Nr. 130 Karlsruhe, Montag, den 20. März 1916 45« Jahrgang Fernsprecher 585 Mittagsblatt Postscheck: Karlsruhe 48^ Bezugspreis: I" 5 !arisruhe durch Träger zugestellt vierteljährlich Mk. 3.20. Von »er Geschäftsstelle oder den Ablagen abgeholt, monatlich 75 Pf. Auswärts (Deutschland) Bezugspreis durch die Post Mk. 3.65 vierteljährlich ohne Bestellgeld. Bestellungen iu Oesterreich-Ungarn, Luxemburg, Belgien, Holland, Schwei; bei. den Postanstalten. "ebrigeS Ausland (Weltpostverein) Mk. 10.— vierteljährlich durch die Geschäftsstelle. Erscheint an allen Werktagen in zwei Ausgaben Bcilaqcn: Je einmal wöchentlich: das illustrierte achtseitige lluterhaltungsblatt »Ttcrne und Blumen" da? vierseitige IlnterbaltungSblatl „Blätter für de» Familien- tisch" und „Blatter für Haus- und Landwirtschaft" Anzeigenpreis : Die stebcnspalNge kleine Zeile oder deren Nciui» *5 Pf, Retiames CO Pf. Platz-, Kleine- und Stellen - Anzeigen IS Pf. Bei Wiederholung entsprechender Nachlas; nach Tarif. Beilagen nach besonderer Vereinbarung Anzeigen-Amträge nehmen alle Anzeigen-Vermittlungsstellen entgegen Schluß der Anzeigen-Annahme: Täglich vormittags 8 Uhr, bezw. »achmittagS 3 Uhr Redaktion und Geschäftsstelle : Adlerstrahe 42, jitarlsrulie Rotationsdruck und Verlag der „Bavenia", A.-G. für Verlag uud Druckerei, Karlsruhe Albert Hofmann, Direktor Verantwortlicher Zledalteur für deutsche und badische Politik, sowie Feuilleton^ T h. Meyer; für Ausland. Nachrichtendienst, Haudelsteil und den allgemeinen Teil: F r a n z W a h l Evrechstunden: von halb 12 bis 1 Ubr mittags Verantwortlich: Für Anzeigen und Reklamen! Franz P f e i f f e r iu Karlsruhe vom Krieg Tagesbericht vom Großen Hauptquartier. Großes Hauptquartier, 19. März. W .T.B. 'Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Nordöstlich von V e r in e l I e s (südlich des Kanals Kanals von La Bass6e) nahmen wir den Engländern »ach wirksamer Vorbereitung dnrch Artillcricsencr »»d fünf erfolgreicher Sprengungen kleine von ihnen am 2. März im Mincnkamps errnngene Borteile wieder ab. Von der größtenteils verschiitteten fcind- lichen Besatzung sind 30 Ucberlebcndc gefangen genommen. Gegenangriffe scheiterten. Tie Stadt Lens erhielt wieder schweres eng- Asches Feuer. Während anch der gestrige Tag ans dem linken Maasnser ohne besondere Ereignisse verlief, wurden ^griffsversnche der Franzosen heute früh gegen den „Toten Mann" und östlich davon im Keime erstickt. Anf dem rechten Ufer steigerte sich die Artillcrictätig- teit zeitweise zn sehr erheblicher Stärke. Glcichzei- tig entspannen sich an mehreren Stellen südlich der Feste Donau m o nt und westlich vom Torfe Vanx Nahkninpfe nm einzelne Verteidignngsein- richtnngen, die noch nicht abgeschlossen sind. - s jjjfy^LCi- den Ft-aii.nifpn bei dcr Lvrsterci T h i a n ° ^ ^»ordöstlich von Bado n v i l l e r) am 4. ..'«arz nbcrlassenen Stellung wurden sie dnrch eine deutsche Abteilung gestern wieder vcrtricbcn. Nach Zerstörung der feindlichen Unterstände und unter Mitnahme von 41 Gefangenen kehrten nnscrc Leute in ihre Gräben znrück. « Tie Erknndnngs- »nd Angriffstätigkeit der Flie- gcr war beiderseits sehr rege. Unsere Flugzeuge Russen die Bahnanlagen an den Strecken Clcr- m g «t—V erdun und E p i n a l—L n r e—V 6 - f 0 it l, sowie südlich von D i j o n an. — Durch seind- [itfjtii Bombenwurf aus Metz wurden drei Zivilper- Ionen verletzt. Aus einem französischen Geschwader, das M ü l h a n f e n »nd H a b s h e i m angriff, wnr» den 1 Flugzeuge in der »»mittelbaren Umgebung von ^ «Ihausen in» Luftkampf hernntergefchossen. »^>re Insassen sind tot. In Mülhausen fielen dem Angriff unter der Bevölkerung sieben Tote und 1? ^rletste zum Opfer, in Habsheini wurde ein Soldat getötet. Gestlicher Kriegsschauplatz. Tie erwarteten russischen Angriffe haben auf der Wut Dryswjath. See—P ostawy und bei- ^rseits des Narocz-Sees mit großer Heftigkeit Zugesetzt. An allen Stellen ist der Fcind unter außer- gewöhnlich starken Verlusten glatt abgewiesen wor- ° e «. Nor unseren Stellungen beiderseits des Na- ^ez Sees wurden allein 9270 gefallene Russen gezählt. Tic eigenen Verluste sind sehr gering. y südlich des Wisz ni e w - Sees kam es zn einer Schars»ng der Artilleriekämpse. Salkankriegsschauplatz. ^ie Lage ist im allgemeinen nnverändert. ^ines unserer Lnftschissc hat in der Nacht vom 18. l ^r,', die Ententeflotte bei K a r a B u r n u sndlich l ' 0lt Saloniki angegriffen. Oberste Heeresleitung. (0) österreichisih-ungarifthe Tagesbericht« , Wicn, 19. März. (W.T.B.) Amtlich wird ver- laiitbart: Russischer Kriegsschauplatz. An dem D n j e st r und an der b e s s a r a b i s ch e n t X ° n t lebhaftere feindliche Artillerietätigkeit. Die «»»ckenschanze bei Ucieezko stand nachts nnter '"»kein Minenwerferfener. Heute früh sprengte der «kind nach einiger Artillerievorbereitung eine Mine, woraus ein Handgranatenangriss erfolgte. Infolge der Sprengung mnßte die Mitte der Verteidignngs- linie in der Schanze etwas zurückgenommen werden. Alle anderen Angriffe wurden abgeschlagen, wobei einige Rnssen gefangen wurden. Italienischer Kriegsschauplatz. Tie verhältnismäßige Ruhe am unteren I s o n z o dauert au. Unsere Seeslugzeuge biegten die italieni- scheu Batterien an der S d o b b a - M ü n d u n g wiederholt mit Bomben. Die Stadt Görz wurde von feindlicher Artillerie ans den schwersten Kgli- der» beschossen. Am Tolmciner Brückenkops setzten un- sere Trnppen ihre Angriffe erfolgreich fort, drangen über die Straße S c l o—C i g i a j nnd westlich St. Maria weiter vor und wiesen mehrere Gegenangrisse ans die gewonnenen Stellungen ab. Anch am Süd- grat des Mrzli Vrh wurde der Feind aus einer Befestigung geworfen. Er flüchtet« bis Gaboije. In diesen Kämpfen wurden weiter 2 8 3 Italic- ner gefangen genommen. Die Artillerietätigkeit an dcx Kärntner F r o n t steigerte sich im Fella-Abschnitt und dehnte sich anch ans den Karnarische» Kam»» aus. Tie Dolomiten front, insbesondere der Raum des Eol di Laim und dann unscre Stellungen bei Mater im Sngana-Tal und einige Pnnk.e der Westtiroler Front standen gleichfalls nnter lebhafte/m feindlich?« Fener. Siiööstlicher Kriegsschauplatz. Ruhe. Ter Stell vertreter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f e r, FeldinarschaNentnant. Ereignisse zur See. Am 18. vormittags wurde univeit Sebenico unser H o s p i t a l s ch i s s „E l e k t r a" von einem feindlichen Unterseeboot bei guter Sicht «nd hellem Sonnenschein o h n e j c d e W a r n n n g z w e i m a l a n l a n c i e r t, e i n m a l g c t r o s s c n nnd schwer beschädigt. Ein Matrose ist ertrunken, zwei Kran kenschwestern des Roten Krenzes sind schwer verwun- det. Eine krassere Verletzung des Völkerrechts kann man sich znr See kaum denken. Am gleichen Vormittag hat eines unserer Unterste- boote vor Dnrazzo einen französischen Tor* pedoboots Zerstörer, Typ „S o n rche", t o r- p ediert. Der Zerstörer sank binnen einer Mi- nnte. K. u. K. Flottenkommando. — -o<3»ie>o Fu öen Kämpfen im Westen. Berlin, 18. März. Aus dem Felde wird uns ge- schrieben: Der Eiffeltiirnr funkt Aeußerungcn des „bekannten Obersten Ronsse t" in die Welt, des Inhalts, daß die Deutschen bei Ve r d u it mir „einige vorgeschobene Gräben" eilige» nommen hätten und dann, nach diesem „geringen Gewinn" zum Halten gebracht N idcn seien. Er versucht für diese „ungewöhnlich .ng" drei Er- kläruugsmöglichkeiten beizubiil Moralische T-e- Pression infolge zn großer X Notwendig- keit, die Reserven zn schonen, oou ichliefeltrf) Fehlen der nötigen Jmpnlsivkraft. Es darf Herrn Ronsset versichert werden, das; auch noch andere Gründe für das taktische Verholter, der Deutschen denkbar sind und daß sich nnter diesen Gründen der wirklich zutreffende befindet. Wir wer- den uns darüber mit Herrn Ronsset in einem späteren Zeitpunkt noch weiter unterhalten können. Für heute sei nur darauf hingewiesen, daß es seit dem Beginn der Schlacht bei Verdnn, das heißt teit nun fast einem Monat, von der großen Frühjahrs- offensive der Verbündeten in den Blättern der En- tente ganz still geworden ist. Den deutschen Beobachter erfüllt mit immer neuem Staunen die Tatsache, . daß alle großen Untenieh- mungen unserer Gegner bereits lange vor ihrem Beginn als ungelegte Eier