Ausgabe: Wöchentlich zwölf mal. Abonnementspreis: Vierteljährlich: kn Karlsruhe durch eine Agentur bezogen: 2 Mark 50 Pf., in das Haus gebracht: 2 Mark 80 Ps.j durch die Post ohne Zustellgebühr 2 Mark Sv Pf Vorausbezahlung. Redaktion und Expedition: Hirschstraße S. Telephonanschluß Nr. 401. mit Badischem Museum, Parlameuksausgabe und Kerlosimgsbeilage. Anzeigegebühr: Die Ispaltige Kolonelzeile oh. deren Raum für Lokal« Inserate 15 Pf., für auswärtige Inserate 20 2U im Reklameteil 60 Pf. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. Bemerkungen r Unbenützt gebliebene Einsendungen werden nicht ausbewahrt und können nachträgliche Honoraransprüch« keine Berücksichtigung finden. Nr. 198< Karlsruhe, Montag, 30. April 1900. Mittazsblatt Rückblick. Unsere badischen Ultramontanen halten zwar während der jetzt in Angriff genommenen Beratung des Unterrichts-Etats im L a n d« tage sich ziemlich zurück; umso lebhafter aber geht es in der Presse zu. Wir haben wieder einmal eine Diskussion über oas »System Wacker", an der sich auch die Konservativen der „Landpost" und Pfarrer Hansjakob beteiligen. Beide finden fich mit ihren edlen Seelen zusammen im Lobe dieses deswegen so verdienstvollen Systems, weil es Regierung und Nationalliberale zur Zulassung der Orden zu zwingen sucht. Mit Wohlgefallen werden diese Freundschaftsbeteuerungen in der ultramontanen Presse wiedergegeben als Beweis dafür, daß sich der Kreis derer vergrößere, die dem Wacker'schen System huldigen. Zugleich deutet man an, daß man von dem seitens einiger Offiziöser empfohlenen »System Zehnter" einstweilen noch nichts wissen will. Diese letzte Seite der Sache ist uns durchaus nicht zuwider; sie bedeutet klägliches Fiasko jenes „geschätzten" Mitarbeiters, aus dessen Feder der „Schwäbische Merkur" zu Ostern einen Artikel brachte, der auf nationalliberaler Seite für die Zulassung von Orden Stimmung machen sollte. Das Centrum und seine Gefinnungsgenofsen verstehen sich auch im Reiche ganz vortrefflich darauf, von ihren Personen und ihren besonderen Angelegenheiten immer wieder reden zu machen. Welch eine Wichtigthuerei zum Beispiel mit den Bulletins über das Befinden Dr. Liebers. Je weiter aber die Ereignisse vorrücken, desto deutlicher merkt man, daß es auch ohne ihn geht. Er ist eben keine Persönlichkeit, »höchstes Glück der Erdenkinder", sondern nur eine Person, die sehr wohl entbehrt werden kann. So ist, trotzdem er noch in Tamberg zur Wiederherstellung seiner Gesundheit weilt, die Budgetkommissio» des Reichstags mit der Flottenvorlage nun endlich um ein gutes, entscheidendes Stück vorwärts gelangt. Das auch ohne Herrn Lieber Ausschlag gebende Eentrum hat, nachdem man Schande halber einige Tage nochmals hin- und hergeredet, alle möglichen Fragen ausgestellt hatte, schließlich kurzen Prozeß gemacht und einen Antrag eingebracht, der den Staatssekretär durchaus nicht in Verzweiflung versetzt hat. Dieser Antrag, der die vorgeschlagene Novelle mit dem bestehenden Flottengesetz zusammenarbeitet und auch die Frage der Deckung in den Rahmen des zukünftigen Gesetzes hineinzieht, streicht die 1907 in Angriff zu nehmenden Auslandskreuzer und läßt die kleinen Kreuzer statt 1b noch 20 Jahre im Dienst. Dem Beschlüsse der Kommission wird — das ist auch in der Berliner Presse der vorherrschende Eindruck — vermutlich das schließliche Ergebnis der Plenarberatungen entsprechen, die deutsche Flotte wird also zwar nicht in dem Maße, welches die Verbündeten Regierungen als erforderlich bezeichneten, dennoch aber erheblich verstärkt werden. Dieser AuSgang der gesamten Angelegenheit ist nicht gerade erfreulich, aber auch nicht betrübend zu nennen, vor allen Dingen aber ist er nicht überraschend. Den» daS Feilschen und Kompromittieren ist nun einmal die Signatur unserer Zeit. Kaiser Wilhelm leistet zwar den vaterländischen Angelegenheiten, wenn es gilt, sie zu inscenieren und den Enthusiasmus für sie zu improvisieren durch seine Tischreden sehr wesentliche Dienste. Aber es fehlt in den wetteren Stadien nur zu oft an der stetigen Kraft, an einer wahrhaft staatsmännischen Berechnung aller in Betracht kommenden Faktoren. Auch war man in diesem Falle insofern nicht ganz geschickt, indem die große Flottenpropaganda zu früh begonnen, die im Herbst hervorgebrachte Stimmung durch verstimniende Haltung der Regierung, zumal in Sachen der lex Heinze, verdorben wurde. Die Münchener »Allgemeine Zeitung", die sich sonst so gern in den Dienst der offiziösen Beschwichtiger stellt, kommt zu spät, wenn sie jetzt die Regierungen vor Konzessionen warnt. Mit bewundernswerter Energie meint dieses Blatt: „Unsres Erachtens können und dürfen die verbündeten Regierungen auf keinerlei Kompromiß ein- gehen, durch das die geplante Verstärkung unsrer maritimen Rüstung eine Verminderung erfahren würde. Die Erledigung der über Gebühr aufgebauschten Deckungsfrage mag das Terrain bilden, auf dem die Parteien ihre Volkssreundlichkeit und die Regierungen ihre Geneigtheit zur Rücksichtnahme auf die Parteibedenken zur Geltung bringe»; hier sind Konzessionensehr wohlmöglich. Nachdemaber von oben her, von hohen und höchsten Stellen, vom Bundesratstische aus im Reichstag, sowie in zahlreichen offiziellen und osfiziösen Kundgebungen anderer Art auf das nachdrücklichste betont worden ist, daß die Novell? das Mindestmaß dessen enthalte, was in Anbetracht der seit 1898 wesentlich veränderten Verhältnisse im Interesse der Nation an Aufwendungen für die Flotte gefordert werden müffe, dürfen diese Forderungen selbst einen Gegenstand des parlamentarischen Marktens und Feilschens nicht mehr bilden. Dies klar und deutlich zu betonen, sind die Regierungen der Nation, für deren Ehre, Sicherheit und Gedeihen sie in erster Linie verantwortlich einzustehen haben, zugleich aber auch sich selbst schuldig. ES darf die Annahme nicht platzgreifen, daß man au den amtlichen Stellen mit dem Hinweis ans die Notwendigkeit der Befriedigung Vitaler Jntereffen des Volkes allzu leicht bei der Hand sei, daß man, ohne eine Schädigung dieser Interessen ernstlich zu besorgen oder gar herbeizuführen, auch mit der Hälfte oder einen: Drittel der Forderung vorliebnehme, wenn der Reichstag nur ruhiges Blut bewahre und die Hand fest auf den Säckel lege. Das Vertrauen zum Zielbewußtsein und zur Konsequenz unserer leitenden Kreise ist im Laufe der letzten Jahre allzu oft erschüttert worden, das haben die weitverbreiteten Klagen über allzu rasche Impulse, den angeblichen Zickzackkurs, in dem das Reichsschisi sich bewege, über die vielen Anläufe, denen der kühne Sprung nicht gefolgt sei, leider außer Zweifel gestellt. Umso mehr sollten diejenigen, bei denen die Entscheidung ruht, sich verpflichtet fühlen, in dieser eminent wichtigen Frage, für deren sachgemäße Lösung man in den weitesten Kreisen — und zwar keineswegs erfolglos — Verständnis und Interesse zu wecken suchte, an den als unbedingt notwendig erkannten Forderungen auch festhalten. Nicht nur die größere Schlachtflotte, sondern auch die stärkere Kreuzerflotte ist, mit Recht, als „uns bitter not" bezeichnet worden; es sind ungezählte Reden gehalten und Ströme von Tinte vergossen worden, um die Unerläßlichkeit eines ausgiebigeren Schutzes unserer Ueber- see-Jnteressen nachzuweisen — welchen Eindruck müßte es also beim Volk machen, wenn die Regierungen aus dem Plan, der die Existenzbedingungen unserer Kriegsflotte für absehbare Zeit sest- legen soll, die Forderungen für die Auslandsschiffe jetzt einfach ausscheiden ließe und — höchstens mit einer lauen Verwahrung sich begnügend — von dem angeblich Unerläßlichen um des lieben Friedens willen einen nicht unwesentlichen Teil den Centrumsleuten opferte. Ueber kurz oder lang würde es den Leitern der Reichspolitik dann ergehen, wie jenem Hirtenknaben, der mit dem Ruf: „Der Wolf! Der Wolf!" die Genossen so oft geneckt und genarrt hatte, daß, als der Wolf dann wirklich einmal in die Herde einbrach, der Hilferuf des Hirten wirkungslos verhallte, weil niemand ihn ernst nahm und ernst nehmen konnte." Diesen Ausführungen könnten wir m extenso zuftimmen, präsentierten sie sich nicht in bedingter Form. Der Eindruck, den die „Allgemeine Zeitung" von einer etwaigen Nachgiebigkeit der Verbündeten Regierungen befürchtet, ist auch ohne ein solches neues Faktum längst vorhanden. Gerade weil er vorhanden ist, entwickeln sich die Dinge in dieser lahmen Art und Weise; nur so versteht man, wie das Centrum die Versöhnung deutschen Empfindens mit seinen lex Heiuze-Verbesserungen wagen durfte, wie die ostelbischeu Agrarier das Fleischbeschau-Gesetz benutzen konnten, um ihren extremen Schutzzoll-Bedürfnissen Vorschub zu leisten. Darum müssen wir aber auch vor der von dem genannten Münchener Blatt: geforderten Reichstags-Auflösung dringend warnen. Die Stimmungen sind eben längst verflogen, aus denen heraus eine den Wünschen der Regierungen entsprechende Volksvertretung