Nr. 282 Karlsruhe, Mittwoch, den 21. Juni 1916 54« Jahrgang Fernsprecher 535 Mittaasblatt Postscheck: Karlsruhe ISVi Bezugspreis: In Karlsruhe durch Träger zugestellt vierteljährlich Mk. 3.20. Von der Geschäftsstelle oder den Ablagen abgeholt, monatlich 75 Pf. Auswärts (Deutschland) Be,ng?vreiS durch die Post Mk. 3.65 vierteljährlich ohne Bestellgeld. Bestellungen in Oesterreich-Ungarn, Luxemburg, Belgien, Holland, Schweiz bei den Postanstalten. NebrigeZ SluSland (Weltpostverein) Mk. 10.— vierteljährlich durch die Geschäftsstelle. Erscheint an allen Werktagen in zwei Ausgaben Beilagen: Je einmal wöchentlich: das illustrierte achtseitige llnterhaltungSblatt „Sterne nnd Blumen" das vierseitige UnterhaltungSblatt „Blätter für den Familien- tisch" und „Blätter für Hans- und Landwirtschaft" Anzeigenpreis: Die siebenspaltige kleine Zeile oder deren Raum 2ö Pf, Reklamen 60 Pf. Platz-, Kleine- und Stellen - Anzeige» 15 Pf. Bei Wiederholung entsprechender Nachlas; nach Tarif. 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In den erfolgreichen Abwehrkämpfen südöstlich und nordöstlich von Lokaczh in Wolhynien bra.hten unsere Truppen bis jetzt 1300 Gefangene^ ein russisches Geschütz und drei Maschinengewehre ein. Im Räume von Ki siel in schreiten die An- griffe der Verbündeten in zähem Ringen v o r w ä r t s. Zwischen Sokol und Kolki haben wir neuer- liche starke feindliche Angriffe abgeschlagen. Bei Gruziatyn, wo es der Feind unter Aufgebot starker Kräfte zum vierten Male versucht, in die Linien der tapferen Verteidiger einzudringen, wird erbittert gekämpft. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Kampftätigkeit an der Isonzofront und in den Dolomiten sank ans das gewöhnliche Maß zurück. Neuerliche Vorstöfie der Italiener gegen einzelne . iwyche» Jix c«t a uvd. DM, de« abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei S er a st an der unteren V o j u s a Geplänkel. Der Stellvertreter des Chefs des Gcneralstabs: von H ö s e r, Feldmarschalleutnanl. ?ur Räumung von Czernowitz. Wien, 20. Juni. (W.T.B.) Anläßlich der Räu- inuug von Czernowitz erhält die Neue Freie Press? aus Czernowitzer Universitätskreisen folgende Mitteilungen: Als sich seinerzeit das Bedürfnis nach Wiedercröff- Nung der Universität Czernowitz gelteird machte, begaben sich der Rektor und Prorektor der Uni- versität zum Armeekommandanten, um bei ihm wegen Wiederabhaltung der Vorlesungen vorstellig zu werden. Der Armeekomin«ndant erklärte sich bereit, gegen die Kr- öffnuug keine Einwände zu erhebe», falls ine Professoren nicht einer eventuellen Räumung Schwierigkeiten eut- vegenfetzen würden, wenn sich eine solche einmal als not- wendig erweisen sollte. Die Professoren erklärten sich be- reit, ohne ihre Angehörigen nach Czernowitz zu kom- inen. Der Landespräsident der Bukowina gab hierauf i>ie Einwilligung zur Eröffnung des Sommersemesters. Man ersieht aus dieser Vorsichtsmaßregel, die fchon vor so vielen Wochen ergriffen worden ist, ganz deutlich, wie sehr sich unsere Armeeleitung die Möglichkeit einer even- tuell notwendigen Räumung von -Czernowitz immer vor Augen hielt und wie wenig man auch damals -daran dachte, daß eine solche auf die ganze Kriegslage Einfluß haben könnte. Wien, 19. Juni. (W.T.B.) Die .Kriegsbericht- erstatter stellen fest, 'daß für die Aufgabe der seit Wochensrist bereits 'in der Feuerzone weittragender russischer Geschütze stehenden Stadt Czernowitz der Umstand bestimmend war, daß der C z e r n o w i tz e r Brückenkopf infolge vollständiger Ein- ebnnng der Verschanz unge n seine Wi- derstandskrast verloren hatte und die Forzicrung 'des Pruth durch eine überwältigende zahlenmäßige Ueberlegenheit erzwungen worden «w,r. Ilm die Stadt vor gänzlicher ^ er - st ö r n n g zu bewahren, erfolgte nach Helden- Wütigster Gegenwehr gegen die Anstürme unter Artilleriefeiler vorgetriebener zehn- bis sechzehnfach >tiefer Wieder der Befehl zur Räumung 'der Stadt. Strategisch hat die Besetzung Czernowitzs, welches so nahe der Grenze und fast seit Kriegsbe- jßüin ununterbrochen innerhalb der engsten Kriegs- Lone gelegen ist, kaum i r g e n dwe l ch e B ed eu. ?t u n g, 'dagegen zeigt Äe strategische Lage der °ibrigen Front eine günstige Gestaltung, zu- total das Zentrum in Ostgalizien fest auf den alten Linien steht, und auf dem wolhvnischen linken Flügel gcra'de am eingedrückten Abschnitt in den Atzten Kämpfen? Raum gewonnen wurde. Unter solchen Umständen kann um so weniger von einem Airchbruch der Front gesprochen werden, als die vsterreichifch.il ugarischen und 'deutschen Truppen den wit ungewöhnlicher Aufopferung des Menschen- dnaterials geführten russischen Angriffen seit nun- [»clir fast zwei Wochen den heldenhaftesten Wider- stand erfolgreich entgegensetzen. Die kriegerischen Ereignisse öer ersten halste öes ?uni. i. Berlin, den 16. Juni 1916. Energische Fortsetzung der deutschen Offensive bei Verdun, fortdauernde Untätigkeit der englischen Hceresinacht, große Entlastungsoffensive der Russen gegen den südlichen Teil der österreichisch-ungarisch- deutschen Ostfront, Verlangsamung der österreichisch- ungarischen Offensive gegen Italien, fortgesetzte Knechtung des neutralen griechischen Staates durch die angeblich für die Unabhängigkeit der kleinen Staaten kämpfenden Enntentcmächte, vergebliche Bemühungen der Engländer, ihr« vorm Skagerrak erlittene Niederlage in einen Seesieg zu verwandeln, — das sind die aus den kriegerischen Ereignissen der ersten Hälfte des Juni besonders hervortretenden Tatsachen. Unser Angriff bei und gegen Verdun ist in bis- heriger Weise fortgeschritten. Während wir uns auf dem linken Maasufer vorläufig auf-Behauptung der gegen Ende des vorigen Monats gewonnenen Stellung von Höhe 304 bis Euinieres beschränkten, sind wir auf dein rechten Ufer unter heißen Kämpfen in Besitz der Linie Thiaumont-Ferure—Fort Vaux— Danilonp gelangt. Wie bisher, mußte seder Schritt vorwärts mit Opfern errungen werden, die sich aber in der eroberten Stellung, besonders bei Abwehr der stets erfolgten heftigen Gegenangriffe, durch weit schwerere Verluste des Gegners bezahlt machten. Die nunmehr nahe vor der Hauptverteidigungsfront des letzteren gewonnenen Stellungen bieten wesent- liche Vorteile für die Fortsetzung des Angriffs. Den Engländern, die sich noch immer ab- wartend verhalten, hat ein