heftig begackert werden. Daß dieses Vorschußgegacker auf einmal verstummt ist, darf als Zeichen der wahren ^eelenverfassuug im feindlichen Kriegslager mit Genugtuung zur Kenntnis genommen werden. Des weiteren staunt der Deutsche, staunen mit ihm seine tapferen Verbündeten immer von Frischem über die Fähigkeit unserer Gegner, sich über die Tat- sache hinwegziischw/chen, daß der Krieg bis ans nn- bedeutende Teilabichnitte in ihren Ländern, in den Ländern der Entente geführt wird. Für das Früh- jähr hatten sie die endgültige Verdrängung der Invasion angekündigt. Statt dessen regt sich allerorten an der Westfront der Mittelmächte ein ungestümer Vorwärtsdrang. Er hat uns schon heute Gelände- gewinn und Massen von Gefangenen und Beute ge- bracht, die bei weitem -öen Ertrag der mit so unge- heitrem Lärm angekündigten .Herbstoffensive der Franzosen übersteigen. Wenn .Herr Rousset diesen Gewinn „gering" nennt, so beweist das nur, daß er uns bei Beginn unseres Vorgehens die Entschlossen- heit und Kraft zugetraut hat, noch weit erheblichere Gewinne zu erzielen. Nicht drängeln, Herr Ronsset I Die sranzösische Presse bemüht sich in den letzten Tagen kraninpshast, ihrem Volke das Schmeichelbild riesiger deutscher Verluste vorzugaukeln. Lei- der vermag sie den feststehenden Zahlen unserer Beute an Gefangenen und Material keinerlei Trost- ziffern entgegenzusetzen. Tie Zahlen unserer Beute aber sind die einzigen in der Öffentlichkeit der gan- zen Welt unumstößlich feststehenden Ziffern. — Alles andere, insbesondere die Behauptungen über unsere deutschen Verluste, sind Phantasiegebilde französischer Luftarithmetik. Daß aber zwischen der Zahl der unblutigen und der blutigen Verluste ein gewisses, annähernd festes Verhältnis stehen muß, weiß jeder Kenner der Kriegsgeschichte. Klar also, daß bei sol- cher Masse französischer Gefangener auch Riefen- Ziffern blutiger Verluste vorhanden sein müssen. Der Heimat aber sei es gesagt — was die Feinde uns ja nicht zu glauben brauchen, wenn es ihnen Vergnügen macht, sich anch fernerhin von Wahn- gebilden um gaukeln zu lassen, — daß unsere VerInste in den schweren Kämpfen sich durchaus inner- halb der Grenzen halten, welche dem Erfolg entsprechen. Ter deutsche Soldat weiß längst und ist sich dessen Hankbar bewußt, daß seine Führer nicht darauf ausgehen, rasche und blendende Fortschritte nm jeden Preis zu erzielen, daß sie vielmehr ihre Unternehmungen sorgfältig und ruhig vorbereiten und nur soweit durchführen, als sie sich mit dem unbedingt erforderlichen Einsatz an Menschenkrast und Atenschenblut erreichen lassen. Eine solche Kriegführung verzichtet auf Sensationserfolge uud begnügt sich mit der Tatsache, Haß ihr Vorgehen jedes Offensivgelüst des Feindes lahmgelegt nnd ihm statt dessen ihrerseits Gewinne abgerungen hat, deren ganze Tragweite erst die Zukunft in Gestalt einer völlig veränderter Gesamtkriegslage erkennbar machen wird. Sie begnügt sich vor allem damit, der Welt be- wiesen zu haben, daß nach mehr denn anderthalb Kriegsjahren der deutsche Soldat unerschöpft ist, von frischem, nicht zn bändigenden Vorwärtsdrang beseelt, ein nieversagendes Werkzeug in der Hand einer bedachtsamen zielbewußten Führung, der es weniger darum zu tun ist, Stichworte für Heimat- lick'es Flaggenhissen zn geben, als darum: die An- schlüge des Feindes zn neuem Ansturm wider die stählerne Mauer, die unser Vaterland vor dem An- sturm des Feindes beschirmt hat und beschirmt, schon vor dein ersten Versuch ihrer Verwirklichung zu er- drosseln. Der Rücktritt öes Großadmirals von T'rpitz. Berlin, 18. März. (W.T.B.) Der Reichsanzeiger gibt bekannt: Der Kaiser enthob den Großadmiral von T i r p i tz nnter Verleihung des Sterns der Großkomture des .Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern in> Genehmigung seines Abschiedsgesuches von seinen Aenitern als Staats- minister und Staatssekretär des Reichsniarineamtes und ernannte den Admiral z. D. von Capelle unter Wiedereinreihung in das aktive Seeoffizier- korps zum Staatssekretär des Reichsmvriueamtes. Berlin, 18. März. (W.T.B.) Der Kaiser hat an den Staatsminister von T i r p i tz folgendes Handschreiben gerichtet: Mein lieber Großadmiral von Tirpitz! Nachdem ich aus Ihrer Krankmeldung und Ihrem mir unter dein 1 2. Marz vorgelegten Abschiedsgesuche zu meinem lebhaften Bedauern ersehen habe, daß Sie die Geschäfte des Staatssekretärs des ReichSmarineamts nicht mehr zu fuhren vermögen, entspreche ich hierdurch Ihrem Gesuche und stelle Sic unter Enthebung von Ihren Aemtern als Staatsminister nnd als Staatssekretär des ReichSmarineamts mit der gesetzlichen Pension zur DiS- Position. ES ist mir ein Bedürfnis, Ihnen auch bei dieser Gelegenheit meinen kaiserlichen Dank für die ausgezeichneten D i e n st e zum Ausdruck zn bringen, welche Sie iu Ihrer langen Laufbahn als Bau - meister u n d O r g a u i s a t o r d e r M a r i u e dem Vaterlande geleistet haben. Ganz besonders möchte ich hierbei hervorheben, was während des Krieges selbst durch die Bereitstellung neuer Kampfmittel aus allen Gebieten der Seekriegsfnhrnng und durch die Schaffung eines Marinekorps von Ihnen geleistet worden ist. Sie haben damit der Geschichte Ihrer so erfolgreichen Frixdensarbeit ein Ruhmesblatt in der schweren Kriegszeit hinzugefügt; daS erkennt mit mir das deutsche Volk freudig an. Ich selbst möchte dem Ausdruck geben durch Verleihung des beifolgenden Sterns der Groß- komture mit Schwertern meines Königlichen Hausordens von Hohenzollern und durch die Verfügung, daß Ihr Name in der Mari n ex a n g l i st e weitergeführt werden soll. Mit aufrichtigsten Wünschen für Ihr ferneres Wohlergehen verbleibe ich für immer Ihr wohlgeneigter Wilhelm I. R. Großes Hauptquartier, 15. März 1910. Berlin, 18. März. (28.T.B.) Die Norddeutsche Allge. meine Zeitung schreibt zu dem Rücktritt des Groß- a d m i r a l s v. Tirpitz u. a.: Heute ist er ein nnan- fechtbarer Grundsatz. Wenige Monate nach seinem Amts- antritt brachte von Tirpitz sein erstes Flottengesetz ein. Nahe an 20 Jahre ist es ihm dann vergönnt gewesen, die EntWickelung unserer Marine zu leiten und das gewaltige Kriegswerkzeug zu schaffen, dem wir heute die Sicher- heit unserer K ü st e ii verdanken. Mit dem Ne» gierungsantritt unseres Kaisers war ein freudiger, schaf- fcnslnftiger Geist in unscre Marine eingezogen. In Tirpitz hatte der Kaiser seinen Mann gesunden, der in unermüdlicher folgerichtiger Arbeit diesem Geiste eine Stätte bereitete. Der erfolgreiche Ausbau der Marine war, wie der Kaiser es noch kürzlich in seiner Ordre zum Dienstjubiläum aussprach, das Lebenswerk des Groß- admirals vou Tirpitz. Mit hohen Ehren scheidet er jetzt aus dem Amte, dem alle seine Kraft gehörte. Den O r - ganisator der deutschen Flotte begleitet die Dankbarkeit des deutschen Volkes und des Kaisers. Das bentc veröffentlichte Handschreiben läßt erkennen, wie schwer eS dem Kaiser wird, sich von feinem Mitarbeiter an einem Werke zii trennen, an das er selbst seine beste Schaffenskraft gesetzt hat, dem seine Liebe gehört nnd daS er bis in das Kleinste kennt. Die gewaltige Auf- gäbe der Flotte bleibt vou dem Wechsel im R e i ch s m a r i n e a m t n n b e r ü h r t. Dieser Aufgabe wird die Flotte mit Einsatz aller Mittel gerecht werden, nach den Worten, die der oberste Kriegsherr vor 23 Iah- ren in seinem ersten Marinebefehl an sie richtete: „Immer eingedenk des Ruhmes des deutschen Vaterlandes und immer bereit, das Herzblut für die Ehre der deutschen Flagge zu geben." Verli», 10. März. Wie wir hören, hat Se. Exzellenz Großadmiral v. Tirpitz den Wunsch, seinen heutigen Geburtstag in aller Stille zu verleben, sodaß be- sondere Beglückwüuschungen aus Anlaß dieses Tages nicht in seineni Sinne sein würden. * Düsseldorf, 18. März. (W.T.B.) Der Verein zur Wahrung der deutschen gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen (nordwestliche Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindn- strieller) sandte solgendcs Telegramm an Großadmiral Tirpitz: „Exzellenz v. Tirpitz, Berlin. Die alte Treue, die uus mit dem Schöpfer der Marine verbindet, kann auch durch die jüngsten Ereignisse nicht erschüttert wer- den. Die rheinisch-westfälische Industrie bleibt mit Euer Exzellenz