatte sich unter der Mädchenschar eine gleichalterige Freundin ausge- sucht und verlangte in echtem Kölner Plattdeutsch eine Pflegemutter, die zwei Kinder aufnehme. Dieser Wunsch konnte aber, so gerne man es getan hätte, nicht erfüllt werden, denn der Junge war nach Huttweil, daS Mäd- chen nach Zofingen bestimmt. Ein ärmlich gekleideter Junge aus Hamburg, dessen Mutter iroch für weitere fechs kleinere Geschwister zu sorgen hatte, hielt die Photographie seiner Mutter fest in der Hand und fragte, ob ein Brief von Hamburg in einem Dag iü der Schweiz ankomme. Auf dem Bahnhof Zürich folgte die Trennung der Gesellschaft; die Kinder wurden zunächst gespeist, dann wurden die für Aarau und Bern bestimmten Kin- der wieder in den Zug eingeladen; der übrige Teil kam in die Umgebung von Zürich, während die Stadt Zürich selber leer ausging. Die Waisen kamen aus den Städten Ulm, Heidelberg, Darmstadt, Köln Frankfurt, Ham- bürg usw. Bereits in den nächsten Tagen soll eine weitere Gruppe von 20 deutschen Kriegswaisen in der Schweiz eintreffen, die vorwiegend in der Stadt und Kanton Zürich untergebracht werden." Großh. yostheater Karlsruhe. Spielplan für die Zeit vom 13. bis mit 21. Februar 1916. In Karlsruhe. (Angegeben ist der Preis für Sperrsitz 1. Abt.) Sonntag, 13. Febr. A. 42. Zum erstenmal: „Geuesius", in 3 Aufzügen, Dichtung (mit Benutzung der Operndichtung „Geininianus" von H. Herrig) und Musik von Felix v. Weingartner. Anfang 6 Uhr, Ende «410 Uhr. (4.50 Mk.) Montag. 14. Febr. C. 39. Dritter historischer Lust- spielckbend. Göthe-Abend. Zum eütcrwnal: „Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern". Neu einstudiert: „Die Laune des Verliebten". Zum erstenmal: „Scherz, List und Rache". Anfang 7 Uhr. EiioS-Mch 10 Uhr. (4 Mk.) Dienstag, 15. Febr. 16. Sondervo ?'?elluny- Ermäßigte Preise. ..Polenblut", Operette in Nedbal. Anfang halb 8 Uhr, Ende halb 11 Uhr. (2 Mk.) Für diese Vorstellung werden an der Vorverkaufsstelle des Hoftheaters keine Vorverkaufsgebühren erhoben. Donnerstag. 17. Febr. B. 41. ' „GenesiuS", in drei Akten. Dichtung und Musik von Weingartner. Anfang halb 7 Uhr, Ende 10 Uhr. (4.50 Mk.) Freitag. 18. Febr. C. 40. Körner . Kleist - Abend. Neu einstudiert: „Der Nachtwächter" von Körner. — Neu einstudiert: „Der zcrbrocheiie Krug" von Kleist. Anfang 7 Uhr, Ende 10 Uhr. (4 Mk.) Samstag, 19. Febr. A. 4-3. „Das Glöckchen des Eremiten", komische Oper in 3 Akten von Maillart. An- fang 7 Uhr, Ende 9410 Uhr. (4.50 Mk.) Sonntag, 20 Febr. B. 40. „Tristan und Isolde" in I Akten von R. Wagner. Anfang halb S Uhr, Ende 10 Uhr. (4.50 Mk.) Montag. 21. Febr. A. 44. Dritter historischer Lustspielabend. Goethe - Abend. „Das Jahrmarktsfest zu Plun- dersweilern", „Die Laune des Verliebten", „Scherz. List und Rache". Anfang 7 Uhr, Ende nach 10 Uhr. (4 Mk.) In Baden-Baden, Donnerstag, 17. Febr. 19. Mietvorstellung. Kleist- Körner-Abend. Neu einstudiert: „Der Nachtwächter" von Körner. Neu einstudiert: „Der zerbrochene Krug" von Kleist. Anfang halb 7 Uhr. Ende 9 Uhr. Kartsricher Stanöesbuch-fius^üge.. Eheaufgebot. 