deutscher Angriff ani 2. d. M. den Höhenrücken südöstlich von Zillerbeke (südöstlich von Apern) und vier Tage später den Rest i>e» Dor^s opoone entiijien, n>oönrct) imö ganze Höhen gelände östlich und südöstlich von ?1pern in un- sereu Besitz gelangte. Ein Teil hiervon ist aller- dings am 12. und 13. d. M. von den Engländern zu- rückgewonnen worden. Aber ob Wohl die Franzosen hierin eine ausreichende Hilfeleistung seitens der englischen Heeresmacht, deren Stärke- Herr Asquith vor kurzem ruhmredig mit fünf Millionen bezifferte, erblicken werden? Doch darüber mögen sich die beiden aus Haß gegen uns iit Liebe zu einander entbrannten Brüder auseinandersetzen. Anders fassen die Russen, das m'nß man ihnen lassen, ihre Bnndespslicht auf. Obgleich sie erst im März des laufenden Jahres durch eine zugunsten Frankreichs gegen den nördlichen Teil unserer Ost- front unternommenen Entlastungsoffensive minde- stens 140 000 Mann, allerdings vergeblich, geopfert haben, sind sie in den ersten Tagen des gegenwär- tigen Monats abermals mit gewaltiger Hceresmacht zum Angriff geschritten, und zwar diesmal gegen den mehr als 300 Kilometer langen, vom Pruth bis zun? Styr-Knie bei Chartorysk reichenden südlichen Teil der österreichisch-ungarisch-deutschen Ostfront. Unter erbitterten Kämpfen, keine Menschenopfer scheuend, ist es ihnen bisher gelungen, auf beiden Flügeln der langen Kampffront nicht unerhebliche Erfolge zn erzielen. Ihr starker linker Flügel war anc 15. d. M. zwischen dem Pruth und dem Dnjestr mit Vortruppen bis zu der Linie Horodenka— Sniatyn vorgedrungen, während ihre Versuche, über die beiden genannten Flüsse hinaus seitwärts Raum zu gewinnen, bisher gescheitert sind, insbesondere also der südlich des Pruth gelegene größte Teil der Bukowina mit der Hauptstadt Zernowitz behauptet wird. (Inzwischen haben die Russen auch Zernowitz be. setzt. R.) Auf dem andern Flügel sind zwar die Versuche der Russen, zwischen Kolki und der Eisenbahn Rowno—Kowel einen Uebergang über den Styr zu erlangen, bisher abgewiesen worden. Dagegen haben sich in dem südlich angrenzenden wolhynischen Rinne von Lnck unsere Verbündeten genötigt ge- sehen, vor weit überlegenen Kräften über den Styr, bis über Torczin hinaus, im ganzen etwa 50 Kilometer weit, zurückzuweichen. In der Mitte der angegriffenen Front, an der Jkwa und in dein Räume von Tarnopol haben die Verbündeten die zahlreichen, auch hier mit großer Macht ausgeführten Angriffe der Russen siegreich zurückgewiesen. An der Strhpa endlich hat General Graf Bothmer sich zwar veranlaßt gesehen. seine Trnvpen von deni linken aus das rechte Ufer des Flusses zurückzuneh- men, dort aber alle weiteren Angriffsversuche des Feindes abgeschlagen. Die Känipfe dauern auf der ganzen Front fort. Ueber ihren wahrscheinlichen weiteren Verlauf läßt sich heilte nur so viel sagen, daß in dieser Hinsicht keinerlei Grund zu Besorgnis bestellt. Abgesehen von vermutlich in Vorbereitung befindlichen Gegen- maßnahmen, befindet sich die ^ heutige russische Armee nicht in der zu einer weit reichenden Offensive erforderlichen Verfassung. Daß sie bereits wieder auf die große Zahl, in der sie setzt abermals im v o l l st ä ii d i g e V e r l u st l i st e herausgegeben nnd die übrigen Verluste den einzelnen Familien und dem' Parlament als G e h e i m ° Nachricht unterbreitet. Oppositionellen Pressevertretern nnd Parlamentariern, die sich an dieser Irreführung nicht beteiligen wollten, hat die Admiralität sehr kategorisch und unzweideutig er- klärt, ein anderes Verfahren sei aus militärischen und politischen, und zwar nicht so sehr äußeren wie inneren Gründen zur Zeit ein Ding der Unmöglichkeit. Der Geist der Disziplin und das Ver- trauen der Mannschaften der Flotte nnd des Land- Heeres könnten bei einem vollständigen Eingeständnis der Verluste leicht i n s W a n k e n k o m m e n, zumal jetzt, wo die Nation, das 'Heer und die Flotte anläßlich des Todes Kitcheners direkt einen Nervenschok erlitten hätte. Das anitliche England hüte sich, jetzt schon alle Einzelheiten vom Tode Kitcheners bekanntzugeben. Jedenfalls sei nicht zu leug. neu, daß Kitcheners Tod und der Ausgang der See- schlackst am Skagerrak die Schreier, d i e s o n st stets für dieFortfetzuug des Krieges ei n t r a t e n, st u in in g e ni a ch t habe. Alle Ber- fionen, daß Kitcheners Mission in Petersburg eine friedensfördernde gewesen sein sollte, sind falsch, denn der Hauptgegner eines baldigen ^ rie- dens auf Seiten der Entente ist Kit- chener gewesen. Ebenso unwahr sind die ihn? vor Antritt seiner Rnßlandreise in den Mnnd gelegten Aeußeruugen, er glaube an baldigen Frieden und sei überzeugt, daß der Krieg entgegen seiner ursprünglichen An- nähme nicht drei Jahre dauern werde, sondern zwei ??ahre nicht überstehen werde. Gegenteil Kitcheners Reise nach Petersburg sollte gewissermaßen ein Gegengewicht für die in Petersburger Hofkreifen immer stärker auftreten- den Wünsche für einen baldigen Frie- den bilden, die von dem Zaren und der Zarin leb- hast unterstützt, von der Zarin-Witwe aber auf das lebhafteste bekämpft werden. Die Zarin-Mutter hatte für ihre Pläne gerade in Kitchener die stärkste Stütze, wie auch sein Einfluß in England. Paris und Petersburg größer gewesen ist, als man je annehmen konnte. 0 verschiedene Kriegsnachrichten. England will Holland zur Aufgabe feiner Neutralität zwingen. Genf, 19. Juni. (Tel.