sich schaffen ließe. Nicht als Vorwurf sei es gesagt, daß auch die Haltung des Auswärtigen Amtes zum südafrikanischen Kriege in dieser Richtung sehr ungünstig gewirkt hat. Gegen die Neutralität des Deutschen Reiches können nur kritiklose Biertisch- und Volksversammlungs-Politiker Einwendungen Vorbringen. Die Volkspolitik kann den Anspruch nicht erheben, als Richtschnur für die Diplomatie zu dienen. Denn das ist — so legt in einem vortrefflichen Aufsatz seiner „Kolonialen Zeitschrift" Hans Wagner dar, — der Unterschied zwischen Volkspolitik und staatsmünnischer Politik: die elftere sieht nur immer einen Punkt der Weltlage und beschäftigt sich immer nur mit ihm, alles andere verschwindet vor ihm; sie wird daher wechseln, wie die Mode wechselt. Der staatsmännischen Einsicht aber erscheint dieser Punkt eben nur als Punkt in einer langen Flucht internationaler Erscheinungen; aufgrund ihrer genauen allgemeinen Kenntnis trägt sie ein Gesamtbild der Politik in sich und vermag in ihm das, was gerade im Vordergrund steht, nach seine»! wahren Werte gegenüber dem Gesamtbilde abzuschätzen. Niemand hat ein Recht, zu bezweifeln, daß unseren gegenwärtigen Staatsmännern auch das Herz warm für die große deutsche Sache schlägt, aber während dem Privatpolitiker verstattet ist, daß ihm das lebensheiße Blut in die Stirnadern steigt, zwingen den leitenden Staatsmann Pflicht und Eid, sein warmes Herz einem kühlen Verstände unterzuordnen, und seine Volksgenossen schaden sich selbst, wenn sie die Wächter ihrer Wohlfahrt berauscht machen wollen. UebrigenS hat die nun schon Wochen lang an» haltende Periode der kleinen Ereignisse die " erregte An» teilnahme des deutschen Publikums an den südasrikani» schen Vorgängen erheblich abgeschwächt. Trotzdem aber berühren die kleinen Aufmerksamkeiten, wie die vetterliche Umarmung von Altona und jetzt wieder die ungewöhnlich hohen Spenden B e r» liner Groß sin anzleute für die hungrigen Inder — an und für sich eine humane Thal, aber, wie es scheint, nicht ohne Spekulation aus Besserung der englischen Stimmung geleistet, —. berühren weitere Kreise immer wieder unsympathisch. Zumal bei dem engen Zusammenhang zwischen Flotte und auswärtiger Politik würden für eine im Zeichen der Flottenvorlage unternommene Reichstags-Neuwahl diese weniger erfreulichen Episoden sehr ungünstig wirken. Auch glanzvolle Feste, wie sie bei der be - vor st eh enden Volljährig-Erklärung des deutschen Kronprinzen im Hinblick auf die Anwefenheit des Kaisers von Oesterreich und zahlreicher von ihren Souveränen ents.nveter Prinzen sicher zu erwarten sind, werden zwar für den Augenblick die vaterländische Stimmung beleben. Das reicht aber nicht auS, das seit einem Jahrzehnt nicht mehr ganz unbestritten vorhandene Vertrauen auf die Führung der Reichsgeschäfte wiederherzustellen. Sturmseenen im Böhmischen Landtag. Nach einer Hetzrede des tschechischen Abgeordneten Herold gab es Ende voriger Woche in der Prager Landstube wüste Lärrn- scenen, in denen aus deutscher Seite Abg. Wolf infolge seiner Maßlosigkeit wieder einmal die deutsche Sache in bedauerlicher Weise kompromittierte. In d?r „Neuen Freien Presse" wird über den Vorfall berichtet: Nach Schluß der Rede des Abg. vr. Herold applaudiere» die Tschechen in demonstrativer Weise durch meutere Minuten. Zugleich applaudiert auch die dicht besetzte Galerie. Die deutschen Abgeordneten protestieren lebhaft gegen das Benehmen der Galeriebesucher und rufen. Die Galerie räumen! Zahkr.iche Abgeordnete stehen auf und deuten unter Entrüstungsrufen auf die Galerie. Der Oberst-Landmars ch a ll gibt das Glockenzeichen. Der Lärm wird immer größer. Endlich tritt für wenige Minuten Ruhe eui, und der Oberst-Land- marschall ruft mit größter KraNaustrengung in tschechischer Sprache: „Ich ersuche die Galerie, sich ;eoer üuudgeoung zu enthalten, weil ich sonst gezwungen wäre, d-eielbe räumen zu laste»." (Erneuerter großer Lärm aus den Bänken der Deutschen.) Abg. Glöckner ruft: So, erst dann wird die Galerie geräumt, wenn sich das wiederholen sollte! Abg. Stein: Die Galerie muß unbedingt geräunrt werden! Die Leute haben minutenlang applaudiert, ohne daß der Oberst-Landwarschall davon Notiz genommen Hütte. Abg. P r a d e: Sperren Sie Oie Bude zu ! Abg. Glöckner: Das ist eine Provokation, die wir uns nicht gefallen lassen können! Abg. Stein (in größter Erregung) - Hinaus mit den Leuten dort, den frechen! Zahlreiche andere Zwischenruje bleiben in dem großen Lärm unverständlich. Die tschechischen Abgeordneten gruppieren sich um die Bänke der Deutschen und protestiere» gegen aas Berlangen, die Galerie zu räumen. Oberst-Land m arschall (wiederholt das ' Glockeuzerche» gebend): Ich ersuche die Herren, ihre Plätze emzimehmeu. (Andauernder Lärm) Abg. W o l f: Ich bitte, Herr Oberst-Landmarschali,, wir möchten das auch deutsch hören, was Sie vorhin zue Galerie gesagt haben. O b er st-L an d m ar s ch a l l (mit lauter Stimme/ die aber in dem großen Tumult kaum verständlich ist.»: Ich habe die Aufforderung in jener Sprache an die Galerie gerichtet, >-vn der ich glaubte, daß sie bei diesein Anlass: zweckdienlich war. Abg. Wolf: So, jetzt sagt er es wieder deutsch! (Heiterkeit!) Man sieht ja auf der Galerie die tschechischen Ruhestörer! E.nzelne deutsche Abgeordnete verlange» unterdeffe-r fortgesetzt die Räumung der Galerie. Abg. Wolf: Der ganze Antrag Paeak ist eine Komödiel (Stürmischer Widerspruch bei den Tschechen.) Sie inscenieren hier solche Dinge, und dann jammern und klage» sie, daß das Budget nicht zustande kommt! Komödianten sind Sie' Erneuter großer Widerspruch bei den Tschechen, die sich um den Abg. Wolf dränge». Abg. Dr Enge: eilt hinzu und sucht seine Parteigenossen zu beschwichtigen. Rufe bei der Tschechen: „Scham euch die deutsche Kultur an! Laßt den Wolf gehenEr hat sich zu lange in der Restauration aufgehalten, er ist ja besoffen O b e r st - L a n d m a r s ch a l l giebc wiederholt das Glockenzeichen und erklärt, daß er wegen der vorgeschrittenen Zeit zum Schluffe der Sitzung schreiten wolle. —... ——— ———--— Verschlossene Pforten. Roman von B. Riedet-Ahrens. 26 (Nachdruck verboten.) Auch der Gutshof unten ruhte; der den Tag über angekettete Nero lag ausgestreckt im Schatten der Gebäude; nichts regte sich. Vom Turm der Johanneskirche in Wittmund schlug es elf, der Mond war höher gestiegen, und Elisabeth vermochte von ihrem Standpunkt aus die kleine Stadt zu überblicken, deren enge grade Gassen fast alle auf das Meer gingen; hell und deutlich hallten die vollen Klänge durch die stille Luft. In dem Häuschen des Inspektors brannte hinter den Gardinen noch bte Lampe. Plötzlich wurde sie ausgelöscht, eine Minute später erschien in der Hausthür Kurt v. Schlehbusch, um sich dem Hinteren Park zuzuwenden. Ob er Dieben oder einem nächtlichen Raubtier auf die Spur wollte? Unter oieien Vermutungen sah Elisabeth ihn verschwinden. Da wurde ih^e Aufmerksamkeit auf eme weibliche Gestalt gelenkt, die von der Seite der Veranda her, einen Winkel des dort endenden Hofes durchquerend, ebenfalls die Richtung nach dem Teil des Parkes einschlug, wo eine niedrige Mauer ihn vom Ufer trennte; jetzt trat die flüchtig Ausschreitende in den Kreis des hellen Mondlichts — sie war in einen schottischen Shawl gehüllt — Ilona. Elisabeth erschrak; der jäh aufsteigende Verdacht gab ihr einen Stich ins Herz. Freilich hegte sie bereits die Vermutung, daß ein Bündnis Ilona mit dem schönen Verwalter verknüpfte; aber sollte das stolze Mädchen, das so wegwerfend von der Liebe 'piach sich zu dem fragwürdigen Schritt verleiten lassen? So ./ichrit.ttüg konnte sie doch nicht handeln, da ihre Verbindung ;;;.t Har» v.Korsör eine beschlosseue Sache war. üuß doch unterlag es kaum e»nem Zweifel, daß sie ein Ste ..0 chein verabredet hatten! Wie bodenlos unvorsichtig von Ilona, da eine Entdeckung vonseiten der Leute sie unrettbar um ihren Ruf bringen würde. Und der dringende Wunsch, dies zu verhindern, ließ sie den Entschluß fassen, Ilona, die sich freundschaftlich ihrer angenommen, zu warnen; unter dem Vorwand, eine Arbeit im Pavillon vergessen zu haben, konnte sie sich ihr nähern Vielleicht beruhte das scheinbare Manöver auch nur auf einem zufälligen Begegnen, das sich alsbald ausklären würde. Elisabeth überzeugte sich noch einmal, daß Pia in ihrem bis zum Morgen dauernden Schlummer lag; so konnte sie es denn wagen, auf zehn Minuten zu gehen. Geräuschlos stieg sie die Treppen hinab und ging durch die Hinterthür, in deren Schloß der Schlüssel steckte, hinaus. Als sie den Park, der dunkel und verschwiegen dalag, erreicht hatte und vergebens nach dem Gesuchten ausspähte, überkam sie jäh die Furcht vor Kurt v. Schlehbusch. — Forderte sie nicht durch das Einmischen in die Angelegenheit sein Rachegelüst geradezu heraus? Zugleich jedoch lehnte sich ein Rest ihres vertretenen Stolzes gegen das fortgesetzte Ducken vor ihm auf — war doch immerhin