11. Febr.: Julius Braun von hier, Zimmermann hier, mit Josefine Essig von hier. Geburten. 6. Febr.: Ludwig Hans Heinrich, Vater Fridolin Göbel, Diener; Helmut, Wilhelm Müller, Bausekretär; Ludwig Friedrich, Vater Wilh. Vogel, Leichenschauer. — 7. Febr.: Anna Elisabeth, Vater Jakob Scherer, Kaufmann; Paul Karl Friedrich, Vater Karl Lahr, Buchdrucker; Gretchen. Vater Karl Streckert, Dipl.-Jng., Ober-Jng.; Hellmut Wilhelm, Vater Johann Stengel, Gaftivirt. — 8. Febr.: Gertrud und Robert, Zwillinge, Vater M. Müller. Druckereigehilfe; Johann Emil, Vater Emil Baumann. Wagenführer; Erich, Vater Gustav Greulich. Bausekretär; Hedwig, Vater Hermann Herbig, Heizer; Franz Alexander Gustav, Vater Franz Bühler. Werkmeister; Rudolf Ludwig, Vater Ludwig Wcstentelder, Glaser; Ilse Johanna, Vater Jul. Mar- berg, Kaufmann; Karl, Vater Franz Schaaf, Former; Günther Karl Gustav, Vater Karl Laib. Stadtbuchhalter. S. Febr.: Anna Luise, Vater Wilhelm Möhle, Kaufmann. — 10. Febr.: Willi, Vater Ludwig Bärmann, Hafen- arbeiter. Todesfälle. 9. Febr.: Mar, alt 10 Monate 19 Tage. Vater Cölestin Kaiser, Schlosser; Heinrich, alt 10 Monate 7 Tage, Vater Karl Schott, Schreiner. — 10. Febr.: Kurt, alt 6 Jahre, Vater Wilh. Weiß, Lok.» Führer. Scrrb»a»ni»jeit u. TranerbauS erwaibsencr Verst»rli?nrn. Samstag, den 12. Febr. 11 Uhr: Luise Wolfs, Finanzrats-Witwe, Belfortstraße 2. Verlosungen. lGhne Gewähr). Berlin, 11. Febr. (W.T.B.) In der heutigen Vor- mittagsziehnug der P r e u ß i sch - S ü d d e u t sch en Klassenlotterie fiel ein Gewinn von 60 000 Mark auf die Nr. 166951, ein Gewinn von 20 000 Mark auf die Nr. 172177 und je ein Gewinn von 3000 Mark auf die Nr. 61538 und 218367. Berlin, 11. Febr. (W.T.B.) In der heutigen Nach- mittagSziehung der Preußisch-Süddeutschen Klasse nlotterie fiel ein Gewinn von 5000 Mark auf die Nr. 113084. | Hanöelsteil Wertpapiere. Berlin, 11. Febr. (W.T.B.) B ö r s e n st i m m u n g s- bild. In der Hoffnung aus baldige Beilegung deS Lusitaniafalles nnd höherer Newyorker Kurse behielt die Börse ihre feste Grundstimmung bei. Die Geschäfts- tätigkeit war jedoch geringer als gestern. Lebhafter um- gesetzt wurden nur Erdölaktien und Daimler Motoren. Daneben bestand noch einiges Interesse bei leicht er- höhten Kursen- für einzelne Chemische nnd Montanwerte. Bon Renten sind heimische unverändert, für Oesterreich» ungarische scheint das Interesse etwa? nachgelassen zu haben. Pserdevcrsteigerung. Die Badische Landwirtschafts- kamiiier veranstaltet am Montag, den 14. Februar, vormittags halb 11 Uhr, in Bühl eine Versteigerung von ca. 20 kriogsnnbrauchbaren Pferden. €. M. 8. B-ncbsal feria III. 15 Febr. postm. 2*/ 4 hora C. *1 S.; postei Conferentia, D. Dr. Jancfi et P. »aeäler Ioquentur »mus» clerici sunt invitati. Der BadLsche Beobachter ist auf dem Truppenübungsplatz Henbera im Zeitnngs- kiosk in einzelne» Nummern käuflich. 