-Union.) Hiesige Blätter er- fahren aus London: Es kann keinerlei Zweifel darüber bestehen, daß die englische Regierung fest enl- schlössen ist, jedes dienliche Mittel zu ergreifen, um Holland zur Aufgabe seiner Neutralität zu zwingen oder ihm mit dem Schicksal Griechenlands zu drohen. Die englischen maßgebenden Kreise glauben ganz be- stimmt an den Erfolg ihrer Bemühungen, denn der angebliche Vertrag Hollands mit Amerika zum Schutze der holländischen Kolonien durch Amerika gelte nichts, da die Vereinigten Staaten bestimmt niemals England den Krieg erklären werden, dazu seien jetzt schou allein die anglo- amerikanischen Handelsbeziehungen und finanziellen Bande zwiM'n Newyork und London viel zu eng, als daß Amerika daran denken kann, mit England Krieg zu führen, geschweige denn von anderen Rück- sichten und ausschlaggebenden Gründen. Die Ent- Wicklung der Kriegslage habe die englische Regierung zn der Ueberzeugnng gebracht, daß nur durch die Niederzwingung des holländischen Widerstandes, die.Neutralität zugunsten der Entente aufzugeben, Deutschland durch England der Stoß ins Herz ge- geben werden kann. Engländer in Archangelsk. London, 20. Juni. (W.T.B.) Das Reutersche Büro erfährt, daß eiue selbständige und vollständig ausgerüstete britische Truppenabteilung in Ar- changelsk angekommen ist. Daily Graphik be- nierkt dazu: Dies sei ein neuer Beweis für das enge Zusammengehen der. Alliierten, und Deutschland werde ans diese Weise erinnert, daß Großbritannien trotz der Prahlerei Deutschlands mit seinem 'Teesieg nach wie vor die Meere beherrsche. Fleischlose Tage und Wirtschaftsnot in in Rußland. Stockholm, 20. Juni. (Frkf. Ztg.) Die Reichs- duma nahm den Gesetzesvorschlag über die Ein- sührung von vier fleischtosen Tagen in der Woche an. Popow brachte einen Zusatzantrag ein, wonach auch an den Orthodoxen-Festtagen der Fleischverbrauch zu verbieten sei, wodurch die Zahl der fleischlosen Tage auf 260 im Jahre erhöht wird. Die Duma hob jedoch in der an die Regierung übermittelten Uebergangssormel ausdrücklich hervor, daß die Maß- nähme als verspätet anzusehen ist nnd wegen des Seite 2 Kadischer Beobachter, Mittwoch, den 21. Juni 1916 Ur. 282 völligen Fleischmangels keinerlei praktische Beden- tung hat. Ferner setzte die Duma einen Ausschuß für die winterliche Versorgung mit Heizmaterialien ein, der die Heizmittelverteilung schon jetzt beginnen soll. Alle Transporte sollen von Kriegsgefangenen ausgeführt werden. Der Ernst der Lebensmittel- frage erhöht sich, weil in fast allen Gouvernements die Gemüse erfroren und jetzt verdorrt find. * Der Krieg mit Italien. Der Eintritt Mcdas ins italienische Kabinett. Bern, 20. Juni. (W.T.B.) Zum Eintritt des Katholiken Meda in das italienische Ministerium Foselli schreibt der Osservatore Romano, man dürfe nicht glauben, daß Meda im nenen Ministerium die Katholiken mit ihren Organisationen vertrete. Denn da in Italien keine eigentliche katholische Partei be- stehe, könne Meda als Minister nichts anderes tun, als sich selbst und seine Freunde vertreten. Die An- nähme wäre durchaus unangebracht und unbegrün- det, daß der Eintritt von Meda in das Kabinett in irgend einer Weise die vollkommene Unparteilichkeit des Heiligen Stuhles verletzen könnte, die der Wa- tikan im gegenwärtigen Kriege immer ausgeübt habe und auf jeden Fall kräftig weiter aufrecht er- halten wolle. Pöbelausschreitungen in Padua. Berlin. 20. Juni. Das Berk. Tageblatt meldet aus Lugano: In Padua sind wüste Pobelkrawalle gegen Damen der besten Gesellschaft vorge- kommen, die beschuloigt werden, im Auftrage der Oester- reicher vergiftetes Konsekt unter die Kinder verteilt zu haben. Mehrere Damen wurden schwer mißhandelt und konnten nur mit äußerster Mühe der Lynchjustiz entzogen werden. ( * ^ vom öalkan. Neue Vergewaltigungen Griechenlands durch den Vierverband. Berlin, 21. Juni. (W.T.B.) Verschiedenen Blättern zufolge, soll der Vierverband neue drakonische Forderungen an Griechenland stellen und die A u f - lösung des Parlaments, Neuwahlen und endgültige Beseitigung der Mini- st er Gunaris und Skuludis verlangen, außerdem noch die Besetzung aller griechi - s ch e n Häfen zur Ermöglichung einer Kontrolle, sowie das Recht zur Ausübung derPolizei - gewaIt und die Besetzung der Bahnen zu strategischen Zwecken. Stimmung gegen Benizelos. Berlin, 20. Juni. Die B. Z. a. M. meldet aus Athen: Bei der gestrigen Kundgebung für den König vor dem Königlichen Schloß schrie ein Student: ..Warum ruft ihr nicht:^Hoch Venizelos." Nur mit Mühe konnte er durch Schutzleute der wüteten Menge entrissen werden. Die Menge zog vor das Haus des ehemaligen Ministerpräsidenten uni schrie: „Nieder mit Venizelos/' Die Scheiben der Zeitungsredaktionen mehrerer venizelistischer Blätter wurden zertrümmert. Ein tliedaktionsmitglied der veni^elisti^ckien 'Jfea Kellas feuerte von dem Zeitungsgebäude aus mehrere Revolverschüsse auf die Menge ab, die dann ebenfalls Zu schießen begann. Die Polizei mußte einschreiten. öaöen. Karlsruhe, 21. Juni 1916. Die Reichstagsersatzwahlen in öaöen. :: Karlsruhe, 20. Juni. Die Karlsruher Zeitung teilt halbamtlich mit: Nach der am 19. Jnni 1916 durch die Großh. Wahlkommissäre vorgenommenen amtlichen Ermittlung wurden bei der am 15. Juni 1916 im 3. badischen Reichstagswahlkreis (Waldshut, Säckingen, Schopfheim, Schönau, St. Blasien, Neu- stadt) stattgefundenen Ersatzwahl 4742 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen 4731 Stim- men auf Fabrikanten Georg v a n E y ck in Oeffingen, welcher somit gewählt ist. 11 Stimmen waren zer- splittert. Bei der am gleichen Tage stattgefnndenen Ersatzwahl iin 12. badischen Reichstagswahlkreis (Heidelberg, Eberbach, Mosbach) wurden 3837 gül- tige Stimmen abgegeben. Davon entfielen 3884 auf Geh. Justizrat Dr. R i e ß e r in Berlin, der somit ge- wählt ist. 2 Stimmen waren zersplittert. (Die Angabe der Zahl der Wahlberechtigten fehlt Merkwürdigerweise in der Karlsruher Zeitung auch diesmal, obwohl jeder, der sich überhaupt für Wahl- zahlen interessiert, gerade aus der Zahl der Wahl- berechtigten im Zusammenhalt mit den abgegebenen Stimmen gewisse Schlüsse ziehen kann. Es wurde schon öfters beanstandet, daß die Angaben der Karlsruher Zeitung hierin unvollständig sind. D. R.) Lebensmittelversorgung. Höchstpreise für Obst. Das Großh. Ministerium des Innern hat weiter folgende Höchstpreise festgesetzt: Beim Verkauf nachstehend verzeichneter Obstarten durch den Erzeuger — bei Wildbeeren durch den Sammler — dürfen höchstens folgende Preise (Erzeugerpreise, Ge- winnnngspreise) beansprucht und bezahlt werden: Für Heidelbeeren für das Pfund 25 Pfg., Preißel- beeren 40 Pfg., Pflaumen 22 Pfg., Frühzwetschgen 29 Pfg., Spätzwetfchgen 12 Pfg., Mirabellen 39 Pfg., Reineclauden (große, grüne) *25 Pfg., Pfirsiche (Weinbergpfirsiche) 25 Pfg., großfrüchtige Edel- Pfirsiche 60 Pfg. Beim Weiterverkauf an den Verbraucher durch den Handel dürfen höchstens folgende Preise (Verbraucherpreise) beansprucht und bezahlt tverden: Für Heidelbeeren für das Pfund 36 Pfg., Preißelbeeren 59 Pfg., Pflaumen 39 Pfg., Früh- zwetfchgen 28 Pfg., Spätzwetfchgen 18 Pfg., Mira- bellen 49 Pfg., Reineclauden (große, grüne) 35 Pfg., Pfirsiche (Weinbergpfirsiche) 39 Pfg., großfrüchtige Edelpfirsiche für das