verbunden, getreu und dank- bar in guten nnd bösen Tagen, in Not und Tod. Verein zur Wahrung der deutschen gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen iu Rheiulaud und Westfalen (nordwestliche Grilppe des Verbandes Deutscher Eisen- und Stahl- industrieller). Beukenberg. Beumer. Der Eindruck in Amerika. Ncwliork, 18. März. (Frkf. Ztg.) Der Rücktritt des Großadmirals v. Tirpitz wird allgemein als Folge seiner Bemühungen um eine Ansnahuie des Untersee- bootkrieges aufgefaßt. Die Zeitungen drücken ihre B e - friedigung ans, daß damit offenbar die Quelle der Verstimmung zwischen Deutschland uud Amerika be» seitigt sei. )*C Der Krieg zur See. U-Soot-Erfolge. Berlin, 19. März. (W.T.B.) Unterseeboot-Erfolge. Wie wir an zuständiger Stelle erfahren, sind nach den bisber eingegangenen Meldungen in der Zeit vom 1. bis 18. März d. I. neunzehn f e i n d» liche Schiffe mit rund 40 000 Brntto-Regifter- Tonnen versenkt worden. Kopenhagen, 10. März. (W.T.B.) Wie Politiken aus Bergen meldet, wurde der russische Dampfer „N o v a j a SI a b o d a" am 9. März im nördlichen Teile des Atlantischen Ozeans von einem deutschen Unterseeboot torpediert. Das Unterseeboot feuerte zweimal, worauf zwei gewaltige Explosionen erfolgten. Das Vorderschiff wurde gesprengt und ein Teil der Ladung hoch in die Lnft geworfen. F ii n f z e h n M a n ii der Besatzung sind u m g e - kommen. Die überlebenden acht Mann wurden von einem vorbeifahrenden Dampfer ausgenommen und in England an Land gesetzt. Die Ueberlebenden haben Bergen auf der Heimreise nach Petersburg passiert. Der deutsche Unterseeboot- krieg dehnt sich also bis an den Polarkreis a u s. Der Untergang ües holländischen vampfers „Tubantia'". Berlin, 18. März. (W.T.B. Amtlich.) Zn der amtlichen Bekanntmachung des holländischen M a r i n e d e p a r t e m ents über den Untergang des Dampfes „Tu bau ti a", daß nach eidlichen, Aussagen des ersten Offiziers, vierten Offiziers und Ausguckpostens des Dampsers eine Torpedolaufbahn deutlich gesehen worden sei, wird hiermit festgestellt, daß ein deutsches ll n t e r s e e - boo t nicht in Frage ko min t. Da die Stelle, wo der Unfall der „Tnbantia" stattgefunden hat, weniger als 30 Seemeilen von der niederländischen Küste entfernt ist und somit innerhalb des in der Bekanntmachnng vom -l. Februar 1913 als für die Schiffahrt nicht gefährdet angegebenen GebieteI liegt, kann weiterhin erklärt werden, daß dort keine d e u t s ch e n M i n e n gelegt s i n d. Ädiuir«Mabes der jtHt 2 Kadischer Beobachter, Montag, den 20. Marz 1916 Ur. 13V Die „Tubantia" von den Engländern versenkt? Köln, 19. März- (W.T.B.) Die Kölnische Volks- Leitung berichtet von der Westgrenze: Von vcr- schiedenen einwandfreien Zeugen ist festgestellt worden, daß kurz vor dem Untergang der „Tubantia" in jener Nacht und auch noch nachher sortgesetzt ein englisches Unterseeboot in der Nähe des Noordhinder Feuerschiffes beobachtet worden ist. Ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Tatsachen wird mit Recht angenommen. Es besteht die Wahr- scheinlichkeit. daß die „Tubantia" aus einer bis jetzt nicht erkennbaren Ursache von den Engländern versenkt worden ist. Köln, 18. März. (W.T.B.) Ein Freund der Köln. Ztg. schreibt: Bei meiner Anwesenheit in Amsterdam am Mittwoch und Donnerstag hatte ich Gelegenheit, festzustellen oder zn erfahren, ob das Schiff „T n b a n t i a" torpediert worden sei oder nicht. Ich wohnte in einem Hotel und hatte Ge- legenheit. Zurückkehrende von der „Tubantia" zu befragen. Es geht aus den Aussagen hervor, daß das Schiff s a st in voller Fahrt war, als die Explosion erfolgte. Ein junger Mann aus der Maschinenbranche erklärte mir selbst:^ Ich glaube ebensowenig an ein Torpedo wie an eine Mine, sondern vermute, daß irgend ein anöerer Zufall mitspricht. Es soll nicht unerwähnt blei- ben, daß die Schiffsmannschaft der „Tubantia" sehr gefaßt war, sehr hilfreich und vor allem zuvorkommend gegen >die Damen. Als die breiteten auf dem Feuerschiff geborgen waren, erschien ein eng- l i s ch e s Unterseeboot, fuhr einmal nni daS Feuerschiff herum und verschwand wieder. Das Schiff hat sich noch stundenlang über Wasser gehalten bei voller Beleuchtung, und es ^oll sich, wie die Geretten aussagen, nicht auf die ^seite gelegt Haben. Ein österreichisches Spitalschiff torpediert. Wien, 18. März. (W.T.B.) Heute vormittag wnrde das von der Nordadria nach Süddalmatien fahrende Spital schiff des öfter reicht- s ch e n Roten K r e u z e s „E l e k t r a" von einem feindlichen Unterseeboot torpediert. Das Schiff wurde auf Strand gesetzt. Ein Matrose ist er- trunken, zwei Pflegeschwestern wurden schwer vcr- letzt. Sonst sind keine Opfer zu verzeichnen. Die „Elektra" war als <--oespitalschiff bekanntgegeben und mit den für solche Fahrzeuge vorgeschriebenen äußeren, weit sichtbaren Kennzeichen versehen. Wien, 19. März. (W.T.B.) Die Blätter drücken ihre Empörung über Heu Torpedoan griff auf das Spitalschiff „Elektra" durch ein feindliches Unterseeboot ans, dessen Untat sich als vorbedachter Frevel darstelle nnd 'durch keinerlei Umstände entschuldbar sei. Nur dem Umstände, daß die „Elektra" leer gefahren sei, sei es zuzuschreiben, daß wenig Personen betroffen worden seien. Die Torpedierung des Spitalschiffes schließe sick würdig der Beschießung der Spitäler in Görz und Rovereto an und beweise die völkerrechtswidrige nnd nn- menschliche Kriegführung der Feinde. Die Minensperrunn im Snnd. Malmö, 19. März. (W.T.B.) Die neue deutsche Minensperrung im südlichen Einkauf des Sund per- nrsacht keine Unterbrechung des See- Verkehrs, sondern zwingt die Schiffe nur, sich bei den deutschen Wachtsahrzeugen, die beiderseits der Minensperre liegen, zu melden. Zwei passierende schwedische Dampfer, „Söddasverige" und „Nor- denskjöld", wurden nach Swinemünde gebracht. i " 1. JJX_ ' iL!ü.BJLüi _ l LJ Augusta Szmöer. (Zu ihrem 70. Geburtstag.) Am heutigen Montag feiert eine badische Dichterin ihren 79. Geburstag: A u a u st a Bender. Trotz- d-oni sie schon manche poetische Gabe im Buchhandel hat erscheinen lassen, hat sie noch nicht jene Wür- digung gefunden, die sie zweifellos verdient. Denn die Bauländer Bauern alter und neuer Zeit, die Zustände jenseits des großen Teiches, die sie uns in Romanen, Novelle» und Federzeichnungen schildert, sind lebendige Gestalten und nicht konstruiert. Ihre Sprache ist herb, manchmal vielleicht auch un- fielen?, immer aber originell, frisch, natürlich nnd anschaulich. Augusta Bender ist eine Autodidaktin, sie ist aus kleinbäuerlichen Verhältnissen heransge- wachsen und hatte es durch Privatstunden und eisernen Fleiß zur Lehrerin für Höhere Töchter- schulen gebracht. Da sie als solche keine Aussicht auf Verwendung in Baden hatte, mußte sie in Amerika als Hauslehrerin ihr Brot suchen, neun- mal hat sie die Reise über das Weltmeer zurückgelegt uud drüben Stellungen angenommen, die sie aber immer wieder ausgeben mußte, weil sie das Klima nicht vertragen konnte und an Nervosität litt. So war ihr Leben voller Enttäuschungen, nnd auch als Schriftstellerin hatte sie nicht den Erfolg, den sie nach ihrem Können hätte beanspruchen dürfen. Wäre ihr das Glück beschieden gewesen, „entdeckt" zu werden, und hätte sie einen Schirmherru ge- funden, so wäre vielleicht manches ihrer Bücher in weitere Kreise gedrungen und zn einer Volksschrift geworden, zumal das vyn ihr mit Vorliebe geschilderte Bauland und seine Bewohner m. W., trotz ihrer Eigenart in unserer erzählenden Literatur bisher noch keinen Platz fanden. Es ist bezeichnend für 'den Heimatssiun von Augusta Bender, daß sie trotz ihrer weiten Reisen und ihrer großen Kennt- nis der neuen Welt immer wieder mit ihren frischen Farben Bilder und Type,: aus ihrem Heimatsorte, dein einst reichsunmittelbaren Oberschefflenz, malt, wo sie am 29. März 1846 geboren wurde. Auf dem Gebiete der Volksliederforschung hat sie sich ein ganz hervorragendes Verdienst erworben, dnrch die Herausgabe der Volkslieder, die sie in Oberscheffleuz vorgefunden hat. Mit einer finanziellen Unter» stutzung des Großherzogs Friedrich I. konnte Augusta Bender das Buch in Druck erscheinen lassen, zu dem der bekannte Forscher Professor Pommer in Wien idie Melodien nach Angaben von Augusta Bender