5 Seite 4 Kadifcher Keobachter, Samstag, den 12. Februar 1916 Ur. f)8 E»eben erschienen: Marie Ellenrieder als Künstlerin nnd Frau Von Klara Eicbert. Mit 12 Bildern- (Gehört zur Sammlung „Frauenbilder".) 8' (X u. 122 S.) M 2.— ; geb. in Leinwand M. 2.80 Ueber Marie Ellenrieder? Person wie über ihrer Kunst liegt der Zauber einer tief religiösen, vornehmen und demütigen Frauen- seelc. Außer de« Lebensgang der Künstlerin beschreibt das Buch noch da? künstlerische Wirken der „Nazarener". Die zwölf Bilder vermitteln die schönsten Werke Ellenrieders. j?«fas von Kerder j» Freiöurg im Itreisgau. Zu beziehen durch die: 440 ffattttifdjc Inltalt, £reibutg «m.««». Kerdersche Muchyandsung, Karlsruh«, Herrenstr. 34. K. I. Itottsche Buchhandlung, FauSeröischofsheim. lebmbMM-Vmia Karlsruhe. An unsere Mitglieder! Durch die neuerdings von der Behörde verfügte Herab- Minderung der Mehllieferungen wurden wir zu einer be- deutenden Einschränkung der Herstellung von Brot gezwungen, sodaß wir gegenwärtig nicht in der Lage sind, jedes Mit- glied mit dem ihm auf Grund seiner Brotscheine zustehenden Brotquantum zu versorgen. Wir erhalten vom Kommunal- verband monatlich ein zum voranS festgelegtes Quantum Mehl, das z. B. im Februar 25°/ 0 weniger beträgt, als wir inl Januar verbacken und verkaust haben und das wir so einzuteilen haben, daß wir jeden Tag backen und anßer- dem auch noch Mehl ve^ausen können- Wir hoffen, in den nächsten Tagen wieder kleinere Mengen Mehl in unsern Verkaufsstellen abgeben zu können, jedoch geht dies selbst- verständlich wiederum auf Kosten des BrotquantumS. Große Mißstimmung hat eine am 9. b*. in den hiesigen Zeitungen erschienene Notiz betr. „Mehlversorgung" in den Kreisen unserer Mitglieder hervorgerufen- Auf Grund der« selben waren viele Mitglieder der Meinung, es müsse auch bei uns Auszugsmehl zu bekommen sein, was aber nicht zu- trifft. Trotz energischer Reklamation wurde die Abgabe an nns seitens des Kommunalverbands verweigert, da man an- geblich nicht so viel, als wir brauchen, an einen Abnehmer abgeben könne. Wie aus mehreren Verkaufestellen mitgeteilt wird, äußern sich viele Mitglieder wegen der verkürzten Lieferung von Brot und Mehl sehr ungehalten über die Geschäftsleitung. So verständlich uns der Unmut unserer Mitglieder auch er- scheint, müssen wir doch jedes Verschulden von uns abweisen. Wir fügen uns lediglich den behördlichen Anordnungen, wie wir dies von Kriegsausbruch an getan haben. Wäre dies allseitig in so gewissenhafter Weise geschehen, stünde es um die Brot- nnd Mehlversorgung in Karlsruhe vermutlich besser, als es z. Zt. der Fall ist. v05 Karlsruhe, den 12. Februar 1916. Der Dorstand. Bekanntmachung. Die Auszahlung der Kriezsunterstützungen für die S. Hülste des Monat» Februar 1916 findet nach Maszgabe der Ordnnngs- zahl der Nnswelskarten an folgenden Tagen statt: JD.Z. 1 bis 2500 Dienstag, den 15. Febrnar 1916, „ 2501 „ 5000 Mittwoch, den 16. Febrnar 1916, „ 5001 „ 7500 Donnerstag, den 17. Februar 1916, . 