Pfund 89 Pfg. Verkauft der Erzeuger (Sammler) unmittelbar an den Ver- braucher frei dessen Haus oder auf dem Markt, so darf er die Verbraucherpreise beanspruchen. * Chronik. Aus SaSen. k. Karlsruhe, 19. Juni. Die Eisenbahn» kantinen, die warme Speisen verabreichen, sind von der Verwaltung angewiesen worden, auch an die Familienangehörigen der Eisenbahnbe- diensteten zum Verzehr im Haushalt einfache Mittagessen, bestehend aus Suppe und einem Gang (Supp?, Fleisch und Gemüse, Fisch und Kar- tosfeln oder dergleichen mehr) zum Preise von hoch- stens 49 Pfennig abzugeben. Falls eine Abgabe zu diesem Preise nicht möglich ist, leistet die Oberbe- Hörde ihrerseits einen Zuschuß. ^ Wicsloch, 29. Juni. Der vermißte Handels- mann Leopold Marx aus Baiertal tqurde in der Elsenz in der Nähe von Bammental als Leiche aufgefunden. Ein Werbrechen ist ausge- schlössen. f. Vom Schuttertal, 19. Juni. Das Fehlen ausländischer Gerbstoffe läßt unsere a l t- bewährte Eichenlohe und Rinde wieder an Wert gewinnen. Die Zufuhr von Eichenrinde aus den SeWholzwäldern im oberen Schuttertal ist ziemlich lebhaft, und im ganzen Schwarzwald sieht man wieder häufig das selten gewordene Bild enl- rindeter junger Eichenschläge. Die jetz'gen Preise machen die Arbeit wieder lohnend, nachdem in den letzten Jahren ein starker Rückgang eingetreten war. St. Blasien, 21. Mai. Hier mußte ein 19jähri- ger Postaushelfer verhaftet werden, der ihm anver- traute Postauweifungs^elder unterschlagen hatte. Lokales. Karlsruhe. 21. Juni 1916. Aus dem Hofbericht. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hörte gestern die Vorträge des Geheimen Legationsrats Dr. Sey'b, des Ministers Dr. Hübsch und des Präsidenten Dr. von Engelberg. + Die Bekanntmachung über die Regelung des Ber- kehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung, sowie die Bekanntmachung, betreffend die von der Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung ausge- schlosfeneN Gegenstände, beide vom 10. Juni 1916, haben in den Kreisen der Kaufmannschaft mancherlei Zweifels- fragen hervorgerufen. Die Handelskammer Karlsruhe hat daher die Interessenten an den Be- kanntmachungen zu einer Aussprache auf näch- sten Freitag, den 2 3. Juni 1916, nachmit- tags 5 Uhr, in den großen Sitzungssaal des Rathauses zu Karlsruhe eingeladen. * Der freie Samstagnachmittag,^um dessen Wieder- gewährung der Verein mittlerer Staatsbeamten nach- suchte, wurde, wie schon berichtet, nicht gewährt. In der Begründung wird auch auf die Sommerzeit verwiesen, die ebenso zur Erholung wie zur Gartenarbeit am Abend Zeit lasse. Dabei wurde offenbar übersehen, daß die Großherzogl. Generaldirektion, anscheinend unzufrieden mit der Sommerzeit, das Ende der Dienstzeit am Nach» mittag auf 6%, statt auf sechs Uhr festgesetzt hat. Da- durch wird sowohl die (?rfiot"img nach "dem ^»ienft e die Gartenarbeit beeinträchtigt. Jedenfalls fällt aber die Begründung der Ablehnung der obigen Forderung in dieser Beziehung für die Beamten der G. D. weg. + Sommer-Anfang. Heute erbend 7 Uhr 25 Minuten (nach der Mitteleuropäischen Zeit) tritt die Sonne in das Zeichen ,des Krebses. Damit beginnt astronomisch der Sommer; hoffentlich werden >die sommerlichen Tage dem offiziellen S-ommerbeginne bald nachfolgen. Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres; an ihm geht die Sonne um 3.46 Uhr (M E. Z) auf und um 8.17 Uhr unter. Bereits am 23. Juni nehmen die Tage ab, zu- nächst allerdings noch unmerklich; die Sonne geht näm- lich eine Minute später, um 3 Uhr 47 Min., auf, aber immer noch um 8.17 Uhr unter, fo daß irie Tageslänge um eine Minute abnimmt. Ende des Monats ist aber der Tag bereits um fünf Minuten kürzer geworden. Dann werden die Tage immer kürzer, bis am 22. De- zember ber kürzeste Tag erreicht ist. + Mufikauffiihrnngen im Stadtgarten bezw. in der Festhalle. Auf die am Fronleichnamstag, Donnerstag, den 22. d. M., nachmittags von 4 Uhr ab bei schönem Wetter im Stadtgarten, bei ungünstiger Witterung in der Festhalle stattfindenden „Musikaufführungen" der Kapelle des Ersatz-Bataillons, Landwehr-Jnfantene-Re- giments Nr. 109 wird hiermit nochmals aufmerksam» ge- macht. Näheres im Anzeigenteil. + Eierverkauf. In mehreren hiesigen Tageszeitungen erscheinen in den letzten Tagen Notizen, wonach durch eine Eierhandlung in der Erbprinzenstraße am Dienstag, den 13. l. M., Eier zum Preise von 27^ Pfg. zum Ver- kaufe gelangt seien und der zuständigen Stelle vorge- warfen wurde, sie hätte erst am Mittwoch veranlaßt, daß die Eier dort wieder zu dem normalen Preise von 22 Pfg. per Stück verkauft worden seien. Diese Dar- stellung entspricht nicht den Tatsachen. Der Firma „Karlsruher Eierzentrale", Erbprinzenstraße 23, wurde vielmehr mit Rücksicht auf die hier herrschende große Eierknappheit vom Landespreisamt ausnahmsweise der Verkauf eines von ihr nachgewiesener Maßen zu hohen Preisen bezogenen Postens Eier von SO 000 Stück zu 27^4 Pfg. gestattet- Der Verkauf >dieser Eier erfolgte unter Aufsicht des Kommunalverbandes Karlsruhe-Stadt. Es ist beabsichtigt, um der bestehenden Notlage zu steuern, der genannten Firma noch den Verkauf weiterer 30 000 Eier zu 23'/» Pfg. pro Stück zu gestatten. politische Aachrichten. Ausland. Kopenhagen, 29. Juni. (W.T.B.) Das Mini- sterium des Innern veröffentlicht eine Verordnung, nach welcher es bis auf weiteres verboten wird, daß hier vom Auslande eingeführte Waren, deren Weiterausfuhr gegen das erlassene Ausfuhrverbot oder gegen die abgegebenen Erklärungen verstoßen würde, für ausländische Rechnung aufge- kauft und eingelagert oder auf andere Weise dem inländischen Verbranch entzogen werden. Wie der Vicrverband die Schweiz behandelt. Bern, 29. Juni. (W.T.B.) Die Nene Zürcher Zeitung beklagt sich über die Nichtinnehal tung eines Lieferungsversprechens der Entente. Die Verhältnisse, unter welchen die schweizerische Textilindustrie zn leiden habe, seien geradezu unerträglich geworden. Baum- wolle, Baumwollzwirn und Garne kämen entweder so spärlich oder mit so großen Verzögerungen nach der Schweiz, daß trotz der Bewilligung der S. S. S. Monate vergehen, bis die Waren eintreffen, fodaß eine Menge von Arbeitern nur teilweise beschäftigt werden können und seit Monaten viele Maschinen stillstehen. Der Bundesrat 'wird aufgefordert. Schritte zu unternehmen, um die Verbandsstaaten