setzte. Jetzt lebt Augusta Bender ihrem dichterischen Schaffen, lange Zeit hatte sie sich'das Lehrerinnen- heim zu Baden-Lichtental zum Aufenthaltsorte ge- lvählt. Wilhelm F l n h r e r. In der Nordsee bemerkt man eine große Zahl von Treibminen. * Rotterdam, 19. März. (W.T.B.) Der Dampfer „N e n i e u w" aus Amsterdam mußte seine ganze P o st für die Vereinigten Staaten in den Downs ausschiffe n. London, 18. März. (W.T.B.) Lloyd meldet von der Insel Valencia in Südirland, daß das Schiff „Willi e" gestern gesunken ist. Die Besatzung wurde gerettet. London, 19. März. (W.T.B.) Lloyds wollen er- fahren haben, daß der holländische Dampfer „P a- lembang" (6674 Tonnen) auf der Reise nach Java in der Nordsee torpediert worden sei. Die Besatzung ist gerettet. (Notiz des W.T.B.: Von einer Torpedierung kann wohl nicht die Rede sein. Falls die „Palcnibang" uutergegaugeu ist, dürfte sie auf eine Mine gelaufen sein.) London, 18. März. (W.T.B.) Lloyds erfährt aus Harwick): Die „Palembang" sank in sieben Minute». Neun Mann wurden durch die Explosion verwundet. Die Ordnung an Bord war vorzüglich. Frcderikshavn, 19. März. (W.T.B.) Meldung des Ritzanschen Büros. Der norwegische Dampfer „Kong Inge" ist hente früh mit einer sechsköpfigen englischen Prisenmannschaft an Bord hier eingetroffen. Kopenhagen, 18. März. (W.T.B.) Berlingske Tidende meldet ans Ha l m sta d: Es ist jetzt so gut wie sicher festgestellt, daß der dänische Schooner „O l g oi" außerhalb der schwedischen Dreimeilenzone aufgebracht wurde. Der Kapitän des Dampfers „Bellis" hat dies dnrch Peilung festgestellt. * verschiedene Krieasnachrichten. Pvur le mvrite. Magdeburg, 19. März. (W.T.B.) Wie die Mag- debnrgische Zeitnng meldet, verlieh der Kaiser dem' Hauptmann a. D. Haupt und dem Oberleutnant V o n B r a n d i s vom Infanterieregiment Großher- zog Friedrich Franz von Mecklenburg (4. branden- burgisches ) Nr. 24, die mit ihren Kompagnien als erste in das FortDouaumont eindrangen, den Orden Pour le m6rite. Anerkennung deutscher Opferwilligkeit. Genf, 19. März. (W.T.B.) In Besprechung der Lage sagt Journal de Gencve zu der Rede des Staats- seiretärö Dr. Helfferich u. a.: Helsferich hatte de» Mut, 'WO Millionen neuer Steuern anzukündigen. Seine Enthüllung scheint nicht schlecht aufgenommen worden zu sein, was auf den Geist einer unbestreitbaren Opfer Willigkeit im Volke schließen laßt. Der französische amtliche Bericht. Paris, 18. März. (W.T.B.) Amtlicher Bericht vom Samstag nachmittag: In den Argonnen fand im Abschnitt von Courte Chauhce für uns günstig verlaufen- der Minenkamps statt Westlich der Maas beschossen wir konzentrisch die deutschen Schützengräben in der Richtung ans Höhe 265 und den Nabenwald, Der Feind ant- wartete nicht. Oestlich der Maas heftiges Geschützfeucr in der Gegend von Vanx mit Unterbrechungen an anderen Punkten dieses Abschnittes, sowie in der Woevrc an den Zugängen zu Moulainvillc, Haudiomont, • Les Epargcs und nordöstlich von St. Mihiel. Weittragende Geschütze beschossen die ganze Nacht die Straße Apre m o n t — Viguenlles, ans der zwei-feindliche Regimenter im Anmarsch nach Norden gesichtet wnroen. Von dem übri- gen Teil der Front ist kein wesentliches Ereignis zu melden. Luftkampf: Im Verlaufendes gestrigen Tages wu rden trotz des Nebels und der tiefhängenden Wolken Luftkämpfe in der Gegend von Verdnn geliefert. a l t weichen werde. Nach einer Ermahnung des Präsidenten an die Kammer, die Ruhe zu bewahren, fährt der Redner fort: Die öffentliche Meinung muß hiermit befaßt werden, weil die Kammer nicht ihre Pflicht tut. Accambray betonte in seinen weiteren Ausführungen, daß auch er von dem Heldentum der Franzosen bei Verduu bewegt sei und deu dort ko.mman- dierenden Führer schätze. Er fährt fort: Es handelt sich beute nicht um ihn, sondern um andere. Ich habe das Bewußtsein, nichts zu sagen, was nicht unsere Feinde und nnd unsere Alliierten wissen, nur wir und das Volk wissen nichts. Das Volk muß das aber wissen, um die Regierung zu Taten zn zwingen, die sie nicht wagt. Ich fahre in der Verlesung meines Briefes fort. Der Ober- befehlshaber entschließt sich übrigens zögernd gegen den deurschen rechten Flügel vorzugehen. (Unterbrechung und L ä r m.) Der Präsident will unter Hinweisnng aus d>e Tagesordnung die Erörterung von Dingen hindern, die der Feind nicht zu wissen braucht. Accambray fährt fort: Sie verweigerten die Geheimsitznng und die Regierung verweigerte die Interpellation. Welche Mit- tel bleiben mir? Trotz verschiedener Proteste des Präst- deuten setzt der Redner die Ausführungen fort. I ch verweigere der Regierung mein Ver- trauen lind gebe die Gründe zn meiner Verweigerung an. Als der Redner sodann mit der Verlesung der an- gefangenen Briefstelle fortfahren wollte, wurde ihm, wie bereits gemeldet, das Wort entzogen. * Berlin, 18. März. Das Berliner Tageblatt mel- det aus Rotterdam: Dem Temps zufolge steht der zurückgetretene Kriegsminister Gallien i vor einer notwendigen Operation. London, 10. März. (W.T.B.) In der gestrigen Unterhaussitzung sagte T e n n a n t, er könne nicht ver- sprechen, daß taugliche junge Männer unter 19 Iah- r e n nicht nach der Front geschickt werden würden. Gegenwärtig würde aber niemand unter 19 Jahren in die Armee aufgenommen. — Mac Namara erklärte na- mens der Admiralität, daß das Marineluft schiff starren Systems, das sich bei Beginn des Krieges im Van befunden habe, jetzt fertig gestellt sei. ^ Der Krieg mit Italien. Rom, 19. März. (W.T.B.) Agenzia Stefani. Der Kronprinz v o n S e r b i e n ist gestern abend mit Pafitsch, Ristitsch und Jowanowitsch znr Front abgereist. m Vom Sslkan. Anleihe Griechenlands beim Vierverband. Berlin, 18. März. Das Berliner Tageblatt mel- det ans Amsterdam: Tie Times erfahren aus Athen, daß Griechenlands Geldbedarf binnen kurzem eine neue Anleihe bei dem Vierver- band nötig machen werde. .Vorläufig sei eine Be- stenerung der hohen Reedereigewiune geplant, woraus eine bessere Versorgung der Reservisten erzielt wer- den soll. * Krieg im Grient. Türkischer Kriegsbericht. Konstantinopel, 19. März. (W.T.B.) Das H a u p t g u a rt i er teilt mit: An den Dar da- n e l l e n hat am 17. März ein Kreuzer ohne Wirkung die Umgebung von Tekke-Buruu und Beyaz-Tepe beschossen. Zwei feindliche Flugzeuge, die die Halbinsel Gallipoli überflogen, wurden von einem unserer Kauipsflngzeuge mit Maschinengewehrfeuer beschossen und gezwungen, zn fliehen. An der Kaukasusfront erbeuteten wir am 16. d. M. nach einem von unserem linken Flügel ausgeführten Gegenangriff zahlreiche Ausrüstungsstücke. Sonst nichts von Bedeutung. i — veutschlanö. Berlin, 20. März 1016. vertrauen. Anläßlich des Wiederbeginns der Verhandlungen im Reichstag wird der S. C. E. u. a. aus Berlin geschrieben: „Biel ist in diesen Wochen über den besten Ge- brauch unserer Kriegsmittel diskutiert worden. Seien wir uns dabei klar über zweierlei:. Einmal, daß keiner von uns die leitenden Männer in der Ent- schlossenheit übertrifft, unsere Feinde zn Boden zu werfen und dazu alles anzuwenden, lvas uns zn Gebote steht. Sodann, daß selbstverständlich über die Beweggründe des Handelns unserer Führenden nicht mit der Offenheit gesprochen werden kann, die int Frieden vielleicht möglich wäre. Was uns aufklärt, klärt gleichzeitig den Gegner auf. Das verschließt unserer militärischen und politischen Leitung in wichtigen Fragen, die uns bewegen, den Mund. Die' Führung des Krieges, -militärisch und politisch, ist so zielsicher und erfolgreich, daß unsere führenden Chronik öes ersten Kriegsjahres. -0. März 1915. Französische Kuppenstellung auf dem Reichsackerkops (Vogesen) im Sturm genom-' wen. Schwere Verluste des Feindes. 3 Offiziere und Alpenjäger gesangen, 3 Maschinengewehre er- beutet. Auf der Kathedrale von Soissons lvurds ein französischer Beobachtungsposten beseitigt. — Mißglückte französische Angriffe an der Loreltohöhe. — Russische Augriffe an verschiedenen Stellen der Front zusammengebrochen. — Die zweite deutsche ' Kriegsanleihe erreicht die Höhe von 9^ Milliarden.