die Möglichkeit vorhanden, daß ein Zufall sie hierher führt. Lautlos schritt sie weiter, nichts regte sich; durch das im Nachtwind flüsternde Blätterwerk zitterten verstohlen seine Mondstrahlen, es blieb dunkel um sie. Aber dort — dort, wo die Bäume schwanden — bewegte sich da nicht im hellen Licht ein Schatten? Und langsam näherte Elisabeth sich einer entfernt liegenden Grotte, deren halbkreisförmige Felssteinmauer eine Marmorstatue umschloß, die hell im weißen Mondlicht aus dem Schatten tauchte, und vor ihr — jetzt konnte sie es deutlich erkennen — gmgen Arm in Arm Ilona und der Verwalter aus und ab. Entschlossen trat sie auS dem schützenden Dunkel hervor, auf die Grotte zu, und die leise auf dem Sande knirschenden Schritte ließ das Paar sich nach ihr umwendeu. „Sie, Elisabeth?" fragte Ilona, die unter dem schottischen Shawl noch ihr grünlich schillerndes Kleid trug, befremdet zwar, doch ohne Vorwurf, „was führt S>e her?" „Ich hatte einen Gegenstand im Pavillon vergessen; Verzeihung, wenn tch störe . . . „Eine recht sonderbar gewähcke Zeit, Fränlein Wieck," nahm Kurt v. Schlehbusch mit unverhohlenem Spott das Wort, „die vergeffene Kleinigkeit zu holen, und auch recht unvorsichtig, sich um diese Stunde hierher zu begeben, wo Ihre Anwesenheit doch zu eiuer anderen Deutung Raum geben möchte!" »Ich wüßte nicht, welche andere Deutung Sie meinen," stotterte Elisabeth beschwichtigend, während Ilona verwundert ob dieses Wortwechsels von Emem zum Anderen sah. „Ich meine," erwiderte der Verwalter scharf, „daß unter diesen Umständen wohl die Vermutung gerechtfertigt ist. Sie befänden sich absichtlich hier; und daß diese Handlungsweise mir gegenüber eine nicht sehr kluge ist, müssen Sie selbst zugeben, Fräulein Wieck!" Ilona hatte sich ihr genähert. „Wozu diese Auseinandersetzungen, Herr v. Schlehbusch? Sie ändern nichts an der Thatsache. daß Fräulein Wieck uns gesehen hat; und was bedeutet schließlich ein harmloser Spaziergang im Mondschein zwischen zwei Leuten, die sozusagen unt« einem Dache wohnen und alte Bekannte sind?" (Forts, s.) Theater und Musik. * Grotzh» Hoftheater. Am Freitag den 4. Mai wird ein Ge- f amtgastspiel des Mannheimer Hofthealers an der hiesigen Bühne statt- lnden, wobei Henrik Ibsens dramatischer Epilog „W enn wir Token erwachen" erstmals hier zur Aufführung gelangen wird. Am Donnerstag den 3. und Samstag den S. Mar werden Wiederholungen von „Eyprienne" und „Jugend von heute" in Scene gehen. In der Oper gelangt am Dienstag den 1. „Der Freisch.1 0", am Sonntag den 6. »Die Walküre" zur Aufführung. Die Partie de> Wotan m letzterem Werke wird zum erstenmal« HanS Keller singe» Abg. Wolf (unter andauerndem Lärm): Herr Präsident, wir verlangen, daß die Galerie geräumt werde! Abg. Stein (mit der Faust gegen die Galerie deutend): Entweder wird die Galerie sofort geräumt oder es giebt hier keine Ruhe. Rufe: «eg mit dem tschechischen Pöbel von der Galerie! (Riesige Entrüstung bei den Tschechen) Abg. Wolf: Ohne Räumung der Galerie giebt es hier kem verhandeln mehr! Wir lasten uns diese Frechheit nicht gefallen! DaS find bezahlte Claqueure! Abg. Glöckner: Das können wir nicht dulden, die Galerie muß geräumt werden! Abg. Anyz: Warum denn, Herr Glöckner? Die Galerie ist ja bg. Brzeznovski ave (zum Abg. Glöckner): Die ganze Zeit war er nicht'da, aber wie ein Krawall ist, ist er sofort anwesend! ... — Das find die Leute dg. Kutscher (auf die Galerie weisend von den Novembertagen! Abg. Wolf: Die Galerie räumen, sonst wird keine Ruhe sein! Abg. Anyz: Polizei. Herr Wolf! Die Polizei wollen Sie! Abg. Stein (zum Abg. Anyz): Herr Anyz. haben Sie vielleicht die Leute bestellt? Abg. Wolf: Wir verlangen Genugthuung für die ungeheure Frechheit ! (Andauernder großer Lärm im ganzen Hause.) Abg. Stein: Die Galerie hat sich emgemengt, sie muß geräumt werden! Abg. Wolf: Wir verlangen die Räumung der Galerie, weil wrr nicht unter dem Drucke dieses tschechischen Pöbels tagen wollen! O berst-Landmarsch all erhebt sich von seinem Sitze und sagt mit scharfer Betonung: Die Galerie räumen zu lasten, ist mein Recht und meine Pflicht, und ich möchte wünschen, daß jeder Präsident so sein Recht und seine Pflicht erfüllt. (Beifall bei den Tschechen und den Feudalen.) Abg. Wolf: Wir verlangen, daß die Galerie geräumt werde! Andauernder Lärm.) Ober st-Land marschall: Ich werde die Galerie räumen lasten, sobald ich es für notwendig halte. Ich habe die Galerie vorhin zur Ruhe ermahnt, und zwar in jener Sprache, die ich für zweckmäßig hielt: seitdem hat sie sich ruhig verhallen. Abg. Wolf: Euer Durchlaucht, es thut mir leid, daß ich Sie ausregen und ärgern muß, aber Sie müssen die Galerie räumen lasten! Großer Lärm bei den Tschechen. Rufe: Wird er denn keine J geben! Werfen wir ihn hinaus! So geht es nicht weiter! Oberst- Landmarschall giebt wiederholt das Glockenzei Abg. Wolf: Die Galerie wird geräumt ^oder es giebt keine Handlung! Rufe bei den Tschechen: Vielleicht wäre es gut, den Geisteszustand des Herrn Wolf zu prüfen! Gebt ihm die Zwangsjacke! Er ist wütend geworden! Ober st- Land marschall erteilt dem Abg. Wolf den Ordnungsruf. Abg. Stein (auf die Galerie weisend): Das ist ja eine bestellte Elaque! Sie brauchen halt bei der Komödie eine Claque! Abg. Wolf: Durchlaucht, ich muß bitten, die Galerie räumen zu lasten. Abg. Stein: Sie haben alle Ursache, sich zu schämen! Abg. Wolf (zum Oberst-Landmarschall): Euer Durchlaucht, ich bitte, die Galerie räumen zu lassen! (Ein Ruf bei den Tschechen: Was hat er gesagt, dieser Hanswurst?) Aba. Stein: Die Sache war ja abgekartet. Wir haben ja für unsere Leute keine Billete aus die Galerie erhalten. (Zn den Tschechen gewendet:) Sie haben sich Ihre Leute herbestellt! O b erst-Land marsch all: Der Abg. Stein hat nicht das Wort. Abg. Wolf (eine Einladungskarte zu der heute abends stattfindenden Soiröe beim Oberst-Landniarschall schwenkend): Ist die Galerie auch geladen, Herr Oberst-Landmarschall? (Rufe bei den Tschechen: Das wären doch noch viel anständigere Leute, als Sie sind!) . . . Ich bitte, die Galerie räumen zu lasten, damit wir in der Verhandlung fortsahren können. uhe en. er- Die Abgg. Wolf und Stein wiederholen einigemale ihre Forderung, daß die Galerie geräumt werden möge, wobei sie auf die Pult- deckel sc tagen. Es herrscht ungeheurer Lärm. Zahlreiche Zwischenrufe, weiche in dem Stimmengewirre nicht mehr verständlich sind, werden gewechselt. Abg. Wolf ergreift nochmals eine Einladungskarte zur Soiröe beim Oberst-Landmarschall und zerreißt sie in Stücke. (Pfui-Rufe bei den Tschechen und Ausrufe der Entrüstung bei den deutsch-fortschrittlichen und den deutsch-volklichen Abgeordneten.) Der Oberst-Landmarschall bringt die Präsidial-Mitteilungen zur Verlesung. Der Lärm dauert während derselben fort. Abg. Wolf (zu den Tschechen gewendet): Wir könnten dafür sorgen, daß man Ihnen in Wien mit gleicher Münze zahlt. Da würden Sie schauen und sehr entrüstet thun. Wir könnten das sehr leicht machen. Es würde uns nur ein paar Zeilen kosten. Nach einem derartigen Benehmen können wir einer Einladung des Oberst-Land- marschalls keine Folge leisten. (Zu den deutschen Abgeordneten:) Wir werden sehen, ob Sie heute zu der Soiröe gehen werden. (Rufe bei den Deutschen: Wir lassen uns nicht terrorisieren!) Abg. Kutscher: Wir werden noch von der Galerie hinausgeworfen werden! Abg. Wolf: Ich bin neugierig, wer von den Deutschen sich so weit erniedrigen wird, zu der Soiröe zu gehen. Wir werden sehen, ob es solche Lakaien unter den Deutschen giebt. Abg. Stein (zu den Tschechen): Regen Sie sich nicht über uns aus, sondern über die Frechheit der Galerie! Abg. Brzeznovsky: So kann sich nur ein Deutscher benehmen. Ein Slave wird das niemals thun! Abg. R a 1 a j: Ein Ungebildeter! Abg. Wolf: Nach so einem Benehmen gebührt dem Oberst-Land- marschall keine andere Behandlung, als daß man die Karte zur Soiröe zerreißt. Wir werden dafür Sorge tragen, daß jene deutschen Abgeordneten, welche der Einladung Folge leisten, in Böhmen unmöglich gemacht werden. Abg. Stein: Der Oberst-Landmarschall hat uns heute beleidigt. (Auf die Deutsch-Fortschrittlichen weisend): Trotzdem werden Sie zu der Soiröe gehen. Abg. Opitz: Aber Herr Wolf, das ist doch schon gegen den Anstand! Abg. Wolf: Mit solchen deutschen Marandeuren soll man hier arbeiten! Abg. Stein: Was Anstand? Wir sind in unseren nationalen Rechten gekränkt worden. Anstand ist da Nebensache! Abg. Glöckner: Wer nicht den Mut hat. gegen eine solche Unanständigkeit aufzutreten, der ist nicht würdig, Abgeordneter zu sein. (Zum Aba. Wolf gewendet): Eie benehmen sich unanständig! Abg. Wolf (zum Abg. Glöckner): Mit solchm alten Weibern soll man Krieg führen! Abg. Glöckner (zum Abg. Wolf): Das trifft jeder Schuljunge. Merken Sie sich das! Abg. Opitz: Aber, Herr Wolf, mäßigen Sie sich doch! Aba. Wolf (zum Abg. Opitz): Geyen Sie hinauf zur Soiröe und kästen Eie dem Oberst-Lanvmarschall die Hand! Abg. Dvorzak: Das ist die deutsche Mehrwertigkeit! Der Wortwechsel der Abgeordneten Wolf und Stein mit ver- schiedenen deutsch-fortschrittlichen Abgeordneten währt noch einige Zeit. Inzwischen wird die Verlesung des Einlaufes beendigt und der Oberst- Landmarschall schließt hierauf die Sitzung. Mit Recht wird in österreichischen Blättern die Ansicht ausgesprochen, daß mit dem Auftreten Wolfs den tschechischen Feinden weit eher gedient worden ist, al« den Vertretern der deutschen Sache. Deutsches Reich« * Professor Lipps. Die bayrische Regierung beschloß, von eglichem gerichtlichen oder Disziplinarverfahren gegen Professor Zipp» abzusehen. * Königsberger Gedenkfest. Eine Hamburger Korrespondenz verbreitet die Nachricht, eS solle am 18. Oktober d. I. in Königsberg eine KrönungSfeier abgehalten werden und es giebt Zeitungen, die das Nachdrucken, ohne zu bedenken, daß eine Krönung?