daran zu erinnern, daß trotz der Erfüllung aller möglichen Formalitäten die Zufuhr große Stockun- gen erleidet. Es sei die höchste Zeit, daß in der schwei- serifchen Versorgung aus den Verbandsländern eine rasche Besserung eintrete. Die Schweiz, die im In- teresse der Menschlichkeit alles tue, um den Verkehr mit Gefangenen und Verwundeten aller Nationen zu ermöglichen, erwarte als ein Zeichen der Anerkennung neben höflichen Worten nun auch einmal Ta- ten in der Form eines Entgegenkommens der zu- ständigen Regierung. Vom amerikanischen Wahlkampf. Neu-York, 29. Juni. (W.T.B.) Funkspruch von dem Vertreter des W.T.B.) Eine neue Erscheinung in dem gegenwärtigen Wahlkampf ist das bis- hr anscheinend geschlossene deutsch- am e r i f o • uische Votum zu G u n st e n Hughes. Die deutschamerikanische Presse, sowie verschiedene dentschameritanische Körperschaften unterstützen die Kandidatur Hughes. Es fehlt auch nicht an Ver- suchen 4n gewissen Kreisen, die deutschamerikanische Unterstiitznng Hughes' in einem deutschfeindlichen Sinn auszubeuten. Einige Blätter behandeln das deutsche Votum verächtlich und versuchen es als be- deutnngslos hinzustellen. Es fehlt auch nicht an krassen Auswüchsen, wie der Bemerkung in einem Leitartikel der World, daß jede Stimme gegen Wil- son eine Stimnie für den Kaiser bedeuten würde. Die gemäßigten Blätter weisen dies zurück. Evening Post entgegnet, dann sei desgleichen jede Stimme für Wilson eine Stimme für König Georg von England. Auf eine Anfrage bezüglich seiner Hal- tung gegenüber i>er Unterstützung feiner Kand idatur durch die Deutschen erklärte Hughes, er trete für einen unverfälschten Anrerikanismns ein, und jeder, welcher ihn unterstütze, unterstütze in jeder Be- ziehung nur die amerikanische Politik und nichts anderes. Mexiko und die Bereinigten Staaten. Berlin, 21. Juni. Nach einer Meldung des Ber- liner Lokalanzeigers ans Genf wurde den Ver- einigten Staten zun? Feldzug gegen die Anhänger Carranzas die wirksame Unter st ützung Englands zugesichert, das mit einem großen Teil seines Petroleumbedarfs auf Mexiko an- gewiesen ist. London, 21. Juni. (W.T.B.) Das Reutersche Büro läßt sich aus Washington melden: Die a in e r i- kanische Antwortnote«« Mexiko weist dessen Forderungenglattznrück und ta- delt den unhöflichen Ton und die Heftigkeit der mexikanischen Mitteilung. ff Letzte Nachrichten 11 © <3> ■/ / / <& GS i~> ® Gö O Berlin, 21. Juni. (W.TB.) Wie mehrere Blätter erfahren haben wollen, ist es K o k o w tz e w, der längere Zeit in Ungnade gefallen war, ge- lnngen, das Vertrauen des Zaren wieder zu gewinnen. Berlin, 21. Juni. (W.T.B.) Der russische Generalstab soll, wie von verschiedenen Seiten berichtet wird, sämtlichen Generalkommandos der Feldarmeen wie- derholt zur Kenntnis bringen, daß die Familien der- jenigeni Soldaten, die sich freiwillig gefangen nehmen lassen, der gesetzlich ihnen zukommenden dauernden Unterstützung verlustig gehen. Bern, 21. Juni. (W.T.B.) Der Seeolo meldet aus Saloniki gerüchtweise, daß französische Truppenteile znr Besetzung Kavallas von dort abgefahren feien. Das goldene Militärjubilänm des Königs von Württemberg. Berlin, 21. Jnni. (W.T.B.) Zu den: heutigen 59jährigen Militärjubiläum des Königs von Würt- temberg erinnern die Blätter daran, von welchem Wert fiir die Schlagfertigkeit der württem'bergischen Armee und die Leistungsfähigkeit ihrer höheren Truppenführer, die vom König im Jahre 1893 mit Preußen abgeschlossenen Vereinbarungen waren, durch die der Uebergang geeigneter württember- gischer Offiziere in höhere preußische Kommando- stellen gesichert wurde. Zum Tode Jmmelmanns. Berlin, 21. Juni. Zum Tode des Oberleutnants JmmSlmann sagt die Vossische Zeitung, er sei Tan- senden im Volk eine Quelle der Zuversicht gewesen. Tie Feinde hätten ihn gefürchtet, den „Adler von Lille", und selbst die Engländer hätten ihn bewnn- dernde Artikel geschrieben. Das Berliner Tageblatt erinnert daran, daß sei- nem allerersten Eindeckerflug bereits ein Engländer zum Opfer fiel. Er habe als Flieger kühn und rasch gehandelt und genau so wenig gesprochen, wie besonnene Menschen zu reden pflegen. 'Seine Mienen hätten sich erhellt, wenn er der ihm vom Kaiser zu- teil gewordenen Ehren gedacht habe. In der Deutschen Tageszeitung heißt es, mit seinem Kameraden Micke sei er längst zum Volks- Helden geworden. In den Herzen des deutschen Volkes werde der jugendliche Sieger in den Lüften, den kein Feind zu bezwingen vermochte, fortleben in der ersten Heldenreihe, in der Otto Weddigen und Graf Spee ihre von Unsterblichkeit umkränzten Ehrenplätze hätten. Eine Ehrung des Großadmirals v. Tirpitz. Berlin, 21. Juni. (W.T.B.) Aus Frankfurt a. O. wird dem Berliner Lokalanzeiger berichtet, öatz die dortige Stadtverordnetenversammlung gestern auf Antrag des Magistrats einstimmig «beschlossen habe, dem Großadmiral v. Tirpitz das Ehrenbürger- recht zu verleihen. — Tirpitz hat in Frankfurt a. O. das städtische Realgymnasium besucht und sein Vater lebte hier bis zu seinem Tode im Ruhestand, Chronik öes ersten Kriegsjahres. 21. Juni 1915. Französische Angriffe bei Dix- mindert und bei Neuville ergebnislos. — Am Hilfen- first erlitten die Franzosen bei einem Vorstoß be- trächtliche Verluste. — Die Russen Mußten unter dem Druck der verbündeten Armeen ihren Rückzug wei- ter fortsetzen. Die seit dem 12. Juni eingebrachte Beute auf dem galizifchen Kriegsschauplatz beläuft sich auf 93 999 Gefangene, 9 Geschütze und 136 Ma- schinengewehre. — Bei Plava erlitten italienische Angriffe das bekannte Schicksal. Die Luftangriffe auf Bar-lc-Duc. Zürich, 21. Juni. (W.T.B.) Ein Bericht der Neuen Züricher Zeitung meldet nach dem Bulletin Meusien über den Besuch deutscher Flieger in Bar-le-Duc, daß dieser Hauptort des Departements schwer heimgesucht worden.sei. Bereits am Himmel- fahrtstage feien Bomben mitten in eine große Volks- menge gefallen, die sich mittags bei der Ankunft des Pariser Zuges immer zu versammeln pflege. 59 Personen seien getötet und 8 9 ver- w n n d e t worden. Auch in der Nähe der Präfektur feien Bomben heruntergefallen; eine habe auch das Zivilgericht durchschlagen. Am Tage darauf seien auch in Ligny-en-Barrois 2 Personen ge- tötet worden. Die Aufregung in der Stadt sei furcht- bar gewesen und habe mehrere Tage gedauert. Meinnngsvcrschiedcnheitcn im englischen Kabinett über die irische Frage. Rotterdam, 29. Juni. (W.TB.) Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet aus London, daß sich der Regelung der irischen Frage unerwartet Schwierigkeiten in den Weg gestellt haben. Times berichten, daß einige n n i o n i st i s ch e Minister mit den Vorschlägen Lloyd Georges sehr unzufrieden feien. Long soll der Führer dieser Bewegung sein, die, dem politischen Mit- arbeiter der Times zufolge, davon ausgehe, daß das Kabinett als Ganzes für den Versöhnungsplan nicht verantwortlich sei und daß die Gegner von Honiernle im Kabinett eine sofortige Beilegimg der irischen Frage niemals als im Interesse der inneren und der Reichspolitik gelegen betrachtet haben. Der politische Mitarbeiter der Times erklärt sich entschieden gegen diesen Versuch, die Verhandlungen zu vereiteln. Seiner Meinung nach wäre zwar der R ü ck t r i t t L a n s d o w n e s, der stets enge Beziehungen zn den südirischen Unionisten gehabt habe, begreiflich, es sei aber nicht einzusehen, warum die anderen Mitglieder des Kabinetts, nachdem sie sich erst in die Erklärung des Premierministers vom 25. Mai ge- fügt hätten, jetzt einen entgegengesetzten Kurs steuern sollten Die öffentliche Meinung in England fei zu 99 Prozent auf Seiten Asqniths gewesen, weil dieser erklärt habe, daß er die Regelung der irischen Frage als ein Landes- und Reichsinteresse Ewiracfrte, tmb bie öfferttltcCyc SOJcirimtf* ftoffe notf) immer, daß die Meinungsverschiedenheiten im Kabi- nett den Ausgleich nicht in Gefahr bringen werden. Zinn Untergang des norwegischen Dampfers „P. Hamre". Christiania, 21. Jnni. (W.T.B.) Ritzaus Büro. Das deutsche Auswärtige Amt teilte der norwegl- schen Gesandtschast in Berlin mit, daß die deutschen Behörden eine eingehende Untersuchung über den Untergang des norwegischen Dampfers „P. Hamre" angestellt haben. Das Ergebnis des norwegischen Seeverhörs wnrde mit den dienstlichen Berichten der Unterseebootskommandanten, die zu der fraglichen Zeit in den betreffenden Gewässern Dienst hatten, verglichen. Kein Bericht ergab einen Anhaltspunkt dafür, daß der Dampfer versenkt worden sei. IG] verschiedene Nachrichten. Unwetter. Berlin, 20. Jnni. Das Berliner Tageblatt meldet aus Zürich: Das wochenlange Regenwetter gefährdet in der.'Schweiz die Ernte an Heu und anderen Futter- Mitteln schwer. Wenn nicht bald ein Witterungswechsel eintritt, wird eine Milch- und Viehnot befürchtet. Berlin, 20. Juni. Der Berliner Lokalanzeiger mel- det aus Bukarest: Im nördlichen Teil der Moldau herrschen große Gewitter. Regen und Hagel haben schwe- ren Schaden verursacht. In Iassy find 30 Menschen umgekommen. Besonders schwer betroffen wurde der Bezirk von Botoschani, wo infolge des Hochwassers mehrere Personen ertrunken find. Der Bahnverkehr wurde eingestellt. Großes Schadenfeuer. Marseille, 21. Juni. (W.T.B.) Agence Havas. An Bord einer mit Mineralöl beladenen Bark, die im Becken von Madrague verankert war, brach Feuer aus. Der Wächter verbrannte. Das auf dem Wasser weiter brennende Oel setzte andere Barken und beladenen Leichter, sowie Ba- r a ck e n, die am Ran>de der Uferstraße standen, in Brand. Truppen und Feuerwehr hielten das Feuer in Schranken. Gestern morgen war die Gefahr abge- wendet. Der Schaden umfaßt den Verlust von Futter- Vorrat, des Viehvorrats, 3000 Fässern Petroleum und Alkohol, 12 000 leeren Fässern und einigen hundert Boo- ten verschiedener Art. Die Ursache des Feuers ist un» bekannt. Karisruker -t" "a* Eheschließungen. 20. Juni: Josef Spinaler von Silz, Kaufmann in Ludwigshafen, mit Barbara Ackermann von Otterstadt; Wilhelm Gude von Egeln, Jntendantur-Sekretär in Koblenz, mit Gertruds Herz von Pforzheim. . Todesfälle. 16 Juni: Jul. Neuer. Oberrevisor a. D., Ehemann, alt 02^ Jahre. — 17. Juni: Rich. Dill- mann, Kutscher, ledig, alt 17 Jahre. — 18. Juni: Emma Schuler, Dienstbote, alt 16 Jahre. — 19. Juni: Helene Steinbach, Näherin, ledig, alt 22 Jahre. Beerdigungszeit u. Tranerlmus erwackisener Verstorbenen. Mittwoch, den 21. Juni 1916. 3 Uhr: Emma Schuler, Dienstmädchen, Schützenstraße 45. — 4 Uhr: Bruno Oel» schlüget, Laudsturmm ann, Städt. Krankenhaus. llages-Itaienäer. Mittwocki, den 21. Jnni. Kath. Jngendverein Beierthnm. 8 tlhr Versammlung i« Schwesternhaus mit Vortrag. Nr. 282 Sadffcher Beobachter, Mittwoch, den 21. Iuui 1916 Seite 3 Leipheimer & Mende empfehlen W aschstoffe Schleierstoffe, glatt, gestreift, geblümt Krepp, Zefir KreppVOÜe, gestreift, geblümt, gestickt Batist, Mull, Leinenbatist Gabardine, Kräuselstoffe RipS, Pique, weiss und farbig Zwirnartige Stoffe, sog. Wollersatz Gestickte Kleider, Musseline Seide FlOrSeide, glatt und bedrudct Fulard, für leidite Kleider RaUSChSeide, glatt, gestreift und kariert Rippentaft WaSChseide, 60 cm und 90 cm. breit ?eter £ippert 5. J. Crsdö Vorstellungen aus dem Gebiet der christlichen Glaubenslehre Buchfchmuck von Adolf Kunst Erstes Bändchen: Gott. 12° (136 S.) In Pappband & 1,60, in Leinw. M 2.— — Soeben erschienen — Die Sammlung „Prtbo" will die katholischen Wahrheiten, un- mittelbar au« Schritt und Uebcrliefernng ictjöpfenb, in positiver Weise vorlegen. Der Anlage nach sind die Büchlein ftr gebildete Katholiken bcnimmt. Sie sollen ibxen Hilfe biete», um die da? christliche Leben am tiefsten benimmenden Wahrheiten zu ergreifen. Da? 2. vändchea: „Der dreieinig« OSott", wird noch 1616 erscheinen; die zu erwartenden übrige» Bündchen werden die lieber- schriften tragen: »ott und die Well — Erlöser und Erlösung — Die Onade — Die Kirche — Die legten Dinge. Berfas »on Kerder ja Areivurg im Areisga«. 2109 Zu beziehen durch die: Literarische Anwalt, Frcibnrz Kerdersche Nuchßandfung, Karlsruhe, Herrenstr. 