^ Männer Anspruch auf unbedingtes Vertrauen haben. Dieses Vertrauen mich nnerschüttert bleiben. Innere Auseinandersetzungen sind daher nicht am Platze, nicht in der Presse, wo sie leider in den letzten Wo- chen einen zn breiten Ranm eingenommen haben, aber auch nicht im Reichstag. Im Reichstag will das Volk die Macht uud Stärke zum Ausdruck gebracht sehen,, mit der es sich für die Zukunft des Reiches eingesetzt hat. Es will alles vermieden sehen, was die innere und äußere Kraft unserer Kriegführung schädigen könnte. Der Reichstag wird anf der Höhe feiner Aufgabe sein, wenn er sie angreift und durch- führt int Zeichen des Vertrauens." Zu öen Anträgen im Reichstag zum U-Soot-Krieg. München, 19. März. (W.^.B.) Die Bayerische Staatszeitung schreibt zn den von den Parteien im Reichstag eingebrachten Anträgen zum U n t e r s e e - boots krieg: Diese Anträge rufen auch in Bayern in weitesten Kreisen lebhaftes B e d a u e r n hervor, in- soweit sie nach ihrer Fassung den Anschein erwecken können, daß mitten im Weltkrieg, in dem das deutsche Volk um seine Existenz ringt, in die Kommandogewalten eingegriffen werden soll. Wir geben aber der Erwartung des ganzen deutschen Volkes Ausdruck, wenn wir sagen, daß der Reichstag in seinen unmittelbar bevorstehenden Etatsdebatten in seinen Reden und Anträgen sicher alles unterlassen wird, was in der üblichen parlamentarischen Form erörtert, zum Nachteil des Vaterlandes wirken muß. * Berlin, 18. März. (W.T.B.) Der Neichsanzeiger veröffentlicht eine Bunde sratsverordnung über Rohfette vom 16. März, ferner eine Bekannt- machung betreffend Aenderung der Verordnung über den Verkehr mit K r a f t f n t t e r in i t t e l n, eine Bekannt- machung betreffend Uebertragnng von M a l z k o n t i n - g e n t e n und schließlich eine Bekanntmachung betreffend Nachnahme und Frachtverkehr mit dem Aus- lande. fiuslanö. Paris, 18. März. (W.T.B.) Auf Wunsch des Präfi- deuten des italienischen und des russischen parlamentarischen Handelsausschusses ist die internationale parlamentarische Handelskonferenz mit Zustimmung Poincares auf die Zeit vom 24. bis 27. April verschoben worden. Lissabon, 18. Marz. ist zum Minister der öffentlichen Arbeiten und Silva zum Minister für Arbeiterwesen und soziale Fürsorge er- nannt worden. Handelsabkommen zwischen Frankreich und Dänemark. Kopenhagen, 18. März. (W.T.B.) Zwischen dem französischen Gesandten ist namens seiner Regierung einerseits und dem Komitee der Großhändler- Societät und dem Jndusttiemt andererseits gestern ein A b k o m itf e n bezüglich der künftigen Handelsverbindungen zwischen Frank- reich nnd Dänemark abgeschlossen worden. Das Abkommen schließt sich genau an das englisch- dänische Abkommen vom 19. 11. 1915 an. Die Wirtschaftsdebatte in der italienischen Kammer. Rom, 18. März. (W.T.B.) K a m m e r. C r e s p i weist im weiteren Verlauf seinev Rede darauf hin, daß Italien an Fracht- und Ansladnngskosten bloß für Kohlen eine Milliarde ausgegeben habe. Diese schmerzliche Tatsache sei in verschiedenen Ver- hältuissen, auch bezüglich des Getreides nnd anderer Erzeugnisse eingetreten. Diese Frage könnte ulit- refft einer Verständigung zwischen allen alliierten Staaten geregelt werden. Während Deutschland sehe, wie der Ruin rings im Lande zunehme, fahre Italien fort, zu arbeiten und zu gedeihen, und sehe mit unerschütterlichem Vertrauen in die Zukunft. M arch esa n o (Reformsozialist) erklärte, daß die- enigen, die den Krieg wollten, bereit feien, die ganze Verantwortlichkeit dafür auf sich zu nehmen. Ihre Haltung habe zuerst die Bedeutung der Neutralität Italiens und dann das Gewicht seines Eingreifens iiis Licht gestellt. Italien habe niit seinem Eingreifen nicht lvarten können, bis die Kraft der Mittel- mächte gebrochen gewesen sei. Das wäre der Ehre Italiens unwürdig gewesen. Der Ackerbau- minister verteidigte seine Taten. Bezüglich der Getreidefrage wies er auf ein mit den alliier- ten Mächten geschlossenes Uchereinkommen über die im Interesse der -gemeinsamen Versorgung vorzuiieh- inenden Ankäufe hin. Gegenwärtig werde mit re- gniricrten, oder gecharterten Dampfer» Getreide befördert, das für Rechnung Italiens in Kanada re- guiriert wird. England habe auch die größt- möglichste Anzahl verfügbarer.Dampfer geschickt. Man könne in bestimmtester Weise versichern, daß die Befürchtung wegen Getreidemangels durchaus unbegründet feien. Das italienische Brot werde immer gut uiid nahrhaft sein. Eine größere Ent- Wickelung der landwirtschaftlichen Kraft liege zwei- fellos im höchsten Interesse Italiens. Er habe als Minister zu diesem Zwecke sein möglichstes getan. Die Kammer möge von seiner Aufrichtigkeit und auch davon überzeugt sein, daß er nur ein einziges Zi^l gehabt habe, das Wohl des Landes zu fördern- Wenn die Kammer es für zweckmäßig nnd zweckentsprechend halte, möge man die Volkswirtschaft' liche Leitung einer kräftigeren Hand übergeben. Er hoffe, daß er am Ende seines langen Lebens Italien als zweifachen T r i n m p h a t o r sehen werde. Veränderung im russische» Ministerium. Petersburg, 19. März. (W.T.B.) Zwei kaiserliche Erlasse werden amtlich bekannt gemacht. Der eine be- Nr. 130 Mdischer Beobachter, Montnq, den 20. März 1916 Seite 3 sagt, daß der Minister des Innern ^ Wunsch seines A m t c§ e nthobcn wird. ^ Der zwene l!rlaß bestimmt, daß Miinsterprasident otu . Ministerium des ? n n e r n übernimmt, zugic jedoch den Vorsitz im Ministerrat beibehaü. das ich Lebensmittelversorgung. Berlin, IS. März. lW.T.B.) Der Bundesrats hat flau Entwurf einer Bekanntmachung über die Ein- fuhr von Vieh und Fleisch, sowie Fleisch- waren zugestimmt. Einfuhr von Bich und Fleisch. Berlin, IS. März. (W.T.B. Amtlich.) Nach einer Verordnung des Bundesrats wird für e i n g e f ü h i t e s Vieh und Fleisch, sowie Fleischwarcn die L i e serungspflicht an die Zcntral-Einkaufs Gesellschaft m. l>. H. in Berlin begründet. Der Reichskanzler wird die näheren Ausführungsbestim- Wungen erlassen und insbesondere anordnen, welche Arten bon Viel,, Fleisch und Fleischwaren der Verordnung unterliegen. Der Reichskanzler wird ferner ermächtigt, den Verkehr mit eingeführtem Vieh und Fleisch, sowie eingeführten Fleischwaren zu regeln und die Dnrchfüh- rung der Verordnung durch Strafbestimmungen sicher zu stellen. Regelung der Flcischvcrsorgung. Berlin, 18. März. (W.T.B.) In der heutigen Sitzung des Er n ä h rn n g Z b e i ra ts wurde zunächst die Regelung der Fleisch Versorgung erörtert. Die Besprechung ergab volle Uebereinstimmung über die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit, die bisher in den weiften Bundesstaaten eingerichteten Fleischversorgnngs- stellen durch Schaffung einer „R e i ch s st e l l e f ü r B i e h - und Fleif chv ersorgnng" organisch weiter Zu entwickeln. Wie bereits der Name sagt, soll die neue Zentralstelle sich auf die in den einzelnen Bundesstaaten bestehenden, dein gleichen Zweck dienenden Einrichtungen stützen» sowohl für eine geregelte Heranschaffung des nötigen Schlachtviehes sorgen, als auch den Verbrauch des vorhandenen Fleisches ordnen und überwachen. Außerdem wurde noch kurz die Frage gestreift, ob es nicht zweckmäßig sei, die vorhandenen Bestände der wichtigsten Lebensmittel planmäßig zu verteilen, um dem übertrie- teilen Einkauf der vorhandenen Bestände im Kleinhandel vorzubeugen. 