- feier nach zwölfjähriger Regierung so unwahrscheinlich wie möglich ist. Anscheinend liegt eine Verwechslung mir einer Gedenkfeier am 18. Januar 1901 an die dann zweihundertjährige Erhebung Preußens zum Königreich, zugrunde. („B. N. 5W.*) * Kompromiß über das Fleischbeschau-Gcsetz. Wie Berliner Blätter zuverlässig erfahren haben wolle», ist über eine andere Fassung des Fletschbeschau-GesetzeS nach längeren Verhandlungen eine Verständigung zwischen Graf P o - sadowsky und den Vertretern der Mehrheitsparteien deS Reichstags erzielt worden. In der letzten Sitzung deS Staatsministeriums sollte die Kompromißfaffung durch die Minister Graf PosadowSky und Frhr v. Hammerstein befürwortet werden und voraussichtlich die Zustimmung des Staats- ministeriums finden. Diese Formulierung — in erster Reihe die Aufhebung des unbedingten Verbots von Pöckelfleisch — wird sodann durch die Mehrheitsparteien als Antrag zur dritten Lesung im Reichstage eingebracht werden. Die dritte Lesung des Fletfch- beschaugesetzes soll noch in nächster Woche auf die Tagesordnung gesetzt werden. * Die Wahl des nationalliberale« Abg. •>*■. Seniler in Emden, di« mit einer Mehrheit von 1000 Stimmen im ersten Wahlgange erfolgte, ist insofern interessant, als die Nationalliberalen hier ganz auf eigenen Füßen gestanden haben und mit der besonderen Befehdung deS Bundes der Landwirte zu rechnen hatten, der, weil Semler nicht durch das caudinische Joch seiner Forderungen gehen wollte, den antisemitischen Kandidaten unterstützte. Es zeigte sich also hier, daß eS mit dem Einfluß des Bundes nicht so schlimm ist, namentlich, wenn man nur de» Mut hat, ihm offen entgegenzutreten. Es ist auch bezeichneud, daß sich die Stimmen des Bundeskandidaten feit der Wahl von 1898 nicht vermehrt, sondern sogar vermindert haben, während der national- liberale, der 1898 erst in engerer Wahl gewählt wurde, jetzt gleich im ersten Wahlgange durchkam. (^Köln. Ztg*) * 60jährige Militärjubiläen. Außer dem Generalobersten Graf v. Waldersee begingen, wie der »Voss. Z." zu entnehmen ist, am 27. d. M. noch 10 andere Generale den Tag, an dem sie vor SO Jahren aus dem Kadettenkorps in die Armee eingetreten sind. Der dieustälteste und hervorragendste ist der General der Infanterie v. Verdy du Vernois, Chef des 14. Jich-Regts., der sich nicht nur als ausgezeichneter GeneralstabSoffizier, sondern auch als Kriegsminister und bis in die neueste Zeit hinein als ausgezeichneter Militärschriftsteller, besonders auf dem Gebiete der Strategie und Taktil hervorgethan hat. Er war während des polnischen Ausstandes zum russischen Hauptquartier kommandiert, machte den Krieg von 1866 im Generalstab des Oberkommandos der ll. Armee mit und war während des Krieges gegen Frankreich Abteilungschef im großen Hauptquartier. Von 1887/89 war General v. Verdy Gouverneur von Straßburg und als Nachfolger des älteren General v. Bronsart Vfr Jahre Kriegsminister. Am 4. Oktober 1890 schied er aus dieser Stellung und wurde zur Disposition gestellt. Im August 1891 wurde er für den verstorbenen Graf v. Moltkc znm Ritter des Ordens xonr 1s mörlts für Wissenschaften und Künste gewählt und im Juli 1894 ernannte ihn die Universität Königsberg zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultät. Er ist m den letzten Jahren auch als dramatischer Schriftsteller hervorgetreten. Außer General v. Verdy feierten am 27. April folgend Generale ihr SOjähriges Dienstjubiläum: Generalleutnant Kuhlwein v. Rathenow, Generalmajor v. Kettel er, General der Infanterie z. D. v. M a s s o w, General der Infanterie z. D. v. Lettow-Vorbeck, Generalleutnant z. D. v. d. Loch au, Generalniajor a. D. am Ende, Generalmajor z. D. Trapp v. Ehrenschild und Generalmajor a. D. Albrecht v. Schröder. * Zu den Klage» über Generalkonsul Focke schreibt die „Nordd. Allg. Ztg." offiziös: Gegen den kaiserlichen Generalkonsul in Kapstadt, vr. Focke, waren vor einiger Zeit in der Presse Vorwürfe laut geworden, deren Unbegründetheit an dieser Stelle an der Hand seines amtlichen Berichts dar- gethan werden konnte. Neuerdings werden in einer Reihe von Blättern abermals angebliche Aeußerungen und Handlungen berichtet, durch die der Generalkonsul Focke sich eines pflichtwidrigen Mangels an nationaler Gesinnung schuldig gemacht haben soll. Es entspricht nicht den Gepflogenheiten des auswärtigen Dienstes, einen Beamten preiszugeben, bevor er Gelegenheit erhalten hat, sich auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu rechtfertigen. Zu solcher Rechtfertigung ist der Generalkonsul Focke sogleich nach dem Bekanntwerden der neuen Anschuldigungen aufgefordert worden. Es wird von den Aufschlüssen des Generalkonsuls abhängen, ob sich die Vorgesetzte Behörde zu Maßregeln wegen seines Verhaltens veranlaßt sehen wird oder nicht. Baden und Nachbarländer. du. Karlsruhe, 29. April. An den beiden letzten Tagen fand hier die Kreisversammlung für den Kreis Karlsruhe statt. Nach den Rechnungsausweisen hat das reine Vermögen des Kreises einen Zuwachs von 36 966 M. erfahren und beziffert sich nach Ab zug aller Schulden aus 276 096 M° Die umlagepflichtigen Steuerkapitalien betragen 961924992 M. Der diesjährige Voranschlag schließt mit S83558 M. Ausgaben und 266123 M. Einnahmen ab, sodaß ein ungedeckter Aufwand von 317 435 M verbleibt. Die Kreisumlage bleibt auf 33 Pfg. pro 1000 M. Steuerkapital. Unter den Ausgaben erfordern den größten Aufwand das ErziehungS- wesen der Armenkinder 41000 M. die Landarmenpflege 72 000 M., die Herstellung und Unterhaltung von Kreisstraßen und Kreiswege 322 736 M. ' Heidelberg, 29. April. Bei der heute nachmittag vorgenommenen ersten Immatrikulation wurden eingeschrieben: in der theologischen Fakultät 6, in der juristischen Fakultät 114, in der medizinischen Fakultät 42, in der philosophischen Fakultät 39, m der naturwissenschaftlich-mathematischen Fakultät 49, zusammen 2S0 Studierende. Vorgemerkt find 110. Die Gesamtzahl der Anmeldungen in der ersten Immatrikulation beträgt sonach 360. Die zweite Immatrikulation ist auf den 9. kommenden Monats anberaumt. a Rußloch. 26. April. Ein schweres Unglück ereignete sich gestern Abend auf dem Lindenplatz. Ein lljähriges Mädchen, dessen Ball beim Spielen innerhalb in die eiserne Umzäumung des Kriegerdenkniais fiel, ivollte über die Umzäumung steigen, uw den Ball zu holen, es glitt aus und eine eiserne Stackrte ging ihm in den Leib; das Kind mußte auf Anordnung des Arztes nach Heidelberg verbracht werden. ' Weinheim, 29. April. Bahnmeister Klimm er, ein pflichttreuer Beamter, wurde auf der Strecke zwischen Ladenburg und Großsachsen vom Zuge ersaßt und aus der Stelle ge- tötet. Er nahm daselbst BermeffungSarbeiten vor und hatte, sobald der Zug in Sicht kam das Gleise schon verlassen; er wollte nur noch rasch ein Vermeffungsinstrument holen, das auf den Schienen lag und kam nicht schnell genug zur Sette, sodaß er vom Zug ersaßt wurde. da. Pforzheim, 29° April. Das Oktroi für Steinkohlen, Coaks und Holzkohlen soll vom I.Juli ao wieder eingeführt werden Die Maßregel wird damit begründet, daß die Aufhebung des Oktrois di« Kohle für den sog. kleiner» Mann* nicht verbilligt hat, sondern daß der Ausfall d »r Sradtkafse hauptsächlich den Großbetrieben zu Nutzen am. * Freiburg, 23. April. DaS seitherig« Po, direktious- grbände neben dem Hauptpostamt an irr Ersenbahnstraße. das letzte» Mittwoch auf Abbruch versteigert ,o oh r,t. tj'U an jetzig, Geheimerat Pros. vx. Kußmaul in Heidelberg in oen Jahren 1867/68 bau.n lassen. Ei bewohnt« ms Häuschen bis zum Herbst 1876, wo er nach Strapbu^g über siedelt. DaS Anwesen ging dann im Frühjahr 1877 in de» Besitz oer Reichspost über lttber dem Haupteingaag det Hause« sieht tr tn.i Nische Steinbild aus Eement, da« von dem Brldhau-r Moest ut Karlsruhe ^dem Schöpfer des reiburger sicgeso ,'nals) .ach eurer Zeichnung deS Original» von David Ang ws msgesuiwk ->urde, Die» stellt oar den Anatomen and Physiologen Bichat »eu Schöpfer je» Ge werbetthre und 'er: Lei sich j, Paris vv> em