34. A. F. Jiottsche Atuchhaudtuag, Tauöeröisäiofskeim. Die Bekanntmachung über die Regelung des Jlcrhfijvs mit Web-, Wirk- unb 5frid!iti #ttn für iiit bürgcr- iidic ökvölkcrn g sowie die Bekanntm ichung, betreffend die von der Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk» und Strickwaren für die bürgerliche Bevölkerung ausgeschlossenen Gegenstände, beide vom 10. Juni 1916, haben in den Kreisen der Geschäfts- weit eine Menge von Zweifelsfragen entstehen lassen. Die Handelskammer Karlsruhe ladet daher sämtliche Interessenten an den Bekanntmachungen zu einer Aus- spräche auf nächsten 2110 Freitag, den 23. Juni 1916, nachmittags 5 Uhr, in den großen Sitzungssaal des Rathauses zu Karlsruhe ein. Die Handelskammer für die Kreise Karlsruhe und Baden. gez. Koeile gez Dr jur. Krienen. Erholungsheim der Stadt Karlsruhe in Baden fiir Frauen und Mädchen mi? Karlsruhe. Verpflegungssatz 2 Mark Kv Pfg, für den Tag. Nähere Auskunft und Anmeldung bei der Direktion des städt. Krankenhauses Karlsruhe. Bekanntmachung. Kartoffelhöchftprcise betreffend. Im Hinblick auf die Zuschläge zu den Höchstpreise» für Kartoffeln beim Kartoffelerzeuger, die «ach der Belanntmachung des Httid>»tunnci* Dom -6. Mar» 1 »16 auf 16. Äprtl, 1£>. Wtai lind 15. Juni bs. I». jeweils 25 Pfg., zusammen also 75 Pfg. für den Zentner betrugen, werden die Äleiuhaudelshöchftpreise für Kartoffeln mi t sofo rtiger Wirkung wie folgt festgesetzt: beim zentnerweisen Verlauf statt bisher 6 Mk. auf 6.75 Mark für deu Zentner, beim vsundweis kn Verk auf statt bisher 6,3 Pfg. künstig auf 7 Pfg. für du« Pfund, und statt biSher 63 Pfg . kün ftig 70 Pfg. für zehn Psund. Die biSl,erigen Verkaufspreise bei den städtischen Verkaufsstellen bleiben bis auf weiteres bestehen. Karlsruhe, den 20. Juni ISIS. 2104 Der Stadtrat. Beranntmachung. Gesuche um Zuweisung von ^ininachzucser können nur noch berücksichtigt werde», wem sie bis fpäteflrnS Freitag, den 23. Juni 1916, mittags 12 Uhr, tu der Geschäftsstelle im kleinen Festhalle- saal eingekommen find. Tie Verteilung des dem Kommunalverbaud zur Verfügung stehenden Einmachzuckers wird auf Grund der An- Meldungen vorgenommen und der VerteilungSmatzstab öffentlich bekannt gemacht werde». Karlsruhe, den 20. Juni 1916. 2102 Das Bürgermeisteramt. DamelsLons^tmslMS «taubmäntel Ji 8.75 14.75 19.75 Schwarze und blaue Alpakamäntel ,1( 28.75 W-fferÄichte Ripsmäntel in braun, lila, grün und fclin Jt 29.75 2101 Schwarze, raaffertichte Mäntel Jt 39.75 auch für starke Frauen. Sommerjacken Jt 6.75 8.(5 11.7» Wißt und farbige Blusen von Jl 1.45 an Jackeukleider von Jt 19.75 an MhclnißriiM.iTr. Keine Ladenspese«. Pianino aus renom. Ho'pi.mofcbrik, wenig gespielt, prachtvollen Ton, mit Garantie billig abzugeben. Gefl. schritt!. Anfragen unter L. M. 51 an die Geschäftsstelle erbeten. 1780 Marianische Jungfrauen kongrcplioti St. Sernhard. f Berichtigung. Die Beerdigung unseres Mitgliedes Helene Ttcin- dach findet nicht heute Mitt- woch sondern erst morgen Donnerstag» 2 Ahr, statt. 2110 Der Magistrat. Drucksachen jeglicher Art fertigt schnellstens an „Badenia", Akt.-Gei. für Druck uud Äerlag, Karlsrulie. Chaiselongue. K K. Köhler, Karlsruhe I Schützenstrasze 25. 20321 in jeder Maschen weite und Draht- st&rkc fiir Garteneinfriedigungen, HOhnerhfife, Fenstervergitterungen usw. zu deu billigsten Preisen bei H. Haas Karlsruhe Telephon 2953 1683 Essenweinstrasse 26. Am Freitag, den 23. ds. Mts., abends Uhr, wird Herr Hauptlehrer Hcrtkoru aus Rastatt im großen Rathaussaale in Karlsruhe einen Bortrag über: ?9zc als VolKsnahrnngsmittel! halten, wozu jedermann freien Zutritt hat. Der Borverkaus für einige Stuhlreihen (50 Pfg.) findet eine Stunde vor Beginn des Vortrags am Saaleingang statt, woselbst auch des Redners Pilzbüchlein zum Preise von 50 Pfg. erhältlich ist. 2093 Karlsruhe, den 21. Juni 1916. . Wir empfehlen sehr preiswert Binsen Unterröcke Hemdhosen Reformbeinkleider Untertaillen Strümpfe Handschuhe Hoflieferanten. Kaiserstrasse 199 2113 Lauten, Gitarren 1 Manöolinen, Cellos Violinen usw., Saiten und alle Zubehörteile kaufen Sie am vorteilhaftesten Karlsruhe, v)ilhelmftr.28 Much Teilzahlung) II. Stock. m mit Möbelwagen llltUlIfll* oder Rollen besorgt durch Selbstmilhilfe am allerbilliasten Ä. Mnlfinger, Karlsruhe, Lefsin>,str. 20, Tele» phon 1700. Hastbar für Schaden durch Diebstahl-, Transport- und Haftpflicht-Versicherung. 1333 Stadtgarten bezw. Festhalle Karlsruhe. FrouleichnamStag, Donnerstag, den 22. d. Mts., nachmittags vou 4 Uhr ab Musik-Aussührungen ausgeführt von der Kapelle des Ersatz-BataillonS Landwehr-Jufanterie-Rtgiments 109 Eintritt : j Inhaber von Stadtgarten-JahreSkarten und von K»rtenhe>ten sowie Soldaten v. Feldwebel abwärt? 30 4 Sonstige Personen 60 ^ Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. — Programm 10 Pfg. — Die Eintrittskarten berechtigen nur zum eimaaligen Eintritt. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in der Fest- halle statt. 2150 Jette 4 Kadischer Beobachter, Mutwoch. den 21. Juni 1916 Mr. 383 Karlsruhe auf dein Festplatz am Winterdenkmal (Ettling erstrasse) Station der Elektrischen: bei der Festhalle. JiSpl ?rbrusmittrl] Hagenbeck ilrrforgung! Zur. Erleichterung der Anmeldung bemerken wir: Unsere 23 Verkaufsstellen im Stadtbezirk Karlsruhe verteilen sich wie folgt: All- u. Oststadl: Gerwigstrasze 53. * Georg-Friedrichstrake, Bulacherstrabe 8. Südstadt und Bahnhos: * Wilhelinttrafte 34, am Werderplntz. * RüPPnrrcrstrake, Ecke! Werderstrasze. * Winterstrafte, Ecke | Marienstrafte. * Am neuen Bahnhof! im „Reichshos". Weststadt: * «riegftr., t?cke Eisen- j lohrstrasze. Nelkenstrasze, Ecke t»uethestras;c, am Gutenbergplatz. * Kaiser. Allee, Ecke Aortstratze. Südweststadt: * Karlstrafte 82, Ecke | »nrvenstratze. * Roonstrasie, Ecke Boeckhftrane. Sofienstras;e, Ecke WestenSstratze. Rüppurr: Rastatterstratze 54. 3" den mit * bezeichneten ZJUllvi Uvil«i2 Berkaufsstellen führen wir Auslandsbutter, in den übrigen 11 I«- landsbutter. werden wir nach ?>?astgave der Nnme'bilngen ^ j,i allen Verkaufsstellen führen. Zn letzter I Zeit wurden wir unbegreiflicherweise, trotzdem wir früher den größten Detailvertrieb in diesem Artikel in Karlsruhe hatten, Vollständiii seitens der Eier- Versorgung übergangen; da» wird nicht mehr vor-1 kommen. Unsere Kundschaft kann sich für obige Verkaufs-! stellen unter genauer Angabe der Straße (damit I keine Verwechselung vorkommt) anf Grund der auch ab 20. in unseren Verkaufsstellen aufliegenden An- Meldezettel einschreibe». Entweder für die Gruppe „Butter und Eier" oder für die zweite Gruppe „Zucker, Teigwaren, Hülsenfrüchte usw.", oder aber, was wohl am besten und einfachsten ist,! für beide Gruppen. Die Anmeldezettel können I auch in unseren Verkaufsstellen abgegeben werde»;! wir werden sie an den Kommunalverband weiter | besorgen. Selbstverständlich werden wir in allen anderen,! nicht damit zusammenhängenden, also nicht durch den Kommunalverband bezogene» Waren nach wie vor eine gute und preiswerte Auswahl halten und unsere Kundschaft gut bedienen, ob sie sich in einer oder in beiden Gruppen für uns einzeichnete oder aus irgend einem Grunde sich in ein anderes Ge- j schäft einzeichnete. Infolge unserer guten, sich gerade in den schwie- rigsten Verhältnissen bewährten Organisation weiß unsere Kundschaft, daß wir, soweit eine Versorgung I überhaupt möglich, für Heranschaffuug guter preis- »erler Ware» gesorgt haben und auch in Zukuust sorge» werde». Wir werden, soweit dies »nS VS/.'JJl vvU« möglich ist, alle Sorten frisches I Obst führen. sind wieder größere Zufuhren unterwegs. ^tifhov W cinc «röbere Sendung eingetroffen, CJiiUavl ferner erwarten wir weitere Waggon für EinmachMecke. 