750L „ 10023 Freitag, den 18. Februar 1916, jeweils vormittags von 8 Uhr bis 'hl Uhr nnd nachmittags '/-3 Uhr bis 6 Uhr im großen Rathaussaal. Im Interesse einer geordneten und rasche» Abwicklung de? AuS- zahlungSgeschäfteS muß dringend darauf bestanden werden, dab die Bezugsberechtigten die vorgeschriebene Reihenfolge genau einhalten. Karlsruhe, de» 8. Februar 1916. Das Bürgermeisteramt. 499 Karlsruhe, Wilhelmstr. 30. Schwarze Damenmöntel J617.75 Jt 22.75 .1626.75 wasserdichte Regenmäntel von Ji 19.75 an blane und schwarze Sachen- Kleider von jH > 18.75 an l Posten Sportjacken m 6.75 l Post. BMMrvlKe Ji 2.00 KostiimrSlke in allen Wetten von M 3.75 an Schwarze Blusen in Tatin. Wolle, Tüll, Seide besonders preiswert. Ab 15. dS. ®lt?. befindet sich mein Geschäft wieder 483 IHtlijf lUtill. ^4 ^1 Treppe 443 Möbel «llcr Prt, Flur-Garderoben, Diwan, Rohhaarmatratzen, Kapokmatratz., Wollmairatzen, SeegraSmatrayen in guten Qualitäten empfiehlt billigst H. Karrer, Möbelhandlung, Karlsruhe, Philippftr. 19. Schwarzwald- Berein 84 Orttzruppe R«rlsrul>e. Wanderung: Sonntag, 13. Febr. Baden — Fischkultur — Rote Lache. Abfahrt 8" Uhr. Buchbinder- Lehrling. Ordentlicher Jnnge, welcher Lust hat, die Buchbinderei zu erlernen, findet Lehrstelle bei sofortiger Vergütung bei 450 Emil Weiland, Karlsruhe Bnchbindermeister, Marienftrafte Nr. Iß. auf Militär-Hosen sucht Bc schästignng als Heimarbeiter. Angebote unter Nr. 862 an die Geschäftsstelle d. Bl. erbeten. 491 Husten Sie ? Herba Vera Bonbon sind wahre Kränterbonbons, enthalten Tortrefflich heilwirkende Kräuter. Ihr Husten wird sofort gelindert! i Dose nur 50 Pfg. Bei: Apotheker IN. Slraus, Drogerie Straus in Milhlburg, Hardtgtr. 21. Gegen Gtn!»n»u,»g oon ?.l» Psg. »enden wir Jedem eine Probe lelbjlgeketterten Rot- und Weiss wein Nebst Preisliste, fltiu Wiftfo, da wir Nicht- gisallcndeS ohne WcitcreS »»lrankirt ju« rü«enchmc»,—ISMoiiaencizrni'Wttnverge an Avr ii. Mein. Bslir. BoJti Ahrw*llar 30-13 II 47 Echter und guter Birnenmost (500 Liter) sind zu verkaufen bei Ignatz Zolk, Landwirt in Langenbrücken (Liter zu 30 Pfg.) 425 ^SMnaWBCiSBfiHH E. G. m. u. H. Die zur Abrechnung vorgelegten Sparbücher können in unserem Geschäftslokal wieder in Empfang genommen werden. Die noch nicht eingereichten Sparbücher nnd Mitglieds» bücher bitten wir alsbald abzugeben. 503 KarlSruhe-Mühlburg, den 12. Februar 1916. Per Worstand. Kathol. Arbeiterverein Karlsruhe. Die Sparbücher können nach vollzogener Rechnung?- Prüfung am Sonntag, den 18* u. Ä0. d. M. im Pfarrhans St. Stefan gegen Rückgabe der aus« gestellten Quittungen abgeholt werden. 502 s W^rum warten Sie, bis Sie sah! sind? Jeder Haarausfall läßt durch individuelle Behandlung sofort nach und ver- schwindet gänzlich. 856 I. Heppes, I. HaarMr-SptMiMiist, Karlsruhe, Herrenstr. 