0 Amtliche Nachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat sich lewozen gefunden, dem charakterisierten Telegraphen- sekretär Georg Fischer in Emmendingen das Ver- dienstkreuz vom Zähringer Löwen zu verleihen. -(<&)- Chrom?. Bus SaSen. :: Karlsruhe, 18. März. Das Ministerium des Innern hat den Stadt- und Gemeindeverwaltungen mitteilen lassen, daß auch für den Monat April die gleiche P e t r o l e u m m e n ge wie im Monat März zur Verfügung stehen Wird, daß aber vom 1. Mai bis zun, 1. September 1916 wie im vorigen Jahre, Petroleum mit Ausnahme des gewerblichen und bei iivräUttot ffiphnrfc nickt utr Ablieferung + n >, wf" um die Ivährend dieser Zeit cingeführ- \ » S, r ^ en für die kommende Beleuchtungsperiode \5M)re§ 1916/17 aufspeichern zu können. r u ^^klsruhe, 19. März. Wie wir stfwn mitgeteilt tyuien, war eine Abordnung des Bad. Gastw i rte- Verbandes, bestehend aus dem Verbandsvorsitzeuden »echt und den Herren Borchers-Karlsruhe, Schanz-Frei- vurg und Straub-Freiburg, im Ministeriuin des Innern vorstellig geworden mit der Bitte um Milderung der Bc- ftimmung, wonach in Gastwirtschaften, Schank- und Speisewirtschaften, sowie in Vereins- und Erfrischungs- räumen frische Milch allein oder zu Kaffee, Tee, Schokolade und Kakao nach 10 IIhr vormittags nicht verabfolgt werden. Dort wurde der Abordnung der Bescheid erteilt, daß, wenn die Bestands- aufnähme der Milch, die am 6. März stattfand, ein gün- sliges Ergebnis habe, eine Milderung des Verbotes etwa i» der Art in Aussicht gestellt werden könne, daß neben der kondensierten Milch auch zu einem gewissen Teil frische Milch Verwendung finden dürfe. )-( Scxau bei Emmendingen, 18. März. Der Landwirt Christian Neinbold kam so unglücklich nnter einen mit Laich beladenen Wagen, daß der Tod loforl eintrat. );( Villingen, 18. März. Der Bnrgeraus» s ch u ß hat der E r h ö h u n g des e l e k t r i s ch e n L i ch t p r e i s e s von 40 auf 45 Pfennig für die Kilowattstunde zugestimmt. (:) Grein Melsbach (Am't Villingen), 18. März. ^»rch Feuer wurde das Wohnhaus des Landwirts Bernhard No ck vollständig eingeäschert. Die Bewohner konnten nur das nackte Leben Zelten. Außer dem Viehbestand ist alles verbrannt. Lokales. Karlsruhe, 20. Mörz 1916. Aus dem Hofbericht. Der Großherzog hörte am 'mnstag die Vorträge des Geheimen Legationsrats Dr. des Geheimerats Dr. Freiherrn v. Babo, des , ^aotsministerS Dr. Freiherrn v. Dufch und des Präsi- Dr. v. Engclberg. , ^ic Großherzogin Luise begab sich am Samstag früh «5"* Freiburg, um die Geschäftsstelle der Badischen Ge- für sorge zu besuchen und nachmittags der des Badischen Landesvereins vom Roten Kreuz iX ^uwohneii! Ihre 5wnigliche Hoheit kehrte abends wie- ' t£ hierher zurück. Alt der Volksschule hier werden Scheine aus- wwdeit, aus welchen die Schüer Beiträge zur ist "? a " leihe zeichnen können. Der Schein tri die Quittung für den gezeichneten Be- Sie enthält am Schluß die Bemerkung: Betrag wird auf ein Sparbuch bei der 1917 "W" Sparkasse angelegt und voin 1. Januar W v n J. U 4 Prozent verzinst." Nach dieser Praxis K»»» ^ ^ladt bezw. die Städt. Sparkasse bei einem nicht bloß den Vorteil von 1,50 <5 sj ;Kundert Mark, sondern sie erhält auch bei den Verzinsung e i n Prozent mehr, als sie fimivn, - 11 und außerdem den Zins der rnk:^ mnmc Januar 1917. Es ist nicht recht Ä' , ^rum die Sparkasse sich diesen mehr- öaß ii,^ O l t0! 'j' d}cr * und es wäre daher am Platz, Ääbe Öffentlichkeit eine kurze Begründung »e?w ■ ll " r bören, werden allerdings Schüler ■ Schülerinnen, die für sich schon lN0 ll^rk zeichnen, von den Lehrern angewiesen, diese gleich direkt, ohne Vermittelung der Schule, zu zeichnen, so daß ihnen der ganze Vorteil selbst zukommt. Wir würden darüber nichts schreiben, wenn nicht aus einer Zuschrift an uns hervorginge, daß manche Leute sich darüber aushalten, und wenn wir nicht hörten, daß die Praxis in Schulen anderer Städte für die Zeichner günstiger ist, als hier in Karlsruhe. 4- Akademischer Kriegsvortrag. Es sei nochmals auf den am M'itiwoch, den 22. d. M., abends 8% Uhr, im neuen städtischen Konzerthaus hier stattfindenden a k a - dein i sche n Kriegsvortrag des Herrn G e - Heimen Hofrats Professors Dr. I a b r i c i u s an der Universität Freiburg über „Krieg und Kul- t u r" aufmerksam gemacht. Eintrittskarten zu 50 Pfg. bei den Musikalienhandlungen Doert und Müller sowie an der Abendkasse. Der Reinertrag wird hälstig dem Roten Kreuz und der Karlsruher Kriegsfürsorge über- wiesen werden. :: Goldene Hochzeit. Am Mittwoch feiern hier i>ie Eheleute August Maurer das Fest der goldenen Hochzeit. :: Bachverein. Als Hauptwerk wird der Bach- verein in seinem nächsten Konzert am 30. März, mit dem er zum e r st e n m a l den neuen st ä d t i s ch e n Konzertsaal benützen wird, das „Deutsche Requiem" von Joh. Brahms, das schon im letzten Winter eine große Anziehungkraft ausgeübt hat, zur Ausführung bringen. Die Vereinsleitung glaubt dem Wunsch vieler Musikfreunde durch Wiederaufnahme dieses Werkes ent- gegenzukommen, das mit seinem Ernst, aber auch mit seiner ausrichtenden und tröstenden Gewalt der Stim- muug unserer Zeit so sehr entspricht. Die neue Orgel wird außer im Brahmischcn Requiem noch solistisch in einer Toccate von Rheinberger Verwendung finden. Eröffnet Wirt) das Konzert durch Mendelssohns Ouvertüre zu „Athalia". :: Unfall mit Tvdesfolge. Beim Uvberfahren der Gleise am Hauptbahnhos hier mit einem Handwagen wurde in verflossener Nacht der 18 Jahre alte Bahnarbeiter Emil Seitz ans Liedolsheim von dem 11.19 Uhr von Stuttgart kommenden Schnellzug übersah- r e n und getötet. Ein zweiter Bahnarbeiter wurde hierbei zur Seite geschleudert, erlitt eine Kopfverletzui^g und mußte nach Anlegung eines Notverbandes durch die SanitätSwache nach dem St. Vinzentiuskrankenhaus ver- bracht werden. Z Letzte Nachrichten Warnung des Kardinals Mercier öurch öen Generalgouverneur von öelgien. Brüssel, 19. März. (W.T.B.) Auf den in den Kirchen der Erzdiözese Mechern verlesenen Faste n- Hirtenbrief des Kardinals Mercier hat der Herr Generalis uverne u r unter dem 15. März ein Schreiben an Seine Eminenz ge- richtet. Das Schreiben ist heute in Brüssel ver- öffentlichst worden und lautet wie folgt: Ew. Eminenz bringe ich das Folgende zur Kennt- nis: Von hoher Stelle, die in erster Linie zur Wahrung der Interessen der katholischen Kirche be- rufen ist, ist mir wiederholt auf das Bestimmteste bedeutet worden, Ew. Eminenz würden nach Ihrer Rückkehr aus Rom volle Mäßigung bewahren. Ich durfte mich also der Erwartung hingeben, daß Ew. Eminenz sich der Kundgebungen enthalten würden, die die Gemüter der leicht erregbaren Ve- völkernng Belgiens immer wieder in Verwirrung fetzen. Aus diesem Grunde hatte ich auch davon ab- gesehen, eine Auseinandersetzung mit Ew. Eminenz über die an Ihre Reise sich knüpfenden Vorkomm- nisse herbeizuführen. Ich meine namentlich den 5! o l l e k t i v b r i e f der belgischen Bischöfe nnd die mißbräuchliche p o l i t i s ch e Aus n n tz u n g des freien Geleits, welches der Heilige Vater Ew. Eininenz zu rein kirchlichem Zwecke für die Fahrt zu ihm eüvirkt hatte. Mit Ihrem neuen Hirtenbrief haben Ew. Eminenz den von berufenster Seite gegebenen Versicherungen nicht nur nicht entsprochen, sondern Ihr Verhältnis znr okkupierenden Macht aufs neue verschärft, Es kann selbstverständ- lich nicht der geringste Zweifel bestehen, daß ich Ew. Eminenz niemals hindern würde, den Gläubigen das zu übermitteln, was der Heilige Vater durch Ihren Mund zur Kenntnis bringen läßt. Aber darüber hinaus ergehen sich Ew. Eminenz in Hirtenbriefen in rein politischen Erörte» r u n g e n, wogegen ich entschieden Verwahrung einlege. Dabei muß ich es gerade als unverantwortlich bezeichnen, wenn Ew. Eminenz in einer den Tatsachen offen widersprechenden Weife unbegründete Hoffnungen auf den Kriegsausgang erwecken. So erwähnen Ew. Eminenz, um Ihre Behauptungen zu stützen, ungenaue Aeußerungen von Persönlich- leiten, die den Ereignissen völlig fern stehen und sicherlich nicht als Sachverständige .gelten können. An einer Stelle suchen Sie damit zu wirken, daß Sie von der Möglichkeit sprechen, die Ihnen er- Wünschte Entscheidung könne von der Verbreitung ansteckender .Krankheiten erhofft werden. Mit solchen Willkiirlichkeiten versetzen Ew. Eminenz die leicht- gläubige Bevölkerung in schädliche Aufregung und bringen sie dazu, der Vecwaltnngstätigkeit des Okkupanten aktiven oder passiven Widerstand ent- gegenzu setzen. Als besonders unzulässig Hervorhoben muß ich aus Ihrem Hirtenbriefe noch die Anspielung auf eine Bedrohung der religiösen Freiheit der Bevöl- kerung im besetzten Gebiet. Ew. Eminenz wissen am besten, wie völlig ungerechtfertigt diese Ver- dächtigung ist. Unter diesen Umständen werde ich entgegen meiner bisher geübten Langmut nunmehr jeder im Schlitze der Knltusfreiheit betriebenen politischen Betätigung und Schürimg feindseliger Gesinnung gegen die völkerrechtlich legitime Autorität der okkupierenden Macht il n na ch s i ch t li ch verfolgen, wie ich es pflichtgemäß auf Grund meiner Verordnungen nnd in Erfüllung meiner Ausgaben tun muß. Wenn ich bisher Verstöße von Geistlichen Ew. Eminenz znr Ahndung auf den, Wege der kirchlichen Disziplin übermittelte, so muß ich jetzt ein für allemal davon Abstand nehmen, denn Ew. Eminenz selbst