2091 ttartoffel Heute Mittwoch Eröffnung Vorstellungen um 4 und S l /a Uhr Riesenspielplan! Täglich ABEND-VORSTELLUNG um 8'/- Uhr (Sonderwagen der elektrischen Strassenbahn zu Beginn und Schluss der Vorstellungen.) IVur auf kurze Zeit! *3* ■« Hl Täglich von 10 Uhr morgens mit * Raubtierfütterung n. Proben Die Karten können ab heute teleplioiiigcli zurückbehalten werden. Telephon-Änschluss Nr. 5450. Hagenbecks Hauptkasse, sowie im Warenhaus Karten-Vorverkauf: Geschwister KNOPF (Erfrischungsraum, Telephon 288) ll!IIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIi!llllllllll!llll!lll!ll!l!llllllllll!ll>ll!llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllfllllllllll!llllllllllllllllillll!ll!ll!ll!lllllll!lll!ll!ll!IIIIIIIHIIIIIIII!lllllllilllllllllllllllllll Hagenbeck kauft minderwertige Schlachtpferde. 2057 Bekanntmachung. Ta wieder gröbere Mengen Anslandsbutter zur Verfügung stehen, wird die Bestimmung, wonach Inlandsbutter auch ohne Steuer- ausweiskarte erhältlich ist, mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben. Künftighin darf also JnlandSbutter in den bekanntgegebene» Geschäften, die nur Jnlandsbutter führe«, wieder nur an die Inhaber der Steuer- ausweiSkarteu gegen die jeweils gilligen Buttermarken verkaust werden. Karlsruhe, den 19. Juni 1916. 2103 Kommunalverband Karlsruhe-Stadt. jeglicher Art fertigt schnellstens an „Badenia", Aktiengesellschaft für Nerlag nnd Druckerei Karlsruhe. GrlHtrzoy!. Doftyfntrr] zu Karlsruhe. Mittwoch, den 21. Juni 1916. 68. Vorstellung der Abteilung C (graue Karten). Finale. Dramatische Dichtung in 1 Akt von A. Geiger. Mnsik von A. Lorentz. Musikalische Leitung: A. Lorentz. Szenische Leitung: Peter Dumas. Personen: Richard, Musiker I. van Gorkom Alcidor, Sänger HanS Bussard Maria, AlcidorS Weib M. Bruntsch Musette, Richard? Weib Th. Müller-Reichel Der Tod Ewald Schindler Chor der Narren. In der Faschingsnacht. Hierauf: Bärbele ssauretta). Komische Bauernpantomime in 2 Abteilungen, nach einem älteren stoff bearbeitet von Fritz Scharf. Musik von Bernhard Triebet. Einstudiert von P. Allegri-Bahz. Musikalische Leitung: R. Deman. Personen: Müllerin P. Allegri-Bayz Bärbele, deren Tochter O. Mertens-Leger Hansel, BärbeleS Geliebter Mina ElsenhanS Protzenbauer Aiax Schneider Stoffel, Sohn de? ProizenbauerS Josef Zoller Ein Notar Ludwig Schneider Ein Knecht Heinrich Blank. Hierauf: Zierpuppen. (Les precienses ridicules.) Musikalische Komödie in 1 Aufzug nach Molivre von Richard Batka. Musik von Anselm Götzl. Musikalische Leitung: A. Lorentz. Szenische Leitung: Peter Dumas. Personen: GorgeS, ein Grund- besitz« G. Hagedorn seine Töchter: Jeanette M. von Ernst Nabelte Th. Müller-Reichel deren Freier: Pitou Hans Siewert Dnval Jan va» Gorkom Mascarill, Tiener Pitons Fritz Hancke Jodelet, Diener Dnvals HanS Busiard Catherine, Magd bei Gorges M. Mosel-Tomschik Musikanten. Größere Panse nach jedem Stück. Ansang: 7 Uhr. Ende: nach 10 Uhr. Preise der Plätze: Batton I.Al'tl. Ml. ö.— Sperrsitz I.AblI. Mk. 4.50 usw. ttm lisrlzM«. Wir ersuchen die verehrt. Mitglieder dringend sofortige Ablieferung der in ihrem Besitz be- findlichen liMmche». Da es unmöglich ist, während der Kriegszeit neue Marken zu beschaffe», können wir künftig an Mitglieder, die ihre Marken nicht regelmäßig ab- liefern, keine solchen mehr verabfolgen. Der Dorstand. 2030 erhalten für cinekomplette Einrichtung: Schlafzimmer: 2 polierte Bettstellen, 2 Röste, 2 dreiteilige Matratzen, 2 Keile, zweitüriger Spiegelschrank, Nachtlisch m.Mar- mor, Waschkonimode mit Marmor und Spiegelauf- satz, 2 Stühle, 1 Handtuchständer; Wohnzimmer: pol. Vertiko mit Spiegelaufsatz, Plüschdiwan, Tisch mit eichener Platte, 4 Stühle, 1 Spiegel; moderne Küche: Kü- cheuschrank, Kredenz, ein Tisch. 2 Stühle. Ein Geschenk. Franko-Lieferung. Auf Wunsch Zahlungs- erleichterung. Möbelhaus Mr Sfinlicimtt Karlsruhe, 32 Kronenstrabe 32. 2083 Schwarzwald- Beren» 84 (OrtSgr. Karlsruhe) Donnerstag, den 22. Juni 1916 vtteinsllbend im Moninger (Konkordiaiaal). 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Juni, nachmittags 2 Uhr an, eingelöst werden. Die Gutscheine können auch noch am nächsten Tage eingelöst werden. Es hat deshalb keinen Zweck, wenn sich unsere Kunden vor dem Ladon- lokale ansammeln. Im Gegenteil, dies wäre gerade gegen den guten Zweck, den wir verfolgen. Den Tag der Ausgabe weiterer Gutscheine geben wir später bekannt. Betreffs Anmeldung zur Xnndenliste machen wir unsere Abnehmer darauf aufmerksam, dass wir in den oben genannten Verkaufsstellen, sämtliche Waren, die der Kommunalverband an Wiederverkäufer liefert, führen werden. Anmeldungsformulare liegen in unseren Filialen auf. Wir sind bereit, die ausgefüllten Formulare der Geschäftsstelle dos Kommunalverbandes abzuliefern. Am 1. Juli wird unsere Filiale Bernhardstrasse 8, nach Rudolfstrasse 21 verlegt. Diejenigen Kunden, die sich für die Filiale Bernhardstrasse anmelden, werden vom 1. Juli an, von der Rudolfstrasse aus mit Lebens- mittein versorgt. 2106 w* athsWer Wmier-Vmiil her Sjljtiilit. Donnerstag, den 22. Juni 1916, Hohes Fronleichnamsfest 9 Mr vormittags: Beteiligung beim Festgottes- dienst in der Bernharduslürche. Abends pünktlich 1 I*9 Uhr beginnend im Saale der Alten Brauerei Kammerer, Waldhornstr. 23 Zamilien-MenK mit Bortrag des Hochw. Herrn Stadtpfarrers Stumpf über: „Der Krieg lind sei« Wirke« ms die Seele." Anßerdem musikalische nnd gesangliche Darbietungen. Wir beehren unS die Herren Mitglieder, abends mit ihren erwachsenen Angehörigen, zu zahlreicher Beteiligung ergebenst ein- zuladen. 20i3 Per Vorstand.