25; einzig am Platze. Slcrztl. empf. Vorteilhaftes Augebot in Wohnnngs- Einrichtungen a. Schlafzimmer, Nußbaum poliert, bestehend an«: 2 Bettstellen, 2 Nöste, 2 drelt. Matratzen, 2 Polster, 1 Nachttisch, 1 Waschkommode (Marmorpl.),Toilettenspiegel» 1 Spiegelschrank, Handtuchständer. b. Wohuzimmer, Nußbaum poliert, bestehend au«: 1 Plnsch-Diwan, 1 Tisch mit Eichenplatte» 4 Stühle, I Vertiko mit Spiegel, 2 Bilder, c. Küche, bestehend auS: IKnchenschrankm. Verglasung, I Tisch, SHocker, Schaft. Gesamtpreis KSS Mark. 415 Große Auswahl in Schlaf-, Wohn- n. Speisezimmern. M. Kahn, WMraße 22, Möbelhaus. SSSl feldpostdracksachen. für Oebesgabensendungen: 20 Stück feldpostkarten . . 15 Pfennig 20 „ Briefbogen .... 15 „ 20 „ Briefumfdiläge . . 10 » fllle 3 Drucksachen zu je 5 Stück in einem Mäppcken . 15 Pfennig. für Korrespondenz und Sendungen aus der Heimat ins feld:" 20 Stück feldpostkarten . . 15 Pfennig 20 „ Briefumschläge . . 10 „ 20 „ flufklebeadressen. 10 „ 20 „ Zeitungsumsdiläge 20 „ Rlle 4 Drucksachen zu je 5 Stück in einem IHäppchen . 15 Pfennig. Gefl. Bestellungen erbittet Geschäftsstelle des Bad. Beobachters Neues Konzerthaus Karlsruhe Gesangverein „Cosicordia" e. V. Samstag, den 19. Februar 1916, abends 8 Uhr beginnend: Wiederholung des vaterländischen Wohltätigkeits-lConzerts zu ermässlgten Preisen j augnnsten des Prinz MaX-FondS (Fürsorge tadi«eher Gefangen« | in Feindtsland), des Halen Kreuzes and der Sfädt. Kriegshilfe. Mitwirkende: | Grossb. Hessische Kammervirtnosin Fran Hedwig Warx-KlMBh, I Mannheim; Grossh. Bad. Hofopsrnsänger Iltrr Hat« SlBUISrf, Karlsruhe -, Konzertsänger Herr Otto Utassbeeher, Karlsruhe. Ein SchOlirohor. Das Hannonle-Orshesler. Der Männershor der Concordia. 4961 (300 Mitwirkende). | Musikaliselie Leitung: Herr Chormeister Heinrieh bechnsr. | Begleitung der Soli: Herr Hermann Knlerer. HumerieriB Plätze (einschliesslich Kleiderablage und Pro- I gramra) zu Mk. 2.20, 1.70, l.ZO und —.80 sind im Vor-1 | verkauf in der Hofmusikalienhandlung Fr. Ooert| Kaiser- •trasse 159, Telephon 638, und in der Musikalienhandlung Fritz Mailert Ecke Kaiter- und Waldstrasse, Teleph. 388 | sowi« abends an der Hauptkasse zu erhalten. f Städtisches Knnzerthans Karlsruhe. Sonntag, den 13. Febrnar 1916, nachnüttags 4 Mir i» |l | ■■ i| ff 13 B ff 1 m ist des g Heidelberger Mtädtlselien Orchesters. | Leitung: Herr Musikdirektor P. Radig uuter Mitwirkung von Frau Sophie Sack-Faktor aus Berlin (Klavier). | Preise der Plätze (einschliesslich Kleiderablage): I. Abteilung j§ 1.70 X, II. Äbtl. 1.20 JC u. III. Abtl. 80 4- 1 — Programm 10 ■£. — Vorverkauf der Eintrittskarten von Donnerstag, den 10. M bis SamsUg, den 12. ds. Sit«., nachmittags 5 Uhr, in der |g Hofmuiikalitnhandlung Pr. Doert, Kaiserstr. 159 (Eingang || Bitteritraase) für sämtliche Karten mit geraden Nummern = (Parkett nnd Galerie rechts) nnd in der Musikalienhandlung ~ Fr. Tafel, Kaiserstrasse 82a, fflr sämtliche Karten mit tin- D geraden Nummern (Parkett und Qalerie links). Die baiden Kassen im Konzerthaus sind am 13. Februar, || von nachmittags 3 ühr ab für den Verkauf von Eintritts- j= karten nnd Programmen geöffnet-, 472 = W „Dm Sinbcn" Mühlburg. Sonntag, den 1A. Febrnar MHitär-Konzert gegeben von der Kapelle des 501 Ers.-Batl. Landw.-Znf.