geben das Beispiel der Unbotmäßigkcit und infolge- dessen ist von Ihrer Einwirkung keinerlei Erfolg mehr zu erwarten. Ich muß sogar mehr und mehr Ew. Eminenz die moralische Verantwortung dafür zuschreiben, daß soviele Geistliche sich zu bedaner- iichen Verfjchiiiijicii hinreißen lassen und sich teils mvevc Strafen zuziehen. Ew. Eininenz werden mir wieder entgegnen wollen, daß ich die eig nen Ausführungen des Hirtenbriefes mißverstanden oder ? chrcm Sinne war. _ Da derartige Auseinander" fÄrif Cl r "fp Füchte tragen, bin ich nicht mehr gewillt, sie aufs neue stattfinden -ni lassen r>; t "• ä * Ä r r P • Ennnenz unter Mißbrauch <4^3 'SSin lßrprfiff ^ Ihrem kirchlichen Kleide MiUlliigeii Ehrerbietung eine politische Aiifrehmm & JsratmoSjm ' »richl- iS.tÄr.T.ft' Biir £ c - w Ä! 4 ™ 3i " s!l "«' »ui«. ^ on verschiedene Male, zulefef in l J u "f ereä Blattes, nicht bloß unser Bei™,, bat über das Verhalten des Kardinals ^saesmo' Äi ^auch scharfe Kritik an ihm geübt. W uns Generalgouverneurs von Belgien komnit Verhältnis- Ä» unerwartet. In Würdigung aller ^U)au,uf,e hat der Generalgouverneur selir lanae gewartet, bevor er sich in dieser Schärfe an den Qar. ^iml Wandte Was über den letzten Hirtenbrief des Kardinals in den Blättern zu lesen lvar if te lw i> L ? n 0 Ä ' h ßu [v b-sher nicht glauben konnie daß nn KirchmwNt und Theologe, wie Mercier es ge- N^bei-habe., konnte. Ob der Kardinalwenigsten« 1 tzt zu der Erkenntnis kommt, daß er als Kirchen- fürst eine schlechte politische Rolle spielt »„ der ma-i"ibn!° ni, ( 0l§ fC i nc ^ranzöfelei berufen 'hat, die scherseits niÄ?k? f ° cn ^ ct !" Umständen, deut- r ^ wurde, muß man abwar. ? i>cm % rrn Kardmal bisher eine P«rla- finrm, gemischt mit Beifall.) Ferri wb^?«'! (Großer w-rd koininei!, Ivo wir die fort: Die Zeit den. Unter größter E r, „ brandmarken Werder Redner mit der ü o f f in, n"," 8 Hauses schloß Europa und Italien ein ^ 5« "f Frieden w S.mirfaaon bringen werde 11110 höherer SalandV^S ^rwS^^°«st Ci cotti, der Z>l nehmen suchte. Der <2-„i-!rri .Gewaltakte in ScGuii Die Plünderungsfzenen TuratiViK "alurlich i,o„ feiner ÄS "« ,m 1915 S Große Erregung.) T u l a t" fußr f"®f £bnet worden! Jjlit au ermorden versucht mit i l^rt, Nlan habe Gio- Ehrenmann, daß die 9leairr .L V' $ d > versichere als vn'nl f? rtrct,c » als die . .. Ualienischen Gc- iM 5ssw •&%> SKAÄac moßer.) a^digl ani Ä P" Xumult wird immer de« Abgeordnete Schwer & ?e sich, l-tt.s Freund war und h, Äfr hat, weil er Gio- treten sollte? Duponi" Der?iÄ Ä'"^r i " 1 >' ein- de ,velice war es, der den Mob n dl- ^ Abgeordnete führte, de Felice- die Kammer herein- d>e Giolittis so viel besprochene '"fcrnrfJ Sitzung, verständlicher erscheinen läßt, aushöbe,.. ^^t l5in Brrtrniici.svotniil der italienische» » „ für die Regierung. Kammer genehmigte gestern auf iffiSnjch «aTanb^o in namentlicher Abstimmung mit 3S4 gegen öl Stimmen folgende von Morpu-ngo eingebrachte Tagesordnung^ Die Kammer vertraut, daß die Regierung nnter den gegenwärtigen Bedingungen ihre eigene wirtschaftliche und finanzielle Politik so weiter führt, das; sie die Wirk- samste ^ Verteidigung des landwirtschaftlichen, i n d u st r i e l l e u und kommerziellen Lebens des Landes erzielt. Eine Unterreöung mit Enver Pascha. Konstantinopel, 19. Marz. (Frkf. Ztg.) En ver Pascha, den ich nach feiner Rückkehr von der mehr- ivöchigen Inspektionsreise nach Syrien, Palästina und der Siuai-Halbinsel heute zum ersten Mal sah, ist merklich ersrischt von der Reise zurückgekehrt. Der Vize-Genera- lissimus war voller Anerkennung über das, was die vierte (syrische) Armee unter ihrem energischen Führer D j e m a l Pascha in ihrem Gebiete geschaffen hat. Er lMe nicht nur die Haltung nnd das Aussehen der Truppen sowie die in langer, fleißiger Arbeit geschaffenen militärischen Anlagen, sondern hob auch den rultu- r e l l e it Aufschwung hervor, deu das Land dort trotz des Krieges genommen hat. Eigene Werkstätten befrie- digen jetzt' die Bedürfnisse der Armee. Ein großes neues Wege-Netz spannt sich über das ganze Land. Der landwirtschaftliche Anbau ist säst noch größer als in Frie- deuszeiteu, und das nasse Frühjahr verheißt eine reiche E r n t e. Die Verkehrsverhältnisse haben sich derart gc- bessert, daß die Rückreise des ganzen Stabes nach Kon- stantinopel von M e d i n « ans nur 5 Reisetage iii Anspruch nahm: eine gewaltige Rekordleistung gegen das Minimum von 3 Wochen Reisedauer in den Zeiten vor dem Kriege. Im Verlaufe der Unterhaltung äußerte der Vize-Gencralissimus sich anerkennend über die patrio tische Haltung der Bevölkerung und ihre Hingabe und Opserfreudigkeit für den nationalen Gedanken, der noch nie so zum Ausdruck gekommen sei, wie in diesem Kriege. Enver Pascha blickt in jeder Hinsicht voller Zuversicht in die Zukunft. Ein französischer Torpcdvbootszcrstürcr verscnkt. Paris, 20. März. (W.T.B.) Amtlich, Der Tor- p e d o b o o t S z e r st ö r e r „R e n a u d i n" ist im Adriatischen Meer am 18. März morgens von einem feindlichen Unterseeboot versenkt worden. Drei Ofsiziere, darunter der Kommandant und der zweite Offizier, sowie 44 Mann werden ve r in i ß t. Zwei Offiziere und 34 Mann wurden von. deil sraiizösischen Torpedoboot ausgenommen, das den „Renandin" begleitete. Znr Lagr in Portnsinl. Budapest, 19. März. (W.T.B.) Der Beuchter- statter des Poster Lloyd berichtet auS Badajoz, daß bedeutende Znsammenstöße zwischen interven- tionistischen Elenrenten und Kriegswilligen, die die bedeutende Mehrheit im Lande haben, in Portugel an der Tagesordnung sind. Die portugiesische Ne- ■gieruiig forderte von allen Banken den Nachlveis de? Einlage der fremdländischen Staatsangehörigen, iim das Vermögen der Deutschen kon- trollieren zu können. Die großen deutschen Firmen Herold n. Cie., die Bankfiniia Martin Wein- stein u. Cie., das Jmporthaus Aenhardt u. Cie. i>nd ferner Burmester, die großen Grundbesitz in Portu- gal erworben haben, befürchten Beschlag- nah m e. Die Territorialarmee, hat in wiederholten Kund- gebuiigen sich gegen jede kriegerische Uli- ternehmung an der Seite Englands ausgesprochen. Um wenigstens in Lissabon, Militärunruhen zu unterdrücken, ist der als Vertrauensmann des englischen Gesandten bekannte, Ivegen seines Drako- liisni 'ns gefürchtete General 'Pcreira d'Ecas zum Gouverneur ernannt worden. Berlin, 2V. März. Wie das Berliner Tageblatt ans Genf ^ährt, hat nach einer Meldung des Petit Parisien ans Lissabon die portugiesische Regierung beschlossen, die noch in Portugal wohnenden deut- s ch e n U n t e r t a n e n an der Rückkehr nach Deutsch- land zn verhindern nnd in einem 5ionzentra- tionslager unterzubringen, falls die in Deutsch- land lebenden Portugiesen interniert werden. Wertvapicre. Berlin, 18. März. (W.T.B.) B ö r s e n st i m m u n g s- b i l d. Die feste zuversichtliche Stimmung hielt anch heute bei Wocheuschluß an. Der Börsenverkehr erstreckte sich wiederum auf Montan, Rüstungswerte, Schiffahrtsaktien nnd einige Spezialwerte. Lebhafte Um- sätze erfuhren bei höheren Kursen besonders Erdöl, Vöhler, Adler uwd Oppenheimer, Phönix Bergbau, Aochumer Gußstahl und Coro. Von Rentenwerten hielt das Interesse für 3% und gproz. Anleihen an. Zum chuartalsWechfel. Wir machen unsere verehr!. Postabouneuteu darauf aufmerksam, daß am 3t. März das Quartals- abounement abläuft, und der Bezu« daher jetzt schon erneuert werden sollte, damit die Zustellung keine Unterbrechung erleidet. Jeder Briefträger nimmt vom 15. bis 25. d. Mts. die Bestellung sowie dm Bezugspreis entgegen und erteilt darüber Quittung. Neue Interessenten unseres Blattes laden wir freundlichst zu einem Monats-Probcbezng ein- Bestellung nehmen die Post und Briefträger oder unsere Agenten nnd Trägerinnen entgegen. HI. Karlsruhe fer. iv! die 22. Mark. eccl. 8. Steph. It. 11; eccl. S. Vinc d. 2 1 /, conf. 3 s / 4 co^gr. SKaiserstsblweiae Beste Bezugsquelle L. Bastian SS 913 Knie 4 Kadischer Beobachter. Montag, den 20. März 1916 Ur. 130 In tiefem Schmerze macheu wir allen Wohltätern, Gönnern uud Freiinden des Provinzhauses Hegne die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mitschwester . Konrada Bilger von Steinbach (Baden), Exprovinzoberin der Schwestern vom hl. Kreuze für Baden (Hohenzollern) am Sonntag, den 19. März, morgens 1 / 1 11 Uhr, nach langem, schwerem Leiden, wiederholt gestärkt mit den hl. Sterbesakramenten, im 68. Jahre ihres Alters und im 43. Jahre ihrer hl. Profess, im Provinzhaus Hegne zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. Wir empfehlen die Seele der teuren Dahingeschiedenen dem frommen Gebete der Gläubigen und bitten den hochw. Klerus um das Memento bei der hl. Messe. :>F-C '-i- WMWM locke«- W ^llZkige. I0 «41 •. No. 68, 80, 87, 88, 106, 116, 217/ 238, 314, 899, 442, 506, 539, 559. Lit. B. zu 1000 dC : No. 5, 13, 26, 33, 39, 132, 178, 259, 294, 295, 325, 441. Lit. C. zu 500 No. 25, 88, III, 133, 146, 156, 213,, 290, 343, 358. Lit. D. jM 200 'Jt : No. 28, 33, 100, 108, 163, 237, 251,, 269, 289, 444. 