vu-llla äs» plaueo». Das Slemvils ... -reibu-g zeht jeg., ■»« vr „Fretv. Zig.' ntt- reilt, ».ach Adbraci >«> HanseS, i«. Elg.nlum der Freiburg w medizinische Falkuttät übe:. — >.u^c ,ettun.j >es Obersten v. Waeacker su .d heute e.ne große Sar »isonsüvung tm Dreifamthal statt. Wie die „Breisg. Zt,." ersihrt, nahm an der Uebung das ganze Infanterieregiment Ht. die drei zur Zett eingezogeneu Landwehrkompagniei.. zwei Batterien, sowie zwei Detachements Dragoner vts Mülhausen t.'I. DaS Gefecht begann unterwegs und zog sich dis us die Aahöhe deS 722 Meter hohen Dorfes St. Petr, wo J sein u Abfchluß fand S ier wurde das Lager aufgeschlagev und Mtttagrau gemacht. Dü iannschaftcn kochten ab und uns v' Ziisanlecie-Musik machte, do auch die Offiziere hr Muhl dort oben einnahmm. Tasi'!m isik. Später wurde der Heimmarsch angetreten. Ander !eb..ug »ayu-r noch teil die Herren Gene: ,llu.lna-tt Freiherr v. Biis- .z, Generalmajor v. FaNois und Kommv.rbcut oer 29. . !d- artillerie-Brigade Oberst Kehr .. du. Donaneschingen, 29. April. Wie wi- rrsahrei, wird der Kaiser neueren Bestimmungen zufolge rst Montag aoend ab- reisen Sonntag abend begab sich derselbe zur iiuerhnhnbul, ach Frieden weiter und kehrt erst Montag morgen yierhe- Zurück. Gestern beschenkte Seine Majestät die Fürstin von FLrsie«o.,y mit einem Armband, (das Mmialurporttät des Gebers auf Elfenbein mit Brillanten), den Fürsten mtt seiner Minlaturftatuette in Bro,.ze in der Uniform der Garoes on corps. Die Ab,ahn nach St. Georgen zur Abendbalz erfolgte gestern nachmittag vUhr direkt per Wagen. Um 9 Uhr kehrte der Kaiser auf den Hof mg zurück, in welchem er mit seinem Gefolge, dem Prinz-,l Max .rird dem Fürsten von Fürsicnberg, sowie dem Prinzen Neuß das Abendessen einnahm. Die Herrfchaften überimchleten alle »m Hofzug. Heute morgen 3 Uhr begab sich der Kaiser abermals auf die Balzplätze. Dre Rückfahrt nach Donaneschingen erjolgce 6 Uhr. Um 11 Uhr vormittags besuchte der Kaiser mtt Gefolge, sowie dem Prinzen Max, Fürsteu von Fürstenbcrg und dem Prinzen Reuß oen Gottesdienst in der evangelische.i Kirche. Herr Ober« kirchcnrat Oehler aus Karlsruhe empfing den Schirmherrn deS Protestantismus im Auftrag S. K. H. des Großherzogs» unseres ev. Landesbischofs, am Eingang der Krrche. Dekan Kästner hielt die Predigt. Um '/-6 Uhr abends begaben sich oer Kaiser und die hohen Herrschaften nach Schloß Friedeuweiler zur Abeudbalz. Der Kaiser erlegte einen Auerhahn. Aus der Residenz. Karlsruhe, 30. April. — An« dem Hofdericht. Der Eroßherzog empfing Samstag vormittag 1 /* 11 Uhr den Präsidenten de» Evangelischen Over- kirchenrats Geheniierat Or. W»e l a n d t zu längere' Vortrag >er« stattung. Hieraus meldeten sich der Kaiserliche Korvettenkapitän Weber und der Oberstabsarzt l>r. L e h r w a l r>. Regimentsarzt im Infanterie-Regiment Nr. 161, bisher im b. Badijchon Infanterie' Regiment Nr. 113. Zur Frühstücks'mfel, an -elcher die zu Besuch ariwesenden Fürstlich Hohenlohe'schen Herrschaften ,us Straßburg teilnahmen, war auch d>e Fürstin zur Lippe erschienen. Mtt dem Prinzen Herrmann von Sachsen - Weimar war a. ch oefsen Tochter Prinzessin Olga aus Sluttgarl vier er.gerrosten. Di« Hoheiten stiege» im Küchenbau oes Großy Hchloffes -v Die Großherzogin führte die Weimar'schei- Herrschaften zur Besichtigung oer Ausstellung im Kunstverein uno besuchte abends u't denselben vir Oper im Großherzoglichen Hoftheater. — Diplomatische» Empfang. S. K. H. der Großherzog empfing gestern abend 6 Uyr den am Großherzoglichen Hos beglaubigten österreichischen Gesandten Freiherrn >. Pereira» Arnstein, der sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Der Gesandte wurde im Hofgalawage» abgeholt and durch den Oberstkammerherrn Freiherrn v. Gemmingen eingesührl. Der Minister des Großh. Hauses und der ausw Angeiegenhetten v. Brauer war zugegen. Nach der Audienz wurd° der Gesandt« auch von I. K- H. der Großherzogin empfangen. — Perfonalnottr- Gras Rhena hat sich gestern abend von seinen Eltern in Baden-Baden verabschiedet und ist wieder nach Leipzig zurückgereist. • ---- Kthletenklnl, „Eormania". Am kommenden Sonntag, den 6. Mai, abends 8 Uhr, wird der Athletenklub „Germania^ im Coloffeumssaale eine öffentliche Vorstellung abhalten. Das Programm enthält mehrere völlig neue Nummern außerdem wird mit der Aufführung ein P r e t« r > a ß e i der Vereine oeS „Deutschen Athleten-Verbandes^ aus Karlsruhe »nd Dur lach verbunden, wozu 8 Wertpreise gestiftet sind. Drr Ringkunst hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht und interefsiert daS Publikum in höchstem Maße. Es ernpfiehlt sich, ju der Veranstaltung sich im Borvertauf (stehe Jnsera») einen Platz zu sichern, da die Aufführungen des Klubs stets von g-öpler Zugkräftigkeit sind. Amtliche Nachrichten. * S. K H. der Großyerzog hat dem Ingenieur August Brün in Mannheim die Erlaubnis ,ur Annahme und zum Träger, des ih« vom Großherzog von Hessen oe.liehen Ritterkreuzes erster Klaffe de« Berdienstordeus Philipps des Großmüligen erteitt und unterin 11. April nach erfolglem Einverständnis mir dem Erzbischöflichen Ordinaria. den Finanzpraktikanten Landolin Her. von Eltlingei' unter Verleihung d«S Titels „Stistungsoerwalter" zum Vorstand der Katholischen Stistungs» Verwaltung in Freiburg ernanitt. * Mit Entschließung Großh Steuerdireklion vom 26. Aprll wurde der Buchhalter Ludwig Reut her zum Expedüurassistenten bei der Steuerdirektion ernannt und mtt Wahrnehmung der Geschäfte dat Expeditors bei dieser Stelle betraut. Sport. Badischer Renuverein. r Mannheim, 29. April. Die weithin populären Mannheimer Mal-Rennen sind gestern tutet den günstigsten Auspizien eröffnet worden Ein prachtvolles Frühjahrs« weiter begünstigte den Besuch, oer em ganz eno> mer genannt werden muß Die (Freunde de» von jeher beliebter aberrhei. nchen Sportplatzes waren aufs angenehmste überrascht, von den öürg neuen Gewand in der« sich die ganze Anlage auf den Neuwiesen -räsentürte. Bon der Wagenansahrl mit uummerierteu Platzreihen, bis zu den neuerbauten, hohen, lustigen Tribünen, den technischen Gebäuden m Apparaien, der Bahnanlage selbst ist alles mit einer Gediegenheit mv Zweckmäßigkeit ausgestattet, welche das höchste Lob und alle Anerkennung für die gemachten Aufwendungen verdient Aiannheim ist damit nach Kol», dessen Musteranlage jum Vorbild gedient hat, in die Reihe der erste» Sportsplätze Deuischlands eingeruckt Em elegantes Publikum bevölkerte die Miigliedertribüue und den Vorplatz, die präch.rgen Heller Frühjahrs- toilelten der Damen und die Uniformen der Offizierskorps der badische«, pfälzischen, elsäßer und anderer rheinischer Garnisonen vereinigten sich ,n einem farbenfrohen Bild Die Außenplätze waien bis auf den Neckardamm hinaus mtt einer geivalligen ?1)teu,chenmais oesetzl. Der Kors» nach dem Rennplatz zeigte die elegauren Ge,paune der Mannheimer Industrie- und Kaufherrn, welche dem edlen Spork so tiefk Sympathie« und eine stets opferfreudige Gesinnung entgegenbrin^ew Auch die Rückfahrt nach der Stadt, bei der die Wege vo." Tauienoen einge,äumt varei«, gestaltete sich bei dem betannten Jnlereff- und der Vorliebe der Bevölkermtg in die Mat-Renne» zu eniem wahren Bolzten Leider fehlten in dem u.mnierbrochenea Wagenzug vre stets rit Enthusiasmus begrüßten fcharlachrvieu Livreen des badische» (roses. Die Felder oaren sänulich seyr gut besetzt mb es wurde «tn ausn.hmeud guter Sport geboten. Leider ivar da? Geläuf a»vvhn- ,rch hart uno staubig, sodaß .aanche Frvorns wider vr-m.e». sti. :pf wurden und es a« lleberraschungen nicht fehlte. Auch ev zeln? Büide« sind für stark besetzte Felde, zu eng gebaut, an oer Numm.ur 7, er- scheme» die Zahlen ,u .in, u»o das Ausziehen o-r Vs erd« erfolgt viel ,v langsam Da« sind so oeiläust. > - mzmr, Au-fl. io«, welche zu mache» wären. Die Ehrenpreis. ,a, en j ud. ; >-yr ö l. nd vre Unfälle, velchr zur Teil ar > äe mgüi.stig^ Aeschaffe, Heu oer 3ahn zurückzusühren sei» werdea, st>,o v „e ich', r-re Folgen verlauf««. Nachstehend die Resultate rer Renner. • I. 'Nalovp reite». 6 Preis«. r H[tanj 1000 m. 5 Pferde liefetfc 1. Bürgermeister Bolz.Geckerrheuli; 2. Augustin Burst-Movs; 3. Wtl« .£ i f 4 *4. Helm Karl-Seckenheim; 4. August Ries-Friedrichsfrld; S. Hermann Winter-Schwarzach. . ^ ,, . II. Trabreiten. 4 Preise. Distanz 1200 m. 7 Pferde liefen. 1. Bürgermeister Spitzmes.ser- Moos; 2. OttoKleinhans-Schwarzach; 3. Hermann Wmter-Schwarzach; 4. Adam Friedrich Michel-Sandhosen. III. . Corps-Jagdrennen. 3000 Meter. Ehrenpreis und 1000 9J& 8 Pferde liefen. 1. Lt. Echopke'S (14. Drag.-Rgt.) a.dbr. St.; „Kyloe" 72*/»kg. Reiter Bef.; 2. Lt. De la Croix (21. Drag.- Rgt.) 3j. br. St. „Sears" 73*/. kg. Bef., 3.Rittm. Dulon (Adj. 29. Kav.- Lrig.) a. br. W. „Navarin", 73'/, kg, Bef.; 4. O.-Lt, Wuillr de Bilie's «Jäger z. Pf. XIV) a. F.-St. „Wrlfried". 76 kg. Bes. Lt. v. Tritsche's >Drag.