-Rcgt. l'J9 Anfang 4 Uhr. Eintritt 40 Pfg. Militär 20 Pfg. Jeden Abend nnd Sonntag nachmittag Kiiii§tler-KoiiKert KJstcmaker-Orchester. 421 Gottesdiciistordmmg. Karlsruhe. St. Strphanskirchc. Sonntag: 5 Uhr: Frühmesse; 6 Uhr: heil. Messe; 7 Uhr: hl. Messe mit Monatskommu- «ion für die männliche Jngend, Jugendverein und JiinglingSkongregation; ^9 Uhr: Mili- tärgsttesdienst mit Predigt; &10 Uhr: Hmtpt- flotteSbienst mit Hochamt und Predigt; ^12 Uhr: Kindergottcsdienft mit Predigt; 2 Uhr: Christenlehre fiir die Jünglinge; 3 Uhr: Vesper; 0 Uhr: Kriegsandacht mit Segen. Dienstag und Freitag: abends %7 Uhr: Kriegsandacht mit Segen. AlteS St. Vinzentiuohaus. Sonntag: K7 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion; 7 Uhr: hl. Messe; 8 Uhr: Amt; HG Uhr: Herz Maria-Bruderschaft mit Segen. St. Peter- und PaulSkirche. Sonntag: 6 Uhr: Beichtgelegenheit; W.7 lthr: Frühmesse; Iii, %7, Uhr: Aus. teilung der hl. Kommunion; Uhr: deutsch« Singmesse; Vi9 Uhr: deutsche Sinauiesse mit Predigt (im Städt. Spital); % 10 Uhr: HauptgotteSdienft mit Predigt; 'A2 Uhr: Christenlehre für die Mädchen; 2 Uhr: Herz Jesu-Anixlcht; YiS Uhr abends: Kriegs andacht. In Eggrustrin (Rathau«): Sonntag: ^lv Uhr: hl. Messe mit predigt. Ct. Berntiarduskirche. Sonntag: 6 Uhr: Frühmesse; 7 Uhr: heil. Messe und Generalkommuuion der Jung- frauenlongregation; 8 Uhr: deutsche Sing- messe mit Predigt; ^-10 Uhr: Hauptgottes- dienst mit Amt und Predigt; 11 Uhr: Kinder- gottesdieust mit Predigt; 2 Uhr: Christenlehre für die Jünqlinge; ^3 Uhr: Herz Jesu- Andacht; 3 UV. Jungfr^uenkongregatlSn; 6 Uhr KriegSandacht mit Segen. Liebfranenkirche. Sonntag: 6 Uhr: Frühmesse mit Monats- kommunion der Jungfrauen; 8 Uhr: deutsche Singmesse mit Predigt; V-i 10 Uhr: Haupt- gottesdienst mit Amt nnd Predigt; 11 Uhr: Kiirdergottesdienst mit Predigt; n A2 Uhr: Christenlehre für die Mädchen; V&3 Uhr: Herz Jesu-An da cht; 6 Uhr: Bittandacht mit Segen. Freitag: abends %9 Uhr: kirchliche Versammlung der Jünglinge. St. Nonifatinskirche. Sonntag: V47 Uhr: Frühmesse; 8 Uhr: deutsche Smgmesse mit Predigt; MIO Uhr: Hauptgottesdienst mit Hochmut und Predigt; Vi 12 Uhr: Kindergottesdienst mit Predigt; %2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge; M:3 Uhr: Herz Jesu-Bruderschaft; 6 Uhr: Bittandacht und Segen. Daxlanden (Hrilig-Geist-Kirche). Sonntag: 6—8 Uhr: Beichtgelegenheit; 947 Uhr: Frühmesse mit Austeilung der heil. Kommunion; 8 Uhr: deutsche Singmesse mit Predigt in der Hl. Geistkirche; }£10 Uhr: feierliches Hochamt mit Predigt und Segen in >der St. Valentinuskirche; Vi2 Uhr: Christenlehre; 2 Uhr: Balent!nusandacht mit Segen in der Hl. Geistkirche; 6 Uhr: Andacht für unsere Krieger. Rüppurr (St. Nikolauskkrche). Sonntag: v Uhr: Beichtgelegenheit; 7 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion; 9 Uhr: Hauptgottesdienft mit Hochamt und Predigt; %2 Uhr: Christenlehre für die Jünglinge und Mädchen; 2 Uhr: Weihnachtsandacht; 7 Uhr: Kriegsandacht. Grünwinkel (St. Josrfskirche). Sonntag: Vi7 Uhr: Beichtgclegenheit; %8 Uhr: Frühmesse mit Monatskommunion der Jungfrauenkongregation; VAO Uhr: deutsche Singmesse mit Predigt; V42 Uhr: Christenlehre; 2 Uhr: Herz Jesu-Andacht mit Segen; 3 Uhr: Versammlung der Jungfrauenkongre- gation in der Mariä Hils-Kapelle; 6 Uhr: Bittairdacht mit Segen. Beiertheim (St. Michaelskirche). Sovntag: halb 7 Uhr: Frühmesse mit Austeilung der hl. Kommunion, vor- und nachher Monat?