4. Vom 3% Anleheu von 1897, heimzahlbar auf l. September 1916. Lit. A. zu 2000 oM: No. 147, 176, 202, 276, 346, 367 ,1 411, 417, 433, 442, 507, 534, 635, 650, 678, 735, 756, 757, 783,! 847, 850, 868, 900, 938, 1002, 1020, 1052, 1089, 1174, 1326. 1347; Lit. B. zu 1000 vH\ No. 100, 106, 181, 167, 272, 274, 836, 450, 516, 577, 633, 640, 652, 678, 768, 770, 813, 866. Lit. C. zu 500 No. 9, 17, 138, 239, 288, 308, 352.. 378, 454. 478, 517. 553. Lit. D. zu 200 No. 7, 128, 187, 213, 229, 293, 813», 340, 379, 425. 5. Vom 3'/«% (früher 4%) Aulehen vou 1900, heim», znhlbar auf 1. Oktober 1916. Lit. A. zu 200» r,H\ No. 5, 74, 92, 336, 477, 558, 590, 749, 793, 834, 905, 932, 1019, 1050, 1059, 1131, 1152, 1209, 1233, 12H0, 1296, 1304, 1319, 1330, 1375, 1395, 1531, 1619, 1671, 1701, 1756, 1813. Lit. B. zu 10»0 No. 134, 330, 466, 480, 577, 035, «36, 759, 775, 828, 937, 959, 973, 1031, 1049, 1068, 1090, 1106, 1112, 1195, 1215, 1228. Lit. C. zu 500 - II: No. 47. 199, 398, 433, 500, 524, 543. »85, 617, 642, 657, 665, 824, 828, 866, 949. Lit. D. zu 200 °4C : No. 63, 89, 133, 136, 163, 186, 193, 900, "Rl, 3^2. 383, 392, 477, 690, 727, 741. 6. Vom 3Va% Anlelien von 1902, lieimzahlbar auf 1. September 1916. Lit. A. zu «000 No. 69, 169, 178, 246, 285, 319, 324, 397, 404, 442, 470, 527, 528, 584, 590, 030, 660, 788, 952, 962, 1287, 1305, 1328, 1481. Lit. B. zu 1000 M: No. 202, 232, 239, 331, 376, 472, 686, 590, 613, 788, 874, 875, 904, 905, 959, 963. Lit. C. zu 500 No. 10, 110, 117, 119, 152, 189, 364, 474, 552, 578, 580, 647, 651, 722. Lit. D. zu 200 No. 180, 244, 273, 370, 407, 423. 521, 532. 7. Vom 3V> % Auleheu vo» 1903, heimzahlbar auf 1. Oktober 1916. Lit. A. zu 2000 dl- No. 10, 54, 97, 156, 246, 306, 498, 527, 548, 558, 604, 606, 721, 801, 890, 996, 1088, 1243. 1327, 1411, 1482, 1505, 1538, 1585, 1605, 1641, 1669, 1672, 1683, 1702, 1707, 1742, 1849, 1862, 1908, 1943, 2040, 2119, 2126, 2189, 2201, 2357, 2488, 2550, 2595, 2639, 2644, 2744, 2794, 2853, 2992. LH. B. zu 1000 M\ No. 180, 190, 241, 318, 437, 523, 567, 747, 817, 818, 884, 934, 992, 1030, 1153, 1158, 1202, 1233, 1251, 1327, 1377, 1441, 1475, 1513, 1569, 1572, 1794, 1809, 1967, 1973, 1970, 2012, 2030, 2072, 2125, 2180. Lit. C. zu 500 J6: No. 60, 134, 164, 277, 386, 409, 497, 546, 673, 684, 688, 759, 801, 890, 897, 1019, 1064, 1075, 1097, 1100, 1140, 1367, 1444, 1475, 1567, 1061. Lit. D. zu 200 : No. 8, 72. 127, 142, 180, 263, 208, 324, 510, 601, 836, 896, 890, 903, 1027, 1054, 1067, 1171, 1264,, 1265, 1300, 1357, 1389, 1414. 8. Vom 4% Anlehen vo» 1907, heimzahlbar auf 1. August 19i6. Lit. A. zu 2000 M: No. 146, 173, 213, 314, 422, 484, 515/ 556, 588, 756, 814, 1007, 1060, 1109, 1226, 1228, 1229, 1234, 1397, 1561. Lit. B. zu 1000 cH\ No. 261, 311, 361, 421, 436, 482, 647, 759, 869, 973, 1001, 1098, 1123. Lit. C. zu 500 No. 70, 176 241, 254, 314, 471, 625. 653, 797, 807. ' Lit. D. zu 200 No. 35, 144, 270, 288, 84.3, 437. Die genannten Schuldverschreibungen treten vo» den zur Heimzahlung festgesetzten Terminen an nujjet Verzinsung. Die Kapitalbeträge sind bei der Stadthauptkasse in Karlsruhe und bei den auf de» Schuldverschreibungen angegebenen Zahlstelle» gegen Rückgabe der Schuldverschreibungen samt de» unverfallenen ZinSscheinen und Zinsscheinanweisunge» zu erheben. Von den früheren Verlosungen sind noch »iickständig und daher auher Verzinsung: " Vom Anlehen 1886, Lit. A. No 1715, 1953, Lit. B. Naa 792, 1096, 2099, 2471, 3109, 3304, 3857, 4166, Lit. C. No. 44Ä 857, 1048, 1527, 1534, 1543, 1545, 1555, Lit. D. No. 97, 228g 1012, 1670. Vom Anlehen 1889, Lit. B. No. 160, 412, 448| LH. C. No. 84, 120, 523, 897, Lit. 1). No. 84, 729. Vom An- lehen 1896, Lit. D. No. 435. Vom Anlehen 1897, Lit. AJ No. 201, 206, Lit. B. No. 123, Lit. 0. No. 7, 15, 555, Lit. DJ No. 197. Vom Anlehen 1900, Lit. A. No. 144, 284, 1651J 1894, Lit. B. No. 913, 1072, Lit. 0. No. 810, Lit. D. No. 30fr,' 604. Vom Anleheu 1902, Lit. A. No. 25, 142, 1320, 1325,! Lit. B. No. 132. 787, 916, Lit. C. No. 25}, Lit. D. No. 77. Vom Anlehen 1903, Lit. A. No. 293, Lit. B. No. 1208, 1401, 208fr 2147, Lit. C. No. 20, 100, 408, 742, 882, Lit. D. No. 270, 450.' 1370. Pom Anleheu 1907, Lit. A. No. 919, 985, Lit. B. No, 885, 029, 780, 832, 1112, Lit. C. No. 260, 487, 527, 515, 704. jLit. D. No. 14. Karlsruhe, den 13. März 1916. Der Stadtrat. Siearilt. Nathanssaal Karlsruhe. Freitag, den 24. März, abends 8 a / 4 Uhr Oeffentlicher Vortrag von Herrn Hosgarteuducktm Gractener über Gemüseball in Kriegszeiten Eintritt frei. — Saalöffuuiig 7 3 / 4 Uhr Jedermann freundlichst eingeladen. Freie Aussprache. Der Aadische Krauenverein, Der Karlsruher Kansfrauenöund, 939 Der Kathotische Arauenvnnd. Bekalmtnlachlmg. Kartoffelhöchstpreise betreffend. Auf Grund deS § 4 der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 28. Oktober 1915 und des Artikels III der Bekanntmachung vom 2. Närz 1916 h.'.ben mir für den Kleinverkauf vo» Kartoffeln für die Zeit bis zum 15. April d. I. den Höchstpreis auf 6,3 Psg. für daS Pfund (5 Pfund 32 Pfg., 10 Pfund 63 Pfg.) festgesetzt. Karlsruhe, den 16. Marz 1916. 987 Der Stadtrat. Erholungsheim der Stadt Karlsruhe in Baden-Baden. Die Wiedereröffnung des Erholungsheimes iu Baden für Frauen und Mädchen auS Karlsruhe ist auf Mitte April in Aussicht gc- »omme». Verpflegungssatz 2 Mk. 50 P g für den Tag. Soweit der Platz reicht, können auch auswärts wohnende Frauen und Mädchen für 3 Mk. täglich aufgenommen werden. 944 Nähere Auslnnft und Anmeldung bei der Direktion des städt. Krankenhauses Karlsruhe. llörügel- Mariuoiiinm § von Mk. lOO.— an empfiehlt der Alleinvertreter •I «Iis. Sclilaile, Karlsruhe, Douglasstr. 24. ntben der Hauptpost. 872 Diwans neue, große Änswayk, v.Zö, 42 u. 50 M an, Hochs. DessinS v. 60 an. R, Köhler, Karlsruhe, Schüvenstrake 25. 947 Wndcr-Veraeigerllng. Am Mittwoch, den LS. März 1016, vormittags von 9 Nhr und nachmittags von 3 Uhr an, findet im Versteigerungslokal des Leihhauses: Schwanen st ratze 6, 2. Stock, die öffentliche sver- steigernng der verfallenen Pfänder Nr. 13702 bis mit Nr. l5S88gegen B^nohlung statt. Das Versteigeruugslo al wird eine hcilbe Stunde vor VersteigerungS- beginn geöffnet. Tie ttaffe bleibt am Ver- lieigernngstage, sowie a»n Nachmittag des vorhergehen- den Tages geschlossen.' 616 Karlsruhe, den II. Marz 1916. Städtische Pfnndleihkasse. Ärotzerzoßi. Hch'jtatel Montag, den 20. März 1916. 47. Vorstellung der Abteilung C (graue Karten). Die versmikene Glocke. Ein deutsches Märchendrama in 5 Akten von Äcrhart Hauptmann. In Szene gesetzt von Dr. I. E. Poritzky. Personen: Heinrich, ein Glocken- gieszer Reinhold Liitiohann Mugda, sein Weib M. Ermarth Der Pfarrer Hugo Höcker Der Schulmeister Paul Müller Der Barbier Paul Gemmecke Die Nachbarin Edith Deman Die alte ittichen Margarete Pix Naittendelein, ei» elbischeS Wesen E. Droescher Der Nickelmann, ein Elementargeist F. Baumbach Ein Waldschrat, saunischer Waldgeist E. Schindler Erste 1 ( Brnnhilt Hohwalt Zweite l Elfe) Alice Körner Dritte l l Johanna Mayer Vierte ) v Elise Meyer. Die beiden Kinder Heinrichs. Zwerge. Holzmännchen uud Holz- Weibchen. Große Pause nach dem zweiten Akte. Anfang: 7 llhr. Ende: nach 10 Uhr. Preise der Plätze: Balkon 1. A 't. Mk. 6.— Sperrsitz l. Abt. Mk, 4.—, usw. IDsüksmsMs! Fiir unr Mk. J.— erhalten Sie dns beste Instrument von HoWr oder Koch nnd machen unsem Kriegern damit die schönste Frende. Grosse Auswahl zubilligsten Preisen. 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