-Rgt. 21) br. St. „Fahne" 66'/, kg. Bes. '/, Länge zwischen dem ersten und zweiten, und dem zweiten und dritten. Tot. Sieg 296:10. Platz 26. 14, 12:10. IV. Heidelberger Jagdrennen. Preis 2200 M. 3600 Meter. 6 Pferde liefen. 1. Lt. v. L i l i e n t h a l' s (6, Drag.-Rgt.) 4j. F.-H. „Federfucher" II 67*/, kg Reiter Oberlt. v. K a y s e r); 2. Hptm. Mart's (13. Jnf.-Rgt.) 4j. F.-St. ..Birga", 88'/, kg (Reiter O.-Lt. Schmoller); 3. Lt. Vogler (21. Drag.-Rgl.)a. obr. St. „Wäscherin", 76 kg, Bes.; 4. O.-Lt. Dursy's (5. F.-A.-R.) 4j. dbr. St. „Laoane", 68*/> kg, Bes. 7—8 Längen zwischen dem Erste» und Zweil.m, 6 Längen zivischen dem Zwesten und Drillt. Tot. 21:10, Platz 16, Sä V. Offiziers-Hürdenrennen. Ehrenpr.is 1 .'00 M. 2400 Meter. 7 Pferde liefen. 1. O-Lt. Frhr. v. Rodwitz' (1. bayer. llb-Rgt.) 5j. br. H. „Honfi" 73 kg, Bes.; 2. Lt. Frhr. v. Entreß- Fürsteneck's (26. Drag.-Rgt.) 4s. schw. St. „Friedenspfeife", 68 kg, Bes.; 3. Lt. Frhr. v. Eichthal's (5. Ehev.-Rgt.) üj. br. W. „Samt-Balduin", 73 kg. Bes.; 4. Lt. Lucius' (11. Hus.-Rgt.) a. br. W. „Recept", 76^ kg (Reiter L. v. Kays erfi Sicher gewonnen. Tot.: 72:10 Sieg, 28, 16. 34:10 Platz. S. Pr«iS der Stadt Mannheim. Jagdrennen. Handicap. Ehrenpreis und 3500 M. 4700 w. 8 Pferde liefen. I. Major K i m - merles 6j. br. W. „Etouvy" 71 kg (Reiter Lt. v. Bergen). 2. O.-L. Frhr. v. Scheüerer (19. Ul.-Regt.) a. dbr. W. „Hotham", 78 kg (R. Rittm. Eschborn). 3. Lt. Hausmanns (13. Hus.-Regl.) a. F.- W. „Canada" 70 kg (R. O.-L. v. Kayser). 4. Lt. Völters (28. Art.- Regt.) a. schwbr. W. „Fittleworth" 74 kg (R. Lt. v. Zingler II.) „Elouvy" gewann mit 1 Länge. Tot. Sieg 38 : 10, Platz 28. 34. 28: 10. 3. Preis von der Haardt. Offiziers-Jagdrennen' Ehrenpreis und 1400 M. 8000 w. 10 Pferde liefen. 1. O.-L. v. Kaysers (13. Hus.-Regt.) a. schwbr. H „Karasjok" 72'/, kg, Bes. 2. Lt. Schifferdeckers a. br. St. „Cymba" 76 kg (R. Lt. Kalle). 3. Lt. Frhr. v. Tautphoeus (3. Bayr. Feld-Art.) 6j. br. St. „Bower of Roses" 72*/, kg, Bes. Mit einer halben Länge nach heißem Endkampf gewonnen. Tot. Sieg 91:10, Platz 24, 26, 23:10. Gesamtumsatz am Totalisator 46 000 M. Kleine Chronik. * Bom Rhein, 27. April. Ein in sei,«er Art wohl einzig dastehendes Vermächtnis machte ein katholischer Bürger von Kyllburg (Eifel), der dieser Tage starb. Er hinterließ sein Besitztum im Werte von 80 000 M. der dortigen jüdischen Gemeinde, die bisher noch kein Gotteshaus besitzt, mit der Bestimmung, daß dorr eine Synagoge errichtet werde, anderenfalls die Gemeinde den Platz erst nach 80 Jahren veräußern darf. * Berti«, 27. April. In London wird jetzt eine Internationale Konferenz zum Schuhe des Wildes in Afrika abgehalten; aus Deutschland nehmen daran teil Major v. Wißmann, der Legationsrat Ür. Bumiller und der durch seine afrikanischen Jagden bekannte Herr Schillings. Die Konferenz findet bis in die höchsten Kreise hinaus aus guten Gründen eine große Ausmerksanrkeit. Sie soll sogar Gegenstand eines Vortrages beim Kaiser ge- vorden sein. * Berlin, 28. Apnl. Bei der Lichtensteindrücke sprang heute vormittag eine 68jährige Frau in den Landwehrkanal. Der vorüberschreitende frühere Kommandeur der Gardekavalleriedivision, Graf v. Wartensleben. sprang vom Pferde und in voller Uniform in den Fluß und brachte die Lebensmüde ans Land, die jedoch bald darauf in der Charite verstarb. * Paris, 28. April. Die Familie Gambetta gab die bisher hartnäckig verweigerte Zustimmung zur U e b e r t r a g u n g der Reste des Volkstribuns von Nizza nach Paris. Die Beisetzung im Pan» theon wird vom Parlamente nächsten Monat beschlossen werden und anläßlich des Julisestes erfolgen. Handel und Verkehr. f. Mannheim, 29. April, lieber di« Firma Easimir Paul, Holzhandlung und Sägewerk dahier, wurde das Konkursverfahren eröffnet. Die Unterbilanz beläuft sich, soweit fremde Gläubiger in Betracht kommen, auf 30—40 000 M. Dat übrige Defizit der Firma haoen Familienangehörige zu tragen. * Deutsche Grnrrdschnld-Bnnk, Berlin. In der Generalversammlung vom 28. April d. I. waren 8 Aktionäre mit 1183.100 M. Kapital und 1133 Stimmen vertreten. Nach Bekanntgabe des Geschäftsberichtes der Direktion und des Berichtes der Revisionskommisston wurde die mit einem Reingewinne von 871084.08 M. abschließende Bilanz und die Verteilung einer sofort zahlbaren Dividende von 7 Proz. -- 70 M. für die Aktie genehmigt und dem Aufsichtsrale und der Direktion Decharge erteilt. * Prenfiischr Central-vodenkreditAktiengeseüschaft. In der am 26. April 1900 gehaltenen 3o. ordentlichen Generalversammlung der Aktionäre der Preußischen Central» Bodenkredst > Aktiengesellschaft, bei welcher 8303 Aktien mit 1001 Stimmen vertreten waren, ist die Genehmigung der Rechnungen und der Bilanz pro 1899 beschlossen, die Dividende pro 1899 auf 9 Proz. vom eingezahlte» Grundkapital festge- ftellt und dem Berwaltungsrat wie der Direktion Decharge erteilt worden. Die nach dem Dienstalter ansscheidenden Mitgliever des Verwaltungsrats, sowie der ausscheidende Revisor wurden wiedergewählt. * WeltntlSstellnugParis 1900. Die erste vom Schenker'schen Reisedureau in München, Promenadeplatz 8, veranstaltete Gesellschaftsreise zum Besuch der Weltausstellung ist programmäßig am 12. April »ach Paris abgegangen und, wie uns von der Leitung mitge- teilt wird, zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmer ausaeführt worden. Das Zustandekommen aller übrigen programmäßige»! Reisen während der ganzen Dauer der Ausstellung ist der gleichen Mitteilung zufolge bereits jetzt vollkommen gesichert, so daß wöchentlich Gelegenheit geboten ist. unter sach- und sprachkundiger Führung die Pariser Weltausnellung zu besuchen. Auch di« Kupon he st«, die das Reisebureau für ,olche Reisende, die sich einer Gesellschaftsreise nicht anjchließen wollen, geschaffen hat, sollen sich großer Beliebtheit erfreuen. Diese Kuponheste enthalten außer den Kupons für Wohnung, Bedienung. Beleuchtung, fünfmaligen freien Eintritt in die Weltausstellung, Wagenfahrlen in Paris, AusMg nach Versailles, freu Unfallverficherung rc., getrennte Anweisungen für die Mahlzeiten, die in alle» Teilen der Stadt unv Ausstellung in erstklassigen Restaurants an Zahlungsstall angenommen werden und dadurch vollständige Unabhängigkeit und Freiheit der Bewegung gewährleisten. Aus dem Prospekt des Reisebureaus, der jedermann kostenfrei zugesandt wird, ist weiter zu ersehen, daß Vas Bureau fiir seine Reisende ein eigenes, großes, erstklassiges Hotel mst 400 Betten, das in günstiger Lage mitte» de- Ausstellungsdreiecks gelegen ist, errichtet und dadurch nie Wohnungsfrage glücklich gelöst hat. Vieh. ln Manuheiti. 27. April. Biehmarkt. Der heue, gestern, sowie vorgestern hier abgehallene Kleinviehmarkt war mittelmäßig besucht. Gute Nachfrage machte sich nach Schweinen gellenb, welche lebhaftes Geschäft zu verzeih ren hatten. Der Handel mit Kälber» verlief mittelmäßig. ES standen zum Verkaufe: 362 Kälber, 1 Schaf, 1022 Schweine, 458 Ferkel. 7 Ziegen und 2 Zicklein. Es erlösten ne 80 Kilo Schlachtgewicht: Kälber 1. Qual. 88 M.. 2. Qual. 60 M., 3. Qual. 78 M., Schafe 80 M., Schweine 1 Qual. 81 M.. 2. Qual. 50 M. 3. Qual. 48 M. Ferkel erzielten per Stück 7—12 M. und Ziegen 18 M. Der G«f«rmtzuirreo zu de« 3 Markten betrug 1851 Stück. Wein. □ DsitzeShei« (Pfalz), 27. April. Die dahier ftattgehabte Wein- oersteigeruag von Wemgulsbesitzer L. A. Jo da«, bei de? ganz vorzügliche Gewächse zuo> AnSgebote gelangten, nahm emeo sehr günstigen Verlaus. Die Wem» gingen sämtlich, zumteit ganz bedeutend west über di« E-g«ntuxe ab. Für die 1000 Liter wurden »rzieti: Für 93er Dndesheiiier 750—-«110 M., DeideSheimer Kieselbe-g *360, Schloß Totayer und Traminer 1870. Förster Ricstiilg -410, Ungeheuer Riesling »670, Hütrenwingert Riesling 1800, Kirch-ustück Riesling 1630, f esuitengorte«: Riesling 1800, Derdesheimer Kränzler Riesling 2140, einhöhle Riesling 2110, Gram Riesling 2410, RupperiSbe-ger Ge- würzlrammer 2310, Förster Jesuitengartrn Riesling 2800, Deidesheimer Kieselberg Riesling 2610, Deidesheim« Kalkofrn Riesling 4240 und Ara», Riesling Auslese 4200 M. Letzte Nachrichten. w Kiel, 29. April. Der Reiseplan für die die Rheinfahrt ausführenden Torpedoboote ist folgendermaßen festgesetzt: Die ganze Division nimmt nach Anlaufen der niederländischen Häsen Nicnwendiep. Holk van Holland und Rotterdam Aufenthalt in Emmerich und Köln. Während das Divisionsboot „D 4* dort verbleibt, besuchen die »6 8"-Boote Koblenz, Rüdes- he»m und Bingen. w Wilhelmshaven, 29. April. Die nach dem Rhein bestimmte Torpedodootdivision ist unter Befehl deS Kapi- tänieutnants Funke heute vormittag 10 Uhr in See gegangen. w Wesel, 29, April. Nach einer dem Oberbürgermeister Dr. Fluthgraf zugegangenen Nachricht wird die Torpedobootsdivision auf Beseht S. M. der Kaisers hier anlegen. Im Kaiiersaal des Rathauses findet großer Empfang statt. w Lemberg, 29. April. Ei» von dem Abgeordneten Sanguszko im Polenklub eingebrachter Beschlußantrag betreffend die Hintanhaltung j e dw eder Obstruktion imParlament iv.!?, r e' .fiiwm'.i c. .uen. w :i. April. P riFordii'rnd v -it Rumänien begicbt sich nach Berlin zur Großsäb« o r des deutschen Kronprinzen. w Amsterdam, 29. April. Die Leiter der hiesigen Zeitungen hielten eine Versammlung ab, in der beschloffen wurde, morgen em gemeinsames mit der Maschine hergestelltes Blatt mit einem gemeinsamen Kopfe herauszugebeu. Das Blatt erscheint morgens und abends. w Amsterdam, 29. April. Nachdem die Schriftsetzer in den Ausstand getreten sind, haben nunmehr die Druckereibesitzrr und Leiter der Blätter die Sperre über ihre Arbeiter beschlossen. Infolge dessen wird kein Blatt erscheinen bis Montag, wo eine neu« Versammlung der Arbeitgeber stattfinden wird. Stockholm, 28. April. Prinz Karl von Schweden und Norwegen begiebt sich zur Vertretung des Königs Oskar zur Großjährigkeitsseier des Kronprinzen nach Berlin. w Paris, 30. April. Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe ist gestern nachmittag in Begleitung seiner Tochter nach Berlin zurückgereist. w Paris, 29. Apnl. Zu Ehren de- Reichskanzlers F ü r st e n Hohenlohe gab gestern der deutsche Botschafter ein Diner, welchem sämtliche Mitglieder der Botschaft mit ihren Damen beiwohnten. w Madrid, 29 April. Der Konsul in Havanna bestätigt die Nachricht von der neuerdings ausgetretenen anti« amerikanischen Bewegung an mehreren Punkten Cubas. w Lissabon, 30. April. Im Austrage des Königs äberbringt der Herzog von Oporto dem deutschen Kronprinzen am 6 Mai das Kollier des Turm- und Schwert-Ordeits. w Sieiü.^Jecf, 28. April. Der Sekretär des Kriegsamts Root hielt gestern in der Grant-Denkmal-Gescllschaft eine Rede, in welcher er sagte, das amerikanische Volk werde von der Monroe-Doktrin nicht abgehen und nötigenfalls mit den Waffen in der Hand für dieselbe eintreten. Wenn man aber nicht schneller aus dem Wege der Gesetzgebung Vorkehrungen treffe, würden die Amerikaner eines Tages oen Ereignifsen unvorbereitet gegenüberstehen. w Neapel, 28. April. Der Minister des Auswärtigen, V i s- conti-Venosta, traf heute vormittag hier ein und konferierte mit dem König, dem Prinzen von Neapel und dem Niinislerpräsi- denten Pelloux über die R e i s e d e s P r i n z e n von Neapel nach Berlin. Am Abend kehrte Visconti Venosta nach Rom zurück. w Neapel, 29. April. Der Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose hielt unter dem Vorsitz Baccellis gestern seine Schlußsitzung ab und nahm die vom Komitee unter Berücksichtigung des schon auf dem Pariser Kongreß von Pros. Schroetter ausgesprochenen Wunsches vorgeschlagene Tagesordnung an. Diese schlägt sie Einsetzung eines internationalen Komitees vor, in dem die drei Nationen, welche die erste Anregung zu den Kongressen zur Bekämpfung der Tuberkulose gaben, vertreten sein sollen und dessen Aufgabe darin bestehen soll, eine internationale Liga gegen die Tuberkulose zu begründen. Als Mitglieder des Komitees schlägt die Tagesordnung für Deut,ch- land den Herzog von Ratibor, für Frankreich Profeffor Lannelongue, für Italien Minister Baccelli do :. Diese sollen das Komitee bilden und organisieren und haben die Ermächtigung, neue Mitglieder in gleicher Zahl für die drei Länder zu kooptieren. Nachdem Lannelongue im Namen der auswärtigen Kongreßmitglieder gesprochen halte, verlas Minister Baccelli die von der deutschen Kaiserin, dem Kaiser von Oesterreich. öei Königin-Regeuttn von Spanien und den Königen von Portugal, Serbien urrd Rumänien eingegangenen Telegramme. Ueber den Ort des Zusammentritts des nächsten Kongreffes ist noch kein Beschluß gefaßt worden. Der sudafl'ikamfchk: Krieg. w Ladyfmith, 28. April. D'k Buren haben einige hundert Mann zur Bewachung des Ban Reenene- und des Oliviers Hoek-Pasjes detachiert. Die Kommandanten De- beer und Van Niekerk, welche die Vetteilung der Truppen der Buren zu erledigen haben, yaben derartige Dispositionen getroffen, daß «ll^ Truppen bei jedem Pan, den die Evgiändec anzugreifen versuchen sollten, -«reinigt werden können. ve Pretoria, 28. April. Nach oen letzten Berichten über die Explosion tu Johannesburg sind dabei vier wehr Menschen umgekommen, als ursprünglich gemeldet war. Ums Leben kamen 30 Personen, während 54 verletzt wurden Die Behörden sind überzeugt, daß dem Ung ück feii Unfall zugrunde liegt. Es haben bereits eine Anzahl Verhaftungen stattgesunden ^ London, 28. April. Eine dem Kriegsamte zugegangene Depesche meldet 10 weitere Todesfälle an Krankheiten unter den g i ingenen Engländern in Pretorra. Danach find die Krankheiten unter den Gesa igenen anscheii.eno durchaus nicht in der Abnahme begriffen. w Bloemfonte««, -v. Ap^ifi DieDivision Pole-Carc w ist heute früh hier eing troffen. w Pretoria, %. April. Die von der Regierung eingesetzie- technische Sachver/tänsigen-Komwission ist überzeugt, daß die Explosion in der Begbie'schen Fabrik auf eine böswillig? That zurückzuführen ist und der Explostostvff Dynamit ode; Nitroglycerin ist. Es wurde ein unter irdischer Gang entdeckt, welcher von >"inem uniewohn.en Hause bis zu dem Orte gegraben war, wo die Explosion stattfand. Der Eisenbahnverkehr nach der Delagoa-Bai ist unterbrochen, uu das Entkommen Ftuchtverdächtiger zu verhindern Unter den Verhafteten befindet sich der Sohn des Che; der 'stirma Begvie, William Begvie. Die für die vorläufige Haftenliasjung angebote»'« Kaution wurde abgelehnt. v Maseru, 38. April. Heute früh wurde in der Richtung auf Thabanchu rin mehrere Stunden anhalieudes Feuern vernommen. Das Ergebnis oes Kampfes ist noch unbekannt. Die Buren, welche auf dem Rückzage or Wepen-r und Dewetsdorp begriffen find, marschieren nicht aus der Landstraße, sor- ,ern iuer über die Felder, damit sie von der Basu'o-Grenze aus nicht beobachtet werden können. w Kapstadt, 28. April. Um für .llr Fälle Vorkehrungen zu treffen, sind Besehie gegeben, all« Krankenhäuser zu räumen. Die derzeitigen Znsasjen werden, sobald ihr Zustand es zuläßt, auf die Hospnalsch'ffe gebracht. w Bloemfoutcia, 28. April. ES verlautet, die Engländer werden Thabanchu wegen der strategischen Wichtigkeit weiterhin besetzt Halter, numr'tllch uw künsrigen Ztreiizügen der Bur^r entgegenzutreten. Die Bur-nkommand^s, fi- nt d-r R chtung auf Thabanchu operierte», schmelzen /etzt zusammen. Die Buren gehen ruhig nach Hause. Sie behaupten, sie wurden zum Kampfe gezwungen, obgleich sie den Engländern den Nnterwerfungseid geleistet hätten. Aus ansgesangenen Briefen aus anderen Duellen geht hervor, daß die Unterwerfung in vielen Fällen gerade zu dem Zivecke geschah, um jeden Augenblick die Feindseligkeiten wiederaufzn« nehmen und die Streiszüge gegen die englischen Verbindungslinien ausführen zu können. Es wird geglaubt, strenge Lftaßregeln werden zur Durchführung der wirklichen Entwaffnung ergriffen. v Haag, 28. April. Die B u r e n k o m m > s s i o n besucht morgen Amsterdam und schifft sich am 4. Mai abends in Rotterdam auf dem Dampfer „Maasdam" nach Amerika ein. Tie Gesandten vr. Leyds und vr. Müller machen die Reise nicht mit. w Warrenton 29.April Da die Buren gestecl' aus einigen Verschanzungen nahe der Brücke ziemlich oft Schüsse abgaben. beschoß sie die englische Artillerie, wobei ein Militärballon gute Dienste leistete. Auf englischer Seite find keine Verluste zu verzeichnen w Kimtzerlry, 28. April- Lord Methuen befahl, daß für den gefallenen O b e r st V i I l e b o i s - M a r e u i l in Boshos ein Denkstein m i t sr u n» ö s i sch er Inschrift gefitzt w iVi.iiC ';(* 29.Senat. Prssigrew brachte wiederum einen cm, worin die Sympath ien für di« Bur en und die Hoffnung auf einen erfolgreichen Kampf ausgesprochen werden. Lodge beanlragte, die Resolution dem Komitee zu überweisen. Pessigrew sprach dagegen. Bei der folgenden Abstimmung wurden 3l Stimmen für und 11 Stuumeil gegen den Antrag Lodge abgegeben. Da die Zahl der abgegebenen Stiinmen Beschluß Unfähigkeit ergab, vertagte sich das Haus. bn. Heidelberg, 30. Aprsi^Bemerkenswert ist, daß bei der vorgestern stattgehabtm ersten Jmmattikulation auch ein; Studentin. Fr ln. Texaner aus Karlsruhe, in die Philosoph-,che Fakulräi eingeschrieben wurde. Es ist dies die erste immntr,kuii e te Studentin unserer Ruperto Carola. Eine weiter» Studentin ist für die medizinische Fakultät vorgemerkt. ^ Rew-Uork, 29 April. Ein von Neberschwemmunaen begleiteter O kan richtet» in Texas einen Schaden, von 3—8 Millionen Dollars an- 12 Personen sind in Maro ertrunken, Der Eisenbahnverkehr ist vielfach unterbrochen w Dschcddah. 29, April. Unter d n hiesigen Pilgern ist ein p e st- verdächligerF-l or. rgetommm. Unglück in der Pariser Weltausstellung. w Paris. 29. April. Im Ausstellungsgebäude stürzte heute nachmittag 4 Uhr die Fußgängerbrücke ein, welche die Avenue Suffren überquert und das Marsfew mit dem Himmelskugelpanorama verbindet. 