- kommunion der Jungfrauen und insbesondere der IiinlifraueRkonaregatioii; */«9 llbr: deutsche Singmesse mit Predigt; halb 10 Uhr: Haupt- gotlesdienst mit Predigt nnd Hochamt; halb 2 llbr: Christenlehre für die Mädchen; 2 Uhr: Herz-Jesu- Viltandacht mit Segen; halb 3 Uhr: Versammlung der Jungsrailenkoiijjregarton mit Prcdigt. Durlach. Stadtkirche Durlach. Sonntag: 7 Uhr: Frühmesse und Austei- lung der hl. Kommunion; >/-9 Uhr: Kinder- gottesdieust mit Predigt; J / a 10 Uhr: Hauptgottesdienft mit Hochamt und Predigt; 11 Uhr: Christenlehre; 2 Uhr: Herz Jesu-An- dacht; 6 Uhr: Rosenkranz mit Segen. Durmersheim. I. Pfarrkirche. Sonntag: 7 Uhr: Frühmesse (Monatskom- munion der Jungfrauen); %9 Uhr: Schüler- goitesdieust; %10 Uhr: Amt mit Predigt; Vi2 Uhr: Christenlehre für Knaben; Herz Mariä-Bruderschaft; monatliche Ewige An- l»etung mit Ansprache; Q Uhr: Rosenkranz für die Schüler; 7 Uhr: Kriegsbetstunde. Montag: %6 Uhr: best. hl. Messe für Kar! Schick, Regina Dunz, Ant. Koffler u. Angeh.; 7 Uhr: gest. hl. Messe für Joseph Bauer. DienStag: gest. hl. Messe für Unna Bastian geb. Winter und Berta Scherer. Mittwoch: gest. Seeletramt für Justins Weber geb. Müller und Angeh.; best. HI. Messe für Johann Schorpp u. Kinder Marie, Karolina und August. Donnerstag: gest. hl. Messe für Valentin Cll, M. Eva Hammer und Kinder; best. hl. Messe für Robert Weingärtner und Eltern. Freitag: vom Mütterverein best. Seelen- amt für Katharina Schorpp geb. Tritsch. Beichtgrlegenheit: Sonntag morgens KUHr; Samstag morgens ß Uhr, nachm. 1, 4 und %8 Uhr. 2. Wallfahrtskirche BickeSheim. Sonntag: ViS Uhr: hl. Messe; M4 Uhr: Andacht. Werktags: %8 Uhr: hl. Messe. SamStag: WO Uhr: WallfahrtSgotteSdienst. Beichtgelegenheit: jeden Morgen vor und nach dem Gottesdienst, sowie Samstag nach- mittags. 3. Filialkirche Würmersheim. Sonntag: %9 Uhr: Amt mit Predigt; Christenlehre. , . „ Dienötag: 3. Opfer, Seelenamt für Barna- bas Schorpp. Freitag: best. hl. Messe stir die gefallenen Soldaten. Au a. Rhein. Sonntag: 7 Uhr: hl. Kommunion; '/-10 Uhr: Predigt nnd Amt; 1 Uhr: Christe»lehre und CorporiS-Christi-Brnderschaft. Mootag: best. JahrtagSamt für Helene Merz geb. Weistnburser. Dienstag: best. hl. Messe für den gefallenen Anton Ganz. Mittwoch: Gestiftete hl. Messe für Bernhard Jäger Margarethe geb. Busch und Scholastika Jäger. Tonneritag : gest. hl. Messe für Theresia und Katharina Pfeiffer. Freitag: gest. hl. Messt für Theodor Ba>le» und Angehörige. Samttag: gest. hl. Messe für Johann Jäger. Rosamunde geb. Krug und Geschwister. Beicht: SamStag nachmittag. KriegSandacht, Freitag abend» '/»? Uhr.