5 Tote wurden bis 5 Uhr abends geborgen. Mehrere Personen sind verletzt, viele kontusioniert. Es sind Hilfsmaßnahmen getroffen. w Paris, 29. April. Bei dem Unglück in der Weltausstellung sind drei Männerund ein kleines Mädchen unigekoinmen. Zeh» Personen wurden verletzt. Alle Arbeiter der Ausstell««ng eilten herbei, um die Ausräumungsardeiten zu beginnen. Die Behörden waren sosott zur Stelle. Präsident Loubet sandte seinen Ordonanzoffizier. Die Ausstellung war des prächtigen Wetrers wegen nachmittags äußerordentlich zahlreich besucht. w Paris, 30. April. Von den bcr dem Brückeneinsturz in der Ausstellung verletzten Personen find während der Nacht zwei im Krankenhaus« gestorben. Ter Zustand mehrerer anderer giebt zu ernsten Besorgnissen'Anlaß. v Paris, 31. April. Unter den Trümmern der ringe» stürzten F u ß g » r, g er b i* * et c wurden bis jetzt 7 Tote hervor» geholt. Die Ausräi mungsarbei.en find noch nicht beendet. Die Brück«; welche nicht von d w Ausstellrngrleitung sondern von der Panoramagesellschaft hergcstellt wird, „ja; noch inch« fertig, a«s sie e>--stürzte. Er waren noch etwa 8Arbe«ler an derselben thätig, aber unter derselben passierte» viele Arsstellungsdesucher Das 'loglück soll dadurch entstanden seirh daß die ^rützoalken zu zeitig entser / wurden. Verantivortlicher Reoakdur: Felix v. Eckardt, Reklamen und Inserate. Ludwig Lorbach, beide, in Karlsruhe. Spielpla« für die Zeit vom k. bis inti 6 Mai 1900. Im Hoftheaccr Karlsruhe. Dienstag, 1. Mai. Abonnements-Aottg C. A) Ab. Borst. Mittel- Preise.) : „Der Freischütz', ro>-.ai tische -Oper >n 4 Akten von Friedrich Krnd, M»sik von Karl Maria v. Weber- A? sang Nh , E.ide gegen 10 Uhr. Donnerstag, 3. Mai, Abo«n,ments-Abtlg. IS ol, A.-B. (Kleine' Preise.) „Cypnenne. Lastspie- in Ak>ei. vo» Victorien Sa.do« und C. de Naj r, deutsch vo„ Osk - B u aenthal- S!r fci.rn 7 l'hr, Ende gegen 9 Uhr Freitag, 4 Mai 6. Borst außer Ab. (Mittel-N-cise.) Gesamt- Gastspiel des Schauspiei-Person.rls des Hos- v, > ^aiionaltheaterS Mannheim. Zum erstenmal: „Wenn wir Tote« '»wachen", dramatischer Epilog in 3 Allen v.n Henrik Ibsen. Arfiano 7 Uhr, Ende nach 9 Uhr. Eintrittskarten-V«rkauf: an Abonnen.en am Sa^-tag, den 28. April, von 3—8 Uhr .chllättags (Reihenfolge 0 B, A) ; allgemeiner Vorverkauf von Montag, den 80 . April an. Samstag. 8 . Mai. SlbounemenrS-Abttst. ©. 49 Ab.-V. (Kleine Preise.) ,,Jugend von heut«', Komödie m 4 Akten von Otto Ernst. Anfang 7 Uhr, Ende gegen 10 Uhr Svnniag 6. Aiai. 28. Vorst, außer Ab, (Mittel Preise.) „Die Walküre", m 3 Aufzügen von Richar. Wagner. Anjang 6 Uhr, End« */,'1 Uhr. Emtrittskarten Berkanf: an Atz- 'menten Moifiag. den 30. April * 2 « 11—, Uh «i -g» -.Reihe; fi>'a: A, B, >' . «n„?»r.ciRev Bor^ erlauf von Die, j. ig. den ». Ma. ?.n. Im Hos- und Nationültheater in Mann .oim: Dorm--;»!a«>, 3. Moi. Aut-r Ab -Jesamt-Gastspiel der Gcoßh. Hosoper Ka:> uo? -zum erstenu-nl: .Beate» e t*at Benevtctfi Oper in 2 Akten ach Shakespeare, Text .m, Must ^o.- 4 >. Berlioz. deutsch« Ueoersetzu g oon Riqaro Pohl, die .7-nlatw. vor- G. Puilitz u.I» Felix iW»" 1 — Zum erstenmal. „Pa-, »m Busch"- Tanzspiee i» 1 ttij, ig «of Otto Julius Bierbaum, Musik von Zestx Mottl. Än. fang .-»7 i he Theater in Bade«. Mit«wcch. 2. Mai. 3-2. Ab.-B. „Minna '«» B irnhelm". Lustspiel in ö Ä. von G. E. Lessing. Anfang >/,/ Uhr, Ende 9 Uh. 9 Ha »b » r g, 27. April. Neueste Nachrichten über die Bewegungen der Dampfer der Hamburg - Nmerika - hj„ie. D. „A nv a l»t s» a', 27. April in I!ega?»li. D. „Auttra'ia", 28. April vo>. Si, Thomas tto Havre nach Hno-barg ^>. „Be .goliV, vo - Hamburg '..ach Balti«. ore. 26 . Ap-il ü tthr nach--. vo.» Boston. D. vor- St- Thvmas nach Ha.ovurg, 26. April 6 Uh; nachm, vor« .‘pane, D. „Eanadia" 26. Avril in Bern Ecuz. S.D. '..fto ,un>bi«*■',. ;$:• Ltew-Av ? uaJ; Hamborg, 27. April 3 Uhr vor D^ve. pai>ier.- D. „E e o > i 26 . April 7 Uyr nachm, vo Aew-A^rt v'- Ncapok «aa> Genua R.P.D. Hamburg", Ap;»' »n Siigapor D. H..;iynia-fi (8. April in Rew-Orteans D. „p-ttsatia von Ostasie . nach Hamvi-c^, 25. Apr>> 9 Uyr nach... Cuxhave'« pa;fierr. 2-D. „K i j r F r i e d r i ch", von Hamburg va -s uthan.pt, !! und Eheroou.g nach ö'ew-Iork, 27. April 8 Uhr 3C Mi«. <.rn\ Dover passte». D. „Penn,ylvania". von New-Z)ork nach H-mburg, 26. April. Uhr 80 Mir. nacyni Cux/aven pajsierl. D. „Sa. -'i-iio", 26. April >n St. Thomas. D. .ssatnio 1 , 26. Aprn »n Sir.^apor«. D. „©QfeOn a", ach April vo. Snigopor: nach Sn.z. D. ' . i «*, 26. Aorch 3 Ith; na«yno von (goig.org nach Singni-.re. 1 ,!f teil *, vo Bue.ivS Aires nach G.m.a. 28. Ap il 8 *1h' Gi» lt« passiert D. „V a t e.. c«a", 24. April in Colon. 82-, 9h«vasgeboie. Karlsruhe. 24. Ap.il. Ka.l Becker -v>l Di.-.khe-... G rtner hier, a. Helene Vogel von tu«; Gg. Gr der von Schwab.ng. Kesselschmied hier, mit Ro;a Suter von -u ich ; August Kies« von Kn.elii.ae», Lackier hier, mit stltaria Gog^er, bisher ^.n. Fade« o n y.e.; Kar! Gutekunst vo«. S'altgarr, Schlosse. h,«r, «• ,»t Ko oli ,e Beck, j vo» Idar; Friedrich zra: ffma.m von hier In «ni.ir, m-.t Ro,a Vierthaler von >a»bach- Gustav God vo-> hierfiBahnarb.- er, mi.Lnikß Klumpp von Otto»,' r. Todesanzeige. Schmerzerfüllt widmen wir Verwandten, Freunden | und Bekannten die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsern innigst geliebten Vater, Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater, Bruder, j i Schwager und Onkel, Karl Grethel , Gemeiuderat, Holzhändler, Säge- und Mühlen* Werkebesitzer, nach kurzer, schwerer Krankheit, heute morgen 4 Uhr, im Alter von 84 Jahren, versehen mit den heiligen Sterbsakramenten, zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen: i Albert Grethel. Büklerthal, den 29. April 1900. Die Beerdigung findet Dienstag, den 1. Mai, vor-1 mittags */s10 Uhr statt. 2402.1 Dies statt besonderer Anzeige. Todesanzeige. Heute mittag 12*/, Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Gälte und Vater Nledicinalrat Hugo Ribstein, Grossh. Bezirksarzt, im Alter von 62*/2 Jahren. Wertlieim a. M , den 29. April 1900. Emma Ribstein, geh. FÖWisch. Hertha Ribstein. Alfred Ribstein. Die Beerdigung findet Dienstag den 1. Mai, nachmittags 3 Uhr statt. 2401.1 p«« mskäkää: loderue Bureau Giuriehtoogen.; Friedrichsplatz 7. erstklassige _Schreibmaschinen:: ■GERMANIA. 2155.6.4 OLITBB. INDER WOOD . 1 ; sämtliches ScMinaschineMMiirJ Farbbänder für alle erstklassigen Maschinen. Schreibpapiere, Kohlenpapiere, Durchschlags- und Mimeographenpapiere, sowie Wachspapier. 1 MIMEOGRAPHEN für Hand- n. Maschinenschrift. 1 Miineographenfarben und Lacke. AMERIKANISCHE BI 1 REAII-M 0 EBEL. I Schreibpulte, Schreibmaschinenpulte und Tische, sowie] Stühle, Aktenstltnder und Aktensehränke. Stolzeiifeeree^atent-ScMelMter. Aktenmappen für Behörden und Rechtsanwälte. [ PHONOGRAPHEN für Geschäfts- u. Unterhaltungszwecke j MP* Reparaturen *HW \&a Schreibmaschinen fremder Systeme werden gut und j rasch ausgeführt. r W Anaseigre. 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Gehaltsklasie des städtischen Beamtenstatuts eingereiht und mitAuS> sicht aus definitive Anstellung, Pension^ berechtigung und Hinterbliebenenver- svrgung verbunden. Der zu erreichende Höchstgehalt beträgt M. 2200 jährlich. >er Inhaber der Stelle muß gelernter Blechner und Installateur fein; bei den vorkommenden Unterhaltungsarbeiten an der öffentlichen Beleuchtung muß er selber Hand anlegen, auch daS Äbbrennen der Glühstrümpfe selbst besorgen können, außerdem die nötigen Eigenichasten zur Beausfichtigung deS chm unterstellten Beleuchtu»gsdienerpersonalS besitzen. Bewerber, welche daS 30. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, wollen sich unter Borlige von Zeugnisabschriften und eines Lebenslaufes mit Angabe ihrer SehaltSansprüch« bis zum 12. Mai d.J. schriftlich bei uns melden. Städt. Gas- und Wafferwerke Karlsruhe. 2327.2.2 Offene Stelle eines Ber waltungsafjistenten Die Stelle eines Verwaltungsassistenten (G.-O. Z. 7 des GehaltS-Tarif«) ist in vorerst vertragsmäßiger Weise anderweit zu besetzen Jahresvergütung 700—800 Mark bar nebst freier Station. (Wohnung, Kost, Ächt Heizung, Wäsche re.) Berechtigte Bewerber au» der Zahl der Finanz« sststenten wollen ihre Gesuch- unter Anschluß ihrer Zeugnisse alsbald bei uns einreichen. 2325.2.2 Ille«**» den 24. April 1*10 Direktion der Heil- nuo Pflege-Anstalt. .ft*« I diegene» Fabrikat unier «n-1 „mfchräutter Garantie sehri j vi !ig im Auftrag zu verkaufen Hau* Schmidt, Musikalienhandlung, I Rondellplatz. I I Telephon 487. 2831.3.21 Besten» eingerichtete Steparatnr Werkstütt» für Emaillierung u. Vernickelung. Neparatnren an Fahrrädern aller Systeme werden unter Garantie prompt und billig ausgesührt. n. Voigt., Adlerstraße 9 . Reichhaltiges Lager von Glocke ,, Laternen und sonstigen Zubehörteilen. 1465 Große Auswahl. 2374 . 4.1 i Elegante Neuheiten, j Anfertigung nach Maaß. Spokt-WM. A. Lindsnlaub, Hut- 11 . MShkumagasi«, 191 Kaiferstraste 191 .! 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